Enger Takt, neue Linien: Viel Neues im Bus-Netz in Hagen

15. November 2019 by

Neue Linienführungen, dichterer Takt, ausgeweitetes Angebot auch zu jenen Zeiten, in denen bislang weniger Busse fuhren: Auf die Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs kommen mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember zahlreiche Änderungen zu. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

Es ist höchste Zeit für eine Busspur in Hagen

Das beste Busnetz verpufft effektfrei, wenn sich die Busse genau wie jedes Auto zu den Stoßzeiten durch die Straßen quälen müssen. Ein attraktiver Nahverkehr ist schnell. Im Feierabendverkehr sogar schneller als der Individualverkehr. Dafür braucht es eine Vorrangschaltung an Ampeln und auf allen Hauptverkehrsachsen Spuren, die nur von Bussen und Fahrrädern genutzt werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Diesem Kommentar von WPWR-Redakteur Jens Stubbe ist nichts hinzuzufügen. Es scheint so, dass auch im Pressehaus (unter dem Druck drohender richterlicher Entscheidungen, Stichwort: Fahrbeschränkungen in der City) langsam ein Umdenken weg von der Ideologie hin zur Vernunft stattfindet. Zu wünschen wäre es jedenfalls.

Zukunft von Freibad in Henkhausen ungewiss

15. November 2019 by

Der Hohenlimburger Schwimmverein bittet um Hilfe: Langfristig sei der Badebetrieb in Henkhausen nicht gewährleistet. (…)

Der Hohenlimburger Schwimmverein betreibt das Freibad mit einem Gesamtetat von rund 275.000 Euro fast ausschließlich durch den Einsatz von Ehrenamtlichen. Nur ein Bademeister ist hauptamtlich tätig, hier sind zuletzt die Personalkosten gestiegen. Hinzu kommen unter anderem erhöhte Energiekosten. Die Situation spitzte sich zu, so Heinz-Werner Schroth, Geschäftsführer des Schwimmvereins. „Für Hohenlimburg wäre es das schlimmste, wenn es in ein paar Jahren weder das Lennebad, noch das Freibad gebe — und dieser Umstand ist nicht mehr weit entfernt“. (…)

Quelle: wp.de

Was ist los in Lateinamerika?

15. November 2019 by

Informationsveranstaltung von attac

In den letzten Wochen gab es zahlreiche Meldungen zu Ereignissen in Lateinamerika. Proteste, Ausnahmezustand, Tote und Verletzte in Ecuador und Chile, Wahlsieg der progressiven Frente para todos in Argentinien und Wahl einer fortschrittlichen Regierung in Mexiko, Wahl und gewalttätige Auseinandersetzungen in Bolivien, Rücktritt des Präsidenten in Bolivien …

Lateinamerika-Kennerin Kerstin Sack beleuchtet die Ursachen und Auswirkungen der Ereignisse: Den Machtkampf zweier wirtschaftlicher und sozialer Modelle, zwischen Neoliberalismus und Reformprojekten. Die Rolle des Internationalen Währungsfonds und seine „Reformprojekte“ sowie den Widerstand dagegen.

Außerdem soll auf die Rolle der USA, der EU und der Medien in diesem Machtkampf eingegangen werden. Nach dem Vortrag lädt attac zur Diskussion ein.

Die Referentin Kerstin Sack ist Lateinamerika-Expertin, Mitglied von attac und Autorin bei amerika21.

Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, den 20. November, um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestr. 14. Der Eintritt ist frei.

Haus Busch vor dem Aus?

14. November 2019 by

Trägerverein des Journalistenzentrums in Insolvenz

Der Träger des Hagener Journalistenzentrums Haus Busch, der Verein für Zukunfts-Qualifikation e.V., ist offenbar am Ende. Nach Angaben des zuständigen Amtsgerichts Hagen läuft ein Insolvenzeröffnungsverfahren. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde gestern der Fachanwalt für Insolvenzrecht Hassan Ben Djemia aus Herdecke bestellt.

Seit 1974 residiert das Deutsche Institut für publizistische Bildungsarbeit im Haus Busch. In dem Institut werden Journalisten in Kurzzeitkursen aus- und weitergebildet. Bereits 2005 stand das Journalistenzentrum schon einmal vor der Insolvenz. Danach übernahm der gemeinnützige Verein die Trägerschaft.

Hagen verplempert Tausende Euros für zu teure Lagerhallen

14. November 2019 by

Hat die Stadt Hagen über Jahre Tausende Euros für die Anmietung von privaten Lagerflächen verplempert, obwohl ein städtisches Tochterunternehmen den gleichen Service zum halben Preis anbietet? Diesem Verdacht sieht sich aktuell der Fachbereich Jugend und Soziales unter der Regie von Dezernentin Margarita Kaufmann ausgesetzt. Entspechend hat die SPD-Fraktion für die kommende Ratssitzung (14. November) einen Beschlussvorschlag formuliert, wonach das Ressort umgehend seine Anmietungspraxis auf neue Füße stellen soll. (…)

Daraufhin wurden ab 15. Dezember 2015 in der Rehstraße kurzerhand 800 Quadratmeter in einem Lagerhaus der Spedition Priller für 1904 Euro/Monat (2 €/qm + MWSt) angemietet. Ein unbefristeter Kontrakt, für den die Stadt bislang gut 90.000 Euro an Priller-Geschäftsführer Christoph Purps, zugleich CDU-Kreisvorsitzender, überwiesen hat. (…)

Erst fünf Monate später kamen weitere 1600 Quadratmeter Lagerfläche bei der städtischen Tochtergesellschaft Werkhof in der Obernahmer hinzu. Dort gibt es seitdem die Unterstellmöglichkeit für Mobiliar aller Art sogar zum halben Preis (1 €/qm). Und es wären für den Spartarif sogar weitere Flächen zu haben: „Die Kapazitäten sind da“, bestätigt Werkhof-Geschäftsführer Ralph Osthoff (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Und wieder ist der Name Purps im Spiel (siehe: CDU-Purps: GWG-Abriss im Geschäftsinteresse?).

Heftige Turbulenzen beim Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach

14. November 2019 by

Der Spezialstahlhersteller Schmolz und Bickenbach (S+B) und das Tochterunternehmen Deutsche Edelstahlwerke (DEW) mit fünf Standorten in Nordrhein-Westfalen erleben laut Vorstandsvorsitzendem (CEO) Clemens Iller zur Zeit „einen perfekten Sturm, momentan vielleicht sogar einen Hurricane“. (…)

Die Krise in der Stahlindustrie sei noch ausgeprägter als erwartet. An den Standorten Witten, Hattingen, Hagen, Siegen und Krefeld wird nach demnach in Kurzarbeit gearbeitet. Leiharbeit wurde weitgehend abgebaut. (…)

„Es ist eine äußerst schwierige Situation, in der wir uns befinden“, sagt Vorstand lller offen. Dazu trägt Eigentümerstreit zwischen dem Schweizer Großaktionär Martin Haefner und dem russischen Milliardär Viktor Vekselberg. Haefner will die Liwet Holding AG, an der Vekselberg wesentlich beteiligt ist, als größten Anteilseigner des Stahlkonzerns S+B ablösen. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu nochmal:

Oligarch steigt in Wehringhausen ein

Schostakowitsch, Kabalewski und Rachmaninoff

14. November 2019 by

Drittes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Im dritten Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 19. November 2019 um 19.30 Uhr in der Stadthalle Hagen ist erneut der britische Weltklasse-Cellist Steven Isserlis (Foto: Jean-Baptiste Millot) zu Gast, der durch seine herausragende Technik und außerordentliche Musikalität sein Publikum stets begeistert. Auf dem Programm stehen drei Komponisten, deren Leben stark durch das stalinistische Sowjetregime beeinflusst wurde – und das in unterschiedlichen Ausprägungen.

Dmitri Kabalewski stellte sich in den Dienst des Regimes und übernahm zeitlebens zahlreiche politische Ämter. Sein zweites Cellokonzert aus dem Jahre 1964 zeichnet sich durch eine mystisch düstere Stimmung und durch folkloristische Anklänge aus.

Dmitri Schostakowitsch hingegen hat sein Leben lang mit dem politischen Regime gerungen, das ihn mit Verbot und Verfolgung strafte, aber zeitweise auch als Großmeister feierte. Seine rasante „Festliche Ouvertüre“ schrieb er 1947 in nur drei Tagen anlässlich von Jubiläumsfeierlichkeiten zur Oktoberrevolution.

Der dritte und älteste im Bunde, Sergei Rachmaninoff, verbrachte die letzten 25 Jahre seines Lebens im Exil in den USA. Seine klangfarbenreiche Sinfonie Nr. 2 wurde zuvor mit großem Erfolg 1908 in St. Petersburg uraufgeführt.

Die musikalische Leitung dieses vom Theaterförderverein Hagen e.V. unterstützten Konzertes hat Generalmusikdirektor Joseph Trafton.

Parallel zur Einführung für Erwachsene um 18.45 Uhr (Kleiner Saal, Eintritt frei) wird unter dem Titel „Sinfonikus“ auch eine interaktive Einführung für 8-12-Jährige im Sinfonium angeboten, in welcher die jungen Besucher*innen auf spielerische Weise gemeinsam musikalische Meisterwerke entdecken und die dabei eingesetzten Instrumente hautnah erleben und kennenlernen. Der Eintritt beträgt 12 Euro und beinhaltet die Teilnahme am „Sinfonikus“ sowie den Besuch des Konzertes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331/207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331/207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Rassismus light mit Knöllchen

13. November 2019 by

Hagener AfD stellt eine Anfrage

Schaftstiefel sind von gestern, heute ist die Hundekrawatte als ein Markenzeichen moderner deutscher Rechtsextremisten en vogue. Auch wenn die ab und zu einen „Vogelschiss“ in der „1000-jährigen“ Geschichte Deutschlands abbekommt. Die Alternative für den gemeinen bundesrepublikanischen Rassisten fordert deshalb heutzutage auch nicht plump „Kauft nicht bei Juden“, sondern geht den bürokratisch geordneten Weg über die Strassenverkehrsordnung.

Unter dem unverfänglichen Titel „Verkehrsverstöße – EU-Bürger“ hat die Hagener Fraktion der AfD für die Ratssitzung am Donnerstag eine Anfrage eingereicht. Sehr schnell wird aber deutlich, welche Zielgruppe hier eigentlich gemeint ist: es geht um die „Verfolgung von Verkehrsvergehen rumänischer und bulgarischer Fahrzeughalter“.

Da will es die AfD ganz genau wissen: Wieviele Verkehrsverstöße und Ordnungswidrigkeiten wurden bekannt? Wieviel Verfahren wurden eingestellt und wieviel Prozent davon konnte die Stadt Hagen nicht ahnden?

Und – hier machen sich die Blaulackierten plötzlich Sorgen um den städtischen Haushalt: Welche Verluste hat die Stadt Hagen dadurch in Summe?

Die AfD beruft sich in ihrer Anfrage auf Zahlen aus Duisburg. Dort sind z.B. wegen der Nähe zur Grenze auch viele Fahrzeuge aus den Niederlanden unterwegs.

Mit dem Nachbarland findet aufgrund einer bilateralen Vereinbarung bei Parkvergehen, und um solche handelt es sich bei den Verwarnungen in der Regel, ein Austausch der Halterdaten statt. Mit fast allen anderen europäischen Staaten, also nicht nur mit Rumänien und Bulgarien, gibt es kein entsprechendes Abkommen; Knöllchen können also nicht eingetrieben werden, eine Ausnahme bildet die Schweiz.

Bei schwerwiegenden Verkehrsverstößen (z. B. Überfahren einer roten Ampel, Trunkenheit im Straßenverkehr) findet aufgrund einer europäischen Richtlinie mit den meisten Ländern, einschließlich Bulgarien und Rumänien, bereits heute ein Austausch von Halterdaten statt, so dass in diesen Fällen Maßnahmen ergriffen werden können.

Diese einfach zu recherchieren Fakten erwähnt die AfD, die bisher – erwartungsgemäß – nichts Substantielles zur Lösung kommunaler Probleme beigetragen hat, deren Fraktion aber mit Steuergeldern üppig ausgestattet ist (laut Haushaltsplan 2019 mit 125.000 Euro), natürlich nicht. Ihr geht es auch nicht um Verkehrsvergehen. Ihr geht es um „Rumänen und Bulgaren“, in (speziell lokalen) Medien und rechten Kreisen das aktuelle Synonym für „Zigeuner“.

Da muss dann in bester Tradition zur Not eben die Strassenverkehrsordnung herhalten. Auch in der „Vogelschiss“-Ära ging bekanntlich alles seinen bürokratischen Gang – inklusive Fahrkartenverkauf für die Viehwaggons Richtung Auschwitz.

Wehringhausen verändert sein Gesicht – und wenige interessiert’s

13. November 2019 by

In den Hagener Stadtteil Wehringhausen fließen seit drei Jahren viele Millionen Euro für den Stadtumbau. Um die Bürger immer wieder auf dem aktuellen Stand zu halten, findet einmal im Jahr eine Stadtteilkonferenz statt. Doch kaum Bürger beteiligten sich. (…)

Lediglich knapp 40 Personen fanden sich am Samstag um 14 Uhr in den Räumen der katholischen Gemeinde St. Michael ein. Viele von diesen waren Mitarbeitende der Stadt oder der sozialen Dienste, die ihre Projekte und Ergebnisse vorstellten. Dazu einige ehrenamtlich Aktive und Politiker – und nur eine Handvoll interessierte Bürgerinnen und Bürger. (…)

Quelle: t-online.de

Spielfilme beeinflussen Blick auf den Zweiten Weltkrieg

13. November 2019 by

Mit einer Studie zu Kriegsfilmen habilitierte sich Jun.-Prof. Irina Gradinari an der FernUni. Nun erhielt sie ihre Lehrbefugnis

Seit jeher beeinflusste das Kino die Erinnerungskultur und damit auch das Selbstbild von Gesellschaften. Das Foto von 1930 zeigt Dreharbeiten eines Tonfilms über den Ersten Weltkrieg. Foto: Bundesarchiv, Bild 102-09557 / CC-BY-SA 3.0

Filme als Medien kollektiver Erinnerung, mit Fokus auf dem Zweiten Weltkrieg, waren das Thema der Habilitation von Prof. Dr. Irina Gradinari: „Ich habe sowjetische, ostdeutsche und bundesdeutsche Kriegsfilme verglichen – hauptsächlich aus dem Zeitraum von 1945 bis 1990.“

Aus Sicht der Forscherin bestimmen die Kriegsfilme maßgeblich, wie eine Gesellschaft ihre Vergangenheit wahrnimmt und ausdeutet. „Ohne dieses Medium, das so stereotyp und zitatenhaft ist, gäbe es das Phänomen des ‚kollektiven Gedächtnisses‘ gar nicht“, umreißt Gradinari die Ausgangsthese ihrer Habilitationsschrift.

Um ihre Annahme zu belegen, hat sie in über hundert Spielfilmen aus der DDR, UdSSR und BRD nach Strukturen gesucht, die auf die Erinnerung der Menschen in den jeweiligen Systemen eingewirkt haben. Dabei konzentrierte sie sich vor allem auf populäre Mainstream-Produktionen. Deren Stellenwert ist für sie unumstritten: Mit der Eingängigkeit und Reichweite von Kino und Fernsehen konnte es kein anderes zeitgenössisches Medium aufnehmen – auch nicht die Belletristik oder die wissenschaftliche Geschichtsschreibung.

Über die Jahre verfestigten die Filme in den drei Systemen bestimmte Konsensvorstellungen vom Zweiten Weltkrieg. Gewisse Muster wurden – mit kleinen Änderungen – immer wieder reproduziert. Egal ob in Russland, Ost- oder Westdeutschland: An die Kinokassen kam das Publikum stets mit vorgeformten Erwartungen, die es zu erfüllen galt. „Aufgrund der hohen Produktionskosten leistete man sich bei den Kriegsfilmen kaum Experimente. Die Regie schaute genau darauf, was bisher in den Ländern erfolgreich war.“

Gradinari betont jedoch, dass die Filme obwohl sie vom Zweiten Weltkrieg handeln, vor allem etwas über die Zeit aussagen, in der sie entstanden sind. „Was wir dort sehen, ist eigentlich nicht die Vergangenheit! Kriegsfilme werden immer in Bezug auf die aktuelle politische Ordnung produziert.“

Zwar ist im bundesdeutschen Kriegsfilm der Holocaust ein wiederkehrendes Thema, in sowjetischen Produktionen der „glorreiche Sieg“ über die Nazis und im DDR-Kriegsfilm die antifaschistische Idee. Eigentlich aber schreiben die Filme die vergangenen Ereignisse im „Dienst der Gegenwart“ um. So drehen sie sich im Grunde um Versöhnungsstrategien, verhandeln den Kalten Krieg, oder stellen die sowjetische Präsenz in der DDR in Frage.

Diskriminierung und Teilhabe von Roma und Sinti

13. November 2019 by

Was bedeutet die anhaltende Diskriminierung für eine gleichberechtigte Teilhabe von Roma und Sinti in der Gegenwart? Mit dieser Frage beschäftigt sich Alexander Diepold in dem Vortrag „Zwischen Diskriminierung und Teilhabe – Roma und Sinti in der Gegenwartsgesellschaft“ des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen am Dienstag, 19. November, von 18 bis 20 Uhr in der Jüdischen Gemeinde Hagen, Potthofstraße 16.

Nach wie vor ist die Lebenssituation von vielen Angehörigen der Roma und Sinti in Europa von Diskriminierung, Ausgrenzung und Abschiebung ins Abseits geprägt. Zugänge zu angemessenem Wohnraum, guter gesundheitlicher Versorgung, zu Bildung und Arbeit sind europaweit erheblich eingeschränkt oder sogar verschlossen. Die dauerhafte und scheinbar nicht auflösbare Diskriminierung unter dem Begriff „Antiziganismus“ von allen Ländern der Europäischen Union wird als besonders problematisch benannt, die eine gelingende Inklusion verhindert.

Alexander Diepold, Diplomsozialpädagoge, Familiengerichtsgutachter und Antigewalttrainer, beleuchtet in seinem Vortrag das Spannungsverhältnis zwischen Diskriminierung und Teilhabe von Roma und Sinti.

Anhand von Beispielen konkretisiert er Diskriminierungen, die ihm und Marko Knudsen, Mitglied des Integrationsbeirates der Hansestadt Hamburg und Vorsitzender im Europäischen Zentrum für Antiziganismusforschung, im Rahmen ihrer sozialen Tätigkeit mit Roma und Sinti begegnen. Zudem soll ein Filmdokument eines Münchener Vorfalls exemplarisch zeigen, wie tief der Rassismus in der Mehrheitsgesellschaft verwurzelt ist. Im Anschluss an den Vortrag sind Interessierte zu einer Diskussion mit Alexander Diepold und Marko Knudsen eingeladen.

Sozialdezernentin Margarita Kaufmann eröffnet die Veranstaltung mit einem Grußwort. Einlass ist um 17.45 Uhr, Beginn um 18 Uhr. Für weitere Fragen steht Dr. Dominik Schreiber, Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, unter Telefon 02331/207-3707 oder per E-Mail an dominik.schreiber@stadt-hagen.de zur Verfügung.

Integrationspreis: Bis Freitag Vorschläge einreichen

13. November 2019 by

Der Integrationsrat der Stadt Hagen zeichnet im Rahmen des Neujahrsempfangs 2020 erneut engagierte Menschen aus, die sich um Integration in Hagen verdient gemacht haben. Für den Integrationspreis können Einzelpersonen ab 18 Jahren, Gruppen oder Institutionen noch bis Freitag, 15. November, vorgeschlagen werden.

Als Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement gibt es ein Preisgeld in Höhe von bis zu 250 Euro. Die Vorschläge müssen mit einer kurzen Begründung schriftlich bei der Geschäftsstelle des Integrationsrates im Kommunalen Integrationszentrum, Faten Alzahr, Berliner Platz 22, 58089 Hagen, oder per E-Mail an faten.alzahr@stadt-hagen.de eingereicht werden. Eigenbewerbungen werden nicht berücksichtigt. Die Preisverleihung findet am 8. Februar um 16 Uhr im Rathaus statt.

SPD: Keine Inlandsflüge mehr für OB & Co

12. November 2019 by

Erst kürzlich flog der Oberbürgermeister gemeinsam mit weiteren Mitarbeitern der Verwaltung nach einem Besuch der Immobilienmesse EXPO REAL von München nach Dortmund zurück. Terminliche Gründe, so gab der Oberbürgermeister auf Anfrage der SPD-Ratsfraktion an, sei der Anlass für die Wahl des Transportmittels Flugzeug gewesen.

Für die kommende Ratssitzung am 14. November stellt die SPD einen Antrag, der das in Zukunft ausschließen soll:

Inländische Dienstreisen städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Tochtergesellschaften werden ab sofort nicht mehr mit dem Flugzeug absolviert. In Abwägung von Klimaschutz und möglicher verlängerter Reisezeit ist bei inländischen Reisen die Deutsche Bahn als Verkehrsmittel zu bevorzugen. Der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit (Reisekosten, Reisezeit, nötige Übernachtungen) ist daher zu vernachlässigen.

Die SPD-Fraktion begründet ihren Antrag damit, dass das Flugzeug „nach wie vor zu den Verkehrsmitteln mit dem höchsten CO2-Ausstoß“ gehört. Jede Flugreise, insbesondere die Kurzstrecken, seien somit eine starke Belastung für unser Klima. Daher seien umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie der Bahn der Vorzug zu geben.

Schlussfolgerung: „Die Stadtverwaltung Hagen nimmt damit ihr Bekenntnis zum beschlossenen Klimanotstand aktiv wahr und beweist, dass ihr Eintreten für mehr Umwelt-und Klimaschutz mehr als nur ein Lippenbekenntnis ist.“

Sozialer Dienst zieht Mitarbeiter aus Hohenlimburg ab

12. November 2019 by

Vier Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) räumen ihre Arbeitsplätze im Hohenlimburger Rathaus und arbeiten künftig von Hagen-Stadtmitte aus. (…)

Die Ankündigung, Mitarbeiter aus Hohenlimburg abzuziehen, stieß besonders in der Fraktion „Bürger für Hohenlimburg“ auf deutliche Kritik. „Die volle Präsenz ist erforderlich, um optimal arbeiten zu können. Es geht um Vernetzungsarbeit, Präventionsarbeit und niederschwellige Angebote vor Ort“, so Frank Schmidt, Ratsherr und Mitglied der Bezirksvertretung. (…)

Quelle: wp.de

Hegels Rechtsphilosophie im Kreuzverhör

12. November 2019 by

Elf Referentinnen und Referenten aus sieben Ländern diskutierten an der FernUni über die „Grundlinien der Philosophie des Rechts“

Georg Wilhelm Friedrich Hegels „Grundlinien der Philosophie des Rechts“ gelten als Klassiker der Rechtsphilosophie. Das Werk feiert im kommenden Jahr seinen 200. Geburtstag und liefert nach wie vor Stoff für fächerübergreifende Diskussionen.

Die Tagung war Teil der Veranstaltungsreihe „Hagener Forschungsdialog“. Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschaftler sowie Philosophinnen und Philosophen sind fachübergreifend in den Dialog getreten, um sich über zentrale Thesen der Hegelschen Rechtsphilosophie auszutauschen. In Vorträgen schilderten sie ihre jeweiligen Positionen und schafften Anknüpfungspunkte für kontroverse Diskussionen.

Die Tagung eröffnet hat der französische Hegel-Experte Prof. Dr. Jean-François Kervégan von der Sorbonne in Paris mit seinem Vortrag „Sittlichkeit und sittliches Leben in Hegels Lehre des objektiven Geistes“. Damit machte er auf aktuelle Brennpunkte der internationalen Hegel-Debatte aufmerksam. Das Stichwort „Moralität“ nahm die Regensburger Juristin Prof. Dr. Katrin Gierhake auf, die die Rolle moralischer Selbstreflexion in der Strafrechtsbegründung bei Hegel untersuchte.

Unterschiede zwischen Hegel und Kant zeigte Prof. Dr. Markus Rothhaar in seinem Vortrag „Hegels Kritik der Moralität und die Alternative der Sittlichkeit“ auf. Die Hegel-Tagung in Hagen war für den Forscher nicht nur thematisch ein Heimspiel. Von 2010 bis 2013 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der FernUniversität tätig und ist nun nach einer Professur an der KU Eichstätt als Privatdozent wieder zurück in Hagen.

Theater Hagen spendet

12. November 2019 by

Am 13. Juli 2019 fand als Benefizgala-Abend die erste „Regenbogengala“ im Theater Hagen vor fast ausverkauftem Haus statt.

Das Publikum zeigte sich begeistert von der glanzvollen und facettenreichen, spartenübergreifenden Veranstaltung, bei welcher internationale Gäste (Gesang und Tanz) sowie Gesangssolisten und der Chor des Theaters Hagen, das Ballett Hagen und das Philharmonische Orchester Hagen ohne Gage auftraten.

Der Erlös (Einnahmen und Spenden) von insgesamt 11.000 Euro konnte nun zu gleichen Teilen an die AIDS-Hilfe Hagen e.V. sowie an Luthers Waschsalon überwiesen werden. Damit unterstützt das Theater die größtenteils durch Ehrenamtliche getragene, wichtige Arbeit dieser beiden Institutionen.

Bürger diskutieren über Wehringhausens Zukunft

11. November 2019 by

Bei der Stadtteilkonferenz geht es um die Zukunft von Hagen-Wehringhausen. An bisher umgesetzten Projekten gibt es auch Kritik. (…)

„Ich höre oft Kritik gegenüber den Bauprojekten, weil der Lenkungskreis Empfehlungen abgegeben und die Stadt diese nicht angenommen hat“, sagt Silvia Loosen, „es wird viel versucht, um diesen Stadtteil lebenswert zu machen, aber am Bodelschwinghplatz gibt es meiner Meinung nach zu viel Beton. Ich finde es natürlich super, dass mehr für Barrierefreiheit getan wird und der Verkehr rund um Spielplätze abnimmt. Aber ich fände es schön, wenn aus dem Schlachthofgelände zum Beispiel etwas gemacht werden würde.“ (…)

Quelle: wp.de

Hagen beweist weiterhin Mut zur Hässlichkeit

10. November 2019 by

Stadtentwicklungsausschuss lehnt Gestaltungsbeirat ab

Die von den Planern des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts“ (ISEK) vorgeschlagene Einrichtung eines Gestaltungsbeirats für Hagen ist vom Stadtentwicklungsausschuss (StEA) einstimmig abgelehnt worden.

Dabei war im ISEK-Entwurf bereits sehr zurückhaltend formuliert worden: „Für städtebauliche, architektonische oder landschaftsarchitektonische Planungs- und Gestaltungsfragen, insbesondere im Zusammenhang mit Baumaßnahmen, die aufgrund ihrer Größe und Bedeutung das Stadtbild prägen“, empfehle sich die Einberufung eines Gestaltungsbeirats. So bestehe die Möglichkeit, „externe Experten aus den Bereichen Architektur, Städtebau oder Landschaftsarchitektur als Berater der Politik und Verwaltung in die Umsetzung von Einzelprojekten einzubeziehen.“

Aber selbst diese Zurückhaltung war für den StEA schon zuviel des Guten. Bereits im Vorfeld hatte die Splitterpartei FDP (3,6 Prozent bei der Kommunalwahl 2014) einen Antrag eingebracht, in dem sie bezogen auf den Gestaltungsbeirat forderte: „Die Maßnahme wird gestrichen.“ In der Begründung behaupten die „Liberalen“, die Einrichtung eines Gestaltungsbeirates widerspreche einem einstimmig gefassten Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses vom 10.05.2016.

Das ist allerdings falsch. Beschlossen wurde lediglich eine Zurückstellung wegen eines Wunsches „nach zusätzlicher Erfahrungserkundung in vergleichbaren Kommunen“. Danach sollte eine „erneute Befassung“ erfolgen.

Gestaltungsbeiräte existieren in Nordrhein-Westfalen nicht nur in „vergleichbaren“ Kommunen, sondern in Gemeinden unterschiedlichster Größenordnung. Ob groß oder klein spielt in diesem Kontext überhaupt keine Rolle, denn es handelt sich bei dem Thema nicht um Quantitäten sondern um Qualitäten. Das muss man in einem Hagener Ratsausschuss nicht unbedingt verstehen.

Nach Angaben der Architektenkammer arbeiten in Nordrhein-Westfalen Gestaltungsbeiräte aktuell in 53 Kommunen. Die Kammer begrüsst ausdrücklich diese Beratungsgremien und begründet deren Notwendigkeit: „Nicht aus konkurrierenden Verfahren wie etwa dem seit mehr als hundert Jahren bewährten Architektenwettbewerb, sondern aus Planungen von Investoren entstehen heute die meisten Bauprojekte. Da solche Vorhaben oftmals aufgrund ihrer Größe oder Bedeutung das Stadtbild prägen, stehen Kommunen regelmäßig vor der Herausforderung, auch in Fragen der Alltagsarchitektur zu einer anspruchsvollen Architekturqualität zu kommen.“

Der Gestaltungsbeirat der Stadt Aachen besteht bereits seit den 1950er Jahren. „Beraten werden Vorhaben, deren Gestaltqualität einen wesentlichen Einfluss auf den öffentlichen Raum der Stadt hat. Das Spektrum reicht dabei von städtebaulich bedeutenden Großvorhaben bis hin zur Schließung einer kleinen Baulücke in der Innenstadt“, so die Stadt Aachen.

Ähnlich die Situation im wesentlich kleineren Arnsberg. Dort reicht die Bandbreite der Themen von Fassadengestaltungen zu einzelnen Gebäuden oder deren Stellung im städtischen Kontext, über Verfahrensempfehlungen zur Konfliktbewältigung bei Neubauvorhaben bis zur Konsultierung des Beirates bei der Überarbeitung von stadträumlichen Entwicklungskonzepten.

Der Arnsberger Beirat setzt sich aus vier stimmberechtigten Mitgliedern (qualifizierte Fachleute aus den Gebieten Städtebau, Stadt- und Landschaftsplanung, Architektur und/oder Denkmalpflege) sowie aus vier weiteren, nicht stimmberechtigten Mitgliedern (Vorsitzender des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt, dessen Stellvertreter, dem Planungsdezernenten und dem Leiter des Fachdienstes Bauen-Wohnen-Denkmale) zusammen.

Zur Vermeidung der im Zusammenspiel zwischen Kommunalpolitik und Bauszene immer wieder auftauchenden Gefälligkeiten und Bevorteilungen (Korruption) dürfen die stimmberechtigten Mitglieder weder in Arnsberg wohnen, noch innerhalb der letzten zwei Jahre hier gearbeitet haben.

In Hagen ist das alles nicht gewünscht. Man will sich wohl weiterhin in jeder Beziehung alle Türen offen halten. Mut zur Hässlichkeit inklusive.

Prozessökonomie geht anders

10. November 2019 by

Wie die Staatsanwaltschaft über 100 Zeugen Angst und Bange macht

Konstantina Gaitanidou aus Hagen hat sechs Kinder und 10 Enkelkinder; zwei weitere sind auf dem Weg. (…) Bei der Europawahl darf sie wählen, ebenso bei der Kommunalwahl. Was sie nicht darf: SPD-Mitglied werden. Denn bei den Sozialdemokraten will man Gaitanidou und ihren Mann nicht haben. Ihre Mitgliedsanträge wurden abgelehnt. Das ist nun rund ein Jahr her. (…)

Die Westfalenpost schrieb damals: „Manipulationsverdacht: SPD Hagen weist 55 Bewerber ab. Knallt die Hagener SPD – womöglich gar rassistisch motiviert – interessierten Aktivisten systematisch die Tür zu?“ Insgesamt lehnte die Partei am Ende 102 Bewerber ab. Als vermeintlicher Unterschriftenfälscher geriet (SPD-Mitglied, Red.) Yavuz selbst in den Fokus und in die Medien; sein Ruf war ruiniert – obwohl dieErmittlungen keinen Anlass zur Erhebung der öffentlichen Klage gaben. Das Verfahren wurde eingestellt, doch nicht, ohne zuvor rund 100 Zeugen vorzuladen.

Nachgefragt, warum die Staatsanwaltschaft so viele Zeugen antanzen lies, gibt sich Staatsanwalt Jörn Kleimann kleinlaut: „Die Vernehmungen waren notwendig, da überprüft werden musste, ob die betreffenden Personen tatsächlich die auf ihren Namen lautenden Mitgliedsanträge gestellt haben, oder ob diese von Dritten, ohne Kenntnis der jeweils Genannten, ausgefüllt, mit einer falschen Unterschrift versehen und entsprechend eingereicht worden sind.“ Als hätte man nicht schon nach 10, 20, 40 oder 50 Zeugen feststellen können, dass an den Anschuldigungen nicht mehr als Hirngespinste sind. (…)

Quelle: trailer

„Fehlende Bereitschaft zur Weiterentwicklung“

9. November 2019 by

SPD-Ratsfraktion sieht im Vorwurf des Kämmerers die Fortführung seiner Verhinderungspolitik

Die Ankündigung, dass Hagen eine um eine Million Euro höhere Gemeindefinanzierung vom Land erhalten wird als geplant, ist nach Ansicht der SPD-Fraktion im Rat bei angespannter Haushaltslage mehr als erfreulich. Leider werde diese gute Nachricht überschattet von einer wiederholt destruktiven Parole des Kämmerers Christoph Gerbersmann. Mit der Bemerkung, die Politik werde schon ausreichend Fantasie haben, das Geld an anderer Stelle wieder auszugeben, unterstelle der CDU-Dezernent gleich dem gesamten Rat fehlende finanzielle Verantwortung, so die Genossen.

Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Claus Rudel wird mit dieser Aussage wiederholt deutlich, dass Gerbersmann weniger Perspektiven und Chancen der Stadt und seiner Bürger im Auge hat, sondern vielmehr danach trachtet, als „Sparfuchs“ Lob von der Arnsberger Kommunalaufsicht zu bekommen.

„Um zu sehen, wo in Hagen der Schuh drückt braucht man keine Fantasie, da genügt ein offenes Auge und Realitätssinn“, so Claus Rudel. Die SPD-Ratsfraktion halte der Verwaltung seit Jahren eine lange Mängelliste vor Augen: der ÖPNV muss besser werden, Kita- und OGS-Plätze fehlen, Kinderspielplätze müssen saniert werden, Straßen und Brücken repariert.

Im Rahmen der zurzeit laufenden Haushaltsberatungen für die Jahre 2020 und 2021 hat die SPD-Ratsfraktion bereits mehrfach die fehlende Kreativität des Kämmerers und fehlende Bereitschaft zur Weiterentwicklung der Stadt durch die Verwaltungsspitze angemahnt. Im Haushalt von Kämmerer Christoph Gerbersmann seien weder Investitionsmittel für den Ausbau der Schulen und des Offenen Ganztags an Schulen zu finden, noch stünden ausreichend Gelder für Klima- und Umweltschutz in den kommenden beiden Jahren zur Verfügung. Und das trotz vollmundiger Bekundungen des Oberbürgermeisters gegenüber den Klimaaktivisten.

„Wir zeigen auf, wo wir als Stadt für unsere Bürger besser werden müssen, wir tragen wichtige Anliegen vor und suchen händeringend nach Finanzierungsmöglichkeiten. Dafür bekommen wir jetzt vom Kämmerer durch die Blume gesagt, dass wir das Geld doch nur zum Fenster rausschmeißen wollen. Diese Haltung ist erschreckend, macht aber auch deutlich, warum wir in Hagen an vielen Stellen hinter vergleichbaren Städten zurückliegen“, so Claus Rudel.

Ein Pakt mit dem „kleinen Gott der Welt“

9. November 2019 by

Goethes „Faust“ in einer Fassung von Anja Schöne mit Musik von Jana Reiß

Szene mit Andreas Kunz als Faust und Jana Reiß (Gretchen, Erdgeist, Clown, Hexe, Studentin). Foto: Klaus Lefebvre.

Am 13. November 2019 (19.30 Uhr) findet die Wiederaufnahme von „Faust“ (Klassiker von Johann Wolfgang von Goethe in einer Textfassung von Lutz-Leiterin Anja Schöne mit Musik von Jana Reiß) im Lutz statt.

Hereinspaziert! Hereinspaziert! Kommt alle heran zu einem Spektakel der besonderen Art, wenn Mephisto – um seine Wette mit Gott zu gewinnen – Faust durch die Manege des Lebens treibt. Denn der „kleine Gott der Welt“ wird sich den teuflischen Verführungen nicht entziehen können, da ist sich dieser verdammt weibliche Mephisto sicher. Unterstützt von einer Schar teuflischen Zirkuspersonals bringt Mephisto den lebensmüden, verzweifelt strebenden Faust dazu, einen Pakt mit ihm – oder ihr? – einzugehen und nimmt ihn mit auf eine abenteuerliche Reise durch die kleine und die große Welt, immer auf der Suche nach dem ultimativen Rausch. Doch zwischen Akrobaten, Jongleuren, Clowns und Musikanten taucht plötzlich Gretchen auf und wird für Mephisto zu einem größeren Problem, als er – oder sie? – ahnen konnte…

Goethes Texte wirken mit der Vertonung von Jana Reiß wie für ein Musical geschrieben. Mehr noch: die Songs transportieren die Geschichte kongenial weiter, lassen die Poesie Goethes neu erfahren. Anja Schönes Textkürzungen ergeben eine auf den Punkt gebrachte frische Interpretation des altbekannten Dramas, ohne sich dem Zeitgeist anzudienen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Fridays for Future – Jugend im Dialog

8. November 2019 by

Die nächste Veranstaltung in der Reihe „ImPuls: Politischer Salon Hagen” diskutiert das weltweite und lokale Engagement Jugendlicher zum Thema Klimaschutz

12.11., 18:00 Uhr, Emil Schumacher Museum Hagen

Am Rande einer Demonstration der Bewegung „Fridays for Future” in Hagen. Foto: FernUni.

Unter dem Motto „Fridays for Future“ gehen seit rund einem Jahr Schülerinnen und Schüler jeden Freitag auf die Straße, um auf die Missstände der Klimapolitik aufmerksam zu machen und zum aktiven Handeln aufzufordern. Die Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat mit ihrem Appell „SKOLSTREJK FÖR KLIMATET“ eine weltweite Protestbewegung ausgelöst. Unterstützt wird diese Bewegung auch von Menschen aus der Zivilgesellschaft und Wissenschaft.

Die „Fridays for Future“-Bewegung steht im Mittelpunkt der Veranstaltung ImPuls: Politischer Salon Hagen der FernUniversität. Ein kurzer Filmbeitrag zu den Motiven und Ideen soll Auftakt für eine Diskussion über diese globale Bewegung sein. In einem zweiten Teil geht es um das Engagement vor Ort in Hagen: Die lokale Gruppe „Fridays for Future“ hat vor Kurzem mit ihrem Einsatz erreicht, dass der Rat der Stadt den Klimanotstand ausgerufen hat.

In der Diskusion mit lokalen Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft und der Stadtgesellschaft geht es um Fragen wie: Ist „Fridays for Future“ eine neue radikale Jugendbewegung? Was treibt die junge Generation zur Teilnahme an? Welche Ziele vertritt sie? Und: Erwächst hieraus eine neue politische Generation?

Teilnehmende sind: Rouven Lotz (Emil Schumacher Museum, Hagen), Andreas Meyer-Lauber (FernUniversität in Hagen), Janne Rosenbaum („Fridays for Future“-Aktivistin aus Hagen), Prof. Dr. Cathleen Grunert (FernUniversität in Hagen), Hans-Georg Panzer (Vorsitzender des Umweltausschusses der Stadt Hagen) sowie das Moderationsteam Jens Helmecke (Westfalenpost) und Dr. Jana Husmann (FernUniversität in Hagen)

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Aktionsbündnis will Abgeordnete „reicher“ Kommunen einladen

8. November 2019 by

Abgeordnete aus verschuldeten Kommunen des Bündnisses „Für die Würde unserer Städte“, dem auch Hagen angehört, sollen Kolleginnen und Kollegen aus „reicheren“ Städten und Gemeinden zu Kurzbesuchen einladen. So könne man den politisch Verantwortlichen am besten verständlich machen, mit welchen Problemen hochverschuldete Kommunen zu kämpfen haben, teilt das neun Millionen Einwohner vertretende Aktionsbündnis mit.

Das Bündnis ruft dazu auf, den Abgeordneten vor Ort ganz konkret vor Augen zu führen, dass es vielerorts die vom Grundgesetz geforderte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse nicht mehr gibt. Damit werben die Damen und Herren Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte und Finanzdezernenten des Aktionsbündnisses um parlamentarische Mehrheiten für den von der Bundesregierung geforderten „nationalen Konsens“ für einen von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam zu schulternden Altschuldenfonds und für eine Entlastung der Kommunen im Sozialbereich.

Extra-Million aus Düsseldorf fließt nach Hagen

8. November 2019 by

Die Millionen-Zuweisungen aus Düsseldorf fallen 2020 höher aus als erwartet. Der Kämmerer erklärt, welche Chancen sich daraus ergeben. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das mag der Kämmerer ja irgendwo erklärt haben – in dem Artikel jedenfalls nicht.

Busse statt Bahnen

7. November 2019 by

S-Bahn-Linie 8: Verschlechterungen zum Fahrplanwechsel

Eigentlich sollte auf der S-Bahn-Linie 8 (Symbolfoto: VRR) von Hagen über Wuppertal nach Mönchengladbach zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember auch an Werktagen, wie schon immer abends und am Wochenende, ein 30-Minuten-Takt eingeführt werden. Eigentlich.

Daraus wird vorerst nichts, wie der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) auf seiner Homepage bekannt gab. Montags bis freitags bleibt es tagsüber bei dem schwer merkbaren unregelmäßigen 20/40-Minuten-Takt. Und das ist nicht alles: Am Wochenende soll die S-Bahn sogar nur noch stündlich fahren; für die zweite Fahrt pro Stunde ist ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Hagen Hbf. und Wuppertal-Oberbarmen geplant.

Die Ursache für dieses Chaos ist in der Vergabepraxis des VRR zu suchen. Bisher werden die S-Bahnen an Rhein und Ruhr von der Bahn-Tochter DB-Regio betrieben. Zeitgleich mit den ab Dezember geplanten umfangreichen Änderungen im Schienennetz der Region sollte ein Teil der Linien von anderen Betreibern bedient werden.

Für die S-Bahn von Hagen Richtung Wuppertal war geplant, die Linie aufzuspalten. Im vorgesehenen 30-Minuten-Takt sollte einmal weiterhin die Linie S 8 fahren, die jeweils zweite Fahrt sollte die verlängerte S 9 übernehmen, die aus Richtung Essen kommt und bisher am Wuppertaler Hauptbahnhof endet. Diese Linie wurde vom VRR mit Wirkung zum Fahrplanwechsel an Abellio vergeben, ein Tochterunternehmen der Niederländischen Staatsbahn, das in Hagen im ehemaligen Mark-E-Gebäude an der Körnerstraße seine NRW-Niederlassung und in Eckesey eine Werkstatt unterhält.

Aber Abellio hat ein Problem: Die Firma hat nicht genügend Lokführer, und damit steht sie nicht allein. Ebenfalls zum Fahrplanwechsel sollte der Zugbetreiber Eurobahn die beiden im Raum Dortmund verkehrenden S-Bahn-Linien 1 und 4 übernehmen. Auch die Eurobahn konnte laut VRR nicht im ausreichenden Maße Fahrpersonal stellen, woraufhin der Verkehrsverbund dem angepeilten Betreiber den Auftrag entzog und per Notvergabe die Linien bis 2021 weiter von der DB Regio bedienen lässt. Gegen die Entscheidung klagt die Eurobahn.

Den Abellio-Auftrag für die S 9 hat der VRR bisher noch nicht gekündigt. Hier wäre Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz gefragt. Als Vorsitzender der VRR-Verbandsversammlung, die in der Vergangenheit mit extrem kurzen Sitzungen von sich reden machte (inzwischen wird die Sitzungsdauer nicht mehr veröffentlicht), war von ihm zu den bevorstehenden Unannehmlichkeiten für die Bürger seiner Stadt noch nichts zu vernehmen.

Für Schulz und seinen Chauffeur mag das alles bedeutungslos sein, für die Hagener Fahrgäste aber nicht. Die Verschlechterungen im S-Bahn-Verkehr sollen immerhin den gesamten Winter über bis Ende April anhalten. Vorerst.

Angstorte verschwinden: Abriss am siffigen Vorhaller Bahnhof

7. November 2019 by

Nach Jahren des Stillstands tut sich endlich etwas: Die Deutsche Bahn beginnt mit der Sanierung mehrerer der insgesamt sieben Bahnhöfe im Stadtgebiet. Besonders große bauliche Eingriffe wird es am viel genutzten Pendler-Bahnhof in Vorhalle und in Oberhagen geben. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ursprünglich sollte der Bahnhof Vorhalle (Foto: Stefan Flöper, CC BY-SA 3.0) mal von seiner peripheren Lage unter die zentralere Nöhstrassenbrücke verlegt werden. Das ist unterblieben, auch weil die Hagener Politik diese sinnvolle Maßnahme nie mit dem nötigen Nachdruck verfolgt hat. Jetzt also der Abbruch, nachdem das in den 1920er Jahren errichtete Gebäude jahrzehntelang vor sich hin rottete. Parallelen zum GWG-Block in Wehringhausen liegen auf der Hand.

Hagen-Haspe: Kein zähes Planverfahren für neue Parkpalette

7. November 2019 by

Die Wählergemeinschaft Hagen Aktiv ist mit ihrem Vorstoß gescheitert, für die Entstehung einer Parkpalette auf dem Areal des Evangelischen Krankenhauses Haspe ein zeitaufwendiges Bebauungsplanverfahren auf den Weg zu bringen. Nach einer entsprechenden Diskussion im Fachausschuss für Stadtentwicklung war am Ende nicht einmal mehr die Hagen-Aktiv-Vertreterin bereit, für den Antrag der eigenen Ratsfraktion zu stimmen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: DW berichtete über die Gründe, warum Hagen Aktiv ein B-Verfahren für notwendig hielt: Wohnquartiere vom Autoverkehr entlasten

Sparda-Bank will 2020 Filiale in Hagen-Vorhalle schließen

7. November 2019 by

Schlechte Nachricht für den Hagener Stadtteil Vorhalle. Die Sparda-Bank will die Filiale im nächsten Jahr schließen. Auch andere Städte trifft es. (…)

Quelle: wp.de

Blue Note Jazz Ensemble im ESM

7. November 2019 by

10.11.2019, 11.30 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Das Blue Note Jazz Ensemble setzt sich zusammen aus internationalen Musikern wie dem italienischen Pianisten Igor Iabichino und dem Schlagzeuger Enzo Cio aus Sanremo sowie regionalen Musikern wie Patrick Porsch aus Soest am Saxophon, dem jungen Posaunisten Jona Böbel aus Holzwickede sowie Uli Bär aus Unna am Kontrabass.

Allen gemeinsam ist die Liebe zum Jazz und zu eigenen Kompositionen.Im Rahmen des Jazz-Portaits des Festivals „Take 5 Jazz am Hellweg 2019“ steht an diesem Abend der Trompeter Dimitrij Telmanov (Foto: ESM) mit seinen Kompositionen im Mittelpunkt.

Eintritt: 10 €,  Karten: Buchhandlung am Rathaus (0 23 31) 3 26 89
Reservierungen: booking@kulturverein-westfalen.de

Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht 1938

7. November 2019 by

Anlässlich der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wird es auch in diesem Jahr eine offizielle Gedenkveranstaltung geben. Diese findet am kommenden Samstag, 9. November, um 18 Uhr an der Synagoge in der Potthofstraße statt.

Gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Hagen ruft Oberbürgermeister Erik O. Schulz die Hagenerinnen und Hagener dazu auf, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Nach einer Ansprache seitens der Stadt Hagen durch OB Schulz, werden weitere Redebeiträge sowie Musik und Theater durch Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Gesellschaften folgen.

Die Gedenkstunde wird in diesem Jahr gestaltet von der Jüdischen Gemeinde Hagen in Kooperation mit der Stadt Hagen, dem Theater Hagen und dem Theaterprojekt „Zeitlos“, dem Verein East West East Germany, dem Kultopia und dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen mit Vertretern von Kultur- und Kultusvereinen.

Nahverkehr: Politik kritisiert Verwaltung für Untätigkeit

6. November 2019 by

Die Politik verliert allmählich die Geduld, weil die Verwaltung in Hagen zu zögerlich handelt. Zwölf Konzepte wurden schon beschlossen. (…)

Denn der Nahverkehrsplan, der ursprünglich bereits Ende 2018 fertiggestellt sein sollte, bildet den entscheidenden Rahmen für die Fortentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs in Hagen vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaschutz- und Verkehrswendedebatten. (…)

Quelle: wp.de

Wachtmeister Dimpflmoser hat keinen Plan

6. November 2019 by

Das Märchen zur Weihnachtszeit: Der Räuber Hotzenplotz

Szene aus der Produktion. V.l.n.r.: Sarah Cossaboon, Christian Kaltenhäußer, Michael Mayer, Stefan Merten, Charlotte Welling. Foto: Klaus Lefebvre.

Am 9. November 2019 startet mit der Premiere (Beginn: 17.00 Uhr) im Großen Haus des Theaters Hagen die Aufführungsserie des Märchens zur Weihnachtszeit im Theater Hagen. In diesem Jahr steht „Der Räuber Hotzenplotz“ – eine Kasperlgeschichte von Otfried Preußler in einer Inszenierung von Anja Schöne mit Musik von Andres Reukauf auf dem Programm (ab 5 Jahren). Bis zum 25. Dezember 2019 werden insgesamt 39 Vorstellungen (Kindergarten- und Schulvorstellungen sowie Vorstellungen im Freiverkauf) angeboten.

Der Räuber Hotzenplotz zieht durch die Welt und nimmt sich, was ihm gefällt. Sogar Großmutters Kaffeemühle hat er gestohlen, ein Geschenk von Kasperl und Seppel. Da Wachtmeister Dimpflmoser keinen Plan hat, wie man das Diebesgut zurückholen könnte, machen sich Kasperl und Seppel selbst auf den Weg zur Räuberhöhle. Ein gefährliches Unterfangen, denn mit dem allerorts gefürchteten Räuber ist schließlich nicht gut Kirschenessen! Können die beiden Hotzenplotz dingfest machen und der Großmutter ihre Kaffeemühle zurückbringen?

Spannung, Magie, Humor: Preußlers Klassiker begeistert seit Generationen. Begleitet von der beliebten Märchenband verwandelt sich diese Geschichte auf der Bühne des Theaters Hagen in ein mitreißendes Theaterabenteuer voller Tanz und Musik für kleine und große Märchenfans.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331/207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331/207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Lebendiges Judentum“

6. November 2019 by

Besuch der Ausstellung in der Alten Synagoge

Zu einer Besichtigung der Dauerausstellung „Lebendiges Judentum“ in der Alten Synagoge Hohenlimburg, Jahnstraße 46, lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Samstag, 9. November, von 10.30 bis 12 Uhr ein.

Rudolf Damm, ehemaliger Gesamtschullehrer für Deutsch, Geschichte und Religion sowie ehemaliger Vorsitzender der Hagener Stolpersteine e.V. und Mitglied des Vorstands der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hagen und Umgebung e.V. führt Interessierte sachkundig durch die Ausstellung. Die Besucherinnen und Besucher erhalten einen Überblick über die verschiedenen Kultgegenstände sowie die jüdischen Feste. Zudem lernen sie Beschneidungsbesteck, Gebetsmantel, Gebetsriemen, einen jüdischen Hochzeitsring, Hochzeitsverträge und verschiedene Gegenstände zu den Festen kennen. Im Mittelpunkt steht die Torarolle. Leittexte, Fotos und Zeichnungen ergänzen die Ausstellungsstücke.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind unter der Veranstaltungsnummer 1360 beim Team der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung möglich.

„Beispiel ist alles!“ – Alltagskultur in Hagen

6. November 2019 by

Eine Mit-Mach-Aktion und -Ausstellung im Jungen Museum in Kooperation mit der Royal Photographic Society – German Chapter
8. November 2019 bis 19. Januar 2020

Im Fokus der Fotoaktion mit Ausstellung im Jungen Museum im Osthaus Museum steht im Bauhausjahr die Entwicklung von Bau- und Alltagskultur in Hagen. Das Bauhaus verfolgte vor 100 Jahren das hohe Ziel, die moderne Gesellschaft mitzugestalten. Viele der Bauhaus-Ideen hatten schon der Hagener Karl Ernst Osthaus und die Künstlerinnen und Künstler, die in der Stadt von 1900 rund 20 Jahre lang wirkten, vorweggenommen, erfolgreich in die Tat umgesetzt und so Kunst und Leben in Einklang gebracht.

Mit dem Ausspruch „Beispiel ist alles!“ brachte Karl Ernst Osthaus sein Ansinnen auf den Punkt, künstlerische Ideen im Alltag umzusetzen. So nutzte er das junge Medium der Fotografie, um Baukunst zu dokumentieren und städtebauliche Erfordernisse einer Industriestadt an exemplarisch gelungenen Beispielen aufzuzeigen und sie so bekannt zu machen.

Gemäß dem Motto von Osthaus sind Einzelbesucherinnen und Besucher, Gruppen und Schulklassen aufgerufen, sich aktiv in der Ausstellung einzubringen, indem sie ihre Fotos zum Thema mit erläuternden Texten beitragen. Dabei soll aufgezeigt werden, ob es an dem ausgewählten Ort gelungen ist, Bau- und damit einhergehend Alltagskultur im positiven Sinne zu gestalten, denn auch heute stehen wir durch die sich wandelnde Gesellschaft erneut vor großen städtebaulichen Herausforderungen.

Fotos können ab sofort eingereicht werden. Die Teilnahmebedingungen sind auf der Museumswebsite einzusehen:
http://www.osthausmuseum.de/web/de/keom/aktuell/ausstellungen/beispielistalles.html

Bäume in Hagen brauchen keine Feinde mehr

5. November 2019 by

Die grünen „Freunde“ reichen schon

In seiner Kolumne in der Wochenendausgabe der WPWR stellt Redakteur Martin Weiske fest: Hagen verharrt in der Öko-Kreisliga. Das ist zweifellos richtig. Das ebenfalls von ihm benannte „zunehmende politische Gewicht der Grünen“ ist dagegen in Hagen inhaltlich nicht so recht erkennbar.

Weiske benennt als Beispiel für ein vermeintliches „Umweltgewissen“, das seiner Einschätzung nach inzwischen „die Ratsfraktionen“ entdeckt haben sollen, ausgerechnet die „Baumpflegesatzung“. Ein zahnloses Instrument, wie Kritiker sie seit Anfang an bezeichnet haben.

Für den grünen Vorsitzenden des Umweltausschusses, Hans-Georg Panzer, ging dagegen nach Verabschiedung der Satzung „ein lange gehegter Wunsch endlich in Erfüllung. Vor 11 Jahren hat der Rat die damals gültige Baumschutzsatzung aufgehoben. Das war für uns damals kein gutes Signal. Umso glücklicher bin ich heute. Mit der deutlich bürgerfreundlicheren und schlankeren Satzung nehmen wir die Bäume wieder unter Schutz und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Dankbar für dieses Statement lichtete die Presseabteilung des Oberbürgermeisters den Glücklichen gemeinsam mit seinen Kollaborateuren in einer herzergreifenden Aufnahme ab:

In der Mitte im Tarnfleck der olivgrüne Panzer, an seiner Seite v.l..n.r. die Vertreter der UnLinken, Hohenlimburger Seperatisten, Hagen Aktiv (oder Passiv ?) und des sich christlich gebärdenen Vereins CDU. Foto: Stadt Hagen.

Dabei handelte es sich um leeres Gerede. Die ehemalige Baumschutzsatzung war weg – die neue „Baumpflegesatzung“ entpuppte sich als Papier ohne jeden Biss. Die Grünen hatten sich einer CDU unterworfen, die bereits eine „Baumpolizeitruppe“ am Werke sah.

Zur Weltsicht der Hagener Grünen passt auch ein Rückblick auf den 30. Oktober 1999, den die WPWR kürzlich veröffentlichte:

Grüne plädieren für die Kettensäge

Eigentlich sollte die Bezirksvertretung Mitte nur darüber befinden, ob vier Bäume an der Röntgenstraße gefällt werden sollten. Doch kaum hatten sich die Politiker heiß geredet, stand schon ein Millionenprogramm zur Beseitigung von 5000 Straßenbäumen im Raum. Anwohner hatten die Debatte ins Rollen gebracht. In einem Bürgerantrag hatten sich Altenhagener beschwert, dass die mächtigen Linden nicht nur das Licht, sondern auch die wärmende Kraft der Sonne nähmen. Hinzu käme im Herbst jede Menge Laub. Während die SPD die Gehölze behalten wollte, waren es ausgerechnet die Grünen, die für die Kettensäge plädierten. Sie befürchteten „psychische Gefahren“ für die Menschen. Letztlich wurde aber nur eine einzige arg beschnittene Linde gefällt. 4999 weitere Bäume durften aufatmen.

Quelle: WPWR vom 30.10.2019, nur Print-Ausgabe

Seit 20 Jahren hat die grüne Fraktion offensichtlich nichts dazugelernt. Anfang 2018 wurden die Bäume in der Voerder Straße in Haspe abgeholzt. Nach Ansicht der Bezirksvertretung wurde der „Strassenraum verschattet“. Angesichts des Klimawandels eigentlich eine positive Nachricht. Den Grünen war das alles wurscht. Sie erhoben nicht nur in der BV keinen Einspruch, sondern winkten die Kosten von 170.000 Euro bei der Verabschiedung des Haushalts auch noch im Stadtrat durch.

Bäume in Hagen brauchen keine Feinde mehr, sie haben ja ihre „grünen Freunde“.

Hagener Dispo rutscht unter die Milliarden-Grenze

5. November 2019 by

Zwei ermutigende Nachrichten zur Finanzlage der Stadt Hagen wurden in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses offenkundig. Zum einen sind die Liquiditätskredite (städtischer Dispo) im Oktober unter die magische Milliarden-Schwelle gerutscht: Das Minus betrug am 30. Oktober exakt 978 Millionen Euro. Zum anderen kann Hagen auch für die nächsten beiden Jahre einen ausgeglichenen städtischen Haushalt präsentieren. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Rückgang um etwa 39 Millionen Euro dürfte zu einem erheblichen Teil nicht den Künsten der städtischen Kassenwarte zu verdanken sein, sondern dem anhaltend niedrigen Zinsniveau, das sich bereits seit Längerem überwiegend im negativen Bereich bewegt.

Aktuelle Zinssätze für Liquiditätskredite in Prozent, in Klammern sind jeweils die Vorjahrszahlen genannt. Die Abschlüsse erfolgen mit laufzeiten- und bonitätsabhängigen Margenaufschlägen (Quelle: Stadt Hagen):

Varta-Insel soll Unternehmen mit Niveau nach Hagen locken

5. November 2019 by

Ähnlich zentrale Innenstadtlagen sind für Investoren und Projektentwickler heute kaum noch zu bekommen: Mit zwei attraktiven Flächen in unmittelbarer Innenstadt-Nähe versucht die Stadt Hagen – trotz der scheinbar übermächtigen Konkurrenz aus den Ruhrgebietsmetropolen wie Dortmund und Essen – ansiedlungswillige Unternehmen an die Volme bzw. an die Ennepe zu locken. (…)

Wirtschaftsförderer Ruff setzt dabei weniger auf eine klassische Gewerbenutzung, sondern sieht die Varta-Insel als interessanten Potenzial-Standort für Dienstleistungsunternehmen und hochwertigere Büronutzungen. Zumal sich von dort der Hauptbahnhof auch für Fußgänger bequem in zehn Minuten erreichen lasse. (…)

Damit sind entlang der Ennepe neben Büros und Hotellerie auch klassisches Wohnen und Co-Working-Angebote vorstellbar. (…)

Quelle: wp.de

Diesmal mit Musik: Die Stunde der Kritik

5. November 2019 by

Thomas Berau (Cardillac), Thomas Paul (Kavalier). Foto: Klaus Lefebvre.

Die dritte Veranstaltung innerhalb der Reihe „Die Stunde der Kritik“ findet zu der Oper „Cardillac“ von Paul Hindemith am Sonntag, 10. November 2019 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 16.40 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé) statt. Der Eintritt ist frei.

Beim Besuch dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartnerin konnte für diese „Stunde der Kritik“ die Kulturjournalistin Wiebke Roloff gewonnen werden, die u.a. für die Fachzeitschrift „Opernwelt“ tätig ist.

Aus dem Produktionsteam sind der Regisseur Jochen Biganzoli sowie Dramaturg und Intendant Francis Hüsers mit dabei.

Bei dieser „Stunde der Kritik“ wird auch Musik ertönen: Ensemblemitglied Kenneth Mattice singt „Drei Hymnen von Walt Withman“ von Paul Hindemith. Am Klavier wird er begleitet von Amy Tarantino-Trafton.

Wohnquartiere vom Autoverkehr entlasten

4. November 2019 by

Hagen Aktiv verlangt für Mops-Parkplätze Bebauungsplanverfahren

Die Wählervereinigung Hagen Aktiv, die im Falle des Abrisses des GWG-Blocks in Wehringhausen noch ein ordentliches Bebauungsplanverfahren für überflüssig erachtete, verlangt jetzt für die Errichtung weiterer Parkplätze am Hasper Krankenhaus auf dem Mops genau das.

In einem Antrag der Fraktion, der am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss behandelt werden soll, heißt es u.a.:

Die vorgesehenen Maßnahmen haben erhebliche Auswirkungen auf die umliegende Wohnbebauung, die Verkehrsführung, das Verkehrsaufkommen, die klimatischen Verhältnisse in den Wohnquartieren, die Licht- und Lärmemissionen und den Wasserhaushalt.

Wegen dieser Auswirkungen hält Hagen Aktiv ein B-Plan-Verfahren für zwingend erforderlich.

Der Verkehr müsse künftig bei der geplanten Verkehrsführung durch das gesamte Wohngebiet fahren, um die Ein- und Ausfahrt des Parkhauses zu erreichen. Umweltschonende Verkehrsplanung sollte davon ausgehen, möglichst Zielverkehre aus den Wohngebieten heraus zu halten. Dieses entspreche auch einem Antrag der Bezirksvertretung Haspe, in dem gefordert werde, Maßnahmen zu überprüfen, die geeignet sind, Wohnquartiere vom Autoverkehr zu entlasten.

Durch die Schaffung zusätzlicher 100 Parkplätze werde das Verkehrsaufkommen weiter ansteigen und zu einer Mehrbelastung des Wohnquartiers sorgen. Hier seien Maßnahmen zur Verbesserung der ÖPNV-Anbindung, des Radverkehrs u.a. wichtig und sinnvoll.

Bekanntermaßen sei Lärm die Hauptursache, die bisherige Einwohner Hagens bewogen haben, die Stadt zu verlassen. Die Lärmbelastungen der Anwohner durch die vom Krankenhaus ausgehenden Lärmemissionen hätten einen Punkt erreicht, an dem die zulässigen Grenzwerte überschritten würden.

Ausnahmsweise: Hagen First!

4. November 2019 by

Neue RVR-Themenroute Industriekultur widmet sich dem Bauhaus

Es kommt nicht gerade häufig vor, dass Hagen in der überregionalen Wahrnehmung positiv an erster Stelle genannt wird. Eine der seltenen Ausnahmen ist die neue Themenroute des Regionalverbands Ruhr (RVR) nebst der dazu gehörigen Broschüre.

Bauhaus, Bauhausstil, Neue Sachlichkeit, Neues Bauen und Industrie im Ruhrgebiet – mit der neuen Themenroute führt die Autorin Dr. Ruth Hanisch auf Bauhaus-Spuren durch die Region. Im Rahmen des Programms „Bauhaus im Westen“ hat der RVR das Verbandsgebiet auf Verbindungen zu „100 Jahre Bauhaus“ untersuchen lassen.

Die Ergebnisse der Recherche liegen jetzt vor. Was das Verhältnis von Bauhaus und Industriekultur besonders macht, kann man online unter www.route-industriekultur.ruhr (Themenroute 31) entdecken.

In der Themenroute werden drei Schwerpunktbereiche – beginnend mit Hagen/Wetter, es folgen Essen/Bottrop und  Oberhausen/Duisburg – mit insgesamt 18 Orten beschrieben, die beispielhaft die Zusammenhänge zwischen Bauhaus und Industriekultur aufzeigen.

Die Broschüre soll neugierig machen und gleichermaßen zum Stöbern anregen sowie zu Erkundungen vor Ort. Sie ist als Printausgabe erhältlich im für fünf Euro im Online-Shop des RVR unter www.shop.rvr.ruhr sowie an einigen der beschriebenen Standorte oder zum kostenlosen Download unter www.route-industriekultur.ruhr.


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