Archive for the ‘06 Hagen mobil’ Category

Platz für den Radverkehr

17. August 2022

Umverteilung der Fahrspuren auf dem Graf-von-Galen-Ring

Radweg Graf-von-Galen-RingEin großer Schritt für die nachhaltige Mobilität in Hagen: Zwei der insgesamt vier Fahrspuren auf dem Graf-von-Galen-Ring stehen in Zukunft für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer zur Verfügung.

Die Arbeiten an den Fahrbahnmarkierungen haben am Donnerstag, 11. August, begonnen und werden voraussichtlich Ende der kommenden Woche beendet. Die Umverteilung der Fahrspuren ist möglich, da durch die Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung der motorisierte Verkehr auf dem Graf-von-Galen-Ring deutlich abgenommen hat.

Aktuell liegt die durchschnittliche Verkehrsstärke am Tag bei rund 18.200 Fahrzeugen. Den Erfahrungen und Regelwerken zufolge reicht eine zweispurige Straße, ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung, für rund 20.000 Fahrzeuge am Tag aus. Demnach ermöglicht eine Belastung von 10.000 Fahrzeugen pro Fahrtrichtung täglich eine Umverteilung.

Aus Wehringhausen kommend, beginnt die Markierung des Radfahrstreifens hinter der Einmündung zum Bergischen Ring. Eine rote Markierung signalisiert den Anfang des Radfahrstreifens (Foto: Fakebook). Im weiteren Verlauf sind in regelmäßigen Abständen Piktogramme auf der Fläche markiert. In Einmündungsbereichen – beispielsweise an der Hugo-Preuß-Straße oder der Martin-Luther-Straße – wird der Fahrstreifen rot markiert, um auf die Sonderspur hinzuweisen. Im Bereich der Altenhagener Brücke wird der Radverkehr auf den bestehenden Radweg in Richtung Altenhagen geführt.

Aus Altenhagen beziehungsweise Eckesey kommend, beginnt der Radfahrstreifen nach der Einmündung zur Straße Am Hauptbahnhof parallel zur Busspur und wird durch eine Rotmarkierung abgesetzt. Ab der Einmündung des Graf-von-Galen-Rings und der Körnerstraße wird der Radfahrstreifen mit sich wiederholenden Piktogrammen auf der ehemals rechten Kfz-Spur geführt. Hinter dem Kreuzungsbereich Graf-von-Galen-Ring und Bergischer Ring verläuft der Radverkehr weiter in Richtung Haspe im Mischverkehr. Die Markierungsarbeiten können in Zukunft noch erweitert und bei Bedarf angepasst werden.

Der Radfahrstreifen gilt nach der Straßenverkehrsordnung ausschließlich dem Radverkehr. Autos dürfen auf dem Sonderfahrstreifen weder halten noch parken. Um zu Parkplätzen zu gelangen, ist ein Queren möglich. Beim Queren hat der Radverkehr Vorrang.

Im Zuge der Umverteilung wird auch die Schaltung der Ampelanlagen angepasst. Die Arbeiten leiten sich aus dem Radverkehrskonzept der Stadt Hagen ab und haben zum Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Verkehrsbelastung weiter zu reduzieren.

Schon 2023 die ersten Elektrobusse

16. August 2022

Um den Verkehr in Hagen klimafreundlicher zu machen, beginnt die Hagener Straßenbahn AG mit dem Umbau ihrer Busflotte. Voraussichtlich schon Anfang des nächsten Jahres werden in Hagen die ersten E-Busse fahren, teilte das Unternehmen, das zur Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH gehört, mit. „Wir starten zunächst mit acht Solo-Elektrobussen“, so Unternehmenssprecherin Alicia Pieper: „Im Laufe des Jahres werden wir dann noch fünf weiter Solobusse und einen Gelenkbus hinzubekommen.“ (…)

Die Elektrobusse sollen in Hagen dazu beitragen, die Luftqualität und damit den Umwelt- und Gesundheitsschutz zu stärken. Der Stickoxid-Ausstoß von Dieselbussen gilt als einer der Hauptverursacher für Luftverschmutzung in den Innenstädten. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Wieder einmal verbreitet die WPWR ein Ammenmärchen. Wie dem Masterplan Mobilität der Stadt zu entnehmen ist, sind die Hauptverursacher für den Stickoxid-Ausstoß Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (die Flotte der diversen Paketdienste etc.). Die 144 Busse der Straßenbahn AG spielen im Vergleich zu den allein in Hagen zugelassenen 100.000 Pkw keine Rolle.

Prekäre Lage im Nahverkehr

12. August 2022

Kommunen, Verbünde und Verkehrsunternehmen fordern mehr finanzielle Mittel für ÖPNV

s-bahn vrrDer öffentliche Verkehr leidet nach wie vor unter der Pandemie (Foto: VRR). Die mit Corona einhergehenden Beschränkungen haben den Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den vergangenen Jahren finanziell zugesetzt. Hinzu kommt die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung aufgrund der weltpolitischen Ereignisse, die die gesamte Branche vor zusätzlich zu bewältigende Herausforderungen stellt.

Die aktuelle Situation hat u.a. der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), dem auch die Stadt Hagen angehört, zum Anlass genommen, gemeinsam mit Vertretern von Kommunen, Landkreisen und Verkehrsunternehmen, auf die prekäre Lage in der Nahverkehrsbranche aufmerksam zu machen und einen Appell an Bund und Land gerichtet, mehr finanzielle Mittel für den Erhalt und den Ausbau des Verkehrsangebotes zu investieren.

Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen hat sich das gesellschaftliche Leben wieder normalisiert. Damit nehmen die Fahrtanlässe wieder zu und lassen, ebenso wie das 9-Euro-Ticket, die Fahrgastzahlen wieder ansteigen. Dies allerdings immer noch deutlich unter dem Niveau von vor Corona.

Neben dem Ziel, Bürgerinnen und Bürger mit einem deutlich verbilligten ÖPNV-Ticket unmittelbar zu entlasten und Anreize zum Energiesparen zu setzen, sieht die ÖPNV-Branche die Chance zur Rückgewinnung von Fahrgästen und zur Neukundenansprache. Damit der Fahrgasteffekt des 9-Euro-Tickets keine Momentaufnahme bleibt, bedarf es einer umfangreichen und langfristigen Finanzierung aus den Haushalten des Bundes und der Länder sowie passender Rahmenbedingungen.

Die Finanzierung des ÖPNV durch die Kommunen ist weitestgehend ausgereizt und lässt nur wenig Raum für zusätzliche Angebote, die explodierenden Aufwandssteigerungen setzen sie massiv unter Druck. Somit stehen die kommunalen Haushalte ab dem Jahr 2023, mit dem Auslaufen des Corona-Rettungsschirms, vor noch größeren Herausforderungen.

Daher richten Kommunen und ÖPNV-Branche gleichermaßen einen deutlichen Appell an Bund und Land, die Finanzierung der Nahverkehrsleistungen nachhaltig auszubauen und neben den erforderlichen Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge auch die gestiegenen und weiter steigenden Betriebs- und Personalkosten sowie den Ausgleich der Corona-bedingten Einnahmeausfälle zu fördern.

Der ÖPNV von (über)morgen, braucht heute schon entsprechende Mittel. Andernfalls müssten die bisherigen turnusmäßigen Fahrpreissteigerungen überproportional zu den Vorjahren angehoben oder das Angebot reduziert werden. Im ländlichen Raum würde eine Angebotskürzung zudem oftmals zu einem Riss der Reiseketten führen.

Dies ist weder gewollt noch zielführend, denn alle Nahverkehrsakteure sind sich einig: Um die internationalen Klimaziele zu erreichen und den ÖPNV voranzubringen, müssen das Angebot gestärkt und deutlich mehr Fahrgäste für eine klima- und umweltfreundliche Mobilität mit Bus und Bahn gewonnen werden.

Überregionale Schnellbusse fahren bislang an Hagen vorbei

9. August 2022

Mit dem Schnellbus über die Autobahn von Hagen zur Universität nach Dortmund? Aus dieser zukunftsweisenden Verbindung wird – zumindest vorerst – nichts. Unter den ersten sieben XBus-Linien im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR), zu dem auch die Hagener Straßenbahn AG gehört, führt keine einzige Strecke von oder nach Hagen. (…)

Der Expressbus von Hagen zur Uni Dortmund gehört zu einem Netz aus 80 potenziell denkbaren Schnellbus-Linien, die der VRR bereits 2019 hat prüfen lassen. An den Start gingen, unterstützt mit beträchtlichen Summen durch das Landesverkehrsministerium, bislang aber lediglich zwei Linien von Datteln nach Dortmund sowie von Oberhausen zum Moviepark Bottrop. (…)

Für die Stadt Hagen seien solche Verbindungen, zumal vor dem Hintergrund der Verkehrswende vom motorisierten Individualverkehr zu öffentlichen Verkehrsmitteln, von herausragender Bedeutung, so Grünen-Experte Sporbeck, der als Verkehrsingenieur bestens mit der Materie vertraut ist. (…)

Die Stadt Hagen hat dem VRR außer der Verbindung zur Uni Dortmund zwei weitere Linien vorgeschlagen: eine über Haspe und Grundschöttel nach Sprockhövel und Hattingen, eine weitere über Westhofen zum Bahnhof Hörde. Eine Umsetzung dieser Vorhaben ist jedoch nicht in Sicht. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Bereich nördlich von Dortmund mit den Städten Datteln und Waltrop ist bereits seit Juni mit der TU Dortmund per Expressbus im 30-Minuten-Takt verbunden. Verbandsvorsteher des VRR ist ein gewisser Erik Olaf Schulz, von dem auch schon der eine oder andere Hagener gehört haben dürfte.

Freie Fahrt in ganz NRW

2. August 2022

Abo-Aktion im NRW-Nahverkehr startet nach dem 9-Euro-Ticket

VRR-LogoDie bundesweite 9-Euro-Ticket-Aktion endet am 31. August 2022. Eine von vielen Seiten geforderte Nachfolgeregelung scheitert bislang am Widerstand von Bundesverkehrsminister Wissing (FDP). Ein kleines Trostpflaster gibt es für Inhaber von Abo-Tickets in NRW.

Wie in den Vorjahren 2020 und 2021 dürfen sich Besitzer eines Abo-Tickets aus dem NRW-Nahverkehr auch 2022 über einen Bonus freuen. Wer über ein Abo-Ticket verfügt, kann im Aktionszeitraum ohne zusätzliche Kosten landesweit Fahrten mit Bussen, Bahnen und Nahverkehrszügen unternehmen.

In diesen Zeiträumen haben Nahverkehrskundnen mit einem Abo-Ticket im September und Oktober 2022 landesweit freie Fahrt:

  • an allen Wochenenden im Aktionszeitraum (3./4. September, 10./11. September, 17./18. September, 24./25. September, 1./2. Oktober, 15./16. Oktober, 22./23. Oktober und 29./30. Oktober)
  • am Tag der Deutschen Einheit (Montag, 3. Oktober)
  • in den gesamten Herbstferien in NRW (4. bis 14. Oktober)

Während des Aktionszeitraums werden neben der landesweiten Gültigkeit auch die Mitnahmeregelungen angepasst: Pro Ticket dürfen inklusive Ticketinhaber zwei Personen (Erwachsener oder Kind) und bis zu drei Kinder (6 bis 14 Jahre) oder zwei Personen (Erwachsener oder Kind) und bis zu zwei Fahrräder fahren. Zeitliche Beschränkungen, etwa bei 9-Uhr-Abos, werden im Rahmen der Aktion nur während der Aktionszeiträume aufgehoben.

Carsharing: Vorzeitiges Ende

1. August 2022

Greenwheels hat den Betrieb eingestellt – Hagen ohne Plan

Eigentlich sollte erst am 30. September Schluss sein, jetzt hat der Carsharing-Anbieter Greenwheels, eine Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns, seine Dienste schon zwei Monate vor dem geplanten Ende deutschlandweit, darunter auch in Hagen, eingestellt (siehe auch hier: Carsharing nach fast 30 Jahren vor dem Aus).

Da der Carsharing-Anbieter in Hagen zu keinem Zeitpunkt Initiativen ergriffen hat, um neue Nutzer zu gewinnen, sondern stattdessen sukzessive Fahrzeuge und Standorte abgebaut hat, spekulieren Kritiker nach der jetzt erfolgten Einstellung des Betriebs bereits darüber, ob VW schon mit seinem Einstieg bei Greenwheels das Ziel verfolgt hätte, das Carsharing abzuwickeln, um sich eine mögliche Konkurrenz vom Hals zu schaffen.

Für eine solche Unternehmensstrategie gäbe es ein historisches Vorbild: In den frühen 1900er Jahren begann der langjährige Präsident des US-Autokonzerns General Motors, Alfred P. Sloan, mit der Umsetzung eines Plans zur Erhöhung der Autoverkäufe durch die Beseitigung der Straßenbahnen. Die Verkehrsunternehmen wurden aufgekauft, um anschließend eine Stilllegung der Straßenbahnstrecken zu Gunsten des Automobilverkehrs zu erreichen, damit Fahrzeuge und Betriebsstoffe aus eigener Produktion abgesetzt werden konnten.

Schlüssig erscheint die Vermutung jedenfalls, denn Carsharing ist eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative zum eigenen Auto. Im Bedarfsfall kann man so neben dem ÖPNV ein Fahrzeug nutzen. Für größere Einkäufe, Transporte oder Fahrten in Regionen ohne zumutbaren Bahnverkehr.

In benachbarten Kommunen wird im politischen Raum bereits auf den Wegfall des Carsharings reagiert, in Hagen herrscht – wie so oft – Stille.

In Bochum hat das Carsharing-Aus die örtliche SPD auf den Plan gerufen, die einen umfangreichen Fragenkatalog für die nächste Sitzung des dortigen Mobilitätsausschusses formuliert hat. Die Fraktion sieht u.a. sogar „Potentiale durch Carsharing in direkter Nähe zum Rathaus, (…) so dass die städtische Flotte nicht mehr in der bisherigen Größe aufrechterhalten werden“ müsse.

In Dortmund fordern die Grünen die Verwaltung zum Handeln auf. Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der Dortmunder Ratsfraktion, stellt dazu fest: „Statt einer Verringerung der Angebote brauchen wir mehr davon. Das hat auch die Verwaltung im November 2020 in ihrer Vorlage zur Förderung von Carsharing in Dortmund festgehalten. Dazu sollte längst ein stadtweites Carsharing-Konzept entwickelt und der Politik vorgelegt werden. Das ist bis jetzt nicht passiert.“

Hagen hält derweil Sommerschlaf. Und das ganzjährig.

Diverse Vorstöße, Carsharing in Hagen voranzubringen, sind immer wieder ins Leere gelaufen. Beliebt waren rechtliche Bedenken seitens der Verwaltung. Schon im Februar 2005 hätte die Bezirksvertretung Nord gerne einen Stellplatz vor dem Amtshaus Boele eingerichtet.

Der einstimmige Beschluss wurde von der Verwaltung mit der Begründung niedergebügelt, ein Carsharing-Standort dürfe sich nur auf privater Fläche befinden. Anderenorts war der Apparat kreativer: Aachen und andere Städte gingen den Weg über Sondernutzungen zu einem mehr oder weniger symbolischen Preis und stellten öffentliche Parkplätze zur Verfügung.

Auch weitere Initiativen versandeten im Nirwana. So beschloss der Hagener Rat im März 2007 einstimmig: „Die Verwaltung erarbeitet Maßnahmen, um den kommunalen Fuhrpark umweltfreundlicher zu gestalten. Sie prüft hierbei, ob eine Ausweitung des bisher betriebenen Carsharing möglich ist.“

Von einem Ergebnis der beschlossenen Prüfung war danach nichts mehr zu hören. Es vergingen mehr als 10 Jahre, bis das Thema Carsharing wieder die Gremien erreichte.

Im Oktober 2018 hatte Michael Kaub, das Sprachrohr des Oberbürgermeisters, gegeüber der WPWR verlauten lassen, die Stadt wolle nun reagieren. „Zum einen sollen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Anbietern ermöglichen, ihr Modell zu etablieren.“ Flächen sollten bereit gestellt werden und es solle Unterstützung beim Marketing geben. „Zum anderen will die Stadt Hagen aktiv auf (E-)Carsharing Anbieter zugehen.“

“Eine genaue Ausarbeitung der Maßnahmen zum Carsharing von Seiten der Stadt steht allerdings noch aus“, schränkte Kaub aber sogleich ein. Der Umweltausschuss begrüßte laut Protokoll die Ankündigung der Verwaltung, Maßnahmen zur Förderung des Carsharing in Hagen auflegen zu wollen.

Seitdem hat man seitens der Verwaltung auch dazu nichts mehr gehört – aus den Reihen der Politik hat aber auch niemand nachgefragt. Während die Schnarchnasen aus Politik und Verwaltung also auch nach vier weiteren Jahren nicht zu Potte gekommen sind, hat sich das einstmals erfolgreiche Carsharing stillschweigend aus Hagen verabschiedet.

Das war’s dann. Wieder eine Chance für die Stadt vertan.

Schon fast 75.000 Neun-Euro-Tickets verkauft

31. Juli 2022

Einschließlich Donnerstag, 28. Juli, seien insgesamt rund 74.700 Neun-Euro-Tickets in Hagen verkauft worden. „Davon wurden rund 27.700 Tickets in den Hagener Straßenbahn-Kunden-Centern ausgegeben und rund 22.200 Tickets über die Partner in externen Vertriebsstellen“, erläutert Alicia Pieper. Und weiter: „Rund 18.500 Tickets wurden direkt in den Bussen und rund 4.700 Tickets über die HST-App verkauft.“ (…)

„Für den Monat August wurden im Vormonat Juli bis einschließlich Donnerstag rund 3200 Neun-Euro-Tickets vorverkauft“, teilt die Unternehmenssprecherin mit. Seit Beginn der Ticketverkäufe sind exakt 9250 Neun-Euro-Tickets für den Monat August vorverkauft worden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Dazu kommen noch die Tickets, die über die Bahn verkauft wurden.

Coronachaos: Zugausfälle bis 18. September

30. Juli 2022

Indikator für die verfehlte Politik von Bund und Land

Das hat es selbst in den Anfängen der Coronapandemie nicht gegeben: Für gleich sieben Wochen fallen  in NRW ab heute Züge auf neun Linien ganz oder teilweise aus.

Im Raum Hagen entfallen an den Wochenenden die Züge der Linie RB 40 zwischen Essen über Witten nach Hagen. Auf dem Streckenabschnitt können Reisende u.a. auf die Linie RE 16 ausweichen. Auf den Linien RE 16 und RB 91 entfällt weiter täglich die Bedienung zwischen Letmathe und Iserlohn. DB Regio hat einen Busverkehr auf dem Streckenabschnitt eingerichtet.

Auf allen drei Verbindungen hatte es schon in der jüngsten Vergangenheit Ausfälle gegeben. Diesmal gilt die Einstellung gleich bis zum 18. September.

VRR ermahnt DB Regio AG zur Vertragserfüllung: „Geschäftsführung verantwortlich“

Die DB Regio ist verkehrsvertraglich dazu verpflichtet, im Falle von Betriebsstörungen bzw. Fahrplanunregelmäßigkeiten, die zu Zugausfällen führen, Ersatzleistungen sicherzustellen, damit alle Reisenden ihr Ziel bestmöglich erreichen können. Die Kapazitäten der Ersatzleistungen müssen ausreichend sein, um die Fahrgastnachfrage zu bedienen.

Aktuell werden die nicht erbrachten Zugleistungen nicht bezahlt. In dem Schreiben an die Regionalleitung macht der VRR aber auch deutlich, dass er sich ausdrücklich vorbehält, alle seine vertraglichen Zahlungspflichten zurückzubehalten, sollte sich die Situation nicht verbessern.

Im Weitern fordert der Verbund das Unternehmen auf, bis zum 5. August in einem schriftlichen Konzept darzulegen, wie zukünftige Notlagen wegen Personalengpässen vermieden und in Krisensituationen eine bessere Kommunikation sichergestellt werden kann.

Der VRR erkennt ausdrücklich das große Engagement der Mitarbeiter bei der DB Regio an und sieht bei diesen nicht die Verantwortung für die aktuelle Krisensituation. Dass es zu einem Zeitpunkt, in dem der ÖPNV durch ein Angebot wie dem 9-Euro-Ticket besondere Aufmerksamkeit bekommt, kein verlässliches SPNV-Angebot erfolgt, liegt nach Ansicht des VRR ausschließlich in der Verantwortlichkeit der Geschäftsführung.

Nochmals: Danke, FDP!

24. Juli 2022

Corona: Erste Einschränkungen beim Busverkehr

Die Zugausfall-Seite zuginfo.nrw meldet immer neue coronabedingte Streichungen, weil Lokführer ausfallen und Stellwerke nicht mehr besetzt werden können.

Jetzt müssen auch erste Busverbindungen abgesagt werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Situation ist es der Verkehrsgesellschaft Ennepe Ruhr (VER) personalbedingt zurzeit nicht möglich, das gewohnte Fahrtenangebot durchzuführen.

Daher gilt von Dienstag, 26. Juli, bis Freitag, 5. August 2022, ein veränderter Fahrplan. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum montags bis freitags in der Regel nach dem Samstagsfahrplan gefahren wird. Ergänzt wird das Fahrtenangebot durch zusätzliche Linienfahrten aus dem jetzigen Fahrplan, so dass u.a. die Erreichbarkeit von Gewerbegebieten aufrecht gehalten werden kann.

In Hagen bedient die VER die Linien 511 (EN-Milspe – Hagen Stadtmitte), 553 und 555 (HA-Westerbauer – Wetter – Herdecke). Die Linien 523 (HA-Dahl – Breckerfeld) und 529 (HA-Haspe – EN-Oberbauer) verkehren nur an Schultagen, also nicht während der Sommerferien.

Das eingeschränkte Fahrplanangebot wird ab Anfang der Woche in der elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) im Internet abrufbar sein. Im Downloadbereich der VER-Webseite steht die Übersicht der zusätzlichen Linienfahrten zur Verfügung, sodass den Fahrgästen bei ihrer Reiseplanung die aktuellen Fahrplandaten vorliegen.

Die Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt in der elektronischen Fahrplanauskunft oder der VER-Internetseite zu informieren.

Für die sich ausbreitenden Unannehmlichkeiten nochmals: Danke, FDP! Danke für Euren beherzten Widerstand gegen sinnvolle Coronamaßnahmen. Danke für die Abschaffung der Maskenpflicht in Innenräumen. Danke für die uneingeschränkte Wiederzulassung von Rudelveranstaltungen. Danke, danke, danke!

„Inakzeptable Entwicklung“

23. Juli 2022

VRR kritisiert Einstellung von Bahnlinien durch die DB Regio NRW

VRR-LogoÜber die einseitige öffentliche Ankündigung der DB Regio, aufgrund von Mitarbeiterkrankmeldungen in den Leitstellen und bei Triebfahrzeugführern, aktuell und für das kommende Wochenende SPNV-Betriebsleistungen komplett einzustellen, zeigt sich der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) besorgt.

Er erhoffe als SPNV-Aufgabenträger, dass die DB Regio hierzu vorab den Dialog mit dem Verbund suche und nicht im Alleingang entscheide. „Unsere Erwartungen sind im Minimum ein Grundangebot für die Fahrgäste anzubieten und Komplett-Ausfälle zu verhindern bzw. zu kompensieren“, ließ der VRR verlauten.

Wie DW berichtete, wurden am Donnerstag überraschend die Fahrten der S-Bahn-Linie 9 (Hagen-Wuppertal-Essen) eingestellt, am Freitag fiel die S 8 (Hagen-Wuppertal) aus, am Sonntag soll die RB 40 (Hagen-Essen) nicht verkehren. Daneben sind weitere Linien in NRW betroffen.

Dort wo Ausfälle nicht zu verhindern sind, ist ein adäquates Angebot mit Schienenersatzverkehr einzurichten, fordert der VRR. Er kritisiert die inakzeptable Entwicklung und hätte sich eine frühzeitigere Information auch der Fahrgäste gewünscht.

„Wir bedauern es ausdrücklich, dass aufgrund der Krankmeldungen u.a. auch bedingt durch die Coronapandemie, bei dem Eisenbahnunternehmen solch eine Situation eingetreten ist, werden aber trotz der Ankündigung der DB Regio, dass die Linien am kommenden Montag den Betreib voraussichtlich wieder aufnehmen werden, direkt den von uns geforderten Dialog mit dem Unternehmen suchen, um akzeptable Perspektiven zu finden“, so der VRR.

Der Verbund möchte damit die berechtigten Interessen der Fahrgäste – insbesondere durch das aktuelle Angebot des 9-Euro-Tickets – entsprechen und seiner Aufgabe der Daseinsvorsorge nachkommen.

„Freiheit“ – Danke, FDP!

22. Juli 2022

Wegen Corona fallen immer mehr Züge aus

Der Kölner Stadt-Anzeiger titelt aktuell: „Zu viele kranke Mitarbeiter: Bahn stellt S-Bahn-Verkehr bis voraussichtlich Sonntag ein“. Die Zeitung nennt als Grund „Corona-Folgen“.

Auch der Raum Hagen ist von den Pandemie-bedingten Personalausfällen betroffen. Gestern musste die S-Bahn-Linie 9 den Verkehr einstellen, auch die parallel verlaufende S 8 fährt bis auf Weiteres nicht mehr. Am Sonntag fällt die RB 40 (Hagen-Essen) aus, die Verbindung Letmathe-Iserlohn wird seit Tagen nicht mehr mit Zügen bedient.

Weitere Betriebseinstellungen gibt es im Ruhrgebiet und im rheinisch-bergischen Raum. Auch im Hagen tangierenden Fernverkehr häufen sich die krankheitsbedingten Zugausfälle.

Aktuelle Infos zu Zugausfällen: https://www.zuginfo.nrw/

Es sind die Ergebnisse der verantwortungslosen Aufhebungen der Corona-Maßnahmen, die vor allem auf Betreiben der FDP vorgenommen wurden. Deren pervertierter Begriff von „Freiheit“ hat maßgeblich dazu geführt, dass Bürgern, die umweltbewußt den ÖPNV nutzen, genau diese Freiheit genommen wurde.

Für die FDP zählt nur die „Freiheit“, auf Autobahnen zu rasen, von SUV-Fahrern, möglichst viel Energie zu verblasen, und von Parteivorsitzenden, auf Sylt mit dem Porsche mehrtägige Hochzeiten zu feiern, während gleichzeitig den Jobcentern Kürzungen angedroht werden.

Volmetalbahn weiter im Krisenmodus

19. Juli 2022

Bröselnde Bahnbrücke gefährdet Fahrplanverdichtung

Bahnhof_RummenohlDas Signal zeigt „freie Fahrt“ Richtung Lüdenscheid, aber bis es wieder soweit ist, könnten noch Jahre vergehen: Haltepunkt Hagen-Rummenohl. Foto: Stefan Flöper (cc-by-sa-4.0).

Der Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zeigte sich als überraschend schnelles Gremium. Schon ab Ende des Jahres sollte auf der Volmetalbahn zwischen Hagen und Meinerzhagen eine zweite Verbindung eingerichtet werden und somit ein 30-Minuten-Takt Wirklichkeit werden.

Das hat sich vorerst erledigt. Bereits seit einigen Wochen ist im Lüdenscheider Ortsteil Brügge eine Brücke über die Volme für den Bahnverkehr gesperrt. Die Züge aus Richtung Gummersbach müssen seitdem im Bahnhof Brügge enden und können nicht mehr bis zum Zentrum Lüdenscheid durchfahren.

Die flutgeschädigte Strecke Hagen-Lüdenscheid kann nur noch bis Hagen-Rummenohl bedient werden, sollte aber ab Dezember wieder bis Lüdenscheid durchgängig befahrbar sein. So war der Plan. Ein dringendes Unterfangen, da nach der Sperrung der einsturzgefährdeten Autobahnbrücke über dem Rahmedetal eine Alternative mittels ÖPNV unvermeintlich ist.

Der VRR hatte deshalb ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das u.a. die Taktverdichtung auf der Volmetalbahn vorsieht. Dabei ist in Hagen ein Anschluss an den Regionalexpress 4 nach Dortmund vorgesehen.

Diese Pläne dürften vorerst der Vergangenheit angehörigen. Nach Angaben der Lüdenscheider Nachrichten hat sich „nach den ersten Untersuchungen der maroden Eisenbahnbrücke in Brügge herausgestellt, dass die Schäden so groß sind, das im derzeitigen Zustand kein Zug mehr gefahrlos über die Bahnüberführung unweit der B229 fahren kann“. Insider sprechen gar von einem „Totalschaden“.

Die Brücke und damit auch die Volmetalstrecke könne mindestens mehrere Monate, möglicherweise auch Jahre gesperrt bleiben, so die Online-Ausgabe der Lüdenscheider Nachrichten. Sollte dieses Szenario so eintreten, wäre nicht nur die geplante Taktverdichtung obsolet, auch würde die Volmetalbahn aus Richtung Hagen über den kommenden Dezember hinaus weiterhin in Hagen-Rummenohl enden.

Erneute Rekordbeteiligung beim „Stadtradeln“

15. Juli 2022

Fahrrad_Hengsteysee_Stadt_Hagen_Clara_Berwe_maxAuch bei der sechsten Teilnahme beim „Stadtradeln“ gab es für den Radsportclub Hagen keine Konkurrenz. Foto: Clara Treude/Stadt Hagen.

79.889 zurückgelegte Kilometer und über zwölf Tonnen eingespartes CO2 – mit einem erneuten Rekordergebnis beteiligte sich die Stadt Hagen bereits zum sechsten Mal an der Aktion „Stadtradeln“. In diesem Jahr nahmen vom 13. Juni bis zum 3. Juli insgesamt 332 Hagenerinnen und Hagener inklusive dreier (!) Mitglieder des Kommunalparlamentes mit insgesamt 37 Teams an der Aktion teil, um so gemeinsam ein Zeichen gegen den Klimawandel und für eine verbesserte Radinfrastruktur zu setzen.

Seriensieger Radsportclub Hagen erneut unschlagbar

Auch in diesem Jahr lag der Radsportclub Hagen in der Teamrangliste wieder uneinholbar mit über 13.000 Kilometern auf Platz eins. Den zweiten Platz belegt ebenfalls wie im vergangenen Jahr das Team „Offenes Team-Hagen“ mit knapp über 8.000 geradelten Kilometern, diesmal gefolgt vom Team des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs „ADFC-VCD-united“ mit 5.344 Kilometern.

Bei den erfolgreichsten Schulen lieferten sich die Fritz-Reuter-Schule und das Theodor-Heuss-Gymnasium ein enges Kopf-an-Kopf rennen, dass die Fritz-Reuter-Schule schließlich mit 3452 Kilometern und Platz sechs in der Gesamtrangliste für sich entscheiden konnte. Den Ausschlag zum Sieg gab dabei eine Fahrradtour von 13 Schülerinnen und Schülern der Fritz-Reuter-Schule an die Nordsee.

Hagens erste Fahrradampel

13. Juli 2022

Radweg Märkischer RingRadweg oder Lieferzone? Der neue Miniradweg in direkter Nähe der Fahrradampel wird bereits zweckentfremdet. Sanktionen? Unbekannt. Foto: ADFC Hagen.

Aus anderen Städten kennt man es schon seit langem. Fahrradampeln für den Radverkehr, getrennt von Fuß- und Autoverkehr geschaltet. Jetzt hat auch Hagen ein erstes Exemplar, aber lustigerweise an einer Stelle, wo man die meiste Zeit gar nicht Radfahren darf, nämlich am Ende der Fußgängerzone Mittelstraße. Hier ist wochentags das Radeln erst ab 19:00 Uhr gestattet. (…)

Auf dem Märkischen Ring zwischen Potthofstraße und Mittelstraße ist auch eine auffällig rote Radspur neu entstanden. Diese ist allerdings nur 90 Meter lang und endet bereits ohne Aufleitung auf den Ring an der Ampel Mittelstraße. (…)

Quelle: ADFC Hagen

Schon fast 50.000 Neun-Euro-Tickets verkauft

3. Juli 2022

„Bis einschließlich Mittwoch, 29. Juni, wurden in Hagen insgesamt rund 49.900 Neun-Euro-Tickets verkauft“, teilt Alicia Pieper, Sprecherin der Hagener Straßenbahn, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. (…)

Zu den bislang fast 50.000 verkauften Neun-Euro-Tickets zählen seit dem Verkaufsstart bereits rund 9.900 verkaufte Tickets für den Monat Juli. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Carsharing nach fast 30 Jahren vor dem Aus

2. Juli 2022

Stadt Hagen bemüht sich lieber um Tretroller-Spielzeuge

Greenwheels_de„Vielen Dank und auf Wiedersehen“ war in der Betreff-Zeile der E-Mail zu lesen, die am Freitag die Hagener Nutzer des Carsharings erreichte. Es war der Abschiedsgruß, mit dem nach fast 30 Jahren eine fortschrittliche Alternative zum eigenen Auto in dieser Stadt beerdigt wurde (Foto: InCollectVerse, CC BY-SA 4.0).

Von der Hagener Politik und Verwaltung nie geliebt, sondern eher behindert, ist Carsharing (wie der Autor dieser Zeilen aus langjähriger eigener Erfahrung weiß) eine ideale Ergänzung zum ÖPNV-Ticket. Einkäufe und Transporte sind problemlos möglich, ebenso wie gelegentliche Fahrten in Regionen, die nicht über ein adäquates öffentliches Verkehrsangebot verfügen.

Das hat sich jetzt erledigt. Die Verwaltungsetagen geben sich mit großer Beflissenheit der Etablierung von Tretrollern hin, sogar die Stellplatzschilder für Tausende von Euro stellt die Stadt den privaten Spielzeuganbietern kostenlos zur Verfügung. Alles abgenickt von unseren Politdarstellern, inklusive der Grünen.

Von einer Förderung des Carsharings ist aus diesen Etagen nichts zu hören. Obwohl Stadt-Pressesprecher Michael Kaub noch 2018 in der WPWR tönte: „Das Etablierung von Carsharing und speziell E-Carsharing – also elektrobetriebene Autos – wäre für Hagen wünschenswert.“ Und dabei auf den Masterplan „nachhaltige Mobilität“ verwies. Der liegt aber seit seiner Veröffentlichung zum größten Teil in der Schublade. Es war nur eines der vielen Lippenbekenntnisse aus dem Hagener Rathaus, denen bekanntlich nichts folgt.

Zuletzt stand nur noch ein (!) Carsharing-Fahrzeug in der 190.000-Einwohner-Stadt Hagen zur Verfügung. Jetzt ist auch damit Schluss, der Anbieter Greenwheels gibt sein Deutschland-Geschäft offiziell zum 30. September auf. Schon am gestrigen Freitagabend war keine Buchung mehr möglich. Ob der Dienst bereits abgeschaltet wurde oder es sich um eine der in letzter Zeit üblichen Softwareprobleme handelt, war nicht auszumachen.

Greenwheels wurde 2013 von VW und einem niederländischen VW-Importeur übernommen. Der VW-Konzern konzentriert sich laut eigener Aussage zukünftig nur noch auf das Free-Floating-Angebot von vollelektrischen Fahrzeugen über seine Marke WeShare im deutschen Markt.

WeShare ist nach Angaben auf seiner Homepage bisher nur in den Millionenstädten Berlin und Hamburg aktiv. Ein Angebot in Hagen erscheint daher unwahrscheinlich.

Wenn nicht noch ein anderer Anbieter in die sich auftuende Lücke springt, nimmt damit eine fast drei Jahrzehnte währende Geschichte einer Alternative zum überbordenen motorisierten Individualverkehr in der Volmestadt ein unrühmliches und bedauernswertes Ende.

1993 wurde auf Initiative des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) der Verein Stadtteilauto Hagen gegründet. Was mit einigen geschenkten Altfahrzeugen begann, entwickelte sich recht rasch zu einer alternativen Möglichkeit zum eigenen Pkw. Die Kombination ÖPNV für den Normalfall und Carsharing für die Ausnahme wurde immerhin so attraktiv, dass der Verein bereits 1999 mehr als 250 Fahrberechtigte zählte, die sich 17 Fahrzeuge teilten.

Vom Kleinwagen bis zum Transporter reichte die Palette für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten. Der Wochenendausflug in die Pampa (ohne Bahnanbindung), der Einkaufstransport oder der Umzug – für alle Gelegenheiten stand ein passendes (Neu-)Fahrzeug zur Verfügung.

2002 kam die Hagener Straßenbahn AG auf die Idee, ebenfalls eine solche Dienstleistung anzubieten. Da klar war, dass der Hagener Markt für zwei Anbieter zu klein und die Straßenbahn kapitalstärker war, beschloss der Verein, den Geschäftsbetrieb an das städtische Verkehrsunternehmen zu verkaufen.

Viele Vereinsmitglieder bezweifelten allerdings, dass die Straßenbahn dieses für sie neue Geschäftsfeld erfolgreich bedienen kann. Sie sollten sich nicht getäuscht haben. Obwohl der Busbetreiber für den inzwischen komplett auf Ford-Fahrzeuge umgestellten Wagenpark sogar eine Lizenz als Vertragswerkstatt erhalten hatte und freie Kapazitäten im Betriebshof günstig für Wartungsarbeiten einsetzen konnte, erwies sich die Stadttochter als überfordert.

2005 wurde das Carsharing-Geschäft also an Shell Drive weitergereicht, eine Tochtergesellschaft des Mineralölkonzerns. Der gab bereits ein Jahr später diesen Geschäftsbereich auf. Seit 2006 betreibt das niederländisch-berlinerische Unternehmen Greenwheels das Carsharing in Hagen.

Vor Ort beworben wurde das Angebot von den neuen Betreibern nicht, und so ging Carsharing in Hagen langsam aber sicher immer weiter den Bach hinunter. Schon 2013 existierten nur noch vier Stationen mit insgesamt sechs Fahrzeugen, zuletzt war es noch eine Station mit einem Kleinwagen.

Die Stadt war all die Jahre nicht an einer Förderung des Carsharing interessiert und verhinderte sogar die Einrichtung von Stellplätzen im öffentlichen Raum. Vorgeschoben wurden angeblich vorhandene rechtliche Einschränkungen. Nur merkwürdig: Woanders schien es diese nicht zu geben. Zum Beispiel in Aachen. Dort herrschen bekanntlich dieselben Gesetze, die aber wohl anders gelesen werden.

Aachen stellte seit 2006 Carsharingplätze im öffentlichen Straßenraum zur Verfügung. Geregelt wurde das über die Sondernutzungssatzung. Die dortige Verwaltung begründete ihr Verhalten so: „Die Förderung von CarSharing-Unternehmen wird als ein generelles Interesse des öffentlichen Wohls angesehen. Es dient ökologischen Zielen, z.B. Verminderung des Kraftfahrzeugverkehrs in überlasteten Innenstädten und Wohngebieten, verminderter Verkehrslärm und verminderte Abgase.“ Der Beschluss im Rat der Stadt Aachen erfolgte einstimmig.

Sharing-Angebote sollten flächendeckend etabliert werden, fordert neuerdings der Sprecher der Hagener Grünen, Tobias Rödel. Jahrzehntelang war aus dieser Ecke zum Carsharing nichts zu hören, aber vielleicht ist ja in der aktuellen Situation eher das Teilen von gepanzerten Fahrzeugen gemeint.

Drunter und drüber

10. Juni 2022

„Westside“-Anbindung: Die Verwaltung präferiert Angstraum – Hagen Aktiv schlägt Alternative vor

Anbindung Westside an Hbf. mit BrückeBrücke statt Tunnel: Alternativvorschlag zur „Westside“- Anbindung. Luftbild: RVR (dl-de/by-2-0), Montage: Hagen Aktiv.

Der Personentunnel unter dem Hagener Hauptbahnhof soll nach Westen erweitert werden, um das dort geplante Gewerbegebiet, großspurig „Westside“ genannt, an den Bahnverkehr und die östlich gelegenen Innenstadtbereiche anzuschließen. Ein Projekt, das seit vielen Jahren in der Pipeline steckt, aber bislang kaum einen Millimeter vorangekommen ist.

Zwischenzeitlich war der Verwaltung eingefallen, dass es auch noch den (zugemauerten) Tunnel Werdestraße gibt. Den – so die Idee des Keune-Amtes – könne man ja wieder öffnen und so einen weiteren oder alternativen Zugang von der „Westside“ zu den Bahnsteigen und weiter zur Innenstadt herstellen.

Nun weiß jeder, der diese Location noch kennt, dass hier das Vertrauen in die Unbedenklichkeit des Ortes nicht allzu hoch angesiedelt ist. Zugewanderten städtischen Beigeordneten aus dem fernen Villingen-Schwennigen mochte das bisher nicht bekannt gewesen sein – es ist aber leider so.

Nachdem also beide Unterführungen als Erschließungen ins Spiel gebracht wurden, bevorzugt der zu verlängernde vorhandene Personentunnel unter dem Hauptbahnhof und als ergänzendes Projekt der aufgefrischte Durchlass Werdestraße, haben sich die Prioritäten der Stadtverwaltung inzwischen verschoben.

In einem Beschlussvorschlag für den Ausschuss für Umwelt-, Klimaschutz und Mobilität, der final am 23. Juni vom Rat verabschiedet werden soll, heißt es:

„Der Rat der Stadt Hagen priorisiert die Aufwertung der Unterführung Werdestraße (…) inkl. der Herstellung der provisorischen Tunnelzugänge als vorrangige Maßnahme (…).“

Obwohl der Verwaltung die Problematik inzwischen sehr bewusst ist, was sie auch auflistet:

  • östlicher Zu- bzw. Ausgang der Unterführung befindet sich in einem aufwertungsbedürftigen Quartier
  • soziale Kontrolle in der Unterführung schwierig
  • ungünstiges Längen-Breiten-Verhältnis der Unterführung löst beklemmende Wirkung aus

Vor allem letzteres soll mit einem „höheren gestalterischen Aufwand“ neutralisiert werden – ein solcher Erfolg darf getrost angezweifelt werden. Ein neuer Angstraum ist dagegen vorgezeichnet.

Eine interessante Alternative zu den Vorstellungen der Verwaltung bringt in diesem Zusammenhang die Fraktion Hagen Aktiv ins Spiel: eine Brückenlösung. Der diskussionswürdige Vorschlag nimmt sich mit dem „Arnulfsteg“ ein Bauwerk in der bayrischen Metropole München zum Vorbild.

An Stelle der zurzeit angedachten Revitalisierung des Werdestraße-Tunnels sowie eines Durchstichs des Bahnsteigtunnels zur „Westside“ schlägt die Wählergemeinschaft die Errichtung einer Brücke über die Bahngleise mit einem kombinierten Fahrrad- und Fußweg und mit einer (weiteren) Anbindung der Bahnsteige von dieser Brücke aus vor.

In diesem Zusammenhang soll ferner ein zweiter Eingang bzw. Ausgang an der Hinterseite des Bahnhofsgebäudes geschaffen werden, um vom Bahnhofsgebäude einen direkten Zugang zu dieser Brücke zu ermöglichen. Die Wegeverbindungen zwischen Bahnhofsgebäude, Brücke und Innenstadt sollten durchweg als Fuß- und Radweg vorgesehen werden, um den Hauptbahnhof optimal für Fahrradfahrer erreichbar zu machen.

Damit die Brücke radfahrfreundlich ist, bedürfe es auf beiden Seiten langgezogener Auffahrrampen (sehe Abbildung). Auf der Bahnhofsseite soll nach diesem Vorschlag entlang der Gleise eine ca. 160 Meter lange leicht ansteigende Auffahrrampe zwischen Rückseite des Bahnhofsgebäudes und der eigentlichen Brücke vorgesehen (Steigung zwischen 4 und 4,5 %). Die Rampe beginne, so Hagen Aktiv, in Höhe des Bahnhofsgebäudes und soll über den (gewünschten) zweiten Eingang an der Hinterseite des Bahnhofsgebäudes unter anderem von diesem aus erreichbar sein.

Auf der „Westside“ ist – wie in München – eine platzsparende ovalförmige Schleife über ca. 2 x 80 Meter angedacht. Die genaue Gestaltung der Rampe sei aber abhängig von einer zukünftigen Bebauungsplanung auf dem „Westside“-Areal. Von der Brücke aus sollen die Bahnsteige über Treppenaufgänge und teilweise zusätzlich über Aufzüge angebunden werden.

Durch die zweiten Zugänge zu den Bahnsteigen von der Brücke aus würde die Erreichbarkeit der Bahnsteige auch für den Fall sichergestellt, dass das Bahnhofsgebäude oder der Bahnsteigtunnel durch besondere Umstände (z.B. Gebäudeschäden, Überflutung) nicht passierbar wäre. Damit stünden gleichzeitig erstmals sichere Fluchtwege vom Bahnhofsgelände zur Verfügung.

Ordnungsamt sanktioniert Radwegblockierer

9. Juni 2022

Das wurde auch mal Zeit: Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten die Radwege im Hagener Stadtgebiet unter anderem in der Augustastraße, Bergstraße, Körnerstraße, Rembergstraße und in der Grundschötteler Straße.

Dabei ist es aus Sicht des Ordnungsamtes erfreulich, dass nur wenige Verstöße festgestellt wurden: Zwei Fahrzeuge blockierten den Radweg an der Grundschötteler Straße, ein Fahrzeug stand auf dem Radweg in der Augustastraße. Kein Wunder – gibt es in Hagen doch kaum Radwege.

Die Höhe der Bußgelder richtet sich nach dem bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog. Dieser sah im November 2021 eine Erhöhung der Geldbuße für das Abstellen von Fahrzeugen auf Radwegen vor. So liegt das Bußgeld für bloßes Abstellen auf einem Radweg bei 55 Euro. Wird ein Fahrzeug dort länger als eine Stunde geparkt, erhöht sich die Geldbuße auf 70 Euro. Kommt es zu einer Behinderung, Gefährdung oder zu einem Unfall, zahlen Verursacher 80 bis 100 Euro und erhalten einen Punkt beim Kraftfahrtbundesamt in Flensburg.

Radwege dienen dem Schutz der Radfahrerinnen und Radfahrer und sollen den Radverkehr vom motorisierten Individualverkehr trennen, um Engstellen und Gefahrensituationen zu vermeiden. Blockieren Autos oder andere Fahrzeuge die Radwege, sind Radfahrerinnen und Radfahrer gezwungen, auf die Fahrbahn auszuweichen, was mit einer Gefahr für die Fahrradfahrenden verbunden ist.

Das Ordnungsamt der Stadt Hagen plant, die Kontrollen zur Radwegsicherung fortzusetzen. Irgendwann kommt das Amt vielleicht auch auf die Idee, sich mit illegal zugeparkten Gehwegen zu beschäftigen.

Kein kostenloser ÖPNV mehr für Ukrainer

1. Juni 2022

Gestern endete für geflüchtete Ukrainer das Programm Pass = Ticket zur deutschlandweiten freien Fahrt im Öffentlichen Nahverkehr. Eine Spezialregelung, in deren Genuss Flüchtlinge aus anderen Ländern nie gekommen sind.

Ab dem 01.06.2022 erhalten registrierte Geflüchtete aus der Ukraine jetzt auf Beschluss der Bundesregierung umfassende Hilfen zur Sicherung Ihres Lebensunterhalts, zur Gesundheitsversorgung und zur Integration. Darin eingeschlossen sind weitreichende Angebote für die Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln.

Keine eigene Spur für Radfahrer auf dem Ring

29. Mai 2022

Die neue Fahrbahn auf dem Innenstadtring in Hagen ist markiert. Was fehlt, ist wieder einmal eine Spur für Radfahrer. (…)

Quelle: wp.de

9-Euro-Ticket: „Der Ansturm ist hoch“

27. Mai 2022

Für wenig Geld von Hagen aus durch ganz Deutschland – das geht jetzt mit dem 9-Euro-Ticket. Ähnlich wie in anderen Städten ist das Angebot in den ersten beiden Verkaufstagen auch in Hagen auf großes Interesse gestoßen.

Am Montag und Dienstag wurden bereits viele Tickets verkauft. Darunter die meisten in den Kunden-Centern der Hagener Straßenbahn in der Körnerstraße und am Hauptbahnhof. (…)

Quelle: wp.de

ÖPNV zum Schnäppchenpreis – aber nur 3 Monate

21. Mai 2022

Freie Bahn für das 9-Euro-Ticket – es könnte voll werden

Hagen Hbf VRRWann fährt mein Zug? Fahrgast im Hagener Hauptbahnhof. ©: VRR.

Vom 1. Juni bis zum 31. August 2022 dürfen alle Fahrgäste den gesamten Nahverkehr in ganz Deutschland in der 2. Klasse nutzen – und zahlen dafür nur neun Euro pro Monat. Der Verkauf des Tickets ist landesweit ab dem 23. Mai 2022 möglich.

Das Aktionsticket gilt deutschlandweit für alle kommunalen Nahverkehrsmittel wie Linienbusse, Straßen- und U-Bahnen sowie für den Schienenpersonennahverkehr mit S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresszügen in der 2. Klasse. Die Nutzung der 1. Klasse und des Fernverkehrs der Deutschen Bahn AG sind ausgeschlossen.

Interessierte können das 9-Euro-Ticket beispielsweise über die mobil.nrw-App oder weitere Apps der Aufgabenträger, Verkehrsverbünde und -unternehmen erwerben. Auch der Kauf vor Ort in Kundenzentren, an Fahrkartenautomaten und in Bussen ist möglich.

Das 9-Euro-Ticket gilt auch für die Stammkunden des nordrhein-westfälischen Nahverkehrs: Die bestehende Abokarte wird direkt zum 9-Euro-Ticket. Das Ticketabo für die 2. Klasse in Nordrhein-Westfalen kostet im Juni, Juli und August 2022 dann auch nur neun Euro pro Monat, dabei werden die monatlichen Abbuchungen durch das jeweils zuständige Verkehrsunternehmen automatisch umgestellt oder die Differenz wird erstattet.

Auch Jobtickets, Sozialtickets im Abo, Schülertickets, Semestertickets und Azubitickets werden im Juni, Juli und August 2022 zum 9-Euro-Ticket. Für die Abwicklung der Preisabsenkung bei den Semestertickets werden an den Hochschulen zurzeit individuelle Verfahren erarbeitet.

Neben der deutschlandweiten Gültigkeit bietet das 9-Euro-Ticket für Stammkunden des Nahverkehrs weitere Pluspunkte: So fallen eventuelle zeitliche Beschränkungen, zum Beispiel bei Abotickets mit einer Gültigkeit ab neun Uhr, im Aktionszeitraum weg. Dagegen bleiben Sonderregelungen zu Mitnahmemöglichkeiten, Übertragbarkeit oder 1.-Klasse-Nutzung im regulären Geltungsbereich des Abo- oder Jahrestickets bestehen.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr geht davon aus, dass im Rahmen des Angebots mehr Menschen mit Bus und Bahn unterwegs sein werden. Vor allem Züge „zu reizvollen Zielen“ könnten in den kommenden Wochen sehr voll werden. Um sich auf den zusätzlichen Ansturm an Fahrgästen vorzubereiten, prüfen die Verkehrsunternehmen auf besonders stark frequentierten Strecken bereits, mehr Züge und Busse einzusetzen.

Prof. Johannes Weyer, Experte für Techniksoziologie an der TU Dortmund hat dagegen so seine Zweifel, dass Autofreaks zum Umsteigen veranlasst werden könnten. Im Interview mit dem Westfalenspiegel sagte er:

Einem notorischen Autofahrer ist es letztlich gleichgültig, ob der Sprit 1,50 oder 2 Euro kostet. Es muss eine Menge passieren, damit er auf sein Auto verzichtet.

Alle Informationen zum 9-Euro-Ticket in Nordrhein-Westfalen sowie weitere Antworten zur Aktion finden sich übersichtlich zusammengestellt auf www.mobil.nrw/9-euro-ticket.

Bald direkt nach Wehringhausen

20. Mai 2022

Mit dem kleinen Fahrplanwechsel am 12. Juni hat das nervtötende Herumgekurbel der Linien 514 und 543 in Richtung Wehringhausen an der Schwenke ein Ende. Die Busse biegen dann direkt in den Bergischen Ring ein und folgen damit der Trasse, die in der Gegenrichtung schon immer genommen wurde.

Dies trägt nach Angaben der Hagener Straßenbahn AG zur Beschleunigung und somit zur Erhöhung der Pünktlichkeit bei.

Auch auf anderen Linien kommt es zu geringfügigen Anpassungen im Fahrplanangebot. Im Abendverkehr gibt es im Bereich Haspe einige Änderungen. Auch der Bereich Hengstey mit dem neu entstehenden Freizeitareal am Südufer wird insbesondere an Wochenenden an das NachtExpress-Netz angebunden.

Infos: Fahrplanwechsel der Hagener Straßenbahn

Weitere Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut

19. Mai 2022

Der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen in Hagen soll weiter vorangehen. Die Stadt Hagen treibt in diesem Jahr die Planung für 30 weitere Punkte voran. Insgesamt handelt es sich dann um den sechsten Bauabschnitt. Im Vergleich zu anderen Kommunen rangiert die Stadt mit einer Ausbauqoute von „nur“ 16 Prozent am unteren Ende der Rangliste. (…)

Quelle: wp.de

Zügig an Hagen vorbei

14. Mai 2022

Bahnverbindung Richtung Siegen wird weiter gekappt – Lichtblick auf der Volmetalbahn

Die IC-Linie Siegen-Dortmund, die Hagen ohne Halt passiert, soll ab Dezember laut Pressemeldungen durch eine neue Regionalexpress-Verbindung zu einem Stundentakt ergänzt werden. Auch diese Bahnlinie wird keinen Stopp in Hagen einlegen.

Die Volmestadt wird damit von ihren Verbindungen nach Südwestfalen weiter abgehängt, nachdem schon mit der Einführung der IC-Linie die bisherige RE-Linie 16 Richtung Siegen auf einen 2-Stunden-Takt ausgedünnt wurde. Ab Dezember soll dieser RE nur noch bis Iserlohn verkehren.

Die Landesregierung sei bereit, den Nahverkehrsverbünden die nötige Finanzierung der neuen Linie zur Verfügung zu stellen, betont das Ministerium kurz vor den Landtagswahlen in NRW. Mit dem Landtag müsse nun schnellstmöglich Einvernehmen hergestellt werden.

Die Reiseketten Siegen bis Hagen und Siegen bis Essen sollen durch Anschlüsse in Iserlohn-Letmathe an den RE 16 weiterhin erhalten bleiben, heißt es in der Berichterstattung. Angesichts der zunehmenden Verspätungsproblematik der Bahn ein waghalsiges Versprechen.

Gerade die IC-Linie (Frankfurt-) Siegen-Dortmund (-Münster) gilt als hochgradig verspätungsanfällig. Ein Anschluss in Letmathe Richtung Hagen gleicht einem Glücksspiel.

Begründet wird die Einführung des neuen RE 34 mit der Sperrung der Rahmedetalbrücke der Autobahn 45 in Lüdenscheid. Die Regionalbahn 52 von Lüdenscheid über Hagen nach Dortmund ist wegen der Flutschäden infolge des Unwetters im Sommer 2021 weiterhin zwischen Lüdenscheid und Hagen-Rummenohl nicht befahrbar.

Aber hier wird Verbesserung angekündigt: Ab 2023 soll angeblich ein neuer Regionalexpress RE 55 Meinerzhagen und Hagen verbinden. Auf der Volmetalbahn entstehe dann zusammen mit der RB 25 (Köln-Lüdenscheid) und der RB 52 (Dortmund-Lüdenscheid) ein Halbstundentakt.

Radeln für ein gutes Klima

10. Mai 2022

„STADTRADELN“ geht in die nächste Runde

Hagen ist von Montag, 13. Juni, bis Sonntag, 3. Juli, bei der europaweiten Aktion „STADTRADELN“ dabei. In diesem Zeitraum können Mitglieder des Kommunalparlaments, alle Hagenerinnen und Hagener sowie alle Personen, die in Hagen arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, ein Team gründen beziehungsweise einem bestehenden Team beitreten, um an der Kampagne „STADTRADELN“ des „Klima-Bündnis“, dem größten kommunalen Netzwerk zum Schutz des Weltklimas, teilzunehmen. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Deshalb hat die Aktion „STADTRADELN“ zum Ziel, dass die Teilnehmenden im Aktionszeitraum und darüber hinaus so oft wie möglich das Fahrrad privat und beruflich nutzen und so fleißig CO2 einsparen. Die gesammelten Radkilometer können entweder über einen Online-Radelkalender auf der Internetseite www.stadtradeln.de/hagen oder in der „STADTRADELN“-App aufgezeichnet werden. So ist ein Vergleich zu anderen Kommunen und Teams möglich, was für zusätzliche Motivation sorgt.

Im Rahmen des STADTRADELNS läuft im gleichen Zeitrahmen auch das Schulradeln. Hier wird die fahrradaktivste Schule gesucht und vom Land NRW ausgezeichnet. Außerdem gibt es für die weiterführenden Schulen einen Kreativwettbewerb in dem Schulen oder Klassen das Fahrrad und die Schule kreativ miteinander verbinden sollen. Die besten Ergebnisse werden dann im Herbst bei einer großen Preisverleihung in Düsseldorf prämiert. Der Einsendeschluss ist am 1. Oktober 2022.

Gefahrenstellen direkt über „RADar!“ melden Während des Kampagnenzeitraums und auch darüber hinaus bietet Hagen allen Bürgerinnen und Bürgern die Meldeplattform „RADar!“ an. Mit diesem Tool haben Radelnde die Möglichkeit, im Internet oder über die „STADTRADELN“-App die Kommunalverwaltung auf störende und gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

Eine Anmeldung zur Aktion „STADTRADELN“ ist bereits jetzt über die Internetseite www.stadtradeln.de/hagen oder in der „STADTRADELN“-App möglich. Mehr Informationen zur Aktion und Teilnahme erhalten Interessierte von Nina Shears aus dem Bereich Verkehrsplanung der Stadt Hagen unter Telefon 02331/207-3017 oder E-Mail nina.shears@stadt-hagen.de oder auf der Internetseite www.stadtradeln.de.

Neue Züge, dichterer Takt

7. Mai 2022

Ideen für Schienenverkehr

Umwelt- und Verkehrsausschuss der Stadt Hagen: Die Experten des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) haben das Wort. Und sie zeichnen ein Bild, in dem dem Schienenverkehr in Hagen, in der Region und im ganzen Land die Bedeutung zukommen könnte, die es für eine Verkehrswende denn braucht. Nicht kurzfristig, aber in den nächsten 20 Jahren. (…)

Beispiele: Die S-Bahn 5 in Richtung Dortmund soll einmal alle halbe Stunde fahren (bisher einmal pro Stunde), die S 8 in Richtung Düsseldorf im 15-Minuten-Takt. Eine neue S-Bahn-Linie 9 ist in Planung – von Recklinghausen quer durchs Ruhrgebiet über Hattingen nach Hagen. Dazu kommen neue und dichtere Verbindungen nach Köln, ein Regionalexpress, der im 15-Minuten-Takt Dortmund erreicht, eine neue Verbindung zwischen Hagen und Neuenrade und weitere Verbesserungen. (…)

Quelle: wp.de

Wird die Verkehrswende endlich zur Chefsache?

3. Mai 2022

Am Samstag fand in Hagen der Tag der aktiven Mobilität statt

Nicht gerade wenig hatte sich die Bürgerinitiative Verkehrswende Hagen – ein Bündnis u. A. aus Mitgliedern von ADFC, VCD und Fuss e. V. – für den Tag der aktiven Mobilität am 30.04.2022 vorgenommen: Man wollte Kids Raum geben ihr Können auf dem Fahrrad zu zeigen und zu trainieren, mit einer Ausstellung Wissenswertes über Verkehrswende und aktive Mobilität in Hagen vermitteln, Fahrräder durchchecken und nicht zuletzt Funktionsträger und Politiker mit einer Vortragsreihe und anschließender Diskussion für die Beschleunigung der Verkehrswende insbesondere durch Förderung aktiver Mobilität gewinnen.

Detailreiche Ausführungen von Fußverkehrsexperten, Erlebnisberichte von Hagener Radfahrenden, die Bedeutung aktiver Mobilität aus Sicht der Jugendförderung sowie Expertise zur Psychologie der Verkehrswende von Forschern der FernUniversität mündeten in einer interessanten Diskussion aller Beteiligten.

Ob allerdings aktive Mobilität und Verkehrswende in Hagen endlich zur Chefsache wird und sich in Zukunft nicht mehr im „Klein-Klein“ verliert, wird sich wohl erst noch zeigen. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo ist übrigens auch gerade wegen der Umwidmung von 60.000 Parkplätzen für die Verkehrswende wiedergewählt worden.

1,2 Mio. Euro für Ausbau von Bushaltestellen

30. April 2022

Die Stadt Hagen erhält rund 1,2 Millionen Euro für den barrierefreien Ausbau von 30 Bushaltestellen im Stadtgebiet. 169 von insgesamt 981 Haltepunkten in Hagen sind bereits barrierefrei ausgebaut.

Die weiteren 30 sollen jetzt mit der Förderung des Landes unter anderem mit einem taktilen Leitsystem zur besseren Orientierung für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen ausgestattet werden. Außerdem wird die Höhe von Bordsteinen angepasst.

Alle Haltepunkte befinden sich in der Nähe von Altenheimen, Krankenhäusern und Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung.

Tunnel durch die Stadt wird geprüft

7. April 2022

Über vier Kilometer Länge soll der Tunnel haben, der von bundesweiter Bedeutung werden könnte. Hagens Politik will nun mit dem VRR darüber reden. (…)

Noch im September 2020 hat man den Vorschlag von Jürgen Sporbeck (Grüne) als unrealisierbar, nicht sinnvoll und nicht umsetzbar abgetan. Doch die Debatte um den Klimawandel, die Verkehrswende, Veränderungen im Eisenbahnnetz und vor allem die marode und gesperrte A 45-Rahmedetalbrücke lassen die Politik jetzt anders denken. Während Sporbecks Vorschlag, einen vier Kilometer langen Eisenbahntunnel zwischen dem Volme- und dem Lennetal, zwischen Delstern und Hohenlimburg, zu bauen, vor zwei Jahren abgeschmettert wurde, ist er nun quasi auf den Weg gebracht worden. (…)

Denn nun hat der Umweltausschuss die Verwaltung beauftragt, einen Vertreter des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr zu einer der nächsten Sitzungen einzuladen, um über die Projektidee zu diskutieren. CDU-Mann Patrick Lausen wusste bereits zu berichten: „Beim VRR heißt es, dass man auch mal angesprochen werden müsste.“ Er könnte es auch seinem Oberbürgermeister Erik O. Schulz erzählen. Der ist beim VRR nämlich Verbandsvorsteher. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Dazu die passende Frage:

Seit acht Jahren bekleidet der Hagener OB führende Ämter im VRR. Sichtbaren Einfluss auf die Entwicklungen in Hagen hat das wenig. (…)

Quelle: wp.de

Neue Fuß- und Radwegbrücke eröffnet

3. April 2022

Startschuss für die Anbindung der Hagener Innenstadt an den RuhrtalRadweg: Rechtzeitig zur Fahrradsaison 2022 konnte am Freitag (1. April) die Fuß- und Radwegbrücke über die Volmemündung offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden.

„In Verbindung mit dem RuhrtalRadweg wird mit der neuen Fuß- und Radwegbrücke der zentrale Baustein für eine optimale Anbindung an die Innenstadt eröffnet, was künftig mehr Radtouristen auch in das Zentrum locken wird“, freute sich Oberbürgermeister Erik Olaf Schulz bei der Eröffnung der Brücke. Von der Innenstadt-Anbindung ist allerdings meilenweit noch nichts zu sehen.

Der Neubau der Brücke wird mithilfe von Fördermitteln des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogrammes des Landes Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ finanziell gefördert. Der Regionalverband Ruhr (RVR) übernimmt dabei den rund 25-prozentigen Eigenanteil der Stadt Hagen bei der Finanzierung in Höhe von 832.000 Euro. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt etwa 3,2 Millionen Euro.

Stationsbericht Hagen: Schlechte Noten für viele Haltepunkte

29. März 2022

Im Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr schneiden viele Bahnhöfe in Hagen miserabel ab. Ein Überblick.

Bahnhof Oberhagen. „Entwicklungsbedürftig“ steht zu dieser Station im Stationsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr. Die Aufenthaltsqualität wird sogar als zufriedenstellend bewertet.

Dass es hier nur etwas Verbesserungsbedarf gibt, scheint aber zumindest auf den ersten Blick kaum vorstellbar. Die Tunnelzuwegung ist heruntergekommen. Der Putz blättert überall von den Wänden, die von Graffiti bedeckt sind. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Alles nichts neues. Gerade der Bahnhof Oberhagen rottet seit fünf Jahrzehnten vor sich hin, Haltepunkte wie Wehringhausen, Heubing und Westerbauer gab es damals noch gar nicht. Die Aktivitäten der Hagener Politik beschränkten sich derweil auf den Bau neuer Straßen. DOPPELWACHOLDER.DE berichtete bereits vor mehr als sechs Jahren ausführlich.

Hauptfunktionär des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), der in seinem Stationsbericht die hiesigen Bahnhöfe so formvollendet aufgehübscht hat, ist der Hagener Oberbürgermeister Erik Olaf Schulz. Er fungiert in Personalunion als Vorsteher der Verbandsversammlung des Zweckverbandes VRR, als Vorsitzender des Verwaltungsrates der VRR AöR und als Vorsitzender des Präsidiums des Verwaltungsrates. Als Vergütung erhielt Schulz dafür im Jahr 2021 12.762,24 Euro.

Bemerkenswert am Rande: Der offiziell parteilose OB ist beim VRR Mitglied der CDU-Fraktion und gehört dort nach VRR-Angaben sogar zum engeren geschäftsführenden Fraktionsvorstand.

3G-Nachweis in Bus und Bahn entfällt

22. März 2022

Nach Beschluss des Deutschen Bundestags gilt seit dem 19. März 2022 ein neues Infektionsschutzgesetz. In Bussen und Bahnen sowie in Innenräumen ist das Tragen mindestens einer medizinischen Schutzmaske Pflicht. Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen. Ein 3G-Nachweis ist nicht mehr notwendig.

Preis für Diesel belastet Straßenbahn AG schwer

16. März 2022

Die steigenden Kosten für Treibstoff belasten die Straßenbahn AG in Hagen schwer. Mehrkosten in Millionenhöhe drohen dem Unternehmen. (…)

Ob diese drastische Steigerung, unter der alle Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (und natürlich auch darüber hinaus) leiden, Auswirkungen auf die Ticketpreise hat, ist offen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Industriekultur erradeln in Hagen

4. März 2022

Heimatbund, Elbershallen und Rad-Sport-Club haben Route 2 vorgestellt

Hagen ist zwar alles andere als eine „klassische“ Radfahrstadt, dennoch gewinnt dieses Verkehrsmittel auch an Lenne und Volme einen immer größeren Stellenwert. Und weil es inzwischen E-Bikes und Pedelecs gibt, stellen auch die hiesigen Berge kein großes Hindernis mehr dar. Der Tritt in die Pedale macht Spaß, ist gesund und ein ganz, ganz wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende.

Außerdem: Wer mit dem Rad unterwegs ist, sieht und erlebt mehr als ein Autofahrer. Das ist eine Binsenweisheit. Das gilt erst recht in unserer Region mit ihren vielen industriekulturellen Sehenswürdigkeiten. Um sie zu erleben, lohnt es sich, das „Radrevier Ruhr“, aber auch das Sauerland auf seinen zahlreichen attraktiven Strecken zu erkunden.

Die bekannteste Route folgt bekanntlich dem Lauf der Ruhr. Aber der berühmte Ruhrtalradweg hat längst viele „Brüder“ bekommen – und auch in Hagen wird an einer weiteren Verbesserung der Radwege gearbeitet. Vor allem bezogen auf die hiesigen Täler tut sich in den kommenden Jahren einiges, einer der „Motoren“ soll im Jahr 2027 die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) in der Metropole Ruhr sein.

Bis ins Jahr 2027 wollte aber ein ehrenamtlich agierender Arbeitskreis nicht warten. Ihm gehören an: Christian Isenbeck (Manager der Elbershallen), Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff (Vorsitzender des Hagener Heimatbundes), Karl-Heinz Kubas (Vorsitzender des Rad-Sport-Clubs Hagen) und Katja Kamp (Kreativagentur „herzeigen.ruhr“). Das Quartett hatte sich bereits „vor Corona“ auf die Fahnen geschrieben, insgesamt fünf Routen zu erstellen, die an möglichst vielen Punkten zum Thema „Industriekultur“ vorbeiführen sollen.

Die erste Route wurde schon im Hinblick auf das 275-jährige Hagener Stadtjubiläum vor über einem Jahr präsentiert. Sie führt durch den Hagener Norden und startet am Amtshaus, Boeler Straße. Die zweite Route wurde jetzt „auf die Strecke“ gebracht – sie führt dem Radler unter anderem Emst, Eppenhausen, Halden, Altenhagen und die Innenstadt vor Augen.

Zu den Highlights auf dieser Route zählen der Hohenhof, der Steinbruch in der Donnerkuhle und Teile des Lennetals. Start und Ziel der 2. Route sind die Elbershallen, die selbst ebenfalls zu den besonderen Sehenswürdigkeiten auf dieser Route gehören.

Faltblätter, auf denen die Sehenswürdigkeiten entlang den Strecken in „Kurzform“ beschrieben werden, im Internet zu finden – unter www.industriekultur-erradeln-in-hagen.de.

Zeichen der Solidarität

3. März 2022

Ukrainische Geflüchtete können ab sofort kostenlos Bus und Bahn nutzen

Flagge UkraineDie Hagener Straßenbahn unterstützt gemeinsam mit Ihren Partnern der Kooperation Metropole Ruhr sowie über 600 weiteren im Branchenverband VDV organisierten Verkehrsunternehmen und Verbünden den VDV-Beschluss, dass ab sofort und bis auf Weiteres Ukrainerinnen und Ukrainer, die aufgrund des Krieges in ihrem Land flüchten und nach Deutschland einreisen, kostenlos alle Busse und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) nutzen können.

Dies gilt sowohl für alle Nahverkehrszüge (S-Bahn, Regionalbahn, Regionalexpress, etc.) sowie für alle U-, Straßen-, Stadtbahnen und Busse. Als Fahrausweis dienen entweder so genannte „0-Euro-Tickets“, wie sie beispielsweise von der Deutschen Bahn im Fernverkehr ausgestellt werden, oder auch ein gültiges Ausweisdokument.

Die Hagener Straßenbahn hofft, so gemeinsam mit ihren Partnern einen geringen Beitrag zu leisten, um das Leid, das diese Menschen unverschuldet ertragen müssen, ein wenig zu lindern. Daher ist es für das Unternehmen eine absolute Selbstverständlichkeit, die aus der Ukraine aufgrund des Krieges Geflüchteten hier aufs Allerherzlichste willkommen zu heißen und ihnen eine kostenlose Mobilität in Hagen zu ermöglichen.

So sehr diese Aktion zu begrüßen ist, stellt sich trotzdem die Frage, weshalb bei Kriegsopfern nach der Nationalität unterschieden wird. Wird hier „das Leid, das diese Menschen unverschuldet ertragen müssen“, wie die Hagener Straßenbahn zutreffend formuliert, unterschiedlich gewichtet? Sind Menschen, die aus anderen Kriegsgebieten (z.B. Syrien) fliehen müssen, weniger wert?

Verkehrswende? Schwachsinn mit Tretrollern

1. März 2022

Aber nur noch ein Carsharing-Fahrzeug in Hagen

Die Hagener Stadtpolitik hat sich eine „Verkehrswende“ auf die Fahnen geschrieben. Pläne und Konzepte liegen in den Schubladen, werden aber kaum umgesetzt. Es handelt sich um ein Ablenkungsmanöver, bei dem möglichst wenig verändert werden soll.

Fahrräder sind jetzt groß in Mode, sogar bei den Hobbyradlern im Pressehaus scheinen sie (mit dem Mund) das Verkehrsmittel der Wahl zu sein. Glaubwürdig ist auch das nicht. Vor allem sind sie nicht die Lösung des Problems, die 100.000 in Hagen zugelassenen Pkws zu dezimieren.

Dazu wäre ein verstärkter Umstieg auf den ÖPNV nötig. Um den attraktiv zu machen, müssten Umsteiger im Bedarfsfall unproblematisch auf Fahrzeuge zurückgreifen können, um Einkäufe oder Transporte erledigen zu können. Carsharing wäre das Gebot der Stunde.

Aber das hat die Hagener Politik – wie so vieles andere – nicht auf dem Schirm. Stattdessen wird der Schwachsinn mit Tretrollern weiter vorangetrieben. So soll ab März die Anzahl dieser Spaßvehikel noch von 60 auf 80 erhöht werden, wie zwischen Stadt und Anbieter vertraglich vereinbart wurde. Einen entsprechenden Bericht der Verwaltung hat erst kürzlich die Bezirkszertretung Haspe ohne Widerspruch „zur Kenntnis genommen“.

Tretroller werden von der Hagener Verwaltung ernsthaft als Beitrag zur Verkehrswende eingestuft, während die Verantwortlichen anderer Kommunen, die diese Funprodukte schon vor längerer Zeit zugelassen haben, inzwischen darum bemüht sind, den Schrott aus ihren Straßenräumen wieder zu entfernen.

Mit der sinnvollen Ergänzung zum ÖPNV in Form von Carsharing sieht es dagegen mau aus. Nur noch ein (!) Fahrzeug steht in dieser Stadt mit 190.000 Einwohnern zur Verfügung. Der Wagen ist beispielsweise in dieser Woche bis Freitagabend komplett ausgebucht, Alternativen stehen im Stadtgebiet nicht zur Verfügung.

Selbst gutwillige Mitbürger werden so ausgebremst, eine „Verkehrswende“ steht nach wie vor nur auf dem Papier und Fahrzeugkolonnen fluten weiter die Stadt. Könnte man besser haben – aber der Wille fehlt. Andere Interessen, wie die von Tretrollerfirmen, haben Vorrang.

Die gewählten Volksvertreter, vorne weg die Vereinsmatadore in den Bezirksvertretungen, sind erkennbar nicht dazu in der Lage, die gravierenden Verkehrsprobleme der Stadt zu lösen. Einsicht und Weitsicht: Fehlanzeige – quer durch die Parteien.

Ischelandbrücke wieder einspurig befahrbar

25. Februar 2022

Die Ischelandbrücke (Alexanderstraße) ist ab heute, 25. Februar, ab voraussichtlich 9 Uhr wieder halbseitig befahrbar. Die zweite Spur auf der Ischelandbrücke bleibt aufgrund der vorherigen Bauarbeiten weiterhin gesperrt. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr.

Damit verkehren auch die Buslinien 528 und 542 wieder auf ihrem gewohnten Linienweg. So ist es zumindest in der Fahrplanauskunft angegeben.

Bahnstrecke Hagen-Schwerte wieder befahrbar

23. Februar 2022

Die Deutsche Bahn nimmt die Strecke zwischen Schwerte und Hagen am 28. Februar wieder regulär in Betrieb. Wegen Bauarbeiten waren die Linien RE7 und RE17 unterbrochen, die Linie RE13 verkehrte nach verändertem Fahrplan.

Die Bahn erneuert seit Ende Oktober die beiden Brücken auf der zweigleisigen Strecke Schwerte – Hagen. Die bestehenden Brücken wurden zu Beginn der Bauarbeiten vollständig abgerissen. Um die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, wurden zwei Hilfsbrücken eingebaut. Bis 2025 soll ein völlig neues Brückenbauwerk auf der Strecke entstehen.

DeinRadschloss belegt zweiten Platz beim Deutschen Fahrradpreis 2022

21. Februar 2022

VRR-LogoDas Gemeinschaftsprojekt DeinRadschloss des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und zahlreicher Städte und Kreise aus der Region hat beim Deutschen Fahrradpreis 2022 den zweiten Platz belegt. Eine Fachjury zeichnete die digital vernetzten Fahrradboxen und Sammelabstellanlagen in der Kategorie „Infrastruktur“ aus.

Mit mehr als 1.200 Stellplätzen in 15 Kommunen, darunter auch Hagen, bietet DeinRadschloss derzeit das bundesweit größte digital zusammenhängende System für ein sicheres Fahrradparken an Bahnhöfen und ÖPNV-Haltepunkten.

In Hagen befinden sich Fahrradboxen am Hauptbahnhof sowie an den Bahnstationen Heubing, Hohenlimburg und Vorhalle.

Nähere Informationen: https://www.dein-radschloss.de


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