Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Wie entsteht ein Spielplatz in Hagen?

4. Juli 2022

Von der Idee bis zur Umsetzung

Spielplatz_Salzburger_Strasse_1_Foto_Linda_Kolms_Stadt_HagenDas neue Spielgerät „Salzburg“ auf dem Spielplatz an der Salzburger Straße in Haspe. Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen.

Über das Kletternetz hochsteigen, dann über die Brücke auf die andere Seite des Turms laufen und blitzschnell die Rutsche hinunter – der siebenjährige Finn ist begeistert von der neuen „Salzburg“ auf dem Spielplatz an der Salzburger Straße in Haspe. Das Spielgerät in Form einer mittelalterlichen Burg wurde erst vor wenigen Monaten erneuert und bietet den Kindern in der Umgebung garantierten Kletterspaß. Doch bevor ein neues Spielgerät aufgestellt, ein Spielplatz erneuert oder ein neuer Spielplatz in Hagen entstehen kann, müssen viele Akteure beteiligt und Prozesse in Gang gesetzt werden.

Der gesamte Prozess beginnt mit einer Befragung und der Sammlung von ersten Ideen, weiß Hannah Scharlau, Fachgebietsleiterin Jugendförderung und Projektmanagement bei der Stadt Hagen. „Wir gehen auf die Kinder und Jugendlichen zu und ermitteln ihre Bedarfe. Durch Umfragen, Termine vor Ort und Gespräche in den Jugendzentren und Jugendforen erfahren wir, was sie sich in ihrem Stadtteil wünschen, was sie brauchen und beteiligen sie so an der Entstehung eines Spielplatzes.“

Dabei wird zwischen drei Varianten unterschieden: Bei der Grundsanierung wird ein vorhandener Spielplatz grundlegend überarbeitet, zum Beispiel die Verlegung eines Sandkastens an eine andere Stelle auf der Fläche und die Installation mehrerer neuer Spielgeräte und Sitzgelegenheiten.

Im Rahmen eines Neubaus wird auf einem unbebauten Grundstück ein Spielplatz errichtet. Diese Variante ist komplizierter, da zunächst ein entsprechender Bauantrag gestellt werden muss. Bei der dritten Variante werden einzelne Spielgeräte ausgetauscht, sogenannte „Ersatzbeschaffungen“.

Die Planungsphase beginnt

Steht eine erste Idee, geht es in die Phase der konkreten Planung und Finanzierung. Dafür ist die Beteiligung weiterer Ämter erforderlich. Für den Bau eines Spielplatzes werden die Planungen im städtischen Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung entworfen. Hier widmet sich die Abteilung Freiraumplanung der Bereitstellung und Gestaltung von Bolz- und Kinderspielplätzen.

Neben der Abteilung Freiraumplanung beschäftigt sich auch der Fachbereich Bau beim Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) mit der Planung von Spielplätzen. Um den WBH zu beteiligen, bereiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freiraumplanung den Auftrag vor und leiten diesen an die Abteilung Finanzen und Steuerung im Fachbereich Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen weiter.

Neben der Beauftragung des WBH meldet die Abteilung Finanzen und Steuerung auch die Finanzbedarfe an und behält die Finanzen rund um die Spielplätze im Blick.

Entscheidung in den politischen Gremien

„Wenn die Planungen abgeschlossen sind, reichen wir die Liste der Ersatzbeschaffungen für die Kinderspielplätze zur Vorberatung in alle Bezirksvertretungen ein. Die finale Entscheidung trifft der Jugendhilfeausschuss“, erklärt Hannah Scharlau. „Stimmen die Politikerinnen und Politiker zu, geht es Schritt für Schritt weiter: von der Ausführungsplanung bis hin zum letztlichen Bau des Kinderspielplatzes.“ Der gesamte Prozess kann ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen, beim Neubau von Spielplätzen sogar länger.

Kletterspaß für alle: Der neue Spielplatz steht

Damit der Kletterspaß lange Zeit erhalten bleibt und alle Kinder den neuen Platz bedenkenlos nutzen können, ist eine Instandhaltung wichtig. „Mein Team und ich warten und kontrollieren regelmäßig die Kinderspielplätze im Hagener Stadtgebiet. Wir achten darauf, dass die Anlage sauber gehalten wird und die Spielgeräte intakt bleiben“, beschreibt Thomas Becker, Fachleiter Städtisches Grün beim Wirtschaftsbetrieb Hagen, die Aufgabe seiner Abteilung. „Gemeinsam mit dem Fachbereich Jugend und Soziales stimmen wir zudem die Liste der Ersatzbeschaffungen von Spielgeräten ab.“

Aktuell wird über weitere Ersatzbeschaffungen beraten, die ab Herbst 2022 umgesetzt werden sollen.

Wenn die Sommersonne lacht … (Teil II)

1. Juli 2022

Termine für Hardcore-Fans

Schulz-Erik-O_Foto-Michael-Kaub-5_maxSeit Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2014 ist es Oberbürgermeister Erik O. Schulz (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen) wichtig, mit Bürgerinnen und Bürgern persönlich in das Gespräch zu kommen. So lässt er es jedenfalls seine Pressestelle verkünden.

Für ihn sei es daher immer ein besonderes Ereignis gewesen, wenn jedes Jahr in den Sommerferien der blau-gelbe Sonnenschirm zum Einsatz kam und zu zahlreichen Terminen seiner Sommertour auf den Hagener Marktplätzen aufgespannt wurde. Nun denn: Auf ein Neues.

Mit der Sommertour 2022 ging es bereits am Mittwoch, 29. Juni, auf dem Marktplatz in Boele los, es folgte am Donnerstag ein Auftritt in Haspe. Jeweils von 11 bis 13 Uhr steht der Oberbürgermeister mit seinem Team bereit, um sich mit den Bürgerinnen und Bürgern über alle persönlichen Anliegen auszutauschen.

Nach den Auftaktveranstaltungen finden Interessierte den blau-gelben Sonnenschirm an weiteren Tagen auf den Märkten in Hagen:

Freitag, 1. Juli: Vorhalle, Europaplatz
Donnerstag, 7. Juli: Emst, Karl-Ernst-Osthaus-Straße
Freitag, 8. Juli: Hohenlimburg, Gaußstraße

Pause (vielleicht wieder auf Sylt?)

Freitag, 12. August: Altenhagen, Friedensstraße
Samstag, 20. August: Springe, Johanniskirchplatz
Freitag, 26. August: Wehringhausen, Wilhelmsplatz
Samstag, 27. August: Eilpe, Parkplatz Kaufpark
Freitag, 9. September: Friedrich-Ebert-Platz

Zusätzlicher Termin am Nachmittag:

Donnerstag, 1. September: Dahl, Am Obergraben, von 15 bis 17 Uhr

Alternativ wird auch ein gemeinsames Wandererlebnis angeboten:

Im Rahmen des Hagener Urlaubskorbs lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 7. Juli, von 15 bis 17 Uhr zu einer Wanderung durch den Hagener Stadtwald mit dem Oberbürgermeister ein. Treffpunkt ist der Parkplatz Hinnenwiese, Im Kettelbach 166.

Während der Wanderung soll gezeigt werden, wie die Wiederaufforstung in Hagen funktioniert. In der Waldgaststätte Hinnenwiese besteht die Möglichkeit, die Wanderung bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen zu lassen.

Eine Anmeldung zu der Wanderung mit der Kursnummer 222-1000 ist unbedingt erforderlich. Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Zwischen Marktplätzen und Borkenkäfern sollte somit für jeden hartgesottenen Schulz-Fan etwas dabei sein.

EEG-Umlage entfällt

30. Juni 2022

Verbraucherzentrale gibt Tipps, wann eine Zwischenablesung der Zählerstände ratsam ist

Ab dem 01. Juli 2022 entfällt die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz). „Energieversorger müssen den entsprechenden Betrag in Höhe von 4,43 Cent pro Kilowattstunde brutto bei den Strompreisen berücksichtigen und mit der Jahresrechnung an die Haushalte weitergeben“, erklärt Janine Pühl, Leiterin von der Beratungsstelle Hagen der Verbraucherzentrale NRW. Konkrete Tipps, was Verbraucher jetzt zu beachten haben, gibt die Verbraucherzentrale NRW.

Sinkt der Strompreis sofort?

(more…)

Geld für Pflege nicht verfallen lassen

29. Juni 2022

Entlastungsleistungen aus 2021 sind im Juni noch verwendbar

Angehörige zu pflegen oder selbst pflegebedürftig zu sein, ist belastend. Deshalb gibt es sogenannte Entlastungsleistungen: Für 125 Euro monatlich können sich Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 Unterstützung holen. Das können Putz- oder Haushaltshilfen sein, Begleitungen beim Einkaufen, bei Behördengängen oder bei Freizeitaktivitäten. Insgesamt stehen 1.500 Euro im Jahr zur Verfügung.

Doch viele Menschen nehmen diese Entlastungsleistung der Pflegekasse nicht in Anspruch. Dabei lohnt es sich gerade jetzt: Denn was im vorigen Jahr nicht ausgeschöpft wurde, kann bis Ende Juni noch verwendet werden. Wie man das nutzt und warum das Geld oft nicht reicht für die Entlastungsleistungen, erklärt die Verbraucherzentrale NRW in Hagen.

So bekommt man Entlastungsleistungen:

(more…)

Rundgang durch Dahl

28. Juni 2022

Zu einer Führung durch den Stadtteil Dahl im Rahmen des Hagener Urlaubskorbes lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 28. Juni, von 16 bis 18 Uhr ein. Der Treffpunkt ist vor der Spar- und Darlehnskasse, Dahler Straße 27.

Beim Rundgang durch Dahl erläutert die Gästeführerin Bettina Becker anschaulich Geschichte und Wandel des Stadtteils. Die Teilnehmenden besuchen unter anderem das Haus Dahl, die Matthäuskirche, das Mataré-Mahnmal und das alte Amtshaus. Auch die Märkische Brennerei und die Vormann Brauerei sind immer einen Besuch wert und deshalb Teil des Rundgangs.

Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1048 erhalten Interessierte über die Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Ohne Plastikmüll im Bad

28. Juni 2022

Workshop hat noch Plätze frei

Die Umweltberatung der Verbraucherzentrale in Hagen lädt mit dem Urlaubskorb ein: Mittwoch, 29. Juni 2022, um 17 – 18:30 Uhr in der Verbraucherzentrale im Volkspark.

Nur ein kleiner, leichter Kulturbeutel in der Sport- oder Reisetasche wäre doch schön! Shampoo, Duschgel, Körperlotion und Deo nehmen oft ziemlich viel Platz weg im Bad und unterwegs. Umweltberaterin Ingrid Klatte erklärt, welchen Verpackungsmüll Sie sich schon mal ersparen können und welche Inhaltsstoffe unsere Haut sogar unnötig belasten.

Abschließend wird gezeigt, wie mit wenigen Zutaten eigene, platzsparende Körperpflegemittel selbst hergestellt werden können. Welche Hausmittel und Do-it-yourself-Rezepte sind sinnvoll, welche nicht, was ist zu beachten?

Bitte anmelden bis 28.6.2022 bei Verbraucherzentrale in Hagen, Hohenzollernstr. 8, 58095 Hagen, hagen@verbraucherzentrale.nrw oder Telefon: 02331-6973301. Der Workshop ist entgeltfrei.

Ethische Grundsätze der Migrationspolitik

21. Juni 2022

Online-Veranstaltung zum europäischen Grenz- und Asylsystem

Zu einer Online-Veranstaltung über die europäische Migrationspolitik und die Frage nach einer Reform des Asylsystems lädt die Volkshochschule (VHS) Hagen am Donnerstag, 23. Juni, von 19.30 bis 21 Uhr ein.

Schon seit einiger Zeit ringt die europäische Politik um eine Reform des Asylsystems. Die Dozenten diskutieren in ihrem Vortrag ethische Grundsätze der Migrationspolitik, wie humane Grenzen in der Realität möglich sein können und wie solche Ideen in eine mehrheitsfähige Politik einfließen können.

Eine Anmeldung zu der Veranstaltung mit der Kursnummer 0135Z ist bis Donnerstag, 23. Juni, um 12 Uhr entweder über die Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 möglich.

Mit der Anmeldebestätigung erhalten die Teilnehmenden die Zugangsdaten für die Veranstaltung per E-Mail. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer stabilen Internetverbindung.

Wie man Rassismus definiert

20. Juni 2022

Workshop am Ricarda-Huch-Gymnasium

Schulen in ihrem Kampf gegen Rassismus unterstützen – das war das Ziel des Blogger-Workshops für Medienkompetenz und Demokratieförderung am Montag, 13. Juni, am Ricarda-Huch-Gymnasium.

Die 25 Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Pädagogik lernten in dem Workshop, wie man Rassismus definiert und welche Ursachen es für ihn gibt. Anschließend konnten sie sich selbst in der Formulierung eines politischen Blogposts üben. Zum Abschluss fand eine Feedbackrunde statt.

Für weitere Buchungen des in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen organisierten und im Rahmen von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ stattfindenden Workshops können sich interessierte Lehrkräfte entweder per E-Mail an marion.rosenberg@stadt-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-5571 an Marion Rosenberg, eine Mitarbeiterin des KI, wenden.

Die Workshops richten sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen acht bis dreizehn und können online oder als Präsenzveranstaltung stattfinden.

Kommunales Integrationszentrum: Workshop über Diskriminierung junger Roma im Bildungssystem

17. Juni 2022

Missständen im Bildungssystem gegenüber Angehörigen der Roma-Minderheit entgegenwirken und Fachkräfte hinsichtlich dieser Diskriminierungsformen aufklären und sensibilisieren: Das war das Ziel des Workshops „Gleichheit im Bildungssystem? – Die Schul- und Bildungssituation der Roma“ des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen (KI) am Dienstag, 14. Juni.

Der zweite Teil einer vierteiligen Workshop-Reihe zur Thematik „Roma und Antiziganismus“ richtete sich an Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und -pädagogen sowie Sozialarbeiterinnen und -arbeiter.

Die Teilnehmenden befassten sich mit der Schul- und Bildungssituation junger Roma. Der Referent Kasm Cesmedi, Gesamtschullehrer und engagierter Roma-Aktivist, zeigte, dass Rassismus und Diskriminierung gegenüber Angehörigen der Roma-Minderheit nicht nur historisch tief verankert, sondern auch heutzutage sowohl in den Herkunftsländern als auch im deutschen Bildungssystem eine alltägliche Realität darstellen.

Neben der Aufklärung zur Thematik Antiziganismus ging es bei dem Workshop auch darum, aktuelle Problemfelder von Seiten der Bildungsinstitutionen zu besprechen. Dabei wurden unter anderem Fragen wie „Warum kommt es zu Schulabsentismus und wie erreiche ich Familienangehörige?“ beantwortet.

Die 20 Teilnehmenden brachten sich während des Workshops mit ihren Fragen und Fallbeispielen aus der praktischen Arbeit aktiv ein, sodass ein produktiver Austausch entstand und gemeinsam Handlungsstrategien für den beruflichen Alltag erörtert werden konnten.

Die Workshop-Reihe zur Thematik „Roma und Antiziganismus“ wird am Freitag, 16. September, von 15 bis 19 Uhr mit dem dritten Teil fortgesetzt. Bei der Veranstaltung untersuchen die Teilnehmenden das Thema Antiziganismus im Hinblick auf die Ethnisierung und Kriminalisierung der Roma-Minderheit noch einmal genauer.

Eine Anmeldung zum dritten Teil der Workshop-Reihe ist auch ohne die Teilnahme an den ersten beiden Veranstaltungen möglich und erfolgt über den zuständigen Ansprechpartner im Kommunalen Integrationszentrum, Robin Palm, entweder unter Telefon 02331/207-3851 oder per E-Mail an robin.palm@stadt-hagen.de.

Urlaubskorb mit vielfältigen Angeboten

12. Juni 2022

Radtouren, Sportkurse und Handarbeit: Nach den Einschränkungen durch die Coronapandemie in den vergangenen beiden Jahren sowie durch die Flutkatastrophe im Vorjahr startet der Hagener Urlaubskorb wieder durch.

In den Sommerferien warten von Samstag, 25. Juni, bis Samstag, 9. August, wieder zahlreiche und abwechslungsreiche Veranstaltungen, Besichtigungen, Führungen und Workshops auf alle Hagenerinnen und Hagener.

Bereits seit 1980 gibt es den Hagener Urlaubskorb, der seit 2014 von der Volkshochschule Hagen (VHS) herausgegeben wird. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr rund 136 Angebote mit rund 260 Veranstaltungsterminen.

Das große Angebot wird durch die unverändert aktive Teilnahme und Unterstützung von Hagener Unternehmen, städtischen Töchterunternehmen, Verbänden, Vereinen, Privatpersonen und kommunalen Dienststellen ermöglicht, die ihre Aufgaben, ihre Einrichtungen und ihre Angebote präsentieren und die Teilnehmenden aktiv durch Führungen, Kurse und Workshops einbinden.

Anspruchsvolle und spannende Angebote

10. Juni 2022

Das neue Programm der VHS Hagen

Das neue Programm ist bunt und vielfältig – das Cover des Programmheftes weist unübersehbar darauf hin. Zusammen in Vielfalt – so lautet das diesjährige Motto der Volkshochschulen – und könnte für die VHS Hagen passender nicht sein.

„So vielfältig wie die Themen, Bilder, Künstlerinnen und Künstler sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer ersten StreetArt-Stadtrundfahrt im vergangenen April waren, ist das gesamte Kursangebot“, betont Bianca Sonnenberg, die Leiterin der VHS Hagen. „Alle sind angesprochen und für alle ist etwas dabei. So kann jede und jeder einen kleinen Teil dazu beitragen, die Welt zu retten“, verweist sie auf eine exklusive Nachhaltigkeitsreihe.

Ein reichhaltiges Kursangebot mit vielen interessanten, innovativen und lehrreichen Veranstaltungen und Unterrichtsreihen fasst das neue VHS-Programm zusammen. Von Mitte August bis Ende Dezember 2022 liefern alle Studienbereiche gleichermaßen anspruchsvolle wie auch spannende Weiterbildungsangebote.

Die Reihe mit den kostenlosen Web-Vorträgen zu ganz unterschiedlichen Themen wird auch bis Weihnachten 2022 fortgesetzt. Damit bietet die VHS wieder die Möglichkeit, ganz bequem vom heimischen Sofa aus an hochkarätigen Vorträgen und Veranstaltungen teilzunehmen.

Aktiv geht es hingegen bei den Fahrten nach Berlin oder Maastricht zu, die die neue Europabeauftragte Ina Wortmann für das neue Semester geplant hat.

Einige Höhepunkte aus dem Programm:

(more…)

Ordnungsamt sanktioniert Radwegblockierer

9. Juni 2022

Das wurde auch mal Zeit: Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten die Radwege im Hagener Stadtgebiet unter anderem in der Augustastraße, Bergstraße, Körnerstraße, Rembergstraße und in der Grundschötteler Straße.

Dabei ist es aus Sicht des Ordnungsamtes erfreulich, dass nur wenige Verstöße festgestellt wurden: Zwei Fahrzeuge blockierten den Radweg an der Grundschötteler Straße, ein Fahrzeug stand auf dem Radweg in der Augustastraße. Kein Wunder – gibt es in Hagen doch kaum Radwege.

Die Höhe der Bußgelder richtet sich nach dem bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog. Dieser sah im November 2021 eine Erhöhung der Geldbuße für das Abstellen von Fahrzeugen auf Radwegen vor. So liegt das Bußgeld für bloßes Abstellen auf einem Radweg bei 55 Euro. Wird ein Fahrzeug dort länger als eine Stunde geparkt, erhöht sich die Geldbuße auf 70 Euro. Kommt es zu einer Behinderung, Gefährdung oder zu einem Unfall, zahlen Verursacher 80 bis 100 Euro und erhalten einen Punkt beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg.

Radwege dienen dem Schutz der Radfahrerinnen und Radfahrer und sollen den Radverkehr vom motorisierten Individualverkehr trennen, um Engstellen und Gefahrensituationen zu vermeiden. Blockieren Autos oder andere Fahrzeuge die Radwege, sind Radfahrerinnen und Radfahrer gezwungen, auf die Fahrbahn auszuweichen, was mit einer Gefahr für die Fahrradfahrenden verbunden ist.

Das Ordnungsamt der Stadt Hagen plant, die Kontrollen zur Radwegsicherung fortzusetzen. Irgendwann kommt das Amt vielleicht auch auf die Idee, sich mit illegal zugeparkten Gehwegen zu beschäftigen.

„Vielfalt = Heimat“

24. Mai 2022

Großformatige Foto-Installation am AllerWeltHaus Hagen

Vtg-Installation_Park„Vielfalt = Heimat“ heißt die Foto-Installation, die im vergangenen Jahr mit der Fotografin Beba Ilic entstanden ist. Die Veranstaltergemeinschaft rund um das „Vielfalt tut gut Festival“ (AllerWeltHaus Hagen, Integrationsagentur der Diakonie Mark-Ruhr, Kommunales Integrationszentrum und Jugendring Hagen) sowie die Stadt Hagen, Fachgebiet Jugendförderung, freut sich darauf, endlich die 23 großformatigen Portraits u.a. vom 26. bis zum 28. Mai im Dr. Ferdinand-David-Park der Öffentlichkeit zu präsentieren (Foto: AWH).

Die Installation zeigt, wie unterschiedlich die Menschen in Hagen sind und, dass sie als Hagener dennoch alle etwas gemeinsam haben. Zudem stimmt die Installation schon auf das „Vielfalt tut gut Festival“ ein, das am Samstag, 11.06.22, 15 – 22 Uhr, ebenfalls im Dr. Ferdinand-David-Park am AllerWeltHaus stattfinden wird.

Begleitet werden die Ausstellungstage durch ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie.

Donnerstag, 26.05.22, 12 – 16 Uhr: Installation & Picknick
Freitag, 27.05.22, 16 – 20 Uhr: Installation
Samstag, 28.05.22, 11 – 15 Uhr: Installation & Kreativangebot
Donnerstag, 9.06.22, 14 – 18 Uhr: Installation
Freitag, 10.06.22, 16 – 20 Uhr: Installation

Weltladen Hagen fordert gerechte Preise

13. Mai 2022

Zum Weltladentag am 14. Mai fordern hunderte Weltläden bundesweit, dass die Gewinne entlang globaler Lieferketten gerechter verteilt werden müssen. Unter dem Motto „MÄCHTIG unfair“ zeigen sie die negativen Auswirkungen niedriger Erzeuger-Preise auf. Auch der Weltladen Hagen beteiligt sich mit einer Aktion an der bundesweiten Kampagne des Weltladen-Dachverbandes.

Warum sind ein Box-Handschuh, eine Saftpresse und eine Kaffeemühle auf dem Friedrich-Ebert-Platz ausgestellt? Zu dieser kuriosen Ausstellung lädt der Weltladen Hagen anlässlich des Weltladentags am Samstag von 12 bis 15 Uhr ein.

Entlang globaler Lieferketten herrscht laut Weltladen-Dachverband und Forum Fairer Handel ein extremes Macht- und Verhandlungsungleichgewicht. Dies führt dazu, dass große Unternehmen gegenüber Lieferanten und Produzierenden niedrige Preise und unfaire Vertragskonditionen durchsetzen können.

Die Fair-Handels-Bewegung setzt sich für eine rasche Nachbesserung des im Mai 2021 beschlossenen „Gesetzes zur Stärkung der Organisationen und Lieferketten im Agrarbereich“ ein, welches die gravierendsten unlauteren Handelspraktiken verbietet.

„Die Bundesregierung sollte schnellstmöglich ein Verbot von Preisen unterhalb der Produktionskosten in Deutschland einführen und sich für eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung entlang der Lieferkette einsetzen,“ fordert Anna Hirt, politische Referentin beim Weltladen-Dachverband in Mainz.

„ESW Berchum“ wird Herberge für Geflüchtete …

12. Mai 2022

… aber nur für solche aus der Ukraine

Das von der Stadt Hagen angemietete Gebäude der ehemaligen Jugendbildungsstätte „ESW“ in Hagen-Berchum dient ab Juni als Unterkunft für kriegsbedingt aus der Ukraine geflüchtete Menschen. Nach einer Grundreinigung und einer Teilrenovierung können dort künftig bis zu 113 Personen unterkommen. Die Notunterkünfte in der Karl-Adam-Halle in Vorhalle und im Sinfonium der Stadthalle werden mit Bezug der Unterkunft in Berchum freigezogen.

Aktuell hat die Stadt Hagen 1553 geflüchtete Personen in Hagen registriert. 410 Personen sind von der Stadt untergebracht worden, die restlichen Menschen sind privat untergekommen.

Siehe dazu auch:

Gute Flüchtlinge – böse Flüchtlinge
Zweierlei Maß bei Kriegsvertriebenen – Wasser auf die Mühlen der Hagener AfD

Cuno II jetzt „Schule ohne Rassismus“

11. Mai 2022

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ („SOR-SMC“): Diesen Titel nahm das Cuno II Berufskolleg am Freitag, 6. Mai, bei einer offiziellen Titelverleihung im Jugendkulturzentrum Kultopia feierlich entgegen. Die Übergabe der Urkunde fand im Rahmen einer Feier statt, die von Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs moderiert wurde.

Mit dem Fahrrad durch Senegal und Gambia

8. Mai 2022

Afrika-Reisebericht in der Weltbilderreihe

Für europäische Touristen spielt das Fahrradfahren in Afrika bisher nur eine unbedeutende Rolle. Das Ehepaar Gudrun Siebert und Christoph Siebert-Peters hat von Februar bis April 2018 – lange vor der Corona-Pandemie – das Abenteuer gewagt und die westafrikanischen Länder Senegal und Gambia mit dem Rad erkundet.

Die beiden berichten am Mittwoch, 11. Mai, um 19 Uhr im Rahmen der Weltbilderreihe, einer Kooperation von VHS Hagen und AllerWeltHaus, darüber in der Villa Post an der Wehringhauser Straße 38.

Ihre Reise führte sie zu Land und zu Wasser, mit Fahrrädern, Taxis und Fähren und zuletzt per Frachtschiff zurück nach Europa. Sie erzählen über Hindernisse der Reise, über Speis und Trank vor Ort und ihre alltäglichen Reiseerlebnisse. Die Veranstaltung geht auch auf die Chancen und Herausforderungen für ein umweltschonendes Reiseverhalten ein. Schwerpunkt wird aber die Begegnung mit den Menschen entlang des Weges.

Statt eines festen Eintrittsgeldes gilt: Pay what you want. Anmeldung für Kursnummer 221-1449 unter www.vhs-hagen.de oder Tel. 02331/ 207-3622.

15.000 Euro für Ukraine-Nothilfe des DRK

15. April 2022

Erlös aus dem Sonderkonzert des Theaters Hagen

Flagge UkraineAm 9. April 2022 fand im Großen Haus ein Konzert des Theaters Hagen zugunsten der Opfer des Krieges in der Ukraine unter dem Titel „GEGEN DEN KRIEG – FÜR DIE SOLIDARITÄT DER VÖLKER“ statt. Der gesamte Erlös (Ticket-Einnahmen und Spenden) von insgesamt 15.203 Euro geht an die Nothilfe für die Ukraine des Deutschen Roten Kreuzes.

Das anwesende Publikum zeigte sich sehr angetan von dem durch das Philharmonische Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton präsentierte Programm (Werke von Dmitri Schostakowitsch, Valentin Silvestrov und Ludwig van Beethoven) und den Wortbeiträgen aus allen Sparten.

Infopoint für Geflüchtete: Neue Öffnungszeiten

15. April 2022

Flagge UkraineDie Öffnungszeiten der Anlaufstelle der Stadt Hagen für kriegsbedingt geflüchtete Menschen aus der Ukraine im Rathaus II, Berliner Platz 22, werden ab Dienstag, 19. April, dem aktuellen Bedarf angepasst. Aufgrund einer kaum noch vorhandenen Nachfrage an den Nachmittagen ist der Infopoint künftig montags bis donnerstags von 8 bis 14 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet.

Die Hotline unter Telefon 02331/207-5020 ist weiterhin montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr zu erreichen. Bei Notfällen zur Unterbringung ist die Rufnummer auch am Wochenende erreichbar. Weitere Informationen und Ansprechpartner für Geflüchtete und Bürger, die ihre Hilfe anbieten möchten, sind auf der Sonderseite der Stadt Hagen unter hagen.de/ukraine-hilfe zu finden.

„Hagen profitiert von der Migrationsgesellschaft“

14. April 2022

Die Hagener Stadtgesellschaft ist vielfältiger denn je. Daraus ergibt sich für die Verantwortlichen im Rathaus die Herausforderung, den Integrationsprozess und die Zuwanderung aktiv gestalten zu müssen. Um diesen Themenkomplex zu bündeln, hat Oberbürgermeister Erik Schulz den Fachbereich „Integration, Zuwanderung und Wohnraumsicherung“ formiert, der von Natalia Keller geleitet wird. Im Gespräch der Woche spricht die 46-Jährige, die eigene Zuwanderungserfahrungen gemacht hat, über ihre Ziele.

43,3 Prozent der Hagener haben eine Migrationsgeschichte – ist das eigentlich eine gute Nachricht?

Natalia Keller: Wenn man überlegt, welche Potenziale diese Menschen mitbringen, ist das eine gute Nachricht. Letztlich wächst die Stadt Hagen zuletzt vor allem aufgrund der Migranten, die zu uns kommen. Diese Potenziale können wir nicht nur in der Berufswelt nutzen, sondern profitieren davon auch in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen.

So wird es allerdings oft nicht empfunden. Viele Bürger sehen diese NRW-weit höchste Quote eher als einen Makel. Woran liegt das?

Das sind unterschiedliche Weltbilder, die da aufeinandertreffen. Viele Menschen setzen sich mit dem Thema nicht ausreichend auseinander. Migration und Integration wird immer mit Nachteilen gleichgesetzt. Wir müssen allerdings system- und migrationsspezifische Barrieren abbauen und die strategische Bedeutung der Regelsysteme hervorheben. Bildung und Qualifizierung sowie Zugang zum Arbeitsmarkt sind immer entscheidende Schlüssel, um sich ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu ermöglichen.

Dazu gehört aber auch die Bereitschaft, sich darauf einzulassen, oder?

Es gibt auch unter den Deutschen bildungsaffine Menschen und weniger Engagierte – das ist in jeder Nation gleich. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Schokolade fair naschen

12. April 2022

AllerWeltHaus und VHS laden zum Genuss

Schokolade Ernte Foto lobOlmoIn der Kakaoernte steckt gefährliche Handarbeit. Auf konventionellen Plantagen arbeiten auch viele Kinder, die sich im Umgang mit der Machete leicht verletzen können. Foto: lobOlmo.

Schokolade gehört zu den beliebtesten Süßigkeiten weltweit. Sie ist köstlich, schmilzt auf der Zunge und ruft Glücksgefühle hervor. Ihre Hauptbestandteile sind Kakao, Zucker und Milch. Wie werden aus diesen Zutaten eigentlich Schokoladentafeln hergestellt? Wer verdient mit ihnen das große Geld? Ist Schokolade gesund und wer hat sie erfunden?

Das AllerWeltHaus und die VHS haben Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael Wolfsteiner eingeladen, am Mittwoch, 27. April, um 19 Uhr in der „Weltbilderreihe“ in ihrer Multivisionsshow diesen Fragen in der Villa Post an der Wehringhauser Straße 38 auf den Grund zu gehen.

Die Live-Reportage beginnt in den mystischen Regenwäldern Guatemalas, wo die Maya bereits vor 1.500 Jahren aus den Früchten des Kakaobaums Trinkschokolade zubereiteten. Sie führt zu den ersten Schokoladenfabriken Europas und den Gründen, warum heute im konventionellen Kakaosektor Armut und Kinderarbeit weit verbreitet sind.

Eine Alternative bietet der Faire Handel, weshalb die beiden Fotojournalisten drei bio-zertifizierte Fair-Trade-Kleinbauernverbände besucht haben: in Bolivien Kakaobauern von EL CEIBO, in Paraguay Zuckerrohrbauern von Manduvira und in Deutschland eine Milchbauernfamilie der Molkerei Berchtesgadener Land. Mit außergewöhnlichen Fotos berichtet das weitgereiste Duo über deren Arbeitsalltag und zeigt, wie der Faire Handel im Globalen Süden und Norden wirkt.

Als Fotografen und Journalisten mit dem Schwerpunkt Fairer Handel sind Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael Wolfsteiner Mitglieder der World Fair Trade Organisation (WFTO). Statt eines festen Eintrittsgeldes gibt jede/r, was er/sie mag. Anmeldung unter www.vhs-hagen.de/kurse/kurs/221-1447 oder unter Tel. 02331/ 2073622.

„Haltung zeigen“: Rund 400 Teilnehmende

1. April 2022

Positives Fazit der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2022

„Haltung zeigen.“ – unter diesem Motto fanden von Montag, 14. März, bis Sonntag, 27. März, die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR) in Hagen statt. Das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen hat das vielfältige Programm gemeinsam mit 31 Kooperationspartnern organisiert. Die Anzahl der Veranstaltungen stieg im Vergleich zum Vorjahr von 18 auf 35 Veranstaltungen mit insgesamt rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

„Es ist notwendig, rassismuskritisch zu sein und sich für ein Leben in Vielfalt einzusetzen“, so Güler Kahraman, Leiterin des KI zum Ende der Aktionswochen. In diesem Zuge betont sie, dass die IWgR einen wertvollen Beitrag gegen Rassismus leisten und bedankt sich für den Einsatz der Kooperationspartner und Teilnehmer. Die IWgR haben deutlich gemacht, dass Räume geschaffen werden müssen, um miteinander zu reden, sich auszutauschen, zuzuhören und um zu lernen.

Rückblick auf das Angebot der IWgR 2022

Den Auftakt bildete die Lesung „Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes“ von Ozan Zakariya Keskinkılıç unter der Moderation von Emine Aslan. 45 Teilnehmende verfolgten die Beiträge des Autors und der Moderatorin. Die Lesung fand im Rahmen der Lesereihe „buch|haltung“ statt, die das KI zusammen mit dem Allerwelthaus und dem Jugendring organisiert.

Für eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadtbücherei hat das KI die Autorin Tebogo Nimindé Dundadengar zu der Lesung ihres gemeinsamen Buches mit Olaolu Fajembola „Gib mir mal die Hautfarbe – mit Kindern über Rassismus sprechen“ nach Hagen eingeladen. Die 55 teilnehmenden Eltern, Pädagogen, Erzieher und Lehrer hatten hierbei die Möglichkeit, über antirassistische Erziehung zu sprechen, sich mit praxisnahen Fragen auseinanderzusetzen und eigene Erfahrungen auszutauschen.

Neben einigen Onlineveranstaltungen konnten unter Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen auch wieder Präsenzveranstaltungen angeboten werden. Es gab unter anderem Ausstellungen, Filmvorführungen, Theaterstücke und Themenspaziergänge.

Die Mitwirkenden zeigten aber nicht nur bei den Veranstaltungen Haltung gegen Rassismus. Sie teilten auch Fotos von sich mit dem Logo „100 Prozent Menschenwürde – zusammen gegen Rassismus“ in den sozialen Medien und setzten somit ein Zeichen für Toleranz und Respekt.

IWgR werden auch 2023 stattfinden

Das KI lädt für das nächste Jahr weitere Organisationen, Institutionen und Vereine ein, sich vom 20. März bis 2. April 2023 mit eigenen Beiträgen an den Aktionswochen zu beteiligen. Kontaktinformationen finden Interessierte auf der Internetseite des KI unter www.hagen.de/KI-Hagen.

Gastfamilien für Minderjährige gesucht

31. März 2022

Flagge UkraineAufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine müssen Betroffene auf der Suche nach Sicherheit ihre Heimat zurücklassen. Für viele Geflüchtete bietet die Stadt Hagen einen Ort der Zuflucht. Doch nicht nur Familien und erwachsene Personen kommen in der Volmestadt an – viele Minderjährige haben sich ohne ihre Eltern oder andere erwachsene Begleitpersonen auf den Weg nach Deutschland gemacht.

Im Rahmen des „Gastfamilienkonzepts“, das bereits 2016 und 2017 erfolgreich eingesetzt wurde, sucht die Stadt Hagen gemeinsam mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) nach Familien, die minderjährige Zufluchtssuchende bei sich aufnehmen können.

Gastfamilien bieten aktive Hilfe in Krisenzeiten

„Wir als Stadt sehen schon seit vielen Jahren, dass das Gastfamilienkonzept in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst katholischer Frauen gut funktioniert“, sagt Margarita Kaufmann, Beigeordnete des Vorstandsbereichs für Jugend und Soziales, Bildung und Kultur. „Für das Engagement der vielen Hagenerinnen und Hagener in diesen besonders schwierigen Zeiten sind wir sehr dankbar“, sagt Kaufmann.

Im Rahmen des „Gastfamilienkonzepts“ können sich Hagener Bürgerinnen und Bürger dazu bereit erklären, unbegleiteten Minderjährigen in Krisenzeiten aktiv zu helfen. Dazu nehmen sie Zufluchtssuchende in ihrem Haushalt auf und begleiten und unterstützen diese während ihres Aufenthaltes in Hagen. „Die Schicksale der Jugendlichen sind vielfältig und oft von Verlusten geprägt. Nach ihrer Ankunft warten dann neue Herausforderungen auf die jungen Menschen“, sagt Michael Gebauer, Geschäftsführer des SkF.

Die Gastfamilien bieten den Jugendlichen bis zu ihrer Volljährigkeit einen Schutzraum, Sicherheit und zugleich einen geeigneten Einstieg in das geregelte Leben in hiesigen Haushalten. „Hier sollen die Jugendlichen die Möglichkeit haben, nach ihrem langen Weg zur Ruhe zu kommen“, sagt Gebauer. Für die Zusammenführung einer Familie mit einer oder einem minderjährigen Geflüchteten ist die Zustimmung der oder des Zufluchtssuchenden notwendig. Grundlage für das Gastfamilienkonzept bietet das Sozialgesetzbuch VIII.

Infoveranstaltung für potenzielle Gastfamilien

Für Familien, die bereit sind, eine jugendliche Person bei sich aufzunehmen, bietet der SkF am Donnerstag, 7. April, um 18 Uhr im Haus der Begegnung (HdB), Hochstraße 83d, eine Infoveranstaltung zum „Gastfamilienkonzept 2.0“ an. Hier erhalten Interessierte wichtige Informationen über die Vorbereitung und nötige Voraussetzungen für die Aufnahme einer oder eines minderjährigen Geflüchteten sowie den späteren Aufenthalt in den Familien. Diese werden während der gesamten Zeit durch den SkF begleitet.

Der Träger schult Interessierte, stellt den regelmäßigen Austausch der Gastfamilien sowie der Jugendlichen untereinander sicher und begleitet alle Beteiligten in ihren spezifischen Fragestellungen. Eine Anmeldung zu der Infoveranstaltung ist erforderlich und kann unter Telefon 02331/367430 vorgenommen werden.

Zahl der Minderjährigen steigt weiter

65 unbegleitete Minderjährige, davon 11 aus der Ukraine, befinden sich aktuell in Hagen. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der minderjährigen Zufluchtssuchenden durch die andauernde Situation in der Ukraine in der nächsten Zeit weiter wachsen wird.

Unbegleitet sind alle Minderjährigen, also Kinder und Jugendliche, die noch nicht 18 Jahre alt sind und die ohne Begleitung von Personen- oder Erziehungsberechtigten einreisen. Daraus ergibt sich nach ihrer Ankunft der Auftrag des Jugendamtes zum Tätigwerden im Sinne des Kinderschutzes. Einige Jugendliche haben bereits Familienanschluss gefunden, andere leben zum Beispiel in Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen oder zum Teil in eigenen Wohnungen, in denen sie durch einen ambulanten Dienst unterstützt werden.

Achtung: Kanalhaie!

29. März 2022

Verbraucherzentrale Hagen: Schnäppchenpreise sind nur das Einfallstor

Aus aktuellem Anlass warnt das Projekt „Klimafolgen und Grundstücksentwässerung“ der Verbraucherzentrale NRW vor vermeintlich günstigen Angeboten für einen Kanal-Check. Verbraucher sollten bei auffallend günstigen Angeboten in Zeitungsannoncen, an der Haustür oder am Telefon sehr skeptisch sein. Oft dienen sie nur als Türöffner, um anschließend geschickt zu einer stark überteuerten und im schlimmsten Fall unnötigen Sanierung zu überrumpeln.

Janine Pühl, Leiterin der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Hagen, kennt die Masche unseriöser Firmen und rät: „Generell sollte man hochpreisige Sanierungsaufträge nie übereilt abschließen, egal wie dringlich die Sanierung angeblich ist. Vor einer Auftragserteilung sollten immer mehrere schriftliche Angebote eingeholt und Leistung sowie Preise in Ruhe miteinander verglichen werden. Hat man sich doch zu einer Unterschrift drängen lassen, gibt es in bestimmten Fällen immer noch ein Widerrufsrecht, von dem man auch nach Beginn der Arbeiten noch Gebrauch machen kann, um Schlimmeres zu verhindern.

Das Projekt „Klimafolgen und Grundstücksentwässerung“ weist auf seine Beratungsangebote zu Prüfung und Sanierung privater Abwasserleitungen hin. Nutzen Sie diese Angebote vor einer Auftragserteilung, das ist der beste Schutz vor Abzocke.

Im Übrigen sind Grundstückseigentümer nur unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Überprüfung ihrer Abwasserleitungen verpflichtet, etwa, wenn ein begründeter Verdacht für eine Undichtigkeit besteht.

Zudem darf eine Zustands- und Funktionsprüfung nur von einem anerkannten Sachkundigen durchgeführt werden und kostet beispielsweise bei einer 10 Meter langen Abwasserleitung zwischen 300 und 600 Euro. Sofern tatsächlich Schäden in den Leitungen vorhanden sein sollten, gibt es Sanierungsfristen bis zu 10 Jahren – je nach Schwere des Schadens.

Das Projekt „Klimafolgen und Grundstücksentwässerung“ der Verbraucherzentrale NRW berät kostenlos zur Sanierung von Abwasserleitungen unter 0211-3809300 oder unter abwasser@verbraucherzentrale.nrw.

„Denke global – handle lokal!“

27. März 2022

Das Nachhaltigkeitszentrum Hagen

Imagespot des Hagener Nachhaltigkeitszentrum. Ein kleiner Film, der kurz und prägnant die Dinge auf den Punkt bringt und sich in seiner zeitgemäßen Bildsprache deutlich von dem biederen Imagefilm der Stadt Hagen unterscheidet (https://www.youtube.com/watch?v=fVP1RCDXuHc).

Spätestens seit der Hochwasserkatastrophe im Juli ist den meisten Menschen klar: Der Klimawandel ist auch in unserer Region angekommen. Er bleibt kein weit entferntes, nicht greifbares Konstrukt mehr, sondern ist nun auch vor der eigenen Haustür sichtbar.

Die engagierten Menschen von Hatopia, die 2021 das Nachhaltigkeitszentrum Hagen e.V. eröffnet haben, wollen ihm und seinen Folgen mit innovativen Konzepte und Ideen entgegentreten.

Für wen das Nachhaltigkeitszentrum noch kein Begriff ist: Es nahm im September seinen Betrieb in der Bismarckstraße 27 in Hagen-Wehringhausen auf und beheimatet unter anderem Hagens einzigen Umsonstladen. Die Räumlichkeiten werden außerdem für verschiedene Jugend- und Klimaprojekte wie beispielsweise ein Upcycling-Puppentheater für Kinder genutzt oder ein bald startendes Musikprojekt für Kinder aus Wehringhausen, in dem Musikinstrumente aus Recyclingmaterialien gebaut werden. Doch auch die Inbetriebnahme einer Offenen Werkstatt und viele weitere Projekte sind geplant.

Die Umtriebigkeit und das hohe Engagement aller freiwillig Beteiligten resultiert aus einem Wettlauf mit der Zeit. Klimaschutz ist noch immer nicht vollends in der Gesellschaft angekommen. Statt mit Dystopien und düsteren Vohersagen zu arbeiten, sollte das Ziel eigentlich sein, den Menschen eine lebenswerte Zukunftsperspektive in gegenseitiger Rücksichtnahme aufzuzeigen.

Das Nachhaltigkeitszentrum Hagen hat nun seinen ersten Imagespot (s. oben) veröffentlicht, der in Zusammenarbeit mit dem Hagener Regisseur und Kameramann Robin Baesch und seinem Team entstand. Mit viel Wehringhauser Stadtteilbezug und eindrucksvoller Bildsprache wird für die Konzepte und Visionen des Nachhaltigkeitszentrums geworben.

Gemeinsam mit den Menschen aus Hagen sollen diese Bilder und Konzepte in die Realität geholt werden. Wer Interesse hat, sich für ein nachhaltiges und klimapositives Hagen einzusetzen, der oder die kann sich unter mail@hatopia.de melden oder kommt einfach montags, mittwochs oder freitags zwischen 16-19 Uhr zu den regulären Öffnungszeiten des Umsonstladens auf ein Gespräch vorbei.

Weitere Infos gibt es auch über die sozialen Medien über „hatopia1“ (Entweder auf Youtube, Facebook oder Instagram) oder auf www.hatopia.de.

Die Rolle Chinas im Ukrainekrieg

26. März 2022

Flagge UkraineEinen kostenlosen Online-Vortrag über die Rolle Chinas im Ukraine-Krieg mit Professorin Susanne Weigelin-Schwiedrzik bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Sonntag, 27. März, von 19.30 bis 21 Uhr an.

Russlands Präsident hat mit dem Krieg gegen die Ukraine den größten Teil der Weltgemeinschaft gegen sich vereint. Anders als der Westen, der Russland wirtschaftlich und politisch weitestgehend isoliert hat, äußert sich China bisher sehr zurückhaltend zum Konflikt. Dabei scheint die chinesische Führung alles andere als begeistert von der Eskalation zu sein.

An diesem Abend diskutiert Prof. Weigelin-Schwiedrzik, welche Bedeutung der Krieg in der Ukraine für die russisch-chinesischen Beziehungen hat. Sie ist Professorin für Sinologie am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien.

Eine Anmeldung zu dem Vortrag mit der Kursnummer 0145Z ist über die Webseite www.vhs-hagen.de möglich. Die Online-Zugangsdaten für den Vortrag sind bei dem Kurs auf der Internetseite hinterlegt. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

Deutschkurs für ukrainische Geflüchtete

25. März 2022

Flagge UkraineAufgrund zahlreicher Nachfragen bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) ab Dienstag, 29. März, einen Deutschkurs für ukrainische Geflüchtete an. „Da wir schnell und unbürokratisch helfen möchten, haben wir unsere interne Geburtstagskasse gespendet“, sagt Bianca Sonnenberg, Leiterin der VHS Hagen. „So können wir diesen durch den VHS-Förderverein finanzierten Deutschkurs zusätzlich unterstützen.“

Ziel des „Brückenkurses“ ist es, geflüchteten Familien eine erste Orientierung zu bieten und ihnen bei der Vernetzung mit anderen Geflüchteten zu helfen. Aktuell befinden sich viele Ukrainerinnen mit ihren schulpflichtigen Kindern in der Stadt, die auf einen Platz in einer Schule warten.

Weitere Informationen zu dem Kursangebot erhalten Interessierte unter Telefon 02331/207-5325 und 02331/207-4291 sowie per E-Mail an vhs@stadt-hagen.de.

Ukraine-Hilfe: Hotline für Geflüchtete

24. März 2022

Flagge UkraineAb sofort können kriegsbedingt geflüchtete Personen aus der Ukraine bei der Ausländerbehörde der Stadt Hagen telefonisch Termine vereinbaren, um eine Aufenthaltserlaubnis zu beantragen und melderechtliche Fragen zu klären.

Betroffene erreichen die Ausländerbehörde zur Terminabsprache von montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr unter Telefon 02331/207-5060. Die Termine finden in der Regel montags, dienstags oder donnerstags im Vormittagsbereich statt. Nach Möglichkeit wird bei dem Termin eine sogenannte „Fiktionsbescheinigung“ ausgestellt, mit der die Arbeitsaufnahme für die Geflüchteten umgehend möglich ist.

Für alle anderen ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger besteht weiterhin die Möglichkeit, über die Homepage der Stadt Hagen unter https://terminvergabe.hagen.de/ online Termine zu buchen. Es wird um Verständnis gebeten, dass es dort aufgrund der aktuellen Situation zu Engpässen kommen kann. Gleiches gilt für die Bürgerämter in Hohenlimburg, Haspe und Boele.

Eine Welt – zwei Pandemien

23. März 2022

AllerWeltHaus Hagen lädt zur Experten-Talkrunde

Jessica Bönn Foto Jessica BönnCorona fordert Todesopfer auf der ganzen Welt. Aber reiche und arme Länder sind auf völlig andere Art gefährdet in dieser Pandemie. Das AllerWeltHaus Hagen lädt ein zur einer kostenlosen digitalen Talkrunde zum Thema, die am Mittwoch, 30. März, um 19 Uhr auf Zoom stattfindet und auf Youtube übertragen wird.

Als Referentin ist auch die Hagenerin Jessica Bönn dabei (Foto: privat). Sie hat den Verein Capetopia gegründet, der mit einem Solarprojekt im Südafrikanischen Kapstadt das Schulgeld für Kinder aus finanzschwachen Familien finanzieren will. Sie ist gerade von einem längeren Aufenthalt in Kapstadt zurückgekehrt.

Im Norden besteht eine direkte Gefahr für die Gesundheit. Die Menschen im Globalen Süden leiden dagegen weit mehr unter den wirtschaftlichen und strukturellen Nebeneffekten der Pandemie. Manche nennen es die „Schattenpandemie“. In Ländern wie Kenia oder Sierra Leone verhungern die Menschen eher, als dass sie am Coronavirus sterben.

An diesem Abend teilen in der Ruhr Global-Talkrunde Menschen ihre Expertise mit Blick auf das große Ganze des Pandemie-Geschehens weltweit und auf die aktuellen Verhältnisse im Süden Afrikas, wo die Gesellschaft stark durch Kinder und Jugendliche geprägt ist. Was sind hier die Folgen für die Bildungschancen (SDG 4) oder die Geschlechtergerechtigkeit (SDG 5)? Gibt es inmitten der Misere auch neue Impulse, Hoffnungen, kreative Lösungsansätze der Krise und strukturelle Veränderungen?

Jessica Bönn berichtet dabei frisch aus Kapstadt. Bulemu Mutale lebt in Hamm und engagiert sich für die Frauenorganisation „Zubo Trust“ in ihrer Heimat Zimbabwe. Jochen Steinhilber leitet das Referat Globale und Europäische Politik der Friedrich-Ebert-Stiftung. Den Abend moderiert Kay Bandermann, Wirtschaftsjournalist.

Nähere Infos und Anmeldung unter www.fair-rhein.de/ruhrglobal oder im AllerWeltHaus unter Tel. 02331/ 21410.

Kundenärger im Telefonshop

23. März 2022

Zum Weltverbrauchertag am 15. März informierte die Beratungsstelle Hagen über Kundenrechte bei Telefon- und Internetverträgen

Wer sich im Geschäft über einen neuen Handytarif informieren möchte, hofft auf eine persönliche Beratung ganz im Sinne der individuellen Bedürfnisse. „Viel zu oft verlassen Verbraucher:innen jedoch mit überteuerten Verträgen und Zusatzleistungen, die sie gar nicht benötigen, das Ladenlokal“, berichtet Janine Pühl, Leiterin der Hagener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW.

Damit Kundinnen und Kunden wissen, worauf sie sich beim Vertragsabschluss einlassen, sind Anbieter seit Dezember 2021 dazu verpflichtet, vorab eine Vertragszusammenfassung in Textform vorzulegen. In der Praxis wird dies jedoch nicht hinreichend umgesetzt. Das ergab eine Stichprobe, die die Verbraucherzentrale NRW im Vorfeld des diesjährigen Weltverbrauchertages landesweit in 198 Telefongeschäften durchgeführt hat. Die Tipps der Verbraucherzentrale NRW helfen, im Tarifdschungel den Überblick zu behalten und keine ungewollten Verträge abzuschließen.

Bedarf ermitteln und Preise vergleichen

Wie viele Minuten telefoniere ich? Wie viel Datenvolumen verbrauche ich pro Monat? Wie schnell soll die Datenübertragung sein? Vor einem Beratungsgespräch sollten sich Verbraucher:innen fragen, welche Ansprüche sie an einen Tarif haben. Wer vorbereitet in ein Verkaufsgespräch geht, kann die dort unterbreiteten Angebote besser einschätzen. Wer sein Smartphone überwiegend für E-Mails und Messengerdienste nutzt, benötigt zum Beispiel keine 6 Gigabyte Datenvolumen im Monat – auch wenn der Verkäufer dies als ganz besonderes Angebot preist. Wer seinen Bedarf kennt, kann auch die Preise unterschiedlicher Anbieter besser vergleichen. Dabei helfen Produktinformationsblätter, die Händler ihren Kund:innen aushändigen müssen.

Vertragsunterlagen prüfen

Wer sich für einen Tarif entschieden hat, sollte die Vertragsunterlagen genau prüfen. Bevor der Vertrag unterschrieben wird, müssen Händler eine Vertragszusammenfassung in Textform vorlegen. Darin müssen ausdrücklich die Kontaktdaten des Mobilfunkanbieters, wesentliche Merkmale der einzelnen zu erbringenden Dienste, Aktivierungsgebühren und die Laufzeit sowie Bedingungen für Verlängerung und Kündigung stehen. Kunden sollten auch prüfen, ob sich mündliche Zusagen des Verkäufers exakt im Vertrag wiederfinden. Vor der Zustimmung zu einem Vertrag sollten Kunden alle für den Vertrag wichtigen Unterlagen zur Kenntnis nehmen können. Dazu gehören neben dem Vertragsformular auch noch die Leistungsbeschreibung, das Preisverzeichnis, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sowie die Vertragszusammenfassung und das Produktinformationsblatt.

Vertragsabschluss bereut – was tun?

Im Handyshop abgeschlossene Verträge können in der Regel nicht im Nachhinein widerrufen werden. Dies ist nur bei Verträgen möglich, die im Internet oder am Telefon abgeschlossen wurden. Die Kunden sind für die Mindestvertragslaufzeit von in der Regel 24 Monaten an den Vertrag gebunden. Haben Kunden Zweifel, ob der Vertrag rechtmäßig zustande gekommen ist, oder stellen sie im Nachhinein fest, dass die Leistungen nicht dem entsprechen, was im Vertrag vereinbart worden ist, dann sollten Betroffene rechtlich prüfen lassen, ob der Vertrag angefochten, außerordentlich gekündigt und Schadensersatz geltend gemacht werden kann.

Vertrag kündigen

Wer mit seinem Vertrag nicht zufrieden ist, hat seit Dezember 2021 verbesserte Kündigungsbedingungen. Neue Verträge dürfen zwar weiterhin für bis zu 24 Monate abgeschlossen werden. Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit können sie jedoch jederzeit mit einer einmonatigen Frist gekündigt werden. Eine automatische Verlängerung eines Laufzeitvertrages um ein weiteres Jahr ist nicht mehr zulässig. Das neue Gesetz gilt auch für bereits bestehende Verträge, die vor dem 1. Dezember 2021 geschlossen wurden.

Weiterführende Infos und Links:

Bei Ärger mit dem Handyvertrag hilft die Beratungsstelle Hagen per Mail, telefonisch oder nach vorheriger Terminvereinbarung. Die Kontaktdaten finden Ratsuchende unter www.verbraucherzentrale.nrw/hagen

Weitere Informationen zu Telekommunikationsverträgen und der Marktstichprobe der Verbraucherzentrale NRW gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/handyvertrag

Nach Querelen trennt sich Rotes Kreuz von Vorständin

20. März 2022

Beim DRK-Kreisverband Hagen steht ein Wechsel im Vorstandsduo an: Nach den erheblichen, meist anonym vorgetragenen Vorwürfen gegen eine Vorständin, bei denen es nicht bloß um Machtmissbrauch und mangelhaften Führungsstil ging, entschied jetzt das Präsidium, den im Herbst auslaufenden Vertrag der 50-Jährigen nicht zu verlängern und hat die Führungskraft sogar mit sofortiger Wirkung freigestellt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Bereits vor einem Jahr ging ein einschlägiger Bericht durch die Presse („Anonyme Kritik: dicke Luft beim DRK Hagen„)

Ukraine-Hilfe: Infopoint am Montag bitte nur in dringlichen Fällen aufsuchen

19. März 2022

Flagge UkraineKriegsbedingt geflüchtete Personen aus der Ukraine sollten einen Besuch im Infopoint der Stadt Hagen, Berliner Platz 22, wenn möglich, nicht am kommenden Montag, 21. März, einplanen.

Grund dafür ist, dass am Montag die Zuweisung von kriegsbedingt Geflüchteten durch das Land erfolgt und die Mitarbeiter des Fachbereichs Integration, Zuwanderung und Wohnraumsicherung der Stadt Hagen, die sich beispielsweise um die Leistungsgewährung kümmern, an diesem Tag eingebunden sind. Dennoch ist der Infopoint für dringliche Fälle auch am Montag zu den bekannten Zeiten von 8 bis 16 Uhr besetzt.

Der Infopoint der Stadt Hagen steht den geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern von montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr vor Ort oder unter Telefon 02331/207-5020 zur Verfügung. Informationen für Geflüchtete und Hagenerinnen und Hagener, die helfen möchten, finden Interessierte mehrsprachig auf www.hagen.de/ukraine-hilfe.

Ukraine-Krieg: Unterbringung von Geflüchteten große Herausforderung für die Stadt

18. März 2022

Flagge UkraineDer Infopoint der Stadt Hagen für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer registrierte und beriet bislang 774 Menschen. 271 Personen davon sind von der Stadt untergebracht worden. Das Team des Infopoint weiß zudem von 230 weiteren Personen, die zwar vorübergehend privat unterkommen konnten, aber absehbar ebenfalls eine Unterbringung durch die Stadt benötigen.

Die weiter steigenden Zahlen von Geflüchteten aus der Ukraine kann Deutschland nur durch vereinte Kraftanstrengung von Bund und Ländern bewältigen – so das Bundesinnenministerium. Vor diesem Hintergrund startet ab der kommenden Woche die zentrale Zuweisung von geflüchteten Menschen an die Kommunen auf Grundlage des sogenannten Königsteiner Schlüssels. Dieser regelt anhand von Größe und Steueraufkommen eines Bundeslandes, zu welchem Anteil das jeweilige Bundesland Geflüchtete aufnehmen muss.

Auf diese Weise werden ab Anfang nächster Woche zahlreiche weitere Ukrainerinnen und Ukrainer in Hagen erwartet, die ebenfalls unverzüglich untergebracht werden müssen. „Es ist für uns eine zunehmend größer werdende Herausforderung“, sagt Sebastian Arlt, Ordnungsdezernent und Leiter des Krisenstabs der Stadt Hagen. „Wir müssen daher jetzt zu allererst den Menschen eine Unterkunft bieten, die uns vom Land zugewiesen werden. Darüber hinaus werden wir weitere Menschen aus der Ukraine zunächst vorrangig im Rahmen von Familienzusammenführungen in unserer Stadt aufnehmen können.“

Nach der Unterbringung entstehen weitere dringende Bedarfe etwa an Kita- und Schulplätzen. „Auch in dieser Hinsicht müssen wir den geflüchteten Menschen gerecht werden. Wobei die Kapazitäten in Hagen wirklich sehr begrenzt sind. Auch das unterstreicht, wie sinnvoll die jetzt beginnende bundes- beziehungsweise landesweite Verteilung auf die Kommunen ist“, so Arlt. „Wir vertrauen darauf, dass im solidarischen Zusammenwirken aller Städte und Kommunen jeder geflüchtete Mensch die erforderliche Hilfe umgehend erhält und werden auch weiterhin dafür einstehen.“

Der Infopoint der Stadt Hagen steht geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern weiter hin montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr vor Ort oder unter Telefon 02331/207-5020 zur Verfügung. Informationen für Geflüchtete und Hagenerinnen und Hagener, die helfen möchten, finden Interessierte mehrsprachig auf www.hagen.de/ukraine-hilfe.

Hagener NS-Opfer und Menschenrechte

15. März 2022

Wochen gegen Rassismus: Doppelausstellung im Rathaus

Zwei Ausstellungsformate zu den Themen „Hagener Opfer der NS-Militärjustiz“ und „Hagenerinnen und Hagener erklären 30 Menschenrechte in 26 Sprachen“ können Interessierte im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ab heute, 14. März, bis Freitag, 25. März, im Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, 1. Obergeschoss, im Foyer, besuchen. Die Ausstellungen sind montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr zu sehen.

Die Wanderausstellung „Hagener Opfer der NS-Militärjustiz“ von Studierenden des Rahel-Varnhagen-Kollegs unter der Leitung ihres Geschichtslehrers Pablo Arias zeigt eine eindrucksvolle Dokumentation über Hagener Opfer der nationalsozialistischen Militärjustiz in den Jahren 1933 bis 1945. Auf 13 Schautafeln werden Opfer- und Täterbiografien sowie menschliche Schicksale von Personen, deren Namen bis heute in Hagen bekannt sind, vorgestellt.

Ergänzt wird die Ausstellung durch sieben Schautafeln des Dokumentations- und Informationszentrums Torgau, die am Beispiel des Leutnants Arne Bischoff das Schicksal eines Soldaten darstellen. Die Wanderausstellung des Rahel-Varnhagen-Kollegs ist im Laufe des Jahres unter anderem noch in verschiedenen Hagener Schulen zu sehen.

Außerdem zeigt die Amnesty International-Gruppe Hagen im Foyer anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Menschenrechtsorganisation Amnesty International einen Videobeitrag zum Thema Menschenrechte. Dort stellen Menschen aus Hagen, der Region und der Welt die 30 Menschenrechte in 26 Sprachen vor. Über einen QR-Code im Eingangsbereich des Rathauses an der Volme können sich Interessierte den Videobeitrag direkt auf ihre Medien laden.

In der Stadtverwaltung gilt die 3G-Regel, eine entsprechende Kontrolle findet im Eingangsbereich des Rathauses an der Volme statt.

Ukraine-Krieg: Zahl der Geflüchteten steigt

12. März 2022

Stadthalle wird Notunterkunft

Flagge UkraineDie Zahl der in Hagen angekommenen Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten mussten, steigt: Der eingerichtete Infopoint der Stadt Hagen hat bislang 460 Menschen registriert und beraten. Über 150 Geflüchtete hat die Stadtverwaltung in den vergangenen Tagen untergebracht.

„Wir rechnen am Wochenende damit, die Belegung der Notunterkunft in der Karl-Adam-Halle auszuschöpfen“, sagt Natalia Keller, Fachbereichsleitung Integration, Zuwanderung und Wohnraumsicherung. „Daher richten wir kurzfristig eine zweite Notunterkunft im Sinfonium in der Stadthalle ein. Hier können 100 weitere Personen unterkommen.“ Die Sporthalle Damsheide wird ebenfalls als mögliche Notunterkunft in der kommenden Woche anvisiert.

Längerfristig bringt die Stadt Hagen die geflüchteten Menschen in Wohnungen unter und stellt sich zu diesem Zweck derzeit zweigleisig auf: Einerseits gibt es eine Kooperation mit den Hagener Wohnungsgesellschaften, andererseits wird die Stadtverwaltung auch private Wohnungen anmieten. Es gehen zahlreiche Angebote von engagierten Hagenerinnen und Hagenern ein, die Wohnraum anbieten. Die Sichtung der Angebote, die Überprüfung des Wohnraums und somit eine Rückmeldung seitens der Stadt Hagen werden einige Zeit in Anspruch nehmen.

Informationen für Geflüchtete und Hagenerinnen und Hagener, die helfen möchten, stehen mehrsprachig auf www.hagen.de/ukraine-hilfe zur Verfügung.

Vorwurf der Geschmacklosigkeit gegen Bunker

10. März 2022

Unter simuliertem Fliegeralarm sollte man sich im Bunkermuseum in die Situation der Ukrainer hineinversetzen können. Die Kritik ist deutlich. (…)

Zu den Kritikern im Netz und in der Öffentlichkeit gehört auch Thomas Walter, Vorsitzender des Kulturausschusses und Geschichtslehrer. „Wobei ich sagen möchte, dass ich hier meine Meinung als Privatperson vertrete. Das Schicksal der Ukrainer darf hier nicht für solche Veranstaltungen benutzt werden. Das ist geschmacklos. Es ist wichtig zu spenden. Aber der gute Zweck darf nicht die Mittel heiligen.“

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Pfadfinder spenden für das AllerWeltHaus

10. März 2022

Dieser Besuch der Pfadfinder brachte dem AllerWeltHaus Hagen an der Potthofstraße gleich mehrfache Freude. Die Rover-Gruppe Pfadfinderschaft DPSG Sankt Elisabeth Hagen kam, um eine Spende zu überreichen, die helfen soll die Schäden im Haus
zu beseitigen.

Der Weltladen, das Café und der Kultur- und Bildungsbereich sind durch die Flutnacht im Juli 2021 massiv in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Das Café muss seitdem ganz geschlossen bleiben, der Weltladen öffnet montags bis samstags von 12 bis 15 im Obergeschoss und die Kultur- und Bildungsarbeit findet außer Haus statt.

Bei der Spendenübergabe nutzte die Rover-Gruppe die Gelegenheit, Einiges über das AllerWeltHaus, seine Struktur und Aufgaben zu erfahren und die Flutschäden vor Ort selbst in Augenschein zu nehmen. Beim Abschied hieß es: „Wenn ihr irgendwie mal Hilfe braucht bei der Renovierung, sagt einfach Bescheid.“

Fairer Handel stärkt Rechte der Pflückerinnen

9. März 2022

Eine Rose sagt mehr als tausend Worte. Gerade zum Weltfrauentag dient sie als Symbol für Anerkennung und Wertschätzung. Diese Werte sollten aber schon beim Anbau der Blumen gelten. Doch das sieht in den Anbauländern oft anders und für Frauen gar nicht rosig aus. Rosen kommen meist aus Ostafrika. Viele Pflückerinnen auf den Farmen in Kenia, Äthiopien und Tansania arbeiten ohne Arbeitsverträge, Arbeitsschutz oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Dass es anders geht, darauf macht die Aktion „Flower Power – Sag’s mit fairen Blumen“ von Fairtrade Deutschland aufmerksam. Hagen ist seit 2013 eine Stadt des Fairen Handels und hat die bundesweite Aktion mit einer „Rosen-Demo“ aufgegriffen. Im Volkspark wurden rund einhundert Passantinnen auf die sprechenden Rosen aufmerksam.

Der faire Handel stärkt die Rechte der Blumenarbeiterinnen und verbessert ihre Arbeits- und Lebenssituation verbessern. Bereits ein Drittel der Rosen, die hierzulande verkauft werden, tragen das Fairtrade-Siegel.

Fairtrade-Blumenplantagen sind verpflichtet, ihre weiblichen Mitarbeiterinnen zu fördern. Die Gleichberechtigung gilt vielen Experten als zentraler Schlüssel der „Weltverbesserung“. Auch das zeigt sich immer wieder: Je selbstständiger Frauen wirtschaften, je besser entwickelt sich ihr gesamtes Umfeld.

Näheres unter https://www.fairtrade-deutschland.de/aktiv-werden/aktuelle-aktionen/rosenaktion-2022

Verdi ruft Beschäftigte aus Kitas zum Warnstreik auf

7. März 2022

Mitarbeiter im Sozial- und Erziehungsdienst sind zum Warnstreik aufgerufen. Allein in städtischen Einrichtungen geht es um 650 Mitarbeiter.

„Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zeigen sich über das fehlende Entgegenkommen der Arbeitgeber bei den Verhandlungen am vergangenen Freitag enttäuscht“, betont Christoph Temming von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) in Hagen. (…)

Deshalb hat ver.di die kommunalen Beschäftigten der Kitas, der sozialen Dienste und der Behindertenhilfe in Hagen zu einem ersten Warnstreik am 8. März aufgerufen. (…)

Quelle: wp.de

Ideen sammeln im Stadtteilhaus Vorhalle

6. März 2022

Einen Kurs zum Thema „Lebendiges Vorhalle: Machen, statt meckern“ bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 8. März, von 19 bis 21 Uhr im Stadtteilhaus Vorhalle, Vorhaller Straße 36, an.

Der Kurs dient als Treffpunkt für engagierte Vorhaller Bürgerinnen und Bürger zu einem Ideenaustausch, um den Stadtteil Hagen-Vorhalle mit Leben zu füllen. Interessierte Vorhallerinnen und Vorhaller sind herzlich eingeladen zur Ideensammlung und zur Umsetzung von sozialen und kreativen Projekten für den Stadtteil, welche verschiedene Themen und Anliegen umfassen können wie beispielsweise ein Stricktreff, Urban Gardening, Spieleabende, Tanzkurse, Lesung oder Filmabende.

Mit diesem Kurs unterstützt die VHS das bürgerliche Engagement in Vorhalle. Informationen zur Anmeldung für das Treffen mit der Kursnummer 1181 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622. Bei der VHS Hagen gilt die 3G-Regel. Teilnehmende werden gebeten, die entsprechenden Nachweise mitzubringen.


%d Bloggern gefällt das: