Archive for the ‘05 Geschichte Hagen’ Category

Hotels der Vorkriegszeit in Hagen

19. Oktober 2018

Zu einem Vortrag über die Hotels in der Vorkriegszeit laden die Stadtbücherei und die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem Hagener Heimatbund im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hagen <w>örtlich“ für Donnerstag, 25. Oktober, um 18 Uhr in die Stadtbücherei auf der Springe ein.

In der Vorkriegszeit gab es vor allem in Bahnhofsnähe eine große Anzahl von Hotels. Aus den vielen Postkartengrüßen hat Jens Bergmann, Vorsitzender des Hagener Heimatbundes, die anschaulichsten Außen- und Innenaufnahmen ausgewählt. Mit seinem Lichtbildervortrag beleuchtet er den Aufstieg und Niedergang der Hotelszene in Hagen.

Der Eintritt beträgt 5 Euro. Das Serviceteam der Volkshochschule bittet um Anmeldung unter Kursnummer 1000. Informationen hierzu erhalten Interessierte auf der Seite vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam unter Telefon 02331/207-3622.

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Architektonischer Rundgang durch Wehringhausen

8. Oktober 2018

Zu einem Stadtteilrundgang durch Wehringhausen mit dem Thema „Architektur um 1900“ mit Dozentin Dr. Elisabeth May lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 10. Oktober, von 16 bis 18 Uhr ein. Treffpunkt ist vor der Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Straße 49.

Das vom Tal topographisch ansteigende Terrain des Stadtteils Wehringhausen findet eine städtebauliche Entsprechung in dem gesellschaftlich-hierarchischen Aufbau des Wohnviertels. Oben, an den Stadtgarten grenzend, entstand ein exponiertes Baugebiet nach den Gründerjahren. Im Buschey-Viertel zeugen prächtige Villen von einer glanzvollen Zeit. Die Beamtenwohnhäuser im mittleren Bereich des Viertels sind nicht minder ansehnlich, weiter bergab folgen die Arbeiterwohnhäuser mit schmucker Fassadengestaltung.

Das Teilnahmeentgelt von 6 Euro wird vor Ort bar kassiert. Das Serviceteam der Volkshochschule bittet um rechtzeitige Anmeldung unter Kursnummer 1092. Informationen hierzu erhalten Interessierte auf der Seite vhs-hagen.de/anmeldung oder unter Telefon 02331/207-3622.

Vor 75 Jahren – die zerstörte Stadt Hagen

29. September 2018

Vortrag und Veranstaltung mit Dr. Ralf Blank, Leiter des Stadtmuseums und Stadtarchivs Hagen

1. Oktober 2018, 18:30 Uhr, Osthaus-Museum Hagen

Vor 75 Jahren, am Abend des 1. Oktober 1943, erlebte die Hagener Bevölkerung den ersten schweren Luftangriff auf ihre Stadt. 229 viermotorige “Lancasters“ und zehn zweimotorige “Mosquitos“ bombardierten mit rund 1.200 t Spreng- und Brandbomben das Stadtgebiet. Das britische Bomber Command verlor zwei Maschinen, von den beiden siebenköpfigen Crews überleben zwei Besatzungsmitglieder.

Der Luftangriff dauerte eine Viertelstunde: von 21.57 bis 22.12 Uhr. Die Bomber hinterließen eine verwüstete Hagener Innenstadt. Mindestens 250 Menschen fanden den Tod, hunderte Personen wurden verletzt. Durch den Luftangriff wurden weite Teile des Stadtzentrums völlig zerstört. Auch Verkehrsanlagen und Industriebetriebe erhielten Treffer. Unter ihnen befand sich die rüstungswirtschaftlich besonders wichtige Akkumulatoren Fabrik in Wehringhausen.

Auf den Tag genau 75 Jahre nach dem verheerenden Bombardement werden die Hintergründe, der Ablauf und die Folgen des Luftangriffs vorgestellt. Zahlreiche Fotografien ermöglichen einen Eindruck von den Zerstörungen sowie einen Rundgang durch die im Oktober 1943 zerstörte Stadt.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Museums- und Archivverein Geschichtsfreunde Hagen e.V., dem Hagener Heimatbund e.V. und vom Karl-Ernst-Osthaus-Bund e.V.

Eintritt 3 Euro (Abendkasse)

Dazu:

Sonderkonzert im Theater Hagen

Am 1. November 2018 um 18.00 Uhr findet im Theater Hagen (Großes Haus) unter dem Titel „Die zerstörte Stadt“ ein Sonderkonzert zum Gedenken an den ersten Großangriff auf Hagen im Oktober 1943 statt.

Gespielt werden: Johann Sebastian Bach – Violinkonzert E-Dur BWV 1042; Hans Herwig – Trauermusik; Paul Hindemith – Nobilissima visione. Es handelt sich u.a. um Stücke, die zu dieser Zeit vom Philharmonischen Orchester Hagen gespielt wurden, darunter auch die Trauermusik für großes Orchester des damaligen Generalmusikdirektors Hans Herwig.

Die für den 2. Oktober 1943 in der Hagener Stadthalle geplante Uraufführung dieses Werks musste aufgrund des Bombenangriffs um mehr als ein Jahr verschoben werden. Der Leiter des Hagener Stadtarchivs Dr. Ralf Blank führt in die historischen Zusammenhänge ein.

Normalpreis Ticket: 15 Euro, für Teilnehmer/innen des Vortrags 12 Euro

Führung im Riemerschmid-Haus

28. September 2018

Sonntag, 30.09.2018 von 15:00 Uhr – 16:00 Uhr

Ein eigenes kleines Haus mit Nutzgarten – um 1907 sollte das für die Hagener Textilarbeiter kein Traum bleiben müssen.

Karl Ernst Osthaus holte 1905 die Teilnehmer einer Konferenz für „Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen“ nach Hagen. In der Folge konnte er dem in München geborenen Künstler-Architekten Richard Riemerschmid einen Bauauftrag durch Elbers in Hagen verschaffen.

Riemerschmid ist bis heute berühmt für Projekte wie die erste deutsche Gartenstadt in Hellerau bei Dresden. Ab 1907 begann er den Bau einer Anlage für Arbeiterwohnungen in Hagen, die sogenannte „Walddorf-Siedlung“. Nur elf Häuser konnten realisiert werden. Bei der öffentlichen Führung durch Haus Nr. 17 erhält man Einblick in die Lebenswelt der Arbeiter dieser Zeit.

Treffpunkt ist die Walddorfsstr. 17, 58093 Hagen, Führungsgebühr: 6 Euro, eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 2740

Mit Kopftuch

27. September 2018

Das Medienzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-­Lippe (LWL) hat soeben eine neue DVD auf den Markt gebracht: „Vertrieben“.

Nein, es geht in diesem Film nicht um Syrer oder andere nahöstliche Flüchtlinge, sondern hauptsächlich um Migranten aus Schlesien. (…)

Ende der 1950er Jahre war schätzungsweise jeder vierte bundesrepublikanische Einwohner – wir sprechen somit von etwa 14 Millionen Menschen – ein Flüchtling, Vertriebener oder Übersiedler. Natürlich handelte es sich nach heutigem Sprachgebrauch um Migranten, denn sie haben ja dauerhaft ihre eigentliche Heimat verlassen und anderswo eine neue suchen müssen. (…)

„Man muß sich das so vorstellen: Sie kamen plötzlich an, sprachen anders, aßen anders, kleideten sich anders. So lief eine Reihe von Frauen in der Regel mit Kopftüchern herum. Die Flüchtlinge fielen sofort auf.“ (…)

Quelle: Wochenkurier

Hagener Schätze des Jugendstils

25. September 2018

Führung im Hohenhof und am Stirnband
Mittwoch, 26.09.2018 von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eintritt: plus Führungsgebühr 9 Euro, Anmeldung unter 0 23 31/207 3622, Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen

Menschenverachtende Systeme und Organisationen erkennen

23. September 2018

Mehr als 30.000 Besucher bislang bei der Wanderausstellung „NS-Jugend“

Schüler führen Schüler durch die Ausstellung NS-Jugend (Foto: Stadt Hagen)

Sie ist nach wie vor ein Renner des Stadtmuseums Hagen: Die Wanderausstellung zum Thema „Jugend im Nationalsozialismus“. Seit 2009 war sie bislang an 25 Stationen zu sehen und hat mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher angelockt.

Das Thema ist heute aktueller denn je, denn der Rechtsextremismus ist in Deutschland nach wie vor ein gravierendes Problem. Zuletzt haben der NSU-Prozess und die Ereignisse in Chemnitz gezeigt, wie verbreitet rechtsextremes Gedankengut ist, wie offen und in welch hohem Ausmaß mittlerweile mobilisiert werden kann und auch unmissverständlich dargelegt, wie groß die Gefahr ist, die davon ausgeht. Bei der Mobilisierung stehen insbesondere Jugendliche als mögliche Ansprechpartner im Vordergrund.

Vornehmlich wird die Ausstellung an Schulen und Bildungseinrichtungen ausgeliehen, doch war sie auch schon an anderen Orten zu sehen, so beispielsweise im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Obwohl die Ausstellung hauptsächlich an verschiedenen Schulen im Hagener Raum gezeigt wurde, so ist ihr Einsatz nicht auf die Stadt beschränkt. Auch an den Bodensee und nach Norddeutschland wurde sie schon verschickt.

Das Interesse an der Ausstellung ist nach wie vor ungebrochen. Die nächsten Ausstellungsorte stehen bereits fest. Noch im September wird sie im Rahmen einer Projektwoche an der Lieselotte-Funcke-Schule in Hagen gezeigt und danach an das Fichte-Gymnasium, Albrecht-Dürer-Gymnasium, Ricarda-Huch-Gymnasium und die Gesamtschule Eilpe ausgeliehen.

Aus der Beschäftigung mit dem historischen Thema lassen sich Erkenntnisse gewinnen und Einstellungen ableiten, die dazu beitragen, Strukturen antidemokratischer, menschenverachtender und selbst vor Gewalt nicht zurückschreckender Systeme und Organisationen zu erkennen und dagegen zu sensibilisieren.

Die Ausstellung besteht aus 20 einfach aufzubauenden Displays, der Zeitaufwand dafür beträgt nicht mehr als eine Stunde. Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es das passende Unterrichtsmaterial dazu. Wer Interesse hat, kann sich beim Stadtmuseum Hagen (Telefon 02331/207-3603) melden. Die Ausleihe ist kostenlos.

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs war für Hagen eine Zäsur

12. September 2018

Vor rund 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Die Entwicklung in Hagen wurde bereits durch den Kriegsausbruch gebremst. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein Interview mit dem Stadthistoriker Dr. Ralf Blank, Leiter des Fachdienstes Wissenschaft, Museen und Archive. Zu der Aussage Blanks, „auf einer Veranstaltung 1924 in der neuen Stadthalle forderte Konrad Adenauer, das Ruhrgebiet Frankreich anzugliedern“ hätte man sich eine Nachfrage des Interviewers gewünscht; hieß es doch in den einschlägigen Quellen bisher, Adenauer habe „nur“ eine von Preußen unabhängige Rheinische Republik angepeilt.

1000 Jahre Hagener Kirchengeschichte

7. September 2018

Im Januar 2018 begannen in der Johanniskirche und somit an der „Mutter aller Kirchen in Hagen“ umfassende Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten. In diesem Kontext bieten die Volkshochschule Hagen (VHS) und der Hagener Heimatbund am Mittwoch, 12. September, von 17.30 bis 19 Uhr einen Stadtspaziergang mit dem Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff an, der diverse Aspekte der rund 1000-jährigen Hagener Kirchengeschichte aufgreift.

Im Verlauf der Exkursion durch die Innenstadt geht es von der Johanniskirche aus weiter zur Synagoge, zur Marienkirche und dann zur Reformierten Kirche. Dabei werden die Teilnehmer mit der Kirchen-Baugeschichte der „Ära 1900“ ebenso konfrontiert wie zum Beispiel mit den Bildnissen der mittelalterlichen Hagener Kirchenpatrone Gervasius und Protasius an der Marienkirche. Es sind keine Innenbesichtigungen der Kirchen vorgesehen.

Die Anmeldung zu dem kostenpflichtigen Stadtspaziergang (6 Euro) mit der Kursnummer 1076 nimmt das Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 entgegen.

Walddorf-Siedlung und Riemerschmid-Haus

5. September 2018

Die Volkshochschule Hagen (VHS) lädt in Kooperation mit dem Osthaus Museum am Mittwoch, 12. September, von 16 bis 17 Uhr zu einer Führung durch die Walddorf-Siedlung und das Riemerschmid-Haus mit Dr. Elisabeth May ein.

Nicht nur der Hohenhof und andere großartige Villen, sondern auch Arbeiterwohnhäuser gehören zu den architektonischen Schätzen, die unter dem Begriff „Hagener Impuls“ zusammengefasst werden. Zwischen 1907 und 1911 baute der Architekt und Kunstgewerbler Richard Riemerschmid im „Wasserlosen Tal“ eine Häuserzeile, die eigentlich als Teil einer großen Gesamtanlage für Arbeiterwohnungen geplant war. Von dieser sogenannten „Walddorf-Siedlung“ wurden jedoch nur elf Häuser gebaut. Bei der öffentlichen Führung durch Hausnummer 17 werden die alten Zeiten wieder lebendig, wenn die Ideen von Karl Ernst Osthaus und der Hagener Textilindustrie als Auftraggeber dieser Bauten dargestellt werden.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Der Treffpunkt ist vor dem Haus, Walddorfstraße 17. Die Teilnahmegebühr von 6 Euro wird vor Ort in bar kassiert. Informationen zur Anmeldung unter der Kursnummer 1090 erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Plötzliche Sanierungs-Chance für die Turnhalle Nöhstraße

31. August 2018

Plötzlich gibt es eine Chance: Die Stadt Hagen möchte mit Geldern aus einem spontanen Förderprogramm des Bundesbauministeriums die dem Verfall freigegebene und denkmalgeschützte Turnhalle Nöhstraße sanieren. Knapp über eine Million Euro würde das kosten. Damit soll nicht nur ein Denkmal instandgesetzt, sondern dem großen Platzdruck des Schul- und Vereinssports in Vorhalle Rechnung getragen werden. (…)

Obwohl die Stadt im Nothaushalt sich die Sanierung nicht leisten konnte, blieb die Halle stehen und wurde nicht abgerissen. Denn: Die Denkmalpflege des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe befand, dass es sich hierbei um ein Denkmal handele. Die 1928 vermutlich vom TSV Vorhalle errichtete Halle in Vollholz-Bauweise sei bedeutend für die Geschichte der Menschen in Hagen und zeige Aspekte des Sportes nach dem Ersten Weltkrieg. Zudem werde historisch deutlich, wie die Stadt damals der Aufgabe, den Sport auch in wirtschaftlich schwachen Jahren zu unterstützen, nachgekommen sei. Und: Das Gebäude dokumentiere den Stand des Turnhallenbaus in den 20er-Jahren. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wäre es nach der Bezirksvertretung Nord und dem Hagener Einheitsblatt gegangen, stände dieses Denkmal schon längst nicht mehr. In einer Mischung aus Dummheit, Geschichts- und Kulturlosigkeit sowie einer sturen Verweigerungshaltung sachbezogenen Argumenten gegenüber wurde vor vier Jahren eine wahre Hetzkampagne gegen das Bauwerk losgetreten. Es lohnt sich, die Chronologie der Ereignisse noch einmal nachzulesen, weil diese Art der Herangehensweise (nicht nur) in Hagen immer wieder anzutreffen ist.

Turnhalle soll kein Denkmal werden (25. Sep. 2014)

BV Nord muss nachsitzen (23. Okt. 2014)

„Zweifellos denkmalwürdig“ (24. Okt. 2014)

„Ruinen, Bretterbuden, Trümmerhaufen“ (27. Okt. 2014)

Kapitel Turnhalle Nöhstraße noch nicht beendet (1. Nov. 2014)

Führung im Hohenhof und am Stirnband

29. August 2018

Mittwoch, 29.08.2018 von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäudeentwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk.

Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eintritt: plus Führungsgebühr 9 Euro, Anmeldung unter 0 23 31/207 3622, Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

Führung in der Andachtshalle des Krematoriums Delstern

25. August 2018

Am Sonntag, 26. August ab 15.00 Uhr findet eine kulturgeschichtliche Führung durch die Andachtshalle ohne Besichtigung der Einäscherungsanlage statt.

Die erste Anlage für Feuerbestattung in Preußen wurde in Hagen gebaut – erst Jahre später konnte sie in Betrieb genommen werden, denn die Rechtslage sah eine solche Einrichtung noch gar nicht vor.

Dass das Hagener Krematorium (Foto: Tobias Roch) zudem durch den später als AEG-Gestalter zu Welt-Ruhm gelangten Peter Behrens gebaut wurde, ist dem Kunstförderer und Museumsgründer Karl Ernst Osthaus zu verdanken. Dessen Leidenschaft für vorbildliche Gestaltung auch und gerade in Alltagsbereichen verdankt die Stadt Hagen eine ganze Reihe interessanter Bauwerke.

Teilnahmegebühr: 6 €, eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740 oder 207-3138. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt.

Rundgang zur Architektur der Gebrüder Ludwigs

20. August 2018

Mittwoch, 22.08.2018 von 16:00 Uhr – 17:00 Uhr

Hagener Architektenbrüder im Visier – Zwischen 1909 und 1938 realisierten die Gebrüder Ludwigs eine ganze Reihe unterschiedlicher Bauten im Hagener Stadtraum.

Dabei setzten sie sich intensiv mit dem „Neuen Stil“, wie ihn Karl Ernst Osthaus zum Teil in Hagen etablieren konnte, auseinander. Einflüsse des Jugendstils und der ästhetischen Erneuerungsversuche innerhalb der Reformbewegung nach 1900 sind bis heute im Hagener Stadtbild zu entdecken.

Anmeldung unter Tel.: 207 2740. 6 € Teilnahmegebühr sind vor Ort zu entrichten! Treffpunkt ist Haßleyerstraße 14, 58093 Hagen.

Gestaltung und Demokratie

15. August 2018

100 jahre Bauhaus im Westen – Hagen-Agentur fälscht erst einmal um

„Die Welt neu denken“ – dieser Gedanke schwebte Walter Gropius vor, als er 1919 das Staatliche Bauhaus in Weimar und damit eine der weltweit einflussreichsten Institutionen der Moderne für Architektur, Kunst und Design gründete.

Mit „100 jahre bauhaus im westen“ leistet Nordrhein-Westfalen von 2018 bis 2020 unter der Schirmherrschaft von NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen einen besonderen Beitrag zum bundesweiten Bauhaus-Jubiläum.

Auch Hagen macht mit. Auf Einladung der Beigeordneten für Kultur, Margarita Kaufmann, versammelte sich am 5. Juli der Bauhaus-Initiativkreis „Hagener Impulse“, um gemeinsam ein Bauhausjahr-Programm zu entwickeln. Die Stadt Hagen ist Partner im NRW-Bauhaus-Verbund.

Auf Spurensuche nach den Wurzeln des 1919 in Weimar gegründeten Bauhauses in Westfalen stößt man auf den Folkwang-Gründer Karl Ernst Osthaus. Osthaus hat die Ideen des Bauhauses vorgedacht und den Bauhausgründer Walter Gropius gefördert. Daher stellt sich im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 in Hagen ein Verbund aus Kulturschaffenden um die Initiatoren Osthaus Museum und Fachbereich Kultur der Stadt Hagen in die Tradition von Osthaus und mittels kultureller Projekte in die Stadt hinein- und über Hagen hinauszuwirken.

Historischer Bezugspunkt der Hagener Projekte sind die rund 400 Briefe zwischen Osthaus und Gropius aus dem Karl Ernst Osthaus-Archiv, eine wahre Fundgrube für die Bauhaus-Forschung – die das Osthaus Museum veröffentlichen wird. Die Herausgabe dieser Briefedition wird großzügig unterstützt durch die Sparkassenstiftung für Hagen.

Nicht dabei ist offensichtlich im Verbund der Initiatoren die untere Denkmalbehörde, speziell in Form ihrer Leiterin Ina Hanemann, die sicherlich einiges zum Thema beizutragen hätten. Stattdessen darf wieder einmal die inzwischen berüchtigte Hagen-Agentur ihren Senf dazugeben, indem sie erst einmal den Leitgedanken der Bauhaus-Feierlichkeiten dreist umfälscht: Aus dem Motto „Die Welt neu denken“ macht die als Wirtschaftsförderungsgesellschaft gescheiterte Tochterfirma der Stadt „Die Welt neu entdecken“. Um daran ihre touristischen Aktivitäten aufzuhängen. Unter anderem sollen auch „Gäste aus Holland“ angesprochen werden.

„Neu denken“ wäre von der Hagen-Agentur wohl auch zuviel verlangt. Der Impetus des 100-Jahre-Jubiläums wird durch solche Umdeutungen nicht gerade befördert. Dabei hätte Hagen durchaus seriöse Dinge im Angebot, nur sind die bei der Hagen-Agentur offensichtlich unbekannt. Auf NRW-Ebene werden die Chancen andernorts durchaus gesehen.

Im Sinne der Bauhaus-Idee, die Welt neu zu denken, verorten die NRW-Projekte das Bauhaus in seinem kultur-, sozial-, industrie- und politikgeschichtlichen Umfeld. Sie fragen nach den Wechselwirkungen zwischen der Welt, in der sich das Bauhaus im Westen entwickelte und den Impulsen, mit denen es diese Welt durch Gestaltung, Kunst und Bildung neu dachte sowie nach den Nachwirkungen der Bauhaus-Idee in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit. Die fortdauernde Aktualität der Bauhaus-Idee wird dabei verknüpft mit einem Blick auf die Weimarer Republik, der nicht deren Ende und Scheitern in den Mittelpunkt stellt, sondern die Impulse, die nach 1945 wieder aufgegriffen wurden.

Für Hagener Entscheider, vor allem aus der Hagen-Agentur, stellen solche Gedankengänge schon eine Überforderung dar.

Führung: Architektur um 1900 in Wehringhausen

11. August 2018

Am Mittwoch, 15. August findet ab 16 Uhr eine kulturgeschichtliche Führung durch Wehringhausen statt.

Im Stadtteil Wehringhausen ist die Hausarchitektur von den Kriegseinwirkungen weitestgehend verschont geblieben. Aus kunsthistorischer und architektonischer Sicht kann hier exemplarisch die städtebauliche Entwicklung über einen Zeitraum von mehr als einhundert Jahren verfolgt werden.

Als besonders interessant rückt dabei die Zeit des Baubooms um 1900 und der Nachkriegsjahre in den Vordergrund: Der Historismus vor der Jahrhundertwende, der als Reformbewegung folgende Jugendstil sowie die nach dem 1. Weltkrieg versachlichenden Tendenzen im Hausbau werden bei der Führung mit ihren Besonderheiten in Augenschein genommen.

Teilnahmegebühr: 6 €, eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 3138 oder 02331/207 – 2740. Treffpunkt ist die Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Str. 49, 58089 Hagen.

Architektonische Zeitreise mit der VHS

9. August 2018

In Kooperation mit dem Osthaus Museum Hagen lädt die Volkshochschule Hagen am Samstag, 11. August, von 11 bis 12.30 Uhr zu einer architektonische Zeitreise rund um das Kunstquartier Hagen mit Gästeführerin Bettina Becker ein.

Vom Klassizismus über Historismus und Jugendstil bis hin zur Architektur des 21. Jahrhunderts sind rund um das Kunstquartier Hagen über 200 Jahre Architekturgeschichte vereint. Nach einem Rundgang zu den einzelnen Gebäuden besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des historischen Teils des Osthaus Museums, des ehemaligen Folkwang-Museums, das der belgische Künstler Henry van de Velde im Jugendstil gestaltet hat.

Treffpunkt ist vor dem Eingang des Osthaus Museums. Der Eintritt für das Kunstquartier von 5 Euro wird vor Ort bar kassiert; die Führung ist darin enthalten. Das Serviceteam der VHS bittet um rechtzeitige Anmeldung unter der Kurs-Nummer 1047 unter Telefon 02331/207-3622.

Führung über den Buschey-Friedhof

6. August 2018

Am Mittwoch, 8. August ab 16 Uhr, gibt es die Gelegenheit, an einer kulturgeschichtlichen Führung über den Buschey-Friedhof teilzunehmen.

Der Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen ist der älteste Friedhof Hagens, der noch belegt wird. Er wurde am Ostermontag 1810 eingeweiht und verdeutlicht heute in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur.

Historische Friedhöfe sind nicht nur Zeugen der Vergangenheit und dokumentieren den Umgang mit dem Tod, sondern sie sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey-Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben verschiedener Epochen. Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Der Rundgang über den Buschey-Friedhof gibt Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur.

Treffpunkt: Seiteneingang Grünstraße, Teilnahmegebühr: 6 €. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt.

Auf den Spuren von Wirtschaftswunder und Wiederaufbau

1. August 2018

Am Mittwoch, 8. August, laden die Volkshochschule Hagen und der Hagener Heimatbund von 18 bis 19.30 Uhr zu einem Spaziergang durch die Innenstadt zwischen Volkspark und Graf-von-Galen-Ring mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff ein. Treffpunkt ist der Vorplatz des Osthaus Museums, Ecke Hochstraße und Museumsplatz; die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung zu dem Stadtspaziergang mit der Kurs-Nummer 1049 nimmt das Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 entgegen.

Der Wiederaufbau der Hagener Innenstadt geschah im Kontext des damaligen europäischen Zeitgeistes, der sich zum Beispiel in der seinerzeitigen Architektur zeigt und in der Ausrichtung auf die autogerechte Stadt. Diese Exkursion stellt auch einen kleinen Beitrag des Urlaubskorbes und des Hagener Heimatbundes zum „Europäischen Kulturerbejahr 2018“ („Sharing Heritage“) dar; der deutsche Fokus liegt unter anderem auf dem baulichen Erbe.

Insbesondere auch das Viertel rund um Mittelstraße, Marktbrücke und Johanniskirchplatz – Hagens „altes Herz“ – ist von den Veränderungen in den ersten 15 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt. Der Weg führt auch durch die Potthoffstraße an der Synagoge vorbei.

Führung im Hohenhof und am Stirnband

28. Juli 2018

Sonntag, 29.07.2018 von 14:00 Uhr – 16:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk.

Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Anmeldung unter 0 23 31/207 2740. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen. Eintritt: plus Führungsgebühr 12 Euro

Führung durch die Heilig-Geist-Kirche

26. Juli 2018

Zu einer Führung durch die Heilig-Geist-Kirche auf Emst mit Karl-Josef Sievers lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 1. August, um 17 Uhr ein.

Die katholische Heilig-Geist-Kirche auf Emst, die 1955 errichtet wurde, ist das letzte Bauwerk des bekannten deutschen Kirchenbaumeisters Dominikus Böhm. Sie liegt beinahe burgartig, mit einem markanten, runden und weit sichtbaren Turm auf der Emster Höhe.

Die Kirche entpuppt sich von Innen als eine hohe, säulenlose Halle, an die sich übergangslos ein halbrunder Chorraum anschließt. Besondere Einrichtungsgegenstände sind eine freihängende Stuckdecke mit Feuerzungen-Motiven, der Altar, der Ambo, das Taufbecken aus grünem Marmor, ein textiler Kreuzweg (Stickarbeit) von Hildegard Buchholz sowie ein Glasfenster von Dr. Egbert Lammers in Turm- und Taufkapelle.

Bei der Führung erfahren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die Geschichte, die Architektur, die Symbolik des Kirchenraumes und die Einrichtungsgegenstände. Die Kirche steht seit 2008 auf der Denkmalliste der Stadt Hagen.

Die Führung ist kostenlos, steht aber unter dem Motto „Zahlen Sie, so viel Sie wollen“ (Pay what you want). Die Teilnehmer treffen sich am Eingang der Kirche, Willdestraße 19. Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte unter Angabe der Kursnummer 1174 unter Telefon 02331/207-3622.

Das Drerupviertel entdecken

24. Juli 2018

Zu einer kostenlosen Entdeckungstour durch das Drerupviertel in Altenhagen mit Jens Bergmann, Vorsitzender des Hagener Heimatbundes, lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem Hagener Heimatbund im Rahmen des „Hagener Urlaubskorbes“ am Montag, 30. Juli, von 17 bis 18.30 Uhr ein.

Von der Altenhagener Brücke führt Jens Bergmann über die Funckebrücke ins Drerupviertel, das die Baufirma Drerup & Co. zwischen 1896 und 1930 erbaute. Villen und Wohnblocks aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts und interessante Wiederaufbauten nach dem Krieg ermöglichen spannende Einblicke in die Baugeschichte eines interessanten Hagener Stadtviertels.

Die Teilnehmer treffen sich an der Altenhagener Brücke an der Bushaltestelle in Richtung Boele. Eine Anmeldung ist beim Serviceteam der VHS unter Angabe der Kursnummer 1079 unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich. Weitere Informationen gibt es hier.

Wirtschaftswunder und Wiederaufbau in Hagen

22. Juli 2018

Zu einem Stadtspaziergang mit dem Thema „Auf den Spuren des Wirtschaftswunders und des Wiederaufbaus“ lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem Hagener Heimatbund alle Interessierten am Mittwoch, 25. Juli, von 18 bis 19.30 Uhr ein.

Michael Eckhoff, Stadtheimatpfleger, führt die Geschichtsinteressierten vom Volkspark ausgehend durch die Hagener Innenstadt bis zum Graf-von-Galen-Ring. Auf der Tour erhalten die Teilnehmer einen spannenden Einblick in das kulturelle Erbe der Hagener Innenstadt. Der Wiederaufbau der Hagener Innenstadt geschah im Sinne des damaligen europäischen Zeitgeistes. Dieser zeigt sich zum Beispiel in der Architektur und in der Ausrichtung auf eine autogerechte Stadt, mit deren Folgen Hagen heute zu kämpfen hat. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschlossen sich die Stadtväter, die historische Straßenstruktur mit Körner-, Bahnhof- und Elberfelder Straße beizubehalten. Eine besondere Rolle fiel dem Volkspark zu.

Die Führung findet im Rahmen des „Hagener Urlaubskorbes“ statt und stellt einen Beitrag des Heimatbundes zum „Europäischen Kulturerbejahr 2018“ („Sharing Heritage“) dar. Die Teilnehmer treffen sich am Haupteingang der SIHK an der Ecke Bahnhofstraße/Karl-Marx-Straße. Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch eine Anmeldung unter Angabe der Kursnummer 1048 unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich.

Führung im Hohenhof und am Stirnband

17. Juli 2018

Mittwoch, 18.07.2018 von 16:00 – 18:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk.

Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Anmeldung unter 0 23 31/207 2740. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen. Eintritt plus Führungsgebühr 9 Euro.

Durch die Liebfrauenkirche in Vorhalle

16. Juli 2018

Zu einer Führung durch die Liebfrauenkirche in Vorhalle lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des „Hagener Urlaubskorbes“ am Dienstag, 17. Juli, von 17.30 bis 19 Uhr ein. Der Treffpunkt ist am Eingang der Kirche, Liebfrauenstraße 21 (Foto: Dieter Faßdorf).

Unter der Leitung von Benno Schmolke, ehemaliger Kunstlehrer und Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Sepia14-TeamART“ erkunden die Teilnehmer die Kirche. Diese entstand von 1911 bis 1912 als dreischiffige neuromanische Basilika nach Plänen des Architekten Carl Pinnekamp und ist damit eine Kirche des ausklingenden Historismus mit Hinwendung zum Jugendstil.

Die Gebäude und die Inneneinrichtung bilden ein Gesamtkunstwerk. Die individuell gestalteten Altäre sind Zeugen der Künstler und Kunsthandwerker der „Wiedenbrücker Schule“. In diesen zeigt sich der Übergang von historischen Vorbildern zum zeitgenössischen Jugendstil. Die Wandgemälde aus den Jahren 1934 bis 1936 und das neu gestaltete Kirchenfenster von 1986 runden den Gesamteindruck ab. Nach einer Generalrenovierung 1986 ist die Liebfrauenkirche heute eine der kunsthistorisch interessantesten Kirchen in Hagen.

Die Führung ist kostenlos, steht aber unter dem Motto „Zahlen Sie, so viel sie wollen“. Eine Anmeldung ist unter der Angabe der Kursnummer 1176 beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich. Weitere Informationen gibt es hier.

Architektonische Entdeckungstour

14. Juli 2018

Wer sich für Architektur und interessante Gebäude interessiert, ist bei der Entdeckungstour der Volkshochschule Hagen (VHS) mit Gästeführerin Bettina Becker durch die Hagener Innenstadt am Samstag, 21. Juli, von 13 bis 15 Uhr genau richtig.

Die Teilnehmer begeben sich auf eine spannende Tour zu architektonisch interessanten Gebäuden in der Innenstadt. Direkt zu Beginn starten die Teilnehmer mit einem Hagener Schmuckstück – dem denkmalgeschützten Hauptbahnhof.

Das Gebäude entwarf von 1907 bis 1910 der Architekt Walter Morin. Darin befinden sich die Bahnhofshalle aus Glas und Stahl und ein Glasgemälde von Jan Thorn Prikker. Weiter geht die Tour auf der Bahnhofstraße mit dem Stadttheater. Dieses entwarf 1910 Ernst Vetterlein. Nach dem dieses 1911 im Oktober fertig gestellt wurde, beeindruckt das Gebäude bis heute durch seine vier zur damaligen Zeit aufsehenerregenden Figuren von Milly Steger über dem Eingangsportal.

Zum Abschluss werfen die Teilnehmer noch einen Blick auf den Hochbunker, der sich in unmittelbarer Nähe zum Theater befindet.

Der Treffpunkt für die Führung ist der Eingangsbereich des Hauptbahnhofs. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung unter Angabe der Kursnummer 1046 unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich. Die Führung findet im Rahmen des „Hagener Urlaubskorbes“ statt.

Durch die Villa Post und zur Cuno-Siedlung

13. Juli 2018

Zu einer kostenlosen Führung durch die Villa Post (Kursnummer 1070) von 16 bis 17.30 Uhr und zu einer anschließenden Führung durch die Cuno-Siedlung (Kursnummer 1071) von 17.30 Uhr bis 19 Uhr mit Jochen Becker, Fachbereichsleiter Bildung der Stadt Hagen, lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 17. Juli, im Rahmen des „Hagener Urlaubskorb“ ein. Für beide Angebote treffen sich die Teilnehmer im Eingangsbereich der Villa Post, Wehringhauser Straße 38.

Die Villa Post wurde im spätklassizistischen Stil mit Anlehnung an die Renaissance erbaut und diente als repräsentativer Wohnsitz der Familie Post. Die Stadt Hagen kaufte den kubischen zweigeschossigen Backsteinbau, der danach unterschiedlichste Verwendung fand – von der Nutzung als Museum bis zum Stützpunkt der Volkszählung.

1994 beschloss der Rat, die Villa Post zu restaurieren und der VHS zur Verfügung zu stellen. Diese eröffnete 1998 im restaurierten Zustand. Bei der Führung erfahren die Teilnehmer, wie die heutige Nutzung mit dem Denkmalschutz harmonisiert.

Wer im Anschluss noch Zeit hat, kann noch an der Führung zur Cuno-Siedlung am Kuhlerkamp teilnehmen. In den Jahren 1926/27 entstanden hier 121 Wohnungen in neun Gebäuden. Die vom damaligen Stadtbaurat geplante Siedlung verfügt mit der „Frankfurter Küche“, einem Vorläufer der Einbauküche, die durch eine Glastür vom Wohn- und Essbereich abgetrennt war, über ein innovatives Wohnkonzept. Auch die von den Bewohnern gemeinschaftlich genutzte Wäscherei und eine Badeanstalt mit Brausen- und Wannenbädern gingen über den damaligen Standard hinaus.

Die Gebäude sind nach dem ehemaligen Hagener Oberbürgermeister, Willi Cuno, benannt. Diese sind streng sachlich gehalten und geometrisch strukturiert. An Hausecken und Toren finden sich Skulpturen des Hagener Künstlers Karel Niestrath, neben Eingängen und Einfahrten Reliefs von Hans Dorn.

Eine Anmeldung ist unter der Angabe der jeweiligen Kursnummer beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich. Weitere Informationen gibt es hier.

Stadtteilspaziergang „Entlang der Lange Straße“

10. Juli 2018

Wehringhausen einst und jetzt

Zu einem Spaziergang entlang der Lange Straße mit Jens Bergmann, Vorsitzender des Hagener Heimatbundes, laden am Montag, 16. Juli, von 17 bis 18.30 Uhr die Volkshochschule Hagen und der Hagener Heimatbund im Rahmen des „Hagener Urlaubskorbs“ ein.

Der Stadtteilspaziergang durch die Lange Straße bedeutet den direkten Kontakt mit einhundertjähriger Bausubstanz – mit Gründerzeit und Jugendstil. Die Idee zum Spaziergang ist in der Reihe „Wehringhausen einst und jetzt“ entstanden und präsentiert sehens- und denkwürdige Orte in Wehringhausen und deren Geschichte. Entlang der Lange Straße stehen außer beeindruckenden Häuserzeilen auch zwei Schulgebäude und zwei Kirchen, über die Jens Bergmann viel Wissenswertes erzählt.

Treffpunkt ist die Feuerwache Lange Straße/Ecke „Bergischer Ring“. Die Führung ist kostenlos und eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen gibt es beim Serviceteam der VHS unter Angabe der Kursnummer 1078 unter Telefon 02331/207-3622 oder hier.

Trotz Abrissdebatte: Hagener Finanzamtssäulen werden saniert

22. Juni 2018

So richtig schön findet sie kaum jemand, sogar ihr Abriss wurde schon gefordert. Doch jetzt werden die Stützen des Finanzamts am Ring saniert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Autor Hubertus Heuel gibt den Experten: „Die Immobilie gilt als Hemmschuh für die Stadt- und Verkehrsentwicklung in Hagen.“  Obwohl er genau weiß, dass nicht das Finanzamt die Dreckschleuder ist: „Die Abgase, die die Autos auf dem Märkischen Ring ausstoßen, verpesten das Stadtklima.“ Nach dem Verursacherprinzip muss also nicht das Finanzamt weg, das aus gutem Grund unter Denkmalschutz steht, sondern der Verkehr muss eingedämmt werden.

Die „Diskussion“, die Heuel ins Feld führt, ist bislang eine von der WPWR propagandistisch aufbereitete Kampagne, hinter der der Lobbyverband SIHK und deren Hilfstruppen FDP und CDU stehen. Die Pfeiler mit den zugegebenermaßen potthässlichen gelben Pissoirkacheln sind das Ergebnis des Durchbruchs des Märkischen Rings in den 1960er Jahren an dieser Stelle. Da für einen Gehweg kein Platz mehr war, wurde schon damals dem Autoverkehr Vorrang eingeräumt und ein Teil des Erdgeschosses aus dem Finanzamtsbau herausgebrochen.

Jetzt böte sich eine Sanierung in Einklang mit der Architektur des Backsteinexpressionismus‘ an. Etwas befremdlich wirkt in diesem Kontext die Position der Leiterin der Unteren Denkmalbehörde, Ina Hanemann, an, die sich für die Erhaltung des Kloambientes stark macht – wenn die Darstellung der WPWR so den Tatsachen entspricht. Bei dem Blatt muss man bekanntlich vorsichtig sein.

Auf den Spuren der Gebrüder Ludwigs

13. Juni 2018

Die Volkshochschule Hagen lädt in Kooperation mit dem Osthaus Museum am Mittwoch, 13. Juni, von 16 bis 17 Uhr zu einer Führung zu Häusern des Architekturbüros Gebrüder Ludwigs vom Jugendstil zum Expressionismus mit Dr. Elisabeth May ein.

Treffpunkt ist an Hassleyer Straße 14; die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro, die vor Ort bar kassiert werden. Das Serviceteam der VHS bittet um rechtzeitige Anmeldung unter der Kursnummer 1106 (Telefon 02331/207-3622 oder über die Webseite vhs-hagen.de/anmeldung).

VHS im Erzählcafé: Währungsreform 1948

12. Juni 2018

Der nächste Gesprächsabend im Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, mit dem Historiker Jörg Fritzsche findet am Freitag, 15. Juni, um 17 Uhr, zum Thema „Währungsreform 1948“ statt. Der Eintritt ist frei.

Die Währungsreform von 1948 gilt positiv als das wohl markanteste Ereignis in der direkten deutschen Nachkriegszeit. Genau vor 70 Jahren, am 20. Juni 1948, fand der Währungsumtausch statt, der von vielen als der Startschuss für das Wirtschaftswunder gesehen wird. Zunächst konnten nur 40 der neuen „D-Mark“ gegen die alte Reichsmark umgetauscht werden. Sonstige Sparguthaben wurden nur 10:1 umgerechnet, viele kleine Privatvermögen blieben daher auf der Strecke.

Der Schwarzmarkt und seine „Zigaretten-Währung“ verschwinden spurlos und plötzlich sind die Schaufenster der Geschäfte mit zum Teil vorher gehorteten Waren prall gefüllt. Mit der Einführung der Deutschen Mark wird auch die Rationierung der Güter des täglichen Bedarfs aufgehoben.

Ludwig Ehrhard verkündet: „Der einzige Bezugsschein ist jetzt die Deutsche Mark“. Verbunden mit der Währungsreform als dem wichtigsten Schritt zur sozialen Marktwirtschaft sind jedoch auch eine rapide Preiserhöhung und ein sprunghafter Anstieg der Arbeitslosigkeit verbunden.

Wie erlebten die Menschen diesen tiefen Einschnitt in ihren Alltag? Wer profitierte von dem Umtausch? Diesen und einigen anderen Fragen wird an diesem Abend nachgegangen. Wie immer sind Zeitzeugen und Interessierte herzlich eingeladen, ihre Erinnerungen und Meinungen einzubringen.

Informationen zur Reservierung unter der VHS-Kursnummer 1206 erhalten Interessierte unter www.vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/207-3622.

Führung im Hohenhof und am Stirnband

4. Juni 2018

Mittwoch, 06.06.2018 von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk.

Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Anmeldung unter 0 23 31/207 2740.

Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

Eintritt: plus Führungsgebühr 9 Euro

Eine weltweite Gestaltungsphilosophie mit Hagener Wurzeln

28. Mai 2018

Das Jahr 2019 steht bundesweit ganz im Zeichen des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses – Synonym für moderne Gestaltung. 1919 in Weimar gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und 1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen, bestand das Bauhaus letztlich bloß 14 Jahre. Dennoch wirkt die legendäre Hochschule für Gestaltung bis in die Gegenwart fort. Sie gilt als wirkungsvollster Exportartikel von Kultur aus Deutschland im 20. Jahrhundert.

Ein Teil des Nährbodens stammt aus Hagen: Immerhin hat der Kunstsammler Karl Ernst Osthaus seinen persönlichen Duzfreund Walter Gropius, Gründer des Bauhauses, nicht nur mit Projekten bedacht, sondern auch seinen Weg nach Weimar mit eingefädelt. Vor diesem Hintergrund möchten sich die heimischen Kulturschaffenden mit einem facettenreichen Programm, kleinen Budget, aber großem Enthusiasmus an den Feierlichkeiten zum Bauhaus-Jubiläum beteiligen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Was die Hagen-Agentur im Kreise der „Hagener Engagierten“ zu suchen hat, bleibt wieder einmal ein Rätsel. Die nötige Expertise (auch) zu diesem Thema dürfte ihr völlig fehlen.

„Alleskönner Behrens“

22. Mai 2018

Die lachende Kaffeekanne von „Kaiser’s Kaffee“, das AEG-Waben-Logo, der berühmte Schriftzug „Dem Deutschen Volke“ am Berliner Reichstagsgebäude – jeder kennt diese Ikonen der Gestaltung. Urheber dieser und vieler weiterer Schöpfungen ist der in Hamburg aufgewachsene Künstler Peter Behrens.

Zum 150. Geburtstag des bedeutenden Architekten und Designers Behrens gibt es im Kölner Museum für Angewandte Kunst bis zum 1. Juli die Ausstellung „Der Alleskönner“. In Hagen wurde der Geburtstag weitgehend vergessen, dabei war Peter Behrens vor dem Ersten Weltkrieg ein enger Mitstreiter von Karl Ernst Osthaus. In Hagen schuf er mehrere wegweisende Bauwerke – so die Villa Cuno an der Haßleyer Straße und insbesondere das Krematorium in Delstern. (…)

Quelle: Wochenkurier

VHS-Führung durch die Andachtshalle des Krematoriums in Delstern

13. Mai 2018

Die Volkshochschule Hagen lädt am Donnerstag, 17. Mai, von 16 bis 17 Uhr zu einer Führung durch die Andachtshalle des Krematoriums in Delstern mit Dr. Elisabeth May ein. Der Treffpunkt ist auf dem Friedhof Delstern, Am Berghang.

Der Entwurf für das Krematorium stammt von dem Künstler und Gestalter Peter Paul Behrens, der von dem Mitbegründer des Feuerbestattungsvereins und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus 1905 mit der Planung beauftragt wurde. Fertig gestellt wurde es bereits 1907, konnte aber erst 1912 eröffnet werden, nachdem es erstmals in Preußen eine gesetzliche Regelung zur Feuerbestattung gab.

Architektonisch hob sich das Krematorium mit seinem kubisch geschlossenen, streng symmetrisch gestalteten Baukörper und der für die damalige Schaffensperiode von Behrens‘ typischen, schablonierten Liniendekoration von früheren Entwürfen für Krematorien ab. Als Zeugnis eines Gesamtkunstwerks des Jugendstils ist die Andachtshalle ein Highlight Hagener Architektur. Nach der Führung schließt sich ein Rundgang zu den Prominentengräbern an.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro und wird in bar vor Ort kassiert. Das Serviceteam der VHS bittet um rechtzeitige Anmeldung unter der Kursnummer 1092. Weitere Informationen unter Telefon 02331/207-3622 oder online unter www.vhs-hagen.de/anmeldung.

Jugendstil und mehr in Haspe

11. Mai 2018

Am Mittwoch, 16. Mai, laden die Volkshochschule Hagen und der Hagener Heimatbund von 18 bis 19.30 Uhr, zu einem Stadtspaziergang ein. Damit möchten die beiden Einrichtungen auch in diesem Jahr wieder ihre gemeinsame Reihe „Stadtspaziergänge – Baukunst um 1890/1930″ aufgreifen.

Diesmal „spazieren“ die Teilnehmer mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff (Vorstand Hagener Heimatbund) durch einen hinsichtlich der Architektur überaus spannenden Teil Haspes: Die Exkursion führt von der evangelischen Kirche an der Frankstraße durch die Kölner Straße und weiter durch die Voerder Straße bis zur Dammstraße. Treffpunkt ist an der evangelischen Kirche, Kölner Straße, Ecke Frankstraße.

Das Serviceteam der Volkshochschule bittet um Anmeldung unter Kursnummer 1077. Informationen hierzu erhalten Interessierte auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam unter Telefon 02331/207-3622.

Wenn Kriegsgeschichte durch Hagener Mägen geht

24. April 2018

Ist dies eine angemessene Form der Erinnerungskultur? Wird hier gar ein revisionistisches Geschichtsbild geprägt, also aufgrund pseudowissenschaftlicher Erkenntnisse historische Wahrheit umgedeutet? Diesen Fragen wollte zuletzt der Hagener Kulturausschuss mit Blick auf den Hochbunker Bergstraße auf den Grund gehen.

Die Ratsfraktion BfHo/Piraten hatte erhebliche Zweifel formulierte, ob die dort jüngst eröffnete Gastronomie „Flamm’s am Bunker“ einen angemessenen Umgang mit den tatsächlichen, meist unrühmlichen Kriegswahrheiten darstelle. Fraktionssprecher Christian Specht bat um eine fachliche Einordnung durch den städtischen Historiker Dr. Ralf Blank. (…)

Quelle: wp.de

Historische Führung über den Buschey-Friedhof

11. April 2018

Zu einem kulturgeschichtlichen Gang über den Buschey-Friedhof mit Dr. Elisabeth May lädt die Volkshochschule Hagen am Mittwoch, 18. April, von 16 bis 17.30 Uhr alle Interessierten ein. Der Treffpunkt ist am Seiteneingang des Friedhofs in der Grünstraße.

Der Buschey-Friedhof in Wehringhausen ist der älteste, noch belegte Friedhof in Hagen (Foto: Dieter Faßdorf). Er wurde 1810 eingeweiht und verdeutlicht aufgrund der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur.

Historische Friedhöfe sind nicht nur Zeugen der Vergangenheit und dokumentieren den Umgang mit dem Tod, sondern sie sind auch ein Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey-Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben verschiedener Epochen und gibt Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro und wird vor Ort bar kassiert. Eine rechtzeitige Anmeldung unter Angabe der Kursnummer 1101 ist erforderlich. Weitere Informationen gibt es hier oder beim Serviceteam unter Telefon 02331/207-3622.

Historische Bunkertour mit der Volkshochschule

3. April 2018

Auch der Bunker in der Tuchmacherstraße ist Teil der Führung. Foto: Dieter Faßdorf/Volkshochschule Hagen

Zu einer großen Bunkertour durch die Hagener Innenstadt mit dem Gästeführer Rouven Recksick lädt die Volkshochschule Hagen am Samstag, 14. April, von 13 bis 16 Uhr ein. Die Führung beginnt vor dem Bunkermuseum, Bergstraße 98.

Bei dieser historischen Führung, die in Kooperation mit dem Stadtarchiv und Stadtmuseum Hagen entwickelt wurde, erhalten die Teilnehmer Hintergrundinformationen zu noch erhaltenen Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg sowie aus der Zeit des Kalten Krieges und erfahren Wissenswertes über das Leben mit der „Bedrohung von oben“. Das Kellergeschoss des Bunkermuseums ist originalgetreu rekonstruiert, so dass man die Atmosphäre der Bombennächte sehr gut nachfühlen kann.

Nach der rund einstündigen Führung im Inneren des Bunkers geht es weiter zum Atomschutzbunker unter dem ehemaligen ARAL-Parkhaus in der Bahnhofstraße – jetzt Standort der Polizeiwache – und zum 1945 von einer Bombe getroffenen Bunker in der Körnerstraße, der zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde. Auf dem anschließenden Weg durch die Innenstadt erhalten die Teilnehmer Details zu der Zerstörung dort. Die Führung endet auf Höhe der Marienstraße.

In dem Entgelt von 18 Euro ist der Eintritt für das Bunkermuseum bereits enthalten. Das Serviceteam der Volkshochschule bittet um rechtzeitige Anmeldung mit Angabe der Kursnummer 1057 unter Telefon 02331/207-3622 oder hier.

Der Dreißigjährige Krieg in Südwestfalen

30. März 2018

Vortragsreihe im Hagener Kunstquartier

Eine Vortragsreihe zum Thema „Der Dreißigjährige Krieg 1618/1648“ findet am Donnerstag, 5. April, und Donnerstag, 12. April jeweils von 18.30 bis 20 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen, Museumplatz 1, statt.

Bei dem Auftakt der Vortragsreihe am Donnerstag, 5. April, thematisiert Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs von der Universität Duisburg-Essen in seinem Vortrag „Ein Dreißigjähriger Krieg? Kriegsverdichtung am Niederrhein und an der Ruhr nach 1618“ die Bedeutung dieses Ereignisses für die Region am Niederrhein und an der Ruhr.

Das Stichjahr 1618 soll zum Anlass genommen werden, um die internationalen Verwicklungen des Dreißigjährigen Krieges aufzuzeigen. Dabei geht es um die Erörterung von Ursachen und um eine Erklärung, warum der Weg zum Frieden lange Zeit nicht eingeschlagen wurde. Zugleich skizziert der Referent, wie sich dieser Krieg, der sich mit anderen bewaffneten Konflikten verband, in der Region konkret niederschlug.

In ihrem Vortrag „Dreißig Jahre Krieg in den Grafschaften Mark und Limburg“ geht Dr. Stephanie Marra von dem Universitätsarchiv Dortmund am Donnerstag, 12. April, der Frage nach, wie sich der Dreißigjährige Krieg in Südwestfalen und besonders in der Grafschaft Mark, hier vor allem im märkischen Amt Wetter, und in der Grafschaft Limburg entwickelte.

Gerade am Beispiel der Grafschaft Limburg mit ihrer Residenz Schloss Hohenlimburg zeigte sich, dass der Konflikt nicht nur konfessionelle, sondern vor allem auch politische Ziele verfolgte. Am Ende blieben ein verwüstetes Land, eine durch Krieg und Pest dezimierte Bevölkerung und drückende Reparationslasten, die noch im folgenden Jahrhundert beglichen werden mussten.

Hintergrund

Vor 400 Jahren kam es zum Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs, einem der schlimmsten Konflikte in der europäischen Geschichte. In der Geschichtsschreibung wird der Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 als Beginn des Dreißigjährigen Krieges gesehen. Allerdings hatten im Vorfeld bereits der Kölner Bistumskrieg (1584 bis 1589) sowie der Jülich-Klevische Erbfolgestreit (1609 bis 1614) für militärische und politische Spannungen gesorgt.

Der zwischen dem 15. Mai und 24. Oktober 1648 in Münster und Osnabrück geschlossene „Westfälische Friede“ beendete den Krieg. Seine Auswirkungen und Folgen sind teilweise bis in die Gegenwart spürbar.

Die Vortragsreihe ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Museums- und Archivvereins Geschichtsfreunde Hagen und des Karl-Ernst-Osthaus-Bundes. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro an der Abendkasse. Infos über die Referenten erhalten Interessierte unter www.uni-due.de/members/ralf-peter-fuchs/ und www.stephanie-marra.de.


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