Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Hunderte Erzieher kehren der Stadt Hagen den Rücken

19. Oktober 2017

Rund 100 ausgebildete Erzieher verlassen jedes Jahr das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg. Und trotzdem herrscht in Hagen ein riesiger Mangel. Wie groß der Bedarf ist, lässt sich seriös kaum beziffern. Allerdings können offene Stellen, wie sie sich beispielsweise im Falle einer Elternzeit ergeben, derzeit nicht nachbesetzt werden. (…)

Quelle: wp.de

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Mozartstraße Hohenlimburg: Aufzug wieder defekt

19. Oktober 2017

Im Juli 2016 übernahm die Altro Mondo die Verwaltung des Häuser-Ensembles an der Mozartstraße. Jegliche Kontaktaufnahmen mit der Altro Mondo, um den Fahrstuhl kurzfristig wieder in Betrieb zu nehmen, sind bisher gescheitert.

Quelle: wp.de

Kaltwalzmuseum: Rechtsstreit mit Förderkreis geht weiter

16. Oktober 2017

Laut dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg in Rheda-Wiedenbrück geht der Rechtsstreit mit dem Förderkreis des Kaltwalzmuseums weiter. (…)

Quelle: wp.de

Saurer Fürst

14. Oktober 2017

Maximilian Fürst zu Bentheim ist sauer. „Ihro Durchlaucht“, Eigentümer des stolzen Schlosses hoch über dem Lennetal im Hagener Osten, hat schon früher gegen so manchen Volmestädter gewettert. Jetzt hat er wieder einmal den Kaltwalzverein auf dem blaublütigen Kieker. (…)

Quelle: Wochenkurier

Willkommen in Hagen

4. Oktober 2017

Ankunft RE 7 aus Köln (jeweils links im Bild), Dienstag, 3. Oktober 2017, 14.19 Uhr, Gleis 3, Hagen Hbf.: Die „Heimat“ begrüßt den Reisenden. Mit Müll. Willkommen in Hagen – willkommen daheim.

„Heimat“ – das ist doch der neue Kampfbegriff der Konservativen und ihrer Presse. Sogar ein „Heimatministerium“ gibt es nicht nur im Freistaat der Seppelhosen, sondern seit der schwarzgelben Machtübernahme auch in NRW. Vorgegaukelt wird dem Publikum dabei eine Idylle aus vergangenen Zeiten. Die Realität ist auf den Fotos zu sehen. Die Stationsschilder „Hagen Hbf.“ könnten eigentlich abgeschraubt werden, der Reisende erkennt auch ohne diese Hinweise sofort wo er angekommen ist.

Der Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) testiert dem Hagener Hauptbahnhof ein „akzeptables Erscheinungsbild“ – welch ein Hohn. Hagens Oberbürgermeister Erik Null Schulz, der wie wild darauf versessen war, Vorsitzender der Verbandsversammlung des VRR zu werden, hat bisher nichts zur Verbesserung des ÖPNV in Hagen beigetragen. Und natürlich auch nichts für die Hagener Bahnhöfe erreicht. Im Gegensatz zu seinen vollmundigen Versprechungen, was er in seinem neuen Amt alles für Hagen und speziell für den Hauptbahnhof erreichen könne, hat er kürzlich angekündigt, auch noch die Mittel für den Busverkehr weiter kürzen zu wollen.

Die Situation auf der Balkanroute

3. Oktober 2017

Do 05.10.2017, 18:30 Uhr
Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestr. 14, 58089 Hagen

Seit 2 Jahre arbeitet die Initiative Cars of Hope mit Geflüchtete auf der Balkanroute. Anfangs hauptsächlich in Kroatien, Österreich, Serbien, Slowenien und Ungarn, später auch in Griechenland. Seit der Räumung des Flüchtlingslagers in Idomeni an der Griechisch-Mazedonische Grenze hat sich vieles geändert. Dadurch dass Journalisten in den meisten staatlichen Camps der Zugang verweigert wird, ist das Thema deutlich weniger präsent in den Medien.

Die Situation der Geflüchteten hat sich in vielen Ländern auf der Balkanroute aber dramatisch verschlechtert. Seitdem das sogenannte EU-Türkei Abkommen in März 2016 in Kraft getreten ist, werden auf den griechischen Inseln Geflüchtete in Camps wie Moria auf Lesvos (Lesbos) inhaftiert. Neuankömmlinge schlafen erst mal auf dem Boden, da das Camp völlig überfüllt ist. Wenn Geflüchtete freigelassen werden, sind sie im Prinzip immer noch inhaftiert, denn sie dürfen die griechischen Inseln nicht verlassen. Viele warten schon seit anderthalb Jahren auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag. Es gibt nach wie vor Mangel an Nahrung, Hygiene-Artikeln und Medikamenten. Das größte Problem ist aber die völlige Verzweiflung.

Fest am Tag des Flüchtlings

28. September 2017

Freitag, 29.09.2017 von 15:30 Uhr – 19:00 Uhr
Johanniskirche am Markt

Die Interkulturelle Woche vom 24. – 30.09.2017 steht in diesem Jahr unter dem Motto „Vielfalt verbindet“.

„Was hält Menschen in einer Gesellschaft zusammen? Wieviel Gemeinsamkeiten und Konsens braucht es, damit Zusammenleben in Vielfalt gelingt? Wieviel Dissens ist fruchtbar? Und was gilt es zu tun, um ein gutes Miteinander in Gerechtigkeit und Respekt zu erhalten?“, schreiben die Initiatoren in ihrem Begleitwort zur diesjährigen Aktionswoche.

Sie meinen, dass gemeinsames Feiern und Begegnung, Musik, Spiel und Aktionen und nicht zuletzt gemeinsames Essen und Trinken Verbindungen schaffen. Deshalb laden sie ein zu einem Fest am Tag des Flüchtlings innerhalb der Interkulturellen Woche rund um die Johanniskirche am Markt in Hagen.

Das Fest wird von Oberbürgermeister Erik O. Schulz eröffnet. Anschließend findet ein buntes Bühnenprogramm statt, u.a. mit

– dem Kinder- und Jugendzirkus RatzFatz aus Bochum
– „From East to West“ Brückenklang Ensemble, Allerwelthaus Hagen
– Glockenläuten und einer Schweigeminute für alle Opfer von Flucht, Krieg, Not und Terror um 17:00 Uhr
– Integrationstheaterstück der Arbeiterwohlfahrt Hagen
– „Hamam Abbiad“ – einem bunten Musikerlebnis mit traditionellen, orientalischen und westlichen Elementen zum Abschluss des Festes

Parallel dazu finden die Besucher Angebote für Kinder und Jugendliche, Infostände, Präsentationen von Patchwork- und anderen Näharbeiten sowie diverse internationale Spezialitäten, ein Kuchenbuffet und Getränke.

Im Visier der Stasi

23. September 2017

Ausstellung in der Villa Post

Die Volkshochschule der Stadt Hagen lädt am Dienstag, 26. September, um 19 Uhr zur Eröffnung einer Stasi-Ausstellung in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein. Bei der „Riesaer Petition zur vollen Erlangung der Menschenrechte“ vom 10. Juli 1976 handelt es sich um den bis dahin größten Zusammenschluss von Regimegegnern in der DDR seit dem 17. Juni 1953.

79 Menschen aus Riesa im Landkreis Meißen und dem Bezirk Karl-Marx-Stadt um den Mediziner Dr. Karl-Heinz Nitschke kämpften für ihre Freiheit. Sie beriefen sich auf die KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975, nach der sich auch die DDR-Regierung verpflichtet hatte, die Menschenrechte einzuhalten, nach denen jeder Bürger seinen Wohnort frei wählen darf.

Die Petition, die sich über westdeutsche Medien blitzartig verbreitete und über diesen Umweg in der DDR bekannt wurde, hatte für die Unterzeichner schlimme Folgen. Manche landeten im Gefängnis, andere erlitten schwere Repressalien, verloren ihre Arbeit, wurden schikaniert oder durften erst Jahre später in die Bundesrepublik ausreisen.

40 Jahre nach den Ereignissen wird die Wanderausstellung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) nach der Premiere in Riesa nun bis zum 20. Oktober 2017 in der VHS Hagen gezeigt. Die IGFM war in der Vergangenheit nicht unumstritten:

Die IGFM nahm insbesondere zum Apartheid-Regime in Südafrika eine einseitige und verharmlosende Haltung ein. So wurde im Zweijahresbericht von 1985/1986 zwar das Gewaltpotential des ANC hervorgehoben und dargelegt, dass Nelson Mandela als „Terrorist“ eingesperrt sei. Die Gründe des schwarzen Widerstands gegen die rassistische Diktatur und die Gewalt, mit der die Weißen über die Schwarzen herrschten, blieben dagegen unterbelichtet.

Der Kuratoriumspräsident der IGFM Ludwig Martin und das Kuratoriumsmitglied Lothar Bossle galten dem Militärregime von Augusto Pinochet als „bewährte Freunde“. 1987 warnten sie die chilenischen Regierungsstellen, dass das Bekanntwerden der Verbrechen in der Colonia Dignidad zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Deutschland und dem Pinochet-Regime führen könnte.

Quelle: wikipedia

Journalist Jens Ostrowski wird bei der Ausstellungseröffnung über die Geschichte dieses weitgehend unbekannten Freiheitskampfes in der ehemaligen DDR berichten.

Für die Serie „Die Stasi vor unserer Tür“ erhielt er 2014 einen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Dieser Preis relativiert sich allerdings schon dadurch, dass auch die nicht gerade durch Qualität hervorstechende Hagener Lokalredaktion der WPWR schon von der CDU-nahen Adenauer-Stiftung mit einer Auszeichnung bedacht wurde.

Der Eintritt zu dieser gemeinsamen Veranstaltung von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.

Mama und Angela Merkel sind Vorbilder für Cemile Giousouf

15. September 2017

Warum gewinnen Sie die Wahl?
Weil ich in den letzten vier Jahren viel Einsatz gezeigt habe – zum Beispiel bei den Themen Kommunalfinanzen und Breitbandausbau. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nur komisch, dass die Hagener davon nichts bemerkt haben. Jetzt verspricht Giousouf auf die Frage „Braucht Hagen einen Schuldenschnitt?“: „Ja.“ Da darf man aber gespannt sein. Der Rest dieses Frage- und Antwortspiels besteht wie schon gestern bei Röspel aus Boulevard-Geplänkel.

Bodelschwinghplatz erhält eine neue Aufenthaltsqualität

7. September 2017

Nach einer ausführlichen Bürgerbeteiligung erhält der Bodelschwinghplatz ein neues Gesicht. Insgesamt werden 1,1 Millionen Euro investiert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Leider 30 Jahre zu spät. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der schon damals auf die Ursachen des Abstiegs dieses Viertels aufmerksam gemacht hatte (überbordender motorisierter Individualverkehr), wurde von Politik und Verwaltung schlicht ignoriert. Jetzt wird es schwierig. Die Möglichkeit der Stadt, dort Vorkaufsrechte wahrzunehmen, wird in den geheimen Sitzungsteilen des Stadtrats regelmäßig abgelehnt. Aber nur so ließe sich in diesem Bereich strukturell etwas verändern. Das wäre sinnvoller, als an anderer Stelle in Wehringhausen einen ganzen Wohnblock abzureißen, wie es die GWG plant und die CDU bereits Beifall klatscht. Zur Problematik rund um den Bodelschwinghplatz hat man von der in Wehringhausen nicht verankerten Partei (12,2 % bei den Kommunalwahlen 2014 in dem Stimmbezirk, in dem der Platz liegt) jahrzehntelang nichts gehört.

Schloss Hohenlimburg: Führungen sollen Zukunftsmodell sein

5. September 2017

Fürstenhaus setzt nach dem Auszug des Förderkreises Deutsches Kaltwalzmuseum auf ein neues Konzept für Schloss Hohenlimburg. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Da geht demnächst die Post ab: Nachtwächterführungen, Führungen mit der weißen Frau, Führungen mit der Hexe Tilly. Spielt die Klein-Aristokratie mit? Maximilian als Nachtwächter und die werte Gemahlin wahlweise als weiße Frau und Hexe Tilly? Man darf gespannt sein.

Hagener Kliniken – Protest gegen geplante Betten-Kürzung

2. September 2017

Die Hagener Gesundheitskonferenz – ein Gremium aus Verwaltung, Feuerwehr, Ärzten, Krankenhaus-Chefs und Lokalpolitikern – wehrt sich entschieden gegen den Abbau von 209 Krankenhausbetten in Hagen, der von den Krankenkassen gefordert wird. Ganz im Gegenteil: In fast allen Häusern bestehe Weiterentwicklungsbedarf. Die Anzahl der Betten müsse folglich eher steigen als fallen.

In Hagen gibt es aktuell 1694 Krankenhausbetten. Die Krankenhäuser wünschen sich eine Gesamterhöhung auf 1819, die Krankenkassen eine Reduzierung auf 1485. Eine große Diskrepanz. (…)

Quelle: wp.de

Zum 11. Mal Nacht der langen Tische

31. August 2017

In Hagen einzigartig und immer bestens besucht: „Die Nacht der langen Tische“ in Wehringhausen. Foto: privat.

Am Samstag, den 2. September 2017 lockt in Wehringhausen bereits zum 11. Mal die „Nacht der langen Tische“.

Auf der Lange Straße, zwischen Roon- und Bachstraße, baut die Händlergemeinschaft „Wir in Wehringhausen“ dekorierte Tische und Bänke auf. Ab 17 Uhr geht es los, wobei die besten Plätze auch gerne schon früher besetzt sind.

Die Besucher können selbstgemachtes Essen und Getränke mitbringen und quer über die Tische Freunde und Nachbarn verköstigen. Wer nichts dabei hat findet an diversen Essens- und Getränkeständen ein breites Angebot vor. Ein Rahmenprogramm mit Musik von den legendären Daltons und etwas Artistik vom Zirkus Quamboni schafft Abwechselung.

Ganz in Weiß – und alle singen mit …

28. August 2017

Hagens Zukunft? Dîner en blanc im Volmepark

„Fröhliche Menschen, ganz in weiß gekleidet, mit Picknickkörben ausgestattet, wandern am 26. und 27. August ans Volmeufer. Dort warten weiß gedeckte und schön dekorierte Tische, an denen man sein mitgebrachtes Picknick stilvoll aufbauen und verzehren kann. Oder aber man holt sich ein kühles Getränk am Versorgungsstand. Dazu gibt’s dezenten Sound von exzellenten Hagener Musikern, die Kinder können unbeschwert toben, und am Sonntag stimmt ein Gottesdienst um 11 Uhr die Besucher auf das Fest am Flußufer ein.“

So stellte sich die „Zukunftsschmiede“ das erste Ganz in Weiß–Picknick an der Volme am letzten Ferienwochenende vor. Nachdem diese Dîner en blanc-Veranstaltungen selbst Dörfer wie Lünern im Kreis Unna erreicht haben, soll also endlich auch in Hagen die „Zukunft“ ausgebrochen sein.

Die „Zukunftsschmiede“ ist ein gemeinsames Projekt des Unternehmervereins, der HAGENagentur und der Stadt Hagen, um „Hagens Potentiale deutlich herauszustellen und erlebbar zu machen“. Bürger und –innen wurden aufgefordert: „Bringen Sie sich in diesen spannenden Prozess aktiv mit ein und schmieden Sie gemeinsam mit an der Zukunft unserer Stadt Hagen! Machen Sie mit!“

Eine Aufforderung, die sich DW-Autor Christoph Rösner nicht zweimal sagen ließ, sich – wie gewünscht – „einbrachte“ und in einem „spannenden Prozess“ eine alte Schnulze des verblichenen Schmachtvirtuosen Roy Black passend zum OB-offiziellen „Event“ (sehr frei) um„schmiedete“:

Ganz in Weiß, sehr hipp und unrasiert
Traf man sich und trank ganz ungeniert.
Openair mit Hut und Hemd und Charme
Nach dem Motto, lieber weiß als arm.
Ganz in Weiß – Elitenfeierei –
Und die Volme fließt verzweifelt dran vorbei.

Fröhlich gibt man sich HighFive
Lächelt unbeschwert dabei
Ganz in Weiß, schon serienreif,
zeigt man froh sein Konterfei.
Keiner gibt sich ernst und steif.
Nur die Volme fließt wie Blei vorbei.

Ganz in Weiß, sehr heiter und charmant
Hält per se man sich für interessant.
Alle sind so froh gestimmt.
„Ganz in Weiß, im nächsten Jahr bestimmt!“

Und dann reicht man sich die Hand,
Es lallt geballter Sachverstand.
Der Fluss derweil ernüchtert glimmt,
Und – Ganz in Weiß – darin ein Plastikbecher schwimmt …

Ganz ohne Unternehmerverein und HAGENagentur findet bereits seit 10 Jahren in Wehringhausen die „Nacht der langen Tische“ statt (Foto: privat). Mit erheblich größerer Resonanz, wie man im Vergleich zum Dîner en blanc sieht.

„Im Sturm wirst Du mein Führer sein“

23. Juli 2017

Die heimliche Hymne der Erik-Null-Fans

„I’ll Never Find Another You” – Ich werde niemals einen anderen wie Dich finden – war ein Hit der Gruppe „The Seekers”, der es im Geburtsjahr des aktuellen Hagener Oberbürgermeisters auf Platz eins der Billboard in Großbritannien schaffte.

Im damaligen (West-)Deutschland waren die Seekers bestenfalls regelmäßigen Hörern des Rundfunksenders der britischen Rheinarmee, British Forces Broadcasting Services (BFBS), bekannt. Aber nun könnte ihr programmatischer Titel aus vermeintlich längst vergangenen Zeiten eine neue Aktualität gewinnen. Als heimliche Hymne der Anhänger des Hagener Oberbürgermeisters Erik O. Schulz.

Passen die im Video zu sehenden Kirchentagsgesichter nicht verblüffend zu den Fangruppen, die aktuell in den angeblich „sozialen“ Netzwerken für Schulz unterwegs sind? Lässt nicht das zwischendurch eingeblendete Steuerpult mit den im Dunkeln agierenden Gestalten leichte Assoziationen aufkommen mit einer heutigen Regiezentrale in der Schürmannstraße?

Auszug aus der Erik-Hymne:

Da ist irgendwo ein neues Land, sie nennen es das gelobte Land,
und ich werde irgendwann dort sein wenn du meine Hand halten wirst.

Ich brauche dich immer noch neben mir, egal was ich mache
ich weiß ich werde niemals einen anderen wie dich finden

Sie sagen es gibt für jeden von uns einen passenden Menschen
Und du wirst für mich dieser jemand sein, für immer und einen Tag.

Ich könnte die ganze Welt durchsuchen bis mein Leben vorbei ist,
aber ich weiß ich werde niemals einen anderen wie dich finden.

Es ist eine lange, lange Reise, also bleib an meiner Seite.
Wenn ich durch den Sturm gehe, wirst du mein Führer sein, sei mein Führer.

Na dann: Auf ins Erik-Paradies!

Sommerausgabe der Seniorenzeitung erschienen

21. Juli 2017

Die Sommerausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen ist erschienen. Im Prominenten-Interview erzählt Kammersängerin Marilyn Bennett aus ihrem Leben. Unter dem Motto „Sommer, Sonne, Urlaubszeit – Angebote in Hagen“ stellen Mitglieder des Redaktionsteams ihre Lieblingsplätze vor.

Rita Meiwald kommt zu Wort, die fünf Monate im achten Stock eines Hochhauses mit kaputtem Fahrstuhl verbringen musste. „Generationengerecht in die Altersarmut?“ – dazu äußert sich Daniel Kreutz vom Sozialverband Deutschland im Interview. Unter Hobbies wird deutlich, wie unterschiedlich aktiv Seniorinnen und Senioren ihren „Ruhestand“ gestalten.

Darüber hinaus finden sich Beiträge zum Thema stationäres Hospiz, über eine Schülerfirma in der Gustav-Heinemann-Schule und viele andere bunte Themen.

Die Zeitungen liegen aus im Sozialen Rathaus am Bahnhof, in den Bürgerämtern, der Freiwilligenzentrale, Begegnungsstätten, bei HagenInfo, in Apotheken, Arztpraxen – überall dort, wo die ehrenamtlichen Boten die Zeitung anliefern. Das Redaktions-Team sucht noch Menschen, die ehrenamtlich Zeitungen ausliefern können.

Das nächste Treffen ist am Mittwoch, dem 9. August, um 10 Uhr im Sozialen Rathaus am Bahnhof, Raum D 123.

WPWR: Auflagenschwund setzt sich fort

20. Juli 2017

Auch im 2. Quartal 2017 setzte sich der Niedergang der Hagener Ausgaben der WPWR unvermindert fort. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahrsquartal wurden 5,3 Prozent weniger Zeitungen verkauft. Das ergeben die neuen Zahlen des ivw.

Wurden im 2. Vierteljahr 2016 täglich noch 32.600 Exemplare an den Mann gebracht, sank diese Zahl 2017 auf 30.884. Zu Beginn des Jahres erst war die Zählweise vom Verlag Funke-Medien verändert worden. Die vorher separat ausgewiesenen Zahlen der Ausgabe Herdecke/Wetter wurden kurzerhand Hagen zugeschlagen. So sahen die Daten etwas netter aus.

Die Zahl der in Hagen verkauften Zeitungen der Funke-Medien dürfte – rechnet man den Schwund um – nur noch bei gut 23.000 Exemplaren liegen.

Jobcenter Hagen muss Strafe zahlen

27. Juni 2017

Das Jobcenter Hagen muss ein Ordnungsgeld in Höhe von 500 Euro zahlen. Das hat das Sozialgericht Dortmund angeordnet. Kunde des Jobcenters war ein rumänischer Familienvater mit vier Kindern, der nachweislich neben seiner geringfügigen Beschäftigung als Paketsortierer auch Anspruch auf Aufstockerleistungen hatte, also Hartz IV oder Sozialhilfe.

Für seine Ablehnung konnte das Jobcenter nach Ansicht des Gerichts keine Begründung im Gesetz oder in der Rechtssprechung anführen. Laut Sozialgericht ist das kein Einzelfall. Vielmehr habe es den „offensichtlich bestehenden Leistungsanspruch der Familie“ ignoriert. Das Verhalten der Behörde „erwecke den Eindruck, dass sie es in einer Vielzahl derartiger Fälle regelmäßig darauf anlege, nur zu leisten, wenn sie von dem Gericht dazu verpflichtet“ werde. Eine solche Praxis sei nicht haltbar, so das Gericht. Schon im November 2016 war das Jobcenter zur Zahlung von Ordnungsgeldern verurteilt worden. (…)

Quelle 1: WDR
Quelle 2 (Video, verfügbar bis 03.07.2017): WDR

Jobcenter Hagen handelt willkürlich

24. Juni 2017

Sozialgericht verhängt gegen Jobcenter Verschuldenskosten

Behörde lege es regelmäßig darauf an, nur zu leisten, wenn sie von dem Gericht dazu verpflichtet werde – „in einer Vielzahl derartiger Fälle“

Verweigert ein Jobcenter EU-Ausländern, die wegen eines Minijobs als Arbeitnehmer anzusehen sind, aufstockendes Arbeitslosengeld II, ohne hierfür eine Stütze im Gesetz oder in der Rechtsprechung zu finden, kann das Sozialgericht der Behörde bereits im Eilverfahren wegen missbräuchlicher Rechtsverteidigung Verschuldenskosten auferlegen.

Dies ergibt sich aus dem Beschluss des Sozialgerichts Dortmund vom 13.06.2017 (Az.: S 19 AS 2057/17 ER). Das Jobcenter Hagen hatte einer seit 2014 in Deutschland lebenden rumänischen Familie mit vier Kindern Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld verweigert, obwohl der Familienvater angab, Arbeitnehmer mit einer Tätigkeit als Paketsortierer in einem DPD-Depot zu sein.

Nachdem das Sozialgericht anhand der vorgelegten Unterlagen und im Rahmen eines Erörterungstermins die Angaben des Antragsstellers überprüft und das Jobcenter wegen der geringen Anforderungen an die Arbeitnehmereigenschaft auf den offensichtlich bestehenden Leistungsanspruch der Familie wiederholt hingewiesen hatte, erfolgte gleichwohl keine behördliche Abhilfe.

Das Gericht erließ daraufhin eine einstweilige Anordnung gegenüber dem Jobcenter zur vorläufigen Zahlung von Grundsicherungsleistungen. Zugleich erlegte es dem Jobcenter – wie auch in vorangegangenen Verfahren – gemäß § 192 des Sozialgerichtsgesetzes Verschuldenskosten von 500,- Euro auf.

Das Verhalten der Behörde erwecke den Eindruck, dass sie es in einer Vielzahl derartiger Fälle regelmäßig darauf anlege, nur zu leisten, wenn sie von dem Gericht dazu verpflichtet werde. Das Jobcenter Hagen behindere damit die Gewährung effektiven sozialgerichtlichen Rechtsschutzes.

VHS mit Schwerpunkt-Thema „Heimat“

22. Juni 2017

Neues Programm ab sofort erhältlich

Die Volkshochschule Hagen hat ihr Programmangebot für das Studienjahr 2017/2018 unter das zentrale Thema „Heimat“ gestellt. Mit dem vielfältigen Angebot von über 900 Kursen möchte die VHS dazu beitragen, dass alt eingesessene wie neue Hagener Bürgerinnen und Bürger sich in ihrer Heimatstadt wohlfühlen und mit deren Geschichte und Geschichten vertraut werden.

Zur Eröffnung des Semesters lädt die VHS am 14. September dieses Jahres um 19 Uhr zu einer Lesung mit dem Hohenlimburger Jörn Klare ein, der in seinem Buch „Nach Hause gehen“ sehr persönlich und ganz wörtlich den Fragen nachgeht: „Was genau ist Heimat? Was bedeutet sie? Und warum ist sie wichtig?“ Von seiner Berliner Haustür aus wanderte er an den Ort seiner Kindheit und Jugend in Hohenlimburg. Ein Weg über gut 600 Kilometer, erst durch Ostdeutschland, das ihm immer noch fremd ist, dann durch Westdeutschland, das ihm oft nicht mehr vertraut ist.

Der Studienbereich Politik und Gesellschaft bietet wieder eine Vielzahl von Erkundungen unserer Stadt. In der Rubrik „Hagen und Region“ wird es wegen der starken Nachfrage noch einmal deutlich mehr Rundgänge und Führungen in den Sommerferien geben. Fortgesetzt wird auch die Reihe „Hagen <w>örtlich“ in Kooperation mit der Stadtbücherei mit Vorträgen zur Geschichte der Varta, zu Straßenumbenennungen in der NS-Zeit und zu geologischen Schätzen in Hagen.

(more…)

Gras aus der Apotheke

21. Juni 2017

Donnerstag, 22.06.2017 um 18:00 Uhr, Sparkassen-Karree

Lange Zeit waren Hanfprodukte in Deutschland vor allem als illegale Drogen und Rauschmittel bekannt. Neuerdings können zu Risiken und Nebenwirkungen von Cannabis aber auch Ihr Arzt und Apotheker beraten, denn in den letzten Monaten sind teilweise schon seit der Antike bekannte medizinische Einsatzgebiete auch in der modernen Medizin angekommen, und so gibt es inzwischen tatsächlich „Gras aus der Apotheke“ auf Rezept.

Für wen, wann und wie das möglich ist – und was trotz der jüngsten Veränderungen gleichgeblieben ist – dazu wird Sie Dr. Christian Fehske, Fachapotheker für Arzneimittelinformation und Leiter der internationalen Rathaus-Apotheke auf den neusten Stand bringen.

Der Eintritt ist frei

Strafanzeige gegen das Fürstenhaus

20. Juni 2017

Ein Rotmilan-Nest wurde auf der Schälker Heide zerstört. Deshalb hat Dieter Ackermann Strafanzeige gegen das Füstenhaus gestellt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Immer wieder Ärger mit der Hohenlimburger Aristokratie.

Hochbunker in der Tuchmacherstraße kommt unter den Hammer

20. Juni 2017

Der Hochbunker an der Ecke Tuchmacher-/Dödterstraße kommt unter den Hammer. Das Mindestgebot für das ungewöhnliche Objekt liegt bei 69 000 Euro. (…)

Quelle: wp.de

Wehringhausen querbeet

19. Juni 2017

11. Tag der offenen Hinterhöfe in Hagen-Wehringhausen

Am Sonntag, 25.6.2017 von 11 – 19 Uhr ist es wieder soweit: Zum 11. „Tag der offenen Hinterhöfe in Hagen-Wehringhausen“ können erneut alle Wehringhauser und interessierte Gäste hinter die Türen blicken und liebevoll gestaltete Höfe in Wehringhausen entdecken, Nachbarschaft erleben und sich an künstlerischen Darbietungen sowie am kulinarischen Angebot erfreuen.

Weitere Infos hier auf der Webseite des Projekts.

Route der Friedhofskultur soll in Hagen entstehen

17. Juni 2017

Die fünf großen kommunalen Friedhöfe in Hagen sollen mit einer „Route der Friedhofskultur“ weiterentwickelt und zukunftsfähig gemacht werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Merkwürdigerweise fehlen mit Ausnahme des Delsterner Friedhofs die kulturhistorisch bedeutendsten Hagener Friedhöfe am Buschey und am Remberg. Auch das historische Kolumbarium auf dem Hasper Friedhof, entworfen vom damaligen Hasper Stadtarchitekten Günther Oberste-Berghaus, findet keine Erwähnung. Der Zeitung sind diese entscheidenden Lücken nicht aufgefallen. Warum auch, Esoterik-Klimbim mit direktem Draht ins Jenseits („Über Medium Kontakt zur verstorbenen Mutter aufgenommen„, Autor: Hubertus Heuel) hält die Redaktionsstube für die wichtigere Meldung.

„Knechtung und Entsolidarisierung“ der Bürger als Folge der „Schwarzen Null“

5. Juni 2017

Ein fränkisches Lokalblatt liefert eine Berichterstattung, wie man sie sich für Hagen wünschen würde

Auch kleine Zeitungen können so berichten, dass den Lesern Hintergründe und Zusammenhänge nahe gebracht werden. Ein in diesem Sinne positives Beispiel ist ein per Zufall gefundener Artikel aus dem Treuchtlinger Kurier.

Treuchtlingen ist ein 12.000-Einwohner-Städtchen in Franken. Die Auflage der örtlichen Zeitung wird nicht einmal separat ausgewiesen; zusammen mit dem benachbarten Weißenburger Tagblatt beträgt sie gegenwärtig gerade einmal 9.800 Exemplare. Beide Blätter beziehen ihren Mantelteil von den angesehenen Nürnberger Nachrichten.

Am 6. Mai dieses Jahres berichtete der leitende Lokalredakteur des Treuchtlinger Kurier, Hubert Stanka, über den Zusammenhang zwischen einem Staat, der sich „immer weiter aus der Verantwortung zieht“ und einer stetigen „Knechtung und Entsolidarisierung der Bürger“ auf der kommunalen Ebene.

Deutliche Worte, die – wie man hier sieht – selbst in der Lokalzeitung einer bayrischen Kleinstadt möglich sind. In Hagen steht dem die Hybris lokaler Schreibgrößen entgegen, die glauben, den Takt im Rathaus in ihrem – wodurch  auch immer motivierten – neoliberal-populistischen Sinne vorgeben zu können. Kritische Berichterstattung in einem aufklärerischen Sinn gilt im heimischen Pressehaus dagegen als unverständliches Fremdwort. Hier pflegt man stattdessen Kürzungspropaganda auf Kreisklassenniveau.

Auszüge aus dem positiven Beispiel aus der fränkischen Provinz:

Treuchtlingen leidet unter „Staatsflucht“

Schleichender Umbauprozess und Entsolidarisierung – Woher kommt die Wut der Bürger?

Viele Menschen empfinden in heutigen Zeiten ein steigendes Unbehagen. Die Globalisierung, das Tempo der Informationsgesellschaft, in der es einen Überfluss an Infos, aber wenig verlässliche Leitplanken gibt – und dann noch eine immer größere gesellschaftliche Kälte und finanzielle Einbußen bei den einen sowie steigende Gewinne bei den anderen… Viele Menschen können das nicht einordnen. Das öffnet populistischen „Rattenfängern“ von rechts und links die Türen. Dabei gerät eines in den Hintergrund bzw. wird von der Politik auf allen Ebenen verschwiegen: Das Land befindet sich seit vielen Jahren in einem großen Umbau, mit dem sich der Staat immer weiter aus der Verantwortung zieht und den Bürger in die Eigenverantwortung drängt. Das wirkt ebenso auf lokaler Ebene in der Provinz und ist in vielen Bereichen auch in Treuchtlingen spürbar. Beispiele für einen schleichenden Umbruch. (…)

Mit der Privatisierungswelle in den 80er und 90er Jahren wurden die Weichen dafür gestellt, viele Bereiche der Infrastruktur aus der staatlichen Daseinsvorsorge abzukoppeln. Zu nennen ist hier beispielsweise die Telekommunikation. Es ist längst klar, dass diese Privatisierung zu weit ging. Heute werden einem privatisierten, einstigen Staatsunternehmen Milliarden an Fördergeldern hinterher geworfen, um angebliche „Wirtschaftlichkeitslücken“ zu füllen. Andernfalls würde es am flachen Land überhaupt kein schnelles Internet geben.

Aus heutiger Sicht fragt sich der Bürger, wozu diese Privatisierung eigentlich gut war, wenn danach wieder Milliarden an Fördergeldern in die Infrastruktur fließen müssen. Schlüssiger wäre es gewesen, die Infrastruktur in staatlichen Händen zu lassen und das „Provider“-Thema der Privatwirtschaft zu überlassen. Das hätte zur Folge gehabt, dass es keine derartigen Versorgungslücken gäbe. (…)

Das Rezept dagegen: die „Bürgergesellschaft“, die auch in Treuchtlingen immer wieder propagiert wird. Es geht also um den ehrenamtlichen Einsatz von Menschen. Der allerdings war und ist in funktionierenden Gemeinwesen schon immer gefragt. Heute dient er nur zu offensichtlich als Ersatz für fehlende finanzielle Mittel. In den Dörfern pflastern die Bürger ihre Wege mittlerweile selber, renovieren Gemeinschafts- und Feuerwehrhäuser. Am Land wird vieles nur noch als „Selbsthilfe“ empfunden. Der Staat oder die öffentliche Hand – oder wie man das auch nennen mag – lässt den Bürger allein.

Diese schlaglichtartige Beleuchtung der gesellschaftlichen Veränderungen lässt den Bürger ratlos zurück. Die „schwarze Null“ bei Land und Bund auf der einen Seite, eine stetige Knechtung und Entsolidarisierung der Bürger auf der anderen Seite lassen Wut wachsen. Ein fruchtbarer Nährboden für Radikalismus.

Quelle: Treuchtlinger Kurier

Germany’s next Tattoomodel – Körperkunst im Capitol in Hagen

22. Mai 2017

Verzierte Körper, Prominente und eine Rotlicht-Legende. Ein Blick in das Event „Germany’s next Tattoomodel“, das im Capitol stattfand. (…)

Rotlicht-Legende Bert Wollersheim war einer der Juroren im Capitol. „Ich achte vor allem auf die Optik der Models“, erklärt der mehrfache Bordell-Besitzer. „Aber auch das Gesamtbild muss natürlich stimmen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nach dem „Boxen der Gastronomen“ das nächste Trash-„Event“ in kürzester Zeit. Der Abstieg der Stadt schreitet voran und die WPWR ist mit ihrer ausgiebigen Berichterstattung wieder mittenmang dabei. Das Blatt schreckt vor keinem Müll zurück. Vorbestrafte Sportfunktionäre und Puffgrößen – alles schon seit Zeiten von Jürgen Medenbach immer gern genommen und kein Problem für die heimische Gazette.

Lob und Kritik für das „Boxen der Gastronomen“ in Hagen

20. Mai 2017

Zwölf Hagener Ga­stronomen hauen sich am Samstag etwas auf die Glocke. Im Trainingsbereich von „Karate Kidz“ (Elberfelder Straße 50 bis 52) steigen die Betreiber oder Mitarbeiter verschiedener Gastronomien oder Kioske mit Boxhandschuhen in den Ring. Während die Organisatoren und der Gaststättenverband die ungewöhnliche Verbindung von Gastronomie und Boxen loben, erntet die Veranstaltung bei alteingesessenen Gastronomen Kopfschütteln. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Kritiker dieser Event-Scheiße kommen erst ganz zum Schluß und nur kurz zu Wort. Der Rest ist Werbung für eine Veranstaltung, die Hagen wieder einmal ungemein nach vorne bringen wird.

Hagener sind mit Busnetz zufrieden – mit Radwegen nicht

19. April 2017

Das Bürgerbarometer liefert klare Ergebnisse: Das Hagener Busnetz wird von vielen Bürgern gelobt, Hagens Fahrradunfreundlichkeit bemängelt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Befragung weist erhebliche methodische Mängel auf. Wie soll beispielsweise ein notorischer Autofahrer wissen, wie die Qualität des ÖPNV zu beurteilen ist? Man hätte dazu ebenso gut die Bevölkerung von Uganda befragen können. Oder ermittelt der Lehrstuhl für Marketing & Handel der Universität Duisburg-Essen, dessen Forschungsstelle die Befragung konzpiert hat, die Kundenzufriedenheit von beispielsweise IKEA-Kunden, indem sie die Käufer bei Ostermann interviewt?

Und: Kein Fiebig-Artikel ohne Unstimmigkeit, das scheint sich zum running gag der WPWR-Redaktion zu entwickeln. Hier behauptet der begnadete Schreiber: „40 Prozent der Befragten sind mit dem ÖPNV zufrieden, 36 Prozent können ihn nicht richtig beurteilen.“

Das dazu gehörige Diagramm besagt allerdings etwas anderes:

Danach antworteten 20 Personen „weiß nicht“. Bei 400 Befragten entspricht das einer Quote von 5 Prozent. Selbst wenn man die hinzurechnet, die keine Angabe gemacht haben, kommt man nur auf 6,75 Prozent.

Hagener Bürgerbarometer 2017 von WPWR

18. April 2017

Wie ticken die Hagener? Für das Bürgerbarometer 2017 der Stadtredaktion wurden 400 Menschen zu zwölf Themenbereichen befragt. (…)

Quelle: wp.de

Hagener fühlen sich eher Sauerland als Ruhrgebiet zugehörig

71 Prozent der Bürger leben gern in Hagen. Es fühlen sich mehr Menschen dem Sauerland zugehörig. Und: das Kirchturmdenken verschwindet. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Da kann selbst Donald „Fake News“ Trump noch was lernen. Wie WPWR-Autor Mike Fiebig die Ergebnisse einer Umfrage verdreht, das ist schon einsame Spitze. So erklärten 71 Prozent der Befragten, dass sie „gerne“ oder „sehr gerne“ in Hagen leben. Hört sich nach viel an, aber damit landet die Stadt im NRW-weiten Vergleich nur auf dem vorletzten Platz. Für Fiebig ist es trotzdem „ein stolzes Ergebnis“. Begründung: „Was die Statistiker nicht wissen (aber Fiebig besser weiß), ist, dass der Hagener als jemand gilt, der ein zwiespältiges Verhältnis zu seiner Stadt hat.“

Weiter behauptet Fiebig: „Am ehesten sagen die Menschen in Hohenlimburg und Haspe, dass sie sich ihrem Stadtteil zugehörig fühlen.“ Diese Aussage ist, auf Haspe bezogen, falsch. Der Stadtbezirk nimmt hinter Eilpe/Volmetal mit 4 Prozent mit 7 Prozent nur den vorletzten Platz ein. Daraus darf wohl der Schluss gezogen werden, dass auch der ganze Folklore-Klimbim mit Kirmes, Eseln und Thieser nur die Angelegenheit einer kleinen Gruppe ist, die den großen Anspruch erhebt, für „die Menschen“ im Stadtbezirk zu sprechen.

Erstellt wurde die Befragung nicht von Urbanisten oder Politikwissenschaftlern, sondern von der Forschungsstelle für Verlagsmarketing am Lehrstuhl für Marketing & Handel der Universität Duisburg-Essen. Als einzigen Finanzier von Drittmitteln nennt die Forschungsstelle die Funke-Mediengruppe, zu der auch das Hagener Einheitsblatt gehört.

Absage im Repair-Café

14. April 2017

Der Fahrradreparatur-Termin am Samstag 15.04.2017 im Wehringhauser Repair-Café muss leider ausfallen.

Folgende Termine stehen fest:

  • Jeden 1. Samstag im Monat: Kleinelektrogeräte-Reparaturtreff ab 15 Uhr
  • Jeden 3. Samstag im Monat: Fahrradreparatur-Treff ab 16 Uhr
  • Jeden 4. Samstag im Monat: Computerreparatur-Treff ab 15 Uhr
  • Jeden Freitag ab 15 Uhr: Nähgruppen-Treff
  • Jeden Mittwoch 16-19 Uhr und jeden Sonntag 15-18 Uhr Sozialer Treffpunkt/Cafébetrieb

71.000 Euro für Flüchtlingshilfe

12. April 2017

Unterstützung aus dem Förderprogramm „KOMM-AN NRW“

Ein Bewilligungsbescheid über 71.000 Euro wurde im Rahmen des  Förderprogramms „KOMM-AN NRW“ in den letzten Tagen der Stadt Hagen übergeben. „KOMM-AN NRW“ ist nach „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ und „Zusammenkommen und Verstehen“ das dritte maßnahmenorientierte Förderprogramm des Landes NRW in der Flüchtlingshilfe.

Die Kommunalen Integrationszentren der Kreise und kreisfreien Städte können die Mittel an Träger vor Ort, die Projekte zur Integration von Flüchtlingen durchführen wollen, weiterleiten. Mit der Förderung werden bedarfsorientierte Maßnahmen vor Ort unterstützt.

Dabei steht vor allem die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe, insbesondere durch die Förderung der Einrichtung und des Betriebes von Ankommenstreffpunkten, im Fokus. Die Flüchtlinge sollen dort die Möglichkeit erhalten, sich nach ihrer Ankunft räumlich, sprachlich, sozial und kulturell im neuen Umfeld zu orientieren.

So wird auch die Durchführung von entsprechenden Maßnahmen des Zusammenkommens, der Orientierung und der Begleitung gefördert. Diese können in den Treffpunkten, aber auch außerhalb solcher durchgeführt werden. Konkret können hier niederschwellige Sprach- und Lesegruppen, Spielgruppen für Kinder oder die Gewinnung von ehrenamtlichen Paten zur Begleitung der Flüchtlinge in der ersten Integrationsphase sein.

Aus für Jugendbildungsstätte Berchum

9. April 2017

Die evangelische Schülerinnen und Schülerarbeit (eSw) am Ergster Weg in Berchum schließt zum 31. Dezember 2017. Diese wird seit fast 135 Jahren von einem gemeinnützigen Verein geführt, der 100 Mitglieder zählt.

Die bittere Nachricht vom Aus erfuhren die 28 Mitarbeiter am Donnerstagabend. Das Landeskirchenamt hatte dem Träger-Verein um den 1. Vorsitzenden Dr. Michael Fink angekündigt, ab dem Jahr 2018 den jährlichen Zuschuss zu streichen. Dieser beläuft sich, so Andreas Duderstedt, Pressesprecher des Landeskirchenamtes, auf 260 000 Euro. (…)

Quelle: wp.de

Menschenauflauf bei Räumung der Problemhäuser in Hagen

6. April 2017

Die Stadt Hagen ließ gestern die Eingangstüren der beiden Problemhäuser in der Eugen-Richter-Straße 94 und 102 versiegeln. Aufgrund hygienischer, technischer und baulicher Mängel waren die beiden Immobilien für unbewohnbar erklärt worden, die Bewohner, allesamt Familien aus Rumänien, mussten ausziehen. Um fünf Familien mit 39 Personen vor der Obdachlosigkeit zu bewahren, wies ihnen die Stadtverwaltung Übergangsquartiere zu. (…)

Mittendrin: Horst Edel (80), ehemaliger Opernsänger und seit fast 30 Jahren Besitzer des Hauses 102 – eine in jeder Hinsicht schillernde Figur. (…) „Hier liegt ein Versagen des Staates vor, die Integration der Südosteuropäer klappt überhaupt nicht“, klagte er. Bereitwillig gab er zu, dass mittlerweile von der Stadt Hagen angeordnete Ordnungsverfügungen und Zwangsgelder in Höhe von 40 000 bis 50 000 Euro bei ihm aufgelaufen seien, weil er zahlreichen Auflagen nicht nachgekommen ist. Auch beim Strom- und Wasserlieferanten Enervie steht er mit 40 000 Euro in der Kreide. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bereits im Juni 2016 gab die Stadt Hagen vier öffentliche Zustellungen an Horst Edel bekannt, „zuletzt wohnhaft Rue de Remsing 9, 57600 FORBACH, FRANKREICH“, Inhalt jeweils: „Antrag auf Eintragung von Sicherungshypothek“.

Auf eine andere Methode dubioser Vermietungspraktiken weist „Stadtbaukultur NRW“ hin:

Das kriminelle Geschäft mit Problemimmobilien

Wie kommt es dazu, dass Häuser in der Stadt verfallen? Manche von ihnen stehen einfach leer und sind deshalb gefährdet, andere werden aber trotz schwieriger baulicher Verhältnissen noch bewohnt. Das geschieht nicht ohne Grund – es gibt Personen, die davon sehr profitieren. Der Mechanismus für diesen Profit, der zu Lasten der Bewohner und der öffentlichen Hand geht, hat viel mit den rechtlichen Rahmenbedingungen von Zwangsversteigerungen zu tun:

Wenn der ursprüngliche Eigentümer nicht mehr für seine Immobilie aufkommen kann, werden die Gebäude zwangsversteigert. Zur Ersteigerung der betreffenden Häuser sind vorab lediglich sogenannte Sicherheitsleistungen zu zahlen. Diese entsprechen etwa zehn Prozent des Verkehrswertes des versteigerten Objektes. Meist geht es dabei um Summen zwischen 4000 und 6000 Euro. Der Rest des Kaufbetrags wird nach sechs Monaten fällig.

Das Geschäftsmodell der skrupellosen Vermieter funktioniert folgendermaßen:

Über Strohmänner werden die Immobilien ersteigert und dann zu hohen Preisen an Menschen vermietet, die auf dem normalen Wohnungsmarkt keine Unterkunft finden. Schon nach zwei Monaten geht die Rechnung auf und die eingangs geleisteten Sicherheitszahlungen sind ausgeglichen. Wenn die halbjährige Zahlungsfrist abgelaufen ist, stellt sich heraus, dass der Strohmann diesen Preis nicht zahlen kann. Das Gebäude kommt wieder in die Zwangsversteigerung – der Zyklus beginnt wieder von vorne.

Leidtragenden sind vor allem die Mieter, die zu überhöhten Preisen in schlimmen Verhältnissen wohnen müssen. (…)

Quelle: StadtBauKultur.NRW

Zwei weitere Häuser in Wehringhausen sind unbewohnbar

5. April 2017

Die Stadt Hagen wird heute die beiden Häuser in der Eugen-Richter-Straße 94 und 102 versiegeln. Sie wurden für unbewohnbar erklärt und dürfen nicht mehr betreten werden, auch nicht von den Mietern. (…)

Sollte das Haus ab heute weiterhin genutzt werden, droht Edel ein Zwangsgeld von 5000 Euro pro Wohnung. Außerdem habe er dafür zu sorgen, dass die Bewohner anderweitig ein Dach über dem Kopf finden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Eigentümer Edel wird in dem Artikel von Heuel viel Platz eingeräumt und darf sich als verfolgte Unschuld darstellen. Edel hat bereits mit der Eugen-Richter-Straße 98 eine weitere Bauruine zu verantworten. Dort sind die Fenster seit 2013 vernagelt.

Auf Fakebook ist das tendenziöse Heuel-Machwerk ein durchschlagender Erfolg: Der Mob tobt.

Bereits 2010 geriet die Edel-Immobilie Eugen-Richter-Straße 98 in die Schlagzeilen: Mief und Müll im Hagener Horror-Haus. Autor war schon damals Hubertus Heuel, allerdings noch mit einem anderen Feindbild. Seinerzeit waren es die Hartz IV-Empfänger, die pauschal für die Zustände verantwortlich sein sollten.

Die Idee, dass ein spezielles Geschäftsmodell des Vermieters die Ursache der miserablen Zustände sein könnte, kam Heuel schon damals nicht in den Sinn. „Wenn der Hartz-IV-Geruch erst einmal im Haus hängt, kriegt man keinen vernünftigen Mieter mehr”, zitierte er Hausbesitzer Edel. Und fragte verständnisvoll: „Kann er wirklich dafür verantwortlich gemacht werden, wenn betrunkene Mieter die Türen einschlagen, die Abwasserrohre beschädigen und ihren Müll aus dem Fenster werfen?“

FernUni: Aus für Eintrittsgeld

29. März 2017

Oberverwaltungsgericht Münster erklärt Grundgebühr der FernUniversität für unzulässig

Die Grundgebühr im alten Gebührenmodell der FernUniversität in Hagen ist nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichts in Münster zwar von der Hochschulabgabenverordnung aber nicht vom Gesetz gedeckt. Das machte das Gericht nach der Anhörung am Dienstag, 28.März 2017, in seiner mündlichen Urteilsverkündung klar. Die schriftliche Begründung liegt noch nicht vor. Das Gericht hat damit das Urteil des Verwaltungsgerichtes Arnsberg vom April 2015 bestätigt.

Die FernUniversität in Hagen hatte zum Sommersemester 2014 im damaligen Gebührenmodell die Kosten für die allen Studierenden gleichermaßen zur Verfügung stehende Infrastruktur in einer Grundgebühr von 50 Euro pro Semester zusammengefasst. Gleichzeitig war der Beitrag für Studienmaterial und Betreuung von 20 Euro auf 12,50 Euro je belegter Semesterwochenstunde reduziert worden. Vor allem die große Mehrheit der in der Regelstudienzeit Studierenden profitierte von dieser neuen Regelung.

Allerdings hatten sieben Studierende gegen die Grundgebühr vor dem Verwaltungsgericht in Arnsberg geklagt und gewonnen. Die FernUniversität in Hagen hatte nach Prüfung der Urteilsbegründung zwar Berufung eingelegt. Sie hatte aber ebenso ihr Gebührenmodell wieder auf ein Verfahren ohne Grundgebühr umgestellt. Die Studierenden zahlen seit dem Wintersemester 2015/16 wieder 20 Euro pro belegter Semesterwochenstunde.

Für die klagenden Studierenden bedeutet das Urteil, dass sie die Grundgebühr nicht zahlen müssen. Für alle anderen Studierenden hat das Urteil jedoch keine Auswirkungen, da sich seine Wirkung unmittelbar nur auf die Kläger erstreckt.

Frühlingsausgabe der Seniorenzeitung erschienen

29. März 2017

Die Frühlingsausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen beschäftigt sich in der Titelgeschichte mit einem aktuellen brisanten Thema: der wachsenden Altersarmut durch kontinuierlich sinkende Renten, die auch auf Hagen ihre Auswirkungen hat.

Im Prominenten-Interview stellt die Zeitung mit Dr. Hajo Schmidt einen Friedensforscher im Unruhestand vor. Ein Kurzportrait gibt Auskunft über Dr. Andreas Backes, dem Chefarzt für Geriatrie am St.-Josefs-Hospital. Im letzten Stück des Seniorentheaters am Theater Hagen spielten zwei junge Flüchtlinge mit und sorgten für heitere Momente: In der Seniorenzeitung erfahren die LeserInnen mehr über die Beiden. Sexualität bei Demenz, Reisen zum Nordkap, Lesetipps, leben in einer Hausgemeinschaft und manches mehr bietet viel Lesestoff.

Die Zeitungen liegen aus in den Bürgerämtern, bei der HagenInfo, in Begegnungsstätten und an vielen anderen Orten, an denen die Mitglieder des Redaktionsteams sie anliefern. Ehrenamtliche Verteiler werden übrigens immer gesucht und können sich melden bei Ruth Sauerwein (5 26 82).

Blaue Bohne

26. März 2017

Baubeginn am Grün- und Freizeitareal „Bohne“

Grundriss des Areals, Anklicken öffnet eine größere Darstellung. Alternativ auch Gesamtansicht als PDF.

In den kommenden Monaten wird sich die auf Grund ihrer Form „Bohne“ genannte Fläche an der Wehringhauser Straße im Auftrag der Stadt Hagen und unter Leitung des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) in eine innerstädtische Grün- und Freizeitanlage verwandeln.

Großzügige Rasenflächen, hergestellt mit einer speziellen Bodenmischung aus der Kompostierungsanlage des WBH, werden von befestigten Wegen und Baumreihen durchzogen.

Abgeschirmt vom Straßenverkehr durch die Häuser der Wehringhauser Straße und den Lärmschutzwall der Bahnhofshinterfahrung werden unter anderem eine Streetballfläche, ein dreidimensional modellierter Asphaltparcours als „Pumptrack“ für Fahrräder und ein überdachter Unterstand für die Oettinger-Freunde („Null teuer. 100% Qualität“) entstehen.

Diese „Blaue Bohne“ entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zu der mit Rasen grün getarnten Giftmüllkippe neben der Villa Post. Auch das neue Areal ist belastet. Bereits im Jahr 2012 waren unter Leitung des WBH die alten Fabrik- und Lagerhallen auf der Fläche hinter den Häusern der Wehringhauser Straße abgebrochen worden.

In der Folgezeit wurden auf dem Gelände die Abbruchmassen aus dem Bau der Bahnhofshinterfahrung auf dem Gelände einer ehemaligen Batteriefabrik in Form eines langgezogenen Hügels eingebaut und mit einer Abdichtung aus Bitumen und Boden als Schutz gegen die Ausspülung von Schadstoffen wie Blei und Cadmium versehen.

Voraussichtlich zum Ende des Jahres 2017 ist mit der Fertigstellung der Grün- und Freizeitanlage zu rechnen. Die Kosten der Anlage belaufen sich auf rund 660.000 Euro.

Ohne professionelle Begleitung Erfolg eines Quartiersmanagements fraglich

24. März 2017

Abschlussbericht zur VHS-Reihe „Wohnen im Quartier“ von Uni50plus Hagen

In sieben Veranstaltungen zum Handlungsfeld „Integrierte Quartiersentwicklung“  erarbeiten die Mitglieder von Uni50plus Hagen moderierend und referierend mit einer interessierten Hagener Öffentlichkeit ein neues Selbstverständnis über gelebte Partizipation in Hagen.

Uni50plus beabsichtigt, auch im Hinblick auf die notwendige Leitbild-Diskussion weitere Veranstaltungen folgen zu lassen. Unter dem Titel „Wohnen im Quartier“ präsentiert Uni50plus in Kooperation mit der städtischen Volkshochschule zahlreiche Expertinnen und Experten, um sich der Thematik aus vielen Perspektiven zu nähern.

„Welche Bedeutung ein Quartier in der Stadt hat, habe ich in der VHS-Reihe von Uni50plus gelernt“, resümiert der Immobilien-Unternehmer Jürgen Wellerdieck die lehrreichen Seminare. In der Veranstaltung zum Projekt „Soziale Stadt Wehringhausen“, in der die Vertreter*innen des Lenkungskreises und des Projektmanagements aus Wehringhausen legen zusammen mit dem methodisch eingebundenen Publikum unter der Leitung von Dr. Marianne Groten und Dr. Rolf L. Willaredt übertragbare Inhalte für andere Stadtteile frei.

Dazu gehören: u. a. politischer Rückhalt bei Bezirksgremien, Verbindlichkeit in Absprachen, Besprechungsräume, Selbstbewusstsein der Akteure, Offenheit für Neues und neue Mitstreiter*innen und vor allem gegenseitige Wertschätzung im Prozess der Partizipation. Ohne professionelle Begleitung auch bei der Integrationsarbeit ist der Erfolg eines Quartiersmanagements fraglich, wie Gabriela Haasler und Markus Körner als Mitglieder des Lenkungskreises in Wehringhausen zu verstehen geben.

Unter dem Titel „Wohnen neu denken – Visionen, und Strategien, Beispiele für lebendige Quartiersentwicklung“, moderiert von Dr. Christian Kingreen und Ewald Mack, schließt die VHS-Reihe. Die Fragen „Wie wollen wir leben – wie können wir wohnen?“, werden projektbezogen in vier Themenbereichen erörtert.

So vertreten Jochen Schmidt vom „Mietshäuser Syndikat“ aus Freiburg die Ansicht, dass „Wohnprojekte auch gegen den Druck des Wohnungsmarkts organisiert und finanziert“ werden könnten, wie ihre 126 Beispiele aus ganz Deutschland zeigen. Antje Eickhoff von den „Montag Stiftungen Urbane Räume“ setzt auf die Förderung von gemeinwohlorientierten und nachhaltigen Wohnprojekten und könne sich gut vorstellen, dass die Stiftung auch in Hagen Projekte unterstützt.

Dr. Michael Willhardt aus dem Duisburger Stadtteil Hochfeld berichtet am Beispiel „Zukunfts-Stadtteil“, dass es auch „einer kleinen, entschlossen agierenden Gruppe gelingen kann, durch Eigeninitiative und viel Einsatz“ ein Quartier aufzuwerten. Er verschweigt aber nicht, dass Hochfeld „wie ein Paradies für diejenigen erscheint, die auf dem Migrationsweg in großer Zahl dort zugezogen“ seien.  Die daraus erwachsenen Probleme drohten allerdings ohne professionelle Hilfe, das Quartier zu überfordern.

Dass Quartiere gemeinschaftlichen Wohnens auch Produkte einer Wohnungsgesellschaft sein können, wird im Referat von Welf Helm aus Bielefeld deutlich. „Das Bielefelder Modell“ habe sich über Jahrzehnte bewährt und biete seinen Mietern „Selbstbestimmtes Wohnen mit Versorgungssicherheit“ in einem Quartier, das als Sozialraum den Menschen lebenslanges Wohnen ermögliche.

Helga Heukeroth plädiert für einen Austausch im Rahmen von „Stadtteilkonferenzen für alle in Hagen“ über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Quartiere. Es müsse deutlich werden, dass Leitbilder auch von wechselnden gesellschaftlichen Bedingungen, vom aktuellen Zeitgeist und von „Moden“ beeinflusst werden.

Klaus Hirschberg sieht diesen letzten Veranstaltungsbaustein der Uni50plus-Reihe „nicht als Schlussstein des Themas, sondern als vielfältige Öffnung des Handlungsfeldes zu neuen Ideen“, die man vertiefen und gerne weitergeben wolle.

Termine im Repair-Café

23. März 2017

Samstag, 25.03.2017 ab 16 Uhr Fahrrad-Reparatur-Tag
(ab sofort jeden dritten Samstag im Monat)

Samstag, 01.04.2017 ab 15 Uhr Reparaturtag für Kleinelektrogeräte
(ab sofort jeden ersten Samstag im Monat)

Samstag, 08.04.2017 Computer-Reparatur-Tag ab 15 Uhr

Jeden Freitag ab 15 Uhr Upcycling / Nähen aus alt mach neu

Repair-Café, Langestraße 65, 58089 HA-Wehringhausen


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