Gute Noten für Hagen: Düsseldorfer Firma kauft Häuser

18. August 2018 by

„Wir glauben an den Standort Hagen und können uns vorstellen, hier weiter zu investieren.“ Das sagt John Bothe, Gründer und Geschäftsführer der Silverlake Real Estate Group, eines Düsseldorfer Immobilienunternehmens, das in Boele 104 Wohneinheiten und rund 10 000 Quadratmeter Gesamtfläche erworben hat. Gekauft hat Silverlake die 13 Häuser von einem ortsansässigen privaten Bestandshalter. (…)

Die in Boele gekauften Objekte sind aus den Baujahren 1971 bis 1998 und vollvermietet. Bereits zum Jahresauftakt hatte Silverlake vier Mehrfamilienhäuser mit 38 Wohneinheiten in zentralen Lagen Düsseldorfs erworben. „Derzeit prüfen wir weitere Transaktionen in der Region und kommen unserem diesjährigen Ankaufsziel von 50 Millionen Euro immer näher“, sagt Bothe. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: 50 Millionen Euro sind eine Menge Holz für eine Firma, die nach Angaben im Handelsregister erst 2016 als Silverlake Development GmbH mit dem vorgeschriebenen Mindest-Stammkapital von gerade einmal 25.000 Euro gegründet wurde. Im Februar 2018 wurde in Silverlake Real Estate Group GmbH umfirmiert. Der 1990 geborene Geschäftsführer John Alexander Peter Hermann Erich Bothe, so sein vollständige Name, ist in dieser Funktion unter identischer Firmenanschrift bei weiteren Gesellschaften tätig, deren gemeinsames Merkmal darin besteht, dass sie als Stammkapital jeweils auch nur den Mindestbetrag ausweisen.

In einem in gleich zwei Immobilienmagazinen erschienenen textidentischen Artikel vom Februar 2018 heißt es: „Er investiert seit 2008 in Wohn- und Gewerbeimmobilien und hält mit Silverlake derzeit einen Bestand von circa 1.000 Einheiten. Zudem hat Silverlake gegenwärtig ein Volumen von circa 60 Millionen Euro in der Projektentwicklung.“ Demnach muss der junge Mann bereits im Alter von 18 Jahren groß ins Investment eingestiegen sein. In demselben Beitrag betont Bothe „unsere starke Eigenkapitalausstattung“. Damit können bei den Millionen-Summen ja wohl nicht die 25.000 Euro Stammkapital gemeint sein.

Woher kommt also die Kohle? Verbergen sich hinter der Fassade Investmentfonts oder ähnliches? Mit solchen Konstrukten haben die Hagener bereits Erfahrungen sammeln dürfen, wie beispielsweise in Vorhalle oder Hohenlimburg.

Auch ein Blick auf die firmeneigene Homepage wirft Fragen auf. Man würde Hinweise auf die „Wohn- und Gewerbeimmobilien“ oder die „Projektentwicklung“ erwarten, die Unternehmen dieser Größenordnung gerne präsentieren. Oder die Namen der für die einzelnen Bereiche zu kontaktierenden Personen. All das sucht man vergebens. Auch dass es für Telefon und Fax nur eine gemeinsame Nummer gibt, macht stutzig.

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„Projektbezogene Steuererhöhung“

17. August 2018 by

Vorschlag des SPD-Ortsvereins Hohenlimburg zur aktuellen Steuererhöhungs-Diskussion

Jetzt hat sich auch die mitgliederstärkste Gliederung der Hagener SPD, der Ortverein Hohenlimburg, in die vom Hagener Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann ausgelöste Debatte um mögliche Steuererhöhungen eingeschaltet.

Die Hohenlimburger Genossen weisen zu Recht darauf hin, dass die Regierungen in Bund und Land noch immer nicht in vollem Umfang das Konnexitätsprinzip einhalten, das besagt: Wer bestellt, der bezahlt auch. Auch fordern sie richtigerweise, dass die Mandatsträger endlich damit beginnen, sich in den Parlamenten für die Interessen ihrer Stadt stark zu machen.

Aber dann begeben sich die Hohenlimburger auf einen Holzweg, indem sie (vorübergehende) Steuererhöhungen fordern. Im Unterschied zum Ansinnen des Kämmerers sollen diese allerdings projektbezogen sein. Das ist aber rechtlich gar nicht möglich. „Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen…“ definiert die Abgabenordnung.

Selbst eine trickreiche Umgehung der direkten Verknüpfung von Steuererhöhung und angepeiltem Verwendungszweck der so erzielten (Mehr-)Einnahmen durch getrennte Beschlüsse zu möglicherweise auch noch unterschiedlichen Terminen wäre nicht hilfreich.

In dem Moment, in dem man den Zusammenhang erklären würde, um die notwendige Akzeptenz der Bürger zu gewinnen, würde die Zweckgebundenheit – und damit die Rechtswidrigkeit – der Steuer ersichtlich.

Die Erklärung der Hohenlimburger SPD in Gänze:

Eine pauschale Steuererhöhung, wie sie der CDU Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann fordert, um irgendwelche Investitionen zu tätigen, lehnt die SPD Hohenlimburg entschieden ab. Die Bürger sollen einfach mehr bezahlen und ein kleiner Kreis entscheidet, wie das Geld eingesetzt wird. Diesen Weg geht die SPD Hohenlimburg nicht mit.

Die Hohenlimburger Sozialdemokraten stellen fest, dass die jeweiligen Bundesregierungen sowie Landesregierungen ihrer Verpflichtungen gegenüber den Städten immer noch nicht im vollen Umfang nachkommen. Außer schönen Sonntagsreden kommt da nicht viel. So fordern die Hohenlimburger Genossen, alle Mandatsträger und Funktionäre auf, ihre Stimme in den jeweiligen Parteien bzw. in Gremien zu erheben Das ist für den Einzelnen unangenehm, jedoch für Hagen wichtig!

Da der Bund wie aber auch das Land aktuell nicht die(vollen) Kosten übernehmen gegenüber den Städten, kann sich die SPD Hohenlimburg vorstellen, dass es zu Projekt bezogene Steuererhöhung kommen kann. Aus dem städtischen Haushalt können nicht weitere Maßnahmen bezahlt werden. Wer das fordert, muss auch sagen welche Maßnahmen er streichen möchte, so die Hohenlimburger Genossen.

So können sich die Hohenlimburger Sozialdemokraten vorstellen, den Zuschuss der Hagener Straßenbahn um den Betrag der Steuererhöhung zu erhöhen. Die Straßenbahn könnte so eine Hagen Card einführen. Mit der Hagen Card sollen die Hagener sehr günstig in Hagen den ÖPNV nutzen können. Darüber hinaus soll die Taktung sowie das Angebot drastisch ausgebaut werden.

Die Kämmerei sowie die Straßenbahn sollen dieses Modell prüfen und durchrechnen.

Ein weiteres Modell wäre, die Steuer in dem Umfang der Kita Gebühren zu erhöhen. Somit würde Hagen kinderfreundlicher werden.

Selbstverständlich könnten mögliche Steuereinnahmen auch im investiven Bereich, z.B. für den Straßen- oder Brückenbau, eingesetzt werden.

Der SPD Hohenlimburg geht es dabei aber um die Transparenz. Der Hagener Stadtrat als gewählte Vertretung der Bevölkerung sollte im Vorfeld entscheiden, wie und wo das Geld eingesetzt wird, und nicht die Verwaltung bzw. der Verwaltungsvorstand. Zudem sollte der Kämmerer vor der Erhöhung der Steuer sorgfältig deren Konsequenzen prüfen. Sofern Steuermehreinnahmen etwa verzögert zu geringeren Schlüsselzuweisungen und damit zu geringeren Zahlungen des Landes an die Stadt führten, sollte im Vorfeld klar sein, wie hoch derartige Kürzungen zu Ungunsten der Stadt ausfallen können.

Die Erhöhung der Steuer soll zeitig befristet sein. Langfristig muss die Bundesregierung sowie die Landesregierung endlich ihre volle Verantwortung gegenüber den Städten gerecht werden. So müssen die Schulden der Städte übernommen werden, ist die klare Forderung der SPD Hohenlimburg an die jeweiligen Regierungen.

Die Städte und Gemeinden sind mehr System relevant als die Banken. Mark Krippner: „Vor der eigenen Tür haben die Menschen Probleme und diese müssen wir lösen ansonsten wird die Enttäuschung der Bürger immer größer und die Politikverdrossenheit nimmt zu.“ Die Genossen warnen, dass die Stimmung der Bevölkerung nicht kippen darf. „Die Menschen vor Ort müssen ernst genommen werden und wir müssen Lösungen für ihre Probleme zusammen erarbeiten.“

Bezirksregierung kritisiert Stadt Hagen für Discounter-Pläne

17. August 2018 by

Lidl-Verlagerung in Hohenlimburg: Bezirksregierung bescheinigt Stadt Hagen „halbherzige und widersprüchliche“ Bemühungen für Elsey. (…)

Das planungsrechtliche Verfahren musste geändert werden, die politische Mehrheit steht aber weiter hinter dem Projekt. Und auch die Stadtverwaltung hält es für rechtens. Doch die Bezirksregierung Arnsberg kritisiert das Vorhaben in ungewöhnlich scharfer Form und stützt damit die Haltung der Werbegemeinschaft Hohenlimburg.

Wunsch des Investors ist es, die Angebotsflächen der beiden Discounter-Märkte vom Gotenweg (Lidl) und vom Alemannenweg (Netto) in der ehemaligen Hohenlimburger Federnfabrik am Gotenweg für einen Lidl-Markt zusammenzulegen. Dadurch würde die Gesamt-Angebotsfläche der Discounter in Elsey zwar von etwa 1400 Quadratmetern auf nur noch 1200 Quadratmeter am neuen Standort schrumpfen – Lidl könnte aber sein Sortiment auf der dann größeren Fläche erweitern. Diese Pläne behagen der Werbegemeinschaft der Innenstadt nicht, die dadurch die Wirtschaftlichkeit der Einzelhandelsgeschäfte gefährdet sieht. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Stadt hebelt also ihr eigenes Einzelhandelskonzept aus. Da stellt sich doch sofort die Frage, welche Verbindungen bestehen zwischen dem Investor und der „politischen Mehrheit“.

Wirtschaft gegen Gerbersmann

16. August 2018 by

Verbände wenden sich gegen die Steuererhöhungsphantasien des Hagener Stadtkämmerers

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen, der Märkische Arbeitgeberverband und die Kreishandwerkerschaft fordern ein Ende der Diskussion über weitere Steuererhöhungen, die Gift für das Investitionsklima in Hagen sei. Auch ohne Steuererhöhungen dürfe dennoch kein Stillstand eintreten, notwendig sei vielmehr ein politischer Konsens über die Konzentration auf wichtige Zukunftsprojekte, so die Verbände in einer gemeinsamen Erklärung.

Ohne Namen zu nennen, wenden sie sich damit gegen Überlegungen des Hagener Stadtkämmerers Christoph Gerbersmann (CDU), erneut an der Grundsteuerschraube zu drehen. Indirekt unterstützt die Wirtschaft mit ihrer Stellungnahme auch den Vorschlag der SPD-Fraktion im Hagener Rat, die Schuldentilgung leicht herunterzufahren, um wenigsten ein Minimum an Investitionen zu ermöglichen.

Letztendlich eine politische Entscheidung, von der Gerbersmann aber ablenkt, indem er eine Debatte über Buchhaltungsfragen inszeniert, die mit der Sache wenig zu tun hat. Die WPWR zitierte den Kämmerer beispielsweise mit den Worten: „Wenn nun die SPD mir vorwirft, ich solle zur Finanzierung mit Arnsberg lieber eine Reduzierung des Schuldenabbaues verhandeln, verwechselt die SPD Liquidität und Jahresergebnis.“

Gerbersmann zur Seite sprang sogleich der Vorsitzende der 3-Personen-Kleinfraktion FDP, Claus Thielmann. Dessen Äußerungen sind geradezu bizarr. In einer Erklärung lehnt er zunächst entrüstet („Wunschkatalog“) den SPD-Vorschlag ab, um anschließend eine Kehrtwende hinzulegen: „Auch wir wollen keine Steuererhöhungen. Sollten für den Doppelhaushalt 2019/2020 Spielräume entstehen, wollen und werden wir diese jedoch nutzen.“ Warum jetzt nicht, demnächst aber doch? Doch wohl, weil diesmal der Vorschlag nicht von der FDP kam.

Die FDP glaubt natürlich auch genau die Ursache allen Übels zu kennen: „Investitionen auf Pump – das sei nicht neu, denn mit dieser Strategie habe die SPD in ihren Regierungsjahren im Hagener Rathaus die Stadtfinanzen dorthin gebracht wo sie heute sind.“ Hätte das Grüppchen doch im Rat mal besser aufgepasst, dann wäre ihm nicht das unterlaufen, was es der SPD jetzt vorwirft, nämlich „haushaltspolitisch jeden Bezug zur Realität verloren“ zu haben.

Aus zwei Aufstellungen, die die Kämmerei am 18. Mai 2017 präsentiert hat, ergibt sich aus einer Mischung von Mehrausgaben und Mindereinnahmen ein Verlust von etwa 860 Millionen Euro, die die Stadtkasse in den letzten Jahren nur aus dem Grunde zu erleiden hatte, dass der Bund (und zu einem geringen Teil auch das Land) finanzielle Lasten nach unten durchgereicht hat, ohne für einen Ausgleich nach dem Konnexitätsprinzip zu sorgen, das besagt: Wer bestellt, der bezahlt.

Mitverantwortlich für diese Misswirtschaft zu Lasten der Kommunen waren über viele Jahre Thielmanns Parteifreunde in Bundesregierung und Parlament. Kein Wunder, dass er sich hier zurückhält. Konsequenterweise verzeichnet das Protokoll unter dem entsprechenden Tagesordnungspunkt (5.17) der damaligen Ratssitzung keine Wortmeldung aus den Reihen der FDP. Die hatte schon zu dem Zeitpunkt „jeden Bezug zur Realität verloren“, den sie nun der SPD vorwirft.

Das sind hierzulande die Fakten – und nicht die Phantastereien eines Claus Thielmann. Dass die ganze Sparnummer auf diese Art und Weise nicht funktioniert, sehen die Interessengruppen der Wirtschaft im Gegensatz zu Gerbersmann und Thielmann wesentlich klarer:

„Aus Sicht der Wirtschaft bleiben Sparbemühungen der Stadt eine Daueraufgabe. Allerdings hat Hagen als hochverschuldete Kommune keine Aussicht, sich allein durch Sparmaßnahmen zu sanieren. Hier sind weitere finanzielle Entlastungen durch Bund und Land dringend erforderlich, für die sich alle politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen einsetzen sollten.“

Gestaltung und Demokratie

15. August 2018 by

100 jahre Bauhaus im Westen – Hagen-Agentur fälscht erst einmal um

„Die Welt neu denken“ – dieser Gedanke schwebte Walter Gropius vor, als er 1919 das Staatliche Bauhaus in Weimar und damit eine der weltweit einflussreichsten Institutionen der Moderne für Architektur, Kunst und Design gründete.

Mit „100 jahre bauhaus im westen“ leistet Nordrhein-Westfalen von 2018 bis 2020 unter der Schirmherrschaft von NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen einen besonderen Beitrag zum bundesweiten Bauhaus-Jubiläum.

Auch Hagen macht mit. Auf Einladung der Beigeordneten für Kultur, Margarita Kaufmann, versammelte sich am 5. Juli der Bauhaus-Initiativkreis „Hagener Impulse“, um gemeinsam ein Bauhausjahr-Programm zu entwickeln. Die Stadt Hagen ist Partner im NRW-Bauhaus-Verbund.

Auf Spurensuche nach den Wurzeln des 1919 in Weimar gegründeten Bauhauses in Westfalen stößt man auf den Folkwang-Gründer Karl Ernst Osthaus. Osthaus hat die Ideen des Bauhauses vorgedacht und den Bauhausgründer Walter Gropius gefördert. Daher stellt sich im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 in Hagen ein Verbund aus Kulturschaffenden um die Initiatoren Osthaus Museum und Fachbereich Kultur der Stadt Hagen in die Tradition von Osthaus und mittels kultureller Projekte in die Stadt hinein- und über Hagen hinauszuwirken.

Historischer Bezugspunkt der Hagener Projekte sind die rund 400 Briefe zwischen Osthaus und Gropius aus dem Karl Ernst Osthaus-Archiv, eine wahre Fundgrube für die Bauhaus-Forschung – die das Osthaus Museum veröffentlichen wird. Die Herausgabe dieser Briefedition wird großzügig unterstützt durch die Sparkassenstiftung für Hagen.

Nicht dabei ist offensichtlich im Verbund der Initiatoren die untere Denkmalbehörde, speziell in Form ihrer Leiterin Ina Hanemann, die sicherlich einiges zum Thema beizutragen hätten. Stattdessen darf wieder einmal die inzwischen berüchtigte Hagen-Agentur ihren Senf dazugeben, indem sie erst einmal den Leitgedanken der Bauhaus-Feierlichkeiten dreist umfälscht: Aus dem Motto „Die Welt neu denken“ macht die als Wirtschaftsförderungsgesellschaft gescheiterte Tochterfirma der Stadt „Die Welt neu entdecken“. Um daran ihre touristischen Aktivitäten aufzuhängen. Unter anderem sollen auch „Gäste aus Holland“ angesprochen werden.

„Neu denken“ wäre von der Hagen-Agentur wohl auch zuviel verlangt. Der Impetus des 100-Jahre-Jubiläums wird durch solche Umdeutungen nicht gerade befördert. Dabei hätte Hagen durchaus seriöse Dinge im Angebot, nur sind die bei der Hagen-Agentur offensichtlich unbekannt. Auf NRW-Ebene werden die Chancen andernorts durchaus gesehen.

Im Sinne der Bauhaus-Idee, die Welt neu zu denken, verorten die NRW-Projekte das Bauhaus in seinem kultur-, sozial-, industrie- und politikgeschichtlichen Umfeld. Sie fragen nach den Wechselwirkungen zwischen der Welt, in der sich das Bauhaus im Westen entwickelte und den Impulsen, mit denen es diese Welt durch Gestaltung, Kunst und Bildung neu dachte sowie nach den Nachwirkungen der Bauhaus-Idee in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit. Die fortdauernde Aktualität der Bauhaus-Idee wird dabei verknüpft mit einem Blick auf die Weimarer Republik, der nicht deren Ende und Scheitern in den Mittelpunkt stellt, sondern die Impulse, die nach 1945 wieder aufgegriffen wurden.

Für Hagener Entscheider, vor allem aus der Hagen-Agentur, stellen solche Gedankengänge schon eine Überforderung dar.

CDU-Fraktionschef will Technik-Euphorie in Hagen erreichen

15. August 2018 by

Mit fast vier Jahrzehnten Ratserfahrung nimmt sich CDU-Fraktionschef Stephan Ramrath das Recht heraus, mit ein wenig Pathos auf die Hagener Zukunft zu blicken: „Exzellente Technikstadt in beseelender Naturlandschaft“ könnte er sich als Marke für die Stadt vorstellen, um im Wettbewerb der Kommunen bestehen zu können. (…)

Sätze, die sicherlich auch aus einer Imagebroschüre stammen könnten, die sich das Kreativteam einer Marketingagentur aus den Hirnwindungen geschraubt hat. (…)

Gleichzeitig erinnert Ramrath daran, dass die Zweckentfremdung von ohnehin knappen Flächen vermieden werden müsse. Ein Appell, der die CDU bei der Verwandlung der Brandt-Brache (klassische Gewerbefläche) in ein neues Einzelhandelszentrum noch wenig interessierte. Heute betont der Fraktionschef: „Wir dürfen Reserveflächen nicht für Waschanlagen verschwenden.“ (…)

Quelle: wp.de

Wiedereröffnung Bodelschwinghplatz

15. August 2018 by

Buntes Fest am 31. August

Mit dem historischen Drei-Kaiser-Brunnen galt der Bodelschwinghplatz in früheren Zeiten als Zentrum des Stadtteils Wehringhausen (Foto: Clara Berwe). Nach einer einjährigen Umbauphase soll der Platz wieder in altem Glanz erstrahlen.

Zur Einweihung des neugestalteten Platzes mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz laden die Hagener Stadtverwaltung und das Quartiersmanagement Wehringhausen alle Bürgerinnen, Bürger und Interessierten am Freitag, 31. August, von 15 bis 17 Uhr herzlich ein.

Weitergehende Informationen durch den Architekten, Musik von „Qu Rock“, ein Kinderprogramm und Essensstände bilden den lockeren Rahmen dieses kleinen Festes. Zu dem Projekt „Soziale Stadt“ und den entsprechenden Einzelmaßnahmen informieren die Stadtverwaltung und das Quartiersmanagement an einem Stand.

Der Umbau des Bodelschwinghplatzes ist ein Bestandteil des Projektes „Soziale Stadt“ und wurde mit einer umfassenden Bürgerbeteiligung im Stadtteil durchgeführt. In mehreren Workshops wurde die Gestaltung gemeinsam mit dem beauftragten Architekten erarbeitet und schließlich durch die Stadtverwaltung ausgeschrieben.

Die Platzgestaltung erstreckt sich bis auf die Wehringhauser Straße und bietet nun auch Spielmöglichkeiten für Kinder. Weiterhin ist eine Fläche für „Urban Gardening“ entstanden, ein kleinräumiger Bereich zur gärtnerischen Gestaltung, der durch den Grünen Stern Wehringhausen genutzt wird. Der Drei-Kaiser-Brunnen wurde mit einer neuen Wassertechnik ausgestattet, ist bald wieder regelmäßig in Betrieb und lädt zum Verweilen ein. Strom- und Wasseranschlüsse ermöglichen zukünftig die Veranstaltung von Festen auf dem Platz.

Steuererhöhungen: Hagens Kämmerer kritisiert aus Urlaub SPD

14. August 2018 by

Die Debatte um mögliche Steuererhöhungen für Investitionen in Hagen geht weiter. Nun meldet sich der Kämmerer sogar aus dem Urlaub zu Wort. (…)

„Unser Jahresergebnis liegt nur bei knappen 2 Millionen Euro und nicht – wie die SPD suggeriert – bei 60 Millionen Euro. Das weiß die SPD doch ganz genau.“

Wenn diese nun so tue, als ob Schuldenabbau gleichzusetzen sei mit einem Jahresüberschuss, dann habe sie entweder die Grundzüge der Buchführung nicht verstanden oder streue den Bürgern bewusst Sand in die Augen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Natürlich ist Schuldenabbau nicht mit Jahresüberschuss gleichzusetzen. Das hat die SPD auch nicht getan (siehe WPWR vom 9.8.2018). Aber aus welchem Topf sind denn wohl die 60 Millionen abgebaut worden, wenn nicht aus der Stadtkasse? Wären „nur“ 50 Millionen abgebaut worden, hätte der Jahresüberschuss nicht bei 2 Millionen, sondern bei 12 Millionen Euro gelegen. Alles andere wären Buchungstricksereien – vielleicht sogar legal, aber bestimmt nicht legitim.

55 Prozent der Hagener Busflotte ist schon klimatisiert

14. August 2018 by

Busfahren ist bei der Hitze in Hagen nicht immer ein Vergnügen. Doch 55 Prozent der Busse haben eine Klimaanlage. Es sollen noch mehr werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bereits 2011 waren bundesweit knapp 70 Prozent der Stadtbusse mit einer Klimaanlage ausgerüstet. Damals hieß es in Hagen noch: Lohnt sich nicht. Aktuell verfügen beispielsweise mehr als 95 Prozent der Busse der Stadtwerke Osnabrück über eine Klimatisierung, bei der Stadtwerke Münster waren es schon vor drei Jahren mehr als 90 Prozent.

Frieden von der Antike bis heute

14. August 2018 by

Am Samstag, den 18. August, bietet der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN eine Fahrt zu zwei Friedensausstellungen in Münster an. Die Kostenbeteiligung beträgt 5 €. Mitfahrende treffen sich um 8.45 Uhr am Hauptbahnhof, um gemeinsam mit dem Zug um 9.22 Uhr nach Münster zu fahren. Anmeldungen an: Christian Kingreen (ch.kingreen@t-online.de, Telefon: 0 23 31- 5 39 93).

Zunächst geht es zum Picassomuseum. Unter dem Motto „Vom Schrecken des Krieges zur Friedenstaube“ zeigt das Museum zahlreiche Motive des Malers mit dem weltweiten Friedenssymbol. Und die Besucher erfahren, wie die Taube zu diesem Symbol wurde.

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur beleuchtet unter dem Motto „Frieden. Von der Antike bis heute“ das Ringen um Frieden in seinen vielfältigen Ausprägungen. Der Abschluss des westfälischen Friedens vor 370 Jahren in Münster und Osnabrück sowie das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren sind zwei Daten, die exemplarisch für die Beendigung von Krieg in der Geschichte Europas stehen und den Versuch, an die Stelle von Gewalt Recht zu setzen. In einer Zeit, in der internationale Konflikte und Spannungen besorgniserregend zunehmen, sicher eine interessante Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg und Frieden.

Unterschriften für das Verbot von Atomwaffen

Unterstützt von Friedensliedern des Liedermachers Rüdiger Drallmeyer sammelten am Samstag Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN Unterschriften unter die Forderung an die Bundesregierung, dem UN-Vertrag zur Vernichtung von Atomwaffen beizutreten. Während der Aktion wurde intensiv über Themen wie der atomaren Gefahr, den aktuellen Spannungen und Kriegen auf der Welt und den Möglichkeiten, Frieden zu schaffen, diskutiert. Die Unterschriften sollen im September an die Bundesregierung übergeben werden.

„Kirmes in der Natur“

13. August 2018 by

Hagener kritisieren Eventisierung des Stadtwalds

„Für Hagen wäre dies ein touristisches Alleinstellungsmerkmal“, tönte Michael Ellinghaus, Geschäftsführer der Hagen-Agentur am 30. Juli in der WPWR zum Baumwipfelpfad, dem aktuellen Highlight im Programm der höchst defizitären Unterfirma im sogenannten „Konzern Stadt“.

Lokalautor Martin Weiske assistierte wie üblich wohlwollend und nannte Ellinghaus‘ wenig tiefsinnige Aussage „Dinge verändern und entwickeln sich“ in überbordender Anbetung „gerade schon philosophisch“. Darauf muss man auch erst einmal kommen. Vor allem, wenn Ellinghaus noch nachschiebt: „Wenn man ein solches Projekt für sinnvoll erachtet, muss man das Gesetz in diesem Sinne interpretieren.“ „Zurechtbiegen“ könnte man auch sagen.

Das lesende Publikum reagierte prompt mit einer für Hagener Verhältnisse ungewohnten Vielzahl von Leserbriefen, die sich kritisch zu den Plänen äußern. Da diese vom Pressekonzern Funke nicht online verfügbar gemacht werden, veröffentlicht DOPPELWACHOLDER.DE einige Beispiele in Auszügen aus den Print-Ausgaben.

Aus den Leserbriefen:

„Ich wundere mich, mit welch stoischer Vehemenz die Hagen-Agentur den Baumwipfelpfad auf den Weg bringen will. Es kommt mir vor, als wenn das Projekt unter dem Vorwand „Alleinstellungsmerkmal“ der Hagen-Agentur (der Naturschutz und ökologischer Werterhalt im Stadtwald egal zu sein scheint) als Prestigeobjekt dient. (…)

Der Bereich des Hagener Stadtwaldes an der Hinnenwiese dient seit Jahrzehnten vielen Bürgern als Naherholungsgebiet. Kommt der Baumwipfelpfad, hätten wir, alleine schon durch die 500 Parkplätze und den angepeilten Besucherstrom von 200.000 Menschen pro Jahr, täglich Verhältnisse im Wald wie nach einem Phönix-Hagen-Heimspiel am Ischeland-Parkplatz. (…)“

Michael Grebe

„Da dieses unsägliche Thema noch immer nicht, aus Gründen der Vernunft, den Weg in die Mülltonne gefunden hat, möchte ich noch einmal ein paar Worte darüber loswerden.

Es ist eigentlich wie so oft in Hagen. Irgendwo taucht eine Idee mit anhängendem Investor auf, und in der Hagener Politik und der Hagen-Agentur leuchten die Augen. Da winkt eine weitere einmalige Chance für die Stadt. In diesem glänzenden Augenblick schaltet sich aber fast zeitgleich das logische Denken eben dieser Menschen aus. (…)

In dieser Stadt ist schon so manches einmalig. Warum sollnun auch noch der Wald für einen vermeintlichen Massentourismus zerstört werden, den es mit hoher Wahrscheinlichkeit nie geben wird? Aber das ist dann ja auch egal, weil die Tiere und der Ruhe suchende Waldbesucher bereits das Weite gesucht haben. (…)“

Marcus Werner

„Wie sollen denn Besucher diesen „Waldwipfelpfad“ und das aufwendig geplante „Hotel“ erreichen? Etwa über das schmale Kettelbachtal mit programmierten Verkehrsunfällen? Ich glaub‘, ich steh‘ schon jetzt im Wald.“

Rainer Vogel

„Tolle Idee auch für Hagen? Jede Menge Müll im Wald. Großflächige kostenpflichtige Parkplätze für Pkw und Busse. Hagener Wanderer und Spaziergänger werden vom Ansturm erschlagen. (…)

Kirmes in der Natur. Will die Stadt das wirklich?“

Jochen Stork

„Nun soll auch der Hasper Stadtwald als Amüsierpark herhalten. Dagegen, dass die Betreiber mit ihrem Projekt kasse machen wollen, ist nichts zu sagen. Das ist ihr Geschäftszweck.

Den Hagener Verantwortlichen scheint aber entgangen zu sein, dass der Natur nach jüngsten einschlägigen wissenschaftlichen Studien gerade in der heutigen Zeit eine enorme Bedeutung als ein Ort der Ruhe und Erholung für die menschliche Physis, aber vor allem auch für die Psyche zukommt. (…)

Eine solche Einrichtung ist (…) für Hagen keineswegs ein „touristisches Alleinstellungsmerkmal“, wie der Geschäftsführer der Hagen-Agentur, Michael Ellinghaus, vollmundig und irrig verkündet. (…)

Doch in Hagen scheinen die Verantwortlichen darauf aus zu sein, dass die 1985 von dem US-amerikanischen Medienwissenschaftler Neil Postman gemachte Prophezeiung „Wir amüsieren uns zu Tode“ endlich auch für die Hagener und sonstigen Besucher des Hasper Stadtwalds Wirklichkeit wird.“

Prof. Dr. Gerhard E. Sollbach

Verwaltung: „Das geht so nicht“

13. August 2018 by

„Wer regiert diese Stadt eigentlich: die Politik oder die Verwaltung?“

Hagener Freifunker werfen OB und Verwaltung falsche Behauptungen vor – Offener Brief an den Oberbürgermeister

Die Freifunk Community in Hagen engagiert sich seit dem 09.09.2014 für ein freies und offenes WLan-Netz in Hagen.

Gemäß Ratsbeschluss (Unterstützung Freifunk in Gebäuden der Stadtverwaltung Hagen – 0376/2016) ist die Verwaltung vor zwei Jahren von der Politik beauftragt worden, Freifunk in öffentlichen Gebäuden zu fördern. Auf Anfrage der Fraktion Piraten/Bürger für Hohenlimburg gab es seitens der Verwaltung eine Stellungnahme, in der behauptet wurde, die Freifunk Community hätten keine Initiative gezeigt und hätten bei der Stadt nicht angefragt. Dem widersprechen die Freifunker vehement.

Die Fraktion Piraten/BfHo versuchte noch mit einem Antrag  vom 5.7.2018 , durch Einrichtung eines runden Tisches, die Umsetzung des Ratbeschluß wieder zu beleben. Leider wurde dies nicht angenommen.

Freifunker Andreas Lechte schrieb daraufhin folgenden offenen Brief an den Oberbürgermeister Erik O. Schulz:

Offener Brief an den Oberbürgermeister Erik O. Schulz

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zu dem in Ihrer Entgegnung auf den „Round Table“-Antrag erhobenen Vorwurf, die Freifunk Community hätte die Möglichkeiten zu einer aktiven Unterstützung seitens der Stadt nicht genutzt, kann ich als Sprecher der Freifunk Community in Hagen nur müde lächeln.

Als gemeinnützig und ehrenamtlich engagiertem Bürger dieser Stadt geht es mir jedoch gewaltig gegen den Strich, dass die Verwaltung dieser Stadt, allen voran Sie als deren Chef, ihre Unfähigkeit zu unbürokratischem Handeln und Ihre Unwilligkeit hinter der angeblichen Inkompetenz von gemeinnützigen Vereinen und Ehrenamtlichen zu verstecken sucht.

In wohlwollender Annahme Ihrer Unkenntnis in dieser Sache möchte ich einige Dinge deshalb doch einmal ins rechte Licht rücken und zur Diskussion stellen.

1. Die Freifunk Communitys (u. hinter Ihnen die entspr. Vereine) sind nicht auf die Unterstützung durch die Kommunen angewiesen, noch haben sie außerhalb Ihrer Gemeinnützigkeit eine entsprechende Verpflichtung. Eine Zusammenarbeit ist seitens der Kommunen jedoch aufgrund des staatlichen Subsidiaritätsprinzip geboten (ähnlich wie bei den caritativen Vereinen). Es liegt also im Ermessen allein der Kommunen, wie sie dies umsetzen und nutzen. Von einer Art Bringschuld seitens der Community kann also keine Rede sein.

2. Es gibt einen Ratsbeschluss, also eine Weisung der Politik an die Verwaltung, dies aktiv in Angriff zu nehmen. Von Seiten der Verwaltung hat es in der Vergangenheit (ausgenommen von den engagierten Mitarbeitern des Fachbereichs „Jugend u. Soziales“) jedoch keinen, ich betone „keinen“, einzigen Vorstoß in diese Richtung gegeben.

Oh, beinahe hätte ich die Alibi-Besprechung mit dem HABIT vergessen, in der man uns erst mal gesagt hat, was Alles nicht geht. Nun, da haben wir natürlich ganz genau hingehört.

Zu den vermutlichen Gründen für das ablehnende Verhalten der Verwaltung komme ich später noch.

3. Uns ist auch klar, dass wir von dieser Stadt kaum Unterstützung für unsere techn. Infrastruktur in Form von finanziellen Mitteln erwarten können. Was wäre also als Unterstützung denkbar?

a. Zugang zu den Gebäuden der Stadt (authentifiziert)
b. Stromversorgung
c. Zugang zu ungenutzter bzw. stillgelegter Verkabelung
d. Bereitstellung von Internetbandbreite X%
e. Das Engagement der Mitarbeiter

Nun Ja, es ist nicht so, dass wir nicht mal nachgefragt hätten. Ich will selbstkritisch bemerken, dass ich nicht weiß, ob wir immer mit den richtigen Leuten gesprochen haben. Einige der Antworten:

f. „Das geht so nicht, da muss der Fachbereich XX einen Antrag stellen; Sie wissen doch wie das hier ist; bevor hier irgendeiner den Bleistift hebt muss klar sein wer die Kosten dafür trägt.“ (zusätzliche Steckdose)

g. „Das geht so nicht, das müssen wir durch den Fachbereich XX klären lassen, wegen dem Brandschutz.“ (wir warten noch heute auf eine Antwort; unsere Geräte sind alle zertifiziert; nicht so jedoch die Kaffeemaschine im selben Raum“)

h. „Das können wir nicht machen; Für den Zugang müsste ja dann immer ein Mitarbeiter des Fachbereichs XX anwesend sein; Das lässt sich nicht organisieren.“ (O.K.? wie geht das mit anderen Externen?)

i. „Wir müssen immer einen Rückbauvertrag machen, dafür brauchen wir einen vernünftigen Vertragspartner.“ (Rückbau bei unseren Geräten = Stecker ziehen, zurückgeben oder wegschmeißen! Besser natürlich zurückgeben. Ich wüsste auch nicht, wann jemals jemand eine Steckdose zurückgebaut hätte.)

j. „Die Internetzugänge können nicht durch die Stadt gebucht werden; die AGB’s im Rahmenvertrag unseres Providers verbieten das.“ (Interessante Aussage, jedoch aus unserer Sicht jur. nicht bestätigt. Etliche andere Kommunen in Deutschland wissen das anscheinend. Unsere Kritik zu dieser Aussage wurde ignoriert)

Ich könnte die Liste, unter Wiederholung des Tenors, noch um etliche Punkte erweitern. Und natürlich fragen wir auch nichts an, was wir im Augenblick finanziell, infrastrukturell oder personell nicht bespielen können.

Wie gesagt, als Freifunker lässt mich das relativ kalt. Als Hagener Bürger jedoch stellt sich mir wieder einmal mehr, politisch frustriert, die Frage wer diese Stadt eigentlich regiert: die Politik oder die Verwaltung?

4. Mal ehrlich, wie würden Sie damit umgehen, wenn einer Ihrer potenziellen Partner so deutlich durchblicken ließe, dass er eigentlich nicht mit Ihnen will? Nur dem Engagement der Mitarbeiter des Fachbereichs „Jugend u. Soziales“ und dem Wirken der Mitarbeiter u. Mitglieder, die ehrenamtlich für die Vereine „Hagen ist Bunt“ und den „Computer Fan Club Hagen“ tätig waren, ist es zu verdanken, dass wir heute in den (wohlgemerkt „städtischen“) Flüchtlings-Unterkünften „Freifunk“ zur Verfügung stellen können. Ich bin zudem zuversichtlich, dass es uns auch weiterhin im Umfeld der sozial engagierten Bürger Hagens gelingen wird, positiv zu wirken. Nur die Hagener Verwaltung wird, wie immer bisher, außer dem privaten Engagement einiger Mitarbeiter nichts dazu beitragen.

Die Verwaltung der Stadt hat uns obendrein dazu ein krankes, teureres und aufwändiges Verfahren zur Kostenverschleierung über 3 Ecken und 2 gemeinnützige Vereine aufgezwungen. Allein dies zu ermöglichen hat uns fast 2 Jahre an Nerven und Zeit gekostet.

… Und die Stadt, nebenbei bemerkt, nur einen Bruchteil der Kosten, die sie selbst hätte aufwenden müssen.

Umso trauriger finde ich es, dass es dieser Stadt nicht gelingt, wenigstens in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Vereinen und Ehrenamtlichen, gleiches für alle Bürger zu leisten. Völlig unverständlich für mich als Bürger ist die geringe Wertschätzung die die Stadt, angesichts ihrer Verschuldung, dadurch gegenüber den Gemeinnützigen und den Ehrenamtlichen in diesem Bereich dokumentiert. Ein „Danke“ haben wir noch nicht einmal erwartet.

Vermutlich hat die Verwaltung, allen voran der HABIT, ein begründetes Interesse für diese ablehnende Haltung. Auffällig und unverständlich dabei ist nur, dass man dies dann nicht offen kommuniziert und erklärt. Vielleicht hat man als Alternative zu „Freifunk“ ja bereits ein kommerzielles Konzept in der Schublade, dass man dann über Umlagefinanzierung wieder als Gelddruckmaschine am knappen Haushalt vorbei nutzen kann? Vielleicht wartet man ab, bis etwas Geld aus den Digitalisierungstöpfen des Bundes und der Länder abgezweigt werden kann um den angeschlagenen Haushalt zu sanieren? Vielleicht ist es nicht so einfach dem Bürger zu erklären, dass er auch diesmal vermutlich leer ausgehen wird, weil die Stadt das Potenzial dieser Mittel aufgrund fehlender anderer Ressourcen gar nicht nutzen kann.

Nun ist auch in dieser letzten ordentlichen Ratssitzung vor der Sommerpause ein weiteres Mal von politischer Seite versucht worden Klarheit darüber zu gewinnen, warum die Stadt sich so kontraproduktiv gibt. Bei uns ist nun der Eindruck entstanden, als hätten Sie durch Ihren dortigen Einwurf gerade dies verhindert und eigentlich haben Sie unseren Eindruck voll bestätigt.

Und so möchte ich Ihnen abschließend eines mit auf den Weg geben, nur für den Fall, dass Sie es ernsthaft in Erwägung ziehen noch einmal für ein Bürgermeister-Amt zu kandidieren. Meiner Auffassung nach (und damit bin ich sicherlich nicht allein!) sind der Souverän Hagens seine Bürger, vertreten durch den Rat und die Gremien, nicht jedoch die Verwaltung.

Deshalb wähle ich zukünftig nur einen Bürgermeister, dem ich glauben mag, dass er die Verwaltung im Sinne seiner Wähler führt.

Sommerloch: Allianz to go

12. August 2018 by

Grüne, CDU, Hagen Aktiv und FDP wollen mit Mehrwegbechern Plastikmüll reduzieren

„Wir wollen mit Mehrweg-Kaffeebechern dafür sorgen, dass weniger Coffee-to-go-Einwegbecher auf Hagens Wegen liegen. Erreichen soll das ein gemeinsamer Antrag für die nächste Sitzung des Umweltausschusses“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Stephan Ramrath.

„Beinahe täglich erfahren wir über die Medien, wie sich Plastikmüll auf unserem Planeten ausbreitet. Diesen globalen Trend können wir zwar nicht von Hagen aus stoppen. Wir können aber vor Ort handeln, um die unsere unmittelbare Umwelt zu schonen. Die inzwischen verbreiteten Becher von CUPFORCUP aus Düsseldorf oder RECUP aus München sind ein gutes Instrument dafür. So hat zum Beispiel die städtische Wirtschaftsförderung in Siegburg ohne großen Aufwand ein solches System erfolgreich in ihrer Stadt etabliert. Das könnte ein Modell für uns sein. Für Hagen wird das Thema über die bestehenden Fastfood-to-go-Anbieter wie McDonald´s hinaus noch größere Bedeutung bekommen, wenn es uns gelingt, auch namhafte Coffee-to-go-Anbieter wie Starbucks nach Hagen zu holen. Dafür werde ich mich bei der HAGENagentur stark machen.“

Eigentlich ein vernünftiger Ansatz, der aber sogleich wieder konterkariert wird, indem der Antrag derart zurückhaltend formuliert ist, dass der Eindruck entsteht, man wolle in Wahrheit gar nicht das, was man nach außen kommuniziert. Die Allianzler wollen auch nicht etwa inhabergeführte Cafés fördern, sondern internationale Ketten nach Hagen locken. Damit wird weder eine heimische (und individuelle) Kaffeehauskultur gefördert noch werden Steuereinnahmen generiert werden können.

Denn Starbucks macht sich im Rahmen seiner Steuerplanung Strategien zunutze, um die Konzernsteuerlast zu verringern. Die Europäische Union verurteilte den Konzern deshalb im Oktober 2015 zu einer Zahlung von bis zu 30 Millionen Euro. Die Europäische Kommission kam zu dem Schluss, dass Steuervorbescheide, die die Steuerlast eines Unternehmens künstlich verringern, illegal sind. Es werden EU-Beihilfevorschriften verletzt, da Starbucks ein illegaler Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Kaffeehäusern gewährt wurde.

Ein weiterer Vorwurf lautet, In deutschen Filialen würden Betriebsräte gezielt nach Vorgaben und unter Druck der Geschäftsleitung gewählt. Diese angeblichen Arbeitnehmervertreter seien nach Auskunft der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten nicht ihren Kollegen, sondern der Geschäftsleitung gegenüber loyal. Tatsächlich unabhängige Betriebsräte würden mit falschen Anschuldigungen und Abmahnungen drangsaliert und zur Aufgabe der Arbeitsstelle genötigt.

Der CDU-Fraktions-Vize und HEB-Aufsichtsrat Jörg Klepper, nutzt die Gelegenheit, um gleich noch für den Entsorgungsbetrieb ein bisschen „Greenwashing“ zu betreiben: „Stadtsauberkeit hat nicht primär etwas damit zu tun, wie früh, schnell und gründlich das HEB-Personal den Müll in der Stadt wegräumt (…).“ Damit stellt er seinem HEB einen Persilschein aus, auch weiterhin die ständig überquellenden Papier- und Glascontainer nicht in ausreichendem Maße zu leeren.

Überhaupt ist der gut im Sommerloch platzierte Vorstoß von Grünen, CDU, Hagen Aktiv und FDP nicht ganz wörtlich zu nehmen. Der Beschlussvorschlag für den Umweltausschuss wurde entsprechend butterweich formuliert:

Die Verwaltung wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) sowie der für die Stadt als Wirtschaftsförderung tätigen HAGENagentur die in Hagen ansässigen Unternehmen auf die Mehrwegsysteme für Coffee-to-go-Becher, z.B. der Firmen CUPFORCUP oder RECUP aufmerksam zu machen und ein koordiniertes Vorgehen anzustoßen.

Es ist ausdrücklich nicht vorgesehen, dass die Stadt als Unternehmer oder Franchisenehmer auftritt.

Es soll lediglich „aufmerksam“ gemacht und „angestoßen“ werden. So ist sichergestellt, dass sich niemand auf die Füße getreten fühlt.

Dass ausgerechnet die HAGENagentur als Wirtschaftsförderung tätig sein soll, hat man schon seit Langem nicht mehr wahrgenommen. Diese Gesellschaft fällt nur noch damit auf, dass sie bei diversen „Events“ als treibende Kraft in Erscheinung tritt und fleißig an der Umwandlung des Stadtwalds von einem Erholungsgebiet in eine Art Disneyland arbeitet.

Sollte der Antrag im Umweltausschuss beschlossen werden, hätten die Allianz-Fraktionen der HAGENagentur wenigstens ein paar zusätzliche Tassen in den Schrank gestellt. Lücken bleiben trotzdem.

Nazi-Symbol: Umstrittene Fahne weht an bedeutendem Fachwerkhaus in Hagen

11. August 2018 by

Eine Fahne, die an die Reichskriegsflagge erinnert, weht an einem Haus in Hagen. Das ruft den Staatsschutz und den Stadthistoriker auf den Plan. (…)

Der Mieter des Eckhause streitet gegenüber unserer Zeitung eine rechte Gesinnung ab. Es handle sich um eine Fahne aus dem Ersten Weltkrieg, die er zur Fußball-WM gehisst und noch nicht wieder abgenommen habe. (…)

Ausreden, die der Historiker Blank, zu dessen Spezialgebieten die NS-Zeit zählt, nicht mehr hören kann: „Ich beschäftige mich intensiv mit der Szene. Solche Sätze hört man immer wieder. Den in diesem Falle abgebildeten Adler gab es nur in der NS-Zeit. Gleiches gilt für den Kranz. Hakenkreuze werden auf diesen Fahnen bewusst nicht abgebildet.“ (…)

Quelle: wp.de

Führung: Architektur um 1900 in Wehringhausen

11. August 2018 by

Am Mittwoch, 15. August findet ab 16 Uhr eine kulturgeschichtliche Führung durch Wehringhausen statt.

Im Stadtteil Wehringhausen ist die Hausarchitektur von den Kriegseinwirkungen weitestgehend verschont geblieben. Aus kunsthistorischer und architektonischer Sicht kann hier exemplarisch die städtebauliche Entwicklung über einen Zeitraum von mehr als einhundert Jahren verfolgt werden.

Als besonders interessant rückt dabei die Zeit des Baubooms um 1900 und der Nachkriegsjahre in den Vordergrund: Der Historismus vor der Jahrhundertwende, der als Reformbewegung folgende Jugendstil sowie die nach dem 1. Weltkrieg versachlichenden Tendenzen im Hausbau werden bei der Führung mit ihren Besonderheiten in Augenschein genommen.

Teilnahmegebühr: 6 €, eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 3138 oder 02331/207 – 2740. Treffpunkt ist die Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Str. 49, 58089 Hagen.

Hagener SPD lehnt jegliche Steuererhöhungen ab

10. August 2018 by

Mit Unverständnis hat die Hagener SPD auf den Vorstoß von Kämmerer Christoph Gerbersmann reagiert, erneut die Grundsteuern anheben zu wollen. (…)

Statt 60 Millionen Euro vom 1,2 Milliarden Euro hohen Schuldenberg abzutragen, solle die Stadt mit Arnsberg lieber darüber verhandeln, es bei 50 Millionen Euro zu belassen und sich so zehn Millionen Euro Spielraum für die Attraktivierung der Stadt zu verschaffen: „Ein besseres ÖPNV-Angebot, höhere Wohn- und Infrastrukturqualität, ausreichende Betreuungsmöglichkeiten für Kinder oder auch ein Verzicht auf die Kita-Gebühren-Steigerungen als Signal an die Hagener Familien könnten hier die Themen sein“, schlägt SPD-Fraktionschef Rudel vor. (…)

Quelle: wp.de

Radwegenetz: Brücke über die Volme kann gebaut werden

10. August 2018 by

Der Brückenschlag über die Volme im Mündungsbereich zur Ruhr ist seit gut zwei Jahrzehnten eines der wichtigsten Projekte rund um den Harkort- und Hengsteysee. Mit einer Förderung von über 1,7 Millionen Euro aus Finanzmitteln des Landes Nordrhein-Westfalen können nun die Südufer beider Seen für Radfahrer und Fußgänger miteinander verbunden werden. Den entsprechenden Förderbescheid übergab Regierungspräsident Hans-Josef Vogel am Donnerstag (9.8.) an Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Karola Geiß-Netthöfel vom Regionalverband Ruhr (RVR).

Die beiden Seen sind für die Hagener und Menschen aus den umliegenden Kommunen gern genutzte Naherholungsziele, werden jedoch auch von immer mehr Radtouristen angesteuert. Bisher war weder eine durchgängige Fahrt entlang der beiden Südufer möglich, noch eine problemlose Rundfahrt um den Harkortsee. Durch den Bau der neuen Brücke wird es möglich, die attraktiven, naturnahen und land- und forstwirtschaftlich genutzten Landschaften südlich des Harkortsees zu erschließen. Die Querung trägt auch dem Aufeinandertreffen des Ruhrtalradweges mit der Lenneroute Rechnung.

„Durch die neue Verbindung werden auch andere touristische Ziele wie etwa das Wasserschloss Werdringen an das bestehende Radwegenetz angebunden. Davon profitieren die Hagener, aber auch die Gäste, die diese Region zunehmend als Urlaubsland entdecken“, so Regierungspräsident Hans-Josef Vogel. Mit einer Förderung von 1,761.938,00 Euro trägt das Land 80 Prozent der Gesamtkosten der neuen Brücke.

Hagener Autosalon findet nicht statt

10. August 2018 by

Der diesjährige Hagener Autosalon in der Innenstadt (eigentlich geplant vom 31. August bis 2. September) wird nicht stattfinden. Die aus Sicht der Hagener Kfz-Innung zu erwartende erneute Klage der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegen den verkaufsoffenen Sonntag am 2. September sorgt dafür, dass die Veranstalter einen Rückzieher machen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wahrlich kein Verlust für die Menschheit. Wenn der erst kürzlich im Stadtrat verabschiedete Masterplan Mobilität, der ein Zurückdrängen des Autoverkehrs aus dem Stadtzentrum beinhaltet, wirklich erst gemeint wäre, hätten die Verantwortlichen (z.B. die Millionen Euro versenkende städtische Mehrheitsbeteiligung Hagen-Agentur) eine solche Werbeveranstaltung erst gar nicht geplant.

Muschelsalat: N.N. Theater entführt in Tiefseewelten

10. August 2018 by

Das N.N. Theater Köln ist zu Gast im Hagener Stadtgarten. Foto: Veranstalter

„20.000 Meilen unter dem Meer – Der Sturm“: Sehr frei nach dem Roman von Jules Verne und dem Theaterstück von William Shakespeare unterhält das N.N. Theater Köln die Zuschauer beim nächsten Muschelsalat am kommenden Mittwoch, 15. August, um 20 Uhr im Stadtgarten.

Ein geheimnisvoller Zauberer – ein mysteriöser Niemand: Kapitän Nemo. Er entsagt dem irdischen Leben und zieht sich in eine eigene, abgeschiedene Welt zurück. Eine Welt bevölkert von fremdartigen Geschöpfen, Untieren, Fischen, Quallen und Riesenkraken. Von Rachedurst getrieben macht Kapitän Nemo mit seinem Unterseeboot, der Nautilus, die Ozeane unsicher. Durch einen Zufall rettet er drei Schiffbrüchige und um sein Geheimnis zu wahren, hält er sie als „Gäste auf Lebzeit“ gefangen. Die Gefangenen schmieden absurde Fluchtpläne, die von Kapitän Nemo und seinen Unterwassergeistern jedoch vereitelt werden.

Wer ist hier Verfolger – wer Gejagter? Gemeinsam erleben sie eine fantastische Weltreise unter Wasser. Es wird gegen Seeungeheuer und Plastiktüten gekämpft, Kriegsschiffe werden zerstört und Fischschwärme befreit. Die Mannschaft überlebt einen Vulkanausbruch auf dem Meeresboden, entdeckt vielleicht sogar die Ruinen von Atlantis und das Schiffswrack der Rainbow Warrior.

Das N.N. Theater Köln verquickt „Der Sturm“ und „20.000 Meilen unter dem Meer“ zu einem packenden Bühnenerlebnis. In bewährter „N.N.-Manier“ stürzt sich das Ensemble mit einer Mixtur aus Tragik und Komik in die Fluten der Ozeane. Wie immer begleitet Live-Musik die Inszenierung. Bei diesem Unterwasserabenteuer unterstützt die Jazzsängerin Anne Hartkamp den Musiker Bernd Kaftan. So wird die unerforschte Tiefsee gegenwärtig.

Bereits eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn erwarten die Besucher wie immer liebevoll zubereitete Speisen und Getränke.

Hagens neuem Klimaschutzmanager liegt E-Mobilität am Herzen

9. August 2018 by

Vertrag läuft nur zwei Jahre

Hagen hat einen neuen Klimaschutzmanager: Seit dem 1. Juni 2018 verstärkt der Raumplaner Rafael John Santiago das Energie- und Klimaschutzteam des Umweltamtes der Stadt Hagen. „Ich koordiniere und steuere die ehrgeizigen Klimaschutzmaßnahmen stadtweit und insbesondere innerhalb der Stadtverwaltung für die kommenden zwei Jahre“, freut sich der 27-Jährige auf die Herausforderungen am neuen Arbeitsplatz. „Außerdem gehört das Initiieren von öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Veranstaltungen zu meinen Aufgaben“.

Das Thema Elektromobilität steht dabei zunächst in Zusammenarbeit mit Partnern im Vordergrund. „Das Thema E-Mobilität liegt mir auch persönlich sehr am Herzen. Ich freue mich darauf, den Ausbau von Ladestationen voranzutreiben und somit Hagens Entwicklung zur klimafreundlichen Stadt fortzuführen“, gibt Santiago einen Einblick in seinen Arbeitsalltag.

Weiterhin wird die Teilnahme an der Landesinitiative und Serviceplattform „AltBAUneu“ angestrebt, um Gebäudeeigentümern eine bessere Orientierung bezüglich energetischer Sanierungsmaßnahmen zu bieten, die auch in ausgesuchten Quartieren vorgenommen werden können.

Als wichtigste Voraussetzung für die Fortführung des Klimaschutzmanagements in Hagen hat die Stadtverwaltung erfolgreich Fördermittel eingeholt, um die Stelle des Klimaschutzmanagers für weitere zwei Jahre zu besetzen. Die im Umweltamt eingerichtete Stelle wird zu 56 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) finanziert.

Architektonische Zeitreise mit der VHS

9. August 2018 by

In Kooperation mit dem Osthaus Museum Hagen lädt die Volkshochschule Hagen am Samstag, 11. August, von 11 bis 12.30 Uhr zu einer architektonische Zeitreise rund um das Kunstquartier Hagen mit Gästeführerin Bettina Becker ein.

Vom Klassizismus über Historismus und Jugendstil bis hin zur Architektur des 21. Jahrhunderts sind rund um das Kunstquartier Hagen über 200 Jahre Architekturgeschichte vereint. Nach einem Rundgang zu den einzelnen Gebäuden besteht die Möglichkeit zur Besichtigung des historischen Teils des Osthaus Museums, des ehemaligen Folkwang-Museums, das der belgische Künstler Henry van de Velde im Jugendstil gestaltet hat.

Treffpunkt ist vor dem Eingang des Osthaus Museums. Der Eintritt für das Kunstquartier von 5 Euro wird vor Ort bar kassiert; die Führung ist darin enthalten. Das Serviceteam der VHS bittet um rechtzeitige Anmeldung unter der Kurs-Nummer 1047 unter Telefon 02331/207-3622.

Dümmer geht’s nimmer

8. August 2018 by

Hagens Politik bekämpft Stadtbäume

Auch die Hagener leiden seit Wochen unter der extremen Hitze. Linderung wäre möglich, zum Beispiel durch ein Aufforstungsprogramm im Bereich der Stadtstraßen. Das ist aber politisch nicht gewollt, vorne mit dabei sind ausgerechnet die „Grünen“.

Der Klimawandel wirkt sich in Städten besonders deutlich aus. Viele Menschen leiden unter der zunehmenden Hitzebelastung im Sommer. Die positive Nachricht ist: Stadtgrün kann einer Überhitzung der Städte effektiv entgegenwirken.

„Stadtbäume, Fassaden- und Dachbegrünungen tragen durch Verschattung, Isolierung und Verdunstungseffekte zur Abkühlung bei. Urbanes Grün macht unsere Städte widerstandsfähiger gegen den Klimawandel und gleichzeitig attraktiv und lebenswert. Stadtnatur muss daher als grüne Infrastruktur verstärkt gefördert und ,ausgebaut‘ werden“, sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel zur Eröffnung einer vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) veranstalteten internationalen Fachkonferenz in Bonn.

Die fand 2015 statt. In Hagen ist die Botschaft bis heute nicht angekommen.

Hier lässt der Hasper Vorortkomiker Dietmar Thieser (SPD) mit einstimmiger Unterstützung seiner Bezirksvertretung – auch die sogenannten „Grünen“ sind dort vertreten – die Fußgängerzone abholzen. Begründung: Die Bäume würden „den Straßenraum verschatten“. Genau das wäre angesichts heißer werdender Sommer zu wünschen, aber die intellektuellen Kapazitäten für derartige Erkenntnisse sind in dem Gremium offensichtlich nicht vorhanden.

Nicht besser sieht es woanders aus. So wurde selbst der äußerst bescheidene Vorschlag der SPD-Fraktion, 150 Neupflanzungen für gefällte „Gefahrenbäume“ in den Haushalt einzustellen, abgelehnt. Finanziert werden sollte die Maßnahme nach Vorstellung der Sozialdemokraten mit Hilfe privater Spender.

Dagegen beantragte die Hagener Allianz des Grauens unter Beteiligung der sogenannten „Grünen“: „Die Initiative zur Pflanzung von Stadtbäumen wird nicht im Rahmen des Haushaltsplanentwurfs 2019/2020 etatisiert und thematisiert.“ Vulgo: Abgelehnt.

Soweit es im Sitzungsprotokoll festgehalten wurde, hat sich der Haupt- und Finanzausschuss unter diesem Tagesordnungspunkt weniger über den Sinn von Stadtbäumen unterhalten, dafür über Gott und die Welt.

Thieser (SPD): „Bei der gestrigen Sitzung des Fachausschusses Gebäudewirtschaft sei beispielsweise mit der geplanten Umgestaltung des Eingangsbereiches im Bürgeramt eine 260.000 Euro teure Maßnahme erwähnt worden, die zuvor weder diskutiert noch beschlossen worden sei.“ Knapp vorbei ist auch daneben.

Riechel („Grüne“): Um Impulse zu setzen, müssten die finanziellen Mittel zur Umsetzung vorhanden sein. Die aufgeführten Vorschläge der SPD-Fraktion summierten sich auf etwa 10 Mio. Euro, die strukturell jährlich mehr eingespart werden müssten.“ Das hat zwar nichts mit den 150 Bäumen zu tun, ist aber auch egal. Hauptsache, man hat irgendwas gesagt.

Und so geht es weiter. Von Neuanpflanzungen von Stadtbäumen ist nicht mehr die Rede, dafür umso mehr von der Unterwerfung unter das Finanzdiktat der Bezirksregierung. Allein für die 170.000 Euro, die der Stadtrat (mit Zustimmung der „Grünen“) und der Wirtschaftsbetrieb Hagen den Obsessionen des wildgewordenen Haspers und seiner Gefolgsleute zur Verfügung gestellt haben, hätten nach dem Berechnungsschema des SPD-Antrags 85 neue Stadtbäume gepflanzt werden können. Die hätten in heißen Sommermonaten das Stadtklima verbessern können.

Was Hagen dringend bräuchte, wäre eine systematische Strategie zur Anpflanzung von Stadtbäumen, ein Programm zur Entwicklung von Alleen an kahlen Straßen. Das wäre ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas. Leider steuert die Hagener Politik in die entgegengesetzte Richtung. Dümmer geht’s nimmer.

Sechs Radboxen für den Hohenlimburger Bahnhof

8. August 2018 by

„Einchecken. Abstellen. Sicher“ – Unter diesem Motto und dem Markennamen „DeinRadschloss“ können Radfahrer und Pendler bald insgesamt 34 Radboxen am Hagener Hauptbahnhof und an anderen Bahnhöfen im Stadtgebiet nutzen. Die Markierungsarbeiten für sechs Boxen am Bahnhof Hohenlimburg haben bereits stattgefunden, der Startschuss für den Baubeginn fällt in den nächsten Tagen.

Hagen gehört zu einer von 15 Kommunen, die gemeinsam mit dem VRR an größeren Verknüpfungspunkten zum ÖPNV digital gesteuerte Radabstellanlagen mit dazugehörigem modernen, elektronischen Zugangs- und Hintergrundsystem anbieten. Fahrgäste können die Stellplätze in Zukunft via Internet reservieren, buchen und mittels einer Chipkarte dann auf die Boxen zugreifen. Die Radabstellanlagen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Mahnwache für Hiroshima und Nagasaki

7. August 2018 by

Fahrt zu Friedensausstellungen in Münster

In dieser Woche jähren sich am 6. und 9. August zum 73. Mal die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Seitdem weiß die Welt, welche katastrophalen Folgen der Einsatz dieser Waffen haben wird.

Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN wird darum am Samstag, den 11. August, Unterschriften sammeln für die Forderung an die Bundesregierung, endlich dem UN-Vertrag zur Abschaffung aller Atomwaffen beizutreten. Ein erster Schritt wäre der Abzug von 20 Atomraketen, die immer noch in Büchel in der Eifel lagern.

Scheinbar ist die Gefahr der atomaren Hochrüstung aus dem Blickfeld vieler Menschen verschwunden. Dabei ist die Bedrohung nach wie vor groß. Weltweit lagern 16.000 Atomwaffen, davon befinden sich 1.800 Atomwaffen in höchster Einsatzbereitschaft.

Darüber hinaus steht ein neues atomares Wettrüsten vor der Tür: „Modernisierung“ und „Lebenszeitverlängerung“ sind die verharmlosenden Tarnbegriffe für diese mörderische Politik. Das Risiko von Unfällen, Cyberattacken, menschlichem Versagen und fehlerhaften Warnsystemen ist untragbar. Jede Initiative zur Abschaffung von Atomwaffen muss unterstützt werden.

Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN bietet für Samstag, den 18. August, eine Fahrt nach Münster an (Abfahrt ab Hagen Hbf um 9:22 Uhr mit dem RE 7). 400 Jahre nach Beginn des 30-jährigen Krieges und 370 Jahre nach dem Friedensschluss von Münster und Osnabrück finden in Münster mehrere Ausstellungen zum Thema Krieg und Frieden statt.

Der Verein will zwei dieser Ausstellungen besuchen: Die Ausstellung im LWL-Landesmuseum (mit Führung) und die Ausstellung im Picasso-Museum. Der Unkostenbeitrag beträgt 5 Euro plus Fahrtkosten. Anmeldungen an: Christian Kingreen, Am Teich 5, 58093 Hagen, Tel.: 02331-5 39 93, E-Mail: ch.kingreen@t-online.de.

Unter dem Motto „Frieden. Von der Antike bis heute“ (28. April – 2. September 2018) beleuchten das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, das Archäologische Museum der Universität Münster, das Bistum Münster sowie das Stadtmuseum Münster das Ringen um Frieden in seinen vielfältigen Ausprägungen.

Die Schließung des Westfälischen Friedens vor 370 Jahren in Münster und Osnabrück sowie das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren sind zwei Daten, die exemplarisch für die Beendigung von Krieg in der Geschichte Europas stehen und den Versuch, an die Stelle von Gewalt Recht zu setzen.

Führung über den Buschey-Friedhof

6. August 2018 by

Am Mittwoch, 8. August ab 16 Uhr, gibt es die Gelegenheit, an einer kulturgeschichtlichen Führung über den Buschey-Friedhof teilzunehmen.

Der Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen ist der älteste Friedhof Hagens, der noch belegt wird. Er wurde am Ostermontag 1810 eingeweiht und verdeutlicht heute in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur.

Historische Friedhöfe sind nicht nur Zeugen der Vergangenheit und dokumentieren den Umgang mit dem Tod, sondern sie sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey-Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben verschiedener Epochen. Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Der Rundgang über den Buschey-Friedhof gibt Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur.

Treffpunkt: Seiteneingang Grünstraße, Teilnahmegebühr: 6 €. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt.

Gleichwertige Lebensverhältnisse: Kommission startet

5. August 2018 by

Lange war es still um die geplante Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“. Jetzt hat das Bundeskabinett die Einsetzung der Kommission beschlossen. Eine der sechs vorgesehenen Arbeitsgruppen wird sich mit dem Abbau der kommunalen Altschulden beschäftigen. (…)

Geleitet wird die Kommission von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Co-Vorsitzende sind Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Schwerpunktmäßig wird sich die Kommission mit den Themen kommunale Altschulden, Wirtschaft und Innovation, Raumordnung und Statistik, Technische Infrastruktur, Soziale Daseinsvorsorge und Arbeit sowie Teilhabe und Zusammenhalt der Gesellschaft beschäftigen. Für jedes dieser sechs Felder soll die Kommission laut gemeinsamer Mitteilung der drei federführenden Ministerien eine eigene Arbeitsgruppe einsetzen. Die Kommission werde bis Herbst 2020 einen Abschlussbericht mit dem Gesamtergebnis ihrer Arbeit vorlegen, heißt es weiter. (…)

Quelle: Der Neue Kämmerer

Anmerkung: Das für Städte wie Hagen brennendste Thema der kommunalen Altschulden landet in einem Sammelsuriums-Ausschuss unter der Leitung eines irrlichternden Bundesinnenministers. Und wird dann auch noch auf die lange Bank geschoben bis 2020, was längst nicht bedeutet, dass danach etwa zügig gehandelt wird. Zu erwarten ist eher das Gegenteil: Aussitzen bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

Passend dazu siehe auch hier:

Schlappe Heimat-Kommission endlich am Start

Unserem Land fehlt es nicht an Kommissionen, sondern an mehr Investitionen in die öffentliche Infrastruktur gerade in strukturschwachen Regionen. (…)

Diese seit vielen Jahren in strukturschwachen Regionen drängenden Probleme werden in die Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ geschoben, ohne dass die Bundesregierung ein eigenes Konzept aufweisen kann, wie sie die Probleme lösen will (…). CDU/CSU und SPD haben bisher weder ein Konzept, wie sie strukturschwache Städte und Regionen stärken wollen, noch sind die notwendigen finanziellen Mittel im Haushalt eingeplant, um etwas für gleichwertigere Lebensverhältnisse zu tun. (…)

Ein Altschuldenfond für überschuldete Kommunen und eine höhere Bundesbeteiligung an kommunalen Sozialausgaben wäre schon mal ein erster Schritt, um klammen Kommunen zu helfen. Doch dazu fehlt offenbar der politische Wille. (…)

Quelle: Britta Haßelmann MdB (Grüne)

Landesregierung will „Abgeordnete aus dem ländlichen Raum beindrucken“

4. August 2018 by

Aktionsbündnis gegen Minderung des Soziallastenausgleichs

„Es ist ein herber Rückschlag für alle Kommunen, die seit Jahren sparen müssen, um ihre Haushalte zu sanieren und Schulden abzubauen, wenn die Landesregierung den Ausgleich für Soziale Lasten zurückfährt.“ Mit diesen Worten warnen die Sprecher des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“, dem auch Hagen angehört, die Landesregierung vor Plänen zur Schlechterstellung von strukturschwachen bei der anstehenden Reform der Gemeindefinanzierung.

Gegen diese vom vom Landeskabinett beschlossenen Eckpunkte des kommunalen Finanzausgleichs für 2019, die Grundlage eines dann endgültig von der Landesregierung akzeptierten Gesetzentwurfes wären, hatte bereits der Deutsche Städtetag massive Einwände.

„Dass das Land ausgerechnet den Kommunen, in denen besonders viele Menschen mit Sozialleistungen unterstützt werden müssen, künftig ihren Ausgleich kürzt“, schwächt nach Aussage der Verwaltungschefs und Finanzdezernenten des Bündnisses den ihrer Ansicht nach erfolgreichen „Stärkungspakt Stadtfinanzen“.

Das Land habe in konjunkturell guten Zeiten im letzten Jahr unnötigerweise den Solidarbeitrag der reichen Städte zur Unterstützung der einkommensschwachen Kommunen abgeschafft, dagegen den Solidarbeitrag aller anderen Kommunen lediglich gekürzt. „Statt alle Kommunen gleich zu behandeln, ist dadurch eine neue Ungerechtigkeit entstanden.“

Als weitere Ungerechtigkeit lehnt das Aktionsbündnis die vorgesehene Verteilung einer neuen Aufwands- und Unterhaltungspauschale ab, mit der 120 Millionen Euro vor allem in den ländlichen Raum geleitet werden. Mit dem beabsichtigten Verteilungsschlüssel je zur Hälfte nach Einwohnerzahl und Flächengröße würden große Kommunen gegenüber kleinen benachteiligt.

Das Aktionsbündnis gönne den kleinen Kommunen zwar gern diese Landesmittel und zeige auch Verständnis für politische Entscheidungen, die offensichtlich viele Abgeordnete aus dem ländlichen Raum beindrucken sollten, doch fordert sie mehr Unterstützung für die wirklich bedürftigen Großstädte. „Wenn das Land eine solche neue Verteilungsbauschale für sinnvoll hält, darf sie keinesfalls aus dem kommunalen Finanzausgleich finanziert werden“, so die die Bündnissprecher.

Muschelsalat: Tanz- und Maskentheater sowie Trampolinartistik im Hameckepark

4. August 2018 by

„PasPar Tout“ zeigt „Ratata! Die Rattenfanfare“, ein Maskentheater mit Musik. Foto: Veranstalter

Gleich drei ganz unterschiedliche künstlerische Darbietungen können beim nächsten Muschelsalat am kommenden Mittwoch, 8. August, um 20 Uhr im Hameckepark bestaunt werden.

Beim „TrapezTanzTheater“ ist Frau Vladusch (Jana Korb) allein in ihrer Wohnküche. Sie pflegt einen streng organisierten Tagesablauf – alles ist einer starren Ordnung unterworfen. Ihre täglichen Wiederholungen, Beherrschtheit und Selbstkontrolle – Angst vor Erinnerungen und Vergangenheit? Mit großer Liebe zu kleinen Details erzählt Jana Korb unter der Regie von Erica Ruhl eine sehr persönliche Geschichte. Ins Groteske auseinandergenommene Alltags-Bewegungen werden als tänzerische Elemente eingesetzt – auf der Erde und in der Luft. Artistische Tricks zerfließen zu einer Körpersprache, die den Schmerz sichtbar macht – und dennoch zum Lächeln zwingt.

„PasPar Tout“ zeigt „Ratata! Die Rattenfanfare“, ein Maskentheater mit Musik. Eine abgefahrene Rattengang erobert die Welt jenseits der Kanalisation. Als knallige Nagercombo spielen sie Musik von rattig bis scharf. Ihre lausige Kinderstube lässt sich jedoch nicht lange verleugnen.

„Cirq‘ulation Locale“ – das ist Trampolinartistik auf höchstem Niveau. Die atemberaubende Trampolinshow vor einer Maya-Tempel-Kulisse kommt aus Belgien. Drei Akrobaten fliegen durch die Lüfte, drehen und überschlagen sich und noch viel mehr.

Bereits eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn erwarten die Besucher wie immer liebevoll zubereitete Speisen und Getränke.

Höhere Grundsteuern für mehr Investitionen in Hagen

3. August 2018 by

Ein persönlicher Vorschlag von Hagens Kämmerer Gerbersmann klingt unpopulär, aber zielführend: Höhere Steuern für mehr Investitionsspielräume. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das ist natürlich die simpelste Lösung. Nochmal die Grundsteuern erhöhen, die nicht nur Eigenheimbesitzer sondern ebenso jeder Mieter zu zahlen hat. Die Hauptursachen für das Finanzdilemma der Stadt werden weiter, wie seit vielen Jahren, ausgeblendet.

860 Millionen Euro. Das ist der Betrag, den die Stadt Hagen in den letzten Jahren aufbringen musste, um gesetzliche Vorschriften des Bundes umzusetzen. DOPPELWACHOLDER.DE berichtete unter dem Titel: „Der große Raubzug“. Im Mai 2017 hatte die Kämmerei detailliert aufgelistet, wie diese Summe zustande kam. Und ein Ende weiterer Steigerungen ist nicht abzusehen.

Die Hagener Einheitspresse erwähnte die dem Stadtrat präsentierte Liste mit keinem Wort, wohl weil sie der Redaktion ideologisch nicht in den Kram passte, wurde den Lesern doch jahrelang die Selbstkasteiung nahe gelegt. Angeblich waren alle Finanzprobleme hausgemacht, jetzt müsse der Gürtel aber endlich enger geschnallt werden. Überwiegend dummes Zeug, erfunden von den Propagandisten einer neoliberalen Umverteilungsagenda zugunsten der Besserverdiener und willig befördert aus dem hiesigen Pressehaus.

Auch vom Hagener Bundestagsabgeordneten René Röspel (SPD) und der Vertreterin der Hagener CDU im Reichstagsgebäude, Cemile Giousouf, war damals nichts zu hören.

Kein Wunder – war die SPD (neben CDU, FDP und GRÜNEN) doch wesentlich an den Gesetzen, die die Finanzierungslast auf die Kommunen abgewälzt hat, beteiligt. René Röspel ist seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestags, das war zu Beginn der ersten rot-grünen Regierung Schröder. Deren „Reformen“ haben wesentlich dazu beigetragen, die Schulden der Stadt Hagen in die Höhe zu treiben.

Maßgebliche Initiativen Röspels gegen eine weitere Unterfinanzierung der Kommunen, speziell seines Wahlkreises Hagen, sind nicht bekannt. Und die angebliche Opposition im Stadtrat? Schweigt. Das Protokoll der Ratssitzung, in der (im Mai vergangenen Jahres!) die Zahlen präsentiert wurden, vermerkt dazu: „Herr Rudel weist darauf hin, dass einige Sätze in den Tabellen der Anlage 1 nicht vollständig zu lesen seien. Er bittet um Korrektur.“ Und weiter: „Die Vorlage sollte nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern weiter verfolgt werden.“

Das war’s. Kritik zur Sache? Fehlanzeige. Danach ließ sich seitens der SPD-Fraktion nichts mehr zum Thema vernehmen.

Die SPD-Parteibuch-Affäre von Wehringhausen

2. August 2018 by

Die Probleme bei der SPD mögen vielschichtig sein, bei den Mitgliederzahlen waren sie zuletzt nichtig. Vor allem in NRW, wo die Zahlen angestiegen sind, seit die Partei so fleißig in Urabstimmungen den politischen Gesamtkurs abstimmen lässt. (…) In Zahlen: Ende Mai lag die SPD-Mitgliederzahl in NRW bei rund 113 000, zwei Drittel männlich, ein Drittel weiblich. Zum Vergleich: Im Dezember 2016 waren es noch 108 000.

Die Parteibücher also werden munter nachgedruckt, in Hagen allerdings laufen die Dinge anders. Dort hat die Hagener SPD gerade 55 neue Anträge auf Parteimitgliedschaft abgelehnt. (…)

Quelle: Westdeutsche Zeitung

Einstige SPD-Parteifreunde in Hagen streiten weiter heftig

2. August 2018 by

Neue Runde im internen Streit der SPD Hagen um 55 abgelehnte Mitglieder. Der Parteichef und der Ex-Fraktionschef überziehen sich mit Vorwürfen. (…)

Quelle: wp.de

Wagen der Feuerwehr Hagen drohen in den Keller zu stürzen

1. August 2018 by

An der arg in die Jahre gekommenen Feuerwache Mitte an der Lange Straße muss ein tonnenschweres Einsatzfahrzeug auf dem Hof geparkt werden, weil es andernfalls in der maroden Fahrzeughalle in den Keller zu stürzen droht. (…)

Quelle: wp.de

Auf den Spuren von Wirtschaftswunder und Wiederaufbau

1. August 2018 by

Am Mittwoch, 8. August, laden die Volkshochschule Hagen und der Hagener Heimatbund von 18 bis 19.30 Uhr zu einem Spaziergang durch die Innenstadt zwischen Volkspark und Graf-von-Galen-Ring mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff ein. Treffpunkt ist der Vorplatz des Osthaus Museums, Ecke Hochstraße und Museumsplatz; die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung zu dem Stadtspaziergang mit der Kurs-Nummer 1049 nimmt das Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 entgegen.

Der Wiederaufbau der Hagener Innenstadt geschah im Kontext des damaligen europäischen Zeitgeistes, der sich zum Beispiel in der seinerzeitigen Architektur zeigt und in der Ausrichtung auf die autogerechte Stadt. Diese Exkursion stellt auch einen kleinen Beitrag des Urlaubskorbes und des Hagener Heimatbundes zum „Europäischen Kulturerbejahr 2018“ („Sharing Heritage“) dar; der deutsche Fokus liegt unter anderem auf dem baulichen Erbe.

Insbesondere auch das Viertel rund um Mittelstraße, Marktbrücke und Johanniskirchplatz – Hagens „altes Herz“ – ist von den Veränderungen in den ersten 15 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt. Der Weg führt auch durch die Potthoffstraße an der Synagoge vorbei.

Mein Ali – dein Ali

31. Juli 2018 by

Der Rassismusvorwurf gegen die SPD-Führung mag übertrieben sein – ganz von der Hand zuweisen ist er aber nicht

Hagens SPD-Spitze muss sich mit Vorwürfen auseinandersetzten, sie betreibe eine rassistische Politik, was die Neuaufnahme von Mitgliedern angeht. Ein Parteigenosse hatte eine größere Zahl angeworben, die einen sogenannten Migrationshintergrund haben. Die SPD lehnte die Aufnahme dieser Interessenten ab. Begründung: Sie wollten die Partei „unterwandern“.

Der Anwerber wirft den Führungskräften der Hagener SPD deshalb Rassismus vor. Aber das dürfte die Wahrheit nur teilweise treffen. Tatsache ist – und das betrifft nicht nur die SPD – dass in einer Stadt wie Hagen mit einem sehr hohen Anteil von Menschen mit Einwanderungshintergrund so gut wie keine aus dieser Gruppe mit Mandaten und Funktionen in den politischen Parteien vertreten sind.

Im Gegenteil wird auch noch Politik gegen diese Mitbürger betrieben, wie beispielsweise im stark migrationsgeprägten Stadtteil Haspe. Dort mokierte sich der SPD-Bezirksvorsteher Dietmar Thieser darüber, „dass die inflationäre Ansiedlung solcher Bäckereien für das Bild des Hasper Zentrums schädlich seien.“ Gemeint war ein von türkischstämmigen Haspern geführter Betrieb im Zentrum des Stadtteils. Auch in der dortigen Bezirksvertretung sitzt selbsredend kein einziges Mitglied mit ausländischen Wurzeln.

Der Kern der jetztigen Auseinandersetzung liegt allerdings woanders. Es geht um das Machtgebaren der Hagener SPD-Führung. Der örtliche Parteivorsitzende Timo Schisanowski und seine Spannleute wollen auf jeden Fall den Erhalt ihres Einflusses sicherstellen. Wenn man sonst nicht allzuviel vorzuweisen hat, sind Pöstchen halt wichtig.

Politische Konzepte von Schisanowski & Co. sind nicht bekannt; nach den Kommunalwahlen 2014 hat die Hagener SPD drei Jahre gebraucht, um sich überhaupt an ihre Forderungen aus dem Wahlkampf zu erinnern. Davor war sie damit beschäftigt, in innerparteilichen Machtkämpfen die Pfründe ihrer Vorleute zu sichern und zu versuchen, sich in die Allianz des Grauens der Wettbewerber aus CDU, FDP, GRÜNEN und HAGEN AKTIV einzureihen. Das misslang. Stattdessen steht die Partei wieder mit unappetitlichen Personalaktivitäten im Rampenlicht.

Wenn, wie offenbar zuletzt im Ortsverein Boele-Kabel-Garenfeld, die Kandidaten im Sinne der Parteiführung genehm sind, werden sie aufgenommen. Wenn die Unterstützung der SPD-Spitze, wie jetzt in Wehringhausen, zumindest nicht gesichert ist, werden genau die Sprüche ausgepackt, die auch laufender Bestandteil der lokalen Einheitspresse sind, wenn es gegen Migranten geht. Dann ist mit durchaus rassistischem Unterton von Clans die Rede.

Darum geht es im Kern aber gar nicht. Zuwanderer werden vielmehr benutzt, um die innerparteiliche Macht abzusichern. Sind die für uns, oder sind die gegen uns? Meine Alis – deine Alis. So instrumentalisiert die Hagener SPD-Führung um Schisanowski und Rudel diejenigen, denen sich ihre Partei früher durchaus solidarisch verbunden fühlte. Das war einmal.

Gewinnen wird sie mit dem neuen Kurs nichts. Im Gegenteil: Hagens SPD-Vordere fahren gerade ein prima Konjunkturprogramm für rechte Kräfte vom Schlage AfD. Nur – das merken sie offenbar gar nicht. Oder es ist ihnen egal.

Widerstand gegen baumelnde Hotels im Hasper Wald

31. Juli 2018 by

Das Freizeit- und Touristik-Projekt „Baumwelt Hagen“, das im Hasper Stadtwald einen Baumwipfelpfad mit Baumhotels vorsieht, steht vor entscheidenden Weichenstellungen. Während die Errichtung der Wandelstege auf Stamm- und Kronenhöhe realisierbar erscheint, tun sich die federführenden Planer des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ausgesprochen schwer mit den angedachten Übernachtungsmöglichkeiten im Wald, die wie Kokons in luftiger Höhe zwischen den Zweigen baumeln sollen.

Aktuell sieht der maßgebliche Regionalplan einen solchen baulichen Eingriff, der als raumbedeutend eingestuft wird, nicht vor. Auch das jüngste Abstimmungsgespräch der städtischen Fachplaner mit den RVR-Kollegen in Essen brachte in dieser Frage keinerlei Annäherung. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Eventisierung des Hagener Stadtwalds wird weiter vorangetrieben; vorneweg von der „Hagen-Agentur“. Von den 10.000 qm Wald, der für die geplanten 500 Stellplätze abgeholzt werden müsste, spricht niemand mehr. Von den Hunderten von Betonfundamenten, die allein für den Baumwipfelpfad (ohne die Hotels) in den Waldboden gerammt werden müssten, auch nicht.

Als Parkplatz für Reisebusse sind u.a. der Parkplatz am Freilichtmuseum und am Ennepepark in Haspe vorgesehen, Entfernung zur Baumwelt 2,5 bzw. 3,7 km. Da werden sich die meist betagteren Mitmenschen, die mit Bussen anzureisen pflegen, freuen, dass sie noch einen längeren Anmarsch auf den bis dahin bestimmt rollatorfest ausgebauten Wegen vor sich haben.

Und was passiert eigentlich, wenn es bei den zunehmend trockeneren und heißeren Sommern dort mal brennt?

Ausbildungsstart: DGB-Jugend Hagen fordert Entlastung durch NRW-weites Azubi-Ticket

31. Juli 2018 by

Am 1. August beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt: Als Auszubildende starten sie ihre Berufsausbildung – sowohl im Betrieb wie in der Berufsschule. Damit beginnt eine neue Lebensphase, in der sie immer mehr eigene Entscheidungen treffen und zum Beispiel in eine eigene Wohnung ziehen. Mit einer kleinen Ausbildungsvergütung, die ihnen Betriebe bei der dualen Ausbildung zahlen müssen, gewinnen sie an Unabhängigkeit. Doch das eigene Leben ist teuer. Deswegen fordert die DGB-Jugend Hagen eine gezielte Entlastung durch ein NRW-weites Azubi-Ticket.

„Um Auszubildende finanziell zu entlasten und ihnen mehr Möglichkeiten zu geben, sollte die Landesregierung endlich gemeinsam mit den Verkehrsverbünden handeln: Wir brauchen ein NRW-weites und bezahlbares Azubi-Ticket, das alle Auszubildenden erwerben können, um den gesamten Nahverkehr im Bundesland rund um die Uhr zu nutzen“, fordert DGB-Jugendbildungsreferent Philipp Siewert.

Studierende haben schon seit Jahren ein NRW-weites Semesterticket. Deshalb sei es jetzt Zeit, hier auch Auszubildende zu entlasten. „Mit einem NRW-Azubi-Ticket würde die duale Berufsausbildung insgesamt attraktiver gemacht. Und das ist bitter nötig, weil sie ein Rückgrat für wirtschaftlichen Erfolg darstellt“, erläutert Siewert, dem Sorgen bereitet, dass die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den letzten Jahren rückläufig war.

Zwar können Auszubildende in Hagen das VRR Young Ticket Plus ab 59,95 € kaufen, damit aber nicht über die Grenzen des VRR hinaus reisen. Pendeln nach Hamm oder Lüdenscheid wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden. „Fast 60 Euro für die Monatskarte, der Preis steht in keinem Verhältnis zur Leistung. Das ist für die meisten Auszubilden viel zu teuer. Ein echtes Azubi-Ticket muss daher NRW-weit gelten – und bezahlbar sein.“, sagt Siewert.

Die Gewerkschaftsjugend weist darauf hin, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen dem akuten Fachkräftemangel und dem Mangel an attraktiven Angeboten für Azubis gibt, zum Beispiel für bessere Mobilität. Mit einem Azubi-Ticket sei es wesentlich günstiger und attraktiver, Ausbildungsplätze in regionaler Entfernung vom Wohnort anzunehmen. Somit bietet sich hier ein wirksames Hilfsmittel, um regionale Unterschiede zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage zu lindern.

Zudem wird eine landesweite Lösung auch zu einem verstärkten Netzausbau führen, von dem alle Regionen profitieren könnten. „Ein NRW-weites Azubi-Ticket bietet also eine positive Gesamtperspektive, zu der am Ende auch mehr abgeschlossene Berufsausbildungen gehören werden“, prognostiziert Philipp Siewert.

Sommerausgabe der Seniorenzeitung erschienen

31. Juli 2018 by

Die Sommerausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen ist erschienen. Die Zeitung leistet diesmal ihren eigenen Beitrag zur Diskussion HAGENplant 2035 mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters, Beiträgen aus verschiedenen Blickwinkeln auf unsere Stadt und – als besonderen Beitrag – das Hagenspiel „CityGang“ von Martin Schlegel samt Gewinnspiel, bei dem es Gutscheine der Stadtbäckerei Kamp zu gewinnen gibt.

Ansonsten gibt es wieder einen bunten Strauß an Themen: Ein Portrait von Julia Schröder, die bei der Caritas unter anderem für den Warenkorb zuständig ist, ein Bericht über zwei Auszubildende der Stadt Hagen, die ein Kataster der Stolpersteine in Hagen erarbeiten, den zweiten Teil eines Reiseberichts durch den Iran, dazu Kurzgeschichten und Gedichte.

Die Ausgabe hat ein etwas anderes Gesicht bekommen. Das Redaktionsteam ist gespannt auf das Echo, das die Änderung besonders beim Titel hervorrufen wird.

Die Zeitungen liegen aus im Sozialen Rathaus am Bahnhof, in den Bürgerämtern, der Freiwilligenzentrale, Begegnungsstätten, bei HagenInfo, in Apotheken, Arztpraxen – überall dort, wo die ehrenamtlichen Boten die Zeitung anliefern. Das Redaktions-Team sucht noch Menschen, die ehrenamtlich Zeitungen herumbringen können.

Rassismus-Vorwürfe in Hagener SPD nehmen nicht ab

30. Juli 2018 by

In den sozialen Netzwerken, in Gruppen der Linken innerhalb der SPD sind die Rassismusvorwürfe gegenüber den Hagener Sozialdemokraten das Thema. Neben denen, die nicht fassen können, was in Hagen geschehen sein soll, werden die Stimmen jener, die Aufklärung fordern, immer lauter. (…)

Die aktuellen Geschehnisse im Ortsverein Wehringhausen sind offenbar kein Einzelfall innerhalb der Hagener SPD. Zwar berichtet die Westfalenpost (WP) am 27. Juli 2018 online unter Berufung auf den Hagener SPD-Parteichef Timo Schisanowski über einen ähnlichen Fall aus dem Ortsverein Boele-Kable-Garenfeld aus dem vergangenen Jahr: „Damals seien die Mitglieder vom Ortsverein – anders als in Wehringhausen – angenommen worden. Der UB-Vorstand habe sich auch sehr wohl offiziell mit der Kritik beschäftigt und habe zudem in Boele vor Ort Fragen beantwortet.“

Allerdings widerspricht diese Darstellung dem der Redaktion vorliegenden Protokoll der Unterbezirks-Vorstandssitzung vom 26. Juni 2017. Darin heißt es wörtlich: „Claus Homm berichtet von einem Schreiben des OV Boele-Kabel-Garenfeld (…). Darin teilt der OV dem Servicecenter mit, dass er in seiner Vorstandsitzung (…) einstimmig beschlossen habe, die Neumitglieder Zein Al (…), Nenad (…), Ilyess (…) und Ahmadjekaj nicht aufzunehmen. Die Hintergründe zur Ablehnung würden zu einem späteren Zeitpunkt konkretisiert.“ Das Protokoll gibt ebenfalls Aufschluss darüber, dass die die Bewerber Einspruch gegen ihre Ablehnung eingereicht hätten.

Dem Vernehmen hätten die Bewerber allesamt nur den sogenannten monatlichen Sonderbeitrag in Höhe von 2,50 Euro zahlen wollen. Im Protokoll heißt es dazu weiter: „Nach Auffassung des Parteivorstands in Berlin sowie den Juristen der NRWSPD sei die Höhe des Mitgliedsbeitrags allein kein Grund, jemanden nicht in die Partei aufzunehmen. Daher stimmt der UB-Vorstand einstimmig bei zwei Enthaltungen er Aufnahme der vier o.g. Mitglieder zu.“

Es stellt sich folglich die Frage, warum der Hagener SPD-Parteichef Timo Schisanowski in der WP mit einer komplett gegenteiligen Aussage zitiert wird. Wurden die Bewerber zunächst im SPD- Ortsverein Boele-Kable-Garenfeld abgelehnt, weil sie einen Migrationshintergrund besitzen, ähnlich wie im Ortsverein Wehringhausen? (…)

Quelle: Informer

In Boele hat SPD-Spitze nicht kritisch geprüft

30. Juli 2018 by

Es ist nicht das erste Mal, dass es einen plötzlichen Mitgliederzuwachs in einem Ortsverein der SPD Hagen gibt. So vergangenes Jahr im Ortsverein Boele-Kabel-Garenfeld. Damals, so sehen es Kritiker wie Jan Rautenstrauch, sei der SPD-Unterbezirksvorstand Manipulationsvorwürfen nicht nachgegangen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: DW hatte seinerzeit über die Vorgänge im Hagener Norden berichtet (Boeler SPD-Vorstand tritt zurück):

In Genossenkreisen wird als Möglichkeit vermutet, dass es sich bei den Masseneintritten um einen Racheakt aus den Reihen des Hagener Parteivorstands handeln könnte bzw. den Versuch, auch in Boele für genehme Mehrheiten zu sorgen.

Bei der Aufstellung der Kandidatur zur Landtagswahl hatte es für den eigentlich gesetzten Wolfgang Jörg einen überraschenden Mitbewerber gegeben. Und der kam aus dem Ortsverein Boele-Kabel-Garenfeld.

Siehe auch die Anmerkung zu einem verlinkten WPWR-Artikel:

Vorstand der SPD Boele tritt nahezu geschlossen zurück

Und ein Beitrag aus dem „Cicero“:

„Die wollten uns weghaben“

Dort hieß es u.a.:

Der neue Kopf des Ortsvereins Milazim Jusaj wollte sich gegenüber Cicero ebenfalls nicht zu den Vorwürfen positionieren. Er reagierte weder auf Anrufe noch E-Mails. Selbst der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, Timo Schisanowski, wollte sich nicht äußern. Die Hagener SPD-Abgeordneten für Landtag und Bundestag reagierten ebenfalls nicht. Es hat den Anschein, als brächte das Drunter und Drüber die Genossen in Hagen aus den verschiedensten Gründen zum Schweigen.

Auch jetzt bei den Wehringhauser Merkwürdigkeiten mauern alle Verantwortlichen. Diesmal gegenüber dem Informer-Magazin. Es herrscht Angst vor unabhängigen Medien. Lieber stützt man das hiesige Presse-Monopol der Funke-Gruppe (WPWR, Radio Hagen, Stadtanzeiger).

Schloss Hohenlimburg verliert Prozess gegen Kaltwalzmuseum

29. Juli 2018 by

Die Schloss Hohenlimburg gGmbH ist mit ihrer Klage gegen den Förderkreis Deutsches Kaltwalzmuseum vor dem Hagener Landgericht gescheitert. Das bedeutet: Der Förderverein muss weder rückwirkend 13 000 Euro „Miete“ für die für das Museum genutzten Räumlichkeiten – den Alten Pallas – bezahlen. Noch gibt es einen Anspruch, dass monatlich ein Nutzungsentgelt von 2041 Euro bis zum Jahr 2031 gezahlt werden muss. Zudem hat die 9. Zivilkammer des Landgerichts Hagen festgestellt, dass die Kündigung des Gesellschafterverhältnis durch den Förderverein rechtens war. (…)

Quelle: wp.de


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