„Smart Mob“ am „Tag gegen Rassismus“

23. März 2019 by

Das Hagener Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, bestehend aus 13 Hagener Schulen und unter der Koordination des Kommunalen Integrationszentrums, veranstaltete am Donnerstag (21. März) einen „Smart-Mob“ auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Damit wurde am „Tag gegen Rassismus“ ein klares Zeichen für Toleranz gesetzt.

Neben zahlreichen Schülerinnen und Schülern nahmen auch Mitglieder von Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, und Migrantenselbstorganisationen sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger teil.

Der „Tag gegen Rassismus“ geht auf den 21. März 1960 zurück, als rund 200.000 Menschen im amerikanischen Sharpeville gegen die Apartheid demonstriert haben. Trotz der friedlichen Demonstration eskalierte die Situation und es verloren 69 Menschen ihr Leben, viele weitere wurden verletzt. Sechs Jahre später rief die UNO den 21. März als internationalen Gedenktag gegen Rassismus aus.

Die internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 11. bis zum 24. März statt. In diesem Zeitraum wird der Opfer von Rassismus gedacht und mit vielfältigen Aktionen die weltweite Solidarität der Gegner von Rassismus demonstriert.

Förderschule in Hagen zieht um, SPD greift Dezernentin an

23. März 2019 by

In ganz Hagen stehen aktuell 400 Grundschulkinder auf einer OGS-Warteliste. Der SPD geht der Ausbau weiterhin zu schleppend voran, sie wirft der Stadtverwaltung, allen voran Schuldezernentin Margarita Kaufmann, Untätigkeit vor: „Es grenzt schon an Täuschung, was Frau Kaufmann uns immer von tollen Erfolgen beim OGS-Ausbau erzählt“, so Fraktionschef Claus Rudel. (…)

Quelle: wp.de

„Kohlestaub“

23. März 2019 by

Marlies Blauth stellt in HAGENRING-Galerie aus

Am Sonntag, 24.3.2019, um 11 Uhr wird in der HAGENRING-Galerie in Eilpe die Ausstellung „Kohlestaub“ mit Arbeiten des HAGENRING-Mitgliedes Marlies Blauth eröffnet. Die Künstlerin wurde 1957 in Dortmund geboren und ist auch dort aufgewachsen. Sie studierte später an der Universität Wuppertal Kunsterziehung und Kommunikationsdesign. Seit einigen Jahren lebt und arbeitet sie in Meerbusch bei Düsseldorf.

Das Thema „Kohlestaub“ und hat eine besondere Aktualität erhalten, nachdem kürzlich die letzte Zeche im Ruhrgebiet endgültig geschlossen wurde. Die Ruhrkohle ist damit Geschichte geworden. „Kohlestaub und Ruß waren in meiner Dortmunder Kindheit allgegenwärtig. Er klebte an den Fenstern und setzte sich auf die Wäsche. Die Hauswände waren alle staubgrau oder schwarz. In einem Steinbruch im Dortmunder Süden, der damals noch zugänglich war, fanden wir Kohle im ‚Tagebau‘, zum Teil mit Abdrücken von längst ausgestorbenen Pflanzen“, erläutert Marlies Blauth.

Vor einiger Zeit hat die Künstlerin begonnen, das Material aus der Kindheit für ihre Kunst zu nutzen. Einerseits hat es eine grobe, ruppige Anmutung, andererseits kann es sich als feinster Staub verteilen. Die Pinselmalerei mit gebundenem Kohlestaub bietet ein breites Experimentierfeld: Feinste Nuancen lassen sich herausarbeiten und verschiedene Untergründe deuten mit einfachsten Mitteln Räumlichkeit an. Marlies Blauth zeigt in der Ausstellung neben Landschaftsformationen auch eine Serie mit Pflanzenabdrücken (Herbarium), die mit Kohlestaub auf weißem Fotopapier gezeichnet wurden.

Eine Werkeinführung wird Dr. Falko Herlemann geben. Die Ausstellung ist bis zum 20. April 2019 in der HAGENRING-Galerie zu sehen. Am 20. April wird im Rahmen der Finissage Marlies Blauth eigene Lyrik und Kurzprosa vorstellen.

Die Galerie in der Wippermann-Passage, Eilper Straße 71 – 75, ist dienstags bis freitags von 17 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Kommunale Altschulden bedrohen unser Gesellschaftssystem

22. März 2019 by

Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ fordert Abbau des kommunalen Altschuldenproblems als neue Gemeinschaftsaufgabe

„Ohne Hilfe von Bund und Ländern werden die meisten unserer Mitgliedskommunen ihre Altschulden selbst in zwei Generationen nicht tilgen können. Weil Bund und Länder das Problem wesentlich mit verursacht haben, dürfen sie uns nicht im Stich lassen. Sonst ist unser gesamtes Gesellschaftssystem in Gefahr. Politik bewährt sich vor Ort“.

Diesen Appell richten die Vertreter des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“ an Deutschlands Spitzenpolitiker in Berlin und in den Landeshauptstädten. Das Bündnis, in acht Bundesländern aktiv, vertritt mehr als neun Millionen Einwohner in 70 Mitgliedskommunen, darunter auch die Stadt Hagen.

Bei den kommunalen Altschulden in Höhe von rund 47 Milliarden Euro handelt es sich zum überwiegenden Teil um Liquiditätskredite, zu deren Aufnahme finanzschwache Städte und Gemeinden gezwungen waren, wenn sie – im Gegensatz zu reicheren Kommunen – die ihnen vom Gesetzgeber beim Aufbau unseres Sozialstaates zusätzlich übertragenen Leistungen nicht selbst finanzieren konnten.

Deshalb ist vielerorts die vom Grundgesetz postulierte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse nicht mehr gegeben. Die Bürger sehen und spüren das jeden Tag. Aus diesem Grund schlägt das Aktionsbündnis seit langem Alarm. Darauf hat die Bundesregierung mit der Einsetzung einer Kommission zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse reagiert.

Deren „Arbeitsgruppe Altschulden“ kommt in der zweiten Märzwoche erneut zusammen. Dazu legt das Aktionsbündnis aktuell ein mit wissenschaftlicher Hilfe begründetes Positionspapier für eine solidarische Altschuldenlösung vor. Ein Kernpunkt ist die Forderung an Bund und Länder, das kommunale Altschuldenproblem als „Gemeinschaftsaufgabe“ nach Artikel 91 a des Grundgesetzes zu lösen.

Info: Positionspapier für eine solidarische Altschuldenlösung (pdf)

Wahlkreise in Hagen werden neu geschnitten

22. März 2019 by

Die gerade erst mit der Mehrheit der Allianz beschlossene Neuordnung der Hagener Wahlkreisgrenzen bei der bevorstehenden Kommunalwahl 2020 könnte sich schon wieder erledigt haben: Die NRW-Landesregierung plant für April eine Änderung des Kommunalwahlgesetzes, bei der nicht bloß die Stichwahl bei der Kür der Oberbürgermeister wegfallen soll – demnächst reicht die einfache Mehrheit in Duell aller Bewerber. Vielmehr sollen auch sämtliche Wahlkreise neu geschnitten werden. (…)

Quelle: wp.de

Grüne bringen eigene OB-Kandidatin ins Spiel

22. März 2019 by

„Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit“ war im Jubiläumsjahr des Frauenwahlrechts das Motto des diesjährigen Jahresempfangs der Hagener Grünen.

Neben altgedienten Partei- und Fraktionsmitgliedern kamen auch etliche Neumitglieder und parteilose Neugierige und Kollegen von anderen Parteien, um sich kennenzulernen oder auszutauschen. Auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz war zugegen und „fühlte sich sichtlich wohl“, wie die Grünen mitteilten.

Ob das ironisch gemeint war, lässt sich von außen nicht beurteilen; brachten doch die Grünen, angeregt von Nicole Pfefferer, eine eigene grüne OB-Kandidatin ins Spiel. Vielleicht nahm Erik O. Schulz den Vorschlag aber auch einfach nicht ernst. Immerhin hatten die Grünen seine Kandidatur schon bei den vergangenen Kommunalwahlen aktiv unterstützt.

Und nicht nur das: Entgegen ihrer damals öffentlich verkündeten Absicht, nur die Schulz-Kandidatur mitzutragen, traten sie nach einer kurzen Schamfrist in eine Koalition mit CDU und FDP ein, der sich später de facto auch noch die Wählergruppe Hagen Aktiv anschloss. Dieser Zusammenschluss, der von den Beteiligten beschönigend „Allianz der Vernunft“ genannt wird, hält bis heute.

Prekäre Arbeitswelten

22. März 2019 by

Vortrag und Diskussion mit Stefan Dietl, Autor des Buches „Prekäre Arbeitswelten – Vom digitalen Tagelöhner bis zur Generation Praktikum“

Di., 26.03.2019, 19:00 Uhr, Kulturzentrum Pelmke

Leiharbeit, Werkverträge, Minijobs, Befristungen – fast 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten inzwischen in diesen oder anderen prekären Arbeitsverhältnissen. Für die Betroffenen heißt das häufig niedrige Löhne, geringe soziale Absicherung und ständige Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

Seit die Agenda 2010 die Grundlage für den anhaltenden Boom prekärer Beschäftigung legte, stieg jedoch nicht nur die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer kontinuierlich an, es entstanden auch immer neue Formen der Prekarität. Gerade durch die technischen Neuerungen der Internetökonomie ergeben sich für Unternehmen neue Möglichkeiten des Lohndumpings und der Umgehung gesetzlicher und tariflicher Rahmenbedingungen.

In seinem Vortrag widmet sich Stefan Dietl daher insbesondere prekären Beschäftigungsformen im digitalen Zeitalter wie dem »crowdworking« oder der »Gig-Work«. Er nimmt jedoch auch anderen bisher wenig beachtete atypische Beschäftigungsverhältnisse wie der Arbeit auf Abruf oder der Ausbeutung von Wanderarbeitern unter die Lupe und gibt einen Einblick in die aktuellsten Entwicklungen der bereits seit Längerem in Deutschland etablierten Formen prekärer Arbeit wie der Leiharbeit, Minijobs, Befristungen oder Praktika und beschreibt deren Ausweitung auf immer mehr Arbeitsbereiche.

Aus der Reihe „Gegen den Strom“.

Lärmschutzwand sorgt in Hohenlimburg für Bürger-Proteste

22. März 2019 by

Was als Segen für die Anwohner der Bahnstrecke Hagen – Siegen gedacht war, nämlich für mehr Ruhe und somit für mehr Lebensqualität zu sorgen, ruft nun erheblichen Protest der Hohenlimburger hervor: die grauen Lärmschutzwände. Denn dafür sind im Oktober an der Bahnstraße und Stennertstraße / Hohenlimburger Straße Bäume und Büsche gefällt worden, so dass der dort in Teilbereichen vorhandene Allee-Charakter verloren gegangen ist. (…)

Quelle: wp.de

GWG darf Block 1 in Hagen-Wehringhausen abreißen

21. März 2019 by

Jetzt liegt die Genehmigung vor: Die GWG darf einen ganzen Häuserblock in Wehringhausen abreißen. Doch auch die Bürger können mitreden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein Musterbeispiel für das Ignorantentum, das den Hagener Stadtrat dominiert. Es werden für nicht gerade kleine Summen Gutachten in Auftrag gegeben, die ersichtlich von der übergroßen Mehrzahl der Entscheider überhaupt nicht gelesen werden; in diesem Fall die Wohnungsmarktstudie des Instituts für Raumforschung und Immobilenwirtschaft (Prof. Dr. Guido Spars).

Die Studie warnt ausdrücklich vor einem Abriss von „historischer Blockrandbebauung in den Gründerzeitvierteln“ und empfiehlt, ein Rückbau solle sich auf „einfache Gebäudebestände aus der Nachkriegszeit in peripher gelegenen Lagen“ beschränken.

Die GWG, die trotz dieses Bestandteils in ihrer Firmierung nicht „gemeinnützig“ ist, behauptete, nach einer Sanierung müsse man mit Kaltmieten von 8 bis 10 Euro rechnen. Nachgeprüft hat das wohl niemand, es ist allerdings auffällig, dass eine städtische Tochtergesellschaft bei ihren sanierten Bauten aus der gleichen Zeit nur von etwa 5 Euro ausgeht.

Dass der Baublock, der beseitigt werden soll, inzwischen möglicherweise die Kriterien der Denkmalwürdigkeit erfüllt, interessiert die Banausen ebenfalls nicht. Im Gegenteil steht zu befürchten, dass diese Eventualität den Abrissfuror zusätzlich befeuert: Möglichst schnell weg damit, bevor die Spinner aus der Denkmalbehörde noch Sand ins kapitalgesteuerte Getriebe streuen.

Der Hohn des Ganzen ist die nun ins Spiel gebrachte „Bürgerbeteiligung“, bei der die Bürger ein wenig über die Dekoration mitreden dürfen. Der Komiker Otto Waalkes hat solche Formen von Verschaukelung bereits Anfang der 1970er Jahre in einem Sketch beschieben: „Mittlerweile gibt es verbesserte humane menschliche Arbeitsbedingungen am Fließband. Es gibt – bunte Schraubenzieher.“

Verdi Medien: Mitgliederversammlung

21. März 2019 by

Der Ortsverein des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie in verdi Südwestfalen, lädt seine Mitglieder zu seiner jährlichen Versammlung ein. Sie findet am 30. März ab 11 Uhr im Hagener Verdi-Haus in der Hochstraße 117a statt.

Hauptpunkt sind Informationen des Kollegen Jens Göcking zum „Datenschutz im Betrieb und Privaten“. Jens Göcking ist Fachmann der Technologieberatungsstelle beim DGB NRW.

Daneben stehen wie immer Informationen zu aktuelle Themen auf der Tagesordnung. Die Veranstalter freuen sich auf einen regen Austausch.

ImPuls: Politischer Salon Hagen

20. März 2019 by

FernUniversität, Theater Hagen und Emil Schumacher Museum laden alle Interessierten zu einer neuen Veranstaltungsreihe ein

„ImPuls: Politischer Salon Hagen“ möchte auf Grundlage von literarischen, wissenschaftlichen und journalistischen Veröffentlichungen über aktuelle Themen in Hagen diskutieren. Schirmherr ist der Hagener Andreas Meyer-Lauber, Hochschulratsmitglied der FernUniversität und ehemaliger NRW-Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Gleich beim ersten Termin am Donnerstag, 4. April, an der FernUniversität geht es um „Integration: Chancen – Konflikte – Paradoxien“. Auf dem Podium sitzen Vertreterinnen und Vertreter aus der Hagener Politik, Wissenschaft und Verwaltung, die sich mit dem Thema Zuwanderung auseinandersetzen: Was heißt eigentlich Integration? Wo liegen Chancen und Konflikte, worin bestehen Paradoxien? Dahinter stehen Fragen nach Identität und Kultur, Selbstbildern und Fremdbildern, nach sozialer Teilhabe und Ausgrenzung.

Als Grundlage der Gespräche dient das 2018 erschiene Buch des Soziologen Aladin El-Mafaalani „Das Integrationsparadox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“. El-Mafaalani vertritt die These, dass Konflikte ein Zeichen gelingender Integration sind. Je stärker unsere Gesellschaften zusammenwachsen, desto heftiger werden die Debatten.

In seiner Erzählung benutzt er das Bild eines Tisches, an dem immer unterschiedlichere Gruppen mit immer unterschiedlicheren Interessen Platz nehmen. Die inzwischen dritte Einwandergeneration wolle nicht mehr nur am Tisch sitzen, sondern auch das mitbestimmen, was auf den Tisch kommt.

El-Mafaalani berichtet auch von seinen eigenen Erfahrungen als Sohn syrischer Einwanderer: 1978 im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, Professor an der Fachhochschule in Münster und seit 2018 Abteilungsleiter im nordrhein-westfälischen Integrationsministerium.

Für die Diskussion ergeben sich nach der Buchpräsentation sicher viele Anknüpfungspunkte: Hagen ist eine der Städte in NRW mit dem höchsten Anteil an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Dabei soll es bewusst um regionale Perspektiven und darum gehen, wie ein sinnvoller politischer Dialog gelingen kann.

Weitere Termine in der Reihe „ImPuls: Politischer Salon Hagen“ sind 26. Juni im Theater-Café und 12. November im „Emil Schumacher Museum“. Die Veranstaltungen sind kostenfrei.

Weitere Informationen (pdf)

Ein Hagener am Bauhaus

20. März 2019 by

Heinrich Brocksieper – Maler, Fotograf, Experimentalfilmer

24. März bis 23. Juni 2019, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Das Emil Schumacher Museum freut sich, die neue Ausstellung HEINRICH BROCKSIEPER – EIN HAGENER AM BAUHAUS. DIE STOFFLICHKEIT DER DINGE anzukündigen. Die Ausstellung präsentiert anlässlich des 120. Geburtstages und im 100. Jahr seit der Eröffnung des Bauhauses einen umfangreichen Einblick in das Gesamtschaffen des aus Hagen stammenden Bauhaus-Künstlers (Foto: Brocksieper Ende der 1920er Jahre. Nachlass Brocksieper, Hagen)

Unter den ersten Studierenden am Bauhaus in Weimar, vom Wintersemester 1919 bis 1922, war auch der in Hagen geborene Maler Heinrich Brocksieper (1898-1968) – angeregt u.a. durch die erste große Lyonel Feininger-Ausstellung im Hagener Museum Folkwang. Nach dem Studium, vor allem bei Johannes Itten, hielt Brocksieper noch bis 1933 einen intensiven Kontakt zum Bauhaus und reiste wiederholt nach Weimar, Dessau und Berlin.

Analog zu den Entwicklungen am Bauhaus unter dem Einfluss von Lázló Moholy-Nagy, befasste auch Brocksieper sich ab 1927 ausschließlich mit Fotografie und insbesondere experimentellem Film und beteiligte sich auch nicht mehr als Maler an Ausstellungen.

Ab 1933 lehnte er Anfragen für offizielle Atelierbesuche sowie Ausstellungsangebote durch die Nationalsozialisten ab und setzte seine Arbeit in der selbst gewählten Isolation fort. In dieser Zeit entstand auch der Kontakt zu Emil Schumacher (1912-1999). Der 14 Jahre ältere Bauhaus-Künstler Brocksieper wurde für Schumacher zu einem wichtigen Freund und nicht zuletzt Gesprächspartner – der Kenntnisse und Fähigkeiten, die er insbesondere während des Studiums am Bauhaus erworben hatte, mit ihm teilte.

Heinrich Brocksieper, Selbst mit Kamera im Spiegel, Ende 1920er-Jahre, Originalfoto 11,3 × 8,6 cm, Klassik Stiftung Weimar/Bauhaus Museum. © Nachlass Brocksieper, Hagen.

Durch einen Bombenangriff wurden 1944 Haus und Atelier Brocksiepers mit dem darin gelagerten Großteil seines bisherigen Œuvres vernichtet. Ab 1945 nahm er trotz dieses Rückschlages die künstlerische Tätigkeit neu auf und unterhielt wieder schriftlichen Kontakt zu seinen Freunden aus der Zeit am Bauhaus. Alltagsgegenstände mit den Spuren des Gebrauchs, Porträts und Selbstbildnisse in ihrer Stofflichkeit waren sein zentrales Thema.

Die Ausstellung im Jahr des Bauhaus-Jubiläums gedenkt dieses talentierten Künstlers aus Hagen mit einer Retrospektive. Frühe Arbeiten aus der Zeit am Bauhaus, ebenso wie Experimentalfilme und Fotos können ebenso wie das Spätwerk des Künstlers neu entdeckt werden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Kettler, Dortmund, herausgegeben von Ulrich Schumacher und Rouven Lotz, mit einem Vorwort von Ulrich Schumacher sowie einem Text von Rouven Lotz. 80 Seiten mit 80 Abbildungen, Hardcover, ISBN: 978-3-86206-744-2, € 23,- im Museum (€ 28,- im Buchhandel).

Die Suche nach einem sagenumwobenen Wesen

20. März 2019 by

Drittes Familienkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Juri Tetzlaff (Foto: Theater) ist als KiKA-Moderator wohl vor allem bei der jüngsten Generation der Konzertbesucher ein beliebter Gast. Äußerst unterhaltsam vermittelt er zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Hagen Klassiker der Konzertliteratur an Jung und Alt. Alle Besucher nimmt er mit auf seine aufregenden und anschaulichen Entdeckungsreisen in die Welt der Klassik.

Im 3. Familienkonzert am 24. März 2019 (11.00 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) begibt sich Juri Tetzlaff gemeinsam mit Generalmusikdirektor Joseph Trafton und dem Publikum auf die Suche nach einem sagenumwobenen Wesen – dem Feuervogel. Auf dieser abenteuerlichen Reise begegnen sie Prinzessinnen, einem mächtigen Zauberer und jeder Menge Magie.

Die faszinierende und spannende Musik des russischen Komponisten Igor Strawinsky zeichnet das Märchen eindrucksvoll in unterschiedlichsten Farben nach. Diese Komposition wurde übrigens u.a. auch in Disneys Spielfilm „Fantasia 2000“ verwendet. Der Besuch dieses Konzertes bietet die Möglichkeit, einen Hit der klassischen Musik unterhaltsam und mitreißend kennenzulernen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hagener Krankenhaus investiert 45 Millionen in seine Zukunft

20. März 2019 by

Durch erhebliche bauliche Veränderungen wird das Agaplesion Allgemeine Krankenhaus (AKH) in den nächsten fünf Jahren sein Gesicht verändern. (…)

Quelle: wp.de

Keine Firma gibt Angebot für Rathaussanierung in Hagen ab

20. März 2019 by

Die geplante Sanierung des Hagener Verwaltungshochhauses gerät ins Stocken. Bislang hat keine Firma ein Angebot für den Auftrag abgegeben. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Wirtschaft hat’s nicht nötig – aber immer jammern: die Steuerbelastung, die Bürokratie etc. pp. Und im Bedarfsfall dreist Subventionen einfordern.

Der Grundstücksverkauf am Quambusch beginnt frühestens 2020

20. März 2019 by

Die geplante Bebauung des ehemaligen Sportplatzes am Quambusch wird sich absehbar mindestens noch zwei weitere Jahre hinziehen. Das geht aus einem Sachstandsbericht der Hagener Bauverwaltung hervor, der in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Haspe vorgelegt wurde. (…)

Quelle: wp.de

Neue ICE-Schnellfahrstrecke stärkt auch Hauptbahnhof Hagen

20. März 2019 by

Bundesregierung will Strecke Bielefeld – Hannover für Tempo 300 ausbauen. (…)

Die Planung hat Folgen für Hagen, denn der Ausbau ermöglicht einen Halbstundentakt zwischen Köln und Berlin, zudem würde sich die Fahrtzeit für diese Strecke auf unter vier Stunden verringern. Der Halbstundentakt stärkt die Wupperstrecke mit Halt in Hagen: Einmal stündlich würde ein Zug von Köln durch das Ruhrgebiet nach Berlin fahren, einmal über Wuppertal und Hagen. Der Fahrtzeitgewinn – aktuell benötigen die Züge 4 Stunden 40 Minuten – mache Überlegungen zu einem City-Sprinter, der unter anderen nicht in Hagen halten würde, hinfällig, betont Lothar Ebbers vom Fahrgastverband Pro Bahn. (…)

Quelle: wp.de

„Stunde der Kritik“ zur Produktion „Viva Verdi“

19. März 2019 by

Die nächste „Stunde der Kritik“ findet zur Produktion „VIVA VERDI – Ein szenischer Abend in Verdi-Chören“ am 22. März 2019 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 21.50 Uhr im Theatercafé statt (Eintritt frei).

Bei dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen (Szenenfoto: Klaus Lefebvre).

Als Anreiz für diese Diskussion wurde dieses Mal Thomas Molke, Rezensent für Musik- und Tanztheater, Konzerte und Festspiele gewonnen, der regelmäßig vor allem für das „Online Musik Magazin“ scheibt, seit vielen Jahren über die Inszenierungen des Hagener Theaters berichtet und mit einem Eingangsstatement diese Veranstaltung eröffnen wird.

Aus dem Produktionsteam sind der Regisseur Andreas Bode sowie Intendant und Dramaturg Francis Hüsers und Dramaturgin Rebecca Graitl mit dabei.

ICE hält bis Oktober Monate nicht in Hagen

19. März 2019 by

Fernreisende in Hagen brauchen in den kommenden Monaten etwas stärkere Nerven. Wegen Bauarbeiten an Brücken in Bielefeld, ist Hagen seit Montag (18.03.2019) von den ICE-Direktanbindungen nach Berlin und Köln abgeschnitten. (…)

Die verlorene Zeit müssen die Züge irgendwo wieder einholen, damit der bundesweite Fahrplan nicht komplett durcheinander gerät. In Hagen steigen laut Bahn die wenigsten Fahrgäste ein oder aus. (…)

Quelle: WDR

Mode als Strukturprinzip der Moderne

19. März 2019 by

Aus der Vortragsreihe „Wissenschaftsgespräche“ der FernUni

20.03.2019, 16:00 Uhr
FernUniversität, Gebäude 2 (Seminargebäude), Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 4 und 5

Referent: Prof. Dr. Hubertus Busche, Institut für Philosophie der FernUniversität

Seit dem 17. Jahrhundert verfestigt sich der Eindruck, dass nahezu alle Bereiche der Gesellschaft zunehmend von einer Herrschaft des Modischen ergriffen werden. „Die Dinge haben ihre Periode, und sogar die höchsten Eigenschaften sind der Mode unterworfen“, schreibt Gracián 1647. „Alles wird von der Mode geregelt“, ergänzt La Bruyère 1688.

Wenn es aber Moden nicht nur der Kleidung, der Frisur oder des Wohnens gibt, sondern auch Moden in den Wissenschaften, in der Kunst, in der Politik, in der Philosophie oder sogar in der Religion – d.h. gerade in Bereichen, die doch eigentlich ‚feste Prinzipien‘ gegen den periodischen Wechsel des Zeitgeistes verteidigen -, scheint Mode einerseits ein temporal strukturierendes Prinzip moderner Gesellschaften zu sein, das einen ähnlich hohen Stellenwert hat wie die funktionale Differenzierung, zumal es durch die Kommerzialisierung vorangetrieben wird.

Andererseits scheint durch die Herrschaft der Moden die autonome Sachlogik der geistigen Bereiche gefährdet zu werden; denn während es etwa bei der Kleidung erlaubt bzw. geboten ist, mit der Mode zu gehen, ist das Modische nicht nur in den Wissenschaften zu Recht verpönt.

Aus dieser Sachlage ergeben sich zahlreiche Fragen, von denen der Vortrag einige entwickelt und zu beantworten sucht.

Die wissenschaftliche Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.

Erzählcafé: Kneipenszene Altenhagen

19. März 2019 by

Der nächste Gesprächsabend der Volkshochschule Hagen (VHS) im Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, findet am Freitag, 22. März, um 17 Uhr zum Thema „Die Kneipenszene in Altenhagen“ statt.

Zwischen der Altenhagener Brücke und der Alleestraße existierten vor dem Krieg unzählige Kneipen. Viele wurden in den 1950er Jahren wieder eingerichtet, bis das Kneipensterben der 1970er und -80er Jahre einsetzte. An traditionelle Einrichtungen und Namen möchte Jens Bergmann, Vorstand des Hagener Heimatbundes, mit ausgesuchten Bildern erinnern.

Der Eintritt beträgt zwei Euro. Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte unter Angabe der Kursnummer 1206 auf der Internetseite vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Kakistokratie – die Herrschaft der Schlechtesten

18. März 2019 by

Oder: Auch unter den Dilettanten gibt es große Könner

Für 450.000 Euro soll die Entlüftung im Restaurant „Novy’s“ saniert werden

Von Christoph Rösner

Was ist ein Bistro? Laut Duden ein „kleines, meist einfacheres Lokal, in dem auch kleinere Speisen angeboten werden.“

Heutzutage firmieren unter dieser Bezeichnung alle möglichen gastronomischen Etablissements. Von der Gourmet-Frittenschmiede mit Sitzplätzen, über diverse abgerockte Läden mit Tütensuppen und Plastikburgern im Portfolio bis zur Edelhäppchenbleibe für einsam Streunende.

Ein Bistro kam im März 2008 im Vermietungsangebot der Stadt vermutlich nicht in Frage.

Zwar spricht die Stadt zu Beginn von einem zu planenden Bistrobetrieb, um kurz später von einem (in Klammern) „integrierten Gastronomiebetrieb (Restaurant)“ zu schwärmen: Zitat:“ Der Gastronomiebetrieb muss in seiner Konzeption und Betriebsführung der kulturellen Bedeutung des Emil Schumacher-Museums gerecht werden.“

Und das auf immerhin 217 Quadratmetern ohne Außengastronomie.

Nun betreiben Tamara und Thomas Bielefeld das Novy`s inzwischen 10 Jahre nachweislich als Restaurant und haben gerade ihren Vertrag um weitere fünf Jahre verlängert.

Doch plötzlich wird die rechtmäßige Führung als Restaurantbetrieb in Frage gestellt, weil die Entlüftungsanlage nur für ein Bistro ausgelegt sei und ein Brandschutz-Upgrade auf eine restauranttypische Entlüftungsmaschinerie € 450.000 kosten soll.

SPD-Ratsherr Werner König fragt gezielt nach und fühlt sich aufs Übelste hintergangen. „[…] dass man eher zufällig von der Summe erfährt, ist ein Skandal“, und weiter König „…man muss die Frage nach den Verantwortlichen stellen.“

Machen wir.

War es nicht Thomas Grothe als verantwortlicher Baudezernent, der die Genehmigung erteilt hat und der heute sagt: „Die Anlage reicht für die gastronomischen Anforderungen nicht aus.“

War König nicht schon damals in derselben Partei wie Grothe?

Sprechen Ratsherr und Dezernent nicht miteinander?

Und, warum überhaupt fragt König plötzlich, am 21. Februar 2019, im Rat der Stadt gezielt nach?

Hier beginnt – zugegeben – die Spekulation.

Sind die Bielefelds irgendjemandem heftig auf die Füße getreten?

Sind hier vielleicht Leute am Werk, die einem erfolgreichen Gastronomiepaar daher diesen oder jenen Entlüftungsknüppel zwischen die Beine werfen wollen?

Oder ist es einfach nur der bereits beginnende Wahlkampf, der solche Blüten treibt?

Die Sanierungsarbeiten sollen zügig vonstattengehen, wird großspurig verkündet, ein Küchencontainer in der Prentzelstraße soll einen reibungslosen Küchenbetrieb gewährleisten.

Was in Hagen `zügig` bedeutet, können wir nur ahnen – zudem geht unser aller Bau- und Genehmigungs-Grothe davon aus, „dass wir dieses Budget halten.“

Allerdings, so Grothe, „handelt es sich um eine erste Schätzung[…] …“ Heiße Herdplatten scheinen ihn geradezu magisch anzuziehen …

Wir hingegen lächeln weise, runden großzügig auf eine halbe Million auf, und stellen die einzig legitime Frage in diesen Zusammenhang:

Habt Ihr sie noch alle?

Leichtfertig setzt Ihr die Existenz des gastronomischen Aushängeschildes des Kunstquartiers aufs Spiel, gleichzeitig können Eltern keine Kita-Plätze bekommen – oder – wahlweise bezahlen, fallen in unseren Schulen der Putz von der Decke und die Pissoirs von den Wänden, auf der Hestert verschleudert ihr Geld für Sonderparkplätze für durchgeknallte Helikoptereltern und wisst nicht, welchen Gastro-Betrieb Ihr im Kunstquartier genehmigt habt?

10 Jahre läuft der Laden, für alle sicht- und schmeckbar – als Restaurant, und jetzt das?

Und noch etwas: Was wird Architekt Marek Lindemann sagen, wenn er erfährt, dass an seinem Gebäude Veränderungen vorgenommen werden sollen. Architekten können mitunter sehr sensibel auf solche Frickeleien reagieren. Wir denken an die Stadthalle …

Und sage keiner, wenn die 4-monatige Sanierungsphase um weitere vier Monate überschritten worden sein wird, das wäre nicht vorauszusehen gewesen. Denn wie wir alle wissen, stehen Firmen augenblicklich auf der Matte, sobald die Ausschreibung – bis Ende April – rausgegangen ist.

Wir hingegen gehen realistisch davon aus, dass die angedachte 4-monatige Sanierungsphase locker gerissen wird.

Und wir gehen weiter davon aus, dass die 500.000 € bei Weitem nicht reichen werden, nach dem, was uns in der Vergangenheit schon an Planungs- und Finanzierungsdestastern präsentiert wurde.

Und deshalb prophezeien wir, mit Arroganz und Zähneklappern aus demselben Maul werdet Ihr dann – wieder einmal – Euer erneutes Versagen schönreden.

Aber so funktioniert halt die Kakistokratie – die Herrschaft der Schlechtesten.

Hagen baut einen neuen Kindergarten am alten Quambusch-Platz

18. März 2019 by

Angesichts des weiterhin erheblichen Mangels an Betreuungsplätzen für Kinder im Vorschulalter soll in Haspe bis zum Sommer 2021 eine neue viergruppige Kindertageseinrichtung entstehen. Als Standort ist der ehemalige Kindergarten am Jungfernbruch vorgesehen, der im Juli 2015 zugunsten der neuen Einrichtung in der Twittingstraße aufgegeben und dem Verfall preisgegeben wurde. (…)

Quelle: wp.de

Kersting schließt Ende März

17. März 2019 by

Buchhandlung gibt nach 130 Jahren auf

Für Generationen von Schülern und Studenten war Kersting die Quelle ihrer Wahl für den notwendigen Lesestoff. Dort erwarben sie nicht nur die Schulbücher und die Literatur fürs Studium. Jetzt gibt die Hagener Traditionsbuchhandlung ihren letzten verbliebenen Standort in Hagen-Emst auf.

Gegründet wurde die Buchhandlung 1887 in Eilpe, aber schon 1896 wurde der Laden in die Bergstraße 78 verlegt. Dort, gegenüber des Fichte-Gymnasiums, residierte über Jahrzehnte der Stammsitz der Kerstings. Später kamen Filialen in der Voerder Straße in Haspe, in der Badstraße gegenüber der Ricarda-Huch-Schule und an der oberen Haldener Straße in unmittelbarer Nachbarschaft der Fachhochschule Hagen dazu.

Der Niedergang begann mit der Ausbreitung des Marktradikalismus. Plötzlich mussten Schulbuchaufträge europaweit ausgeschrieben werden und damit brach das „Brot- und Buttergeschäft“ weg. Zwar besteht in Deutschland glücklicherweise noch die Buchpreisbindung, aber z.B. über Freiexemplare und Rabatte für Großeinkäufer konnten sich kapitalkräftige Buchhandelsunternehmen Vorteile verschaffen, die örtliche inhabergeführte Buchhändler nicht mehr auffangen konnten.

Dazu kamen die Abwicklungen der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule Hagen. Die einzelnen Standorte wurden in der Folge geschlossen und ein neuer Laden in der Hohenzollernstraße eröffnet, der allerdings von Anfang an einen schweren Stand hatte, um sich gegenüber der Konzernkonkurrenz (heute: Thalia) zu behaupten.

2011 verlegte Kersting dann dieses einzig verbliebene Geschäft nach Emst. Auch dort ist jetzt Schluss, wie Kersting es – ausgerechnet – über Fuckbook mitteilte. Man hatte sich zuletzt offenbar noch etwas davon versprochen, auch die asozialen Medien zu nutzen. Ein Irrtum.

„Polemik aus Hohenlimburg“

17. März 2019 by

Zum Artikel „Weiter Gegenwind für umstrittenen Radweg in Hohenlimburgund Kommentar „Ein Radweg, den (fast) niemand will“ in der WPWR vom 13.03.19

von Heidi Wenke

Beim Lesen des Kommentars stellt sich heraus, dass ‚fast niemand‘ die Mehrheit (keinesfalls alle) der Hohenlimburger Ratsvertreter – und der Verfasser selbst – sind; dem Tenor des Textes nach zu urteilen sicherlich mehrheitlich Autofahrer, die intensiv zu den Verkehrsproblemen (schlechte Luft, ‚Parkdruck‘ …) in Hagen beitragen. Vielleicht sollte man statt dieser mal die örtlichen Radfahrer befragen, für die die Maßnahme ja gedacht ist.

Die Ablehnung des geplanten Radweges wird damit begründet, dass ‚konkrete Zahlen‘ zum Aufkommen des Autoverkehrs fehlten. Stattdessen wird im Artikel der subjektive Eindruck des Verkehrsstaus vor der Ampel einer Geschäftsfrau als Argument angeführt, die den Radweg für überflüssig hält, weil die Radfahrer über Nebenstraßen ausweichen.

Abgesehen davon, dass ein ‚Stau‘ auch nicht wirklich eine konkrete Zahl darstellt, könnte mit dieser Begründung jeder Straßenbau ad absurdum geführt werden, denn Autofahrer können viel einfacher einen Umweg in Kauf nehmen als Radfahrer. Aber Autofahrer beanspruchen als selbstverständliches Grundrecht, möglichst schnell voranzukommen, während den Radlern zugemutet wird, unbequeme Umwege und Zeitverlust in Kauf zu nehmen. Dass sich im Übrigen der Verkehr vor einer Ampel staut, ist normal – es ist der Sinn einer Ampel, Autos anzuhalten.

Um seinen ablehnenden Standpunkt klar zu machen, schreckt der Kommentator auch vor Pathos nicht zurück: ‚Es geht um eine Entscheidung für die Ewigkeit.‘ Geht’s nicht auch ’ne Nummer kleiner? Wenn Straßenbau für die Ewigkeit wäre, bräuchten Automobilisten nicht ständig über Baustellen zu klagen.

Und dann ist da noch das leidige Problem mit dem Geld: So finanzieren doch tatsächlich die Hohenlimburger Steuerzahler das Projekt mit. Was ist denn mit den Fahrradfahrern, die die Straßen mitfinanzieren, dort selbst aber an den Rand gedrängt werden?

Es bleibt zu hoffen, dass Rat und Verwaltung vor der Polemik aus Hohenlimburg nicht einknicken und diese kleine Maßnahme zur Verbesserung der Radel-Infrastruktur auch tatsächlich umsetzen.

Im Übrigen halte ich es im Sinne eines guten Journalismus für problematisch, wenn Berichterstattung und Kommentar in Personalunion erfolgen, da bleibt – wie das Beispiel zeigt – die Objektivität auf der Strecke.

„Wir müssen zeigen, dass wir mehr können als nur streiken“

16. März 2019 by

Laut Polizei sind es knapp 2000 Demonstranten, die trotz stetem Nieselregen mit Plakaten und Regenschirmen für „Fridays for future“ durch die Innenstadt ziehen.

„Dabei haben wir gedacht, wir bekommen nicht einmal 100 zusammen“, sagt Janne Rosenbaum, eine der Organisatorinnen der Demonstration, glücklich. Erst letzte Woche hätten sich ganze Klassen angemeldet. Auch aus Wetter und Herdecke kommt Unterstützung. Die Teilnehmer beschränken sich jedoch nicht nur auf Schüler – auch ihre Eltern ergreifen die Initiative und wandern unter den Banner „Parents for future“ mit. Selbst Polizeiführer Raimund Riedl hat damit nicht gerechnet. „Das ist Wahnsinn, das ist wirklich beeindruckend.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein beachtlicher Erfolg. Neben den „Parents for future“ haben die Schüler vor allem die Unterstützung der „Scientists for Future„, deren Aufruf inzwischen mehr als 23.000 Wissenschaftler unterzeichnet haben. Dem obligatorische Blabla der CDU-Krabbelgruppe Junge Union Beachtung zu schenken, wäre hingegen reine Zeitverschwendung.

Hagens Ex-SPD-Fraktionschef Weber greift Nachfolger Rudel an

16. März 2019 by

Die Block-1-Abstimmung sorgt für Nachwehen bei der SPD: Jochen Weber greift seinen Nachfolger als Fraktionschef an. Und dann gibt es Abweichler. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ob „die Schlacht um den Wohnblock 1 der Gemeinnützigen Wohnstätten Genossenschaft (GWG)“ bereits „geschlagen“ ist, wie der Leiter der Lokalredaktion der WPWR behauptet, wird sich erst noch erweisen. Aber um den geplanten Abriss eines ganzen Karrees geht es hier auch nicht, sondern um innerparteiliche Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Lagern der Hagener SPD.

Kitas – Ausschuss will Stopp der Beitragserhöhung in Hagen

16. März 2019 by

Der Jugendhilfeausschuss hat am Donnerstag beschlossen, dass die jährliche prozentuale Steigerung der Elternbeiträge ab 2018 rückwirkend nicht mehr erfolgen solle. Die Mehrheit für den von der SPD gestellten Antrag ist allerdings so klein, dass der Beschluss wenig Chancen haben dürfte, auch im Rat der Stadt zu bestehen und damit final umgesetzt zu werden. (…)

Quelle: wp.de

Passend dazu:

Kita-Plätze – 300 Kinder erhalten in Hagen eine Absage

Das System der Kindertages-Betreuung und der Betreuung im offenen Ganztag platzt in Hagen aus allen Nähten. Und die Prognose ist alarmierend. Fast 300 Kinder haben für das Kindergartenjahr 2019/2020 keinen Platz bekommen. (…)

Quelle: wp.de

Kosten bei Gestaltung von zwei Plätzen in Hagen explodieren

16. März 2019 by

Die Neugestaltung von Plätzen in Wehringhausen wird erheblich teurer. Das kann Folgen für andere Projekte haben, die im Stadtteil geplant sind. (…)

Quelle: wp.de

Arnsberg verbietet die Lkw-Blitzer an Tücking-Serpentinen

16. März 2019 by

Vor den engen Serpentinen am Tücking wird es vorerst keine Lkw-Blitzer geben. Die Bezirksregierung lehnt der Vorstoß des Hagener Rates ab. (…)

Quelle: wp.de

Auge in Auge mit einem Menschen aus der Steinzeit

16. März 2019 by

Modernste Technik macht es möglich, während der Fernseher läuft: Die Rekonstruktion des Steinzeitmenschen aus der Hagener Blätterhöhle betrachtet den eigenen Schädel. Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen.

Die Hagener Blätterhöhle zählt zu den wichtigsten steinzeitlichen Fundstellen in Europa. In den vergangenen Jahren wurden im Innenraum der Höhle, die zur frühen Mittelsteinzeit und in der späten Jungsteinzeit als Deponierungs- und Bestattungsort genutzt wurde, sowie auf dem Vorplatz, der seit der Altsteinzeit bis in die späte Mittelsteinzeit als Lagerplatz diente, immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen. Einige waren von so grundlegender Bedeutung für die Forschung, dass unter anderem die Lehrmeinung über die Jungsteinzeit ergänzt werden musste. In deutschsprachigen und internationalen Fachjournalen und Medien ist die Hagener Blätterhöhle mittlerweile ebenso präsent, wie in Ausstellungen und Museen.

Begleitet werden die Ausgrabungen in der Blätterhöhle und auf ihrem Vorplatz durch modernste Digitaltechnik sowie archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungsverfahren. Die menschlichen Überreste sind auch Gegenstand von genetischen Analysen. Anhand der Genetik und anderen Untersuchungen lassen sich sehr viele Details über die Menschen herausfinden. Darunter auch Hinweise darauf, wie der jeweilige Mensch ausgesehen hat, welchem Geschlecht er angehörte, wo er geboren und aufgewachsen ist, welche Krankheiten ihn plagten oder wovon er sich ernährt hatte. Archäologen werden zu Kriminalisten, da immer mehr Aussagen über die Funde gemacht werden können, die sich allmählich zu einem Gesamtbild zusammenfügen lassen.

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Extra-Halteplätze für die Hagener Helikopter-Eltern

15. März 2019 by

Angesichts des Verkehrschaos an der Hestert-Grundschule in Hagen-Haspe hat die Stadt Extra-Halteplätze für Helikopter-Eltern eingerichtet.

Die Ankündigung der Hagener Polizei, zukünftig mit Strafzetteln gegen Eltern-Taxis vorzugehen, hat zu ersten Konsequenzen geführt: Unweit der Grundschule Hestert wurden zwei Verkehrsflächen beschildert, an denen Väter und Mütter anhalten dürfen, damit ihre Kinder aussteigen können. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Kuschelkurs im westfälischen Absurdistan. Kaum hat die Polizei angekündigt, ihrer Aufgabe gerecht zu werden und endlich damit zu beginnen, rechtswidrig agierende Motorfreunde zu belangen, ist plötzlich Geld vorhanden, um neue Verkehrsschilder aufzustellen. Wenn die Stadt schon bei diesem Detail vor der automobilen Szene einknickt, ist das ein (weiteres) Indiz dafür, dass eine wirkliche Verkehrswende trotz wohlfeiler Abstimmungen im Rat gar nicht gewollt ist.

Hagener Schätze des Jugendstils

15. März 2019 by

Führung im Hohenhof und am Stirnband

Sonntag, 17.03.2019 von 14:00 Uhr – 16:00 Uhr

1906 begründete Karl Ernst Osthaus die Künstlerkolonie Hohenhagen mit dem Ziel, ein „Freiluftmuseum moderner Baukultur“ zu schaffen. Dazu lud er ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um individuelle Gebäudeentwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ von dem belgischen Künstler Henry van de Velde sein Wohnhaus, den Hohenhof, erbauen, der heute architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende zählt und eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk ist.

Die Villa Cuno, erbaut nach einem Entwurf von Peter Behrens, ist bestimmt durch eine klassizistisch-strenge Fassadengestaltung: Kreis-, Quadrat- und Dreieckelemente betonen die Geometrisierung des Gebäudes.

Der holländische Architekt J.L.M. Lauweriks schuf basierend auf theosophischem Gedankengut ein Maßsystem, womit er den Vorläufer der Normierung im modernen Hausbau entwickelte.

Aufgrund dieses erstrangigen Bautenensembles gilt Hagen unter anderem heute als eine Wiege der modernen Architektur um 1900.

Anmeldung unter 0 23 31/207 2740. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen. Eintritt: plus Führungsgebühr 12 Euro

„Nordische Klänge“

15. März 2019 by

Siebtes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Zwei hochbegabte junge Talente sind im 7. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 19. März 2019 (20 Uhr, Stadthalle Hagen) zu erleben, das sich der vielfältigen Klanglandschaft Skandinaviens widmet.

Der israelische Flötist Elya Levin (Foto: Mischa Blank) sammelte hochkarätige internationale Erfahrung im berühmten West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim, ist Stipendiat des Deutschen Musikrats und Solo-Flötist der Badischen Staatskapelle.

Seine außerordentliche Musikalität und Virtuosität wird er im Flötenkonzert von Carl Nielsen zum Ausdruck bringen, in dem sich Neoklassizismus und Progressivität der 20er Jahre harmonisch verbinden. Neben Carl Nielsen ist Rued Langgaard einer der bedeutendsten, aber vergessenen Komponisten Dänemarks. Seine temporeiche Sinfonie Nr. 4 „Løvfald“ („Fallende Blätter“) ist ein besonders dynamisches, vor Inspiration sprühendes Naturgemälde. Ähnlich Langgaard fing Jean Sibelius die raue Schönheit seiner Heimat Finnland in seiner ersten Sinfonie in e-Moll ein, welche von sehnsuchtsvollen Naturbezügen geprägt ist.

Die Leitung dieses, vom Deutschen Musikrat unterstützten Konzertes übernimmt der 26-jährige, britisch-russische Künstler Alexander Prior, der als Dirigent und Komponist in Europa und den USA große Erfolge feiert und derzeit Chef des Edmonton Symphony Orchestra in Kanada ist.

Mit großzügiger Unterstützung des Deutschen Musikrats.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Fridays for Future“ in Hagen

14. März 2019 by

Jugend-Demo fordert sofortiges Umdenken

„Alle haben immer Angst vor Veränderungen“, sagt Laura Kiwitz. Die 18-Jährige besucht die Oberstufe der Hildegardisschule und wird am Freitag, 15. März, der Schule fernbleiben – wie Hunderte anderer Hagener Schülerinnen und Schüler. Ganze Jahrgangsstufen haben an diesem Tag viel Wichtigeres zu tun, als die Schulbank zu drücken. Sie werden bei der ersten Hagener „Fridays for Future“-Aktion für den Klimawandel demonstrieren. (…)

Quelle: Wochenkurier

Stadt Hagen muss 450.000 Euro für Novy’s-Sanierung zahlen

14. März 2019 by

Die unendliche Geschichte um Fehlplanungen und Baumängel rund um den Gebäudekomplex Emil-Schumacher-Museum muss um ein neues Kapitel ergänzt werden. Und zwar um ein äußerst kostspieliges. Für mindestens 450.000 Euro muss die Belüftungsanlage im Restaurant „Novy’s“ ausgetauscht werden. (…)

Quelle: wp.de

Weiter Gegenwind für umstrittenen Radweg in Hohenlimburg

14. März 2019 by

Die Stadt Hagen hält an den umstrittenen Radweg-Plänen in Hohenlimburg fest und legt Verkehrszählung vor. Doch die werden angezweifelt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es handelt sich um ein unkorrigiertes Zitat. Es gab mal Zeiten, da beherrschten Journalisten auch in der tiefen Provinz ihre Muttersprache.

Entdeckertag zu „In 80 Tagen um die Welt“

14. März 2019 by

Der „Entdeckertag“ zur nächsten Premiere im Lutz findet zu „In 80 Tagen um die Welt“ – Eine multimediale Abenteuer-Komödie nach Jules Verne in einer Bearbeitung von Anja Schöne (ab 6 Jahren) – am 17. März 2019 um 15.00 Uhr im Lutz statt. Zu dieser Einführungsveranstaltung sind alle jüngeren und älteren Interessierten herzlich eingeladen.

Die Besucher erfahren spannende Details rund um das Stück, die Entstehung der Produktion, lernen die Darstellerinnen und Darsteller kennen und dürfen alle Fragen stellen, die sie schon immer stellen wollten. Außerdem gibt es Mitmachaktionen im Bereich Musik und Tanz, und es werden die Ergebnisse der zahlreichen Workshops, die zu dieser Produktion stattgefunden haben, präsentiert.

Auf dem Foto (im Uhrzeigersinn): Michael Mayer, Anne Schröder, Meera Varghese, Kilian Bierwirth (Foto: Theater).

Der Eintritt ist frei.

„Bleibense Mensch“

14. März 2019 by

Jürgen von Manger fand vor 25 Jahren seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in Delstern

Er wurde als Vater der deutschen Comedy geadelt und in einer TV-Sendung kürte man ihn gar zum erfolgreichsten Comedian aller Zeiten. Die Rede ist von Jürgen von Manger, der mit seiner bereits 1961 entwickelten Kunstfigur „Adolf Tegtmeier“ unbestritten als Wegbereiter für Ruhrgebietskünstler wie Herbert Knebel, Ludger Stratmann oder Fritz Eckenga angesehen werden darf (Foto: Jürgen von Manger in einer Karikatur von Hans Pfannmüller).

Am morgigen Freitag, 15. März, jährt sich zum 25. Mal der Todestag dieses vielseitigen Künstlers, der Zeit seines Lebens auf ganz besondere Weise Hagen verbunden war und der seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in Delstern fand.

Das Licht der Welt erblickte Jürgen von Manger am 6. März 1923 in Koblenz. Mit neun Jahren kam er in die Volmestadt, drückte am Hagener Fichte-Gymnasium (an dem später sein Bruder unterrichtete) und danach am Albrecht-Dürer Gymnasium die Schulbank, ehe er im Jahre 1939 erstmals als Statist am Theater Hagen auf jenen Brettern stand, die später für ihn die Welt bedeuten sollten. Zwei Jahre lang sammelte er an der städtischen Bühne Erfahrungen, ehe er 1941 zum Frontdienst in Russland einberufen wurde.

Nach Beendigung des 2. Weltkriegs erhielt Jürgen von Manger einen Vertrag als Schauspieler am Theater Hagen.

Hier glänzt er in verschiedenen Rollen bis er 1947 zum Bochumer Schauspielhaus wechselte. Es folgen einige Theater und viele Rollen. Daneben studierte er von 1954 bis 1958 Rechts- und Staatswissenschaften in Köln und Münster und absolvierte zudem eine Schauspiel- und Gesangsausbildung.

Mit seiner Figur des „Adolf Tegtmeier“, die er 1961 eigentlich für den Hörfunk entwickelte, erreichte von Manger bis in die 1980er Jahre mit seinem „Ruhrpott-Dialekt“ einen unglaublichen Popularitätsgrad in ganz Deutschland. Die Sprech- und Denkweise der Menschen im Ruhrgebiet, die sympathischen Schwächen und Probleme des „Mannes auf der Straße“ standen im Mittelpunkt seiner Geschichten, Erzählungen und Anekdoten. „Tegtmeier“ philosophiert mit gesundem Menschenverstand über das Leben im Allgemeinen und im Besonderen und avanciert damit zum Sinnbild eines Ruhrgebiet-Originals.

Gleichzeitig avancierte Jürgen von Manger mit seinem „Tegtmeier“ zu einer Kultfigur im deutschen Fernsehen. Von 1972 bis 1980 war er mit „Tegtmeiers Reisen“ einer der Dauerbrenner im ZDF. Daneben machte sich Jürgen von Manger auch als Sprecher in verschiedenen Hörspielproduktionen des WDR einen Namen, wobei seine Darstellung des Gollum aus J. R. R. Tolkiens „Der kleine Hobbit“ bis heute Kultstatus genießt. Sein musikalisches Talent unterstrich er mit Platten wie „Bottroper Bier“, eine gesungene Hommage an die Vorliebe für Gerstensaft…

Am 15. März 1994 verstarb der ebenso vielseitige wie sympathische Schauspieler, Kabarettist und Komiker, der mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen auszeichnet wurde und dem ein Stern auf dem Mainzer „Walk of Fame des Kabaretts“ gewidmet ist, in Herne.

„Absolut beschämend“

13. März 2019 by

Grüne Hagen kritisieren Aberkennung der Gemeinnützigkeit für attac und VVN

Nach attac soll nun auch der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Die Grünen Hagen kritisieren das Vorgehen als politische Instrumentalisierung der Finanzbehörden.

Dazu erklärt Kreisverbandssprecher Rolf Willaredt:

„Mit diesem zweiten spektakulären Fall wird deutlich, dass zunehmend versucht wird, politisch nicht erwünschte Organisationen finanziell auszutrocknen. Diese Entscheidungen fallen in eine Zeit, wo antifaschistische Arbeit gegen anwachsenden Rechtsextremismus immer wichtiger wird und wo bürgerliches Engagement für die Demokratie dringend notwendig ist.

Es ist absolut beschämend, dass nun einer Organisation die Gemeinnützigkeit entzogen werden soll, die von KZ-Überlebenden gegründet wurde mit dem Ziel, aus der Vergangenheit zu lernen – für eine Welt ohne Rassismus, Faschismus und Krieg.

Gleichzeitig ist diese Entscheidung unmittelbar vor der Europawahl Wasser auf die Mühlen aller Nationalisten und Antieuropäer. In einem freien, demokratischen und sozialen Europa brauchen wir kritische Stimmen gegen Rechts mehr denn je.“


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