Archive for the ‘06 Hagen mobil’ Category

Busverkehr weitgehend normalisiert

22. Juli 2021

Nach den starken Unwettern in der letzten Woche und den daraus resultierenden Schäden im gesamten Hagener Stadtgebiet hat sich der Busverkehr weitestgehend normalisiert.

In der Innenstadt werden nun auch wieder die Haltestellen Dahlenkampstraße, Markt, CineStar, Oberhagen und Elisabethstraße angefahren. Somit gibt es auf den Linien 510, 512, 516, SB71, NE3 und NE4 keine Einschränkungen mehr.

Einschränkungen gibt es weiterhin insbesondere im Bereich Hohenlimburg. Nach wie vor nicht vollständig angefahren wird das Nahmertal. Es werden stündliche Fahrten bis zur Haltestelle „Nimmertal“ durchgeführt. Die Busse verkehren ab Hohenlimburg Bf von 6 bis 20 Uhr zur Minute 08 und in Gegenrichtung ab Nimmertal von 5 bis 19 Uhr zur Minute 39. Die übrigen Fahrten der Linie 538 enden an der Haltestelle „Benekestraße“. Die Linie NE2 verkehrt ebenfalls wieder bis Nimmertal.

Die Linie 517 kann den Bereich Wesselbach weiterhin nicht andienen.

Die Linie 539 endet in Hohenlimburg am Kronenburgplatz. Die K24 nach Veserde/Wiblingwerde ist weiterhin gesperrt. Auch die Wendeschleife Regenbogenschule kann derzeit nicht angefahren werden, weil diese durch Schlamm und Geröll blockiert ist.

In Westerbauer können die Linie 521, 532, 553, 555 und NE32 langfristig nicht die Ennepebrücke auf der Vogelsanger Straße befahren. Diese wurde durch das Hochwasser stark beschädigt. Die Linien fahren bis auf Weiteres eine Umleitung über „An der Hütte“ und dienen dort eine Ersatzhaltestelle an. Die Haltestelle „Westerbauer Schleife“ kann von den genannten Linien nicht bedient werden.

Die Linien 542 und NE3 können aufgrund der anhaltenden Sperrung der Wehringhauser Straße die Haltestelle „AKKU HAWKER“ nicht anfahren.

Mobilität für die Hochwasseropfer

21. Juli 2021

Hagener Straßenbahn hilft mit kostenlosen Tickets

Unkomplizierte und schnelle Hilfe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe in Hagen hat derzeit Priorität. Auch die Hagener Straßenbahn leistet Ihren Beitrag dazu und ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, die in den Fluten ihr Fahrzeug verloren haben, durch Ausstellung eines kostenfreien Tickets weiterhin in Hagen mobil zu bleiben.

Betroffene Bürgerinnen und Bürger erhalten ein kostenfreies Ticket1000 in der Preisstufe A2 für die gesamte Familie ab sofort im Kundencenter der Hagener Straßenbahn AG am Hauptbahnhof gegen Vorlage des Personalausweises sowie einer offiziellen Schadensmeldung, z.B. von der Versicherung.

Eine volljährige Person kann durch Vorlage aller Personalausweise der im selben Haushalt lebenden Personen die Tickets gebündelt für die gesamte Familie abholen. Die Tickets sind ab dem Ausstellungsdatum bis zum 31. August 2021 gültig.

Störungen im Busverkehr in Hagen

20. Juli 2021

Stand: 20.07.2021 17:10 Uhr

Das Volmetal wurde wieder für den Busverkehr freigegeben, allerdings werden vorerst keine Gelenkbusse auf der Linie 510 eingesetzt, da viele Haltestellen nur eingeschränkt anfahrbar sind. Die Haltestellen „Dahl“ und „Düinghauser“ Weg stadtauswärts, sowie „Hoffnungstal“ stadteinwärts wurden um wenige Meter verlegt, weil an den ursprünglichen Haltestellen ein sicherer Ein- und Ausstieg nicht gewährleistet ist.

Linie 517: kein Verkehr von (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Wesselbach

Linie 521/NE32: Ausfall der (H) Westerbauer Schleife (Sperrung Vogelsanger Str.)

Linie 532: Ausfall der (H) Nordstr. + Westerbauer Schleife (Sperrung Vogelsanger Str.)

Linie 538: bis zur (H) Nimmertal

Linie 539: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Wiblingwerde

Linie 542/NE3: Ausfall der (H) AKKU HAWKER (Sperrung Wehringhauser Str.)

Linie NE2: bis zur (H) Nimmertal

Die Haltestelle „Rathaus an der Volme“ wird derzeit nicht angefahren.

Störungen im Busverkehr aufgrund des Unwetters

20. Juli 2021

Stand: 19.07.2021 16:30 Uhr

Linie 510: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Delstern bis (H) Sterbecke

Linie 517: kein Verkehr von (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Wesselbach

Linie 521/NE32: Ausfall der (H) Westerbauer Schleife (Sperrung Vogelsanger Str.)

Linie 532: Ausfall der (H) Nordstr. + Westerbauer Schleife (Sperrung Vogelsanger Str.)

Linie 538: nur bis zum Bereich Kronenburgplatz.

Linie 539: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Wiblingwerde

Linie 542/NE3: Ausfall der (H) AKKU HAWKER (Sperrung Wehringhauser Str.)

Linie NE2: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Obernahmer

Linie NE4: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Delstern bis (H) Sterbecke

Die Haltestelle „Rathaus an der Volme“ wird derzeit nicht angefahren.

Busverkehr normalisiert sich zunehmend

18. Juli 2021

Bahnverkehr liegt weiter still

Bahnsteigzugang Hagen-Hbf

Die überflutete Bahnsteigunterführung im Hagener Hauptbahnhof ist inzwischen wieder leergepumpt. Foto: Michael Nehaus/Deutsche Bahn.

Nach den schweren Unwettern und Überschwemmungen der letzten Tage hat sich der Busverkehr in Hagen weitestgehend normalisiert. Dennoch gibt es einige Strecken die auch mit Stand Freitag, 19:00 Uhr, noch nicht wieder befahrbar sind.

Hierzu zählen insbesondere das Volmetal, das Nahmertal und Wiblingwerde sowie Teile von Wehringhausen. Wann diese Strecken wieder von den Bussen der Hagener Straßenbahn angefahren werden können, ist aktuell nicht absehbar.

Störungen im Busverkehr in Hagen aufgrund von Unwetterauswirkungen (Stand: 17.07.2021 um 19:00 Uhr)

Linie 510: nur bis Delstern.

Linie 514: nicht über Lange Straße. Umleitung über Wehringhauser Str. (B7).

Linie 517: kein Verkehr von (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Wesselbach.

Linie 521: nicht über Lange Straße. Umleitung über Buschey / Rehstr.

Linie 538: nur bis zum Bereich Kronenburgplatz.

Linie 539: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Wiblingwerde

Linie NE2: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Obernahmer

Linie NE4: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Delstern bis (H) Sterbecke

Auch auf den bereits freigegebenen Strecken kann es immer wieder zur kurzfristigen Sperrungen oder Umleitungen durch Aufräumarbeiten kommen. Es muss auch über das Wochenende weiterhin mit Einschränkungen gerechnet werden.

Der Bahnverkehr ist weiterhin komplett stillgelegt. Sämtliche Hagener Bahnhöfe werden weder im Fern- noch im Nahverkehr angefahren.

Unwetterstörungen im Busverkehr in Hagen

17. Juli 2021

Stand: 16.07.2021 um 19:38 Uhr

Linie 510: kein Verkehr.

Linie 514: nicht über Lange Straße. Umleitung über Wehringhauser Str. (B7)

Linie 517: kein Verkehr von (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Wesselbach

Linie 521: nicht über Lange Straße. Umleitung über Buschey / Rehstr.

Linie 535: kein Verkehr

Linie 538: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Obernahmer

Linie 539: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Wiblingwerde

Linie NE2: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Obernahmer

Linie NE4: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Delstern bis (H) Sterbecke

Das Beste draus machen

15. Juli 2021

Käptn Josh auf großer Fahrt (HA-Wehringhausen, 14.7.2021)

Land unter in Wehringhausen! Der Wehringhauser Bach erobert sich das Festland zurück! Doch ein unerschrockener Seebär nimmt es furchtlos mit den fatalen Fluten auf… (Lange Straße/Bachstraße)

VRR erhöht die Ticketpreise

25. Juni 2021

VRR-LogoDer Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) hat eine Preiserhöhung bei den Tickets um durchschnittlich 1,7 Prozent zum 1. Januar 2022 beschlossen. Vorsitzender des Verwaltungsrats ist der Hagener Oberbürgermeister Erik Olaf Schulz.

Alle regulären Einzelkunden-Abonnements (z. B. Ticket1000/2000), das SozialTicket sowie die Jobtickets (FirmenTicket, 100/100-Modell) werden leicht unterdurchschnittlich erhöht. Im sogenannten Bartarif steigt der Preis für das EinzelTicket für Erwachsene zum ersten Mal seit drei Jahren um jeweils 10 Cent in den einzelnen Preisstufen.

Die Preise für das BärenTicket, das Semesterticket und den Schulträgeranteil für das SchokoTicket werden proportional in Höhe des allgemeinen Erhöhungsmaßes von 1,7 Prozent angepasst. EinzelTickets für Kinder werden nicht erhöht und kosten auch im kommenden Jahr 1,70 Euro. Die Preise für SchokoTickets für das erste und das zweite Kind, sowie der Eigenanteil für freifahrtberechtigte Schüler bleiben ebenfalls gleich.

Der VRR begründet die Preiserhöhungen mit der aktuellen, angespannten Marktsituation, hervorgerufen durch die Corona-Pandemie. Neben den Einnahmeausfällen belasteten die stetig steigenden Betriebskosten die Verkehrsunternehmen und sorgten für deutlich höhere Aufwendungen. Dennoch sei es den VRR-Gremien wichtig gewesen, die Preise im Sinne eines sich ändernden Mobilitätsbewusstseins und auch der verkehrspolitischen Ziele zur Verkehrswende und zum Klimaschutz moderat zu halten.

Preistabelle ab 01.01.2022

Im Sommer freie Fahrt in ganz NRW

13. Juni 2021

Ein „Dankeschön“ an alle Ticket-Abonnenten

VRR-LogoWährend der gesamten NRW-Sommerferien 2021 können die Besitzer eines im Aktionszeitraum gültigen Abo-Tickets aus dem Aachener Verkehrsverbund (AVV), dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), dem WestfalenTarif oder des NRW-Tarifs täglich kostenfrei und in Begleitung rund um die Uhr durch ganz Nordrhein-Westfalen reisen.

Mit dieser Aktion bedanken sich die Verkehrsverbünde, Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen auch in diesem Jahr für die Treue der Fahrgäste während der Corona-Pandemie.

Pro Ticket dürfen inklusive Ticketinhaber zwei Personen (Erwachsener oder Kind) und bis zu drei Kinder oder zwei Personen (Erwachsener oder Kind) und bis zu zwei Fahrräder fahren. Zeitliche Beschränkungen, etwa bei 9-Uhr-Abos, werden im Rahmen der Aktion aufgehoben. Von der Erweiterung der Geltungsbereiche auf ganz NRW profitieren auch Kunden, die erst im Aktionszeitraum ein neues Abonnement abschließen.

Alle Informationen zur Abo-Aktion finden Sie unter www.mobil.nrw/sommer.

Zusätzliche Fahrten auf einigen Linien

7. Juni 2021

Fahrplanwechsel der Hagener Straßenbahn

Am Sonntag, den 13. Juni 2021 findet der diesjährige Fahrplanwechsel der Hagener Straßenbahn AG statt. Auf einigen Linien werden ab dann zusätzliche Fahrten angeboten, Streckenverläufe geringfügig verändert und weitere nachfragebedingte Anpassungen vorgenommen.

Zusätzliche Fahrten werden unter anderem montags bis samstags gegen 23:00 Uhr aus der Innenstadt heraus auf einigen Hauptstrecken, wie zum Beispiel auf den Linien 512, 517, 518, 524 und 542 angeboten. Auch der NE6 und NE7 führen zu dieser Zeit noch eine zusätzliche Fahrt durch. Damit wird der Abendverkehr bis um 23:30 Uhr attraktiver gestaltet, um Theater-, Kino- und Kneipenbesuchern ein besseres Angebot zu bieten.

Die Linie 516 fährt montags bis freitags bis ca. 15:00 Uhr nur noch stündlich bis zum Wasserschloss Werdringen. Die übrigen Fahrten enden wie bisher in Brockhausen oder am Vorhaller Bahnhof. Die Taktung der Linie 543 zwischen Helfe Pieperstraße und Profilstraße wird montags bis freitags in den Vormittagsstunden, sowie am frühen Abend etwas verringert. Im Gegenzug wird dieser Abschnitt auch samstags stündlich bedient. Die Linie SB71 verkehrt künftig nach 17:00 Uhr nur noch stündlich zwischen Hagen Hauptbahnhof und Hohenlimburg.

Änderungen ergeben sich auch bei den NachtExpress-Linien: Der NE1 und NE2 tauschen zwischen der Innenstadt und Hohenlimburg ihren Streckenverlauf: Der NE1 fährt künftig über Hasselbach und Elsey nach Hohenlinburg Bahnhof, der NE2 hingegen verkehrt über Emst, Bissingheim, Holthausen und Hohenlimburg umsteigefrei bis nach Obernahmer und ersetzt auf diesem Abschnitt den NE22.

Der NE4 endet nicht mehr in Haspe, sondern fährt weiter über Spielbrink und Quambusch bis Westerbauer und übernimmt somit den Abschnitt des bisherigen NE31. Der NE5 dreht auf dem Weg nach Garenfeld künftig eine Schleife durch Berchum und bindet das Gebiet wieder an das Nachtnetz an.

Sämtliche Änderungen sind ab sofort in der elektronischen Fahrplanauskunft  hinterlegt. Das Eingabedatum der Abfahrt muss dafür nach dem 13. Juni 2021 liegen. Das Fahrplanbuch ist ebenfalls ab Juni in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Alle Details: Hagener Straßenbahn AG

Laterne, Laterne …

10. Mai 2021

von Heidi Wenke (VCD)

Radweg Bahnhofshinterfahrung

Kommen Sie doch mit dem Fahrrad nach Hagen.
Dank gut ausgebauter Radwege finden Sie sich im Stadtgebiet
auch mit dem Drahtesel schnell zurecht.

(Homepage der Stadt Hagen)

Der gute Ausbau der Radwege, deren hohe Qualität weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und beliebt ist und viele Touristen in die Stadt lockt, hat nun einen weiteren Riesensprung nach vorn gemacht: Die Laternen auf dem einseitigen, dafür aber auch für Fußgänger attraktiven Radweg entlang der Bahnhofshinterfahrung wurden versetzt, so dass die Radelnden hier nun über noch mehr Platz verfügen, nämlich über üppige 2 m, einem Maß, das den Empfehlungen von 2,50m schon bedrohlich nahe kommt (Foto: Heidi Wenke).

Wenn sich die Stadt Hagen und ihre „boomende Zweiradszene“ (M. Weiske am 07.05.21 in der WP) mit etwas auskennen, sind es wohl Laternen. Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, ist die nächste Laterne, die in ihrer Existenz bedroht ist, die rote: nämlich diejenige, die die Stadt jedes Jahr beim bundesweiten Fahrrad-Klimatest in einem spannenden Finish mit ihren 40 Konkurrentinnen erringt. Wenn diese Laterne aber erhalten bleiben soll, dürfen auf keinen Fall weitere ehrgeizige Maßnahmen wie die an der Bahnhofshinterfahrung durchgeführt werden.

Volmebrücke an Stadtgrenze Herdecke/Hagen erst später fertig

18. April 2021

Im Sommer 2020 begannen an der Stadtgrenze und im Schatten der A1 Arbeiten an einer neuen Brücke über die Volme. Von der Baustelle in Hagen an der B54/Herdecker Straße hieß es nun, dass die Konstruktion Fußgängern und Radfahrern nicht wie anvisiert jetzt im Mai, sondern erst im Herbst 2021 zur Verfügung stehe. (…)

Quelle: wp.de

Busse fahren trotz Ausgangsbeschränkung

14. April 2021

Seit gestern, 13.04.2021, gilt in Hagen eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 21:00 bis 5:00 Uhr. Die Busse der Hagener Straßenbahn AG fahren trotzdem nach dem regulär geltenden Fahrplan. Damit ermöglicht die HST den Berufstätigen und Pendlern weiterhin den uneingeschränkten Weg zur Arbeit und nach Hause mit dem ÖPNV.

Einzige Ausnahme im Fahrplanangebot bleibt wie bisher der Ausfall der NachtExpress-Linien an Wochenenden nach 1:00 Uhr.

Einige Bedenklichkeiten

18. März 2021

VCD Hagen zum Polizei-Unfallbericht für 2020

Die am 10. März vorgestellten Informationen zum Unfallgeschehen auf Hagener Straßen stimmen zunächst einmal optimistisch, da zwar die absolute Zahl der Unfälle um gut 6% gestiegen ist, die Anzahl der dabei zu Schaden gekommenen Personen aber erfreulicherweise gleichzeitig in etwa demselben Maß gefallen ist. Dies gilt für alle Bereiche außer den Personenschäden mit Bus, die im Vergleich zum Vorjahr drastisch gestiegen sind (um gut 50% von 37 auf 57). So weit – so gut.

Da der Bericht leider keine Gründe für die insgesamt sinkenden Personenschäden nennt, liegt die Erklärung nahe, dass diese Minderung dem über mehrere Monate stark gesunkenen Autoverkehrsaufkommen zu verdanken ist. Das gilt insbesondere für Kinderunfälle, da die Schule monatelang ausfiel und so das Unfallrisiko ebenfalls reduziert war. Grundsätzliche andere Veränderungen (Verkehrssicherheitsmaßnahmen/Temporeduzierung, Bewusstseinswandel etc) als mögliche Gründe waren nicht erkennbar.

Bei Näherem Hinsehen ergeben sich darüber hinaus im Einzelnen einige Bedenklichkeiten: So erklärt die Polizei die Gründe für Unfälle mit Fußgänger-Beteiligung mit „Missachtung von Rotlicht an Ampeln, Zwischenfällen (was immer das heißen mag) beim Betreten der Fahrbahn auf Zebrastreifen, Ablenkung durch Smartphones“. Diese Erklärung suggeriert, dass die wesentliche Schuld an einem Unfall bei den Fußgängern liegt. Dieser Eindruck wird jedoch durch den Blick auf die entsprechende Grafik widerlegt, denn Fußgänger sind nur in ca ¼ aller Fälle die Verursacher eines Unfalls, in den sie verwickelt werden.

Auch die Einschätzung, dass die Fahrradunfälle auf einem niedrigen Niveau liegen, ist nicht ohne Weiteres nachvollziehbar: Radelnde wurden in 12% der Unfälle mit Personenschaden verletzt, obwohl der Anteil der mit dem Rad zurück gelegten Wege nur 3% beträgt. Somit liegt immerhin ein 4-fach-überhöhtes Unfallrisiko vor.

Im Gegensatz zu denjenigen, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortbewegen ist das Autofahren in Hagen recht ungefährlich: Bei einem Anteil von 62% an den insgesamt zurückgelegten Wegen kamen Autofahrer nur in gut der Hälfte aller Unfälle zu Schaden. Darüber hinaus ist die Aufklärungsrate bei Unfällen mit Fahrerflucht bei Personenschäden im Vergleich mit dem Vorjahr deutlich (von 69% auf 56%) gesunken.

Schön wäre noch ein Hinweis darauf gewesen, dass die sicherste Fortbewegungsweise für Kinder auf dem Schulweg gleichzeitig die eigenständigste ist: zu Fuß. Dabei kommen die wenigsten Kinder (im Vergleich zum passiven Mitfahren im Pkw) zu Schaden, und es werden auch viele Gefährdungen anderer Menschen durch Elterntaxis vermieden. Ganz nebenbei werden das Verkehrsaufkommen und die damit zusammenhängenden Emissionen reduziert.

Zusammenfassend kann also gesagt werden: Dem Bericht lässt sich entnehmen, dass Hagen nach wie vor gut geeignet für die Sicherheit von Autofahrern ist. Leidtragende des Unfallgeschehens waren wieder deutlich ausgeprägter die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Dies zeigt sich auch im gerade veröffentlichten Fahrradklimatest 2020, bei dem Hagen wie immer das Schlusslicht im Vergleich der Städte ähnlicher Größenordnung bildet.

Fahrradklima: Hagen holt „Rote Laterne“ zurück

17. März 2021

Der ADFC-Fahrradklima-Test wird alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und fand im letzten Jahr zum neunten Mal statt.

Im aktuellen Test hat Hagen sich die unrühmliche „Rote Laterne“ mit dem bundesweit schlechtestem Ergebnis zurück erobert. Mit einer Schulnote von 4,9 belegt Hagen in der Gruppe der Großstädte mit einer Einwohnerzahl zwischen 100.000 bis 200.000 bundesweit den letzten Platz von 41 Großstädten (Foto: ADFC Hagen).

Im Herbst 2020 konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Online-Umfrage des ADFC teilnehmen, rund 230.000 haben mitgemacht. Auch 363 Hagener und Hagenerinnen beantworteten die 27 Fragen. Dabei ging es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert.

Beim letzten Fahrradklimatest 2018 landete Remscheid auf dem letzten Rang, Hagen kam auf eine Gesamtnote von 4,68 auf den vorletzten Platz. Zuvor stand Hagen bereits mehrfach an letzter Stelle.

Besonders schlecht benotet wurde die Breite der Radwege, das Fehlen von öffentlichen Leihrädern, die Ampelschaltungen und das Falschparken auf Radwegen. Das Sicherheitsgefühl für Radfahrende bekam die Note 5,2. Das Fahren zusammen mit Kfz im Mischverkehr wird als besonders stressig empfunden.

Um nach der verkehrliche Ausrichtung auf die autogerechte Stadt in den letzten Jahrzehnten eine fahrradfreundliche Verkehrsführung zu erreichen, bedarf es eines entschiedenen Willens zur Veränderung und zügiger Umsetzung.

Häufig wird die topografisch schwierige Situation als Argument gegen Veränderung genannt. Durch den Boom auf elektrisch unterstützte Fahrräder, den Pedelecs, hat sich jedoch die Situation grundlegend geändert, was aber bei den Verantwortlichen noch nicht so richtig realisiert worden zu sein scheint. Viele Bürger steigen jetzt aufs Rad, denen es zuvor zu anstrengend erschien.

Beim ADFC häufen sich Anfragen: „Ich habe mir ein Pedelec gekauft, aber wo kann ich jetzt fahren?“ Da zeigt sich, dass das Hagener Radverkehrsnetz mehr aus Lücken besteht, als aus vernünftiger radgerechter Infrastruktur.

In der letzten Zeit gab es vermehrt Absichtserklärungen von Seiten der Stadt Hagen, wie beispielsweise in Form des Masterplans „Nachhaltige Mobilität“ oder des 2019 verabschiedeten Radverkehrskonzeptes. Das Problem ist: Auf der Straße entdeckt der Radfahrer und die Radfahrerin leider von all dem fast nichts.

Klar, es wird in den Planungsstuben der Stadt bereits an dem ein oder anderen Projekt gewerkelt, aber mit einer sehr dünnen Personaldecke im Bereich Radverkehr kommt man nicht richtig vorwärts und an ein Aufholen zu anderen Städten, die hier früher reagiert haben, ist kaum zu denken.

Das zeigt sich auch auf der Website des Stadtradelns. Hier hat Hagen zwar eine sinnvolle Funktion freigeschaltet, mit der Radfahrende schlechte und gefährlich Stellen der Stadt melden können, doch erst sieben von insgesamt 144 gemeldeten Fälle, haben den Erledigt-Status. Bei der Stadt fehlen schlicht und einfach das Personal, um die Fälle zu bearbeiten.

Auch liegt der Schwerpunkt oftmals nicht auf Maßnahmen, die sich schnell umsetzen ließen und Verbesserungen brächten, sondern auf aufwändigen und kostenintensiven baulichen Planungen. So wurde vorrangig das sehr teure Projekt Volmebrücke im Ruhrtal an der A1 gegenüber anderer Projekte vorgezogen, obwohl es für den Alltagsverkehr kaum Nutzen bringt und auch aus touristischer Sicht fragwürdig erscheint.

Der ADFC hofft, dass mit dem erneuten schlechten Abschneiden im Ranking bei der Stadtverwaltung und in der Politik ein Umdenken stattfindet und im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität mal ordentlich auf die Tube gedrückt wird. Nicht nur die Radfahrer würden von einer radfreundlichen Stadt Hagen profitieren, die sich bei Luft- und Lärmbelastung bisher auf vorderen Negativ-Plätzen befindet.

Ergebnisse Hagen 2020 (pdf)

Fördermöglichkeiten für nachhaltige Mobilität

17. März 2021

Der Aufbau von privaten Ladestationen für Elektroautos oder die Entwicklung von Elektromobilitätskonzepten: Das Umweltamt der Stadt Hagen weist anlässlich eines Förderaufrufes des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) auf verschiedene Fördermöglichkeiten für nachhaltige Mobilität hin.

Wer Eigentümer, Mieter oder Vermieter ist und eine private Ladestation für Elektroautos anschaffen möchte, kann einen Antrag für die staatliche Förderung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellen. Mit 900 Euro Zuschuss pro Ladepunkt fördert die KfW den Kauf sowie den Einbau der Ladestation.

Voraussetzungen für die förderfähigen Ladestationen sind eine 11 Kilowatt Leistung, Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien sowie eine intelligente Steuerung, um zum Beispiel die Ladeleistung zu begrenzen. Der Kauf einer E-Ladestation darf jedoch erst nach der Antragstellung erfolgen. Weitere Informationen zur Förderung und zum Antragsverfahren erhalten Interessierte auf der Seite der KfW unter www.kfw.de/440.

Seit dem 9. März fördert das BMVI die Entwicklung kommunaler und erstmals auch gewerblicher Elektromobilitätskonzepte. Antragsberechtigt sind dabei neben Kommunen und kommunalen Unternehmen auch juristische Personen des öffentlichen Rechts und Privatrechts sowie natürliche Personen, die wirtschaftlich tätig sind. Der Zuschuss beträgt maximal 100.000 Euro mit einer Förderquote von bis zu 80 Prozent.

Anträge auf Förderung von Elektromobilitätskonzepten können beim Projektträger Jülich (ptj) gestellt werden. Mehr Informationen zur Förderung und zum Antragsverfahren stehen auf der Seite des Projektträgers auf www.ptj.de/projektfoerderung/elektromobilitaet-bmvi/konzepte zur Verfügung.

Verkehr: Richtungswechsel nicht zu erkennen

5. März 2021

von Heidi Wenke, VCD Hagen/MK

Natürlich freuen sich die wenig verwöhnten Hagener Radelnden über Investitionen in die Rad-Infrastruktur und jegliche Verbesserungen. Allerdings sind die angesprochenen Maßnahmen, mit Ausnahme des Umbaus der Augustastraße, im Wesentlichen geeignet, den Freizeitverkehr zu fördern, wie die zitierten Politiker (Klepper, Purps, Diegel) ja auch herausstellen. Dass damit aber die „Verkehrswende sinnvoll“ gestaltet werden soll, wie Herr Purps äußert, ist nicht nachvollziehbar, da für diese die Voraussetzungen für den Alltagsverkehr verbessert werden müssten.

Eine Wende benötigt zuerst einmal ein Bremsmanöver, d.h. das Fahren in die eingeschlagene Richtung wird verlangsamt, um dann die Richtung zu wechseln. Von diesem Bremsvorgang mit anschließendem Richtungswechsel im Verkehr ist in Hagen bisher so gut wie nichts zu erkennen.

Eine solche Wende in Richtung mehr Radverkehr würde voraussetzen, dass man die Vorwärtsrichtung beim MIV (motorisierter Individualverkehr) ausbremst, indem die Verkehrsflächen in Teilen dem Radverkehr zugeschlagen werden. Aber leider wird genau da gebremst. Das macht die Hasper CDU-Frau Bremser („Nomen est omen.“) klar, wenn sie vom „fehlgeschlagenen Radweg-Versuch an der B7“ spricht.

Hagen mangelt es an der Bereitschaft, den ausufernden MIV, sei er rollend oder stehend, auch nur ein wenig einzuschränken, obwohl diese Maßnahmen den Radverkehr preiswert und zügig fördern würden. Das zeigt z.B. die kombinierte Bus-/Radspur auf der Körnerstraße, die 3 Jahre auf sich warten ließ und auch nur für Radler freigegeben wurde, weil das Gesetz es vorschreibt. Ein anderer Konflikt, der zum Wohl des MIV entschieden wurde, ist der verhinderte Radweg in Hohenlimburg. Fazit: Warum preiswert mit eigenen Mitteln Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs ergreifen, wenn „Millionen“ von anderen „fließen“?

Auf die lange Bank

28. Februar 2021

SPD fordert Park-and-Ride-Plätze – und verschiebt eigenen Antrag

„Sowohl der Luftreinhalteplan der Bezirksregierung als auch der Masterplan Verkehr sehen die Schaffung bzw. den Ausbau eines Park-and-Ride-Systems für Hagen vor.“ Darauf weist die SPD hin und kritisiert: „Obwohl die Verpflichtung aus dem Luftreinhalteplan seit Jahren eine verbindliche Aufgabe der Stadt Hagen ist, muss festgestellt werden, dass es in der Stadt keine Park-and-Ride-Plätze zum Umstieg auf Busse der Hagener Straßenbahn AG gibt.“

Daher hatten die Sozialdemokraten bereits in die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 4. Februar einen Antrag eingebracht. Darin sollte die Verwaltung aufgefordert werden, „kurzfristig im Bereich des Höings Park-and-Ride-Plätze einzurichten“, sowie „bis zur Sommerpause gemeinsam mit der Hagener Straßenbahn ein Konzept für ein Park-and-Ride-System in Hagen dem Rat vorzulegen.“

Während der Sitzung zog SPD-Fraktionschef Claus Rudel den Antrag überraschend zurück und meinte, es solle sich stattdessen die Bezirksvertretung Mitte „damit beschäftigen“, wie es das Protokoll formulierte. Der Grünen-Vertreter Rüdiger Ludwig ging noch einen Schritt weiter und schlug vor, „nicht in die Bezirksvertretung Mitte, sondern in den Ausschuss Umwelt-, Klimaschutz und Mobilität zu überweisen“.

Da wegen der Coronakrise keine Ausschüsse tagen, solle die Angelegenheit erst „nach der Coronapandemie im Ausschuss“ behandelt werden. Mehr Auf-die-lange-Bank-schieben geht schon fast nicht mehr.

Beschlossen wurde dann (einstimmig, also mit der SPD) ein beherztes Sowohl-als-auch, und so landete der Antrag am 23. Februar auf der Agenda der Bezirksvertretung Mitte. Aber auch dort sah man sich nicht in der Lage, einen Beschluss herbeizuführen und wertete die Beratung des Antrags nur als 1. Lesung. Übrigens wieder einstimmig, das heißt: wieder mit den Stimmen der Antragsteller von der SPD.

Die nächste Sitzung der BV Mitte ist für den 14. April geplant; es ist also absehbar, dass die im Antrag genannte Terminvorstellung „bis zur Sommerpause“ nicht umsetzbar ist. Obwohl es geboten sei, dass „endlich“ mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werde, wie es die SPD erkannt hatte.

Stadtbaurat Henning Keune behauptete dagegen in der WPWR am Freitag apodiktisch: „Solche Angebote werden nicht genutzt“ und auch Bezirksbürgermeister Ralf Quardt (CDU) stieß ins gleiche Horn: „In der Vergangenheit haben alle P&R-Angebote nicht die ausreichende Akzeptanz gefunden“. Beides Aussagen, die nachweislich unzutreffend sind. Nach Ansicht des Grünen Ludwig ist der Höing sogar „ein ungünstiger Platz für einen Park-and-Ride Parkplatz“. Auch diese Behauptung ist längst widerlegt.

Vor drei Jahrzehnten gab es den „City-Express“, der an Samstagen den P&R-Platz Höing mit dem Stadtzentrum verband. Der war so erfolgreich, dass der anfängliche 10-Minuten-Takt sogar auf 7,5 Minuten verdichtet wurde.

Mitfinanziert wurde der (kostenlose) P&R-Verkehr vom Einzelhandel, der schließlich davon profitierte, dass Kunden ohne Parkplatzsuche bequem das Hagener Zentrum erreichen konnten.

Fand auch zum 125jährigen Jubiläum der Hagener Straßenbahn Erwähnung: City-Express 1990 vor dem später abgerissenen Rathaus. Screenshot: DW.

Der City-Express wurde schließlich eingestellt, weil der Einzelhandel seine Zahlungen beendete und seinen Kunden lieber die Parkhausgebühren erstattete. Das Geld stand also nach wie vor bereit, es wurde nur in andere Kanäle umgeleitet.

Wasserstoff-Busse sind keine Alternative

19. Januar 2021

Während in Städten wie Wuppertal und Bremen bereits Busse und Müllfahrzeuge mit Wasserstoff unterwegs sind, rollt in der schadstoffgeplagten Stadt Hagen noch kein Fahrzeug mit Brennstoffzelle auf den Straßen. Dabei hat die umweltschonende Technologie auch enormes Potenzial für die Industrie – glaubt zumindest die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer. (…)

Die Hagener Straßenbahn und den Hagener Entsorgungsbetrieb habe man kontaktiert. Allerdings bislang ohne vorzeigbares Ergebnis. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Einschränkungen bei E-Wagen und NachtExpress

7. Januar 2021

Aufgrund der pandemiebedingt verlängerten Schulschließungen verkehren vom 11.01. bis voraussichtlich 31.01.2021 keine Schuleinsatzwagen. Das teilt die Hagener Straßenbahn AG mit.

Ebenfalls aufgrund der Pandemiesituation entfallen weiterhin an Wochenenden die NachtExpress-Fahrten nach 1:00 Uhr.

Fahrplan der Busse an den Feiertagen

23. Dezember 2020

An Heiligabend fahren die Busse der Hagener Straßenbahn AG bis gegen 15:30 Uhr nach dem Samstagsfahrplan. Auch in diesem Jahr verkehrt dann von ca. 16:00 bis 19:30 Uhr der NachtExpress auf den bekannten Wegen, um noch bis in den frühen Abend ein Grundangebot im Busnetz anzubieten.

Am 1. Weihnachtstag sowie an Neujahr fahren die Busse wie an Sonntagen, Betriebsbeginn ist gegen 10:00 Uhr. Die NachtExpresse verkehren letztmalig um 0:32 Uhr.

Am 2. Weihnachtstag gilt ganztägig der Sonntagsfahrplan. Die NachtExpresse verkehren letztmalig um 0:32 Uhr.

An Silvester verkehren die Busse nach dem Samstagsfahrplan. Die Abfahrten der NachtExpresse um 23:32 Uhr ab der (H) Stadtmitte entfallen. Nach Mitternacht setzt der NachtExpress wieder gegen 1:00 Uhr in den Stadtteilen ein. Die zentralen Abfahrten ab der (H) Stadtmitte finden um 1:32 und 2:32 Uhr statt.

Eine Ausnahme besteht für die Fahrten des NE3 und NE19. Der NE3 endet an der Selbecke, bzw. Westerbauer Schleife und der NE19 an der Haltestelle Weststraße.

Entsprechend der coronabedingten Situation kann es noch zu kurzfristigen Änderungen kommen.

Am Neujahrstag nehmen die Busse ab ca. 9:30 Uhr ihre Fahrt nach dem Sonntagsfahrplan auf.

Den Fahrplan gibt es hier als Download.

VRR: Einfach weiterfahren in NRW

17. Dezember 2020

Mit dem EinfachWeiterTicket NRW können Fahrgäste ihr AboTicket für Fahrten über die Grenzen des Verbundraumes in den Verkehrsverbund Rhein-Sieg in Richtung Köln oder den Aachener Verkehrsverbund erweitern.

Ab dem 01.01.2021 ist dies auch für Fahrten in den westfälischen Raum im Rahmen des Westfalen Tarifs möglich.

Zum neuen Jahr wird dann ein pauschales EinfachWeiterTicket NRW (EWT NRW) zum Preis von 6,80 Euro in ganz NRW einschließlich Westfalen als Ergänzung zur Zeitkarte eingeführt. Das bestehende AnschlussTicket NRW wird zum 1. Januar 2021 eingestellt.

Hagen ist Hochburg für Auto-Unfälle

15. Dezember 2020

Hagen ist deutschlandweit die Hochburg für Schäden durch Auto-Unfälle. Jeder fünfte Fahrzeughalter (20,9 Prozent) hatte 2019 einen Schaden.

Auch Gelsenkirchen gehört im Bundesvergleich mit einer Schadenshäufigkeit von 15,7 Prozent zu den Top fünf. Deutschlandweit liegt der Schnitt bei 9,1 Prozent. Im Ruhrgebiet ist die Schadenshäufigkeit in Bottrop mit 7,6 Prozent besonders gering. Das zeigt der Karambolage-Atlas der Versicherung Generali. Für die Studie wurden mehr als 270.000 Kfz-Schäden ausgewertet.

Infos: www.generali.de/karambolage-atlas

VRR: Neues Ticket begünstigt Fahrradmitnahme

12. Dezember 2020

Für Kunden, die ihr Fahrrad mit in Bus und Bahn nehmen möchten, gibt es ab Januar 2021 mit einem FahrradTicket VRR eine neue attraktive Verbundalternative zum FahrradTagesTicket NRW.

Statt eines ZusatzTickets für 3,60 Euro pro Fahrt kann das Fahrrad dann für den gleichen Preis 24 Stunden verbundweit mitgenommen werden – und zwar beliebig oft. Der Preis für eine Fahrradmitnahme reduziert sich somit ab dem 1. Januar 2021 auf 1,80 Euro pro Fahrt und Fahrrad. Bei einer Hin- und Rückfahrt liegt der Preis mit 3,60 Euro auf der Höhe, die bisher für eine einzelne Fahrt bezahlt werden musste.

Das FahrradTicket ersetzt das bisherige ZusatzTicket für das Fahrrad, das bisher pro Fahrt zu lösen war. Das ZusatzTicket wird dann nur noch für die Geltungsraumerweiterung und die 1.-Klasse-Nutzung benötigt. Insofern können auch ZusatzTickets, die vor dem 1. Januar 2021 gekauft wurden, mit Beginn des neuen Jahres nicht mehr für die Fahrradmitnahme verwendet werden.

Der VRR bietet allerdings einen dreimonatigen Kulanzzeitraum an, in dem das bisherige ZusatzTicket für die Fahrradmitnahme genutzt werden darf. Die Tickets werden von den Verkehrsunternehmen aber auch umgetauscht oder erstattet.

Die Fahrradmitnahme kann auch in der nextTicket-App in Kombination mit den Luftlinientarif auf allen ÖPNV-Relationen im VRR-Gebiet hinzugebucht werden. Der Preis für eine Fahrradmitnahme reduziert sich ab dem 1. Januar 2021 auf 1,80 Euro pro Fahrt und Fahrrad. Bei einer Hin- und Rückfahrt liegt der Preis somit ebenfalls bei 3,60 Euro.

RE 4: Weniger statt mehr Sitzplätze

10. Dezember 2020

Ab dem 13. Dezember 2020 übernimmt National Express den Betrieb der Linie RE 4 zwischen Aachen und Dortmund über Hagen mit den neuen RRX-Fahrzeugen. Angekündigt war ursprünglich ein damit einhergehendes erweitertes Angebot an Sitzplätzen. Daraus wird erst einmal nichts.

Verkehren sollten die neuen Züge mit zwei Einheiten, die zusammen 800 Plätze bieten, die bisher eingesetzten Fahrzeuge verfügen über nur 580 Sitze. Jetzt werden bis auf weiteres nur Einfachtraktionen verkehren; das bedeutet ein nur rudimentäres Angebot mit weniger Plätzen als bisher. Nur zu den Hauptverkehrszeiten werden einige Doppeltraktionen eingesetzt, um ausreichende Sitzplatzkapazitäten für die Fahrgäste zu gewährleisten.

Als Ursache für die Einschränkungen nennt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Baumaßnahmen am Dortmunder Hauptbahnhof, die voraussichtlich Ende Juli 2021 abgeschlossen sein werden.

Anders verfährt man hingegen am anderen Ende der Strecke, in Aachen. Da die Verlängerung der Bahnsteige in Aachen Schanz noch nicht abgeschlossen ist, kann übergangsweise zwischen Aachen West und Aachen Hbf nur eine Fahrzeugeinheit genutzt werden. Die zweite Fahrzeugeinheit wird in diesem Abschnitt verschlossen mitgeführt.

Verkehrsverbünde planen einheitlichen Tarif

8. Dezember 2020

Die Verkehrsverbünde in NRW wollen gemeinsam ab Ende 2021 einen landesweit einheitlichen elektronischen Tarif einführen, den eTarif NRW.

Eine entsprechende Absichtserklärung haben der Aachener Verkehrsverbund, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, der Verkehrsverbund Rhein-Sieg, die WestfalenTarif GmbH, der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe und das Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen unterzeichnet. Das Land unterstützt das Vorhaben mit insgesamt 100 Millionen Euro.

Mit dem eTarif NRW checkt der Fahrgast per Smartphone bei Einstieg in Bus oder Bahn ein und beim Aussteigen wieder aus. Der Ticketpreis für die Fahrt berechnet sich aus einem fixen Grundpreis und den Luftlinienkilometern zwischen Start und Ziel. Es wird eine Preisobergrenze von 30 Euro in 24 Stunden festgelegt.

Neue RXX-Züge: Schon ab dem 02.12.2020 erste Fahrgastfahrten auf der RE 4

26. November 2020

National Express wird bereits vom 02. bis 12. Dezember 2020 einzelne Fahrten des Regelfahrplans der Linie RE 4 (Dortmund – Hagen – Wuppertal – Düsseldorf – Aachen) übernehmen. Darauf hat sich das Unternehmen mit DB Regio NRW und den SPNV-Aufgabenträgern Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR) und Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) verständigt, um am 13. Dezember 2020 einen nahtlosen Betriebsübergang zu ermöglichen.

Seit September 2020 konnte National Express bereits im Rahmen von Leerfahrten (ohne Fahrgäste) inklusive regulären Bahnsteighalten dem angehenden und bereits ausgebildeten Zugpersonal die Fahrzeugausbildung und Streckenkunde auf der Strecke des RE 4 vermitteln und somit Erfahrungen für den Regelbetrieb sammeln.

Nun soll der Fahrgastbetrieb unter reellen Bedingungen aufgenommen werden. Fahrgäste können neben dem anstehenden Betreiberwechsel auch die neuen RRX-Fahrzeuge des Typs Desiro HC von Siemens kennenlernen (Foto: Kompetenzcenter Marketing NRW). Diese bieten Niveaugleichheit zwischen Bahnsteig und Fahrzeug sowie größere Türen, die das Ein- und Aussteigen erleicht und somit den Fahrgastwechsel beschleunigen.

Die neuen Züge sollen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h mit hoher Beschleunigung zur Verbesserung der Pünktlichkeit, einen geringen Geräuschpegel im Fahrzeug, barrierefreie Toiletten sowie großzügige Multifunktionsräume mit Rollstuhl-, Begleit- und Fahrradplätzen haben. Die 105 Meter langen Züge verfügen über 400 Sitzplätze und sollen in der Regel mit zwei Zugteilen (entsprechend 800 Sitzplätzen) verkehren.

Keunes olle Kamellen

23. November 2020

Dezernent lehnt Einrichtung einer temporären Busspur ab – mit Begründungen aus dem letzten Jahrhundert

Am 27. Juli 2020 schickte der Hagener VCD einen Brief an den Oberbürgermeister. Darin beantragte der Verkehrsclub für die Zeit der Straßenumbaumaßnahmen im Zusammenhang des Neubaus der Marktbrücke die vorübergehende Verlängerung der Busspur stadteinwärts auf der Frankfurter Straße; mindestens von der Einmündung der Elisabethstr bis zur Haltestelle Oberhagen.

Durch die Baustellen-bedingte Umleitung des motorisierten Verkehrs von der Volmestraße über die Frankfurter Straße habe die Verkehrsdichte in diesem Bereich erheblich zugenommen, so der VCD. Dieses führe auch für die Busse, vor allem zu Stoßzeiten, zu deutlich längeren Fahrtzeiten. Darunter litten – z.B. durch verpasste Anschlüsse – genau diejenigen Verkehrsteilnehmer, die als KundInnen der Hagener Straßenbahn die Busse nutzten und so ihren Beitrag zur Entlastung der Straßen leisten, begründete der VCD seinen Antrag.

Diese Ungerechtigkeit könne im vorliegenden Fall dadurch etwas abgemildert werden, dass der Parkstreifen, der etwa für 14 PKWs ausreicht, zumindest während der Zeit der Einschränkungen den Bussen zur Verfügung gestellt wird. Die Anzahl der Menschen, die von dieser Änderung profitieren würden, übersteige deutlich diejenigen, die dort ihre Autos abstellen.

Eine durchaus schlüssige Argumentation, auf die als OB-Ersatz der Technische Beigeordnete Henning Keune mehr als drei Monate später antwortete – als Grund für die Verspätung gab er Corona an. Diese Antwort hat es in sich und belegt, dass trotz Lippenbekenntnissen und in Auftrag gegebener Gutachten der Bewusstseinsstand in puncto Verkehrswende zumindest in Teilen der Hagener Politik und Verwaltung noch im vorigen Jahrhundert verankert ist.

Keune lehnt in seinem Schreiben die Einrichtung einer temporären Busspur mit der Begründung ab, man käme bei der „Abwägung zwischen Anwohnerparken und den Vorteilen für den ÖPNV zu dem Ergebnis, dass auf die Verlängerung der Busspur in Fahrtrichtung Innenstadt verzichtet werden soll“.

Der Beigeordnete gibt als Grund für die Ablehnung Ereignisse aus dem Jahr 1999 an. Damals sei an dieser Stelle schon einmal eine Busspur eingerichtet worden: „Leider wurde der Stadt Hagen nach großem Anliegerprotest von der Bezirksregierung die Entfernung dieses Busspur-Abschnittes aufgegeben.“

Obwohl der ÖPNV mittlerweile in der Öffentlichkeit einen anderen Stellenwert genieße, habe sich an der Situation in dem betroffenen Bereich nichts geändert, konstatiert Keune und verweist darauf, dass „sogar die damaligen „Gegner“ der Busspur dort noch wohnhaft“ seien.

In Zeiten von Klimawandel und Verkehrswende wahrlich „starke“ Argumente. Ein Dezernent, der das vergangene Jahrhundert heranziehen muss, um seine Position der Verhinderung zu rechtfertigen, bestärkt den sich verdichtenden Eindruck, dass mit seiner Ernennung im Tableau des städtischen Führungspersonals wieder einmal kräftig daneben gegriffen wurde.

Denn die lapidare Antwort, die kaum auf die Argumente der Antragsteller eingeht, zeigt, dass in den letzten 20 Jahren auch in „neuen“ Köpfen verkehrspolitisch nichts voran gegangen ist; nach wie vor wird Klientel-Politik für Autofahrer gemacht.

Hohenlimburger Bahnhof: Politik will Aufklärung

23. November 2020

Dass die Modernisierung des Bahnhofs Hohenlimburg um mehrere Jahre verschoben wird, sorgt für viel Unverständnis.

„Für Hohenlimburg ist dieser erneute Aufschub nicht akzeptabel“, sagt Wolfgang Jörg, SPD-Landtagsabgeordneter. Jörg hakte schon 2018 bei der Bahn nach, wann die für Hohenlimburg verkündeten Baumaßnahme umgesetzt werden, und bekam damals die Rückmeldung, dass die Modernisierung des Bahnhofs bis Ende 2020 losgehen soll. Jüngst erklärte nun die Bahn, frühestens 2023, wenn nicht sogar erst 2024 mit dem Bau beginnen zu wollen. „Ich will das Thema noch nicht aufgeben. Wir bleiben dran“, sagte Jörg, der nun das Gespräch mit dem NRW-Bahnchef suchen will. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Weg zur Schule sicher zurücklegen

19. November 2020

Stellungnahme von VCD und ADFC zum Coronachaos in den Schulbussen

Bevor der OB die Schulen in die Pflicht nimmt, wäre es sinnvoll, dass die Stadt selbst Maßnahmen zur Entlastung der Busse ergreift. Neben veränderten Schulstartzeiten ist denkbar, dass die Stadt das vom Land zur Verfügung gestellte Geld für weitere Busse anfordert und diese einsetzt.

Noch wichtiger aber ist, dass SchülerInnen bessere Angebote erhalten, den Weg zur Schule angenehm und sicher zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen: Die Schulen (Schüler, Lehrer, Eltern) könnten gemeinsam ermitteln, welche Wege im Schulumfeld als gut für den Fuß- und Radverkehr geeignet sind und eine gesündere Mobilität auch nach Corona-Zeiten ermöglichen. Die Stadt ihrerseits muss aber dafür sorgen, dass diese Wege sicher und komfortabel sind: Gehwege müssen frei von parkenden Autos und die Geschwindigkeit im Umkreis von Schulen reduziert sein (siehe dazu auch: https://www.vcd.org/fussverkehr).

Im Jahr 2017 nutzten nur 1% der SchülerInnen und Auszubildenden das Fahrrad als Verkehrsmittel. Der Grund dafür liegt hauptsächlich in den zu Recht als gefährlich eingestuften Verkehrsverhältnisse. Neben den o.g. Maßnahmen kann die Sicherheit von radelnden SchülerInnen auch durch die Bildung von Fahrgemeinschaften erhöht werden (s. auch: https://www.adfc.de/artikel/mit-dem-rad-zur-schule. Daneben braucht es natürlich gute Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an den Schulen.

Viele dieser Maßnahmen sind relativ preiswert und schnell realisierbar (Parkverbot auf Gehwegen); ansonsten stellt das Land recht üppige Summen für Projekte einer nachhaltigen Nahmobilität zur Verfügung – man muss sie nur abrufen.

Zusätzliche Förderung des Fuß- und Radverkehrs

17. November 2020

Land fördert weitere Nahmobilitätsprojekte – Hagen ist nicht dabei

Das Verkehrsministerium stockt das Programm zur Förderung der Nahmobilität auf. Insgesamt fördert das Land in diesem Jahr 165 neue Projekte für einen besseren Fuß- und Radverkehr in Nordrhein-Westfalen. Allerdings nicht in Hagen – die Stadt hat offensichtlich erst gar keine Anträge gestellt.

Im April hatte die Landesregierung den ersten Teil des Nahmobilitätsprogramms 2020 mit 139 neuen Projekten vorgelegt. Mit dem zweiten Teil des Programms kommen jetzt 26 weitere Vorhaben hinzu, die zusätzlich vom Land mit 7,8 Millionen Euro gefördert werden.

Insgesamt stellt Nordrhein-Westfalen für 165 Nahmobilitätsprojekte in diesem Jahr 28,7 Millionen Euro zur Verfügung. Zu den Mitteln aus dem Landesprogramm kommen weitere kommunale Investitionsmittel hinzu. Somit stehen 50,5 Millionen Euro für eine bessere Nahmobilität zur Verfügung. Im Vergleich zu 2019 steigt das Volumen um rund 16,7 Millionen Euro.

Förderliste April 2020

Förderliste November 2020

Wie fahrradfreundlich ist Hagen?

9. November 2020

Jetzt abstimmen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020

Nur noch bis zum 30. November ist Gelegenheit für alle Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen ihre Meinung über die Fahrradbedingungen in Hagen kundzutun. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hatte bereits ab September zum bundesweiten Online-Fahrradklima-Test aufgerufen.

Für diejenigen, die noch nicht am Klimatest teilgenommen haben, besteht jetzt noch Gelegenheit, die Fahrradsituation in Hagen zu bewerten. Es wird zum Beispiel gefragt, ob die Radwege breit genug sind, ob die Innenstadt gut für Radfahrende erreichbar ist oder ob an den Zielen genügend gute Fahrradständer zur Verfügung stehen.

Neben den Fragen zur Bewertung nach Schulnoten gibt es auch einen Freitextbereich. Hier freut sich der ADFC konkrete Meldungen zu schwierigen Stellen im Straßennetz von den Teilnehmenden zu bekommen. Zudem besteht die Möglichkeit fahrradfreundliche Ideen und Verbesserungsvorschläge aus Radfahrsicht mitzuteilen.

Die Umfrage ist über den folgenden Link zu erreichen: https://fahrradklima-test.adfc.de/

Renovierungen am Hagener Hauptbahnhof

6. November 2020

Die Vorbereitungen der Deutschen Bahn (DB) sind abgeschlossen, die Handwerker stehen bereit: An insgesamt 18 Bahnhöfen in NRW beginnen die Modernisierungsarbeiten. Kleinere Verschönerungsmaßnahmen, wichtige Renovierungsarbeiten oder energetische Sanierungen werden durch das Sofortprogramm des Bundes für Handwerksbetriebe finanziert und durch die DB kurzfristig umgesetzt.

Für den Hagener Hauptbahnhof sind die folgenden Maßnahmen geplant:

  • Wandanstrich in der Empfangshalle, bis zur Höhe des angebrachten Taubennetzes
  • Anstrich einzelner Wandflächen in der Personenunterführung
  • Streichen aller unbebilderten Bestandteile der Personenunterführung, inklusive Rampe und Decke
  • Der Bodenbelag in der Personenunterführung wird durch einen neuen, rutschfesten Bodenbelag ausgetauscht und verharzt
  • Installation einer neuen Automatiktür im Bereich des Übergangsvon der Personenunterführung zur Halle zwecks Taubenabwehr
  • Austausch der Kellerfenster im Empfangsgebäude

Vor allem mittelständische Handwerksunternehmen sind mit den Renovierungsarbeiten beauftragt worden. Mit dem Sofortprogramm setzt der Bund einen kurzfristigen Konjunkturimpuls zur Förderung von Handwerksbetrieben in Deutschland.

„Stadtradeln“: So viele Teilnehmer wie noch nie

3. November 2020

57.063 geradelte Kilometer, acht Tonnen eingespartes Kohlenstoffdioxid und 308 Teilnehmer in 39 Teams: Die europaweite Kampagne „STADTRADELN“ des Klimabündnis stieß dieses Jahr auf besonders großes Interesse in Hagen. „Wir freuen uns, dass trotz der Corona-Pandemie so viele Hagener wie noch nie aktiv mitgemacht und ein deutliches Zeichen für mehr Klimaschutz und Radverkehr gesetzt haben“, betont Gregor Hengstermann von der städtischen Radverkehrsplanung.

Auch beim diesjährigen „STADTRADELN“, das als Wettbewerb gilt, traten Bürger in Teams oder als Einzelpersonen kräftig in die Pedale. Ziel war es, beruflich wie privat drei Wochen am Stück möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Am Ende lag das Team „active mit dem RSC Hagen – gemeinsam – einsam“ mit großem Abstand auf dem ersten Platz der Gesamtwertung: Die 36 Mitglieder erradelten stolze 10.514 Kilometer, das entspricht 292 Kilometern pro Kopf. Der zweite Platz ging an „Offenes Team – Hagen“ (4.425 Kilometer), auf den Rängen drei und vier folgten die Mannschaft „Grünes Team“ (4.224 Kilometer) und das „Fichte-Gymnasium“ (3.606 Kilometer).

„Ich fand die Aktion STADTRADELN toll. Im nächsten Jahr möchte ich es schaffen, mehr Kilometer für das Fichte-Gymnasium zu fahren als unser Schulleiter Herr Hennemann und dabei eine große Menge CO2 einsparen“, freut sich Schüler Ben Silas Heinemann schon auf seine nächste Teilnahme. Auch Karl-Heinz Kubas, Vorsitzender des Rad-Sport-Clubs Hagen, zieht eine positive Bilanz: „Dass so viele Teams und Radler mitgemacht haben, hat uns überrascht und zeigt, dass das Radfahren in Hagen doch beliebter ist als immer gesagt wird.“

Krise als Chance für Verkehrswende nutzen

23. Oktober 2020

Zusammenschluss aus kommunalen Spitzenverbänden, Verkehrsunternehmen, Wissenschaft und Politikberatung empfiehlt Reform- und Investitionsoffensive für urbane Mobilität

Für Bund, Länder und Kommunen bietet sich aufgrund der Erfahrungen aus dem vergangenen halben Jahr die Gelegenheit, den Wandel hin zu einer krisenfesten und klimagerechten Mobilität zu beschleunigen. Das geht aus einer Studie hervor, die der Thinktank Agora Verkehrswende gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu), dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erarbeitet hat. Untersucht wurden die Veränderungen im Stadtverkehr seit Beginn der Corona-Pandemie, die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen und der Handlungsbedarf bei Bund und Ländern.

Im Kern gehe es um die Neuaufteilung des öffentlichen Raums – mit mehr Platz für Fuß- und Radverkehr – und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Zudem müsse den kommunalen Verwaltungen mehr Raum zum Experiment gegeben werden, damit innovative Lösungen erprobt und verstetigt werden können. Bund und Länder müssten schließlich die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass die Finanz- und Personalressourcen in den Kommunen erhöht werden können und die Verkehrswende schneller vorankommt.

Um die Verkehrsflächen neu aufzuteilen, müssten umweltfreundliche Angebote nicht nur gefördert, sondern auch der motorisierte Individualverkehr eingeschränkt werden. Zentral sei dafür die Umwidmung von Parkraum und Autospuren für Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr oder auch für Gastronomie und Handel. Weitere effektive Instrumente seien höhere Parkgebühren, Geschwindigkeitsbegrenzung und Verkehrsberuhigung.

Die Studie wurde vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag von Agora Verkehrswende erstellt. Gemeinsam mit den Verbänden wurden die Ergebnisse bewertet und Leitlinien formuliert. Als Grundlage dienten Erfahrungsberichte und Analysen aus aller Welt, da Kommunen international vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Die Studie mit dem Titel „Ein anderer Stadtverkehr ist möglich. Neue Chance für eine krisenfeste und klimagerechte Mobilität“ (52 Seiten) steht hier kostenlos zum Download zur Verfügung.

Stadtradeln – die dritte, einige Impressionen

19. Oktober 2020

von Heidi Wenke (VCD)

Diese Woche hatte die abschließende Radel-Informations-Tour mit der Radplanungsabteilung das Ziel Hohenlimburg – beginnend mit einem kleinen Abstecher nach Eilpe. Dort mündet die Bergstraße auf die Volmetalstrecke der Bahn, wo ein zweites, zur Zeit nicht genutztes Gleis sich als Umbau zur Radstrecke eignen würde. Verhandlungen zwischen StraßenNRW und DB sind jedoch ins Stocken geraten.

Die verkehrstechnischen Probleme auf der Rembergstraße betreffen besonders auch den Radverkehr. Mögliche Verbesserungsmöglichkeiten gibt es kaum: Tempo 30 ist auf dieser Bundesstraße (B7) quasi nicht durchsetzbar, die Befahrung des einseitigen Radweges auch in Gegenrichtung (bergab) zu gefährlich; denkbar wären aus Planersicht große Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn, mit denen in anderen Städten gute Erfahrungen gemacht wurden, und/oder Schutzstreifen. Letzere werden aus Radlersicht allerdings eher ‚Schmutzstreifen‘ genannt.

Dass in der Verlängerung der B7 nach Hohenlimburg, der einzigen zügigen Radverbindung zur Innenstadt, eine deutliche Verbesserung für Radelnde zwingend nötig ist, bestätigte unsere Fahrt: Selbst am Abend war der PKW- und LKW-Verkehr noch recht dicht, der Seitenstreifen zum Ausweichen nicht durchgängig möglich, da zugeparkt. Warum StraßenNRW hier einen Zweirichtungsradweg plant statt je einem auf jeder Seite ist nicht klar.

Als echtes Highlight (Vorsicht: Satire) entpuppte sich in Hohenlimburg dann der kurvige und heimelige, da unbeleuchtete Tunnel unter der Bahnlinie, der überraschend auf einem Gehweg endet, so dass jemand ohne Ortskenntnis endlich mal etwas Abenteuer-Feeling erfahren kann, da man hier entweder scharf abbiegen oder eine Vollbremsung hinlegen darf (oder beides) – was wir dann in unserer Gruppe auch just genießen konnten. Hier können die Radelnden der BV Hohenlimburg zu ihrer Verhinderung eines langweiligen, breiten und sicheren Radwegs noch nachträglich gratulieren – weiter so!

Das Hauptthema in Hohenlimburg ist der Lückenschluss mit der Lenneroute nach Letmathe. Für dessen Realsierung sollen in Kürze mehrere Varianten vorgestellt werden, die allerdings alle mit gewissen Schwierigkeiten behaftet sind: unökologisch (Stelzen durch die Lenne), gefährlich wegen Konflikt mit LKW-Verkehr, kompliziert wegen Eigentumsverhältnissen.

Ein letzter Stopp wurde nach der Rückkehr nach Hagen entlang der Lenne, dann über die Industriestraße auf einer der Fußgängerbrücken über die Heinitzstraße eingelegt, die sich gut zur Freigabe für den Radverkehr eignen würde, wenn die Geländer auf ein für Radelnde sicheres Maß erhöht würden.

Fazit: Angesichts der Schwierigkeiten und Hindernisse auf Grund der jahrzehntelang fehlgeleiteten Konzentration der Verkehrspolitik auf das Auto kann man den RadplanerInnen nur wünschen, dass sie keine schlaflosen Nächte verbringen.

Kein Busverkehr am Montag und Dienstag

17. Oktober 2020

Weitere Warnstreiks in Hagen

Die Gewerkschaften haben für kommenden Montag und Dienstag, 19. und 20. Oktober 2020, im Rahmen der Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst erneut Warnstreiks angekündigt. Davon betroffen sind an beiden Streiktagen voraussichtlich auch die Hagener Straßenbahn AG (HST) sowie die Tochterunternehmen Habus und Sander Reisen.

Der HST steht somit nicht genügend Fahrpersonal zur Verfügung um einen Notfallfahrplan aufzustellen. Das bedeutet, dass nächsten Montag und Dienstag keine Busse in Hagen fahren werden.

Radverkehr: „Maßnahmen völlig unzureichend“

15. Oktober 2020

Zweite Tour zur Erkundung der Infrastruktur des Radverkehrs führte in den Hagener Norden

von Heidi Wenke (VCD)

Unter der sachkundigen Führung der Verkehrsplaner Gregor Hengstermann und Jörg Winkler gestalteten am Donnerstag 20 Fahrradbegeisterte ihren Feierabend mit einer vergnüglichen, da nur im zweiten Teil leicht verregneten, 20km-Tour nach Herdecke und zurück. An ausgewählten Standorten wurden ihnen geplante Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur vorgestellt.

Die Route führte über das Elbersufer, wo die einzigartige Treppe mit Schiebehilfe getestet wurde, über die Grabenstraße – mit neuer Absenkung – zum Radweg an der Körnerstraße bis zur Altenhagener Brücke. Mit einem Schlenker über die Sedanstraße, deren mögliche Umwidmung zur Fahrradstraße wegen des dort intensiven Schwerlastverkehrs geprüft werden muss, endet der Weg hier noch in einer Sackgasse – einer der viel zitierten „Verkehrswände“ – soll aber demnächst bis Staples weitergebaut werden.

Über die Alte Eckeseyer Straße ging es weiter bis Möbel Leeners: Von dort soll entlang der Volme ein Radweg zur bereits im Bau befindlichen Brücke über die Volme angelegt werden. Diese Brücke wird im nächsten Jahr nach der Unterführung unter der A1 auf dem Radweg parallel zur Herdecker Str (B 54) enden.

Über die Amprion-Brücke, deren weitere Verwendung noch offen ist, ging es weiter entlang des Hensteysees vorbei am Freibad, dessen Areal hin zur Ruhr mit einem Rondell und Gastronomie erweitert werden soll. Hier sind auf dem Ruhrtalradweg breite getrennte Wege für Fuß und Rad vorgesehen.

Ab Dortmunder Straße ging es zurück nach Hagen über den Boeler Ring bis zum Zwischenstopp Hagener-/Kapellenstraße. Im Haushalt vorgesehene Mittel – basierend auf dem Radverkehrskonzept – für Radwege zwischen Boeler Ring und Lützowstraße werden wohl nicht verwendet werden können, da es wegen des hohen MIVs unrealistisch scheint, die Autospuren zu reduzieren.

Die Mittel werden eventuell für kleinere Maßnahmen verwendet, wie z.B. die Auffahrten, Bordsteine usw. auf dem bestehenden gemeinsamen benutzungspflichtigen Geh-/Radweg an der Hagener Str. zu verbessern, der u.a. für Radelnde aus der Pappelstraße kommend schlecht erreichbar ist.

Die Tour endete an der Altenhagener Straße, die wegen mangelnder Gefahrenlage weiterhin nur teilweise als Tempe-30 Zone ausgewiesen werden kann. Als Verbesserungsmaßnahme werden Schutzstreifen ins Auge gefasst.

Fazit:

Die Tour hat gezeigt, dass es in Hagen vielfach unmöglich ist, sich angenehm, sicher und regelkonform auf dem Rad fortzubewegen. Die angedachten Maßnahmen sind sicher geeignet, das Radeln – insbesondere in der Freizeit – komfortabler und sicherer zu gestalten. Abgesehen von umstrittenen Schutzstreifen lässt die Stadt Bereitschaft erkennen, durchaus hohe Investitionen für aufwändige Planungen vorwiegend im Zielhorizont von ca 2-4 Jahren zu tätigen, um attraktive Wege weg vom Autoverkehr zu bauen.

Allerdings scheinen diese Maßnahmen völlig unzureichend im Hinblick auf „das erklärte Ziel von Politik und Verwaltung, den Individualverkehr in Hagen in den kommenden Jahren Schritt für Schritt zu reduzieren“ (Grußwort zum Jahreswechsel von OB Schulz, 31.12.18).

Hierzu müsste die Bereitschaft der Stadt deutlich größer sein, in den fließenden und ruhenden Autoverkehr einzugreifen und die vorhandenen Verkehrsflächen entschiedener zugunsten nicht-motorisierter Verkehrsteilnehmer umzuverteilen. Aber was dann geschieht, kann ja gerade in Haspe beobachtet werden.

Warnstreik – Morgen kein Busverkehr

13. Oktober 2020

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst ist erneut ein Warnstreik angekündigt, von dem voraussichtlich auch die Hagener Straßenbahn AG am Mittwoch, 14. Oktober 2020, ganztägig stark betroffen ist.

Weitere Infos und Ersatzfahrpläne

Warnstreik: Morgen kein Busverkehr

7. Oktober 2020

Im Verlauf des Tages hat die Gewerkschaft ver.di auch das Unternehmen Sander Reisen zum Streik aufgerufen. Da der Hagener Straßenbahn damit das Fahrpersonal ihres Tochterunternehmens ebenfalls nicht zur Verfügung steht, kann der unter Vorbehalt für morgen, 8. Oktober 2020, angekündigte Notfahrplan auf Basis des Nachtexpress-Fahrplans bedauerlicherweise nicht angeboten werden. Auch die Einsatzwagen für den Schülerverkehr entfallen, abgesehen von den Bussen für die Gustav-Heinemann-Schule.


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