Corona in Hagen – Stand: 19.10.

19. Oktober 2020 by

Positive Fälle mit Kontakt zu mehreren Schulen

Grafik: Stadt Hagen

Mehrere positiv auf das Coronavirus getestete Personen stehen im Zusammenhang mit dem Christian-Rohlfs-Gymnasium, der Karl-Ernst-Osthaus-Schule und der Lieselotte-Funcke-Schule. Das Gesundheitsamt ist mit den Einrichtungen im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen der betroffenen Personen und testet ihr nahes Umfeld in den kommenden Tagen.

„Noch nie war die SPD in Hagen schlechter“

19. Oktober 2020 by

„Wer hat die Wahlniederlage der SPD Hohenlimburg zu verantworten?“ fragte am Mittwoch die WPWR und ließ einen Genossen aus dem Ortsverein Eilpe zu Wort kommen. Der forderte den Rücktritt des Vorsitzenden der Hohenlimburger SPD-Gliederung, Mark Krippner. Dessen Ortsverein, immerhin der mitgliederstärkste in Hagen, hat jetzt geantwortet und wirft der Partei- und Fraktionsführung der Volmestadt im Gegenzug vor, für das schlechteste Abschneiden bei Kommunalwahlen in Hagen in der gesamten Nachkriegszeit verantwortlich zu sein.

Stellungnahme des SPD-Ortsvereins Hohenlimburg zu den in der WPWR erhobenen Vorwürfen:

Der Ortsverein Hohenlimburg wird seit über 15 Jahren von Mark Krippner als Vorsitzenden geführt, der bereits acht Mal von den Mitgliedern als Vorsitzender im Amt bestätigt und wiedergewählt wurde. Das ist vor allem auf seinen unermüdlichen Einsatz, die großartige Arbeit und vielen politischen Erfolge Mark Krippners zurückzuführen.

Insbesondere der politische Erfolg unseres Vorsitzenden lässt sich leicht an Fakten messen und er wird im Vergleich zu den Verantwortlichen der SPD Hagen umso deutlicher und gewichtiger: Während die SPD-Gliederungen des Hagener Parteichefs Schisanowski, der Abgeordneten Jörg und Röspel sowie des Leserbriefschreibers Mücke unaufhörlich Mitglieder und Zustimmung verlieren und ihre Sitzungen sowie Versammlungen in trauriger Atmosphäre mit kaum noch mehr als einer Hand voll Personen durchführen, ist der Ortsverein der SPD in Hohenlimburg nicht nur stabil, sondern wächst kontinuierlich. Zuletzt versammelten sich 66 Mitglieder und wählten Mark Krippner zum SPD-Spitzenkandidaten für die Bezirksvertretung in Hohenlimburg.

Im Rahmen seines Engagements wirkte Krippner in den Jahren 2009 bis 2016 als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hagen. Als solcher gestaltete und verantwortete er die SPD Politik in Hagen, was bei der Kommunalwahl 2014 dazu führte, dass die SPD-Hagen erstmals nach 25 Jahren einen deutlichen Stimmenzuwachs verbuchen und sogar stärkste politische Kraft im Rat der Stadt Hagen wurde.

Die im Jahr 2016 in Form von anonymen Schreiben vorgetragenen Verleumdungen und falschen Verdächtigungen gegenüber Krippner entpuppten sich nach lückenloser Aufklärung durch unabhängige (Ermittlungs-)Behörden allesamt als haltlos. Es handelte sich dabei um nichts mehr als um eine intrigante Schmutzkampagne einzelner Akteure, um einen politisch und persönlich erfolgreichen potenziellen Konkurrenten loszuwerden.

Ganz aktuell wurde Mark Krippner bei der Kommunalwahl von den Bürgerinnen und Bürgern als Spitzenkandidat der SPD-Hohenlimburg sowohl in die Bezirksvertretung als auch in den Integrationsrat der Stadt Hagen gewählt. Für den Stadtrat hatte er unterdessen aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidiert. Das ist Legitimation und Bestätigung genug, um die politische Arbeit auch weiterhin engagiert fortzusetzen.

Mit Blick auf das desaströse Ergebnis der SPD-Hagen bei der Kommunalwahl und dem katastrophalen persönlichen Abschneiden des langjährigen Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg als Oberbürgermeister-Kandidat der SPD, fragen wir: Wann übernimmt dafür jemand der Verantwortlichen in der Führung der Hagener SPD die politische Verantwortung?

Insoweit erlauben wir uns festzustellen, dass die Ratsfraktion der SPD seit mehr als vier Jahren von Claus Rudel und die Partei von Timo Schisanowski geführt wird. Die Arbeit dieser Herren haben die Bürgerinnen und Bürger mit dem historisch schlechtesten Ergebnis der SPD-Hagen seit der Nachkriegszeit bewertet. Noch nie war die SPD und ihr Oberbürgermeisterkandidat in Hagen schlechter, noch nie haben sie weniger Stimmen erhalten als bei dieser Kommunalwahl.

Diese Entwicklung stimmt den Ortsverein der SPD in Hohenlimburg durchaus traurig, weil die gute Arbeit der Genossinnen und Genossen vor Ort in Hohenlimburg – unter anderem von Mark Krippner – hierdurch konterkariert wird.

Stadtradeln – die dritte, einige Impressionen

19. Oktober 2020 by

von Heidi Wenke (VCD)

Diese Woche hatte die abschließende Radel-Informations-Tour mit der Radplanungsabteilung das Ziel Hohenlimburg – beginnend mit einem kleinen Abstecher nach Eilpe. Dort mündet die Bergstraße auf die Volmetalstrecke der Bahn, wo ein zweites, zur Zeit nicht genutztes Gleis sich als Umbau zur Radstrecke eignen würde. Verhandlungen zwischen StraßenNRW und DB sind jedoch ins Stocken geraten.

Die verkehrstechnischen Probleme auf der Rembergstraße betreffen besonders auch den Radverkehr. Mögliche Verbesserungsmöglichkeiten gibt es kaum: Tempo 30 ist auf dieser Bundesstraße (B7) quasi nicht durchsetzbar, die Befahrung des einseitigen Radweges auch in Gegenrichtung (bergab) zu gefährlich; denkbar wären aus Planersicht große Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn, mit denen in anderen Städten gute Erfahrungen gemacht wurden, und/oder Schutzstreifen. Letzere werden aus Radlersicht allerdings eher ‚Schmutzstreifen‘ genannt.

Dass in der Verlängerung der B7 nach Hohenlimburg, der einzigen zügigen Radverbindung zur Innenstadt, eine deutliche Verbesserung für Radelnde zwingend nötig ist, bestätigte unsere Fahrt: Selbst am Abend war der PKW- und LKW-Verkehr noch recht dicht, der Seitenstreifen zum Ausweichen nicht durchgängig möglich, da zugeparkt. Warum StraßenNRW hier einen Zweirichtungsradweg plant statt je einem auf jeder Seite ist nicht klar.

Als echtes Highlight (Vorsicht: Satire) entpuppte sich in Hohenlimburg dann der kurvige und heimelige, da unbeleuchtete Tunnel unter der Bahnlinie, der überraschend auf einem Gehweg endet, so dass jemand ohne Ortskenntnis endlich mal etwas Abenteuer-Feeling erfahren kann, da man hier entweder scharf abbiegen oder eine Vollbremsung hinlegen darf (oder beides) – was wir dann in unserer Gruppe auch just genießen konnten. Hier können die Radelnden der BV Hohenlimburg zu ihrer Verhinderung eines langweiligen, breiten und sicheren Radwegs noch nachträglich gratulieren – weiter so!

Das Hauptthema in Hohenlimburg ist der Lückenschluss mit der Lenneroute nach Letmathe. Für dessen Realsierung sollen in Kürze mehrere Varianten vorgestellt werden, die allerdings alle mit gewissen Schwierigkeiten behaftet sind: unökologisch (Stelzen durch die Lenne), gefährlich wegen Konflikt mit LKW-Verkehr, kompliziert wegen Eigentumsverhältnissen.

Ein letzter Stopp wurde nach der Rückkehr nach Hagen entlang der Lenne, dann über die Industriestraße auf einer der Fußgängerbrücken über die Heinitzstraße eingelegt, die sich gut zur Freigabe für den Radverkehr eignen würde, wenn die Geländer auf ein für Radelnde sicheres Maß erhöht würden.

Fazit: Angesichts der Schwierigkeiten und Hindernisse auf Grund der jahrzehntelang fehlgeleiteten Konzentration der Verkehrspolitik auf das Auto kann man den RadplanerInnen nur wünschen, dass sie keine schlaflosen Nächte verbringen.

„Speed Date“ für Lehrkräfte und Kulturszene

19. Oktober 2020 by

Schule trifft Kulturszene: Unter dem Motto „Speed Date“ lädt das städtische Kulturbüro zusammen mit dem Regionalen Bildungsbüro der Stadt Hagen am Donnerstag, 12. November, von 15 bis 17 Uhr zu einem lockeren Austausch von Lehrkräften und Kulturschaffenden in das Auditorium des Kunstquartiers, Museumsplatz 1, ein.

Die Veranstaltung könnte den Startpunkt für gemeinsame Projekte setzen. Denn viele Förderprogramme, wie „Kultur und Schule“, „Kulturstrolche“ oder die Hagener Initiative „Praxisnetzwerk kulturelle Bildung“, basieren auf der Zusammenarbeit zwischen Schulen, freien Kreativen und Kulturinstitutionen.

Um gemeinsame Ideen zu entwickeln und Förderungen nutzen zu können, müssen sich mögliche Projektpartner jedoch erst einmal kennenlernen. Der Eintritt zu diesem Treffen von Lehrkräften aller Schulformen, Künstlern und Kultureinrichtungen ist frei. Vor Ort gelten die bekannten Hygieneregeln. Anmeldungen sind bis Samstag, 31. Oktober, beim Kulturbüro per E-Mail an elena.grell@stadt-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3509 möglich.

Corona in Hagen: Neuer Höchststand

18. Oktober 2020 by

33 Neuinfektionen in 24 Stunden. Stand: 18.10., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Hohenlimburg: Vierer-Bündnis für Bezirksvertretung anvisiert

18. Oktober 2020 by

CDU, SPD, Grüne und Hagen Aktiv wollen in der Bezirksvertretung Hohenlimburg eng kooperieren. Damit steht der neue Bezirksbürgermeister fast fest. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der offenbar designierte CDU-Kandidat Jochen Eisermann hatte sich im März als Mitglied der Hohenlimburger Bezirksvertretung gegen die Anlage eines Radwegs an der Hohenlimburger Straße ausgesprochen. Das „Argument“ des Holthauser Schützenbruders: Die Parkmöglichkeit für eine Imbiss-Bude müsse „unbedingt erhalten bleiben“.

Weihnachtsmarkt sorgt in Hagen für Diskussionen

18. Oktober 2020 by

In vier Wochen soll in Hagen der Weihnachtsmarkt unter strengen Hygieneregeln starten. Doch die Meinungen zu dem Angebot sind gespalten.

Eine Diskussion, bei der es nur zwei Fronten gibt: Es geht um den Hagener Weihnachtsmarkt. Während zahlreiche Hagener sich auf die jahrelange Tradition freuen und ein Stück Normalität im sonst coronageprägten Alltag herbeisehnen, stoßen die Pläne bei anderen wiederum auf Unverständnis. Es gibt Bedenken zu den Abstandsregeln, den Besucherzahlen. (…)

Das Hygienekonzept liegt derweil beim Ordnungsamt und muss noch genehmigt werden. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Weihnachtsmarkt im Hagener Freilichtmuseum ist längst abgesagt worden. Die naheliegende Begründung: „Aufgrund der steigenden Infektionszahlen in Deutschland möchten wir unseren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus leisten und sagen die Großveranstaltung in unserem Freilichtmuseen ab“, so Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann schon Ende August.

Schausteller und Oberbürgermeister haben das laut Artikel bis heute nicht genehmigte Hygienekonzept für den Markt im Stadtzentrum bereits vor zweieinhalb Monaten werbewirksam in die Kamera gehalten (Foto: Linda Kolms):

Vortrag zum Völkermord an den Sinti und Roma

18. Oktober 2020 by

Sonja und Senta Birkenfelder im Getto Radom. Sie waren mit ihren Eltern und Geschwistern im Mai 1940 in das besetzte Polen deportiert worden. Foto: Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma.

„Lokale Initiative und NS-Rassenpolitik – der Weg in den Völkermord“ ist das Thema eines Vortrages von Dr. Karola Fings im Rahmen der Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ am Donnerstag, 22. Oktober, um 19 Uhr im Foyer des Kunstquartiers Hagen, Museumsplatz 1.

Für deutsche Sinti und Roma ist das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau der zentrale Erinnerungsort an den Völkermord. Auch aus Hagen wurden Kinder, Frauen und Männer im Jahr 1943 dorthin deportiert und um ihr Leben gebracht.

Während der Völkermord nach Jahrzehnten des Verdrängens und Verleugnens mit dem 2012 in Berlin eingeweihten Denkmal stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit rückte, entstand bei der Aufarbeitung seiner Vorgeschichte an vielen Orten ein „blinder Fleck“. Dabei waren es seit 1933 immer wieder lokale Initiativen, welche die Radikalisierung der NS-Rassenpolitik vorantrieben. Erst aus dieser Perspektive zeigt sich, wer die Menschen waren, die verfolgt und ermordet wurden.

Am Beispiel verschiedener Städte – vor allem aus dem Rheinland und Westfalen – beleuchtet der Vortrag, wie lokale Akteure die Gruppe der Sinti und Roma stigmatisierten, erfassten, aus dem gesellschaftlichen Leben isolierten und zu Wegbereitern des Völkermordes wurden.

Die Referentin Dr. Karola Fings ist Historikerin und leitet seit Juli diesen Jahres das Projekt „Enzyklopädie des NS-Völkermordes an den Sinti und Roma in Europa“ der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Zuvor beschäftigte sie sich in mehreren Veröffentlichungen unter anderem mit der „NS-Zigeunerverfolgung“ sowie der Geschichte von Sinti und Roma. Außerdem ist Dr. Karola Fings Kuratorin des internationalen Projektes „Voices of the Victims“, das über die Internetseite www.romarchive.eu/de/voices-of-the-victims abgerufen werden kann.

Für ihren Vortrag im Kunstquartier gibt es coronabedingt nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen. Eine Anmeldung ist unter Telefon 02331/207-2740 erforderlich.

Corona in Hagen – Stand: 17.10.

17. Oktober 2020 by

Grafik: Stadt Hagen

Die kostenlosen Coronatests für Hagenerinnen und Hagener, die innerhalb Deutschlands in den Urlaub fahren möchten, finden auch in der zweiten Herbstferienwoche von Montag bis Freitag, 19. bis 23. Oktober, jeweils im Zeitraum zwischen 12 und 15 Uhr auf dem Otto-Ackermann-Platz statt.

Kein Busverkehr am Montag und Dienstag

17. Oktober 2020 by

Weitere Warnstreiks in Hagen

Die Gewerkschaften haben für kommenden Montag und Dienstag, 19. und 20. Oktober 2020, im Rahmen der Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst erneut Warnstreiks angekündigt. Davon betroffen sind an beiden Streiktagen voraussichtlich auch die Hagener Straßenbahn AG (HST) sowie die Tochterunternehmen Habus und Sander Reisen.

Der HST steht somit nicht genügend Fahrpersonal zur Verfügung um einen Notfallfahrplan aufzustellen. Das bedeutet, dass nächsten Montag und Dienstag keine Busse in Hagen fahren werden.

„Nach Rechtsauffassung der Stadt Hagen“

17. Oktober 2020 by

Neue Coronaschutzverordnung: Viele Regeln gelten erst ab Montag

Ministerpräsident Armin Laschet hat in der gestrigen Videokonferenz mit den Oberbürgermeistern und Landräten in Nordrhein-Westfalen bekanntgegeben, dass ab heute Nacht (17.10.) um 0 Uhr neue Regeln für das öffentliche Leben in ganz Nordrhein-Westfalen gelten sollen – so auch in Hagen.

Die bereits bekannten Werte im Rahmen der 7-Tages-Inzidenz von 35 beziehungswiese 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner sind ausschlaggebend für das Feststellen der „Gefährdungsstufen 1 und 2“. Nach Feststellung der Überschreitung muss die jeweilige Kommune mittels Allgemeinverfügung vorgegebene Regeln für das öffentliche Leben am folgenden Werktag veranlassen.

Hagen hat die Inzidenz von 50 seit einiger Zeit überschritten. Da die neue Coronaschutzverordnung des Landes erst ab dem morgigen Samstag, 17. Oktober, gilt, kann die entsprechende Allgemeinverfügung mit den vorgeschriebenen Regeln des Landes nach Rechtsauffassung der Stadt Hagen erst am nächsten Werktag, das heißt, kommenden Montag, 19. Oktober, durch den Krisenstab der Stadt Hagen veranlasst werden.

Diese „Rechtsauffassung der Stadt“ treibt manchmal seltsame Blüten. So laufen die Party-Veranstaltungen einer Hagener Diskothek mit dem Segen von ganz oben unter kleinen Einschränkungen munter weiter, obwohl die Rechtslage den Betrieb solcher Einrichtungen grundsätzlich ausschließt (siehe: Hagener Landrecht).

In Hagen soll es also an diesem Wochenende zunächst bei den Regeln der gültigen Hagener Allgemeinverfügung sowie den Regeln der neuen Coronaschutzverordnung – aber ungeachtet von den Sonderregeln für Gefährdungsstufe 1 und 2 – bleiben.

Die Stadt Dortmund beispielsweise hatte in ihrer aktuellen Allgemeinverfügung die Sperrstunde im Vorgriff auf das Land bereits auf 23:00 Uhr gesetzt, damit die Regeln landesweit einheitlich ausfallen. Dass es auf diese frühe Zeit hinauslaufen würde, sei bereits im Vorfeld deutlich geworden, so die Stadt Dortmund auf ihrer Homepage.

Auch verschiedene „Märkte“ wurden in Dortmund abgesagt, während Hagen noch auf der Durchführung des Weihnachtsmarktes beharrt. Dem dort üblichen und auch dieses Jahr wieder erwartbaren Gedränge soll mit einem von den Veranstaltern selbst entwickelten und bestimmt nicht zu ihren Ungunsten ausgefallenen „Hygienekonzept“ entgegengewirkt werden, das die Öffentlichkeit allerdings nicht kennt.

Der Krisenstab der Stadt Hagen tagt am kommenden Montag, 19. Oktober, und bringt eine neue Allgemeinverfügung auf den Weg, welche dann die Sonderregeln zur Überschreitung der 50er-Inzidenz der Coronaschutzverordnung beinhaltet.

Führung im Hohenhof und am Stirnband

17. Oktober 2020 by

Sonntag, 18.10.2020 von 14:00 Uhr – 16:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen. Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-Entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof (Foto: Willy Moll), von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eine telefonische Anmeldung unter der Nummer +49 2331 207 2740 ist notwendig. Es wird eine Teilnahmegebühr zusätzlich zum Eintrittsgeld erhoben. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

Coronavirus: Weiterer Todesfall in Hagen

16. Oktober 2020 by

Stand: 16.10., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Hagen erneut eine Person gestorben. Der männliche Patient war 76 Jahre alt und schwer vorerkrankt. Insgesamt sind aktuell 183 Hagenerinnen und Hagener infiziert, 838 Personen sind bereits wieder genesen und somit fünfzehn Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben.

Schneise so breit wie eine Landebahn mitten im Wald

16. Oktober 2020 by

Die Firma Amprion lässt im Hagener Norden Bäume fällen. Die müssen im Bereich Garenfeld für eine neue Stromtrasse weichen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Corona wirkt – auch am Theater Hagen

16. Oktober 2020 by

Zusatzvorstellungen und offene Generalprobe zum 2. Sinfoniekonzert

Vanessa Henning in der Produktion „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“. Foto: Klaus Lefebvre.

Die für NRW geltende neue Coronaschutzverordnung schreibt eine Begrenzung der zulässigen Besucherzahl auf 20% der normalen Kapazität des Veranstaltungsortes vor.

Da die Ticketnachfrage in mehreren Fällen dieses begrenzte Platzangebot übersteigt, disponiert das Theater Hagen zusätzliche Vorstellungen und kann aktuell, neben den bereits angekündigten Terminen, drei weitere Aufführungen der Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Show „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ im Großen Haus anbieten: 17. Dezember 2020 (19.30 Uhr), 27. Dezember 2020 (18.00 Uhr) und 2. Januar 2021 (19.30 Uhr). Aufführungsdauer: 2 mal 50 Minuten plus eine Pause.

Da das 2. Sinfoniekonzert unter diesen neuen Vorgaben bereits überbucht ist, wird dazu die Generalprobe für das Publikum geöffnet, die am 27. Oktober 2020 mit Beginn um 11.00 Uhr in der Stadthalle stattfindet. Aufführungsdauer: ca. 70 Minuten ohne Pause. Einführung: 10.30 Uhr im Sinfonium (vorherige Anmeldung erforderlich).

Besucher, die bereits Karten für „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ oder für das 2. Sinfoniekonzert gekauft bzw. reserviert haben, werden vom Theater Hagen wegen der Umbuchungen kontaktiert. Sollten nach Abschluss dieser Umbuchungen noch Karten für die Generalprobe (ermäßigter Eintritt um 50 %) zur Verfügung stehen, wird das sobald wie möglich veröffentlicht.

Zusätzliche Information:

An allen Veranstaltungsorten gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung auch während der Aufführung zu tragen.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet und unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 sowie per Email: theaterkasse@stadt-hagen.de erreichbar.

Corona in Hagen – Stand: 15.10.

15. Oktober 2020 by

Hotline für medizinische Fragen zum Coronavirus

Wieder 19 Neuinfizierte. Grafik: Stadt Hagen.

Personen mit medizinischen Fragen zum Coronavirus erreichen das Gesundheitsamt der Stadt Hagen unter Telefon 02331/207-3934. Die Hotline ist von montags bis mittwochs zwischen 8 und 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13.30 Uhr besetzt.

Das Gesundheitsamt führt keine allgemeinen Testungen auf das Coronavirus durch, sondern testet nur in Fällen des Infektionsschutzes, wie beispielsweise in Schulen und Kitas. Bei symptomatischen Personen ist der Hausarzt in der Pflicht, den Patienten auf das Coronavirus zu testen.

Außerhalb der Ärztesprechzeiten rufen Betroffene bei gesundheitlichen Beschwerden, die keinen Aufschub zulassen, bitte den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116117 an. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist montags, dienstags und donnerstags von 18 Uhr bis zum Folgetag um 7 Uhr, freitags und mittwochs ab 13 Uhr bis um 7 Uhr am Folgetag und am Wochenende durchgängig erreichbar.

Riepe lässt auf Baugrundstück 22 Bäume fällen

15. Oktober 2020 by

Die Firma Riepe, die ihr Sanitätshaus an der Knippschildstraße erweitern will, hat vorbereitende Maßnahmen für die Errichtung der Baustelle geschaffen. Konkret: Riepe hat 22 Bäume fällen lassen. (…)

Die Anwohner der benachbarten Busch- und Baurothstraße, die sich schon vor Monaten massiv gegen die Erweiterungspläne der Firma Riepe ausgesprochen und sich anwaltlichen Beistand geholt haben, sind über das Vorgehen entsetzt. (…)

Stadtsprecherin Clara Treude: „Im Rahmen der positive beschiedenen Bauvoranfrage der Riepe-Erweiterung hat die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hagen eine Ausnahmegenehmigung zu Fällung der Bäume auf dem Gelände nach § 7 Ausnahmen und Befreiungen der Baumpflegesatzung erteilt.“ (…)

Der Riepe-Geschäftsführer (…): „Es handelt sich um ein Grundstück, das sich in unserem Firmenbesitz befindet, daher können wir – natürlich immer im gesetzlichen Rahmen – damit machen, was wir wollen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Riepe-Geschäftsführer Lars-Gunnar Stockmann behauptet laut Bericht: „Es geht hier nicht um ein kleines Wäldchen, das wir haben abholzen lassen, sondern um spontan entstandenen Aufwuchs.“ Zur Einschätzung dieser Behauptung hilft vielleicht ein Luftbild (Foto: RVR):

Obwohl noch nicht einmal eine Baugenehmigung vorliegt, sondern nur eine (allerdings positiv beschiedene) Bauvoranfrage, macht die Verwaltung bereits den Weg für Abholzungen frei. Das deutet darauf hin, dass das Ergebnis des sowieso schon „vereinfachten“ Bebauungsplanverfahrens von Anfang an feststand und das Verfahren selbst nur pro forma durchgeführt wird.

Die sogenannte „Baumpflegesatzung“ erweist sich als das, was Kritiker von Anfang an bemängelt hatten: Sie ist nur ein Papiertiger, mit dem die beteiligten Konsenspolitfreunde hausieren gehen können. Vorneweg der „grüne“ Hans-Georg Panzer, (noch) Vorsitzender des Umweltausschusses. Man betrachte nur diese ikonografische Darstellung des vereinten politischen Biedermeiertums bei der offiziellen Präsentation der „Baumpflegesatzung“:

In der Mitte im Tarnfleck der olivgrüne Panzer, an seiner Seite v.l..n.r. die Vertreter der UnLinken, der Hohenlimburger Separatisten, Hagen Aktiv (oder Passiv ?) und des sich christlich gebärdenen Vereins CDU. Foto: Stadt Hagen.

Siehe dazu auch nochmal:

Bäume in Hagen brauchen keine Feinde mehr
Die grünen „Freunde“ reichen schon

Radverkehr: „Maßnahmen völlig unzureichend“

15. Oktober 2020 by

Zweite Tour zur Erkundung der Infrastruktur des Radverkehrs führte in den Hagener Norden

von Heidi Wenke (VCD)

Unter der sachkundigen Führung der Verkehrsplaner Gregor Hengstermann und Jörg Winkler gestalteten am Donnerstag 20 Fahrradbegeisterte ihren Feierabend mit einer vergnüglichen, da nur im zweiten Teil leicht verregneten, 20km-Tour nach Herdecke und zurück. An ausgewählten Standorten wurden ihnen geplante Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur vorgestellt.

Die Route führte über das Elbersufer, wo die einzigartige Treppe mit Schiebehilfe getestet wurde, über die Grabenstraße – mit neuer Absenkung – zum Radweg an der Körnerstraße bis zur Altenhagener Brücke. Mit einem Schlenker über die Sedanstraße, deren mögliche Umwidmung zur Fahrradstraße wegen des dort intensiven Schwerlastverkehrs geprüft werden muss, endet der Weg hier noch in einer Sackgasse – einer der viel zitierten „Verkehrswände“ – soll aber demnächst bis Staples weitergebaut werden.

Über die Alte Eckeseyer Straße ging es weiter bis Möbel Leeners: Von dort soll entlang der Volme ein Radweg zur bereits im Bau befindlichen Brücke über die Volme angelegt werden. Diese Brücke wird im nächsten Jahr nach der Unterführung unter der A1 auf dem Radweg parallel zur Herdecker Str (B 54) enden.

Über die Amprion-Brücke, deren weitere Verwendung noch offen ist, ging es weiter entlang des Hensteysees vorbei am Freibad, dessen Areal hin zur Ruhr mit einem Rondell und Gastronomie erweitert werden soll. Hier sind auf dem Ruhrtalradweg breite getrennte Wege für Fuß und Rad vorgesehen.

Ab Dortmunder Straße ging es zurück nach Hagen über den Boeler Ring bis zum Zwischenstopp Hagener-/Kapellenstraße. Im Haushalt vorgesehene Mittel – basierend auf dem Radverkehrskonzept – für Radwege zwischen Boeler Ring und Lützowstraße werden wohl nicht verwendet werden können, da es wegen des hohen MIVs unrealistisch scheint, die Autospuren zu reduzieren.

Die Mittel werden eventuell für kleinere Maßnahmen verwendet, wie z.B. die Auffahrten, Bordsteine usw. auf dem bestehenden gemeinsamen benutzungspflichtigen Geh-/Radweg an der Hagener Str. zu verbessern, der u.a. für Radelnde aus der Pappelstraße kommend schlecht erreichbar ist.

Die Tour endete an der Altenhagener Straße, die wegen mangelnder Gefahrenlage weiterhin nur teilweise als Tempe-30 Zone ausgewiesen werden kann. Als Verbesserungsmaßnahme werden Schutzstreifen ins Auge gefasst.

Fazit:

Die Tour hat gezeigt, dass es in Hagen vielfach unmöglich ist, sich angenehm, sicher und regelkonform auf dem Rad fortzubewegen. Die angedachten Maßnahmen sind sicher geeignet, das Radeln – insbesondere in der Freizeit – komfortabler und sicherer zu gestalten. Abgesehen von umstrittenen Schutzstreifen lässt die Stadt Bereitschaft erkennen, durchaus hohe Investitionen für aufwändige Planungen vorwiegend im Zielhorizont von ca 2-4 Jahren zu tätigen, um attraktive Wege weg vom Autoverkehr zu bauen.

Allerdings scheinen diese Maßnahmen völlig unzureichend im Hinblick auf „das erklärte Ziel von Politik und Verwaltung, den Individualverkehr in Hagen in den kommenden Jahren Schritt für Schritt zu reduzieren“ (Grußwort zum Jahreswechsel von OB Schulz, 31.12.18).

Hierzu müsste die Bereitschaft der Stadt deutlich größer sein, in den fließenden und ruhenden Autoverkehr einzugreifen und die vorhandenen Verkehrsflächen entschiedener zugunsten nicht-motorisierter Verkehrsteilnehmer umzuverteilen. Aber was dann geschieht, kann ja gerade in Haspe beobachtet werden.

Spielplanänderungen im Theater Hagen

15. Oktober 2020 by

Choreographie „Jurema“ von Francesco Vecchione aus der Ballettproduktion „ZART“. Foto: Oliver Look.

Aufgrund der neuen Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit den erhöhten COVID 19-Fallzahlen auch in Hagen kommt es zu folgenden Änderungen im laufenden Spielplan des Theaters Hagen:

  • Für die am Sonntag, 11. Oktober 2020, ausgefallene Vorstellung der Produktion „ZART“ (Ballettabend mit Choreographien von Marguerite Donlon und Francesco Vecchione) findet am Sonntag, 1. November 2020, um 18.00 Uhr eine Ersatzvorstellung von „ZART“ statt.
  • Die für Sonntag, 18. Oktober 2020, um 18.00 Uhr angesetzte Vorstellung von „PROLOG – SCHWANENSEE – AUFGETAUCHT“ (Ballett von Marguerite Donlon) findet nicht statt. Diese Vorstellung wird am Freitag, 13. November 2020, um 19.30 Uhr nachgeholt.
  • Die für Freitag, 13. November 2020, eigentlich geplante Vorstellung des Opern-Doppelabends mit den Werken „ISOLA DISABITATA“ von Joseph Haydn und „MARILYN FOREVER“ von Gavin Bryars entfällt. Als Ausweichtermin ist insbesondere der Folgetag zu empfehlen, nämlich Samstag, 14. November 2020, an dem um 19.30 Uhr dieser Opern-Doppelabend wie geplant gespielt wird.

Besucher, die für abgesagte Vorstellungen Karten gekauft oder reserviert haben, werden vom Theater Hagen wegen der Kartenumbuchungen kontaktiert.

Darüber hinaus gehende Auskünfte zu Kartenumbuchungen und Reservierungen sind selbstverständlich an der Theaterkasse erhältlich, die auch gerne alle weiteren Fragen beantwortet.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet und unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 sowie per Email: theaterkasse@stadt-hagen.de erreichbar.

Corona: Kita- und Schulschließungen in Europa

15. Oktober 2020 by

FernUni-Wissenschaftlerin hat 28 Länder miteinander verglichen

In der Corona-Pandemie waren Schulen und Kitas in Deutschland ab Mitte März geschlossen und wurden in den Wochen vor den Sommerferien schrittweise wieder geöffnet. In Schweden hingegen waren sie nie zu und Italien hat sie gerade erst wieder geöffnet. Jedes Land hat hinsichtlich Schul- und Kita-Schließungen unterschiedlich auf die Corona-Bedrohung reagiert. Die FernUni-Politikwissenschaftlerin Dr. Sonja Blum hat sich die Reaktionen von 28 europäischen Ländern genauer angeschaut und miteinander verglichen (Foto: FernUni).

„Schweden stand sehr im Fokus der Medien. Es gab aber noch einige weitere Länder, die ihre Schulen und Kitas offengelassen oder sehr schnell wieder geöffnet haben“, erklärt die Habilitandin im Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik der FernUniversität in Hagen. So blieben auch in Island Schulen und Kitas oder in Finnland die Kitas geöffnet.

Ein Grund für die jeweiligen Entscheidungen waren die Infektionszahlen in den Ländern. „Darüber hinaus kann man aber auch festhalten, dass die allgemeine Präventionsstrategie des jeweiligen Landes die Schließungen beziehungsweise Wiedereröffnungen beeinflusst hat“, erläutert die Politikwissenschaftlerin.

Länder, die das primäre Ziel hatten, die Hochrisikogruppen zu schützen – zu denen Kinder nun einmal nicht gehören – haben sich eher dazu entschlossen, die Einrichtungen nicht zu schließen beziehungsweise schnell wieder zu öffnen. Länder, bei denen gemeinsame Präventionsmaßnahmen der Gesamtbevölkerung im Vordergrund standen, haben sich eher für Schließungen entschieden.

Insgesamt hat Blum festgestellt, dass es bei den Reaktionen nicht nur schwarz oder weiß, also geöffnet oder geschlossen, sondern dazwischen auch sehr viele Graustufen gab.

In Deutschland konnten die Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen weiterhin die Einrichtungen besuchen, in Österreich alle Kinder, für die es keine Betreuungsalternative gab. Bei der Wiedereröffnung haben sich einige Länder zunächst für eingeschränkte Öffnungszeiten entschieden, andere haben die Gruppen geteilt.

Welche Strategien hier gefahren wurden, hing auch davon ab, welcher Aspekt der Kinderbetreuung als besonders wichtig angesehen wurde. Denn Kitas und Grundschulen ermöglichen Kindern nicht nur Bildung, sondern geben ihren Eltern auch Zeit zu arbeiten und verringern soziale Ungleichheiten.

Was den Ländervergleich in Hinblick auf Kinderbetreuung angeht, ist die FernUni-Wissenschaftlerin eine Expertin. Sie ist bereits seit zehn Jahren im Netzwerk „Leave network“ aktiv. Das interdisziplinäre Netzwerk ist aus einem EU-Projekt hervorgegangen und schaut sich in aktuell 45 Länder die Themenbereiche Elterngeld und Elternzeit an.

Einmal im Jahr veröffentlicht es einen Bericht, in dem der Status quo in 45 Ländern dargestellt und miteinander verglichen wird. Blum ist eine der Herausgeberinnen des Berichts. „Er wird viel für weitere Forschungen, aber auch von nationalen Verbänden und internationalen Organisationen genutzt, so zum Beispiel von der Europäischen Kommission oder der Internationalen Arbeitsorganisation.“

Ortswechsel und erweiterte Zeiten

15. Oktober 2020 by

Coronatests für Urlauber jetzt auf dem Otto-Ackermann-Platz

Aufgrund des großen Andrangs finden die kostenlosen Coronatests für Hagenerinnen und Hagener, die innerhalb Deutschlands in den Urlaub fahren möchten, am Donnerstag und Freitag, 15. und 16. Oktober, in einem erweiterten Zeitraum von 12 bis 15 Uhr auf dem Otto-Ackermann-Platz (Höing) statt. Der Platz kann nur fußläufig betreten werden. Ausreichend Parkmöglichkeiten sind an der Ischeland-Halle („Krollmann-Arena“) vorhanden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes sorgen für die Aufstellung eines Zeltes und eine geordnete Infrastruktur zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung des Mindestabstands. Außerdem ist Sicherheitspersonal vorhanden. Auch wenn aufgrund der Größe des Platzes ausreichend Abstand gewährleistet werden kann, gilt trotzdem dringend die Empfehlung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Bewährt sich der Otto-Ackermann-Platz für die Testungen, finden diese dort auch in der zweiten Herbstferienwoche (19. bis 23. Oktober) statt.

Corona in Hagen – Stand: 14.10.

14. Oktober 2020 by

Positiver Fall am Cuno-Berufskolleg II

Grafik: Stadt Hagen

Am Cuno-Berufskolleg II gibt es eine positiv auf das Coronavirus getestete Person. Das Gesundheitsamt steht mit der Schule im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen der betroffenen Person und testet ihr nahes Umfeld in den kommenden Tagen.

SPD Hohenlimburg: Genosse fordert Rücktritt des Vorsitzenden

14. Oktober 2020 by

Wer hat die Wahlniederlage der SPD Hohenlimburg zu verantworten? (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Den größten Absturz erlebte die Hagener SPD nicht in Hohenlimburg, sondern im Stadtbezirk Haspe, der politischen Heimat des Hagener SPD-Vorsitzenden Timo Schisanowski. Im Vergleich zu den letzten Kommunalwahlen 2014 büßte die Partei dort bei der Ratswahl 10,7 Prozentpunkte ein (Hohenlimburg: 9,2), bei der Wahl der Bezirksvertretung 10,0 Prozentpunkte (9,3) und bei der Oberbürgermeisterwahl sogar 16,3 Prozentpunkte (12,7).

Der Vorsitzende des größten Hagener SPD-Ortsvereins, Mark Krippner, dessen Rücktritt das im Artikel zitierte und weitgehend unbekannte SPD-Mitglied Eberhard Mücke fordert, gewann seinen Wahlbezirk Hohenlimburg-Ost 2014 mit 31,4 Prozent der Stimmen. Der Kandidat für die Wahlen 2020, der von der SPD-Parteispitze durchgesetzte Gerold Vogel, musste mit nur noch 20,8 Prozent einen überdurchschnittlichen Verlust von 10,6 Prozentpunkten hinnehmen und den Wahlbezirk seinem Mitbewerber von der CDU überlassen.

Vogel war im Streit 2014 aus der SPD ausgetreten, weil er den OB-Kandidaten Erik O. Schulz präferierte, der zuvor die SPD verlassen hatte und als parteiloser Kandidat später von CDU, Grünen und FDP dem Wahlvolk angedient wurde.

Gerold Vogel hatte damals in einem Gastbeitrag für DOPPELWACHOLDER.DE seinen Austritt u.a. so begründet:

Eine Partei, in der versucht wird eine altgediente Genossin aufgrund einer Facebook-Äußerung mundtot zu machen, eine Partei, deren Vorsitzender Timo Schisanowski hierauf mit anwaltlichen Unterlassungsverfügungen reagiert, eine Partei, die kritische Mitglieder als Saboteure bezeichnet die sich „zusammen rotten“, eine Partei, die trotz mehrfacher Aufforderung im Internet verbreitete Verleumdungen nicht zurücknimmt oder sogar kritische Kommentare auf der SPD-Facebookseite löscht und am Ende auch unbequeme Mitglieder sperrt, kann nicht mehr meine Partei sein.

Inzwischen hat Vogel die Kehrtwende vollzogen und ist wieder in die SPD eingetreten, obwohl der SPD-Ortsverein Hohenlimburg, wo Vogel den Regeln entsprechend wieder hätte aufgenommen werden müssen, weil er in Hohenlimburg wohnt, den 62-Jährigen entschieden abgelehnt hatte. Aber es finden sich halt immer Wege, wenn es opportun erscheint.

Die Sperrstunde kehrt zurück

14. Oktober 2020 by

Neue Corona-Regeln für Hagen gelten ab Donnerstag

Die früher übliche Sperrstunde für Gaststätten war in Nordrhein-Westfalen seit 2010 praktisch entfallen – die Coronakrise bringt sie, zumindest vorläufig, wieder zurück. Ab Donnerstag ist ab 1 Uhr nachts Schluss mit lustig. Von der neuen Regelung dürften nur wenige Betriebe betroffen sein, Hagen gilt nicht gerade als Hotspot des Nachtlebens.

In seiner Sitzung am gestrigen Nachmittag hat der Krisenstab der Stadt Hagen unter stellvertretender Leitung von Christoph Gerbersmann den neuen Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen zur Regelung des öffentlichen Lebens in Zeiten erhöhter Coronainfektionen umgesetzt.

„Mit unserer letzten Allgemeinverfügung haben wir uns bereits stark an landesweiten Regelungen orientiert – die Allgemeinverfügung musste ja auch mit dem Landeszentrum Gesundheit abgestimmt werden. Daher bringt der neue Erlass für Hagen glücklicherweise wenige Änderungen“, sagt Christoph Gerbersmann, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer, der stellvertretend für Oberbürgermeister Erik O. Schulz den Krisenstab leitet.

Die neuen Regeln in Hagen gelten einen Tag nach Veröffentlichung der entsprechenden Allgemeinverfügung ab dem 15.10.2020 zunächst bis zum 31.10.2020:

Beschränkte Öffnungszeiten in der Gastronomie

Die Weisung des Landes verpflichtet die Stadt zur Beschränkung der Öffnungszeiten in der Gastronomie: Gastronomische Einrichtungen (dazu zählen alle Betriebe, die Speisen und/oder Getränke zum Sofortverzehr anbieten) bleiben von 1 bis 6 Uhr morgens geschlossen. Einrichtungen der Gastronomie sowie Kioske und Trinkhallen dürfen außerdem zwischen 1 und 6 Uhr morgens keine alkoholischen Getränke verkaufen.

Mund-Nasen-Schutz-Pflicht bei allen Veranstaltungen

Alle Anwesenden bei Konzerten und Aufführungen, sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen nach § 13 Absatz 1 und 2 Coronaschutzverordnung sowie bei Sportveranstaltungen haben in geschlossenen Räumen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies gilt auch auf Sitz- oder Stehplätzen.

Personenbegrenzung bei Veranstaltungen

Veranstaltungen und Versammlungen dürfen, wenn es der jeweilige Veranstaltungsort zulässt, im Außenbereich mit maximal 500 Personen und maximal 250 Personen in geschlossenen Räumen stattfinden. Für Sportveranstaltungen gilt über diese Regelung hinaus weiterhin eine Begrenzung von maximal 150 Personen, für Kulturveranstaltungen gilt weiterhin eine Begrenzung von maximal 200 Personen. Bei allen Veranstaltungen gilt außerdem die Regel, dass maximal ein Fünftel der Teilnehmerzahl, die sonst an den jeweiligen Orten Platz findet (Regelauslastung), erlaubt ist. Beides gilt nicht für Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz sowie für Veranstaltungen und Versammlungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge (insbesondere politische Veranstaltungen von Parteien einschließlich der Aufstellungsversammlungen zu Wahlen und Vorbereitungsversammlungen dazu sowie Blutspendetermine) dienen.

Folgende Regeln, die in älteren Allgemeinverfügungen festgelegt wurden, bestehen weiterhin:

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Kleine Schätze

14. Oktober 2020 by

Stadtgeschichtliches Seminar zu Hagener Denkmälern und Kunstwerken

Mit Denkmälern, Kunstwerken und „kleinen Schätzen“ im Hagener Stadtbild beschäftigt sich ein Seminar unter der Leitung von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff ab Dienstag, 27. Oktober, von 19.30 bis 21 Uhr bei der Volkshochschule Hagen (VHS) in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38. Insgesamt sind sechs Termine für den wöchentlich stattfindenden Kurs eingeplant.

Was haben der Eugen-Richter-Turm, die Fritz-Steinhoff-Skulptur am Rathaus und das Gervasius-Relief an der Marienkirche gemeinsam? Es handelt sich um Denkmäler, die an bedeutende Persönlichkeiten erinnern.

Wer genauer hinschaut, entdeckt noch mehr „kleine Schätze“ in Hagen. Dazu gehören etwa die vielen Skulpturen von Milly Steger oder die große Zahl an Wandbildern aus den 1950er-Jahren, die zum Teil von Emil Schumacher entworfen wurden. Über 250 besondere Schmuckstücke gibt es vor Ort. Ein Teil von ihnen ist während des Seminars auf Bildern zu sehen.

Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1010 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Werkstatt-Probe im Theater Hagen

14. Oktober 2020 by

Einführungsveranstaltung zur Premiere der Operette „Die Blume von Hawaii“

Als nächste Premiere präsentiert das Theater Hagen am 24. Oktober 2020 (19.30 Uhr, Großes Haus) die Operette „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham.

Eine Einführungsveranstaltung zu dieser Neuproduktion wird am 19. Oktober 2020 mit Beginn um 18.15 Uhr im Großen Haus angeboten, bei welcher die Besucher nicht nur Informationen zum Werk, zur Inszenierung und zur Ausstattung erhalten, sondern auch bei einer Probe dabei sein können. Das Produktionsteam und die Darsteller auf der Bühne freuen sich auf den Besuch und die Reaktionen des Publikums.

An der Theaterkasse sind kostenlose Eintrittskarten für diese Veranstaltung erhältlich, die auch telefonisch bzw. per Mail reserviert werden können. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet und unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 erreichbar. Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Warnstreik – Morgen kein Busverkehr

13. Oktober 2020 by

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst ist erneut ein Warnstreik angekündigt, von dem voraussichtlich auch die Hagener Straßenbahn AG am Mittwoch, 14. Oktober 2020, ganztägig stark betroffen ist.

Weitere Infos und Ersatzfahrpläne

Coronazahlen in Hagen weiterhin hoch

13. Oktober 2020 by

Stand: 13.10., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen

Streichquartett-Highlights mit dem Nodelman Quartett

13. Oktober 2020 by

2. Kammerkonzert im Theater Hagen

Die Besucher des 2. Kammerkonzerts am Sonntag, 18. Oktober 2020 (11.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) können sich auf die Darbietung von Streichquartett-Highlights in der Interpretation einer herausragenden kammermusikalischen Formation freuen: dem Nodelman Quartett (Foto: Denis Kryukov).

Dieses Ensemble, welches sich aus Misha Nodelman (Violine) und Evgeny Selitsky (Violine) sowie Andreas Kosinski (Viola) und Mark Mefsut (Violoncello) zusammensetzt, gilt als eines der besten Streichquartette des Landes und hat sich insbesondere aufgrund seiner intermedialen Projekte einen Namen gemacht.

Die verschiedenen Orchestern Nordrhein-Westfalens, darunter auch dem Philharmonischen Orchester Hagen, angehörenden Musiker präsentieren in diesem Konzert zunächst das berühmte Adagio des amerikanischen Komponisten Samuel Barber, welches nicht zuletzt durch seine Verwendung als Filmmusik populär wurde. Sodann stehen zwei bedeutende Werke der Literatur für diese Besetzung auf dem Programm: Wolfgang Amadeus Mozarts „Dissonanzenquartett“ KV 465 sowie Franz Schuberts „Rosamunde“-Quartett, dessen zweiter Satz auf der gleichnamigen Schauspielmusik dieses Komponisten basiert.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de.

Großes Interesse an Vortrag zum Umgang mit Rassismuserfahrungen

13. Oktober 2020 by

Warum ist es nach wie vor schwierig über Rassismus(erfahrungen) in Gesellschaft und Schule zu sprechen? Diese Frage stand im Fokus des Vortrags „Was wollen Sie mir eigentlich unterstellen? Die ‚Mitte der Gesellschaft‘ und der Umgang mit Rassismus(erfahrung)“ von Prof. Dr. Karim Fereidooni im Kultopia, der im Rahmen der Interkulturellen Woche von dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen organisiert wurde.

Im Anschluss an den etwa einstündigen Vortrag, in dem Prof. Dr. Fereidooni auf ausgewählte Ergebnisse rassismuskritischer Studien einging, fand ein reger Austausch der 45 Teilnehmer mit dem Referenten statt. Wegen des großen Interesses und der positiven Rückmeldungen plant das KI im nächsten Jahr weitere Veranstaltungen zu der Thematik.

Polizei und Ordnungsamt lösen Hochzeitsfeier auf

13. Oktober 2020 by

Ein Brautpaar aus Hagen hat gegen Corona-Auflagen verstoßen. Polizei und Ordnungsamt lösen die Hochzeitsfeier auf. (…)

Quelle: wp.de

Corona: Positive Fälle an fünf Hagener Schulen

12. Oktober 2020 by

Stand: 12.10., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

An dem Christian-Rohlfs-Gymnasium, der Erwin-Hegemann-Schule, der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule, der Gesamtschule Haspe und der Lieselotte-Funcke-Schule wurden am Wochenende neue Coronafälle bekannt. Das Gesundheitsamt steht mit den Schulen im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen der betroffenen Personen und testet ihr nahes Umfeld in den kommenden Tagen.

Kostenlose Coronatests für Urlauber

12. Oktober 2020 by

Freizeitvergnügen genießen oberste Priorität

Das Drive-In-Testzentrum in Altenhagen wird wieder geöffnet. Für die Dauer der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen (12. bis 23. Oktober) bietet das Gesundheitsamt der Stadt Hagen in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz Hagenerinnen und Hagenern, die innerhalb Deutschlands verreisen möchten, eine kostenlose Testung auf das Coronavirus an.

Obwohl erfahrungsgemäß Urlauber gerne direkt nach Schulschluss aufbrechen – das wäre am Freitag gewesen – finden die Testungen erst ab dem heutigen Montag, 12. Oktober, montags, dienstags, donnerstags und freitags von 13.30 bis 14.30 Uhr im Drive-In-Testzentrum auf dem Friedensplatz in Altenhagen statt. Die Menschen können ohne Termin kommen.

Das Angebot besteht ausschließlich für Personen, die in Hagen wohnen. Mitzubringen ist ein Personalausweis, aus welchem der Wohnsitz ersichtlich ist. Außerdem muss ein Nachweis vorgelegt werden, aus welchem ersichtlich wird, dass die zu testenden Personen tatsächlich in einem innerdeutschen Ort Urlaub gebucht haben (zum Beispiel eine Buchungsbestätigung).

Für Hagener, die aus beruflichen Gründen verreisen und woanders übernachten müssen (beispielsweise Monteure), besteht dieses kostenlose Angebot allerdings nicht. Damit wird wieder einmal Freizeitaktivitäten eine Priorität eingeräumt. Bereits in der Vergangenheit wurden Kirmesveranstaltungen und Diskotheken, deren Betrieb laut Corona-Schutzverordnung generell nicht zulässig ist, mit dem Segen aus der obersten Rathausetage einfach umbenannt und konnten so stattfinden.

„Das gibt‘s nur im Ruhrgebiet“

12. Oktober 2020 by

Hagener Autorin hat 120 Besonderheiten im Revier zusammengetragen

Auf den Spuren der weißen Frau wandeln, die ältesten Saurierspuren finden, aus dem Fenster einer Cupola schauen wie Astronauten, das kann man nur im Ruhrgebiet. Diese und viele andere Beispiele finden sich in dem neuen Buch der Hagener Autorin Birgit Ebbert, „Das gibt’s nur im Ruhrgebiet“, das jetzt gerade im Emons Verlag erschienen ist (Foto: B. Ebbert).

„Ehe ich ins Ruhrgebiet gezogen bin, habe ich im Münsterland, im Rheinland und in Baden-Württemberg gelebt, da fällt einem dann schon auf, was im Ruhrgebiet besonders ist“, erklärt die Wahlhagenerin, die seit über 20 Jahren im Ruhrgebiet wohnt.

„Als der Verlag mir das Projekt anbot, wusste ich gleich, was auf jeden Fall in dem Buch enthalten sein würde: der Spaghetti-Knoten“, verrät Birgit Ebbert. Ob Traumlandpark in Kirchhellen, Schiffshebewerk Henrichenburg oder Marler Stern, das Ruhrgebiet war in der Familie der Autorin schon immer ein beliebtes Ausflugsziel.

Auch wenn sie einige Besonderheiten des Reviers im Kopf hatte, hat Birgit Ebbert sich auf die Suche gemacht nach Dingen, die es nur im Ruhrgebiet gibt, über soziale Medien, durch eine Umfrage bei allen 53 Orten der Metropole Ruhr und den Ruhr-Institutionen und die Lektüre vieler Bücher und Zeitschriften. „Manchmal dachte ich, ich hätte etwas Außergewöhnliches gefunden, um dann beim Gegencheck zu erkennen, dass das, was wir einzigartig finden, woanders selbstverständlich ist.“

Am Ende hatte sie trotzdem 120 Besonderheiten aus der Region beisammen, die sie in wenigen Sätzen beschrieben hat, um die Neugier zu wecken und zu zeigen, dass das Revier viel besser ist als sein Ruf. „In meiner Stuttgarter Zeit habe ich erlebt, wie das Ruhrgebiet gesehen wird: eng, düster, mit schlechter Luft“, weiß die Autorin, die mit dem Buch beweisen möchte, dass die Region zwischen Niederrhein und Sauerland eine lebendige Metropole mit Natur, Kultur und einzigartiger Industriegeschichte ist.

Birgit Ebbert: Das gibt’s nur im Ruhrgebiet. Emons Verlag 2020, ISBN 978-3-7408-0943-0, 12 Euro

Sprunghafter Anstieg: 28 neue Corona-Fälle

11. Oktober 2020 by

Stand: 11.10., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Breckerfeld: Nach Kinnschlag vollzieht Ratsherr Kehrtwende

11. Oktober 2020 by

Wolfgang Duchscherer wollte nach einem Kinnschlag vor der Kommunalwahl in Breckerfeld zurücktreten. Jetzt hat er seine Meinung geändert. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Ein Panoptikum auf dem Dorfe in mehreren Akten. Bürgerengagement sei eine der Stärken der Hansestadt Breckerfeld (9.000 Einwohner) und das mache ihre Attraktivität aus, lobt sich die Gemeinde auf ihrer Website. Vor langer Zeit begehrt und berühmt gewesen sei ein Kurzdolch namens „Breckerfelder“. Später mag man sich auch nach festen Regeln mit Pistolen in romantischen Landschaften duelliert haben. Aber heute wird das „Bürgerengagement“ eher mit Fäusten auf öden Parkplätzen ausgetragen, wie man inzwischen weiß.

Der dort Kinngeschlagene, der Breckerfelder Ratsherr Jürgen Niehaus, rückte einst, es war 2009, auf dem Ticket der Grünen in die Bürgervertretung ein. Denen kehrte er 2017 den Rücken, nahm sein Mandat mit und schloss sich der ebenfalls im Rat vertretenen Wählergemeinschaft an. Die platzierte ihn vor der diesjährigen Kommunalwahl auf Platz 1 ihrer Reserveliste.

Der zweite Akteur im Breckerfelder Kuriositätenkabinett, der Kinnschläger Wolfgang Duchscherer, ist seit drei Jahrzehnten bei den dortigen Grünen aktiv und war bei der Kommunalwahl 2020 ihr Spitzenkandidat. Dann aber kam der 22. August, ein Samstag.

Es begab sich also zu der Zeit, dass wohl ein Gebot der Gattinnen ausging, dass Einkäufe für das Wochende zu erledigen seien. Diese Direktive endete in einem folgenschweren Zusammentreffen zwischen dem Ex-Grünen Niehaus und dem Noch-Grünen Duchscherer auf dem Parkplatz des örtlichen Edeka-Supermarktes.

Nach einer verbalen Auseinandersetzung setzte Duchscherer zu einem Hieb auf das Kinn seines Kontrahenten an und Niehaus ging in die Horizontale. Ob die Herren ihre Einkäufe schon erledigt hatten oder sie diese nach dem Showdown noch erledigen konnten, ist nicht überliefert.

Drei Tage nach dem Vorfall am „Windmühlencenter“ vor den Toren des Schlaf-Örtchens auf den Höhen oberhalb von Hagen erklärten die Grünen, dass Duchscherer sein Amt als Fraktionsvorsitzender niederlegen und ein neues Mandat nicht annehmen werde. Jetzt also der Rücktritt vom Rücktritt: Während die Breckerfelder Grünen-Fraktion ihren dann Ex-Chef zukünftig nicht mehr in ihren Reihen sehen will, wird Duchscherer, der mit 25,8 Prozent bei den Wahlen am 13. September das beste Ergebnis für die Grünen holte, wohl als fraktionsloses Ratsmitglied weitermachen.

Bereits am Freitag war bekannt geworden, dass Jürgen Niehaus, der Kinngeschädigte vom Supermarkt-Parkplatz, nicht in den neuen Stadtrat einziehen wird. Der Niedergestreckte, der von seiner Wählergemeinschaft eigentlich als Fraktionsvorsitzender auserkoren war, gab nicht näher spezifizierte „gesundheitliche Gründe“ für seine Absage an.

Das ist schade, denn politische Auseinandersetzungen (wenn es sich denn im vorliegenden Falle um solche handeln sollte, was nicht so recht bekannt ist) wären auch im Breckerfelder Rat durchaus noch ausbaufähig, wie folgendes Beispiel zeigt:

Corona in Hagen – Stand: 10.10.

10. Oktober 2020 by

Tests weiterhin beim Hausarzt

Grafik: Stadt Hagen.

Wo kann ich mich auf COVID-19 testen lassen? Diese Frage beschäftigt viele Hagenerinnen und Hagener insbesondere mit Blick auf die bevorstehenden Herbstferien. In diesem Zusammenhang weist die Stadt Hagen noch einmal darauf hin, dass die Hausarztpraxen weiterhin für Testungen auf das Coronavirus zuständig sind – unabhängig davon, ob die Person eine Urlaubsreise antreten möchte oder typische Krankheitssymptome aufweist. Der Rettungsdienst sollte nur im Notfall bei akuten schweren Krankheitsverläufen verständigt werden.

Diskriminierung der „Zigeuner“ hält bis heute an

10. Oktober 2020 by

„Sinti und Roma erleben Diskriminierung bis heute auf unterschiedliche Weise“, so Güler Kahraman, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen. (…)

Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien werde von der Hagener Mehrheitsbevölkerung negativ wahrgenommen und mit Diebstahl, Unsauberkeit und Bildungsferne assoziiert, so Kahraman. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Diese Wahrnehmung hat die Hagener Einheitspresse mit diversen Artikeln nicht unwesentlich befeuert. Vorneweg dabei der Autor des verlinkten Beitrags, Hubertus Heuel, der in der Vergangenheit auch nicht vor offensichtlichen Falschmeldungen zurückschreckte, um seinen Obsessionen Nachdruck zu verleihen (siehe hier oder hier). Aber Heuel, der zuvor auch schon in anderen Zusammenhängen negativ aufgefallen war – zum Beispiel als Sympathisant von Rockerbanden – ist nicht der einzige Vertreter aus dem Stall der hiesigen Funke-Medien, der solche Fake-News absondert. Auch der auf Krawall- und Blaulichtmeldungen ausgerichtete freie WPWR-Mitarbeiter Alex Talash mischt gelegentlich kräftig mit (siehe hier).

Breckerfeld: Niehaus nimmt sein Ratsmandat nicht an

10. Oktober 2020 by

Jürgen Niehaus, Spitzenkandidat der Wählergemeinschaft Breckerfeld, nimmt sein Ratsmandat nicht an. Gesundheitliche Gründe geben den Ausschlag. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Mann, der von einem grünen Fausthieb niedergestreckt wurde.

KunstTour zur Caspar David Friedrich-Ausstellung

10. Oktober 2020 by

Caspar David Friedrich, Lebensstufen, um 1834. Foto: InGestalt Michael Ehritt

Die nächste „KunstTour“ der Volkshochschule Hagen (VHS) führt am Samstag, 14. November, von 11 bis etwa 18 Uhr zur Ausstellung „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“ in das Museum Kunstpalast nach Düsseldorf. Treffpunkt ist um 11 Uhr in der Halle des Hauptbahnhofes Hagen.

Zu Lebzeiten stand Caspar David Friedrich, der bedeutendste Künstler der deutschen Frühromantik, in einer spannungsvollen Beziehung zu verschiedenen Vertretern der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Das Verhältnis war von Kritik und Polemik, aber auch von Anerkennung geprägt. Ab den 1820er-Jahren verlor Friedrichs Werk an Popularität und geriet schließlich in den Schatten der aufstrebenden Düsseldorfer Malerschule.

Die rund 120 Werke umfassende Ausstellung veranschaulicht diesen Geschmackswandel von der Frühromantik zu den Anfängen des Realismus. Erstmals tritt die sächsische Landschaftsmalerei in einen Dialog mit den Arbeiten der Düsseldorfer Malerschule. Etwa 30 Gemälde und 20 Zeichnungen Caspar David Friedrichs sowie Bilder seiner Dresdener Kollegen werden der Malerei der Düsseldorfer Künstler gegenübergestellt. Eine professionelle Führung durch die Ausstellung ist Teil der „KunstTour“.

Der Ausflug endet gegen 18 Uhr wieder am Hagener Hauptbahnhof. Informationen und Anmeldungen zu der Veranstaltung mit der Nummer 2010 gibt es bei der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de.


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