Jochen schaute weit über den Tellerrand hinaus

27. Mai 2017 by

von Rainer Stöcker

Vielen Dank an Jürgen Klippert für den einfühlsamen Nachruf auf Jochen Marquardt. Er bleibt unvergessen.

Ab und an schaue ich auf das Nachbarhaus gegenüber, wo er lebte. Wir wohnten beide in der dritten Etage, nur wenige Meter voneinander getrennt. Mein Draht zu ihm war kurz. Ich sah, wenn er zu Hause war, und dann rief ihn im „Bedarfsfall“ unbürokratisch an.

Friedenszeichen und Geschichtsverein fanden in ihm einen Freund, der es nie bei nur verbaler Unterstützung beließ. Mitunter nahm er persönlich an unseren Veranstaltungen teil. Ihm war es zu verdanken, dass sich der DGB im letzten Jahr an der Kranzniederlegung im Rombergpark zu Ehren der dort von den Nazis ermordeten Hagener Antifaschisten beteiligte.

Jochen schaute weit über den Tellerrand gewerkschaftlicher Tarifpolitik hinaus. Er war unermüdlich. Leicht konnte ich ihn nie erreichen, weil er sehr spät nach Hause kam und früh aus dem Haus ging. Sein Terminkalender war übervoll, gerade auch an Wochenenden.

Paul Michalowicz, das Hagener Urgestein der Linken, sagte einmal: Ich komme mir oft vor wie ein „Stehaufmännchen“, trotz aller Widrigkeiten und Rückschläge muss ich mich immer wieder aufrichten, nach vorne schauen und weitermachen.

Jochen Marquardt war ein solches „Stehaufmännchen“. Besonders hatte er sich dem Kampf gegen den Neoliberalismus verschrieben, wie er von den Mainstream-Medien kritiklos verbreitet wurde und ungehinderter denn je verbreitet wird. „Gegen den Strom“ hieß folgerichtig seine insgesamt mehrjährige, fast durchweg gut besuchte Veranstaltungsreihe mit exzellenten Referenten. „Hier habe ich mehr gelernt über wirtschaftspolitische Zusammenhänge als in Schule und Zeitung“, hörte ich eine Besucherin einmal sagen.

Jochen hat Zeichen gesetzt und Spuren hinterlassen, in vielerlei Hinsicht. Er schwamm gegen den Strom, ausdauernd und kräftezehrend.

Jochen Marquardt fehlt in Hagen

27. Mai 2017 by

Die Zeit rennt dahin, unsere tiefe Wertschätzung und Erinnerung an Jochen Marquardt bleibt und ebenso schmerzhaft bleibt der große Verlust eines derart brillanten DGB Regionsgeschäftsführers, politischen Aktivisten und Visionärs mit exzellenter Diskussions- und Streitkultur im unermüdlichen Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität.

Jochen Marquardt fehlt in Hagen, Ruhr Mark und weit darüber hinaus, auch in unserem aktuell notwendigem Engagement. Er hat unsere gemeinsamen politischen Ziele im DGB-Netzwerk wie kein anderer in die öffentliche Diskussion und Aktivität getragen.

Karibik-Touristen machen „Außenpolitik“

26. Mai 2017 by

Klimaschutz und Firmenansiedlung – gerne in der Ferne

Oh, island in the sun: Dezernent Huyeng mit Begleitern und Gastgebern in karibischer Sommerfrische. Foto: Stadt Hagen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit sind Hagens Umweltdezernent Thomas Huyeng und Umweltamtsleiter Dr. Ralf-Rainer Braun zusammen mit Markus Vetter, Mitarbeiter der Firma Kostal, zurzeit in Jamaika zu Gast, um sich im Rahmen der Kommunalen Klimapartnerschaft unter anderem mit dem deutschen Botschafter auszutauschen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Fortschritt der Klimaschutzprojekte und mögliche Perspektiven der Ansiedlung deutscher Unternehmen in Jamaika und in der Karibik.

Dagegen wäre nichts einzuwenden, könnte Huyeng auf wirksame Erfolge in seinem Zuständigkeitsbereich verweisen. Dort ist aber nichts außer – im wahrsten Sinne des Wortes –  dicker Luft zu finden. Es ist ja auch einfacher, mit einem Minister in der fernen Karibik fürs Gruppenbild zu posieren als in Hagen etwas zu tatsächlichem Klimaschutz beizutragen anstatt nutzlose Alibimaßnahmen in Angriff zu nehmen.

Das gleiche gilt sinngemäß auch für die Ansiedlung von Unternehmen, für die Huyeng in Hagen zwar nicht zuständig ist, was aber in Jamaika (und gleich in der gesamten Karibik!) interessanterweise zu seinem Aufgabenbereich gehört; mitreisende Unternehmensvertreter bilden bei dieser Art von Außenpolitik das Standartrepertoire.

So schätzten sich die Hagener Touristen sicherlich glücklich, persönlich von Dr. Andrew Wheatley, jamaikanischer Minister für Wissenschaft, Energie und Technologie, zusammen mit Leon Thomas, Bürgermeister von Portmore, begrüßt zu werden. In einem – natürlich „intensiven“  –  Gespräch unterstrich Wheatley die Bedeutung der seit 2012 bestehenden Klimapartnerschaft zwischen den beiden Städten. Er dankte der Bundesrepublik Deutschland und im Besonderen der Stadt Hagen für ihr Engagement.

Trotz Sparmaßnahmen will Hagen ein gutes Theater

26. Mai 2017 by

Das Hagener Theater muss sparen. Ein Maßnahmenkatalog zeigt auf, wo Einnahmen erhöht und Ausgaben reduziert werden können. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkungen: Praktisch alle genannten Maßnahmen laufen unter Erfolgsvorbehalt. So heißt es zum geplanten Personalabbau, der immerhin ohne betriebsbedingte Kündigungen bewerkstelligt werden soll (weil sich sonst durch die Rückverlegung der Stellen in die Kernverwaltung ein Null-Summen-Spiel für den Haushalt ergeben würde): „Das Papier räumt ein, dass die Einsparungen zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Leistungsfähigkeit führt, deren Auswirkungen auf die Einnahmesituation derzeit nicht beurteilt werden kann.“ Der Schuss kann also durchaus nach hinten losgehen.

Eine ganz persönliche Erinnerung an Jochen Marquardt

25. Mai 2017 by

Jochen Marquardt († 26. Mai 2016)

von Jürgen Klippert

Als ich gefragt wurde, ob ich nicht vielleicht einen Text schreiben wollte anlässlich des ersten Todestags von Jochen Marquardt, wurde mir mulmig: Es gibt soviel, was er getan hat, von dem ich allerhöchstens vom Hörensagen weiß. Und dann gibt es noch das Problem, dass ich wohl darauf achten müsste, dass Leserinnen und Leser, die Jochen kannten, nicht unangenehm berührt würden oder sich gar fremdschämen müssten, weil der Text unangemessen pathetisch, banal oder gar ehrfürchtig erscheint. Was also tun?

Ich habe mich dazu entschieden ein paar persönliche Erlebnisse niederzuschreiben, in denen mir Jochen und seine Art die Dinge des (politischen) Lebens zu verarbeiten weiterhelfen. Es gibt auch ein Jahr nach Jochens Tod häufig Momente im Leben, in denen ich mich frage, wie er wohl reagiert hätte mit seinem unerschütterlichen Willen die Welt ein Stück im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung zu verbessern.

Ein Beispiel aus der Politik: Jens Berger kritisierte gestern auf den Nachdenkseiten völlig zu Recht Angela Merkels Aussagen zum Exportwahnsinn der deutschen Wirtschaft. Dabei stellt Berger nach einer schlüssigen Analyse die Frage, ob die Kanzlerin eigentlich selbst glaubt, was sie sagt. Berger gibt folgende Möglichkeiten vor: Sie handelt aus Dummheit, Opportunismus oder aufgrund von ideologischer Überzeugung.

Ich glaube, hier hätte Jochen Marquardt über unsere Kanzlerin einfach verschmitzt fallen gelassen, dass es nun einmal Leute gibt, die überhaupt nicht dumm, aber total doof sind. Dummheit oder Opportunismus als Erklärung für Merkels Verhalten scheiden somit aus, aber die von ihr vertretene Ideologie, die derart verheerende Wirkungen hat, muss einfach „doof“ sein, ganz einfach schon deshalb, weil man niemandem bösen Willen unterstellen sollte. Und das nicht, weil kein Anfangsverdacht auf „bösen Willen“ besteht, sondern weil nur so die konstruktive Auseinandersetzung mit solchen Menschen wie der Kanzlerin überhaupt möglich bleibt.

Jochen argumentierte einmal folgendermaßen: Geht man von den beiden Optionen „Dummheit oder Opportunismus“ als Erklärung für das Handeln von Mächtigen aus, so entsteht aus der wahrgenommenen faktischen eigenen Ohnmacht ggf. die Gefahr vermeintliche Lösungen für den offenkundig katastrophalen Zustand unserer Demokratie in untauglichen Methoden, z.B. wie zu Zeiten der RAF zu suchen. Und das würde niemandem nutzen. Danke für den Tipp, Jochen!

Und was war das für eine Landtagswahl, Jochen? Nach der Landtagswahl wurde ich gefragt, warum die Leute der FDP wieder auf den Leim gegangen sind? Ich bin zwar auch entsetzt darüber, dass die Partei, die allenfalls nachhaltige Politik für das oberste Prozent der Bevölkerung macht, von weiteren 11 % der Wählerinnen und Wähler das Vertrauen ausgesprochen bekam, aber auch hier gilt ein Spruch von Jochen Marquardt: „Die Dummheit ist kraft ihrer selbst nicht in der Lage sich zu erkennen“.

Diese Erkenntnis hilft übrigens auch sonst im täglichen Leben häufig dabei gelassen zu bleiben: Wenn bei drohendem Stau auf der Autobahn Menschen bei Anzeige von Tempo 60 km/h auf den variablen Signalanlagen richtig Gas geben, weil vor ihnen doch alles frei ist, und sie mit ihrem irrationalen Verhalten so den Stau selbst erst herstellen, dann lässt sich die Gelassenheit mit dem Spruch mit der Dummheit schnell wiederfinden. Danke auch dafür, Jochen…

Aber wenn nun dennoch einmal der Mut sinkt, weil die politischen Gegebenheiten unerträglich erscheinen? Auch da hilft die Erinnerung an Jochens Grundhaltung vielleicht weiter: Jahrelang sind wir gemeinsam zu den Wochenenden der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik gefahren, um mitzuerleben, wie die ganz großen linken Wirtschaftsfachleute wie Jörg Huffschmid, Karl Georg Zinn, Rudi Hickel oder Heinz-Josef Bontrup die vertrackte Lage der real existierenden kapitalistischen Volkswirtschaft analysierten und dann jedes Jahr im Jahresmemo Lösungen aufzeigten (das tun sie übrigens immer noch). Wenn wir dann auf der Rückfahrt lange darüber diskutierten, wie weit weg doch die eigentlich völlig plausiblen und durchführbaren Lösungswege vom Stand der herrschenden Politik entfernt waren, dann verzweifelte Jochen nie (ich dagegen schon eher). Vielmehr stellte er sich und mir einfach die Frage: „Und wie machen wir jetzt mit den gewonnen Erkenntnissen vor Ort weiter?“ Für ihn gab es kein Aufgeben, er forderte ein immer weiterzukämpfen, Leute von der richtigen Sache zu überzeugen. Ich werde es versuchen, Jochen!

Doch wie sieht es eigentlich derzeit konkret aus mit Jochens politischem Erbe? Es gibt Dinge, die wirklich weh tun: Jochen hatte es geschafft, dass die lokalen Medien seine für den DGB auf kommunale Ebene heruntergebrochenen volkswirtschaftlichen Erkenntnisse in Form von Pressemitteilungen regelmäßig veröffentlichten. Ich weiß nicht, wann die letzte politisch relevante Pressemitteilung des DGB in Hagens Lokalblatt erschienen ist.

Der von Jochen erfundene DGB-Neujahrsempfang ist immerhin (bisher) ein politisch wichtiges Ereignis geblieben. Hier gibt es tatsächlich noch die Möglichkeit, dass gewerkschaftliche Positionen geäußert und weithin gehört werden. Hoffentlich bleibt das so.

Der diesjährige Empfang im Rathaus anlässlich des Vorabends zum ersten Mai lässt allerdings Schlimmes erahnen: Jochens Nachfolger Stefan Marx hat sich offenbar bereits bei seiner Rathauspremiere von Erik O. Schulz den Schneid abkaufen lassen: Der Oberbürgermeister setzte die Agenda, ein großer Teil der Veranstaltung war nette Musik, aber der gewerkschaftliche Donnerschlag blieb auf der Strecke. Vielleicht war das bereits zuvor erkennbar gewesen?

Bei der Aussicht von Jochen Marquardt wieder einmal argumentativ entblößt zu werden hat der derzeitige Oberbürgermeister gerne gekniffen und seine Stellvertreter zur Veranstaltung geschickt. Von Stefan Marx, der offenbar eher Verwaltungs- statt Politikeifer an den Tag legt, war wohl bereits im Vorfeld keine Gegenwehr zu erwarten, so dass der OB persönlich anwesend war. Dementsprechend blutarm verlief die Veranstaltung, die so natürlich eine verschenkte Gelegenheit für den DGB war.

Hoffentlich kommt der „Geist von Jochen“ in dieser Hinsicht doch noch in den DGB Hagen zurück. Denn da fällt mir gerade leider nicht viel zu ein, was Jochen mir als Rat mit auf den Weg gegeben hätte. Schade.

Immer weniger Jugendliche haben Bock aufs Autofahren

24. Mai 2017 by

Kein Bock auf Auto fahren: Immer weniger Jugendliche in Deutschland machen den Führerschein. Im Vergleich zu 2008 klafft heute in den Fahrschulen NRWs eine Lücke von rund 26 000 Anwärtern – das entspricht in etwa der Bevölkerung des sauerländischen Städtchens Schmallenberg.

Eine Entwicklung, die auch Hagen zu spüren bekommt: „2016 gab es nur noch knapp 1900 Volljährige, die als Anwärter für einen Pkw-Führerschein in Frage kamen. Vor sechs Jahren waren es noch knapp 2400“, zitiert Fahrlehrer Ulf Schwebke aus der Statistik des Straßenverkehrsamtes. (…)

Quelle: wp.de

Dazu passend:

„Führerschein? Unnötig!“

Der Führerschein, ein eigenes Auto – ist das nicht der Traum von der ganz großen Freiheit? Nö, meinen immer mehr 18-Jährige. Zu teuer, zu schmutzig, zu lästig. Besonders in Großstädten haben Jugendliche kaum mehr Lust auf den Führerschein. Nur noch jeder Fünfte legt kurz vor dem 18. Geburtstag die Fahrprüfung ab. (…)

Quelle: Spiegel online

Anmerkung: So langsam scheint ein Umdenken weg vom PS-Kult einzusetzen. In Hagen allerdings behindert durch ein mangelndes ÖPNV-Angebot. Früher war das auch einmal ein Thema für die hiesigen „Grünen“, die heute lieber anerkennend Straßenbaustellen besichtigen.

Hagen-Agentur sieht viele Verbesserungen im Bahnhofsviertel

24. Mai 2017 by

Die Hagen-Agentur widerspricht dem Vorwurf, die Aufwertung des stark sanierungsbedürftigen Bahnhofsviertels nach großer Ankündigung im Jahr 2014 nicht weiter vorangetrieben zu haben (…). „Aus unserer Sicht haben sich, nicht zuletzt auch durch diese Diskussionen und dem Austausch mit einer Reihe von Institutionen, positive Veränderungen für das Bahnhofsquartier ergeben“, erklärt die Hagen-Agentur schriftlich. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die obskure Hagen-Agentur hält sich lauter Dinge zugute, auf die sie keinen Einfluss hat: Verkehrssituation, Vermietungen in der Bahnhofshalle, Sanierung des Hauptbahnhofs, Verlegung der Polizeiwache, Aufenthaltsqualität am ZOB und Müllentsorgung.

Als besonderes Highlight nennt diese vermutlich unbrauchbarste aller städtischen Einrichtungen laut Pressebericht: „Im Graf-von-Galen-Karree seien zwei Leerstände beseitigt worden. Dort hätten sich ein Fitnessstudio und ein Teamsportverkauf etabliert.“

Na dann sind ja alle Ziele des laufenden 5-Jahres-Plans bereits übererfüllt.

Druck auf Zusteller steigt ständig

24. Mai 2017 by

Der Belastungsdruck für die Zusteller der Post steigt ständig. „Insbesondere der Dienstag ist unerträglich geworden“, klagen diese.

Zunächst betraf die Neuausrichtung der Zustellbezirke der Deutschen Post AG nur den Stadtteil Hohenlimburg; jetzt wird diese Neuausrichtung auch auf andere Stadtgebiete von Hagen übertragen. (…)

Quelle: wp.de

Schon 2012 (!) berichtete SPON:

„Sie fallen um wie die Fliegen“

Lange Touren, massenhaft Überstunden, keine Pause – Zusteller der Deutschen Post beklagen harte Arbeitsbedingungen. Vor allem in der Weihnachtszeit steigt das Pensum der Postboten. Die Stimmung ist mies, viele halten den Job nicht mehr aus. Immer häufiger bekommen Kunden ihre Briefe zu spät. (…)

Quelle: Spiegel online

Anmerkung: Privatisierung „wirkt“.

Renten-Sinkflug stoppen!

24. Mai 2017 by

Bundesweiter DGB-Aktionstag am 31. Mai auch in Hagen

Die DGB-Gewerkschaften wollen den politisch verordneten Renten-Sinkflug stoppen. Deshalb haben sie im Herbst mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 die Kampagne „Rente muss reichen“ gestartet. Mit dem Aktionstag am 31. Mai, an dem insgesamt 270 Aktionen in ganz Deutschland durchgeführt werden, erreicht sie ihren nächsten Höhepunkt.

Auch im Hagener Hauptbahnhof werden von 6:30 bis 8:00 Uhr Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter informieren und für eine starke gesetzliche Rente werben. „Wir brauchen wieder eine gesetzliche Rente, von der man menschenwürdig im Alter leben kann!“, so Ruth Schäfer, stellv. DGB-Vorsitzende in Hagen. „Und im Wahljahr haben wir alle gemeinsam die Chance, viel zu bewegen. Wir fordern die im Bundestag vertretenen Parteien auf, die gesetzliche Rente in den nächsten vier Jahren wieder stark zu machen. Jede Stimme zählt!“

Hintergrund:

Um die Beitragssätze niedrig zu halten, hatte der Gesetzgeber Anfang des Jahrtausends entschieden, das Niveau der gesetzlichen Rente kontinuierlich sinken zu lassen. Die Beschäftigten sollten stattdessen privat vorsorgen (Riester-Rente), die Arbeitgeber wurden entlastet. Aber die Erwartungen an die private Altersvorsorge haben sich nicht erfüllt.

Ohne Kurswechsel droht den Beschäftigten sozialer Abstieg im Alter: Sinkt das Rentenniveau weiter von 48 Prozent (heute) auf unter 42 Prozent (2045), müssen alle für die gleiche Rente wesentlich länger arbeiten – bei einem Lohn von 2500 Euro wären es z. B. 42 statt 37 Jahre. Und selbst dann läge die Rente nur gerade in Höhe der Grundsicherung. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will das Rentenniveau sofort auf dem heutigen Stand stabilisieren und im weiteren Schritt anheben, etwa auf 50 Prozent.

Mehr Informationen unter www.rente-muss-reichen.de

SPD trauert um Wilfried Kramps

24. Mai 2017 by

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands trauert um Wilfried Kramps (geb.15.12.1939 †22.05.2017). Nach seiner kaufmännischen Lehre und einer kurzen Zeit als Angestellter im Verkehrswesen wurde Wilfried Kramps 1965 Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks Hagen und übte diese hauptamtliche Funktion aus bis zu seiner Wahl in den Landtag von Nordrhein-Westfalen im Jahr 1985.

Davor war er bereits 1969 in den Rat der Stadt Hagen gewählt worden, dem er bis 1989 angehörten sollte und in dem er von 1980 bis 1985 auch Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion war. Darüber hinaus lenkte er von 1989 bis 2001 auch als Parteivorsitzender die Geschicke der Hagener SPD.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag im Jahr 2005 engagierte sich Wilfried Kramps vor allem für die Arbeitsgemeinschaft 60plus, zunächst als dessen Vorsitzender in Hagen und bis zuletzt sogar als Landesvorsitzender der AG 60plus in NRW.

„Es kann auch um versuchten Mord gehen“

23. Mai 2017 by

Strafrechts-Experte Prof. Osman Isfen bloggt über Hagener Raserfall

19. Mai 2016: Nicht weit vom Campus der FernUniversität in Hagen liefern sich zwei Männer ein illegales Autorennen und verursachen einen schweren Verkehrsunfall. Eine Mitarbeiterin der FernUni ist als Ersthelferin vor Ort. Vier Menschen werden schwer verletzt. Ein sechsjähriger Junge ist erst nach mehreren Tagen außer Lebensgefahr. Gut ein Jahr später beginnt am 29. Mai vor dem Hagener Landgericht der Prozess zum Unfall auf der Hagener Feithstraße.

Im Gerichtssaal wird auch Prof. Dr. Osman Isfen sitzen, Leiter des Lehrstuhls für Wirtschaftsstrafrecht und Strafprozessrecht an der FernUniversität. Er wird die Hauptverhandlung gegen die beiden Angeklagten mit einem Monitoring wissenschaftlich begleiten und nach jedem der fünf geplanten Verhandlungstage einen Beitrag in sein strafrechtliches Blog einstellen. Neben einer Zusammenfassung der Verhandlung will der Jurist auch eine erste rechtliche Einordnung vornehmen. Geplant ist zudem ein wissenschaftlicher Aufsatz, in dem Prof. Isfen einen Vergleich zum Berliner Raserfall ziehen wird.

Zur Erinnerung: Im Prozess um das illegale tödliche Autorennen in Berlin war erstmals in Deutschland in einem Autorennen-Fall Anklage wegen Mordes erhoben worden. Ein 69-jähriger Mann war auf dem Ku‘damm noch am Unfallort gestorben. Die beiden Angeklagten wurden im Februar dieses Jahres wegen Mordes verurteilt. Ihre Strafe lautet: lebenslange Haft, lebenslanger Führerscheinentzug.

Mit einer Prognose für den Hagener Raserfall hält sich Osman Isfen bewusst zurück. „Ob es eine Gefängnisstrafe geben wird, ist nicht abzuschätzen. Es wird spannend, wie das Berliner Urteil rezipiert wird“, sagt der Experte für Strafrecht.

Die Anklage in Hagen lautet auf vorsätzliche Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässige Körperverletzung. „Selbstverständlich kann es aber dabei nach einem entsprechenden Hinweis des Gerichts auch um versuchten Mord gehen“, so Osman Isfen.

Insgesamt fünf Verhandlungstermine sind angesetzt, im Anschluss daran ist jeweils ein Blogbeitrag geplant: Montag, 29. Mai, Donnerstag, 1. Juni, Montag, 12. Juni, Donnerstag, 29. Juni, Montag, 3. Juli.

Zum strafrechtlichen Blog „Audiatur et altera pars“ von Osman Isfen

52 Zweitstimmen mehr für AfD

23. Mai 2017 by

Kreiswahlausschuss korrigiert Ergebnis der Landtagswahl

Im Rahmen einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung hat der Kreiswahlausschuss am Montagmittag das Ergebnis der Landtagswahl im Wahlkreis 103 (Hagen I) vom 14. Mai 2017 im Briefwahlbezirk 7312 korrigiert. Zuvor hatte es Hinweise der AfD an den Landeswahlleiter auf Unstimmigkeiten unter anderem in Hagen gegeben.

Nach erneuter Überprüfung erhält die AfD im Briefwahlbezirk 7312 jetzt 52 Zweitstimmen mehr und kommt dort auf insgesamt 54 Stimmen. Damit erhöht sich ihr Zweitstimmenanteil im Wahlkreis 103 von 10,03 auf 10,11 Prozent.

Die Partei „AD-Demokraten NRW“ erhält insgesamt 54 Stimmen weniger und kommt im Ergebnis auf jetzt 0 Stimmen, die Partei „Aufbruch C“ erhält 2 Stimmen mehr und kommt im Ergebnis auf jetzt 2 Stimmen.

Nachdem die Stimmen im zuständigen Briefwahllokal am Wahlabend zunächst korrekt ausgezählt und protokolliert worden waren, kam es anschließend zu einer fehlerhaften Übertragung ins Computersystem. Dieser Fehler wurde bei der anschließenden Kontrolle der gesamten Wahlprotokolle übersehen.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz als Kreiswahlleiter machte im Ausschuss am Montagmittag noch einmal deutlich, dass der Wahlvorstand vor Ort im Briefwahllokal korrekt gehandelt und lediglich der Übertragungsfehler zu der irrtümlichen Eintragung geführt habe.

Grüner Kreisverband weist Behauptungen zurück

22. Mai 2017 by

Die Grünen Hagen stellen klar, dass die Veröffentlichung von Sebastian Kayser, die offensichtlich auch im Namen von Barbara Hanning, Jürgen Klippert und Andreas Kroll formuliert wurde, ihrer Ansicht nach auf einer Reihe falscher Angaben beruht

Dazu erklären die Sprecherin Christa Stiller-Ludwig und Sprecher Dr. Rolf L. Willaredt:

1. Es wurde im Kreisverband Hagen von Bündnis90/Die Grünen kein „Netzwerk Grün-Linke“ gegründet. Dazu hätte offen in der Mitgliedschaft eingeladen werden müssen und eine basisdemokratische Verständigung über Ziele, Vorgehensweise und Koordinator*innen herbeigeführt. Nichts davon ist geschehen. Insofern stellt das Etikett eine unrechtmäßige Selbsternennung dar.

2. Die Veröffentlichung von Sebastian Kayser, die offensichtlich auch im Namen von Barbara Hanning, Jürgen Klippert und Andreas Kroll formuliert wurde, besteht aus Fehlinformationen und Unwahrheiten:

  • So stand die Mitgliederversammlung am 16.05.2017 nicht unter dem Motto „Wir haben doch alles richtig gemacht“, wie Sebastian Kayser behauptet. Die Versammlung hat hingegen mit sehr großer Mehrheit beschlossen, das Landtagswahlergebnis anhand folgender Leitfragen zu erörtern:
    – An welchen (Politik-)Feldern hat es gelegen?
    – Auf welche Felder hätten wir setzen müssen?
    – Nenne unsere Schwerpunkte bis Ende 2017.
  • Daraus ergab sich eine selbstkritische und konstruktive Betrachtung der Beteiligten. Sebastian Kayser verließ mit Barbara Hanning und Andreas Kroll die Versammlung vor der eigentlichen Erarbeitungsphase. Jürgen Klippert war ohnehin nicht anwesend.
  • Der KV-Vorstand hat angekündigt, noch vor der Sommerpause die Mitglieder des grünen KV Hagen für eine weitere Vertiefung der Wahlanalyse zu einer Tagesklausur einzuladen, um eine umfassende Vorlage für die nächste Mitgliederversammlung zu erarbeiten.
    Alle Mitglieder wurden bereits am nächsten Tag dazu aufgefordert, die im Fotoprotokoll aufgeführten Ergebnisse zu ergänzen.
  • Falsch ist die Behauptung von Sebastian Kayser, dass der Landtagskandidatin Sylvia Olbrich die Unterstützung für Anträge zum Bundesparteitag verweigert worden sei. Im Gegenteil hat der Kreisverband gleich mehrere ihrer Anträge am 26.04. beschlossen. Die Versammlung hat es aber damals per Beschluss abgelehnt, sich mit solchen Änderungsanträgen zum Bundestagswahlprogrammentwurf zu befassen, die ihr nicht fristgerecht vorlagen.
  • Dass ein Webauftritt nach 10 Jahren mal modernisiert wird und ganz alte Pressemitteilungen dort nicht mehr präsentiert werden, kann mit einer Bezeichnung „digitales Nirvana“ auch nicht seriös skandalisiert werden. Selbstverständlich sind die älteren Texte archiviert.
  • Wie Sebastian Kayser bekannt ist, wird es eine neue interne Mailingliste mit klaren Nutzungsbedingungen und Regeln geben. Alle Mitglieder werden auch bisher gleichberechtigt direkt informiert. Der erhobene Vorwurf, Sebastian Kayser sei von wichtigen Informationen in der Partei willkürlich ausgeschlossen worden, ist somit haltlos.

Was er wohl eigentlich meint, aber falsch adressiert, ist eine Folge seines Ausschlusses aus der Gesamtfraktion. Umgekehrt erhält diese ja auch seinerseits keine Informationen mehr aus dem Aufsichtsrat der WBH, in welchen er einst durch Fraktionsvorschlag an den Rat gelangte und nach seinem Ausschluss aber nicht niederlegte. Mit dieser Weigerung schadet er seit Jahren der hiesigen politischen Arbeit der Fraktion.

3. Wenn Kayser behauptet: „Die Stadtratsfraktion berichtet der Partei gegenüber nur noch schriftlich und glänzt bei Nachfragen mit Abwesenheit.“, so generalisiert er gleich einen lediglich einmaligen Vorgang. Er beklagt hier jedoch eine Folge auch des eigenen Diskussionsverhaltens.  Der Vorstand ist jedoch zuversichtlich, da die überwältigende Mehrheit der Mitglieder sich über grüne Politik zielorientiert und zivilisiert auseinander zu setzen vermag. Wir sind stolz auf eine lebendige Diskussionskultur.

Sponsoring – Diskussion um Namen der Enervie-Arena in Hagen

22. Mai 2017 by

Die Ischelandhalle heißt weiter Enervie-Arena, obwohl das Unternehmen gar nicht mehr als Sponsor auftritt. Teile der Politik fordern Prüfung. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bemerkenswert ist die „Argumentation“ des CDU-Fraktionschefs Wolfgang Röspel, gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des Nachfolgemodells des in die Pleite gerutschten Vereins Phönix Hagen: „Wir sind es dem Versorger schuldig, ihn nicht mit solchen Kinkerlitzchen zu belästigen.“ Da wird sofort klar, welche Interessen der Mann im Rat vertritt.

Ins gleiche Horn stößt, wer hätte auch anderes erwartet, der Hasper Großpolitiker Dietmar Thieser: „Wir reden hier nicht über ein der Stadt gegenüber feindlich gesinntes Unternehmen. Wir sind größter Enervie-Aktionär, und so sollten wir uns auch verhalten.“

Zur Erinnerung: Nach selbstverschuldetem und von der Vertretern der Politik im Aufsichtsrat der Enervie gedecktem jahrelangen Missmanagement wird das Unternehmen vornehmlich auf Kosten der Beschäftigten saniert.

Germany’s next Tattoomodel – Körperkunst im Capitol in Hagen

22. Mai 2017 by

Verzierte Körper, Prominente und eine Rotlicht-Legende. Ein Blick in das Event „Germany’s next Tattoomodel“, das im Capitol stattfand. (…)

Rotlicht-Legende Bert Wollersheim war einer der Juroren im Capitol. „Ich achte vor allem auf die Optik der Models“, erklärt der mehrfache Bordell-Besitzer. „Aber auch das Gesamtbild muss natürlich stimmen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nach dem „Boxen der Gastronomen“ das nächste Trash-„Event“ in kürzester Zeit. Der Abstieg der Stadt schreitet voran und die WPWR ist mit ihrer ausgiebigen Berichterstattung wieder mittenmang dabei. Das Blatt schreckt vor keinem Müll zurück. Vorbestrafte Sportfunktionäre und Puffgrößen – alles schon seit Zeiten von Jürgen Medenbach immer gern genommen und kein Problem für die heimische Gazette.

Drogenklinik – Strafanzeige wegen Veruntreuung erstattet

21. Mai 2017 by

Nach dem die Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Drogenklinik im Deerth dem Hagener Rat rund 11.500 Unterschriften aus der Bevölkerung für einen Bürgerantrag überreicht hat, hat im städtischen Statistik-Ressort die Auswertung der Unterschriftenlisten begonnen. Parallel dazu hat die Bürgerinitiative bei der Staatsanwaltschaft Hagen Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Veruntreuung erstattet. (…)

Und zwar, weil die Initiative glaubt, dass die beiden Grundstücke im Deerth an die AWO 2012 und 2014 deutlich unter Wert verkauft wurden. Und das, obwohl die Stadt gewusst habe, welch enorme Wertsteigerung sich durch eine Klinik-Erweiterung ergeben würde. (…)

Quelle: wp.de

Neo Rauch – Gefährten und Begleiter

21. Mai 2017 by

Kino Babylon im Emil-Schumacher-Museum

Neo Rauch ist einer der weltweit erfolgreichsten und vielleicht trotzdem oder gerade deshalb der am meisten überschätzte deutsche Maler seiner Generation.

Die Veranstaltergemeinschaft aus Emil-Schumacher-Museum und Kino Babylon schließt sich allerdings dem Mainstream des Kunstbetriebs an und lobt Rauch in den höchsten Tönen:

Seine Bilder faszinieren durch ihren rätselhaften Realismus, die Figuren scheinen wie aus der Zeit gefallen. Schlafwandlerisch gehen sie ihren Tätigkeiten nach. Das, was der Maler auf der Leinwand zeigt, bewegt sich zwischen Traum, Phantasie und schwer greifbarer Wirklichkeit, zugänglich und eigenwillig zugleich. Nie ist das Bildgeschehen eindeutig oder konkret – und doch zieht es den Betrachter in seinen Bann.

Im Mittelpunkt des Films steht Neo Rauch selbst: Erstmals seit Jahren spricht er vor der Kamera über seinen Zugang zur Kunst, seine Bilderwelten und die vom frühen Verlust seiner Eltern geprägte Vergangenheit. Filmemacherin Nicola Graef zeigt den Künstler bei der Arbeit im Atelier, beobachtet den kritischen Austausch mit seiner Frau, der Malerin Rosa Loy, und diskutiert mit internationalen Sammlern, Galeristen und Kunstliebhabern das Phänomen Neo Rauch.

Wer sich selbst ein Bild machen will: Der Film ist am 22.05.2017 um 19 Uhr im Emil-Schumacher-Museum zu sehen.

Eintritt: 6 € / ermäßigt 4,50 €
Reservierungen: T +49 2331 / 33 69 67 oder kino@pelmke.de

Karten bitte spätestens bis zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.

Studie – Hagen ist fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands

20. Mai 2017 by

Es ist ein erschreckendes Ergebnis: Nach dem Hagen etliche Jahre beim großen Fahrradfreundlichkeits-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) auf den hinteren Plätzen landete, kommt es diesmal noch schlechter. Hagen ist laut Studie 2016, an der 120 000 Radfahrer teilnahmen, die fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands.

Unter den Städten der Größenordnung zwischen 100 000 und 200 000 Einwohnern landet Hagen auf dem letzten Rang mit einer Gesamtnote von 4,72. Doch auch im Vergleich mit allen anderen Städten anderer Größenordnungen ist das die schlechteste Note, die in ganz Deutschland vergeben wurde. (…)

Quelle: wp.de

SCRATCH 2017 – Carl Orff: “Carmina Burana”

20. Mai 2017 by

MitsängerInnen gesucht

»O Fortuna!« – Beim diesjährigen Mitsingkonzert SCRATCH geht es um eines der größten und mitreißendsten Chorwerke überhaupt: Carl Orffs weltberühmte „Carmina Burana“. Die großen und kleinen Themen des Lebens sind hier so zeitlos vertont, dass sie alle Menschen gleichermaßen ansprechen.

Für diese ca. einstündige Aufführung am 10. Juni 2017 in der Stadthalle Hagen, gemeinsam mit Gesangssolisten, dem Philharmonischen Orchester Hagen, dem Chor und Extrachor des Theater Hagen, werden noch daran interessierte Erwachsene wie auch sangesfreudige Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, die die besondere Atmosphäre eines großen Konzerts als aktiv Mitwirkende live erleben wollen, gesucht. Vorkenntnisse sind dabei nicht zwingend nötig, auch wer noch nie im Chor gesungen hat, kann mitmachen – das Gemeinschaftserlebnis steht im Vordergrund!

Weitere Informationen (Probentermine, Anmeldung etc.) sind an der Theaterkasse (Tel. 02331-207-3218) oder unter www.theaterhagen.de zu erhalten.

Natürlich können Sie auch als reiner Konzertbesucher diese außergewöhnliche Aufführung erleben – sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Francis Hüsers wird neuer Intendant des Hagener Theaters

20. Mai 2017 by

Am 15. August dieses Jahres nimmt Francis Hüsers seine Arbeit als neuer Intendant des Hagener Theaters auf.

Nachdem der Aufsichtsrat der Theater gGmbH sich bereits einstimmig für den freischaffenden Autor, Dramaturg und Kulturberater aussprach, stimmte auch der Rat der Stadt Hagen vorgestern (18. Juli) in nichtöffentlicher Sitzung ebenfalls einstimmig für den 57-Jährigen, der somit für fünf Jahre bestellt ist.

„Läuft wieder!“

20. Mai 2017 by

Freilichtmuseum Hagen zeigt erstmals Ausstellung über Autowerkstatt

Die diesjährige Sonder­ausstellung im Hagener Freilichtmu­seum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat das Kfz-Handwerk im Blick. Über 200 Objekte wie Werkzeuge, Kassenbücher und Rechnungen, die mit persönlichen Geschichten inszeniert sind, lassen die Besucher in der Zeit vom 21. Mai bis zum 31. Oktober durch die Ausstellung wie durch eine KFZ-Werkstatt der 1960er Jahre gehen (Illustration: Schulmuseum Ottweiler).

„Bis heute verändert sich der Beruf stetig, immer entsprechend dem neuen technischen Fortschritt“, sagt Ausstellungsleiterin Dr. Lisa Maubach. „Trotz dieser permanenten Entwicklung ist das Kfz-Handwerk bisher nur wenig erforscht und präsentiert worden.“ Das Hagener LWL-Freilichtmuseum als Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik richtet zum ersten Mal mit einer Museumsausstellung den Blick auf den „Kosmos Autowerkstatt“ und zwar im Zeitschnitt der 1960er-Jahre.

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm: Zwei Lichtbildvorträge ge­ben Einblicke in die Ge­schichte des Automo­bils und in die Ent­wicklung der Werk­statt­ausstattung.  An mehreren Wochen­enden heißt es „Achtung Oldtimer!“ Verschiedene Clubs zeigen rollende Automobilgeschichte auf dem Museums­gelände.

„Vonovia“ übernimmt Hoesch-Häuser in Hagen-Hohenlimburg

20. Mai 2017 by

Die Mieter der rund 260 Wohnungen in den ehemaligen Hoesch-Häusern an der Piepenstockstraße, am Ahmer Weg und auch am Predigerstuhl sind leidgeprüft. In den zurückliegenden Jahren mussten sie gleich mehrfach hinnehmen, dass die Eigentümer und somit die Verwaltung der Immobilien wechselte. Jetzt steht ein neuer Wechsel an, denn das Wohnungsunternehmen „Vonovia“ aus Bochum hat die „Conwert Immobilienverwaltung GmbH“ übernommen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wohnen als Ware.

Politik ringt um richtige Fördertöpfe für Ruhrseenprojekte

20. Mai 2017 by

Plötzlich soll nach dem peinlichen „Regionale“-Flop alles ganz schnell gehen: Innerhalb der nächsten 14 Tage muss die Stadt, sekundiert von einem externen Fachbüro, eine geschliffene Bewerbung auf den Weg bringen, um vielleicht doch noch Zugriff auf das bereits seit 2014 laufende Landesförderprogramm „Grüne Infrastruktur“ zu erhalten. Doch die Vorbehalte in der Politik sind unüberhörbar. (…)

Quelle: wp.de

Lob und Kritik für das „Boxen der Gastronomen“ in Hagen

20. Mai 2017 by

Zwölf Hagener Ga­stronomen hauen sich am Samstag etwas auf die Glocke. Im Trainingsbereich von „Karate Kidz“ (Elberfelder Straße 50 bis 52) steigen die Betreiber oder Mitarbeiter verschiedener Gastronomien oder Kioske mit Boxhandschuhen in den Ring. Während die Organisatoren und der Gaststättenverband die ungewöhnliche Verbindung von Gastronomie und Boxen loben, erntet die Veranstaltung bei alteingesessenen Gastronomen Kopfschütteln. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Kritiker dieser Event-Scheiße kommen erst ganz zum Schluß und nur kurz zu Wort. Der Rest ist Werbung für eine Veranstaltung, die Hagen wieder einmal ungemein nach vorne bringen wird.

Netzwerk Grüne-Linke Hagen gegründet

19. Mai 2017 by

„Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus“
(nach Enno Bunger)

von Sebastian Kayser

Die Situation bei den Hagener Grünen ist ähnlich verheerend schlecht, wie sie Enno Bunger in seinem Song „Regen“ für zwei Menschen beschreibt. Kreissprecherin Christa Stiller-Ludwig und Kreissprecher Rolf Willaredt handeln offensichtlich aus Angst vor der eigenen Courage. Eingeladen wird zu einer Mitgliederversammlung zur Aussprache über die Landtagswahl, angeboten wird ein Workshop, den man eigentlich nur dann macht, wenn das oft besagte Kind nicht schon gerade im Brunnen ertrunken ist.

Der Umgang mit dem Landtagswahlergebnis unter den Motto „Wir haben doch alles richtig gemacht“ ist ein Verarschen der Wählerinnen und Wähler, die sich am letzten Sonntag dankenswerter Weise noch für Grüne entschieden haben. Sicherlich sind auch inhaltliche Fehler beim Landesvorstand zu finden und klar zu benennen.

Dennoch gehört es sich für einen Kreisverband gerade auch einmal die inneren Strukturen und Konflikte zu hinterfragen, die sicherlich ebenfalls zu den hohen Verlusten gerade in Hagen geführt haben. Immerhin liegt das Ergebnis noch einmal 2 Prozentpunkte hinter dem landesweiten Wahlergebnis zurück: Die Grünen haben in Hagen also ein Drittel weniger Stimmen erhalten als in der NRW-Durchschnittskommune.

Das Wolzenburg’sche Mantra „Wir liegen immer 2 Prozentpunkte hinter dem Landestrend“ mag ein häufig vorkommendes Faktum sein, ist allerdings nicht dazu geeignet eine Lösung aus diesem Dilemma aufzuzeigen.

Diese Lösung sollte nun durch einen Workshop, zu dem noch nicht einmal eingeladen wurde, herbeigeführt werden. Wieder einmal hat es der gesamte Vorstand um Rolf Willaredt geschafft mit pädagogischen Tricksereien das so nötig gewordene Streiten um Struktur, gegenseitigen Respekt und politische Ausrichtung grüner Funktionsträgerinnen und -träger in Kreispartei und Stadtratsfraktion zu verhindern.

Zuvor sind bereits der innerparteiliche Debattenverteiler abgeschaltet, die 10 Jahre lang bestehende Webseite mit dem Parteigedächtnis ins elektronische Nirwana verbannt und der Landtagskandidatin die Unterstützung für wichtige Anträge auf dem Bundesdelegiertenkonferenz (Bundesparteitag) vom 16.06. bis 18.06. versagt worden. Die Stadtratsfraktion berichtet der Partei gegenüber nur noch schriftlich und glänzt bei Nachfragen mit Abwesenheit.

In Anbetracht solch schlechter Ergebnisse vom letzten Wochenende ist über dieses abschätzige Verhalten Parteimitgliedern gegenüber ab sofort das Schweigen zu brechen. Mehr als drei Jahre haben sich Parteimitglieder demütigen, beleidigen und von für die politische Arbeit wichtigen Informationen abschneiden lassen.

Höhepunkte dieses Konflikts sind sicherlich der Fraktionsausschluss von Barbara Hanning (vormals Richter) und die in der Presse veröffentlichten Lügen des Fraktionssprechers Joachim Riechel mit den daraufhin erfolgten weiteren Ausschlüssen von  Jürgen Klippert und meiner Person von der Fraktionsarbeit, um auf diese Weise die letzten Kritiker los zu werden.

Für die Menschen, denen es noch etwas bedeutet den Grünen in Hagen anzugehören oder nahezustehen haben wir nun das innerparteiliche Netzwerk Grüne-Linke-Hagen gegründet. Wir lügen nicht und heucheln keine Herzlichkeit vor, dafür sind wir offen und ehrlich und für uns bleiben nach wie vor die tragenden Säulen unserer Partei: basisdemokratisch, ökologisch, sozial und gewaltfrei!

Verwaltungsmitarbeiter sind in Hagen zu alt und zu krank

19. Mai 2017 by

Die Krankenquote im Hagener Rathaus liegt über dem Schnitt. Ursache ist die Überalterung der Belegschaft. Doch das Geld zum Umsteuern fehlt. (…)

Quelle: wp.de

„Konkrete Kunst“ einer starken Frau

19. Mai 2017 by

Sie ist die von der Stadt Hagen meist beauftragte Künstlerin für Arbeiten im öffentlichen Raum. Kein Wunder also, dass man über Werke von Eva Niestrath-Berger in beinahe jedem Hagener Stadtteil stolpert. „Daher wird sie landläufig auch als ,Stadtbildhauerin’ bezeichnet“, sagt Elisabeth May.

Die Kunsthistorikerin am Osthaus-Museum und Niestrath-Berger-Expertin bezeichnet die außergewöhnliche Frau auch deshalb als besonders spannende Künstlerin, da sie sehr früh in die Abstraktion gegangen ist: „In den 1960er-Jahren gab es in Westfalen insgesamt 15 Bildhauerinnen, von denen nur drei abstrakt arbeiteten. Eine davon war Eva Niestrath-Berger.“

Am Freitag, 19. Mai, spricht May einführende Worte zur Ausstellung „Idee und Materie“ in der ­Ardenku-Galerie. 50 Arbeiten, größtenteils in den 1980er-Jahren entstanden, sind zu sehen. Es handelt sich um Werke, die erstmals in Hagen gezeigt werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Und kein Wort davon, dass ein Kleinod Niestrath-Bergers im öffentlichen Raum, die Vogeltränke in der Fußgängerzone, mit Billigung der Stadt inzwischen unter dem Verschlag einer Außengatronomie verschwunden ist.

Neuntes Kammerkonzert am Sonntag

19. Mai 2017 by

Im neunten Kammerkonzert unter dem Titel „Russisch“ am Sonntag, 21. Mai 2017 (Beginn 11.30 Uhr) im Auditorium im Kunstquartier Hagen, stehen mit Sergej Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch zwei der berühmtesten russischen Komponisten auf dem Programm.

Von Prokofjew wird seine Sonata für zwei Violinen op. 56 aus dem Jahre 1932 aufgeführt, von Schostakowitsch sein einziges, 1940 verfasstes Klavierquintett op. 57. Die Interpreten sind Shotaro Kageyama, Evgeny Selitsky (Violine), Hindenburg Leka (Viola), Isabel Martin (Violoncello) und Shuri Tomita (Klavier).

Vor Beginn des Konzertes besteht wie gehabt die Möglichkeit, um 11 Uhr an einer, dieses Mal von Saskia Lipps gestalteten Kurzführung teilzunehmen (Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers). In dieser Kurzführung wird der Materialaspekt im Werk von Emil Schumacher, der in einzigartiger Weise Fundstücke aus der Alltagswelt in sein malerisches Oeuvre integriert, thematisiert. Für die TeilnehmerInnen der Kurzführung sind Plätze für das Kammerkonzert reserviert.

Kombiticket (Führung und Konzert) 11,- / 7,- Euro; Konzertkarte 8,- / 4,- Euro

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Koryphäen unter sich

19. Mai 2017 by

Es ist immer wieder aufschlussreich zu beobachten, welche Koryphäen die Hagener im Rat vertreten. Jüngstes Beispiel aus der gestrigen Sitzung: die Herren Hentschel und Preuß.

Während der UnLinke sich gegen eine Dringlichkeit zur Akteneinsicht im Fall der Grundstücksverkäufe am Deerth zu Gunsten der AWO aussprach und damit freiwillig auf ein unverzügliches Kontrollrecht verzichtete (darauf muss man auch erst einmal kommen), hatte der „Grüne“ offensichtlich aus lauter Langeweile nichts besseres zu tun, als – während der Sitzung – einen Beitrag für ein Quasselmedium zu verfassen:

Das ging wohl selbst einigen seiner Fakebook-„Freunde“ zu weit:

Aber Preuß sieht sich anscheinend selbst auch eher als Besucher denn als Ratsmitglied, wie einem weiteren seiner Textfragmente zu entnehmen ist:

„Politik“ darf man sowas wohl nicht nennen – deshalb erscheint dieser Beitrag in der Rubrik „Fundsachen“.

„Noch einmal besprechen“

18. Mai 2017 by

CDU zum „Konnexitätsprinzip“

Die CDU-Fraktion in Hagen will ein altes Thema neu ins Gespräch bringen, meldet Radio Hagen. Die Zielrichtung: Die Städte sollten nicht permanent Gesetze bezahlen, die sie gar nicht beschlossen haben. Der Rat der Stadt solle das noch einmal besprechen.

Die Stadt Hagen müsse 52 Mio Euro im Jahr alleine deswegen ausgeben, weil Landes- und Bundesgesetze das erzwängen.

DOPPELWACHOLDER.DE hatte erst gestern ausführlich zum Thema berichtet („Der große Raubzug“). Dass die CDU-Fraktion sich jetzt auch dieser Angelegenheit annehmen will, ist grundsätzlich zu begrüßen. Gleichzeitig ist aber Skepsis angebracht.

Bereits im März 2017 hatte die CDU nämlich einen Antrag in den Haupt- und Finanzausschuss eingebracht, der sich mit „Belastungen der Stadtfinanzen durch Konnexitätsverstöße des Bundes und des Landes“ beschäftigte.

Der Antrag bezog sich aber im Wesentlichen nur auf das Unterhaltsvorschussgesetz und die Union fokussierte sich dabei ausschließlich auf eine Kritik an der rot-grünen Landesregierung: „Die Landesregierung in Düsseldorf sorgt allerdings dafür, dass sich die NRW-Kommunen Gedanken darüber machen müssen, wie sie das im Rahmen ihrer Haushalte finanzieren sollen. Denn anders als in anderen Bundesländern, lädt sie den Großteil der Kosten für diese objektive Verbesserung bei den ohnehin klammen NRW-Kommunen ab. (…) Während die Bundesregierung in den vergangenen Jahren intensive Anstrengungen unternommen hat, die Kommunen zu entlasten, hat das Land in den vergangenen Jahren durch immer neue Haushaltstricks weiter Lasten auf die Kommunen abgewälzt.“

Der positive Hinweis der Christdemokraten auf die (CDU-geführte) Bundesregierung führt allerdings in die Irre. Für die jährlich anfallenden Belastungen des städtischen Haushalts ist das Land nur zu etwa 2 Prozent verantwortlich, zu 98 Prozent hingegen der Bund.

Stadt fordert vom Fürsten Vertragstreue

18. Mai 2017 by

Margarita Kaufmann und Dr. Ralf Blanke (beide Stadt Hagen) forderten in einem Gespräch mit dem Fürstenhaus Einhaltung der Schloss-Verträge. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Mit schöner Regelmäßigkeit schreibt der Hohenlimburg-Statthalter der WPWR untertänigst vom „Fürstenhaus“, dabei ist die Monarchie in Deutschland schon seit der Weimarer Verfassung von 1919 abgeschafft und damit auch der Titel „Fürst“ obsolet geworden. Leider wurde es damals versäumt, die zusammen geraubten Besitztümer des Adels zu vergesellschaften. Dann gäbe es heute auch in Hohenlimburg keine Probleme mit sich selbstherrlich gebärdenden Aristokraten.

Stadt Hagen plant Sandstrand und Badeboot am Hengsteybad

18. Mai 2017 by

Ein integriertes Handlungskonzept bündelt die Hagener Ideen für Harkortsee und Hengsteysee. Eine davon ist ein Sandstrand im Hengsteybad.

Die Schockstarre nach dem Scheitern der Bewerbung um die Regionale hat sich gelöst. Es geht darum, weitere Fördertöpfe zu erschließen. In den Fokus rücken dabei auch Hengstey- und Harkortsee. Die Vielfalt der Themen im Hagener Norden ist so groß, dass ein integriertes Handlungskonzept Ordnung in das Verfahren bringen und Perspektiven aufzeigen soll.

Das Konzept, dessen Sachstand die Planungsverwaltung gerade der Politik vorstellt, ist Voraussetzung dafür, an Fördergelder des Landes zu kommen. „Grüne Infrastruktur“ ist eines von mehreren Programmen, das Gelder an die Ufer der Seen im Norden der Stadt spülen könnte. Weil am 1. Juni die Bewerbung der Stadt Hagen in Düsseldorf vorliegen muss, drängt die Zeit. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das ist den Herrschaften ja wieder früh eingefallen. So wurde auch schon die Regionale vergeigt.

Feuerwehr Hagen hat offene Rechnungen von 12 Millionen Euro

18. Mai 2017 by

Die Feuerwehr Hagen schiebt beim Rettungsdienst einen Berg offener Rechnungen vor sich her. Sogar Fahrten aus 2015 sind noch nicht abgerechnet. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: „Offene“ Rechnungen sind Beträge, die in Rechnung gestellt, aber noch nicht beglichen wurden. Der Autor meint aber wohl Rechnungen, die noch gar nicht geschrieben wurden.

Me and the Devil

18. Mai 2017 by

Ein teuflischer Abend von und mit Dominique Horwitz und dem Philharmonischen Orchester Hagen

Der deutsch-französische Sänger und Schauspieler Dominique Horwitz ist in Hagen kein Unbekannter, hat er doch mit einem Jacques Brel-Konzert und im Schauspiel „Rot“ das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hingerissen.

Nun präsentiert er an drei Terminen (20., 26., 27. Mai, jeweils 19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) einen teuflischen Abend unter dem Titel „Me and the Devil“. Keiner kann dem Bösen entrinnen, dem Teufel, oder »Just call me Lucifer« frei nach Mick Jagger, oder Samiel, wie der Satan in Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ genannt wird. Irgendwann kriegt er uns alle.

Rock und Klassik, Libretto und Songwriting, der teuflische rote Faden, den der furiose Dominique Horwitz (Foto: Theater) da in einer wahnwitzigen Revue spannt, ist ein wahrhaft satanisches Knäuel. Um die Gestalt des Teufels ranken sich viele Mythen, und jeder stellt ihn mit anderen Facetten dar – mal als Verführer, mal als Spaßmacher, mal düster, mal fantastisch, mal skurril. Diese verschiedenen Seiten greifen die Stücke auf, die Horwitz ausgewählt hat, um sich musikalisch dem Leibhaftigen anzunähern.

Auf seinem Höllenritt wird Dominique Horwitz teuflisch gut vom Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Florian Ludwig begleitet.

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Nachtcafé“ im Theater: „Lob des Weines“

18. Mai 2017 by

Wenn Menschen beim Wein zusammensitzen, kommt immer etwas heraus: meist viel Unsinn, manchmal die Wahrheit und ab und zu ein Bühnenprogramm, wie in diesem Fall.

Als heitere Zecher und philosophische Genießer nehmen Werner Hahn und Richard van Gemert (Foto: Theater), am Klavier begleitet von Andreas Vogelsberger, ihr Publikum bei dieser „Nachtcafé“-Veranstaltung am 19. Mai (22.30 Uhr, Theater Hagen, Theatercafé) unter dem Titel „Lob des Weines“ mit auf eine Lokal-Tour durch Wiener Heurige und die »Kleine Kneipe in unserer Straße«. Sie begegnen stillen Zechern, und berauschenden Ideen, stellen hohe Ansprüche an den Rebensaft und stoßen auf die Tücken des Heimwegs…

Der Eintritt ist wie immer frei, die Theatergastronomie ist geöffnet.

Fahrraddiebstahl: Hagen schneidet gut ab

18. Mai 2017 by

Hagen gehört zu den sichersten Städten in Sachen Fahrraddiebstahl in Deutschland. Die Ruhrgebietsstadt landet im 100-Städte-Ranking der Fahrraddiebstahl-Hochburgen des Vergleichsportals billiger.de auf dem drittletzten Platz.

Nur Solingen (Platz 99) und Remscheid (Platz 100) weisen ein geringeres Diebstahlrisiko auf. Für Hagen ermittelten die Statistiker im Jahr 2016 insgesamt 106 Diebstähle pro 100.000 Einwohner – in der Diebstahlhochburg Münster waren es 1.721.

Im unteren Drittel landeten auch Bochum (Platz 88), Herne (85), Oberhausen (83), Gelsenkirchen (80), Mülheim (77), Essen (69), Dortmund (65) und Hamm (64)

In den Monaten Mai bis August gehen nach Angaben des Vergleichsportals 44 Prozent aller Fahrraddiebstähle in Deutschland „über die Bühne“. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 332.486 gestohlene Fahrräder. Allein 203.446 davon entfallen auf die 160 untersuchten Städte und Landkreise.

Der große Raubzug

17. Mai 2017 by

Wie der Bund die Hagener Stadtkasse um 860 Millionen Euro ausgeplündert hat

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ lässt Bertolt Brecht den Mackie Messer in seiner „Dreigroschenoper“ fragen. „Was sind die diversen Verschwendungen, die Stadtrat und Verwaltung zu verantworten haben im Vergleich zur Ausplüderung der Stadtkasse durch den Bund?“ wäre die Frage, die in Hagen gestellt werden müsste. Von den Insassen des Ratssaals auf der einen Seite der Volme und den Taktgebern im Pressehaus auf der anderen Seite.

Die Frage wurde aber nicht gestellt. Auf beiden Ufern haben die Akteure über Jahre schlichtweg versagt – und schlimmer noch: Sie haben sich, wenigstens teilweise, auf eine geradezu zynische Weise daran aufgegeilt, die Hagener mit immer neuen Kürzungen in die Zange zu nehmen.

Aus zwei Aufstellungen, die die Verwaltung für die Ratssitzung am morgigen Donnerstag (18. Mai 2017)  erstellt hat, ergibt sich aus einer Mischung von Mehrausgaben und Mindereinnahmen ein Verlust von etwa 860 Millionen Euro, die die Stadtkasse in den letzten Jahren nur aus dem Grunde zu erleiden hatte, dass der Bund (und zu einem geringen Teil auch das Land) finanzielle Lasten nach unten durchgereicht hat, ohne für einen Ausgleich nach dem Konnexitätsprinzip zu sorgen, das besagt: Wer bestellt, der bezahlt.

Die Bundesregierungen, ob rot-grün, schwarz-gelb oder schwarz-rot gefärbt, haben das Gegenteil betrieben und sich auf Kosten der Kommunen – darunter eben auch Hagen – saniert. Die Folgen sind überall sichtbar in Form maroder Infrastruktur, Kürzungen auf allen Ebenen („Sparen“) und fortschreitendem Verfall.

Das Übel begann 1991 nach der Eingliederung der ehemaligen DDR mit dem Finanzierungsmodell der sogenannten „Einheitskosten“. Anstatt vor allem Großverdiener und Konzerne über Steuern zu beteiligen, verfiel die Kohl-Regierung auf das Modell des „Solidaritätszuschlags“, den auch die Kommunen zu entrichten hatten. Allein diese Abgabe schlug für die Stadt Hagen allein im Zeitraum 1991 – 2008 mit 148 Millionen Euro zu Buche. Geld, das die Stadt nicht hatte und deshalb über Kredite finanziert wurde; dafür waren weitere 21 Millionen Euro Zinsen fällig.

Ab 1998 addierten sich die Auswirkungen der „Agenda 2010“ der SPD-geführten Schröder-Regierung dazu. Die Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer unter Berücksichtigung der Umsatzsteuerbeteiligung und der Gewerbesteuerumlageerhöhung wirkten sich bis 2008 mit 69 Millionen Euro negativ für die Hagener Stadtkasse aus. Dazu kamen Mindereinnahmen aus der Senkung des Einkommensteuer-Spitzensatzes in Höhe von 75 Millionen Euro, Mindereinnahmen bei den Schlüsselzuweisungen im Volumen von 80 Millionen Euro sowie knapp 10 Millionen Euro für die Mitfinanzierung der Krankenhausinvestitionen.

Finanzieren musste die Stadt diese verordneten Mehrbelastungen über Kredite, die im gleichen Zeitraum den Haushalt mit weiteren 63,5 Millionen Euro belasteten. Zusammen mit weiteren von Bund und Land veranlassten Ausgaben ergab sich daraus bereits bis 2008 für die Stadt Hagen ein Schuldenberg von insgesamt 445 Millionen Euro.

Damit ist natürlich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Seit 2009 bis heute müssen diese nicht von Hagen zu verantwortenden Ausgaben, für die Kredite aufgenommen werden und die sich in der städtischen Schuldenbilanz niederschlagen, weiter gezahlt werden. Jedes Jahr 42,5 Millionen Euro.

Ab dem Jahr 2010 hat der Bund (in geringem Maße auch das Land) jährlich weitere etwa 10 Millionen Euro auf die schon bestehenden Lasten draufgesattelt, sodass die Kommune inzwischen pro Jahr 52,5 Millionen Euro für die Berliner Regierung finanziert. Für 2017 sind bereits weitere Belastungen in Sichtweite.

In der Summe war die Stadt Hagen bisher gezwungen, über die Aufnahme von Krediten mit 860 Millionen Euro (überwiegend) die Berliner Zentrale mitzufinanzieren, die sich auf allen Kanälen damit brüstet, auf eine Neuverschuldung („schwarze Null“) nicht mehr angewiesen zu sein.

Kein Kunststück, wenn die Kosten nach unten durchgereicht werden und der Berliner Apparat sich sicher sein kann, dass die Parteisoldaten vor Ort dem Publikum ein paar Bauchschmerzen vorspielen und anschließend alle Schandtaten brav abnicken.

Die 1950er Jahre – vom Trümmerfeld zum Wirtschaftswunder

17. Mai 2017 by

Der nächste Gesprächsabend im Erzählcafé „Altes Backhaus“ in der Lange Straße 30 mit Historiker Jörg Fritzsche findet am Freitag, 19. Mai, um 17 Uhr, zum Thema „Die 50er Jahre: vom Trümmerfeld zum Wirtschaftswunder“ statt.

Rock ’n‘ Roll, Jeans und der Käfer, aber auch die Wiederbewaffnung und das Wirtschaftswunder – all dies sind Begriffe, die untrennbar mit den 1950er Jahren verbunden werden. Zu Beginn des Jahrzehnts ist Deutschland eine Trümmerwüste, am Ende eine der führenden Wirtschaftsnationen in Europa. Es ist eine Zeit des Neuanfangs, des Auf- und Umbruchs die die Mentalität der noch jungen Bundesrepublik prägen. Im Westen Coca-Cola, im Osten Marx und Engels, viele Gegensätze bestimmen die „Jahre der Widersprüche“.

Gemeinsam mit Interessierten will Jörg Fritzsche diese Jahre Revue passieren lassen. Dazu sind Zeitzeugen herzlich eingeladen, ihre Erinnerungen und Erfahrungen aus dieser Zeit einzubringen. Der Eintritt ist frei. Informationen zur Reservierung unter Kursnummer 1204 erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/2073622.

Theater startet Vorverkäufe

17. Mai 2017 by

Die Kartenvorverkäufe für zwei Veranstaltungen am Hagener Theater sind gestern gestartet.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Theater unser“ – Eine intergalaktische Schlagerreise Part II“

Mit Guildo Horn, seinen „Orthopädischen Strümpfen“ und Mitgliedern des Hagener Theaters

Donnerstag, 6. Juli 2017, 19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus

Guildo Horn verbindet seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit dem Hagener Theater. Und zwar nicht nur, weil er das 106 Jahre alte Haus alljährlich mit seinen stets ausverkauften Weihnachtsshows erzittern lässt. Über mehrere Jahre hinweg begeisterte er das Hagener Publikum auch als  mürrisch-mysteriöser Diener Riff Raff in Richard O-Brien’s „The Rocky Horror Show“. Vor einem Jahr zögerte Guildo Horn nicht eine Sekunde lang, als er von den existenzbedrohenden Kürzungen am Theater Hagen hörte und sofort seine Hilfe angeboten. „Theater Unser – Eine intergalaktische Schlaggerreise“ – unter diesem Titel trat ‚der Meister‘, gemeinsam mit den „Orthopädischen Strümpfen“ und Mitgliedern des Hagener Theaters in einem Solidaritätskonzert auf.

Nun findet am 6. Juli 2017 (19.30 Uhr, Großes Haus) Part II dieses zugunsten des Theaters Hagen veranstalteten Konzertes statt, und natürlich verzichten auch dieses Mal die Künstler auf ihre Gage – Guildo hat sie lieb – die Hagener Kultur!

„Symphonic Floyd – Green und das Orchester Hagen in Concert

22. und 23. September 2017, Theater Hagen, Großes Haus

Nach vier ausverkauften und bejubelten Konzerten in dieser Spielzeit werden die Hagener Band Green, der auch aktuelle und ehemalige Mitglieder der beiden erfolgreichsten und bekanntesten Hagener Bands Extrabreit und Grobschnitt angehören, und das Philharmonische Orchester Hagen in der nächsten Saison im Rahmen von zwei weiteren Sonderkonzerten (22. und 23. September 2017, Theater Hagen, Großes Haus) die Musik der legendären Band Pink Floyd in einer spektakulären Bearbeitung erneut zu Leben erwecken. Dabei wird auch wieder der Opern-, Kinder- und Jugendchor des Hagener Theaters mitwirken, und eine aufwändige Video- und Lichtinstallation für eine einzigartige Atmosphäre sorgen.

Von wegen Bulgaren und Rumänen

16. Mai 2017 by

Wo die AfD in Hagen abgesahnt hat

Der Lokalchef der WPWR wusste es schon am Wahlabend, als er seinen Kommentar für die Montagsausgabe in die Tasten hackte: Nicht nur „wo soziale Not herrscht“, sondern auch wo „Brennpunkte der EU-Binnenzuwanderung aus Rumänien und Bulgarien sind, da sahnt die AfD kräftig ab“.

Hätte Koch, der vielleicht besser Kellner geblieben wäre, sich doch erst einmal die Zahlen zu Gemüte geführt. Denn die Wirklichkeit jenseits des Pressehauses sieht doch etwas anders aus als in der Redaktionsstube erdacht, und noch nicht einmal eine Korrelation zwischen den Problemzonen der hiesigen schreibenden Zunft und den realen Wahlergebnissen lässt sich erkennen.

Zwar liegt der Anteil der blaulackierten Angebräunten im von der WPWR in den Fokus gerückten Altenhagen über dem Stadtergebniss von 10,3 Prozent für die AfD, im ebenfalls von der Postille immer wieder in den Mittelpunkt gerückten Wehringhausen sieht die Welt allerdings schon ganz anders aus als vom Einheitsblatt dargestellt.

Während die Rechtsausleger in Altenhagen-West (Stimm-Bez. 1021-1024) 13,15 Prozent erreichten und auch in Altenhagen-Ost (1032-1035) mit 11,76 Prozent über dem Durchschnitt lagen, schnitten sie in Wehringhausen unterdurchschnittlich ab.

In Wehringhausen-West (1101-1104), wo die inzwischen versiegelten Gebäude krimineller Hauseigentümer liegen, erreichte die AfD lediglich 9,87 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, in Wehringhausen-Ost (1091-1094) blieb sie mit nur 9,43 Prozent ebenfalls deutlich unter dem Stadtergebniss zurück.

Wesentlich mehr Zustimmung fanden die Rattenfänger in Stadtteilen, die von der Einheitspostille bisher noch gar nicht ins Visier genommen wurden. So beispielsweise am Remberg (12,34 Prozent) und in „gutbürgerlichen“ Bereichen im Volmetal, in Holthausen und in Hohenlimburg.

Großen Zuspruch gab es für die angebliche „Alternative für Deutschland“ auch in Eilpe (13,56 Prozent), in der Heimat des Hasper Bezirksfürsten Dietmar Thieser am Spielbrink (13,59 Prozent) oder in Delstern (15,09 Prozent).

Spitzenreiter sind Haspe-Mitte/Kückelhausen mit 15,38 Prozent und Kabel, Wohnsitz der mangels Unterstützerunterschriften im Wahlkreis 104 gescheiterten AfD-Fahnenschwenkerin Radke, wo 15,98 Prozent ihr Kreuz bei den Rechtsauslegern machten.

Nummer Eins im Ranking belegte mit 16,37 Prozent das kleine Bathey, wo sich vermutlich noch nie einer aus der allseits inkriminierten Bulgarenkohorte hin verirrt hat, um dort seinen Sperrmüll zu deponieren.


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