Archive for April 2023

Der SPD laufen die Mitglieder weg

30. April 2023

Die Hagener SPD hat aktuell nur noch 1.106 Mitglieder (Stand: 25.04.2023). Im Februar 2018 besaßen noch 1.485 Hagen ein SPD-Parteibuch – ein Schwund von 25 Prozent in nur fünf Jahren.

Über die Gründe kann man lediglich spekulieren, aber der Sturz des über die Parteigrenzen hinaus anerkannten Bundestagsabgeordneten René Röspel und sein Ersatz durch den außerhalb der lokalen Parteiführung als profillos wahrgenommenen Timo Schisanowski dürfte eine Rolle spielen.

Schisanowski hatte als Vorsitzender des Unterbezirks Hagen 2016 schon den Rücktritt des damaligen Fraktionschef im Rat, Mark Krippner, vorangetrieben: „Es geht jetzt darum, die Hagener SPD-Fraktion neu aufzustellen.“ Das Ergebnis dieser „Neuaufstellung“ war dann eher dürftig, eine Verjüngung fand beispielsweise nicht statt.

Bereits in der Zeit davor machte sich Schisanowski, der zum rechten Flügel der SPD gehört („Seeheimer“), in erheblichen Teilen seiner Partei unbeliebt, weil er gegen den Widerstand von Ortsvereinen deren Auflösung betrieben hatte.

Das alles dürfte zumindest mit ein Grund für den Mitgliederschwund sein. Ein Indikator dafür ist sicher auch das äußerst knappe Ergebnis, mit dem Schisanowski im Dezember 2020 von den Delegierten zum Kandidaten für den Bundestag aufgestellt wurde: Er erhielt gerade mal eine Stimme mehr als der dann unterlegene René Röspel.

Trotz alledem schmalzt der Bundes-Timo mit substanzlosen Sprechblasen und Fakebook-Klimbim vor sich hin, gemeinsam mit Claus Rudel, seinem Stellvertreter im örtlichen Parteivorstand und Vorsitzenden der Ratsfraktion.

Architekturpreis für Neubau im Freilichtmuseum

30. April 2023

Eingangsgebäude Freilichtmuseum

Das neue Eingangsgebäude am Freilichtmuseum Hagen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wurde im April in München im Rahmen des Balthasar-Neumann-Preises mit einer Anerkennung geehrt (Foto: LWL).

„Das Lob bestärkt uns darin, dass der LWL mit seinen nachhaltigen Gebäudekonzepten in Sachen zukunftsfähiger Architektur ganz vorne mit dabei ist“, erklärt LWL-Baudezernent Urs Frigger. Der Balthasar-Neumann-Preis wird jährlich vergeben und gilt als einer der bedeutendsten internationalen Architekturwettbewerbe.

Die Jury lobte vor allem die nachhaltige Bauweise des neuen Eingangsgebäudes: So wurde unter anderem Holz als nachwachsender Rohstoff verwendet und es wurden kreislauffähige Konstruktionsformen gewählt, die später einmal in anderen Gebäuden wiederverwendet werden können. „Außerdem haben wir den Energieverbrauch des Gebäudes unter verschiedenen Witterungsbedingungen simuliert“, erklärt Frigger. „Dass sich Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich auszahlt, ergaben Berechnungen zu den Kosten des Gebäudes in seinem gesamten Lebenszyklus, also von seinem Bau bis zum Abbruch.“

Um den Energiebedarf weiter zu verringern hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des LWL im Eingangsgebäude des Freilichtmuseums verschiedene Klimazonen konzipiert. „Was wir noch an Energie benötigen, können wir mit Erdwärme und der Photovoltaikanlage selbst produzieren“, erklärt LWL-Betriebsleiter Matthias Gundler. Auch visuell hat das Gebäude die Architektur-Jury überzeugt: „Die tiefgreifende Einbindung in die Natur macht den Übergang in das Museum für die Besucher sinnlich erfahrbar“, heißt es in der Begründung.

Der LWL hat das neue Eingangsgebäude seines Freilichtmuseums Hagen nach etwa zweieinhalb Jahren Planungs- und Bauzeit Ende letzten Jahres fertiggestellt. Es kann zu den üblichen Museums-Öffnungszeiten besucht werden.

Klavier-Festival Ruhr: Nathalia Milstein

30. April 2023

03.05.2023, 20:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Milstein_2_IP_WEB_W3Im Alter von 14 Jahren wurde Nathalia Milstein am Genfer Konservatorium unter anderem von ihrem Vater Serguei Milstein ausgebildet. Später studierte sie in Berlin an der Barenboim-Said Akademie, zunächst bei Nelson Goerner und dann bei András Schiff.

Ihre internationale Karriere begann, als sie 2015 den Dublin International Piano Competition gewann und fortan in den großen Sälen der Welt auftrat – auch in der Carnegie Hall in New York und der Wigmore Hall in London. Ein Kritiker lobte ihre „bemerkenswert natürliche Musikalität“ und eine „Sensibilität von großer Finesse“.

Und die wird sie sicherlich auch bei ihrem Debüt beim Klavier-Festival Ruhr zeigen können, bei dem sie sich mit Schuberts großer B-Dur-Sonate, Francks feinsinnigen Präludium, Choral und Fuge und Rachmaninows im Exil entstandenen Études-Tableaux präsentiert. Letztere sind inspiriert von den verschiedensten Bildern, Meeresstimmung, Jahrmarktszenen, aber auch ein Trauermarsch sind zu hören. Ein wahres Wechselbad der Gefühle!

Eintritt € 45,-/€ 35,-/€ 25,-
Karten sind erhältlich beim Klavier-Festival Ruhr

Radweg an der Dortmunder Straße wird breiter

30. April 2023

An der Dortmunder Straße zwischen dem Kreisverkehr Boeler Ring und dem Wendehammer an der Knüwenstraße baut der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) im Auftrag der Stadt Hagen den Radweg ab voraussichtlich Dienstag, 2. Mai, um. Die Bauarbeiten dauern rund fünf Wochen an.

Der bisher 1,5 Meter breite Radweg wird im Zuge des Umbaus auf 3 Meter verbreitert, um so die Radwegeführung an dieser Stelle zu verbessern. Der WBH baut außerdem unter anderem einen Teil des Wendehammers und der angrenzenden Wiesenfläche zurück.

Sperrungen für Fahrzeuge sind nicht erforderlich. Fußgängerinnen und Fußgänger werden an der Baustelle vorbeigeführt und können den Bereich während der gesamten Arbeiten gefahrlos passieren.

Der OB hat einen Plan

29. April 2023

Die Hagener Innenstadt soll vor dem Total-Absturz gerettet werden. Durch einen strategischen Kurswechsel bei der städtebaulichen Neugestaltung im Stadtbezirk Mitte möchte Oberbürgermeister Erik O. Schulz das Thema Innenstadtentwicklung mit einer besonderen Priorität versehen. Und das nicht bloß in der Theorie: Begleitet durch einen Planungswettbewerb soll die Bauverwaltung zügig ins Handeln kommen. (…)

„Künftig sollen die Fördergebiete deutlich kleiner zugeschnitten werden, so dass kleinräumigere Maßnahmen viel gezielter und vor allem auch schneller angepackt werden können“, möchte Schulz mit Priorität die Weichen in Richtung eines Fördergebietes „City Hagen“ stellen. (…) „Wir sollten nicht länger versuchen, die großen Räder wie ,Wohnen am Fluss‘ oder auch ,East- und Westside‘ alle gleichzeitig drehen zu wollen, sondern müssen praktikable Wege gehen – und das ist dann auch schon ab 2024/25 möglich.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Führung im Hohenhof und am Stirnband

29. April 2023

So., 30.04.2023, 14.00-16.00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen. Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-Entwürfe in die Tat umzusetzen. Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen.

Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eine telefonische Anmeldung unter der Nummer +49 2331 207 2740 ist notwendig. Es wird eine Teilnahmegebühr zusätzlich zum Eintrittsgeld erhoben. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

Werkstatt-Probe zu „Don Giovanni“

29. April 2023

Als letzte Musiktheater-Premiere in dieser Spielzeit im Großen Haus bringt das Theater Hagen die Oper aller Opern „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart heraus (Premiere am 6. Mai 2023, 19.30 Uhr).

Was verbirgt sich hinter diesem Meisterwerk, worum geht’s und wie wird diese Oper konzeptionell auf der Hagener Bühne präsentiert? All das kann man beim Besuch der Werkstatt-Probe (Einführungsveranstaltung) am 2. Mai (Beginn 18.15 Uhr,
Theatercafé, Großes Haus) erfahren und zudem an einer Probe teilnehmen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Fahrradparcours für Kinder in Altenhagen

29. April 2023

KinderfahrradparcoursAm Dienstag, 16.5. bietet der ADFC Hagen wieder seinen Kinderparcours zum Radfahren an. Hier können Radfahrkenntnisse ausprobiert, vorgeführt und erweitert werden. Auf der Wippe, bei der Kreisfahrübung oder im Slalom macht das Radfahren Spaß und nebenbei kann auch ein wenig für die Fahrradprüfung geübt werden (Foto: ADFC).

Mit Unterstützung der städtischen Jugendförderung und des Bezirksdienstes Altenhagen der Polizei Hagen steht der Parcours am 16.5. zwischen 15:00 und 18:00 auf dem Friedensplatz in Altenhagen. Das Fahrrad wird nebenbei durch einen Polizisten auf Verkehrssicherheit überprüft.

Bitte nicht vergessen: Fahrrad und Helm müssen mitgebracht werden!

Sozialwahl 2023 auch entscheidend für Hagen

29. April 2023

Ehrenamtliche Versichertenberater werden neu benannt –
Peter Mager will den wichtigen Service fortführen

Die Sozialwahl hat begonnen. Gewählt werden bei der Sozialwahl Vertreterinnen und Vertreter, die sich im Sozialparlament der Deutschen Rentenversicherung Bund für die Interessen der Beitragszahler sowie der Rentnerinnen und Rentner einsetzen. Dazu gehört auch ein guter Kundenservice der Rentenversicherung mit rund 2.600 Versichertenberaterinnen und -beratern, die in der Nachbarschaft alle Fragen rund um die Rentenversicherung beantworten.

Peter Mager ist seit 30 Jahren Versichertenberater für die Deutsche Rentenversicherung Bund. Er kümmert sich um die Anliegen der Versicherten, nimmt Anträge auf und lässt auf Wunsch beim zuständigen Rentenversicherungsträger den gegenwärtigen Rentenanspruch berechnen.

Die Versichertenberaterinnen und -berater werden immer in Folge der Sozialwahl, also erneut in diesem Jahr, durch das Sozialparlament der Deutschen Rentenversicherung Bund gewählt. „Ich hoffe daher, dass möglichst viele Menschen in Hagen wählen und dazu beitragen, den guten Service in der Nachbarschaft zu sichern“, betont Mager.

Jährlich nehmen die Versichertenberaterinnen und -berater der Deutschen Rentenversicherung Bund mehr als 200.000 Anträge
auf Rente und Klärung des persönlichen Versicherungskontos auf. Sie führen insgesamt rund 1,2 Millionen Beratungen durch. Diese Serviceleistungen sind für die Versicherten und Rentnerinnen und Rentner kostenfrei. Als Teil der Selbstverwaltung arbeiten die Versichertenberaterinnen und -berater unentgeltlich.

Drittgrößte Wahl in Deutschland

Mehr als 52 Millionen Versicherte bestimmen bei der Sozialwahl darüber, wer bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und bei den Ersatzkassen der gesetzlichen Krankenversicherung in den jeweiligen Parlamenten sitzt und dort die wichtigen Entscheidungen trifft. Denn die gesetzliche Sozialversicherung ist selbstverwaltet.

Das heißt, Versicherte und Arbeitgeber haben ihre eigenen Parlamente. Diese wählen den ehrenamtlichen Vorstand, beschließen den Haushalt und erfüllen wichtige Aufgaben in den Bereichen Finanzen, Organisation, Personal und Rehabilitation. Es gilt das Prinzip: Wer Beiträge einzahlt oder eingezahlt hat, der soll auch mitbestimmen.

1. Mai in Hagen als Familienfest

29. April 2023

Ein Tag der Arbeit ohne Demonstrationszug durch das Herz der Innenstadt? Das ist möglich: Den Beweis möchte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Abstimmung mit den unter seinem Dach gebündelten Branchen-Vertretungen jetzt auch in Hagen antreten. Statt ökumenischem Frühgottesdienst in der Johanniskirche (fällt ersatzlos aus) mit anschließendem Umzug in Richtung Volkspark (fällt ersatzlos aus) startet diesmal die Mai-Kundgebung direkt um 11 Uhr an der Konzertmuschel und geht nach kurzen Redebeiträgen nahtlos in ein geselliges Familienfest über.

„Diesmal steht der inhaltliche Austausch im Vordergrund“, möchte der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Marx beim Restart nach der Corona-Pause diesmal eher in Plauder-Atmosphäre die gewerkschaftlichen Themen in den Vordergrund schieben. Für den musikalischen Rahmen sorgt dabei Leo Karter. Externe Gäste ohne lokale Botschaften bleiben diesmal der geneigten Zuhörerschaft erspart. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Hagener DGB macht sich überflüssig. Ein völlig entpolitisiertes „geselliges Familienfest“ kann direkt der Schaustellerverein übernehmen. Der WPWR scheint das zu gefallen, wo doch mögliche kritische Beiträge „der geneigten Zuhörerschaft erspart“ bleiben. Bleibt noch die Frage, in wessen Auftrag dieser DGB-Chef eigentlich tätig ist.

Ein Millionen-Projekt am Scheideweg

28. April 2023

Die Aufbruchstimmung rund um den Bau der Mehrzweck-Arena am Ischeland droht endgültig einer fatalen Resignation zu weichen. Während der Investor, Eintracht-Hagen-Vorsitzender Detlef Spruth, im Herbst 2021 noch mit Optimismus signalisieren ließ, dass im Frühjahr 2022 die Bagger für das 40-Millionen-Euro-Projekt rollen könnten, ist auf dem Areal des Asche-Käfigs bis heute nicht einmal eine Spitzhacke gesichtet worden.

Im Gespräch mit der Stadtredaktion hat der solvente, aber inzwischen auch spürbar angenervte Geldgeber jetzt noch einmal ausdrücklich verdeutlich, dass er die Bücher zuklappen werde, wenn die NRW-Finanzverwaltung die Gemeinnützigkeit der vorzugsweise auf den Jugend- und Breitensport ausgerichtetem Sportstätte nicht anerkennen werde: „Das ist der entscheidende Knackpunkt.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Das Objekt ist von vorneherein als Mehrzweckhalle für bis zu 5000 Zuschauer geplant worden – „als Standort für Sport-, Kultur-, Event- und Musikveranstaltungen aller Art in Kombination mit Tagungs-, Fitness-, Physiotherapie- und Wellness-Angeboten“, wie schon 2017 in der Presse zu lesen war. Auch nach dem Wechsel des Standorts vom Areal hinter dem Hauptbahnhof zum Ischeland hatte sich dieses Konzept nicht geändert. Es liegt ja auf der Hand: Für „Jugend- und Breitensport“ braucht niemand eine Halle mit 5000 Zuschauerplätzen.

Kino-Tipp: Der vermessene Mensch

28. April 2023

Sa 29.04.2023, 19:00 Uhr, Kino Babylon, HA-Wehringhausen

Deutschland 2023, Regie Lars Kraume, 112 Min., mit Leonard Scheicher, Sven Schelker, Girley Charlene Jazama, Peter Simonischek u.a.

Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts. Alexander Hoffmann ist ein ehrgeiziger Ethnologie-Doktorand. Als im Zuge der “Deutschen Kolonial-Ausstellung” eine Delegation von Herero und Nama aus “Deutsch-Südwestafrika” nach Berlin reist, lernt Hoffmann die Dolmetscherin der Gruppe, Kezia Kambazembi, kennen.

Er entwickelt ein intensives Interesse an den Herero und Nama und widerspricht nach den Begegnungen und Gesprächen der gängigen evolutionistischen Rassentheorie. Kurz darauf führt der Aufstand der Herero und Nama in der Kolonie “Deutsch-Südwestafrika” zum Krieg mit den deutschen Besatzern. Hoffmann reist im Schutz der kaiserlichen Armee durch das Land und sammelt zurückgelassene Kunstgegenstände. In Wahrheit sucht er jedoch weiter nach Beweisen für seine These – und nach Kezia.

Filmemacher Lars Kraume traut sich an dieses düstere Kapitel deutscher Kolonialgeschichte heran und zeigt den Völkermord, den Rassismus und die Menschenverachtung der deutschen Besatzer.

Eintritt: 8 Euro/ 6 Euro erm.

Historische Traktoren im Freilichtmuseum

28. April 2023

Historische Traktoren im FreilichtmuseumEs knattert und qualmt im Mäckingerbachtal, wenn am 1. Mai über 200 historische Bulldogs, Trecker und Traktoren über das Museumsgelände des LWL-Freilichtmuseums Hagen fahren (Foto: LWL).

Traditionell können interessierte Besucher am Maifeiertag die alten Traktoren verschiedener Hersteller bestaunen und Details über die verschiedenen Traktortypen, Bauarten und andere Merkmale erfahren.

Marken wie H. Lanz, Hanomag, Porsche, MAN, Deutz und Unimog sind vertreten, aber auch Fahrzeuge von unbekannteren Marken wie Allgaier oder Bautz können sich die Besucher aus nächster Nähe anschauen.

Besonders die Marke H. Lanz ist unter den Trecker-Oldtimern bekannt. Die Firma Heinrich Lanz Aktiengesellschaft mit ihrem Stammsitz in Mannheim beschäftigt sich bereits seit den 1880er Jahren mit Landmaschinentechnik, indem sie eine motorgetriebene Maschine für die Dreschwerke in der Landwirtschaft entwickelte.

Vor über 100 Jahren, im Jahr 1921, entwickelte die Firma dann als erstes Unternehmen der Welt einen Rohölschlepper, den „Lanz-Bulldog“, dessen Aussehen an die Schnauze einer Bulldogge erinnert. Bis in die 1950er Jahre baute Lanz 25.000 Bulldogs, die für Oldtimerinteressierte einen Höhepunkt darstellen.

Oskar Pahnke zurück im Einsatzgebiet

27. April 2023

Früherer Hagener CDU-Funktionär ist wieder dort gelandet, wo er schon als SS-Offizier unterwegs war – diesmal glücklicherweise nur als Fotografie

Museum Tiel Welkrieg PahnkeEr muss einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben: Als Prototyp des Nazi-Besatzers wird Oskar Pahnke (Mitte) in einer neuen Ausstellung präsentiert. Foto: Jan Bouwhuis.

Tiel? Den meisten Hagenern dürfte der Name dieser niederländischen Gemeinde wenig sagen. Amsterdam, klar. Nordseeseebäder und -inseln, natürlich. Zum Shopping nach Venlo, immer. Aber Tiel?

Immerhin ist die Gemeinde eine der ältesten der Niederlande, im 9. Jahrhundert erstmals erwähnt und ehemalige Hansestadt. Heute hat das Städtchen inklusive der Eingemeindungen umliegender Dörfer etwa 42.000 Einwohner.

Umgekehrt sieht das Ganze schon anders aus. Ein langjähriger prominenter Hagener ist bis heute in der Gegend äußerst präsent. So präsent, dass ihm in einer neuen Dauerausstellung im Museum von Tiel die Rolle als einer der Protagonisten zugedacht wurde.

Am Freitag, den 21. April, wurde dort ein sogenannter WW2-Hotspot eröffnet. Hier können sich Interessierte einen kleinen Eindruck von den Ereignissen in der Region während des Zweiten Weltkriegs verschaffen.

Die Ausstellung beleuchtet fünf Personen, die auf ihre Art – als Kriegsopfer, als allierter Soldat, als jüdisches holländisches Kind, als deutscher SS-Offizier oder als niederländischer Kollaborateur – während der Besatzung durch das Nazi-Regime eine Rolle gespielt haben. DOPPELWACHOLDER.DE hatte bereits im Februar mit einem Vorbericht auf die geplante Ausstellung hingewiesen und die beispielgebenden Personen kurz beschrieben.

Der SS-Offizier, der jetzt in der Dauerausstellung im Tieler Museum an der Wand hängt, ist der 2009 verstorbene Oskar Pahnke. Der Mann, der sich nach dem Krieg in Hagen ansiedelte („auf“ Emst), beruflich bei seinem SS-Kumpan und Brauereibesitzer Carl-Horst Andreas Karriere machte – und politisch in der CDU.

Ein ganz anderes Beispiel aus der Zeit ist Denis Colebrook. Er war ein Pilot der britischen Royal Air Force, der 1944 in Culemborg notlanden musste, nachdem er vom deutschen Flugabwehrfeuer getroffen worden war. Ein gescheiterter Versuch des Tieler Widerstands, ihn im Dezember 1944 über die Waal in das befreite Gebiet zu bringen, löste ein Drama aus, das am 24. Dezember 1944 zur Erschießung von fünf Tiels-Geiseln führte.

Museum Tiel weltkrieg vollbesetztes Haus eröffnungVolles Haus bei der Ausstellungseröffnung in Tiel. Foto: Jan Bouwhuis.

Zwei Töchter von Denis Colebrook waren bei der Eröffnung des Hotspots dabei. Darüber hinaus gab es auch zwei Enkelinnen von Jan Daalderop, einer der hingerichteten Geiseln. Nach einer Begrüßung durch Museumsdirektor Jurriaan de Mol und Stadtrat Dave Verbeek wurden die vier Damen gefragt, wie ihre Familie mit dieser Kriegsvergangenheit umgegangen sei.

Janine und Fiona Colebrook sagten, ihr Vater habe selten über seine Kriegserinnerungen gesprochen. Erst als Teenager erfuhren sie von ihm, wie es ihm ergangen war und wie er nach seiner Verhaftung in Tiel in Utrecht misshandelt wurde und schließlich in einem Lager bei Berlin landete.

Als Kleinkinder gingen Marianne und Caroline Daalderop jedes Jahr am 4. Mai mit ihrem Vater Jan Daalderop zum Gedenktag. Das gehörte einfach dazu. In der Familie ihrer Großmutter wurde darüber gesprochen. Sie wussten also, dass ihre Großmutter zunächst keine wirkliche Angst hatte, denn Großvater war oft von den Deutschen weggebracht worden, die dann etwas von der Firma wollten.

Nach der Erschießung am 24. Dezember stand die Familie vor dem Fenster am Lingedijk, als ein Auto mit den Überresten auf dem Weg zum Friedhof in Zoelen vorbeifuhr. Ein Schauer ging durch den Raum, als Marianne Daalderop sagte, ihr Vater Jan – 1944 16 Jahre alt – habe die Stiefel seines Vaters auf dem Karren wiedererkannt.

Nach diesem Interview sprach der Abgeordnete Peter van ‚t Hoog einige Worte im Namen der Provinz Gelderland. Er betonte, dass man aus und über die Vergangenheit lernen müsse. Freiheit und Abneigung gegen Diskriminierung sind dabei wesentlich.

„Sie machten den Krieg, und der Krieg machte sie“, schrieben die Ausstellungsmacher neben die Portraits der Protagonisten. Ein Satz, der auch aktuell noch gilt.

Credits:

Bertjan Kers, Brabants Dagblad
Jacoline Zilverschoon, Regionaal Archief Rivierenland
Jan Bouwhuis, de Tielenaar

Augustastraße wird zur Fahrradstraße

27. April 2023

Künftig hat der Radverkehr in der Augustastraße auf einer Strecke von rund 750 Metern Vorrang. Mit dem Spatenstich zur Umgestaltung der Augustastraße zur ersten Fahrradstraße in Hagen am Mittwochnachmittag geht die Stadt Hagen nach eigenen Angaben „einen konsequenten Schritt weiter im Rahmen der Verkehrswende hin zu alternativen Mobilitätskonzepten“.

Welche Regeln gelten?

Entlang der Augustastraße werden in den nächsten Wochen Banner zu sehen sein, welche die geltenden Regeln erläutern. In einer Fahrradstraße gibt das Fahrrad das Tempo vor. Das bedeutet konkret, wenn der Überholabstand von 1,5 beziehungsweise 2 Metern nicht eingehalten werden kann, darf nicht überholt werden. Der Radverkehr darf zu keiner Zeit eingeschränkt oder gefährdet werden.

In einer Fahrradstraße gilt allgemein eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Fahrräder dürfen jederzeit nebeneinander fahren. Das gilt auch, wenn sich andere Verkehrsmittel hinter den Fahrrädern befinden. Der Kfz-Verkehr ist nur durch ein Zusatzschild zugelassen und ist damit zu Gast. Ein Verkehrszeichen weist auf die Fahrradstraße hin, ein Zusatzschild regelt die Freigabe für den Kfz-Verkehr.

Kaum bauliche Veränderungen

Die Maßnahme zur Förderung der Radverkehrs ist lediglich im vorderen Bereich zwischen der Södingstraße und dem Bergischen Ring mit baulichen Veränderungen vorgesehen. Im weiteren Streckenverlauf bleibt es bei Markierungs- und Beschilderungsarbeiten.

Augustastraße ist Verbindungsachse für Pendler

Bei der Augustastraße handelt es sich um eine direkte Verbindungsachse zwischen der Hagener Innenstadt und Haspe. Die Strecke wird heute bereits von vielen Pendlerinnen und Pendlern, auch aus den Nachbarstädten Gevelsberg und Ennepetal, genutzt.

Um die Relevanz dieser Verbindung zu unterstreichen und dem Radverkehr auf dieser Achse den Vorrang einzuräumen, habe sich die Verwaltung „bereits“ 2020 Gedanken dazu gemacht, die Augustastraße zur Fahrradstraße umzubauen, heißt es seitens der Stadt. Nach dem politischen Beschluss im Juni 2020 wurde ein Förderantrag erarbeitet und bewilligt. Im Oktober vergangenen Jahres lag der Baubeschluss vor, sodass die Ausschreibung durch den Wirtschaftsbetrieb Hagen erfolgen konnte.

Stadt informiert Anwohner

Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden frühzeitig über die Maßnahme informiert und erhielten Flyer, auf welchen die Maßnahme dargelegt wird. Auch das Quartiersmanagement Wehringhausen informiert die betroffenen Bürgerinnen und Bürger im engen Austausch mit der Radverkehrsplanung der Stadt Hagen. Flyer sind auch in den Bürgerämtern erhältlich.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Seite der Radverkehrsplanung.

Falschparker: Hagen will Kontrolldruck erhöhen

27. April 2023

Mit Hilfe digitaler Überwachungssysteme und der Unterstützung durch Kollege Computer sollen die Hagener Ordnungsbehörden künftig Parksündern noch effizienter ausfindig machen und die entsprechenden Bußgelder abkassieren können. Das ist die Idee eines Vorstoßes von CDU und FDP, der in der kommenden Woche erstmals im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert wird. (…)

Hintergrund dieser Erhöhung des systematischen Kontrolldrucks sind die parallel laufenden Debatten rund um neue Anwohnerparkzonen in Hagen und eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung vorzugsweise in der Innenstadt. Dadurch soll in Zukunft der Parkdruck in den Wohnquartieren, wo Beschäftigte aus der Innenstadt zunehmend von morgens bis abends den ohnehin knappen Raum blockieren, besser gesteuert werden. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Die Antragsteller weisen auch auf weitere Möglichkeiten hin: „Die Fahrzeuge können zukünftig auch für die Erkennung von anderen Falschparkern, z.B. auf Feuerwehrflächen und in absoluten Halteverboten oder von Fahrzeugen, die in zweiter Reihe parken genutzt werden.“ Somit könnten endlich auch diejenigen effektiv sanktioniert werden, die Bürgersteige und Radwege als Stellplätze missbrauchen.

Erwin Grosche: Warmduscher-Report Vol. 4

27. April 2023

Samstag, 29. April 2023, 20:00 Uhr, hasperhammer

Erwin Grosche„Man nenne mir einen, der auch nur annähernd in der Lage wäre, die Seelenlage von Gerste, Hafer, Weizen und Roggen eurhythmisch so präzise darzustellen wie er. Es lebe Paderborn!”, so jubelte ein Kritiker über Erwin Grosche (Foto: Veranstalter).

Der Paderborner Kleinkünstler überrascht mit jedem neuen Programm sein Publikum. Der erste Eindruck, die Peter Sloterdijk Entspannungstasche, die Geheimnisse der Menüfotografie, die Omis mit den neuen Gummistiefeln, die NIVEA-Huldigungen, das Lob des Altseins und die Frage „ob man dem Glück noch viel näher sein kann“ werden nicht fehlen. Neue Stücke wird es auch geben und vielleicht traut er sich endlich mal, auch wieder das Loblied der Nudeln aufzuführen.

Gucken Sie sich diesen Mann an, solange es geht. Wer weiß. Er ist ein echter Abenteurer der inneren Welten. Eines Tages könnte er in ihnen verschwinden und nicht wiederkommen.

Eintritt: 24,50 € / 21,50 € erm.

Kartenvorbestellungen für diese und andere Veranstaltungen auf www.hasperhammer.de, unter 02331 46 36 81, bei den Vorverkaufsstellen oder mittwochs von 10-19 Uhr im hammer.Büro, Hammerstraße 10 in 58135 Hagen-Haspe.

Enervie machte 2022 53,3 Mio. Euro Gewinn

26. April 2023

Dividendenausschüttung von 14 Mio. Euro an Aktionäre

ENERVIE_Erik_Hoehne_VorstandssprecherHagens oberster Stromer, Gasableser und Wassermann: Erik Höhne, Vorstandssprecher der Enervie. Foto: Enervie.

Der Hagener Energieversorger Enervie hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2022 erneut ein gutes Ergebnis erzielt. „Trotz sehr herausfordernder Rahmenbedingungen wie dem Russland-Ukraine-Krieg, der hierdurch hervorgerufenen Energiekrise verbunden mit sehr dynamischen Energiemärkten und auch durch Inflation und Kostensteigerungen gestörten internationalen Lieferketten – haben wir ein gutes Ergebnis erzielt. Allerdings haben hierzu auch wesentlich Einmaleffekte beigetragen“, zieht Vorstandssprecher Erik Höhne eine insgesamt positive Bilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr.

Der Stromabsatz hat sich 2022 im Wesentlichen aufgrund eines gefallenen Handelsvolumens um rund 10 Prozent sowie Einsparungsmaßnahmen der Kundinnen und Kunden verringert. Der Gasabsatz fiel vor allem witterungsbedingt und aufgrund von Einsparungsmaßnahmen um etwa 14 Prozent. Auch die Wärmeabgabe an Endverbraucher fiel witterungsbedingt leicht gegenüber 2021. Gleiches gilt für den Absatz bei der Trinkwasserversorgung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Enervie bei einem erhöhten Umsatz von rund 1.856 Mio. Euro (2021: 1.181 Mio. Euro) ein Ergebnis vor Steuern von 53,3 Mio. Euro (2021: 47,2 Mio. Euro). Insgesamt verbesserte sich auch der Jahresüberschuss, sodass der Vorstand und der Aufsichtsrat vorschlagen, wie im vorherigen Geschäftsjahr, wieder eine Dividende in Höhe von 14 Mio. Euro an die Aktionäre auszuschütten.

Die Eigenkapitalquote sank leicht auf 26,0 Prozent (2021: 27,9 Prozent) aufgrund einer Erhöhung der Bilanzsumme und der Rückzahlung der letzten Rate eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 30 Mio. Euro.

Das Darlehen musste von den Gesellschaftern – hauptsächlich sind das Hagen und weitere Kommunen im Märkischen Kreis – zur Verfügung gestellt werden, nachdem Enervie aufgrund von Misswirtschaft 2015 an den Rand der Insolvenz geraten war. Der Größenwahn des damaligen Vorstands wurde vom Aufsichtsrat, dessen Vorsitz traditionell der Hagener Oberbürgermeister innehat, als einer Art Gemeinschaft der Gläubigen wohlwollend mitgetragen (Siehe dazu: Käffchen und Schnittchen).

Kidical-Mass-Rundfahrt führt erneut durch Hagen

26. April 2023

Kidical Mass 2023von Nikolaj Krieg

Die Kidical Mass organisieren wir in Hagen gerade zum zweiten Mal. Polizei fährt vorne, Kinder und Familien auf Fahrrädern dahinter. Ein Schwarm Radfahrender jeden Alters mit guter Stimmung auf einer Runde über 6 Kilometer durch Hagen, die sich nur wenige Menschen im Alltagsverkehr mit dem Fahrrad zutrauen würden.

Ich habe 1993 meine Radfahrausbildung an der Grundschule gemacht. Die beste Bremse am Markt war der Seitenläuferdynamo, Reifen waren oft platt und Radwege Fehlanzeige. Handys gab es keine – gefahren sind wir trotzdem, und besorgt war keiner.

Die Zeiten haben sich geändert – auf deutschen Straßen stehen und fahren nun anderthalb mal so viel Pkw wie 1990. Oft deutlich schwerere, größere und gefühlt eher unübersichtlichere Modelle. Wenn der Platz knapp ist, setzen sich die „starken“ Rücksichtslosen durch und ignorieren dabei einfachste Regeln, die die schwächeren Verkehrsteilnehmer – zum Beispiel Kinder – schützen sollen.

Unterbewußt wissen wir das und haben daher mindestens stille Bedenken, wenn das eigene Kind losradelt oder einfach nur zur Schule laufen soll. Unser Bedürfnis als Erwachsene schnell, komfortabel und sicher nahezu überall hin mit dem Pkw zu fahren, geht zu Lasten der Möglichkeiten und Freiheit unserer Kinder – auch, aber nicht nur aus Klimagesichtspunkten.

Es gibt also viele gute Gründe, eine Kidical Mass zu organisieren und mitzufahren, um sich für kinderfreundliche Straßen einzusetzen – jeder Mensch ist am 06.05.2023 um 14:00 Uhr willkommen. Vor- und nachher kann man unseren Fahrradparcours am Adolf-Nassau-Platz ausprobieren.

Eröffnung des Stadtmuseums auf Anfang 2024 verschoben

26. April 2023

Personelle Engpässe beim Bauamt sorgen dafür, die sich die Eröffnung des neuen Stadtmuseums auf der Museumsinsel an der Hochstraße schon wieder verschiebt. Ursprünglich sollte das neue Museum vor dreieinhalb Jahren (im Herbst 2019) eingeweiht werden.

„Ich gehe nun von einer Eröffnung Mitte Januar 2024 aus“, sagt Michael Fuchs, Verwaltungsleiter im Fachbereich Kultur und Betreuer des Projektes seit 2019. Vor einigen Monaten hieß es noch, die Einweihung sei für November/ Dezember 2023 geplant. Die Verzögerung um mindestes vier weitere Wochen erklärt sich dadurch, dass die Ausschreibungen für Gewerke wie Schreinerei und Elektrik (Lichttechnik) nicht, wie eigentlich geplant, längst auf den Weg gebracht sind, sondern erst jetzt erfolgen. (…)

Diverse Verzögerungen (u.a. Änderungen im Bereich der Förderung und die Suche nach einem neuen Ausstellungsleiter) sorgten und sorgen noch immer dafür, dass die Exponate, die Hagens Stadtgeschichte widerspiegeln, weiterhin im Depot vor sich hindümpeln. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Schauspiel und Oper an einem Wochenende

26. April 2023

Tri sestryDas Theater Hagen widmet sich an einem Wochenende dem Sujet „Drei Schwestern“, indem es am 29. April 2023 (19.30 Uhr, Großes Haus) das gleichnamige Schauspiel von Anton Tschechow aufführt und am 30. April 2023 (18.00 Uhr, Großes Haus) die von Peter Eötvös komponierte Opern-Vertonung dieses Dramas unter dem Titel „Tri Sestry“ präsentiert (Foto: Jörg Landsberg).

Damit erhalten die Besucher die Möglichkeit, das Originalwerk direkt mit dessen Verarbeitung als musikdramatisches Stück vergleichen zu können.

Inhaltlich geht es insbesondere um die Schicksale von drei in einer russischen Provinzstadt lebenden Schwestern, deren größte Sehnsucht darin besteht, in die Metropole Moskau zu gelangen, wo sie sich ein besseres, interessanteres Leben erhoffen. Dieser Wunsch bleibt Illusion …

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per E-Mail unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de

Katie Freudenschuss: Nichts bleibt wie es wird

26. April 2023

Freitag, 28. April 2023, 20:00 Uhr, hasperhammer

Katie Freudenschuss Bild von Anne de WolffDie Zeit läuft. Und wir alle laufen mit. Manchmal voraus, meist hinterher. Und irgendwo mittendrin ist Katie Freudenschuss (Foto: Anne de Wolff).

Was bleibt wohl von uns übrig, wenn wir nicht mehr sind? Wird es das Z-Wort-Schnitzel auf die nächste Speisekarte schaffen, wird man durch einen Hashtag unsterblich und hat eigentlich schon irgendjemand im All unsere Golden Voyager Records gefunden?

Wer nimmt das innere Kind, wenn man selbst gerade keine Zeit hat? Und: nachdem sie im 2. Programm Sendepause hatte, gibt es endlich ein Wiedersehen mit Tamara!

Eine Frau, ein Klavier und feine Beobachtungsgabe. Wer die preisgekrönte Entertainerin schon mal live auf der Bühne erlebt hat, weiß, dass ihre Abende immer eine abwechslungsreiche Mischung sind aus Kabarett, eigenen Songs, Stand-up und grandiosen Improvisationen. Mutig, emotional und mit offenem Visier.

Mit großer musikalischer Vielfalt versteht sie es, die großen und kleinen Begegnungen und Begebenheiten in Worte oder Kompositionen zu fassen. Berührend und lustig, melancholisch und böse.

Dabei ist es Katies‘ besondere Stärke, immer wieder aus dem Moment Songs zu kreieren. Die Interaktionen mit dem Publikum machen jeden Abend einzigartig. So wie die Zeit.

Also beeilen Sie sich und kommen in diese Show! Nichts bleibt wie es wird. Darauf können Sie sich verlassen.

Eintritt: 22,50 € / 19,50 € erm.

Kartenvorbestellungen für diese und andere Veranstaltungen auf www.hasperhammer.de, unter 02331 46 36 81, bei den Vorverkaufsstellen oder mittwochs von 10-19 Uhr im hammer.Büro, Hammerstraße 10 in 58135 Hagen-Haspe.

Vorsicht vor ungewollten Energieverträgen

26. April 2023

Beratungsstelle Hagen der Verbraucherzentrale NRW warnt vor untergeschobenen Verträgen an Haustür oder am Telefon

Manche Strom- und Gasanbieter schieben Verbrauchern an Haustür oder während eines Telefonats unbemerkt Energieverträge unter, die diese gar nicht abschließen wollen. Andere preisen günstige Tarife an, die sich in Wahrheit als teure Kostenfalle entpuppen.

In der Beratungsstelle Hagen melden sich vermehrt Betroffene, die berichten, dass sie auf diese Weise zu einem ungewollten Vertragsabschluss verleitet worden sind. Dabei geht es nicht nur um den Abschluss von Neuverträgen. Auch Bestandskundinnen werden mit fragwürdigen Methoden in teurere Tarife gelockt.

„Wer keinen Liefervertrag abschließen will, sollte niemals seine Zählernummer und den aktuellen Energielieferanten preisgeben“, rät Janine Pühl, Leiterin der Hagener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW. „Zusammen mit Namen und Adresse reichen diese Informationen, um einen Anbieterwechsel einzuleiten.” Die Verbraucherschützerin erklärt, was noch zu beachten ist.

Mit welchen Methoden werden Verträge untergeschoben?

Sie klingeln an der Haustür oder rufen an: Manche Energieanbieter versuchen Haushalte im Direktvertrieb zu Vertragsabschlüssen zu bewegen. Und setzen dabei nicht immer seriöse Methoden ein. Diese reichen von der Verschleierung der Vertragsinhalte über falsche Versprechungen bis hin zur Vorspiegelung von Vertragsschlüssen.

(more…)

Atomgefahr? Versteckt im Hagener Amtsblatt

25. April 2023

Belgische Schrottreaktoren sollen bis 2035 weiterlaufen

atom_risiko_tihange_webBei einer Havarie belgischer Atomreaktoren wäre auch Hagen betroffen. Grafik: Initiative 3 Rosen.

Deutschland ist vor wenigen Tagen aus der Atomkraft ausgestiegen. Ganz Deutschland? Nein. Eine unheilige Allianz aus AfD, FDP und Union – vorneweg die CSU – würde gerne den Atomweg weiter beschreiten. Und Hagen? Versteckt Risiken im Amtsblatt.

Denn da sind ja noch die Freunde der Spaltprodukte im benachbarten Ausland. Die nächstgelegene noch in Betrieb befindliche Atomanlage ist das nur ungefähr 210 Kilometer Luftlinie von Hagen entfernte Kraftwerk Tihange in Belgien – im Falle eines Crashs ein Katzensprung.

Tihange ist ein Schrottreaktor, der seit Jahrzehnten immer wieder durch zahllose Störfälle und Schäden aufgefallen ist. Trotzdem sieht eine Entscheidung der belgischen Regierung vor, die bis dato geltende Laufzeit des 1985 in Betrieb genommenen Druckwasserreaktors bis 2025 um weitere zehn Jahre auf 2035 zu verlängern.

Dazu hat das belgische Energieministerium förmlich über die geplante Durchführung einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Laufzeitverlängerung der Atommeiler Tihange 3 und zusätzlich eines weiteren Reaktors, Doel 4, informiert.

Die Durchführung von grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken in angrenzenden Nachbarstaaten sei „eine langjährige Forderung Nordrhein-Westfalens. Daher wird sich das Land selbstverständlich an dem Verfahren beteiligen“, erklärte dazu NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne).

Wer jetzt vielleicht Widerstand aus Düsseldorf erwartet hätte, darf sich enttäuscht fühlen: „Jedes Land entscheidet eigenverantwortlich darüber, wie es seinen Strombedarf decken möchte“, versteckt sich die karriereorientierte Ministerin und Duzfreundin von Ministerpräsident Hendrik Wüst hinter formaljuristischen Begründungen.

So ähnlich wird das Thema auch in Hagen gehandhabt: Die Möglichkeit, Stellung zu nehmen samt zugehöriger Adressen und Links, wird im Sinne der bekannten ortsüblichen und langjährig erprobten Geheimhaltungsmanie im Amtsblatt versteckt, das vermutlich kaum jemand liest.

Die OB-Etage hat damit ihrer Informationspflicht formal genüge getan. Weitere Informationen zu Hintergründen und Gefährdungspotentialen? Fehlanzeige – wie üblich in Hagen.

Wie es auch anders geht, hat die Stadt Meerbusch bereits 2018 bewiesen: „Auch die Meerbuscherinnen und Meerbuscher haben jetzt die Möglichkeit, auf kurzem Wege die Petition gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 mit ihrer Unterschrift zu unterstützen“, teilte die Kommune mit, setzte gleich einen entsprechenden Link und bot Amtshilfe an: „Ausgefüllte Listen können im Büro der Bürgermeisterin im Rathaus, Dorfstraße 20, in Meerbusch-Büderich abgegeben werden. Sie werden dort gesammelt und gebündelt an die Initiativen weitergereicht.“

In Hagen undenkbar.

Hagen holt auf – aber nur ein wenig

25. April 2023

Stellungnahme des ADFC zum Ergebnis des Fahrradklimatests 2022

Gestern wurden die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2022 veröffentlicht. Die vom ADFC durchgeführte und vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr unterstützte Umfrage befragt alle zwei Jahre Radfahrende zur Qualität des Radfahrens vor Ort. Dabei werden zahlreiche Aspekte von Fahrraddiebstahl bis zur Winterräumung von Radwegen aber auch die Qualität der Radinfrastruktur allgemein abgefragt.

Hagen landete diesmal auf dem vorletzten Platz in der Kategorie der Städte von 100.000 – 200.000 Einwohner, vor Remscheid, das mit der Note 4,62 marginal schlechter abgeschnitten hat als Hagen mit 4,6. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag Hagen mit der Note 4,86 auf dem letzten Platz.

Mit jetzt 4,6 ist man gerundet immer noch durchgefallen – und trotzdem ist das auf den zweiten Blick nicht ganz so schlimm, wie es auf Anhieb aussieht. Erstens ist auch das oft als leuchtendes Beispiel für Fahrradfreundlichkeit genannte Münster auch nur auf ein befriedigend (3,04) gekommen und zweitens hat Hagen im Vergleich zum vorherigen Fahrradklimatest (2020) leicht aufgeholt.

Es lässt sich eine leichte Tendenz für Verbesserungen erkennen, jedoch darf man in Hagen jetzt beim weiteren Ausbau der Radinfrastruktur nicht nachlassen. Insgesamt ist durch den Test ersichtlich, dass Deutschland, was gute Radverkehrsinfrastruktur angeht, eher kein fortschrittliches Land ist. Das soll natürlich keine Entschuldigung dafür sein in Hagen auf weitere Fortschritte zu verzichten. Bei einer Note 4,6 sollte man besser nicht die Füße hochlegen.

Die größte Verbesserung in der Kategorie 100.000-200.000 Einwohner gelang Koblenz von 4,7 auf 4,3. Dieser Schritt ist gar nicht so viel größer als der von Hagen. Von den 39 Städten in der Größenkategorie 100.000-200.000 EW die 2020 und 2022 mitgemacht haben, hat Hagen den drittgrößten positiven Sprung bei der Bewertung gemacht (gut 5% besser bewertet, Reutlingen knapp 6% und Koblenz fast 8%), während sich die durchschnittliche Bewertung in dieser Größenkategorie kaum geändert hat.

Das hat immerhin dazu geführt, dass Hagen vom letzten Platz von 41 Städten beim vorletzten Mal auf Platz 39 Platz von 40 Städten beim aktuellen Fahrradklimatest gelandet ist. Ein Anfang ist gemacht und wenn man jetzt nicht nachlässt, stehen die Chancen gut, auf der Überholspur zu landen.

Bezüglich der Einzelkriterien, die von den insgesamt 707 Teilnehmenden (fast doppelt so viele wie 2020) bewertet wurden, schnitt Hagen nirgendwo überdurchschnittlich ab. Im Vergleich mit den anderen Städten der Größenklasse blieb Hagen immerhin beim Fahrraddiebstahl (Note 4,2), der Fahrradförderung in letzter Zeit (Note 3,9) und der Falschparkerkontrolle auf Radwegen (Note 4,8) voll im Durchschnitt. Alle anderen Punkte wurden schlechter bewertet als im Durchschnitt der Städte gleicher Größenklasse.

Betrachtet man Hagen unabhängig von anderen Städte, waren die beiden einzigen Noten besser als 4,0 die Fahrradförderung in letzter Zeit und die geöffneten Einbahnstraßen in Gegenrichtung mit jeweils 3,9.

Am unteren Ende der Skala landen im Vergleich mit anderen Städten zügiges Radfahren (4,4), die Erreichbarkeit des Stadtzentrums (4,2) und öffentliche Fahrräder / Fahrradverleih (5,4). Letzteres ist wenig verwunderlich, da es in Hagen ja noch immer kein Bikesharing gibt. Bei diesen drei im Vergleich am schlechtesten bewerteten Kategorien ist Hagen jeweils gut eine Note schlechter bewertet als der Durchschnitt ähnlich großer Städte.

Betrachtet man Hagen für sich genommen, werden am schlechtesten bewertet (jeweils mindestens mit der Note 5,0): Ampelschaltungen für Radfahrer, Sicherheitsgefühl, Führung an Baustellen und öffentliche Fahrräder / Fahrradverleih.

Dass die Erreichbarkeit des Stadtzentrums in Hagen für den Radverkehr problematisch ist und viele Menschen Angst vor dem Radfahren in der Stadt haben, ist innerhalb und außerhalb des ADFC immer wieder zu hören. Mit den neuen Radspuren am Graf-von-Galen-Ring und der teilweisen Freigabe der Fußgängerzone ist nach Ansicht des ADFC ein Anfang gemacht, was sich ja auch in den Bewertungen zeigt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Stadt nicht nachlässt, sondern anstrebt, das nächste Mal bei der Verbesserung der Bewertung führend zu sein.

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie

25. April 2023

Einen Vortrag zum Thema „Faire Textilien im Fokus – Fashion Revolution Week“ mit Philip Heldt bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem AllerWeltHaus Hagen sowie dem Hagener Heimatbund am Mittwoch, 26. April, von 19 bis 20.30 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, an. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kooperationsprojektes „Die Weltretter – 17 Ziele für ein besseres Morgen“ statt.

Die Freude über das textile Schnäppchen beim Discounter oder anderswo ist oft groß – doch häufig steckt dahinter sehr viel Leid und Elend in einem anderen Teil der Welt. Wassermangel im Aralsee, Suizide in Indien, 18-Stunden-Schichten in Textilfabriken in China: Was wissen wir eigentlich über die Herstellung unserer Textilien? Interessiert es uns überhaupt?

In seinem Vortrag thematisiert Philip Heldt die Bedingungen, unter denen die Rohstoffe für Textilien angebaut werden. Zusätzlich beleuchtet er die Verarbeitung bis hin zum fertigen Kleidungsstück und präsentiert den Teilnehmenden nachhaltige und faire Alternativen. Der Abend steht am Anfang der jährlich stattfindenden „Fashion Revolution Week“. Diese ist Teil einer globalen Bewegung, die eine Reform der Modebranche hin zu mehr Menschenwürde, Umwelt- und Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Weltverantwortung fordert.

Die Teilnahme an dem Vortrag mit der Kursnummer 1441B ist kostenlos, um eine Spende nach dem „Zahlen Sie, so viel Sie möchten“-Prinzip (Pay what you want) wird gebeten. Platzreservierungen sind möglich und können auf der Internetseite www.vhs-hagen.de sowie beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 vorgenommen werden.

Jugendstil in der Liebfrauenkirche in Vorhalle

25. April 2023

Liebfrauenkirche_b_c_Dieter_FassdorfZu einer Führung durch die Liebfrauenkirche in Vorhalle mit Benno Schmolke lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am heutigen Dienstag, 25. April, von 17 bis 18.30 Uhr ein (Foto: Dieter Fassdorf).

Die Liebfrauenkirche in Vorhalle entstand 1911 und 1912 als dreischiffige neuromanische Basilika nach den Plänen des Architekten Carl Pinnekamp. Sie ist eine Kirche des ausklingenden Historismus mit Hinwendung zum Jugendstil. Das Gebäude und die Inneneinrichtung bilden ein Gesamtkunstwerk, das die Kriege unzerstört überstand.

Die individuell gestalteten Altäre sind Zeugen der Künstler und Kunsthandwerker der „Wiedenbrücker Schule“. In ihnen zeigt sich der Übergang von historischen Vorbildern zum zeitgenössischen Jugendstil. Wandgemälde aus den Jahren 1934 bis 1936 und neu gestaltete Kirchenfenster von 1986 runden den Gesamteindruck ab. Nach einer Generalrenovierung 1986 ist die Liebfrauenkirche heute eine der kunsthistorisch interessantesten und schönsten Kirchen in Hagen.

Für die Führung hat die VHS keinen Eintrittspreis festgelegt, stattdessen gilt das Motto „Zahlen Sie, so viel Sie möchten“ (Pay what you want). Weitere Informationen zu der Führung mit der Kursnummer 1185B sowie zur Anmeldung erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de sowie beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Lesung mit Frank Goosen entfällt

25. April 2023

Die Lesung mit Frank Goosen aus seinem neuen Fußballroman „Spiel ab!“ im Rahmen der Hagener Literaturtage am heutigen Dienstag, 25. April, um 19.30 Uhr muss krankheitsbedingt leider abgesagt werden. Für die anderen beiden Lesungen gibt es noch wenige Restkarten.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Stadtbücherei unter Telefon 02331/207-3591 oder auf der Seite der Stadtbücherei.

„Desaster“: Radweg erst 2026

24. April 2023

In Hohenlimburg spricht man von einer „Bankrotterklärung“. Der Lenneradweg wird erst 2026 gebaut und seit 2021 wartet man auf ein Klo-Schild. (…)

Die Liste weiterer, noch nicht benannter Beschlüsse, die absolut auf Eis liegen, wird immer länger. Darunter sind prominente Themen wie der Lenneradweg. Zu dem musste die Verwaltung zum Erschrecken aller Bezirksvertreter erklären, dass mit dem Bau überhaupt erst 2026 begonnen werden könne. Seit sicher zehn Jahren wurde er diskutiert, 2021 endlich eine Vorzugsvariante beschlossen. „Die im März 2022 durchgeführte Ausschreibung wurde jedoch aufgrund des Volumens des Auftrags, der Komplexität der Abschnitte zwei und drei sowie der vorhandenen Kapazitäten der Büros zurückgewiesen, sodass kein Angebot eingereicht wurde“, hieß es bereits in der Verwaltungsvorlage. (…)

Zwei Jahre nach Beschluss der Vorzugsvariante blieb den Bezirksvertretern nach der ernüchternden Perspektive der Verwaltung (2026) nicht mehr, als die „Vergabe der Planungsleistung des Lenneradweges (erster Abschnitt) in Höhe von bis zu 40.000 Euro“ zu beschließen. (…)

Während Bezirksbürgermeister Eisermann angesichts dieser Neuigkeiten besagte „Bankrotterklärung“ bemühte, schlossen sich alle Parteien an. Kopfschütteln, Ungläubigkeit, Frustration. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Führung über den Buschey-Friedhof

24. April 2023

Mittwoch, 26.04.2023, 16:00 – 17:00 Uhr

Buschey_May_W1Erst kürzlich wurde der Buschey-Friedhof mit der offiziellen Aufnahme in die Denkmalliste der Stadt Hagen geehrt. Dr. Elisabeth May bietet am Mittwoch eine sachkundige Führung an.

1810 wurde der Buschey-Friedhof eingeweiht. Dank seiner über zweihundert Jahre währenden Belegung erlaubt er ungewöhnliche Einblicke in Lebensgeschichten und ästhetische Vorlieben verschiedener Epochen (Foto: Elisabeth May).

Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Einige sind sogar von hohem künstlerischen Rang, wie die Werke Georges Minnes und J.L.M. Lauweriks‘. Dr. Elisabeth May eröffnet Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur.

Interessierte sollten sich im Vorfeld unter der Telefonnummer +49 2331 207 2740 verbindlich anmelden und die erforderliche Teilnahmegebühr zum Treffpunkt am Seiteneingang Grünstraße mitbringen.

Die Zukunft der Energieversorgung

24. April 2023

Einen kostenlosen Vortrag über die Zukunft der Stromversorgung bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit der BEG 58 am Dienstag, 25. April, von 19 bis 20.30 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, an.

Das Energieversorgungssystem in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Dabei haben sich die erneuerbaren Energien zu einer großen Stromerzeugungsquelle entwickelt. Rund 45 Prozent des Stroms in Deutschland werden inzwischen regenerativ erzeugt.

Solarstrom ist in den letzten Jahren immer preiswerter geworden. Die Stromerzeugungskosten von großen Solaranlagen in Deutschland sind mit 4 bis 6 Cent pro Kilowattstunde um etwa 50 Prozent niedriger als die von neuen Steinkohlekraftwerken.

Im Rahmen der Veranstaltung berichtet der Referent über Praxiserfahrungen beim Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen in Kombination mit Solarstromspeichern und geht auf derzeit bestehende Fördermöglichkeiten ein. Dabei zeigt er auf, wie mit PV-Strom die Eigenversorgung des Haushaltes, die Heizung und der Ladeprozess für das E-Auto optimiert werden können.

Eine Anmeldung zu dem Kurs mit der Kursnummer 1415 ist beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de erforderlich.

Die Hexe von Buchenwald

24. April 2023

Historischer Salon der Fernuni. Im Bann des Bösen: Ilse Koch
Donnerstag, 27. April 2023, 18:00 Uhr, online

Ilse_KochIlse Koch war die Ehefrau des SS-Kommandanten von Buchenwald und eine der ersten verurteilten NS-Täter- und Täterinnen (Foto: unbekannt). In der internationalen Nachkriegsöffentlichkeit erlangte sie als „Hexe von Buchenwald“ bemerkenswerte Aufmerksamkeit.

Die Historikerin und Leiterin des Lehrgebiets Geschichte der Europäischen Moderne am Historischen Institut der FernUniversität in Hagen, Prof. Dr. Alexandra Przyrembel skizziert in ihrer biographischen Spurensuche den Lebensweg Ilse Kochs, beschreibt die gegen sie geführten Nachkriegsprozesse, die Zeit ihrer Haft im Frauengegängnis Aichach und die internationale Berichterstattung über ihre Person.

Entlang der Biographie von Ilse Koch entwickelt Przyrembel eine deutsche Gesellschaftsgeschichte der Nachkriegszeit und entwirrt die unterschiedlichen Erzählungen über Ilse Koch als das „Böse“.

Zoom-Link: https://e.feu.de/historischersalon2704

Zhou Song: Mass Energy

23. April 2023

Gemälde und Skulpturen
23. April bis 11. Juni 2023, Osthaus-Museum Hagen

Counter_Time_Travels_200x130cm_Oil_on_Canvas_2015_W1Zhou Song: Counter Time Travels, 2015 (Detail), Öl Auf Leinwand, 130 x 200 cm, © Studio Zhou Song

Song Zhou (geb. 1982, Jiangxi, China) ist ein aufstrebender chinesischer Maler, der seine Werke international ausgestellt hat, unter anderem in Deutschland, Venezuela, Kanada und Peru. Er interessiert sich hauptsächlich für die Erforschung der Schnittstellen zwischen Kunst, Philosophie und Wissenschaft und untersucht die Rolle der Kunst bei der Darstellung einer ungewissen Zukunft im aktuellen technologischen Zeitgeist.

Im Laufe der Jahre hat sich Songs Herangehensweise an die figurative Malerei von sehr hyperrealen Bildern zu unrealistischen, ungleichmäßigen und surreal anmutenden Kompositionen verschoben, wie sie in seiner fortlaufenden Gemäldeserie mit dem Titel Inflating Series (2017-2021) zu sehen sind, aus der wir viele Beispiele zeigen.

Seit Jahren ist die Ölmalerei Songs bevorzugtes Medium, um diese Themen zu erforschen, aber gelegentlich hat er auch mit Aquarellen, Skulpturen und 3D-Drucken experimentiert. Seine äußerst detaillierten Gemälde zeugen von der Beherrschung der Zeichentechniken und seiner umfassenden Kenntnis der Elemente der Kunst und der Gestaltungsprinzipien, die Zhou zunächst an der Akademie der Schönen Künste in Tianjin erlernte.

Häufig arbeitet Song in Serien, die um ein und dasselbe Thema, die der Künstler mit einer Vielzahl von symbolisch aufgeladenen Motiven erforscht. Die bisherigen Ölgemälde von Song sind extrem hyperreal und zeigen lebendige und detaillierte Szenen, Porträts oder Science-Fiction- und Hightech-Bilder.

In seinen jüngsten Arbeiten erforscht er die sich verändernden politischen und sozialen Landschaften urbanisierter Gesellschaften, die sich nach den Prinzipien des technologischen Fortschritts entwickeln.

Ob man sich nun eine dystopische, postapokalyptische Zukunft vorstellt, die von Kriegsmaschinen regiert wird, oder die allgegenwärtigen, aber nicht weniger gewalttätigen Einschränkungen, die der individuellen Ausdrucksfähigkeit professionalisierter Stadtbewohner auferlegt werden – in seinen jüngsten Serien erforscht Song menschliche Realitäten, die ebenso von der Technologie wie von der Natur geprägt sind.

Songs Bilder leben von Widersprüchen und Offenheit. Was auf den ersten Blick ästhetisch schön erscheinen mag, entpuppt sich bei näherer Betrachtung oft als abscheulich, während das, was auf den ersten Blick dystopisch erscheint, auf den zweiten Blick alltäglich, ja sogar normal erscheint.

Constanza Ontiveros Valdés

WPWR: Soviel Schwund war nie

23. April 2023

Noch nie sind die Verkaufszahlen der WPWR so stark zurückgegangen wie im 1. Quartal 2023 im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum vor einem Jahr.

Trotz eines geringfügigen Zuwachses beim ePaper war der durchschnittliche Verkauf insgesamt pro Tag um 7,08 Prozent niedriger als im 1. Vierteljahr 2022. Die Zahl der Abonnements sank sogar um 8,31 Prozent auf lediglich noch 20.669 für alle Ausgaben Hagen/Hohenlimburg/Herdecke/Wetter zusammen.

Laut der Erhebung der Informationsgemeinschaft zur Verbreitung von Werbeträgern ging der Einzelverkauf bei sowieso niedrigstem Niveau sogar noch weiter zurück: Um 9,78 Prozent auf durchschnittlich nur 775 Exemplare pro Erscheinungstag.

Nach den schon schlechten Zahlen im 4. Quartal 2022 – damals verlor der Verkauf im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 5,8 Prozent, bei den Abonnements betrug der Rückgang 7,2 Prozent – legte der Schwund damit nochmal kräftig zu.

DGB sagt Mai-Demonstrationszug ab

22. April 2023

Obwohl es keine Corona-Beschränkungen mehr gibt, verzichtet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am 1. Mai auf seinen traditionellen Demonstrationszug in Hagen. Den Grund nennt der Hagener DGB-Chef Stefan Marx in aller Deutlichkeit: „Mit einer Demo lockt man heutzutage niemandem mehr hinter dem Ofen hervor. Ich habe keine Lust, mich zu blamieren und mit 30 Leuten durch leere Straßen zu laufen.“

Die Zeiten, in denen man die Arbeitnehmer am 1. Mai in Massen auf die Straße bringen konnte, seien vorüber, so Marx. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Da kann sich Marx an die eigene Nase fassen. Während sein Vorgänger dafür sorgte, dass gewerkschaftliche Positionen in der Hagener Öffentlichkeit präsent waren und er Bündnisse mit anderen gesellschaftlichen Gruppen einging, ist der DGB in Hagen seit dem Amtsantritt von Marx 2016 weitgehend in der Versenkung verschwunden (Siehe: Abgetaucht – DGB ist in der Hagener Zivilgesellschaft nicht mehr präsent).

Vor diesem Hintergrund auf die traditionelle Mai-Demonstration zu verzichten, ist das Eingeständnis des eigenen Unvermögens oder sogar Unwillens. Marx überlässt das Feld lieber Strukturen aus dem Umfeld einer stalinistischen Sekte mit Millionen-Vermögen.

Neue Perspektiven zur Stadtentwicklung?

22. April 2023

Volles Haus beim Unternehmertreffen des Unternehmer-Rat Hagen: Unter dem Titel „Wirtschaftsdialog“ erwarteten die zahlreich erschienenen Unternehmerinnen und Unternehmer facettenreiche Betrachtungen zum Thema Stadtentwicklung.

Mit Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Hagener Arbeitsagentur, und Dr. Katja Strauss-Köster, seit 2009 Bürgermeisterin der Stadt Herdecke, begrüßte der Unternehmer-Rat Hagen zwei Gäste, die neben den Hagener Unternehmern Tim Bergenthal und Marc Simon aus dem Kreis des Unternehmer Rat Hagen verschiedene Aspekte der aktuellen städtepolitischen Herausforderungen aus ihrer Perspektive beleuchteten.

In der von Dr. Lars Immerthal und Winfried Bahn moderierten Fragerunde schilderte zunächst Katja Heck die zurzeit enormen Problemstellungen für die Hagener Arbeitsagentur, die sich durch die dezentrale Struktur infolge der Hochwasserkatastrophe ergeben. Die in Hagen im Vergleich zu anderen Städten des Einzugsgebiets überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit bei gleichzeitigem (angeblichem*) Fachkräftemangel erklärte die Arbeitsagentur-Chefin mit der spezifischen Bevölkerungsstruktur in Hagen.

Interessante Einblicke in eine gelungene Stadtentwicklung boten die Ausführungen der Herdecker Bürgermeisterin. Wie Dr. Katja Strauss-Köster betonte, sei die Entwicklung des Stadtquartiers ein langer Prozess gewesen, der durch Landesförderung und Privatinvestoren ermöglicht wurde. Entscheidend für eine positive Stadtentwicklung seien letztendlich immer die Kommunikation mit allen Beteiligten sowie ein Ziel, das unter Einbeziehung der Bürger und aller relevanter Gruppen der Stadt erarbeitet werden müsse.

Über die aktuellen Herausforderungen des Einzelhandels sprach im Anschluss Tim Bergenthal, Geschäftsführer des Unternehmens Bergenthal Leuchten und Technik GmbH mit Standorten in Haspe, Altenhagen und Paderborn. Obwohl auch sein Unternehmen von den Pandemiefolgen nicht verschont geblieben sei, beobachtet er zurzeit wieder eine positive Tendenz: Verbraucher sehnten sich wieder nach realen Einkaufserlebnissen, sodass der Online-Handel, auf den immer wieder der Niedergang der Innenstädte geschoben wird, letzten Endes den stationären Handel nicht verdrängen könne, zeigte sich Tim Bergenthal zuversichtlich.

Einen weniger optimistischen Blick in die Zukunft warf nachfolgend Marc Simon, Geschäftsführer der Cosi Stahllogistik GmbH & Co. KG und Vorsitzender des Verkehrsausschusses der SIHK. Seine Branche sei aufgrund hoher Energie- und Kraftstoffpreise und der voraussichtlich ab nächstem Jahr stark steigenden LKW-Maut nicht nur enormen finanziellen Belastungen ausgesetzt, sondern habe zudem noch mit dem „Fachkräftemangel“ und erheblichen infrastrukturellen Problemen zu kämpfen.

Die lebendige Podiumsdiskussion brachte ein breites Spektrum an Handlungsfeldern ans Licht, gleichzeitig aber auch neue Chancen und Perspektiven zur Stadtentwicklung. Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass Hagen größer denken müsse, um durchaus vorhandene Potenziale nutzen zu können.

„Es ist längst überfällig, in Entscheidungen und Umsetzungen zu kommen. Mit Blick auf Herdecke zeigt sich, wie erfolgversprechend es ist, alle Beteiligten in Prozesse der Stadtentwicklung einzubeziehen“, resümierte Winfried Bahn, Initiator des Unternehmer-Rat Hagen, abschließend.

Um weiterhin wichtige Impulse für die notwendige Entwicklung Hagens zu setzen, wird der Unternehmer-Rat Hagen, eine der wenigen unabhängigen Interessenvertretungen Hagener Unternehmen, beim nächsten Unternehmertreffen im Frühsommer mit weiteren wichtigen Akteuren der Stadt und aus dem Umkreis zusammenkommen, um beispielhafte Erfolgsstorys aus anderen Städten aufzuzeigen.

* Siehe dazu: „Es gibt keinen Fachkräftemangel“ – Interview mit dem Arbeitsmarktexperten Simon Jäger.

Ein Blick hinter die Kulissen in der Stadtbücherei

22. April 2023

Wie sieht es hinter den verschlossenen Türen der Stadtbücherei Hagen aus? Das können interessierte Hagenerinnen und Hagener bei zwei offenen Führungen am Dienstag, 25. April, um 10 Uhr und noch einmal um 17 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe erfahren.

Eine Mitarbeiterin der Bücherei öffnet die Türen zu Orten, die sonst für die Besucherinnen und Besucher verschlossen bleiben. Die Teilnehmenden lernen so die Stadtbücherei Hagen neu kennen und erfahren mehr über das umfangreiche Angebot. Darüber hinaus erhalten sie praktische Informationen zu ihrer Bücherei, erfahren Neuigkeiten zu den digitalen Diensten und können in aktuelle Neuerscheinungen bei den Sachbüchern oder Romanen hineinschnuppern.

Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Hagener Heimat-Preise 2020 bis 2022 vergeben

22. April 2023

Herausragendes Engagement und besonders positive Praxisbeispiele in Hagen auszeichnen – mit diesem Ziel beteiligt sich die Stadt Hagen seit 2019 am Heimat-Preis NRW. Coronabedingt konnte die Preisverleihung in den vergangenen Jahren nicht stattfinden.

Am Donnerstag, 20. April, wurden daher gleich neun Organisationen für die Jahre 2020 bis 2022 im Rahmen einer feierlichen Verleihung im Rathaus an der Volme geehrt. Die Gesamthöhe der Preisgelder des Heimat-Preises liegt pro Jahr bei 15.000 Euro.

Unter dem Thema „Nachhaltigkeit in der Entwicklung und Pflege unserer Heimat Hagen“ geht der Heimat-Preis 2020, verbunden mit einem Preisgeld von 6.000 Euro, an die Initiative HATOPIA. Den zweiten Platz belegt das AllerWeltHaus Hagen und erhält 5.000 Euro. Über den mit 4.000 Euro dotierten dritten Platz kann sich das Bunkermuseum Hagen freuen.

Im Jubiläumsjahr 2021 stand der Hagener Heimat-Preis unter dem Thema „Die Pflege der Stadtgeschichte als Mittel zur Gestaltung der Zukunft – Hagen im Jubiläumsjahr“. Den ersten und mit 7.000 Euro dotierten Platz erhält der Hagener Heimatbund. Die Projektgruppe „Lichter der Großstadt“ kann sich über den zweiten Platz und 5.000 Euro Preisgeld freuen. Der mit 3.000 Euro dotierte dritte Platz geht an die Projektgruppe „Street Art Mural Hagen“.

Die „Pflege des heimischen Brauchtums und Kulturgutes als Beitrag zur heimischen Stadt- und Stadtteilidentität“ war das Thema des vergangenen Jahres. Hier geht der Heimat-Preis 2022 an den Hasper Heimat- und Brauchtumverein. Der Verein erhält ein Preisgeld von 6.000 Euro. Den mit 5.000 Euro dotierten zweiten Platz belegt der Förderverein Pumpenhäuschen. Der Förderverein Bismarckturm erhält mit dem dritten Platz ein Preisgeld von 4.000 Euro.

Jury erhält 43 Vorschläge

Insgesamt 43 Personen und Institutionen wurden der Jury, bestehend aus der Freiwilligenzentrale, dem Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Hagen, dem Stadtheimatpfleger und Mitgliedern der im Rat der Stadt Hagen sitzenden Fraktionen, von 2020 bis 2022 vorgeschlagen.

Eklat zu Positionspapier: Unbequeme Fragen

21. April 2023

Was als „Positionspapier“ herausgegeben worden war, entwickelte sich jüngst zu politischem Sprengstoff. Der Beirat der Hagener Wirtschaftsentwicklung, ein von der breiten Öffentlichkeit eher weniger gekanntes Gremium, blickte in besagtem Papier mit Sorge auf die Entwicklungen in der Hagener Innenstadt und riet auch mit Blick auf das längst verabschiedete, zwölf Millionen Euro umfassende Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) in Hohenlimburg, „dass die Politik die Priorisierung im Rahmen des nun zugunsten der Innenstadt revidiert.“

Zweieinhalb Wochen später ist weder der Ärger verraucht noch konnten Irritationen beseitigt werden. Die SPD fordert politische Aufklärung. Und hinterfragt die Rolle des Beirates und seine Auftraggeber deutlich. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

VCD und Verkehrswende laden zu Radtouren

21. April 2023

Ab Samstag, dem 29.04.23 wird ein Teil der Hagener Fußgängerzone für den Fahrradverkehr freigegeben – und zwar ganztägig statt wie bislang nur außerhalb der Geschäftszeiten! Um diesen Fortschritt etwas zu zelebrieren, haben die Stadt und interessierte Radelnde, unterstützt vom VCD und der Verkehrswende Hagen, eine kleine „Fahrrad-Sternfahrt“ geplant. Ziel aller vier Touren ist jeweils der Springe-Platz.

WestttourDie Westtour (13,5 km) startet um 9:30 Uhr bei Clever Fit in Haspe und führt entlang der Ennepe und dem Hasper Grünstreifen bis zum Hasper Torhaus (9:50 Uhr). Dann geht es auf verschlungenen Pfaden weiter zum Wehringhauser Wilhelmsplatz (10:20 Uhr). Je nach Zeit, Stimmung und Wetter fahren alle noch eine Runde in Richtung Eilpe, so dass das Ziel gegen 10:30/:40 Uhr erreicht wird.

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Die Tour ist für alle Fitnesslevel und Kinder ab 10 Jahre geeignet.

NordtourDie Nordtour (18 km) startet um 9:30 Uhr am Boeler Markt und führt anschließend in gemütlichem Tempo über Kabel, Garenfeld (9:55 Uhr), Halden (Brücke an der Industriestraße, 10:00 Uhr), Fley (Sauerlandstraße/Wienbrauck 10:15 Uhr), Im Alten Holz/Ardey-Weg (10:25 Uhr), Tondernstraße (10:30 Uhr), Rathaus an der Volme (10:40 Uhr) zum Ziel.

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Es handelt sich um eine mittelschwere Tour über vorwiegend befestigte Wege, die eine gute Grundkondition aber kein besonderes Können erfordert. Kinder sollten sicher fahren können.

OsttourDie Osttour (15 km) startet um 9:30 Uhr am Bahnhof Hohenlimburg und führt über Spannstiftstraße (Brücke 9:45 Uhr), Sauerlandstr/Wienbrauck (10:00 Uhr), Sauerlandstraße/Waldlehrpfad (10:15), Bredelle (10:20 Uhr), A-Dürer-Gymnasium (10:25 Uhr), Rathaus an der Volme (10:30 Uhr) zum Ziel.

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SüdtourDie Südtour (8,5 km) startet um 10:00 Uhr unweit des Bahnhofs Dahl an der alten Brücke über die Volme. Von dort aus radelt man entspannt ins Tal und macht unterwegs Station an der Kreuzung Ambrock (10:10 Uhr) – über Delsterner Straße/Wippermann, Astrid-Lindgren-Schule – sowie am Eilper Denkmal (10:25 Uhr).

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Die Tour ist leicht, verläuft aber leider teilweise auf einem Randstreifen entlang einer recht stark befahrenen Straße.

Bei allen Zeitangaben handelt es sich um grobe Richtwerte. Wer sich im Verlauf einer Tour anschließen möchten, findet sich bitte frühzeitig am angegebenen Treffpunkt ein. Alle radeln auf eigene Gefahr mit.


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