Archive for Dezember 2016

Weberg zeigt im Streit um Schlossspiele kein Verständnis

31. Dezember 2016

Zehn Tage Hohenlimburger Schlossspiele sind nicht rentabel – der künstlerische Leiter Dario Weberg im Interview. (…)

Herr Weberg, wann haben Sie von den Plänen des Fürstenhauses erfahren und wie war Ihre erste Reaktion?

Dario Weberg: Die Pressemitteilung ging zeitgleich an die Medien und den Vorstand des Vereines, der mich umgehend in Kenntnis setzte. Meine erste Reaktion ist wie meine nachhaltige Reaktion: Unverständnis mit einer großen Portion Verärgerung. (…)

Wie bewerten Sie diesen (geplanten) Einschnitt in die heimische Kultur? Lässt sich mit dem Fürstenhaus wohl noch reden?

Ich bewerte diesen (geplanten) Einschnitt in die heimische Kultur sogar noch drastischer als die Einschnitte, die unsere heimische Kultur ohnehin schon zu ertragen hat, denn hier wird bürgerliches und ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Gemeinschaft und der Hagener Bürger – manche sprechen auch von Hohenlimbürgern – und deren Kultur nicht nur erschwert, sondern als ,Störfaktor’ in einer wirtschaftlichen Ausrichtung gesehen. (…)

Quelle: wp.de

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Nach Intendanten-Debakel Aufbruchstimmung in Hagens Theater

31. Dezember 2016

Die Mitarbeiter des Hagener Theaters senden zum Ende eines turbulenten Jahres eine deutliche Botschaft. Auf den Fluren herrscht Aufbruchstimmung. (…)

Quelle: wp.de

Beide Galerien beklagen Leerstände

30. Dezember 2016

Verklebte Schaufen­ster. Rechts und links. Und Gänge, die häufig (klammern wir die Vorweihnachts- und momentane Umtauschzeit einmal aus) verwaist erscheinen. Der Leerstand in den beiden Hagener Einkaufs-Malls – ­Volme-Galerie und Rathaus-Galerie – ist auffallend.

Jeweils etwa ein Dutzend Shops sind nicht mit Waren bestückt, sondern lediglich Platzhalter für Plakate, Kinderbelustigungsflächen oder temporäre Ausstellungsräume für lokale Künstler. Von einer Atmosphäre, die zum Bummeln animiert oder von angenehmer Aufenthaltsqualität ist nur wenig zu spüren. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Eigentlich nichts neues. Viele Hagener haben schon seit Jahren diese Entwicklung mit gehöriger Skepsis verfolgt. Siehe auch:

Einkaufsmeile zerfleddert

Merkantile Schwindsucht
Hagener Einzelhandelsprobleme werden schöngeredet

„Die Zeit ist vorbei“
Volme-Galerie-Gründer will keine Malls mehr bauen

Fürstliche Forderungen gefährden Kulturspektakel 2018

30. Dezember 2016

Mit seiner Erklärung zum zukünftigen Konzept der Schlossspiele stellt Fürst Bentheim den Freundeskreis für das Jahr 2018 vor Probleme. (…)

Denn das Fürstenhaus, das gestern zu einer telefonischen Nachfrage nicht zur Verfügung stand, hatte ohne Rücksprache mit dem Schlossspiel-Verein mitgeteilt, dass es die Schlossspiele im Jahr 2017 zum letzten Mal in der bekannten Form geben werde. (…)

Quelle: wp.de

Zum Hintergrund:

Eine Million Euro für Schloss Hohenlimburg

Im 17. März 2004 erhielten die drei auf Schloss Hohenlimburg beheimateten Vereine, nämlich der Förderverein Deutsches Kaltwalzmuseum e.V., der Verein für Orts- und Heimatkunde e.V. und der Freundeskreis Schlossspiele e.V., von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung NRW einen Bewilligungsbescheid in Höhe von einer Million Euro für die Förderung von Schloss Hohenlimburg. (…)

Strittig ist, ob Fürstenhaus oder der Kaltwalzmuseums-Verein einen Teil der Fördersumme an die Landesstiftung NRW zurückzahlen müssen, weil 25 Jahre nach der Förderung noch nicht abgelaufen sind. (…)

Quelle: wp.de

Theaterlandschaft schützen und erhalten

29. Dezember 2016

Städtetag NRW: Landesanteil an Kosten deutlich anheben

theaterhagenFinanziell arg gebeutelt: Theater Hagen. Foto: Boris Golz, Arnsberg

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen fordert das Land auf, stufenweise deutlich mehr Geld für die Finanzierung der Stadttheater und Orchester im Land bereitzustellen. Ohne eine angemessene Landesförderung in den kommenden Jahren sei der heutige Umfang der Theaterlandschaft gefährdet.

Deshalb müsse sich das Land in einem ersten Schritt mindestens zur Hälfte an den Mehrkosten beteiligen, die es durch Tarif- und Preissteigerungen gebe. Damit es mittelfristig zu einer besseren Finanzierung kommt, schlägt der Städtetag Nordrhein-Westfalen dem Land ein Modell zur Theaterfinanzierung vor, das der kommunale Spitzenverband in Zusammenarbeit mit Intendanten der Stadttheater entwickelt hat.

Zur aktuellen Fördersituation sagte der Geschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Helmut Dedy: „Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Stadttheater in einem sehr geringen Umfang, das zeigt der Ländervergleich deutlich. Während andere Bundesländer für die Stadttheater 25 bis 58 Prozent an Förderung übernehmen, gibt NRW gerade einmal 5 Prozent zum Betriebskostenzuschuss. Um dieser Unterfinanzierung zu begegnen, sollte das Land seine Theaterförderung schrittweise mittelfristig auf mindestens 20 Prozent erhöhen. So könnte die Finanzierung der städtischen Theater und Orchester spürbar stabilisiert werden.“ Der Städtetag NRW schlage vor, sein Modell zur Theaterfinanzierung in der gemeinsamen Theaterkonferenz von Land und Kommunen zu erörtern.

Derzeit fördert das Land die städtischen Theater und Orchester mit etwa 19 Millionen Euro jährlich. Den bisher letzten spürbaren Anstieg der Landesförderung gab es im Jahr 2011. Die seinerzeitige Erhöhung um 4,5 Millionen Euro wurde jedoch durch die allgemeine Teuerung und gestiegene Tarife längst aufgebraucht.

Weil das Geld schon länger knapp ist, hat es bei den meisten der 18 Stadttheater und 15 kommunalen Orchestern in NRW erhebliche Einschnitte im Programm und beim Personal gegeben. Diese Situation ist auch deshalb bedauerlich, weil Theater und Orchester Leuchttürme der kommunalen Kultur sind.

„Die kulturelle Bedeutung von Stadttheatern und Orchestern reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus. Sie tragen mit rund 5 Millionen Besucherinnen und Besuchern, mit rund 12.000 Arbeitsplätzen und Gastverträgen und mit ca. 12.000 Veranstaltungen jährlich maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung in Städten und Regionen bei. Eine weitere Destabilisierung von Theatern und Orchestern oder gar Theaterschließungen könnten dagegen eine Art „Rutschbahneffekt“ auslösen und für einen Rückgang von Kulturangeboten insgesamt sorgen“, warnt Dedy.

Nach dem Vorschlag des Städtetages NRW käme das Land mittelfristig zu einer Erhöhung seiner Beteiligung an den Betriebskosten der Stadttheater und Orchester von derzeit rund 5 Prozent auf mindestens 20 Prozent.

Das vom Städtetag NRW vorgeschlagene Verfahren knüpft an Finanzierungsmodelle an, die bereits in anderen Aufgabenfeldern von Land und Kommunen gemeinsam vereinbart wurden und praktiziert werden, beispielsweise die KIBIZ-Finanzierung oder die Finanzierung der Offenen Ganztagsschule (OGS). Dabei sind jährliche Dynamisierungen in Höhe von 3 Prozent vorgesehen, die je zur Hälfte von Land und Kommunen getragen werden.

Hintergrund: Nordrhein-Westfalen verfügt mit 26 Theaterunternehmen und 22 Konzertorchestern über eine vielfältige und in Europa einzigartige Theater- und Orchesterlandschaft. Gemeinsam mit den Landestheatern, etwa 130 Bespieltheatern sowie einer lebendigen und innovativen freien Szene haben die Stadttheater und städtischen Orchester einen maßgeblichen Anteil an der kulturellen Identität in den Städten und in den Regionen sowie am kulturellen Gesamtangebot in Nordrhein-Westfalen. Auch die Bespieltheater und die Freien darstellenden Künste in den Städten und Gemeinden bedürfen einer verbesserten Förderung.

VRR: Neue Preise ab Januar 2017

29. Dezember 2016

Zum 1. Januar 2017 werden die Ticketpreise im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) um durchschnittlich 2,3 Prozent angehoben. Diese bereits im Sommer 2016 durch den VRR-Verwaltungsrat beschlossene Preiserhöhung hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

Aufgrund dieser Anpassung werden die Kunden gebeten, ihre im Jahr 2016 erworbenen Bartickets entweder bis zum 31. März 2017 abzufahren oder bis zum 31. Dezember 2019 in den KundenCentern der Verkehrsunternehmen gegen Tickets mit neuem Preisstand umzutauschen.

Preistabelle: Alle Preise ab 1. Jan. 2017 (pdf)

Nur Teilzeitstellen bringen Plus bei Beschäftigtenzahlen

29. Dezember 2016

Hagen hat weniger Vollzeitstellen als im Jahr 2007 – und auch der Gesamtanstieg bei Stellen ist deutlich geringer als im NRW-Durchschnitt. (…)

Quelle: wp.de

Alles so schön „nachhaltig“ hier

28. Dezember 2016

Hagen unterstützt Agenda 2030 – mit ein paar Tafeln Schokolade

Die Stadt Hagen unterstützt die Entwicklungsziele für Nachhaltigkeit und Armutsbekämpfung in der Agenda 2030, auf die sich die Staaten beim Vereinten-Nationen-Gipfel in New York (UN-Gipfel) geeinigt haben.

Diese Ziele sind aber derart schwammig formuliert, dass sogar Saudi-Arabien zustimmen konnte, obwohl es schon in der Präambel heißt:

„Wir sehen eine Welt vor uns, (…) in der jede Frau und jedes Mädchen volle Gleichstellung genießt und in der alle rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Schranken für ihre Selbstbestimmung aus dem Weg geräumt sind.“

Da darf Hagen natürlich nicht zurückstehen. Es sind allerdings starke Zweifel angebracht, ob es sich um ein heimisches Engagement im Geiste der Agenda handelt oder doch nur um eine Formalie nach saudischem Muster, mit der sich nach außen vor allem gut Wetter machen lässt. Zur Not müssen an der Volme auch ein paar Tafeln Schokolade reichen.

Die Unterzeichnung der Resolution „Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ erfolgte im November 2015 einstimmig im Rat der Stadt Hagen. Für Unverbindliches lässt sich leicht Einstimmigkeit erzielen.

Die Hagener Unterzeichnung wurde beim Vernetzungstreffen aller Zeichnungskommunen schon am Mittwoch, 2. November, im Deutschen Städtetag in Köln „gewürdigt“, wie die Stadt Hagen erst jetzt mitteilte. In insgesamt 17 Zielen gehe es darum, für gemeinsame Anliegen und öffentliche Güter auch gemeinsame Verantwortung zu übernehmen.

Aus kommunaler Perspektive sind nach Ansicht des Deutschen Städtetags vor allem folgende Entwicklungsziele relevant:

  • Städte und Siedlungen sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen,
  • Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern,
  • eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen,
  • Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

Aus Sicht der Stadt Hagen ist es nicht mehr das alleine Ziel, Veränderungen alleine im globalen Süden herbeizuführen, was die Stadt bereits tue, etwa im Rahmen ihrer kommunalen Klimapartnerschaft mit Portmore, Jamaika über die Umsetzung verschiedener Projekte. Zudem entwickele der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) ein Projekt zum Know-how der Wasser- und Abwasserwirtschaft für Handwerker in Burkina Faso, Westafrika.

Es müsse sich aber auch der Norden für eine gerechtere Welt wandeln. Die Kommunen könnten ihrer globalen Verantwortung gerecht werden und beispielsweise in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit vor Ort aktiv sein oder kommunale Strategien für ein Nachhaltigkeitsmanagement verfolgen.

Beispiele für lokale Hagener Projekte, die das Handeln vor Ort mit Auswirkungen im globalen Rahmen sehen, sind angeblich das integrierte Klimaschutzkonzept Hagen und abgeleitete Projekte, der European Energy Award in Hagen 2016-2020, die Plant-for-the-Planet-Akademie und die Projekte FairTradeTown Hagen und Faire Hagener Schokolade.

Alles schöne Projekte – weniger für den „globalen Rahmen“ als vielmehr fürs heimische Schaufenster. Schon die lokalen Klimaprobleme wie die Belastung durch den motorisierten Individualverkehr werden dagegen mit andauernder Penetranz nicht angegangen, geschweige denn global betrachtet. Ein paar Tafeln Hagener Schokolade reichen da wirklich nicht als Alibi.

Freie Plätze sind im Offenen Ganztag in Hagen Mangelware

28. Dezember 2016

318 Kinder in Hagen können nicht in den Offenen Ganztag aufgenommen werden, obwohl ihre Eltern dies wünschen. Kapazitäten sind nahezu erschöpft. (…)

Doch der finanziell klammen Stadt fehlt das Geld für eine OGS-Offensive. 917 Euro beträgt der städtische Anteil pro Schüler im Jahr, für Kinder mit Förderbedarf ist er weitaus höher.

Insgesamt wendet die Stadt im Jahr 4,75 Millionen Euro für die Ganztagsbetreuung auf – eine Aufstockung wäre nur möglich, wenn eine Mehrheit im Rat den Kurs der Haushaltsdisziplin verlässt und die Bezirksregierung in Arnsberg zustimmen würde. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Immer wieder Arnsberg …

Regierungspräsidentin: Hagen konsequenter als andere Städte

27. Dezember 2016

Frau Ewert, lange galt das Verhältnis zwischen der Stadt Hagen und der Bezirksregierung als angespannt bis gestört. Neuerdings hört man nur Gutes voneinander. Sind wir etwa zur Vorzeige-Sparkommune geworden?

Diana Ewert: Hagen ist eine Stadt, die es richtig angepackt hat. Hier ist es mit einem strikten Konsolidierungskurs sehr gut vorangegangen. Natürlich ist nicht alles wunderbar. Aber der Weg, der hier gegangen wird, ist eindeutig der Richtige. Und er wird hier durchaus konsequenter verfolgt, als in anderen Kommunen.

Schön, aber was bringt den Bürgern das Lob aus Arnsberg? Leiden die nicht mehr unter dem Sparkurs als in Kommunen, in denen dieser weniger konsequent verfolgt wird?

Ewert: Nein, denn der Konsolidierungskurs zahlt sich langfristig für die Stadt und damit auch für jeden Bürger aus. Striktes Sparen ist eine entscheidende Voraussetzung, damit die Bezirksregierung Arnsberg an anderer Stelle auch fördern kann. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Methode, die in den Antworten der Frau Regierungspräsidentin durchschimmert, wird in der Psychologie als „positive Verstärkung“ beschrieben. Pädagogen, Hundetrainern und Pferdeflüsterern ist sie bestens bekannt. Ein treffendes Beispiel liefert Wikipedia:

„Eine 24 Stunden ohne Futter gehaltene Ratte sitzt in einem Käfig mit einheitlich glatten Wänden, in dem sich als einziges abweichend gestaltetes Objekt ein kleiner beweglicher Hebel befindet und in dessen Nähe ein Ausgabeschacht für Futter angebracht ist. Wenn die Ratte diesen Hebel drückt, fallen automatisch einige Futterkörner in den Ausgabeschacht: Das Verhalten (= zufälliges Hebeldrücken) der hungrigen Ratte hat also (in Form der Futterausgabe) eine (für die Ratte) positive Konsequenz. Dies hat mittelfristig zur Folge, dass die Ratte sich häufiger als zuvor in der Nähe des Ausgabeschachts aufhalten wird und sich so auch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Ratte erneut den Hebel drückt. Nach zwei oder drei Dutzend Hebeldrücken hat der Beobachter den Eindruck, dass die Ratte gezielt den Hebel drückt, um Futter zu bekommen. – Das Verhalten des Hebeldrückens wurde verstärkt, oder umgangssprachlich formuliert: Die Ratte hat „gelernt“, wie sie sich Futter beschaffen kann.“

Wir basteln uns ein Interview

26. Dezember 2016

WPWR will ein Gespräch mit dem OB geführt haben

Am vergangenen Freitag (23. Dez. 2016) erschien in der WPWR ein Rückblick des Hagener Oberbürgermeisters Erik O. Schulz auf das Jahr 2016. „Im Gespräch mit der Hagener WP-Stadtredaktion zeigt sich Oberbürgermeister Erik O. Schulz mit den Entwicklungen des Jahres 2016 zufrieden“, beginnt der fast einseitige Beitrag in der Print-Ausgabe. Er endet mit dem Vermerk: „Die Fragen an Oberbürgermeister Erik O.Schulz stellte Martin Weiske“ – der Ursprung der „Antworten“ findet keine Erwähnung.

Hat dieses „Gespräch“ überhaupt stattgefunden? Höchst unwahrscheinlich, denn die Antworten des Stadtoberhaupts sind zu fast 100 Prozent textidentisch mit der zum gleichen Thema einen Tag zuvor veröffentlichten Pressemitteilung (PM) der Stadt.

Einige wenige Sätze sind in dem „Interview“ entfallen, an eine andere Stelle gerückt worden oder es wurden sprachliche Anschlüsse eingefügt. Teile des OB-Grußworts sind sogar zu Fragen des „Interviewers“ umformuliert worden.

Drei Beispiele (die Absätze in den Auszügen der Pressemitteilung sind nur zur einfacheren Vergleichbarkeit mit dem „Interview“ eingefügt worden):

WPWR: Gilt das nicht auch für die Menschen, die im Rahmen der EU-Zuwanderung vorzugsweise aus Südost-Europa zu uns kommen?

Schulz: Natürlich, auch hier liegt noch ein langer, vermutlich nicht immer konfliktfreier Weg vor uns. Zumal wir aktuell nicht abschätzen können, wie sich die Flüchtlingsthematik künftig darstellt. Eines aber ist gewiss: Unsere vielen Ehrenamtlichen haben nicht nachgelassen in ihrem Engagement. Was einmal mehr für das gute und friedvolle Klima des Miteinanders der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur in unserer Stadt spricht. Dafür bin ich sehr dankbar.

Originaltext PM Stadt: Gleiches gilt daneben für die Menschen, die im Rahmen der EU-Zuwanderung vor allem aus dem Südosten Europas in großer Zahl zu uns gekommen sind.

Hier liegt noch ein langer, vermutlich auch nicht immer konfliktfreier Weg vor uns. Zumal wir aktuell überhaupt noch nicht abschätzen können, wie sich die Flüchtlingsthematik künftig darstellen wird. Eines aber ist gewiss: unsere vielen Ehrenamtlichen haben nicht nachgelassen in ihrem Engagement für die Flüchtlinge. Was einmal mehr für das gute und friedvolle Klima des Miteinanders der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur in unserer Stadt spricht. Dafür bin ich sehr dankbar.

WPWR: Breiten Raum hat auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Stadtsauberkeit eingenommen, das sich in der WP-Serie „Was braucht Hagen?“ als das brisanteste Problem der Bürgerschaft herauskristallisierte. Was wurde erreicht?

Schulz: Mit zwei groß angelegten Reinigungsaktionen im Juni in Wehringhausen und im September in Altenhagen haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt. Allerdings hatte niemand zuvor erwartet, dass diese Bereiche danach für alle Zeiten sauber bleiben würden. Geschweige denn, dass die während der Aktion vollzogene Reinigungsdichte auf Dauer durchgehalten werden könnte. Vielmehr ging es darum, das Thema Stadtsauberkeit deutlich in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken und zugleich sehr konkret zu handeln. Und das ist zweifelsfrei gelungen.

Originaltext PM Stadt: Einen breiten Raum hat im ausklingenden Jahr die Auseinandersetzung mit dem Thema Stadtsauberkeit eingenommen.

Mit zwei groß angelegten Reinigungsaktionen im Juni in Wehringhausen und im September in Altenhagen haben wir ein deutliches Zeichen gesetzt. Allerdings hatte niemand zuvor erwartet, dass diese beiden Bereiche danach für alle Zeiten sauber bleiben würden. Geschweigen denn, dass die während der Aktion vollzogene Reinigungsdichte – allein in Wehringhausen wurden rund 22 Tonnen Müll eingesammelt – auf Dauer durchgehalten werden könnte. Vielmehr ging es darum, das Thema Stadtsauberkeit deutlich in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken und zugleich sehr konkret zu handeln. Und das ist zweifelsfrei gelungen!

WPWR: Für vielfältige Diskussionen sorgten im Laufe des Jahres die sehr unterschiedlichen Entwicklungen am Wirtschaftsstandort Hagen. Droht hier ein anhaltender Abschwung?

Schulz: Sicherlich nicht. Natürlich traf uns die unerwartete Ankündigung des Douglas-Konzerns, die Firmenzentrale nach Düsseldorf zu verlagern, besonders schmerzhaft. Wurde die Stadt in diesem Fall durch die Unternehmensführung schlicht vor vollendete Tatsachen gestellt, war die Verlagerung von Nordwest nach Dortmund sowie von Teilen der Putsch-Belegschaft nach Wuppertal bereits lange vorher bekannt. Im November schließlich kündigte auch die Spedition Schenker Umstrukturierungen an, ebenfalls verbundenen mit einem Abbau von Arbeitsplätzen. (…)

Originaltext PM Stadt: Für vielfältige öffentliche Diskussionen sorgten die sehr unterschiedlichen Entwicklungen am Wirtschaftsstandort Hagen im Jahreslauf.

Besonders schmerzhaft traf uns dabei sicherlich Mitte Februar die völlig unerwartete Ankündigung des Douglas-Konzerns, die Firmenzentrale nach Düsseldorf zu verlagern. Wurde die Stadt in diesem Fall durch die Unternehmensführung schlicht vor vollendete Tatsachen gestellt, war die Verlagerung des Großhandelsunternehmens Nordwest nach Dortmund sowie von Teilen der Putsch-Belegschaft nach Wuppertal bereits lange vorher bekannt gewesen. Im November schließlich kündigte auch die Spedition Schenker Umstrukturierungen im Unternehmen an, ebenfalls verbundenen mit einem Abbau von Arbeitsplätzen in Hagen. (…)

Quelle 1: Pressemitteilung der Stadt Hagen
Quelle 2: wp.de

Mögliches Diesel-Verbot erst nach Urteil

25. Dezember 2016

Kommt das Diesel-Fahrverbot auf dem Märkischen Ring doch schneller als gedacht, weil die Stadt dafür eigene Regeln aufstellen darf? Experten der Bezirksregierung hatten das Diesel-Fahrverbot der Stadt Hagen bereits als Option empfohlen, damit die Ziele des Luftreinhalteplans erreicht werden. Und das Bundesumweltministerium will offensichtlich im Januar einen Gesetzentwurf vorlegen, der Städten hierzu eine Rechtsgrundlage bieten soll. (…)

Quelle: wp.de

„Sternenglanz“

25. Dezember 2016

Neujahrskonzert am 1. Januar 2017, 18 Uhr, Stadthalle Hagen

Programm: Werke von Josef Strauss, Jacques Offenbach, Franz Lehár, Gustav Holst, John Williams u.a.

Besetzung: Philharmonisches Orchester Hagen – Leitung und Moderation: Florian Ludwig

Mit galaktischem Schwung geht’s ins neue Jahr! Wenn der Blick in die Sterne die Menschen immer schon fasziniert hat, dann gilt das ganz besonders für Komponisten, deren Phantasie beflügelt wurde. »Sternenglanz« heißt deshalb das Programm des Neujahrskonzerts des Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Florian Ludwig am 1. Januar 2017, 18 Uhr, in der Stadthalle Hagen, das in ferne Welten vordringt.

Natürlich spielt die Filmmusik von »Star Wars« dabei eine Rolle, aber auch Stücke aus dem Konzertrepertoire und der Operette wie z.B. Carl Michael Ziehrers funkelnde »Sternschnuppen-Polka«, die Ouvertüre zu Paul Linckes »Frau Luna« oder auch Gustav Holsts Satz »Jupiter« aus der „Planeten-Suite“ widmen sich programmatisch und augenzwinkernd musikalischen Vorstellungswelten, in denen die Reise zu den Sternen noch eine ferne Utopie war. Selbstverständlich wird aber auch der Blick auf die Schönheit der Erde mit beliebten Walzer-Klassikern nicht zu kurz kommen.

Karten an der Theaterkasse, unter 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hagen darf sich nicht vom Virus der Polarisierung und der Feindschaft infizieren lassen

24. Dezember 2016

Weihnachts-Mahnwort des Bündnisses „Sozial gerechte Stadt Hagen“

„Das Virus der Polarisierung und der Feindschaft dringt in unsere Art zu denken, zu fühlen und zu handeln. Dagegen sind wir nicht immun, und wir müssen aufpassen, dass eine solche Haltung nicht unser Herz in Beschlag nimmt“, sagte Franziskus im November im Petersdom in Rom anlässlich der Ernennung neuer Kardinäle.

Mit diesen Worten macht der Papst auf zwei zentrale Probleme unserer Zeit aufmerksam. Gefühlte Wahrheiten werden nicht mehr rational hinterfragt und haben sogar ein eigenes Wort bekommen: „Postfaktisch“. Damit gelingt es immer mehr eine Wolke um unser Umfeld zu hüllen, die uns den einfachen Durchblick verwehrt.

Es wird immer schwieriger in dem Informationsdickicht unserer Zeit wahre Meldungen von den „gefakten“ oder im Nachhinein revidierten Meldungen zu unterscheiden. So kommt es dazu, dass Nachrichten nach dem persönlichen Gefühl bewertet werden. Um in dieser Bewertung nicht allein zu sein und wird nach einer gleichgesinnten Gruppe gesucht, die jeweils im Netz oder bei den sogenannten „sozialen“ Medien leicht zu finden ist.

Hinzu führt die zunehmende Spaltung der Gesellschaft in z.B. heimisch-fremd, arm-reich, jung-alt, mit Arbeitsplatz-erwerbslos, christlich-muslimisch, etc. Diese Spaltung ist die Folge politischen und wirtschaftlichen Handelns, die national, aber auch global zu beobachten ist. Statt diese Spaltung auszugleichen, werden berechtigte Ängste geschürt, die die jeweiligen Gruppen gegeneinander aufhetzt und ausspielt.

Populistische Lösungen werden von machthungrigen Demagogen angeboten, die bei nüchterner Betrachtung eigentlich schnell als problemverschärfend, denn als wirkliche Lösungen zu entlarven sind. Die selbsternannten „Retter des christlichen Abendlandes“ schützen nicht, sondern verraten die christlichen Werte. Gutmenschen, die eine Willkommenskultur als Akt der Solidarität und Nächstenliebe leben, bekommen ein groteskes Antlitz.

Menschen, die bei uns Hilfe und Schutz suchen, sollen brutal daran gehindert werden, unser Land zu betreten sowie dazu genötigt werden, es möglichst schnell zu verlassen. Gerade zur Weihnachtszeit, in der die Geschichte von der schutzsuchenden heiligen Familie vielerorts vorgetragen wird, muss die Botschaft des vollen Bootes, das droht unter zu gehen, mit nüchternem Sachverstand hinterfragt werden.

Die Boote, die wirklich voll sind, befinden sich auf dem Mittelmeer: Boote als Chance für einen Schritt in eine sichere Zukunft oder als das tödliche Ende eines Weges fernab der Heimat. Krieg, Terror, Klimakatastrophen und Ausbeutung lassen die Menschen ihre Heimat verlassen, in der Hoffnung anderenorts ohne Hunger und Not leben zu können.

Unser Land und auch unsere Stadt ist durchaus in der Lage Menschen aufzunehmen, nicht nur als verwertbare Arbeitskräfte, sondern auch als Menschen, die unsere Gesellschaft bereichern können. Dazu gehört auf der einen Seite die Bereitschaft den Fremden offen zu begegnen und auf der anderen Seite, die Sprache der aufnehmenden Gesellschaft zur besseren Verständigung zu lernen und deren Sitten und Regeln anzuerkennen. Menschen, die diese Regeln nicht einhalten, bekommen, egal welcher Herkunft, unserem Rechtsstaat zu spüren.

Mangelnder bezahlbarer Wohnraum, fehlende Arbeitsplätze und arme Kommunen sind nicht Schuld der Zugewanderten, sondern sind Folge einer falschen und ungerechten Verteilung.

Als Bündnis für Soziale Gerechtigkeit in Hagen verstehen wir uns als Interessenvertretung aller Menschen in unserer Stadt, die in Not sind und in Armut leben. Gemeinsam sind alle Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Kirche und auch Stadtgesellschaft aufgerufen, dieses nicht als alternativlos zu akzeptieren, sondern alles für eine friedliche, solidarische, demokratische und gerechte Gesellschaft zu tun.

Das Bündnis „Sozial gerechte Stadt Hagen“ ist eine Initiative des Kirchenkreises Hagen, des Dekanats Hagen-Witten, des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Hagen und des Instituts für Kirche und Gesellschaft

Heike Kati Barath erhält den Karl-Ernst-Osthaus-Preis

24. Dezember 2016

Die Berliner Künstlerin Heike Kati Ba­rath wird 2017 mit dem Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen ausgezeichnet. Damit hat die Jury zur Verleihung des Karl-Ernst-Osthaus-Preises eine Nachfolgerin des 2015 ausgezeichneten Malers Volker Stelzmann gefunden: Die Werke von Heike Kati Ba­rath präsentiert das Osthaus-Museum Hagen in einer Ausstellung vom 29. September bis 19. November des kommenden Jahres. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Karl-Ernst-Osthaus-Preis ist nicht ein Preis der Stadt Hagen, wie er fälschlich in dem Artikel genannt wird. Die Stadt Hagen hat die Auszeichnung, ebenso wie den Ernst-Meister-Preis für Literatur, im Rahmen ihrer Kürzungspolitik entsorgt. Vergeben wird der Karl-Ernst-Osthaus-Preis heute vom Verein der Freunde des Osthaus-Museums Hagen; der Oberbürgemeister gibt nur noch den Schirmherrn. Durch diesen offiziösen Anstrich wird in der Öffentlichkeit der Eindruck erzeugt, es handele sich immer noch um einen Preis der Stadt Hagen.

Kaufland: Gericht weist Klage gegen Betriebsratswahl ab

24. Dezember 2016

Was spielt sich hinter den Kulissen von Kaufland in Boelerheide ab? Drei Mitarbeiter des Supermarkts wollen den Abbruch der anstehenden Betriebsratswahl erzwingen. Sie haben deshalb sogar das Arbeitsgericht Hagen angerufen – sind jedoch mit ihrem Eil-Antrag gescheitert (Az. 3 BVGa 8/16). (…)

Quelle: wp.de

Arnsberg genehmigt den Hagener Haushalt

23. Dezember 2016

Das Rathaus gibt bekannt:

Gute Nachricht pünktlich zum Weihnachtsfest

„Das ist eine richtig gute Nachricht für unsere Stadt und für die vielfältigen Bemühungen, die wir in den letzten Wochen und Monaten seitens Verwaltung und Politik unternommen haben.“ Mit diesen Worten kommentiert Oberbürgermeister Erik O. Schulz die Genehmigung des Hagener Haushalts seitens der Kommunalaufsicht in Arnsberg, die am Freitag (23. Dezember) pünktlich zum bevorstehenden Weihnachtsfest im Rathaus eingetroffen ist.

„Die Tatsache, dass Regierungspräsidentin Diana Ewert die erst in der Ratssitzung am 24. November 2016 beschlossene Fortschreibung 2017 unseres Haushaltssanierungsplans quasi in Rekordzeit mit ihrer Unterschrift genehmigt hat, unterstreicht in meinen Augen deutlich, dass wir – in engster Abstimmung mit der Kommunalaufsicht – eine solide und nachvollziehbare Haushaltsplanung vorgelegt haben“, so der Hagener Oberbürgermeister.

Schulz weiter: „Mein ausdrücklicher Dank geht in diesem Zusammenhang an unseren Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann und sein Team für die hervorragende Arbeit sowie an weite Teile der Hagener Politik, die sich überaus konstruktiv in die Haushaltsberatungen und die letztliche Entscheidung eingebracht haben. Die Tatsache, dass wir mit dieser Genehmigung zugleich nach 25 Jahren endlich wieder auf einen ausgeglichenen Haushalt verweisen können, darf uns zu Recht mit einer guten Portion Stolz erfüllen. Damit eröffnen sich uns nach Jahren stärkster Einschränkungen endlich wieder neue Gestaltungsspielräume für die weitere Entwicklung unserer Stadt, die wir nun sinnvoll nutzen wollen“, so Hagens OB Erik O. Schulz abschließend.

AfD-Radke – die verfolgte Unschuld

23. Dezember 2016

radke-flugblattAnti-Radke-Flugblatt, geschwärzt ist offenbar das Adressenfeld. Bildquelle: AfD Hagen/Fakebook

Engagierte Mitbürger der Initiative „Nationalismus ist keine Alternative“ haben im Wohnumfeld der AfD-Ratsfrau Lisa Kristin Radke Flugblätter verteilt, in denen sie Radke als „geistige Brandstifterin“ bezeichnen, die „rassistische und nationalistische Denkmuster“ verbreite.

Die Westfalenpost spricht davon, dass das Papier Nachbarn gegen Radke „aufwiegeln soll“; in dem Flugblatt wird gefordert: „Zeigen Sie, dass Frau Radke hier in der Nachbarschaft nicht erwünscht ist!“

Die hat laut Zeitung Anzeige erstattet – wegen „Beleidigung“. Jetzt ermittelt nach Angaben der Westfalenpost der Staatsschutz.

Radke ist nun wahrlich nicht das arme Hascherl aus der Külpestraße in Hagen-Kabel, sondern Mandats- und mehrfache Funktionsträgerin einer zunehmend rechtsextremistischen Partei, über die selbst ehemalige Mitglieder nicht mehr viel Positives zu berichten wissen.

Radke ist Mitglied des Hagener Stadtrats und gleichzeitig Geschäftsführerin ihrer AfD-Fraktion. Eine lukrative Angelegenheit. Für Personalkosten des Fraktionsbüros weist der Haushaltsplan der Stadt für 2016 den Betrag von 109.000 Euro aus, der im kommenden Jahr auf 111.500 Euro ansteigen soll.

Die Kabelerin ist Mitgründerin des Hagener Stadtverbands der rechtsnationalistischen Gruppierung und als Schatzmeisterin Mitglied des geschäftsführenden Vorstands.

Daneben fungiert sie als stellvertretende Sprecherin des Bezirksverbands Arnsberg und ist Vorstandsmitglied des nordrhein-westfälischen Landesverbands der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“.

Der ehemalige stellvertretende Sprecher der Bundes-AfD, Hans-Olaf Henkel, nennt seine frühere Partei „NPD light“ und die erst kürzlich ausgetretene baden-württembergische Landtagsabgeordnete Claudia Martin hält ihren Ex-Verein sogar für „krasser als die NPD“.

Lisa Kristin Radke hat als auf vielen Ebenen agierendes Mitglied einer rechtsnationalistischen Hetz- und Hasspartei keine Veranlassung, sich als verfolgte Unschuld zu präsentieren. Im Gegenteil. Die Autoren des Flugblatts haben trotz der von der AfD und ihren Mitgliedern zu verantwortenden üblen Tiraden ihre berechtigten Einwände geradezu gentlemanlike formuliert.

Wer möchte solche Leute wie Radke schon in der Nachbarschaft haben? Eine Frage, die sich jeder Demokrat stellen dürfte. Von „Beleidigung“ kann hingegen selbst bei großem Wohlwollen keine Rede sein.

Siehe auch:

„NPD light“ nimmt sich Flüchtlinge vor

Der Hagener AfD-Führer Michael Eiche: „Wir müssen das Problem lösen, am besten sofort.“

Quelle: DW

Soleil Niklasson Quartett

22. Dezember 2016

Reihe Klassik und Jazz im Emil Schumacher Museum
2. Weihnachtstag, 26.12.2016, 18 Uhr

soleil-niklassonDie in Chicago geborene Sängerin Soleil Niklasson (Foto: Rolf Schlehuber) hat bereits mit Legenden wie Stan Getz, Billy Preston, Linda Hopkins, Udo Lindenberg und Rod Stewart zusammengearbeitet. Soleil, die Sonne, ist eine spirituelle, temperamentvolle Sängerin, die es vermag, mit ihrer hinreißenden Soulstimme das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Ihr musikalisches Schaffen ist geprägt von ihrer Liebe zur afro-amerikanischen Musik, zum Jazz, Soul, R & B und zur Gospel- und auch lateinamerikanischen Musik, aber auch zum Flamenco und Folk.

Andreas Griefingholt an den Drums, Uli Bär am Kontrabass und Sven Bergmann am Klavier komplettieren das exzellent besetzte Quartett.

Eintritt: VVK 15 €, AK 18 €
Karten: Buchhandlung am Rathaus, T 02331 – 3 26 89

„Wer bestellt, muss auch bezahlen“

21. Dezember 2016

Finanzschwache Kommunen fordern Änderungen am Unterhaltsvorschussgesetz

fuer-die-wuerde-unserer-staedteDie Kämmerer der finanzschwachen Kommunen aus Nordrhein-Westfalen, die – wie Hagen – dem parteiübergreifenden Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ angehören, sorgen sich vor nicht gegenfinanziertem Mehraufwand durch das neue Unterhaltsvorschussgesetz des Bundes.

„Wer bestellt, muss auch bezahlen“ formuliert dazu ihr Sprecher, der Wuppertaler Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig.

Er und seine Kolleginnen und Kollegen begrüßen die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende, den die Kommunen auszahlen, ausdrücklich als wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Kinderarmut. Sie appellieren jedoch an den Gesetzgeber, mit dieser Reform auch den Aufwand der Doppelbürokratie abzuschaffen.

Nach Schätzungen der kommunalen Finanzverantwortlichen wird die neue Regelung zur Verdoppelung von Personalaufwand und Transferleistungen führen. Dieser Mehraufwand müsse den Kommunen vom Bund erstattet werden. Die finanzschwachen Kommunen hätten wegen ihrer Sparzwänge dazu keinerlei Mittel.

Röspel spricht mit jungen Geflüchteten

21. Dezember 2016

falken1612Der Abgeordnete (2. v. r.) zu Besuch bei den Falken in Wehringhausen. Bildquelle: Röspel

Die von der CDU erneut angefachte Diskussion um die doppelte Staatsbürgerschaft war das eigentlich gar nicht geplante Thema des Gesprächs, zu dem die Hagener Falken den heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel am Samstagvormittag nach Wehringhausen eingeladen hatten. Das Thema berührte aber die jungen Hagener ganz persönlich.

Die Teilnehmer – unter anderem jugendliche Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien, EU-Zuwanderer und gebürtige Hagener mit ausländischem und deutschem Pass – sind in verschiedenen Projekten der Falken aktiv und waren im Oktober zu Besuch im Bundestag. Da Röspel damals nicht in Berlin war, kam er jetzt zu dem Treffen und sprach sich auf Nachfrage für den „Doppelpass“ aus: „Der Vorstoß der CDU richtet sich nur gegen die hier geborenen Türken und dient einzig dem Populismus.“

Da einige der Gesprächsteilnehmer selbst einen „unsicheren Status“ haben, zeigten sie sich sehr verängstigt von der gerade durchgeführten Abschiebung einer Gruppe Flüchtlinge nach Afghanistan. Ob einige Regionen dort inzwischen wirklich „sicher“ sind, könne er nicht beurteilen, sagte Röspel.

„Es ist besser, aber nicht gut“, antwortete einer der Afghanen: „Wir kennen unser Land immer nur im Krieg.“ Ein anderer zeigte sich überzeugt: „Wenn es besser geworden wäre, wäre ich nicht hier.“

Die jungen Flüchtlinge machten deutlich, dass sie einen Beitrag in der Gesellschaft leisten wollen, in der sie aufgenommen wurden. Sie alle sprechen inzwischen Deutsch und helfen anderen, sich hier zurecht zu finden.

Doch „was ist Integration wirklich?“, wollte ein in Hagen geborener Student mit türkischen Eltern wissen. René Röspel antwortete mit einem Zitat von Johann Gottfried Herder: „Heimat ist da, wo man sich nicht rechtfertigen muss.“

Theater von Weihnachten bis Neujahr

21. Dezember 2016

die-csardasfuerstin„Die Csárdásfürstin“, v.l.n.r.: Kenneth Mattice, Maria Klier, Richard van Gemert, Veronika Haller. Foto: Klaus Lefebvre.

Das Hagener Theater bietet an Weihnachten, Silvester, Neujahr und dazwischen folgendes Programm an:

Am 25. 12. (16 Uhr, Großes Haus) besteht zum letzten Mal die Gelegenheit, das Märchen zur Weihnachtszeit „Kalif Storch“ nach Wilhelm Hauff von Werner Hahn mit Musik von Andres Reukauf in der Inszenierung von Intendant Norbert Hilchenbach und der Ausstattung von Jan Bammes zu erleben. Am 26.12. (16 Uhr, Großes Haus) wird die beliebte Mozart-Oper „Die Zauberflöte“ aufgeführt.

Weiter geht’s am 28.12. (19.30 Uhr, Großes Haus) mit der Präsentation des Ballettabends „Die vier Jahreszeiten“ – für diese Vorstellung sind allerdings keine Karten mehr erhältlich.

Am 30.12. (19.30 Uhr, Großes Haus) steht dann die populäre und mitreißende Operette „Die Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán auf dem Programm, die erst kürzlich ihre erfolgreiche Premiere feierte. Am 31.12. öffnet sich gleich zwei Mal der Vorhang für die Vorstellung der Filmmusik-Schlager-Revue „Von Babelsberg nach Hollywood“. Die Abendveranstaltung ist bereits ausverkauft, für die Nachmittagsaufführung (15 Uhr, Großes Haus) gibt es noch Karten.

Mit galaktischem Schwung kann man sich sodann beim Besuch des Neujahrskonzertes am 1.1. 2017 (18 Uhr, Stadthalle) ins neue Jahr begeben. Unter dem Titel „Sternenglanz“ wird das Philharmonische Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Florian Ludwig u.a. Ausschnitte aus der Filmmusik zu „Star wars“, den Satz „Jupiter“ aus Holsts „Planetensuite“ sowie die „Sternschnuppenpolka“ von Ziehrer und die Ouvertüre zu Linckes Operette „Frau Luna“ präsentieren.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Neuer DGB-Chef in Hagen stand selbst kurz vor Hartz IV

21. Dezember 2016

Wenn es um das Thema Arbeitslosigkeit geht, dann ist das für Stefan Marx nicht nur Theorie. Dann kann der neue Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DBG) für die Region Mark-Ruhr aus eigener Erfahrung sprechen. Denn der 49-Jährige war selbst arbeitslos.

Elf Monate, als in Oberhausen sein langjähriger Arbeitgeber Babcock dicht gemacht hatte und dem gelernten Industriekaufmann auch die Position als Betriebsrat nichts half. „Das war eine äußerst unangenehme Situation mit zwei Kindern “, erinnert sich Stefan Marx. „Ich stand kurz davor, in Hartz IV abzurutschen.“ (…)

Quelle: wp.de

Gut Niederste Hülsberg soll für 900.000 Euro verkauft werden

21. Dezember 2016

Gut Niederste Hülsberg soll wieder einmal verkauft werden. Das unter Denkmalschutz stehende Anwesen am Ortsrand von Vorhalle, gebaut im Jahr 1785, ist mittlerweile in zwei Immobilienportalen im Internet aufgetaucht. Ein Makler ruft 900 000 Euro für das Gebäude samt Grundstück auf, der andere nennt keinen Preis. (…)

Quelle: wp.de

Thieser zu Gast in Köln

20. Dezember 2016

Hasper Bezirksbürgermeister besucht Türkisch-Islamische Union

Dietmar Thieser, Bezirksbürgermeister von Haspe, besuchte gestern zusammen mit einer Delegation den DITIB-Bundesverband in der Kölner Zentralmoschee und führte ein konstruktives Gespräch mit DITIB-Vertretern.

Dr. Bekir Alboga, DITIB-Generalsekretär, empfing die Gäste. Im gemeinsamen Gespräch stand das Verständnis füreinander im Vordergrund.

Bezirksbürgermeister Thieser zeigte sich insbesondere über die letzten Entwicklungen in seinem Bezirk besorgt und bedauerte, dass in letzter Zeit die Begegnungen mit den muslimischen Gemeinden vor Ort nicht mehr so oft und so leicht wie vor ein paar Jahren stattfänden. (…)

Quelle: Wochenkurier

Dazu passend:

Grünen-Politiker Beck zeigt Imame an

Der Grüne Volker Beck fordert nach SPIEGEL-Informationen den Generalbundesanwalt zu Ermittlungen auf. Es geht um die mutmaßliche Ausspähung türkischer Regimegegner in Deutschland. Im Visier: der Islamverband DITIB. (…)

Quelle: Spiegel online

Erdoğans langer Arm reicht bis nach Haspe

Quellen: DW, FAZ

Anmerkung: Da hat Thieser anscheinend die passenden Gesprächspartner ausgewählt. Und warum finden wohl Begegnungen zwischen Bezirksbürgermeister und Migranten, speziell Türken, „nicht mehr so oft und so leicht“ statt, wie es in dem Artikel des Wochenkuriers heißt?

Vielleicht, weil Thieser an anderer Stelle ein ganz anderes Gesicht zeigt und beispielsweise deutlich zwischen „solchen“ und „anderen“ Geschäften unterscheidet („Latenter Rassismus in der BV Haspe?„), wobei „solche“ die mit migrantischen Inhabern sind, die angeblich den „anderen“ soviel Konkurrenz machen, dass diese ihren Betrieb aufgeben.

Oder der große Eselaufsteller gibt in der Presse folgenden Satz zum Besten: „Es ist zwar ein türkisches Geschäft – aber auch dort kann man natürlich einkaufen.“

Es lässt sich also festhalten: Bei dem Treffen in Köln saßen auf beiden Seiten die falschen Leute am Tisch. Und nicht nur das. Die sogenannte „Delegation“ bestand neben Thieser aus einer gewissen Nicole Damaszek. Die ist kein Mitglied der Bezirksvertretung und damit politisch nicht legitimiert, sondern Angestellte der Stadt und beschäftigt bei der Bezirksverwaltungsstelle. Daneben fungiert sie als 2. Schatzmeisterin im Hasper Heimat- und Brauchtumsverein – Vorsitzender dort wiederum: Dietmar Thieser.

Es bleibt also alles in der Familie. Die Parallelgesellschaft lebt.

Politik setzt sich für mehr Busse auf Hagener Straßen ein

19. Dezember 2016

Neues Jahr, neue Ansätze: In der ersten Sitzung des Rates 2017 soll es in einem Antrag darum gehen, welche Auswirkungen es auf den Verkehr in der Stadt hat, wenn mehr Geld für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) fließt. „Ich denke, dass wir alle Fraktionen unter einen Hut kriegen“, sagt Hans-Georg Panzer, Vorsitzender des Umweltausschusses.

In diesem Gremium war die Diskussion jüngst aufgepoppt, als wieder einmal der Luftreinhalteplan auf der Tagesordnung stand. Eine der Maßnahmen, die die zu hohen Schadstoffe in der Innenstadt reduzieren sollen, ist die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV. (…)

Dass ein attraktiver ÖPNV durchaus Effekte nach sich zieht, ist für Professor Heiner Monheim, Mitinhaber des Raumkom-Instituts für Raumentwicklung und Kommunikation, klar. Der Verkehrs-Experte tritt für einen radikalen Ansatz ein: fünfmal mehr Haltestellen und ein Zehn-Minuten-Takt bis in die Wohnquartiere hinein. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: In seinem Kommentar zur möglichen Ausweitung des ÖPNV („Radikal aber richtig“) stellt WPWR-Redakteur Jens Stubbe zutreffend fest: „Dafür ist ein radikaler Ansatz der richtige. Nur wer so denkt, kann etwas bewegen. Wenn am Ende des Prozesses steht, dass eine Linie hinzukommt oder am Abend einzelne Linien länger verkehren, ist nichts erreicht.“

Ob aber die Überschrift des Artikels („Politik setzt sich für mehr Busse auf Hagener Straßen ein“) den Fakten entspricht, darf zum jetzigen Zeitpunkt arg bezweifelt werden. Hat diese Politik doch in den letzten Jahren die Mittel für den ÖPNV stark zusammengestrichen.

So schon im Dezember 2007 um 2 Millionen Euro pro Jahr. Dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst – also mit den Stimmen von SPD und GRÜNEN, die nun laut WPWR-Artikel eine Wende einleiten wollen. Weitere 2 Millionen Euro wurden ein Jahr später weggekürzt. Diesmal lehnten die GRÜNEN die Vorlage ab, aber die SPD votierte wiederum mit Ja.

Wenn Prof. Monheim konstatiert, es sei „für eine Kommune wie Hagen wesentlich teurer, ein viel zu großes Straßennetz zu unterhalten, in dem Autos Vorrang gewährt wird, als den ÖPNV auszubauen“, lässt sich diese These aufgrund der entstehenden Kosten leicht nachvollziehen.

Jedes Jahr werden in Hagen für Straßen und Parkplätze etwa 53 Millionen Euro aufgewandt, davon belasten 36 Millionen Euro Eigenmittel unmittelbar den städtischen Haushalt. Würde dieser Ansatz nur um 10 Prozent reduziert und zu Gunsten des ÖPNV umgeschichtet, könnte beim Busangebot zumindest der Zustand von 2007 wiederhergestellt werden.

Das wäre aber bestenfalls ein Anfang. Für eine wirkliche Verkehrswende – das hat Jens Stubbe völlig richtig beschrieben – sind dagegen weitaus radikalere Maßnahmen nötig, um der Überflutung der Stadt mit dem motorisierten Individualverkehr Einhalt zu gebieten.

Einige Vorschläge kamen zum Wochenende aus dem Bundesumweltministerium: Strecken- und gebietsbezogene Verkehrsbeschränkungen, zum Beispiel nur Einfahrt in belastete Gebiete wahlweise mit geraden oder ungeraden Endziffern auf den Nummernschildern.

Dazu: Interview mit Prof. Heiner Monheim:

monheimWPWR, 17.12.2016. Leider nicht online verfügbar, für eine größere Darstellung aufs Bild klicken.

Marathon-Sitzung entzweit den Hagener Rat

18. Dezember 2016

Fast acht Stunden dauerte die finale Ratssitzung des Rates. Dabei waren die Debatten häufig von Respekt- und Disziplinlosigkeiten geprägt. (…)

Als kurz vor dem nicht-öffentlichen Sitzungsfinale SPD und Linke noch eine Unterbrechung beantragten, um eine dreiseitige Tischvorlage zu einem 70-Millionen-Euro-Bürgschaftsdeal rund um die HGW in Ruhe studieren zu können, siegte gegen 21 Uhr letztlich der Hunger über den Anstand. Während Teile des Rates sich in die Fakten vertieften, widmeten sich die übrigen Mandatsträger dem seit Stunden köchelnden Hirschbraten. Mit dem Effekt, dass nach der Sitzungsunterbrechung die ersten Ratsmitglieder mit Bierflaschen in der Hand in den Sitzungssaal zurückkehrten. (…)

Quelle: wp.de

Dazu aus dem Kommentar von Martin Weiske:

Erschreckender Tiefpunkt

Da wird chronisch geschwatzt, WhatsApp getastet, im Internet gesurft, Filmchen geguckt, am Tablet geshoppt oder – völlig antiquiert – auch schon mal in einem Katalog geblättert. Begleitet wird diese endlose Missachtung des mitteleuropäischen Sitzungsanstands durch Toilettengänge, Rauchpausen und Getränke-Schlepperei während des Abarbeitens der Tagesordnung. Mit dem Ergebnis, dass vor lauter Ablenkung dann auch schon mal so viele Ratsmitglieder sich bei der elektronischen Abstimmungsanlage vertippen, dass dabei völlig ungewollte Resultate herauskommen. Diese haben für die Zukunft der Stadt dennoch ihre Gültigkeit. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bei der im Artikel erwähnten Tischvorlage handelte es sich nicht etwa um die Zutatenliste zum Hirschbraten bei der anschließenden Weihnachtsfeier, sondern um ein komplexes Papier, das aus Kreisen der Sitzungsteilnehmer als „steuerrechtlicher Hochseilakt“ bezeichnet wurde, der entscheidende Auswirkungen auf die Zukunft der HGW haben könnte – Privatisierung oder gar Insolvenz nicht ausgeschlossen.

Allein die Tatsache, dass eine derart wichtige Angelegenheit den Ratsmitgliedern erst unmittelbar vor der Sitzung auf den Tisch geknallt wird, belegt, dass Bereiche der Verwaltung an ihrer seit Jahrzehnten „bewährten“ Praxis festhalten, im Zweifelsfall die gewählten Vertreter vor vollendete Tatsachen zu stellen und sie bis heute nichts dazu gelernt haben.

Wenn unter diesen Bedingungen dem Oberbürgermeister während der vereinbarten Lesepause nichts Besseres einfällt, als das Buffet zu eröffnen, zeigt das exemplarisch, welcher Rang den gewählten Vertretern der Hagener Bürgerschaft zugemessen wird. Leider nicht ganz zu Unrecht.

Denn wenn Ratsmitglieder es selbst nicht für nötig befinden, sich mit der Materie, über die sie beschließen sollen, überhaupt zu beschäftigen, beweisen sie mit ihrem Verhalten, dass sie nicht in den Rat gehören.

Wenn Ratsmitglieder wie Willi Strüwer (CDU) den Rat in bester NSDAP-Diktion als „Palaverbude“ titulieren, betreibt der Mann mit der aus der Zeit gefallenen Althippie-Frisur nicht anderes als das Geschäft der dort leider ebenfalls vertretenen Salonfaschisten, die immer verharmlosend als Populisten tituliert werden.

Bezeichnenderweise setzte die Allianz des Grauens aus CDU, FDP, GRÜNEN und HAGEN AKTIV einvernehmlich mit der AfD eine Redezeitbegrenzung im Rat durch. O tempora, o mores!

Ein Aufzug läuft wieder, drei sind stillgelegt

18. Dezember 2016

Die Mieter des Hauses Nummer 21 an der Mozartstraße sind glücklich, seit Montag läuft ihr Aufzug. Dafür sind andere Aufzüge stillgelegt. (…)

Zwischenzeitlich steht der Fachbereich Immobilien der Stadt Hagen mit der Altro-Mondo-Hausverwaltung im Informationsaustausch. Auch, weil sich der Mieterverein Hagen und der SPD-Ortsverein Hohenlimburg eingeschaltet und die Mieter Mitte September über juristische Möglichkeiten und damit verbunden über Mietkürzungen informiert haben. Diese haben die Mieter umgesetzt. (…)

Die Immobilien-Abteilung der Stadt Hagen hat sich aber nicht nur für die Mieter der Mozartstraße eingesetzt, auch für jene aus der Freiherr-vom-Stein-Straße in Vorhalle, die ebenfalls von Altro Mondo GmbH betreut werden und auch von einem Ausfall der Aufzüge betroffen sind. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: So sieht es aus, wenn es rechtlich möglich ist, Wohnen als Ware zu behandeln.

Andere Städte – andere Sitten

17. Dezember 2016

Petition erhält Ehrenplatz – in Leverkusen

Im April 2016 startete Christoph Rösner die Petition für einen Erhalt des Hagener Theaters. 13.000 Unterstützer zeichneten das Begehren, davon etwa 5.000 Hagener sowie weitere 2.600 Einwohner der benachbarten Landkreise, die ebenfalls zum unmittelbaren Einzugsbereich des Theaters zählen.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz weigerte sich mit Vorankündigung, die Unterschriftenlisten vom Initiator der Petition entgegen zu nehmen. Begründung: Rösner habe sich „in Internetforen so abwertend gegenüber ihm, aber auch gegenüber dem Kämmerer und dem Kulturdezernenten geäußert, dass er sich nicht mit ihm treffen werde“.

Nicht nur das. Auch im Theater waren Unterschriftenlisten ausgelegt worden, die beim Publikum großen Zuspruch fanden. Allerdings nicht den des Oberbürgermeisters. Der wollte „nun aber rechtlich überprüfen, ob die Grenzen überschritten sind“. DW berichtete: „Der beleidigte Volmesultan“. Kritik mag er nicht hören, der Allianz-des-Grauens-OB.

Ganz anders die Reaktion des Oberbürgermeisters der Stadt Leverkusen, Uwe Richrath. Auch in Leverkusen hatten Bürger eine Petition gestartet. Ziel war die Erhaltung des von der Schließung bedrohten städtischen Kunstmuseums Morsbroich.

Der Leverkusener OB bedankte sich ausdrücklich für das bürgerschaftliche Engagement. In einem Brief an die Initiatoren schrieb er jetzt:

„Die Vorlage des Gutachtens „Optimierungspotenziale der KulturStadtLeverkusen“ hat erwartungsgemäß ein gewaltiges Echo ausgelöst. Das gilt vor allem für den Vorschlag der Gutachter, das Museum Morsbroich aufzugeben.

Viele Menschen protestieren seither gegen eine mögliche Schließung. Auch die 15.000 Unterschriften der Online-Petition sind ein starkes Signal der Unterstützung, das Museum nicht aufzugeben. Für dieses Engagement möchte ich mich herzlich bedanken.

Die Unterschriftenlisten werden im historischen Vitrinenschrank des Jagdzimmers des Museums ausgestellt. (…)“

Das macht eben den Unterschied aus: In Hagen wird „ehrenamtliches Engagement“ von den offiziellen Oberkellnern ständig wie eine Monstranz vor sich hergetragen – aber nur solange wie dieses den Interessen des herrschenden Klüngels dient.

Wenig Chancen für Erhalt der Notfallambulanz

17. Dezember 2016

Die Chancen für den Erhalt der Notfallambulanz am Elseyer Krankenhaus sind gering. Frank Schmidt (BfHo) zeigt sich darüber enttäuscht. (…)

Quelle: wp.de

Hagen im Jahre 2595 schuldenfrei

16. Dezember 2016

Regionalverband Ruhr legt Kommunalfinanzbericht vor

In knapp 580 Jahren könnte die Stadt Hagen schuldenfrei sein – aber nur unter optimalen Bedingungen, deren Wahrscheinlichkeit eher im Bereich des Phantastischen liegt. Das geht aus dem Kommunalfinanzbericht hervor, den der Regionalverband Ruhr (RVR) jetzt vorgelegt hat. Grundlegende Kritik an den Verursachern der Finanzmisere, Land und hauptsächlich Bund, sucht man vergebens.

Das „Sparen“ in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets zeigt nach Ansicht des RVR Wirkung: Seit 2015 hätten sich die Kommunalfinanzen in der Metropole Ruhr soweit verbessert, dass der Haushaltsausgleich fast geschafft sei. Geholfen hätten dabei auch der Stärkungspakt Stadtfinanzen und die stabile Konjunktur.

„Geholfen“ hat vor allem – und das nennt der RVR eben nicht beim Namen – eine rigide Kürzungspolitik zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Kommunen. Gerade dem angeblichen „Stärkungspakt“ wohnt dabei ein gewaltiges Erpressungspotential inne: wer nicht spurt, fliegt aus dem Pakt raus.

Kritisch beurteilt Finanzexperte und Studien-Autor Prof. Martin Junkernheinrich das weiterhin hohe Niveau der Kredite zur Liquiditätssicherung. Ihr Volumen stagnierte in 2015 auf 14,6 Milliarden Euro bzw. 2.891 Euro je Einwohner. „Trotz des niedrigen Zinsniveaus binden die Ausgaben für Zinsen ein Volumen von 445 Millionen Euro. Dieses Geld, das entspricht 88 Euro je Einwohner, fehlt, um dringend notwendige Investitionen finanzieren zu können“, so Junkernheinrich.

In Hagen liegt das Kreditniveau noch wesentlich höher: 5.800 Euro je Einwohner. Unter der Prämisse einer hypothetischen Tilgung von 10 Euro pro Einwohner und Jahr würde die letzte Rate der Schulden im Jahr 2595 gezahlt. Aber nur unter der Voraussetzung, dass keine neuen Kredite aufgenommen werden, die Einwohnerzahl nicht abnimmt und das Zinsniveau auf die momentanen Niedrigststand verharrt.

All das ist über einen Zeitraum von 580 Jahren kaum anzunehmen. Unter den jetzigen Rahmenbedingungen wird es also vermutlich noch viel länger dauern. Aufgebaut wurde der Schuldenberg zu 99 Prozent innerhalb von nur anderthalb Jahrzehnten im Wesentlichen aufgrund von Vorgaben der Landes- und Bundesgesetzgebung.

„Die aktuellen Zahlen zeigen eindeutig: Die Städte und Kreise leben weiter im Spagat zwischen hohen Altlasten und Sozialausgaben auf der einen Seite und geringen Investitionen auf der anderen“, lautet das gemeinsame Fazit vom Vorsitzenden der RVR-Verbandsversammlung, Josef Hovenjürgen, und von Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, die dienstbeflissen loben: „Wir sind froh, dass die Konsolidierung Wirkung zeigt. Entlastungen von Bund und Land helfen, genauso wie eine solide Konjunktur.“ Allerdings: „Dennoch gibt es kaum Spielraum für Investitionen.“

Diese sind in 2015 wieder um 1,9 Prozent zurückgegangen. Mit 118 Euro je Einwohner waren sie weniger als halb so hoch wie im westdeutschen Durchschnitt (255 Euro je Einwohner). In Hagen waren es sogar nur 84 Euro je Einwohner.

In den Rathäusern sei aber vorsichtiger Optimismus angesagt angesichts des ab 2016 wirksam werdenden Kommunalinvestitionsförderprogramms des Bundes für finanzschwache Kommunen. „Die Konsolidierungsziele scheinen in vielen Städten erreichbar, allerdings gibt es bislang keinerlei Lösungen für die Verschuldungsfrage der Städte. Des Weiteren bleibt festzuhalten, dass im Zuge der Konsolidierungsmaßnahmen sich große Teile des Ruhrgebietes – Stichwort: Stärkungspaktkommunen – zu einer Hochsteuerregion mit schlechter Infrastruktur entwickelt haben. Hier muss dringendst gegengesteuert werden“, so Josef Hovenjürgen.

Alle Zahlen: Kommunalfinanzbericht (pdf)

Studie empfiehlt Abriss-Offensive

16. Dezember 2016

Um die Preise am Mietwohnungsmarkt zu stabilisieren, sollten – so eine Studie – in den nächsten zehn Jahren 3500 Einheiten verschwinden. (…)

Quelle: wp.de

Info: Wohnungsmarktstudie (Präsentation, pdf)

Dazu:

„Mieterverein einbeziehen“

von Ruth Sauerwein

Zweifellos ist es notwendig, dass auf dem Wohnungsmarkt und in den Quartieren Hagens einiges passieren muss. Und es ist unabdingbar, dass sich die Verantwortlichen zusammensetzen. Was mir fehlt – jedenfalls nach dem, was ich lesen konnte – ist, dass in diesen Überlegungen auch die Menschen einen Platz finden, die preiswerte Wohnungen in lebenswerten Quartieren finden möchten. Abriss und Neubau – gut und schön. Wie werden die Mieten in den Neubauten sein? Wo sollen Menschen im Alg-II-Bezug oder mit Renten, die durch die Grundsicherung aufgestockt werden, wohnen? Oder soll der Mietspiegel derart ansteigen, dass dann Mieten um 5 Euro vom Jobcenter bewilligt werden? Werden die Wohngeldgrenzen angepasst? Wenn über die Zukunft des Wohnens gesprochen wird, müssen auch der Mieterverein und das Ressort Wohnen einbezogen werden, um die soziale Balance in der Stadt und in den Quartieren zu wahren.

Ein Nomade der Entgrenzung

16. Dezember 2016

Faust 1 – Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe

In der Spielzeit 2015/2016 zeigte das Theater Hagen bereits das klassische deutsche Drama „Faust 1“ von Johann Wolfgang von Goethe in einer Interpretation der Burghofbühne Dinslaken. Um auch in dieser Saison das im Zentralabitur stehende Stück zu präsentieren, gastiert nun eine Fassung und Inszenierung des Landestheaters Detmold am Mittwoch, 21.Dezember 2016, 19.30 Uhr (Theater Hagen, Großes Haus).

Regie führte Jasper Brandis, die Ausstattung gestaltete Andreas Freichels. Es spielen: Stephen Clemens (Faust), Markus Hottgenroth (Mephistopheles), Nicola Schubert (Margarete) u.a.

Viele Komponenten des „Faust“-Stoffes, die Goethe über Jahrzehnte zur Weiterarbeit inspirierten, lohnen die intensive Auseinandersetzung mit einem Protagonisten, der sein Wissenwollen über das Schicksal anderer stellt. Goethe konfrontiert uns durchaus drastisch mit einer Figur, die das allgemeine Regelwerk des Lebens durchbricht, einem Selbstsüchtigen, dessen Erkenntnisdrang kein anderes Ich neben sich duldet.

Faust ist ein Nomade der Entgrenzung in Gefühl, Trieb und Wissenschaft. Um Normalität, bürgerliche Moral und Gesetze schert der Neuerer und Eroberer sich nicht. Eine solche nahezu unbeschränkte Autonomie fordert heraus, die Optionen, verbrecherischen Widersprüche und verteufelten Abgründe der »faustischen« Lebenshaltung neu zu befragen.

Restkarten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Joseph Trafton zu Besuch im Hagener Rat

16. Dezember 2016

Joseph Trafton, neuer Generalmusikdirektor am Theater Hagen, hat sich in der gestrigen Ratssitzung (15. Dezember) den Vertretern aus Politik und Verwaltung vorgestellt.

„Musik ist etwas für jedermann – ungeachtet ob alt oder jung, arm oder reich. Ich freue mich, am Theater Hagen gemeinsam mit allen Beteiligten neue Brücken schlagen zu können“, stellt der gebürtige Amerikaner in Aussicht. Trafton beginnt seine neue Aufgabe mit dem Hagener Orchester zur Spielzeit 2017/18.

Müllgebühr steigt um 3,7 Prozent

15. Dezember 2016

Die Müllgebühren steigen 2017 in Hagen um 3,7 Prozent. Auch die Straßenreinigung wird teurer, die Winterdienst im Gegenzug deutlich günstiger. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: „Sensibilisierende Öffentlichkeitsarbeit“ habe eben ihren Preis, wird HEB-Geschäftsführer Bleicher zitiert. Die Plakate mit dem Claim „Mach mit! Dann bleibt Hagen sauber.“ sind inzwischen geklebt. Selbst macht der HEB aber nicht mit, denn die Altpapiercontainer werden immer noch nicht mit der nötigen Frequenz geleert und sind weiter bis zur Halskrause gefüllt:

altpapier2-15-12-2016

Foto: DW, aufgenommen gestern (14. Dez. 2016).

Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her und der besteht beim HEB aus zwei fachfremden Juristen, die sich mit dem Segen des Hagener Stadtrats eine goldene Nase verdienen dürfen.

Die Bezüge von Dr. Herbert Bleicher betrugen 2015 insgesamt 204.400 Euro. Die Bezüge des zweiten Geschäftsführers Manfred Reiche beliefen sich auf 176.400 Euro.

Für welche Leistung eigentlich?

„Fake News“ im Lokalblättchen?

15. Dezember 2016

Anfechter der Jörg-Wahl kritisieren WPWR scharf

Im Oktober 2016 hatten mehrere Mitglieder der Hagener SPD die Wahl von Wolfgang Jörg zum Kandidaten für die Landtagswahl 2017 angefochten. Sie begründeten ihren Schritt mit einer ihrer Ansicht nach nicht korrekten Aufstellung der Delegiertenliste.

Der SPD-Landesvorstand hatte danach die Anfechtung als „unbegründet“ zurückgewiesen. Damit war nach den Partei-Statuten der Weg frei zur Schiedskommission, die aber das Begehren der Hagener Genossen ebenfalls zurückwies.

Jetzt melden sich die Antragsteller Fuat Aker, Sercan Bölük, Manuela und Mark Krippner, Andreas Kroll, Heidi Nickel und Bernd Schmidt mit einer persönlichen Erklärung zu Wort. Der WPWR werfen sie ausdrücklich eine „wissentlich falsche Verbreitung“ der Abläufe vor – „Fake News“ wird so etwas neuerdings genannt.

Die Erklärung im Wortlaut

Wir möchten folgende Punkte festhalten:

  1. Wir haben nicht gegen Wolfgang Jörg geklagt, sondern wir haben dem Aufstellungsverfahren, welches der Unterbezirk Hagen zu verantworten hat, widersprochen.
  2. Viele der streitigen Punkte haben wir frühzeitig dem Unterbezirk angezeigt. Leider erhielten wir von den Verantwortlichen keine bzw. ungenügende Antworten.
  3. Die Veröffentlichung der Klage in den Medien wurde nicht durch uns herbeigeführt. Wir kritisieren diese und fordern die Westfalenpost / Rundschau hiermit auf, öffentlich zu benennen, welche Person / Institution  die Informationen hierüber gab.
  4. Der Unterbezirksvorsitzende hat zu uns zu keinem Zeitpunkt das Gespräch mit uns gesucht. Wir waren zu jedem Zeitpunkt gesprächsbereit.
  5. Andreas Kroll hatte mit seiner eidesstattlichen Versicherung lediglich bestätigt, dass die Wahl am 07.10.2016 korrekt abgelaufen war. Die von uns beanstandeten Wahlen in den einzelnen Ortsvereinen umfasste seine Erklärung – entgegen der wissentlich falschen Verbreitung in der Westfalenpost / Westfälischen Rundschau – nicht.
  6. Die erklärenden Ausführungen von der Schiedskommission nehmen wir dankend zur Kenntnis. Diese Ergebnisse hätten im Dialog mit dem UB schon viel früher erzielt werden können.
  7. Wir können nicht jeden Punkt der Schiedskommission nachvollziehen, jedoch akzeptieren wir den Schiedsspruch.
  8. Selbstverständlich werden unsere Ortsvereine, wie wir selbst, Wahlkampf für die SPD, Hannelore Kraft und Wolfgang Jörg machen.

Verein Stolpersteine Hagen steht kurz vor der Auflösung

15. Dezember 2016

Der Verein Stolpersteine Hagen löst sich auf, es gibt nicht mehr genügend engagierte Mitglieder. Der Geschichtsverein soll die Arbeit fortführen. (…)

Quelle: wp.de

Gegen Stellenstreichung beim Güterverkehr

15. Dezember 2016

Bereits im Juni hatten die SPD-Bundestagsabgeordneten aus NRW gegen Pläne der Deutschen Bahn protestiert, bundesweit 215 Güterverkehrsstellen zu schließen und bis zu 3000 Arbeitsplätze zu streichen.

„Offensichtlich will der DB-Cargo-Vorstand die erst vor wenigen Monaten mit den Betriebsräten getroffenen Vereinbarungen brechen“, kritisiert der Hagener SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel und fordert: „Wir brauchen mehr umweltfreundlichen Güterverkehr auf der Schiene statt untragbare Zumutungen für die beschäftigten und ihre Familien.“

„Die Pläne der Deutschen Bahn sind unverantwortlich“, sagt René Röspel, der schon im Mai an einer Betriebsversammlung von DB Cargo in Hagen teilgenommen hatte. In Nordrhein-Westfalen wären von den Plänen der Deutschen Bahn 51 Güterverkehrsstellen betroffen, die entweder geschlossen oder nur noch eingeschränkt bedient werden sollen.

Am Montag demonstrierten in Hagen gut 90 Mitarbeiter der DB Cargo gegen einen möglichen Stellenabbau. Sie zogen in einem Protestmarsch zum Bahnhof.

Kommunen angemessen an Bundesmitteln zur Integration beteiligen

15. Dezember 2016

Städtetag NRW appelliert an das Land

Rund 110 Ratsmitglieder aus den Mitgliedsstädten des Städtetages Nordrhein-Westfalen haben die Landesregierung dringend dazu aufgefordert, einen ange­messenen, großen Anteil der Integrationspauschale des Bundes an die Kommunen weiterzugeben. Außerdem sollte das Land zusätzlich eigene Mittel für die anstehenden Integrationsaufgaben in den Kommunen bereitstellen.

Der Bund stellt dem Land für die Jahre 2016, 2017 und 2018 jeweils 434 Millio­nen Euro an Integrationsmitteln zur Verfügung. Einige Bundesländer geben davon einen Teil an ihre Kommunen weiter. NRW lehnt das bisher mit Verweis auf Mittel des Landes in Förderprogrammen ab.

Die Ratsmitglieder wiesen bei der Konferenz des Städtetages Nordrhein-West­falen darauf hin, dass es sich bei der Integration anerkannter oder langfristig geduldeter Flüchtlinge und Asylbewerber um eine gesamtgesellschaftliche Auf­gabe handelt, die sich ohne eine angemessene Kostenbeteiligung des Landes nicht hinreichend bewältigen lasse.

Europa eine nichtfinanzielle Seele geben

15. Dezember 2016

Workshop im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUni

Der Selbstbesinnung Europas und Deutschlands soll der „Ernst-Cassirer-Workshop: Europa eine nichtfinanzielle Seele geben – Ernst Cassirers kosmopolitisches Konzept“ am Donnerstag, 15. Dezember, in der FernUniversität in Hagen dienen.

Veranstalter ist das Dimitris-Tsatsos-Institut für Deutsche und Europäische Verfassungswissenschaften. Der Workshop findet in seiner Reihe „Europäische Verfassungswissenschaften“ ab 14.30 Uhr im TGZ-Gebäude, Universitätsstr. 11, 58097 Hagen, Erdgeschoss, Raum Ellipse, statt.

„Europa“ – Nur Finanzen, Wirtschaft und geopolitische Strategie? Idealistische Europäer reiben sich immer wieder die Augen: Das Friedens- und Versöhnungsprojekt stolpert von Krise zu Krise. Immer wieder entsteht der Eindruck, viele Mitgliedstaaten seien vor allem aus wirtschaftlichen, nicht aus altruistisch-europäischen Gründen dabei; die Briten wollen sogar austreten.

Die mehr oder weniger verhüllte Weigerung, Flüchtlinge aufzunehmen, die zuvor Deutschland aufgenommen hatte, hat hierzulande die Ernüchterung über den Idealismus der anderen Mitgliedstaaten gesteigert. Die Tagung soll der Selbstbesinnung Europas und Deutschlands durch vier Projekte dienen.

Interessierte Gäste sind willkommen, um Anmeldung per E-Mail an dtiev@fernuni-hagen.de wird gebeten.

Ausführliche Informationen sind unter http://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/rewi/iev/3589_hfd_cassirer_a5-einladung15-12-2016web.pdf zu finden.


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