Archive for the ‘06 Hagen mobil’ Category

Hagener Straßenbahn weist bestes Ergebnis seit 27 Jahren aus

24. Juni 2017

Die Hagener Versorgungs- und Verkehrs-Gesellschaft konnte ihr gutes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr noch einmal verbessern. Das Unternehmen, zu dem unter anderem die Hagener Straßenbahn sowie Hagenbad gehören, weist für das Jahr 2016 ein Defizit von 14,6 Millionen Euro aus.

Zwar liegt der Fehlbetrag damit in den Büchern höher als 2015. Allerdings hat das mit der Auflösung stiller Reserven im Vorjahr zu tun. „Bei all dem ist zu berücksichtigen, dass auch 2016 keine Dividende des Energieversorgers Enervie geflossen ist“, so Geschäftsführer Christoph Köther. Damit fehlen der HVG 7,2 Millionen Euro. Das Minus falle um 4,5 Millionen Euro geringer aus als geplant. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Kein Bus fährt kostendeckend. Wird der Fahrplan zusammengestrichen, verringert sich also automatisch das Defizit.

Radwege-Planung stockt noch

19. Juni 2017

Es wäre sicherlich verfrüht, von einem Fehlstart zu sprechen. Gleichwohl hätte sich so mancher Hohenlimburger Kommunalpolitiker gewünscht, dass die Mitarbeiter des federführenden Dortmunder Büros zum Start der Planungen des Hagener Radverkehrskonzeptes etwas kräftiger in die Pedalen getreten hätten. Denn ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzeptes ist der Lückenschluss des Radweges zwischen Letmathe und der Hohenlimburger Innenstadt. Diesen erhofft sich die Hohenlimburger Bezirksvertretung seit vielen Jahren. (…)

Quelle: wp.de

Rauf aufs Fahrrad und mitgemacht

15. Juni 2017

Hagen nimmt wieder am „Stadtradeln“ teil

Rauf auf die Fahrräder, in die Pedalen treten und Kilometer machen. Aufgrund der erfolgreichen Teilnahme in den vergangenen beiden Jahren, beteiligt sich die Stadt Hagen vom 24. Juni bis 14. Juli wieder an der Klimaschutz-Kampagne „Stadtradeln“. Die Kampagne wird vom Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netzwerk zum Schutz des Weltklimas, bundesweit koordiniert.

Am Samstag, 24. Juni, findet auf dem Friedrich-Ebert-Platz ab 11 Uhr der jährliche Hagener Umwelttag statt, bei dem auch der Startschuss zum „Stadtradeln“ fällt. Bei dieser Kampagne sollen bundesweit Kommunalpolitiker, Bürger, Schulen, Vereine und Unternehmen beruflich wie privat drei Wochen am Stück in Teams um die Wette radeln und so für den Klimaschutz sowie für eine vermehrte Radverkehrsförderung in ihrer Heimatkommune möglichst viele Radkilometer sammeln. In 2016 erradelten die Teilnehmer in Hagen circa 29.000 Kilometer und vermieden rund 4.100 Kilogramm Kohlendioxid.

Im Online-Radelkalender, einer internetbasierten Datenbank auf der Kampagnenwebsite, können sich die Teams und Radler registrieren und die geradelten Kilometer eintragen. Neben dem Online-Radelkalender können auch über eine App die Kilometer für das eigene Team gutgeschrieben werden. Mehr Infos dazu unter http://www.stadtradeln.de. Gesucht werden Deutschlands fahrradaktive Kommunen und Kommunalparlamente sowie die fleißigsten Teams und Radler in den Kommunen selbst.

Die Auftaktveranstaltung zum „Stadtradeln“ startet gegen 12 Uhr mit Ankunft der Teilnehmer einer Sternfahrt und wird mit einem zusätzlichen Rahmenprogramm begleitet, wie beispielsweise einem Rikscha-Transport-Angebot, verschiedenen Bühnenauftritten und vielen weiteren Aktionen und Angeboten zum Thema Fahrrad.

Die Stadt Hagen ruft alle Kommunalpolitiker (das kann ja nur ironisch gemeint sein) sowie Bürgerinnen und Bürger auf, teilzunehmen und so ein deutliches Zeichen für mehr Radverkehr und für den Klimaschutz zu setzen.

Fragen zur Aktion und zur möglichen eigenen Teilnahme beantworten vom Umweltamt der Stadt Hagen Michael Aust (Telefon 02331/207-2392, E-Mail michael.aust@stadt-hagen.de) oder Petra Leng (Telefon 02331/207-3161, E-Mail petra.leng@stadt-hagen.de).

Neuer Fahrplan der Hagener Straßenbahn

10. Juni 2017

Am Sonntag, 11. Juni 2017, ist der diesjährige Fahrplanwechsel in Hagen und Herdecke. Es gibt einige Fahrzeit- und Fahrplanoptimierungen, wodurch es auf diversen Linien zu Fahrzeitverschiebungen im Minutenbereich kommt. In Herdecke kommt es im Bereich des Bahnhofs zu veränderten Linienführungen.

An Samstagen werden auf den Linien 510, 513, 519, 520, 528, 541 und 542 in der Zeit von ca. 17 Uhr bis 19 Uhr zusätzliche Fahrten angeboten, wodurch der 30-Minuten-Takt auf einigen Abschnitten länger aufrechterhalten wird.

Die Änderungen im Einzelnen: Hagener Straßenbahn AG

Immer weniger Jugendliche haben Bock aufs Autofahren

24. Mai 2017

Kein Bock auf Auto fahren: Immer weniger Jugendliche in Deutschland machen den Führerschein. Im Vergleich zu 2008 klafft heute in den Fahrschulen NRWs eine Lücke von rund 26 000 Anwärtern – das entspricht in etwa der Bevölkerung des sauerländischen Städtchens Schmallenberg.

Eine Entwicklung, die auch Hagen zu spüren bekommt: „2016 gab es nur noch knapp 1900 Volljährige, die als Anwärter für einen Pkw-Führerschein in Frage kamen. Vor sechs Jahren waren es noch knapp 2400“, zitiert Fahrlehrer Ulf Schwebke aus der Statistik des Straßenverkehrsamtes. (…)

Quelle: wp.de

Dazu passend:

„Führerschein? Unnötig!“

Der Führerschein, ein eigenes Auto – ist das nicht der Traum von der ganz großen Freiheit? Nö, meinen immer mehr 18-Jährige. Zu teuer, zu schmutzig, zu lästig. Besonders in Großstädten haben Jugendliche kaum mehr Lust auf den Führerschein. Nur noch jeder Fünfte legt kurz vor dem 18. Geburtstag die Fahrprüfung ab. (…)

Quelle: Spiegel online

Anmerkung: So langsam scheint ein Umdenken weg vom PS-Kult einzusetzen. In Hagen allerdings behindert durch ein mangelndes ÖPNV-Angebot. Früher war das auch einmal ein Thema für die hiesigen „Grünen“, die heute lieber anerkennend Straßenbaustellen besichtigen.

Studie – Hagen ist fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands

20. Mai 2017

Es ist ein erschreckendes Ergebnis: Nach dem Hagen etliche Jahre beim großen Fahrradfreundlichkeits-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) auf den hinteren Plätzen landete, kommt es diesmal noch schlechter. Hagen ist laut Studie 2016, an der 120 000 Radfahrer teilnahmen, die fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands.

Unter den Städten der Größenordnung zwischen 100 000 und 200 000 Einwohnern landet Hagen auf dem letzten Rang mit einer Gesamtnote von 4,72. Doch auch im Vergleich mit allen anderen Städten anderer Größenordnungen ist das die schlechteste Note, die in ganz Deutschland vergeben wurde. (…)

Quelle: wp.de

Fahrraddiebstahl: Hagen schneidet gut ab

18. Mai 2017

Hagen gehört zu den sichersten Städten in Sachen Fahrraddiebstahl in Deutschland. Die Ruhrgebietsstadt landet im 100-Städte-Ranking der Fahrraddiebstahl-Hochburgen des Vergleichsportals billiger.de auf dem drittletzten Platz.

Nur Solingen (Platz 99) und Remscheid (Platz 100) weisen ein geringeres Diebstahlrisiko auf. Für Hagen ermittelten die Statistiker im Jahr 2016 insgesamt 106 Diebstähle pro 100.000 Einwohner – in der Diebstahlhochburg Münster waren es 1.721.

Im unteren Drittel landeten auch Bochum (Platz 88), Herne (85), Oberhausen (83), Gelsenkirchen (80), Mülheim (77), Essen (69), Dortmund (65) und Hamm (64)

In den Monaten Mai bis August gehen nach Angaben des Vergleichsportals 44 Prozent aller Fahrraddiebstähle in Deutschland „über die Bühne“. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 332.486 gestohlene Fahrräder. Allein 203.446 davon entfallen auf die 160 untersuchten Städte und Landkreise.

Hagener sind mit Busnetz zufrieden – mit Radwegen nicht

19. April 2017

Das Bürgerbarometer liefert klare Ergebnisse: Das Hagener Busnetz wird von vielen Bürgern gelobt, Hagens Fahrradunfreundlichkeit bemängelt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Befragung weist erhebliche methodische Mängel auf. Wie soll beispielsweise ein notorischer Autofahrer wissen, wie die Qualität des ÖPNV zu beurteilen ist? Man hätte dazu ebenso gut die Bevölkerung von Uganda befragen können. Oder ermittelt der Lehrstuhl für Marketing & Handel der Universität Duisburg-Essen, dessen Forschungsstelle die Befragung konzpiert hat, die Kundenzufriedenheit von beispielsweise IKEA-Kunden, indem sie die Käufer bei Ostermann interviewt?

Und: Kein Fiebig-Artikel ohne Unstimmigkeit, das scheint sich zum running gag der WPWR-Redaktion zu entwickeln. Hier behauptet der begnadete Schreiber: „40 Prozent der Befragten sind mit dem ÖPNV zufrieden, 36 Prozent können ihn nicht richtig beurteilen.“

Das dazu gehörige Diagramm besagt allerdings etwas anderes:

Danach antworteten 20 Personen „weiß nicht“. Bei 400 Befragten entspricht das einer Quote von 5 Prozent. Selbst wenn man die hinzurechnet, die keine Angabe gemacht haben, kommt man nur auf 6,75 Prozent.

Kaum zu glauben: Bereits nach 20 Jahren setzt die Hagener Straßenverkehrsbehörde geltendes Recht um

19. April 2017

von Michael Schröder (ADFC Hagen)

Die WP berichtete in der gestrigen Printausgabe*, dass Ampeln in der Stadt wegen der Radfahrer umgestellt werden müssten und es zu längeren Rotphasen käme. Grund sei eine neue Änderung in der Straßenverkehrsordnung. Verschwiegen wird, dass diese Änderung bereits aus dem Jahr 1997 stammt und in diesem Jahr ihr 20jähriges Jubiläum feiert.

Die Nationalsozialisten hatten im Dritten Reich die allgemeine Radwegebenutzungspflicht für Radfahrer eingeführt. Danach war es verboten, die Fahrbahn zu nutzen, wenn es daneben einen Radweg gab. Dieses sollte die geplante Massenmotorisierung unterstützen und für von Radfahrern befreite Fahrbahnen sorgen.

Im Jahr 1997 gab es dann endlich, durch die Novelle der StVO, eine Änderung dieser Regelung. Es wurden erstmals in der StVO Qualitätskriterien, wie Regel- und Mindestbreiten für Radwege eingeführt oder dass Radwege frei von Hindernissen sein müssen, wenn eine Benutzungspflicht angeordnet werden soll. Auch gab es einen neuen Absatz, der Einschränkungen der Verkehrsteilnehmer, also auch der Radfahrer, nur erlaubt, wenn es auf der Straße eine erhöhte Gefahrenlage gibt, die das normale Maß erheblich überschreitet. Dieses betrifft auch die Radwegbenutzungspflicht, die seit dem nur noch durch die entsprechenden blauen Radwegschilder angeordnet werden darf, wenn auch die, in der StVO vorgeschriebenen Anforderungen, erfüllt sind.

Die Straßenverkehrsbehörden hatten eine Frist bis zum 01.10.1998, um die Rechtmäßigkeit der Benutzungspflicht ihrer örtlichen Radwege zu überprüfen. Bei fehlendem Erfordernis oder bei mangelhaften Qualitätskriterien musste die Benutzungspflicht entfallen und die blauen Radwegschilder sollten abgeschraubt werden.

Da ist es doch erfreulich, dass die Hagener Verwaltung jetzt, wenn auch mit mehrjähriger Verspätung, diesen Verpflichtungen nachkommt.

Die WP berichtete auch, dass es jetzt durch längere Räumzeiten für Radfahrer, die Abgasbelastung vor den Ampeln steigt. Ampeln werden allerdings dort benötigt, wo massenhaft Kfz-Verkehr auftritt. Radfahrer und Fußgänger brauchten eigentlich gar keine Ampeln. Sie werden aber durch diese, für sie nachteilige Schaltungen inklusiv sehr kurzer Grünphasen stark behindert. Eine andere Tatsache wird wohl auch gerne übersehen: Die giftigen Abgase kommen immer noch aus dem Auspuff der Autos.

* Auch online verfügbar: Grünphasen in Hagen werden verkürzt

Wegen der Radfahrer zeigen Hagens Ampeln jetzt länger rot

8. April 2017

Weil Radfahrer auf Straßen sicherer unterwegs sind als auf Radwegen, werden jetzt Ampeln umprogrammiert. Das hat Folgen für den Verkehrsfluss. (…)

Quelle: wp.de

Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr und Bogestra kooperieren

8. April 2017

Die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER), die auch in Hagen einige Buslinien betreibt, und das Bochumer Nahverkehrsunternehmen Bogestra wollen in Zukunft stärker kooperieren. Der Kreistag in Schwelm stimmte jetzt einem Verkauf von bis zu 30 Prozent der VER-Anteile an die Bogestra zu. Die Beteiligung ist eine Alternative zum ursprünglichen Plan, eine gemeinsame Tochtergesellschaft zu gründen.

Die Kooperation ist ein wichtiger Schritt, um die so genannte Direktvergabe der ÖPNV-Leistungen im Ennepe-Ruhr-Kreis auch in Zukunft sicherzustellen. Hohe Pensionsrückstellungen und vor allem die daraus resultierenden hohen Zuschüsse der öffentlichen Hand an die VER gefährden die Direktvergabe für das Jahr 2019.

Nach EU-Richtlinien dürfen Verkehrsbetriebe nur bis zu einer gewissen Obergrenze bezuschusst werden. Diese wurde zuletzt überschritten. Drohende Folge: Eine europaweite Ausschreibung der Buslinien mit wenig Chancen für die VER.

Neue Nahverkehrs-App bietet mehr Service für Kunden

6. April 2017

Eine einfachere Bedienung und mehr Funktionen hat die neue App des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der Verkehrsunternehmen. Das Programm bietet eine schnellere und komfortablere Fahrplanauskunft sowie einen leichteren digitalen Ticketkauf.

Weitere Service-Angebote sind die Pendlerfunktion, bei der die Nutzer bevorzugte Verbindungen an verschiedenen Wochentagen festlegen können, und eine Live-Auskunft zu Störungen und Behinderungen. Die App steht ab dem 7. April zum Download bereit.

Infos: www.vrr.de

GRÜNES Team zum Stadtradeln angemeldet

5. April 2017

Die Grünen Hagen haben sich als Team für Hagen beim Stadtradeln 2017 angemeldet. Die Radkampagne findet vom 24.06. – 14.07.2017 statt. Mit ihrer Teilnahme stärken sie diese Aktion zum Klimaschutz. Gleichzeitig erhoffen sie vom Stadtradeln neue Impulse für verbesserte Radverkehrsmöglichkeiten in Hagen.

Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Achtzig Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen ein Fahrrad, trotzdem liegt der Anteil aller Wege, die in Deutschland geradelt werden, durchschnittlich bei nur 10 %. Rund 82 % der Deutschen sind der Meinung, dass sich Entscheidungsträger*innen auf kommunaler Ebene stärker mit dem Thema Radverkehrsförderung beschäftigen sollten. Dabei sprechen sich die Befragten u.a. für den Bau von mehr Radwegen (63 %) und mehr Fahrradabstellanlagen (47 %) aus.

Etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 ließen sich vermeiden, wenn zirka 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden.

Dazu erklärt Kreisverbandssprecher Rolf L. Willaredt:

„Hagen hat bekanntlich seit vielen Jahren sehr schlechte Luftwerte. Daher ist für uns ein Umstieg auf das Rad für kürzere Wegstrecken besonders wichtig. Aber es geht uns auch darum, mehr Kommunalpolitiker*innen aufs Fahrrad zu setzen, damit sie sich ein persönliches Bild von der Fahrradinfrastruktur machen können und künftig verstärkt daran mitarbeiten, sie zu verbessern.“

Wir GRÜNE haben uns bereits als Team für das Stadtradeln angemeldet und hoffen, dass viele Bürger*innen und Kommunalpolitiker*innen die Aktion unterstützen.

Informationen zur Aktion und Möglichkeiten zur Anmeldung sind zu finden unter: www.stadtradeln.de/home/

Ruhrtalradweg zwischen Hengsteysee und Westhofen freigegeben

2. April 2017

Fünf Jahre war er gesperrt. Jetzt ist der Ruhrtalradweg zwischen Hengsteysee und Westhofen freigegeben. Aber es gibt auch reichlich Kritik. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wäre es eine Straße, hätte es nie so lange gedauert. Wetten?

Grüne: Eigennutz zählt

15. März 2017

Rainer Preuß, Ratsmitglied der Hagener Grünen, ist sauer auf die Bahn. Die will während der Oster- und Sommerferien wegen Bauarbeiten den IC- und ICE-Verkehr vom Hagener Hauptbahnhof einstellen.

Das ist ärgerlich. Andererseits wird der Bahn zu Recht seit Jahren vorgehalten, wegen des politisch vorgegebenen Börsengangplans Reparaturmaßnahmen systematisch verschoben zu haben. Jetzt ist offenbar so viel Not am Mann, dass massiv investiert werden muss.

Von einem „Grünen“ hätte man vor einigen Jahren noch eine differenzierte Stellungnahme erwartet. Ein Plädoyer für einen öffentlichen Personenverkehr vielleicht, und durchaus verbunden mit einer Kritik an mangelnden Investitionen sowie kundenfeindlichen Aktionen der Betreiber. Inzwischen bleibt nur noch der persönliche Nachteil, der kritisiert wird. Preuß kann seine Netzkarte nicht voll ausschöpfen.

Das darf man zu Recht kritisieren. Nur – hat man von Preuß mal irgendetwas Kritisches zum Zustand des öffentlichen Personennahverkehrs in Hagen gehört? Nein. Der Mann sitzt im Stadtrat und ist Mitglied der Grünen. Das ist das Problem.

Denn die Hagener Grünen haben sich aus der verkehrspolitischen Debatte schon vor Jahren abgemeldet. Die Zuschüsse zur Hagener Straßenbahn AG werden gekürzt – ok. Anschlüsse zur S-Bahn funktionieren nicht – egal. Luftbelastung durch motorisierten Individualverkehr – na schaun wir mal. Sonst kommt da nichts aus den grünen Reihen.

Bleibt nur der – selbst innerhalb der eigenen Partei umstrittene – Preuß. Wo es ans eigene Interesse geht, mobilisiert er auf einmal die Labermedien: WPWR und die Quasselnachrichten der WDR-Lokalzeit. Eigennutz zählt, sonst ist da nur heiße Luft.

Grünphasen zu kurz für alte und behinderte Menschen

11. März 2017

Die Stadtverwaltung lehnt die Forderung nach einer Verlängerung der Grünphasen an Ampeln ab. Auch Hilfstechniken werden nicht eingeführt. (…)

„Wir halten die Notwendigkeit von Grünzeitverlängerungen für Fußgänger an keiner Ampel für erforderlich“, so Jörg Winkler, Leiter der Verkehrsplanung im Rathaus. (…) Veränderungen zugunsten von Fußgängern könnten den Verkehrsfluss nachhaltig beeinträchtigen.

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Gesellschaft altert? Kein Thema. Stattdessen wird das „Ehrenamt“ hochgehalten, am besten kontrolliert durch die (von der Stadt organisierte) „Freiwilligenzentrale“. Erleichterungen im Alltag für ältere Menschen sind da nicht mehr notwendig.

Die Luft wird mit Abgasen und Feinstaub belastet? Egal. Dafür werden neue Straßen und Parkhäuser gebaut, die nur noch mehr motorisierten Individualverkehr anziehen. Dessen Reduzierung wird erst gar nicht ins Auge gefasst.

Verkehrsplaner Winkler drückt es ganz unverholen aus: Die Oma mit dem Rollator soll doch gefälligst auf die nächste Grünphase warten, damit der Pkw-Verkehr ungestört rollen kann: „Dann ist sichergestellt, dass man es über die Fahrbahn schafft.“ Im Gegensatz zum „Verkehrsfluss“, der nicht „beinträchtigt“ werden darf, kann der Fußgänger ruhig warten.

Jeder Ansatz der Umsteuerung weg vom nicht mehr zu bewältigenden Autoverkehr in dieser Stadt wird von den einschlägigen Lobbygruppen sabotiert und diskreditiert. Ein funktionsfähiger öffentlicher Personennahverkehr ist diesen Verhinderern einer besseren Zukunft der Stadt ein Dorn im Auge (siehe: Feindbild Bus) genauso wie bessere Bedingungen für Fußgänger. Oder für den Radverkehr. Durch die momentane Berichterstattung sollte man sich nicht täuschen lassen.

Leserbriefschreiber Helmut Isken trifft in derselben Ausgabe daher den Nagel auf den Kopf (online versteckt unter waz.de):

Grauenhaft und gefährlich

Seit mehr als 50 Jahren wurden lediglich große Schneisen in die Stadt geschlagen, um noch mehr Platz für Autos zu schaffen. Getreu dem Motto: Die Straße gehört dem Autofahrer, Radfahrer gehören in die Gosse! Inzwischen gibt es im Rathaus ein zaghaftes Umdenken. Offensichtlich aber nur deshalb, weil die Straßen mit parkenden Autos vollgestopft sind und die Autoschlange inzwischen an ihrem Schwanz erstickt. (…)

Hochmoderne Radboxen für Hagen

9. März 2017

Ausgerechnet die Straßenbahn AG soll Betreiber werden

Die Nutzung des Fahrrads und die damit verbundene Radverkehrsplanung wird in Hagen in den kommenden Jahren deutlich stärker in den Fokus gerückt.

An den Bahnhöfen Heubing, Hohenlimburg und Vorhalle sowie am Hagener Hauptbahnhof werden insgesamt 34 hochmoderne und elektronisch verschließbare Radboxen errichtet. Pendler können so ihr Fahrrad diebstahlsicher und witterungsgeschützt abstellen und die Boxen zukünftig über eine App oder eine Internetseite reservieren und buchen.

Das Hagener Vorhaben ist ein Teilprojekt eines Verbundvorhabens mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und insgesamt 15 weiteren Kommunen, die gemeinsam mit einem Beitrag am Wettbewerb teilgenommen haben. Die Stadt Hagen erhält für ihr Vorhaben rund 180.000 Euro an Fördermitteln aus dem Wettbewerb und stellt rund 20.000 Euro an Eigenmitteln für die Errichtung der Boxen zur Verfügung.

Alle Abstellanlagen werden mit einem elektronischen Schließsystem und entsprechendem Hintergrundsystem mit einer Verbindung zu einer Reservierungs-App oder Webseite ausgestattet.

Der Haken an der Sache: Ausgerechnet die Hagener Straßenbahn, die schon beim Busverkehr nicht gerade die beste Figur abgibt, soll für die Fahrradboxen als Betreiber auftreten, also sich sowohl um die Funktionsfähigkeit der Fahrradboxen kümmern als auch die Nutzer beraten und betreuen.

Die OB-Etage jubiliert natürlich: Damit stärke die Straßenbahn ihre Position als „Mobilitätsdienstleister“. Auch als Anbieter von Carsharing hatte sich das städtische Verkehrsunternehmen bereits einmal versucht und war kläglich gescheitert.

Neun Vorschläge für mehr Fahrradfreundlichkeit

9. März 2017

Wo hakt es? Wo gibt es gut funktionierende Radstrecken in Hagen. Die Ortsgruppe des ADFC nimmt das Stadtgebiet in den Blick und macht Vorschläge. (…)

Quelle: wp.de

Radverkehr – Verbesserungen nur zu Lasten des Autoverkehrs

8. März 2017

Ist ein Neudenken beim Radverkehr und im öffentlichen Nahverkehr nur schöne Rederei oder ist es am Ende wirklich gesellschaftlich gewollt in Hagen? „Das wird sich jetzt bald alles zeigen“, sagt Jörg Winkler, der Verkehrsplaner der Stadt. In den kommenden Tagen flattert eine ausführliche Befragung in die Briefkästen von 6800 Hagener Haushalten. Zudem steht die Verwaltung kurz vor der Beauftragung eines Planungsbüros, das aufzeigen soll, wie Hagen fahrradfreundlicher werden kann. Der Verzicht auf bestehenden Auto-Verkehrsraum zugunsten von Radfahrern steht zur Diskussion. (…)

Wie viele und welche Personen in Hagen welches Verkehrsmittel und aus welchem Grund benutzen, ist der Stadt unbekannt. Das soll sich jetzt ändern. Bus- und Bahnangebot sollen optimiert werden. (…)

Die Ortsgruppe Hagen des Allgemeinem Deutschen Fahrradclubs hört das alles gern, vernimmt es aber auch mit größter Skepsis. „Wir glauben nicht, dass das Thema Radfahren tatsächlich schon richtig in den Köpfen der Verwaltung verankert ist“, sagt Ortsgruppen-Mitglied Peter Matthias. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Beim Thema ÖPNV laufen sich die ewigen Verweigerer und Verhinderer bereits warm, siehe: Feindbild Bus

Haushaltsbefragung: Wie mobil ist Hagen?

7. März 2017

Wie mobil ist Hagen? Mit einer erstmals durchgeführten umfassenden Haushaltsbefragung möchte die Stadt Hagen als Aufgabenträger des öffentlichen Personennahverkehrs die täglichen Wege der Bürgerinnen und Bürger innerhalb der Stadt besser kennenlernen und bei der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans berücksichtigen.

Neben den grundlegenden, gesetzlich vorgegebenen Inhalten des Nahverkehrsplans bildet die nachfrageorientierte Optimierung des Bus- und Bahnangebotes einen zentralen Schwerpunkt. Fahren die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Hagen täglich mit dem Auto zum Einkaufen oder nehmen sie hierzu lieber das Fahrrad? Benutzen sie den öffentlichen Nahverkehr auf ihren Arbeitswegen oder laufen sie eventuell zu Fuß zum Büro? Wie viele und welche Personengruppen aktuell welches Verkehrsmittel aus welchem Grund benutzen, ist der Stadt unbekannt. Das soll sich ändern.

Um aktuelle Erkenntnisse über das Verkehrsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt zu gewinnen, wird die Befragung bei zufällig ausgewählten Haushalten durchgeführt. Die Stadt Hagen bittet rund 6.800 Haushalte Auskunft darüber zu geben, welches Verkehrsmittel sie wählen, um von einem Ort zum anderen zu gelangen.

Eine Stadt mit Lebens- und Bewegungsqualität zeichnet sich auch durch optimale Bedingungen für die Nahmobilität aus, weshalb der Rad- und Fußverkehr ebenfalls einen wichtigen Stellenwert in der Befragung einnimmt. Darüber hinaus wird die Meinung der Hagener Bürger zu dem Thema ÖPNV abgefragt – was ist gut, was ist schlecht, wo gibt es konkret Verbesserungsbedarf im Stadtgebiet?

Die Befragung wird durchgeführt vom Büro StadtVerkehr – Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, einem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro aus Hilden. Aus den Ergebnissen über das Verkehrsverhalten der Befragten sollen mögliche Optimierungsmaßnahmen im Bereich der Verkehrsplanung abgeleitet werden. Die ausgewählten Haushalte bekommen in nächster Zeit Unterlagen zugestellt und werden gebeten, an der Befragung teilzunehmen.

Die Stadt hofft auf eine hohe Teilnahmebereitschaft der im Zufallsprinzip ausgewählten Haushalte. Neben den Fragen zu speziellen Themen der Mobilität werden übliche Standardfragen gestellt, wie sie bereits mehrfach bundesweit von renommierten Institutionen verwendet wurden. Das sichert auch die spätere Vergleichbarkeit der Daten.

Diplomingenieur Jean-Marc Stuhm, Geschäftsführer der Büro StadtVerkehr Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, rechnet damit, dass nach zeitiger Rücksendung der ausgefüllten Unterlagen seitens der Bürger, schon im Sommer dieses Jahres erste Ergebnisse der Befragung vorliegen können.

Feindbild Bus

4. März 2017

FDP polemisiert gegen ÖPNV

Die Freien Demokraten sind vor allem in einer Hinsicht frei: Sie sind weitgehend frei von Unterstützung durch die Wähler. Bei den Kommunalwahlen 2014 landeten sie abgeschlagen auf Platz 7, noch hinter der AfD.

Mit 2.400 Wählern oder 3,6 % der abgegebenen Stimmen und damit zwei Sitzen im Rat reichte es noch nicht einmal zur Bildung einer Fraktion. Die wurde erst möglich, nachdem ein Mitglied der SPD zu den Liberalen überlief. Umso mehr pumpt sich die Splittergruppe auf, die zur Allianz des Grauens gehört, der Unterstützergemeinschaft des Hagener Oberbürgermeisters Erik O. Schulz.

Als das neueste Feindbild dieser Gruppierung scheint sich der öffentliche Personennahverkehr in der Stadt herauszukristallisieren. Seit wegen permanenter Schadstoffbelastung Fahrverbote näher rücken, droht aus Sicht der FDP offenbar die Zwangskollektivierung des Verkehrs.

Um eine Verbesserung des abgewirtschafteten Busverkehrs zu verhindern, wird das Kostenargument vorgeschoben. So in der letzten Sitzung des Mobilitätsausschusses, dem ein Antrag für die Neuaufstellung des Hagener Nahverkehrsplans vorlag.

Mit den Inhalten hielt sich der Ausschussvertreter der Liberalen, Alexander Plahr, laut Protokoll erst gar nicht auf, sondern versuchte sofort, über den Hebel „Mehrkosten“ jegliche auch nur ansatzweise Optimierung des ÖPNV abzublocken.

Das Sitzungsprotokoll vermerkt dazu Plahrs Position: „Der vorliegende Antrag würde den Beschluss des Rates insoweit modifizieren, als dass jetzt auch ein Szenario mit zusätzlichen Kosten geprüft werden solle. Der Antrag begrenze diese zusätzlichen Kosten nicht auf Fremdfinanzierung, sondern sagt aus, dass durchaus aus dem Stadtsäckel zusätzliches Geld fließen könnte. Aus diesem Grund könne die FDP diesen Antrag nicht mittragen. Eine Verbesserung des ÖPNV in Hagen sei zwar erwünscht, allerdings nicht mit zusätzlichen Kosten.“

Der (nur mit Überläufer-Glück) als FDP-Fraktionsvorsitzender agieren dürfende Claus Thielmann legte in einer Pressemitteilung nach. Die „konsequente Sparpolitik der Allianz“ (gemeint ist die Kürzungsorgie der vergangenen Jahre) werde „von der Opposition wenig gewürdigt und vielmehr als Startsignal für neue Ausgaben in verschiedenen Bereichen begriffen, so zuletzt mit der Forderung nach umfangreichen Mehrausgaben beim städtischen Nahverkehr“.

Getoppt wird die Argumentationskette dieses politischen Zwergenaufstands vom FDP-Vertreter im Mobilitätsausschuss, der gemäß Protokoll meinte, das Argument, dass ein optimierter Busverkehr ein Fahrverbot in der Innenstadt verhindern würde, könne er nicht teilen. Hier sei vielmehr die technologische Entwicklung der Fahrzeuge gefragt.

Wie sich diese „technologische Entwicklung“ konkret gestaltet, ist seit dem Dieselskandal hinlänglich bekannt: durch Betrug. Das scheint den Juristen Plahr aber nicht zu stören.

Leasing-Fahrräder für Mitarbeiter der Stadtverwaltung

3. März 2017

Mitarbeiter der Stadt sollen Fahrräder leasen und die Kosten von der Steuer absetzen dürfen. Doch rechtliche Bedenken widersprechen dem Vorhaben. (…)

Bestrebungen, die Stadt Hagen fahrradfreundlicher zu gestalten, gibt es schon lange. So hat der Stadtrat die Verwaltung unlängst beauftragt, ein entsprechendes Konzept auszuarbeiten. Denn dass die Infrastruktur für Fahrradfahrer ausgebaut werden muss, ist unumstritten. Jahr für Jahr schneidet die Stadt in der Fahrrad-Freundlichkeitsstudie des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs miserabel ab, wird in schöner Regelmäßigkeit zu den fahrradunfreundlichsten Kommunen Deutschlands gezählt. Es fehlt an Fahrradwegen, Fahrbahnmarkierungen und Aufladestationen für E-Bikes. (…)

Quelle: wp.de

Dazu ein Kommentar von Michael Schröder, ADFC Hagen:

Geisterfahrende Radler in der Rathausstraße

geisterradler-wpwrDas große Aufmacherfoto in der Printausgabe zum WP/WR-Artikel „Mitarbeiter sollen mit dem Rad kommen“ zeigt, wie es besser nicht gemacht werden sollte: Fahren entgegengesetzt zur Fahrtrichtung, auch gerne als Geisterradeln bezeichnet. Nach dem Bußgeldkatalog kostet das 20 € , mit Gefährdung sogar 30 €. Auch wenn es sich nur um ein Fotoshooting handelt, so sollte auf so etwas doch geachtet werden.

Es zeigt jedoch mal wieder deutlich, wie wenig ernsthaft mit dem Thema Radverkehr in Hagen umgegangen wird. Geisterradeln ist keinesfalls ein Kavaliersdilekt, sondern hochgefährlich. Dieses Verhalten stellt eine der Hauptunfallursachen für Radfahrer dar, bei denen die Radfahrer selbst auch die Unfallverursacher sind.

Schlimm in dem Zusammenhang ist auch, dass die städtische Verkehrsplanung leichtfertig linksseitige Rad- und Gehwege verpflichtend für Radfahrer im gesamten Stadtgebiet ausschildert. Auch das legale Geisterradeln ist nämlich sehr gefährlich. So haben Untersuchungen gezeigt, dass die Unfallgefahr auf linksseitigen Radwegen um das Zwölffache steigt.

Ob das Fahrradleasingangebot überhaupt an den Start geht ist fraglich, denn findige Stadtjuristen haben herausgefunden, dass die sogenannte Barlohnumwandlung bei städtischen Mitarbeitern nicht möglich sei. Dabei würde ein Teil des vertraglichen Entgeldes nicht in bar, sondern als Sachbezug für den Zeitraum der Überlassung des Leasingrades geleistet. Durch die Umwandlung entsteht ein steuerlicher Vorteil, der die Gehaltsumwandlung attraktiv für Arbeitgeber und Arbeitnehmer macht.

Der städtische Umwelt- und Radfahrplan endet dann auch schnell bei den Dienstwagen. Laut WP soll es zwar weiterhin Dienstwagen für höhere Angestellte geben, jedoch keine Dienstfahrräder. Der Grund: Die Wartung der Fahrräder sei dann Sache der Stadt. Was kostet nochmal die Wartung bei BMW und Audi?

Hagen ist in den Oster- und Sommerferien ohne ICE-Anschluss

16. Februar 2017

Hagen wird in den Oster- und Sommerferien nicht von ICE- und IC-Zügen angefahren. Grund sind Bauarbeiten in Wuppertal. (…)

Nicht nur der Fernverkehr ist betroffen, sondern auch der Regional- und S-Bahn-Verkehr, der durch Hagen fährt.

RE 4 (Dortmund – Aachen): Wer in Hagen einsteigt oder nach Hagen fahren will, muss zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Düsseldorf-Hauptbahnhof auf den Schienenersatzverkehr mit Schnellbussen im 60-Minuten-Takt wechseln.

RE 7 (Rheine/Münster – Krefeld): Ausfälle zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Solingen; Schienenersatzverkehr mit Schnellbussen im 30-Minuten-Takt.

RE 13 (Hamm – Mönchengladbach/Venlo): Ausfälle zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Düsseldorf-Hbf; Schienenersatzverkehr mit Schnellbussen im 60-Minuten-Takt.

S 8 (Hagen – Mönchengladbach): Ausfall Wuppertal-Oberbarmen bis Düsseldorf-Gerresheim; Ersatz durch Schienenersatzverkehr im gewohnten Zugtakt (20- bzw. 30- Minuten-Takt) zwischen Oberbarmen und Düsseldorf-Gerresheim. (…)

Quelle: wp.de

Stadt Hagen will ihre Fahrradfreundlichkeit verbessern

14. Januar 2017

Hagen gilt als eine der fahrradunfreundlichsten Städte in ganz Deutschland. Das soll anders werden, die Stadt gibt ein Konzept in Auftrag. (…)

Quelle: wp.de

VRR: Neue Preise ab Januar 2017

29. Dezember 2016

Zum 1. Januar 2017 werden die Ticketpreise im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) um durchschnittlich 2,3 Prozent angehoben. Diese bereits im Sommer 2016 durch den VRR-Verwaltungsrat beschlossene Preiserhöhung hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

Aufgrund dieser Anpassung werden die Kunden gebeten, ihre im Jahr 2016 erworbenen Bartickets entweder bis zum 31. März 2017 abzufahren oder bis zum 31. Dezember 2019 in den KundenCentern der Verkehrsunternehmen gegen Tickets mit neuem Preisstand umzutauschen.

Preistabelle: Alle Preise ab 1. Jan. 2017 (pdf)

Mögliches Diesel-Verbot erst nach Urteil

25. Dezember 2016

Kommt das Diesel-Fahrverbot auf dem Märkischen Ring doch schneller als gedacht, weil die Stadt dafür eigene Regeln aufstellen darf? Experten der Bezirksregierung hatten das Diesel-Fahrverbot der Stadt Hagen bereits als Option empfohlen, damit die Ziele des Luftreinhalteplans erreicht werden. Und das Bundesumweltministerium will offensichtlich im Januar einen Gesetzentwurf vorlegen, der Städten hierzu eine Rechtsgrundlage bieten soll. (…)

Quelle: wp.de

Politik setzt sich für mehr Busse auf Hagener Straßen ein

19. Dezember 2016

Neues Jahr, neue Ansätze: In der ersten Sitzung des Rates 2017 soll es in einem Antrag darum gehen, welche Auswirkungen es auf den Verkehr in der Stadt hat, wenn mehr Geld für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) fließt. „Ich denke, dass wir alle Fraktionen unter einen Hut kriegen“, sagt Hans-Georg Panzer, Vorsitzender des Umweltausschusses.

In diesem Gremium war die Diskussion jüngst aufgepoppt, als wieder einmal der Luftreinhalteplan auf der Tagesordnung stand. Eine der Maßnahmen, die die zu hohen Schadstoffe in der Innenstadt reduzieren sollen, ist die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV. (…)

Dass ein attraktiver ÖPNV durchaus Effekte nach sich zieht, ist für Professor Heiner Monheim, Mitinhaber des Raumkom-Instituts für Raumentwicklung und Kommunikation, klar. Der Verkehrs-Experte tritt für einen radikalen Ansatz ein: fünfmal mehr Haltestellen und ein Zehn-Minuten-Takt bis in die Wohnquartiere hinein. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: In seinem Kommentar zur möglichen Ausweitung des ÖPNV („Radikal aber richtig“) stellt WPWR-Redakteur Jens Stubbe zutreffend fest: „Dafür ist ein radikaler Ansatz der richtige. Nur wer so denkt, kann etwas bewegen. Wenn am Ende des Prozesses steht, dass eine Linie hinzukommt oder am Abend einzelne Linien länger verkehren, ist nichts erreicht.“

Ob aber die Überschrift des Artikels („Politik setzt sich für mehr Busse auf Hagener Straßen ein“) den Fakten entspricht, darf zum jetzigen Zeitpunkt arg bezweifelt werden. Hat diese Politik doch in den letzten Jahren die Mittel für den ÖPNV stark zusammengestrichen.

So schon im Dezember 2007 um 2 Millionen Euro pro Jahr. Dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst – also mit den Stimmen von SPD und GRÜNEN, die nun laut WPWR-Artikel eine Wende einleiten wollen. Weitere 2 Millionen Euro wurden ein Jahr später weggekürzt. Diesmal lehnten die GRÜNEN die Vorlage ab, aber die SPD votierte wiederum mit Ja.

Wenn Prof. Monheim konstatiert, es sei „für eine Kommune wie Hagen wesentlich teurer, ein viel zu großes Straßennetz zu unterhalten, in dem Autos Vorrang gewährt wird, als den ÖPNV auszubauen“, lässt sich diese These aufgrund der entstehenden Kosten leicht nachvollziehen.

Jedes Jahr werden in Hagen für Straßen und Parkplätze etwa 53 Millionen Euro aufgewandt, davon belasten 36 Millionen Euro Eigenmittel unmittelbar den städtischen Haushalt. Würde dieser Ansatz nur um 10 Prozent reduziert und zu Gunsten des ÖPNV umgeschichtet, könnte beim Busangebot zumindest der Zustand von 2007 wiederhergestellt werden.

Das wäre aber bestenfalls ein Anfang. Für eine wirkliche Verkehrswende – das hat Jens Stubbe völlig richtig beschrieben – sind dagegen weitaus radikalere Maßnahmen nötig, um der Überflutung der Stadt mit dem motorisierten Individualverkehr Einhalt zu gebieten.

Einige Vorschläge kamen zum Wochenende aus dem Bundesumweltministerium: Strecken- und gebietsbezogene Verkehrsbeschränkungen, zum Beispiel nur Einfahrt in belastete Gebiete wahlweise mit geraden oder ungeraden Endziffern auf den Nummernschildern.

Dazu: Interview mit Prof. Heiner Monheim:

monheimWPWR, 17.12.2016. Leider nicht online verfügbar, für eine größere Darstellung aufs Bild klicken.

Stadt soll Fahrradverkehr stärker fördern

12. Dezember 2016

Es bleibt eine begründete Skepsis

Nach der plötzlichen Wiederentdeckung des ÖPNV sehen Hagener Politiker auf einmal auch die Förderung des Fahrradverkehrs als geeignete Maßnahme gegen die Luftbelastung durch den motorisierten Individualverkehr an.

Drohende drastische Bußgeldzahlungen sowie die Möglichkeit von Gerichtsentscheidungen mit enger Fristsetzung, durch die die Stadt gezwungen wäre, umgehend und radikal tätig zu werden, dürften den grauen Zellen unserer Mandatsträger auf die Sprünge geholfen haben.

In der Ratssitzung am Donnerstag dieser Woche kommt daher ein Antrag auf die Tagesordnung, den die Oberbürgermeister-Koalition aus CDU, FDP, Grünen und Hagen aktiv formuliert hat:

Der Rat der Stadt erkennt die wachsende Bedeutung des Radverkehrs in Hagen an und strebt an, diesen zu stärken und zu fördern. Radverkehrsförderung soll dabei nicht nur auf Freizeitverkehre beschränkt sein.

Die Stadt Hagen strebt an, die Kriterien für eine Mitgliedschaft im Arbeitskreis fahrradfreundlicher Städte zu erfüllen. Die Verwaltung ist angehalten, geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Insbesondere sind folgende Schritte umzusetzen:

a) Belange des Radverkehrs sind bei allen Planungsvorhaben mit verkehrlicher Bedeutung zu berücksichtigen. In welcher Weise und mit welchen Ergebnissen dies geschieht, ist in den entsprechenden Vorlagen erkennbar zu erläutern.

b) Die Verwaltung prüft, welche Förderprogramme und –möglichkeiten für den Ausbau von Radwegenetzen und die Stärkung des Radverkehrs existieren. Diese sind möglichst umfassend auszuschöpfen.

c) Die Verwaltung prüft, an welchen Schulen, Sportstätten und öffentlichen Gebäuden sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder fehlen, und macht Vorschläge, wie solche Abstellmöglichkeiten geschaffen werden können.

d) Die Verwaltung prüft, welche stillgelegten Bahntrassen bzw. Gleistrassen sich für eine Umwandlung in Radwege eignen. Sie tritt mit der Bahn in Gespräche hierüber ein.

Politischer Wille ist in diesem Papier eher unterrepräsentiert, Prüfaufträge an die Verwaltung überwiegen. Wieder einmal entsteht der berechtigte Eindruck, dass sich die gewählten Vertreter der Stadt einer Verwaltung als Exekutive unterwerfen, weil sie dieser nichts entgegenzusetzen haben.

Eine selbstbewusste Politik würde sagen: „Wir sind der Ansicht, dass das und das für das Wohlergehen unserer Stadt umgesetzt werden muss. Verwaltung: Bitte planen!“ In den Fraktionen und Gruppen im Hagener Rat regiert dagegen der Kleingeist.

Die Ortsgruppe Hagen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) betrachtet daher auch diese Beschlussvorlage zum Radverkehr mit einer Mischung aus Zustimmung und Skepsis. ADFC-Sprecher Michael Schröder sagte auf Anfrage von DOPPELWACHOLDER.DE:

„Erst einmal ist es positiv zu bewerten, dass die Politik das Thema „Fahrrad“ auf die Tagesordnung setzt. In der Vergangenheit hat es aber auch schon Anträge bezüglich des Radverkehrs gegeben, beispielsweise beim Klimaschutzkonzept im Jahr 2007. Nach Verabschiedung hat sich jedoch niemand mehr fürs Thema interessiert. Das bedeutet, wenn in den Gremien nichts folgt und nicht einmal nachgehakt wird, kann man den Antrag gleich wieder vergessen.“

Gut sei es auch, dass man erkannt habe, dass es einen Unterschied zwischen Freizeit- und Alltagsverkehr gibt. Traditionell sprudele das Geld eher bei Freizeit und Tourismus, wie man beim Projekt der Volmebrücke an der Ruhr sehe, während Alltagsradler gerne ausgebremst würden.

Der ADFC weiter: „Die Berücksichtigung des Radverkehrs klappt inzwischen viel besser als früher. An der Busschleuse zur alten Wehringhauser Straße an der Bahnhofshinterfahrung hängen bereits  „Radfahrer frei“-Schilder. Früher hätte man diese erst in zähen Verhandlungen einfordern müssen.“

Und schränkt gleichwohl ein: „Vieles ist jedoch Zuschuss-motiviert. Neue Straßenbaumaßnahmen wären ohne Radverkehrsanlage (RVA) um einiges teurer geworden.“

Gute Rad-Abstellanlagen, sollten eigentlich Standard sein; nicht nur an öffentlichen Gebäuden. Dieser Teil des Antrags ist nach Ansicht des ADFC sehr zu begrüßen und entspricht auch den Vorschriften der Landesbauordnung.

„Bei der Radtour mit dem Oberbügermeister haben wir uns in diesem Jahr die ehemalige Reichsbahntrasse von der Bechelte-Rad- und Fußbrücke nach Vorhalle (Sporbecker Weg) angesehen. Angeblich sind dort die Planungen weit fortgeschritten. Bei den vorherigen Touren haben wir uns die ehemalige Rheinische Bahn angesehen. Die nur ca. 1 km lange Strecke zwischen der Bahnhofshinterfahrung und der Obere Spiekerstraße/ Hammerstraße ist bereits im Besitz der Stadt und wäre eine schöne Alternative zur stark befahrenen L700 zwischen Wehringhausen und Haspe“, so der ADFC.

Warum hier nicht bereits ein konkreter Antrag in den Gremien gestellt wurde, wisse man allerdings nicht.

Die im Antrag für den Rat erwähnten Zuschussanträge seien umfangreich und personalintensiv. Es würden hierzu allerdings gute Kenntnisse benötigt, die auch in Fortbildungen vermittelt werden müssten.

„Das widerspricht dem Personalabbau und der Einsparung von Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Das Fehlen eines gesamten Verkehrskonzeptes macht sich ebenso sträflich bemerkbar“, bemängelt der ADFC und betont: „Unsere Stadtverwaltung hat sich kürzlich über die Planlosigkeit der Politik zu Recht beschwert.“

Ob sich hieran kurzfristig etwas ändern wird, kann sicherlich erst das kommende Jahr zeigen. Die bisherigen Erfahrungen mit dem eher suboptimal aufgestellten politischen Apparat lassen aber nicht allzu viel Raum für positive Perspektiven.

Politiker für mehr Busse in Hagen

12. Dezember 2016

Es klingt schon fast wie ein Paradigmenwechsel: Nach den Jahren des Sparens spricht sich die Politik für den Ausbau des Busnetzes in Hagen aus. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein Umdenken hat noch längst nicht bei allen Politikern stattgefunden. So plädiert Jörg Meier (SPD) für den Abriss von Häusern, um den überbordenden Autoverkehr nur ja nicht einschränken zu müssen. Er nennt seine Überlegungen euphemistisch „integriertes städtebauliches Konzept“, setzt damit aber nichts anderes fort, als den gescheiterten Versuch der Schaffung einer „autogerechten Stadt“ in den 1960er Jahren, als mit dem Schlagen von Straßenschneisen in die Bebauung ganze Städte ruiniert wurden. Intelligente Lösungen sehen anders aus.

Schadstoffe: Möglicherweise bald Diesel-Verbot auf Hagens Innenstadtring

10. Dezember 2016

Ein Verbot für Diesel-Autos auf dem Innenstadtring – die Bezirksregierung schließt das nicht mehr aus. Grund ist die hohe Schadstoffbelastung. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: In einem Kommentar zu seinem Artikel meint Autor Jens Stubbe, Kommunen wie Hagen hätten auch aufgrund ihrer Tallage Probleme, Schadstoffwerte einzuhalten. Hier verwechselt er leider die Ursachen. Nicht die Tallage erzeugt die Schadstoffe, sondern der übermäßige motorisierte Individualverkehr, der in Hagen immer gepuscht wurde, während die Entscheider und Meinungsmacher dem Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr sowie Car-Sharing ein Mauerblümchendasein verordnet haben.

ÖPNV: Sozial- und Umweltstandards erhalten

10. Dezember 2016

Städtetag NRW begrüßt Gesetzesinitiative des Landes

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen begrüßt ausdrücklich die geplante Bundesratsinitiative der Landesregierung NRW zur Änderung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG).

Die Initiative hat zum Ziel, dass an Ausschreibungen von Nahverkehrsleistungen wie auch an eigenwirtschaftliche Angebote im ÖPNV die gleichen Anforderungen gestellt werden können. Damit wären unzureichende Billigangebote von vorgeblich eigenwirtschaftlichen Anbietern ausgeschlossen.

Zudem könnten soziale Standards und finanzielle Sicherheiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter garantiert werden. Das ist vor allem für die Fälle entscheidend, wo private Unternehmen die Auftragsvergabe derzeit mit Hinweis auf den Vorrang sogenannter „eigenwirtschaftlicher Verkehre“ im PBefG verhindern und umgehen wollen.

Der Städtetag NRW hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass der unbegrenzte Vorrang von privaten Unternehmen zum Verlust der städtischen Organisations- und Entscheidungshoheit über die Gestaltung des öffentlichen Nahverkehrs führt.

Dazu sagte der Geschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Helmut Dedy: „Der Vorrang privater Anbieter im jetzigen Personenbeförderungsgesetz gefährdet den Bestand städtischer Unternehmen und würde vielerorts zum Verlust der Arbeitsplätze führen. Zu befürchten wäre außerdem eine weitreichende Entwertung öffentlicher Investitionen in Gebäude und den Fuhrpark kommunaler Verkehrsunternehmen mit dramatischen finanziellen Folgen für die Städte.“

Der Städtetag betonte zudem, dass der Begriff „eigenwirtschaftlicher Verkehre“ im Personenbeförderungsgesetz irreführend sei, weil auch Unternehmen, die Eigenwirtschaftlichkeit anführen, meist in erheblichem Umfang aus Steuermitteln unterstützt werden, etwa bei der Beförderung von Schülern und Menschen mit Behinderungen und zur Sicherung einheitlicher Verbundtarife.

Konkreter Hintergrund war unter anderem die Übernahme des gesamten städtischen Verkehrsunternehmens in Pforzheim Anfang des Jahres durch ein privates Bahnbusunternehmen sowie zahlreiche gleich gelagerte Anträge privater Anbieter im Bundesgebiet und in NRW.

Heim zum Baum

2. Dezember 2016

Zusätzliche Busse an Heiligabend zwischen 16 und 19 Uhr

Erstmalig fahren in diesem Jahr von ca. 16 Uhr bis 19 Uhr die NachtExpress Linien der Hagener Straßenbahn AG auf den bekannten Wegen, um noch bis in den frühen Abend ein Grundangebot im Busnetz anzubieten.

Die zentralen Abfahrten finden an der Haltestelle Sparkasse/Stadtmitte um 16:32 Uhr, 17:32 Uhr und 18:32 Uhr statt. Der NE8 startet um 17:02 Uhr und 18:02 Uhr ab Sparkasse/Stadtmitte in Richtung Breckerfeld. Auch die NE-Linien NE21, 22 sowie 31 und 32 in Hohenlimburg und Haspe sind zu diesen Zeiten unterwegs.

Die Linie 511 der VER verkehrt bis 17:55 Uhr halbstündlich ab Stadtmitte über Hbf. und Haspe in Richtung Ennepetal-Milspe Busbahnhof.

Die S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresse verkehren nach dem üblichen Samstagsfahrplan.

Fahrplanauskunft

Neue Volmebrücke für Radler wird 2017 gebaut

13. November 2016

An der Volmemündung entsteht 2017 eine Brücke für Radfahrer und Fußgänger. Die Finanzierung liegt komplett in den Händen des RVR. (…)

Quelle: DerWesten

Hat Hagen ein Herz fürs Radfahren?

10. November 2016

Jetzt abstimmen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2016

Macht das Radfahren in Hagen Spaß oder verursacht es Stress? Hagener können mit wenig Aufwand die Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstadt bewerten und so der Politik und der Verwaltung aus Expertensicht eine Rückmeldung zum Radverkehr geben.

Mitmachen kann man bis zum 30. November 2016 auf www.fahrradklima-test.de. Die Befragung erfolgt vorrangig über einen Online-Fragebogen für Internet- oder Smartphone-Nutzer. Flyer und Fragenbögen liegen aber auch beim Bürgeramt im Rathaus, der Hageninfo (gegenüber dem Sparkassen-Karree) und in den Stadtbüchereien Springe, Haspe und Hohenlimburg aus. Die Teilnahme am Test dauert zwischen fünf bis zehn Minuten.

„Der Test hilft Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen und liefert stichhaltige Argumente für mehr Radverkehrsförderung in Hagen“, erläutern die Radverkehrsplanerin Petra Leng und der städtische Klimaschutzmanager Andreas Winterkemper.

Im Frühjahr 2017 werden die Ergebnisse zusammen mit dem Bundesverkehrsministerium präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte nach vier Einwohnerklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben. In der Vergangenheit hatte Hagen immer extrem schlecht abgeschnitten.

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet zum siebten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den Fahrradklima-Test im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans. Mehr als 100.000 Bürger haben letztmalig in 2014 mitgemacht und die Fahrradfreundlichkeit in 468 Städten beurteilt. Per Fragebogen haben sie bewertet, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege im Winter geräumt werden und ob sie sich auf dem Fahrrad sicher fühlen.

Lenneradweg: Stadt favorisiert bei Ausbau Oeger Straße

31. Oktober 2016

Bei der Schließung der Lücke im Lenneradweg zwischen Hohenlimburg und Letmathe favorisiert die Stadt die Oeger Straße. Doch es gibt Kritik. (…)

Bislang hatte die Hagener Fachverwaltung geplant, den Lenneradweg über viel befahrene Straßen in Oege zu führen. Für den passionierten Rennfahrer Lothar Heinze keine gute Idee: „Der Weg muss möglichst natur- und wassernah verlaufen, so wie es die Letmather vormachen. Nur so wird der Radweg auch als Familienradweg angenommen, nur so erschließt sich die touristische Attraktivität von Hohenlimburg und Hagen.“ (…)

Quelle: DerWesten

Lenneradweg sucht Anschluss

27. Oktober 2016

Wenn in zwei Jahren der Lenneradweg in Letmathe fertiggestellt sein wird, soll auch in Hohenlimburg kurzfristig ein attraktiver Anschluss entstehen. Das ist das gemeinsame Ziel der CDU-Ratsfraktion Iserlohn und der CDU-BV-Fraktion Hohenlimburg.

Beide Fraktionen trafen sich am Dienstag im Hohenlimburger Rathaus, um das weitere Vorgehen zu erörtern. „Der Lückenschluss am Lenneradweg ist“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Leisten, „eigentlich die logische Konsequenz aus der Bewerbung um die Regionale für den Freizeitstandort an Hengstey- und Harkortsee.“

„In der Bezirksvertretungssitzung am Mittwoch werden wir bereits einen konkreten Prüfauftrag einbringen, in dem mehrere Routenvorschläge von der Verwaltung auf ihre Machbarkeit und die Eigentumsverhältnisse hin untersucht werden sollen“, so Leisten.

Busnetzübernahme durch die Hintertür?

26. Oktober 2016

Da die Stadt Hagen den vom Stärkungspaktgesetz geforderten Ausgleich zwischen Einnahmen und Ausgaben nicht herstellen konnte, hat Düsseldorf Nachbesserungen gefordert. Aufgebracht werden müssen nach letztem Stand der Dinge (Sep. 2016) 7,8 Millionen Euro. Entweder durch Ausgabenkürzungen oder durch Einnahmeerhöhungen – oder durch beides. Aber wie konkret die Lücke schließen?

Vielleicht durch eine Privatisierung des Öffentlichen Nahverkehrs? Die ließe sich nach gültiger Rechtslage recht schnell und quasi durch die Hintertür herbeiführen. Und: An Kürzungen und Privatisierungen interessierte hiesige Kreise könnten auch noch nachhelfen. Kleiner Tipp an potentielle übernahmewillige Unternehmen genügt.

Wie dieses Modell funktioniert, ist zwei Berichten der Süddeutschen Zeitung vom gestrigen Dienstag zu entnehmen. Im Beispielfall ist es zwar eine Tochtergesellschaft der staatseigenen Deutschen Bahn AG, aber in Hamm gab es kürzlich den (letztendlich gescheiterten) Versuch eines privaten Busunternehmens, den gesamten Stadtverkehr zu übernehmen. Die Konsequenz wäre gewesen: Die Hammer Stadtwerke wären liquidiert worden.

Kommunen fürchten „Zwangsprivatisierung“ ihrer Busnetze

Die Deutsche Bahn greift nach den Nahverkehrsnetzen der Städte. Dort wächst der Ärger. Denn der Zuschlag ist oft so gut wie sicher. (…)

Wie eine Stadt die Kontrolle über ihr Busnetz verlieren kann? Warum funktionierenden Verkehrsbetrieben plötzlich die Liquidierung droht? In betroffenen Städten können sie anfangs kaum glauben, dass legal sein soll, was die Bahn nun schon an mehreren Orten praktiziert hat. Die Strategie des privaten Konkurrenten: Das Unternehmen wartet nicht etwa die turnusmäßigen Ausschreibungen ab, sondern nutzt einen Passus des novellierten Personenbeförderungsgesetzes. Demnach können Unternehmen vor Beginn der Ausschreibung die Übernahme von Netzen beantragen, wenn sie diese ohne öffentliche Zuschüsse betreiben. Der Zuschlag ist ihnen dann kaum noch zu nehmen.

So geschah es inzwischen in Pforzheim, so versuchte es die Bahn in Hildesheim. Doch das scheint nur der Anfang zu sein. Die Orte gelten als Blaupause für eine mögliche Privatisierungswelle bei Verkehrsbetrieben. (…)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Testfahrt durch Pforzheim

Gegen den Willen einer Stadt übernimmt die Bahn deren Busnetz. Die Folgen betreffen nicht nur viele Beschäftigte. (…)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Baudezernent warnt vor Panikmache

11. Oktober 2016

Die maroden Brücken in Hagen werden zunehmend für Einschränkungen im Straßenverkehr führen. Die Planer der Stadt erarbeiten eine Gesamtkonzeption. (…)

Baudezernent Thomas Grothe mahnt derweil zu etwa mehr Gelassenheit: „Wir sollten besonnen bleiben und keine Panik machen“, sieht er Hagen von einem Zusammenbruch des Verkehrs weit entfernt. Es gebe zigtausend sanierungsbedürftige Brücken derzeit in Deutschland und bislang sei noch keine zusammengebrochen. „Allerdings werden wir in den nächsten Jahren lernen müssen, mit Einschränkungen umzugehen.“

Grothe blickt dabei vor allem auf die Lkw-Verkehre, die er künftig am liebsten auf die Autobahnen rund um Hagen verbannen würde, um Druck vom Zentrum zu nehmen. (…)

Quelle: DerWesten

ÖPNV: Kommunal vor privat

6. Oktober 2016

Gestaltungsmöglichkeiten müssen erhalten bleiben

Auch in Zukunft müssen Kommunen in der Lage sein, ihre eigenen Unternehmen mit der Erbringung von Verkehrsleistungen zu beauftragen. Darin sind sich Helmut Dedy, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetages NRW, Martin Klein, Hauptgeschäftsführer des Landkreistages NRW und Bernd Jürgen Schneider, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW einig.

Die Möglichkeit einer Direktvergabe von ÖPNV-Leistungen durch eine Stadt oder einen Kreis an ein eigenes, kommunales Verkehrsunternehmen müsse auch in Zukunft rechtssicher möglich sein. Zwangsprivatisierungen des kommunalen ÖPNV durch die Hintertür dürfe es nicht geben.

Gegenwärtig liegen in verschiedenen Städten und Kreisen in NRW Anträge privater Busunternehmen vor, den Busverkehr anstelle eines kommunalen Unternehmens zu betreiben. Dabei berufen sich die privaten Busunternehmen auf den so genannten Vorrang der eigenwirtschaftlichen Verkehre nach dem Personenbeförderungsgesetz des Bundes. Diese Regelung auf Bundesebene führt dazu, dass private Verkehrsunternehmen in Konkurrenz zu kommunalen Verkehrsunternehmen – insbesondere im Bussektor – treten.

Die Folge ist im schlimmsten Fall die Liquidierung des gesamten kommunalen Verkehrsunternehmens, die Entlassung des Personals sowie der Verlust der kommunalen Lenkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten.

Um eine solche Situation zu verhindern, sei das Land NRW aufgerufen, sich über den Bundesrat schnellstmöglich für eine Änderung des Personenbeförderungsgesetzes auf Bundesebene einzusetzen. Zudem müsse das Land NRW sein eigenes ÖPNV-Gesetz im Rahmen der anstehenden Novellierung so anpassen, dass den Städten, Kreisen und Gemeinden bei der Weiterleitung von Fördermitteln für den ÖPNV (§§ 11 Abs. 2, 11a ÖPNV-Gesetz NRW) ein möglichst großer Gestaltungsspielraum offenstehe.

So könne im Einzelfall verhindert werden, dass private Verkehrsunternehmen mit steuerfinanzierten Ausgleichsleistungen nach dem ÖPNV-Gesetz NRW in Konkurrenz zu kommunalen Verkehrsunternehmen treten.

Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer

22. September 2016

Die Gevelsberger haben es in den vergangenen Monaten zwischen der Stadtgrenze zu Haspe und ihrer eigenen Mitte eindrucksvoll vorgemacht: Moderne Vorstadtstraßen müssen nicht hässlich sei, selbst wenn es sich um Hauptverkehrsachsen wie die ehemalige B7, heute Landesstraße 700, handelt.

Diesem Beispiel folgend, möchte die Stadt Hagen auch die in die Jahre gekommene Enneper Straße zwischen der Stadtgrenze und der Straße „An der Wacht“ durch eine Komplettsanierung zeitgemäß gestalten. Die Anwohner sollen sich an den Gesamtkosten von 3,8 Millionen Euro mit gut 450.000 Euro (Kommunalabgabengesetz) beteiligen. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Ein Schritt in die richtige Richtung. Konsequent wäre es gewesen, das Zentrum von Westerbauer mit einer Baumallee zu betonen, die gleichzeitig im Sommer für wohltuenden Schatten gesorgt und somit zu einer besseren Aufenthaltsqualität beigetragen hätte. Platz genug wäre ja vorhanden, aber wahrscheinlich standen dem die Interessen der Brandt-Investoren im Wege, die eine visuelle Abstufung ihres Areals gegenüber dem Zentrum befürchteten. Am Wegfall einiger Stellplätze kann es jedenfalls nicht gelegen haben, die sind in Hülle und Fülle vorhanden.


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