Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

„Faire Woche 2020“

18. September 2020

„Fair statt mehr“: Um dieses Motto geht es bei der „Fairen Woche 2020“, die in Hagen mit einem Verkaufs- und Informationsstand vor dem Rathaus an der Volme startete.

In diesem Jahr dreht sich bei der „Fairen Woche“ alles um das 12. Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen: Nachhaltiger Konsum und Produktion. Im Fokus steht die Frage, wie möglichst vielen Menschen ein gutes Leben ermöglicht werden kann und welchen Beitrag fairer Handel leistet.

Die nächste Veranstaltung der Hagener Aktionswoche ist eine Verkostung von fair gehandeltem Kaffee aus verschiedenen Regionen am Freitag, 18. September, von 12 bis 16 Uhr vor dem AllerWeltHaus, Potthofstraße 22. Die „Faire Woche“ läuft noch bis Freitag, 25. September. Weitere Informationen rund um fair gehandelte Produkte gibt es auch im Weltladen des AllerWeltHauses und unter Telefon 02331/183939.

Wehringhausen hat eine neue Quartiersmitte

29. August 2020

Wilhelmsplatz eingeweiht

(v.l.n.r.) Baupate Harald Husberg, Bezirksbürgermeister Ralf Quardt, OB Erik O. Schulz, Baupatin Gabriele Haasler, Georg Skouras (Bauleiter Straßenbau), Kerstin Schneider (Straßenplanerin) und Willi Göbel (Baupate). Foto: Maximilian Gerhard/Stadt Hagen.

„Der neue Wilhelmsplatz ist ein Platz, der für die Bürgerinnen und Bürger gebaut und im Wesentliche von ihnen mitgestaltet wurde. Politik und Verwaltung konnten hier – dank des Programmes ‚Soziale Stadt‘ – baulich und in die Struktur investieren. Das Ergebnis ist sehr schön geworden!“, mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeister Erik O. Schulz gestern symbolisch den neuen Wilhelmsplatz im Herzen von Hagen-Wehringhausen.

Nach rund einem Jahr Bauzeit wurde die neue multifunktionale Quartiersmitte von Vertretern des Lenkungskreises, des Quartiersmanagement, der Stadtverwaltung und des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) sowie von spontan erschienen Menschen aus dem Quartier eingeweiht – coronabedingt leider nur im kleineren Kreis.

Das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ machte den Umbau und die Modernisierung des Wilhelmsplatzes möglich. Der Platz dient nun nicht mehr nur als Parkplatz, sondern lädt zum Sitzen, Verweilen und Spielen ein und kann zugleich als Location für Veranstaltungen genutzt werden.

Wünsche, Ideen und Ansprüche der Bewohner, Anlieger und Nutzer flossen in die Planung ein. In einem zweistufigen Werkstattverfahren hatten sie im Frühjahr 2016 die Möglichkeit sich einzubringen. Die Chance zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung wurde gern genutzt. Jeweils 70 bis 90 Wehringhauser folgten der Einladung von Stadt und Quartiersmanagement und entwickelten gemeinsam mit den Fachplanern Lösungsmöglichkeiten für den Platz, der die einzige Freifläche im Umkreis darstellt.

Es galt, vielfältige und teils gegensätzliche Nutzungsansprüche von Anwohnern, Geschäftsleuten, Kunden, Autofahrern, Lieferverkehr und Fußgängern gegeneinander abzuwägen und ein Konzept für das stark abfallende Gelände zu entwickeln. Verfolgt wurde das Ziel, einerseits eine klar definierte und erkennbare Platzfläche mit deutlichen Strukturen und organisierten Funktionsbereichen zu schaffen und den Wehringhauser Bürgerinnen und Bürgern einen zentralen Treffpunkt zu ermöglichen.

Freilichtmuseum Hagen sagt Weihnachtsmarkt ab

28. August 2020

Bei den Ratsfraktionen ist die Botschaft noch nicht angekommen

Dicht gedrängt vor Glühweinbuden? Lieber nicht. Der Romantische Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum Hagen findet in diesem Jahr nicht statt. Foto: LWL-Freilichtmuseum Hagen.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe sagt den Weihnachtsmarkt in seinem Freilichtmuseum in Hagen in diesem Jahr ab. „Aufgrund der steigenden Infektionszahlen in Deutschland möchten wir unseren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten und sagen die Großveranstaltung in unserem Freilichtmuseen ab“, sagte Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann.

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, erklärt Beckmann. Ein sicheres Wintervergnügen sei unter diesen Umständen nur schwer möglich. Auch ein beschränkter Zugang mit deutlich weniger Tickets zu bestimmten Zeitfenstern wurde durchdacht, aber aufgrund der schwer durchführbaren zeitgenauen Lenkung der Besucherströme als nicht durchführbar verworfen. Um den Ausstellern Planungssicherheit zu geben, musste die Entscheidung jetzt erfolgen.

Die Fraktionen im Hagener Stadtrat setzen dagegen andere Prioritäten. Dort scheint die Botschaft, die das Virus aussendet, noch immer nicht so richtig angekommen zu sein. In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben sie vor allem das Wohlergehen der Budenbetreiber im Blick: „Ratsfraktionen sagen Schaustellern volle Unterstützung fürWeihnachtsmarkt zu.“

Die SPD-Fraktion unterstützt „intensiv die Vorbereitungsplanungen für unseren Weihnachtsmarkt und hofft, dass diese Planungen auch umgesetzt werden können“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Rudel.

Claus Thielmann, Fraktionsvorsitzender der FDP: „Der Hagener Weihnachtsmarkt ist nicht nur eine wichtige Einnahmequelle für die Schausteller, sondern auch ein traditioneller Termin für das Zusammenleben in unserer Stadtgesellschaft.“

Der stellvertretende CDU-FraktionsvorsitzendeJörg Klepper, sagt dazu:„Die CDU-Ratsfraktion begrüßt das Bemühen der Hagener Schausteller, auch in diesem Jahr einen sicheren und attraktiven Hagener Weihnachtsmarkt zu veranstalten.“

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Schausteller Frohsinn und Vergnügen auch in Zeiten der Pandemie möglich machen möchten“, so BfHo/Piraten-Fraktionschef Thorsten Kiszkenow.

Nicole Pfefferer (Grüne) betont, dass der von den Hagener Schaustellern gestaltete Weihnachtsmarkt für viele „ein fast unverzichtbarer Bestandteil“ der Jahreszeit ist.

„Ich freue mich, dass im Corona-Jahr der Weihnachtsmarkt in Hagen stattfinden kann, wenn auch in abgespeckter Form“, so Dr. Josef Bücker, Fraktionschef von Hagen Aktiv.

Ralf Sondermeyer von der Fraktion Die UnLinke sagt dazu: „Der Weihnachtsmarkt ist ein großes Stück Hagener Tradition und für die Schausteller überlebenswichtig.“

Leise Hinweise auf Hygienekonzepte und nach wie vor ungewisse Entwicklungen der Pandemie gehen in diesem vereinten Brauchtums-Hurra eher unter. Ob die einheitlich vorgetragene Jubelstimmung die Kommunalwahlen am 13. September lange überleben wird, bleibt abzuwarten.

Kinder: Hagen auf Platz 1 in NRW

15. August 2020

Geburtenziffer im Ruhrgebiet ist gestiegen

In allen Städten und Kreisen des Ruhrgebiets ist die durchschnittliche Zahl der Kinder pro Frau im Alter von 14 bis 49 Jahren seit 2009 kontinuierlich angestiegen.

Mit 1,81 Kindern pro Frau im Jahr 2019 liegt Hagen auf Platz 1 aller NRW-Städte und -Kreise. 2009 lag die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau dort noch bei 1,35. Gelsenkirchen mit 1,74 Kindern (2009: 1,46) und der Kreis Recklinghausen mit 1,67 Kindern (2009: 1,32) folgen auf den Rängen 9 und 17.

Zu diesem Ergebnis kommt das Statistik-Team des Regionalverbandes Ruhr (RVR) auf Basis aktueller Daten des statistischen Landesamtes IT.NRW. Das hat jetzt Geburtenzahlen zwischen 2009 und 2019 veröffentlicht.

In den meisten Kommunen der Metropole Ruhr liegt die Zahl der Kinder pro Frau jedoch unterhalb des Landesdurchschnitts: Zehn der 15 Städte und Kreise im Ruhrgebiet landen in der unteren Hälfte der NRW-Rangliste. Während die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau im landesweiten Durchschnitt bei 1,56 liegt, erreicht Ruhrgebiets-Schlusslicht Bochum nur einen Wert von 1,31 (NRW-Rang 52).

Ebenfalls auf den hinteren Plätzen zu finden: Essen (1,51 Kinder; Rang 44) und Dortmund (1,51 Kinder; Rang 45). In mehr als der Hälfte der Städte und Kreise des Ruhrgebiets war die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau zudem im Jahr 2019 niedriger als im Vorjahr. Besonders starke Rückgänge (um jeweils 0,09) hatten Gelsenkirchen und Bochum zu verzeichnen, die höchsten Zuwächse (um jeweils 0,05) Herne und Bottrop.

OGS: Kein Beitrag für August – zunächst

14. August 2020

Voraussichtlich fallen auch für den August keine Elternbeiträge für die Offene Ganztagsschule (OGS) an. Die endgültige Entscheidung darüber muss das Land Nordrhein-Westfalen noch treffen.

Bis dahin bittet die Stadt Hagen alle Eltern, die keine Einzugsermächtigung erteilt haben, die Zahlung vorerst auszusetzen. Bei bestehenden Einzugsermächtigungen wird die Summe zunächst nicht abgebucht.

Räumung verschoben – Reiterverein bleibt vorerst

11. August 2020

Die Auseinandersetzung zwischen Stadt Hagen und dem Reiterverein geht in die nächste Runde. Der Verein muss das Gelände vorerst doch nicht räumen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Plötzlich und unerwartet

15. Juli 2020

Hagens ehemaliger Oberstadtdirektor Dietrich Freudenberger verstorben

Hagens ehemaliger Oberstadtdirektor Dietrich Freudenberger (Foto: Stadt Hagen) ist am vergangen Freitag im Alter von 77 Jahren plötzlich und unerwartet in der Nachbarstadt Dortmund verstorben. Von 1979 an wirkte er mehr als 17 Jahre in der Stadtverwaltung der Volmestadt, stand die letzten sieben Jahre bis Ende 1996 an ihrer Spitze.

Am 2. November 1942 in Berlin-Lichterfelde geboren, zog es Dietrich Freudenbergers Familie bereits drei Jahre später auf den elterlichen Hof mütterlicherseits nach Dortmund zurück. Da der eigentliche Erbe im Krieg gefallen war, musste sein Vater den Hof kurzfristig übernehmen.

Nach seinem Abitur studierte Dietrich Freudenberger ab 1963 Jura in Freiburg, Berlin und Münster und schloss sich bereits während dieser Zeit politisch der SPD an. Seinen ursprünglichen Berufswunsch – Journalist zu werden wie sein Vater – änderte er nach dem ersten Staatsexamen. Als Referendar im Rechtsamt des Kreises Unna erlebte er nach eigenem Bekunden die „Scharnierfunktion“ der Verwaltung zwischen Politik und deren konkreter Umsetzung. Der Weg hin zu einer Verwaltungslaufbahn war geebnet.

Nach dem zweiten Staatsexamen wirkte Freudenberger von 1972 an zunächst für drei Jahre als Richter in der für Bau- und Planungsrecht zuständigen Kammer des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen, ehe er 1975 in den Planungsstab des Dortmunder Oberstadtdirektors wechselte, wo er sich unter anderem um Fragen der Organisation und des Personalwesens kümmerte.

Zum 1. Mai 1979 wechselte Dietrich Freudenberger als neuer Personaldezernent zur Hagener Verwaltung. In der Nachfolge von Dr. Klaus Müller erklomm Dietrich Freudenberger schließlich zum 1. Januar 1990 als Oberstadtdirektor den Chefsessel der Hagener Verwaltung. Ein Amt, das er bis zur Abschaffung der sogenannten Doppelspitze (Oberstadtdirektor/Oberbürgermeister) in Nordrhein-Westfalens Rathäusern bis Dezember 1996 ausübte.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst der Stadt Hagen war Dietrich Freudenberger unter anderem in verschiedenen Führungspositionen beim Essener RWE-Konzern tätig, ehe er 2005 zum alleinigen Geschäftsführer der Abfallgesellschaft Ruhr (AGR) bestellt wurde. Eine Aufgabe, die er bis zum Eintritt in den Ruhestand Ende 2009 wahrnahm.

WLAN in Haspe: Kostenloses Internet im Zentrum

14. Juli 2020

Trotz Problemen mit dem GWG-„Torhaus“

Einen kostenlosen Internetzugang an zentraler Stelle – den gibt es ab sofort auch im Stadtteil Haspe. „Ich freue mich, dass nun endlich auch Haspe von unserem kostenlosen WLAN-Angebot profitieren kann. Die erforderliche Hardware wurde bereits installiert und steht den Hasper Bürgerinnen und Bürgern fortan zur Verfügung“, so Christian Lazar von der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Hagen. Der freie Internetzugang ist im Bereich vor dem Torhaus und rund um die angrenzende Bushaltestelle „Hasper Torhaus“ nutzbar.

Das Hasper Torhaus selbst konnte nach Angaben der Stadt aufgrund der „mietvertraglichen Situation“ nicht mit freiem WLAN ausgestattet werden. Das riecht nach neuen Problemen mit der GWG. Eigentümerin des Torhauses, das die Stadt mit Ausnahme des Erdgeschosses langfristig angemietet hat, ist die GWG-Tochtergesellschaft Wohnstätten Immobilien GmbH (Bilanzsumme 2018: 9,2 Mio. Euro).

Die nur dem Namen nach „gemeinnützige“ Immobilienfirma GWG war zuletzt durch den Abriss eines ganzen Wohnblocks in Wehringhausen unangenehm aufgefallen. Dabei konnte sie auf politische Unterstützung durch CDU, FDP und einen Großteil der Grünen zählen.

Die Stadt Hagen musste also in Haspe eine Lösung für das Problem finden. Glücklicherweise ließen sich die technischen Voraussetzungen auch im Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Torhauses erfüllen. Mit Zustimmung des Eigentümers konnte das notwendige Equipment vor wenigen Tagen angeschlossen werden, was mit der GWG-Tochter offenbar nicht möglich war.

Mithilfe eines mobilen Endgerätes kann sich jeder über den Anbieternamen „free-key Hagen“ schnell in das offene WLAN-Netzwerk einwählen. Dann gilt es nur noch, die Nutzungsbedingungen des Providers zu bestätigen. Anschließend ist der Anmeldevorgang bereits abgeschlossen und der Internetzugang kann genutzt werden.

Schon im Mai 2019 konnte die Stadt Hagen ihr WLAN-Angebot in vielen Teilen des öffentlichen Lebens ausweiten: In den Wartebereichen der Verwaltungsstandorte, Volkshochschule und Max-Reger-Musikschule sowie auf dem Friedrich-Ebert-Platz und Berliner Platz stehen bereits kostenlose Internetzugänge zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den mit freiem WLAN ausgestatteten Standorten sind online unter www.hagen.de/wlan zu finden.

Keine OGS-Beiträge für Juni und Juli

2. Juli 2020

Gute Nachrichten für alle Hagener Eltern: Für die Offene Ganztagsschule (OGS) fallen im Juni und Juli keine Elternbeiträge an. Eltern, die keine Einzugsermächtigung erteilt haben, überweisen für den Monat Juli bitte keine Beiträge. Bei bestehenden Einzugsermächtigungen wird die Summe erstattet.

Mehr Einkommensmillionäre in Hagen

1. Juli 2020

Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2016 zeigen: In Hagen ist die Zahl der Einkommensmillionäre gestiegen. Laut dem statistischen Landesamt IT.NRW lebten 2016 insgesamt 34 Einkommensmillionäre in der Stadt – im Vorjahr waren es nur 27. Das entspricht 1,8 Großverdienern pro 10.000 Einwohner und reicht nur für Platz 213 in NRW.

Bewegung gab es in zwei direkt an Hagen grenzenden Nachbarorten. Herdecke war schon lange ziemlich weit oben, hat sich aber inzwischen in die absolute Spitzengruppe „hochgearbeitet“. Die Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis weist mittlerweile die zweithöchste Millionärsdichte Nordrhein-Westfalens mit 11 Großverdienern je 10.000 Einwohner auf. An dieser Stelle der Rangliste war vor einigen Jahren noch Schalksmühle zu finden. Der Ort im Märkischen Kreis ist seitdem geradezu abgestürzt: 2015 immerhin noch auf Platz 7, fand sich die Gemeinde 2016 nur noch auf Platz 35 wieder.

In der vorliegenden Statistik wurden zusammen veranlagte Ehegatten als ein Steuerpflichtiger gezählt. Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2016. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden erst nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden.

Hagen: Reiterverein will Räumung doch noch ausbremsen

27. Juni 2020

Der Gerichtsvollzieher klopft quasi an die Tür. Jetzt will der Reiterverein Hagen eine Räumung des Geländes im letzten Moment verhindern. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Eine merkwürdige Berichterstattung. Mitte Januar 2020 hatte das Hagener Landgericht entschieden, dass der Reiterverein das von der Stadt gepachtete Gelände an der Humpertstaße räumen muss. Nun ist, wenn man dem Artikel Glauben schenken darf, für den 11. August eine Zwangsräumung des Areals angesetzt. Der Clou (den die WPWR nur in einem Nebensatz erwähnt) ist aber, das der Reiterverein gegen das Urteil Berufung eingelegt hat, „über die erst am 14. Januar 2021 entschieden wird“.

Hagener Bildungseinrichtung erhält Gütesiegel

17. Juni 2020

Der Hagener Verein Veex gehört zu den neun Einrichtungen, die neu das Gütezeichen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erhalten haben. Das Institut für außerschulische Bildungsarbeit bietet ganzjährig erlebnis- und erfahrungsorientiertes Lernen in der Natur.

Insgesamt 25 Lernorte sind mittlerweile in NRW zertifiziert, davon fünf im Ruhrgebiet. Unter anderem hat das Grüne Klassenzimmer im Maximilianpark Hamm die Qualitätsauszeichnung erhalten. Die Zertifizierungsstelle ist bei der BNE-Agentur in der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW in Recklinghausen angesiedelt.

Urteile rechtskräftig

6. Juni 2020

Stadt obsiegt in Verfahren gegen den Reiterverein Hagen

Die Stadt Hagen obsiegte jetzt vor dem OVG Münster in vier tierschutzrechtlichen Verfahren gegen den Reiterverein Hagen und dessen ersten Vorsitzenden. Damit wurden die erstinstanzlichen Urteile inzwischen rechtskräftig bestätigt.

Bereits im Januar dieses Jahres hatte das Landgericht Hagen der zivilrechtlichen Klage gegen den Reiterverein Hagen auf Räumung des vom Reiterverein genutzten Grundstückes sowie auf Zahlung eines Teils der seit nunmehr für über einem Jahr ausstehenden Nutzungsentschädigung in erster Instanz stattgegeben. Die Räumung, die aufgrund der Corona-Pandemie aufgeschoben wurde, wird die Stadt nun kurzfristig mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers durchsetzen.

Sporthallen können wieder genutzt werden

30. Mai 2020

Hagens Sportstätten und -hallen werden unter Einhaltung bestimmter Regeln für den Vereinssport im Juni wieder geöffnet. Die aktuellen Änderungen in der ab heute (30. Mai) geltenden Coronaschutzverordnung des Landes machen es möglich. Daher sprach sich der Krisenstab der Stadt Hagen in seiner gestrigen Sitzung einmütig dafür aus, die Hallen nach und nach zu öffnen und im Freien auch nicht-kontaktfreien Sport zu ermöglichen.

Erlaubt ist demnach im Freien für Gruppen von bis zu zehn Personen jetzt auch die Ausübung von nicht-kontaktfreien Sportarten. Darüber hinaus sind Breitensport-Wettbewerbe im Freien zulässig, während Sportfeste und ähnliche Veranstaltungen weiterhin bis mindestens 31. August dieses Jahres untersagt sind.

Sportanlagen dürfen zudem durch bis zu 100 Zuschauer und Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen betreten werden. Weiterhin geschlossen bleiben die Umkleiden sowie die Dusch- und Waschräume in den Sportstätten. Dies nicht zuletzt mit Blick auf den Infektionsschutz und die Konzentration der Reinigungskapazitäten der Stadt auf die Schulen und Kindertagesstätten.

Die Nutzung der Sporthallen ist ausschließlich für eine kontaktfreie Sportausübung möglich. Erlaubt sind pro Halle Gruppen von maximal zehn Personen. Daneben sind von den Vereinen geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen sicherzustellen.

Die Vereine müssen vor der Nutzung der Sportstätten mit dem Servicezentrum Sport der Stadt Hagen (SZS) für die jeweiligen Trainings- und Übungszeiten ein entsprechendes Konzept abstimmen und bevorzugt per E-Mail unter servicezentrumsport@stadt-hagen.de einreichen.

Das SZS weist darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Situation die Öffnung der Hallen noch einige Tage in Anspruch nimmt. So muss unter anderem das etatmäßige Reinigungspersonal von einzelnen Standorten, wo dieses im Rahmen der Coronaschutzmaßnahmen eingesetzt wurde, wieder abgezogen oder eventuell durch externe Reinigungskräfte ersetzt werden.

Gleichzeitig appelliert der Krisenstab an die Vereine und Sportler, zu überdenken, ob die Wiederaufnahme des Trainings- und Übungsbetriebs nicht auf die Zeit nach den Sommerferien verschoben werden könnte.

Halbe Elternbeiträge für Juni und Juli

29. Mai 2020

Ein eingeschränkter Betrieb von Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege steht allen Familien in Hagen ab Montag, 8. Juni, wieder zur Verfügung. Um die Eltern in der momentanen Situation zu entlasten, ist für Juni und Juli nur der halbe Elternbeitrag fällig.

Bei bestehenden Einzugsermächtigungen wird die Stadt den Betrag für Juni und Juli erst Mitte Juli in einer Summe abbuchen. Eltern, die die Beiträge selbst, beispielsweise als Dauerauftrag, einzahlen, werden gebeten, die Zahlung selbst anzupassen und ebenfalls in einer Summe im Juli zu begleichen.

Ab sofort Termine bequem von Zuhause oder unterwegs online vereinbaren

26. Mai 2020

Termine bequem online vereinbaren – das können Bürgerinnen und Bürger ab sofort für Termine, die nach dem 27. Mai liegen, mit den Bürgerämtern sowie der Fahrerlaubnisstelle und der Zulassungsbehörde der Stadt Hagen.

Aufgerufen werden kann das neue Angebot direkt über die Adresse https://terminvergabe.hagen.de oder alternativ ist der Punkt „Terminvergabe online“ auf der städtischen Internetseite unter „Online-Dienste“ zu finden. Hier kann die zuständige Behörde und im Anschluss das jeweilige Anliegen angewählt werden. Des Weiteren kann bei einem Terminwunsch im Bürgeramt der gewünschte Standort angewählt werden. Der Nutzer wird durch das Programm navigiert und ihm werden im Anschluss die freien Terminvorschläge angeboten. Mit einem „Klick“ auf die Uhrzeit öffnet sich die Anmeldung und der gewünschte Termin kann reserviert werden.

Termine können bis zu zwei Wochen im Voraus gebucht werden. Sollten keine Termine angezeigt werden, sind diese bereits vergeben. Die Terminvergabe per Telefon oder per E-Mail entfällt durch das neue Angebot.

Ein klarer Vorteil durch die Terminvergabe online besteht darin, dass eine höhere Anzahl an Terminen als bisher angeboten werden kann. Die Beantragung eines Termins erfolgt einfach und übersichtlich und ist unabhängig von bestehenden Öffnungszeiten rund um die Uhr möglich. Das Angebot ist ebenfalls von mobilen Geräten, wie Smartphones und Tablets uneingeschränkt nutzbar.

Die Stadtverwaltung Hagen reagiert mit dieser Umstellung auf die durch die Corona-Pandemie geänderte Kommunikation mit der Verwaltung und dadurch einhergehende hohe Anzahl eingehender E-Mails für benötigte Terminvereinbarungen.

Schwimmen unter Corona-Bedingungen

21. Mai 2020

Freibad Hestert öffnet

Am 16. Mai 2020 wurden durch die Landesregierung die behördlichen Auflagen, an die eine Öffnung der Freibäder geknüpft wird, bekannt gegeben. Hagenbad hat daraufhin das geforderte Infektionsschutz- und Zugangskonzept für das Freibad Hestert erarbeitet. Hierfür gab es am Mittwoch grünes Licht, sodass das Bad bereits ab dem heutigen Himmelfahrtstag um 10 Uhr als eines der ersten Bäder im Umkreis geöffnet werden kann.

Ein „normaler“ Schwimmbetrieb ist allerdings aufgrund der behördlichen Auflagen nicht möglich – zahlreiche Vorgaben sind einzuhalten. Unter anderem gibt es eine Einlassbeschränkung, sodass zunächst nur max. 780 Badegäste gleichzeitig in das Freibad dürfen.

Damit an den Wochenenden, in den Schulferien sowie an den gesetzlichen Feier- und Brückentagen möglichst viele Menschen das Freizeitangebot auf der Hestert nutzen können, werden sogenannte „2-Schichten-Badetage“ eingeführt. Das heißt: Die ersten 780 Badegäste können in der Zeit von 10 bis 14 Uhr in das Bad. Danach wird es für eine Stunde geschlossen und gereinigt. Die zweiten max. 780 Badegäste haben dann in der Zeit von 15 bis 19 Uhr die Möglichkeit zum Schwimmen.

An den normalen Wochentagen ist das Freibad in der Zeit von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Hier gilt ebenfalls die Obergrenze von 780 Besuchern, aber nicht das 2-Schichten-Modell.

Über diese Einlassbeschränkung hinaus müssen die Kundenkontaktdaten zur Ermöglichung einer Kontaktnachverfolgung dokumentiert und unter Wahrung der Vertraulichkeit gesichert werden. Nach vier Wochen werden diese Daten wieder vernichtet.

Gäste müssen sich nach dem Betreten des Freibades die Hände mit den bereitgestellten Mitteln desinfizieren. Der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 m ist immer einzuhalten. In allen geschlossenen Räumen, auf den Wegen von und zu den Parkplätzen, im Kassenbereich sowie beim Aufenthalt in den Umkleidekabinen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Sammelumkleiden sind geschlossen, die Anzahl der Duschen und Umkleideschränke reduziert. Gastronomieangebote entsprechen den behördlichen Anforderungen.

Das Abstandsgebot gilt ausdrücklich auch in den Schwimmbecken; teilweise werden entsprechende Leinen zur räumlichen Abgrenzung eingehängt, um die Einhaltung der notwendigen Distanz zwischen den Schwimmern zu erleichtern. Ein Aufenthalt im Beckenumgangsbereich ist nicht gestattet. Die Wasserattraktionen im Nichtschwimmerbecken sind außer Betrieb, der Wasserspielgarten kann genutzt werden.

Die Nutzung kann allerdings nur durchgängig gewährt werden, wenn das Abstandsgebot durch die Besucher eingehalten wird. Eltern müssen grundsätzlich für den Mindestabstand zwischen den Kindern sorgen und im Bereich des Planschbeckens zusätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auf der Liegewiese ist ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten, Gruppenbildung ist untersagt.

Notbetreuung und OGS an Hagener Schulen

16. Mai 2020

Wie der Fachbereich Bildung der Stadt Hagen mitteilt, wird ab Montag, 25. Mai, unter Berücksichtigung der Raum- und Personalressourcen am Präsenztag der Kinder zusätzlich eine Betreuung im Bereich der offenen Ganztagsschule (OGS) angeboten.

Die betroffenen Familien werden zeitnah durch die Schulleitung über die Modalitäten informiert. Außerdem gibt es weiterhin an allen Grundschulstandorten eine Notbetreuung.

Sich selbst eine Stimme geben

14. Mai 2020

Johanna-Yasirra Kluhs im Gespräch mit Myuslyum Asan vom Hagener Roma-Verein Romano Drom

Myuslyum Asan und Silvana Gashi, Romano Drom, Hagen. Foto: Fatih Curceren.

Ich treffe Myuslyum Asan an einem Sommertag in Hagen. Er holt mich vom Bahnhof ab. Als ich aus dem Bahnhof herauskomme, steht er dort im herzlichen Gespräch mit einem älteren Mann. Zufällig getroffen, sagt er. Auch später während unserer Unterhaltung kommen immer wieder Leute vorbei, die ihn begrüßen. Am Himmel hängen einige Regenwolken. Aber wir versuchen unser Glück und setzen uns in den Außenbereich seiner Lieblings-Sports-Bar gegenüber vom Hauptbahnhof. Es gibt Cappuccino freddo und selbstgemachte Limonade.

Johanna-Yasirra Kluhs (JYK): Vielleicht kannst du dich erst mal kurz vorstellen: Wer bist du, was machst du?

Myuslyum Asan (MA): Ich bin Myuslyum Asan. Asan ist mein Nachname. Ich bin seit Ende 2015 hier in Deutschland. Ich komme aus Bulgarien, bin verheiratet und habe drei Kinder, drei Jungs. Seit zwei Jahren arbeite ich hier bei der Stadt. Wir sind vom Quartiersmanagement, im Bereich Jugend und Soziales. Ich habe dort als Kultur-und Sprachmittler angefangen. Meine Aufgabe war am Anfang einfach zu übersetzen. Später gab es großes Interesse von vielen Schulen, zum Beispiel bei Elterngesprächen. So sind wir immer weiter und weiter gegangen. Inzwischen sind wir sieben Personen hier beim Quartiersmanagement, alle – außer zweien – mit Roma-Hintergrund.

JYK: Alle außer Zwei?

MA: Ja, wir sind fünf Leute mit Roma-Hintergrund. Und wir sind alle aus verschiedenen Ländern. Ich und noch eine Kollegin sind aus Bulgarien. Eine andere Kollegin ist aus Ex-Jugoslawien, dann haben wir auch Roma aus Rumänien und und und. Die sind jetzt seit zwei Jahren hier in Hagen mit Übersetzungstätigkeiten aktiv, und seit letztem Jahr sind wir auch Bildungsmediatoren, mit dem KI [Kommunalen Integrationszentrum] zusammen. Genauso, wie wir das jetzt machen, haben wir es da auch gelernt.

Ende letzten Jahres wir haben dann überlegt: Okay, die Situation in Hagen ist nicht unbedingt schlimmer als in anderen Städten. Aber es gibt immer mehr und mehr Leute, die unsere Hilfe brauchen. Unsere Hilfe als Aktivisten, sag’ ich mal. Wir haben diese Leute in den letzten zwei Jahren sehr viel unterstützt. Und so haben wir den Romano Drom-Verein gegründet. Und die gute Nachricht ist, dass wir schon 50.000 Euro von der Stiftung EVZ („Erinnerung, Vergangenheit, Zukunft“) bekommen haben. (…)

Quelle: Interkultur Ruhr

Homepage Romano Drom (momentan noch im Aufbau)

OGS: Erweiterte Betreuung kann nächste Woche noch nicht angeboten werden

10. Mai 2020

Wie der Fachbereich Bildung der Stadt Hagen mitteilt, kann eine erweiterte Betreuung im Bereich der offenen Ganztagsschule (OGS) in der kommenden Woche noch nicht angeboten werden. Die Modalitäten der Ausweitung der Betreuung auf alle Kinder, die Anspruch auf OGS-Betreuung haben, werden derzeit unter Infektionsgesichtspunkten bezüglich der Gruppenzusammensetzungen geprüft.

Nähere Informationen für alle Eltern sowie der Startzeitpunkt der OGS-Betreuung werden zeitnah mitgeteilt. Die bekannte Notbetreuung nach den Vorgaben des Landes NRW wird in der kommenden Woche an allen Grundschulstandorten weiterhin angeboten.

Müllverbrennungsanlage nimmt wieder an

10. Mai 2020

Privatanlieferungen ab Dienstag mit Terminvergabe möglich

Ab Dienstag, 12. Mai 2020, ist die Müllverbrennungsanlage (Am Pfannenofen 39) wieder für Privatanlieferungen geöffnet. Die Anlieferung ist ausschließlich mit einem online vereinbarten Termin möglich.

Die Terminvergabe erfolgt ab Samstag, 9.5. über den Online-Kalender, der ab sofort auf der Website des HEB (www.heb-hagen.de) verfügbar ist. Hier können die Bürgerinnen und Bürger bequem einen verfügbaren Termin auswählen. Angegeben werden muss lediglich die Art der Anlieferung (Kleinstmenge bis 1,80 m Fahrzeughöhe oder Anlieferung über die Waage für Fahrzeuge über 1,80 m Höhe) sowie Name, E-Mail-Adresse und KFZ-Kennzeichen.

Im Eingangsbereich der Müllverbrennungsanlage wird dann das KFZ-Kennzeichen mit dem Termin abgeglichen und die Zufahrt auf das Gelände ermöglicht. Die Bezahlung erfolgt am Automaten, wobei eine passende Zahlung notwendig ist.

Es wird darum gebeten, die kostenlosen Abfallarten wie beispielsweise Altpapier, gelbe Säcke oder Altglas an den anderen Wertstoffhöfen oder beim HEB (geänderte Öffnungszeiten zu beachten) in der Fuhrparkstraße abzugeben. Die Abgabe von Grünabfällen ist am Wertstoffhof der Müllverbrennungsanlage vorerst nicht möglich. Für die Abgabe können neben der Kompostierungsanlage Donnerkuhle die Wertstoffhöfe Haspe und Obernahmer genutzt werden.

Erleichterungen für Bewohner und Angehörige

8. Mai 2020

Besuche in Behinderteneinrichtungen und Pflegeheimen ab Sonntag wieder möglich

Eine Nachricht, auf die zahlreiche Angehörige sehnsüchtig gewartet haben: Ab kommenden Sonntag, 10. Mai, sind unter Auflagen Besuche in Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen wieder möglich.

Der Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen weist allerdings darauf hin, dass Besuche auf jeden Fall mit der jeweiligen Einrichtung im Vorfeld abzustimmen sind und die Einrichtungen zum Schutz der Bewohner individuelle Regelungen treffen können. Es wird zudem definitiv nicht möglich sein, dass alle Angehörigen bereits am 10. Mai einen Besuchstermin erhalten.

Eine Abfrage des Fachbereichs unter den Hagener Einrichtungen hat ergeben, dass nicht alle bereits am Sonntag einen Angehörigenbesuch ermöglichen, da so kurzfristig die Anforderungen zum Schutz der Bewohner nicht ausreichend umgesetzt werden können. Die betroffenen Angehörigen sind in diesen Fällen allerdings informiert und Besuchsabsprachen für die kommende Woche vereinbart worden. Darüber hinaus besteht für ein Pflegeheim weiterhin eine Quarantäne-Anordnung, so dass hier Besuche generell nicht erlaubt sind.

Die ab Sonntag geltenden Vorgaben sehen täglich einen Besuch pro Bewohner mit zwei Personen für zwei Stunden vor. Hierbei handelt es sich um maximale Vorgaben – jede Einrichtung kann individuelle Regelungen vorgeben.

Um möglichst vielen Bewohnern den Besuch eines Angehörigen bereits am 10. Mai zu ermöglichen, werden an diesem Tag nur kurze Besuche möglich sein. Besucher sollten unbedingt einen eigenen Mund-Nasen-Schutz dabei haben und auf die Einhaltung von Mindestabständen und den Anweisungen der Mitarbeiter vor Ort achten.

Auf der einen Seite stellen die kurzfristigen Lockerungen eine große Erleichterung für Bewohner und Angehörige dar, auf der anderen Seite sind sie für die Einrichtungen und ihre Mitarbeiter angesichts der kaum vorhandenen Zeit zur Vorbereitung eine enorme Herausforderung. So muss unter anderem Personal aus dem „Frei“ geholt werden, um Angehörige in Empfang nehmen zu können, Kontaktdaten zu erheben, Einweisungen vorzunehmen oder die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu kontrollieren.

Stadtverwaltung fährt langsam wieder hoch

6. Mai 2020

Vorherige Terminabsprache zwingend erforderlich

Bei der Hagener Stadtverwaltung werden ab Montag, 11. Mai, wieder mehr Dienstleistungen angeboten. Eine vorherige Terminabsprache per E-Mail oder Telefon mit dem entsprechenden Fachbereich oder Amt ist zwingend erforderlich, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Priorität bei der Öffnung der Verwaltung haben die Bereiche, bei denen ein unmittelbarer Kontakt erforderlich ist. Viele weitere Dienstleistungen können wie bisher ohne persönliche Vorsprache per E-Mail, telefonisch, postalisch oder über www.hagen.de erledigt werden. Termine werden mit dem entsprechenden Fachbereich oder Amt werktags zwischen 8.30 und 12 Uhr per Telefon oder E-Mail vereinbart.

Der Zutritt zu den Verwaltungsgebäuden Rathaus I, Rathaus II und Hohenlimburg ist über den Haupteingang möglich. An den übrigen Verwaltungsgebäuden werden die Bürgerinnen und Bürger vor dem Gebäude abgeholt. In allen Bereichen der Stadtverwaltung sind das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes und das Einhalten der Abstandsregel verpflichtend. Vor Ort steht aus hygienischen Gründen nur die EC-Cash Zahlung zur Verfügung.

Hagener Spielplätze öffnen ab Donnerstag

6. Mai 2020

Sozialarbeiter betreuen gut besuchte Spielplätze

Die neueste Fassung der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen erlaubt, dass die Spielplätze im Hagener Stadtgebiet ab Donnerstag, 7. Mai, wieder öffnen. Auch Schulhöfe stehen, wie vor den Coronaeinschränkungen, außerhalb der Schulzeiten zur Nutzung für Kinder bereit. Begleitpersonen von Kindern müssen untereinander einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereiches Jugend und Soziales der Stadt Hagen betreuen gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus den Jugendzentren freier Träger in den nächsten Tagen gut besuchte Spielplätze pädagogisch und stehen als Ansprechpartner für Kinder und Familien vor Ort werktags zwischen 14 und 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr bereit.

Folgende Spielplätze und Flächen werden betreut: im Bereich Stadtmitte und Wehringhausen die Volmeanlage, der Volkspark, der Spielplatz an der Pelmkestraße; in Altenhagen der Spielplatz Am Rastebaum; der Spielpark Emst; der Spielplatz im Hamecke-Park in Boelerheide; der Europaplatz in Vorhalle; in Eckesey der Grünzug Eckesey/Wielandplatz; der Hohenlimburger Lennepark und in Haspe der Spielplatz im Zipp beziehungsweise der Ennepepark.

Beschwerden über geschlossene Müllabgabestelle in Hagen

6. Mai 2020

Die Wertstoffhöfe an der MVA in Hagen bleiben geschlossen. Das regt viele Bürger auf. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Altpapier & Co können auch wieder am HEB-Betriebshof abgegeben werden

5. Mai 2020

Anlieferung von Sperrmüll weiter nicht möglich

Ab Dienstag, 5. Mai 2020, ist die Abgabestelle für Wertstoffe am Betriebshof des Hagener Entsorgungsbetriebes (HEB) in der Fuhrparkstraße wieder geöffnet. Es gelten gesonderte Öffnungszeiten:

  • Montag bis Freitag: 16.00 bis 20.00 Uhr
  • Samstag: 14.00 bis 20.00 Uhr

Die Öffnungszeiten orientieren sich am Ende des Werksverkehrs auf dem Gelände, um mögliche Kontakte mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vermeiden. Die Wiedereröffnung betrifft lediglich die Abgabestelle. Das Kundenbüro in der Fuhrparkstraße bleibt für Besucher weiter geschlossen. An der Abgabestelle können neben Altpapier und Gelben Säcken auch Altglas, Batterien und CD’s sowie Korken kostenlos abgegeben werden.

Der HEB weist darauf hin, dass das Betreten der Abgabestelle auf dem Betriebsgelände nur mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gestattet ist. Die Zufahrt auf das Gelände erfolgt nach gekennzeichneter Verkehrsführung und unter bestimmten Einfahrtsregeln. Zudem sind die gängigen Sicherheitsabstände einzuhalten, um einen kontaktlosen Ablauf zu gewährleisten.

Die Anlieferung von Sperrmüll an der Müllverbrennungsanlage ist weiterhin nicht möglich. Auch hier wären die Sicherheitsabstände problemlos einzuhalten, wie jeder weiß, der dort schon einmal Sperrmüll abgeladen hat. Die auf nur einen Tag beschränkte Möglichkeit einer Sperrmüllabgabe am vorletzten Samstag hatte zu chaotischen Zuständen mit stundenlangen Wartezeiten geführt.

Aus „Dietmar“ wird „Mopsi“

28. April 2020

Hasper Esel findet am Mops ein neues Zuhause

Die drei von der Krankstelle: Heinrich Beckmann, Geschäftsführer der Firma Eugen Demmler, Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser und Olaf Heinrich, Geschäftsführer des Hasper Krankenhauses. Foto: Astrid Nonn.

„Das wird den Genesungsprozess der Patienten erheblich fördern“, meint Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser, nachdem eine seiner Eselsfiguren vor dem Ev. Krankenhaus Haspe ein neues Zuhause gefunden hat. Passend zum Standort wurde das Trumm in „Mopsi“ umgetauft.

Eigentlich stand das Kitschobjekt in der Hasper Fußgängerzone. Dort wurde der Esel, im Volksmund „Dietmar“ genannt, aber stark beschädigt; offensichtlich teilen nicht alle Hasper die Geschmacksverirrungen Dietmar Thiesers und seines Umfeldes.

Heinrich Beckmann, Geschäftsführer eines Hasper Baustoffhandels, fackelte nicht lange und nahm persönlich die Restaurierung des Esels in Angriff. „Es war wirklich viel kaputt“, erzählt Beckmann. „Nach und nach habe ich nach Feierabend das gute Stück mit Glasfasergewebe wieder repariert.“

Ob es bei dem naheliegenden Verdacht, dass auch bei Thieser und seiner Hasper Bezirksvertretung „wirklich viel kaputt“ ist, es dort ebenfalls einen Versuch wert wäre, „mit Glasfasergewebe“ das Eine oder Andere zu reparieren und ob die Zeit „nach Feierabend“ dazu ausreichen würde – wer weiß das schon?

Auf der Fakebook-Seite des Lokalkompass Hagen (dahinter verbirgt sich das Funke-Reklameblatt Stadtanzeiger) hat ein Leser treffend kommentiert:

Mopsi soll Patienten, die im Mops um ihre Gesundheit und ihr Leben kämpfen, inmitten der Coronaviruspandemiekrise beglücken, womit die BV, der Hasper Kirmes- und Brauchtumsverein in Personalunion mit der Hasper SPD ihre klientelistische Symbolpolitik betreiben und damit von wesentlich wichtigeren Problemen der Hasper Bürgerinnen und Bürger in Thiesers Kiez durch PR- und Öffentlichkeitsarbeit ablenken will.

Symbolpolitik, Ablenkungsversuche, Luxusprobleme verwöhnter Bequemlichkeitsfans, Ressourcenverschwendung (die Anschaffung der Esel ist eine Missachtung des Hagener Notstandshaushaltes) und Klientelismus, um Thiesers und das lädierte Image der Hasper SPD aufzupolieren, indem ein Maskottchen des Kirmes- und Brauchtumsvereins zweckentfremdet wird.

Es wäre besser gewesen, die Hasper SPD hätte Masken, Hygiene, Desinfektionsmittel, Schutzmaterial, Medikamente, medizinisches Material an das Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe gespendet, als den Patienten eine Gelegenheit zu geben, auf dem Esel rumzureiten. Ausserdem fehlt dem Esel eine Maske, damit Symbolpolitik vollständig ist.

Corona: Keine Abfallbeseitigung zu Ostern

9. April 2020

Osterfeuer dürfen nicht stattfinden

Stand 09.04., 0:00 Uhr, sind 63 Personen in Hagen aktuell mit dem Coronavirus infiziert, 70 geheilt und 2 verstorben. Gegenüber dem Vortag hat sich die Anzahl der Geheilten um 2 erhöht. Da aber auch 10 Neuinfizierte hinzugekommen sind, ist die Rate der aktuellen Fälle um 8 gestiegen (Grafik: Stadt Hagen).

Die traditionellen Osterfeuer dürfen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Stadt Hagen untersagt auf Basis der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen sämtliche Veranstaltungen und Versammlungen. Damit soll eine schnelle Verbreitung des Coronavirus verhindert werden.

Zudem weist die Stadt darauf hin, dass ein Missbrauch von Feuer im Freien zur Abfallbeseitigung verboten ist. Nach dem Landes-Immissionsschutzgesetz ist das Verbrennen und Abbrennen von Gegenständen im Freien grundsätzlich untersagt, soweit dadurch die Nachbarschaft oder Allgemeinheit gefährdet oder erheblich belästigt werden. Das früher geduldete Verbrennen von Baumschnitt, Laub oder Pflanzenrückständen wird heute als unzulässige Abfallbeseitigung nach dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz bewertet. Das Verbrennen von Gartenabfällen durch Privatpersonen ist somit nicht zulässig.

Corona: agentur mark will Personalpool aufbauen

8. April 2020

Coronafälle in Hagen, Stand 08.04.2020, 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Das Coronavirus macht auch vor Beschäftigten aus dem Gesundheitssystem nicht Halt. Quarantäne-Maßnahmen oder auch Erkrankungen können zu Ausfällen führen, die Versorgung von Patienten oder Bewohnern von Pflegeeinrichtungen muss dennoch gewährleistet werden. Die agentur mark GmbH möchte daher als zentrale städtische Anlaufstelle für Personalbedarfe einen Personalpool aufbauen, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können.

Menschen mit ärztlicher oder pflegerischer Qualifikation, die aktuell nicht mehr aktiv im Dienst sind – z.B. durch Ruhestand – werden gebeten, sich bei der agentur mark registrieren zu lassen. Dazu gehören z. B. pflegerische Fachkräfte oder Menschen mit rettungsdienstlicher Qualifikation. Ausdrücklich werden nicht nur Ärzte, sondern auch Studierende der Medizin aufgerufen, sich für den Personalpool zu melden.

Das entsprechende Formular dazu finden Interessierte hier.

“Dramatischer Einbruch in der Vermarktung”

5. April 2020

Medienkonzern Funke meldet Kurzarbeit an

Nach der Süddeutschen Medienholding (SWMH) hat jetzt auch die Funke Mediengruppe Hilfen bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Grund sind nach Angaben der Funke-Geschäftsführung massive Anzeigeneinbrüche bei den Regionalmedien. (…)

“Die wunderbaren Erfolge im Vertrieb der Regionalmedien können den dramatischen Einbruch in der Vermarktung bei weitem nicht kompensieren, leider. Deshalb wäre es unverantwortlich, wenn wir nicht Kurzarbeit beantragen würden. Und zwar in allen Bereichen, in denen es möglich ist”, schreiben die Geschäftsführer Andreas Schoo, Ove Saffe und Michael Wüller in einem Brief an die Mitarbeiter, der MEEDIA vorliegt. (…)

Quelle: MEEDIA

Anmerkung: Die „wunderbaren Erfolge im Vertrieb“ werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Mitte des Monats als Luftblase entpuppen, wenn die neuesten Zahlen der Auflagenentwicklung vorliegen. DW wird informieren.

Ein Stillleben

5. April 2020

Stillleben mit Mülltonne: Die Hagener Haupteinkaufsmeile in Zeiten der Coronakrise. Elberfelder Straße an einem Werktag gegen 17:00 Uhr (Foto: DW).

Unterlassene Hilfeleistung Hagener Polizisten?

4. April 2020

Die Hagener Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen zwei Polizisten eingeleitet. Es gehe um mögliche unterlassene Hilfeleistung und Körperverletzung, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag (02.04.2020) mit.

Von dem Vorfall am 30. März gibt es ein Privatvideo. Darauf ist ein Mann zu sehen, der offenbar hilflos am Eingang eines Hagener Parkhauses liegt. Zwei Polizisten nehmen den Mann wohl wahr, machen aber nichts und fahren weg. Zeugen berichten, dass die Beiden den Mann vorher die Treppe hoch geschleift haben sollen. (…)

Quelle: WDR

Dazu:

Video: Haben Polizisten Hilfsbedürftigen liegen lassen?
WDR, verfügbar bis 09.04.2020.

Stadtverwaltung bietet elektronisch rechtssichere Kommunikation per De-Mail

1. April 2020

Dokumente rechtssicher und mit hohem Sicherheitsstandard online versenden: Diese Vorteile bietet die kostenlose De-Mail, über die Bürgerinnen und Bürger elektronisch mit der Stadtverwaltung Hagen kommunizieren können. Die De-Mail bietet vor allem während der Corona-Pandemie eine schnelle und unbürokratische Möglichkeit, diverse Anträge und Anliegen zu versenden.

Um die Verbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen, hat die Stadtverwaltung Hagen bereits am 17. März die Dienststellen für den direkten Kundenkontakt geschlossen. Persönliche Vorsprachen sind derzeit nur in begründeten Ausnahmefällen nach vorheriger telefonischer Absprache möglich. Der Zugang zur Verwaltung über die De-Mail stellt besonders in der aktuellen Situation eine sichere und schnelle Alternative zum persönlichen Kontakt dar.

Über die De-Mail Adresse stadtverwaltung@stadt-hagen.de-mail.de haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, bequem von zu Hause aus offizielle Dokumente wie Anträge oder Verträge, bei denen bisher eine Unterschrift oder ein persönliches Erscheinen notwendig war, an die Stadtverwaltung zu verschicken. Im Gegensatz zur herkömmlichen E-Mail werden mit De-Mails beispielsweise verbindliche Einschreiben rechtssicher versendet.

Um die De-Mail Adresse neu einzurichten, ist eine Nutzerauthentifizierung zum Beispiel durch den Internetdienstleister notwendig. Es ist auch möglich, das De-Mail Postfach über die Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises zu eröffnen und den Nutzer oder die Nutzerin entsprechend zu identifizieren.

Mehr Informationen zur Kommunikation über De-Mail gibt es auf der Webseite der Stadt Hagen unter www.hagen.de/impressum und auf dem Informationsportal zur De-Mail unter www.de-mail.info.

Coronaregeln: Seit Montag 500 Platzverweise

28. März 2020

113 Einsatzstellen, rund 500 Platzverweise und über 100 Ordnungswidrigkeiten: Seit vergangenen Montag (23. März) kontrolliert das Ordnungsamt der Stadt Hagen mit Hochdruck die neuen Ausgangs- und Ansammlungsregeln im gesamten Stadtgebiet. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hatte das Land Nordrhein-Westfalen einen neuen Erlass auf den Weg gebracht.

Der Kontrolldruck zahlt sich aus: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Außendienstes erteilten am Montag 159 und am Dienstag 217 Platzverweise. Zum Wochenende hin musste das Ordnungsamt nur noch rund 50 Platzverweise aussprechen.

„Seit zwei Tagen werten wir jeden Platzverweis als Ordnungswidrigkeit. Somit können wir alle Vorfälle mit einer Geldbuße ahnden“, sagt Thomas Lichtenberg, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit, Verkehr, Bürgerdienste und Personenstandswesen, und erläutert den Rückgang der Verstöße weiter: „In Zusammenarbeit mit dem städtischen Quartiersmanagement haben Sprachmittler die Kollegen bei einigen Kontrollen begleitet – das ist unheimlich hilfreich, wenn wir auf Sprachbarrieren stoßen.“

Auch die Gewerbetreibenden in Hagen haben die neuen Regeln mittlerweile verinnerlicht, hier sind kaum noch Verstöße festzustellen. Für das bevorstehende Wochenende sind erneute Einsätze mit erhöhtem Personal geplant.

Maikundgebung abgesagt

24. März 2020

DGB Hagen: Solidarisch ist man nicht alleine

Stellungnahme von Stefan Marx, Vorsitzender DGB Stadtverband Hagen:

„Im Moment gibt es nur noch ein Thema: Corona. Das ist verständlich, ist die Situation doch für uns alle neu und wirkt zunehmend bedrohlicher. Jetzt gilt es aber, nicht in Panik zu verfallen. Die Stärke der Gewerkschaften war immer, auch in schwierigen Situationen klug, besonnen und flexibel zu reagieren.

Die Corona-Pandemie bedeutet ein Leben im Ausnahmezustand: Viele Menschen können nicht zum Arbeitsplatz, unsere Kinder nicht in die Schulen und Kitas, wir sehen unsere Verwandten nicht mehr, unsere Freundinnen und Freunde, unsere Kolleginnen und Kollegen. Viele sorgen sich um ihre Existenz.

Was wir jetzt brauchen ist Vertrauen, Geduld und vor allem: Solidarität und Verantwortungsbewusstsein. Wir müssen uns bewusst machen, dass es nicht nur um uns selber geht, sondern wir alle unseren Beitrag leisten müssen, um das Gesundheitssystem zu entlasten und unsere Mitmenschen zu schützen.

Auch wir Gewerkschaften sehen uns aktuell mit einer neuen Situation konfrontiert, die uns alle extrem fordert. Wir wissen aber auch, wieviel Solidarität bewirken kann. Die Gewerkschaften haben ihre Kraft und Durchsetzungsfähigkeit schon immer aus dem Füreinander-Einstehen der Vielen bezogen. So haben sie für mehr Gerechtigkeit gesorgt und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erkämpft. Darum geht es auch heute wieder: Auch jetzt können und müssen wir solidarisch Leben retten. Wir können Verantwortung übernehmen. Für uns, und für alle anderen.

Heute aber gilt es erst einmal jenen zutiefst zu danken, die uns tagtäglich – mit hohem Risiko für die eigene Gesundheit – vor dem Virus schützen, unsere Versorgung gewährleisten und die öffentliche Sicherheit aufrechterhalten. Wir müssen sie unterstützen, wo immer möglich! Ob Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, die Kassiererinnen und Kassierer im Supermarkt, die Einsatzkräfte bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, die Beschäftigten bei Ver- und Entsorgungsdiensten, LKW- und Bus-Fahrerinnen und -Fahrer oder das Zugpersonal – sie alle verdienen unseren Respekt und unsere Solidarität. Wir alle müssen uns jetzt dafür einsetzen, dass ihre Arbeit angemessen gewürdigt wird und sie anständige Arbeitsbedingungen haben – und das auch nach dem Ende der Pandemie.

Die Solidarität, die die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus uns allen abverlangt, zwingt uns auch zu einer historisch einmaligen Entscheidung. Schweren Herzens müssen wir die 1. Mai Kundgebungen und Demonstrationen dieses Jahres leider absagen. Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten!

Wir werden den „Tag der Arbeit“ in diesem Jahr zwar nicht auf der Straße und im Volkspark in Hagen und vielen anderen Städten begehen können, aber wir arbeiten mit Hochdruck daran Möglichkeiten zu finden, wie wir unsere Themen, Anliegen und Interessen in die Öffentlichkeit tragen können. Gerade in diesen Tagen wird mehr als deutlich, dass wir wieder über den Wert von Arbeit und Solidarität diskutieren müssen.“

Notbetreuung in Kitas und Schulen

24. März 2020

Jetzt auch am Wochenende und in den Ferien

Für Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufsgruppen hat die Stadt Hagen in den jeweiligen Kitas oder Tagespflegestellen eine Notbetreuung in kleinen Gruppen organisiert. Ein entsprechendes Betreuungsangebot wird auch an den Schulen für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 sichergestellt. Diese Notbetreuung ist jetzt vom Land NRW auf das Wochenende sowie die Osterferien 2020 ausgeweitet worden.

Darüber hinaus können Eltern, auch Alleinerziehende, die nachweislich in Berufen im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig sind, künftig unabhängig von der beruflichen Situation des Partners oder des anderen Elternteils die Notbetreuung nutzen, sofern eine eigene Betreuung nicht gewährleistet werden kann.

Die Betreuung können auch jene Eltern in Anspruch nehmen, die bislang keinen Kita- oder OGS-Platz für ihr Kind hatten. Diese Eltern müssen sich, wenn sie die Notbetreuung in Anspruch nehmen möchten, bis Mittwoch, 25. März, unter Telefon 02331/207-4441 (Kita) oder bei der jeweiligen Schule melden.

Alle Eltern müssen grundsätzlich eine Bestätigung des Arbeitgebers vorlegen, dass sie einer systemrelevanten Berufsgruppe angehören. Für die Betreuung am Wochenende ist ein zusätzlicher Nachweis des Arbeitgebers nötig, dass die Betreuung notwendig ist.

Coronavirus: Neue Regelungen bei Trauungen

23. März 2020

Das Standesamt der Stadt Hagen nimmt bis auf weiteres keine neuen Termine für Trauungen an. Bereits vereinbarte Termine werden zwar noch durchgeführt, aber zugelassen sind neben dem Brautpaar nur noch die Trauzeugen.

300 Platzverweise am Samstag

22. März 2020

Ordnungsamt kontrolliert hinsichtlich neuer Allgemeinverfügung

Seit vergangener Woche gelten im Hagener Stadtgebiet aufgrund der Coronapandemie besondere Regelungen zur Schließung von Einzelhandel und Restaurants. Das Hagener Ordnungsamt hat mit verstärkten Einsatzkräften zahlreiche Betriebe am Wochenende bezüglich der Einhaltung der Regeln kontrolliert.

Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im gesamten Hagener Stadtgebiet unterwegs: Allein am Samstag wurden 300 Platzverweise erteilt, 50 Gewerbeobjekte wie Nagelstudios, Massagestudios oder Geschäfte für Hochzeitsmode mussten geschlossen und teilweise versiegelt werden. In zehn Fällen kam es zur Anzeige einer Ordnungswidrigkeit.

Der Inhaber einer Imbissbude in Altenhagen musste tief in die Tasche greifen: Da er sich trotz wiederholter Aufforderung nicht an die beschränkten Öffnungszeiten gehalten hatte, erhob das Ordnungsamt ein Bußgeld von 500 Euro gegen ihn. Auch in den nächsten Tagen hält das Ordnungsamt der Stadt Hagen den Kontrolldruck aufrecht – besonders mit Inkrafttreten der neuen Allgemeinverfügung.

Freier Zugang zu rund 100 Westfalen-Filmen

22. März 2020

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) möchte allen Menschen in Westfalen in dieser Zeit ein Stück westfälischer Kultur nach Hause liefern. Darum stellt das LWL-Medienzentrum ab heute sämtliche Filme im Download-Bereich seines Westfalen-Medien-Shops frei zur Verfügung.

Das Angebot umfasst rund 100 Dokumentationen, Kurzfilme und Reportagen zur Region und Geschichte Westfalens. Damit reagiert der LWL darauf, dass das Corona-Virus auch in der Region Westfalen das öffentliche und private Leben einschränkt. Museen und Kinos werden geschlossen, Theateraufführungen und Konzerte abgesagt. Weite Teile des kulturellen Lebens kommen erst einmal zum Erliegen.

Interessierte finden hier das gesamte Filmangebot: http://westfalen-medien-shop.lwl.org/download-medien/

Beispiele:

Das Folkwang-Projekt. Der Hagener Museumsgründer Karl Ernst Osthaus.

Weimar im Westen. Politische Neuanfänge, soziale Fortschritte und kultureller Aufbruch gehen mit sozialen Konflikten und extremer Gewalt einher. Wie kann man sich diese turbulente Zeit vorstellen? Wie verlief sie in Westfalen und im Rheinland?

Schule unterm Hakenkreuz. Zeitgenössische Filmaufnahmen aus der Martin-Luther-Schule Plettenberg.

Die Ruhr. Ein Film von Fritz Dubbert 1936/37.

Auf ins Ruhrgebiet! Jugendliche Arbeitsmigranten in den 1950er Jahren.

Zulassungsstelle reduziert Dienstleistungen weiter

21. März 2020

Die Zulassungsstelle der Stadt Hagen passt ab kommenden Montag, 23. März, ihre Dienstleistungen weiter den Gegebenheiten aufgrund Bewältigung der Corona-Pandemie an und beschränkt ihr Angebot auf nachfolgende Vorgänge.

Für Privatpersonen sind weiterhin nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache folgende Dienstleistungen möglich:

• Hagener Außerbetriebsetzungen

• Zulassungen von LKW, Krankenfahrzeugen, Feuerwehrfahrzeugen, etc.

Für Händler findet eine Abgabe der Vorgänge zwischen 8 und 9 Uhr statt. Nicht bearbeitet werden externe Außerbetriebsetzungen, Leerbriefe und Tageszulassungen.

Zulassungen sind ausschließlich mit schriftlicher Begründung über die Dringlichkeit oder Unabweisbarkeit der Zulassung (zum Beispiel für den Arbeitsweg mit Bestätigung des Arbeitgebers, zur Pflege von Angehörigen, Notwendigkeit für die Erledigung der Grundvorsorge) möglich. Es besteht kein Anspruch auf Zulassung am gleichen Tag.


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