FESH plant einen Schulneubau an der Hasper Schlackenmühle

20. Oktober 2018 by

Die Freie Evangelische Schule (FESH) möchte an der Schlackenmühle einen neuen Bildungskomplex errichten. Dafür müssten die Kleingärtner weichen.

Die Freie Evangelische Schule (FESH) hat sich mit der Stadt weitgehend auf einen Umzug an die Schlackenmühle in Haspe geeinigt. Auf einem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke von Schlackenmühle und Hördenstraße sollen die Gesamtschule samt einer Dreifachturnhalle und möglicherweise auch die Grundschule der FESH angesiedelt werden. Hinzu kommen könnte eine Kindertagesstätte. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ersatzschulen wie die Fesh oder auch Waldorfschulen werden in der Regel zu 94 Prozent vom Staat finanziert. Der Eigenanteil der Eltern darf natürlich nicht „Schulgeld“ genannt werden, sonst würde die staatliche Finanzierung um den entsprechenden Betrag gekürzt, denn die Schulgeldfreiheit gilt  (offiziell) auch für Privatschulen. Stattdessen zahlen die Eltern normalerweise einen „freiwilligen“ Beitrag an einen Förderverein.

Welcher Geist bei der Fesh mit Steuergeldern finanziert wird, erschließt sich aus dem Interview mit dem Vorsitzenden des Trägervereins, das Ende Januar 2014 in der Printausgabe der WPWR erschienen ist: „Es hat separate Schöpfungsvorgänge gegeben, es ist nicht das eine aus dem anderen hervorgegangen. Den angeblichen Sprung vom Affen zum Menschen halte ich zum Beispiel für äußerst unwahrscheinlich. (…) Es war ja niemand dabei, der beweisen kann, ob die Welt in sieben Tagen oder in sieben Millionen Jahren erschaffen worden ist.“

Kreationismus pur.

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Bäume für Lärmschutzwände in Hohenlimburg gefällt

20. Oktober 2018 by

Bäume verschwinden – eine Lärmschutzwand kommt, damit die Anwohner der Bahnlinie Hagen – Siegen spätestens ab dem Jahr 2020 ruhiger schlafen können. Das ist noch Zukunftsmusik.

Aktuell sorgt bei Naturfreunden das Fällen der Bäume für Ärger. Denn die Deutsche Bahn hat, um die Lärmschutzwände an der 3,5 Kilometer langen Strecke von der Hünenpforte bis zur Letmather Stadtgrenze bauen zu können, an der Stennertstraße Bäume fällen und Gehölz entfernen lassen und somit den Allee-Charakter zerstört. (…)

Quelle: wp.de

Ab in den Reisswolf

19. Oktober 2018 by

Trend setzt sich fort: WPWR-Verkauf weiter rückläufig

Die meisten der über den Einzelverkauf an Kioske usw. gelieferten Exemplare des Hagener Einheitsblatts landen ungelesen im Altpapier. Das ergibt sich aus den neuesten Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) für das 3. Quartal 2018.

Danach wurden durchschnittlich pro Erscheinungstag 2.735 Exemplare der Zeitung an die Verkaufsstellen ausgeliefert, aber nur 1.138 davon tatsächlich verkauft. Der überwiegende Rest, 1.597 sogenannte Remittenden, wanderten ohne Leserkontakt direkt in die Tonne.

Der weitaus größere Teil der Auflage ging wie schon in der Vergangenheit an Abonnenten. Aber auch deren Zahl ist weiter rückläufig; die verkaufte Auflage insgesamt schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal um minus 4,8 Prozent.

IG Metall Hagen will nun über Sozialplan bei TWB verhandeln

19. Oktober 2018 by

Bei der IG Metall herrscht angesichts des zu erwartenden Urteils aus Düsseldorf in Sachen TWB-Prevent gegen Volkswagen Alarmstimmung. „Wir müssen uns auf den schlimmsten Fall vorbereiten“, so Gewerkschafts-Chef Jens Mütze.

Konkret: Die IG Metall wird mit der TWB-Prevent-Geschäftsführung in Verhandlungen über einen Sozialplan eintreten. Denn wenn die VW-Aufträge wegbrechen, sind mehr als 300 Arbeitsplätze in der Sedan-Straße in Gefahr. Mütze formuliert klare Erwartungen an die Prevent-Geschäftsführung: „Sie muss jetzt sehr, sehr aktiv nach neuen Aufträgen suchen.“ (…)

Quelle: wp.de

Entdeckertag zu „Die Eiskönigin“

19. Oktober 2018 by

Der „Entdeckertag“ zur nächsten Premiere im Lutz findet zu „Die Eiskönigin“ (eine TanzTheaterReise von Anja Schöne nach Hans Christian Andersens Märchen – ab 5 Jahren) am 21. Oktober 2018 um 15 Uhr im Lutz statt. Zu dieser Einführungsveranstaltung sind alle jüngeren und älteren Interessierten herzlich eingeladen. Die Besucher erfahren spannende Details rund um das Stück, die Entstehung der Produktion, lernen die Darsteller kennen und dürfen alle Fragen stellen, die sie schon immer stellen wollten.

Der Eintritt ist frei.

Hotels der Vorkriegszeit in Hagen

19. Oktober 2018 by

Zu einem Vortrag über die Hotels in der Vorkriegszeit laden die Stadtbücherei und die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem Hagener Heimatbund im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hagen <w>örtlich“ für Donnerstag, 25. Oktober, um 18 Uhr in die Stadtbücherei auf der Springe ein.

In der Vorkriegszeit gab es vor allem in Bahnhofsnähe eine große Anzahl von Hotels. Aus den vielen Postkartengrüßen hat Jens Bergmann, Vorsitzender des Hagener Heimatbundes, die anschaulichsten Außen- und Innenaufnahmen ausgewählt. Mit seinem Lichtbildervortrag beleuchtet er den Aufstieg und Niedergang der Hotelszene in Hagen.

Der Eintritt beträgt 5 Euro. Das Serviceteam der Volkshochschule bittet um Anmeldung unter Kursnummer 1000. Informationen hierzu erhalten Interessierte auf der Seite vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam unter Telefon 02331/207-3622.

Grüne wollen Kulturzentren sichern

18. Oktober 2018 by

Ende 2019 laufen die Verträge über die städtischen Zuschüsse zu den Hagener Kulturzentren aus. Die grüne Fraktion im Stadtrat will jetzt für eine Verlängerung der Förderung sorgen.

In einem Antrag für die nächste Sitzung des Kulturausschusses am 30. Oktober schlagen die Grünen eine Verlängerung der Förderung bis Ende 2025 vor. Ab 2022 sollen die Beträge um jährlich 1 Prozent steigen.

Diese Verlängerung wird von den Grünen nach eigenen Angaben „frühzeitig beantragt, damit die Zentren vor dem Hintergrund des zur Zeit strukturell ausgeglichenen Hagener Haushalts langfristige Planungssicherheit haben“. In Hagen arbeiten vier freie Kulturzentren: AllerWeltHaus, Hasper Hammer, Pelmkeschule (Anm.: Bezeichnung der Grünen) und Werkhof.

Werkstattgespräch zur Operette „Pariser Leben“

18. Oktober 2018 by

Beim Konzeptionsgespräch (v.l.n.r.): Veronika Haller, Richard van Gemert, Holger Potocki (Regisseur), Kenneth Mattice, Lena Brexendorff (Ausstatterin). Foto: Klaus Lefebvre.

Die nächste Premiere im Theater Hagen ist „Pariser Leben“, Operette von Jacques Offenbach, (Premiere: 27.10.2018, 19.30 Uhr, Großes Haus).

Im Vorfeld dazu findet eine Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Werkstatt-Probe“ (ehemals „Theater Hautnah“) am 22. Oktober 2018 im Theater Hagen statt. Diese beginnt um 18.15 Uhr im Theatercafé mit einer Einführung in dieses Werk und diese Neuinszenierung und einem Gespräch mit dem Produktionsteam. Anschließend können die Besucher erste Live-Eindrücke beim Probenbesuch im Großen Haus gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

Krimiautoren präsentieren ihre Thriller bei der „Politischen Nacht“

18. Oktober 2018 by

Zu einer „Politischen Nacht“ im Rahmen des internationalen Krimifestivals „Mord am Hellweg“ lädt das Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, am Freitag, 19. Oktober, ab 19.30 Uhr ein.

Zu Gast sind drei Autoren, die ihre politischen Thriller vorstellen: Der Journalist und Schriftsteller Dmitry Glukhovsky mit seinem Werk „Text“, der Radio- und Fernsehkorrespondent Werner Sonne mit „Die Rache des Falken“ sowie der bekannte Historiker und Schriftsteller Christian von Ditfurth mit seinem vierten „Kommissar de Bodt“-Krimi „Schattenmänner“. Die Moderation des Abends übernimmt David Eisermann, der Kabarettist und Autor Fritz Eckenga die deutsche Lesestimme.

Geplant und organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Westfälischen Literaturbüro in Unna in Kooperation mit den Kulturbetrieben in Unna, seit 2006 ist das Kulturbüro Hagen Kooperationspartner des Krimifestivals.

Karten kosten im Vorverkauf 16,90 Euro (ermäßigt 14,90 Euro) und an der Abendkasse 22 Euro (ermäßigt 20 Euro). Die Tickets und weitere Informationen gibt es im Kulturzentrum Pelmke unter Telefon 02331/336967, im Kunstquartier Hagen unter Telefon 02331/2073138, im i-Punkt Unna unter Telefon 02303/103777, im Westfälischen Literaturbüro in Unna e.V. unter Telefon 02303/963850 und an allen HellwegTicket-Vorverkaufsstellen.

„Leckere Speisen und Getränke“

18. Oktober 2018 by

Migrantenselbstorganisationen informieren sich über „HAGENplant2035“

In den Dialog eintreten, vernetzen und so eine gelungene Teilhabe an der Stadtgesellschaft fördern – das ist das erklärte Ziel eines Netzwerkes, welches das Kommunale Integrationszentrum und die Pressestelle der Stadt Hagen für Migrantenvereine, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und die lokalen Medien im Sommer 2014 ins Leben gerufen haben. Das jüngste Netzwerktreffen im Vereinsheim des Alevitischen Kulturvereins e.V. in der Hindenburgstraße nutzten die Teilnehmer, um sich über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) „HAGENplant2035“ zu informieren.

„Das ISEK geht der Frage nach, wie wir uns als Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft in Hagen bis zum Jahr 2035 aufstellen möchten“, erklärte Marianne Booke, Fachgebietsleiterin „Stadtentwicklung“ bei der Stadt Hagen. „Bislang wurden Bürgerschaft und Fachexperten in eigens veranstalteten Foren und Werkstätten sowie online in den Prozess eingebunden. Momentan geht das Konzept durch die unterschiedlichen Gremien.“

Im nächsten Jahr findet eine zweite Phase der Onlinebeteiligung für Bürgerinnen und Bürger statt, die auf ein großes Interesse bei den Teilnehmern des Netzwerkes gestoßen ist. Der Internetauftritt des ISEK ist unter www.plan-portal.de/hagen aufrufbar. Nachdem Booke ihren Kurzvortrag über ISEK beendet hatte, stellten sich die teilnehmenden Vereine sowie der Alevitische Kulturverein als Gastgeber vor. Das Netzwerktreffen klang durch die Bewirtung des Vereins mit leckeren Speisen und Getränken sowie einem regen Austausch der Teilnehmer aus.

Es sind diese Verbindungen, die deutlich machen, wie wichtig der Dialog, den das Netzwerk angestoßen hat und fortlaufend unterstützt, in einer Stadt wie Hagen ist, in der Menschen aus mehr als 130 Nationen leben. Öffentlichkeitsarbeit kann aus Sicht der Stadt Hagen nur erfolgreich sein, wenn auch Menschen mit Einwanderungsgeschichte erreicht und aktiv bei der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützt werden.

Autozulieferer kämpfen um ihre Jobs

18. Oktober 2018 by

Bericht zu TWB in der WDR-Lokalzeit (Video, verfügbar bis 24.10.2018)

Streit mit VW: 300 Stellen bei TWB in Hagen in akuter Gefahr

17. Oktober 2018 by

Der Machtkampf zwischen VW und dem Zulieferer TWB-Prevent landete heute vor dem OLG. Die Tendenz: Es sieht nicht gut aus für den Standort Hagen. (…)

Quelle: wp.de

Mehr zum Hintergrund:

Volkswagen gegen Prevent – Showdown in der nächsten Instanz

TWB ist seit einigen Jahren Teil der deutsch-bosnischen Prevent-Gruppe der Unternehmerfamilie Hastor. Das Problem: Volkswagen und Hastor liegen im Clinch. „Wir werden dafür jetzt in Sippenhaft genommen“, heißt es in TWB-Kreisen. Volkswagen sieht dagegen in dem Hagener Unternehmen keinen verlässlichen Zulieferer mehr, verlautet es in Wolfsburg. (…)

Quelle: Handelsblatt

Die Masche von Prevent

„Die Geschäftspolitik von Hastor ist, Autozulieferbetriebe, die am Rande der Insolvenz stehen, billig zu kaufen, dann die Kunden, also die großen Autohersteller, zu erpressen und mit Klagen zu überziehen, in der Zwischenzeit die Gewinne abzuschöpfen und eine Hülle mit Beschäftigten ohne Eigenkapital und Überlebensfähigkeit zurückzulassen“, wirft Patrick Selzer von der IG Metall in Saarbrücken dem Unternehmer vor. In der öffentlichen Auseinandersetzung ist es Hastors Masche, den Spieß umzudrehen und sich gängige Vorwürfe zunutze zu machen. Diese besagen, dass die großen Autokonzerne die Abhängigkeit der Zulieferer von ihnen missbrauchen, um sie zu knechten und die Preise so zu drücken, dass sie kaum überlebensfähig sind. „Wir glauben nicht, dass es mit diesem Eigentümer eine verlässliche Zukunft geben kann“, sagt Frank Iwer, Automobilexperte beim Vorstand der IG Metall.

Quelle: IG Metall

Kinotipp: System Error

17. Oktober 2018 by

Do 18.10.2018, 19:00 Uhr, Kino Babylon

D 2018, Regie: Florian Opitz, Doku, z.T. OmU, 96 Min.

Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann? Der Dokumentarfilm von Florian Optitz sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt.

Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, dürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.

Klarsichtkino mit Attac.

Neue Besetzung, neues Programm

17. Oktober 2018 by

Zweites Kammerkonzert im Auditorium im Kunstquartier Hagen

Das zweite Kammerkonzert am 21. Oktober 2018, 11.30 Uhr, im Auditorium im Kunstquartier, spricht gleichermaßen Kinder und Erwachsene an. Mit dem Märchen „Das Aschenputtel“ von den Gebrüdern Grimm steht eine von Musik begleitete Fassung auf dem Programm.

Dieses Konzert spricht mehrere Generationen an und gibt den älteren Besuchern die Möglichkeit, sich an den berühmten Melodien von Gioacchino Rossini zu erfreuen. Es ist aber auch eine Gelegenheit, Kinder oder Enkelkinder mitzubringen, um ihnen berühmte klassische Musik in einer Geschichte, kombiniert mit der originalen Musik, näher zu bringen und somit an klassische Musik heranzuführen.

„La Cenerentola“ ist der Originaltitel der Oper von Gioacchino Rossini, in der er das Märchen vom Aschenputtel vertont hat. In diesem Konzert wird die berühmte Geschichte in einer Fassung für Erzähler und Bläserquintett in der Besetzung Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott präsentiert. Der in Hagen bekannte Werner Hahn wird das Märchen vom Aschenputtel, das es von einem einfachen Hausmädchen bis hin zur Prinzessin schafft, spannend erzählen.

Das auf ein Bläserquintett reduzierte ‚Orchester‘ stellen die „Rheinischen Bläsersolisten“ (Dirk Peppel, Flöte; Rebecca Bröckel, Oboe; John Corbett, Klarinette; Stefan Henke, Horn; Klaus Korte, Fagott) dar, die sich neben ihrer Orchestertätigkeit in Deutschen Sinfonieorchestern zu einem hochkarätigen Kammerensemble zusammengeschlossen und schon viele Konzerte dieser Art erfolgreich aufgeführt haben.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Klimaexpertin las Politik die Leviten

17. Oktober 2018 by

Verkehrswende und Kohleausstieg haben die höchste Priorität

Mit einer Vortragsveranstaltung stellte sich der neue FernUni-Forschungsschwerpunkt „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ der Öffentlichkeit vor. Referentin war Prof. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Foto: FernUni

Das Sondergutachten des Weltklimarats mit dem dringenden Appell, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, die Braunkohle-Diskussion, der Wirtschaftsnobelpreis 2018 für zwei US-Ökonomen, die unter anderem die Folgen von Wirtschaftswachstum für die Umwelt erforschen: Als hätten „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ Regie geführt, passte zu den aktuellen Meldungen die Vortragsveranstaltung, mit der sich der neue gleichnamige Forschungsschwerpunkt der FernUniversität in Hagen der Öffentlichkeit vorstellte.

In der Auftaktveranstaltung am 10. Oktober befasste sich Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit den „Wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende“. Die Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance leitet die DIW-Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt. Zu ihrem Vortrag kamen 80 Zuhörerinnen und Zuhörer.

Bezugnehmend auf die Mahnung des Weltklimarats unterstrich Prof. Dr. Claudia Kemfert: „Wir haben keine Zeit, höchstens zehn Jahre, dann ist unser CO2-Budget aufgebraucht! Wir müssen den Ausstoß bis 2050 um mindestens 80 Prozent mindern.“ Doch die Emissionen steigen, statt zu sinken.

Dagegen gibt es, so Kemfert, in ganz vielen Bereichen sehr viel zu tun. Vordringlich sei zum einen ein schneller Ausstieg aus der Braun- und Steinkohleverstromung. Dabei komme NRW eine Schlüsselstellung zu. Die erneuerbaren Energien müssten ausgebaut werden.

Höchste Priorität habe auch die Verkehrswende: Verkehr müsse verringert, gebündelt und verlagert, die Energieeffizienz gesteigert und regenerative Kraftstoffe entwickelt werden. Am effektivsten sei der batterieelektrische Antrieb. 2050 ist, so die Energieökonomin, ein Treibhausgas-neutraler Verkehr möglich. Doch sei „sauberer“ Strom am höchsten mit Abgaben belastet, die umweltschädlichen Benzin und Diesel viel zu gering. Und: „Viele Vorschriften passen nicht zur Energiewende!“

Durch die Digitalisierung können erneuerbare Energien gefördert werden: „Echtzeitpreise“ fördern versorgungssicheren umweltfreundlichen Strom, eine kluge Steuerung von Angebot und Nachfrage wird möglich, Dezentralität und Intelligenz steigen. Kemfert: „Die Energiewende schafft enorme wirtschaftliche Chancen!“

Weil in vielen Bereichen noch viel mehr Forschung nötig sei, freut sie sich über den neuen FernUni-Forschungsschwerpunkt. Kemfert ist überzeugt: „Die Gesellschaft – und nicht die Politik – bringt die Energiewende!“

Auslaufmodell „Soziokulturelle Zentren“?

17. Oktober 2018 by

Kulturtreffen: Neue Veranstaltungsreihe macht Kultur in Hagen zum Thema

Vom soziokulturellen Zentrum bis zum Stadttheater, von kommunaler Einrichtung bis zum freien Kulturverein: das Spektrum kultureller Angebote in Hagen ist groß. Das Publikum und die Kulturschaffenden ins Gespräch zu bringen und gemeinsam über den Stellenwert und die Zukunft von Kultur in Hagen zu reden, das hat sich eine neue Veranstaltungsreihe auf die Fahnen geschrieben. Das erste Kulturtreffen findet am Samstag, 10. November, von 13 bis 16 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, bei freiem Eintritt statt.

Das Thema ist diesmal: „Soziokulturelle Zentren – Herz eines Stadtteils, Zukunftswerkstatt oder Auslaufmodell?“ Es sprechen Jürgen Breuer (Kulturzentrum Pelmke) und Rolf Stein (Bahnhof Langendreer Bochum), die Moderation übernehmen Margarita Kaufmann (Beigeordnete der Stadt Hagen) und Sven Söhnchen (Vorsitzender Kultur- und Weiterbildungsausschuss).

Einleitend wird Margarita Kaufmann ein Fazit der bisherigen Kulturentwicklungsplanung ziehen, dann stellen kulturelle Initiativen Gelegenheiten vor, selbst aktiv zu werden und so das Hagener Kulturleben mitzugestalten. Darauf folgt eine Vorstellung des neuen Veranstaltungsformats „Kulturtreffen“ durch Sven Söhnchen.

Im Hauptteil der städtisch organisierten Veranstaltung stellen Jürgen Breuer und Rolf Stein Anspruch und Wirklichkeit soziokultureller Arbeit in Hagen und Bochum zur Diskussion. Beide bringen langjährige Erfahrung sowie einen durchaus kritischen Blick auf das jeweilige Stadtgeschehen mit. Das Publikum ist eingeladen, sich am Gespräch zu beteiligen.

Die Kulturtreffen sollen unterschiedliche kulturelle Akteure und das interessierte Publikum zusammenbringen, um über Chancen und Hürden, über Ziele und Bedarfe, über Kooperationen und gemeinsame Fragestellungen zu sprechen. Diese Treffen sollen mehrfach jährlich an verschiedenen Orten stattfinden. Die Kulturtreffen nehmen Bezug auf die von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung formulierten Ziele.

Alle Hagenerinnen und Hagener sind eingeladen, sich einzubringen und mitzudiskutieren. Weitere Informationen unter www.hagen.de/kulturtreffen.

Veränderungen im Team des Hasper Hammers

17. Oktober 2018 by

Nach gut drei Jahren gibt es im Kulturzentrum Hasper Hammer eine Veränderung im Leitungsteam. Dirk Awater ist bis Ende des Jahres Interims-Leiter. (…)

Daniel Sullivan ist jedenfalls als Kulturmanager nicht mehr im Dienst. Ihm wurde die Kündigung zum 30. September ausgesprochen und persönlich übergeben.

„Zu den Gründen will der Vorstand nichts sagen“, erklärt Lothar ­Rakow, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes, auf Anfrage unserer Zeitung. (…)

Quelle: wp.de

Guten Morgen, Russland!

17. Oktober 2018 by

Eine russisch-deutsche Kultur-Matinee für die ganze Familie

Im Oktober (21.10.2018, 11 Uhr) startet eine Matinee-Reihe für die ganze Familie im Lutz (Foyer). Gemeinsam mit vielen Partnern aus der russischen Community nähert sich das Lutz mit Klängen, Bildern, Geschichten, Theater und kulinarischen Leckerbissen der faszinierenden russischen Kultur und entdeckt Bezüge zu Hagen.

Mit dabei sind auch der Kinderclub des Lutz und Musiker des Philharmonischen Orchesters Hagen. Gestaltet und dekoriert wird das Lutz-Foyer von Jugendlichen, u.a. des Jugendzentrums Loxbaum, unter Leitung der russisch-estnischen Bühnenbildnerin Alina Korsmik. Ferner wirken Studierende der Staatlichen Universität Smolensk mit, die eigens zu diesem Anlass einen kleinen Bühnenbeitrag einstudiert haben. Bei einem Tässchen Tee aus dem Samowar kann man in Geschichten und Erinnerungen über und an Russland schwelgen oder sich einfach über dieses faszinierende Land informieren lassen.

Diese im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ geförderte Matinee findet unter der Leitung von Lutz-Chefin Anja Schöne statt – mit Beiträgen von der Jüdischen Gemeinde Hagen, dem Jugendzentrum Loxbaum, der Gemeinschaft der Deutschen in Russland, Natascha Akinschin (Violine), Studierenden der Staatlichen Universität Smolensk (in Kooperation mit dem Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen) und dem Kinderclub des Lutz Hagen.

Der Eintritt ist frei.

Neues Hagener Bäderkonzept soll Weg zu Fördermillionen ebnen

17. Oktober 2018 by

Politik möchte das bestehende Angebot an Schwimmstätten im Hagener Stadtgebiet neu überdenken. SPD setzt auf Erhalt der bestehenden Strukturen. (…)

Quelle: wp.de

LWL-Hebesatz soll erneut sinken

16. Oktober 2018 by

Hagen zahlt 2,1 Millionen Euro weniger

Starke Steuereinnahmen und Steuerungseffekte in der Behindertenhilfe des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ermöglichen eine erneute Senkung des Umlagehebesatz für die 27 Mitgliedskreise- und -großstädte des LWL. Nachdem der Hebesatz bereits in diesem Jahr um 1, 4 Prozentpunkte gesunken ist, soll er 2019 noch einmal um 0,6 Prozentpunkte von 16,0 auf 15,4 Prozent sinken.

Nach Berechnungen der Stadtkämmerei bedeutet die Senkung des Hebesatzes für Hagen eine Minderung der Zahlung an den LWL um etwa 2,1 Millionen Euro.

Einen entsprechenden Vorschlag haben LWL-Direktor Matthias Löb und LWL-Kämmerer Dr. Georg Lunemann den 116 Abgeordneten in der westfälischlippischen Landschaftsversammlung unterbreitet. Die Abgeordneten werden den Entwurf mit einem Haushaltsvolumen von 3,6 Milliarden Euro beraten und voraussichtlich kurz vor Weihnachten beschließen.

„Wir verzeichnen in diesem Jahr zusätzliche Schlüsselzuweisungen des Landes in Höhe von 15,7 Millionen Euro. Zudem haben wir in den vergangenen Jahren viel Kraft in Maßnahmen zur Steuerung der Behindertenhilfe gesteckt. Hier werden erste Erfolge sichtbar: Wir haben nur noch moderate Fallzahlsteigerungen zu verzeichnen“, sagte LWL-Kämmerer Lunemann.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 17.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen sowie zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung.

Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen.

Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 116 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

„Wer sucht, der findet…“

16. Oktober 2018 by

Herbstferien-Workshops im Kunstquartier Hagen

Samstag, den 20. Oktober, 12.15 Uhr bis 14.15 Uhr

Wer ist eigentlich dieser Karl Ernst Osthaus und was will uns Emil Schumacher mit seinen Bildern eigentlich zeigen? Viele spannende Antworten verstecken sich im Hagener Kunstquartier.

Aber nicht nur im Museum gibt es Einiges zu entdecken. Auch außerhalb des Museums kann man mehr Kunst finden, als man denkt oder wirklich wahrnimmt. Ausgestattet mit einer Landkarte und einigen Aufgaben beginnt die spannende Suche nach den Schätzen, die sich in unserer Stadt und im Museum finden lassen. Nach den Erkundungen entstehen im Atelier eigene Werke.

An dem Workshop können jeweils maximal 12 Personen teilnehmen, die Teilnahmegebühr beträgt 8 € pro Person inkl. Eintritt und Material. Eingeladen sind Jung und Alt: Eltern(teil) mit Kind(ern), Großmutter und/oder –vater mit Enkelkind(ern), aber natürlich auch Einzelpersonen ab 8+. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: 02331-207 2740.

Parkplätze in Hagen: Zu viele und zu billig

15. Oktober 2018 by

Gutachter empfehlen für eine Verkehrswende Rückbau und Verteuerung

In Städten und Gemeinden steigt die Lebensqualität, wenn öffentliche Flächen gerechter allen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stehen. Dafür muss die Anzahl der Parkplätze verringert und ihre Nutzung teurer werden – die heutigen Preise bilden den Wert des öffentlichen Raumes nicht angemessen ab.

Entgegen weit verbreiteter Mythen in der automobilen Bevölkerung stehen selbst zu Spitzenzeiten im Hagener Stadtzentrum Hunderte von Parkplätzen ungenutzt zur Verfügung; abzulesen an den Hinweistafeln des Parkleitsystems. Und sie sind im Gegensatz zu einer weiteren Mär spottbillig.

Eine Stunde Parken im Zentrum ist bereits für 1 Euro zu haben, einen Kurzzeitplatz für 30 Minuten bekommt man zum Beispiel in der Rathaus-Galerie sogar kostenlos. Bereits für ein Kurzstreckenticket im öffentlichen Nahverkehr müssen dagegen schon 1,60 Euro auf den Zahlteller gelegt werden – pro Person und Strecke. Solche Verhältnisse fordern geradezu auf, anstelle des Busses lieber den eigenen Pkw zu nehmen.

Im Rahmen einer Verkehrswende, die diesen Namen wirklich verdient, wäre es neben vielen anderen Bausteinen nötig, Parkplätze zurückzubauen und zu verteuern. Das empfiehlt auch der vom Hagener Rat einstimmig verabschiedete Masterplan Mobilität:

„Durch eine Erhöhung der Parkgebühren (der bewirtschafteten städtischen Parkplätze) kann ein Anreiz gesetzt werden, den motorisierten Individualverkehr (MIV) weniger zu nutzen und dafür mehr Wege mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dem Fahrrad oder zu Fuß zurückzulegen (relative Kostenvorteile für den Umweltverbund). Die dadurch zusätzlich eingenommenen Mittel können zudem für Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität in Hagen eingesetzt werden. Gleichzeitig soll es kostenlose Parkmöglichkeiten für Elektrofahrzeuge geben, um den Umstieg zu fördern.“

„Heute dient ein unverhältnismäßig großer Teil des knappen Raums dem motorisierten Individualverkehr, rollenden und ruhenden privaten Pkw“, so ein von der Berliner Anwaltskanzlei Becker Büttner Held im Auftrag des Thinktanks Agora Verkehrswende angefertigtes Gutachten. Damit Wohnquartiere attraktiver werden, müsse der motorisierte Individualverkehr, insbesondere der ruhende Verkehr, auf Raumansprüche verzichten, schreiben die Autoren der Studie. Das lasse sich durch die Verknappung von Parkflächen und die Bepreisung von Parkraum erreichen. Allerdings müsse dieser Prozess durch die Schaffung von Alternativen zum privaten Pkw begleitet werden, zum Beispiel durch Carsharing-Angebote, Park & Ride Möglichkeiten und durch einen attraktiven vernetzten ÖPNV.

„Lebenswertere Städte entstehen dann, wenn bei der Verteilung der Nutzungsansprüche im öffentlichen Raum nicht mehr die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer von privaten Pkw einseitig im Vordergrund stehen“, so Christian Hochfeld, Direktor von Agora Verkehrswende. „Nicht zuletzt, weil die Bundeskanzlerin klar gemacht hat, dass die Verkehrswende notwendig ist, steht diese Herausforderung jetzt in vielen Städten auf der politischen Tagesordnung. Mit unserem Gutachten betreten wir juristisches Neuland und ebnen den Weg dorthin.“

Kommunen können schon heute Parkraum umwidmen und auf diese Weise für eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität zum Nutzen aller Verkehrsteilnehmer sorgen. Nennenswerte Spielräume bestehen auch bei der Festsetzung angemessener Gebühren für das Kurzzeitparken.

Wie ein Vergleich der Parkgebühren in deutschen Innenstädten mit denen in Städten des europäischen Auslands zeigt, machen die Kommunen von ihren Möglichkeiten allerdings „noch nicht genügend Gebrauch“, heißt es in der Agora-Studie. So kostet eine Stunde Parken in London 5,60 Euro, während in Berlin nur 3 Euro zu zahlen sind.

Erheblich eingeschränkt ist der kommunale Spielraum dagegen beim Bewohnerparken; Bundesrecht begrenzt die maximale Gebühr für einen Bewohnerparkausweis auf 30,70 Euro pro Jahr. In Stockholm kostet das Bewohnerparken bereits 827 Euro, in Amsterdam 535 Euro. Damit von der Parkgebühr eine Steuerungswirkung für die verstärkte Nutzung alternativer Mobilitätsformen ausgehen kann, sollte das Parkverbot als Regelfall in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen werden, so die Agora-Studie; nach aktueller Rechtslage gilt Parken als „Gemeingebrauch“ und ist immer dann erlaubt, wenn es nicht explizit verboten ist. „Ein Grundrecht auf Parken ist mit der Mobilitätswende in unseren Städten nicht vereinbar“, so Agora-Direktor Hochfeld.

Die Gutachter empfehlen dem Bundesgesetzgeber nicht nur, den Gebührenrahmen für Bewohnerparkausweise an den Wert des Parkraums anzupassen, sondern auch die Bußgeldsätze für regelwidriges Parken anzuheben. „Die Gebühren für Schwarzparken in Höhe von 10 bis 20 Euro stehen in keinem angemessenen Verhältnis zur Ahndung des Schwarzfahrens im ÖPNV“, sagt Dr. Roman Ringwald, Partner bei BBH und einer der Autoren des Agora-Rechtsgutachtens.

Gesetzgeberischer Anpassungsbedarf besteht auch beim Rechtsrahmen für benutzerfreundliche Carsharing-Angebote, die als Alternative zum privaten Pkw gestärkt werden müssen. Zwar können Kommunen bereits heute exklusive Stellplätze für stationäres Carsharing reservieren (was die Hagener Stadtverwaltung in der Vergangenheit wiederholt bestritten hat) und festlegen, dass die Anbieter Mindestbedingungen zu erfüllen haben. Welche Auflagen im Einzelnen zulässig sind, ist aber mangels klarer Vorgaben nicht abschließend geklärt. Die Bundesländer sollten deswegen eigene Regeln dazu erlassen und auf diese Weise Rechtssicherheit für individuelle Lösungen vor Ort schaffen, so die Empfehlung der Agora-Studie.

„Die Mobilitätswende in den Städten hat schon begonnen“, so Agora-Direktor Hochfeld. „Sie kann Millionen Menschen bessere Luft, weniger Lärm und mehr Raum für Begegnungen verschaffen. Diese Aussicht ist erfreulich, sie sollte nicht an Paragrafen scheitern.“

FernUniversität in Hagen gründet Fakultät für Psychologie

14. Oktober 2018 by

Seit dem 1. Oktober 2018 hat die FernUniversität in Hagen eine fünfte Fakultät: die Fakultät für Psychologie. In diesem neuen institutionellen Rahmen können sich die international anerkannten Forschungsaktivitäten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieses Fachgebiets noch besser entfalten als bisher.

Bereits vor 40 Jahren wurde der erste Lehrstuhl für Psychologie eingerichtet. Im Jahr 2008 startete mit dem B.Sc.-Psychologie der erste universitäre Fernstudiengang in Psychologie in Deutschland, 2012 folgte der Master-Studiengang. Heute forschen und lehren zehn Professorinnen und Professoren der Psychologie mit ihren Teams im Spektrum der nicht-klinischen Psychologie. Sie gehörten bisher zur Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften.

Über 15.000 Studierende sind im Bachelor- und Masterstudium Psychologie an der FernUniversität eingeschrieben – mehr als an jeder anderen Universität im deutschen Sprachraum. Viele der Studierenden sind berufstätig oder nutzen die zeitliche und räumliche Flexibilität, die ihnen das Fernstudium bietet, weil sie Freiräume für ihre persönliche Lebenssituation brauchen – beispielsweise für die Betreuung von Familienangehörigen oder weil sie als Spitzensportlerinnen und -sportler aktiv sind. Darum ist die Studierendenschaft der Fakultät für Psychologie so vielfältig wie an keiner anderen Hochschule in Deutschland.

Ahm-Bürgerinitiative stellt Eilantrag

14. Oktober 2018 by

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Ahm als Natur- und Erholungsraum (BI) ahnte nicht, als sie ihre Jahreshauptversammlung auf den 11. Oktober legte, dass sich die Ereignisse rund um diesen Termin, um den Ahm, die Hohenlimburger Kalkwerke (HKW) und deren Steinbruch überschlagen würden. (…)

Quelle: Iserlohner Kreisanzeiger

Zum Hintergrund: Homepage der Bürgerinitiative

Millionen für die Aufwertung des Hengstey-Freibades

14. Oktober 2018 by

Durch Investitionen in Millionenhöhe soll das Familien-Freibad in Hengstey zu einer der Hauptattraktionen des Seeparks aufgewertet werden. (…)

Quelle: wp.de

Wasserschloss Werdringen schließt für einige Monate seine Türen

14. Oktober 2018 by

Umfangreiche Neugestaltung

Ab Montag, 29. Oktober, schließt das Museum im Wasserschloss Werdringen in Hagen-Vorhalle für einige Monate seine Türen, um diese im Frühjahr 2019 mit neuem Ausstellungsbereich wieder zu öffnen. Die Zeit der Schließung wird für eine umfangreiche Neugestaltung des Steinzeitbereiches im ersten Obergeschoss der Ausstellung genutzt. Dazu wird neben der bereits vorhandenen Ausstellungsfläche ein weiterer Nebenraum erschlossen, indem die Funde aus der Blätterhöhle präsentiert werden.

Zudem sollen aktuelle Themen wie Klimaentwicklung, sowie verschiedene naturwissenschaftliche Datierungsmethoden anhand von Menschen- und Tierknochen und die Lebensweisen von steinzeitlichen Jägern und Sammlern behandelt werden.

Die Blätterhöhle in Hagen-Holthausen hat sich in den vergangenen Jahren für die europäische Archäologie zu einer der bedeutendsten Fundstellen der Alt- und Mittelsteinzeit entwickelt. Über das spannende Fundspektrum und die Grabungstätigkeiten in und an der Höhle, konnten sich Besucher zuletzt noch im September dieses Jahres bei einem Vortrag und einer anschließenden Spezial-Führung informieren. Um diesen besonderen Ort auch in Zukunft Besuchern präsentieren zu können, sollen die wichtigsten Funde in Werdringen ausgestellt und damit dauerhaft in die Ausstellung integriert werden. Dazu werden Leihgaben, die derzeit noch zu Untersuchungszwecken oder als Teil einer vorübergehenden archäologischen Ausstellung in anderen Städten (aktuell Berlin) sind, zurück nach Hagen geholt.

Als das Museum Wasserschloss Werdringen 2004 als Museum für Ur- und Frühgeschichte eröffnet wurde, versammelten sich in dem neu konzipierten Ausstellungsbereich in der ehemaligen Scheune, eine Vielzahl besonderer Fundobjekte aus Hagen und der Region. Unter anderem wurde so eine Alternative zum ursprünglichen „Hagener Vorgeschichtsmuseum“ geschaffen, das sich von 1975 bis 2002 in kleinen Räumlichkeiten auf Schloss Hohenlimburg befand. Hier wurden die Reste der weitgehend durch den 2. Weltkrieg zerstörten Hagener Sammlungen (städtisch und privat) zusammengeführt. Doch erst mit der Eröffnung des Museums in Werdringen verfügte die Region schließlich über eine eigene Einrichtung, die dem Umfang und der Bedeutung der archäologischen und geologischen Funde gerecht werden konnte.

Die nun bevorstehende Teilumgestaltung der Ausstellung soll auch Anlass für eine schrittweise Erneuerung und Aktualisierung einiger Vitrinen und Exponate sein. Damit möchte das Museum die Gelegenheit nutzen, Neufunde zu integrieren und bestehende Präsentationsweisen zu überarbeiten. Das Frühjahr 2019 soll daher ganz im Zeichen einer beginnenden Aufwertung und Renaissance des Standorts Wasserschloss Werdringen stehen.

Die Kosten für den Umbau des Raumes für die Blätterhöhle-Präsentation belaufen sich auf rund 14.000 Euro. Mit 15.000 Euro an den Geschichtsfreundeverein fördert die Sparkassenstiftung für Hagen zweckgebunden die Einrichtung des Raumes. Ein besonderer Anziehungspunkt wird ein Film über die Gesichtsrekonstruktion einer Jungneolitischen Frau sein, den der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit 30 Prozent (Gesamtkosten rund 5.000 Euro) fördert.

Während der Schließung ist kein regulärer Museumsbesuch in Werdringen möglich. Das museumspädagogische Programm des Fachbereichs Kultur soll aber, wenn auch eingeschränkt, stattfinden. Die Buchung von Kindergeburtstagen und Schulklassenführungen bleibt nach wie vor möglich. Während der Ausstellungsbereich im ersten Obergeschoss zum Großteil von den Umbauarbeiten betroffen ist; hier befinden sich die Wollnashörner und das Rentier sowie die Vitrinen zur Alt- und Mittelsteinzeit, können das Erdgeschoss und das zweite Obergeschoss im Rahmen von Gruppenführungen besichtigt werden. Dadurch bleiben die geologische Ausstellung, das Mammut und der Bereich zu den Metallzeiten und zum Mittelalter für die Besucher verfügbar. Das Schlosscafé agiert unabhängig vom Museumsbetrieb und ist von der Schließung ausgenommen.

Durch die bevorstehende Schließung und dem damit verbundenen eingeschränkten museumspädagogischen Programm, verzichtet die Museumsverwaltung auf die Erstellung eines Programmheftes für die restlichen Wochen des Jahres 2018. Dieses erscheint normalerweise im vierteljährlichen Takt für jeweils drei Monate. Über die noch bevorstehenden Programme und Exkursionen können sich Besucher auf den Internetseiten der Stadt Hagen informieren. Des Weiteren steht die Museumsverwaltung für Fragen und Anmeldungen zu Veranstaltungen unter Telefon 02331/207-2740 zur Verfügung.

„Carsharing wäre wünschenswert“

13. Oktober 2018 by

Hagens Stadtspitze entdeckt plötzlich das Autoteilen

In Hagen angeblich nicht möglich, in Aachen schon: Carsharingplätze im öffentlichen Raum (Foto: DW).

Die Zufrühgekommenen sind nicht gern gesehn.
Aber ihre Milch trinkt man dann.
Wolf Biermann: Frühzeit. 1963

In Hagen dauert bekanntlich alles etwas länger. Sehr viel länger. Auch schon mal Jahrzehnte länger. Da bleibt es nicht aus, dass die Stadt so dasteht, wie sie dasteht: weit unter ihren Möglichkeiten.

So hatte die CDU kürzlich die famose Idee, Wehringhausen zu einem Szeneviertel und Wohnstandort für Studenten umzumodeln. Nun, so etwas gab es alles schon einmal – vor vier Jahrzehnten. Für die CDU war das alles des Teufels: Linksradikale und Hippies. Damals war Hagen Standort einer Pädagogischen Hochschule und einer Fachhochschule mit diversen Fachbereichen, von denen nur noch ein kläglicher Rest unter dem Dach der heutigen FH Südwestfalen übrig geblieben ist.

Jetzt hat die Stadt – schon nach einem Vierteljahrhundert! – plötzlich das Carsharing entdeckt und sieht darin einen Baustein, um die massiven Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen. „Die Etablierung von Carsharing und speziell E-Carsharing – also elektrobetriebene Autos – wäre für Hagen wünschenswert“, sagte Stadt-Pressesprecher Michael Kaub nach einem Bericht der WPWR und verwies auf den Masterplan „nachhaltige Mobilität“. Ein eher mangelhaftes Konstrukt, das auch nicht wegen Einsicht, sondern nur unter dem Druck drohender Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs zustande kam.

Carsharing ist für die Hagener Politik und Verwaltungsspitze also offenbar Neuland. Dabei existiert das Autoteilen in der Volmestadt bereits seit 25 Jahren. Das Verhalten der Stadt dem Carsharing gegenüber bewegte sich allerdings im Spektrum zwischen Desinteresse und Blockadehaltung.

1993 wurde auf Initiative des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) der Verein Stadtteilauto Hagen gegründet. Was mit einigen geschenkten Altfahrzeugen begann, entwickelte sich recht rasch zu einer alternativen Möglichkeit zum eigenen Pkw. Die Kombination ÖPNV für den Normalfall und Carsharing für die Ausnahme wurde immerhin so attraktiv, dass der Verein bereits 1999 mehr als 250 Fahrberechtigte zählte, die sich 17 Fahrzeuge teilten.

Vom Kleinwagen bis zum Transporter reichte die Palette für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten. Der Wochenendausflug in die Pampa (ohne Bahnanbindung), der Einkaufstransport oder der Umzug – für alle Gelegenheiten stand ein passendes (Neu-)Fahrzeug zur Verfügung.

2002 kam die Hagener Straßenbahn AG auf die Idee, ebenfalls eine solche Dienstleistung anzubieten. Da klar war, dass der Hagener Markt für zwei Anbieter zu klein und die Straßenbahn kapitalstärker war, beschloss der Verein, den Geschäftsbetrieb an das städtische Verkehrsunternehmen zu verkaufen.

Viele Vereinsmitglieder bezweifelten allerdings, dass die Straßenbahn dieses für sie neue Geschäftsfeld erfolgreich bedienen kann. Sie sollten sich nicht getäuscht haben. Obwohl der Busbetreiber für den inzwischen komplett auf Ford-Fahrzeuge umgestellten Wagenpark sogar eine Lizenz als Vertragswerkstatt erhalten hatte und freie Kapazitäten im Betriebshof günstig für Wartungsarbeiten einsetzen konnte, erwies sich die Stadttochter als überfordert.

2005 wurde das Carsharing-Geschäft also an Shell Drive weitergereicht, eine Tochtergesellschaft des Mineralölkonzerns. Der gab bereits ein Jahr später diesen Geschäftsbereich auf. Seit 2006 betreibt das niederländisch-berlinerische Unternehmen Greenwheels das Carsharing in Hagen.

Vor Ort beworben wurde das Angebot von den neuen Betreibern nicht, und so ging Carsharing in Hagen langsam aber sicher immer weiter den Bach hinunter. Schon 2013 existierten nur noch vier Stationen mit insgesamt sechs Fahrzeugen, heute sind es noch zwei Stationen mit je einem Kleinwagen.

Die Stadt war all die Jahre nicht an einer Förderung des Carsharing interessiert und verhinderte sogar die Einrichtung von Stellplätzen im öffentlichen Raum. Vorgeschoben wurden angeblich vorhandene rechtliche Einschränkungen. Nur merkwürdig: Woanders scheint es diese nicht zu geben. Zum Beispiel in Aachen. Dort herrschen bekanntlich dieselben Gesetze, die aber wohl anders gelesen werden.

Aachen stellt seit 2006 Carsharingplätze im öffentlichen Straßenraum zur Verfügung. Geregelt wird das über die Sondernutzungssatzung. Die dortige Verwaltung begründet ihr Verhalten so: „Die Förderung von CarSharing-Unternehmen wird als ein generelles Interesse des öffentlichen Wohls angesehen. Es dient ökologischen Zielen, z.B. Verminderung des Kraftfahrzeugverkehrs in überlasteten Innenstädten und Wohngebieten, verminderter Verkehrslärm und verminderte Abgase.“ Der Beschluss im Rat der Stadt Aachen erfolgte einstimmig.

Nach 25 Jahren Carsharing in Hagen ist – möglicherweise – auch die hiesige Stadtspitze aufgewacht. Laut Zeitungsbericht sollen jetzt Flächen „bereit gestellt werden und es soll Unterstützung beim Marketing geben“. Aber, schränkt das Blatt ein: „Eine genaue Ausarbeitung der Maßnahmen zum Carsharing von Seiten der Stadt steht allerdings noch aus. Aktuell können keine konkreten Angaben über die Größe der geplanten Flotte oder ähnliches gemacht werden.“

TWB-Beschäftigte bangen um ihre Jobs

12. Oktober 2018 by

VW-Verträge vor Gericht

Der Hagener Autozulieferer TWB kämpft vor Gericht um eine längere Zusammenarbeit mit VW. Die Lieferverträge der Prevent-Gruppe, zu der auch TWB gehört, mit VW laufen Ende März 2019 aus, deshalb könnten 300 TWB-Beschäftigte ihre Jobs verlieren.

Prevent hatte versucht, Preiserhöhungen von bis zu 1.000 Prozent durchzusetzen, berichtete das Handelsblatt im Mai 2018. Die IG Metall in Saarbrücken, auch dort gibt es einen Prevent-Standort, warf dem Unternehmen damals vor, „Autozulieferbetriebe, die am Rande der Insolvenz stehen, billig zu kaufen, dann die Kunden, also die großen Autohersteller, zu erpressen und mit Klagen zu überziehen, in der Zwischenzeit die Gewinne abzuschöpfen und eine Hülle mit Beschäftigten ohne Eigenkapital und Überlebensfähigkeit zurückzulassen“.

Die TBW-Mitarbeiter als Opfer solcher Art von Unternehmenspolitik setzen ihre Hoffnung jetzt auf das Landgericht Düsseldorf. Das wird kommende Woche entscheiden, ob VW aufgrund jahrelanger Verträge verpflichtet werden kann, weiter mit TWB zusammenzuarbeiten. Als Mindestziel hoffen Betriebsrat und Gewerkschaft, dass das Gericht eine sogenannte Auslaufphase verordnet. Dann wäre der Vertrag zwar beendet, es gäbe aber noch mindestens ein Jahr Arbeit.

Hagen kommt im Jahr 2019 ohne einen Nachtragshaushalt aus

12. Oktober 2018 by

Trotz der Einbrüche bei den Landes-Schlüsselzuweisungen kommt Hagen 2019 ohne einen Nachtragshaushalt aus. Der Grund: die Gewerbesteuer sprudelt. (…)

Quelle: wp.de

„Move On“ – ein dreiteiliger Ballettabend

12. Oktober 2018 by

Die erste Ballettpremiere in dieser Spielzeit am Theater Hagen findet am 13. Oktober 2018, 19.30 Uhr (Großes Haus) statt und präsentiert unter dem Titel „Move On“ einen dreiteiligen Abend mit Choreographien von Cayetano Soto („Uneven“), Itzik Galili („Ephemeron“) und Alfonso Palencia („¡Movinos!“,Foto: Klaus Lefebvre).

Für die Eröffnung des Abends zeichnet der international tätige katalanische Choreograph Cayetano Soto verantwortlich, der zuletzt 2017 das Hagener Publikum mit „Malasombra“ (im Rahmen des Ballettabends „Satisfaction“) begeisterte. Vom ihm ist sein Stück „Uneven“ (mit Musik von David Lang) zu sehen sein, welches er 2010 für das amerikanische Aspen Santa Fe Ballet kreierte. Die Anregung zu dieser Choreographie bildete eine Lebenssituation, in der sich Soto physisch und psychisch extrem instabil und unausgeglichen fühlte.

Zum ersten Mal wirkt der herausragende israelische Tänzer und Choreograph Itzik Galili am Hagener Theater und erarbeitete mit der Compagnie sein zeitgenössisches Stück „Ephemeron“, welches seinen kraftvollen, athletischen, rasanten Stil eindrucksvoll präsentiert (mit Musik und Sounds von Haytham Safia). Galilis Werke zeichnen sich vor allem durch seine Fähigkeit aus, Tanz aus verschiedenen Perspektiven zu sehen, zu verstehen und zu zeigen.

Die dritte Choreographie wurde vom Hagener Ballettdirektor Alfonso Palencia neu für das Ballett Hagen geschaffen: In „¡Movinos!“ (mit Musik von Max Richter) konfrontiert er Tänzer*innen und Publikum in abstrakter Darstellungsweise mit den Themen ‚Identität‘, ‚Selbstfindung‘, Sexualität‘, ‚Liebe‘, ‚Missbrauch‘‚ Toleranz‘ und mit verschiedenen Formen des menschlichen Zusammenlebens und widmet sich den Fragen: Was ist anders sein? Was ist normal? Was ist richtig oder falsch? Sind wir am Ende nicht alle gleich, wenn wir gehen müssen?

Es tanzt das Ballett Hagen: Brandon Alexander, Bobby Briscoe, Ana Isabel Casquilho, Gennaro Chianese, Alexandre Démont, Ciro Iorio, Da Ae Kim, Serena Landriel, Gonçalo Martins da Silva, Noemi Emanuela Martone, Amber Neumann, Dani Paeper, Sara Peña, Kotori Sasago

Mit freundlicher Unterstützung der Sparda-Bank West und der Ballettfreunde Hagen

Weitere Vorstellungen: 20.10. (19.30 Uhr); 26.10. (19.30 Uhr); 3.11. (19.30 Uhr); 14.11. (19.30 Uhr); 18.11. (18.00 Uhr); 25.11. (15.00 Uhr); 30.11. (19.30 Uhr); 12.12. (19.30 Uhr); 30.12.2018 (15.00 Uhr); 14.2.2019 (19.30 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Bildungserfolg von Kindern: Soziale Herkunft spielt immer noch eine sehr starke Rolle

12. Oktober 2018 by

Statistisch gesehen sind sie unwahrscheinlich: Berufliche Karrieren von Bildungsaufsteigern. Mit welchen Herausforderungen diese konfrontiert sind und ob Migranten zusätzliche Barrieren bewältigen müssen, beleuchtete ein Vortrag, den das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme veranstaltete.

Prof. Dr. Ahmet Toprak und Dr. Christina Möller, die selbst den Bildungsaufstieg in höhere Positionen trotz ihrer sozialen Herkunft schafften, zeigten mit wissenschaftlichen Befunden aus der Bildungsforschung auf, dass obwohl es in den vergangenen Jahren eine Verbesserung gab, der sozioökonomische Hintergrund immer noch eine sehr starke Rolle beim Bildungserfolg von Kindern spielt.

Kinder aus Arbeiterfamilien und bildungsfernen Hintergründen haben immer noch eine vielfach geringere Chance, einen hohen Bildungsabschluss oder gar eine Professur zu erreichen als Kinder aus Akademikerfamilien. Anhand ihrer eigenen Biographien zeigten Prof. Dr. Toprak (Ausschnitte aus seinem neuen Buch „Auch Alis werden Professor“ wurden verlesen) und Dr. Möller, beide ehemalige Hauptschüler, jedoch auf, dass es trotzdem möglich ist, den (Bildungs-)Aufstieg zu schaffen. Hierfür müssten aber Mentoren aus dem Bildungsbereich oder hohen gesellschaftlichen Positionen eine starke Rolle spielen, um den Glauben an sich und die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

expressiv : konkret

11. Oktober 2018 by

Karl Niestrath und Eva Niestrath-Berger in der ardenkugalerie

Skulpturengruppe aus Rotlava von Eva Niestrath-Berger im Dr.-Ferdinand-David-Park, ursprünglich 1965 im Innenhof des Rathauses aufgestellt, im Volksmund „Die sieben Dezernenten“ genannt. Foto: Klaus Bärwinkel (Lizenz CC BY 3.0)

Vernissage: Freitag, 12. Oktober 2018, 19.00 Uhr
ardenkugalerie, Eduard-Müller-Str. 2, 58097 Hagen

Einführung: Dr. Elisabeth May, Kunsthistorikerin, Osthaus Museum Hagen

Der kreative Dialog des Künstlerpaars Karl Niestrath und Eva Niestrath-Berger verhält wie expressiv zu konkret. Expressive Skulpturen bestimmen Karl Niestraths Werk. 1937 war die „Hungrige“ Teil der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München. In der Folge wurden 42 seiner Arbeiten aus den Museen entfernt. In den 1950er Jahren entwarf er das Bittermark-Mahnmal.

Eva Niestrath-Berger, die daran mitwirkte, schuf neben zahlreichen Arbeiten im öffentlichen Raum minimalistische Papierarbeiten sowie von der konkreten Kunst geprägte Zeichnungen und Grafiken. Die Osthaus-Preisträgerin ist u.a. im Cooper-Hewitt-Museum in New York, im Papyrusmuseum Kairo, im Saarlandmuseum Saarbrücken und im Osthaus Museum Hagen vertreten. Neben einer frühen Version der „Hungrigen“ zeigt die Ausstellung eine repräsentative Werkauswahl der überregional anerkannten Künstler.

Leider sind Werke Niestrath-Bergers inzwischen aus dem öffentlichen Raum verschwunden. So ihr erster Ankauf durch die Stadt Hagen überhaupt, eine Spielplastik aus dem Jahr 1953, die früher im Volmepark aufgestellt war. Auch die von der Künstlerin gestalteten Baumscheiben in der Fußgängerzone Elberfelder Straße sind zum größten Teil nicht mehr vorhanden. Die ebenfalls dort, auf Höhe der Einmündung Goldbergstraße, installierte Vogeltränke verschwand unter einem Holzverschlag, nachdem die Stadt diesen Bereich der kommerziellen Nutzung überlassen hatte.

Peter Blindert – Kleine Werkschau im Café-Restaurant Fachwerk

11. Oktober 2018 by

Hagens bekannter Künstler Peter Blindert (Foto: privat) stellt im Zuge seiner erzwungenen Werkstattauflösung auch im Café-Restaurant Fachwerk in der Herrenstraße 4 in Hohenlimburg eine kleine Auswahl seiner Werke aus.

Ab Freitag, 12. Oktober, 19 Uhr, beginnt die Ausstellung ausgewählter Werke. Sie endet am 31. Dezember.

Eine beruhigende Nachricht ist auch zu vermelden. Der Vermieter der Werkstatt am Bergischen Ring – ehemals Stadtwerke, heute Enervie –  hat Blindert eine mehrmonatige Fristverlängerung eingeräumt.

Dieses Zugeständnis nimmt für Peter Blindert sehr viel Druck aus dem Kessel, sodass er nun relativ entspannt sein 34-jähriges Lebenswerk in Form unendlich vieler Bilder, Collagen und Skulpturen, die das mehrere hundert Quadratmeter große Atelier bevölkerten, zum Abschluss bringen kann. Eine erhebliche Menge seiner Werke hat bereits im Zuge unterschiedlichster Verkaufs- und Versteigerungsaktionen der vergangenen Wochen neue Besitzer gefunden. Den Großteil des Erlöses hat Peter Blindert dem AllerWeltHaus gespendet.

Dennoch sind noch so viele Werke übrig, dass Blindert für die nahe Zukunft einen trockenen, ebenerdigen Lagerraum suchen muss. Wer einen solchen Raum zur Verfügung stellen kann, melde sich bitte unter Blindert/Bruns 02330-8091853.

Eine kleine Auswahl zeigt das Café-Restaurant Fachwerk ab Freitag.

Niermann und Kieslich treten als Betriebsräte zurück

11. Oktober 2018 by

Viele Fragen und keine Antworten: Melanie Kieslich und Thorsten Niermann sind als Betriebsräte von ThyssenKrupp Hohenlimburg zurückgetreten. (…)

Quelle: wp.de

Aufzug in Hagener Hochhaus seit Monaten defekt

11. Oktober 2018 by

Vor allem die älteren Mieter des Wohnkomplexes Steinhausstraße 107 und 109 leiden seit sechs Monaten darunter, dass die Aufzuganlage in dem über 60 Parteien großen Gebäude außer Betrieb ist. Und die mühsame Lauferei und Schlepperei bis in den siebten Stock wird noch bis in die erste Hälfte des nächsten Jahres weitergehen. Für die Mieter des in die Jahre gekommenen Gebäudes eine riesige Belastung. Die Besitzer-Gesellschaft reagiert da wesentlich nüchterner. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wie schon in Vorhalle und Elsey, jetzt halt mal in Kabel: Immer wieder Immobilien-Konzerne, immer wieder Fahrstühle.

Wir haben, wir haben, wir haben

10. Oktober 2018 by

Unwahrheiten – ohne zu lügen

Zum doppelseitigen Oberbürgermeister-Schlachtfest in der WPWR (siehe hier) gehört auch ein Interview mit dem Hagener OB Erik O. Schulz, das vor Eigenlob nur so strotzt (siehe: „Habe bewusst keine üppigen Versprechungen gemacht“). Ein kommentierter Auszug:

Wir haben erstmals seit 25 Jahren einen ausgeglichenen Haushalt geschafft – und das ohne weitere Steuererhöhungen.

Die Betonung liegt auf „weitere“. Ohne die bereits zuvor beschlossenen massiven Erhöhungen der Gewerbe- und Grundsteuer wäre der Haushaltsausgleich nicht zu bewältigen gewesen.

Wir haben unsere Einsparziele auch im Kulturbereich ohne substanzielle Einschnitte oder Schließungen von Einrichtungen erreicht und gleichzeitig die öffentliche Debatte ums Theater befriedet.

Die Kürzungen im Kulturbereich waren für den Haushaltsausgleich so gut wie irrelevant. Der als „Debatte ums Theater“ aufgehübschte Widerstand von Bürgern, Theaterleuten und Beschäftigten wurde nicht „befriedet“, sondern einfach ignoriert.

Wir haben unser Personal im Bereich Sauberkeit und Ordnung deutlich verstärkt und die Kontrolldichte spürbar erhöht.

Offenbar an den falschen Stellen. Zu kontrollieren wären etwa die mangelhaften Leerungen der Recyclingcontainer durch den Hagener Entsorgungsbetrieb, aber die quellen nach wie vor regelmäßig über.

Wir haben mit der Gründung der HIG endlich ein Instrument geschaffen, um ausreichend Gewerbeflächen zu entwickeln.

Ursprünglich eine Aufgabe der Hagen-Agentur, die sich stattdessen mit allerlei Trallala beschäftigt. Diese hochdefititäre mehrheitlich städtische Firma wird weiterhin durchgefüttert, wobei die Stadt allein den jährlichen Verlust in Millionenhöhe ausgleicht. Die Geschäftsleitung wird nicht etwa wegen Unfähigkeit in die Wüste geschickt – nein, man gründet einfach noch eine Gesellschaft: die HIG.

Wir haben die Enervie-Krise gut bewältigt und den damit verbundenen schmerzlichen Personalabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen realisiert.

Die Enervie-Krise ist nicht einfach so über das Unternehmen hereingebrochen. Einen großen Anteil hatte der Größenwahn der Geschäftsführung. Vorsitzender des Aufsichtsrats, der eigentlich die Unternehmensleitung kontrollieren soll, ist traditionell der Oberbürgermeister des größten Anteilseigners – also der Stadt Hagen.

Und wir haben das Thema Verbesserung der Unternehmenskultur im Rathaus angepackt.

Was meint Erik O. Schulz damit? Den Irrläufer eines zum „Konzern Stadt“ verkommenen Gemeinwesens, genannt Kommune?

„Philharmonic Brunch“ im Theatercafé

10. Oktober 2018 by

Die erste Veranstaltung unter dem Titel „Philharmonic Brunch“ in dieser Spielzeit findet am 14. Oktober 2018 um 11.30 Uhr im Theatercafé (Theater Hagen) statt. Zu Gast von Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Konzertdramaturgin Insa Murawski ist Heiko Schäfer, Schlagzeuger im Philharmonischen Orchester Hagen.

In dieser Einführungsveranstaltung zum 3. Sinfoniekonzert geht es insbesondere um Minimal Music, wird im Sinfoniekonzert doch ein Stück („The Chairman Dances“) von John Adams präsentiert, der zu den bekanntesten Vertretern dieses Musikstils gehört. Zudem werden Insa Murawski und Heiko Schäfer „Clapping Music“ von Steve Reich aufführen.

Es werden heiße und kalte Getränke angeboten sowie eine kleine Auswahl an Speisen. Der Eintritt beträgt 6 Euro inklusive eines Getränkes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Die Stunde der Kritik“

9. Oktober 2018 by

Neue Veranstaltungsreihe am Theater Hagen

Die erste „Stunde der Kritik“ zu „Simon Boccanegra“. Szenenfoto: Kwang-Keun Lee (Simon Boccanegra), Dong-Won Seo (Jacopo Fiesco alias Andrea). Fotograf: Klaus Lefebvre.

Ab dieser Spielzeit bietet das Theater Hagen eine neue Veranstaltungsreihe an: „Die Stunde der Kritik“. Diese soll regelmäßig zu einzelnen Neu-Inszenierungen am Theater Hagen stattfinden, immer im Anschluss an eine Vorstellung der jeweiligen Produktion, aber offen für alle. Auch diejenigen, die an diesem Tag nicht in der Vorstellung waren, sind also herzlich eingeladen, diese Veranstaltung zu besuchen.

„Die Stunde der Kritik“ sucht das Gespräch mit dem Publikum. Hier gibt es die Gelegenheit, das Theatererlebnis der Besucher über ein bestimmtes Werk öffentlich zu beschreiben, die Meinung darüber zu äußern, Lob auszusprechen, Kritisches loszuwerden oder Fragen zu stellen und mit den Theaterleuten und anderen Zuschauern über die jeweilige Neuproduktion ins Gespräch zu kommen. Den „Aufschlag“ soll dabei nach Möglichkeit immer ein Fach-Referent als Gast machen, der mit einer Blitzmeinung, einer Wertung, mit Lob und Tadel einen Anreiz zur Diskussion gibt.

Die erste „Stunde der Kritik“ wird zu „Simon Boccanegra“ am 14. Oktober 2018 mit Beginn um 21 Uhr im Theatercafé angeboten (Eintritt frei). Für diese Veranstaltung wurde der Verdi-Spezialist und Kritiker der Fachzeitschrift „Opernwelt“ Uwe Schweikert gewonnen. Moderation: Intendant Francis Hüsers.

Was ist aus Aussagen von Hagens Oberbürgermeister geworden?

8. Oktober 2018 by

Gesagt und angekündigt hat Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz schon vieles. Aber was ist daraus geworden? Zwölf Aussagen im Check. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Pflegt die WPWR plötzlich kritischen Journalismus oder ist der Artikel der Beginn einer Kampagne zur Demontage von Erik O. Schulz? Steht schon ein anderer Kandidat für die Kommunalwahl 2020 in den Startlöchern, der von der Lokalredaktion präferiert wird?

Jedenfalls ein sehr lesenswerter Check, dem in der Printausgebe eine komplette Doppelseite eingeräumt wurde und vom einst hochgejubelten OB nicht mehr viel übrig bleibt. Selbst beim nur flüchtigen Lesen bleiben die Überschriften hängen:

  • Bei Mitmach-Formaten nicht viel Substanzielles
  • Keine eigenen Visionen
  • Nur bei einer Personalie wackelig
  • Hagen-Agentur: Schulz beschönigt das Image
  • Transparenz nur intern
  • Keine Steuer-Perspektive
  • Noch mehr Personal nötig
  • Umwelthilfe watscht Schulz ab
  • Große Firmen verloren
  • Interkommunal läuft gar nichts
  • Müll-Aktionen nur symbolisch
  • Fehlendes Wohnkonzept

Mehr Totalveriss geht eigentlich nicht mehr.

Falls dieser Artikel der Startschuss zu mehr kritischer Berichterstattung in Hagen gewesen sein sollte (und nicht doch nur wieder zu Kampagnenjournalismus), müssten in der Folge genauso die Ratsfraktionen und deren Vorsitzende in die Mangel genommen werden.

AfD – keine Alternative für Juden!

8. Oktober 2018 by

Gemeinsame Erklärung jüdischer Verbände gegen die Gründung der Bundesvereinigung „Juden in der AfD“

In Wiesbaden hat sich am Sonntag eine eine Bundesvereinigung der Juden in der AfD gegründet. Mehr als 40 jüdische Organisationen, darunter der Zentralrat der Juden in Deutschland, warnen derweil vor der sich zunehmend rechtsextremistisch gebärdenden Partei in einer vorab veröffentlichten Erklärung (siehe unten).

In Hagen hat es bereits in der Vergangenheit Berührungspunkte zwischen der Jüdischen Gemeinde bzw. deren Vorsitzenden und der AfD gegeben. So soll die Gemeinde nach Angaben aus Kreisen der AfD ihre Räumlichkeiten 2016 der Partei für Veranstaltungen angeboten haben (siehe: AfD zieht die Juden-Karte).

Schon 2014 wurde der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Hagen, Hagay Feldheim, auf Vorschlag der AfD in einen Ratsausschuss entsandt (siehe: Nicht ganz koscher). Das war von Anfang an rechtswidrig, da Feldheim als israelischer Staatsbürger kein solches Mandat hätte ausüben dürfen. Erst im Mai 2016 gab Feldheim den Sitz ab – an seinen Sohn, ebenfalls auf Vorschlag der AfD.

Auch ansonsten engagiert man sich gerne „Seite an Seite in unserer Stadt“. Zu besichtigen auf einem in der WPWR veröffentlichten Pressefoto: Jüdische Gemeinde Hagen und AfD (mittlere Reihe, rechts außen – wo sonst?).

Gemeinsame Erklärung gegen die AfD!
AfD – keine Alternative für Juden!

Die AfD versucht seit geraumer Zeit, mit ihrer vermeintlichen Verbundenheit mit dem Staat Israel und ihrer angeblichen Sorge um die Sicherheit der Jüdischen Gemeinschaft in Deutschland zu punkten. Nun wird gar ein Arbeitskreis für Juden in der AfD gegründet. Nichts an der Politik der AfD solle die Jüdische Gemeinschaft beunruhigen, so der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland. Die vormalige AfD-Vorsitzende, Frauke Petry, behauptete, die AfD sei der „Garant jüdischen Lebens in Deutschland“. Wirklich?

Nein, die AfD ist keine Partei für Juden!

Wenn Juden auf die AfD als Garant für jüdisches Leben in Deutschland angewiesen wären, wäre es um das jüdische Leben hier schlecht bestellt. Die AfD ist eine Partei, in der Judenhass und die Relativierung bis zur Leugnung der Schoa ein Zuhause haben. Die AfD ist antidemokratisch, menschenverachtend und in weiten Teilen rechtsradikal. Allein der Blick auf die Ereignisse in Chemnitz sollte ausreichen, um zu erkennen, wes Geistes Kind die AfD ist. Dort marschierten Repräsentanten der AfD Seite an Seite mit Neonazis, Hooligans und Pegida-Anhängern. Sie scheuten sich nicht, mit Menschen, die den Hitlergruß zeigten, auf die Straße zu gehen. Aus diesem Klima des Hasses und des völkischen Denkens heraus wurde ein jüdisches Restaurant in Chemnitz angegriffen. Die AfD eine Partei der „besorgten“ Bürger?

Nein, die AfD ist keine Partei für Demokraten!

Die AfD sät Hass und spaltet die Gesellschaft. Sie hetzt gegen Menschen und greift unsere Demokratie tagtäglich an. Die AfD radikalisiert sich zunehmend und schreckt nicht davor zurück, Geschichte umzuschreiben. Gauland nennt Hitler und die Nazis einen „Vogelschiss“ in der Geschichte. Gleichzeitig ist Gauland aber „stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“. Björn Höcke, der AfD-Fraktionsvorsitzende im thüringischen Landtag, fordert eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad. Das Holocaust-Denkmal in Berlin bezeichnet er als „Denkmal der Schande“. Die AfD fordert in ihrem Wahlprogramm ein Verbot des koscheren Sehächtens und der Beschneidung. Wer diese im Judentum fundamentalen Gebote zur Disposition stellt, der spricht Juden in Deutschland das Recht ab, in diesem Land zu leben. Soll das die Politik sein, die für Juden nicht beunruhigend sein soll?

Nein, die AfD ist eine Gefahr für jüdisches Leben in Deutschland!

Die AfD agitiert unumwunden gegen Muslime und andere Minderheiten in Deutschland. Dabei versucht die AfD, „die“ Muslime als Feinde der westlichen Welt oder „der“ Juden darzustellen. Muslime sind nicht die Feinde der Juden! Die Feinde aller Demokraten in diesem Land sind Extremisten, egal ob aus rechtsextremer, linksradikaler oder radikal- muslimischer Gesinnung heraus. Wir lassen uns von der AfD nicht instrumentalisieren. Gleichzeitig schwadroniert Wolfgang Gedeon davon, die deutschen Gerichte seien vom Zionismus beeinflusst und weder frei noch unabhängig. Juden würden eine „Sonderbehandlung“ vor deutschen Gerichten bekommen. Ist so eine AfD wählbar?

Nein, die AfD ist eine rassistische und antisemitische Partei!

Die AfD vertritt keinesfalls die Interessen der jüdischen Gemeinschaft. Eine Partei, die außer Hass und Hetze keinerlei gangbare Lösungen für die aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft anzubieten hat, kann für niemanden eine Alternative sein. Kein Bürger dieses Landes, dem unsere Demokratie am Herzen liegt, kann sich mit dieser Partei identifizieren.

Die Partei ist ein Fall für den Verfassungsschutz, keinesfalls aber für Juden in Deutschland.

Die unterzeichnenden jüdischen Organisationen und Verbände rufen alle demokratischen Kräfte innerhalb und außerhalb der jüdischen Gemeinschaft auf, sich gemeinsam offen und sichtbar gegen jede Form von antidemokratischem, antisemitischem, rassistischem und völkischem Gedankengut zu engagieren!

Zentralrat der Juden in Deutschland JSUD – Jüdische Studierendenunion Deutschland Allgemeine Rabbinerkonferenz Deutschland – ARK – Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland – ORD – AJC Berlin Ramer Institute –  Abraham Geiger College – ZWST  Union Progressiver Juden – Jüdischer Frauenbund in Deutschland – Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk – Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg – Wizo Germany – Bundesverband Jüdischer Mediziner e.V. – Rabbinerseminar zu Berlin – BtJ Bund traditoneller Juden – Makkabi Deutschland e.V. – Claims Conference (Conference on Jewish Material Claims Against Germany)


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