Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

WPWR weiter auf Talfahrt

18. Oktober 2019

Die Auflage der Hagener Ausgabe der WPWR ist weiter rückläufig. Auch die Abschaffung der Möglichkeit, das Blatt während des Urlaubs abzubestellen (stattdessen kann es für diese Zeit nur noch „gespendet“ werden), konnte die Talfahrt nicht wirklich stoppen.

Der Verkauf der Zeitung lag im 3. Quartal 2019 mit durchschnittlich 27.488 Exemplaren um 4,54 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum mit 28.796 Stück. Das teilte jetzt die Informationsgemeinschaft zur Festellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) mit.

Grundpfeiler beim Verkauf sind fast ausschließlich die treuen Abonnenten, während die Zahl der frei über den Handel abgesetzten Exemplare inzwischen nur noch bei 1.052 liegt.

Hagen ist erneut Fairtrade-Stadt

17. Oktober 2019

Seit dem 6. September 2013 trägt Hagen den Titel „Fairtrade-Stadt“ und nun erhielt die Stadt für weitere zwei Jahre diese begehrte Auszeichnung.

Die Kampagne „Fairtrade-Towns“ gibt es mittlerweile in 36 Ländern mit mehr als 2.000 Fairtrade-Städten, darunter auch London, Rom, Brüssel und San Francisco. In Deutschland tragen diesen Titel 630 Kommunen. In allen Fairtrade-Towns vernetzen sich Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, um den fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern.

Auf der Seite www.fairtrade-towns.de können Städte und Kommunen sich informieren und um den Titel „Fairtrade-Town“ bewerben.

Um die Auszeichnung „Fairtrade-Town“ zu erhalten, muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, anhand derer das Engagement für den fairen Handel auf verschiedenen Ebenen bewertet wird:

1. Die Kommune verabschiedet einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. In Hagen erfolgte dies bereits am 13. Dezember 2012.

2. Die Kommune bildet eine Steuerungsgruppe, welche die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

3. Lokale Einzelhandelsgeschäfte, Floristen, Cafés und Restaurants bieten Produkte aus fairem Handel an. Für die Stadt Hagen bedeutet dies: 30 Einzelhändler und 15 Gastronomiebetriebe müssen mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten. Die Richtwerte für Fairtrade-Towns ergeben sich anhand der Einwohnerzahl.

4. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchengemeinden setzen Informations- und Bildungsaktivitäten zu fairen Handel um und bieten Produkte aus fairem Handel an.

5. Die Steuerungsgruppe der Kommune fördert die Öffentlichkeitsarbeit über die Aktivitäten zum Thema Fairtrade in der Kommune.

Antisemitische Taten in Hagen: Polizei sieht keine Häufung

12. Oktober 2019

„Wir haben derzeit keinerlei Hinweise, dass sich die konkrete Gefahrenlage hier bei uns in Hagen nach der Tat in Halle verändert hat“, so Polizeisprecher Ralf Bode. Dennoch sei die Polizei wachsam und habe neben der Synagoge auch andere Objekte mit jüdischem Hintergrund – wie etwa jüdische Friedhöfe – verstärkt im Blick.

In Hagen, so Bode, habe es in den vergangenen Jahre keine Häufung von antisemitischen Straftaten gegeben. „Seit 2014 hat unsere Staatsschutzabteilung 14 Taten registriert.“ Darunter seien aber keine massiven Deliktarten wie etwa Körperverletzung gewesen. (…)

Quelle: wp.de

Integrationspreis: Jetzt Vorschläge einreichen

12. Oktober 2019

Der Integrationsrat der Stadt Hagen möchte im Rahmen des Neujahrsempfangs 2020 erneut engagierte Menschen auszeichnen, die sich um Integration verdient gemacht haben.

Für den Integrationspreis können Einzelpersonen oder Gruppen und Institutionen mit einer kurzen Begründung vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen werden nicht berücksichtigt. Die potenziellen Preisträger müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Als Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement sollen diese mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 250 Euro ausgezeichnet werden.

Die Vorschläge können bis Freitag, 15. November, schriftlich bei der Geschäftsstelle des Integrationsrates im Kommunalen Integrationszentrum, Faten Alzahr, Berliner Platz 22, 58089 Hagen, oder per E-Mail an faten.alzahr@stadt-hagen.de eingereicht werden. Die Preisverleihung findet am 8. Februar um 16 Uhr im Rathaus an der Volme statt.

Wie früher

6. Oktober 2019

„Romantischer Weihnachtsmarkt“ im Freilichtmuseum Hagen

Romantisch wird es ersten Adventswochenende (29.11. bis 1.12.) im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). An drei Tagen wird mit dem „Romantischen Weihnachtsmarkt“ stimmungsvoll in den Advent gestartet. Die besondere und entspannt-ruhige Atmosphäre zwischen den illuminierten Fachwerkhäusern und den geschmückten Holzhütten macht ihn seit 20 Jahren zu einem Besuchermagneten (Foto: LWL).

In den historischen Häusern und kleinen Hütten zeigen etwa 85 Aussteller Handgemachtes, Kunstgewerbe aus Stoff, Papier, Holz, Glas und Metall. Zu sehen und zu kaufen gibt es kreativen Schmuck, wollige Kleidung und winterliche Accessoires und Dekorationen, Leckereien, Holzspielzeug, handgezogene Bienenwachskerzen sowie Krippen und Weihnachtsschmuck.

An einige Plätzen unterhält Live-Musik von Alphörnern, Bands und Chören, über Irish-Folk bis Weihnachtsjazz und -pop statt „Musik aus der Konserve“.

Das nostalgische Beiprogramm ist stimmig: Sankt Nikolaus im feierlichen roten Bischofsornat besucht nachmittags die Kinder im LWL-Freilichtmuseum und der Märchenerzähler präsentiert wunderbare Geschichten. Ponyreiten und Bastelworkshops für die ganz jungen Besucher mit den Museumspädagogen runden das Programm ab.

Tipp: Bequem per Bahn und Bus fahren die Besucher mit dem VRR-Kombiticket (Hin- und Rückfahrt und Eintritt, 5 Euro) direkt bis zum Museum oder nutzen den kostenlosen Pendelbus von einigen großen Ausweichparkplätzen. Parken direkt am Freilichtmuseum ist kaum möglich, denn die Parkplätze sind dort Mangelware.

Viele weitere Informationen zum Weihnachtsmarkt, zu den Parkmöglichkeiten und zum Onlineticket finden sich ab Ende Oktober unter: www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

Kinderbetreuung: Über 93 Prozent der Eltern zufrieden

20. September 2019

93,2 Prozent der Eltern sind mit dem Betreuungsangebot ihrer Kinder in Hagener Kindertageseinrichtungen zufrieden. Diese erfreuliche Zahl offenbart eine durch den Fachbereich Jugend und Soziales durchgeführte Elternbefragung von 3004 Eltern – davon 803 Eltern von Kindern unter drei Jahren.

Die Landesregierung beabsichtigt, künftig auch längere Öffnungszeiten außerhalb der Kindpauschalen oder auch am Wochenende zu finanzieren. Im Zusammenhang mit der Novellierung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) hat der Jugendhilfeausschuss über das Thema der bedarfsgerechten Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen diskutiert und die Elternbefragung in Auftrag gegeben.

Die Eltern äußerten außerdem zusätzliche Bedarfe in Bezug auf frühere Bring- und sehr späte Abholzeiten. Da es sich immer um Einzelfälle je Kindertageseinrichtung handelte, überlegt der Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen nun, wie er diese Bedarfe erfüllen kann. 65 Fragebögen gaben den Wunsch nach Betreuungszeiten am Wochenende – samstags, sonntags oder an beiden Tagen – an.

Schwerpunkt-Einrichtungen als mögliche Lösung Die Stadtverwaltung befindet sich zurzeit in der Ideenfindung, wie sie auf die geäußerten Betreuungswünsche eingehen kann. Eine Möglichkeit könnten Schwerpunkt-Einrichtungen mit den erweiterten Betreuungsmöglichkeiten sein. Das ist jedoch davon abhängig, ob die Kinder mit diesen speziellen Betreuungsbedarfen auch alle dort angemeldet werden – denn dies bedeutet möglicherweise auch weitere Wege für die Eltern. Ein anderer Weg ist die ergänzende Betreuung durch eine Tagesmutter/-vater, die oftmals jetzt schon in Hagen praktiziert wird. Die Träger der Kindertageseinrichtungen in Hagen erarbeiten dazu in der nächsten Zeit mögliche Umsetzungsvorschläge.

Bereits jetzt haben Eltern auch vor der Anmeldung in eine Kindertageseinrichtung die Möglichkeit, sich im Fachbereich Jugend und Soziales bezüglich der Wahl der geeigneten Einrichtung und Kindertagespflege von Manuela Schänzer unter Telefon 02331/207-4464 und Sigrid von Dolenga unter Telefon 02331/207-4449 beraten zu lassen.

Die letzte Elternbefragung zu Betreuungszeiten fand 2014 statt. 2014 wurden 2736 Eltern, davon 760 Eltern von Kindern unter drei Jahren befragt. Auch damals ergab die Umfrage, dass der überwiegende Teil der Eltern mit den Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen zufrieden war. Eine vergleichsweise geringe Zahl an Ausnahmen mit weitergehenden Betreuungswünschen verteilte sich über das gesamte Stadtgebiet. Wie damals wurden die Bedarfe der Eltern auch jetzt mithilfe eines Fragebogens ermittelt.

Krankenstand in Hagen im Jahr 2018 deutlich gestiegen

19. September 2019

Der Krankenstand in Hagen ist 2018 deutlich gestiegen – das besagen jedenfalls Zahlen des aktuellen Gesundheitsreports der Krankenkasse DAK. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen lagen demnach 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahresergebnis.

Mit 5,3 Prozent habe es in der Region einen deutlich höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,3 Prozent) gegeben. Laut DAK-Gesundheitsreport, der auf den Daten von etwa 20.000 DAK-Versicherten in Hagen basiert, waren damit an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 53 krankgeschrieben. (…)

Die meisten Krankheitstage verursachten weiterhin Muskel-Skeletterkrankungen wie zum Beispiel Rückenschmerzen. Mit einem leichten Plus von vier Prozent machten sie mehr als jeden fünften Fehltag aus. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Artikel thematisiert nicht, in welchem Umfang die Krankheitstage ihre Ursache in Arbeitsbedingungen mit körperlicher Be- bzw. Überlastung haben. Ersatzweise werden in epischer Breite Suchtprobleme in den Vordergrund geschoben.

100 Jahre VHS – Lange Nacht der Volkshochschulen

13. September 2019

Bunt, fröhlich und kommunikativ – so wird am Freitag, 20. September, von 16 Uhr bis Mitternacht rund um die Villa Post gefeiert. In Hagen, sowie bundesweit, startet die Lange Nacht der Volkshochschulen anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Bildungseinrichtung.

Das Jahr 1919 setzt den Grundstein für die Entwicklung der Weiterbildung in öffentlicher Verantwortung, die seither konstituierend ist für Volkshochschulen: Artikel 148 der Weimarer Verfassung forderte alle staatlichen Ebenen dazu auf, das Volksbildungswesen einschließlich der Volkshochschulen zu fördern. Die Weiterbildung erhielt damit erstmals Verfassungsrang und wurde zum integralen Bestandteil des öffentlichen Bildungssystems. Als eine der ersten Städte mit einer Volkshochschule war auch Hagen dabei.

Bereits um 15 Uhr nimmt Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff alle Interessierten mit auf einen kostenlosen Stadtteilrundgang rund um den Bodelschwinghplatz. Treffpunkt ist vor der Villa Post. Das Fest an der Bühne im Park der Villa Post beginnt um 16 Uhr mit Kaffee und Geburtstagskuchen sowie einem Grußwort des Oberbürgermeisters Erik O. Schulz. Anschließend startet das abwechslungsreiche Programm mit Musik des Bläserensembles der Max-Reger-Musikschule.

Weiter geht es um 18 Uhr mit einer preisgekrönten Wissenschafts-Show, die Klein und Groß begeistert. Wenn die „Physikanten & Co.“ die Welt erklären, erscheinen physikalische Phänomene wie Magie: Ein Laserstrahl wird zum elektrischen Bass, riesige Rauch-Wirbelringe lassen selbst Harry Potters Patronus blass aussehen. Seit 18 Jahren beweisen die Physikanten, dass die perfekte Symbiose aus Entertainment und Naturwissenschaft gelingen kann. Wenn sie die Bühne betreten, wird Physik so glamourös wie ein Abend im Varieté, so witzig wie eine Comedy-Show und so packend wie ein Fußballendspiel. Fässer implodieren mit einem gewaltigen Knall, riesige Rauchringe fliegen durch die Luft und Gase verzerren die Stimmen der Darsteller bis zur Unkenntlichkeit. Mit ihren faszinierenden und verblüffenden Experimenten bringen die Physikanten die Zuschauer immer wieder zum Schmunzeln, Staunen, Lachen und Tüfteln.

Um 19.30 Uhr präsentiert sich die Hagener Kultband Daltons Orckestrar, wie gewohnt witzig und unterhaltsam. Beim MitSingDing mit Stefan Nussbaum ab 20.30 Uhr können alle Gäste stimmlich ihr Bestes geben. Es werden gemeinsam mit allen Besuchern des Abends bekannte Lieder aus den letzten 100 Jahren gesungen, unterstützt von Luisa Ortu und dem Chor der VHS.

Mit Beginn der Dunkelheit beginnen Villa und Park in einer imposanten Lichtinszenierung zu strahlen und werden so zum Leuchtturm in Wehringhausen. Damit sind Haus und Gelände bereits optisch ein Fest-Ort und leuchtender Anziehungspunkt der Langen Nacht.

Zahlreiche Kooperationspartner der VHS unterstützen die Jubiläumsfeier. Die Deutsch-Französische und Deutsch-Finnische Gesellschaft bieten an verschiedenen Ständen landestypische Köstlichkeiten und Spiele an. Von Boule über Gummistiefelweitwurf ist alles dabei. Kopterflüge, Tipps zur Imkerei und vieles mehr werden geboten.

In der Villa zeigt eine kleine historische Ausstellung des Stadtmuseums Hagen Fotos und Dokumente aus dem Hagen der 1920er Jahre. Eine weitere Ausstellung, die in Kooperation mit dem Werkhof entstand, zeigt gut erhaltene, wiederaufgearbeitete und recycelte Möbel aus den vergangenen Jahrzehnten. Freunde klassischer Musik können sich um 19 Uhr im ehemaligen Musikzimmer der Villa Post vom Ensemble Consort für Alte Musik verzaubern lassen.

Den krönenden Abschluss der VHS-Geburtstagsparty bildet nach 22 Uhr ein Konzert der Band Josh & The Blackbirds. Mit diesem Auftritt zum Mitsingen und Tanzen geht das Fest, das man nur alle 100 Jahre erleben kann, zu Ende.

Nicht überall ist Hagen – nicht überall ist GWG

2. September 2019

Eine dem Untergang geweihte Siedlung in Iserlohn erstrahlt heute in neuem Glanz

Schlieperblock, Frontansicht der restaurierten Gebäude Drosselweg 1-5. Foto: Asio otus, CC BY-SA 3.0

„Abriss ist unvermeidbar“ titelte das Lokalblatt. Das müsse aus Sicht der Wohnungsbaugenossenschaft nicht disktutiert werden. Die Wohnungen genügten den heutigen Anforderungen nicht einmal mehr in Ansätzen. Eine nachhaltige Modernisierung und Sanierung der Gebäude indes scheide aus wirtschaftlichen Gründen aus.

Das war im Jahr 2008 – und nein, es ging nicht um den unsäglichen Abriss des Wehringhauser „Block 1“ der GWG. Obwohl die Argumentation identisch ist. Was damals genauso vollmundig wie heute für Wehringhausen verkündet wurde, betraf den sogenannten „Schlieper-Block“ in Iserlohn.

Während in Hagen immer – gerne auch ohne Sinn und Verstand – munter abgerissen wird, ging dort die Geschichte ganz anders aus.

Der Schlieper-Block entstand in drei Bauabschnitten ab dem Jahr 1928 im Rahmen des städtischen Notwohnungsbaus für Erwerbslose. Architekt der über mehrere Straßen hinweg errichteten Wohnsiedlung war der im Bauamt der Stadt Iserlohn tätige Theodor Hennemann. Eigentümerin war die Stadt Iserlohn, bis die Wohnungen um 1941 an die Iserlohner gemeinnützige Wohnungsgesellschaft GmbH (IGW) übergingen.

Anders als viele in dieser Zeit entstandene Siedlungen orientierte sich Hennemann am „Neuen Bauen“, die Vorbilder sind in Dessau und Frankfurt zu sehen.

In einer Publikation des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe klärt der Architektur- und Sozialhistoriker Dr. Hans H. Hanke über den in der veröffentlichten Meinung „sehr verrufenen Schlieper-Block“ einiges auf. So sei es „nahezu unbekannt, dass die Siedlung einer der wenigen Iserlohner Orte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus war“.

Die Qualität des Schlieper-Blocks sowohl in architektonischer als auch sozialpolitischer Hinsicht wird von Hanke ausdrücklich gewürdigt: „Die Siedlung gehört in Westfalen, in dem überwiegend konservative Architekturformen rezipiert wurden, zu den ganz seltenen Baugruppen, die sich an der Moderne der Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts orientieren. … Auch als sozialpolitisches Beispiel einer Architektur, die sich der Moderne durch Bauaufgabe, städtebauliche Anordnung und schlichte Formen zuordnen lässt, ist die Siedlung außergewöhnlich in Westfalen. Sie gehört zu den gut ablesbaren Ergebnissen der Suche nach neuen Formen des Bauens für ärmere Schichten.“

Erhaltungsmaßnahmen blieben – wie beim GWG-Block in Wehringhausen – weitgehend aus, der Komplex verwahrloste zusehends und manifestierte den zunehmend schlechten Ruf des Schlieper-Blocks. So schien ein Abriss unaufhaltsam zu sein.

Die Wende kam im Jahr 2010. Auf Betreiben Iserlohner Bürger, insbesonders des inzwischen verstorbenen Peter Treudt und seines Mitstreiters Klaus Stinn (beide mussten sich im örtlichen Dumpfbackenmilieu auch noch als „Ideologen“ beschimpfen lassen), wurde der Schlieper-Block unter Denkmalschutz gestellt. Damit war die Wohnungsgesellschaft gezwungen, ihre Strategie zu ändern – einfach weg und was anderes auf das Grundstück zu stellen war jetzt nicht mehr möglich. Und siehe da: es ging.

Von „unwirtschaftlich“ und „Abriss unvermeidbar“ war plötzlich keine Rede mehr. In einer Pressemitteilung des Wohnungsunternehmens wurde die 180-Grad-Wende deutlich: „Für Geschäftsführer Olaf Pestl zählt dabei vor allem, dass der Schlieperblock nun endgültig vor dem Verfall gerettet ist.“

Die neue Linie lautete auf einmal: „Aufgrund der hohen baukulturellen Bedeutung der Wohnsiedlung ist die Zielsetzung für den weiteren Umgang mit dem Standort des Schlieperblockes ein weitestgehender Erhalt und eine Revitalisierung, die im Einklang mit den Denkmalschutzaspekten steht.“

Der Verein „Iserlohn – DenkMal“ kommentierte die Kehrtwende mit dem Satz: „Es hat sich also gelohnt, nicht zu schnell für einen Abriss zu votieren und denjenigen in Politik und Gesellschaft nicht nachzugeben, die eine kulturelle Ex-und Hopp Mentalität vertreten.“

In den Jahren 2015 bis 2017 wurde die Siedlung grundlegend saniert. Ein Teil wurde als Ausbauhäuser verkauft, im anderen Teil werden weiter Wohnungen vermietet. Vermarktet werden die Häuser inzwischen als „Bauhaus-Siedlung Schlieper“.

Stolz präsentierte Iserlohn die einst dem Untergang geweihte und inzwischen zum Vorzeigeobjekt mutierte Immobilie 2018 beim „Tag der Architektur“. Und auch in diesem Jahr wird auf den Stellenwert der Bauten hingewiesen: Besichtigt werden kann die Siedlung am „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag, den 8. September 2019 von 14 – 17 Uhr. Anlaufstelle: Meisenweg 6, 58644 Iserlohn.

Zum 12. Mal: Wehringhausen bittet zu Tisch

29. August 2019

Abriss trotz Bürgerprotesten

26. August 2019

Bagger schafft beim „Block 1“ in Hagen Tatsachen

Die Wohnungsbaugenossenschaft GWG hat Tatsachen geschaffen: Die Bagger sind angerückt, um die ersten Gebäude des „Block 1“ in Hagen abzureisen. Um den Erhalt des Komplexes hatte es Bürgerproteste gegeben. Doch die verlaufen scheinbar ins Leere. (…)

Quelle: t-online.de

Austausch mit Südkorea

17. August 2019

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Reinhard Goldbach, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales mit koreanischem Gast. Foto: Stadt Hagen

Eigentlich gehört es zum Tagesgeschäft: der fachliche Austausch mit anderen Kommunen und das mediale Interesse an der Arbeit der Hagener Stadtverwaltung. Eigentlich, denn wenn dieses Interesse aus Südkorea, zumal noch in geballter Form, kommt, dann wird aus dem alltäglichen Austausch ein besonderer. Dass das Interesse aus Südkorea sich in Hagen bündelt, liegt zum einen an Beziehungen, die der Fachbereich Jugend und Soziales bereits vor einigen Jahren knüpfen konnte, und zum anderen an Tae-Hoon Jung, Opernchormitglied des Theaters Hagen, der Termine für Fachleute sowie eine Tageszeitung aus Südkorea in Hagen organisierte und als Dolmetscher begleitete.

So besuchten vier Sozialarbeiter aus der Stadt Namyangju den Fachbereich Jugend und Soziales, um sich über die Zusammenarbeit der Stadt Hagen mit den Wohlfahrtsverbänden zu informieren. Auf besonderes Interesse stießen die Sozialleistungen, die Bürger erhalten können sowie die Betreuungs- und Beratungsleistungen für ältere Mitbürger.

Erstaunt zeigten sich die koreanischen Gäste über das duale System bei den Berufsausbildungen in Deutschland, da in Korea die meisten jungen Menschen studieren, um einen Berufsabschluss zu erhalten. Die Besucher berichteten ihrerseits über ihre Arbeit als Sozialarbeiter in Korea. So gibt es auch in Korea Beratung für ältere Menschen und bei Bedarf werden auch Hausbesuche durchgeführt. Ältere Menschen, die Hilfe benötigen, erhalten vom Staat einen finanziellen Zuschuss, damit sie hiervon zum Beispiel eine Haushaltshilfe oder eine Pflegekraft bezahlen können.

Ein ganz anderes Thema stand beim Besuch einer Delegation des Nationalinstituts für Ökologie bei der Unteren Naturschutzbehörde im Mittelpunkt. Im Mai 2018 wurde in Südkorea erstmals ein Gesetz zum Biotopschutz erlassen, für dessen Umsetzung die Kommunen zuständig sind. Das Nationalinstitut ist von der südkoreanischen Regierung damit beauftragt, die Schulung der kommunalen Mitarbeiter zur Umsetzung der Gesetzgebung durchzuführen.

Mit dem gesetzlichen Biotopschutz betritt Südkorea offenbar absolutes Neuland, so dass zunächst ein System für Biotopkartierung und -management entwickelt und eingeführt werden muss. Von den Hagener Kollegen erfuhr die Delegation, wie die naturschutzrechtlichen und -fachlichen Europäischen-, Bundes- und Landesvorgaben auf kommunaler Ebene umgesetzt werden. Abschließend wurde gemeinsam die Biologische Station Hagen besucht und deren Arbeit im Biotopmanagement und der praktischen Biotoppflege vorgestellt.

Im Oktober dokumentiert die landesweite, südkoreanische Tageszeitung Namdoilbo in einer Reportagen-Serie die Integration und Migration im Ruhrgebiet. In Hagen informierte sich die Zeitung unter anderem über die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums, besuchte einen Integrationskurs der Volkshochschule Hagen sowie einen Kindergarten oder eine Familie mit Migrationshintergrund.

Pannen-Gutachten zum Jubiläum des Hagener Kunstquartiers

11. August 2019

Es gibt Hoffnung: Zehn Jahre nach der Eröffnung des Kunstquartiers steht das Gutachten zu den Baupannen endlich vor dem Abschluss. (…)

Nachdem das federführende Sachverständigen-Büro von Dr. Ing. Stefan Wirth (Karlsruhe) Ende Juni zum wiederholten Male einen vereinbarten Termin für die Vorlage des Abschlussgutachtens ergebnislos hatte verstreichen lassen, hat das Landgericht Hagen als Herr des Verfahrens den Experten mit dem Hinweis auf die Eilbedürftigkeit in einem Blauen Brief schriftlich aufgefordert, endlich seine Expertise vorzulegen. (…)

Quelle: wp.de

Neues vom Hetzer

6. August 2019

Hubertus Heuel macht Stimmung im Sommerloch

Die Hagener Lokalredaktion des Einheitsblatts ist wahrlich nicht als Stimme des gesellschaftlichen Fortschritts zu verorten. Jetzt hat der Rechtsausleger der Textergruppe aus der Schürmannstraße wieder zugeschlagen.

Kein Schweinefleisch-Angebot in der Hagener Caritas-Kitas“ kräht Hubertus Heuel mit erkennbarer sprachlicher Schwäche seinen neuesten Erguss ins Land und sattelt sich damit auf eine Berichterstattung aus Leipzig auf. Dort waren zwei Kitas, nachdem ihr Verzicht auf Schweinefleisch bekannt geworden und von Bild mit Großbuchstaben ausgeschlachtet worden war, von vermutlich Rechtsextremisten bedroht worden.

Davon ist bei Heuel natürlich nichts zu lesen. Dabei hätte er nur in sein eigenes Blatt schauen müssen. Dort wurde auch der Leipziger Oberbürgermeister zitiert: „Den Untergang des Abendlandes und Gefahr für unsere aufgeklärte Freiheit geht nicht von denen aus, die aus welchen Gründen auch immer eine andere Ernährungskultur haben, als es am tradierten deutschen Stammtisch üblich ist, sondern von denen, denen jeglicher moralischer Kompass und der Anstand verloren gegangen ist.“

Für Heuel war offenbar die Bild-Berichterstattung der entscheidende Anlass, warum hätte er ausgerechnet jetzt eine Praxis aufgreifen sollen, die laut seinem eigenen Bericht bereits seit langem so gehandhabt wird. Immerhin hätten sich „noch nie Eltern über diese bereits seit mehreren Jahren bestehende Regelung beschwert“, zitiert er Bernadette Rupa von der Hagener Caritas.

Heuel ist immer wieder der erste Mann am Platze, wenn es darum geht, für die rechte Stimmung zu sorgen. Da wird die Hagener AfD mit ihren schätzungsweise 50 Mitgliedern überflüssig. Natürlich arbeitet der Rechtsschreiber nicht auf die plumpe Tour, er weiß aber genau welche Kodierungen er absetzen muss, um die einschlägige Klientel zu erreichen.

Heuels Käseblättchen hat immerhin in Hagen noch eine Auflage von etwa 20.000 Exemplaren. Dazu kommen die Follower auf der zugehörigen Fakebook-Seite. Und die haben das Heuel-Elaborat mit mehr als 680 Kommentaren bereits dankbar angenommen.

Schlossspielverein gewinnt vor Gericht gegen Fürstenhaus

25. Juli 2019

Der Verein „Freundeskreis Schlossspiele Hohenlimburg“ hat seine Klage gegen das Fürstenhaus zu Bentheim-Tecklenburg gewonnen. Am Dienstag verkündete die 9. Zivilkammer des Landgerichts Hagen ein entsprechendes Urteil. Fürst Maximilian, der einen Einigungsvorschlag des Gerichts nicht angenommen hatte, steht durch den Richterspruch jetzt schlechter da, als durch den ursprünglich angedachten Vergleich. (…)

Quelle: wp.de

Zahl der Remittenden überwiegt

22. Juli 2019

Verkauf der WPWR weiter rückläufig

Der Trend scheint unumkehrbar: Auch im 2. Quartal 2019 ging die verkaufte Auflage der WPWR in Hagen weiter zurück. Nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern brachte das lokale Einheitsorgan gegenüber dem Vorjahresquartal im Durchschnitt 4,8 % weniger Exemplare an die Leserschaft.

Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Niedergang des Blattes fort, das unter zwei unterschiedlichen Namen auftritt, dessen Lokalteile aber identisch sind. Letzteres ist allein schon deshalb problematisch, weil Untersuchungen zufolge die lokale Berichterstattung das entscheidende Motiv für den Erwerb solcher Blätter ist. Durch die Monopolisierung der Presselandschaft bleibt den Lesern beim Lokalen nur noch der Griff in den Einheitsbrei.

Fast 93 % der Zeitungen werden im Abonnement bezogen, der Einzelverkauf spielt praktisch keine Rolle mehr. Dort übersteigt inzwischen die Zahl der Remittenden, also der zurückgeschickten Exemplare, die der tatsächlich verkauften Zeitungen.

Kita-Beiträge in Hagen: Gericht entscheidet gegen Eltern

21. Juli 2019

Die Klage gegen die Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung hat ein vorläufiges Ende gefunden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat die Beschwerde der klagenden Eltern aus Hagen abgelehnt. Die wollten mit diesem juristischen Schritt die Zulassung eines Revisionsverfahrens gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster aus dem vergangenen Jahr erreichen.

Die Richter hatten damals die Klage der Eltern zurückgewiesen: Weder hätten die Ratsmitglieder unzureichende Informationen für ihre Entscheidung durch die Stadtverwaltung bekommen, noch seien die Elternbeiträge unverhältnismäßig hoch. Eine Revision, also eine Überprüfung des Urteils in der nächsten Instanz, hatten die Richter nicht zugelassen. (…)

Quelle: wp.de

Abriss: Markanaheim in Hagen-Haspe macht Platz für neue Kita

21. Juli 2019

Das altehrwürdige Markanaheim in Haspe wird abgerissen. An gleicher Stelle soll eine viergruppige Kita mit Veranstaltungsraum entstehen. (…)

Quelle: wp.de

Hagen bekommt für Hochhaus-Sanierung mehr Zeit

20. Juli 2019

Die Stadt hat für die geplante Sanierung des Verwaltungshochhauses an der Rathausstraße zwei Jahre mehr Zeit als ursprünglich gedacht. Die Bezirksregierung hat mit dem Fördergeber des Konjunkturpaketes III (KP 3) – also dem Bund – abgestimmt, dass Hagen aus der engen zeitlichen Taktung ausbrechen darf. Damit muss das 4,56-Millionen-Euro-Projekt nicht bereits Ende 2020 realisiert sein, sondern kann auch erst 2022 fertiggestellt werden. Grundlage dieses Schrittes ist ein sogenanntes Public-Privat-Partnership-Modell (PPP), wonach die Stadt nicht bloß die energetische Sanierung der Fassade ausschreibt, sondern gleichzeitig noch einen auf 30 Jahre angelegten Wartungsvertrag. (…)

Quelle: wp.de

Gesamtschule in Hagen-Eilpe wird erweitert

20. Juli 2019

Konkret entsteht im zweigeschossigen Neubau Raum für zwei Jahrgänge sowie zwei Lehrerzimmer und Nebenräume – etwa für Differenzierungsräume und Toiletten. Damit sind in Zukunft auf jeder Etage fünf Klassen eines Jahrgangs untergebracht. Darüber hinaus soll das Gebäude durch einen Aufzug barrierefrei sein. Geplant ist, dass die Schule in der Sekundarstufe 1 pro Jahrgang von vier auf fünf Klassen wachsen und so die Anzahl der Schüler von 950 auf gut 1100 steigen soll. (…)

Quelle: wp.de

Ein Park mitten in Wehringhausen?

20. Juli 2019

Im Herzen von Wehringhausen, entlang der Pelmkestraße zwischen Lange Straße und Augustastraße, könnte in naher Zukunft eine neue Erholungsfläche entstehen.

Quelle: wehringhausen.org

Ruhrtalbahn fährt nicht mehr

5. Juli 2019

Die RuhrtalBahn muss den Betrieb einstellen. Das gab der Ennepe-Ruhr-Kreis heute bekannt. Grund ist ein Motorschaden am Schienenbus aus den 1960er Jahren, der nur mit großem Arbeits- und Kostenaufwand behoben werden könnte. Nötig wäre eine vorgezogene Hauptuntersuchung des Schienenbusses, für die aber das Geld fehlt. Schon seit Saisonbeginn ruht der Betrieb der historischen Bahn, die Kosten laufen allerdings weiter.

Noch im April hatten die Stadt Hagen und der Ennepe-Ruhr-Kreis die weitere Unterstützung des touristischen Angebots beschlossen. Die Vereinbarung über einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 165.000 Euro wurde jetzt gekündigt. Über das weitere Vorgehen will der Kreis in den kommenden Monaten entscheiden.

Die RuhrtalBahn fuhr seit 2005 im touristischen Verkehr zwischen Hattingen und Hagen, Herdecke und Ennepetal. Unterstützt wurde sie von den Städten Hagen und Bochum sowie vom Ennepe-Ruhr-Kreis. Der Regionalverband Ruhr (RVR) mit seinem Infrastrukturunternehmen TouristikEisenbahnRuhrgebiet sorgte für die Unterhaltung der Strecke.

Wir machen Euch den Hof …

28. Juni 2019

Tag der offenen Hinterhöfe 2019: Parcours durch Wehringhausen

Am Sonntag, den 30. Juni öffnen bei freiem Eintritt grüne Alltagsoasen von Privaten, Vereinen, Kirchengemeinden, Kulturstätten, Initiativen und Institutionen ihre Türen, Tore & Räume für die Öffentlichkeit.

Der Wehringhausen-Rundgang durch die Höfe und Gärten ist auf eigene Faust mit Hilfe dieses Folders möglich oder per kostenloser Führung um: 12 Uhr mit Jürgen Quass-Meurer, 14 Uhr mit Annette Schoop oder 15 Uhr kurze Überraschungsführung.

Gestartet wird ab dem ‘Erzählcafé – Altes Backhaus‘ an der Lange Straße 30 in Hagen-Wehringhausen.

Seenotrettung im Mittelmeer

21. Juni 2019

Montag, 24.06.2019 um 19:00 Uhr, Stadtteilhaus Vorhalle

Das zentrale Mittelmeer gilt als tödlichste Seeroute der Welt. Allein im letzten Jahr starben mehr als 2000 Menschen.

Eine Vertreterin der Seenotrettungsorganisation MISSION LIFELINE berichtet über das Projekt “Search and Rescue“, durch das in der Zeit von September 2017 bis Juni 2018 1019 Menschen gerettet wurden.

Seit Juni 2018 ist das Schiff LIFELINE in Malta beschlagnahmt und der Kapitän Claus-Peter Reisch wurde wegen vermeintlich falscher Schiffsregistrierung angeklagt. Seitdem hat sich die Situation für zivile Seenotrettung drastisch verschlechtert. Kapitän Reisch wurde 2018 in Österreich und 2019 in Deutschland für seinen Einsatz und den seiner Crew mit Menschenrechtspreisen ausgezeichnet.

Im Anschluss an den Vortrag und den Kurzfilm gibt es die Gelegenheit zum Gespräch.

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter 02331-1272215 oder tanja.monse@awo-ha-mk.de

Veranstaltet im Rahmen von SCHWARZWEISSBUNT- Hagener Kulturfestival, organisiert vom Kulturbüro. Informationen unter www.hagen.de/schwarzweissbunt

Schüler in Hagen-Haspe pflanzen neuen Anti-Rassismus-Baum

18. Juni 2019

Im November ist der alte Baum von Unbekannten gefällt und in die Ennepe geworfen worden. Doch die Schüler lassen sich nicht unterkriegen. (…)

Michael Pütz, der Leiter des CRG, verfolgt die Pflanzaktion mit viel Sympathie: „Ich bin stolz auf meine Schüler. Ich bin mir sicher, dass der gefällte Baum im November kein Dumme-Jungen-Streich war, sondern eine gezielte Aktion gegen die Idee. Aber die Schüler haben eine gute Trotzreaktion gezeigt und die Neupflanzung ganz selbstständig organisiert.“ (…)

Quelle: wp.de

Marienhospital-Aus: Längere Wege für die Hohenlimburger

14. Juni 2019

Die vom Märkischen Kreis angekündigte Schließung des Marienhospitals Letmathe sorgt für heftigen Protest über die dortigen Stadtgrenzen hinaus. In Hohenlimburg sorgen sich viele Bürger insbesondere über die Folgen für die Notfallversorgung vor Ort. Am 26. Juni befindet der Kreistag über die Schließung des Standortes zum Jahresende. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Schloss-Spiele-Streit: Dieser Vorschlag liegt auf dem Tisch

12. Juni 2019

Im Streit zwischen dem Freundeskreis Schloss-Spiele und dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg liegt ein Einigungsvorschlag auf dem Tisch. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Dass vor 100 Jahren in Deutschland die Republik ausgerufen wurde, ist bei der WPWR bis heute nicht angekommen. Penetrant ist weiter untertänigst die Rede vom „Fürstenhaus“, und der Großgrundbesitzer, Herr Bentheim-Tecklenburg, ist für das Einheitsblatt immer noch „Fürst Maximilian“.

14 Familien in Hagen bei Aufnahme zum zweiten Mal abgewiesen

2. Juni 2019

Das Aufnahmeverfahren an den Hagener Gymnasien geht in die dritte Runde. Das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) hat 14 von 36 Kindern, deren Eltern nach einer Absage am Albrecht-Dürer- bzw. am Fichte-Gymnasium nun ihr Glück am THG versuchen wollten, die Aufnahme verweigert. Die betroffenen Familien haben nun bis zum 3. Juni Zeit, einen Aufnahmeantrag am Christian-Rohlfs-, am Ricarda-Huch- oder am Gymnasium Hohenlimburg zu stellen. An diesen drei Schulen sind noch Plätze frei. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Die Ablehnung von jährlich einer dreistelligen Zahl von Bewerbern an den Hagener Gesamtschulen hat den Autor dieses Beitrags, den WPWR-Schreiber Hubertus Heuel, samt seinem Blättchen noch nie gejuckt. An den Gymnasien sind dagegen genug Plätze vorhanden.

Querbeet

28. Mai 2019

Gartentage im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bietet Hobbygärtnern und Naturfreunden bei den Gartentagen QUERBEET in seinem Freilichtmuseum Hagen alles rund um das Thema Garte an: Am 1. und 2. Juni gibt es viele Anregungen, Ideen und Tipps rund um das Thema Pflanzen und Garten. QUERBEET präsentiert rund 40 Aussteller mit Blumen, Pflanzen, Inspirationen und Dekorationen für drinnen und draußen (Foto: LWL).

Natur- und garteninteressierte Besucher spazieren vorbei an blühenden Pflanzen, Gartenaccessoires, Handwerkskunst, kulinarischen Spezialitäten und hören Saxophonjazz auf der Restaurantterrasse. Am Samstag (1. Juni) bietet ein rustikaler Workshop am Sensenhammer von 10 bis 14 Uhr die seltene Gelegenheit zu lernen, wie man mit der Sense mäht. Dazu bitte vorher anmelden (Tel.: 02331 7807-0).

Garten- und Landschaftsbau

Wer seinen Garten in einen Ort zum Entspannen und Wohlfühlen verwandeln möchte, findet dazu bei den Fachleuten vom Garten- und Landschaftsbau Ideen und Anregungen. Mit der Auswahl an heimischen Pflanzenarten und -spezialitäten wie z. B. Rosen, Stauden, Zwerggehölzen oder auch Tomaten und Kräuter zeigen die Experten mit dem „grünen Daumen“ wie Wünsche nach einem Kräutergarten, einem schattigen Plätzchen unter einem Apfelbaum oder die Blütenpracht in einem Staudengarten wahr werden.

Auch der Bezirksverband der Hagener Kleingärtner beantwortet viele Fragen rund um den privaten Gartenbau, gibt Tipps zum Schneiden und Veredeln von Obstbäumen und erklärt, wofür Wildkräuter gut geeignet sind. Der Hagener Bonsaiclub präsentiert viele seiner prächtigen Bäume und die Technik, einen Bonsai richtig zu „erziehen“.

Keramik und Kunsthandwerk

Zinkwanne oder Feuertonne, Windlicht oder Rosenstab – das sind ebenfalls Dinge, mit denen Garten und Balkon trendig gestaltet werden. Akzente für drinnen und draußen – die QUERBEET-Aussteller mit ihrem Angebot an Keramik sowie dekorativen und textilen Gartenaccessoires beraten die Besucher gerne.

Kulinarisches und Unterhaltung

Das Restaurant Museumsterrassen bietet regionale Gerichte, Erdbeerkuchen und sommerliche Cocktails an. An diesem Wochenende unterhält ein Saxophonist die Besucher bei ihrem Querbeet-Rundgang mit dezenter Loungemusik. Und natürlich gibt es wie immer auch die Handwerksvorführungen in den historischen Werkstätten.

Mehr Informationen unter: www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

Zu Fuß unterwegs in der Wohnumgebung

19. Mai 2019

Studentin befragt die Bewohner in Hagen-Emst und Hagen-Wehringhausen

Eine Hagener Studentin an der Hochschule für Gesundheit in Bochum im Studiengang „Gesundheit und Sozialraum“ schreibt Ihre Bachelorarbeit zum Thema „Zu Fuß gehen in Ihrer Wohnumgebung“. Und da diese Frage am besten die Bewohner selbst beantworten können, werden beispielhaft die der beiden Hagener Stadtteile Hagen-Emst und Hagen-Wehringhausen befragt.

Dabei geht es darum: „Wie gut können Sie zu Fuß in Ihrer Wohnumgebung gehen? Und welche Ziele in Ihrer Wohnumgebung erreichen Sie gut und gerne zu Fuß und welche nicht? Und welche Gründe gibt es dafür? Gibt es ausreichend Bürgersteige? Sind diese breit genug? Werden diese gut in Stand gehalten?“

Die Idee dahinter ist, dass die Umwelt um das Zuhause dazu beiträgt, dass man mehr oder weniger zu Fuß geht. Das Gehen im Alltag und in der Freizeit (z.B. ein Spaziergang) wiederum trägt als eine Art der Bewegung zur Gesundheit bei.

Es wird eine digitale Befragung mit einem Fragebogen durchgeführt. Die Befragung ist ANONYM. Der Fragebogen kann mit dem Smart-Phone, dem Tablet oder dem PC ausgefüllt werden. Die Befragung beginnt am 20.5.2019 und dauert 4 Wochen.

Der Fragebogen ist unter folgendem Link, der gerne geteilt werden darf, abrufbar:

https://ee.kobotoolbox.org/::uZYJmQsh

„In Hagen gibt es Befürchtungen“

13. Mai 2019

WPWR betreibt Wahlkampfhilfe für die AfD – mit Spekulationen

Vor einigen Jahren verbreiteten Rechtsextreme die Parole „70 Millionen Türken sitzen auf gepackten Koffern“. Das war die Zeit, als noch ernsthaft über einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union verhandelt wurde. Der Rechten-Spruch war trotzdem völliger Blödsinn, denn damals wuchs die türkische Wirtschaft rasant, und die Migration lief in umgekehrter Richtung: Viele Deutschtürken, gerade die gut ausgebildeten unter ihnen, gingen in das Land ihrer Väter und Großväter, um an dem Boom teilzuhaben.

Ein EU-Beitritt des Landes am Bosporus ist inzwischen kaum noch denkbar und damit auch eine Freizügigkeit für türkische Bürger in weite Ferne gerückt. Entsprechend wandelte sich das Feinbild Nummer 1 der deutschen Rechten: „Der Zigeuner“ rückt wieder in den Mittelpunkt.

Man sagt natürlich nicht mehr „Zigeuner“ – das ist auch nicht mehr nötig. Die einschlägige Klientel weiß auch bei „Facharbeitern aus Südosteuropa“ oder „rumänischen und bulgarischen Bürgern“ was gemeint ist und versteht die Botschaft.

Die sendet auch die WPWR aus mit ihrem unverfänglich klingenden Artikel „Mehr EU-Zuwanderung? Brexit-Folgen für Hagen noch unklar“. Ein umfangreicher Beitrag, der allerdings fast ausschließlich auf Spekulationen und unterschwelliger Angstmache beruht und knapp zwei Wochen vor der Wahl zum Europäischen Parlament eine prima Wahlkampfhilfe für die AfD abgibt. Denn, so das Einheitsblatt: „In Hagen gibt es Befürchtungen.“ Wer die außerhalb der Redaktionsstube teilt – unbekannt.

Es beginnt schon mit dem Brexit an sich. Wann er kommt, in welcher Form er kommt, und ja, ob er überhaupt kommt – das steht alles in den Sternen. Die WPWR entwirft aber flott ein Bild, nach dem eine rumänisch-bulgarische Invasion von der Insel droht: „In Großbritannien leben sehr viele Rumänen und Bulgaren. Was machen sie nach dem Brexit? Fast 400.000 von ihnen leben auf der Insel.“

Gut eingenordet durch vorangegangene Berichterstattungen des Blattes, wird so mancher Leser zu dem Schluss gelangen: Die wandern alle nach Hagen aus, es steht doch im Lokalteil.

Belege für ihre wüsten Spekulationen hat die WPWR nicht im Angebot, nur (angeblich) einige anonyme Quellen. Die „rechnen mit einem massiven Zuzug, wenn die innerhalb der EU geltende Freizügigkeit nicht mehr für Großbritannien gilt – zumal in den Jahren 2016 und 2017 Rumänen und Bulgaren aus Hagen in Richtung Großbritannien abgewandert sind“.

Der ganze Beitrag bewegt sich im Bereich zwischen Glaskugel und Kaffeesatz. Da sind die Brexit-Folgen „unklar“ und „werfen viele Fragen auf“. Es „könnte Hagen von starker Zuwanderung betroffen sein“, vielleicht aber auch nicht.

Dürfen EU-Bürger nach einem Brexit in Großbritannien bleiben?Nach allem, was man bislang weiß: zunächst ja.“ Und wenn nicht, wohin werden sie gehen? „Das ist völlig unklar.“

Wer bei der Lektüre des Textes bis zum Schluss durchhält, bekommt zur Belohnung die Stellungnahme einer Praktikerin. Carla Warburg, Fachdienstleiterin für Integration beim Caritasverband Hagen: „In den Beratungsstellen für Menschen aus Südosteuropa haben wir keine konkreten Anzeichen dafür, dass es vermehrt Zuzüge aus Großbritannien nach dem Brexit geben wird.“

Die „Qualität“ der lokalen Berichterstattung – wenn man sie noch so nennen will – fällt immer mehr unangenehm auf, um es zurückhaltend zu formulieren. Selbst in überregionalen Medien. In einem Beitrag im Deutschlandfunk wird Gabriele Schwanke zitiert, die Leiterin des Quartiersmanagements der Stadt Hagen, die sich ebenfalls auf einen Artikel des heimischen Einheitsblatts bezieht:

„Was besonders traurig ist, dass dann – das ist in Hagen vorgekommen – in der Zeitung steht, Roma-Kinder verrichten ihre Fäkalien in Spielplatzhäuschen. Das stimmt. Was allerdings nicht da stand, ist, dass die Häuser seit längerem kein Wasser mehr hatten, obwohl die Mieter ihre Abgaben gezahlt haben, der Vermieter hingegen, auch unseriös, die Abgaben nicht weitergeleitet hat. Und dann muss man sich einfach überlegen, ob man dann wirklich sagen kann: ‚Okay, Roma sind unsauber‘, wie auch immer – oder ob letzten Endes die Familien das gemacht haben, was andere auch vielleicht auch gemacht hätten: ‚Guck mal, geh da rein, da sieht Dich keiner‘.“

Der Deutschlandfunk erwähnt auch noch eine Gruppe Drogensüchtiger und Alkoholiker in der Unterführung zum Bodelschwinghplatz, die sofort losschimpft: „Was die Zigeuner hier an Scheiße machen.“ „Ja, genau.“

Gut möglich, dass sie regelmäßig die WPWR aus den Mülltonnen klauben. Diese Lektüre schärft erfahrungsgemäß das einschlägige Weltbild.

Europa – und wenn ja, wie viele?

3. Mai 2019

Kabarett-Duo „ONKeL fISCH“ in der Stadthalle Hagen

Mehr über Europa erfahren – das kann nie schaden, insbesondere kurz vor der Europawahl. Das dachten sich die Elbershallen in Kooperation mit dem Europa-Büro der Stadt Hagen und luden das Kabarett-Duo ONKeL fISCH, Adrian Engels und Markus Riedinger, ein, um am Montag, 20. Mai, um 19 Uhr in der Stadthalle unter anderem zu fragen: Lohnt sich Europa überhaupt?

Das bekannte Duo erzählt, streitet, singt und tanzt sich durch ein satirisches Action-Kabarett. Dabei verbinden sie anspruchsvolle Inhalte und bissige Analysen mit hemmungsloser Komik – und das bei freiem Eintritt.

Einlass ist um 18 Uhr. Die Gäste erwarten gleich am Eingang erste Informationen zu Europa durch das Europa-Büro der Stadt Hagen. Das Büro will dazu anregen, an der Europawahl teilzunehmen.

Karten sind ab sofort in allen Bürgerämtern der Stadt Hagen, in der Stadthalle und in der HAGENinfo erhältlich. Pro Person werden maximal vier Freikarten abgegeben.

Altersarmut: Abruptes Aus für Soziallotsen-Projekt in Hagen

2. Mai 2019

Das im Kampf gegen Altersarmut und Vereinsamung initiierte Soziallotsenprojekt des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) muss seine Arbeit in Wehringhausen zum 29. Mai beenden. Der Anlaufpunkt in der Lange Straße wird geschlossen, die beiden Mitarbeiterinnen verlieren ihren Job. Der Grund für diesen Schritt: Die Erzdiözese Paderborn stellt wider Erwarten keine weiteren Fördermittel zur Verfügung. (…)

Quelle: wp.de

Marienhof-Verkauf: Bildungszentrum im Hagener Wald geplant

2. Mai 2019

Der BUND NRW will das Gästehaus Marienhof samt Areal drumherum kaufen und umbauen. (…)

Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND NRW, erklärt auf Anfrage: „Der Standort ist für uns ideal. Hagen liegt zentral in NRW, das Gebäude liegt mitten in der Natur und es verfügt über viele Schlafmöglichkeiten. Für unsere Idee eines BUND-Bildungshauses ist es super. Wir haben die Idee, Gebäude und Grundstück zu kaufen und umzubauen.“ (…)

Quelle: wp.de

CRG-Leiter Pütz sieht Schulfrieden in Hagen nicht zerstört

30. April 2019

Michael Pütz, Leiter des Christian-Rohlfs-Gymnasiums Haspe und Sprecher der Hagener Gymnasien, sieht den Schulfrieden in der Stadt durch die Vorgänge am Albrecht-Dürer-Gymnasium (AD) nicht zerstört. „Die Vertreter des AD mögen eine andere Position innehaben als die anderen Gymnasien, aber deshalb gibt es keinen persönlichen Zoff“, sagte Pütz. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Eine klare Ansage des Schulleiters in Richtung der Fraktionen von CDU und FDP im Hagener Rat und vor allem ihres publizistischen Transmissionsriemens, WPWR-Schreiber Hubertus Heuel („Von Schulfrieden kann keine Rede mehr sein„).

„Westfalenpost“ im Abstiegskampf

29. April 2019

Druckauflage in Hagen liegt nur noch bei etwa 13.000 Exemplaren

Die Verlagsgruppe Funke-Medien gerät in ihrem Stammland Nordrhein-Westfalen immer mehr in die Defensive. Das berichtet der Mediendienst Kress, dem nach eigenen Angaben interne Zahlen zu den Druckauflagen der Funke-Zeitungen vorliegen.

Seit Langem hat der Konzern nur Gesamtsummen seiner einzelnen Blätter für bestimmte Verbreitungsgebiete, die auch noch nach Bedarf erweitert wurden, veröffentlicht. Kress hat jetzt Zahlen zu den einzelnen Zeitungen genannt.

Demnach beläuft sich die gedruckte Hagener Ausgabe der Westfalenpost nur noch auf 13.155 Exemplare pro Tag. Die Anzahl der tatsächlich verkauften Zeitungen liegt naturgemäß noch darunter. Für das Stadtgebiet Hagen kommt noch die Ausgabe Hohenlimburg mit 1.694 gedruckten Exemplaren dazu.

Insgesamt erreicht die im südwestfälischen Raum verbreitete Westfalenpost nach Kress-Angaben aktuell eine Auflage von nur noch 92.372, davon 80.000 Abos.

Laut Kress hieß es auf einer Belegschaftsversammlung vor wenigen Wochen, die Westfalenpost habe 2018 noch mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Das habe aber um 800.000 Euro unter Plan gelegen. Funkes NRW-Verlagsgeschäftsführer Thomas Kloß habe bei der Gelegenheit auch gleich die Katze aus dem Sack gelassen: Die konzerninternen „Forecasts“ für die Jahre bis 2021 hätten für ganz NRW ergeben, dass „wir dann kein Geld mehr mit Tageszeitungen verdienen“.

Dies habe – angeblich – nichts mit den „Leistungen in den Redaktionen und der Produktqualität“ zu tun, sondern mit den „harten Bedingungen“, die die Branche vorgebe.

Nicht erst nachdem die Funke-Medien durch das Aus für den Wochenkurier in Hagen endgültig das Monopol errungen haben, spielt hier allerdings die „Branche“ keine Rolle mehr, sondern für den fortgesetzten Niedergang sind in erster Linie die „Leistungen in den Redaktionen“ und die „Produktqualität“ verantwortlich. Hier mangelt es bekanntermaßen erheblich.

Wie lebt es sich im Alter?

25. April 2019

Stadtverwaltung befragt Senioren

Gibt es genug Angebote für Seniorinnen und Senioren in Hagen? Sind die Stadtviertel barrierefrei? Wie steht es um die sozialen Kontakte der älteren Bürgerinnen und Bürger? Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu erhalten, verschickt die Stadtverwaltung Ende April und Anfang Mai Fragebögen an Hagenerinnen und Hagener, die 75 Jahre und älter sind.

Die Sozialplanerin der Stadt Hagen, Martina Gleiß, konzipierte in Kooperation mit einer studentischen Forschungsgruppe der Fachhochschule Dortmund unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Boecker mittels Interviews, Gruppendiskussionen und teilnehmenden Beobachtungen im Stadtteil einen Fragebogen, der sich möglichst nah an den Belangen der Menschen orientiert.

Im Rahmen einer sogenannten Sozialraumanalyse sollen so einschlägige Daten erhoben werden. Fokus der Analyse ist die räumliche und soziale Barrierefreiheit in den ausgewählten Stadtvierteln. Die Sozialräume wurden vom Sozialausschuss der Stadt Hagen in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat ausgewählt. In fast jedem Sozialraum gibt es mehrere Quartiere oder Viertel. Die Wahl des Sozialausschusses fiel dabei auf folgende Viertel: Kuhlerkamp, Fley, Helfe, Westerbauer, Quambusch, Baukloh, Hasper Bachtal, Eilpe, Oberhagen, Delstern, Selbecke, Dahl, Priorei, Rummenohl und Oege.

„Um möglichst viele Menschen in dieser Altersgruppe zu erreichen, schicken wir die Fragebögen direkt zu den Teilnehmern nach Hause“, erklärt Martina Gleiß. „Die Fragebögen sollten bis Mitte Mai an die Stadt Hagen zurückgeschickt werden“. Der Fragebogen kann bequem zu Hause ausgefüllt und dann kostenfrei per Post an die Stadt gesandt oder an den Infotheken der Rathäuser sowie bei den Bürgerämtern abgegeben werden. Selbstverständlich läuft alles anonym und gemäß der Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung ab.

Den Teilnehmenden bietet sich eine einzigartige Möglichkeit, sich in die Politik einzubringen und eigene Wünsche und Belange mitzuteilen. Die Ergebnisse werden in einem Altenbericht zusammengefasst, dem Sozialausschuss vorgestellt und dort zur Diskussion gestellt. Mit jedem ausgefüllten Fragebogen ist es möglich, die Nöte und Bedürfnisse transparenter zu machen. „Jede Perspektive ist interessant“, betont Prof. Dr. Michael Boecker, der selbst seit Jahren in Hagen lebt, „Nur dadurch ist es möglich, etwas für das Leben der Älteren im Stadtteil zu unternehmen.“

Weitere Informationen sind im Konzept zur Umfrage im Internet unter http://www.hagen.de zu finden. Fragen zu der Seniorenumfrage beantwortet Martina Gleiß unter Telefon 02331/207-2895 oder E-Mail Martina.Gleiss@stadt-hagen.de.

Verkehrswende à la Hagen

21. April 2019

In Zukunft sollen E-Autos die Stadt verstopfen

E-Autoposer an der Ladesäule: Die HAGENPEG/Elbershallen-Geschäftsführer Michael Dahm und Christian Isenbeck, Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz sowie Mark-E Vorstandssprecher Erik Höhne (Foto: Karen Herrmann/Mark-E)

Am Freitag, 5. April 2019, wurde eine weitere E-Ladesäule an den Elbershallen in Hagen von Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz, den Elbershallen-Geschäftsführern Christian Isenbeck und Michael Dahm (HAGENPEG) sowie Mark-E Vorstandssprecher Erik Höhne offiziell in Betrieb genommen. HAGENPEG hatte Mark-E mit der Errichtung der E-Ladesäule beauftragt.

„Als Elbershallen war es uns wichtig, nicht nur den mehr als 400 Mitarbeitern, sondern auch unserem unmittelbaren Wohnumfeld die Möglichkeit zu bieten, ihre Elektroautos aufzuladen beziehungsweise sie zu animieren, über den Kauf eines E Autos nachzudenken“, so Christian Isenbeck, ehemaliger „Citymanager“ des 2009 im Konkurs versunkenen Stadtmarketingvereins, der bei den Elbershallen sein Gnadenbrot verzehren darf.

Auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz freut sich über den weiteren Ladesäulen-Zuwachs: „Die Stadt Hagen leitet die Mobilitätswende ein – wir handeln nachhaltig und sind überzeugt, dass wir in Hagen so mehr Lebensqualität für alle schaffen. Die Ladesäule an den Elbershallen ist dabei ein weiterer Baustein.“

Große Worte für eine Stadt, die es noch nicht einmal schafft, eine schlichte Fahrbahnummarkierung zur Einrichtung von Busspuren, wie in der Körnerstraße geplant, in einem angemessenen Zeitraum umzusetzen. Technische Hindernisse sind auch mit viel Phantasie nicht auszumachen – es fehlt einfach der Wille.

Über einen ähnlich gelagerten „Baustein“ nach dem Muster des Hagener Oberbürgermeisters zur angeblichen „Mobilitätswende“, allerdings in höheren Regionen angesiedelt, berichtet auch Deutschlands bedeutendste Nachrichtenagentur dpo:

Airbus stellt erstes E-Flugzeug vor, das per Oberleitung betrieben wird

Toulouse (dpo) – Jetzt wird Fliegen endlich klimafreundlich! Der Flugzeughersteller Airbus hat heute mit dem Airbus A350E ein elektrisch betriebenes Verkehrsflugzeug vorgestellt, das über eine Oberleitung mit Strom versorgt wird. Damit sollen erstmals im großen Stil emissionsfreie Passagierflüge möglich sein. Auch Fluglärm gehört damit der Vergangenheit an.

„Der Flugverkehr gehört zu den größten Klimakillern weltweit. Deshalb ist ein Umstieg auf Elektroantrieb ein Gebot der Vernunft“, erklärt Airbus-Chef Guillaume Faury. „Leider braucht ein Flugzeug so viel Energie, dass das mit Akkus unmöglich zu bewältigen ist.“

Daher habe man nach einer anderen Lösung suchen müssen. Fündig wurde der Flugzeughersteller schließlich im Schienenverkehr. „Züge fahren bereits seit Jahrzehnten durch Strom aus der Oberleitung. Autoscooter auch. Bei Lkw ist es in Planung. Wir mussten dieses Prinzip also nur auf den Flugverkehr übertragen.“

Eine erste Teststrecke zwischen Paris und Toulouse ist bereits vollständig in beiden Richtungen elektrifiziert. Insgesamt 200 Testflüge von Flugzeugen mit Oberleitungstechnologie fanden seitdem statt. Die Serienreife ist erreicht.

Für Piloten macht der Flug mit E-Flugzeugen keinen großen Unterschied, wie Testpilotin Marie LeFont berichtet: „Man muss eigentlich nur aufpassen, dass man den Kontakt zur Oberleitung nicht verliert – in mehr als 10.000 Metern Reiseflughöhe kann das sonst fatal sein. Alles andere ist wie immer.“

Zudem käme es gelegentlich zu Flugverspätungen wegen Oberleitungsschäden – etwa wenn ein Baum bei einem Sturm umgestürzt ist.

Zahlreiche Staaten äußerten bereits Interesse an der Innovation. Bis spätestens 2030 könnte Experten zufolge der gesamte Luftraum über Europa elektrifiziert sein.

Quelle: Der Postillon

WPWR: Weiter in die Miesen

19. April 2019

Die thematische Fixierung auf Roma, Rapper und Rocker hat nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt: Auch im 1. Quartal 2019 musste die Hagener Ausgabe der WPWR weitere Leser einbüßen.

Nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) verminderte sich die Zahl der verkauften Exemplare der Zeitung im Vergleich zum 1. Quartal 2018 um 5 Prozent. Das entscheidende Segment der Abonnements war sogar um 5,27 Prozent rückläufig.

Auch der geringfügige Anstieg des Verkaufs der insgesamt bedeutungslos bleibenden ePaper konnte den weiteren Marsch in die Miesen nicht aufhalten.

Zahl der Schüler an privaten Ersatzschulen in Hagen auf 1.715 gestiegen

12. April 2019

1.715 Schülerinnen und Schüler in Hagen besuchen im zurzeit laufenden Schuljahr private Ersatzschulen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sind das 8,1 Prozent aller Schüler an allgemeinbildenden Schulen in der Stadt (ohne Weiterbildungskollegs).

Besonders angestiegen ist die Zahl der Privatschüler an der freikirchlichen Gesamtschule FESH in Wehringhausen: Im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr betrug die Steigerung 34,9 Prozent. Der Besuch der Waldorfschule ist dagegen wie schon seit Jahren weiter rückläufig. Dort ging die Zahl der Schüler um 5,4 Prozent zurück.


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