OVG: Abwassergebühren rechtswidrig

18. Mai 2022 by

Auch Hagen hat jahrelang die Bürger abgezockt

Die Kalkulation für Abwassergebühren ist rechtswidrig, weil die konkrete Berechnung von kalkulatorischen Abschreibungen und Zinsen zu einem Gebührenaufkommen führt, das die Kosten der Anlagen über­schreitet. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) gestern in einem Musterverfahren entschieden.

Eine Praktik, die auch in Hagen jahrelang gang und gäbe war und bis heute ist. Gebührenzahler, und das sind nicht nur Eigentümer von Immobilien sondern auch alle Mieter, wurden mit überhöhten Rechnungen überzogen, während jährlich Überschüsse in Millionenhöhe anfielen, die mit dem Gebührenrecht nicht zu vereinbaren waren.

Ein Bürger aus Oer-Erkenschwick hatte gegen die Festsetzung von Schmutz- und Regenwassergebühren für das Jahr 2017 in Höhe von 599,85 Euro geklagt. Das Ver­waltungsgericht Gelsenkirchen wies die Klage im Jahr 2020 ab. Die Berufung des Klägers hatte nun Erfolg – das Oberverwaltungsgericht hob den Gebührenbescheid auf.

Zur Begründung hat der 9. Senat des Oberverwaltungsgerichts ausgeführt: Die Sat­zung über die Erhebung von Abwassergebühren in der Stadt Oer-Erkenschwick aus November 2016, die dem Gebührenbescheid für 2017 zugrunde liegt, ist unwirksam. Nach Ansicht des Gerichts liegen zwei grundlegende Kalkulationsfehler vor.

Der gleichzeitige Ansatz einer Abschreibung der Entwässerungsanlagen mit ihrem Wiederbeschaffungszeitwert (Preis für die Neuanschaffung einer Anlage gleicher Art und Güte) sowie einer kalkulatorischen Verzinsung des Anlagevermögens mit dem Nominalzinssatz (einschließlich Inflationsrate) ist unzulässig.

Diese Kombination von Abschreibungen und Zinsen ist nach dem vom Gericht eingeholten Gutachten zwar betriebswirtschaftlich vertretbar, worauf das Kommunalabgabengesetz zunächst ab­stellt. Aus der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen ergibt sich aber der Zweck der Gebührenkalkulation, durch die Abwassergebühren nicht mehr als die dauerhafte Betriebsfähigkeit der öffentlichen Einrichtung der Abwasserbeseitigung sicherzustellen.

Die Gebühren dürfen nur erhoben werden, soweit sie zur stetigen Er­füllung der Aufgaben der Abwasserbeseitigung erforderlich sind. Der gleichzeitige Ansatz einer Abschreibung des Anlagevermögens auf der Basis seines Wiederbe­schaffungszeitwertes sowie einer kalkulatorischen Nominalverzinsung widerspricht diesem Kalkulationszweck, weil er einen doppelten Inflationsausgleich beinhaltet.

Außerdem ist der von der Stadt in der Gebührenkalkulation angesetzte Zinssatz von 6,52 % sachlich nicht mehr gerechtfertigt. Der hier gewählte einheitliche Nominalzinssatz für Eigen- und Fremd­kapital geht über eine angemessene Verzinsung des für die Abwasserbeseitigungs­anlagen aufgewandten Kapitals hinaus.

Das Oberverwaltungsgericht hat die Revision nicht zugelassen. Dagegen kann die Stadt Beschwerde einlegen, über die das Bundesverwaltungsgericht entscheidet.

„Abwassergebühren sind dazu da, die kommunale Abwasserbeseitigung sicherzustellen – und nicht, auf Kosten der Gebührenzahler satte Gewinne abzuschöpfen“, zeigte sich Rik Steinheuer, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler NRW, mit der Entscheidung des Gerichts zufrieden.

Mit dem Urteil sind auch in Hagen die Zeiten vorbei, in denen mit einer Art „doppelter Buchführung“ die Zahlen für die Kalkulation der Gebühren (die dann den Bürgern in Rechnung gestellt werden) nach oben gerechnet werden und in der Gewinn- und Verlustrechnung (die Millionenüberschüsse ausweist) die tatsächlichen viel niedrigeren Kosten auftauchen.

Für das Jahr 2019 wurde so aus den Entwässerungsgebühren ein Überschuss von 13,6 Millionen Euro „erwirtschaftet“, obwohl das Kommunalabgabengesetz NRW vorgibt:

„Das veranschlagte Gebührenaufkommen soll die voraussichtlichen Kosten der Einrichtung oder Anlage nicht übersteigen.“

Dass die Stadt bzw. der Wirtschaftsbetrieb WHB nebenbei auch den Veröffentlichungspflichten, die sich aus der Kommunalunternehmensverordnung NRW ergeben, nicht hinreichend nachkommen, passt ins Bild. Die Mauscheleien sollen schließlich nicht sofort auffallen.

DOPPELWACHOLDER.DE hatte im letzten Jahr ausführlich über die Hagener Praktiken berichtet: „Aus Scheiße Gold machen„.  Unseren geliebten Volksvertretern scheint das egal zu sein – die haben alles abgenickt.

Umweltamt wirbt Fördermittel für den Klimaschutz ein

18. Mai 2022 by

Verbesserung des Radverkehrs, Anschaffung von städtischen Elektrofahrzeugen und Förderprogramme für Privatpersonen: Rund 270.000 Euro hat das Umweltamt der Stadt Hagen aus der sogenannten Billigkeitsrichtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen eingeholt, um wichtige Klimaschutzprojekte, die sich infolge der Coronapandemie verzögert haben oder ganz ausgeblieben sind, nachträglich anzustoßen und zum Teil noch in diesem Jahr umzusetzen.

Im Rahmen der Richtlinie stellt die Landesregierung den Kommunen in diesem Jahr 40 Millionen Euro als Kompensationsleistung für ausgebliebene Klimaschutzinvestitionen infolge der Coronapandemie zur Verfügung. Konkret hat die Stadt Hagen den für sie zulässigen Maximalbetrag in Höhe von 266.624,35 Euro abgerufen.

Knapp die Hälfte dieses Betrags, etwa 137.000 Euro, soll für Baumaßnahmen zur Verbesserung der Hagener Radverkehrsinfrastruktur, zur Elektrifizierung des städtischen Fuhrparks sowie zur Ergänzung fehlender Elemente wie zum Beispiel Schilder oder Schließfächer für eine Mobilstation am Hagener Hauptbahnhof verwendet werden. Die Station dient dazu, verschiedene Verkehrsmittel an einem Ort zu verknüpfen.

Von der anderen Hälfte der Kompensationsmittel sollen 60.000 Euro für die Fortschreibung des mittlerweile veralteten Klimaschutzkonzeptes, 45.000 Euro zur Auflegung kommunaler Förderprogramme für Privatpersonen zur Errichtung von Photovoltaikanlagen sowie 25.000 Euro zur Gewährung von Prämien an Privatpersonen für den Kauf von E-Lastenrädern verwendet werden.

Zu den beiden geplanten Förderprogrammen erarbeitet die Verwaltung eine entsprechende Förderrichtlinie, über die interessierte Hagenerinnen und Hagener unbürokratisch einen Zuschuss für ihre geplanten Vorhaben erhalten können. Die Förderprogramme starten, sobald die entsprechenden Richtlinien veröffentlicht und vom Rat beschlossen wurden.

Rat macht den Weg für Abus in Haspe frei

18. Mai 2022 by

Einstimmig hat der Hagener Rat dem weltweit mit Schließ- und Sicherheitssystemen agierenden Unternehmen Abus signalisiert, im Stadtteil Haspe am Rande der Grundschötteler Straße eine neue Betriebsstätte errichten zu können. Im Mittelpunkt der keineswegs gewöhnlichen Unternehmensansiedlung soll ein 210 Meter langes, 65 Meter breites und stolze 30 Meter hohes Hochregallager stehen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Hagen – Stadt der Läger und Logistiker. Und selbst diejenigen, die berechtigte Einwände vorbringen, stimmen am Ende zu.

Bildungsmaterialien der Gemeinwohl-Ökonomie

18. Mai 2022 by

Zu einer Vorstellung von Bildungsmaterialien der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung (GWÖ) lädt die Volkshochschule (VHS) Hagen am Donnerstag, 19. Mai, von 19 bis 20.30 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein.

Da viele Menschen der Meinung sind, dass Gewinnoptimierung in der Wirtschaft nicht alles sein kann, wächst die Zahl der GWÖ-Anhänger stetig an. Bei der Veranstaltung lernen Interessierte die differenzierten Materialien, Methoden sowie Rollen- und Planspiele für die schulische- und außerschulische Bildung kennen und probieren sie aus. Außerdem erhalten sie Zugriff auf einige Onlinetools für Unterricht und freie Bildungsarbeit.

Informationen zur Anmeldung unter der Kursnummer 1419 sind auf der Seite www.vhs-hagen.de und unter Telefon 02331/207-3622 erhältlich.

GlasBlasSing – Europas führende Pfandwerker

18. Mai 2022 by

Samstag, 21.05.2021, 20:00 Uhr, Kabarett im Hasper Hammer

GlasBlasSing_Fotograf Yves SucksdorffScherben bringen Glück, heißt es. Doch wer auf ’ne richtige Portion Glück aus ist, lässt die Flaschen ganz. Und macht damit Musik. Flaschenmusik.

Dass selbst Trauermärsche heiter klingen, wenn man sie auf Flaschen spielt, haben GlasBlasSing (Foto: Yves Sucksdorff) auch in der Vergangenheit schon empirisch belegt. Jetzt stellen sie sich mit „Happy Hour“ furchtlos und gänzlich den Sonnenseiten des Lebens.

In einer Zeit, in der die meisten darauf schauen, was ihnen fehlt und was sie stört, fragen sie: Was tut uns gut? Warum vergisst man das immer wieder? Kann man Glück haben und gleichzeitig glücklich sein? Happy UND Lucky? Kann man zu glücklich sein und wie klingt das musikalisch? Glück teilen, um es zu multiplizieren – wie ertragen das Mathematiker? Kann man auf der Bühne wirklich ein Glücksrad über die Songreihenfolge entscheiden lassen? Ist eine bis zur Mitte gefüllte Bierflasche halbvoll oder halbleer? (Antwort: Weder noch. Es ist ein Cis.)

„Happy Hour“, das ist nicht nur eine, das sind knapp zwei Stunden akustische Wonnen, erzeugt auf allem, was der Flüssigkeitenaufbewahrungsfachhandel zu bieten hat. Glückspilse erklingen für Glückspilze. Dafür stehen GlasBlasSing, Europas führende Pfandwerker, wie immer mit ihrem sperrigen Namen. Jetzt heißt es das Glück beim Schopfe packen und dabei sein oder – Pech.

Kartenvorbestellungen für diese und andere Veranstaltungen auf www.hasperhammer.de, unter 02331 46 36 81 oder mittwochs von 10 – 19 Uhr im hammer.Büro, Hammerstraße 10 in 58135 Hagen-Haspe.

Eintritt: 22,50 € / 19,50 € erm.

VHS im Erzählcafé: „Der andere Karl May“

18. Mai 2022 by

Zu einer Lesung mit Veronika Bonefeld über den Schriftsteller Karl May und sein Werk lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle Interessierten am Freitag, 20. Mai, von 17 bis 19.15 Uhr in das Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, ein. Der Eintritt kostet 2 Euro.

Zuerst werfen die Teilnehmenden einen Blick auf das Leben des wohl meist gelesenen deutschen Schriftstellers, der viel mehr geschrieben hat als nur Winnetou und Co. Wer kennt schon die wunderbaren Gedichte oder Kurzgeschichten dieses außergewöhnlichen Mannes?

Weitere Informationen zu der Veranstaltung mit der Kursnummer 1209 sowie zur Anmeldung erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de sowie beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622. Im Erzählcafé gilt die 2G-Plus-Regel. Alle Teilnehmenden werden darum gebeten, die entsprechenden Nachweise und den Ausweis mitzubringen.

Corona in Hagen – Stand: 17.05., 16:00 Uhr

17. Mai 2022 by

Entwicklung_Hagen_1705_maxInzidenzwert_Hagen_1705_max

Was wird aus Partnerschaft mit Smolensk?

17. Mai 2022 by

Hagen unterhält seit mittlerweile 37 Jahren eine Städtepartnerschaft zu der russischen Stadt Smolensk. Delegationen kamen nach Hagen. Delegationen aus Hagen fuhren nach Smolensk. Es sind Freundschaften entstanden, sogar Ehen. Nun belastet der tobende Krieg in der Ukraine das deutsch-russische Verhältnis.

Und in Hagen? Seitens der Politik gab es bereits vor einigen Wochen eine breite Rückendeckung für den Erhalt der Freundschaft. Warum hält man an der Partnerschaft mit einer russischen Stadt fest? Und wie soll und kann sie angesichts des Krieges in Zukunft aussehen? Auf diese Fragen blickt die Redaktion mit dem Städtepartnerschaftsbeauftragten Peter Mook. (…)

Warum möchte die Stadt an dieser Partnerschaft festhalten? Es gibt ja auch einige Städte, die die Kontakte nach Russland nun auf Eis gelegt haben…

Ja, das stimmt. Aber neben uns gibt es viele Städte, die diese oft jahrelang bestehenden Freundschaften nicht aufgeben. Genauer gesagt halten zwei Drittel aller deutschen Städte, welche eine Partnerschaft mit einer russischen Stadt pflegen, an dieser fest. Es gibt auch ein klares Zeichen des Städtetags, die Städtepartnerschaften nicht vorschnell einzufrieren. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Siehe auch hier:

SPD will Städtepartnerschaft retten

Der Antrag wurden am 17. März vom Haupt- und Finanzausschuss einstimmig beschlossen.

Edin Karamazov – Made in Silence

17. Mai 2022 by

19.05.2022, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Edin KaramazovDas Emil Schumacher Museum freut sich ganz besonders, den in Zagreb lebenden und international auftretenden Gittaristen Edin Karamazov für ein Konzert in Hagen, am Donnerstag, dem 19. Mai, ab 18 Uhr, ankündigen zu dürfen (Foto: ESM). Der Eintritt ist frei.

Karamazow, 1965 geboren, studierte bei Hopkinson Smith an der Schola Cantorum Basiliensis in der Schweiz. Er arbeitete zusammen mit Ensembles wie Hesperion, L’Arpeggiata, Hilliard Ensemble, Mala Punica, Orpheus Chamber Orchestra und mit Künstlern wie Andreas Scholl, Maria Cristina Kiehr und Arianna Savall.

2006 veröffentlichte der musikalische Grenzgänger zusammen mit dem Rockmusiker und Sänger Sting ein Album mit dem Titel „Songs from the Labyrinth“ mit Liedern des englischen Komponisten John Dowland (1563–1626). Die CD, die im Oktober des Jahres bei der Deutschen Grammophon erschien, beinhaltet überwiegend Gesang zur Laute, aber auch Instrumentalstücke.

Am 4. und 9. Oktober 2006 fanden in London und New York Konzerte statt, in denen Edin Karamazov und Sting zusammen mit dem Gesangsensemble „Stile antico“ erstmals das Album live vorstellten. Das Londoner Konzert in der Kirche St. Luke’s wurde von BBC Radio 3 aufgezeichnet. Am 23. Oktober 2006 gab es auch in Berlin ein Konzert mit diesem Programm. Im Februar und März 2007 begleitete Edin Karamazov Sting auf einer vierwöchige Europatour, die unter anderem nach Deutschland führte.

2018 entstand ein freundschaftlicher Kontakt zwischen dem Emil Schumacher Museum und dem Musikproduzenten Daniel Vukov, der damals eine Auftakt-Reihe von fünf CD-Alben herausbrachte – vier davon Co-produziert von Edin Karamazow. Die CDs sowie eine Schallplatte, tontechnisch aufwändig produziert, wurden entsprechend des hohen musikalischen Anspruchs für die Gestaltung der Booklets mit Motiven von Emil Schumacher ausgestattet. Ein Jahr nach dem Tod des Stifters der Emil Schumacher Stiftung ist das Konzert Edin Karamazows dem Künstlersohn Dr. Ulrich Schumacher gewidmet.

Das von Edin Karamazow eigens zusammengestellte Programm des Konzertes führt mit Kompositionen von Johan Sebastian Bach (1685 – 1750), Fernando Sor (getauft 1778 – 1839), Francisco Mignone (Brasilien, 1897 – 1986) und Leo Brouwer (Kuba, *1939) vom 18. Jahrhundert über 19. und 20. Jahrhundert durch vier jahrhunderte bis in die Gegenwart. Die Kompositionen von Bach für Violoncello wurden von Karamazov für das Spiel mit der Gitarre neu arrangiert:

Waldarbeiten gefährden Bodendenkmäler

17. Mai 2022 by

Stadtarchaeologie_beschaedigte_Wallanlage_maxDurch schwere Maschinen und Fahrzeuge bei der Beseitigung von Sturmschäden oder Fäll- und Rodungsarbeiten in den Hagener Waldgebieten werden immer wieder Wallanlagen beschädigt. Foto: Stadtarchäologie Hagen.

Das archäologische Erbe in Hagen ist vielfältig und nicht immer auf den ersten Blick zu sehen, doch Hagen liegt inmitten einer überregional bedeutenden Fundlandschaft. Notwendige Fäll- und Rodungsarbeiten oder die unsachgemäße Beseitigung von Sturmschäden im Bereich von Bodendenkmälern in Hagener Waldgebieten, die nicht mit der Stadt abgestimmt sind, stellen ein großes Problem dar, wie die Untere Denkmalbehörde und Stadtarchäologie der Stadt Hagen informiert.

Immer wieder werden bei Waldarbeiten geschützte Strukturen wie Wälle, Wege und Fundamentreste beschädigt oder vollständig zerstört. Hagen ist hierbei kein Einzelfall: „Es handelt sich um ein flächendeckendes Problem, das nur schwer, in der Fläche derzeit eigentlich gar nicht in den Griff zu bekommen ist. Dies gilt besonders für die vermuteten, also nicht rechtskräftig in eine kommunale Denkmalliste eingetragenen Bodendenkmäler“, erklärt Prof. Dr. Michael Baales, Leiter der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen, das zuständige Fachamt für die Archäologische Denkmalpflege im Regierungsbezirk Arnsberg.

„Es ist enorm wichtig, dass sich Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer oder auch Forstleute rechtzeitig bei uns oder der zuständigen Stadtarchäologie melden, wenn Forstarbeiten notwendig sind, bei denen eingetragene oder auch vermutete Bodendenkmäler betroffen sind“, so Baales weiter. Denn Eingriffe im Bereich von Bau- und Bodendenkmälern sind nach dem Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen erlaubnispflichtig.

Mirjam Kötter, Leiterin der Unteren Denkmalbehörde und Stadtarchäologie der Stadt Hagen, ergänzt: „Es geht uns nicht darum, Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern etwas zu verbieten. Unser Interesse gilt dem Erhalt und dem Schutz der Bodendenkmäler. Das können wir nur schaffen, wenn wir die Maßnahmen gemeinsam abstimmen.“

Verursachte Schäden an Bodendenkmälern sind ordnungswidrig

Rücksichtslose Eingriffe mit schweren Maschinen und Fahrzeugen bei der Beseitigung von umgestürzten Bäumen richten häufig enorme Schäden an Bodendenkmälern an. Die Folge: Überschliffene Denkmalbereiche, eingefahrene Gräben oder sogar abgetragene Denkmalteile. Werden Schäden an Bodendenkmälern erkannt, die nachweislich nicht auf natürlichem Wege entstanden sind, muss die Denkmalbehörde ordnungsbehördlich eingreifen.

„Das wollen wir eigentlich nicht und es hilft letztendlich auch dem Bodendenkmal nicht“, verdeutlicht Mirjam Kötter. „Derartige Schäden an der Denkmalsubstanz, die beispielsweise durch eine vorherige Abstimmung über die Art der Forstarbeiten mit uns vermeidbar gewesen wäre, stellen in jedem Fall eine Ordnungswidrigkeit dar.“

Was ist bei Arbeiten im Bereich von Bodendenkmälern zu tun?

Die Untere Denkmalbehörde und Stadtarchäologie der Stadt Hagen erklärt auf ihrer Seite, was im Fall von geplanten Erdarbeiten im Bereich von bereits bekannten, aber auch vermuteten Bodendenkmälern zu beachten ist. Damit Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer nicht von Zufallsfunden überrascht werden und um eine fachgerechte Dokumentation und Bergung archäologischer Funde zu sichern, ist es wichtig und gesetzlich vorgeschrieben, die Stadtarchäologie frühzeitig bei geplanten Arbeiten zu informieren. Dadurch lassen sich unnötige Bauverzögerungen und Mehrkosten vermeiden. Bei einem Eigentümerwechsel muss die Denkmalbehörde ebenfalls informiert werden.

Wer nicht weiß, ob sich auf seinem Grundstück ein eingetragenes Bodendenkmal befindet, kann sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unteren Denkmalbehörde und Stadtarchäologie der Stadt Hagen wenden.

Interessierte finden hier die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Unteren Denkmalbehörde und Stadtarchäologie.

Corona in Hagen – Stand: 16.05., 16:00 Uhr

16. Mai 2022 by

Entwicklung_Hagen_1605_maxInzidenzwert_Hagen_1605_max

Wählen? Nein danke!

16. Mai 2022 by

Wahlbeteiligung rauscht in Hagen in den Keller

Stadt Hagen Zweitstimmen Landtagswahl 2022Nur noch 45,3 Prozent der Hagener Wahlberechtigten haben bei der NRW-Landtagswahl am gestrigen Sonntag von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Das sind fast 15 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Landtagswahl 2017, damals lag die Wahlbeteiligung noch bei 60,2 Prozent.

Ein dramatischer Absturz, der den Wahlkreis 103 (Hagen I) auf Platz 122 von 127 Wahlkreisen in NRW beförderte. Im zweiten Wahlkreis 104, der Hagen betrifft (Hagen II/ Ennepe-Ruhr-Kreis III), sah es mit 50,1 Prozent Wahlbeteiligung nur deshalb ein wenig „besser“ aus, weil dort auch Breckerfeld, Gevelsberg und Ennepetal mitgezählt werden. In den Hagener Stimmbezirken nahmen nur 43,1 Prozent ihr Wahlrecht wahr.

Eine Entwicklung, die sich naturgemäß auf die Legitimation auch der Kandidaten auswirkt, die die Direktmandate erobert haben: Wolfgang Jörg (SPD), der sich gegen einen bis vor kurzer Zeit noch völlig unbekannten CDU-Herausforderer (Dennis Rehbein) so gerade eben behaupten konnte, und Ina Blumenthal (ebenfalls SPD).

Bei den für die Zusammensetzung des Landtags entscheidenden Zweitstimmen ging die CDU im Stadtgebiet Hagen mit 33,5 Prozent als Erste durchs Ziel, gegenüber der Wahl 2017 ein Plus von 4,3 Prozentpunkten. Die SPD erreichte 31,0 Prozent (- 3,5), Grüne 14,1 (+ 9,6), AfD 7,6 (- 2,8) und FDP 5,3 (- 6,0).

Der Legitimationsverlust der heimischen Akteure wird noch deutlicher, wenn man die hinter den Prozentwerten stehende Anzahl der Wähler betrachtet. Die SPD verlor mit fast 10.000 Stimmen ein Drittel ihres Elektorats, auch der CDU kehrten – obwohl sie prozentual zulegte – mit 4.000 Wählern etwa ein Fünftel der ehemaligen Wähler den Rücken.

Noch drastischer sind die Verluste von FDP und AfD. Die Freidemokraten mussten in Hagen zwei Drittel ihrer Wählerschaft abschreiben (2022: 2.997, 2017: 8.925), die Rechtsnationalen die Hälfte (2022: 4.304, 2017: 8.236).

Auch bei den einzigen Gewinnern in Hagen, den Grünen, sehen die realen Zahlen längst nicht so gut aus, wie die prozentualen Zuwächse erscheinen mögen: Mit 14,1 Prozent haben sie ihr Ergebnis von 2017 (4,5 Prozent) mehr als verdreifacht. Der tatsächliche Zuwachs an Wählerstimmen liegt allerdings mit 27 Prozent doch weiter darunter.

Wahlkreis Hagen I

Wahlkreis Hagen II/Ennepe-Ruhr-Kreis III

Ergebnisse 2017

Online-Lesung mit der Autorin Dr. Emilia Roig

16. Mai 2022 by

RoigAus ihrem Buch „Why we matter – Das Ende der Unterdrückung“ liest die Autorin Dr. Emilia Roig in einer Online-Veranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hagen zusammen mit dem AllerWeltHaus und dem Jugendring Hagen im Rahmen der Lesereihe „„buch|haltung“ am Donnerstag, 19. Mai, um 19 Uhr.

Im Zuge der Lesung spricht die Autorin über die Themen Unterdrückung, Vielfalt, Gerechtigkeit, Inklusion, Intersektionalität und Diskriminierung. Anschließend erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Emilia Roig ist Gründerin und Geschäftsführerin des in Berlin ansässigen „Center für Intersectional Justice“ (CIJ). Ihre Erfahrung, in einer algerisch-jüdisch-karibischen Familie in Frankreich aufzuwachsen, prägte ihr Engagement und ihre Leidenschaft für intersektionale soziale Gerechtigkeit. Sie hat einen Abschluss als Master of Public Policy und Völkerrecht und promovierte in Politikwissenschaft.

In ihrem Buch „Why we matter – Das Ende der Unterdrückung“ deckt sie Muster der Unterdrückung auf und leitet entschieden zur Solidarität an. Sie zeigt auch anhand ihrer eigenen Familiengeschichte, wie sich Rassismus mit anderen Diskriminierungen im Alltag überschneidet.

Die Lesung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist beim AllerWeltHaus unter E-Mail info@allerwelthaus.org erforderlich. Die Veranstaltung findet über die Plattform Zoom statt. Voraussetzung für das Sehen und Hören ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

Lesungen in der Theaterbotschaft

16. Mai 2022 by

Neues Angebot des Theaters Hagen

A Room of One's OwnAus der Oper „A Room of One’s Own“. V.l.n.r.: Evelyn Krahe, Maria Markina, Dorothea Brandt. Foto: Jörg Landsberg.

Im Zusammenhang mit der Uraufführung der Oper „A Room of One’s Own“ von Outi Tarkianen bietet das Theater Hagen an drei Terminen (18. Mai, 23. Mai, 7. Juni 2022, jeweils 19.00 Uhr) als Begleitveranstaltung erstmals Lesungen in der Theaterbotschaft (Kampstraße 13, Hagener Innenstadt) an.

Lesungen aus dem Essay „A Room of One’s Own“ („Ein eigenes Zimmer“) von Virginia Woolf und aus dem darauf basierenden Libretto von Francis Hüsers für die gleichnamige Oper von Outi Tarkiainen (in englischer und deutscher Sprache). Es lesen: Kristina Günther und Sara Walmsley. Eintritt frei. Es gibt nur wenige Plätze – jetzt ein kostenfreies Ticket sichern!

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per Email unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de

Stadt Hagen setzt auf Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit

15. Mai 2022 by

Die Hagener Verwaltung legt den politischen Entscheidern ans Herz, sich für eine Herabsetzung der Regelgeschwindigkeit im Stadtgebiet von 50 auf 30 Stundenkilometer auszusprechen. Durch diese Maßnahme solle nicht bloß eine gesteigerte Aufenthalts- und Lebensqualität in den Wohnquartieren entstehen. Vielmehr könne im Geiste der Mobilitäts- und Verkehrswende auch das Miteinander von Rad- und Autoverkehr verbessert sowie die Lärm- und Schadstoffemissionen reduziert werden. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Wohnraum für Familien mit kleinem Geldbeutel

15. Mai 2022 by

Durch Abriss schafft die HGW Platz für modernen Wohnraum am Loxbaum. Hier sollen vor allem Familien zum Zuge kommen – auch mit wenig Geld. (…)

Dank einer öffentlichen Förderung werden in der Bauernstraße die Besitzer eines Wohnberechtigungsscheins lediglich eine Kaltmiete von 5,90 Euro/qm einplanen müssen. Die Energieversorgung soll in Zusammenarbeit mit der Enervie regenerativ durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach in Kombination mit Wärmepumpentechnik erfolgen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Online-Vortrag: Die Neuerfindung der Nation

15. Mai 2022 by

Einen kostenlosen Online-Vortrag zur Bedeutung und Vereinnahmung des Nationsbegriffes veranstaltet die VHS (Volkshochschule) Hagen am Mittwoch, 18. Mai, von 19.30 bis 21 Uhr.

Bei Intellektuellen steht der Begriff der Nation unter Generalverdacht. Doch steht er automatisch für ethnische Homogenität und eine „Volksgemeinschaft“, die andere ausschließt? Das ist die Sicht von Rechtsextremen, die den Nationsbegriff inzwischen für sich erobert haben.

Doch lässt sich nicht auch eine Form von Nation finden, die sich als demokratisch, zivil und divers versteht und sich solidarisch auf die gewaltigen Zukunftsaufgaben einstellen kann? Diese und viele weitere Fragen diskutieren die beiden Dozenten Aleida Assmann und Herfried Münkler.

Eine Anmeldung zu dem Vortrag mit der Kursnummer 0132Z ist bis Mittwoch, 18. Mai, um 12 Uhr entweder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de möglich.

Die Zugangsdaten für den Vortrag werden mit der Anmeldebestätigung von der VHS Hagen per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer stabilen Internetverbindung.

Zügig an Hagen vorbei

14. Mai 2022 by

Bahnverbindung Richtung Siegen wird weiter gekappt – Lichtblick auf der Volmetalbahn

Die IC-Linie Siegen-Dortmund, die Hagen ohne Halt passiert, soll ab Dezember laut Pressemeldungen durch eine neue Regionalexpress-Verbindung zu einem Stundentakt ergänzt werden. Auch diese Bahnlinie wird keinen Stopp in Hagen einlegen.

Die Volmestadt wird damit von ihren Verbindungen nach Südwestfalen weiter abgehängt, nachdem schon mit der Einführung der IC-Linie die bisherige RE-Linie 16 Richtung Siegen auf einen 2-Stunden-Takt ausgedünnt wurde. Ab Dezember soll dieser RE nur noch bis Iserlohn verkehren.

Die Landesregierung sei bereit, den Nahverkehrsverbünden die nötige Finanzierung der neuen Linie zur Verfügung zu stellen, betont das Ministerium kurz vor den Landtagswahlen in NRW. Mit dem Landtag müsse nun schnellstmöglich Einvernehmen hergestellt werden.

Die Reiseketten Siegen bis Hagen und Siegen bis Essen sollen durch Anschlüsse in Iserlohn-Letmathe an den RE 16 weiterhin erhalten bleiben, heißt es in der Berichterstattung. Angesichts der zunehmenden Verspätungsproblematik der Bahn ein waghalsiges Versprechen.

Gerade die IC-Linie (Frankfurt-) Siegen-Dortmund (-Münster) gilt als hochgradig verspätungsanfällig. Ein Anschluss in Letmathe Richtung Hagen gleicht einem Glücksspiel.

Begründet wird die Einführung des neuen RE 34 mit der Sperrung der Rahmedetalbrücke der Autobahn 45 in Lüdenscheid. Die Regionalbahn 52 von Lüdenscheid über Hagen nach Dortmund ist wegen der Flutschäden infolge des Unwetters im Sommer 2021 weiterhin zwischen Lüdenscheid und Hagen-Rummenohl nicht befahrbar.

Aber hier wird Verbesserung angekündigt: Ab 2023 soll angeblich ein neuer Regionalexpress RE 55 Meinerzhagen und Hagen verbinden. Auf der Volmetalbahn entstehe dann zusammen mit der RB 25 (Köln-Lüdenscheid) und der RB 52 (Dortmund-Lüdenscheid) ein Halbstundentakt.

Destabilisierung als ästhetisches Prinzip

14. Mai 2022 by

Frank Wiebes Landschaften in Auflösung
14. Mai bis 26. Juni 2022, Osthaus-Museum Hagen

Frank Wiebe Atelier HamburgFrank Wiebe in seinem Hamburger Atelier. Foto: Martin Zitzlaff.

Auflösungsprozesse versetzen die abstrakt-expressiven Landschaftsformationen des Hamburger Malers Frank Wiebe durchweg in Unruhe. Permanente Destabilisierung ist das Gestalt gebende Prinzip des Künstlers mit Ziel einer erweiterten Darstellung und Wahrnehmung der Welt, in der wir leben: „Meine Bilder sind immer in Bewegung. Sie entstehen und vergehen gleichzeitig.“

Aus dieser paradoxen Dynamik erwachsen gegenstandslose Naturterrains und Landschaftsräume, in denen strahlende Farbflächen ganze Kontinente suggerieren, während feine Gittergeflechte topografische Koordinatensysteme und hinter die Haut der Erscheinungen reichende Tiefenstrukturen wachrufen. Makro- und Mikrokosmen überschneiden sich in Wiebes Werken, die perspektivisch zwischen distanzierter Fernsicht und malerischer Nahaufnahme der Sujets pendeln.

Ein durchgängiges Thema des Malers sind die geologischen und geopolitischen Konditionen und Veränderungen, die heute auf unsere Erde und Umwelt einwirken und sie zunehmend gefährden. Dabei greift er auf einen weitgefassten visuellen Fundus zurück, der kunst- und kulturgeschichtliche Vorbilder miteinschließt.

In seinen semifigürlichen Abstraktionen, deren Auslegung von ihm bewusst offen gehalten wird, schöpft er aus historischen Zeichnungen und fotografischen Dokumenten (teils auch selbst aufgenommenen Fotografien) ebenso wie aus Quellen aus dem Internet.

Kinotipp: Nomadland

14. Mai 2022 by

So 15.05.2022, 17:30 Uhr, Kino Babylon Hagen

USA 2020, Regie: Chloé Zhao 110 Min., Deutsche Fassung, mit Frances McDormand, David Strathairn, Gay DeForest, Patricia Grier u.a.

Seit sie im Zuge des wirtschaftlichen Niedergangs ihrer Heimatstadt Wohnung und Existenzgrundlage verloren hat, driftet eine ältere Frau in ihrem Kleinbus durch die USA, immer auf der Suche nach Arbeit. Dabei begegnet sie anderen Menschen, die ihr Schicksal teilen und findet Anschluss an kurzzeitige Gemeinschaften mit modernen Nomaden, bevor sich ihre Wege wieder trennen.

Das empathische, überwiegend mit Laien besetzte Frauenporträt lenkt den Blick auf sozial marginalisierte Menschen und lebt von der durch sorgfältige Recherche hergestellten Authentizität. Mitfühlend, aber nie sentimental, erforscht der Film die schwierigen Lebensumstände seiner Figuren und betont zugleich ihre Stärke und Würde. Großer Oscar-Gewinner des letzten Jahres, der den Mythos der Gemeinschaft ohne Sentimentalität beschwört.

Eintritt: 7,50 € / 5,50 €

Handwerk hat doppelten Boden

14. Mai 2022 by

Freilichtmuseum Hagen zeigt Karikaturen

Das Jahr 2022 steht im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Zeichen der Karikatur. Freunde der komischen Kunst und des schwarzen Humors kommen auf ihre Kosten. Gemeinsam mit der Galerie Komische Meister Dresden hat das Museum einen Karikaturen-Wettbewerb zum Thema „Handwerk hat doppelten Boden“ ausgerufen.

Über 40 Karikaturisten aus Deutschland nehmen mit rund 100 ausgewählten Arbeiten teil. „Museen sind nicht nur Lernorte, sondern auch Erlebnisorte. Sie sind Bildungseinrichtungen, die unbedingt Freude und Vergnügen bereiten sollen“, sagt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Die rund 100 besten Einsendungen zum Thema Handwerk und Technik sind ab Sonntag (15.5.) im Ausstellungsgebäude zu sehen. Dazu widmet sich in der Gelbgießerei auch noch eine kleine Kabinettausstellung den historischen Karikaturen aus diesen Themenbereichen. Bis zum Saisonende (31.10.2022) ist die Sonderausstellung geöffnet.

Zur Ausstellung gehört ein Katalog mit einer Auswahl der besten Karikaturen auf 96 Seiten, 12,95 Euro.

Corona in Hagen – Stand: 13.05., 16:00 Uhr

14. Mai 2022 by

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Inzidenz in Hagen

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NRW-Wahl: Eine Chance für unser Land

13. Mai 2022 by

AfD und FDP könnten an der 5-Prozent-Klausel scheitern

nrw-wahllogoIn wesentlichten Punkten sind die rechte AfD und die Lobbytruppe der Wirtschaft, die FDP, nicht weit voneinander entfernt. Beide vertreten einen kruden Freiheitsbegriff, der gemeingefährliche Züge annimmt. Zeit, dass sie von der Bildfläche verschwinden.

In diversen Umfragen ist sich die Wählerschaft beider Parteien in vielen Punkten ziemlich einig. Sei es bei der Ablehnung von Corona-Maßnahmen oder bei der Durchsetzung von Regeln, die dem Klimaschutz dienen. Masken: Igittigitt, Tempolimit: auch des Teufels.

Jüngste Demoskopien (beide mit Stand vom 12.05.) lassen die Hoffnung keimen, dass es bei den beiden Sturmtruppen der Realitätsverweigerung nicht mehr zur Rückkehr in den nordrhein-westfälischen Landtag reichen könnte.

Nachdem die FDP in Schleswig-Holstein fast die Hälfte der Stimmen verloren hat, sieht es in den Umfragen zur NRW-Wahl nicht besser aus; auch weniger als 5 Prozent sind drin. Politisch gescheiterte Regierungsmitglieder wie Schulministerin Gebauer und Familienminister Stamp müssten sich dann ein neues Betätigungsfeld suchen.

Auch für die Rechtsnationalen wäre es die nächste Niederlage nach ihrem Ausscheiden aus dem Landtag von Schleswig-Holstein am vergangenen Sonntag.

Die Forschungsgruppe Wahlen sieht für das Politbarometer des ZDF bei der NRW-Wahl die FDP bei nur noch 6 Prozent, bei der Landtagswahl 2017 hatte sie mit 12,6 Prozent noch mehr als das Doppelte geholt. Die AfD liegt danach bei 7 Prozent. Der Fehlerbereich beträgt nach Angaben des Umfrageinstituts 2 Prozent.

Nach einer Civey-Umfrage im Auftrag des Spiegel werden beide Parteien bei 7 Prozent vorhergesagt. Die statistische Ungenauigkeit liegt hier bei 2,7 Prozent. Sowohl AfD als auch FDP könnten also unter der Marke von 5 Prozent landen und wären damit nicht mehr im Landtag vertreten.

Für das Land Nordrhein-Westfalen wäre beides eine Wohltat.

Zweiter Versuch: Baustart für Feuerwehrhaus

13. Mai 2022 by

Vier Jahre nach dem ersten Versuch soll es nun gelingen: Die Stadt Hagen plant, endgültig den Grundstein für das viel diskutierte Feuerwehrgerätehaus in Halden zu legen.

„Aus unserer Sicht sind alle Voraussetzungen erfüllt“, unterstreicht Dezernent Sebastian Arlt, der in seinem Ressort für das Feuerwehrwesen in der Stadt verantwortlich ist. „In der Risikoabwägung sind wir trotz der noch laufenden juristischen Verfahren zu dem Ergebnis gekommen, jetzt zu beginnen“, gibt er sich mit Blick auf die anhängigen Gerichtsentscheidungen gelassen. (…)

Denn beim ersten Grundsteinlegungsversuch im November 2018 stellte sich im Beisein der geladenen Gäste überraschend heraus, dass weder ein Bauantrag gestellt noch eine entsprechende Genehmigung erteilt worden waren. (…)

Dennoch sind die juristischen Auseinandersetzungen mit den protestierenden Anliegern noch nicht endgültig ausgestanden. Deren Anwalt hat zum einem eine Anfechtungsklage gegen die erteilte Baugenehmigung beim Verwaltungsgericht in Arnsberg platziert. Obendrein läuft parallel ein Normenkontrollverfahren gegen das neue Bebauungsplanverfahren beim Oberverwaltungsgericht. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Trotz gleich zweier laufender Verfahren vor Verwaltungsgerichten einen Baubeginn anzukündigen, ist ein mehr als leichtsinniges Unterfangen. Das Vorgehen des Dezernenten Arlt erinnert stark an Ex-Verkehrsminister Andreas Scheuer, der trotz eines laufenden Verfahrens schon mal Aufträge für seine Maut-Pläne verteilte. Der Schaden für die Bürger wird wohl mehrere Hundert Millionen Euro betragen. Um solche Beträge geht es bei dem Feuerwehrhäuschen zwar nicht, aber eine Gemeinsamkeit haben beide Fälle: Verzocken sie sich, haften weder Scheuer noch Arlt für den von ihnen angerichteten Schaden.

Theater: Am Sonntag Kulturcafé

13. Mai 2022 by

In der nächsten Kulturcafé-Veranstaltung am 15. Mai 2022 (15.00 Uhr im Theatercafé) stellt sich der neue Konzertdramaturg Otto Hagedorn vor. Im Hinblick auf das 9. Sinfoniekonzert wird er den Pfaden des Komponisten Igor Strawinsky folgen.

Zudem hat er den neuen Soloflötisten des Philharmonischen Orchesters Hagen zu Gast: Francesco Camuglia. In einem abwechslungsreichen Gespräch werden die beiden sich über die verschiedenen Instrumente der Flötenfamilie austauschen.

Der Eintritt dazu ist frei, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Fahrradprotestaktion machte Station in Hagen

13. Mai 2022 by

Ohne Kerosin nach DüsseldorfAm 10. Mai hat die Fahrradprotestaktion „Ohne Kerosin nach Düsseldorf“ auf ihrem Weg von Bielefeld Düsseldorf auch in Hagen Station gemacht. Eine Woche lang radeln die Aktivisten durch NRW, um vor der Landtagswahl am 15. Mai auf die Klimakrise aufmerksam zu machen und in verschiedenen Aktionen Forderungen an die neue Landesregierung zu erarbeiten.

In Hagen fand in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Hagen eine Open-Air-Diskussion am AllerWeltHaus im Dr. Ferdinand-David-Park statt, bei der es um die Hochwasser-Katastrophe im Sommer letzten Jahres ging (Foto: privat). Auf dem Podium saßen zum einen die Politiker Jörg (SPD) und Rehbein (CDU), zum anderen Christa Stiller-Ludwig vom BUND, Antonius Warmeling vom Klima-Bündnis Hagen und Claudia Eckhoff als Vertreterin des betroffenen AllerWeltHauses.

Nach einer Übernachtung im Quartier des Zirkus Quamboni ging die Fahrrad-Demo am Morgen des 11. Mai weiter über Bochum und Herne bis nach Recklinghausen, um auch hier neue klimapolitische Themen aufzugreifen und bis zum Wahltag über weitere Städte bis in die Landeshauptstadt zu gelangen, in der die Forderungen der neuen Landesregierung übergeben werden sollen.

Weltladen Hagen fordert gerechte Preise

13. Mai 2022 by

Zum Weltladentag am 14. Mai fordern hunderte Weltläden bundesweit, dass die Gewinne entlang globaler Lieferketten gerechter verteilt werden müssen. Unter dem Motto „MÄCHTIG unfair“ zeigen sie die negativen Auswirkungen niedriger Erzeuger-Preise auf. Auch der Weltladen Hagen beteiligt sich mit einer Aktion an der bundesweiten Kampagne des Weltladen-Dachverbandes.

Warum sind ein Box-Handschuh, eine Saftpresse und eine Kaffeemühle auf dem Friedrich-Ebert-Platz ausgestellt? Zu dieser kuriosen Ausstellung lädt der Weltladen Hagen anlässlich des Weltladentags am Samstag von 12 bis 15 Uhr ein.

Entlang globaler Lieferketten herrscht laut Weltladen-Dachverband und Forum Fairer Handel ein extremes Macht- und Verhandlungsungleichgewicht. Dies führt dazu, dass große Unternehmen gegenüber Lieferanten und Produzierenden niedrige Preise und unfaire Vertragskonditionen durchsetzen können.

Die Fair-Handels-Bewegung setzt sich für eine rasche Nachbesserung des im Mai 2021 beschlossenen „Gesetzes zur Stärkung der Organisationen und Lieferketten im Agrarbereich“ ein, welches die gravierendsten unlauteren Handelspraktiken verbietet.

„Die Bundesregierung sollte schnellstmöglich ein Verbot von Preisen unterhalb der Produktionskosten in Deutschland einführen und sich für eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung entlang der Lieferkette einsetzen,“ fordert Anna Hirt, politische Referentin beim Weltladen-Dachverband in Mainz.

Corona in Hagen – Stand: 12.05., 16:00 Uhr

12. Mai 2022 by

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Wahlbriefe nicht mehr per Post versenden

12. Mai 2022 by

nrw-wahllogoBis zur Landtagswahl am Sonntag, 15. Mai, sind es nur noch wenige Tage. Bisher sind im Briefwahlbüro der Stadt Hagen rund 26.500 Briefwahlanträge eingegangen. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2017 gab es 18.302 Briefwahlanträge. Insgesamt sind rund 127.000 Hagenerinnen und Hagener wahlberechtigt.

Wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger, die den rechtzeitigen Gang mit ihren Briefwahlunterlagen zum Briefkasten verpasst haben, können ihren Wahlbrief noch bis zum Wahlsonntag um 18 Uhr in einen Briefkasten der Stadt Hagen (Rathaus I in der Innenstadt, Rathaus II am Hauptbahnhof oder bei einer der Bezirksverwaltungsstellen) einwerfen.

Kurzentschlossene können noch bis kommenden Freitag, 13. Mai, 18 Uhr, Briefwahlunterlagen beim Briefwahlbüro beantragen (zum Beispiel über den Webwahlschein der Stadt Hagen unter www.hagen.de). Der Antrag kann auch persönlich unter Beachtung der Öffnungszeiten in den Außendienststellen des Bürgeramts gestellt werden. Wahlberechtigte können dort an Ort und Stelle die Briefwahl ausüben.

Die Briefwahl vor Ort ist zudem noch im Rathaus an der Volme, in der Stadtteilbücherei Haspe und der Stadtteilbücherei Hohenlimburg bis Freitag, 13. Mai, 18 Uhr möglich.

In bestimmten Ausnahmefällen können Briefwahlunterlagen auch noch am Wahlsonntag bis 15 Uhr beantragt werden. Voraussetzung ist, dass jemand wegen einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung den Wahlraum am Wahltag nicht oder nur unter unzumutbaren Umständen aufsuchen kann.

Eine Uraufführung und eine Neuinszenierung

12. Mai 2022 by

Angela Davis als Suor AngelicaAngela Davis als „Suor Angelica“. Foto: Jörg Landsberg.

Mit der nächsten Premiere im Großen Haus am 14. Mai 2022 (19.30 Uhr) bietet das Theater Hagen eine besondere Neuproduktion an: die Uraufführung der Oper „A Room of One’s Own“ („Ein eigenes Zimmer“) von Outi Tarkiainen (in englischer Sprache mit deutschen Übertexten), die in Kombination mit der Neuinszenierung der Oper „Suor Angelica“ („Schwester Angelica“) von Giacomo Puccini (in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten) gezeigt wird.

Der Abend beginnt mit Puccinis herzzerreißendem, 1917 entstandenen Einakter, der in emphatischer Musik die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die ihr uneheliches Kind abgeben musste, um im Kloster Buße zu tun für den sexuellen ‚Fehltritt‘, der zur Geburt des Kindes führte.

Als Schwester Angelica erfährt sie Jahre später vom Tod des Kindes und begeht Selbstmord, um ihm nahe zu sein. Unterstützt vom Gesang ihrer Mitschwestern, erweist sich ihr die Mutter Gottes in himmlischer Musik tatsächlich gnädig.

„A Room of One’s Own“ entstand als Auftragswerk des Theaters Hagen und ist die erste Opernkomposition der finnischen Komponistin Outi Tarkiainen, für welche Intendant Francis Hüsers das Libretto nach dem gleichnamigen Essay von Virginia Woolf verfasst hat.

Das einstündige Werk erzählt zwar keine Geschichte im Stil Puccinis, aber der pointenreiche, von gleichnishaften Handlungsfragmenten und kritisch-witzigen Einsichten überströmende klassisch-feministische Text von Virginia Woolf bietet Stoff genug für eine Oper. Ihr Anliegen spitzt Woolf in der These zu, eine Frau benötige 500 Britische Pfund im Jahr – 1928 (!) – und ein eigenes Zimmer, um sich als Künstlerin entfalten zu können …

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Freier Eintritt und vielfältiges Begleitprogramm

12. Mai 2022 by

Museumstag im Osthaus Museum

Trio_Classic_Deluxe_kl_maxZum Internationalen Museumstag am Sonntag, 15. Mai, lädt das Osthaus Museum Hagen in seine aktuellen Ausstellungen ein und bietet in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Hagen ein abwechslungsreiches Begleitprogramm an. Der Eintritt in das Osthaus Museum sowie das Begleitprogramm sind kostenfrei.

Eine lyrisch-musikalische Lesung findet um 11 Uhr in der Ausstellung „Dem Goldrausch nicht verfallen“ von Karl F. Fritzsche statt. Zu den dort gezeigten „Traumbildern“ liest Schauspielerin Nora Rebecca Wolff Texte von Clara Cosima Wolff vor. Die Lesung wird musikalisch begleitet von Albrecht Mai am Cello.

Das Trio „Classic Deluxe“ nimmt die Besucherinnen und Besucher ab 15.30 Uhr mit auf eine musikalische Reise durch das Osthaus Museum. Das aus der Ukraine und Russland stammende Trio um die Violinistin Natascha Akinschin bespielt für etwa eine Stunde die individuellen Ausstellungsräume des gesamten Museums und hüllt diese in unterschiedlichste musikalische Gewänder. So wird der Gang durch das Museum von einer außergewöhnlichen Klangkombination aus Geige, Flöte und Gitarre begleitet, die je nach Raum mal locker und modern, mal klassisch und harmonisch arrangiert wird und auf diese Weise ein besonderes Erlebnis bietet (Foto: Trio „Classic Deluxe“).

„ESW Berchum“ wird Herberge für Geflüchtete …

12. Mai 2022 by

… aber nur für solche aus der Ukraine

Das von der Stadt Hagen angemietete Gebäude der ehemaligen Jugendbildungsstätte „ESW“ in Hagen-Berchum dient ab Juni als Unterkunft für kriegsbedingt aus der Ukraine geflüchtete Menschen. Nach einer Grundreinigung und einer Teilrenovierung können dort künftig bis zu 113 Personen unterkommen. Die Notunterkünfte in der Karl-Adam-Halle in Vorhalle und im Sinfonium der Stadthalle werden mit Bezug der Unterkunft in Berchum freigezogen.

Aktuell hat die Stadt Hagen 1553 geflüchtete Personen in Hagen registriert. 410 Personen sind von der Stadt untergebracht worden, die restlichen Menschen sind privat untergekommen.

Siehe dazu auch:

Gute Flüchtlinge – böse Flüchtlinge
Zweierlei Maß bei Kriegsvertriebenen – Wasser auf die Mühlen der Hagener AfD

Corona in Hagen – Stand: 11.05., 16:00 Uhr

11. Mai 2022 by

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NRW-Wahl – Die Ergebnisse

11. Mai 2022 by

nrw-wahllogoAuch zur NRW-Landtagswahl am 15. Mai bietet DOPPELWACHOLDER.DE nach Schließung der Wahllokale um 18:00 Uhr wieder den Stand der Stimmenauszählungen und abschließend das Wahlergebnis an.

Dieser beliebte und stark nachgefragte Service ermöglicht auch diesmal die detaillierte Suche nach Erst- und Zweitstimmen sowie den Ergebnissen in den Stadtbezirken und in den einzelnen Stimmbezirken.

Wahlkreis Hagen I

Wahlkreis Hagen II/Ennepe-Ruhr-Kreis III

Räume für Experimente

11. Mai 2022 by

Hagen fördert Gründer bei der Anmietung eines Ladenlokals im Hasper Zentrum

Eigentümerin oder Eigentümer eines leerstehenden Ladenlokals im Hasper Zentrum? Gründerin oder Gründer mit einer Geschäftsidee im Kopf?

Über ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht die Stadt Hagen eine stark vergünstigte Anmietung von leerstehenden Ladenlokalen für Concept-Stores über kreativwirtschaftliche und kulturelle Nutzungen, Einzelhandels- und Gastronomie-Angebote und vieles mehr.

Bis Ende 2023 können die Ladenlokale für nur 20 Prozent der Altmiete zuzüglich Nebenkosten angemietet und neue Geschäftsideen ausprobiert werden. Ziel ist es, mit der Leerstandsbelebung das Zentrum von Haspe langfristig attraktiv zu gestalten.

„Wir ermöglichen eine gute Basis zum Ausprobieren und wünschen uns eine über den Förderzeitraum hinaus gehende Nutzung der Ladenflächen“, sagt Larissa Gronemeyer, die das Projekt im Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung der Stadt Hagen betreut.

Die Stadt Hagen mietet die Ladenlokale über die Wirtschaftsförderung als Hauptmieterin an und vermietet die Flächen dann vergünstigt an die neuen Nutzerinnen und Nutzer weiter, wenn die Konzepte mit den Vorstellungen der Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer zusammenpassen. Diese müssen die Altmiete um mindestens 30 Prozent reduzieren, der Untermietvertrag läuft über 20 Prozent der Altmiete zuzüglich Nebenkosten und die Differenz übernimmt die Stadt Hagen durch die Landesförderung.

Wer Interesse an einem leerstehenden Ladenlokal hat oder einen Leerstand im Zentrum von Haspe im Rahmen des Förderprogramms vermieten möchten, wendet sich an Laura Brähler vom beauftragten Büro „Stadt + Handel“ unter Telefon 0163/7740312 oder per Mail an hagen@stadt-handel.de.

Museumstag: Freier Eintritt in Werdringen

11. Mai 2022 by

Wasserschloss_Werdringen_Foto_Michael_Kaub_maxAnlässlich des Internationalen Museumstags bietet das Museum Wasserschloss Werdringen in Hagen-Vorhalle Besucherinnen und Besuchern am Sonntag, 15. Mai, während der Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr freien Eintritt (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen).

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Schlossanlage ist ein wichtiges Baudenkmal nahe des Harkortsees und Hengsteysees im Hagener Norden. Im Museum sind unter anderem fossile Insekten aus dem nationalen Geotop in Vorhalle sowie die Funde aus der Blätterhöhle in Holthausen zu sehen. In der Ausstellung finden Interessierte neben Objekten aus diesen international bedeutenden Fundstätten zahlreiche weitere archäologische Fundstücke von Werkzeugen des Neandertalers bis zu Reitersporen mittelalterlicher Ritter. Zudem können sie im Eingangsbereich des Museums ein lebensgroßes Mammut bestaunen.

Auch in der Umgebung können die Besucherinnen und Besucher viel entdecken: Der am Wasserschloss zum Kaisberg vorbeiführende Geopfad informiert über die spannende Geologie des Gebiets und präsentiert das älteste abbauwürdige Steinkohleflöz im rheinisch-westfälischen Revier. Am Kaisberg können Bergbauspuren aus unterschiedlichen Zeiten entdeckt werden.

Klassik & Jazz im ESM: Maurizio Moretta, Klavier

11. Mai 2022 by

12.05.2022, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Maurizio_Moretta_W3Maurizio Moretta kommt als musikalischer Botschafter aus der Lombardei nach Hagen (Foto: ESM). Der preisgekrönte italienische Pianist aus Como ist auf den Konzertbühnen weltweit ein gern gesehener Gast und wird für seine technische Virtuosität und große musikalische Gestaltungskraft gefeiert.

Er liefert den Beweis, dass klassische Musik sehr lebendig und verführerisch sein kann. Sein musikalischer Instinkt ist ein Schatz, es ist ein Instinkt, der vom ersten Moment an fasziniert und die Zuhörer in den Bann zieht. Moretta spielt mit einer musikalischen Intensität, die in heutigen Konzertsälen kaum zu finden ist. Seine Interpretationen lassen das Publikum staunen. In Hagen spielt er u.a. Werke von Paradisi, Scarlatti und das berühmte „Le Lac de Come“ von Galos.

Eintritt frei
Anmeldung ist erforderlich unter info@esmh.de oder Telefon 0 23 31 / 30 60 066

Cuno II jetzt „Schule ohne Rassismus“

11. Mai 2022 by

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ („SOR-SMC“): Diesen Titel nahm das Cuno II Berufskolleg am Freitag, 6. Mai, bei einer offiziellen Titelverleihung im Jugendkulturzentrum Kultopia feierlich entgegen. Die Übergabe der Urkunde fand im Rahmen einer Feier statt, die von Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs moderiert wurde.

Corona in Hagen – Stand: 10.05., 16:00 Uhr

10. Mai 2022 by

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Was René Röspel über Krieg und Frieden denkt

10. Mai 2022 by

Konflikt, Invasion, Krieg – wie würden Sie die Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine bezeichnen?

Röspel: Es gibt gar keinen Zweifel, dass es sich um eine aggressive Invasion handelt. Der Begriff Konflikt ist viel zu verharmlosend. Es ist ein Krieg, der gegen jegliches Völkerrecht verstößt. (…)

Niemand wird diesen Krieg gewinnen können, es wird auf beiden Seiten nur Verlierer geben. Obwohl ich es hoffe, glaube ich nicht, dass die Ukraine einen Krieg gegen das mächtige Russland gewinnen kann. (…)

Es gibt die Vorstellung, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnen und Russland verlieren muss. Daher sei es sinnvoll, immer mehr und immer modernere Waffen in die Ukraine zu liefern. Ich fürchte: Darauf wird Putin wiederum reagieren. Und zwar, indem er seinerseits mehr Soldaten und mehr Material schickt, um die Angriffe zu verstärken. (…)

Ich denke, es gibt genug Beispiele in der Geschichte dafür, dass eine solche Eskalation kein gutes Ende finden kann. Man muss nur an den Vietnam-Krieg denken, an den Krieg in Afghanistan oder den andauernden Krieg in Syrien. (…)

Letzte Woche habe ich einen Ex-General der Bundeswehr getroffen. Er hat mir erklärt, warum die Diplomatie an dieser Stelle versagt hat. Aber er konnte nicht erklären, warum ein militärischer Konflikt, eine Eskalation an dieser Stelle erfolgreicher sein sollte. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)


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