Lockruf der SPD an enttäuschte Grüne

18. August 2022 by

Die jüngsten kritischen Äußerungen der Schulausschuss-Vorsitzenden Nicole Pfefferer (Grüne) an den unzureichenden Bildungsrahmenbedingungen in der Stadt haben in Hagen aufhorchen lassen.

Zum einen hat die neue Fachdezernentin Martina Soddemann im Stil der üblichen Reflexe aus der OB-Teppichetage ihren Fachabteilungen, aber auch der Fachausschuss-Chefin noch am Tag der Interview-Veröffentlichung signalisiert, dass Kommunikation künftig bloß noch gefiltert über ihren Schreibtisch hinweg und nicht mehr pragmatisch im direkten Austausch mit den Experten des Rathauses stattzufinden habe.

Zum anderen zeigt sich die SPD-Fraktion erstaunt, dass die Grünen-Frontfrau nach acht Jahren politischer Verantwortung im Rahmen der Mehrheitsallianz im Rat ihre Mitschuld an der desaströsen Schulsituation in Hagen völlig ausblende. Im gleichen Atemzug signalisiert Genossen-Fraktionschef Claus Rudel jedoch seinen Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit: „Wir müssen das so schnell wie möglich ändern und fordern die Grünen auf, gemeinsam mit der SPD an der Zukunft eines guten und anerkannten Bildungsstandorts Hagen zu arbeiten.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Dazu die Pressemitteilung der SPD im Original:

Hagener Bildungskatastrophe:
Alle haben Schuld – nur die Grünen nicht

Nein, in Hagen sind die vielen Schüler eben so wenig vom Himmel gefallen wie Nicole Pfefferer als Schulausschussvorsitzende Anwältin von Schulen, Kindern und Eltern ist.

Wer in den vergangenen Tagen in den Tageszeitungen grüne Statements zur Hagener Schulpolitik gelesen hat, der bleibt verwirrt zurück. Noch am Samstag rühmten sich die Grünen, mit konkreten Ideen den Ausbau der Grundschulen voranzutreiben und so auf die Zuwanderung zu reagieren. Zwei Tage später, am Montag dieser Woche, kommt sich die Schulausschussvorsitzende „wie die einsame Ruferin in der Wüste vor“, lässt sich darüber hinaus „zu oft einlullen“ und wirft sowohl der Stadtspitze als auch der Schulverwaltung bei der Bewältigung der anstehenden Probleme im Grundschulbereich Unfähigkeit vor.

„Der Grund liegt auf der Hand, soll hier doch von den eigenen Unzulänglichkeiten und Fehlern abgelenkt werden“, so Claus Rudel, SPD-Fraktionsvorsitzender. Denn Nicole Pfefferer sei ja nicht nur Vorsitzende des Schulausschusses, sondern auch Sprecherin der Grünenfraktion im Rat und damit ein gewichtiger Partner der Mehrheitsallianz aus CDU, Grünen und FDP.

Das Prinzip sei nicht neu, so Rudel. „Immer wenn die Grünen, wie hier lauthals ihre Frontfrau, offenkundige Missstände in Hagen beklagen, erwecken sie dabei stets den Eindruck, als hätten sie mit ihrem OB Schulz und ihrer Allianz nichts gemein. Dabei tragen sie seit 2014 als Allianz-Fraktion die volle Verantwortung für zu wenige Kita-Plätze, zu wenige OGS-Plätze, zu wenige Grundschul-Plätze und zu wenige Gesamtschul-Plätze in unserer Stadt.“

Doch anstatt frühzeitig politische Weichen für eine gute und weitsichtige Schulpolitik sowohl pragmatisch als auch im städtischen Haushalt zu stellen, ließen die Grünen die Schulverwaltung den Mangel verwalten, hoffieren Privatschulen und begrüßen es, wenn die Stadt in Zukunft in Wehringhausen für viel Geld eine Grundschule anmieten muss, für die nach über zwei Jahren Planung noch nicht einmal der Grundstein gelegt wurde.

Seit Jahren weist die SPD-Ratsfraktion in den Fachausschüssen und im Rat darauf hin, dass verstärkt sowohl Schul- als auch OGS-Plätze fehlen werden. Doch anstatt der Verwaltung politische Vorgaben zu machen, verstieg sich die Mehrheitsallianz gegenüber der SPD-Ratsfraktion in Populismusvorwürfen. Der Vorschlag der SPD-Ratsfraktion, aufgrund der boomenden Schülerzahlen in der Innenstadt eine Grundschule und eine 4. Gesamtschule in vorhandenen Gebäuden unterzubringen, wurde von eben dieser Allianz ebenso abgelehnt wie die professionelle Suche nach einem Grundstück für den Bau einer Grundschule in Hagen-Mitte.

Und das obwohl in einem extern angefertigten Gutachten zur Hagener Schulentwicklung genau diese Szenarien beschrieben werden. Das Fazit: In der Not muss jetzt Unterricht in überfüllten Klassen und Containern abgehalten werden.

Wenn die Schulausschussvorsitzende Nicole Pfefferer öffentlich bekundet, dass die Stadt Hagen als Schulträger auch überregional einfach einen miesen Ruf hat, dann hätten die Grünen im Stadtrat daran kräftig mitgearbeitet, so Claus Rudel. „Wir müssen das so schnell wie möglich ändern und fordern die Grünen daher auf, gemeinsam mit der SPD an der Zukunft eines guten und anerkannten Bildungsstandorts Hagen zu arbeiten.“

Anmerkung: In einem Kommentar („Avancen an die Frustrierten“) zum Gefecht zwischen Pfefferer, der SPD und – nicht zu vergessen – den schwachbrüstigen Stellungnahmen der Ratsparteien zur Kritik aus dem Unternehmerlager, meint WPWR-Redakteur Martin Weiske zutreffend:

Wer ist diese Allianz inzwischen eigentlich:

1. eine CDU, die sich bevorzugt ihre Meinung vom Kämmerer soufflieren lässt;

2. eine FDP, die eher durch Konturlosigkeit als durch eigene Akzentuierung und Initiativen auffällt;

3. mit sieben Köpfen eigentlich wirkmächtige Grüne, denen es jedoch weitgehend genügt, als willfährige Mehrheitsbeschaffer vom OB geliebt zu werden statt die drängenden Umwelt- und Mobilitätsthemen mit Vehemenz einzufordern.

Sekundiert wird dieses Dreigestirn noch von Hagen Aktiv, die nach der jüngsten Kommunalwahlenttäuschung als Innovationstreiber ohnehin völlig abgetaucht sind.

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Die Zeiten, zu denen DOPPELWACHOLDER.DE als einsamer Rufer in der Wüste stand, könnten sich – hoffentlich! – langsam dem Ende neigen.

Bezirksvertretung stimmt für Ganzjahresbad

18. August 2022 by

Die Bezirksvertretung Hohenlimburg hat sich für die neue Planung zum Ganzjahresbad Henkhausen ausgesprochen. Damit schloss sich das Gremium dem Votum aus dem Sportausschuss an, der bereits am Dienstag getagt hatte. (…)

Quelle: wp.de

Ina Blumenthal freut sich über Funktion

18. August 2022 by

SPD-Landtagsabgeordnete zur medienpolitischen Sprecherin gewählt

Einstimmig hat die SPD-Landtagsfraktion die heimische Landtagsabgeordnete Ina Blumenthal zur neuen medienpolitischen Sprecherin der Düsseldorfer Landtagsfraktion bestimmt. Die 41jährige, die Gevelsberg, Ennepetal, Breckerfeld und Teile von Hagen seit diesem Mai im Landtag vertritt, freut sich sehr auf die neue Aufgabe.

„Ich habe mich sehr gefreut, als man mir diese Funktion angeboten hat“, sagt Blumenthal und verweist auf ihre Verbundenheit zu Radio, Medien und Zeitung in ihrem Wahlkreis: „Ich habe die vielfältigen Veränderungen für die Leserinnen und Hörer der heimischen Medien, aber auch für die Medienschaffenden in den letzten Jahr hautnah miterlebt, jetzt federführend an der Gestaltung der Medienpolitik mitzuwirken ist wunderbar“

Neben der Sprecherinnenrolle im Ausschuss für Medien wird Ina Blumenthal aber auch Mitglied im Innenausschuss des Landtags sein. Ihr Wunschausschuss wie sie betont. „Es gibt nur wenige Politikbereiche, die wir als Landespolitikerinnen und Landespolitiker so unmittelbar beeinflussen können“, sagt die heimische Landtagsabgeordnete und führt weiter aus „Das Themenfeld im Innenausschuss ist groß. Es geht hier um die Grund- und Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger, um ihre Sicherheit im Alltag und im Katastrophenfall.“

20.000 Euro Spende für AllerWeltHaus

18. August 2022 by

Bereits zum zweiten Mal wurde dem Hagener AllerWeltHaus eine Spende von je 10.000 Euro von Gabriele Hiltl, Pastpräsidentin des Distriktes 90 im Auftrag für Inner Wheel Deutschland übergeben werden, um die Schäden nach der katastrophalen Überschwemmung des letzten Jahres zu beseitigen und das Haus neu ausstatten zu können.

„Wir sind total begeistert von der Spende und der Unterstützung, die wir dadurch erhalten haben. Ergänzt durch weitere Spenden können wir damit das Haus sowohl im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes als auch im Rahmen einer sinnvollen Neugestaltung wieder instandsetzen“, freut sich Christa Burghardt, Team-Vorstand des AllerWeltHauses.

Mit dem Geld, dass Inner Wheel zur Verfügung stellt, wird nun eine Teeküche für die im AllerWeltHaus engagierten Gruppen eingerichtet, die auch multifunktional als Cateringraum für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Zudem werden Tablets mit diversen PC-Programmen angeschafft, die eine vielseitige Verwendung finden werden, u.a. ein gutes Übersetzungsprogramm, mit dem Menschen unterschiedlicher Sprachen gut und einfach miteinander kommunizieren können, wichtig auch aktuell für die Begegnungen mit Flüchtlingen aus der Ukraine. Auch als Lernmittel für Jugendliche können sie eingesetzt werden.

Sportausschuss stimmt für neues Ganzjahresbad

17. August 2022 by

Der Sportausschuss hat sich mehrheitlich für die neue Planung zum Ganzjahresbad in Henkhausen ausgesprochen. Das letzte Wort hat der Hagener Rat. (…)

Quelle: wp.de

Das Unsichtbare sichtbar machen

17. August 2022 by

Mit einer großen Einzelausstellung feiert das Osthaus Museum Hagen „Labyrinths of Love“ des amerikanischen Künstlers Edward Bekkerman

17. September 2022 bis zum 15. Januar 2023

edward_bekkerman (6)Foto: Edward Bekkerman, © ABA Gallery New York

„Labyrinths of Love“ präsentiert über 40 Werke von Bekkermans frühen mythischen „Angels“ und „Guardians“ aus den 1990er Jahren bis hin zu seinen jüngsten expressiven Serien „Faces“, „Victories“, „Samurais“ und „Labyrinths of Love“. Mit dynamischer Figuration, expressiver Abstraktion, Themen der Spiritualität, ursprünglichen, universellen Wahrheiten und Symbolen zeigt die Ausstellung Bekkermans Gabe des Geschichtenerzählens, die das Unsichtbare sichtbar macht.

Es ist die erste museale Einzelausstellung von Edward Bekkermans Werk in Deutschland. Dr. Tayfun Belgin, Museumsdirektor des „Osthaus Museum Hagen“ sagt: „Das Osthaus Museum Hagen schätzt sich glücklich, eine Einzelausstellung des New Yorker Malers Edward Bekkermann in seinen Räumen zu präsentieren.“

Der 1958 geborene Edward Bekkerman studierte an der 1875 gegründeten renommierten Kunsthochschule Art Students League in New York, an der u.a. Jackson Pollock, Alexander Calder, Man Ray, Louise Bourgeois, Roy Lichtenstein, Norman Rockwell, Georgia O’Keeffe, Mark Rothko, Robert Rauschenberg und Frank Stella studierten.

Edward Bekkermans Werke befinden sich in der ständigen Sammlung des Staatlichen Russischen Museums in St. Petersburg, des Moskauer MOMA und in vielen bedeutenden Privat- und Unternehmenssammlungen weltweit.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit wissenschaftlichen Essays von Prof. Dr. Irene Daum, Düsseldorf u.a. Redakteurin der Zeitschrift w/k – Zwischen Wissenschaft und Kunst, und der amerikanischen Journalistin und Autorin Phoebe Hoban.

Platz für den Radverkehr

17. August 2022 by

Umverteilung der Fahrspuren auf dem Graf-von-Galen-Ring

Radweg Graf-von-Galen-RingEin großer Schritt für die nachhaltige Mobilität in Hagen: Zwei der insgesamt vier Fahrspuren auf dem Graf-von-Galen-Ring stehen in Zukunft für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer zur Verfügung.

Die Arbeiten an den Fahrbahnmarkierungen haben am Donnerstag, 11. August, begonnen und werden voraussichtlich Ende der kommenden Woche beendet. Die Umverteilung der Fahrspuren ist möglich, da durch die Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung der motorisierte Verkehr auf dem Graf-von-Galen-Ring deutlich abgenommen hat.

Aktuell liegt die durchschnittliche Verkehrsstärke am Tag bei rund 18.200 Fahrzeugen. Den Erfahrungen und Regelwerken zufolge reicht eine zweispurige Straße, ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung, für rund 20.000 Fahrzeuge am Tag aus. Demnach ermöglicht eine Belastung von 10.000 Fahrzeugen pro Fahrtrichtung täglich eine Umverteilung.

Aus Wehringhausen kommend, beginnt die Markierung des Radfahrstreifens hinter der Einmündung zum Bergischen Ring. Eine rote Markierung signalisiert den Anfang des Radfahrstreifens (Foto: Fakebook). Im weiteren Verlauf sind in regelmäßigen Abständen Piktogramme auf der Fläche markiert. In Einmündungsbereichen – beispielsweise an der Hugo-Preuß-Straße oder der Martin-Luther-Straße – wird der Fahrstreifen rot markiert, um auf die Sonderspur hinzuweisen. Im Bereich der Altenhagener Brücke wird der Radverkehr auf den bestehenden Radweg in Richtung Altenhagen geführt.

Aus Altenhagen beziehungsweise Eckesey kommend, beginnt der Radfahrstreifen nach der Einmündung zur Straße Am Hauptbahnhof parallel zur Busspur und wird durch eine Rotmarkierung abgesetzt. Ab der Einmündung des Graf-von-Galen-Rings und der Körnerstraße wird der Radfahrstreifen mit sich wiederholenden Piktogrammen auf der ehemals rechten Kfz-Spur geführt. Hinter dem Kreuzungsbereich Graf-von-Galen-Ring und Bergischer Ring verläuft der Radverkehr weiter in Richtung Haspe im Mischverkehr. Die Markierungsarbeiten können in Zukunft noch erweitert und bei Bedarf angepasst werden.

Der Radfahrstreifen gilt nach der Straßenverkehrsordnung ausschließlich dem Radverkehr. Autos dürfen auf dem Sonderfahrstreifen weder halten noch parken. Um zu Parkplätzen zu gelangen, ist ein Queren möglich. Beim Queren hat der Radverkehr Vorrang.

Im Zuge der Umverteilung wird auch die Schaltung der Ampelanlagen angepasst. Die Arbeiten leiten sich aus dem Radverkehrskonzept der Stadt Hagen ab und haben zum Ziel, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Verkehrsbelastung weiter zu reduzieren.

Schulstart: Überfüllte Klassen, Schule nicht fertig

16. August 2022 by

Volle Klassen, Förderschüler im Distanzunterricht – die Kritik an der Verwaltung zum Schulstart in Hagen ist heftig.

Nicole Pfefferer ist Vorsitzende des Schulausschusses der Stadt Hagen. Wir sprachen mit der Grünen-Fraktionsvorsitzenden darüber, wie sich die Schullandschaft in Hagen zu Beginn des neuen Schuljahres darstellt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: So sehr die Kritik an der Verwaltung berechtigt sein mag – der entscheidende Satz in den Äußerungen der Schulausschuss-Vorsitzenden, die auch Ratsmitglied ist, lautet: „Wir lassen uns allzu oft einlullen.“ Das ist allerdings ein (nicht nur) grüner Dauerzustand.

Bereits vor mehr als fünf Jahren, im Juni 2017, drohte Pfefferer damit, die Allianz des Grauens zu verlassen. Damals ging es um Windräder. Aber die Grünen sind als treue Gefolgsleute und Diener ihres Herren immer noch dabei. Auch in der Schulpolitik. Im Frühjahr 2019 entdeckte die OB-Hilfstruppe plötzlich den Mangel an Gesamtschulplätzen. In grauer Vorzeit einmal ein Schwerpunktthema grüner Schulpolitik – tempi passati. In den Kommunalwahlprogrammen tauchten entsprechende Forderungen lange nicht mehr auf: nicht 2004, nicht 2009, nicht 2014.

In der Auseinandersetzung um die reichlich dubiose „Block 1“-Planung in Wehringhausen schloss sich Pfefferer – als es um eine Überprüfung der Wirtschaftlichkeit ging – im Schulausschuss der Kritik der SPD an. Bis zur Ratssitzung wurde sie erfolgreich auf Linie gebracht und machte die Kehre um 180°.

Der Verkauf der ehemaligen Hauptschule Dahl an einen privaten Unternehmer vor 12 Jahren mag aus damaliger Sicht noch berechtigt gewesen sein, nicht aber die Abtretung eines Vorhaller Schulgebäudes an einen privaten Verein im Jahre 2022, nachdem sich der eklatante Mangel an Schulraum gründlich manifestiert hatte.

Der Verkauf der Vorhaller Schule wurde von der OB-Allianz des Graues – also mit den Stimmen der Grünen – nach Angaben der WPWR dennoch in nichtöffentlicher (!) Sitzung beschlossen. Dazu noch unter Wert, wie es sich in Hagen langsam zum Standard entwickelt. Als Hilfstruppe waren diesmal auch die Rechtsausleger von der AfD mit von der Partie.

Hagener Architektur-Kleinod im Angebot

16. August 2022 by

Milly-Steger-Haus steht für 1,2 Millionen Euro zum Verkauf

Blick_auf_das_Milly-Steger-Haus_2Der kleine Huldigungsbalkon wird von einer Karyadide getragen, das Haus mit 241 m² Wohnfläche steht auf einem 829 m² großen Grundstück. Zwischen 1911 und 1917 lebte und arbeitete dort die Bildhauerin Milly Steger. Ein Hagener Immobilienbüro bietet das Anwesen aktuell zum stolzen Preis von 1,2 Millionen Euro zum Kauf an (Foto: Klaus Bärwinkel, CC BY-SA 4.0).

Das Haus am Stirnband 48 in Hagen-Eppenhausen war eines von neun Bauten, die der niederländische Architekt Johannes Ludovicus Mathieu Lauweriks zwischen 1910 und 1914 auf Veranlassung des Hagener Kunstmäzens Karl-Ernst Osthaus realisierte.

Lauweriks ent­wi­ckelte eine neue ar­chi­tek­to­ni­sche Sys­tem­lehre, der er eine Gestaltung nach arithmetisch-geometrischen For­meln mit fes­ten Maß­ein­hei­ten zu­grun­de­legte. Jedes der Häu­ser ist in­di­vi­du­ell ge­stal­tet, doch bil­den sie durch das an­ge­wandte Sys­tem, durch Li­nien, die vom einen zum an­dern Bau wie­der­auf­ge­nom­men wer­den und durch immer wiederkehrende Ma­te­ria­lien und Farben – Ziegel, Na­tur­stein, Holz – eine Ein­heit. Die vor- und zu­rück­sprin­gen­den Einzel- und Dop­pel­häu­ser ver­bin­den sich durch eine durch­lau­fende First­höhe, deren Zu­sam­men­hang durch die auf­ein­an­der be­zo­ge­nen Gie­bel ver­stärkt wird.

Milly Steger, die von Osthaus zur Übersiedlung nach Hagen bewegt worden war, erhielt damals vom Bauamt der Stadt Hagen den Auftrag, Plastiken für die Fassade des neuerbauten städtischen Theaters auszuführen.

Die vier überlebensgroßen nackten weiblichen Figuren lösten bei der Enthüllung am 5. Oktober 1911 einen Skandal aus, in erster Linie wohl aus dem Grunde, weil sie von einer jungen Frau stammten und zudem auch noch nackt waren. Durch Bomben ist die Figurengruppe im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden. Nach dem Krieg hat sie der Hagener Bildhauer Karel Niestrath in mühevoller Arbeit restauriert.

Aus Milly Stegers Hagener Zeit sind neben den vier Skulpturen am Stadttheater die Karyatide an ihrem Haus am Stirnband, ein Teilstück des Frieses der alten Sparkasse, ein kleiner Kopf als Schlußstein des Mittelportals am Osthaus-Museum, zwei Figuren über dem Hintereingang und die Steinkanzel in der Aula der Realschule in Altenhagen erhalten geblieben.

Dagegen sind Stegers Arbeiten für die Stadthalle Hagen nach dem Abriss spurlos verlorengegangen. Es handelte sich um sechs Panther, die oberhalb der Eingangszone auf dem Dach links und rechts in zwei Dreier-Gruppen angeordnet waren. Nach Fotografien aus den 50er Jahren zu urteilen, haben die Figuren den Bombenangriff im März 1945 mehr oder weniger unbeschädigt überstanden.

Wo sie nach der endgültigen Sprengung der Stadthalle im Oktober 1954 geblieben sind, ist heute ein Rätsel. Mutmaßungen gehen dahin, dass die Panther entweder privat „abgezweigt“ oder als „Bauschutt“ irgendwo vergraben wurden.

Schon 2023 die ersten Elektrobusse

16. August 2022 by

Um den Verkehr in Hagen klimafreundlicher zu machen, beginnt die Hagener Straßenbahn AG mit dem Umbau ihrer Busflotte. Voraussichtlich schon Anfang des nächsten Jahres werden in Hagen die ersten E-Busse fahren, teilte das Unternehmen, das zur Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH gehört, mit. „Wir starten zunächst mit acht Solo-Elektrobussen“, so Unternehmenssprecherin Alicia Pieper: „Im Laufe des Jahres werden wir dann noch fünf weiter Solobusse und einen Gelenkbus hinzubekommen.“ (…)

Die Elektrobusse sollen in Hagen dazu beitragen, die Luftqualität und damit den Umwelt- und Gesundheitsschutz zu stärken. Der Stickoxid-Ausstoß von Dieselbussen gilt als einer der Hauptverursacher für Luftverschmutzung in den Innenstädten. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Wieder einmal verbreitet die WPWR ein Ammenmärchen. Wie dem Masterplan Mobilität der Stadt zu entnehmen ist, sind die Hauptverursacher für den Stickoxid-Ausstoß Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (die Flotte der diversen Paketdienste etc.). Die 144 Busse der Straßenbahn AG spielen im Vergleich zu den allein in Hagen zugelassenen 100.000 Pkw keine Rolle.

So sehen Parteien die Zukunft der Stadt

15. August 2022 by

Nach der Kritik des Unternehmerrates, es fehle Hagens Politik an Visionen, reagieren die Parteien im Rat. So sehen sie die Zukunft der Stadt.

Nicht nur Oberbürgermeister und Stadtspitze sind von der Kritik des Hagener Unternehmerrates adressiert, wenn es um nicht erkennbare Visionen für die Stadt geht – auch die Politik. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Im Wesentlichen eine Ansammlung von Ladenhütern. Positionen, die von den Parteien seit Jahr und Tag formuliert werden, wenn wieder einmal Kommunalwahlen vor der Tür stehen. Danach ist erneut fünf Jahre Ruhe und man beschäftigt sich mit dem Verteilen von Pöstchen und dem kleinteiligen Tagesgeschäft. Selbst die Haushaltsreden, die alle zwei Jahre zu vernehmen sind (seit 10 Jahren werden nur noch Doppelhaushalte verabschiedet), sind in Hinsicht auf mögliche Perspektiven dieser Stadt wenig bis gar nicht ergiebig.

Es ist langsam müßig, die Platitüden und Gemeinplätze, die eine sklerotische Kaste immer wieder aufs neue zum besten gibt, noch zu kommentieren. Nur zwei Beispiele aus den im WPWR-Artikel (ohne Bezahlschranke) wiedergegebenen Stellungnahmen der Parteien bzw. Fraktionen:

„Es fehlt weder an Strategie noch Umsetzung“, behauptet (ernsthaft?) die CDU. Sie sieht „eine nachhaltige Stadt, mit robuster Natur und Infrastruktur“ – und das „schon“ bis 2050!

Die FDP sieht „als übergeordnetes Ziel für die nächsten Jahre (…) die abschließende Lösung der Altschuldenproblematik“. Was die Neoliberalen darunter verstehen, schildert ein Bericht des Fachblatts Behörden-Spiegel vom Mai 2022:

„Die FDP präferiert ein Modell, in dem das Land ein professionelles Schuldenmanagement gewährt, jede Kommune aber für ihre Schulden verantwortlich bleibt. Eine Vergemeinschaftung der Verbindlichkeiten lehnen die Liberalen ab. Sie wollen außerdem verhindern, dass sich Kommunen, die sich an einer Lösung beteiligen, in eine Vergeblichkeitsfalle begeben, und dazu die Kommunalaufsicht stärken sowie ein Frühwarnsystem einführen.“

Die Städte sollen also weiterhin für Schulden haften, die nicht sie, sondern Bund und Land unter Missachtung des Konnexitätsprinzips, das auch in der NRW-Landesverfassung festgeschrieben ist, zu verantworten haben.

Auf den Spuren der Fledermäuse am Lenneufer

15. August 2022 by

Wer schon immer einmal mit Hilfe eines Ultraschall-Sensors Fledermäuse in freier Wildbahn beobachten wollte, ist bei der Exkursion der Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen der europaweiten „Nacht der Fledermäuse“ am Freitag, 26. August, von 20.30 bis 22 Uhr in Hohenlimburg genau richtig.

Die Teilnehmer begeben sich vom Parkplatz der Katholischen Kirche St. Bonifatius, Im Weinhof, gemeinsam mit Ralf Blauscheck, Leiter der Biologischen Station des Umweltzentrums Hagen, auf die Spuren der kleinen nachtaktiven Säugetiere und lüften einige Geheimnisse aus deren Leben.

Durch ihren schnellen Flug und den Schutz der Dunkelheit entziehen sich Fledermäuse häufig den Blicken neugieriger Betrachter. Trotzdem ziehen sie seit Hunderten von Jahren Kinder wie Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann. Gerade Flusstäler wie die Lenne mit Staustufen und abwechslungsreicher Ufervegetation bieten Fledermäusen einen idealen Lebensraum. Die Tiere können dort deshalb regelmäßig bei der Jagd beobachtet werden.

Informationen zur Anmeldung für die Veranstaltung mit der Nummer 5075 erhalten Interessierte auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622. Wenn es regnet oder gewittert, muss die Exkursion leider ausfallen.

Hagen erhält 1,2 Mio. Euro für Städtebau

14. August 2022 by

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat die Förderauswahl für die Projekte für das „Städtebauförderprogramm 2022“ getroffen: Gefördert werden in diesem Jahr 232 Projekte mit 336,6 Millionen Euro. 1,2 Millionen Euro davon fließen nach Hagen.

An der Finanzierung der ausgewählten Projekte des Förderprogramms werden sich nach aktueller Planung die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit 188,2 Millionen Euro, der Bund mit 146,1 Millionen Euro und die Europäische Union mit rund 2,3 Millionen Euro beteiligen.

Von den Geldern, die Hagen erhält, gehen 984.000 Euro in den Stadtteil Hohenlimburg. Gefördert werden das Zentrenmanagement und die geplante Fassadenbegrünung am Rathaus Hohenlimburg. Daneben sollen private Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes unterstützt werden.

Weitere 224.000 Euro sind für die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes in Wehringhausen vorgesehen.

Zu Fuß und durch die Natur zum Freilichtmuseum

14. August 2022 by

38. Ruhrgebietswandertag findet in Hagen statt

38. RuhrgebietswandertagNach zwei Jahren pandemiebedingter Pause können am Sonntag, 21. August, die Wanderschuhe wieder rausgeholt werden: Der Regionalverband Ruhr (RVR), der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) und die Stadt Hagen laden zum 38. Ruhrgebietswandertag ein (Foto: RVR). Zur Auswahl stehen mehrere Strecken, die alle am Freilichtmuseum Hagen starten und enden.

Die Kurzstrecke (6,5 Kilometer) führt auf den Eilper Berg sowie am Selbecker Bach entlang. Über 13 Kilometer erstreckt sich die lange Route, deren Anstieg hoch zur Zurstraße mit einem Ausblick auf das Sauerland belohnt wird. Für den Wandernachwuchs steht mit der Familienwanderung ein Rundgang über das Museumsgelänge auf dem Programm. Alle Wanderungen beginnen zwischen 9 und 11 Uhr. Zudem bietet der SGV geführte Touren um 9.15 Uhr (Langstrecke) und 10.15 Uhr (Kurzstrecke) an.

Am Freilichtmuseum findet zwischen 11 und 17 Uhr ein Wanderfest u. a. mit Live-Musik und Kinderspielen statt. Das Museum bringt sich mit Mitmachangebote wie Papierschöpfen und Nägelschmieden ein.

Die Teilnahme am Ruhrgebietswandertag ist kostenlos. Am Startpunkt verteilt der SGV Bändchen, die einen späteren kostenlosen Museumseintritt ermöglichen. Die Veranstalter empfehlen zur An- und Abreise den öffentlichen Nahverkehr.

Acht Jahre, keine Vision

13. August 2022 by

Vorwürfe gegen Hagens OB Schulz

Die Kritik ist nicht neu, wird aber lauter. Winfried Bahn, Sprecher des im Jahr 2016 gegründeten und mittlerweile über 80 Hagener Unternehmer umfassenden Unternehmerrates, fehlen die Visionen für Hagen. Er fordert den Oberbürgermeister Erik O. Schulz und die politischen Vertreter auf, ein klares visionäres Bild für Hagen zu entwickeln. Nach acht Jahren im Amt verfolge das Stadtoberhaupt weiterhin keine übergeordneten Ziele. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Unternehmerkritik spiegelt nur einen kleinen Teil der Versäumnisse von OB und politischen Gremien. Gutachten, die in Schubladen verschimmeln, laufende Verstöße gegen die Kommunalunternehmensverordnung, doppelte Buchführung bei der Gebührenberechnung, (mindestens) tendenziöse Information der Öffentlichkeit und Entscheidungen, die den Geruch der Klientelbedienung oder sogar Vorteilsgewährung haben, wirken sich viel desaströser aus.

„Wir schaffen das!“

13. August 2022 by

Eröffnung der Spielzeit 2022/23 im Theater Hagen mit Begrüßung der Mitarbeiter und Vorstellung der neuen Mitglieder durch Intendant Francis Hüsers

Theater Jubilare neue Mitglieder IntentantDie neuen Mitglieder, Jubilare und Intendant Francis Hüsers (hinten Mitte). Foto: Leszek Januszewski.

Am 11. August 2022 begrüßte Intendant Francis Hüsers im Großen Haus des Theaters Hagen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wünschte allen ein herzliches Toi Toi Toi für die Spielzeit 2022/23.

Auch wenn man sich in vielerlei Hinsicht in schwierigen Zeiten befinde und im Theater verschiedene Probleme zu bewältigen und Einschränkungen zu akzeptieren seien, verlieh Hüsers doch seiner Zuversicht einen starken Ausdruck, den Besuchern auch künftig ein vielseitig ansprechendes und unterhaltsames Programm anbieten zu können: „Wir schaffen das – gemeinsam – und stellen uns erneut den Herausforderungen!“

Zudem freue er sich sehr über ein internationales Interesse an der Arbeit des Hagener Theaters, was die Reputation dieses Hauses belege, wurden doch insgesamt drei Produktionen zu Gastspielen in die Schweiz und zu den finnischen Opernfestspielen in Savonlinna eingeladen.

Grußworte sprachen die neue Beigeordnete für Bildung, Jugend, Soziales und Kultur Martina Soddemann, Wolfgang Röspel (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Theater Hagen gGmbH) und Dr. Jürgen Bild (1. Vorsitzender des Theaterfördervereins Hagen e.V.).

Von ihnen wurde die enorme Vielfältigkeit, Kreativität und hohe Qualität des Theaters Hagen und dessen Bedeutung für das Leben in dieser Stadt betont. Um aufgrund der Coronapandemie verlorenes wie neues Publikum zu gewinnen begrüßte man v.a. Projekte, in denen das Theater nach draußen geht wie Ende August mit den kostenfreien Open-Air-Veranstaltungen.

Abschließend wurden die insgesamt 38 neuen Mitglieder (inkl. Vertretungspositionen) – aus den Bereichen Ballett, Chor, Disposition, Dramaturgie, Inspizienz, Kinder- und Jugendtheater (Lutz), Kostüm, Marketing, Maske, Musiktheater, Orchester, Requisite, Technik, Theaterbotschaft, Theaterpädagogik, Verwaltung – auf der Bühne begrüßt und mehrere Dienstjubilare beglückwünscht.

Zu diesem Saisonstart waren auch Vertreter der Politik sowie Mitglieder des Aufsichtsrates der Theater Hagen gGmbH und der Fördervereine des Theaters erschienen.

Flusslandschaft des Jahres

13. August 2022 by

Bustour entlang der renaturierten Emscher

Eine Bustour entlang der Emscher durch das Ruhrgebiet veranstaltet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Sonntag, 21. August, von 8.30 bis 19 Uhr. Treffpunkt ist der Otto-Ackermann-Platz. Die Fahrt beginnt an der anliegenden Straße Am Höing.

Gemeinsam mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff erkunden die Teilnehmenden die Ufer der Emscher. Sie durchfließt zahlreiche interessante Orte wie den Phoenixsee oder den Dortmunder Stadtteil Hörde und wurde dementsprechend 2011 zur „Flusslandschaft des Jahres“ gekürt. Der Fluss gehörte Jahrzehnte lang zu den schmutzigsten Flüssen Europas. Mittlerweile ist er fast überall erfolgreich in ein natürliches Gewässer zurückverwandelt worden.

Die Teilnahmegebühr beträgt 45 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann per E-Mail an info@michaeleckhoff.de erfolgen.

Kein Wasser aus Gewässern entnehmen

12. August 2022 by

Appell der Unteren Wasserbehörde

Sterbecker_Bach_maxZu wenig Niederschlag: Die Trockenheit der vergangenen Wochen führt zu sinkenden Wasserständen in den Flüssen, Teichen und Bächen. Kleinere Gewässer wie der Sterbecker Bach trocknen bereits aus (Foto: Stadt Hagen).

In diesem Zusammenhang appelliert die Untere Wasserbehörde der Stadt Hagen an die Bürgerinnen und Bürger, kein Wasser mehr aus Oberflächengewässern zu entnehmen.

„Die Gewässer leiden unter den geringen Wasserabflüssen, die darin lebenden Organismen und Pflanzen werden nachhaltig beeinträchtigt“, beschreibt Thomas Köhler, Leiter des Umweltamtes der Stadt Hagen, die aktuelle Situation.

Nach Paragraf 19 des Landeswassergesetzes NRW dürfen Bürgerinnen und Bürger zum Gemeingebrauch Wasser aus oberirdischen Gewässern mittels Handgefäßen und fahrbaren Behältnissen schöpfen. Das Abpumpen von Wasser beispielsweise für die Gartenbewässerung ist nicht erlaubt, dieses schädigt die Tiere und Pflanzen zusätzlich.

„Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, kein Wasser aus Oberflächengewässern zu schöpfen“, so Köhler.

Prekäre Lage im Nahverkehr

12. August 2022 by

Kommunen, Verbünde und Verkehrsunternehmen fordern mehr finanzielle Mittel für ÖPNV

s-bahn vrrDer öffentliche Verkehr leidet nach wie vor unter der Pandemie (Foto: VRR). Die mit Corona einhergehenden Beschränkungen haben den Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in den vergangenen Jahren finanziell zugesetzt. Hinzu kommt die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung aufgrund der weltpolitischen Ereignisse, die die gesamte Branche vor zusätzlich zu bewältigende Herausforderungen stellt.

Die aktuelle Situation hat u.a. der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), dem auch die Stadt Hagen angehört, zum Anlass genommen, gemeinsam mit Vertretern von Kommunen, Landkreisen und Verkehrsunternehmen, auf die prekäre Lage in der Nahverkehrsbranche aufmerksam zu machen und einen Appell an Bund und Land gerichtet, mehr finanzielle Mittel für den Erhalt und den Ausbau des Verkehrsangebotes zu investieren.

Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen hat sich das gesellschaftliche Leben wieder normalisiert. Damit nehmen die Fahrtanlässe wieder zu und lassen, ebenso wie das 9-Euro-Ticket, die Fahrgastzahlen wieder ansteigen. Dies allerdings immer noch deutlich unter dem Niveau von vor Corona.

Neben dem Ziel, Bürgerinnen und Bürger mit einem deutlich verbilligten ÖPNV-Ticket unmittelbar zu entlasten und Anreize zum Energiesparen zu setzen, sieht die ÖPNV-Branche die Chance zur Rückgewinnung von Fahrgästen und zur Neukundenansprache. Damit der Fahrgasteffekt des 9-Euro-Tickets keine Momentaufnahme bleibt, bedarf es einer umfangreichen und langfristigen Finanzierung aus den Haushalten des Bundes und der Länder sowie passender Rahmenbedingungen.

Die Finanzierung des ÖPNV durch die Kommunen ist weitestgehend ausgereizt und lässt nur wenig Raum für zusätzliche Angebote, die explodierenden Aufwandssteigerungen setzen sie massiv unter Druck. Somit stehen die kommunalen Haushalte ab dem Jahr 2023, mit dem Auslaufen des Corona-Rettungsschirms, vor noch größeren Herausforderungen.

Daher richten Kommunen und ÖPNV-Branche gleichermaßen einen deutlichen Appell an Bund und Land, die Finanzierung der Nahverkehrsleistungen nachhaltig auszubauen und neben den erforderlichen Investitionen in Infrastruktur und Fahrzeuge auch die gestiegenen und weiter steigenden Betriebs- und Personalkosten sowie den Ausgleich der Corona-bedingten Einnahmeausfälle zu fördern.

Der ÖPNV von (über)morgen, braucht heute schon entsprechende Mittel. Andernfalls müssten die bisherigen turnusmäßigen Fahrpreissteigerungen überproportional zu den Vorjahren angehoben oder das Angebot reduziert werden. Im ländlichen Raum würde eine Angebotskürzung zudem oftmals zu einem Riss der Reiseketten führen.

Dies ist weder gewollt noch zielführend, denn alle Nahverkehrsakteure sind sich einig: Um die internationalen Klimaziele zu erreichen und den ÖPNV voranzubringen, müssen das Angebot gestärkt und deutlich mehr Fahrgäste für eine klima- und umweltfreundliche Mobilität mit Bus und Bahn gewonnen werden.

Chance auf einen Bildungsaufstieg

12. August 2022 by

ArbeiterKind.de plant ehrenamtliche Gruppe in Hagen

Katja Urbatsch, die Gründerin der gemeinnützigen Organisation ArbeiterKind.de, will am 18.8. von 9 bis 14 Uhr im Rahmen von drei 90-minütigen Informationsveranstaltungen persönlich und zusammen mit einem Ehrenamtlichen an der Gesamtschule Eilpe in Hagen Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, ein Hochschulstudium zu beginnen.

Die Vision von ArbeiterKind.de ist es, dass in Deutschland jedes Kind aus einer nicht akademischen Familie die Chance auf einen Bildungsaufstieg hat. Katja Urbatsch lebt in Berlin, wo sich auch die hauptamtliche Zentrale von ArbeiterKind.de befindet. Ursprünglich kommt sie jedoch aus Westfalen und ihr ist es ein persönliches Anliegen, diese Region zu stärken.

Bei ArbeiterKind.de engagieren sich aktuell bundesweit rund 6.000 Ehrenamtliche, die in der Regel selbst Bildungsaufsteiger sind und (junge) Menschen bei ihren Fragen, Sorgen und Ängsten rund um das Thema Studium und Berufseinstieg unterstützen. Dies geschieht online, in rund 80 lokalen ArbeiterKind.de-Gruppen vor Ort, auf Messen und an Schulen.

Auch in Hagen möchte ArbeiterKind.de eine ehrenamtliche Gruppe gründen und ist daher auf der Suche nach Menschen, die in Hagen oder der Umgebung leben und sich engagieren möchten.

Weitere Informationen: https://www.arbeiterkind.de/nrw

Schuld war nur der Bossa Nova

11. August 2022 by

Bad in Henkhausen wird wesentlich kleiner und wesentlich teurer – Verwaltung fühlte sich durch Bürgerentscheid an der Arbeit „gehindert“

In gleich drei Sitzungen kommt in der nächsten Woche die Hohenlimburger Schwimmbadlage wieder auf den Tisch: im Sportausschuss, der Bezirksvertretung Hohenlimburg und abschließend im Hagener Rat.

Hintergrund sind Kostensteigerungen und eine auf wesentliche Verkleinerung hinauslaufende Änderung der Planung für den Ersatz des Lennebades in Henkhausen. So soll die Fläche des Hauptbeckens praktisch auf etwa ein Viertel der ursprünglich vorgesehenen Größe eingedampft werden.

In den Unterlagen, die den Hagenern im Vorfeld des Bürgerentscheids zugesandt wurden, war noch von einem 50-Meter-Becken die Rede gewesen. Davon bleibt nach den aktuellen Planungen nur noch die Hälfte übrig, und auch die Breite soll fast halbiert werden. Aus dem den Bürgern präsentierten Allwetterbad bleibt nur noch die Hallenversion. Oberbürgermeister Erik Olaf Schulz dichtete dazu: „Und wenn die Sommersonne lacht, bleibt Freibad-Feeling angesagt.“

Trotz – oder wegen – der allzu durchsichtigen Versprechungen plädierten beim Bürgerentscheid im März 70,7 Prozent der Abstimmenden für Erhalt und Sanierung des Hohenlimburger Lennebades. Nur 29,3 Prozent entschieden sich für die Variante Henkhausen. Die Abstimmung scheiterte allerdings am notwendigen Quorum.

Nun schlägt die Stunde der Wahrheit: Kostensteigerungen, die man seinerzeit bei den Kalkulationen für das Lennebad angesetzt hatte, für Henkhausen aber nicht, kommen jetzt dort zum Tragen.

Der den Hagenern zum Bürgerentscheid genannte Kostenrahmen in Höhe von 5,3 Millionen Euro hat sich nach Angaben der Verwaltung inzwischen auf 6,2 Millionen Euro erhöht. Um diese Steigerung zu dezimieren, soll die Planung entsprechend auf eine Minimalvariante abgespeckt werden.

Gleichzeitig werden von der Verwaltung Mehrkosten in Höhe von 262.000 Euro vorgeschlagen: 120.000 Euro für eine Photovoltaikanlage – die ja grundsätzlich sinnvoll erscheint – , sowie 142.000 Euro, um damit einen Projektsteuerer zu beauftragen, den man bislang offenbar nicht für notwendig erachtet hatte. Zusätzlich erwartet die Verwaltung einen Freibrief für bis zu 20 Prozent weiterer Kostenerhöhungen durch die Politik. Auch weitere Kostensteigerungen werden in der Beschlußvorlage nicht ausgeschlossen.

Die sich anbahnenden Preissteigerungen will die Verwaltung erst nach dem Bürgerentscheid mitbekommen haben: „Bereits im April 2022 zeichnete sich die Entwicklung der rasant steigenden Bau- und Energiekosten ab.“ Das sah auch schon vor dem Bürgerentscheid nicht anders aus, wurde aber gegenüber den Stimmberechtigten nicht kommuniziert.

Der Bürgerentscheid und seine Initiatoren werden nun allerdings dafür verantwortlich gemacht, dass „die Verwaltung während dieser Zeit rechtlich und sachlich gehindert (war), an der Umsetzung des Ratsbeschlusses vom 24.06.2021 weiterzuarbeiten“.

Offenbar auch an dem alles entscheidenden Punkt, ob der Zuwendungsbescheid des Landes über 4,4 Millionen Euro für eine Sanierung des Lennebades überhaupt auf Henkhausen übertragen werden darf. Das ist bis heute nicht geklärt.

Die Ausreden haben sich seit Jahrzehnten nicht geändert. Heute ist es in der kommunalen Welt das demokratische Recht des Bürgerentscheids, früher war es in der Schlagerwelt – reichlich trivialer – schon mal der Bossa Nova, der das Alibi liefern musste.

Elektroautos – mehr Schein als Sein?

11. August 2022 by

Die BUND-Kreisgruppe Hagen setzt nach der Sommerpause ihre online-Vortragsreihe Klima.Folgen.Handeln fort, die sich damit beschäftigt, welche Handlungsoptionen wir haben, um mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Mit wir, so der BUND, sind nicht nur Bund, Land und Kommune gemeint, sondern auch jede(r) einzelne.

Für den 16. August 2022 um 19.00 Uhr freut sich der BUND, Herrn Professor Dr. Karsten Kieckhäfer von der Fernuniversität in Hagen für einen Vortrag gewonnen zu haben: „Nachhaltigkeit und Elektroautos – mehr Schein als Sein?“

Die öffentliche Diskussion rund um das Thema Nachhaltigkeit von Elektroautos ist kontrovers. Einerseits gelten Elektroautos als wichtige Klimaschutzmaßnahme; andererseits wird die Umweltfreundlichkeit von Elektroautos im Vergleich zu Benzin- oder Dieselfahrzeugen immer wieder angezweifelt.

Allen voran geht es um den ökologischen Rucksack aus der Produktion der Fahrzeuge bzw. der Lithium-Ionen-Batterien und den Strom, der zum Laden der Fahrzeuge genutzt wird. Mit Blick auf die Lieferkette von Elektroautos werden in der Öffentlichkeit zudem vielfach soziale Probleme, etwa im Bereich der Kinderarbeit, angesprochen.

Im Vortrag wird Professor Kieckhäfer, stellvertretender Direktor des Forschungsschwerpunktes Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit an der FernUniversität, auf den aktuellen Wissensstand zum Thema Nachhaltigkeit und Elektroautos eingehen – in der Produktion der Fahrzeuge, während der Nutzung und am Ende des Produktlebens.

Wie nachhaltig sind Elektroautos heute schon und welche Maßnahmen können zukünftig zu einer noch besseren Bilanz führen? Pauschal sind diese Fragen nicht zu beantworten. Stattdessen wird ein differenzierter Blick auf Produkt-, Prozess- und Nutzungsentscheidungen geworfen, die die Nachhaltigkeit von Elektroautos positiv beeinflussen können.

Die Zugangsdaten für alle Vorträge sind: Zoom-Meeting beitreten https://zoom.us/j/99578739530 (Meeting-ID: 995 7873 9530 Kenncode: 260891 Schnelleinwahl mobil +496950502596,,99578739530# Deutschland)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Zugangsdaten – auch für die nächsten Vorträge – sind jederzeit auf der Homepage unter https://www.bund-kreisgruppe-hagen.de/service/meldungen/detail/news/klimafolgenhandeln/ abrufbar.

VHS-Kurs zum Thema „Der Alte Orient“

11. August 2022 by

Einen neunteiligen Kurs zum Thema „Sternstunden der Archäologie: Der Alte Orient“ mit dem Historiker Elmar-Björn Krause bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) ab Mittwoch, 17. August, von 19 bis 20.45 Uhr in der Stadtteilbücherei Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, an.

Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf der Geschichte des westlichen Mittelmeeres vom vierten bis zum zweiten Jahrtausend vor Christus mit der Region zwischen der Provence, dem Languedoc, den Balearen mit Menorca und Mallorca sowie der Iberischen Halbinsel im Neolithikum und in der Bronzezeit. Im Vordergrund stehen die revolutionierenden technikgeschichtlichen, soziopolitischen und ökonomischen Neuerungen.

Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Kursnummer 1700 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Schule nicht startklar

10. August 2022 by

Klassen der Gustav Heinemann Schule müssen in Distanzunterricht

Vier Schulklassen der Förderschule Gustav Heinemann müssen mit Schulbeginn am heutigen Mittwoch, 10. August, zunächst für zwei Wochen im Distanzunterricht starten, da die Bauarbeiten im künftigen Teilstandort in der ehemaligen Grundschule Dahl noch nicht fertiggestellt werden konnten. Die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler sind bereits durch den Fachbereich Bildung der Stadt Hagen informiert worden, bei Betreuungsproblemen können sich die Eltern an die Schule wenden.

Die Stadt Hagen hatte das Schulgebäude der ehemaligen Grundschule Dahl einst an einen privaten Unternehmer veräußert. Der hat inzwischen keine Verwendung mehr für das Gebäude. Daraufhin kaufte die Stadt die Schule wieder zurück und sanierte sie, um zusätzlichen Raum für die wachsende Schülerschaft der Gustav Heinemann Schule zu schaffen.

Die Sanierung verzögert sich aber, da wichtige Bauteile, die für den Betrieb der Brandmeldeanlage und die Sicherheitsbeleuchtung notwendig sind, momentan nicht geliefert werden können.

Die Stadt Hagen bedauert die verzögerte Fertigstellung des Schulgebäudes und setzt sich intensiv dafür ein, die erforderlichen Genehmigungen schnellstmöglich abzuwickeln, um den geplanten Distanzunterricht „so kurz wie möglich“ zu halten. Es könnte also noch länger als zwei Wochen dauern.

Fairer Kaffeetag: Jetzt anmelden

10. August 2022 by

„Der Pott kocht fair“ – so heißt es seit über 20 Jahren im Ruhrgebiet. Fast alle Städte im Revier haben ihren eigenen fair gehandelten Stadtkaffee und schmücken die Verpackung mit dem Bild eines stadtbekannten Gebäudes. In Hagen ist es der Rathausturm.

Wie die Stadtkaffees aussehen, wo es sie zu kaufen gibt und seit wann – und wie viel pro Kopf verbraucht wird, lesen Interessierte auf der Internetseite www.pottkaffee.de.

In Kooperation mit dem Hagener Weltladen, mit Sabine Michel, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hagen, der VHS, dem AllerWeltHaus und dem Netzwerk Faire Metropole Ruhr veranstaltet die Steuerungsgruppe der Fairtrade Town Hagen am Mittwoch, 17. August, einen großen fairen Kaffeetag.

Fairer Hagen-Kaffee – Bohnen aus Kolumbien

Der faire Hagener Stadtkaffee wird im Weltladen verkauft, aber auch in der HagenInfo an der Mittelstraße, im Kiosk am Bismarckturm, im Bioladen Niemand an der Eppenhauser Straße und gern demnächst an weiteren Orten. Weitere Interessenten können sich melden unter Telefon 02331/ 183955.

Zwei Produzentinnen besuchen die Volmestadt

Die Bohnen für diesen besonderen Kaffee stammen von der Fairtrade-Kooperative Red Ecolsierra in Nordkolumbien. Das Netzwerk Faire Metropole Ruhr hat zwei Vertreterinnen dieser Kooperative ins Ruhrgebiet eingeladen.

Auf ihrer Rundreise berichten sie über ihre Arbeit für die Kaffee-Kooperative und vor allem darüber, wie der Faire Handel besonders die Frauen fördert und Geschlechtergerechtigkeit voranbringt, die oft nicht nur der eigenen Familie guttut, sondern das ganze Gemeinwesen stärkt. Mildred Niebles Jímenez und Ilba Camacho werden am Mittwoch, 17. August, zunächst im Hagener Rathaus von Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer empfangen und dürfen sich ins Gästebuch der Stadt eintragen.

Fairer Handel und Frauen-Förderung – Bericht in der Johanniskirche

Danach geht es weiter in die Johanniskirche am Markt. Dort werden die beiden Kaffee-Expertinnen von 12 bis 13 Uhr von ihrer Arbeit und ihrem Alltag auf einer Fairtrade-Kooperative berichten. Anschließend gibt es in der Taufkapelle einen kleinen Empfang mit Imbiss. Dafür wird eine Spendenbox aufgestellt. Der Eintritt selbst ist frei. Wer dabei sein möchte, muss sich zwecks besserer Planung anmelden unter info@allerwelthaus.org oder Telefon 02331/ 21410.

Theaterstück „Kaffee statt Coka“

Abends dreht sich nochmals alles um den Kaffee und den fairen Handel. Der Schauspieler Andreas Peckelsen lässt in seiner Reiseerzählung in Bildern, Düften, Tönen und Szenen den Kampf der kolumbianischen Kaffeebauern für faire Preise und gegen Gewalt und Coka(in) lebendig werden. „Kaffee statt Coka“ heißt sein Stück, das in der Villa Post an der Wehringhauser Straße 38 aufgeführt wird. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist dennoch erforderlich unter Telefon 02331/ 2073622 oder www.vhs-hagen.de.

Überregionale Schnellbusse fahren bislang an Hagen vorbei

9. August 2022 by

Mit dem Schnellbus über die Autobahn von Hagen zur Universität nach Dortmund? Aus dieser zukunftsweisenden Verbindung wird – zumindest vorerst – nichts. Unter den ersten sieben XBus-Linien im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR), zu dem auch die Hagener Straßenbahn AG gehört, führt keine einzige Strecke von oder nach Hagen. (…)

Der Expressbus von Hagen zur Uni Dortmund gehört zu einem Netz aus 80 potenziell denkbaren Schnellbus-Linien, die der VRR bereits 2019 hat prüfen lassen. An den Start gingen, unterstützt mit beträchtlichen Summen durch das Landesverkehrsministerium, bislang aber lediglich zwei Linien von Datteln nach Dortmund sowie von Oberhausen zum Moviepark Bottrop. (…)

Für die Stadt Hagen seien solche Verbindungen, zumal vor dem Hintergrund der Verkehrswende vom motorisierten Individualverkehr zu öffentlichen Verkehrsmitteln, von herausragender Bedeutung, so Grünen-Experte Sporbeck, der als Verkehrsingenieur bestens mit der Materie vertraut ist. (…)

Die Stadt Hagen hat dem VRR außer der Verbindung zur Uni Dortmund zwei weitere Linien vorgeschlagen: eine über Haspe und Grundschöttel nach Sprockhövel und Hattingen, eine weitere über Westhofen zum Bahnhof Hörde. Eine Umsetzung dieser Vorhaben ist jedoch nicht in Sicht. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Bereich nördlich von Dortmund mit den Städten Datteln und Waltrop ist bereits seit Juni mit der TU Dortmund per Expressbus im 30-Minuten-Takt verbunden. Verbandsvorsteher des VRR ist ein gewisser Erik Olaf Schulz, von dem auch schon der eine oder andere Hagener gehört haben dürfte.

FernUni plant Kooperation mit Namibia

9. August 2022 by

namibia-kooperation-unamDer Campus der UNAM in Windhoek. Foto: UNAM.

Die FernUniversität in Hagen strebt eine universitätsweite Zusammenarbeit mit der University of Namibia (UNAM) in Windhoek an: auf den Ebenen Studium, Forschung und Verwaltung.

Mehrere Projekte aus unterschiedlichen Bereichen stehen bereits auf der Startbahn. Bislang waren es Einzelinitiativen, die Kontakte mit der UNAM geknüpft haben, um gemeinsame Projekte anzuschieben. Nun hat das International Office (IO) der FernUniversität die einzelnen Fäden aufgenommen, um sie zusammenzuführen. „Namibia hat großes Potenzial für die FernUniversität“, sagt Dr. Rahel Hutgens.

Sie leitet seit November 2021 das IO und begegnete während ihrer persönlichen Vorstellungsrunde in der FernUni mehrfach dem Thema Namibia: Konkrete Projekte haben bereits Lehrgebiete aus der Informatik, dem Historischen Institut und der Psychologie angeschoben, um etwa namibischen Studierenden zu ermöglichen, Kurse an der FernUni zu belegen, oder Forschungsprojekte umzusetzen. Bereits zum Wintersemester 2022/23 könnte es losgehen.

Die Voraussetzungen sind grundsätzlich gut. Die Universität Namibia ist vergleichbar organisiert: als Präsenzuniversität mit einem Fernunianteil“, beschreibt Hutgens. „Auch die UNAM hat einen Hauptsitz, in der Hauptstadt Windhoek, und zwölf Zentren übers Land verteilt.“ Namibias Amtssprache ist Englisch, eine der Nationalsprachen Deutsch – eine Folge der deutschen Kolonialzeit, die 1915 nach einem grausamen Krieg gegen die einheimische Bevölkerung endete.

Es wäre die erste globale institutionelle Kooperation der FernUniversität neben denen auf europäischer Ebene mit Fernuniversitäten in Finnland, den Niederlanden und Katalonien. „Mit einem afrikanischen Land zusammenzuarbeiten, wäre ein echter Perspektivwechsel“, findet Hutgens. Sie hat sich bei einem Besuch in Windhoek im Frühsommer ein persönliches Bild von der UNAM gemacht, ihren Amtskollegen vor Ort getroffen und diverse Gespräche mit Verantwortlichen geführt.

Ausfallserscheinungen, Perversionstendenzen?

8. August 2022 by

Die Auflösung des DW-Sommerlochrätsels

„Freiheit und Recht sind nach unseren geschichtlichen Erfahrungen bedroht durch die (…) Akkumulation von Besitz und Geld, die die Reichen immer reicher werden läßt, und die Tendenz zur Konzentration des privaten Eigentums an den Produktionsmitteln in wenigen Händen.“

Das war einer der Sätze, die im DW-Sommerlochrätsel zitiert wurden. Waren hier etwa die bösen Linksradikalen am Werk, die die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ bedrohen, wie bei kapitalismuskritischen Positionen immer noch gern ins Feld geführt wird, während Neonazis vollendete – und oftmals tödliche – Fakten schaffen?

Nein, es war eine Partei, die sich – für ein kurzes Intermezzo – nicht auf eine imaginierte und zu Propagandazwecken herbeiphantasierte „Grundordnung“ berief, sondern schlicht auf die in diesem Lande gültige Verfassung: das Grundgesetz.

Eine Partei, die – einmal – einen lichten Moment erwischte, als sie jenes Grundsatzprogramm verabschiedete, aus dem das Rätsel zitierte. Es war die FDP.

Die beschloss am 27. Oktober 1971 die „Freiburger Thesen“ auf dem Bundesparteitag in Freiburg.

Der Wirtschaftsliberalismus der 1950er und 1960er Jahre wurde durch einen gesellschaftspolitischen Reformliberalismus ersetzt. Liberalismus sollte nicht mehr nur politisch orientiert sein, sondern auch soziales Engagement ermöglichen. Die vier zentralen Thesen lauteten:

„Liberalismus nimmt Partei für Menschenwürde durch Selbstbestimmung“
„Liberalismus nimmt Partei für Fortschritt durch Vernunft“
„Liberalismus fordert Demokratisierung der Gesellschaft“
„Liberalismus fordert Reform des Kapitalismus“

Zudem waren die Freiburger Thesen das erste Parteiprogramm, das einen Abschnitt zum Umweltschutz enthielt: „Umweltschutz hat Vorrang vor Gewinnstreben und persönlichem Nutzen.“ Zusätzlich erhob es die Forderung, das Recht auf eine „menschenwürdige Umwelt“ in Artikel 2 des Grundrechtekatalogs des Grundgesetzes zu verankern. Damit nahm die FDP als erste der wesentlichen westdeutschen Parteien eine dezidierte Position zum Umweltschutz ein.

Die „Freiburger Thesen“ bedeuteten auch eine Abkehr von den in der Partei, vor allem in Nordrhein-Westfalen, verbreiteten rechtsnationalen Tendenzen. Frühere NSDAP- und SS-Mitglieder hatten in nicht unbedeutendem Maße Aufnahme bei den vermeintlichen „Liberalen“ gefunden.

So wie Willi Weyer, der bereits 1937 in die NSDAP eingetreten war. Diese Mitgliedschaft des früheren NRW-Innenministers, der sich gerne in seiner mit Blaulicht bestückten Dienstlimousine zu seinem Heim in der Ascherothstraße in Hagen-Emst chauffieren ließ, war einer größeren Öffentlichkeit lange Jahre nicht bekannt.

Schlußstrich_drunter_-_FDP_election_campaign_poster,_Germany_1949Vergessen und „Deckel drauf“ hieß in der Nachkriegszeit die Parole, wie es auch ein Wahlplakat von 1949 zum Ausdruck brachte, das einen „Schlußstrich“ forderte (Foto: gemeinfrei). So stimmte die FDP im Bundestag gegen das von CDU und SPD Ende 1950 eingebrachte Entnazifizierungsverfahren.

Auf ihrem Bundesparteitag 1951 in München verlangte sie die Freilassung aller „so genannten Kriegsverbrecher“ und begrüßte die Gründung des Verbands deutscher Soldaten aus ehemaligen Wehrmachts- und SS-Angehörigen.

Das Freiburger Grundsatzprogramm hielt dann aber auch nur sechs Jahre, es wurde durch die Kieler Thesen abgelöst, die eine Abkehr von sozialliberalen Themen beinhaltete. Dann kam 1982 das „Lambsdorff-Papier“, das nach dem Vorbild von US-Präsident Ronald Reagan und der britischen Premierministerin Margaret Thatcher auch in der deutschen Politik den Neoliberalismus salonfähig machte.

Heute geht die FDP mit einem infantilen Freiheitsbegriff hausieren, deren Protagonisten, vorneweg Finanzminister und Parteichef Christian Lindner, Verkehrsminister Volker Wissing und Justizminister Marco Buschmann, alles zu blockieren versuchen, was sinnvoll erscheint: Coronaschutz, Tempolimit, eine attraktive Nachfolge für das 9-Euro-Ticket, das Aus für Atomkraftwerke.

Vom Geist des einstigen Freiburger Programms ist das alles meilenweit entfernt. Aber die FDP ist – obwohl nur kleinster Teil der Ampelregierung – von ihren Koalitionspartnern offenbar nicht zu bändigen. Die „Ausfallserscheinungen“ und „Perversionstendenzen“, von denen in den Freiburger Thesen die Rede war, gewinnen so aktuell noch einmal eine ganz neue Bedeutung.

Muschelsalat: Das letzte Mal für dieses Jahr

7. August 2022 by

Jonglage-Tanzkompanie „Critical-Mess“ als Schlusslicht

Muschelsalat_Critical_Mess_maxMetaphorische Darstellung aktueller und zeitloser Themen statt „höher, schneller, weiter“ – bei der letzten Ausgabe des Muschelsalates am Mittwoch, 10. August, in der Kampfbahn Boelerheide, Kapellenstraße 30, kann sich das Publikum um 18 Uhr und noch einmal um 20.30 Uhr auf die Jonglage-Tanzkompanie „Critical-Mess“ freuen (Foto: Günter Krämmer).

Der Titel des Stücks „DODAI“ ist eine Kombination aus dem italienischen „do“ („ich gebe“) und „dai“ („du gibst“). Es vermittelt auf poetische wie spektakuläre Weise mit Geschichten von unterschiedlichen Individuen die Grundlagen der menschlichen Gemeinschaft: Niemand ist eine Insel, keiner kann alleine überleben. Manchmal muss man sich zurücknehmen und alles geben, um etwas Größeres zurückzubekommen. Gleichzeitig nimmt die Künstlerkompanie Bezug auf die Fragen „Was ist mein? Was ist dein? Was müssen wir uns teilen, um gemeinsam ein besseres Leben führen zu können?“

Egal, ob als Individuum oder gemeinsam als Körper mit 70 Fingern – die sieben Künstlerinnen und Künstler erschaffen harmonierende Organismen, die mehr als die Summe ihrer Teile sind. Körper, Hände und Finger lösen im Zusammenspiel die Grenzen des einzelnen Moments auf. Bei „Critical-Mess“ verschmilzen Jonglagekunst und Tanztheater mit einer das Publikum emotional berührenden Einfachheit.

Da vor Ort nur begrenzte Parkmöglichkeiten vorhanden sind, sollten Besucherinnen und Besuchern mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Veranstaltungsort anreisen.

Das Sommerkulturprogramm „Muschelsalat“ organisiert das Kulturbüro der Stadt Hagen. Alle Veranstaltungen des „Muschelsalats“ werden vom Verein Muschelsalatretter sowie der Sparkasse HagenHerdecke und der Mark-E als Sponsoren unterstützt.

Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Internetseite www.muschelsalat.hagen.de.

Na denn: Prost!

7. August 2022 by

Gestern war der „Tag der Trinkhallen“, der seit 2016 veranstaltet wird. Insgesamt 120 Trinkhallen, verteilt im gesamten Ruhrgebiet, nahmen an dem Festtag teil. 50 davon wurden als Standorte für das Kultur-Programm ausgewählt. Dort fanden unterschiedliche Events statt – natürlich umsonst und draußen. Hagen war nicht dabei.

Das ist sonderbar, weil doch das Genöle über ein angebliches Monopol bzw. den Vorrang der „Hochkultur“ seit langem seinen Weg aus den asozialen Netzwerken bis in die kommunale Politik gefunden hat. Das Spektrum reicht dabei von sich wiederholenden Angriffen auf das Emil-Schumacher-Museum, die angebliche Elitenförderung durch Zuschüsse zum Theaterbetrieb bis hin zur Forderung, Kunstwerke aus städtischem Eigentum zu versilbern.

In diesem Kontext ist auch die Abschaffung des Kulturamtes zu betrachten. Die abgespeckte Nachfolgeeinrichtung, das Kulturbüro, bemüht sich sicherlich redlich, unterliegt aber einer restriktiven Finanzausstattung. So ist das Sommerkulturprogramm „Muschelsalat“ nur noch mit Spendengeldern aufrechtzuerhalten.

Die Nichtteilnahme am Trinkhallen-Tag ist nun ein nur schwer zu widerlegendes Zeichen dafür, dass noch nicht einmal Alltagskultur im Bewusstsein dieser Stadt eine große Rolle spielt.

Siehe dazu:

Mythos Trinkhalle – Ein Rückblick auf 150 Jahre

Die Trinkhalle gehört zum Ruhrgebiet wie der Käse auf die Stulle, oder – frei nach Loriot – ein Leben ohne Trinkhalle ist möglich, aber sinnlos.

Die ersten Trinkhallen gab es in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihr damaliger Zweck ist heute allerdings in Vergessenheit geraten: Sie wurden von Mineralwasseranbietern in Industriestädten errichtet, um die Volksgesundheit zu heben (Leitungswasser war damals ungenießbar!).

Trunksucht unter den Arbeitern der großen Fabriken war der bürgerlichen Gesellschaft ein Dorn im Auge und galt als Bedrohung für Ordnung und Moral. Dabei war es damals durchaus üblich, den Durst während der Arbeit mit Bier und Branntwein zu löschen. Manch ein Arbeitgeber zahlte gar einen Teil des Lohnes in Alkohol aus. So wundert es nicht, dass die Städte und Gemeinden günstige Flächen für den Bau von Trinkhallen zur Verfügung stellten.

Der Gedanke, durch den Verkauf von „Heilwässern“ den kleinen Leuten das Gefühl einer „ambulanten Kur“ zu ermöglichen, findet sich vor allem in der Gestaltung der Trinkhallen wieder. Sie wurden den Pavillons des Adels nachempfunden mit offenen Seiten und vielen Verzierungen. 1859 entwarf Martin Gropius eine Form, die als Vorbild für Trinkhallen in Paris, Frankfurt, Hamburg und dem Ruhrgebiet diente.

Im Laufe der Jahre erweiterte sich das Angebot der Trinkhallen. Um die Jahrhundertwende boten sie nicht nur Mineralwasser, sondern auch Tee, Kaffee, Milch und Tabakwaren an. Bald kamen die ersten Speisen hinzu, nicht viel später wurde das Angebot um Zeitungen erweitert. Irgendwann wurde auch der Verkauf von Alkohol erlaubt. Die Trinkhalle wurde nach und nach zum Kleinstgeschäft für alle Dinge des täglichen Bedarfs und somit auch zum sozialen Treffpunkt in der Nachbarschaft. (…)

Quelle: Tag der Trinkhallen

Viele Radwege-Versprechen – wenig Umsetzung

6. August 2022 by

Schubladen-Konzepte, Planungsideen und Lippenbekenntnisse gibt es in Hagen reichlich, wenn es um das Thema Radverkehr geht. Doch in puncto Umsetzung regiert weitgehend der Stillstand. Drei Beispiele: 1. Fahrradstraße Augustastraße – nichts zu sehen; 2. Ennepe-Radweg zwischen Eckesey und Haspe – hier entwickelt sich an der Kuhlestraße bloß der Wildwuchs; 3. Fahrradspuren Graf-von-Galen-Ring – viel versprochen, bis heute nicht passiert. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Dazu passend:

Verkehrswende im Schneckentempo

Bei der Wiedereröffnung der neuen Marktbrücke und der Präsentation des bloß wenige Meter dahinter sich anschließenden Fahrradstreifens machte der OB in Richtung aller enttäuschten Skeptiker deutlich, dass man in Hagen eben nicht die Umsetzung eines Radwegenetzes aus einem Guss erwarten dürfe. (…)

Aber niemanden in dieser Stadt scheint es ernsthaft zu stören: Weder aus den Reihen der Touristiker von Hagen-Marketing, noch aus dem federführenden Umweltdezernat, noch aus dem Rat gibt es bislang vernehmbaren Protest. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Noch mal: Stadtteilrundgang durch Eilpe

6. August 2022 by

Lange Riege Eilpe_Guenter_Brandau_maxDie Lange Riege und viele weitere interessante Orte besuchen die Teilnehmer auf dem Stadtteilrundgang durch Eilpe. Foto: Günter Brandau.

Ein weiteres Mal organisiert die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des Urlaubskorb-Programms am Dienstag, 9. August, von 14 bis 16 Uhr einen Stadtteilrundgang durch Eilpe. Treffpunkt ist das Eilper Denkmal an der Eilper Straße.

Die Teilnehmer besichtigen interessante Orte wie das Eilper Denkmal, die Lange Riege, die Kurfürstenstraße, die Wippermann-Passage und die Evangelische Christuskirche. Sachkundig von Bezirksbürgermeister Michael Dahme und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff begleitet, erhalten sie zu den Zielen interessante Hintergrundinformationen.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine vorherige Anmeldung zu dem kostenlosen Rundgang unter der Kursnummer 1013 auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich.

Gelände des Reitervereins bietet Raum für Schulideen

5. August 2022 by

Das Gelände am Höing ist seit anderthalb Jahren verwaist: Absehbar gibt es keine Perspektive. (…)

Dabei bietet das 18.000-Quadratmeter-Grundstück in zentraler Lage am Ischeland mit Blick auf das eher maue Grundstücksangebot in Hagen durchaus die Chance, in Sachen Stadtentwicklung etwas zu bewegen. „Es gibt noch keine Pläne für eine zukünftige Nutzung. Aufgrund der umliegenden Nutzungen und der schwierigen Erschließungssituation sind die Möglichkeiten auch eher begrenzt“, sagt Stadt-Sprecherin Clara Treude mit Blick auf das Areal.

Zumindest aber gibt es aber schon eine Idee, wie es am Höing perspektivisch weitergehen könnte: „Seitens der Schulpolitik gibt es aber die Überlegung, das Gelände im Rahmen der Schulentwicklungsplanung mit einzubeziehen. Es gibt aber noch nichts Konkretes dazu.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Der Arbeitsmarkt im Juli 2022 in Hagen

5. August 2022 by

Die Zahl der Arbeitslosen stieg gegenüber dem Vormonat um 106 oder 0,9 Prozent auf 11.776, die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 11,6 Prozent. Vor genau zwölf Monaten waren es 11,7 Prozent und fast 200 Arbeitslose mehr.

Wie üblich, werden ganze Gruppen, wie beispielsweise die Über-58-Jährigen, von dieser Statistik erst gar nicht erfasst. Diese Arbeitslosen werden in der Unterbeschäftigungsquote berücksichtigt, die im Juli 14,0 Prozent betrug. Das entspricht 14.594 Personen und damit über 2.800 mehr als in der offiziellen Arbeitslosenstatistik ausgewiesen sind.

Die einzelnen Gruppen von Arbeitslosen wiesen im Juli unterschiedliche Entwicklungen auf: Bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren hielt der saisontypische Anstieg durch viele Ausbildungsabsolventen noch etwas an. Hier waren es mit 1.069 genau 39 oder 3,8 Prozent mehr als im Juni. Bei den Älteren über 50 Jahren gab es ein Plus um 47 oder 1,3 Prozent auf 3.766. Bei arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung waren es mit 866 dagegen sechs oder 0,7 Prozent weniger. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen wiederum stieg um 28 oder 0,5 Prozent auf 5.653. Damit waren es 205 oder 3,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Den größten Kräftebedarf hatten Personaldienstleister (98 gemeldete Stellen) und das Gesundheits- und Sozialwesen (54), gefolgt von freiberuflichen Arbeitgebern (Rechtsanwälte, Steuerberater etc., 36 Stellen für Assistenzkräfte), dem Handel (27) und dem verarbeitenden Gewerbe (20). Die Logistik hatte 15 Vakanzen, die öffentliche Verwaltung nur sieben.

Die Zahl der insgesamt bei der Arbeitsagentur zur Besetzung gemeldeten Stellen sank gegenüber Juni um 87 oder 4,6 Prozent auf 1.824 und in Relation zum Vorjahresmonat sogar um 733 oder 28,7 Prozent.

Gesundheit: Umfrage in Altenhagen

5. August 2022 by

Die Umfrage zum Thema Lebensqualität in Altenhagen im Rahmen des neuen Gesundheitsförderungsprojektes „komm.gesund Hagen“ können Bürgerinnen und Bürger noch bis Ende September online ausfüllen. Mit dem Fragebogen sollen die aktuellen Bedarfe und Bedürfnisse der Menschen in Altenhagen ermittelt werden.

Bei der Umfrage bewerten die Teilnehmenden in unterschiedlichen Kategorien die eigene Lebensqualität. In einem nächsten Schritt sollen gesundheitsförderliche Angebote geplant und umgesetzt werden, um den Bürgerinnen und Bürgern eine optimale Möglichkeit auf Gesundheit zu bieten.

Den Fragebogen finden Interessierte auf der Internetseite www.stadtraummonitor.bzga.de/start/altenhagen/.

Baustellenspaziergang am Hohenhof

4. August 2022 by

Nach dem umstrittenen Holzeinschlag: Dezernent Keune macht den Erklärbär

Baustellenspaziergang_Hohenhof Birgit_Andrich_maxDer Baustellenspaziergang am Hohenhof beleuchtet die Planung und den Baufortschritt rund um die historische Gartenanlage. Foto: Birgit Andrich.

Einen Baustellenspaziergang am Hohenhof mit dem Technischen Beigeordneten Henning Keune bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des Hagener Urlaubskorbs am Freitag, 5. August, von 10.30 bis 12 Uhr an. Treffpunkt ist am Hohenhof, Stirnband 10.

Haus und Gartenanlage des Hohenhofes wurden nach den Plänen von Henry van de Velde und Leberecht Migge in den Jahren 1906 bis 1908 erbaut. Im Laufe der bewegten letzten 100 Jahre gingen zahlreiche wesentliche Elemente der historischen Gartenanlage verloren. Die Anlage wird nun saniert beziehungsweise denkmalgerecht entwickelt. Gleichzeitig zielt die Entwicklung darauf ab, im Sinne des Naturschutzes vielfältige Biotopstrukturen zur Erhöhung der Artenvielfalt zu schaffen. Bei der Baustellenführung erläutert Henning Keune die Planung und den Baufortschritt.

Die Teilnehmer werden gebeten, festes Schuhwerk zu tragen. Eine Anmeldung zu dem kostenlosen Rundgang ist unter Angabe der Kursnummer 1007 beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Wiederherstellung der historischen Gartenanlage hatte Anfang des Jahres viel Staub aufgewirbelt, weil diverse Bäume der Säge zum Opfer fielen. Die damit befassten politischen Gremien hatten zuvor durchgehend die Fällungen beschlossen. Erst nachdem sich Bürger beschwerten, reagierten unsere Volkvertreter und behaupteten, von der Verwaltung nicht richtig informiert worden zu sein (siehe auch hier). Eine These, auf die stante pede unser Lokalblättchen groß einstieg.

Die erwies sich allerdings schnell als unzutreffend und die Herrschaften legten – mit möglichst gesichtswahrenden Formulierungen – den Rückwärtsgang ein. Es stellte sich nämlich heraus, dass sie die entsprechenden Beschlussvorlagen nicht richtig gelesen hatten. Nur die Ratsfraktion Hagen Aktiv räumte unumwunden ein, dass sie „gepatzt“ und die entsprechende Vorlage der Verwaltung nicht bis zum Schluss durchgesehen hätte.

Kreatives Kinderfest im Freilichtmuseum Hagen

4. August 2022 by

Kleckswerkstatt FreilichtmuseumIn der Kleckswerkstatt kann sich jeder erproben. Foto: LWL.

Am Sonntag, den 7. August, findet das Kinderfest im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) statt. Von 12 bis 17 Uhr gibt es an diesem Tag ein abwechslungsreiches Programm für Kinder mit ihren Familien. Angeregt durch die Karikaturen-Ausstellung wird es vor allem künstlerisch und kreativ.

An den Museumsterrassen lädt der Parcours Farbenland zum Experimentieren ein: Mit einem Farbpendel, einem Katapult oder einer Armbrust gestalten die Kinder individuelle farbenprächtige freie Kunst. Weitere Gestaltungsmöglichkeiten bieten die Bio-Glitzer-Tattoos, außerdem können die Kinder eigenen Schmuck basteln. In einer anderen Kreativwerkstatt lernen sie Mangas zu zeichnen. Eine Herausforderung ist das Exit Game »Die Chaos Handwerker«: Können sich die kleinen Handwerker befreien oder müssen sie das Wochenende auf der Baustelle verbringen?

Auch das Handwerkliche kommt nicht zu kurz: Speziell für Kinder bietet das Museum Workshops zu den Themen Nagelschmieden, Papierschöpfen, Ölschlagen, Buchstabendruck oder Seileschlagen in den museumspädagogischen Werkstätten im mittleren und oberen Bereich an. Hier können die Kinder auch Bienenwachskerzen drehen und sie nach eigenen Ideen gestalten. Außerdem gibt es eine Kleckswerkstatt und ein Glücksrad. Und für alle, die modeln möchten, bietet sich das Fotoshooting am Sonntag an, bei dem sich die Kinder in Handwerkerkostümen fotografieren lassen können.

Wer es sportlich mag, geht zum Ponyreiten und probiert seine Geschicklichkeit bei den historischen Kinderspielen aus.
Fast alle Aktionen sind kostenlos, nur beim Schmuck basteln (3 Euro Materialkosten) sowie beim Ponyreiten (3 Euro) fallen geringe Kosten an. Der Museumseintritt ist für Kinder bis einschließlich 17 Jahren frei.

Die renaturierte Lenne mit dem Rad erkunden

3. August 2022 by

Lennerenaturierung_2_Foto_Linda_Kolms_Stadt_Hagen_maxEine Erkundungstour mit dem Fahrrad entlang der Lenne und der Ruhr bis zum Hengsteysee organisiert die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des Urlaubskorb-Programms am Donnerstag, 4. August, von 14 bis 17.30 Uhr. Treffpunkt ist der Bahnhof Hohenlimburg, Bahnstraße 4.

Gemeinsam mit dem städtischen Beigeordneten Sebastian Arlt folgen die Teilnehmer dem Weg an der Lenne entlang. Wo vor knapp 50 Jahren die Lenne verlegt, begradigt und einbetoniert wurde, entsteht heute durch die Renaturierung ein kleines Paradies. Die Lenne gestaltet sich ihr eigenes Gewässerbett und schafft eine Vielzahl von unterschiedlichen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen (Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen).

Anschließend geht es weiter in Richtung Hengsteysee, wo mit dem (erst im Stadium der Planung befindlichen) „SeePark Hengsteysee“ eine angebliche „Attraktion“ auf die radelnden Teilnehmer wartet. Die Radtour endet im Strandhaus am Hengsteysee, einem Etablissement, das die Stadt zwecks Bewirtschaftung den Betreibern der Ballermann-Disko überlassen hat.

Der Streckenverlauf und das Streckenende kann sich abhängig von der Wetterlage und der Verkehrssituation tagesaktuell ändern. Den Radlerinnen und Radlern wird empfohlen, ein Fernglas mitzubringen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine vorherige Anmeldung zu der kostenlosen Radtour unter der Kursnummer 1003 über die Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 notwendig.

Spaziergang zwischen Elbers und Potthof

3. August 2022 by

Zu einem Stadtspaziergang im Rahmen des Hagener Urlaubskorb-Programms lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) gemeinsam mit Claudia Eckhoff, Regionalpromotorin von „Eine-Welt-Netz NRW“, und Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff am Donnerstag, 4. August, von 14 bis 16 Uhr ein. Treffpunkt ist der Eingang der Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10.

Hagen ist eine Stadt, in der Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte schon immer eine bedeutende Rolle gespielt haben. In ihrer Entwicklung hat die Volmestadt durch diese Impulse von außerhalb erheblich profitiert. Dazu gehören gewerbliche und kulturelle Einflüsse ebenso wie gastronomische und architektonische Aspekte.

Diese können die Teilnehmer im „alten Herzen der Volmestadt“ zwischen Elbers und Potthof besonders gut nachvollziehen. Der Rundgang endet am AllerWeltHaus mit einer kleinen Verkostung fair gehandelter Produkte aus dem dortigen Weltladen.

Informationen zur Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung mit der Kursnummer 1044 erhalten Interessierte auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Martina Soddemann startet

2. August 2022 by

Dienstbeginn_Martina_Soddemann_Foto_Clara_Treude_maxHerzlich willkommen bei der Stadt Hagen. Pünktlich zum Monatsanfang hat Martina Soddemann ihren Dienst als neue Beigeordnete für den Vorstandsbereich 3 (Jugend und Soziales, Bildung und Kultur) der Stadt Hagen angetreten (Foto: Clara Treude). Oberbürgermeister Erik Olaf Schulz und Personalchef Stefan Keßen begrüßten die 50-Jährige an ihrem ersten Arbeitstag im Rathaus.

Martina Soddemann wechselte vom Kreis Herford an die Volme und tritt die Nachfolge der Beigeordneten Margarita Kaufmann an, die Ende April als Dezernentin ausgeschieden ist.


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