Archive for the ‘06 Hagen mobil’ Category

Mobilität der Zukunft in Hagen

6. Dezember 2022

Mit der Mobilitätswende kann Hagen nicht länger warten. Sie ist für Fußgänger, Radfahrer sowie in den Bereichen Elektromobiltät, ÖPNV und Fernverkehr ein sozial-ökologischer Bestandteil der Klimawende.

Deshalb lädt das Hagener Forum Nachhaltigkeit Sachverständige und interessierte Bürger am Donnerstag, 8. Dezember, um 18.30 Uhr in den Saal des Kolpinghauses, Bergischer Ring 18, Saal im 1. Obergeschoss ein, um Informationen auszutauschen und ein gemeinsames Vorgehen zu koordinieren.

Es geht dabei nicht zuletzt auch um die Frage, welchen Beitrag ein höherwertiges Verkehrsmittel, zum Beispiel die Straßenbahn, als Ergänzung zum bestehenden Bussystem leisten kann.

Referenten des Abends sind unter anderen Rüdiger Ludwig, Vorsitzender des Umwelt- und Mobilitätsausschusses des Hagener Stadtrates, und Dipl.-Ing. Jürgen Sporbeck.

Radverkehr: Fahrradklima-Test abgeschlossen

6. Dezember 2022

Erfolgreiche Umfrage: 727 Personen haben den Radverkehr in Hagen beim ADFC-Fahrradklima-Test bewertet. Im Gegensatz zu dem letzten Fahrradklima-Test 2020 mit 363 Teilnehmenden hat sich die Teilnahme somit verdoppelt. Die Antworten werden im nächsten Schritt durch die Organisation des ADFC ausgewertet und im Frühjahr 2023 veröffentlicht.

Informationen zum Fahrradklima-Test finden Interessierte auf der Internetseite www.fahrradklima-test.adfc.de. Auf der Internetseite www.hagen.de/radverkehr informiert die Fachgruppe Verkehrsplanung aus dem Fachbereich Verkehr, Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen der Stadt Hagen.

Fahrtausfälle am Dienstag, 06.12.2022

6. Dezember 2022

Wie viele andere Nahverkehrsunternehmen in Deutschland steht auch die Hagener Straßenbahn vor der aktuellen Herausforderung, die dünne Personaldecke und die zusätzlichen Auswirkungen der Pandemie bestmöglich abzufangen.

Am heutigen Dienstag sind Fahrten der Linien 525 und 542 betroffen. Informationen zum Fahrplan und den Einschränkungen im Linienverkehr gibt es in der elektronischen Fahrplanauskunft.

ÖPNV: Gutachten empfiehlt Straßenbahn

30. November 2022

Hohenlimburg_Straßenbahn_Linie_2Schon zwischen 1884 und 1976 existierte in Hagen ein Straßenbahnnetz. Hier die 1968 eingestellte Linie 2 der an der Endhaltestelle Hohenlimburg. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY 3.0).

Mit dem Masterplan Mobilität hat sich die Stadt Hagen das Ziel gesetzt, eine Verlagerung der Mobilität vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf Verkehrsmittel des Umweltverbundes (Fußverkehr, Radverkehr, ÖPNV) zu bewirken.

Bis zum Jahr 2035 soll der Umweltverbund einen Anteil von insgesamt 50 Prozent (heute: 38 Prozent) bei den zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel haben. Die übrigen 50 Prozent entfallen in dem Konzept weiterhin auf den MIV (heute: 62 Prozent). Für den ÖPNV bedeutet dies eine Steigerung von heute 19 Prozent auf mindestens 25 Prozent im Jahr 2035.

Vor dem Hintergrund dieser beschriebenen notwendigen Steigerung des ÖPNV-Anteils wurde die Verwaltung im Januar 2020 im Ausschuss für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität damit beauftragt, ein Gutachten in Auftrag zu geben, welches die technischen Möglichkeiten alternativer Verkehrsmittel darstellt. Der Endbericht des Gutachtens liegt nun vor und wird in den Sitzungen des Ausschusses für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität sowie des Ausschusses für Stadt-, Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung in der kommenden Woche beraten. Zusätzlich soll ein gemeinsamer Workshop zwischen Politik und Verwaltung stattfinden.

Ziel des Gutachtens war es zu untersuchen, inwiefern sich das heute bestehende ÖPNV-Angebot eignet, die Steigerung des ÖPNV-Anteils zu erreichen. Außerdem sollte geprüft werden, ob höherwertige ÖPNV-Systeme mit größerem Fassungsvermögen und höherer Leistungsfähigkeit besser geeignet sind, den höheren ÖPNV-Anteil zukünftig abzubilden.

Aufgrund ihrer hohen Kapazität, ihrer Fahrplanstabilität und ihres hohen Zuspruchs durch potenzielle Fahrgäste empfiehlt das Gutachten die Straßenbahn als vorrangiges hochwertiges ÖPNV-System für die Stadt Hagen. Die Straßenbahn sei am besten dazu geeignet, die Rückgratfunktion des ÖPNV auf den nachfragestarken Korridoren abzubilden und biete auch für weitere Fahrgastzuwächse die notwendigen Reserven.

Insgesamt sind die vorliegenden Ergebnisse jedoch noch nicht ausreichend, um zum jetzigen Zeitpunkt eine Systementscheidung treffen zu können. „Das Gutachten stellt eine gute Grundlage dar, um weitere Schritte anzugehen“, so Oberbürgermeister Erik O. Schulz. In einem nächsten Schritt sollen wichtige Aspekte zunächst in einem Folgegutachten näher untersucht werden, bevor eine Entscheidung für oder gegen ein System getroffen werden kann.

So sind beispielsweise weitere Untersuchungen zur Trassenfindung notwendig. Ebenfalls ist zu untersuchen, ob sich die einzelnen Korridore aufgrund der topographischen Verhältnisse überhaupt eignen, eine Straßenbahn zu realisieren oder ob insgesamt nicht ein höherwertiges Bussystem geeigneter ist.

Trotz noch ausstehender Untersuchungen hat sich der erste der üblichen Bedenkenträger bereits zu Wort gemeldet. „Teilweise gibt es im Stadtgebiet so erhebliche Steigungen, dass eine Straßenbahn an diesen Stellen allein aus trassierungstechnischer Sicht gar nicht umsetzbar ist“, weiß Baudezernent Henning Keune schon heute.

Ab 11. Dezember häufiger mit dem ICE von Hagen nach München und Hamburg

30. November 2022

DB160146-ICE-4-mit-Fahrrad-AbteilZum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 baut die Deutsche Bahn (DB) ihr Fernverkehrsangebot in NRW deutlich aus. Schnellere und häufigere Direktverbindungen sowie mehr neue „XXL-ICE“ mit 918 Sitzplätzen und acht Fahrradstellplätzen (Foto: Deutsche Bahn AG / Tobias Gromatzki) schaffen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verkehrswende und für mehr Klimaschutz.

Statt bislang zweimal pro Tag geht es ab Hagen Hauptbahnhof künftig nahezu im Zweistundentakt sechsmal umsteigefrei z.B. von und nach Münster, Bremen und Hamburg sowie über die Schnell­fahrstrecke via Frankfurt Flughafen nach Mannheim, davon fünfmal weiter bis Stuttgart und München und einmal bis Karlsruhe und Basel. In der Gegenrichtung von Basel fahren sogar drei ICE am Tag umsteigefrei nach Hagen.

Hamburg und Stuttgart werden jeweils in 3 ¼ Stunden erreicht. Neu ist dabei auch eine späte umsteigefreie ICE-Verbindung um 20:45 Uhr ab Hamburg direkt nach Hagen (an 23:55 Uhr). Zum Einsatz kommen neue XXL-ICE mit über 900 Sitzplätzen.

Von und nach Bonn, Koblenz und Mainz geht es weiterhin nahezu zweistündlich umsteigefrei – etwa stündlich versetzt zu den bisherigen Intercity-Verbindungen jetzt mit modernen Intercity 2-Doppelstockzügen, die künftig über Köln hinaus auch über das Mittelrheintal, Mannheim und Heidelberg von und nach Stuttgart verlängert werden.

Das halbstündliche Fernverkehrsangebot zum Knoten Köln, die stündlichen ICE-Verbindungen nach Hannover und Berlin sowie die zweistündlichen Intercity-Verbindungen via Hannover, Braunschweig und Magdeburg nach Leipzig und Dresden bleiben unverändert.

Fahrtausfälle am Samstag, 26.11.2022

26. November 2022

Betroffene Linien der Hagener Straßenbahn AG: 514, 515, 521, 524, 528, 534.

Das Unternehmen empfiehlt den Fahrgästen, sich kurz vor Abfahrt über die Fahrplanauskunft zu informieren, ob ihre Verbindung wie geplant stattfindet.

Auch auf Linien der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr mbH, die Hagen tangieren (511 und 553), fallen Fahrten in den nächsten Tagen aus (Infos siehe hier). Die Deutsche Bahn hat für die Regionalbahn 40 (Hagen – Essen) Ausfälle gleich bis zum 23. Dezember angekündigt (Info hier).

Fahrtausfälle am Freitag, 25.11.2022

25. November 2022

Betroffene Linien der Hagener Straßenbahn AG: 513, 520, SB 72. Das Unternehmen empfiehlt den Fahrgästen, sich kurz vor Abfahrt über die Fahrplanauskunft zu informieren, ob ihre Verbindung wie geplant stattfindet.

Auch auf Linien der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr mbH, die Hagen tangieren (511 und 553), fallen Fahrten in den nächsten Tagen aus (Infos siehe hier). Die Deutsche Bahn hat für die Regionalbahn 40 (Hagen – Essen) Ausfälle gleich bis zum 23. Dezember angekündigt (Info hier).

Corona: Einschränkungen im Busverkehr

24. November 2022

Während etliche Politiker, vorneweg aus den Reihen der FDP, die Gebrüder Leichtfuß spielen und auch noch die letzten Corona-Einschränkungen beseitigen wollen, oder der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz als gelernter Jurist und somit medizinischer Laie mit prophetischer Gabe schon das Ende der Pandemie angekündigt hat, geraten immer mehr Bereiche des öffentlichen Lebens aus dem Takt.

Nachdem aus diesem Grund bereits seit Monaten Zugausfälle zu verzeichnen sind und inzwischen benachbarte Verkehrsbetriebe, z.B. in Dortmund, im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Wuppertal, ihre Fahrpläne ausdünnen mussten, erwartet jetzt auch die Fahrgäste in Hagen ein vermindertes Angebot.

Am heutigen Donnerstag betrifft es erst einmal Fahrten der Linie 542 (Hagen-Kabel – Gevelsberg Hbf.).

Da die Personalsituation aufgrund der derzeitigen Krankheitswelle nicht vorausschauend planbar ist, werden täglich ab 16 Uhr die bis dahin bekannten Fahrtausfälle für den Folgetag auf der Website der Hagener Straßenbahn AG mitgeteilt. Des Weiteren werden die ausfallenden Fahrten auf den digitalen Informationstafeln an den Haltestellen entsprechend kommuniziert.

Weitere Informationen zum Fahrplan und den Einschränkungen im Linienverkehr gibt es in der elektronischen Fahrplanauskunft.

Mit dem Bus zum Weihnachtsmarkt

22. November 2022

Erstmalig Express vom Hagener Hauptbahnhof zum Freilichtmuseum

Nach zweijähriger Pause findet vom 25. bis 27. November 2022 wieder der romantische Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum Hagen statt. Hierzu gibt es wie in den Vorjahren das VRR-KombiTicket der Hagener Straßenbahn AG (HST), mit dem man bequem per Bus und Bahn anreisen und innerhalb des Museums bis hinauf zum Weihnachtsmarkt fahren kann. Erstmalig bietet die HST in diesem Jahr einen Expressbus an, der ohne Zwischenhalt vom Hagener Hauptbahnhof zum Freilichtmuseum fährt.

Aufgrund der schwierigen Parkplatzsituation am Freilichtmuseum wird dringend die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Die HST verstärkt an den Tagen ihr Angebot mit Sonderbuslinien:

Linie 512 (Boele – Hagen Hbf – Stadtmitte – Freilichtmuseum – Selbecke – Breckerfeld):

An allen Tagen gilt das normale Fahrplanangebot auf der Linie 512. Es wird zusätzlich am Samstagabend fünf Extrafahrten vom Freilichtmuseum zum Hauptbahnhof geben. Diese Abfahrten erfolgen um 19:29, 19:59, 20:33, 21:03 und 21:33 Uhr.

Auch die Linie 84 der MVG hält am Freilichtmuseum.

Expressbus Hagen Hbf – Freilichtmuseum:

Erstmals fährt in diesem Jahr auch ein Expressbus vom Hagener Hauptbahnhof ohne Zwischenhalt bis zum Freilichtmuseum und zurück. Am Samstag fährt der Expressbus ab 11:36 Uhr stündlich, am Sonntag ab 11:35 Uhr halbstündlich ab „Hagen Hbf“ vom Bussteig 3.

Park+Ride-Verkehr (Haltestellen Westfalenbad – Sportpark Ischeland – Höing – Rathaus a.d. Volme – Markt – Eilpe – Freilichtmuseum):

Die Shuttlebusse fahren am Samstag, 26. November, und Sonntag, 27. November. Der erste Bus startet um 11:03 Uhr. Die Busse fahren bis 19 Uhr im 10-Minuten-Takt vom WESTFALENBAD über Höing (kostenloser P+R-Parkplatz) zum Freilichtmuseum. Zurück fahren die Busse vom Freilichtmuseum von 11:29 Uhr bis 20:09 Uhr alle 10 Minuten wieder in Richtung WESTFALENBAD. Am Samstag gibt es zusätzliche Fahrten um 20:26, 20:46 und 21:06 Uhr, am Sonntag um 20:36 und 21:06 Uhr.

Alle bisher aufgeführten Fahrten sind auch in der elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) hinterlegt.

Auch im Freilichtmuseum bietet die Hagener Straßenbahn einen besonderen Service: An den Veranstaltungstagen pendelt ca. alle 10 Minuten ein Bus zwischen dem Parkplatz am Freilichtmuseum und dem Weihnachtsmarktgelände. Am Freitag von 14 Uhr bis 21 Uhr, am Samstag und Sonntag von 11 Uhr bis 21 Uhr.

Fahrplan Linie 512
Fahrplan Expressbus und P+R-Verkehr

Fahrradklima-Test geht in die letzte Runde

20. November 2022

Über 500 Personen geben bisher ihre Stimme bei der Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test unter www.fahrradklima-test.de ab. Um weitere Projekte für einen nachhaltigen und klimafreundlichen Straßenverkehr in Hagen zu schaffen, benötigt die Stadt Hagen die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger. Eine Abstimmung ist noch bis Ende November möglich. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt.

Der ADFC-Fahrradklima-Test wird alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrs­ministeriums durchgeführt und fand 2020 zum neunten Mal statt. Damals hatte Hagen sich die unrühmliche „Rote Laterne“ mit dem bundesweit schlechtestem Ergebnis zurück erobert. Mit einer Schulnote von 4,9 belegt Hagen in der Gruppe der Großstädte mit einer Einwohnerzahl zwischen 100.000 bis 200.000 bundesweit den letzten Platz von 41 Kommunen.

Beim Fahrradklimatest 2018 landete Remscheid auf dem letzten Rang, Hagen kam auf eine Gesamtnote von 4,68 auf den vorletzten Platz. Zuvor stand Hagen bereits mehrfach an letzter Stelle. Besonders schlecht benotet wurde die Breite der Radwege, das Fehlen von öffentlichen Leihrädern, die Ampelschaltungen und das Falschparken auf Radwegen. Das Sicherheitsgefühl für Radfahrende bekam die Note 5,2.

Modernisierung des Bahnhofs wird verschoben

20. November 2022

Die Modernisierung des Hagener Hauptbahnhofs im großen Stil wird verschoben. Eigentlich sollte das Großprojekt bereits im Sommer 2021 in Angriff genommen werden, doch das Hochwasser im Juli vergangenen Jahres machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. (…)

Ursprünglich sollten die Kosten für die Komplett-Modernisierung, die u.a. aus dem „Sofortprogramm Modernisierung“ der Deutschen Bahn finanziert wird, 60 Millionen Euro betragen, jetzt wird von Investitionen von rund 69 Millionen Euro ausgegangen. „Für die gesamte Planung müssen wir höhere Kosten einkalkulieren, außerdem müssen wir von wesentlich höheren Lohn-, Material und Energiekosten kosten ausgehen“, konkretisiert Deffner. (…)

Quelle: wp.de

Kostenloser Busverkehr im gesamten Hagener Stadtgebiet an den Adventswochenenden

11. November 2022

Aber Achtung: nur mit den Bussen der Hagener Straßenbahn AG

Weihnachtsmarkt02_Michael-Kaub_maxKeine aufwendige Parkplatzsuche, sondern kostenlos mit dem Bus zum Weihnachtsmarkt (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen) fahren oder die Weihnachtseinkäufe in der Innenstadt erledigen: das ist an den vier Adventswochenenden möglich.

Im gesamten Stadtgebiet können Hagenerinnen und Hagener sowie Gäste von außerhalb am ersten (26. und 27. November), zweiten (3. und 4. Dezember), dritten (10. und 11. Dezember) und vierten Adventswochenende (17. und 18. Dezember) die Busse der Hagener Straßenbahn AG (HST) kostenlos nutzen.

Auf dieses besondere Angebot hat sich die Stadt Hagen mit der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG), die Muttergesellschaft der HST, verständigt. Das Projekt wird von der Stadt Hagen finanziell unterstützt. Gemeinsam möchten die Organisatoren die Mobilitätswende im besten Wortsinn „erfahrbar“ machen und Bürgerinnen und Bürgern sowie Besucherinnen und Besuchern aus dem Umland die Adventszeit verschönern.

Außerhalb des Hagener Stadtgebietes benötigen die Fahrgäste für die Mitfahrt ein gültiges Ticket. Auch auf den Linien der Nachbarverkehrsunternehmen Bogestra (376), BVR (591, 594, NE9), MVG (1, 9, 84) und VER (511, 523, 553, 555), welche im Hagener Stadtgebiet verkehren, gilt keine kostenlose Mitfahrt. In den betroffenen Linien muss bei Antritt der Fahrt ein gültiger Fahrschein vorhanden sein. Gleiches gilt für die Züge auf Hagener Stadtgebiet.

Kein Radweg – nur Markierungen

9. November 2022

Rad-Piktogramm_Bergischer_RingNeue Markierungen an der Einbiegung vom Bergischen Ring in die Hochstraße sollen jetzt die Orientierung für Radfahrerinnen und Radfahrer in der Hagener Innenstadt vereinfachen (Foto: Franziska Michels/Stadt Hagen).

Mit Freigabe der Marktbrücke, bald Simson-Cohen-Brücke, wurde im Juli auch ein weiterer Abschnitt im Radverkehrsnetz der Stadt Hagen eröffnet. Der Radfahrstreifen auf dem Märkischen Ring endet aktuell an der Einmündung zur Mittelstraße. Die Weiterfahrt über den Bergischen Ring in die Hochstraße vereinfacht eine gesonderte Ampel für den Radverkehr. Zeigt die Ampel für den Radverkehr grün, gilt für den Radverkehr freie Bahn – andere Verkehrsteilnehmer haben in dieser Zeit rot.

In diesem Zuge wurden in der vergangenen Woche Piktogramme auf der linksabbiegenden Spur des Bergischen Rings in die Hochstraße markiert, um auf die weitere Führung des Radverkehrs hinzuweisen. Es handelt sich aber nicht um einem Radweg, die Spur ist auch weiterhin für jegliche Verkehrsmittel nutzbar. Die im Zuge des Brückenneubaus eingerichtete Einbahnstraßenregelung in der Hochstraße wird weiterhin beibehalten, sodass dem Radverkehr eine ruhige Trasse zur Verfügung steht.

ÖPNV soll sichtbarer werden

8. November 2022

Rats-Allianz erlebt einen lichten Moment

Gelenkbus Hagener StraßenbahnNicht mehr so, als sollten sie nicht auffallen: Hagener Busse in den NRW-Landesfarben grün-weiß-rot. Foto: Hagener Straßenbahn AG.

Der Zusammenschluss im Hagener Rat aus CDU, Grünen, Hagen-Aktiv und FDP, der sich in der Regel als Hilfstruppe des Oberbürgermeisters hervortut, wirbt neuerdings für eine stärkere Präsenz des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Stadtbild.

In einem Beschlussvorschlag für die Ratssitzung am Donnerstag fordern die Antragsteller, die in der Vergangenheit häufig ihrer populären Bezeichnung „Allianz des Grauens“ alle Ehre erwiesen haben, eine wahrnehmbare Aufwertung des ÖPNV in der Stadt.

Die Verwaltung solle beauftragt werden, so die Allianzler, die neue Maßnahme „Entwicklung eines Corporate Design (CD): Verbesserung der öffentlichen Sichtbarkeit des ÖPNV in Hagen“ in den Masterplan Mobilität aufzunehmen. Die neue Maßnahme soll mit der Priorität „hoch“ aufgenommen werden und mit der Umsetzung sei „unmittelbar“ zu beginnen.

Als Realisierungszeitraum wird das Jahresende 2023 angepeilt. Soviel Elan war selten.

Der Paradigmenwechsel der in der Allianz vereinten bürgerlichen Parteien kommt dann doch etwas überraschend, haben sie doch jahrelang mit der Genehmigung von Fahrzeug-Präsentationen der örtlichen Autohändler in der Fußgängerzone (!) der Innenstadt („Autosalon“) ihren Beitrag dazu geleistet, dem sowieso schon überbordenden Pkw-Verkehr Vorschub zu leisten.

Wenn jetzt die Kehrtwende erfolgen sollte – umso besser!

Immerhin sind die Antragsteller inzwischen zu der Einsicht gelangt, dass Nahverkehr sichtbarer werden muss, wie sie es in ihrem Antrag formuliert haben:

„Autofahrern fallen weder Taktverdichtungen noch die zahlreichen Detailverbesserungen des Hagener Nahverkehrs auf. Sie nehmen im glücklichsten Falle wahr, dass mehr Busse im Stadtbild unterwegs sind, im unglücklichsten Falle nehmen sie Sonderspuren und Buskaps wahr, die sie behindern. Deshalb wäre es wichtig, den ÖPNV in der Stadt an möglichst vielen Stellen sichtbarer und wiedererkennbarer zu gestalten.“

Die Neugestaltung, so die Antragsteller, solle zwei Dinge verdeutlichen: Der Nahverkehr ist überall, modern, flexibel und gut mit anderen Verkehrsmitteln vernetzt. Partiell gebe es zwar schon kleinere optische Verbesserungen: Ein Element sei das bereits seit 2020 sukzessive eingeführte neue „Farbkleid“ der eingesetzten Busse in den NRW-Landesfarben grün-weiß-rot (s. Abb.). Die Vorgänger in blau-grauer Anmutung wirkten eher, als sollten sie im Verkehrsgeschehen nicht auffallen.

Die Millionenbeträge zu Verbesserung des Betriebes oder zur Aufwertung von Fahrzeugen und Infrastruktur entfalten nach Ansicht der Antragsteller aber nur dann ihre volle Wirkung, wenn wirklich auch alle Register bei der Vermarktung gezogen werden. Eine Wiedererkennbarkeit des Systems durch Corporate Identity (CI) und einem daraus abgeleiteten Corporate Design (CD) sei deshalb unverzichtbar.

Das Deutschlandticket kommt

5. November 2022

Bund und Länder haben sich geeinigt: Ab 2023 wird es das Deutschlandticket als monatlich kündbares Abo geben, der Preis wird 49 Euro pro Monat betragen.

Das Deutschlandticket ist der Nachfolger des 9-Euro-Tickets und wird die gleichen Serviceleistungen bieten: bundesweite Gültigkeit im gesamten Nahverkehr in der zweiten Klasse.

Nähere Details werden noch ausgearbeitet. Sicher ist aber: Das Deutschlandticket gibt es natürlich in Hagen bei der Hagener Straßenbahn, sobald es verfügbar ist. Voraussichtich wird das Deutschlandticket als Chipkarte und über die HST-App erhältlich sein.

Abonnenten müssen übrigens nicht aktiv werden: Die HST kümmert sich um alles und wird rechtzeitig und umfassend informieren.

Rückenwind für Lastenräder in Hagen

31. Oktober 2022

Einstimmiger Beschluss im Ausschuss für Umwelt-, Klimaschutz und Mobilität

Die Stadt Hagen setzt sich – nach eigenen Angaben – für eine nachhaltige Mobilität ein. Dazu sei unter anderen der Masterplan „Nachhaltige Mobilität der Stadt Hagen“ sowie ein Elektromobilitätskonzept sowie ein Radverkehrskonzept aufgestellt worden.

Im Kontext dieser Konzepte und um das Transportieren von Lasten in der topografisch bewegten Stadt Hagen zu fördern, wird nun ein Förderprogramm für privat genutzte Lastenräder gestartet, heißt es in einer Beschlussvorlage, die im Ausschuss für Umwelt-, Klimaschutz und Mobilität einstimmig verabschiedet wurde.

Hagener Haushalte sollen mit einem städtischen Förderprogramm beim Kauf eines Lastenrades unterstützt werden. Ziele sind es, alternative Transportformen im Hagener Stadtbild sichtbarer zu machen, zum Umstieg auf ein Lastenrad zu motivieren und damit den Bestand an Kfz sowie Fahrten mit dem privaten Kfz zu reduzieren. Zudem sollen durch die verstärkte Nutzung von Lastenrädern Beiträge zum Klimaschutz und zur Mobilitätswende sowie zur Verbesserung der Luftqualität und der Lebensqualität in Hagen geleistet werden.

Gefördert wird der Kauf eines neuen zwei- oder dreirädrigen, serienmäßigen Lastenrades, welches mehr Ladevolumen bzw. -gewicht als ein herkömmliches Fahrrad aufnehmen kann. Der Transportzweck steht beim Lastenrad im Vordergrund und führt zu einer speziellen Bauform.

Der Kauf eines E-Lastenrades wird mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von maximal 2.500 Euro gefördert (maximal 50 Prozent des Kaufpreises, Brutto-Preis inkl. MwSt.). Beim Kauf eines Lastenrades ohne elektrische Unterstützung beträgt der Zuschuss 1.250 Euro (maximal 50 Prozent des Kaufpreises, Brutto-Preis inkl. MwSt.).

Wer einen Zuschuss erhält, verpflichtet sich dazu, das geförderte Lastenrad mindestens drei Jahre im eigenen Haushalt zu nutzen. Bei Verkauf des Lastenrades vor Ablauf dieses Zeitraums ist der Zuschuss in anteiliger Höhe zurückzuzahlen. Der Verkauf muss der Stadt Hagen vorab gemeldet werden.

Die Prüfung und Bearbeitung der Anträge erfolgt nach der Reihenfolge des Eingangs. Es erfolgt eine Plausibilitätsprüfung des Förderantrags.

Auf den letzten Drücker

22. Oktober 2022

Den Radweg vom Laufwasserkraftwerk Hengstey bis zu der fertiggestellten Radwegebrücke an der Volmemündung sperrt der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) ab Montag, 24. Oktober, für voraussichtlich fünf Wochen vollständig.

In dieser Zeit baut der WBH den Radweg in Form einer so genannten „wassergebundenen Wegedecke“ aus. Die wassergebundene Wegedecke bezeichnet den verwendeten Belag für den Weg. Durch den Ausbau wird die Oberfläche des Radwegs verfeinert.

Die Fertigstellung des Radwegs fällt so („voraussichtlich“) mit dem Ende der Abstimmungsmöglichkeit zum diesjährigen Fahrradklima-Test zusammen. Ob das noch hilft, Hagen aus dem Schlusslicht-Keller zu hieven, wird sich nach Auswertung des Tests zeigen.

Wie sieht die Fahrradfreundlichkeit in Hagen aus?

21. Oktober 2022

Noch bis Ende November beim ADFC-Fahrradklima-Test 2022 abstimmen

Fahrradklimatest_FKT_SharepicMehr als 400 Personen gaben bisher ihre Stimme bei der Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test unter www.fahrradklima-test.de ab. Um weitere Projekte für einen nachhaltigen und klimafreundlichen Straßenverkehr in Hagen zu schaffen, benötigt die Stadt Hagen die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger. Eine Abstimmung ist noch bis Ende November möglich (Foto: ADFC).

Verschiedene Projekte für eine Verbesserung des Radverkehrs in Hagen wurden bereits in den vergangenen Monaten umgesetzt. An der Marktbrücke und am Graf-von-Galen-Ring sind neue Radwege entstanden. Neben dem erst kürzlich errichteten Aufstellstreifen an der Martinstraße und der damit geschaffenen Verbindung von Haspe nach Gevelsberg, befinden sich die Radabstellanlagen am Hagener Hauptbahnhof in der Planung.

Insgesamt konnte das Radwegenetz nach Angaben der Verwaltung in den vergangenen Jahren ausgebaut und auf verkehrsträchtige Straßen gebracht werden. In Planung befänden sich gleich vier Radwege entlang der Flüsse Ennepe, Lenne, Ruhr und Volme.

Dank der neuen Radwegebrücke im Hagener Norden über die Volme könne der Hengsteysee besser erreicht werden, was aber von Radfahrern wegen der schlechten Wegeverbindung zwischen Brücke und See anders gesehen wird.

Zufriedenheits-Index der Radfahrenden: Hagen ganz hinten

2020 bewerteten knapp 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer die Fahrradfreundlichkeit in über 1.000 Städten und Gemeinden. Hagen wurde dabei mit der Schulnote 4,9 bewertet.

Der ADFC-Fahrradklima-Test fragt in 27 gleichbleibenden Fragen die Fahrradfreundlichkeit vor Ort ab. Dazu kommen dieses Jahr fünf Zusatzfragen, die besonders auf die Bedürfnisse von kleineren Orten im ländlichen Raum abzielen. Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendlerinnen und Pendler Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen.

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet bereits zum zehnten Mal statt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt.

Bahn beseitigt weitere Flutschäden

21. Oktober 2022

Vollsperrung zwischen Hagen und Rummenohl vom 24.10. bis zum 13.11.

Die Jahrhundertflut im Juli letzten Jahres hatte auch zwischen Hagen und Lüdenscheid zu erheblichen Beschädigungen geführt. Um die Bahnstrecke dauerhaft befahren zu können, sind nun weitere Arbeiten an der Gleisinfrastruktur erforderlich. Die Bahn bündelt hier verschiedene Arbeiten. Sie erneuert u.a. das Gleis 4 in Rummenohl sowie drei Bahnübergänge, einen Durchlass und die Tiefenentwässerung. Entlang der Strecke erfolgt auf rund 1,7 Kilometern zudem eine sogenannte „Bettungsreinigung“.

Aufgrund der Vollsperrung und der ohnehin aufgrund der Flutfolgen noch bestehenden Sperrung zwischen Rummenohl und Lüdenscheid wird die RB 52 von Montag, 24. Oktober, 11.45 Uhr bis Sonntag, 13. November, 23.50 Uhr zwischen Hagen Hbf und Lüdenscheid komplett durch Busse ersetzt. Der Schienenersatzverkehr (SEV) bedient alle Halte der Linie RB 52. Außerdem verkehrt ein Schnellbus ohne Zwischenhalte zwischen Hagen Hbf und Lüdenscheid.

Die Fahrplanänderungen sind in den Online-Auskunftssystemen der Deutschen Bahn enthalten und werden über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Außerdem sind sie unter bauinfos.deutschebahn.com/nrw, über die App „DB Bauarbeiten“ sowie unter zuginfo.nrw abrufbar.

Aktion im Nahverkehr geht in die Verlängerung

14. Oktober 2022

Abos gelten bis zum Jahresende in ganz NRW

VRR-LogoAbonnenten können sich freuen: Die Abo-Aktion im NRW-Nahverkehr wird bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Aufgrund des großen Zuspruchs haben sich Aufgabenträger, Verkehrsverbünde und -gemeinschaften sowie Verkehrsunternehmen für die Fortführung entschieden.

Das verschafft Besitzern eines Abo-Tickets die Möglichkeit, landesweit Busse, Bahnen und Nahverkehrszüge beispielsweise für Ausflüge zum Weihnachtsmarkt, Shoppingtouren oder zum Adventskaffeetrinken zu nutzen. Das Beste: Freunde oder Familie können kostenfrei mitfahren.

Die Aktion gilt an allen Wochenenden, Feiertagen sowie in den Herbst- und Weihnachtsferien bis Silvester. Die kostenlose Mitnahme von bis zu fünf Personen oder zwei Fahrrädern ist an den Aktionstagen inklusive.

Nicht nur Fahrgäste mit einem bestehenden Abo profitieren von den Vorteilen: Auch wer sich bis Ende des Jahres für den Umstieg auf den klimafreundlichen Nahverkehr entscheidet und ein neues Abonnement im NRW-Nahverkehr abschließt, kann ohne zusätzliche Kosten landesweit Fahrten unternehmen und von den Mitnahmeregelungen Gebrauch machen.

In diesen Zeiträumen haben Nahverkehrskunden mit einem Abo-Ticket bis Ende des Jahres landesweit freie Fahrt:

  • an allen Wochenenden im Aktionszeitraum (15./16. Oktober, 22./23. Oktober, 29./30. Oktober, 5./6. November, 12./13. November, 19./20. November, 26./27. November, 3./4. Dezember, 10./11. Dezember, 17./18. Dezember, 24./25. Dezember, 31. Dezember)
  • an Feiertagen: Allerheiligen (1. November), 2. Weihnachtsfeiertag (26. Dezember)
  • während der gesamten Herbstferien in NRW (noch bis 15. Oktober) sowie der NRW-Weihnachtsferien bis Ende des Jahres (23. bis 31. Dezember)

Während der oben genannten Aktionszeiträume werden neben der landesweiten Gültigkeit auch die Mitnahmeregelungen angepasst: Pro Ticket dürfen inklusive Ticketinhaber zwei Personen (Erwachsener oder Kind) und bis zu drei Kinder (6 bis einschließlich 14 Jahre) oder zwei Personen (Erwachsener oder Kind) und bis zu zwei Fahrräder fahren. Zeitliche Beschränkungen, etwa bei 9-Uhr-Abos, werden im Rahmen der Aktion während der Aktionszeiträume aufgehoben.

Die Abo-Tickets gelten während der Aktionszeiträume im gesamten ÖPNV – Bussen, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen sowie Nahverkehrszügen und der S-Bahn (2. Klasse) – innerhalb Nordrhein-Westfalens sowie auf bestimmten Strecken und Linien in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, den Niederlanden und Belgien.

Alle Details unter mobil.nrw.

Radverkehr: Roter Streifen in der Martinstraße

13. Oktober 2022

Radaufstellstreifen_Martinstrasse_Leon_Riemer_maxMehr Platz und mehr Sicherheit für den Radverkehr in der Martinstraße in Hagen-Westerbauer verspricht ab sofort ein so genannter „aufgeweiteter Radaufstellstreifen“ (Foto: Leon Riemer/Stadt Hagen).

Die Radfahrerinnen und Radfahrer können den motorisierten Verkehr jetzt auf einem Schutzstreifen am rechten Fahrbahnrand überholen und sich schließlich auf einer markierten Fläche vor dem motorisierten Verkehr aufstellen. Ein aufgeweiteter Radaufstellstreifen bedeutet mehr Sicherheit, da sich die Radfahrerinnen und Radfahrer so im direkten Blickfeld der Autofahrerinnen und Autofahrer befinden.

Der Aufstellstreifen bildet ein weiteres Stück eines zukünftig zusammenhängenden Radverkehrsnetzes. Parallel zur B7 verläuft ein gemeinsamer Geh- und Radweg, welcher von der Sport- und Freizeitanlage Haspe bis zur Martinstraße reicht und somit eine Verbindung zwischen dem Hasper Zentrum bis zur Stadtgrenze Gevelsberg herstellt. So besteht nun ein weiterer Bereich für den Radverkehr auf der Strecke zwischen Haspe und Gevelsberg. Der Anschluss aus dem Ennepepark ist ebenfalls komfortabler gestaltet.

Im Zuge der Markierungsarbeiten wird auch das Umlaufgitter, welches den gemeinsamen Geh- und Radweg von der Martinstraße trennt, gemäß den aktuellen Richtlinien angepasst, sodass das Überqueren mit dem Fahrrad einfacher ist. Die Ampel wird in Zukunft verkehrsabhängig geschaltet.

Nach Hamburg im 2-Stunden-Takt

12. Oktober 2022

Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 verkehren ab Hagen ICE-Züge etwa alle zwei Stunden ohne Umstieg nach Münster, Osnabrück, Bremen und Hamburg. Bisher bietet die Bahn auf dieser Relation im Fernverkehr mit einer Ausnahme nur Verbindungen mit Umstieg an.

Darüber hinaus sind Verbindungen über die Schnellfahrstrecke nach Frankfurt Flughafen Fernbahnhof, Mannheim, Stuttgart und München möglich.

Volmetalbahn: Wiederaufbau verzögert sich

8. Oktober 2022

Aufgrund der Verzögerungen beim Bau einer der beiden großen Stützwandbauwerke kann der Zugverkehr auf der Linie RB52 zum Fahrplanwechsel im Dezember nicht wie geplant bis Schalksmühle verlängert werden.

Das Hochwasser der Volme im Juli letzten Jahres hat auf rund 25 Kilometer die Infrastruktur der Volmetalbahn von Hagen über Rummenohl bis Lüdenscheid-Brügge teils stark zerstört. So haben unter anderem zwei gravierende Böschungsrutsche unterhalb der Bahnstrecke zwischen Rummenohl und Brügge schwere Schäden an der Infrastruktur verursacht: Auf einer Länge von mehreren Hundert Metern haben die Böschungsrutsche große Teile des Gleisunterbaus weggespült – der Bahndamm war nicht mehr stabil.

Jetzt haben starke Regenfälle im September ergänzend zu drückendem Grund- und Hangwasser die Bauarbeiten an einer der beiden großen Stützwände ausgebremst. Sie soll den von der Flut zerstörten Bahndamm neu befestigen. Grund- und Hangwasser drückt seitdem sowohl von unten als auch seitlich in die Baugrube. Trotz Verstärkung des sogenannten Fangedamms, der die Baugrube von der Volme trennt, und einer Verdreifachung der Pumpleistung senkt sich der Wasserpegel aufgrund des hohen Wasserdrucks nicht ab. Die DB musste deshalb die Arbeiten an der Stützwand zwischen Dahlerbrück und Schalksmühle unterbrechen.

Ab Rummenohl nach Lüdenscheid verkehrt bis auf Weiteres der derzeitige Schienenersatzverkehr mit Bussen.

Baumfällungen für eine Fahrradstraße?

24. September 2022

ADFC Hagen zu den Planungen auf der Augustastraße

Baumstumpf AugustastraßeEntgegen der den politischen Gremien vorgestellten Planung wurde gleich noch ein zweiter Baum abgeholzt. Foto: ADFC.

Die Situation für Fußgänger, sowie für Radfahrende am Anfang der Augustastraße zwischen Bergischer Ring und Södingstraße war und ist äußerst beengt. Der Radverkehr aus Richtung Bergstraße wird auf einen unzulässig schmalen Bürgersteigradweg geführt, um in Gegenrichtung der Einbahn zu fahren. Der daneben liegende Fußweg ist schon für einzeln gehende Fußgänger zu schmal.

Diese Strecke hat jedoch große Bedeutung als Verbindung zwischen der City, Wehringhausen und Haspe. Wenn der Ausbau zum Radweg der ehemaligen Bahntrasse zwischen Wehringhausen und Haspe erfolgt ist, wird diese Strecke noch stärker frequentiert werden. Es ist also an der Zeit, dass sich hier etwas bewegt und zwar in Richtung der umweltfreundlichen Verkehrsarten.

Leider wurden vor einiger Zeit in diesem Bereich zwei alte Straßenbäume gefällt. Der ADFC missbilligt dieses Vorgehen, denn jeder einzelne Baum in diesem dicht bebauten Viertel ist sowohl für das Klima als auch für saubere Luft wichtig. Auch die geplanten Ersatzpflanzungen werden erst nach vielen Jahren größere Mengen Sauerstoff liefern. Nicht zuletzt ist der Schatten alter Bäume oft das einzige kühlende Element für Fußgänger und Radfahrer auf Stadtstraßen.

Bereits im Jahr 2012 hatte der ADFC diese Engstelle gegenüber der Stadt gemeldet und vorgeschlagen, die Durchfahrt auf den Bergischen Ring für den motorisierten Individualverkehr durch Poller am Ende der Straße zu unterbinden. So würde Platz entstehen, die dem Rad- und Fußverkehr angemessen sei, da hauptsächlich noch Anwohnerparkverkehr in der Straße unterwegs wäre.

Erst im Jahre 2020 gab es dann eine Ratsvorlage, mit einer anderen, teuren und aufwändigen, Lösung, in der zudem ein Baum gefällt werden sollte. Es ging also bei der städtischen Verkehrsplanung am Ende um die Entscheidung: Baum oder freie Fahrt für Autos. Wie es ausgegangen ist, sehen wir jetzt – entgegen der ursprünglichen Planung wurden sogar zwei Bäume gefällt.

Dabei wäre ein versenkbarer Poller eine einfache Lösung gewesen, gerade im Hinblick auf die geplante Fahrradstraße. Rettungsdienste und direkte Anwohner könnten weiter die Durchfahrt nutzen, der Durchgangsverkehr jedoch nicht. Der ADFC befürchtet, dass lediglich die Schilder „Tempo 30“ gegen Schilder „Fahrradstraße mit Kfz frei“ ausgetauscht werden und sich weiter nichts ändert.

Die Augustastraße wird so ein beliebter Schleichweg in Wehringhausen bleiben. Das bedeutet, dass weiterhin mit unnötig viel Autoverkehr in dieser engen Wohnstraße zu rechnen ist und Radfahrende sich bedrängt fühlen werden.

Der ADFC möchte betonen, dass die „Fahrradstraße“ mit Baumfällung nicht in seinem Sinne ist. Einen rad- und fußverkehrsfreundlichen Umbau der Augustastraße würden wir jedoch durchaus begrüßen.

ADFC lobt neue Strecken durch die Innenstadt

23. September 2022

Es sind zwar eher kleine Ausbauschritte, wenn man bedenkt, dass das 206 Seiten lange Radwegekonzept, das das Büro „Planungssocietät“ Ende 2018 für Hagen vorgelegt hat, deutlich mehr Maßnahmen umfasst und bis zum Frühjahr dieses Jahres gerade einmal rund fünf Kilometer an neuen Radwege entstanden sind. Aber es gibt welche. So zumindest sehen es die ADFC-Mitglieder Günther Dörn, Kathrin Heinrichs, Peter Matthias, Michael Schröder und Jürgen Henning. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Freie Fahrt für Kinder am Weltkindertag

18. September 2022

VRR-LogoDeutschland feiert am 20. September 2022 den Weltkindertag. Auch in diesem Jahr unterstützt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr den Aktionstag. Alle Kinder unter 15 Jahren fahren deshalb am kommenden Dienstag kostenlos in sämtlichen Bussen und Bahnen der Verkehrsunternehmen im Verbundraum und in ganz NRW. Ein Ticket ist nicht nötig.

VRR: Fahrpreise sollen um 3,9 Prozent steigen

17. September 2022

Formeller Beschluss vor einer Nachfolgeentscheidung zum 9-Euro-Ticket

Der Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) hat mehrheitlich einer Preiserhöhung bei den Tickets um durchschnittlich 3,9 Prozent zum 1. Januar 2023 zugestimmt. Der VRR begründet die höheren Preise mit hohen und stetig steigenden, inflationsbedingten Betriebskosten bei den Verkehrsunternehmen, darunter auch der Hagener Straßenbahn AG. Allein der zusätzliche, jährliche Finanzierungsbedarf zur Sicherung des Leistungsangebots im Verbundraum betrage 500 Millionen Euro. Der VRR betont, dass die für das kommende Jahr geplante Preissteigerung deutlich unter der derzeitigen allgemeinen Inflationsrate liegt.

Die Tarifentscheidung sei als Beitrag zur zukünftigen Aufrechterhaltung des ÖPNV-Angebots trotz der aktuellen Diskussion um ein „Klimaticket“ als Nachfolgeprodukt zum 9-Euro-Ticket notwendig, so der VRR. „Die derzeitige Diskussion um eine weitere bundesweite Tarifinitiative hat der Verbund bei seinen Tarifentscheidungen natürlich im Blick. Solange sich Bund und Länder allerdings noch nicht geeinigt haben, werden wir formelle Beschlüsse fassen“, sagt José Luis Castrillo, Vorstand des VRR. Eine reguläre Tarifumstellung bei allen Verbundunternehmen benötigt in der Regel rund drei Monate.

Vor dem Hintergrund der prekären Finanzsituation im ÖPNV fordern die VRR-Gremien den Bund und das Land NRW erneut auf, sich im Hinblick auf die Energiekosten- und sonstigen Aufwandssteigerungen kurzfristig über zusätzliche Finanzmittel für den Nahverkehr zu einigen.

Radfahren in Hagen: Jetzt abstimmen

14. September 2022

ADFC-Fahrradklima-Test 2022

„Wir möchten den nachhaltigen und klimafreundlichen Straßenverkehr in Hagen weiter voranbringen“, verspricht Oberbürgermeister Erik O. Schulz. „Um weitere Projekte anzustoßen, benötigen wir die Rückmeldung der Hagenerinnen und Hagener“, ruft Schulz die Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme am ADFC-Fahrradklima-Test 2022 unter www.fahrradklima-test.de auf. Die Abstimmung läuft bis zum 30. November.

Um mehr Bürgerinnen und Bürger für den Wechsel zum Fahrrad zu begeistern, habe die Stadt Hagen zuletzt das Radwegenetz an der neuen Marktbrücke und am Graf-von-Galen-Ring erweitert und damit den Radverkehr auf verkehrsträchtige Straßen gebracht. Schon seit längerer Zeit befinden sich vier Radwege entlang der Flüsse Ennepe, Lenne, Ruhr und Volme in Planung.

Bereits im vergangenen Jahr konnte eine (isolierte) Brücke im Hagener Norden über der Volme eingeweiht werden, sodass der Hengsteysee, so die Pressestelle des Rathauses, „direkter erreicht und regionale Radwege ausgeweitet werden“. Zudem stehe die Errichtung neuer Abstellanlagen am Hauptbahnhof an.

Zufriedenheits-Index der Radfahrenden

2020 bewerteten knapp 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer die Fahrradfreundlichkeit in über 1.000 Städten und Gemeinden. Hagen wurde dabei mit der Schulnote 4,9 bewertet. Der ADFC-Fahrradklima-Test fragt in 27 gleichbleibenden Fragen die Fahrradfreundlichkeit vor Ort ab.

Dazu kommen dieses Jahr fünf Zusatzfragen, die besonders auf die Bedürfnisse von kleineren Orten im ländlichen Raum abzielen. Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendlerinnen und Pendler Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen.

Förderung durch Bundesverkehrsministerium

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet bereits zum zehnten Mal statt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt.

Flanieren auf der Lange Straße

13. September 2022

Stadt Hagen und Hagener Initiativen laden zum „Parking Day“-Wochenende ein

Hagen_Wehringhausen_Lange_Strasse_Blossey_maxZentrum Wehringhausens rund um den Wilhelmsplatz. Foto: Hans Blossey.

Den Straßenverkehr nachhaltig gestalten und Parkflächen neu denken: Mit welchen Ideen Straßen im Zuge der Verkehrswende in Zukunft genutzt werden können, erleben interessierte Bürgerinnen und Bürger umsonst und draußen bei einem dreitägigen „Parking Day“-Wochenende von Freitag, 16. September, bis Sonntag, 18. September, auf der Lange Straße 22-63 in Wehringhausen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Nachhaltigkeitszentrum Hagen e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Hagen sowie weiteren lokalen Organisationen und Initiativen.

Mit dem „Parking Day“-Wochenende setzen die Veranstalterinnen und Veranstalter neue Impulse für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Bei der Veranstaltung haben Hagenerinnen und Hagener die Möglichkeit, eine klimafreundliche und nachhaltige Nutzung urbaner Räume direkt in ihrer eigenen Stadt kennenzulernen und auszuprobieren.

Während des gesamten Wochenendes werden die Parkflächen auf dem Abschnitt der Langestraße für den Autoverkehr gesperrt. Vor Ort bieten lokale Initiativen und Organisationen wie das Kulturzentrum Pelmke e.V., das LUTZ, das AllerWeltHaus Hagen, Kunst vor Ort e.V., die Volkshochschule Hagen (VHS), „SJD – Die Falken Hagen“, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC), der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Terre des Hommes Hagen, das CePulse, die Skate School Hagen, EssbareWildpflanzenParks (Ewilpa), FoodSharing Hagen und unterschiedliche Fachbereiche der Stadt Hagen diverse Angebote für Kinder, Jugendliche und alle interessierten Hagenerinnen und Hagener an.

Vielfältiges Informations- und Unterhaltungsprogramm

Parking Day Visualisierung 2022-2

Ähnlich wie auf einer Messe können sich Besucherinnen und Besucher am Samstag von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 15 Uhr zum Beispiel über nachhaltige Architektur und Mobilität informieren, mit Hagener Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt kommen, Einblicke in die faire Produktion von Kleidung erhalten oder die diversen Essens- und Trinkangebote ausprobieren.

Zum Angebot für Kinder gehört zum Beispiel das künstlerische „Upcyceln“, also das Wiederverwenden von Dingen aus dem „Umsonstladen“ oder auch das Ausprobieren unterschiedlicher Zirkuselemente auf einem Spielplatz. Auf einer Bühne auf dem Wilhelmsplatz erwartet alle Interessierten am Freitag und Samstag jeweils ab 18 Uhr abwechslungsreiche Musik lokaler Künstlerinnen, Künstler und DJs.

„Parking Day“ findet weltweit statt

Mit dem „Parking Day“-Wochenende auf der Lange Straße wird die Stadt Hagen zum Teil eines globalen Projekts. Seit 2005 verwandeln Städte und Gemeinden weltweit immer am dritten Freitag im September Parkflächen in einen öffentlichen Park, um so auf die Notwendigkeit einer Verkehrswende und alternative Gestaltungsmöglichkeiten von Parkflächen aufmerksam zu machen.

Das „Parking Day“-Wochenende wird durch die Bezirksvertretung Mitte, das Umweltamt der Stadt Hagen sowie durch den Bereich Jugendförderung und Projektmanagement der Stadt Hagen im Rahmen des Programms „Aufholen nach Corona“ finanziell gefördert.

1,5 Mrd. Euro für Nachfolge zum 9-Euro-Ticket

6. September 2022

VRR-LogoDer Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) begrüßt, dass die Bundesregierung im Rahmen des Entlastungspakets auch 1,5 Milliarden Euro für eine weitere bundesweite Tarifinitiative zur Verfügung stellt. Auch das Gebiet der Stadt Hagen gehört zum Bereich des VRR.

„Jetzt gilt es, dass sich die Bundesländer schnell entscheiden und ihren Beitrag leisten, damit ein finanziell gesichertes Nachfolgemodell für das 9-Euro-Ticket schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden kann“, sagt José Luis Castrillo, Vorstand des VRR.

Wie schnell eine neuerliche Tarif-Initiative innerhalb des VRR und seiner Verkehrsunternehmen umgesetzt werden kann, liegt an der jeweiligen Ausgestaltung und den Rahmenbedingungen. Der VRR geht davon aus, dass dies zu Jahresbeginn 2023 an den Start geht. Auch bei der nachfolgenden Aktion, wird der VRR sicherstellen, dass alle Nahverkehrskund*innen profitieren.

Darüber hinaus ist es aus Sicht des VRR notwendig, die Gesamtfinanzierung des ÖPNV neu zu ordnen und auszuweiten, um weiterhin das Verkehrsangebot aufrechterhalten und in die Ausweitung des ÖPNV-Angebots investieren zu können. Eine zukunftsfähige Mobilität gibt es nicht zum Nulltarif und kann nicht allein durch Ticketverkäufe refinanziert werden.

„Alle Beteiligten müssen jetzt nachhaltige Lösungsvorschläge für eine gesicherte und auskömmliche Finanzierung erarbeiten, die es den Verkehrsunternehmen ermöglichen, ihre Nahverkehrsleistungen dauerhaft zu sichern und im erforderlichen Maße in Innovationen, Infrastruktur, Fahrzeuge und Betrieb zu investieren“, ergänzt die Vorstandssprecherin des VRR, Gabriele Matz.

Wie fahrradfreundlich ist Hagen?

3. September 2022

Das möchte die Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) wissen und ruft deshalb zur Teilnahme am Fahrradklima-Test 2022 auf. Alle Hagener Radfahrende oder diejenigen die es werden wollen haben die Möglichkeit Schulnoten für die Fahrradfreundlichkeit unserer Stadt zu vergeben. Die bundesweite Online-Umfrage läuft noch bis zum 30. November.

Link zur Umfrage: fahrradklima-test.adfc.de/teilnahme

Der ADFC ist gespannt auf die Ergebnisse des Fahrradklimatests. Die Erfahrungen der Radfahrenden in unserer Stadt als Experten vor Ort helfen herauszufinden, wo ein besonderer Handlungsbedarf besteht und um welche Aufgaben sich die Verkehrsplanung in besonderer Weise widmen muss. Daher hofft der ADFC auf eine rege Teilnahme.

Im ADFC-Fahrradklimatest werden insgesamt 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 präsentiert. Bei der letzten Auflage im Jahr 2020 bewerteten knapp 230.000 Radfahrende die Fahrradfreundlichkeit in über 1.000 Städten und Gemeinden.

9-Euro-Tickets – VRR zieht gemischte Bilanz

31. August 2022

VRR-LogoAm heutigen Mittwoch endet die bundesweite 9-Euro-Ticket-Aktion, die vom Bund als Teil des „Entlastungspakets“ ins Leben gerufen wurde. Aus Sicht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) hat die einfache Regelung und Handhabung des 9-Euro-Tickets einen deutlichen Impuls gesetzt. Die vergangenen drei Monate haben das System des ÖPNV allerdings auch ans Limit geführt.

In den zurückliegenden drei Monaten sind im VRR mehr als 3,7 Millionen 9-Euro-Tickets verkauft worden. Hinzu kamen rund eine Millionen Abonnenten, deren Ticketpreise auf monatlich 9 Euro reduziert wurden. Durch den deutlich reduzierten Fahrpreis betrugen die Ersparnisse bei Abotickets bis zu 600 Euro.

Ein Fünftel der 9-Euro-Ticket-Käufer kann als Neukunden gewertet werden. Zehn Prozent der Fahrten, die mit 9-Euro-Tickets gemacht wurden, wären mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) gemacht worden, wenn es das 9-Euro-Ticket nicht gegeben hätte.

„Drei Monate reichen nicht aus, um langjährige Mobilitätsroutinen als substanziell verändert erkennen zu können beziehungsweise, dass sich Menschen in ihrem Mobilitätsverhalten umentscheiden. Schon gar nicht, wenn die Nutzungskonditionen so erheblich vom Gewohnten abweichen. Der Erfolg der Aktion hängt sicherlich nicht nur vom Preis ab, sondern auch vom Zugang zu den Tickets, vom Angebot, vom Nutzungserlebnis und von seiner Einfachheit. Auch diese Faktoren sind es, die den Maßstab für eventuelle Folgeprodukte darstellen“, sagt José Luis Castrillo, VRR-Vorstand.

Wie schnell eine neuerliche Tarif-Initiative innerhalb des VRR und seiner Verkehrsunternehmen umgesetzt werden kann, liegt an der jeweiligen Ausgestaltung und den Rahmenbedingungen. Sollte es eine nachfolgende Aktion geben, wird der VRR auch diese begleiten und sicherstellen, dass alle Nahverkehrskunden profitieren.

Die Vereinfachung von ÖPNV-Tickets und digitale Zugangsmöglichkeiten für Fahrgäste sind wichtige Faktoren für eine Verkehrswende. Ebenso wichtig ist der Ausbau des Angebots. Und das ist ohne finanzielle Mittel für Personal, Infrastruktur und Fahrzeuge nicht zu realisieren.

Für weitere Tarifinitiativen müssen alle Beteiligten diesen Impuls jetzt aufgreifen und im Sinne eines zukunftsfähigen ÖPNV ausgestalten. Denn für die Nahverkehrsbranche ist es wichtig, dass mehr Bundes- und Landesmittel in den Erhalt und den Ausbau des Verkehrsangebotes investiert werden. Daher zieht der VRR eine gemischte Bilanz in Bezug auf das 9-Euro-Ticket.

Volmetalbahn: Ab Dezember bis Schalksmühle

26. August 2022

Lüdenscheid weiter nicht erreichbar

Schalksmuehle-Erloeserkirche1-BuboAb Dezember soll die Volmetalbahn wieder bis Schalksmühle fahren. Foto: Bubo (CC BY-SA 3.0).

Das Hochwasser der Volme im Juli letzten Jahres hat auf rund 25 Kilometern die Infrastruktur der Volmetalbahn (RB 52) von Hagen über Rummenohl bis Lüdenscheid-Brügge teils stark zerstört. Im Juli hat die Deutsche Bahn (DB) weitere Flutschäden an der Volmebrücke in Lüdenscheid-Brügge entdeckt, die deshalb für den Zugverkehr gesperrt werden musste.

Lüdenscheid ist damit weiterhin weder aus Richtung Hagen noch aus Richtung Gummersbach und Köln per Bahn erreichbar. Wie lange die Störung andauern wird, ist gegenwärtig völlig unabsehbar.

Weil die Schäden an der Brücke aus dem Jahr 1885 sehr schwerwiegend sind, sind umfassende Untersuchungen und Planungen notwendig, um die Brücke wieder für den Zugverkehr einsatzfähig zu machen. Die Wassermassen während der Flutkatastrophe hatten einen sogenannten Strömungsabweiser vor dem Mittelpfeiler beschädigt. Seitdem drückt die Volme direkt auf den Pfeiler und hat seine Tragfähigkeit damit entscheidend geschwächt.

Weiter fortgeschritten sind die Wiederaufbauarbeiten südlich von Hagen-Rummenohl. Seit Anfang August laufen die Bauarbeiten für zwei neue Stützwände. Sie sorgen dafür, dass auf dem Streckenabschnitt der beschädigte Bahndamm wieder befahrbar wird. Die RB 52 kann dann ab Dezember zunächst wieder bis Schalksmühle verkehren und auch den Haltepunkt Dahlerbrück anfahren.

„Tag der Elektromobilität“ auf dem Ebert-Platz

22. August 2022

Wie weit ist Hagen auf dem Weg zur „Nachhaltigen Mobilität“? Die Frage nach dem Ausbau der Elektromobilität ist neben vielen weiteren Projekten nach Ansicht der Verwaltung einer der wichtigsten Bestandteile des 2018 beschlossenen Masterplans der Stadt Hagen – von dem bisher kaum etwas umgesetzt wurde.

Im Rahmen des „Tages der Elektromobilität“, organisiert durch das Umweltamt der Stadt Hagen in Kooperation mit der Mark-E AG, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) sowie der Hagener Straßenbahn AG (HST) und dem Wirtschaftsbetreib Hagen (WBH), haben interessierte Hagenerinnen und Hagener sowie Gewerbetreibende am Samstag, 27. August, von 10 bis 16 Uhr auf dem Friedrich-Ebert-Platz die Möglichkeit, sich umfassend zu diesem Thema zu informieren.

Infostände, Podiumsdiskussionen und Probefahrten

An diversen Infoständen erhalten Besucherinnen und Besucher von Experten Antworten auf Fragen rund um den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie zur Förderung und zum Kauf von Elektrofahrzeugen. Die Veranstalter informieren außerdem über ihre vorliegenden Konzepte zur Förderung der Elektromobilität.

Begleitet wird der „Tag der Elektromobilität“ durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Moderiert und begleitet von Sascha Bacinski, Radio Hagen, finden auf der Bühne unter anderen Diskussionen zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Hagen sowie der Mark-E, HST und der SIHK zum Thema „Sind wir auf dem Weg – Elektromobilität in Hagen?“ statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunde greifen dabei auch kritische Aspekte (!) des Themas auf. In anschließenden Interviews erfahren Interessierte außerdem, aus welchen Gründen sich die diversen Unternehmen für den Fortschritt der Elektromobilität in Hagen engagieren.

Um in den Interviews zu erläutern, warum die Elektromobilität auf zwei Rädern ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, sind zudem einige lokale Fahrradhändler vor Ort. Im Anschluss können die Anwesenden ihre persönlichen Fragen zum Thema an die Expertinnen und Experten richten.

Auch Besucherinnen und Besucher, die schon immer ein E-Bike, E-Lastenrad oder einen E-Tretroller testen wollten, sind beim „Tag der Elektromobilität“ genau richtig. Alle Fahrzeuge können auf einem Parcours in der Kampstraße Probe gefahren werden. Als Ansprechpartner in allen Fragen zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr stehen den Besucherinnen und Besuchern darüber hinaus die Verkehrssicherheitsberater der Polizei Hagen zur Verfügung.

Wie gut sind die neue Radwege auf dem Ring?

22. August 2022

Dies ist ein Test in der fahrradunfreundlichsten Großstadt Deutschlands. Ein Titel, der verdient ist und jedes Jahr aufs Neue durch politische Untätigkeit verteidigt wurde. In der Schublade der Stadt liegt seit 2018 ein Radverkehrskonzept. Theoretischer Investitionsumfang: 20 Millionen Euro. Bislang geschaffene Radkilometer: keine fünf. Bleiben wir im Bild: Hagen kriegt das bislang (noch) nicht auf die Kette. (…)

Der neue tiefrote Fahrradstreifen zwischen Honselstube und Elektro Böhme sieht aus, als wenn es ihn schon 15 Jahre gäbe. Die Farbe verliert die Deckkraft nach nur wenigen Wochen. Er sieht ranzig aus. Wurde der einfach nur angepinselt? Das wirkt schäbig.

Ich habe Glück, dass ich ihn überhaupt sehen kann, denn auf dem Streifen parken vier Autos. Zwei haben die Warnblinkanlage an, zwei gar nicht erst. Ich will drumherum fahren, rolle über die Autospur, da fegt ein BMW dicht an mir vorbei. 100 Prozent Tempo, null Prozent Rücksicht. (…)

Man kann auf dem ganzen Ring nicht mit einem Mal eine Spur einkassieren, ich verstehe. Bis zu 30.000 Fahrzeuge täglich halten als Argument her. Und schließlich haben Verwaltung und Politik über 60 Jahre lang in dieser Stadt alles in ihrer Kraft Stehende getan, dem Auto den roten Teppich auszurollen. Und Hagen gehört beim Thema Radwege nicht gerade zu den Vorreitern in Deutschland. Im Gegenteil. Verkehrswende war hier lange ein Show-Geschäft. Bis man selbst im Rathaus merkte, wie der Wind sich dreht. Nun versucht man also was, fährt aber weiter hinterher. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Nur 1,26 Prozent Elektroautos in Hagen

19. August 2022

Durch den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und Emissionen einsparen: Zu diesem Schritt entschließen sich auch immer mehr Hagener Bürgerinnen und Bürger – allerdings auf niedrigem Niveau.

Aktuell bewegen sich auf Hagener Straßen insgesamt 99.391 Autos. Bei 1.255 dieser Fahrzeuge handelt es sich um reine Elektrofahrzeuge, also gerade einmal 1,26 Prozent.

Der Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen liegt mit 1,3 Prozent nur unwesentlich höher. Die höchsten Anteile von Elektroautos gibt es (Stand: Anfang 2022) in Bielefeld (2,0 Prozent), Münster (1,9 Prozent) und dem Kreis Paderborn (1,8 Prozent).

Elektrofahrzeuge haben bei der Nutzung gegenüber Autos mit Verbrennungsmotoren Vorteile hinsichtlich lokaler Luftschadstoff- und auch Lärmemissionen. Kommt der Strom für die Batterien zusätzlich aus erneuerbaren Energiequellen, können vor Ort auch Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden.

Besser als Individualverkehr tragen die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrädern sowie zu Fuß zurückgelegte Wege erheblich zur Einsparung von Emissionen bei.

Platz für den Radverkehr

17. August 2022

Umverteilung der Fahrspuren auf dem Graf-von-Galen-Ring

Radweg Graf-von-Galen-RingEin großer Schritt für die nachhaltige Mobilität in Hagen: Zwei der insgesamt vier Fahrspuren auf dem Graf-von-Galen-Ring stehen in Zukunft für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer zur Verfügung.

Die Arbeiten an den Fahrbahnmarkierungen haben am Donnerstag, 11. August, begonnen und werden voraussichtlich Ende der kommenden Woche beendet. Die Umverteilung der Fahrspuren ist möglich, da durch die Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung der motorisierte Verkehr auf dem Graf-von-Galen-Ring deutlich abgenommen hat.

Aktuell liegt die durchschnittliche Verkehrsstärke am Tag bei rund 18.200 Fahrzeugen. Den Erfahrungen und Regelwerken zufolge reicht eine zweispurige Straße, ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung, für rund 20.000 Fahrzeuge am Tag aus. Demnach ermöglicht eine Belastung von 10.000 Fahrzeugen pro Fahrtrichtung täglich eine Umverteilung.

Aus Wehringhausen kommend, beginnt die Markierung des Radfahrstreifens hinter der Einmündung zum Bergischen Ring. Eine rote Markierung signalisiert den Anfang des Radfahrstreifens (Foto: Fakebook). Im weiteren Verlauf sind in regelmäßigen Abständen Piktogramme auf der Fläche markiert. In Einmündungsbereichen – beispielsweise an der Hugo-Preuß-Straße oder der Martin-Luther-Straße – wird der Fahrstreifen rot markiert, um auf die Sonderspur hinzuweisen. Im Bereich der Altenhagener Brücke wird der Radverkehr auf den bestehenden Radweg in Richtung Altenhagen geführt.

Aus Altenhagen beziehungsweise Eckesey kommend, beginnt der Radfahrstreifen nach der Einmündung zur Straße Am Hauptbahnhof parallel zur Busspur und wird durch eine Rotmarkierung abgesetzt. Ab der Einmündung des Graf-von-Galen-Rings und der Körnerstraße wird der Radfahrstreifen mit sich wiederholenden Piktogrammen auf der ehemals rechten Kfz-Spur geführt. Hinter dem Kreuzungsbereich Graf-von-Galen-Ring und Bergischer Ring verläuft der Radverkehr weiter in Richtung Haspe im Mischverkehr. Die Markierungsarbeiten können in Zukunft noch erweitert und bei Bedarf angepasst werden.

Der Radfahrstreifen gilt nach der Straßenverkehrsordnung ausschließlich dem Radverkehr. Autos dürfen auf dem Sonderfahrstreifen weder halten noch parken. Um zu Parkplätzen zu gelangen, ist ein Queren möglich. Beim Queren hat der Radverkehr Vorrang.

Im Zuge der Umverteilung wird auch die Schaltung der Ampelanlagen angepasst. Die Arbeiten leiten sich aus dem Radverkehrskonzept der Stadt Hagen ab und haben zum Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Verkehrsbelastung weiter zu reduzieren.

Schon 2023 die ersten Elektrobusse

16. August 2022

Um den Verkehr in Hagen klimafreundlicher zu machen, beginnt die Hagener Straßenbahn AG mit dem Umbau ihrer Busflotte. Voraussichtlich schon Anfang des nächsten Jahres werden in Hagen die ersten E-Busse fahren, teilte das Unternehmen, das zur Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH gehört, mit. „Wir starten zunächst mit acht Solo-Elektrobussen“, so Unternehmenssprecherin Alicia Pieper: „Im Laufe des Jahres werden wir dann noch fünf weiter Solobusse und einen Gelenkbus hinzubekommen.“ (…)

Die Elektrobusse sollen in Hagen dazu beitragen, die Luftqualität und damit den Umwelt- und Gesundheitsschutz zu stärken. Der Stickoxid-Ausstoß von Dieselbussen gilt als einer der Hauptverursacher für Luftverschmutzung in den Innenstädten. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Wieder einmal verbreitet die WPWR ein Ammenmärchen. Wie dem Masterplan Mobilität der Stadt zu entnehmen ist, sind die Hauptverursacher für den Stickoxid-Ausstoß Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (die Flotte der diversen Paketdienste etc.). Die 144 Busse der Straßenbahn AG spielen im Vergleich zu den allein in Hagen zugelassenen 100.000 Pkw keine Rolle.

Prekäre Lage im Nahverkehr

12. August 2022

Kommunen, Verbünde und Verkehrsunternehmen fordern mehr finanzielle Mittel für ÖPNV

s-bahn vrrDer öffentliche Verkehr leidet nach wie vor unter der Pandemie (Foto: VRR). Die mit Corona einhergehenden Beschränkungen haben den Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den vergangenen Jahren finanziell zugesetzt. Hinzu kommt die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung aufgrund der weltpolitischen Ereignisse, die die gesamte Branche vor zusätzlich zu bewältigende Herausforderungen stellt.

Die aktuelle Situation hat u.a. der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), dem auch die Stadt Hagen angehört, zum Anlass genommen, gemeinsam mit Vertretern von Kommunen, Landkreisen und Verkehrsunternehmen, auf die prekäre Lage in der Nahverkehrsbranche aufmerksam zu machen und einen Appell an Bund und Land gerichtet, mehr finanzielle Mittel für den Erhalt und den Ausbau des Verkehrsangebotes zu investieren.

Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen hat sich das gesellschaftliche Leben wieder normalisiert. Damit nehmen die Fahrtanlässe wieder zu und lassen, ebenso wie das 9-Euro-Ticket, die Fahrgastzahlen wieder ansteigen. Dies allerdings immer noch deutlich unter dem Niveau von vor Corona.

Neben dem Ziel, Bürgerinnen und Bürger mit einem deutlich verbilligten ÖPNV-Ticket unmittelbar zu entlasten und Anreize zum Energiesparen zu setzen, sieht die ÖPNV-Branche die Chance zur Rückgewinnung von Fahrgästen und zur Neukundenansprache. Damit der Fahrgasteffekt des 9-Euro-Tickets keine Momentaufnahme bleibt, bedarf es einer umfangreichen und langfristigen Finanzierung aus den Haushalten des Bundes und der Länder sowie passender Rahmenbedingungen.

Die Finanzierung des ÖPNV durch die Kommunen ist weitestgehend ausgereizt und lässt nur wenig Raum für zusätzliche Angebote, die explodierenden Aufwandssteigerungen setzen sie massiv unter Druck. Somit stehen die kommunalen Haushalte ab dem Jahr 2023, mit dem Auslaufen des Corona-Rettungsschirms, vor noch größeren Herausforderungen.

Daher richten Kommunen und ÖPNV-Branche gleichermaßen einen deutlichen Appell an Bund und Land, die Finanzierung der Nahverkehrsleistungen nachhaltig auszubauen und neben den erforderlichen Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge auch die gestiegenen und weiter steigenden Betriebs- und Personalkosten sowie den Ausgleich der Corona-bedingten Einnahmeausfälle zu fördern.

Der ÖPNV von (über)morgen, braucht heute schon entsprechende Mittel. Andernfalls müssten die bisherigen turnusmäßigen Fahrpreissteigerungen überproportional zu den Vorjahren angehoben oder das Angebot reduziert werden. Im ländlichen Raum würde eine Angebotskürzung zudem oftmals zu einem Riss der Reiseketten führen.

Dies ist weder gewollt noch zielführend, denn alle Nahverkehrsakteure sind sich einig: Um die internationalen Klimaziele zu erreichen und den ÖPNV voranzubringen, müssen das Angebot gestärkt und deutlich mehr Fahrgäste für eine klima- und umweltfreundliche Mobilität mit Bus und Bahn gewonnen werden.

Überregionale Schnellbusse fahren bislang an Hagen vorbei

9. August 2022

Mit dem Schnellbus über die Autobahn von Hagen zur Universität nach Dortmund? Aus dieser zukunftsweisenden Verbindung wird – zumindest vorerst – nichts. Unter den ersten sieben XBus-Linien im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR), zu dem auch die Hagener Straßenbahn AG gehört, führt keine einzige Strecke von oder nach Hagen. (…)

Der Expressbus von Hagen zur Uni Dortmund gehört zu einem Netz aus 80 potenziell denkbaren Schnellbus-Linien, die der VRR bereits 2019 hat prüfen lassen. An den Start gingen, unterstützt mit beträchtlichen Summen durch das Landesverkehrsministerium, bislang aber lediglich zwei Linien von Datteln nach Dortmund sowie von Oberhausen zum Moviepark Bottrop. (…)

Für die Stadt Hagen seien solche Verbindungen, zumal vor dem Hintergrund der Verkehrswende vom motorisierten Individualverkehr zu öffentlichen Verkehrsmitteln, von herausragender Bedeutung, so Grünen-Experte Sporbeck, der als Verkehrsingenieur bestens mit der Materie vertraut ist. (…)

Die Stadt Hagen hat dem VRR außer der Verbindung zur Uni Dortmund zwei weitere Linien vorgeschlagen: eine über Haspe und Grundschöttel nach Sprockhövel und Hattingen, eine weitere über Westhofen zum Bahnhof Hörde. Eine Umsetzung dieser Vorhaben ist jedoch nicht in Sicht. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Bereich nördlich von Dortmund mit den Städten Datteln und Waltrop ist bereits seit Juni mit der TU Dortmund per Expressbus im 30-Minuten-Takt verbunden. Verbandsvorsteher des VRR ist ein gewisser Erik Olaf Schulz, von dem auch schon der eine oder andere Hagener gehört haben dürfte.


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