Archive for the ‘06 Hagen mobil’ Category

Marode Brücke könnte Hagen vom Bahnverkehr abkoppeln

11. November 2018

Die Hagener Fuhrparkbrücke ist dem Abriss geweiht. Eingedrungenes Salzwasser und minderwertiger Stahl lassen eine Sanierung nicht mehr zu. (…)

Sollten sich weitere Risse im Beton andeuten oder Spannglieder aus minderwertigem Stahl ausfallen, kann eine Vollsperrung nicht mehr ausgeschlossen werden. Und zwar nicht bloß für den kompletten Straßenverkehr, sondern auch die Bahnverbindungen darunter. Damit wäre der Hagener Hauptbahnhof vom deutschen Bahnnetz faktisch abgekoppelt. (…)

Quelle: wp.de

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Wer darf über Radweg in Hohenlimburg entscheiden?

9. November 2018

Jetzt prüft das Rechtsamt, wer über den umstrittenen Radweg auf der Bundesstraße 7 Stennertstraße/Hohenlimburger Straße entscheiden darf: Der Stadtentwicklungsausschuss oder doch letztlich die Bezirksvertretung (BV) Hohenlimburg. (…)

Quelle: wp.de

Stadt will weiter umstrittenen Radweg in Hohenlimburg

7. November 2018

Protest aus Hohenlimburg bleibt ungehört: Ein Radweg auf der viel befahrenen B 7 soll kommen. Fraglich bleibt, welches Gremium entscheiden darf. (…)

Quelle: wp.de

Radfahren in Hagen: Was passt, was muss sich ändern?

6. November 2018

Klimatest des ADFC

Die letzten schönen Herbsttage locken nochmal aufs Rad – und beim Radfahren tut sich was in Hagen. Neben den neuen innovativen Radboxen, die am Hauptbahnhof sowie den Bahnhöfen Hohenlimburg, Heubing und Vorhalle gebaut wurden, ist auch das Radverkehrskonzept für Hagen fertig gestellt und wird in den nächsten Wochen den politischen Gremien vorgestellt und anschließend veröffentlicht.

Viele aktive Radler nutzten die Chance, ihre Meinungen und Anregungen in die Erstellung des Konzeptes einfließen zu lassen. Und diese Meinung ist jetzt auch beim Klimatest des ADFC wieder gefragt. Wie ist es, mit dem Rad in Hagen unterwegs zu sein und was gilt es zu verbessern? Noch bis Ende dieses Monats können Radfahrerinnen und Radfahrer in ganz Deutschland die Radverkehrsbedingungen in ihren Städten und Gemeinden unter www.fahrradklima-test.de bewerten.

Neben der Onlinebefragung liegen die Fragebögen auch an den Infotheken des Rathauses I und II, in den Stadtbüchereien und im Fahrradfachhandel aus.

ICE – Oberbürgermeister Schulz übt Kritik bei NRW-Bahnchef

6. November 2018

Oberbürgermeister Erik O. Schulz gibt sich nicht damit zufrieden, dass der ICE 2019 in Hagen sieben Monate lang nicht halten soll. (…)

Quelle: wp.de

CDU will Regionalexpress-Halt in Haspe

5. November 2018

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Haspe will den ehemaligen Bahnhof Hagen-Haspe reaktivieren. Das geht aus einem Antrag für die nächste Sitzung der BV hervor. Die Hasper Christdemokraten schreiben in der Begründung ihres Antrags:

„Da die Regionalbahnen in Hagen (die auch über Haspe fahren) ausschließlich am Hagener Hauptbahnhof halten, bietet sich der Hasper Bahnhof als möglicher weiterer Haltepunkt in Hagen an. Der Hasper Bahnhof liegt zentral im Einzugsbereich vieler Betriebe, so dass durchaus Bedarf für eine entsprechende Entwicklung an dieser Stelle besteht. Sollte die Möglichkeit der Ertüchtigung des Hasper Bahnhofs bestehen, ist in einem weiteren Schritt die Anbindung des ÖPNV Netz in Hagen anzugehen.“

Der Antrag ist sehr zu begrüßen, ist es doch auch nach 30 Jahren S-Bahn-Betrieb auf der anderen Seite des Tales der Hagener Straßenbahn AG nicht gelungen, den Stadtteil vernünftig an den S-Bahnhof Heubing anzubinden.

Aber man merkt dem Vorstoß der CDU auch an, dass der ÖPNV für die Partei immer noch eine fremde Welt ist. Der Standort des ehemaligen Hasper Bahnhofs ist weder an den Busverkehr angeschlossen noch ist ein Anschluss realistisch, da die Linien umgeleitet werden müssten. Das wäre zum einen mit Fahrzeiterhöhungen verbunden, zum anderen mit entsprechend höheren Kosten. Sinnvoller wäre ein Standort zwischen Voerder und Hestertstr., der auch ohne großen Aufwand barrierefrei einzurichten wäre und mit gleich fünf Buslinien verknüpft werden könnte.

Auch eine zweite Idee der Hasper CDU ist eher aus Unkenntnis heraus geboren: Die Einrichtung eines Ersatzhaltes für ICE-Züge an gleicher Stelle. Den begründen die Fraktionäre damit, „dass aufgrund von Widrigkeiten im Hagener Hauptbahnhof die ICE Linien an Hagen vorbei nach Dortmund geleitet werden mussten“. Dies sei „ärgerlich“ und könne in Haspe „dann verhindert werden“.

Offenbar haben die Urheber dieser Idee noch nie einen ICE ab Hagen benutzt, sonst wüssten sie, dass ein ICE, der den Hagener Hauptbahnhof nicht anfahren kann und deshalb umgeleitet wird, auch nicht über Haspe verkehrt.

Luxusprobleme

3. November 2018

von Udo Pfeiffer

Ist es tatsächlich ein „Luxusproblem“, wenn Fahrgäste auf einer der stark genutzten Hauptachsen der Hagener Straßenbahn (von Stadtmitte nach Eilpe) manchmal 10 (bzw. 12) Minuten auf einen Bus warten müssen, wie es ein Mitarbeiter des Verkehrsbetriebs beim letzten Fahrgastforum ausdrückte?

Die Wartezeiten auf der elektronischen Anzeige gehören zu Linien, die alle die gleiche Strecke von der Innnenstadt zum Eilper Denkmal fahren. Der fünfte Bus gehört zur Linie 516 und müsste mit 28 Minuten angezeigt werden, wenn er noch draufpassen würde.

Nun könnte man einwenden, dass diese Situation eine Ausnahme sei und nicht vorhersehbaren Verspätungen geschuldet sei.

Der Fahrplan der Haltestelle Stadtmitte gibt für die Linien, die in der Zeit von 16 bis 17h nach Eilpe fahren, folgende Abfahrtzeiten an:

00 (Linie 512); 03 (519); 08 (510); 12 (SB71); 15 (512); 18 (516); 30 (512); 33 (519); 38 (510); 42 (SB71); 45 (512); 48 (516);

Wie man sieht, gibt es zwei Lücken von jeweils 12 Minuten (Min 18 – 30; Min 48 – 00). Die Linie 84, die nicht zur Hagener Straßenbahn gehört, fährt um 34, hilft also auch nicht, eine der Lücken zu schließen. Dafür fahren dann andere Linien kurz hintereinander.

In der entgegengesetzten Richtung (Eilpe – Stadtmitte) gibt es zwar keine 12-minütigen Lücken, dafür aber vier Lücken von jeweils 9 Minuten.

Bei 12 Bussen, die innerhalb einer Stunde weitgehend die gleiche Strecke fahren, hätte man idealerweise eine Wartezeit von 60:12 = 5 Minuten. Nun lässt sich dieser Idealzustand wohl nicht ohne weiteres erreichen, da es noch viele weitere Bedingungen zu berücksichtigen gibt. Eine gleichmäßigere Verteilung der Abfahrtzeiten wäre aber erstrebenswert.

Für Leute, die viel Zeit haben oder über keine anderen Verkehrsmittel verfügen, mag dies ein Luxusproblem sein. Wenn die Stadt Hagen aber ernsthaft an der Mobilitätswende interessiert ist und mehr Menschen dazu bringen will, mit dem Bus statt dem eigenen PKW in die Stadt zu fahren, ist ein solcher Fahrplan ein Problem.

Man kann nur hoffen, dass sich bei der Hagener Straßenbahn diejenigen durchsetzen, die sich dieser Problematik bewusst sind und an Verbesserungen arbeiten wollen, und nicht die, die das Ganze für ein Luxusproblem halten.

ICE hält 2019 sechs Monate lang nicht in Hagen

30. Oktober 2018

SIHK irritiert über fehlende Kommunikation der Deutschen Bahn

Starke Irritationen löst die geplante weitestgehende Einstellung der ICE-Anbindung Hagens an die Bundeshauptstadt von Mitte März bis Mitte Oktober 2019 bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) aus.

Private Recherchen im Fahrplan der Deutschen Bahn hatten ergeben, dass bis auf eine abendliche Verbindung von Berlin nach Hagen kein ICE auf dieser Strecke in der Volmestadt halten wird. „Am meisten ärgert uns hierbei die fehlende Kommunikation der Bahn. Es kann nicht sein, dass nur zufällig bei dem Versuch, eine Zugverbindung zu buchen, auffällt, dass Hagen als ICE-Halt gestrichen wurde“, zeigt sich SIHK-Geschäftsbereichsleiter Christoph Brünger enttäuscht.

Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die stündliche ICE-Anbindung in den letzten Monaten hätte den Verantwortlichen bewusst sein müssen, welch große Bedeutung diese Anbindung für die Region hat.

Auch wenn in diesem Falle eine Baustelle der Grund ist und der Ausfall zeitlich befristet, hätte man dieses seitens der Deutschen Bahn frühzeitig mitteilen müssen. „So stellt sich auch die Frage, warum wieder Hagen abgeschnitten wird“, so Brünger. „Außerdem hoffen wir, dass ab Oktober, wie im Fahrplan schon jetzt ersichtlich, die stündliche Anbindung wieder gesichert ist.“

Altes Denken endet tödlich

27. Oktober 2018

Fußgänger sind in den Etagen der Entscheider noch nicht angekommen

Im Mai 2018 wurde an einem Fußgängerüberweg im Hagener Stadtteil Hohenlimburg ein 81jähriger Mann von einem Lkw überfahren und tödlich verletzt. Die in einer Kurve gelegene Kreuzung wird nach Presseberichten von Anwohnern als unübersichtlich beschrieben. Es soll deshalb schon häufiger Beinaheunfälle gegeben haben.

Wie reagiert daraufhin die Stadt Hagen? Sie verändert nicht etwa die Ampelschaltung zum Schutz der Passanten, indem beispielsweise während einer Grünphase für die Fußgänger alle Lichtzeichen für den Kraftfahrzeugverkehr auf Rot gestellt werden. Nein – die Stadt Hagen sperrt den Fußgängerübergang an der Iserlohner Straße/Mühlenbergstraße. „Aus Gründen der Verkehrssicherheit“ hängt sie die Fußgängerampel ab und blockiert den Überweg mit Bügeln und Absperrzäunen.

Die Verkehrssicherheit wurde allerdings nicht von dem Todesopfer oder anderen Fußgängern gefährdet, sondern von einem 40-Tonnen-Lkw. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie sehr die Ideologie der „autogerechten Stadt“ nach wie vor in den Köpfen der Entscheider in Politik und Verwaltung verankert ist, während der Fußverkehr als zu vernachlässigende Größe behandelt wird. Ein altes Denken, das auch tödlich enden kann.

Wer läuft, hat in Deutschland nicht nur unter Abgasen, Lärm und Enge zu leiden, sondern ist eben auch stark unfallgefährdet: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Verkehrstoten innerorts waren zu Fuß unterwegs.

Deshalb untersuchte kürzlich das Deutsche Institut für Urbanistik im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA), wie sich die Aufmerksamkeit für den Fußverkehr erhöhen lässt und unter welchen Voraussetzungen er gezielt gefördert werden kann. Die neue Studie „Geht doch! Grundzüge einer bundesweiten Fußverkehrsstrategie“ wurde im Rahmen des 2. Deutschen Fußverkehrskongresses am 11./12. Oktober in Berlin präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Um zu Fuß gehen attraktiver zu machen, hat das UBA verschiedene Vorschläge entwickelt: beispielsweise die Verankerung der fußläufigen Erreichbarkeit im Planungsrecht, die Einführung der Regelgeschwindigkeit Tempo 30 innerorts, Erhöhung der Bußgelder für fußgängerfeindliches Verhalten oder die Festlegung baulicher Mindeststandards für Fußwege oder Ampelschaltungsphasen, bei denen die Zu-Fuß-Gehenden nicht das Nachsehen haben.

Die Ziele sind: Mehr Menschen legen mehr Wege zu Fuß zurück, der Fußverkehr wird sicherer und barrierefrei, das Thema wird mit festen Zuständigkeiten in Verwaltungen von Bund, Ländern sowie Kommunen verankert und die Aufenthaltsqualität für zu Fuß-Gehende steigt.

Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Fußgängerinnen und Fußgänger sind die blinden Flecken der Verkehrspolitik. Dabei ist Gehen die natürlichste und grundlegendste Form der Mobilität. Unser Konzept zeigt, wie wir den Fußverkehr stärken können – für mehr Umweltschutz und lebenswertere Städte. Wir brauchen eine bundesweite Strategie zum Fußverkehr, wie es sie bereits in mehreren europäischen Ländern gibt.“

Das europäische Ausland hat die Bedeutung des Fußverkehrs längst erkannt. Länder wie Österreich, Schottland und Wales sowie Finnland und Norwegen fördern den Fußverkehr durch nationale Fußverkehrsstrategien. Eine bundesweite Strategie kann dazu beitragen, den maßgeblich für den Fußverkehr zuständigen Kommunen von Seite des Bundes in ihren Aufgaben zu helfen.

Neuland

24. Oktober 2018

Hagener Grüne: Ups, Carsharing gibt’s ja auch noch

Verkehrspolitik ist für die Hagener Grünen kein großes Thema mehr. Schon im Programm für die letzte Kommunalwahl findet sich kein eigenes Kapitel mehr zu diesem umweltrelevanten Bereich. Es langte nur noch für einen schmalen Unterpunkt.

Aber jetzt haben die Grünen plötzlich das Carsharing entdeckt. Immerhin. Es handelt sich wohl um Neuland. Tauchte das Autoteilen im grünen Programm lediglich als Füllsel im Kontext der Bahnhofshinterfahrung auf („Hinter dem Bahnhof ist Platz“), stellt die Ratsfraktion aktuell einen Antrag für die kommende Sitzung des Umwelt- und Mobilitätsausschusses am 30. Oktober:

Der Umweltausschuss begrüßt die Ankündigung der Verwaltung, Maßnahmen zur Förderung des Carsharing in Hagen auflegen zu wollen, bittet um einen kurzen Sachstandsbericht, wie weit die Überlegungen gediehen sind, und beauftragt die Erstellung eines entsprechenden Konzepts bis zum 1. Quartal 2019.

Interessant ist die Begründung des Antrags, aus der hervorgeht, dass die Grünen offenbar erst auf die Erlaubnis des Oberbürgermeisters warten mussten, dem sie aufs Engste verbunden sind, um die Initiative zu ergreifen. So formulierten sie:

Im Lokalteil der Funke-Mediengruppe vom 12.09.2018 wird Stadtsprecher Michael Kaub wie folgt zitiert:

„Die Stadt will nun reagieren: ‚Zum Einen sollen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Anbietern ermöglichen, ihr Modell zu etablieren“, sagt Stadtsprecher Michael Kaub. Das heißt: Flächen sollen bereit gestellt werden und es soll Unterstützung beim Marketing geben. „Zum anderen will die Stadt Hagen aktiv auf (E-)Carsharing-Anbieter zugehen.“

Dieses begrüßenswerte städtische Vorhaben sollte – auch aus Gründen der notwendigen Maßnahmen zur Luftreinhaltung – rasch auf den Weg gebracht werden.

Das Sprachrohr des OBs gab also den Startschuss und die Fraktion folgte. Dabei hätten die Grünen bereits seit 25 Jahren – so lange gibt es Autoteilen in Hagen – Gelegenheit gehabt, Carsharing als eine alternative Möglichkeit zum völlig entgrenzten motorisierten Individualverkehr zu unterstützen. Vor allem hätte sich die Thematik seit dem inzwischen drei Jahre andauerden Dieselskandal geradezu angeboten. Aber die Hagener Grünen brauchten wohl erst das o.k. aus der OB-Etage, um sachte in die Gänge zu kommen.

Siehe dazu auch:

„Carsharing wäre wünschenswert“
Hagens Stadtspitze entdeckt plötzlich das Autoteilen

Parkplätze in Hagen: Zu viele und zu billig

15. Oktober 2018

Gutachter empfehlen für eine Verkehrswende Rückbau und Verteuerung

In Städten und Gemeinden steigt die Lebensqualität, wenn öffentliche Flächen gerechter allen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stehen. Dafür muss die Anzahl der Parkplätze verringert und ihre Nutzung teurer werden – die heutigen Preise bilden den Wert des öffentlichen Raumes nicht angemessen ab.

Entgegen weit verbreiteter Mythen in der automobilen Bevölkerung stehen selbst zu Spitzenzeiten im Hagener Stadtzentrum Hunderte von Parkplätzen ungenutzt zur Verfügung; abzulesen an den Hinweistafeln des Parkleitsystems. Und sie sind im Gegensatz zu einer weiteren Mär spottbillig.

Eine Stunde Parken im Zentrum ist bereits für 1 Euro zu haben, einen Kurzzeitplatz für 30 Minuten bekommt man zum Beispiel in der Rathaus-Galerie sogar kostenlos. Bereits für ein Kurzstreckenticket im öffentlichen Nahverkehr müssen dagegen schon 1,60 Euro auf den Zahlteller gelegt werden – pro Person und Strecke. Solche Verhältnisse fordern geradezu auf, anstelle des Busses lieber den eigenen Pkw zu nehmen.

Im Rahmen einer Verkehrswende, die diesen Namen wirklich verdient, wäre es neben vielen anderen Bausteinen nötig, Parkplätze zurückzubauen und zu verteuern. Das empfiehlt auch der vom Hagener Rat einstimmig verabschiedete Masterplan Mobilität:

„Durch eine Erhöhung der Parkgebühren (der bewirtschafteten städtischen Parkplätze) kann ein Anreiz gesetzt werden, den motorisierten Individualverkehr (MIV) weniger zu nutzen und dafür mehr Wege mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen (relative Kostenvorteile für den Umweltverbund). Die dadurch zusätzlich eingenommenen Mittel können zudem für Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität in Hagen eingesetzt werden. Gleichzeitig soll es kostenlose Parkmöglichkeiten für Elektrofahrzeuge geben, um den Umstieg zu fördern.“

„Heute dient ein unverhältnismäßig großer Teil des knappen Raums dem motorisierten Individualverkehr, rollenden und ruhenden privaten Pkw“, so ein von der Berliner Anwaltskanzlei Becker Büttner Held im Auftrag des Thinktanks Agora Verkehrswende angefertigtes Gutachten. Damit Wohnquartiere attraktiver werden, müsse der motorisierte Individualverkehr, insbesondere der ruhende Verkehr, auf Raumansprüche verzichten, schreiben die Autoren der Studie. Das lasse sich durch die Verknappung von Parkflächen und die Bepreisung von Parkraum erreichen. Allerdings müsse dieser Prozess durch die Schaffung von Alternativen zum privaten Pkw begleitet werden, zum Beispiel durch Carsharing-Angebote, Park & Ride Möglichkeiten und durch einen attraktiven vernetzten ÖPNV.

„Lebenswertere Städte entstehen dann, wenn bei der Verteilung der Nutzungsansprüche im öffentlichen Raum nicht mehr die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer von privaten Pkw einseitig im Vordergrund stehen“, so Christian Hochfeld, Direktor von Agora Verkehrswende. „Nicht zuletzt, weil die Bundeskanzlerin klar gemacht hat, dass die Verkehrswende notwendig ist, steht diese Herausforderung jetzt in vielen Städten auf der politischen Tagesordnung. Mit unserem Gutachten betreten wir juristisches Neuland und ebnen den Weg dorthin.“

Kommunen können schon heute Parkraum umwidmen und auf diese Weise für eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität zum Nutzen aller Verkehrsteilnehmer sorgen. Nennenswerte Spielräume bestehen auch bei der Festsetzung angemessener Gebühren für das Kurzzeitparken.

Wie ein Vergleich der Parkgebühren in deutschen Innenstädten mit denen in Städten des europäischen Auslands zeigt, machen die Kommunen von ihren Möglichkeiten allerdings „noch nicht genügend Gebrauch“, heißt es in der Agora-Studie. So kostet eine Stunde Parken in London 5,60 Euro, während in Berlin nur 3 Euro zu zahlen sind.

Erheblich eingeschränkt ist der kommunale Spielraum dagegen beim Bewohnerparken; Bundesrecht begrenzt die maximale Gebühr für einen Bewohnerparkausweis auf 30,70 Euro pro Jahr. In Stockholm kostet das Bewohnerparken bereits 827 Euro, in Amsterdam 535 Euro. Damit von der Parkgebühr eine Steuerungswirkung für die verstärkte Nutzung alternativer Mobilitätsformen ausgehen kann, sollte das Parkverbot als Regelfall in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen werden, so die Agora-Studie; nach aktueller Rechtslage gilt Parken als „Gemeingebrauch“ und ist immer dann erlaubt, wenn es nicht explizit verboten ist. „Ein Grundrecht auf Parken ist mit der Mobilitätswende in unseren Städten nicht vereinbar“, so Agora-Direktor Hochfeld.

Die Gutachter empfehlen dem Bundesgesetzgeber nicht nur, den Gebührenrahmen für Bewohnerparkausweise an den Wert des Parkraums anzupassen, sondern auch die Bußgeldsätze für regelwidriges Parken anzuheben. „Die Gebühren für Schwarzparken in Höhe von 10 bis 20 Euro stehen in keinem angemessenen Verhältnis zur Ahndung des Schwarzfahrens im ÖPNV“, sagt Dr. Roman Ringwald, Partner bei BBH und einer der Autoren des Agora-Rechtsgutachtens.

Gesetzgeberischer Anpassungsbedarf besteht auch beim Rechtsrahmen für benutzerfreundliche Carsharing-Angebote, die als Alternative zum privaten Pkw gestärkt werden müssen. Zwar können Kommunen bereits heute exklusive Stellplätze für stationäres Carsharing reservieren (was die Hagener Stadtverwaltung in der Vergangenheit wiederholt bestritten hat) und festlegen, dass die Anbieter Mindestbedingungen zu erfüllen haben. Welche Auflagen im Einzelnen zulässig sind, ist aber mangels klarer Vorgaben nicht abschließend geklärt. Die Bundesländer sollten deswegen eigene Regeln dazu erlassen und auf diese Weise Rechtssicherheit für individuelle Lösungen vor Ort schaffen, so die Empfehlung der Agora-Studie.

„Die Mobilitätswende in den Städten hat schon begonnen“, so Agora-Direktor Hochfeld. „Sie kann Millionen Menschen bessere Luft, weniger Lärm und mehr Raum für Begegnungen verschaffen. Diese Aussicht ist erfreulich, sie sollte nicht an Paragrafen scheitern.“

„Carsharing wäre wünschenswert“

13. Oktober 2018

Hagens Stadtspitze entdeckt plötzlich das Autoteilen

In Hagen angeblich nicht möglich, in Aachen schon: Carsharingplätze im öffentlichen Raum (Foto: DW).

Die Zufrühgekommenen sind nicht gern gesehn.
Aber ihre Milch trinkt man dann.
Wolf Biermann: Frühzeit. 1963

In Hagen dauert bekanntlich alles etwas länger. Sehr viel länger. Auch schon mal Jahrzehnte länger. Da bleibt es nicht aus, dass die Stadt so dasteht, wie sie dasteht: weit unter ihren Möglichkeiten.

So hatte die CDU kürzlich die famose Idee, Wehringhausen zu einem Szeneviertel und Wohnstandort für Studenten umzumodeln. Nun, so etwas gab es alles schon einmal – vor vier Jahrzehnten. Für die CDU war das alles des Teufels: Linksradikale und Hippies. Damals war Hagen Standort einer Pädagogischen Hochschule und einer Fachhochschule mit diversen Fachbereichen, von denen nur noch ein kläglicher Rest unter dem Dach der heutigen FH Südwestfalen übrig geblieben ist.

Jetzt hat die Stadt – schon nach einem Vierteljahrhundert! – plötzlich das Carsharing entdeckt und sieht darin einen Baustein, um die massiven Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen. „Die Etablierung von Carsharing und speziell E-Carsharing – also elektrobetriebene Autos – wäre für Hagen wünschenswert“, sagte Stadt-Pressesprecher Michael Kaub nach einem Bericht der WPWR und verwies auf den Masterplan „nachhaltige Mobilität“. Ein eher mangelhaftes Konstrukt, das auch nicht wegen Einsicht, sondern nur unter dem Druck drohender Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs zustande kam.

Carsharing ist für die Hagener Politik und Verwaltungsspitze also offenbar Neuland. Dabei existiert das Autoteilen in der Volmestadt bereits seit 25 Jahren. Das Verhalten der Stadt dem Carsharing gegenüber bewegte sich allerdings im Spektrum zwischen Desinteresse und Blockadehaltung.

1993 wurde auf Initiative des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) der Verein Stadtteilauto Hagen gegründet. Was mit einigen geschenkten Altfahrzeugen begann, entwickelte sich recht rasch zu einer alternativen Möglichkeit zum eigenen Pkw. Die Kombination ÖPNV für den Normalfall und Carsharing für die Ausnahme wurde immerhin so attraktiv, dass der Verein bereits 1999 mehr als 250 Fahrberechtigte zählte, die sich 17 Fahrzeuge teilten.

Vom Kleinwagen bis zum Transporter reichte die Palette für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten. Der Wochenendausflug in die Pampa (ohne Bahnanbindung), der Einkaufstransport oder der Umzug – für alle Gelegenheiten stand ein passendes (Neu-)Fahrzeug zur Verfügung.

2002 kam die Hagener Straßenbahn AG auf die Idee, ebenfalls eine solche Dienstleistung anzubieten. Da klar war, dass der Hagener Markt für zwei Anbieter zu klein und die Straßenbahn kapitalstärker war, beschloss der Verein, den Geschäftsbetrieb an das städtische Verkehrsunternehmen zu verkaufen.

Viele Vereinsmitglieder bezweifelten allerdings, dass die Straßenbahn dieses für sie neue Geschäftsfeld erfolgreich bedienen kann. Sie sollten sich nicht getäuscht haben. Obwohl der Busbetreiber für den inzwischen komplett auf Ford-Fahrzeuge umgestellten Wagenpark sogar eine Lizenz als Vertragswerkstatt erhalten hatte und freie Kapazitäten im Betriebshof günstig für Wartungsarbeiten einsetzen konnte, erwies sich die Stadttochter als überfordert.

2005 wurde das Carsharing-Geschäft also an Shell Drive weitergereicht, eine Tochtergesellschaft des Mineralölkonzerns. Der gab bereits ein Jahr später diesen Geschäftsbereich auf. Seit 2006 betreibt das niederländisch-berlinerische Unternehmen Greenwheels das Carsharing in Hagen.

Vor Ort beworben wurde das Angebot von den neuen Betreibern nicht, und so ging Carsharing in Hagen langsam aber sicher immer weiter den Bach hinunter. Schon 2013 existierten nur noch vier Stationen mit insgesamt sechs Fahrzeugen, heute sind es noch zwei Stationen mit je einem Kleinwagen.

Die Stadt war all die Jahre nicht an einer Förderung des Carsharing interessiert und verhinderte sogar die Einrichtung von Stellplätzen im öffentlichen Raum. Vorgeschoben wurden angeblich vorhandene rechtliche Einschränkungen. Nur merkwürdig: Woanders scheint es diese nicht zu geben. Zum Beispiel in Aachen. Dort herrschen bekanntlich dieselben Gesetze, die aber wohl anders gelesen werden.

Aachen stellt seit 2006 Carsharingplätze im öffentlichen Straßenraum zur Verfügung. Geregelt wird das über die Sondernutzungssatzung. Die dortige Verwaltung begründet ihr Verhalten so: „Die Förderung von CarSharing-Unternehmen wird als ein generelles Interesse des öffentlichen Wohls angesehen. Es dient ökologischen Zielen, z.B. Verminderung des Kraftfahrzeugverkehrs in überlasteten Innenstädten und Wohngebieten, verminderter Verkehrslärm und verminderte Abgase.“ Der Beschluss im Rat der Stadt Aachen erfolgte einstimmig.

Nach 25 Jahren Carsharing in Hagen ist – möglicherweise – auch die hiesige Stadtspitze aufgewacht. Laut Zeitungsbericht sollen jetzt Flächen „bereit gestellt werden und es soll Unterstützung beim Marketing geben“. Aber, schränkt das Blatt ein: „Eine genaue Ausarbeitung der Maßnahmen zum Carsharing von Seiten der Stadt steht allerdings noch aus. Aktuell können keine konkreten Angaben über die Größe der geplanten Flotte oder ähnliches gemacht werden.“

Campuslinie – schnell vom Bahnhof zu den Hochschulen

27. September 2018

Kosten werden gedrittelt

Vom Bahnhof schnell zur FernUniversität und zur Fachhochschule Südwestfalen – ein Problem für Studierende und Beschäftigte, die mit dem Zug nach Hagen kommen und dann mit dem Bus ihre Hochschule erreichen wollen (DOPPELWACHOLDER.DE berichtete bereits vor drei Wochen ausführlich).

Auf Initiative von FernUni-Rektorin Prof. Ada Pellert und Fachhochschul-Rektor Prof. Claus Schuster wird es ab dem 1. Oktober zu den Hauptverkehrszeiten zusätzlich die Campuslinie im Hagener Busverkehr geben. In einem Rundkurs vom Hauptbahnhof aus wird die Campuslinie die FernUniversität und die Fachhochschule in rund elf Minuten erreichen und zurück zum Hauptbahnhof fahren (Foto: FernUni).

Beide Hochschulen hatten in einer internen Befragung die Bedarfe von Studierenden und Mitarbeitenden ermittelt und festgestellt, dass insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten morgens und spätnachmittags die Anbindung der Hochschulen an Bahnhof und Innenstadt als ungünstig empfunden wird.

„Wir sind sehr erleichtert, dass die Hochschulen jetzt auch ohne Auto gut zu erreichen sind. Ein lang gehegter Wunsch geht damit in Erfüllung“, sagt FernUni-Rektorin Ada Pellert. Und der Rektor der Fachhochschule Südwestfalen führt aus: „Unseren rund 3.000 Studierenden und Beschäftigen am Standort Hagen bieten wir mit der neuen Campuslinie jetzt eine schnelle und umweltgerechte Anfahrt zum Studien- und Arbeitsplatz.“

„Dass wir heute den Start einer neuen Buslinie präsentieren, ist das Ergebnis einer konstruktiven und zielgerichteten Zusammenarbeit der Beteiligten“, erklärt Straßenbahn-Vorstand Christoph Köther. Da das Angebot der Hagener Straßenbahn auf dem Nahverkehrsplan basiert, kann es nicht ohne weiteres kostenerhöhend erweitert werden. Deshalb musste hinsichtlich der gewünschten Campuslinie gemeinsam mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der Rektorin und dem Rektor der Hochschulen über Fragen der Angebotsgestaltung und auch über deren Finanzierung gesprochen werden.

„Ich freue mich sehr, dass wir letztendlich eine gemeinsame Lösung fanden, die für uns als Verkehrsunternehmen auch unter wirtschaftlichen Aspekten vertretbar ist. Die entstehenden Mehrkosten werden verabredungsgemäß gedrittelt, was bedeutet, dass sich auch die beiden Hochschulen an den Kosten für die Buslinie beteiligen“, so Köther.

Die neue Campuslinie ist auf ihrem Weg zu den Hochschulen nicht nur schneller als die bisherigen Busverbindungen, sondern sie ist auch so gut als möglich mit den wichtigsten Zugverbindungen am Hauptbahnhof abgestimmt.

In einem Jahr soll geprüft werden, ob die Buslinie von den Studierenden und Beschäftigten angenommen wird.

Lenneradweg: Hohenlimburg baut auf ThyssenKrupp Steel Europe

20. September 2018

Die Hohenlimburger Politik und die Mitglieder des ADFC hoffen bei der Entwicklung des Lenneradweges auf Unterstützung von ThyssenKrupp Steele. (…)

Quelle: wp.de

Corbacher Straße: Einbahnstraße wird „gedreht“

19. September 2018

Zu viele Autos und viele davon schneller als erlaubt. Auf diese Beschwerden der Anwohner der Corbacher Straße in Haspe reagierte jetzt die Verkehrsabteilung der Stadt Hagen und beschloss in der Verkehrsbesprechung die Drehung der Einbahnstraße.

Demnach soll die Corbacher Straße künftig nicht mehr von der Berliner Straße, sondern von der Markanastraße aus befahrbar sein. Voraussichtlich in drei Wochen wird die bisherige Beschilderung durch die neue ersetzt.

Da werden sich die Anwohner erst recht freuen, ergibt sich doch durch die veränderte Regelung ein prima Schleichweg für den automobilen Verkehr aus Richtung Ennepetal-Voerde, die in Spitzenzeiten hochbelastete Leimstraße zu umfahren. Als Trostpreis bietet die Stadt an: Für Radfahrer wird weiterhin ein Befahren von beiden Seiten möglich sein.

Es wäre interessant gewesen zu erfahren, wer an der „Verkehrsbesprechung“ beteiligt war. Vielleicht auch Vertreter aus der Knallerrunde der Bezirksvertretung Haspe, deren Kompetenz sich im Absägen von Bäumen und Aufstellen von Kitscheseln erschöpft?

Jetzt buchen: Radboxen am Hohenlimburger Bahnhof und am Heubing in Haspe

19. September 2018

Die Installation der insgesamt 34 Radboxen an Hagener Bahnhöfen befindet sich auf der Zielgeraden: Heute konnte Marc Henningfeld, Servicetechniker vom Radparksystemanbieter Kienzler, sechs Boxen am Hohenlimburger Bahnhof sowie fünf Boxen am Bahnhof Heubing in Haspe anschließen.

Fahrgäste können die Stellplätze bei der Hagener Straßenbahn AG via Internet unter www.dein-radschloss.de/# reservieren. Als letzter Standort wird in den kommenden Wochen der Bahnhof Vorhalle mit sechs Radboxen ausgestattet.

Hagen gehört zu einer von 15 Kommunen, die gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr an größeren Verknüpfungspunkten zum öffentlichen Nahverkehr digital gesteuerte Radabstellanlagen mit dazugehörigem modernen, elektronischen Zugangs- und Hintergrundsystem anbieten. Die Radabstellanlagen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Stündliche ICE-Halte in Hagen und Wuppertal bleiben

7. September 2018

Hagen und Wuppertal behalten ihren stündlichen ICE-Anschluss. Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne fallen lassen, die Fernverkehrsverbindungen auszudünnen. Das hat der Konzernbevollmächtigte der DB für NRW, Werner Lübberink, am Mittwoch (05.09.18) im Verkehrsausschuss des Landtags mitgeteilt. (…)

Quelle: WDR

Radwege statt überbreiter Fahrbahn

6. September 2018

Ausbau und Neugestaltung der Enneper Straße

Am kommenden Montag, 10. September, beginnen der Ausbau und die Neugestaltung der Enneper Straße. Aufgrund der Teilsperrungen der Anschlussstellen der A1 in Volmarstein und Gevelsberg wurde Ende des vergangenen Jahres in den politischen Gremien eine Verschiebung der Bauarbeiten diskutiert, aber letztlich abgelehnt, so dass der von der Stadt Hagen beauftragte Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) die Arbeiten von der Firma Kutsch aus Witten durchführen lässt.

Der für den Ausbau vorgesehene, rund 800 Meter lange Abschnitt der L 700, Enneper Straße, beginnt an der Stadtgrenze zu Gevelsberg und endet hinter der Einmündung der Straße „An der Wacht“. Er soll zur Erhöhung der Sicherheit und Leichtigkeit für alle Verkehrsarten nach den heutigen Vorstellungen einer modernen Straßenraumgestaltung umgebaut werden. Die bisher vorhandene Streckencharakteristik wird durch eine überbreite Fahrbahn mit beidseitigen Mehrzweckstreifen und begleitenden Gehwegen geprägt.

Die Planung sieht vor, den Abschnitt an die Anforderungen einer zeitgemäßen Integration in den Stadtraum anzupassen. Die Entwicklung im Bereich des Brandt-Geländes wurde dabei berücksichtigt. So hat man dem Investor der Brandt-Brache per Kontrakt zugesagt, dass die Umgestaltung, zu der auch eine eigene Linksabbiegerspur für das neue Einzelhandelszentrum gehört, bis zur Eröffnung seines Neubauprojektes fertiggestellt sei.

Die überbreite Fahrbahn wird auf die notwendige Breite reduziert, die Gehwege werden ausgebaut, Radwege angelegt und teilweise Parkstreifen vorgesehen. Insgesamt wird eine zeitgemäße Aufteilung der Verkehrsflächen für alle Verkehrsarten angestrebt. Für die Umsetzung der rund 3,5 Millionen Euro teuren Maßnahme, die mit Bundes- und Landesmitteln gefördert wird, kalkuliert der WBH mit einer Bauzeit von circa zwei Jahren.

Neben dem vollflächigen Umbau des Straßenraumes werden noch Arbeiten an den Versorgungsleitungen der Enervie getätigt, weiterhin wird die Beleuchtungsanlage komplett umgerüstet von Seilleuchten auf Mastaufsatzleuchten mit modernen LED Leuchtmitteln.

Die Baustelle wird in sechs Bauphasen umgesetzt, wobei zu Beginn der nördliche Teil der Enneper Straße ab der Stadtgrenze Gevelsberg in vier Teilabschnitten von jeweils rund 200 Meter Länge umgebaut wird. In diesen Bauphasen wird der Verkehr noch in beiden Fahrtrichtungen an der Baustelle vorbeigeführt. Dieser Zustand hat Bestand bis etwa September 2019.

Ab Oktober 2019 soll in der Bauphase 5 der mittlere Teil der Straße umgebaut werden. Dies erfordert eine Umleitungsstrecke für den Verkehr in Richtung Hagen über die Breddestraße, Am Sinnerhoop, Neue Straße, Martinstraße, während der Verkehr in Richtung Gevelsberg einspurig auf dem südlichen (alten) Fahrbahnteil geführt wird. Danach wir der südliche Teil der Straße in Angriff genommen. Es ist geplant, in Abschnitten von circa 200 Meter Länge zu arbeiten, die einzelnen Längen können jedoch je nach Gegebenheiten variieren. Die Umleitungsstrecke bleibt hierbei erhalten.

Bei der Durchführung der Maßnahme kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Der WBH ist bemüht, diese so gering wie möglich zu halten.

Lageplan 1, Lageplan 2, Lageplan 3

ADFC-Fahrradklimatest 2018 geht an den Start

5. September 2018

Vom 1. September bis 30. November können die Hagener Radfahrer und Radfahrerinnen wieder die Fahrradfreundlichkeit ihrer Stadt bewerten. Bei der Online-Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test 2018 werden 32 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt. 2016 haben bundesweit mehr als 120.000 Bürgerinnen und Bürger mitgemacht und die Situation in 539 Städten und Gemeinden beurteilt.

Bei den letzten zwei Umfragen in den Jahren 2014 und 2016 kam Hagen jeweils mit einer Durchschnittsnote von 4,7 auf den letzten Platz aller Deutschen Großstädte und nicht nur in ihrer Kategorie der Städte mit 100 000 bis 200 000 Einwohnern. Ist Hagen in der Zwischenzeit fahrradfreundlicher geworden oder gibt es zum dritten Mal den unrühmlichen Titel der fahrradunfreundlichsten Stadt Deutschlands?

In diesem Jahr will der ADFC die Beteiligung noch einmal deutlich erhöhen. An der Umfrage teilnehmen können alle – egal, ob sie jung oder alt sind, viel oder wenig Rad fahren, mit dem Rad zum Job pendeln oder lieber veloflanieren. Besonders erwünscht sind auch die Rückmeldungen von Kindern und Jugendlichen – bei Bedarf gern mit Unterstützung von Erwachsenen! Je vielfältiger die Teilnehmenden sind, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.

Wo fühlen sich in Hagen Radfahrer gefährdet? An welchen Stellen läuft’s rund und welche Wege sind eher Rumpelpisten? Wo gibt es benachteiligende Ampelschaltungen? – Macht Radfahren Stress oder Spaß? Über einen Fragenkatalog können sich Radfahrer dazu äußern und dieses in verschiedenen Kategorien benoten. Neben vorgegebenen Fragen zum Anklicken, gibt es auch noch eine Möglichkeit für Freitexte, in denen Gefahrenstellen oder Verbesserungsvorschläge gemeldet werden können.

Den Online-Fragebogen gibt es über den Link: www.fahrradklima-test.de

In den nächsten Tagen werden auch Fragebögen im AllerWeltHaus in der Potthofstraße 22 ausgelegt.

Die Umfrage läuft bis zum 30. November. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2019 präsentiert. Die Resultate münden in eine Note, die mit Schulnoten vergleichbar ist. Der Test gibt Politik und Verwaltung lebensnahe Rückmeldungen zu Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung. Beim ADFC und auch in der Stadtverwaltung ist man gespannt auf das Ergebnis.

Neu ab 1. Okt.: Der Campusexpress

3. September 2018

Straßenbahn AG richtet Schnellverbindung zur Fachhochschule und FernUni ein

Ab 1. Oktober 2018 wird es eine Direktverbindung vom Hagener Hauptbahnhof zur Abteilung Hagen der Fachhochschule Südwestfalen und zur FernUniversität geben. Die neue Linie 540 wird während der Hauptverkehrszeiten montags bis freitags im 30-Minuten-Takt die beiden Hochschulstandorte mit dem Regionalverkehr der Bahn verbinden.

Erstmals seit Gründung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) im Jahre 1980 stellt das Hagener Nahverkehrsunternehmen damit eine abgestimmte Verbindung mit zwei wichtigen Regionalexpresslinien her. Fast vier Jahrzehnte hatten die Straßenbahn-Manager eine wesentliche Aufgabe des VRR nicht verstanden, nämlich die Angebote der verschiedenen Verkehrsunternehmen im Sinne der Fahrgäste zu verknüpfen.

Diese eigentlich einleuchtende Idee scheint jetzt auch in Hagen angekommen zu sein. Morgens bestehen bei der neuen Buslinie 540 Anschlüsse von den Linien RE 4 und RE 13 aus beiden Richtungen: Einerseits RE 4 von Dortmund und Witten, RE 13 aus Hamm und Unna, andererseits beide Linien aus Richtung  Düsseldorf und Wuppertal. Nachmittags sind die Anschlüsse in die entsprechenden Gegenrichtungen eingeplant.

Die neue 540 verkehrt abwechselnd im und gegen den Uhrzeigersinn in einem Ringverkehr mit nur wenigen Zwischenhalten über Stadtmitte zur Fachhochschule und zur FernUni, von dort weiter über Loxbaum und Altenhagen zurück zum Hauptbahnhof; entsprechend in Gegenrichtung. Die Fahrzeit beträgt je nach Ziel (FH oder FernUni) zwischen 11 und 14 Minuten.

Warum der Campusexpress erst am 1. Oktober eingerichtet wird und nicht zum Vorlesungsbeginn der Fachhochschule am 24. September, bleibt ein Mysterium der Denker und Lenker der Hagener Straßenbahn AG.

Fahrplan Linie 540

Einchecken. Abstellen. Sicher.

22. August 2018

17 neue Radboxen am Hagener Hauptbahnhof

„Einchecken. Abstellen. Sicher“ – Unter diesem Motto und dem Markennamen „DeinRadschloss“ stehen bald insgesamt 34 Radboxen an den Bahnhöfen im Hagener Stadtgebiet zur Miete bereit. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Christoph Köther, Vorstand der Hagener Straßenbahn AG, und Michael Zyweck vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) werden 17 Radboxen am Hagener Hauptbahnhof am Freitag, 24. August, von 9.30 bis 10.30 Uhr eingeweiht (Foto: Clara Berwe, Stadt Hagen).

Hagener Radfahrer und interessierte Bürger sind herzlich dazu eingeladen, sich vor Ort über die Radboxen zu informieren. Wer ein Fahrrad mitbringt, kann sich mit einem kleinen „Radlerfrühstück“ inklusive Kaffee und Croissant stärken.

Hagen gehört zu einer von 15 Kommunen, die gemeinsam mit dem VRR an größeren Verknüpfungspunkten zum öffentlichen Personennahverkehr digital gesteuerte Radabstellanlagen mit dazugehörigem modernen, elektronischen Zugangs- und Hintergrundsystem anbieten. Fahrgäste können die Stellplätze in Zukunft bei der Hagener Straßenbahn AG via Internet unter www.dein-radschloss.de/# reservieren, buchen und mittels einer Chipkarte dann auf die Boxen zugreifen. Die Radabstellanlagen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

55 Prozent der Hagener Busflotte ist schon klimatisiert

14. August 2018

Busfahren ist bei der Hitze in Hagen nicht immer ein Vergnügen. Doch 55 Prozent der Busse haben eine Klimaanlage. Es sollen noch mehr werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bereits 2011 waren bundesweit knapp 70 Prozent der Stadtbusse mit einer Klimaanlage ausgerüstet. Damals hieß es in Hagen noch: Lohnt sich nicht. Aktuell verfügen beispielsweise mehr als 95 Prozent der Busse der Stadtwerke Osnabrück über eine Klimatisierung, bei der Stadtwerke Münster waren es schon vor drei Jahren mehr als 90 Prozent.

Radwegenetz: Brücke über die Volme kann gebaut werden

10. August 2018

Der Brückenschlag über die Volme im Mündungsbereich zur Ruhr ist seit gut zwei Jahrzehnten eines der wichtigsten Projekte rund um den Harkort- und Hengsteysee. Mit einer Förderung von über 1,7 Millionen Euro aus Finanzmitteln des Landes Nordrhein-Westfalen können nun die Südufer beider Seen für Radfahrer und Fußgänger miteinander verbunden werden. Den entsprechenden Förderbescheid übergab Regierungspräsident Hans-Josef Vogel am Donnerstag (9.8.) an Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Karola Geiß-Netthöfel vom Regionalverband Ruhr (RVR).

Die beiden Seen sind für die Hagener und Menschen aus den umliegenden Kommunen gern genutzte Naherholungsziele, werden jedoch auch von immer mehr Radtouristen angesteuert. Bisher war weder eine durchgängige Fahrt entlang der beiden Südufer möglich, noch eine problemlose Rundfahrt um den Harkortsee. Durch den Bau der neuen Brücke wird es möglich, die attraktiven, naturnahen und land- und forstwirtschaftlich genutzten Landschaften südlich des Harkortsees zu erschließen. Die Querung trägt auch dem Aufeinandertreffen des Ruhrtalradweges mit der Lenneroute Rechnung.

„Durch die neue Verbindung werden auch andere touristische Ziele wie etwa das Wasserschloss Werdringen an das bestehende Radwegenetz angebunden. Davon profitieren die Hagener, aber auch die Gäste, die diese Region zunehmend als Urlaubsland entdecken“, so Regierungspräsident Hans-Josef Vogel. Mit einer Förderung von 1,761.938,00 Euro trägt das Land 80 Prozent der Gesamtkosten der neuen Brücke.

Sechs Radboxen für den Hohenlimburger Bahnhof

8. August 2018

„Einchecken. Abstellen. Sicher“ – Unter diesem Motto und dem Markennamen „DeinRadschloss“ können Radfahrer und Pendler bald insgesamt 34 Radboxen am Hagener Hauptbahnhof und an anderen Bahnhöfen im Stadtgebiet nutzen. Die Markierungsarbeiten für sechs Boxen am Bahnhof Hohenlimburg haben bereits stattgefunden, der Startschuss für den Baubeginn fällt in den nächsten Tagen.

Hagen gehört zu einer von 15 Kommunen, die gemeinsam mit dem VRR an größeren Verknüpfungspunkten zum ÖPNV digital gesteuerte Radabstellanlagen mit dazugehörigem modernen, elektronischen Zugangs- und Hintergrundsystem anbieten. Fahrgäste können die Stellplätze in Zukunft via Internet reservieren, buchen und mittels einer Chipkarte dann auf die Boxen zugreifen. Die Radabstellanlagen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Bahn verspricht: Baubeginn in Hohenlimburg ist im Jahr 2020

14. Juli 2018

Der Hohenlimburger Bahnhof soll barrierefrei werden. Dieses Ziel hat sich der Bürgerverein Wesselbach seit dem Jahr 1995 (siehe dazu Zweittext) auf die Fahnen geschrieben. Jetzt gibt es ein weiteres Signal der Deutschen Bahn, dass die Wünsche und Ideen des Vereins ab dem Jahr 2020 Realität werden können. (…)

Quelle: wp.de

Verkehrswende? Vielleicht – in 17 Jahren

9. Juli 2018

Nichts Entscheidendes im Masterplan Mobilität

Der am Donnerstag im Rat der Stadt Hagen vorgestellte „Masterplan Mobilität“ enttäuscht auf ganzer Linie. Das vorrangige Ziel des Masterplanes sollte nach Angaben der Planverfasser darin bestehen, eine Verkehrswende in Hagen einzuleiten. Die dazu vorgeschlagenen Maßnahmen werden allerdings nicht ansatzweise ausreichen.

Angepeilt wird eine Umschichtung im sogenannten Modal Split (also der Verteilung der zurückgelegten Wege auf einzelne Verkehrsmittel). Der Anteil des Umweltverbundes aus öffentlichem Verkehr sowie Rad- und Fußverkehr an den zurückgelegten Wegen der Hagener Bürgerinnen und Bürger soll auf 50 Prozent steigen. Aber erst bis 2035 – also in 17 Jahren. Heute liegt dieser Anteil nur bei 38 Prozent, während der Pkw-Verkehr mit 62 Prozent überproportional hoch ist.

Auf 147 Seiten bietet der Masterplan im Wesentlichen eine Zusammenstellung von sowie schon geplanten oder diskutierten Maßnahmen, ergänzt durch mehr oder weniger fundierte Berechnungen der Auswirkungen auf die zu erwartenden Reduzierungen (oder auch Nicht-Reduzierungen) der Abgasemmisionen. Flächenfraß und Lärm spielen dagegen beispielsweise keine Rolle.

So legen die Gutachter einen Schwerpunkt auf den Ausbau des Radverkehrs, ohne dass es ihnen möglich ist, positive Folgen zu prognostizieren. Es bleibt bei Vermutungen wie beim „City Vorrang Fahrrad (Fahrradstraßen)“: „Es werden leichte positive Auswirkungen auf den Modal Split erwartet. Da auf den einzelnen Verkehrswegen der Stadt Hagen keine Erhebung der Radfahrer durchgeführt wird, ist eine Abschätzung mit konkreten Zahlen hier nicht so ohne weiteres möglich.“

Oder: „Noch schwieriger wird eine konkrete Abschätzung der Radverkehre aus den Stadtteilzentren und Vororten in oder durch die Innenstadt. Hier sind ebenfalls zurzeit keine belastbaren Radverkehrsmengen vorhanden.“

Trotzdem gehen die Gutachter von einer Verdoppelung des Radverkehranteils am Modal Split aus – allerdings auf niedrigem Niveau: von 3 auf 6 Prozent.

Für die Erreichung der Mobilitätswende in Hagen spiele der öffentliche Verkehr eine entscheidende Rolle, schreiben die Gutachter. Dazu gehöre vor allem der Ausbau des ÖPNV-Angebots, durch beispielsweise Taktverdichtungen und die Schließung von räumlichen und zeitlichen Bedienungslücken durch die Ausdehnungen des Bedienungszeitraums und -gebietes. Grundsätzlich gelte es, die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in Hagen weiter zu steigern.

Banalitäten. Warum werden Gutachter für solche „Erkenntnisse“ bezahlt, die zudem sowohl zeitlich als auch inhaltlich hinter den Realitäten zurückbleiben? Konkrete Verbesserungsvorschläge zum ÖPNV sind längst in einem Arbeitskreis von zwei Ratsausschüssen erarbeitet worden.

Das gilt auch für den im Gutachten genannten Punkt „Busspur Körnerstraße“. Längst geplant, nur – wie so häufig in Hagen – noch nicht umgesetzt. Vielleicht ist ja gerade keine weiße Farbe auf dem Markt.

Was in der Liste der Gutachter völlig fehlt, sind irgendwelche Vorschläge, den Pkw-Verkehr Restriktionen zu unterwerfen. Eine Umverteilung der Verkehrsflächen wird nur mit äußerster Zurückhaltung angepeilt: Neben der Busspur Körnerstraße wird nur noch die Einrichtung von Radwegen auf dem Graf-von-Galen-Ring erwähnt. Aber hier wollen bekanntlich die Freunde des Fernbusverkehrs schon eine 9 Meter breite Haltestelle einbauen. Da bleibt dann für Radwege wohl kein Platz mehr.

Der Katalog ließe sich endlos fortsetzen, aber damit sollen sich bitte die Ratsmitglieder beschäftigen, denen man allerdings die Pistole auf die Brust gesetzt hat: Schon am Donnerstag dieser Woche muss beschlossen werden. Da bleibt nicht mehr viel Zeit zum Lesen.

Masterplan Mobilität (pdf)

Lenneroute durch Hohenlimburg

7. Juli 2018

Radtour des ADFC mit dem Oberbürgermeister

Verkehrsplaner Bernd Schlünder (links) von der Stadt Iserlohn. Foto: Michael Schröder

Vor ein paar Tagen fand die diesjährige Radtour des ADFC mit dem Oberbürgermeister statt. Zehn Radfahrer und Radfahrerinnen des ADFC und des Radsportclubs Hagen, sowie des VCD hatten sich bei strahlendem Sonnenschein am Hagener Rathaus versammelt, um gemeinsam mit dem Oberbürgermeister nach Hohenlimburg zu radeln.

Neben dem OB Schulz waren von der Stadt auch Ordnungsdezernent Thomas Huyeng, sowie Ralf Lellek aus dem Fachbereich Stadtentwicklung und Planung dabei. Der ebenso eingeplante und eigentlich zuständige Dezernent Thomas Grothe hatte kurzfristig abgesagt, da er nach Berlin ins Bundesministerium gefahren war, um dort einen Förderbescheid abzuholen (DOPPELWACHOLDER berichtete).

In Hohenlimburg wartete nicht nur eine große Gruppe interessierter Radfahrer und Radfahrerinnen aus Hohenlimburg, sondern auch ADFC-Mitglieder aus Iserlohn. Bezirksbürgermeister Herman-Josef Voss begrüßte die Delegation vor dem Hohenlimburger Rathaus, da diesmal das Thema Radfahren in Hohenlimburg und die Fortsetzung der Lenneroute auf Hagener Stadtgebiet war.

Die inzwischen auf 28 Teilnehmern angewachsene Gruppe fuhr verschiedene Stellen im Ortsgebiet an und diskutierten die Aspekte einer möglichen Routenführung. Ausgesprochen problematisch ist, dass es in Hohenlimburg zum Mischverkehr von Radfahrern, PKW, dem starken LKW-Verkehr, besonders auf der Oeger Straße, keine alternative Radwegeführung gibt.

Deshalb gab es von Seiten der Hohenlimburger Radfahrer die Anregung, einen neuen Fuß- und Radweg direkt an das Ufer der Lenne zu legen, jedoch nicht wie ursprünglich geplant, auf der linken Seite, sondern an der rechten Uferseite, an der sich bereits ein schmaler Trampelpfad befindet. Da der Uferstreifen in Oege stellenweise sehr schmal ist, müsste auch bei einer rechtseitigen Variante abschnittsweise ein Stelzenweg erstellt werden. Möglich wäre dann eine Weiterführung über eine Fuß- und Radwegbrücke zur Langenkampstraße. Von dort aus soll die Route dann durch das Zentrum führen und nicht, wie bisher, auf stark belasteten Straßen um das Zentrum herum.

Weiter ging die Tour auf Letmather Gebiet, denn die Hagener Delegation wollte sich die Planungen der Iserlohner zum Weiterbau des Lenneradweges von Letmathe bis zur Hagener Stadtgrenze ansehen. Mit dabei waren auch die Verkehrsplaner Bernd Schlünder und Michael Kuprat von der Stadt Iserlohn. Diese erklärten den Hagenern den weiteren Ausbau des Radweges, sowie Möglichkeiten, um an Fördermittel zu kommen. Dezernent Thomas Huyeng meinte, dass derzeit gut gefüllte Fördertöpfe für den Radwegebau zur Verfügung stehen würden.

Michael Schröder vom ADFC zeigte sich erfreut über die rege Beteiligung. „Die Idee für eine Radwegführung nahe der Lenne greifen wir beim ADFC gerne auf. Wir stehen noch ganz am Anfang und es ist erst einmal eine Idee“. Es lohnt sich aber, diese weiter zu verfolgen, um eine attraktive Verbindung zwischen Letmathe, Hohenlimburg und dem Ruhrtalradweg zu bekommen. Schließlich verläuft hier das Radverkehrsnetz NRW, die Lenneroute und der Lenne-Ruhr-Achter.

Wunsch des ADFC und auch der Mitfahrenden ist es, dass die Stadt Hagen jetzt am Ball bleibt und eine Machbarkeitsprüfung dieser Strecke in Auftrag gibt.

Hagen – ein Eldorado für Radler

28. Juni 2018

Eine Fahrradsatire von Udo Pfeiffer*

Lange Zeit belegte das Tor zum Sauerland im alljährlichen ADFC-Ranking fahrradfreundlicher Städte in seiner Kategorie den verheißungsvollen 38. Platz; verheißungvoll, weil er nur besser werden kann, denn den 39. gibt es nicht.

Diese mögliche Verheißung haben die Stadtväter und -mütter nun ernst genommen und angekündigt, die Radelsituation in Hagen werde noch besser. Also wurden sie aktiv: Sie fuhren nach Bochum, um sich anzuschauen, wie eine vergleichbare Kommune ihr Ranking verbessert. In Konsequenz nahmen sie richtig Geld in die Hand: 40.000€ für die Erarbeitung eines Konzepts durch ein Dortmunder Planungsbüro und 190.000€ für die Anlage eines neuen Fahrradweges von 300 m Länge.

Vermutlich befürchten sie aber, dass großartige Verbesserungen die heimischen Radler überfordern würden oder sie sind von ihrem eigenen Tun dermaßen überwältigt, dass das Konzept bisher der radelnden Bevölkerung weder virtuell noch real zugemutet wurde – vermutlich, um die Spannung zu steigern.

Beim Bau des neuen Fahrradweges hingegen, der das bestehende Wegenetz erheblich erweitert, ließen sie sich nicht lumpen: in kürzester Zeit wurde eine schöne kurvige Streckenführung nicht nur geplant, sondern auch realisiert. Und damit die zukünftigen Nutzer auch gefahrlos, unbehelligt vom Autoverkehr, radeln können, wurde das Vorhaben in einem abgelegen Gebiet angesiedelt.

Wer dann auf seinem Drahtesel aus dem finsteren Wald in diesen Weg einbiegt, kann ihn auch bei Dunkelheit in seiner vollen Pracht genießen – dank einer schicken Beleuchtung.

Trotz dieser finanziellen und planerischen Anstrengung hegen die Urheber dieser wegweisenden Verbesserung der Radel-Infrastruktur wohl Zweifel, dass diese genutzt wird; und so haben sie am Ende die Kosten für eine Bürgersteigabsenkung eingespart. Da zudem auch Fördergelder flossen und die Stadt die beträchtlichen Anmeldegebühren von 1.600€ für die Teilnahme an der jährlichen Aktion ‚Stadtradeln‘geschickter Weise von Sponsoren übernehmen ließ, können sich die radelnden Steuerzahler und steuerzahlenden Radler über das neue Asphaltgold freuen – und darauf hoffen, dass ihr Radel-Eldorado demnächst den 37. Platz erklimmt.

* Udo Pfeiffer ist Vorstandsmitglied des ökologischen Verkehrsclubs VCD Hagen/Märkischer Kreis

Flixbus fährt Hagen nicht mehr an

28. Juni 2018

Flixbus fährt Hagen nicht mehr an. Die Haltestelle am Konrad-Adenauer-Ring ist für das Fernbus-Unternehmen zu weit vom Schuss. (…)

Quelle: wp.de

Fernbusse sollen künftig am Hauptbahnhof Hagen halten dürfen

27. Juni 2018

Fernbusse sollen in Hagen einen Halt am Hauptbahnhof bekommen – vielleicht am Graf-von-Galen-Ring, wenn dieser auf zwei Spuren reduziert würde. (…)

Quelle: wp.de

Busse auf Hauptstrecke in Hagen alle siebeneinhalb Minuten

9. Juni 2018

Die Achse von Haspe in Richtung Innenstadt soll zu einer Art Pilotprojekt für das Busnetz der Hagener Straßenbahn werden. Denn die Verbindung, die in weiten Teilen über die alte Bundesstraße 7 (Kölner Straße, Berliner Straße, Wehringhauser Straße) führt, soll künftig zu einer echten Hauptachse werden.

Im Siebeneinhalb-Minuten-Takt sollen ab 2019 Busse rollen. Das bedeutet, dass Fahrgäste sich im Grunde ohne Kenntnis eines Fahrplans an eine Haltestelle stellen können, weil sie sicher davon ausgehen können: Gleich kommt der nächste Bus. (…)

Quelle: wp.de

Fahrplanwechsel im Hagener Busverkehr

2. Juni 2018

Am Sonntag, 10. Juni 2018, ist der diesjährige Fahrplanwechsel für Hagen und die angrenzenden Orte. Es gibt einige Fahrzeit- und Fahrplanoptimierungen, wodurch es auf diversen Linien zu Anpassungen kommt.

Umfangreiche Änderungen stehen beispielsweise im Stadtteil Haspe an, die Bahnhöfe in Vorhalle und Hohenlimburg werden besser angebunden. Die zentrale Achse in Wehringhausen (Lange Str.) wird im morgentlichen Berufsverkehr durch Verlängerung der Linie 520 entlastet.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Linie 510: Montags bis samstags von ca. 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr bedient die Linie 510 ab der Haltestelle Westerbauer Schleife stündlich einen neuen Linienast zur Endhaltestelle „Gevelsberg Knapp S-Bahnhof“. Neu eingerichtet werden auf Hagener Stadtgebiet die Haltestelle „Silscheder Str.“, sowie auf Gevelsberger Stadtgebiet die Haltestelle „Am Schilken“. Die übrigen Fahrten enden wie gewohnt am Baukloh.

Linie 517: Die Linie 517 fährt künftig über die bisherige Endhaltestelle Kuhlerkamp hinaus über die Höxterstraße auf direktem Wege nach Haspe und übernimmt damit die Aufgabe der entfallenden Linie 532, jedoch ohne die Stichfahrt in die Geweke. Damit wird aus dem Wohngebiet Höxterstraße sowohl eine schnellere Verbindung nach Haspe, als auch eine umsteigefreie Verbindung in die Innenstadt geschaffen.

Linie 520: Montags bis freitags an Schultagen werden in der Zeit von ca. 6:30 Uhr bis 8:30 Uhr einige Fahrten über den Hauptbahnhof hinaus über die Lange Str. bis zur (H) Kückelhausen Hördenstr. verlängert, um die Linie 528 im morgendlichen Schüler- und Berufsverkehr auf diesem Abschnitt zu entlasten.

Linie 525: Die Linie fährt künftig ab der Haltestelle „Heubing Bahnhof“ einen veränderten Linienweg zur neuen Endhaltestelle „Geweke“. Durch die Umstellung erhält das Wohngebiet in der Geweke erstmals nach neun Jahren wieder eine umsteigefreie Verbindung in die Innenstadt. Der Abschnitt zum Spielbrink wird von der Linie 528 übernommen.

Linie 528: Die Linie 528 wird künftig über die derzeitige Endstelle Haspe Zentrum (bzw. Heubing Bf) hinaus bis zum Spielbrink verlängert und ersetzt die dort wegfallende Linie 525, welche künftig in die Geweke fährt.

Linie 534: In Hohenlimburg fahren die Busse in Richtung FernUni zur Hauptverkehrszeit 1min später ab, um den Umstieg von den Zügen aus Richtung Siegen/Iserlohn zu verbessern.

Linie 536: Ab der (H) Geitebrücke fährt die Linie 536 einen neuen Linienweg über den Vorhaller Bahnhof nach Vorhalle und zum Vossacker. Die Haltestellen „Ziegelei“ bis „In der Imke“, sowie „Ostpreußenstr.“ entfallen. Die Haltstellen „Weststr.“, „Vorhalle Bf“, „J-G-Fichte-Str.“, „Wortherbruchstr.“ und „Vorhaller Str.“ kommen neu hinzu.
Durch die Verlegung wird aus Richtung Boele kommend ein Anschluss an die Züge der RB 40 in Richtung Witten/Bochum/Essen und umgekehrt gewährleistet. Auch an der (H) Ruhrbrücke wird der Anschluss von und zur Linie 594 in Richtung Schwerte verbessert.

Alle Änderungen und Fahrplaninformationen hier

Werner Kahlki: „Ein Schildbürgerstreich“

26. Mai 2018

Der aktuell vom Wannebachtal bis zur Spannstiftstraße gebaute Radweg sorgt für Unverständnis: bei Radfahrern und auch bei Naturfreunden. (…)

Kahlki hält das neue Projekt für unnötig. Dabei macht er deutlich, was auch nach seiner Meinung wirklich in Hohenlimburg benötigt. „Die Fortführung des neuen Radweges von Letmathe an der Lenne entlang nach Hohenlimburg. Das Straßenbauamt sollte einmal einen jungen Ingenieur engagieren, der seine Masterarbeit über die Planung von Radwegen geschrieben hat. Diesen Mitarbeiter sollte man dann für ein Jahr nach Iserlohn senden. Dort kann er lernen, wie man gute und sinnvolle Radwege plant. Danach gibt es endlich einen kompetenten Planer auch in Hagen.“ (…)

Quelle: wp.de

SPD-Abgeordnete unterstützen Bündnis gegen Einschränkungen beim ICE

25. Mai 2018

In einem Brief an den SIHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Geruschkat sichern die beiden heimischen SPD-Bundestags-Abgeordneten René Röspel und Ralf Kapschack sowie die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer und Wolfgang Jörg dem „Bündnis gegen Einschränkungen beim ICE“ ihre volle Unterstützung zu.

Das Bündnis wendet sich gegen Pläne der Bahn, den ICE über Hagen nach Berlin nur noch alle zwei Stunden fahren zu lassen, weil es dadurch erhebliche Nachteile für den Südwestfälischen Raum befürchtet. Außerdem hatten Jörg und Kramer schon Anfang Mai eine „Kleine Anfrage“ zu diesem Thema im Landtag gestellt.

In dem Brief an SIHK-Chef Ralf Geruschkat heißt es:

Die Nachricht, dass sich durch Neuplanungen der Deutschen Bahn AG auch die Taktung bzw. Anbindung der ICE-Verbindung nach Hagen verändern könnte, haben wir ebenfalls aufgenommen und bereits politisch reagiert.

Wir haben als Abgeordnete bereits Gespräche mit der Konzernleitung der Deutschen Bahn geführt, in denen uns versichert wurde, dass es sich bei der derzeitigen Planung um erste Entwürfe handelt, in denen noch nichts endgültig entschieden wurde.

Trotzdem ist es wichtig, schon innerhalb der Planungsphase politisch Einfluss zu nehmen. Eine Verringerung des Fernverkehrsangebots am Bahnhof Hagen und mithin für die gesamte Region Südwestfalen ist für uns nicht akzeptabel. In Berlin ist die ICE-Planung Gegenstand von Beratungen aller SPD-MdBs des Ruhrgebiets gewesen. In Düsseldorf haben wir mit unserem Abgeordnetenkollegen Gordan Dudas daher eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt, in der das Verkehrsministerium aufgefordert wird, den Sachverhalt zu bewerten und Auskunft von der Bahn zu erhalten, wie konkret die derzeitigen Planungen sind. Zudem erhoffen wir mehr Klarheit von der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses des Landtages Ende Mai, da die Bahn dort ihre Vorhaben für den künftigen Fernverkehr vorstellen will. Wir erhoffen uns durch unsere Initiativen die Unterstützung der Landesregierung.

Wir begrüßen Ihr Schreiben an die Bundes- und Landesverkehrsministerien und den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn und sichern Ihnen in dieser Sache natürlich unsere volle Unterstützung zu.

Radwege: RVR plant auch für Hagen

16. Mai 2018

Radwegenetz im östlichen Ruhrgebiet soll auf rund 460 Kilometer anwachsen

So sieht die Planung für den Hagener Teil im Regionalen Radwegenetz aus: Hauptradverbindungen (grün) und Radverbindungen (gelb). Grafik: RVR

Gestern mutmaßte die WPWR noch, dass sich die Radwegeplanung des Regionalverbands Ruhr (RVR) nur auf das mittlere Ruhrgebiet beschränkt. Schon am Nachmittag wurde dieser Spekulation der Boden entzogen: Für das östliche Ruhrgebiet – und somit auch für Hagen – plant der RVR ebenfalls. Bereits im Februar hatte der Verband das Vorhaben für „die Kommunen und Kreise im Verbandsgebiet“ – also für alle – in einer Pressemitteilung angekündigt. Die Hagener Lokalgazette hatte das offensichtlich nicht mitbekommen.

Auf der Teilraumkonferenz für das östliche Ruhrgebiet stellt der Regionalverband Ruhr (RVR) einen Bedarfsplan für den künftigen Radverkehr in der Metropole Ruhr vor. Ziel ist es, das bestehende Regionale Radwegenetz in Dortmund, Hagen, Hamm und im Kreis Unna auf rund 460 Kilometer auszubauen und fit für die Mobilität im Alltag zu machen.

Radschnellverbindungen sollen in diesem Teilraum auf einer Länge von 59 Kilometern entstehen. Der Radschnellweg Ruhr (RS1) ist dabei miteingerechnet. Daneben sollen 200 Kilometer Hauptradwege die Städte untereinander verbinden. 197 Kilometer regionale Radverbindungen komplettieren das Netz.

Martin Tönnes, Beigeordneter Planung beim RVR, bekräftigt: „Durch attraktive städteübergreifende Radwege und deren intelligente Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wollen wir zusätzliche und emissionsarme Mobilitätsangebote schaffen. Das neu geplante Regionale Radwegenetz bildet die Basis, um das Fahrrad zu einem vollwertigen Verkehrsträger in der Metropole Ruhr zu entwickeln.“

Das künftige Netz ist hierarchisch nach den drei Kategorien Radschnellverbindungen, Radhauptverbindungen und Radverbindungen aufgebaut. Die Wege unterscheiden sich hauptsächlich durch Breite und separaten Gehweg, der bei Radschnellwegen Grundvoraussetzung ist.

Ende 2016 hat der RVR begonnen, das Regionale Radwegenetz mit Unterstützung des Planungskonsortiums Planersocietät, Dortmund, und Planungsbüro VIA, Köln, weiterzuentwickeln. Von Anfang an in den Planungsprozess mit eingebunden sind die Kommunen und Kreise im Verbandsgebiet, die Emschergenossenschaft, Verkehrs- und Wirtschaftsverbände sowie die beiden RVR-Tochtergesellschaften, die RuhrTourismus GmbH (RTG) und die Business Metropole Ruhr GmbH (BMR).

Das bisherige Netz ist – abgesehen von dem Radschnellweg Ruhr RS1 – eher freizeitorientiert. Allerdings werden einige der regionalen Trassen bzw. Routen wie beispielsweise die Springorumtrasse in Bochum auch jetzt schon als Schul- und Berufsweg genutzt. Diese Entwicklung sowie die steigende Nutzung von Pedelecs und den damit verbundenen größeren Reichweiten greift der RVR mit seiner neuen Netzplanung auf. Laut des RVR-Umweltberichts 2017 soll der Anteil des Radverkehrs auf 25 Prozent im gesamten Verbandsgebiet steigen.

Für bessere Bedingungen für Radfahrende

8. Mai 2018

Hagener ADFC lädt zur Fahrradsternfahrt Ruhr 2018

Am Sonntag, 13. Mai 2018 findet die Fahrradsternfahrt Ruhr statt. In diesem Jahr ist Bochum das Ziel. Alle Fahrradbegeisterten aus Hagen sind herzlich eingeladen, mit dem ADFC nach Bochum zu radeln und dann zusammen mit vielen Radfahrern und Radfahrerinnen aus dem gesamten Ruhrgebiet auf einer abgesperrten Strecke durch Bochum zu fahren.

Treffpunkt für die Radtour ist in Hagen am AllerWeltHaus in der Potthofstraße 22 um 8:45 Uhr. Ein zweiter Einstiegspunkt ist in Wetter um 9:40 Uhr an der Ruhrbrücke Ruhrstraße hinter der DEMAG am Ruhrtalradweg. Die Strecke nach Bochum beträgt 33 km plus 17 km für die Hauptroute durch Bochum.

Jedes Jahr rufen die Städte an der Ruhr dazu auf, im Verbund für bessere Bedingungen für Radfahrende zu demonstrieren. Alle Teilnehmenden können dabei mit viel Phantasie auf Radfahr-Interessen aufmerksam machen, auf geschmückten Rädern, Kleidung, Anhängern oder mit Musik. „Mobil mit Fahrrad“ ist das Motto.

Start der Bochumer Hauptroute ist dann um 12:00 Uhr auf dem Gerard-Motier-Platz am Westpark hinter dem Gewerkschaftshaus (Jahrhunderthaus). Diese wird polizeilich begleitet und zeigt Bochum mal ganz anders.

Die Tour endet beim Fahrradsommer der Industriekultur um etwa 13:30 Uhr. Rund um die Jahrhunderthalle gibt es dann viel Fahrrad-Programm für Groß und Klein, auch Kulinarisches zur Stärkung für die Rückfahrt.

Die Rückfahrt kann dann in Eigenregie erfolgen. Eine Rückfahrt nach Hagen ist ebenso mit der Bahn möglich.

Schnellbus zur Universität Dortmund?

7. Mai 2018

Arbeitskreis ÖPNV präsentiert erste Vorschläge zur Verbesserung des Nahverkehrs in Hagen

Der Facharbeitskreis ÖPNV hat in seiner Sitzung am 25. April 2018 eine Reihe von Vorschlägen für die kurz- und mittelfristige Verbesserung des Nahverkehrs sowie Kriterien für die laufende Aufstellung des Nahverkehrsplans beschlossen.

Die Beschlüsse werden in dieser Woche im Umwelt- und Moblitätsausschuss (8. Mai) sowie im Stadtentwicklungsausschuss (9. Mai) vorgestellt und von den Gremien behandelt. Abschließend entscheiden soll dann am 17. Mai der Rat der Stadt Hagen.

Auszüge:

Die Linienführung der Busse auf den Hauptachsen ist möglichst gradlinig zu konzipieren. Die Streckenführung auf diesen Hauptachsen soll sich an dem direkten Weg orientieren, den ein durchschnittlicher Autofahrer auf der gleichen Relation nehmen würde.

Das Netz weist starke Achsen auf, die eine gleichmäßige Fahrtenfolge der Busse ermöglicht. Das heißt beispielsweise: 4 Busse pro Stunde und Richtung (Std und Ri.) ergeben einen 15-Minuten-Takt, 6 Busse/Std und Ri. ergeben einen 10-Minuten-Takt und 8 Busse/Std und Ri. ergeben einen 7,5-Minuten-Takt. Im Gegensatz zum heutigen Netz mit vielen Direktfahrten im 30-Minuten-Takt sind Umsteigeverbindungen zugelassen, wenn sie eine direkte Führung mit kurzer Verweilzeit im Bus ergeben.

Das Busnetz soll von Betriebsbeginn bis ca. Mitternacht gleiche Linienführungen aufweisen. In diesen Zeiten sind keine NachtExpress-Linien (NE) vorzusehen. NE-Linien verkehren nur mit einem entsprechend angepassten Netz in dem Zeitraum von ca. Mitternacht bis Betriebsbeginn.

Der Gutachter prüft und beurteilt eine überregionale Busverbindung zwischen Hagen Hbf und der Universität Dortmund. Diese Linie ist als Schnellbus vorzusehen. Diese Linienführung soll nicht nur für Studierende sondern auch für Berufspendler zwischen Dortmund und Hagen attraktiv sein.

Die Linie 594 wird künftig zwischen Hagen Hbf und Boele Markt über einen neuen Linienweg geführt und bedient nur noch folgende Haltestellen: Hagen Hbf – Stadtmitte – Landgericht – Fernuniversität – Polizeipräsidium – Loxbaum – Boele Markt.

Mit dieser neuen Linienführung werden folgende Verbesserungen umgesetzt:

  • schnelle Verbindung zwischen Boele und der Stadtmitte
  • deutliche Verbesserung der Anbindung der FernUniversität mit direkter Linienführung zu den Bahnhöfen Hagen Hbf und Schwerte
  • umsteigefreie Anbindung der Haltestellen zwischen Schwerte und Boele an die Stadtmitte.

Umgesetzt werden sollen erste Verbesserungen schon zum Fahrplanwechsel der Bahn am 9. Dezember.

ICE: Röspel fordert von Deutscher Bahn Beibehaltung der Stunden-Taktung

27. April 2018

Die beiden heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel (HA/EN) und Helge Lindh (Wuppertal) fordern von der Bahn, von einer Verschlechterung der ICE-Anbindung abzusehen und die Stunden-Taktung auf der „Wupper-Schiene“ beizubehalten. Das machten die NRW-SPD-Bundestagsabgeordneten im Rahmen eines Gesprächs mit Ronald Pofalla und Werner Lübberink vom DB-Vorstand deutlich.

„Eine Verschlechterung der Anbindung Südwestfalens und des Bergischen Lands an den Fernverkehr hätte massive Auswirkungen für die Menschen, aber auch für den heimischen Wirtschaftsraum“ betont René Röspel. Mit Blick auf erste Überlegungen, auf der Strecke Köln-Berlin ab 2021 einen ICE-Sprinter nur mit einem Halt in Hannover einzusetzen, ergänzt Helge Lindh: „Eine halbe Stunde weniger Fahrzeit für einige Rheinländer darf auf keinen Fall dazu führen, dass der ICE nur noch alle zwei Stunden in Wuppertal und Hagen hält und halb Westfalen abhängt“. Dies wäre eine massive Verschlechterung des Bahnangebots und für die Fahrgäste nicht nachzuvollziehen, sind sich Lindh und Röspel einig.

Eine Entscheidung hinsichtlich der Stunden-Taktung sei noch nicht getroffen worden, erwiderten die Bahn-Vorstände. Die Bahn suche derzeit nach akzeptablen Alternativen. Grundsätzlich beabsichtige man für die Strecke Köln-Berlin eine Erweiterung – und keine Einschränkung – des ICE-Bahnverkehrs. Pofalla und Lübberink bestätigten Planungen eines ICE-Sprinters auf der Strecke Köln-Berlin. Ein entsprechender Zielfahrplan werde allerdings erst im Sommer präsentiert. Die Entscheidungsfindung soll dabei von einem „breiten gesellschaftlichen Dialogprozess“ begleitet werden. Handlungsbedarf sieht der Bahn-Vorstand aufgrund der hohen Auslastung der Linie Wuppertal-Hagen-Hamm. Kritisch beobachtet wird hier insbesondere der mit der Zugteilung („Flügelung“) in Hamm einhergehende Zeitaufwand.

„Die Aussagen des Bahn-Vorstands lassen zumindest darauf hindeuten, dass ein Problembewusstsein bei der Deutschen Bahn vorhanden ist“, fassen Lindh und Röspel das Gespräch zusammen: „Die Ankündigung, an adäquaten Lösungen zu arbeiten, genügt uns aber nicht.“ Man habe dem Bahnvorstand deutlich gemacht, dass man eine zwei Stunden-Taktung ablehnt und sich einer Verschlechterung der Anbindung entschieden entgegenstellen werde. Zudem fordern die beiden Abgeordneten Transparenz in der Entscheidungsfindung und eine Einbindung in den Planungs- und Dialogprozess der Deutschen Bahn.“

Seniorenbeirat bei der HVG

20. April 2018

Am 17. April besuchten Mitglieder des Seniorenbeirats und interessierte Seniorinnen und Senioren die Hagener Straßenbahn. Tägliche Probleme im Busverkehr, aber auch grundsätzliche Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr sind immer wieder Themen im Beirat, der auch über eine aktive Arbeitsgruppe zum Thema ÖPNV verfügt.

Zu Beginn erfuhren die Besucher von Herrn Flockenhaus viel Wissenswertes über die Fahrzeugflotte der Hagener Straßenbahn. Vor allen Dingen hob er hervor, dass die Busse zu den saubersten Verkehrsmitteln in Hagen gehören. Der öffentliche Nahverkehr trägt mit gerade mal zwei Prozent zur Feinstaubbelastung in der Stadt bei. Ein Großteil der Flotte verfügt über die Abgasnorm E 6 dank der Kombination von Diesel und Hybridantrieb.

Der immer wieder eingeforderten E-Mobilität bei Bussen steht er zum aktuellen Zeitpunkt skeptisch gegenüber. Die Batterien sind noch zu schwer, der Wirkungsgrad zu gering und der Strom, der zum Aufladen nötig wäre, geht auch in große Dimensionen. Trotzdem beschäftigt sich der Betrieb auch um diese Antriebsart der Zukunft und geht den verschiedenen Fördermöglichkeiten nach.

Für den Seniorenbeirat waren natürlich auch Fragen wie die nach dem barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen sehr wichtig oder die Mitnahme von E-Scootern in Bussen. Für den Ausbau von Buscups ist eine Prioritätenliste in Arbeit, bei den E-Scootern gibt es vielleicht einmal ein TÜV-geprobtes Modell aus China, das  mit den erforderlichen Sicherungsmaßnahmen im Bus mitgenommen werden kann.

Ein Rundgang durch die Leitstelle, die Werkstätten und die Lehrwerkstatt beeindruckte alle sehr. 20 Auszubildende werden hier auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet – über den eigenen Bedarf hinaus, wie Herr Flockenhaus betont. Damit sie später gut vermittelbar sind, schrauben sie nicht nur an Bussen, sondern auch an PKW`s. Für Übungen mit dem Rollator blieb etwas wenig Zeit. Aber trotzdem gab es gute Anregungen, so dass alle Mitfahrenden viele Informationen mitnehmen konnten.

Pläne der Deutschen Bahn fatal für Südwestfalen

17. April 2018

SIHK fordert weiterhin stündliche ICE-Anbindung an Bundeshauptstadt

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) warnt vor Gedankenspielen der Deutschen Bahn AG (DB), die ICE-Verbindungen in Richtung Berlin, aber auch in Richtung Köln, von Hagen aus auszudünnen.

„Es wäre ein fatales Zeichen für Südwestfalen, die stärkste Industrieregion Nordrhein-Westfalens, nur noch alle zwei Stunden mit dem schnellsten Zug der DB an Berlin angebunden zu sein“, so SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat. „Hagen ist der einzige ICE-Halt in Südwestfalen und gleichzeitig ein wichtiger Knoten- und Umsteigepunkt für die gesamte Region.“ Zudem plant die Deutsche Bahn, den Hagener Bahnhof in den kommenden Jahren zu sanieren.

Der ICE stelle die schnellste Verbindung in die Bundeshauptstadt dar. Auf der Straße oder mit dem Flugzeug sei die ICE-Fahrtzeit mit 3 Stunden und 20 Minuten nicht zu schlagen. „Insofern ist die stündliche Anbindung ein wichtiger Standortfaktor für die regionale Wirtschaft“, so Geruschkat weiter. „An der stündlichen ICE-Abfahrt in Hagen in Richtung Berlin und Köln muss unbedingt festgehalten werden“, fasst der SIHK-Chef den Standpunkt der Südwestfälischen Wirtschaft zusammen.


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