Archive for the ‘07 Wissenschaft Hagen’ Category

Elektroautos – mehr Schein als Sein?

11. August 2022

Die BUND-Kreisgruppe Hagen setzt nach der Sommerpause ihre online-Vortragsreihe Klima.Folgen.Handeln fort, die sich damit beschäftigt, welche Handlungsoptionen wir haben, um mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Mit wir, so der BUND, sind nicht nur Bund, Land und Kommune gemeint, sondern auch jede(r) einzelne.

Für den 16. August 2022 um 19.00 Uhr freut sich der BUND, Herrn Professor Dr. Karsten Kieckhäfer von der Fernuniversität in Hagen für einen Vortrag gewonnen zu haben: „Nachhaltigkeit und Elektroautos – mehr Schein als Sein?“

Die öffentliche Diskussion rund um das Thema Nachhaltigkeit von Elektroautos ist kontrovers. Einerseits gelten Elektroautos als wichtige Klimaschutzmaßnahme; andererseits wird die Umweltfreundlichkeit von Elektroautos im Vergleich zu Benzin- oder Dieselfahrzeugen immer wieder angezweifelt.

Allen voran geht es um den ökologischen Rucksack aus der Produktion der Fahrzeuge bzw. der Lithium-Ionen-Batterien und den Strom, der zum Laden der Fahrzeuge genutzt wird. Mit Blick auf die Lieferkette von Elektroautos werden in der Öffentlichkeit zudem vielfach soziale Probleme, etwa im Bereich der Kinderarbeit, angesprochen.

Im Vortrag wird Professor Kieckhäfer, stellvertretender Direktor des Forschungsschwerpunktes Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit an der FernUniversität, auf den aktuellen Wissensstand zum Thema Nachhaltigkeit und Elektroautos eingehen – in der Produktion der Fahrzeuge, während der Nutzung und am Ende des Produktlebens.

Wie nachhaltig sind Elektroautos heute schon und welche Maßnahmen können zukünftig zu einer noch besseren Bilanz führen? Pauschal sind diese Fragen nicht zu beantworten. Stattdessen wird ein differenzierter Blick auf Produkt-, Prozess- und Nutzungsentscheidungen geworfen, die die Nachhaltigkeit von Elektroautos positiv beeinflussen können.

Die Zugangsdaten für alle Vorträge sind: Zoom-Meeting beitreten https://zoom.us/j/99578739530 (Meeting-ID: 995 7873 9530 Kenncode: 260891 Schnelleinwahl mobil +496950502596,,99578739530# Deutschland)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Zugangsdaten – auch für die nächsten Vorträge – sind jederzeit auf der Homepage unter https://www.bund-kreisgruppe-hagen.de/service/meldungen/detail/news/klimafolgenhandeln/ abrufbar.

FernUni plant Kooperation mit Namibia

9. August 2022

namibia-kooperation-unamDer Campus der UNAM in Windhoek. Foto: UNAM.

Die FernUniversität in Hagen strebt eine universitätsweite Zusammenarbeit mit der University of Namibia (UNAM) in Windhoek an: auf den Ebenen Studium, Forschung und Verwaltung.

Mehrere Projekte aus unterschiedlichen Bereichen stehen bereits auf der Startbahn. Bislang waren es Einzelinitiativen, die Kontakte mit der UNAM geknüpft haben, um gemeinsame Projekte anzuschieben. Nun hat das International Office (IO) der FernUniversität die einzelnen Fäden aufgenommen, um sie zusammenzuführen. „Namibia hat großes Potenzial für die FernUniversität“, sagt Dr. Rahel Hutgens.

Sie leitet seit November 2021 das IO und begegnete während ihrer persönlichen Vorstellungsrunde in der FernUni mehrfach dem Thema Namibia: Konkrete Projekte haben bereits Lehrgebiete aus der Informatik, dem Historischen Institut und der Psychologie angeschoben, um etwa namibischen Studierenden zu ermöglichen, Kurse an der FernUni zu belegen, oder Forschungsprojekte umzusetzen. Bereits zum Wintersemester 2022/23 könnte es losgehen.

Die Voraussetzungen sind grundsätzlich gut. Die Universität Namibia ist vergleichbar organisiert: als Präsenzuniversität mit einem Fernunianteil“, beschreibt Hutgens. „Auch die UNAM hat einen Hauptsitz, in der Hauptstadt Windhoek, und zwölf Zentren übers Land verteilt.“ Namibias Amtssprache ist Englisch, eine der Nationalsprachen Deutsch – eine Folge der deutschen Kolonialzeit, die 1915 nach einem grausamen Krieg gegen die einheimische Bevölkerung endete.

Es wäre die erste globale institutionelle Kooperation der FernUniversität neben denen auf europäischer Ebene mit Fernuniversitäten in Finnland, den Niederlanden und Katalonien. „Mit einem afrikanischen Land zusammenzuarbeiten, wäre ein echter Perspektivwechsel“, findet Hutgens. Sie hat sich bei einem Besuch in Windhoek im Frühsommer ein persönliches Bild von der UNAM gemacht, ihren Amtskollegen vor Ort getroffen und diverse Gespräche mit Verantwortlichen geführt.

Gäste aus vier Ländern am Institut für Philosophie

27. Juli 2022

Auftakt des internationalen Forschungsvorhabens „Hegel und Lateinamerika” an der FernUni

„Hegel und Lateinamerika“ ist der Titel eines vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für zwei Jahre finanzierten Forschungsprojekts, dessen Auftaktveranstaltung jetzt in Hagen stattfand. An ihr nahmen Gäste aus vier lateinamerikanischen Ländern teil, darunter ein Nachwuchswissenschaftler aus Peru und eine Nachwuchswissenschaftlerin aus Buenos Aires, die derzeit mit einem von der FernUniversität vergebenen Forschungsstipendium im Rahmen des deutsch-lateinamerikanischen Forschungs- und Promotionsnetzwerks FILORED in Hagen arbeiten.

Gastgeber war das Lehrgebiet Praktische Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie von Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann, der auch FILORED-Koordinator ist. Sein Projektpartner auf lateinamerikanischer Seite ist Prof. Dr. Dr. Andres Parra von der Universidad de los Andes in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.

Neben Aufnahmen von Vorlesungen im Videostudio der FernUniversität und Vorträgen im Colloquium des Lehrgebiets von Prof. Hoffmann wurde ein Forschungsseminar zu dem Thema „Logik und Recht bei Hegel“ durchgeführt, zu dem auch Hagener Studierende zugelassen waren.

„Wir haben dieses Thema gewählt, weil nur ein Begriff des Rechts, der in der Vernunft wurzelt und auf Vernunft hin transparent ist, einem Verständnis von Recht als Gewalt wirklich etwas entgegensetzen kann. Fragen wie diese sind in Lateinamerika, aber nicht nur dort, von hoher Relevanz“, erläutert Prof. Hoffmann.

Sein Kollege, Prof. Parra, ergänzt: „In unserem Kontext spielt zudem die Frage der Versöhnung, die bei Hegel zentral ist, eine große Rolle. Inwiefern ist die Versöhnung einer zerrissenen Gesellschaft durch das Recht möglich, inwieweit bedarf es anderer Dimensionen der Versöhnung? Hegel ist hier oft hilfreicher als andere, auch neuere Positionen!“

Das nächste Projekttreffen wird im Oktober in Bogotá stattfinden. 2023 wird man sich in Hagen wiedersehen – dann zu der Fragestellung „Natur und Freiheit“.

Weniger Studienanfänger in Hagen

26. Juli 2022

Die Anzahl junger Menschen, die in Hagen ein Studium aufnehmen, ist rückläufig. Das gilt sowohl für die Fernuniversität als auch für die Fachhochschule Südwestfalen.

Schrieben sich im Studienjahr 2020 an der FernUni noch 4.506 Studentinnen und Studenten neu ein, waren es im Studienjahr 2021 nur noch 4.331. An der Fachhochschule Südwestfalen war der Rückgang noch gravierender. Nahmen 2020 noch 1.836 Erstsemester ein Studium auf, ging die Zahl 2021 auf 1.491 zurück. 2019 fanden dagegen sogar noch 2.102 Novizen den Weg zur FH Südwestfalen.

Der Rückgang der Studienanfänger betrifft allerdings das gesamte Bundesland Nordrhein-Westfalen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren es 7,8 Prozent weniger als im Studienjahr 2020 und 12,7 Prozent weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Im Kampf gegen Cyber-Kriminalität

23. Juli 2022

„SIMARGL“ sagt Cyberangriffen den Kampf an – Projekt wurde von der FernUniversität koordiniert

Im Mai 2019 fiel am Hagener Campus der Startschuss für das Forschungsprojekt „SIMARGL“ (Secure Intelligent Methods for Advanced Recognition of Malware and Stegomalware). Gemeinsam mit 13 weiteren Projektpartnerinnen und -partnern aus sieben EU-Ländern arbeitete die FernUniversität unter der Leitung von Informatiker Prof. Dr. Jörg Keller an der Entwicklung eines Toolkits, um Cyberangriffe frühzeitig zu erkennen.

Mit Erfolg – nach drei Jahren intensiver Forschungsarbeit wird das Toolkit bei den kommerziellen Partnern eingesetzt. Die Europäische Kommission förderte das Projekt „SIMARGL“ im Rahmen des Programms Horizont 2020 mit rund fünf Millionen Euro.

„SIMARGL“ verfolgte das Ziel, den neuen Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit zu begegnen und ein integriertes und validiertes Toolkit zu erarbeiten. „Die Projektarbeit verlief durch die Corona-Pandemie aber anders als geplant“, sagt Jörg Keller. Nach dem Kick-Off-Treffen in Präsenz fanden bis auf einen Termin alle weiteren via Videokonferenz statt.

Das Toolkit besteht aus verschiedenen Programmen, die auch im Zusammenspiel interagieren können. Im Dashboard könnte ein IT-Werkzeug beispielsweise feststellen, dass in den letzten 24 Stunden zehn Bilder mit Schadsoftware infiziert waren. „Das ist ein typischer Bericht, den IT-Mitarbeitende im Dashboard vorfinden. Sie können dann weitere Untersuchungen durchführen mit verschiedenen Werkzeugen, die bei SIMARGL entwickelt und weiterentwickelt wurden.“

„Seit Projektbeginn passieren Cyberangriffe häufiger. Das liegt an der stetig wachsenden Digitalisierung. Es nutzen immer mehr Menschen das Smartphone oder den Computer und so steigt auch die Anzahl der Kriminellen“, sagt Keller. Täterinnen und Täter entwickeln immer bessere Techniken – die Schadsoftwares kommunizieren unauffälliger und bleiben häufig länger unentdeckt. Sie können bei Unternehmen oder auch öffentlichen Einrichtungen zu massiven Schäden führen.

Strafbare „Hassrede“ im Internet erkennen

18. Juli 2022

FernUni-Professor Torsten Zesch hilft dem Bundeskriminalamt mit seiner Expertise

Prof. Dr. Torsten Zesch (Forschungsschwerpunkt D²L² und Lehrgebiet Computerlinguistik) ist Experte für Sprachtechnologie an der FernUniversität in Hagen. Seine Expertise setzt er im Projekt „Einsatz von KI zur Früherkennung von Straftaten (KISTRA)“ ein, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. In dem Projekt geht es jedoch nicht um einfache Streitereien oder Shitstorms, sondern um die Hasskommentare, die tatsächlich strafbar sind.

Mehr als drei Viertel der Deutschen geben laut einer forsa-Studie an, schon einmal „Hate Speech“ (Hassrede) im Internet begegnet zu sein. Das Verständnis für Verfasserinnen und Verfasser von Hasskommentaren nimmt dabei immer mehr ab und der Anteil derjenigen, denen die Hasskommentare im Netz Angst machen, nimmt stark zu (Frauen: 51%; Männer: 33%).

Hasskommentare führen bei einigen Menschen dazu, sich bei Social Media „abzumelden“, da sie die sozialen Medien als einen Ort „ohne vernünftige Diskussionskultur“ empfinden. In einer Umfrage von statista im Jahr 2020 gaben einige Befragte an, möglicherweise ihren Account löschen zu wollen (36 % Facebook, 27 % Twitter und 22 % Instagram).

Die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt in den vergangenen Jahren einen deutlichen Anstieg von Straftaten mit Internetbezug. Um hier künftig effektiver eingreifen zu können, wird eine Technologie benötigt, die strafrechtlich relevante Hasskommentare erkennt. Sie soll den Ermittlern des Bundeskriminalamts (BKA) helfen, Straftaten im Netz besser verfolgen zu können. Die Koordination übernimmt die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS).

Zahlreiche Projektpartner arbeiten an dem Vorhaben, wie auch die FernUniversität in Hagen. Gemeinsam mit dem Projektmitarbeiter Marius Hamacher ist Prof. Zesch dafür verantwortlich, mit Methoden der künstlichen Intelligenz strafbare von nicht strafbaren Inhalten zu unterscheiden.

„Die große Anzahl von Kommentaren in sozialen Netzwerken kann nicht mehr rein manuell überprüft werden. Die Betreiber setzen daher bereits automatische Filter ein, um beispielsweise Hasskommentare zu löschen“, sagt Torsten Zesch. „Viele der gelöschten Kommentare sind unschön oder gar toxisch, aber nicht strafrechtlich relevant“. Daher wird das Projekt von Juristinnen und Juristen begleitet, um beurteilen zu können, welche Kommentare tatsächlich strafbar sind. Der deutsche Staat muss sehr genau abwägen zwischen der Meinungsfreiheit als Grundrecht auf der einen und dem Strafrecht auf der anderen Seite, denn dieses gilt auch im Internet.

Wissen soll frei und digital zirkulieren

3. Juli 2022

FernUniversität startet neuen Verlag: Hagen University Press

Als genuiner Wissenschaftsverlag veröffentlicht Hagen University Press (HagenUP) unter der Webadresse https://hagen-up.de künftig Forschungspublikationen und Zeitschriften.

Der Verlag ist interdisziplinär, programmatisch unabhängig und arbeitet nicht gewinnorientiert. Alle Werke sind über die Webseite in digitaler Form frei verfügbar. Damit folgt der Verlag dem Open-Access-Gedanken, die freie Zugänglich- und Nutzbarkeit wissenschaftlichen Wissens zu stärken.

Der Launch der Verlagswebseite fand im Kontext der Jahrestagung des Forschungsschwerpunkts digitale_kultur am 29.6. an der FernUniversität statt. Der Philosoph Prof. Dr. Thomas Bedorf, Sprecher des Forschungsschwerpunkts und zugleich einer der beiden Leiter von HagenUP, erinnerte sich in seiner Einführung an den Impuls zur Gründung des Verlags.

Zu Beginn stand seine Empörung darüber, dass privatwirtschaftliche Wissenschaftsverlage von den Autorinnen und Autoren vierstellige Eurobeträge verlangen, um ein Buch Open Access verfügbar zu machen: „Es kann nicht sein, dass man die Verbreitung von steuerfinanziertem Wissen, das an Universitäten entsteht und der Öffentlichkeit gehört, einem Privatunternehmen mit Steuermitteln vergütet.“

Im Dialog mit dem Leiter der Hagener Universitätsbibliothek Prof. Dr. Eric Steinhauer entstand die Idee, das Publizieren selbst in die Hand zu nehmen. Eine wichtige Funktion von Verlagen galt es aber zu bewahren, nämlich die Gewährleistung von Reputation. „Damit waren die Grundprinzipien für Hagen University Press benannt“, so Bedorf: „Freier Zugang zu wissenschaftlichem Wissen ohne Gewinnabsicht bei gleichzeitigem hohen Qualitätsanspruch, den das Wissenschaftssystem selbst garantiert.“

HagenUP arbeitet dazu mit den bewährten Verfahren der Peer Review, also Begutachtung der Publikationen durch andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, oder der Herausgeberschaft mit wissenschaftlichen Beiräten, also der Auswahl und Bewertung von Publikationsvorhaben durch disziplinäre Fachkompetenz.

Eric Steinhauer, der den Verlag gemeinsam mit Thomas Bedorf leitet, erinnerte daran, dass Universitätsbibliotheken eine lange Tradition haben, wissenschaftliche Werke selbst zu veröffentlichen – schon im Mittelalter gehörte das Skriptorium, in dem Texte handschriftlich vervielfältigt wurden, zu jeder guten Bibliothek dazu.

Die Digitalisierung schaffe hier ganz neue Möglichkeiten der Verbreitung: „Open Access kann auch Barrieren abbauen, mit wissenschaftlichen Texten in Berührung zu kommen, etwa über Soziale Medien. Das kann auch Wissenschaft verändern, weil sie plötzlich ein anderes Publikum hat“, so Steinhauer.

Hagen University Press ist mit fünf Neuerscheinungen aus den Kulturwissenschaften gestartet und gibt zunächst acht Buchreihen und eine Zeitschrift heraus. Er versteht sich als Verlag an der FernUniversität und ist damit ausdrücklich auch offen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die nicht in Hagen lehren und forschen.

Webseite des Verlags: https://hagen-up.de

Anpassung der Wälder an den Klimawandel

1. Juli 2022

Ringvorlesung Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit der FernUni

Wälder bieten vielfältige Ökosystemleistungen und tragen in großem Umfang zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele bei. Die trockenheißen Jahre 2018 bis 2020 und die Zunahme von Krankheiten und Schädlingen haben den Wäldern in vielen Regionen jedoch stark zugesetzt und auch zu flächigem Absterben geführt. Solche Extremereignisse werden in Zukunft sehr wahrscheinlich noch weiter zunehmen.

Über „Wege zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel“ referiert der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates für Waldpolitik, Prof. Dr. Jürgen Bauhus (Universität Freiburg), am Freitag, 8. Juli, im LWL-Freilichtmuseum Hagen, Selbecker Str. 200, 58091 Hagen.

Alle Interessierten sind eingeladen, von 18 bis ca. 20 Uhr kostenfrei teilzunehmen. Veranstalterin des öffentlichen Vortrags in der Veranstaltungsreihe „Ringvorlesung Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit“ des gleichnamigen Forschungsschwerpunktes der FernUniversität in Hagen ist ihr Rektorat.

Weitere Informationen und Anmeldungen für die persönliche oder virtuelle Teilnahme per Zoom unter www.fernuni.de/eun-wald .

Forum Philosophicum an der FernUniversität

3. Juni 2022

Um die „Arbeit am Gottesbegriff im Anschluss an Hegel“ geht es am 9. Juni im Forum Philosophicum der FernUniversität in Hagen. Der öffentliche Vortrag von Prof. Dr. Joachim Ringleben (Göttingen) richtet sich ebenso an philosophisch wie an theologisch Interessierte.

Er findet im Gebäude 2 (Seminargebäude), Raum 1 – 3, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, statt. Beginn ist um 16.30 Uhr. Veranstalter ist das Institut für Philosophie.

„Digital Health in der Metropole Ruhr“

28. Mai 2022

FernUniversität und RVR laden zur Tagung am 3. Juni ein

Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft in der Metropole Ruhr gewinnt immer mehr an Bedeutung. Einen Überblick über die aktuelle Entwicklung von Digitalisierungstechnologien und Lösungen in der Region bietet die Tagung „Digital Health – Best Pratice und Fördermöglichkeiten“, die der Regionalverband Ruhr (RVR) erstmals gemeinsam mit der FernUniversität Hagen am 3. Juni (8.30 bis 16 Uhr) in Hagen und online ausrichtet.

Erfolgreiche Best Practice Projekte, vorgestellt von namenhaften Akteuren aus der Region, vermitteln einen Eindruck über Chancen und Perspektiven der IT gestützten Gesundheitsversorgung. Eine Expertendiskussion, ein Blick auf die aktuelle Förderlandschaft und die Möglichkeit zum fachlichen Austausch vor Ort runden das Programm ab.

Zu den Rednerinnen und Rednern zählen u.a. Stephanie Kaiser vom Digitalrat der Bundesregierung, Dr. med. Anke Diehl, M.A. , Leiterin Stabsstelle Digitale Transformation Universitätsklinikum Essen, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Prof. Dr. Julia Frohne, Geschäftsführerin der Business Metropole Ruhr, und Leif Grundmann, Geschäftsführer der MedEcon Ruhr GmbH.

Die Tagung richtet sind an Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bereich Digitalisierung und dem Bereich Gesundheit in der öffentlichen Verwaltung. Der hybride Gesundheitskongress findet in Präsenz an der FernUniversität in Hagen statt. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Konferenz digital und live über Zoom zu verfolgen.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich unter: https://www.rvr.ruhr/daten-digitales/digitale-metropole-ruhr/digital-health/

Bücherspende für die FernUni

6. Mai 2022

Hagener Heimatbund schenkt Uni-Bibliothek fünf Kisten Bücher zur Stadtgeschichte

ub_bücherspendeÜber das Geschenk, das Jens Bergmann (Mitte) vom Heimatbund Hagen übergab, freuten sich die Wissenschaftler Prof. Jürgen G. Nagel und Fabian Fechner sowie von der Universitätsbibliothek Jeanine Tuschling-Langewand und Sabine Planka. Foto: FernUni.

Dass in einer Bibliothek Bücher abgeholt werden, ist deren Kerngeschäft. Jens Bergmann machte das Gegenteil, er brachte fünf Umzugskartons voll mit Büchern in die Bibliothek der FernUniversität in Hagen: Historische Werke, Bild- und Kunstbände, in den letzten etwa 120 Jahren verfasst von Privatleuten, Lehrern, Schriftstellern und Heimatkundlern, geben Einblicke in die Entwicklung der Stadt wie in Privates. Mit dieser Spende des Hagener Heimatbundes e.V. kann die Universitätsbibliothek (UB) ihren Fundus an Büchern mit Bezug zur Stadt Hagen erheblich vergrößern.

„Damit können wir als die Universität in der Stadt Hagen regionalwissenschaftliche Themen vertiefen“, freute sich Dr. Jeanine Tuschling-Langewand über die großzügige Schenkung von regionalem Schrifttum: „Diese ‚graue Literatur‘ wurde oft von Vereinen, Unternehmen oder Privatleuten in nur kleinen Auflagen gedruckt und ist über den Buchhandel schwer zu bekommen.“ Die FernUni-UB sammelt sie und macht sie der Wissenschaft wie der Öffentlichkeit zugänglich, über die Ausleihe auf dem Campus oder über die Fernleihe.

Die neuen Quellen stehen allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung. Die wissenschaftliche Bibliothek ist auch für Hagener Bürgerinnen und Bürger Anlaufstelle. Ganz besonders freuen sich natürlich die Historikerinnen und Historiker der FernUniversität, die sich bereits seit einigen Jahren unter anderem mit hiesigen Unternehmerfamilien befassen, mit Straßennamen oder den Spuren, die die Kolonialzeit in der Stadt hinterlassen hat. Damit erhalten sie auch wertvolles Material für neue Forschungen.

Gesellschaftsgeschichte der Coronapandemie

5. Mai 2022

Am 10. Mai im „Historischen Salon“ der FernUni

Wir sind noch mitten in der Pandemie und der Historiker Prof. Malte Thießen wirft bereits einen Blick auf ihre Geschichte. Ein Widerspruch?

Der Leiter des Instituts für westfälische Re­gionalgeschichte im Landschaftsverband Westfalen-Lippe macht sich in seinem Buch „Auf Abstand. Eine Gesellschaftsgeschichte der Coronapandemie“ auf eine historische Spurensuche nach den sozialen Voraussetzungen und Folgen der Pandemie.

„Damit schafft er eine notwendige Distanz zur Gegenwart“, sagt Dr. Arndt Neumann aus dem Lehrgebiet Geschichte der Europäischen Moderne an der FernUniversität. Von den Pocken über die Spanische Grippe bis hin zu Aids und Ebola zeichnet Thießen ein Panorama der Seuchen und stellt heraus, was die Krise so besonders macht.

Welche neuen Einsichten eine geschichtswissenschaftliche Perspektive ermöglicht, analysiert der „Historische Salon“ am Dienstag, 10. Mai, ab 18 Uhr in einer Online-Veranstaltung über Zoom: https://e.feu.de/historischersalon2204

Der Autor Malte Thießen wird persönlich online teilnehmen. Moderiert wird der Abend durch Lehrgebietsleiterin Prof. Dr. Alexandra Przyrembel und Dr. Arndt Neumann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Die Veranstaltungsreihe „Historischer Salon – Geschichte im Gespräch“ rückt Bücher in den Fokus, die im Zentrum aktueller geschichtswissenschaftlicher Debatten stehen, und richtet sich an eine interessierte Öffentlichkeit sowie insbesondere an Fernstudierende.

Warum gründen Menschen ein Unternehmen?

26. April 2022

FernUni sucht Teilnehmer für eine Langzeitstudie zu Erfolgsfaktoren von Gründerinnen und Gründern

Gewissenhaft, risikofreudig, offen für neue Erfahrungen: Welche Merkmale haben Gründerinnen und Gründer gemeinsam? Welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen führen zum Erfolg bzw. stehen bei einer Gründung im Weg? Lässt sich eine gute Idee besser alleine oder im Team umsetzen? Und wird aus einer Gelegenheit oder aus einem Zwang wie einer Arbeitslosigkeit heraus gegründet? Diese Fragen – und noch einige weitere – will die Langzeitstudie „Individuen und Teams bei Entrepreneuren“ (LITE-Projekt) beantworten.

Ihr Herzensprojekt setzt die Psychologin Dr. Petra Gelléri, Lehrbeauftragte an der FernUniversität in Hagen, gemeinsam mit einer internationalen und interdisziplinären Gruppe von Forscherinnen und Forschern um. Zusammen mit dem Lehrgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie von Prof. Dr. Jan Dettmers (FernUniversität) sowie Prof. Dr. Beate Cesinger (New Design University St. Pölten, Österreich) nimmt sie dabei den Arbeitsalltag von Gründerinnen und Gründern in den Fokus.

Die FernUni-Doktorandinnen Johanna Kreft und Kerstin Erdal treiben die Studie in Deutschland und Schweden voran. Mehrere hundert Gründerinnen und Gründer sollen zwei Jahre lang auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleitet werden. Jetzt anmelden und mitmachen.

Gesucht werden Personen aus allen Branchen und allen Phasen einer Gründung: Interessierte, die noch über eine Gründung nachdenken, bis hin zu Menschen, die bereits gegründet haben. Die anonyme Teilnahme ist in deutscher und in englischer Sprache möglich.

In der Studie werden die Teilnehmenden bewusst über einen längeren Zeitraum befragt, um zu untersuchen, welche Faktoren ihren Erfolg und ihr Wohlbefinden beeinflussen. „Wir sind davon überzeugt, dass unsere Studie zukünftigen Gründerinnen und Gründern helfen wird“, sagt die Psychologin Petra Gelléri. „Ebenso können Personen, die bereits gegründet haben, unsere Ergebnisse nutzen, um Herausforderungen besser zu verstehen und zu bewältigen.“

Das Forschungsteam setzt darüber hinaus einen Anreiz zum Mitmachen. „Wir vermitteln den Teilnehmenden am Ende der Studie in Webinaren Wissen, etwa zur Personalauswahl oder zur Motivation, und geben damit Hilfe zur Selbsthilfe“, kündigt Petra Gelléri an.

Mehr über die Gründungsstudie: https://www.fernuni-hagen.de/arbeitspsychologie/forschung/lite-projekt.shtml

Was handeln wir uns da ein?

24. April 2022

CO2-Zertifikate, Klimaschutz und Luftverschmutzung
(Ringvorlesung „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“)

27.04.2022, 18:00 Uhr, Online per Zoom (Anmeldung hier)
Referent: Prof. Dr. Ulrich Wagner, Universität Mannheim

Mit dem Europäischen Emissionshandelssystem (EU EHS) wurde 2005 der weltweit erste internationale Markt für CO2-Zertifikate eingeführt. Der EU EHS ist seither der größte Markt für Verschmutzungszertifikate und dient als Blaupause für Klimapolitik in aller Welt.

Die Vorlesung gibt eine Einführung in die ökonomischen Prinzipien der CO2-Bepreisung als Instrument der Klimapolitik und erklärt die Funktionsweise marktbasierter Umweltregulierung am Beispiel des EU EHS. Es wird erläutert, wie die Wirtschaftsforschung den Beitrag des EU EHS zum globalen Klimaschutz sowie seine volkswirtschaftlichen Kosten empirisch evaluiert.

Abschließend wird der Frage nachgegangen, inwiefern der Handel mit CO2-Zertifikaten zu einer räumlichen Umverteilung des Ausstoßes von Luftschadstoffen geführt hat. Damit einhergehende Änderungen der lokalen Luftqualität müssen präzise gemessen werden, um ihre Bedeutung für die Wohlfahrts- und Verteilungseffekte des EU EHS abschätzen zu können.

Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist notwendig.

Wenn Führung vergiftet

30. März 2022

Dr. Christian Julmi von der FernUniversität in Hagen erklärt, an welchen Merkmalen zerstörerische Führungsform zu erkennen ist

Ständig kommen Chef oder Chefin mit dringenden Aufgaben kurz vor Feierabend. Überstunden sind im Unternehmen allerdings nicht gerne gesehen. Wer trotzdem ganz pflichtbewusst länger bleibt, muss sich vielleicht am nächsten Tag den Vorwurf anhören, nicht gut genug zu sein, um den Arbeitsauftrag in der vorgesehenen Arbeitszeit erledigen zu können.

„Dabei können Mitarbeitende in dieser Situation gar nicht richtig handeln“, weiß Dr. Christian Julmi von der FernUniversität in Hagen. Hier müssen zwei Leistungsanforderungen erfüllt werden, die sich gegenseitig widersprechen: Einerseits kurz vor Feierabend wichtige Aufgaben erledigen, andererseits dafür bitte keinesfalls Überstunden anhäufen. Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter sitzt in der Falle.

„Das Heimtückische an diesem Führungsstil ist: Egal für welche der beiden Anforderungen Sie sich entscheiden, Sie können es der Führungskraft nicht rechtmachen.“ Manche setzen die Widersprüchlichkeiten sogar bewusst ein, um Beschäftigte zu verunsichern. Julmi nennt das einen paratoxischen Führungsstil. Paradox sind die Anforderungen und toxisch ist deren zerstörerische Wirkung. Mit dieser giftigen Seite von Führung hat sich Julmi im Rahmen seiner Habilitation auseinandergesetzt.

Für Mitarbeitende kann das Verhalten ihrer Vorgesetzten verheerende Folgen haben. „Wer ständig das Gefühl hat, nichts richtig zu machen, fühlt sich irgendwann überfordert und ausgebrannt, überträgt die Fehler der Organisationskultur auf sich selbst.“

Das sei oft der erste Schritt in eine psychische Abwärtsspirale, aus der es schwer ist, alleine wieder herauszukommen. „Betroffene halten sich irgendwann selbst für inkompetent. Bei jedem erneuten Scheitern suchen sie die Schuld bei sich selbst“, was starke psychologische Folgen haben kann, die weit über ein Burnout hinausgehen.

Julmi betreibt Grundlagenforschung auf einem sehr jungen und sehr kleinen Forschungsgebiet. Er hofft auf weitere Arbeiten, die seine Ergebnisse aufgreifen und überprüfen.

FernUni: Landesmittel für neues Institut

21. März 2022

Das Land NRW fördert die Gründung des Forschungsinstituts „Arbeit – Bildung – Digitalisierung“ an der FernUniversität in Hagen. Staatssekretär Dr. Dirk Günnewig aus dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen überreichte den Zuwendungsbescheid über die Fördersumme von 4.4 Millionen Euro.

Das neue Institut widmet sich den vielfältigen Prozessen, die mit der immer schneller fortschreitenden digitalen Transformation der Arbeitswelt einhergehen. Ziel ist es, passgenaue Konzepte für die berufliche Weiterbildung und Spezialisierung der Beschäftigten in einer digitalisierten Arbeitswelt zu schaffen.

Das neue Institut ist Teil des von der Landesregierung und der FernUniversität unter dem Namen „Open University“ gemeinsam vorangetriebenen Ausbaus der Hochschule für das Lebenslange Lernen.

FernUniversität lässt Kooperation mit Wirtschaftsuniversität St. Petersburg ruhen

15. März 2022

Flagge UkraineDie FernUniversität in Hagen hat sich der gemeinsamen Erklärung „Solidarität mit der Ukraine“ von Land und Hochschulen in Nordrhein-Westfalen angeschlossen. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft, die Landesrektorenkonferenz und Kanzlerkonferenz der Universitäten und weitere Hochschulorganisationen haben sich darauf verständigt, wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine alle Kooperationen und Beziehungen mit russischen Einrichtungen bis auf Weiteres ruhen zu lassen.

Dies betrifft an der FernUniversität ein Doppelabschlussprogramm, das die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft in Kooperation mit der Staatlichen Wirtschaftsuniversität St. Petersburg anbietet und in dem teilnehmende Studierende parallel ein Präsenzstudium in St. Petersburg und ein Fernstudium an der FernUniversität absolvieren.

Die aktuell eingeschriebenen Studierenden können ihr Studium ohne Einschränkungen weiterführen, es werden jedoch vorerst keine neuen Studierenden in dieses Programm aufgenommen. Außerdem finden bis auf Weiteres keine Gespräche mit Amtsträgern der Wirtschaftsuniversität statt, ebenso wenig wie gemeinsame Veranstaltungen oder gegenseitige Besuche.

In welcher Form Gesprächskanäle zu russischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufrechterhalten werden können, wird geprüft. Die Einschreibung in ein reguläres Studium an der FernUniversität ist für russische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger weiterhin möglich.

Die FernUniversität folgt damit auch einer Empfehlung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD, bei den Beziehungen zu Russland zwischen der offiziellen Ebene und der Ebene persönlicher Kontakte zu unterscheiden.

FernUniversität – Fenster in die Zukunft

11. März 2022

Interessante Interviews mit Gästen im Studio, eine Live-Schalte nach New York und eine Botschaft von FernUni-Alumni Matthias Maurer direkt aus dem All: Die FernUniversität in Hagen lädt am Freitag, 18. März, ab 16.30 Uhr zu einer gut einstündigen multimedialen Sendung „FernUniversität – Fenster in die Zukunft“ ein. Interessierte lernen das neue Rektorat um Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert kennen, das Anfang März seine Arbeit aufgenommen hat. Vorgestellt werden die Ideen, mit denen das fünf­köpfige Team antritt.

Die FernUniversität versteht sich als die führende Universität des lebensbegleitenden Lernens in Deutschland – und schärft diese Rolle kontinuierlich. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Menschen, die an der FernUniversität arbeiten, lernen und mit der Hochschule in Verbindung stehen: aktuelle Studierende, erfolgreiche Alumni, Partner:innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Inhaltlich gliedert sich die Veranstaltung in die drei großen Blöcke „Leben“ – „Daten“ – „Raum“.

Durch die Sendung führt Moderator Tim Schreder, selbst Absolvent der FernUniversität und bekannter TV-Journalist im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Weitere Infos und Teilnahmelink: fernuni.de/fenster-in-die-zukunft

„Wollen sie nicht, oder können sie nicht?“

4. März 2022

Diskriminierung von Frauen in Kunst und Wissenschaft

Zum Equal Pay Day am 7. März beleuchten zwei Studien der FernUniversität in Hagen, wie drastisch die Benachteiligung von Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen wirklich ist.

Die geschlechtsspezifische Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen schmilzt – wenn auch langsam. Das zeigt sich besonders in Berufen, in denen nach Tarifvertrag bezahlt wird. Doch wie sieht es in eher unkonventionellen Arbeitsmärkten ohne festes Gehalt aus? Eine Studie der FernUniversität in Hagen richtet die Lupe auf die Kreativbranche und offenbart: Vor allem in der bildenden Kunst verdienen Frauen immer noch deutlich weniger als Männer.

„Die Einkommensunterschiede allein sind allerdings noch kein Hinweis auf eine systematische Diskriminierung“, bewertet Dr. Hendrik Sonnabend seine Datenbasis. Am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik (Prof. Dr. Joachim Grosser) forscht er zu Geschlechterunterschieden in Arbeitsmärkten und ist Mitglied der interdisziplinären Forschungsgruppe Gender Politics an der FernUniversität.

Beim Vergleich der Daten legten die Forschenden bisher verborgene Unterschiede in dem wenig beachteten aber viel geschätzten Arbeitsmarkt der Kreativbranche frei. „Frauen engagieren sich mehr in Gruppenausstellungen und haben größere Netzwerke als Männer. Männer stellen etwas häufiger alleine aus, teilen dagegen häufiger ihr Atelier als Frauen“, so Sonnabend. Doch selbst wenn die Forschenden diese und andere Unterschiede herausrechnen, bleibt immer noch eine Kluft.

In einer weiteren Studie zu den Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen untersuchte Sonnabend zusammen mit Dr. Katrin Heinrichs (ehemals FernUniversität) das Phänomen der Gläsernen Decke an deutschen Hochschulen. Diese nicht sichtbare Barriere sorgt dafür, dass Frauen seltener in Spitzenpositionen aufsteigen und Professorinnen werden. Dabei sind sie unter den Studienabsolventen sogar zahlreicher vertreten als Männer. Erst bei den Promotionen schließen die Männer auf, verdrängen die Frauen zunehmend.

„Wollen die Frauen nicht weiterkommen, oder können sie nicht?“, bringt Sonnabend das Forschungsvorhaben auf den Punkt. Die Antwort ist eindeutig: beides. Nach der Promotion entscheiden sich Frauen offenbar bewusst dazu, die Karriere im Wissenschaftsbetrieb sein zu lassen. „Nach der Promotion stehen 16 Prozent Männer nur rund 10 Prozent Frauen gegenüber, die aus eigenem Antrieb heraus ihren nächsten Karriereschritt an einer Hochschule angehen wollen. Das liegt aber nicht an ihrem Geschlecht, vielmehr lassen sich die Unterschiede im Zusammenhang mit dem Anstreben einer Professur vollständig durch andere beobachtbare Merkmale wie etwa der Fächerwahl oder der Qualität der Promotionsleistung erklären.“

Die nächste Amtszeit

3. März 2022

Neu formiertes Rektorat der FernUniversität nimmt Arbeit auf

Am 2. März startete das Rektorat der FernUniversität in Hagen in die nächste Amtszeit – mit zwei neuen Prorektoren und vielen Vorhaben. Rektorin Ada Pellert dankte den scheidenden Prorektoren für ihr erfolgreiches Wirken.

Das Personaltableau des neu formierten Rektorats steht gleichermaßen für Kontinuität und Neubeginn: Für Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert ist es die zweite Amtszeit an der Spitze der FernUniversität. Sie amtiert bereits seit dem 2. März 2016.

Auch Prorektor Prof. Dr. Uwe Elsholz wurde von der Hochschulwahlversammlung 2021 im Amt bestätigt, das er im Januar 2019 erstmals angetreten hat. Die Prorektoren Prof. Dr. Stefan Smolnik und Prof. Dr. Stefan Stürmer sind dagegen neu in der Hochschulleitung. Komplettiert wird das Rektoratsteam von Birgit Rimpo-Repp, die seit Oktober 2019 Kanzlerin der FernUniversität ist.

„Wir wollen den eingeschlagenen Weg der Profilbildung weiter fortsetzen“, skizziert die alte und neue Rektorin die Zielsetzung des Rektorats. „Lebenslanges Lernen, Digitalisierung und Diversität bleiben unsere Wesensmerkmale, mit denen wir in der deutschen Hochschullandschaft unverwechselbar sind. Stärker engagieren wollen wir uns zukünftig in der Citizen Science und damit die Gesellschaft noch mehr als bisher in die Wissenschaft integrieren.“

Das neue Rektorat hat zudem vier inhaltliche Schwerpunkte identifiziert, auf die sich Forschung, Lehre und Organisation besonders fokussieren sollen: Bildung, Arbeit, Nachhaltigkeit und Demokratie. „Gerade in den aktuellen, sehr unruhigen Zeiten muss eine Universität noch mehr als bisher Verantwortung übernehmen. Wir wollen uns für gesellschaftlichen Fortschritt und für eine lebenswerte Zukunft in einer stabilen Demokratie engagieren“, so die Rektorin.

In der multimedialen Veranstaltung „FernUniversität – Fenster in die Zukunft“ wird das neue Rektoratsteam am 18. März seine Vorstellung davon präsentieren, wie sich die FernUni als führende Universität des lebensbegleitenden Lernens weiterentwickeln wird.

4,4 Millionen für die FernUniversität

22. Januar 2022

4,4 Millionen Euro erhält die FernUniversität in Hagen vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft für ihr zukünftiges Forschungsinstitut „Arbeit – Bildung – Digitalisierung“.

Im Zusammenhang mit der Veränderung zahlreicher Arbeitsbereiche und des Arbeitsalltags vieler Menschen soll ihnen das neue Institut Orientierung bieten und die nötigen Fertigkeiten für eine digitalisierte Arbeitswelt vermitteln. Es widmet sich den vielfältigen Prozessen, die mit der immer schneller fortschreitenden digitalen Transformation der Arbeitswelt einhergehen, es soll passgenaue Konzepte für die berufliche Weiterbildung und Spezialisierung entwickeln. Mit diesem Schritt setzen das Land und die FernUniversität den gemeinsamen erfolgreichen Weg zur Realisierung der Open University gezielt fort.

Den Kern bilden zwei Professuren. Zusätzlich erhält die FernUniversität eine Anschubfinanzierung für eine Mitarbeiterstelle. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt die FernUni bei diesem Projekt mit einer Fördersumme von 4,4 Millionen Euro für die Jahre 2022 bis 2024.

„Die FernUniversität in Hagen besitzt herausragende Kompetenzen im Bereich der digitalen Fernlehre und des Lebenslangen Lernens. Mit dem neuen Institut stärkt sie dieses Profil weiter und bietet Beschäftigten wie Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen beste Chancen, in einem Prozess Lebenslangen Lernens den digitalen Wandel der Arbeitswelt zu meistern“, sagt Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität, ergänzt: „Mit dem neuen Institut können wir durch stark transferorientierte Forschung die digitale Transformation in Wirtschaft und öffentlichem Sektor unterstützen.“

Mit diesem Schritt setzen das Land und die FernUniversität den gemeinsamen erfolgreichen Weg zur Realisierung der Open University gezielt fort. Nach der Initialisierungsphase geht die Open University jetzt in eine Phase der Stabilisierung über.

Seit 2018 arbeiten die Landesregierung und die FernUniversität in Hagen unter dem Namen „Open University“ gemeinsam an einem gezielten Ausbau des schon bestehenden Angebots der Hochschule für das Lebenslange Lernen. Vorbild für diesen Ausbau ist das finnische Open University-Modell, das sich besonders durch einen flexiblen Zugang zu online-basierten Lehr-Lern-Formaten auszeichnet.

Von A bis ZeBO

17. Januar 2022

Digitale Veranstaltungsreihe der FernUni zur Bildungspraxis

Den Austausch zwischen Wissenschaft und pädagogischer Praxis stärken: Dafür ist das Zentrum für pädagogische Berufsgruppen und Organisationsforschung (ZeBO) an der FernUniversität eine zentrale Anlaufstelle weit über Hagen hinaus.

In der neuen Veranstaltungsreihe „Von A bis ZeBO“ wollen Sprecherin Prof. Dr. Julia Schütz und Koordinatorin Dr. Anne-Kathrin Bestgen über Themen aus der Bildungspraxis diskutieren. Nach Kurzvorträgen von wechselnden Referentinnen und Referenten bleibt Raum für einen offenen Dialog und zur Diskussion.

Das 60-minütige Format widmet sich in alphabetischer Reihenfolge relevanten Themen aus der Bildungspraxis. Die Veranstaltungen finden digital über ZOOM in unregelmäßigen Abständen donnerstags zwischen 16 und 17 Uhr statt. Am 27. Januar startet die neue Reihe mit A wie Anfang. Julia Schütz und Anne-Kathrin Bestgen stellen das ZeBO Hagen allen Interessierten vor und beantworten Fragen.

Gesucht werden Mitwirkende aus der pädagogischen Praxis, aus der Erziehungs- und Bildungswissenschaft sowie aus der Bildungspolitik und Bildungsadministration, die sich einbringen. „Wir freuen uns über Themenvorschläge für einzelne Buchstaben“, sagt ZeBO-Koordinatorin Anne-Kathrin Bestgen. Ideen sind herzlich willkommen per E-Mail an zebo@fernuni-hagen.de.

Die Anmeldung für den Auftakt am 27. Januar ist unter folgenden Link möglich: https://www.fernuni-hagen.de/form/ksw/vortragsreihe-a-bis-zebo.shtml . Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. Die weiteren Ankündigungen und jeweiligen Themen sind auf der Webseite des pädagogischen Zentrums einsehbar.

Mehr über das ZeBO Hagen

FernUni: Neubau für die Fakultät für Psychologie

15. Januar 2022

FernUni psycho-campusSo soll sich das neue Gebäude (vorne links) in die Architektur auf dem Campus einfügen. Foto: Goldbeck.

Der Vertrag ist kurz vor Weihnachten unterzeichnet worden. Die Bagger rollen im Sommer 2022 auf dem Campus an. Für rund 19 Millionen Euro baut die FernUniversität in Hagen aus Landesmitteln einen Neubau für ihre 2018 gegründete Fakultät für Psychologie. Dieser soll bis Ende 2023 fertig sein.

Umgesetzt wird das Konzept der Baufirma Goldbeck West. Auf rund 2700 Quadratmetern Nutzfläche werden den Forschenden, Lehrenden und Studierenden flexibel nutzbare Büroflächen und offene Begegnungsräume zur Verfügung stehen.

Zum ersten Mal ist die FernUniversität selbst Bauherrin bei einem größeren Neubau-Projekt und setzt dabei auf eine nachhaltige Bauweise. „Es handelt sich zwar um ein klassisches Stahlbetongebäude. Dies hat aber höchsten Anspruch an den Klimaschutz“, sagt Baudezernent Wolfram Krunke. Gebaut wird daher materialreduziert mit besonders schlanken Bauteilen und einem hohen Anteil an Recyclingmaterialien. Erdwärme und Photovoltaik liefern die Energie.

Das nachhaltige Gebäude an der Ecke Feithstraße / Universitätsstraße wird als eigenständiger Bau an die Riegel der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften angrenzen. Bisher waren die Lehrgebiete und Mitarbeitenden der Fakultät für Psychologie auf verschiedene Gebäude auf dem gesamten Campus verteilt. Sie können mit der Einweihung des Neubaus inhaltlich und räumlich enger zusammenrücken und haben dann deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig werden für die weiteren vier Fakultäten der FernUniversität in den anderen Gebäuden Kapazitäten frei. Zudem werden angemietete Flächen außerhalb des Campus aufgegeben.

Vorbild für nachhaltige Entwicklung

11. Dezember 2021

Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften ausgezeichnet

Die Weiterbildung infernum von FernUniversität und Fraunhofer UMSICHT erhielt erneut die nationale Auszeichnung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Deutschen UNESCO-Kommission für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Das „Interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften“ überzeugte die Jury durch ein beispielhaftes Engagement für BNE und einen besonderen Einsatz für die Globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen.

Damit wurde das Weiterbildungsstudium infernum, gemeinsam angeboten von der FernUniversität in Hagen und Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen, zum nunmehr sechsten Mal von der deutschen UNESCO-Kommission und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für sein Engagement im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

2020 riefen die Vereinten Nationen die „Dekade des Handelns“ aus, um die globalen Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen. Die UNESCO startete ihr Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen“ (kurz „BNE 2030“) im Anschluss an das UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015 – 2019).

Im neuen UNESCO-Programm „BNE 2030“ zeichnen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission Initiativen aus, die die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele fördern und Menschen befähigen, Veränderungen zu bewirken.

FernUni: Aus „Regionalzentrum“ wird „Campus“

2. Dezember 2021

Die FernUniversität in Hagen hat ihre 13 bundesweiten Standorte umbenannt: Aus „Regionalzentrum“ wird „Campus“.

Mit dem Namenswechsel macht Deutschlands größte staatliche Universität noch stärker sichtbar, dass sie überall dort zu Hause ist, wo ihre Studierenden leben oder arbeiten. Die Umbenennung gibt außerdem den Startschuss zu einer Weiterentwicklung der FernUni-Präsenz in den Regionen.

Online-Vortrag über Klimawandel und Klimapolitik

28. November 2021

Einen kostenlosen Online-Vortrag mit Prof. Ottmar Edenhofer über den Klimawandel und die Klimapolitik bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 2. Dezember, von 19.30 bis 21 Uhr an.

Prof. Ottmar Edenhofer ist Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er ist einer der meistzitieren Wissenschaftler der Welt und berät als Experte für Umweltökonomik unter anderem die OECD und die Vereinen Nationen.

In seinem Vortrag geht Prof. Ottmar Edenhofer auch auf die Ursache des Klimawandels ein. Dabei wird vom Phänomen des anthropogenen Klimawandels gesprochen. Noch ist die Zeit zum Handeln da, aber das Zeitfenster, das zur Verfügung steht, schließt sich. Nur ein von der gesamten Staatengemeinschaft getragenes globales Abkommen kann die Erderwärmung aufhalten.

Vor allem die politischen Entscheidungsträger müssen erkennen, dass Instrumente wie eine CO2-Bepreisung oder ein Emissionshandel wirksame, gerechte Maßnahmen darstellen, von denen alle Staaten profitieren können, so Prof. Edenhofer. Ist der EU Green Deal ein Schritt in die richtige Richtung?

Eine Anmeldung zu dem Online-Vortrag mit der Kursnummer 0132Z ist bis Donnerstag, 2. Dezember, um 12 Uhr entweder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de möglich.

Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

FernUni: Digitaler Hackathon verlegt

20. November 2021

Leider kann der geplante Bildungshackathon der FernUniversität in Hagen am 26. und 27. November 2021 nicht stattfinden. Die Veranstaltung war zwar als rein digitales Event für Studierende geplant, dennoch arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Teil vor Ort, um Events ermöglichen zu können.

Wegen stark steigender Corona-Inzidenzen möchte die FernUni einen Beitrag zur Verbesserung der Gesamtsituation leisten und wird den Hackathon daher auf einen noch unbekannten Termin verlegen. Aktuell wird nach einem Ersatztermin voraussichtlich im Frühsommer 2022 gesucht, dies wird allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen.

Für neue Fachhochschule in Hagen fehlt Finanzierungszusage

15. November 2021

Unbestritten ist der Neubau der Hagener Fachhochschule wirtschaftlich sinnvoller als eine Sanierung. Dennoch fehlt die Finanzierungszusage. (…)

Zur 200-Jahr-Feier der traditionsreichen Bildungseinrichtung im Jahr 2024 verfolgte Rektor Prof. Claus Schuster ursprünglich die Idee, die Jubiläumsgäste in einer neuen, großzügigeren und vor allem auf die Zukunft ausgerichteten Immobilie im Schatten des Fernuni-Campus begrüßen zu können. Doch aktuell erscheint es sogar fraglich, ob bis zu dem Jubel-Jahr überhaupt ein Spatenstich für das Millionen-Projekt gelingen kann. (…)

Quelle: wp.de

Gibt es „hässliche Natur“?

12. November 2021

Reihe Wissenschaftsgespräche im Hagener Forschungsdialog

17.11.2021, 16:00 Uhr
Seminargebäude der FernUniversität, Raum 4. und 5

Im nächsten Teil der Wissenschaftsgespräche der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften geht es um „Naturschönes / Naturhässliches“. Dr. Jessica Güsken und Prof. Dr. Michael Niehaus vom Lehrgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienästhetik stellen das Thema am Mittwoch, 17. November, gemeinsam vor.

Dass es Naturschönes gibt, dürfte kaum jemand bezweifeln, dass es Naturhässliches gibt, hingegen schon. Seit die Ästhetik als philosophische Disziplin Einzug gehalten hat – das heißt, seit 1750 – ist das Naturschöne eines ihrer zentralen Probleme. Der Vortrag möchte dieses Problem entfalten, indem er sich mit einigen Beispielen beschäftigt, die immer wieder für Naturschönes, aber auch für Naturhässliches gegeben werden.

Ist denn das Pferd wirklich schöner als das Faultier? Sind Ratten oder Spinnen ekelhaft? Müssen wir den Sternenhimmel schön nennen, das unbewegte Meer oder die Wüste aber öde? Kann eine zerstörte Landschaft schön sein? Gibt es schönere und weniger schöne Ethnien? Von Anfang an haben solche Fragen auch eine ethische Dimension, die uns bis heute vielleicht mehr heimsucht, als wir es gerne hätten.

Interessierte sind herzlich willkommen; die Veranstaltung ist kostenlos. Es gilt die 3G-Regel.

Bessere Noten im Studium durch Belohnung

9. November 2021

Studie der FernUni Hagen

Fleiß sollte belohnt werden: Das ist das Ergebnis eines Experiments der FernUniversität Hagen. Ein Forschungsteam hat untersucht, wie Studierende ihr Lernverhalten ändern, wenn sie die Aussicht auf eine Belohnung haben. Die Studie zeigt, dass Studenten sogar bessere Noten erreichen, wenn sie sich vorher konkrete Ziele setzen.

Untersucht wurde das Verhalten von Studierenden an einer niederländischen Universität. Während des Experiments mussten sie immer wieder Fragen zu ihrem Lernverhalten beantworten und angeben, wie hoch ihr wöchentlicher Lernaufwand ist. Anschließend erhielten sie die Aussicht auf eine Verlosung, bei der zwischen 25 und 100 Euro vergeben wurden, wenn sie ein bestimmtes Notenziel erreichen.

Es stellte sich heraus, dass diese Studierenden dadurch motivierter waren und sich im Vergleich zu denen, die nicht am Experiment teilgenommen haben, teilweise sogar um eine halbe Note im Durchschnitt verbessert haben.

Buchvorstellung: „Ich bin ohne Sinnen gestorben.“

6. November 2021

Leben und Leid der Rosa Schillings

Gabriele Lübke hat ein Buch über ihre von den Nazis ermordete Großmutter geschrieben. Sie stellt es in einer Veranstaltung der Bibliothek der FernUniversität am 23. November vor.

Portrait Rosa Schillings„Ich bin ohne Sinnen gestorben“, ahnte Rosa Schillings ihr Schicksal voraus: Sie wurde 1941 von den Nationalsozialisten in der T4-Tötungsanstalt in Hadamar ermordet (Foto: Privates Archiv Gabriele Lübke). Anders als viele andere Angehörige von Menschen, die von der NS-Vernichtungsmaschinerie umgebracht wurden, sprach ihre Familie offen über ihr Schicksal – über das Schicksal einer standhaften Frau, die sich von den Nazis nicht beugen ließ, die ihren eigenen Willen hatte, die sich offen gegen das Regime stellte.

Ihre Enkelin Gabriele Lübke zeichnet in ihrem kürzlich bei Marta-Press erschienenen Buch „Ich bin ohne Sinnen gestorben. Leben und Leid der Rosa Schillings“ den Weg ihrer Großmutter anhand von familiären Überlieferungen, Schriftstücken, Briefen und ihrer Krankenakte nach. Sie dokumentiert damit eindrücklich, wie diese in die Maschinerie des nationalsozialistischen Psychiatriesystems geriet und schließlich ermordet wurde.

Rosa Schillings steht stellvertretend für die vielen Menschen, die im Rahmen der so genannten „Aktion T4“ der nationalsozialistischen Euthanasie-Ideologie zum Opfer fielen. Das Buch ist eine würdige Sichtbarmachung einer Frau, die trotz allem widerständig und bei Sinnen blieb.

Lübke, Referentin im Referat Transfer und Alumni der FernUniversität, hat das Leben ihrer Großmutter über Jahre hinweg aus persönlichem Interesse aufgearbeitet. Ihre Ergebnisse fanden und finden in der Fachwelt und auch beim SPIEGEL großes Interesse.

In einer Online-Veranstaltung der Universitätsbibliothek (UB) der FernUniversität in Hagen stellt die Autorin ihr Buch am Dienstag, 23. November, von 10.30 bis 12 Uhr online via Zoom vor. Alle Interessierten können kostenfrei teilnehmen und sich per E-Mail an veranstaltungen.ub@fernuni-hagen.de anmelden. Die UB sendet dann den Veranstaltungslink zu.

Gespräch beleuchtet Erinnerungskultur

Die Veranstaltung möchte auch die durch das Buch aufgeworfenen Fragen nach Formen und Möglichkeiten der Erinnerung diskutieren, denn von vielen der Opfer sind – anders als bei Rosa Schillings – keine eigenen Zeugnisse geblieben. Die Krankenakten wiederum bieten nur den durch die NS-Ideologie verzerrten Blick, der meist entpersonalisierend und entwürdigend war. In einem von Dr. Jeanine Tuschling-Langewand (UB) moderierten Gespräch diskutieren daher Gabriele Lübke, der Historiker Dr. Robert Parzer und Sarah Saulheimer, FernUni-Referentin für Inklusion, über neue Perspektiven auf eine Erinnerungskultur, in der die persönlichen Erinnerungen und die Sichtbarmachung des Individuums einen zentralen Platz einnehmen.

Robert Parzer, Historiker und Redakteur der Webseite www.gedenkort-t4.eu sowie ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Tiergartenstraße 4, hat sich intensiv mit Formen der Erinnerung an die Krankenmorde auseinandergesetzt. Als Gedenkstättenmitarbeiter und Redakteur des virtuellen Gedenkorts „T4“ hat er auch alternative Gedenkformen ausgelotet. Sarah Saulheimer, Referentin für Chancengerechtigkeit an der FernUniversität, hat sich mit Ansätzen der partizipativen Vermittlung der Erinnerung an die NS-Euthanasieverbrechen im Rahmen von inklusiven Hochschulseminaren befasst.

Ein Grußwort spricht der Dekan der Hagener Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Jürgen G. Nagel. Er ist Leiter des FernUni-Lehrgebiets Geschichte Europas in der Welt und des Projekts „CoVio – Collective Violence. Forschungsverbund Kollektive Gewalt“.

Digitaler Hackathon an der FernUniversität

2. November 2021

Wie sieht meine Uni der Zukunft aus? Das fragt die FernUniversität in Hagen Studierende bei ihrem zweiten Bildungshackathon „HackUcation“ am 26. und 27. November 2021. Gesucht werden Ideen für Apps, Prototypen für Softwareanwendungen oder innovative Lehrkonzepte. Angesprochen sind nicht nur die eigenen, sondern Studierende aller Hochschulen und aus allen Fachrichtungen.

1.000 Preisgeld für innovativsten Ansatz

Den Auftakt zum Hackathon bildet ein erstes Kennenlernen am Abend des 26. November. Im Anschluss können sich die Teilnehmenden in Gruppen zusammenfinden. Am Folgetag arbeiten die Teams dann gemeinsam an ihren Projekten. Bei dem virtuellen Treffen erhalten sie zudem die Möglichkeit, ihre Ideen von fachkundigen Patinnen und Paten in einer Machbarkeitsprüfung bewerten zu lassen. Zum Abschluss des Hackathon präsentieren die Studierenden ihre Ergebnisse vor einer Jury. Das Team mit dem innovativsten Ansatz gewinnt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Eigene Ideen ausdrücklich erwünscht

Interessierte können sich entweder für eine von zwölf Challenges anmelden oder ganz eigene Ideen mitbringen. Mögliche Fragestellungen sind: Wie kann lebenslange und selbstbestimmte Bildung auch digital funktionieren? Welche Tools fördern die Chancengerechtigkeit an Hochschulen? Wodurch lässt sich der Einsatz von Technologien in der Lehre vorantreiben?

Die Challenges orientieren sich an zwölf Thesen zu New Learning, wie sie die FernUniversität in ihrem Hagener Manifest niedergeschrieben hat. In dem Positionspapier mit mehr als 1.200 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern fordern die Universität und führende Bildungsfachleute ein grundlegend neues Verständnis von Lernen im Kontext der digitalen Transformation.

Wer am Hackathon der FernUniversität teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 23. November anmelden. Die Veranstaltung ist offen für Studierende aller Hochschulen und Fachrichtungen. Programmierkenntnisse sind kein Muss. Den Link zur Anmeldung, das detaillierte Programm und mehr Informationen zu den Challenges finden Interessierte unter www.fernuni.de/hackucation.

Ten, nine, eight…

29. Oktober 2021

FernUni-Absolvent Matthias Maurer startet ins All

Als erster Absolvent der FernUniversität in Hagen startet der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer zur internationalen Raumstation ISS. Auf dem Raumanzug, den er bei der Mission „Cosmic Kiss“ tragen wird, befindet sich auch ein Patch der FernUniversität, an der er von 2002 bis 2006 studierte. Planmäßig abheben soll die SpaceX Crew Dragon Endurance am Sonntag, 31. Oktober, um 7.21 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit in Florida (USA).

Dr. Matthias Maurer schrieb sich zum Wintersemester 2002/03 in den Zusatzstudiengang „Wirtschaftswissenschaft für Ingenieure und Naturwissenschaftler“ ein, um seine technische Ausbildung durch ökonomisches Wissen zu ergänzen und zu komplettieren. Dieses Fernstudium schloss er im Juni 2006 mit dem Diplom ab. Er ist überzeugt, dass es ihm während seiner Karriere bereits mehrfach von Nutzen war. Vor dem Beginn der Mission leitete er im ESA-Astronautenzentrum in Köln die Entwicklung der Simulationsanlage Luna Moon.

Kurz vor dem geplanten Starttermin konnten wir Matthias Maurer noch interviewen:

Herr Maurer, worüber werden Sie wohl nachdenken, wenn Sie selbst aus der ISS auf die Erde hinunterschauen werden?

Ich werde ja erst noch die Gelegenheit haben, unseren wunderschönen Planeten vom Orbit aus zu betrachten. Aber auch ohne diesen Blick gehabt zu haben, mache ich mir natürlich Sorgen. Ich bin mir aber sicher, dass die Raumfahrt mit ihren Erdbeobachtungssatelliten z.B. dazu beiträgt, den Schaden auf der Erde zu minimieren.

Worum geht es bei Ihrer Arbeit im Orbit?

Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Durchführung wissenschaftlicher Experimente, welche zum einen auf Fortschritte und Innovation für irdische Anwendungen und zum anderen auf eine kontinuierliche Verbesserung von Raumfahrttechnologie abzielen.

Welche Beiträge kann die Raumfahrt zur Lösung der schweren Probleme leisten, vor denen die Welt gerade steht, insbesondere beim Klimawandel?

(more…)

Worüber Skeptiker sich irren

27. Oktober 2021

Forum Philosophicum im Hagener Forschungsdialog

28.10.2021, 16:30 Uhr
FernUni Gebäude 3 (IZ), Universitätsstr. 11, 58097 Hagen, Raum D005 und D006

Menschen sind fehlbare Wesen. Wir können aus eigener Kraft nicht sicherstellen, dass etwas, was wir mit guten Gründen für wahr halten, tatsächlich wahr ist. Warum ist das so? Was in uns oder in der Welt ist dafür verantwortlich, dass wir niemals alle Irrtumsmöglichkeiten ausschließen können? Fehlen uns bestimmte Fähigkeiten, die wir im Prinzip erwerben könnten?

Referent: Prof. Dr. Geert Keil, Humboldt­-Universität Berlin

FernUni: Bibliothek baut um

24. Oktober 2021

Auf den ersten Blick willkommen – die Universitätsbibliothek baut um und erhält einen neuen Eingangsbereich. Ab dem 2. November wird aufgrund der Umbauarbeiten der Eingang ins Gebäude 8 (AVZ) verlegt.

Bibliothek der FernUni Hagen. Foto: Hardy Welsch.

Anfang November starten die Arbeiten zur Umgestaltung des Eingangs- und Thekenbereichs. „Die bisherige Theke ist rund 20 Jahre alt. Inzwischen ist sie viel zu groß und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Ziel ist es einen freundlichen einladenden Eingangsbereich zu gestalten, mit einer modernen und möglichst barrierefreien Servicetheke“, sagt Claudia Schneider, Dezernentin für Benutzung in der Universitätsbibliothek.

Nach etlichen Entwurfsplanungen steht die Umsetzung fest: Es soll heller und freundlicher werden. Neben der Theke für Buchausleihen und -rückgaben und einem Platz der Zentralen Information wird es zukünftig einen Loungebereich mit gemütlichen Sesseln und Tischen zum Lesen und Arbeiten geben. „Bibliothek ist mehr als Bücherausleihen“, sagt Schneider. „Wir möchten die Aufenthaltsqualität für unsere Besucherinnen und Besucher erhöhen sowie unseren Beschäftigten ergonomische Arbeitsplätze bieten.“ Wenn alles klappt, soll bis Weihnachten alles fertig sein und die neue Theke stehen.

Bis dahin gibt es allerdings noch viel zu tun. Es wird Staub und Lärm geben, denn auch der Fußboden wird zum Teil erneuert. Ab dem 2. November wird der Eingang der UB ins AVZ verlegt. Im Bauteil C geht es dann durch die Glastür in die Bibliothek. In der Campus Lounge wird eine provisorische Theke aufgebaut. Die Bibliothek kann weiterhin vollumfänglich genutzt werden.

Ebenfalls ab November werden auch die Öffnungszeiten deutlich erweitert: Montag 12-18 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 10-18 Uhr und am Freitag 10-16 Uhr.

Selbstbewußtsein und Zeit: Friedrich Hölderlin

24. September 2021

Im Jahre 2020 jährte sich der Geburtstag des Ausnahmedichters Friedrich Hölderlin (1770-1843) zum 250. Mal. Bedingt durch die Pandemie fielen zahlreiche Veranstaltungen, die an ihn erinnern sollten, aus.

Das „Forum philosophicum“ der FernUniversität in Hagen holt eine auch für Hagen geplante Hommage jetzt mit einer Veranstaltung nach, die Hölderlin als Dichter, zugleich aber auch als Denker würdigt. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Verschränkung von Selbstbewusstsein und Zeitbewusstsein bei einem Meister der Sprache, dem die philosophischen Koryphäen seiner Zeit nicht unbekannt waren.

Der Referent, Dr. Werner Schmitt, war der letzte Assistent des Frankfurter Sprachphilosophen Bruno Liebrucks (1911-1986), der dem Werk Friedrich Hölderlins den stattlichen siebten Band seines Hauptwerkes „Sprache und Bewußtsein“ gewidmet hat.

Liebrucks wie auch Schmitt sind dabei konsequent der Frage nachgegangen, inwiefern erst ein Verständnis des Hegelschen „Begriffs des Begriffs“ die logischen wie auch die unausweichlich mythischen Räume erschließen kann, die Hölderlins Dichtung aufrufen. Sie sind dabei bis zu der Frage vorgestoßen, ob Hölderlin nicht Zeuge einer absoluten Sprachlichkeit ist, die unsere logischen Welten noch einmal auf eine eigene Fülle-Erfahrung hin übersteigt.

Die Veranstaltung findet am 30. September ab 16.30 Uhr in der FernUniversität in Hagen, Universitätsstr. 33, Gebäude 2, Raum 1 bis 3, 58097 Hagen, statt. Alle Interessierten sind willkommen, der Eintritt ist frei, Corona-Regeln sind zu befolgen.

Rassismus und Ausgrenzung – ein Beitrag zur Prävention

23. September 2021

Antisemitismus-Beauftragte informierte sich über den Forschungsverbund CoVio von FernUni und Ruhr-Universität

Drei Jahre lang entwickeln Forschende im Rahmen einer Forschungskooperation der FernUniversität in Hagen und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) den neuen weiterbildenden Masterstudiengang „Kollektive Gewalt, Antisemitismus und Prävention“. Der Forschungsverbund CoVio (Collective Violence) wird vom Land NRW mit 1 Million Euro gefördert. Über den Stand der Planungen hat sich die Antisemitismus-Beauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger jetzt an der RUB informiert.

Leutheusser-Schnarrenberger sieht einen breiten Bedarf für den Master – bei Lehrerinnen und Lehrern, in Verwaltungen des Öffentlichen Dienstes oder der Justiz, bei Polizei und Sicherheitsbehörden.

Mit dem Institut für Diaspora- und Genozidforschung der RUB und seiner fachübergreifenden Vernetzung sowie der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften an der FernUniversität stehen die Forschung und künftige Lehre auf einer breiten wissenschaftliche Basis, um das Thema Antisemitismus und kollektive Gewalt zu bearbeiten.

FernUni unterstützt „Zukunftszentrum KI NRW“

22. September 2021

Mit menschlicher Kompetenz Künstliche Intelligenz für Unternehmen besser nutzen

Künstliche Intelligenz (KI) in mittelständischen Unternehmen erproben, in Betrieben vor Ort einführen und daraus Lehr- und Lernkonzepte für andere Unternehmen ableiten: Das sind die Aufgaben des „Zukunftszentrums KI NRW“. Die FernUniversität in Hagen bringt ihre Expertise für innovative Lehr-Lern-Konzepte auf Grundlage neuester technologischer und pädagogischer Erkenntnisse in dieses Projekt ein.

Ziel des Zukunftszentrums Künstliche Intelligenz NRW (ZuZ KI NRW) ist es, vor allem produzierende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dahingehend zu beraten, KI-Verfahren und digitale Transformation für neue und optimierte Arbeits- und Geschäftsprozesse zu nutzen. Doch ohne die Einbindung der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch die besten Konzepte wertlos, daher richtet sich das Angebot auch an Betriebsräte und Beschäftigte.

„Es geht um die Erprobung innovativer Lehr-Lern-Konzepte, mit denen Kompetenzen für den digitalen Wandel erworben werden können“, so Dr. Sylke Lützenkirchen, die zusammen mit Natán Azabal im FernUni-Referat für Transfer und Alumni an der praktischen Umsetzung des Vorhabens arbeitet.

Für die Bewältigung des digitalen Wandels auf der betrieblichen Ebene müssen innovative Lernsettings bzw. Lern- oder Qualifizierungsinhalte entwickelt werden. „Das können zum Beispiel auch innovative Methoden und Möglichkeiten der Beteiligung von Beschäftigten an der Gestaltung sein“, erläutert Lützenkirchen.

Hinter dem ZuZ KI NRW stehen die beiden Bildungswerke der NRW-Sozialpartnerinnen und -Sozialpartner, die TBS Technologieberatungsstelle beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und das Bildungswerk der NRW-Wirtschaft (BW.NRW), die Gewerkschaften IG-Metall und IG BCE NRW sowie ZENIT als Innovations- und Technologie-Transferagentur des Mittelstands und des Landes NRW.

Die Agentur Mark vertritt in diesem Kreis die NRW-Regionalagenturen, die FernUniversität in Hagen und die Universität Siegen bringen ihre wissenschaftliche Kompetenz in das Gemeinschaftsprojekt ein, das von Unternehmer.NRW und DGB NRW unterstützt wird. Konsortialführer ist die nordrhein-westfälische Innovations- und Technologie-Transferagentur Zenit GmbH.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW fördern das Vorhaben für zunächst zwei Jahre mit rd. 5,3 Mio. EUR. Insgesamt soll das Projekt bis 2027 laufen.

Transferbüro der FernUniversität: https://www.fernuni-hagen.de/forschung/transfer/transferbuero-hagen.shtml
Kurzvorstellung ZuZ KI NRW: http://www.zenit.de/wp-content/uploads/One-Pager-ZuZ-ZENIT.pdf

Ada Pellert bleibt Rektorin der FernUniversität

19. September 2021

pellert-wiederwahl-vortragIn der hybriden Hochschulwahlversammlung stellte FernUni-Rektorin Ada Pellert das Arbeitsprogramm für ihre zweite Amtszeit vor. Foto: Fernuni.

Die 59-jährige österreichische Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin steht seit 2016 an der Spitze der einzigen staatlichen Fernuniversität Deutschlands.

Hochschulrat und Senat der FernUniversität hatten Ada Pellert dazu aufgefordert, erneut für das Amt der Rektorin zu kandidieren. Bei der Wahl gab es keine Gegenkandidatinnen oder ‑kandidaten. Mit 93% Ja-Stimmen erzielte die Rektorin ein deutliches Wahlergebnis. Nach ihrer ersten, sechsjährigen Amtszeit, die im März 2016 begann, schließt sich ab März 2022 nun, entsprechend der Grundordnung der FernUniversität, eine zweite, vierjährige Amtszeit bis 2026 an.

In ihrer Bewerbungsrede skizzierte die amtierende Rektorin ihr Arbeitsprogramm für die Zeit von 2022 bis 2026. Im Mittelpunkt steht für Pellert die Mission des lebenslangen Lernens: „Wir sind die Universität des lebenslangen Lernens. Wenn es uns gelingt, die inhaltliche Qualität und das Themenspektrum einer öffentlichen Universität mit der Flexibilität, der Servicequalität und dem offensiven Außenauftritt der privaten Hochschulen zu verknüpfen, dann sind wir unschlagbar!“

Die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin Ada Pellert (Jahrgang 1962) ist seit März 2016 Rektorin der FernUniversität. Zuvor war sie von 2009 bis 2015 Gründungspräsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin. Zudem war sie von 2011 bis Februar 2016 Präsidentin der Carl Benz Academy in Peking. Als Hochschullehrerin und -managerin war sie davor in verschiedenen Funktionen an der Donau-Universität Krems, der Universität Klagenfurt und der Universität Graz tätig.

Seit den 1990er Jahren ist sie in der international vergleichenden Bildungs- und Hochschulforschung, der Weiterbildung von Hochschullehrenden sowie der Beratung von Hochschuleinrichtungen aktiv. Promoviert zur Doktorin der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften hatte Ada Pellert 1987 an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Seit September 2016 ist Ada Pellert Vorsitzende der Kooperationsplattform Digitale Hochschule NRW (DH-NRW), seit August 2018 Mitglied des Digitalrates der Bundesregierung.

Arbeit gegen Antisemitismus

15. September 2021

Mit dem Thema Antisemitismus befasst sich ein neuer Weiterbildungsstudiengang, den die Ruhr-Uni Bochum und die Fernuni Hagen gemeinsam konzipieren. Unter dem Titel „Kollektive Gewalt, Antisemitismus und Prävention“ entwickeln Forschende der Hagener Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und des Bochumer Instituts für Diaspora- und Genozidforschung derzeit ein digitales Studienangebot.

Der Masterstudiengang richtet sich an Lehrkräfte, Mitarbeitende in Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen, Mitarbeitende in Verwaltung, Justiz und Politik.


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