Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Solidaritäts-Tüten sollen Platz schaffen

4. August 2021

Weltladen-Aktion vor der Renovierung

Eine Mammutaufgabe steht bevor: Ein Sonderverkauf von „Solidaritäts-Tüten“ soll am Freitag, 6., und Samstag, 7. August, helfen, für die Trocknung und Renovierung den Weltladen des AllerWeltHauses komplett zu räumen. Foto: Claudia Eckhoff.

Not macht bekanntlich erfinderisch. Das gilt auch für die Menschen, die sich im AllerWeltHaus an der Potthofstraße für den Fairen Handel und ausreichenden Lohn bei menschwürdigen Arbeitsbedingungen weltweit einsetzen.

Das Haus wurde Mitte Juli von den dreckigen Fluten der Volme überschwemmt. Dabei ist enormer Schaden entstanden. Es wird Monate dauern, bis das Café Mundial, der Weltladen und der Kulturbetrieb ihre Arbeit wieder aufnehmen können.

Viel Trost, Hilfe, Ermutigung und Unterstützung in Form von Spenden und Arbeit haben die zumeist ehrenamtlich im Haus Tätigen bereits bekommen. „Dafür sind wir zutiefst dankbar. Wir wissen aber auch, was noch alles bewältig werden muss sowohl in Arbeitsstunden als auch finanziell“, berichtet Christa Burghardt seitens des Vorstandsteams. Um die Wände im Erdgeschoss richtig zu trocknen, muss jetzt der Weltladen komplett ausgeräumt werden. Vielleicht muss sogar der Putz von den Wänden geschlagen werden.

Um den dafür nötigen Platz zu schaffen, plant das Team im AllerWeltHaus einen „Solidarischen Verkauf“. Für die Aktion werden von ehrenamtlichen Helfern, die zum Teil aus anderen Weltläden extra zum Helfen nach Hagen kommen, „Solidaritäts-Tüten“ in verschiedenen Größen gepackt und mit nicht beschädigten Fairtrade-Waren befüllt. Kaffee, Tee, Schokoladen, Bio-Lebensmittel, Weine, Öle und Gewürze werden eingepackt. Auch kunsthandwerkliches kann erstanden werden.

Die Tüten gehen am Freitag, 6. August, von 10 bis 18 Uhr und am Samstag, 7. August, von 10 bis 16 Uhr drinnen und draußen vor dem Haus für 20, 30 oder 50 Euro über die Aktionstheke.

Hochwasserschäden: Dienstleistungsangebot der Stadtverwaltung bleibt noch eingeschränkt

2. August 2021

Aufgrund der Hochwasserschäden bleibt das Zentrale Bürgeramt, Rathausstraße 11, in der nächsten Zeit für den Publikumsverkehr weiter geschlossen. Die Bürgerämter in Boele, Haspe und Hohenlimburg sind geöffnet und dort können auch für das Zentrale Bürgeramt vereinbarte Termine, unter Angabe des Datums und der Uhrzeit des ursprünglichen Termins, wahrgenommen werden.

Die Stromversorgung für den Gebäudekomplex Rathaus I, Rathausstraße 11 und 13, ist inzwischen wiederhergestellt. Die Verwaltung hat damit begonnen, in den verschiedenen Gebäudeteilen die IT-Ausstattung, die Telefonie und die Anwendungen und Verfahren für alle Dienstleistungen zu überprüfen und wieder „hochzufahren“.

Ab Dienstag, 3. August, werden einzelne Dienststellen im Rathaus I nach und nach beginnen, ihr Dienstleistungsangebot wieder aufzunehmen. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Standesamt und Bauordnung, wo nach vorheriger Terminabsprache auch wieder Publikumsverkehr möglich sein wird.

Alle übrigen Dienststellen beginnen parallel wieder mit der Vergabe von Terminen, die dann für alle Bereiche des Rathauses I (mit Ausnahme des Zentralen Bürgeramtes) ab Montag, 9. August, wieder mit Publikumsverkehr möglich sein werden.

Auf die weiterhin geltenden Corona-Schutzvorschriften (zum Beispiel Betreten des Rathauses nur mit FFP-2 Schutzmaske) wird dabei selbstverständlich hingewiesen. Der Zugang ins Rathaus I bleibt weiterhin nur über den zentralen Haupteingang an der Ecke Rathausstraße/Holzmüllerstraße/Potthofstraße möglich.

Die Info-Theke an der Pforte dort steht für Auskünfte und Rückfragen wie gewohnt zur Verfügung. Für telefonische Auskünfte stehen weiterhin der Telefonservice „Hagen Direkt“ unter Telefon 02331/207-5000 und die Hochwasser-Hotline unter Telefon 02331/207-5985, -5976 oder -5974 zur Verfügung.

In diesem Zusammenhang weist die Verwaltung auch darauf hin, dass das Parkhaus der Volme-Galerie wegen der Hochwasserschäden noch bis auf Weiteres geschlossen ist.

Herdecker legt Weinberg am Koepchenwerk an

1. August 2021

Koepchenwerk_Project_vino

Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, und Elias Sturm, Initiator des PROJECT:vino am Hang des Koepchenwerks zum offiziellen Start der Testphase des Projektes. Foto: Industriedenkmalstiftung.

Im Schieberhaus des Koepchenwerks – hoch oben am Hang des Ardeygebirges – genau dort, kann sich Elias Sturm sehr gut eine Weinprobe vorstellen: Einen kühlen Weißwein in der Hand, schweift dann der Blick in die schöne Landschaft am Hengsteysee…

So seine Idee, denn der junge Herdecker ist unter die Winzer gegangen und will auf dem Gelände des Industriedenkmals zwischen den beiden großen Druckrohrleitungen einen Weinberg anlegen. Erste Reben sind schon gepflanzt. Das PROJECT:vino ist mit einer Testphase gestartet.

Mit dem Koepchenwerk verbindet ihn Familiengeschichte. Sein Urgroßvater Wilhelm (Willi) Kranz leitete in der Vergangenheit das Koepchenwerk von 1945 bis 1962. Deshalb ist auch die spontane Eingebung, den Wein „Willi und Arthur“ zu nennen – Willi, der alte Verwandte, und Arthur nach Arthur Koepchen, dem Ideengeber dieses national bedeutsamen Industriedenkmals der Energiewirtschaft in Herdecke.

Über den Verein Arbeitsgemeinschaft Koepchenwerk e.V., der sich mit viel Herzblut für das Herdecker Denkmal engagiert, wurde der Kontakt zur Industriedenkmalstiftung als Eigentümerin hergestellt. Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, wird das Projekt auf jeden Fall konstruktiv begleiteten.

„Jeder unserer denkmalgeschützten Standorte inspiriert zu individuellen, neuen Nutzungen. Das macht den Reiz aus. Die Idee von Elias Sturm, Weinanbau gezielt in dieser industriell geprägten Landschaft zu betreiben, ist nicht nur originell, sondern bedarf auch eines starken Antriebs. Das passt sehr gut zu diesem Ort, zum Geist der Gründerväter des innovativen Pumpspeicherkraftwerks ebenso, wie zu unserem Stiftungsauftrag, das Denkmal angemessen zu nutzen und für eine neue Generation zu erschließen.“

Von Seiten der Stiftung wurde das Vorhaben behördlich mit der Unteren Denkmalbehörde, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Regionalforstamt, dem Naturschutzbeirat der Stadt Herdecke sowie mit RWE abgestimmt. Für das Projekt sind also alle Wege geebnet.

Weitere Informationen zum Koepchenwerk und der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur

Bezirksregierung gibt Ruhrseen wieder frei

1. August 2021

Mit Wirkung zum 31. Juli hat die Bezirksregierung Arnsberg ihre Sperrung der Stauseen an der unteren Ruhr für alle privaten und gewerblichen Freizeitaktivitäten wieder aufgehoben. Die Sperrung betraf den Hengsteysee, den Harkortsee und den Kemnader See.

Der Ruhrverband hat nach dem Hochwasser die bis dato erkennbaren Gefahrenstellen durch Bojen markiert, so dass der Gemeingebrauch der Seen auf eigene Gefahr wieder gestattet werden kann.

Es ist nicht auszuschließen, dass durch veränderte Strömungsverhältnisse zum Beispiel weiteres Treibgut noch angespült wird oder sich im Wasser befindet, so dass bei der die Nutzung der Talsperren auch weiterhin erhöhte Vorsicht an den Tag zu legen ist.

(Keine) Helfer in der Flut-Not

1. August 2021

„Es war bislang noch still um Phoenix Hagen“

Während viele Clubs anpacken oder Hilfe organisieren, ist es ruhig um Hagens Zweitliga-Basketballer. Das Umfeld sei überschaubar, heißt es.

„Es war still um Phoenix Hagen, das weiß ich selbst“, sagt Wolfgang Röspel. Der Vorsitzende des Vereins antwortet damit auf die Frage, wie sich der Hagener Basketball-Zweitligist bislang zur Flutkatastrophe in der Stadt positioniert hat. Ziemlich leise und effektfrei nämlich. Das soll sich ändern.

„Phoenix ist Teil des lebendigen Hagens – aber wo bleibt der Rückhalt einer Stadt zu einem wichtigen Standortfaktor?“, ärgerte sich Röspel in einem Interview Anfang Januar mit unserer Zeitung, als die Stadt eine Finanzspritze verweigerte, um Phoenix beispielsweise bei den Corona-Testungen unter die Arme zu greifen. Und Geschäftsführer Patrick Seidel ergänzte: „Leider dürfen wir weiterhin keine Unterstützung der Stadt Hagen erfahren.“ In die andere Richtung, so der Eindruck im Zusammenhang mit der Flut, ist der Club trotz seiner Strahlkraft aber auch zurückhaltend. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Das immer noch öffentlich „Verein“ genannte Wirtschaftsunternehmen ist eher beim Stamme Nimm angesiedelt (siehe: Kohle her! Hagener Unterhaltungsfirma fordert Steuergelder ein). Auch ein Oberbürgermeister als Dauerkarteninhaber und ein ehemaliger CDU-Fraktionschef als Aufsichtsratsvorsitzender (und nicht Vereinsvorsitzender, wie er im WPWR-Artikel tituliert wird) haben daran nichts ändern können (oder wollen).

Während beispielsweise der auch mit seinen Spielern in Hagen verankerte Handball-Drittligist TuS Volmetal 350.000 Euro Spenden einsammelte, kann man ein solches Engagement von einer zusammengekauften Truppe von Heute-hier-und-morgen-dort-Söldnern nicht unbedingt erwarten.

Zwischenbilanz: Knapp 1,2 Millionen Euro Soforthilfe von Stadt und Land ausgezahlt

31. Juli 2021

Im Rahmen der kommunalen Hilfe hat die Stadt Hagen in den vergangenen drei Tagen 1.292 Schecks mit einer Soforthilfe in Höhe von 526.000 Euro an vom Hochwasser Betroffene in Hagen ausgegeben. Außerdem wurde im Rahmen der Landeshilfe 109 Schecks in Höhe von 249.500 Euro bewilligt.

Die Soforthilfe des Landes Nordrhein-Westfalen kann auch per E-Mail beantragt werden und erfolgt dann als Überweisung. Daher wurden zusätzlich rund 400.000 Euro überwiesen. Zur Bewilligung der Landeshilfe muss die Schadenshöhe mindestens bei 5.000 Euro liegen.

Beide Soforthilfen können noch bis Dienstag, 31. August, beantragt werden. Weitere Infos zur Beantragung der Soforthilfe von Stadt und Land finden Interessierte hier.

Rathaus II: Soforthilfe für Hagenerinnen und Hagener in existentieller Not

31. Juli 2021

Aus organisatorischen Gründen erfolgt die persönliche Beantragung und die Auszahlung der Soforthilfen ab Montag, 2. August, ausschließlich am Rathaus II, Berliner Platz 22.

Die Anträge sowohl für die Landeshilfe als auch die Soforthilfe der Stadt Hagen können bis einschließlich Freitag, 6. August, von montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr vor dem Rathaus II abgegeben werden. In der Zeit danach können weitere eingehende Soforthilfeanträge bis Dienstag, 31. August, im Rathaus II bearbeitet werden.

Die Soforthilfen durch die Stadt Hagen und das Land NRW sollen Bürgerinnen und Bürger, die von existentieller Not betroffen sind, unmittelbar unterstützen. Sie dient als finanzielle Überbrückung zur Bewältigung der akuten Notlage und der Anschaffung von Haushaltsgegenständen.

Anforderungen für die Soforthilfe der Stadt Hagen Personen, die stark vom Hochwasser betroffen sind und sich in einer akuten Notsituation befinden, können die städtische Soforthilfe beantragen. Es gilt keine Mindestschadenhöhe. Ein Nachweis des Schadens ist erforderlich.

Anforderungen für die Landeshilfe

Für die Auszahlung der NRW-Soforthilfe ist es erforderlich, dass sich die Schadenhöhe auf mindestens 5.000 Euro beläuft. Der Schaden muss beispielsweise durch Fotos, auf denen der Raum und die beschädigten Gegenstände zu erkennen sind, belegt werden.

Um die Bearbeitung der Anträge für die Betroffenen so einfach wie möglich zu machen, ist ein Straßenverzeichnis erstellt worden. Hier sind die Straßen und Häuser hinterlegt, bei denen nach amtlichen Feststellungen relevante Überschwemmungsschäden vorliegen.

Neben den Antragsformularen und der Dokumentation der Hochwasserschäden ist ein gültiges Ausweisdokument bei der Antragstellung erforderlich. Zur Vermeidung von fehlerhaften Auszahlungen erfolgt ein Abgleich der Adresse des Dokumentes mit dem Melderegister.

Auszahlung der Soforthilfen

Die Soforthilfe der Stadt Hagen kann nur persönlich oder durch einen Bevollmächtigten beantragt werden. Die Auszahlung erfolgt ausschließlich durch einen Barscheck, der nach entsprechender Antragsprüfung am Rathaus II ausgehändigt wird.

Die Landeshilfe kann persönlich oder online unter E-Mail soforthilfe@stadt-hagen.de beantragt werden. Die Bearbeitungszeit liegt in diesem Fall aktuell bei zwei bis drei Wochen und das Geld wird nach Prüfung auf das angegebene Konto überwiesen.

Sowohl Finanzmittel für die Soforthilfe der Stadt Hagen als auch für die Landeshilfe sind ausreichend vorhanden, sodass jeder Berechtigte auch die finanzielle Unterstützung erhält.

Hochwasser: Schulbeginn nach den Sommerferien nicht beeinträchtigt

31. Juli 2021

Nach den ersten Aufräum- und Reinigungsarbeiten sowie einer ersten Schadenssichtung aufgrund des Hochwassers in Hagen können nach aktuellem Kenntnisstand des Fachbereichs Gebäudewirtschaft der Stadt Hagen voraussichtlich alle Hagener Schulen nach den Sommerferien ab Mittwoch, 18. August, ohne große Einschränkungen ihren Schulbetrieb aufnehmen. Kleinere Schäden an den städtischen Schulgebäuden beeinträchtigen den Schulbetrieb nicht.

In Folge von Hochwasserschäden sind aktuell die Sporthallen Quambusch, Katernberg und Eckesey gesperrt. Nach jetzigem Kenntnisstand sind die Hallen Quambusch und Katernberg bis zum Schulbeginn voraussichtlich nicht wieder nutzbar, sodass es beim Schulsport in Einzelfällen zu Einschränkungen kommen kann.

Trocknungspause im AllerWeltHaus

31. Juli 2021

Christa Burghardt bringt auf den neuesten Stand

Liebe Menschen rund ums AllerWeltHaus
und vor allem liebe Helferinnen und Helfer, Spenderinnen und Spender,

da die geschädigten Räume im AllerWeltHaus leer geräumt sind und momentan „nur“ durch Bautrockner getrocknet werden müssen, ist mindestens bis zum 15. August kein Einsatz für Helfer*innen im AllerWeltHaus notwendig.

Unsere große Bitte: Helft den Betroffenen in Eckesey. Dort gibt es noch so viele Müllberge vor der Haustür, dass man die Bürgersteige nicht sieht. Meldet Euch bitte bei der Hochwasser-Hotline der Stadt Hagen, zwecks Koordination der Hilfe:

02331/207-5000, 02331/207-5985, 02331/207-5974, 02331/207-5976

Freitag von 8.00 – 18.00 Uhr, Samstag von 8.00 – 16.00 Uhr, Sonntag von 8.00 – 16.00 Uhr

Vielen Dank für Eure enorme Hilfe und Unterstützung !!!

Herzliche Grüße vom AllerWeltHaus-Team und Christa Burghardt

Danke für Spenden unter: DE37 4505 0001 0103 0230 03

Ab sofort Terminvergabe für die Bürgerämter Boele, Haspe und Hohenlimburg möglich

30. Juli 2021

Für die Bürgerämter Boele, Haspe und Hohenlimburg können ab sofort wieder Termine online unter https://terminvergabe.hagen.de/ und unter Telefon 02331/207-5777 gebucht werden. Die Stadt Hagen bittet um Beachtung, dass die telefonische Terminvergabe stark ausgelastet ist.

Personen, die fertig ausgestellte Ausweispapiere oder Aufenthaltstitel abholen möchten, die im Zentralen Bürgeramt oder im Bürgeramt Hohenlimburg beantragt wurden, können diese an der Information der Zulassungsbehörde, Freiheitsstraße 3, auch ohne Termin abholen. Kleinere Fundsachen (Geldbörsen, Handys, Dokumente) können in allen drei Bürgerämtern abgegeben werden. Eine Abholung von Fundsachen ist derzeit leider noch nicht möglich. Personen, deren Geldbörse gefunden wurde und Ausweisdokumente enthält, werden schriftlich informiert.

Hochwasser-Hotline koordiniert Hilfe bei Aufräumarbeiten und Sperrmüllabfuhr

29. Juli 2021

Die Stadt Hagen bittet alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, die tatkräftig bei den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser im Hagener Stadtgebiet anpacken, ihre Hilfsangebote mit der städtischen Hochwasser-Hotline unter Telefon 02331/207-5985, -5976 oder -5974 abzustimmen. Das Team der Hotline kann so Angebote und Gesuche vermitteln und Hilfseinsätze Freiwilliger gegebenenfalls mit dem Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) koordinieren.

Außerdem weisen die Stadt Hagen und der HEB wiederholt daraufhin, dass unabhängig vom Hochwasser an die Straße gestellter Sperrmüll die Aufräumarbeiten massiv behindert. Diese Müllentsorgung ist illegal, geht auf Kosten der ohnehin schon von Hochwasserschäden belasteten Hagenerinnen und Hagener und wird mit einem Bußgeld von 400 Euro sowie einem Gebührenbescheid für die Entsorgungskosten von 200 Euro geahndet.

Andrang beim Start der Hochwasser-Soforthilfe

28. Juli 2021

Beantragung bis 31. August möglich

Seit gestern wird die Soforthilfe an die Betroffenen des Hochwassers in Hagen als Barscheck ausgezahlt. Bis jetzt sind schon weit über 400 Anträge per E-Mail bei der Stadt Hagen eingegangen. Bei der Beantragung vor Ort waren am Dienstag ebenfalls mehrere hundert Menschen, welche die Hilfeleistung beantragen wollten. Daher wies die Stadt im Laufe des Tages darauf hin, dass sich keine weiteren Bürgerinnen und Bürger mehr zusätzlich in die Warteschlange einreihen konnten.

Aufgrund des enormen Andrangs teilt die Stadt Hagen mit, dass die Anträge sowohl für die Landeshilfe als auch die Soforthilfe der Stadt Hagen bis einschließlich Freitag, 30. Juli, täglich zwischen 8 und 16 Uhr vor dem Rathaus II, Berliner Platz 22, oder der Bezirksverwaltungsstelle Hohenlimburg, Freiheitstraße 3, abgegeben werden können. Voraussichtlich wird dieses Angebot vor Ort auch in der nächsten Woche fortgeführt.

Im Anschluss können weitere eingehende Soforthilfeanträge bis Dienstag, 31. August, im Rathaus II bearbeitet werden. Sowohl Finanzmittel für die Soforthilfe der Stadt Hagen als auch für die Landeshilfe sind ausreichend vorhanden, sodass jeder Berechtigte auch die finanzielle Unterstützung erhält.

Die Anträge zur Soforthilfe der Stadt Hagen und der Landeshilfe sind auf der Internetseite der Stadt Hagen oder in der Bezirksverwaltungsstelle Hohenlimburg und im Rathaus II erhältlich. Ausgefüllte Anträge auf Soforthilfe werden per E-Mail an soforthilfe@stadt-hagen.de oder bei den genannten Stellen entgegengenommen.

Das Soforthilfeverfahren für Unternehmen wird über die Bezirksregierung Arnsberg abgewickelt.

Ausgabe von Sachspenden in Eckesey

28. Juli 2021

Betroffene des Hochwassers können bis Freitag, 30. Juli, täglich zwischen 9 und 15 Uhr Lebensmittel oder Hygieneartikel an der Hausmeisterwohnung der Grundschule Eckesey, Schillerstr. 23, abholen. Soweit vorhanden, werden auch Elektrogroßgeräte wie beispielsweise Kühlschränke ausgegeben.

Wer noch tatkräftige Unterstützung bei Aufräumarbeiten benötigt, kann sich bei der Hochwasser-Hotline der Stadt Hagen unter Telefon 02331/207-5985, -5976 oder -5974 sowie der E-Mail hochwasserhilfe@stadt-hagen.de melden.

Ein riesengroßer Müllcontainer

28. Juli 2021

Christa Burghardt berichtet vom weiteren Fortschritt bei den Aufräumarbeiten im AllerWeltHaus

Liebe Menschen rund ums AllerWeltHaus

und vor allem liebe Helferinnen und Helfer, Spenderinnen und Spender,

Wir haben sehr gute Nachrichten

– Sonntagabend stand plötzlich ein riesengroßer Müllcontainer vor dem AllerWeltHaus.

– Durch eine E-Mail-Aktion haben wir für Montagvormittag Helfer*innen zusammen trommeln können.

Wir sind wieder einen gigantischen Schritt weiter gekommen

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Hochwasser: Stadtverwaltung eingeschränkt

27. Juli 2021

Aufgrund von Hochwasserschäden bleiben weiterhin das Rathaus I, Rathausstraße 13, und das Zentrale Bürgeramt, Rathausstraße 11, bis zunächst einschließlich Montag, 2. August, für den Publikumsverkehr geschlossen.

Bürgerämter Boele und Haspe öffnen

Die Bürgerämter Boele und Haspe können wieder öffnen. Bereits vereinbarte Termine in Boele, Haspe und Hohenlimburg können ab Dienstag, 27. Juli, wahrgenommen werden. Die für das Zentrale Bürgeramt vereinbarten Termine können unter Angabe des Datums und der Uhrzeit des ursprünglichen Termins in den geöffneten Bürgerämtern wahrgenommen werden.

Termine, die in den vergangenen Tagen in einem der Hagener Bürgerämter stattgefunden hätten, können diese Woche unter Angabe des Datums und der Uhrzeit in den geöffneten Bürgerämtern wahrgenommen werden. Allerdings ist mit Wartezeiten zu rechnen.

Abholung von Dokumenten

Personen, die fertig ausgestellte Ausweispapiere oder Aufenthaltstitel benötigen, können die in Boele beantragten Dokumente im Bürgeramt Boele und die in Haspe beantragten Dokumente im Bürgeramt Haspe während der Öffnungszeiten abholen. Die Dokumente, die im Zentralen Bürgeramt oder im Bürgeramt Hohenlimburg abgeholt werden sollten, können an der Information der Zulassungsbehörde in Hohenlimburg, Freiheitsstraße 3, auch ohne Termin abgeholt werden. Ab der nächsten Woche werden voraussichtlich auch wieder Termine über das Internet online buchbar sein.

Fundsachen

Kleinere Fundsachen (Geldbörsen, Handys, Dokumente) können in allen drei Bürgerämtern abgegeben werden. Eine Abholung von Fundsachen ist derzeit leider noch nicht möglich. Personen, deren Geldbörse gefunden wurde und Ausweisdokumente enthält, werden schriftlich informiert.

Rathaus II, Ausländerbehörde und Rathaus Hohenlimburg

Das Rathaus II am Hauptbahnhof, die Ausländerbehörde sowie die Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle in Hohenlimburg sind wie gewohnt geöffnet. Besucherinnen und Besucher des Rathaus II beachten bitte, dass die Aufzüge aktuell nicht funktionieren. Bezüglich der Beurkundung von Sterbefällen werden die Bestatter von der Stadt Hagen direkt informiert.

Dienstleistungen der Bauordnung stark eingeschränkt

Aufgrund der Hochwasserschäden im Rathaus I und damit verbundenen Einschränkungen bei der EDV können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauordnung zur Zeit keine Bauanträge, Baulasten, Grundstücksteilungen, Abgeschlossenheitsbescheinigungen etc. bearbeiten. Dies gilt für laufende Verfahren sowie für Neueingänge. Telefonische Auskünfte zu Bearbeitungsständen sind im Moment nicht möglich.

Stadtbücherei und Kunstquartier öffnen

Die Stadtbücherei auf der Springe, Springe 1, die Stadtteilbüchereien Haspe, Torhaus 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6 bis 8, sowie das Kunstquartier in der Innenstadt sind ab Dienstag, 27. Juli, wieder geöffnet.

Stadtarchiv bleibt geschlossen

Das Stadtarchiv Hagen bleibt für den Publikumsverkehr zunächst bis Dienstag, 17. August, geschlossen. Schriftliche und telefonische Anfragen sowie Recherchen werden nur in dringenden Ausnahmefällen erledigt: die Dringlichkeit legt das Stadtarchiv fest. Hintergrund dieser Maßnahme sind Hochwasserschäden. Das Stadtarchiv hat die fachliche Koordination zur Rettung und Sicherung von Akten und Schriftgut der Stadtverwaltung nach der Überflutung von Akten- und Archivkellern übernommen.

„Ich hab‘ die Schnauze voll“

27. Juli 2021

Dann bleib doch einfach zu Hause, Nena

Nena redet sich so richtig in Rage. „Also schaltet den Strom aus oder holt mich mit der Polizei hier runter. I don’t fucking care. Ich hab die Schnauze voll davon“, wettert sie von der Bühne herunter, nachdem sie ihre Fans dazu angestachelt hat, das Hygienekonzept des Veranstalters mal eben zu vergessen und sich vor der Bühne zu versammeln. „Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern die Frage ist, was wir mit uns machen lassen“, gibt sie die vermeintliche Freiheitskämpferin.

Geschehen ist dies am Sonntagabend auf einem Feld nahe des Berliner Flughafens BER. Unter dem Motto „Unter freiem Himmel“ wurde hier schon im vergangenen Sommer eine Reihe mit Open-Air-Konzerten ermöglicht. Die Veranstalter haben dazu ein ebenso ausgeklügeltes wie feinsinniges Hygienekonzept erarbeitet, das aller Ehren Wert ist und großes Lob verdient. (…)

Dass die 61-Jährige keine Freundin der Corona-Maßnahmen ist und geistig zumindest in der Nähe der selbsternannten Querdenker herumdümpelt, ist nicht neu. Das demonstrierte sie bereits im März, als sie eine Kundgebung, an der nachweislich auch Rechtsextreme teilnahmen und bei der es zu gewalttätigen Übergriffen auf Polizisten und Journalisten kam, mit den Worten „Danke Kassel“ bejubelte. (…)

Mit einem aber hat sie natürlich recht – mit ihrem Hinweis auf den Christopher Street Day, bei dem am Samstag unter vielfacher Missachtung sämtlicher Corona-Regeln Zehntausende in Berlin gefeiert hatten. Dass dies so stattfinden konnte und durfte, ist absurd. (…)

Quelle: ntv

Anmerkung: Auf der Homepage der Stadt Hagen wird die Schlagersängerin immer noch in der Rubrik jener „Hagener Persönlichkeiten“ geführt, die „zu den klangvollen Aushängeschildern der Stadt zählen“. Eine zynische Anpreisung angesichts der inzwischen 324 Toten allein in Hagen, die in Verbindung mit Corona verstorben sind.

Kostenlose Lernförderung für Kinder aus Südosteuropa

26. Juli 2021

Angebot von Romano Drom und Quartiersmanagement

Während der Corona-Pandemie konnten viele Lerninhalte in den Schulen nicht wie gewohnt vermittelt werden. Insbesondere Schülerinnen und Schülern mit geringeren Deutschkenntnissen fällt es im neuen Schuljahr schwer, den Anschluss im Unterricht zu finden.

Der Verein Romano Drom Hagen e.V. bietet daher in Kooperation mit dem Quartiersmanagement der Stadt Hagen nach den Sommerferien ein kostenloses Lernförderangebot für Kinder aus Südosteuropa an. Der Unterricht findet in den Räumlichkeiten des Quartiersmanagements, Martin-Luther-Straße 12, statt.

Die Lernförderung ergänzt die Bildungsangebote der Schulen und unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei dem Erwerb von Deutschkenntnissen. In Abstimmung mit den Schulen können auch gezielt Lerndefizite aufgeholt werden. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur fünften Klasse. Der Unterricht soll zweimal wöchentlich stattfinden, die genauen Tage stehen noch nicht fest.

Sollte die Lernförderung in Präsenz coronabedingt nicht möglich sein, wird das Angebot in digitaler Form veranstaltet. Zu diesem Zweck besitzt der Verein Romano Drom Hagen e.V. über 20 Notebooks, die aus Spendenmitteln des Lions-Club Hagen-Mark und der Berliner Stiftung für Menschenrechte „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) angeschafft wurden. Alle teilnehmenden Kinder sowie ihre Eltern erhalten vor Ausgabe der Notebooks eine niederschwellige, qualifizierte Schulung zur Bedienung der Geräte. Die Schülerinnen und Schüler werden von Lehramtsstudierenden im Tandem mit Mitgliedern des Vereins unterrichtet.

Der Verein Romano Drom Hagen e.V.

Der Verein wurde im September 2019 gegründet und ist eine Selbstorganisation von Roma aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Die Mitglieder setzen sich in unterschiedlichen Lebensbereichen für ein faires und friedvolles Miteinander in Hagen ein. Ein wichtiges Ziel ist dabei die Unterstützung von zugewanderten Familien im Bildungsbereich.

Weitere Informationen zur Lernförderung stehen unter www.romano-drom.de zur Verfügung.

Kostenlose Sammelaktion für Sperrmüll

25. Juli 2021

Um die vom Unwetter betroffenen Personen zu unterstützen, bietet der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) kostenlose Sammelaktionen für Sperrmüll und Elektroschrott an.

Diese Bereiche plant der HEB am Sonntag (25.7.) anzufahren:

  • Bahnhofsbereich (Altenhagener Brücke, Am Hauptbahnhof, Werdestr., Graf-von-Galen-Ring)
  • Dahl/Rummenohl
  • Haspe (Hasper Kreisel bis Gevelsberg)
  • Wehringhausen (Wehringhauser Str. bis Hasper Kreisel)
  • Volmestraße (Märkischer Ring bis Rathausstr.)

Soforthilfe für Betroffene des Hochwassers

24. Juli 2021

Innerhalb weniger Tage hat sich der Betrag auf dem Spendenkonto der Stadt Hagen beinahe verdreifacht – der Gesamtspendenstand liegt damit aktuell bei rund 850.000 Euro. Ab Dienstag beginnt die Stadt mit der unbürokratischen und schnellen Auszahlung der Soforthilfe an betroffene Hagenerinnen und Hagener.

Stadt kontaktiert betroffene Haushalte

Die Soforthilfe durch die Stadt Hagen und das Land NRW soll Bürgerinnen und Bürger, die von existentieller Not betroffen sind, unmittelbar unterstützen. Sie dient als finanzielle Überbrückung zur Bewältigung der akuten Notlage und der Anschaffung von Haushaltsgegenständen.

Anhand einer Straßenübersicht hat die Stadt die vom Jahrhunderthochwasser betroffenen Häuser und Haushalte festgehalten. Diese erhalten durch Verteilung in den Stadtteilen am Montag, 26. Juli, ein Informationsblatt der Stadt Hagen, in dem alle wichtigen Informationen zur Auszahlung der Soforthilfe zusammengefasst sind.

Ab Dienstag, 27. Juli, können betroffene Personen die Soforthilfe beantragen. Der entsprechende Antrag ist auf der Internetseite der Stadt Hagen (Soforthilfe Stadt Hagen und Soforthilfe Land NRW) sowie in der Bezirksverwaltungsstelle Hohenlimburg, Freiheitstraße 3, und im Rathaus II, Berliner Platz 22, erhältlich.

Ausgefüllte Anträge auf Soforthilfe werden per E-Mail an soforthilfe@stadt-hagen.de entgegengenommen. An der jeweiligen Info-Theke der genannten Rathäuser erhalten Betroffene zwischen 8 und 16 Uhr außerdem weitere Informationen zu den Auszahlungsstellen.

Auszahlung in Form von Barschecks

Die Auszahlung des Spendengeldes findet ausschließlich in Form von Barschecks statt. Diese können direkt in den oben genannten Rathäusern abgeholt und bei der Sparkasse HagenHerdecke eingelöst werden.

Als Soforthilfe der Stadt Hagen werden auf Antrag für den Haushaltsvorstand 200 Euro und pro weiterem Haushaltsmitglied 100 Euro ausgezahlt. Als Landeshilfe wird pro Privathaushalt ein Sockelbetrag von 1500 Euro ausgezahlt, für jede weitere Person des Haushalts stehen zusätzlich 500 Euro bereit.

Insgesamt können an einen Haushalt maximal 3500 Euro ausgezahlt werden. Voraussetzung hierzu ist, dass der verursachte Versicherungsschaden, nach Abzug der Versicherungsleistung, höher als 5.000 Euro liegt.

Auf Wunsch kann die Landeshilfe auch auf das Konto überwiesen werden.

Spendenzahlungen weiterhin möglich

Die Stadt Hagen hat kurzfristig ein spezielles Sonderkonto mit der IBAN DE66 4505 0001 1000 2890 68 – Stadt Hagen (Spendenkonto Hochwasserhilfe) für Geldspenden zur Hilfe der Betroffenen der Flutkatastrophe eingerichtet. Sie bittet dringend darum, Geldspenden nur noch auf dieses Konto zu überweisen.

Alle Buchungen mit dem Betreff „Hochwasser Hagen“, die bis zum 31. Oktober 2021 an dieses Konto gezahlt werden, können unabhängig von der Höhe des Betrages mit einer Buchungsbestätigung (zum Beispiel einem Kontoauszug) im Rahmen der Steuererklärung als Spende geltend gemacht werden. Gleiches gilt für bereits erfolgte Spendenzahlungen für die Flutkatastrophe auf ein anderes städtisches Konto. Die Stadt Hagen muss in diesen Fällen keine Spendenbescheinigung ausstellen.

Hygiene bei Kontakt mit Schlamm beachten!

24. Juli 2021

Nach dem Hochwasser in der vergangenen Woche ist nach wie vor davon auszugehen, dass der Schlamm auf den Straßen und zahlreichen privaten Grundstücken mit Krankheitserregern kontaminiert ist. Teilweise sind bereits Magen-Darm-Erkrankungen und Wundinfektionen im Zusammenhang mit dem Hochwasser und den Aufräumarbeiten in Hagen aufgetaucht.

Daher weist das Gesundheitsamt der Stadt Hagen darauf hin, dass Helferinnen und Helfer bei Reinigungs- und Aufräumarbeiten sowie bei Kontakt mit kontaminierten Gegenständen unbedingt Schutzkleidung wie Handschuhe und wasserabweisende Kleidung tragen sollten.

Vor dem Kontakt mit Lebensmitteln oder vor dem Rauchen sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Lebensmittel, die in Kontakt mit dem Schlammwasser gekommen sind, dürfen nicht mehr verzehrt werden. Das gilt auch für im Garten angebautes Gemüse, das überschwemmt war.

Kleinere Verletzungen müssen desinfiziert werden, größere und tiefere Wunden sollten dringend einem Arzt vorgestellt werden. Außerdem ist auf einen aktuellen Tetanus-Schutz zu achten.

Ordnungsamt geht massiv vor

24. Juli 2021

Illegale Müllablagerungen, Schrottsammler und Katastrophentouristen

Immer wieder behindern illegale Schrottsammler und Katastrophentouristen die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser der vergangenen Woche. Aus diesem Grund hat sich das Ordnungsamt Hagen neu aufgestellt. „Es ist wirklich ein großes Ärgernis, was gerade in den stark vom Unwetter betroffenen Bereichen des Stadtgebietes passiert“, so Martin Echterling, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes. „Es treten vermehrt illegale Schrottsammler auf, welche aus dem Leid der Menschen noch Profit schlagen wollen. Außerdem stören sie die vielen tollen Helfer, seien es nun Privatpersonen oder Firmen, bei den so wichtigen Aufräumarbeiten.“

In den vergangenen Tagen wurden in den betroffenen Gebieten etliche illegale Schrottsammler überprüft. Hier wurde vor Ort beziehungsweise beim Hagener Entsorgungsbetrieb der gesammelte Schrott wieder ausgeladen. Des Weiteren wurden insgesamt zwölf Verwarngelder vor Ort erhoben und 37 Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben.

Anzeigen für Katastrophentourismus und illegalen Sperrmüll

Auch was den Katastrophentourismus angeht, macht die Ordnungsbehörde der Stadt Hagen unmissverständlich klar, dass sie ein solches Verhalten nicht duldet und mahnt eindringlich, dies zu unterlassen. Neben den Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden zudem Platzverweise für den Radius des Katastrophengebietes ausgesprochen und deutlich vermittelt, dass bei Zuwiderhandlung Zwangsmaßnahmen ergriffen werden.

Die kostenlose Sperrmüllabfuhr richtet sich ausschließlich an vom Unwetter betroffene Hagenerinnen und Hagener und dient nicht dazu, anderweitig anfallenden Sperrmüll kostenfrei entsorgen zu können. Wer Sperrmüll außerhalb der Hochwasserbereiche an die Straße stellt oder Sperrmüll in den betroffenen Bereichen dazustellt, entsorgt seinen Müll illegal. Auch dieses Verhalten wird durch die Ordnungsbehörde der Stadt Hagen geahndet.

Ordnungsamt stoppt Schrotthändler in der Haardtstraße

Bei einem illegalen Schrotthändler in der Haardtstraße hat es der Fahrer eines Sprinters besonders eilig gehabt, sich von der Örtlichkeit zu entfernen. Da die beiden anderen Insassen des Fahrzeuges keinen Führerschein vorweisen konnten, um selber die Rückfahrt anzutreten, haben die Kräfte des Ordnungsamtes den Wagen gesichert und die Schlüssel sichergestellt. Die beiden Insassen des Fahrzeuges mussten dann zu Fuß dem Platzverweis Folge leisten und Richtung Dortmund laufen.

Hinweise an Ordnungsamt und Polizei

„Leider können wir nicht alles verhindern und es ist häufig so, dass die Sammler und Touristen schnell wieder weg sind. Wir sind dennoch mit allen Kräften vor Ort und werden gegen diese Störungen alle verfügbaren Einsatzkräfte einsetzen“, so Martin Echterling. Hinweise betroffener Bürgerinnen und Bürger nehmen das Hagener Ordnungsamt sowie die Polizei Hagen entgegen.

Wochenendpause und danach…

24. Juli 2021

Überschwemmung AllerWeltHaus: Christa Burghardt über den Fortgang der Aufräumarbeiten

Liebe Menschen rund ums AllerWeltHaus
und vor allem liebe Helferinnen und Helfer, Spenderinnen und Spender,

durch den gigantischen und unermüdlichen Einsatz von zusammengerechnet bestimmt 70 Helfer*innen haben wir in den letzten 10 Tagen so unendlich viel geschafft, dass am jetzigen Wochenende (24./25.7.) kein Großeinsatz nötig ist. Ganz lieben Dank für die bisherige großartige Hilfe.

Am darauf folgenden Wochenende (31.7. / 1.8.) ab 10.00 Uhr haben wir wieder einen Großeinsatz, weil dann ein oder mehrere Container vor dem Haus stehen.

Folgende Arbeiten stehen dann an:

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Überflutungsgefahr besteht weiterhin

22. Juli 2021

Neue Niederschläge mit Gewittern in Hagen erwartet – 100.000 Tonnen Geröll in den Gewässern behindern Abfluss

Das Jahrhunderthochwasser, das Hagen in der vergangenen Woche getroffen hat, hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Die Folgen sind im gesamten Stadtgebiet sichtbar. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) rechnet bei zeitnahen Niederschlägen weiterhin mit einer Überflutungsgefahr der Gewässer.

An den Straßenrändern türmen sich meterhoch zerstörte Haushaltsgegenstände, Autowracks sowie Geröll, Schlamm und Treibgut. Gleiches gilt für viele der 270 Fluss- und Bachläufe in Hagen. Der Vorstand des WBH schätzt, dass rund 100.000 Tonnen Geröll, Schlamm und Baumstämme in diesen Gewässern liegen und somit Hindernisse für den Wasserlauf darstellen.

Um einen sicheren Wasserabfluss zu gewährleisten und ein erneutes Hochwasser zu verhindern, müssten diese umgehend beseitigt werden. Aufgrund der enormen Menge an Treibgut und sogenanntem Geschiebe rechnet der WBH mit mehreren Wochen bis hin zu Monaten, bis die normalen Abflussbedingungen wiederhergestellt sind. Solange ist von einer erhöhten Hochwassergefahr auch bei kleineren Niederschlägen auszugehen.

Um die Gewässer so schnell wie möglich wieder in ihren normalen Zustand zu versetzen, hat der Wirtschaftsbetrieb Hagen seine Arbeitszeiten ausgeweitet und wird durch Freiwillige sowie beauftragte Firmen unterstützt. Der Vorstand des WBH hofft, im Oktober die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen zu haben, sodass von den Gewässern, auch bei höheren Wasserständen, keine Überflutungsgefahr mehr ausgeht.

Neuer Regen: Warnapp „NINA“ installieren

Am kommenden Samstag, 24. Juli, und Sonntag, 25. Juli, werden neue Niederschläge mit Gewittern in Hagen erwartet. Die Stadt Hagen bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, sich nach Möglichkeit die Warnapp „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) zu installieren, um rechtzeitig über Wetterwarnungen wie Hochwasser informiert zu werden.

Seen gesperrt

22. Juli 2021

Bezirksregierung untersagt Wasser-Freizeitaktivitäten

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Die Bezirksregierung Arnsberg sperrt Harkort- und Hengsteysee (Foto: Michael Kaub) bis 12. August, 24 Uhr, für alle privaten und gewerblichen Freizeitaktivitäten im und auf dem Wasser. Gleiches gilt auch für den Kemnader See bei Witten.

Durch das außerordentlich große Hochwasser der vergangenen Woche führt die Ruhr sehr viel Treibgut und birgt damit nicht abschätzbare Gefahren. Zerstörte Wohnwagen und Boote weisen teilweise spitze Teile auf, die sich im Untergrund verhaken können. Ausreichende Sichttiefen, um auf angespülte Gefahren und Hindernisse im Wasser reagieren zu können, sind aktuell nicht gegeben.

Auch die Bojenketten zur Markierung von gesperrten Bereichen, etwa vor Kraftwerken und Stauwehren, sind zum Teil nicht mehr an den vorgesehenen Orten, so dass auch diese Gefahren bei der Wassersportausübung nicht rechtzeitig erkennbar sind. Die Wasserspiegel haben sich zwar mittlerweile weitgehend normalisiert, doch sind die Strömungen immer noch weitaus stärker und gefahrvoller als zu dieser Jahreszeit üblich.

Der Ruhrverband wird die Lage in den Stauseen in den nächsten Tagen weiter erkunden und Gefahrenstellen beheben oder markieren, damit die Einschränkungen so bald wie möglich wieder aufgehoben werden können.

Kanuslalomstrecke komplett zerstört

22. Juli 2021

Daneben nur wenige Sportstätten beschädigt

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Das Servicezentrum Sport der Stadt Hagen (SZS) teilt mit, dass der überwiegende Teil der städtischen Sportanlagen von den Folgen der Starkregenereignisse der vergangenen Woche verschont geblieben ist. Nahezu vollständig zerstört ist jedoch die Kanuslalomstrecke im Lenne-Wildwasserpark in Hohenlimburg (Foto: Angelika Luethi/SZS).

Die gesamte Seilanlage der Kanuslalomstrecke ist zerstört worden. Die Masten stehen nicht mehr und die Seile sind abgerissen. Die Torseile sind nicht mehr vorhanden, ebenso wie fast alle Torstäbe und Aufhängungen. Auf dem Mitteldamm sind viele Masten inklusive den einbetonierten Bodenhülsen herausgerissen worden. Zudem sind die unter Wasser liegenden Hindernisse beschädigt oder zerstört. An verschiedenen Stellen im Gelände sind ganze Flächen herausgespült worden.

Der Gesamtschaden liegt nach ersten groben Schätzungen bei 170.000 Euro. Entsprechend bleibt die Strecke für unbestimmte Zeit gesperrt. Dies bedeutet auch, dass der Kanu-Club Hohenlimburg schweren Herzens die Durchführung der ursprünglich für den 17. bis 19. September auf der Strecke geplanten Deutschen Meisterschaften absagen muss. Zumal der Kanu-Keller, in dem neben den Booten auch die technische Ausstattung für die Regatten lagert, ebenfalls überflutet wurde und noch nicht absehbar ist, welche Geräte überhaupt noch nutzbar sind.

Mit Geröll und Schlamm wurden auch Teile des Waldlust-Sportplatzes überzogen. Das SZS geht davon aus, den Platz im Laufe der Woche wiederherstellen zu können. Am Kunstrasenplatz in Dahl ist ein Baum auf das Gelände gestürzt. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen ist bemüht, diesen schnellstmöglich zu beseitigen.

In Mitleidenschaft gezogen und daher vorübergehend gesperrt sind die Sporthallen Katernberg, Eckesey und Quambusch sowie die Rundturnhalle Haspe. Bei diesen Sporthallen ist noch nicht absehbar, wann sie wieder nutzbar sein werden.

International Information II

22. Juli 2021

International Information I

22. Juli 2021

Protection measures in case of flooding in the house

The Hagen fire brigade has summarized here the precautionary measures you should observe presently:

Städtische Einrichtungen weiterhin geschlossen

21. Juli 2021

Aufgrund von Hochwasserschäden bleiben das Rathaus I, Rathausstraße 13, das Zentrale Bürgeramt, Rathausstraße 11, die Zentrale Stadtbücherei auf der Springe, Springe 1, und die Stadtteilbüchereien Haspe, Torhaus 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6 bis 8, sowie das Kunstquartier bis einschließlich Montag, 26. Juli, für den Publikumsverkehr geschlossen.

Personen, die in diesen Tagen Termine im Zentralen Bürgeramt, Rathausstraße 11, vereinbart haben, können ihre Termine im Bürgeramt Hohenlimburg, Freiheitstraße 3, wahrnehmen. In den Bürgerämtern Boele, Schwerter Straße 68, und Haspe, Kölner Straße 1, können nur fertige Ausweispapiere und Aufenthaltstitel abgeholt werden. Weitere Arbeiten sind dort aufgrund von technischen Problemen nicht möglich. Die Bürgerämter sind montags und dienstags von 8 bis 17 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Rathaus II am Hauptbahnhof, die Zulassungsstelle, die Führerscheinstelle und die Ausländerbehörde sind wie gewohnt geöffnet. Besucherinnen und Besucher des Rathaus II beachten bitte, dass die Aufzüge aktuell nicht funktionieren. Bezüglich der Beurkundung von Sterbefällen werden die Bestatter von der Stadt Hagen direkt informiert.

220.000 Euro Hilfe für Hagen

21. Juli 2021

Rund 220.000 Euro sind seit Freitag, 16. Juli, für die Betroffenen des Hochwassers auf dem Spendenkonto der Stadt Hagen eingegangen. Allerdings wurden noch nicht alle eingegangenen Spenden verbucht, weshalb die gesamte Spendensumme nach aktueller Einschätzung der Stadt Hagen rund 100.000 Euro höher liegt.

Die Stadt Hagen wird bis Ende dieser Woche regeln, wie die Spendensumme verteilt wird und bekannt geben, wo sich die betroffenen Hagenerinnen und Hagener melden können, um die finanzielle Hilfe schnell und unbürokratisch zu erhalten.

Neues Sonderkonto für Geldspenden

Für Geldspenden zur Hilfe der Betroffenen der Flutkatastrophe hat die Stadt Hagen kurzfristig ein spezielles Sonderkonto mit der IBAN DE66 4505 0001 1000 2890 68 – Stadt Hagen (Spendenkonto Hochwasserhilfe) eingerichtet. Die Stadt Hagen bittet dringend darum, Geldspenden nur noch auf dieses Konto zu überweisen.

Geldzuwendungen, die mit Betreff „Hochwasser Hagen“ bis zum 31. Oktober 2021 an dieses Konto gezahlt werden, können unabhängig von der Höhe des Betrages mit einer Buchungsbestätigung (zum Beispiel einem Kontoauszug) im Rahmen der Steuererklärung als Spende geltend gemacht werden. Gleiches gilt für bereits erfolgte Spendenzahlungen für die Flutkatastrophe auf ein anderes städtisches Konto. Die Stadt Hagen muss in diesen Fällen keine Spendenbescheinigung ausstellen.

Stopp: Keine weitere Annahme von Sachspenden

Bis zum heutigen Tag sind so viele Sachspenden für die Betroffenen des Hochwassers bei der Stadt Hagen eingegangen, dass ab sofort keine weiteren Sachspenden mehr benötigt und angenommen werden können.

Helfende Hände und Organisation von Hilfsangeboten

Personen, die die Betroffenen tatkräftig bei Aufräumarbeiten unterstützen möchten und zur Koordination der Hilfsangebote, hat die Stadt Hagen eine zentrale Hotline unter den Rufnummern 02331/207-5199, -5985 oder -5976 sowie der E-Mail hochwasserhilfe@stadt-hagen.de eingerichtet. Helfer bei Aufräumarbeiten in den betroffenen Stadtbereichen sollten bitte darauf achten, mit ihren Autos nicht die Straßen zu blockieren.

Organisation von technischer Hilfe

Wer technische Hilfe mit Baufahrzeugen, Lastwagen oder ähnlichem leisten möchte, kann sich per E-Mail an den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) unter notlage@wbh-hagen.de wenden.

Überschwemmung AllerWeltHaus: Zwischenstand

21. Juli 2021

AllerwelthausDie Hilfsbereitschaft für das überflutete AllerWeltHaus reißt nicht ab. Seit Tagen sind unzählige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer jeglichen Alters und jeglicher Herkunft im Einsatz und haben unter anderem einen riesengroßen Berg an Überschwemmungsmüll aus dem Keller und dem Haus geholt, um es für einen neuen Start vorzubereiten (Foto: AWH).

DOPPELWACHHOLDER.DE leitet eine E-Mail des AllerWeltHauses weiter, die den Zwischenstand der grandiosen Unterstützung beschreibt und einen Eindruck davon gibt, was noch zu tun ist und benötigt wird. Insbesondere der Weltladen muss nun hergerichtet werden, der erst im Januar dieses Jahres neu renoviert und eingeweiht wurde.

Wer mithelfen möchte, wende sich an das AllerWeltHaus in Hagen, Potthofstr. 22. Auch Geldspenden sind dringend notwendig und können überwiesen werden auf das Spendenkonto DE37 4505 0001 0103 0230 03

Überschwemmung AllerWeltHaus:

Liebe Menschen rund ums AllerWeltHaus,

völlig erschöpft nach dem tagelangen Einsatz, aber glücklich, möchte ich über den Stand der Hilfeleistungen nach der Überschwemmung berichten.

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Infos zu Kita und OGS

20. Juli 2021

Weiterhin sind zahlreiche Einrichtungen im Hagener Stadtgebiet von den Hochwasserschäden betroffen. Die vom Hochwasser betroffene Kita Am Gosekolk, Am Gosekolk 2, kann nach der Ferienschließung voraussichtlich am Montag, 26. Juli, öffnen.

Die Großtagespflegestelle in der Potthofstraße ist ebenfalls ferienbedingt geschlossen, wird aber nicht wie ursprünglich geplant am Montag, 26. Juli, öffnen können. Die Kinder der Großtagespflegestelle können ab Montag, 26. Juli, für drei Wochen zunächst die Räumlichkeiten der Kita Konkordiastraße nutzen.

Die Kita Eckesey, Droste-Hülshoff-Straße 43, ist auf unbestimmte Zeit nicht nutzbar. Ab Montag, 26. Juli, ist die Einrichtung für drei Wochen in den geplanten Ferien. Für die Zeit ab Montag, 16. August, wird ein entsprechendes Ersatzangebot erarbeitet.

Die OGS-Betreuung der Astrid-Lindgren-Schule, Delsterner Straße 59, bleibt derzeit geschlossen.

Untere Wasserbehörde bittet Betroffene um die Meldung von Schäden

20. Juli 2021

Nachdem die Wassermassen des Katastrophenhochwassers vom 14. Juli abgelaufen sind, zeigen sich nun die immensen Schäden, die hierdurch verursacht wurden. Insbesondere die direkten Anlieger von Flüssen und Bächen sind betroffen, so sind zum Beispiel Ufermauern zerstört, Böschungen unterspült oder abgängig sowie Gebäudefundamente freigelegt. Hierbei handelt es sich häufig um genehmigungspflichtige bauliche Anlagen.

Viele Betroffene müssen diese Schäden vor dem Hintergrund der Verkehrssicherheit, der Vermeidung von Folgeschäden oder aus anderen Gründen kurzfristig sichern oder beheben. Dies führt jedoch gleichzeitig zu Unsicherheiten, da eine Planung, gegebenenfalls eine Genehmigung und eine anschließende Durchführung solcher Maßnahmen in der jetzigen Situation kurzfristig nicht möglich ist.

Aus diesen Gründen bittet die Untere Wasserbehörde der Stadt Hagen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger darum, sich per E-Mail an umweltschaden@stadt-hagen.de zu melden und ihr Anliegen zu schildern. Die Meldungen sollten Angaben wie die Adresse, eine kurze Beschreibung des Schadens, eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner sowie einen Telefonkontakt enthalten.

Dies ermöglicht der Unteren Wasserbehörde einerseits zusammen mit den Betroffenen die jeweilige Situation zu erörtern und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und andererseits einen Gesamtüberblick über die Lage an den Hagener Gewässern zu erhalten. Die Bearbeitung der Meldungen wird möglichst unbürokratisch und unter Beachtung der Dringlichkeit erfolgen.

Aktualisierte Informationen zu verschiedenen Dienstleistungen und Hilfsangeboten

19. Juli 2021

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Das Hochwasser hat zahlreiche Schäden im Stadtgebiet verursacht, die sich weiterhin auch auf den Betrieb der Stadtverwaltung auswirken (Foto: Stadt Hagen).

Das Rathaus I, Rathausstraße 13, die Zentrale Stadtbücherei auf der Springe, Springe 1, und die Stadtteilbüchereien Haspe, Torhaus 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6 bis 8, sowie das Kunstquartier sind zunächst bis einschließlich Mittwoch, 21. Juli, für den Publikumsverkehr geschlossen.

Personen, die in diesen Tagen Termine im Zentralen Bürgeramt, Rathausstraße 11, vereinbart haben, können ihre Termine im Bürgeramt Hohenlimburg, Freiheitstraße 3, wahrnehmen. Die Bürgerämter sind montags und dienstags von 8 bis 17 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Fertige Ausweispapiere und Aufenthaltstitel können in den Bürgerämtern Boele, Schwerter Straße 68, und Haspe, Kölner Straße 1, abgeholt werden. Weitere Arbeiten sind dort aufgrund von technischen Problemen nicht möglich.

Die Zulassungsstelle, Führerscheinstelle, Ausländerbehörde und das Rathaus II, Berliner Platz 22, sind wie gewohnt geöffnet. Besucherinnen und Besucher des Rathaus II beachten bitte, dass die Aufzüge aktuell nicht funktionieren. Bezüglich der Beurkundung von Sterbefällen werden die Bestatter von der Stadt Hagen direkt informiert.

Städtische Kindertagesstätten und OGS-Betreuung

Bis auf die Kita Eckesey, Droste-Hülshoff-Straße 43, die Großtagespflegestelle in der Potthoffstraße und die Kita Am Goselkolk, Am Gosekolk 2, können alle städtischen Kitas ab Montag, 19. Juli, wieder den Betrieb aufnehmen. Dies trifft nur auf Kitas zu, die derzeit keine Ferien haben und die aufgrund der Straßenverhältnisse erreichbar sind. Eltern, deren Kinder eine der drei geschlossenen Kitas besuchen, können sich ab morgen, 19. Juli, unter Telefon 02331/207-4440 melden, um alternative Betreuungsmöglichkeiten abzusprechen.

Zu den Einrichtungen freier Träger liegen der Stadt Hagen keine gesicherten Informationen vor, weshalb die Eltern in diesem Fall bitte selbst die Kita kontaktieren. OGS-Betreuungen, die eine Betreuung in den Sommerferien anbieten, sind ebenfalls wieder geöffnet.

Anlaufstelle für Bürger, die Hilfe benötigen

Es sind bereits zahlreiche Hilfsangebote bei der Freiwilligenzentrale eingegangen. Die Stadt Hagen weist an dieser Stelle noch einmal darauf hin, dass sich auch hilfsbedürftige Personen an die eingerichtete Hotline, die unter Telefon 02331/207-5199, -5985 oder -5976 sowie E-Mail hochwasserhilfe@stadt-hagen.de wenden können.

WBH entsorgt Schlamm und Schutt

Ab der kommenden Woche entfernt der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) den Schlamm und Schutt des Hochwassers. Einige wichtige Verkehrsbereiche konnten bereits gesäubert werden. Der WBH bittet darum, dass die Helferinnen und Helfer Sperrmüll, Elektroschrott, Schlamm und Schutt, wenn möglich, getrennt sammeln, um die anschließende Entsorgung zu vereinfachen. Der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) wird die ausgefallenen Müllabfuhrtermine der vergangenen Woche nachholen. Voraussichtlich ab morgen wird die Müllabfuhr wie gewohnt stattfinden.

Kostenlose Sammelaktion Sperrmüll

18. Juli 2021

Der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) bietet kostenlose Sammelaktionen für Sperrmüll und Elektroschrott an. Die Gegenstände können an verschiedenen Standorten in die Container geworfen werden.

Derzeit (Stand: 18.07, 12 Uhr) ist der HEB in diesen Bereichen unterwegs:

– Unternahmer (mit Sperrmüllwagen)
– Delstern (mit Containern)
– Dahl (mit Containern)
– Hohenlimburger Straße & Seitenstraßen (mit Containern)
– Eckesey (mit Sperrmüllwagen)

Überflutung AllerWeltHaus: Danke und Hilferuf

18. Juli 2021

Überschwemmung_AllerWeltHaus_KellerAuch das AllerWeltHaus wurde mit katastrophalen Folgen überschwemmt. Im Keller (Foto: AWH) stand das Wasser bis zur Decke. Und auch im Weltladen, Café Mundial und dem Veranstaltungssaal hat das Wasser einen großen Schaden angerichtet.

Seit Tagen sind viele Helferinnen im Einsatz um zu retten, was zu retten ist und zu entsorgen, was entsorgt werden muss. Inzwischen gibt es einen riesengroßen Haufen Müll vor dem Haus, denn die Kellerräume mussten total vom Zerstörungs-Chaos befreit werden, unter anderem auch von dem gesamten Equipment des Cafés, den Vorräten an Bio-Lebensmitteln, Gefrier- und Kühlschränke etc. pp.

DOPPELWACHOLDER.DE leitet eine Dank- und Hilferuf-E-Mail des AllerWeltHauses weiter, in der beschrieben wird, was schon alles geleistet wurde und was noch an tatkräftiger Unterstützung benötigt wird. Auch Geldspenden sind dringend notwendig und können überwiesen werden auf das Spendenkonto DE37 4505 0001 0103 0230 03

Überschwemmung AllerWeltHaus: Danke und Hilferuf

Liebe Menschen rund ums AllerWeltHaus,

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Hagen: Flut-PR im Hochwassergebiet?

18. Juli 2021

Bericht: Laschet wollte Lagezentrum für TV-Bilder verlegen lassen

Ein Bericht der „Westfalenpost“ wirft neues Licht auf die Reise des CDU-Kanzlerkandidaten ins überflutete Hagen. Demnach drängte seine Staatskanzlei darauf, den Krisenstab für bessere Bilder der Pressekonferenz zu verlegen. Die Stadt dementiert. (…)

Laschet hatte am Donnerstag zunächst das überflutete Altena besucht, ohne die dortige Stadtverwaltung über seine Reise dorthin zu informieren, wie t-online berichtete. Dort gab er der „Bild“-Zeitung ein Exklusiv-Live-Interview vor einer überschwemmten Straße, während in Hagen der dortige Krisenstab und ein großes Medienaufgebot auf ihn warteten. Mit anderthalb Stunden Verspätung dort angekommen, sagte er, die Lage sei zu ernst, um damit Bilder produzieren und Wahlkampf machen zu wollen. (…)

„Dennoch musste in der Feuerwache Ost, wo seit Mittwochnacht die Einsätze aller Unwetter-Helfer koordiniert werden, eine Fahrzeughalle extra leergeräumt werden, damit der NRW-Chef und CDU-Kanzlerkandidat mit seinem Pressetross im Gefolge auch Corona-adäquat vom Oberbürgermeister (…) empfangen werden können“, heißt es in dem Bericht, der mit „Über die Lenne ins Kanzleramt“ überschrieben ist.

In der Halle hatte Laschet nach seinem Empfang im Krisenstab seine erste für alle Medien zugängliche Stellungnahme zur Hochwasserkatastrophe abgegeben und anschließend ein wenige Minuten dauerndes Gespräch mit Rettungskräften geführt. Seine Staatskanzlei hatte da bereits Bilder seines Besuchs im wenige Kilometer entfernten Altena über soziale Medien verbreitet. (…)

Quelle: t-online.de

Dazu passt:

Im Video: Besuch in Krisenregion – Laschet witzelt bei Steinmeier-Rede

Die Zahl der Toten nach den verheerenden Fluten steigt weiter, Steinmeier und Laschet besuchen die Katastrophenregion. (…)

Doch während Steinmeier in seiner bewegenden Rede über die Flutopfer sprach, die auf mehreren TV-Sendern übertragen wurde, fiel auch der Fokus auf Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Der Kanzlerkandidat der Union war im Hintergrund zu sehen, er witzelte und lachte zusammen mit Frank Rock, CDU-Landrat des Rhein-Erft-Kreises. (…)

Quelle: t-online.de (mit Video)

Noch deutlicher hier:

Hagen: Zentrale Hotline für Hilfsangebote

18. Juli 2021

Brücke Rehbecke Priorei

Zerstörte Brücke Rehbecke in Hagen-Priorei. Foto: Deutsche Bahn.

Eine enorme Hilfsbereitschaft erreicht Hagen – aus allen Teilen Deutschlands gehen Hilfsangebote ein. Um diese Hilfsangebote zu koordinieren, hat die Stadt Hagen eine zentrale Hotline unter den Rufnummern 02331/207-5199, -5985 oder -5976 sowie der E-Mail-Adresse hochwasserhilfe@stadt-hagen.de eingerichtet.

Wer mit Sachspenden helfen möchte, wird dringend gebeten, sich zunächst mit seinem Angebot und Daten zur Kontaktaufnahme an die Anlaufstelle zu wenden.

Ganz ausdrücklich bedankt sich die Stadt bei allen Menschen, die mit Sachspenden helfen möchte. Eine Annahme von Sachspenden ohne vorherige Absprache ist aber nicht möglich. Die Koordinierung der Hilfsangebote übernimmt die Hagener Freiwilligenzentrale. Bei der Vielzahl der schon jetzt eingehenden Hilfsangebote bittet die Freiwilligenzentrale um Verständnis, dass die einzelnen Rückmeldungen gegebenenfalls etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Helfende Hände und technische Hilfe

Wer tatkräftig vor Ort mithelfen oder technische Hilfe mit Baufahrzeugen, Lastwagen oder ähnlichem leisten möchte, kann sich per E-Mail an den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) unter E-Mail notlage@wbh-hagen.de wenden.

Spendenkonto für Geldspenden

Die Stadt Hagen hat für Geldspenden ein Spendenkonto eingerichtet. Wer die Betroffenen finanziell unterstützen möchte, kann die Summe unter dem Verwendungszweck „Hochwasser Hagen“ an IBAN DE 2345 0500 0101 0000 0444 überweisen. Es werden noch Hilfsorganisationen ausgewählt, die sich um die Verteilung der Spenden an die vom Hochwasser betroffenen Hagenerinnen und Hagenern kümmern.

Kostenlose Entsorgung von Sperrmüll und Elektroschrott

Der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) führt auch weiterhin die kostenlose Sammlung für Sperrmüll und Elektroschrott durch. Die Stadt Hagen bittet im Rahmen der Nachbarschaftshilfe darum, dass Bürgerinnen und Bürger sich mit ihren betroffenen Nachbarn in Verbindung setzen und zum Beispiel bei der Verladung des Sperrmülls und Elektroschrotts in die Container unterstützen.

Der HEB bittet noch einmal um Verständnis und Geduld, dass leider nicht alle Bereiche gleichzeitig angefahren werden können. Die Aktion wird auch am heutigen Sonntag, 18. Juli, und darüber hinaus fortgesetzt und läuft jeweils ab 6 Uhr morgens bis in den Abend hinein.

Geröll, Gestein und Schutt können die Bürgerinnen und Bürger von ihren Grundstücken an die Straße räumen. Die Stadt bittet darum, Gehwege, Straßen und Gullideckel frei zu halten.

Stromversorgung weitgehend wiederhergestellt

17. Juli 2021

Im Netzgebiet der Enervie sind die vom Starkregen und Hochwasser geschädigten Gebiete fast vollständig wieder am Stromnetz. Der Netzbetreiber arbeitet mit Hochdruck auch am Wochenende weiter daran, auch die vorsorglich abgeschalten Ortsnetzstationen in den bislang am schwierigsten zugänglichen Bereichen wieder an das Netz zu bringen. Gas und Trinkwasser sind im Enervie-Netzgebiet zu 100 Prozent verfügbar.

In Hagen sind von den 80 abgeschalteten Stationen (von insgesamt 1.400) über die Hälfte wieder am Netz. Die Techniker können sich nun auch um die in der Innenstadt liegenden Stationen kümmern, in denen das Wasser jetzt erst abgepumpt werden konnte.

Container für Sperrmüll und Elektroschrott

17. Juli 2021

Kostenlose Sammelaktion in Überflutungsgebieten

Das Unwetter und seine Folgen hat Hagen schwer getroffen. Viele Keller und Wohnungen sind vollgelaufen und unzähliges Mobiliar wurde zerstört. Um die betroffenen Personen zu unterstützen, bietet der HEB seit Freitag, 16. Juli 2021, eine kostenlose Sammelaktion für Sperrmüll und Elektroschrott an.

Der HEB ist in den kommenden Tagen und ab 6 Uhr bis in den Abend hinein an mehreren Standorten in den vom Unwetter betroffenen Gebieten unterwegs. Die Gegenstände können dann direkt bei den Mitarbeitenden des HEB in den Containern und Sperrmüllwagen entsorgt werden. Der HEB bittet darum, Elektroschrott und Sperrmüll getrennt voneinander zu entsorgen und keine Farben, Lacke oder ähnlichen Sondermüll in die Behälter zu werfen.

Derzeit können die Gegenstände in diesen Bereichen entsorgt werden:

  • Hohenlimburg Wesselbach
  • Hohenlimburg Obernahmer
  • Holthausen

Der HEB bittet um Verständnis, dass nicht alle Bereiche gleichzeitig angefahren werden können. Die Mitarbeitenden sind mobil unterwegs. Über seine Kanäle wird der HEB Updates veröffentlichen und die Öffentlichkeit informieren, wenn auch weitere Bereiche angefahren werden.

Bitte beachten: Aufgrund des anhaltenden Stromausfalls ist das Kundenbüro des HEB leider weder telefonisch noch per Mail zu erreichen. Der HEB bittet um Verständnis, dass die Anlieferung an der Müllverbrennungsanlage aus pandemischen und organisatorischen Gründen weiter nur mit Online-Termin möglich ist.

Aktuelle Infos finden Interessierte auf der Internetseite des HEB unter www.heb-hagen.de.

Notunterkünfte können schließen

16. Juli 2021

Die Notunterkünfte in der Ischeland-Halle und der Aula des Theodor-Heuß-Gymnasiums müssen keine weitere Notversorgung leisten. Die wenigen verbliebenen Personen wurden durch die Stadt Hagen notfallmäßig untergebracht.

Für Personen, die sich aufgrund des Hochwassers in einer dringenden Notfallsituation befinden und keine Unterkunft mehr haben, steht die zentrale Fachstelle für Wohnraumsicherung der Stadt Hagen zur Verfügung. Betroffene erreichen die Hilfestelle unter Telefon 02331/207-2727 oder unter 02331/207-5865.


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