Keine Unterstützung im Landtag

8. Dezember 2016 by

DGB SeniorInnen Hagen fordern auch für NRW eine verbindliche kommunale Mitbestimmung für die Generation Ü60

im-landtag-1Die 4,7 Mio Menschen in NRW, die über 60 Jahre alt sind, wollen auch in diesem Lebensabschnitt mehr als nur sich in freiwilligen Ehrenämtern engagieren. Sie wollen Einfluss nehmen auf Themen, die sie betreffen und die ihnen wichtig sind. Sie wollen kulturelle und politische Teilhabe.

Mitwirkung braucht aber verlässliche Rahmenbedingungen. Daher fordert der DGB NRW auch für das Land Nordrhein-Westfalen – nach den Ländern Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Hamburg –  ein SeniorInnenmitwirkungsgesetz, in dem die Partizipation von Seniorinnen und Senioren verankert und gestärkt werden soll.

Um für dieses Gesetz im Vorfeld der Landtagswahlen im Mai nächsten Jahres zu werben, ist eine Delegation der Seniorenvorstände der Hagener Mitgliedsgewerkschaften nach Düsseldorf gefahren (Foto: DGB). Mit dem örtlichen MdL Wolfgang Jörg und dem kommunalpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion Christian Dahm diskutierten sie ihr Anliegen und machten deutlich, dass für sie der neue §27a der Gemeindeordnung mit einer „kann-Regelung“ zu unverbindlich ist.

In dem Gespräch wurde allerdings schnell klar, dass aktuell keine Unterstützung für eine weitergehende Veränderung zu erwarten ist. Vielmehr wurde seitens der Landtagspolitiker für eine kommunale Lösung geworben. Man wolle den Kommunen keine verbindlichen Vorgaben machen, die gleichzeitig auch finanziell vom Land gestützt werden müssten.

Damit geben sich die Hagener DGB SeniorInnen aber nicht zufrieden und werden auch weiterhin für ihre im Landesrecht verankerte Mitwirkung auf unterschiedlichen Ebenen streiten.

„Klassische Nacht”

8. Dezember 2016 by

Viertes Sinfoniekonzert des philharmonischen orchesterhagen

Violine und Leitung: Kolja Blacher

Programm

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 38 D-Dur – „Prager“
Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-Moll
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur

Das vierte Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchester Hagen am Dienstag, 13. Dezember 2016, 20 Uhr, Stadthalle Hagen, steht unter dem Titel „Klassische Nacht“. Für dieses Konzert kehrt Kolja Blacher, ehemaliger Konzertmeister der Berliner Philharmoniker und einer der gefragtesten Geiger weltweit, in doppelter Funktion als Solist und Dirigent nach Hagen zurück, wo er bereits vor zwei Jahren das Konzertpublikum zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat.

Er wird mit dem beliebten Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy einen ausdrucksstarken, klangfarbenreichen sowie virtuosen Klassiker und Meilenstein der Gattung interpretieren. Zuvor steht Wolfgang Amadeus Mozarts „Prager“ Sinfonie Nr. 38 auf dem Programm, die er zwischen seinen Opern „Die Hochzeit des Figaro“ und „Don Giovanni“ in der glücklichsten Zeit seines Lebens schrieb und in Prag zur Uraufführung brachte. Sowohl die Quirligkeit des „Figaro“ als auch manch düsterer Anklang an den „Don Giovanni“ vereinen sich in diesem klangschönen Meisterwerk. Auch Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 4 besticht nach einer eher düsteren Einleitung mit Lebensfreude und Humor.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Neue Besoldung sichert Bihs höhere Pension

8. Dezember 2016 by

Vorweihnachtliche Bescherung für WBH-Chef Hans-Joachim Bihs: 2017 wird sein Gehalt erhöht. Das sichert ihm höhere Pensionsansprüche. (…)

Doch im WBH-Verwaltungsrat geht man ohnehin davon aus, dass künftig kaum erneut ein Kommunalbeamter den Posten an der Spitze des Wirtschaftsbetriebes bekleidet und somit ein frei verhandeltes Geschäftsführergehalt zum Tragen kommt. Parallel gibt es bereits Stimmen im Verwaltungsrat, die mit Blick auf die Aufgabenvielfalt beim WBH perspektivisch von der Installierung eines kaufmännischen sowie eines technischen Vorstandes sprechen. Ein Schritt, der den Gebührenzahler dann tatsächlich teurer zu stehen kommt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die letztere Information ist die eigentlich interessante. Wenn es sich denn so verhält, wie Martin Weiske in seinem Kommentar schreibt – „Der wirtschaftliche Erfolg des städtischem Tochterunternehmens spülte dem Kämmerer zuletzt erst wieder einen Millionenbetrag in die leere Schatulle.“ – stellt sich sofort die Frage nach der Berechtigung eines zweiten Geschäftsführers. Der Laden läuft doch auch mit einem.

Gesamtschule muss wegen Einwanderung acht Klassen auflösen

8. Dezember 2016 by

An der Gesamtschule Eilpe werden im kommenden Sommer acht Klassen aufgelöst und neu zusammengesetzt.

Mit dieser unkonventionellen, aber auch nicht unumstrittenen Maßnahme soll dafür gesorgt werden, dass die zahlreichen Flüchtlings- und Einwandererkinder, die die Schule aufnehmen muss, möglichst schnell inte­griert werden. „Ich kann zwar keine Garantie abgeben, bin aber optimistisch, dass wir das ohne qualitative Einbußen hinkriegen“, sagte Schulleiter Frank Grabowski. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Mit der Formulierung der Schlagzeile bleibt die WPWR ihrer Linie treu: Die Zuwanderer sind schuld. Nach Lektüre des Artikels (Autor: Hubertus Heuel) wäre auch eine andere Headline möglich gewesen: Gesamtschule Eilpe startet Integrationsprogramm – nur wenige Bedenken. Aber ein bisschen Stimmungsmache muss nach Ansicht des Blattes wohl sein.

FernUni: Europäische Governance in der Krise

7. Dezember 2016 by

Jahrestagung 2016 des Dimitris-Tsatsos-Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften (DTIEV) der FernUniversität

EU eine Rendite-orientierte Volkswirtschaft?

dtiev-jahrestagung_2016_prof_schrootenProf. Mechthild Schrooten hielt einen Vortrag, der viele Diskussionsbeiträge initiierte. Prof. Dr. Peter Schiffauer (DTIEV) moderierte die Abendveranstaltung. Foto: FernUni

Welche Methoden und Instrumente wirtschaftspolitischer Steuerung können die Folgen der Krise der Europäischen Union nachhaltig bekämpfen und dem Auseinanderdriften der Volkswirtschaften und der nationalen Wirtschaftspolitiken entgegenwirken?

Um „Europäische Governance in der Krise“ ging es bei der Jahrestagung 2016 des Dimitris-Tsatsos-Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften (DTIEV) der FernUniversität in Hagen. Das interdisziplinäre Kolloquium „Patentrezept oder Antworten nach Maß? Historische, ökonomische und juristische Aspekte Europäischer Governance in der Krise“ des Dimitris-Tsatsos-Instituts fand dieses Mal gemeinsam mit der Università del Salento in Lecce und der Group of Lecce statt.

„Ist es wirklich sinnvoll, für einen großen und heterogenen Wirtschaftsraum wie die EU generelle Konzepte auf konstitutioneller Ebene festzuschreiben und für deren strikte Anwendung in allen Regionen zu sorgen?“ fragte der Direktor des Instituts, Prof. Dr. Peter Brandt, in seiner Eröffnungsrede.

Er stellte den Bezug zu einer aktuellen Entwicklung her, die 2016 die EU erschütterte – und sie noch lange beschäftigen wird: „Der Brexit hat wohl dem letzten Optimisten verdeutlicht, dass das europäische Einigungsprojekt in eine tiefe Krise geraten ist.“ Schon die ablehnenden Voten zum Verfassungsvertrag in Frankreich und in den Niederlanden vor rund einem Jahrzehnt hätten deutlich gemacht, dass die Legitimität EU-Europas für einen großen Teil der Bürgerinnen und Bürger in der Union aus unterschiedlichen Gründen im Schwinden begriffen war.

Es ging, so Brandt weiter, dabei nicht allein um nationalistische Affekte: „Man durfte schon damals fragen, ob die Art und Weise, wie die EU-Institutionen darauf reagiert haben, angemessen war. Dabei sind gerade wir im DTIEV uns bewusst, wie doppelbödig manche nationalstaatliche, nicht zuletzt deutsche Politiker operieren, indem sie in Brüssel mit durchsetzen, was sie dann zuhause als EU-Oktroi kritisieren, wenn es unpopulär zu sein scheint.“

Eingeleitet wurde die Tagung mit einem Vortrag, der die aktuellen ökonomischen Grundfragen diskutierte: In ihrem Eröffnungspaneel „Strukturvielfalt und wirtschaftliches Gleichgewicht in einer Währungsunion“ schilderte Prof. Dr. Mechthild Schrooten, Volkswirtschaftlerin an der Hochschule Bremen, die Entwicklung der Europäischen Union und ihre Wandlung zu einer „Rendite-orientierten Volkswirtschaft“.

Eine ihrer Thesen war: Es gehe Unternehmen heute weniger darum zu produzieren als vielmehr darum, bestimmte Renditeziele, bestimmte Renditeziele zu erreichen. Solche „konkreten Zahlen“ könnten sie – aber auch der Staat, die EU und die Regierungen – kommunizieren. Private Haushalte dagegen könnten nicht sagen, sie wollten eine bestimmte Menge Nutzen erziehen, „17 Nutzen“ zum Beispiel. Damit seien sie bei der Kommunikation ihnen wichtiger Anliegen klar im Nachteil. Daher müssten, so Schrooten, neben monetären Indikatoren auch sozialpolitische gestärkt werden.

Wenn das „Prinzips des Wettbewerbs“ gelte, sei es selbstverständlich, dass „Europa auseinanderfliegt“, so die Volkswirtschaftlerin, „weil es im Wettbewerb nur Gewinner und Verlierer gibt. Es wird langsam deutlicher, dass Solidarität wichtiger ist!“ Auch wenn es anders dargestellt werde: Europa könne nur aus politischen Gründen geeint werden, nicht aus ökonomischen.

Interner „Kreativ-Kreis“ plant Spielzeit

7. Dezember 2016 by

Die Aufstellung eines neuen Spielplans hat derzeit oberste Priorität im Hagener Theater. Ein interner Kreis aus der Belegschaft hat sich gegründet, um „eine tolle Spielzeit 2017 zu erarbeiten und nach außen das Signal zu geben, dass es selbstverständlich weiterläuft im und mit dem Theater“, bestätigt Jürgen Potte­baum.

Der Marketingleiter und langjährige Kenner des Hauses ist Mitglied des „Kreativ-Teams“, das sich ab sofort um die Auswahl der Stücke, um Engagements und Terminplanung kümmert. (…)

Quelle: wp.de

Andreas Meyer-Lauber führt WDR-Rundfunkrat

7. Dezember 2016 by

Der Hagener Andreas Meyer-Lauber ist zum Vorsitzenden des WDR-Rundfunkrates gewählt worden. Für sein Ehrenamt hat er schon genaue Vorstellungen. (…)

Von Haus aus ist der gebürtige Münsterländer, der seit 36 Jahren im Hagener Hochschulviertel lebt, jedoch Lehrer für Sozialwissenschaften und Deutsch. Von 1987 bis 2004 unterrichtete er an der Gesamtschule Haspe und engagierte sich in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW), zu deren Vorsitzendem er 2004 gewählt wurde. Sechs Jahre später wechselte er dann auf den Chefposten beim DGB in NRW. (…)

Quelle: wp.de

„Klangrede“ zum 4. Sinfoniekonzert

7. Dezember 2016 by

Konzertdramaturg Frederik Wittenberg im Gespräch mit Markus Suplicki (Leiter der Fachabteilung Musik, Stadtbücherei)

Die vierte „Klangrede“ in dieser Spielzeit findet am Sonntag, 11. Dezember 2016 um 11.30 Uhr in der Stadtbücherei Hagen statt.

In dieser Veranstaltung wird in die Werke eingeführt, die im vierten Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen (am 13. Dezember 2016, 20 Uhr, Stadthalle Hagen) unter dem Titel „Klassische Nacht“ aufgeführt werden: Sinfonie Nr. 38 („Prager“) von Wolfgang Amadeus Mozart, Violinkonzert e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy und Sinfonie Nr. 4 von Ludwig van Beethoven.

Zudem geht es im Gespräch zwischen Konzertdramaturg Frederik Wittenberg und Markus Suplicki, dem Liter der Fachabteilung Musik der Stadtbücherei, um die Frage, wofür und ob man heute überhaupt noch eine ‚klassische Bildung‘ benötigt und was sich dahinter verbirgt. Ferner wird aus einem ‚Klassiker‘ der Literatur gelesen.

Der Eintritt zur „Klangrede“ ist frei.

Kein Zubrot für die AIDS-Hilfe

6. Dezember 2016 by

Rekommunalisierung der HIV-Prävention möglich

Wenn heute der Hagener Sozialausschuss tagt, dürfte ein Thema ganz schnell abgehakt sein: Der Antrag der AIDS-Hilfe auf 10.000 Euro mehr Zuschuss pro Jahr. Der Verein hat nämlich inzwischen seine Forderung zurückgezogen.

In einem Schreiben bedauert Geschäftsführer Andreas Rau, dass sich die Verhandlungen mit der Stadt „aufgrund Ihnen bekannter Ereignisse, Entscheidungen und Befindlichkeiten so in die Länge gezogen haben und wir letztlich ohne eine Erhöhung der Zuschüsse weitere zwei Jahre weiter arbeiten.“ Und das „im Interesse dieser Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger“, wie es mit larmoyantem Unterton heißt.

Der private Verein AIDS-Hilfe Hagen e.V. hatte im Februar 2016 der Stadt Hagen einen Antrag auf Erhöhung der städtischen Zuschüsse um 10.000 Euro jährlich zukommen lassen. Die Verwaltung hatte daraufhin nicht nur wegen der finanziellen Situation, sondern explizit auch aus fachlichen Gründen dem Verein mitgeteilt, dass einer über das vereinbarte Maß hinausgehenden Förderung nicht statt gegeben werden kann. Verwiesen wurde in diesem Zusammenhang auf eine vertragliche Vereinbarung zwischen Stadt und AIDS-Hilfe vom Februar 2009.

Neben dem Landeszuschuss hatte die AIDS-Hilfe 26.205 € Zuschuss aus städtischen Mitteln erhalten. Dieser Zuschuss stand im Rahmen der Haushaltskonsolidierung 2009 zur Disposition. Statt der Zuschuss-Streichung wurde auf Initiative der AIDS-Hilfe politisch entschieden, dass das Gesundheitsamt sein Beratungs- und Präventionsangebot einstellt – verbunden mit der Streichung einer Stelle.

Im Klartext: Aufgrund erfolgreicher Lobbyarbeit wurde eine kommunale Aufgabe an einen privaten Verein verschoben und zu dessen Gunsten sogar ein Stellenabbau vorgenommen. Zur Existenzsicherung des Vereins reichte die Privatisierung aber offenbar trotzdem nicht aus.

Denn um eine drohende Insolvenz des Vereins AIDS-Hilfe zu vermeiden, wurden 2012 aus städtischen Mitteln (refinanziert aus der „Sparkassenspende“) 15.000 € einmalig zur Verfügung gestellt – mit der Maßgabe, den (Vereins-)Haushalt so zu sanieren, dass der Fortbestand mit den ansonsten zur Verfügung stehenden Mitteln gesichert ist. Was anscheinend bis heute nicht der Fall ist.

Nach wiederholtem Drängen des AIDS-Vereins stellte die Verwaltung im Juni 2016 klar, „dass für Aids wesentlich mehr Gelder zur Verfügung gestellt werden, als für alle anderen Infektionskrankheiten, die wesentlich verbreiteter sind.“ Aus Sicht der Verwaltung  „müssten Mehrleistungen für Infektionskrankheiten für andere „Baustellen“, nicht für das Thema Aids ausgegeben werden.“

Tatsächlich stellen HIV-Infektionen in Deutschland mit 0,05 Prozent verglichen mit anderen Todesursachen allenfalls eine Fußnote in der Statistik dar. Den etwa 460 AIDS-Opfern bundesweit stehen laut statistischem Bundesamt allein 338.000 Sterbefälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen gegenüber (2014).

Als Alternative bringt die Verwaltung daher auch eine Rekommunalisierung des HIV-Komplexes ins Spiel. In der Beschlussvorlage für die heutige Sitzung des Sozialausschusses heißt es dazu: „Es muss auch gesagt werden, dass das Gesundheitsamt in der Lage und bereit ist, seine Pflichtaufgabe der AIDS-Beratung und -Prävention unter Rückführung der Landesförderung wieder in seine Abteilungen (hier Infektionsschutz) zu integrieren.“

Diese klare Ansage dürfte wohl den Ausschlag für den Rückzug der AIDS-Hilfe gegeben haben. Denn im Falle einer Wiedereingliederung der Aufgaben in die Zuständigkeit des Gesundheitsamtes wäre auch Hilfe-Geschäftsführer Andreas Rau seinen Job los.

„Grüne Wiesen“ gefährden die Zentren

6. Dezember 2016 by

Arbeitskreis „Regionales Einzelhandelskonzept“ tagte in Hagen

Der Einzelhandel gehört neben Kultur, Begegnung, Arbeiten und Gastronomie zum innerstädtischen Leben. Er bestimmt in seinen vielfältigen Facetten in hohem Maße die Lebendigkeit und die Attraktivität der urbanen Zentren. Dies wurde auf der Sitzung des Arbeitskreises „Regionales Einzelhandelskonzept für das Östliche Ruhrgebiet und angrenzende Bereiche“ (REHK) in Hagen noch einmal betont.

Allerdings ist seit Jahren die Tendenz festzustellen, dass besonders der großflächige Einzelhandel die Zentren verlässt und sich auf der „Grünen Wiese“ ansiedelt. Dies wiederum gefährdet die Entwicklung des Einzelhandels in den entsprechenden kommunalen Zentren der Standortgemeinden ebenso wie in den benachbarten Innenstädten.

Dieser Entwicklung wollten eine Reihe von Städten und Gemeinden im östlichen Ruhrgebiet nicht tatenlos zusehen und sie beauftragten zusammen mit den entsprechenden Landkreisen, Bezirksregierungen sowie Industrie- und Handelskammern und mit Unterstützung des Landes NRW einen Gutachter mit der Entwicklung eines gemeindeübergreifenden Konzepts zur gemeinsamen Regelung der Einzelhandelsentwicklung. Entstanden ist daraus das REHK, das 2007 zum ersten und 2013 zum zweiten Mal fortgeschrieben und jeweils von den Räten der Städte beschlossen worden ist.

Als Ergebnis dieses Gutachtens besteht seit dem Jahr 2000 der gleichnamige Arbeitskreis, dem inzwischen 24 Kommunen, fünf Industrie- und Handelskammern, drei Kreise, zwei Bezirksregierungen, der Regionalverband Ruhrgebiet sowie die Einzelhandelsverbände Westfalen Münsterland und Westfalen West angehören.

Der Arbeitskreis tagt mehrfach im Jahr an wechselnden Orten und wird von einem Vorsitzenden nebst Stellvertreterin geleitet. Hier werden die relevanten Einzelhandelsvorhaben regelmäßig vorgestellt und untereinander erörtert. Ziel des Konzepts ist eine abgestimmte Ansiedlungsplanung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben in der Region.

Dazu haben die beteiligten Kommunen eine „Interkommunale Vereinbarung“ getroffen, die Grundlage des gemeinsamen Handelns ist. Diese Vereinbarung enthält die Verabredung, immer dann den „Regionalen Konsens“ mit betroffenen Nachbargemeinden zu suchen, wenn ein Einzelhandelsvorhaben infolge seiner Größe und seines Standorts überörtliche Auswirkungen erwarten lässt.

Das REHK wurde in den Bundeswettbewerben „Erfolgreiche Beispiele interkommunaler Kooperation – kommKOOP 2006“ und „Lebenswerte Innenstädte“ zweimal ausgezeichnet. Durch diese Auszeichnungen sehen sich die beteiligten Kommunen bestätigt, dass ihre damalige Entscheidung, bei dem Thema Einzelhandel eng zusammenzuarbeiten, richtig war.

Die Kooperation im Östlichen Ruhrgebiet hat sich als praxistauglich erwiesen und zu einem besseren Verständnis und zu einer höheren Akzeptanz der jeweiligen Belange beigetragen. Es ist bisher die erfolgreichste interkommunale Kooperation dieser Art in NRW.

Endlich ein Ende des Elends?

5. Dezember 2016 by

Wilhelmsplatz soll wieder ein Platz für die Bürger werden

wilhelmspl-vogelperspektiveDer neue Wilhelmsplatz aus der Vogelperspektive. Grafik: nts.

Die überfällige Neugestaltung des Wilhelmsplatzes in Hagen-Wehringhausen nimmt konkrete Formen an. Am Mittwoch soll die Bezirksvertretung Mitte den Plänen ihr Plazet erteilen.

Mehr als 30 Jahre nach der von Anfang an kritisierten Verunstaltung des zentralen Platzes in Wehringhausen zu einer Parkplatzwüste scheint endlich eine Kehrtwende in Sicht: Weg von einer dekorierten Abstellfläche für Blech und hin zu einer Aufenthaltsmöglichkeit für die Menschen im Stadtteil.

Der Lernprozess für die Entscheidungsträger im politischen Raum hat immerhin mehr als drei Jahrzehnte in Anspruch genommen. Dabei lagen Planungen, die in die gleiche Richtung zielten wie die jetzt präsentierten Entwürfe, bereit 1985 auf dem Tisch. Die wurden aber alle von den selbsternannten Funktionseliten beiseite gewischt in dem Bewusstsein: Uns gehört die Stadt.

Die bereits im August des Jahres vorgestellte Ideenszizze des Planungsbüros nts aus Münster liegt inzwischen als Detailplanung vor und soll nun also in zwei Tagen von der BV Mitte verabschiedet werden. Damit könnte endlich ein Ende des Elends eingeläutet werden und der Wilhelmsplatz zukünftig eine tragende Rolle als Treffpunkt für die Bürger im Zentrum Wehringhausens spielen.

Auszüge aus der Beschlussvorlage:

Freiflächenkonzept

Der Platzbereich fällt im Bestand relativ gleichmäßig von der Lange Straße bis zur Bismarckstraße um ca.  4,50 m ab. Dies ergibt ein durchschnittliches Gefälle von 5,5%. Vereinzelnd sind die Neigungen stärker und betragen um die 7% Gefälle. Das Café Europa liegt direkt auf der Platzfläche und schiebt sich mit dem Gebäude-Kubus aus dem abfallenden Gelände heraus. In den Randbereichen wurde der Platz an die bestehenden Gebäude und Stufen angearbeitet.

In dem Entwurf wird das gleichmäßige Platz-Gefälle beibehalten, sodass sich nur die Treppenanlagen der Veranstaltungsfläche und der Terrasse in das Gelände hineinschieben. Zwei von drei Treppenanlagen – die obere mit drei und die untere mit vier Stufen – schieben sich aus dem Gelände heraus und eine Stufenanlage á vier Stufen schiebt sich in das Gelände hinein, sodass kommunikative Innenecken entstehen. Diese Terrassierung gliedert den Platz in zwei Flächen mit einem geringen Gefälle, die bespielbaren und nutzbaren Raum schaffen.

wilhelmspl-ansicht-nordAnsicht von der Bismarckstraße. Grafik: nts.

Lange Straße

Auch die Lange Straße wird gestalterisch in den Platz mit einbezogen. Hier entstehen neue Bus-Kaps mit Wartezonen. Diese werden künftig an ein Blindenleitsystem angeschlossen. Im nord-östlichen Bereich werden die bestehenden Stellplätze zu Kurzzeitstellplätzen umfunktioniert. Die Beleuchtung im Bereich des Zebrastreifens wird in das bestehende Leuchten-Netz integriert. Zusätzlich erhält die Lichtsignalanlage im Einmündungsbereich zum Bergischen Ring aus jeder Richtung ein zusätzliches Signal, um Alarmfahrten der Feuerwehr anzuzeigen.

Veranstaltungsfläche

Mittig des Platzes befindet sich eine freie Fläche, die z.B. für  Veranstaltungen genutzt werden kann. Diese Fläche ist künftig frei von ruhendem Verkehr und wird nur für gezielte Nutzergruppen wie z.B. Marktbeschicker oder Schausteller freigegeben. Im Bereich der oberen Treppenanlage entstehen Sitzstufen. Im Zusammenspiel mit einem Fontänenfeld (Wasserspiel) entsteht hier ein atmosphärischer Aufenthaltsplatz.

Terrasse

Auf der Terrasse findet sich ein 12,00 x 4,00 m großer Bouleplatz mit zwei Bänken. An der südlichen Gebäudekante werden die Wasserfontänen der Veranstaltungs-fläche fortgeführt. Direkt im Anschluss werden drei Sitzsteine angeordnet. Auch Stadtspielgeräte befinden sich in diesem Bereich. Ein „Gamefloor“ mit vier Lichtelementen, ein „Living Animal“, sowie ein Wipptier sind im Bereich der großen Sitzsteine angeordnet. Die von einer Stufenanlage gerahmte Terrasse wird von zwei Bäumen beschattet. Auch hier finden sich Sitzstufen in der Stufenanlage.

wilhelmspl-stellplaetzeIn der Realität wird natürlich alles beparkt sein. Stellplätze in der Kottmannstraße. Grafik: nts.

Stellplätze

Entlang der Bismarck- und Kottmannstraße ordnen sich L-förmig 35 Stellplätze an. Diese werden durch Bäume mit einer bepflanzten Baumscheibe optisch vom Platz getrennt. In diesem Raster befindet sich auch funktionales Mobiliar wie z.B. Fahrradbügel, Sitzbänke, Abfalleimer, ein Trafohäuschen und optional Elektroladestationen für Fahrräder und PKWs. Die Bereiche der direkten Laufwege bleiben frei von Mobiliar.

„Hass ist keine Meinung“

5. Dezember 2016 by

Zivilcourage gegen Stammtischparolen

Mittwoch, 14. Dez. 2016, 19:00 Uhr, Kulturzentrum Pelmke

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen.

Argumentationstrainerin Karin Kettling und Theaterpädagoge (BuT) Jürgen Albrecht erklären das Muster von Stammtischparolen und diskutieren über Intentionen und Inhalte. Dabei stellen sie Stammtischgespräche nach und entwickeln mit den Teilnehmenden Gegenstrategien.

Eine Veranstaltung der Reihe „Gegen den Strom“ von Arbeit und Leben, VHS und DGB Hagen.

Bücherflohmarkt in der Universitätsbibliothek

5. Dezember 2016 by

Die Universitätsbibliothek in Hagen, Universitätsstraße 23, lädt zu ihrem mittlerweile traditionellen Adventsbücherflohmarkt ein. Er findet am Donnerstag, 8. Dezember, von 16 bis 19 Uhr im Foyer der Unibibliothek statt.

Die Besucherinnen und Besucher können aus einem vielfältigen und sehr preisgünstigen Bestand von Lehrbüchern und wissenschaftlicher Spezialliteratur ihre Auswahl treffen.

„Aufstieg und Wohlstand für alle“

4. Dezember 2016 by

Betriebs- und Personalräte im Ruhrgebiet fordern Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft

rueckkehr-zur-sozialen-marktwirtschaftAuf gemeinsame Einladung des Regionalverbands Ruhr (RVR) und des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) kamen erstmals Betriebs- und Personalräte aus dem gesamten Ruhrgebiet zusammen, um über die wirtschaftlichen Perspektiven des Reviers zu beraten. Am Ende beschlossen die rund 100 anwesenden Arbeitnehmervertreter eine Resolution zur Stärkung des Sozialstaats.

Guntram Schneider, ehemaliger Arbeitsminister des Landes NRW, erinnerte in seinem Impulsreferat daran, dass die Mitbestimmung der Beschäftigten als Schutzmechanismus vor Nationalsozialismus und rechtsextremen Bewegungen gesetzlich verankert wurde.

„Betriebs- und Personalräte und die Gewerkschaften sollten verhindern, dass soziale Spaltung um sich greift und den Nährboden für Rechtsextreme bietet. Dafür braucht es Betriebs- und Personalräte, gelebte Mitbestimmung und Belegschaften, die mitziehen“, verdeutlichte Schneider.

Die Teilnehmer der Konferenz sahen einhellig große Herausforderungen gerade im Ruhrgebiet. Der Strukturwandel mit dem großen Verlust an industriellen Arbeitsplätzen und die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit habe viele Menschen um ihre Perspektiven und soziale Sicherheit gebracht.

„Sie zweifeln an der Gerechtigkeit des Systems und haben das Vertrauen in die Politik verloren. Wir müssen deshalb zurück zur sozialen Marktwirtschaft für alle, wenn wir keine bösen Überraschungen wie die Briten mit dem Brexit oder die Amerikaner mit Trump erleben wollen“, erklärte Josef Hülsdünker, Geschäftsführer des DGB Emscher-Lippe in seinem Schlusswort zur Konferenz.

Die Teilnehmer dieser ersten gewerkschaftlichen Ruhrkonferenz forderten mit ihrer Resolution mehr Mitbestimmung auf Augenhöhe, den Abbau des Niedriglohnsektors und ein gerechteres Steuersystem. Es gehe darum, das Erbe der Begründer von Sozialstaat und sozialer Markwirtschaft zu sichern als „Zukunftsversprechen, das Aufstieg und Wohlstand für alle in Aussicht stellt“, wie es in der Resolution heißt.

Rückblick auf ein aktionsreiches Jahr

4. Dezember 2016 by

Jahreshauptversammlung des Vereins Hagener Friedenszeichen

In Zeiten von Kriegseinsätzen, wachsender internationaler Spannungen und steigender Militärausgaben will der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN unbeirrt Zeichen für den Frieden setzen.

Das war Tenor der Jahreshauptversammlung des Vereins Ende November. In einer Zeit, in der Donald Trump Hasstiraden gegen Minderheiten, Andersdenkende und Frauen hoffähig gemacht hat, ist es umso wichtiger, demokratische und zivile Errungenschaften zu verteidigen.

Dr. Christian Kingreen gab in seinem Rechenschaftsbericht einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten des Vereins. Die Mitglieder nutzen immer wieder Gedenktage wie die atomare Katastrophe in  Fukushima, den Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki oder den Antikriegstag, um vor den zerstörerischen Folgen dieser Technologie zu warnen und umfassende atomare Abrüstung bzw. Ausstieg aus der Atomwirtschaft zu fordern.

Sehr erfreut zeigte er sich darüber, dass der Verein jetzt Partner im EU-Projekt East-West-East ist, in dem Jugendliche aus mehreren Ländern Videos drehen über die Folgen von Hasstiraden im Internet als eine Form von Gewalt. Der Verein unterstützt nach wie vor ehemalige Flüchtlinge in Bosnien, die nach Kriegsende in ihre Heimat zurückkehren mussten, mit 10.000 Euro – ein Förderprojekt für Jugendliche mit Einschränkungen, nach wie vor zwei Patenschaften mit Jugendlichen und alte Frauen, die keine Rente bekommen. Sehr erfreut ist der Verein darüber, dass sich die Stadt Hagen im nächsten Jahr offiziell an der Ehrung ermordeter Antifaschisten und Zwangsarbeiter im Rombergpark beteiligen wird. Der Verein hatte gemeinsam mit dem DGB und dem Hagener Geschichtsverein Oberbürgermeister Erik O. Schulz dazu aufgefordert.

Seit über einem Jahr unterhält der Verein Friedensmahnwache Hagen eine Dauermahnwache am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße. Es ist damit zu einem Ort oft spontanen Gedenkens an Opfer von Krieg und Terror geworden und für Diskussion über Wege zum Frieden. Die Kerzen riefen bei der Bezirksvertretung Mitte Unmut und Sorge über Ordnung und Sicherheit hervor. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN versuchte im Konflikt zu vermitteln, was leider bisher nicht gelungen ist. Der Verein freut sich darüber, dass im Stadtgarten ein zweites Friedenszeichen im Entstehen ist, das im Frühling aufblühen wird.

Einstimmig bestätigten die Anwesenden den bisherigen Vorstand. Ihm gehören an: Dr. Christian Kingreen (Vorsitzender), Ruth Sauerwein (stellv. Vorsitzende), Edgar Marsh (Schatzmeister), René Röspel (Schriftführer).

Das Folkwang-Projekt

3. Dezember 2016 by

Film über den Hagener Museumsgründer Karl-Ernst Osthaus

Premiere: Mittwoch, 7. 12. 2016, 19:00 Uhr, Kunstquartier

karl_ernst_osthausVor dem Osthaus Museum wird der rote Teppich ausgerollt für eine der bedeutendsten und berühmtesten Hagener Persönlichkeiten: für Karl Ernst Osthaus (Foto). Ihm widmet das LWL-Medienzentrum für Westfalen eine ausführliche filmische Dokumentation (70 min.), die mit Unterstützung des Osthaus Museums realisiert worden ist.

Das Hagener Kunstmuseum trägt den Namen eines Mannes, dessen Engagement untrennbar mit seiner Heimatstadt verbunden ist: Karl Ernst Osthaus. Der Industriellenerbe eröffnete 1902 das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst – das Folkwang-Museum. Osthaus‘ Sammlungstätigkeit, seine Bauprojekte und kulturellen Aktivitäten gingen später als „Hagener Impuls“ in die Kunstgeschichte ein. Doch über die Person Karl Ernst Osthaus selbst und seine vielfältigen Aktivitäten wissen die meisten Menschen nur wenig.

Durch das Erbe seiner Großeltern sah sich Osthaus in der Lage, eigene kulturelle Ideen zu verwirklichen. Nicht nur mit der Gründung des Folkwang Museums, sondern auch mit verschiedenen Bauprojekten nahm er Einfluss auf seine Heimatstadt Hagen. Besonders fruchtbar war die Zusammenarbeit mit dem belgischen Architekten Henry van de Velde. Der Erste Weltkrieg markierte eine Zäsur in Osthaus‘ Schaffungsprozess und machte viele Ideen und Projekte zunichte. 1921 starb er mit nur 46 Jahren infolge einer Tuberkulose, an der er als Soldat erkrankt war.

Der Film von Harald Sontowski gibt einen Einblick in die Familiengeschichte des Karl Ernst Osthaus, seine vielseitigen Interessen und seine breite Sammlungstätigkeit, aber auch seine innere Zerrissenheit. Zunächst Nationalist und Monarchist, bekannte sich Osthaus nach dem Ersten Weltkrieg zu kommunistischen Ideen und war Zeit seines Lebens stark durch die pädagogische Lebensreformbewegung geprägt.

Er selbst kommt in Zitaten immer wieder zu Wort. Expertinnen und Fachleute stellen ihn in den historischen Kontext und verdeutlichen seinen Einfluss auf Kunstschaffende, die Stadt Hagen und die moderne Kunst selbst.

Die Dokumentation entstand in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Hagen. Nicht nur das Osthaus Museum Hagen und andere städtische Einrichtungen trugen zum Gelingen des Projekts bei, auch viele Hagener Bürger verfolgten die Dreharbeiten mit Interesse und unterstützten die Filmarbeiten.

Auch wenn Osthaus und seine Aktivitäten zu Lebzeiten nicht unumstritten waren, so wird ihm heute allseitige Anerkennung zuteil. Zurecht: Der Kunst- und Kultur-Visionär Karl Ernst Osthaus war in seinem Kunst- und Gestaltungsverständnis nicht provinziell engstirnig, sondern Europäer und Weltbürger.

Der Film ist als DVD erhältlich im Rahmen der Premiere und danach an der Museumskasse, im Hohenhof sowie beim LWL-Medienzentrum.

Begleitheft zur Dokumentation (24 Seiten) pdf

Ein Nachfolger für Jochen Marquardt

3. Dezember 2016 by

Stefan Marx ist neuer Regionsgeschäftsführer beim DGB Ruhr-Mark

pressefoto-stefanmarxSeit 1. Dezember ist Stefan Marx (Foto) Geschäftsführer der DGB-Region Ruhr-Mark. Marx war zuletzt Organisationssekretär des DGB in Paderborn.

Der 49-Jährige kommt gebürtig aus Oberhausen. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann, arbeitete er in einem größeren Betrieb in Oberhausen. Hier hatte das IG Metall-Mitglied verschiedenen Positionen der Interessenvertretung inne, zuletzt die des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden.

Stefan Marx: „Ich freue mich auf die Aufgabe in dieser spannenden Region. Es geht darum, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern vor Ort weiterhin eine Stimme zu geben. Dafür werden wir uns als DGB einsetzen und daran möchte ich mitarbeiten.“

In den nächsten Wochen wird Marx sich den Gewerkschaften und alle interessierten Verbänden, Vereinen und Gruppen vorstellen. Einen seiner ersten öffentlichen Auftritte wird er am 12. Dezember bei der Veranstaltung des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales zum Thema „40 Jahre Mitbestimmung“ in Bochum haben.

Der vorherige Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt aus Hagen verstarb unerwartet im Mai.

Schiedskommission lehnt Anfechtung der Jörg-Wahl ab

3. Dezember 2016 by

Der SPD-Landesvorstand um Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte es bereits vor drei Wochen festgestellt, jetzt kommt die Bestätigung der Landesschiedskommission: Bei der Nominierung von Wolfgang Jörg zum SPD-Kandidaten für die Landtagswahl im Mai 2017 ist alles ordnungsgemäß gelaufen und die Anfechtung der Gruppe um den Ex-Fraktionschef Mark Krippner „in der Sache unbegründet“, wie es Dr. Philip Seel als Vorsitzender der Schiedskommission formuliert. (…)

Quelle: wp.de

Region im Fluss

3. Dezember 2016 by

Bewerbung für die Regionale 2022/2025

„Region im Fluss _ Mittendrin in NRW“ – unter diesem Motto steht die gemeinsame Bewerbung der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Städte Schwerte und Fröndenberg, des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sowie der Kooperationspartner Dortmund und Bochum für die Regionale 2022/2025.

Gestern (2. Dezember) wurde das Bewerbungskonzept im Foyer des Hagener Kunstquartiers erstmalig einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und offiziell auf den Weg gebracht. Am 9. Dezember wird die Bewerbung fristgerecht der Landesregierung in Düsseldorf übergeben.

Vier Handlungsfelder weist das Konzept aus: „Arbeit und Wirtschaft“, „Freizeit, Umwelt, Kultur, Tourismus“, „Soziales, Integration, Gesundheit und Bildung“ sowie „Raum und Mobilität“. Unter diesen Schlagworten sind seit Mitte September die vorhandenen Potenziale der Region zusammengetragen, Entwicklungsbausteine entworfen und sogenannte Ideenspeicher benannt worden.

„Gemeinsam wollen die Städte, der Kreis und der RVR das Ruhrtal als attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum im Süden der Metropole Ruhr weiterentwickeln. Unser Wettbewerbsbeitrag zur Regionale 2022/2025 ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, so die Regionaldirektorin des RVR, Karola Geiß-Netthöfel im Rahmen der Präsentation.

„Ein Technikforum 4.0 für Kinder und Jugendliche und Radwegachsen für Alltag, Freizeit und Tourismus, Stadterneuerung über Stadtgrenzen hinweg und ein Bildungshaus Inklusion. Allein diese vier von unzähligen Beispielen zeigen, was machbar sein könnte. Wer die rund 70 Seiten unserer Bewerbung durchblättert erkennt: Mit der Regionale wollen wir in vielen Lebensbereichen Zukunft gestalten“, hebt Olaf Schade, Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, hervor.

Zuversichtlich, dass die Landesregierung am Ende des Verfahrens eine positive Entscheidung zugunsten von Hagen, des EN-Kreises, des RVR sowie der weiteren beteiligten Städte treffen wird, zeigt sich auch Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz: „Ich bin mir ganz sicher, dass die Region mit ihrer Bewerbung überraschen und überzeugen wird. Um das zu erreichen, haben alle Beteiligten unter einem unglaublichen Hochdruck und verbunden mit ganz viel Herzblut daran gearbeitet. Ihnen allen gilt ein riesiges Dankeschön!“

Weitere Informationen unter www.regionimfluss.de

Angekündigte Pleiten

2. Dezember 2016 by

Basketball und SinnLeffers: Insolvenzverfahren eröffnet

Es war seit Monaten absehbar, jetzt ist der Ernstfall eingetreten: Die Sportfirma Basketball Hagen GmbH & Co. KGaA und der Modehändler SinnLeffers GmbH sind pleite. Das Amtsgericht Hagen hat die entsprechenden Insolvenzverfahren eröffnet. Vorerst in Eigenverwaltung.

Das Insolvenzgericht teilt dazu mit:

Basketball Hagen

Über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRA 9960 eingetragenen Basketball Hagen GmbH & Co. KGaA, Funckestr. 38-40, 58097 Hagen, gesetzlich vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB 9929 eingetragene Basketball Hagen Verwaltungs-GmbH, Funckestr. 38-40, 58097 Hagen, diese vertreten durch den Geschäftsführer Patrick Seidel

Geschäftszweig: der Betrieb von professionellen Sportmannschaften zur Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen, …

wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 01.12.2016, um 10:01 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 19.10.2016 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Der zugrunde liegende Antrag ist am 19.10.2016 bei Gericht eingegangen. Es wird Eigenverwaltung angeordnet.

SinnLeffers

Über das Vermögen der im Register des Amtsgerichts Hagen unter HRB 9225 eingetragenen SinnLeffers GmbH, Batheyer Str. 115 – 117, 58099 Hagen, gesetzlich vertreten durch die Geschäftsführer Herrn Friedrich-Wilhelm Göbel, Batheyer Str. 115-117, 58099 Hagen und Herrn Dr. Thomas Kluth, Batheyer Str. 115-117, 58099 Hagen

Geschäftszweig: Ist der Einzelhandel mit Artikeln aller Art, die im Bereich eines Kaufhauses üblicherweise vertrieben werden, …

wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 01.12.2016, um 08:00 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 12.09.2016 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Es wird Eigenverwaltung angeordnet.

Heim zum Baum

2. Dezember 2016 by

Zusätzliche Busse an Heiligabend zwischen 16 und 19 Uhr

Erstmalig fahren in diesem Jahr von ca. 16 Uhr bis 19 Uhr die NachtExpress Linien der Hagener Straßenbahn AG auf den bekannten Wegen, um noch bis in den frühen Abend ein Grundangebot im Busnetz anzubieten.

Die zentralen Abfahrten finden an der Haltestelle Sparkasse/Stadtmitte um 16:32 Uhr, 17:32 Uhr und 18:32 Uhr statt. Der NE8 startet um 17:02 Uhr und 18:02 Uhr ab Sparkasse/Stadtmitte in Richtung Breckerfeld. Auch die NE-Linien NE21, 22 sowie 31 und 32 in Hohenlimburg und Haspe sind zu diesen Zeiten unterwegs.

Die Linie 511 der VER verkehrt bis 17:55 Uhr halbstündlich ab Stadtmitte über Hbf. und Haspe in Richtung Ennepetal-Milspe Busbahnhof.

Die S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresse verkehren nach dem üblichen Samstagsfahrplan.

Fahrplanauskunft

Stadt Hagen legt Kulturentwicklungsplan vor

2. Dezember 2016 by

Der Kulturentwicklungsplan der Stadt Hagen ist fertiggestellt und geht mit der Sitzung des Kultur- und Weiterbildungsausschusses am Donnerstag, 8. Dezember, in die politische Beratung. Er trägt den Titel „HagenKultur 20.25“ und zeigt Schwerpunkte und Entwicklungslinien der städtischen Kulturinstitutionen auf.

Bereits in den Jahren 2013 und 2014 hatten sich Hagener Kulturschaffende mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in fünf groß angelegten Veranstaltungen mit der Zukunft der Hagener Kulturlandschaft beschäftigt. Es folgten zwei weitere Kulturkonferenzen. In diesen Veranstaltungen stand vornehmlich der gesamte Hagener Kultursektor mit all seinen Facetten im Mittelpunkt.

Die formulierten Anregungen und Wünsche in Bezug auf die Stadt Hagen hat diese nun aufgegriffen und zur Grundlage ihres Kulturentwicklungsplanes „HagenKultur 20.25“ gemacht. Darin bezieht sich die Stadt auf ihre Kulturinstitutionen wie Museen, Theater und Kulturbüro.

Einbezogen sind aber auch die Bildungseinrichtungen, wie Volkshochschule, Stadtbücherei und Musikschule, die nicht nur ihren Bildungsauftrag erfüllen, sondern auch noch kulturelle Angebote schaffen. Damit existiert erstmalig eine gemeinsame perspektivische Planung für alle städtischen Kulturinstitute.

Nach einer umfassenden Analyse und Darstellung der Voraussetzungen und Rahmenbedingungen städtischer Kulturpolitik formuliert „HagenKultur 20.25“ dann zehn Grundsätze des städtischen Kulturangebots. Diese berücksichtigen auch die in den Bürgerveranstaltungen der Jahre 2013 und 2014 formulierten Ergebnisse und Wünsche der dort versammelten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die genannten Punkte sind zukünftige Richtwerte bei der Planung des städtischen Kulturprogramms.

Vorerst keine Partnerschaft mit türkischer Stadt in Hagen

2. Dezember 2016 by

Eine Partnerschaft mit einer Stadt in der Türkei wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Der Ältestenrat der Stadt Hagen stimmte einem Vorschlag von Oberbürgermeister Erik O. Schulz zu, das Projekt auf Eis zu legen.

Hintergrund sind die nach dem Putschversuch im Juli angelaufene Verhaftungswelle, die Hinweise auf Folter in türkischen Gefängnissen sowie die Unterdrückung der Opposition durch Staatspräsident Erdogan und seine Anhänger. (…)

Quelle: wp.de

Kaufmannschule II: Besuch aus Rumänien und Bulgarien – Vorurteile abbauen

2. Dezember 2016 by

Besuch von Schülern und Lehrern aus Rumänien und Bulgarien erhielt jetzt die Kaufmannsschule II an der Letmather Straße in Hohenlimburg. (…)

Quelle: wp.de

Hagen als Wissensmetropole kommunizieren

2. Dezember 2016 by

Theater, Phoenix, Douglas – steckt Hagen in der Krise? Dazu äußern sich die Marketing-Experten Arnd Hackländer und Günter Hartmann. (…)

Die Argumentation von Unternehmen wie Douglas, man könne keine Fachkräfte in Hagen gewinnen, halten wir für vorgeschoben. Da wir bundesweit arbeiten, kennen wir viele Regionen und haben einen guten Überblick – einfach gesagt: Hagen ist überall. (…)

Die Sichtweisen von Unternehmen und Bewerbern laufen gegeneinander und der Standort landet im Ranking der Arbeitnehmer unter zehn Faktoren auf dem vorletzten Platz. Denn was nützt die schönste Stadt, wenn das Gehalt nicht ausreicht, um eine halbwegs anständige Wohnung zu bezahlen. (…)

Quelle: wp.de

Theater: Wiederaufnahme von „Der Messias“

1. Dezember 2016 by

Weihnachtskomödie von Patrick Barlow im Lutz

messias-4_dscf1042Foto: Kühle

Ab dem 9. Dezember 2016 (Wiederaufnahme, 19.30 Uhr, Lutz) steht sie wieder auf dem Spielplan des Hagener Theaters: Die Weihnachtskomödie „Der Messias“ von Patrick Barlow (ab 14 Jahren).

Barlows komödiantische Zeitreise mitten hinein in das Jahr Null gehört seit 11 Jahren zum Weihnachtskult auf der Lutz-Bühne. Mit britischem Humor und einer beträchtlichen Portion Menschlichkeit betrachtet Barlow den Ursprung der christlichen Kultur. Für uns schwer erklärbare »Phänomene« werden auf menschliche, allzu menschliche Art und Weise beleuchtet. Liebevoll und geistreich wird der Blick hinter die Kulissen der Weihnachtsgeschichte gelenkt.

Theodor, ein Vollblut-Laiendramaturg und Stückeschreiber hat sich ein neues Ziel gesetzt: Die Geschichte des Messias auf seiner Off-Bühne neu zu erzählen. Mit Esprit und Witz stürzen er und sein Freund Bernhard sich auf dieses Unternehmen. Aus Kostengründen übernehmen sie alle Rollen – und das sind eine ganze Menge! Doch das verläuft natürlich nicht ohne privaten Zwist zwischen den beiden Freunden, und auf der Bühne droht bald das totale Chaos…

Regie führt Werner Hahn, das Bühnen- und Kostümbild schufen Peter Blindert und Ulla Ziemba-Minkiewicz. Die DarstellerInnen sind Marc Baron, Kirsten Corbett, Dominik Hahn, Christa Heine.

Weitere Aufführungstermine: 12., 17., 18.12.2016 – jeweils 19.30 Uhr

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Aserbaidschan – Verfolgung von Oppositionellen

1. Dezember 2016 by

Ausstellung der Hagener Amnesty-Gruppe

Noch bis 21.12.2016, Mo – Fr: 10 – 22 Uhr, Sa: 10 – 13 Uhr, AllerWeltHaus

Die Hagener Amnesty International Gruppe möchte mit dieser Ausstellung auf die Verfolgung von politisch Oppositionellen in Aserbaidschan aufmerksam machen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist eine der höchsten menschlichen Errungenschaften. In unserer pluralistischen Gesellschaft ist es eine Selbstverständlichkeit seine Meinung frei zu äußern oder eventuell politisch Opposition zu beziehen, doch dies ist noch lange nicht überall auf der Welt der Fall.

In Aserbaidschan werden Oppositionelle Stimmen im Land häufig von den Behörden bzw. von Gruppen mit Verbindungen zu den Behörden mit konstruierten Strafanzeigen, tätlichen Übergriffen, Schikanierung, Erpressung oder anderen Repressalien zum Schweigen gebracht. Das Land geht seit langem seinen international ratifizierten Verpflichtungen zum Schutz der Versammlungs-, Vereinigungs- und Meinungsfreiheit, nicht nach.

Die Ausstellung im AllerWeltHaus-Hagen beleuchtet genau dieser Problematik, indem in aufschlussreicher Weise die niederschmetternden Schicksale verschiedenster Aktivisten/innen dargestellt werden. Gezeigt werden nicht nur aktuelle Fälle aus Aserbaidschan, sondern auch Erfolge, die Amnesty International in Sachen Aserbaidschan erzielt hat. Darüberhinaus wird auch die prekäre Lage der Balutschen in Pakistan unter die Lupe genommen, welche gleichermaßen unter Verfolgung und weiteren Menschenrechtsverstößen leiden.

Im Rahmen der Ausstellung ist es nicht nur möglich sich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen, aktiv werden und handeln ist durchaus erwünscht.

Aufzüge in Hochhäusern in Vorhalle seit Monaten defekt

1. Dezember 2016 by

In mehreren Hochhäusern in der Freiherr-vom-Stein-Straße sind die Aufzüge schon länger außer Betrieb. Die Mieter fühlen sich abgezockt und ignoriert.

Wieder riesiger Ärger, wieder ist die Grundbesitzgesellschaft „Altro Mondo“ verantwortlich. Wieder müssen Hunderte Menschen, darunter auch viele eingeschränkte oder erkrankte Senioren, etliche Etagen zu Fuß bewältigen. In vier Hochhäusern mit bis zu zwölf Etagen der Mitte der 70er Jahre entstanden Wohnsiedlung Brockhausen in Vorhalle stehen die Aufzüge still. Eine Anlage sogar schon seit Mai dieses Jahres. Die Mieter sind in höchstem Maße eingeschränkt. Viele von ihnen glauben, dass eine unseriöse Gesellschaft sich einfach große Mietshäuser zugelegt hat und die Mieter ohne jeglichen Instandhaltungswillen abzocken will. (…)

Quelle: wp.de

Gaaanz geheim: Stadt verkauft an Stadt

30. November 2016 by

Naturfreunde wandern von der rechten in die linke Tasche

Das früher vom Touristenverein „Die Naturfreunde“ genutzte Gebäude samt umgebenden Grundstück an der Schülinghauser Straße in Westerbauer soll verkauft werden. Beschließen soll das der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) am morgigen Donnerstag (1. Dez. 2016) in nichtöffentlicher Sitzung.

Damit wird zum wiederholten Male eine Transaktion eingestielt, von der die Öffentlichkeit nichts mitbekommen soll. Dabei bleibt diesmal sogar alles in der Familie, denn die Stadt verkauft an sich selbst.

Das sich im Eigentum der Stadt Hagen befindliche 2.335 qm große Grundstück soll inklusive des Gebäudes für knapp 76.000 Euro an den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH), eine stadteigene Anstalt öffentlichen Rechts, veräußert werden. Also praktisch ein Verkauf an sich selbst.

Der WBH plant, das Areal anschließend an eine „Survival- und Wildnisschule“ zu vermieten. Dahinter verbirgt sich ein Event-Anbieter, dessen Qualifikation nach eigenen Angaben u.a. darin besteht, „Feldkoch des Katrastophenschutzes“ zu sein. Die Verwaltung glaubt, dieses Angebot könne das Waldpädagogische Zentrum ergänzen, das von der Gesamtschule Haspe betrieben wird. Nähere Angaben zu einem Konzept des neuen Anbieters werden aber nicht genannt.

Obwohl in diesem Fall noch nicht einmal (wenigstens unmittelbar) Interessen Dritter im Spiel sind, die sonst immer als Begründung für Beschlüsse im Dunkeln herhalten müssen, soll auch dieser Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil des HFA abgehakt werden.

Begründet wird die Verschwiegenheit mit der Geschäftsordnung des Rates. Dort werden tatsächlich „Grundstücksangelegenheiten“ in § 2 Abs. 3 pauschal in den politischen Darkroom verbannt. Weitere Gummiformulierungen eröffnen dem Oberbürgermeister darüber hinaus großzügige Gestaltungsmöglichkeiten, der Öffentlichkeit Themen zu entziehen.

Aber allein die „Grundstücksangelegenheiten“ haben es in sich. So wurde offenbar bereits 2013 das Rathaus der ehemaligen Stadt Haspe in aller Stille verkauft. Die Brauchtumsfreaks um den Bezirksvorsteher Dietmar Thieser, die sonst für jede Eselei zu haben sind, haben aber die Veräußerung der späteren Bezirksverwaltungsstelle ihren (angeblich) ach so geliebten Mitbürgern verschwiegen.

Weitreichendere Folgen hat der pauschale Verzicht auf Vorkaufsrechte der Stadt in Gebieten wie der „Sozialen Stadt Wehringhausen“. Dort werden Gestaltungsmöglichkeiten leichtsinnig vertan, durch Übernahme von Wohnhäusern sowohl notwendige Sanierungsmaßnahmen durchzuführen als auch Einfluss auf eine wünschenswerte Durchmischung der Mieterstruktur zu nehmen.

Die Möglichkeit zum bevorzugten Erwerb ist durch entsprechende Regelungen im Baugesetzbuch gegeben. Aber die Politik will nicht, und wegen der Geheimhaltungspraxis erfahren die Bürger noch nicht einmal etwas von der kontraproduktiven Haltung ihrer vermeindlichen Vertreter.

An fehlenden Finanzmitteln kann es jedenfalls nicht liegen, städtische Gesellschaften können momentan Kredite fast zum Nulltarif aufnehmen und jede von der Kommunalaufsicht auferlegte Schuldenknute ließe sich problemlos umgehen. So wollte erst kürzlich die ebenfalls städtische GIV mit einem Millionenbetrag beim Verkauf des stillgelegten Marienhospital mitbieten. Hat nicht geklappt, das Beispiel zeigt aber: Möglichkeiten sind vorhanden.

Genutzt werden leider weiterhin vor allem die des Versteckspiels. Dabei ließe sich das kryptische Gebaren leicht ändern, denn die maßgebliche Gemeindeordnung ist weit weniger restriktiv als die Geschäftsordnung des Hagener Stadtrats. Dessen Mehrheit fehlt aber schlichtweg der Wille zu einer bürgerfreundlichen Änderung. Lieber hält man an intransparenten Strukturen fest.

Die jahrzehntelange „Kultur“ der Mauschelei hat sich derart verfestigt, dass sie schon pathologische Züge angenommen hat. Dass damit Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten gegossen wird, ist den Führungsfiguren der Ratsfraktionen offenbar auch egal.

Schlechtes Zeugnis für die Verwaltung der Stadt Hagen

30. November 2016 by

Es ist ein Zeugnis mit dem man auf keinen Fall versetzt würde. Hagens Unternehmen machen der Verwaltung deutlich wie wenig sie sich wertgeschätzt fühlen. (…)

Viele der Befragten würden sich laut Unternehmerrat öfter eine pragmatische Turbo-Entscheidung eines zuständigen Dezernenten wünschen. Die Entscheidungs- und Erledigungsgeschwindigkeit der Verwaltung sei viel zu gering. Nur zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen ihre Zukunft vollständig am Standort Hagen. Einhundertprozentige Zustimmung gab es für folgende drei Thesen:

1. Nur eine visionäre Betrachtung der aktuellen Situation beschleunigt Entscheidungen und verbessert Zusammenarbeit.

2. Das Werte-Gerüst, in dessen Rahmen Unternehmen und Verwaltung zusammenarbeiten, muss neu formuliert werden, die gegenseitige Achtung muss wieder eine Selbstverständlichkeit sein.

Und 3. Die Entwicklung eines Leit- und Zukunftsbildes für die Stadt ist unbedingt erforderlich. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Bei aller berechtigten Kritik an der Verwaltung darf die Verantwortung der Politik nicht außer Acht gelassen werden. Wer Stellen massiv abbaut, wie in den vergangenen Jahren im Rahmen der grassierenden Kürzungspolitik geschehen, ist zumindest mitverantwortlich dafür, dass Entscheidungswege immer länger werden.

Der Unternehmerrat ist natürlich eine Lobbyistengruppe, die ihre eigenen Interessen vertritt. Bezeichnenderweise werden Nachteile, die die Bürger dieser Stadt in ihrer Gesamtheit betreffen, gar nicht erwähnt.

Vorsicht ist auch aus einem ganz anderen Grunde angebracht: Der Initiator dieser Gruppe ist in esoterischen Kreisen unterwegs und bezeichnet sich selbst als „Schamane“ und „spiritueller Lehrer“. In dieser Szene mag „eine pragmatische Turbo-Entscheidung“ von selbsternannten „Denkern“ üblich sein, in der Verwaltung müssen dagegen Entscheidungen immer noch rechtssicher sein. Im anderen Fall stehen die großen Kritiker aus dem Unternehmerlager ganz schnell mit ihren Anwalts-Schwadronen auf der Matte.

Jeder zweite Auszubildende fühlt sich stark belastet

30. November 2016 by

Ausbildungsreport der DGB-Jugend NRW

Die DGB Jugend NRW hat gestern, am 29.11., in Düsseldorf ihren Ausbildungsreport 2016 vorgestellt. „In diesem Jahr haben wir uns schwerpunktmäßig mit dem Thema psychische Belastungen befasst“, erklärte Eric Schley, Jugendsekretär des DGB NRW. Dazu seien über 5.400 junge Frauen und Männer aus NRW schriftlich befragt worden.

„Das Ergebnis unserer Befragung ist: Jeder zweite Auszubildende fühlt sich in mindestens einem Bereich in hohem oder sehr hohem Maße belastet.“ Insbesondere Leistungs- und Zeitdruck seien ein zentraler Belastungsfaktor für Auszubildende, so Schley weiter. Dahinter folgten lange Fahrtzeiten und die Lage der Arbeitszeiten bzw. Schichtdienst. „Jeder achte Auszubildende klagt zudem über Probleme mit Kollegen und Vorgesetzen.“

Belastende Bedingungen in der Ausbildung wirkten sich unmittelbar auf das Wohlergehen der Jugendlichen aus, sagte Schley. „Unsere Untersuchung zeigt: Je stärker die empfundenen Belastungen, desto höher der Anteil der Azubis, die unter körperlichen und psychischen Beschwerden leiden. Sie fühlen sich laut eigenen Angaben wesentlich häufiger schwach und krankheitsanfällig und sind am Ende des Ausbildungstages öfter erschöpft als die gering Belasteten.“

Mehr als ein Drittel der betroffenen Auszubildenden denke zudem immer oder häufig über einen Ausbildungsabbruch nach. „Das sind viermal so viele wie in der Gruppe der Auszubildenden, die sich keinen starken Belastungen ausgesetzt sehen.“

Saida Ressel, Jugendbildungsreferentin des DGB für Hagen, findet: „Das beste Mittel gegen psychische Belastungen ist eine Verbesserung der Ausbildungsqualität insgesamt.“

Genau das zeige der Report: „Die Ausbildungsberufe, bei denen die Qualität der Ausbildung als besonders hoch beschrieben wird, sind gleichzeitig die Berufe, bei denen sich die Auszubildenden am wenigsten psychisch belastet fühlen“, so Ressel weiter. Das gelte zum Beispiel für Industriemechaniker und Mechatroniker.

Umgekehrt fühlten sich Auszubildende in Berufen wie Friseure, zahnmedizinische Fachangestellte und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk nicht nur besonders schlecht betreut und behandelt, sondern auch stark psychisch belastet. „Der Zusammenhang ist also nicht nur logisch, sondern mit dem Ausbildungsreport auch statistisch nachweisbar.“

Ressel fordert daher: „Wir brauchen endlich eine substantielle Verbesserung der Ausbildungsqualität in den Berufen, die seit Jahren die letzten Plätze in unserem Report belegen. Da sind sowohl die Kammern als auch die Betriebe in der Verantwortung.“ Darüber hinaus müsse das Berufsbildungsgesetz modernisiert werden. „Wir brauchen eine bessere Regelung der Ausbildungszeiten und eine volle Anrechnung der Berufsschulzeiten, um den Jugendlichen mehr Gelegenheit zur Erholung zu geben.“

Den ganzen Ausbildungsreport sowie zahlreiche Grafiken zum Herunterladen finden Sie hier: www.nrw.dgb.de/ausbildungsreport

„Wie aus Asche Gold wird“

30. November 2016 by

Gold zu machen versuchten im Mittelalter die Alchimisten. Erfolglos. Den umgekehrten Weg ging der Bundesgerichtshof im Jahr 2015: Er erklärte Asche zu Gold.

Mitarbeiter eines Krematoriums, die Goldzähne im Wert von 300.000 Euro an sich genommen hatten, konnten nun wegen „Störung der Totenruhe“ verurteilt werden. Mit diesem Fall hat sich Prof. Dr. Stephan Stübinger wissenschaftlich befasst.

Der Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie an der FernUniversität in Hagen hält hierzu am Donnerstag, 1. Dezember, einen Vortrag: „Wie aus Asche Gold wird.“ Veranstalterin ist die Juristische Gesellschaft Hagen, Veranstaltungsort ab 17 Uhr die FernUniversität, TGZ-Gebäude, Universitätsstr. 11, 58097 Hagen (Raum F09 im Erdgeschoss).

Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Drei Mille für ein Hosianna

29. November 2016 by

BV Haspe wirft wieder mit Geld um sich

weihnacht-im-kreiselTeure Weihnachten im Hasper Kreisel: Ein wenig Licht für 3.000 Euro. Foto: DW

Die Bezirksvertretung Haspe scheint absolut schmerzfrei in der Verrichtung ihrer Rituale zu sein. Nachdem sie schon vor einem Jahr Phantombeträge in die Weihnachtsbeleuchtung am Hasper Kreisel und in der Fußgängerzone Voerder Straße gesteckt hatte, wurde jetzt eine neue Runde mit ersichtlich völlig überhöhten Ausgaben eingeläutet.

In der BV-Sitzung am 3. 11. 2016 beschloss das Bezirksgremium: „Die Bezirksvertretung Haspe stellt aus ihren Mittel für das laufende Haushaltsjahr, vorbehaltlich der Mittelfreigabe durch den Kämmerer, einen Betrag von bis zu 3.000 € für die Anschaffung und Installation von Lichterketten in zwei Bäumen im Hasper Kreisel zur Verfügung.“

In zwei Bäumen. In einem Umfang wie auf der Abbildung erkennbar. Nun ist sicherlich nichts gegen eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Illumination des Hasper Zentrums einzuwenden. Der finanzielle Aufwand macht allerdings stutzig. Sehr stutzig.

Wäre es eventuell möglich, dass der Auftragnehmer dieser Installation sich im Nachhinein mit einer sehr großzügigen Spende „erkenntlich“ zeigt? Zum Beispiel an einen oder mehrere Vereine, die maßgeblichen Akteuren der Bezirksvertretung nahe stehen?

Noch’n Rücktritt

29. November 2016 by

Andreas Kroll gibt Ratsmandat zurück

Ratsmitglied Andreas Kroll (SPD) wird zum Ende des Jahres sein Mandat zurückgeben. Das kündigte er gestern in der Sitzung seiner Fraktion an. Für ihn nachrücken wird wohl die 40jährige Nadine Brandstätter vom Ortsverein Berchum.

Kroll hatte Anfang Oktober bei der Aufstellung des SPD-Kandidaten für die Landtagswahl 2017 überraschend gegen Wolfgang Jörg seinen Hut in den Ring geworfen, war aber gescheitert. Mit knapp 40 Prozent der Delegiertenstimmen erzielte er allerdings einen Achtungserfolg.

Diese Kandidatur ist ihm wohl nicht allzu gut bekommen. Die Führungsspitzen von Partei und Fraktion sollen ihn seitdem geschnitten haben. Das dürfte bei dem Entschluss zurückzutreten eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Nachrückerin Nadine Brandstätter hat nach eigenen Angaben auf einer Karriereplattform an der Ruhr-Universität Bochum Rechtswissenschaften studiert und als Moderatorin, u.a. für eine RTL-Sendung, sowie als Model gearbeitet.

Müllverbrennung bis 2032 gesichert

29. November 2016 by

Die Müllverbrennungsanlage Hagen ist bis ins Jahr 2032 ausgelastet. Die Gesellschafter Hagen, Dortmund und Enervie setzen ihre Zusammenarbeit fort. (…)

Mit der Beibehaltung der bisherigen Gesellschafterstrukturen wird auch die sogenannte Inhouse-Fähigkeit des HEB gewahrt, die dem Unternehmen als einer lupenreinen kommunalen Tochter den Erstzugriff auf den Hagener Müllmarkt an allen europäischen Ausschreibungszwängen vorbei garantiert. Durch eine im April dieses Jahres erfolgte Änderung im Vergaberecht ist nämliche eine mittelbare Beteiligung von privaten Gesellschaftern – im Fall von HEB/HUI also die Beteiligung von Remondis bei der vorzugsweise kommunal getragenen Enervie AG – zulässig.

Dazu muss künftig die gesellschaftsrechtliche Beteiligung der Enervie, die bislang faktisch über die Mark-E AG erfolgte, auf eine neue, der Stadt weisungsgebundene Gesellschaft übertragen werden: Hierzu wird die neu zu gründende „Entsorgungsbeteiligung Hagen GmbH“ installiert.

Diese hält künftig 29 Prozent der HEB-Anteile, 51 Prozent verbleiben bei der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft und 20 Prozent bei der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG). (…)

Quelle: DerWesten

Arno Lohmann legt Amt nieder

28. November 2016 by

Bezirksbürgermeister Arno Lohmann legt sein Amt nieder. Das meldet Radio Hagen. Demnach gibt er sein Mandat in der Bezirksvertretung Hagen-Mitte und damit auch das Amt des Bezirksbürgermeisters zum Ende des Jahres ab. Nach Angaben des Senders begründet Lohmann seine Entscheidung mit der beruflichen Belastung, die sein neuer Arbeitsplatz mit sich bringt.

Lohmann war Geschäftsführer des Dortmunder Unternehmens Fabido, in dem die Stadt ihre Kindertageseinrichtungen gebündelt hat. Im April dieses Jahres wechselte er in den Vorstand des AWO-Bezirks Westliches Westfalen, wo er für die Finanzen zuständig ist.

Solchen Positionen bei der AWO eilte bislang nicht eben der Ruf voraus, mit übermäßiger Arbeitsbelastung einherzugehen. Im Hagener Rathaus wird dagegen seit August eine ganz andere Geschichte kolportiert. Demnach soll Lohmann aus rein privaten Gründen seinen Wohnsitz nach Dortmund verlegt haben.

Sollte das zutreffend sein, hätte Lohmann Amt und Mandat entsprechend dem nordrhein-westfälischen Kommunalwahlgesetz (§ 37) schon vor Monaten zurückgeben müssen, da er mit einem Umzug nach Dortmund seine Wählbarkeit in Hagen nachträglich verloren hätte.

Planungsressort hisst weiße Fahne

28. November 2016 by

Angesichts des engen Personalschlüssels stößt das Hagener Planungsressort an seine Kapazitätsgrenzen. Jetzt soll die Politik Schwerpunkte definieren.

Auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses lief das Thema jüngst unter dem eher banal klingenden Begriff „Prioritätenliste der Verwaltung“ – am Ende entpuppte es sich als ein deutlich vernehmbarer Hilferuf, eine unmissverständliche Überlastungsanzeige an die Politik.

Die klare Botschaft: Der permanente Wunsch aus den Fraktionen, überall ein bisschen mitmischen und gestalten zu wollen, führe letztlich dazu, dass im Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung von Leiterin Barbara Hammerschmidt kaum ein Thema mehr adäquat zum Abschluss gebracht werden könne. Spardruck und Personalabbau treffen in einer Nothaushaltskommune auf weitgehend ungebremstes Anspruchsdenken aus den Fraktionen. (…)

Quelle: DerWesten

„Erhalt der Notfallversorgung ist wichtig“

28. November 2016 by

Marion Golling, Geschäftsführerin des Hohenlimburger Bauvereins, reiht sich in die Phalanx jener Hohenlimburger ein, die aktuell für den Erhalt der Notfallversorgung am Elseyer Krankenhaus kämpfen. „Diese ist auch aus Sicht unserer Gesellschaft überaus wichtig“, betont die Geschäftsführerin. „In unserem Wohnungsbestand lebt ein hoher Anteil an Menschen, die 70 Jahre und älter sind. Für diese ist eine Notfallversorgung in ihrem Stadtteil von großer Bedeutung.“ (…)

Quelle: DerWesten

Hagen erhält 12,4 Millionen Euro

27. November 2016 by

Entlastung der Kommunen – aber nur für zwei Jahre

Mit rund 20 Milliarden Euro wird der Bund die Länder und Kommunen bis 2019 unterstützen. Das habe der Deutsche Bundestag am Freitag mit einem weiteren Gesetz zur Entlastung von Ländern und Kommunen entschieden, erklärt der Hagener Abgeordnete René Röspel (SPD). Die Stadt Hagen profitiere dabei mit rund 12,4 Millionen Euro.

Mit dem Gesetz werde eines der prioritären Ziele des Koalitionsvertrags umgesetzt: Die Entlastung der Kommunen bei Sozialausgaben um 5 Milliarden Euro jährlich ab 2018. Die Verteilung der 5 Milliarden erfolgt durch eine Kombination aus kommunaler Umsatzsteuerbeteiligung (2,4 Mrd. Euro), Kosten der Unterkunft für Langzeitarbeitslose (1,6 Mrd. Euro) und Umsatzsteuer der Länder (1 Mrd. Euro).

Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen erhalten nach Berechnungen des Deutschen Städte- und Gemeindebundes eine jährliche Entlastung von etwa 1,24 Milliarden Euro. Darin enthalten sind 217 Millionen Euro, die zunächst über die Umsatzsteuer an das Land NRW fließen, aber ungeschmälert über die Schlüsselmasse der Gemeindefinanzierungsgesetze an die Kommunen weitergegeben werden. Dies habe die rot-grüne Landesregierung bereits im Juli dieses Jahres beschlossen, so Röspel. Die übrigen Gelder fließen über die kommunale Umsatzsteuerbeteiligung und die Kosten der Unterkunft direkt an die Kreise, Städte und Gemeinden.

Röspel erklärt: „Mit dem heute verabschiedeten Gesetz haben wir außerdem eine jährliche Integrationspauschale von je 2 Milliarden Euro für die Jahre 2016 bis 2018 an die Länder beschlossen sowie die vollständige Übernahme der Unterkunftskosten für anerkannte, arbeitslose Flüchtlinge in Höhe von voraussichtlich 2,6 Milliarden Euro für die Jahre 2016 bis 2018″. Zusammen mit der Erhöhung der sozialen Wohnungsbaumittel um je 500 Millionen Euro für 2017 und 2018 komme die beachtliche Summe von knapp 20 Milliarden Euro zustande, die bis 2019 an Länder und Kommunen fließen.

Wahrlich beachtlich. Aber nur für zwei Jahre. Wie es danach weitergeht, dazu hüllt sich der Abgeordnete in Schweigen.

Richard Rogler: Freiheit aushalten!

26. November 2016 by

Mo., 05.12.2016, 19:30 Uhr, theaterhagen

r-rogler2_121kFoto: Gerald Kasten

Mit keinem Wort wird im Moment so viel Schindluder getrieben wie mit dem Begriff „Freiheit“.

Besoffene Ballermann-Reisende fordern mehr Beinfreiheit, gierige Banker mehr Unternehmerfreiheit, religiöse Fanatiker Glaubensfreiheit, verantwortungslose Raser Tempofreiheit, jeder Depp beruft sich für sein Geschwätz auf die Meinungsfreiheit.

Das Freiheitstürchen ist weit geöffnet. Alles ist unter dem Deckmantel „Freiheit“ möglich.

So kann der „Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima“ heute jederzeit eine Rede bestellen über die Sehnsucht nach der modernen, westlichen Toilettenwasserspülung als Hauptmotiv für die Freiheitsbewegung der DDR-Bürger. Auf Anfrage erfüllt unser Staatsoberhaupt gerne deren Wunsch.

Er wird sogar noch weiter gehen. Er wird Sie in pastoraler Manier davon überzeugen, dass es in Mali nur eine freiheitliche Demokratie geben wird, wenn die Bundeswehr dort mit Waffengewalt die Wasserspülung durchgesetzt hat, und somit nach der Pleite „Am Hindukusch“ nun in Mali unsere freiheitliche Sicherheit verteidigt wird. Alles eine Frage verquaster Freiheits-Rhetorik.

Sagt einer zu mir: „Herr Rogler, finden Sie das richtig, dass der Kongolese jetzt schon die deutsche Post austrägt?“ Ich sage: „Machen Sie es doch!“  – „Ich bin doch nicht verrückt. Die armen Neger werden doch nur ausgebeutet.“  – „Sehen Sie, soviel ist denen die Freiheit wert“.

Was kann man tun? Sollen wir den Missbrauch der Freiheit in Form der Dummheit unter Strafe stellen? Aber wer finanziert dann die Millionen an zusätzlichen Gefängniszellen?

Und außerdem: Gesetze einhalten kann jeder, aber die Freiheit aushalten… Das ist ein täglicher Kampf.


%d Bloggern gefällt das: