Bundestagswahl 2021 – Die Hagener Ergebnisse

24. September 2021 by

BTW 2021Am Wahlsonntag, den 26. September 2021, werden hier die Ergebnisse der Bundestagswahl in Hagen und den anderen Städten im Wahlkreis 138 (Hagen/Ennepe-Ruhr-Kreis I) eingespeist. Abrufbar sind sowohl die Erststimmen- als auch die Zweitstimmenergebnisse, ebenso die Zahlen aus den Stadtbezirken und den einzelnen Wahlbezirken. Die Daten werden am Wahlabend ständig aktualisiert:

Votemanager

Sollte das Hagener IT-System (wie am Abend der Kommunalwahl 2020) wieder zusammenbrechen, lässt sich auf das Angebot von Information und Technik NRW ausweichen. Dort stehen auch die anderen NRW-Wahlkreise zur Auswahl:

Information und Technik NRW im Auftrag des Landeswahlleiters

Corona in Hagen – Stand: 24.09., 0:00 Uhr

24. September 2021 by

An der Gesamtschule Haspe gibt es neue Quarantänemaßnahmen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat.

Bürgerbegehren abgelehnt – zwei neue beantragt

24. September 2021 by

Es ging längst nicht mehr ums Bad. Dafür war die Debatte im Rat hitzig. Das Ergebnis: Bürgerbegehren abgelehnt, aber zwei neue sind beantragt.

Also rein faktisch ist das eine nüchterne Nummer. Das beantragte Hohenlimburger Bürgerbegehren gegen den Abriss des Lennebades ist erst von der Verwaltung für unzulässig und dann vom Rat der Stadt abgewiesen worden. Elf Stimmen gegen den Ablehnungsvorschlag der Verwaltung, sieben Enthaltungen, der Rest dafür und somit: mehrheitlich abgelehnt. Die Diskussion, die sich im Rat entwickelte, ist aber aus öffentlicher und Bürgersicht ziemlich dokumentierenswert. Denn es geht eigentlich mehr ums Prinzip: Wie gehe ich als Stadt und Politik mit einem Bürgerbegehren um? (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es lohnt sich, den WPWR-Artikel komplett zu lesen. Die Arroganz der Macht kwillt aus allen Knopflöchern, siehe auch hier.

„Missstände in der Partei“

24. September 2021 by

DOPPELWACHOLDER.DE berichtete über einen Beschluss des Hagener SPD-Vorstands, wieder Spenden von Firmen anzunehmen, obwohl ein Parteitagsvotum das abgelehnt hatte. Jetzt hat sich auch der Vorsitzende des Ortsvereins Altenhagen, Bernd Schmidt, in dazu geäußert. Hier seine Stellungnahme:

SPD Hagen wieder bereit Spenden zu empfangen

Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass wir wieder bereit sind, Spenden auch in größeren Summen empfangen zu können. Dabei gibt es einen Parteitagsbeschluss vom 02.02.2010 in welchem die Annahme von Parteispenden mehrheitlich abgelehnt worden ist.

Einen Parteitagsbeschluss kann man nur durch einen selbigen aufheben.

Da der oben genannte Beschluss vom 02.02.2010 gültig ist, bleibt die Annahme von Parteispenden äußerst fraglich. Auch der Tagesordnungspunkt 4 „Annahme von Spenden“ in der Sitzung des UBV vom 14.06.2021 ist zu hinterfragen.

Sollte die Grundeinstellung gegenüber Parteispenden sich geändert haben, muss in erster Linie intern mit allen Parteimitgliedern gesprochen werden. Folgerichtig würde eine interne Abstimmung zu einem Parteitagsbeschluss führen und der innerparteilich korrekte Weg würde eingehalten werden.

Da diese Vorgehensweise jedoch nicht nachzuvollziehen ist, möchte ich mit diesem Schreiben auf gewisse Missstände innerhalb der Partei aufmerksam machen, wie es auch schon bereits der Bundestagsabgeordnete René Röspel tat. Auch aus Achtung und Respekt vor unseren 1.400 Parteimitgliedern ist eine transparente Politik ausschlaggebend für unseren Erfolg.

Marco Boksteen verlässt nach zehn Jahren die HGW

24. September 2021 by

Dr. Marco Boksteen, alleiniger Geschäftsführer der Hagener Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (HGW), wird Mitte Februar aus der Leitung des Unternehmens in Hagen ausscheiden. (…)

Wohin es ihn zieht, wollte oder konnte der 41-jährige Jurist, der auch Gesellschafter einer Immobilienfirma ist, noch nicht verraten: „Mal schauen, was sich ergibt.“ (…)

Quelle: wp.de

Erste Premiere im Lutz in der Spielzeit 2021/22

24. September 2021 by

„Adas Universum“ – Eine musikalische Forschungsreise

Adas UniversumAus der Produktion (v.l.n.r.): Helen Rademacher, Charlotte Welling. Foto: Leszek Januszewski.

Die erste Premiere im Lutz Hagen in der Spielzeit 2021/22 findet am 26. September 2021 (15.00 Uhr) statt. Auf dem Programm steht die Uraufführung von „Adas Universum“ – Eine musikalische Forschungsreise von Anja Schöne und Tobias Hagedorn (ab 8 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 3-5).

Adas Universum öffnet ein Fenster in die Welten von zwei jungen Mädchen, die sich nicht davor scheuen, das scheinbar Unmögliche zu denken: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, also 100 Jahre vor der eigentlichen Erfindung des Computers, entwickelt die wissbegierige Ada Lovelace die erste Programmiersprache. Zweihundert Jahre später möchte Nachwuchserfinderin Lia mit den Mitteln von Musik und Computertechnologie die Welt, die sie umgibt, verändern. Mit großer Neugier und unerschütterlichem Forscherinnengeist erschaffen beide immer neue Universen um sich herum, die gleichzeitig von kindlicher Fantasie und visionärer Vorstellungskraft zeugen.

Lutz-Leiterin Anja Schöne und Tobias Hagedorn, Komponist für zeitgenössische elektronische Musik, haben dieses Stück konzipiert und kreiert und schicken darin zwei Schauspielerinnen auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise zu den Funktionsweisen von Computern und den Schnittstellen von Mathematik und Musik.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Wehringhausen: Rundgang zur Architektur um 1900

24. September 2021 by

Einen Stadtteilrundgang durch Wehringhausen mit Dr. Elisabeth May zur abwechslungsreichen Architektur um 1900 veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 29. September, von 16 bis 18 Uhr. Treffpunkt ist vor der Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Straße 49.

Die topografischen Gegebenheiten des Stadtteils Wehringhausen finden sich auch städtebaulich in dem gesellschaftlich-hierarchischen Aufbau des Wohnviertels wieder. Oben, an den Stadtgarten grenzend, entstand ein exponiertes Baugebiet nach den Gründerjahren. Im Buschey-Viertel zeugen prächtige Villen von einer glanzvollen Zeit. Die Beamtenwohnhäuser im mittleren Bereich des Viertels sind ebenso ansehnlich wie die weiter bergab gelegenen Arbeiterwohnhäuser mit den ansprechenden Fassadengestaltungen.

Die Teilnahmegebühr von 6 Euro wird vor Ort in bar kassiert. Anmeldungen nimmt das Serviceteam der VHS unter Angabe der Veranstaltungsnummer 1164 unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de entgegen.

Selbstbewußtsein und Zeit: Friedrich Hölderlin

24. September 2021 by

Im Jahre 2020 jährte sich der Geburtstag des Ausnahmedichters Friedrich Hölderlin (1770-1843) zum 250. Mal. Bedingt durch die Pandemie fielen zahlreiche Veranstaltungen, die an ihn erinnern sollten, aus.

Das „Forum philosophicum“ der FernUniversität in Hagen holt eine auch für Hagen geplante Hommage jetzt mit einer Veranstaltung nach, die Hölderlin als Dichter, zugleich aber auch als Denker würdigt. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Verschränkung von Selbstbewusstsein und Zeitbewusstsein bei einem Meister der Sprache, dem die philosophischen Koryphäen seiner Zeit nicht unbekannt waren.

Der Referent, Dr. Werner Schmitt, war der letzte Assistent des Frankfurter Sprachphilosophen Bruno Liebrucks (1911-1986), der dem Werk Friedrich Hölderlins den stattlichen siebten Band seines Hauptwerkes „Sprache und Bewußtsein“ gewidmet hat.

Liebrucks wie auch Schmitt sind dabei konsequent der Frage nachgegangen, inwiefern erst ein Verständnis des Hegelschen „Begriffs des Begriffs“ die logischen wie auch die unausweichlich mythischen Räume erschließen kann, die Hölderlins Dichtung aufrufen. Sie sind dabei bis zu der Frage vorgestoßen, ob Hölderlin nicht Zeuge einer absoluten Sprachlichkeit ist, die unsere logischen Welten noch einmal auf eine eigene Fülle-Erfahrung hin übersteigt.

Die Veranstaltung findet am 30. September ab 16.30 Uhr in der FernUniversität in Hagen, Universitätsstr. 33, Gebäude 2, Raum 1 bis 3, 58097 Hagen, statt. Alle Interessierten sind willkommen, der Eintritt ist frei, Corona-Regeln sind zu befolgen.

Große Demo von Fridays-for-future zwei Tage vor Wahl

23. September 2021 by

Die Jugendbewegung „Fridays for future“ geht am 24. September, zwei Tage vor der Bundestagswahl, noch einmal in Hagen auf die Straße. Es ist die nächste große Demo im Rahmen des weltweiten Klimastreiks unter dem Motto „Alle fürs Klima“. Start ist um 14 Uhr am Hagener Hauptbahnhof. Der Demo-Zug endelt an der Konzertmuschel im Volkspark.

Erneut will sich die Bewegung für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, und gegen die anhaltende Klimazerstörung stark machen. (…)

Quelle: wp.de

Corona in Hagen – Stand: 23.09., 0:00 Uhr

23. September 2021 by

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Hagen eine weitere Person verstorben (geboren 1940). Insgesamt weisen aktuell 456 Hagenerinnen und Hagener ein positives Testergebnis auf.

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„Emotionales Neuland“

23. September 2021 by

WBH: Pöstchen für alle – und dann is‘ gut

Auf den letzten Drücker hat sich auch noch der Fanclub des Oberbürgermeisters zu Wort gemeldet. Am Tag vor der Sitzung des Rates tischen CDU, Grüne und FDP in Sachen Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) eine Idee auf: Die Widerspenstigen in den Gremien sollen offensichtlich mit dem Versprechen auf Pöstchen ruhig gestellt werden.

In einem Antrag formuliert die sogenannte „Allianz“:

„Die Verwaltung wird beauftragt (…) einen Vorschlag zur Ausgestaltung des Verwaltungsrates zu entwickeln, der allen Fraktionen und Gruppen Zugang zum Gremium gewährt und so die Informationen unmittelbar auch für diese Akteure verfügbar macht (sowie) für die Bezirksvertretungen eine angemessene Mitsprache sicherstellt.“

Ein Zückerchen, dass auch schon die OB-Etage in einer Mitteilung vom 17. September hingehalten hatte: „Eine Erweiterung des Verwaltungsrates, so dass alle Fraktionen und Gruppen vertreten sind, ist problemlos möglich.“

Ferner soll, so das schwarz-grün-gelbe Trio, geprüft werden, „ob eine Rückeingliederung der Gewässerunterhaltung, des Grünflächenmanagements und des Forstes in die Stadtverwaltung Hagen sinnvoll und durchführbar ist“. Damit würde erstmals eine wenigstens teilweise Rekommunalisierung ins Auge gefasst.

Aus welchem Grunde nur die genannten Bereiche geprüft werden sollen, bleibt unklar und riecht ebenfalls nach Lockstoff. Hatte doch die CDU es bereits „kategorisch“ abgelehnt, den WBH „in den Schoß der Verwaltung zurück zu führen“.

Daneben soll die Verwaltung beauftragt werden, zu prüfen, ob die maßgeblichen Vorlagen „ganz oder in welchen Teilen in öffentlicher Sitzung beraten werden können“. Diese Inhalte seien in der „nächsten Sitzung des Rates öffentlich zu beraten“.

Das ergäbe nur dann einen Sinn, wenn die „Allianz“-Brüder und -Schwestern beantragt hätten, den Tagesordnungspunkt WBH abzusetzen oder wenigstens, wie es die SPD möchte, als 1. Lesung zu behandeln. Das haben sie aber nicht. Sollte, wie geplant, die Verwaltungsvorlage im nichtöffentlichen Teil der heutigen Ratssitzung beschlossen werden, wäre eine spätere Behandlung obsolet geworden.

Als weiteres Trostpflaster für die Ungläubigen soll nach den Vorstellungen der Antragsteller „im Falle der Betrauung zwingend eine begleitende Evaluation über einen Zeitraum von 18 Monaten“ verankert werden. „Sollte der Rat zu dem Ergebnis kommen, dass die Betrauung zum Verlust an Transparenz“ führt, sei eine Exit-Option vorzusehen. Mit der Betrauung betrete der Rat der Stadt „emotionales Neuland“. Man darf wohl annehmen, dass sich nach eineinhalb Jahren niemand mehr daran erinnert.

In der Begründung ihres Antrags beklagen CDU, Grüne und FDP die „selektive und teilweise entstellende Darstellung nichtöffentlicher Unterlagen“ in den Medien, die für „zusätzliche Verwirrung gesorgt“ hätten. Deshalb sähen die Antragsteller in einer Veröffentlichung der Daten und Fakten eine wichtige Möglichkeit zur Versachlichung der Diskussion.

Eine weitere Schleimspur, die damit ausgelegt wird. Die Daten und Fakten hätten von Beginn an veröffentlicht werden können. Sie wurden es nicht, und auch dieser Antrag trägt nicht dazu bei.

Erste Musiktheater-Premiere: „Anatevka“

23. September 2021 by

Anatevka_KHP_013Im Vordergrund: Ansgar Schäfer als Tevje. Foto: Björn Hickmann.

Das Theater Hagen startet seinen Premieren-Reigen am Samstag, 25. September 2021 (19.30 Uhr, Großes Haus) mit der Aufführung der Neuinszenierung des Musicals „Anatevka“ („Fiddler on the Roof“) von Joseph Stein und Jerry Bock.

„Anatevka“ ist eines der beliebtesten und erfolgreichsten Musicals, das bis heute das Publikum berührt und mitreißt. Das 1964 am Broadway uraufgeführte Werk basiert auf Geschichten von Scholem Alejchem, einem der bedeutendsten jiddischsprachigen Schriftsteller. Das facetten- und klangfarbenreiche Stück, in dem Klezmer und Broadwaymusik aufeinandertreffen, enthält unvergessliche Melodien wie das Lied des Tevje „Wenn ich einmal reich wär‘“.

Worum geht’s? Tevje träumt davon, reich zu sein, nicht arbeiten zu müssen und ein bequemes Leben zu haben. Davon ist der jüdische Milchmann jedoch weit entfernt: Als Vater von fünf Töchtern ist er besorgt, sie gut zu verheiraten. In Anatevka, einem Dorf im zaristischen Russland, in dem die Familie lebt, ist alles durch jüdische Traditionen geregelt.

Doch Tevjes drei älteste Töchter verstoßen gegen die Tradition, als sie die Dienste der Heiratsvermittlerin ablehnen und sich stattdessen selbst ihre Ehemänner aussuchen wollen. Und auch sonst gerät Tevjes Welt aus den Fugen: Das Zusammenleben von Juden und Christen wird immer öfter durch Gewalt und Pogrome getrübt, was seine Familie in existentielle Not bringt.

Beinahe verliert der Milchmann dabei das Gleichgewicht, das die Menschen in Anatevka so dringend benötigen: Treffend vergleicht er sie mit einem Geiger auf dem Dach, der versucht, eine einfache Melodie zu spielen, ohne sich dabei den Hals zu brechen …

Die Premiere ist ausverkauft. – Weitere Vorstellungen: 9.10. (19.30 Uhr), 3.11. (19.30 Uhr), 12.11.2021 (19.30 Uhr), 19.1. (19.30 Uhr), 6.2. (15.00 Uhr), 10.4.2022 (18.00 Uhr)

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per Email unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de

Rassismus und Ausgrenzung – ein Beitrag zur Prävention

23. September 2021 by

Antisemitismus-Beauftragte informierte sich über den Forschungsverbund CoVio von FernUni und Ruhr-Universität

Drei Jahre lang entwickeln Forschende im Rahmen einer Forschungskooperation der FernUniversität in Hagen und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) den neuen weiterbildenden Masterstudiengang „Kollektive Gewalt, Antisemitismus und Prävention“. Der Forschungsverbund CoVio (Collective Violence) wird vom Land NRW mit 1 Million Euro gefördert. Über den Stand der Planungen hat sich die Antisemitismus-Beauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger jetzt an der RUB informiert.

Leutheusser-Schnarrenberger sieht einen breiten Bedarf für den Master – bei Lehrerinnen und Lehrern, in Verwaltungen des Öffentlichen Dienstes oder der Justiz, bei Polizei und Sicherheitsbehörden.

Mit dem Institut für Diaspora- und Genozidforschung der RUB und seiner fachübergreifenden Vernetzung sowie der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften an der FernUniversität stehen die Forschung und künftige Lehre auf einer breiten wissenschaftliche Basis, um das Thema Antisemitismus und kollektive Gewalt zu bearbeiten.

Bleibt unruhig! Bleibt viele!

23. September 2021 by

Ein Gruß aus der Zukunft an die Bewohnerinnen und Bewohner des Ruhrgebiets

PANGAEA_IMG_7596_1400-800_Foto_Guido-MeinckeKulturelle Vielfalt ist Normalität im Ruhrgebiet. Interkultur Ruhr richtet mit einer Plakataktion und einem Aktionstag kurz vor der Bundestagswahl einen poetischen Gruß an die Gesellschaft der Vielen (Foto: Guido Meincke).

Überall im Ruhrgebiet leuchtet derzeit das Motiv der „Pangaea Ultima“ von Plakatwänden, Litfasssäulen oder Stromkästen. Die Vorstellung eines spekulativen Superkontinents in ferner Zukunft, in dem sich die Erdteile wieder vereinen, hat sich in den vergangenen Jahren als Rahmenerzählung der Projektarbeit von Interkultur Ruhr etabliert. Wie würden wir leben in einer Welt, in der es keine Grenzen mehr gibt? Und ist das Ruhrgebiet nicht heute schon „Pangaea“?

Im Vorfeld der Bundestagswahl nutzt die Aktion die gesteigerte Aufmerksamkeit für Slogans im öffentlichen Raum, um positive und poetische Botschaften des gesellschaftlichen Zusammenhalts in einer diversen Gemeinschaft zu verbreiten. Wie könnte ein respektvolles Zusammenleben der Bewohner von Pangaea aussehen? Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein?

„Bleibt zärtlich“ ist ein weiterer Aufruf, der sich in die aktuelle Wahlkampfrhetorik einmischt, oder der allgemeine Appell an menschliche Solidarität: „Bleibt zusammen“. Dabei ist es angebracht, auch an diejenigen zu denken, die bei der Bundestagswahl keine Stimme haben. In Deutschland sind derzeit ca. 10 Millionen Menschen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit oder Staatenlose gemeldet, die nicht wahlberechtigt sind.

Am 25. September 2021 lädt Interkultur Ruhr gemeinsam mit dem Transnationalen Ensemble Labsa unter dem Motto „Wie ist deine Verfassung?“ in den Tomorrow Club Kiosk in Dortmund ein. Die Botschaften auf den Plakaten sind in den Muttersprachen von Mitgliedern des Ensembles verfasst: Arabisch, Farsi/ Dari, Tigrinisch, Englisch und Deutsch.

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr mit einem Voguing Workshop mit Ray Milan (alias Eray Gülay) und bietet im Laufe des Tages Raum für informellen Austausch. Das Abendprogramm ab 18 Uhr umfasst eine Installation, Performances, Workshops, Gespräche und Musik zum Thema einer „Open Source(s) Constitution“.

Weitere Informationen: www.interkultur.ruhr

Corona in Hagen – Stand: 22.09., 0:00 Uhr

22. September 2021 by

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WBH: Öffentliche Diskussion unerwünscht

22. September 2021 by

SPD-Fraktion wirft als Hilfstruppe der Verwaltung Nebelkerzen

Zwei Tage vor der Entscheidung über die Neuorganisation des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) hat sich auch die SPD-Fraktion im Hagener Rat zu einer Position durchgerungen. Wobei der Begriff „Position“ stark übertrieben ist.

In einem Dringlichkeitsantrag fordert die SPD, den im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung geplanten Tagesordnungspunkt als 1. Lesung zu behandeln. Bis zur nächsten Ratssitzung am 18. November 2021 soll die Verwaltung dann eine zweigeteilte Vorlage vorbereiten.

Alle Sachverhalte, die entsprechend der Gemeindeordnung öffentlich gemacht werden könnten, so die SPD, werden unter einem öffentlichen Tagesordnungspunkt beraten. Sachverhalte, die zwingend nichtöffentlich behandelt werden müssten, sollen unter einem gesonderten Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beraten werden.

Dazu, welche Sachverhalte „zwingend nichtöffentlich“ behandelt werden müssten, äußert sich die Fraktion nicht. Es gibt offenbar keine.

Zusätzlich soll die Verwaltung gemeinsam mit den im Rat vertretenen Fraktionen, Gruppen und Einzelvertretern die personelle Besetzung eines neuen Verwaltungsrates und dessen Kompetenzen erarbeiten. Dabei seien die gefassten Zusatzbeschlüsse der Bezirksvertretungen (die auch niemand kennt) zwingend einzubeziehen.

Mit diesem Antrag umschifft die SPD alle Fragen, die sich aus dem bisher bekannten Prozedere rund um den WBH ergeben:

  • Warum wird das Thema im Dunkelfeld der Nichtöffentlichkeit versenkt? Die Verwaltung lieferte bisher zwei unterschiedliche Begründungen. In der Beschlussvorlage wird die Heimlichtuerei mit den „Gesellschafts- und Gesellschafterinteressen“ begründet, gegenüber der Presse mit „steuerlichen Angelegenheiten“.
  • Warum wird ein Gutachten beauftragt, dessen Empfehlungen anschließend von der Verwaltung vom Tisch gewischt und durch Hausgemachtes ersetzt wird? Welche Interessen werden damit bedient?
  • Warum wird das naheliegende und am wenigsten problematische Modell einer Rekommunalisierung von vorneherein ins Abseits gestellt? Ein Modell, wie es die Stadt Ennepetal bereit 2018 beschlossen hat. Einstimmig und öffentlich. Hier die Beschlussvorlage und das dazugehörige steuerrechtliche Gutachten.

Die SPD-Fraktion im Hagener Rat liefert zu alldem keine Antworten. Stattdessen ergeht sie sich in Schuldzuweisungen in Richtung der kritischen Öffentlichkeit.

Im Vorfeld der Entscheidung über die organisatorische Neuaufstellung des WBH sei „eine öffentliche Diskussion entstanden, die zum einen der Reputation des Wirtschaftsbetriebs und zum anderen dem angestrebten Verfahren nicht gerecht“ werde.

Die in der Öffentlichkeit geäußerten Meinungen und Bedenken fußten „zum Teil auf Unkenntnis der komplexen Zusammenhänge“. Die Verwaltung habe hingegen mit ihren Stellungnahmen „bereits den Versuch unternommen, mehr Sachlichkeit in die teilweise emotional geführte öffentliche Diskussion zu bringen“.

Im Klartext: Öffentliche Diskussionen sind unerwünscht, Verwaltung und Partei haben immer Recht. Die SPD im Rat, die der Öffentlichkeit „Unkenntnis der komplexen Zusammenhänge“ bescheinigt, stellt (nicht nur mit diesen Äußerungen) ihr unterkomplexes Politikverständnis unter Beweis. Statt eindeutige Positionen zu entwickeln wirft sie mit Nebelkerzen.

FernUni unterstützt „Zukunftszentrum KI NRW“

22. September 2021 by

Mit menschlicher Kompetenz Künstliche Intelligenz für Unternehmen besser nutzen

Künstliche Intelligenz (KI) in mittelständischen Unternehmen erproben, in Betrieben vor Ort einführen und daraus Lehr- und Lernkonzepte für andere Unternehmen ableiten: Das sind die Aufgaben des „Zukunftszentrums KI NRW“. Die FernUniversität in Hagen bringt ihre Expertise für innovative Lehr-Lern-Konzepte auf Grundlage neuester technologischer und pädagogischer Erkenntnisse in dieses Projekt ein.

Ziel des Zukunftszentrums Künstliche Intelligenz NRW (ZuZ KI NRW) ist es, vor allem produzierende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dahingehend zu beraten, KI-Verfahren und digitale Transformation für neue und optimierte Arbeits- und Geschäftsprozesse zu nutzen. Doch ohne die Einbindung der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch die besten Konzepte wertlos, daher richtet sich das Angebot auch an Betriebsräte und Beschäftigte.

„Es geht um die Erprobung innovativer Lehr-Lern-Konzepte, mit denen Kompetenzen für den digitalen Wandel erworben werden können“, so Dr. Sylke Lützenkirchen, die zusammen mit Natán Azabal im FernUni-Referat für Transfer und Alumni an der praktischen Umsetzung des Vorhabens arbeitet.

Für die Bewältigung des digitalen Wandels auf der betrieblichen Ebene müssen innovative Lernsettings bzw. Lern- oder Qualifizierungsinhalte entwickelt werden. „Das können zum Beispiel auch innovative Methoden und Möglichkeiten der Beteiligung von Beschäftigten an der Gestaltung sein“, erläutert Lützenkirchen.

Hinter dem ZuZ KI NRW stehen die beiden Bildungswerke der NRW-Sozialpartnerinnen und -Sozialpartner, die TBS Technologieberatungsstelle beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und das Bildungswerk der NRW-Wirtschaft (BW.NRW), die Gewerkschaften IG-Metall und IG BCE NRW sowie ZENIT als Innovations- und Technologie-Transferagentur des Mittelstands und des Landes NRW.

Die Agentur Mark vertritt in diesem Kreis die NRW-Regionalagenturen, die FernUniversität in Hagen und die Universität Siegen bringen ihre wissenschaftliche Kompetenz in das Gemeinschaftsprojekt ein, das von Unternehmer.NRW und DGB NRW unterstützt wird. Konsortialführer ist die nordrhein-westfälische Innovations- und Technologie-Transferagentur Zenit GmbH.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW fördern das Vorhaben für zunächst zwei Jahre mit rd. 5,3 Mio. EUR. Insgesamt soll das Projekt bis 2027 laufen.

Transferbüro der FernUniversität: https://www.fernuni-hagen.de/forschung/transfer/transferbuero-hagen.shtml
Kurzvorstellung ZuZ KI NRW: http://www.zenit.de/wp-content/uploads/One-Pager-ZuZ-ZENIT.pdf

Coronavirus: Impfaktionen am Sparkassen-Karree und am Hauptbahnhof

22. September 2021 by

Weitere Impfaktionen der Stadt Hagen für Erst- und Zweitimpfungen erwarten die Hagenerinnen und Hagener am Freitag, 24. September, zwischen 13 und 18 Uhr vor dem Sparkassen-Karree in der Innenstadt sowie am Montag, 27. September, und am Dienstag, 28. September, von 14 bis 20 Uhr im Bahnhofsgebäude des Hauptbahnhofes, Berliner Platz 1.

Interessierte können zwischen dem mRNA-Impfstoff von Biontech sowie dem Einmalimpfstoff Johnson&Johnson wählen. Eine Terminbuchung ist nicht notwendig. Zu den Impfaktionen sind auch Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und einschließlich 15 Jahren eingeladen. Die Kinder und Jugendlichen benötigen für die Impfung eine Einverständniserklärung eines Elternteils.

Das entsprechende Formular sowie die Öffnungszeiten des Impfzentrums der Stadt Hagen, Wasserloses Tal 2, und weitere mobile Impfaktionen finden Interessierte auf www.terminland.de/impfzentrum-hagen. Dritt- beziehungsweise Auffrischungsimpfungen sind bei der Impfaktion nicht möglich, sondern werden über die Hausärzte organisiert.

Weiterer Coronafall an Hagener Schule

22. September 2021 by

An der Freiherr-vom-Stein-Schule gibt es neue Quarantänemaßnahmen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat.

Das Gesundheitsamt ist mit der Einrichtung im Austausch und ermittelt die Infektionsketten. Direkte Kontaktpersonen werden gegebenenfalls getestet. Die Abstriche finden bewusst mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung statt, da das Virus sich in der Regel nicht unmittelbar nach Ansteckung nachweisen lässt. Alle Betroffenen müssen bis zum Vorliegen der Testergebnisse zunächst in Quarantäne bleiben.

Corona in Hagen – Stand: 21.09., 0:00 Uhr

21. September 2021 by

Mit dem Coronavirus ist in Hagen eine weitere Person verstorben (geboren 1933). Insgesamt weisen aktuell 448 Hagenerinnen und Hagener ein positives Testergebnis auf.

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WBH: Stadt vs. WPWR – Neues im Rosenkrieg

21. September 2021 by

Verwaltung wirft Lokalblatt erneut Fehler vor – DOPPELWACHOLDER.DE ordnet ein

Die Angst muss groß sein. Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage sieht sich die Verwaltung unter Führung ihres Oberbürgermeisters Erik Olaf Schulz dazu genötigt, mit einer Stellungnahme auf die Berichterstattung der WPWR zu reagieren.

Nachdem sich bereits sechs Fraktionen, Gruppen und Einzelmitglieder des Hagener Stadtrates mehr oder weniger mit Form und Inhalt der von oben vorgedachten Änderungen beim Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) unzufrieden gezeigt haben, gerät die Planung zunehmend ins Schwimmen. Nur die CDU steht traditionell in Treue fest zur Obrigkeit, bei der SPD weiß man nicht, was sie eigentlich will.

Im langjährigen eheähnlichen Verhältnis zwischen Presse- und Rathaus zeigen sich inzwischen – wenigstens beim Thema WBH – arge Zerrüttungserscheinungen. Wie es sich für einen veritablen Rosenkrieg gehört, laufen Behauptungen und Gegenreden diametral auseinander. DOPPELWACHOLDER.DE versucht es einmal einzuordnen.

Die Verwaltung behauptet mit Blick auf eine Überschrift der WPWR:

„Hagen befindet sich derzeit nicht im Nothaushalt.“

Das ist zutreffend, aber für die Bürger nur eine juristische Spitzfindigkeit. Im Artikel ist dagegen von einem „Haushaltssicherungskonzept“ die Rede, was die Verwaltung auch nicht beanstandet.

Weiter bemängelt die Verwaltung:

„Die WP unterschlägt bei ihrer Behauptung, die Aufdeckung stiller Reserven würde die Stadt aus der Haushaltssicherung führen, dass eben diese Aufdeckung stiller Reserven auch sehr nachteilige Auswirkungen auf den laufenden Haushalt hat. Dies wird in der Vorlage der Verwaltung ebenfalls ausführlich erläutert, von der WP aber nicht zitiert.“

„Ausführlich erläutert“ wird dort nichts. Es gibt genaugenommen zwei Verwaltungsvorlagen. In der neueren (0155/1/2021, datiert vom 10.08.2021) werden die stillen Reserven gar nicht erwähnt. In der älteren (0155/2021, datiert vom 28.04.2021) heißt es dazu bezogen auf die im EY-Gutachten an erster Stelle angeführte Variante, den WBH in einen Eigenbetrieb zu überführen:

„Durch eine Hebung stiller Reserven i. H. v. Max. 95 Mio. Euro könnte als Einmaleffekt der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag (94 Mio. Euro) in der Bilanz der Stadt Hagen vollständig gedeckt werden.“

„Durch die oben dargestellten Auswirkungen auf die Überschuldungssituation der Stadt würden sich durch die Hebung stiller Reserven die Vorraussetzungen zur Genehmigungsfähigkeit des städtischen Haushalts deutlich verbessern.“

Das widerspricht der jetzt erfolgten Stellungnahme, in der direkt mit dem Nothaushalt gedroht wird:

„Die Aufdeckung stiller Reserven führt zwar bilanziell zum Ausgleich des negativen Eigenkapitals, im laufenden Haushalt gehen aber weite Teile des derzeitigen Überschusses des WBH verloren. Im laufenden Haushalt würden damit Gewinne des WBH in Millionenhöhe fehlen, die durch Konsolidierungsmaßnahmen zunächst ausgeglichen werden müssten. Im Klartext heißt dies, dass ohne zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen die Aufdeckung der stillen Reserven geradewegs in den Nothaushalt führt, weil der Haushaltsausgleich gefährdet wird.“

Was auch zu der Frage führt, woher die Millionenüberschüsse kommen, die der WBH erwirtschaftet. Aus überhöhten Gebühren für Stadtentwässerung und Friedhöfe vielleicht? Oder handelt es sich um einen Verschiebebahnhof zwischen Stadt und WBH, Modell „rechte Tasche – linke Tasche“? Oder um eine Kombination aus beidem?

Wie auch immer – auch bei einer Umwandlung des WBH in einen Eigenbetrieb flössen die Millionengewinne ebenfalls direkt in den städtischen Haushalt. Es muss also andere Gründe dafür geben, unbedingt die Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) aufrecht erhalten zu wollen. Vielleicht übertarifliche Bezahlungen der oberen Etagen der städtischen Gesellschaft?

Schlussendlich streitet die Verwaltung ab, EY habe eine Empfehlung ausgesprochen:

„Anders als in der WP suggeriert, hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young KEINE Empfehlung zur Umwandlung des WBH in einen Eigenbetrieb an Stelle der bisherigen AöR abgegeben.“

Keine Empfehlung, aber eine eindeutige Reihenfolge der vier Varianten. An erster Stelle nennt EY die Umwandlung in einen Eigenbetrieb, und auch die drei weiteren Modelle sind Eigenbetriebe mit verschiedenen Modifikationen. Eine Beibehaltung als AöR wird jedenfalls nicht empfohlen – auch nicht mit „Betreuung“ oder wie es offiziell heißt „Betrauung“.

Nach Wahl-Server-Panne 2020 – IT sieht sich gewappnet

21. September 2021 by

BTW 2021Noch sechs Tage bis zur Bundeswahl. Bei der Kommunalwahl vor einem Jahr streikte am Abend um kurz nach 18 Uhr plötzlich die die städtische IT-Infrastruktur. Wahlinteressierte aus Hagen erfuhren keine Zwischenstände mehr. Während zunächst über einen Hacker-Angriff spekuliert wurde, stellte sich zügig heraus, dass ein „technisches Fehlverhalten innerhalb der verwendeten IT-Infrastruktur“ vorlag. Für die Bundestagswahl am kommenden Sonntag ist die Stadt nun technisch gewappnet. (…)

Aber auch mit Blick auf die Erststimme in Hagen dürfte es spannend werden. Der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel, der seinen Wahlkreis stets deutlich und zuletzt auch immer über dem Niveau der Bundespartei gewann, tritt nicht mehr an.

Ob Timo Schisanowski, der sich nach einem parteiinternen Machtkampf letztlich bei der Delegiertenversammlung nur mit einer Stimme vor Röspel durchsetzte, diese Fußstapfen sofort füllen kann, darauf blicken viele Beobachter mit Spannung. (…)

Quelle: wp.de

Die sechste Gruppe stellt sich gegen den WBH-Deal

21. September 2021 by

Kippt der von vielen Protesten begleitete Betrauungsakt des Wirtschaftsbetriebs Hagen noch? Die nächste Ratsgruppe stellt sich dagegen.

Bürger für Hohenlimburg (BfHo), Linke, Grüne, Hagen Aktiv, Die Partei und jetzt auch noch die beiden Mitglieder der Ratsgruppe des Hagener Aktivistenkreises (HAK). Sie alle stellen sich nach den öffentlichen Protesten rund um den im Geheimen beratenen Betrauungsakt des WBH gegen genau diesen Schritt. Er soll am Donnerstag im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung beschlossen werden. (…)

Quelle: wp.de

WBH-Wirbel: Hagen könnte sogar den Nothaushalt verlassen

21. September 2021 by

Der Wirbel um die „Betrauung“ des WBH fördert weitere Dinge zutage, von denen kein Bürger wusste. Hagen könnte nämlich den Nothaushalt verlassen. (…)

Warum diese Aspekte bis heute nicht der Öffentlichkeit mitgeteilt wurden, bleibt ein Rätsel. (…)

Quelle: wp.de

Filme aus der Hagener Stadtgeschichte

21. September 2021 by

Alte Filme aus der Hagener Stadtgeschichte zeigt die Volkshochschule Hagen (VHS) anlässlich des Stadtjubiläums 275 Jahre Stadt Hagen am Freitag, 1. Oktober, von 19 bis 21 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38. Die Filme stammen aus der ehemaligen Stadtbildstelle Hagen. Christian Bönisch hat diesen Schatz gerettet und wird sie zusammen mit Lothar Handge an dem Filmeabend vorführen.

Gezeigt werden die schwarzweißen Stummfilme „Hagen – Die Pforte des Sauerlandes“ (1927) und „Der Mensch, mit dem ich lebe“ (Mitte der 1950er Jahre) sowie die schwarzweißen Tonfilme „Hagen – Die Pforte des Sauerlandes“ (1953) und „Friedrich Harkort. Ein Industriepionier“ (1960). Außerdem können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Farbfilme „Stadt zwischen Erz und Kohle“ (1959) und „Ingenieure für morgen – Die Ingenieursschule in Hagen“ (1968) freuen.

Einige Filme werden wie früher mit einem 16mm-Filmprojektor vorgeführt, der Eintritt kostet 4 Euro. Wegen der Coronaschutzmaßnahmen ist eine Anmeldung unter der Kursnummer 1126 auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 notwendig. In der VHS gilt die 3-G-Regel.

DGB Ruhr-Mark: Echt gerecht – Rentenaktionstag

21. September 2021 by

Kurz vor der Bundestagswahl findet unter dem Motto „ECHT GERECHT: Die gesetzliche Rente stärken!“ am Dienstag, 21. September, ein bundesweiter Aktionstag des DGB statt. Auch in der DGB Region Ruhr-Mark werden Gewerkschafter in Bochum, Hagen, Herne, Lüdenscheid und Witten an Bahnhöfen und zentralen Plätzen präsent sein, um Informationsmaterial und Give-aways zu verteilen.

„Die Rentenpolitik der vergangenen Jahre hat vor allem dazu geführt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger arbeiten müssen und weniger Rente erhalten. Auch der Zugang zur Erwerbsminderungsrente wurde stark eingeschränkt“, erklärt Stefan Marx, Geschäftsführer DGB Ruhr-Mark, den Hintergrund der Aktion. „Mit dieser Abwärtsspirale muss endlich Schluss sein. Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie die gesetzliche Rente stärkt. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, muss auch im Alter gut leben können!“

„Das Rentenniveau dürfe daher nicht weiter abgesenkt werden und müsse perspektivisch auf 50 Prozent steigen. Zudem dürfe das Renteneintrittsalter nicht weiter erhöht werden, so Marx. „Eine neue Regierung muss sich außerdem intensiv mit der Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge befassen und die doppelte Besteuerung grundsätzlich ausschließen.“

Die detaillierten Forderungen des DGB zur Rente und einen Abgleich mit den Programmen der Parteien zur Bundestagswahl finden Sie hier: www.dgb.de/wahlcheck-rente

Corona in Hagen – Stand: 20.09., 0:00 Uhr

20. September 2021 by

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Lennebad – Stadt hält Bürgerentscheid für unzulässig

20. September 2021 by

Die Stadt hält das beantragte Bürgerbegehren zum Erhalt des Lennebads für unzulässig. Die Begründung enthalte falsche Tatsachenbehauptungen. (…)

Frank Schmidt, Vorsitzender des Fördervereins Lennebad, gehört zu den Antragsstellern und will das Bürgerbegehren mit seinen Mitstreitern vorantreiben. Dass das Bürgerbegehren aus Sicht der Verwaltung unzulässig ist, halten sie für politisch motiviert. „Offensichtlich hat man Angst davor, dass hier die Meinung der Bürger den Ausschlag geben soll.“ So werde etwa verkannt, dass bereits fünf Vereine angekündigt hätten, den Weg nach Henkhausen nicht mitgehen zu können, so Schmidt.

Zudem stehe nicht fest, ob der Stadt ein zu überdachendes Bad Henkhausen überhaupt zur Verfügung steht. „Eine entsprechende verbindliche Bereitschaftserklärung des Vereins hierfür fehlt nach meinem Kenntnisstand bis heute.“ Unwahr sei auch die Zahl von 10.000 Besuchern pro Jahr im Bad. Die liege abseits der Corona-Pandemie deutlich höher. Bei weiterer Kritik an der Begründung handele es sich mehr um „semantische Spitzfindigkeiten“ und keine rechtlichen Mängel, „schon gar nicht substanzieller Natur.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Egal wie man zum Lennebad steht – nach der WBH-Nummer ist es ein weiterer Affront der Verwaltung gegenüber dem Souverän und dem Rat als dessen Vertretung. Die Beschlussvorlage zur Ratssitzung am Donnerstag lässt diesbezüglich an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig:

„Bei der Entscheidung des Rates handelt es sich um eine gebundene Entscheidung. Dies bedeutet insbesondere, dass politische Erwägungen außer Betracht zu bleiben haben. Die Frage, ob der Rat das Bürgerbegehren befürwortet, hat deswegen im Rahmen der Zulässigkeitsentscheidung keinen Raum. Dem Rat kommt insofern weder ein Beurteilungs- noch ein Ermessensspielraum zu.“

DGB Gewerkschaften haben in Hagen gewählt

20. September 2021 by

Die Gewerkschaften in Hagen haben gewählt. In der konstituierenden Sitzung des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften wurde Stefan Marx (DGB) einstimmig für weitere vier Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Zu seinem Stellvertreter wurde Detlef Steinbach (ver.di) ebenfalls einstimmig gewählt.

Das Team an der Spitze des DGB wird ergänzt durch weitere Mitglieder aus den Gewerkschaften in Hagen: Günther Zollmann und Thorsten Hörnich (IG BAU), Anke Rudat und Sven Schnigge (IG BCE), Jörg Studberg und Oliver Günther (EVG), Kay Selent und Waltraut Miebs (GEW), Jens Rabe und Carsten Wiemers (GdP), Kevin Schmitz und Uwe Hommelsheim (IG Metall) sowie Bettina Schwerdt (ver.di).

In seinem Geschäftsbericht machte Stefan Marx deutlich, dass der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften in der Gesellschaft und der Wirtschaft in Hagen fest verankert sind: „Wir sprechen mit allen. Wir bringen unterschiedliche Gruppen und Interessen zusammen. Wir machen in Hagen das, was wir gewerkschaftsintern am besten können: Gemeinsamkeiten ausloten statt Differenzen suchen.“ Eine Ausnahme sieht Stefan Marx nur bei Rechtspopulisten und Rassisten: „Da gibt es keine Gemeinsamkeit, die man ausloten kann.“

Im Rahmen der Konstituierung, die alle vier Jahre stattfindet, haben sich die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter intensiv mit der anstehenden Bundestagswahl beschäftigt und einen Wahl-Aufruf beschlossen. Darin unterstützt der neu gewählte Vorstand die Kampagne „Bundestag Nazifrei“ und ruft seine Mitglieder dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, aber keine Rechtspopulisten und/oder Rassisten zu wählen.

Weitere Informationen: www.bundestag-nazifrei.de

KunstTour zur Georges Braque-Ausstellung

20. September 2021 by

Die nächste KunstTour der Volkshochschule Hagen (VHS) führt am Samstag, 9. Oktober, von 11 bis 18 Uhr zur Georges Braque-Ausstellung in das K20, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalens in Düsseldorf. Treffpunkt ist um 11 Uhr in der Halle des Hauptbahnhofes Hagen.

Die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf würdigt mit der Ausstellung den in Deutschland bislang zu wenig beachteten Georges Braque als bahnbrechenden Künstler der französischen Avantgarde und als Erfinder des Kubismus. Das spannende und ereignisreiche Frühwerk des Künstlers zwischen 1906 und 1914 steht dabei im Vordergrund. Vor dem Ersten Weltkrieg prägte der junge Georges Braque (1882-1963) mit seinem Freund Pablo Picasso acht Jahre lang die vielleicht revolutionärste Etappe in der Geschichte der modernen Malerei: den Kubismus. Landschaften und Stillleben sind seine Spezialmotive.

Die Ausstellung zeigt, wie Braque in rasanter Abfolge und auf höchstem Niveau die stilistischen Mittel weiterentwickelt oder neu erfindet. Rund 60 Werke aus internationalen Museen, Privatsammlungen und den Beständen der Kunstsammlung NRW werden im K20 präsentiert. Eine professionelle Führung durch die Ausstellung ist Teil der KunstTour.

Der Ausflug endet gegen 18 Uhr wieder am Hagener Hauptbahnhof. Informationen zur Anmeldung und zu dem Angebot mit der Kursnummer 2010 erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de.

Programmieren lernen beim Autumn Hacker Camp Hagen

20. September 2021 by

Ein eigenes Spiel programmieren, mehr über Machine Learning und Künstlicher Intelligenz erfahren? Das können Schülerinnen und Schüler von 14 bis 18 Jahren in einem Online-Camp vom 18. bis 22. Oktober. Gemeinsam mit der Hacker School, einem gemeinnützigen Projekt mit Sitz in Hamburg, bieten die FernUniversität in Hagen, das Technikzentrum Südwestfalen in Kooperationen mit regionalen Partnerinstitutionen kostenfreie Kurse im Programmieren und zur Berufsorientierung in der Welt der IT an.

Dabei werden Fragen beantwortet wie: Welche Kompetenzen sind für Zukunftsberufe nötig? Wie können wir uns auf eine digitaler werdende Welt vorbereiten? Welche Wege in die IT gibt es überhaupt?

Das Autumn Hacker Camp Hagen findet via Zoom in der zweiten Woche der Herbstferien statt, jeweils von 9 bis 13 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Kurs läuft parallel in zwei Gruppen mit je zwölf Schülerinnen und Schülern, mit einer Gruppe nur für Mädchen. Montag und Dienstag geht es um die Grundlagen zu Python, Mittwoch und Donnerstag um Machine Learning und Künstliche Intelligenz. Am Freitag werden sich IT-Ausbildungsberufe und -Studiengänge vorstellen.

Die Kurse selbst richten engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Hagener Unternehmen und Institutionen aus. Teilnehmen können auch Schülerinnen und Schüler, die Zuhause nicht über die technischen Voraussetzungen verfügen. Weitere Infos und Anmeldung unter https://hacker-school.de/kurse/camphagen/.

Corona in Hagen – Stand: 19.09., 0:00 Uhr

19. September 2021 by

„Wie sich die Anstaltsleitung bemüht“

19. September 2021 by

WBH: Hagener Stadtrat gibt ein erbärmliches Bild ab

Kurz vor Toresschluss meldeten sich in der Samstagsausgabe der WPWR erstmals einige der im Rat der Stadt Hagen vertretenen Fraktionen, Gruppen und Einzelvertreter zur Zukunft des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) zu Wort. Fünf Tage vor der entscheidenden Sitzung am kommenden Donnerstag, nachdem, so zumindest die Angaben der Verwaltung, „seit weit über einem Jahr in zahlreichen Sitzungen“ die Problematik behandelt worden sein soll.

Und wäre das noch nicht beschämend genug, sucht man von SPD-Fraktion und FDP-Gruppe irgendwelche Stellungnahmen vergebens. Auch die braunblaue AfD hat nichts zu melden – aber die kommunalpolitische Ausbeute dieser Truppe war schon immer mehr als übersichtlich.

Bei denen, die in dem Presseartikel erwähnt werden, drängt sich der Eindruck auf, dass sie die Beschlussvorlage nicht oder wenigstens nicht richtig gelesen haben. Mit Ausnahme der CDU. Deren Vertreter müssen die Vorlage erst gar nicht studieren, da sie grundsätzlich alles abnicken, was aus dem Apparat ihres (offiziell parteilosen) Oberbürgermeisters kommt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Jörg Klepper konnte sich also kurz und schmerzlos aus den Textbausteinen der Verwaltung bedienen: „Wir übergeben seit Jahren Aspekte der öffentlichen Daseinsvorsorge der wirtschaftlichen Verantwortung der WBH. Wir haben immer wieder gesehen, wie sich die Anstaltsleitung um wirtschaftliche Vorteile bemüht, die der Stadt Geld sparen. (…) Der Rat regelt im Betrauungsakt den inhaltlichen und qualitativen Rahmen. Die Fachausschüsse und die Bezirksvertretungen bringen ihre fachlichen Hinweise und Festsetzungen bis zur Entwurfsplanung ein – wie bisher.“

Dr. Josef Bücker, Fraktionsvorsitzender von Hagen Aktiv, stellt im Hinblick auf die bei unverändeter Unternehmensform des WBH fälligen 2,5 Millionen Euro Steuern p.a. richtigerweise fest: „Demokratie hatte schon immer ihren Preis.“ Dass bei der von den Gutachtern empfohlenen Umwandlung in einen Eigenbetrieb der Stadt aber nur 1,3 Millionen Euro Grunderwerbssteuer anfallen – und das nicht jährlich sondern einmalig – hat er offensichtlich nicht auf dem Schirm. Auch zur willkürlich angeordneten Nichtöffentlichkeit äußert er sich nicht.

Letzteres bemängelt hingegen Frank Schmidt (Bürger für Hohenlimburg): „Wenn eine Mehrheit des Rates auf Betreiben der Verwaltung Teile dieses Aufgabenspektrums aufgeben will, ohne die Öffentlichkeit zu beteiligen, so ist dies mit demokratischen Grundsätzen nicht vereinbar.“ Schmidt hat aber nur die Bezirksvertretungen im Blick, zu einer möglichen und für die Kommune günstigeren Unternehmensform hat er anscheinend keine Meinung.

Ähnlich verkürzt und verengt sind auch die Positionen von UnLinke, Die Partei und Grünen. Wenigsten so, wie sie in der WPWR wiedergegeben wurden. In den Internet-Angeboten keiner der Parteien wird der WBH übrigens thematisiert – auch das ist ein deutliches Zeichen dafür, welche geringe Bedeutung unsere „Vertreter“ einer demokratischen Öffentlichkeit beimessen.

Freie Fahrt für Kinder am Weltkindertag 2021

19. September 2021 by

VRR-LogoDer 20. September 2021 ist Weltkindertag. Auch in diesem Jahr unterstützt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr den Aktionstag. Alle Kinder unter 15 Jahren fahren deshalb am morgigen Montag kostenlos in sämtlichen Bussen und Bahnen im Verbundraum. Ein Ticket ist nicht nötig. Kinder unter sechs Jahren dürfen ausschließlich in Begleitung eines Erwachsenen fahren.

Ada Pellert bleibt Rektorin der FernUniversität

19. September 2021 by

pellert-wiederwahl-vortragIn der hybriden Hochschulwahlversammlung stellte FernUni-Rektorin Ada Pellert das Arbeitsprogramm für ihre zweite Amtszeit vor. Foto: Fernuni.

Die 59-jährige österreichische Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin steht seit 2016 an der Spitze der einzigen staatlichen Fernuniversität Deutschlands.

Hochschulrat und Senat der FernUniversität hatten Ada Pellert dazu aufgefordert, erneut für das Amt der Rektorin zu kandidieren. Bei der Wahl gab es keine Gegenkandidatinnen oder ‑kandidaten. Mit 93% Ja-Stimmen erzielte die Rektorin ein deutliches Wahlergebnis. Nach ihrer ersten, sechsjährigen Amtszeit, die im März 2016 begann, schließt sich ab März 2022 nun, entsprechend der Grundordnung der FernUniversität, eine zweite, vierjährige Amtszeit bis 2026 an.

In ihrer Bewerbungsrede skizzierte die amtierende Rektorin ihr Arbeitsprogramm für die Zeit von 2022 bis 2026. Im Mittelpunkt steht für Pellert die Mission des lebenslangen Lernens: „Wir sind die Universität des lebenslangen Lernens. Wenn es uns gelingt, die inhaltliche Qualität und das Themenspektrum einer öffentlichen Universität mit der Flexibilität, der Servicequalität und dem offensiven Außenauftritt der privaten Hochschulen zu verknüpfen, dann sind wir unschlagbar!“

Die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin Ada Pellert (Jahrgang 1962) ist seit März 2016 Rektorin der FernUniversität. Zuvor war sie von 2009 bis 2015 Gründungspräsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin. Zudem war sie von 2011 bis Februar 2016 Präsidentin der Carl Benz Academy in Peking. Als Hochschullehrerin und -managerin war sie davor in verschiedenen Funktionen an der Donau-Universität Krems, der Universität Klagenfurt und der Universität Graz tätig.

Seit den 1990er Jahren ist sie in der international vergleichenden Bildungs- und Hochschulforschung, der Weiterbildung von Hochschullehrenden sowie der Beratung von Hochschuleinrichtungen aktiv. Promoviert zur Doktorin der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften hatte Ada Pellert 1987 an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Seit September 2016 ist Ada Pellert Vorsitzende der Kooperationsplattform Digitale Hochschule NRW (DH-NRW), seit August 2018 Mitglied des Digitalrates der Bundesregierung.

Corona in Hagen – Stand: 18.09., 0:00 Uhr

18. September 2021 by

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„Vollkommen deplatziert“

18. September 2021 by

Stadtverwaltung wehrt sich gegen Berichterstattung über WBH

In einer Stellungnahme (siehe am Ende) verwahrt sich die Hagener Verwaltungsspitze gegen die Berichterstattung der WPWR zu der unter Ausschluss der Öffentlichkeit geplanten Ausweitung der Befugnisse des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH).

Es handele sich um eine „grundlegende Fehlinterpretation“ der nichtöffentlichen Beschlussvorlage, eine Wertung wie „Skandal“ sei „vollkommen deplatziert“ und „entbehre jeglicher Grundlage“. Auf die Kritik aus den Reihen der Hagener Stadtgesellschaft (siehe hier, hier und hier) geht die Verwaltung erst gar nicht ein. Ein deutliches Zeichen dafür, welcher Stellenwert dem Souverän seitens der OB-Etage eingeräumt wird: Keiner.

Zu entscheidenden Kritikpunkten schweigt sich die Verteidigungsschrift völlig aus:

  • Weshalb wird die WHB-Diskussion im Dunkel der Nichtöffentlichkeit versteckt?
  • Warum wird die Empfehlung der Gutachter abgelehnt?

Das Beharren auf Behandlung in den nichtöffentlichen Teilen der Gremiensitzungen wird in der zugrunde liegenden Beschlussvorlage mit dem „Schutz der Gesellschafts- und Gesellschafterinteressen“ begründet. Welche sollen das sein? Private sind nicht involviert, wie die Verwaltung in ihrer Stellungnahme selbst einräumt: Es sei „festzuhalten, dass es sich bei den Wirtschaftsbetrieben Hagen (WBH) um eine Anstalt des öffentlichen Rechts handelt, die zu 100% im Besitz der Stadt Hagen ist. Es handelt sich also nicht um einen x-beliebigen Dritten“.

Gegenüber der Presse hatte die Stadt erklärt, „dass die Beratungen zwingend nichtöffentlich sein müssten, da es um steuerliche Angelegenheiten gehe.“ Nur merkwürdig, dass das schon wenige Kilometer weiter, in der Stadt Ennepetal, anscheinend ganz anders gesehen wird. Auch dort ging es um die Änderungen des Umsatzsteuergesetzes und wie diese sich auf die „Stadtbetriebe Ennepetal“ auswirken.

Behandelt wurde das Thema in öffentlicher Sitzung inklusive aller Steuerzahlen von Hauptausschuss und Rat im Dezember 2018. Die Protokolle und auch das zugehörige steuerrechtliche Gutachten können auf der Homepage der Stadt Ennepetal (dort: Ratsinformationssystem – Bürgerinfo) eingesehen werden (www.ennepetal.de).

Ennepetal entschied sich, wie von den dortigen Gutachtern empfohlen, für eine vollständige Rekommunalisierung der Stadtbetriebe. In diese Richtung gingen auch die Empfehlungen der von der Stadt Hagen beauftragten Gutachter, die die Umwandlung des WBH in einen Eigenbetrieb vorschlugen.

Warum die Verwaltung dem nicht gefolgt ist, sondern unbedingt ein eigenes und höchst umstrittenes Konstrukt realisieren will – auch darauf geht die Stadtspitze in ihrer Verteidigungsschrift nicht ein.

Die liest sich über weite Strecken wie eine Imagebroschüre, in der die Leistungen des WBH angepriesen werden. Leistungen, die bei einer Rekommunalisierung oder Umwandlung in einen Eigenbetrieb ebenso hätten erbracht werden könnten. Es wären klare, eindeutige Lösungen gewesen und die Steuerproblematik wäre vom Tisch.

Aber nicht so in Hagen. Hier gewinnt man eher den Eindruck, dass die Verwaltungsspitze alles daran setzt, die politische Ebene durch (in diesem Fall überflüssige) Dauerbeschäftigung zu zermürben.

Wie die Stellungnahme selbst beschreibt, befasse sich die Hagener Politik „seit weit über einem Jahr in zahlreichen Sitzungen mit der Erarbeitung dieses Lösungsmodelles, das eine steuerliche Mehrbelastung in Millionenhöhe vermeidet und gleichzeitig den nötigen politischen Einfluss sichert. Neben mehreren Sitzungsrunden aller betroffenen Gremien einschließlich der Bezirksvertretungen gab es auch einen umfangreichen Workshop, bei der alle politischen Vertreter und Vertreterinnen ihre Fragen ausführlich mit dem externen Beraterteam und der Verwaltung erörtern konnten“.

Der Eindruck einer Verhandlung im Hinterzimmer sei „daher ebenfalls völlig falsch“.

Verglichen mit dem Beispiel Ennepetal kann das Ergebnis nur lauten: Vertane Mühe und verschwendete Lebenszeit. Und die Verhandlungen im Hinterzimmer unter Ausschluss der Öffentlichkeit finden nach augenblicklichem Stand natürlich weiterhin statt. Nächster Termin: Am kommenden Donnerstag im Hagener Stadtrat.

Stellungnahme der Stadtverwaltung Hagen zur Berichterstattung in der Westfalenpost/ Westfälischen Rundschau über die mögliche Betrauung der Wirtschaftsbetriebe Hagen (WBH)

Die Stadtverwaltung tritt den falschen und in ihrer Wertung vollkommen überzogenen Darstellungen in der WP/WR zum angeblichen „Demokratieabbau“ bei der möglichen Betrauung des WBH mit bestimmten Leistungen deutlich entgegen. Diese Darstellungen beruhen auf der grundlegenden Fehlinterpretation einer der WP/WR zugespielten nichtöffentlichen Vorlage. Wertungen der Zeitung wie „Skandal“ sind vollkommen deplatziert und entbehren jeglicher Grundlage.

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Kein Ort für Kinder

18. September 2021 by

Die Hagener Gruppe der Kinderhilfsorganisation terre des hommes informiert am 18.9.21 unter dem Motto #KeinOrtFuerKinder über die Situation von geflüchteten Kindern und ihren Familien in den so genannten Ankerzentren und ähnlichen Erstaufnahmelagern.

Anlässlich des Weltkindertages am 19.9.21 führt terre des hommes zusammen mit anderen Organisationen einen bundesweiten Aktionstag durch. Es wird deutlich gemacht, dass Kinder in diesen Zentren oft nicht gemäß den Vorschriften der Kinderrechtskonvention untergebracht sind. Sie können häufig nicht die Schule oder eine Kita besuchen. Sie haben kaum Möglichkeiten zum Spielen und ihr Recht auf Privatsphäre ist wegen der engen Wohnverhältnisse mit vielen andere Familien beschränkt. Ihre Position macht die terre des hommes Gruppe auf ungewöhnlichen Plakaten deutlich.

Die Aktion findet von 11 bis 14 Uhr an der Elberfelder Str. Einmündung Hohenzollernstr. statt.

Corona in Hagen – Stand: 17.09., 0:00 Uhr

17. September 2021 by

Augen zu – und durch!

17. September 2021 by

OB und Fraktionen wollen WBH-Machtergreifung gemeinsam durchpeitschen

Der Hagener Oberbürgermeister Erik Olaf Schulz und seine Gefolgsleute in Verwaltungsvorstand und Fraktionen wollen offenbar trotz aller Proteste die Machterweiterung des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) in den Untiefen des nichtöffentlichen Teils der Ratssitzung am kommenden Donnerstag durchpeitschen.

So darf man jedenfalls die gestern veröffentlichte Tagesordnung interpretieren, in deren öffentlichem Teil kein Hinweis auf den WBH zu entdecken ist. Damit findet die in Hagen langjährig eingeübte Praxis des Mauschels die gewohnte Fortsetzung.

Von keiner der im Stadtrat vertretenen Fraktionen ist bisher ein Widerspruch zu diesem feudalistischen Gehabe bekannt geworden. Obwohl sich etliche Protagonisten des politischen Apparats in der Vergangenheit ganz anders geäußert haben.

So beschrieb es jüngst sogar die WPWR:

„Alle Fakten müssen im Rat auf den Tisch, es muss viel Transparenz geben. Und einen Prozess des Abstimmens“ (OB Erik O. Schulz bei seinem ersten Antritt 2014).

Oder: „Unter sozialdemokratischer Kommunalpolitik verstehen wir gelebte Demokratie, welche auf die direkte Beteiligung und Mitwirkung der Bürger vor Ort setzt“ (aus dem Hagener SPD-Wahlprogramm 2014 bis 2020).

Oder aus dem CDU-Papier „Der neue Hagener Impuls“: „(…) Dazu streben wir zwei Wege an: Zum einen Beschlüsse über den Rat der Stadt erreichen. Zum anderen, Bürger noch stärker an der Kommunalpolitik zu beteiligen.“

Oder ein Ziel aus dem Wahlprogramm von Hagen Aktiv: „Die Bürger über wichtige Entwicklungen in der Stadt allgemeinverständlich aufklären und nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen.“

Aber Papier ist bekanntlich geduldig und die Lüge allzeit präsent. Und manche haben einiges auch gar nicht begriffen, so wie die Grünen.

Die Sprecherin des Hagener Kreisverbands, Alexandra Gerull, erklärte laut WPWR: „Nach dem Willen der Ratsmehrheit soll der WBH in die Organisationsform einer Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) überführt werden (…).“ Pech nur, dass der WBH bereits eine AöR ist – und genau darin das Problem liegt.

Vielleicht sollte sich Frau Gerull doch besser weiter mit ihren Hobbies beschäftigen, die sie auf der Homepage der Hagener Grünen so anschaulich beschreibt: „Bei gutem Wetter findet man mich im Kanadier auf der Ruhr, ansonsten in meinem Nähstudio.“ Tja, der Stadtrat ist halt kein Nähstudio.


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