Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Schüler in Hagen-Haspe pflanzen neuen Anti-Rassismus-Baum

18. Juni 2019

Im November ist der alte Baum von Unbekannten gefällt und in die Ennepe geworfen worden. Doch die Schüler lassen sich nicht unterkriegen. (…)

Michael Pütz, der Leiter des CRG, verfolgt die Pflanzaktion mit viel Sympathie: „Ich bin stolz auf meine Schüler. Ich bin mir sicher, dass der gefällte Baum im November kein Dumme-Jungen-Streich war, sondern eine gezielte Aktion gegen die Idee. Aber die Schüler haben eine gute Trotzreaktion gezeigt und die Neupflanzung ganz selbstständig organisiert.“ (…)

Quelle: wp.de

Marienhospital-Aus: Längere Wege für die Hohenlimburger

14. Juni 2019

Die vom Märkischen Kreis angekündigte Schließung des Marienhospitals Letmathe sorgt für heftigen Protest über die dortigen Stadtgrenzen hinaus. In Hohenlimburg sorgen sich viele Bürger insbesondere über die Folgen für die Notfallversorgung vor Ort. Am 26. Juni befindet der Kreistag über die Schließung des Standortes zum Jahresende. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Schloss-Spiele-Streit: Dieser Vorschlag liegt auf dem Tisch

12. Juni 2019

Im Streit zwischen dem Freundeskreis Schloss-Spiele und dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg liegt ein Einigungsvorschlag auf dem Tisch. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Dass vor 100 Jahren in Deutschland die Republik ausgerufen wurde, ist bei der WPWR bis heute nicht angekommen. Penetrant ist weiter untertänigst die Rede vom „Fürstenhaus“, und der Großgrundbesitzer, Herr Bentheim-Tecklenburg, ist für das Einheitsblatt immer noch „Fürst Maximilian“.

14 Familien in Hagen bei Aufnahme zum zweiten Mal abgewiesen

2. Juni 2019

Das Aufnahmeverfahren an den Hagener Gymnasien geht in die dritte Runde. Das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) hat 14 von 36 Kindern, deren Eltern nach einer Absage am Albrecht-Dürer- bzw. am Fichte-Gymnasium nun ihr Glück am THG versuchen wollten, die Aufnahme verweigert. Die betroffenen Familien haben nun bis zum 3. Juni Zeit, einen Aufnahmeantrag am Christian-Rohlfs-, am Ricarda-Huch- oder am Gymnasium Hohenlimburg zu stellen. An diesen drei Schulen sind noch Plätze frei. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Die Ablehnung von jährlich einer dreistelligen Zahl von Bewerbern an den Hagener Gesamtschulen hat den Autor dieses Beitrags, den WPWR-Schreiber Hubertus Heuel, samt seinem Blättchen noch nie gejuckt. An den Gymnasien sind dagegen genug Plätze vorhanden.

Querbeet

28. Mai 2019

Gartentage im LWL-Freilichtmuseum Hagen

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bietet Hobbygärtnern und Naturfreunden bei den Gartentagen QUERBEET in seinem Freilichtmuseum Hagen alles rund um das Thema Garte an: Am 1. und 2. Juni gibt es viele Anregungen, Ideen und Tipps rund um das Thema Pflanzen und Garten. QUERBEET präsentiert rund 40 Aussteller mit Blumen, Pflanzen, Inspirationen und Dekorationen für drinnen und draußen (Foto: LWL).

Natur- und garteninteressierte Besucher spazieren vorbei an blühenden Pflanzen, Gartenaccessoires, Handwerkskunst, kulinarischen Spezialitäten und hören Saxophonjazz auf der Restaurantterrasse. Am Samstag (1. Juni) bietet ein rustikaler Workshop am Sensenhammer von 10 bis 14 Uhr die seltene Gelegenheit zu lernen, wie man mit der Sense mäht. Dazu bitte vorher anmelden (Tel.: 02331 7807-0).

Garten- und Landschaftsbau

Wer seinen Garten in einen Ort zum Entspannen und Wohlfühlen verwandeln möchte, findet dazu bei den Fachleuten vom Garten- und Landschaftsbau Ideen und Anregungen. Mit der Auswahl an heimischen Pflanzenarten und -spezialitäten wie z. B. Rosen, Stauden, Zwerggehölzen oder auch Tomaten und Kräuter zeigen die Experten mit dem „grünen Daumen“ wie Wünsche nach einem Kräutergarten, einem schattigen Plätzchen unter einem Apfelbaum oder die Blütenpracht in einem Staudengarten wahr werden.

Auch der Bezirksverband der Hagener Kleingärtner beantwortet viele Fragen rund um den privaten Gartenbau, gibt Tipps zum Schneiden und Veredeln von Obstbäumen und erklärt, wofür Wildkräuter gut geeignet sind. Der Hagener Bonsaiclub präsentiert viele seiner prächtigen Bäume und die Technik, einen Bonsai richtig zu „erziehen“.

Keramik und Kunsthandwerk

Zinkwanne oder Feuertonne, Windlicht oder Rosenstab – das sind ebenfalls Dinge, mit denen Garten und Balkon trendig gestaltet werden. Akzente für drinnen und draußen – die QUERBEET-Aussteller mit ihrem Angebot an Keramik sowie dekorativen und textilen Gartenaccessoires beraten die Besucher gerne.

Kulinarisches und Unterhaltung

Das Restaurant Museumsterrassen bietet regionale Gerichte, Erdbeerkuchen und sommerliche Cocktails an. An diesem Wochenende unterhält ein Saxophonist die Besucher bei ihrem Querbeet-Rundgang mit dezenter Loungemusik. Und natürlich gibt es wie immer auch die Handwerksvorführungen in den historischen Werkstätten.

Mehr Informationen unter: www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

Zu Fuß unterwegs in der Wohnumgebung

19. Mai 2019

Studentin befragt die Bewohner in Hagen-Emst und Hagen-Wehringhausen

Eine Hagener Studentin an der Hochschule für Gesundheit in Bochum im Studiengang „Gesundheit und Sozialraum“ schreibt Ihre Bachelorarbeit zum Thema „Zu Fuß gehen in Ihrer Wohnumgebung“. Und da diese Frage am besten die Bewohner selbst beantworten können, werden beispielhaft die der beiden Hagener Stadtteile Hagen-Emst und Hagen-Wehringhausen befragt.

Dabei geht es darum: „Wie gut können Sie zu Fuß in Ihrer Wohnumgebung gehen? Und welche Ziele in Ihrer Wohnumgebung erreichen Sie gut und gerne zu Fuß und welche nicht? Und welche Gründe gibt es dafür? Gibt es ausreichend Bürgersteige? Sind diese breit genug? Werden diese gut in Stand gehalten?“

Die Idee dahinter ist, dass die Umwelt um das Zuhause dazu beiträgt, dass man mehr oder weniger zu Fuß geht. Das Gehen im Alltag und in der Freizeit (z.B. ein Spaziergang) wiederum trägt als eine Art der Bewegung zur Gesundheit bei.

Es wird eine digitale Befragung mit einem Fragebogen durchgeführt. Die Befragung ist ANONYM. Der Fragebogen kann mit dem Smart-Phone, dem Tablet oder dem PC ausgefüllt werden. Die Befragung beginnt am 20.5.2019 und dauert 4 Wochen.

Der Fragebogen ist unter folgendem Link, der gerne geteilt werden darf, abrufbar:

https://ee.kobotoolbox.org/::uZYJmQsh

„In Hagen gibt es Befürchtungen“

13. Mai 2019

WPWR betreibt Wahlkampfhilfe für die AfD – mit Spekulationen

Vor einigen Jahren verbreiteten Rechtsextreme die Parole „70 Millionen Türken sitzen auf gepackten Koffern“. Das war die Zeit, als noch ernsthaft über einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union verhandelt wurde. Der Rechten-Spruch war trotzdem völliger Blödsinn, denn damals wuchs die türkische Wirtschaft rasant, und die Migration lief in umgekehrter Richtung: Viele Deutschtürken, gerade die gut ausgebildeten unter ihnen, gingen in das Land ihrer Väter und Großväter, um an dem Boom teilzuhaben.

Ein EU-Beitritt des Landes am Bosporus ist inzwischen kaum noch denkbar und damit auch eine Freizügigkeit für türkische Bürger in weite Ferne gerückt. Entsprechend wandelte sich das Feinbild Nummer 1 der deutschen Rechten: „Der Zigeuner“ rückt wieder in den Mittelpunkt.

Man sagt natürlich nicht mehr „Zigeuner“ – das ist auch nicht mehr nötig. Die einschlägige Klientel weiß auch bei „Facharbeitern aus Südosteuropa“ oder „rumänischen und bulgarischen Bürgern“ was gemeint ist und versteht die Botschaft.

Die sendet auch die WPWR aus mit ihrem unverfänglich klingenden Artikel „Mehr EU-Zuwanderung? Brexit-Folgen für Hagen noch unklar“. Ein umfangreicher Beitrag, der allerdings fast ausschließlich auf Spekulationen und unterschwelliger Angstmache beruht und knapp zwei Wochen vor der Wahl zum Europäischen Parlament eine prima Wahlkampfhilfe für die AfD abgibt. Denn, so das Einheitsblatt: „In Hagen gibt es Befürchtungen.“ Wer die außerhalb der Redaktionsstube teilt – unbekannt.

Es beginnt schon mit dem Brexit an sich. Wann er kommt, in welcher Form er kommt, und ja, ob er überhaupt kommt – das steht alles in den Sternen. Die WPWR entwirft aber flott ein Bild, nach dem eine rumänisch-bulgarische Invasion von der Insel droht: „In Großbritannien leben sehr viele Rumänen und Bulgaren. Was machen sie nach dem Brexit? Fast 400.000 von ihnen leben auf der Insel.“

Gut eingenordet durch vorangegangene Berichterstattungen des Blattes, wird so mancher Leser zu dem Schluss gelangen: Die wandern alle nach Hagen aus, es steht doch im Lokalteil.

Belege für ihre wüsten Spekulationen hat die WPWR nicht im Angebot, nur (angeblich) einige anonyme Quellen. Die „rechnen mit einem massiven Zuzug, wenn die innerhalb der EU geltende Freizügigkeit nicht mehr für Großbritannien gilt – zumal in den Jahren 2016 und 2017 Rumänen und Bulgaren aus Hagen in Richtung Großbritannien abgewandert sind“.

Der ganze Beitrag bewegt sich im Bereich zwischen Glaskugel und Kaffeesatz. Da sind die Brexit-Folgen „unklar“ und „werfen viele Fragen auf“. Es „könnte Hagen von starker Zuwanderung betroffen sein“, vielleicht aber auch nicht.

Dürfen EU-Bürger nach einem Brexit in Großbritannien bleiben?Nach allem, was man bislang weiß: zunächst ja.“ Und wenn nicht, wohin werden sie gehen? „Das ist völlig unklar.“

Wer bei der Lektüre des Textes bis zum Schluss durchhält, bekommt zur Belohnung die Stellungnahme einer Praktikerin. Carla Warburg, Fachdienstleiterin für Integration beim Caritasverband Hagen: „In den Beratungsstellen für Menschen aus Südosteuropa haben wir keine konkreten Anzeichen dafür, dass es vermehrt Zuzüge aus Großbritannien nach dem Brexit geben wird.“

Die „Qualität“ der lokalen Berichterstattung – wenn man sie noch so nennen will – fällt immer mehr unangenehm auf, um es zurückhaltend zu formulieren. Selbst in überregionalen Medien. In einem Beitrag im Deutschlandfunk wird Gabriele Schwanke zitiert, die Leiterin des Quartiersmanagements der Stadt Hagen, die sich ebenfalls auf einen Artikel des heimischen Einheitsblatts bezieht:

„Was besonders traurig ist, dass dann – das ist in Hagen vorgekommen – in der Zeitung steht, Roma-Kinder verrichten ihre Fäkalien in Spielplatzhäuschen. Das stimmt. Was allerdings nicht da stand, ist, dass die Häuser seit längerem kein Wasser mehr hatten, obwohl die Mieter ihre Abgaben gezahlt haben, der Vermieter hingegen, auch unseriös, die Abgaben nicht weitergeleitet hat. Und dann muss man sich einfach überlegen, ob man dann wirklich sagen kann: ‚Okay, Roma sind unsauber‘, wie auch immer – oder ob letzten Endes die Familien das gemacht haben, was andere auch vielleicht auch gemacht hätten: ‚Guck mal, geh da rein, da sieht Dich keiner‘.“

Der Deutschlandfunk erwähnt auch noch eine Gruppe Drogensüchtiger und Alkoholiker in der Unterführung zum Bodelschwinghplatz, die sofort losschimpft: „Was die Zigeuner hier an Scheiße machen.“ „Ja, genau.“

Gut möglich, dass sie regelmäßig die WPWR aus den Mülltonnen klauben. Diese Lektüre schärft erfahrungsgemäß das einschlägige Weltbild.

Europa – und wenn ja, wie viele?

3. Mai 2019

Kabarett-Duo „ONKeL fISCH“ in der Stadthalle Hagen

Mehr über Europa erfahren – das kann nie schaden, insbesondere kurz vor der Europawahl. Das dachten sich die Elbershallen in Kooperation mit dem Europa-Büro der Stadt Hagen und luden das Kabarett-Duo ONKeL fISCH, Adrian Engels und Markus Riedinger, ein, um am Montag, 20. Mai, um 19 Uhr in der Stadthalle unter anderem zu fragen: Lohnt sich Europa überhaupt?

Das bekannte Duo erzählt, streitet, singt und tanzt sich durch ein satirisches Action-Kabarett. Dabei verbinden sie anspruchsvolle Inhalte und bissige Analysen mit hemmungsloser Komik – und das bei freiem Eintritt.

Einlass ist um 18 Uhr. Die Gäste erwarten gleich am Eingang erste Informationen zu Europa durch das Europa-Büro der Stadt Hagen. Das Büro will dazu anregen, an der Europawahl teilzunehmen.

Karten sind ab sofort in allen Bürgerämtern der Stadt Hagen, in der Stadthalle und in der HAGENinfo erhältlich. Pro Person werden maximal vier Freikarten abgegeben.

Altersarmut: Abruptes Aus für Soziallotsen-Projekt in Hagen

2. Mai 2019

Das im Kampf gegen Altersarmut und Vereinsamung initiierte Soziallotsenprojekt des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) muss seine Arbeit in Wehringhausen zum 29. Mai beenden. Der Anlaufpunkt in der Lange Straße wird geschlossen, die beiden Mitarbeiterinnen verlieren ihren Job. Der Grund für diesen Schritt: Die Erzdiözese Paderborn stellt wider Erwarten keine weiteren Fördermittel zur Verfügung. (…)

Quelle: wp.de

Marienhof-Verkauf: Bildungszentrum im Hagener Wald geplant

2. Mai 2019

Der BUND NRW will das Gästehaus Marienhof samt Areal drumherum kaufen und umbauen. (…)

Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND NRW, erklärt auf Anfrage: „Der Standort ist für uns ideal. Hagen liegt zentral in NRW, das Gebäude liegt mitten in der Natur und es verfügt über viele Schlafmöglichkeiten. Für unsere Idee eines BUND-Bildungshauses ist es super. Wir haben die Idee, Gebäude und Grundstück zu kaufen und umzubauen.“ (…)

Quelle: wp.de

CRG-Leiter Pütz sieht Schulfrieden in Hagen nicht zerstört

30. April 2019

Michael Pütz, Leiter des Christian-Rohlfs-Gymnasiums Haspe und Sprecher der Hagener Gymnasien, sieht den Schulfrieden in der Stadt durch die Vorgänge am Albrecht-Dürer-Gymnasium (AD) nicht zerstört. „Die Vertreter des AD mögen eine andere Position innehaben als die anderen Gymnasien, aber deshalb gibt es keinen persönlichen Zoff“, sagte Pütz. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Eine klare Ansage des Schulleiters in Richtung der Fraktionen von CDU und FDP im Hagener Rat und vor allem ihres publizistischen Transmissionsriemens, WPWR-Schreiber Hubertus Heuel („Von Schulfrieden kann keine Rede mehr sein„).

„Westfalenpost“ im Abstiegskampf

29. April 2019

Druckauflage in Hagen liegt nur noch bei etwa 13.000 Exemplaren

Die Verlagsgruppe Funke-Medien gerät in ihrem Stammland Nordrhein-Westfalen immer mehr in die Defensive. Das berichtet der Mediendienst Kress, dem nach eigenen Angaben interne Zahlen zu den Druckauflagen der Funke-Zeitungen vorliegen.

Seit Langem hat der Konzern nur Gesamtsummen seiner einzelnen Blätter für bestimmte Verbreitungsgebiete, die auch noch nach Bedarf erweitert wurden, veröffentlicht. Kress hat jetzt Zahlen zu den einzelnen Zeitungen genannt.

Demnach beläuft sich die gedruckte Hagener Ausgabe der Westfalenpost nur noch auf 13.155 Exemplare pro Tag. Die Anzahl der tatsächlich verkauften Zeitungen liegt naturgemäß noch darunter. Für das Stadtgebiet Hagen kommt noch die Ausgabe Hohenlimburg mit 1.694 gedruckten Exemplaren dazu.

Insgesamt erreicht die im südwestfälischen Raum verbreitete Westfalenpost nach Kress-Angaben aktuell eine Auflage von nur noch 92.372, davon 80.000 Abos.

Laut Kress hieß es auf einer Belegschaftsversammlung vor wenigen Wochen, die Westfalenpost habe 2018 noch mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Das habe aber um 800.000 Euro unter Plan gelegen. Funkes NRW-Verlagsgeschäftsführer Thomas Kloß habe bei der Gelegenheit auch gleich die Katze aus dem Sack gelassen: Die konzerninternen „Forecasts“ für die Jahre bis 2021 hätten für ganz NRW ergeben, dass „wir dann kein Geld mehr mit Tageszeitungen verdienen“.

Dies habe – angeblich – nichts mit den „Leistungen in den Redaktionen und der Produktqualität“ zu tun, sondern mit den „harten Bedingungen“, die die Branche vorgebe.

Nicht erst nachdem die Funke-Medien durch das Aus für den Wochenkurier in Hagen endgültig das Monopol errungen haben, spielt hier allerdings die „Branche“ keine Rolle mehr, sondern für den fortgesetzten Niedergang sind in erster Linie die „Leistungen in den Redaktionen“ und die „Produktqualität“ verantwortlich. Hier mangelt es bekanntermaßen erheblich.

Wie lebt es sich im Alter?

25. April 2019

Stadtverwaltung befragt Senioren

Gibt es genug Angebote für Seniorinnen und Senioren in Hagen? Sind die Stadtviertel barrierefrei? Wie steht es um die sozialen Kontakte der älteren Bürgerinnen und Bürger? Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu erhalten, verschickt die Stadtverwaltung Ende April und Anfang Mai Fragebögen an Hagenerinnen und Hagener, die 75 Jahre und älter sind.

Die Sozialplanerin der Stadt Hagen, Martina Gleiß, konzipierte in Kooperation mit einer studentischen Forschungsgruppe der Fachhochschule Dortmund unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Boecker mittels Interviews, Gruppendiskussionen und teilnehmenden Beobachtungen im Stadtteil einen Fragebogen, der sich möglichst nah an den Belangen der Menschen orientiert.

Im Rahmen einer sogenannten Sozialraumanalyse sollen so einschlägige Daten erhoben werden. Fokus der Analyse ist die räumliche und soziale Barrierefreiheit in den ausgewählten Stadtvierteln. Die Sozialräume wurden vom Sozialausschuss der Stadt Hagen in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat ausgewählt. In fast jedem Sozialraum gibt es mehrere Quartiere oder Viertel. Die Wahl des Sozialausschusses fiel dabei auf folgende Viertel: Kuhlerkamp, Fley, Helfe, Westerbauer, Quambusch, Baukloh, Hasper Bachtal, Eilpe, Oberhagen, Delstern, Selbecke, Dahl, Priorei, Rummenohl und Oege.

„Um möglichst viele Menschen in dieser Altersgruppe zu erreichen, schicken wir die Fragebögen direkt zu den Teilnehmern nach Hause“, erklärt Martina Gleiß. „Die Fragebögen sollten bis Mitte Mai an die Stadt Hagen zurückgeschickt werden“. Der Fragebogen kann bequem zu Hause ausgefüllt und dann kostenfrei per Post an die Stadt gesandt oder an den Infotheken der Rathäuser sowie bei den Bürgerämtern abgegeben werden. Selbstverständlich läuft alles anonym und gemäß der Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung ab.

Den Teilnehmenden bietet sich eine einzigartige Möglichkeit, sich in die Politik einzubringen und eigene Wünsche und Belange mitzuteilen. Die Ergebnisse werden in einem Altenbericht zusammengefasst, dem Sozialausschuss vorgestellt und dort zur Diskussion gestellt. Mit jedem ausgefüllten Fragebogen ist es möglich, die Nöte und Bedürfnisse transparenter zu machen. „Jede Perspektive ist interessant“, betont Prof. Dr. Michael Boecker, der selbst seit Jahren in Hagen lebt, „Nur dadurch ist es möglich, etwas für das Leben der Älteren im Stadtteil zu unternehmen.“

Weitere Informationen sind im Konzept zur Umfrage im Internet unter http://www.hagen.de zu finden. Fragen zu der Seniorenumfrage beantwortet Martina Gleiß unter Telefon 02331/207-2895 oder E-Mail Martina.Gleiss@stadt-hagen.de.

Verkehrswende à la Hagen

21. April 2019

In Zukunft sollen E-Autos die Stadt verstopfen

E-Autoposer an der Ladesäule: Die HAGENPEG/Elbershallen-Geschäftsführer Michael Dahm und Christian Isenbeck, Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz sowie Mark-E Vorstandssprecher Erik Höhne (Foto: Karen Herrmann/Mark-E)

Am Freitag, 5. April 2019, wurde eine weitere E-Ladesäule an den Elbershallen in Hagen von Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz, den Elbershallen-Geschäftsführern Christian Isenbeck und Michael Dahm (HAGENPEG) sowie Mark-E Vorstandssprecher Erik Höhne offiziell in Betrieb genommen. HAGENPEG hatte Mark-E mit der Errichtung der E-Ladesäule beauftragt.

„Als Elbershallen war es uns wichtig, nicht nur den mehr als 400 Mitarbeitern, sondern auch unserem unmittelbaren Wohnumfeld die Möglichkeit zu bieten, ihre Elektroautos aufzuladen beziehungsweise sie zu animieren, über den Kauf eines E Autos nachzudenken“, so Christian Isenbeck, ehemaliger „Citymanager“ des 2009 im Konkurs versunkenen Stadtmarketingvereins, der bei den Elbershallen sein Gnadenbrot verzehren darf.

Auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz freut sich über den weiteren Ladesäulen-Zuwachs: „Die Stadt Hagen leitet die Mobilitätswende ein – wir handeln nachhaltig und sind überzeugt, dass wir in Hagen so mehr Lebensqualität für alle schaffen. Die Ladesäule an den Elbershallen ist dabei ein weiterer Baustein.“

Große Worte für eine Stadt, die es noch nicht einmal schafft, eine schlichte Fahrbahnummarkierung zur Einrichtung von Busspuren, wie in der Körnerstraße geplant, in einem angemessenen Zeitraum umzusetzen. Technische Hindernisse sind auch mit viel Phantasie nicht auszumachen – es fehlt einfach der Wille.

Über einen ähnlich gelagerten „Baustein“ nach dem Muster des Hagener Oberbürgermeisters zur angeblichen „Mobilitätswende“, allerdings in höheren Regionen angesiedelt, berichtet auch Deutschlands bedeutendste Nachrichtenagentur dpo:

Airbus stellt erstes E-Flugzeug vor, das per Oberleitung betrieben wird

Toulouse (dpo) – Jetzt wird Fliegen endlich klimafreundlich! Der Flugzeughersteller Airbus hat heute mit dem Airbus A350E ein elektrisch betriebenes Verkehrsflugzeug vorgestellt, das über eine Oberleitung mit Strom versorgt wird. Damit sollen erstmals im großen Stil emissionsfreie Passagierflüge möglich sein. Auch Fluglärm gehört damit der Vergangenheit an.

„Der Flugverkehr gehört zu den größten Klimakillern weltweit. Deshalb ist ein Umstieg auf Elektroantrieb ein Gebot der Vernunft“, erklärt Airbus-Chef Guillaume Faury. „Leider braucht ein Flugzeug so viel Energie, dass das mit Akkus unmöglich zu bewältigen ist.“

Daher habe man nach einer anderen Lösung suchen müssen. Fündig wurde der Flugzeughersteller schließlich im Schienenverkehr. „Züge fahren bereits seit Jahrzehnten durch Strom aus der Oberleitung. Autoscooter auch. Bei Lkw ist es in Planung. Wir mussten dieses Prinzip also nur auf den Flugverkehr übertragen.“

Eine erste Teststrecke zwischen Paris und Toulouse ist bereits vollständig in beiden Richtungen elektrifiziert. Insgesamt 200 Testflüge von Flugzeugen mit Oberleitungstechnologie fanden seitdem statt. Die Serienreife ist erreicht.

Für Piloten macht der Flug mit E-Flugzeugen keinen großen Unterschied, wie Testpilotin Marie LeFont berichtet: „Man muss eigentlich nur aufpassen, dass man den Kontakt zur Oberleitung nicht verliert – in mehr als 10.000 Metern Reiseflughöhe kann das sonst fatal sein. Alles andere ist wie immer.“

Zudem käme es gelegentlich zu Flugverspätungen wegen Oberleitungsschäden – etwa wenn ein Baum bei einem Sturm umgestürzt ist.

Zahlreiche Staaten äußerten bereits Interesse an der Innovation. Bis spätestens 2030 könnte Experten zufolge der gesamte Luftraum über Europa elektrifiziert sein.

Quelle: Der Postillon

WPWR: Weiter in die Miesen

19. April 2019

Die thematische Fixierung auf Roma, Rapper und Rocker hat nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt: Auch im 1. Quartal 2019 musste die Hagener Ausgabe der WPWR weitere Leser einbüßen.

Nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) verminderte sich die Zahl der verkauften Exemplare der Zeitung im Vergleich zum 1. Quartal 2018 um 5 Prozent. Das entscheidende Segment der Abonnements war sogar um 5,27 Prozent rückläufig.

Auch der geringfügige Anstieg des Verkaufs der insgesamt bedeutungslos bleibenden ePaper konnte den weiteren Marsch in die Miesen nicht aufhalten.

Zahl der Schüler an privaten Ersatzschulen in Hagen auf 1.715 gestiegen

12. April 2019

1.715 Schülerinnen und Schüler in Hagen besuchen im zurzeit laufenden Schuljahr private Ersatzschulen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sind das 8,1 Prozent aller Schüler an allgemeinbildenden Schulen in der Stadt (ohne Weiterbildungskollegs).

Besonders angestiegen ist die Zahl der Privatschüler an der freikirchlichen Gesamtschule FESH in Wehringhausen: Im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr betrug die Steigerung 34,9 Prozent. Der Besuch der Waldorfschule ist dagegen wie schon seit Jahren weiter rückläufig. Dort ging die Zahl der Schüler um 5,4 Prozent zurück.

Vertragsverlängerung für die RuhrtalBahn

12. April 2019

Die RuhrtalBahn wird auch in den kommenden drei Jahren den nostalgischen Schienenbus durch das Ruhrtal fahren. Die Stadt Hagen und der Ennepe-Ruhr-Kreis unterstützen das touristische Angebot mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von insgesamt 165.000 Euro. Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt unterzeichnet.

Die RuhrtalBahn wird bis mindestens 2021 an 29 Tagen im Jahr zwischen Mai und Oktober einen Schienenbusverkehr zwischen Hagen Hauptbahnhof und Hattingen sowie an drei Fahrtagen zwischen Herdecke und Ennepetal anbieten. Im Einsatz ist ein fast 60 Jahre alter, dreiteiliger roter Schienenbus VT 98 mit 140 Sitzplätzen.

Der erste Fahrtag der Saison ist am Ostermontag, 22. April.

Informationen unter www.ruhrtalbahn.de

Frühlingsausgabe der Seniorenzeitung erschienen

27. März 2019

Die Frühlingsausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen ist erschienen. Im Prominenten-Porträt können die Leserinnen und Leser Dr. Gerhard Koch, den Vorsitzenden des Fördervereins für ein stationäres Hospiz in Hagen näher kennen lernen und zugleich einen Blick ins Hospiz werfen.

Der Beitrag „Abgehängt auf freier Strecke“ schildert die Gefühle eines Hartz-IV-Empfängers und informiert über das Hagener Arbeitslosenzentrum (HALZ). Nach der Lektüren wissen die Leser, was ein Krabbelkonzert ist und wie die Kinder vom Bodelschwinghplatz spielen.

Das Projekt POWER für Senioren will Bewohner von Pflegeheimen zum Spazierengehen animieren und sucht noch Ehrenamtliche. Und die Zeitung bringt ein Hoch aus auf Karl Halle, den berühmten Musiker aus Hagen, der im April seinen 200. Geburtstag feiert. Kater Dattel aus Dahl berichtet über neue Streiche. Das ist ein kleiner Ausschnitt aus dem Inhalt, zu dem natürlich wieder ein umfangreicher Veranstaltungskalender gehört.

Die Zeitungen liegen aus im Sozialen Rathaus am Bahnhof, in den Bürgerämtern, der Freiwilligenzentrale, Begegnungsstätten, bei der HagenInfo, in Apotheken, Arztpraxen – überall dort, wo die ehrenamtlichen Boten die Zeitung anliefern.

Übrigens: Das Redaktions-Team sucht noch Menschen, die ehrenamtlich Zeitungen herumbringen können. Wer Interesse hat, kann sich melden bei Ruth Sauerwein, Telefon 02331-5 74 38.

Qualitäts- und Funke-Medien

25. März 2019

„Die Funke Mediengruppe ist auf dem Weg, das beste nationale Medienhaus in Deutschland zu werden“, spart der Verlag auf seiner Homepage nicht mit Eigenlob. Dass dieser Weg wohl noch ziemlich lang ist, stellte jetzt das Funke-Onlineportal DerWesten eindrücklich unter Beweis.

Am vergangenen Donnerstag titelte DerWesten: „Halbes rumänisches Dorf wandert nach Hagen aus“. Schon zwei Sätze weiter wurde aus dem halben „fast ein komplettes Dorf“. So erzeugt man Stimmungen.

DerWesten bezog sich in seinem Text ausdrücklich auf eine zuvor in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erschienene längere Reportage, die den Zuzug von Rumänen nach Hagen beschrieb, ohne in den Verdacht zu geraten, mit Unwahrheiten und Übertreibungen ein schiefes Bild zu erzeugen.

Dafür sorgte anschließend DerWesten.

Dessen Autor wusste nach Lektüre des FAZ-Artikels, dass die Rumänen – davon viele Roma – „ihre Kinder selten zur Schule“ schicken. In der FAZ ist hingegen nur die Rede davon, dass sie es mit der Schulpflicht „nicht so genau“ nehmen. DerWesten kehrt also die Verhältnisse geradezu um.

Anschließend greift das Funke-Medium ein Thema auf, an dem sich auch schon die WPWR (ebenfalls Funke) immer wieder abarbeitet: die „Problemimmobilien“.

Wie im Lokalblättchen wird auch bei DerWesten die Schuld für den maroden Zustand einiger Häuser den Bewohnern in die Schuhe geschoben: „Unter anderem seien die Roma für sogenannte „Problemimmobilien“ verantwortlich. Sie würden die Häuser gezielt verfallen lassen, heißt es. Deswegen versuche die Stadt Hagen die Rumänen zu sensibilisieren mit Hilfe eines Wohnführerscheins.“

Das liest sich so, als ob die Bewohner auch die Eigentümer der Gebäude seien. Dass dem nicht so ist, geht allerdings aus dem FAZ-Artikel hervor, auf den sich DerWesten beruft: „Die Häuser sind in Privatbesitz, die Stadt versuche immer wieder mal, welche aufzukaufen, aber das sei schwierig. Weil die Roma nur geringe Ansprüche haben, finden sich trotzdem immer Mieter. Sie lebten dort zwar meist nicht in Verelendung, sagt (Sozialdezernentin) Kaufmann, die einige Wohnungen von ihren Ortsterminen kennt. Aber wenn es kein Wasser gebe oder Kakerlaken herumkrabbelten, beschwerten sie sich nicht.“

Und auch der „Wohnführerschein“ hat nichts damit zu tun, dass die Rumänen „die Häuser gezielt verfallen lassen“, wie DerWesten behauptet, sondern im Gegenteil. Mit einem „Wohnführerschein“ versuche Hagen, die Roma zu sensibilisieren. Zum Beispiel dafür, welche Rechte sie gegenüber den Vermietern haben, wie die FAZ schreibt.

„Das beste nationale Medienhaus in Deutschland“ wird wohl noch etwas üben müssen.

Die FAZ-Reportage (Bezahlschranke, aber nach Anmeldung 30 Tage kostenlos)

Der Beitrag bei DerWesten

Dazu passend:

Funke-Medien sollen weniger lügen, haben damit aber noch nicht angefangen

Quelle: Übermedien

Clickbait-Kakerlake frisst den „Westen“ auf

Quelle: Übermedien

Lärmschutzwand sorgt in Hohenlimburg für Bürger-Proteste

22. März 2019

Was als Segen für die Anwohner der Bahnstrecke Hagen – Siegen gedacht war, nämlich für mehr Ruhe und somit für mehr Lebensqualität zu sorgen, ruft nun erheblichen Protest der Hohenlimburger hervor: die grauen Lärmschutzwände. Denn dafür sind im Oktober an der Bahnstraße und Stennertstraße / Hohenlimburger Straße Bäume und Büsche gefällt worden, so dass der dort in Teilbereichen vorhandene Allee-Charakter verloren gegangen ist. (…)

Quelle: wp.de

Verdi Medien: Mitgliederversammlung

21. März 2019

Der Ortsverein des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie in verdi Südwestfalen, lädt seine Mitglieder zu seiner jährlichen Versammlung ein. Sie findet am 30. März ab 11 Uhr im Hagener Verdi-Haus in der Hochstraße 117a statt.

Hauptpunkt sind Informationen des Kollegen Jens Göcking zum „Datenschutz im Betrieb und Privaten“. Jens Göcking ist Fachmann der Technologieberatungsstelle beim DGB NRW.

Daneben stehen wie immer Informationen zu aktuelle Themen auf der Tagesordnung. Die Veranstalter freuen sich auf einen regen Austausch.

„Brauchtum“: Deutlich mehr Müll in Boele

10. März 2019

Neun Fahrzeuge und 20 Männer der Straßenreinigung waren am vergangenen Sonntag im Einsatz um die brauchtumsbedingten Hinterlassenschaften des Boeler Karnevalszuges zu beseitigen. Die Narren hinterließen auf der Strecke insgesamt 5,44 Tonnen Abfälle. Eineinhalb Tonnen mehr als im letzten Jahr.

Dreizehn Kehrmaschinen und Kolonnenwagen bildeten das Ende des diesjährigen Rosenmontagszugs. Insgesamt 33 Mitarbeitende des HEB sammelten alles ein was auf und neben der Zugstrecke hinterlassen wurde. Das waren gestern 1,72 Tonnen Müll. Im letzten Jahr mussten etwas mehr Abfälle beseitigt werden. Da waren es 1,86 Tonnen.

Der Rosenmontagszug nimmt seinen Weg bekanntlich auch durch Wehringhausen. Gegen den Hagener Stadtteil ist in den letzten Jahren von der örtlichen Presse eine regelrechte Müllkampagne gefahren worden, die nicht nur illegale Sperrmüllablagerungen thematisierte. Damit vermischt und skandalisiert wurden auch (normale) Entrümpelungen von Häusern und die Zustände an den Containerstandorten, die maßgeblich vom Hagener Entsorgungsbetrieb wegen unzureichender Leerung zu verantworten waren. Diesen Mangel prangerte die Presse allerdings nicht an.

DGB-Frauen für ein soziales und gerechtes Europa

7. März 2019

Am 26. Mai 2019 wird in Deutschland das Europäische Parlament gewählt. Zum Internationalen Frauentag werben die Frauen im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) für ein soziales und gerechtes Europa. Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehört von Anfang an zu den Grundwerten der Europäischen Union (EU).

Der Aufstieg rechtspopulistischer und nationalistischer Kräfte stellt die EU vor existenzielle Herausforderungen. Wo demokratische Errungenschaften abgebaut werden, stehen auch sicher geglaubte Frauenrechte wieder in Frage. „Wir werden unsere europäischen Grundwerte verteidigen. Europa ist ein Motor für Gleichstellung und ein Bollwerk gegen den Antifeminismus der Rechtspopulisten“, so Ruth Sauerwein vom DGB-Frauenausschuss Hagen.

Am 10. März laden die DGB-Frauen herzlich zur Matinée ins das Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, ein. Ab 10:00 Uhr wird dort gegen Spende ein Brunch angeboten. Nach der Begrüßung um 11:30 Uhr kann man sich ab 12:00 Uhr auf politisches Kabarett freuen: Anny Hartmann – die pazifistische Schnellfeuerwaffe des politischen Kabaretts – präsentiert ihr Programm „No Lobby is perfect.“

Als Diplom Volkswirtin besitzt sie das Handwerkszeug, wirtschaftliche und politische Winkelzüge zu durchblicken. Diese bereitet sie amüsant, schnell, bissig und leicht nachvollziehbar auf. Wer Anny Hartmann live sieht, kann sich ein paar Semester VWL-Studium ersparen.

Angebote und Aktivitäten

5. März 2019

Hagener Frauengruppen zum Internationaler Frauentag

Der Internationale Frauentag hat in Hagen ein buntes Gesicht – das zeigt das Titelbild des Faltblatts der Gleichstellungsstelle. Es macht deutlich, wie bunt und vielfältig unsere Gesellschaft geworden ist. Im Innern entfaltet sich ein bunter Strauß von Aktivitäten und Veranstaltungen rund um frauenpolitische Themen und Forderungen. „Ich begrüße es, dass in diesem Jahr nach langer Pause die Hagener Frauenverbände am 9. März wieder eine gemeinsame Veranstaltung durchführen“, erklärte Sabine Michel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hagen.

Am 9. März wird das Netzwerk der Hagener Frauengruppen in der Johanniskirche bei einem „Markt der Möglichkeiten“ Aktivitäten mit und für Frauen und deren Anliegen vorstellen. Darüber hinaus finden über den gesamten Monat März vielfältige Veranstaltungen statt – Vorträge, Filme, Kabarett, ein frauenpolitischer Stadtrundgang und vieles mehr (siehe das Faltblatt der Gleichstellungsstelle der Stadt Hagen). Bereits am 6. März wird die Ausstellung „Frauen im Widerstand“ im Kultopia eröffnet und am 8. März gibt es Straßenaktionen, einen Brunch in „Luthers Waschsalon“ und Blumen in Betrieben, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen.

Der diesjährige Frauentag steht im Zeichen des 100. Jahrestags des Frauenwahlrechts in Deutschland. Am 2. März 1919 nahmen in Hagen erstmals Frauen an den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung teil – als Wählerinnen und als Kandidatinnen. Sieben Frauen wurden gewählt – von 60 Stadtverordneten. Und heute? Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2014 wurden 47 Männer und 15 Frauen in den Rat gewählt. Die Zahlen zeigen: Es bleibt noch viel zu tun, um wirkliche Gleichberechtigung und gleiche Teilhabe von Frauen in der Gesellschaft durchzusetzen.

Kinder leben auf den Hagener Straßen gefährlich

1. März 2019

Die Zahl der in Hagen bei einem Verkehrsunfall verletzten Kinder hat im vergangenen Jahr erneut zugenommen. 72 Kinder waren 2018 in einen Unfall verwickelt, glücklicherweise kam keines von ihnen zu Tode.

Dennoch bereitet die Steigerung gegenüber den Vorjahren (2017: 67 Kinder, 2016: 65, 2015: 33) Michael Hoffmann, Leiter der Direktion Verkehr im Polizeipräsidium Hagen, Sorge: „Die Zahlen explodieren nach oben. Leider konnten wir den Trend wieder nicht umkehren – wohl auch, weil wir nicht wissen, was die Ursache für diese Entwicklung ist.“ (…)

Quelle: wp.de

Facebook-freie Kommune

16. Februar 2019

Kann man bei jedem Facebook-Skandal nur noch hilflos mit den Schultern zucken? Nein – denn es gibt die Möglichkeit, über die europäische Rechtsprechung zu Datenschutz und Datensicherheit tätig zu werden und das direkt vor Ort in der eigenen Kommune. Mit einem einfachen Bürgerantrag. (…)

Es ist offensichtlich: Facebook hat sein Kerngeschäft – die Nutzerdaten – nicht unter Kontrolle. Dieser Kontrollverlust ist dabei nicht nur eine Bedrohung der Privatsphäre, sondern sägt an den Grundpfeilern der freien, demokratischen Gesellschaft.

Nicht nachvollziehbar ist daher, warum z.B. Kommunen die Dienste eines Unternehmens nutzen, das als Wiederholungstäter grundlegende Freiheitsrechte verletzt, um damit ein Milliardenvermögen anzuhäufen. (…)

Quelle: electrceye

Neue Strategie: Polizei macht Druck auf Hagener Eltern-Taxis

13. Februar 2019

Verkehrsdirektor Michael Hoffmann gibt eine schmerzhafte Strategie aus: mehr Strafzettel gegen Eltern-Taxis. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wo das Hirn fehlt, hilft eben nur ein kräftiger Griff in den Geldbeutel.

Stadt Hagen kauft Bunker – Proberäume für Bands geplant

11. Februar 2019

Die Stadt will über eine Tochtergesellschaft den Hochbunker an der Bachstraße in Wehringhausen kaufen. Dort sollen Proberäume für Bands entstehen – und auch Tonstudios könnten sich hier ansiedeln. Dank der dicken Mauern sind Beschwerden von Anwohnern kaum zu befürchten. Managen könnte das Ganze der Verein „Kulturzentrum Pelmke e.V.“ Der hat auch reges Interesse daran, prüft aber derzeit noch, ob sich das Konzept umsetzen lässt. (…)

Quelle: wp.de

Neues Projekt für frühere Kult-Kneipe „Bei Rainer“

6. Februar 2019

Die Stadt Hagen will in Wehringhausen weitere marode Häuser kaufen. Jetzt hat sie wieder zugeschlagen. Neues gibt es auch für eine Kult-Kneipe. (…)

Quelle: wp.de

Grüne in Hagen stellen die Kunstrasenplätze in Frage

24. Januar 2019

Die Hagener Grünen hinterfragen die Umweltverträglichkeit der acht Kunstrasen-Plätze in der Stadt, auf denen zahlreiche Fußballclubs ihre Teams spielen lassen. Anstoß für die Anfrage bei der Verwaltung ist ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. (…)

Der Spiegel bezieht sich auf eine Studie des Fraunhofer-Instituts. Studienzeitraum: drei Jahre. Forschungsfrage: Woher stammt das Mikroplastik (siehe Infobox), das weltweit zunehmend Flüsse, Seen und Ozeane verschmutzt?

Verwehungen von Kunstrasenplätzen, der Fokus liegt auf Gummigranulat, würden jährlich 8000 Tonnen Plastikteilchen in die Umwelt transportieren. 20 Mal so viel wie durch Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel freigesetzt werde. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Eine Sache „in Frage stellen“ ist etwas ganz anderes als eine „Anfrage bei der Verwaltung“ zu stellen, „nachzufragen“ oder selbst auch zu „hinterfragen“. Das Minimum einer seriösen Berichterstattung wäre gewesen, wenigstens Teile der Anfrage wiederzugeben, aber das hätte wohl die verfälschende Überschrift nicht gerechtfertigt. Die Grünen haben anscheinend einfach nur „gefragt“: „Wir wollen jetzt mal wissen, wie stark die Immissionen sind und ob die Verwaltung das auf dem Schirm hat“, werden sie zitiert.

Aber die reichte bereits aus: Nutzer der asozialen Medien, die nur die Überschriften lesen können, suhlen sich bereits im üblichen arteigenen Dreck.

So befördert das Blatt den grassierenden Populismus, der sich nicht an Fakten, sondern an diffusen Stimmungen orientiert. Gegen stetig rückläufige Verkaufszahlen wird diese jämmerliche Strategie aber nicht helfen. Sie fördert nur den weiteren Niedergang.

Hagener Kita-Beiträge – Noch keine Reaktion aus Leipzig

23. Januar 2019

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat immer noch nicht über eine Beschwerde entschieden, die gegen die Nichtzulassung der Revision des Verfahrens rund um die Hagener Kita-Beiträge eingelegt wurde. (…)

Quelle: wp.de

WPWR weiter auf Talfahrt

18. Januar 2019

Wie schon seit Jahren zu beobachten, war die Auflage der WPWR auch im 4. Quartal 2018 weiter rückläufig. Nach den aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) wurden in Hagen einschl. Herdecke und Wetter im Zeitraum Oktober bis Dezember des vergangenen Jahres 4,87 Prozent weniger Zeitungen verkauft als im entsprechenden Vorjahresquartal.

Die Zahl der Abonnements ging sogar um 5,12 Prozent zurück, der Einzelverkauf um 5,11 Prozent. Nur der „sonst. Verkauf“ legte auf niedrigem Niveau von 990 auf 1.015 Exemplare zu (+ 2,53 Prozent). Der Gesamtverkauf für die drei Städte betrug noch 28.794 Exemplare. Die leicht gestiegene Zahl der ePaper ist  darin enthalten, konnte aber mit 3.143 Stück (IV/2018 gegenüber 2.850 in IV/2017) den Verlust nicht wettmachen.

Buchtipp: Rosa Luxemburg – Ein Leben

15. Januar 2019

Eine Biographie von Ernst Piper

Heute vor 100 Jahren wurde in Berlin Rosa Luxemburg ermordet (Fotograf: unbekannt). Im großflächig entpolitisierten Hagen wird das Verbrechen keiner Erwähnung für würdig erachtet.

Die Parteien, die von den Mainstream-Medien der politischen Linken zugerechnet werden, sind hierzulande anderweitig beschäftigt. Die SPD damit, ihre Funktionäre abzusichern, die örtliche UnLinke will ihre Staatsknete behalten und die Grünen, von denen man nicht mehr so richtig weiß, wo sie eigentlich hingehören, wollen nur noch mitspielen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund, der viele Jahre Beiträge zur politischen Diskussion in Hagen initiiert hat, ist nach dem Tode seines Vormanns Jochen Marquardt praktisch in der Versenkung verschwunden. Nachfolger Marx (so heißt der Mann tatsächlich) kann sich demnächst eine Verdienstmedaille der FDP für erfolgreiche Destruktion abholen.

Dabei hätte gerade die SPD allen Grund, sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. War es doch der „Bluthund“ Noske, der (als SPD-Mitglied) möglicherweise – die Historiker streiten noch – einer der Hintermänner der Ermordung Luxemburgs war. Der Frau, die nie aus der SPD austreten wollte, aber ausgeschlossen wurde.

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat erst kürzlich noch behauptet, es gelte als wahrscheinlich, dass der Sozialdemokrat Gustav Noske bei der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts seine Hände im Spiel hatte. Kurz darauf zog sie ihre Behauptungen zurück.

Bleibt also nur der Blick in die Wissenschaft. Um es kurz zu machen: Eine neue Biographie der Revolutionärin Rosa Luxemburg scheint die Lektüre wert zu sein. Der Autor, Ernst Piper, ist Historiker und Professor an der Universität Potsdam.

Rosa Luxemburg – Ein Leben
Hardcover mit Schutzumschlag, 832 Seiten, 15,0 x 22,7 cm, 42 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-89667-540-8

Auzüge einer Rezension der Süddeutschen Zeitung:

„Freiheit“, lautet Rosa Luxemburgs meistzitierter Satz, „ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ Piper dokumentiert, dass und wie dieses Prinzip – durchaus anders als im heutigen, am Gängelband von Effizienz- und Exzellenz-Planern hängenden Bildungssystem – damals auch für die Universitäten galt. Rosa Luxemburgs Zürcher Doktorvater Julius Wolf war ein erklärter Gegner des Marxismus; er plädierte, so Ernst Piper, „für eine staatliche Sozialpolitik, um der revolutionären Sozialdemokratie das Wasser abzugraben“.

Was passiert, wenn eine glühende Marxistin so jemandem eine Dissertation über die industrielle Entwicklung Polens vorlegt? „Der Arbeit“, urteilt Wolf, „ist nachzurühmen volle Beherrschung des Gegenstandes, große Sorgfalt, großer Scharfsinn.“ Sie „legt Zeugnis ab ebenso von theoretischer Begabung wie von praktischem Blick“. Zwar: „Die Verfasserin ist Sozialistin und steht zu der sogenannten materialistischen Geschichtsauffassung.“ Aber: „Das tut der Tüchtigkeit der Leistung keinen Abbruch, welche weit darüber hinausgeht, was von einer Dissertation gefordert werden muss.“ (…)

War Rosa Luxemburgs politisches Programm schon zu ihrer Zeit illusorisch, wie viele, auch viele Sozialdemokraten, behaupten? Piper sieht das anhand ihrer Auseinandersetzung mit Lenin differenzierter: „Rosa Luxemburg ist der lebendige Beweis dafür, dass ein Marxismus jenseits des Leninismus möglich ist. Wo Lenin Kontrolle verlangte, wollte sie Spontaneität, ohne dass deswegen ihre Erwiderung ein Plädoyer für Desorganisation war. (…)

An den historischen Kontext gebunden sind lediglich die Themen, keineswegs aber die Struktur dieser Auseinandersetzung. Die war schon damals geprägt von der panischen Angst der SPD, man könne sie für sozialistisch halten. (…)

Aber ist die SPD deswegen heute weniger kleinmütig, als sie es 1914 war? Ist sie heute eine linke Partei, eine, die entschieden auf der Seite derer agiert, die von diesem Kapitalismus bedroht sind?

Man kann Rosa Luxemburgs Biografie, wie Piper sie exzellent erzählt und dokumentiert, auch als ein entscheidendes Stück Geschichte der SPD lesen. Warum sie keine Volkspartei mehr ist, warum sie sich mittlerweile dagegen wehren muss, in die Bedeutungslosigkeit abzusinken: Rosa Luxemburg, die nie aus der SPD austreten wollte, hätte es womöglich erklären können.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Schrottimmobilie an der Berliner Straße droht der Verfall

14. Januar 2019

Es strahlt jenen architektonischen Stolz aus, der Immobilien aus der Wendezeit vom 19. ins 20. Jahrhundert bis heute prägt. Hinter der inzwischen verfallenden Fassade wurde einst gelacht, gekocht, gestritten, gefeiert und geliebt. Doch die Würde des prallen Lebens wurde diesem viergeschossigen Wohnhaus mit Ladenlokal längst genommen. (…)

Als Miteigentümer und Hüter der Immobilie agiert heute eine Verwaltungsgesellschaft, die die Fäden einer kompliziert verflochtenen Erbengemeinschaft zusammenhält. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Diesmal waren in dem Gebäude weit und breit keine „Zuwanderer aus Südosteuropa“ ausfindig zu machen – und schon gelingt es der WPWR, einen Bericht abzuliefern, in dem sogar eine gewisse Empathie mitschwingt. Selbst die Verantwortlichen für den beschämenden Zustand des Hauses werden genannt: die Eigentümer.

Kita-Beiträge: Beschwerde am Bundesverwaltungsgericht

2. Januar 2019

Nachdem die Stadt Hagen Anfang September vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster gesiegt hatte und gleich acht Klagen gegen Elternbeitragsbescheide abgeschmettert wurden, könnte das Verfahren in eine neue Runde gehen. Denn die Rechtsanwältin von Attila Tasli, der zu den klagenden Eltern gehört, hat vor dem Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision des Verfahrens eingelegt. (…)

Quelle: wp.de

Greatest Hits 2018

1. Januar 2019

Die Top 10 der beliebtesten DW-Beiträge im Jahr 2018

  1. „Die wollten uns weghaben“
    Hagener SPD-Ortsverein in der überregionalen Presse
  2. „Lediglich mal einen Entwurf gemacht“
    War Dietmar Thieser bei Entscheidungen zur Klutert-Kampfbahn befangen? Und wer profitiert am Ende davon?
  3. „Für so’n Scheiß haben wir hier keine Zeit.“
    Die Vorzimmerdame des Dezernenten
    von Christoph Rösner
  4. Millionen-Investitionen in das Marien-Hospital
    Rund um Investor Krollmann, den neuen hochgeschriebenen Star am Hagener Immobilienhimmel
  5. SPD: „Empörender Umgang“
    Ortsverein Haspe-Nord wehrt sich gegen seine vom Ortsverein Haspe-Süd betriebene Auflösung
  6. Thieser zerstört Haspe
    Baumfällung an der Voerder Straße
  7. Romberg „kleiner Fisch im Hagener Rathaus“
    Leserbrief zum Fall des CDU-Ratsherrn (schon 2017 auf Platz 1 der Top Ten)
  8. Verwaltung: „Das geht so nicht“
    „Wer regiert diese Stadt eigentlich: die Politik oder die Verwaltung?“
    Hagener Freifunker werfen OB und Verwaltung falsche Behauptungen vor – Offener Brief an den Oberbürgermeister
  9. Jürgen Pottebaum hat das Theater verlassen
  10. „Intrigen, Anbiederung und Duckmäusertum“
    Stellungnahme von Barbara Hanning zur Entscheidung des OVG zum Fraktionsausschluss und zum Zustand der grünen Fraktion

Umwelthilfe verklagt NRW wegen schlechter Luft in Hagen

17. Dezember 2018

Städte ersticken am motorisierten Individualverkehr

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat vier weitere Klagen gegen das Land Nordrhein-Westfalen beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster für „Saubere Luft“ in Bielefeld, Hagen, Oberhausen und Wuppertal eingereicht. In allen vier Städten wird der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg /m³) im Jahresmittel fortwährend erheblich überschritten.

Die beiden einzigen offiziellen Messstationen in Hagen stellen für 2017 NO2-Werte oberhalb des Grenzwerts fest: 49 µg/m³ (Märkischer Ring 85) und 48 µg/m³ (Graf-von-Galen-Ring). Ziel der Klagen ist die Einhaltung des bereits seit 2010 verbindlich geltenden NO2-Grenzwerts noch im Jahr 2019.

Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Der EU-Grenzwert dient dem Schutz unserer Gesundheit. Er steht nicht zur Debatte und gilt seit 2010. Doch die Landesregierung verweigert den Bürgern in Bielefeld, Hagen, Oberhausen und Wuppertal die ihnen rechtlich zustehende „Saubere Luft“. Wir brauchen eine wirkliche Verkehrswende. Unsere Städte ersticken am motorisierten Individualverkehr und an giftigen Dieselabgasen. Offensichtlich sind gegen den Widerstand der Dieselkonzerne nur noch die Gerichte in Deutschland in der Lage, geltendes Recht und Gesetz durchzusetzen. Wir brauchen mehr saubere Busse und Straßenbahnen und weniger schmutzige Diesel-Fahrzeuge in der Stadt.“

Das Bundesverwaltungsgericht hatte in seinen Grundsatzurteilen vom 27. Februar 2018 das Jahr 2019 als letztmöglichen Zeitpunkt zur Einhaltung des EU-weit gültigen Jahresmittelwerts von 40 µg/m³ höchstrichterlich festgelegt. Die „Saubere Luft“ in den vier Städten ist nur durch kurzfristig wirksame Maßnahmen wie Fahrverbote für schmutzige Diesel-Fahrzeuge möglich, die im realen Betrieb die Grenzwerte um ein Mehrfaches übersteigen.

Schmutzige Diesel-Pkw tragen wesentlich zu mehr als 800.000 jährlichen Neuerkrankungen an Diabetes und Asthma sowie zu knapp 13.000 vorzeitigen Todesfällen bei, verursacht durch die anhaltende Belastung der Atemluft mit dem Dieselgift NO2.

Das Umweltbundesamt hatte mit einer neuen Studie über die Gesundheitsfolgen von NO2 verdeutlicht, dass bereits bei Konzentrationen deutlich unterhalb des Grenzwertes mit 437.000 Neuerkrankungen an Diabetes Mellitus und 439.000 Asthmaerkrankungen zu rechnen ist.

Klageschrift Hagen (pdf)

Drei Tage Winterschlaf

17. Dezember 2018

Verwaltung schließt „zwischen den Jahren“

Die Hagener Stadtverwaltung bleibt „zwischen den Jahren“ vom 22. bis einschließlich 31. Dezember 2018 geschlossen. Damit entfallen drei Arbeitstage, beim Rest handelt es sich um Samstage, Sonn- und Feiertage.

Wer eine Dienstleistung der Stadt Hagen benötigt oder in Anspruch nehmen möchte, wird daher gebeten, den Behördengang möglichst schon vor Weihnachten zu erledigen oder für das neue Jahr einzuplanen. Ab Mittwoch, 2. Januar 2019, stehen alle Dienstleistungen der Stadtverwaltung wieder im gewohnten Umfang zur Verfügung.

Durch die Schließung werden Einsparmöglichkeiten im Bereich der Energie- und Personalkosten realisiert, da die Rathäuser I und II sowie weitere Außenstellen bis auf einzelne Ausnahmen nicht beheizt werden müssen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung müssen zwischen den Feiertagen Urlaub bzw. Gleitzeitguthaben abbauen, welches – Achtung! – die bilanziell vorzunehmenden Rückstellungen verringert.

Am 27. und 28. Dezember sind die Annahme von Sterbefallanzeigen und die Erteilung von vorläufigen Bestattungsgenehmigungen jeweils von 8 bis 11 Uhr in den Räumlichkeiten des Standesamtes (Rathaus I (Bauteil B), Rathausstraße 11, 58095 Hagen) möglich.

Dringend notwendige Reisedokumente sollten frühzeitig beantragt werden. In Notfällen sollten sich Bürgerinnen und Bürger an die Bundespolizei oder das Auswärtige Amt wenden. Dort sind auch aktuelle Reiseinformationen (www.auswaertiges-amt.de, Rubrik „Länder/Reiseinfo“) erhältlich. Neben Informationen zu den Einreisebestimmungen des jeweiligen Reiselandes finden sich auch Hinweise unter anderem zur Sicherheitslage und zur medizinischen Vorsorge sowie Listen mit den Anschriften konsularischer Vertretungen. Ebenso ist dort eine Übersicht über die Anerkennung deutscher Kinderausweise durch ausländische Staaten abrufbar.

Der Telefonservice „hagen direkt“ (02331/207-5000) ist nicht besetzt. Über eine Bandansage wird aber auf die bestehenden Not- und Rufbereitschaftsdienste hingewiesen. Die Stadtbücherei auf der Springe, die Stadtteilbüchereien und das Tierheim der Stadt Hagen haben zwischen den Feiertagen ebenfalls geschlossen. Die bereits bestehenden Rufbereitschaftsdienste der Stadtverwaltung Hagen sind in gewohnter Form an allen Tagen sichergestellt.

107.7 radio eriwan

13. Dezember 2018

Hagener Dudelfunk erfindet eine „Nachricht“

Radio Eriwan war zu Zeiten des Kalten Krieges ein fiktiver Sender der damaligen Sowjetunion, der vermeintliche Zuhörerfragen beantwortete. Radio Hagen ist ein real existierender Sender, der heute eine vermeintliche „Nachricht“ verbreitete, die den falschen Bericht der WPWR zur erst geplanten und dann wieder rückgängig gemachten Änderung der Buslinie 527 noch toppt:

Die weitschweifige neue Busverbindung der 527 soll schnellstmöglich korrigiert werden

Die weitschweifige neue Busverbindung der 527 soll schnellstmöglich korrigiert werden. Seit dem Sommer fährt die Linie anders. Mit der Konsequenz, dass gerade ältere Leute, die einfach nur vom Wohngebiet Altenhagen zum Supermarkt an der Altenhagener Straße wollten nun eine Sightseeingtour zum Bahnhof in Kauf nehmen mussten. Die Anwohner hatten protestiert, und die Politiker haben sich mit der Sache beschäftigt und räumen ein: Das muss wieder anders werden. Die Politiker wollen so schnell wie möglich beschließen, dass der alte Linienweg wieder eingerichtet wird.

Quelle: 107.7 radio hagen

Frage an Radio Eriwan … äh, Hagen: Stimmt es, dass bei Ihrem Sender Journalisten arbeiten?
Antwort: Im Prinzip ja, aber nur dann, wenn die Putzfrau Urlaub hat.

Die Gehälter der Hagener Stadtspitze im Check

13. Dezember 2018

Wie viel Geld verdienen die Geschäftsführer städtischer Unternehmen in Hagen? Und was genau leisten sie dafür eigentlich? Ein Überblick. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Teilweise nicht auf dem neuesten Stand, aber natürlich ein Anhaltspunkt.


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