Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Coronaregeln: Seit Montag 500 Platzverweise

28. März 2020

113 Einsatzstellen, rund 500 Platzverweise und über 100 Ordnungswidrigkeiten: Seit vergangenen Montag (23. März) kontrolliert das Ordnungsamt der Stadt Hagen mit Hochdruck die neuen Ausgangs- und Ansammlungsregeln im gesamten Stadtgebiet. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hatte das Land Nordrhein-Westfalen einen neuen Erlass auf den Weg gebracht.

Der Kontrolldruck zahlt sich aus: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Außendienstes erteilten am Montag 159 und am Dienstag 217 Platzverweise. Zum Wochenende hin musste das Ordnungsamt nur noch rund 50 Platzverweise aussprechen.

„Seit zwei Tagen werten wir jeden Platzverweis als Ordnungswidrigkeit. Somit können wir alle Vorfälle mit einer Geldbuße ahnden“, sagt Thomas Lichtenberg, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit, Verkehr, Bürgerdienste und Personenstandswesen, und erläutert den Rückgang der Verstöße weiter: „In Zusammenarbeit mit dem städtischen Quartiersmanagement haben Sprachmittler die Kollegen bei einigen Kontrollen begleitet – das ist unheimlich hilfreich, wenn wir auf Sprachbarrieren stoßen.“

Auch die Gewerbetreibenden in Hagen haben die neuen Regeln mittlerweile verinnerlicht, hier sind kaum noch Verstöße festzustellen. Für das bevorstehende Wochenende sind erneute Einsätze mit erhöhtem Personal geplant.

Kinderklinik im AKH ab morgen wieder geöffnet

26. März 2020

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Agaplesion Allgemeines Krankenhaus (AKH) ist ab dem morgigen Freitag, 27. März, wieder für Patienten geöffnet. Auch der kinder- und jugendärztliche Notdienst findet, wie gewohnt, in der Kinderklinik statt.

Da eine an Corona erkrankte Person aus einer anderen Stadt in Kontakt zum AKH stand, wurde die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Die Inkubationszeit läuft heute ab.

Für den Notdienst gelten die gewohnten Sprechzeiten mittwochs von 15 bis 17 Uhr, samstags, sonn- und feiertags von 9.30 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und kann mittwochs und freitags von 14.30 bis 17 Uhr, samstags, sonn- und feiertags von 9.15 bis 12 Uhr sowie 14.30 bis 17 Uhr unter Telefon 02331/3520006 erfolgen.

Coronavirus: Zweiter Todesfall in Hagen

26. März 2020

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Hagen ein zweiter Patient am Donnerstag (26. März) gestorben. Der Mann war über 80 Jahre alt und schwer vorerkrankt. Insgesamt sind aktuell 44 Hagenerinnen und Hagener am Coronavirus erkrankt, es gibt neun Gesundete, zwei Verstorbene und 252 Verdachtsfälle.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Hagen gibt es auf der städtischen Internetseite www.hagen.de/corona und auf den offiziellen Social Media-Kanälen der Stadt Hagen. Informationen zum Virus allgemein gibt es auf der Homepage des Robert Koch-Institutes www.rki.de/faq-ncov und auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.infektionsschutz.de.

Erweiterte Anrufzeiten für Corona-Fragen

26. März 2020

Corona-Zahlen für Hagen am 24.03. Grafik: Stadt Hagen

In Zeiten von Corona besteht auch bei den Hagenerinnen und Hagenern ein erhöhter Informationsbedarf. Daher ist ab sofort auch „Hagen Direkt“, die Telefonhotline der Stadt Hagen, unter 02331/207-5000 montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Die Kolleginnen und Kollegen von „Hagen direkt“ nehmen alle allgemeinen Fragen rund um das Thema Coronavirus entgegen und leiten die Anrufer bei Bedarf an die jeweiligen Fachämter weiter. Die bekannte Hotline des Gesundheitsamtes 02331/207-3934 sollten Anrufer nur bei medizinischen Fragen – zum Beispiel wenn sie befürchten, am Coronavirus erkrankt zu sein – wählen. Auch das Gesundheitsamt ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr telefonisch erreichbar.

Maikundgebung abgesagt

24. März 2020

DGB Hagen: Solidarisch ist man nicht alleine

Stellungnahme von Stefan Marx, Vorsitzender DGB Stadtverband Hagen:

„Im Moment gibt es nur noch ein Thema: Corona. Das ist verständlich, ist die Situation doch für uns alle neu und wirkt zunehmend bedrohlicher. Jetzt gilt es aber, nicht in Panik zu verfallen. Die Stärke der Gewerkschaften war immer, auch in schwierigen Situationen klug, besonnen und flexibel zu reagieren.

Die Corona-Pandemie bedeutet ein Leben im Ausnahmezustand: Viele Menschen können nicht zum Arbeitsplatz, unsere Kinder nicht in die Schulen und Kitas, wir sehen unsere Verwandten nicht mehr, unsere Freundinnen und Freunde, unsere Kolleginnen und Kollegen. Viele sorgen sich um ihre Existenz.

Was wir jetzt brauchen ist Vertrauen, Geduld und vor allem: Solidarität und Verantwortungsbewusstsein. Wir müssen uns bewusst machen, dass es nicht nur um uns selber geht, sondern wir alle unseren Beitrag leisten müssen, um das Gesundheitssystem zu entlasten und unsere Mitmenschen zu schützen.

Auch wir Gewerkschaften sehen uns aktuell mit einer neuen Situation konfrontiert, die uns alle extrem fordert. Wir wissen aber auch, wieviel Solidarität bewirken kann. Die Gewerkschaften haben ihre Kraft und Durchsetzungsfähigkeit schon immer aus dem Füreinander-Einstehen der Vielen bezogen. So haben sie für mehr Gerechtigkeit gesorgt und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erkämpft. Darum geht es auch heute wieder: Auch jetzt können und müssen wir solidarisch Leben retten. Wir können Verantwortung übernehmen. Für uns, und für alle anderen.

Heute aber gilt es erst einmal jenen zutiefst zu danken, die uns tagtäglich – mit hohem Risiko für die eigene Gesundheit – vor dem Virus schützen, unsere Versorgung gewährleisten und die öffentliche Sicherheit aufrechterhalten. Wir müssen sie unterstützen, wo immer möglich! Ob Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, die Kassiererinnen und Kassierer im Supermarkt, die Einsatzkräfte bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, die Beschäftigten bei Ver- und Entsorgungsdiensten, LKW- und Bus-Fahrerinnen und -Fahrer oder das Zugpersonal – sie alle verdienen unseren Respekt und unsere Solidarität. Wir alle müssen uns jetzt dafür einsetzen, dass ihre Arbeit angemessen gewürdigt wird und sie anständige Arbeitsbedingungen haben – und das auch nach dem Ende der Pandemie.

Die Solidarität, die die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus uns allen abverlangt, zwingt uns auch zu einer historisch einmaligen Entscheidung. Schweren Herzens müssen wir die 1. Mai Kundgebungen und Demonstrationen dieses Jahres leider absagen. Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten!

Wir werden den „Tag der Arbeit“ in diesem Jahr zwar nicht auf der Straße und im Volkspark in Hagen und vielen anderen Städten begehen können, aber wir arbeiten mit Hochdruck daran Möglichkeiten zu finden, wie wir unsere Themen, Anliegen und Interessen in die Öffentlichkeit tragen können. Gerade in diesen Tagen wird mehr als deutlich, dass wir wieder über den Wert von Arbeit und Solidarität diskutieren müssen.“

Erster Coronainfizierter in Hagen verstorben

24. März 2020

In der Nacht auf Dienstag (24. März) ist erstmalig ein mit dem Coronavirus infizierter Hagener gestorben. Der 81-jährige Patient wurde vergangenen Mittwoch (18. März) positiv auf das Virus getestet. Aufgrund einer Vorerkrankung verlief die Krankheit bei ihm schwerwiegend. Zuletzt war er im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) auf der Intensivstation untergebracht und wurde beamtet.

In Hagen befinden sich zurzeit drei am Virus erkrankte Personen auf der Intensivstation im AKH, zwei davon werden beatmet. Darüber hinaus sind vier weitere Personen stationär im Krankenhaus auf der Isolierstation untergebracht. In den meisten Fällen weisen Patienten auch in Hagen nur leichte oder mittlere Symptome auf und können sich ohne Schwierigkeiten zu Hause auskurieren. Aufgrund der wenigen stationären Fälle weisen die Hagener Krankenhäuser nach wie vor gute Kapazitäten auf.

Insgesamt sind inzwischen 46 Hagenerinnen und Hagener am Coronavirus erkrankt, es gibt drei Gesunde und 235 Verdachtsfälle. Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen ist für wichtige Fragen unter der Hotline 02331/207-3934 montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Die Stadt Hagen bittet ihre Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich darum, die Hotline nur in dingenden Fällen anrufen, um eine Überlastung zu vermeiden.

Entwicklung der Corona-Fälle in Hagen

24. März 2020

Das Gesundheitsamt der Stadt hat eine Übersicht erstellt, aus der sich die Entwicklung der Corona-Fälle in Hagen seit Ausbruch der Seuche ablesen lässt.

In den letzten Tagen ist die Kurve leicht abgeflacht. Ob das als erstes Anzeichen für einen etwas optimistischeren Blick in die Zukunft gedeutet werden kann, bleibt allerdings abzuwarten.

Nachgewiesene Infizierungen und Verdachtsfälle. Grafik: Stadt Hagen

Notbetreuung in Kitas und Schulen

24. März 2020

Jetzt auch am Wochenende und in den Ferien

Für Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufsgruppen hat die Stadt Hagen in den jeweiligen Kitas oder Tagespflegestellen eine Notbetreuung in kleinen Gruppen organisiert. Ein entsprechendes Betreuungsangebot wird auch an den Schulen für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 sichergestellt. Diese Notbetreuung ist jetzt vom Land NRW auf das Wochenende sowie die Osterferien 2020 ausgeweitet worden.

Darüber hinaus können Eltern, auch Alleinerziehende, die nachweislich in Berufen im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig sind, künftig unabhängig von der beruflichen Situation des Partners oder des anderen Elternteils die Notbetreuung nutzen, sofern eine eigene Betreuung nicht gewährleistet werden kann.

Die Betreuung können auch jene Eltern in Anspruch nehmen, die bislang keinen Kita- oder OGS-Platz für ihr Kind hatten. Diese Eltern müssen sich, wenn sie die Notbetreuung in Anspruch nehmen möchten, bis Mittwoch, 25. März, unter Telefon 02331/207-4441 (Kita) oder bei der jeweiligen Schule melden.

Alle Eltern müssen grundsätzlich eine Bestätigung des Arbeitgebers vorlegen, dass sie einer systemrelevanten Berufsgruppe angehören. Für die Betreuung am Wochenende ist ein zusätzlicher Nachweis des Arbeitgebers nötig, dass die Betreuung notwendig ist.

Rechtsverordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen

24. März 2020

Seit gestern (23. März) gilt in Nordrhein-Westfalen eine Rechtsverordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen, welche das Land NRW – nach einer Telefonkonferenz zwischen der Bundesregierung und den Landesregierungen – erlassen hat. Die dortigen Regelungen sind größtenteils identisch mit jenen, welche der städtische Krisenstab am Sonntag beschlossen hat.

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaSchVO) vom 22. März 2020

Coronavirus: Neue Regelungen bei Trauungen

23. März 2020

Das Standesamt der Stadt Hagen nimmt bis auf weiteres keine neuen Termine für Trauungen an. Bereits vereinbarte Termine werden zwar noch durchgeführt, aber zugelassen sind neben dem Brautpaar nur noch die Trauzeugen.

300 Platzverweise am Samstag

22. März 2020

Ordnungsamt kontrolliert hinsichtlich neuer Allgemeinverfügung

Seit vergangener Woche gelten im Hagener Stadtgebiet aufgrund der Coronapandemie besondere Regelungen zur Schließung von Einzelhandel und Restaurants. Das Hagener Ordnungsamt hat mit verstärkten Einsatzkräften zahlreiche Betriebe am Wochenende bezüglich der Einhaltung der Regeln kontrolliert.

Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im gesamten Hagener Stadtgebiet unterwegs: Allein am Samstag wurden 300 Platzverweise erteilt, 50 Gewerbeobjekte wie Nagelstudios, Massagestudios oder Geschäfte für Hochzeitsmode mussten geschlossen und teilweise versiegelt werden. In zehn Fällen kam es zur Anzeige einer Ordnungswidrigkeit.

Der Inhaber einer Imbissbude in Altenhagen musste tief in die Tasche greifen: Da er sich trotz wiederholter Aufforderung nicht an die beschränkten Öffnungszeiten gehalten hatte, erhob das Ordnungsamt ein Bußgeld von 500 Euro gegen ihn. Auch in den nächsten Tagen hält das Ordnungsamt der Stadt Hagen den Kontrolldruck aufrecht – besonders mit Inkrafttreten der neuen Allgemeinverfügung.

Hagen: Zahl der Coronafälle steigt auf 42

22. März 2020

Krisenstab tagt – neue Ausgangs- und Ansammlungsregeln

Die Zahl der Coronafälle in Hagen hat sich auf mittlerweile 42 erhöht. In seiner Sitzung am heutigen Nachmittag hat der Krisenstab der Stadt Hagen unabhängig von den Abstimmungen zwischen Bund und Ländern, die für heute Abend angesetzt sind, nachfolgende Regelungen für Hagen beraten, die mittels Allgemeinverfügung ab Montag, 23. März, in Kraft gesetzt werden.

Ausgangs- und Ansammlungsregeln

Ansammlungen von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel sind in Hagen untersagt – ausgenommen sind Personen, die sich in häuslicher Gemeinschaft befinden wie Familien oder dauerhafte Wohngemeinschaften. Das Verbot gilt ausdrücklich sowohl für den öffentlichen, als auch für den privaten Raum – beispielweise auf Campingplätzen, Kleingärten oder vergleichbaren Anlagen. Eine Ausnahme stellt die unvermeidbare Zusammenkunft bei der Erledigung von Besorgungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (z.B. Warteschlange) oder die Zusammenkunft aus zwingenden beruflichen Gründen dar.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben und das Haus nur aus triftigem Grund zu verlassen. Triftige Gründe sind der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe sowie Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfedienstleistungen für Andere, Besuch der/des Lebenspartners/in sowie Sport und Bewegung alleine oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt.

Speisegaststätten und Friseure müssen schließen

Entgegen der bisherigen Regelung, dass Speisegaststätten zwischen 6 und 15 Uhr geöffnet sein dürfen, müssen auch die Speisegaststätten schließen. Die Stadt Hagen empfiehlt allen Restaurants und Speisegaststätten, Lieferdienste einzurichten. Die HAGEN.Agentur bündelt alle Lieferangebote auf http://www.hagenliefert.de. Restaurants können sich hier unkompliziert eintragen.

Abholdienste sind nur zulässig, wenn das Essen nach vorheriger telefonischer Bestellung abgeholt wird, um Menschenansammlungen vor oder in den Lokalitäten zu vermeiden. Hierbei müssen feste Abholzeiten vereinbart werden, um Menschenansammlungen auszuschließen. Die Betriebe sind geschlossen zu halten und dürfen nur kurz zur Warenausgabe geöffnet werden. Auch Imbissbetriebe, in denen Speisen zum Sofort-Verzehr angeboten werden (Pommes-, Bratwurst- oder Dönerläden), müssen sich an diese Regelung für Abholdienste halten. Hiervon ausgenommen sind Drive-In-Betriebe oder Mischbetriebe (beispielsweise „Wurst-König“ oder „Nordsee“), sofern diese Produkte verkaufen, die nicht sofort verzehrfähig sind. Letztere werden als Lebensmittelbetriebe verstanden.

Außerdem müssen alle Friseurbetriebe schließen.

Heimleitung darf Alten- und Pflegeheime schließen

Die Stadt Hagen weist ausdrücklich darauf hin, dass die vorab verfügte Besuchsregelung von maximal einer Person pro Bewohner am Tag für Alten- und Pflegeheime eine Maximalbestimmung beschreibt. Die Heimleitung darf in eigener Verantwortung ein vollständiges Besuchsverbot aussprechen.

Freier Zugang zu rund 100 Westfalen-Filmen

22. März 2020

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) möchte allen Menschen in Westfalen in dieser Zeit ein Stück westfälischer Kultur nach Hause liefern. Darum stellt das LWL-Medienzentrum ab heute sämtliche Filme im Download-Bereich seines Westfalen-Medien-Shops frei zur Verfügung.

Das Angebot umfasst rund 100 Dokumentationen, Kurzfilme und Reportagen zur Region und Geschichte Westfalens. Damit reagiert der LWL darauf, dass das Corona-Virus auch in der Region Westfalen das öffentliche und private Leben einschränkt. Museen und Kinos werden geschlossen, Theateraufführungen und Konzerte abgesagt. Weite Teile des kulturellen Lebens kommen erst einmal zum Erliegen.

Interessierte finden hier das gesamte Filmangebot: http://westfalen-medien-shop.lwl.org/download-medien/

Beispiele:

Das Folkwang-Projekt. Der Hagener Museumsgründer Karl Ernst Osthaus.

Weimar im Westen. Politische Neuanfänge, soziale Fortschritte und kultureller Aufbruch gehen mit sozialen Konflikten und extremer Gewalt einher. Wie kann man sich diese turbulente Zeit vorstellen? Wie verlief sie in Westfalen und im Rheinland?

Schule unterm Hakenkreuz. Zeitgenössische Filmaufnahmen aus der Martin-Luther-Schule Plettenberg.

Die Ruhr. Ein Film von Fritz Dubbert 1936/37.

Auf ins Ruhrgebiet! Jugendliche Arbeitsmigranten in den 1950er Jahren.

Neue Coronafälle in Hagen

21. März 2020

In Hagen sind weitere Personen an Corona erkrankt. Nach Angaben der Verwaltung sind inzwischen 36 Menschen betroffen.

Zulassungsstelle reduziert Dienstleistungen weiter

21. März 2020

Die Zulassungsstelle der Stadt Hagen passt ab kommenden Montag, 23. März, ihre Dienstleistungen weiter den Gegebenheiten aufgrund Bewältigung der Corona-Pandemie an und beschränkt ihr Angebot auf nachfolgende Vorgänge.

Für Privatpersonen sind weiterhin nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache folgende Dienstleistungen möglich:

• Hagener Außerbetriebsetzungen

• Zulassungen von LKW, Krankenfahrzeugen, Feuerwehrfahrzeugen, etc.

Für Händler findet eine Abgabe der Vorgänge zwischen 8 und 9 Uhr statt. Nicht bearbeitet werden externe Außerbetriebsetzungen, Leerbriefe und Tageszulassungen.

Zulassungen sind ausschließlich mit schriftlicher Begründung über die Dringlichkeit oder Unabweisbarkeit der Zulassung (zum Beispiel für den Arbeitsweg mit Bestätigung des Arbeitgebers, zur Pflege von Angehörigen, Notwendigkeit für die Erledigung der Grundvorsorge) möglich. Es besteht kein Anspruch auf Zulassung am gleichen Tag.

Corona: Stadt erhöht Präsenz und verhängt Bußgelder

20. März 2020

Geschäftsinhaber und Bürger widersetzen sich wiederholt den aktuellen Allgemeinverfügungen der Stadt Hagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Daher erhöht das Ordnungsamt seine Präsenz deutlich – auch am kommenden Wochenende.

Gruppen, die sich offensichtlich für eine Zusammenkunft zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen oder in Parks verabredet haben, werden aufgelöst und ein Bußgeld von mindestens 150 Euro verhängt. Die Stadt weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass seit 13. März alle Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet untersagt sind.

Inzwischen sind einige Geschäftsinhaber mehrfach dadurch aufgefallen, dass sie sich nicht an die angeordnete Schließung halten. Ab sofort werden bei der Feststellung eines Verstoßes Bußgelder bis zu einem vierstelligen Betrag verhängt. Zudem droht bei wiederholten Verstößen die Versiegelung der Räume.

Coronavirus: Reduzierung der Kundenströme

19. März 2020

Bei allen geöffneten Geschäften im Sinne der Allgemeinverfügung der Stadt Hagen wird entgegen der dortigen Vorschrift unter Ziffer 11 eine Registrierung der Kunden nicht mehr gefordert. So soll eine Ansteckungsgefahr in Warteschlangen vermieden werden. Vielmehr sollten die Ladenbetreiber darauf achten, dass pro 250 Quadratmeter Verkaufsfläche nicht mehr als 20 Kunden Einlass finden.

Der Zugang zu Einkaufszentren ist nur gestattet, wenn sich dort Geschäfte befinden, die geöffnet bleiben dürfen. Weitergehende Aufenthalte in den Zentren, als diese Geschäfte aufzusuchen, sind untersagt.

Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten, Apotheken sowie Geschäften des Großhandels ist bis auf weiteres auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr gestattet; dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag.

Coronavirus: Zahl der Erkrankten steigt auf 28

19. März 2020

Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen in Hagen ist am Donnerstag auf 28 Fälle angestiegen.

Bei den meisten Betroffenen handelt es sich um Rückkehrer aus Risikogebieten – oftmals Österreich –, deren Testergebnisse im Laufe des Tages eingegangen sind. Die Patienten weisen nur leichte oder mittlere Krankheitssymptome auf. Das Gesundheitsamt ermittelt alle Kontaktpersonen und leitet weitere Maßnahmen wie häusliche Isolation ein.

Alle Hagenerinnen und Hagener sind dringend dazu aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte zu vermeiden, damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird und die Hagener Krankenhäuser handlungsfähig bleiben.

Theater Hagen stellt Atemschutzmasken her

19. März 2020

Die Kostümabteilung des Theaters Hagen stellt derzeit 1.000 Atemschutzmasken für das Krankhaus in Schwerte her (Foto: Theater). Der Kontakt ist über den Sohn einer der Schneiderinnen zustande gekommen, der in der Klinik arbeitet.

Die Mundschutze sind aus Baumwolle, wasch- bzw. kochbar und damit zum mehrfachen Gebrauch bestimmt. Diese Arbeit führt ein Teil der Schneiderinnen in Heimarbeit aus, wodurch für die Arbeitssituation in der Schneiderei vor Ort gewährleistet wurde, dass die dort Nähenden die Masken mit viel Abstand zueinander erstellen können. „So fühlt sich jeder sicher, wir können helfen und es geht irgendwie weiter, bis wir wieder an den Kostümen für unsere Produktionen mit allen dafür notwendigen Beteiligten arbeiten können“, berichtet die Leiterin der Kostümabteilung, Christiane Lutz.

Corona: Zahl der Erkrankten steigt auf 21

18. März 2020

Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen in Hagen ist am Mittwochabend auf 21 Fälle angestiegen. Bei den meisten Betroffenen handelt es sich um Rückkehrer aus Risikogebieten – oftmals Österreich –, deren Testergebnisse heute Abend eingegangen sind. Nur in ganz wenigen Fällen haben sich Personen untereinander angesteckt.

Ein Großteil der Patienten weist nur leichte oder mittlere Krankheitssymptome auf. Zwei schwererkrankte Personen sind stationär auf der Isolierstation im Agaplesion Allgemeines Krankenhaus (AKH) untergebracht. Das Gesundheitsamt ermittelt alle Kontaktpersonen und leitet weitere Maßnahmen wie häusliche Isolation ein.

Alle Hagenerinnen und Hagener sind dringend dazu aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte zu vermeiden, damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird und die Hagener Krankenhäuser handlungsfähig bleiben.

Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen ist für wichtige Fragen unter der Hotline 02331/207-3934 montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Die Stadt Hagen bittet ihre Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich darum, die Hotline nur in dingenden Fällen anrufen, um eine Überlastung zu vermeiden. Die Leitung ist zwischenzeitlich so ausgelastet, dass Anrufer nicht durchkommen.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Hagen gibt es auf der städtischen Internetseite und auf den offiziellen Social Media-Kanälen der Stadt Hagen. Informationen zum Virus allgemein gibt es auf der Homepage des Robert Koch-Institutes www.rki.de/faq-ncov und auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.infektionsschutz.de.

Corona: Geschäft geht vor Gesundheit

18. März 2020

Der merkwürdige Umgang des Hagener Oberbürgermeisters mit den Weisungen der Landesregierung

„Es geht um Leben und Tod. So einfach ist. Und auch so schlimm.“ So charakterisierte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gestern auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf die Ausbreitung des Corona-Virus‘. Und er fügte hinzu: „Wir sehen auch, dass viele noch nicht die Botschaft verstanden haben.“

Damit könnte er u.a. den Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz gemeint haben. Dessen Umsetzung von Erlassen der Landesregierung auf örtlicher Ebene nährt den Verdacht, dass ihm das Hemd der Interessenvertretung bestimmter Geschäftsleute näher sitzt als der Rock des Gesundheitsschutzes der Hagener Bevölkerung.

So läuft der Betrieb der innerstädtischen Einkaufspaläste bislang ungebremst weiter, obwohl die Landesregierung bereits am Sonntag, den 15. März mit umittelbarer Wirkung am Montag, den 16. März per Erlass angeordnet hatte, dass der Zutritt zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „Shopping-Malls“ oder „Factory-out-lets“ nur zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sei.

Hagen ist hier offensichtlich ein rechtsfreier Raum: In den Verfügungen und sonstigen Veröffentlichungen der Stadt finden sich keinerlei entsprechende Anordnungen. Auch auf den Internet-Präsenzen von Volme- und Rathaus-Galerie werden weiterhin die regulären Öffnungszeiten ohne jegliche Einschränkung beworben.

Als weiterer Wirtschaftsbereich genießt auch die Hotelerie eine Sonderstellung seitens der Stadtverwaltung. Während die Landesregierung unmissverständlich angeordnet hat: „Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sind zu untersagen“, gibt die Stadt lediglich eine Pressemitteilung heraus, die zart daraufhinweist, dass der Zugang zu Hotels „für die Bewirtung von Übernachtungsgästen“ beschränkt werde, was sich eindeutig nur auf die Restaurantbereiche in den Übernachtungsbetrieben bezieht.

Ebenfalls fehlt die Anweisung an „sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes, (…) dass die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen zu treffen sind“, wie es der Erlass des Landes vorgegeben hat.

Alles Zufall? Wohl eher nicht. Der Ministererlass wurde sehr wohl gelesen und auch verstanden, wie sich an einem Beispiel zeigt. Die Einschränkungen bezüglich der „Shopping-Malls“ wurden u.a. deshalb von der Landesregierung verfügt, um zu vermeiden, dass sich Schülerinnen und Schüler nach den Schulschließungen seit Montag hier in größeren Gruppen versammeln.

Genau dieses Argument führt jetzt die Schulz-Verwaltung an, um die Schließung von Schulhöfen zu rechtfertigen. Eine Maßnahme, die die Landesregierung gar nicht angeordnet hat.

Krisenstab schließt Spielplätze und Schulhöfe

18. März 2020

Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor einer Infektion mit dem Coronavirus hat der Krisenstab der Stadt Hagen ab Mittwoch, 18. März, die Schließung aller Spiel- und Bolzplätze sowie der Schulhöfe für die Öffentlichkeit in Hagen beschlossen. Vor dem Hintergrund der geschlossenen Schulen und Kindergärten sollen so neue Treffpunkte für Kinder und Jugendliche verhindert werden.

Die Stadt Hagen weist alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich darauf hin, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, um Infektionsketten zu unterbrechen und eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Auch Cafés und Kneipen müssen schließen

18. März 2020

Ein Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW sieht aufgrund der Corona-Pandemie weitere Maßnahmen zur Reduzierung von sozialen Kontakten vor, welche die Stadt Hagen verspätet ab dem heutigen Mittwoch, 18. März, umsetzt. Der Ministererlass sah die Maßnahmen bereits seit Montag vor.

Insgesamt müssen jetzt folgende Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angebote geschlossen bleiben beziehungsweise deren Betrieb ist einzustellen: Bars (hierzu zählen auch Shi-Sha-Bars), Clubs, Kneipen, Cafés, Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks, Diskotheken, Spielhallen, Wettbüros, Internet-Cafes, Kulturvereine, Prostitutionsbetriebe, Theater, Kinos, Museen, Fitness-Studios, Schwimmbäder, Saunen, Bibliotheken, Angebote in Volkshochschulen, Musikschulen, in sonstigen öffentlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen, in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen, Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen) und Trödelmärkte.

Der Zugang zu Restaurants, Speisegaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen werden beschränkt. Diese Beschränkungen sehen eine Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, kein Thekenbetrieb, Mindestabstände zwischen Tischen von zwei Metern, pro Tisch nicht mehr als vier Personen sowie Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen vor. Die Öffnungszeiten sind von 6 bis 15 Uhr zu beschränken.

Weiterhin sind grundsätzlich alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt. Das schließt grundsätzlich auch Verbote für Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür und -vorsorge oder der Versorgung der Bevölkerung dienen.

Auch Versammlungen zur Religionsausübung müssen unterbleiben.

Zwei neue Coronafälle in Hagen

17. März 2020

Besondere Maßnahmen im Allgemeinen Krankenhaus

In Hagen sind zwei weitere Personen an Corona erkrankt. Bei den Betroffenen handelt es sich um eine Frau und einen Mann mittleren Alters, die nicht in Kontakt miteinander stehen. Insgesamt gibt es aktuell acht Coronapatienten in Hagen.

Eine erkrankte Person aus einer anderen Stadt steht in Verbindung zum Agaplesion Allgemeines Krankenhaus (AKH) in Hagen. In enger gemeinsamer Abstimmung des Gesundheitsamtes mit dem AKH wurden daher ab sofort folgende Maßnahmen ergriffen, die bis Donnerstag, 26. März, gelten:

  • Bereits am Vortag hatte das Krankenhaus unabhängig vom Coronafall ein Besuchsverbot bis auf weiteres ausgesprochen. Begleitpersonen sind nur in wenigen Ausnahmefällen (Gebärende/Kinder unter 14 Jahren/in triftigen medizinischen Gründen) gestattet.
  • Das Personal in sensiblen Krankenhausbereichen trägt präventiv einen Mundschutz.
  • Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin steht ab sofort unter Quarantäne, ein Aufnahmestopp wurde verhängt. Patienten der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die während der Quarantäne genesen, dürfen in die häusliche Isolation entlassen werden.
  • Der Notdienst der niedergelassenen Kinderärzte findet nicht mehr im AKH statt.

Das Gesundheitsamt ermittelt alle Kontaktpersonen und leitet zurzeit weitere Schritte wie zum Beispiel die Anordnung einer häuslichen Isolation für die Kontaktpersonen ein. Das AKH kann seinen Alltagsbetrieb, unter Auflage der oben genannten Maßnahmen wie gewohnt, aufrechterhalten.

Notfallsprechstunde für Kinder in der Grünstraße

Der Notdienst der Kinderärzte findet ab sofort im Haus des ärztlichen Notdienstes der Kassenärztlichen Vereinigung, Grünstraße 29, statt. Eine vorherige Anmeldung unter Telefon 02331/339897 ist dringend erforderlich. Es gelten die gewohnten Sprechzeiten mittwochs von 15 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 9.30 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr. Der Notdienst läuft verbindlich weiter, jedes Kind wird versorgt.

Hotline nur bei dringenden Fragen kontaktieren

Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen ist für wichtige Fragen unter der Hotline 02331/207-3934 montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Die Stadt Hagen bittet ihre Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich darum, die Hotline nur in dingenden Fällen anrufen, um eine Überlastung zu vermeiden. Die Leitung ist zwischenzeitlich so ausgelastet, dass Anrufer nicht durchkommen.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Hagen gibt es auf der städtischen Internetseite www.hagen.de und auf den offiziellen Social Media-Kanälen der Stadt Hagen. Informationen zum Virus allgemein gibt es auf der Homepage des Robert Koch-Institutes www.rki.de/faq-ncov und auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.infektionsschutz.de.

Schienennahverkehr weiterhin sichergestellt

16. März 2020

Zweckverbände, Eisenbahnunternehmen und NRW-Verkehrsministerium haben heute über die Auswirkungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beraten. Entgegen anderslautenden Pressemeldungen gibt es in NRW aktuell flächendeckend keine grundsätzlichen Einschränkungen im Betrieb von S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresszügen.

Sofern es zu Ausfällen durch Krankheit oder aus Gründen der Kinderbetreuung sowie des Infektionsschutzes kommen sollte, wird das Angebot kurzfristig angepasst werden müssen.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass von den zuständigen Behörden eine Reduzierung des Bahnverkehrs angeordnet wird, wird gemeinsam mit Zweckverbänden und Eisenbahnunternehmen ein Grundfahrplan zur Aufrechterhaltung des Nahverkehrs erarbeitet.

Um der weiteren Verbreitung des Virus entgegenzuwirken, werden die Pendler gebeten, auf unnötige Fahrten zu verzichten. Wer kann, sollte zudem Reisen auf die Zeit nach neun Uhr verlegen, um die Stoßzeiten insbesondere für in kritischer Infrastruktur Tätige wie medizinisches Personal, Polizei oder Mitarbeiter des Lebensmitteleinzelhandels zu reservieren.

Feuerwehr: Einschränkungen der Servicedienstleistungen

16. März 2020

Um die Arbeitsfähigkeit der Feuerwehr Hagen sicherzustellen, kommt es ab sofort zu Einschränkungen im Bereich ihrer Servicedienstleistungen. Damit folgt die Stadt Hagen den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI), die unter anderem vorsehen, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Folgende Bereiche sind von den Einschränkungen betroffen:

• Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung

• Brandschutzhelferausbildung

• Unterweisungen von Unternehmen

• Allgemeine Beratungen

• Öffentliche Termine

• Besuche und Führungen auf den Wachen und der Gerätehäuser

Weiterhin werden alle Bürgerinnen und Bürger, die nicht Mitglied der Feuerwehr sind, gebeten, die Feuer- und Rettungswachen sowie die Gerätehäuser der Feuerwehr Hagen nicht mehr zu besuchen. Besteht ein notwendiger Grund, eine Einrichtung der Feuerwehr aufzusuchen, sind die Verhaltenshinweise an den Eingängen der Gebäude strikt zu befolgen.

Es kommt zu keinerlei Einschränkungen in den Bereichen Brandschutz, Technische Hilfeleistung und Notfallrettung.

Corona: Polizei reduziert Kontakte

16. März 2020

Da sich das Coronavirus derzeit weiter in Deutschland ausbreitet und die Situation sehr dynamisch ist, mussten nun umfangreiche Maßnahmen durch die Polizei Hagen getroffen werden: Kontakte zur Bevölkerung werden ab sofort auf ein notwendiges Maß reduziert.

So sind Präventionsveranstaltungen mit Gruppen bzw. Beratungsgespräche, Besucherführungen sowie Schülerpraktika bis auf weiteres nicht mehr möglich. Auch polizeiinterne Aus- und Fortbildungsmaßnahmen bzw. andere Veranstaltungen wurden alle abgesagt und dienstliche Besprechungen werden auf das Notwendigste – bei strenger Beachtung von Hygieneregeln – reduziert bzw. es wird auf technische Hilfsmittel ausgewichen.

Darüber hinaus werden Vernehmungen durch die Ermittlungsdienststellen – soweit möglich – vermieden und es wird auf schriftliche Anhörungen zurückgegriffen. Die Hagener Bezirksdienststellen sind weiterhin besetzt, aber für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Beamtinnen und Beamten sind aber zu ihren Bürozeiten telefonisch erreichbar. Eine aktuelle Übersicht der Bezirksbeamten öffnet sich unter folgendem Link: http://url.nrw/BDHagen

Selbstverständlich stehen die Polizeiwachen als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger weiterhin offen. Alle Beschäftigten sind allerdings darauf bedacht, nicht unbedingt notwendigen persönlichen Kontakt zu vermeiden.

Vieles lässt sich auch telefonisch oder über das Internet regeln. Die Hagener Polizei bittet daher die Bürgerinnen und Bürger darum, überwiegend von der Nutzung der Internetwache Gebrauch zu machen (https://polizei.nrw/internetwache), anstatt eine Wache aufzusuchen. Hier kann eine Strafanzeige erstattet werden und es können Hinweise gegeben werden.

Für telefonische Auskünfte ist das Polizeipräsidium Hagen unter einem Bürgertelefon unter der 02331 986 20 85 erreichbar. In einem Telefonat kann auch geklärt werden, ob ein persönliches Erscheinen auf einer Polizeidienststelle unbedingt notwendig ist. Für dringende Notfälle ist die Polizei in gewohnter Weise unter dem Notruf 110 rund um die Uhr erreichbar.

Rotlicht verlöscht

15. März 2020

Schließung von „Amüsierbetrieben“ und Auflagen für Einkaufszentren – Landesregierung beschließt weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie

In einer Kabinettsitzung hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen am Sonntag, 15. März 2020, weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Noch am Sonntag sollen durch Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales nahezu alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land eingestellt werden.

Bereits ab Montag müssen alle so genannten „Amüsierbetriebe“ wie zum Beispiel Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen und Kinos schließen. Eine gleiche Regelung ergeht für Prostitutionsbetriebe. Ab Dienstag ist dann auch der Betrieb von Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbädern sowie Saunen untersagt.

Der Zutritt zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „Shopping-Malls“ oder „Factory-out-lets“ soll nur zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sein – nicht zuletzt auch um zu vermeiden, dass sich Schülerinnen und Schüler nach den Schulschließungen ab Montag hier in größeren Gruppen versammeln.

Die Schließungen und Auflagen sollen unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von den Eigentumsverhältnissen gelten.

Damit die Versorgung mit Lebensmitteln, Bargeld, Bekleidung, Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs sichergestellt ist, bleiben, Banken, Einzelhandelsbetriebe, insbesondere für Lebens- und Futtermittel, Apotheken und Drogerien geöffnet. Bibliotheken, Restaurants, Gaststätten und Hotels sollen in ihrem Betrieb an strenge Auflagen gebunden werden, die eine Verbreitung des Corona-Virus verhindern.

Corona: Weitere Schließungen ab Montag

14. März 2020

Sämtliche städtische Angebote in Kultur-, Bildungs- und Jugendeinrichtungen werden ab Montag, 16. März, abgesagt, Einrichtungen wie Theater, Volkshochschule, Musikschule, Jugendzentren, Kulturzentren sowie Museen und das Stadtarchiv bleiben zunächst bis zu Sonntag, 19. April, geschlossen.

Somit entfallen erst einmal u.a. auch alle Vorstellungen im Kino Babylon; das AllerWeltHaus sagt den Jahresempfang am Fr., 20.3.2020 ab.

Ebenfalls ab 16. März schließt das Servicezentrum Sport alle städtischen Sportanlagen (Hallen und Plätze), so dass dort kein Trainings- oder Spielbetrieb stattfinden kann. Auch Schwimmbäder sind von der Regelung betroffen.

Allen Einrichtungen in freier Trägerschaft empfiehlt die Stadt Hagen ausdrücklich, sich diesem Vorgehen anzuschließen.

Absage sämtlicher Veranstaltungen im Theater

13. März 2020

Nach den neuesten Entwicklungen in Bezug auf das Corona-Virus muss die Theater Hagen gGmbH auf Anordnung des Oberbürgermeisters der Stadt Hagen mit sofortiger Wirkung nun leider alle Veranstaltungen zunächst bis einschließlich 18. April 2020 absagen, darunter auch Gastspiele, die Vorstellungen im Lutz, das Kammerkonzert, die Karfreitagsmatinee, Lesungen, Führungen und Workshops.

Tickets, die im Freiverkauf an der Theaterkasse oder bei einem Bürgeramt erworben wurden, können ab Mitte nächster Woche erstattet werden. Diesbezüglich bitte am besten per Telefon (02331 /207-3218) oder mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) an die Theaterkasse wenden. Tickets, die bei Eventim gekauft wurden, können an den bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Schulen und Kitas ab Montag geschlossen

13. März 2020

Die Schulen in Nordrhein-Westfalen werden durch das Vorziehen des Beginns der Osterferien ab sofort ab Montag bis zum 19. April 2020 geschlossen. Die Schulen werden aber am Montag und Dienstag für eine Betreuung von nicht betreuten Schülerinnen und Schülern sorgen. In den weiterführenden Schulen wird für die aktuellen Abschlussjahrgänge sichergestellt, dass geplante nötige Prüfungen abgelegt werden können.

Ebenfalls ab Montag dürfen Kinder im Alter bis zur Einschulung keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen oder „Kinderbetreuung in besonderen Fällen“ betreten. Die Eltern sind verpflichtet, ihre Aufgabe zur Erziehung der Kinder wahrzunehmen. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder die Kindertagesbetreuungsangebote nicht nutzen.

Allerdings müssen weiter Betreuungsmöglichkeiten für Kinder vorgesehen werden:

für Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal und weiteres Personal, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln,

für Eltern, die in Bereichen der öffentlichen Ordnung oder anderer wichtiger Infrastruktur arbeiten.

Coronavirus: Stadt Hagen untersagt alle Veranstaltungen im Stadtgebiet

13. März 2020

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, untersagt die Stadt Hagen ab sofort alle Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet. Private Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern gelten erstaunlicherweise als unkritisch, sofern sie nicht in einem öffentlichen Gebäude stattfinden.

Veranstaltungen können unter den Voraussetzungen, die der bekannten Checkliste auf http://www.hagen.de zu entnehmen sind, ausnahmsweise durch die Stadtverwaltung genehmigt werden. Diese Ausnahmeanträge müssen spätestens drei Werktage vor der Veranstaltung informell unter E-Mail veranstaltungsberatung@stadt-hagen.de eingehen.

Die Checkliste, die für jedwede Veranstaltung zugrunde zu legen ist, basiert auf Empfehlungen des Robert Koch Instituts (RKI). Für Großveranstaltungen mit mehr als 1000 zu erwarteten Teilnehmern muss die Checkliste nicht zugrunde gelegt werden, diese sind generell abzusagen oder zu verschieben oder dürfen – beispielsweise bei Sportereignissen – nur ohne Zuschauerbeteiligung durchgeführt werden.

Bei zulässigen Veranstaltungen sollten Veranstalter folgendes beachten: Genügend Handseife zur Verfügung stellen, auf Hygienemaßnahmen im Eingangsbereich hinweisen, für möglichst weit auseinander bestehende Bestuhlung sorgen oder Plätze frei lassen, Indoorveranstaltungen – falls möglich – nach draußen verlegen sowie möglichst eine namentliche Erfassung der Besucher vornehmen. Insgesamt empfiehlt die Stadt Hagen ihren Bürgerinnen und Bürgern, soziale Kontakte und private Treffen möglichst zu reduzieren.

Bürgerinnen und Bürger, die Nachfragen zu Veranstaltungen haben, wenden sich bitte direkt an den jeweiligen Veranstalter. Neben der Checkliste stehen Veranstaltern für Rückfragen auch Ansprechpartner unter der zentralen E-Mail-Adresse veranstaltungsberatung@stadt-hagen.de zur Verfügung.

Bitte unter der E-Mail-Adresse für Veranstaltungen keine allgemeinen Fragen zum Coronavirus stellen. Für Fragen besorgter Bürgerinnen und Bürger ist das Gesundheitsamt der Stadt Hagen weiterhin unter der bekannten Hotline 02331/207-3934 montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Hagen gibt es auf der städtischen Internetseite http://www.hagen.de und auf den offiziellen Social Media-Kanälen der Stadt Hagen. Informationen zum Virus allgemein gibt es auf der Homepage des Robert Koch-Institutes www.rki.de/faq-ncov und auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.infektionsschutz.de.

Bitte hinten einsteigen

13. März 2020

Hagener Straßenbahn sperrt Vordereinstieg in Bussen

Ab Samstag, den 14. März 2020, bleibt die vordere Tür bei allen Bussen der Hagener Straßenbahn bis auf weiteres geschlossen. Ein Fahrscheinerwerb beim Fahrer ist damit nicht mehr möglich – der Fahrerbereich wird entsprechend abgesperrt.

So soll die Wahrscheinlichkeit der Übertragung des Coronavirus für Fahrpersonal und Fahrgäste minimiert werden.

Hierdurch ist die Ticketpflicht selbstverständlich nicht aufgehoben. Das Verkehrsunternehmen bittet seine Fahrgäste, vor Fahrtantritt das Ticket anderweitig zu erwerben, z.B. über die HST-App, in den KundenCentern oder auch in den bekannten Vorverkaufsstellen.

Geldbußen bis zu 50.000 Euro

12. März 2020

Coronavirus: Checkliste für Veranstalter

Muss ich meine Veranstaltung absagen oder kann ich sie durchführen? Diese Frage beschäftigt zurzeit viele Veranstalter. Für das Hagener Stadtgebiet wird diese jetzt eindeutig anhand einer Checkliste beantwortet, die ab sofort auf der städtischen Internetseite (direkt zur Checkliste) abrufbar ist. Die Checkliste, die für jedwede Veranstaltung zugrunde zu legen ist, basiert auf Empfehlungen des Robert Koch Instituts (RKI).

Insgesamt neun Fragen sind zu beantworten. Unter anderem die Anzahl der Teilnehmer, wie lange diese sich auf der Veranstaltung aufhalten oder wie hoch der Anteil älterer Menschen (ab 60 Jahre) ist. Die jeweiligen Antworten werden nach ihrem Risikofaktor unterschiedlich hoch bewertet. Diese Bewertung erfolgt nach einem einfachen Punkteschema. Bei 11 oder weniger Punkten kann die Veranstaltung stattfinden, ab 12 Punkten muss die Veranstaltung abgesagt werden.

Sollte die Stadt Hagen von einer Veranstaltung Kenntnis erlangen, die hätte abgesagt werden müssen, wird diese sofort beendet und eventuell auch unter Zuhilfenahme der Polizei geräumt. Veranstaltern drohen bei Zuwiderhandlung Geldbußen bis zu 50.000 Euro. Zudem handelt es sich um einen Straftatbestand und es können sich Schadensersatzansprüche durch Teilnehmer ergeben.

Für Großveranstaltungen mit mehr als 1000 zu erwarteten Teilnehmern muss die Checkliste nicht zugrunde gelegt werden, diese sind generell abzusagen oder zu verschieben oder dürfen – beispielsweise bei Sportereignissen – nur ohne Zuschauerbeteiligung durchgeführt werden.

FernUniversität sagt Prüfungen und Veranstaltungen ab

12. März 2020

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sagt die FernUniversität in Hagen von Freitag, 13, März, bis einschließlich 19. April, alle öffentlichen Veranstaltungen ebenso ab wie Klausuren und Prüfungen, die eine Anwesenheit von Studierenden erfordern.

Die Hochschulleitung möchte dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Zudem wurde bereits in einigen Bundesländern der Lehrbetrieb an Hochschulen eingestellt, mit denen die Hagener Hochschule zum Beispiel bei Klausuren kooperiert. Ständig aktualisierte Informationen sind auf der FernUni-Homepage www.fernuni-hagen.de zu finden.

Diese vorsorgliche Schutzmaßnahme gilt für Hagen, die Regional- und Studienzentren sowie sonstige Prüfungsorte und für sämtliche Präsenzveranstaltungen, auch im Ausland. Regionalzentren unterhält die FernUniversität in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Leipzig, Bonn, Stuttgart, Hannover, Karlsruhe, Nürnberg, Hagen, Neuss und Coesfeld. Außerdem ist sie in der Schweiz, Österreich und Ungarn vertreten.

Sobald nähere Informationen – auch zu Ersatzterminen und alternativen Veranstaltungsformaten (digital) für Vorträge, Workshops, Seminare, Tagungen, Infoveranstaltungen, Mentoriate in Regionalzentren, Fortbildungen usw. – vorliegen, setzen sich die Prüfungsämter der FernUni-Fakultäten schnellstmöglich mit den betroffenen Studierenden in Verbindung. Diese bittet die FernUniversität um Verständnis und Geduld. Die Lehrenden, die Prüfungsämter, der Studierendenservice in Hagen und in den Regionalzentren sind für sie weiterhin vor Ort per Telefon, E-Mail und Post zu erreichen.

http://www.fernuni-hagen.de/

Nichts für den Schönheitssalon

10. März 2020

Nachruf auf McCoy Tyner

Er bearbeitete seine Klaviere wie Schlagwerke und fütterte sie mit Kraftausbrüchen, Quartvorhalten und afrikanischen Rhythmen. So wurde McCoy Tyner zum wichtigsten aller Jazzpianisten. (…)

Es ist fast unmöglich, die Musik des Pianisten McCoy Tyner zu entschlüsseln, der am Freitag gestorben ist. Der Saxofonist und Jazzpionier John Coltrane, mit dem Tyner fünf Jahre lang spielte, sagte mal über ihn: „Tyner ist der, der mir Flügel verleiht, damit ich abheben kann. Aber er spielt Sachen auf dem Klavier, von denen ich keine Ahnung habe.“ (…)

Im Herbst 1960 beispielsweise, als John Coltrane den damals 21-jährigen McCoy Tyner gerade in sein Quartett geholte hatte und mit ihm in den Atlantic Studios „My Favorite Things“ auseinandernahm, den kitschig-euphorischen Walzer aus dem Alpenlandmusical „Sound of Music“, das im Jahr zuvor am Broadway Uraufführung gefeiert hatte. (…)

„My Favorite Things“ wurde im Winter 1960 / 61 in den USA ein richtiger Hit. Coltrane und Tyner spielten ihn in den fünf Jahren ihrer Zusammenarbeit öfter als jedes andere Stück. Für beide war es ein Aufbruch, der Cotrane in den Free Jazz führt und Tyner in eine lebenslange Öffnung des Jazz für immer neue Einflüsse, die ihn auch nach seinem Ausstieg aus dem Coltrane Quartet 1965 über Jahrzehnte zu einem der prägendsten Musiker in der Geschichte des Jazz machte. (…)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Dazu:

Ausschnitt eines Konzerts des John Coltrane Quartetts in Belgien aus dem Jahr 1965 mit dem im Artikel erwähnten Stück und darin ein grandioses 10-minütiges Piano-Solo McCoy Tyners.

1965. Comblain-la-Tour, Belgium. John Coltrane (1926-1967 saxophone); McCoy Tyner (1938-2020 piano); Jimmy Garrison (1934-1976 bass); and Elvin Jones (1927-2004 drums). Song written by ‎Richard Rodgers and ‎Oscar Hammerstein II.

Endstation Trash

9. März 2020

Niveau der WPWR droht ins Bodenlose zu sinken

Es wird immer schauriger mit dem örtlichen Blättchen. „Wir brauchen Ihre Hilfe“ bettelte die Hagener Lokalausgabe der WPWR am Freitag und forderte die Leser auf, Futter zu liefern, um das bevorstehende Sommerloch zu füllen.

Dieses Jahr sollen „Tabus“ gebrochen werden: „Wir möchten Hagener das aussprechen lassen, worüber sie sich sonst nicht zu sprechen trauen.“ Redakteur Mike Fiebig liefert auch gleich die Erklärung für das Warum: „Nicht, weil wir reißerisch sein wollen. Nicht weil wir einfach nur außergewöhnliche Geschichten suchen. Und auch nicht, weil wir provozieren wollen.“

Nein, natürlich nicht, „wir wollen Mut machen“. Deshalb – und nicht etwa, weil die Auflage seit Jahren in den Keller rauscht und reißerische Themen Quote bringen – fordert das Blatt mit einem halbseitigen Formular seine Leser auf, Informationen in der Redaktion abzuliefern: „Kennen Sie jemanden, auf den einer der Punkte zutrifft? Dann wenden Sie sich an uns.“

Beispielsweise „jemanden, der nicht schreiben und lesen kann“ oder „jemanden, der sein Kind geschlagen hat“ oder „eine Frau, die sich nicht rasiert“ oder „jemanden mit Blasenschwäche“ oder „einen Mörder/Totschläger“ oder „jemanden, der unter Zwangsstörungen leidet“. Insgesamt listet der Coupon 50 solcher Fragen auf, am Ende die Anweisung: „Coupon ausfüllen, ausschneiden und an die Stadtredaktion schicken.“ Für mehr Nachdruck fehlt nur das Ausrufungszeichen.

Die WPWR ist damit auf dem Niveau des Trash-TVs angelangt. Auch diese Privatsender würden nie einräumen, dass sie „reißerisch sein wollen“, wenn sie in ihren „Reportagen“ benachteiligte oder gescheiterte Mitmenschen vorführen.

Die Medienpsychologen Gary Bente und Bettina Fromm haben schon 1997 die Intimisierung als eines der zentralen Merkmale der Trash-Medien charakterisiert. Vormals eindeutig im privaten Bereich liegende persönliche Belange und Aspekte zwischenmenschlicher Beziehungen werden zum öffentlichen Thema. Die emotionalen Aspekte der Geschichten, also das persönliche Erleben und Empfinden, werden betont.

Man kann nur hoffen, dass sich die Wünsche der Redaktion nach vielen Einsendungen des Fragebogens nicht erfüllen. Zu befürchten ist aber, dass sich genügend Selbstdarsteller finden, die sich auch mal in der Zeitung sehen wollen. Und Denunzianten, die endlich beweisen möchten, was sie alles wissen.

Dann droht im Sommer zwei Monate lang täglich redaktioneller Müll ins Haus zu flattern. Da kann man das Blättchen eigentlich auch gleich abbestellen.

Hauptschulen in Hagen haben weniger Zulauf

7. März 2020

Immer weniger Kinder in Hagen besuchen eine Hauptschule. Im laufenden Schuljahr gibt es in der Stadt 855 Hauptschüler und Hauptschülerinnen. Das sind 14,3 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Das hat das Statistische Landesamt IT.NRW auf der Grundlage aktueller Daten errechnet.

Geschrumpft sind beinahe alle weiterführenden Schulen in der Region, die Hauptschulen verzeichneten aber das höchste Minus. Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse besucht ein Gymnasium (5.090 Schülerinnen und Schüler). Hier sank die Schülerzahl um 2,4 Prozent. Die Waldorfschule musste mit einem Rückgang um 6,6 Prozent den zweithöchsten Verlust nach den Hauptschulen hinnehmen.

Um 0,4 Prozent zugelegt haben hingegen die Hagener Gesamtschulen, derzeit werden hier 3.855 Kinder unterrichtet. Dass es nicht mehr sind, liegt an dem unzureichenden Angebot an Plätzen. Den höchsten Zuwachs verzeichnen die Sekundarschulen der Volmestadt. Hier erhöhte sich die Anzahl der Schüler um 11,0 Prozent auf 980.

„Brauchtum“ erzeugt 2,83 Tonnen Müll

26. Februar 2020

Eine Steigerung um 60 Prozent gegenüber 2019

Mit einem großen Aufgebot war die Straßenreinigung des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB) beim diesjährigen Rosenmontagszug im Einsatz. Insgesamt 38 Mitarbeiter mit 18 Fahrzeugen – darunter elf Kehrmaschinen – waren unmittelbar nach dem Zug unterwegs, um die Hinterlassenschaften der Feierlichkeiten schnell zu beseitigen.

Dabei wurden 2,83 Tonnen Müll weggeräumt, etwa eine Tonne mehr als noch im Vorjahr. Das entspricht einer Steigerung von 60 Prozent, und das bei nach Angaben der Polizei gleichgebliebenen Zuschauerzahlen.

Während beispielsweise das Wegwerfen von Zigarettenkippen inzwischen mit drakonischen Geldbußen geahndet wird, scheint das sogenannte „Brauchtum“ weiterhin in wahrsten Sinne des Wortes „Narrenfreiheit“ zu genießen. Dass dort die Mülldetektive – die „Waste Watchers“ – im Einsatz waren oder das Ordnungsamt Knöllchen verteilt hat, ist jedenfalls nicht bekannt.

„Brauchtums“-Detail am Rande: Der erste Hagener Rosenmontagszug fand nach Angaben des Festkomittes Hagener Karneval e.V. im Jahr 1935 (!) statt. Motto: Rin int Vergnügen.

„Schönstes Rathaus“ wieder aufgetaucht

8. Februar 2020

Das Werbefilmchen mit dem – jedenfalls nach Ansicht von Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz – angeblich „schönsten“ Rathaus Nordrhein-Westfalens ist wieder da. Das NRW-Kommunalministerium hatte das fehlerbehaftete Video zuvor aus dem Verkehr gezogen.

Nachdem der Clip einer Retouche unterzogen wurde, erstrahlt die Kulissenarchitektur jetzt in neuem Glanz. Fast jedenfalls. Der Vogelschiss ist weggeputzt und das Baujahr wurde von 1964 auf 2004 geändert. Die Bestuhlung wird dem Betrachter aber auch weiterhin als „Ratsmitglieder“ präsentiert.


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