„Es kann auch um versuchten Mord gehen“

23. Mai 2017 by

Strafrechts-Experte Prof. Osman Isfen bloggt über Hagener Raserfall

19. Mai 2016: Nicht weit vom Campus der FernUniversität in Hagen liefern sich zwei Männer ein illegales Autorennen und verursachen einen schweren Verkehrsunfall. Eine Mitarbeiterin der FernUni ist als Ersthelferin vor Ort. Vier Menschen werden schwer verletzt. Ein sechsjähriger Junge ist erst nach mehreren Tagen außer Lebensgefahr. Gut ein Jahr später beginnt am 29. Mai vor dem Hagener Landgericht der Prozess zum Unfall auf der Hagener Feithstraße.

Im Gerichtssaal wird auch Prof. Dr. Osman Isfen sitzen, Leiter des Lehrstuhls für Wirtschaftsstrafrecht und Strafprozessrecht an der FernUniversität. Er wird die Hauptverhandlung gegen die beiden Angeklagten mit einem Monitoring wissenschaftlich begleiten und nach jedem der fünf geplanten Verhandlungstage einen Beitrag in sein strafrechtliches Blog einstellen. Neben einer Zusammenfassung der Verhandlung will der Jurist auch eine erste rechtliche Einordnung vornehmen. Geplant ist zudem ein wissenschaftlicher Aufsatz, in dem Prof. Isfen einen Vergleich zum Berliner Raserfall ziehen wird.

Zur Erinnerung: Im Prozess um das illegale tödliche Autorennen in Berlin war erstmals in Deutschland in einem Autorennen-Fall Anklage wegen Mordes erhoben worden. Ein 69-jähriger Mann war auf dem Ku‘damm noch am Unfallort gestorben. Die beiden Angeklagten wurden im Februar dieses Jahres wegen Mordes verurteilt. Ihre Strafe lautet: lebenslange Haft, lebenslanger Führerscheinentzug.

Mit einer Prognose für den Hagener Raserfall hält sich Osman Isfen bewusst zurück. „Ob es eine Gefängnisstrafe geben wird, ist nicht abzuschätzen. Es wird spannend, wie das Berliner Urteil rezipiert wird“, sagt der Experte für Strafrecht.

Die Anklage in Hagen lautet auf vorsätzliche Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässige Körperverletzung. „Selbstverständlich kann es aber dabei nach einem entsprechenden Hinweis des Gerichts auch um versuchten Mord gehen“, so Osman Isfen.

Insgesamt fünf Verhandlungstermine sind angesetzt, im Anschluss daran ist jeweils ein Blogbeitrag geplant: Montag, 29. Mai, Donnerstag, 1. Juni, Montag, 12. Juni, Donnerstag, 29. Juni, Montag, 3. Juli.

Zum strafrechtlichen Blog „Audiatur et altera pars“ von Osman Isfen

52 Zweitstimmen mehr für AfD

23. Mai 2017 by

Kreiswahlausschuss korrigiert Ergebnis der Landtagswahl

Im Rahmen einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung hat der Kreiswahlausschuss am Montagmittag das Ergebnis der Landtagswahl im Wahlkreis 103 (Hagen I) vom 14. Mai 2017 im Briefwahlbezirk 7312 korrigiert. Zuvor hatte es Hinweise der AfD an den Landeswahlleiter auf Unstimmigkeiten unter anderem in Hagen gegeben.

Nach erneuter Überprüfung erhält die AfD im Briefwahlbezirk 7312 jetzt 52 Zweitstimmen mehr und kommt dort auf insgesamt 54 Stimmen. Damit erhöht sich ihr Zweitstimmenanteil im Wahlkreis 103 von 10,03 auf 10,11 Prozent.

Die Partei „AD-Demokraten NRW“ erhält insgesamt 54 Stimmen weniger und kommt im Ergebnis auf jetzt 0 Stimmen, die Partei „Aufbruch C“ erhält 2 Stimmen mehr und kommt im Ergebnis auf jetzt 2 Stimmen.

Nachdem die Stimmen im zuständigen Briefwahllokal am Wahlabend zunächst korrekt ausgezählt und protokolliert worden waren, kam es anschließend zu einer fehlerhaften Übertragung ins Computersystem. Dieser Fehler wurde bei der anschließenden Kontrolle der gesamten Wahlprotokolle übersehen.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz als Kreiswahlleiter machte im Ausschuss am Montagmittag noch einmal deutlich, dass der Wahlvorstand vor Ort im Briefwahllokal korrekt gehandelt und lediglich der Übertragungsfehler zu der irrtümlichen Eintragung geführt habe.

Grüner Kreisverband weist Behauptungen zurück

22. Mai 2017 by

Die Grünen Hagen stellen klar, dass die Veröffentlichung von Sebastian Kayser, die offensichtlich auch im Namen von Barbara Hanning, Jürgen Klippert und Andreas Kroll formuliert wurde, ihrer Ansicht nach auf einer Reihe falscher Angaben beruht

Dazu erklären die Sprecherin Christa Stiller-Ludwig und Sprecher Dr. Rolf L. Willaredt:

1. Es wurde im Kreisverband Hagen von Bündnis90/Die Grünen kein „Netzwerk Grün-Linke“ gegründet. Dazu hätte offen in der Mitgliedschaft eingeladen werden müssen und eine basisdemokratische Verständigung über Ziele, Vorgehensweise und Koordinator*innen herbeigeführt. Nichts davon ist geschehen. Insofern stellt das Etikett eine unrechtmäßige Selbsternennung dar.

2. Die Veröffentlichung von Sebastian Kayser, die offensichtlich auch im Namen von Barbara Hanning, Jürgen Klippert und Andreas Kroll formuliert wurde, besteht aus Fehlinformationen und Unwahrheiten:

  • So stand die Mitgliederversammlung am 16.05.2017 nicht unter dem Motto „Wir haben doch alles richtig gemacht“, wie Sebastian Kayser behauptet. Die Versammlung hat hingegen mit sehr großer Mehrheit beschlossen, das Landtagswahlergebnis anhand folgender Leitfragen zu erörtern:
    – An welchen (Politik-)Feldern hat es gelegen?
    – Auf welche Felder hätten wir setzen müssen?
    – Nenne unsere Schwerpunkte bis Ende 2017.
  • Daraus ergab sich eine selbstkritische und konstruktive Betrachtung der Beteiligten. Sebastian Kayser verließ mit Barbara Hanning und Andreas Kroll die Versammlung vor der eigentlichen Erarbeitungsphase. Jürgen Klippert war ohnehin nicht anwesend.
  • Der KV-Vorstand hat angekündigt, noch vor der Sommerpause die Mitglieder des grünen KV Hagen für eine weitere Vertiefung der Wahlanalyse zu einer Tagesklausur einzuladen, um eine umfassende Vorlage für die nächste Mitgliederversammlung zu erarbeiten.
    Alle Mitglieder wurden bereits am nächsten Tag dazu aufgefordert, die im Fotoprotokoll aufgeführten Ergebnisse zu ergänzen.
  • Falsch ist die Behauptung von Sebastian Kayser, dass der Landtagskandidatin Sylvia Olbrich die Unterstützung für Anträge zum Bundesparteitag verweigert worden sei. Im Gegenteil hat der Kreisverband gleich mehrere ihrer Anträge am 26.04. beschlossen. Die Versammlung hat es aber damals per Beschluss abgelehnt, sich mit solchen Änderungsanträgen zum Bundestagswahlprogrammentwurf zu befassen, die ihr nicht fristgerecht vorlagen.
  • Dass ein Webauftritt nach 10 Jahren mal modernisiert wird und ganz alte Pressemitteilungen dort nicht mehr präsentiert werden, kann mit einer Bezeichnung „digitales Nirvana“ auch nicht seriös skandalisiert werden. Selbstverständlich sind die älteren Texte archiviert.
  • Wie Sebastian Kayser bekannt ist, wird es eine neue interne Mailingliste mit klaren Nutzungsbedingungen und Regeln geben. Alle Mitglieder werden auch bisher gleichberechtigt direkt informiert. Der erhobene Vorwurf, Sebastian Kayser sei von wichtigen Informationen in der Partei willkürlich ausgeschlossen worden, ist somit haltlos.

Was er wohl eigentlich meint, aber falsch adressiert, ist eine Folge seines Ausschlusses aus der Gesamtfraktion. Umgekehrt erhält diese ja auch seinerseits keine Informationen mehr aus dem Aufsichtsrat der WBH, in welchen er einst durch Fraktionsvorschlag an den Rat gelangte und nach seinem Ausschluss aber nicht niederlegte. Mit dieser Weigerung schadet er seit Jahren der hiesigen politischen Arbeit der Fraktion.

3. Wenn Kayser behauptet: „Die Stadtratsfraktion berichtet der Partei gegenüber nur noch schriftlich und glänzt bei Nachfragen mit Abwesenheit.“, so generalisiert er gleich einen lediglich einmaligen Vorgang. Er beklagt hier jedoch eine Folge auch des eigenen Diskussionsverhaltens.  Der Vorstand ist jedoch zuversichtlich, da die überwältigende Mehrheit der Mitglieder sich über grüne Politik zielorientiert und zivilisiert auseinander zu setzen vermag. Wir sind stolz auf eine lebendige Diskussionskultur.

Sponsoring – Diskussion um Namen der Enervie-Arena in Hagen

22. Mai 2017 by

Die Ischelandhalle heißt weiter Enervie-Arena, obwohl das Unternehmen gar nicht mehr als Sponsor auftritt. Teile der Politik fordern Prüfung. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bemerkenswert ist die „Argumentation“ des CDU-Fraktionschefs Wolfgang Röspel, gleichzeitig Vorstandsvorsitzender des Nachfolgemodells des in die Pleite gerutschten Vereins Phönix Hagen: „Wir sind es dem Versorger schuldig, ihn nicht mit solchen Kinkerlitzchen zu belästigen.“ Da wird sofort klar, welche Interessen der Mann im Rat vertritt.

Ins gleiche Horn stößt, wer hätte auch anderes erwartet, der Hasper Großpolitiker Dietmar Thieser: „Wir reden hier nicht über ein der Stadt gegenüber feindlich gesinntes Unternehmen. Wir sind größter Enervie-Aktionär, und so sollten wir uns auch verhalten.“

Zur Erinnerung: Nach selbstverschuldetem und von der Vertretern der Politik im Aufsichtsrat der Enervie gedecktem jahrelangen Missmanagement wird das Unternehmen vornehmlich auf Kosten der Beschäftigten saniert.

Germany’s next Tattoomodel – Körperkunst im Capitol in Hagen

22. Mai 2017 by

Verzierte Körper, Prominente und eine Rotlicht-Legende. Ein Blick in das Event „Germany’s next Tattoomodel“, das im Capitol stattfand. (…)

Rotlicht-Legende Bert Wollersheim war einer der Juroren im Capitol. „Ich achte vor allem auf die Optik der Models“, erklärt der mehrfache Bordell-Besitzer. „Aber auch das Gesamtbild muss natürlich stimmen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nach dem „Boxen der Gastronomen“ das nächste Trash-„Event“ in kürzester Zeit. Der Abstieg der Stadt schreitet voran und die WPWR ist mit ihrer ausgiebigen Berichterstattung wieder mittenmang dabei. Das Blatt schreckt vor keinem Müll zurück. Vorbestrafte Sportfunktionäre und Puffgrößen – alles schon seit Zeiten von Jürgen Medenbach immer gern genommen und kein Problem für die heimische Gazette.

Drogenklinik – Strafanzeige wegen Veruntreuung erstattet

21. Mai 2017 by

Nach dem die Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Drogenklinik im Deerth dem Hagener Rat rund 11.500 Unterschriften aus der Bevölkerung für einen Bürgerantrag überreicht hat, hat im städtischen Statistik-Ressort die Auswertung der Unterschriftenlisten begonnen. Parallel dazu hat die Bürgerinitiative bei der Staatsanwaltschaft Hagen Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Veruntreuung erstattet. (…)

Und zwar, weil die Initiative glaubt, dass die beiden Grundstücke im Deerth an die AWO 2012 und 2014 deutlich unter Wert verkauft wurden. Und das, obwohl die Stadt gewusst habe, welch enorme Wertsteigerung sich durch eine Klinik-Erweiterung ergeben würde. (…)

Quelle: wp.de

Neo Rauch – Gefährten und Begleiter

21. Mai 2017 by

Kino Babylon im Emil-Schumacher-Museum

Neo Rauch ist einer der weltweit erfolgreichsten und vielleicht trotzdem oder gerade deshalb der am meisten überschätzte deutsche Maler seiner Generation.

Die Veranstaltergemeinschaft aus Emil-Schumacher-Museum und Kino Babylon schließt sich allerdings dem Mainstream des Kunstbetriebs an und lobt Rauch in den höchsten Tönen:

Seine Bilder faszinieren durch ihren rätselhaften Realismus, die Figuren scheinen wie aus der Zeit gefallen. Schlafwandlerisch gehen sie ihren Tätigkeiten nach. Das, was der Maler auf der Leinwand zeigt, bewegt sich zwischen Traum, Phantasie und schwer greifbarer Wirklichkeit, zugänglich und eigenwillig zugleich. Nie ist das Bildgeschehen eindeutig oder konkret – und doch zieht es den Betrachter in seinen Bann.

Im Mittelpunkt des Films steht Neo Rauch selbst: Erstmals seit Jahren spricht er vor der Kamera über seinen Zugang zur Kunst, seine Bilderwelten und die vom frühen Verlust seiner Eltern geprägte Vergangenheit. Filmemacherin Nicola Graef zeigt den Künstler bei der Arbeit im Atelier, beobachtet den kritischen Austausch mit seiner Frau, der Malerin Rosa Loy, und diskutiert mit internationalen Sammlern, Galeristen und Kunstliebhabern das Phänomen Neo Rauch.

Wer sich selbst ein Bild machen will: Der Film ist am 22.05.2017 um 19 Uhr im Emil-Schumacher-Museum zu sehen.

Eintritt: 6 € / ermäßigt 4,50 €
Reservierungen: T +49 2331 / 33 69 67 oder kino@pelmke.de

Karten bitte spätestens bis zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn abholen.

Studie – Hagen ist fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands

20. Mai 2017 by

Es ist ein erschreckendes Ergebnis: Nach dem Hagen etliche Jahre beim großen Fahrradfreundlichkeits-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) auf den hinteren Plätzen landete, kommt es diesmal noch schlechter. Hagen ist laut Studie 2016, an der 120 000 Radfahrer teilnahmen, die fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands.

Unter den Städten der Größenordnung zwischen 100 000 und 200 000 Einwohnern landet Hagen auf dem letzten Rang mit einer Gesamtnote von 4,72. Doch auch im Vergleich mit allen anderen Städten anderer Größenordnungen ist das die schlechteste Note, die in ganz Deutschland vergeben wurde. (…)

Quelle: wp.de

SCRATCH 2017 – Carl Orff: “Carmina Burana”

20. Mai 2017 by

MitsängerInnen gesucht

»O Fortuna!« – Beim diesjährigen Mitsingkonzert SCRATCH geht es um eines der größten und mitreißendsten Chorwerke überhaupt: Carl Orffs weltberühmte „Carmina Burana“. Die großen und kleinen Themen des Lebens sind hier so zeitlos vertont, dass sie alle Menschen gleichermaßen ansprechen.

Für diese ca. einstündige Aufführung am 10. Juni 2017 in der Stadthalle Hagen, gemeinsam mit Gesangssolisten, dem Philharmonischen Orchester Hagen, dem Chor und Extrachor des Theater Hagen, werden noch daran interessierte Erwachsene wie auch sangesfreudige Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, die die besondere Atmosphäre eines großen Konzerts als aktiv Mitwirkende live erleben wollen, gesucht. Vorkenntnisse sind dabei nicht zwingend nötig, auch wer noch nie im Chor gesungen hat, kann mitmachen – das Gemeinschaftserlebnis steht im Vordergrund!

Weitere Informationen (Probentermine, Anmeldung etc.) sind an der Theaterkasse (Tel. 02331-207-3218) oder unter www.theaterhagen.de zu erhalten.

Natürlich können Sie auch als reiner Konzertbesucher diese außergewöhnliche Aufführung erleben – sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Francis Hüsers wird neuer Intendant des Hagener Theaters

20. Mai 2017 by

Am 15. August dieses Jahres nimmt Francis Hüsers seine Arbeit als neuer Intendant des Hagener Theaters auf.

Nachdem der Aufsichtsrat der Theater gGmbH sich bereits einstimmig für den freischaffenden Autor, Dramaturg und Kulturberater aussprach, stimmte auch der Rat der Stadt Hagen vorgestern (18. Juli) in nichtöffentlicher Sitzung ebenfalls einstimmig für den 57-Jährigen, der somit für fünf Jahre bestellt ist.

„Läuft wieder!“

20. Mai 2017 by

Freilichtmuseum Hagen zeigt erstmals Ausstellung über Autowerkstatt

Die diesjährige Sonder­ausstellung im Hagener Freilichtmu­seum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat das Kfz-Handwerk im Blick. Über 200 Objekte wie Werkzeuge, Kassenbücher und Rechnungen, die mit persönlichen Geschichten inszeniert sind, lassen die Besucher in der Zeit vom 21. Mai bis zum 31. Oktober durch die Ausstellung wie durch eine KFZ-Werkstatt der 1960er Jahre gehen (Illustration: Schulmuseum Ottweiler).

„Bis heute verändert sich der Beruf stetig, immer entsprechend dem neuen technischen Fortschritt“, sagt Ausstellungsleiterin Dr. Lisa Maubach. „Trotz dieser permanenten Entwicklung ist das Kfz-Handwerk bisher nur wenig erforscht und präsentiert worden.“ Das Hagener LWL-Freilichtmuseum als Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik richtet zum ersten Mal mit einer Museumsausstellung den Blick auf den „Kosmos Autowerkstatt“ und zwar im Zeitschnitt der 1960er-Jahre.

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm: Zwei Lichtbildvorträge ge­ben Einblicke in die Ge­schichte des Automo­bils und in die Ent­wicklung der Werk­statt­ausstattung.  An mehreren Wochen­enden heißt es „Achtung Oldtimer!“ Verschiedene Clubs zeigen rollende Automobilgeschichte auf dem Museums­gelände.

„Vonovia“ übernimmt Hoesch-Häuser in Hagen-Hohenlimburg

20. Mai 2017 by

Die Mieter der rund 260 Wohnungen in den ehemaligen Hoesch-Häusern an der Piepenstockstraße, am Ahmer Weg und auch am Predigerstuhl sind leidgeprüft. In den zurückliegenden Jahren mussten sie gleich mehrfach hinnehmen, dass die Eigentümer und somit die Verwaltung der Immobilien wechselte. Jetzt steht ein neuer Wechsel an, denn das Wohnungsunternehmen „Vonovia“ aus Bochum hat die „Conwert Immobilienverwaltung GmbH“ übernommen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wohnen als Ware.

Politik ringt um richtige Fördertöpfe für Ruhrseenprojekte

20. Mai 2017 by

Plötzlich soll nach dem peinlichen „Regionale“-Flop alles ganz schnell gehen: Innerhalb der nächsten 14 Tage muss die Stadt, sekundiert von einem externen Fachbüro, eine geschliffene Bewerbung auf den Weg bringen, um vielleicht doch noch Zugriff auf das bereits seit 2014 laufende Landesförderprogramm „Grüne Infrastruktur“ zu erhalten. Doch die Vorbehalte in der Politik sind unüberhörbar. (…)

Quelle: wp.de

Lob und Kritik für das „Boxen der Gastronomen“ in Hagen

20. Mai 2017 by

Zwölf Hagener Ga­stronomen hauen sich am Samstag etwas auf die Glocke. Im Trainingsbereich von „Karate Kidz“ (Elberfelder Straße 50 bis 52) steigen die Betreiber oder Mitarbeiter verschiedener Gastronomien oder Kioske mit Boxhandschuhen in den Ring. Während die Organisatoren und der Gaststättenverband die ungewöhnliche Verbindung von Gastronomie und Boxen loben, erntet die Veranstaltung bei alteingesessenen Gastronomen Kopfschütteln. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Kritiker dieser Event-Scheiße kommen erst ganz zum Schluß und nur kurz zu Wort. Der Rest ist Werbung für eine Veranstaltung, die Hagen wieder einmal ungemein nach vorne bringen wird.

Netzwerk Grüne-Linke Hagen gegründet

19. Mai 2017 by

„Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus“
(nach Enno Bunger)

von Sebastian Kayser

Die Situation bei den Hagener Grünen ist ähnlich verheerend schlecht, wie sie Enno Bunger in seinem Song „Regen“ für zwei Menschen beschreibt. Kreissprecherin Christa Stiller-Ludwig und Kreissprecher Rolf Willaredt handeln offensichtlich aus Angst vor der eigenen Courage. Eingeladen wird zu einer Mitgliederversammlung zur Aussprache über die Landtagswahl, angeboten wird ein Workshop, den man eigentlich nur dann macht, wenn das oft besagte Kind nicht schon gerade im Brunnen ertrunken ist.

Der Umgang mit dem Landtagswahlergebnis unter den Motto „Wir haben doch alles richtig gemacht“ ist ein Verarschen der Wählerinnen und Wähler, die sich am letzten Sonntag dankenswerter Weise noch für Grüne entschieden haben. Sicherlich sind auch inhaltliche Fehler beim Landesvorstand zu finden und klar zu benennen.

Dennoch gehört es sich für einen Kreisverband gerade auch einmal die inneren Strukturen und Konflikte zu hinterfragen, die sicherlich ebenfalls zu den hohen Verlusten gerade in Hagen geführt haben. Immerhin liegt das Ergebnis noch einmal 2 Prozentpunkte hinter dem landesweiten Wahlergebnis zurück: Die Grünen haben in Hagen also ein Drittel weniger Stimmen erhalten als in der NRW-Durchschnittskommune.

Das Wolzenburg’sche Mantra „Wir liegen immer 2 Prozentpunkte hinter dem Landestrend“ mag ein häufig vorkommendes Faktum sein, ist allerdings nicht dazu geeignet eine Lösung aus diesem Dilemma aufzuzeigen.

Diese Lösung sollte nun durch einen Workshop, zu dem noch nicht einmal eingeladen wurde, herbeigeführt werden. Wieder einmal hat es der gesamte Vorstand um Rolf Willaredt geschafft mit pädagogischen Tricksereien das so nötig gewordene Streiten um Struktur, gegenseitigen Respekt und politische Ausrichtung grüner Funktionsträgerinnen und -träger in Kreispartei und Stadtratsfraktion zu verhindern.

Zuvor sind bereits der innerparteiliche Debattenverteiler abgeschaltet, die 10 Jahre lang bestehende Webseite mit dem Parteigedächtnis ins elektronische Nirwana verbannt und der Landtagskandidatin die Unterstützung für wichtige Anträge auf dem Bundesdelegiertenkonferenz (Bundesparteitag) vom 16.06. bis 18.06. versagt worden. Die Stadtratsfraktion berichtet der Partei gegenüber nur noch schriftlich und glänzt bei Nachfragen mit Abwesenheit.

In Anbetracht solch schlechter Ergebnisse vom letzten Wochenende ist über dieses abschätzige Verhalten Parteimitgliedern gegenüber ab sofort das Schweigen zu brechen. Mehr als drei Jahre haben sich Parteimitglieder demütigen, beleidigen und von für die politische Arbeit wichtigen Informationen abschneiden lassen.

Höhepunkte dieses Konflikts sind sicherlich der Fraktionsausschluss von Barbara Hanning (vormals Richter) und die in der Presse veröffentlichten Lügen des Fraktionssprechers Joachim Riechel mit den daraufhin erfolgten weiteren Ausschlüssen von  Jürgen Klippert und meiner Person von der Fraktionsarbeit, um auf diese Weise die letzten Kritiker los zu werden.

Für die Menschen, denen es noch etwas bedeutet den Grünen in Hagen anzugehören oder nahezustehen haben wir nun das innerparteiliche Netzwerk Grüne-Linke-Hagen gegründet. Wir lügen nicht und heucheln keine Herzlichkeit vor, dafür sind wir offen und ehrlich und für uns bleiben nach wie vor die tragenden Säulen unserer Partei: basisdemokratisch, ökologisch, sozial und gewaltfrei!

Verwaltungsmitarbeiter sind in Hagen zu alt und zu krank

19. Mai 2017 by

Die Krankenquote im Hagener Rathaus liegt über dem Schnitt. Ursache ist die Überalterung der Belegschaft. Doch das Geld zum Umsteuern fehlt. (…)

Quelle: wp.de

„Konkrete Kunst“ einer starken Frau

19. Mai 2017 by

Sie ist die von der Stadt Hagen meist beauftragte Künstlerin für Arbeiten im öffentlichen Raum. Kein Wunder also, dass man über Werke von Eva Niestrath-Berger in beinahe jedem Hagener Stadtteil stolpert. „Daher wird sie landläufig auch als ,Stadtbildhauerin’ bezeichnet“, sagt Elisabeth May.

Die Kunsthistorikerin am Osthaus-Museum und Niestrath-Berger-Expertin bezeichnet die außergewöhnliche Frau auch deshalb als besonders spannende Künstlerin, da sie sehr früh in die Abstraktion gegangen ist: „In den 1960er-Jahren gab es in Westfalen insgesamt 15 Bildhauerinnen, von denen nur drei abstrakt arbeiteten. Eine davon war Eva Niestrath-Berger.“

Am Freitag, 19. Mai, spricht May einführende Worte zur Ausstellung „Idee und Materie“ in der ­Ardenku-Galerie. 50 Arbeiten, größtenteils in den 1980er-Jahren entstanden, sind zu sehen. Es handelt sich um Werke, die erstmals in Hagen gezeigt werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Und kein Wort davon, dass ein Kleinod Niestrath-Bergers im öffentlichen Raum, die Vogeltränke in der Fußgängerzone, mit Billigung der Stadt inzwischen unter dem Verschlag einer Außengatronomie verschwunden ist.

Neuntes Kammerkonzert am Sonntag

19. Mai 2017 by

Im neunten Kammerkonzert unter dem Titel „Russisch“ am Sonntag, 21. Mai 2017 (Beginn 11.30 Uhr) im Auditorium im Kunstquartier Hagen, stehen mit Sergej Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch zwei der berühmtesten russischen Komponisten auf dem Programm.

Von Prokofjew wird seine Sonata für zwei Violinen op. 56 aus dem Jahre 1932 aufgeführt, von Schostakowitsch sein einziges, 1940 verfasstes Klavierquintett op. 57. Die Interpreten sind Shotaro Kageyama, Evgeny Selitsky (Violine), Hindenburg Leka (Viola), Isabel Martin (Violoncello) und Shuri Tomita (Klavier).

Vor Beginn des Konzertes besteht wie gehabt die Möglichkeit, um 11 Uhr an einer, dieses Mal von Saskia Lipps gestalteten Kurzführung teilzunehmen (Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers). In dieser Kurzführung wird der Materialaspekt im Werk von Emil Schumacher, der in einzigartiger Weise Fundstücke aus der Alltagswelt in sein malerisches Oeuvre integriert, thematisiert. Für die TeilnehmerInnen der Kurzführung sind Plätze für das Kammerkonzert reserviert.

Kombiticket (Führung und Konzert) 11,- / 7,- Euro; Konzertkarte 8,- / 4,- Euro

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Koryphäen unter sich

19. Mai 2017 by

Es ist immer wieder aufschlussreich zu beobachten, welche Koryphäen die Hagener im Rat vertreten. Jüngstes Beispiel aus der gestrigen Sitzung: die Herren Hentschel und Preuß.

Während der UnLinke sich gegen eine Dringlichkeit zur Akteneinsicht im Fall der Grundstücksverkäufe am Deerth zu Gunsten der AWO aussprach und damit freiwillig auf ein unverzügliches Kontrollrecht verzichtete (darauf muss man auch erst einmal kommen), hatte der „Grüne“ offensichtlich aus lauter Langeweile nichts besseres zu tun, als – während der Sitzung – einen Beitrag für ein Quasselmedium zu verfassen:

Das ging wohl selbst einigen seiner Fakebook-„Freunde“ zu weit:

Aber Preuß sieht sich anscheinend selbst auch eher als Besucher denn als Ratsmitglied, wie einem weiteren seiner Textfragmente zu entnehmen ist:

„Politik“ darf man sowas wohl nicht nennen – deshalb erscheint dieser Beitrag in der Rubrik „Fundsachen“.

„Noch einmal besprechen“

18. Mai 2017 by

CDU zum „Konnexitätsprinzip“

Die CDU-Fraktion in Hagen will ein altes Thema neu ins Gespräch bringen, meldet Radio Hagen. Die Zielrichtung: Die Städte sollten nicht permanent Gesetze bezahlen, die sie gar nicht beschlossen haben. Der Rat der Stadt solle das noch einmal besprechen.

Die Stadt Hagen müsse 52 Mio Euro im Jahr alleine deswegen ausgeben, weil Landes- und Bundesgesetze das erzwängen.

DOPPELWACHOLDER.DE hatte erst gestern ausführlich zum Thema berichtet („Der große Raubzug“). Dass die CDU-Fraktion sich jetzt auch dieser Angelegenheit annehmen will, ist grundsätzlich zu begrüßen. Gleichzeitig ist aber Skepsis angebracht.

Bereits im März 2017 hatte die CDU nämlich einen Antrag in den Haupt- und Finanzausschuss eingebracht, der sich mit „Belastungen der Stadtfinanzen durch Konnexitätsverstöße des Bundes und des Landes“ beschäftigte.

Der Antrag bezog sich aber im Wesentlichen nur auf das Unterhaltsvorschussgesetz und die Union fokussierte sich dabei ausschließlich auf eine Kritik an der rot-grünen Landesregierung: „Die Landesregierung in Düsseldorf sorgt allerdings dafür, dass sich die NRW-Kommunen Gedanken darüber machen müssen, wie sie das im Rahmen ihrer Haushalte finanzieren sollen. Denn anders als in anderen Bundesländern, lädt sie den Großteil der Kosten für diese objektive Verbesserung bei den ohnehin klammen NRW-Kommunen ab. (…) Während die Bundesregierung in den vergangenen Jahren intensive Anstrengungen unternommen hat, die Kommunen zu entlasten, hat das Land in den vergangenen Jahren durch immer neue Haushaltstricks weiter Lasten auf die Kommunen abgewälzt.“

Der positive Hinweis der Christdemokraten auf die (CDU-geführte) Bundesregierung führt allerdings in die Irre. Für die jährlich anfallenden Belastungen des städtischen Haushalts ist das Land nur zu etwa 2 Prozent verantwortlich, zu 98 Prozent hingegen der Bund.

Stadt fordert vom Fürsten Vertragstreue

18. Mai 2017 by

Margarita Kaufmann und Dr. Ralf Blanke (beide Stadt Hagen) forderten in einem Gespräch mit dem Fürstenhaus Einhaltung der Schloss-Verträge. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Mit schöner Regelmäßigkeit schreibt der Hohenlimburg-Statthalter der WPWR untertänigst vom „Fürstenhaus“, dabei ist die Monarchie in Deutschland schon seit der Weimarer Verfassung von 1919 abgeschafft und damit auch der Titel „Fürst“ obsolet geworden. Leider wurde es damals versäumt, die zusammen geraubten Besitztümer des Adels zu vergesellschaften. Dann gäbe es heute auch in Hohenlimburg keine Probleme mit sich selbstherrlich gebärdenden Aristokraten.

Stadt Hagen plant Sandstrand und Badeboot am Hengsteybad

18. Mai 2017 by

Ein integriertes Handlungskonzept bündelt die Hagener Ideen für Harkortsee und Hengsteysee. Eine davon ist ein Sandstrand im Hengsteybad.

Die Schockstarre nach dem Scheitern der Bewerbung um die Regionale hat sich gelöst. Es geht darum, weitere Fördertöpfe zu erschließen. In den Fokus rücken dabei auch Hengstey- und Harkortsee. Die Vielfalt der Themen im Hagener Norden ist so groß, dass ein integriertes Handlungskonzept Ordnung in das Verfahren bringen und Perspektiven aufzeigen soll.

Das Konzept, dessen Sachstand die Planungsverwaltung gerade der Politik vorstellt, ist Voraussetzung dafür, an Fördergelder des Landes zu kommen. „Grüne Infrastruktur“ ist eines von mehreren Programmen, das Gelder an die Ufer der Seen im Norden der Stadt spülen könnte. Weil am 1. Juni die Bewerbung der Stadt Hagen in Düsseldorf vorliegen muss, drängt die Zeit. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das ist den Herrschaften ja wieder früh eingefallen. So wurde auch schon die Regionale vergeigt.

Feuerwehr Hagen hat offene Rechnungen von 12 Millionen Euro

18. Mai 2017 by

Die Feuerwehr Hagen schiebt beim Rettungsdienst einen Berg offener Rechnungen vor sich her. Sogar Fahrten aus 2015 sind noch nicht abgerechnet. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: „Offene“ Rechnungen sind Beträge, die in Rechnung gestellt, aber noch nicht beglichen wurden. Der Autor meint aber wohl Rechnungen, die noch gar nicht geschrieben wurden.

Me and the Devil

18. Mai 2017 by

Ein teuflischer Abend von und mit Dominique Horwitz und dem Philharmonischen Orchester Hagen

Der deutsch-französische Sänger und Schauspieler Dominique Horwitz ist in Hagen kein Unbekannter, hat er doch mit einem Jacques Brel-Konzert und im Schauspiel „Rot“ das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hingerissen.

Nun präsentiert er an drei Terminen (20., 26., 27. Mai, jeweils 19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) einen teuflischen Abend unter dem Titel „Me and the Devil“. Keiner kann dem Bösen entrinnen, dem Teufel, oder »Just call me Lucifer« frei nach Mick Jagger, oder Samiel, wie der Satan in Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ genannt wird. Irgendwann kriegt er uns alle.

Rock und Klassik, Libretto und Songwriting, der teuflische rote Faden, den der furiose Dominique Horwitz (Foto: Theater) da in einer wahnwitzigen Revue spannt, ist ein wahrhaft satanisches Knäuel. Um die Gestalt des Teufels ranken sich viele Mythen, und jeder stellt ihn mit anderen Facetten dar – mal als Verführer, mal als Spaßmacher, mal düster, mal fantastisch, mal skurril. Diese verschiedenen Seiten greifen die Stücke auf, die Horwitz ausgewählt hat, um sich musikalisch dem Leibhaftigen anzunähern.

Auf seinem Höllenritt wird Dominique Horwitz teuflisch gut vom Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Florian Ludwig begleitet.

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Nachtcafé“ im Theater: „Lob des Weines“

18. Mai 2017 by

Wenn Menschen beim Wein zusammensitzen, kommt immer etwas heraus: meist viel Unsinn, manchmal die Wahrheit und ab und zu ein Bühnenprogramm, wie in diesem Fall.

Als heitere Zecher und philosophische Genießer nehmen Werner Hahn und Richard van Gemert (Foto: Theater), am Klavier begleitet von Andreas Vogelsberger, ihr Publikum bei dieser „Nachtcafé“-Veranstaltung am 19. Mai (22.30 Uhr, Theater Hagen, Theatercafé) unter dem Titel „Lob des Weines“ mit auf eine Lokal-Tour durch Wiener Heurige und die »Kleine Kneipe in unserer Straße«. Sie begegnen stillen Zechern, und berauschenden Ideen, stellen hohe Ansprüche an den Rebensaft und stoßen auf die Tücken des Heimwegs…

Der Eintritt ist wie immer frei, die Theatergastronomie ist geöffnet.

Fahrraddiebstahl: Hagen schneidet gut ab

18. Mai 2017 by

Hagen gehört zu den sichersten Städten in Sachen Fahrraddiebstahl in Deutschland. Die Ruhrgebietsstadt landet im 100-Städte-Ranking der Fahrraddiebstahl-Hochburgen des Vergleichsportals billiger.de auf dem drittletzten Platz.

Nur Solingen (Platz 99) und Remscheid (Platz 100) weisen ein geringeres Diebstahlrisiko auf. Für Hagen ermittelten die Statistiker im Jahr 2016 insgesamt 106 Diebstähle pro 100.000 Einwohner – in der Diebstahlhochburg Münster waren es 1.721.

Im unteren Drittel landeten auch Bochum (Platz 88), Herne (85), Oberhausen (83), Gelsenkirchen (80), Mülheim (77), Essen (69), Dortmund (65) und Hamm (64)

In den Monaten Mai bis August gehen nach Angaben des Vergleichsportals 44 Prozent aller Fahrraddiebstähle in Deutschland „über die Bühne“. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 332.486 gestohlene Fahrräder. Allein 203.446 davon entfallen auf die 160 untersuchten Städte und Landkreise.

Der große Raubzug

17. Mai 2017 by

Wie der Bund die Hagener Stadtkasse um 860 Millionen Euro ausgeplündert hat

„Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ lässt Bertolt Brecht den Mackie Messer in seiner „Dreigroschenoper“ fragen. „Was sind die diversen Verschwendungen, die Stadtrat und Verwaltung zu verantworten haben im Vergleich zur Ausplüderung der Stadtkasse durch den Bund?“ wäre die Frage, die in Hagen gestellt werden müsste. Von den Insassen des Ratssaals auf der einen Seite der Volme und den Taktgebern im Pressehaus auf der anderen Seite.

Die Frage wurde aber nicht gestellt. Auf beiden Ufern haben die Akteure über Jahre schlichtweg versagt – und schlimmer noch: Sie haben sich, wenigstens teilweise, auf eine geradezu zynische Weise daran aufgegeilt, die Hagener mit immer neuen Kürzungen in die Zange zu nehmen.

Aus zwei Aufstellungen, die die Verwaltung für die Ratssitzung am morgigen Donnerstag (18. Mai 2017)  erstellt hat, ergibt sich aus einer Mischung von Mehrausgaben und Mindereinnahmen ein Verlust von etwa 860 Millionen Euro, die die Stadtkasse in den letzten Jahren nur aus dem Grunde zu erleiden hatte, dass der Bund (und zu einem geringen Teil auch das Land) finanzielle Lasten nach unten durchgereicht hat, ohne für einen Ausgleich nach dem Konnexitätsprinzip zu sorgen, das besagt: Wer bestellt, der bezahlt.

Die Bundesregierungen, ob rot-grün, schwarz-gelb oder schwarz-rot gefärbt, haben das Gegenteil betrieben und sich auf Kosten der Kommunen – darunter eben auch Hagen – saniert. Die Folgen sind überall sichtbar in Form maroder Infrastruktur, Kürzungen auf allen Ebenen („Sparen“) und fortschreitendem Verfall.

Das Übel begann 1991 nach der Eingliederung der ehemaligen DDR mit dem Finanzierungsmodell der sogenannten „Einheitskosten“. Anstatt vor allem Großverdiener und Konzerne über Steuern zu beteiligen, verfiel die Kohl-Regierung auf das Modell des „Solidaritätszuschlags“, den auch die Kommunen zu entrichten hatten. Allein diese Abgabe schlug für die Stadt Hagen allein im Zeitraum 1991 – 2008 mit 148 Millionen Euro zu Buche. Geld, das die Stadt nicht hatte und deshalb über Kredite finanziert wurde; dafür waren weitere 21 Millionen Euro Zinsen fällig.

Ab 1998 addierten sich die Auswirkungen der „Agenda 2010“ der SPD-geführten Schröder-Regierung dazu. Die Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer unter Berücksichtigung der Umsatzsteuerbeteiligung und der Gewerbesteuerumlageerhöhung wirkten sich bis 2008 mit 69 Millionen Euro negativ für die Hagener Stadtkasse aus. Dazu kamen Mindereinnahmen aus der Senkung des Einkommensteuer-Spitzensatzes in Höhe von 75 Millionen Euro, Mindereinnahmen bei den Schlüsselzuweisungen im Volumen von 80 Millionen Euro sowie knapp 10 Millionen Euro für die Mitfinanzierung der Krankenhausinvestitionen.

Finanzieren musste die Stadt diese verordneten Mehrbelastungen über Kredite, die im gleichen Zeitraum den Haushalt mit weiteren 63,5 Millionen Euro belasteten. Zusammen mit weiteren von Bund und Land veranlassten Ausgaben ergab sich daraus bereits bis 2008 für die Stadt Hagen ein Schuldenberg von insgesamt 445 Millionen Euro.

Damit ist natürlich noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Seit 2009 bis heute müssen diese nicht von Hagen zu verantwortenden Ausgaben, für die Kredite aufgenommen werden und die sich in der städtischen Schuldenbilanz niederschlagen, weiter gezahlt werden. Jedes Jahr 42,5 Millionen Euro.

Ab dem Jahr 2010 hat der Bund (in geringem Maße auch das Land) jährlich weitere etwa 10 Millionen Euro auf die schon bestehenden Lasten draufgesattelt, sodass die Kommune inzwischen pro Jahr 52,5 Millionen Euro für die Berliner Regierung finanziert. Für 2017 sind bereits weitere Belastungen in Sichtweite.

In der Summe war die Stadt Hagen bisher gezwungen, über die Aufnahme von Krediten mit 860 Millionen Euro (überwiegend) die Berliner Zentrale mitzufinanzieren, die sich auf allen Kanälen damit brüstet, auf eine Neuverschuldung („schwarze Null“) nicht mehr angewiesen zu sein.

Kein Kunststück, wenn die Kosten nach unten durchgereicht werden und der Berliner Apparat sich sicher sein kann, dass die Parteisoldaten vor Ort dem Publikum ein paar Bauchschmerzen vorspielen und anschließend alle Schandtaten brav abnicken.

Die 1950er Jahre – vom Trümmerfeld zum Wirtschaftswunder

17. Mai 2017 by

Der nächste Gesprächsabend im Erzählcafé „Altes Backhaus“ in der Lange Straße 30 mit Historiker Jörg Fritzsche findet am Freitag, 19. Mai, um 17 Uhr, zum Thema „Die 50er Jahre: vom Trümmerfeld zum Wirtschaftswunder“ statt.

Rock ’n‘ Roll, Jeans und der Käfer, aber auch die Wiederbewaffnung und das Wirtschaftswunder – all dies sind Begriffe, die untrennbar mit den 1950er Jahren verbunden werden. Zu Beginn des Jahrzehnts ist Deutschland eine Trümmerwüste, am Ende eine der führenden Wirtschaftsnationen in Europa. Es ist eine Zeit des Neuanfangs, des Auf- und Umbruchs die die Mentalität der noch jungen Bundesrepublik prägen. Im Westen Coca-Cola, im Osten Marx und Engels, viele Gegensätze bestimmen die „Jahre der Widersprüche“.

Gemeinsam mit Interessierten will Jörg Fritzsche diese Jahre Revue passieren lassen. Dazu sind Zeitzeugen herzlich eingeladen, ihre Erinnerungen und Erfahrungen aus dieser Zeit einzubringen. Der Eintritt ist frei. Informationen zur Reservierung unter Kursnummer 1204 erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/2073622.

Theater startet Vorverkäufe

17. Mai 2017 by

Die Kartenvorverkäufe für zwei Veranstaltungen am Hagener Theater sind gestern gestartet.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Theater unser“ – Eine intergalaktische Schlagerreise Part II“

Mit Guildo Horn, seinen „Orthopädischen Strümpfen“ und Mitgliedern des Hagener Theaters

Donnerstag, 6. Juli 2017, 19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus

Guildo Horn verbindet seit vielen Jahren eine enge Freundschaft mit dem Hagener Theater. Und zwar nicht nur, weil er das 106 Jahre alte Haus alljährlich mit seinen stets ausverkauften Weihnachtsshows erzittern lässt. Über mehrere Jahre hinweg begeisterte er das Hagener Publikum auch als  mürrisch-mysteriöser Diener Riff Raff in Richard O-Brien’s „The Rocky Horror Show“. Vor einem Jahr zögerte Guildo Horn nicht eine Sekunde lang, als er von den existenzbedrohenden Kürzungen am Theater Hagen hörte und sofort seine Hilfe angeboten. „Theater Unser – Eine intergalaktische Schlaggerreise“ – unter diesem Titel trat ‚der Meister‘, gemeinsam mit den „Orthopädischen Strümpfen“ und Mitgliedern des Hagener Theaters in einem Solidaritätskonzert auf.

Nun findet am 6. Juli 2017 (19.30 Uhr, Großes Haus) Part II dieses zugunsten des Theaters Hagen veranstalteten Konzertes statt, und natürlich verzichten auch dieses Mal die Künstler auf ihre Gage – Guildo hat sie lieb – die Hagener Kultur!

„Symphonic Floyd – Green und das Orchester Hagen in Concert

22. und 23. September 2017, Theater Hagen, Großes Haus

Nach vier ausverkauften und bejubelten Konzerten in dieser Spielzeit werden die Hagener Band Green, der auch aktuelle und ehemalige Mitglieder der beiden erfolgreichsten und bekanntesten Hagener Bands Extrabreit und Grobschnitt angehören, und das Philharmonische Orchester Hagen in der nächsten Saison im Rahmen von zwei weiteren Sonderkonzerten (22. und 23. September 2017, Theater Hagen, Großes Haus) die Musik der legendären Band Pink Floyd in einer spektakulären Bearbeitung erneut zu Leben erwecken. Dabei wird auch wieder der Opern-, Kinder- und Jugendchor des Hagener Theaters mitwirken, und eine aufwändige Video- und Lichtinstallation für eine einzigartige Atmosphäre sorgen.

Von wegen Bulgaren und Rumänen

16. Mai 2017 by

Wo die AfD in Hagen abgesahnt hat

Der Lokalchef der WPWR wusste es schon am Wahlabend, als er seinen Kommentar für die Montagsausgabe in die Tasten hackte: Nicht nur „wo soziale Not herrscht“, sondern auch wo „Brennpunkte der EU-Binnenzuwanderung aus Rumänien und Bulgarien sind, da sahnt die AfD kräftig ab“.

Hätte Koch, der vielleicht besser Kellner geblieben wäre, sich doch erst einmal die Zahlen zu Gemüte geführt. Denn die Wirklichkeit jenseits des Pressehauses sieht doch etwas anders aus als in der Redaktionsstube erdacht, und noch nicht einmal eine Korrelation zwischen den Problemzonen der hiesigen schreibenden Zunft und den realen Wahlergebnissen lässt sich erkennen.

Zwar liegt der Anteil der blaulackierten Angebräunten im von der WPWR in den Fokus gerückten Altenhagen über dem Stadtergebniss von 10,3 Prozent für die AfD, im ebenfalls von der Postille immer wieder in den Mittelpunkt gerückten Wehringhausen sieht die Welt allerdings schon ganz anders aus als vom Einheitsblatt dargestellt.

Während die Rechtsausleger in Altenhagen-West (Stimm-Bez. 1021-1024) 13,15 Prozent erreichten und auch in Altenhagen-Ost (1032-1035) mit 11,76 Prozent über dem Durchschnitt lagen, schnitten sie in Wehringhausen unterdurchschnittlich ab.

In Wehringhausen-West (1101-1104), wo die inzwischen versiegelten Gebäude krimineller Hauseigentümer liegen, erreichte die AfD lediglich 9,87 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, in Wehringhausen-Ost (1091-1094) blieb sie mit nur 9,43 Prozent ebenfalls deutlich unter dem Stadtergebniss zurück.

Wesentlich mehr Zustimmung fanden die Rattenfänger in Stadtteilen, die von der Einheitspostille bisher noch gar nicht ins Visier genommen wurden. So beispielsweise am Remberg (12,34 Prozent) und in „gutbürgerlichen“ Bereichen im Volmetal, in Holthausen und in Hohenlimburg.

Großen Zuspruch gab es für die angebliche „Alternative für Deutschland“ auch in Eilpe (13,56 Prozent), in der Heimat des Hasper Bezirksfürsten Dietmar Thieser am Spielbrink (13,59 Prozent) oder in Delstern (15,09 Prozent).

Spitzenreiter sind Haspe-Mitte/Kückelhausen mit 15,38 Prozent und Kabel, Wohnsitz der mangels Unterstützerunterschriften im Wahlkreis 104 gescheiterten AfD-Fahnenschwenkerin Radke, wo 15,98 Prozent ihr Kreuz bei den Rechtsauslegern machten.

Nummer Eins im Ranking belegte mit 16,37 Prozent das kleine Bathey, wo sich vermutlich noch nie einer aus der allseits inkriminierten Bulgarenkohorte hin verirrt hat, um dort seinen Sperrmüll zu deponieren.

Starkes Signal für die Erneuerung des bürgerlichen Lagers

16. Mai 2017 by

Bernhard Sander: Die Landtagswahlen in NRW

Die Abstimmung in Nordrhein-Westfalen war die letzte Landtagswahl vor der Bundestagswahl am 24. September. Rund 13,1 Mio. Wahlberechtigte waren aufgerufen, den neuen Landtag zu wählen. Knapp 840.000 von ihnen waren ErstwählerInnen. Die CDU konnte ihr Ergebnis von 26,3% auf 33,0% steigern und mit einer Rechtskehre die AfD deutlich unter einem zweistelligen Ergebnis halten.

Die SPD sackte auf ein historisch tiefstes Ergebnis von 31,2% (-7,9%) und ihr bisheriger Koalitionspartner schaffte es mit Mühe auf 6,4% (-5%). Neu im Landtag ist die AfD mit 7,4% trotz ihrer bundesweiten Führungskonflikte um den rechts-völkischen oder national-konservativen Kurs der Partei.

DIE LINKE verpasste den Einzug in den Landtag von NRW mit einem Stimmenanteil von 4,9% knapp. 2012 hatte sie den Wiedereinzug mit nur 2,5% deutlich verfehlt, als die SPD nach der Ablehnung des Haushalts durch DIE LINKE die Auflösung des Landtages beantragte. Die Linkspartei wollte aus ideologischer Borniertheit die nicht sehr komfortable Position als Tolerierungspartei verlassen, konnte aber anschließend der Wählerschaft ihr Verhalten und ihre Einschätzung des Haushalts als »neoliberal« nicht vermitteln. Das war in einem Umfeld aus Piraten-Hype und innerparteilichem Führungsstreit auf Bundesebene verhängnisvoll.

2017 hat DIE LINKE trotz der gestiegenen Wahlbeteiligung immer noch rd. 20.000 Stimmen weniger als bei der Landtagswahl 2010, auch wenn sie ihre Stimmenzahl gegenüber dem Debakel von 2012 mehr als verdoppelt und damit viele WählerInnen zurückgewonnen hat. Ihre Kampagne war eindeutig gegen die Landesregierung ausgerichtet und ließ die CDU vollständig aus der Kritik. Für die Verschiebungen im Alltagsbewusstsein entwickelt sie weiterhin kein Gespür. (…)

Die Grünen wirken altbacken, bevormundend und auf die Verteidigung ihres privilegierten Lebenstils ausgerichtet, der vom status quo profitiert.[2] In den Auseinandersetzungen um den Braukohletagebau oder die Urananlagen im Münsterland, alten Kernthemen der Partei, sind sie kaum noch personell oder inhaltlich vertreten. Parteivorsitzende und Noch-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann wird dafür verantwortlich gemacht, dass die Schulpolitik der letzten Jahre vielleicht in der Umsetzung nicht ganz richtig gewesen sei.

Die Bildung ist das Thema, das viele Menschen in NRW bewegt. Und da ist die verantwortliche Bildungsministerin Feindbild Nummer eins, auch wenn sie vieles lediglich umgesetzt hat, was die Vorgänger-Regierung unter schwarz-gelber Führung beschlossen hatte. Sei es das Umschwenken auf ein verkürztes Abitur (G8) oder die Inklusion, die mangels qualifizierten Personals und räumlicher Voraussetzungen in ein Debakel taumelt. (…)

Inhaltliche Schwerpunkte setzte die CDU vor allem bei der Verunsicherung der Bürgerschaft mit dem Thema innere Sicherheit. Innenminister Ralf Jäger eignete sich als Feindbild für links wie rechts. Er ließ in Köln 3.000 Hooligans wüten. Wegen mangelnder Aufsicht kam es bei den privaten Sicherheitsdiensten in den Unterbringungseinrichtungen für Geflüchtete zu rassistisch motivierten Übergriffen. Er konnte sich von den Beschuldigungen und fake news rund um die mythische Kölner Silvesternacht ebenso wenig befreien wie von den Vorwürfen, seine Behörden hätten jenseits der Grenzen der Rechtstaatlichkeit mit dem späteren Attentäter Amri auf Basis von Verdachtsmomenten hantieren sollen. Der Skandal um die sachgrundlose bezahlte Freistellung des mediensüchtigen Vertreters einer rechtslastigen Standesorganisation, die als Polizeigewerkschaft firmiert, kam hinzu. Blitzmarathons empörten die Gemüter der alltagskriminellen Geschwindigkeitsüberschreiter. (…)

Quelle: westLINKS

Architektur um 1900 in Wehringhausen

16. Mai 2017 by

Mittwoch, 17.05.2017 von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr

Im Stadtteil Wehringhausen ist die Hausarchitektur von den Kriegseinwirkungen weitestgehend verschont geblieben. Aus kunsthistorischer und architektonischer Sicht kann hier exemplarisch die städtebauliche Entwicklung über einen Zeitraum von mehr als einhundert Jahren verfolgt werden.

Als besonders interessant rückt dabei die Zeit des Baubooms um 1900 und der Nachkriegsjahre in den Vordergrund: Der Historismus vor der Jahrhundertwende, der als Reformbewegung folgende Jugendstil sowie die nach dem 1. Weltkrieg versachlichenden Tendenzen im Hausbau werden bei der Führung mit ihren Besonderheiten in Augenschein genommen.

  • Teilnahmegebühr: 6 €
  • Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 3622 oder 02331/207 – 2740
  • Treffpunkt ist die Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Str. 49, 58089 Hagen.

Diskussionsabend: Wohin steuert Europa?

16. Mai 2017 by

Zu einem informativen Diskussionsabend zum Thema „Wohin steuert Europa?“ mit Dr. Daniel Seikel von der Hans-Böckler-Stiftung, Stefan Marx vom Deutschen Gewerkschaftsbund sowie mit Mitgliedern des Gesamtstädtischen Jugendrates und der EuropaUnion Dortmund lädt das Europe Direct Büro der Stadt Hagen am Mittwoch, 17. Mai, von 18 bis 20 Uhr in das Trauzimmer im Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, ein.

Die Gründungsväter Europas – darunter Widerstandskämpfer ebenso wie Rechtsanwälte – waren eine vielfältige Gruppe von Persönlichkeiten, die einem Ideal anhingen: ein vereintes Europa des Friedens und Wohlstands zu schaffen.

Wie hatten sich die Gründungsväter Europa vorgestellt, wie ist es heute? Ist die Wahrnehmung berechtigt, dass „das europäische Sozialmodell Stück für Stück demontiert wird“, wie Daniel Seikel in einem seiner Aufsätze hinterfragt? Und wo wollen wir hin? Was erwarten junge Menschen von Europa? Diesen und anderen Fragen rund um Europa widmet sich die kostenlose Veranstaltung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Was bringt gesellschaftliche Diversität?

16. Mai 2017 by

Im „wissenschaftsgespräch“ am 17. Mai analysiert Prof. Miles Hewstone von der Universität Oxford, welche Rolle gesellschaftliche Diversität für das Zusammenleben hat.

Welche Chancen und Risiken birgt die zunehmende Diversität in Gesellschaften für das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion? Dieser Frage geht Prof. Dr. Miles Hewstone im „wissenschaftsgespräch“ der Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität in Hagen am Mittwoch, 17. Mai, nach.

Hewstone ist Professor für Sozialpsychologie an der Universität Oxford und Direktor des Oxford Centre for the Study of Intergroup Conflict. Seinen Vortrag hält er auf Englisch, anschließend können Fragen auf Deutsch gestellt werden. Interessierte sind im Seminargebäude der FernUniversität, Raum 1 bis 3, Universitätsstraße 33, 58097 Hagen, um 16 Uhr willkommen. Der Eintritt ist frei.

Das „wissenschaftsgespräch“ findet im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt.

Wie lässt sich das europäische Asylsystem verbessern?

16. Mai 2017 by

An welchen Stellen weist das europäische Asylsystem Defizite auf? Inwiefern sollte man es reformieren?

Der Asylrechtsexperte Kay Hailbronner hält am Donnerstag, 18. Mai, einen Vortrag in der FernUniversität in Hagen zum Thema „Das Gemeinsame Europäische Asylsystem aus der Perspektive des deutschen Asylrechts“. Die Veranstaltung ist Teil der öffentlichen Vortragsreihe „Europäische Verfassungswissenschaften“ des Dimitris-Tsatsos-Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften.

Der Vortrag beginnt um 17 Uhr im Seminargebäude der FernUniversität, in den Räumen 1 und 2, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen. Nach dem Referat ist noch Zeit für eine Diskussion eingeplant. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt.

„Fünf-Uhr-Tee“ im Theatercafé

16. Mai 2017 by

In Vorfreude und mit großer Spannung wird eine Premiere oder ein Konzert erwartet. Nachdem dieses Ereignis stattgefunden hat, sind das Publikum wie die Künstler mindestens genauso gespannt auf die Kritiken in den Print- und Online-Medien oder im Rundfunk.

Diese Rezensionen sowie zahlreiche weitere Beiträge, Vorberichte, Interviews verfassen und führen die Kulturredakteure Dr. Monika Willer und Stefan Keim, die bei dieser vorletzten Fünf-Uhr-Tee-Veranstaltung am 18. Mai 2017 (17 Uhr, Theater Hagen, Theatercafé) die Gäste von Edeltraud Kwiatkowski und Jürgen Pottebaum sind.

Was werden sie alles über ihr vielseitiges Schaffen (Stefan Keim zudem als Kabarettist, Autor und Moderator) berichten – auch darauf kann man gespannt sein. Die Veranstaltung wird ergänzt durch verschiedene künstlerische Darbietungen, u.a. Rezitationen von Heinz-Erhardt-Texten durch Stefan Keim.

Der Eintritt beträgt 5 Euro inklusive eines Getränkes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

NRW-Wahl 2017: Die Hagener Ergebnisse

14. Mai 2017 by

Enthält den Wahlkreis 103 (Stadtbezirke Mitte, Hohenlimburg und Nord) sowie die Stadtbezirke Haspe und Eilpe/Dahl aus dem Wahlkreis 104

Gewinne und Verluste gegenüber der Landtagswahl 2012

Was wird aus Hohenlimburg?

14. Mai 2017 by

Von Christoph Rösner

Was wird aus Hohenlimburg? Nichts Gutes, könnte man mit einiger Berechtigung antworten, wenn man sich dort so umsieht. Leerstände zuhauf, menschenleerer Innenstadtbereich und eine Internet-Einkaufskultur, die offensichtlich voll durchschlägt bei Städtchen oder Dörfern wie Hohenlimburg.

Eine an ignoranter Untätigkeit kaum zu überbietende Stadtverwaltung – und ich will hier einige städtische Mitarbeiterinnen ausdrücklich ausnehmen, die offensichtlich in der Lage sind, Genehmigungen mündlich zu erteilen, weil selbst ihnen die von anderen Ämtern auferlegte Wartezeit den Hals anschwellen lässt – dieser Stadtverwaltung, der es immer wieder mit traumwandlerischer Sicherheit gelingt, neuen Mutigen sämtliche rumliegenden Knüppel zwischen die Gründerbeine zu werfen.

Und dann diese merkwürdigen Menschen, die, reich an Lob und Wort, doch irgendwie arm an Tat, die Zustände beklagen, ohne selbst tätig zu werden. Sprich, das Einzelhandel- und Gastroangebot auch zu nutzen, zu unterstützen.

Mit Kritik scheint der Hohenlimburger – oder der Hagener an sich – schnell bei der Hand zu sein. Das spricht sich ja so flott aus, erzeugt kurzfristig einige Solidarisierung im vertrauten Nest– man ist dann nicht mehr so alleine in seinem Elend – doch wer zieht die notwendige Konsequenz? Wer gründet die neuen kleinen Geschäfte und Kneipen und Gemüseläden?

Wer fährt denn weiterhin mit seinem City-Panzer Richtung Groß-Discounter, lädt all die wunderbaren Konsumgüter in seinen weit geöffneten Kofferraum und rauscht wieder ganz schnell nach Hause? Immer nur die Anderen?

Nee, nee, das seid Ihr schon alle selbst. Ihr selbst seid es, die AUCH dazu beitragen, dass Euer geliebtes Nest zur Einöde verkommt. Jeder kann diesem Trend etwas entgegenhalten. Jeder kann einen kleinen Teil seines Geldes in die kleinen Läden tragen, um Flagge zu zeigen, ehrliche Empathie oder Solidarität zu dokumentieren. Jeder Einzelne kann sich dafür stark machen, dass wieder Leben in die Bude kommt.

Sicher, so viele schlimme Fehlentwicklungen haben diesen bedauernswerten Zustand heraufbeschworen.

Und sicher, alles fing an mit der Eingemeindung – man kann diesem dummen Akt sicher weiter hinterherheulen. Kann man machen. Oder man fügt sich in diesen – zugegeben – nicht unbedingt erstrebens- oder erhaltenswerten Zustand – wer möchte schon freiwillig von einer Stadt wie Hagen einverleibt werden? Aber es ist nicht zu ändern. Punkt. Auch wenn der Stachel der Eingemeindung bei einigen ganz tief zu sitzen scheint – nach mehr als 40 Jahren! – rausziehen, Jod drauf und nach vorne kucken! Nur so kann man etwas ändern!

Und da gibt es Möglichkeiten zuhauf: Sein Konsumverhalten, sein Solidaritätsverhalten, sein soziales Verhalten kann man ändern. Man kann Verantwortung übernehmen für seinen Heimatort, so gebeutelt er auch sein mag, oder gerade, weil er es ist.

Und man kann  – aber dazu braucht es etwas Courage – den Mund aufmachen und jenen, die untätig und ignorant Hohenlimburg als unvermeidbaren Kollateralschaden abtun, gehörig auf die Finger klopfen. Von ihnen ultimativ verlangen, sich gefälligst nicht nur für die paar Quadratmeter Innenstadt stark zu machen und Weinfeste in verdächtiger Nähe zur Teppichetage zu organisieren, sondern sich mit aller Kraft für die Reanimierung z.B Hohenlimburgs oder anderer Stadtteile einsetzen.

Doch will mir scheinen, in Wahrheit existiert nur eine echte Liebe. Nicht zu Hagen, nicht zu Hohenlimburg, sondern einzig die Liebe zum Lamento. Das hält lebendig, das ist geradezu viral. Da spürt man das Leben, da kann man mal so richtig aus sich raus und Dampf ablassen. In der Disziplin des Lamentierens sind alle irgendwie Meister ihrer Klasse. Doch das ist alles andere als meisterlich. Von Meisterschaft könnte man reden, wenn das Lamentieren nur dazu dienlich wäre, die erste Brennstufe zu zünden und diesem Grauen ein Ende zu bereiten.

Lamentieren um des Lamentierens Willen ist, als warte man am Bahnhof auf den nächsten Ausflugdampfer.

Nein, es muss sich etwas – ach, was sage ich, vieles muss sich ändern, wollen wir nicht alle irgendwann in gar nicht mehr so ferner Zeit mit tränendem Auge vorbeiflanieren an den Mahnmalen des finalen Niedergangs, um dann mit der Frage „warum haben wir das nicht aufgehalten“ dem urbanen Ruinenfeld endgültig den Rücken zu kehren.

Es braucht die harte Auseinandersetzung, dringend, es braucht ein zielorientiertes Brainstorming, das nicht in endlosen Betroffenen- oder Anwohnertreffen zerquatscht wird. Es braucht die Man-Power, der man Veränderungen zutrauen kann.

Das Erzählte reicht eben nicht. Nur das Erreichte zählt.

Sind wir denn alle tastsächlich derart lethargisch geworden, dass wir jammernd dem Niedergang zusehen, ohne ein Fingerglied, geschweige den kompletten Körper – um nicht den Arsch zu sagen – hochzukriegen? Ich will das nicht glauben. Ich will mich nicht damit abfinden. Ich will, dass wir – meinetwegen auch „denen da oben“ zeigen, was eine Harke ist. Ich will, dass wir den Beweis antreten, dass noch etwas funzt, wenn es die Richtigen anpacken. Und wenn das Resultat bedeutet, dass wir den Falschen zeigen, dass sie absolut überflüssig sind.

Aus Ruinen ein ökonomisch starkes Land machen, das konnten wir bzw unsere Vorfahren. Und wir heute? Nur noch dazu da, diese Konsum-Demokratie irgendwie am Laufen zu halten und uns ansonsten raushalten? Wirklich?

„Dunkle Seele, feiges Maul“

14. Mai 2017 by

Entnazifizierung zwischen 1945 und 1951

Eine Veranstaltung im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität

Das nächste „Lüdenscheider Gespräch“ beschäftigt sich am Mittwoch, 17. Mai, mit der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Autor und Journalist Niklas Frank referiert zum Thema „‚Dunkle Seele, feiges Maul‘ – Entnazifizierung zwischen 1945 und 1951“. Im Fokus stehen für ihn besonders die Unterstützer des Nationalsozialismus, die sich scheinbar problemlos mit dem neuen System arrangieren konnten.

Neben Prominenten wie Lina Heydrich, Oskar von Hindenburg, Emmy Göring, Winifred Wagner und anderen interessiert sich Frank vor allem für die vielen unbekannten Nazis, die das unmenschliche System gestützt und bejubelt haben, ihre Mitmenschen denunzierten, bei der Judenverfolgung wegsahen und sich bei den Mächtigen anbiederten, nun aber für ihre Gesinnung geradestehen sollten.

Anhand zahlloser Akten erzählt Niklas Frank empörende, aber auch absurd komische Fälle voller Lug und Trug aus der Zeit der Entnazifizierung zwischen 1945 und 1951. Dreist verkauften damals Mitglieder und Nutznießer der NSDAP die Spruchkammern für dumm und retteten sich ohne Reue ins demokratische Deutschland.

Frank gewährt uns befremdliche Einblicke in den giftig-süßen Beginn der bundesdeutschen Demokratie und erschreckende in den Alltag des „Dritten Reichs“. Böse analysiert er, dass ein direkter Weg von damals zum heutigen Verhalten der schweigenden Mehrheit der Deutschen führt.

Niklas Frank, geboren 1939, ist Journalist und Buchautor. Er war über zwei Jahrzehnte Reporter beim STERN und ist Verfasser der familiären Aufarbeitungs-Trilogie „Der Vater“, „Meine Deutsche Mutter“ und „Bruder Norman!“.

Die öffentliche Veranstaltung der FernUniversität in Hagen beginnt um 18 Uhr im Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid. Die Teilnahme an der Vortragsreihe des Instituts für Geschichte und Biografie ist kostenlos.

„Entdeckungen“

14. Mai 2017 by

Neuntes Sinfoniekonzert des philharmonischen orchesterhagen

Das neunte Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 16. Mai 2017 (20 Uhr, Stadthalle) unter dem Titel „Entdeckungen“ kann zunächst mit einer Uraufführung aufwarten. Von Ludger Vollmer, »Komponist für Hagen« in dieser Spielzeit, wird erstmals sein Orchesterwerk „Danses rituelles d’évocation du véritable printemps“ zu hören sein. Man darf gespannt sein, wie es ihm gelingt, einen »echten Frühling« mittels ritueller Tänze heraufzubeschwören.

Wie ein Konzert im Konzert klingt streckenweise das Tripelkonzert für Violine, Violoncello und Klavier C-Dur von Ludwig van Beethoven. Das Klaviertrio, das ja schon eine in sich geschlossene Besetzung sein kann, wird auf originelle Weise in den Orchesterklang eingebettet und es entstehen dadurch viele interessante Kombinationsmöglichkeiten.

Den Klaviertriopart interpretiert das Morgenstern Trio aus Essen, das mit seiner unüberhörbaren Lust am gemeinsamen Ausdruck, der immer spürbaren Neugier und der Unmittelbarkeit der Spielfreude international bereits höchste Auszeichnungen erhielt (Foto: Theater Hagen).

Als Abschluss erklingt die vierte Sinfonie des österreichischen Komponisten Franz Schmidt, die ein ebenso persönliches wie berührendes Werk ist. Er schrieb es kurz nach dem plötzlichen Tod seiner Tochter Emma, welche die Geburt ihrer eigenen Tochter nicht überlebte. Die Sinfonie beginnt und endet mit einem Trompetensolo, für Schmidt war dies wie eine »letzte Musik, die man ins Jenseits mitnimmt«. Tatsächlich ist die Vierte wie ein großes Requiem zu verstehen. Sie ist als gigantische, pausenlos ablaufende Einheit komponiert und sorgt mit ihren elegischen, spätromantischen Klängen und aufwühlenden Ausbrüchen für ein grandioses Hörerlebnis. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Florian Ludwig.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.


%d Bloggern gefällt das: