Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Wiedereröffnung Bodelschwinghplatz

15. August 2018

Buntes Fest am 31. August

Mit dem historischen Drei-Kaiser-Brunnen galt der Bodelschwinghplatz in früheren Zeiten als Zentrum des Stadtteils Wehringhausen (Foto: Clara Berwe). Nach einer einjährigen Umbauphase soll der Platz wieder in altem Glanz erstrahlen.

Zur Einweihung des neugestalteten Platzes mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz laden die Hagener Stadtverwaltung und das Quartiersmanagement Wehringhausen alle Bürgerinnen, Bürger und Interessierten am Freitag, 31. August, von 15 bis 17 Uhr herzlich ein.

Weitergehende Informationen durch den Architekten, Musik von „Qu Rock“, ein Kinderprogramm und Essensstände bilden den lockeren Rahmen dieses kleinen Festes. Zu dem Projekt „Soziale Stadt“ und den entsprechenden Einzelmaßnahmen informieren die Stadtverwaltung und das Quartiersmanagement an einem Stand.

Der Umbau des Bodelschwinghplatzes ist ein Bestandteil des Projektes „Soziale Stadt“ und wurde mit einer umfassenden Bürgerbeteiligung im Stadtteil durchgeführt. In mehreren Workshops wurde die Gestaltung gemeinsam mit dem beauftragten Architekten erarbeitet und schließlich durch die Stadtverwaltung ausgeschrieben.

Die Platzgestaltung erstreckt sich bis auf die Wehringhauser Straße und bietet nun auch Spielmöglichkeiten für Kinder. Weiterhin ist eine Fläche für „Urban Gardening“ entstanden, ein kleinräumiger Bereich zur gärtnerischen Gestaltung, der durch den Grünen Stern Wehringhausen genutzt wird. Der Drei-Kaiser-Brunnen wurde mit einer neuen Wassertechnik ausgestattet, ist bald wieder regelmäßig in Betrieb und lädt zum Verweilen ein. Strom- und Wasseranschlüsse ermöglichen zukünftig die Veranstaltung von Festen auf dem Platz.

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Sommerausgabe der Seniorenzeitung erschienen

31. Juli 2018

Die Sommerausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen ist erschienen. Die Zeitung leistet diesmal ihren eigenen Beitrag zur Diskussion HAGENplant 2035 mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters, Beiträgen aus verschiedenen Blickwinkeln auf unsere Stadt und – als besonderen Beitrag – das Hagenspiel „CityGang“ von Martin Schlegel samt Gewinnspiel, bei dem es Gutscheine der Stadtbäckerei Kamp zu gewinnen gibt.

Ansonsten gibt es wieder einen bunten Strauß an Themen: Ein Portrait von Julia Schröder, die bei der Caritas unter anderem für den Warenkorb zuständig ist, ein Bericht über zwei Auszubildende der Stadt Hagen, die ein Kataster der Stolpersteine in Hagen erarbeiten, den zweiten Teil eines Reiseberichts durch den Iran, dazu Kurzgeschichten und Gedichte.

Die Ausgabe hat ein etwas anderes Gesicht bekommen. Das Redaktionsteam ist gespannt auf das Echo, das die Änderung besonders beim Titel hervorrufen wird.

Die Zeitungen liegen aus im Sozialen Rathaus am Bahnhof, in den Bürgerämtern, der Freiwilligenzentrale, Begegnungsstätten, bei HagenInfo, in Apotheken, Arztpraxen – überall dort, wo die ehrenamtlichen Boten die Zeitung anliefern. Das Redaktions-Team sucht noch Menschen, die ehrenamtlich Zeitungen herumbringen können.

Schloss Hohenlimburg verliert Prozess gegen Kaltwalzmuseum

29. Juli 2018

Die Schloss Hohenlimburg gGmbH ist mit ihrer Klage gegen den Förderkreis Deutsches Kaltwalzmuseum vor dem Hagener Landgericht gescheitert. Das bedeutet: Der Förderverein muss weder rückwirkend 13 000 Euro „Miete“ für die für das Museum genutzten Räumlichkeiten – den Alten Pallas – bezahlen. Noch gibt es einen Anspruch, dass monatlich ein Nutzungsentgelt von 2041 Euro bis zum Jahr 2031 gezahlt werden muss. Zudem hat die 9. Zivilkammer des Landgerichts Hagen festgestellt, dass die Kündigung des Gesellschafterverhältnis durch den Förderverein rechtens war. (…)

Quelle: wp.de

Friedensbewegte aus Hagen und Lüdenscheid in Büchel

17. Juli 2018

Internationaler Protest gegen Atomwaffenlager

Netty Müller-Grosse und Ruth Sauerwein vom Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN und Matthias Wagner von der Friedensinitiative Lüdenscheid besuchten am Sonntag, 15. Juli, die Blockade vor dem Fliegerhorst in Büchel in der Eifel. 20 Wochen lang setzen sich dort Menschen für den Abzug der auf dem Stützpunkt lagernden 20 Atomwaffen ein.

In dieser Woche begegneten sich vor allem junge Menschen aus den USA, Russland und mehreren EU-Staaten im Friedenscamp. Am Sonntag drangen mehrere Gruppen in das Gelände des Fliegerhorstes ein, um auch so ihrer Forderung nach atomarer Abrüstung Ausdruck zu verleihen. Nach Feststellung ihrer Personalien konnten sie das Gelände wieder verlassen. Vor dem Haupteingang verging der Tag mit dem Singen von Friedensliedern und dem Einüben von Reigentänzen. Gleichzeitig fand ein reger Gedankenaustausch zwischen den beteiligten Gruppen statt.

Die jährliche Aktion vor Büchel endet Ende August.

Hagen asphaltiert seine Grünanlagen wie Straßen

8. Juli 2018

Emster Bürger trauen ihren Augen nicht: Durch den Fritz-Steinhoff-Park zwischen ­Cuno- und Karl-Ernst-Osthaus-Straße verläuft ein nagelneuer Asphaltweg. Der bislang aus Dolomitsand bestehende Fußweg ähnelt einer Fahrstraße. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das passt doch. Im Stadtgarten Beton-Verbundpflaster und in Haspe möchte die Bezirksvertretung am liebsten einen Park mit Schotter unterfüttern, um Kirmesgeschäfte draufzustellen.

Lohkamp: „Verfall des Gebäudes droht“

8. Juli 2018

Das Gebäude der Evangelischen Schülerarbeit von Westfalen (ESW) steht in Berchum seit September 2017 leer. Es droht zu verfallen. (…)

Quelle: wp.de

Wehringhausen: Tag der offenen Hinterhöfe

30. Juni 2018

So 01.07.2018, 11:00 – 18:00 Uhr, Eintritt: frei

Zum 12. Mal öffnen – bei freiem Eintritt – in Wehringhausen grüne Alltagsoasen von Privaten, Vereinen, Kirchengemeinden, Kulturstätten, Initiativen und Institutionen ihre Türen, Tore und Räume für die Öffentlichkeit.

Mit vielen Aktionen für Groß und Klein, Kunstaustellungen, Infos über den Stadtteil Wehringhausen, Musik, Kuriositäten und lukullischen Genüssen.

Programm und Lageplan . Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Öffentliche Armut – privater Reichtum

23. Juni 2018

Westfalen: Hagen hat die höchsten Schulden, der Märkische Kreis die meisten Millionäre

In Westfalen weist Hagen mit 7164 Euro je Einwohner die höchste Pro-Kopf-Verschuldung auf. Im Vergleich zu 2007 stieg dieser Wert um etwa 38 Prozent. Auch Herten (6974 Euro je Einwohner) und Gelsenkirchen (5164 Euro je Einwohner) liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt. In diesen Städten hat sich die Pro-Kopf-Verschuldung in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Insgesamt beliefen sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Westfalen auf etwa 24,6 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 25 Milliarden Euro. Das entspricht einer Abnahme von etwa 1,6 Prozent.

Landesweit waren die Gemeinden und Gemeindeverbände mit insgesamt 61,7 Milliarden Euro verschuldet. Das waren 1,5 Milliarden Euro bzw. 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch war jeder NRW-Einwohner mit 3447 Euro verschuldet; die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung war damit um 27,3 Prozent höher als zehn Jahre zuvor (damals: 2708 Euro).

Dagegen ist die Zahl der Einkommensmillionäre in Westfalen im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 1944 gestiegen. Das zeigt eine Auswertung der Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2014, die das Statistische Landesamt vorgelegt hat.

Demnach hat Neuenrade im Märkischen Kreis mit einer Quote von 9,2 je 10.000 Einwohnern die höchste Dichte an Millionären in Westfalen, gefolgt von Sundern im Hochsauerlandkreis (8,9) und Schalksmühle ebenfalls im Märkischen Kreis (8,6). Im Landesvergleich belegen diese Kommunen die Plätze drei bis fünf. Nur Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss (14,7) und Engelskirchen im Oberbergischen Kreis (9,2) haben in NRW eine noch höhere Millionärsdichte.

In absoluten Zahlen und auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte betrachtet liegt der Märkische Kreis mit 155 Millionären auf Platz 1 in Westfalen. Es folgen der Kreis Gütersloh (144) und die Stadt Münster mit 118 Millionären. Hagen nimmt mit 32 Einkommensmillionären Platz 195 von 287 Städten und Gemeinden in Westfalen ein.

Eine überfällige Richtigstellung

13. Juni 2018

von Christoph Rösner

Ja Leute! Ist es denn wirklich so schwer, genau hinzuschauen oder mal ein Impressum zu lesen?

`Was will er denn jetzt schon wieder? `

Ich sag´s Euch. Ich möchte einfürallemal aufräumen. Und zwar mit diesem Durcheinander, die Urheberschaft und die Arbeit des Doppelwacholders betreffend.

Hierzu der Kommentar von Jürgen Schäfer:

Jürgen Schäfer Says:
9. Juni 2018 um 18:50 | Antwort

Sehr geehrter Herr Rössner,

vielen Dank für Ihre aufmerksam-kritische Sichtung des Zeitungsartikels. Sie haben es auf den Punkt gebracht: Wir wollten die Bebelstraße positiv in die Schlagzeilen bringen, damit deutlich wird, dass es dort mit der KiTa eben auch munteres Leben gibt. Ein türkischer Investor saniert mittlerweile die leergezogenen Häuser, so dass in einem halben Jahr dort neue Mieter kommen werden.

So froh wir über den Wegzug der rumänischen Familien sind, so wenig sehen wir einen Anlass, dies zu feiern. Unser Motto – das die Eltern ausgewählt haben, lautete ja: „Auf geht’s“. Also Zukunft in den Blick nehmen, die Vergangenheit brauchen wir nicht mehr in den Blick zu nehmen.

Von daher noch mal Dank für Ihre Kommentare im DW.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Schäfer

Selbstverständlich habe ich Herrn Schäfer geantwortet:

Christoph Rösner Says:
11. Juni 2018 um 15:20 | Antwort

Lieber Herr Schäfer. Die „Ehre“ und Ihr Dank gehören nicht mir, sondern Winfried Symanzik. Er ist der Verfasser und aufmerksam-kritischer Sichter des Artikels. Im Übrigen ist WS – so das Kürzel unter dem Titel – der unentwegte, fleißige, aufmerksame und vor allem hauptverantwortliche für den Doppelwacholder. Ich trage nur ab und zu und in unregelmäßigen Intervallen zum Gelingen des DW bei. Trotzdem herzlichen Dank für den Dank. Ihr Christoph Rösner

Und : […] Hansimäuschen Says:
11. Juni 2018 um 20:14 | Antwort

„Ich habe zwar keinerlei Kenntnisse bezgl. Hintergründen, Begleitumständen etc. beim DW […] es aber so, wie es Herr Rösner erklärt, vermutet. Jedenfalls dürfte es sich um eine Sauarbeit handeln, die Respekt verdient.“

Richtig ist, dass die tägliche Pflege dieser Website https://doppelwacholder.wordpress.com tatsächlich eine ordentliche „Sauarbeit“ ist.

Richtig ist, dass laut Impressum gemäß § 10 Absatz 3 MDStV folgende Autoren inhaltlich verantwortlich zeichnen:

Jörg Oberwahrenbrock (jo), Winfried Symanzik (ws), Christoph Rösner (chroesner). Presserechtlich verantwortlich für Gastbeiträge ist der jeweils genannte Autor (Anschrift wie oben).

Warum nun diese detaillierte Auf- bzw Richtigstellung?

Weil es nötig ist! Weil ich nicht dauernd in der Wahrnehmung unserer Leserinnen und Leser, die täglich mehr werden, als Macher des DW gelten und als solcher angesprochen werden will. Ich werde gerne gelobt, ja, und ich respektiere Kritik, selbstverständlich, aber dauernd mit fremden Lorbeeren rumlaufen, nervt.

Ja, ich haue vielleicht drei oder vier Glossen – pro Jahr! – raus, mit denen ich gerne, gewollt und völlig absichtlich bestimmten Leuten in HA auf die Füße trete, mehr aber auch nicht.

Ja, und auch das ist richtig, meine Glossen verfehlen ihr Ziel in den seltensten Fällen, vielleicht weil sie so geschrieben sind, wie sie es sind, vielleicht auch, weil ich mit ihnen einen Nerv treffe bei jenen, die noch kritisch hinterfragen, was ihnen von der Einheitspresse oder der Politik täglich untergejubelt wird.

Aber ich bin nicht der DW! Die Ehre gebührt einem Mann, der wirklich tagtäglich recherchiert, liest, kritisch sichtet, schreibt und publiziert, und das alles ohne jegliche Aufwandsentschädigung. Winfried Symanzik.

Dieser Winfried Symanzik – Kürzel WS! – unter beinahe jedem Artikel zu finden! – verrichtet diese unverzichtbare Arbeit tatsächlich täglich ohne jede Bezahlung, wie im Übrigen auch die anderen Autoren.

Ja, wir sind so bescheuert!

Wir zelebrieren keine Redaktionssitzungen, bei denen wir Polizeimeldungen oder die Fotos entlaufender Hundchen sichten oder andere wichtige Themen des Tages ausbaldowern. Wir kommunizieren unregelmäßig, mehr ist auch gar nicht vonnöten, weil wir uns einig sind. Einig im Umgang mit dieser Stadt, ihrem (Rest)-Medium und den Zuständen, die diese Stadt zu dem Gebilde machen, an dem so viele Hagener und Hagenerinnen zurecht verzweifeln.

Und da der DW wirklich UNABHÄNGIG ist, erlauben wir uns die schmerzenden Spitzen, die satirischen Rempler und die sauber recherchierten Texte.

Das ist auch der Grund, warum der Doppelwacholder geliebt und respektiert und gleichzeitig gehasst wird. Geliebt und respektiert von jenen, für die wir ein kleines aber bedeutendes Sprachrohr geworden sind, gehasst bei jenen, die es verabscheuen, wenn ihre Machenschaften, ihre (politischen) Dummheiten und ihr Dilettantismus offengelegt werden. Aber gerade bei jenen hat sich der Doppelwacholder inzwischen zur Tageslektüre gemausert… wunderbar!

Einigen politischen Freunden wird es nicht entgangen sein, dass wir durchaus auch sie nicht verschonen, wenn´s Not tut …

Also: Ehre, wem Ehre gebührt. Und sie gebührt nun mal dem Gründer und Betreiber des Doppelwacholder, Winfried Symanzik, der irgendwo in Haspe zwischen roten Eseln und nie versiegenden Schnapsrinnsalen (oder-bächen) einen Großteil seines Tages damit verbringt, Euch und uns ein wenig mehr Licht ins Dunkel dieser Stadt zu bringen.

Wer liest, ist klar im Vorteil. Die Autorenschaft wird bei uns immer klar gekennzeichnet, und … WS und ich sind uns doch nicht immer einig.

Er hasst nämlich Fatzebuck, ich liebe Fatzebuck.

Dort mache ich im Kleinen und viel regelmäßiger das, was ich im Doppelwacholder unregelmäßiger und ausschweifender mache: mich einmischen, freche Kommentare absondern, Leuten auf die Füße treten – und das mit ganz viel Freude!

https://www.facebook.com/christoph.rosner.50

Ist das jetzt endlich geklärt!!?? Na, hoffe ich doch.

Ihr/Euer Christoph Rösner

Jenseits der AfD

11. Juni 2018

WPWR-Schreiber Heuel fabuliert wieder mal am rechten Rand

Gerade einmal zwei Tage war es her, dass Hubertus Heuel ein Straßenfest zum Anlass nahm, um eine zwei Jahre zurückliegende Auseinandersetzung zwischen zwei Zuwandererfamilien noch einmal genüsslich in seinen Zeilen auszubreiten. Bei Fremdenfeinden dürfte das Produkt des WRWP-Schreibers ein großes Hallo ausgelöst haben, Betroffene dagegen waren entsetzt: „Vielen Dank für Ihre aufmerksam-kritische Sichtung des Zeitungsartikels. Sie haben es auf den Punkt gebracht“, schrieb Pfarrer Jürgen Schäfer von der Evangelischen Kirchengemeinde Haspe dem DOPPELWACHOLDER, der darüber berichtet hatte.

Am Wochendende dann das nächste Heuel-Futter für den rechten Rand: „Unsere Kinder müssen die verfehlte Schulpolitik ausbaden“, salbaderte der unermüdliche Kämpfer für das Wohlbefinden des wildgewordenen Kleinbürgertums. Angereichert mit Behauptungen, die seine krude Sicht der Dinge stützen sollen, sich aber schnell als grobe Fälschungen herausstellen. Letztlich nur ein weiterer Mosaikstein in der langen Liste Heuel’scher Ergüsse.

Diesmal hat Heuel die geplante Schließung der Schule für Zuwanderer in Hagen-Halden als Zielscheibe entdeckt. Die soll – von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht – in Bälde aufgelöst werden, um die Kinder in die Regelschulen zu integrieren. Für Heuel geht es allerdings nur um „Ideologie“: „Angeblich geschieht ja alles zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. In Wirklichkeit ist deren Wohlergehen den verantwortlichen Beamten und Politikern herzlich gleichgültig. Ihnen geht es um Ideologie. Eine Schule, die es nicht geben soll, darf es auch nicht geben.“

Schon die vereinnahmende Formulierung „unsere Kinder“ in der Überschrift des Kommentars ist eine beliebte Methode, um die Existenz einer Gesinnungsgemeinschaft zu simulieren, als deren Sprachrohr sich Autoren vom Schlage Heuel verstehen.

Dessen Obsession wird deutlich, wenn er schreibt, dass „die Kinder an den Regelschulen, die die Kinder aus Halden nach den Sommerferien als Mitschüler begrüßen müssen“. Müssen – ein Verb, das einen unmittelbaren Zwang ausdrückt. Den braven Sprösslingen der Eingeborenen werden Zuwanderer einfach so vor die Nase gesetzt, von „den verantwortlichen Beamten und Politikern“, die damit „ein unvergleichliches Chaos“ anrichten.

Abgerundet wird die Sottise mit dem Hinweis auf die eheliche Verbindung zwischen der Leiterin der Schulabteilung der Bezirksregierung und dem Sprecher der Hagener Grünen, „die die Schule in Halden heftig bekämpft haben“, so Heuel.

Gleich zwei vom Autor aufgestellte Tatsachenbehauptungen sind schlicht und ergreifend falsch, dienen aber wesentlich dazu, dem Unfug den richtigen Drall zu geben. Heuel erweckt nun schon zum zweiten Mal in Folge den Eindruck, die Schulschließung sei das Ergebnis von planloser „Ideologie“, „erst Hü, dann Hott“ und „Chaos“.

Dabei wurde vor der Einrichtung der Haldener Klassen zwischen Vertretern der Stadt und der Bezirksregierung erörtert, „wie die möglichst vollständige und zeitnahe Beschulung der neu Zugewanderten in der Sekundarstufe I gelingen könnte.“: Es bestand Einigkeit darüber, dass „die schnellstmögliche Beschulung in Regelklassen unter dem Aspekt der Integration Priorität habe“.

Der einzige Grund dafür, die zugewanderten Schüler nicht sofort an Regelschulen unterzubringen, z.B. in sogenannten „Willkommensklassen“ mit zusätzlichem Sprachunterricht, bestand in den nicht vorhandenen räumlichen Kapazitäten der Schulgebäude. Alles nachzulesen im Bürgerinformationssystem der Stadt Hagen.

Wenn trotzdem aus einer Redaktion heraus, die natürlich genau weiß, wie sie sich solche Informationen auf schnellstem Wege beschaffen kann, ein gegenteiliger Eindruck erzeugt wird, gibt es für solche Machenschaften nur einen zutreffenden Begriff: Lüge.

Das gilt erst recht für eine zweite Behauptung des Märchenonkels, die Hagener Grünen hätten  „die Schule in Halden heftig bekämpft“. Alle vier Gremien, die mit der Haldener Übergangslösung zwischen dem 27.6. und dem 6.7.2017 befasst waren, BV Mitte, BV Hohenlimburg, Schulausschuss und Rat, beschlossen einstimmig die Einrichtung der Schule – alle mit den Stimmen der Grünen.

Sogar die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ (AfD) stimmte zu. Spätestens jetzt ist klar: Rechts ist noch Platz. Für Hubertus Heuel.

Vortrag zu Integration und Zuwanderung

10. Juni 2018

„Von der Integration zur Partizipation – Umdenken in der Migrationsgesellschaft“ lautet das Thema eines Vortrags, zu dem das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen am Donnerstag, 14. Juni, um 18 Uhr im Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, einlädt.

Die Referentin Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Erziehungswissenschaftlerin an der Bergischen Universität Wuppertal, wird nicht nur kritisch die Themen Integration, Zuwanderung, Benachteiligung und Beteiligung aufgreifen, sondern auch einen möglichen positiven und konstruktiven Umgang mit diesen Themen aufzeigen.

Die lange Geschichte der Einwanderung nach Deutschland hat nach Ansicht von Dr. Messerschmidt unser Land verändert, und auch die fluchtbedingten Migrationsbewegungen in der jüngeren Vergangenheit veränderten die Gesellschaft von außen und von innen weiter. „Damit die Zuwanderung in unserer Demokratie zu einem gelingenden Prozess gesellschaftlicher Entwicklung werden kann, sind Politik, Bürgerschaft und Institutionen gefordert, sich aktiv zu beteiligen und einzubringen“, sagt Messerschmidt, „lange wurde die Beteiligung der Eingewanderten an politischen und gesellschaftlichen Prozessen vernachlässigt.“

Die Arbeitsbedingungen in der Palmöl- und Kautschukproduktion

27. Mai 2018

Vortrag und Diskussion in der Villa Post
Di 05. 06. 2018, 19:00 – 21:15 Uhr

Referentin: Irene Knoke / Südwind

Palmöl ist das wichtigste Pflanzenöl der Erde. Es wird nicht nur in Nahrungsmitteln, sondern auch für Wasch- und Körperpflegemittel, als Kraftstoff und in der chemischen Industrie verwendet. Jedes zweite Produkt im Supermarkt enthält heute Palmöl. Der Bedeutungszuwachs ist auch darauf zurückzuführen, dass die Ölpalme unter allen Ölpflanzen mit Abstand am ertragreichsten pro Hektar ist.

Auf der anderen Seite liegen die potentiellen Anbaugebiete von Palmöl in höchst sensiblen ökologischen Gebieten und der gängige Anbau als Monokultur birgt eine Menge Risiken und ist begleitet von großen Regenwaldverlusten. Zu den immensen ökologischen Problemen kommen soziale Missstände hinzu, wie illegale Landnahmen oder die prekäre soziale Situation, in der sich viele Beschäftigten im Palmölanbau befinden. Viele dieser Auswirkungen sind schon länger auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch der Anbau von Naturkautschuk mit ganz ähnlichen Problemen einhergeht, sowohl was die ökologischen Auswirkungen als auch die sozialen Missstände angeht. Naturkautschuk ist ein wichtiger Grundstoff für Gummi, das vor allem in der Auto- und Flugzeugindustrie für die Herstellung der Reifen verwendet wird. 90 % des Naturkautschuks stammen heute aus Anbauregionen in Südostasien, vielfach den gleichen Regionen, die auch vom Palmölanbau betroffen sind.

Neben der Problemanalyse geht der Vortrag auch auf die Frage ein, welche Verantwortung die Unternehmen in ihrer Lieferkette übernehmen müssen.

1. HohenlimBürger Picknick

22. Mai 2018

Umsonst & draussen

Was in Wehringhausen seit Jahren auf große Resonanz stößt, sollte auch in Hohenlimburg klappen: Unter dem Motto: (Wieder)-Belebung der Hohenlimburger Innenstadt findet am Samstag, 26. Mai 2018 in Hohenlimburg das 1. HohenlimBürger Picknick statt.

In der Herrenstraße in der Hohenlimburger Innenstadt treffen sich Nachbarn, BürgerInnen und BesucherInnen erstmals zu einem gemeinsamen Picknick. Es kann alles mitgebracht werden, was ein Picknick unter freiem Himmel und an langen Tischen so schön macht. Speisen, Getränke, Gesprächsstoff, beste Laune.

Das 1. HohenlimBürger Picknick wird auch kulturell ein Highlight. Live und unplugged mit dabei sind: Die DALTONS und die Clownskapelle SCHÖN SCHRÄG.

Die Veranstaltung wird mitfinanziert von den BÜNDNIS90/Die GRÜNEN – OV-Hohenlimburg und dem HAGENER KULTURBÜRO.

Speisen und Getränke bitte nur in Mehrwegverpackungen mitbringen. Müllvermeidung ist oberstes Ziel.

Wer nichts zu essen oder zu trinken mitbringen will, muss weder verdursten noch verhungern. Ein reichhaltiges Speisen- und Getränkeangebot wartet auf die BesucherInnen der Herrenstraße.

Beginn: 17 Uhr, Ende: 22 Uhr.

Volkshochschule Hagen informiert über neue Datenschutzgrundverordnung

20. Mai 2018

Zu einem Vortrag über die neue Datenschutzverordnung lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 30. Mai, von 19.30 bis 21 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein.

Ab Freitag, 25. Mai, treten die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union sowie das neue Bundesdatenschutzgesetz in Kraft. Rechte und Pflichten aus den neuen Regelungen betreffen fast jeden Unternehmer, Verbraucher und Verein.

Ob bei Onlineplattformen wie eBay, bei Adressverteilern oder bei Kontaktformularen auf Webseiten – an beinahe jeder Stelle werden heute Daten erhoben, verarbeitet und gespeichert. Dabei gibt es für diejenigen, die die Daten sammeln, rechtliche Verpflichtungen und bei Verstößen kann es zu erheblichen Ordnungsgeldern und Strafen kommen. Im Gegenzug ergeben sich für die Opfer von Datenmissbrauch auch neue Rechte.

In dem Vortrag vermittelt Rechtsanwalt Hans-Christian Freier (Kanzlei „Pinkvoss, Dahlmann & Partner“) grundlegende Informationen zum Datenschutz und erklärt für Kleinunternehmer und Verbraucher die Änderungen in der neuen Datenschutzgrundverordnung.

Informationen erhalten Interessierte bei der Volkshochschule Hagen unter Angabe der Kursnummer 1948 unter Telefon 02331/207-3622 oder hier.

„Deutschland-Studie“: Hagen liegt im Regionen-Ranking hinten

19. Mai 2018

Hagen bietet nicht gerade die besten Lebensbedingungen, zeigt die „Deutschland-Studie“ des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos für das ZDF. Es ist das nach eigenen Angaben erste umfängliche Regionen-Ranking zu den Lebensverhältnissen bundesweit.

Im Vergleich der 401 Städte und Kreise in Deutschland erreicht Hagen nur Platz 387 und liegt damit nur unwesentlich vor einer Stadt wie Dortmund (Rang 394) und hinter Wuppertal (Rang 373).

Die Studie zeigt, dass die Lebensumstände in Deutschland weitgehend gleichwertig sind, allerdings gibt es ein sichtbares Nord-Süd-Gefälle: In abgelegenen ländlichen Regionen sowie an Industriestandorten im Strukturwandel seien die Bedingungen schwierig, unter anderem durch den Bevölkerungsschwund, Feinstaubbelastung und fehlende Arbeitsplätze, so die Autoren der Studie.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wo es sich in Deutschland am besten lebt. Mithilfe statistischer Daten zu 53 Indikatoren wurden die Städte und Kreise mit Punkten bewertet. Subjektive Wünsche, Umstände oder Ansprüche wurden dabei nicht berücksichtigt. Am Dienstag, 22. Mai, läuft ergänzend zur Studie im ZDF die Dokumentation “Wo lebt es sich am besten?”.

Details zum Hagener Ergebnis (pdf)

Methodik der Studie

Alle Ergebnisse der 401 Städte und Kreise

Behörden kapitulieren vor zahlreichen Temposündern auf A 1

17. Mai 2018

Auf der Autobahn 1 in Hagen wird in bislang ungekanntem Maße zu schnell gefahren. Der neue Laserscanner, mit dem die Polizei seit einigen Monaten Verkehrsteilnehmer im Baustellenbereich zwischen Hagen-West und Haspe ins Visier nimmt, blitzte allein an 17 Tagen im April 7032 Fahrzeuge, die mindestens 21 km/h zu schnell waren. „Es ist einfach erschreckend, wie wenige Autofahrer sich noch an die Vorschriften halten“, zeigt sich selbst Kim Ben Freigang, Sprecher der Autobahnpolizei, betroffen. (…)

Angesichts der massenhaften Überschreitung dieser Höchstgeschwindigkeit haben die Ordnungsbehörden kapituliert. Autofahrer, die das erlaubte Tempo nur mäßig überschreiten, also zwischen 81 und 100 km/h fahren, werden häufig nicht per Verwarngeld belangt, weil der Arbeitsaufwand zu groß wäre. (…)

Quelle: wp.de

Und passend:

Minister schweigt zur Blitzer-Posse auf der A1

Auf der A 1 bei Hagen kommen Temposünder davon, die bis zu 20 km/h zu schnell waren. Trotzdem schreibt Innenministerium von „Null-Toleranz-Linie“. (…)

Quelle: wp.de

Vortrag über die „Möhnekatastrophe“

12. Mai 2018

Blick auf die Möhnetalsperre am 19. Mai 1943 zwei Tage nach ihrer Zerstörung. Foto: Stadtarchiv Hagen.

Anlässlich des 75-jährigen Gedenkens an die „Möhnekatastrophe“ im Zweiten Weltkrieg informiert Dr. Ralf Blank, Geschäftsführer des Museums- und Archivvereins Geschichtsfreunde Hagen, in einem Vortrag am Donnerstag, 17. Mai, von 18.30 bis 20 Uhr im Auditorium des Kunstquartiers Hagen, Museumsplatz 1, über die britische Luftoperation gegen die Möhnetalsperre, stellt ihre Auswirkungen vor und blickt auf die Gedenk- und Erinnerungskultur dieses Ereignisses.

In den frühen Morgenstunden am 17. Mai 1943 griff der britische Bomber „Command“ mit einem kleinen Verband viermotoriger „Lancasters“ in der „Operation Chastise“ mehrere Talsperren im Sauerland und in Nordhessen an. Die Hauptangriffsziele waren die Möhnetal- und die Edertalsperre. Daneben griff die Royal Air Force auch die Ennepe-, Sorpe- und Listertalsperre an. Durch den Einsatz von Rollbomben gelang es, die Staumauer der Möhne zu zerstören.

Eine gewaltige Flutwelle durchquerte das Ruhrtal. Mehr als 1.550 Menschen starben, darunter über 1.200 ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene. Da das nationalsozialistische Regime vorab die Gefahr für einen solchen Angriff unterschätzt hatte, versuchte dieses schnellstmöglich, die Angriffsfolgen zu bewältigen. Bis Oktober 1943 erfolgte unter der Regie der Organisation Todt der Wiederaufbau der zerstörten Staumauer. Zudem setzten sie Industrie-, Verkehrs- und Versorgungsanlagen instand oder bauten diese neu.

Die Operation gegen die Talsperren fand auf dem Höhepunkt des „Battle of the Ruhr“ statt, bei dem fast alle größeren Städte an Rhein und Ruhr zerstört wurden und über 20.000 Menschen starben. Zwischen März und Juli 1943 flogen britische und vereinzelt auch amerikanische Bomberverbände mehrere Luftangriffe, die das Ziel hatten, die Industrie vor Ort zu zerstören. Zwar feierten die Alliierten den Angriff auf die Möhnetalsperre als Erfolg, doch sie konnten die Ruhrindustrie nicht substantiell schädigen.

Der Angriff auf die Möhnetalsperre erfährt bis heute in Deutschland und Großbritannien eine besondere Wahrnehmung. Die „Möhnekatastrophe“ mit ihren Folgen ist im Gedächtnis der Bevölkerung an Möhne und Ruhr präsent und bis heute fester Bestandteil des Kriegsgedenkens in der Region.

Der Vortrag ist eine Veranstaltung des Museums- und Archivvereins Geschichtsfreunde Hagen e.V. gemeinsam mit dem Karl-Ernst-Osthaus-Bund. Der Verein empfiehlt eine Platzreservierung unter Telefon 02331/207-2740. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Reise in Syriens Vergangenheit und Gegenwart

12. Mai 2018

Im Rahmen der Reihe „Weltbilder“ laden das AllerWeltHaus und die Volkshochschule Hagen am Mittwoch, 16. Mai, ab 19 Uhr in das AllerWeltHaus in der Potthofstraße 22 zu einem Lichtbildervortrag über Syrien von Clemens Schmale ein.

Syrien gilt als Schlüsselland des Nahen Ostens und war schon immer als Teil des so genannten „Fruchtbaren Halbmondes“ zwischen Mittelmeer und Mesopotamien, zwischen Anatolien und Anti-Libanon-Gebirge ein von vielen begehrtes Herrschaftsgebiet. Und so blickt das heutige Syrien zurück auf eine Geschichte von vielen tausend Jahren, und die großen Städte des Landes gelten als die ältesten der Welt.

Clemens Schmale zeigt ausgewählte Aspekte der syrischen Geschichte anhand verschiedener Ausgrabungsstätten und Baudenkmale. Er porträtiert die bedeutenden Metropolen des Landes, Aleppo und Damaskus, die vielen als schönste Großstädte des Orients galten. Denn inzwischen sind durch den syrischen Bürgerkrieg z.B. in Aleppo bereits irreparable Schäden an der historischen Bausubstanz entstanden.

Der Referent besucht seit Anfang der 1970er Jahre immer wieder Nordafrika und den Nahen und Mittleren Osten und hält seit langem Vorträge über die islamische Welt von Tunesien bis Jemen, vom Libanon bis Usbekistan.

Der Eintritt kostet an der Abendkasse 5 Euro. Informationen erhalten Interessierte beim AllerWeltHaus unter Telefon 02331/21410 oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/2073622.

Möchtegern-Polizei bekommt „Streifenwagen“

27. April 2018

Uniformen heben bekanntlich erheblich das Selbstwertgefühl. Jetzt kommen auch noch Autos dazu, die fast wie Polizeiwagen aussehen. Da sind die Bediensteten erkennbar stolz wie Oskar. Foto: Michael Kaub (für eine größere Abbildung bitte Bild anklicken).

Das Hagener Ordnungsamt hat zwei neue Fahrzeuge angeschafft, die im New Look von Polizeifahrzeugen des Weges kommen. Statt Blaulicht haben die Wagen allerdings nur gelbe Laternen auf dem Dach, weil die Möchtegern-Polizei nicht mit Blaulicht und Martinshorn durch die Gegend brettern darf. Das gestattet die Rechtslage in Form der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (noch) nicht.

Abgesehen von diesen Licht- und Tonproblemen hat die Ordnungsbehörde ansonsten auch heute schon überraschend weitgehende Rechte, die mit Ausnahmen wie erkennungsdienstlichen Maßnahmen oder dem Einsatz verdeckter Ermittler denen der Polizei ähneln.

Dabei verfügen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei weitem nicht über die Qualifikation, die Polizeibeamte aufweisen können. Während die städtischen Angestellten in der Regel eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert haben, müssen Polizisten in Nordrhein-Westfalen mindestens ein Fachabitur vorweisen und durchlaufen neben praktischen Teilen auch ein dreijähriges Bachelor-Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.

Was gehört in welche Tonne?

22. April 2018

In welchen Abfallbehälter kommt der leere Milchkarton? Wo hinein gehört die leere Zahnpastatube? Was ist mit den vollgeschriebenen Schulheften? Für die 18 Schüler der Vorbereitungsklasse 2 der Realschule Halden steht eine ganz besondere Unterrichtsstunde auf dem Lehrplan: Abfallpädagogik. (…)

Quelle: Wochenkurier

Anmerkung: Gestern verwies DW auf einen tendenziösen Artikel der WPWR (Autor: Hubertus Heuel) zum selben Thema. Wie es besser geht, zeigt dieser Beitrag im Anzeigenblatt (!) Wochenkurier. Ein Bericht ohne den Anflug eines fremdenfeindlichen Subtextes.

Auch der Hagener Entsorgungsbetrieb bietet sein abfallpädagogisches Konzept für alle Schüler an, nicht nur für Flüchtlinge und Zuwanderer. Heuel erweckte dagegen in seinem Elaborat den Eindruck, dass in dieser Gruppe ein besonderer Bedarf bestehe und macht die Mülltrennung zu der zentralen Aufgabe, „sonst kann ihre Integration in Deutschland kaum gelingen“.

Integration durch Abfallpädagogik

21. April 2018

Die hierzulande praktizierte Mülltrennung stellt für viele Zuwanderer ein Rätsel dar. Aus ihren Heimatländern ist ihnen die Praxis, den Abfall nach Fraktionen zu sortieren und wieder aufzubereiten, weitgehend unbekannt. Genau das müssen sie aber lernen, sonst kann ihre Integration in Deutschland kaum gelingen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein typisches Machwerk des WPWR-Schreibers Hubertus Heuel (Kürzel: -hh-). Dazu passt auch, dass eine Kritik an dem beschriebenen Schulkonzept für Heuel „ideologisch gefärbt“ ist. Dabei gibt es sehr wohl gute Gründe für als auch gegen dieses Modell. Aber damit muss sich ein Provinzschreiber nicht auseinander setzen. Solche Autoren sollten dazu verdonnert werden, einen Integrationskurs zu absolvieren (incl. Prüfung), damit sie lernen, nach welchen Regeln dieser Staat funktioniert. Die Grundlagen finden sich u.a. bei der Bundeszentrale für politische Bildung: Grundgesetz. Kleiner Tipp: Die wichtigsten Punkte für eine gelungene Integration werden in den Artikeln 1 bis 19 abgehandelt. Von Mülltrennung ist dort nicht die Rede.

Wieder Minus für WPWR

20. April 2018

Auch im 1. Vierteljahr 2018 wollten wieder weniger Hagener die WPWR lesen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging die verkaufte Auflage weiter zurück. Diesmal lag das Minus nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) bei 5,1 Prozent. Damit setzt sich der Niedergang des Monopolblattes fort.

Gekauft werden solche regionalen Zeitungen in erster Linie wegen des Lokalteils. Der ist aber seit Jahren bei WP und WR textidentisch und unterscheidet sich nur in Typografie und Schmuckfarbe.

Einschließlich Herdecke und Wetter fanden sich durchschnittlich keine 30.000 Käufer mehr für diese Art von Funke-Journalismus. Die Hagener Auflagezahlen werden seit Anfang 2016 nicht mehr separat ausgewiesen und dürften bei etwa 22.000 liegen. Mitgerechnet sind die ePaper.

Vor 20 Jahren wurden von den damals noch zwei Zeitungen Westfalenpost und Westfälische Rundschau werktäglich noch mehr als 50.000 Exemplare verkauft.

Hartz-IV-Betrug – 121 000 Euro durch Kontrollen gespart

17. April 2018

In Hagen leben derzeit 27 898 Menschen von Hartz IV. Wie viele erschleichen sich die Leistungen des Jobcenters? Und was tut die Behörde? (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Schon Ende März hatte die WPWR das Thema auf den Schild gehoben – mit demagogischer Tendenz und rassistischem Unterton (siehe: WP: Die Stimmungsmacher im Konjunktiv). Offenbar reichte das der Redaktion noch nicht und legt hier noch einmal nach. Interessant wäre die Frage, welche Personalkosten bei den Kontrollen unter Beteiligung vieler städtischer Dienststellen angefallen sind – im Vergleich zu 46.000 Euro Einsparung auf Seiten der Stadt.

Im Artikel heißt es im Kleingedruckten: „Die allermeisten Hartz-IV-Bezieher verhalten sich korrekt. „Wenn man die Gesamtzahl der Anträge sieht, ist die Zahl derer, die auf Leistungserschleichung aus sind, gering“, sagt Jobcenter-Chefin Andrea Gebhardt.“

Das hätte in einem seriösen Blatt in der Überschrift zum Ausdruck kommen müssen, aber bekanntlich ist das Einheitsblatt von Seriösität weit entfernt.

Dobrindt und der Islam

13. April 2018

von Ruth Sauerwein

In Deutschland bemühen sich vor Ort zahllose Menschen um ein gutes, friedliches Zusammenleben von Deutschen und Migranten, hier Geborenen und Zuwanderern, Christen, Muslimen und Atheisten. Sie engagieren sich in interkulturellen Arbeitskreisen, Runden Tischen der Religionen, in Integrationsräten, organisieren multikulturelle Feste (wie in Hagen demnächst Schwarz-Weiß-Bunt) und Tage der Offenen Moschee.

Ihnen allen schlägt Dobrindt mit seinen undifferenzierten Aussagen zu Muslimen und Flüchtlingen ins Gesicht. Offenbar setzt er mehr auf Konfrontation als auf ein gutes Zusammenleben – zu dem sicher auch Diskussionen über hierzulande fremde Sitten und Gebräuche und um Normen des Zusammenlebens gehören. Aber eben auf der Basis, dass niemand aufgrund seiner Religion, seiner Rasse und  Nationalität, seines Geschlechts ausgegrenzt wird – ganz wie es unser Grundgesetz vorschreibt.

Und was Dobrindts Aussage betrifft, er kenne keine Fluchtbewegung von Christen in muslimische Länder, lohnt ein Blick in die Geschichte: Als in Deutschland die Nazis regierten flüchteten viele rassisch und politisch Verfolgte unter anderem auch in die Türkei. „In der Zeit des Nationalsozialismus gingen mehrere hundert Verfolgte ins Exil in der Türkei. Diejenigen, die von Deutschland ausgebürgert wurden oder aus anderen Gründen staatenlos waren, bekamen z. T. `heimatlos` in den Pass gestempelt, was zu einem Synonym für den Status der Exilanten wurde und als haymatloz in die türkische Sprache eingegangen ist.“ (Wikipedia)

Dutschke

12. April 2018

Zweiteilige Dokumentation auf 3sat

Er war das Gesicht der Generation 68 und wurde zur Ikone einer ganzen Bewegung: Am 11. April 2018 jährt sich zum 50. Mal der Tag, an dem Rudi Dutschke auf offener Straße niedergeschossen wurde. Das Attentat veränderte die Geschichte der Bundesrepublik. (…)

Quelle: 3sat

Dazu in der Mediathek:

Video der Dokumentation Teil I und Teil II

WPWR: Schwachsinn zur „Diskussion“ aufgeblasen

11. April 2018

Nazi-Kürzel-Verbot auf Kennzeichen angeblich „nicht mehr zeitgemäß“

Rainer Preuß, Mitglied der „grünen“ Fraktion im Hagener Stadtrat, bekundete kürzlich auf seinem Lieblingsmedium, dem inzwischen freundlicherweise reichlich in Verschiß geratenen „Fakebook“, seine ungeteilte Anerkennung gegenüber den Textproduzenten der WPWR: „seriöse Journalisten“ seien das. Einer von denen hat jetzt wieder mal einen Beleg für diese These geliefert.

Am 3. April 2018 erschien auf der Sauerland-Seite der Westfalenpost ein Beitrag über schräge Autokennzeichen: „Kuriose Nummernschilder: WIT-ZE mit HA-SE und EN-TE“.

Am Rande wurde in dem Artikel darauf hingewiesen, dass HA-NS nicht vergeben wird. „Weil NS ebenso gesperrt ist wie die anderen Nazi-Kürzel HJ, KZ, SA und SS. In Nürnberg stehen auch SU und PD auf der Tabu-Liste, weil weder für den Nationalsozialistischen Untergrund noch für die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei geworben werden soll.“

Wohlgemerkt, es handelte sich nur um einen Randaspekt. Besonders beeindruckend empfand das Thema offensichtlich kaum ein Leser; es gibt jedenfalls keine Kommentare unter der Online-Veröffentlichung.

Das gefiel dem Jungschreiberling der Hagener Lokalredaktion Mike Fiebig überhaupt nicht, der daraufhin diesen Krümel in der gestrigen Ausgabe der WPWR zu einer „Diskussion um Nazi-Kürzel“ aufblies (10. April 2018, nicht online).

Dort behauptete er mit Bezug auf die Nicht-Vergabe von Kennzeichenkürzeln mit Nazibezug: „Die meisten unserer Leser und User finden das nicht mehr zeitgemäß.“ Eine reine Erfindung des phantasiebegabten Texters. Immerhin hat das Blatt in Hagen noch eine Auflage von etwa 20.000 Exemplaren. Genaue Zahlen sind seit geraumer Zeit nicht mehr verfügbar, da die Auflage zusammen mit Herdecke und Wetter angegeben wird.

„Die meisten“ wären also nach Adam Riese mindestens 10.001 Personen gewesen (falls jedes Exemplar nur von einer Person gelesen wird). Fiebig kann aber als Beleg für seine Behauptung nur zwei Personen anführen, von denen auch nicht klar ist, wo er diese aufgegabelt hat. Darunter die eine, die „mit Buchstaben-Kombination „SS“ durch die Gegend fahren würde“ und die andere, die meint: „Das ist nicht mehr zeitgemäß. Dann müssten der „Führerschein“ und das „Rechtsfahrgebot“ auch verboten werden.“

Dieses ganze Machwerk ist also nur ein groß aufgeblasener Ballon, eine angebliche Debatte, die nicht stattfindet – jedenfalls nicht in der Realität, vielleicht im Kopf des Autors.

Was denkt sich ein Schreiber dieses Einheitsblatts, wenn er seine Spalten füllt? Denkt er überhaupt? Hier wird ein Nichts zu einer angeblichen „Diskussion“ aufgepumpt. Wem nützt so etwas, wenn nicht den diversen Vulgär- und Salonfaschisten, die allerorts wieder aus den Ritzen kriechen? Ist hier womöglich das Motiv zu finden?

Auch die Frage nach dem, was sich ein Ratsmitglied Rainer Preuß denkt, wenn er von „seriösen Journalisten“ spricht, sollte vor diesem Hintergrund noch einmal ganz neu gestellt werden.

Hohenlimburg: Schlossspiel-Freunde blitzen vor Gericht ab

8. April 2018

Das Hagener Landgericht weist einen Eilantrag des Freundeskreises Schlossspiele Hohenlimburg zurück. (…)

Mit dem Antrag auf Einstweilige Verfügung und einem damit verbundenen Gütegespräch vor der 9. Zivilkammer hatte der Freundeskreis Schlossspiele am 16. März gehofft, Planungssicherheit für die 64. Schlossspielzeit (24. August bis 9. September) zu bekommen. (…)

Quelle: wp.de

Frühlingsausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen erschienen

8. April 2018

Im Sozialen Rathaus, in den Bürgerämtern, in Begegnungsstätten, in Apotheken, in Geschäften und an vielen anderen Orten liegt sie jetzt wieder zum Mitnehmen bereit: die Seniorenzeitung Junges Altes Hagen. Neben informativen und unterhaltsamen Beiträgen enthält sie den Veranstaltungskalender für Seniorinnen und Senioren.

Frühling und Sommer stehen vor der Tür und damit die Zeit für viele Aktivitäten: In dieser Ausgabe informiert die Zeitung über Angebote des Stadtsportbundes für Jung und Alt. Die Redaktion begleitete den Bezirksbeamten Roland Tripp auf seinem Rundgang durch Wehringhausen. Seit dem 1. März werden die ersten Gäste im stationären Hospiz betreut – JAH interviewte die stellvertretenden Pflegedienst-leiterin. Ein interessanter Reisebericht aus dem Iran, ein Projekt des Hohenlimburger Bauvereins zur Förderung von guter Nachbarschaft und vieles mehr runden das thematische Angebot ab.

Übrigens: Die Volmegalerie hat Gutscheine für gute Ideen ausgelobt. Also – wer sich schon immer Gedanken darüber gemacht hat, hat jetzt die Gelegenheit dazu, sich zu äußern.

Die Seniorenzeitung wird in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbüro der Stadt von einem Team von Ehrenamtlichen erarbeitet. Im November 2005 erschien die erste Ausgabe. Das Redaktionsteam trifft sich am zweiten Mittwoch eines Monat um 10 Uhr im Sozialen Rathaus, Raum D 123. Interessierte sind willkommen.

43 Millionen Euro Investitionen für Hagens Abwassernetz

6. April 2018

685 564 Meter misst das Hagener Kanalnetz in seiner gesamten Ausdehnung und ist damit seit 2013 noch einmal um 16 Kilometer gewachsen. Trotzdem sind die ältesten Kanäle weit über 100 Jahre alt. Die meisten Kanäle in Hagen stammen aus den 60er- und 70er-Jahren. Die Stadttochter Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) wird in den kommenden Jahren rund 43 Millionen Euro in das Netz investieren. Das geht aus dem neuen Abwasserbeseitigungs-Konzept vor, das für den Zeitraum von 2019 bis 2024 gilt. (…)

Quelle: wp.de

WP: Die Stimmungsmacher im Konjunktiv

22. März 2018

Eine reißerische Headline – sonst hat die Westfalenpost nichts im Angebot

Die Hagener Ausgabe der Westfalenpost dämmert seit Jahren ihrem Ende entgegen. Die ständig sinkenden Verkaufszahlen versucht das heimische Blättchen mit immer schrilleren, den populistischen Bodensatz der hiesigen Bevölkerung bedienenden Artikeln zu verlangsamen.

Gestern waren mal wieder die Rumänen und Bulgaren an der Reihe. Gemeint sind eigentlich die Zigeuner, aber diesen Terminus vermeiden die Schreiber, um sich sicherheitshalber nicht auch damit noch in die Schusslinie zu bringen.

Gestern also titelte die Westfalenpost auf der ersten Seite des Lokalteils:

Hagen Hochburg des Hartz-IV-Betrugs

Interner Bericht der Arbeitsagentur besagt: Organisierte Banden locken EU-Zuwanderer gezielt mit falschen Versprechungen in die Volmestadt und nutzen sie aus

Wer jetzt harte Fakten erwartet hätte, wurde enttäuscht. Obwohl die Westfalenpost behauptet, ihr läge ein interner Bericht der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg vor, in dem Hagen als „eine von sieben Hochburgen des organisierten Leistungsmissbrauchs“ qualifiziert sein soll, ist das Blatt nicht dazu in der Lage, dies auch zu belegen. Es werden noch nicht einmal auf Hagen zutreffende Zitate aus dem vermeintlichen Bericht wiedergegeben. Der ganze Artikel gibt erst einmal in epischer Breite die Machenschaften von Banden wieder, aber in Bezug auf Hagen wimmelt er nur von Formulierungen im Konjunktivischen.

t-online.de berichtet dagegen: „Eine Bundesagentur-Sprecherin warnte allerdings vor dem Eindruck, die überwiegende Zahl der Ermittlungen beziehe sich auf Fälle von „organisierter Leistungskriminalität“. Tatsächlich richteten sich die Ermittlungen in erster Linie gegen Hartz-IV-Bezieher, die mit falschen Angaben zu Unrecht Leistungen bezogen hätten, ohne dass dahinter eine Bande stehe.“

Erst im hinteren Bereich des mit reißerischer Überschrift von der Westfalenpost gewitterten Skandals holen die mit der Sache befassten Personen den Verfasser des Artikels, immerhin den Lokalchef des Blattes Koch, auf den Boden der Tatsachen zurück:

So hat die Hagener Polizei nach einem Hinweis aus dem Jobcenter einen größeren Fall aufklären können. (…) Eine größere Zahl solcher Verfahren gebe es aber nicht, so Bode: „Die Spezialisten bei uns im Haus haben bislang noch keine Häufung feststellen können.“ (…)

Hagens Arbeitsagenturchef Marcus Weichert ist um ein differenziertes Bild bemüht: „Ganz viele Rumänen und Bulgaren arbeiten hier ganz normal und halten sich an die Regeln.“

Die Westfalenpost rückt in ihrer Print-Ausgabe allerdings eine andere Aussage Weicherts prominent in den Mittelpunkt: „Lebenslange Leistungssperre muss möglich sein.“

Die Leserschaft des Blättchens hat die Zielrichtung dieser Berichterstattung jedenfalls verstanden, wie die Kommentare auf der Fakebook-Seite der WP zeigen. Mit im Rennen – wen wundert es – auch Rainer Preuß, Ratsmitglied der „Grünen“, der ersichtlich nicht wahrnehmen kann, dass ein möglicher Missbrauch von Leistungen nicht an Nationalitäten gebunden ist:

Auf eine Anfrage der Fraktion Hagen Aktiv im Januar hatte das Jobcenter Hagen mitgeteilt, im Jahr 2017 in 40 Fällen Einstellungen oder Reduzierungen von Hartz-IV-Leistungen vorgenommen zu haben. Kontrolliert wurden mehr als 12.000 Personen, also statistisch jeder in Hagen lebende Rumäne oder Bulgare zweimal. Die dabei festgestellten Unregelmäßigkeiten betrugen demnach 0,3 Prozent.

Warnstreiks im Öffentlichen Dienst am Mittwoch

20. März 2018

Durch die für Mittwoch (21. März 2018) angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst wird es absehbar den ganzen Tag über zu massiven Einschränkungen im Leistungsangebot der Hagener Stadtverwaltung kommen.

Bürgerinnen und Bürger sollten sich mindestens auf längere Wartezeiten einrichten. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass ganze Dienststellen geschlossen bleiben. Dazu könnten unter anderem Bürgerämter, die Führerscheinstelle oder die Zulassungsstelle zählen. Um eine Versorgung im Bereich der Kitas aufrecht zu halten, werden flächendeckend Notgruppen eingerichtet. Zudem bleiben alle städtischen Museen und das Kunstquartier geschlossen.

Gaaanz langsam

15. März 2018

Internetgeschwindigkeit: Hagen wieder mal weit abgeschlagen

Die westfälischen Städte Bottrop, Herne und Gelsenkirchen gehören zu den zehn Städten in Deutschland, in denen das schnellste Internet zur Verfügung steht. Bottrop landete mit einer Download-Rate im Festnetz von 48,98 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) auf Platz 6, Herne kam mit 48,48 Mbit/s auf den 7. Platz und Gelsenkirchen folgte auf Platz 9 (48,43 Mbit/s), teilte das Internetportal testberichte.de mit.

In Hagen erreichte die Datenübertragungsrate beim Download dagegen nur 22,94 Mbit/s. Damit liegt die Stadt an der Volme auf Platz 103. Nur in sieben Städten bundesweit surfen die Internetnutzer noch langsamer.

Das Internetportal testberichte.de hatte aktuelle Messergebnisse der tatsächlichen Download- und Uploadraten in mehr als 100 deutschen Städten verglichen. Dabei wurden die Mittelwerte (Median) der tatsächlichen Raten der stationären und mobilen Breitbandanschlüsse in allen kreisfreien Städten Deutschlands ausgewertet. Die Daten wurden im Zeitraum vom 26. bis 27.02.2018 auf der im Auftrag der Bundesnetzagentur betriebenen Seite breitbandmessung.de erfasst. Eine detaillierte Tabelle mit den Ergebnissen aus allen 110 Städten ist auf der Homepage des Portals zu finden.

Gibt es in Berchum bald eine Drei-Klassen-Gesellschaft?

11. März 2018

Der Tiefendorfer Dirk J. Scharff sieht in der Breitband-Offensive der Deutschen Telekom große Probleme für den ländlichen Raum im Hagener Norden. (…)

Quelle: wp.de

Zu teuer: Stadt Hagen will Prentzel-Büste nicht reparieren

6. März 2018

Metalldiebe hatten sie vom Friedhof gestohlen und beschädigt. Doch die Stadt will die Büste von Bürgermeister August Prentzel nicht reparieren. (…)

Quelle: wp.de

Fachkräfteforum zu Integrationsmaßnahmen für Menschen aus Südosteuropa

3. März 2018

Dem Thema „Zuwanderung aus Südosteuropa“ kommt gegenwärtig eine hohe Aufmerksamkeit zu. Auf reges Interesse stieß nach Angaben der Pressestelle des Rathauses daher eine Veranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme.

In Kooperation mit der Landesweiten Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren (LaKI) begrüßte Güler Kahraman, Leiterin des KI, rund 80 Fachkräfte zu der Veranstaltung, die unter dem Motto „Fragestellungen und Maßnahmen zur Integration zugewanderter Menschen aus Südmittelosteuropa (SMOE) vor dem Hintergrund dortiger Lebensbedingungen, Bildungsstandards und Lerntraditionen am Beispiel Rumäniens“ stand.

Nach Grußworten von Susanne Blasberg-Bense, Abteilungsleiterin des Ministeriums für Schule und Bildung, und Natalia Keller, Abteilungsleiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales der Stadt Hagen, hielt Dr. Rolf Willaredt, Mitarbeiter der LaKI, einen Vortrag über das Land Rumänien.

Durch die eigenen Erfahrungen vor Ort sowie seine Fachkenntnisse erhielten die Teilnehmer einen umfassenden Überblick über die Lebensbedingungen und Bildungsstrukturen Rumäniens. Ergänzend hielten die Mitglieder der Hagener Uni50plus-Gruppe Kurzvorträge mit eindrucksvollem Bildmaterial, das sie während ihrer zwei Rumänienreisen unter der Leitung von Dr. Ralf Willaredt sammelten. Dagmar Speckmann, Marie-Luise Borchmann, Dr. Marianne Groten und Klaus Hirschberg berichteten von ihren Erfahrungen bei Besuchen von Roma-Siedlungen. Dabei vermittelten sie plastische Einblicke sowie Hintergründe zum Alltag der Roma-Gemeinschaften.

Nach den Vorträgen konnten sich die Teilnehmer an acht Expertentischen zu unterschiedlichen Projekten und Integrationsansätzen informieren. Annamaria Papp-Derzsi, Mitarbeiterin der LaKI, stellte die Projekte „Rucksack“ und „Griffbereit“ zur Elternbeteiligung Schule vor. Für weitere Fragen über Rumänien stand Dr. Ralf Willaredt ebenfalls zur Verfügung.

Am Stand der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Hagen informierte Mitarbeiterin Sara Brandstedt über schulpsychologische Unterstützungsmaßnahmen zur Integration durch Bildung. „Von der Alphabetisierung bis zum Regelunterricht“ – von ihren Erfahrungen in der Unterrichtspraxis in der Sekundarstufe I berichteten Miriam Osterfeld, Susanne Escher und Tanja Velgiovic von der Realschule Hagen-Halden. Über Maßnahmen gegen Schulabsentismus informierte Anja Krüselmann von der Grundschule Im Kley.

An zwei Expertentischen stellte das Quartiersmanagement Hagen die eigene Arbeit vor: Gabriele Schwanke und Maximiliam Adams berichteten über ihre Arbeit im Allgemeinem und Myuslyum Asan und Andreas Binderlegten legten den Fokus speziell auf ihre Tätigkeit als muttersprachliche Sprach- und Kulturmittler. Zudem stellten Erika Wienand und Silvia Spitzer, Mitarbeiterinnen der Caritas Hagen, das Projekt „BiBer – Bildungs- und Beratungsangebote für neu Zugewanderte“ vor.

Die rege Teilnahme während der Vorträge sowie an den Expertentischen zeigte, dass die Teilnehmer ein hohes Interesse an Informationen zu dem Thema haben. Das KI der Stadt Hagen plant dieses Jahr weitere Veranstaltungen, um den Informations- und Weiterbildungsbedarf der Fachkräfte abzudecken. Weitere Schwerpunktthemen sind dabei Kindertagesstätten sowie die frühe Bildung.

Gruppe entwickelt Ideen für sichere Radwege durch Eckesey

2. März 2018

Eine Radfahrt vom Bahnhof ins Ruhrtal soll nicht länger eine Hochrisiko-Tour sein. Eine Arbeitsgruppe der Zukunftsschmiede hat Pläne entwickelt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Gruppe habe sich „in die Situation eines interessierten Radtouristen hineinversetzt, der mit seinem Zweirad am Hagener Bahnhof aus dem Zug steigt und das attraktive Radwegenetz im Ruhrtal ansteuern möchte“, schreibt das Blatt. Verschweigt aber die Antwort auf die naheliegende Frage, warum sich ein Radtourist für seine Tour ausgerechnet Hagen aussuchen sollte.

Bei der Umsetzung der Idee aus der „Zukunftsschmiede“ soll es flott vorangehen: So sei eine „schnelle Lösung schon möglich“. Ganz bestimmt, schließlich tage die Gruppe „mindestens einmal im Jahr“.

100 Jahre Frauenwahlrecht – wir haben viel erreicht!

2. März 2018

Aufruf des DGB Hagen zum Internationalen Frauentag

In diesem Jahr feiern wir 100 Jahre Frauenwahlrecht! Es war der Rat der Volksbeauftragten, der während der Novemberrevolution von 1918 ein Gesetz erließ, mit dem Frauen in Deutschland erstmals das aktive und passive Wahlrecht erhielten. Lange musste die Arbeiterinnenbewegung dafür kämpfen.

1949 schrieb sich die junge Bundesrepublik ins Grundgesetz. „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, so hieß und heißt es bis heute dort in Artikel 3. Doch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts ist das deutsche Parlament so männlich wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Nur ein Drittel der Abgeordneten sind Frauen. Und Rechtspopulisten, mit ihrem rückständigen Frauenbild und ihren Familienvorstellungen von gestern, wollen Frauen wieder in enge Schranken weisen. Zugleich werden frauendominierte Berufe immer noch schlechter bezahlt, stehen Frauen vor ungelösten Arbeitszeitproblemen, haben geringere Karrierechancen und zum Schluss eine kleinere Rente als Männer.

Als Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) erwarten wir von der neuen Bundesregierung, dass sie alles daran setzt, die Arbeitszeitlücke, die Entgeltlücke und die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern endlich zu schließen.

Der Frauenausschuss des DGB Hagen wird am 8. März von 16:00 bis 17:00 Uhr mit einer Straßenaktion auf der Elberfelder Straße informieren.

Am 11. März laden wir herzlich zur Matinée ins das Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, ein. Ab 10:00 Uhr wird dort gegen Spende ein Brunch angeboten. Nach der Begrüßung um 11:30 Uhr freuen wir uns ab 12:00 Uhr auf musikalisches Frauenkabarett mit „MaDamm“ aus Köln. Kostenlose Eintrittskarten für die Matinée sind noch in geringer Stückzahl bei den Gewerkschaften oder beim DGB in Hagen erhältlich – schnell sein lohnt sich!

Noch lange

22. Februar 2018

Die Nachricht muss jeden Hagener nachdenklich stimmen: Das Magazin Focus hat – wie schon vor drei Jahren – die gut 400 deutschen Stadt- und Landkreise unter die Lupe genommen und die Volmestadt im „Biggest-Loser-Bereich“ einsortiert. Auf Platz 368. (…)

Quelle: Wochenkurier

Vom Streben nach Glück

14. Februar 2018

Ausstellung zeigt 200 Jahre Auswanderung von Westfalen, darunter auch Hagener, nach Amerika – Parallelen zur Migration heute

„Hier lebt man besser als in Deutschland“, berichtete 1830 der Amerika-Auswanderer Peter Horn aus Pennsylvania in einem Brief an seine Eltern. Wohlstand, Freiheit, Abenteuer – das waren die Hoffnungen, die über 300.000 Menschen aus Westfalen im 19. und 20. Jahrhundert dazu bewogen, in den USA ein neues Leben zu beginnen (Abb.: Plakat der Hamburg-Amerika-Linie. Foto: LWL).

Die Ausstellung „Vom Streben nach Glück“, die der Landschaftsverband Westfalen von Donnerstag (15.2.) bis zum 4. November in seinem Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop präsentiert, beleuchtet die Ursachen, zeichnet Reisewege nach und schildert die Biografien westfälischer Emigranten.

Das Spektrum der über 100 Exponate reicht von Fotos und Postkarten über ein Schiffsmodell bis hin zu persönlichen Gegenständen der Auswanderer. Das Begleitprogramm umfasst einen genealogischen Workshop und Vorträge rund um die Themen Auswanderung, Familienforschung und die USA.

Waltroper Lebensläufe
Im Schiffshebewerk Henrichenburg werden auch zwei Auswandererbiographien aus Waltrop vorgestellt: die Geschichten von Carl Leppelmann und der Familie Felling. Leppelmann war der Amtmann in Waltrop. Er erwarb sich einen zweifelhaften Ruf, indem er Gelder unterschlug und nicht durch übermäßige Gründlichkeit bei der Erledigung seiner städtischen Geschäfte glänzte. Im Jahr 1863 hatten sich zu viele Eskapaden angesammelt. Leppelmann sollte zur Rechenschaft gezogen werden, wofür er steckbrieflich gesucht wurde. Doch der Waltroper kam seinen Häschern zuvor und setzte sich über den Atlantik ab – samt der Stadtkasse, die 5.000 Taler enthielt. Mit seiner Familie gründete er eine neue Existenz in den USA. Als Charles Leppelmann, einer amerikanisierten Form des Vornamens, wurde er als Architekt tätig. Ob er je eine Ausbildung dafür genoss, ist unbekannt. Ein Haus, das er als Vereinsheim für einen deutschen Turnverein in St. Louis erbaute, wurde später ein Kino.

Wie viele Westfalen siedelte sich auch die Fellings im Mittleren Westen an. Fast eine Million Deutsche fanden in den Staaten Wisconsin, Ohio, Iowa und Minnesota eine neue Heimat. Johann Theodor Felling war der zweitgeborene Sohn einer Bauernfamilie aus Oberwiese. Er hatte keine Chance, den väterlichen Betrieb zu erben. Deshalb entschied er sich 1848, in die USA überzusiedeln. Im gleichen Jahrzehnt wanderten 30 weitere Waltroper nach Nordamerika aus. Die Nachfahren der Familie, die den gleichnamigen Bauernhof in Oberwiese besessen haben, leben noch heute in den USA: Es gibt dort über 200 Träger des Namens „Felling“. Tom Felling, der Urenkel von Theodor Johann, machte sich 1992 auf die Suche nach den Ursprüngen seiner Familie. Der in Minneapolis tätige Lehrer entdeckte im Gebetbuch seines Großonkels Joseph den Eintrag „Oberwiese, Waltrop“ und nahm Kontakt in die alte Heimat auf. 2009 trug er sich in das Goldene Buch der Stadt Waltrop ein.

Fluchtursachen
Nicht nur wirtschaftliche Not, die vor allem in den ländlich geprägten Regionen Westfalens der Hauptgrund für die Auswanderung war, trieb die Menschen in die Ferne. Auch politische Gründe bewogen die Menschen dazu, ihre Heimat in Deutschland zu verlassen. Das Streben nach politischer Freiheit brachte nach der Niederschlagung der demokratischen Revolution in Deutschland 1848/49 viele Aktivisten und Freidenker aus Westfalen in die USA. Die Vereinigten Staaten galten damals als das Vorzeigeland der Bürgerrechte, als Vorkämpfer für Freiheit und Gleichheit. Zu den Aktivisten, die nach dem Scheitern der Revolution nach Amerika emigrierten, gehörten unter anderem die Bürgerrechtlerin Mathilde Franziska Anneke aus Hiddinghausen bei Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) oder der Maler Carl Schlickum aus Hagen.

Einschiffen auf ein Auswandererschiff in Bremerhaven. Foto: Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven

Agenten vermittelten den Ausreisewilligen die Schiffsfahrkarten für die Überfahrt in die USA. Die Reise begann meist in den beiden großen deutschen Auswandererhäfen in Bremerhaven und Hamburg. Das Modell eines Auswandererschiffes aus dem Deutschen Technikmuseum in Berlin sowie Postkarten und Werbeplakate der Reedereien zeigen in der Ausstellung, wie diese Schiffe aussahen.

Die Deutschen in der Neuen Welt
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges hatten über acht Millionen Menschen in Nordamerika deutsche Vorfahren. Sie lebten als Farmer in den nördlichen Staaten des Mittleren Westens, waren aktiv in der Kultur, in der Politik und im Wirtschaftleben der Vereinigten Staaten. Vor allem der Bundestaat Indiana mit seiner Hauptstadt Indianapolis wurde zu einem Zentrum deutschen Wirkens. In Fort Wayne brauten und vertrieben die Dortmunder Berghoff-Brüder „Dortmunder Beer“. Clemens Vonnegut aus Münster brachte es mit einem Haushalts- und Eisenwarenhandel in kurzer Zeit zu Reichtum. Und William Edward Boeing, Sohn eines Einwanderers aus dem heutigen Hagen, gelang es gar, einen Weltkonzern aufzubauen.

Neben Knowhow brachten die Deutschen auch das Vereinswesen mit in die neue Heimat: In den meisten Städten des Mittleren Westens gab es Männerchöre und Turnvereine, auch Karneval wurde gefeiert.

Mit dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg veränderte sich das Verhältnis zwischen Amerikanern und Deutschen. „Die hoch geachteten und von manchen auch beneideten deutschen Eliten gerieten in den USA stark unter Druck. Viele ließen ihre Familiennamen amerikanisieren. Deutsche Zeitungen, deutschsprachige Reklametafeln und deutsche Bräuche verschwanden binnen weniger Wochen aus der Öffentlichkeit. Das war ein entscheidender Einschnitt, von dem sich die deutsche Gemeinschaft kaum wieder erholen konnte“, verrät der Leiter des LWL-Industriemuseums Schiffshebewerk Henrichenburg, Dr. Arnulf Siebeneicker.

Ein eigenes Kapitel widmet die Ausstellung dem Thema Vertreibung und Verfolgung nach 1933. So wanderten über 120.000 deutsche Intellektuelle und Juden nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Amerika aus.

Ein Thema für die Gegenwart
Auch Diskussionen über zeitgenössische Entwicklungen kann der Blick in die Geschichte der Amerika-Auswanderung anregen. „Die Parallelen zu aktuellen Fragen von Migration und Integration sind in dieser Ausstellung offensichtlich. Das LWL-Industriemuseum versteht sich dabei als Forum, in dem gesellschaftlich relevante Themen zur Diskussion gestellt werden“, erklärt Direktor Dirk Zache. Zwar seien die Deutschen damals nicht vor einem Bürgerkrieg geflohen, wohl aber aus einer hoffnungslosen Lebenssituation, die ihnen weder Auskommen noch berufliche Perspektive in ihrer Heimat bot.

Katalog
Vom Streben nach Glück. 200 Jahre Auswanderung aus Westfalen nach Amerika, hrsg. vom LWL-Industriemuseum und Willi Kulke, Essen 2016 (Klartext Verlag), 164 Seiten, 14,95 Euro.

LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur, Am Hebewerk 26,  45731 Waltrop
Karte und Routenplaner

Falsches Signal – Wie die Bahn beim Gütertransport versagt

2. Februar 2018

Fernsehtipp: Freitag, 02.02.2018, 20:15 Uhr, 3sat

LKW verstopfen die Autobahnen, Autofahrer sind verärgert; dabei verspricht die Politik seit vielen Jahren, Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Warum schafft es die Bahn nicht?

Der Güterverkehr auf der Schiene verliert Marktanteile, und die Bahn will weiter abbauen. Filmautor Hermann Abmayr zeigt, wie die Bahn heute noch mit Technik von vorgestern arbeitet, während LKW modernste Technologie einsetzen.

Was gestern noch mit der Bahn kam, wird heute im LKW angeliefert: zum Beispiel Bananen. Spediteure würden oft lieber auf die Bahn setzen, aber ihre Infrastruktur erfüllt nicht die Anforderungen moderner Unternehmen. Und jetzt wird auch noch der Gotthard-Basistunnel eröffnet, der den europäischen Schienengüterverkehr auf der Nord-Süd-Achse nach vorne bringen sollte. Aber Deutschland hat seine Aufgaben nicht erledigt, bremst die Zukunft aus, denn der zugesagte Ausbau der Rheintaltrasse hängt nach.

Dabei geht Gütertransport auf der Schiene auch anders, wie man im Bahnmusterland Schweiz sehen kann. In Deutschland passiert nichts. Warum sind die Signale falsch gestellt? Und was bedeutet das für den Konsumenten?


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