Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Hunderte Tonnen Müll lagern in Hagen

6. Dezember 2022

Knapp 17 Monate nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 warten Hunderte Tonnen Abfall weiter auf die endgültige Entsorgung. Der Abfall werde in Hagen zwischengelagert, es handle sich überwiegend um Boden und Bauschutt, teilte das NRW-Umweltministerium in einer am Montag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage zweier FDP-Abgeordneter mit. Mit der Entsorgung will man bis Ende des Jahres fertig sein. (…)

Quelle: FAZ

Online-Vortrag: „Manipulation von Verbrauchern“

4. Dezember 2022

Zu einem kostenlosen Online-Vortrag mit der Professorin Lucia Reisch zu personalisierten Manipulationsmöglichkeiten lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) alle Interessierten am Dienstag, 6. Dezember, von 19.30 bis 21 Uhr ein.

In ihrem Vortrag mit dem Titel „Überall, unbemerkt und unterschätzt“ thematisiert die Dozentin die These, dass Unternehmen und Medien versuchen, Verbraucher gezielt zu steuern. Dies ist nichts Neues in der Konsumgesellschaft, allerdings haben sich die Möglichkeiten und die Missbrauchsgefahr durch die Datensammlung in der digitalen Welt vervielfacht.

Auch die Politik versucht, durch entsprechende Instrumente das Verhalten zu beeinflussen. Neben den klassischen Instrumenten wie Steuern, Gesetzen und Informationen kommt dafür seit einigen Jahren auch das „Nudging“ (dt. Stupsen) zum Einsatz. In den USA wurde es zunächst während der Präsidentschaft von Barack Obama genutzt, heute nutzen es hunderte von Regierungen weltweit.

Staatliches „Nudging“ muss immer die Wohlfahrt und das Wohlbefinden der Menschen steigern und ist strengen Regeln des „Guten Regierens“ wie zum Beispiel der Transparenz der Prozesse unterworfen. Dagegen sind Anwendungen von „Nudges“ durch Unternehmen von deren Zielsetzung und ethischem Verständnis abhängig. Hier wird die Methode, abweichend von der Grundidee, auch für Ziele eingesetzt, die rein kommerziell motiviert, manchmal sogar illegitim sind.

Dass aus Stupsen schnell Schubsen wird, hat vor allem mit der ständig wachsenden Menge personenbezogener Daten von Konsumentinnen und Konsumenten sowie immer intelligenter werdenden Algorithmen zu tun. Dadurch ergeben sich insbesondere im digitalen Bereich noch nie dagewesene, personalisierte Manipulationsmöglichkeiten von Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Wie kann das Design von Benutzerschnittstellen wie Internetseiten von Online-Shops fair und ethisch gestaltet werden? Sind Menschen sich überhaupt bewusst, dass ihre (Kauf-)Entscheidungen gelenkt werden? Wie lässt sich ihr Bewusstsein schärfen und wie können sie sich sogar wappnen?

Diese und weitere Fragen beantwortet Lucia Reisch in ihrem Vortrag. Sie ist „Professor of Behavioural Economics and Policy“ an der University of Cambridge, Mitglied der acatech und nahm in den vergangenen Jahren eine leitende Rolle in verschiedenen großen EU-Forschungsprojekten zu Verbraucherverhalten und Verbraucherpolitik ein. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Verhaltensökonomik, nachhaltiges Konsumentenverhalten und der Zusammenhang von Digitalisierung und Verbraucherverhalten.

Eine Anmeldung zu dem Vortrag mit der Kursnummer 0128Z ist bis Dienstag, 6. Dezember, 12 Uhr entweder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de möglich. Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

KI Hagen: Neue Sprachmittler geschult

3. Dezember 2022

Weitere Verstärkung im Laien-Sprachmittlerpool: Nachdem das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen im März und Juni bereits 27 neue Sprachmittlerinnen und Sprachmittler für den Laien-Sprachmittlerpool hinzugewinnen konnte, fand nun eine dritte Grundlagenschulung zur ehrenamtlichen Sprachmittlung am KI Hagen statt.

Die promovierte Dolmetscherin und Dozentin Dr. Natalia Tilton vermittelte den Teilnehmern die wichtigsten Grundlagen des ehrenamtlichen Sprachmittelns. Dabei ging es auch um die verschiedenen Arten des Dolmetschens, der Unterschied zwischen ehrenamtlichen Sprachmittlern und professionellen Dolmetschern sowie die Rolle der Sprachmittler.

Weitere Themen waren die ethischen Prinzipien in der Sprachmittlung sowie der Umgang mit Konfliktsituationen. So können die neuen Sprachmittlerinnen und Sprachmittler künftig dabei helfen, Sprachbarrieren zwischen Bildungseinrichtungen und zugewanderten Menschen abzubauen, um so eine bessere Kommunikation und Teilhabechance zu ermöglichen.

Unter den Teilnehmenden der Grundlagenschulung befanden sich vor allem angehende Sprachmittler für Ukrainisch und Russisch. Doch auch für Sprachen wie Arabisch, Bulgarisch, Rumänisch und Serbisch, für die in Hagen seit längerer Zeit Bedarf besteht, konnte das KI sich mit neuen Sprachmittlern weiter verstärken. Zudem sind im Sprachmittlerpool erstmalig die Sprachen Aserbaidschanisch, Paschtu und Persisch vertreten.

Durch die neugewonnenen Kräfte wächst das Angebot auf insgesamt 56 Personen und 28 unterschiedliche Sprachen an. Die Vergrößerung des Laien-Sprachmittlerpools stellt wegen des hohen Bedarfs an Übersetzungshilfen einen kontinuierlichen Prozess dar.

KI sucht weitere Laien-Sprachmittler

Interessierte, die den Laien-Sprachmittlerpool als ehrenamtlicher Sprachmittler oder ehrenamtliche Sprachmittlerin unterstützen möchten, können sich bei Robin Palm, zuständiger Ansprechpartner beim KI Hagen, unter Telefon 02331/207-3851 oder per E-Mail an robin.palm@stadt-hagen.de melden.

SeePark Hengstey: Wettbewerb für die endgültige Planung im kommenden Jahr

24. November 2022

Seepark~1_maxMit einem Wettbewerbsverfahren geht die Planung des SeeParks Hengstey im nächsten Jahr in die entscheidende Phase. Foto: Stadt Hagen.

Der SeePark Hengstey, der ein ganzheitliches Angebot für den regionalen und überregionalen Tourismus sowie die Freizeit und Naherholung am Hengsteysee schaffen soll, tritt in eine entscheidende Phase. Im kommenden Jahr wird in einem freiraumplanerischen Wettbewerbsverfahren die endgültige Planung erarbeitet.

Der Gewinnerentwurf soll bis zur Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) eine Umsetzung finden. Aber auch für die Zeit nach der IGA 2027 soll die gekürte Planung des Gewinners einen stimmigen Entwurf bieten, der weitere Möglichkeiten zum Ausbau des SeeParks liefert.

Das anspruchsvolle Wettbewerbsverfahren wird mit circa 15 teilnehmenden Planungsbüros in einem geregelten Verfahren durchgeführt. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in der Vielfalt der planerischen Lösungen. Auf diese Weise kann das langfristig wirtschaftlichste und planerisch attraktivste Ergebnis prämiert und letztendlich realisiert werden.

Die ersten drei Gewinner erhalten ein Preisgeld für ihre Arbeiten. Die Preisgelder und weitere Kosten für das Wettbewerbsverfahren belaufen sich auf insgesamt 120.000 Euro. Derzeitig geht die Stadt Hagen von einer Bausumme des SeeParks von 6,2 Millionen Euro aus.

Der Ablauf des Wettbewerbes

Nachdem die teilnehmenden Planungsbüros feststehen, erhalten diese zu Beginn eine konkrete Aufgabenstellung für das Plangebiet am Hengsteysee. Nach einer gewissen Bearbeitungszeit werden die Planungen anonym eingereicht. Eine eigens hierfür zusammengestellte Jury aus sechs Fachpreisrichtern und fünf Sachpreisrichtern wählt am Ende den Gewinnerentwurf.

Als Fachpreisrichter werden ausschließlich qualifizierte Landschaftsarchitekten gewählt, die mit derartigen Großprojekten vertraut sind. Als Sachpreisrichter sind die Hagener Politik und Verwaltung vorgesehen. Ebenfalls werden der Jury beratende Mitglieder zur Seite gestellt sowie Vorprüfende. Die genaue Zusammenstellung wird noch vorgestellt.

Einer der Preisträger, in der Regel der Gewinnerentwurf, wird unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Preisgerichts und den Hinweisen der Vorprüfung mit den weiteren Planungsleistungen beauftragt. Alle Arbeiten des Wettbewerbes werden am Ende des Verfahrens öffentlich im Rathaus ausgestellt.

Das Verfahren ist voraussichtlich gegen Ende 2023 abgeschlossen. Damit stehen dann auch die Inhalte des zukünftigen SeeParks fest und die Umsetzung kann in die nächste Phase gehen.

SeePark Hengstey: was ist bisher alles passiert?

(more…)

Wiedereröffnung AllerWeltHaus am Samstag

24. November 2022

Endlich ist es so weit. Nach genau 500 Tagen Hochwasser, Chaos, Baustelle und Sanierung kann das AllerWeltHaus am kommenden Samstag wiedereröffnet werden, und zwar mit dem Fairtrade-Weltladen und dem CaféBistro Mundial mit seinen beliebten vegetarisch-veganen Gerichten. Alles wird schöner, zweckmäßiger, moderner und vor allem nachhaltiger als zuvor, was angesichts des Besorgnis erregenden weltweiten Klimawandels absolut notwendig ist.

Das Team des AllerWeltHauses kann es kaum erwarten, am Samstag, 26. November, von 11 bis 18 Uhr die Pforten in der Potthofstraße 22 zu öffnen und um 12 Uhr die Sektkorken knallen zu lassen.

Tatsächlich haben hunderte von Menschen von der ersten Stunde bis heute in einer beeindruckenden Hilfsaktion sowohl Geld für den Erhalt des AllerWeltHauses gespendet als auch mit helfenden Händen daran mitgewirkt, dass nach den Schäden in nicht zählbaren Arbeitsstunden Neues entstehen kann.

„Wir sind allen von Herzen überaus dankbar und konnten es nicht fassen, wie groß die Unterstützung fürs AllerWeltHaus war und ist. Das hat uns tief bewegt und lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken“ freut sich Christa Burghardt, Mitglied des Team-Vorstands und intern federführende Koordinatorin für den Umbau. „Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alles fertig ist, wie beispielsweise unser Veranstaltungssaal, ist es ein sehr hoffnungsfroher Anfang.“

Der Weltladen musste in monatelanger Arbeit grundsaniert werden und erstrahlt nun in seinem frischen, zeitgemäßen Design. Auch das Team des CaféBistro Mundial kann die Wiederöffnung kaum erwarten. Kulturelle Veranstaltungen im Saal werden dagegen noch auf sich warten lassen, denn die Sanierung im hinteren Teil des Gebäudes zieht sich noch hin.

Jugendamtselternbeirat neu gewählt

23. November 2022

Ramona Rüsseler ist neue Vorsitzende des Hagener Jugendamtselternbeirates (JAEB) für das Kitajahr 2022/23. Gewählt wurde sie beim Treffen der Elternratsvertreter der Hagener Kindertageseinrichtungen und der Tagespflege. Den zweiten Vorsitz übernimmt zukünftig Burcu Kilavuz-Chikli. Mehrere Beisitzer runden das Gremium ab.

Beim JAEB handelt es sich um den Zusammenschluss der Elternbeiräte der Kindertageseinrichtungen auf örtlicher Ebene, Interessenvertretungen gegenüber den Trägern der Jugendhilfe, sowie der Elternbeiräte von den kommunalen Kindertagespflegen. Daraus ergibt sich, dass es sich nicht nur um eine Interessenvertretung gegenüber dem Jugendamt handelt, sondern auch gegenüber den Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Elterninitiativen als Träger der Kindertageseinrichtungen und Tagespflegen. Die Aufgaben des JAEB orientieren sich nicht an Einzelfällen und persönlichen Interessen, sondern an den Interessen von Eltern insgesamt.

Weihnachtsmarktstand zeigt alle WM-Spiele

22. November 2022

Nicht erst seit dem Auftakt am Sonntag steht die Fußballweltmeisterschaft in Katar in der Kritik. Nicht vorhandene Menschenrechte, Ausbeutung der Arbeiter und wenig Fußballbegeisterung sind nur einige Aspekte, die WM dieser Tage zu boykottieren. Doch nicht jeder schließt sich dieser Sichtweise an. Wie etwa ein Weihnachtsmarktstand in Hagen (NRW).

Dieser hat bereits im Vorfeld angekündigt, die Spiele des Turniers neben Glühwein und Crepe zu zeigen. Ein Sprecher des Marktes erklärte, dass es den Betreibern freisteht, ob sie die Spiele zeigen wollen, oder lieber davon absehen. So haben sich Weihnachtsmärkte in ganz Nordrhein-Westfalen gegen die Ausstrahlung entschieden. (…)

Quelle: tonight.de (Rheinische Post online)

HEB testet elektrische Abfallsammelfahrzeuge

22. November 2022

In den kommenden Jahren will der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) Stück für Stück seine Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe umrüsten. „Um das beste Antriebssystem für die Zukunft zu finden, das zu unserem täglichen Bedarf und den topographischen Gegebenheiten passt, führen wir bereits jetzt mehrere Testphasen durch“, berichtet Uwe Unterseher-Herold, Geschäftsführer des HEB.

Bereits im September erhielt der HEB ein Messfahrzeug, das zwei Wochen auf den täglichen Touren eingesetzt wurde und den Energiebedarf hinsichtlich der Besonderheiten, Fahrwege und Aufbaukennzahlen in der Stadt Hagen aufzeichnete. Auf Basis dessen kann ein wirtschaftliches Antriebskonzept für die Zukunft festgelegt werden.

Nun geht der HEB einen Schritt weiter und erhält für einen Zeitraum von zwei Wochen zwei vollelektrische Abfallsammelfahrzeuge von einem externen Anbieter. Dieser Anbieter käme den Bestrebungen des HEB, die Nachhaltigkeit zu schärfen, sehr gelegen, da er auch Bestandsfahrzeuge von Diesel auf alternative Antriebe umrüstet.

Die elektrischen Müllwagen werden nun vom HEB auf den täglichen Touren der Restmüllleerung in verschiedenen Revieren eingesetzt. Da sich die Fahrzeuge unter anderem hinsichtlich der Länge, des Radstandes und auch der Batteriegröße unterscheiden, wird dem HEB eine detaillierte Beurteilung im Echtbetrieb ermöglicht. Die Stromzufuhr erfolgt über die Ladesäulen, die bereits vor einigen Jahren auf dem Betriebshof in der Fuhrparkstraße installiert wurden und auch andere Fahrzeuge der HEB-Flotte mit Strom versorgen.

Wo ist das Geld des Juden Simson Cohn?

21. November 2022

Seit wenigen Tagen trägt die bisherige Marktbrücke in Hagen den Namen des einstigen jüdischen Metzgermeisters Simson Cohen, der in der Reichskristallnacht am 9. November 1938 in seinem Haus Am Hohen Graben 2 überfallen und enteignet wurde. Nazi-Schergen erschossen zuerst seinen Hund, prügelten Cohen nieder und verletzen ihn schwer. (…)

84 Jahre später ziehen seine Nachkommen nun gegen die Sparkasse an Volme und Ruhr vor Gericht. Es geht um eine Mitgift und einen heute siebenstelligen Betrag. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Siehe dazu auch hier:

Ur-Enkel eines Juden fordert Aufklärung

Für den Schweizer Hartmut Blumenberg ist diese Gräueltat mehr als eine von vielen, die Nationalsozialisten an jenem Tag an Juden in Hagen und in ganz Deutschland verübt haben. Hartmut Blumenberg ist der Urenkel von Simon Cohen, dem Metzgermeister, der unmittelbar nach der Pogromnacht in die Schweiz floh und im Januar 1941 an den Spät-Folgen des Nazi-Angriffs starb. (…)

Die Familie von Simon Cohen wurde enteignet. Die Stadt Hagen gibt an, sie habe die Liegenschaft im Frühjahr 1939 von einem von der Bezirksregierung beauftragten Treuhänder erworben. Hintergrund sei die geplante Verbreiterung der Marktbrücke gewesen. 1954 wiederum sei das Grundstück an einen Privatmann veräußert worden.

Diese Aussagen decken sich nicht mit den Recherchen von Blumenberg, der davon ausgeht, dass die Stadt das Grundstück erst 1951 von einem Mann namens Emil Berges erwarb, der wiederum seit 1939 Besitzer des Hauses gewesen sein soll. (…)

„Warum hat sich nach dem Krieg die Stadt nicht mit meiner Familie in Verbindung gesetzt? Es war bekannt, dass sie in die Schweiz geflohen war. Ihr waren Haus- und Grundstück ohne jede Rechtsgrundlage weggenommen worden.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Vortrag über nachhaltigen Umgang mit der Natur

19. November 2022

Auf einen Online-Vortrag der Volkshochschule Hagen (VHS) über Ideen für einen nachhaltigen Umgang mit der Erde können sich alle Interessierten am Montag, 23. November, von 19.30 bis 21 Uhr freuen.

Die Menschheit hat sich mit seiner wissenschaftlich-technologischen Eingriffsmacht die Erde zu ihrem Untertan gemacht und wähnt sich selbst als die Krone der Schöpfung. Diese Erzählung war lange erfolgreich, kann aber heute offensichtlich nicht mehr stimmen. Der Dozent Philipp Blom skizziert in seinem Vortrag einen Weg fort von Naturbeherrschung und Eroberung und hin zu einer weniger zerstörerischen Lebensweise. Dafür muss die Menschheit sich als Teil der Natur begreifen und mit anderen natürlichen Systemen zusammenarbeiten.

Philipp Blom ist Historiker und Schriftsteller. Seine Bücher wurden in 16 Sprachen übersetzt. Eine Anmeldung zu dem Vortrag mit der Nummer 0124Z ist bei der VHS bis Montag, 23. November, um 12 Uhr entweder unter www.vhs-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3622 möglich.

Mit der Anmeldebestätigung erhalten die Teilnehmenden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

Gedenkbaum für Gastarbeiter gepflanzt

19. November 2022

Erinnerung an die Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter der ersten Generation: In Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen hat der Integrationsrat Hagen am Mittwoch, 16. November, die Gedenkstätte im Volkspark eröffnet. Als Symbol für die Verwurzelung der in Hagen lebenden Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter wurde dort ein Baum gepflanzt.

Hakan Severcan, Vorsitzender des Integrationsrates, berichtete über die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Auf einem Schild in der Nähe des Baumes ist ein Gedicht von Nazim Hikmet wiedergegeben. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen hat den Baum sowie einen entsprechenden Pfosten für das Schild kostenlos zur Verfügung gestellt.

„So schlimm wie in Haspe haben wir das nirgendwo erlebt“

13. November 2022

Die E-Roller sind aus dem Straßenbild von Hagen-Haspe verschwunden, und sie werden auch so schnell nicht zurückkehren. Das sagt die Firma. (…)

„Wir sind derzeit in 27 deutschen Städten mit unseren E-Rollern vertreten, bald werden es 30 sein. Straftaten sind leider normal, aber in einem solch schlimmen Ausmaß wie in Haspe habe wir das bislang nirgendwo erlebt“, berichtet Nico Rademacher, der den Kundenservice leitet. (…)

„Wir müssen unser Sicherheitssystem optimieren“, fasst Rademacher die Pläne von Zeus zusammen. Schließlich hätten die Roller einen Wert von rund 1200 Euro pro Stück. (…)

Quelle: wp.de

Dazu nochmal:

Der Polizei in Hagen liegt lediglich eine Online-Anzeige vom 26. Oktober vor. Darin heißt es, dass zwischen 10. März und 28. Mai in Haspe an fünf Fahrzeugen die Akkus entwendet worden seien. (…)

Quelle: wp.de

Auch das noch:

Scooter-Anbieter Zeus möchte städtische Mitarbeiter zur Betreuung der Roller-Flotte

Quelle: Südkurier

Zu den Problem-Rollern siehe auch:

Als Leihfahrzeug in Innenstädten, wo ÖPNV-Netze gut ausgebaut und die kurzen Wege gut per Fuß und Fahrrad zurückzulegen sind, bringen die Roller eher Nachteile für die Umwelt – und drohen als zusätzlicher Nutzer der bereits unzureichend ausgebauten Infrastruktur das Zufußgehen und Fahrradfahren unattraktiver zu machen. (…)

Hauptproblem bei der Verkehrswende und der Lebensqualität in Städten bleibt die hohe Zahl privater Autos. In Deutschland etwa kommen mit Stand 01.01.2021 auf einen E-Scooter mehrere Hundert Pkw. Städte sollten daher die Anzahl der Autos und der zur Verfügung gestellten Parkplätze deutlich reduzieren, um in den Innenstädten mehr Platz für sichere Fuß- und Radwege zu schaffen. (…)

Quelle: Umweltbundesamt

VHS: Katar und der Persische Golf

13. November 2022

Einen Vortrag mit anschließender Diskussion über die Region und das Gastgeberland der kommenden Fußballweltmeisterschaft Katar veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) gemeinsam mit dem AllerWeltHaus und dem Hagener Heimatbund im Rahmen der Reihe „Weltretter – 17 Ziele für ein besseres Morgen“ am Mittwoch, 16. November, um 19 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38.

Katar liegt inmitten des Persischen Golfs, einer kulturell-religiös, wirtschaftlich und geopolitisch überaus sensiblen Region im Mittleren Osten. Der Referent Clemens Schmale hat die Staaten dieser Region oft besucht und führt die Anwesenden mit zahlreichen Fotos von Kuwait im Nordwesten bis zum Golf von Oman im Südosten.

Neben Katar berichtet er von seinen Erlebnissen in Abu Dhabi, dem Iran und dem Königreich Bahrain. Auf Kultur, Landschaften, Vergangenheit und Gegenwart liegt der Fokus dieses Vortrags. Die Region zählt zu den spannendsten und zukunftsträchtigsten der Erde und birgt nicht zuletzt jede Menge touristisches Potenzial.

Die Veranstaltung ist kostenlos, es wird aber um eine Spende gebeten. Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1470 erhalten Interessierte unter www.vhs-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3622.

Minderheiten in Deutschland

12. November 2022

Einen kostenlosen Online-Vortrag mit Özlem Topçu und Richard C. Schneider über den Umgang mit Minderheiten in Deutschland veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Montag, 14. November, von 19.30 bis 21 Uhr.

Aus dem Blickwinkel einer Türkin und eines Juden analysieren die beiden befreundeten Journalisten den deutschen Diskurs um die Themen Integration, Rassismus und Antisemitismus. Sie sprechen unter anderem über das Verhältnis zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten und das Leben zwischen unterschiedlichen Kulturen.

Özlem Topçu ist Tochter türkischer Einwanderer und stellvertretende Leiterin des Auslandsressorts beim Spiegel. Richard Schneider ist Kind ungarischer Holocaustüberlebender und war von 2006 bis 2015 Chefkorrespondent im ARD-Studio in Tel Aviv.

Eine Anmeldung zu dem Vortrag mit der Kursnummer 0120Z ist bis Montag, 14. November, um 12 Uhr entweder unter Telefon 02331/207-3622 oder unter www.vhs-hagen.de möglich.

Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

Workshop zum Umgang mit Antiziganismus

9. November 2022

Welche verschiedenen Ausprägungen von Antiziganismus gibt es und wie erkenne ich ihn? Wie gehe ich im Alltag richtig mit Antiziganismus um?

Um diese und weitere Fragen ging es in dem Online-Workshop „Roma und Antiziganismus – Sensibilisierung und Handlungsempfehlung“ des Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen am vergangenen Freitag, 4. November. Der letzte Teil der vierteiligen Workshop-Reihe zum Thema „Roma und Antiziganismus“ richtete sich an pädagogische Fachkräfte sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.

Der Referent Kasm Cesmedi, Gesamtschullehrer und engagierter Roma-Aktivist, zeigte, dass die verschiedenen Ausprägungen des Antiziganismus, zum Beispiel negative Stereotype über Angehörige der Roma-Minderheit, auch über Generationen hinweg bestehen bleiben. Gründe dafür können fehlende persönliche Kontakte zu Angehörigen der Roma-Minderheit sowie fehlendes Wissen über die Roma-Gruppen sein.

Cesmedi stellte dar, dass Antiziganismus ein Problem der sogenannten Mehrheitsbevölkerung ist. Diese Form des Rassismus zeichnet sich durch eine homogenisierende Wahrnehmung der Minderheit und damit verbundene Fremdzuschreibungen von bestimmten Eigenschaften aus, die unterschiedliche Diskriminierungsformen hervorbringen.

Der Online-Workshop half den (nur!) fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabei, sich hinsichtlich der verschiedenen Ausprägungen von Antiziganismus zu informieren und sensibilisierte die Fachkräfte für die Thematik. Zudem schaffte der Workshop Raum für den Austausch untereinander, um bestehende Vorurteile abzubauen und den Teilnehmenden mögliche Strategien zur Erkennung sowie zum Umgang mit Antiziganismus mit auf den Weg zu geben.

Die Workshop-Reihe für Fachkräfte zur Thematik „Roma und Antiziganismus“ startete im März mit dem ersten Teil zum historischen und kulturellen Hintergrund der ethnischen Minderheit. Dabei sollte insbesondere eine Wissensgrundlage geschaffen werden, mit dieser die Fachkräfte erfolgreicher im Schulalltag und in der Elternarbeit vermitteln können.

Im Juli fand der zweite Teil der Reihe zur Schul- und Bildungssituation junger Roma und Romnja statt. Der Workshop behandelte unter anderem Fragen zum Schulabsentismus sowie zum Zugang zu Familienangehörigen. Ziel des dritten und vierten Workshops war es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sensibilisieren und mögliche Strategien zum Umgang mit Antiziganismus aufzuzeigen.

Förderprogramm setzt auf Nachhaltigkeit

8. November 2022

Bürgerschaftlich Engagierte, zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen können ab dem 1. Januar 2023 einen Antrag auf Förderung im Rahmen des Kleinstförderprogramms „2.000 x 1.000 Euro für das Engagement“ stellen. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt für das Förderprogramm erneut zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Damit können auch in dieser Förderperiode bis zu 2.000 Vorhaben mit einem Festbetrag von je 1.000 Euro gefördert werden. Das Schwerpunktthema lautet im kommenden Jahr „Zukunft gestalten – nachhaltiges Engagement fördern“.

Mögliche Maßnahmen zur ökologisch nachhaltigen Umsetzung bestehenden Engagements sind beispielsweise Energie-/ Nachhaltigkeitsberatung für Vereine und Vereinsmitglieder, Umstieg auf Mehrweg statt Einweggeschirr für Vereine, die viele Veranstaltungen organisieren als auch die Förderung von Engagement im Bereich Nachhaltigkeit selbst wie beispielsweise die Einrichtung und der Betrieb von Repair-Cafés in Heimathäusern oder Vereinsheimen, der Aufbau eines Gemeinschaftsgartens in der Nachbarschaft („Urban Gardening“), gemeinschaftliches Aufstellen von Insektenhotels, Pflege tierfreundlicher Blühstreifen oder der Aufbau und Betreuung von Foodsharing-Angeboten.

Informationen und hilfreiche Tipps zum Förderverfahren sind zu finden auf: www.engagiert-in-nrw.de.

Ein Loch für Hagen

7. November 2022

Neues Stadt-Signet entlarvt unfreiwillig die Realitäten

Hagen-Logo Entwurf neuEin Loch im Loch im Loch – das soll das neue Hagen-Logo werden (Grafik: Stadt Hagen). Es war wohl ganz anders gedacht, aber es trifft ungewollt die Wirklichkeit einer Stadt im Niedergang.

Mitte der 1970er Jahre erhob die Stadt Hagen ein an den Hagener Impuls angelehntes Symbol zum offiziellen Stadt-Logo und formulierte damit ideell, so die Verwaltung, eine „Verpflichtungserklärung“ gegenüber der Folkwang-Idee. Das Signet zitierte den Formenkanon des Impuls-Architekten J. L. M. Lauweriks, der sich u.a. an den von ihm entworfenen Bauten am Stirnband entdecken lässt.

Jetzt soll die Stadt Hagen durch ein neues Logo repräsentiert werden. So sieht es der „Fachbereich des Oberbürgermeisters“ vor, dessen „Bericht über die Einführung eines überarbeiteten Corporate Designs“ in der Ratssitzung am kommenden Donnerstag zur „Kenntnisnahme“ vorgestellt wird.

Im Zuge der aktuellen Neugestaltung sei der „Hagener Impuls“ wieder aufgegriffen und „modernisiert“ worden, behauptet die Verwaltung in ihrer Vorlage. Wer sich ein wenig mit der Impuls-Zeit, den beteiligten Personen und deren Werken beschäftigt hat, sucht die Verbindung zu dem Entwurf allerdings vergebens.

Allzu tief scheinen die Macher erst gar nicht in die Materie eingestiegen zu sein, sonst hätten sie in die Gruppe von Impuls-Aktivisten wie Lauweriks und Jan Thorn-Prikker nicht auch Erwin Hegemann eingereiht. Der wurde erst 1924 geboren – da war die Osthaus-Zeit vorbei und das Folkwang-Museum bereits nach Essen verkauft.

Aber auch für diesen Schnitzer findet sich eine einfache Erklärung, nötig ist nur ein Blick auf die an der Neugestaltung beteiligten Akteure: Eine Kooperation der „Sachgruppe Technischer Verwaltungsservice im Fachbereich Personal und Organisation“ und der „Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit & Bürgerkommunikation im Fachbereich des Oberbürgermeisters“. Eine fachliche Expertise sucht man dort vergebens.

Diese interne Lösung sorge aber für eine „kostenneutrale Umsetzung“ preist die OB-Verwaltung ihre Vorgehensweise an. Ein Grundsatz, der im Gegensatz dazu bei der Besetzung der zahlreichen Geschäftsführer-Posten im aufgeblasenen und weitverzweigten „Konzern Stadt“ keine Anwendung findet. Dort regiert nicht der Sparfuchs, da wird gerne mal noch ’ne Schippe draufgelegt.

Bei ihren Logo-Aktivitäten hat die Teppichetage wenigstens die einschlägige Terminologie („Corporate Design“) schon einmal gut abgeschrieben. Ob sie aber den Sinn dahinter verstanden hat, steht auf einem ganz anderen Blatt.

„Das Corporate Design (CD) der Stadt Hagen verfolgt das Ziel, der Verwaltung und ihren Angeboten ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild zu verleihen, um damit für ein glaubwürdiges Auftreten zu sorgen und Vertrauen aufzubauen – insbesondere bei den Bürgerinnen und Bürgern“, definiert die Beschlussvorlage die Ziele.

Das Ziel der Verwaltung mag ja damit verfolgt werden, aber ein „glaubwürdiges Auftreten“ und „Vertrauen“ kann nur durch Handeln aufgebaut werden. Erst danach kann man das auch erfolgreich visuell kommunizieren – sonst bleibt alles nur Kosmetik.

Außerdem diene das eigene Design dazu, die Dienstleistungen ansprechend zu präsentieren, vielmehr aber noch die positiven Werte zu transportieren, so die Verwaltungsvorlage. Ein gutes Corporate Design sei von unschätzbarem Wert, denn es repräsentiere die Werte der Verwaltung nach innen und außen.

Selbst eine durchdachte Visualisierung hilft nur nichts, wenn die angeblichen „Werte der Verwaltung“ in der Praxis als kaum existent oder gar als Nichtwerte wahrgenommen werden.

Und weshalb soll das Hagen-Signet ausschließlich die angeblichen „Werte der Verwaltung“ repräsentieren – und nicht die Stadt in ihrer Gesamtheit? Es ist der fundamentale Denkfehler eines Apparats, der von der Devise ausgeht: „Wir sind Hagen, ihr seid nichts“.

Das Logo werde verinnerlicht und mit der „Dienstleistung der Verwaltung“ in Verbindung gebracht, stellt die Beschlussvorlage trotzdem apodiktisch fest. Es läßt sich schon jetzt prognostizieren, dass dieser Schuss nach hinten losgehen wird.

„Darüber hinaus fördert ein durchgängiges Auftreten in allen kommunikativen Mitteln das Vertrauen bei der Zielgruppe – bei (potentiellen) Kundinnen und Kunden erzeugt es ein gutes Gefühl. Hier entfaltet ein visuell durchdachtes Konzept seine volle Wirkung, indem es Vertrauen und Seriosität vermittelt“, fabulieren die Apparatschicks munter weiter.

Gutes Gefühl, Vertrauen und Seriosität? Das wäre tatsächlich einmal Neuland in dieser Stadt.

„Ich bin ja selbst ein bisschen wie Putin“

5. November 2022

20221104_Goldenes_Buch_Roberts_Schulz_Rudolph_Marius_Noack_maxOur Gang oder B-Promis unter sich: Oberbürgermeister Erik O. Schulz, eingerahmt von Eric Roberts (links) und Claude-Oliver Rudolph (rechts). Foto: Marius Noack/Stadt Hagen.

Ist es wirklich ein „besonderer Besuch“ im Rathaus, wie die Stadt mitteilt? Anlässlich des neunten Hagener Kurzfilm-Festivals „Eat my Shorts“ ehrte Oberbürgermeister Erik O. Schulz gestern die beiden Schauspieler und Ehrengäste Eric Roberts und Claude-Oliver Rudolph mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Hagen.

Eric Roberts ist Eingeweihten (und wohl nur diesen) als Bruder der Schauspielerin Julia Roberts bekannt, Claude-Oliver Rudolph wollte 2016 Intendant des Theater Hagen werden. Nachdem das nicht klappte, suchte er sich eine andere Betätigung und arbeitete von April 2016 bis Juni 2019 für den russischen Propagandasender RT Deutsch (ehemals „Russia Today“) als „Ressortleiter Kunst und Kultur“.

Rudolph nahm diese Tätigkeit zwei Jahre nach (!) der russischen Besetzung der Krim und der ebenfalls russisch „begleiteten“ Bildung der selbsternannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk in der Ostukraine auf. Dem Spiegel gegenüber gestand er: „Ich bin ja selbst ein bisschen wie Putin“.

Der Bruder einer berühmten Schwester und ein Fast-Putin-Double. Für OB Schulz hinreichende Motive, die beiden Darsteller mit einem Eintrag zu ehren. Man darf gespannt sein, welche B-Promis als nächste im Goldenen Buch der Stadt verewigt werden.

Ausstellung zum „Afrika-Tag“

4. November 2022

Eine Medienausstellung passend zum kommenden „Afrika-Tag“ der Volkshochschule Hagen (VHS) bietet die Stadtbücherei auf der Springe noch bis Dienstag, 15. November, an. Interessierte können die Ausstellung während der gewohnten Öffnungszeiten der Stadtbücherei montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr besuchen.

Pogromnacht: Umbenennung der Marktbrücke in Simson-Cohen-Brücke

4. November 2022

Zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht von 1938 lädt die Stadt Hagen alle Hagenerinnen und Hagener am Mittwoch, 9. November, um 19 Uhr in die Straße „Am Hohen Graben“ ein. Die Teilnehmer erwartet eine Gedenkrede des Oberbürgermeisters Erik O. Schulz und Gebete von Vertretern der christlichen und jüdischen Gemeinden. Die Veranstaltung wird ergänzt durch eine Aufführung, choreographiert von Sara Pena (Ensemblemitglied beim Ballett Hagen), unter Mitwirkung von insgesamt drei Tänzerinnen und Tänzern sowie zwei Musikern.

Umbenennung der Marktbrücke in Simson-Cohen-Brücke

In Hagen wurden in der Pogromnacht zahlreiche Geschäfte und Wohnungen zerstört, wie beispielsweise auch das Zuhause der Familie Simson Cohen in der Straße „Am Hohen Graben 2“. Stellvertretend für alle jüdischen Bürgerinnen und Bürger Hagens wird Oberbürgermeister Schulz die Marktbrücke im Anschluss an die Gedenkveranstaltung offiziell in Simson-Cohen-Brücke umbenennen. Eine Gedenktafel wird in Zukunft an die Historie erinnern.

Über Simson Cohen

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 (Pogromnacht) drangen Anhänger des NS-Regimes in das Haus von Simson Cohen ein und demolierten die Inneneinrichtung. Schaufenster wurden zertrümmert, Möbel und Hausrat mit Äxten zerschlagen und aus dem Fenster in die Volme geworfen. Während es gelang, diesen ersten Angriff abzuwehren, kehrten mitten in der Nacht die Angreifer mit Verstärkung zurück und stürmten das Haus. Der 63-jährige Simson Cohen wurde schwer verletzt und starb drei Jahre später in der Schweiz an den Folgen der Verletzungen.

Rundgang der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

In Verbindung mit der Gedenkveranstaltung lädt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Hagen und Umgebung zu einem Erinnerungsgang an Orte des jüdischen Lebens im Stadtzentrum ein. Start des Erinnerungsgangs ist um 18.15 Uhr am Adolf Nassau Platz/Commerzbank an der Ecke Elberfelder Straße 47. Hier war das älteste Kaufhaus Hagens. Die letzte Station ist um 18.45 Uhr auf der Marktbrücke, vor dem ehemaligen Haus von Simson Cohen.

Ernährung global sichern?!

2. November 2022

AllerWeltHaus lädt zum Online-Talkabend ein

Ruhr Global Ernährungssicherheit Foto Alex KunkelUm die globale Ernährungssicherheit in Vergangen, Gegenwart und Zukunft geht es beim nächsten digitalen Talkabend in der „Ruhr Global“-Reihe am Donnerstag, 10. November, ab 19 Uhr. Dazu lädt das AllerWeltHaus ein. Foto: Alex Kunkel.

Ohne Energiespender wie Zucker und Kaffee wäre die Industrialisierung des Ruhrgebiets nicht in so einem Tempo und Ausmaß möglich gewesen, wie sie historisch belegt ist. Ohne die Inanspruchnahme von Flächen in Koloniegebieten – auch für den Anbau dieser Produkte – wäre das nicht möglich gewesen.

Strukturen der Ausbeutung von Menschen und Flächen für den Anbau von Lebensmitteln, die im Globalen Norden konsumiert werden, ohne aber gleichzeitig die Ernährungssicherung der Bevölkerung in den Anbauländern zu sichern, existieren noch heute.

Genauso wie die seit der Kolonialzeit etablierte Struktur: Den Ländern des Globalen Südens bleibt nur der meistens schlecht bezahlte Anbau und die Produktion von Rohwaren wie z.B. Kaffee und Kakao, während der Globale Norden die deutlich lukrativere Weiterverarbeitung und den größten Teil der Wertschöpfung für sich beansprucht.

Doch es gibt auch heute schon wegweisende Beispiele, wie diese Strukturen mehr und mehr dekolonisiert werden können. Bei zukunftsweisenden Unternehmen wie z.B. FairAfric findet der Anbau und die Weiterverarbeitung von Kakao vor Ort in Ghana statt. An diesem Talkabend begeben sich die Gäste auf eine Reise von der Vergangenheit bis in die Zukunft der Ernährungssicherheit.

Talkgäste sind Barbara Schneider, Historikerin Fernuni Hagen, Antônio Inácio Andrioli, Professor für Landwirtschaft, Federal University of Fronteira Sul (z.Z. Gastprofessor an der Universität Hamburg) und Theresa Musiol, FairAfric. Es moderiert Kay Bandermann, Journalist.

Das Online-Format Ruhr Global ist ein Zusammenschluss von Promotorn des Eine Welt Netz NRW, die alle entlang der Ruhr tätig sind in Städten wie Hagen, die zum Netzwerk Faire Metropole Ruhr gehören.

Zoom-Link: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_dyQKVnGkSCmD8vrkadVasA.

Näheres unter Tel. 02331/ 183955 oder per E-Mail an Claudia.eckhoff@allerwelthaus.org

Studenten-WGs entstehen in Wehringhausen

1. November 2022

Wir stehen in der Eugen-Richter-Straße. Und für viele symbolisiert diese Straße den Anfang von allem Übel in Wehringhausen und es werden Erinnerung wach, als die Stadt hier mehrere Häuser aufgrund der fürchterlichen Zustände für unbewohnbar erklärte. (…)

Davon, dass der Zustand hier mal so schlimm gewesen ist, dass das Haus als „unbewohnbar“ galt, ist eigentlich nichts mehr zu sehen. Vielmehr sind hier moderne Studenten-Wohngemeinschaften auf mehreren Etagen entstanden. (…)

„In diesem Haus haben wir 19 Studenten-Zimmer. Es gibt eine 2er-WG im Erdgeschoss sowie weitere 4er-WGs in den oberen Etagen. Im Erdgeschoss gibt es außerdem noch ein Einzelzimmer“, gibt (HEG-Prokurist, Anm. DW) Bänsch Einblicke. Alle Wohnungen sind voll ausgestattet. Heißt: Die Zimmer sind möbliert, es gibt eine Küche, Besteck, Putzutensilien, Waschmaschinen, Trockner. (…)

Für die Zimmer wird ein Pauschalbetrag von 350 Euro pro Monat fällig. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Leider existiert auf der HEG-Homepage bisher kein Hinweis auf dieses Angebot. Kontaktdaten siehe hier.

Fall und Aufstieg der Weltmacht China

29. Oktober 2022

Einen kostenlosen Online-Vortrag über die Weltmacht China mit Prof. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 3. November, von 19.30 bis 21 Uhr an.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sich die Führungselite Chinas der Tatsache bewusst, dass ihr Land innerhalb weniger Jahrzehnte von dem reichsten Land der Welt zu einem Armenhaus geworden war. Seitdem arbeitet China mit allen Mitteln an seinem Wiederaufstieg und steht nun kurz davor, sein Ziel zu erreichen.

Wie stellt sich die chinesische Führungselite die Zukunft der Welt vor? Und welche historischen Erfahrungen bilden die Bausteine ihrer Vision für Chinas Zukunft als Weltmacht? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die Sinologin und Dozentin an der Universität Wien, Prof. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik, in ihrem Online-Vortrag.

Eine Anmeldung zu dem Online-Vortrag mit der Kursnummer 0116Z ist bei der bis Donnerstag, 3. November, 12 Uhr entweder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de möglich.

Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

Gerichtsurteil: Windräder dürfen gebaut werden

29. Oktober 2022

Die von der Stadt Hagen genehmigten zwei Windenergieanlagen auf dem Rafflenbeuler Kopf in Hagen-Selbecke dürfen wie genehmigt errichtet und betrieben werden. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Rechtmäßigkeit der erteilten Genehmigungen bestätigt. Bürgerinnen und Bürger aus der Umgebung der Anlagenstandorte hatten Klage gegen die Genehmigungsbescheide erhoben.

Bei den projektierten Windenergieanlagen handelt es sich um Anlagen des Typs Enercon E-138 EP3 E2 jeweils mit einer Nennleistung von 4,2 Megawatt, einer Nabenhöhe von 130,07 Metern, einem Rotordurchmesser von 138,25 Metern und einer Gesamthöhe von 199,20 Metern über Geländeoberkante.

Gedenkveranstaltung zu Esther Bejarano

25. Oktober 2022

Esther_Bejarano_Foto_Bejarano„Das ist uns nicht genug!“ Unter diesem Motto lädt die Klasse 10a der Gesamtschule Haspe am Freitag, 28. Oktober, von 10 bis 12 Uhr alle geschichtsinteressierten Hagenerinnen und Hagener zu einer Gedenkveranstaltung mit Musik, Interviews, Videos und einem kleinen Vortrag zu Esther Bejarano, Zeitzeugin des Nationalsozialismus und Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, in den Hasper Hammer, Hammerstraße 10, ein (Foto: Bejarano & „Microphone Mafia“).

Workshop motiviert Schülerinnen und Schüler

„Wir möchten eine Veranstaltung vorbereiten, die jede und jeder im Kopf und Herzen behält!“ Dieses Ziel hatte sich die Klasse 10a der Gesamtschule Haspe nach ihrem Projekttag mit dem „Zweitzeugen e.V.“ im vergangenen Jahr gesetzt. Nach den Sommerferien nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer weiteren dreiteiligen „Zweitzeugen“-AG in Kooperation mit dem AllerWeltHaus Hagen teil, in der sie die Lebensstationen zu Esther Bejarano erarbeiteten. Sie hatte ehemals zusammen mit der Kölner Band „Microphone Mafia“ die Patenschaft für die Gesamtschule Haspe – die schon lange das Netzwerk-Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trägt – übernommen.

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung möchten die Schülerinnen und Schüler darauf aufmerksam machen, dass Antisemitismus und Rassismus auch heute noch allgegenwärtige gesamtgesellschaftliche Phänomene sind. 2020 erreichte die Zahl rechtsterroristischer Straftaten, unter anderem in Form von Anschlägen auf diverse Synagogen, den höchsten Stand seit 20 Jahren.

Verein sensibilisiert Jugendliche und Erwachsene

Der Verein „Zweitzeugen e.V.“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, persönlich und einfühlsam Holocaust-Überlebensgeschichten der Zeitzeuginnen und -zeugen weiterzuerzählen, junge Menschen für Antisemitismus und Rassismus zu sensibilisieren, sie zu ermutigen, die Geschichten als „Zweitzeuginnen und -zeugen“ weiterzugeben, selbst aktiv zu werden und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Die Veranstaltung der Klasse 10a findet gemeinsam mit Ksenia Eroshina, „Zweitzeugen e.V.“, der Lehrerin Anke Georges und dem Lehrer Marc Beinhold, Kutlu Yurtseven von der „Microphone Mafia“, dem AllerWeltHaus Hagen und dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) statt.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ und das KI. Eine Anmeldung zu der Gedenkveranstaltung kann per E-Mail an anke.georges@gesamtschule-haspe.de vorgenommen werden.

Faire Orangen-Aktion zu Nikolaus

23. Oktober 2022

Orangen-Gruppe Foto SOS RosarnoUnter den Arbeiterinnen und Arbeitern auf den Orangen-Plantagen in Süditalien sind viele aus Afrika Geflüchtete. Der Verein SOS Rosarno macht sich stark für ihre Rechte. Foto: SOS Rosarno.

Die Orangen kommen! Wie in den letzten beiden Jahren dient das AllerWeltHaus Hagen zu Nikolaus als regionales Bestellzentrum der großen Aktion der Ev. Kirche von Westfalen und setzt damit ein saftiges Zeichen für mehr Menschlichkeit im Lebensmittelhandel. Mehrere Tonnen Orangen werden wieder erwartet.

Diese bio-solidarischen Orangen setzen ein Zeichen der Menschlichkeit. Sie schmecken nicht nur fabelhaft und stecken voller saftiger Vitamine, sondern sie leisten auch im Süden Italiens einen Beitrag zum Schutz der Menschenrechte auf den Plantagen.

Im Rahmen der Orangen-Aktion „Süß statt bitter“ holt das AllerWeltHaus Hagen pünktlich zu Nikolaus wieder diese besonderen Früchte aus Kalabrien. Damit möchte die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) gemeinsam mit vielen Partnern auf unmenschliche Zustände und moderne Sklaverei bei der Obsternte in Süditalien aufmerksam machen und etwas dagegen tun.

Die Orangenernte läuft im Winter auf Hochtouren. Die Erntehelfer – Tausende von ihnen sind Wanderarbeiter und Geflüchtete aus Afrika – bekommen nur einen Hungerlohn von etwa 25 Euro für einen langen Tag knochenharter Arbeit. Zudem müssen sie im nasskalten Winter unter erbärmlichsten Bedingungen in Zelten, Containern und Hütten hausen.

Die Orangen-Aktion möchte dagegen ein Zeichen setzen. „Es ist erschreckend, dass durch den Druck der Großabnehmer und Lebensmittelkonzerne solche menschenunwürdigen Zustände wie in Süditalien überhaupt möglich sind“, sagt Claudia Eckhoff, hiesige Regionalpromotorin des Eine Welt Netz NRW, die im AllerWeltHaus arbeitet. Dass sich kaum jemand für das Schicksal dieser Menschen am südlichsten Ende Europas interessiere, sei „eine Schande für Europa“.

Das AllerWeltHaus Hagen unterstützt die Aktion, die vom Verein „SOS Rosarno“ in Kalabrien getragen wird. Der Verein vertreibt die ökologisch produzierten Orangen auf menschenwürdige, verantwortungsvolle Weise: Die Bauern erhalten faire Preise und die Wanderarbeiter den Mindestlohn und eine Sozialversicherung.

Weitere Informationen zur Aktion sind unter www.eine-welt-gruppe.de/orangen-aktion zu finden.

Burak Yilmaz zu Gast an der Gesamtschule Haspe

22. Oktober 2022

„Der Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus beginnt im eigenen Kopf“ – Diese Worte gab der Autor und Pädagoge Burak Yilmaz rund 90 Zehntklässlerinnen und -klässlern der Gesamtschule Haspe im Rahmen einer Lesung aus seinem Buch „Ehrensache – Kämpfen gegen den Judenhass“ mit auf den Weg.

Yilmaz trug bei der Veranstaltung unter anderem Textpassagen aus seinem Buch vor. Diese leitete er stets durch persönliche Erzählungen ein, im Anschluss fragte er die Schülerinnen und Schüler nach ihrer Meinung. Durch Fragen wie „Was nervt euch gerade?“, „Welche Vorurteile kennt ihr?“, „Welche Erfahrungen habt ihr mit rassistischen Witzen?“ oder „Wer bestimmt, was Gewalt ist und wo die Grenze liegt?“ bezog Yilmaz die Jugendlichen aktiv in seine Lesung mit ein.

Die Schülerinnen und Schüler erhielten während der Lesung persönliche Einblicke in das Leben des Autors. Yilmaz erzählte zum Beispiel, wie sich sein Leben als Jugendlicher in Deutschland nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 komplett veränderte. Denn plötzlich wurde er nicht mehr nur als Türke sondern als Moslem gesehen und mit den Taliban verglichen. Episoden aus seinem Leben spiegelten außerdem massive Erfahrungen mit Rassismus wider.

Neben seiner Arbeit als Pädagoge und Autor ist Burak Yilmaz außerdem als Berater in Gefängnissen tätig und hat mit Tätern antisemitischer beziehungsweise rassistischer Gewaltaktionen gesprochen. Für sein vielfältiges Engagement gegen Antisemitismus und für eine inklusive Erinnerungskultur bekam er aus den Händen Frank-Walter Steinmeiers bereits das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Die Gesamtschule Haspe setzt sich als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ seit Jahren aktiv mit dem Thema Rassismus auseinander. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Lesereihe „buch_haltung“ statt und wurde durch das Kommunale Integrationszentrum Hagen, das AllerWeltHaus Hagen und den Jugendring Hagen organisiert.

Apfelernte für Familien auf dem Marienhof

18. Oktober 2022

Aepfel~1_maxIm Rahmen der Weltretterreihe finden verschiedene Veranstaltungen zu den Themen Ökologie und Nachhaltigkeit statt. Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen.

Äpfel ernten und daraus selbst leckeren Apfelsaft pressen – Familien mit Kindern, die daran Interesse haben, sind bei dem gemeinsam von VHS (Volkshochschule Hagen) und Hagener Heimatbund im Rahmen der Weltretter-Reihe organisierten Apfelseminar am Freitag, 21. Oktober, von 15 bis 18 Uhr auf dem Marienhof, Brunsbecke 5, Hagen-Ambrock, genau richtig.

Die Teilnahmegebühr beträgt 10 Euro. Eine Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1456 ist erforderlich und nur beim Marienhof Hagen per E-Mail an anmeldung@marienhof-hagen.de möglich. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon 02331/441449.

Wenig Hochqualifizierte in Hagen

14. Oktober 2022

Der Anteil der Hochqualifizierten an der Bevölkerung (ab 15 Jahren) lag in Hagen im Jahr 2019 bei 16,8 Prozent und war damit um 8,2 Prozentpunkte niedriger als der Bundesdurchschnitt (25,0 Prozent) und lag 4,9 Prozentpunkte unter dem NRW-Mittel (21,7 Prozent).

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des beginnenden Wintersemesters 2022/23 mitteilt, gelten Personen als hochqualifiziert, wenn sie über einen tertiären Bildungsabschluss verfügen – also über einen Meister-, Fachhochschul- oder Universitätsabschluss bis hin zu einer erworbenen Forschungsqualifikation, z. B. durch eine Promotion.

In Nordrhein-Westfalen gab es im regionalen Vergleich in Bonn (35,4 Prozent), Düsseldorf (35,2 Prozent) und Köln (32,3 Prozent) die höchsten Anteile Hochqualifizierter. Bundesweit hatten München (43,0 Prozent), Stuttgart (39,6 Prozent) und Dresden (38,9 Prozent) die höchsten Quoten. Die niedrigsten Anteile wurden bundesweit für Gelsenkirchen (11,8 Prozent), Bremerhaven (12,2 Prozent) und Duisburg (13,5 Prozent) ermittelt.

Seerunde bald nicht mehr möglich?

13. Oktober 2022

Im März 2024 läuft das Haltbarkeitsdatum der Brücke am Hengsteysee in Hagen ab, die Hagen und Herdecke verbindet. (…)

Die Hagener Stadtspitze ist deutlich: „Die Stadt Hagen hält wie die Stadt Herdecke diese Verbindung zwischen den beiden Städten für zwingend notwendig. Allerdings müssen die Konditionen für eine Übernahme stimmen, da sich die Brücke in einem schlechten Zustand befindet, insbesondere der Oberbau mit Rad- und Fußweg ist in einem katastrophalen Zustand. Eine verlässliche Aussage zum Zustand der Brücke und einer möglichen Übernahme lässt sich mit den der Stadt Hagen bislang vorliegenden Informationen aktuell nicht treffen.“ (…)

Auch Herdeckes Bürgermeisterin Katja Strauß-Köster hegt Zweifel: „Es gibt Hinweise darauf, dass die Brücke in keinem guten Zustand ist. In diesem Zustand wollen wir die Brücke eigentlich nicht übernehmen. Vielmehr wäre uns daran gelegen, sie in einem sanierten Zustand zu übernehmen. Zumindest den Teil der Brücke in Partnerschaft mit der Stadt Hagen, der auf Herdecker Stadtgebiet liegt. Darüber laufen Gespräche mit Amprion.“ (…)

Für Hagen und Herdecke gilt die Brücke als elementar. Als Städteverbindung und für den Ruhrtalradweg. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Vortrag zum Erbe der Sklaverei in den USA

12. Oktober 2022

Einen kostenlosen Online-Vortrag in englischer Sprache zur Geschichte der Sklaverei in den USA veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Montag, 17. Oktober, von 19.30 bis 21 Uhr.

Die Dozenten Michael Hochgeschwender und Clint Smith folgen den Spuren des transatlantischen Sklavenhandels und stellen historische Stätten vor, die mit dem Sklavenhandel in Verbindung stehen. Dabei zeigen sie, wie eng alltägliche Orte, Feiertage und sogar ganze Stadtteile mit diesem gewaltsamen Kapitel der amerikanischen Geschichte verflochten sind und bis heute die Gegenwart prägen.

Clint Smith zählt zu den wichtigsten Intellektuellen der USA. Sein Buch zur Sklaverei erreichte den ersten Platz der New York Times Bestsellerliste.

Eine Anmeldung zu dem Vortrag ist unter der Kursnummer 0108Z bis Montag, 17. Oktober, um 12 Uhr entweder über die Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 möglich. Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

Der „Stadtknast“ in Hagen

11. Oktober 2022

50 Jahre Einweisungsverfahren in der JVA Hagen
Podiumsdiskussion auf dem Campus der FernUni

Die Hagener Justizvollzugsanstalt (JVA) liegt nicht nur mitten im Hagener Stadtzentrum, sie spielt auch eine zentrale Rolle für den nordrhein-westfälischen Strafvollzug: Seit 50 Jahren regelt das Einweisungsverfahren für NRW, dass männliche Gefangene zunächst in der Hagener JVA landen, bevor sie ihre eigentliche Haftstrafe antreten.

Expertinnen und Experten prüfen hier Lebensverhältnisse und Persönlichkeiten der Straffälligen. Erst nach dieser sogenannten Behandlungsuntersuchung erfolgt die weitere Vollzugsplanung – und damit die Aufteilung der Häftlinge auf andere Gefängnisse des Landes.

Hat sich dieses zentralisierte Verfahren wirklich bewährt? Beugt diese Art des Strafvollzugs erneuten Vergehen wirkungsvoll vor? Wie zuverlässig können die Diagnosen bei knapper Ressourcenlage oder unkooperativen Straftätern überhaupt erstellt werden? Und was bedeutet es für die Hagener Bürgerinnen und Bürger, dass Gewalt- und Sexualstraftäter aus NRW in ihrer Nachbarschaft inhaftiert sind?

Um Fragen wie diese geht es bei einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung am Dienstag, 25. Oktober, von 18 bis 20 Uhr auf dem Campus der FernUniversität in Hagen: „Strafen, fördern, verbessern: Der ‚Stadtknast‘ in Hagen und seine besondere Rolle für NRW“.

Zu Wort kommen Gäste aus der Arbeit im Strafvollzug, der Wissenschaft und Kommunalverwaltung: Dr. Jörg-Uwe Schäfer bezieht als Leiter der Hagener JVA Position. Einblicke in den Arbeitsalltag der Anstalt gibt Justizvollzugsbeamtin Helena Kasper. Ihre psychologische Expertise bringen Prof. Dr. Stefan Stürmer und Prof. Dr. Andreas Mokros von der FernUniversität in Hagen ein. Reinhard Goldbach stellt seine Sichtweise als Leiter des Fachbereichs Jugend und Soziales der Stadt Hagen dar. Moderiert wird die Veranstaltung von Ralf Schaepe (Radio Hagen).

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme kostenlos. Sie findet statt auf dem Campus der FernUniversität in Hagen, Raum 1-3, Gebäude 2, Universitätsstraße 33, 58097 Hagen. Parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Geschichte der ersten Gastarbeitergeneration

5. Oktober 2022

Fachveranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums

Großes Interesse an der Geschichte der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter der ersten Generation: Über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten die Fachveranstaltung „Geschichte der Einwanderer oder Geschichte der Einladung(en)? – Wie Arbeiter:innen als Gäste ein- und ausgeladen werden“ des Integrationsrates Hagen in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme.

Neben interessierten Bürgerinnen und Bürgern nahmen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Hagen, der Wohlfahrtsverbände, der Kommunalpolitik sowie der Polizei Hagen an der Veranstaltung teil.

Nach der Eröffnung durch Hakan Severcan, Vorsitzender des Integrationsrates Hagen, rekonstruierte Professor Dr. Haci-Halil Uslucan in seinem Vortrag zunächst die Situation der ersten Generation von Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern aus einer historischen und psychologischen Perspektive.

Im zweiten Schritt stellte er die Frage, welche Bedingungen für den Erfolg von Integration und Beheimatung wichtig sind. Was müssen Zugewanderte tun? Welche Anstrengungen muss die Aufnahmegesellschaft leisten? Wie sollte das Zusammenleben organisiert werden? Wo liegen nach wie vor Unterschiede zwischen Zugewanderten und der einheimischen Bevölkerung? Hierzu wurden sowohl eigene empirische Untersuchungen als auch plastische Fallbeispiele vorgeführt.

Im Anschluss startete eine Podiumsdiskussion mit Ergül Aydemir, Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Ahlen, Seyfullah Köse, Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Gevelsberg, und Hakan Severcan.

Hierbei ging es zum einen darum, wie die Teilnehmenden die Integration von Zugewanderten in Hagen einschätzen, was sich historisch verändert hat und wo noch immer Hindernisse und Hürden bestehen. Zum anderen stand die Frage im Fokus, welche generationsbedingten Unterschiede bei der gesellschaftlichen Teilhabe von Zugewanderten gesehen werden.

Förderung von Projekten zur Integrationsarbeit

3. Oktober 2022

komm-an-logo-rz-jpg_thumbIm Rahmen des Förderprogramms „KOMM-AN NRW“ des Landes zur Integration von Geflüchteten und (Neu-)Zugewanderten stehen für das Jahr 2023 rund 71.000 Euro für Hagener Projekte im Rahmen der Integrationsarbeit von Initiativen, kirchlichen Trägern, Organisationen von Migranten oder Vereinen zur Verfügung.

Die Akteurinnen und Akteure werden in ihrem Engagement durch das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen unterstützt. Ziel des Förderprogramms ist die Entlastung der ehrenamtlichen Arbeit.

Die Projekte müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise sollen die Angebote die Willkommen- und Anerkennungskultur für zugewanderte Personen fördern sowie ehrenamtliche Strukturen stärken. Eine ordnungsgemäße Geschäftsführung muss gesichert sein, die Angebote müssen interkulturell geöffnet sein und Öffentlichkeitsarbeit, unter Verwendung des KOMM-AN-Logos, ist verpflichtend.

Interessierte können das Formular zur Interessensbekundung für 2023 ausgefüllt und unterschrieben im Zeitraum von Montag, 10. Oktober, bis Freitag, 18. November, im Kommunalen Integrationszentrum Hagen, Berliner Platz 22, abgeben oder per E-Mail an tobias.christmann-knorn@stadt-hagen.de senden. Bis zum 23. Januar 2023 ist auch eine nachträgliche Abgabe möglich, allerdings verzögert sich dann der Start der Förderung.

Fragen beantwortet Tobias Christmann-Knorn unter Telefon 02331/207-5805 oder unter E-Mail tobias.christmann-knorn@stadt-hagen.de. Das aktuelle Antragsformular und weitere Informationen finden Interessierte in den kommenden Tagen auch direkt auf der Internetseite des KI Hagen.

Schul-Workshop informierte über Rassismus

2. Oktober 2022

„Handle in der digitalen Welt so, wie du in der analogen behandelt werden willst.“ Unter diesem Motto klärte der Politikwissenschaftler und Referent Said Rezek in einem Blogger-Workshop des Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) Schülerinnen und Schüler des Cuno II Berufskollegs über rassistische Hetze in sozialen Netzwerken auf.

An konkreten Beispielen lernten die Anwesenden, wie positive Reaktionen auf Hasskommentare aussehen und welche Reichweite sie haben können. „Ein sehr interessanter Workshop. Herr Rezek hat die Inhalte sehr gut und motivierend rübergebracht“, sagt Christian Kelch, Lehrer am Berufskolleg. Die Workshops von Said Rezek haben bereits an mehreren Schulen in Hagen stattgefunden und fanden bei den Schülerinnen und Schülern große Zustimmung.

Said Rezek ist Politikwissenschaftler, Trainer und freier Journalist. Er schreibt insbesondere über Medien, Muslime, Migration und Rassismus. Außerdem bietet er bundesweit Blogger-Workshops gegen Rassismus und Hassrede sowie Workshops für Medienkompetenz und Demokratieförderung an, die in Kooperation vom KI organisiert werden.

Für weitere Informationen können sich Interessierte an Marion Rosenberg, Mitarbeiterin des KI, unter Telefon 02331/207-5571 oder per E-Mail an Marion.Rosenberg@stadt-hagen.de wenden.

Fahrradparcours für Kinder am Dienstag

2. Oktober 2022

Am 4.10. von 15:00 bis 18:00 Uhr bietet der ADFC Hagen, unterstützt von der Jugendförderung der Stadt und dem Bezirksdienst Altenhagen der Polizei einen Fahrradparcours für Kinder auf dem Friedensplatz / Marktplatz Altenhagen an. Hier können Kinder u.a. über eine Wippe fahren und ihre Fahrkünste im Slalom und bei einer Kreisfahrübung ausprobieren. Ein Polizist steht zur Überprüfung der Verkehrssicherheit der Räder bereit.

Bitte Fahrrad und Helm nicht vergessen! Die Teilnahme ist kostenlos; eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Vertragsfalle Haustür

1. Oktober 2022

Verbraucherzentrale rät: Nicht überreden lassen und Verträge stets prüfen

„Zur Zeit erreichen uns viele Anfragen zu unseriösen Vertragsangeboten an der Haustür“, berichtet Janine Pühl, Leiterin der Beratungsstelle Hagen. Der beliebteste Aufhänger ist eine angebliche Gesetzesänderung, die Eigentümer zu einer energetischen Sanierung verpflichten soll.

„Geschickt werden die Verbraucherinnen und Verbraucher zur erst über das Telefon kontaktiert und in ein Gespräch verwickelt. Das eigentliche Ziel ist, einen Termin mit einem Vertreter bei den Verbraucher:innen zu Hause zu vereinbaren.“, so Pühl.

Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, was beim Vertragsabschluss zu beachten ist und erklärt, wann Verträge widerrufen werden können.

Nicht voreilig unterschreiben

Wer einen Vertrag unterschreibt, sollte ihn stets von A bis Z gelesen haben. Hierzu gehört auch das „Kleingedruckte“, also die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Auf blumige Versprechen eines Verkaufsgesprächs ist kein Verlass. Statt einen Vertrag spontan an der Haustür zu unterschreiben, ist es ratsam, die Unterlagen in Ruhe zu prüfen. Außerdem ist es immer gut, Preise und Angebote anderer Anbieter zu vergleichen. Keinesfalls sollte man sich unter Druck setzen lassen.

Widerrufsrecht nutzen

Wer einen Vertrag am Telefon, im Internet, an der Haustür oder in der Fußgängerzone geschlossen hat, kann diesen in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Anbieter sind verpflichtet, über das Widerrufsrecht zu informieren und eine Widerrufsbelehrung vorzulegen. Reicht der Anbieter die Belehrung nach, haben Verbraucher ab dann 14 Tage Zeit für den Widerruf. Erfolgt keine Widerrufsbelehrung erlischt das Widerrufsrecht nach 12 Monaten und 14 Tagen. Für den Widerruf kann ein Musterbrief der Verbraucherzentrale NRW genutzt werden.

Beratungsstelle aufsuchen

Wer unsicher ist, ob und unter welchen Bedingungen ein Vertrag abgeschlossen wurde und inwieweit ein Widerruf möglich ist, kann sich an die Beratungsstelle Hagen wenden. Ratsuchende erhalten hier eine kostenfreie Ersteinschätzung und bei Bedarf eine persönliche kostenpflichtige Rechtsberatung.

Rahel-Varnhagen-Kolleg jetzt neu im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

29. September 2022

KI_Graffiti-Workshop_Foto_Marion_Rosenberg_maxDie Schülerinnen und Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs beschäftigten sich in einem Graffiti-Workshop mit dem Thema „Anti-Rassismus“. Foto: Marion Rosenberg/Stadt Hagen.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ („SoR – SmC“): Diesen Titel nahm das Rahel-Varnhagen-Kolleg im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Schule in der vergangenen Woche entgegen. Die zuständige Regionalkoordinatorin vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen, Marion Rosenberg, überreichte die von der Bundeskoordination in Berlin ausgestellte Urkunde an die Sprecherin des Allgemeinen Studierendenausschusses Neva Aslan.

Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin Christine Preuß, weiteren Grußworten und einem Gesangsstück der jungen ukrainischen Sängerin Olha Lukaschenko erläuterte Neva Aslan, wie sich die Studierenden für einen Beitritt in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ eingesetzt haben.

Abschließend hieß die Regionalkoordinatorin für „SoR – SmC“ das Rahel-Varnhagen-Kolleg im größten Schülernetzwerk Deutschlands gegen Diskriminierung und Rassismus willkommen und sprach den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften ein großes Kompliment für bereits umgesetzte Aktionen aus.

„Das Jubiläumsfest des Rahel-Varnhagen-Kollegs zeigte eine Schulgemeinschaft, die geprägt ist von Toleranz, gegenseitigem Respekt und Miteinander“, so Marion Rosenberg. Seit dem Sommer gibt es an der Schule einen neuen „Respekt Coach“.

Informationen zum Programm „Respekt Coaches“ der Jugendmigrationsdienste erhalten Interessierte auf der Seite www.lass-uns-reden.de.

Verschiedene Aktionen zum Schuljubiläum

Das Rahel-Varnhagen-Kolleg veranstaltete einen Graffiti-Workshop zum Thema „Anti-Rassismus“. Die Schülerinnen und Schüler befassten sich dabei mit Fragen wie „Welche Folgen und Ursachen hat Rassismus“? und „Wie können wir uns gegen Rassismus einsetzen?“. Die entstandene Leinwand wurde am Ende des Schulfestes präsentiert und in der Schule aufgehängt.

Der Literaturkurs des Rahel-Varnhagen-Kollegs setzte sich in einer Theateraufführung mit der Frage „Was bedeutet für uns Ungerechtigkeit?“ auseinander.

Zudem stellten die Schülerinnen und Schüler des Geschichtskurses von Pablo Arias ihre Wanderausstellung „Hagener Opfer der NS-Militärjustiz“ vor. Die Ausstellung kann ausgeliehen werden. Interessierte melden sich bei Pablo Arias unter pablo.arias@rvkonline.de.

Beitritt zum „SoR – SmC“-Netzwerk

Hagener Schulen, die dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beitreten möchten, wenden sich an die zuständige Regionalkoordinatorin des Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen, Marion Rosenberg, unter Telefon 02331/207-5571 oder unter E-Mail marion.rosenberg@stadt-hagen.de.

Achtung, täuschend echt!

29. September 2022

Fakeshops erkennen mit dem Fakeshop-Finder
Verbraucherzentrale Hagen gibt Tipps zur schnellen Überprüfung von Online-Shops

Die Internetseiten sehen ganz normal aus. Das Angebot ist gut. Doch dann kommen die gewünschten Sneaker, Elektronikartikel oder günstigen Designer-Klamotten nicht. Stattdessen finden sich merkwürdige Abbuchungen auf der Kreditkarte.

„Fakeshops, also unseriöse Online-Händler, sind für Verbraucher oft schwer zu erkennen und können schnell zur teuren Falle beim Einkaufen im Internet werden“, sagt Janine Pühl, Leiterin der Beratungsstelle Hagen. Die Verbraucherzentrale NRW bietet daher ab sofort eine neue Online-Anwendung, mit der man einen Shop vor der Bestellung auf Echtheit überprüfen kann. Pühl hat noch weitere Tipps, die helfen, Fakeshops vor einer Bestellung zu erkennen:

Bei gerade knappen (Saison-)Produkten misstrauisch werden

Mal sind es die sehr begehrten neuen Spielekonsolen, mal aufgrund gestörter Lieferketten gerade schwer erhältliche E-Bikes oder auch günstiges Brennholz: Fakeshops nutzen es aus, wenn ein Produkt gerade knapp und in seriösen Shops nicht verfügbar ist. Dabei gibt es auch saisonale Trends, etwa bei Garten- und Freizeitartikeln im Sommer oder Elektronik in der Vorweihnachtszeit. Misstrauen ist auch angebracht, wenn sich auf einer Shop-Seite auffallend günstige Angebote häufen.

Alle Angaben prüfen

Interessierte Käufer sollten vor einer Bestellung folgende Punkte in einem Internet-Shop genau checken: Gibt es mehrere – darunter auch kundenfreundliche – Zahlungsarten oder bleibt am Ende des Bestellvorgangs nur die Vorkasse übrig? Gibt es eine überprüfbare Anbieteradresse im Impressum? Werden Angebot und Preis mit allen erforderlichen Details – etwa der Beschaffenheit des Produkts – angegeben? Werden Lieferbedingungen und -kosten ausreichend dargestellt? Sind Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und darin Hinweise zum Widerruf vorhanden?

Wird mit einem vertrauenswürdigen Gütesiegel wie z.B. „Trusted Shop Guarantee““(Trusted Shops), „s@fer-shopping“ (TÜV Süd) und „Geprüfter Onlineshop EHI“ (EHI Retail Institute GmbH) geworben? Eine zuverlässige Orientierung bieten solche Siegel jedoch nur, indem man auf das Logo klickt und dadurch auf die Homepage des Prüf-Unternehmens weitergeleitet wird.

(more…)

Inklusionspreis des Landes NRW geht an die AG Partizipation in Hagen

29. September 2022

Die AG Partizipation in Hagen freut sich über den Inklusionspreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Arbeitsgemeinschaft wurde in der Kategorie Teilhabe nominiert und gewann den Fachpreis, der mit 3.000 Euro honoriert ist. Als Vertreter nahm Friedrich Schmidt vom Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen den Preis von Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann im Ministerium in Düsseldorf entgegen.

Die AG Partizipation gibt es bereits seit dem Jahr 2015. Die Arbeitsgemeinschaft fördert das politische Engagement von Menschen mit einer Behinderung. Seit 2017 finden monatlich politische Stammtische statt, an denen Menschen mit und ohne Behinderung, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Wohlfahrtsverbände und Verwaltung regelmäßig teilnehmen.


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