Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Hagen verleiht 2022 erstmals Bürgerpreis

7. Oktober 2021

Anregungen und Ideen gesucht

Im kommenden Jahr verleiht der Rat der Stadt Hagen erstmals den Bürgerpreis der Stadt Hagen. Hierfür können Hagenerinnen und Hagener bis Sonntag, 7. November, positive Anregungen und Ideen aus der Bürgerschaft ins Rennen um die Auszeichnung schicken.

Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern sollten neu, konstruktiv und praktisch umsetzbar sein sowie zu der Verbesserung der allgemeinen Situation in Hagen beitragen. Die Anregungen und Ideen können die unterschiedlichsten Bereiche des öffentlichen Lebens wie zum Beispiel den Sport, die Kultur, die Pflege heimischer Traditionen oder auch das soziale Miteinander im Stadtteil und in der Nachbarschaft betreffen.

Das Preisgeld des städtischen Bürgerpreises beträgt 500 Euro und wird zukünftig jedes Jahr einmal verliehen. Der Betrag kann geteilt werden, sofern mehrere Ideen und Anregungen gewürdigt werden.

Die Vorschläge können bis spätestens Sonntag, 7. November, formlos an die Anschrift Stadt Hagen, Geschäftsstelle des Ausschusses für Bürgeranregungen und Bürgerbeteiligung, Frau Bibiane Stein-Majewski, Rathausstraße 11, 58095 Hagen geschickt oder unter E-Mail bibiane.stein-majewski@stadt-hagen.de eingereicht werden.

Für die Beantwortung von Rückfragen zum Bürgerpreis oder zur Auslobung des Preises steht Frau Stein-Majewski unter Telefon 02331/207-2596 oder unter der oben genannten E-Mail-Adresse zur Verfügung.

Förderung von Projekten zur Integration

5. Oktober 2021

komm-an-logo-rz-jpg_thumbIm Rahmen des Förderprogramms „KOMM-AN NRW“ vom Land Nordrhein-Westfalen zur Integration von Geflüchteten und (Neu-)Zugewanderten stehen für das Jahr 2022 rund 71.000 Euro für Hagener Projekte von Initiativen, Gemeinden, Verbänden oder Vereinen, so genannten „Durchführungsträgern“, zur Verfügung. Die Durchführungsträger werden in ihrem Engagement durch das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) unterstützt.

Die Projekte müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise sollen die Angebote die Willkommen- und Anerkennungskultur für zugewanderte Personen sowie die ehrenamtlichen Strukturen stärken. Eine ordnungsgemäße Geschäftsführung muss gesichert sein, die Angebote müssen interkulturell geöffnet sein und Öffentlichkeitsarbeit, unter Verwendung des KOMM-AN-Logos, ist verpflichtend.

Interessierte können das Formular zur Interessensbekundung für 2022 ausgefüllt und unterschrieben im Zeitraum von Freitag, 8. Oktober, bis Freitag, 19. November, im Kommunalen Integrationszentrum Hagen, Berliner Platz 22, abgeben oder per E-Mail an tobias.christmann-knorn@stadt-hagen.de senden.

Bis zum 21. Januar 2022 ist auch eine nachträgliche Abgabe möglich, allerdings verzögert sich dann der Start der Förderung. Fragen beantwortet Tobias Christmann-Knorn unter Telefon 02331/207-5805 oder unter E-Mail tobias.christmann-knorn@stadt-hagen.de.

Das aktuelle Antragsformular und weitere Informationen finden Interessierte direkt auf der Internetseite des KI Hagen auf www.hagen.de/ki-hagen unter „Aktuelles“.

Türöffner zu osteuropäischen Familien

4. Oktober 2021

Sie sind Bildungsmediatorinnen. Hinter dieser Bezeichnung, unter der man sich zunächst so wenig vorstellen kann, steckt so viel mehr: Sie sind Türöffnerinnen. Ansprechpartnerinnen. Sie helfen, wo Hilfe benötigt wird: Anca Lacatus und Narcisa Moldoveanu. (…)

Die beiden Frauen helfen rumänischen und bulgarischen Familien in Hagen, den Schulalltag zu bewältigen, Zugang zur Schule und zum System zu finden, Anträge auszufüllen, sich krankzumelden. Eben bei Dingen, die für viele alltäglich scheinen – es für viele aber nicht sind. Die beiden Frauen machen Hausbesuche, sie übersetzen im Unterricht oder bei Vorlesestunden. Sie sind Vermittlerinnen zwischen Lehrern, Sozialarbeitern und Familien mit osteuropäischem Hintergrund.

Das Projekt läuft seit einem Jahr – vier Schulen nehmen bislang teil. Die Verträge der beiden Frauen sind mittlerweile entfristet. „Die Rückmeldungen, die von den Schulen kommen, sind toll“, sagt Güler Kahraman vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt. Ihr Kollege, Dr. Dominik Schreiber, hat das Projekt maßgeblich über Jahre vorangetrieben. Und es soll nun wachsen. (…)

Quelle: wp.de

„Guter Lebensabend NRW“ startet in Hagen

30. September 2021

Seniorinnen und Senioren mit Einwanderungsgeschichte kultursensible Altenhilfe und Altenpflege bieten – darum geht es in dem Förderprogramm „Guter Lebensabend NRW“, an dem Hagen als eine von 21 Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen teilnimmt.

Mehr als 40 Prozent der Hagenerinnen und Hagener haben einen Migrationshintergrund, in keiner anderen Kommune in Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil höher. Dabei nehmen ältere Menschen mit Einwanderungsgeschichte die Einrichtungen und Dienste in Hagen, die Beratung, Betreuung und Begleitung anbieten, unterdurchschnittlich in Anspruch. Das soll sich durch das Projekt „Guter Lebensabend NRW“, das bis Ende 2022 befristet ist, ändern.

Bis dahin sollen Strukturen aufgebaut werden, die auch für zukünftige Bedarfe tragfähig sind. „Es gibt die entsprechenden Informationen nur in deutscher Sprache“, erklärt Ayse Musanovic das Informationsdefizit. Seit Juli dieses Jahres ist die Diplom-Pädagogin bei der Stadt Hagen beschäftigt und kümmert sich gemeinsam mit Carla Warburg vom Caritasverband Hagen als Kooperationspartner um die Durchführung des Projektes.

Um das Förderprojekt bekannter zu machen, planen die Stadt Hagen und der Caritasverband Ende Oktober eine virtuelle Auftaktveranstaltung. Der Termin ist nicht zufällig gewählt: Am Sonntag, 31. Oktober, wird der 60. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei begangen.

Mehr Informationen zu dem Projekt „Guter Lebensabend NRW“ erhalten Interessierte bei den Ansprechpartnerinnen Ayse Musanovic, Pflege- und Wohnberatung der Stadt Hagen, unter Telefon 02331/207-2995 oder unter E-Mail ayse.musanovic@stadt-hagen.de oder bei Carla Warburg, Caritasverband Hagen, unter Telefon 02331/918490 oder unter E-Mail c.warburg@caritas-hagen.de.

Interkulturelle Woche startet am Sonntag

25. September 2021

Zur Interkulturellen Woche unter dem Motto „#offengeht“ laden das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen und die Integrationsagenturen des Caritasverbandes Hagen e.V., der Diakonie Mark-Ruhr und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hagen-Märkischer Kreis von Sonntag, 26. September, bis Dienstag, 5. Oktober, ein.

Die diesjährige Interkulturelle Woche wird mit einem Grußwort von Dr. Hans-Dieter Fischer, Erster Bürgermeister der Stadt Hagen, zur Eröffnung der Ausstellung „Moria. System. Zeugen. Flüchtlinge, Einheimische und Helfer in Zeitzeugenbegegnungen“ am Sonntag, 26. September, um 17 Uhr in der Johanniskirche am Markt, Johanniskirchplatz 10, eingeleitet.

Der Fotograf und Konfliktforscher Martin Gerner erinnert mit seiner Ausstellung an die tragischen Ereignisse auf der Insel Lesbos im September 2020. Anschließend findet ein Politisches Nachtgebet zum Thema der Ausstellung statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Interkulturellen Woche erwarten viele spannende Angebote, um mehr über andere Denkweisen und Lebenswelten zu erfahren und sich gegenseitig auszutauschen.

Unter anderem werden verschiedene Veranstaltungen angeboten, welche die Rolle und Situation der Frauen in Kultur und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen, wie ein Vortrag zur aktuellen Situation in Afghanistan am Mittwoch, 29. September, um 17.30 Uhr in der Johanniskirche am Markt, die Filmvorführung „Gipsy Queen“ am Donnerstag, 30. September, um 18 Uhr im Kino Babylon oder ein Online-Workshop zum Thema „Frauen im Islam“ am Freitag, 1. Oktober, um 9 Uhr.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Interkulturellen Woche erhalten Interessierte auf der Internetseite www.interkulturelle-woche-hagen.de.

Bleibt unruhig! Bleibt viele!

23. September 2021

Ein Gruß aus der Zukunft an die Bewohnerinnen und Bewohner des Ruhrgebiets

PANGAEA_IMG_7596_1400-800_Foto_Guido-MeinckeKulturelle Vielfalt ist Normalität im Ruhrgebiet. Interkultur Ruhr richtet mit einer Plakataktion und einem Aktionstag kurz vor der Bundestagswahl einen poetischen Gruß an die Gesellschaft der Vielen (Foto: Guido Meincke).

Überall im Ruhrgebiet leuchtet derzeit das Motiv der „Pangaea Ultima“ von Plakatwänden, Litfasssäulen oder Stromkästen. Die Vorstellung eines spekulativen Superkontinents in ferner Zukunft, in dem sich die Erdteile wieder vereinen, hat sich in den vergangenen Jahren als Rahmenerzählung der Projektarbeit von Interkultur Ruhr etabliert. Wie würden wir leben in einer Welt, in der es keine Grenzen mehr gibt? Und ist das Ruhrgebiet nicht heute schon „Pangaea“?

Im Vorfeld der Bundestagswahl nutzt die Aktion die gesteigerte Aufmerksamkeit für Slogans im öffentlichen Raum, um positive und poetische Botschaften des gesellschaftlichen Zusammenhalts in einer diversen Gemeinschaft zu verbreiten. Wie könnte ein respektvolles Zusammenleben der Bewohner von Pangaea aussehen? Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein?

„Bleibt zärtlich“ ist ein weiterer Aufruf, der sich in die aktuelle Wahlkampfrhetorik einmischt, oder der allgemeine Appell an menschliche Solidarität: „Bleibt zusammen“. Dabei ist es angebracht, auch an diejenigen zu denken, die bei der Bundestagswahl keine Stimme haben. In Deutschland sind derzeit ca. 10 Millionen Menschen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit oder Staatenlose gemeldet, die nicht wahlberechtigt sind.

Am 25. September 2021 lädt Interkultur Ruhr gemeinsam mit dem Transnationalen Ensemble Labsa unter dem Motto „Wie ist deine Verfassung?“ in den Tomorrow Club Kiosk in Dortmund ein. Die Botschaften auf den Plakaten sind in den Muttersprachen von Mitgliedern des Ensembles verfasst: Arabisch, Farsi/ Dari, Tigrinisch, Englisch und Deutsch.

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr mit einem Voguing Workshop mit Ray Milan (alias Eray Gülay) und bietet im Laufe des Tages Raum für informellen Austausch. Das Abendprogramm ab 18 Uhr umfasst eine Installation, Performances, Workshops, Gespräche und Musik zum Thema einer „Open Source(s) Constitution“.

Weitere Informationen: www.interkultur.ruhr

DGB Ruhr-Mark: Echt gerecht – Rentenaktionstag

21. September 2021

Kurz vor der Bundestagswahl findet unter dem Motto „ECHT GERECHT: Die gesetzliche Rente stärken!“ am Dienstag, 21. September, ein bundesweiter Aktionstag des DGB statt. Auch in der DGB Region Ruhr-Mark werden Gewerkschafter in Bochum, Hagen, Herne, Lüdenscheid und Witten an Bahnhöfen und zentralen Plätzen präsent sein, um Informationsmaterial und Give-aways zu verteilen.

„Die Rentenpolitik der vergangenen Jahre hat vor allem dazu geführt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger arbeiten müssen und weniger Rente erhalten. Auch der Zugang zur Erwerbsminderungsrente wurde stark eingeschränkt“, erklärt Stefan Marx, Geschäftsführer DGB Ruhr-Mark, den Hintergrund der Aktion. „Mit dieser Abwärtsspirale muss endlich Schluss sein. Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie die gesetzliche Rente stärkt. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss auch im Alter gut leben können!“

„Das Rentenniveau dürfe daher nicht weiter abgesenkt werden und müsse perspektivisch auf 50 Prozent steigen. Zudem dürfe das Renteneintrittsalter nicht weiter erhöht werden, so Marx. „Eine neue Regierung muss sich außerdem intensiv mit der Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge befassen und die doppelte Besteuerung grundsätzlich ausschließen.“

Die detaillierten Forderungen des DGB zur Rente und einen Abgleich mit den Programmen der Parteien zur Bundestagswahl finden Sie hier: www.dgb.de/wahlcheck-rente

Programmieren lernen beim Autumn Hacker Camp Hagen

20. September 2021

Ein eigenes Spiel programmieren, mehr über Machine Learning und Künstlicher Intelligenz erfahren? Das können Schülerinnen und Schüler von 14 bis 18 Jahren in einem Online-Camp vom 18. bis 22. Oktober. Gemeinsam mit der Hacker School, einem gemeinnützigen Projekt mit Sitz in Hamburg, bieten die FernUniversität in Hagen, das Technikzentrum Südwestfalen in Kooperationen mit regionalen Partnerinstitutionen kostenfreie Kurse im Programmieren und zur Berufsorientierung in der Welt der IT an.

Dabei werden Fragen beantwortet wie: Welche Kompetenzen sind für Zukunftsberufe nötig? Wie können wir uns auf eine digitaler werdende Welt vorbereiten? Welche Wege in die IT gibt es überhaupt?

Das Autumn Hacker Camp Hagen findet via Zoom in der zweiten Woche der Herbstferien statt, jeweils von 9 bis 13 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Kurs läuft parallel in zwei Gruppen mit je zwölf Schülerinnen und Schülern, mit einer Gruppe nur für Mädchen. Montag und Dienstag geht es um die Grundlagen zu Python, Mittwoch und Donnerstag um Machine Learning und Künstliche Intelligenz. Am Freitag werden sich IT-Ausbildungsberufe und -Studiengänge vorstellen.

Die Kurse selbst richten engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Hagener Unternehmen und Institutionen aus. Teilnehmen können auch Schülerinnen und Schüler, die Zuhause nicht über die technischen Voraussetzungen verfügen. Weitere Infos und Anmeldung unter https://hacker-school.de/kurse/camphagen/.

Kein Ort für Kinder

18. September 2021

Die Hagener Gruppe der Kinderhilfsorganisation terre des hommes informiert am 18.9.21 unter dem Motto #KeinOrtFuerKinder über die Situation von geflüchteten Kindern und ihren Familien in den so genannten Ankerzentren und ähnlichen Erstaufnahmelagern.

Anlässlich des Weltkindertages am 19.9.21 führt terre des hommes zusammen mit anderen Organisationen einen bundesweiten Aktionstag durch. Es wird deutlich gemacht, dass Kinder in diesen Zentren oft nicht gemäß den Vorschriften der Kinderrechtskonvention untergebracht sind. Sie können häufig nicht die Schule oder eine Kita besuchen. Sie haben kaum Möglichkeiten zum Spielen und ihr Recht auf Privatsphäre ist wegen der engen Wohnverhältnisse mit vielen andere Familien beschränkt. Ihre Position macht die terre des hommes Gruppe auf ungewöhnlichen Plakaten deutlich.

Die Aktion findet von 11 bis 14 Uhr an der Elberfelder Str. Einmündung Hohenzollernstr. statt.

Hochwasser: „Aufbauhilfe 2021“ beantragen

17. September 2021

Überflutung im Nahmertal in Hagen-Hohenlimburg. Foto: Feuerwehr Hagen.

Um die vom katastrophalen Juli-Hochwasser betroffenen Regionen wiederaufzubauen, haben Bund und Länder den Fond „Aufbauhilfe 2021“ mit 30 Milliarden Euro ausgestattet. Für NRW stehen hiervon 12,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Antragstellung ausschließlich Online

Der Antrag auf finanzielle Unterstützung durch Land und Bund muss über das Online-Förderportal gestellt werden, eine Antragstellung ist ab Freitag, 17. September, möglich. Informationen und den Link zu den Online-Anträgen hält das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW (MHKBG) unter www.mhkbg.nrw/gemeinsam-anpacken-wiederaufbauen bereit. Seit Dienstag, 14. September, ist dort auch ein Service-Telefon geschaltet, an das sich ratsuchende Bürgerinnen und Bürger montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr unter Telefon 0211/4684-4994 wenden können.

Eigene Beratungsstelle der Stadt Hagen

Für Fragen zur Wiederaufbauhilfe sowie zur Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung hat die Stadt Hagen eine eigene Beratungsstelle eingerichtet.

Diese Beratungsstelle ist ab Freitag, 17. September, erreichbar unter Telefon 02331/207-5522 oder unter E-Mail hochwasserhilfe@stadt-hagen.de. Wer praktische Hilfe und Unterstützung bei der Antragstellung braucht, kann einen persönlichen Termin in der „Beratungsstelle Hochwasser“ im Haus Busch, Haus Busch 1, 58099 Hagen, unter terminvergabe.hagen.de vereinbaren. Eine vorherige Terminvereinbarung ist zwingend erforderlich. Die Öffnungszeiten der Beratungsstelle sind montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr.

Über die Bewilligung oder Ablehnung der Anträge entscheidet das Land Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Hagen kann bei der Antragstellung beraten und Fragen beantworten. Für Auskünfte zum Bearbeitungsstand von Anträgen beziehungsweise Ablehnungen ist ausschließlich das Land NRW zuständig.

Weitere Informationen finden Interessierte auch auf der Internetseite des Landes NRW unter www.land.nrw/wiederaufbauhilfe.

„Fair? – Na klar!“

17. September 2021

Weltkindertag am 17. September

Am Weltkindertag, Freitag, 17. September, dreht sich am Infostand auf dem Freitagsmarkt am Friedrich-Ebert-Platz von 14 bis 16 Uhr alles um den Fairen Handel. Im Rahmen der Handyaktion NRW werden ausgediente Alt-Handys gesammelt. Kinder können beim Quiz Fragen rund um Fairness und Kinderrechte beantworten und „Faire Tüten“ ergattern, solange der Vorrat reicht.

Ordnungsamt-Mitarbeiter bricht Schüler die Nase

12. September 2021

Das Ordnungsamt kommt nicht aus den Schlagzeilen heraus. Zwei Mitarbeiter der Behörde an der Böhmerstraße standen Freitagmittag wegen Körperverletzung im Amt vor Gericht. Einem Schüler (17) war die Nase gebrochen worden, weil er keine Corona-Maske trug. (…)

Drei Mitarbeiter des Ordnungsamtes verfolgten den flüchtenden Schüler Alessandro quer durch die Hagener Innenstadt, davon zwei zu Fuß, ein weiterer mit einem Pritschenwagen der „Waste Watchers“. Am Museumsvorplatz wurde Alessandro Sechi gestellt. Er bekam von dem jüngeren angeklagten Ordnungsamtsmitarbeiter (43) mit der flachen Hand einen heftigen Schlag ins Gesicht verpasst. Mit den Worten: „Das ist dafür, dass ich hinter Dir herlaufen musste.“

Dann wurde der 17-Jährige vom zweiten Angeklagten (51), einem Mann von stabil-bulliger Statur, im Nacken ergriffen und zum Pritschenwagen, der an der Marienstraße abgestellt war, abgeführt. Dort fixierte er die Hände des Jugendlichen, der sich nicht wehrte, auf dem Rücken, stellte ihn vor das Fahrzeug und drückte ihn mehrfach so heftig dagegen, bis Blut spritzte und dem Schüler das Nasenbein brach. Dann sagte der Mann vom Ordnungsamt: „Jetzt kannst du dich verpissen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Das Verfahren wurde gegen eine Geldauflage eingestellt. Wie wäre es wohl im umgekehrten Fall gelaufen, wenn jemand einem dieser Hilfssheriffs richtig was auf die Schnauze gehauen hätte? Mit Sicherheit ganz anders.

Dieser Vorfall ist nicht der erste, mit dem das Ordnungsamt auf sich aufmerksam macht. Beliebte Opfer sind anscheinend Rentner, denen unterstellt wird, ihren Müll nicht ordnungsgemäß entsorgt zu haben. Mehrere solcher Fälle drangen an das Licht der Öffentlichkeit (siehe hier). Dann gab es da die Mitarbeiter dieses Amtes, die an einer Querdenker-Kundgebung teilnahmen (siehe hier). Und schließlich jenen Kontrolleur, der bei einer Prostituierten abkassierte (siehe hier).

Wo werden diese Leute eigentlich rekrutiert, im Türsteher- und Zuhältermilieu? Immerhin hat die Ordnungsbehörde überraschend weitgehende Rechte, die mit Ausnahmen wie erkennungsdienstlichen Maßnahmen oder dem Einsatz verdeckter Ermittler denen der Polizei ähneln. Dabei verfügen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei weitem nicht über die Qualifikation, die Polizeibeamte aufweisen müssen. Vor drei Jahren wurden die Hilfsheriffs dazu noch mit Fahrzeugen ausgestattet, die denen der Polizei verblüffend ähneln (siehe hier).

Es wäre dringend an der Zeit, dass sich die Politik mit den Zuständen im Hagener Ordnungsamt beschäftigt und das Thema im Stadtrat auf die Tagesordnung setzt.

Der Skandal hat viele Gesichter

10. September 2021

Faire Aktionswoche zu Menschen- und Kinderrechten

Faire Woche 2021 Logo„Der Skandal hat viele Gesichter“ heißt die Ausstellung zum Thema Kinderarbeit weltweit, die am Samstag, 11. September, ab 10 Uhr in der Johanniskirche am Marktplatz eröffnet wird. Sie ist der Hagener Beitrag zur Fairen Woche 2021, die sich bundesweit vom 10. bis 24. September dem Thema „Menschenwürdige Arbeitsbedingungen“ widmet.

Sie zeigt auch, was wir konkret gegen ausbeuterische Kinderarbeit tun können. Hagen ist seit 2013 eine Fairtrade Town, eine zertifizierte Stadt des Fairen Handels. Zur Ausstellung gibt es viele weitere Aktionen, Programmpunkte und Angebote für Bürger*innen, Gruppen und Schulklassen.

Kinderarbeit ist ein Skandal

Sie schuften in der Hitze auf Plantagen, klopfen Steine in staubigen Minen und werden als Haussklaven missbraucht. Weltweit gibt es Millionen Kinder, die wirtschaftlich und seelisch auf das Schlimmste ausgebeutet werden. Die Ursache liegt meist in der Armut der Familien.

Die Ausstellung wurde von Misereor und dem Netzwerk Faire Metropole Ruhr erstellt. Sie kann bis Freitag, 24. September dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr und bei den Konzerten am 19. September, um 17 Uhr und 24. September, um 18 Uhr besichtigt werden. Weitere Termine nach Vereinbarung.

Gruppen, Schulklassen und Gemeinden können zusätzlich kostenlos passende Filme und zwei Lesungen buchen. Das Buch „Emmas SchokoLaden“ gibt in spannender und kindgerechter Art Einblicke in die Grundsätze des Fairen Handels (90 Minuten, 3-5 Klasse). In Kooperation mit dem Theater Hagen ist die Lesung „Die Detektive vom Bhoot Basar“ buchbar, eine aufwühlende Geschichte aus den Slums Indiens (45 bis 90 Minuten, ab 14 Jahre). Infos hierzu in der Theaterbotschaft Hagen, Tel. 02331/ 3626260.

Weltkindertag am 17. September: „Fair? – Na klar!“

Am Weltkindertag, Freitag, 17. September, dreht sich am Infostand auf dem Freitagsmarkt am Friedrich-Ebert-Platz von 14 bis 16 Uhr alles um den Fairen Handel. Im Rahmen der Handyaktion NRW werden ausgediente Alt-Handys gesammelt. Kinder können beim Quiz Fragen rund um Fairness und Kinderrechte beantworten und „Faire Tüten“ ergattern, solange der Vorrat reicht.

Kontakt, Infos und Buchungen von Führungen, Filmen oder Lesungen gibt es im AllerWeltHaus Hagen bei Claudia Eckhoff, Regionalpromotorin des Eine Welt Netz NRW unter Tel. 02331/ 21410 oder per E-Mail an claudia.eckhoff@allerwelthaus.org.

Frust nach dem Besuch im Handyshop?

8. September 2021

Verbraucherzentrale klärt auf

„Immer wieder berichten uns Verbraucher:innen, dass sie im Telefonshop überfordert sind von der Vielzahl an Tarifen bei Telefonverträgen“, berichtet Birgit Olek-Flender, Beraterin bei der Verbraucherzentrale Hagen. In letzter Zeit häufen sich die Anfragen in der Beratungsstelle, bei denen Verbraucher:innen in Shops Verträge abschlossen, die sie weder wollten noch brauchten.

„Damit Ratsuchende eine Chance haben, in dem Gewirr von Kosten, Extras und Tarifen einen für sie passenden Handyvertrag zu finden, sind Shopbetreiber seit Mitte 2017 verpflichtet, Kunden:innen über die wichtigsten Details vor einem Vertragsabschluss zu informieren.“, erklärt Olek-Flender. „Verbraucher:innen sollten zudem niemals vergessen, dass im Shop vorrangig Verträge verkauft werden und erst in zweiter Linie Hilfe rund um die Telefonie geboten wird.“

Folgende Tipps helfen vor Vertragsabschluss:

  • Der Händler muss grundsätzlich ein Produktinformationsblatt für alle Verträge bereitstellen, anhand derer diese transparent und miteinander vergleichbar gemacht werden. Kunden:innen sollten gezielt danach fragen.
  • Vertragsbedingungen genau studieren: Die Auskünfte aus dem Produktinformationsblatt, Sonderkonditionen oder mündlich vereinbarte Zusagen des Verkäufers müssen schriftlich im Vertrag festgehalten werden. Eventuell die Vertragsunterlagen noch einmal in Ruhe zu Hause prüfen, bevor die Unterschrift geleistet wird.
  • Top – der abgeschlossene Vertrag im Laden gilt: Im Handyshop abgeschlossene Verträge können in der Regel im Nachhinein nicht widerrufen werden. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate.
  • Vorsicht bei Unterschrift auf einem Tablet oder Bildschirm. Auch hier sollten Verbraucher:innen genau prüfen, wofür sie unterschreiben.

Noch ein letzter Tipp der Verbraucherzentrale Hagen: „Fragen Sie direkt im Shop, auf welche Weise Sie die Rechnung erhalten – online oder per Post. Das ist wichtig, um später kontrollieren zu können, ob alles richtig gemacht wurde.“

Merkel in Hagen: OB Schulz bittet

6. September 2021

Schnelle Hilfe für Flutopfer, Erleichterung des Vergaberechts und verlängerte Fördermittelfristen

OB_Merkel_Laschet_Foto_Clara_Treude_Stadt_Hagen_maxUnter Masken: OB Erik O. Schulz im Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: Stadt Hagen.

Natürlich war es Wahlkampf – wenigstens zur Hälfte. Am gestrigen Sonntagnachmittag (5. September) war Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch in Hagen, um die Auswirkungen der Flutkatastrophe in Augenschein zu nehmen. In Ihrem Schlepptau: CDU-Kanzleraspirant Armin Laschet, dessen Ambitionen sich zunehmend in Luft auflösen.

Hagens Oberbürgermeister Schulz nutzte die Gelegenheit des Damenbesuchs mit Begleitung, sich persönlich nach den Konditionen der in Aussicht gestellten Fluthilfe zu erkundigen: „Die Menschen in unseren Städten, die Unternehmen und nicht zuletzt auch wir als Kommunen möchten schlicht wissen, wie wir schnell und unkompliziert an die durch Bund und Land zur Verfügung gestellten Finanzmittel für den Wiederaufbau kommen.“

Die Bundeskanzlerin und der Ministerpräsident waren nach unterschiedlichen Stopps in besonders durch das Hochwasser vom 14. und 15 Juli betroffenen Gebieten in Hagen und der Region zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Oberbürgermeistern, Landräten und Bürgermeistern in der Hagener Stadthalle zusammengekommen.

Neben einer schnellen und unbürokratischen finanziellen Hilfe thematisierte Hagens Oberbürgermeister außerdem eine Erweiterung von Fördermittelfristen: „Wir brauchen Zeit, um unsere personellen und finanziellen Möglichkeiten als Kommunen an den neuen Gegebenheiten und Aufgaben auszurichten – bitte geben Sie uns diese Zeit!“

Als einen weiteren dringenden Appell an Bund und Land sprach Oberbürgermeister Schulz die dringende Notwendigkeit einer Erleichterung im europäischen Vergaberecht an. „5.000 betroffene Privathaushalte, 800 Unternehmen, Schäden von 200 Millionen Euro in der öffentlichen Infrastruktur – der Gesamtschaden in Hagen übersteigt die Milliarden. Langwierige Vergabeverfahren verzögern hier den Wiederaufbau“, so Schulz.

Charta für „Fairfassung“ des Ruhrgebiets

1. September 2021

Faires Netzwerk tagte im Hagener Rathaus

Jahrestagung Netzwerk Faire Metropole Ruhr Foto Bettina SteinackerFairtrader auf der Wiese. Foto: Bettina Steinacker.

Die Jahrestagung der Fairen Metropole Ruhr fand am 24. August im Rathaus an der Volme in Hagen statt. Die erste große Präsenz-Tagung zum Fairen Handel im Ruhrgebiet seit fast zwei Jahren glich einem großen, munteren „Klassentreffen“.

Dreh- und Angelpunkt war die Charta „Faire Metropole Ruhr 2030“. Mit ihr sollen die Kommunen im Ruhrgebiet gemeinsam Verantwortung übernehmen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Lieferkette von Produkten fördern, sich zu den Grundsätzen des Fairen Handels bekennen und sich gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur stark machen.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) bilden die Basis für das gemeinsame Handeln, für mehr Klimaschutz, für weniger Ausbeutung, für mehr Nachhaltigkeit. Die Charta wurde im Februar 21 veröffentlicht. Alle Kommunen sind aufgerufen, sie zu unterzeichnen. Als erste Stadt der Region hat Hamm bereits die Charta gezeichnet, weitere wollen bald folgen, darunter auch Hagen selbst.

Enge Handelsbeziehungen, faire Preise und faire Bedingungen geben Produzenten im Globalen Süden langfristige Perspektiven und Planungssicherheit. Je mehr Kommunen sich der Charta als Fairfassung für das Ruhrgebiet anschließen, desto mehr kann die starke Marktmacht der Metropole Ruhr so ausgebaut werden, dass mehr Menschen und Unternehmen für Fairen Handel und globale Gerechtigkeit sensibilisiert werden.

Die Charta Faire Metropole Ruhr 2030 wird ideell unterstützt u. a. durch Brot für die Welt, Misereor, das Bistum Essen und das Eine Welt Netz NRW. Sie wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW sowie Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Näheres unter: https://www.faire-metropole-ruhr.de/charta

Lesung mit Linda Tutmann fällt aus

1. September 2021

Die vom AllerWeltHaus für Samstag, 4.9., 11 Uhr, geplante Lesung und Talkrunde mit Linda Tutmann und Sandra Quellmann in der Hildegardis-Schule Hagen, muss leider wegen Krankheit ausfallen. Ein Ersatztermin wird noch bekannt gegeben.

Landschaftsverband gibt 108 Millionen Euro in Hagen aus

28. August 2021

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat 2020 in Hagen 108,2 Mio. Euro ausgegeben, vor allem für behinderte und pflegebedürftige Menschen. (…)

Die Stadt Hagen als Mitglied des Verbandes zahlte ihrerseits im selben Jahr einen Beitrag von rund 57,9 Millionen Euro (2019: 55,7 Millionen Euro) an den LWL. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einzahlung stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln. (…)

Quelle: wp.de

Verbrauchertag der Verbraucherzentrale Hagen

28. August 2021

275 Jahre Stadt Hagen und 63 davon mit der Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale Hagen feiert diesen Anlass mit einem Verbrauchertag vor der Beratungsstelle Hohenzollernstr. 8, am 04.09.2021 von 11-15 Uhr. Die Beraterinnen stellen ihre Arbeit rund um den Konsumalltag vor.

Ein Rückblick zu den Anfängen der Beratungen bis hin zu aktuellen Verbraucherrechten, Umwelt- und Energiefragen – all das wird Thema sein. Das Team freut sich auf einen regen Austausch mit den Hagenerinnen und Hagenern.

Hochwasser: Untere Denkmalbehörde berät Eigentümer von Baudenkmälern

26. August 2021

Zahlreiche Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer von Baudenkmälern sind von Hochwasserschäden betroffen. Um die Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer von Baudenkmälern zu unterstützen und hinsichtlich der denkmalgerechten Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen beraten zu können, bittet die Untere Denkmalbehörde der Stadt Hagen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger darum, sich rechtzeitig vor Durchführung der Arbeiten an die städtische Stelle zu wenden.

Allgemeine Anfragen zu betroffenen Baudenkmälern beantworten Mirjam Kötter unter E-Mail mirjam.koetter@stadt-hagen.de oder Jan Rüdiger Lüke unter E-Mail jan.lueke@stadt-hagen.de.

Für Baudenkmäler, die sich in Hohenlimburg befinden, ist Sabine Josefine Schürmann unter E-Mail sabine.schuermann@stadt-hagen.de die richtige Ansprechpartnerin. Betroffene in den Stadtteilen Nord, Haspe, Mitte und Eilpe/Dahl wenden sich an Ann-Kathrin Kleine unter E-Mail ann-kathrin.Kleine@stadt-hagen.de.

Alle Betroffenen können sich auch postalisch an die Stadt Hagen wenden: Stadt Hagen, Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung, Untere Denkmalbehörde, Rathausstraße 11, 58095 Hagen.

In dem Anschreiben sollten die Betroffenen die entstandenen Schäden sowie die beabsichtigten Sanierungsmaßnahmen beschreiben. Die Meldungen sollten darüber hinaus Angaben wie die Adresse, eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner sowie einen Telefonkontakt enthalten. Dies ermöglicht es der Unteren Denkmalbehörde lösungsorientierte Beratungen anzubieten und die Bearbeitung der Meldungen möglichst unbürokratisch durchzuführen.

Eine Beratung über die Ausführung der Maßnahmen schließt ebenfalls eine Beratung über Fördermöglichkeiten und steuerliche Erleichterungen mit ein. Unabhängig davon besteht für alle Denkmaleigentümerinnen und Denkmaleigentümer ebenfalls die Möglichkeit für bereits erfolgte Aufräumarbeiten oder für Maßnahmen, die kurzfristig und aufgrund der Verkehrssicherung oder zur Vermeidung von Folgeschäden erfolgen mussten, Kontakt zu den oben genannten Ansprechpartnern bezüglich der Beratung über finanzielle Unterstützung aufzunehmen.

Hatopia: „Wir sind noch hier und kommen größer zurück als vorher“

25. August 2021

Entstehung von Hagens erstem Nachhaltigkeitszentrum

Die Initiative Hatopia ist einigen Hagenerinnen und Hagenern bereits ein Begriff. Nicht zuletzt seitdem Hatopia 2020 den Hagener Heimatpreis für ehrenamtliches und nachhaltiges Engagement in Hagen gewonnen hat.

Die jungen Engagierten betreiben unter anderem die Projekte des Umsonstladens, Best of the Rest (ein veganes Vier-Gänge-Menü aus geretteten Lebensmitteln, welches normalerweise Sonntags im CaféBistro Mundial des AllerWeltHaus Hagen stattfindet) oder haben letztes Jahr zu Beginn der Corona-Pandemie den „Digitalen Hatopia Kongress“ mit über 40 Initiativen aus Hagen organisiert.

Hatopia ist eine Initiative, ein Zusammenschluss aus freiwilligen Hagenerinnen und Hagenern, die Transformationsprozesse in Hagen begleiten möchten, hin zu einer nachhaltigeren, sozialeren Gesellschaft für alle. Die letzten Wochen haben uns allen nicht zuletzt auch vor der eigenen Haustür gezeigt, worauf es in den nächsten Jahren ankommen wird. Wir brauchen mehr Nachhaltigkeit, mehr Klima- und Umweltschutz.

Die letzten Monate war es still um Hatopia. Das lag an der Entwicklung neuer Projekte und Konzepte, aber vor allem aber auch an einem Umzug. Hatopia ist mit dem Umsonstladen von der Lange Straße in die Bismarckstraße 27 umgezogen.

In deutlich größere Räumlichkeiten, die nun ein paar Jahre leer standen und dementsprechend Renovierungsbedarf hatten. Die letzten Monate wurde jeden Tag von Nachmittags bis Spätabends, größtenteils auch am Wochenende mit vielen Freiwilligen renoviert.

In der Bismarckstraße wird der Umsonstladen nun Teil von etwas viel größerem sein. Dort entsteht das erste „Nachhaltigkeitszentrum Hagen“. In den Räumlichkeiten finden wie gewohnt der Umsonstladen Platz, aber in Zukunft auch Hagens erster Leihladen, eine offene Werkstatt, in der vor allem Upcycling-Projekte mit Materialien aus dem Umsonstladen stattfinden sollen, sowie eine Multifunktionsfläche, die Platz für Yoga, Kindergruppen, Lesungen und Diskussionsabende bietet.

Das Nachhaltigkeitszentrum Hagen hat sich das Ziel gesetzt Transformationsprozesse, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, zu begleiten und mit vielfältigen Projekten und Kampagnen aktiv zu gestalten. Das partizipative Konzept sorgt für eine lokale Einbindung der Menschen vor Ort und sorgt dafür, dass notwendige Anpassungen nicht als negative Disruption, sondern als willkommene Veränderung wahrgenommen werden.

Im Nachhaltigkeitszentrum werden ab Herbst 2021 neben bekannten Projekten wie dem Umsonstladen auch neue Projekte Platz finden. In Zusammenarbeit mit der Pelmke in Wehringhausen wird Hatopia durch pädagogische und psychologische Fachkräfte ein Upcycling Puppentheater für Kinder in Form einer wöchentlich stattfindenden Gruppe im Viertel Wehringhausen ins Leben rufen. Außerdem wird es eine regelmäßige Kinder-Yogagruppe geben. Hatopia will die Menschen vor Ort einbinden, sich für Partizipation und Integration stark machen.

Die Miete tragen die Engagierten derzeit noch ausschließlich privat. Um das Nachhaltigkeitszentrum für alle zugänglich zu machen und die viele verschiedenen Projekte auf sichere Beine zu stellen, brauchen Sie die Unterstützung der Bevölkerung.

Hatopia hat zu diesem Zwecke einen gemeinnützigen Verein gegründet, der nun auch eingetragen ist. So dürfen nun Spenden gesammelt und auch bescheinigt werden, so dass Spenderinnen und Spender ihre Spenden ggf. sogar steuerlich absetzen können.

Wenn nur 200 Hagenerinnen und Hagener monatlich 10 Euro spenden würden, so wären die Miete und laufenden Fixkosten gesichert. Wer sich also vorstellen kann, das Nachhaltigkeitszentrum mit Umsonstladen, Leihladen, offener Werkstatt und co zu unterstützen, der kann dies, natürlich einmalig oder monatlich, entweder direkt auf das folgende Konto oder die extra eingerichtete Fundraising Plattform tun:

Nachhaltigkeitszentrum Hagen e.V., GLS Bank, Konto: DE17 4306 0967 1227 2740 00
www.betterplace.org/p96068

Kapazitäten fast erschöpft: 1800 neue Grundschüler in Hagen

25. August 2021

Die Zahl der neuen Grundschüler in Hagen hat, wie vom Fachbereich Bildung prognostiziert, die Schwelle von 1800 Kindern überschritten. Es waren exakt 1811 Jungen und Mädchen, für die am Donnerstag mit dem ersten Schultag der Ernst des Lebens begann.

Eine ähnlich hohe Zahl an neuen Grundschülern wurde in Hagen zuletzt im Jahr 2008 (1762 i-Männchen) erreicht. Im Sommer 2015, wenige Monate vor Ausbruch der Flüchtlingskrise, gab es in Hagen lediglich 1398 Schulanfänger. Der tiefste Stand wurde 2013 mit 1359 Kindern erreicht.

Um all die neuen Kinder unterzubringen, wurden an einigen Schulen die Klassenstärken vergrößert. Vor allem in Hagen-Mitte und in Haspe sind die Schülerzahlen regelrecht explodiert. (…)

Quelle: wp.de

Flutschäden könnten 1 Milliarde überschreiten

24. August 2021

Die Stadtverwaltung hat im Haupt- und Finanzausschuss eine erste Aufstellung der Schäden durch die Überflutungen bei der Hochwasserkatastrophe präsentiert. Dabei beruhen die Zahlen auf ersten Schätzungen, die bei genauerer Betrachtung noch erheblich steigen könnten.

In einer vorläufigen Schadensmeldung ist am 04.08.2021 vom Fachbereich Finanzen und Controlling für den kommunalen Bereich eine Schadenssumme von ca. 200 Mio. EUR an das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW gemeldet worden. Dies ist allerdings nur eine vorläufige Schadensmeldung, die fortgeschrieben wird.

Auch für Gewerbe und Industrie sind in Hagen die Schäden des Hochwassers immens. Nach Schätzung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) sind rund 800 Gewerbetreibende betroffen. Der unmittelbare Schaden liegt nach SIHK-Rechnung bei mindestens 550 Mio. Euro. Die Folgekosten unter anderem durch Umsatzausfälle sind noch nicht abschätzbar.

Die Schäden privater Eigentümer sind hoch, aber noch nicht konkret ermittelt. In der städtischen Straßenliste sind ca. 5100 betroffene Adressen verteilt über das Stadtgebiet gelistet. Das Spektrum der Schäden dürfte vom Verlust einiger Haushaltsgeräte bis hin zum Totalschaden von Fahrzeugen und Häusern reichen. Nimmt man einen durchschnittlichen Schaden von 50.000 Euro an, kämen hier mehr als weitere 250 Millionen Euro dazu.

Partybausätze für zu Hause

24. August 2021

FernUni feiert Campusfest digital

Die FernUniversität in Hagen feiert am 27. August ab 18 Uhr ihr Campusfest zum zweiten Mal komplett digital. Mit einem Bandwettbewerb, Partybausätzen für zu Hause, Auftritten an ungewöhnlichen Orten und interessanten Interviews verspricht das beliebte Fest auch in diesem Jahr viel Abwechslung vor den Bildschirmen.

Der unverhoffte aber gelungene Auftakt des ersten digitalen Campusfestes im vergangenen Jahr war Grund genug für eine Neuauflage – wieder digital, nur umfangreicher. „Natürlich hätten wir am liebsten das Ende der Corona-Pandemie eingeläutet und gemeinsam mit allen Mitarbeitenden, Gästen, Künstlerinnen und Künstlern auf dem Campus angestoßen“, sagt Patric Albrecht von der FernUniversität. „Aber das ist vor dem Hintergrund wieder steigender Inzidenzen leider noch nicht möglich.“

Stattdessen inszeniert der Marketingleiter und Veranstaltungschef für alle, die mitfeiern wollen, eine virtuelle Reise über den Campus und an Orte, die sonst den meisten Menschen verborgen bleiben. Dreh- und Angelpunkt wird die Villa Bechem sein. Das historische Gebäude an der Feithstraße gilt als die Keimzelle der FernUniversität. Von hier geht es ab 18 Uhr los mit Live-Musik, einem Spaziergang durchs Haus, Comedy und Interviews im Garten der Villa.

Das digitale Campusfest an der FernUniversität in Hagen beginnt am 27. August um 18 Uhr. Der Link zum Livestream, dem Song-Wunschzettel und zu weiteren Infos lautet www.fernuni.de/campusfest.

Bautaucher: Dahler Brücke einsturzgefährdet

20. August 2021

Das Hochwasser hat massive Schäden an der Fußgängerbrücke über die Volme in Dahl hinterlassen. Ende der letzten Woche haben Bautaucher im Auftrag des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) den Zustand der steinernen Bogenbrücke genauer geprüft. Dabei hat sich bestätigt, dass die Brücke einsturzgefährdet ist. Mit umfangreichen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen wird der WBH das historische Bauwerk wieder instand setzen.

Bei den Tauchgängen haben sich massive Schäden an dem nördlichen Pfeiler der Brücke gezeigt. Hier ist aufgrund von hochwasserbedingten Vertiefungen ein erheblicher Teil des Fundamentes abgebrochen. Der südliche Pfeiler ist bis zu 1,5 Meter tief unterspült. Die Bautaucher konnten aber keine Schäden an der Bausubstanz feststellen.

Vor dem Hochwasser hat die Wassertiefe unter und hinter der Brücke circa 40 bis 80 Zentimeter betragen. Die Wassertiefe im mittleren Bereich beträgt aktuell rund drei Meter. Durch das Hochwasser hat sich das Flussbett somit um rund zwei Meter abgesenkt.

Fundbüro wieder geschlossen

20. August 2021

Aufgrund von Hochwasserschäden ist das Fundbüro der Stadt Hagen für voraussichtlich 14 Tage geschlossen. Nachdem das Fundbüro zunächst am Montag, 16. August, wieder öffnen konnte, sind jetzt weitere Schäden aufgefallen, die aktuell behoben werden.

Bis das Fundbüro wieder öffnet, können die Bürgerinnen und Bürger Fundsachen im Bürgeramt Hohenlimburg, Freiheitstraße 3, abgeben. Das Bürgeramt Hohenlimburg ist montags und dienstags von 8 bis 17 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Eine Abholung von Fundsachen ist derzeit nicht möglich.

Neuer Arbeitseinsatz im AllerWeltHaus

19. August 2021

Aufruf zu weiterem Engagement nach einer kleinen Verschnaufpause

Liebe Menschen rund ums AllerWeltHaus,

immer noch erleben wir eine großartige Solidarität,

  • sei es durch eine Mithilfe bei den Aufräum- und Sanierungsaufgaben,
  • sei es durch Spenden (klein, mittel, groß und sehr groß).

Dieses beeindruckt uns zutiefst und sind wir sehr dankbar dafür.

Durch das Engagement dieser vielen Menschen werden wir das AllerWeltHaus wieder zu einem Kultur- und Bildungszentrum machen können, in dem alle unsere Aktivitäten wieder aufgenommen werden können. Das freiwillige Engagement zeigt in schöner Weise, dass wir ein Bürgerzentrum sind, für das sich die Hagener*innen, aber auch Menschen außerhalb unserer Stadt, sehr einsetzen.

Nach einer kleinen Verschnaufpause ist unser Tatendrang ungebremst. Nun können die Arbeiten zur Wiederherstellung des AllerWeltHauses in die 2. Runde gehen. Wir würden uns wieder sehr über Eure Mithilfe freuen:

Termine: Fr, 20.8. / Sa, 21.8. / So 22.8. jeweils um 10.00 Uhr
Fortsetzung: wochentags und Fr, 27.8. bis So, 29.8. jeweils um 10.00 Uhr

  • Leichte und schwerere Arbeiten stehen an.
  • Wir stellen die Schutzkleidung (Schutzbrille, FFP3 Masken, Arbeitshandschuhe, Schutzbrille).
  • Und es wäre gut, wenn wir mehrere Bohrhammer mit einem breiten Meißel geliehen bekommen würden (sollte etwas kaputt gehen, werden wir es ersetzen).

Bühne und Podest im Saal

  • Leider muss beides nun doch abgerissen werden. Die Holzkonstruktion stand im kontaminierten Wasser, unter der Bühne ist noch Schlamm, den wir nicht wegbekommen, es gibt eine aufsteigende Feuchtigkeit und es besteht Schimmelgefahr.
  • Als öffentliches Gebäude dürfen wir kein Risiko eingehen und müssen den Raum komplett sanieren.

Putz von den Wänden schlagen und in Eimern hochtragen

  • Da der komplette Keller bis unter die Decke mit kontaminiertem Wasser überflutet wurde, muss hier der Putz von allen Wänden abgeschlagen werden. Wer einen Gehörschutz besitzt, bringe diesen bitte mit. Wir werden auch welchen besorgen.
  • Im Saal und Inforaum sind es ca. 30-40 cm, die abgeschlagen werden müssen.
  • Weltladen, Café und Küche folgen später, wenn sie komplett ausgeräumt wurden.
  • Der abgeschlagene Putz muss in Eimern nach oben getragen und im Container entsorgt werden.
  • Ohne diese Ballastmasse werden der Keller und die Räume im Erdgeschoss schneller trocknen.
  • Danach kann mit dem Verputzen der Wände begonnen werden.

Maler-Arbeiten stehen nach dem Trocknen und Verputzen der Wände an, ein paar leichtere Arbeiten werden vor Ort besprochen. Insgesamt sind wir auf einem guten Weg.

Es gehen inzwischen zahlreiche Spenden ein. Kleine Beiträge ab 5 Euro sind ebenso dabei wie große Spenden. Der Solidaritätstüten-Verkauf war ein voller Erfolg und hat uns mehr als 10.000 Euro eingebracht, von denen wir später wieder neue Waren für den Weltladen kaufen können.

Gemeinsam schaffen wir das. Herzlichen Dank für das tolle Engagement, wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft.

Mit herzlichen Grüßen
Christa Burghardt und das AllerWeltHaus-Team

P.S.: Wir benötigen und freuen uns weiterhin über Spenden.
Spendenkonto: DE37 4505 0001 0103 0230 03

Kein Publikumsverkehr im Stadtarchiv

18. August 2021

Das Stadtarchiv Hagen bleibt aufgrund der Belastung durch die Rettung von Akten, die durch das Jahrhunderthochwasser beschädigt wurden, bis einschließlich Dienstag, 31. August, für den Publikumsverkehr geschlossen.

Schriftliche und telefonische Anfragen sowie Recherchen werden nur in dringenden Ausnahmefällen erledigt, die Dringlichkeit legt das Stadtarchiv fest.

Hintergrund dieser Maßnahme ist die aktuelle Hochwasserkatastrophe. Das Stadtarchiv hat die fachliche Koordination zur Rettung und Sicherung von Akten und Schriftgut der Stadtverwaltung übernommen. Durch die Überflutung von Akten- und Archivkellern wurde eine große Menge an Akten und Verwaltungsschriftgut beschädigt und zerstört.

Das Stadtarchiv bittet um Verständnis und freut sich, nach der Pause wieder interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen zu können.

Digitaler Marktplatz der Hochwasserhilfe

18. August 2021

Der digitale Marktplatz zur Vermittlung von Sachspenden für Hagener Hochwasseropfer geht ab sofort an den Start. Die Freiwilligenzentrale Hagen hat eine Online-Vermittlungsplattform entwickelt, damit Hagener Bürgerinnen und Bürger, die Opfer des Hochwassers geworden sind, auf schnelle und direkte Weise dringend benötigte Gegenstände erhalten können und auf der anderen Seite die Spender von Sachleistungen genauso unkompliziert ihre Sachspenden anbieten können.

So funktioniert das Angebot

Um ein Gesuch oder ein Angebot abzugeben, ist eine Registrierung erforderlich. Dazu reicht eine E-Mail an info@hochwasserhilfe-hagen.de. In dieser Mail müssen Anbieter und Suchende ihren vollständigen Namen, ihre Post- und E-Mailadresse angeben.

Nach der Registrierung erhalten alle Marktteilnehmer eine automatisierte E-Mail mit den Zugangsdaten. Dort können dann in den Kategorien „Ausstattung Kinder/Baby“, „Elektronik (Audio, Computer/PC/Notebook, Smartphone/Tablet, TV)“, „Elektrische Haushaltsgroßgeräte (Kühl- und Gefrierschränke, Spülmaschinen, Wäschetrockner, Waschmaschinen)“, „Haustierbedarf“, „Elektrische Haushaltskleingeräte“, „Lampen/Licht/Beleuchtung“ und „Möbel“ die Angebote eingestellt werden.

Die Nachfragenden können sich dann direkt mit den Anbietern in Verbindung setzen. Alle weiteren Absprachen werden danach direkt zwischen den Anbietern und Nachfragenden von Sachspenden getroffen.

Keine Vermittlung für Kleiderspenden

Auf dem digitalen Marktplatz zur Vermittlung von Sachspenden für Hagener Hochwasseropfer werden keine Kleiderspenden angeboten.

Suchende werden geprüft

Um zu gewährleisten, dass die Spenden ausschließlich die direkt vom Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürger erhalten, werden als Nachfragende nur diejenigen Personen beziehungsweise Familien aufgenommen, deren Wohnungen in der seitens der Stadt Hagen geführten Liste der betroffenen Häuser gelistet sind.

Die Freiwilligenzentrale macht darauf aufmerksam, dass sie als Betreiberin der Internetseite keine Haftung übernimmt, sich aber vorbehält, alle Vorgänge auf dem Marktplatz zu überprüfen, um gegen eine missbräuchliche Nutzung vorzugehen.

Nach dem Hochwasser – Aktenrettung bei der Stadtverwaltung

17. August 2021

20210816_Aktenrettung_Franziska_Michels_maxAls in den frühen Morgenstunden des 14. Juli 2021 die Mitglieder des Hagener Krisenstabs alarmiert wurden, ahnte noch niemand das Ausmaß der nächtlichen Hochwasserkatastrophe, die auch die Hagener Stadtverwaltung traf. In der jüngeren Stadtgeschichte gibt es in ihren Auswirkungen bislang keine vergleichbare Wasserflut.

Angesichts der schlimmen Folgen der Überflutungen im Stadtgebiet und den menschlichen Dramen, die sich abspielten, konzentrierten sich alle Kräfte zunächst auf die Hilfe und Unterstützung der betroffenen Hagenerinnen und Hagener.

Anschließend stand auch die Rettung von Akten und Vorgängen der Stadtverwaltung aus Kellern der Verwaltungsgebäude auf der Tagesordnung des Krisenstabs der Stadt Hagen unter der Leitung des Beigeordneten Sebastian Arlt. Denn städtische Akten sind der Spiegel jeder Stadtgeschichte. Sie erfassen menschliche Biografien, zahlreichen Aspekte menschlichen Werkens und bürgerlichen Engagements und sind für auch für eine moderne Stadtverwaltung noch unentbehrlich. Die Aktenverluste nach dem Hochwasser zeigten sich nach ersten Bestandsaufnahmen vor Ort größer als gedacht (Foto: Franziska Michels).

Gründung der Task Force „Aktenrettung“

Der Fachbereich Kultur und das Stadtarchiv übernahmen die Koordination und Organisation. Kurzfristig war eine Task Force „Aktenrettung“ aus Mitarbeitern des Stadtarchivs, der Fachbereiche Kultur und Gebäudewirtschaft sowie der betroffenen Fachbereiche gebildet. Unterstützung erhält die Task Force durch das LWL-Archivamt, das die Maßnahmen durch Rat und Tat begleitet.

Schäden im Rathaus II und Rathaus Hohenlimburg

Es stellte sich heraus, dass besonders die Aktenkeller im Rathaus Hohenlimburg und im Rathaus II teilweise überflutet waren. Durch das schwülwarme Wetter nach der Hochwasserkatastrophe bildete sich an den durchnässten und feuchten Akten schnell Schimmel.

Die betroffenen Fachbereiche und Abteilungen mussten nun prüfen, welche Akten und Vorgänge vernichtet werden, weil sie nicht mehr zu retten waren, welche Akten wegen ihres Inhalts so wichtig sind, dass sie zum Beispiel durch eine Restaurierung gerettet werden müssen, und welche Akten sich in einem Zustand befinden, der eine weitere Nutzung ermöglicht.

Während in Hohenlimburg klares Oberflächenwasser vorwiegend durch die Fenster eingedrungen war und jeweils die unterste Regalreihe überflutet hatte, sind die Schäden im Rathaus II schwerwiegender. Hier stand schlammiges Wasser, das durch die Kanalisation hochgedrückt worden war, bis über Kniehöhe. Insgesamt betroffen waren mehrere Kilometer an städtischen Akten, die überwiegend aufgrund gesetzlicher Fristen und Vorgaben aufbewahrt werden müssen.

Erhebliche Teile der Bestände müssen durch Fachunternehmen für Papiertrocknung aufgearbeitet, indem sie einzeln foliert, tiefgefroren und zu einem späteren Zeitpunkt vakuumgetrocknet werden. Im Einzelfall ist auch bereits eine Schimmelsanierung erforderlich. Wie lange dieser Vorgang dauert, ist derzeit aufgrund der Auftragsbelastung der verfügbaren Fachunternehmen nicht absehbar. Unter Umständen kann dieser Prozess bis zu drei Jahren in Anspruch nehmen.

Parallel müssen die nicht unmittelbar im Wasser gestandenen Bestände zumindest im Rathaus II komplett umgelagert werden, wobei zu überprüfen ist, ob auch diese Akten nicht mittlerweile so durchfeuchtet sind, dass sie ebenfalls eine maschinelle Trocknung benötigen. Bereits die Entnahme der beschädigten Unterlagen gestaltet sich schwierig, da auch die Rollregalanlagen nicht mehr benutzbar sind und zeitgleich mit dem Ausräumen der Akten demontiert werden müssen. Betroffen sind überwiegend Unterlagen des Baudezernats, der Sozialverwaltung und verschiedener anderer Fachämter.

Übergangsweise Unterbringung der Akten im Hochbunker

Das Stadtarchiv hat gemeinsam mit dem Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) und den Fachbereichen Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen sowie Gebäudewirtschaft nach Räumlichkeiten gesucht, die für die übergangsweise Unterbringung von Akten und Vorgängen aus konservatorischen Vorgaben geeignet sind. Ein im „Kalten Krieg“ reaktivierter und umgebauter Hochbunker erwies sich dabei als ein auch aus der Sicht des LWL-Archivamts optimale Möglichkeit.

Derzeit ist noch nicht abzusehen, wann die Rettung und Umlagerung der Akten abgeschlossen sein wird.

Historischer Rückblick: Aktenverluste nichts Neues

Der Verlust von Akten kam in Hagens Geschichte schon häufiger vor. So verschwand 1584 das Archiv der Grafschaft Limburg, das im Bergfried des Schlosses Hohenlimburg untergebracht war. Truppen des Kölner Erzbischofs hatten es gestohlen.

1811 schlug der Blitz in den mittelalterlichen Schlossturm und zerstörte das dort angelegte Archiv. Hier wurde die berühmte „Schwarze Hand“ gefunden. Zwei Jahre später rückten russische Kosaken in die Stadt Hagen ein. Um Streu für ihre Pferde zu erhalten, plünderten sie das damalige Stadtarchiv, zerrissen die Urkunden und Papiere.

Während des ersten schweren Luftangriffs auf Hagen in der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1943 wurden in städtischen Gebäuden zehntausende Akten vernichtet. Im Stadtarchiv werden lange Listen mit den damals verlorenen Akten und ihren Inhalten aufbewahrt – in der historischen Überlieferung entstanden durch den Krieg gravierende Lücken. So ist es verständlich, dass Historiker und Archivare aufhorchen, wenn sie die aktuellen Aktenverluste in Hagen betrachten.

Reduzierte Sprechzeiten der Hochwasser-Hotline

17. August 2021

Da das Anrufaufkommen bei der Hochwasser-Hotline unter Telefon 02331/207-5985, -5976 sowie -5974 weiterhin deutlich nachlässt, wird die telefonische Erreichbarkeit von Mittwoch, 18. August, bis Dienstag, 31. August, auf montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr reduziert.

Außerdem ist die Hochwasser-Hotline immer unter E-Mail hochwasserhilfe@stadt-hagen.de erreichbar. Das Team der Hochwasser-Hotline unterstützt die Betroffenen aus den Hochwasserbereichen. Außerdem können sich Personen, die helfen möchten, an diese Stelle wenden.

„Erbbelastete“ und „Minderwertige“

14. August 2021

Wanderausstellung über Menschen mit Behinderung in Hagen

Der Projektkurs Geschichte des Rahel-Varnhagen-Kollegs (Leitung: Lehrer Pablo Arias und Rudolf Steffens) hat zusammen mit dem Caritasverband Hagen und der Fachhochschule Dortmund die Ausstellung „Behinderung im Wandel der Zeit“ organisiert, die am 23.8.2021 in der Ev. Johanneskirche am Markt eröffnet wird.

Im ersten Teil der Ausstellung wird die Verfolgung von Menschen mit Behinderung und Kranken in Hagen während der NS-Diktatur untersucht. Sie wurden als „Erbbelastete“, „Minderwertige“ und Kostenfaktor betrachtet. Ca. 1000 Hagener wurden zwangssterilisiert oder zur Abtreibung gezwungen, mehr als 300 ermordet. Die Überlebenden hatten mit lebenslangen Folgen zu kämpfen.

Die Ausstellung zeigt bewegende Opferbiographien und nennt auch einige der Täter. Außerdem wird die Haltung der Caritas im Nationalsozialismus untersucht, die schon damals wichtigster Träger von sozialen Einrichtungen war.

Die Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs trafen während der Vorbereitung Hagener Opferangehörige. Sie berichten in der Ausstellung über die Spuren, die der Rassenwahn in deren Familien hinterließ.

Im zweiten Teil der Ausstellung wird die Situation von Menschen mit Behinderung heute thematisiert. Auch aktuelle ethische Fragen werden gestellt. Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs und Menschen mit Behinderung aus Hagen haben in mehreren Treffen über Diskriminierungserfahrungen im Alltag diskutiert. Die Ergebnisse wurden dokumentiert.

Der Eintritt ist kostenlos. Aufgrund der Corona-Bestimmungen kann es beim Einlass zu Wartezeiten kommen.

Mehr Information: www.behinderung-im-wandel.de

Eigentümer müssen für Abhilfe sorgen

14. August 2021

Wohnungsmissstände: Stadt Hagen kontrolliert zehn Objekte

Schimmel, Rattenbefall, fehlender Brandschutz, Feuchtigkeitsschäden oder defekte Heizungen: Die Wohnungsaufsicht der Stadt Hagen hat gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt Hagen und der Polizei Hagen am Dienstag, 10. August, insgesamt zehn Häuser im Stadtgebiet kontrolliert und die Vorgaben aus dem Wohnraumstärkungsgesetz geprüft. In den zehn Häusern hat das Team insgesamt 115 Personen angetroffen.

Ergebnis der Kontrollen

Dabei fielen verschiedene Missstände auf. Einige Mängel betrafen das komplette Haus, wie zum Beispiel nicht funktionierende Heizungen. In zehn kontrollierten Wohnungen hat die Wohnungsaufsicht weitere Missstände, wie Feuchtigkeitsschäden mit Schimmelbildung oder fehlende Fenstergriffe festgestellt, zu deren Beseitigung der Eigentümer zunächst im Rahmen der freiwilligen Abhilfe aufgefordert wird.

Bei weiterer Untätigkeit erfolgt anschließend eine Instandsetzungsanordnung mit Zwangsgeldandrohung. Missstände wie Rattenbefall, fehlende Rettungswege und Hinweise auf Schwarzarbeit wurden an die zuständigen Dienststellen der Stadt Hagen weitergeleitet.

Ein Haus, das die Wohnungsaufsicht viele Jahre als problematisch einstufte, hat bei der erneuten Kontrolle einen deutlich besseren Eindruck gemacht. In der Vergangenheit wurden immer wieder Instandsetzungsanordnungen mit Zwangsgeldfestsetzungen erlassen. Der neue Eigentümer hat die angesprochenen Mängel entfernt und die Mieterinnen und Mieter sind zufrieden.

Aufklärungsarbeit durch die Wohnungsaufsicht

Im Fokus der Kontrollen stehen zum einen die Wohnungen, die bereits in der Vergangenheit auffällig waren. Hier prüft die Wohnungsaufsicht, ob der Vermieter die geforderten Sanierungsarbeiten umgesetzt hat. Außerdem werden die Häuser überprüft, die durch mehrfache Beschwerden aus der Nachbarschaft auffällig wurden.

Bei der Kontrolle befragt das Team die Mieterinnen und Mieter nach etwaigen Schäden in ihren Wohnungen. Wenn Schäden vorliegen, dokumentiert das Team die Problemstellen und fordert den Eigentümer anschließend zur freiwilligen Abhilfe auf.

Missstände, die nicht die Wohnungsaufsicht betreffen, werden an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Außerdem versorgt die Wohnungsaufsicht die betroffenen Personen je nach Problemlage mit verschiedenen mehrsprachigen Informationsmaterialien und steht ihnen beratend zur Seite. In einigen Fällen erhalten die Mieterinnen und Mieter auch Informationen über anderweitige Wohnmöglichkeiten, wenn die Wohnung im aktuellen Zustand nicht bewohnbar ist.

Neben der Hilfe für die Mieterinnen und Mieter wird auch zum Schutz der Vermieterinnen und Vermieter der Zustand von Wohnungen geprüft, beispielsweise, um so genannte Mietnomaden aufzuspüren. Der Abgleich der in der Wohnung gemeldeten und der anwesenden Personen gehört ebenfalls zu den Aufgaben. Die regelmäßigen Kontrollen dienen somit sowohl dem Schutz der Mieter als auch der Vermieter.

Informationen zum neuen Wohnraumstärkungsgesetz

Das Wohnraumstärkungsgesetz ist am 1. Juli 2021 in Kraft getreten und löst das bisherige Wohnungsaufsichtsgesetz ab. Das Gesetz bringt einige Neuerungen mit sich und sorgt dafür, dass die Wohnungsaufsicht bei deutlich mehr Tatbeständen einschreiten und stärker präventiv gegen Problemimmobilien vorgehen kann. Ziel ist es, Gefährdungen und Verwahrlosungen bei der Wohnraumvermietung sowie bei der Wohnraumnutzung zu unterbinden.

Durch das neue Gesetz wird der Wohnungsaufsicht ein uneingeschränktes Betretungsrecht der Wohnungen eingeräumt. So kann die Wohnungsaufsicht beispielsweise bei der Lagerung von gefährlichen Stoffen, der Haltung von Tieren in großer Anzahl, der Gefährdung oder Belästigung der Nachbarschaft einschreiten oder auch leerstehenden Wohnraum bei gravierenden Missständen für unbewohnbar erklären.

Ein wichtiger Aspekt der neuen Vorschriften ist die angemessene Unterbringung von Werkvertragsnehmern sowie Leiharbeitern. Überall, wo Leiharbeiter untergebracht werden, greifen die Standards der Arbeitsstättenverordnung des Bundes.

Bei den Anordnungen nach dem Wohnraumstärkungsgesetz entfällt künftig die aufschiebende Wirkung kraft Gesetzes. Das bedeutet, dass die Verfügungen vollzogen werden können, auch wenn ein Rechtsmittel eingelegt wird.

Hochwasserschäden: Trauungen werden verlagert

13. August 2021

Aufgrund der Hochwasserschäden kann das Trauzimmer im Rathaus entgegen erster Einschätzungen kurzfristig nicht genutzt werden.

Die vereinbarten Trautermine bleiben bestehen und werden an andere Orte verlegt: Geplante Trauungen von dienstags bis donnerstags finden im Ratssaal des Rathauses Hohenlimburg, Freiheitstraße 3, statt. Für Freitag und Samstag vergebene Trautermine werden im Auditorium des Emil Schumacher Museums, Museumsplatz 1, durchgeführt.

Einstellung der kostenlosen Sperrmüllabfuhr

12. August 2021

Rund vier Wochen sind nun seit dem Unwetter in Hagen vergangen und in einigen Teilen der Stadt laufen weiterhin die Aufräumarbeiten.

Um die betroffenen Menschen möglichst schnell und unbürokratisch unterstützen zu können, bietet der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) seit dem 16. Juli eine kostenlose Sammelaktion für Sperrmüll, Elektroschrott und Sondermüll aus den hochwassergeschädigten Haushalten an. 5.000 Tonnen Hochwassermüll wurden auf diese Weise bereits entsorgt.

Nun ist der HEB vor allem in vereinzelten Bereichen und Straßen unterwegs. Um die Aufräumarbeiten zum Ende zu bringen, wird der HEB das Hagener Stadtgebiet noch einmal abfahren und „final“ von den Abfällen befreien. Die abgefahrenen Straßen werden in eine Liste aufgenommen, die täglich auf der HEB-Website aktualisiert wird.

Sobald sich eine Straße auf der Liste befindet, ist dort keine kostenlose Abfuhr von Sperrmüll und Elektroschrott mehr möglich. Für diese Abfälle kann telefonisch ein regulärer, kostenpflichtiger Abholtermin im HEB-Kundenbüro vereinbart werden: 02331 3544-4444.

Sollten in diesen Straßen vom Hochwasser betroffene Bürgerinnen und Bürger weiterhin Hilfe bei der Entsorgung benötigen, wird der HEB eine individuelle Entsorgung und die entsprechende Logistik zur Verfügung stellen. Ansprechpartner ist das Kundenbüro des HEB unter der Nummer 02331 3544-4444.

Ab sofort prüfen die Waste Watcher des HEB in den bereits geräumten Straßenabschnitten, ob es sich um eine illegale Abfallablagerung handelt. Weiterhin gilt: Das Herausstellen von Haus-, Sperr- oder Sondermüll in nicht vom Hochwasser betroffenen Gebieten ist eine illegale Abfallablagerung und wird entsprechend geahndet.

Bahn beliefert Walzwerke im Notbetrieb

12. August 2021

Seit dieser Woche werden Walzwerke in Hohenlimburg wieder mit Vormaterial per Schiene beliefert – im Ausnahmebetrieb. (…)

Derzeit hoffe man, bis zum Herbst die Reparaturen soweit erledigt zu haben, dass die Ruhr-Sieg-Strecke wieder im Normalbetrieb mit Personenzügen befahren werden kann. Bis dahin werden wohl nur Baumaschinen und täglich ein paar Güterzüge über die Gleise im Bezirk rollen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagen hilft Hagen

12. August 2021

Hagen hilft HagenIn Hagen am Teutoburger Wald sind Hochwasser und Überflutungen nach starken Regenfällen nicht unbekannt. Doch das ist nicht mit dem vergleichbar, was die Unwetter an Schäden und Zerstörungen im westfälischen Hagen angerichtet haben. Die Beseitigung der Schäden wird noch Wochen, Monate und Jahre andauern.

Mit der Aktion „Hagen hilft Hagen“ soll einen Beitrag geleistet werden, um Hilfeersuchenden aus Hagen (NRW) und Hilfsangebote (Hagen a.T.W.) zu koordinieren. Die Stadt Hagen in NRW ist besonders von der Flutkatastrophe betroffen. Familien, Betriebe, Einrichtungen, Vereine und Verbände haben alles verloren und stehen vor dem Nichts.

Es besteht ein direkter Kontakt nach Hagen. Mit der Aktion soll den Betroffenen vor Ort mit Geldspenden, Sachspenden und organisatorische Unterstützung geholfen werden.

Flüchtlinge helfen nach der Flut

12. August 2021

150 jesidische Helfer unterstützen am Wochenende bei den Aufräumarbeiten in der Gartenanlage Lücköge in Eilpe

Nauaf Sabri Ali kam 2009 aus dem Irak nach Deutschland. „Deutschland hat uns damals ein neues Zuhause gegeben. Jetzt wollen wir etwas zurückgeben. Wir wollen helfen“, sagt der 36-Jährige. Mit „wir“ meint er sich und die 150 syrischen Helferinnen und Helfer, die in den vergangenen Wochen nach der Flut immer wieder in Hagen anrückten und mit anpackten. In Hohenlimburg. In überschwemmten Häusern, in gefluteten Kellern, auf dem Betriebsgelände einer vom Hochwasser betroffenen Firma. Und jetzt am Wochenende in der Gartenanlage Lücköge zwischen Eilpe und Dahl. (…)

Quelle: WPWR 10.08.2021 (nicht online verfügbar)

Hochwasser: Mehrere Bereiche weiterhin gesperrt

11. August 2021

Hochwasser_Strasse_max

Die verheerenden Folgen des Hochwassers, das Hagen vor rund vier Wochen getroffen hat, zeigen sich auch im Straßenbild der Stadt: Aufgrund enormer Schäden an Straßen und Brücken sind zahlreiche Bereiche bis auf Weiteres gesperrt (Foto: Stadt Hagen). Die Stadt Hagen weist daher darauf hin, dass im Rahmen der Sperrungen weiterhin mit Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen zu rechnen ist.

Folgende Bereiche im Hagener Stadtgebiet sind derzeit von einer Teil- oder Vollsperrung betroffen:

• Wasserloses Tal
• Brücke Hasselstraße
• In Höhe Selbecker Straße 158
• Parkhaus Springe
• Prioreier Straße/Osemundstraße
• Brücke Lücköge
• Fußgängerbrücke Dahl
• Brücke Ribbertstraße
• Brücke Rehbecke
• In Höhe Dahler Straße 60/Markland
• In Höhe Prioreier Straße 43
• Lahmen Hasen
• In Höhe Selbecker Straße 178
• Obernahmerstraße in Höhe Lahmen Hasen
• In Höhe Nimmertal 52-61
• In Höhe Everinghauser Straße 26
• Jägerstraße/Breddestraße
• In Höhe Unternahmerstraße 21
• In Höhe Zur Priorlinde 13
• Schleipenbergstraße
• Im Hamperbach unmittelbar hinter dem Steinbruch
• Hauptbahnhof zur Abgrenzung des Anstellbereichs für Soforthilfen

Hochwasser: Dahler Brücke einsturzgefährdet

7. August 2021

Schaden_Dahler_Bruecke_nach_dem_Hochwasser_Foto_Wirtschaftsbetrieb_Hagen_max

Gut drei Wochen nach dem Starkregen in Hagen werden einige Schäden erst jetzt in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar: So auch der Schaden an der historischen Fußgängerbrücke über die Volme im Herzen Dahls. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) hat die Brücke am Donnerstag, 5. August, gesperrt – das Bauwerk ist einsturzgefährdet (Foto: WHB).

Unmittelbar nach dem Hochwasser hatte der WBH Steinausbrüche im Bereich des Bogenpfeilers festgestellt. Diese Ausbrüche stellten zunächst kein Indiz dafür dar, dass die Statik der Brücke betroffen ist. Durch das Eindringen von Wasser in Fugen können sich einzelne Steine lösen, dieser Schaden lässt sich in der Regel gut ausbessern.

Präventiv wurde das Bauwerk überwacht, dabei stellte der WBH fest, dass das Loch in einem der Brückenpfeiler breiter wird und die Steine nach unten abrutschen. Das ist ein Anzeichen dafür, dass die Brückenpfeiler durch das Hochwasser unterspült wurden, Teile der Gründung Schaden genommen haben und somit die Standhaftigkeit der Bogenkonstruktion nicht mehr gewährleistet ist.

Vor dem Hochwasser hat die Wassertiefe unter und hinter der Brücke im Bereich des betroffenen Brückenpfeilers circa 40 bis 80 Zentimeter betragen, hinter der Brücke war ein Böschungsbereich vorhanden. Nach dem Hochwasser sind die gesamte Flusssohle und die Böschung abgetragen. Nun existieren Tiefenverhältnisse von schätzungsweise knapp 2 Metern.

Eine Überprüfung der unter Wasser liegenden Brückenteile durch einen Taucher ist aufgrund des getrübten Wassers und der Einsturzgefahr zurzeit nicht möglich. Der WBH untersucht in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro, welche Sicherungsmaßnahmen möglich sind, um einen drohenden Einsturz zu verhindern.


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