Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Repair-Café feiert ersten Geburtstag

11. Dezember 2017

Das Repair-Café in der Lange Str. 65 in Hagen feiert am kommenden Samstag, den 16.12.17, von 15-19 Uhr seinen ersten Geburtstag.

Vor einem Jahr erfreuten sich die Initiatoren gemeinsam mit vielen Besuchern an den beiden Eröffnungstagen, dies soll jetzt wiederholt werden. Mit Gebäck und Heißgetränken, sowie Live Musik Hagener Musiker, will das Repair-Café Revue passieren lassen, was in diesem Jahr alles geschehen ist. Seit der Eröffnung kamen über 1.500 Besucher und Hunderte, denen beim Reparieren geholfen werden konnte.

Das Repair-Café freut sich auf 2018 und dankt allen Ehrenamtlichen und Spendern, die geholfen haben.

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Pflege-Mängel – Aufnahmestopp in Hagener DRK-Heim

10. Dezember 2017

Aufnahmestopp in einem der größten Pflegeheime der Stadt. Weil die Hagener Heimaufsicht im Seniorenheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Lange Straße Mängel in der pflegerischen Dokumentation und Arbeit festgestellt hat, darf die Einrichtung aktuell keine neuen Bewohner aufnehmen.

Das DRK sieht die Verantwortung für die Probleme bei der bisherigen Pflegedienstleiterin, mit der man sich vor dem Arbeitsgericht streitet, weil man sie kündigen möchte. Doch von Seiten der Frau, die in den Vormonaten mehrere Überlastungsanzeigen an ihre Vorgesetzten gesendet hat, heißt es, dass das Problem im DRK-Heim an der Lange Straße eher struktureller Natur sei. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

Viel zu kurz gedacht

(…) dass es viel zu kurz gedacht ist, wenn ein bis ins kleinste Ritzel durchorganisierter Verband wie das Deutsche Rote Kreuz eine einzige Person für die pflegerische Schieflage in einem Heim für 124 Bewohner mit 80 Vollzeitkräften verantwortlich machen will. (…)

Quelle: wp.de

Nobelpreisverleihung an ICAN – Hagen feiert mit

6. Dezember 2017

Wenn am 10. Dezember um 13 Uhr in Oslo der Friedensnobelpreis an ICAN, die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung, verliehen wird, gehört auch die Stadt Hagen zu den Preisträgern. Darum weht an diesem Wochenende die Fahne der Bewegung „Bürgermeister für den Frieden“ am Rathaus. Die Stadt Hagen ist seit 1984 Mitglied des weltweiten Städtebündnisses „Mayors for peace“, das wiederum Partnerorganisation von ICAN ist.

Der Oberbürgermeister von Hannover und Vizepräsident der Mayors for Peace, Stefan Schostok, erklärte zur Verleihung des Friedensnobelpreises: „Die Verleihung an ICAN ist gerade in dieser Zeit ein wichtiges politisches Signal an die Atomwaffenstaaten – und vor allem an jene, die durch entsprechende Tests den Weltfrieden massiv gefährden. Hannover als Lead City in Deutschland der ‚Mayors for Peace‘ gratuliert ICAN zu dieser bedeutenden Auszeichnung. Wir sind sicher, dass die Entscheidung des norwegischen Nobelkomitees auch unsere gemeinsamen Netzwerkaktionen für eine atomwaffenfreie Welt stärken wird.“

ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) ist ein Zusammenschluss von rund 460 Partnerorganisationen in mehr als 100 Ländern. Die Organisation erhält den Friedensnobelpreis „für ihre Arbeit, mit der sie die Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen eines jeglichen Einsatzes von Atomwaffen lenkt und für ihre bahnbrechenden Bemühungen, ein vertragliches Verbot solcher Waffen zu erreichen“, so das norwegische Nobelkomitee.

ICAN setzt sich seit rund zehn Jahren für einen Atomwaffenverbotsvertrag ein. Dieser wurde am 20. September von der Generalversammlung der UN zur Unterschrift ausgelegt. Der Vertrag tritt in Kraft, sobald ihn 50 Mitglieder der UN ratifiziert haben. Er untersagt den Unterzeichnern den Besitz, Erwerb und die Weiterverbreitung von Atomwaffen.

Oberbürgermeister Schostok: „Hannover unterstützt aktuell eine Unterschriftenkampagne der ‚Mayors for Peace‘, die weitere Regierungen – auch die zukünftige neue Bundesregierung – auffordert, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.“ Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN fordert die Stadt Hagen auf, sich dieser Kampagne anzuschließen.

Die Preisverleihung wird am 10. Dezember um 13 Uhr per Livestream aus Oslo übertragen.

Eine Bühne für den Ideologen

5. Dezember 2017

Friedrich Merz Gastredner bei der SIHK

Friedrich Merz, Vorsitzender des Vereins Atlantik-Brücke und Aufsichtsratschef für Deutschland beim weltweit größten Vermögensverwalter BlackRock, hält die Festansprache auf der 67. Jahresveranstaltung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) am 7. Dezember 2017 in der Stadthalle Hagen.

Erst kürzlich hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet den neoliberalen Flügelmann der CDU aus der politischen Versenkung zurückgeholt und ihn zum „Brexit-Beauftragten“ der Landesregierung ernannt. Daneben soll er den Aufsichtsratsvorsitz beim Flughafen Köln/Bonn übernehmen.

Die 1952 gegründete Atlantik-Brücke gilt als eine der effektivsten und konservativsten Pressuregroups in Deutschland. Als Ausgangspunkt für die Gründung des Vereins galt der Beginn des sogenannten Kalten Krieges. Die USA suchten nach Möglichkeiten verdeckter Einflussnahme auf die Bundesrepublik Deutschland.

Die Mitgliedschaft in diesem mit namhaften Personen aus Wirschaft, Politik und Gesellschaft besetzen Verein kann nur durch Nominierung und Kooptation durch den Vorstand erreicht werden. Die Arbeitsweise ist durch Verschwiegenheit und mangelnde Transparenz gekennzeichnet, trotz unmittelbarer Nähe von Politik zur Wirtschaft.

Diese nicht-offizielle, nicht-demokratisch legitimierte Struktur trägt dazu bei, dass Schranken zwischen Wirtschaft und Politik verschwinden und selbsternannte Eliten zunehmend wieder an Gewicht gewinnen.

BlackRock ist die größte Investmentgesellschaft der Welt. Sie verwaltet etwa 6 Billionen US-$ (nicht billions = Milliarden) und ist damit ein Akteur, dessen Einfluss weit über die Grenzen des Marktes hinausreicht.

Die Wirtschaftsjournalistin Heike Buchter beschreibt den Giganten so: „BlackRock ist ein Unternehmen, das Beteiligungen an so ziemlich allen großen Unternehmen dieser Welt hat. Auf der Kundenliste haben sie die großen Pensionskassen der Welt, Stiftungen, Staatsfonds, sie beraten Zentralbanken, unter anderem auch die Europäische Zentralbank. Sie können nennen, wen oder was Sie wollen, im großen Bereich der Finanzen: BlackRock ist irgendwo mit irgendwas beteiligt.“

Heike Buchter hat ein Buch über dieses verschwiegene Imperium verfasst:

„Black Rock ist ein Vermögensverwalter. Aber das ist so, als wenn man sagen würde, Versailles sei ein Sommerhaus oder die Pyramiden ein Haufen Grabsteine … Goldman Sachs, die Deutsche Bank, die Allianz – sie alle verblassen dagegen. (…)

„Das Problem der neuen Germany Inc. ist nicht, dass sich BlackRock oder die ausländischen Großaktionäre in die Unternehmen einkaufen, um dann den Vorstand herumzukommandieren. Im Verhältnis zu den deutschen Unternehmen ist BlackRock wie ein New Yorker Immobilienmogul, der sich müht, seine Besitzungen in Übersee so profitabel und reibungslos wie möglich zu betreiben. So lange der Verwalter sich als zuverlässig erweist, besteht kein Grund sich einzumischen. Doch irgendwann passt das Haus nicht mehr in das Portfolio oder das Haus braucht eine aufwendige und langwierige Sanierung, dann verkauft der Eigentümer es einfach. Im schlimmsten Fall an ein Abbruchunternehmen, eine Heuschrecke.“

Dazu passend:

Von Atlantik-Brücken und BlackRock-Monstern konnte der Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann noch nichts ahnen, als er im Jahr 1845 sein weltberühmtes Bilderbuch Struwwelpeter herausbrachte; darin die Geschichte vom bösen Friederich. Die Methoden haben sich inzwischen verfeinert, aber die Rolle des am Ende siegreichen Hundes, in diesem Zusammenhang allegorisch zu verstehen, ist noch immer nicht besetzt.

Die Geschichte vom bösen Friederich

Der Friederich, der Friederich
das war ein arger Wüterich!
Er fing die Fliegen in dem Haus
und riß ihnen die Flügel aus.
Er schlug die Stühl und Vögel tot,
die Katzen litten große Not.
Und höre nur, wir bös er war:
Er peitschte seine Gretchen gar!

Am Brunnen stand ein großer Hund,
trank Wasser dort mit seinem Mund.
Da mit der Peitsch herzu sich schlich
der bitterböse Friederich;
und schlug den Hund, der heulte sehr,
und trat und schlug ihn immer mehr.
Da biß der Hund ihn in das Bein,
recht tief bis in das Blut hinein.
Der bitterböse Friederich,
der schrie und weinte bitterlich.
Jedoch nach Hause lief der Hund
und trug die Peitsche in dem Mund.

Ins Bett muß Friedrich nun hinein,
litt vielen Schmerz an seinem Bein;
und der Herr Doktor sitzt dabei
und gibt ihm bittre Arzenei.

Der Hund an Friedrichs Tischchen saß,
wo er den großen Kuchen aß;
aß auch die gute Leberwurst
und trank den Wein für seinen Durst.
Die Peitsche hat er mitgebracht
und nimmt sie sorglich sehr in acht.

TV-Tipp: Heinrich Böll, Ansichten eines Anarchisten

2. Dezember 2017

Film von Norbert Busé
Samstag, 2. Dez., 20:15 Uhr, 3sat

Am 21. Dezember 2017 wäre Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden. Der Film schaut aus diesem Anlass noch einmal neu auf den Nobelpreisträger und engagierten Repräsentanten des 20. Jahrhunderts.

Heinrich Böll, ein Mann von gestern? Jedenfalls ein Schriftsteller-Tycoon, der im Laufe seines Lebens schon mehrere Tode gestorben ist: den des Antifaschisten, Antimilitaristen und Antibourgeois. In der Erinnerung scheint er alt, grau und verstaubt. Kannte den Schriftsteller Böll Anfang der 1970er-Jahre laut einer Umfrage fast jeder Deutsche, ist er heute so gut wie vergessen. Schon lange sei er aus der Zeit gefallen, spötteln Kritiker, und in der Schule gehört er seit einiger Zeit nicht mehr zur Pflichtlektüre.

Bis heute stehen Böll und Adenauer für die verschiedenen Pole Deutschlands nach dem Krieg, für seine komplementären Vertreter, den „rechten und den linken Schuh der jungen Demokratie“. Durch die 1950er-Jahre hindurch kämpft der christliche Pazifist Böll leidenschaftlich gegen Adenauers Wiederbewaffnung, Aufrüstung und das Konzept der atomaren Teilhabe. Unermüdlich stellt er sich gegen Militär und Krieg. „Wann gab es einen Fall gerechter Verteidigung? Wer will je herausfinden, wo Verteidigung anfängt oder Angriff aufhört?“ In seinem Radio-Essay „Brief an einen jungen Katholiken“ beklagt er 1958 eine Kirche, die den Moralbegriff nur als Sexualmoral verhandelt, anstatt mit ihm Gewalt und Soldatentum zu befragen. Damals war das ein Skandal, sodass der katholische Intendant des Süddeutschen Rundfunks den Beitrag kurz vor der Ausstrahlung aus dem Programm nahm.

Und heute? Heinrich Böll sah die Rolle, die Künstler in der deutschen Gesellschaft einnehmen sollten, ganz klar: Die Kunst muss, frei von jeder kommerziellen Verwertbarkeit, in einem grenzfreien Raum, eine Gesellschaft infrage stellen dürfen. In seinen Widersprüchen, Ängsten und geglückten Formen kann Kunst zur Katharsis führen und frei machen, das eigene Leben besser zu beurteilen. „Die Kunst muss anarchisch sein“, formulierte Böll in den 1970er-Jahren, „Anarchie ist der Wunsch nach Herrschaftslosigkeit und auch der Wunsch, selber nicht zu herrschen.“

Redaktionshinweis: 3sat zeigt „Heinrich Böll, Ansichten eines Anarchisten“ zum 100. Geburtstag des Schriftstellers am 21. Dezember. Im Anschluss folgen um 21.00 Uhr „Gruppenbild mit Dame“ und um 22.40 Uhr „Die große Literatour – Heinrich Bölls Irland“. Am Sonntag, 3. Dezember, um 11.40 Uhr zeigt 3sat aus der Reihe „Die Besten im Westen“ eine weitere Sendung über Heinrich Böll, einen der bedeutendsten Autoren der Nachkriegszeit.

Quelle: 3sat

Die Zombiemacher

1. Dezember 2017

Ständig liest man diesen Namen, aber was ist eigentlich die Funke-Mediengruppe? Ein Blick ins Innere des Systems

Am Strand von Mallorca lässt Christian Lindner die Bombe platzen. Man müsse die Krim zunächst als dauerhaftes Provisorium ansehen, erklärt der Parteivorsitzende mitten im Wahlkampf. Tagesschau und Onlinemedien stürzen sich auf die Nachricht: „Christian Lindner: Neustart der Beziehungen mit Russland.“

Doch weder Tagesschau noch der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung oder die Zeit haben persönlich mit Lindner geredet. Das „Urlaubsinterview“ findet in keinem nationalen Leitmedium statt. Dafür erscheint es „exklusiv“ in der Berliner Morgenpost, dem Hamburger Abendblatt und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Es erscheint zeit- und wortgleich, in der Thüringer Allgemeinen, dem Harzkurier, der WR, WP, NRZ und anderen Titeln mit Buchstabenkombinationen. „Christian Lindner beim Gespräch mit unserer Redaktion auf Mallorca“ steht jeweils in der Bildunterschrift. Man kann nur erahnen, was Lindner für einen Stress gehabt haben muss, mit einem Dutzend Redaktionen gleichzeitig im Schatten der mallorquinischen Sonne über die Krim zu reden. Was für ein Aufwand es gewesen sein muss, in jede der Redaktionskameras exakt gleich analytisch, am Objektiv vorbei, auf die Dutzenden Redakteure zu blicken, die – was für ein Zufall! – auch noch alle denselben, exklusiven Namen tragen: Jochen Gaugele. (…)

Quelle: Freitag

Den Grauschleier wegwaschen

26. November 2017

Im nordrhein-westfälischen Hagen treten linke Stadtteilinitiativen rassistischer Stimmungsmache entgegen

Der Hagener Stadtteil Wehringhausen galt jahrzehntelang als links­alternatives Viertel. Seit einigen Monaten machen Anwohner dort Stimmung gegen den Zuzug von Menschen aus Südosteuropa. Lokale Initiativen arbeiten dem entgegen und für Integration. (…)

Auch die Lokalzeitung Westfalenpost beteilige sich an der Stimmungsmache gegen Roma, zudem gebe es institutionellen Rassismus in Hagen. Das dortige Jobcenter wurde im Sommer von einem Sozialgericht verurteilt, an einen rumänischen Vater Leistungen auszuzahlen. Das Gericht kritisierte im Urteil offen die Behörde: diese »erwecke den Eindruck, dass sie es in einer Vielzahl derartiger Fälle regelmäßig darauf anlege, nur zu leisten, wenn sie von dem Gericht dazu verpflichtet« werde. (…)

Quelle: Jungle World

70 Studenten ersetzen Lehrer an Grundschulen

25. November 2017

Angesichts der grassierenden Lehrermangels greift die Stadt Hagen bei der Stellenbesetzung an den Grundschulen auf Studenten zurück. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Von 400 Vollzeitstellen an Hagener Grundschulen werden rechnerisch 30 von Studenten abgedeckt. Daneben haben zwölf Rektoren die „Freiwilligenzentrale“ um die Entsendung ehrenamtlicher Kräfte gebeten, die die Lehrer im Unterricht unterstützen sollen. Zusätzlich zu den Amateuren, die den Betrieb der offenen Ganztagsgrundschulen absichern.

Die Entprofessionalisierung des öffentlichen Schulwesens schreitet voran, Privatschulen mit ideologischer Ausrichtung boomen. Armes Hagen, arme Republik.

Bewährung für Ex-Oberbürgermeisterin

22. November 2017

Prozess um Pforzheimer Zinswetten

In einem Prozess wegen Anleihen, die der Stadt Pforzheim Millionenverluste beschert haben, wurden die frühere Oberbürgermeisterin Christel Augenstein und die ehemalige Kämmerin Susanne Weishaar verurteilt. Sie hätten immer das Wohl der Stadt im Auge gehabt, sagten sie. (…)

Quelle 1: Stuttgarter Zeitung
Quelle 2: Stuttgarter Nachrichten

Anmerkung: In Hagen war der Schaden, der durch solche Zockereien entstanden war, viermal so hoch. Aber verfolgt wurde nichts. Die Hauptverantwortlichen beziehen heute ein schönes Gehalt resp. eine gute Rente.

Ehrenamtliche unterstützen Lehrer an Grundschulen in Hagen

19. November 2017

In Hagen haben sich mehrere Grundschulen an die Freiwilligenzentrale gewandt und um die Entsendung ehrenamtlicher Kräfte im Unterricht gebeten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Hier wiederholt sich der Fehler, der schon bei der Einführung der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) gemacht wurde. Damals wurden mit Fachpersonal ausgestattete funktionierende Hortgruppen in Kitas geschlossen und im Rahmen der OGS durch Bespaßung mit Amateuren ersetzt.

WPWR-Redakteur Martin Weiske spricht in seinem Kommentar „Muttis als Retter des Schulsystems“ zutreffend von einer „peinlichen Bankrott-Erklärung“.

Ebendstraße: Stadt Hagen stellt klar: „Das ist ein Beherbergungsbetrieb“

17. November 2017

Nach einem unangekündigten Besichtigungstermin der Gebäude hat die Stadt Hagen die Nutzung der Häuser als „Beherbergungsbetriebe“ definiert, weil die Nutzung, so die Verwaltung, weit über eine normale Wohnnutzung hinausgeht. Der Eigentümer kann, so Pressesprecher Michael Kaub, einen Antrag auf eine Nutzungsänderung für diese Gebäude stellen. „Die Stadt hat ihm deshalb eine Anhörungsfrist bis Ende des Monats gewährt.“ Bis zu diesem Termin muss er sich äußern, ob er einen Antrag stellt.

Kaub: „Tut er dieses nicht, muss er die Wohnungen wieder so herrichten, dass sie der reinen Wohnnutzung dienen.“ (…)

Quelle: wp.de

Winterausgabe der Seniorenzeitung erschienen

17. November 2017

Die Winterausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen ist erschienen. Rechtzeitig vor dem Weihnachtsstress besuchte ein Redaktionsteam das Paketverteilzentrum in Bathey und machte sich ein Bild von der Arbeit.

Dr. Andreas Backes schildert die Bedeutung der geriatrischen Abteilung im St.-Josefs-Hospital. Mobilität ist für Seniorinnen und Senioren ein wichtiges Thema – aber wie sieht es mit der Fahrsicherheit aus? In der Zeitung finden sich Tipps, wie sich dieser Personenkreis auf seine Fahrtüchtigkeit hin testen lassen kann.

Ansonsten gibt es einen bunten Strauß an Themen – Reiseberichte, Gedichte, ein Portrait der Hagener Malerin Ida Gerhardi und vieles mehr.

Die Zeitungen liegen aus im Sozialen Rathaus am Bahnhof, in den Bürgerämtern, der Freiwilligenzentrale, Begegnungsstätten, bei HagenInfo, in Apotheken, Arztpraxen – überall dort, wo die ehrenamtlichen Boten die Zeitung anliefern. Das Redaktions-Team sucht noch Menschen, die ehrenamtlich Zeitungen anliefern können.

Wohnumfeld in Wehringhausen verbessern

15. November 2017

Förderprogramm „Fassaden- und Hofgestaltung“

Die in vielen Bereichen gründerzeitlich geprägte Bausubstanz in Wehringhausen stellt ein wichtiges Potenzial für die Entwicklung des Stadtteils als Wohnstandort dar. Eigentümern bietet das Förderprogramm „Fassaden- und Hofgestaltung“ im Programmgebiet „Soziale Stadt Wehringhausen“ attraktive finanzielle Anreize, das Wohnumfeld nachhaltig zu verbessern.

Die Eigentümer sollen so animiert werden, ihre wohnungsnahen Bereiche durch die Gestaltung der privaten Fassaden und Hofflächen aufzuwerten. Durch die Erneuerung der Ansichtsflächen wird die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Stadtteil wesentlich geprägt. Eine ansprechende Hausfassade steigert den Wert der Immobilie und sorgt somit für eine bessere Vermietbarkeit des Objektes.

Insgesamt wurden seit 2013 in diesem Bereich Zuschüsse aus dem Fassaden- und Hofprogramm in Höhe von rund 850.000 Euro bewilligt. Durch die Gestaltung mehrerer Objekte nebeneinander hat der Stadtteil bei allen bekannten Problemen eine positive Entwicklung genommen.

Wehringhausen hat viele Jugendstilobjekte, die eine aufwändige und erhaltenswerte Stuckfassade aufweisen. Die Restaurierung dieser besonderen Fassaden wird durch die Gewährung eines Zuschusses für die Eigentümer bezahlbar.

Fördervoraussetzungen:

(more…)

Rettet dem Akkusativ vor der Westfalenpost

15. November 2017

Früher setzte die Lokalzeitung Sprachstandards, und heute?

Früher war nicht alles besser, aber wenigstens habe ich mich nicht für meine Lokalzeitung fremdgeschämt. Nicht das erste Mal patzt die WP bei Grammatik und Orthographie. (…)

Quelle: zoom – das Sauerland und mehr

Bestechung im Lokaljournalismus

13. November 2017

In einem Debattenbeitrag für kress.de warnt Benjamin Piel, Redaktionsleiter der „Elbe-Jeetzel-Zeitung“, Lokaljournalisten davor, in die „Eitelkeitsfalle“ zu tappen. Dabei gehe es nicht um Geld, sondern um soziale Anerkennung vor Ort. (…)

Je größer die soziale Nähe, je kleiner das Verbreitungsgebiet, desto wirksamer ist die Taktik, desto größer ist die Gefahr in die Eitelkeitsfalle zu tappen und in ihr mitsamt der eigenen Autonomie zu verenden. Kein Menschen enttäuscht gerne einen anderen. Doch gerade da setzt die Taktik der sozialen Bestechung an. Je lauter der Beifall für Journalisten, desto schwieriger haben die es, die Klatschenden nicht zu beklatschen. Dass sie durch Nähe, Lob und Anbiederung gefügig gemacht werden sollen oder können, das müssen sich Journalisten gerade im Lokalen immer wieder vor Augen führen. (…)

Quelle: kress.de

Anmerkung: In Hagen funktioniert das auch in die andere Richtung. Immer mehr Hagener denken sogar, dass sich die Verhältnisse inzwischen geradezu umgekehrt haben: Eitle Personen (der Begriff „Persönlichkeiten“ wäre hier stark übertrieben) versuchten sich auch hierzulande bei den schreibenden Monopolisten anzubiedern. Diese erhöben aber den vermessenen Anspruch, Sprachrohr der Hagener zu sein und nutzten die ihnen angebotene Chance, den Spieß sogar umzudrehen und den eigentlichen Repräsentanten die Themen in den Block zu diktieren.

WPWR bei Hooligans nachsichtig

8. November 2017

Müll. Das Thema für das Hagener Einheitsblatt. Am liebsten in Kombination mit dem anderen M-Wort: Migranten. Jetzt kam sogar noch eine Waffe ins Spiel, und man hätte meinen können, bei einem solchen Szenario liefe die Redaktion zur Hochform auf. Schließlich ging es um Wehringhausen, Sperrmüll wurde abgeladen und mit einer Axt gedroht.

Aber das Gegenteil war der Fall: Nur wenige Zeilen wurden vermeldet. Was war passiert?

Ein Fußball-Krawallo hatte seinen Sperrmüll auf der Wehringhauser Straße geworfen und wollte ihn mit einer Axt mit einem Outfit in einer interessanten Mischung aus BvB- und Schalke-Farben zertrümmern (Foto: Polizei). Dabei geriet er mit Jugendlichen in Streit und drohte ihnen mit dem Spaltwerkzeug.

Die Jugendlichen informierten daraufhin die Polizei, die den Hooligan festnahm. Der hatte die Axt inzwischen entsorgt, aber Polizeihund Fridolin wurde fündig, wie die Behörde mitteilte.

Für die WPWR, die eigentlich keinen Anlass verpasst, vermeintliche Müllferkel anzuprangern und unterirdische Kampagnen zu starten, ist ein mit einer Axt bewaffneter Hooligan, der Sperrmüll auf die Straße wirft und Passanten bedroht, nur ein „frustrierter Fan von Borrusia Dortmund“.

Merkwürdig viel Nachsicht, aber sobald Fußballkonzerne im Spiel sind, gelten für die Redaktionen offenbar andere Maßstäbe.

»Früher waren wir die Bösen«

1. November 2017

Einst wurde vor »Terroristenfreunden« in Wehringhausen gewarnt, nun werden Migranten zu Sündenböcken gemacht. (…)

Eine bestimmte Gruppe werde immer als Problem dargestellt, sagt die Frau aus dem Buchladen. Menschen mit türkischem Hintergrund seien es schon gewesen, ebenso Drogenabhängige.

Nun sind es Einwanderer aus Rumänien und Bulgarien, die vielen als Problemgruppe gelten. Die Lokalzeitung fragte kürzlich, ob der Stadtteil »kippt«. Im Regionalfernsehen von Sat1 erschien ein Beitrag, der sich mit Müll und Ängsten von Anwohnern befasste. Auch hier wurden die Einwanderer als die Schuldigen genannt.

Knapp 1200 Menschen mit rumänischer oder bulgarischer Staatsangehörigkeit leben im Stadtteil. Vor fünf Jahren waren es gerade einmal 120. Einige der Einwanderer sind Roma. Sie kommen nach Wehringhausen, weil der Wohnraum günstig ist. Das war aber schon immer so. (…)

Probleme, die es zweifellos im Stadtteil gebe, würden aufgebauscht und einzelnen Gruppen zugeschrieben. Viele dächten nicht weit genug. Manches Haus, das jetzt als »Problemhaus« gelte, in dem Rumänen und Bulgaren wohnen, sei schon lange in einem miserablen Zustand. (…)

Quelle: neues deutschland

Halleluja WBH!

28. Oktober 2017

Wirtschaftsbetrieb bietet religiöse Dienstleistungen an

Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) ist auf einer Vielzahl von Geschäftsfeldern unterwegs: Entwässerung, Straßenbau, Sport- und Spielplätze, Gewässer, Forstwirtschaft und vieles mehr.

Zum WBH-Beritt gehören auch die städtischen Friedhöfe. Und in diesem Segment steigt das Unternehmenskonglomerat aus dem sogenannten „Konzern Hagen“ in ein neues Geschäftsfeld ein. Angeboten werden religiöse Dienstleistungen.

„WBH lädt zu Andachten an Allerheiligen ein“ ist eine Mitteilung der Stadt betittelt. Der Wirtschaftsbetrieb lädt demnach „zu mehreren Gedenkgottesdiensten ein“. Angeheuert wurden nach Angaben der Stadt für die Zeremonien vier Pastoren und ein Pater.

Nun herrscht in diesem Lande ein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Religionsfreiheit – und das ist gut so. Dieses Recht wahrzunehmen ist die Angelegenheit der Religionsgemeinschaften und ihrer Gläubigen. Aber was hat ein Wirtschaftsbetrieb damit zu tun? Der Staat, und damit auch die Kommune und ihr Unternehmen haben sich neutral zu verhalten.

Ob es sich nur um einen Feldversuch handelt oder ob diese Diversifizierung, wie so etwas im BWLer-Sprech genannt wird, ausgebaut werden soll, geht aus der Mitteilung der Stadt nicht hervor.

Denkbar wären beispielsweise die Einführung von Krönungsmessen für den Oberbürgermeister, Einsegnungen neuer Einkaufszentren oder die feierliche Ernennung der Insassen des Pressehauses zur städtischen Glaubenskongregation.

Hagens Drei-Türme-Weg erhält erneut das Premium-Siegel

26. Oktober 2017

Der Drei-Türme-Weg in Hagen bleibt „Premium“. Bei der Zertifizierung hat er sogar 13 Punkte mehr erhalten als noch vor drei Jahren. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wiederum bleibt die Frage unbeantwortet, wieviel Geld die Hagen-Agentur in diese Zertifizierung gesteckt hat. Aber stattdessen ist „Tim Turmi“ wieder auferstanden, die Inkarnation des schlichten Gemüts (siehe: Infantil-Marketing made in Hagen). Der Eindruck verstärkt sich zunehmend, dass die Hagen-Agentur außer einer (grundlosen) Fokussierung auf den Drei-Türme-Weg nichts im Angebot hat (siehe auch hier). Dafür gibt es eine neue Homepage, ersonnen – natürlich – von der Hagen-Agentur: www.3tuermeWEG.de. Das liest sich wie: 3 Türme weg! Auch ganz toll, Abrissphantasien sind ja in Hagen gerade angesagt.

Auswärtige Besucher gießen inzwischen Hohn und Spott aus:

Der liebe Herrgott kann sich das Elend wohl nicht länger ansehen, denn plötzlich verschwindet das schlimme Wetter und das Auenland tut sich vor unseren Augen auf. Grün, warm, sonnig. Jacke aus, Mütze vom Kopf, ab jetzt wird’s Premium.

Direkt folgt Premium-Unterhaltung, wie es nur das Ruhrgebiet kann: herz- und charmelose Dinge mit Augen drauf. Zunächst ist es Tim Turmi, der uns und alle Kinder auf dem Weg begrüßt. Tim Turmi folgt der Logik, mit der alle Kinder ihre Kuscheltiere benennen: Hansi Hase, Iggi Igel, Bernd Broti. (…)

Langsam stirbt die Hoffnung auf Premium-Unterhaltung. Wir gehen weiter. Bei Forsthaus Deeth wird es kurz schön, als die Sonne über Wiesen strahlen kann. Dann aber folgt schon der Eugen-Richter-Turm, der da rumsteht, wie vergessen. Zugewachsen und mit Funkturm oben drauf. Da steckt keine Liebe drin. Verschlossen ist er natürlich auch – dies ist der mieseste Premium- oder Sonstwieweg, den wir jemals gelaufen sind! (…)

Vielleicht hat die Stadt Hagen noch eine Idee. Zum Beispiel eine Art Industrie-Aufzugs-Kabine mitten im Wald, auf der zwei Plastikgehäuse in Form dieser Münzfernrohre den Anschein erwecken, hier gebe es doch noch was zu sehen. Und da ist es schon: Etwas. Etwas Rotes mit zwei Fernrohr-Gehäusen, die tatsächlich nur aus dem Gehäuse bestehen. (…)

Quelle: wander-woman

Fürstenhaus und Heimatverein sprechen über neue Museumspläne

26. Oktober 2017

Das Fürstenhaus hat neue Museumspläne für Schloss Hohenlimburg und setzt auf den Heimatverein. Das ist wegen der jüngsten Querelen umstritten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Immer wieder aristokratische Randale im Hagener Osten.

„Goldene Bild der Frau“ für Bettina Landgrafe aus Hagen

26. Oktober 2017

Mit der „Goldenen Bild der Frau“ ist die Hagenerin Bettina Landgrafe gewürdigt worden. Sie engagiert sich seit 15 Jahren für Projekte in Ghana. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: „Bild der Frau“ ist eine Zeitschrift der Funke-Mediengruppe, zu der auch die WPWR gehört. Im Beitrag findet sich kein Hinweis auf diesen Zusammenhang. Zur Qualität dieser sogenannten „Frauenzeitschriften“ siehe hier:

Funke-Medien sollen weniger lügen, haben damit aber noch nicht angefangen

Allein Funkes „Echo der Frau“ hat seit 2013 (also seit Grotkamp und Becker gemeinsam im Aufsichtsrat sitzen) mindestens 135 Fake-Babys in die Welt gesetzt. (…)

In den anderen Blättern des Verlags haben wir jetzt nicht genau nachgezählt, auf jeden Fall waren es noch viele, viele mehr.

Und auf einmal, nach Jahren, finden die Funke-Frauen solche Lügengeschichten total inakzeptabel? (…)

Quelle: übermedien

AfD – Wer hinterher läuft, hat schon verloren !!

23. Oktober 2017

Wilfried Schmickler in den Mitternachtsspitzen am 21. 10. 2017

Hunderte Erzieher kehren der Stadt Hagen den Rücken

19. Oktober 2017

Rund 100 ausgebildete Erzieher verlassen jedes Jahr das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg. Und trotzdem herrscht in Hagen ein riesiger Mangel. Wie groß der Bedarf ist, lässt sich seriös kaum beziffern. Allerdings können offene Stellen, wie sie sich beispielsweise im Falle einer Elternzeit ergeben, derzeit nicht nachbesetzt werden. (…)

Quelle: wp.de

Mozartstraße Hohenlimburg: Aufzug wieder defekt

19. Oktober 2017

Im Juli 2016 übernahm die Altro Mondo die Verwaltung des Häuser-Ensembles an der Mozartstraße. Jegliche Kontaktaufnahmen mit der Altro Mondo, um den Fahrstuhl kurzfristig wieder in Betrieb zu nehmen, sind bisher gescheitert.

Quelle: wp.de

Kaltwalzmuseum: Rechtsstreit mit Förderkreis geht weiter

16. Oktober 2017

Laut dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg in Rheda-Wiedenbrück geht der Rechtsstreit mit dem Förderkreis des Kaltwalzmuseums weiter. (…)

Quelle: wp.de

Saurer Fürst

14. Oktober 2017

Maximilian Fürst zu Bentheim ist sauer. „Ihro Durchlaucht“, Eigentümer des stolzen Schlosses hoch über dem Lennetal im Hagener Osten, hat schon früher gegen so manchen Volmestädter gewettert. Jetzt hat er wieder einmal den Kaltwalzverein auf dem blaublütigen Kieker. (…)

Quelle: Wochenkurier

Willkommen in Hagen

4. Oktober 2017

Ankunft RE 7 aus Köln (jeweils links im Bild), Dienstag, 3. Oktober 2017, 14.19 Uhr, Gleis 3, Hagen Hbf.: Die „Heimat“ begrüßt den Reisenden. Mit Müll. Willkommen in Hagen – willkommen daheim.

„Heimat“ – das ist doch der neue Kampfbegriff der Konservativen und ihrer Presse. Sogar ein „Heimatministerium“ gibt es nicht nur im Freistaat der Seppelhosen, sondern seit der schwarzgelben Machtübernahme auch in NRW. Vorgegaukelt wird dem Publikum dabei eine Idylle aus vergangenen Zeiten. Die Realität ist auf den Fotos zu sehen. Die Stationsschilder „Hagen Hbf.“ könnten eigentlich abgeschraubt werden, der Reisende erkennt auch ohne diese Hinweise sofort wo er angekommen ist.

Der Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) testiert dem Hagener Hauptbahnhof ein „akzeptables Erscheinungsbild“ – welch ein Hohn. Hagens Oberbürgermeister Erik Null Schulz, der wie wild darauf versessen war, Vorsitzender der Verbandsversammlung des VRR zu werden, hat bisher nichts zur Verbesserung des ÖPNV in Hagen beigetragen. Und natürlich auch nichts für die Hagener Bahnhöfe erreicht. Im Gegensatz zu seinen vollmundigen Versprechungen, was er in seinem neuen Amt alles für Hagen und speziell für den Hauptbahnhof erreichen könne, hat er kürzlich angekündigt, auch noch die Mittel für den Busverkehr weiter kürzen zu wollen.

Die Situation auf der Balkanroute

3. Oktober 2017

Do 05.10.2017, 18:30 Uhr
Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestr. 14, 58089 Hagen

Seit 2 Jahre arbeitet die Initiative Cars of Hope mit Geflüchtete auf der Balkanroute. Anfangs hauptsächlich in Kroatien, Österreich, Serbien, Slowenien und Ungarn, später auch in Griechenland. Seit der Räumung des Flüchtlingslagers in Idomeni an der Griechisch-Mazedonische Grenze hat sich vieles geändert. Dadurch dass Journalisten in den meisten staatlichen Camps der Zugang verweigert wird, ist das Thema deutlich weniger präsent in den Medien.

Die Situation der Geflüchteten hat sich in vielen Ländern auf der Balkanroute aber dramatisch verschlechtert. Seitdem das sogenannte EU-Türkei Abkommen in März 2016 in Kraft getreten ist, werden auf den griechischen Inseln Geflüchtete in Camps wie Moria auf Lesvos (Lesbos) inhaftiert. Neuankömmlinge schlafen erst mal auf dem Boden, da das Camp völlig überfüllt ist. Wenn Geflüchtete freigelassen werden, sind sie im Prinzip immer noch inhaftiert, denn sie dürfen die griechischen Inseln nicht verlassen. Viele warten schon seit anderthalb Jahren auf eine Entscheidung über ihren Asylantrag. Es gibt nach wie vor Mangel an Nahrung, Hygiene-Artikeln und Medikamenten. Das größte Problem ist aber die völlige Verzweiflung.

Fest am Tag des Flüchtlings

28. September 2017

Freitag, 29.09.2017 von 15:30 Uhr – 19:00 Uhr
Johanniskirche am Markt

Die Interkulturelle Woche vom 24. – 30.09.2017 steht in diesem Jahr unter dem Motto „Vielfalt verbindet“.

„Was hält Menschen in einer Gesellschaft zusammen? Wieviel Gemeinsamkeiten und Konsens braucht es, damit Zusammenleben in Vielfalt gelingt? Wieviel Dissens ist fruchtbar? Und was gilt es zu tun, um ein gutes Miteinander in Gerechtigkeit und Respekt zu erhalten?“, schreiben die Initiatoren in ihrem Begleitwort zur diesjährigen Aktionswoche.

Sie meinen, dass gemeinsames Feiern und Begegnung, Musik, Spiel und Aktionen und nicht zuletzt gemeinsames Essen und Trinken Verbindungen schaffen. Deshalb laden sie ein zu einem Fest am Tag des Flüchtlings innerhalb der Interkulturellen Woche rund um die Johanniskirche am Markt in Hagen.

Das Fest wird von Oberbürgermeister Erik O. Schulz eröffnet. Anschließend findet ein buntes Bühnenprogramm statt, u.a. mit

– dem Kinder- und Jugendzirkus RatzFatz aus Bochum
– „From East to West“ Brückenklang Ensemble, Allerwelthaus Hagen
– Glockenläuten und einer Schweigeminute für alle Opfer von Flucht, Krieg, Not und Terror um 17:00 Uhr
– Integrationstheaterstück der Arbeiterwohlfahrt Hagen
– „Hamam Abbiad“ – einem bunten Musikerlebnis mit traditionellen, orientalischen und westlichen Elementen zum Abschluss des Festes

Parallel dazu finden die Besucher Angebote für Kinder und Jugendliche, Infostände, Präsentationen von Patchwork- und anderen Näharbeiten sowie diverse internationale Spezialitäten, ein Kuchenbuffet und Getränke.

Im Visier der Stasi

23. September 2017

Ausstellung in der Villa Post

Die Volkshochschule der Stadt Hagen lädt am Dienstag, 26. September, um 19 Uhr zur Eröffnung einer Stasi-Ausstellung in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein. Bei der „Riesaer Petition zur vollen Erlangung der Menschenrechte“ vom 10. Juli 1976 handelt es sich um den bis dahin größten Zusammenschluss von Regimegegnern in der DDR seit dem 17. Juni 1953.

79 Menschen aus Riesa im Landkreis Meißen und dem Bezirk Karl-Marx-Stadt um den Mediziner Dr. Karl-Heinz Nitschke kämpften für ihre Freiheit. Sie beriefen sich auf die KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975, nach der sich auch die DDR-Regierung verpflichtet hatte, die Menschenrechte einzuhalten, nach denen jeder Bürger seinen Wohnort frei wählen darf.

Die Petition, die sich über westdeutsche Medien blitzartig verbreitete und über diesen Umweg in der DDR bekannt wurde, hatte für die Unterzeichner schlimme Folgen. Manche landeten im Gefängnis, andere erlitten schwere Repressalien, verloren ihre Arbeit, wurden schikaniert oder durften erst Jahre später in die Bundesrepublik ausreisen.

40 Jahre nach den Ereignissen wird die Wanderausstellung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) nach der Premiere in Riesa nun bis zum 20. Oktober 2017 in der VHS Hagen gezeigt. Die IGFM war in der Vergangenheit nicht unumstritten:

Die IGFM nahm insbesondere zum Apartheid-Regime in Südafrika eine einseitige und verharmlosende Haltung ein. So wurde im Zweijahresbericht von 1985/1986 zwar das Gewaltpotential des ANC hervorgehoben und dargelegt, dass Nelson Mandela als „Terrorist“ eingesperrt sei. Die Gründe des schwarzen Widerstands gegen die rassistische Diktatur und die Gewalt, mit der die Weißen über die Schwarzen herrschten, blieben dagegen unterbelichtet.

Der Kuratoriumspräsident der IGFM Ludwig Martin und das Kuratoriumsmitglied Lothar Bossle galten dem Militärregime von Augusto Pinochet als „bewährte Freunde“. 1987 warnten sie die chilenischen Regierungsstellen, dass das Bekanntwerden der Verbrechen in der Colonia Dignidad zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Deutschland und dem Pinochet-Regime führen könnte.

Quelle: wikipedia

Journalist Jens Ostrowski wird bei der Ausstellungseröffnung über die Geschichte dieses weitgehend unbekannten Freiheitskampfes in der ehemaligen DDR berichten.

Für die Serie „Die Stasi vor unserer Tür“ erhielt er 2014 einen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Dieser Preis relativiert sich allerdings schon dadurch, dass auch die nicht gerade durch Qualität hervorstechende Hagener Lokalredaktion der WPWR schon von der CDU-nahen Adenauer-Stiftung mit einer Auszeichnung bedacht wurde.

Der Eintritt zu dieser gemeinsamen Veranstaltung von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.

Mama und Angela Merkel sind Vorbilder für Cemile Giousouf

15. September 2017

Warum gewinnen Sie die Wahl?
Weil ich in den letzten vier Jahren viel Einsatz gezeigt habe – zum Beispiel bei den Themen Kommunalfinanzen und Breitbandausbau. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nur komisch, dass die Hagener davon nichts bemerkt haben. Jetzt verspricht Giousouf auf die Frage „Braucht Hagen einen Schuldenschnitt?“: „Ja.“ Da darf man aber gespannt sein. Der Rest dieses Frage- und Antwortspiels besteht wie schon gestern bei Röspel aus Boulevard-Geplänkel.

Bodelschwinghplatz erhält eine neue Aufenthaltsqualität

7. September 2017

Nach einer ausführlichen Bürgerbeteiligung erhält der Bodelschwinghplatz ein neues Gesicht. Insgesamt werden 1,1 Millionen Euro investiert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Leider 30 Jahre zu spät. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der schon damals auf die Ursachen des Abstiegs dieses Viertels aufmerksam gemacht hatte (überbordender motorisierter Individualverkehr), wurde von Politik und Verwaltung schlicht ignoriert. Jetzt wird es schwierig. Die Möglichkeit der Stadt, dort Vorkaufsrechte wahrzunehmen, wird in den geheimen Sitzungsteilen des Stadtrats regelmäßig abgelehnt. Aber nur so ließe sich in diesem Bereich strukturell etwas verändern. Das wäre sinnvoller, als an anderer Stelle in Wehringhausen einen ganzen Wohnblock abzureißen, wie es die GWG plant und die CDU bereits Beifall klatscht. Zur Problematik rund um den Bodelschwinghplatz hat man von der in Wehringhausen nicht verankerten Partei (12,2 % bei den Kommunalwahlen 2014 in dem Stimmbezirk, in dem der Platz liegt) jahrzehntelang nichts gehört.

Schloss Hohenlimburg: Führungen sollen Zukunftsmodell sein

5. September 2017

Fürstenhaus setzt nach dem Auszug des Förderkreises Deutsches Kaltwalzmuseum auf ein neues Konzept für Schloss Hohenlimburg. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Da geht demnächst die Post ab: Nachtwächterführungen, Führungen mit der weißen Frau, Führungen mit der Hexe Tilly. Spielt die Klein-Aristokratie mit? Maximilian als Nachtwächter und die werte Gemahlin wahlweise als weiße Frau und Hexe Tilly? Man darf gespannt sein.

Hagener Kliniken – Protest gegen geplante Betten-Kürzung

2. September 2017

Die Hagener Gesundheitskonferenz – ein Gremium aus Verwaltung, Feuerwehr, Ärzten, Krankenhaus-Chefs und Lokalpolitikern – wehrt sich entschieden gegen den Abbau von 209 Krankenhausbetten in Hagen, der von den Krankenkassen gefordert wird. Ganz im Gegenteil: In fast allen Häusern bestehe Weiterentwicklungsbedarf. Die Anzahl der Betten müsse folglich eher steigen als fallen.

In Hagen gibt es aktuell 1694 Krankenhausbetten. Die Krankenhäuser wünschen sich eine Gesamterhöhung auf 1819, die Krankenkassen eine Reduzierung auf 1485. Eine große Diskrepanz. (…)

Quelle: wp.de

Zum 11. Mal Nacht der langen Tische

31. August 2017

In Hagen einzigartig und immer bestens besucht: „Die Nacht der langen Tische“ in Wehringhausen. Foto: privat.

Am Samstag, den 2. September 2017 lockt in Wehringhausen bereits zum 11. Mal die „Nacht der langen Tische“.

Auf der Lange Straße, zwischen Roon- und Bachstraße, baut die Händlergemeinschaft „Wir in Wehringhausen“ dekorierte Tische und Bänke auf. Ab 17 Uhr geht es los, wobei die besten Plätze auch gerne schon früher besetzt sind.

Die Besucher können selbstgemachtes Essen und Getränke mitbringen und quer über die Tische Freunde und Nachbarn verköstigen. Wer nichts dabei hat findet an diversen Essens- und Getränkeständen ein breites Angebot vor. Ein Rahmenprogramm mit Musik von den legendären Daltons und etwas Artistik vom Zirkus Quamboni schafft Abwechselung.

Ganz in Weiß – und alle singen mit …

28. August 2017

Hagens Zukunft? Dîner en blanc im Volmepark

„Fröhliche Menschen, ganz in weiß gekleidet, mit Picknickkörben ausgestattet, wandern am 26. und 27. August ans Volmeufer. Dort warten weiß gedeckte und schön dekorierte Tische, an denen man sein mitgebrachtes Picknick stilvoll aufbauen und verzehren kann. Oder aber man holt sich ein kühles Getränk am Versorgungsstand. Dazu gibt’s dezenten Sound von exzellenten Hagener Musikern, die Kinder können unbeschwert toben, und am Sonntag stimmt ein Gottesdienst um 11 Uhr die Besucher auf das Fest am Flußufer ein.“

So stellte sich die „Zukunftsschmiede“ das erste Ganz in Weiß–Picknick an der Volme am letzten Ferienwochenende vor. Nachdem diese Dîner en blanc-Veranstaltungen selbst Dörfer wie Lünern im Kreis Unna erreicht haben, soll also endlich auch in Hagen die „Zukunft“ ausgebrochen sein.

Die „Zukunftsschmiede“ ist ein gemeinsames Projekt des Unternehmervereins, der HAGENagentur und der Stadt Hagen, um „Hagens Potentiale deutlich herauszustellen und erlebbar zu machen“. Bürger und –innen wurden aufgefordert: „Bringen Sie sich in diesen spannenden Prozess aktiv mit ein und schmieden Sie gemeinsam mit an der Zukunft unserer Stadt Hagen! Machen Sie mit!“

Eine Aufforderung, die sich DW-Autor Christoph Rösner nicht zweimal sagen ließ, sich – wie gewünscht – „einbrachte“ und in einem „spannenden Prozess“ eine alte Schnulze des verblichenen Schmachtvirtuosen Roy Black passend zum OB-offiziellen „Event“ (sehr frei) um„schmiedete“:

Ganz in Weiß, sehr hipp und unrasiert
Traf man sich und trank ganz ungeniert.
Openair mit Hut und Hemd und Charme
Nach dem Motto, lieber weiß als arm.
Ganz in Weiß – Elitenfeierei –
Und die Volme fließt verzweifelt dran vorbei.

Fröhlich gibt man sich HighFive
Lächelt unbeschwert dabei
Ganz in Weiß, schon serienreif,
zeigt man froh sein Konterfei.
Keiner gibt sich ernst und steif.
Nur die Volme fließt wie Blei vorbei.

Ganz in Weiß, sehr heiter und charmant
Hält per se man sich für interessant.
Alle sind so froh gestimmt.
„Ganz in Weiß, im nächsten Jahr bestimmt!“

Und dann reicht man sich die Hand,
Es lallt geballter Sachverstand.
Der Fluss derweil ernüchtert glimmt,
Und – Ganz in Weiß – darin ein Plastikbecher schwimmt …

Ganz ohne Unternehmerverein und HAGENagentur findet bereits seit 10 Jahren in Wehringhausen die „Nacht der langen Tische“ statt (Foto: privat). Mit erheblich größerer Resonanz, wie man im Vergleich zum Dîner en blanc sieht.

„Im Sturm wirst Du mein Führer sein“

23. Juli 2017

Die heimliche Hymne der Erik-Null-Fans

„I’ll Never Find Another You” – Ich werde niemals einen anderen wie Dich finden – war ein Hit der Gruppe „The Seekers”, der es im Geburtsjahr des aktuellen Hagener Oberbürgermeisters auf Platz eins der Billboard in Großbritannien schaffte.

Im damaligen (West-)Deutschland waren die Seekers bestenfalls regelmäßigen Hörern des Rundfunksenders der britischen Rheinarmee, British Forces Broadcasting Services (BFBS), bekannt. Aber nun könnte ihr programmatischer Titel aus vermeintlich längst vergangenen Zeiten eine neue Aktualität gewinnen. Als heimliche Hymne der Anhänger des Hagener Oberbürgermeisters Erik O. Schulz.

Passen die im Video zu sehenden Kirchentagsgesichter nicht verblüffend zu den Fangruppen, die aktuell in den angeblich „sozialen“ Netzwerken für Schulz unterwegs sind? Lässt nicht das zwischendurch eingeblendete Steuerpult mit den im Dunkeln agierenden Gestalten leichte Assoziationen aufkommen mit einer heutigen Regiezentrale in der Schürmannstraße?

Auszug aus der Erik-Hymne:

Da ist irgendwo ein neues Land, sie nennen es das gelobte Land,
und ich werde irgendwann dort sein wenn du meine Hand halten wirst.

Ich brauche dich immer noch neben mir, egal was ich mache
ich weiß ich werde niemals einen anderen wie dich finden

Sie sagen es gibt für jeden von uns einen passenden Menschen
Und du wirst für mich dieser jemand sein, für immer und einen Tag.

Ich könnte die ganze Welt durchsuchen bis mein Leben vorbei ist,
aber ich weiß ich werde niemals einen anderen wie dich finden.

Es ist eine lange, lange Reise, also bleib an meiner Seite.
Wenn ich durch den Sturm gehe, wirst du mein Führer sein, sei mein Führer.

Na dann: Auf ins Erik-Paradies!

Sommerausgabe der Seniorenzeitung erschienen

21. Juli 2017

Die Sommerausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen ist erschienen. Im Prominenten-Interview erzählt Kammersängerin Marilyn Bennett aus ihrem Leben. Unter dem Motto „Sommer, Sonne, Urlaubszeit – Angebote in Hagen“ stellen Mitglieder des Redaktionsteams ihre Lieblingsplätze vor.

Rita Meiwald kommt zu Wort, die fünf Monate im achten Stock eines Hochhauses mit kaputtem Fahrstuhl verbringen musste. „Generationengerecht in die Altersarmut?“ – dazu äußert sich Daniel Kreutz vom Sozialverband Deutschland im Interview. Unter Hobbies wird deutlich, wie unterschiedlich aktiv Seniorinnen und Senioren ihren „Ruhestand“ gestalten.

Darüber hinaus finden sich Beiträge zum Thema stationäres Hospiz, über eine Schülerfirma in der Gustav-Heinemann-Schule und viele andere bunte Themen.

Die Zeitungen liegen aus im Sozialen Rathaus am Bahnhof, in den Bürgerämtern, der Freiwilligenzentrale, Begegnungsstätten, bei HagenInfo, in Apotheken, Arztpraxen – überall dort, wo die ehrenamtlichen Boten die Zeitung anliefern. Das Redaktions-Team sucht noch Menschen, die ehrenamtlich Zeitungen ausliefern können.

Das nächste Treffen ist am Mittwoch, dem 9. August, um 10 Uhr im Sozialen Rathaus am Bahnhof, Raum D 123.

WPWR: Auflagenschwund setzt sich fort

20. Juli 2017

Auch im 2. Quartal 2017 setzte sich der Niedergang der Hagener Ausgaben der WPWR unvermindert fort. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahrsquartal wurden 5,3 Prozent weniger Zeitungen verkauft. Das ergeben die neuen Zahlen des ivw.

Wurden im 2. Vierteljahr 2016 täglich noch 32.600 Exemplare an den Mann gebracht, sank diese Zahl 2017 auf 30.884. Zu Beginn des Jahres erst war die Zählweise vom Verlag Funke-Medien verändert worden. Die vorher separat ausgewiesenen Zahlen der Ausgabe Herdecke/Wetter wurden kurzerhand Hagen zugeschlagen. So sahen die Daten etwas netter aus.

Die Zahl der in Hagen verkauften Zeitungen der Funke-Medien dürfte – rechnet man den Schwund um – nur noch bei gut 23.000 Exemplaren liegen.

Jobcenter Hagen muss Strafe zahlen

27. Juni 2017

Das Jobcenter Hagen muss ein Ordnungsgeld in Höhe von 500 Euro zahlen. Das hat das Sozialgericht Dortmund angeordnet. Kunde des Jobcenters war ein rumänischer Familienvater mit vier Kindern, der nachweislich neben seiner geringfügigen Beschäftigung als Paketsortierer auch Anspruch auf Aufstockerleistungen hatte, also Hartz IV oder Sozialhilfe.

Für seine Ablehnung konnte das Jobcenter nach Ansicht des Gerichts keine Begründung im Gesetz oder in der Rechtssprechung anführen. Laut Sozialgericht ist das kein Einzelfall. Vielmehr habe es den „offensichtlich bestehenden Leistungsanspruch der Familie“ ignoriert. Das Verhalten der Behörde „erwecke den Eindruck, dass sie es in einer Vielzahl derartiger Fälle regelmäßig darauf anlege, nur zu leisten, wenn sie von dem Gericht dazu verpflichtet“ werde. Eine solche Praxis sei nicht haltbar, so das Gericht. Schon im November 2016 war das Jobcenter zur Zahlung von Ordnungsgeldern verurteilt worden. (…)

Quelle 1: WDR
Quelle 2 (Video, verfügbar bis 03.07.2017): WDR


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