Archive for the ‘06 Hagen mobil’ Category

Warnstreik: Busverkehr stark eingeschränkt

27. September 2020

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst sind Warnstreiks angekündigt, von denen voraussichtlich auch die Hagener Straßenbahn AG (HST) am Dienstag und Mittwoch, 29. und 30. September 2020, ganztägig stark betroffen ist.

Sofern die Hagener Straßenbahn bestreikt wird, versucht das Unternehmen einen Notfahrplan auf Basis des Nachtexpress-Fahrplans an beiden Tagen aufrechtzuerhalten. Die ersten Fahrten würden dann ab ca. 5:30 Uhr aus den Stadtteilen beginnen, bzw. um 6:02 Uhr ab der Haltestelle Stadtmitte. Die letzten Fahrten finden um ca. 21:32 Uhr ab der Haltestelle Stadtmitte statt. Die Busse der NE-Linien 1 bis 19 fahren dann im halbstündigen Takt. Die übrigen NE-Linien 22, 31 und 32 fahren in der Zeit von ca. 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr im Stundentakt.

Weitere Informationen und Notfahrpläne

Radweg auf der L 700 besser auf Dauer anlegen

20. September 2020

Kritik an der Finanzierung aus Planungsmitteln für Fußgänger

von Heidi Wenke (VCD) und Michael Schröder (ADFC)

Am Mittwoch wurde auf DOPPELWACHOLDER.DE der Plan der Stadt Hagen angekündigt, im Rahmen der diesjährigen Stadtradeln-Aktion für 5 Wochen (25.09. – 30.10.) die jeweils rechte Fahrspur auf der viel befahrenen Enneper/Kölner Straße (L 700) in Haspe zwischen Haenelstr und In der Wacht in eine Radspur umzuwandeln.

Diese Maßnahme, auch wenn sie nur vorübergehend ist, begrüßen wir grundsätzlich und nachdrücklich. Auch wenn der geplante Zeitraum für eine verlässliche Evaluierung im Hinblick auf eine dauerhafte Einrichtung dieses Radweges recht kurz erscheint, erwarten wir von dieser Veränderung eine deutliche Verbesserung für den Radverkehr in Punkto Sicherheit und Fahrkomfort, die geeignet ist zu seiner gewünschten Steigerung beizutragen. Darum sollten im Sinne einer Verkehrswende die neuen, breiten Radspuren nicht nur temporär sein, sondern in Zukunft zur Dauereinrichtung werden.

Der bisher in diesem Bereich eingezeichnete Schutzstreifen ist besonders dort wo geparkt wird, höchst gefährlich für die Radelnden, zumal er – wie die Stadt inzwischen einsieht – zu schmal ist. Darum wird er auch unter Radfahrenden als Gefährdungsstreifen bezeichnet, welches wohl eher zutrifft.

Durch die parkenden Autos sind die Radelnden einerseits immer der Gefahr ausgesetzt, einen sogenannten Dooring-Unfall zu erleiden, wenn ein unachtsamer Autofahrer plötzlich die Tür öffnet. Und andererseits wird in der Regel der vorgeschriebene Mindest-Überholabstand von 1,50m von vielen Autofahrern nicht eingehalten, da die Markierung ihnen suggeriert, dass sie bis an die gestrichelte Linie fahren dürfen.

Unter den Radelnden befinden sich auch Schüler der beiden angrenzenden Schulen (Gesamtschule Haspe, Rudolf-Steiner Schule) die z. Zt. zu ihrer eigenen Sicherheit häufig auf dem Bürgersteig fahren, besonders in Richtung Gevelsberg, auch wenn sie auf Grund ihres Alters (ab 10) dazu nicht mehr berechtigt sind. Gerade auch für sie stellt eine breite und sicherere Radspur eine wichtige Voraussetzung dar, dass sie ihren Schulweg gefahrlos und zügig mit dem Rad bewältigen können, ohne dass es zu Konflikten mit Fußgängern kommt.

Wir hoffen also, dass die Maßnahme von den politischen Gremien beschlossen wird. Allerdings kritisieren wir die Absicht, die Kosten von 20.000 € aus den Planungsmitteln für das Fußgänger-Verkehrskonzept zu decken. Erklärtes Ziel des Radweges ist doch, Autofahrer – nicht Fußgänger – zum Umsteigen auf’s Rad zu bewegen. Daher sollten die Kosten aus den Planungsmitteln für den Motorisierten Individualverkehr (MIV) bestritten werden.

Freie Fahrt für alle Kinder

17. September 2020

Deutschland feiert am 20. September 2020 den Weltkindertag. Aus diesem Anlass fahren alle Kinder unter 15 Jahren am kommenden Sonntag in sämtlichen Verkehrsmitteln der Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und darüber hinaus in ganz NRW kostenlos. Ein Ticket ist nicht nötig.

Der VRR freut sich, wenn die jungen Fahrgäste in den Bussen und Bahnen unterwegs sind. An diesem Tag bietet sich eine gute Gelegenheit, die Fahrt mit Bus und Bahn auszuprobieren und beispielsweise mit den Eltern gemeinsam zum ersten Mal mit dem ÖPNV unterwegs zu sein. Gerade im VRR-Gebiet wächst das Verkehrsaufkommen – insbesondere in den Städten, sodass eine sichere und selbständige Mobilität von Kindesbeinen an wichtig ist.

Den ganzen Sonntag lang haben Kinder freie Fahrt in den Bussen, Straßen- und U-Bahnen der kommunalen Verkehrsunternehmen sowie den Zügen des Regional- (RE und RB) und S-Bahnverkehrs in der 2. Klasse in ganz Nordrhein-Westfalen. Kinder unter sechs Jahren dürfen ausschließlich in Begleitung eines Erwachsenen fahren.

Hagen radelt für das Klima

16. September 2020

Temporärer Radweg auf Enneper und Kölner Straße

Auf dem markierten Abschnitt soll die Fahrradstrecke entstehen. Grafik: Stadt Hagen.

Den Fahrradverkehr stärken und damit das Klima schützen – dafür setzt sich die Stadt Hagen auch in diesem Jahr mit der Teilnahme an der europaweiten Kampagne „STADTRADELN“ des Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netzwerk zum Schutz des Weltklimas, von Freitag, 25. September, bis Donnerstag, 15. Oktober, ein.

In diesem Rahmen soll zudem erstmals ein temporärer Radweg entstehen, der auf den äußeren Fahrspuren der Trasse Enneper Straße/Kölner Straße (L700) geplant ist. Der 1,4 Kilometer lange Abschnitt liegt zwischen der Abzweigung zur Haenelstraße und zur Straße An der Wacht.

Diesen Vorschlag der Stadt kann die Bezirksvertretung Haspe in ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch, 16. September, beschließen. Anschließend folgt am Dienstag, 22. September, die Beratung im Stadtentwicklungsausschuss.

Der Standort für Hagens ersten temporären Radweg an der Enneper und Kölner Straße bietet sich aufgrund seiner günstigen Verkehrslage an und gilt somit als idealer Modellversuch. Die Freigabe der Strecke soll pünktlich zu Beginn der Kampagne „STADTRADELN“ erfolgen und am Freitag, 30. Oktober, enden.

Dieser fünfwöchige Zeitraum ist dazu gedacht, die Verkehrsabläufe vor Ort zu begutachten und die Grundlage für eine langfristige Planung auf der Enneper und Kölner Straße zu bilden. Durch die Probephase prüft die Stadt, ob die beiden jeweils rechten Fahrspuren für eine dauerhafte Lösung als Radspuren geeignet sind. Für die temporäre Strecke werden Markierungen in leuchtend gelber Farbe angebracht und durch entsprechende Beschilderungen ergänzt.

Interessantes Detail aus der Beschlussvorlage: „Im betrachteten Abschnitt der Enneper und Kölner Straße ist zurzeit ein Schutzstreifen markiert. Nach Prüfung der Verwaltung ist der Schutzstreifen auf der Enneper und Kölner Straße keine geeignete Führungsform, um den Radverkehr verkehrssicher zu führen.“

Eine überraschende Kehrtwende, denn der Schutzstreifen ist vor garnicht allzu langer Zeit von derselben Verwaltung angelegt worden.

Wie fahrradfreundlich ist Hagen?

9. September 2020

Jetzt abstimmen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020

Ab sofort läuft die Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Der Fahrradclub ADFC ruft gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wieder hunderttausende Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Förderung des Radverkehrs zu erkennen.

Der ADFC bittet die Bürgerinnen und Bürger um zahlreiche Teilnahme: „Fahrradfreundlichkeit ist ein echter Standortfaktor und ein Synonym für Lebensqualität geworden. Hat es in letzter Zeit Verbesserungen gegeben und kommen diese auch bei den Bürgerinnen und Bürgern an? Was läuft schon gut – was nicht? Wir bitten alle Hagener, sich ein paar Minuten für die Befragung auf www.fahrradklima-test.adfc.de zu nehmen. Es lohnt sich!“

Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob die Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren insgesamt sicher anfühlt.

170.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bundesweit 2018 an der Umfrage beteiligt – 40 Prozent mehr als 2016. Sie haben 683 Städte und Gemeinden bewertet (2016: 539).

Hagen schloss beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test deutschlandweit mit dem vorletzten Platz ab. Schlechter war nur Remscheid. In den Jahren zuvor lag Hagen mehrfach auf dem letzten Platz als fahrradunfreundlichste Großstadt Deutschlands.

Ein kleines Stück Kopenhagen in Hagen

7. September 2020

Hagener Forum für Fuß- und Radverkehr lädt alle Radfahrer und Radfahrerinnen zur Pop-Up-Radspur-Demo ein

Samstag, 12.09.2020 von 14:00 bis 15:00 Uhr

Hagen, Graf-von-Galen-Ring – eine exklusive Radspur in Fahrtrichtung Körnerstraße zwischen Elberfelder Str. und Martin-Luther Straße

Normalerweise ist der Graf-von-Galen-Ring für Radfahrende äußerst abschreckend. Für eine Stunde am Samstag ist es anders. Über eine geschützte Fahrradspur fährt man entspannt auf dem Ring.

Bei der Planung des Bahnhofbereichs vor einigen Jahren hat man den Radverkehr einfach „vergessen“. Es gibt weder Radwege in Längsrichtung des Ringes, noch ein Überweg für Radfahrende vom Bahnhof in Richtung City zur Bahnhofstraße.

Im März wurde die neue Bahnhofshinterfahrung eröffnet. Ziel des Mammutprojektes war, so wurde immer wieder beteuert, den Graf-von-Galen-Ring deutlich vom Verkehr zu entlasten und ihn zu beruhigen. Nach Meinung des Forums ist es darum notwendig, die Spuren von zwei auf eine je Fahrtrichtung zu reduzieren. Dadurch würde auch Platz für eine Fahrradspur entstehen, die im weiteren Verlauf an die Umweltspur Körnerstraße andocken könnte.

Ebenso hält das Forum, gerade wegen des starken Fußgängerverkehrs in diesem Bereich, eine Absenkung auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h geboten.

Weitere Infos und Regeln zur Teilnahme findet man unter:
www.adfc-nrw.de/hagen und https://nrw.vcd.org/der-vcd-in-nrw/hagen-maerkischer-kreis/

Verkehrswende in Hagen? Das Wie bleibt unklar

31. August 2020

Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2020

Mit zunehmendem Autoverkehr werden Städte schmutziger, lauter und von Staus geplagt. Das gilt auch für Hagen. „Für uns ist eine lebenswerte Stadt eine mit mehr Platz für Menschen, die sich zu Fuß oder mit dem Rad fortbewegen statt mit dem Auto“, meint das Hagener Forum für Fuß- und Radverkehr, das sich den programmatische Namen „Verkehrswende Hagen“ gegeben hat. Getragen wird das Forum von ADFC und VCD sowie von nicht organisierten Einzelpersonen.

Um Wählerinnen und Wählern, die sich für Verkehrspolitik interessieren, eine Entscheidungshilfe für ihre Stimmabgabe bei der Kommunalwahl 2020 zu geben, hat das Forum Fragebögen mit „Wahlprüfsteinen“ an alle im Hagener Rat vertretenen Parteien und an die drei Oberbürgermeister-Kandidaten mit den größten Erfolgsaussichten versandt.

Erfreulicherweise sehen alle Parteien (bis auf die AfD) und OB-Kandidaten einen optimalen Modal Split, d.h. eine optimale Verteilung der Verkehrsmittelnutzung, bei einem niedrigeren Autoverkehrsanteil als dem aktuellen. Dabei wird dem Platzbedarf für Autos – siehe die häufigen/zahlreichen Diskussionen zum Thema ‚Parkdruck‘ – außer bei den Grünen überhaupt keine Bedeutung zugemessen.

Alle Antworten (außer AfD) sehen die zügige Umsetzung des Radverkehrskonzeptes als ein wichtiges politisches Ziel. Zur Förderung des Zu-Fuß-Gehens werden schöne und sichere Fußwege, besonders auch für Kinder, mehrheitlich für wichtig erachtet; dazu gehört auch das Verbot von aufgeschultertem/vollständigem Parken auf Gehwegen. Die AfD schätzt sogar einen Modal Split für erreichbar ein, indem der Fußverkehr komplett entfällt.

In Hagen ist lange wenig passiert und ja, Hagen hat bisher wenig Kapazitäten für Radverkehrsplanung und viele sehr schmale bis gar nicht vorhandene Fußwege – aber wenn man nicht völlig abgehängt werden will, darf man seine Ziele auch nicht zu niedrig setzen.

Die Antworten zeigen die grundsätzliche Bereitschaft praktisch aller Befragten, an der gegenwärtigen Verkehrspolitik Änderungen zu Gunsten der bisher benachteiligten Radfahrer und Fußgänger vorzunehmen. Allerdings ist – außer bei den Grünen – kaum Bereitschaft zu erkennen, dem Autoverkehr dafür Platz zu entziehen, z.B. durch Verknappung und Verteuerung von Parkraum.

Ebenso fehlt bei vielen Befragten die Vision einer zukünftigen Verkehrszusammensetzung (Modal Split), die sich vom Status quo erkennbar unterscheidet. Wie also die angestrebten, mehr oder weniger ambitionierten, Ziele erreicht werden sollen, bleibt unklar.

„Wahlprüfsteine“ des Forums Verkehrswende Hagen: Übersicht und Einzelauswertung

Bundesumweltminister bietet Hagen Millionen-Förderung an

26. August 2020

Geld für moderne Radverkehrskonzepte ist in Berlin reichlich vorhanden, es muss allerdings abgefragt werden – Hagen spielt da kaum eine Rolle.

Die schon fast verzweifelt wirkende, achselzuckende Geste von Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist entlarvend. Mit ihrem Tablet in der Hand kann die Berliner Ressortchefin lediglich eine einzige Fördermaßnahme seit dem Jahr 2018 entdecken, bei der sich die Stadt Hagen um Mittel aus ihrem Ressort bemüht hat – 108.890 Euro für die Infrastrukturmaßnahme einer Radstation wurden im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative bewilligt. Ansonsten nichts.

Die erfolgreichen Antragslisten vieler anderer Städte, so unterstreicht die Sozialdemokratin beim Weiterwischen auf ihrem Computer, erstreckten sich hingegen über mehrere Seiten. (…) „Man muss unsere ausgestreckte Hand auch nehmen. Wir wollen ja, dass das Geld abfließt.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Dass es sich bei der Überschrift („Minister“ statt „Ministerin“) um die Original-Headline der WPWR-Onlineausgabe handelt, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Der eigentliche Skandal liegt, neben der offensichtlich gewordenen Unfähigkeit der Stadt, reichlich existierende Fördermittel abzurufen, in dem, was Michael Schröder vom ADFC laut Presse formuliert: „Unsere Stadtverwaltung tut sich sehr schwer und ist weiterhin stark auf das Auto fixiert. Ich bohre schon seit 1995 dicke Bretter. Erst die Klagen der Deutschen Umwelthilfe haben den Wandel beschleunigt, aber über die Ankündigungsphase sind wir dennoch bis heute nicht hinausgekommen.“

Als ein Beispiel unter mehreren nennt Schröder die Bus-/Radspur auf der Körnerstraße, die erst drei Jahre nach der politischen Entscheidung realisiert wurde. Dabei ging es nicht um aufwendige Umbauten, sondern lediglich um simple Fahrbahnmarkierungen und das Aufstellen einiger Schilder.

Er hätte auch die Hohenlimburger Straße erwähnen können, auf der ebenfalls ein Radweg beschlossen wurde. Die Verwaltung legte trotzdem eine Planung ohne Radweg vor. Nach Protest der Politik muss jetzt neu geplant werden, was zu einer Verzögerung und weiteren Kosten führt.

Auch an der Enneper Straße in Westerbauer wurde die politisch beschlossene Planung nur in Teilen umgesetzt. Hier blieb ein Einschreiten allerdings aus – nicht unbedingt verwunderlich, zuständig ist die berüchtigte Bezirksvertretung Haspe unter ihrem Vortänzer Dietmar Thieser (SPD). Der gaukelt jetzt den Bürgern in einem an die Hasper verteilten Faltblatt vor, er wolle „Hagen fahrradfreundlich machen“.

Nicht auszuschließen, dass auch die Nichtbeantragung von Fördergeldern weniger einem Personalmangel oder Unfähigkeit zu verdanken ist, sondern Kalkül dahintersteckt: Kräfte in der Verwaltung und noch mehr im politischen Raum, denen das Thema Verkehrswende grundsätzlich ein Dorn im Auge ist.

Das würde die rabiate Abwehrhaltung gegenüber Vorstößen zu Änderungen der Hagener Verkehrspolitik erklären, die es ja seit mindestens drei Jahrzehnten immer wieder gegeben hat. In diesem Zusammenhang ist es äußerst auffällig, dass auf einmal alle den Fahrradverkehr für sich entdeckt haben wollen.

Vor dem Hintergrund nahender Kommunalwahlen wird auf allen Ebenen kräftig Kreide gefressen. Und anschließend werden die Schubladen mit den vielen schönen Gutachten wieder geschlossen.

Bahn: Haltausfälle in Hagen-Vorhalle und Wetter

19. August 2020

Wegen Baustelle Einschränkungen auf den Linien RB 40 und RE 16

Unterwegs entlang der Ruhr. Foto: Abellio/Philipp Liebermann

Im Zeitraum von Mittwoch, 19.08.2020 (01:30 Uhr), bis Montag, 24.08.2020 (04:30 Uhr), ist die Strecke zwischen Hagen Hbf und Witten Hbf für die Züge der Linien RB 40 und RE 16 von Abellio aufgrund von Bahnsteigarbeiten gesperrt. Dies führt zu Einschränkungen auf dem Streckenverlauf beider Linien: Die betroffenen Züge der Linien RB 40 und RE 16 werden zwischen Hagen Hbf und Witten Hbf umgeleitet, die Zwischenhalte entfallen.

Die Haltausfälle des Bahnhofes Hagen-Vorhalle (nur RB 40) und des Haltepunktes Wetter werden durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV), der zwischen Hagen Hbf und Witten Hbf pendelt, ersetzt.

Zur Sicherstellung der letzten Reisekette in Richtung Essen Hbf wird die letzte Fahrt des SEV (RB 40) bis Bochum Hbf verlängert.

Zwischen Hagen Hbf und Witten Hbf verkehren beide Linien nach regulärem Fahrplan.

Weiterhin kann sich die Fahrzeit durch die Nutzung des SEV verlängern. Abellio empfiehlt, die aktuellen Fahrzeiten und Informationen zu den Fahrten sowie Ersatzhalten in den bekannten Auskunftsmedien zu beachten und mehr Reisezeit in dem betroffenen Zeitraum einzuplanen.

Die aktuellen Fahrpläne sind online unter www.abellio.de abrufbar. Fahrgäste haben außerdem die Möglichkeit, sich in der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der Deutschen Bahn AG über die gültigen Fahrzeiten der Regel- und Ersatzverkehre zu informieren.

Kein Plan, kein Geld, kein Bock, keine Visionen?

14. August 2020

Historisch betrachtet ist das Ruhrgebiet eine Auto-Region. Die Gründe für das langsame Vorankommen der Verkehrswende sind allerdings komplexer: Die Kommunen kämpfen nicht nur mit ihren Finanzen, sondern auch um Fachkräfte, gegen die Unverbindlichkeit ihrer Klimaschutzkonzepte und den fehlenden Mut vieler Stadtspitzen. Mit Weitsicht wird der Verkehrswende nicht begegnet, Entwicklungen wurden verschlafen. Eine Lösung könnte sich im großen Potenzial der Ruhr-Universitäten finden. Wir haben die Situation in den Kommunen des Reviers analysiert.

Quelle: Stolpersteine der Ruhr-Radwende (Correktiv)

Anmerkung: Hagen wird zwar nicht erwähnt, aber die grundsätzliche Einschätzung trifft zu.

Zum Schulstart keine zusätzlichen Corona-Busse

8. August 2020

Abstand halten ist in Corona-Zeiten das Gebot der Stunde. Die Hagener Straßenbahn AG will aber zum Schulstart am kommenden Mittwoch nicht mehr Einsatzwagen fahren lassen als vor Ausbruch der Seuche. Das teilte ein Straßenbahn-Sprecher der WPWR mit.

Anders sehen das die Dortmunder Stadtwerke, die in der Nachbarstadt den öffentlichen Personennahverkehr betreiben. Mit insgesamt 441 Zusatzfahrten morgens und mittags wird dort das Angebot im Schulverkehr mehr als verdoppelt.

Jetzt will auch die nordrhein-westfälische Landesregierung bis zu 1000 zusätzliche Schulbusse einsetzen. Die Maßnahme ist zunächst für die 43 Schultage bis zu den Herbstferien vorgesehen. Dafür sollen 13,5 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Zusätzlich soll der Schulbeginn versetzt stattfinden, um das Schüleraufkommen zu entzerren. Ob so etwas auch Hagen plant, ist nicht bekannt.

Busse werden mit Corona-Scheiben bestückt

25. Juli 2020

Ticketverkauf beim Fahrer startet wieder

Seit Beginn der Corona-Einschränkungen Mitte März wurde in den Bussen der Hagener Straßenbahn die vordere Tür gesperrt und der Ticketverkauf durch den Fahrer eingestellt. Nachdem in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wieder etliche Lockerungen umgesetzt wurden, hebt die Hagener Straßenbahn diese Einschränkung nunmehr sukzessive wieder auf.

Um weiterhin beim Ticketverkauf den nötigen Infektionsschutz zu gewährleisten, werden die Fahrerarbeitsplätze vom Fahrgastinnenraum mittels einer Glasscheibe voneinander getrennt. Diese Scheiben sind bereits in zahlreichen Fahrzeugen installiert, so dass ab Montag, 27. Juli 2020, zunächst auf den Linien 512, 519, 521 und 542 die vordere Tür wieder geöffnet wird und der Vorne-Einstieg verbindlich vorgeschrieben ist.

Nach der Ausstattung weiterer Fahrzeuge mit den Hygienescheiben, wird diese Regelung nach und nach auf die weiteren Linien ausgeweitet. Die Fahrzeuge sind mit entsprechenden Aufklebern versehen, die auf den Vorne-Einstieg hinweisen. Mit dem Start des Ticketverkaufs beim Fahrer werden auch verstärkt Fahrausweisüberprüfungen vorgenommen. Die Hagener Straßenbahn weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass in den Bussen auch weiterhin Maskenpflicht besteht.

Für die Linien und Busse bei denen der Vorne-Einstieg und noch kein Ticketkauf beim Fahrer möglich ist, gilt nach wie vor der Einstieg an der zweiten Tür. Für die Fahrgäste ist weiterhin empfohlen sich ein Ticket über die alternativen Kaufmöglichkeiten zu holen.

„Im Sinne der nachhaltigen Mobilität“

2. Juli 2020

Wirtschaftslobby fordert: E-Autos auf Busspuren


Sehr schön auf diesem Video zu sehen: Endlich werden die Fahrgäste in den Bussen nicht mehr durch Blechlawinen behindert.

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), der Handelsverband Südwestfalen und die Kreishandwerkerschaft Hagen fordern die Öffnung der Busspuren auf der Körnerstraße in Hagen für E-Fahrzeuge.

„Seit einem halben Jahr sind jeden Werktag in Spitzenzeiten Rückstaus von mehr als 50 Fahrzeugen Richtung Innenstadt auf der Körnerstraße zu beobachten“, hat Klaus Willmers, Geschäftsführer des Handelsverbandes Südwestfalen, festgestellt und räumt gleichzeit ein: „Zugleich fließt der Busverkehr wie gewünscht auf den Busspuren.“

Vor der Einrichtung der Busspur standen die 50 Fahrzeugen in zwei Reihen zu je 25 vor der Ampel an der Einmündung Karl-Marx-Straße und kamen auch nicht schneller voran, da es hinter der Kreuzung auf nur einer Spur weitergeht. Dabei blockierten die Fahrzeuge, in denen in der Regel nur eine Person sitzt, den Busverkehr. Dessen Fahrgäste freuen sich dagegen nun über ein zügiges Vorankommen.

„Im Sinne der nachhaltigen Mobilität und einer attraktiv erreichbaren Innenstadt, sollten Politik und Verwaltung eine Öffnung der Busspuren für E-Fahrzeuge auf der Körnerstraße durchsetzen. Das macht den Umstieg auf E-Fahrzeuge attraktiver und unterstützt den Einzelhandelsstandort“, so die Wirtschaftslobby weiter.

Eine Öffnung für E-Autos bedeutete aber praktisch die Abschaffung der gerade als einen ersten Schritt hin zu einer Verkehrswende eingerichteten Busspuren, da es kaum kontrollierbar wäre, dass sich auch Verbrenner sogleich im großen Stil wieder einreihen würden.

„Wenn potentielle Einkäufer von außerhalb in die Stadt kommen, werden sie das – so lange der Bahnhof und seine Umgebung so aussehen wie heute – nur im Ausnahmefall mit Bus und Bahn machen. Sie kommen mit dem Auto. Wenn man dann feststellt, dass gleich aus welcher Himmelsrichtung man sich der Innenstadt mit dem Auto nähert, Abbiegerspuren und Auffahrtsrampen gesperrt und Staus und Umwege an der Tagesordnung sind, überlegt man es sich zweimal, ob man in Hagen oder einer anderen Stadt einkaufen oder arbeiten geht“, so SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat.

Auch andere Städte unternehmen (gezwungenermaßen) Schritte zur Eindämmung des motorisierten Individualverkehrs. So wird beispielsweise in Dortmund die Einfahrt aus südlicher Richtung in die Innenstadt mit Pförtnerampeln geregelt, die nur soviel Verkehr durchlassen, wie es als verträglich angesehen wird. Auf einer der Haupteinfallschneisen aus östlicher Richtung ist eine der beiden Richtungsfahrbahnen sowohl für Lkw als auch für den klassischen Individualverkehrs gesperrt.

Da wird man es sehr wohl zweimal überlegen, ob man in dieser anderen Stadt oder vielleicht doch besser in Hagen einkaufen geht.

Ein Dankeschön vom VRR

26. Juni 2020

Gültigkeit der Abos wird in den Sommerferien erweitert

Der Verwaltungsrat des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) hat eine spezielle Aktion für Abo-Kunden verabschiedet, mit der sich der Verbund und die im VRR zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen bei ihren Stammkunden bedanken möchten, dass sie trotz der Corona bedingten Einschränkungen der vergangenen Monate das Vertrauen in den Nahverkehr behalten haben.

Alle VRR-Abo-Kunden und Nutzer des VRR-Sozialtickets können in den NRW-Sommerferien 2020, montags bis freitags ganztägig verbundweit unterwegs sein – zudem kann der Ticketinhaber auch ein Fahrrad mitnehmen.

Damit können die Freizeitangebote im gesamten VRR in den Ferien mit dem ÖPNV erreicht werden. Wer also sonst mit seinem Ticket beispielsweise nur in Hagen unterwegs sein durfte, kann nun sechs Wochen lang von Montag bis Freitag den ganzen Tag durch das VRR-Gebiet fahren.

An den Wochenenden ist es zudem möglich durch ganz NRW zu reisen. Denn an den sieben Ferienwochenenden gilt die Aufwertung landesweit. Hier können alle VRR-Abo-Kunden ihr Ticket samstags und sonntags für unbegrenzte Fahrten in allen Nahverkehrsmitteln in ganz NRW nutzen – und dann sogar mit der gesamten Familie.

Das Angebot gilt für die Ticketinhaberin oder den Ticketinhaber und vier weitere Personen – konkret für zwei Erwachsene und drei Kinder bis einschließlich 14 Jahren. Dann ist allerdings eine Fahrradmitnahme nur möglich, wenn je Fahrrad ein entsprechendes NRW ZusatzTicket (FahrradTagesTicket NRW) gelöst ist.

Alle Details und FAQ

Spatenstich für Radwegbrücke über die Volme

25. Juni 2020

Heute beginnt der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) den Neubau der Fuß- und Radwegbrücke über die Volmemündung. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Mai 2021 andauern.

Der Neubau wird mit Hilfe von Fördermitteln des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes NRW und Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ finanziell gefördert. Außerdem übernimmt der Regionalverband Ruhr (RVR) den 20-prozentigen Eigenanteil bei der Finanzierung. Das Investitionsvolumen beträgt 2,4 Millionen Euro.

Der Brückenüberbau wird in Stahlweise errichtet. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 132 Meter und die drei Innenfelder haben jeweils eine Spannweite von 30 Metern. Die tragende Konstruktion des Überbaus bildet als sogenannter Trogquerschnitt zwei außenliegende durchlaufende Rohrfachwerke. Der Überbau lagert auf vier Pfeilern und zwei Widerlagern aus Stahlbeton.

Während der Arbeiten muss der Fuß- und Radweg im Bereich der Baustellenzufahrt gesperrt werden. Es handelt sich um den Abschnitt an der Nordostseite (volmeseitig) der B54 vom Vorhaller Kreisel bis zur Kreuzung Brünninghausstraße auf der Herdecker Straße. Radfahrer und Fußgänger nutzen in diesem Zeitraum bitte die gegenüberliegende Straßenseite. Die Umleitung ist ausgeschildert.

„Gefährliche Konflikte sind vorprogrammiert“

16. Juni 2020

Zur Eröffnung des Radweges auf der Enneper Straße

von Michael Schröder, ADFC

Zunächst ist es sehr erfreulich, dass die Bauarbeiten an der Enneper Straße beendet sind und dass es eine Umverteilung der Verkehrsflächen zu Gunsten der Fußgänger und Radfahrenden erfolgt ist. Allerdings ist die Ausführung reichlich misslungen. Auf den 800 Metern Radweg erwartet den Fahrradfahrern einige böse Überraschungen.

Bereits die Ausführung als Hochbordradweg und nicht als breiter Radfahrstreifen auf Fahrbahnniveau passt eher in die 1960er Jahre, als die Radfahrer noch als eine Art „Fußgänger auf Rädern“ angesehen wurden. Gefährliche Konflikte mit Fußgängern, sowie ein- und ausfahrende Autos und LKW an den vielen Einmündungen und Grundstückszufahrten sind vorprogrammiert.

So endet die rote Radwegfarbe prompt an der Zufahrt zum neuen Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Brandtgelände. Der Radweg hat hier lediglich graue Asphaltfarbe und zwei aufgemalte Fahrradsymbole, die man jedoch leicht übersieht. Zudem biegen die Autos mit hoher Geschwindigkeit über den Radweg ab, da man sehr große Kurvenradien gebaut hat. Viele AutofahrerInnen vergessen den vorgeschriebenen Schulterblick.

Wer es dann bis zum plötzlichen Radwegende geschafft hat, den erwartet eine baulich ungeschützte und verschwenkte Aufleitung vom Radweg auf die Fahrbahn. Zwar gibt es hier eine schmale Schutzstreifenmarkierung, die aber, aufgrund der Engstelle, von den Autos überfahren wird.

Dabei war in der ursprünglichen Planung ein durchgängiger Radweg vorgesehen. Warum man davon abgewichen ist und so eine weitere Gefahrstelle geschaffen hat, ist vollkommen unverständlich.

Siehe dazu auch:

Abruptes Ende
Radfahrer sind noch immer die Stiefkinder der Hagener Verkehrspolitik

Hagen: Erster Schritt für Radweg vom Ruhrtal in die City

12. Juni 2020

Der Radweg vom Ruhrtal in die Hagener Innenstadt wird zumindest auf einem Teilstück Wirklichkeit. In Vorhalle wird daran gebaut. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Konflikte vorprogrammiert

29. Mai 2020

Hagen soll eine erste Fahrradstraße bekommen

Die Augustastraße in Hagen-Wehringhausen soll die erste Fahrradstraße in Hagen werden; aber: sie soll weiter für den Kfz-Verkehr frei sein, so beschreibt es eine Vorlage der Stadtverwaltung, die am 03.06. in der Bezirksvertretung Mitte (BV) auf der Tagesordnung steht.

Die BV soll demnach auf Grundlage der vorliegenden Planung einen Zuschussantrag im Rahmen der Förderung Nahmobilität des Landes Nordrhein-Westfalen befürworten.

Die Augustastraße sei eine, den Radverkehr betreffend, wichtige stadtteilübergreifende als auch regional bedeutende Verbindung. Sowohl im Masterplan „Verkehr Hagen-Wehringhausen“, im Radverkehrskonzept der Stadt Hagen als auch in den streckenbezogenen Maßnahmenempfehlungen des Konzeptes für die Weiterentwicklung des regionalen Radwegenetzes werde auf die Bedeutung der Augustastraße verwiesen und die Widmung zur Fahrradstraße empfohlen.

Nur ist es mit dem Begriff „Fahrradstraße“ so eine Sache. Er bedeutend nicht, dass es sich um eine Strecke ausschließlich für Radfahrer handelt; Kraftfahrzeuge werden weiterhin ausdrücklich zugelassen.

Der überwiegende Teil der Augustastraße wird sich baulich nicht ändern und lediglich mit Verkehrsschildern und Pictogrammen bestückt, die auf die neue Widmung hinweisen. Ob das ausreicht, darf zumindest bezweifelt werden. PS-Protze dürften sich kaum beeindruckt zeigen. Konflikte sind damit absehbar weiter vorprogrammiert.

Am Anfang der Augustastraße zwischen Bergischem Ring und Södingstraße wird es geradezu gefährlich für Radler. Dort sollen sie zukünftig auch gegen die Einbahnrichtung fahren dürfen. Eine gesicherte Fahrbahn ist allerdings nicht vorgesehen. Dafür hätten nur fünf (!) Parkplätze geopfert werden müssen, aber dazu konnte sich die Verwaltung nicht durchringen.

Eine Verkehrswende in Hagen, die ihren Namen verdient, hat also weiterhin einen schweren Stand.

Material: Planung Augustastraße Teil 1 und Teil 2 (pdf)

Nahverkehrsplan: 1 Metropole – 11 Punkte – 12 Unternehmen

29. Mai 2020

Oberbürgermeister und Landräte unterzeichnen gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen 11-Punkte-Plan zur Stärkung des Nahverkehrs im Ruhrgebiet

Eine starke Metropole benötigt einen starken und gut vernetzten Nahverkehr, der die Grenzen von Städten und Kreisen überwindet. Dafür steht der 11-Punkte-Plan zur Stärkung des ÖPNV in der Metropole Ruhr, den die Oberbürgermeister – unter ihnen Hagens OB Erik O. Schulz – und Landräte des Ruhrgebietes zusammen mit den Nahverkehrsunternehmen und dem Regionalverband Ruhr (RVR) erarbeitet haben.

Am Donnerstag unterzeichneten die Partner den Plan in Bochum im Anschluss an die Sitzung des Kommunalrates, dem Gremium der elf Oberbürgermeister und vier Landräte im RVR.

„1 Metropole – 11 Punkte – 12 Unternehmen“ lautet die Überschrift des gemeinsamen Konzepts, das dem Metropolenverkehr im Ruhrgebiet einen starken Impuls gibt, damit er nach der Corona-Pandemie neu durchstarten kann. Basis ist die Ausweitung der „Kooperation östliches Ruhrgebiet“ (KöR) hin zur „Kooperation Metropole Ruhr“ (KMR). In der deutlich erweiterten Kooperation schließen sich nun alle Verkehrsunternehmen des Ruhrgebiets zusammen.

Erklärtes Ziel im 11-Punkte-Plan ist ein einfacher Tarif, bestehend aus zwei kostengünstigen Preisstufen, ergänzt um einen entfernungsabhängigen Tarif. Das Konzept sieht zudem mehr Metrobuslinien als Ergänzung zum bestehenden Angebot von Bus und Bahn vor. Der kontinuierliche Ausbau von Elektro-und Wasserstoffbussen soll den Nahverkehr im Ruhrgebiet sauberer machen. Für die Kundinnen und Kunden werden alle Mobilitätsangebote in einer App gebündelt.

11-Punkte-Plan zur Stärkung des Nahverkehrs im Ruhrgebiet (pdf)

Mit dem Bus in die Urzeit

22. Mai 2020

ÖPNV-Optimierungen für Hagen-Vorhalle

Zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni realisiert die Hagener Straßenbahn AG im Raum Vorhalle mehrere Änderungen zur Optimierung von Umsteigebeziehungen mit anderen Bus- und Bahnlinien. Erstmalig wird auch das Wasserschloss Werdringen, Museum für Ur- und Frühgeschichte, direkt erreichbar sein.

Um die Anschlüsse an der Haltestelle „Geitebrücke“ an die Linien 518 und 519 von/nach Herdecke zu verbessern, verschieben sich die Abfahrtszeiten der Linie 516 montags bis samstags tagsüber in beide Richtungen um sieben Minuten.

Ebenfalls von montags bis samstags besteht am Bahnhof Hagen-Vorhalle ein Anschluss an die S-Bahn-Linie 5 sowohl in/aus Richtung Witten-Dortmund als auch in/aus Richtung Hagen Hauptbahnhof.

Um das Wasserschloss Werdringen, Museum für Ur- und Frühgeschichte, besser anzubinden, werden montags bis samstags in der Zeit von ca. 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr und sonntags von 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr die bisher in Brockhausen endenden Fahrten bis nach Werdringen verlängert.

Die Linie 536 verkehrt künftig ab der Haltestelle „Weststr.“ auf einem neuen Linienweg. Die Busse fahren über die Weststraße und Vorhalle Mitte zum Vorhaller Bahnhof und wieder zurück. Am Bahnhof Vorhalle besteht Anschluss von und zu den Zügen der Linie RB40 in Richtung Witten/Bochum/Essen.

Diese Verbindung ist auch für Fahrgäste aus dem Raum Boele interessant, die in Richtung Bochum oder Essen reisen möchten. Beispielsweise von der zentralen Haltestelle „Boele Markt“ ist man in 10 Minuten am Bahnhof Vorhalle, zum Hauptbahnhof dauert es doppelt so lange.

Fahrpläne ab 14. Juni 2020: 516, 536 (pdf)

Für eine attraktive Verkehrswende in Hagen

17. Mai 2020

„Forum für Fahrrad- und Fußverkehr“ gegründet

Auch wenn das öffentliche Interesse sich im Augenblick hauptsächlich auf das Corona-Virus konzentriert, gibt es auch andere Neuigkeiten.

Seit Kurzem ist ein neuer Akteur im Ringen um nachhaltige Mobilität in Hagen vertreten. Das „Forum für Fahrrad- und Fußverkehr“ ist ein Zusammenschluss von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für die Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Hagen einsetzen. Neben interessierten und sachkundigen Bürgern sind auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) beteiligt.

Der Fuß- und Radverkehr wurde bisher von Verkehrsplanung und Politik weitgehend vernachlässigt und hat eine zu kleine Lobby in Hagen. Fußgänger und Radfahrende müssen sich oftmals schmale Wege teilen. An den meisten Hauptverkehrsstraßen existiert keinerlei Radinfrastruktur. Neben dem Umweltschutz und der Lebensqualität in der Stadt geht es den Forumsmitgliedern um eine attraktive Verkehrswende, hin zur stärkeren Nutzung des Umweltverbundes von Fuß, Rad und ÖPNV.

Man werde sich aktiv in die Politik in Hagen einmischen. Statt nur Kritik zu üben, möchte die Gruppe die Politik auch mit Vorschlägen und neuen Konzepten, großen wie kleinen, begeistern und überzeugen, um endlich den Mut für eine Verkehrswende zu fassen. „Hagen braucht eine Vision, wie es anders geht und einen Weg, wie man dorthin kommt“, so Tim Riemann vom Forum. Aufgrund der aktuellen Pandemie sind geplante Aktionen, wie beispielsweise eine Demonstration für eine Radspur auf dem Graf-von-Galen-Ring, leider nicht möglich.

Trotzdem will man auch in der Krise aktiv sein, da man die Gefahr sieht, dass vermehrt die Bürger vom Bus auf‘s Auto wechseln. Hier sollen unter anderem verkehrsrechtliche Änderungen, wie die Einrichtung von verkehrsberuhigten Bereichen, ins Gespräch gebracht werden, damit für Umsteiger das Zu-Fuß-Gehen und das Radfahren viel attraktiver wird.

Außerdem hat sich der Zusammenschluss als Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit für das Thema zu begeistern. „Viele Menschen würden gerne neue Wege einschlagen, vor allem mehr Fahrrad fahren, trauen sich aber noch nicht. Wir wollen sie unterstützen, wenn sie das Gefühl haben, die Infrastruktur passt noch nicht.“, sagt Katrin Heinrichs.

Grundsätzlich ist das Forum offen für alle interessierten Unterstützer und freut sich über neue Gesichter. Da das monatliche Treffen im AllerweltHaus zur Zeit nicht möglich ist, trifft man sich regelmäßig in einer Videokonferenz. Dort werden anstehende Aktionen diskutiert und neue Anregungen und Konzepte entwickelt. Alle können sich beim Forum unter der E-Mail-Adresse info@verkehrswende-hagen.de melden. Sprecher Peter Blomert sagt, „Wir sind offen für alle, die der Meinung sind, dass die bisherige Ausrichtung auf den Motorisierten Individualverkehr nicht der richtige Weg ist.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: https://verkehrswende-hagen.de.

NachtExpress-Angebot wird wieder ausgeweitet

16. Mai 2020

Ab Montag, dem 18. Mai 2020, fahren die NachtExpress-Linien der Hagener Straßenbahn von sonntags bis donnerstags wieder nach dem regulären Fahrplan.

In den Nächten Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag verkehren die Busse ebenfalls nur wie von sonntags bis donnerstags. Die Abfahrt um 1:32 Uhr ab der Haltestelle „Stadtmitte“ an Wochenenden entfällt somit auch weiterhin.

Radverkehr spielt völlig untergeordnete Rolle

15. Mai 2020

Stellungnahme zum Beitrag „Fördermillionen für Radwege beantragt“ in der WPWR

von Heidi Wenke

Bei der Lektüre dieser Schlagzeile lacht das Herz der Radlerin. Leider wird diese anfängliche Euphorie schnell gedämpft durch die Information im Artikel, dass diese Gelder erst in Zukunft beantragt werden sollen.

Als Begründung wird u.a. angegeben, dass die Stadt noch über keine Prioritäten-Listen von zu realisierenden Maßnahmen verfüge. Da das Radverkehrskonzept schon seit 2018 vorliegt und im April 2019 vom Stadtrat verabschiedet – zumindest aber zur Kenntnis genommen – wurde, drängt sich die Frage auf: Warum wurde diese Liste nicht schon längst erstellt?

Die zweite Frage lautet: Welche Funktion hat dann die „Maßnahmen-Liste Radverkehr“, die ein gutes Dutzend Maßnahmen im Gesamtwert von über 1,6 Mill € (Planungs- und Baukosten) vorsieht, die sukzessive bis 2023 realisiert werden sollen – wenn nicht die, Prioritäten abzubilden? Sechs Maßnahmen im Wert von 150.00 € sollen allein im laufenden Jahr durchgeführt werden.

Die Summen sind angesichts dessen, was das Land zur Verfügung stellt (56 Millionen) und die Stadt Hagen für den Straßenbau ausgibt – z.B. 20 Millionen für die Bahnhofshinterfahrung, 8 Millionen für den Neubau der Marktbrücke, beides ohne substantielle Radplanung – nur ‚Peanuts‘, wären aber immerhin ein Anfang.

Fazit: Nach wie vor spielt der Radverkehr in Politik und Verwaltung eine völlig untergeordnete Rolle. Statt das Potential des Radverkehrs zu erkennen, im Hinblick auf die Lösung von Problemen, die durch den Autoverkehr verursacht werden (Flächenverbrauch, Lärm, Luftverschmutzung), wird der metaphorische Rote Teppich weiterhin für die Autofahrer ausgerollt. Der Radverkehr wird nicht durch die ungünstige Topographie der Stadt behindert, sondern durch den mangelnden Willen der Verantwortlichen.

Volmetalbahn vier Monate gesperrt

12. Mai 2020

Auf der Volmetalbahn zwischen Hagen und Lüdenscheid haben drei Brücken das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und werden durch Neubauten ersetzt. Die Eisenbahnüberführungen aus den Jahren 1910 bis 1912 über die Straße „Am Stockey“ in Delstern und die „Hasselstraße“ in Eilpe sowie jene am „Hengstenbergweg“ in Dahl werden binnen vier Monaten abgerissen und wieder völlig neu aufgebaut.

In der Zeit von Samstag, 30. Mai, bis einschl. Sonntag, 27. September 2020, ist die Strecke daher durchgehend im genannten Abschnitt gesperrt. Aufgrund der Streckensperrung fallen die Züge der Regional-Bahn-Linie RB 52 aus. Zwischen Hagen Hbf und Lüdenscheid bietet die DB ein umfangreiches Ersatzkonzept an:

  • Bus mit Halten in Hagen-Oberhausen, Dahl, Rummenohl, Dahlerbrück, Schalksmühle und Lüdenscheid-Brügge
  • Schnellbus ohne Zwischenhalt mit ca. 45 Minuten Gesamtfahrzeit
  • Linie 510 der Hagener Straßenbahn AG – Linienbus zwischen Hagen Hbf / Stadtmitte und Rummenohl über Oberhagen und Dahl

Ersatzfahrplan (pdf)

Ab Montag (fast) wieder der reguläre Fahrplan

2. Mai 2020

Die Hagener Straßenbahn AG fährt ab Montag, 4. Mai 2020, tagsüber wieder das normale Fahrplanangebot. Allerdings fahren die NachtExpresslinien jeweils nur ihre erste Fahrt und die Linie 512 baustellenbedingt bis auf Weiteres nicht nach Dortmund-Syburg. Alle Fahrten enden in Bathey. Die Einsatzwagen fahren nach einem bedarfsorientierten Sonderfahrplan, bei dem es auch kurzfristig zu Anpassungen der Abfahrtszeiten kommen kann.

Auch die Buslinien, die von der VER, der MVG oder der DB betrieben werden, sind wieder wie gewohnt mit dem gesamten Verkehrsangebot unterwegs.

Ab kommenden Montag sind auch die KundenCenter der Hagener Straßenbahn wieder ganz normal geöffnet. Das KundenCenter in der Körnerstraße kann montags bis freitags in der Zeit von 8:30 bis 18:30 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr aufgesucht werden. Das KundenCenter am Hauptbahnhof ist montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Aufgrund diverser Unterschiede bei den Schulanfangszeiten verkehren nur vereinzelt Einsatzwagen. Die Abfahrtszeiten dieser Einsatzwagen werden dem Bedarf angepasst und können sich kurzfristig ändern.

Nachhaltiges Hagen: Wie mobil?

30. April 2020

Aus der Hatopia Kurzfilmreihe. Der Film wurde im Rahmen des Heimatchecks vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW finanziell gefördert.

Ab Montag Maskenpflicht im ÖPNV

24. April 2020

Die Hagener Corona-Zahlen vom 24.04., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Entsprechend der Verordnung der NRW-Landesregierung gilt ab Montag, 27.04.2020, die Maskenpflicht auch in den Hagener Bussen; dies gilt ausdrücklich auch für den Schülerverkehr.

Besonders Stoßzeiten sollten bei der Nutzung des ÖPNV möglichst gemieden werden. Um einen größtmöglichen Abstand einzuhalten, gilt es Gedränge beim Ein- und Ausstieg zu vermeiden. Auch an den Haltestellen sollten die Abstände möglichst groß sein.

Es wird empfohlen, so wenig wie möglich im und am Bus zu berühren oder Handschuhe zu tragen. Um unnötige Berührungen mit Haltestangen und -griffen zu vermeiden, gilt es die Sitzplätze zügig einzunehmen und erst nach Halt des Busses zu verlassen.

Straßenbahn weitet Angebot wieder aus

21. April 2020

Fahrgäste sollten Mund-Nasen-Schutz nutzen

Ab Donnerstag, 23.04.20, fahren die Busse der Hagener Straßenbahn AG (HST) von montags bis freitags nach dem Samstagsfahrplan. Dadurch wird insbesondere in der Zeit von ca. 8:30 bis 19:30 Uhr der Takt gegenüber dem bisherigen Angebot wieder deutlich ausgeweitet. Auf den Linien 541 und SB72 werden in den Morgenstunden im Bereich Vorhalle und Wetter zusätzliche Fahrten angeboten.

An den Samstagen gilt weiterhin der erweiterte Sonntagsfahrplan. Zusätzlich wird die Linie 542 auf dem Abschnitt Kabel bis Westerbauer in der Zeit von ca. 9:00 bis 17:00 Uhr auf einen 15-Minutentakt verdichtet.

An Sonn- und Feiertagen gilt der normale Sonntagsfahrplan. Die Linie 542 verkehrt jedoch ganztägig nur alle 30 Minuten.

Der NachExpress fährt an allen Tagen weiterhin nur um 22:32 Uhr ab der Haltestelle „Stadtmitte“.

In Abhängigkeit von dem Fahrgastaufkommen wird die HST gegebenenfalls weitere Einsatzbusse einsetzen.

Die HST bittet ihre Fahrgäste, in der aktuellen Situation einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Damit können sich die Fahrgäste gegenseitig schützen und so einen Beitrag dazu leisten, das Infektionsrisiko zu verringern. Dabei sind medizinische Mund- oder Atemschutzmasken nicht unbedingt notwendig. Es können auch selbst genähte Stoffmasken oder alternativ Schals sowie Halstücher getragen werden.

Bahnverkehr wird wieder ausgeweitet

18. April 2020

Ab Montag, 20. April, wird das Angebot auf den Linien von S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress von derzeit rund 50 Prozent auf 80 Prozent erhöht. Der Fahrplan gilt vorerst bis 3. Mai.

Durch die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens werden wieder mehr Fahrgäste die Bahn nutzen. Mit der Ausweitung des Angebots, gerade auch auf wichtigen Pendlerstrecken, ist für die Kunden weiterhin eine stabile Versorgung sichergestellt. Dabei wird auch weiterhin auf die Krankenstände in den Verkehrsunternehmen, insbesondere von Lokführern, Rücksicht genommen.

Die Einzelheiten für die Linien, die über Hagen verkehren:

RE 4 (Dortmund – Aachen): Linie fährt nur zu den Hauptverkehrszeiten, ansonsten Ersatz durch RB 33 (Aachen – Mönchengladbach), RE 13 (Mönchengladbach – Wuppertal), RE 7 und RE 13 (Wuppertal – Hagen) sowie S 5 und RB 52 (Hagen – Dortmund).

RE 7 (Rheine – Krefeld): Ausfall auf Teilabschnitt Rheine – Münster, Ersatz durch RE 15 und RB 65 (Rheine – Münster), RE 7 verkehrt auf Teilabschnitt Münster Hbf – Krefeld Hbf mit außerplanmäßigem Umstieg in Wuppertal-Oberbarmen, zwischen Wuppertal-Oberbarmen – Köln Hbf halten die Züge zusätzlich an allen Stationen der Linie RB 48.

RE 13 (Venlo – Hamm): verkehrt nach Regelfahrplan, Ausfall der Spät- und Nachtfahrten, die nur am Wochenende verkehren.

RE 16 (Essen – Siegen/Iserlohn): keine Einschränkungen.

RE 17 (Hagen – Kassel): verkehrt von Hagen bis Warburg im 120-Minuten-Takt mit einzelnen Zusatzleistungen, Ausfall auf Teilabschnitt Warburg – Kassel, Anschluss in Warburg  zum RE 11 nach Kassel.

RB 40 (Essen – Hagen): keine Einschränkungen.

RB 52 (Dortmund – Lüdenscheid): verkehrt nach Regelfahrplan, Ausfall der Spät-/Nachtfahrten, die nur am Wochenende verkehren.

RB 91 (Hagen – Iserlohn): keine Einschränkungen.

S 5 (Dortmund – Hagen): keine Einschränkungen.

S 8 (Hagen – Mönchengladbach): keine Einschränkungen.

Coronafahrplan: Zusatzfahrten auf der Linie 542

8. April 2020

Ab heute, Mittwoch, den 08.04., erweitert die Hagener Straßenbahn AG auf der Linie 542 von montags bis freitags das Angebot. Die Busse werden auf dem Abschnitt Kabel bis Westerbauer Schleife in der Zeit von ca. 11:30 bis 18:30 Uhr wieder im 15-Minuten‐Takt verkehren.

Außerdem verkehrt eine zusätzliche Fahrt um 6:16 Uhr ab Profilstr. Schleife bis Gevelsberg Hbf, Ankunft 7:21 Uhr und eine weitere um 7:35 Uhr ab Gevelsberg Hbf bis Kabel, Ankunft 8:37 Uhr. Den aktualisierten Fahrplan der Linie 542 gibt es hier.

Ansonsten gelten weiterhin die Einschränkungen, die am 24.03. in Kraft getreten sind.

Mit dem Schnellbus in 30 Minuten von Hagen zur Uni Dortmund

26. März 2020

Mit dem Bus über die Autobahn von Hagen nach Dortmund? Der Verkehrsverbund Rhein Ruhr hat ein Gutachten für Schnellbusse in Auftrag gegeben. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Busangebot wird weiter eingeschränkt

22. März 2020

Auch in Hagen ist das öffentliche Leben aufgrund der Coronakrise erheblich eingeschränkt. Dies hat auch Auswirkungen auf die Hagener Straßenbahn, die ihr Busangebot weiter reduziert.

Die Anpassungen ab Montag, 23. März 2020, im Einzelnen:

Am Montag verkehren die Busse wie bislang noch nach dem Samstagsfahrplan. Zusätzlich fahren die NachtExpress-Busse lediglich um 22:32 Uhr von der Haltestelle Stadtmitte in die einzelnen Stadtteile. Alle weiteren Fahrten entfallen.

Die Fahrten der Linie 512 enden bereits in Bathey und nicht wie bislang an der Haltestelle Dortmund-Syburg.

Die Anpassungen ab Dienstag, 24. März 2020, im Einzelnen:

Ab kommenden Dienstag fahren die Busse der Hagener Straßenbahn von montags bis samstags nach einem erweiterten Sonntagsfahrplan, bei dem der sonst erst um 11 Uhr einsetzende dichtere Takt bereits vormittags um 5 Uhr beginnt. Damit können die Fahrgäste nahezu aus allen Stadtteilen die Hagener Innenstadt bis um 6 Uhr erreichen.

Auf den Hauptachsen wird darüber hinaus in der Regel mindestens ein 30-Minuten-Takt – auf einigen Linien auch ein 15-Minuten-Takt sichergestellt. Lediglich in den Randlagen wird abschnittsweise nur ein Stundentakt aufrechterhalten.

Für einige Linien wird der Takt verdichtet. Die Linien 539 auf dem Abschnitt Hohenlimburg Bahnhof bis zur Regenbogenschule und die Linie 530 fahren dann stündlich. Die Linie 542 nur noch in einem 30-Minuten-Takt.

Zusätzlich fahren auch die Linie 535 und der SB 71, die ansonsten an Sonntagen nicht fahren, im Stundentakt. Die beiden Einsatzbusse EW1 und EW2 verkehren 30 Minuten später als an Werktagen üblich.

Gegen 19:00 Uhr wird wieder nach dem normalen Sonntagsfahrplan gefahren.

An Sonntagen bleibt der Fahrplan nahezu unverändert. Die Linie 542 verkehrt ganztägig im 30 Minuten Takt, der 15-Minuten-Takt tagsüber entfällt somit.

Die genauen Abfahrtszeiten der Busse finden sie in der elektronischen Fahrplanauskunft.

Bahnverkehr wird eingeschränkt

20. März 2020

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie kommt es zur Aufrechterhaltung eines Grundangebots im Schienenpersonennahverkehr zu umfangreichen Einschränkungen auf den meisten Linien in NRW. Ab Samstag, 21. März, wird schrittweise ein Sonderfahrplan umgesetzt.

Ziel ist es, den Fahrgästen auch bei erhöhten Abwesenheitsquoten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Eisenbahnunternehmen durch Krankmeldungen oder Quarantänemaßnahmen noch ein zwar reduziertes aber planbares Angebot zur Verfügung zu stellen und kurzfristige, unplanbare Zugausfälle zu vermeiden.

Insgesamt werden die Leistungen etwa um die Hälfte reduziert. Zugleich wird gewährleistet, dass ausreichend Fahrzeuge zum Einsatz kommen, um die Infektionsgefahr für die Fahrgäste möglichst gering zu halten.

Im Raum Hagen sind folgende Änderungen geplant (Stand: 20.3., 20:00 Uhr):

RE 4 (Dortmund – Aachen): Linie fällt aus, Ersatz durch RB 33 (Aachen – Mönchengladbach), RE 13 (Mönchengladbach – Wuppertal), RE 7 (Wuppertal – Hagen) sowie S 5 und RB 52 (Hagen – Dortmund), gültig ab: 21.03.20

RE 7 (Rheine – Krefeld): Verkehrt auf Teilabschnitt Münster Hbf – Krefeld Hbf mit außerplanmäßigem Umstieg in Wuppertal-Oberbarmen, zwischen Wuppertal-Oberbarmen – Köln Hbf halten die Züge zusätzlich an allen Stationen der Linie RB 48, gültig ab 22.03.20

RE 13 (Venlo – Hamm): Ausfall auf Teilabschnitt Hamm – Hagen – Wuppertal-Oberbarmen, Ersatz durch RE 7 (Hamm – Hagen) sowie RE 7 und S 8 (Hagen – Wuppertal-Oberbarmen), gültig ab 21.03.20

RE 16 (Essen – Siegen): Linie fällt aus, Ersatz durch RB 40 (Essen – Hagen) und RB 91 (Hagen – Iserlohn/Siegen), gültig ab: 23.03.20

RE 17 (Hagen – Kassel): keine Einschränkungen

RB 40 (Essen – Hagen): keine Einschränkungen

RB 52 (Dortmund – Lüdenscheid): keine Einschränkungen

RB 91 (Hagen – Siegen/Iserlohn): keine Einschränkungen

S 5 (Dortmund – Hagen): Ausdünnung auf 60-Minuten-Takt zwischen Witten und Dortmund, gültig ab: 21.03.20

S 8 (Hagen – Mönchengladbach): Ausdünnung auf 60-Minuten-Takt, gültig ab: 21.03.20

Kulanzregelung im VRR für die nächsten Wochen

19. März 2020

Die Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, also beispielsweise auch die Hagener Straßenbahn AG, reagieren auf die zunehmenden Einschränkungen im Alltags- und Arbeitsleben im Zusammenhang mit dem Coronavirus und bieten ihren Kunden eine einfache Kulanzregelung an.

Abonnements können ab sofort bis auf Weiteres „pausieren“. Langjährige Kunden mit einer Zeitkarte wenden sich für die Pausenregelung bitte direkt an ihr Verkehrsunternehmen.

Für Kunden, die ihr Ticket-Abo noch kein Jahr haben, gibt es ein neues und nur in der aktuellen Phase geltendes Sonderkündigungsrecht, ohne finanzielle Nachteile. Für alle weiteren Abonnenten gilt die bestehende Kündigungsregelung weiter, insoweit entstehen Ihnen ebenfalls keine finanziellen Nachteile.

Käufer von Tickets des Bartarifs, wie beispielsweise Einzel, 4er- und 10er-Tickets, 24- und 48-StundenTickets, Tages- oder ZusatzTickets behalten, soweit sie noch nicht entwertet sind, bis zum 31. März 2021 ihre Gültigkeit.

Hagener Straßenbahn schränkt Busverkehr ein

17. März 2020

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Coronakrise reduziert die Hagener Straßenbahn ihr Angebot und bittet alle Fahrgäste um Verständnis für diese unvermeidbaren Einschränkungen.

Die Busse der Hagener Straßenbahn fahren ab Mittwoch, 18. März 2020, zunächst montags bis freitags, auf allen Linien nach einem modifizierten Samstagsfahrplan.

An Samstagen wird der reguläre Fahrplan zusätzlich auf folgenden Linien eingeschränkt:

Linie 519: Die Linie 519 fährt nur zwischen Herdecke Nacken und Hagen Stadtmitte. Auf dem Abschnitt von der Stadtmitte bis Emsterfeld verkehrt die Linie nur morgens und abends. Alternativ kann die Linie 518 genutzt werden.

Linie 534: Die Linie verkehrt nur im Stundentakt.

Linie 542: Die Linie fährt tagsüber viermal pro Stunde zwischen Kabel und Westerbauer Schleife. Die Fahrten bis Gevelsberg erfolgen planmäßig.

Linie SB71: Die Linie verkehrt nur im Stundentakt. In Hohenlimburg bleiben die Anschlüsse an die Linien 530 und 539 bestehen.

Sonntags: Keine Änderungen

NachtExpress: An allen Tagen fährt der NachtExpress letztmalig um 0:32 Uhr ab der Haltestelle Stadtmitte. Die Fahrt um 1:32 Uhr an den Wochenenden entfällt.

Die genauen Abfahrtszeiten der Busse sind in den Fahrplantabellen unter www.strassenbahn-hagen.de zu finden und ab sofort in der elektronischen Fahrplanauskunft abrufbar.

Schienennahverkehr weiterhin sichergestellt

16. März 2020

Zweckverbände, Eisenbahnunternehmen und NRW-Verkehrsministerium haben heute über die Auswirkungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beraten. Entgegen anderslautenden Pressemeldungen gibt es in NRW aktuell flächendeckend keine grundsätzlichen Einschränkungen im Betrieb von S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresszügen.

Sofern es zu Ausfällen durch Krankheit oder aus Gründen der Kinderbetreuung sowie des Infektionsschutzes kommen sollte, wird das Angebot kurzfristig angepasst werden müssen.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass von den zuständigen Behörden eine Reduzierung des Bahnverkehrs angeordnet wird, wird gemeinsam mit Zweckverbänden und Eisenbahnunternehmen ein Grundfahrplan zur Aufrechterhaltung des Nahverkehrs erarbeitet.

Um der weiteren Verbreitung des Virus entgegenzuwirken, werden die Pendler gebeten, auf unnötige Fahrten zu verzichten. Wer kann, sollte zudem Reisen auf die Zeit nach neun Uhr verlegen, um die Stoßzeiten insbesondere für in kritischer Infrastruktur Tätige wie medizinisches Personal, Polizei oder Mitarbeiter des Lebensmitteleinzelhandels zu reservieren.

„Wer Straßen sät, wird (Auto)verkehr ernten“

14. März 2020

Ein Standpunkt zur Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung

von Heidi Wenke (VCD) und Michael Schröder (ADFC)

Die Bahnhofshinterfahrung ist ein altes Projekt. Dem wird auch dadurch Rechnung getragen, dass die offizielle Einweihung u.a. mit Oldtimern – Autos, nicht etwa Verkehrsplanern – erfolgen sollte. Besser kann man eine rückwärts gewandte Verkehrspolitik kaum symbolisieren (Man hätte sich auch für 2-oder 4-rädrige e-Mobile entscheiden können). Dazu passt auch die feudalistisch anmutende Feier mit geladenen VIPs, die erst im letzten Moment (wegen Seuchengefahr) gestrichen wurde.

Damit die neue Straße wenigstens etwas zur viel zitierten Verkehrswende beiträgt, muss jetzt der vom Autoverkehr entlastete Graf-von-Galen-Ring durch Umnutzung von zwei Fahrspuren dem Radverkehr zur Verfügung gestellt werden. Bei der Gelegenheit sollten auch die Bedürfnisse der Fußgänger viel stärker Berücksichtigung finden.

Jeder Umstieg vom Auto auf Rad oder Fuß reduziert die Verkehrsbelastung; anders als die Hinterfahrung, die die Probleme (z.B. Luftverschmutzung) nur verlagert, evtl. sogar durch die Verflüssigung eine Zunahme des Autoverkehrs bewirkt und damit das Gegenteil dessen, was man sich üblicherweise unter einer Verkehrswende vorstellt: „Wer Straßen sät, wird (Auto)verkehr ernten.“

Wo bleibt die Förderung des umweltfreundlichen Rad- und Fußverkehrs?

Bitte hinten einsteigen

13. März 2020

Hagener Straßenbahn sperrt Vordereinstieg in Bussen

Ab Samstag, den 14. März 2020, bleibt die vordere Tür bei allen Bussen der Hagener Straßenbahn bis auf weiteres geschlossen. Ein Fahrscheinerwerb beim Fahrer ist damit nicht mehr möglich – der Fahrerbereich wird entsprechend abgesperrt.

So soll die Wahrscheinlichkeit der Übertragung des Coronavirus für Fahrpersonal und Fahrgäste minimiert werden.

Hierdurch ist die Ticketpflicht selbstverständlich nicht aufgehoben. Das Verkehrsunternehmen bittet seine Fahrgäste, vor Fahrtantritt das Ticket anderweitig zu erwerben, z.B. über die HST-App, in den KundenCentern oder auch in den bekannten Vorverkaufsstellen.

Felsental-Farce vom Tisch?

11. März 2020

Unterausschuss Mobilität lehnt „Alternativrouten“ für die Linie 527 ab

Eine Verlegung der Buslinie 527 aus der Straße Felsental oder eine Halbierung des Takts auf nur noch stündlichen Verkehr soll es nicht geben. Das hat der Unterausschuss Mobilität als Empfehlung an den Mobiltätsausschuss beschlossen.

Eine kleine Clique mit bestem Draht nach ganz oben hatte in der Straße im Hagener Stadtteil Emst Stimmung gegen eine längst überfällige Verbesserung des Busverkehrs gemacht (siehe: „Lieber Erik“). Die von den Kritikern vorgelegten „Alternativen“ haben sich allerdings entweder als nicht praktikabel oder als kontraproduktiv im Sinne einer grundsätzlichen Verbesserung des ÖPNV erwiesen.

Die Verwaltung erklärte im Ausschuss, die Fahrgastzahlen würden derzeit ausgewertet. In der Tendenz zeige sich, dass auf der Linie 527 in etwa eine Verdoppelung der Kundenfrequenz vorliege. Dies ginge jedoch nicht zu Lasten der Achse Im Wasserlosen Tal, denn auch dort gebe es einen steigenden Kundenzuspruch. Das fachliche Ziel der Fahrplanänderung sehe er für diesen Bereich daher als erreicht an.

Es gebe vereinzelt noch Kritik der Anwohner, jedoch ohne neue Argumente. Aus dem Bereich Am Waldesrand gebe es hingegen stetig positive Rückmeldungen.

Hinsichtlich der Erhöhung des ÖPNV-Anteils sei es ein wesentliches Element, die Zugänglichkeit zum ÖPNV durch kurze und bequeme Wege zu verbessern und dies nur gelingen könne, wenn auch abseits der Hauptachsen durch entsprechende Linienführungen große und bevölkerungsreiche Wohnquartiere unmittelbar angebunden würden. Dies sei hier geschehen und die Fahrgastzahlen würden den Erfolg belegen.

Der Unterausschuss Mobilität empfiehlt dem Ausschuss für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität, folgenden Beschluss zu treffen:

„Die vorgeschlagenen Alternativrouten werden abgelehnt, da sie nicht sinnvoll umzusetzen sind.“

Der Beschluss erfolgte einstimmig bei Enthaltung der UnLinken, die dort mit einer ihrer „qualifiziertesten“ Personen vertreten ist: Heiermann. Man halte die „Bürgerbeteiligung für wichtig“. Die Abgreiftruppe entpuppt sich wieder einmal als Hilfsorgan für das saturierte Bürgertum.

Ticket-Chaos am Hauptbahnhof

10. März 2020

SPD Altenhagen kritisiert Vergabe des Verkaufs von VRR-Fahrkarten an Transdev und den nicht mehr vorhandenen Service im Fernverkehr am Wochenende

Blick vom Eingang in die Bahnhofshalle des Hagener Hauptbahnhofs. Es ist ein Sonntag, kurz nach 10:00 Uhr. Die Schalter sind geschlossen, nicht einmal die Infobox ist geöffnet. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY-SA 4.0).

Seit dem 14.12.2019 werden keine Fahrkarten für den VRR-Bereich mehr von der Deutschen Bahn verkauft. Auch die Westfalentarife sind nicht mehr im Verkauf bei der Deutschen Bahn erhältlich. Dabei hat die Deutsche Bahn für den hervorragenden Service im Jahr 2018 eine besondere Auszeichnung erhalten.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Altenhagen, Bernd Schmidt, hat mehrmals versucht, die öffentliche Ausschreibung für die Vergabe des Verkaufs der Fahrkarten einzuholen und einzusehen. Trotz intensiver Bemühungen an diversen Stellen ist es ihm nicht gelungen, die besagte Ausschreibung einzusehen.

Seit dem 14.12.2019 ist für den Verkauf der Fahrkarten im VRR–Bereich und der Westfalentarife die Fa. Transdev mit eigenem Sitz in Neu Brandenburg zuständig. Den „Irrsinn“ und die Auswirkungen aus dem jetzigen Verkauf der Fahrkarten nach der Übernahme durch Transdev fasst Bernd Schmidt so zusammen:

  • Die Transdev GmbH hat im Bereich des VRR gerade 460 Automaten aufgestellt, um täglich über einer Million Fahrgäste im Nahverkehr zu „bedienen“.
  • Der Ansprechpartner vor Ort spielt dabei keine wichtige Rolle.
  • Die DB ist gezwungen, ihre roten Automaten, die nur noch dem Verkauf von Fahrkarten im Fernverkehr dienen sollen, drastisch zu reduzieren. Die DB kann und wird keine Auskünfte zu VRR-und Westfalentarif erteilen.
  • Im Hagener Hauptbahnhof, sowie auch in anderen Großstädten hat die Deutsche Bahn nur noch einen ausgegliederten Informationsschalter, der dem Fahrgast die Fahrplanauskünfte und Informationen zu eventuellen Verspätungen liefert, jedoch keine Preisauskünfte geben wird.
  • Die Fahrgäste können die Fahrkarten und die Preisauskünfte des VRR-Verbundes nach der Übernahme durch die Transdev jetzt nur noch persönlich an Kiosken erhalten. Die hiesigen Mitarbeiter in Kiosken sind hierfür in ca. zweitätigen „Crashkursen“ entsprechend „geschult“ worden, damit sie neben dem Zeitungs-, Getränke- und Zigarettenverkauf sowie der Lottoannahmestelle den Tarifdschungel dem Fahrgast erklären und verkaufen.

Zum Vergleich führt Bernd Schmidt die dreijährige Ausbildung bei der Deutschen Bahn an, die notwendig ist um eine solche Tätigkeit auszuüben. Die DB war stets bemüht, das richtige Personal für solche Tätigkeiten zu finden und hat dafür sogar mit der eigenen Kampagne „Willkommen, Du passt zu uns“ als Arbeitgeber eine besondere personalwirtschaftliche Auszeichnung gewonnen.

Und nun sollen die Mitarbeiter an Kiosken die Verantwortung für Transdev übernehmen?

Die Verantwortung für die Vergabe an Transdev tragen die 19 Oberbürgermeister und 5 Landräte innerhalb des VRR-Verbundes. Der Verbandsvorsteher des VRR-Verbundes ist Erik O. Schulz, der gleichzeitig auch Oberbürgermeister der Stadt Hagen ist.

Die Deutsche Bahn verkauft an ihren Verkaufsstellen nur noch Fahrkarten für den Fernverkehr (Intercity (IC) und InterCityExpress (ICE)). An Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen bleiben die Verkaufsstellen der Deutschen Bahn in Hagen geschlossen.

Was den Hagener HBF anbetrifft, schlägt Bernd Schmidt vor, dass alle Verkehrsunternehmen inkl. ÖPNV unter einem Dach mit geregelten Öffnungszeiten (auch an Samstagen, Sonn- und Feiertagen) vertreten sind. Der Hagener Hauptbahnhof bietet ausreichend Platz dafür.

Als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Altenhagen fordert Schmidt den Bundestagsabgeordneten Rene Röspel auf, nicht weiter tatenlos zuzuschauen und gegen die Ausweitung des Kahlschlages die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.


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