Trotz Abrissdebatte: Hagener Finanzamtssäulen werden saniert

22. Juni 2018 by

So richtig schön findet sie kaum jemand, sogar ihr Abriss wurde schon gefordert. Doch jetzt werden die Stützen des Finanzamts am Ring saniert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Autor Hubertus Heuel gibt den Experten: „Die Immobilie gilt als Hemmschuh für die Stadt- und Verkehrsentwicklung in Hagen.“  Obwohl er genau weiß, dass nicht das Finanzamt die Dreckschleuder ist: „Die Abgase, die die Autos auf dem Märkischen Ring ausstoßen, verpesten das Stadtklima.“ Nach dem Verursacherprinzip muss also nicht das Finanzamt weg, das aus gutem Grund unter Denkmalschutz steht, sondern der Verkehr muss eingedämmt werden.

Die „Diskussion“, die Heuel ins Feld führt, ist bislang eine von der WPWR propagandistisch aufbereitete Kampagne, hinter der der Lobbyverband SIHK und deren Hilfstruppen FDP und CDU stehen. Die Pfeiler mit den zugegebenermaßen potthässlichen gelben Pissoirkacheln sind das Ergebnis des Durchbruchs des Märkischen Rings in den 1960er Jahren an dieser Stelle. Da für einen Gehweg kein Platz mehr war, wurde schon damals dem Autoverkehr Vorrang eingeräumt und ein Teil des Erdgeschosses aus dem Finanzamtsbau herausgebrochen.

Jetzt böte sich eine Sanierung in Einklang mit der Architektur des Backsteinexpressionismus‘ an. Etwas befremdlich wirkt in diesem Kontext die Position der Leiterin der Unteren Denkmalbehörde, Ina Hanemann, an, die sich für die Erhaltung des Kloambientes stark macht – wenn die Darstellung der WPWR so den Tatsachen entspricht. Bei dem Blatt muss man bekanntlich vorsichtig sein.

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Bis auf den letzten Platz besetzt

22. Juni 2018 by

Stadtbezirkswerkstatt im Hagener Norden übertraf alle Erwartungen

Hagen plant weiter – in fünf Stadtbezirkswerkstätten können sich alle Bürgerinnen und Bürger aktiv in das integrierte Stadtentwicklungskonzept „HAGENplant 2035“ einbringen. Die Stadtbezirkswerkstatt im Hagener Norden übertraf am Dienstag (19. Juni) alle Erwartungen: Der Gemeindesaal der Melanchthon-Kirchengemeinde in Boele war bis auf den letzten Platz besetzt.

Wie bei den vergangenen Bezirkswerkstätten thematisierten mehrere Gruppen die Frage Mobilität und Verkehr. Für 2035 wünschen sich die Teilnehmer, dass es Mietfahrräder und Miet-E-Bikes sowie sichere Abstellmöglichkeiten gibt, um auf gut ausgebauten und vernetzten Radwegen sowohl die Innenstadt Hagens als auch die Seen erreichen zu können. Bahnhöfe und Mobilitätsknoten sollen reaktiviert und aufgewertet sowie ÖPNV-Verbindungen – vor allem in den Abendstunden – verbessert werden. Ergänzt werden könnte dies durch alternative und kreative Mobilitätsangebote.

Baudezernent Thomas Grothe zeigte sich besonders über den hohen Anteil junger Menschen begeistert, deren Kreativität und Vorbehaltlosigkeit sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt. Unter dem Titel „2-Seen-Platte Hagens“ gab es unterschiedliche Entwicklungsvorstellungen für den Hengstey- und Harkortsee. Die einen wünschen, dass die Seen so ruhig und naturräumlich bleiben wie bisher. Die jüngeren Bürger wünschen sich einen pulsierenden Freizeitstandort mit Events und Aktionen wie einem Open-Air Kino und Übernachtungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus diskutierten die Arbeitsgruppen über schnelles, flächendeckendes und kostenloses W-Lan. Arbeit findet in Zukunft immer öfter in Form von Heimarbeit statt – in der eigenen Wohnung oder der Wohnumgebung. Mit einem schnellen Internet könnte Arbeit dann auch in Cafés oder gar im Freien stattfinden.

„Gemeinsam wohnen, gemeinsam leben“ – unter diesem Titel lassen sich die zahlreichen Vorstellungen von gemeinschaftlichen und generationenübergreifenden Wohnprojekten und nachbarschaftlichen Gemeinschaften und Netzwerken im Hagener Norden zusammenfassen. Füreinander einkaufen oder gemeinsam grillen waren nur ein paar der vorgetragenen Ideen.

Die Ergebnisse aller Stadtbezirkswerkstatt werden dokumentiert und in Kürze auf der Projekthomepage www.plan-portal.de/hagen veröffentlicht.

Nächste Woche Dienstag, 26. Juni, heißt es ab 18 Uhr wieder „HAGENplant 2035“. Dieses Mal empfängt das Planungsteam aus Planungbüro und Stadtverwaltung alle Interessierten im Gemeindesaal der Herz-Jesu-Gemeinde in Eilpe, Eilper Straße 14. Dann sind die Bewohnerinnen und Bewohner aus Eilpe und Dahl gefragt, wie sich ihr Stadtbezirk mittelfristig entwickeln soll.

Bühnenball 2019 im Theater Hagen

22. Juni 2018 by

Vorverkauf startet am Samstag mit einer Rabattaktion

V.l.n.r.: Francis Hüsers (Intendant Theater Hagen), Rolf Möller und Daniela Frobel (58/event), Michael Fuchs (Geschäftsführer Theater Hagen), Marvin Heimes (Catering „Hummer“), Werner Hahn (Regisseur). Foto: Theater.

Unter dem Titel

„NACH PARIS – TREFFPUNKT MOULIN ROUGE!“

startet nach mehrjähriger Pause der Hagner Bühnenball mit frischem Glanz und Pepp in eine neue Ära. In Zusammenarbeit des Theaters Hagen mit der Eventagentur „58/Event“ und dem Cateringunternehmen „Hummer“ wird den Besuchern ein facettenreiches Show-, Unterhaltungs-, Tanz- und Kulinarikprogramm geboten.

Lust auf Paris? – Lust, über die Champs-Élysées zu bummeln, durch’s Quartier Latin zu flanieren, den Montmartre zu besteigen? Lust, Mona Lisa tief in die Augen zu schauen, die französische Küche zu genießen oder gar heimlich das Moulin Rouge zu besuchen? Dann schlüpfen Sie in Ihr phantasievollstes Kostüm und steigen Sie ein in den Theater-Hagen-Vergnügungszug! Reisen Sie mit den Theaterleuten nach Paris! Lassen Sie die Champagnerkorken knallen, tanzen Sie bis tief in die Nacht und sagen Sie in den frühen Morgenstunden voller Überzeugung: „Non, je ne regrette rien!“

Eröffnet werden die beiden Abende mit einer von Werner Hahn konzipierten hinreißenden, schrill-bunten Revue auf der Bühne im Großen Haus: Als besonders charmante Note schlüpfen dabei auch viele Theatermitarbeiter*innen, die im Alltagsbetrieb hinter den Kulissen tätig sind, in knallige Kostüme und tanzen, singen und spielen zusammen mit den Bühnenprofis in karnevalistischem Einklang und präsentieren eine urkomische Geschichte einer Skatrunde, die unbedingt nach Paris reisen will… In dieser ca. 90-minütigen Show erklingen zahlreiche Evergreens der Unterhaltungsmusik, die das Publikum von der ersten Sekunde an nach Paris entführen und zum Mitsingen animieren werden.

Anschließend kann man sich aufs Beste bis in den frühen Morgen hinein unterhalten lassen – und dabei vor allem auch selber das Tanzbein schwingen – von Live-Bands, Disco-Sounds, Kostümprämierungen, Überraschungen zur Mitternacht.

Als Besonderheit werden beim Hagener Bühnenball im Anschluss an die Revue gleich zwei Bands auf der Großen Bühne für ein abwechslungsreiches Programm sorgen: Die Schlager Deluxe Band, die eine exklusive Mischung aus deutschsprachigen Liedern mit Kultstatus aus nahezu allen Jahrzehnten präsentieren und für ordentlich Tanzfieber sorgen, und die Groove Delighters, eine der angesagtesten Party- und Eventbands Deutschlands, die mit der Präsentation von Pop-, Rock-, Disco- und Chart-Hits der 80er, 90er und 2000er Jahre ein musikalisches Feuerwerk entfachen.

Im Ballettsaal wird unter dem Titel „DISCO-FOX“ eine musikalische Reise von volkstümlicher und moderner Schlagermusik bis zum tanzbaren Discofox angeboten. – Wer zu zweit abtanzen, einfach nur mitsingen oder mitschunkeln will, ist hier genau richtig!

Im Lutz, der „CHARTBREAKER-AREA“, werden die großen Hits von heute und den letzten 50 Jahren vom Plattenteller serviert – hier heißt es durchstarten und tanzen, genießen oder mitwippen.

Für das leibliche Wohl ist mit dem vielseitigen Angebot durch „Hummer Catering“ mit vielen französischen Köstlichkeiten und diversen Getränken selbstverständlich gesorgt.

Erleben Sie den Hagener Bühnenball als ein kultiges Fest für alle Sinne, bereichern Sie diesen durch Ihre Kostümierung und werden Sie so Teil Ihres Theaters Hagen.

Vorverkaufsstart: 23. Juni 2018, 10 Uhr: An der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Rabattaktion zum Vorverkaufsstart:
Erwerben Sie direkt am 23. Juni 2018 Ihre Eintrittskarten – auf die ersten 100 Karten für die Revue-Vorstellungen wird ein Rabatt von 10 % gewährt!

LiteraturArt und PapierZen im Kunst- und Atelierhaus

22. Juni 2018 by

Gastkünstlerin Birgit Ebbert präsentiert neue Werke aus Papier

Das Alltagsmaterial Papier hat eine magische Kraft, die bereits Kinder fasziniert und der sich am 1. Juli die Besucherinnen und Besucher im Kunst- und Atelierhaus Hagen, Hochstraße 76, Hagen stellen können. Von 11 bis 17 Uhr sind in der Galerie des Künstlerhauses Werke aus und mit Papier von Birgit Ebbert zu sehen, die als Gastkünstlerin ausstellt.

Die Hagener Autorin und Papierkünstlerin verbindet Faltfiguren aus Papierquadraten zu Bildern und Installationen. Mit Texten versehen wird daraus ihre LiteraturArt, die kurze Gedichte und Geschichten auf eine neue Art präsentiert.

„Papier hat mich schon immer begeistert“, erinnert sich Birgit Ebbert. Erste Faltungen finden sich in ihrer Kindergartenmappe, die einzigen Einsen in Kunst konnte sie mit Arbeiten aus Papier einheimsen. „Mich fasziniert, was sich trotz oder gerade wegen der Reduktion auf ein Papierquadrat entwickeln kann“, verrät die Autorin, die ihre Faszination jetzt auch in ersten Büchern vermittelt. Inzwischen hat sie sich vom einzelnen Quadrat gelöst und gestaltet aus mehreren Quadraten und Rechtecken Objekte und Skulpturen, von denen sie einige in der Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung wird um 12 Uhr durch Dietmar Schneider in der Galerie eröffnet.

Vorsatz oder Fahrlässigkeit?

22. Juni 2018 by

Raser töteten 2016 in Berlin einen Unbeteiligten. Handelten sie vorsätzlich? Die Rechtswissenschaft ist sich uneins. Zwei Strafrechtler der FernUniversität diskutieren den Fall.

Im Februar 2016 jagten zwei Männer mit ihren Autos durch Berlin, lieferten sich ein Straßenrennen mit Geschwindigkeiten bis zu 170 Kilometern pro Stunde. Dabei donnerten sie über Kreuzungen und rote Ampeln, bis eines der Fahrzeuge schließlich den Geländewagen eines 69-Jährigen rammte. Das Unfallopfer starb noch vor Ort. Das Landgericht Berlin verurteilte die beiden Fahrer im vorigen Jahr zu lebenslangen Haftstrafen. Doch das deutschlandweit erste Mordurteil dieser Art wurde Anfang 2018 vom Bundesgerichtshof (BGH) zurückgewiesen.

In der Rechtswissenschaft sorgte die Entscheidung für Aufsehen. Auch zwei Lehrstuhlinhaber der FernUniversität beschäftigen sich mit dem Fall: Prof. Dr. Osman Isfen (Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Internationales Strafrecht) und Prof. Dr. Stephan Stübinger (Strafrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie) diskutierten das Thema zuletzt in einem öffentlichen Vortrag auf dem Hagener Campus.

Für die beiden Experten liegt die entscheidende Frage in der Abgrenzung zwischen vorsätzlicher und fahrlässiger Tötung. Denn um überhaupt zum Urteil „Mord“ zu gelangen, muss ein Gericht zuerst eine „vorsätzliche Tötung“ feststellen. Hier bleibt Spielraum für abweichende Wertungen. So widersprach der BGH dem Berliner Gericht unter anderem, weil es dessen Annahme einer vorsätzlichen Tat nicht plausibel fand. „Es ist ein Problem, den Rasern einen Fremdtötungsvorsatz zu unterstellen, denn diese nähmen damit ja gleichzeitig eine Eigengefährdung in Kauf“, erklärt Prof. Stübinger. „Man schreibt den Rasern somit quasi eine Selbstmordabsicht zu.“ Die Vorstellung, die Temposünder hätten sich selbst schaden wollen, findet Stübinger abwegig und teilt damit die Einschätzung des BGH.

„Russisches Roulette“ auf der Straße

Prof. Isfen zeigt sich offener gegenüber der Vorsatzannahme. Seiner Meinung nach billigten die Berliner Raser, bei ihrem Rennen Menschenleben zu gefährden. Ihr grob ignorantes Verhalten ließe sich durchaus als vorsätzliches Handeln deuten. „Man könnte sagen: Wer so viele Kreuzungen überquert und rote Ampeln missachtet, der musste einfach damit rechnen, dass es irgendwann tödlich ausgeht“, so der Strafrechtler. „Die Fahrer haben Russisch-Roulette gespielt, und am Ende hat es tatsächlich geknallt.“ Das Urteil „Mord“ findet Isfen jedoch ebenfalls unangemessen.

Neue Gesetzeslage als Reaktion

Das Rennen in der Hauptstadt ist kein Einzelfall. „Es ist leider ein trauriges Phänomen, dass sich in vielen deutschen Städten eine Raser-Szene ausgebildet hat“, klagt Stephan Stübinger. Der Bundestag reagierte 2017 mit einem strengeren Gesetz, wonach illegales Rasen mit bis zu zehn Jahren Haft, der Beschlagnahme des Fahrzeugs und Führerscheinentzug geahndet werden kann. Die neuen Regeln verfeinern das strafrechtliche Instrumentarium. Gerichte können nun genauer zwischen absichtlicher und unabsichtlicher Tötung skalieren. Gerade mit Blick auf die Unstimmigkeiten im Berliner Fall begrüßen die beiden Rechtswissenschaftler die Sondervorschrift. „Eine Raserei mit Todesfolge ist eben kein Mord. Sie ist aber auch keine bloße fahrlässige Tötung – sondern mehr“, urteilt Osman Isfen. Eine Meinung, die auch sein Kollege teilt: „Die neue Vorschrift hat sicherlich ihre Schwächen. Aber dennoch schließt das Gesetz eine große Lücke.“

Bezug zum Hagener Raser-Fall

So wie die Berliner Raserfahrt fiel auch die in Hagen von 2016 noch unter die alte Gesetzeslage. Isfen hat die beiden Prozesse miteinander verglichen, weist jedoch auf erhebliche Unterschiede hin: „Auch in Hagen waren verantwortungslose Menschen unterwegs. Sie haben sich auf der Feithstraße zum Rasen verleiten lassen. Aber in Berlin war es qualitativ noch einmal eine andere Stufe. In Hagen stand zu keinem Zeitpunkt die Frage im Raum, ob sich die Raser der vorsätzlichen Tötung strafbar gemacht haben könnten.“ Der Jurist hatte der Verhandlung im Hagener Landgericht als Beobachter beigewohnt und auf seinem strafrechtlichen Blog „audiatur et altera pars“ davon berichtet.

Das Hagener Landgericht verurteilte die beiden Täter damals wegen fahrlässiger Körperverletzung. Während der ältere Fahrer mit einem Jahr auf Bewährung davonkam, muss der jüngere ein Jahr und zehn Monate im Gefängnis verbringen. Lesen Sie hier mehr zur damaligen Einschätzung von Prof. Isfen.

Emotionale Debatte um Baumpflege-Satzung in Hagen

21. Juni 2018 by

Die Diskussion um den ­städtischen Entwurf einer Baumpflege-Satzung sorgt auch bei den Fachpolitikern für heftige Diskussionen. Im Vordergrund stehen dabei der zu erwartende bürokratische Aufwand, die Kosten und eine Ungleichbehandlung von normalen Bürgern sowie der Stadt und ihrer Töchter selbst. (…)

„Was die Schaffung einer neuen Stelle angeht, gibt es Dissens“, so Hans-Georg Panzer, Vorsitzender des Umweltausschusses und Grünen-Ratsherr, „es kann nicht sein, dass die Baumpflege-Satzung denselben Personalaufwand wie einst die abgeschaffte Baumschutz-Satzung hat, obwohl sie gar nicht so sehr in die Tiefe geht.“ So bräuchte es aus Grünen-Sicht kein Baumkataster für die Stadt Hagen, dass ja auch gepflegt werden müsse. Auch eine „dingliche Sicherung“ von Bäumen im Grundbuch, die möglicherweise wiederum Gebühren für die Bürger auslöse, sei überflüssig. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es wird immer klarer, dass ein Schutz von Bäumen überhaupt nicht erwünscht ist. Während die von FDP und CDU vorgeschobenen Gründe nicht anders zu erwarten waren (angeblich würden dann Bürger „angezählt“ und „gegängelt“) und die SPD versucht, mit dem Ausspielen von vermeintlichen Gegensätzen zwischen sozialen Belangen und Ökologie aufgrund ihrer desolaten Lage in Hagen wieder nach vorne zu kommen, haben die Grünen inzwischen auch als ehemals ökologische Kraft im Rathaus endgültig abgewirtschaftet.

Gewinner der „29. Schul- und Jugendtheatertage“ im Theater Hagen

21. Juni 2018 by

Am 18. und 19. Juni 2018 fanden ganztägig im Theater Hagen (Großes Haus, Lutz, Opus) die „29. Schul- und Jugendtheatertage“ statt. Es wurden insgesamt 16 Stücke gezeigt, beteiligt waren 9 Schulen sowie 4 außerschulische Einrichtungen – aus Hagen, Menden, Unna, Dortmund, Sprockhövel und Lüdenscheid (Foto: Theater).

Die sechsköpfige Jury verlieh in diesem Jahr drei Preise:

Der 1. Preis ging an die Gruppe „Linkshändler“ der Jugendkunstschule Unna mit dem selbst entwickelten Stück „GRAND MYSTERY HOTEL“.

Den 2. Platz erhielt das Musical „TOM SAWYER“, aufgeführt vom Christian-Rohlfs-Gymnasium Hagen.

Über einen 3. Platz freut sich der Darstellen-Gestalten-Kurs der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule Sprockhövel für die Darbietung des Stückes „KEINE ANGST VORM ANDERSSEIN“.

Die 30. Schul- und Jugendtheatertage finden am 17. und 18. Juni 2019 statt. An der Teilnahme interessierte Gruppen wenden sich bitte an: miriam.walter@stadt-hagen.de.

Kritik: Hagen möchte 50.000 Euro für Baumschützer ausgeben

20. Juni 2018 by

Die von CDU, Grünen, Hagen Aktiv, Linken und Bürgern für Hohenlimburg auf den Weg gebrachte Baumpflegesatzung sorgt für heftige politische Diskussionen. Denn die Stadtverwaltung beabsichtigt, zur Überwachung der Satzung einen Baumbeauftragten einzustellen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: 2007 haben sich die Grünen noch vehement gegen die Abschaffung der bis dahin gültigen Baumschutzsatzung ausgesprochen. Jetzt wird Grünen-Fraktionsmitglied Hans-Georg Panzer von der WPWR mit den Worten zitiert: „Die Einstellung eines neuen Mitarbeiters zur Überwachung der Satzung ist sachlich überhaupt nicht zu begründen.“ Wenn es so wäre, könnte man sich die Satzung allerdings auch gleich ganz schenken.

Was die bekannte Stimmungskanone Hubertus Heuel in seinem Artikel verschweigt, ist die Tatsache, dass die neue Stelle erst einmal nur auf zwei Jahre befristet eingerichtet werden soll. Dafür behauptet er: „In der Bezirksvertretung Haspe wurde der Verwaltungsvorschlag missbilligt (…)“. Das ist durch das Protokoll der Sitzung nicht belegt. Richtig ist hingegen, dass die BV Haspe die Befassung mit der Baumpflegesatzung als 1.Lesung eingestuft hat.

Bundesmittel für Demokratieförderung in Hagen und EN langfristig gesichert

20. Juni 2018 by

Mit dem Förderprogramm „Demokratie leben!“ stärkt der Bund ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Zusammenleben in Deutschland. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat nun erklärt, dass das Programm entfristet und damit dauerhaft fortgeführt wird.

„Für Hagen und den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis sind das gute Nachrichten: Projekte, die mit ,Demokratie leben!‘-Mitteln gefördert werden, bleiben nachhaltig erhalten oder können sich wieder bewerben“, teilt der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel dazu mit.

Das gesellschaftliche Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit habe in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis eine lange Tradition, so Röspel. Gerade für Kinder und Jugendliche sei es wichtig, Demokratie früh zu erlernen und zu erkennen, wie wichtig der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist.

Diese Kompetenzen werden durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ebenso gestärkt, wie die Rassismus- und Extremismusprävention. „Gerade in Zeiten, in denen sich die Demokratie immer stärkeren Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt sieht, ist es ein starkes Signal der sozialdemokratischen Bundesfamilienministerin, das Förderprogramm zu entfristen“, meint Röspel. Franziska Giffey mache damit klar, dass die Demokratieförderung ein langfristiges Projekt ist und eine kurzzeitige Finanzierung nicht ausreicht.

In Hagen, Gevelsberg und an über 260 weiteren Orten können sich Initiativen und Projekte weiterhin auf die Mitfinanzierung des Bundes verlassen. Allein für das Jahr 2018 sieht der Bundeshaushalt 115,5 Millionen Euro dafür vor.

SCRATCH 2018 – „Die schönsten Opernchöre“

20. Juni 2018 by

Konzert am Samstag, 23. Juni 2018, 18 Uhr, Stadthalle Hagen

In diesem Jahr widmet sich das Mitsingkonzert SCRATCH am 23. Juni (18 Uhr, Stadthalle Hagen) den schönsten Opernchören der beliebtesten Komponisten und Werke, darunter natürlich Giuseppe Verdi („Nabucco“), Richard Wagner („Tannhäuser“, „Lohengrin“), Wolfgang Amadeus Mozart („Die Zauberflöte“) und Giacomo Puccini („Madama Butterfly“), aber auch weniger bekannte, dafür nicht weniger wunderschöne Stücke wie der Mondchor aus Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ oder der Glockenchor aus Ruggero Leoncavallos „Bajazzo.

Besser kann man manche Oper gar nicht entdecken als durch eigenes Singen! Wer immer schon einmal mit einem großen Orchester auftreten und in verschiedene Rollen schlüpfen wollte, hat nun die einmalige Chance dazu. Innerhalb eines Tages werden die verschiedenen Chöre einstudiert und am Abend in einem Konzert im großen Saal der Stadthalle aufgeführt. Mitmachen und -singen kann jeder, auch und gerade ohne Vorkenntnisse. Das Gemeinschaftserlebnis steht im Mittelpunkt.

Ob man diese außergewöhnliche Aufführung mit dem SCRATCH-Chor 2018 und dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der musikalischen Gesamtleitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton als reiner Konzertbesucher erlebt oder auf dem Podium mitsingt – ein Erlebnis ist es so oder so.

Noch besteht die Möglichkeit, aktiv an diesem Konzert mitzuwirken (Anmeldung bis spätestens 22. Juni an der Theaterkasse oder unter http://www.theaterhagen.de).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Letztmalig: „Bilder deiner großen Liebe“

19. Juni 2018 by

Die ursprünglich für Freitag, 22. Juni 2018 (19.30 Uhr) angekündigte Vorstellung entfällt

Basil Weis, Jonas Vietzke, Jana Reiß. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die letzten beiden Vorstellungen der Theater Road Novel „Bilder deiner großen Liebe“ nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf in einer Fassung von Robert Koall mit Musik von Jana Reiß (ab 13 Jahren) finden am 21. Juni (12 Uhr) und 23. Juni (19.30 Uhr) im Lutz statt.

„Bilder deiner großen Liebe“ bietet ein mitreißendes Theatererlebnis mit Live-Musik über eine junge Frau, die ihren eigenen Weg geht und sich mutig und neugierig der Schönheit und den Gefahren des Lebens öffnet – eine einzigartige Geschichte des Erfolgsautors Wolfgang Herrndorf in einer ergreifenden Inszenierung von Anja Schöne in der Ausstattung von Franziska Smolarek.

Es spielen, singen und musizieren: Jana Reiß, Jonas Vietzke und Basil Weis.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Ein Gegenentwurf zu medialer Hetze

19. Juni 2018 by

Pilotprojekt erklärt Menschen aus Südosteuropa die „Spielregeln“ beim Wohnen

Das multiprofessionelle Team des Pilotprojektes „Wohnen“ umfasst auch Mitarbeiter, die selbst aus Südosteuropa stammen. Foto: Esther Schöttke.

Die Berichterstattung der lokalen Medien über Zuwanderer besonders aus Südosteuropa war in den letzten Jahren vornehmlich geprägt durch hetzerische Untertöne. Öffentliche Einrichtungen der Stadt liefern jetzt einen Gegenentwurf.

Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ausbeuterische Vermieter noch immer zu milde davonkommen und die politischen Gremien zu lange auf die Möglichkeiten des Vorkaufsrechts problematischer Immobilien verzichtet haben.

Bildung, Sprache, Gesundheit, Arbeit oder Wohnen – das sind einige wichtige Lebensbereiche, die maßgeblich für eine erfolgreiche Integration von zugewanderten Menschen in die Stadtgesellschaft sind. Das Quartiersmanagement im Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen initiiert unter anderem zahlreiche Projekte für zugewanderte Menschen aus Südosteuropa. In Zusammenarbeit mit der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Werkhof und dem Hagener Jobcenter ist nun das Pilotprojekt „Wohnen“ am 1. Juni erfolgreich an den Start gegangen.

Etliche Menschen aus Südosteuropa kommen nach Hagen auf der Suche nach bezahlbarem und angemessenem Wohnraum, um für sich und ihre Kinder eine Zukunft aufzubauen. Viele Vermieter und Nachbarn klagen jedoch immer wieder über Probleme mit Mietern aus Rumänien oder Bulgarien.

Das liegt einerseits daran, dass den zugewanderten Familien oftmals die „Spielregeln“ des Wohnens in Deutschland nicht geläufig sind. Andererseits geraten sie aus Unkenntnis in problematische Wohnsituationen, die eine lukrative Einnahmequelle für unseriöse Vermieter bilden.

Vor diesem Hintergrund haben die Kooperationspartner der Stadt, des Werkhofs und des Jobcenters ein Konzept entwickelt, das präventiv und unter Beteiligung der Betroffenen die Verbesserung von schwierigen Wohnverhältnissen sowie der Hagener Sozialstruktur zum Ziel hat.

Das Pilotprojekt „Wohnen“ besteht aus drei Bausteinen: dem „Mietführerschein“, der „Klartext“ Wohnbegleitung und der Kooperationsvereinbarung „Wohnen“.

Mietführerschein

Menschen, die mit ihren Pflichten und Rechten als Mieter noch nicht ausreichend vertraut sind, werden im Quartiersmanagement von einem Team, das aus pädagogischen und muttersprachlichen Mitarbeitern besteht, intensiv über mehrere Wochen geschult. Nach einer erfolgreich abgelegten Prüfung erhalten sie das „Integrationszertifikat Wohnen“.

„Klartext“ Wohnbegleitung

Im Werkhof nehmen Menschen aus Südosteuropa an einer Qualifizierungsmaßnahme teil und werden dadurch Mitglieder der Gruppe „Klartext“ Wohnbegleitung. Die Gruppe ist ein multiprofessionelles Team aus unterschiedlichen Fachkräften des Werkhofs, des Quartiersmanagements sowie Menschen aus Rumänien und Bulgarien.

Sie sucht Familien, die freiwillig am Projekt teilnehmen, regelmäßig direkt vor Ort in ihren Wohnungen auf und begleitet sie über einen längeren Zeitraum aktiv bei der Umsetzung der Regeln, Rechten und Pflichten rund um das Thema Wohnen, die sie zuvor beim „Mietführerschein“ gelernt haben.

Eine besondere Fähigkeit der Gruppe besteht darin, dass sie den eigenen Landsleuten Begleitung und Unterstützung bietet und so auf Augenhöhe „Klartext“ spricht, damit letztlich Mieter und Vermieter zufrieden sind.

Kooperationsvereinbarung „Wohnen“

Vermieter können das Angebot der „Klartext“ Wohnbegleitung im Rahmen einer Kooperation ab sofort kostenlos nutzen. So werden neue Mieter vermittelt, die bereits mit den Spielregeln des Wohnens vertraut sind, aber auch weiterhin begleitet werden. Dabei stehen den kooperierenden Vermietern zusätzlich während der gesamten Zeit qualifizierte Ansprechpartner zur Verfügung.

Weitere Informationen gibt es beim Quartiersmanagement der Stadt Hagen unter Telefon 02331/207-3003 und 02331/207-4570 oder per E-Mail an gabriele.schwanke@stadt-hagen.de und maximilian.adams@stadt-hagen.de.

Rotary Club Hagen spendet 65 Theater-Jugendabos

18. Juni 2018 by

Es ist schon eine, wenn auch nicht selbstverständliche Tradition, dass der Rotary Club Hagen in jeder Spielzeit 65 Theater-Jugendabos erwirbt und sie den Hagener Schulen zur Verfügung stellt. Dieses Engagement bietet den Schüler*innen die Möglichkeit, die ganze Bandbreite des Theaters von Musiktheater über Schauspiel bis Ballett/Tanztheater zu erleben.

Und so kamen die jungen Leute, nach einer Begrüßung durch den Präsidenten des Rotary Clubs, Dr. Hans Adolf Burbach, sowie durch den Vorstandsvorsitzenden der Märkischen Bank, Hermann Backhaus, kürzlich in den Genuss, gemeinsam mit weiteren Club-Mitgliedern, das beliebte Handlungsballett „Cinderella“ besuchen zu können – sie waren begeistert!

Erfreulicher- und dankenswerterweise kündigte der Rotary-Club an, dieses Engagement fortzusetzen.

Fundsache: The same procedure

17. Juni 2018 by

„Niemand in der CSU hat Interesse, die Kanzlerin zu stürzen.“

CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer am 17. Juni 2018 in Bild am Sonntag.

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz.

Junge Choreographen stellen sich vor

17. Juni 2018 by

Offene Probe zu „Tanzlabor IV“

V.l.n.r.: Ana Isabel Casquilho, Gonçalo Martins da Silva, Noemi Martone, Alexandre Démont, Bobby Briscoe, Sara Peña. Foto: Theater

Eine Einstimmung zu der Premiere/Uraufführung unter dem Titel „Tanzlabor IV – Junge Choreographen stellen sich vor“ des Balletts Hagen unter der Leitung von Ballettdirektor Alfonso Palencia bietet eine Offene Probe am 21. Juni, 17 Uhr im Ballettsaal (Theater Hagen).

Bei dieser Veranstaltung werden Ausschnitte aus den insgesamt sechs neuen Kreationen der ‚Jungen Choreographen‘ (Bobby Briscoe, Ana Isabel Casquilho, Alexandre Démont, Gonçalo Martins da Silva, Noemi Martone und Sara Peña) gezeigt.

Anschließend besteht die Möglichkeit, mit diesen Künstlern und weiteren Mitgliedern des Balletts Hagen ins Gespräch zu kommen und über die Entstehung dieser Choreographien Näheres zu erfahren. Das findet in einer lockeren Atmosphäre bei Käse und Wein (gesponsert von Weinhof Reinhardt) statt.

Der Eintritt ist frei.

Stadt Hagen will Höchstspannungsleitung durch Elsey führen

17. Juni 2018 by

Trotz Bedenken der Bürger möchte die Stadt Hagen weiterhin eine Höchstspannungsleitung durch Hagen-Elsey führen. (…)

Das belastet die Bewohner von Elsey. Veronika Lünstroth nutzte deshalb in der Sitzung der Bezirksvertretung die Einwohnerfragestunde, um Verwaltung und auch die Politik noch einmal darauf anzusprechen, was diese im Interesse der Elseyer Bürger noch tun können, um die 380-kV-Leitungen durch die Bestandstrasse zu verhindern. Christoph Gerbersmann, 1. Beigeordneter der Stadt, machte noch einmal deutlich, dass man Amprion nicht zwingen könne, die Alternativ-Trasse zu wählen. Er motivierte aber alle Elseyer Bürger, am 28. Juni ins Hohenlimburger Rathaus zu gehen. (…)

Wie aber wird sich die Stadt verhalten? Gerbersmann: „Weil sich der Sachverhalt im bisherigen Verfahren nicht geändert hat, empfiehlt die Verwaltung dem Rat der Stadt, bei der bisherigen Beschlussfassung für die Alternativ-Trasse Reh zu verbleiben.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung:  Auszug aus der Beschluss-Vorlage 0554/2018:

Der Rat hat in seiner Sitzung vom 18.05.2017 unter der Drucksachen-Nr. 0339/2017 wie folgt beschlossen:

„Die Bestandstrasse Hagen-Henkhausen wird vom Rat der Stadt Hagen für die Wohnbevölkerung als nicht zumutbare Trasse eingestuft. Eine Trassenführung im Freiraum zur Entlastung des Siedlungsraumes ist daher zur prüfen.

Der Rat der Stadt Hagen spricht sich deshalb für eine weitergehende Prüfung der neuen Variante Hagen-Reh aus, mit dem Ziel, dass die Fa. Amprion diese Variante in das künftige Planfeststellungsverfahren einbringt. (…)“

Der Rat hat sich mehrfach gegen den Ausbau der 380-kV Höchstspannungsleitung auf der Bestandstrasse-Henkhausen entschieden. Diese Entscheidung entspricht  dem mutmaßlichen Willen der meisten von der Höchstspannungsleitung betroffenen Bürger in Hohenlimburg. (…)

Da sich der Sachverhalt in den bisherigen Verfahren nicht geändert hat, empfiehlt die Verwaltung dem Rat, bei der bisherigen Beschlussfassung für die Alternativtrasse-Reh zu verbleiben.

Hagen muss auf sechs Millionen Euro von Sparkasse verzichten

16. Juni 2018 by

Die Sparkasse Hagen schüttet in diesem Jahr kein Geld an die Stadt Hagen aus. Die muss in ihrem Haushalt auf sechs Millionen Euro verzichten. (…)

Quelle: wp.de

Jugend auf die Bühne!

16. Juni 2018 by

29. Schul- und Jugendtheatertage am Theater Hagen

Zum 29. Mal heißt es: Jugend auf die Bühne! am Theater Hagen. Am Montag, 18. Juni (Beginn: 11.15 Uhr im Opus) und Dienstag, 19. Juni (Beginn: 13 Uhr im Lutz) werden alle Bühnen des Hauses für Theatergruppen aus Hagen und Umgebung geöffnet – mehr als 400 Mitwirkende wird es geben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Grundschulalter bis zum jungen Erwachsenenalter haben die Chance genutzt und werden ihre Stücke vorführen. In Schulprojektgruppen und Theatergruppen haben sich die jungen Leute mehrere Monate intensiv damit beschäftigt, ein Stück auszuwählen, selber zu entwickeln, vorzubereiten und schließlich bühnenreif zu proben. Herausgekommen sind dabei sowohl Theaterstücke, die auf Vorlagen basieren, als auch Eigenproduktionen.

Auch in diesem Jahr werden sich die begeisterten Nachwuchsschauspieler dem Wettkampf und dem Urteil einer sechsköpfigen Jury stellen, und es wird eine Preisverleihung nach der letzten Vorstellung im Großen Haus (Beginn ca. 20.30 Uhr) geben.

Karten: Tagestickets (8 / 5 Euro) und Einzeltickets (3 / 2 Euro) sind erhältlich an der Theaterkasse (auch am 18. Juni), unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hagener Künstlerinnen und Künstler 2018

15. Juni 2018 by

Osthaus Museum Hagen: 17. Juni bis 5. August 2018

Eröffnung am Samstag, 16.06.2018, 16.00 Uhr

Die Hagener Kunstszene stellt ab dem 16. Juni im Osthaus Museum eine repräsentative Auswahl unterschiedlicher künstlerischer Positionen vor. Die jurierte Ausstellung bietet einen Überblick über das aktuelle Schaffen der lokal ansässigen und vor Ort wirkenden bildenden Künstlerinnen und Künstler.

Die Zusammensetzung der Ausstellung verdankt sich einem Auswahlverfahren. Bei der aktuellen Vorstellung der Hagener Künstlerinnen und Künstler handelt es sich um ein juriertes Projekt. Anfang Februar wurde die Ausschreibung veröffentlicht, zum ersten Mal – den Rahmenbedingungen des digitalen Zeitalters gemäß – als online-Verfahren. Daraufhin bewarben sich bis zum Einsendeschluss am 4. März 175 Künstlerinnen und Künstler mit 482 Werkvorschlägen. Das ist eine Rekordzahl, die belegt, wie die Kunstszene in Hagen wächst. (Zum Vergleich: 2013 hatten sich 139 Bewerber mit 375 Werken gemeldet; 2011: 117 Bewerber mit 336 Werken) Eingereicht werden konnten jeweils bis zu drei Arbeiten. Alle Techniken und Größen, abgesehen von den notwendigen Einschränkungen in Bezug auf die räumlichen Bedingungen des Museums, waren zugelassen.

Am 22. März trat die Jury zusammen, die aus dieser Fülle schließlich 52 Arbeiten von 16 Künstlerinnen und 18 Künstlern auswählte. Die Hagener Kulturdezernentin Margarita Kaufmann, die als Mitglied der Jury einen Überblick über die künstlerische Vielfalt gewinnen konnte, betont den Reiz der aktuellen Bestandaufnahme: „Wer die Ausstellungsreihe ‚Hagener Künstlerinnen und Künstler‘ im Osthaus Museum verfolgt hat, wird feststellen, dass das Neben- und Miteinander von innovativen und klassischen Sparten, von Gegenstand und Abstraktion, von erzählenden und konzeptuellen Arbeiten immer wieder beeindruckt. Die breite Skala an Techniken, Materialien und experimentellem Geist führt den Reichtum und die Lebendigkeit künstlerischen Schaffens in Hagen vor Augen.“

Musikalisch umrahmt wird die Ausstellungseröffnung durch Martin Rösner, Leiter der Max-Reger-Musikschule (Klavier) und Jonas Liesenfeld, Dozent der Max-Reger-Musikschule (Geige).

„Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski

15. Juni 2018 by

Viertes Familienkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Auch das vierte Familienkonzert des von Andreas Vogelsberger geleiteten Philharmonischen Orchesters Hagen am 17. Juni 2018 mit Beginn um 11 Uhr im Großen Haus (Theater Hagen) wird von Juri Tetzlaff, dem beliebten TV-Moderator und kreativen Vermittler klassischer Musik moderiert (Foto: Theater). Auf dem Programm steht dieses Mal eines der populärsten Werke der Orchestermusik: „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski.

Juri Tetzlaff nimmt seine Zuhörer mit auf einen fantasievollen Rundgang durch eine Bilderausstellung, die der russische Komponist in Töne verwandelt hat. Zwischen den teils ziemlich verrückten Gemälden und Zeichnungen gibt es einen spannenden Krimi, den Juri nur mit Hilfe des Publikums lösen kann. Also: Alle Ohren gespitzt und mitmachen bei der Auflösung!

Karten an der Theaterkasse, Tel. unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Autofreie Innenstadt mit kostenlosem ÖPNV

14. Juni 2018 by

Hagener diskutieren intensiv die Zukunft ihrer Stadt

Die Teilnehmer der Stadtbezirkswerkstatt Mitte äußerten Wünsche wie eine autofreie Innenstadt oder kostenfreien ÖPNV. Foto: Clara Berwe/Stadt Hagen

Hagen plant weiter – in fünf Stadtbezirkswerkstätten können sich alle Bürgerinnen und Bürger aktiv in das integrierte Stadtentwicklungskonzept „HAGENplant 2035“ einbringen. Am Dienstag trafen sich über 50 Interessierte aus dem Bezirk Mitte im Gemeindesaal der Pauluskirche in Wehringhausen.

Mitarbeiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung und Vertreter des Planungsbüros Plan-lokal führten durch den Abend. An acht Arbeitstischen wurden Ideen gehört, vorhandene Defizite ermittelt und Vorstellungen abgefragt, wie sich der Stadtbezirk Mitte in Zukunft entwickeln soll.

Einige Themen traten schon während der Arbeitsphase deutlich hervor. So wurde mehrheitlich der Wunsch nach einer autofreien oder zumindest verkehrsreduzierten Innenstadt mit kostenlosem ÖPNV, guter Luft und hoher Aufenthaltsqualität geäußert. Gemeinschaftsgärten sollen als Begegnungsräume im öffentlichen Raum eingerichtet werden, ebenso gelten Seniorenheime künftig als Treffpunkte für Jung und Alt aller Herkunftsländer.

Alternatives, gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Wohnen zum Beispiel in modernisierten alten Fabrikgebäuden und der Erhalt des identifikationsstiftenden historischen Gebäudebestands waren weitere Themen, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Herzen lagen.

Mehr Geld fürs Theater – Doch Weitergabe ist noch unklar

14. Juni 2018 by

Hagens Theater soll 719 000 Euro mehr jährlich erhalten. Doch noch bleibt unklar, wie das Geld eigentlich an das Haus weitergegeben werden soll. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das Lokalblättchen wird zunehmend schräger. Als Illustration zu diesem Artikel dient eine Fotografie mit dem Text „An drei Hagener Schulen gehen Schädlingsbekämpfer gegen Ungeziefer vor. Schuldezernentin Margarita Kaufmann vor der Grundschule Kuhlerkamp. An der Schule wurde eine Kakerlake (Schabe) entdeckt.“

Premiere im Theater Hagen: Kiss me, Kate

14. Juni 2018 by

Musical von Cole Porter nach der Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ von William Shakespeare

Auf dem Foto: Emily Newton, Kenneth Mattice, Nathalie Parsa, Tillmann Schnieders. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die letzte Musiktheaterpremiere im Theater Hagen findet am 16. Juni, 19.30 Uhr (Großes Haus) statt. Präsentiert wird eine Neuinszenierung des beliebten Musicals „Kiss me, Kate“ von Cole Porter (Buch von Bella und Samuel Spewack) nach der Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ von William Shakespeare.

Dem Autoren-Team Bella und Samuel Spewack zusammen mit Komponist Cole Porter gebührt das Verdienst, Shakespeare für die Musicalbühne erobert zu haben. Seit ihrer Uraufführung 1948 am Broadway trat die musikalische Komödie einen wahren Siegeszug um die Welt an. Das Stück wirft einen amüsanten Blick hinter die Kulissen des Theaterbetriebs.

Nicht nur auf der Bühne in der aufzuführenden Shakespeare-Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ geht es turbulent zu, auch hinter den Kulissen der Theatertruppe rund um Regisseur und Schauspieler Fred Graham kochen die Emotionen hoch.

Auf der Bühne sind sie in „Der Widerspenstigen Zähmung“ ein Paar, wenn auch ein sehr streitbares, privat haben sich Fred und Lilli getrennt. Was natürlich nicht heißt, dass sie einander nicht eifersüchtig belauern, wohin das Herz des anderen sich wendet. Und Lilli findet einiges an Freds neuer Flamme Lois auszusetzen, die pikanterweise im Shakespeare-Stück die heiß begehrte, aber etwas dümmliche Bianca spielt, die kleine Schwester der „widerspenstigen“ Katharina.

Die Eifersucht findet ihren Höhepunkt, als ein Blumenstrauß, den Fred eigentlich Lois verehren wollte, irrtümlich bei Lilli landet. Lillis neuer Verlobter soll sie aus dem theatralischen Chaos retten. Doch ein Abschied von der Bühne und am besten sofort würde auch das Aus für die Theatertruppe bedeuten, und so kommt es Fred ganz gelegen, dass zwei Ganoven versuchen, einen Schuldschein einzutreiben, der nur Hoffnung auf Bezahlung hat, wenn das Theaterstück weitergeht. Und so mischen sich also auch die beiden Herrn der Halb- in das bunte Treiben der Theaterwelt und finden durchaus Gefallen daran, was man mit Shakespeare Zitaten alles erreichen kann, v.a. bei den Frauen.

Die mitreißenden Melodien von Cole Porter sind längst zu Evergreens geworden und sprühen nicht nur von musikalischen Einfällen, sondern auch von raffiniertem Wortwitz.

Für die Inszenierung kehrt Roland Hüve ans Hagener Theater zurück, der an diesem Haus zuletzt mit großem Erfolg bei der Rhythm & Blues Show „Die Blues Brothers“ Regie führte. Im Team wieder mit dabei: Choreographin Andrea Danae Kingston und der musikalische Leiter Steffen Müller-Gabriel. Für das Bühnenbild und die Kostüme zeichnet Siegfried E. Mayer verantwortlich, für das Licht Ernst Schießl, für die Dramaturgie Corinna Jarosch.

Es singen, spielen und tanzen: Dirk Achille, Jonathan Agar, Alexander Brugnara, Joyce Diedrich, Kristine Larissa Funkhauser, Verena Grammel, Boris Leisenheimer, Janis Masino, Kenneth Mattice, Emily Newton, Nathalie Parsa, Emanuele Pazienza, Thomas Peters, Elizabeth Pilon, Annette Potempa, Sabrina Prochaska, Tillmann Schnieders, Bernd Stahlschmidt-Drescher, Richard van Gemert, Rainer Zaun; Ballett des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 20.6. (Gastspiel im Konzert Theater Coesfeld), 22.6., 26.6., 29.6.; 4.7., 8.7. (18 Uhr) 2018 – jeweils 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Diesel-Fahrverbote ab 1.1.2019 das einzige Mittel

13. Juni 2018 by

Verwaltungsgericht Aachen setzt Termin

Die Luft für jene Kreise in Hagen, die glauben, mit immer neuen taktischen Spielchen Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs vermeiden zu können, wird zunehmend dünner. Von Varieté-Nummern aus dem politischen Raum (z.B. FDP) und von Lobbygruppen (z.B. SIHK) wie Moosmauern und der Installation von Ventilatoren zur Verbesserung der vom maßlosen Autoverkehr belasteten Luft lassen sich Gerichte nicht mehr beeindrucken. Es zählt nur noch die Tatsache, dass Städte seit mittlerweile zehn Jahren die geltenden Grenzwerte für Schadstoffe dreist ausgesessen haben. Ein neues Urteil erhöht aktuell den Druck, weitere Verfahren laufen.

Das Verwaltungsgericht Aachen hat am Freitag, 8. Juni 2018 faktisch beschlossen, dass Diesel-Fahrverbote in Aachen ab 1.1.2019 umgesetzt werden müssen (AZ 6 K 221 1/15). Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wertet dies als Erfolg ihres Einsatzes für die „Saubere Luft“. Dieses erste Urteil nach dem Grundsatzbeschluss des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) in Leipzig ist für die Klageverfahren der DUH in 27 weiteren, unter dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) leidenden Städten richtungsweisend.

Im Rahmen der mündlichen Verhandlung kritisierte das Gericht die auf Verzögerung ausgerichtete Politik von Land und Stadt massiv. Eine Grenzwerteinhaltung selbst bis 2020 sei zu spät. Das Verwaltungsgericht hat das Land dazu verurteilt, dass die NO2-Grenzwerte in Aachen spätestens zum 1.1.2019 zwingend einzuhalten sind. „Es ist aktuell nicht erkennbar, dass dies ohne Diesel-Fahrverbote gelingen wird“, sagte der Vorsitzende Richter Roitzheim in der heutigen mündlichen Verhandlung. Und weiter: „Es müssen die Maßnahmen zum 1.1.2019 ergriffen werden“.

In einer Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Aachen heißt es weiter:

Die Maßnahmen des derzeitigen Luftreinhalteplans, mit denen die Einhaltung des Grenzwertes sichergestellt werden sollte (z. B. Ausweitung der Umweltzone, Nachrüstung der Busflotte, Förderung des ÖPNV), seien nicht ausreichend. Das folge bereits daraus, dass selbst bei konsequenter Verwirklichung aller im aktuellen Luftreinhalteplan festgelegten Maßnahmen die geforderte Einhaltung nicht vor dem Jahre 2025 zu erwarten sei. Das widerspreche den Vorgaben der maßgeblichen EU-Richtlinie. Sie fordere, dass der Zeitraum, in dem der Grenzwert nicht eingehalten werde, so kurz wie möglich sei. (…)

Für die Stadt Aachen sei, wie das Ergebnis einer Studie des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW aus dem Jahre 2017 zeige, dass ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge mit hoher Wahrscheinlichkeit das einzig geeignete Mittel, um schnellstmöglich die hier erforderliche Reduzierung der Stickstoffdioxid-Werte im zweistelligen µg/m³-Bereich zu erzielen. Andere Maßnahmen kämen auch in Betracht; das Gericht könne sich aber nicht vorstellen, welche das sein sollten.

Das Aachener Urteil wird auch in der nächsten Sitzung des Hagener Umwelt- und Mobilitätsausschusses am 19.6.2018 zur Sprache kommen.

„Peinliche Stimmungsmache“

13. Juni 2018 by

Stellungnahme der Fraktions- und schulpolitischen Sprecherin der Grünen, Nicole Pfefferer, zum Elaborat des WPWR-Texters Hubertus Heuel

„Redakteur Heuel kritisiert in seiner Samstagskolumne die Verfügung der Bezirksregierung, die Haldener Realschuldependance zu schließen, in der zugewanderte Kinder getrennt von der übrigen Schülerschaft unterrichtet und durch Spracherwerb für den Besuch von Regelschulen fit gemacht werden (Anm.: siehe auf DW: Jenseits der AfD).

Diese Anordnung stellt er nicht nur unter Ideologieverdacht, sondern deutet überdies an, die Entscheidung habe etwas damit zu tun, dass die zuständige Arnsberger Beamtin mit dem Kreisverbandssprecher der Hagener Grünen verheiratet ist. Denn die Grünen, so Heuel, haben „die Schule in Halden heftig bekämpft“. Hier hätte ein Blick in die Sitzungsprotokolle der Gremien gezeigt: Unsere Fraktion hat in Bezirksvertretung, Schulausschuss und Rat der Einrichtung dieser Schulzweigstelle zugestimmt, und zwar ohne Wenn und Aber. Dagegensein sieht anders aus.

Die publizierte Unterstellung, eine regierungsamtliche Entscheidung, für die eine Behörde immerhin vor deutschen Gerichten geradestehen können muss, werde durch das Parteibuch eines Familienmitglieds beeinflusst, untergräbt in unverantwortlicher Weise das Vertrauen in die Legitimität von Verwaltungshandeln. Wenn dann auch noch die Partei, deren „Ideologie“ durch die Entscheidung angeblich befördert wird, dieses Anliegen überhaupt nicht vertritt, gerät der Vorwurf erkennbar zur peinlichen Stimmungsmache. Eine inhaltliche Recherche hat hier anscheinend nicht stattgefunden, und es ist fraglich, was mit diesem journalistischen Vorgehen eigentlich bezweckt wird.

In der Sache bleibt zu dem von Herrn Heuel besprochenen Vorgang festzuhalten: Bei der Einrichtung dieses Schulstandortes war allen Abstimmenden und auch der Schulverwaltung bewusst, dass es sich um ein Übergangsmodell handeln sollte. Ob die nach einem Jahr verabredete Neubewertung alleine in einer Anweisung der Aufsichtsbehörde bestehen sollte, ist sicher eine Stilfrage. Allerdings ist auch nicht erkennbar, welche Ansätze für eine Dauerlösung nach Ablauf der Pilotphase von der Verwaltung erarbeitet wurden. Dazu ist man jetzt gezwungen, und je eher die Arbeit daran beginnt, desto besser.“

Diebstahl in der Traumfabrik

13. Juni 2018 by

Präsentation des Kinderclubs des Theaters Hagen

Die diesjährige Premiere unter dem Titel „Diebstahl in der Traumfabrik“ des von Anne Schröder geleiteten Kinderclubs des Theaters Hagen findet am 17. Juni um 16 Uhr im Lutz statt.

Eines Morgens wachen die Kinder im Schlafsaal auf und stellen fest, dass ihre Träume verschwunden sind – sie sehen nur noch schwarze Kringel. Was ist da wohl geschehen? Gemeinsam mit dem Großen Bambini (Wahrsager) und mithilfe von drei Superhelden, versuchen die Kinder dem Geheimnis der verschwundenen Träume auf die Spur zu kommen.

Angelehnt an das Spielzeitmotto „DEINE HELDEN – DEINE TRÄUME“ hat Lutz-Dramaturgin Anne Schröder mit dem Kinderclub (Foto: Theater Hagen) eine spannende Detektivgeschichte von Kindern für Kinder entwickelt, bei der die Nachwuchstalente erstmals vor einem großen Publikum Bühnenluft schnuppern können.

MIT: Maxim Akinschin, Mirella Ardu, Sofia Catela, Keyan Esen, Lara Hajzer, Maya Hajzer, Thea Hajzer, Richard Hecker, Lucie Henderkes, Amy Homeyer, Sophia Kraugmann, Emiliy Kremser, Phillip Mandel, Tara Schilling, Adea Velijaj

Weitere Vorstellung: 24. Juni 2018 (16 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777.

Spanische Musikperlen

13. Juni 2018 by

Klassik und Jazz im Emil Schumacher Museum
Donnerstag, 14.06.2018 von 18:00 – 20:00 Uhr

Dieser Abend verspricht ein besonders faszinierendes Konzerterlebnis – denn die außergewöhnliche Verbindung von zwei durch Tonlage, Material und Form verwandten Instrumenten sowie die Kombination von gezupften und gestrichenen Tönen ermöglicht ein Klangfarbenspektrum, das in der Kammermusik seinesgleichen sucht. Die Cellistin Felicitas Stephan und der Gitarrist Wolfgang Lehmann stellen vor allem spanische und lateinamerikanische Musik vor, die sowohl von der klassischen Tradition als auch von der vielfältigen Volksmusik beeinflusst ist.

Obwohl Felicitas Stephan und Wolfgang Lehmann an derselben Hochschule studierten, bedurfte es vieler Jahre und einer Reise nach Spanien, bis sie sich kennenlernten. Als sie sich 1996 schließlich im mallorquinischen Soller trafen, glich das einer kreativen Faszination auf den ersten Ton: beide in der Klassik zuhause, aber mit einer Seele, die Lateinamerikanisches spürt.

Eintritt: frei

Auf den Spuren der Gebrüder Ludwigs

13. Juni 2018 by

Die Volkshochschule Hagen lädt in Kooperation mit dem Osthaus Museum am Mittwoch, 13. Juni, von 16 bis 17 Uhr zu einer Führung zu Häusern des Architekturbüros Gebrüder Ludwigs vom Jugendstil zum Expressionismus mit Dr. Elisabeth May ein.

Treffpunkt ist an Hassleyer Straße 14; die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro, die vor Ort bar kassiert werden. Das Serviceteam der VHS bittet um rechtzeitige Anmeldung unter der Kursnummer 1106 (Telefon 02331/207-3622 oder über die Webseite vhs-hagen.de/anmeldung).

Eine überfällige Richtigstellung

13. Juni 2018 by

von Christoph Rösner

Ja Leute! Ist es denn wirklich so schwer, genau hinzuschauen oder mal ein Impressum zu lesen?

`Was will er denn jetzt schon wieder? `

Ich sag´s Euch. Ich möchte einfürallemal aufräumen. Und zwar mit diesem Durcheinander, die Urheberschaft und die Arbeit des Doppelwacholders betreffend.

Hierzu der Kommentar von Jürgen Schäfer:

Jürgen Schäfer Says:
9. Juni 2018 um 18:50 | Antwort

Sehr geehrter Herr Rössner,

vielen Dank für Ihre aufmerksam-kritische Sichtung des Zeitungsartikels. Sie haben es auf den Punkt gebracht: Wir wollten die Bebelstraße positiv in die Schlagzeilen bringen, damit deutlich wird, dass es dort mit der KiTa eben auch munteres Leben gibt. Ein türkischer Investor saniert mittlerweile die leergezogenen Häuser, so dass in einem halben Jahr dort neue Mieter kommen werden.

So froh wir über den Wegzug der rumänischen Familien sind, so wenig sehen wir einen Anlass, dies zu feiern. Unser Motto – das die Eltern ausgewählt haben, lautete ja: „Auf geht’s“. Also Zukunft in den Blick nehmen, die Vergangenheit brauchen wir nicht mehr in den Blick zu nehmen.

Von daher noch mal Dank für Ihre Kommentare im DW.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Schäfer

Selbstverständlich habe ich Herrn Schäfer geantwortet:

Christoph Rösner Says:
11. Juni 2018 um 15:20 | Antwort

Lieber Herr Schäfer. Die „Ehre“ und Ihr Dank gehören nicht mir, sondern Winfried Symanzik. Er ist der Verfasser und aufmerksam-kritischer Sichter des Artikels. Im Übrigen ist WS – so das Kürzel unter dem Titel – der unentwegte, fleißige, aufmerksame und vor allem hauptverantwortliche für den Doppelwacholder. Ich trage nur ab und zu und in unregelmäßigen Intervallen zum Gelingen des DW bei. Trotzdem herzlichen Dank für den Dank. Ihr Christoph Rösner

Und : […] Hansimäuschen Says:
11. Juni 2018 um 20:14 | Antwort

„Ich habe zwar keinerlei Kenntnisse bezgl. Hintergründen, Begleitumständen etc. beim DW […] es aber so, wie es Herr Rösner erklärt, vermutet. Jedenfalls dürfte es sich um eine Sauarbeit handeln, die Respekt verdient.“

Richtig ist, dass die tägliche Pflege dieser Website https://doppelwacholder.wordpress.com tatsächlich eine ordentliche „Sauarbeit“ ist.

Richtig ist, dass laut Impressum gemäß § 10 Absatz 3 MDStV folgende Autoren inhaltlich verantwortlich zeichnen:

Jörg Oberwahrenbrock (jo), Winfried Symanzik (ws), Christoph Rösner (chroesner). Presserechtlich verantwortlich für Gastbeiträge ist der jeweils genannte Autor (Anschrift wie oben).

Warum nun diese detaillierte Auf- bzw Richtigstellung?

Weil es nötig ist! Weil ich nicht dauernd in der Wahrnehmung unserer Leserinnen und Leser, die täglich mehr werden, als Macher des DW gelten und als solcher angesprochen werden will. Ich werde gerne gelobt, ja, und ich respektiere Kritik, selbstverständlich, aber dauernd mit fremden Lorbeeren rumlaufen, nervt.

Ja, ich haue vielleicht drei oder vier Glossen – pro Jahr! – raus, mit denen ich gerne, gewollt und völlig absichtlich bestimmten Leuten in HA auf die Füße trete, mehr aber auch nicht.

Ja, und auch das ist richtig, meine Glossen verfehlen ihr Ziel in den seltensten Fällen, vielleicht weil sie so geschrieben sind, wie sie es sind, vielleicht auch, weil ich mit ihnen einen Nerv treffe bei jenen, die noch kritisch hinterfragen, was ihnen von der Einheitspresse oder der Politik täglich untergejubelt wird.

Aber ich bin nicht der DW! Die Ehre gebührt einem Mann, der wirklich tagtäglich recherchiert, liest, kritisch sichtet, schreibt und publiziert, und das alles ohne jegliche Aufwandsentschädigung. Winfried Symanzik.

Dieser Winfried Symanzik – Kürzel WS! – unter beinahe jedem Artikel zu finden! – verrichtet diese unverzichtbare Arbeit tatsächlich täglich ohne jede Bezahlung, wie im Übrigen auch die anderen Autoren.

Ja, wir sind so bescheuert!

Wir zelebrieren keine Redaktionssitzungen, bei denen wir Polizeimeldungen oder die Fotos entlaufender Hundchen sichten oder andere wichtige Themen des Tages ausbaldowern. Wir kommunizieren unregelmäßig, mehr ist auch gar nicht vonnöten, weil wir uns einig sind. Einig im Umgang mit dieser Stadt, ihrem (Rest)-Medium und den Zuständen, die diese Stadt zu dem Gebilde machen, an dem so viele Hagener und Hagenerinnen zurecht verzweifeln.

Und da der DW wirklich UNABHÄNGIG ist, erlauben wir uns die schmerzenden Spitzen, die satirischen Rempler und die sauber recherchierten Texte.

Das ist auch der Grund, warum der Doppelwacholder geliebt und respektiert und gleichzeitig gehasst wird. Geliebt und respektiert von jenen, für die wir ein kleines aber bedeutendes Sprachrohr geworden sind, gehasst bei jenen, die es verabscheuen, wenn ihre Machenschaften, ihre (politischen) Dummheiten und ihr Dilettantismus offengelegt werden. Aber gerade bei jenen hat sich der Doppelwacholder inzwischen zur Tageslektüre gemausert… wunderbar!

Einigen politischen Freunden wird es nicht entgangen sein, dass wir durchaus auch sie nicht verschonen, wenn´s Not tut …

Also: Ehre, wem Ehre gebührt. Und sie gebührt nun mal dem Gründer und Betreiber des Doppelwacholder, Winfried Symanzik, der irgendwo in Haspe zwischen roten Eseln und nie versiegenden Schnapsrinnsalen (oder-bächen) einen Großteil seines Tages damit verbringt, Euch und uns ein wenig mehr Licht ins Dunkel dieser Stadt zu bringen.

Wer liest, ist klar im Vorteil. Die Autorenschaft wird bei uns immer klar gekennzeichnet, und … WS und ich sind uns doch nicht immer einig.

Er hasst nämlich Fatzebuck, ich liebe Fatzebuck.

Dort mache ich im Kleinen und viel regelmäßiger das, was ich im Doppelwacholder unregelmäßiger und ausschweifender mache: mich einmischen, freche Kommentare absondern, Leuten auf die Füße treten – und das mit ganz viel Freude!

https://www.facebook.com/christoph.rosner.50

Ist das jetzt endlich geklärt!!?? Na, hoffe ich doch.

Ihr/Euer Christoph Rösner

Schule für Flüchtlinge schließt – Kritik an Bezirksregierung

12. Juni 2018 by

Die Bezirksregierung wehrt sich gegen die vehemente Kritik, die die beabsichtigte Schließung der Zuwandererschule an der Berchumer Straße in Halden nach sich gezogen hat.

Das Projekt sei von Anfang an als zeitlich befristete Ausnahme gekennzeichnet gewesen, so die Behörde. (…)

Die Unterbringung der sechs ausschließlich von neu zugewanderten Schülern besuchten Klassen in Halden sei nur vor dem Hintergrund zu Stande gekommen, dass die Stadt Hagen ihrer Beschulungsverpflichtung für zugewanderte Kinder und Jugendliche nicht nachkommen konnte. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Schon die Überschrift „Kritik an Bezirksregierung“ ist bezogen auf den Artikel irreführend, die Formulierung „vehemente Kritik“ erst recht. Die kam unter Einsatz von Unwahrheiten nur von Einheitsblatt-Schreiber Hubertus Heuel und anschließend nacherzählt aus den Reihen der CDU-Fraktion, die zwischenzeitlich vergessen hatte, welchem Konzept sie vor gerade mal einem Jahr widerspruchslos ihren Segen erteilt hatte.

Wie direkt vom Pressehaus bestellt

12. Juni 2018 by

Zuwandererschule: CDU stößt in Heuels Horn

Das ging ja schnell: Kaum war das Pamphlet des WPWR-Schreibers Hubertus Heuel zur Schließung der Separatschule für Zuwanderer in Halden auf dem Markt, verfasste die Hagener CDU-Fraktion eine mit viel Pathos dekorierte Erklärung, die sich liest, als sei sie direkt vom Pressehaus in Auftrag gegeben worden.

Die nur wegen fehlender Räumlichkeiten an Regelschulen als Übergangslösung eingerichtete Schule wurde vor einem Jahr von allen damit befassten Gremien einstimmig – also auch mit den Stimmen der CDU – beschlossen. Die beiden in der Erklärung erwähnten CDU-Funktionäre sind beide Mitglied des Schulausschusses; im Protokoll der entsprechenden Sitzung ist noch nicht einmal eine Nachfrage der beiden, geschweige denn ein Widerspruch zur damals schon angestrebten möglichst baldigen Wiederauflösung vermerkt.

Schulausschussvorsitzende und CDU-Ratsfrau Ellen Neuhaus, die in der Reserveliste zu den Kommunalwahlen als Beruf „Hausfrau“ angegeben hatte und von Radio Hagen flugs zur „Schulexpertin“ geadelt wurde, empört sich jetzt plötzlich:

„Leidtragende sind die Kinder, die Eltern und die Lehrer gleichermaßen! Und der Steuerzahler zahlt am Ende die Rechnung für eine stockende Integration. Ich schwanke zwischen blankem Entsetzen über so viel bürokratische Ignoranz und Wut über die offensichtlich ungebrochene Ideologiepolitik der Landesschulverwaltung. In Halden soll zum Ende des Jahres ein gut funktionierendes Integrationsmodell zerstört werden, das bei allen Beteiligten auf sehr viel positive Resonanz stößt. Derzeit fördern wir hier die Sprachkenntnisse der Zuwandererkinder sehr gezielt und ausgesprochen effektiv. Damit erreichen wir, dass Kinder schnell auf die für sie geeignete Schule wechseln und dort dem Unterricht folgen können. Rückmeldungen aus der Lehrerschaft anderer Schulen bestätigen unsere Erfolge. Mit dem „Haldener Sprach-Turbo“ beschleunigen wir die echte Integration der Kinder.“

Für Ellen Neuhaus zeige die Entscheidung vom grünen Tisch, „dass die unbelehrbare und ignorante Landesschulverwaltung weiter ein Eigenleben führt. Umgekehrt lässt die Landesschulverwaltung jeden Plan vermissen, wie sie auch nur annähernd so erfolgreich wie die Zuwanderschule in Halden Kinder in Deutschland integrieren will. Für mich befördert das Fremdenfeindlichkeit auf der einen und Frustrationen gegen uns auf der anderen Seite. Das hilft am Ende nur den Radikalen auf beiden Seiten!“

Auch der Schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Walter, sei entsetzt: „Wie kann es denn sein, dass man Kinder, die zum Teil kaum Deutschkenntnisse haben oder gar Analphabeten sind, direkt in das Regelschulsystem einspeist, ohne die personellen, inhaltlichen und sachlichen Voraussetzungen für eine gelingende Integration dieser Kinder gewährleisten zu können? So schadet man den Zuwanderer- und Flüchtlingskindern ebenso wie den übrigen Mitschülern!“

Zum letzten Mal: „Salon Erika“ im LUTZ

12. Juni 2018 by

Regina Kemp und Heidrun Schick. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die letzte Vorstellung der diesjährigen Produktion des Senior*innenclubs des Lutz Hagen unter dem Titel „Salon Erika – oder: Helden altern nicht“ (Komödie von Anja Schöne) findet am 16. Juni um 19.30 Uhr im Lutz statt.

Worum geht’s? Rosa Schwarz führt den Friseursalon „Erika“ mit großer Hingabe in der zweiten Generation. Für ihre Angestellten und Stammkunden ist er ebenfalls ein zweites Zuhause. Nur in der Kasse herrscht meistens Ebbe. Gerade als eine größere Hochzeitsgesellschaft finanziellen Aufwind verspricht, taucht Vermieter Matschke mit einem potentiellen Investor auf: Sollte Rosa Schwarz die fehlenden drei Monatsmieten nicht binnen kürzester Zeit auftreiben, droht ihr die fristlose Kündigung. Aber auch die Hochzeitsvorbereitungen nehmen eine unerwartete Wende. Und so schmieden schließlich alle Mitarbeiter des Salons zusammen mit den Kunden einen überraschenden Plan, wie sie den „Salon Erika“ retten können.

In der Inszenierung dieser schwungvollen Komödie mit sozialkritischen Untertönen von Lutz-Leiterin Anja Schöne und mit viel Musik spielen und singen: Klaus Beyer, Ulla Fischer, Dieter Günther, Christa Hackler, Christa Heine, Rita Iachini, Anne Kestien, Regina Kemp, Klaus Klinkmann, Maria Köntopp, Patrick Oppelcz, Dieter Reim, Edith Salmann-Laufer, Heidrun Schick, Helga Suleck, Anna Wilwert.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

VHS im Erzählcafé: Währungsreform 1948

12. Juni 2018 by

Der nächste Gesprächsabend im Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, mit dem Historiker Jörg Fritzsche findet am Freitag, 15. Juni, um 17 Uhr, zum Thema „Währungsreform 1948“ statt. Der Eintritt ist frei.

Die Währungsreform von 1948 gilt positiv als das wohl markanteste Ereignis in der direkten deutschen Nachkriegszeit. Genau vor 70 Jahren, am 20. Juni 1948, fand der Währungsumtausch statt, der von vielen als der Startschuss für das Wirtschaftswunder gesehen wird. Zunächst konnten nur 40 der neuen „D-Mark“ gegen die alte Reichsmark umgetauscht werden. Sonstige Sparguthaben wurden nur 10:1 umgerechnet, viele kleine Privatvermögen blieben daher auf der Strecke.

Der Schwarzmarkt und seine „Zigaretten-Währung“ verschwinden spurlos und plötzlich sind die Schaufenster der Geschäfte mit zum Teil vorher gehorteten Waren prall gefüllt. Mit der Einführung der Deutschen Mark wird auch die Rationierung der Güter des täglichen Bedarfs aufgehoben.

Ludwig Ehrhard verkündet: „Der einzige Bezugsschein ist jetzt die Deutsche Mark“. Verbunden mit der Währungsreform als dem wichtigsten Schritt zur sozialen Marktwirtschaft sind jedoch auch eine rapide Preiserhöhung und ein sprunghafter Anstieg der Arbeitslosigkeit verbunden.

Wie erlebten die Menschen diesen tiefen Einschnitt in ihren Alltag? Wer profitierte von dem Umtausch? Diesen und einigen anderen Fragen wird an diesem Abend nachgegangen. Wie immer sind Zeitzeugen und Interessierte herzlich eingeladen, ihre Erinnerungen und Meinungen einzubringen.

Informationen zur Reservierung unter der VHS-Kursnummer 1206 erhalten Interessierte unter www.vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/207-3622.

Jenseits der AfD

11. Juni 2018 by

WPWR-Schreiber Heuel fabuliert wieder mal am rechten Rand

Gerade einmal zwei Tage war es her, dass Hubertus Heuel ein Straßenfest zum Anlass nahm, um eine zwei Jahre zurückliegende Auseinandersetzung zwischen zwei Zuwandererfamilien noch einmal genüsslich in seinen Zeilen auszubreiten. Bei Fremdenfeinden dürfte das Produkt des WRWP-Schreibers ein großes Hallo ausgelöst haben, Betroffene dagegen waren entsetzt: „Vielen Dank für Ihre aufmerksam-kritische Sichtung des Zeitungsartikels. Sie haben es auf den Punkt gebracht“, schrieb Pfarrer Jürgen Schäfer von der Evangelischen Kirchengemeinde Haspe dem DOPPELWACHOLDER, der darüber berichtet hatte.

Am Wochendende dann das nächste Heuel-Futter für den rechten Rand: „Unsere Kinder müssen die verfehlte Schulpolitik ausbaden“, salbaderte der unermüdliche Kämpfer für das Wohlbefinden des wildgewordenen Kleinbürgertums. Angereichert mit Behauptungen, die seine krude Sicht der Dinge stützen sollen, sich aber schnell als grobe Fälschungen herausstellen. Letztlich nur ein weiterer Mosaikstein in der langen Liste Heuel’scher Ergüsse.

Diesmal hat Heuel die geplante Schließung der Schule für Zuwanderer in Hagen-Halden als Zielscheibe entdeckt. Die soll – von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht – in Bälde aufgelöst werden, um die Kinder in die Regelschulen zu integrieren. Für Heuel geht es allerdings nur um „Ideologie“: „Angeblich geschieht ja alles zum Wohle der Kinder und Jugendlichen. In Wirklichkeit ist deren Wohlergehen den verantwortlichen Beamten und Politikern herzlich gleichgültig. Ihnen geht es um Ideologie. Eine Schule, die es nicht geben soll, darf es auch nicht geben.“

Schon die vereinnahmende Formulierung „unsere Kinder“ in der Überschrift des Kommentars ist eine beliebte Methode, um die Existenz einer Gesinnungsgemeinschaft zu simulieren, als deren Sprachrohr sich Autoren vom Schlage Heuel verstehen.

Dessen Obsession wird deutlich, wenn er schreibt, dass „die Kinder an den Regelschulen, die die Kinder aus Halden nach den Sommerferien als Mitschüler begrüßen müssen“. Müssen – ein Verb, das einen unmittelbaren Zwang ausdrückt. Den braven Sprösslingen der Eingeborenen werden Zuwanderer einfach so vor die Nase gesetzt, von „den verantwortlichen Beamten und Politikern“, die damit „ein unvergleichliches Chaos“ anrichten.

Abgerundet wird die Sottise mit dem Hinweis auf die eheliche Verbindung zwischen der Leiterin der Schulabteilung der Bezirksregierung und dem Sprecher der Hagener Grünen, „die die Schule in Halden heftig bekämpft haben“, so Heuel.

Gleich zwei vom Autor aufgestellte Tatsachenbehauptungen sind schlicht und ergreifend falsch, dienen aber wesentlich dazu, dem Unfug den richtigen Drall zu geben. Heuel erweckt nun schon zum zweiten Mal in Folge den Eindruck, die Schulschließung sei das Ergebnis von planloser „Ideologie“, „erst Hü, dann Hott“ und „Chaos“.

Dabei wurde vor der Einrichtung der Haldener Klassen zwischen Vertretern der Stadt und der Bezirksregierung erörtert, „wie die möglichst vollständige und zeitnahe Beschulung der neu Zugewanderten in der Sekundarstufe I gelingen könnte.“: Es bestand Einigkeit darüber, dass „die schnellstmögliche Beschulung in Regelklassen unter dem Aspekt der Integration Priorität habe“.

Der einzige Grund dafür, die zugewanderten Schüler nicht sofort an Regelschulen unterzubringen, z.B. in sogenannten „Willkommensklassen“ mit zusätzlichem Sprachunterricht, bestand in den nicht vorhandenen räumlichen Kapazitäten der Schulgebäude. Alles nachzulesen im Bürgerinformationssystem der Stadt Hagen.

Wenn trotzdem aus einer Redaktion heraus, die natürlich genau weiß, wie sie sich solche Informationen auf schnellstem Wege beschaffen kann, ein gegenteiliger Eindruck erzeugt wird, gibt es für solche Machenschaften nur einen zutreffenden Begriff: Lüge.

Das gilt erst recht für eine zweite Behauptung des Märchenonkels, die Hagener Grünen hätten  „die Schule in Halden heftig bekämpft“. Alle vier Gremien, die mit der Haldener Übergangslösung zwischen dem 27.6. und dem 6.7.2017 befasst waren, BV Mitte, BV Hohenlimburg, Schulausschuss und Rat, beschlossen einstimmig die Einrichtung der Schule – alle mit den Stimmen der Grünen.

Sogar die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ (AfD) stimmte zu. Spätestens jetzt ist klar: Rechts ist noch Platz. Für Hubertus Heuel.

„Tauben vergiften im Park“

11. Juni 2018 by

Kopp spielt Kreisler mit Bastian Kopp (Gesang und Klavier)
Dienstag, 12.06.2018 um 19:00 Uhr, Cafè Fachwerk

Georg Kreisler, der 2011 89jährig verstorben ist, war Satiriker, Kabarettist und Komponist. Mit seinen „bösen Liedern“ hat er deutschsprachige Chansongeschichte geschrieben. Seit Jahrzehnten haben sie nicht an Aktualität und Schärfe verloren.

Bastian Kopp greift diese Lieder auf und stellt sie in unsere Zeit: eine Zeit der Arbeitsämter, der Armut an Perspektiven. Eine Zeit der politischen Beschwichtigungen und des Zweckoptimismus. Dass diese jedoch keine neuen Phänomene sind, sondern schon seit langer Zeit die Konturen der deutschen Seele schleifen, zeigen die Lieder von Georg Kreisler immer auf’s Neue.

Bastian Kopp widmet sich indessen nicht nur dem politischen Querulanten, Protestler und Anarchisten Kreisler, sondern auch seiner makabren Ironisierung des menschlichen Miteinanders von den kreislerschen Liebesliedern, über Paarbeziehungen bis hin zum Aufgeschmissensein des vermeintlich erwachsenen Menschen in seiner Umgebung. Nach gescheiterter Psychotherapie und „Schizophrenie“ bleibt nur noch eins: „… der Mensch bleibt ein Mensch! Der muss weg!“

„Bastian Kopp ist nicht nur ein begnadeter Pianist und Sänger, sondern auch wahrer Kreisler-Experte. Wenn Bastian Kopp an seinem Klavier Platz nimmt und den Kreisler-Abend mit einem Frühlingslied eröffnet, dann ist die Welt nicht rosarot, dann geht es nicht und Liebe, dann wird es böse, richtig böse. Kreislers Werke sind bissig, gehässig, frech, und revolutionär, dass dem Zuhörer das Lachen im Halse stecken bleibt. Frenetisch wurde Kopp am Ende des Kreisler-Abends gefeiert und das Publikum erklaschte sich einige Zugaben“ (Iserlohner Kreisanzeiger).

Bastian Kopp (geb. 1975) lebt in Düsseldorf. Er arbeitet seit Jahren freischaffend als Pianist, Liedbegleiter, Komponist und Sänger. Die Beschäftigung mit Georg Kreisler nimmt in seiner Arbeit einen ganz besonderen Platz ein: Er ist ein gefragter Kreisler-Interpret und Leiter des Georg-Kreisler-Forums im Internet.

Eintritt: 12,- Euro, Vorverkauf: Café Fachwerk, Herrenstr. 4, 58119 Hagen-Hohenlimburg, Tel.: 02334 / 1829970

Erfolgreiche Konstituierung des OV-Hohenlimburg von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

10. Juni 2018 by

v.l.n.r: Sabine Behle, Christoph Rösner, Ruth Sauerwein, Frank Steinwender, Nicole Pfefferer, Martin Porck. Foto: privat.

Unter dem Motto „Frisches Grün ins Grau“ fanden sich am Mittwoch, 30. Mai, im Café-Restaurant Fachwerk in Hohenlimburg die Hohenlimburger Grünen zur Neu-Konstituierung ihres Ortsverbandes ein.

Nach der Begrüßung der Neumitglieder durch Ratsfrau und Fraktionssprecherin Nicole Pfefferer und der Feststellung der Beschlussfähigkeit wählten die Mitglieder Martin Porck einstimmig zu ihrem Sprecher.

Künftig wird der OV-Hohenlimburg sich jeden letzten Mittwoch im Monat im Fachwerk zur Diskussion und Abstimmung über zukunftsweisende Projekte und Aktionen treffen. Uhrzeit 19 Uhr.

Vortrag zu Integration und Zuwanderung

10. Juni 2018 by

„Von der Integration zur Partizipation – Umdenken in der Migrationsgesellschaft“ lautet das Thema eines Vortrags, zu dem das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen am Donnerstag, 14. Juni, um 18 Uhr im Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, einlädt.

Die Referentin Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Erziehungswissenschaftlerin an der Bergischen Universität Wuppertal, wird nicht nur kritisch die Themen Integration, Zuwanderung, Benachteiligung und Beteiligung aufgreifen, sondern auch einen möglichen positiven und konstruktiven Umgang mit diesen Themen aufzeigen.

Die lange Geschichte der Einwanderung nach Deutschland hat nach Ansicht von Dr. Messerschmidt unser Land verändert, und auch die fluchtbedingten Migrationsbewegungen in der jüngeren Vergangenheit veränderten die Gesellschaft von außen und von innen weiter. „Damit die Zuwanderung in unserer Demokratie zu einem gelingenden Prozess gesellschaftlicher Entwicklung werden kann, sind Politik, Bürgerschaft und Institutionen gefordert, sich aktiv zu beteiligen und einzubringen“, sagt Messerschmidt, „lange wurde die Beteiligung der Eingewanderten an politischen und gesellschaftlichen Prozessen vernachlässigt.“

Busse auf Hauptstrecke in Hagen alle siebeneinhalb Minuten

9. Juni 2018 by

Die Achse von Haspe in Richtung Innenstadt soll zu einer Art Pilotprojekt für das Busnetz der Hagener Straßenbahn werden. Denn die Verbindung, die in weiten Teilen über die alte Bundesstraße 7 (Kölner Straße, Berliner Straße, Wehringhauser Straße) führt, soll künftig zu einer echten Hauptachse werden.

Im Siebeneinhalb-Minuten-Takt sollen ab 2019 Busse rollen. Das bedeutet, dass Fahrgäste sich im Grunde ohne Kenntnis eines Fahrplans an eine Haltestelle stellen können, weil sie sicher davon ausgehen können: Gleich kommt der nächste Bus. (…)

Quelle: wp.de

„We are more alike than unalike“

9. Juni 2018 by

Zehntes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Im letzten, zehnten Sinfoniekonzert am 12. Juni 2018 (20 Uhr, Stadthalle Hagen) präsentieren das Philharmonische Orchester Hagen, das Ensemble Olivinn, Begüm Tüzemen (Sopran), Özgür Ersoy (Baglama, Duduk), Axel Meier (Percussion), Sinem Altan (Klavier), Veronika Haller (Sopran), Chor und Extrachor des Theaters Hagen sowie der Philharmonische Chor Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton ein ganz außergewöhnliches Programm, das unter der Schirmherrschaft von OB Erik O. Schulz steht und von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung großzügig unterstützt wurde.

„We are more alike than unalike“ – „Wir sind uns eher ähnlich als unähnlich“. Dieses Motto könnte über dem 2012 uraufgeführten Oratorium „Toward a Season of Peace“ von Richard Danielpour stehen (Foto: Mike Minehan). In diesem Werk beschreibt der persisch-amerikanische Komponist den Weg vom Krieg zum ersehnten Frieden vor allem mit dem Mittel der Vergebung, die den Menschen immer noch so unendlich schwerfällt.

Danielpour gilt als der erfolgreichste zeitgenössische Komponist der USA, der u.a. mit dem begehrten Grammy Award ausgezeichnet wurde. Seine Musik ist von einer intensiven, romantisch gefärbten Klangsprache geprägt, die brillant orchestriert und rhythmisch prägnant ist. In „Toward a Season of Peace“ besinnt er sich zudem auch auf seine eigenen persisch-jüdischen Wurzeln. Das Oratorium enthält neben Englisch Abschnitte in Hebräisch, Aramäisch, Persisch und Arabisch. Damit wählte er die Sprachen aus jenen Gebieten der Erde, die der gemeinsame Ursprung der drei großen Religionen sind und in denen der Friede gleichzeitig die größte Illusion zu sein scheint.

Auch die preisgekrönte türkisch-deutsche Komponistin Sinem Altan versteht sich als musikalische Brückenbauerin zwischen Ost und West. Ihr Stück für Baglama (eine türkische Laute) und Orchester ist dafür ein repräsentatives Beispiel. Mit ihrem Ensemble Olivinn führt sie außerdem traditionelle Volksmusik ihres Landes auf. Einleitend erklingen an diesem Abend die schwungvollen und mitreißenden „Tänze aus Galanta“ von Zoltán Kodály, in denen der ungarische Komponist überlieferte Musik der Sinti und Roma verarbeitete.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse in der Stadthalle Hagen.

Clans sorgten für Angst in Hagen – Jetzt feiern die Nachbarn

9. Juni 2018 by

Rumänen-Clans haben die Hagener Bebelstraße zu einem rechtsfreien Raum gemacht. Seitdem sie weggezogen sind, ist nun aber Ruhe eingekehrt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: WPWR-Schreiber Heuel nutzt die Gelegenheit der Ankündigung eines Straßenfestes, um seine ollen Kamellen wieder aufzuwärmen. Nachdem er ausführlich aus vergangenen Zeiten berichtet und aus seinem eigenen Artikel vom Mai 2016 zitiert, kommt erst gegen Ende des Traktats der Hinweis des Pfarrers Schäfer, „dass man nicht den Auszug der Roma feiere“.

Heuels WPWR-Kollege Mike Fiebig hatte allerdings bereits im August 2016 Entwarnung gegeben: „Es herrscht wieder Ruhe. Die Probleme (…) in der Bebelstraße haben sich erledigt.“ Heuel erweckt hingegen den Eindruck, es handele sich um Neuigkeiten.

Die Methode, Einzelfälle zu verallgemeinern oder  – wie hier – auch nach Jahren wieder aufzuwärmen (natürlich nur, wenn es sich um Zuwanderer handelt), sind symptomatisch für die AfD und verwandte Gruppierungen. Teile des Hagener Einheitsblatts reihen sich mit dieser Art von Berichterstattung zustimmend in diese Szene ein.


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