GWG wirft OB-Kandidat Missbrauch von Rolle für Wahlkampf vor

20. September 2019 by

Am Donnerstag findet im Petitionsausschuss des Landestages NRW ein Anhörungstermin in der Sache „Bürger gegen den Abriss von Block 1 in Wehringhausen“ statt. Doch nach Informationen von Landtagsmitglied und Petitionsausschuss-Berichterstatter Wolfgang Jörg wird die in dieser Sache kritisierte Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft Hagen (GWG) nicht an dem Termin teilnehmen. Dazu kommt: Die GWG fordert, dass Jörg, der als Oberbürgermeister-Kandidat für die SPD nicht mehr die nötige Neutralität habe, als Berichterstatter zurücktritt. Jörg hat dem entsprochen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Rat hat der GWG mehrheitlich den roten Teppich ausgerollt. Wen wundert es dann noch, dass die Firma Oberwasser bekommt? So kann sich Geschäftsführer Rehrmann erdreisten, die Sitzung eines parlamentarischen Gremiums durch Abwesenheit zu missachten. Urlaubsbedingte angebliche Terminschwierigkeiten sind wenig glaubhaft. Rehrmann hätte seinen Sidekick, den Advokaten Szczygiol, schicken können. Als gelernter Jurist hätte der die Sache meistern können – sollte man jedenfalls annehmen.

Aber Rehrmann scheint, mit Rückendeckung des Oberbürgermeisters, inzwischen derart fest im Sattel zu sitzen, dass er sich erlauben kann, einen gewählten Abgeordneten zu schuriegeln:

„Soweit Wolfgang Jörg vom Petitionsausschuss als Berichterstatter besondere Befugnisse übertragen worden sind, ist dies mit seiner Rolle als OB-Kandidat und seinen Meinungsäußerungen zum Themenkomplex Block 1 unvereinbar. Denn sein Missfallen zum Abriss hat er lautstark vor der entscheidenden Ratssitzung öffentlich unmissverständlich kund getan. Zudem hat er im Rahmen der Bekanntgabe seiner OB-Kandidatur vor wenigen Tagen die Bereiche fehlende Kita- und OGS-Plätze in Hagen thematisiert und damit deutlich gemacht, dass dies ein Wahlkampfthema wird. Damit missbraucht der Abgeordnete Wolfgang Jörg, nach unserer Auffassung, seine ihm als Mitglied des Landtages aus dieser Rolle erwachsende Funktion im Petitionsausschuss für seinen Oberbürgermeisterwahlkampf.“

Von wegen Verkehrswende: 10.000 Fahrzeuge mehr in Hagen

20. September 2019 by

Das ist aktuell das genaue Gegenteil einer Verkehrswende: Allein in den vergangenen sechs Jahren ist die Zahl der neu zugelassenen Autos in Hagen um rund 10.000 auf 123.299 gestiegen. Darunter 800 neue „SUVs“ (insgesamt 1954), die deutschlandweit stark diskutierten Geländelimousinen. In Hagen, wo ohnehin Fahrverbote und ein Parkraum-Kollaps drohen, nimmt man die Zahlen besorgt zur Kenntnis. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung von Udo Pfeiffer: „Maßnahmen zur Einschränkung von SUVs seien zu begrüßen“. Wie wäre es denn mit einer Parkraumbewirtschaftung? Kostenlose Parkplätz in der Stadt darf es nicht geben. Die Parkgebühren sollten die tatsächlichen Kosten für die Bereitstellung öffentlichen Raums widerspiegeln. Die ÖPNV Fahrkarten sind seit Jahren immer weiter gestiegen, die Kosten für‘s Parken nicht. Parken auf Fuß- und Radwegen sollte stärker kontrolliert und geahndet werden. Autos und insbesondere SUVs beanspruchen ja schon „legal“ viel mehr öffentlichen Raum, aufgeschultertes Parken lässt oft weniger als 1,50m Platz auf den Gehwegen. Auch die Gebühren für Verstöße sind ungleich verteilt: Schwarzfahren wird erheblich stärker bestraft als Falschparken, obwohl letzteres oft eine Gefährdung für die anderen Verkehrsteilnehmer darstellt. Also Appell an die Stadt: Nicht nur reden – handeln.

Kinderbetreuung: Über 93 Prozent der Eltern zufrieden

20. September 2019 by

93,2 Prozent der Eltern sind mit dem Betreuungsangebot ihrer Kinder in Hagener Kindertageseinrichtungen zufrieden. Diese erfreuliche Zahl offenbart eine durch den Fachbereich Jugend und Soziales durchgeführte Elternbefragung von 3004 Eltern – davon 803 Eltern von Kindern unter drei Jahren.

Die Landesregierung beabsichtigt, künftig auch längere Öffnungszeiten außerhalb der Kindpauschalen oder auch am Wochenende zu finanzieren. Im Zusammenhang mit der Novellierung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) hat der Jugendhilfeausschuss über das Thema der bedarfsgerechten Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen diskutiert und die Elternbefragung in Auftrag gegeben.

Die Eltern äußerten außerdem zusätzliche Bedarfe in Bezug auf frühere Bring- und sehr späte Abholzeiten. Da es sich immer um Einzelfälle je Kindertageseinrichtung handelte, überlegt der Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen nun, wie er diese Bedarfe erfüllen kann. 65 Fragebögen gaben den Wunsch nach Betreuungszeiten am Wochenende – samstags, sonntags oder an beiden Tagen – an.

Schwerpunkt-Einrichtungen als mögliche Lösung Die Stadtverwaltung befindet sich zurzeit in der Ideenfindung, wie sie auf die geäußerten Betreuungswünsche eingehen kann. Eine Möglichkeit könnten Schwerpunkt-Einrichtungen mit den erweiterten Betreuungsmöglichkeiten sein. Das ist jedoch davon abhängig, ob die Kinder mit diesen speziellen Betreuungsbedarfen auch alle dort angemeldet werden – denn dies bedeutet möglicherweise auch weitere Wege für die Eltern. Ein anderer Weg ist die ergänzende Betreuung durch eine Tagesmutter/-vater, die oftmals jetzt schon in Hagen praktiziert wird. Die Träger der Kindertageseinrichtungen in Hagen erarbeiten dazu in der nächsten Zeit mögliche Umsetzungsvorschläge.

Bereits jetzt haben Eltern auch vor der Anmeldung in eine Kindertageseinrichtung die Möglichkeit, sich im Fachbereich Jugend und Soziales bezüglich der Wahl der geeigneten Einrichtung und Kindertagespflege von Manuela Schänzer unter Telefon 02331/207-4464 und Sigrid von Dolenga unter Telefon 02331/207-4449 beraten zu lassen.

Die letzte Elternbefragung zu Betreuungszeiten fand 2014 statt. 2014 wurden 2736 Eltern, davon 760 Eltern von Kindern unter drei Jahren befragt. Auch damals ergab die Umfrage, dass der überwiegende Teil der Eltern mit den Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen zufrieden war. Eine vergleichsweise geringe Zahl an Ausnahmen mit weitergehenden Betreuungswünschen verteilte sich über das gesamte Stadtgebiet. Wie damals wurden die Bedarfe der Eltern auch jetzt mithilfe eines Fragebogens ermittelt.

Verkaufen und morden

20. September 2019 by

Eröffnungspremiere im Theater Hagen: „Cardillac“ von Paul Hindemith

Thomas Berau (Cardillac) und Chor des Theaters Hagen. Foto: Klaus Lefebvre.

Die Eröffnungspremiere im Theater Hagen im Großen Haus am 21.9.2019 (19.30 Uhr) bildet die Aufführung der Oper „Cardillac“ von Paul Hindemith in ihrer Erstfassung von 1926 mit einem Libretto von Ferdinand Lion nach der Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ von E.T.A. Hoffmann (mit Übertexten).

Schmuck verkaufen und den Käufer dann hinterrücks ermorden, um auf diese Weise Schmuck und Geld behalten zu können, klingt nach einem rein materialistisch motivierten Geschäftsmodell. Nicht so beim Goldschmied Cardillac, der doch genau das tut. Aber er mordet eben nicht aus Geldgier, sondern schlicht, weil er nicht ertragen kann, dass ‚sein’ Schmuck nicht mehr bei ihm ist – der Künstler wird zum Psycho-Serientäter, und eine Stadt sucht einen Mörder.

E.T.A. Hoffmann hat mit seiner Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ den Stoff für diesen Krimi geliefert, den Paul Hindemith in den 1920er Jahren, zur Zeit von ‚Bauhaus‘ und ‚neuer Sachlichkeit‘, vertont hat.

Für die Umsetzung dieser Oper wirkt erneut ein Team zusammen, welches in der letzten Spielzeit mit großem und überregionalem Erfolg Wagners „Tristan und Isolde“ im Theater Hagen realisiert hat und deutschlandweit für Aufsehen sorgte – eine Produktion, die von Fachkritikern mehrfach ausgezeichnet wurde: Joseph Trafton (Musikalische Leitung), Jochen Biganzoli (Regie), Wolf Gutjahr (Bühne), Katharina Weissenborn (Kostüme), Hans-Joachim Köster (Licht), Francis Hüsers (Dramaturgie).

Dieses Team sieht den im Künstler-Psycho-Drama gefangenen Goldschmied Cardillac als eine Art Kunst-Terrorist, der (zu) radikale Antworten auf die Frage nach dem gesellschaftlichen Sinn von Kunst ausprobiert. So legt die Hagener Inszenierung unter der Krimi-Handlung von Hindemiths „Cardillac“ den bis heute währenden Streit um Kunst frei, der zuweilen in einer Radikalität geführt wird, die selbst im Bauhaus-Manifest von Walter Gropius von 1918 beinahe wie religiöser Eifer aufscheint: „Wollen, erdenken, erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft […] als kristallenes Sinnbild eines neuen kommenden Glaubens.“ Die Aufführungen von dieser klangreichen, dramatischen Oper am Theater Hagen sind also nicht ohne Grund Teil der Veranstaltungen zum „Bauhaus-Jahr“ 2019.

Generalmusikdirektor Joseph Trafton dirigiert dieses Werk, dessen Stil von der Musikwissenschaft tatsächlich auch schon mal als „Bauhaus-Barock“ bezeichnet wurde, und er hat mit dem Orchester, den Solo-Sänger*innen und dem Chor die höchste Ansprüche an alle stellende Partitur effektvoll erarbeitet. Denn trotz Hindemiths frühmoderner Vorliebe für Abstraktion und Stilisierung ist seine „Cardillac“-Musik doch ganz auf den fesselnden Klangeffekt im Ablauf eines spannenden Psycho-Krimis konzentriert.

Es singen und spielen: Thomas Berau (Cardillac), Angela Davis (Cardillacs Tochter), Milen Bozhkov (Offizier), Thomas Paul (Kavalier), Veronika Haller (Eine Dame), Ivo Stánchev (Goldhändler), Kenneth Mattice (Der Führer der Prévôté); Chor und Extrachor des Theaters Hagen, Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Diese Produktion wurde freundlicherweise von der Bürgerstiftung der Theaterfreunde Hagen unterstützt.

Weitere Vorstellungen: 3.10. (18.00 Uhr); 18.10. (19.30 Uhr); 10.11. (15.00 Uhr); 13.11.2019 (19.30 Uhr); 10.1. (19.30 Uhr); 16.1. (19.30 Uhr); 26.1.2020 (18.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

TWB schließt plötzlich Werk in Hagen mit 140 Mitarbeitern

19. September 2019 by

Schock, Wut, Verzweiflung: Der Automobilzulieferer TWB-Prevent in Hagen sperrt seine verbliebenen 140 Mitarbeiter aus. Die Frühschicht, die am Donnerstagmorgen ihren Dienst antreten wollte, fand nur einen Zettel am Werkstor vor. „Der Betrieb bleibt bis auf weiteres geschlossen. Der Zutritt zum Betriebsgelände ist jeglichen Personen verboten. Weitere Informationen erhalten Sie am Montag 23.09.2019“. Unterzeichnet ist der Aushang von der Geschäftsführung der TWB GmbH & Co. KG. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es war schon merkwürdig, dass der Firmensitz nach Frankfurt verlegt wurde (Siehe: Wir sind dann mal weg)

Der 400.000-Euro-Mann

19. September 2019 by

Erik Höhne als Vorstandsmitglied und Vorstandssprecher der Enervie wiederbestellt

Erik Höhne (52) bleibt Vorstandsmitglied und Vorstandssprecher bei der Enervie. Die Aufsichtsräte der Enervie und der Mark-E haben in ihren Aufsichtsratssitzungen am 16. September 2019 Erik Höhne als Vorstandsmitglied für die Ressorts Finanzen und Technik wiederbestellt und zugleich als Vorstandssprecher bestätigt (Foto: Enervie).

Höhne ist bereits seit 2010 Vorstandmitglied der Enervie und damit mitverantwortlich für die Krise, in die der Energie- und Wasserversorger aus reinem Größenwahn geraten war. So wollte der Sprecher des damals dreiköpfigen Vorstands, Ivo Grünhagen, RWE und Eon bundesweit Konkurrenz machen. Dazu brauchte man auch eine neue repräsentative Firmenzentrale, die sich im Nachhinein als reichlich überdimensioniert erwies. Folglich wurden Untermieter gesucht.

Selbst die Postadresse war den Strombossen nicht gut genug: Statt in der popeligen Haßleyer Strasse 120 wollten sie unter „Platz der Impulse“ firmieren. Und die Herren in den politischen Gremien (Enervie befindet sich überwiegend in kommunaler Hand) unterwarfen sich bereitwillig ihren Knechten im Vorstand – die Anschrift wurde geändert.

Im Sommer 2015 lag die Schuldenhöhe des Unternehmens bei 650 Millionen Euro. Enervie benötigte einen Kredit in Höhe von 60 Millionen Euro, um Strom und Gas kaufen zu können. Geld, das keine Bank den Stromern mehr gewähren wollte. Also mussten die Anteilseigner ran. Der Hagener Rat schob bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung (selbstredend in nichtöffentlicher Sitzung) den auf die Stadt entfallenden Anteil in Höhe von 30 Millionen Euro auf die kommunale HVG ab. Damit konnte in letzter Minute der Gang zum Insolvenzgericht abgewendet werden.

Die Zeche bezahlen mussten zu einem großen Teil die Arbeitnehmer. Im Restrukturierungskonzept wurde der Abbau von rund 815 Stellen festgelegt. Ein im Dezember 2015 gestarteter Versuch, Licht in die ganzen Machenschaften zu bringen, scheiterte – wie üblich – im Rat.

Vorstand Ivo Grünhagen wurde letztendlich mit einer Millionen-Abfindung in die Wüste geschickt – sein mitverantwortlicher Kollege Höhne darf sich jetzt auf fast 400.000 Euro pro Jahr freuen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz, zeigte sich angesichts der Vertragsverlängerung Höhnes ganz begeistert: „Erik Höhne hat die Unternehmensgruppe in den letzten Jahren in einer schwierigen Phase mit Kompetenz und Weitblick weiterentwickelt. Es ist auch sein wesentlicher Verdienst, dass Enervie mittlerweile wieder stark aufgestellt ist und sehr solide Ergebnisse erwirtschaftet. Wir freuen uns, dass wir diesen Weg gemeinsam weiter gehen können“.

Da bleibt einem nur noch die Spucke weg.

Fahrradsternfahrt Ruhr

19. September 2019 by

Am Sonntag startet zum Abschluss der Europäischen Mobilitätswoche die Fahrradsternfahrt Ruhr (https://fahrradsternfahrt.ruhr/) nach/in Hagen.

Die diversen Zubringerrouten aus NRW finden sich auf der Webseite. Los geht es in Hagen auf der Springe um 13:00. Der Rundkurs durch Hagen findet sich unter: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=xxncdqoxbcsmawde .

Im Anschluss gibt es ab ca. 15:00 ein Fahrradfest mit Lifemusik und Infoständen an den Elbershallen.

Krankenstand in Hagen im Jahr 2018 deutlich gestiegen

19. September 2019 by

Der Krankenstand in Hagen ist 2018 deutlich gestiegen – das besagen jedenfalls Zahlen des aktuellen Gesundheitsreports der Krankenkasse DAK. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen lagen demnach 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahresergebnis.

Mit 5,3 Prozent habe es in der Region einen deutlich höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,3 Prozent) gegeben. Laut DAK-Gesundheitsreport, der auf den Daten von etwa 20.000 DAK-Versicherten in Hagen basiert, waren damit an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 53 krankgeschrieben. (…)

Die meisten Krankheitstage verursachten weiterhin Muskel-Skeletterkrankungen wie zum Beispiel Rückenschmerzen. Mit einem leichten Plus von vier Prozent machten sie mehr als jeden fünften Fehltag aus. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Artikel thematisiert nicht, in welchem Umfang die Krankheitstage ihre Ursache in Arbeitsbedingungen mit körperlicher Be- bzw. Überlastung haben. Ersatzweise werden in epischer Breite Suchtprobleme in den Vordergrund geschoben.

Theater Hagen sucht junge Sängerinnen und Sänger

19. September 2019 by

Das Theater Hagen sucht Verstärkung für seinen Kinder- und Jugendchor. Dazu findet für Kinder und Jugendliche im Alter von 8-16 Jahren ein Vorsingen am Samstag, 28. September 2019 um 10.00 Uhr statt. Treffpunkt: Bühneneingang (Elberfelder Str. 65 im Hinterhof).

Ob als Gassenjungen in Bizets Oper „Carmen“, als Kuchenkinder in Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“, als Kinderschar in Verdis Oper „Otello“ oder auch in Konzerten – immer wieder steht (singt und spielt) der Kinder- und Jugendchor gemeinsam mit den professionellen Künstlerinnen und Künstlern auf der Bühne des Theaters Hagen.

Kinder und Jugendliche erleben so die spannende Welt des Musiktheaters, lernen die facettenreiche Arbeit hinter den Kulissen kennen und können ihrer Freude an der Musik auf abwechslungsvolle Art und Weise nachgehen. Jeder Auftritt ist ein großes und besonderes Erlebnis.

Mitglied des Kinder- und Jugendchores können alle werden, die neben der Freude am Singen über Stimmsicherheit verfügen, Lust am Theaterspielen haben und zwischen 8 und 16 Jahre alt sind. Die musikalischen Proben finden regelmäßig einmal wöchentlich statt (17.30-18.45 Uhr im Theater Hagen). Die Anzahl der szenischen Proben richtet sich nach den Anforderungen des jeweiligen Werkes.

Interessierte melden sich bitte bis zum 26. September 2019 unter kinderchor@theaterhagen.de an. Beim Vorsingen wird die Eignung des Kindes getestet: Er/sie muss ein vorgegebenes Lied unbegleitet vortragen, im Anschluss sind noch ein paar Töne nachzusingen. Noten lesen zu können ist keine Voraussetzung, um im Chor zu singen. Mit der Anmeldung erhalten sie dann Noten und ein Hörbeispiel des Liedes.

Klimanotstand in Hagen: Junge Leute kurz vor erklärtem Ziel

18. September 2019 by

Die politische Rückendeckung für die Bewegung „Fridays for future“ in Hagen wird immer größer. Die Ausrufung des Klimanotstandes rückt näher. (…)

Gestern brachte sich Oberbürgermeister Erik O. Schulz mit einer eigenen „Ergänzungsvorlage“ ins Spiel, die in weiten Teilen den Beschluss des UWA darstellt. „Immer wieder erstaunlich, wie flexibel sich dieser OB zeigt“, zeigte sich Werner König (SPD) ironisch. „Das ist kein Vorschlag von OB Schulz, sondern aus der Politik.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die „jungen Leute“, die laut Überschrift „kurz vor erklärtem Ziel“ stehen, sollten nicht auf unverbindliche Absichtserklärungen hereinfallen. Um solche handelt es sich nämlich bei den in der Beschlussvorlage für den Stadtentwicklungsausschuss aufgeführten Punkten. Dort ist die Rede lediglich davon, dass die Kommune die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen „berücksichtigen und wenn immer möglich jene Entscheidungen prioritär behandeln“ will. Im Klartext: Wir haben inzwischen bemerkt, dass die Kommunalwahlen vor der Tür stehen und würden gerne Eure Stimmen abgreifen, halten uns aber alle Schlupflöcher offen. Der plötzliche Sinneswandel ist vor allem in Anbetracht der bisherigen langjährigen Praxis und vergangener Beschlüsse mehr als unglaubwürdig.

Ob da jetzt ein „Klimanotstand“ beschlossen wird oder nicht, ist völlig irrelevant. Es zählen einzig und allein die Taten – und nicht das Gerede.

Schimmelbefall und Brandschutzmängel

18. September 2019 by

Kontrollaktion bei Wohnungen von DEGAG/Altro Mondo – Wasserrechnungen nicht bezahlt

Eine gemeindeübergreifende Aktion zur Aufdeckung von wohnungswirtschaftlichen Missständen in Beständen der DEGAG/Altro Mondo fand gestern landesweit statt. An der vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung initiierten Kontrollaktion beteiligten sich neben Hagen mit Castrop-Rauxel, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Herne, Kamen, Lemgo, Oerlinghausen und Wuppertal insgesamt zehn Kommunen.

„Die Zustände in den Hagener DEGAG-Immobilien sind nicht katastrophal, aber auch nicht gut“, sagt Birgit Overkott von der Koordinierungsstelle Problemimmobilien der Stadt Hagen, die den Aktionstag der Wohnungsaufsicht des Ministeriums vor Ort koordinierte.

13 Immobilien wurden in Hagen an drei Standorten (Vorhalle, Brockhausen und Elsey) aufgesucht. Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnungsaufsicht, der Bauordnung, des Umweltamtes und der Feuerwehr waren beteiligt. Kontrolliert wurden die Außenanlagen, Müllcontainer-Standorte, Keller, Zugänge, Zufahrten, Rettungswege, Aufzüge, Flure und einzelne Wohnungen. In fast allen Objekten gibt es Brandschutzmängel.

Die Wohnungsaufsicht registrierte Schimmelbefall, defekte Klingel- und Sprechanlagen sowie fehlende Haus- und Flurbeleuchtung. In einem Objekt ist der Aufzug nicht nutzbar, in einzelnen Wohnungen funktioniert die Heizung nicht. Auf den Außengeländen sind Spuren von Ratten unverkennbar. In einigen Objekten wird eine Brandschau folgen. Zudem wird die Stadt dem Verdacht auf Nutzungsänderung ohne Baugenehmigung nachgehen. Die DEGAG hat in Hagen 387 Wohnungen. Auffallend ist der zunehmende Leerstand in den Häusern.

Wiederholt waren Missstände in Wohnungen der Deutschen Grundbesitz AG (DEGAG), die von der Altro Mondo verwaltet werden, Gegenstand öffentlicher Berichterstattung. Auf Initiative von Landesministerin Ina Scharrenbach kamen Vertreterinnen und Vertreter aus den betroffenen Kommunen zusammen, um sich über das Geschäftsgebaren von Altro Mondo beziehungsweise der Deutschen Grundbesitz AG auszutauschen.

Nahezu in allen Städten gibt es vergleichbare Herausforderungen in von Altro Mondo verwalteten und im Besitz der Deutschen Grundbesitz AG (DEGAG) befindlichen Wohnungen: Defekte Aufzugsanlagen, defekte Heizungsanlagen/fehlende Warmwasserversorgung, Schimmelbefall und Abfallproblematik/Vermüllung. Wegen nicht bezahlter Versorgungsrechnungen drohen den Mieterinnen und Mietern zudem Wasser- und Wärmesperren.

Fördergeld aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“

18. September 2019 by

Über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gibt es aktuell die kurzfristige Möglichkeit, eine finanzielle Förderung für Einzelprojekte rund um die beiden Schwerpunktthemen „Von der Willkommenskultur zur Kultur der Vielfalt“ und „Demokratieverständnis fördern“ zu beantragen. Die Frist für das Einreichen der Anträge endet am Freitag, 27. September. Die Laufzeit der Projekte ist bis zum Ende des Jahres möglich.

Bereits im Jahr 2014 hat sich die Stadt Hagen in Zusammenarbeit mit dem Jugendring Hagen erfolgreich um die Teilnahme an dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beworben. Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit sind dauerhafte Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft. Um ihnen kraftvoll entgegen¬zutreten, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Staat und Zivilgesellschaft. Mehrere Projekte sollen dazu beitragen, die offene und vielfältige Kultur in Hagen zu fördern.

Einzelprojekte beantragen und durchführen dürfen rechtsfähige, nichtstaatliche Organisationen, die ihren Wirkungskreis in der Stadt Hagen haben. Angesprochen sind beispielsweise Vereine, Verbände, Bildungsträger, Kirchen und Fördervereine von Schulen. Weitere Informationen und das Antragsformular gibt es auf der Internetseite www.jugendring-hagen.de/foerderjahr-2018 oder per E-Mail an hannah.terhorst@jugendring-hagen.de.

Sanierung des Lennebades Hohenlimburg kostet viele Millionen

18. September 2019 by

Eher zurückhaltend hat der Hagener Haupt- und Finanzausschuss die Idee diskutiert, das Richard-Römer-Lennebad mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Bund-Länder-Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ zu sanieren. (…)

„Da eine Grundsanierung nicht aus Eigenmitteln der Stadt möglich ist, ist dieses Förderprogramm die letzte Chance, das Bad zukunftsfähig zu machen“, betonte CDU-Fraktionschef Stephan Ramrath. Zusammen mit Hans-Dieter Fischer (CDU) und Werner König (SPD) wies er zudem darauf hin, dass es vordringlich darum gehe, die Hagener Kinder alle schwimmfähig zu machen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bereits im Februar 2019 – spät genug – ereilte die Gremien folgende Beschlussvorlage: „Der Rat der Stadt Hagen beauftragt die Verwaltung (…) einen Förderantrag für das Richard-Römer-Lennebad im Förderprogramm des Bund–Länder-Investitionspakts „Soziale Integration im Quartier“ anzumelden.“ Aber, Hagen wäre nicht Hagen: Obwohl seit Jahren über dem Bad das Damokles-Schwert einer Schließung baumelt, wurde die Nummer wieder auf die lange Bank geschoben. Verantwortlich: die Politik.

Selbst nachdem der Kuchen für das laufende Jahr bereits verteilt war (und Hagen nichts abbekommen hatte), beschloss der Rat in der letzten Sitzung vor der üppig bemessenen Sommerpause bei einer einzigen (!) Gegenstimme: „Die Beratung des Tagesordnungspunktes wird (…) vertagt auf die Sitzung des Rates am 26.09.2019.“ So als ob nichts gewesen wäre. Nach hinten ist also nach Ansicht unserer ach so weisen Entscheider auch weiterhin reichlich Luft.

Der fliegende Koffer

18. September 2019 by

Ein Theaterabenteuer von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen mit Musik

Szene mit Anne Schröder und Alexander Daum. Foto: Inka Vogel.

Am Sonntag, 22. September 2019 findet mit Beginn um 11.00 Uhr die Wiederaufnahme von „Der fliegende Koffer“ – Ein Theaterabenteuer von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen mit Musik (ab 2 Jahren) – im Lutz statt.

Was kann eigentlich gut fliegen? Luftballons, Federn, Flugzeuge – klar! Aber was ist mit Gedanken – können die auch fliegen? Und wenn ja, wohin? Und Worte? Und Töne? Kann Lisia fliegen? Sie ist eindeutig zu schwer für den Papierflieger, aber vielleicht kann sie schwerelos werden, so leicht wie die Luft – nur wie soll sie das anstellen? Gute Ratschläge zu ihren Flugversuchen bekommt Lisia von ihren beiden besten Freunden, den Handpuppen Adele und Jan. Denn die beiden können immerhin schon sehr gut tanzen, das ist fast so gut wie fliegen. Und dann ist da noch dieser Herr mit dem lustigen Instrument namens Posaune, das ganz erstaunliche Töne hervorbringt. Kann er Lisia und den Koffer in die Lüfte steigen lassen?

Anja Schöne hat mit „Der fliegende Koffer“ ein Stück für die jüngsten Zuschauer*innen auf die Lutz-Bühne gebracht. Es geht um den Traum vom Fliegen. Schauspielerin Anne Schröder als Lisia wird bei diesem Theaterabenteuer unterstützt von einem Musiker, dem Posaunisten Alexander Daum, und es wird mit Elementen des Puppenspiels gearbeitet. So entsteht ein hautnahes, einfühlsames Bühnenerlebnis, das alle einlädt, dem Traum von Fliegen nachzuspüren und mit in die Lüfte zu steigen. Für die Ausstattung (Bühne und Kostüme) zeichnete Sabine Kreiter verantwortlich, für die Choreographie Jozsef Hajzer. Diese Produktion wurde freundlicherweise von der Werner Ruberg Stiftung unterstützt.

Weitere Vorstellungen: 5.1.; 9.2.; 14.3.2020 (jeweils 11.00 Uhr)

Mobile Vorstellung auf Anfrage buchbar unter: Tel. 02331- 207-3237

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Ein Versagen auf allen Ebenen“

17. September 2019 by

Prof. Annette Elisabeth Töller (FernUniversität) hat untersucht, warum überhaupt mit Dieselfahrverboten zu rechnen ist. Am 1. Oktober hält sie hierzu einen öffentlichen Vortrag.

In Hamburg, Stuttgart und Darmstadt gibt es bereits Dieselfahrverbote, im Oktober folgt Berlin als Nummer 4. In 30 weiteren Städten drohen Fahrverbote, weil die Grenzwerte für Stickstoffdioxid-Emissionen nicht eingehalten werden. Nach einer Berechnung der Europäischen Umweltagentur von 2018 gab es in 2015 in Deutschland 13.000 vorzeitige Todesfälle aufgrund von NO2-Immissionen.

Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller von der FernUniversität in Hagen hat untersucht, warum überhaupt mit Dieselfahrverboten zu rechnen ist. Die Leiterin des Lehrgebiets Politikwissenschaft III: Politikfeldanalyse und Umweltpolitik wird hierzu am 1. Oktober einen öffentlichen Vortrag in der FernUniversität halten. Im Interview erläutert sie einige ihrer Untersuchungsergebnisse.

Frau Prof. Töller, kommen Dieselfahrverbote auf breiter Front?

Prof. Töller: Ich kenne zwar alle bisherigen Gerichtsurteile, aber ich habe keine Glaskugel. Ob weitere Fahrverbote kommen, kann ich wirklich nicht sagen – aber es ist jedenfalls nicht auszuschließen!

Die entsprechenden Klagen der Deutschen Umwelthilfe laufen schon seit 2011, und in allen Fällen haben die Gerichte festgestellt, dass der Luftreinhalteplan des Landes für die jeweilige Stadt nicht ausreicht. Es gibt aber große Unterschiede, wie konkret die Gerichte Fahrverbote als einzige Möglichkeit vorgeschrieben haben und ob diese flächendeckend oder nur streckenbezogen sein müssen.

Nach dem richtungsweisenden Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2018 waren die Urteile klarer in Richtung Fahrverbot. Jedoch ist selbst bei einem so klaren Urteil – wie es jetzt für Köln ergangen ist – nicht sicher, dass auch bald ein Fahrverbot kommt. Erstens hat das OVG Münster die Revision zugelassen. Sollte das Land NRW Revision beim Bundesverwaltungsgericht einlegen, so hätte dies aufschiebende Wirkung. Zweitens kann man Fahrverbote nicht per Knopfdruck verhängen. Vielmehr muss dazu das Land den Luftreinhalteplan für Köln erneut fortschreiben und mit den Fahrverboten auch z.B. Ausnahmeregelungen prüfen, um die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Und drittens gibt es eine Reihe von Städten, darunter München und Düsseldorf, für die schon lange rechtsgültige Urteile vorliegen, die Fahrverbote für notwendig erklären, die gleichwohl immer noch kein Fahrverbot haben. Der Grund ist, dass sich einige Länder – trotz teilweise verhängter Zwangsgelder – bislang erfolgreich geweigert haben, die Gerichtsurteile zu befolgen.

Ist in den letzten Jahren zu wenig passiert?

Definitiv! Man hätte schon lange Maßnahmen beschließen müssen, die etwas bringen, um die Luftqualität zu verbessern. Die europäische Luftqualitätsrichtlinie ist bereits zum Januar 2010 in Kraft getreten. In Deutschland ist die Umsetzung von europäischem Recht aufgrund des Föderalismus immer schwierig.

Der Bund ist zwar verpflichtet, diese europäische Richtlinie umzusetzen, er ist ja auch 2018 zusammen mit anderen EU-Mitgliedern von der Europäischen Kommission verklagt worden, weil die Richtlinie nicht ordentlich umgesetzt wird. Der Bund hat die Grenzwerte in Bundesrecht umgesetzt, ist aber für die Implementation gar nicht zuständig. Hier sind die Länder gefragt, die wiederum unterschiedliche Zuständigkeitsstrukturen haben. In einigen Ländern wie Hessen und Bayern sind es die Umweltministerien, die die Luftreinhaltepläne zur Verbesserung der Luftqualität erarbeiten, in anderen wie in Niedersachsen die Kommunen. In NRW und Baden-Württemberg sind die Bezirksregierungen zuständig. Sie müssen zusammen mit den Städten die Luftreinhaltepläne erarbeiten und beraten, wie man mit sinnvollen Maßnahmen die Emissionen reduzieren kann.

Anfangs hat man das Problem gelinde gesagt ignoriert bzw. angenommen, dass es sich von selbst löst. Jetzt jedoch müssen die Kommunen die mitunter weitreichenden Maßnahmen umsetzen. Bei einigen Maßnahmen, die die Bürgerinnen und Bürger oder die lokale Wirtschaft einschränken, haben sie auch mit erheblichen Widerständen zu kämpfen. Erst 2017 hat der Bund im Rahmen des „Sofortprogramms saubere Luft“ viel Geld für Maßnahmen wie die Elektrifizierung des ÖPNV zur Verfügung gestellt, weil erste Fahrverbote drohten. Erst dann hat man das Problem ernst genommen.

Trotzdem sehen wir immer noch, wie problematisch es ist, vor allem weil die Kommunen einen bestimmten Anteil der Kosten selbst tragen müssen – 10 Prozent und mehr. Und das ist in Zeiten „klammer Haushalte“, gerade in NRW, immer noch „schwer zu stemmen“. Und letztlich brauchen diese Maßnahmen Zeit, um zu wirken, aber die haben wir jetzt nicht mehr.

Wir sehen also ein Versagen auf allen Ebenen!

Gibt es Zusammenhänge zwischen Fahrverboten und Dieselskandal?

Das ist in der Literatur umstritten. Ich sehe keinen direkten Einfluss. Man wusste schon vor dem Skandal sehr genau, dass die Emissionen der Dieselfahrzeuge die Hauptverursacher der Grenzwertüberschreitung bei den Stickstoffdioxid-Immissionen sind. Im Mahnschreiben der EU-Kommission vom Juni 2015 standen z.B. hierzu ganz klare Zahlen. Die ersten Gerichtsverfahren begannen schon 2011, der Dieselskandal erst im Herbst 2015.

Allerdings hat der Dieselskandal die Aufmerksamkeit auf das Problem gelenkt. Vor ihm wurden die nicht eingehaltenen Luftqualitätsgrenzwerte und die hochgradige Gesundheitsschädlichkeit als ein Problem der betroffenen Städte gesehen, seither als gesamtgesellschaftliches und nationales Problem. Und man versteht besser, warum diese Werte einfach nicht eingehalten werden können: Weil die Fahrzeuge eben viel mehr emittieren, als erlaubt ist.

Vortrag am 1. Oktober

Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller gibt auf diese und weitere Fragen am Dienstag, 1. Oktober, von 18 bis 20 Uhr ausführliche Antworten. Ihr Vortrag „Dieselfahrverbote in deutschen Städten. Eine politikwissenschaftliche Ursachensuche“ findet in der Ringvorlesung Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit der FernUniversität im Seminargebäude (Gebäude 3), Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.

Führung im Hohenhof und am Stirnband

17. September 2019 by

Hagener Schätze des Jugendstils

Mittwoch, 18.09.2019 von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr

Tor zum Hohenhof, Fotografie: Willy Moll, Hagen

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk.

Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Anmeldung unter 0 23 31/207 2740. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen. Eintritt: plus Führungsgebühr 9 Euro

Kunst aus Südwestfalen in Hagenring-Galerie

17. September 2019 by

Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler präsentiert sich ab 17. September

11 Aussteller zeigen mit rund 30 Exponaten aktuelle Arbeiten. Sie geben etwas von der Lebendigkeit und Vielfalt der Siegener Kunstszene wieder. Ähnlich wie der HAGENRING gehört die Siegener Gruppe zu den ältesten aktiven Künstlergruppen Deutschlands. Aktuell bereitet sie sich auf ihr 100jähriges Bestehen vor.

Die Bandbreite der Exponate ist groß: Digitale Kunst, Installation, Objekte, Cyanotypien, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Arbeiten zeigen die Vielfalt und Offenheit des Künstlerzusammenschlusses. Folgende Künstler sind mit dabei: Arno Dirlewanger, Helmut Geis, Renate Hahn, Kai-Uwe Körner, Stella Kown-Mockenhaupt, Michael Müller, Bruno Obermann, Ingo Schultze-Schnabl, Susanne Skalski, Stephanie Süßenbach und Kurt Wiesner.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Oktober 2019 in der HAGENRING-Galerie zu sehen.

Die Galerie in der Wippermann-Passage, Eilper Straße 71 – 75, ist dienstags bis freitags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr sowie sonntags von 11:00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Zweirad-Szene strampelt für mehr Radverkehr in Hagen

16. September 2019 by

Hunderte Radfahrer wollen in Hagen am 22. September für einen besseren Radverkehr demonstrieren. Sternförmig radeln sie in die Stadt. (…)

Zwar gebe es in der Stadtplanung mittlerweile einen Verantwortlichen für den Radverkehr und auch ein entsprechendes Konzept – das alleine, so die Demo-Organisatoren, sei aber längst nicht ausreichend. „Die gesamte Politik und die Planung rücken immer wieder den Autoverkehr in den Fokus“, sagt Heidi Wenke, „das ist ein grundsätzlich falscher Ansatz.“ Jüngstes Beispiel sei eine neue Softwaresteuerung, die für einen flüssigeren Autoverkehr auf dem Innenstadtring sorgen solle. „Da werden wieder einmal 70.000 Euro für Autos und Lkw ausgegeben.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die viel beschworene „Mobilitätswende“ steht in Hagen weiterhin nur auf dem Papier. Während, wie im Artikel beschrieben, mal eben 70.000 Euro zur Kfz-Beschleunigung bereitgestellt werden und ein Radweg in Hohenlimburg an drei (!) Stellplätzen scheitert oder in Haspe auf dem kurzen Dienstweg – ohne Beschluss der Politik – Stellplätze für Eltern eingerichtet werden, die meinen, ihre Kinder mit dem SUV zur Schule fahren zu müssen (Hestert) oder, auch in Haspe, von der Bezirks- bzw. (genauer) Brauchtumsvertretung neue Parkflächen in Wohngebieten gefordert werden, sind die Gremien auch nach mittlerweile drei Jahren nicht willens resp. in der Lage, für wenige Hundert Meter auf der Körnerstraße Busspuren zu beschließen.

Idee in Hagen: Hasper Kreisel öffnen, Meister-Platz bebauen

16. September 2019 by

Um dem Hasper Zentrum neue Impulse zu verleihen, denkt Bezirksbürgermeister Thieser unter anderem an eine Bebauung des Ernst-Meister-Platzes. (…)

„Wir müssen deshalb den Fokus unbedingt auf die Mitte richten“, skizziert Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser die vordringlichste politische Herausforderung für die gesamte Hasper Bezirksvertretung, „der Schwerpunkt der künftigen Entwicklung muss auf der Innenstadt liegen.“ Dabei denkt er nicht bloß an eine Bebauung des Ernst-Meister-Platzes, sondern auch an eine Öffnung und Belebung des oft vergessenen Kreisel-Innenhofes. (…)

Die Standortanalyse des Dortmunder Instituts für Raumforschung & Immobilienwirtschaft (IRI) kommt zu dem Ergebnis: „Für die Aufwertung der Hasper Innenstadt ist es erforderlich, den Ernst-Meister-Platz in die Planungen mit aufzunehmen.“

Für das Experten-Team um IRI-Geschäftsführer Michael Heinze und den Wuppertaler Hochschullehrer Prof. Dr. Guido Spars ist der 8000 Quadratmeter große Platz viel zu schade, um ihn ausschließlich als Parkplatz- und Kirmesfläche zu betrachten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Urheber der Idee – darauf muss ausdrücklich hingewiesen werden – ist das IRI und nicht der Anführer der Hasper Brauchtumsvertretung. Für Kirmesfreund Thieser aber ein willkommener Anlass, seine alte Phantasie wieder aufzuwärmen, den Hasper Ennepepark in eine Schotterfläche mit dekorativer Grasoberfläche zu verwandeln, damit dort tonnenschwere Fahrgeschäfte aufgestellt werden können. Die Kosten hierfür wurden bereits vor 6 Jahren mit bis zu einer Dreiviertelmillion Euro veranschlagt; viel Geld für eine Attraktion längst vergangener Zeiten, die mit zunehmendem Tempo dahinsiecht (Siehe: Schiffschaukelbremser).

Bilder von Zeit und Raum

16. September 2019 by

K. R. H. Sonderborg im Emil-Schumacher-Museum Hagen

15. September 2019 bis 9. Februar 2020

K. R. H. Sonderborg, 12.4.66, 16h31 – 17h12, 1966, Eitempera auf Fotokarton über Leinwand, 108 x 70,2 cm, Osthaus Museum Hagen © Galerie Maulberger, 2019

K. R. H. Sonderborg (1923-2008) zählt zu den jungen Künstlern des Informel aus Deutschland, die nach Ende des Naziterrors in den 50er-Jahren neu in die Welt traten. Er fand wie auch Emil Schumacher schnell Anschluss an ein internationales Kunstgeschehen, das für seine Generation zuvor fest verschlossen war.

Sonderborgs markanter Stil einer abstrakt-gestischen Zeichensprache, mal mit figürlichen Anklängen und mal ganz aus der Dynamik des Malprozesses, überzeugte mit komplexer Rhythmik und der Vehemenz des Action Painters. Die Ausstellung mit Leihgaben aus zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen wird nach mehr als 15 Jahren die erste Gelegenheit sein, das Werk Sonderborgs in einer derart umfangreichen Museumsschau neu zu entdecken.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, herausgegeben von Ulrich Schumacher und Rouven Lotz. Mit Vorwort von Ulrich Schumacher sowie Beiträgen von Carolin Weber und Rouven Lotz, Hardcover, 112 Seiten, rund 90 Abbildungen, ISBN: 978-3-86206-778-7, Verlag Kettler, Dortmund. Erhältlich im Museumsshop und unter info@esmh.de . € 29,90 (€ 34,90 im Buchhandel).

GWG zur Stellungnahme verpflichtet

15. September 2019 by

Petitionsausschuss des Landtages NRW tagt zur Sache Abriss des Block 1

Der Petitionsausschuss des Landtages NRW hat beschlossen in der Sache der Petition gegen den Abriss des Block 1 in Hagen Wehringhausen einen offiziellen Anhörungstermin durchzuführen. Die Anhörung findet am 19. September 2019 in den Räumen des Landtages NRW statt und ist nichtöffentlich.

Alle Vertreter der beteiligten Interessensgruppen, auch die Stadt Hagen und die Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft Hagen (GWG), die den Abriss gegen alle Widerstände fortsetzt, sind im Rahmen der Anhörung verpflichtet, Stellung zur Sachlage sowie allen rechtlichen und denkmalhistorischen Bedenken zu nehmen.

Das systematische Schweigen der politisch Verantwortlichen auf Seiten der Stadt Hagen sowie der GWG gegenüber den fundierten Bedenken und Einsprüchen der Hagener Bürger findet somit ein Ende. (…)

Quelle: BlockIsBeautiful

Anmerkung: Mitglied im Petitionsausschuss ist u.a. der frischgekürte Hagener OB-Kandidat der SPD, Wolfgang Jörg.

Top-Jobs bei Enervie in Hagen sind zu vergeben

15. September 2019 by

Wenn am kommenden Montag der Enervie-Aufsichtsrat zusammentrifft, geht es unter Tagesordnungspunkt 3 um einen echten Top-Job im Konzern Stadt Hagen: Enervie-Vorstand Erik Höhne wird der Vertrag bis 31. August 2025 verlängert. Da der neue Kontrakt auch seine Vorstandssprecher-Rolle fixiert, steigt sein Jahresgrundgehalt prompt von bislang 216.000 Euro auf 270.000 Euro. Hinzu kommen erfolgsabhängige, variable Tantieme von weiteren 127.500 Euro, so dass der 52-Jährige bei Erfüllung aller definierten Ziele kräftig an der 400.000-Euro-Schwelle kratzt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Worin besteht die Mehrbelastung eines Sprechers des Vorstands, die 54.000 Euro p.a. rechtfertigt? Aber wir hams ja.

Hagen erwirtschaftet 2019 einen Fünf-Millionen-Überschuss

15. September 2019 by

Nach den bislang vorliegenden Prognosedaten für das Jahr 2019 wird die Stadt Hagen bis zum Jahresende voraussichtlich einen Überschuss von fünf Millionen Euro erwirtschaften. Diese Zahl nannte Kämmerer Christoph Gerbersmann in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss. Ursache sind die weiterhin sprudelnden Gewerbesteuern, die anhaltend niedrigen Zinsen, etwas höhere Schlüsselzuweisungen sowie geringere Kosten der Unterkunft, die die Mehrausgaben bei den Asyl- und Personalaufwendungen sowie bei der Gebäudewirtschaft mehr als kompensieren. (…)

Der städtische Dispo (Kassenkredite) steht aktuell bei einem Minus von 1,007 Milliarden Euro. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Verursacher der Kassenkredite ist inzwischen praktisch ausschließlich der Bund. Siehe dazu nochmal: Der große Raubzug (Der Beitrag gibt den Stand von Mai 2017 wieder).

Schule statt Block 1: Hagens Politik erwartet Transparenz

14. September 2019 by

Auch nach dem Schul-Plan: Politik und Bürger erwarten, enger in die Planungen des „Block-1-“-Areals in Hagen-Wehringhausen eingebunden zu werden. (…)

Der schulpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Friedrich-Wilhelm Geiersbach, kann derweil kaum nachvollziehen, dass nur vier Wochen nach der Abrissentscheidung des Rates bereits im März Neubaupläne für eine neue Schule in der Verwaltung geboren worden seien, ohne dass es bis heute eine konkrete Information der Politik gebe: „Der neue Schulentwicklungsplan, mit dem sich erst abschätzen lässt, was künftig in Hagen tatsächlich gebraucht wird, ist erst für November angekündigt. Oder geht es nach dem Aus für die Discounter-Pläne bloß noch darum, der GWG eine Rendite zu sichern, die sich mit Wohnen nicht mehr erzielen lässt?“ (…)

Und die Grünen ließen zuletzt im Stadtentwicklungsausschuss ebenfalls erkennen, dass sie für das weitere Vorgehen eine deutlich offensivere Informationspolitik seitens der Stadt und der GWG erwarten: „Es wird keinen Deal Stadt/GWG geben“, betonte der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Grünen Fraktion, Hans-Georg Panzer, und erinnerte an die zugesagte offensive Einbindung der Wehringhauser. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die ganze Block-1-Geschichte entpuppt sich immer mehr als Schurkenstück. Die GWG behauptete, nach einer Renovierung des Block müssten Mieten von 8 – 10 Euro pro Quadratmeter erhoben werden, während die von der Stadt aufgekauften gleichaltrigen Häuser in Wehringhausen – ebenfalls nach Renovierung – für einen Quadratmeterpreis von etwas über 5 Euro vermietet werden sollen. Das hätte die Entscheidungsträger im Rat mehrheitlich schon stutzig machen müssen. Hat es aber nicht.

Wenn die von der WPWR verbreiteten Zahlen auch nur halbwegs stimmen sollten, nach denen für die jetzt geplante Schule mit einer Quadratmetermiete von 10,83 Euro kalkuliert wird, während gleichzeitig das stadteigene ehemalige Schulzentrum Wehringhausen für 5 Euro an eine Privatschule vermietet wurde, müssten eigentlich alle Alarmglocken schrillen.

Da reicht es nicht, „auch einmal erklärend unterwegs (zu) sein“, wie Ratsherr Jörg Meier (SPD) verniedlichend meint. Das grenzt geradezu an Volksverdummung. Dessen Ratskollege Hans-Georg Panzer steht ihm dabei in nichts nach. Der (nach Presseangaben) „stadtentwicklungspolitische Sprecher“ der Grünen Fraktion behauptete dreist: „Es wird keinen Deal Stadt/GWG geben“. Panzer bildete zusammen mit seinen Fraktionskollegen Preuß und Riechel jene „grüne“ Dreierbande, die gemeinsam mit CDU, FDP, Hagen Aktiv und AfD die Hindernisse für einen Abriss durch die GWG aus dem Weg geräumt haben (Siehe: Die Liste der Zerstörer). Somit hat Panzer den „Deal“ (bemerkenswert ist auch die Wortwahl á la Trump) selbst mit eingefädelt.

Grüne zur OB-Kandidatur: Programmatik entscheidend

14. September 2019 by

Wolfgang Jörg hat seine Bewerbung um die OB-Kandidatur öffentlich gemacht. Dazu nimmt Rolf Willaredt, Sprecher der Hagener Grünen Stellung:

„Die Kandidatur von Wolfgang Jörg als Hagener Oberbürgermeister und das gleichzeitige Angebot an den Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hagen, ein „Bündnis aufgrund gemeinsamer programmatischer Schnittmengen“ zu schließen, erregen Aufmerksamkeit. Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass Wolfgang Jörg uns Grünen die vermeintlichen Schnittmengen vorstellt, bevor er sie öffentlich verkündet. Solange bleiben sie nur ein einseitiger Wunsch des Kandidaten.

Dennoch: Eine Gegenkandidatur zum agierenden OB ist aus demokratischer Sicht belebend und entspricht den Grünen Grundsätzen. Die Kandidatur von Wolfgang Jörg ist deshalb ein willkommenes basisdemokratisches Prüfangebot. Unsere Mitgliederzahl ist allein in den letzten zwei Jahren um mehr als ein Drittel gewachsen. Den alten und neuen Mitgliedern werden wir deshalb die bestehenden Angebote zur Entscheidung geben. Maßstab ist und bleibt eine möglichst weitgehende Umsetzung grüner Programmatik, um kommunalpolitische Veränderungen mit Vorrang einer sozial ausgewogenen Klimaschutz- und Mobilitätswende herbeizuführen.

Erik O. Schulz hat bereits im Frühjahr die Gelegenheit genutzt, uns sein Angebot vorzustellen; ob Wolfgang Jörgs Verständnis von sozial-ökologischer Politik tatsächlich Schnittmengen mit grüner Programmatik aufweist, wird er uns darlegen müssen.“

Was das „Angebot“ von Erik O. Schulz beinhaltet und ob dieses „Schnittmengen mit grüner Programmatik aufweist“, haben die Grünen allerdings bis heute nicht bekannt gegeben. Zur Erinnerung: Im Vorfeld der Kommunalwahl 2014 hatten die Grünen zwar eine Unterstützung des damaligen OB-Bewerbers Schulz angekündigt, eine Koalition mit den übrigen Befürwortern dieser Kandidatur aber ausdrücklich ausgeschlossen. Bekanntlich kam es dann ganz anders.

Digitalpakt Schule: 12 Millionen Euro für Hagen

14. September 2019 by

Das Landeskabinett hat die Förderrichtlinie für den Digitalpakt Schule gebilligt und damit den Weg frei gemacht für die Auszahlung der Fördermittel an die Schulen in NRW in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Gut 12 Millionen Euro entfallen auf die Stadt Hagen.

Schulministerin Yvonne Gebauer erklärte, dass die dringend erforderliche Unterstützung bei der Digitalisierung der Schulen nun Wirklichkeit werde: „Digitale Medien können das Lernen und Lehren in unseren Schulen verbessern. Dafür müssen wir unsere Schulen mit moderner Technik ausstatten. Der Digitalpakt Schule gibt uns den nötigen Rückenwind, um unsere Schulen ins digitale 21. Jahrhundert zu führen.“

Zeitgleich zur Umsetzung des Digitalpakts treibt die Landesregierung im Rahmen des GigabitMasterplans.NRW den Ausbau flächendeckender gigabitfähiger Netze voran. Bis Ende 2022 sollen alle Schulen und Gewerbegebiete angeschlossen sein.

Alle Schulträger erhalten ein Förderbudget, das bei der Antragstellung zu berücksichtigen ist. Antragsberechtigt sind die Träger von öffentlichen Schulen und von privaten Ersatzschulen. Bei Kreisen, kreisfreien Städten, kreisangehörigen Städten und Gemeinden wird das Förderbudget zu 75 Prozent nach der Schülerzahl und zu 25 Prozent nach der Schlüsselzuweisung im Gemeindefinanzierungsgesetz zugewiesen. Damit findet auch die unterschiedliche Finanzkraft der Kommunen Berücksichtigung.

Mit den Fördermitteln aus dem Digitalpakt Schule können Investitionen in die IT-Infrastruktur einer Schule getätigt werden. Die Zuwendung erfolgt in Form einer Projektförderung in Höhe von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Der Eigenanteil der Schulträger beträgt 10 Prozent.

Politiker lehnen Einführung der Biotonne in Hagen ab

14. September 2019 by

Obwohl die Bezirksregierung Arnsberg Druck ausübt: Die Hagener Politik spricht sich gegen einen Feldversuch zur Einführung der Biotonne aus. (…)

Quelle: wp.de

„Pigor singt – Benedikt Eichhorn muss begleiten“

14. September 2019 by

Eröffnung der Kabarett-Reihe im Theater Hagen

Die beliebte Kabarett-Reihe im Theater Hagen wird am 20. September 2019 (19.30 Uhr, Großes Haus) mit „Pigor singt – Benedikt Eichhorn muss begleiten – Vol. 9“ eröffnet.

Entertainment auf höchster Intelligenz-Stufe: Bösartigkeiten, Gemeinheiten, intelligent getextet und brillant vorgetragen, musikalisch voll auf der Höhe der Zeit. Großstadtsongs voller existentieller Wehleidigkeit, eleganter Zynismen und schwüler erotischer Phantasien: eines der innovativsten Autoren-Teams im Bereich des neuen deutschen Chansons. Pigor & Eichhorn tun, was andere nur behaupten: sich immer wieder neu erfinden (Foto: Thomas Nitz).

Das Duo wurde vielfach ausgezeichnet. Wegen dieser speziellen und unverwechselbaren Mischung aus Provokation und Lust am Neuen, aus ungewöhnlicher Virtuosität in Texten und Musik, aus präziser Beobachtung und gnadenloser Kommentierung des Zeitgeistes. Und wegen des SalonHipHop. Den sie erfanden und immer weiter entwickeln. Und der eine ganze Generation neuer Chansonsänger und Musikpoeten dazu brachte, diese Lieder nachzusingen, denn cool geswingte Tagespolitik, schmelzend gesungene Alltagsidiotie und brüllend gerappte Nachrichtenthemen sind selten so feinsinnig, brachial und urkomisch zugleich dargereicht worden.

Volumen 9: Das neue Programm der beiden Kleinkunst-Grandseigneurs beinhaltet neben glänzenden Neuigkeiten die schönsten Perlen aus der Chansons des Monats-Reihe, die sie regelmäßig auf SWR2 und Deutschlandfunk präsentieren.

Wer irgendwann seinen Enkeln erzählen will wie das Musikkabarett im Jahr 2019 so gewesen ist, muss Pigor & Eichhorn erlebt haben!

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Missachtung demokratischer Grundprinzipien“

13. September 2019 by

Wehringhauser Block-Abriss: Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Hagen

Mit Betroffenheit und Verärgerung müssen wir feststellen, dass bewusst und vorsätzlich mit dem Abriss des Baublock 1 Fakten geschaffen wurden, um die Vorschläge der Bürger zu ignorieren und eine inhaltliche Diskussion immer wieder zu verhindern.

Da Ihnen bekannt war, dass die Bürger sich als Petenten an den Landtag gewandt haben, haben Sie als Vertreter aller Hagen Bürger bewusst nicht Ihre Möglichkeiten genutzt, um die erteilte Abrissgenehmigung auszusetzen und erst später nach Vorliegen der neuen Planungsüberlegungen, ggf. den Abriss der Gebäude dann zu vollziehen, wenn für die geplante Kita und die Schule die Gebäude tatsächlich weichen müssen. Mit diesem Vorgehen werden die Rechte der Bürger umgangen, um die Petition bewusst ins Leere laufen zu lassen.

Dies ist auch dadurch nachzuvollziehen, dass die Rechte der Bürger nach § 24 Gemeindeordnung ignoriert werden. Wir hatten rechtzeitig für die letzte Sitzung am 28.8. des Ausschusses für Beschwerden und Anregungen Vorschläge unterbreitet, wie Ihr Vorschlag ein Bildungsquartier zu realisieren mit Beteiligung der Bürger und des Lenkungskreises der “Sozialen Stadt“ realisiert werden könnte.

Die Vorschläge wurden nicht beraten, da Sie offensichtlich nicht den Interessen der GWG entsprachen. Eine Begründung für dieses Verhalten erhielten wir bis heute nicht. Der § 24 der GO hat das Ziel, den Bürgern zu ermöglichen, sich direkt und unmittelbar an den Rat zu wenden.

Wir erwarten, dass Sie nunmehr endlich mit der GWG Gespräche führen, um eine Vereinbarung vor der Anhörung des Petitionsausschusses zu erreichen, dass der Abbruch zunächst mit folgenden Maßgaben ausgesetzt wird:

  • Die von der Denkmalpflege als erhaltenswert eingestufte Häusergruppe an der Lange Str. bleibt zunächst stehen. Ebenso die Häuser an der Gustavstr. einschließlich des Eckhauses an der Minervastr.
  • Der restliche Abbruch wird dann fortgesetzt, wenn das Ergebnis der weiteren Planungsüberlegungen vorliegt.

Wir haben vorgeschlagen:

  • Für das neue Konzept sind mehrere Alternativen zu erarbeiten. Diese werden in einem offenen Beteiligungsverfahren erörtert, damit der Rat nach der Beteiligung eine Entscheidung treffen kann.
  • Die Bürgerbeteiligung wird von der Stadt durchgeführt und keinesfalls von der GWG.

Vertrauen ist ein hohes Gut. Man kann sich nicht auf die Baukultur der Stadt im Zusammenhang mit dem Hagener Impuls berufen und sich als Wiege des Bauhauses feiern lassen. Wesentlicher Teil der Baukultur ist der Umgang mit der Stadt.

Einen gesamten Baublock mit 130 Wohnungen in einem solchen Stadtquartier (Soziale Stadt Wehringhausen!) abzureißen ohne Alternativen mit den Bürgern erörtern zu wollen, ist eine Missachtung demokratischer Grundprinzipien und des Engagements der Zivilgesellschaft. Man kann nicht im ISEK Verfahren die Wichtigkeit der Beteiligung der Bürger immer wieder betonen und dann im konkreten Fall massiv die Beteiligung verhindern.

Wir hoffen, dass Sie nun endlich handeln, um den Schaden, der bei den engagierten Bürgern in Wehringhausen entstanden ist, zu begrenzen.

Initiativkreis Wehringhausen + WIR IN WEHRINGHAUSEN e.V Händler und Handwerkergemeinschaft

Klimanotfall Hagen: Aktivisten wollen Druck hoch halten

13. September 2019 by

Mit der Entscheidung, den Klimanotfall für Hagen auszurufen, ist die Fridays-for-Future-Bewegung zufrieden. Den Druck will sie weiter hoch halten. (…)

Ob Klima-Notfall oder Klima-Notstand – für Fridays for Future sind das nur semantische Spitzfindigkeiten. „Für welche Formulierung man sich entscheidet, ist uns eigentlich egal“, sagt Janne Rosenbaum. „Wichtiger sind uns die Inhalte. Und da haben wir durch den Beschluss im Umweltausschuss weit mehr erreicht, als es in der Vorlage der Verwaltung stand.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Verwaltungsvorlage war tatsächlich an Dummdreistigkeit kaum zu überbieten. Siehe dazu nochmal: Märchen erzählen – Bürokratie entwickeln. Ein Preis für fast nichts und Schall und Rauch – OB-Etage will Fridays-for-Future über den Tisch ziehen.

Hohenlimburg: Krippner tritt von SPD-Fraktionsspitze zurück

13. September 2019 by

Mark Krippner tritt als Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung zurück. Den Posten übernimmt mit sofortiger Wirkung sein Bruder Stefan. Für Mark Krippner, der auch stellvertretender Bezirksbürgermeister von Hohenlimburg ist, eine Erleichterung, wie er sagt. „Die beiden Ämter beißen sich – auf der einen Seite ist man in der Opposition, auf der anderen Seite ein Teil der Verwaltung.“ Deshalb habe er den Posten schon damals eher unfreiwillig angenommen. (…)

Quelle: wp.de

100 Jahre VHS – Lange Nacht der Volkshochschulen

13. September 2019 by

Bunt, fröhlich und kommunikativ – so wird am Freitag, 20. September, von 16 Uhr bis Mitternacht rund um die Villa Post gefeiert. In Hagen, sowie bundesweit, startet die Lange Nacht der Volkshochschulen anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Bildungseinrichtung.

Das Jahr 1919 setzt den Grundstein für die Entwicklung der Weiterbildung in öffentlicher Verantwortung, die seither konstituierend ist für Volkshochschulen: Artikel 148 der Weimarer Verfassung forderte alle staatlichen Ebenen dazu auf, das Volksbildungswesen einschließlich der Volkshochschulen zu fördern. Die Weiterbildung erhielt damit erstmals Verfassungsrang und wurde zum integralen Bestandteil des öffentlichen Bildungssystems. Als eine der ersten Städte mit einer Volkshochschule war auch Hagen dabei.

Bereits um 15 Uhr nimmt Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff alle Interessierten mit auf einen kostenlosen Stadtteilrundgang rund um den Bodelschwinghplatz. Treffpunkt ist vor der Villa Post. Das Fest an der Bühne im Park der Villa Post beginnt um 16 Uhr mit Kaffee und Geburtstagskuchen sowie einem Grußwort des Oberbürgermeisters Erik O. Schulz. Anschließend startet das abwechslungsreiche Programm mit Musik des Bläserensembles der Max-Reger-Musikschule.

Weiter geht es um 18 Uhr mit einer preisgekrönten Wissenschafts-Show, die Klein und Groß begeistert. Wenn die „Physikanten & Co.“ die Welt erklären, erscheinen physikalische Phänomene wie Magie: Ein Laserstrahl wird zum elektrischen Bass, riesige Rauch-Wirbelringe lassen selbst Harry Potters Patronus blass aussehen. Seit 18 Jahren beweisen die Physikanten, dass die perfekte Symbiose aus Entertainment und Naturwissenschaft gelingen kann. Wenn sie die Bühne betreten, wird Physik so glamourös wie ein Abend im Varieté, so witzig wie eine Comedy-Show und so packend wie ein Fußballendspiel. Fässer implodieren mit einem gewaltigen Knall, riesige Rauchringe fliegen durch die Luft und Gase verzerren die Stimmen der Darsteller bis zur Unkenntlichkeit. Mit ihren faszinierenden und verblüffenden Experimenten bringen die Physikanten die Zuschauer immer wieder zum Schmunzeln, Staunen, Lachen und Tüfteln.

Um 19.30 Uhr präsentiert sich die Hagener Kultband Daltons Orckestrar, wie gewohnt witzig und unterhaltsam. Beim MitSingDing mit Stefan Nussbaum ab 20.30 Uhr können alle Gäste stimmlich ihr Bestes geben. Es werden gemeinsam mit allen Besuchern des Abends bekannte Lieder aus den letzten 100 Jahren gesungen, unterstützt von Luisa Ortu und dem Chor der VHS.

Mit Beginn der Dunkelheit beginnen Villa und Park in einer imposanten Lichtinszenierung zu strahlen und werden so zum Leuchtturm in Wehringhausen. Damit sind Haus und Gelände bereits optisch ein Fest-Ort und leuchtender Anziehungspunkt der Langen Nacht.

Zahlreiche Kooperationspartner der VHS unterstützen die Jubiläumsfeier. Die Deutsch-Französische und Deutsch-Finnische Gesellschaft bieten an verschiedenen Ständen landestypische Köstlichkeiten und Spiele an. Von Boule über Gummistiefelweitwurf ist alles dabei. Kopterflüge, Tipps zur Imkerei und vieles mehr werden geboten.

In der Villa zeigt eine kleine historische Ausstellung des Stadtmuseums Hagen Fotos und Dokumente aus dem Hagen der 1920er Jahre. Eine weitere Ausstellung, die in Kooperation mit dem Werkhof entstand, zeigt gut erhaltene, wiederaufgearbeitete und recycelte Möbel aus den vergangenen Jahrzehnten. Freunde klassischer Musik können sich um 19 Uhr im ehemaligen Musikzimmer der Villa Post vom Ensemble Consort für Alte Musik verzaubern lassen.

Den krönenden Abschluss der VHS-Geburtstagsparty bildet nach 22 Uhr ein Konzert der Band Josh & The Blackbirds. Mit diesem Auftritt zum Mitsingen und Tanzen geht das Fest, das man nur alle 100 Jahre erleben kann, zu Ende.

Theater: Werkstattgespräch und Offene Probe

13. September 2019 by

Die Eröffnungspremiere der Spielzeit 2019/20 im Theater Hagen im Großen Haus präsentiert die Oper „Cardillac“ von Paul Hindemith (Premiere: 21.9.2019, 19.30 Uhr).

Wer sich im Vorfeld über dieses spannende Werk und dessen Umsetzung auf der Hagener Bühne informieren will ist herzlich eingeladen, die Einführungsveranstaltung dazu unter dem Titel „Werkstatt-Probe“ am 16. September 2019 im Theater Hagen zu besuchen. Diese beginnt um 18.15 Uhr im Theatercafé mit einer Einführung in diese Oper und einem Gespräch über die Inszenierung, Ausstattung und Musik. Auskünfte geben Mitglieder des Produktionsteams – Moderation: Intendant und Dramaturg Francis Hüsers. Anschließend können die Besucher erste Live-Eindrücke beim Probenbesuch im Großen Haus gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

Stadt Hagen wird den Klimanotfall ausrufen

12. September 2019 by

Hagen wird den Klimanotfall ausrufen und den Forderungen der Fridays-for-Future-Bewegung folgen. Das hat der Umweltausschuss beschlossen. (…)

Quelle: wp.de

Überstunden-Ärger: Kritik am Hagener Feuerwehrchef

12. September 2019 by

Rund die Hälfte der Hagener Berufsfeuerwehrleute fordert, dass Überstunden eins zu eins bezahlt werden. Schichten seien regelmäßig unterbesetzt. (…)

Quelle: wp.de

Tiere haben endgültig die Nase voll

12. September 2019 by

Wiederaufnahme von „Die große KlimaKonferenz der Tiere“ im Lutz

Szene aus der Produktion mit Stefan Merten und Helen Rademacher. Foto: Klaus Lefebvre.

Die Wiederaufnahme von „Die große KlimaKonferenz der Tiere“ – eine mobile TheaterUmweltKonferenz von Anja Schöne – findet am 15. September 2019 mit Beginn um 15 Uhr im Lutz statt. Diese Produktion ist für junge Menschen ab 8 Jahren gedacht sowie für die Klassen 3-6.

Als mobile Produktion kann dieses Stück für Aufführungen in Schul- sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen gebucht werden (unter Tel. 02331-207-3237).

Worum geht’s? Die Tiere haben endgültig die Nase voll: Alle leiden unter den Folgen der Umweltverschmutzung. Doch anstatt etwas dagegen zu tun, halten die Menschen eine ergebnislose Konferenz nach der nächsten ab. Nun nehmen die Tiere selbst das Heft in die Hand, treffen sich zu einer großen KlimaKonferenz der Tiere bei Löwenkönig Luis und planen weltweite Aktionen zur Rettung unseres Planeten. Und die Kinder holen sie dazu selbstverständlich mit ins Boot. Im Auftrag der Tiere reisen zwei junge Menschen nun durchs Land und erarbeiten gemeinsam mit den Zuschauern ganz einfache Maßnahmen, die jeder im Alltag umsetzen kann, um unseren Planeten nicht weiter zu schädigen.

Ein gleichermaßen unterhaltsamer, aufregender und informativer Theaterspaß, bei dem alle ganz spielerisch entdecken, wie jeder etwas für unsere Welt tun kann.

In der Inszenierung von Anja Schöne und mit Musik von Jana Reiß spielen und singen Helen Rademacher und Stefan Merten.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777, sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Klima-Aktivisten in Hagen: Fünf klare Forderungen an Politik

12. September 2019 by

Der Abend hatte einen positiven und einen ziemlich ernüchternden Aspekt. Positiv ist, dass die Mitstreiter der Bewegung „Fridays for future“ in Hagen und die Mitglieder des Stadtrates sich im Ratssaal zu einer wichtigen und gemeinsamen Diskussion eingefunden hatten. Sehr ernüchternd aus Zuhörersicht muss man beschreiben, dass die jungen Menschen gleich mehrfach zwei der auch abseits der Veranstaltung wohl meistgesagten Sätze der Hagener Verwaltungsspitze zu hören bekamen. Erstens: „Das liegt nicht in den Händen der Stadt Hagen, sondern muss auf Landes- und Bundesebene angegangen werden.“ Und zweitens: „Wenn wir das machen, was macht das dann mit der finanziellen Situation der Stadt Hagen?“ (…)

Die Klimakämpfer hinterließen der Politik der Verwaltung in einem knackigen Vortrag fünf Forderungen: 1. Klimaschutz muss oberste Priorität in Rat und Verwaltung haben. 2. Es muss ein Masterplan „100 Prozent“ Klimaneutralität“ bis 2035 in Hagen her. 3. Vorrang dem Umweltverbund und Einführung eines 365-Euro-Tickets im ÖPNV. 4. Jährliche Überprüfung der CO2-Emmissionen pro Kopf in Hagen. Und 5. Ausrufung des Klimanotstandes in Hagen. Die Forderungen wurden wissenschaftlich unterfüttert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es wird immer klarer, dass sowohl die Verwaltung als auch die Politik überhaupt keine Veränderungen beim Klimaschutz anstreben, sondern nur versuchen, einen Trend zu kanalisieren und anschließend zu kanibalisieren. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, reicht es im Grunde aus, sich die teilweise abstrusen Vorschläge aus dem politischen Raum (Mooswände und Ventilatoren zur Verdünnung das Abgasgifte als Schnapsideen von CDU und FDP) einerseits und die aktuelle Verwaltungsvorlage zum Thema (siehe: Schall und Rauch – OB-Etage will Fridays-for-Future über den Tisch ziehen) zu Gemüte zu führen.

Ernsthafte Anstrengungen zur Verbesserung der finanziellen Situation Hagens (und anderer Kommunen) sind aus dem Rathaus ebenfalls zu keinem Zeitpunkt unternommen worden. Seit mehr als 10 Jahren Appelle verfassen und fürs Foto Pappschilder hochzuhalten, haben sich als Aktiönchen herausgestellt, die dem Wahlvolk vorgaukeln sollen: Wir tun doch was (Siehe z.B.: Noch ’ne Resolution und Aktionsbündnis will jetzt vom Bund Taten sehen – Hagener Stadtspitze hüllt sich in Schweigen). De facto haben sich unsere Lokalgrößen dem Berliner Diktat der Schwarzen Nullen bedingungslos unterworfen (Siehe: Der große Raubzug).

Dazu siehe auch:

Hagen und der Umweltschutz: Nur Konzepte ohne Wirkung

Mein persönlicher Eindruck vom Event „Klimakämpfer treffen Verwaltung und Politik“? Es war Entlarvung pur. Während die Verwaltung erklären wollte, was in Hagen schon alles auf den Weg gebracht wurde, wurde mehr und mehr klar, dass diese Stadt sich von einem effektfreien Konzept zum anderen hangelt und so gut wie nichts bewirkt. (…)

Quelle: wp.de

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„Verkehrswende“ aus Sicht der Hasper Bezirksvertretung

12. September 2019 by

VCD Hagen zum sogenannten „Parkdruck“:

So, das ist also die von Politikern aller Parteien beschworene Mobilitäts- oder Verkehrswende aus Sicht der Hasper Bezirksvertretung: neue zusätzliche Auto-Parkplätze für Hasper Wohnquartiere.

Argumentiert wird mit dem sogenannten ‚Parkdruck‘ durch die hohe – angeblich nicht zu ändernde – Autoquote in diesen Bereichen, die offensichtlich dazu führt, dass Fahrzeuge so geparkt werden, dass sie Fußgänger, Kinder, Polizei und Feuerwehr behindern. Statt also diese Ordnungswidrigkeiten konsequent zu ahnden, will die Hasper Politik ihnen damit begegnen, dass sie ein besseres Angebot schafft.

Dazu ist zu sagen, dass Autofahrer in der Regel keine auch nur wenig längere Fußwege zu ihrem Fahrzeug akzeptieren; stattdessen eher auf Fußwegen parken, was sich an vielen Stellen im Stadtgebiet beobachten lässt. Stellpätze abseits der Wohnstraßen werden also wohl kaum die Situation dort entspannen.

Außerdem erscheint der Umgang mit verkehrswidrigem Verhalten bizarr: Niemand käme wohl auf die Idee, z.B. Schwarzfahrern das Leben zu erleichtern, indem – wegen des Portemonnaie-Drucks – die Fahrpreise gesenkt werden; oder aber Rasern entgegen zu kommen, indem – wegen des Pedaldrucks – höhere Geschwindigkeiten zugelassen werden.

Jeder Verkehrsplaner weiß, dass man dem Parkdruck nur mit der Verknappung (Verteuerung) von Parkraum wirksam begegnen kann. Wie wär’s also mal mit einer Parkraumbewirtschaftung, die ihren Namen wirklich verdient und die wahren Kosten des Autoverkehrs widerspiegelt, z.B. durch Abschaffung des kostenlosen Parken im öffentlichen Raum durch eine Anwohner-Parkregelung, die den Wert eines Abstellplatzes abbildet?!

Gutachten: Amprion-Stromtrasse durch Südwestfalen unnötig

12. September 2019 by

Die Amprion-Leitung, die über Herdecke, Hagen, den Kreis Olpe und das Siegerland führen soll, wird nicht gebraucht. Das sagt ein Gutachter. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Gutachter, Lorenz Jarass, ist ein mittlerweile emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften. Er studierte in den Jahren 1970–1975 an der Universität Regensburg Betriebswirtschaftslehre (Abschluss als Diplom-Kaufmann), danach 1975–1976 an der Stanford University (Abschluss als Master of Science). Die anschließende Dissertation (1976–1980) hatte das Thema „Strom aus Wind: Integration einer erneuerbaren Energiequelle“ und wurde mit Summa cum Laude bewertet.

2.000 Besucher beim Hagener Denkmaltag

12. September 2019 by

OB Erik O. Schulz wollten nur Wenige hören

Ina Hanemann, Leiterin der Denkmalbehörde, präsentiert einen bei den Ausgrabungen auf dem Außengelände des Hohenhofs gefundenen Ziegelstein. (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen)

Mit diesem Ansturm haben die Veranstalter des Tag des offenen Denkmals nicht gerechnet: Mit rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern gilt der Hagener Denkmaltag 2019 als der erfolgreichste der letzten Jahre. Zur offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Baudezernent Hennig Keune am Sonntagvormittag (8. September) hatten sich dagegen nur 100 Besucher am Hohenhof eingefunden. Doch den großen Erfolg der Veranstaltung mindert ein Diebstahl auf dem Gelände des Hohenhofs.

Ein bei den Ausgrabungen auf dem Außengelände gefundener historischer Ziegelstein ist während einer der Führungen entwendet worden. Es handelt sich dabei um einen archäologischen Fund, der dem Land Nordrhein-Westfalen gehört. Seine Entwendung ist daher als Straftat zu bewerten. Zudem gilt das Verschwinden des Ziegelsteins als Verlust für die Archäologie und für die bisher sehr erfolgreichen Maßnahmen im Außengelände des Hohenhofs. Womöglich war sich die Person, die den Ziegelstein mitgenommen hat, dessen nicht bewusst. Die Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadtarchäologie Hagen fordern daher zu einer anonymen Rückgabe des Ziegelsteins bei der Denkmalbehörde der Stadt Hagen im Rathaus auf.

Insgesamt spiegeln die Besucherzahlen das große Interesse an den Kulturdenkmälern der Stadt und das eher geringe an den Ansprachen des Oberbürgermeisters wider. Insbesondere der Hohenhof besitzt nach wie vor eine besondere Anziehungskraft und sorgt für Begeisterung bei den Besucherinnen und Besuchern.

Ina Hanemann, Leiterin der Denkmalbehörde Hagen, Dr. Birgit Schulte vom Osthaus Museum und Miriam Weber aus dem Architektenbüro Spital-Frenking+Schwarz aus Dortmund haben bis zum Nachmittag durchgängig Führungen durch das Gebäude gegeben. Parallel dazu gab es Gelegenheit, sich im Theaterzimmer des Hohenhof einen Film des LWL zu Karl-Ernst Osthaus und zur Geschichte des Hohenhofs anzusehen oder das ehemalige Wohnhaus der Familie Osthaus zu entdecken. Außerdem haben Dr. Eva Cichy von der LWL-Archäologie und Landschaftsarchitektin Susanne Weisser den ganzen Nachmittag Führungen durch den Garten zu den gartenarchäologischen und gartendenkmalpflegerischen Maßnahmen gegeben.

Nicht nur am Hohenhof war die Resonanz enorm, sondern auch das ehemalige Kesselhaus auf dem Elbersgelände und das ehemalige Umspannwerk in Haspe waren gut besucht. Am Umspannwerk berichteten Zeitzeugen und ein Film über die Zeiten, in denen das Werk noch aktiv war und eine Bahn durch das idyllische Tal Richtung Breckerfeld fuhr. Die von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff angebotene Busrundfahrt durch das Stadtgebiet war restlos ausgebucht.


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