Archive for the ‘06 Hagen mobil’ Category

Mit dem Schnellbus in 30 Minuten von Hagen zur Uni Dortmund

26. März 2020

Mit dem Bus über die Autobahn von Hagen nach Dortmund? Der Verkehrsverbund Rhein Ruhr hat ein Gutachten für Schnellbusse in Auftrag gegeben. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Busangebot wird weiter eingeschränkt

22. März 2020

Auch in Hagen ist das öffentliche Leben aufgrund der Coronakrise erheblich eingeschränkt. Dies hat auch Auswirkungen auf die Hagener Straßenbahn, die ihr Busangebot weiter reduziert.

Die Anpassungen ab Montag, 23. März 2020, im Einzelnen:

Am Montag verkehren die Busse wie bislang noch nach dem Samstagsfahrplan. Zusätzlich fahren die NachtExpress-Busse lediglich um 22:32 Uhr von der Haltestelle Stadtmitte in die einzelnen Stadtteile. Alle weiteren Fahrten entfallen.

Die Fahrten der Linie 512 enden bereits in Bathey und nicht wie bislang an der Haltestelle Dortmund-Syburg.

Die Anpassungen ab Dienstag, 24. März 2020, im Einzelnen:

Ab kommenden Dienstag fahren die Busse der Hagener Straßenbahn von montags bis samstags nach einem erweiterten Sonntagsfahrplan, bei dem der sonst erst um 11 Uhr einsetzende dichtere Takt bereits vormittags um 5 Uhr beginnt. Damit können die Fahrgäste nahezu aus allen Stadtteilen die Hagener Innenstadt bis um 6 Uhr erreichen.

Auf den Hauptachsen wird darüber hinaus in der Regel mindestens ein 30-Minuten-Takt – auf einigen Linien auch ein 15-Minuten-Takt sichergestellt. Lediglich in den Randlagen wird abschnittsweise nur ein Stundentakt aufrechterhalten.

Für einige Linien wird der Takt verdichtet. Die Linien 539 auf dem Abschnitt Hohenlimburg Bahnhof bis zur Regenbogenschule und die Linie 530 fahren dann stündlich. Die Linie 542 nur noch in einem 30-Minuten-Takt.

Zusätzlich fahren auch die Linie 535 und der SB 71, die ansonsten an Sonntagen nicht fahren, im Stundentakt. Die beiden Einsatzbusse EW1 und EW2 verkehren 30 Minuten später als an Werktagen üblich.

Gegen 19:00 Uhr wird wieder nach dem normalen Sonntagsfahrplan gefahren.

An Sonntagen bleibt der Fahrplan nahezu unverändert. Die Linie 542 verkehrt ganztägig im 30 Minuten Takt, der 15-Minuten-Takt tagsüber entfällt somit.

Die genauen Abfahrtszeiten der Busse finden sie in der elektronischen Fahrplanauskunft.

Bahnverkehr wird eingeschränkt

20. März 2020

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie kommt es zur Aufrechterhaltung eines Grundangebots im Schienenpersonennahverkehr zu umfangreichen Einschränkungen auf den meisten Linien in NRW. Ab Samstag, 21. März, wird schrittweise ein Sonderfahrplan umgesetzt.

Ziel ist es, den Fahrgästen auch bei erhöhten Abwesenheitsquoten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Eisenbahnunternehmen durch Krankmeldungen oder Quarantänemaßnahmen noch ein zwar reduziertes aber planbares Angebot zur Verfügung zu stellen und kurzfristige, unplanbare Zugausfälle zu vermeiden.

Insgesamt werden die Leistungen etwa um die Hälfte reduziert. Zugleich wird gewährleistet, dass ausreichend Fahrzeuge zum Einsatz kommen, um die Infektionsgefahr für die Fahrgäste möglichst gering zu halten.

Im Raum Hagen sind folgende Änderungen geplant (Stand: 20.3., 20:00 Uhr):

RE 4 (Dortmund – Aachen): Linie fällt aus, Ersatz durch RB 33 (Aachen – Mönchengladbach), RE 13 (Mönchengladbach – Wuppertal), RE 7 (Wuppertal – Hagen) sowie S 5 und RB 52 (Hagen – Dortmund), gültig ab: 21.03.20

RE 7 (Rheine – Krefeld): Verkehrt auf Teilabschnitt Münster Hbf – Krefeld Hbf mit außerplanmäßigem Umstieg in Wuppertal-Oberbarmen, zwischen Wuppertal-Oberbarmen – Köln Hbf halten die Züge zusätzlich an allen Stationen der Linie RB 48, gültig ab 22.03.20

RE 13 (Venlo – Hamm): Ausfall auf Teilabschnitt Hamm – Hagen – Wuppertal-Oberbarmen, Ersatz durch RE 7 (Hamm – Hagen) sowie RE 7 und S 8 (Hagen – Wuppertal-Oberbarmen), gültig ab 21.03.20

RE 16 (Essen – Siegen): Linie fällt aus, Ersatz durch RB 40 (Essen – Hagen) und RB 91 (Hagen – Iserlohn/Siegen), gültig ab: 23.03.20

RE 17 (Hagen – Kassel): keine Einschränkungen

RB 40 (Essen – Hagen): keine Einschränkungen

RB 52 (Dortmund – Lüdenscheid): keine Einschränkungen

RB 91 (Hagen – Siegen/Iserlohn): keine Einschränkungen

S 5 (Dortmund – Hagen): Ausdünnung auf 60-Minuten-Takt zwischen Witten und Dortmund, gültig ab: 21.03.20

S 8 (Hagen – Mönchengladbach): Ausdünnung auf 60-Minuten-Takt, gültig ab: 21.03.20

Kulanzregelung im VRR für die nächsten Wochen

19. März 2020

Die Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, also beispielsweise auch die Hagener Straßenbahn AG, reagieren auf die zunehmenden Einschränkungen im Alltags- und Arbeitsleben im Zusammenhang mit dem Coronavirus und bieten ihren Kunden eine einfache Kulanzregelung an.

Abonnements können ab sofort bis auf Weiteres „pausieren“. Langjährige Kunden mit einer Zeitkarte wenden sich für die Pausenregelung bitte direkt an ihr Verkehrsunternehmen.

Für Kunden, die ihr Ticket-Abo noch kein Jahr haben, gibt es ein neues und nur in der aktuellen Phase geltendes Sonderkündigungsrecht, ohne finanzielle Nachteile. Für alle weiteren Abonnenten gilt die bestehende Kündigungsregelung weiter, insoweit entstehen Ihnen ebenfalls keine finanziellen Nachteile.

Käufer von Tickets des Bartarifs, wie beispielsweise Einzel, 4er- und 10er-Tickets, 24- und 48-StundenTickets, Tages- oder ZusatzTickets behalten, soweit sie noch nicht entwertet sind, bis zum 31. März 2021 ihre Gültigkeit.

Hagener Straßenbahn schränkt Busverkehr ein

17. März 2020

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Coronakrise reduziert die Hagener Straßenbahn ihr Angebot und bittet alle Fahrgäste um Verständnis für diese unvermeidbaren Einschränkungen.

Die Busse der Hagener Straßenbahn fahren ab Mittwoch, 18. März 2020, zunächst montags bis freitags, auf allen Linien nach einem modifizierten Samstagsfahrplan.

An Samstagen wird der reguläre Fahrplan zusätzlich auf folgenden Linien eingeschränkt:

Linie 519: Die Linie 519 fährt nur zwischen Herdecke Nacken und Hagen Stadtmitte. Auf dem Abschnitt von der Stadtmitte bis Emsterfeld verkehrt die Linie nur morgens und abends. Alternativ kann die Linie 518 genutzt werden.

Linie 534: Die Linie verkehrt nur im Stundentakt.

Linie 542: Die Linie fährt tagsüber viermal pro Stunde zwischen Kabel und Westerbauer Schleife. Die Fahrten bis Gevelsberg erfolgen planmäßig.

Linie SB71: Die Linie verkehrt nur im Stundentakt. In Hohenlimburg bleiben die Anschlüsse an die Linien 530 und 539 bestehen.

Sonntags: Keine Änderungen

NachtExpress: An allen Tagen fährt der NachtExpress letztmalig um 0:32 Uhr ab der Haltestelle Stadtmitte. Die Fahrt um 1:32 Uhr an den Wochenenden entfällt.

Die genauen Abfahrtszeiten der Busse sind in den Fahrplantabellen unter www.strassenbahn-hagen.de zu finden und ab sofort in der elektronischen Fahrplanauskunft abrufbar.

Schienennahverkehr weiterhin sichergestellt

16. März 2020

Zweckverbände, Eisenbahnunternehmen und NRW-Verkehrsministerium haben heute über die Auswirkungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beraten. Entgegen anderslautenden Pressemeldungen gibt es in NRW aktuell flächendeckend keine grundsätzlichen Einschränkungen im Betrieb von S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresszügen.

Sofern es zu Ausfällen durch Krankheit oder aus Gründen der Kinderbetreuung sowie des Infektionsschutzes kommen sollte, wird das Angebot kurzfristig angepasst werden müssen.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass von den zuständigen Behörden eine Reduzierung des Bahnverkehrs angeordnet wird, wird gemeinsam mit Zweckverbänden und Eisenbahnunternehmen ein Grundfahrplan zur Aufrechterhaltung des Nahverkehrs erarbeitet.

Um der weiteren Verbreitung des Virus entgegenzuwirken, werden die Pendler gebeten, auf unnötige Fahrten zu verzichten. Wer kann, sollte zudem Reisen auf die Zeit nach neun Uhr verlegen, um die Stoßzeiten insbesondere für in kritischer Infrastruktur Tätige wie medizinisches Personal, Polizei oder Mitarbeiter des Lebensmitteleinzelhandels zu reservieren.

„Wer Straßen sät, wird (Auto)verkehr ernten“

14. März 2020

Ein Standpunkt zur Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung

von Heidi Wenke (VCD) und Michael Schröder (ADFC)

Die Bahnhofshinterfahrung ist ein altes Projekt. Dem wird auch dadurch Rechnung getragen, dass die offizielle Einweihung u.a. mit Oldtimern – Autos, nicht etwa Verkehrsplanern – erfolgen sollte. Besser kann man eine rückwärts gewandte Verkehrspolitik kaum symbolisieren (Man hätte sich auch für 2-oder 4-rädrige e-Mobile entscheiden können). Dazu passt auch die feudalistisch anmutende Feier mit geladenen VIPs, die erst im letzten Moment (wegen Seuchengefahr) gestrichen wurde.

Damit die neue Straße wenigstens etwas zur viel zitierten Verkehrswende beiträgt, muss jetzt der vom Autoverkehr entlastete Graf-von-Galen-Ring durch Umnutzung von zwei Fahrspuren dem Radverkehr zur Verfügung gestellt werden. Bei der Gelegenheit sollten auch die Bedürfnisse der Fußgänger viel stärker Berücksichtigung finden.

Jeder Umstieg vom Auto auf Rad oder Fuß reduziert die Verkehrsbelastung; anders als die Hinterfahrung, die die Probleme (z.B. Luftverschmutzung) nur verlagert, evtl. sogar durch die Verflüssigung eine Zunahme des Autoverkehrs bewirkt und damit das Gegenteil dessen, was man sich üblicherweise unter einer Verkehrswende vorstellt: „Wer Straßen sät, wird (Auto)verkehr ernten.“

Wo bleibt die Förderung des umweltfreundlichen Rad- und Fußverkehrs?

Bitte hinten einsteigen

13. März 2020

Hagener Straßenbahn sperrt Vordereinstieg in Bussen

Ab Samstag, den 14. März 2020, bleibt die vordere Tür bei allen Bussen der Hagener Straßenbahn bis auf weiteres geschlossen. Ein Fahrscheinerwerb beim Fahrer ist damit nicht mehr möglich – der Fahrerbereich wird entsprechend abgesperrt.

So soll die Wahrscheinlichkeit der Übertragung des Coronavirus für Fahrpersonal und Fahrgäste minimiert werden.

Hierdurch ist die Ticketpflicht selbstverständlich nicht aufgehoben. Das Verkehrsunternehmen bittet seine Fahrgäste, vor Fahrtantritt das Ticket anderweitig zu erwerben, z.B. über die HST-App, in den KundenCentern oder auch in den bekannten Vorverkaufsstellen.

Felsental-Farce vom Tisch?

11. März 2020

Unterausschuss Mobilität lehnt „Alternativrouten“ für die Linie 527 ab

Eine Verlegung der Buslinie 527 aus der Straße Felsental oder eine Halbierung des Takts auf nur noch stündlichen Verkehr soll es nicht geben. Das hat der Unterausschuss Mobilität als Empfehlung an den Mobiltätsausschuss beschlossen.

Eine kleine Clique mit bestem Draht nach ganz oben hatte in der Straße im Hagener Stadtteil Emst Stimmung gegen eine längst überfällige Verbesserung des Busverkehrs gemacht (siehe: „Lieber Erik“). Die von den Kritikern vorgelegten „Alternativen“ haben sich allerdings entweder als nicht praktikabel oder als kontraproduktiv im Sinne einer grundsätzlichen Verbesserung des ÖPNV erwiesen.

Die Verwaltung erklärte im Ausschuss, die Fahrgastzahlen würden derzeit ausgewertet. In der Tendenz zeige sich, dass auf der Linie 527 in etwa eine Verdoppelung der Kundenfrequenz vorliege. Dies ginge jedoch nicht zu Lasten der Achse Im Wasserlosen Tal, denn auch dort gebe es einen steigenden Kundenzuspruch. Das fachliche Ziel der Fahrplanänderung sehe er für diesen Bereich daher als erreicht an.

Es gebe vereinzelt noch Kritik der Anwohner, jedoch ohne neue Argumente. Aus dem Bereich Am Waldesrand gebe es hingegen stetig positive Rückmeldungen.

Hinsichtlich der Erhöhung des ÖPNV-Anteils sei es ein wesentliches Element, die Zugänglichkeit zum ÖPNV durch kurze und bequeme Wege zu verbessern und dies nur gelingen könne, wenn auch abseits der Hauptachsen durch entsprechende Linienführungen große und bevölkerungsreiche Wohnquartiere unmittelbar angebunden würden. Dies sei hier geschehen und die Fahrgastzahlen würden den Erfolg belegen.

Der Unterausschuss Mobilität empfiehlt dem Ausschuss für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität, folgenden Beschluss zu treffen:

„Die vorgeschlagenen Alternativrouten werden abgelehnt, da sie nicht sinnvoll umzusetzen sind.“

Der Beschluss erfolgte einstimmig bei Enthaltung der UnLinken, die dort mit einer ihrer „qualifiziertesten“ Personen vertreten ist: Heiermann. Man halte die „Bürgerbeteiligung für wichtig“. Die Abgreiftruppe entpuppt sich wieder einmal als Hilfsorgan für das saturierte Bürgertum.

Ticket-Chaos am Hauptbahnhof

10. März 2020

SPD Altenhagen kritisiert Vergabe des Verkaufs von VRR-Fahrkarten an Transdev und den nicht mehr vorhandenen Service im Fernverkehr am Wochenende

Blick vom Eingang in die Bahnhofshalle des Hagener Hauptbahnhofs. Es ist ein Sonntag, kurz nach 10:00 Uhr. Die Schalter sind geschlossen, nicht einmal die Infobox ist geöffnet. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY-SA 4.0).

Seit dem 14.12.2019 werden keine Fahrkarten für den VRR-Bereich mehr von der Deutschen Bahn verkauft. Auch die Westfalentarife sind nicht mehr im Verkauf bei der Deutschen Bahn erhältlich. Dabei hat die Deutsche Bahn für den hervorragenden Service im Jahr 2018 eine besondere Auszeichnung erhalten.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Altenhagen, Bernd Schmidt, hat mehrmals versucht, die öffentliche Ausschreibung für die Vergabe des Verkaufs der Fahrkarten einzuholen und einzusehen. Trotz intensiver Bemühungen an diversen Stellen ist es ihm nicht gelungen, die besagte Ausschreibung einzusehen.

Seit dem 14.12.2019 ist für den Verkauf der Fahrkarten im VRR–Bereich und der Westfalentarife die Fa. Transdev mit eigenem Sitz in Neu Brandenburg zuständig. Den „Irrsinn“ und die Auswirkungen aus dem jetzigen Verkauf der Fahrkarten nach der Übernahme durch Transdev fasst Bernd Schmidt so zusammen:

  • Die Transdev GmbH hat im Bereich des VRR gerade 460 Automaten aufgestellt, um täglich über einer Million Fahrgäste im Nahverkehr zu „bedienen“.
  • Der Ansprechpartner vor Ort spielt dabei keine wichtige Rolle.
  • Die DB ist gezwungen, ihre roten Automaten, die nur noch dem Verkauf von Fahrkarten im Fernverkehr dienen sollen, drastisch zu reduzieren. Die DB kann und wird keine Auskünfte zu VRR-und Westfalentarif erteilen.
  • Im Hagener Hauptbahnhof, sowie auch in anderen Großstädten hat die Deutsche Bahn nur noch einen ausgegliederten Informationsschalter, der dem Fahrgast die Fahrplanauskünfte und Informationen zu eventuellen Verspätungen liefert, jedoch keine Preisauskünfte geben wird.
  • Die Fahrgäste können die Fahrkarten und die Preisauskünfte des VRR-Verbundes nach der Übernahme durch die Transdev jetzt nur noch persönlich an Kiosken erhalten. Die hiesigen Mitarbeiter in Kiosken sind hierfür in ca. zweitätigen „Crashkursen“ entsprechend „geschult“ worden, damit sie neben dem Zeitungs-, Getränke- und Zigarettenverkauf sowie der Lottoannahmestelle den Tarifdschungel dem Fahrgast erklären und verkaufen.

Zum Vergleich führt Bernd Schmidt die dreijährige Ausbildung bei der Deutschen Bahn an, die notwendig ist um eine solche Tätigkeit auszuüben. Die DB war stets bemüht, das richtige Personal für solche Tätigkeiten zu finden und hat dafür sogar mit der eigenen Kampagne „Willkommen, Du passt zu uns“ als Arbeitgeber eine besondere personalwirtschaftliche Auszeichnung gewonnen.

Und nun sollen die Mitarbeiter an Kiosken die Verantwortung für Transdev übernehmen?

Die Verantwortung für die Vergabe an Transdev tragen die 19 Oberbürgermeister und 5 Landräte innerhalb des VRR-Verbundes. Der Verbandsvorsteher des VRR-Verbundes ist Erik O. Schulz, der gleichzeitig auch Oberbürgermeister der Stadt Hagen ist.

Die Deutsche Bahn verkauft an ihren Verkaufsstellen nur noch Fahrkarten für den Fernverkehr (Intercity (IC) und InterCityExpress (ICE)). An Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen bleiben die Verkaufsstellen der Deutschen Bahn in Hagen geschlossen.

Was den Hagener HBF anbetrifft, schlägt Bernd Schmidt vor, dass alle Verkehrsunternehmen inkl. ÖPNV unter einem Dach mit geregelten Öffnungszeiten (auch an Samstagen, Sonn- und Feiertagen) vertreten sind. Der Hagener Hauptbahnhof bietet ausreichend Platz dafür.

Als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Altenhagen fordert Schmidt den Bundestagsabgeordneten Rene Röspel auf, nicht weiter tatenlos zuzuschauen und gegen die Ausweitung des Kahlschlages die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.

VRR bewertet viele Bahnhöfe als „nicht akzeptabel“

5. März 2020

Der Zustand der Bahnhöfe und Haltepunkte im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) hat sich verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle VRR-Bericht, der 297 Stationen bewertet. 2019 wurden 131 Stationen als „akzeptabel“, 93 als „noch akzeptabel“ und 73 als „nicht akzeptabel“ eingestuft. Im Jahr zuvor fielen 61 Haltestellen in die schlechteste Kategorie.

Von den Hagener Bahnstationen testiert der VRR dem Hauptbahnhof sowie Hohenlimburg, Dahl, Rummenohl und Westerbauer ein „akzeptables Erscheinungsbild“. Wehringhausen und Oberhagen hätten ein „noch akzeptables Erscheinungsbild“ und Heubing sowie Vorhalle ein „nicht akzeptables Erscheinungsbild“.

Viele Hagener Bahnkunden dürften das etwas anders sehen.

„Hagen wörtlich“: Elektromobilität in Deutschland

3. Februar 2020

Adolf Müller, Direktor der Accumulatorenfabrik AG, in seinem Studebaker Runabout. Foto: Sammlung Hartwig Willmes.

Elektromobilität in Deutschland von circa 1888 bis etwa 1990 ist das Thema eines Bildervortrags des Diplom-Ingenieurs Hartwig Willmes am Donnerstag, 6. Februar, um 18 Uhr im Rahmen der gemeinsamen Vortragsreihe „Hagen <w>örtlich“ der Volkshochschule Hagen (VHS) und der Stadtbücherei auf der Springe in den Räumlichkeiten der Stadtbücherei.

Elektroautos scheinen die Zukunft der Mobilität zu sein, aber die Elektromobile haben in Deutschland schon eine lange Tradition. Bereits der erste Direktor der Accumulatorenfabrik AG (AFA), Adolf Müller, kaufte 1893 in Amerika ein Elektromobil der Marke Studebaker Runabout. Dieses war das erste fahrtüchtige Elektrofahrzeug in Deutschland. Adolf Müller dachte an seinen Batterie-Umsatz und stellte das Fahrzeug der deutschen Industrie vor, die aber nicht interessiert war.

So gibt es viele Parallelen aus der Vergangenheit im Vergleich zur heutigen Einführung von Elektrostraßenfahrzeugen. Allerdings haben sich einige Pro- und Kontra-Argumente zur Elektromobilität verändert und andere sind bis heute gültig. Im Laufe der Geschichte zeigen sich etliche bekannte Automobilfirmen wie zum Beispiel Porsche, Opel oder Volkswagen, die in den vergangenen 100 bis 125 Jahren mit Elektromobilen experimentiert haben.

Im Vortrag stellt Hartwig Willmes verschiedene historische E-Automobile und deren Hersteller vor. Den Abschluss bildet eine Übersicht über die Bemühungen, den öffentlichen Nahverkehr in einigen Stadtzentren auf elektrische Omnibusse umzustellen und zu erproben.

Der Eintritt zum Bildervortrag beträgt 5 Euro. Die VHS bittet um Anmeldung unter der Veranstaltungsnummer 1002 auf der Internetseite www.vhs-hagen.de/anmeldung oder unter Telefon 02331/207-3622.

Halbierung der Autoflächen – Vorbild Dortmund

30. Januar 2020

Dahin könnte der Weg beim Luftreinhalteplan gehen – CDU-Dunstabzugshauben sind irrelevant

Am 11. Februar wird auf Veranlassung des Oberverwaltungsgerichts NRW eine Vergleichsverhandlung zwischen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem Land Nordrhein-Westfalen stattfinden, die sich mit dem Luftreinhalteplan der Stadt Hagen beschäftigt.

Die Volmestadt überschreitet seit mehr als zehn Jahren die zulässigen Werte bei der Luftreinhaltung und hat es bisher nicht für nötig befunden, die vorgeschriebenen Richtlinien zu beachten. Die an nur zwei (!) Messstellen erhobenen Daten brechen Jahr für Jahr die maximal erlaubten Höchstwerte, und die politischen Akteure ändern nichts daran, sondern versuchen mit teilweise abenteuerlichen Ideen, sich notwendigen Maßnahmen zu entziehen.

Wohin die Reise bei einem Vergleich zwischen DUH und dem zuständigen Land (Hagen selbst ist hier sozusagen nicht satisfaktionsfähig) am 11. Februar gehen könnte, zeigt das in der letzten Woche erzielte Ergebniss für Dortmund: Eine Zuflussbeschränkung des motorisierten Individualverkehrs auf den Haupteinfallsrouten Richtung Innenstadt.

So soll auf der Brackeler Straße, einer Hauptzufahrt aus dem Dortmunder Osten, eine mehr als 800 Meter lange „Umweltspur“ eingerichtet werden, die nur für ÖPNV, Radverkehr und E-Mobile zur Verfügung steht. Damit würde die Kapazität für den gewöhnlichen motorisierten Individualverkehr (MIV) um die Hälfte eingeschränkt. Man erhofft sich dadurch eine Verminderung des MIV um 20 Prozent.

Das Einfallstor aus dem Süden, die Ruhrallee, soll mittels Pförtnerampeln, die den Zufluss regeln und einer Herabsetzung der maximal zulässigen Geschwindigkeit auf 30 km/h an die Kandarre genommen werden. Auch hier ist das Ziel eine Verminderung des MIV um etwa ein Fünftel. Stringente Überwachung ist laut Vergleich vorgeschrieben.

In der Hagener Stadtverwaltung gibt es inzwischen Überlegungen, den Linksabbiegerverkehr am Emilienplatz aus Richtung Landgericht in den Märkischen Ring zu unterbinden. Das würde allerdings nur zu einer höheren Belastung Richtung Stadtmitte bzw. Altenhagener Brücke führen. Das grundsätzliche Problem des überbordenden Verkehrs würde damit nicht beseitigt.

Zielgerichteter wäre sicherlich, den MIV bereits ab der Kreuzung am Landgericht in andere Kanäle zu leiten und den ehemaligen Park & Ride-Platz am Höing wiederzubeleben. Von dort gab es mal an Samstagen einen sehr erfolgreichen P&R-Verkehr mit Bussen in die Innenstadt, die teilweise im 7,5-Minuten-Takt verkehrten.

Dieses Modell könnte zukünftig für den täglichen Gebrauch installiert werden, um das Hagener Stadtzentrum zu entlasten. Seit der Fahrplanreform im Dezember verkehren vom Höing acht Busse pro Stunde ins Zentrum. Es fehlte also nicht viel, um den Takt in den Berufsverkehrszeiten auf fünf Minuten zu verdichten und so eine attraktive Verbindung zu schaffen.

Gleichzeitig ließe sich – analog zum Dortmunder Kompromiss – auf der Einfallschneise Autobahnzubringer stadteinwärts zwischen der Einmündung Aschenbergstraße/Saarlandstraße und dem Kreisel Stadtmitte eine Busspur einrichten und damit die Fläche für den MIV halbieren.

Die Zeit der Mogelpackungen ist jedenfalls vorbei. Spielereien wie die als Lösung aller Probleme von der CDU präferierten und am Straßenrand zu platzierenden Dunstabzugshauben, die sie zum wiederholten Male im Umwelt- und Mobilitätsausschuss präsentiert hat, ebenso.

Deutsche Bahn verkauft keine Tickets für Nahverkehr

25. Januar 2020

Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Ein Kunde der Deutschen Bahn möchte gerne mit einem Zug der Deutschen Bahn eine Bahnfahrt unternehmen – zum Beispiel vom Hagener Hauptbahnhof nach Dortmund. Also geht der Kunde der Deutschen Bahn in das Reisezentrum der Deutschen Bahn, um eine Fahrplanauskunft zu erhalten und ein Ticket zu kaufen. Und hier erfährt er: Weder den einen noch den anderen Wunsch kann man ihm erfüllen.

Klingt absurd, ist es aber nicht. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Es ist allerdings absurd, dass an einem Knotenpunkt wie Hagen Hbf. samstags und sonntags kein Schalter mehr geöffnet ist (auch wenn der Schalter jetzt „Reisezentrum“ genannt wird). Hintergrund ist in erster Linie der Wettbewerbsfetischismus, den der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) betreibt. Leidtragende solcher kontraproduktiven Ideen sind die Bahnkunden – wie so oft. Großaktionär bei Transdev, dem Unternehmen, das nun die Ticketautomaten betreibt und den Verkauf an den Zeitschriftenhändler im Hauptbahnhof vergeben hat, ist die Milliardärsfamilie Rethmann, die nicht nur groß im Müllgeschäft ist, sondern auch gezielt weiter im ÖPNV-Bereich expandieren will (siehe bei DW: Schleichende Remondisierung und Milliardärsfamilie will ÖPNV abgreifen).

Gegen Verwässerung der Busspuren

23. Januar 2020

Mit einem Antrag für die Sitzung des Umwelt- und Mobilitätsausschusses am Mittwoch kommender Woche will die Fraktion Hagen Aktiv sicherstellen, dass Busspuren „grundsätzlich nicht für Elektrofahrzeuge oder Fahrgemeinschaften freigegeben“ werden.

In der Begründung des Antrags führt Hagen Aktiv aus:

Bussonderfahrstreifen sind grundsätzlich für die Beschleunigung des ÖPNV und damit des Umweltverbundes gedacht.

Die Freigabe von Bussonderstreifen für Fahrräder muss erfolgen, wenn keine andere Infrastruktur auf dem Straßenabschnitt vorhanden ist.

Elektrofahrzeuge jedoch sind nicht Teil des Umweltverbundes. Durch wartende E-Autos kann der Busverkehr behindert und eine vollständige Anfahrt der Bussteige nicht gewährleistet werden. Außerdem müssen dadurch, dass viele Busspuren mit den speziellen Lichtzeichen für den Busverkehr signalisiert sind, und dort ggf. baulich separierte Abschnitte bestehen, E-Fahrzeuge sich wieder auf die normale Fahrbahn zurück einordnen, was für weitere Störungen sorgt. Ähnliches gilt für ebenfalls mögliche Freigaben für Pkw-Fahrgemeinschaften.

Hiermit soll eine Vorgehensweise ähnlich wie bei der Neuanlage von grundsätzlich erwünschten Fahrbahnrandhaltestellen/Buskaps (anstelle von Busbuchten) im Kontext von Busspuren etabliert werden, so dass durch die Verwaltung angedachte Freigaben für Pkw nur in Abstimmung mit dem UWA nach Befassung mit den konkreten Situationen eingerichtet werden können. Der Unterausschuss Mobilität ist vorberatend zu beteiligen.

„Lieber Erik“

20. Januar 2020

Eine kleine Clique mit bestem Draht nach ganz oben macht Stimmung gegen eine längst überfällige Verbesserung des Busverkehrs

Die Bewohner der Großsiedlung „Am Waldesrand“ freuen sich über die neu eingerichtete Busverbindung …

… während ein Anwohner der Straße „Felsental“ dreist mit seiner direkt vor der Garage abgestellten Bonzenschleuder den einzig vorhandenen Gehweg blockiert, sodass Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Fotos: DW.

Melanie Müller-Wiehl müsste man heißen. Dann kommt man mit gemeinwohlfernen Ansichten nicht nur dreimal in die Zeitung, sondern erhält auch noch eine Sonderbehandlung durch den ratseigenen Beschwerdeausschuss.

Am 20. Oktober letzten Jahres schickte die Dame aus der Alt-Emster Straße „Felsental“ einen Brief an den Hagener Oberbürgermeister („Lieber Erik“), in dem sie sich darüber beklagte, sie habe „mit Entsetzen“ festellen müssen, „dass offenbar eine Buslinie durch unsere beschauliche Wohnstraße fahren soll“. Dadurch werde „der Wert der anliegenden Immobilien massiv reduziert“.

Ein Durchkommen der Busse könne nicht gewährleitet werden, da „sehr viele Anwohner genötigt sind, am Straßenrand zu parken, da nicht genügend Parkmöglichkeiten zu den jeweiligen Wohnhäusern vorhanden sind“. Was seine Ursache darin haben dürfte, dass die dort beheimatete Wohlstandsklientel zu viele Kraftfahrzeuge ihr Eigen nennt.

Die Bewohner des dicht bebauten Komplexes oberhalb der Hagener Stadthalle werden dagegen die nach vielen Jahren erstmals erfolgte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr begrüßen. „In den letzten Jahren erreichen uns immer wieder Kundenwünsche aus der Großwohnsiedlung „Am Waldesrand“ mit dem Wunsch einer Busanbindung, da dieses Gebiet auf einem Berg liegt. Der demografische Wandel leistet seinen Beitrag dazu“, erklärt Rieke Hölscher, Sprecherin der Hagener Straßenbahn, laut einem Beitrag der WPWR.

Dem pflichtete auch Achim Kämmerer (CDU) stellvertretend für den „Arbeitskreis ÖPNV“ bei, wie das Blatt berichtete:

Es ergebe sich durch die Verstärkung der Linie 519 bei der Erschließung von Emst die Chance, die 527 früher vom Wasserlosen Tal abbiegen zu lassen und den dicht besiedelten Bereich „Am Waldesrand“ mit seinem hohen Fahrgastpotenzial zu erschließen. Neben kritischen Stimmen habe es eine Vielzahl von Bürgern gegeben, die die Änderung begrüßen würden. Insbesondere die Berglage und das hohe Alter der Bewohner sei entscheidend.

In einer Stellungnahme der Hagener Straßenbahn AG für den Beschwerdeausschuss erklärte das Verkehrsunternehmen, sofern sich alle Verkehrsteilnehmer an die Regeln hielten (Durchfahrtsbreite 3,00 m, Halteverbot auf einer Länge von 5,00 m zum Kreuzungsschnittpunkt, Halteverbot 15 m vor und hinter dem Haltestellenschild) seien keine Probleme zu erwarten.

Am vergangenen Montag fanden sich die Ausschussmitglieder zu einem Ortstermin im Felsental ein. Das gibt es auch nicht alle Tage; das Müller-Wiehl-Schreiben an den „lieben Erik“ hatte wohl die nötige Hilfestellung geleistet. Ein schönes Beispiel dafür, wie ein kleines Grüppchen mit bestem Draht nach ganz oben für viel Wind sorgen kann.

Wie die WPWR berichtete, versuchte sich ein Vertreter des dort ansässigen saturierten Bürgertums während der Begehung sogar in Randale:

Ein aufgebrachter Anlieger der Straße Im Felsental auf Emst stellte sein Auto auf der Straße ab und blockierte damit die Weiterfahrt des Linienbusses. In seiner Not wandte sich der Busfahrer Hilfe suchend an Hartmut Koch, Verkehrsmanager der Hagener Straßenbahn, der wiederum gerade damit beschäftigt war, den Nachbarn des widerspenstigen Autofahrers zu erklären, warum die Linie 527 seit der Umstellung des Fahrplans die Route durchs Felsental und die Straße Am Waldesrand nimmt. Koch eilte herbei und zog, offenbar um die Polizei zu rufen, sein Handy aus der Tasche, ehe der Autofahrer seinen Wagen dann doch wegfuhr und dem Bus den Weg freigab.

Am Dienstag tagte dann der Beschwerdeausschuss und beschloss, die Angelegenheit an den Umwelt- und Mobilitätsausschuss zu überweisen. Dazu regte er an, Alternativrouten zu prüfen, zukünftig eine zeitnahe Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten sowie die Busfahrer hinsichtlich einer angepassten Geschwindigkeit im Bereich rund um das Felsental zu sensibilisieren.

Von einem Strafantrag wegen Nötigung gegen den Randalierer aus dem Felsental ist dagegen nichts bekannt.

Busse fahren an Heiligabend länger

23. Dezember 2019

Weihnachts- und Silvesterfahrplan

Traditionell ist an Heiligabend ab etwa 15:00 Uhr Feierabend für die Busse der Hagener Straßenbahn AG. In diesem Jahr wird der Verkehr erstmalig verlängert. Die Besonderheiten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel im Überblick:

Am Montag, den 23.12., verkehren die Busse wie freitags. Die NachtExpresse fahren bis 01:32 Uhr.

An Heiligabend gilt bis ca. 15 Uhr der Samstagfahrplan. In diesem Jahr fahren von ca. 16:00 bis 19:30 Uhr die NachtExpresse auf den bekannten Wegen, um noch bis in den frühen Abend ein Grundangebot im Busnetz anzubieten. Die zentralen Abfahrten finden ab Haltestelle Stadtmitte/Volmegalerie um 16:32 Uhr, 17:32 Uhr und 18:32 Uhr statt. Auch die NE-Linien 22, 31 und 32 in Hohenlimburg und Haspe sind zu diesen Zeiten unterwegs.

Am 1. Weihnachtstag sowie an Neujahr fahren die Busse wie an Sonntagen, Betriebsbeginn ist gegen 10:00 Uhr. Die NachtExpresse verkehren letztmalig um 0:32 Uhr.

Am 2. Weihnachtstag gilt ganztägig der Sonntagsfahrplan. Die Nacht-Expresse verkehren letztmalig um 0:32 Uhr.

An Silvester verkehren die Busse nach Samstagsfahrplan. Die Abfahrten der NachtExpresse um 23:32 Uhr entfallen. Auch in diesem Jahr wird ein gesonderter Silvesternachtverkehr angeboten.

Sonderfahrpläne zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Kostenloser Busverkehr am vierten Advent

20. Dezember 2019

Seit Sonntag, 15. Dezember, rollen die Busse der Hagener Straßenbahn 1,2 Millionen Kilometer mehr durch das Hagener Stadtgebiet. Sie fahren öfter, länger und auch das Sonn- und Feiertagsangebot wurden verbessert.

Selbstverständlich soll dieses erweiterte Busangebot auch möglichst viele Menschen bewegen, den ÖPNV in Hagen intensiver oder auch voll umfänglich zu nutzen. Daher bietet die Stadt Hagen über die Hagener Straßenbahn ein besonderes Angebot: Am vierten Adventswochenende (Samstag, 21. Dezember und am Sonntag, 22. Dezember) können die Busse des Unternehmens kostenfrei genutzt werden. Damit bietet sich für alle Interessierten eine gute Gelegenheit, dass neue Busangebot zu testen. Im gesamten Stadtgebiet wird an den beiden Tagen für die Fahrt auf den Linien der Hagener Straßenbahn kein Ticket benötigt.

Dieses Angebot gilt nicht für die Nutzung der Busse anderer Verkehrsunternehmen, wie der VER, der BVR der MVG oder auch des Schienenverkehrs.

ÖPNV wird teurer

19. Dezember 2019

Tickets aus dem Jahr 2019 gültig bis Ende März 2020

Zum 1. Januar 2020 steigen die Ticketpreise im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) um durchschnittlich 1,8 Prozent. Kunden mit Bartickets aus dem Jahr 2019 werden gebeten, diese entweder bis zum 31. März 2020 abzufahren oder bis zum 31. Dezember 2022 in den KundenCentern der Verkehrsunternehmen gegen Tickets mit dem jeweilig neuen Preisstand umzutauschen.

Ab Januar fahren auch Kindergartenkinder über sechs Jahren bis zum Zeitpunkt ihrer Einschulung kostenlos. Diese Regelung wird bereits beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) sowie im Aachener Verkehrsverbund (AVV) angewandt. Die Regelung um VRR-Gebiet zielt auf eine einheitliche Regelung für ganz NRW ab.

Preistabelle ab 01.01.2020 (pdf)

Es ist noch (saubere) Luft nach oben

18. Dezember 2019

Der Start war gut – aber beim Öffentlichen Personennahverkehr in Hagen ist noch Luft nach oben. Das zumindest findet WP-Redakteur Jens Stubbe. (…)

Die Politik befindet sich auf einem guten Weg – und trotzdem möchte man ihr zurufen, dass all das noch nicht ausreicht, um eine Verkehrswende wirklich einzuleiten. Es braucht einen wesentlich preisgünstigeren ÖPNV, es braucht mehr Spuren, auf denen Busse zu den Hauptverkehrszeiten am Individualverkehr vorbeiziehen können. Und es braucht dringend Radwege, auf denen Berufspendler sich sicher und schnell bewegen können. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Für ein besseres Vorankommen

14. Dezember 2019

Hagen beteiligt sich an Plattform zur Baustellenkoordination

Die Ruhrgebietskommunen Bochum, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Mülheim an der Ruhr und der Kreis Wesel beteiligen sich am Baustellenmanagementsystem TIC Kommunal des Landes. Die interkommunale Plattform fasst Daten zu Bauprojekten aus allen beteiligten Kommunen zusammen, um eine bessere Koordination von Baustellen zu erreichen. Gestern (11. November) unterzeichneten Vertreter aus 25 Städten und Kreisen in Düsseldorf entsprechende Absichtserklärungen.

Die Plattform soll die größeren Baustellen auf Straßen und Schienen abbilden und so Baulastträgern die Planung erleichtern. Die Bahn und die Kommunen tragen ihre Daten zu Baustellen auf Schienen und Straßen selbst ein. Über die Schnittstelle zum Mobilitätsdatenmarktplatz des Bundes werden die Informationen auch in aktuelle Navigationsgeräte übertragen.

VRR: Freie Fahrt am Geburtstag

8. Dezember 2019

Anlässlich seines 40. Geburtstages im kommenden Jahr verschenkt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) freie Fahrten: Fahrgäste können 2020 an ihrem Geburtstag ganztägig kostenlos Bus und Bahn im gesamten VRR-Gebiet nutzen.

Um am Geburtstag kostenlos die Verkehrsmittel des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) nutzen zu können, genügt es einen Lichtbildausweis mit Geburtsdatum bei sich zu haben und bei einer Fahrkartenkontrolle vorzuzeigen. Ausgenommen hiervon sind lediglich Fahrten mit On-Demand-Verkehren oder AnrufSammelTaxis (AST).

Inhaber eines Monatstickets oder eines 7-TageTickets dürfen noch zwei oder mehr zusätzliche Personen kostenfrei mitnehmen. Einzelheiten in der Übersicht.

„Eingeschränkter Horizont der Windschutzscheibe“

7. Dezember 2019

Busfahrgäste müssen nicht mehr im Stau stehen – Autofahrer toben

Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder. So haben sich doch tatsächlich zwei Redakteure der Hagener Lokalredaktion der WPWR erdreistet, sich für eine fortschrittliche Verkehrspolitik in der Stadt stark zu machen und sich positiv zur ersten Etappe der neuen Busspuren in der Körnerstraße geäußert.

Bereits vor einer Woche meinte Jens Stubbe in einer Kolumne, dass „die Politik sich völlig zu recht seit Monaten mit Vehemenz für eine Beschleunigung des Öffentlichen Personennahverkehrs“ eingesetzt habe. Natürlich gebe es „auch Verlierer“. Die säßen „in ihren Vehikeln“ und ärgerten sich über Staus.

Das lasse aber jene kalt, die den Bus benutzen und jetzt sogar ihre Anschlüsse bekämen: „Einige zum ersten Mal seit langem.“

Am Mittwoch legte Mike Fiebig mit einem Kommentar nach: „Wenn wirklich eine Verkehrswende herbeigeführt werden soll, können wir nicht bei der ersten Busspur anfangen, alles in Schutt und Asche zu reden. Wenn man den ÖPNV stärken will, dann muss das zu Lasten anderer Verkehre gehen. Wir können ja keinen neuen Verkehrsraum herzaubern.“

Wie zu erwarten war, trudelten prompt die ersten negativen Leserbriefe ein. Von jenen Zeitgenossen, bei denen es nur zu Fakebook reicht, ganz zu schweigen. Ein Weinhändler beklagte den „Dauerstau gerade zu den Hauptverkehrszeiten“, als ob es den vorher nicht gegeben hätte – nur dass die Busse (mit wesentlich mehr Fahrgästen) mit im Stau standen. Ein anderer behauptete, Fiebig stände mit seiner Meinung „ziemlich alleine“ und sprach von „Narretei“, die sich „wie bei jeder Idee“ (!) angeblich gegen Anwohner, Gewerbetreibende, Unternehmen, Angestellte und Kunden richte.

Dazu eine Stellungnahme von Heidi Wenke (VCD Hagen):

Sicherlich teilen die Fahrgäste der HaStrBa – z.B. ich – Herrn Fiebigs positive Haltung zur Busspur auf der Körnerstraße, so dass er mit seiner Meinung keinesfalls allein steht. Leider hat die jahrzehntelange auf den MIV (motorisierter Individualverkehr) ausgerichtete Verkehrspolitik – nicht nur in Hagen – dazu geführt, dass viele Autofahrer die Welt im Wesentlichen durch den natürlicherweise eingeschränkten Horizont der Windschutzscheibe betrachten.

Es kommt vielen offensichtlich nicht in den Sinn, auch andere Verkehrsmittel zu nutzen – wie z.B. die jetzt beschleunigten Busse auf der Körnerstraße. Aber auch ihnen müsste langsam klar werden, dass bei ständig steigender Verkehrsleistung permanente freie Fahrt – ohnehin kein verbrieftes Recht – im eigenen Fahrzeug unmöglich ist. Das gilt insbesondere für kritische Tage wie letzten Freitag, als zwei Demonstrationen stattfanden und viele Geschäfte mit Schnäppchen lockten.

Wenn jetzt die Stadt und die HaStraBa zaghafte Schritte in eine Richtung weg vom Auto unternehmen, ist das im Sinne des Allgemeinwohls (Luftverbesserung, Lärmminderung etc) nachdrücklich zu begrüßen und stärkt diejenigen, die zur Verkehrsvermeidung beitragen. Deshalb ist zu hoffen, dass die Busspur auf der Körnerstraße erhalten bleibt und ihr weitere folgen werden.

Bzgl. der Existenzbedrohung des Einzelhandels sei hier gefragt: Könnte von Kunden, die so viele eher langlebige Produkte einkaufen, dass sie dafür einen Kofferraum brauchen, nicht erwartet werden, dass sie Stoßzeiten meiden?

Verspätung: Sanierung des Hauptbahnhofs Hagen erst 2023

3. Dezember 2019

Rund 32 Millionen Euro will die Deutsche Bahn in den Hagener Hauptbahnhof investieren. Doch die groß angekündigte Sanierung beginnt nicht, wie ursprünglich angekündigt, im Jahr 2020, sondern verschiebt sich um drei Jahre nach hinten. Baubeginn ist nun erst 2023, in diesem Jahr sollte die Sanierung den anfänglichen Plänen zufolge eigentlich abgeschlossen sein. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Neue Radboxen an Bahnhöfen werden viel genutzt

29. November 2019

Seit einem Jahr gibt es abschließbare Radboxen an vier Bahnhöfen in Hagen. Das Angebot kommt gut an – außer in Vorhalle. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Busspur auf der Körnerstraße wird jetzt markiert

28. November 2019

Maßnahme wurde bereits 2016 festgeschrieben

Die Körnerstraße wird ab sofort in Fahrtrichtung stadtauswärts einspurig, da eine neue Busspur zwischen den Bushaltestellen „Neumarktstraße“ und „Arbeitsamt“ eingerichtet wird.

Die veränderte Fahrbahneinteilung ist eine Maßnahme zur Beschleunigung des Busverkehrs, die bereits seit 2016 im Luftreinhalteplan festgeschrieben ist und danach auch Eingang in den Masterplan Mobilität fand.

Um Rückstau durch die Einspurigkeit auf der Körnerstraße zu vermeiden, ist gleichzeitig das Linksabbiegen aus der Hindenburgstraße auf die Körnerstraße nicht mehr möglich; die Hindenburgstraße kann in diese Fahrtrichtung nur noch geradeaus und nach rechts verlassen werden. Aufgrund dieser neuen Regelung und den damit einhergehenden Markierungsarbeiten kann es in den nächsten Tagen im Bereich der Körnerstraße zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Da eine endgültige Markierung der neuen Fahrspuren mit weißer Farbe witterungsbedingt aktuell nicht möglich ist, die neue Busspur für den Fahrplanwechsel der Hagener Straßenbahn AG im Dezember 2019 aber unbedingt erforderlich ist, wird die Spur zunächst vorrübergehend gelb markiert.

Im Frühjahr 2020 richtet die Stadt Hagen Busspuren in beide Fahrtrichtungen über die gesamte Länge der Körnerstraße zwischen der Springmannstraße (Höhe Volkspark) und dem Graf-von-Galen-Ring ein. Die Körnerstraße ist dann in beide Fahrtrichtungen nur noch einspurig für den Individualverkehr befahrbar. Die Busspuren können ab diesem Zeitpunkt in beide Fahrtrichtungen auch von Radfahrern genutzt werden.

Schnell wie nie

25. November 2019

ÖPNV-Konzept 2022+ wird bereits im Dezember umgesetzt

Was doch näherrückende Gerichtsentscheide und drohende EU-Strafzahlungen wegen andauernder Überschreitungen der Grenzwerte für Luftschadstoffe in der Stadt plötzlich alles ermöglichen: Vorrangig um Fahreinschränkungen für alte Dieselfahrzeuge zu vermeiden, wird das im Entwurf des Nahverkehrsplans eigentlich erst für 2022 angekündigte ÖPNV-Konzept im Wesentlichen schon zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember realisiert.

Jetzt stehen zur Überraschung der Fahrgäste unerwartet die nötigen Mittel bereit, um einen sinnvoll vertakteten Busverkehr zu organisieren, an dem die Planer jahrelang gescheitert waren (oder scheitern sollten). So wird ab Dezember die Wagenfolge beispielsweise zwischen Eilpe und Stadtmitte sowie zwischen Westerbauer und Stadtmitte werktags auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet. Zwischen Boele und Altenhagen/Siedlerstraße wird der Bus in den Hauptverkehrszeiten sogar im 5-Minuten-Abstand verkehren. Daneben finden sich auch auf einer Vielzahl anderer Linien zahlreiche Angebotsverbesserungen (siehe: Neues Netz – neuer Takt).

Der Nahverkehrsplan empfiehlt zusätzliche Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Busverkehrs:

Neben der Ausweisung und des Ausbaus von zentralen ÖPNV-Knotenpunkten in Bezug auf verbesserte Umsteigebeziehungen zwischen den Verkehrsträgern und die barrierefreie Gestaltung und Zuwegung dieser zentralen ÖPNV-Knotenpunkte sollen Maßnahmen zur Beschleunigung des ÖPNV durchgesetzt werden. Ziel ist die verbesserte Anbindung der Arbeits- und Wohnstandorte an die Hauptachsen des ÖPNV.

Darüber hinaus schlagen die Gutachter weitergehende Überlegungen vor:

Das langfristige Maßnahmenkonzept Hagen 2035+ sieht einen Wechsel von reinem Busverkehr zu einem höherwertigen ÖPNV-System und damit auch von einem personalintensiven hin zu einem investitionsorientierten ÖPNV vor. Daher sind längere Planung- und Umsetzungszeiträume, insbesondere bei einem Wechsel von straßen- zu schienengebundenem Verkehr, anzusetzen.

Darunter verstehen sie beispielsweise ein Stadtbahnsystem, das mit bestehenden Schienenstrecken verbunden ist. Nach dem Vorbild der Karlsruher Regio-Tram, das auch in Hagen in den 1990er schon einmal diskutiert, aber aus Kurzsichtigkeit verworfen wurde.

Die Gutachter drängen hier auf einen möglichst kurzfristigen Entscheidungsprozess, denn:

Eine Entscheidung erst nach der Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes ÖPNV 2025+ oder einzelner Module könnte zu Investitionen in ein weniger effizientes System, wie beispielsweise das vorhandene Busnetz, führen. Bei einer nachträglichen Entscheidung für ein höherwertiges System entstünden dann vermeidbare Kosten. (…) Daher sollte bereits nach Umsetzung des Konzeptes 2022+ eine Machbarkeitsstudie für ein höherwertiges ÖPNV-System erstellt werden.

Da dieses Konzept bereits zum 15. Dezember realisiert wird – also ab sofort.

Alle Einzelheiten: Nahverkehrsplan (Stand: Oktober 2019)

Freie Fahrt für freie Bürger

21. November 2019

Kostenloser Busverkehr im gesamten Hagener Stadtgebiet am vierten Adventswochenende

Über die Mobilitätswende nicht nur reden, sondern die Mobilitätswende umsetzen und im besten Wortsinn „erfahrbar“ machen – unter diesem Motto steht das vierte Adventswochenende in Hagen. Denn: im gesamten Stadtgebiet können am Samstag (21. Dezember) und Sonntag (22. Dezember) die Busse der Hagener Straßenbahn AG kostenlos genutzt werden!

„Wir meinen es ernst mit dem uns selbst gegebenen Auftrag, mehr Menschen in unserer Stadt zum Umsteigen zu bewegen und intensiver den ÖPNV zu nutzen“, so Oberbürgermeister Schulz. „Ein erster wichtiger Schritt ist dabei sicherlich die beschlossene Zuschusserhöhung seitens der Stadt gegenüber der HVG um knapp drei Millionen Euro. Damit einher geht eine deutliche Attraktivitätssteigerung des Busangebots und ein Mehr an gefahrenen Kilometern von rund 15 Prozent.“

„Doch dabei allein wollen wir es natürlich nicht belassen“, so der Hagener OB weiter. „Mit der jetzt getroffenen Vereinbarung für einen kostenlosen Busverkehr am 21./22. Dezember wollen wir neue Nutzungsmodelle testen. Gemeinsam mit der Straßenbahn AG werden wir die Erfahrungen auswerten und danach überlegen, ob wir dieses Angebot wiederholen oder gegebenenfalls sogar noch ausweiten wollen. Außerdem wird uns der in Kürze vorgelegte neue Nahverkehrsplan weitere Handlungsoptionen aufzeigen.“

Übrigens: nicht nur die Hagenrinnen und Hagener selbst werden am vierten Adventswochenende von dem kostenlosen Busverkehr profitieren, sondern auch die Besucher aus dem Umland, die zum Beispiel mit dem Zug die Volmestadt anfahren oder ihr Auto etwas außerhalb abstellen.

Neues Netz – neuer Takt

16. November 2019

Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember beginnt ein neues Zeitalter im Hagener ÖPNV. Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Die Taktfrequenzen werden auf den Hauptstrecken verdichtet und die Verkehre zeitlich ausgeweitet. Insgesamt werden die Busse der Hagener Straßenbahn AG jährlich ca. 1,2 Millionen Linienkilometer zusätzlich fahren.

Das neue Liniennetz (bitte aufs Bild klicken, dann öffnet sich eine vergrößerbare Darstellung):

Alle Informationen zum neuen Fahrplan im Detail sind hier zu finden: https://mehr-für-hagen.de

Enger Takt, neue Linien: Viel Neues im Bus-Netz in Hagen

15. November 2019

Neue Linienführungen, dichterer Takt, ausgeweitetes Angebot auch zu jenen Zeiten, in denen bislang weniger Busse fuhren: Auf die Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs kommen mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember zahlreiche Änderungen zu. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

Es ist höchste Zeit für eine Busspur in Hagen

Das beste Busnetz verpufft effektfrei, wenn sich die Busse genau wie jedes Auto zu den Stoßzeiten durch die Straßen quälen müssen. Ein attraktiver Nahverkehr ist schnell. Im Feierabendverkehr sogar schneller als der Individualverkehr. Dafür braucht es eine Vorrangschaltung an Ampeln und auf allen Hauptverkehrsachsen Spuren, die nur von Bussen und Fahrrädern genutzt werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Diesem Kommentar von WPWR-Redakteur Jens Stubbe ist nichts hinzuzufügen. Es scheint so, dass auch im Pressehaus (unter dem Druck drohender richterlicher Entscheidungen, Stichwort: Fahrbeschränkungen in der City) langsam ein Umdenken weg von der Ideologie hin zur Vernunft stattfindet. Zu wünschen wäre es jedenfalls.

Busse statt Bahnen

7. November 2019

S-Bahn-Linie 8: Verschlechterungen zum Fahrplanwechsel

Eigentlich sollte auf der S-Bahn-Linie 8 (Symbolfoto: VRR) von Hagen über Wuppertal nach Mönchengladbach zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember auch an Werktagen, wie schon immer abends und am Wochenende, ein 30-Minuten-Takt eingeführt werden. Eigentlich.

Daraus wird vorerst nichts, wie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) auf seiner Homepage bekannt gab. Montags bis freitags bleibt es tagsüber bei dem schwer merkbaren unregelmäßigen 20/40-Minuten-Takt. Und das ist nicht alles: Am Wochenende soll die S-Bahn sogar nur noch stündlich fahren; für die zweite Fahrt pro Stunde ist ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Hagen Hbf. und Wuppertal-Oberbarmen geplant.

Die Ursache für dieses Chaos ist in der Vergabepraxis des VRR zu suchen. Bisher werden die S-Bahnen an Rhein und Ruhr von der Bahn-Tochter DB-Regio betrieben. Zeitgleich mit den ab Dezember geplanten umfangreichen Änderungen im Schienennetz der Region sollte ein Teil der Linien von anderen Betreibern bedient werden.

Für die S-Bahn von Hagen Richtung Wuppertal war geplant, die Linie aufzuspalten. Im vorgesehenen 30-Minuten-Takt sollte einmal weiterhin die Linie S 8 fahren, die jeweils zweite Fahrt sollte die verlängerte S 9 übernehmen, die aus Richtung Essen kommt und bisher am Wuppertaler Hauptbahnhof endet. Diese Linie wurde vom VRR mit Wirkung zum Fahrplanwechsel an Abellio vergeben, ein Tochterunternehmen der Niederländischen Staatsbahn, das in Hagen im ehemaligen Mark-E-Gebäude an der Körnerstraße seine NRW-Niederlassung und in Eckesey eine Werkstatt unterhält.

Aber Abellio hat ein Problem: Die Firma hat nicht genügend Lokführer, und damit steht sie nicht allein. Ebenfalls zum Fahrplanwechsel sollte der Zugbetreiber Eurobahn die beiden im Raum Dortmund verkehrenden S-Bahn-Linien 1 und 4 übernehmen. Auch die Eurobahn konnte laut VRR nicht im ausreichenden Maße Fahrpersonal stellen, woraufhin der Verkehrsverbund dem angepeilten Betreiber den Auftrag entzog und per Notvergabe die Linien bis 2021 weiter von der DB Regio bedienen lässt. Gegen die Entscheidung klagt die Eurobahn.

Den Abellio-Auftrag für die S 9 hat der VRR bisher noch nicht gekündigt. Hier wäre Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz gefragt. Als Vorsitzender der VRR-Verbandsversammlung, die in der Vergangenheit mit extrem kurzen Sitzungen von sich reden machte (inzwischen wird die Sitzungsdauer nicht mehr veröffentlicht), war von ihm zu den bevorstehenden Unannehmlichkeiten für die Bürger seiner Stadt noch nichts zu vernehmen.

Für Schulz und seinen Chauffeur mag das alles bedeutungslos sein, für die Hagener Fahrgäste aber nicht. Die Verschlechterungen im S-Bahn-Verkehr sollen immerhin den gesamten Winter über bis Ende April anhalten. Vorerst.

Angstorte verschwinden: Abriss am siffigen Vorhaller Bahnhof

7. November 2019

Nach Jahren des Stillstands tut sich endlich etwas: Die Deutsche Bahn beginnt mit der Sanierung mehrerer der insgesamt sieben Bahnhöfe im Stadtgebiet. Besonders große bauliche Eingriffe wird es am viel genutzten Pendler-Bahnhof in Vorhalle und in Oberhagen geben. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ursprünglich sollte der Bahnhof Vorhalle (Foto: Stefan Flöper, CC BY-SA 3.0) mal von seiner peripheren Lage unter die zentralere Nöhstrassenbrücke verlegt werden. Das ist unterblieben, auch weil die Hagener Politik diese sinnvolle Maßnahme nie mit dem nötigen Nachdruck verfolgt hat. Jetzt also der Abbruch, nachdem das in den 1920er Jahren errichtete Gebäude jahrzehntelang vor sich hin rottete. Parallelen zum GWG-Block in Wehringhausen liegen auf der Hand.

ÖPNV: Flatrate vs. Nulltarif

2. November 2019

Städte erproben Mobilitätswende – In Hagen überwiegen die Abwehrreflexe

Augsburg hat zum Monatsbeginn eine Flatrate für den öffentlichen Personennahverkehr der Stadt eingeführt. Dafür sollen die Augsburger einen Monat lang alle Angebote des ÖPNV innerhalb des Stadtgebiets nutzen können. Das sind neben Straßenbahnen und Bussen Carsharing-Autos und Leihräder.

Kostenpunkt: 79 Euro. Geboten wird ein unbegrenzter Zugang zu Bussen und Straßenbahnen sowie eine halbe Stunde pro Tag Zugriff auf die Leihräder. Außerdem sind 15 Stunden im Monat Carsharing mit maximal 150 Kilometern drin. Zum Vergleich: Das Ticket 2000 kostet für das Stadtgebiet Hagen 83,70 Euro – ohne Carsharing und Leihräder.

Zur Verfügung stehen in Augsburg, einer Stadt mit 290.000 Einwohnern, 150 Leihräder und mittlerweile 176 Carsharing-Autos. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl müssten in Hagen etwa 100 Leihräder im Angebot sein und mehr als 110 Carsharing-Fahrzeuge. Tätsächlich gibt es keine Leihräder und nur noch 2 (in Worten: zwei) Carsharing-Autos.

Der Stadtsoziologe Andreas Knie lobt die Initiative – und mahnt zugleich: Für eine echte Verkehrswende reicht es noch nicht. „Die Augsburger Lösung zeigt eine erste Perspektive auf: Alles unter einem Dach, alles zu einem Preis,“ sagte er dem Deutschlandfunk.

Knie findet es trotzdem wichtig, dass die Stadt mit gutem Beispiel vorangehe und erste Erfahrungen sammle. Wenn es etwas zu bemängeln gebe, dann sei dies vielmehr die Symbolpolitik der Bundesregierung.

„Jetzt, wo die Verkehrswende langsam in die Diskussion kommt, zeigt sich das ganze Desaster. Wir geben jedes Jahr acht Milliarden Euro aus, um die Dieselpreise zu subventionieren. Für die Beschaffung von neuem Material für den ÖPNV, also neue U-Bahnen und S-Bahnen, geben wir aber nur eine Milliarde aus.“ Dass die Bundesregierung im neuen Klimapaket die eine Milliarde nun auf zwei Milliarden Euro angehoben habe, sei vor diesem Hintergrund ein Witz, so Andreas Knie.

Auch in der Parkraumbewirtschaftung sieht der Mobilitätsforscher noch viel Potential für Verbesserungen – und kritisiert unter anderem, dass Parkplätze in Städten den privaten Pkw vielfach kostenlos zur Verfügung ständen. Ein Privileg, das für Carsharing-Autos nicht gelte.

Noch einen Schritt weiter will ab April 2020 die Stadt Monheim zwischen Düsseldorf und Köln gehen. Dort soll dann der Nulltarif eingeführt werden.

Bürgermeister Daniel Zimmermann erklärte zur Begründung gegenüber der Presse: „Wir haben im Stadtrat ein Paket für den Klimaschutz beschlossen, das auf drei Säulen beruht: Gebäudesanierung, Energieversorgung und Verkehr. In den ersten beiden Bereichen haben wir unser Ziel schon fast geschafft. Aber im Verkehr haben wir nichts erreicht. Wir haben immer noch 55 Prozent Kfz-Anteil an allen Verkehrswegen und nur jeweils zehn Prozent Fahrrad- und Busanteil.“

Weitergehende Konsequenzenzen wollte er nicht ausschließen: „Wenn wir in den nächsten drei Jahren nicht maßgeblich mehr Leute in den ÖPNV bekommen haben, werden wir uns weitere Maßnahmen überlegen.“ Was ja nur bedeuten kann, den motorisierten Individualverkehr einzuschränken.

In Hagen ist der politische Raum dagegen ganz auf Abwehr eingestellt. Mit allerlei hanebüchenem Unsinn versuchen Ratsgruppen auch nur geringste Einschränkungen für Autofahrer zu verhindern, obwohl die Stadt am Individualverkehr erstickt.

Dabei wäre es notwendig, den öffentlichen Raum gerechter zu verteilen: Mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und den Busverkehr. Da sieht es aber mau aus. Seit mittlerweile drei Jahren hängt eine simple Maßnahme wie die Errichtung von Busspuren auf der Körnerstraße in den Gremien fest. Mit immer neuen „Bedenken“ wird die Umsetzung blockiert.

Das neueste Highlight hat sich die CDU ausgedacht: Noch mehr Parkplätze. Wenn dieser Unfug eine Mehrheit finden sollte, kann sich Hagen endgültig ins Nirwana der Unverbesserlichen verabschieden.

32 neue Anzeigen, zwei neue Warteräume

29. Oktober 2019

DB verbessert Reisendeninformation und Komfort am Hagen Hauptbahnhof

Auf dem Weg zum Bahnsteig noch ein schneller Blick auf die Uhr oder in den „DB Navigator”, um zu sehen, ob der Zug planmäßig kommt: für Pendler Routine. Am Hagener Hauptbahnhof wird die Reisendeninformation nun ein Stück weit verbessert: Im gesamten Bahnhof werden insgesamt 32 neue Anzeigen und Monitore eingebaut. Reisende erhalten so an vielen Stellen des Bahnhofs aktuelle Infos zu ihren Verbindungen.

Im Empfangsgebäude wird die große Infotafel ersetzt. Auf dem Weg zum Bahnsteig erhält der Reisende zukünftig auch in der Personenunterführung aktuelle Informationen zur Verbindung: Auf neun neuen Zuganzeigern können sich Reisende über die nächsten Abfahrten der Züge am jeweiligen Bahnsteig informieren – das erleichtert die Wahl des Treppenaufgangs.

Auch in der Gleishalle verbessert die DB die Reisendeninformation: insgesamt 22 neue Zuganzeigen werden auf den Bahnsteigen installiert. Diese Anzeigen haben eine neue Optik: Die Folgezüge sind nicht mehr untereinander aufgeführt, sondern nebeneinander. Die Informationen werden so lange angezeigt, bis der nächste Zug abgefahren ist. Eine wesentliche Verbesserung ist, dass bei dieser Anzeige der aktuelle Wagenstand der Folgezüge angezeigt werden kann.

„Noch bevor der Bahnhof vollumfänglich modernisiert wird, gibt es hier spürbare Verbesserungen für alle Reisenden”, sagt Ralf Fielenbach, Bahnhofsmanager der DB für den Raum Hagen. „Mit der neuen Reisendeninformation sind wir auf dem neuesten Stand der Technik. Es werden Informationen für die visuelle Reisendeninformation übersichtlich aufbereitet und um neue Informationselemente ergänzt. Das erleichtert die Reise, gerade für Reisende, die nicht so häufig mit dem Zug unterwegs sind.”

Der Einbau der neuen Anzeigen beginnt noch im Oktober und soll im März 2020 abgeschlossen sein.

Darüber hinaus verbessert die DB auch den Komfort an den Bahnsteigen an Gleis 3/6 und 7/10: dort wird jeweils ein neuer Warteraum errichtet. Die beiden Warteräume bieten Schutz vor Wind und Kälte und haben jeweils eine Größe von rund 18 Quadratmetern. Vorbereitende Arbeiten laufen bereits – das erste Haus soll noch Ende des Monats/Anfang November errichtet werden. Bis Ende des Jahres sollen beide Warteräume fertiggestellt sein.

Insgesamt investieren der Bund und die DB in die Modernisierungsmaßnahmen rund 1,1 Millionen Euro.

Unabhängig davon treibt die Deutsche Bahn die Modernisierung der Verkehrsstation in Hagen voran. Die DB plant weiterhin mit einem Baubeginn im Jahre 2023. Bauvorbereitende Maßnahmen starten voraussichtlich bereits Ende 2022.

Erster Hagener Premium-Radweg führt entlang der Ennepe

23. Oktober 2019

Zwischen Wehringhausen und Haspe soll der erste Parade-Radweg auf Hagener Stadtgebiet nach dem Vorbild regionaler Trassen entstehen. Der etwa 1000 Meter lange Abschnitt zwischen der Bahnhofshinterfahrung und der Oberen Spiekerstraße (Kleingartenanlage Schlangenburg) sichert künftig abseits des motorisierten Verkehrs ein schnelles und sicheres Fortkommen entlang der Ennepe. Von dort aus wird es weiter auf der Hammerstraße, die zur Fahrradstraße umgewidmet werden soll und somit allen Zweirädern Vorrang garantiert, komfortabel bis zum S-Bahn-Haltepunkt Heubing gehen. (…)

Quelle: wp.de

So sieht der VRR-Beitrag zum Klimaschutz aus

27. September 2019

VRR beschließt Preiserhöhung um 1,8 Prozent

VRR-Beitrag zum Klimaschutz: Die S-Bahn-Züge werden grün umlackiert. Foto: VRR.

Tickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), zu dem auch die Hagener Straßenbahn AG gehört, werden im kommenden Jahr um durchschnittlich 1,8 Prozent teurer. Das beschloss der VRR-Verwaltungsrat.

So schlage sich der erhöhte Aufwand nieder, begründet das Verkehrsunternehmen die Anpassung. Die Preiserhöhung ergebe sich im Wesentlichen aus dem Verbraucherpreis-Index und einem kombinierten Index aus Personal- und Energiekosten.

Schwacher Trost: Nicht alle Tickets werden teurer. Stabil bleiben z. B. die Preise für Fahrkarten im sogenannten Bartarif, ebenso für das 4-StundenTicket und das HappyHourTicket und das ZusatzTicket. Dagegen steigen die Preise u.a. für das 4erTicket, das 10erTicket und die 24- bzw- 48-StundenTickets leicht an. Mehr zahlen auch Nutzer von Monatskarten und Abonnements.

Aufwandssteigerungen könnten nicht mehr im bisherigen Umfang durch die Nutzer refinanziert werden, so der VRR. Er fordert deshalb einen Ausbau der Finanzierung durch Kommunen, Land und Bund.

Weiterhin beschloss der Verwaltungsrat einen weiteren Test des elektronischen Tarifs nextTicket 2.0. Der eTarif setzt sich künftig zusammen aus einem Festpreis von 1,40 Euro sowie einem Leistungspreis von 0,26 Euro pro angefangenem Luftlinienkilometer. nextTicket 2.0 wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2020 starten.

Im kommenden Jahr feiert der VRR sein 40-jähriges Jubiläum. Geplant sind u.a. Aktionen wie ein ticketfreier Tag und die freie Fahrt am eigenen Geburtstag. Na, das sind ja Maßnahmen.

Ein Hauch von Münster: 700 Radfahrer in Hagen unterwegs

23. September 2019

Das hat es in Hagen noch nie gegeben. 700 Menschen fahren als Radgruppe durch das Stadtgebiet und setzen ein deutliches Zeichen. (…)

Oberbürgermeister Erik Schulz, der selbst mitradelt, bekräftigt durchs Mikrofon die Haltung aller im Rat vertretenen Parteien, die Fahrradfreundlichkeit in Hagen zu erhöhen. „1,5 Millionen Euro haben Kämmerer und Oberbürgermeister dafür in den kommenden Haushalt eingestellt“, spricht er über sich und Christoph Gerbersmann in der dritten Person. (…)

Die Umsetzung einer ersten Maßnahme in Hohenlimburg scheiterte bereits auf politischer Ebene – kein guter Start. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Erik O. Schulz weiter auf Wahlkampftour. Die Realität: siehe Hohenlimburg.

Fahrradsternfahrt Ruhr

19. September 2019

Am Sonntag startet zum Abschluss der Europäischen Mobilitätswoche die Fahrradsternfahrt Ruhr (https://fahrradsternfahrt.ruhr/) nach/in Hagen.

Die diversen Zubringerrouten aus NRW finden sich auf der Webseite. Los geht es in Hagen auf der Springe um 13:00. Der Rundkurs durch Hagen findet sich unter: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=xxncdqoxbcsmawde .

Im Anschluss gibt es ab ca. 15:00 ein Fahrradfest mit Lifemusik und Infoständen an den Elbershallen.

CDU sieht Zukunftsperspektive im O-Bus

7. September 2019

„Möglicherweise eine sinnvolle Ergänzung zur Stadtbahn“

Oberleitungsbus mit Batteriespeicher auf dem Gelände der Stadtwerke Solingen. Foto: Michael Kramer, GNU.

Die CDU-Ratsfraktion schlägt die stufenweise Errichtung eines Batterie-Oberleitungsbus-Netzes (BOB-Netz) in Hagen vor. Das belegt ein Antrag der Fraktion für die Sitzung des Umweltausschusses am 11. September. „Ziel ist es, ein möglichst leistungsfähiges, wirtschaftliches und emissionsarmes Nahverkehrsmittel in der Stadt zu etablieren“, wie es im Antrag heißt.

Der Batterie-Oberleitungsbus – kurz BOB genannt – ist eine Neuentwicklung, die einen Nachteil  herkömmlicher Oberleitungsbussen aufhebt: Mit der vergleichsweise kleinen Batterie können die BOBs ohne Oberleitung und ohne schweren Diesel-Hilfsmotor verkehren – in Solingen bis zu 22 Kilometer weit. Auf diese Weise können Störungen umfahren oder Linienwege auch ohne Fahrdraht verlängert werden.

„Bislang sind O-Busse in Deutschland ein exotisches Verkehrsmittel“, wie der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende und Sprecher im Umweltausschuss, Jörg Klepper, erläutert. „Sie fahren lediglich in Eberswalde, Esslingen und Solingen. Nur Solingen bedient sein gesamtes Hauptverkehrsnetz damit. Anders im Ausland: Weltweit gibt es mehr als 300 O-Busbetriebe.“

Diese Zahl wird sich nach Ansicht Kleppers mit dem BOB voraussichtlich deutlich erhöhen. „Denn die Entwicklung des BOB mit eingebauter Hybridtechnik erlaubt nämlich ganz neue Einsatzmöglichkeiten. Der BOB kann bergab die Batterien aufladen und überschüssige Energie in das Oberleitungsnetz zurückspeisen. Zusammen mit der Bergischen Universität in Wuppertal arbeitet Solingen daran, den über Jahrzehnte erworbenen Erfahrungs- und Wissensvorsprung in diesem Bereich noch auszubauen. So sollen künftig ausgediente Batterien aus den Bussen helfen, die Netzstabilität aufrecht zu erhalten. Insgesamt scheint diese Art der Elektromobilität die meisten Vorteile bei überschaubaren Kosten zu bieten“, wie Klepper resümiert. „Deshalb wollen wir den BOB auch als flächendeckende Ergänzung oder Alternative zur Stadtbahn prüfen lassen.“

Für den Vorsitzenden des fraktionsübergreifenden Arbeitskreises ÖPNV, Achim Kämmerer, steht der BOB nicht in Konkurrenz zur Stadtbahn: „Sie ist für größte Transportkapazitäten entlang von verkehrsreichen Korridoren ausgelegt, während der BOB eher ein Instrument zur flächendeckenden Erschließung des Stadtgebiets sein wird. Schaffen wir es nicht, ein förderfähiges stadtweites Stadtbahnnetz zu entwickeln, wäre der BOB möglicherweise eine sinnvolle Ergänzung oder günstige Alternative.“

Für den Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschuss und CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Stephan Ramrath, ist es folgerichtig, sich auf die Erfahrungen der Klingenstadt zu stützen: „Solingen ist Hagen in vielen Punkten ähnlich – insbesondere bei Topographie und Siedlungsstruktur. Wir dürfen weder das Rad neu erfinden noch unnötige finanzielle Risiken eingehen. Deshalb müssen wir die Expertise des dortigen Verkehrsbetriebs nutzen. Ein Beratungsangebot aus Solingen, das jüngst den Bewilligungsbescheid für 32 weitere BOBs erhalten hat, liegt uns jedenfalls vor.“

Scanner-Technik soll in Hagen den Verkehrsfluss verbessern

23. August 2019

Per Scanner möchte die Stadt Hagen die Verkehrsbewegungen in der Innenstadt verfolgen und die Ampelprogramme entsprechend verbessern. (…)

Der Schlüssel für diese exakten Beobachtungen sind Bluetooth-Signale, die beispielsweise von Smartphones oder auch von im Auto verbauter Technologie ausgehen. Sie werden künftig an 20 Messpunkten entlang des Innenstadtrings erfasst. Anhand dieser Daten werden somit Bewegungsprofile einzelner Fahrzeuge erstellt. Fußgänger und Radfahrer, die ebenfalls die Scanner passieren, können anhand der Fahrzeiten automatisch herausgefiltert werden. Die Stadt Hagen versichert, dass im Rahmen der Datenschutzbestimmungen die gemessenen Ergebnisse allesamt anonymisiert und keinesfalls an Dritte weitergegeben werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Mobilitätswende in Hagen? Nicht doch, ein fröhliches Weiter-so ist angesagt: Freie Fahrt für freie Bürger! Fußgänger und Radfahrer sollen „automatisch herausgefiltert werden“ – die stören ja nur den Betriebsablauf. „Der Einzelne wird auch schon mal länger stehen müssen, wenn auf der Hauptachse viel Verkehr herrscht und man sich von einer Nebenstrecke einfädeln möchte,“ verspricht der neue Baudezernent Henning Keune. „Der Einzelne“, das sind zum Beispiel viele Menschen, die in einem Bus an den Einmündungen der diversen „Nebenstrecken“ noch länger als bisher vor roten Ampeln warten dürfen.


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