Archive for the ‘05 Geschichte Hagen’ Category

Neuer Band „Hagener Archivstücke“ erschienen

7. Dezember 2022

Hagener_Archivalien_cover_maxDie schriftliche Überlieferung der Hagener Stadtgeschichte im Blickpunkt: Martina Soddemann, Kulturdezernentin der Stadt Hagen, stellt den neu erschienenen Band „Hagener Archivstücke – 111 ausgewählte Schriftquellen zur Stadtgeschichte“ (Foto: Stadt Hagen) am Mittwoch, 7. Dezember, um 18 Uhr im Auditorium des Hagener Kunstquartiers statt. Nach der Buchvorstellung präsentieren einige Autoren die von ihnen im Buch vorgestellten Urkunden und Schriftquellen.

In dem Band werden Urkunden und Schriftstücke vom achten Jahrhundert bis zur Gegenwart gezeigt. Der größte Teil stammt aus dem Stadtarchiv Hagen, viele Urkunden und Dokumenten aber aus anderen Archiven wie die Österreichische Nationalbibliothek, die britischen und US-amerikanischen National Archive sowie aus dem nordrhein-westfälische Landesarchiv in Duisburg und Münster.

Das im Klartext-Verlag erschienene Buch ist die Fortsetzung der 2017 und 2020 herausgegebenen „111 Hagener Stücke“ und „111 Hagener Fundstücke“ mit ausgewählten Exponaten aus dem Stadtmuseum Hagen und dem Archäologiemuseum Hagen.

Das Stadtmuseum und das Stadtarchiv der Stadt Hagen nutzen den Abend außerdem für einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr und die Arbeit in der Coronakrise. Geschichtsinteressierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Das Buch kann vor Ort erworben werden.

Von der AFA zur VARTA

4. Dezember 2022

Neuerscheinung: Die Accumulatoren Fabrik AG – Batterien aus Hagen 1887-2021

24819-5_Blank_Ellerbrock_Cover_V2.inddDie im Dezember 1887 im westfälischen Hagen gegründete Accumulatoren Fabrik AG (AFA) war im ausgehenden 19. Jahrhundert ein Pionierunternehmen auf dem Gebiet der Elektrotechnik. Durch die Verbreitung der Elektrizität fanden die in Hagen erstmalig nach industriellen Maßstäben hergestellten Batterien vielfältige Anwendungen.

Eine jetzt im Aschendorff-Verlag erschienene 522 Seiten umfassende und stark bebilderte Publikation, herausgegeben von Dr. Ralf Blank, Leiter des Stadtarchivs Hagen, und Dr. Karl-Peter Ellerbrock, Direktor der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv, Dortmund, beleuchtet die Geschichte des 1962 in VARTA Batterie AG umbenannten Unternehmens. Der Fokus liegt auf dem „Stammwerk“ in Hagen, wo die Produktion von Batterien im Juni 2021 beendet wurde (Foto: Verlag).

Die AFA entwickelte sich seit ihrer Gründungsphase auch zu einem “Global Player“. Zum 25-jährigen Jubiläum 1913 verfügte das Unternehmen über ein weltumspannendes Netz aus Tochtergesellschaften, Beteiligungen und Vertretungen. Gleichzeitig spielte die AFA als Rüstungslieferant seit 1904 auf dem internationalen Absatzmarkt besonders für U-Boot-Batterien eine wichtige Rolle.

Doch auch als Produzent und Anbieter von Batterien für den Bedarf der Eisenbahn, den Bergbau, von Kraftwerken und der Industrie besaß die AFA große Marktanteile in Deutschland und in mehreren europäischen Ländern. Die Einführung der Elektromobilität wäre ohne den Hagener Batteriehersteller kaum denkbar gewesen.

Blank, Ralf/Ellerbrock, Karl-Peter (Hrsg.): Die Accumulatoren Fabrik AG
ISBN 978-3-402-24819-5, 39,80 Euro

Mit der VHS auf Bunkertour durch Hagen

1. Dezember 2022

Zu einer Bunkertour durch Hagen laden die Volkshochschule Hagen (VHS) und das Bunkermuseum alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am Samstag, 3. Dezember, von 11.30 bis 14.30 Uhr ein. Treffpunkt ist vor dem Bunkermuseum, Bergstraße 98, in dem die Führung beginnt.

Bei der Bunkertour erhalten die Teilnehmer Informationen zu einigen in Hagen erhaltenen Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg sowie aus der Zeit des Kalten Krieges. In dem originalgetreu rekonstruierten Kellergeschoss lässt sich die Atmosphäre der Bombennächte im Krieg gut nachempfinden.

Nach der ungefähr einstündigen Führung im Inneren des Bunkers geht die Tour weiter zum 1945 von einer Bombe getroffenen Bunker an der Körnerstraße, der zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde. Der Rückweg führt am früheren Atomschutzbunker unter dem ehemaligen ARAL-Parkhaus in der Bahnhofstraße, der heutige Standort der Polizeiwache, vorbei zurück zum Bunker in der Bergstraße.

Dort erfahren die Teilnehmer anschaulich, wie der Bunker in der Nachkriegszeit genutzt wurde: beispielsweise als Hotel, Jazz-Keller und Friseursalon. Die vielen kleinen Bunkerräume sind mit etlichen historischen Exponaten zeitgenössisch ausgestattet und zeigen so ein gutes Bild von der früheren Nutzung. Außerdem kann dort die alte originale Einrichtung des Atombunkers an der Bahnhofstraße besichtigt werden.

In dem Entgelt von 19 Euro ist der Eintritt für den Bunker an der Bergstraße bereits enthalten. Die VHS bittet um Anmeldung unter Angabe der Kursnummer 1148 unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de.

Strenge Lehrer, Schiefertafel, Tintenfässer

30. November 2022

Schule – gestern und heute

Zu einem Gesprächsabend mit dem Historiker Jörg Fritzsche zum Thema „Schule – gestern und heute“ lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle Interessierten am Freitag, 2. Dezember, von 17 bis 19.15 Uhr in das Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, ein.

Strenge Lehrer, Schiefertafel oder Tintenfässer – all dies sind Begriffe, die mit der Schule von früher verbunden werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Lehrpläne demokratisiert und jedem Kind sollte es ermöglicht werden, eine weiterführende Schule zu besuchen.

In dieser Veranstaltung sind junge und alte „Zeitzeugen“ aufgefordert, ihre Erlebnisse und Erfahrungen zu vergleichen. Was hat sich verändert? Wie wirken sich neue pädagogische Konzepte aus? Gibt es noch Gemeinsamkeiten zwischen Schule gestern und heute? Jörg Fritzsche lädt alle Teilnehmenden zu einer spannenden Diskussion ein.

Der Eintritt für das Erzählcafé ist frei. Informationen zur Anmeldung zu der Veranstaltung mit der Kursnummer 1206 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de sowie beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Als in Hagen die erste Lok fuhr

23. November 2022

175 Jahre Bergisch-Märkische Eisenbahn

alter_bahnhof_BME_Haspe_c_Heimatbund_maxDie Bergisch-Märkische Eisenbahn machte auch in Haspe halt. Foto: Hagener Heimatbund.

Zu einem Vortrag des Stadtheimatpflegers Michael Eckhoff im Rahmen der Reihe „Hagen <w>örtlich“ über die Geschichte und Entwicklung der Bergisch-Märkischen Eisenbahn laden die Volkshochschule Hagen (VHS) sowie die Stadtbücherei Hagen alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am Donnerstag, 1. Dezember, um 19 Uhr in die Stadtbücherei Hagen, Springe 1, ein.

Die 1843/44 gegründete Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft (BME) erschloss große Teile des Gebiets zwischen (Köln-)Deutz und Dortmund. Zu einem der wichtigsten BME-Knotenpunkte entwickelte sich Hagen. Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff arbeitet zurzeit an einem Buch über die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft. In seinen Vortrag lässt er neue Erkenntnisse aus dem Buchprojekt einfließen.

Das erste BME-Teilstück von Elberfeld bis Schwelm konnte vor 175 Jahren – im Oktober 1847 – in Betrieb gehen. Wenig später erreichte die Trasse auch Hagen. Über diese Ära und die folgende Zeit der BME sowie die enorme Bedeutung der Eisenbahn für den Wirtschaftsstandort Hagen berichtet Michael Eckhoff ausführlich in seinem Vortrag.

Informationen zur Anmeldung für den Vortrag mit der Kursnummer 1102 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

125. Geburtstag: Erinnerung an Fritz Steinhoff

22. November 2022

Fritz_Steinhoff_maxAnlässlich des 125. Geburtstages von Fritz Steinhoff, am Mittwoch, 23. November, erinnert die Stadt Hagen an das Wirken ihres ehemaligen Oberbürgermeisters und späteren Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen. Steinhoff stand von 1946 bis 1956 und noch einmal von 1963 bis 1964 an der Hagener Verwaltungsspitze (Foto: Stadtarchiv Hagen).

Geboren am 23. November 1897 in Wickede, ein heutiger Stadtteil von Dortmund, arbeitete Steinhoff zunächst als Landwirtschaftsarbeiter und Bergmann, bevor er 1917 als Marinesoldat im Ersten Weltkrieg seinen Dienst leistete.

1918 trat er der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) bei. Es folgten verschiedene Stationen, beispielsweise ein Studium an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin und ein Volontariat bei der „Westfälischen Allgemeinen Zeitung“, bis Steinhoff 1929 sozialdemokratischer Parteisekretär und unbesoldeter Stadtrat in Hagen wurde. Während der nationalsozialistischen Diktatur war er zweimal inhaftiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Steinhoff Anfang des Jahres 1946 zum Oberbürgermeister der Stadt Hagen gewählt. Trotz der im Herbst 1946 stattfindenden Kommunalwahlen, bei denen die Hagener Christlich Demokratische Union (CDU) die stärkste Kraft wurde, blieb Steinhoff Oberbürgermeister in Hagen. Die CDU verzichtete darauf, selbst einen Kandidaten zu stellen.

Zusätzlich zu seinem Amt als Hagener Oberbürgermeister war Steinhoff Mitglied im Provinzialrat Westfalen und von 1946 bis 1961 Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen. 1949 wurde er zum Minister für Wiederaufbau in Nordrhein-Westfalen ernannt und blieb bis zur Landtagswahl 1950 im Amt. Das Amt als SPD-Fraktionsvorsitzender im NRW-Landtag hatte Steinhoff von 1954 bis 1956 inne.

Nach einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen den CDU-Ministerpräsidenten Karl Arnold wurde Steinhoff 1956 zum Ministerpräsidenten gewählt, doch nach der Landtagswahl 1958 musste er das Amt wieder abtreten.

Drei Jahre später kandidierte er für den Deutschen Bundestag und entschied das Direktmandat in seinem Wahlkreis für sich. 1963 kandidierte der Bundestagsabgeordnete erneut als Oberbürgermeister in Hagen und behielt das Amt bis 1964. Die Ehrenbürgerwürde der Stadt Hagen wurde ihm 1967 verliehen.

Am 22. Oktober 1969 verstarb Fritz Steinhoff im Alter von 71 Jahren in Hagen. 20 Jahre nach seinem Tod wurde Steinhoff ein Denkmal vor dem Rathaus errichtet.

Wo ist das Geld des Juden Simson Cohn?

21. November 2022

Seit wenigen Tagen trägt die bisherige Marktbrücke in Hagen den Namen des einstigen jüdischen Metzgermeisters Simson Cohen, der in der Reichskristallnacht am 9. November 1938 in seinem Haus Am Hohen Graben 2 überfallen und enteignet wurde. Nazi-Schergen erschossen zuerst seinen Hund, prügelten Cohen nieder und verletzen ihn schwer. (…)

84 Jahre später ziehen seine Nachkommen nun gegen die Sparkasse an Volme und Ruhr vor Gericht. Es geht um eine Mitgift und einen heute siebenstelligen Betrag. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Siehe dazu auch hier:

Ur-Enkel eines Juden fordert Aufklärung

Für den Schweizer Hartmut Blumenberg ist diese Gräueltat mehr als eine von vielen, die Nationalsozialisten an jenem Tag an Juden in Hagen und in ganz Deutschland verübt haben. Hartmut Blumenberg ist der Urenkel von Simon Cohen, dem Metzgermeister, der unmittelbar nach der Pogromnacht in die Schweiz floh und im Januar 1941 an den Spät-Folgen des Nazi-Angriffs starb. (…)

Die Familie von Simon Cohen wurde enteignet. Die Stadt Hagen gibt an, sie habe die Liegenschaft im Frühjahr 1939 von einem von der Bezirksregierung beauftragten Treuhänder erworben. Hintergrund sei die geplante Verbreiterung der Marktbrücke gewesen. 1954 wiederum sei das Grundstück an einen Privatmann veräußert worden.

Diese Aussagen decken sich nicht mit den Recherchen von Blumenberg, der davon ausgeht, dass die Stadt das Grundstück erst 1951 von einem Mann namens Emil Berges erwarb, der wiederum seit 1939 Besitzer des Hauses gewesen sein soll. (…)

„Warum hat sich nach dem Krieg die Stadt nicht mit meiner Familie in Verbindung gesetzt? Es war bekannt, dass sie in die Schweiz geflohen war. Ihr waren Haus- und Grundstück ohne jede Rechtsgrundlage weggenommen worden.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagener Kinos im Wandel der Zeit

21. November 2022

Kino_Viktoria_Franz_Groel~1_maxAuch die Geschichte des Kinos Viktoria präsentiert Uli Weishaupt in seinem Vortrag. Foto: Franz Gröhl.

Zu einem Gesprächsabend mit dem Thema „Hagener Kinos im Wandel der Zeit“ lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle Interessierten am Freitag, 25. November, von 17 bis 19.15 Uhr in das Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, ein.

Auf unterhaltsame Weise präsentiert der Referent Uli Weishaupt Filmplakate, Kinoprogramme und viele Geschichten aus der Glanzzeit der Hagener Kinos in den 1950er und 1960er Jahren.

Der Eintritt beträgt 2 Euro. Informationen zur Anmeldung für die Veranstaltung mit der Nummer 1204 erhalten Interessierte unter www.vhs-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3622.

Ein Poesiealbum aus dem Ghetto

6. November 2022

Biografie über Arno Neumann

plakat10.11.22Am Donnerstag, 10.11.2022 um 17:00 Uhr wird das Buch „Arno Neumann. Poesiealbum im Ghetto“ in der St. Michaelskirche in der Pelmkestraße in Hagen-Wehringhausen vorgestellt.

Der 1930 geborene Hagener Jude Arno Neumann wurde zusammen mit seiner Familie 1938 deportiert und überlebte den Nazi-Terror im Ghetto von Chodorow, einem Städtchen in der Westukraine, etwa 50 Kilometer von Lwiw (Lemberg) entfernt.

Nach dem 2. Weltkrieg machte er Abitur in Polen, 1954 wanderte die Familie nach Israel aus, kehrte aber schon zwei Jahre später wieder nach Hagen zurück. Mit der jüdischen Tradition war er nach eigenen Angaben zwar vertraut, „aber besonders religiös bin ich nicht“.

Arno Neumann gründete den Verein „Stolpersteine e.V.“, der sich durch die kleinen Metallplatten mit den Lebensdaten der im 3. Reich verfolgten und ermordeten Juden sowie weiteren Opfern des NS-Unrechtsstaates gegen das Vergessen einsetzt.

Der Sohn eines jüdischen Vaters und einer zum Judentum konvertierten Nichtjüdin, war der letzte vor dem Holocaust in Hagen geborene Jude, der nach Hagen zurückkehrte und bis zu seinem Lebensende hier lebte. 2015 verstarb Arno Neumann und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Hagen-Eilpe beigesetzt.

Seine Biografie mit dem Titel „Arno Neumann. Poesiealbum im Ghetto“, die am Donnerstag vorgestellt wird, gibt der Hagener Geschichtsverein heraus. Autoren sind Pablo Arias, Lehrer am Rahel-Varnhagen-Kolleg, und Rudolf Damm, ein enger Freund Arno Neumanns.

Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs wurden in das Projekt einbezogen. Sie übersetzten zahlreiche Dokumente aus der polnischen, russischen und ukrainischen Sprache, darunter das Poesiealbum des Kindes Arno Neumann, geschrieben im Ghetto. Es ist ein ganz normales Poesiealbum mit Widmungen, Bildern, etc. Nur dass es 1942 kurz vor der Auflösung des Ghettos und in einem Versteck 1942-1944 entstanden ist. So gut wie alle Personen, die Eintragungen gemacht haben, sind kurz später im Vernichtungslager Belzec ermordet worden.

Auf dem Veranstaltungsplakat (Abb.) sieht man Arno Neumann in Lederhosen in Polen 1939 mit seiner Tante Bora und einem Cousin, die beide später ebenfalls ermordet wurden.

Mit der VHS auf Bunkertour durch Hagen

31. Oktober 2022

Bunker_Bergstr._Marius_Noack_maxZu einer Bunkertour durch Hagen laden die Volkshochschule Hagen (VHS) und das Bunkermuseum alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am Samstag, 5. November, von 11.30 bis 14.30 Uhr ein. Treffpunkt ist vor dem Bunkermuseum, Bergstraße 98, in dem die Führung beginnt (Foto: Marius Noack/Stadt Hagen).

Bei der Bunkertour erhalten die Teilnehmer Informationen zu einigen in Hagen erhaltenen Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg sowie aus der Zeit des Kalten Krieges. In dem originalgetreu rekonstruierten Kellergeschoss lässt sich die Atmosphäre der Bombennächte im Krieg gut nachempfinden.

Nach der ungefähr einstündigen Führung im Inneren des Bunkers geht die Tour weiter zum 1945 von einer Bombe getroffenen Bunker an der Körnerstraße, der zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde. Der Rückweg führt am früheren Atomschutzbunker unter dem ehemaligen ARAL-Parkhaus in der Bahnhofstraße, der heutige Standort der Polizeiwache, vorbei zurück zum Bunker in der Bergstraße.

Dort erfahren die Teilnehmer anschaulich, wie der Bunker in der Nachkriegszeit genutzt wurde: beispielsweise als Hotel, Jazz-Keller und Friseursalon. Die vielen kleinen Bunkerräume sind mit etlichen historischen Exponaten zeitgenössisch ausgestattet und zeigen so ein gutes Bild von der früheren Nutzung. Außerdem kann dort die alte originale Einrichtung des Atombunkers an der Bahnhofstraße besichtigt werden.

In dem Entgelt von 19 Euro ist der Eintritt für den Bunker an der Bergstraße bereits enthalten. Die VHS bittet um Anmeldung unter Angabe der Kursnummer 1146 unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de.

Platz soll nach Margot Stern benannt werden

27. Oktober 2022

Hohenlimburg,_Stolperstein_Stern_MargotDie Bezirksvertretung Hohenlimburg hat einstimmig die Verwaltung beauftragt, den Platz an der Kreuzung Freiheitstraße/Herrenstraße nach Margot Stern zu benennen.

Margot Stern wurde am 15. Januar 1927 in Hohenlimburg geboren, wo sie nahe der Innenstadt aufwuchs. Früh lernte das jüdische Mädchen die Repressionen in Nazi-Deutschland kennen: Bereits 1938 wurde die Familie Stern gezwungen, ihr Fachwerkhaus in der Wesselbachstraße 4 zu verkaufen (1978 wurde das Haus abgerissen).

Margot musste daraufhin mit ihren Eltern Julius und Auguste Stern sowie ihrem Bruder Rolf die Heimat verlassen – die Familie zog zu einer Tante nach Meckenheim bei Bonn.

Während ihrem Bruder im letzten Moment per Schiff die Flucht aus Deutschland gelang, wurden Margot Stern und ihre Eltern 1942 im ehemaligen Kloster Bonn-Endenich interniert und am 20. Juni mit einem Massentransport vom Bahnhof Köln-Deutz nach Minsk (Belarus) gebracht.

Dort angekommen, mussten die deportierten Menschen, unter ihnen die Familie Stern, den Fußweg zu den Erschießungsgruben im Wald von Blagowitschina antreten, wo man sie brutal ermordete. Die Täter in der Exekutionsstätte von Maly Trostinez waren rund 80 Schutzpolizisten und Angehörigen der Waffen-SS.

Margot Stern wurde in der Wesselbachstraße 4 ein Stolperstein gewidmet (Foto: Klaus Bärwinkel, CC BY-SA 4.0).

Werdringen wird Archäologiemuseum

23. Oktober 2022

Panorama_Schloss_WerdringenDas Museum im Wasserschloss Werdringen in Hagen-Vorhalle (Foto: Martin Vogel, CC BY-SA 4.0) feiert im November sein 18-jähriges Bestehen. Nach langen, coronabedingten Schließungen und Personalwechseln im Team des Museums soll eine Neukonzeption der museumspädagogischen Vermittlungsangebote und Vermarktung erfolgen.

So hat es der Kultur- und Weiterbildungsausschuss der Stadt Hagen beschlossen. Auch der Name wird geändert: „Archäologiemuseum Hagen – Wasserschloss Werdringen“ soll die Einrichtung künftig heißen.

Die bisherige Bezeichnung des Museums als „Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen“ bzw. „Museum Wasserschloss Werdringen“ entspricht nicht mehr dem heutigen Trend im Museumswesen, bereits im Namen das Thema des Museums aufzuzeigen.

Durch die Umbenennung gewinnt die Hagener Museumslandschaft eine Linie („Emil Schumacher Museum Hagen“, „Osthaus Museum Hagen“ und „Stadtmuseum Hagen“), eine dem Themenschwerpunkt der Einrichtung entsprechende sowie zeitgemäße und aussagekräftige Benennung.

Vor über 225 Jahren wurde in Hagen erstmalig über Fossilien und Bodenfunde berichtet. Adelige und Bürgerliche sammelten Versteinerungen, Höhlenfunde, Keramik und Steinartefakte. 1927 entstanden in Hagen die ersten Museen für geologische und archäologische Funde. Das 1937 gegründete „Sauerländische Museum für Vor- und Frühgeschichte“ in Hagen wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Seit der Eröffnung des Museums im Wasserschloss Werdringen im November 2004 verfügt die Region wieder über ein geologisches und archäologisches Museum.

Rundgang durch die Walddorf-Siedlung

17. Oktober 2022

Eine Führung durch die Walddorf-Siedlung und das Riemerschmid-Haus mit Dr. Elisabeth May bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem Osthaus Museum Hagen am Mittwoch, 19. Oktober, von 16 bis 17 Uhr an. Der Treffpunkt ist vor dem Riemerschmid-Haus in der Walddorfstraße 17.

Neben dem Hohenhof und anderen Villen gehören auch Arbeiterwohnhäuser zu den architektonischen Schätzen, die unter dem Begriff „Hagener Impuls“ zusammengefasst werden. Zwischen 1907 und 1911 baute der Architekt und Kunstgewerbler Richard Riemerschmid im „Wasserlosen Tal“ eine Häuserzeile, die eigentlich als Teil einer großen Gesamtanlage für Arbeiterwohnungen geplant war. Von dieser Walddorf-Siedlung wurden jedoch nur elf Häuser gebaut.

Bei der öffentlichen Führung durch das Haus in der Walddorfstraße 17 stellt Dr. Elisabeth May die Ideen von Karl Ernst Osthaus und der Hagener Textilindustrie als Auftraggeber dieser Bauten vor.

Die Teilnahmegebühr von 6 Euro wird vor Ort in bar kassiert. Eine Anmeldung zu dem Rundgang ist unter Angabe der Kursnummer 1166 beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de erforderlich.

Ausstellung „Fernes Hagen“ zeigt Kolonialismus

16. Oktober 2022

Der Kolonialismus hat Spuren hinterlassen – auch in Hagen. Eine Ausstellung macht dies ab 18. Oktober in der Bibliothek auf dem Campus der FernUniversität anschaulich sichtbar

ausstellung-fernes-hagen-stoffDie Fotografie aus dem Jahr 1949 in der Vitrine zeigt einen Arbeiter der Göcke & Sohn AG an einer Druckmaschine, die einen Afrika-Stoff druckt. Foto: FernUni.

In einer Vitrine glänzt der buntbedruckte Stoff wie neu. Grazile Antilopen, bunte Baldachine und ein sportlicher Speerwerfer zieren die Tücher. Die Hohenlimburger Firma Göcke & Sohn bedruckte in den 1950er Jahren Stoffe für den Export in den Kongo mit lokalen Mustern und bekannten Persönlichkeiten.

Was damals folkloristisch anmutete, steht heute als Beispiel für kulturelle Aneignung und wirtschaftliche Ausbeutung ehemaliger Kolonien. Gleichzeitig prägt die Stofffabrik die Industriegeschichte der Region Hagen.

Der Kolonialismus hat Spuren hinterlassen – in Hagen wie auch an vielen weiteren Orten in Deutschland. Die Ausstellung „Fernes Hagen. Kolonialismus und wir“ in der Bibliothek (UB) der FernUniversität in Hagen macht das koloniale Erbe und die bestehenden Verflechtungen anschaulich sichtbar: über Objekte und Biografien, Bücher und Wandkarten, Stoffe und Fotos.

Dr. Fabian Fechner und Barbara Schneider aus dem Lehrgebiet Geschichte Europas in der Welt an der FernUniversität haben die Ausstellung wissenschaftlich konzipiert und gemeinsam mit Dr. Jeanine Tuschling-Langewand von der UB Hagen umgesetzt.

„Wir möchten über Kolonialgeschichte ins Gespräch kommen, sie kritisch hinterfragen“, sagt Barbara Schneider. Als Forschungsfeld ist „Kolonialismus vor Ort“ noch ein relativ junges und verstreutes, das meiste läuft über lokale Initiativen und Gruppen.

Die Historikerin und der Historiker von der FernUni möchten sich und andere mithilfe der Ausstellung stärker vernetzen. Denn die Fragen sind überall ähnlich: Bestimmte und veränderte kolonialistisches Gedankengut die politischen, ökonomischen und kulturellen Handlungsräume und Vorstellungswelten der Stadtgesellschaft? Wie kann Erinnerung an den Kolonialismus Teil einer Stadtgeschichte werden?

Die Hagener Ausstellung mit ihren sechs Themenfeldern* ist als Wanderausstellung konzipiert und ausleihbar. Bis 2024 wird sie an mehreren bundesweiten Campusstandorten der FernUniversität mit Begleitveranstaltungen gezeigt.

„Die Debatten über die koloniale Vergangenheit der eigenen Stadt oder Gemeinde funktionieren grundsätzlich schon – in der Regel über Straßennamen, Erinnerungsstätten und ortsansässige Firmen“, beschreibt Fechner. „Wir möchten den Diskurs gern vertiefen und interessierte Menschen miteinander vernetzen.“

Für ihn und seine Kollegin begann alles mit einem Seminar für Studierende an der FernUniversität. Es weitete sich zum Forschungsthema aus. Barbara Schneider und Fabian Fechner sind sehr aktiv in Hagen, halten Vorträge und bieten Stadtführungen zu relevanten postkolonialen Orten an. Über Personen, die daran teilgenommen hatten, kamen einige der Ausstellungsstücke zusammen. „Häufig sind das familiäre Erinnerungsstücke oder Sammelobjekte von Heimatvereinen“, so Schneider. Für sie sind es wertvolle Forschungsgegenstände.

*Themenbereiche:

Exotistische Diskurse in Hagener Firmen
„Weltkunst“ im Museum Folkwang
Nachlass des Entwicklungshelfers Alfred Kunigk
Eine Biografie als Spiegel der Weltpolitik
Kolonialpropaganda an Schulen
Kolonialkrieg und Revisionismus

Online-Vortrag zur Geschichte der Hohenzollern

10. Oktober 2022

Zur Geschichte der Familie Hohenzollern veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 13. Oktober, von 19.30 bis 21 Uhr einen kostenlosen Online-Vortrag mit dem Dozenten des Lehrstuhles für Europäische Geschichte der Universität Edinburgh Stephan Malinowski.

Seit über 100 Jahren setzen sich die Familienoberhäupter der Hohenzollern mithilfe von Juristen, Historikern, Journalisten, Ghostwritern und PR-Beratern für ein möglichst positives Bild der Familie in der Öffentlichkeit ein. Als einer der besten Kenner der Materie stellt der Dozent in diesem Vortrag die Rollen der wichtigsten Familienmitglieder dar und zieht in einer großen historischen Erzählung den Bogen über drei Generationen von 1918 bis in die Gegenwart und beschreibt gleichzeitig das politische Umfeld, in dem sich die Akteure bewegten.

Stephan Malinowski erstellte als Gutachter im Auftrag des Landes Brandenburg ein Gutachten, das in der Diskussion um die vom Oberhaupt des Hauses Hohenzollern geltend gemachten Restitutionsansprüche eine entscheidende Rolle spielte. Seine Monografie zu den Hohenzollern wurde mit dem Deutschen Sachbuchpreis 2022 ausgezeichnet. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels statt.

Eine Anmeldung zu dem Vortrag mit der Nummer 0106Z ist bei der VHS bis Donnerstag, 13. Oktober, um 12 Uhr entweder über die Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 möglich. Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

„Stadt sollte mit gutem Beispiel voran gehen“

4. Oktober 2022

Petition setzt sich für die Rettung eines der letzten Hagener Bürgerhäuser des frühen 19. Jahrhunderts ein

Hagen,_Wehringhauser_Straße_72Eines der letzten Zeugnisse der Bebauung aus der Zeit der Industriealisierung in Wehringhausen. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY 3.0).

Wer einmal in Wuppertal-Cronenberg, Remscheid-Lennep oder Solingen-Burg war, kennt die bergischen Schieferhäuser, die dort mit viel Liebe gepflegt werden. In Hagen sieht die Situation leider – aber wenig überraschend – ganz anders aus.

An der Achse der historischen Enneperstraße, also der alten nach Köln führenden Strecke über Wehringhausen, Haspe und Westerbauer (heute B7 bzw. L700), wurden vor allem in den 1960er Jahren viele dieser Bürgerhäuser abgerissen, um dem Straßenverkehr Platz zu machen.

Eines der letzten Zeugnisse dieser Baukultur ist, neben dem Wacholderhäuschen, das Haus in der Wehringhauser Straße 72. Für dessen Sanierung setzt sich eine Petition ein, die nicht von einem Hagener, sondern – wer wundert sich noch? – von einer Schalksmühlerin (!) gestartet wurde (Dass es sich nicht um ein „Bauernhaus“ handelt, wie es in der Petition genannt wird, sei nur am Rande erwähnt).

Franzisa Klutmann, so heißt die Dame, geht davon aus, dass eine Sanierung des Hauses auch die Umgebung aufwerten würde. Dies würde die Erhaltung der historisch wertvollen Gebäude des gesamten Viertels fördern, so die Petentin: „Die Stadt sollte hier mit gutem Beispiel voran gehen, sodass auch Privatpersonen einen Anreiz haben in ihre sanierungsbedürftigen Gebäude zu investieren.“

An dieser Stelle ist einzuflechten, dass die Stadt, oder genauer: die Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft (HEG), im Bereich der Wehringhauser Straße tatsächlich mit gutem Beispiel vorangeht. Hier ist wirklich einmal ein Lob fällig. Wenn die von außen sichtbare Qualität der Sanierung in dieser Form auch innen umgesetzt wurde und die Mieten wie angekündigt bei 5 bis 6 Euro pro Quadratmeter liegen, lässt sich nicht meckern.

Eine Sanierung der Wehringhauser Straße 72 wäre das Tüpfelchen auf dem i. Das Haus, in dem in den 1970er Jahren mal die Szenekneipe „Simpl“ beheimatet war, wurde im 2. Viertel des 19. Jahrhunderts erbaut. Ein etwa 40 Jahre alter Entwurf zur Denkmalliste der Stadt Hagen bescheibt es als „schönes Beispiel der an der alten Durchgangsstraße zu findenden älteren Bebauung, die bis auf wenige Beispiele seit dem Historismus ersetzt wurde“.

Der Erhaltungszustand wurde damals noch als „gut“ beschrieben, erforderlich seien lediglich „Pflegemaßnahmen“, nur „Ausbesserungen der kleineren Schäden im Schiefer und der Fensterbänke im EG“ seien erforderlich. Das Haus sei allerdings „an verkehrsreicher Straße gelegen“ und daher durch „starke Umweltbelastung beansprucht“.

Nach vier Jahrzehnten des Nichtstuns hat sich der Zustand des Hauses natürlich nicht zum Besseren gewendet. Zeit, das zu ändern.

Die Petition für die Sanierung der Wehringhauser Straße 72

Villen und sozialer Wohnungsbau

26. September 2022

Ein kulturhistorischer Rundgang durch Wehringhausen

Wehringhausen_Franziska_Michels_maxZu einem Stadtteilrundgang durch Wehringhausen mit Dr. Elisabeth May lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am Mittwoch, 28. September, von 16 bis etwa 18 Uhr ein. Treffpunkt ist vor der Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Straße 49.

Der Schwerpunkt des Rundgangs liegt auf der abwechslungsreichen Architektur um 1900. Das vom Tal topographisch ansteigende Terrain des Stadtteils Wehringhausen findet eine städtebauliche Entsprechung in dem gesellschaftlich-hierarchischen Aufbau des Wohnviertels.

Oben, an den Stadtgarten grenzend, entstand ein exponiertes Baugebiet nach den Gründerjahren. Im Buschey-Viertel zeugen prächtige Villen von einer glanzvollen Zeit. Die Beamtenwohnhäuser im mittleren Bereich des Viertels sind ebenso ansehnlich. Ihnen folgen weiter bergab die Arbeiterwohnhäuser mit schmucken Fassadengestaltungen (Foto: Franziska Michels/Stadt Hagen).

Die Teilnahmegebühr für die Veranstaltung beträgt 6 Euro und wird vor Ort bar kassiert. Informationen zur Anmeldung zu dem Stadtteilrundgang mit der Kursnummer 1164 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

175 Jahre Hagener Bahnhofsviertel

25. September 2022

Hauptbahnhof01_Foto_Michael_Kaub_maxZu einem Stadtspaziergang anlässlich des 175. Jubiläums des Hagener Bahnhofsviertels unter Leitung des Stadtheimatpflegers Michael Eckhoff vom Hagener Heimatbund lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am Mittwoch, 28. September, von 17 bis 19 Uhr ein. Treffpunkt ist vor der Pforte des Hagener Hauptbahnhofs, Berliner Platz (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen).

Vor 175 Jahren war Hagens erste Bahntrasse, die Bergisch-Märkische Strecke von (Wuppertal-)Elberfeld nach Dortmund, weitgehend fertiggestellt. Auch die Errichtung des ersten Hagener Bahnhofs wurde damals in Angriff genommen. Auf dem Spaziergang durch das Bahnhofsviertel – zwischen Hauptbahnhof und Karl-Marx-Straße – wird sich Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff sowohl den Kunstwerken und Straßennamen als auch den historischen Bauten und Denkmälern in diesem Viertel widmen.

Die Teilnahmegebühr für den Stadtspaziergang beträgt 6 Euro und wird vor Ort bar kassiert. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung mit der Kursnummer 1154 ist bei der VHS entweder unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de erforderlich.

Kolonialismus in Hagen

18. September 2022

Zur Auftaktveranstaltung eines Workshops zu den Spuren und Auswirkungen des Kolonialismus in Hagen mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff laden die Volkshochschule Hagen (VHS), der Hagener Heimatbund und das AllerWeltHaus im Rahmen der Reihe „Weltretter“ am Dienstag, 20. September, von 18.30 bis 20 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein.

Die Veranstaltung ist kostenlos und dient dazu, weitere Interessierte für das Thema zu finden. Eine Anmeldung unter der Kursnummer 1436 ist erforderlich und kann entweder auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 erfolgen.

Stadtführung zu Häusern der Gebrüder Ludwigs

11. September 2022

Hagen,_Eppenhauser_Straße_153_155 Gebrüder LudwigsZwei denkmalgeschützte Villen in Hagen-Eppenhausen, Eppenhauser Straße 153 und 155. Erbaut ca. 1910/11 nach einem Entwurf der Architekten Gebrüder Ludwigs. Die Fassade in kunstvoll ornamentaler Gestaltung mit geometrischen Elementen und individuellen Schmuckformen. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY-SA 4.0).

Einen Rundgang zu Häusern des Architekturbüros Gebrüder Ludwigs veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 14. September, von 16 bis 17 Uhr. Der Treffpunkt ist an der Haßleyer Straße 14.

Das Architekturbüro Gebrüder Ludwigs realisierte zwischen 1909 und 1938 eine ganze Reihe unterschiedlicher Bauten im Hagener Stadtgebiet. Auch am Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg war das Büro beteiligt, z.B. beim Gebäude Elberfelder Straße Ecke Marienstraße, in dem das Schuhhaus Salamander residiert.

Unter der Führung von Dr. Elisabeth May entdecken die Teilnehmenden Baudenkmäler aus der Zeit vom Jugendstil bis zum Expressionismus. Neben prägnanten Gebäuden wie der heutigen Spedition Schenker in Kückelhausen entstanden in direkter Nähe zur von Karl Ernst Osthaus begründeten Villenkolonie acht Gebäude in verschiedenen Stilen mit Einflüssen aus dem Appenzeller Land. Die Architektur der Gebäude spiegelt den Zeitgeist von drei Jahrzehnten wider.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro. Die VHS bittet um rechtzeitige Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1162 unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Seite www.vhs-hagen.de.

Stein gefunden – Geheimnisvoller Hinweis auf Pforte

9. September 2022

Die Berichterstattung über die sagenumwobene Hünenpforte oberhalb der Hohenlimburger Straße zieht großes Interesse nach sich und fördert weitere Geheimnisse rund um den mystischen Felsbogen und die dahinter liegenden Höhlen an die Oberfläche. Darunter zwei eigentümliche Steine, die sich heute im Stadtmuseum befinden. Flussgeröll mit einer beidseitigen Beschriftung. „Portae Hunenfi“ – Pforten der Hünen. (…)

Die beschrifteten Steine tragen eine griechische Inschrift. Rückseitig findet sich mit „Anno Christi 1834 20/9“ eine Datierung. In Latein folgt ein auf Vergänglichkeit und den „Zahn der Zeit“ gemünzter Sinnspruch: „Non poterit tempus, neque edax abolere vetustas“. Zu deutsch: Weder die Zeit, noch der nagende Zahn des Alters wird es zerstören können. (…)

Hinweise auf den Urheber und den Zusammenhang, zwischen den beiden Steinen liegen immerhin drei Jahre, finden sich nicht. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Archivare haben es naturgemäß mit Dokumenten zu tun, die schon etwas betagter sind. Texte, die in einer Sprache abgefasst sind, die von heutigen Formulierungen mehr oder weniger stark abweichen. Oder sogar in Schriften niedergelegt wurden, die heute nur noch von Menschen gelesen werden können, die ihr Renteneintrittsalter schon sehr lange hinter sich gebracht haben.

Da können natürlich Fehler passieren. Man kann sich beispielsweise ein „f“ für ein „s“ vormachen und ein „n“ vergessen, so wie bei „Portae Hunenfi“. Das vermeintliche „f“ ist tatsächlich ein der altdeutschen Schrift entstammendes (langes) „s“ – der Text lautet also richtigerweise „Portae Hunnensi“ (mit „s“ und doppeltem „n“). Es sind also möglicherweise eher die Hunnen als irgendwelche „Hünen“ gemeint.

Es findet sich im Gegensatz zur Behauptung im Artikel durchaus auch ein Hinweis auf den Urheber: „Der Altenaer (?) J. D. Rentrop hat es gemacht (verfasst, hergestellt)“ ist in den auf 1834 datierten Stein in griechischer Sprache eingraviert („Ι. Δ. Ρεντροπ Αλτηνοιος, εποιησε“).

Und die offenbar nicht zugeordnete „griechische Inschrift“ (ebenfalls auf dem Stein von 1834) ist ein Zitat aus dem Lukas-Evangelium: „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen“ (Lukas 13,24). Im Original auf dem Stein: „Αγωνιζεσθε εισελθειν δια της στενης Πυλης“.

Hier der Schriftstein von 1834 in einer besseren Wiedergabe als in dem Presseartikel (Foto: Hermann Menne/LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe):

schriftstein_huenenpforte_1834

Einblicke in die Vergangenheit der Volmestadt

6. September 2022

Untere Denkmalbehörde lädt zum „Tag des offenen Denkmals“

Buschey-Friedhof_Foto_Linda_Kolms_Stadt_Hagen_maxZum Beispiel Buschey-Friedhof: Beim „Tag des offenen Denkmals“  kann in die Vergangenheit Hagens geblickt werden. Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen.

Ein Rundgang über den Buschey-Friedhof, Einblicke in die Blätterhöhle und eine Stadtrundfahrt mit dem Hagener Heimatbund: Nach einer zweijährigen coronabedingten Pause erwarten interessierte Hagenerinnen und Hagener beim „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 11. September, wieder spannende Einblicke in die Vergangenheit der Volmestadt. Organisiert wird das Programm durch die Untere Denkmalbehörde und Stadtarchäologie der Stadt Hagen.

Buschey-Friedhof: Grabkunst und Denkmalpflege

Die Eröffnung des Friedhofes Buschey auf der damals freien Feldmark an Ostern 1810 war eine Folge der allgemeinen Entwicklung, denn das Bestattungswesen wurde nicht mehr nur aus religiöser Sicht, sondern auch unter hygienischen Gesichtspunkten neu beurteilt. Die Situation auf den Kirchhöfen inmitten der Wohnbebauung war unhaltbar geworden, so dass die Begräbnisse in und an den Kirchen unterbunden und vor den Städten neue, große Gräberfelder angelegt wurden.

Der Buschey-Friedhof wurde, was seinerzeit weit und breit einmalig war, von den drei damaligen Hagener Kirchengemeinden – evangelisch-lutherisch, reformiert und katholisch – gemeinsam getragen. Die Anlage erhielt 1845 und 1862 zwar Erweiterungen, reichte aber bald nicht mehr aus, so dass der Friedhof am Remberg notwendig wurde.

Diese geschichtlichen Hintergründe und auch aktuelle Aspekte aus der Denkmalpflege werden am Tag des offenen Denkmals auf dem Friedhof in Wehringhausen, Eingang Grünstraße, beschrieben. Die Kapelle ist für den Besuch am Tag des offenen Denkmals in der Zeit von 10.30 bis 15 Uhr geöffnet. Teilnehmende sind dazu eingeladen, die Andachtshalle zum stillen Gedenken zu nutzen. Die Friedhofsverwaltung stellt Gedenkkerzen zur Verfügung, um diese für die Verstorbenen zu entzünden.

Zusätzlich bietet die Untere Denkmalbehörde jeweils um 11 Uhr und um 14 Uhr einen geführten Rundgang über den Friedhof an. Die Leiterin der Unteren Denkmalbehörde und Stadtarchäologie der Stadt Hagen, Mirjam Kötter, beschreibt in einer jeweils etwa einstündigen Führung, welche besondere Rolle der Buschey-Friedhof für die Denkmalpflege spielt und welche Kriterien für eine denkmalpflegerische Beurteilung hinzugezogen werden.

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos, eine Anmeldung ist per E-Mail an mirjam.koetter@stadt-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3026 bis Donnerstag, 8. September, erforderlich. Pro Führung können maximal 20 Personen teilnehmen.

Einblicke in die Blätterhöhle

Die Blätterhöhle und der vorgelagerte Vorplatz werden nach den Entdeckungen der ersten archäologischen Funde durch den Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. seit 2006 bis heute erforscht. Im Zuge dieser Arbeiten konnten viele neue Informationen und neuartige Einblicke in die Lebens- und die Bestattungsweise sowohl der jungsteinzeitlichen Ackerbauern und Viehzüchter des vierten Jahrtausends vor Christus als auch der mittelsteinzeitlichen und späteiszeitlichen Jäger- und Sammler gewonnen werden. Diese vielfältigen neuen Erkenntnisse haben dazu geführt, dass der Fundplatz inzwischen internationale Bedeutung erlangt hat.

Das Museum Wasserschloss Werdringen bietet gemeinsam mit der Stadtarchäologie Hagen am Denkmaltag um 13 Uhr einen geführten Rundgang durch die Blätterhöhlen-Ausstellung an. Anschließend kann um 15 Uhr auf dem Vorplatz der Blätterhöhle die aktuelle Ausgrabung besichtigt werden. Vor Ort besteht die Möglichkeit, sich von dem Grabungsleiter Wolfgang Heuschen über den aktuellen Stand der Forschungen informieren zu lassen und ins Gespräch mit dem Vorsitzenden des Arbeitskreis Kluterthöhle e.V., Stefan Voigt, zu kommen.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung für die Führung im Museum und an der Blätterhöhle ist per E-Mail an anja.kuhlmann@stadt-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-2740 bis Donnerstag, 8. September, möglich. Aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten im Museum und auf dem Grabungsareal können an den Führungen jeweils maximal zehn Personen teilnehmen. Die Führungen im Ausstellungsraum des Museums und an der Blätterhöhle können zusammen oder getrennt gebucht werden.

Der Treffpunkt an der Grabung liegt gegenüber der Adresse „Zur Hünenpforte“ 9. Geländegängigkeit und festes Schuhwerk sind unbedingt für den Besuch des Fundplatzes erforderlich. Eine Besichtigung der Höhle selber ist im Rahmen dieses Besuches nicht möglich.

Busrundfahrt quer durch Hagen

Zahlreiche Denkmäler im gesamten Stadtgebiet werden bei einer Heimatbund-Stadtrundfahrt, die in Kooperation mit der Volkshochschule und dem AllerWeltHaus durchgeführt wird, angesteuert. Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff präsentiert den Teilnehmenden diverse Denkmäler, die neu, aber vor allem auch nachhaltig genutzt werden.

Die Tour führt unter anderem nach Haspe zur Villa Eversbusch, zur früheren Feuerwache und zum Brandt-Areal sowie an der Villa Post, an der früheren Varta-Verwaltung und an den Elbershallen vorbei bis zum Haus Busch im Lennetal.

Die Fahrt startet um 14.30 Uhr am Höing (Haltestelle Otto-Ackermann-Platz), wo sie spätestens um 17.30 Uhr auch wieder enden wird. Die Teilnahme kostet 20 Euro pro Person und kann vor Ort gezahlt werden. Eine Anmeldung ist unter Telefon 02331/54654 oder per E-Mail an info@michaeleckhoff.de unbedingt erforderlich.

Führung: Stolpersteine in Wehringhausen

31. August 2022

Eine Führung durch Wehringhausen zu den dort verlegten Stolpersteinen veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) gemeinsam mit dem Rahel-Varnhagen-Kolleg am Samstag, 3. September, von 16 bis 18 Uhr. Der Treffpunkt ist vor dem Haus in der Augustastraße 77.

Die Studierenden des Rahel-Varnhagen-Kollegs haben sich mit den Hagener Stolpersteinen beschäftigt und die Geschichten zu den Menschen dahinter recherchiert. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Pablo Arias haben sie daraus eine spannende Führung durch Wehringhausen gemacht. Dabei berichten die Studierenden über die Biographien der Wehringhauser Ernst Putzki (Euthanasieopfer), Julius Weiß (Sinto), Ilse Mitze (Justizmord), Martha Wassermann (Zwangsabtreibung), Gerda Oberbeck (Zwangssterilisierung), Walter Siebert (KPD), Ernst Meyer (Wehrmachtsoldat) und das Schicksal seiner jüdischen Familie.

Informationen zur Anmeldung für die kostenlose Führung mit der Kursnummer 1132 erhalten Interessierte auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Umbenennung: Teil des Johanniskirchplatzes wird zu Bürgermeister-Dr.-Emminghaus-Platz

26. August 2022

Johanniskirche-1_Copyright_Karsten-Thilo_Raab_maxUm den ersten Bürgermeister der Stadt Hagen, Dr. Heinrich Wilhelm Emminghaus, zu ehren, benennt die Stadt symbolisch einen Teil des Johanniskirchplatzes um. Foto: Karsten-Thilo Raab/Stadt Hagen.

Der Neubau der Johanniskirche und die Vorbereitung der Gründung einer Lateinschule: Mit diesen beiden Impulsen legte der erste ernannte Bürgermeister der Stadt Hagen, Dr. Heinrich Wilhelm Emminghaus, vor rund 276 Jahren wichtige Grundsteine für die Entwicklung der Volmestadt.

Anlässlich des 275. Stadtjubiläums im vergangenen Jahr und als Anerkennung des innovativen Schaffens des ersten Bürgermeisters feiert die Stadt Hagen am Samstag, 3. September, von 15 bis 17 Uhr vor der Johanniskirche mit einem Festakt die Umbenennung eines Teils des Johanniskirchplatzes zum „Bürgermeister-Dr.-Emminghaus-Platz“.

Der Festakt wird musikalisch durch den Hagener Musiker Björn Nonnweiler sowie die TeleBigBand um Johannes Bretzing und kulinarisch durch einige Marktbetreiber begleitet. Alle Hagenerinnen und Hagener sind herzlich dazu eingeladen, an der Feier teilzunehmen.

Nachfahre regt Umbenennung an

Mit der symbolischen Umbenennung eines Teils des Johanniskirchplatzes zwischen Johanniskirche und Märkischem Ring kommt die Stadt Hagen der Anregung eines Nachfahren des ersten Hagener Bürgermeisters, Wolf Bernhard Emminghaus, nach, der ebenfalls beim Festakt anwesend sein wird.

Auch der ehemalige Hagener Siegfried Ehrmann, der anlässlich des Jubiläumsjahres maßgeblich zur Vervollständigung und Korrektur der Bürgermeister-Galerie in der Lobby des Hagener Rathauses beigetragen hat, wird gemeinsam mit allen Anwesenden die Umbenennung des Platzes feiern. Die Bürgermeister-Galerie ist für Bürgerinnen und Bürger ab Montag, 5. September, wieder öffentlich zugänglich.

Stichtag der Hagener Geschichte

Am 3. September 1746 wurde dem Raum Hagen, zu dem damals etwa 700 Einwohnerinnen und Einwohner zählten, durch einen königlichen Erlass ein ordentlicher Magistrat angeordnet und der Volmestadt damit das Stadtrecht verliehen. Der Magistrat bestand aus neun Bürgern sowie dem promovierten Juristen und ersten ernannten Hagener Bürgermeister, Dr. Heinrich Wilhelm Emminghaus.

In seiner kurzen, dreijährigen Amtszeit setzte sich Dr. Emminghaus für den Neubau der zu klein gewordenen und durch den großen Stadtbrand im Jahr 1724 beschädigten lutherischen Kirche, heute Johanniskirche, ein. Außerdem war er erheblich an der Einrichtung einer weiterbildenden Schule beteiligt, die jedoch erst 1751, rund zwei Jahre nach seinem Versterben, eingerichtet wurde.

Durch den Impuls des ersten Bürgermeisters konnte so ein wichtiger Grundstein zur nachhaltigen Entwicklung Hagens zu einer Stadt des Gewerbes und Handels gelegt werden.

110 Jahre Eduard-Müller-Krematorium

24. August 2022

Tag der offenen Tür auf dem Friedhof Delstern

Grab_Kurt_MeyerDas Grab von Kurt Meyer („Panzermeyer“) auf dem Friedhof Hagen-Delstern. Foto: Harvey Kneeslapper (CC BY-SA 4.0). Meyer war SS-Brigadeführer (Generalmajor) und nach fast 10 Jahren Zuchthaus wegen der Ermordung von Kriegsgefangenen ab 1954 Vertriebsleiter der Andreas-Brauerei.


Anlässlich des 110-jährigen Bestehens des Eduard-Müller-Krematoriums veranstaltet der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) einen Tag der offenen Tür am Samstag, 27. August, von 10 bis 15 Uhr auf dem Friedhof Delstern, Am Berghang 30.

Unter fachkundiger Leitung von Dr. Elisabeth May können Interessierte an einer Führung durch die historische Andachtshalle sowie zu den Gräbern von bekannten Hagener Persönlichkeiten teilnehmen. Der örtliche Friedhofsverwalter bietet eine Besichtigung der Einäscherungsanlage an. Außerdem ermöglichen die Friedhofsfalkner mit ihren Greifvögeln einen Einblick in ihre Arbeit.

Mit dem neu erstellten Wimmelbild „Wir entdecken den Friedhof“ lädt der WBH Kinder zu einer spielerischen Entdeckungsreise ein. Wer möchte, kann vor Ort den Null-Euro-Souvenir-Schein, der das von Peter Behrens errichtete Eduard-Müller-Krematorium zeigt, zu einem Preis von 3 Euro erwerben.

Erste Sammlung zeitgenössischen Designs

23. August 2022

Führung über das „Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“

Lucian-Bernhard-StillerLucian Bernhard: Plakat für das Schuhhaus Stiller, 1908, Farblithografie, 70 cm x 95 cm. Foto: Münchner Stadtmuseum (CC BY-SA 4.0).

Lucian Bernhard war Designer, Typograph und Architekt. Seit 1909 war er immer wieder mit Arbeiten in Ausstellungen des Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe vertreten.

Zu einer Führung über das „Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“ durch die Ausstellungsräume des Hohenhofs mit Dr. Elisabeth May lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem Osthaus Museum am Mittwoch, 24. August, von 16 bis 17 Uhr ein. Der Treffpunkt ist vor dem Hohenhof, Stirnband 10.

Das von Karl Ernst Osthaus gemeinsam mit dem Deutschen Werkbund initiierte „Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“ war ein innovativer Museumstyp im 20. Jahrhundert. Ausgehend von der Kritik an den ästhetisch überformten Gegenständen des Historismus verfolgten Osthaus und der Deutsche Werkbund das Ziel, die Herstellung und Verbreitung modernen „Designs“ voranzutreiben und in Ausstellungen zu zeigen.

Das Deutsche Museum war mit der ersten Sammlung zeitgenössischen Designs ein Markstein in der Geschichte des „Industrial Design“. In den Ausstellungsräumen des Hohenhofs erinnern unter anderem Exponate des Hagener Handfertigkeitsseminars oder der Hagener Silberschmiede an dieses ungewöhnliche Museum.

Informationen zur Anmeldung zu der Führung mit der Kursnummer 1160 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622. Der Eintritt von 9 Euro wird vor Ort in bar kassiert.

Hagener Architektur-Kleinod im Angebot

16. August 2022

Milly-Steger-Haus steht für 1,2 Millionen Euro zum Verkauf

Blick_auf_das_Milly-Steger-Haus_2Der kleine Huldigungsbalkon wird von einer Karyadide getragen, das Haus mit 241 m² Wohnfläche steht auf einem 829 m² großen Grundstück. Zwischen 1911 und 1917 lebte und arbeitete dort die Bildhauerin Milly Steger. Ein Hagener Immobilienbüro bietet das Anwesen aktuell zum stolzen Preis von 1,2 Millionen Euro zum Kauf an (Foto: Klaus Bärwinkel, CC BY-SA 4.0).

Das Haus am Stirnband 48 in Hagen-Eppenhausen war eines von neun Bauten, die der niederländische Architekt Johannes Ludovicus Mathieu Lauweriks zwischen 1910 und 1914 auf Veranlassung des Hagener Kunstmäzens Karl-Ernst Osthaus realisierte.

Lauweriks ent­wi­ckelte eine neue ar­chi­tek­to­ni­sche Sys­tem­lehre, der er eine Gestaltung nach arithmetisch-geometrischen For­meln mit fes­ten Maß­ein­hei­ten zu­grun­de­legte. Jedes der Häu­ser ist in­di­vi­du­ell ge­stal­tet, doch bil­den sie durch das an­ge­wandte Sys­tem, durch Li­nien, die vom einen zum an­dern Bau wie­der­auf­ge­nom­men wer­den und durch immer wiederkehrende Ma­te­ria­lien und Farben – Ziegel, Na­tur­stein, Holz – eine Ein­heit. Die vor- und zu­rück­sprin­gen­den Einzel- und Dop­pel­häu­ser ver­bin­den sich durch eine durch­lau­fende First­höhe, deren Zu­sam­men­hang durch die auf­ein­an­der be­zo­ge­nen Gie­bel ver­stärkt wird.

Milly Steger, die von Osthaus zur Übersiedlung nach Hagen bewegt worden war, erhielt damals vom Bauamt der Stadt Hagen den Auftrag, Plastiken für die Fassade des neuerbauten städtischen Theaters auszuführen.

Die vier überlebensgroßen nackten weiblichen Figuren lösten bei der Enthüllung am 5. Oktober 1911 einen Skandal aus, in erster Linie wohl aus dem Grunde, weil sie von einer jungen Frau stammten und zudem auch noch nackt waren. Durch Bomben ist die Figurengruppe im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden. Nach dem Krieg hat sie der Hagener Bildhauer Karel Niestrath in mühevoller Arbeit restauriert.

Aus Milly Stegers Hagener Zeit sind neben den vier Skulpturen am Stadttheater die Karyatide an ihrem Haus am Stirnband, ein Teilstück des Frieses der alten Sparkasse, ein kleiner Kopf als Schlußstein des Mittelportals am Osthaus-Museum, zwei Figuren über dem Hintereingang und die Steinkanzel in der Aula der Realschule in Altenhagen erhalten geblieben.

Dagegen sind Stegers Arbeiten für die Stadthalle Hagen nach dem Abriss spurlos verlorengegangen. Es handelte sich um sechs Panther, die oberhalb der Eingangszone auf dem Dach links und rechts in zwei Dreier-Gruppen angeordnet waren. Nach Fotografien aus den 50er Jahren zu urteilen, haben die Figuren den Bombenangriff im März 1945 mehr oder weniger unbeschädigt überstanden.

Wo sie nach der endgültigen Sprengung der Stadthalle im Oktober 1954 geblieben sind, ist heute ein Rätsel. Mutmaßungen gehen dahin, dass die Panther entweder privat „abgezweigt“ oder als „Bauschutt“ irgendwo vergraben wurden.

Noch mal: Stadtteilrundgang durch Eilpe

6. August 2022

Lange Riege Eilpe_Guenter_Brandau_maxDie Lange Riege und viele weitere interessante Orte besuchen die Teilnehmer auf dem Stadtteilrundgang durch Eilpe. Foto: Günter Brandau.

Ein weiteres Mal organisiert die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des Urlaubskorb-Programms am Dienstag, 9. August, von 14 bis 16 Uhr einen Stadtteilrundgang durch Eilpe. Treffpunkt ist das Eilper Denkmal an der Eilper Straße.

Die Teilnehmer besichtigen interessante Orte wie das Eilper Denkmal, die Lange Riege, die Kurfürstenstraße, die Wippermann-Passage und die Evangelische Christuskirche. Sachkundig von Bezirksbürgermeister Michael Dahme und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff begleitet, erhalten sie zu den Zielen interessante Hintergrundinformationen.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine vorherige Anmeldung zu dem kostenlosen Rundgang unter der Kursnummer 1013 auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich.

Spaziergang zwischen Elbers und Potthof

3. August 2022

Zu einem Stadtspaziergang im Rahmen des Hagener Urlaubskorb-Programms lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) gemeinsam mit Claudia Eckhoff, Regionalpromotorin von „Eine-Welt-Netz NRW“, und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff am Donnerstag, 4. August, von 14 bis 16 Uhr ein. Treffpunkt ist der Eingang der Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10.

Hagen ist eine Stadt, in der Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte schon immer eine bedeutende Rolle gespielt haben. In ihrer Entwicklung hat die Volmestadt durch diese Impulse von außerhalb erheblich profitiert. Dazu gehören gewerbliche und kulturelle Einflüsse ebenso wie gastronomische und architektonische Aspekte.

Diese können die Teilnehmer im „alten Herzen der Volmestadt“ zwischen Elbers und Potthof besonders gut nachvollziehen. Der Rundgang endet am AllerWeltHaus mit einer kleinen Verkostung fair gehandelter Produkte aus dem dortigen Weltladen.

Informationen zur Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung mit der Kursnummer 1044 erhalten Interessierte auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Führung im Riemerschmid-Haus

2. August 2022

Mi., 03.08.2022, 16:00 – 17:00 Uhr

Walddorfsiedlung_W1Ein eigenes kleines Haus mit Nutzgarten – um 1907 sollte das für die Hagener Textilarbeiter kein Traum bleiben müssen. Karl Ernst Osthaus holte 1905 die Teilnehmer einer Konferenz für „Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen“ nach Hagen. In der Folge konnte er dem in München geborenen Künstler-Architekten Richard Riemerschmid einen Bauauftrag durch Elbers in Hagen verschaffen.

Riemerschmid ist bis heute berühmt für Projekte wie die erste deutsche Gartenstadt in Hellerau bei Dresden. Ab 1907 begann er den Bau einer Anlage für Arbeiterwohnungen in Hagen, die sogenannte „Walddorf-Siedlung“ (Foto: Osthaus-Museum). Nur elf Häuser konnten realisiert werden. Bei der öffentlichen Führung durch Haus Nr. 17 erhält man Einblick in die Lebenswelt der Arbeiter dieser Zeit.

Die Teilnahmegebühr in Höhe von 6 Euro ist vor Ort an der Walddorfstr. 17 zu entrichten. Eine verbindliche telefonische Anmeldung unter der Nummer +49 2331 207 2740 ist erforderlich, die Veranstaltung findet ab einer Teilnehmerzahl von zehn Personen statt.

Auf den Spuren der Familie Eversbusch

30. Juli 2022

Brennerei_Eversbusch_1Einen Stadtteilspaziergang durch Haspe veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des Urlaubskorb-Programms am Dienstag, 2. August, von 14 bis 16.30 Uhr. Treffpunkt ist die Ernststraße, Ecke Hasperbruch.

Wer den Namen „Eversbusch“ hört, denkt unweigerlich sofort an das Wachholderhäuschen an der Berliner Straße (Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY 3.0 ).

Im Winter 1843 soll – angeblich – auch Heinrich Heine im Wachholderhäuschen eingekehrt sein. In seinem Epos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ beschreibt er jedenfalls einen kulinarischen Aufenthalt in unserem Städtchen:

Von Cöllen war ich drei Viertel auf Acht
Des Morgens fortgereiset;
Wir kamen nach Hagen schon gegen Drey,
Da wird zu Mittag gespeiset.

Der Tisch war gedeckt. Hier fand ich ganz
Die altgermanische Küche.
Sey mir gegrüßt, mein Sauerkraut,
Holdselig sind deine Gerüche!

Gestofte Kastanien im grünen Kohl!
So aß ich sie einst bei der Mutter!
Ihr heimischen Stockfische seid mir gegrüßt!
Wie schwimmt Ihr klug in der Butter!

Vielleicht war des Dichters Lob der Hagener Kochkünste zu diesem Zeitpunkt doch etwas verfrüht, denn bei der Weiterreise konstatierte Heine:

Dicht hinter Hagen ward es Nacht,
Und ich fühlte in den Gedärmen
Ein seltsames Frösteln. Ich konnte mich erst
Zu Unna, im Wirtshaus, erwärmen.

Die Hagener Mahlzeit konnte dennoch nicht allzu viel in des Dichters Gedärmen angerichtet haben, denn seine Aufmerksamkeit wandte sich sogleich anderen Genüssen zu:

Ein hübsches Mädchen fand ich dort,
Die schenkte mir freundlich den Punsch ein;
Wie gelbe Seide das Lockenhaar,
Die Augen sanft wie Mondschein.

Da war die „altgermanische Küche“ aus Hagen schnell vergessen.

Als die erste Familie Eversbusch 1780 nach Haspe zog, wohnte sie jedoch nicht an der Berliner Straße (mit dem Wachholderhäuschen), sondern an der Kölner Straße. Von dort aus haben sich zwei Familienlinien entwickelt, die Haspe sehr stark geprägt haben.

Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Horst Wisotzki und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff können die Teilnehmenden den verschiedenen Spuren dieser Familienlinien folgen. Außerdem erfahren sie Wissenswertes zu anderen Teilen der Hasper Geschichte. Vom Treffpunkt aus geht es zur früheren Villa Eversbusch, zum Wachholderhäuschen, zur ehemaligen Löwen-Apotheke sowie zur Swolinzkystraße und zur Kölner Straße. Ein Besuch der Brennerei ist nicht vorgesehen.

Eine Anmeldung zu dem Kurs mit der Nummer 1011 ist entweder auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 unbedingt erforderlich.

Architektur um 1900 in Wehringhausen

25. Juli 2022

Mi., 27.07.2022, 16:00-18:00 Uhr

Langestrasse47-siekmann_W1Langestraße 47, Foto: Marco Siekmann.

Im Stadtteil Wehringhausen ist die Hausarchitektur von den Kriegseinwirkungen weitestgehend verschont geblieben. Aus kunsthistorischer und architektonischer Sicht kann hier exemplarisch die städtebauliche Entwicklung über einen Zeitraum von mehr als einhundert Jahren verfolgt werden.

Als besonders interessant rückt dabei die Zeit des Baubooms um 1900 und der Nachkriegsjahre in den Vordergrund: Der Historismus vor der Jahrhundertwende, der als Reformbewegung folgende Jugendstil sowie die nach dem 1. Weltkrieg versachlichenden Tendenzen im Hausbau werden bei der Führung mit ihren Besonderheiten in Augenschein genommen.

Eine telefonische Anmeldung unter der Nummer +49 2331 207 2740 ist notwendig. Es wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von 6 Euro erhoben. Treffpunkt ist die Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Str. 49, 58089 Hagen.

Führung am Hohenhof und am Stirnband

23. Juli 2022

So., 24.07.2022, 14.00-16.00 Uhr

Kinder am Hohenhof ca.1915

Sommerliche Erfrischungen am Hohenhof. Blick auf den Brunnen von Süden, historische Aufnahme eines unbekannten Fotografen aus dem Jahr 1915. Quelle: Bildarchiv Foto Marburg.

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-Entwürfe in die Tat umzusetzen. Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen.

Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eine telefonische Anmeldung unter der Nummer +49 2331 207 2740 ist notwendig. Es wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von 12 Euro inkl. Eintrittsgeld erhoben. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

Rundgang durch den Stadtteil Boele

23. Juli 2022

Zu einem Stadtteilrundgang durch Boele mit der Gästeführerin Anne-Marie Proriol lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des Urlaubskorbs am Dienstag, 26. Juli, von 17 bis 18.30 Uhr ein. Treffpunkt ist der Boeler Kirchplatz 17 vor der katholischen Kirche.

Der Stadtteil im Hagener Norden hat eine lange Geschichte. Bereits am Kirchplatz rund um die katholische Kirche St. Johannes Baptist lässt sich diese Geschichte ablesen. Während des Rundgangs entdecken die Teilnehmenden Orte wie die Wegekapelle oder den Boeler Marktplatz, die von der Entwicklung dieses Stadtteils erzählen.

Eine Anmeldung zu dem kostenlosen Rundgang mit der Kursnummer 1040 ist entweder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de notwendig. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Straßennamen erzählen Geschichte

22. Juli 2022

Stadtspaziergang rund um den Wilhelmsplatz

Wer waren die Herren Eugen Richter, Moltke und Roon? Welche Geschichte lässt sich über den Bodelschwinghplatz und den dortigen Drei-Kaiser-Brunnen erzählen?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten interessierte Hagenerinnen und Hagener bei einem gemeinsamen Stadtspaziergang der Volkshochschule Hagen (VHS) sowie dem Hagener Heimatbund mit dem Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff im Rahmen des Urlaubskorbes am Dienstag, 26. Juli, von 10 bis 12 Uhr. Treffpunkt ist am Wilhelmsplatz/Ecke Bismarck- und Kottmannstraße in Wehringhausen.

Die meisten Straßennamen erzählen ein Stück weit auch die Geschichte der Stadt Hagen. Viele dieser Namen lassen sich auf Flurbezeichnungen oder Ortsangaben zurückführen. Ferner sind weit über 200 Straßen- oder Gebäudenamen mehr oder weniger bekannten Frauen und Männern gewidmet. Dieser Stadtspaziergang mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff lässt die Teilnehmenden in die Zeit um 1900 eintauchen, als ein enormer Bauboom den 1876 mit Hagen vereinten Ort für immer veränderte.

Eine vorherige Anmeldung zu dem kostenlosen Rundgang mit der Kursnummer 1030 ist beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de notwendig. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Führung durch die St. Petrus Canisius-Kirche in Eckesey

20. Juli 2022

Zu einer Führung durch die St. Petrus Canisius-Kirche mit dem Ehepaar Annegret und Joachim Schmidt im Rahmen des Hagener Urlaubskorbs lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 21. Juli, um 17 Uhr ein. Der Treffpunkt ist an der Kirche in der Schillerstraße 16.

Im Jahr 1957 erhielt die katholische St. Petrus Canisius Gemeinde im Stadtteil Eckesey ein neues Gotteshaus nach den Plänen des Architekten Dipl. Ing. Otto Weicken. Die Kirche wurde gebaut in der Phase der „Ersten Nachkriegsmoderne“, die von der Rasterfassade bestimmt war.

Einige Kunstwerke in der Kirche geben Zeugnis vom Lebenswerk des Pfarrpatrons, des heiligen Petrus Canisius. „Führe zusammen, was getrennt ist!“ – Dieser Leitgedanke prägte sein Leben. Er wurde von Künstlern wie Josef Baron mit den Türgriffen des Eingangsportals der Kirche, Hilde Schürk-Frisch mit der Bronzefigur des Pfarrpatrons sowie Erentrud Trost mit dem Una-Sancta-Fenster dargestellt. Das Fenster beeindruckt nicht nur durch die Leuchtkraft und Harmonie der Farben: Die 15 Meter lange und 3,20 Meter hohe Glaswand stellt das Geheimnis der einen heiligen Kirche dar.

Auch die beiden Künstler Wilhelm Heising mit einer Nachbildung des Coesfelder Gabelkreuzes aus dem Jahre 1952 oder Wilhelm Buschulte mit dem modern gestalteten Westfenster, vom Fußboden bis zur Decke reichend, das aus geometrischen Mustern und klarem und grauem Opalglas besteht, hinterlassen mit ihren Kunstwerken bleibende Eindrücke bei dem Betrachter. Im September 2020 wurde St. Petrus Canisius unter Denkmalschutz gestellt.

Für die Führung wird kein Eintrittspreis festgelegt, sie steht unter dem Motto „Zahlen Sie, so viel Sie wollen“ (Pay what you want). Eine Anmeldung zu der Veranstaltung mit der Kursnummer 1066 ist erforderlich und beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de möglich.

Zu erreichen ist die Kirche mit den Buslinien 515, 518, 519, 541 und 594 bis zur Haltestelle „Fuhrparkstraße“ oder mit den Linien 515 und 524 bis zur Haltestelle „HEB“.

Kunstwerke, Denkmäler und Geschichte rund um das AllerWeltHaus

19. Juli 2022

AllerWeltHaus Birgit_Andrich_maxZu einer Führung durch das AllerWeltHaus und das Potthof-Viertel im Rahmen des Urlaubskorb-Programms lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 21. Juli, von 15 bis 16.30 Uhr ein.

Das AllerWeltHaus baut Brücken zwischen den unterschiedlichen in der Volmestadt vertretenen Kulturen und leistet entwicklungspolitische Bildungsarbeit (Foto: Birgit Andrich/Stadt Hagen). Es schafft Heimat und richtet zugleich den Blick aus Hagen in die weite Welt.

Die Teilnehmer lernen bei dieser Führung nicht nur das Haus und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, sondern auch die Geschichte des Viertels sowie die an der Potthofstraße und im Dr.-Ferdinand-David-Park befindlichen Kunstwerke kennen. Außerdem gibt es einige fair gehandelte Köstlichkeiten zu probieren. Die Führung ist Teil der Reihe „Hagen.Heimat.Bunt“ des AllerWeltHauses und des Hagener Heimatbundes.

Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1043 erhalten Interessierte auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Führung über den Buschey-Friedhof

18. Juli 2022

Mi., 20.07.2022, 16:00 – 17:30 Uhr

Buschey_May_W11810 wurde der Buschey-Friedhof eingeweiht. Dank seiner über zweihundert Jahre währenden Belegung erlaubt er ungewöhnliche Einblicke in Lebensgeschichten und ästhetische Vorlieben verschiedener Epochen.

Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Einige sind sogar von hohem künstlerischen Rang, wie die Werke Georges Minnes und J.L.M. Lauweriks`. Dr. Elisabeth May eröffnet Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur (Foto: Elisabeth May).

Interessierte sollten sich im Vorfeld unter der Telefonnummer +49 2331 207 2740 verbindlich anmelden und die erforderliche Teilnahmegebühr zum Treffpunkt am Seiteneingang Grünstraße mitbringen. Die Führung findet bei mindestens zehn angemeldeten Personen statt.

Stadtteilrundgang durch Eilpe

16. Juli 2022

Lange Riege Eilpe_Guenter_Brandau_maxDie Lange Riege und viele weitere interessante Orte sind Ziele auf dem Stadtteilrundgang durch Eilpe. Foto: Günter Brandau.

Im Rahmen des Hagener Urlaubskorbs lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am Dienstag, 19. Juli, von 14 bis 16 Uhr zu einem Stadtteilrundgang durch Eilpe mit Bezirksbürgermeister Michael Dahme und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff ein. Treffpunkt ist das Eilper Denkmal an der Eilper Straße.

Unter sachkundiger Begleitung erhalten die Teilnehmenden interessante Hintergrundinformationen zu Zielen wie dem Eilper Denkmal, der Langen Riege, der Kurfürstenstraße, der Wippermann-Passage und der Evangelischen Christuskirche.

Eine vorherige Anmeldung zu dem Stadtteilrundgang mit der Kursnummer 1013 ist entweder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de notwendig. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.

Entwicklung der Region auf Karten

11. Juli 2022

Historischer Streifzug online durch Hagen und das Ruhrgebiet

Stadtplan Hagen 1950Hagen 1950: Die Autobahn A1 war erst projektiert, Hohenlimburg, Berchum und Garenfeld waren noch nicht eingemeindet. Abb.: RVR.

Von 1950 bis heute: Unter historisch.stadtplan.ruhr ermöglicht ein neuer Web-Viewer des Regionalverbandes Ruhr (RVR) die historische Betrachtung des Ruhrgebiets. Alte Papierdrucke von Karten der Region sind digitalisiert und in einer digitalen Anwendung aufbereitet worden.

Mit dem neuen Tool können nun sieben unterschiedliche Kartenbestände online miteinander verglichen werden, um die Entwicklung der Region zu verfolgen. Der Abgleich aktueller Karten mit Beispielen aus den 70er und 80er Jahren zeigt eine technisch immer präzisere Abbildung der Region.


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