Archive for Oktober 2017

Hagen droht Immobilien-Besitzer mit Zwangsgeld

31. Oktober 2017

Die Mieter der vier Mietskasernen an der Mozartstraße werden es gestern mit Freude registriert haben. Denn um kurz vor 10 Uhr rückten sechs Mitarbeiter der Stadt Hagen an, um die missliche Situation für die Bewohner der Hochhäuser noch einmal in Augenschein zu nehmen: vier Mitarbeiter des Bauordnungsamtes und zwei Mitarbeiterinnen des Amtes für Wohnungswesen. (…)

Duplizität der Ereignisse. Denn Mark Krippner und Dirk Joachim Scharff (beide SPD-Ortsverein Hohenlimburg) waren am gestrigen Morgen ebenfalls vor Ort, um sich in Gesprächen mit den Mietern noch einmal zu informieren. Ob Haus Nummer 23, 21 oder 17 – die Klagen waren eingehend gleich. „Es kümmert sich niemand um die Immobilien. Telefonisch ist beim Verwalter niemand zu erreichen.“ (…)

Quelle: wp.de

Dazu siehe auch:

Mozart Str. – Endlich Zwangsgelder festgesetzt!
SPD Hohenlimburg fordert dies seit Monaten von der Stadtverwaltung!

Es mussten wohl erst Personen von der Feuerwehr aus einem festsitzenden Aufzug befreit werden, was wohl so aufwändig war, dass dabei die Fahrstuhltüren erheblich beschädigt wurden.

Jetzt endlich ist man bei der Stadt Hagen soweit die 25.000 Euro Ordnungsgeld gegen die Eigentümerin zu verhängen. Bisher hat man ja immer deren Aussagen Glauben geschenkt, die Aufzüge reparieren zu lassen / wollen. (…)

Quelle: SPD Hohenlimburg

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Hagen Hbf: „Sicher kein Vorzeigebahnhof“

31. Oktober 2017

Ist der Hagener Bahnhof der schmutzigste im ganzen Land? Lothar Ebbers vom Fahrgastverband Pro Bahn: „Hagen ist sicher kein Vorzeigebahnhof.“ (…)

Quelle: wp.de

Märchenwerkstatt im Opus (Theater Hagen)

31. Oktober 2017

Das Märchen-Ensemble des Theaters Hagen. Foto: Klaus Lefebvre.

Am Sonntag, 5. November 2017, findet im Opus (Theater Hagen) mit Beginn um 11 Uhr die Märchenwerkstatt zur Uraufführung von „König Drosselbart“ statt.

Bei dieser Einführungsveranstaltung für kleine und große, junge und ältere Besucher zum diesjährigen Märchen zur Weihnachtszeit des Hagener Theaters kann man erste Einblicke in diese Produktion gewinnen.

Regisseur Jan Friedrich Eggers, Bühnen- und Kostümbildner Jeremias H. Vondrlik, musikalischer Leiter und Komponist Andres Reukauf, Choreograph Ricardo Viviani, Dramaturgin Anne Schröder und Theaterpädagogin Miriam Walter werden über ihre Arbeit in den letzten Wochen berichten und das neue Stück vorstellen. Mit dabei sind natürlich auch die DarstellerInnen Kristina Günther-Vieweg, Daniel Heck, Emanuele Pazienza, Tobias Rusnak und Carolina Walker, die Ausschnitte präsentieren.

Und außerdem sind die GewinnerInnen des Plakatmalwettbewerbs anwesend, deren Bilder an diesem Vormittag gezeigt werden.

Der Eintritt beträgt 6 Euro.

Karten an der Theaterkasse, Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Fahren ohne Fahrschein

30. Oktober 2017

Die Zeit teurer Tickets für schlechte Verkehrsverbindungen könnte zu Ende gehen

Die estnische Hauptstadt Tallinn hat den Nulltarif für Busse und Bahnen eingeführt und gleichzeitig viel Geld in den öffentlichen Nahverkehr investiert. Seitdem ist die Altstadt nahezu autofrei. Foto: Johannes Backes/ZDF

Verstopfte Städte, verspätete Busse, teure Tickets – Alltag in Deutschland, Alltag in Hagen. Geht das auch anders? Die ZDF-Sendung „plan b“ zeigt mögliche Auswege: Könnte ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr helfen?

In der estnischen Hauptstadt Tallinn und auch im französischen Dünkirchen wurde der Nulltarif eingeführt und das Angebot optimiert. Auch in Deutschland gibt es erste Anzeichen dafür, dass die Zeit teurer Tickets für schlechte Verkehrsverbindungen zu Ende geht.

Im brandenburgischen Templin leben die deutschen Pioniere des kostenlosen Nahverkehrs. Dort nahm nach der Wende der Autoverkehr so rasant zu, dass die Luftqualität des Kurortes ernsthaft in Gefahr geriet. Templin führte eine revolutionäre Reform durch: Unentgeltlich Bus fahren für jedermann. Die Fahrgastzahlen explodierten, neue Busse mussten angeschafft werden. Weil aber die Kosten stiegen, mussten die Bürger doch wieder an der Finanzierung beteiligt werden. Heute gibt es eine „Jahreskurkarte“ für nur 44 Euro, und die nutzen immer noch mehr Menschen als vor der Reform. Ein Teilerfolg für die Gemeinde in Brandenburg.

Verkehrsexperte Allan Allaküla ist stolz auf seine Heimatstadt Tallinn. Denn in der Hauptstadt von Estland können die Einwohner seit 2013 mit einem elektronischen Ticket alle Busse und Bahnen kostenlos nutzen. Die Autokolonnen sind dadurch aus den Straßen der Innenstadt verschwunden. Ein weiterer positiver Effekt: Der Gratisfahrschein für Anwohner zog immer mehr Bürger aus dem Umland an. Diese meldeten ihren Wohnsitz um und spülten Steuereinnahmen in Tallinns Stadtkasse. Diese Einnahmen nutzt die Stadt, um die öffentlichen Verkehrsverbindungen weiter zu modernisieren. Eine Erfolgsgeschichte findet Allan Allaküla: „Wir inspirieren andere Städte, den kostenlosen Nahverkehr einzuführen!“

„Gratuit“ steht mit großen Lettern an den öffentlichen Verkehrsmitteln der französischen Hafenstadt Dünkirchen. Hier läuft gerade ein Probebetrieb für den Nulltarif an den Wochenenden. Eingeführt hat ihn Patrice Vergriete, der mit seinen Verkehrsplänen den Einzug in das Bürgermeisteramt geschafft hat. Die Maßnahme zeigt bereits erste positive Auswirkungen auf die Entwicklung der strukturschwachen Innenstadt. Mit der Unterstützung einer in Frankreich gesetzlich möglichen „Arbeitgeberabgabe“ werden neue Busspuren und Haltestellen gebaut, die Busse modernisiert. „Das ist natürlich eine steuerliche Belastung“, weiß Patrice Vergriete, aber eine, die für Dünkirchen zum Erfolg führen kann.

plan b: Fahren ohne Fahrschein
Kostenloser Nahverkehr

Film von Julia Mayer und Johannes Backes

Video in der ZDF-Mediathek verfügbar bis 28.10.2018, 18:00

„Philharmonic Brunch“ mit Rodrigo Tomillo

29. Oktober 2017

Die zweite Veranstaltung unter dem Titel „Philharmonic Brunch“ findet am 5. November 2017 um 11.30 Uhr im Theatercafé (Theater Hagen) statt.

Zu Gast von Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Konzertdramaturg Frederik Wittenberg ist dieses Mal Rodrigo Tomillo, der neue 1. Kapellmeister am Theater Hagen, der sich dem Publikum vorstellt (Foto: Theater).

Der spanische Dirigent leitet das 3. Sinfoniekonzert, um dessen Programm es natürlich auch an diesem Vormittag geht, und die Gesangssolistin Cristina Piccardi wird eine Arie aus der im Konzert aufzuführenden Bach-Kantate BWV 51 vortragen. Ferner gibt es einen Ausblick auf das Konzertangebot des Philharmonischen Orchesters Hagen im Dezember 2017.

Es werden heiße und kalte Getränke angeboten sowie eine kleine Auswahl an Speisen. Der Eintritt beträgt 5 Euro inklusive eines Getränkes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Halleluja WBH!

28. Oktober 2017

Wirtschaftsbetrieb bietet religiöse Dienstleistungen an

Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) ist auf einer Vielzahl von Geschäftsfeldern unterwegs: Entwässerung, Straßenbau, Sport- und Spielplätze, Gewässer, Forstwirtschaft und vieles mehr.

Zum WBH-Beritt gehören auch die städtischen Friedhöfe. Und in diesem Segment steigt das Unternehmenskonglomerat aus dem sogenannten „Konzern Hagen“ in ein neues Geschäftsfeld ein. Angeboten werden religiöse Dienstleistungen.

„WBH lädt zu Andachten an Allerheiligen ein“ ist eine Mitteilung der Stadt betittelt. Der Wirtschaftsbetrieb lädt demnach „zu mehreren Gedenkgottesdiensten ein“. Angeheuert wurden nach Angaben der Stadt für die Zeremonien vier Pastoren und ein Pater.

Nun herrscht in diesem Lande ein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Religionsfreiheit – und das ist gut so. Dieses Recht wahrzunehmen ist die Angelegenheit der Religionsgemeinschaften und ihrer Gläubigen. Aber was hat ein Wirtschaftsbetrieb damit zu tun? Der Staat, und damit auch die Kommune und ihr Unternehmen haben sich neutral zu verhalten.

Ob es sich nur um einen Feldversuch handelt oder ob diese Diversifizierung, wie so etwas im BWLer-Sprech genannt wird, ausgebaut werden soll, geht aus der Mitteilung der Stadt nicht hervor.

Denkbar wären beispielsweise die Einführung von Krönungsmessen für den Oberbürgermeister, Einsegnungen neuer Einkaufszentren oder die feierliche Ernennung der Insassen des Pressehauses zur städtischen Glaubenskongregation.

Von Fallhämmern und Erlebniskiosken

28. Oktober 2017

von Christoph Rösner

Ja, es ist ganz wunderbar, dass der 3-Türme-Weg seine offizielle Wanderzulassung – sprich: Wandersiegel des Deutschen Wanderinstituts e.V. – erhalten hat.

Wunderbar ist ganz sicher, dass der 3-Türme-Weg der einzige Premium-Wanderweg in NRW ist und auch bleibt.

Noch besser wäre es gewesen, hätte man die Pflege und Erhaltung ausschließlich jenen überlassen, die sich seit Jahr und Tag damit auskennen: dem Sauerländischen Gebirgsverein – SGV – nämlich.

Aber nein, die HagenAgentur muss da jetzt auch noch drin rumfrickeln, weil sonst ja nicht viel „premium ist in Hagen und diese überflüssigste aller städtischen Firmen in der Regel mit „premium“ auch nicht wirklich in Verbindung gebracht werden darf.

Wer schon in seiner Jugend an der Hand seiner Eltern an den drei Türmen vorbei gezerrt wurde – damals noch OHNE! Tim Turmi – wird, so er dieser traumatischen Erfahrung konfrontationstherapeutisch etwas entgegen setzen will, diesen Weg heute erneut bezwingen und sich wundern, wie wenig sich verändert hat.

Heute heißt es eben ´Premiumwandern´ und nicht einfach im Wald spazieren gehen. Die Wildschweine von damals sind tot oder zu Gulasch verarbeitet, und geschnitzte „Kunst“ gab es damals auch noch nicht – wir sollten uns dringend mal über Kunst unterhalten, aber das später – und sonst? Wir hatten immer ein Messer dabei und haben dort geschnitzt, wo wir glaubten, uns verewigen zu müssen. Heute ein Schnitzmesser an der Kette – wenn das kein Symbol für unsere kaputte Zeit ist! –

Dass Kirsten Fischer – Prokuristin und Projektmanagerin der HagenAgentur ganz, ganz stolz ist, glauben wir ihr gerne, hat sie doch bis heute noch nicht wirklich was Ordentliches auf die Reihe bekommen. Doch so ein Premium-Wanderweg ist halt ein Marketing-Kracher, und Frau Fischer aus Lüdenscheid bringt jetzt Hagen marketingmäßig ganz weit nach vorne.

Gut, niemand weiß genau, woher die Kohle eigentlich kommt, mit der sie, ihre Mitstreiter und all die tollen Dinge wie Parkscheiben, Ferngläser und Wanderstempel bezahlt werden.

Die Sponsorenliste auf der nagelneuen Website https://3tuermeweg.de liest sich wie das Who is Who der heimischen Wirtschaft, und wir wollen doch nicht annehmen, dass die Firmen knauserig waren.

Eine Zwischenfrage zum Deutschen Wanderinstitut e.V.: ist dieser Verein eigentlich bestechend dämlich oder einfach nur bestechlich…? Man wird ja wohl noch fragen dürfen …

Immerhin, ein Original-Fallhammer vom Anfang des 19. Jahrhunderts als Leihgabe des Freilichtmuseums schenkt den „Kulturinteressierten nun Zeit für ein paar coole Fotos dieses Zeitzeugen eisengewerblicher Tätigkeit in der Region.“

Na, wenn das nichts ist? Aber es kommt noch besser. Lassen wir den einzigartigen Marketing-Poeten ihren freien Lauf und erfreuen uns an dieser Form der Premium-Vermarktung mit Fallbeilcharakter.

Ein Fallhammer schenkt uns also Zeit … und weiter: „Das gibt es nur im Ruhrgebiet. Mitten im wunderschönen Wald stoßen die Wanderer auf eine einzigartige Aussichtsplattform, die einer Industriebatterie nachempfunden wurde. Diese coole Inszenierung gewährt einen grandiosen Ausblick auf das Firmengebäude des alteingesessenen Hagener Unternehmens Hawker. Die Wanderer genießen den Ausblick durch das installierte Guckloch und nehmen sich Zeit, ihren Akku wieder voll aufzuladen. Und dann geht das muntere Wandern auf dem 3 Türme-WEG auch schon weiter.“

Das gibt es tatsächlich nur in Hagen. Einen grandiosen Blick aus einer Industriebatterie auf eine Batteriefirma. Klasse!

Akku aufladen ging bei uns damals irgendwie anders.

Heute ist aber auch alles so cool hier im Hagener Wald!

Coole Inszenierung, coole Fotos, coole Batterien, cooler Fallhammer – klassisch coole Ingredienzien für einen ganz coolen Waldspaziergang eben – sollte uns da etwas entgangen sein? Ist das wirklich alles ganz cool in Hagen, nur wir uncoolen Nörgler merken mal wieder nix und nässen uns ein, wenn da ein „Erlebnisort Kiosk Bismarckturm“ beinahe minnetauglich besungen wird, der „ gerne auf vorherige Anfrage für Besuchergruppen wie Schüler, Touristen und alle anderen Interessierten zu Sonderzeiten geöffnet“ wird?

„Ey, wir müssen noch beim Kiosk anrufen, bevor wir jetzt loswandern …“

Und von der dem „Mataré-Brunnen nachempfundenen Sitzecke“ – HÄ?! – mit Blick auf das mit mannshohen Gittern rundherum verrammelte Baudenkmal Bismarckturm ganz zu schweigen. Gut, man sagt, die Gitter sollen bald entfernt werden. Aber warum dann auf der offiziellen Seite dieses Bild mit Gitterzäunen veröffentlichen?

Als einziges, wirkliches Highlight kann unterwegs getrost die altehrwürdige Volkssternwarte Hagen besucht und bewundert werden. Immerhin lässt sich von hier ohne großen Aufwand weit, weit über die Grenzen dieses Premium-Elends hinwegschauen in die unendlichen Weiten des Universums auf der Suche nach intelligentem Leben, dem man beim Abwandern des 3-Türme-Premiumwanderweges wohl weiterhin nicht begegnen wird.

Intelligent statt lächerlich absurd wäre es, den Verlauf des Weges in seiner Natürlichkeit zu erhalten, ohne dämliche Batterieaussichtsnachbauplattformen, ohne Schnitzschweine, Kettenmesser und lächerlichste Marketing-Lyrik.

Gnade uns Gott, sollten Kirsten Fischer und ihre HagenAgentur eines guten Tages auf der Suche nach Beschäftigung auf die Idee kommen, sich Hagens sterbender Stadtteile anzunehmen, dann werden wir ihnen aber die geballte Hagener Stadtteillyrik entgegen schleudern und gemeinsam mit Tom Todi und den Alten vom SGV zum Marsch auf die Teppichetagen dieser Stadt blasen. Und dann wird´s richtig poetisch.

Ein Werk von beängstigender Aktualität

27. Oktober 2017

TOSCA – Ein Opern-Krimi mit musikalischen Hits im Theater Hagen

Veronika Haller als Sängerin Tosca und Karsten Mewes als Polizeichef Scarpia. Foto: Klaus Lefebvre.

Am 28. Oktober 2017 (19.30 Uhr, Großes Haus) findet die zweite Musiktheaterpremiere im Theater Hagen statt: Die Aufführung des populären Opern-Krimis „Tosca“ von Giacomo Puccini – in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Vom ersten Ton an beschwört diese 1900 in Rom uraufgeführte – und bis heute überaus beliebte – Oper eine politisch instabile Welt voller Bedrohungen herauf.

Es ist die Welt des Polizeichefs Scarpia, einem machtbesessenen Menschen, der seine Lust daran hat, Frauen mit Gewalt gefügig zu machen, bislang erfolgreich, nur die berühmte Sängerin Tosca ist unerreichbar. Sie lebt nur für die Kunst: »Vissi d’arte«. Politische Intrigen interessieren sie nicht, und sie liebt den Maler und Regimegegner Cavaradossi. Als ihr Geliebter jedoch den politischen Flüchtling Angelotti versteckt, explodiert die grausame Wirklichkeit mitten in Toscas Leben.

Sie muss als Zeugin vor Scarpia, der ihren Geliebten im Nebenzimmer foltert. Tosca muss sich entscheiden: Zur Verräterin werden, um den Geliebten zu retten? Ihre christlich-humanistischen Werte aufgeben? Ihren Körper verkaufen?

Man erlebt eine Tosca, die sich in der klaustrophoben Welt Scarpias zurechtfinden muss – eine Sängerin die alles an ein System verliert, das in seiner bösartigen Absurdität des Apparates Freiheit, Kunst und Liebe opfert. Am Ende wird Tosca der Geliebte genommen, sie wird zur Mörderin, und selber bleibt ihr nur der Selbstmord.

Puccini und seine Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica kreierten ein Werk, das von herausragender Fertigkeit, mitreißender Emotionalität und auch heute noch von beängstigender Aktualität ist. Seine musikalischen Hits begeistern immer wieder ihre Zuhörer.

Für die musikalische Einstudierung und Leitung einer Neuinszenierung am Theater Hagen zeichnet erstmals der neue Generalmusikdirektor Joseph Trafton verantwortlich.

In der Regie von Roman Hovenbitzer, der Ausstattung von Hermann Feuchter (Bühne) und den Kostümen von Anna Siegrot (Kostüme) singen und spielen: Dirk Achille, Veronika Haller, Kenneth Mattice, Karsten Mewes, Xavier Moreno, Richard van Gemert, Rainer Zaun sowie Samra Arapi, Celina Igelhorst, Caroline Petrich (alternierend); Chor-, Extrachor, Kinder- und Jugendchor, Statisterie des Theater Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 11.11., 17.11., 24.11.; 6.12.2017; 7.1. (15 Uhr), 12.1., 17.1, 28.1 (18 Uhr); 9.2., 15.2., 11.3. (18 Uhr) 2018 – jeweils 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hagener Baukunst und Stadtplanung

27. Oktober 2017

Stadtgeschichte bei der VHS

Zu einem stadtgeschichtlichen Seminar mit Heimatpfleger Michael Eckhoff rund um die Hagener Baukunst und Stadtplanung zwischen 1918 und 1938 lädt die Volkshochschule Hagen alle Interessierten am Mittwoch, 8. November, ein. Der Kurs findet insgesamt sechsmal jeweils von 19.30 bis 21 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, statt.

Hagen erlebte in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen eine durchaus spannende (Baukunst-)Epoche. Es entstanden zahlreiche Siedlungen gemeinnütziger Unternehmen wie der „Cunohof“ am Kuhlerkamp, der Steinbrinkhof in Haspe oder die Bauvereinsbauten in Elsey. Ebenso wurden ambitionierte Villen und beeindruckende öffentliche Bauten errichtet wie das Laufwasserkraftwerk in Hengstey, das Finanzamt, das Stadion Boelerheide oder auch das Stadtbad Haspe. Zudem entstanden unter der Leitung der Stadt Hagen erstmals Pläne für ein Gewerbegebiet im Lennetal und für einen Innenstadtring. Auch die Eingemeindung von Haspe, Boele und Vorhalle 1929 veränderte die Stadtgeschichte.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Angabe der Kursnummer 1010 unter Telefon 02331/207-3622 oder hier.

Hagens Drei-Türme-Weg erhält erneut das Premium-Siegel

26. Oktober 2017

Der Drei-Türme-Weg in Hagen bleibt „Premium“. Bei der Zertifizierung hat er sogar 13 Punkte mehr erhalten als noch vor drei Jahren. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wiederum bleibt die Frage unbeantwortet, wieviel Geld die Hagen-Agentur in diese Zertifizierung gesteckt hat. Aber stattdessen ist „Tim Turmi“ wieder auferstanden, die Inkarnation des schlichten Gemüts (siehe: Infantil-Marketing made in Hagen). Der Eindruck verstärkt sich zunehmend, dass die Hagen-Agentur außer einer (grundlosen) Fokussierung auf den Drei-Türme-Weg nichts im Angebot hat (siehe auch hier). Dafür gibt es eine neue Homepage, ersonnen – natürlich – von der Hagen-Agentur: www.3tuermeWEG.de. Das liest sich wie: 3 Türme weg! Auch ganz toll, Abrissphantasien sind ja in Hagen gerade angesagt.

Auswärtige Besucher gießen inzwischen Hohn und Spott aus:

Der liebe Herrgott kann sich das Elend wohl nicht länger ansehen, denn plötzlich verschwindet das schlimme Wetter und das Auenland tut sich vor unseren Augen auf. Grün, warm, sonnig. Jacke aus, Mütze vom Kopf, ab jetzt wird’s Premium.

Direkt folgt Premium-Unterhaltung, wie es nur das Ruhrgebiet kann: herz- und charmelose Dinge mit Augen drauf. Zunächst ist es Tim Turmi, der uns und alle Kinder auf dem Weg begrüßt. Tim Turmi folgt der Logik, mit der alle Kinder ihre Kuscheltiere benennen: Hansi Hase, Iggi Igel, Bernd Broti. (…)

Langsam stirbt die Hoffnung auf Premium-Unterhaltung. Wir gehen weiter. Bei Forsthaus Deeth wird es kurz schön, als die Sonne über Wiesen strahlen kann. Dann aber folgt schon der Eugen-Richter-Turm, der da rumsteht, wie vergessen. Zugewachsen und mit Funkturm oben drauf. Da steckt keine Liebe drin. Verschlossen ist er natürlich auch – dies ist der mieseste Premium- oder Sonstwieweg, den wir jemals gelaufen sind! (…)

Vielleicht hat die Stadt Hagen noch eine Idee. Zum Beispiel eine Art Industrie-Aufzugs-Kabine mitten im Wald, auf der zwei Plastikgehäuse in Form dieser Münzfernrohre den Anschein erwecken, hier gebe es doch noch was zu sehen. Und da ist es schon: Etwas. Etwas Rotes mit zwei Fernrohr-Gehäusen, die tatsächlich nur aus dem Gehäuse bestehen. (…)

Quelle: wander-woman

Fürstenhaus und Heimatverein sprechen über neue Museumspläne

26. Oktober 2017

Das Fürstenhaus hat neue Museumspläne für Schloss Hohenlimburg und setzt auf den Heimatverein. Das ist wegen der jüngsten Querelen umstritten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Immer wieder aristokratische Randale im Hagener Osten.

„Goldene Bild der Frau“ für Bettina Landgrafe aus Hagen

26. Oktober 2017

Mit der „Goldenen Bild der Frau“ ist die Hagenerin Bettina Landgrafe gewürdigt worden. Sie engagiert sich seit 15 Jahren für Projekte in Ghana. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: „Bild der Frau“ ist eine Zeitschrift der Funke-Mediengruppe, zu der auch die WPWR gehört. Im Beitrag findet sich kein Hinweis auf diesen Zusammenhang. Zur Qualität dieser sogenannten „Frauenzeitschriften“ siehe hier:

Funke-Medien sollen weniger lügen, haben damit aber noch nicht angefangen

Allein Funkes „Echo der Frau“ hat seit 2013 (also seit Grotkamp und Becker gemeinsam im Aufsichtsrat sitzen) mindestens 135 Fake-Babys in die Welt gesetzt. (…)

In den anderen Blättern des Verlags haben wir jetzt nicht genau nachgezählt, auf jeden Fall waren es noch viele, viele mehr.

Und auf einmal, nach Jahren, finden die Funke-Frauen solche Lügengeschichten total inakzeptabel? (…)

Quelle: übermedien

Zuweisungen und Steuerkraft in Hagen steigen …

25. Oktober 2017

… die Ausgaben aber auch

Mit dem neuen Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) 2018 steigen die finanziellen Zuweisungen des Landes an die Kommunen, kündigt NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) an.

Die Gesamtzuweisungen an die Stadt Hagen werden demnach 2018 mehr als 184 Millionen Euro betragen, das sind gut 18 Millionen Euro bzw. 10,9 Prozent mehr als in diesem Jahr. Nach einer Schätzung des Ministeriums soll sich auch das Aufkommen aus kommunalen Steuern in Hagen um 15,6 Millionen Euro bzw. 9,1 Prozent gegenüber 2017 erhöhen.

Aber kein Licht ohne Schatten. So blickt der Städtetag NRW mit Sorge darauf, dass dem Zuwachs bei den Landeszuweisungen kommunale Mehrbelastungen an anderer Stelle gegenüberstehen beziehungsweise berechtigte Forderungen der Städte bisher nicht erfüllt werden.

Die Kommunen sollen nach dem Willen des Landes die Förderung der Krankenhausinvestitionen im Jahr 2018 mitfinanzieren. Die Unterbringung geduldeter Flüchtlinge werde bisher zu einem großen Teil von den Kommunen finanziert. Und es gäbe es weiterhin keine Anzeichen, dass das Land Mittel aus der Integrationspauschale des Bundes an die Kommunen weitergibt.

Das Land kürze auf diese Art und Weise die GFG-Mittel für die Kommunen um 175 Millionen Euro, obwohl es das Geld des Bundes erhalten habe. Diese Mittel würden ohne Begründung und ohne transparente Dokumentation den Kommunen vorenthalten, so der Städtetag NRW.

„OB könnte sich einige Meriten verdienen“

25. Oktober 2017

SPD-Fraktion in der BV Hohenlimburg zur Situation auf den Hagener Wochenmärkten

In Sachen Neues Marktplatzkonzept glaubt Mark Krippner, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Hohenlimburger BV an einen verfrühten Aprilscherz der Hagener Stadtverwaltung.

Was war geschehen?

Nach der letzten Erhöhung der Standgebühren vom 1. Januar 2015 um 38 Prozent von € 3,10 auf € 4,30 pro laufenden Meter und Tag sicherte die Stadtverwaltung den Bürgern und den Politikern zu, ein Perspektivkonzept für die Hagener Wochenmärkte zu erarbeiten und vorzulegen.

Ziel: Stärkung der Wochenmärkte in den Stadtteilen.

Die Händler selbst hatten Alarm geschlagen und die Bedingungen auf den zehn Hagener Wochenmärkten als „unflexibel, katastrophal und nicht zukunftsorientiert“ beschrieben. Kritisiert wurde ebenfalls Dezernent Thomas Huyeng, der, so die Händler, „nichts für sie tue.“

Daraufhin wurde die Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung mit der Erarbeitung von Lösungsansätzen beauftragt. Die Studie aus 2015/16 gibt folgende Handlungsempfehlungen:

  1. Wiederherstellung der klassischen Wochenmarktoptik (Verzicht auf Textilhändler)
  2. Ermöglichung des Direktverzehrs
  3. Ausweitung der Öffnungszeiten
  4. Intensivierung der Werbung
  5. Privatisierung der Wochenmärkte
  6. Verbesserung der Parksituation.

Als nun vor einigen Wochen die Idee präsentiert wurde, freitags vor der Volme-Galerie einen Feierabendmarkt von 16 bis 20 Uhr stattfinden zu lassen, konnte der Wohlwollende noch meinen, dies sei das Ergebnis der Studie und der Einsicht geschuldet, dass dringend etwas geschehen müsse.

Wie gesagt: die Beschlussvorlage ging klar von Öffnungszeiten von 16 bis 20 Uhr aus.

Doch dann wurde die Katze aus dem Sack gelassen. Am 13. September war u.a. bei FocusOnline – local zu lesen, dass am 22. September erstmals der Frischemarkt der Hagener Wochenmarkthändler stattfindet.

Und die Öffnungszeiten? Entgegen des Beschlusses der Vorlage 0081/2017 vom 16.03.2017 des Haupt- und Finanzausschusses sind diese nun auf einmal: 10 bis 18 Uhr!

Also zeitgleich mit den Wochenmärkten in Wehringhausen, Vorhalle und Hohenlimburg – leider kein Aprilscherz, sondern wieder einmal eigenmächtiges Handeln der Stadtverwaltung an bestehenden Beschlüssen vorbei und zum Schaden statt zur Genesung der Stadtteile.

Noch im Wahlkampf hatte der Oberbürgermeister vollmundig betont, wie wichtig ihm die Hagener Stadtteile sind. Nun, nach drei Jahren im Amt, könnte er seinen Worten endlich Taten folgen lassen und sich tatsächlich als glaubwürdiger Fürsprecher der Stadtteile einige Meriten verdienen, indem er – als erste Maßnahme – diesem eigenmächtigen Treiben ein Ende setzt.

Sollte er sich zum wiederholten Male seiner Verantwortung nicht stellen, wird sich der Rat der Stadt Hagen dieses Themas annehmen müssen.

RWI: Stärkungspakt „nicht nachhaltig“

24. Oktober 2017

Nur ein erster Schritt zu stabilen Finanzen von NRW-Kommunen

Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die – wie die Stadt Hagen – mit Hilfe des „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ ihre Haushalte ausgleichen sollen, erreichen zwar alle dieses Zwischenziel. Bei zwei Dritteln der derzeit 61 Stärkungspaktgemeinden sorgt er jedoch nicht für nachhaltige Finanzen.

Zwar reduzierten sie ihren kumulierten Fehlbetrag von 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 86 Millionen Euro im Jahr 2016. Ihnen fehlt längerfristig aber Eigenkapital und/oder sie können ihren Schuldendienst nur unzureichend abdecken. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, die eine Zwischenbilanz des Stärkungspakts zieht.

Nach jetzigem Stand erhalten die Stärkungspaktgemeinden in den Jahren 2012 bis 2020 insgesamt 4,5 Milliarden Euro an Konsolidierungshilfen. Sie sind im Gegenzug verpflichtet, eigene Konsolidierungsbeiträge zu leisten. Diese dürften sich auf insgesamt 10,6 Milliarden Euro belaufen. Damit führte ein Euro staatliche Konsolidierungshilfe zu eigenen Konsolidierungsbeiträgen von 2,40 Euro.

Die Kommunen erreichten dies aber vor allem durch Steuererhöhungen, insbesondere der Grundsteuer B. Diese gefährden jedoch die Standortattraktivität sowohl für Unternehmen als auch für private Haushalte, zumal häufig zusätzlich kommunale Leistungen gekürzt wurden. Damit besteht die Gefahr, dass diese Gemeinden längerfristig ihre Wirtschaftskraft schwächen und so in eine Abwärtsspirale geraten.

Auch ist der bisherige Konsolidierungserfolg zum Teil Faktoren zu verdanken, die nicht auf Dauer Bestand haben dürften: das günstige konjunkturelle Umfeld, die Hilfen des Bundes und die sinkenden Geld- und Kapitalmarktzinsen. Insbesondere ein Anstieg des Zinsniveaus hätte für die Stärkungspaktgemeinden aufgrund ihrer hohen Kassenkreditbestände erhebliche finanzielle Folgen. Denn sie haben insgesamt trotz Konsolidierungshilfen und eigenen Konsolidierungsbemühungen bis dato zusätzliche Kassenkredite aufgenommen, wenn auch seit dem Jahr 2010 mit nachlassender Dynamik.

„Damit sich die finanzielle Lage der Stärkungspaktkommunen nach Auslaufen des Paktes nicht wieder verschlechtert, müssen auch ihre sozioökonomischen Rahmenbedingungen verbessert werden“ sagt Hermann Rappen, Studienautor und RWI-Experte für kommunale Finanzen. Von den 61 Stärkungspaktgemeinden sind bezüglich ihrer Bevölkerung sechs als „überdurchschnittlich schrumpfend“, 32 als „schrumpfend“, 15 mit „keine eindeutige Entwicklung“ und nur acht als „wachsend“ klassifiziert. Hohe kommunalen Steuern und Abgaben und ein eingeschränktes Leistungsangebot erschweren es aber, die soziökonomischen Rahmenbedingungen zu verbessern.

Belastend wirkt auch, dass die Gemeinschaft der Kommunen mittels Kürzung der kommunalen Finanzausgleichsmasse und einer so genannten „Solidaritätsumlage“ mit mehr als einem Drittel an der Finanzierung des Stärkungspakts beteiligt werden. Dies trifft auch Kommunen, die sich selbst in einer schwierigen Finanzlage befinden. Will man eine kommunale Finanzierungsbeteiligung beibehalten, wäre eine Finanzkraftumlage die bessere Lösung. Bei dieser würde sich der Beitrag der jeweiligen Kommune nach ihrer Finanzkraft bemessen.

Institutionell stellt sich zudem die Frage nach einer angemessenen Finanzausstattung der Kommunen. Bund und Länder haben sie zwar punktuell entlastet, aber es fehlt bislang eine systematische Analyse, inwieweit die kommunale Finanzausstattung ausreichend ist. Eine solche Analyse sollte sich nicht – wie bisher zumeist – auf den horizontalen Finanzausgleich unter den Kommunen beschränken, sondern auch einen Systemwechsel hin zu einer aufgabenorientierten Bedarfsmessung ins Auge fassen.

Fritz Eckenga: „Frisch von der Halde“

24. Oktober 2017

Die Kabarett-Reihe im Theater Hagen wird am 29. Oktober 2017 (18 Uhr, Großes Haus) fortgesetzt mit dem Auftritt unter dem Titel „Frisch von der Halde“ von Fritz Eckenga, einem aus Bochum stammenden und in Dortmund lebenden Kabarettisten, Autor, Kolumnisten, der seit vielen Jahren mit seinen Soloprogrammen dass Publikum aufs Beste unterhält (Foto: Philipp Wente).

Manchmal wie früher. Nie wie gestern. Immer von heute. Fritz Eckenga und Sie haben doch diesen Vertrag mit der Verwöhnklausel geschlossen. Sie als Wirklichkeitsverbraucher, er als Service-Onkel für Ablenkung & Verdrängung. Sie haben folgende Bestellung aufgegeben: Für einsfuffzig Hoffnung, ein Achtelchen Trost und ´ne Schüppe Zuversicht. Wird geliefert. Frisch von der Halde.

Fritz Eckenga als verdiente und verdienende Honorarkraft stiehlt sich nicht aus der Verantwortung. Ihr Auftrag ist seine Mission. Sie bekommen, was Sie brauchen. Keine oberflächliche Geißelung alltäglicher Zumutungen, sondern einfach mal ´ne Kleinigkeit Nettes für den kleinen Mann, der zusammen mit seiner kleinen Frau und den beiden durchschnittlichen Kindern immer die Zeche bezahlt. Sie wollen nicht überall die Griffel reinstecken und im Dreck wühlen. Sie wollen Zuversicht schöpfen und brauchen die Finger für was anderes. Zum in die Ohren stopfen, wenn’s drauf ankommt. Auf gar keinen Fall den Fehler begehen und sich der Grausamkeit des Realismus aussetzen.

Sie haben mit dem Ticket das Recht erworben, mal zwei Stunden lang nicht von der eigenen Laune belästigt zu werden. Eckenga empfiehlt: »Nehmen Sie einfach meine.«

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

AfD – Wer hinterher läuft, hat schon verloren !!

23. Oktober 2017

Wilfried Schmickler in den Mitternachtsspitzen am 21. 10. 2017

WPWR: 56 Tonnen Altpapier weniger

22. Oktober 2017

Hagener Lokalblatt-Auflage weiter rückläufig

Immer weniger Hagener wollen die örtliche Ausgabe der WPWR lesen. Selbstinszenierte Wahlen von Schützenfestköniginnen, Berichte über von der Redaktion organisierte Busausflüge und kaum kaschierte PR-Artikel zu Heißluftgrillstationen sind anscheinend nicht das, was die Hagener von ihrer Zeitung erwarten.

Die Hoffnung, mit rassistisch grundierten Beiträgen Stimmung zu machen, ist erkennbar auch in die Hose gegangen, wenn man sich die Wahlergebnisse im von der WPWR in den Mittelpunkt gestellten Hagener Stadtteil Wehringhausen ansieht. Dort blieb die AfD hinter den Erwartungen zurück, in Kernbereichen weit unter dem Hagener Durchschnitt. Die Stimmungsmache hatte also wenig Erfolg.

So verwundert es kaum, dass sich die Auflage des Hagener Einheitsblatts weiter im Sinkflug befindet. Nach den aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Festellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) sind die Verkaufszahlen im 3. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken: um -3,8 Prozent. Besonders drastisch schlug der Rückgang bei den Abonnementszahlen zu Buche, dort wurde ein Minus von 5,5 Prozent registriert. Dabei sind die Abos das Rückgrat des Verkaufs, im Freiverkauf werden laut ivw lediglich 4,2 Prozent der Blätter abgesetzt.

Die Strategie einer zunehmenden Fokussierung auf Boulevardsujets, verbunden mit dem Versuch eine Art Nebenregierung zu bilden, die den gewählten Vertretern der Bürgerschaft die Themen vorgibt, kann somit als gescheitert angesehen werden. So etwas wollen die Leser nicht mehr sehen.

Der seit Jahren fortschreitende qualitative, und in der Folge entsprechend auch quantitative Niedergang der Hagener Presse ist sehr bedauerlich, aber mit dem (noch) vorhandenen schreibenden Personal wohl nicht zu ändern.

Ein Gutes gibt es aber doch noch zu vermelden: Durch den abermaligen Rückgang des Verkaufs fallen aufs Jahr gerechnet auch etwa 56 Tonnen Altpapier weniger an.

Deerth: Grüne geben dem Wald den Vorzug

21. Oktober 2017

Nach einer engagierten Diskussion in der Mitgliederversammlung entscheiden sich die Hagener Grünen im Sinne des Naturschutzes gegen eine Erweiterung der AWO-Suchtklinik Am Deerth. Ein Appell geht an die Entscheidungsträger von AWO, Land und Stadt, gemeinsam einen alternativen Standort für eine kombinierte Einrichtung zu finden.

Dazu erklärt Kreisverbandssprecher Rolf Willaredt:

„Als Partei, die ein Primat auf die Ökologie setzt, aber auch das Soziale in ihren Grundwerten fest verankert sieht, befinden wir uns bei der Situation Am Deerth in einem echten Dilemma. Für die Hagener Grünen gibt es gute und respektable Gründe, einen ökologisch und einen sozial motivierten Blick zugleich auf die beabsichtigte Baumaßnahme zu richten. Letztlich überwiegt bei unseren Mitgliedern jedoch das Ziel, eine Beeinträchtigung des Waldes zu verhindern. Da wir aber die gute Arbeit der AWO schätzen und deren Sicherung und Fortentwicklung für wichtig halten, appellieren wir an die Verantwortlichen, alternative Lösungen für eine Kombination der bisherigen Drogenklinik mit einer Maßregelvollzugseinrichtung zu suchen. Wenn wir die Erweiterung Am Deerth ablehnen, sehen wir uns um so mehr in der Pflicht, auf städtischer, aber auch auf Landesebene die Suche nach anderen Standorten für eine gute Behandlung suchtkranker Straftäter/innen zu unterstützen .“

Theater Hautnah: „Kannst Du pfeifen, Johanna“

21. Oktober 2017

Offene Probe und Werkstattgespräch zur Kinderoper von Gordon Kampe

Im November kommt im Lutz (Theater Hagen) als Hagener Erstaufführung die Kinderoper „Kannst Du pfeifen, Johanna“ von Gordon Kampe heraus (v.l.n.r.: Manuel Ried, Martin Blasius, Joel Urch. Probenfoto: Theater).

Im Vorfeld dazu findet eine Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Theater Hautnah“ am Freitag, 27. Oktober 2017 im Lutz (Theater Hagen) statt. Diese beginnt um 10.45 im Lutz-Foyer mit einer kurzen Einführung in diese Oper, sodann wird die Bühnenorchesterprobe im Lutz besucht, und anschließend gibt’s weitere Informationen (Werkstattgespräch) zum Stück und dessen Umsetzung durch das Produktionsteam mit Corinna Jarosch (Regie, Dramaturgie), Andrey Doynikov (musikalische Leitung) und Marc Löhrer (Ausstattung).

Der Eintritt ist frei.

Erfolg für Theater-Betriebsrat

20. Oktober 2017

Mehr Zeit für Umstrukturierung der Theater-Spitze

Zu schnell und zum falschen Zeitpunkt erfolge die Aufforderung zur Änderung der Organisation der Theaterspitze, hatte der Betriebsrat des Hagener Theaters die Forderung der OB-Verwaltung kritisiert, sich mitten in der Vorbereitung der neuen Spielzeit mit Strukturmaßnahmen in der Geschäftsleitung zu beschäftigen.

Die Kritik wurde erhört. Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Erik O.Schulz wurde das terminliche Ultimatum aus der Beschlussvorlage der Verwaltung entfernt. Das Theater hat jetzt mehr Zeit zur Umsetzung der an sich auch von der Arbeitnehmervertretung nicht in Abrede gestellten Sortierung des Bühnenvorstands.

Der Rat verabschiedete den geänderten Beschluss gegen die Stimmen von Unlinken und AfD.

Stadtarchiv-Umzug: Weniger Kosten, mehr Fläche

20. Oktober 2017

Termin zur Wiedereröffnung wird noch bekannt gegeben

Stadtarchivar Korthals prüft mit einem Mitarbeiter von „Hansetrans“ die Ordnung beim Befüllen der Regale. Foto: Michael Kaub

Vier Kilometer Regale, über 1200 Quadratmeter Standfläche, eine Tonne Tragfähigkeit pro Quadratmeter, vier Etagen – das neue Stadtarchiv Hagen auf dem Gelände des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) in Eilpe beeindruckt mit gewaltigen Zahlen.

Seit einer Woche rollen die LKWs der Hamburger Umzugsfirma „Hansetrans“ die Eilper Straße auf und ab. Zwölf Umzugsfachleute be- und entladen voraussichtlich noch bis Ende der Woche rund 15 Fahrten am Tag, schleppen Kisten und räumen diese aus. Aber auch für Archivmitarbeiter, Architekt, Bauleiter und Bauarbeiter entpuppt sich der Umzug eines der größten Kommunalarchive des Landes als Mammutaufgabe.

Von der Lagerhalle zum modernen Stadtarchiv

In rund neun Monate Bauzeit hat sich das ehemalige Lagergebäude der Mark-E unter Leitung des Architekten Manfred Radtke (Architekturbüro Schmahl und Gerigk) und des Bauleiters Jörg Mielke (WBH) in ein modernes und nutzerfreundliches Stadtarchiv verwandelt.

„Größte Herausforderung war für uns die kurze Bauzeit“, sagt Radtke. „Ebenso wie die unterschiedlichen Vorstellungen und Bedürfnisse aller Beteiligten. Die Mitarbeiter des Stadtarchivs wünschen sich auf den Etagen mit Archivbestand möglichst keine Wasserleitungen – der Brandschutz besteht natürlich darauf.“ Bauleiter Mielke ergänzt: „Ein Stadtarchiv baut man nicht alle Tage. Das hat den Umbau ebenso spannend wie herausfordernd gemacht.“

Kühlkammer für Fotonegative

Auf drei Etagen finden zukünftig eine Präsenzbibliothek mit über 25.000 Büchern, ganze Berge von Archivkartons, kilometerweise Akten und mehr als 1,5 Millionen Fotografien Platz. In einer zusätzlichen Büroetage kommen Stadtarchivar Andreas Korthals und Kollegen, der Hagener Heimatbund sowie ein großer und barrierefreier Benutzerraum, den künftig beispielsweise auch Schulklassen nutzen können, unter.

„Das neue Archivgebäude erfüllt moderne Standards und bietet optimale Lagervoraussetzungen“, sagt Korthals. „Zum Beispiel eine Kühlkammer, die mittels eines Kühlaggregats für eine Raumtemperatur von 10 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent sorgt. Unter diesen Voraussetzungen halten sich Fotonegative und historische Fotoplatten länger.“

„Archiv-Turm“ ist sparsam und löst Platzproblem

Das neue Domizil des Stadtarchivs auf dem WBH-Gelände bietet mehr Fläche und spart Mietkosten. Außerdem ist der WBH eine städtische Tochter, die Miete bleibt also beim „Konzern“ Stadt. Mit einer Fläche von über 300 Quadratmetern pro Etage ist eine weitere Hauptursache für den Umzug des Archivs aus dem alten in das neue Quartier gefunden: Platzmangel.

Der „Archiv-Turm“ auf dem WBH-Gelände bietet auch in Zukunft ausreichend Stauraum für den Fundus an Hagener Stadtgeschichte. Korthals erklärt: „Einige Regale bleiben zunächst leer. Beim Einräumen lassen wir bewusst Lücken, denn in Zukunft kommen immer wieder Akten – beispielsweise aus dem Standesamt – nach. Denn wie Hagens Geschichte wächst das Stadtarchiv Tag für Tag.“

Service-Info

Das Stadtarchiv Hagen ist aufgrund des Umzugs derzeit geschlossen. Der genaue Termin zur Wiedereröffnung wird noch bekannt gegeben. Recherche-Anfragen werden wieder ab Donnerstag, 2. November, unter Telefon 02331/207-3339 oder E-Mail an anderas.korthals@stadt-hagen.de beantwortet.

„Vorrat an Gemeinsamkeiten noch nicht aufgebraucht“

19. Oktober 2017

GRÜNE wollen Arbeit in der Allianz des Grauens fortsetzen

Die GRÜNEN sprechen von einer „bewährten Allianz-Kooperation“, Noch-Fraktionschef Riechel spürt gar eine „produktive Spannung“. Gleichzeitig will die Fraktion „mit allen politischen Kräften ins Gespräch kommen, die diese Anliegen teilen“. Wer könnte das denn wohl sein?

Man habe sich gemeinsam „den Sparkommissar vom Leib“ gehalten. Klar – indem man selbst dessen Rolle gespielt hat. Es seien „die Hilfsgelder aus dem Stärkungspakt“ gesichert worden. Nur: Dieser Pakt war eine Zwangsmaßnahme und keine selbstlose Hilfe des Landes. Hagen war und ist „pflichtiges“ Mitglied dieses schon jetzt auslaufenden Pakets, das der Stadt einen verschärften Kürzungskurs aufzwang, im Gegenzug aber keines der dahinter stehenden Finanzprobleme gelöst hat.

Die Liste der Widersprüchlichkeiten, verpassten Gelegenheiten und eines weiter schwindenden Profils der Hagener GRÜNEN ließe sich fortsetzen. Aber DW-Leser sind dazu in der Lage sich selbst ein Urteil bilden. Deshalb die Erklärung der Fraktion hier im Wortlaut und nicht wie im örtlichen Zentralorgan redaktionell gefiltert:

Luftreinhaltung, Verkehrs- und Energiewende und flächenschonende Stadtentwicklung – GRÜNE setzen auf Zukunftsthemen

Auf ihrer Herbstklausur hat die grüne Fraktion ihre Marschrichtung für die zweite Hälfte der Wahlperiode festgelegt. Dabei sollen die grünen Kernthemen Luftreinhaltung, Verkehrs- und Energiewende sowie flächenschonende Stadtentwicklung im Fokus stehen. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind bezahlbare Wohnquartiere mit guter Infrastruktur, zeitgemäßer öffentlicher Nahverkehr, Integration von Geflüchteten und Zugewanderten und mehr integrative Schulen. Die GRÜNEN wollen daran sowohl im Rahmen der bewährten Allianz-Kooperation arbeiten als auch mit allen politischen Kräften ins Gespräch kommen, die diese Anliegen teilen.

„Die letzten Jahre waren geprägt davon, einige zentrale Probleme in Hagen im Rahmen einer neuen interfraktionellen Zusammenarbeit zu lösen“, sagt Fraktionssprecher Joachim Riechel: „Der erste ausgeglichene Haushalt seit 25 Jahren war ein gemeinsamer Kraftakt, der uns weiterhin den Sparkommissar vom Leib hält und die Hilfsgelder aus dem Stärkungspakt sichert. Aber auch die Sanierung der ENERVIE oder der Verbleib der Müllentsorgung in rein kommunaler Hand waren Erfolge, an denen wir  GRÜNE gehörigen Anteil haben. Unsere Zwischenbilanz der bisherigen Wahlperiode zeigt, dass auch durch unsere Initiativen schon viel auf den Weg gebracht wurde. Nach langen Epochen der Beliebigkeit wurden übergreifende konzeptionelle Planungen für Hagen eingeleitet: Ein neuer Nahverkehrsplan ist ebenso in der Erstellung wie ein lange überfälliges Radverkehrskonzept und ein Handlungskonzept für die Wohnraumentwicklung. Detailplanungen für die Entwicklung  an den Ruhrseen ergänzen das ganz große Rad eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK), das in einen neuen Flächennutzungsplan münden wird. Den haben wir schon seit mehreren Wahlperioden gefordert; – nun ist er auf der Schiene. Aber diese Prozesse dürfen nicht zerredet, verzögert und totgeprüft werden. Wir Grüne werden engmaschig darauf achten, dass konkrete und mit systematischer Bürgerbeteiligung entwickelte effektive Maßnahmen daraus folgen.“

„Die Zusammenarbeit in der ‚Allianz‘ mit den Fraktionen von CDU, Hagen Aktiv und FDP haben wir sehr kritisch auf den Prüfstand gestellt,“ erklärt Fraktionssprecherin Nicole Pfefferer. „Für eine Fortsetzung in den kommenden Jahren brauchen wir einen neuen Aufschlag. In den letzten Monaten hat die Kommunikation etwas gehakt, und gerade für uns GRÜNE war auch manche inhaltliche Differenz schwer zu schlucken: Das Windkraftmoratorium ist dafür ein Beispiel.

Wir müssen in der weiteren Arbeit wieder vermehrt miteinander ins Gespräch kommen, werden aber auch inhaltlich stärker herausstellen, dass Hagens schwierige Finanzlage nicht das einzige Zukunftsproblem ist: Notwendige Haushaltskonsolidierung darf nicht zum Kaputtkürzen führen!  Wo durch ein Zuviel an Personalabbau die Funktionsfähigkeit der Stadtverwaltung gefährdet ist, wo durch die Stagnation im ÖPNV wirksame Luftreinhaltung behindert wird und wo Planungsmittel für zukunftsfähige Stadtentwicklung fehlen, müssen wir umsteuern und gemeinsam für Hagen neue Wege finden.“

Der Besuch von Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Kämmerer Christoph Gerbersmann in der Klausurberatung ließ erkennen, dass in einer Reihe von Themen Übereinstimmungen bestehen: Lange Zeit waren GRÜNE mit der Forderung fast alleine, dass Land und Bund ihre Verantwortung für die Krise der kommunalen Haushalte endlich wahrnehmen. Heute engagiert sich Hagens Stadtführung  im Bündnis für die Würde der Städte, um Hilfe für die überschuldeten Kommunen und den Abbau der Altschulden einzufordern. In der Stadtentwicklung ist nicht nur die Entwicklung an den Ruhrseen ein Herzensanliegen, das der OB mit den GRÜNEN teilt. Auch die lange von uns GRÜNEN geforderte hintere Öffnung des Hauptbahnhofs zur besseren Erschließung der dort neu gewonnenen Gewerbe- und Verkehrsflächen hat sich die Stadtspitze auf die Fahnen geschrieben, ebenso wie die Allianz-Fraktionen. Und dass städtische Planungsprozesse seit einiger Zeit eigens von einer Stabsstelle für Bürgerbeteiligung begleitet werden, gefällt uns Basisdemokraten ebenfalls gut. Offen zeigte sich der Oberbürgermeister für die Wiedereinführung einer Baumpflegesatzung, die aktuell von den Allianz-Fraktionen erarbeitet wird und kurz vor der Einbringung steht.

„Es ist klar geworden“, zieht Joachim Riechel als Resümee, „dass bei allen politischen Unterschieden der Vorrat an Gemeinsamkeiten noch nicht aufgebraucht ist. Allerdings ist das kein Freibrief für die Stadtspitze, der wir weiter mit kritischem Blick auf die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihres Handelns auf die Finger sehen werden. Diese produktive Spannung tut Hagen gut.“

Zweites Kammerkonzert am Sonntag

19. Oktober 2017

Das zweite Kammerkonzert findet am Sonntag, 22. Oktober 2017 um 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen statt.

Es wird gestaltet von Andrey Doynikov, Solorepetitor, Dirigent und Pianist am Theater Hagen, zudem Komponist und ein herausragender Marimbaspieler. Der vielseitige Künstler und mehrfache Preisträger ist einer der außergewöhnlichsten und gefragtesten Musiker der neuen Generation seines Heimatlandes Russland (Foto: Theater).

Er widmete mehr als zehn Jahre der Entwicklung der Marimbatechnik, was ihn zu einem internationalen Solisten auf diesem Holzklangstab-Instrument mit einem einzigartigen Repertoire macht. Unter dem Titel „Das singende Holz“ wird er in diesem Konzert die Vielseitigkeit der Marimba und deren faszinierende Wirkung präsentieren und Werke von Johann Sebastian Bach, Edvard Grieg und Simeon ten Holt in einem magischen Klanggewand neu erlebbar machen.

Vor Beginn des Konzertes besteht wie gehabt die Möglichkeit, um 11 Uhr an einer, dieses Mal von Dr. Christine Kracht gestalteten, Kurzführung teilzunehmen (Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers). Darin geht es um das Gemälde „Garten der Bacchanten“ von Andrés Garcia Ibánez. Dieser Maler ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Spaniens.

Für die Teilnehmer an dieser Kurzführung sind Plätze in der ersten Reihe für das Konzert reserviert.

Kombiticket (Führung und Konzert) 11,- / 7,- Euro; Konzertkarte 8,- / 4,- Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hunderte Erzieher kehren der Stadt Hagen den Rücken

19. Oktober 2017

Rund 100 ausgebildete Erzieher verlassen jedes Jahr das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg. Und trotzdem herrscht in Hagen ein riesiger Mangel. Wie groß der Bedarf ist, lässt sich seriös kaum beziffern. Allerdings können offene Stellen, wie sie sich beispielsweise im Falle einer Elternzeit ergeben, derzeit nicht nachbesetzt werden. (…)

Quelle: wp.de

Mozartstraße Hohenlimburg: Aufzug wieder defekt

19. Oktober 2017

Im Juli 2016 übernahm die Altro Mondo die Verwaltung des Häuser-Ensembles an der Mozartstraße. Jegliche Kontaktaufnahmen mit der Altro Mondo, um den Fahrstuhl kurzfristig wieder in Betrieb zu nehmen, sind bisher gescheitert.

Quelle: wp.de

Kinotipp: Immer noch eine unbequeme Wahrheit

18. Oktober 2017

Donnerstag, 19.10.2017 um 19:00 Uhr
Kino Babylon im Kulturzentrum Pelmke

Al Gore, ehemaliger US-Vizepräsident, setzt seinen unermüdlichen Kampf gegen die globale Klimaerwärmung fort. Er bereist die Welt, um die aktuellen, durch den Klimawandel hervorgerufenen Veränderungen zu dokumentieren, um Klimaexperten zu schulen und die internationale Klimapolitik zu beeinflussen. Kameras folgen ihm hinter die Kulissen – in privaten und öffentlichen sowie humorvollen und ergreifenden Momenten. Anschaulich zeigt die packende Dokumentation, wie er seine Vision verfolgt und die Gefahren des Klimawandels mit Einfallsreichtum und Leidenschaft zu überwinden versucht.

USA 2017/Regie: Bonni Cohen, Jon Shenk/Dokumentarfilm/98 Minuten

Klarsichtkino in Kooperation mit Bündnis90/Die Grünen KV Hagen

„Unterschrotzbach“ im Lutz

18. Oktober 2017

Eine 80er Jahre Heimatkomödie

Am 20. Oktober 2017 steht im Lutz (Theater Hagen) ab 19.30 Uhr alles im Zeichen von Haarspray und Schulterpolstern. Zunächst wird „Unterschrotzbach“ – eine 80er-Jahre-Heimatkomödie von Anja Schöne und Andreas Gruchalski als Gastspiel des Comedia Schauspieltrainings Köln aufgeführt (Foto: Theater). Anschließend wird das LUTZ-Foyer zum Dancefloor, wo bei der 80er-Jahre-Party zu allen großen Hits von a-ha über Nena bis hin zu ZZ Top abgerockt werden kann. 80er-Outfits sind natürlich gerne gesehen!

Worum geht’s in der Heimatkomödie?

Ein Dorf irgendwo in Westdeutschland Mitte der 80er Jahre: Bürgermeister Eberhardt Schleifbaum will ein großes internationales Möbelhaus in seine Gemeinde locken. Doch ausgerechnet in der Woche, in der die Unterschrotzbacher das Fest für die Delegation aus Schweden vorbereiten sollen, taucht eine BKA Beamtin in Unterschrotzbach auf und stört das bislang beschauliche Leben der Dorfgemeinschaft erheblich. Auf einmal scheint jeder verdächtig – oder stimmt es etwa nicht, dass Bibliothekar Jan-Stefan schon mal im Gefängnis war? Und wieso ist Michaela eigentlich nach so vielen Jahren aus England zurückgekehrt? Ein tragikomisches Heimatstück über (un)heimliche Träume, verdrängte Sehnsüchte und große Fragen untermalt vom Sound der 80er Jahre.

In der Inszenierung von Anja Schöne spielen: Andreas Gruchalski, Sophie Haase, Ingrid Königs, Stefanie Kraus, Nina Mostert, Christoph Nase, Mathias Paetzelt, Denise Schechter, Judith Schumacher, Jörg Wasserfuhr (Absolventen der Comedia Schauspielschule). – Tickets: 12 / 6 Euro.

Im Anschluss an diese Vorstellung verwandelt sich ab 21.30 Uhr das LUTZ-Foyer in einen 80er-Jahre-Disko-Traum und lockt Tanzwütige aller Altersgruppen zum Final Countdown in den Skandal im Sperrbezirk. What a feeling! – Eintritt frei.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Arme Roma – böse Zigeuner

17. Oktober 2017

Heimische Presse zündelt beim Thema kräftig mit

Mit dem hochaktuellen Thema über die Zuwanderung aus Südosteuropa beschäftigt sich ein Vortrag am Mittwoch, 18. Oktober, um 19 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14. Die Diskussionen in Hagen werden über die Presse und sogenannte „soziale“ Medien sehr populistisch geführt, die Wucht der Vorurteile ist hier besonders heftig.

Die Zuwanderung vor allem aus Rumänien und Bulgarien nach Hagen ist seit der Arbeitnehmerfreizügigkeit der EU deutlich gestiegen und stellt momentan, neben der Fluchtmigration, den größten Teil der Zuwanderung dar. Laut einer Studie der Integrationsagentur und Berichten der Caritas fühlt sich eine Mehrheit der Zuwanderer den Roma zugehörig.

„Arme Roma, böse Zigeuner“ ist der provokative Titel des Buches von Norbert Mappes-Niediek, er beschreibt mit einem differenzierten Blick die Lebenssituationen und Einstellungen von „Roma“. Warum kommen die Roma in Osteuropa aus ihrem Elend nicht heraus? Sind sie arm, weil sie diskriminiert werden, oder werden sie diskriminiert, weil sie arm sind? Sind sie arbeitsscheu, kriminell und womöglich dümmer als andere? So wird oft gefragt, wenn auch meistens hinter vorgehaltener Hand. Und die Antwort kennt man natürlich: „typisch Roma“. Der langjährige Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek unternimmt einen Faktencheck und kommt zu überraschenden Befunden. Zugleich kritisiert er die europäische Roma-Politik und zeigt alternative Wege auf.

Norbert Mappes-Niediek lebt seit 1992 als freier Korrespondent für Österreich und Südosteuropa in der Steiermark/Österreich.

Der Eintritt zu dieser gemeinsamen Veranstaltung von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.

Die heimische Presse in Gestalt des Einheitsblatts WPWR zündelt kräftig mit. Zuletzt am Montag dieser Woche. In einem Beitrag, der sich zunächst mit der zurecht beklagten Müllproblematik in der Stadt beschäftigt, wird mittendrin unter der Überschrift „1000 Rumänen mehr“ plötzlich das Thema gewechselt.

Die „besorgten Bürger“, ein Begriff, den Nazis, Rassisten, Pegida und AfD zur Verharmlosung einsetzen, wird jetzt auch von der WPWR benutzt. Ein Blick auf die Fakebook-Seite der WP zeigt, dass die „Besorgten“ die Berichterstattung verstanden haben. Zu einem weiteren Artikel zur Zuwanderung lassen „besorgte Bürger“ ebenfalls so richtig die Sau raus: „Knüppel raus und drauf…“

Das haben unsere heimischen Schreiber natürlich nicht gewollt – bestimmt nicht! Aber so funktioniert „Journalismus“ in dieser Stadt.

Kaltwalzmuseum: Rechtsstreit mit Förderkreis geht weiter

16. Oktober 2017

Laut dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg in Rheda-Wiedenbrück geht der Rechtsstreit mit dem Förderkreis des Kaltwalzmuseums weiter. (…)

Quelle: wp.de

Theater hautnah – Offene Probe und Werkstattgespräch zur Oper „Tosca“ von Giacomo Puccini

16. Oktober 2017

Regisseur Roman Hovenbitzer und Kostümbildnerin Anna Siegrot. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die zweite Musiktheaterpremiere in dieser Spielzeit im Theater Hagen präsentiert den beliebten Opern-Krimi „Tosca“ von Giacomo Puccini.

Im Vorfeld dazu findet eine Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Theater Hautnah“ am 21. Oktober 2017 im Theater Hagen statt. Diese beginnt um 10.45 im Theatercafé mit einer kurzen Einführung in diese Oper, sodann wird die Bühnenorchesterprobe im Großen Haus besucht, und anschließend geht es zum Werkstattgespräch wieder ins Theatercafé, in welchem das Produktionsteam mit dem Regisseur Roman Hovenbitzer, dem Bühnenbildner Hermann Feuchter, der Kostümbildnerin Anna Siegrot, dem musikalische Leiter Generalmusikdirektor Joseph Trafton sowie der Dramaturgin Miriam Michel Einblicke in dieses Werk und dessen Umsetzung auf der Hagener Bühne geben wird.

Der Eintritt ist frei.

ÖPNV-Mittel sollen gekürzt werden

15. Oktober 2017

Einsamer Beschluss von OB, Kämmerer und HVG-Chef

„Die Stadt Hagen wird die Zuschüsse für die HVG auf Basis der überplanmäßigen Ergebnisse des Unternehmens in den letzten Jahren im Jahr 2018 und im Jahr 2020 um jeweils eine Millionen Euro kürzen.“ So ist es wörtlich in einer Mitteilung der Stadtverwaltung zu lesen.

Dabei handelt es sich keineswegs um einen Beschluss des Hagener Stadtrats, sondern um eine einsame Entscheidung dreier Männer: Des Oberbürgermeisters, des Kämmerers und des Geschäftsführers der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG). Ist der Hagener Rat jetzt obsolet? Oder ist es endgültig normal geworden, dass die Verwaltungsspitze davon ausgehen darf, dass sie einer gewählten Vertretung Entscheidungen vorgeben kann, weil sich – mit Hilfe der Koalition des Grauens – per se eine ausreichende Mehrheit der Abnicker findet?

Während in den politischen Gremien nach Jahren des Stillstands endlich über eine Verbesserung des einer Großstadt unwürdigen Magerangebots des ÖPNV diskutiert wird, setzen Oberbürgermeister Schulz und seine beiden Adjutanten zur Rolle rückwärts an, um wieder einmal Löcher im städtischen Haushalt zu füllen.

Mit dieser „einvernehmlichen Lösung zur weiteren Zuschussentwicklung“ werde nur sichergestellt, dass das Leistungsangebot des ÖPNV in Hagen „ohne jede Abstriche uneingeschränkt aufrechterhalten“ wird. Von einem dringend notwendigen Ausbau des ÖPNV ist keine Rede mehr. Als Zugabe für Unentschlossene wird mit dem Einstieg in die Elektromobilität gelockt.

Für den Fall, dass der Rat nicht spuren sollte, hat die OB-Etage schon mal die Werkzeuge vorgezeigt. Bereits am 27. September ließ Pressesprecher Thomas Bleicher verlauten:

„Letztlich wird der Rat zu entscheiden haben, ob eine Bildung von Rücklagen bei städtischen Töchtern durch Einsparungen an anderer Stelle oder gar durch Steuererhöhungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hagen vertretbar erscheint.“

Soirée musicale im Café Fachwerk

15. Oktober 2017

Französischer Abend mit Musik von Debussy, Ravel, Satie und Fauré

Terror

14. Oktober 2017

Schauspiel von Ferdinand von Schirach – mit interaktiver Zuschauerbeteiligung

Eines der meistgespielten Theaterstücke dieser Tage ist nun auch im Theater Hagen am 22. Oktober (18 Uhr, Großes Haus) in einer Gastspielproduktion des Euro-Studio-Landgraf erstmals zu erleben: „Terror“ von Ferdinand von Schirach.

Mit diesem Schauspiel-Thriller, mit interaktiver Zuschauerbeteiligung, hat der international bekannte, vielfache Bestsellerautor ein Erfolgswerk verfasst, das weltweit aufgeführt wird. Von Schirach bleibt auch in diesem, seinem ersten, 2015 uraufgeführten Theaterstück den in seinen Erzählungen, Romanen und Essays verhandelten Themen treu (Szenenfoto: Bernd Boehner).

In „Terror“ nutzt er dazu einen cleveren Trick und konfrontiert die Zuschauer direkt mit dem brisanten Dilemma: Sind Recht und Gerechtigkeit dasselbe? Anhand eines fiktiven, aber auf der Bühne sehr realistisch verhandelten Falls stellt er dem Publikum die Frage, ob ein Mensch vorsätzlich töten darf, um andere Menschen zu retten. Welche Gründe bzw. welche Notlagen rechtfertigen es, das Leben unschuldiger Menschen zu opfern? Darf man z. B. ein von Terroristen gekapertes und als Waffe eingesetztes Flugzeug mit unschuldigen Passagieren an Bord abschießen, um schlimmeres Leid zu verhindern?

In einer Welt nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 lässt sich diese Art von Problemstellung nicht mehr so einfach mit ‚ja’ oder ‚nein’ beantworten. Und so muss auch das Theaterpublikum jeden Abend neu entscheiden, ob es den Angeklagten für schuldig oder nicht schuldig hält. Das Abstimmungsergebnis bestimmt, welches Urteil und welche Urteilsbegründung der vorsitzende Richter verkünden wird.

Bislang haben weit über 171.000 Zuschauerinnen und Zuschauer als Schöffen über den Verlauf des Theaterabends „Terror“ abgestimmt. Am 22. Oktober wird im Theater Hagen erneut die Frage ans Publikum gestellt: Wie würden Sie entscheiden?

In dieser EURO-STUDIO-Landgraf-Produktion, inszeniert von Thomas Goritzki, ausgestattet von Heiko Mönnich, spielen Johannes Brandrup Annett Kruschke, Tina Rottensteiner, Peter Donath, Christoph Schlemmer und Christian Meyer.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Saurer Fürst

14. Oktober 2017

Maximilian Fürst zu Bentheim ist sauer. „Ihro Durchlaucht“, Eigentümer des stolzen Schlosses hoch über dem Lennetal im Hagener Osten, hat schon früher gegen so manchen Volmestädter gewettert. Jetzt hat er wieder einmal den Kaltwalzverein auf dem blaublütigen Kieker. (…)

Quelle: Wochenkurier

Das erste Design-Museum

13. Oktober 2017

Das Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe

Entwurf eines Tafelaufsatzes von J.L.M. Lauweriks für die Hagener Silberschmiede KEO. Foto: Stadtarchiv Hagen

In den Ausstellungsräumen des Hohenhofs erinnern Exponate des Hagener Handfertigkeitsseminars oder der Hagener Silberschmiede an das ehemalige „Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“. Daher lädt die Volkshochschule Hagen in Kooperation mit dem Osthaus Museum zu einer interessanten Führung durch die Räumlichkeiten des Hohenhofs am Mittwoch, 25. Oktober, von 16 bis 17 Uhr mit Dr. Elisabeth May ein. Der Treffpunkt ist vor dem Hohenhof, Stirnband 10.

Das von Karl Ernst Osthaus gemeinsam mit dem Deutschen Werkbund initiierte „Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“ war ein innovativer Museumstyp im 20. Jahrhundert. Als erstes Design-Museum im modernen Sinn reformierte es das traditionelle Kunstgewerbemuseum. Anstelle der Sammlung historischer Bestände stand die Förderung der aktuellen Produktion im Mittelpunkt.

Ausgehend von der Kritik an den ästhetisch überformten Gegenständen des Historismus, verfolgten Osthaus und der Deutsche Werkbund das Ziel, die Herstellung und Verbreitung des modernen „Designs“ voranzutreiben und in Ausstellungen zu zeigen. Das Deutsche Museum war mit der ersten Sammlung zeitgenössischen Designs ein Markstein in der Geschichte des „Industrial Design“.

Der Eintritt beträgt 9 Euro und wird vor Ort in bar kassiert. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Angabe der Kursnummer 1086 unter Telefon 02331/ 207-3622 oder hier.

Brahms, Bolcom und Beethoven

13. Oktober 2017

Zweites Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchester Hagen

Die Rolle der Posaune(n) im Orchester ist oft klar definiert: Ihr Klang zeigt Weihe, Würde und Größe an. Als Soloinstrument im klassischen Bereich kommt sie aber nur sehr selten zum Einsatz. Wie vielseitig die Posaune in Wahrheit ist, wird im zweiten Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 17. Oktober 2017 (20 Uhr, Stadthalle Hagen) zu erleben sein.

Joseph Alessi (Foto: Chris Lee) ist Soloposaunist des New York Philharmonic Orchestra und ein weltweit gefragter Solist mit einem breit gefächerten Repertoire vom Barock bis zur Moderne. In den letzten Jahren wurde eine Reihe bedeutender Konzerte speziell für ihn wegen seiner außerordentlichen Musikalität geschrieben, darunter auch 2015 das Posaunenkonzert des amerikanischen Komponisten William Bolcom. In diesem Stück zeigt der mit zwei Grammy Awards und dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Bolcom die ganze klangliche Bandbreite der Posaune u.a. mit Einflüssen von Bach bis Blues.

Zuvor erklingt mit Johannes Brahms‘ „Akademischer Festouvertüre“ ein prächtiger Auftakt. Zahlreiche Studentenlieder sind hier kunstvoll eingearbeitet, darunter auch das bekannte »Gaudeamus igitur«. Damit bedankte sich Brahms für die Verleihung der Ehrendoktorwürde bei der Universität Breslau.

Als Ludwig van Beethoven seine Sinfonie Nr. 2 schrieb, machten sich erste Anzeichen seiner Taubheit bemerkbar. Wie zum Trotz komponierte er ein überschäumendes, lebensfrohes Werk, in dem sich die Hoffnung auf eine Verbesserung seines Zustands oder gar vollständige Heilung ausdrückt.

Die musikalische Leitung dieses, in Kooperation mit dem „Sauerland Herbst“ veranstalteten Sinfoniekonzertes hat Generalmusikdirektor Joseph Trafton. (Das Konzert im Sauerland-Theater Arnsberg findet am 19. Oktober 2017, 19.30 Uhr, statt).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Spende für Opfer von SPD-Mobbing angeboten

12. Oktober 2017

Fraktion Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen nimmt Stellung zur Anfrage des Ratsmitglieds Werner König (SPD)

Nach dem Wechsel des Ratsmitglieds Peter Arnusch von der SPD zur Ratsgruppe der „Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen“ besitzt diese jetzt Fraktionsstatus. Damit steht dem neuen Fraktionsvorsitzenden Thorsten Kiszkenow auch eine höhere Aufwandsentschädigung zu.

Dies war Anlass für eine Anfrage des Ratsmitglieds Werner König (SPD) in der Sitzung des Rates der Stadt Hagen am 5. Oktober 2017. Er wollte wissen, ob der neue Fraktionsvorsitzende seine für die Ausübung dieser Aufgabe vorgesehenen Aufwandsentschädigungen spenden werde, da die Fraktionsbildung von „Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen“ nach Ansicht Königs nicht dem Wählerwillen entspräche.

Der Vorstand der neuen Fraktion hat inzwischen folgende Stellungnahme abgegeben (Auszug):

In der Tat wurde von uns in Erwägung gezogen, diese Aufwandsentschädigungen einem wohltätigen Zweck zu spenden, und zwar an den „Stadtverband sozialdemokratischer Mobbingopfer“. Leider haben wir zwischenzeitlich feststellen müssen, dass der betroffene Personenkreis sich noch nicht in einem Verband oder einer anderen Organisation zusammengeschlossen hat.

Herr Kiszkenow wird das Geld daher Zwecken zuführen, die nicht in Bezug zum politischen Wirken des Herrn König stehen. Er tut dies unter anderem in dem Bewusstsein, dass der Ratsgruppe Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen und ihren Mitgliedern durch die rechtlich nicht haltbare Nichtanerkennung als Ratsgruppe von Seiten der Stadt Hagen sowie durch die Weigerung vor allem der SPD, der Ratsgruppe zugedachte Ausschussplätze an diese abzugeben, im Zeitraum von Juli 2014 bis März 2016 nicht nur Finanzmittel in Höhe von circa 95.000 Euro vorenthalten wurden, sondern in erheblichem Umfang auch Mitwirkungsrechte und Arbeitsmöglichkeiten.

Die damalige Ratsgruppe hat bewusst darauf verzichtet, für diese ihr vorenthaltenen Gelder, Mitwirkungsrechte und Arbeitsmöglichkeiten Regressansprüche einzufordern, da der ihr entstandene Schaden rückwirkend de facto nicht wieder gut zu machen gewesen wäre und eine finanzielle Entschädigung letztlich nur eine Belastung des Steuerzahlers bedeutet hätte.

Filmtipp: Beuys

12. Oktober 2017

In Kooperation mit dem Kino Babylon des Kulturzentrums Pelmke präsentiert das Emil-Schumacher-Museum in der Reihe Kino Babylon im ESM den Film „Beuys“. Am 15.10.2017, 11:30 Uhr, im Kino des ESM.

Beuys, Deutschland 2017. Regie: Andres Veiel, Dokumentarfilm, 107 Min, mit Joseph Beuys, Caroline Tisdall, Rhea Thönges-Stringaris, Johannes Stüttgen, Klaus Staeck u.a.

Er erklärte einem toten Hasen, was es mit den Bildern an der Wand auf sich hat und pflanzte in Kassel 7.000 Eichen neben einen Stein: Kunst diente dem Aktionskünstler, Bildhauer und Zeichner Joseph Beuys vor allem dazu, durch die Provokation ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen.

Regisseur Andres Veiel geht es in seinem Dokumentarfilm nicht darum, die Werke von Beuys, der mit Andy Warhol zu den wichtigsten Aktionskünstlern des 20. Jahrhunderts gehört, umfassend zu interpretieren. Er lässt den Künstler, 1986 mit 64 Jahren verstorben, in Bild- und Tondokumenten sprechen und montiert Erklärungen von Menschen dazu, die Beuys kannten.

Dabei wird deutlich, dass Beuys auch ein politischer Mensch war. Als Mitglied der Grünen allerdings blieb er ein Außenseiter, der sich mit seinen antikapitalistischen Zielen nicht durchsetzen konnte.

Eintritt: 6 € / ermäßigt 4,50 €
Reservierungen: T +49 2331 / 33 69 67 oder kino@pelmke.de

Das Theater Hagen sucht Übertiteler

12. Oktober 2017

Bekanntermaßen werden am Theater Hagen einige Werke/Opern mit Übertiteln aufgeführt. Diese werden von sogenannten Übertitelinspizienten vom Computer aus ‚gefahren‘, und diese Übertitelinspizienten sucht das Theater ab sofort.

Was muss man können? Man muss Noten lesen können, sollte sich natürlich für Theater (Musiktheater) interessieren und die notwendige Zeit für die Übertitelung einzelner Nachmittags- und v.a. Abendvorstellungen (sowie der jeweiligen Endproben zu einer Neuinszenierung) haben.

Weitere Informationen für alle Interessierten ab 16 Jahren sind erhältlich bei eva.speckmann@stadt-hagen.de.


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