Archive for the ‘31 Sonstiges’ Category

Weniger als die Hälfte der Kinder in Hagen im Ganztag

22. Oktober 2018

Viel wird über die Ganztagsbetreuung in Hagen diskutiert. Dabei ist im vergangenen Schuljahr noch nicht einmal die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler in Grundschule und Sekundarstufe I über den normalen Unterricht hinaus betreut worden. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Auflistung der Zahlen ergibt natürlich nur dann einen Sinn, wenn diese in Relation gesetzt werden. Das soll an dieser Stelle nachgeholt werden:

49,9 Prozent der 1,7 Millionen Schülerinnen und Schüler in der Primarstufe und der Sekundarstufe I der allgemeinbildenden Schulen in NRW nahmen im Schuljahr 2017/18 ein Ganztagsangebot an ihren Schulen in Anspruch. In Hagen laut Statistischem Landesamt nur 41,8 Prozent.

An Realschulen und Gymnasien in NRW wurden mit 23,7 bzw. 26,6 Prozent die wenigsten Kinder ganztags betreut. In Hagen nur 3,3 bzw. 14,3 Prozent.

An Grundschulen nahmen im abgelaufenen Schuljahr NRW-weit 45,2 Prozent der Schüler ein Ganztagsangebot wahr. In Hagen waren es nur 30,5 Prozent.

Einzig an Hauptschulen liegt die Quote höher als im NRW-Durchschnitt. Während in Hagen 63,7 Prozent der Schüler ganztags betreut wurden, waren es landesweit nur 59,8 Prozent.

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FESH plant einen Schulneubau an der Hasper Schlackenmühle

20. Oktober 2018

Die Freie Evangelische Schule (FESH) möchte an der Schlackenmühle einen neuen Bildungskomplex errichten. Dafür müssten die Kleingärtner weichen.

Die Freie Evangelische Schule (FESH) hat sich mit der Stadt weitgehend auf einen Umzug an die Schlackenmühle in Haspe geeinigt. Auf einem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke von Schlackenmühle und Hördenstraße sollen die Gesamtschule samt einer Dreifachturnhalle und möglicherweise auch die Grundschule der FESH angesiedelt werden. Hinzu kommen könnte eine Kindertagesstätte. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ersatzschulen wie die Fesh oder auch Waldorfschulen werden in der Regel zu 94 Prozent vom Staat finanziert. Der Eigenanteil der Eltern darf natürlich nicht „Schulgeld“ genannt werden, sonst würde die staatliche Finanzierung um den entsprechenden Betrag gekürzt, denn die Schulgeldfreiheit gilt  (offiziell) auch für Privatschulen. Stattdessen zahlen die Eltern normalerweise einen „freiwilligen“ Beitrag an einen Förderverein.

Welcher Geist bei der Fesh mit Steuergeldern finanziert wird, erschließt sich aus dem Interview mit dem Vorsitzenden des Trägervereins, das Ende Januar 2014 in der Printausgabe der WPWR erschienen ist: „Es hat separate Schöpfungsvorgänge gegeben, es ist nicht das eine aus dem anderen hervorgegangen. Den angeblichen Sprung vom Affen zum Menschen halte ich zum Beispiel für äußerst unwahrscheinlich. (…) Es war ja niemand dabei, der beweisen kann, ob die Welt in sieben Tagen oder in sieben Millionen Jahren erschaffen worden ist.“

Kreationismus pur.

Ab in den Reisswolf

19. Oktober 2018

Trend setzt sich fort: WPWR-Verkauf weiter rückläufig

Die meisten der über den Einzelverkauf an Kioske usw. gelieferten Exemplare des Hagener Einheitsblatts landen ungelesen im Altpapier. Das ergibt sich aus den neuesten Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) für das 3. Quartal 2018.

Danach wurden durchschnittlich pro Erscheinungstag 2.735 Exemplare der Zeitung an die Verkaufsstellen ausgeliefert, aber nur 1.138 davon tatsächlich verkauft. Der überwiegende Rest, 1.597 sogenannte Remittenden, wanderten ohne Leserkontakt direkt in die Tonne.

Der weitaus größere Teil der Auflage ging wie schon in der Vergangenheit an Abonnenten. Aber auch deren Zahl ist weiter rückläufig; die verkaufte Auflage insgesamt schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal um minus 4,8 Prozent.

Millionen für die Aufwertung des Hengstey-Freibades

14. Oktober 2018

Durch Investitionen in Millionenhöhe soll das Familien-Freibad in Hengstey zu einer der Hauptattraktionen des Seeparks aufgewertet werden. (…)

Quelle: wp.de

Wasserschloss Werdringen schließt für einige Monate seine Türen

14. Oktober 2018

Umfangreiche Neugestaltung

Ab Montag, 29. Oktober, schließt das Museum im Wasserschloss Werdringen in Hagen-Vorhalle für einige Monate seine Türen, um diese im Frühjahr 2019 mit neuem Ausstellungsbereich wieder zu öffnen. Die Zeit der Schließung wird für eine umfangreiche Neugestaltung des Steinzeitbereiches im ersten Obergeschoss der Ausstellung genutzt. Dazu wird neben der bereits vorhandenen Ausstellungsfläche ein weiterer Nebenraum erschlossen, indem die Funde aus der Blätterhöhle präsentiert werden.

Zudem sollen aktuelle Themen wie Klimaentwicklung, sowie verschiedene naturwissenschaftliche Datierungsmethoden anhand von Menschen- und Tierknochen und die Lebensweisen von steinzeitlichen Jägern und Sammlern behandelt werden.

Die Blätterhöhle in Hagen-Holthausen hat sich in den vergangenen Jahren für die europäische Archäologie zu einer der bedeutendsten Fundstellen der Alt- und Mittelsteinzeit entwickelt. Über das spannende Fundspektrum und die Grabungstätigkeiten in und an der Höhle, konnten sich Besucher zuletzt noch im September dieses Jahres bei einem Vortrag und einer anschließenden Spezial-Führung informieren. Um diesen besonderen Ort auch in Zukunft Besuchern präsentieren zu können, sollen die wichtigsten Funde in Werdringen ausgestellt und damit dauerhaft in die Ausstellung integriert werden. Dazu werden Leihgaben, die derzeit noch zu Untersuchungszwecken oder als Teil einer vorübergehenden archäologischen Ausstellung in anderen Städten (aktuell Berlin) sind, zurück nach Hagen geholt.

Als das Museum Wasserschloss Werdringen 2004 als Museum für Ur- und Frühgeschichte eröffnet wurde, versammelten sich in dem neu konzipierten Ausstellungsbereich in der ehemaligen Scheune, eine Vielzahl besonderer Fundobjekte aus Hagen und der Region. Unter anderem wurde so eine Alternative zum ursprünglichen „Hagener Vorgeschichtsmuseum“ geschaffen, das sich von 1975 bis 2002 in kleinen Räumlichkeiten auf Schloss Hohenlimburg befand. Hier wurden die Reste der weitgehend durch den 2. Weltkrieg zerstörten Hagener Sammlungen (städtisch und privat) zusammengeführt. Doch erst mit der Eröffnung des Museums in Werdringen verfügte die Region schließlich über eine eigene Einrichtung, die dem Umfang und der Bedeutung der archäologischen und geologischen Funde gerecht werden konnte.

Die nun bevorstehende Teilumgestaltung der Ausstellung soll auch Anlass für eine schrittweise Erneuerung und Aktualisierung einiger Vitrinen und Exponate sein. Damit möchte das Museum die Gelegenheit nutzen, Neufunde zu integrieren und bestehende Präsentationsweisen zu überarbeiten. Das Frühjahr 2019 soll daher ganz im Zeichen einer beginnenden Aufwertung und Renaissance des Standorts Wasserschloss Werdringen stehen.

Die Kosten für den Umbau des Raumes für die Blätterhöhle-Präsentation belaufen sich auf rund 14.000 Euro. Mit 15.000 Euro an den Geschichtsfreundeverein fördert die Sparkassenstiftung für Hagen zweckgebunden die Einrichtung des Raumes. Ein besonderer Anziehungspunkt wird ein Film über die Gesichtsrekonstruktion einer Jungneolitischen Frau sein, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit 30 Prozent (Gesamtkosten rund 5.000 Euro) fördert.

Während der Schließung ist kein regulärer Museumsbesuch in Werdringen möglich. Das museumspädagogische Programm des Fachbereichs Kultur soll aber, wenn auch eingeschränkt, stattfinden. Die Buchung von Kindergeburtstagen und Schulklassenführungen bleibt nach wie vor möglich. Während der Ausstellungsbereich im ersten Obergeschoss zum Großteil von den Umbauarbeiten betroffen ist; hier befinden sich die Wollnashörner und das Rentier sowie die Vitrinen zur Alt- und Mittelsteinzeit, können das Erdgeschoss und das zweite Obergeschoss im Rahmen von Gruppenführungen besichtigt werden. Dadurch bleiben die geologische Ausstellung, das Mammut und der Bereich zu den Metallzeiten und zum Mittelalter für die Besucher verfügbar. Das Schlosscafé agiert unabhängig vom Museumsbetrieb und ist von der Schließung ausgenommen.

Durch die bevorstehende Schließung und dem damit verbundenen eingeschränkten museumspädagogischen Programm, verzichtet die Museumsverwaltung auf die Erstellung eines Programmheftes für die restlichen Wochen des Jahres 2018. Dieses erscheint normalerweise im vierteljährlichen Takt für jeweils drei Monate. Über die noch bevorstehenden Programme und Exkursionen können sich Besucher auf den Internetseiten der Stadt Hagen informieren. Des Weiteren steht die Museumsverwaltung für Fragen und Anmeldungen zu Veranstaltungen unter Telefon 02331/207-2740 zur Verfügung.

Bildungserfolg von Kindern: Soziale Herkunft spielt immer noch eine sehr starke Rolle

12. Oktober 2018

Statistisch gesehen sind sie unwahrscheinlich: Berufliche Karrieren von Bildungsaufsteigern. Mit welchen Herausforderungen diese konfrontiert sind und ob Migranten zusätzliche Barrieren bewältigen müssen, beleuchtete ein Vortrag, den das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme veranstaltete.

Prof. Dr. Ahmet Toprak und Dr. Christina Möller, die selbst den Bildungsaufstieg in höhere Positionen trotz ihrer sozialen Herkunft schafften, zeigten mit wissenschaftlichen Befunden aus der Bildungsforschung auf, dass obwohl es in den vergangenen Jahren eine Verbesserung gab, der sozioökonomische Hintergrund immer noch eine sehr starke Rolle beim Bildungserfolg von Kindern spielt.

Kinder aus Arbeiterfamilien und bildungsfernen Hintergründen haben immer noch eine vielfach geringere Chance, einen hohen Bildungsabschluss oder gar eine Professur zu erreichen als Kinder aus Akademikerfamilien. Anhand ihrer eigenen Biographien zeigten Prof. Dr. Toprak (Ausschnitte aus seinem neuen Buch „Auch Alis werden Professor“ wurden verlesen) und Dr. Möller, beide ehemalige Hauptschüler, jedoch auf, dass es trotzdem möglich ist, den (Bildungs-)Aufstieg zu schaffen. Hierfür müssten aber Mentoren aus dem Bildungsbereich oder hohen gesellschaftlichen Positionen eine starke Rolle spielen, um den Glauben an sich und die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

Chemisches Untersuchungsamt gibt Standort in Hagen auf

7. Oktober 2018

Die 30 Mitarbeiter des Chemischen Untersuchungsamtes an der Pappelstraße in Hagen werden spätestens 2025 nach Holzwickede umziehen müssen. (…)

Quelle: wp.de

Wochenkurier insolvent

1. Oktober 2018

Viel Altpapier wäre weg – aber die Funke-Gruppe hätte endgültig das Medienmonopol in Hagen

Mehr als 40 Jahre verstopfte sein Papier die Hagener Briefkästen. Jetzt hat das Reklameblatt Wochenkurier Insolvenzantrag gestellt.

Die Wochenkurier Verlagsgesellschaft mbH erklärte den Schritt mit blumigen Formulierungen. Die „Restrukturierung“ des Unternehmens verlaufe nicht „so glatt, wie man sich das wünsche“ und deshalb habe man „einen sicheren Zwischenschritt“ eingelegt. Sinn des Verfahrens, so Geschäftsführer Philipp Brück, sei es vielmehr, alte Zöpfe abzuschneiden und längst überholte Strukturen endlich aufbrechen zu können.

Um diese Ziele zu erreichen, wird allerdings normalerweise keine Insolvenz beantragt; auch keine, wie in diesem Fall, „Planinsolvenz in Eigenverwaltung“. Der Grund dürfte eher in der finanziellen Schieflage zu finden sein, in die das Anzeigenblatt gerutscht ist.

Der Jahresabschluss für 2017 weist bei einer Bilanzsumme von knapp 721.000 Euro einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von mehr als 251.000 Euro aus. Der Wochenkurier sah sich deshalb veranlasst, in seine Pflichtveröffentlichung eine Warnung einzuflechten:

Mit Schreiben vom 15.06.2018 wurde die Geschäftsführung darauf aufmerksam gemacht, dass die Notwendigkeit der Vorlage einer positiven Fortbestehensprognose gegeben ist. Die Arbeiten wurden deshalb ausgesetzt, bis am 02.07.2018 die Fortbestehensprognose für die Wochenkurier Verlagsgesellschaft mbH und Wochenkurier Vertriebsgesellschaft mbH, erstellt durch die Sozietät Thomas Uppenbrink und Collegen GmbH, Vorhaller Str. 21, 58089 Hagen, vorgelegt wurden.

Aus der Prognose geht hervor, dass eine insolvenzrechtliche Überschuldung aktuell nicht vorliegt. Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Neutralisierung der buchmäßigen Überschuldung nur und ausschließlich erfolgt, wenn die in der Fortbestehensprognose aufgeführten Auflagen zeitnah und vollumfänglich erfüllt und umgesetzt werden.

Letzteres gelang wohl nicht und führte zum Insolvenzantrag. Bereits 2015 landete ein Tochterunternehmen, die wochenkurier Ennepe-Ruhr GmbH, im Aus; DOPPELWACHOLDER.DE berichtete damals.

Verschwände der Wochenkurier endgültig von der Hagener Bildfläche, fielen Woche für Woche etliche Tonnen Altpapier weniger an. Bei aller Kritik am Reklamemüll – die Kehrseite der Pleite wäre die Vollendung des Monopols der Funke-Gruppe im Hagener Medienmarkt: Westfalenpost, das redaktionslose Geisterblatt Westfälische Rundschau, Radio Hagen und das Anzeigenblatt Stadtanzeiger – alles aus einer Hand.

Wochenkurier-Chefredakteur Michael Eckhoff hat all die Jahre immer wieder fachkundig historische und kulturhistorische Themen einem breiten Publikum zugänglich gemacht, das üblicherweise nicht damit konfrontiert worden wäre. Das wird fehlen. Der Lokalteil der WPWR hat dem nur eine Burger-Braterei- und Boutiquen-Kollumnistin entgegenzusetzen, die nebenbei auch über Kultur schreiben darf.

Wochenkurier-Geschäftsführer Philipp Brück hofft derweil auf ein Weiterleben seines Anzeigenblatts: „Das Planinsolvenzverfahren in Eigenverwaltung gibt uns dazu die Möglichkeit und die Flexibilität, die wir brauchen, um den Wochenkurier endgültig neu auszurichten und wirtschaftlich kerngesund aufzustellen.“

Frischer Wind für die Städtepartnerschaft mit Smolensk durch Jugendaustausch

30. September 2018

Drei Jugendliche aus Hagen werden gemeinsam mit Jugendlichen aus der russischen Partnerstadt Smolensk am Jugendforum der Städtepartnerschaften teilnehmen. Vom 30. September bis 5. Oktober kommen 60 Jugendliche aus zehn deutsch-russischen Städtepartnerschaften in Hamburg zusammen und entwickeln unter dem Motto „Stadtentwicklung durch Jugendaustausch“ eigene Ideen für Austauschprojekte zwischen den Partnerstädten.

Die deutsch-russischen Beziehungen erleben eine schwierige Phase. Bereiche der zivilgesellschaftlichen Zusammenarbeit wie Städtepartnerschaften oder Jugendaustausch haben deshalb eine noch größere Bedeutung als sonst. Beides miteinander zu verbinden, das heißt mit zukunftsfähigen Projektideen von Jugendlichen, die sich für die Belange ihrer Städte interessieren, Städtepartnerschaften neue Impulse zu verleihen – darum geht es beim Jugendforum der Städtepartnerschaften in Hamburg.

Unter dem Motto „Stadtentwicklung durch Jugendaustausch“ werden die zehn deutsch-russischen Partner-Teams Ideen und Projekte entwickeln, um Städtepartnerschaften stärker ins Blickfeld von Jugendlichen zu rücken und durch Austauschprojekte für sie attraktiver zu machen.

Aus Hagen sind Chiara Maria Glouftsi, Anastasia Ioannidis und Maren Parzybok in Hamburg dabei. Ihre Projektidee wurde von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch aus zahlreichen Bewerbungen für die Teilnahme am Jugendforum ausgewählt. Gemeinsam mit ihren Partnern aus Smolensk möchten sie beim Jugendforum ökologische Bildungsprojekte entwickeln, die an Hagener und Smolensker Schulen oder bei Jugendaustauschprojekten zwischen beiden Städten umgesetzt werden sollen.

Nach der Eröffnung am 1. Oktober durch den Botschafter der Russischen Föderation, Sergej Netschajew, werden die zehn Teams an vier Tagen durch fachliche Inputs und erfahrene Trainer bei der Entwicklung ihrer Projekte unterstützt. Am Ende des Jugendforums haben die drei Jugendlichen aus Hagen Gelegenheit, ihre Projektidee einem offiziellen Vertreter der Stadtverwaltung Hagen vorzustellen und mit ihm die Möglichkeiten der Umsetzung zu besprechen.

Das Jugendforum der Städtepartnerschaften stellt den Abschluss des Deutsch-Russischen Jahres der kommunalen und regionalen Partnerschaften dar, das unter der Schirmherrschaft der Außenminister Deutschlands und Russlands stand. Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch ist seit 2006 bundesweit das deutsche Koordinierungsbüro für den Schüler- und Jugendaustausch mit Russland und Veranstalterin des Jugendforums.

Wo der Hund begraben liegt

29. September 2018

Die Stadt Hagen rühmte sich einst, die gruseligste Bahnhofsunterführung Südwestfalens auf oder besser unter ihrem Gemeindeboden zu besitzen. Ortskundige sprachen Hagen sogar den Titel der gruseligsten Bahnhofsunterführung ganz Westfalens, wenn nicht des gesamten Nordrhein-Westfalens zu: ein von Menschenhand geschaffener und doch jenseitiger Ort im Nichts verhallender Schritte, düsterer Gestalten und ewiger Nacht, die nicht ihresgleichen habe, nicht einmal in Wuppertal. (…)

Heute, nach einigen Sanierungsversuchen und aufgrund ernsthafter Konkurrenz ostbrandenburgischer Orte, durch deren verwaiste Bahnhofsviertel die Wölfe streichen, kann man das nicht mehr in dieser Eindeutigkeit sagen. Und doch bleibt Hagen ein Premiumstandort für den lichtlosen Raum. Neben dem verdienstvollen Bunkermuseum, das Freunde der Dunkelheit aus ganz Südwestfalen – wenn nicht West- und Ostwestfalen – anzieht, gibt es nämlich noch die bereits zur Mittelsteinzeit bewohnte Blätterhöhle. Nur Ignoranten vertreten also die Auffassung, dass es in Hagen ohnehin nichts zu sehen gebe, gleich ob unter oder über der Erde. Wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe nun mitteilt, fanden Archäologen in ebendieser Höhle „den ältesten Knochen eines Hundes in Westfalen“. Es geht hier um einen Haushund, präziser: um ein Stück seines Schienbeins, das auf 11 500 Jahre taxiert wird. (…)

Auf einer Weltrangliste alter Hundeknochen gebührt der Region dank der Hagener Sensation nun mindestens ein dreistelliger Spitzenplatz; legt man das Kriterium des bejahrten Schienbeins an, dürfte sie noch deutlich weiter oben im Skelettranking mitspielen. (…)

Quelle: Süddeutsche Zeitung (kostenpflichtig, Probeabo für 0,– Euro)

Anmerkung: So hat es Hagen auf die Titelseite der auflagenstärksten deutschen Tageszeitung geschafft. Nicht mit „Premiumwanderwegen“, mit auf Liegebänken drapierten Großkopferten oder gar dem Highlight des Hagen-Films. Das Hallo wäre noch größer gewesen, wenn der Autor in den Untergrund der Hagener Politik eingetaucht wäre, dem fortwährenden Versteckspiel der res publica (also: der öffentlichen Sache) in den nichtöffentlichen Teilen der Gremiensitzungen (siehe beispielsweise hier, hier und hier).

Wie gut sind Lokalzeitungen?

29. September 2018

Große Studie zur Qualität der Lokalberichterstattung

Forscher der Universität Trier haben die Qualität der Lokalberichterstattung deutscher Zeitungen und Onlineangebote untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Lokaljournalismus sich zwar gegenüber früheren Defiziten verbessert hat, etwa im Bereich der Themenvielfalt und Unabhängigkeit. Er sei aber immer noch dadurch charakterisiert, dass eher unkritisch über lokales Geschehen berichtet werde, wenig Hintergründe vorkommen, die Vielfalt an Darstellungsformen eher gering ausfalle und die Möglichkeiten der Leser-Partizipation selten ausgeschöpft werden. (…)

Das Team rund um den im vergangenen Jahr verstorbenen Medienprofessor Dr. Klaus Arnold war das erste, das sich nach langer Zeit wieder intensiv der Erforschung des Lokaljournalismus in Deutschland gewidmet hat. Insgesamt 103 Lokalzeitungen sowie dazugehörige Internetauftritte mit über 18.000 Artikeln haben Arnold, Wagner und 18 studentische Hilfskräfte untersucht.

Dabei stießen die Wissenschaftler auch auf Kurioses: „Eine Lokalzeitung in einem kleineren Ort hat beinahe über jede Hochzeit und Familienfeier berichtet“, erzählt Anna-Lena Wagner. Tatsächlich sind die Qualitätsunterschiede zwischen Lokalzeitungen in ländlicheren Gemeinden und Metropolenzeitungen teils enorm – in beide Richtungen. (…)

Unabhängig von Stadt und Land ist die Tatsache, dass einige Redaktionen häufiger unausgewogene Artikel schreiben. So erwähnen sie bei kritischen Themen nur die Meinungen einer Seite. Manche der Lokaljournalisten lassen sich auch vor den Werbe-Karren spannen und berichten überwiegend positiv beispielsweise über die Eröffnung eines neuen Restaurants. (…)

Die Lücken, die Lokalzeitungen in ihrer Berichterstattung lassen, könnten letztlich nur von jenen gefüllt werden, die wieder mehr Wert auf pointierte Meinungen oder aufklärende Hintergrundberichte legen. (…)

Quelle: vor ort nrw – LfM-Stiftung 
für Lokaljournalismus gGmbH

Anmerkung: Für Hagener Leser alles nicht unbekannt. Bemerkenswert auch, wie die redaktionellen Kapazitäten eingesetzt werden: Erst gestern wurden für eine der beliebten Räuberpistolen gleich drei Autoren in Anschlag gebracht, darunter der Leiter der Lokalredaktion und sein Stellvertreter. Dazu noch mit einer üppigen Fotostrecke dekoriert. Trotz dieses enormen Aufgebots war der Erkenntnisgewinn nicht höher als bei der zur gleichen Sache veröffentlichten Pressemitteilung der Polizei.

Bürgerdialog zur Zukunft Europas

29. September 2018

Brexit, Finanzkrise, Zeitumstellung, Handelsstreit mit den USA oder der Umgang mit Flüchtlingen – all diese Themen aus der letzten Zeit haben sehr viel mit Europa zu tun. Zu einem Bürgerdialog mit dem Thema „Europa geht uns alle an!“ laden die Volkshochschule und das Europabüro Hagen am Montag, 29. Oktober, von 13.30 bis circa 17 Uhr in das Rathaus an der Volme ein.

Die Europäische Union hat in vielen Bereichen unseres Lebens einen großen Einfluss. Deshalb sind die Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa aufgerufen, darüber zu diskutieren, wie ihnen Europa im Alltag begegnet, welche Rolle Europa für die Lebenswirklichkeit in ihrem Land spielt und wie Europa in Zukunft gestaltet werden soll.

Nach einer Begrüßung durch den Oberbürgermeister der Stadt Hagen Erik O. Schulz wird an zehn Tischen intensiv über Europa diskutiert. Jede und jeder kann teilnehmen und die Zukunft Europas aktiv mitgestalten. Die Veranstaltungen „Bürgerdialog zur Zukunft Europas“ stehen in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Bundesregierung und finden darüber hinaus europaweit statt. Die Ergebnisse werden protokolliert und sollen der Politik als wichtige Hinweise zur weiteren Gestaltung Europas dienen.

Eine Anmeldung zu der Veranstaltung „Bürgerdialog zur Zukunft Europas“ mit Kursnummer 1250 ist bis zum 15. Oktober erforderlich und beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder im Internet auf der Seite vhs-hagen.de/anmeldung möglich. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, findet eine Berücksichtigung in Reihenfolge des Eingangs der Anmeldung statt. Der Bürgerdialog zur Zukunft Europas wird mit Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Mit Kopftuch

27. September 2018

Das Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-­Lippe (LWL) hat soeben eine neue DVD auf den Markt gebracht: „Vertrieben“.

Nein, es geht in diesem Film nicht um Syrer oder andere nahöstliche Flüchtlinge, sondern hauptsächlich um Migranten aus Schlesien. (…)

Ende der 1950er Jahre war schätzungsweise jeder vierte bundesrepublikanische Einwohner – wir sprechen somit von etwa 14 Millionen Menschen – ein Flüchtling, Vertriebener oder Übersiedler. Natürlich handelte es sich nach heutigem Sprachgebrauch um Migranten, denn sie haben ja dauerhaft ihre eigentliche Heimat verlassen und anderswo eine neue suchen müssen. (…)

„Man muß sich das so vorstellen: Sie kamen plötzlich an, sprachen anders, aßen anders, kleideten sich anders. So lief eine Reihe von Frauen in der Regel mit Kopftüchern herum. Die Flüchtlinge fielen sofort auf.“ (…)

Quelle: Wochenkurier

Interreligiöser Spaziergang in Hagen

25. September 2018

Mittwoch, 26.09.2018 um 14:00 Uhr

In Hagen gibt es viele verschiedene Glaubensgemeinschaften. Darunter auch die 3 großen, sogenannten „abrahamitischen Religionen“, Judentum, Christentum und Islam. Um die Grundzüge dieser in Hagen gelebten Weltreligionen kennenzulernen, lädt das Kommunale Integrationszentrum interessierte Hagener am 26.09.18 zu einem interreligiösen Spaziergang ein.

Der Spaziergang startet um 14:00 Uhr in der griechisch-orthodoxen Kirche, Elfriedenhöhe 1, 58095 Hagen. Nach deren Besichtigung geht es weiter zur Jüdischen Gemeinde Hagen. Beendet wird der Spaziergang nach dem Besuch der Islamischen Gemeinde Hagen e. V. gegen 18:00 Uhr.

Die Teilnehmer erhalten erste Einblicke in das jeweilige Gemeindeleben sowie die in der dortigen Gemeinde gelebten Glaubensvorstellungen und haben Gelegenheit Fragen zu stellen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung bis zum 19.09. bevorzugt per E-Mail an zeki.boran@stadt-hagen.de oder telefonisch unter 02331/207-5804 im Kommunalen Integrationszentrum wird gebeten.

Sparkassen-Chef fordert: Schlossspiele wieder auf Schlosshof

23. September 2018

Auch in diesem Jahr besuchten rund 5000 Gäste die Hohenlimburger Schlossspiele. Dabei gab es rückblickend auf die 64-jährige Geschichte zwei Alleinstellungsmerkmale: erstmals fanden die Spiele im Schlossgarten statt. Und erstmals blieben die Toilettenanlagen im Schloss-Innenhof für die Besucher verschlossen. Denn der Hausherr, Fürst Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg, gewährte keinen Zutritt. (…)

„Wir haben damals gemäß unserer Satzung in einem vertretbaren Rahmen den Freundeskreis Schlossspiele unterstützt, der im Schlosshof und im Fürstensaal die Schlossspiele durchführt. Wir haben damals nicht einer Privatperson die Toilettenanlagen finanziert“, betont Frank Walter, Vorstand der Sparkasse Hagen-Herdecke. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Läßt sich der Aristokrat sein Klopapier etwa auch noch sponsern?

Matthäus Kita-Kinder sähen und ernten im neuen Gewächshaus

21. September 2018

Die Erzieherinnen und Kinder des Bewegungskindergarten der Ev.-Luth. Matthäus-Kirchengemeinde Hagen sind seit vielen Jahren dem „Pluspunkt Ernährung“ treu. Neben den ausgewogenen und kindgerechten Mahlzeiten, sowie regelmäßigen gemeinsamen Frühstück mit viel von den Kindern geschnittenen Obst und Gemüse, wird viel wert darauf gelegt, dass die Kinder lernen, wo ihr Essen den eigentlichen Ursprung hat. In den Hochbeeten werden saisonabhängig Kartoffeln, Kürbisse, Erdbeeren etc. von den Kindern gepflanzt, gegossen, beim wachsen beobachtet und geerntet.

Mit dem neuen Gewächshaus hat die KiTa nun die Möglichkeit, noch intensiver am Thema Ernährung praktisch und pädagogisch arbeiten zu können. Das von den Kindern durch Mithilfe der Erzieherinnen angepflanzte Obst und Gemüse kann nun unabhängiger von Jahreszeit, Wetter und Umwelteinflüssen vom Samen bis zur verwertbaren Frucht begleitet werden.

Mit einem finanziellen Zuschuss über 1.500€ der Sparkassenstiftung in Person von Thorsten Irmer (2 v.l.) und tatkräftiger Unterstützung der Eltern beim Aufbau war es dem Förderverein (Vorsitzender Paul Kahrau; 1 v.l.) möglich, dieses Projekt in den letzten Wochen zu stemmen.

Um solche und andere Projekte weiter finanzieren zu können findet am 6. Oktober zwischen 14-16 Uhr im Gemeindehaus der Matthäus-Kirchengemeinde eine Kleiderbörse statt, zu der wir alle herzlichst einladen.

Höhere Kartoffelpreise und Hartz IV

15. September 2018

von Ruth Sauerwein

Zwei Meldungen gingen in dieser Woche durch die Presse: Der Hartz-IV-Satz wird 2019 um 8 Euro erhöht auf dann 424 Euro. Und: Die Kartoffeln werden um 30 Prozent teurer. Auch bei Milchprodukten und anderen Lebensmitteln sollen die Preise steigen.

Menschen mit geringem Einkommen – Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner, Geringverdiener, die aufstocken müssen – leiden besonders unter diesen Preissteigerungen. Sollte es nicht möglich sein, Empfängerinnen und Empfänger von Hartz IV und Grundsicherung mehr als diese 8 Euro und das erst im kommenden Jahr zukommen zu lassen? Die Preise steigen schon jetzt und 8 Euro fangen die Belastungen nicht auf.

Konzert in Hagen: „Wir sind mehr“

14. September 2018

Künstler, Bürgerinnen und Bürger aus Hagen kamen am Freitag Nachmittag (14.09.2018) zum Hauptbahnhof. Mit ihren Auftritten und Konzerten wollen sie ein Zeichen gegen Fremdenhass und rechte Gewalt setzen. (…)

Angekündigte Störungen durch rechte Gruppen blieben aus. (…)

Quelle: WDR

Herausforderung Bildungsaufstieg

11. September 2018

Inspiriert durch das Buch „Auch Alis werden Professoren“ von Prof. Dr. Ahmet Toprak lädt das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen am Dienstag, 25. September, um 18 Uhr zu der Veranstaltung „Herausforderung Bildungsaufstieg“ in die Lobby im Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, ein.

Aktuelle Zeitdiagnosen zeigen, dass soziale Aufstiege aus unteren in obere Statuspositionen seltener werden. Beispielsweise ist eine Karriere zur Professur für Personen aus Arbeiterfamilien heute schwieriger als noch vor wenigen Jahrzehnten. Außerdem schwindet langsam der Glaube, mit Fleiß und starkem Willen alles erreichen zu können. Auch immer wiederkehrende Befunde aus der Bildungsforschung zeigen, dass es in Deutschland einen engen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und Bildungserfolgen gibt.

Dazu werden Prof. Dr. Ahmet Toprak und Dr. Christina Möller aus wissenschaftlicher Perspektive diese Thematik beleuchten, welche selbst den Bildungsaufstieg in höhere Positionen trotz ihrer sozialen Herkunft geschafft haben. Der Eintritt ist frei.

Zum 12. Mal: Lange Tische in Wehringhausen

7. September 2018

Und noch ein Hinweis:

Aufgrund der „Nacht der langen Tische“ wird die Lange Straße am Samstag, den 08.09.2018 ab ca. 14:00 Uhr für den Verkehr gesperrt.

Die Linie 528 kann dann die Haltestellen FEUERWACHE, WILHELMSPLATZ, PELMKESTR., FRANKLINSTR. und REHSTR. nicht anfahren. Die Busse werden über die Buscheystr./Eugen-Richter-Str. umgeleitet und fahren dort sämtliche Haltestellen der Linien 521/525 an. Für die (H) FEUERWACHE wird außerdem eine Ersatzhaltestelle auf dem Bergischen Ring in Höhe der Feuerwache eingerichtet.

Satzungen der Stadt Hagen über Elternbeiträge für Kinderbetreuung sind rechtmäßig

5. September 2018

Das Oberverwaltungsgericht hat mit acht überwiegend gleichlautenden Urteilen vom heutigen Tag Klagen gegen Elternbeitragsbescheide der Stadt Hagen, mit denen diese Beiträge für die Kinderbetreuung in Kindertageseinrichtungen (sechs Fälle) und in Kindertagespflege (zwei Fälle) erhoben hatte, abgewiesen. Die den Elternbeitragsbescheiden zugrunde liegenden Satzungen der Stadt Hagen seien rechtmäßig.

Die Stadt hatte im Jahr 2015 die Satzungen über Elternbeiträge für die Kinderbetreuung in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege novelliert und dabei höhere Elternbeiträge als zuvor festgeschrieben. Gegen die auf der Grundlage der neuen Satzungen erlassenen Elternbeitragsbescheide hatten zahlreiche Eltern vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg geklagt. Dieses hatte in acht Fällen den Klagen stattgegeben und die angefochtenen Elternbeitragsbescheide aufgehoben. Zur Begründung hatte es sinngemäß ausgeführt, dass die den Bescheiden zugrunde liegenden Satzungen wegen eines eher formellen Fehlers rechtswidrig und nichtig seien.

Mit seinen Urteilen vom heutigen Tag hat der 12. Senat den Berufungen der Stadt Hagen stattgegeben. Zur Begründung hat der Senat im Wesentlichen ausgeführt: Die Elternbeitragsbescheide seien ebenso wie die zugrunde liegenden Satzungen rechtmäßig. Die Satzungen litten nicht an einem zur Nichtigkeit führenden formellen Fehler.

Satzungsrechtliche Abgabenregelungen seien mit Blick auf das kommunale Selbstverwaltungsrecht lediglich auf die Vereinbarkeit der Festsetzungen mit höherrangigem Recht zu überprüfen. Unerheblich sei daher, dass dem Rat der Stadt zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Satzungen keine Kalkulation der Beiträge vorgelegen habe. Materiell-rechtlich seien die Regelungen der Satzungen, insbesondere die darin festgelegten Elternbeiträge nicht zu beanstanden.

Weil es sich bei den Elternbeiträgen um eine Abgabe eigener Art handele, komme es auf gebührenrechtliche Grundsätze nicht an. Dementsprechend hätten die Beiträge von der Stadt Hagen nicht im Einzelnen kalkuliert werden müssen. Es sei auch nicht gesetzlich vorgeschrieben, dass die Elternbeiträge insgesamt einen bestimmten Deckungsgrad der Kosten der Kinderbetreuung in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege nicht überschreiten dürften. Tatsächlich deckten die Elternbeiträge maximal 20 Prozent der Kosten ab, so dass eine Kostenüberschreitung auch nicht ansatzweise ersichtlich sei.

Die festgesetzten Beiträge genügten auch dem aus Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes abzuleitenden Gebot der Abgabengerechtigkeit. Selbst der höchste monatliche Beitrag liege unter den Durchschnittskosten eines Betreuungsplatzes. Die von der Stadt Hagen angestellten Durchschnittskostenberechnungen seien nachvollziehbar und schlüssig.

Darauf, ob das Land Bundesmittel für die Betriebskosten der Kindertageseinrichtungen nicht an die Kommunen weitergeleitet habe, komme es bei den Berechnungen nicht an. Auch sonst könne eine Unverhältnismäßigkeit der Beiträge nicht festgestellt werden. Rechne man den höchsten monatlichen Elternbeitrag für die Betreuung in Kindertageseinrichtungen auf die Betreuungsstunde um, seien für eine Stunde 3,91 € zu zahlen, was offensichtlich nicht unangemessen sei. Entsprechendes gelte für die Betreuung in der Kindertagespflege, bei welcher der Stundenwert lediglich geringfügig höher liege.

Das Oberverwaltungsgericht hat die Revision gegen die Urteile nicht zugelassen. Da­gegen kann Nichtzulassungsbeschwerde erhoben werden, über die das Bundesver­waltungsgericht entscheidet.

Aktenzeichen: 12 A 181/17, 12 A 838/17, 12 A 846/17, 12 A 847/17, 12 A 848/17 und 12 A 849/17 (jeweils betreffend Kindertageseinrichtungen) sowie 12 A 840/17 und 12 A 841/17 (jeweils betreffend Kindertagespflege)

Bodelschwinghplatz wieder einer der schönsten Orte in Hagen

1. September 2018

Der Bodelschwingh­platz ist wieder einer der schönsten Aufenthaltsorte in Hagen. Gestern wurde das für über 1,3 Millionen Euro sanierte, 5700 qm große Areal von Oberbürgermeister Erik O. Schulz offiziell eröffnet. „Ich bin begeistert“, bekannte das Stadtoberhaupt: „Der Bodelschwingh­platz besitzt wieder eine tolle Aufenthaltsqualität.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Im Artikel eine aktuelle Fotografie, hier zum Vergleich eine Aufnahme aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg:

Allerwelthaus-Team kämpft für den Standort in Hagener City

30. August 2018

Das Allerwelthaus-­Team hat ein Ziel: „Wir wollen hier bleiben – ohne wenn und aber“. Die Truppe besteht aus einem Verein mit etwa 100 Mitgliedern, 25 ehrenamtlich Aktiven, einem achtköpfigen Vorstand, zwei hauptamtlichen Mitarbeitern, einem Bufti und sieben Teilzeitkräften im Café Mundial. (…)

Quelle: wp.de

Eine knallbunte Welt der Süßigkeiten

19. August 2018

Das neue Programm des Circus Quamboni

Auch in diesem Jahr schlägt der Circus Quamboni wieder für die letzten drei Wochen der Sommerferien seine Zelte an den Elbershallen in der Hagener Innenstadt auf. Hier stellt das Team aus ehrenamtlichen Helfern gemeinsam mit den jungen Artisten die Produktion des diesjährigen Programms fertig, um es dann dem staunenden Publikum vorzuführen.

In „Candy Circus“ entführt Quamboni seine Zuschauer in seine knallbunte Welt der Süßigkeiten: Allerlei Naschwerk begeistert durch erstaunliche Kunstfertigkeit in allen Arten der Artistik.

Da wird z.B. auf großen Kaugummikugeln gelaufen, mit Limonadenflaschen jongliert und die Gummibärchen zeigen Luftakrobatik in großer Höhe …

Der Eintritt kostet 4 Euro für Kinder bis 14 Jahre und 8 Euro für Erwachsene. Eintrittskarten kaufen kann man in der HAGENinfo in der Körnerstraße 25, 58095 Hagen. Vorbestellungen unter quamboni@ev-jugend-hagen.de oder unter 02331/401288.

Vorstellungstermine siehe hier.

Wiedereröffnung Bodelschwinghplatz

15. August 2018

Buntes Fest am 31. August

Mit dem historischen Drei-Kaiser-Brunnen galt der Bodelschwinghplatz in früheren Zeiten als Zentrum des Stadtteils Wehringhausen (Foto: Clara Berwe). Nach einer einjährigen Umbauphase soll der Platz wieder in altem Glanz erstrahlen.

Zur Einweihung des neugestalteten Platzes mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz laden die Hagener Stadtverwaltung und das Quartiersmanagement Wehringhausen alle Bürgerinnen, Bürger und Interessierten am Freitag, 31. August, von 15 bis 17 Uhr herzlich ein.

Weitergehende Informationen durch den Architekten, Musik von „Qu Rock“, ein Kinderprogramm und Essensstände bilden den lockeren Rahmen dieses kleinen Festes. Zu dem Projekt „Soziale Stadt“ und den entsprechenden Einzelmaßnahmen informieren die Stadtverwaltung und das Quartiersmanagement an einem Stand.

Der Umbau des Bodelschwinghplatzes ist ein Bestandteil des Projektes „Soziale Stadt“ und wurde mit einer umfassenden Bürgerbeteiligung im Stadtteil durchgeführt. In mehreren Workshops wurde die Gestaltung gemeinsam mit dem beauftragten Architekten erarbeitet und schließlich durch die Stadtverwaltung ausgeschrieben.

Die Platzgestaltung erstreckt sich bis auf die Wehringhauser Straße und bietet nun auch Spielmöglichkeiten für Kinder. Weiterhin ist eine Fläche für „Urban Gardening“ entstanden, ein kleinräumiger Bereich zur gärtnerischen Gestaltung, der durch den Grünen Stern Wehringhausen genutzt wird. Der Drei-Kaiser-Brunnen wurde mit einer neuen Wassertechnik ausgestattet, ist bald wieder regelmäßig in Betrieb und lädt zum Verweilen ein. Strom- und Wasseranschlüsse ermöglichen zukünftig die Veranstaltung von Festen auf dem Platz.

Sommerausgabe der Seniorenzeitung erschienen

31. Juli 2018

Die Sommerausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen ist erschienen. Die Zeitung leistet diesmal ihren eigenen Beitrag zur Diskussion HAGENplant 2035 mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters, Beiträgen aus verschiedenen Blickwinkeln auf unsere Stadt und – als besonderen Beitrag – das Hagenspiel „CityGang“ von Martin Schlegel samt Gewinnspiel, bei dem es Gutscheine der Stadtbäckerei Kamp zu gewinnen gibt.

Ansonsten gibt es wieder einen bunten Strauß an Themen: Ein Portrait von Julia Schröder, die bei der Caritas unter anderem für den Warenkorb zuständig ist, ein Bericht über zwei Auszubildende der Stadt Hagen, die ein Kataster der Stolpersteine in Hagen erarbeiten, den zweiten Teil eines Reiseberichts durch den Iran, dazu Kurzgeschichten und Gedichte.

Die Ausgabe hat ein etwas anderes Gesicht bekommen. Das Redaktionsteam ist gespannt auf das Echo, das die Änderung besonders beim Titel hervorrufen wird.

Die Zeitungen liegen aus im Sozialen Rathaus am Bahnhof, in den Bürgerämtern, der Freiwilligenzentrale, Begegnungsstätten, bei HagenInfo, in Apotheken, Arztpraxen – überall dort, wo die ehrenamtlichen Boten die Zeitung anliefern. Das Redaktions-Team sucht noch Menschen, die ehrenamtlich Zeitungen herumbringen können.

Schloss Hohenlimburg verliert Prozess gegen Kaltwalzmuseum

29. Juli 2018

Die Schloss Hohenlimburg gGmbH ist mit ihrer Klage gegen den Förderkreis Deutsches Kaltwalzmuseum vor dem Hagener Landgericht gescheitert. Das bedeutet: Der Förderverein muss weder rückwirkend 13 000 Euro „Miete“ für die für das Museum genutzten Räumlichkeiten – den Alten Pallas – bezahlen. Noch gibt es einen Anspruch, dass monatlich ein Nutzungsentgelt von 2041 Euro bis zum Jahr 2031 gezahlt werden muss. Zudem hat die 9. Zivilkammer des Landgerichts Hagen festgestellt, dass die Kündigung des Gesellschafterverhältnis durch den Förderverein rechtens war. (…)

Quelle: wp.de

Friedensbewegte aus Hagen und Lüdenscheid in Büchel

17. Juli 2018

Internationaler Protest gegen Atomwaffenlager

Netty Müller-Grosse und Ruth Sauerwein vom Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN und Matthias Wagner von der Friedensinitiative Lüdenscheid besuchten am Sonntag, 15. Juli, die Blockade vor dem Fliegerhorst in Büchel in der Eifel. 20 Wochen lang setzen sich dort Menschen für den Abzug der auf dem Stützpunkt lagernden 20 Atomwaffen ein.

In dieser Woche begegneten sich vor allem junge Menschen aus den USA, Russland und mehreren EU-Staaten im Friedenscamp. Am Sonntag drangen mehrere Gruppen in das Gelände des Fliegerhorstes ein, um auch so ihrer Forderung nach atomarer Abrüstung Ausdruck zu verleihen. Nach Feststellung ihrer Personalien konnten sie das Gelände wieder verlassen. Vor dem Haupteingang verging der Tag mit dem Singen von Friedensliedern und dem Einüben von Reigentänzen. Gleichzeitig fand ein reger Gedankenaustausch zwischen den beteiligten Gruppen statt.

Die jährliche Aktion vor Büchel endet Ende August.

Hagen asphaltiert seine Grünanlagen wie Straßen

8. Juli 2018

Emster Bürger trauen ihren Augen nicht: Durch den Fritz-Steinhoff-Park zwischen ­Cuno- und Karl-Ernst-Osthaus-Straße verläuft ein nagelneuer Asphaltweg. Der bislang aus Dolomitsand bestehende Fußweg ähnelt einer Fahrstraße. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das passt doch. Im Stadtgarten Beton-Verbundpflaster und in Haspe möchte die Bezirksvertretung am liebsten einen Park mit Schotter unterfüttern, um Kirmesgeschäfte draufzustellen.

Lohkamp: „Verfall des Gebäudes droht“

8. Juli 2018

Das Gebäude der Evangelischen Schülerarbeit von Westfalen (ESW) steht in Berchum seit September 2017 leer. Es droht zu verfallen. (…)

Quelle: wp.de

Wehringhausen: Tag der offenen Hinterhöfe

30. Juni 2018

So 01.07.2018, 11:00 – 18:00 Uhr, Eintritt: frei

Zum 12. Mal öffnen – bei freiem Eintritt – in Wehringhausen grüne Alltagsoasen von Privaten, Vereinen, Kirchengemeinden, Kulturstätten, Initiativen und Institutionen ihre Türen, Tore und Räume für die Öffentlichkeit.

Mit vielen Aktionen für Groß und Klein, Kunstaustellungen, Infos über den Stadtteil Wehringhausen, Musik, Kuriositäten und lukullischen Genüssen.

Programm und Lageplan . Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Öffentliche Armut – privater Reichtum

23. Juni 2018

Westfalen: Hagen hat die höchsten Schulden, der Märkische Kreis die meisten Millionäre

In Westfalen weist Hagen mit 7164 Euro je Einwohner die höchste Pro-Kopf-Verschuldung auf. Im Vergleich zu 2007 stieg dieser Wert um etwa 38 Prozent. Auch Herten (6974 Euro je Einwohner) und Gelsenkirchen (5164 Euro je Einwohner) liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt. In diesen Städten hat sich die Pro-Kopf-Verschuldung in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Insgesamt beliefen sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Westfalen auf etwa 24,6 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 25 Milliarden Euro. Das entspricht einer Abnahme von etwa 1,6 Prozent.

Landesweit waren die Gemeinden und Gemeindeverbände mit insgesamt 61,7 Milliarden Euro verschuldet. Das waren 1,5 Milliarden Euro bzw. 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch war jeder NRW-Einwohner mit 3447 Euro verschuldet; die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung war damit um 27,3 Prozent höher als zehn Jahre zuvor (damals: 2708 Euro).

Dagegen ist die Zahl der Einkommensmillionäre in Westfalen im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 1944 gestiegen. Das zeigt eine Auswertung der Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2014, die das Statistische Landesamt vorgelegt hat.

Demnach hat Neuenrade im Märkischen Kreis mit einer Quote von 9,2 je 10.000 Einwohnern die höchste Dichte an Millionären in Westfalen, gefolgt von Sundern im Hochsauerlandkreis (8,9) und Schalksmühle ebenfalls im Märkischen Kreis (8,6). Im Landesvergleich belegen diese Kommunen die Plätze drei bis fünf. Nur Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss (14,7) und Engelskirchen im Oberbergischen Kreis (9,2) haben in NRW eine noch höhere Millionärsdichte.

In absoluten Zahlen und auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte betrachtet liegt der Märkische Kreis mit 155 Millionären auf Platz 1 in Westfalen. Es folgen der Kreis Gütersloh (144) und die Stadt Münster mit 118 Millionären. Hagen nimmt mit 32 Einkommensmillionären Platz 195 von 287 Städten und Gemeinden in Westfalen ein.

Eine überfällige Richtigstellung

13. Juni 2018

von Christoph Rösner

Ja Leute! Ist es denn wirklich so schwer, genau hinzuschauen oder mal ein Impressum zu lesen?

`Was will er denn jetzt schon wieder? `

Ich sag´s Euch. Ich möchte einfürallemal aufräumen. Und zwar mit diesem Durcheinander, die Urheberschaft und die Arbeit des Doppelwacholders betreffend.

Hierzu der Kommentar von Jürgen Schäfer:

Jürgen Schäfer Says:
9. Juni 2018 um 18:50 | Antwort

Sehr geehrter Herr Rössner,

vielen Dank für Ihre aufmerksam-kritische Sichtung des Zeitungsartikels. Sie haben es auf den Punkt gebracht: Wir wollten die Bebelstraße positiv in die Schlagzeilen bringen, damit deutlich wird, dass es dort mit der KiTa eben auch munteres Leben gibt. Ein türkischer Investor saniert mittlerweile die leergezogenen Häuser, so dass in einem halben Jahr dort neue Mieter kommen werden.

So froh wir über den Wegzug der rumänischen Familien sind, so wenig sehen wir einen Anlass, dies zu feiern. Unser Motto – das die Eltern ausgewählt haben, lautete ja: „Auf geht’s“. Also Zukunft in den Blick nehmen, die Vergangenheit brauchen wir nicht mehr in den Blick zu nehmen.

Von daher noch mal Dank für Ihre Kommentare im DW.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Schäfer

Selbstverständlich habe ich Herrn Schäfer geantwortet:

Christoph Rösner Says:
11. Juni 2018 um 15:20 | Antwort

Lieber Herr Schäfer. Die „Ehre“ und Ihr Dank gehören nicht mir, sondern Winfried Symanzik. Er ist der Verfasser und aufmerksam-kritischer Sichter des Artikels. Im Übrigen ist WS – so das Kürzel unter dem Titel – der unentwegte, fleißige, aufmerksame und vor allem hauptverantwortliche für den Doppelwacholder. Ich trage nur ab und zu und in unregelmäßigen Intervallen zum Gelingen des DW bei. Trotzdem herzlichen Dank für den Dank. Ihr Christoph Rösner

Und : […] Hansimäuschen Says:
11. Juni 2018 um 20:14 | Antwort

„Ich habe zwar keinerlei Kenntnisse bezgl. Hintergründen, Begleitumständen etc. beim DW […] es aber so, wie es Herr Rösner erklärt, vermutet. Jedenfalls dürfte es sich um eine Sauarbeit handeln, die Respekt verdient.“

Richtig ist, dass die tägliche Pflege dieser Website https://doppelwacholder.wordpress.com tatsächlich eine ordentliche „Sauarbeit“ ist.

Richtig ist, dass laut Impressum gemäß § 10 Absatz 3 MDStV folgende Autoren inhaltlich verantwortlich zeichnen:

Jörg Oberwahrenbrock (jo), Winfried Symanzik (ws), Christoph Rösner (chroesner). Presserechtlich verantwortlich für Gastbeiträge ist der jeweils genannte Autor (Anschrift wie oben).

Warum nun diese detaillierte Auf- bzw Richtigstellung?

Weil es nötig ist! Weil ich nicht dauernd in der Wahrnehmung unserer Leserinnen und Leser, die täglich mehr werden, als Macher des DW gelten und als solcher angesprochen werden will. Ich werde gerne gelobt, ja, und ich respektiere Kritik, selbstverständlich, aber dauernd mit fremden Lorbeeren rumlaufen, nervt.

Ja, ich haue vielleicht drei oder vier Glossen – pro Jahr! – raus, mit denen ich gerne, gewollt und völlig absichtlich bestimmten Leuten in HA auf die Füße trete, mehr aber auch nicht.

Ja, und auch das ist richtig, meine Glossen verfehlen ihr Ziel in den seltensten Fällen, vielleicht weil sie so geschrieben sind, wie sie es sind, vielleicht auch, weil ich mit ihnen einen Nerv treffe bei jenen, die noch kritisch hinterfragen, was ihnen von der Einheitspresse oder der Politik täglich untergejubelt wird.

Aber ich bin nicht der DW! Die Ehre gebührt einem Mann, der wirklich tagtäglich recherchiert, liest, kritisch sichtet, schreibt und publiziert, und das alles ohne jegliche Aufwandsentschädigung. Winfried Symanzik.

Dieser Winfried Symanzik – Kürzel WS! – unter beinahe jedem Artikel zu finden! – verrichtet diese unverzichtbare Arbeit tatsächlich täglich ohne jede Bezahlung, wie im Übrigen auch die anderen Autoren.

Ja, wir sind so bescheuert!

Wir zelebrieren keine Redaktionssitzungen, bei denen wir Polizeimeldungen oder die Fotos entlaufender Hundchen sichten oder andere wichtige Themen des Tages ausbaldowern. Wir kommunizieren unregelmäßig, mehr ist auch gar nicht vonnöten, weil wir uns einig sind. Einig im Umgang mit dieser Stadt, ihrem (Rest)-Medium und den Zuständen, die diese Stadt zu dem Gebilde machen, an dem so viele Hagener und Hagenerinnen zurecht verzweifeln.

Und da der DW wirklich UNABHÄNGIG ist, erlauben wir uns die schmerzenden Spitzen, die satirischen Rempler und die sauber recherchierten Texte.

Das ist auch der Grund, warum der Doppelwacholder geliebt und respektiert und gleichzeitig gehasst wird. Geliebt und respektiert von jenen, für die wir ein kleines aber bedeutendes Sprachrohr geworden sind, gehasst bei jenen, die es verabscheuen, wenn ihre Machenschaften, ihre (politischen) Dummheiten und ihr Dilettantismus offengelegt werden. Aber gerade bei jenen hat sich der Doppelwacholder inzwischen zur Tageslektüre gemausert… wunderbar!

Einigen politischen Freunden wird es nicht entgangen sein, dass wir durchaus auch sie nicht verschonen, wenn´s Not tut …

Also: Ehre, wem Ehre gebührt. Und sie gebührt nun mal dem Gründer und Betreiber des Doppelwacholder, Winfried Symanzik, der irgendwo in Haspe zwischen roten Eseln und nie versiegenden Schnapsrinnsalen (oder-bächen) einen Großteil seines Tages damit verbringt, Euch und uns ein wenig mehr Licht ins Dunkel dieser Stadt zu bringen.

Wer liest, ist klar im Vorteil. Die Autorenschaft wird bei uns immer klar gekennzeichnet, und … WS und ich sind uns doch nicht immer einig.

Er hasst nämlich Fatzebuck, ich liebe Fatzebuck.

Dort mache ich im Kleinen und viel regelmäßiger das, was ich im Doppelwacholder unregelmäßiger und ausschweifender mache: mich einmischen, freche Kommentare absondern, Leuten auf die Füße treten – und das mit ganz viel Freude!

https://www.facebook.com/christoph.rosner.50

Ist das jetzt endlich geklärt!!?? Na, hoffe ich doch.

Ihr/Euer Christoph Rösner

Jenseits der AfD

11. Juni 2018

WPWR-Schreiber Heuel fabuliert wieder mal am rechten Rand

Gerade einmal zwei Tage war es her, dass Hubertus Heuel ein Straßenfest zum Anlass nahm, um eine zwei Jahre zurückliegende Auseinandersetzung zwischen zwei Zuwandererfamilien noch einmal genüsslich in seinen Zeilen auszubreiten. Bei Fremdenfeinden dürfte das Produkt des WRWP-Schreibers ein großes Hallo ausgelöst haben, Betroffene dagegen waren entsetzt: „Vielen Dank für Ihre aufmerksam-kritische Sichtung des Zeitungsartikels. Sie haben es auf den Punkt gebracht“, schrieb Pfarrer Jürgen Schäfer von der Evangelischen Kirchengemeinde Haspe dem DOPPELWACHOLDER, der darüber berichtet hatte.

Am Wochendende dann das nächste Heuel-Futter für den rechten Rand: „Unsere Kinder müssen die verfehlte Schulpolitik ausbaden“, salbaderte der unermüdliche Kämpfer für das Wohlbefinden des wildgewordenen Kleinbürgertums. Angereichert mit Behauptungen, die seine krude Sicht der Dinge stützen sollen, sich aber schnell als grobe Fälschungen herausstellen. Letztlich nur ein weiterer Mosaikstein in der langen Liste Heuel’scher Ergüsse.

Diesmal hat Heuel die geplante Schließung der Schule für Zuwanderer in Hagen-Halden als Zielscheibe entdeckt. Die soll – von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht – in Bälde aufgelöst werden, um die Kinder in die Regelschulen zu integrieren. Für Heuel geht es allerdings nur um „Ideologie“: „Angeblich geschieht ja alles zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. In Wirklichkeit ist deren Wohlergehen den verantwortlichen Beamten und Politikern herzlich gleichgültig. Ihnen geht es um Ideologie. Eine Schule, die es nicht geben soll, darf es auch nicht geben.“

Schon die vereinnahmende Formulierung „unsere Kinder“ in der Überschrift des Kommentars ist eine beliebte Methode, um die Existenz einer Gesinnungsgemeinschaft zu simulieren, als deren Sprachrohr sich Autoren vom Schlage Heuel verstehen.

Dessen Obsession wird deutlich, wenn er schreibt, dass „die Kinder an den Regelschulen, die die Kinder aus Halden nach den Sommerferien als Mitschüler begrüßen müssen“. Müssen – ein Verb, das einen unmittelbaren Zwang ausdrückt. Den braven Sprösslingen der Eingeborenen werden Zuwanderer einfach so vor die Nase gesetzt, von „den verantwortlichen Beamten und Politikern“, die damit „ein unvergleichliches Chaos“ anrichten.

Abgerundet wird die Sottise mit dem Hinweis auf die eheliche Verbindung zwischen der Leiterin der Schulabteilung der Bezirksregierung und dem Sprecher der Hagener Grünen, „die die Schule in Halden heftig bekämpft haben“, so Heuel.

Gleich zwei vom Autor aufgestellte Tatsachenbehauptungen sind schlicht und ergreifend falsch, dienen aber wesentlich dazu, dem Unfug den richtigen Drall zu geben. Heuel erweckt nun schon zum zweiten Mal in Folge den Eindruck, die Schulschließung sei das Ergebnis von planloser „Ideologie“, „erst Hü, dann Hott“ und „Chaos“.

Dabei wurde vor der Einrichtung der Haldener Klassen zwischen Vertretern der Stadt und der Bezirksregierung erörtert, „wie die möglichst vollständige und zeitnahe Beschulung der neu Zugewanderten in der Sekundarstufe I gelingen könnte.“: Es bestand Einigkeit darüber, dass „die schnellstmögliche Beschulung in Regelklassen unter dem Aspekt der Integration Priorität habe“.

Der einzige Grund dafür, die zugewanderten Schüler nicht sofort an Regelschulen unterzubringen, z.B. in sogenannten „Willkommensklassen“ mit zusätzlichem Sprachunterricht, bestand in den nicht vorhandenen räumlichen Kapazitäten der Schulgebäude. Alles nachzulesen im Bürgerinformationssystem der Stadt Hagen.

Wenn trotzdem aus einer Redaktion heraus, die natürlich genau weiß, wie sie sich solche Informationen auf schnellstem Wege beschaffen kann, ein gegenteiliger Eindruck erzeugt wird, gibt es für solche Machenschaften nur einen zutreffenden Begriff: Lüge.

Das gilt erst recht für eine zweite Behauptung des Märchenonkels, die Hagener Grünen hätten  „die Schule in Halden heftig bekämpft“. Alle vier Gremien, die mit der Haldener Übergangslösung zwischen dem 27.6. und dem 6.7.2017 befasst waren, BV Mitte, BV Hohenlimburg, Schulausschuss und Rat, beschlossen einstimmig die Einrichtung der Schule – alle mit den Stimmen der Grünen.

Sogar die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ (AfD) stimmte zu. Spätestens jetzt ist klar: Rechts ist noch Platz. Für Hubertus Heuel.

Vortrag zu Integration und Zuwanderung

10. Juni 2018

„Von der Integration zur Partizipation – Umdenken in der Migrationsgesellschaft“ lautet das Thema eines Vortrags, zu dem das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen am Donnerstag, 14. Juni, um 18 Uhr im Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, einlädt.

Die Referentin Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Erziehungswissenschaftlerin an der Bergischen Universität Wuppertal, wird nicht nur kritisch die Themen Integration, Zuwanderung, Benachteiligung und Beteiligung aufgreifen, sondern auch einen möglichen positiven und konstruktiven Umgang mit diesen Themen aufzeigen.

Die lange Geschichte der Einwanderung nach Deutschland hat nach Ansicht von Dr. Messerschmidt unser Land verändert, und auch die fluchtbedingten Migrationsbewegungen in der jüngeren Vergangenheit veränderten die Gesellschaft von außen und von innen weiter. „Damit die Zuwanderung in unserer Demokratie zu einem gelingenden Prozess gesellschaftlicher Entwicklung werden kann, sind Politik, Bürgerschaft und Institutionen gefordert, sich aktiv zu beteiligen und einzubringen“, sagt Messerschmidt, „lange wurde die Beteiligung der Eingewanderten an politischen und gesellschaftlichen Prozessen vernachlässigt.“

Die Arbeitsbedingungen in der Palmöl- und Kautschukproduktion

27. Mai 2018

Vortrag und Diskussion in der Villa Post
Di 05. 06. 2018, 19:00 – 21:15 Uhr

Referentin: Irene Knoke / Südwind

Palmöl ist das wichtigste Pflanzenöl der Erde. Es wird nicht nur in Nahrungsmitteln, sondern auch für Wasch- und Körperpflegemittel, als Kraftstoff und in der chemischen Industrie verwendet. Jedes zweite Produkt im Supermarkt enthält heute Palmöl. Der Bedeutungszuwachs ist auch darauf zurückzuführen, dass die Ölpalme unter allen Ölpflanzen mit Abstand am ertragreichsten pro Hektar ist.

Auf der anderen Seite liegen die potentiellen Anbaugebiete von Palmöl in höchst sensiblen ökologischen Gebieten und der gängige Anbau als Monokultur birgt eine Menge Risiken und ist begleitet von großen Regenwaldverlusten. Zu den immensen ökologischen Problemen kommen soziale Missstände hinzu, wie illegale Landnahmen oder die prekäre soziale Situation, in der sich viele Beschäftigten im Palmölanbau befinden. Viele dieser Auswirkungen sind schon länger auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch der Anbau von Naturkautschuk mit ganz ähnlichen Problemen einhergeht, sowohl was die ökologischen Auswirkungen als auch die sozialen Missstände angeht. Naturkautschuk ist ein wichtiger Grundstoff für Gummi, das vor allem in der Auto- und Flugzeugindustrie für die Herstellung der Reifen verwendet wird. 90 % des Naturkautschuks stammen heute aus Anbauregionen in Südostasien, vielfach den gleichen Regionen, die auch vom Palmölanbau betroffen sind.

Neben der Problemanalyse geht der Vortrag auch auf die Frage ein, welche Verantwortung die Unternehmen in ihrer Lieferkette übernehmen müssen.

1. HohenlimBürger Picknick

22. Mai 2018

Umsonst & draussen

Was in Wehringhausen seit Jahren auf große Resonanz stößt, sollte auch in Hohenlimburg klappen: Unter dem Motto: (Wieder)-Belebung der Hohenlimburger Innenstadt findet am Samstag, 26. Mai 2018 in Hohenlimburg das 1. HohenlimBürger Picknick statt.

In der Herrenstraße in der Hohenlimburger Innenstadt treffen sich Nachbarn, BürgerInnen und BesucherInnen erstmals zu einem gemeinsamen Picknick. Es kann alles mitgebracht werden, was ein Picknick unter freiem Himmel und an langen Tischen so schön macht. Speisen, Getränke, Gesprächsstoff, beste Laune.

Das 1. HohenlimBürger Picknick wird auch kulturell ein Highlight. Live und unplugged mit dabei sind: Die DALTONS und die Clownskapelle SCHÖN SCHRÄG.

Die Veranstaltung wird mitfinanziert von den BÜNDNIS90/Die GRÜNEN – OV-Hohenlimburg und dem HAGENER KULTURBÜRO.

Speisen und Getränke bitte nur in Mehrwegverpackungen mitbringen. Müllvermeidung ist oberstes Ziel.

Wer nichts zu essen oder zu trinken mitbringen will, muss weder verdursten noch verhungern. Ein reichhaltiges Speisen- und Getränkeangebot wartet auf die BesucherInnen der Herrenstraße.

Beginn: 17 Uhr, Ende: 22 Uhr.

Volkshochschule Hagen informiert über neue Datenschutzgrundverordnung

20. Mai 2018

Zu einem Vortrag über die neue Datenschutzverordnung lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 30. Mai, von 19.30 bis 21 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein.

Ab Freitag, 25. Mai, treten die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union sowie das neue Bundesdatenschutzgesetz in Kraft. Rechte und Pflichten aus den neuen Regelungen betreffen fast jeden Unternehmer, Verbraucher und Verein.

Ob bei Onlineplattformen wie eBay, bei Adressverteilern oder bei Kontaktformularen auf Webseiten – an beinahe jeder Stelle werden heute Daten erhoben, verarbeitet und gespeichert. Dabei gibt es für diejenigen, die die Daten sammeln, rechtliche Verpflichtungen und bei Verstößen kann es zu erheblichen Ordnungsgeldern und Strafen kommen. Im Gegenzug ergeben sich für die Opfer von Datenmissbrauch auch neue Rechte.

In dem Vortrag vermittelt Rechtsanwalt Hans-Christian Freier (Kanzlei „Pinkvoss, Dahlmann & Partner“) grundlegende Informationen zum Datenschutz und erklärt für Kleinunternehmer und Verbraucher die Änderungen in der neuen Datenschutzgrundverordnung.

Informationen erhalten Interessierte bei der Volkshochschule Hagen unter Angabe der Kursnummer 1948 unter Telefon 02331/207-3622 oder hier.

„Deutschland-Studie“: Hagen liegt im Regionen-Ranking hinten

19. Mai 2018

Hagen bietet nicht gerade die besten Lebensbedingungen, zeigt die „Deutschland-Studie“ des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos für das ZDF. Es ist das nach eigenen Angaben erste umfängliche Regionen-Ranking zu den Lebensverhältnissen bundesweit.

Im Vergleich der 401 Städte und Kreise in Deutschland erreicht Hagen nur Platz 387 und liegt damit nur unwesentlich vor einer Stadt wie Dortmund (Rang 394) und hinter Wuppertal (Rang 373).

Die Studie zeigt, dass die Lebensumstände in Deutschland weitgehend gleichwertig sind, allerdings gibt es ein sichtbares Nord-Süd-Gefälle: In abgelegenen ländlichen Regionen sowie an Industriestandorten im Strukturwandel seien die Bedingungen schwierig, unter anderem durch den Bevölkerungsschwund, Feinstaubbelastung und fehlende Arbeitsplätze, so die Autoren der Studie.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wo es sich in Deutschland am besten lebt. Mithilfe statistischer Daten zu 53 Indikatoren wurden die Städte und Kreise mit Punkten bewertet. Subjektive Wünsche, Umstände oder Ansprüche wurden dabei nicht berücksichtigt. Am Dienstag, 22. Mai, läuft ergänzend zur Studie im ZDF die Dokumentation “Wo lebt es sich am besten?”.

Details zum Hagener Ergebnis (pdf)

Methodik der Studie

Alle Ergebnisse der 401 Städte und Kreise

Behörden kapitulieren vor zahlreichen Temposündern auf A 1

17. Mai 2018

Auf der Autobahn 1 in Hagen wird in bislang ungekanntem Maße zu schnell gefahren. Der neue Laserscanner, mit dem die Polizei seit einigen Monaten Verkehrsteilnehmer im Baustellenbereich zwischen Hagen-West und Haspe ins Visier nimmt, blitzte allein an 17 Tagen im April 7032 Fahrzeuge, die mindestens 21 km/h zu schnell waren. „Es ist einfach erschreckend, wie wenige Autofahrer sich noch an die Vorschriften halten“, zeigt sich selbst Kim Ben Freigang, Sprecher der Autobahnpolizei, betroffen. (…)

Angesichts der massenhaften Überschreitung dieser Höchstgeschwindigkeit haben die Ordnungsbehörden kapituliert. Autofahrer, die das erlaubte Tempo nur mäßig überschreiten, also zwischen 81 und 100 km/h fahren, werden häufig nicht per Verwarngeld belangt, weil der Arbeitsaufwand zu groß wäre. (…)

Quelle: wp.de

Und passend:

Minister schweigt zur Blitzer-Posse auf der A1

Auf der A 1 bei Hagen kommen Temposünder davon, die bis zu 20 km/h zu schnell waren. Trotzdem schreibt Innenministerium von „Null-Toleranz-Linie“. (…)

Quelle: wp.de


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