Archive for the ‘06 Hagen mobil’ Category

Nahverkehrsplan: Hagen bleibt außen vor

18. Januar 2022

Deutliche Verbesserung ist auch auf Jahrzehnte nicht absehbar – OB Schulz hat beim VRR nichts erreicht

„Mobilität muss besser, sicherer und vor allem sauberer werden. Dem Schienenpersonennahverkehr kommt bei der Erreichung der Ziele eine zentrale Rolle zu. Damit mehr Menschen vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf die Bahn umsteigen, muss das Angebot attraktiver werden.“ Das fordert die NRW-Regierung in einem Bericht für den Verkehrsausschuss des Landesparlaments.

„Um den Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen für die Menschen einfacher zugänglich, leistungsstärker, verlässlicher und sicherer zu machen, stellt die Landesregierung im Rahmen ihrer 2019 gestarteten ÖPNV-Offensive bis zum Jahr 2032 Mittel in Höhe von bisher rund 4 Milliarden Euro bereit. Die Mittel stehen u.a. für Neu- und Ausbauvorhaben, Elektrifizierungen und Reaktivierungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sowie für die Finanzierung von Leistungsmehrbestellungen zur Verfügung. Land und SPNV-Aufgabenträger wollen damit schnellere, direktere, komfortablere und zuverlässigere Angebote schaffen.“

Für Hagen gelten die hehren Worte für das nächste Jahrzent praktisch nichts. In der Planung bis 2032 ist laut Unterlagen der Landesregierung nur die Aufstockung der S-Bahn-Linie 5 nach Dortmund auf einen 30-Minuten-Takt vorgesehen. Das war’s mit den „Reaktivierungen“ und „Angeboten“.

Auch in der perspektivischen Planung des Landes bis zum Jahr 2040 ist für Hagen wenig zu finden. Zwar ist eine zweite Regionalexpress-Verbindung pro Stunde Richtung Köln vorgesehen, dafür soll die RE-Linie aus Siegen künftig nicht mehr an Hagener Bahnhöfen halten. So wie heute schon die im Dezember auf der Ruhr-Sieg-Strecke eingerichtete IC-Linie fährt dann auch der RE am Hagener Hauptbahnhof vorbei, auch Hohenlimburg ist nicht mehr als Haltepunkt vorgesehen. (Anm.: Ursprünglich war an dieser Stelle Hohenlimburg als Halt angegeben, das ist nicht richtig)

Die aus Kreisen der Hagener Politik geforderten Reaktivierungen bzw. Neubauten von Bahnstationen in Eckesey, Eilpe, Halden, Haspe, Kabel und Priorei finden in den Planungen des Landes für die nächsten zwei Jahrzehnte keinerlei Erwähnung.

Die vollmundigen Ankündigungen des Hagener Oberbürgermeisters Erik Olaf Schulz sind – wie so oft – als Seifenblasen zerplatzt. Schulz hatte sich 2014 unter Zuhilfenahme eines für Notfälle vorgesehenen Paragraphen der Gemeindeordnung quasi selbst in die Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) „gewählt“, um dort den Vorsitz zu übernehmen.

Schulz bemühte für seine unorthodoxe Vorgehensweise genau das als Begründung: „Hagen konnte im größten Zweckverband Europas den Vorsitz erlangen.“ Im Hinsicht auf den ÖPNV und die Hagener Bahnhöfe könne das nur von Vorteil sein.

Eine Klage der SPD-Fraktion gegen diesen Coup blieb erfolglos, da der Stadtrat ihn im Nachhinein mit der Mehrheit der OB-Unterstützer abgenickt und damit formal legitimiert hatte.

2019 wurde Schulz dann Verbandsvorsteher des VRR. Aber auch dieser Aufstieg auf der Karriereleiter zahlte sich für seine Heimatstadt nicht unbedingt aus, wie der Blick in die Planungen des Landes zeigt.

OB Schulz hat also wie gewünscht seine Pöstchen bekommen, geliefert hat er allerdings entgegen seiner Ankündigungen – wie jetzt sichtbar wird – nicht.

VRR kauft Abellio-Werkstätten für 25 Mio. Euro

13. Januar 2022

Der VRR kauft dem vor dem Aus stehenden Bahnbetreiber Abellio den Immobilienbesitz ab – darunter die Werkstätten in Duisburg und Hagen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Kleine Fahrplanänderungen

10. Januar 2022

Ab Montag, den 10. Januar 2022 gibt es zwei Änderungen im Gebiet der Stadt Hagen:

Linie 523 (Breckerfeld – Dahl): Neben geringfügigen Änderungen bei den Abfahrtszeiten wird diese Linie bis zur neuen Endhaltestelle „Grundschule Volmetal“ verlängert. Zusätzlich wird die Haltestelle „An der Wallburg“ neu eingerichtet.

Linie 591 (Hagen Hbf. – Wetter Bf.): Zur besseren Erschließung des Gewerbegebiets Volmarsteiner Straße wird ab dem 10.01.2022 die neue Haltestelle „Gewerbegebiet Volmarsteiner Straße“ bedient. Dadurch verlängert sich die Gesamtfahrzeit im jeweils zwei Minuten je Richtung. Die Abfahrtszeiten in Hagen Hbf und Wetter Bf bleiben gleich.

Abellio-Aus: Für Hagen nur geringe Auswirkungen

7. Januar 2022

Übergangsfahrplan mit vorübergehend eingeschränktem Angebot

VRR-LogoNach den Direktvergaben der bisher von der Abellio Rail GmbH bedienten Verkehre im nordrhein-westfälischen Schienenpersonennahverkehr an DB Regio NRW, National Express und VIAS Rail zum 1. Februar 2022 haben die Verkehrsverbünde einen Übergangsfahrplan mit vorübergehend eingeschränktem Angebot erstellt.

Das eingeschränkte Angebot soll je nach Linie zwischen 8. Januar und 1. Februar umgesetzt werden und vorerst bis einschließlich 27. Februar 2022 (Betriebsende) gelten. Betroffen sind allerdings lediglich einzelne Linien in den bislang von Abellio betriebenen Netzen. Im Anschluss ist eine Rückkehr zum regulären Leistungsangebot vorgesehen.

Für den Bereich Hagen haben die vorübergehenden Einschränkungen nur geringe Auswirkungen:

RB 40 Essen – Hagen: Ab dem 8. Januar kommen lokbespannte Züge zum Einsatz, der Fahrplan gilt aber weiterhin, lediglich eine Zusatzfahrt in der Hauptverkehrszeit (Verstärker) entfällt.

RE 16 und RB 91 Richtung Siegen/Iserlohn: Auf dem Teilabschnitt zwischen Letmathe und Iserlohn Schienenersatzverkehr mit der Betriebsaufnahme zum 1. Februar 2022.

S 9 Richtung Wuppertal: Keine Änderungen.

Ab 2026 von Hagen direkt bis Eindhoven

5. Januar 2022

Nach 10 Jahren Verhandlung – Verkehrswende-Modell Deutschland

Station_EindhovenDemnächst von Hagen aus direkt zu erreichen: Hauptbahnhof Eindhoven. Foto: Patrick Dolmans, CC-BY-2.5.

Gemeinsam mit dem Ministerie van Infrastructuur en Waterstaat auf niederländischer Seite haben die beiden NRW-Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), die Ausschreibung einer neuen Zugverbindung auf den Weg gebracht. Die Regionalexpress-Linie RE13 wird ab Dezember 2026 über das bisherige Linienende Venlo hinaus bis Eindhoven verlängert. Der Verkehrsvertrag hat eine Laufzeit von 14 Jahren.

Die direkte Zugverbindung mit dem neuen Linienweg von Hamm über Hagen, Wuppertal, Düsseldorf und Mönchengladbach nach Venlo und weiter nach Eindhoven wird durch die Integration des bestehenden IC Eindhoven-Venlo in die heutige Linie RE 13 zwischen Hamm und Venlo realisiert. So entsteht eine tägliche, stündliche und umsteigefreie Verbindung, mit erhöhten Kapazitäten zu den Hauptverkehrszeiten und an den Wochenenden.

Zum Einsatz kommen 20 Neufahrzeuge der Stadler Pankow GmbH. Die Fahrzeuge vom Typ Flirt3XL sind mehrsystemfähig und somit für die unterschiedlichen Strom- und Zugsicherungssysteme in Deutschland und den Niederlanden konzipiert.

Bereits seit dem Jahr 2016 haben sich die Verkehrsministerien des Landes Nordrhein-Westfalen und der Niederlande, die Provinzen Limburg und Noord-Brabant sowie der VRR intensiv ausgetauscht, mit dem Ziel, den grenzüberschreitenden Verkehr im SPNV zwischen Düsseldorf und Eindhoven weiter zu verbessern. Dafür hatten alle Beteiligten im Jahr 2019 eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung und Finanzierung dieser grenzüberschreitenden Verbindung abgeschlossen.

Vom Beginn der Verhandlungen bis zur Betriebsaufnahme werden also 10 Jahre verstrichen sein, um eine Linie um etwa 50 Kilometer zu verlängern, ohne dass Baumaßnahmen erforderlich waren. Dabei gab es bis in die 1990er Jahre bereits eine grenzüberschreitende Verbindung zwischen Köln und Eindhoven im 2-Stunden-Takt. So sieht die „Verkehrswende“ aus.

Eurobahn bleibt

30. Dezember 2021

Die Fortführung der Verträge mit Keolis Deutschland ist gesichert. Die entsprechenden Beschlüsse zum Abschluss der endgültigen Verträge haben die Gremien der zuständigen Aufgabenträger, darunter der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), jeweils einstimmig gefasst.

Damit ist der nahtlose und langfristige Weiterbetrieb der Linien unter dem Markennamen „eurobahn“ – im Unterschied zum ebenfalls in Schieflage geratenen Bahnanbieter Abellio – über den 1. Januar 2022 hinaus gewährleistet. In Hagen betrifft das die Linie RE13 (Hamm – Düsseldorf – Venlo).

Mit Rücktritt der französischen Keolis S.A. zum 31. Dezember 2021 erhält die eurobahn eine neue Gesellschafterstruktur. Mit Wirkung zum 01. Januar 2022 wird die TEAM Treuhand GmbH über eine Tochtergesellschaft, die SG eurobahn UG (haftungsbeschränkt), neue Gesellschafterin der eurobahn.

Nach den nun erfolgten Beschlüssen werden im nächsten Schritt die Vereinbarungen von den Partnern gezeichnet, so dass die Übertragung der Anteile von Keolis S.A. an Keolis Deutschland an den neuen Gesellschafter zum 1. Januar 2022 erfolgen kann. Der Bahnbetrieb wird dann unverändert weiter erfolgen.

Wie der Lenne-Radweg durch Hohenlimburg führen soll

24. Dezember 2021

Nach Monaten und Jahren mit reichlich Debatten um mögliche Varianten steht nun fest, wie der Lückenschluss des Lenneradwegs durch Hohenlimburg künftig verlaufen soll. Die Bezirksvertretung verständigte sich einstimmig auf eine „Vorzugsvariante“, die die Stadtverwaltung vorgelegt hatte. Die Lösung sieht folgendermaßen aus. (…)

Quelle: wp.de

Zugverkehr über die Ruhr-Sieg-Strecke rollt wieder

22. Dezember 2021

Nach gut fünf Monaten Stillstand rollen wieder Personenzüge durch Hohenlimburg. Die Deutsche Bahn hat die Ruhr-Sieg-Strecke wieder freigegeben. Am Wochenende vor Weihnachten konnte die Bahn die Aufräum- und Reparaturarbeiten abschließen. Zuvor hatte die Bahn über Wochen mit schwerem Gerät an den Gleisen gearbeitet, um die Schäden der Starkregen-Flut zu beseitigen. Diese hatte am 14. Juli die Gleisanlagen und das Stellwerk im Bezirk massiv beschädigt. (…)

Quelle: wp.de

Ausbau der Bushaltestellen läuft in Hagen viel zu schleppend

20. Dezember 2021

Man stelle sich vor, es regnet Geld und keiner sammelt es ein: Genau, wir befinden uns in Hagen – diesmal geht es um Fördermittel für den flächendeckenden, barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen. (…)

Laut VRR-Statistik sind in Hagen bislang erst 151 von 972 Haltepunkten (eine Haltestelle kann aus mehreren Haltepunkten bestehen) barrierefrei ausgebaut, was einer Quote von 16 Prozent entspricht. Im Hagener Rathaus spricht man hingegen von 241 umgebauten Haltepunkten und kommt auf eine Quote von immerhin 25 Prozent. Glorreich ist beides nicht, zumal andere Städte (Oberhausen 94 %, Bottrop 59 %, Düsseldorf 53 %, Bochum 49 %, Gelsenkirchen 49 %, Mülheim 46 %, Duisburg 42 %, Herne 40 %) hier deutlich weiter sind. (…)

Das Personenförderungsgesetz (§ 8, Abs. 3) sieht ausdrücklich vor, dass die Belange von Menschen, die in ihrer Mobilität oder sensorisch (Hör- und Sehgeschädigte) eingeschränkt sind, bei den ÖPNV-Verkehrsleistungen so berücksichtigt werden, dass bis zum 1. Januar 2022 die vollständige Barrierefreiheit erreicht wird. Diese Frist ist den Kommunen seit der Gesetzesnovellierung im Jahr 2013 bekannt. (…)

Quelle: wp.de

Weihnachts- und Silvesterfahrplan

19. Dezember 2021

Wie gewohnt fährt die Hagener Straßenbahn an den Weihnachtstagen und zum Jahreswechsel nach einem geänderten Fahrplan.

Am 23.12. fahren die NachtExpresse letztmalig um 0:32 Uhr ab der Haltestelle „Stadtmitte“. An Heiligabend fahren die Busse bis ca. 15:30 Uhr nach dem Samstagsfahrplan. Danach fährt dann von ca. 16:00 bis 19:30 Uhr der NachtExpress stündlich, um noch bis in den frühen Abend ein Grundangebot im Busnetz anzubieten. Die letzte Abfahrt ab der Haltestelle „Stadtmitte“ erfolgt um 18:32 Uhr. Am 1. und 2. Weihnachtstag fahren die Busse nach dem Sonntagsfahrplan. Die NachtExpresse starten letztmalig gegen 0:32 Uhr ab der Haltestelle „Stadtmitte“.

An Silvester fahren die regulären Busse bis ca. 15:30 Uhr nach dem Samstagsfahrplan. Ab ca. 16:00 Uhr bis ca. 23:00 Uhr verkehrt dann der NachtExpress in einem 30 Minuten-Takt. Ausgenommen ist hierbei der Abschnitt des NE3 von Stadtmitte bis Breckerfeld: dieser verkehrt stündlich. Dies gilt in den Abendstunden auch für einige Nebenstrecken.

Die Abfahrten der NachtExpresse um 23:32 und 0:32 Uhr ab der Haltestelle Stadtmitte entfallen. Gegen 1:00 Uhr nimmt der NachtExpress in den Stadtteilen seine Fahrt wieder auf. Die zentralen Abfahrten ab der Haltestelle Stadtmitte finden um 1:32, 2:32 und 3:32 Uhr statt.

Am Neujahrstag nehmen die Busse gegen 10:00 Uhr ihre Fahrt nach dem Sonntagsfahrplan auf. Der NachtExpress startet letztmalig um 1:32 Uhr ab der Haltestelle „Stadtmitte.

Fahrpläne im Hagener Weihnachts- und Sylvesterverkehr:

Hagener Straßenbahn AG
Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (Linien 511, 553, 555)
DB-Rheinlandbus (Linien 591, 594, N9)
Märkische Verkehrsgesellschaft (Linien 1, 9, 57, 84)

DB Regio NRW übernimmt Hagener Abellio-Linien

15. Dezember 2021

Jetzt ist es amtlich: Die Hagen tangierenden Bahn-Linien, die bisher von Abellio betrieben wurden, werden ab 1. Februar 2022 von der DB Regio NRW weitergeführt. Das haben die beteiligten Verkehrsverbünde, darunter der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), gestern beschlossen.

Noch vor Weihnachten will DB Regio NRW erste Arbeitsverträge abschließen und Regelungen zum Übergang für die Beschäftigten treffen. Dabei setzt die DB auf reges Interesse der Abellio-Mitarbeitenden. DB Regio NRW wird insgesamt rund 500 neue Kollegen einstellen und schulen. Der gesamte Einstellungsprozess wird sich über die Weihnachtstage und das neue Jahr erstrecken.

Die Beauftragungen laufen als Direktvergaben bis Dezember 2023. Für die Zeit danach sollen die Verkehre langfristig neu ausgeschrieben werden. Im Raum Hagen handelt es sich um die RE16 (Essen – Hagen – Siegen/Iserlohn), RB40 (Hagen – Essen), RB91 (Hagen – Siegen/Iserlohn) und S9 (Hagen – Wuppertal – Essen – Recklinghausen).

Die Abellio Rail GmbH befindet sich derzeit in einem sogenannten regulären Schutzschirmhauptverfahren in Eigenverwaltung zur Sanierung und ist aufgrund einer Ende September mit den Aufgabenträgern abgeschlossenen Fortführungsvereinbarung verpflichtet, die Verkehre bis zum 31. Januar 2022 im bisherigen Umfang zu leisten.

Züge fahren wieder bis Rummenohl

11. Dezember 2021

Die Züge der Volmetalbahn fahren von Hagen aus ab Sonntag wieder bis nach Rummenohl. Das hat die Deutsche Bahn jetzt mitgeteilt. (…)

Die Reparaturen zwischen Rummenohl und Brügge dauern aufgrund der großen Schäden noch mindestens bis Ende 2022. Die Strecke bleibt daher zunächst weiter für den Bahnverkehr gesperrt. (…)

Quelle: wp.de

DB übernimmt Hagener Abellio-Linien

10. Dezember 2021

Nach dem Ausscheiden des Bahnunternehmens Abellio in Nordrhein-Westfalen Ende Januar werden drei Anbieter den Regional- und S-Bahnverkehr fortsetzen. Das soll der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) nach Angaben des WDR gestern in Essen beschlossen haben.

Die bisher von Abellio betriebenen Linien im Raum Hagen (RE16, RB40, RB91 und S9), die die Volmestadt mit Siegen, Iserlohn, Essen und Wuppertal verbinden, sollen von DB Regio übernommen werden.

Hohenlimburg: Defekt im Stellwerk – Strecke öffnet später

10. Dezember 2021

Anders als geplant wird die Ruhr-Sieg-Strecke und der Bahnhof in Hohenlimburg nicht am kommenden Sonntag, 12. Dezember, wieder in Betrieb gehen. Wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte, habe man bei der Probeschaltung des Stellwerks in Hohenlimburg kleine Kurzschlüsse („Erdschlüsse“) in einzelnen Adern der Signalkabel entdeckt. Diese Schäden müssten zunächst behoben werden, bevor Züge wieder sicher über die Strecke fahren können. Die Bahn geht davon aus, dass die Strecke und der Bahnhof eine Woche später, am 20. Dezember, wieder für den Zugverkehr freigegeben werden kann. (…)

Quelle: wp.de

Abellio NRW vor dem endgültigen Aus

1. Dezember 2021

Abellio_Hagen-EckeseyDer Bahnbetreiber Abellio NRW, eine Tochter der Niederländischen Staatsbahnen NS, steht wohl endgültig vor dem Aus. Die von Abellio betriebenen Strecken sollen ab Ende Januar 2022 von anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) bedient werden. In Hagen sind das die Linien RE 16, RB 40, RB 91 und S 9.

In der Abellio-Betriebswerkstatt in Hagen-Eckesey (Foto: Klaus Bärwinkel, CC BY-SA 4.0) informierten gestern Ronald R.F. Lünser (VRR-Vorstandssprecher), Joachim Künzel (NWL-Geschäftsführer) und Heiko Sedlaczek (NVR-Geschäftsführer) in zwei Gesprächsrunden sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Früh- als auch der Spätschicht über die Gründe des Scheiterns der Verhandlungen mit dem EVU zur Fortführung der Verkehre.

Nachdem Abellio-Geschäftsführung und -Gesellschafter mehrere unzureichende Angebote abgegeben hatten, hatte das Unternehmen angekündigt, am derzeit laufenden Ausschreibungsverfahren zur Direktvergabe nicht teilnehmen zu wollen.

Die Prüfung auf Seiten der Aufgabenträger hat ergeben, dass zwingende rechtliche Gründe eine Direktvergabe nicht erlauben, weil die Wahrscheinlichkeit, dass Abellio die geforderten Leistungen zuverlässig sicherstellen kann, als gering erachtet wird. Die damit verbundenen Risiken wollen VRR, NWL und NVR weder ihren Fahrgästen noch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf Seiten der Abellio zumuten.

Die Abellio Rail GmbH befindet sich derzeit in einem sogenannten regulären Schutzschirmhauptverfahren in Eigenverwaltung zur Sanierung und ist aufgrund einer Ende September mit den Aufgabenträgern abgeschlossenen Fortführungsvereinbarung verpflichtet, die Verkehre bis zum 31. Januar 2022 im bisherigen Umfang zu leisten – hierfür hatten die Aufgabenträger dem Unternehmen gesondert acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Für den jetzt eingetretenen Fall, dass eine Sanierung der Abellio nicht gelingen sollte, war in dieser Fortführungsvereinbarung ausdrücklich auch geregelt worden, dass die Geschäftsführung des Unternehmens eine geordnete Überleitung der Arbeitsplätze und des Betriebs auf andere Eisenbahnverkehrsunternehmen unterstützt.

Welche Unternehmen bei der Direktvergabe den Zuschlag erhalten und mit Wirkung ab 1. Februar 2022 für zunächst zwei Jahre die bislang von Abellio geleisteten Verkehre übernehmen werden, legen die Gremien der drei Aufgabenträger bis Mitte Dezember fest.

Ausgeschrieben sind die S-Bahn-Verbindung 7, das Niederrheinnetz und das Ruhr-Sieg-Netz, die Linien RE 1 (RRX) von Aachen bis Hamm und RE 11 (RRX) zwischen Düsseldorf und Kassel sowie das S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr.

Die bislang von Abellio genutzten Fahrzeuge werden dabei im Einsatz bleiben, da diese Eigentum der Aufgabenträger sind.

Neuer ÖPNV-Tarif basiert auf der Fahrtstrecke

30. November 2021

Mit „eezy.nrw“ startet am 1. Dezember ein neuer elektronischer Tarif (eTarif) im öffentlichen Nahverkehr, der via Smartphone-App gebucht werden kann.

Neu ist, dass sich der Preis nicht mehr nach der Fahrtdauer, sondern nach der Strecke richtet. Der Ticketpreis setzt sich zusammen aus einem fixen Grundpreis und den Kilometern der zurückgelegten Strecke, auf Basis der Luftlinie zwischen Start und Ziel. Für den Zeitraum von 24 Stunden wird der Maximalpreis auf 30 Euro begrenzt.

eezy.nrw richtet sich vor allem an Gelegenheitsfahrer und gilt künftig in ganz NRW, darunter auch im Geltungsbereich des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR).

Weitere Infos: eezy.nrw/de/

Ein Plädoyer für gerechte Mobilität

29. November 2021

Buchtipp: „Nachhaltige Mobilität für alle“ des Wuppertal Instituts

Wuppertal Institut - Buch Nachhaltige MobilitätDie Verkehrswende in Hagen hakt bekanntlich an allen Ecken und Enden. Zwar wurde der Busfahrplan entscheidend verbessert, was aber genau genommen nur eine ungefähre Wiederherstellung der Verhältnisse aus der Zeit vor den vom Stadtrat beschlossenen Kürzungsorgien im Rahmen der „Sparpakete“ war.

Positiv zu vermerken ist die Einführung von Busspuren auf der Körnerstraße oder die Planung eines Radwegs auf der Bahnhofstraße als wichtige Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Stadtzentrum. Damit haben sich die relevanten Aktivitäten dann aber auch schon erschöpft. Die jetzt eingeführten Tretroller in Haspe mögen vielleicht den Spieltrieb einiger Akteure aus Politik und Verwaltung befriedigen – verkehrspolitisch sind sie nutzlos und werden noch viel Ärger auf den Fußwegen verursachen.

Dabei ist das Leitbild der auch in Hagen eigentlich bis heute hochgehaltenen autogerechten Stadt längst überholt. Klimaschutz und Lebensqualität müssten im Vordergrund stehen statt eine fortgesetzte Bevorzugung zunehmend hochgerüsteter Autoflotten, die für Millionen Menschen ohne Auto Belastungen und Mobilitätsnachteile bedeuten. Städte wie Kopenhagen, Paris, Oslo oder Freiburg machen es vor: Sie planen eine moderne und zukunftsgerichtete Mobilität, die den Menschen gerecht wird und setzen sie konsequent um.

Aber wie lässt sich das Verkehrssystem sozial-ökologisch und gleichzeitig fair für alle umgestalten? Das Autorenteam des neuen Buchs „Nachhaltige Mobilität für alle“ ist sich einig: Vor allem der öffentliche Nah- und Fernverkehr, Sharing-Systeme sowie der Rad- und Fußverkehr müssen massiv ausgebaut und gefördert werden. Wenn dadurch weniger Menschen auf das Auto angewiesen sind, ließe sich der Autoverkehr halbieren.

Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, muss auch der Verkehr seine CO2-Emissionen auf Null bringen. Jedoch verharren diese seit 30 Jahren auf unverändert hohem Niveau. Höchste Zeit für eine längst überfällige Verkehrswende, bei der Klimaschutz und Lebensqualität im Vordergrund stehen, betont das Autorenteam – darunter Prof. Dr. Peter Hennicke, Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter, Thorsten Koska, Jana Rasch und Dieter Seifried.

Doch wie lässt sich Mobilität für alle gerecht und fair gestalten? Notwendig sei dafür eine radikale sozial-ökologische Transformation des Verkehrssystems, macht das Autorenteam deutlich. „Ziel muss es sein, nachhaltige Mobilität durch umweltverträgliche Verkehrsformen zu sichern und einen fairen Zugang zu Mobilität für alle zu schaffen. Dies ist nicht nur möglich, sondern bietet auch die Chance die Hälfte der Autoflotte überflüssig zu machen“, sagt Prof. Dr. Peter Hennicke, Senior Advisor am Wuppertal Institut.

Erreichen ließe sich dies durch eine engagiertere und integrierte Verkehrspolitik von Bund und Europäischer Union, die Maßnahmen auf kommunaler Ebene stützt und eine nachhaltige Mobilität für alle in Stadt und Land befördert.

„Eine wirkliche Verkehrswende mit dichtem Bahnnetz und modernen Mobilitätsdienstleistungen schafft neue, nachhaltige Geschäftsfelder und Arbeitsplätze. Digitalisierung hilft dabei, diese Potenziale zu erschließen“, ergänzt Thorsten Koska, Mitautor des Buchs und Co-Leiter des Forschungsbereichs Mobilität und Verkehrspolitik am Wuppertal Institut. Die verbleibenden Autos müssten effizienter und kleiner sein und mit erneuerbarem Strom angetrieben werden. Sharing-Systeme schaffen Flexibilität und ermöglichen es, die gleiche Mobilität mit weniger Autos bereitzustellen.

Die riesigen Maßnahmenprogramme, die in der Corona-Pandemie auf den Weg gebracht werden, bieten enorme Gestaltungschancen für eine faire und klimagerechte Verkehrswende. Die hiermit gesetzten Impulse müssen aber konsequent fortgesetzt werden, um eine nachhaltige Wirkung erzeugen zu können.

Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter, Co-Leiter des Forschungsbereichs Mobilität und Verkehrspolitik am Wuppertal Institut, ist sich sicher: „Die Vielfalt und das Engagement der verkehrspolitischen Initiativen auf kommunaler Eben und die in immer mehr Städten erzielten konkreten Erfolge sind Hoffnungszeichen, dass die über Jahre verschleppte Verkehrswende jetzt tatsächlich umgesetzt werden kann.“

In Hagen sind die Hoffnungszeichen allerdings noch recht rar gesät.

Download: Nachhaltige Mobilität für alle (pdf)

Oder als Buch:

Peter Hennicke, Thorsten Koska, Jana Rasch, Oscar Reutter, Dieter Seifried: Nachhaltige Mobilität für alle, Ein Plädoyer für mehr Verkehrsgerechtigkeit, Oekom Verlag, München, 2021, 432 Seiten
Buchpreis: 28,00 Euro (D), ISBN 978-3-96238-279-7

Kostenlose Busse an den Adventswochenenden

26. November 2021

Keine aufwendige Parkplatzsuche, sondern kostenlos mit dem Bus zum Weihnachtsmarkt fahren oder die Weihnachtseinkäufe in der Innenstadt erledigen: das ist an den vier Adventswochenenden möglich. Im gesamten Stadtgebiet können Hagenerinnen und Hagener sowie Gäste von außerhalb am ersten (27. und 28. November), zweiten (4. und 5. Dezember), dritten (11. und 12. Dezember) und vierten Adventswochenende (18. und 19. Dezember) die Busse der Hagener Straßenbahn AG kostenlos nutzen.

Auf dieses besondere Angebot hat sich die Stadt Hagen mit der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG) verständigt. Das Projekt wird von der Stadt Hagen finanziell unterstützt. Gemeinsam möchten die Organisatoren die Mobilitätswende im besten Wortsinn „erfahrbar“ machen und Bürgerinnen und Bürgern sowie Besuchern aus dem Umland die Adventszeit verschönern. Zudem ist die Parkplatzsituation in der Innenstadt aufgrund der Hochwasserschäden weiterhin eingeschränkt, weshalb die kostenlosen Busse eine praktische Alternative sind.

Außerhalb des Hagener Stadtgebietes benötigen die Fahrgäste für die Mitfahrt ein gültiges Ticket. Auf den Linien der Nachbarverkehrsunternehmen BVR, MVG und VER, welche im Hagener Stadtgebiet verkehren, gilt keine kostenlose Mitfahrt. In den betroffenen Linien 1, 9, 84, 511, 553, 555, 591 und 594 muss bei Antritt der Fahrt ein gültiger Fahrschein vorhanden sein. Gleiches gilt für die Züge auf Hagener Stadtgebiet.

Ab heute gilt die 3G-Regel im ÖPNV

24. November 2021

Entsprechend der Änderung des Infektionsschutzgesetzes gilt ab heute, Mittwoch, 24.11.2021, die 3G-Regel auch in den Bussen der Hagener Straßenbahn AG. Die aktuell gültige Maskenpflicht bleibt weiterhin bestehen.

Nur noch Fahrgäste, die geimpft, genesen oder getestet (3G) sind, können die Busse der Hagener Straßenbahn nutzen. Wer nicht den Status „geimpft“ oder „genesen“ vorweisen kann, muss einen Nachweis über einen negativen Corona-Schnelltest mit sich führen, dessen Ausstellung bei Fahrtantritt nicht länger als 24 Stunden zurückliegt. Der Nachweis über einen negativen Corona-Schnelltest ist auf Verlangen vorzuzeigen. Alternativ genügt auch ein Nachweis über eine gültige Corona-Impfung oder ein gültiger Genesungsnachweis.

Schülerinnen und Schüler, die unterwegs zur Schule oder zurück sind, sind für diesen Weg von der 3G-Regel ausgenommen. Kinder unter sechs Jahren benötigen keine Test-, Impf- oder Genesungsnachweise. Bei Schülerinnen und Schülern wird davon ausgegangen, dass sie sich den regelmäßigen Tests in der Schule unterziehen.

Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen in NRW bleibt bestehen. Für eine Mitfahrt in den Fahrzeugen reicht eine medizinische Maske (OP-Maske) aus. Kindern unter 14 Jahren ist es alternativ auch erlaubt eine Alltagsmaske zu tragen, sofern es für sie keine passende medizinische Maske gibt. Kinder unter sechs Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen.

VRR: Kein neuer Beitrag in Abellio-Angebot

19. November 2021

Überleitung der Arbeitsplätze und des Betriebs nun oberste Priorität

VRR-LogoDie Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Nordrhein-Westfalen, der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und der Nahverkehr Rheinland (NVR) können nach eingehender Prüfung ein neues Angebot des Bahnunternehmens Abellio nicht annehmen. Sie haben einen entsprechenden Beschlussvorschlag ihren Gremien zur Kenntnisnahme und Entscheidung vorgelegt.

Zur Begründung führen die Aufgabenträger an, dass Abellio trotz deutlicher Hinweise, in welchen Punkten ihr letztmögliches Angebot Nachbesserungen im Vergleich zu den bisherigen Vorschlägen enthalten müsste, keinen nennenswerten neuen Beitrag vorgelegt hat.

Oberste Priorität hat für die Aufgabenträger die Absicherung von Zuverlässigkeit und Qualität auf den derzeit von Abellio in NRW und angrenzenden Räumen betriebenen Linien sowie die Sicherung der Arbeitsplätze der derzeit noch bei dem EVU beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Falle der Direktvergaben sollen keine Arbeitsplätze verloren gehen, die Aufgabenträger werden den Übergang von an einem Wechsel interessiertem Personal unterstützen.

„Vier Stunden, bevor das aktuelle Angebot bei den Aufgabenträgern eingegangen ist, hat die Abellio Rail GmbH eine Presseinformation mit der Ankündigung der beabsichtigten Angebotsabgabe an die Medien versandt. Dieser, VRR, NWL und NVR als Vertragspartnern gegenüber, beispiellose Vorgang, hat auf unserer Seite den Eindruck erweckt, dass Abellio die Bekanntmachung der Abgabe mitsamt der unternehmenseigenen Einordnung wichtiger ist als das Angebot selbst“, erklärt VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser. „Und dieser Eindruck hat sich bei eingehender Prüfung dieses Vorschlags leider in gleich vielfacher Hinsicht bestätigt:

Abellio hat keinen dreistelligen Millionenbetrag zur Kompensation der wirtschaftlichen Schäden angeboten, auch, wenn das Unternehmen dies zum wiederholten Male in die Öffentlichkeit getragen hat. Zutreffend ist, dass das Angebot nach wie vor nur einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag umfasst, der allerdings – ausgerichtet am Gesamtschaden der Aufgabenträger – lediglich einen Beitrag von 16 Prozent leisten würde.

Von einer signifikanten Abstandszahlung als Kompensation für die Mehrkosten aufgrund der von Abellio gewünschten vorzeitigen Beendigung der Verkehrsverträge für die Linien RRX und das S-Bahnnetz Rhein-Ruhr kann daher auch in diesem neuen Angebot leider nicht die Rede sein. Insgesamt weicht dieses Angebot so evident von unseren Prämissen ab, dass wir es schlechterdings nicht akzeptieren können.“

Abellio befindet sich derzeit in einem sogenannten regulären Schutzschirmhauptverfahren in Eigenverwaltung zur Sanierung. Ronald R.F. Lünser weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Aufgabenträger ihrer Verantwortung im Hinblick auf das Ausmaß ihrer Entscheidung bewusst sind.

„Uns allen ist klar, was das für das Unternehmen Abellio und insbesondere für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet. Aber es gab in den vergangenen Wochen etliche Möglichkeiten, uns von der Ernsthaftigkeit einer Fortsetzung der Zusammenarbeit zu überzeugen. Mit einer solchen Verweigerungshaltung schadet sich das Unternehmen selbst und geht zudem fahrlässig und verantwortungslos mit der Zukunft seiner Belegschaft um. Da ist von Abellio und den Beratern bedauerlicherweise viel Vertrauen verspielt worden.“

Bahnhof Hohenlimburg soll in vier Wochen wieder öffnen

15. November 2021

Ab dem 12. Dezember sollen die Züge am Bahnhof Hohenlimburg wieder rollen – ebenso wie auf der gesamten Ruhr-Sieg-Strecke. (…)

Quelle: wp.de

Keine Annäherung in Abellio-Verhandlungen

12. November 2021

VRR tendiert zu Neuvergabe von Verkehren

Abellio_Hagen-EckeseyAbellio-Betriebswerk HA-Eckesey. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY-SA 4.0).

Wie das Wettbewerbs-Dogma in die Krise führen kann, zeigt sich aktuell nicht nur, aber auch am Beispiel des Bahn-Unternehmens Abellio, dessen NRW-Ableger seinen Sitz in Hagen hat und mehrere Regional- und S-Bahn-Linien betreibt, die die Stadt tangieren.

Der Zugbetreiber, der in der Öffentlichkeit häufig als „Privatbahn“ bezeichnet wird, ist eine Tochterfirma der niederländischen Staatsbahn Nederlandse Spoorwegen und gewaltig ins Schleudern geraten. Abellio befindet sich derzeit in einem sogenannten regulären Schutzschirmhauptverfahren in Eigenverwaltung zur Sanierung – eine Sonderform im Rahmen des Konkursrechts.

„Wir haben mit überarbeiteten Verkehrsverträgen, die Abellio wesentlich entlasten würden, ein verbindliches Angebot unterbreitet und sind in den Gesprächen der vergangenen Wochen und Monate bis an die Grenzen des Möglichen gegangen, um eine Lösung zu finden“, sagt VRR-Vorstandssprecher Ronald R.F. Lünser.

„Letztlich können wir nicht erkennen, dass Abellio und deren Mutterkonzern Nederlandse Spoorwegen bereit sind, ihren Teil zu einer konstruktiven Lösung im Sinne aller beizutragen. Es ist schon gar nicht hilfreich, wenn der beauftragte Sachwalter der Abellio Rail GmbH in der Öffentlichkeit herausstellt, das Unternehmen würde einen ‚dreistelligen Millionenbetrag‘ zur Fortführung der Verträge beisteuern, wenn doch alle an den Gesprächen Beteiligten wissen, dass der Betrag in der angestrebten Gesamtlösung tatsächlich erheblich geringer ausfallen würde.“

Sollten Abellio und Nederlandse Spoorswegen bei ihrer bisherigen Verhandlungslinie bleiben, werden die Aufgabenträger die Direktvergabe der betreffenden Verkehrsleistungen an einen oder mehrere Wettbewerber ab 1. Februar des kommenden Jahres umsetzen. Bis dahin ist die Abellio Rail GmbH aufgrund einer Ende September mit VRR, NWL und NVR abgeschlossenen Fortführungsvereinbarung verpflichtet, die Verkehre im bisherigen Umfang zu leisten.

Der VRR-Vorstandssprecher betont in diesem Zusammenhang, dass die Aufgabenträger sich auch ihrer Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abellio Rail GmbH bewusst seien. „Uns ist es wichtig, dass die engagierten Kolleginnen und Kollegen, die unverschuldet in diese Situation geraten sind, Aussicht auf eine Zukunft bei anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen haben. Sie sollen alle berufliche Chancen bekommen, an guten Fachleuten besteht hoher Bedarf.“

Hohenlimburg: Bahnhof soll im Dezember wieder öffnen

20. Oktober 2021

Der Bahnhof in Hohenlimburg soll bald wieder in Betrieb gehen: Ab Dezember soll die Ruhr-Sieg-Strecke wieder durchgängig von Siegen bis Hagen von Zügen gefahren werden. Hintergrund ist der Wechsel zum Winterfahrplan, der für den 12. Dezember angesetzt ist. „Ziel ist, dass wir die Strecke zum Fahrplanwechsel wieder planmäßig mit Personenzügen befahren können“, so ein Sprecher der Bahn auf Anfrage. (…)

Quelle: wp.de

10 Millionen Euro für saubere Mobilität

12. Oktober 2021

Verkehrsministerium fördert Elektrobusse der Hagener Straßenbahn

Seit vielen Jahren setzt die Hagener Straßenbahn (HST) emissionsarme Antriebstechnologien bei ihren Fahrzeugen ein. Jetzt beginnt für das Verkehrsunternehmen der Aufbruch in ein neues Zeitalter der Mobilität: Die Ära der vollelektrisch betriebenen Fahrzeuge beginnt.

Dazu wurden bereits vor geraumer Zeit die ersten Weichen gestellt. Mit Erteilung der Baugenehmigung für die Errichtung der notwendigen Infrastruktur im März dieses Jahres, war die erste wesentliche Hürde genommen. Danach wurde unverzüglich der abschließende Förderantrag gestellt und nach entsprechender Prüfung auch bewilligt.

Jetzt überreichte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst einen Förderbescheid in Höhe von 10.004.800 Euro für die Beschaffung von Elektrobussen sowie der zugehörigen Ladeeinrichtungen und sonstiger technischen Komponenten.

Bestellt werden 13 Solobusse und ein Gelenkbus, deren Reichweite zwischen 250 und 300 Kilometern liegt. Geladen werden die Fahrzeuge über Nacht in der Wagenhalle der HST. Ein Teil der großen Busgarage in Boelerheide wird dafür mit Ladehauben und Traversen ausgestattet. Außerdem gilt es die Abstellhalle in Brandabschnitte zu unterteilen, Änderungen an der Sprinkleranlage vorzunehmen, Löschwasserrückhaltesysteme zu installieren und Transformatoren sowie eine Übergabestation zu errichten.

„Wenn alles planmäßig verläuft, werden Ende nächsten Jahres die ersten vollelektrisch betriebenen Busse über die Hagener Straßen rollen,“ so Straßenbahn-Vorstand Christoph Köther.

Hagen: Neue ICE-Züge in alle Richtungen

9. Oktober 2021

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember baut die Deutsche Bahn (DB) ihr Fernverkehrsangebot in Nordrhein-Westfalen aus. Davon werden auch die Hagener Bahnkunden am Hauptbahnhof profitieren.

Schnellere und häufigere Direktverbindungen sowie ein ausgeweiteter Einsatz der neuen „XXL-ICE“ mit über 900 Sitzplätzen tragen zur Verkehrswende und zu einem erfolgreichen Klimaschutz bei, nimmt das Verkehrsunternehmen für sich in Anspruch. „Mit mehr als 60 Zügen täglich hat Hagen attraktive Fernverkehrsverbindungen mit einem guten Angebot nach Nord und Süd,“ so Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für NRW.“ (…)

Quelle: wp.de

Carsharing-Wüste Hagen

5. Oktober 2021

Für 190.000 Einwohner steht nur noch 1 (!) Fahrzeug zur Verfügung

Es ist schon ein Trauerspiel: In der Stadt Hagen mit 190.000 Einwohnern ist nur noch ein einziges Carsharing-Fahrzeug buchbar. Dabei ist Carsharing eine ideale Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr mit Bus und Bahn.

Allen denen, die sich dazu entschließen, vom eigenen Wagen auf den ÖPNV umzusteigen, böte sich die Möglichkeit, im Bedarfsfall auf ein Fahrzeug zurückzugreifen. Zum Beispiel für größere Einkäufe, Transporte oder zum Ansteuern von Zielen, die mit Bus und Bahn nur schwer zu erreichen sind.

„Die Etablierung von Carsharing wäre für Hagen wünschenswert“, sagte einst Stadt-Pressesprecher Michael Kaub nach einem Bericht der WPWR und verwies auf den Masterplan „nachhaltige Mobilität“. Das war vor drei Jahren, passiert ist seitdem – nichts.

Dabei hatte die Stadt damals versprochen, es sollten „die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Anbietern ermöglichen, ihr Modell zu etablieren“. Die Stadt Hagen wolle auch „aktiv auf Carsharing-Anbieter zugehen“. Zu dem Zeitpunkt gab es noch zwei Fahrzeuge, heute ist es nur noch eins.

Besser sieht es da schon in Hamm aus. Das ist jene nach Zahl der Einwohner fast gleich große Stadt, die den Hagenern zu den Zeiten, als es um Kürzungen im Kulturbereich ging, von Politik und Presse immer als großes Vorbild angedient wurde. Dort sind aktuell immerhin acht Carsharing-Fahrzeuge verfügbar.

Und nicht nur das: Selbstverständlich wird auf der städtischen Homepage auf dieses Angebot hingewiesen:

„Carsharing liegt voll im Trend. Gerade für Bewohner von Innenstädten, wo oft hoher Parkdruck herrscht, ist Carsharing eine interessante Alternative zum eigenen Auto. Grundsätzlich eignet sich Carsharing für jeden. Am meisten Sinn macht es jedoch für diejenigen, die selten oder unregelmäßig mit dem eigenen PKW unterwegs sind. Sie können sich rund um die Uhr ein Auto „leihen“ und haben keine Last mit Reinigung, TÜV, Versicherung oder sonstigen Angelegenheiten um die man sich als Autobesitzer kümmern muss.“

Unter „hagen.de“ sucht man solche Sätze – wen wundert es noch – vergebens.

Die wahren Verkehrsgefährder

4. Oktober 2021

von Heidi Wenke (VCD)

Am 24.09.21 berichtete die WP über die „Roadpol-Safety-Tage“, an denen 260 Zweiräder und 170 Kraftfahrzeuge kontrolliert wurden. Diese Zahlen und auch der Tenor des Artikels vermitteln den Eindruck, als seien die Radfahrenden das Hauptproblem.

Erst bei genauem Lesen stellte man fest, dass in dieser Zeit 78 Autos falsch abbogen oder die Vorfahrt missachteten. Also war es 78 Mal pures Glück, dass in diesem Moment keine Radfahrenden oder Passanten unterwegs waren. Geahndet wurden immerhin zwei Verstöße von Autos, die auf einem Radweg parkten. Zwei innerhalb einer Woche? So viele fallen bereits bei jeder kurzen Radfahrt durch die Stadt auf.

Am 29.09.21 berichtete die WP dann von einem polizeilichen Schwerpunkteinsatz in der Innenstadt, bei dem 24 Fußgänger ein Verwarngeld erhielten. Wofür, lässt sich nur spekulieren. Wieder wurden 13 Verstöße von Autos beim Abbiegen sowie drei Fehler beim Wenden festgestellt, und zwei Falschparker wurden immerhin “verwarnt” (mit einem Bußgeld belegt?). In dem Artikel wird aber der Eindruck vermittelt, als seien die zu Fuß Gehenden das Problem.

Nun ist es sicherlich richtig, dass auch Radelnde und zu Fuß Gehende sich nicht immer regelgerecht verhalten und dadurch hauptsächlich sich selbst gefährden. Tatsache ist aber auch, dass – laut Unfallstatistik der Polizei – das falsche Verhalten von Autofahrern gegenüber Fußgängern etwa drei Mal so häufig Personenschäden nach sich zieht wie das falsche Verhalten von Fußgängern. Dieses führt nur in drei Prozent aller Unfälle zu einem Personenschaden (in der Regel wohl dem eigenen).

Daraus muss der Rückschluss gezogen werden, den Fokus bei Verkehrskontrollen, die zur Sicherheit aller beitragen sollen, stärker auf das Verhalten der Autofahrer zu lenken – zumal Autos ein wesentlich höheres Gefährdungspotenzial darstellen als zwei Füße oder zwei nicht-motorisierte Räder.

Radverkehr im Gespräch

4. Oktober 2021

Der ADFC Hagen lädt am 6.10.2021 um 18:00 Uhr zur dritten Folge der Online-Gesprächsreihe zum Thema Radverkehr ein. Zu Gast ist diesmal Stefan Boese, seit einigen Monaten Leiter der Direktion Verkehr bei der Polizei Hagen. Diskutiert wird über Erfahrungen zum Thema Radverkehr.

Dabei interessiert den ADFC besonders, wo im Radverkehrsbereich Probleme auftauchen. Welches Fehlverhalten von und gegen Radfahrende wird von der Polizei beobachtet? Gibt es Unfallschwerpunkte? Welche weiteren Aufgaben erfüllt die Polizei im Zusammenhang mit Radfahren und was sind die Erfahrungen daraus?

Interessierte sind nach Anmeldung unter E-Mail adfc-hagen@web.de willkommen. Eine Online-Anmeldung ist ebenso möglich unter:

https://touren-termine.adfc.de/radveranstaltung/53750-diskussionsreihe-radverkehr-im-gesprach

Zur Teilnahme genügt ein Browser mit Internetverbindung, es ist keine Softwareinstallation notwendig. Eine telefonische Teilnahme ist ebenfalls möglich.

Buslinie 517 fährt ab Freitag wieder normal

1. Oktober 2021

Ab Freitag, 1. Oktober, kann die Linie 517 der Hagener Straßenbahn wieder den gesamten Linienweg befahren. Wie die Hagener Straßenbahn AG mitteilte, ist der Abschnitt von der Haltestelle „Hohenlimburg Bahnhof“ bis zur Haltestelle „Wesselbach“ nach den Instandsetzungsarbeiten zur Beseitigung der Flutschäden dann wieder passierbar. (…)

Quelle: wp.de

Freie Fahrt für Kinder am Weltkindertag 2021

19. September 2021

VRR-LogoDer 20. September 2021 ist Weltkindertag. Auch in diesem Jahr unterstützt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr den Aktionstag. Alle Kinder unter 15 Jahren fahren deshalb am morgigen Montag kostenlos in sämtlichen Bussen und Bahnen im Verbundraum. Ein Ticket ist nicht nötig. Kinder unter sechs Jahren dürfen ausschließlich in Begleitung eines Erwachsenen fahren.

„Verkehrswende jetzt!“

17. September 2021

Am Sonntag Fahrradsternfahrt Ruhr

Eine Woche vor der Bundestagswahl veranstalten der ADFC, Velocity Ruhr, VCD u.a. die Fahrradsternfahrt Ruhr. Sie steht unter dem Motto „Verkehrswende jetzt!“ Am Sonntag, den 19.09.2021 soll die im Jahr 2020 ausgefallene Fahrradsternfahrt nachgeholt werden. Von Witten über Dortmund nach Lünen zum Seepark fahren bis zu 2.000 Menschen mit dem Rad und fordern eine Verkehrswende (Symbolfoto: VCD).

Zusätzlich gibt es noch 12 Zubringerrouten aus dem Umkreis von 50 km. Nebenrouten und 12 Zustiegspunkte alleine in Dortmund, sodass für jeden interessierten Radfahrenden eine geeignete Streckenlänge dabei ist. Höhepunkt der Fahrradsternfahrt ist sicher die Stecke über die B1 und anschließend durch den Tunnel der B236.

Die Fahrradsternfahrt setzt sich ein für ein durchgängiges Radverkehrs-Wegenetz, lokal und überregional und auch im Winter. Tempo 30 in den Innenstädten. Fahrradfreundliche Rahmenbedingungen rund um Kitas und Schulen. Schaffung eines angstfreien und sicheren Fahrradklimas.

Die Zubringerroute von Hagen über Wetter nach Witten startet um 9:45h am Hasper Torhaus und macht dann Station am Hbf (10:00h) und am Europaplatz in Vorhalle (10:30).

Hohenlimburg: Bahnhof soll bis Ende 2021 in Betrieb gehen

15. September 2021

Bis Ende dieses Jahres soll der reguläre Zugbetrieb am Bahnhof in Hohenlimburg wieder anlaufen. Konkretere Prognosen kann die Bahn derzeit auf Anfrage aber nicht geben. Insbesondere die Störungen am defekten Stellwerk machen der Bahn weiter zu schaffen. (…)

Quelle: wp.de

Digitaler Haltestellenservice ausgebaut

13. September 2021

Leider mit mangelhafter Lesbarkeit

Mabeg Haltestelle 3Bereits seit Jahren verrät den Fahrgästen ein Blick auf die elektronischen Fahrplananzeigen, wann genau ein Bus die Haltestelle passieren wird. 69 dieser Anzeiger sind mit diesem digitalen Echtzeit-Service im Einsatz. Jetzt stellten Straßenbahn-Vorstand Christoph Köther und Betriebsleiter Werner Flockenhaus eine neue Generation der Fahrplaninformationssysteme vor, von denen in den letzten Monaten bereits ein Großteil im Hagener Stadtgebiet aufgebaut wurde (Foto: DW).

Auch weiterhin können bei den neuen Fahrplaninformationssystemen neben der Echtzeitanzeige auch wichtige Informationen, wie die bestehende Maskenpflicht, über einen Fließtext vermittelt werden. „Optisch haben die neuen Systeme allerding nichts mehr mit den bisherigen Anzeigetafeln gemeinsam. Sie sind jetzt in die jeweiligen Haltestellenmasten integriert und verfügen über eine sehr nützliche Zusatzfunktion. Am Haltestellenmast befindet sich ein Knopf, mit dessen Hilfe sich Menschen mit eingeschränkter Sehkraft die Inhalte des Displays über Lautsprecher vorlesen lassen können.“

Das ist auch notwendig, denn die Lesbarkeit der Echtzeitanzeigen lässt doch sehr zu wünschen übrig. Anstatt der vom Hersteller der Haltestellentafeln angebotenen und wesentlich besser lesbaren Anzeigen hat die Hagener Straßenbahn Displays eines Herstellers aus Schweden einbauen lassen. Die haben den Vorteil, dass sie nicht ans Stromnetz angeschlossen werden müssen, sondern über eine Batterie versorgt werden. Was aber auf Kosten der Lesbarkeit geht.

Wenn das Verkehrsunternehmen behauptet, es handele sich um „eine neue Generation der Fahrplaninformationssysteme“, ist das ziemlich übertrieben. Entwickelt wurde das System bereits 1979 vom Industriedesigner Prof. Herbert Lindinger und ist bereits seit Jahrzehnten europaweit im Einsatz.

Gehen – Baustein nachhaltiger Mobilität

10. September 2021

Fachverband Fußverkehr ist jetzt in Hagen mit Ortsgruppe vertreten

Die Hagener Mitglieder des FUSS e.V. – Fachverband Fußverkehr Deutschland – haben im Juli 2021 eine Ortsgruppe Hagen gegründet. Sprecher ist Matthias Täufer.

Täufer: „Die Bedeutung von Fußverkehr für eine Stadt wird immer noch unterschätzt und bei der Verkehrsplanung einfach übersehen. Jeder und jede ist täglich im Fußverkehr unterwegs: auf dem Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit, beim Spazierengehen, auf dem Schulweg, zur Bushaltestelle und sogar auf dem Weg von und zum Parkplatz. Es gibt in Hagen knapp 200.000 Fußgängerinnen und Fußgänger, aber genau null Menschen, die Fußverkehr planen. Wir wollen die Bedingungen für diese wichtige Form der Mobilität in Hagen verbessern. Zu Fuß gehen ist unschlagbar simpel, sozial, gesund, gut fürs Klima und beansprucht keine versiegelten Flächen für Parkplätze oder Umgehungsstraßen. Bei kurzen Entfernungen ist sie zudem die schnellste Art ans Ziel zu kommen – und das alles quasi zum Nulltarif.“

Der FUSS e. V. Hagen setzt sich unter anderem für folgende Ziele ein:

  • Fußverkehr wird neben Rad, ÖPNV und motorisiertem Verkehr als gleichwichtige Verkehrsform erkannt und unterstützt.
  • Die Sicherheit im Fußverkehr bekommt höchste Priorität. Ziel muss die “Vision zero” sein, also null Tote und Schwerverletzte.
  • Für den Fußverkehr stehen barrierefreie Netze, einfache Straßenquerungen und ausreichende Flächen zur Verfügung, die Gehen, Begegnen und Verweilen ermöglichen.

Die Mitglieder im FUSS e.V. – Hagen engagieren sich auch bei verkehrswende-hagen.de. Fußverkehrsinteressierte sind herzlich willkommen!

Kontakt: Matthias Täufer, hagen@fuss-ev.de

FUSS e. V. vertritt seit 1985 die Interessen der Fußgängerinnen und Fußgänger in Deutschland. Bei allen Fragen zum Fußverkehr ist der Verein Ansprechpartner für Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit. FUSS e. V. erarbeitet Stellungnahmen und schlägt Änderungen für Gesetze und Richtlinien vor und kooperiert mit Verbänden, die sich mit Rad-, Bus- und Bahnverkehr befassen, weil Gehen als wichtigster Baustein nachhaltiger Mobilität nicht isoliert betrachtet werden kann.

Vielfältige Informationen, u. a. Handlungsleitfaden für kommunale Fußverkehrsstrategien, Fußverkehrs-Checks und Fußverkehrs-Audits finden sich auf www.fuss-ev.de.

Fahrradsternfahrt Ruhr 2021

10. September 2021

sternfahrt_logoViele erinnern sich bestimmt noch an die Fahrradsternfahrt Ruhr, die 2019 durch Hagen führte. In diesem Jahr ist am Sonntag, 19. September 2021 eine Streckenfahrt von Witten nach Lünen geplant. Neben dem Event-Charakter ist die Sternfahrt auch eine Demonstration für eine umweltfreundliche Verkehrswende. Viele Menschen möchten sich für eine stärke Berücksichtigung des Radverkehrs einsetzen.

Mehrere Einstiegspunkte für Radfahrer aus Hagen werden angeboten:

Hagen-Haspe, Torhaus, Kölner Str.1, 9:45 Uhr
Hagen-Hauptbahnhof, Berliner Platz, 10:00 Uhr
Hagen-Vorhalle, Europaplatz, 10:30 Uhr
Wetter, Kaiserstr. ggü. Sparkasse, 10:45 Uhr

Die längste Strecke beträgt von Haspe bis zum Seepark Lünen 53 km. Bis zum Startpunkt der angemeldeten Demonstration am Wittener Rathaus gibt es verschiedene begleitete Gruppenfahrten. Erst ab Witten bis Lünen wird die Fahrrad-Demo von der Polizei abgesichert. Dabei geht es auch über die sonst für Radfahrer gesperrte B1 und durch den Tunnel der B236.

Für die Rückfahrt ist jeder Teilnehmende selbst verantwortlich. Dabei kann man sicherlich auch auf die Bahn zurückgreifen. Ebenso ist eine vorzeitiger Ausstieg aus der Strecke z.B. in Dortmund möglich. Am Seepark in Lünen gibt es einen gemeinsamen Ausklang mit Musik, Juxrädern und vielem mehr.

Weitere Infos gibt es unter https://fahrradsternfahrt.ruhr/

Zwei Wochen umsonst durch die Republik

8. September 2021

Ein „Dankeschön“ an alle Ticket-Abonnenten im VRR

VRR-LogoIn der Zeit vom 13. bis 26. September 2021 können Besitzer eines gültigen Abo-Tickets aus dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) den Nah- und Regionalverkehr mit Bus und Bahn bundesweit nutzen – und das ganz ohne weitere Kosten. Für das einmalige Upgrade ist lediglich eine Online-Registrierung erforderlich, die ab sofort unter www.besserweiter.de/abo-upgrade möglich ist.

Der VRR beteiligt sich am vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) initiierten „Deutschland Abo-Upgrade“. Mit dieser Aktion bedanken sich die Verkehrsverbünde, Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen in Deutschland für die Treue der Fahrgäste in Zeiten der Pandemie.

In Kombination mit ihrem gültigen ÖPNV-Abo kann damit im Aktionszeitraum in rund 95 Prozent aller Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen gefahren werden. Um auch mit ICE, IC oder EC kostengünstig zu reisen, können Abonnenten des öffentlichen Nahverkehrs darüber hinaus im Aktionszeitraum eine Probe-BahnCard für drei Monate zum vergünstigten Preis von 9,90 Euro erwerben. Auch hierfür ist die Anmeldung ab sofort möglich.

Alle Infos zum Deutschland Abo-Upgrade und den teilnehmenden Verkehrsverbünden und -unternehmen gibt es unter www.besserweiter.de/abo-upgrade.

Zehn Millionen Euro für saubere Mobilität

7. September 2021

Land fördert E-Busse und Ladeinfrastruktur in Hagen

Die Hagener Straßenbahn AG erhält für die vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bewilligte Maßnahme 10.004.800 Euro Landesförderung für die Beschaffung von 14 Elektrobussen sowie der zugehörigen Ladeinfrastruktur. Zur Prüfung und Inspektion der Elektrofahrzeuge wird außerhalb der Abstellhalle eine Havarie- und Prüffläche eingerichtet.

Christoph Köther, Vorstand der Hagener Straßenbahn AG: „Wir freuen uns sehr über die bewilligte Landesförderung, ohne die für uns der kostenintensive Einstieg in die Elektromobilität nicht möglich wäre. Mit der Zuwendung kann jetzt der Startschuss für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur und für die Bestellung von 14 vollelektrischen Omnibussen fallen. Damit nimmt der Klimaschutz in Hagen weiter an Fahrt auf.“

Einmal stempeln, zwei Personen fahren

28. August 2021

„Dankeschön“ an 4erTicket-Nutzer im September

VRR-LogoAn allen Wochenenden im September können die Besitzer von 4erTickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eine weitere Person kostenlos auf ihrem Ticket mitnehmen. Mit dieser Aktion bedanken sich die Verkehrsunternehmen im VRR einmal mehr für die Treue ihrer Fahrgäste während der Corona-Pandemie.

Bereits während der gesamten NRW-Sommerferien konnten Besitzer eines gültigen Abotickets des VRR kostenfrei und durch ganz Nordrhein-Westfalen reisen. Im Rahmen einer weiteren Tarifaktion im September 2021 wird Nahverkehrskunden nun das 4erTicket für Freitage, Samstage und Sonntage bei einmaligem Entwerten zur Nutzung für zwei Personen pro Fahrt freigegeben.

Dafür wird das Ticket je Fahrt nur einmal entwertet, gilt aber für zwei Personen. So können mit einem 4erTicket bis zu 8 Personen gleichzeitig fahren. Erwachsene Personen dürfen auch Kinder über ihre Tickets mitnehmen.

Mit der 4erTicket-Aktion sagen die Verkehrsunternehmen im VRR den Bus- und Bahnkunden ein weiteres Mal „Danke“ für ihre Geduld und Flexibilität während der Corona-Pandemie.

ADFC-Hagen-Reihe „Radverkehr im Gespräch“

22. August 2021

Am Dienstag, 24.8.2021, 18:00 Uhr, stellt der städtische Verkehrsplaner, Herr Winkler, neben anderen Radprojekten die Radverkehrsplanung im Rahmen des Neubaus der Marktbrücke in Hagen vor. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Fragen.

Interessierte sind herzlich zu dieser online-Veranstaltung des ADFC eingeladen und können sich bis Mo, 23.8., 12:00, unter adfc-hagen@web.de oder auch telefonisch unter 02331 57794 (Michael Schröder) zu einer Teilnahme anmelden.

Zur Teilnahme wird keine Softwareinstallation benötigt, lediglich Internetverbindung oder Telefon.

Bahn beliefert Walzwerke im Notbetrieb

12. August 2021

Seit dieser Woche werden Walzwerke in Hohenlimburg wieder mit Vormaterial per Schiene beliefert – im Ausnahmebetrieb. (…)

Derzeit hoffe man, bis zum Herbst die Reparaturen soweit erledigt zu haben, dass die Ruhr-Sieg-Strecke wieder im Normalbetrieb mit Personenzügen befahren werden kann. Bis dahin werden wohl nur Baumaschinen und täglich ein paar Güterzüge über die Gleise im Bezirk rollen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)


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