Hagener Regisseur: „Er muss gefährlich sein, aber sexy“

23. Juli 2016 by

Der Hagener Regisseur Jan Philipp Gloger im Interview über seine Inszenierung von Wagners „Fliegendem Holländer“ und die Werkstatt Bayreuth. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Gloger war einer der Unterzeichner des Offenen Briefs zur Lage des Theaters Hagen.

Sinn-Leffers-Zentrale: Ein Drittel der Verbliebenen soll gehen

23. Juli 2016 by

Von einstmals 120 Mitarbeitern (Stand Januar 2013) der Sinn-Leffers-Zentrale in Bathey sind heute noch 29 Beschäftigte übrig. Die wenigen Verbliebenen müssen um ihren Arbeitsplatz bangen: Das Hagener Bekleidungsunternehmen, das seit drei Jahren zum Nürnberger Modekonzern Wöhrl gehört, hat bei der Bundesagentur für Arbeit eine „Anzeige auf Massenentlassung“ eingereicht. (…)

Quelle: DerWesten

Modehaus Boecker schließt Filiale in Hagen

23. Juli 2016 by

Das Modehaus Boecker in der Volme-Galerie in Hagen wird offensichtlich geschlossen. Es ist eine Folge der Steilmann-Insolvenz. (…)

Quelle: DerWesten

Stimmen und Stimmungen beim Freitagsgebet in Hagen

23. Juli 2016 by

Eine Moschee, die unter Kontrolle der DITIB steht und von oben mit Sprechverbot belegt wurde, eingeschüchtert wirkende Kurden und zwei Fans des neuen Sultans, die meinen: „Er ist der beste Mensch der Welt“.

Quelle: WDR (Video) Verfügbar bis 29.07.2016

Der Chef kocht selbst

22. Juli 2016 by

Osthaus-Kunst-Menü angerichtet

Bereits im Vorjahr war es der Null-Kalorien-Leckerbissen für die Mittagspause. Daher gilt auch in diesem Sommer für Hagen: Es ist angerichtet – im Osthaus Museum Hagen. Für ganze zwei Euro bekommt der Museumsgast ein kalorienfreies Kunstmenü in vielen Gängen und mit einer kräftigen Bilderfülle.

Von jetzt ab bis zum 2. September heißt es jeweils dienstags bis freitags zwischen 12.00 und 13.30 Uhr im Osthaus Museum „Guten Appetit“. Für eine leckere und preiswerte Zusammenstellung des Kunstmenüs garantiert der Museums-Chef Dr. Tayfun Belgin mit ca. 1000 Ausstellungsstücken persönlich. Auch wer nicht nach Kunst hungert, ist herzlich eingeladen zu schnuppern. Bekanntlich kommt der Appetit beim Essen.

Info: Osthaus-Museum

Sommerausgabe der Seniorenzeitung erschienen

22. Juli 2016 by

Die Sommerausgabe der Seniorenzeitung Junges Altes Hagen ist erschienen. Themenschwerpunkt ist ein Blick in die Geschichte des St.-Marien-Hospitals und ein Ausblick auf mögliche Folgenutzungen für das Gelände in bester Innenstadtlage. Im Prominenteninterview erzählen Inge und Klaus Ehlers über ihr jahrzehntelanges Wirken für gerechte Verhältnisse auf dieser Welt – eng verknüpft mit dem AllerWeltHaus, das in diesem Jahr 40 Jahre alt geworden ist.

Zum aktuellen Stand des Streits um die Beförderung von E-Scootern in Bussen, Erinnerungen an die Stadtgärtnerei auf dem Kratzkopf, Sportaktivitäten von Jung und Alt, Lesetipps und Musik als vielseitiges Hobby – all das und mehr ist in der vorliegenden Ausgabe zu finden. Das Redaktionsteam hat sich wieder alle Mühe gegeben, einen interessanten Mix herzustellen. Bestandteil der Zeitung ist außerdem ein umfangreicher Veranstaltungskalender für Seniorinnen und Senioren.

Die Zeitungen liegen aus im Sozialen Rathaus am Bahnhof, in den Bürgerämtern, der Freiwilligenzentrale, Begegnungsstätten, Apotheken, Arztpraxen – überall dort, wo die ehrenamtlichen Boten die Zeitung anliefern. Das Redaktions-Team sucht noch Menschen, die ehrenamtlich Zeitungen anliefern können. Das nächste Treffen ist am Mittwoch, dem 10. August, um 10 Uhr im Sozialen Rathaus am Bahnhof, Raum D 123.

Immer mehr prekäre Jobs

21. Juli 2016 by

Zeitarbeit, Befristung, Minijob: Atypische Arbeitsverhältnisse in Hagen nehmen zu

Jeder vierte Erwerbstätige in Hagen arbeitet in einem sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnis. Hierzu zählen zum Beispiel Minijobs, befristete Stellen und Zeitarbeit. Im vergangenen Jahr ist diese Quote um weitere 2,8 Prozentpunkte gestiegen, zeigt eine Erhebung des Statistischen Landesamtes.

Die Zahl der regulären Arbeitsverhältnisse, darunter fallen für die Statistiker schon mehr als 20 Wochenstunden, und der Selbstständigen ist dagegen rückläufig.

Rund 54.000 Menschen in Hagen haben demnach ein reguläres Arbeitsverhältnis. Das sind 66,7 Prozent der sogenannten Kernerwerbstätigen, also Menschen zwischen 15 und 64 Jahren, die sich nicht in einer Ausbildung befinden. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 67,4 Prozent. Die Zahl der Selbstständigen sank von 8.000 auf nur noch 7.000. Das sind noch 1,6 Prozent aller Erwerbstätigen.

Landesweit hat sich die Zahl der atypischen Beschäftigten seit 1991 fast verdoppelt. Betroffen sind hier in mehr als 70 Prozent aller Fälle Frauen.

Hagen bekommt voraussichtlich 165 Mio. Euro

21. Juli 2016 by

Mit rund 10,5 Milliarden Euro wird die nordrhein-westfälische Landesregierung 2017 wieder die Städte, Gemeinden und Kreise unterstützen. Am Mittwoch legte das NRW-Innenministerium die erste Berechnung für das Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) für 2017 vor.

Diese entstand in Zusammenarbeit mit den drei kommunalen Spitzenverbänden des Landes Nordrhein-Westfalen (Städtetag, Landkreistag, Städte- und Gemeindebund). Die Zahlen sollen den Kommunen eine frühzeitige Orientierung für ihre Haushaltsplanungen ermöglichen und basieren auf den derzeitigen Einnahmeerwartungen des Landes nach der Mai-Steuerschätzung für 2016.

Dazu erklären die Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg und Hubertus Kramer:

„Hagen erhält 2017 voraussichtlich Zuweisungen in Höhe von insgesamt 165 Mio. Euro. Das sind 10,7 Mio. Euro und damit 7,0 Prozent mehr als im Vorjahr. In diesem Betrag enthaltenen sind Schlüsselzuweisungen, für die im Jahr 2017 ein Betrag von 149 Mio. Euro vorgesehen ist. Die Steuerkraft von Hagen steigt um 3,2 Mio. Euro auf 171,9 Mio. Euro.“

Nach Ansicht der Landtagsabgeordneten zeige die neue Berechnung, dass die Unterstützung der Kommunen durch das Land weiterhin allerhöchste Priorität habe. Die rot-grüne Regierung setze damit den seit ihrer Regierungsübernahme im Jahr 2010 eingeschlagenen Kurs kontinuierlich fort.

Bürger für Hohenlimburg erhalten keine Hilfe aus Arnsberg

21. Juli 2016 by

Keine Hilfe aus Arnsberg erhalten vorerst die Bürger für Hohenlimburg (BfHo) bei ihrem Versuch, die Bezirksvertretung Hohenlimburg angemessen an Entscheidungsprozessen um die Ausweisung von Windenergieanlagen-Konzentrationszonen zu beteiligen. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Die Bezirksvertretungen sind in der Praxis – leider – nur ein demokratisches Deckmäntelchen. Die Kosten dieser Veranstaltungen übersteigen die Haushaltsmittel, über die eine BV entscheiden darf, um ein Vielfaches. Wirklich zu entscheiden haben die Bezirksvertreter fast nichts. Kein Wunder, dass sie auch von der Arnsberger Bezirksregierung abgewatscht wurden.

Dazu ein DW-Beitrag von 2009: Die Potemkinsche Demokratie

Giousouf: „Türkei entfernt sich von der Staatengemeinschaft“

20. Juli 2016 by

„Erdogan will nicht versöhnen“: Im Interview nach dem Putschversuch spricht Hagens Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf (CDU) über ihre Bedenken.

Die Hagenerin Cemile Giousouf sitzt für die CDU im Bundestag. Im Kurz-Interview zum Putschversuch in der Türkei äußert die Abgeordneten Bedenken: Sie fürchtet, dass unter den Folgen alle Oppositionellen und Kritiker leiden müssen.

Frau Giousouf, kam dieser Putschversuch wirklich völlig überraschend? (…)

Quelle: DerWesten

Siehe auch:

Giousouf: Putschisten stärken unfreiwillig die Macht Erdogans

Die deutsch-türkische CDU-Bundestagspolitikerin Cemile Giousouf sagte im DW-Interview: „Ich bin tief geschockt, denn ich habe Familie und Freunde in der Türkei und die sind im Moment alle völlig paralysiert.“ Mit Blick auf die Rolle des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und seinen Umgang mit der Staatskrise hat sie große Vorbehalte – insbesondere was die Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit anbelangt. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hatte noch am Morgen angeregt, über die Wiedereinführung der Todesstrafe nachzudenken.

„Dass Yildirim jetzt über die Todesstrafe spricht, ist zutiefst abzulehnen und zeigt, was für ein Demokratieverständnis dieser Mensch hat“, sagte Giousouf gegenbüber der DW. Das Volk sei traumatisiert von drei Putschversuchen und sehne sich nach demokratischem Wandel. „Alle Oppositionsparteien, selbst die kurdische HDP, haben sich gegen das Militär und den Putschversuch ausgesprochen.“ Die Gefahr sei jetzt, dass die Puschisten genau das Gegenteil ihrer ursprünglichen Absichten erreichten, so Giousouf. „Insgesamt wird Erdogans Position gestärkt, weil alle Parteien sich gestern hinter ihn gestellt haben.“ Sevim Dagdelen, deutsch-türkische Parlamentarierin von der Linkspartei twitterte etwa zeitgleich: „Gut, dass der Putsch gescheitert ist, aber jetzt droht Diktatur“. (…)

Quelle: Deutsche Welle

Dazu:

Die drohende Entfesselung

Der gescheiterte Putschversuch habe das Selbstbewusstsein der Erdogan-Anhänger gestärkt, kommentierte Kemal Hür. Viele fühlten sich nun legitimiert, Frauen ohne Kopftuch zurechtzuweisen und Menschen, die Alkohol trinken, als Ungläubige zu verprügeln. Erdogan aber habe seine Macht zementiert. (…)

Ein Militärputsch oder dessen Versuch muss verurteilt werden, auch wenn er sich gegen einen Despoten wie Recep Tayyip Erdoğan richtet, der zwar vom Volk gewählt wurde, doch jegliche Rechtstaatlichkeit mit Füßen tritt. (…)

Die Türkei kennt sich aus mit Staatsstreichen. Dreimal hat in der Geschichte der türkischen Republik das Militär die jeweilige demokratisch gewählte Regierung gestürzt und die Macht an sich gerissen. Die Menschen hatten keinerlei Möglichkeit, sich zu wehren.

Diesmal stellte sich die Zivilbevölkerung scheinbar couragiert und entschlossen, die Demokratie zu verteidigen, vor die Panzer. Doch was auf den ersten Blick wie ein mutiger Widerstand von Demokraten aussah, entpuppte sich als eine Masse von Schlägertrupps, die bereit waren, für ihren Führer Erdoğan zu töten und, wenn es sein muss, zu sterben.

Sie töteten Soldaten, urinierten vor laufenden Kameras auf ihre Leichname, und ganz in Manier des barbarischen IS enthaupteten sie sogar einen Soldaten. Es zeigte sich, dass es derjenige Teil der Bevölkerung war, von dem Recep Tayyip Erdoğan immer wieder sagte: „Wir halten die 50 Prozent nur mit Mühe zurück. Ein Wort, und sie sind bereit, auf die Straße zu gehen“.

Nun sind sie auf die Straße gegangen – aber nicht für die Demokratie, sondern für ihren Führer. Erdoğans Gefolgschaft stürmte auf die Straßen, skandierte lauthals Allah-u Akbar, zeigte den Gruß der Islamisten und Faschisten. In Istanbul zogen sie durch Stadtteile, wo Aleviten leben und durch Viertel, wo junge Menschen in Cafés und Bars Alkohol trinken. (…)

Quelle: Deutschlandfunk

In Köln versenktes Geld besser nach Hagen leiten

20. Juli 2016 by

Theater Hagen dominierendes Thema bei Opernkritikern

Großes Lob für die kleineren Opernhäuser in Westfalen gab es in der NRW-Kritikerumfrage der Welt am Sonntag. Vor allem die Oper Dortmund und das Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen erhielten viel Zustimmung.

Das dominierende Thema der jährlichen Umfrage war allerdings das Theater Hagen mit seiner gefährdeten Opernsparte und der erfolglosen Intendantensuche. „Wenn doch das Theater Hagen die 200 Millionen bekommen könnte, die gerade in der Kölner Opernbaugrube versenkt werden!“, kommentierte die WDR-Opernkritikern Ulrike Gondorf.

Drei der acht Kritiker votierten für das MiR als „Bestes Opernhaus“ der zurückliegenden Spielzeit 2015/16; damit ist es der Favorit der Wahl. Die Oper Dortmund erhielt zwei Stimmen und wurde für „Vielfalt, starke Regiehandschrift, Mut“ gelobt.

Bei der Frage nach der besten Inszenierung an den NRW-Opernhäusern (Stücke nach 1945) überzeugte ebenfalls besonders Gelsenkirchen. Die Stücke „A Midsummer Night’s Dream“ und „Klein Zaches, genannt Zinnober“ erhielten insgesamt fünf Stimmen.

Jörg: „Mit 12 Millionen können wir rechnen“

20. Juli 2016 by

Stadt Hagen soll ab 2018 dauerhaft entlastet werden

Ab 2018 kann die Stadt Hagen mit weiteren finanziellen Hilfen vom Bund rechnen. „Mit insgesamt etwa 12.377.000 Euro können wir ab 2018 rechnen“, sagen die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg und Hubertus Kramer. Dann greife die nächste Entlastung des Bundes für die Kommunen. Ihnen kämen dann jährlich rund fünf Milliarden Euro Bundesgeld zugute. Grundlage sei die insbesondere auch auf Druck der nordrhein-westfälischen Landespolitik 2013 in den Koalitionsvereinbarungen auf Bundesebene zugesagte Entlastung der Städte und Gemeinden.

Im Juni 2016 einigten sich Bund und Länder auf einen Verteilungsschlüssel: Er beinhaltet eine Kombination aus kommunaler Umsatzsteuerbeteiligung, höherer Bundesbeteiligung an den Kosten der Unterkunft und eine Erhöhung des Länderanteils an der Umsatzsteuer. Letztere werde – nach Angabe von Jörg und Kramer – vom Land NRW eins zu eins über die Schlüsselzuweisung des Gemeindefinanzierungsgesetzes (GFG) an die Kommunen weitergegeben.

Jetzt hat die Landesregierung eine erste Berechnung der Entlastungen über die kommunale Umsatzsteuerbeteiligung und die erhöhte Bundesbeteiligung an den Kosten der Unterkunft vorgelegt. Diese soll den Städten und Gemeinden mehr Planungssicherheit ab 2018 geben. Dazu erklären Jörg und Kramer: „Für Hagen macht das insgesamt fast 12,4 Mio. Euro aus. Mit dem in Aussicht gestellten Geld kann die Kommune nun konkret kalkulieren und ihren Haushalt planen.“

43.920 Euro aus Programm „Kultur und Schule“

20. Juli 2016 by

Kreativprojekte für Kinder und Jugendliche in Hagen

An den öffentlichen Schulen in Hagen werden auch im Schuljahr 2016/2017 Kreativprojekte für Kinder und Jugendliche gefördert. Möglich macht’s das Landesprogramm „Kultur und Schule“. Die Bezirksregierung bewilligte hierfür jetzt Mittel in Höhe von insgesamt 43.920 Euro.

Ziel des Programms ist, Künstler und Kunstpädagogen aus den Bereichen Theater, Literatur, Bildende Kunst, Musik, Tanz, Film und Neue Medien projektbezogen in die Schulen zu bringen. Die Projekte sollen das schulische Lernen ergänzen und bei den Kindern und Jugendlichen das Interesse an Kunst und Kultur fördern – unabhängig von Herkunft und sozialem Status.

Die Projekte laufen meist für die Dauer eines Schuljahrs in 40 Einheiten à 90 Minuten. Die Künstler/innen absolvieren vorab einmalig vier Tagesseminare, u.a. zur Vorbereitung auf den Schulalltag.

Erdoğans langer Arm reicht bis nach Haspe

20. Juli 2016 by

haspe-vaterlandsveräterAushang an einer Hasper Moschee: „Vaterlandsverräter raus“ (unten links). Screenshot: Facebook

Siehe auch:

Hier können Sie Nachbarn denunzieren

Ankaras Rachefeldzug gegen Anhänger der Gülen-Bewegung hat Deutschland erreicht. (…)

In einer Moschee in Hagen etwa, die dem deutschen Ableger Ditib der türkischen Religionsbehörde unterstellt ist, hingen zwischenzeitlich Plakate, auf denen es unter dem Logo der Moschee hieß: „Vaterlandsverräter raus“ und „Vaterlandsverräter haben keinen Glauben“. Weder die Moschee in Hagen noch die Zentrale von Ditib in Köln waren für eine Stellungnahme zu erreichen. (…)

Quelle: FAZ

Polizei übersah Nazi-Hinweise bei Brandstiftern

20. Juli 2016 by

Der Prozess gegen zwei Männer, die in Altena eine Asylunterkunft anzündeten, offenbart behördliches Versagen: Rassistisches Material auf Täter-Handys fiel nicht auf. (…)

Seit einigen Wochen verhandelt das Landgericht Hagen gegen den 25-jährigen Feuerwehrmann Dirk D. und den ein Jahr jüngeren Zerspaner Marcel N. wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung. Nun hat sich herausgestellt, dass die Angeklagten rassistisches und neonazistisches Material per Handy empfingen beziehungsweise verbreiteten. Feuerwehrmann D. soll auch rechtsextreme Facebook-Seiten „gelikt“ haben, auf denen über Minderheiten und Flüchtlinge gehetzt wurde. Herausgefunden hat das aber niemand bei der Polizei, noch nicht einmal die Abteilung Staatsschutz, die mit den Ermittlungen befasst war. Jost von Wistinghausen und Mehmet Daimagüler, die Anwälte der in Lebensgefahr geratenen Familie, die als Nebenkläger auftritt, haben dies aufgedeckt. Sie haben selbstständig die fast 52.000 erhaltenen und zum Teil wieder hergestellten Handyfotos durchforstet. (…)

Quelle: WELT

Führung im Riemerschmid-Haus

19. Juli 2016 by

Mittwoch, 20.07.2016 von 16:00 Uhr – 17:00 Uhr

Walddorfsiedlung_W1Walddorfsiedlung Hagen, Foto: Osthaus-Museum

Ein eigenes kleines Haus mit Nutzgarten – um 1907 sollte das für die Hagener Textilarbeiter kein Traum bleiben müssen.

Karl Ernst Osthaus holte 1905 die Teilnehmer einer Konferenz für „Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen“ nach Hagen. In der Folge konnte er dem in München geborenen Künstler-Architekten Richard Riemerschmid einen Bauauftrag durch Elbers in Hagen verschaffen.

Riemerschmid ist bis heute berühmt für Projekte wie die erste deutsche Gartenstadt in Hellerau bei Dresden. Ab 1907 begann er den Bau einer Anlage für Arbeiterwohnungen in Hagen, die sogenannte „Walddorf-Siedlung“. Nur elf Häuser konnten realisiert werden. Bei der öffentlichen Führung durch Haus Nr. 17 erhält man Einblick in die Lebenswelt der Arbeiter dieser Zeit.

Treffpunkt ist die Walddorfsstr. 17, 58093 Hagen, Führungsgebühr 7 €. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740 oder 207-3138

Friedensbesuch in Büchel

19. Juli 2016 by

In Büchel in der idyllischen Eifel lagern zwanzig Atomwaffen. Seit dem 26. März findet dort eine symbolische Dauerblockade statt, die bis zum 9. August, dem Tag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki, dauern soll. Am 16. Juli beteiligten sich auch Mitglieder der Friedensbewegung aus Hagen und Umgebung an der Aktion.

Der „Fliegerhorst Büchel“ liegt in Rheinland-Pfalz, in der Vulkaneifel, wenige Kilometer entfernt vom touristischen Cochem an der Mosel. In Büchel sind etwa 20 US-Atombomben stationiert. Sie lagern einsatzbereit, um auf Befehl – im Rahmen der sogenannten nuklearen Teilhabe der NATO – durch Bundeswehr-Piloten mit deutschen Tornado-Kampfjets ins Zielgebiet geflogen werden zu können. Diese Massenvernichtungswaffen sollen ab 2020 durch neue zielgenauere US-Atombomben kostspielig aufgerüstet werden. Und das, obwohl am 26. März 2010 der Bundestag in einen überparteilichen Beschluss die Bundesregierung aufforderte, auf den Abzug dieser Atombomben hinzuwirken!

Wenn die Aktionen für dieses Jahr enden, werden deutliche Zeichen der Friedensbewegung zurück bleiben. Vor der Heimreise werden die künstlerischen, friedens- oder frauenpolitischen, religiösen wie nichtreligiösen Symbole der Teilnehmenden auf einem Grundstück beim Kreisel zum Fliegerhorst nahe der Bundesstraße dauerhaft und gut sichtbar aufgestellt werden. Auf diese Weise entsteht eine dauerhafte Friedenswiese.

Keine klebrigen Finger, bitte!

18. Juli 2016 by

Aktionsbündnis fordert: Bundesmittel müssen zu 100% bei den Kommunen ankommen – Bündnismitglied Hagen schweigt dazu

AktionsbuendnisNicht nur die Stadt Hagen ächzt unter einem riesigen Schuldenberg. Deshalb hat sich Ende 2008 das Aktionsbündnis „Raus aus den Schulden – Für die Würde unserer Städte“ gegründet, dem mittlerweile mehr als 70 Kommunen angehören.

Man sollte annehmen, dass die Verantwortlichen der Volmestadt, deren Schuldenstand aktuell bei 1,4 Milliarden Euro liegt, das Bündnis mit großem Engagement unterstützen. Leider ist dem nicht so.

Im Gegenteil verstärkt sich zunehmend der Eindruck, dass die Stadtspitze mehr daran interessiert ist, die Bürger mit immer neuen Kürzungsorgien zu quälen, als die Möglichkeiten auszuschöpfen, die zumindest perspektivisch mit dem Bündnis möglich wären. Immerhin vertritt der Zusammenschluss nach eigenen Angaben etwa 8 Millionen Bürger, das sind ca. 10 Prozent der Bevölkerung Deutschlands.

Ein Minimum wäre die regelmäßige Bekanntgabe und offensive Vertretung der gemeinsam gefassten Beschlüsse des Aktionsbündnisses. Schon hier hapert es, während andere Städte wie beispielsweise Mülheim wenigstens eigene Rubriken zum Thema auf ihren Homepages eingerichtet haben.

Aber wie schon seinem Vorgänger Jörg Dehm scheint Oberbürgermeister Erik O. Schulz allein schon die Existenz des Bündnisses ideologisch nicht in den Kram zu passen. Anstatt mit allem Elan die Hauptverantwortlichen für die Finanzkrise in Bund und Land in Verantwortung zu nehmen – wie es das Bündnis wenigstens im Ansatz versucht – bremst Schulz und setzt lieber nach neoliberalem Sado-Maso-Brauch auf die immer gleichen Zuchtmittel: Kürzen, kürzen, kürzen.

Schulz agiert nicht wie es sein Titel verspricht. Er handelt nicht wie der erste Bürger Hagens – als „Oberbürgermeister“ -, sondern geriert sich mit Unterstützung der Ratsallianz des Grauens als verlängerter Arm der schwarzen Null im Finanzministerium.

Assistiert wird er dabei von der von Auflagenschwund befallenen hiesigen Presse, die seit Jahr und Tag in dasselbe Horn tutet. Passend zu dieser Obsession räumte das Blatt am Samstag den Vorlieben eines Uniformfetischisten gleich eine ganze Seite ein („Sex mit Teppichklopfer und Ledermaske„).

Bei so viel Fixierung auf einschlägige politische und sexuelle Praktiken ist es kein Wunder, dass – wie bereits etliche zuvor – auch die jüngste Erklärung des Aktionsbündnisses „Raus aus den Schulden – Für die Würde unserer Städte“, schlicht unter den Tisch fiel. Auch zwei Wochen nach Erscheinen ist der Text weder von der Verlautbarungsabteilung der Mitgliedsstadt Hagen noch von der im Pressehaus produzierten angeblichen „Stimme der Heimat“ veröffentlicht worden.

Deshalb die Erklärung jetzt an dieser Stelle:

Appell an die Landesfinanzminister: Keine klebrigen Finger, bitte!

Verwunderung und Unverständnis beim bundesweit und parteiübergreifend agierenden Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“:

„Das wichtigste Kapital von politisch Handelnden ist Glaubwürdigkeit. Werden Entscheidungen so bürokratisch kompliziert vermittelt, dass kein Bürger sie versteht, leidet die Demokratie. Das gilt wieder einmal für die bei den jüngsten Bund-Länder-Gesprächen gefassten Beschlüsse zur Entlastung der Kommunen im Hinblick auf die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen. Gesunder Menschenverstand reicht nicht aus, um zu verstehen, warum die Weiterleitung eines Teils der vom Bund für die Kommunen bereitgestellten Mittel (eine Milliarde Euro) über die Länder nicht konkret geregelt wurde. Eine vernünftige Begründung dafür gibt es nicht!“

Mit diesem Appell unterstützt das Aktionsbündnis mit bereits 70 Städten und Gemeinden den Protest der Kommunalen Spitzenverbände gegen die jüngsten Vereinbarungen von Bund und Ländern.

Bei einem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen der Länder hatte es endlich konkrete Entscheidungen zu der im Koalitionsvertrag festgelegten Entlastung der Kommunen in Höhe von fünf Milliarden Euro gegeben: Vier Milliarden Euro werden über die Erhöhung der Bundesbeteiligung an den Kosten der Unterkunft und über die Erhöhung des Gemeindeanteils an der Umsatzsteuer an die Kommunen gehen, eine Milliarde erhalten die Länder, um sie „zur Entlastung der Kommunen“ zu verwenden.

Dazu der Kämmerersprecher des Bündnisses, Uwe Bonan aus Mülheim an der Ruhr: „Es ist zunächst positiv anzumerken, dass es endlich, nach jahrelanger Verzögerung, eine Lösung für das Gesamtpaket gibt. Allerdings wissen alle bundesdeutschen Kämmerer aus Erfahrung, dass Bundesgelder, die über die Länder fließen, die große Gefahr von „klebrigen Fingern“ bei den Länderfinanzministern bewirken. Heißt: Sie sind bislang nur selten zu 100 Prozent dort angekommen, wofür sie gedacht sind. Das muss endlich aufhören.“

Das Bündnis fordert einen vollständige Weiterleitung und einen klaren Verteilungsschlüssel, nämlich über die Kosten der Unterkunft, um die Belastungen im Sozialbereich zu reduzieren. „Wir warten dringend auf die Mittel des Bundes. Sie werden sowieso nicht reichen!“

Die im Aktionsbündnis zusammengeschlossenen finanzschwachen Kommunen, die wegen der Dauerarbeitslosigkeit vieler Einwohner besonders hohe Soziallasten tragen müssen, benötigen dringend Entlastungen und können hierbei keine Abschläge verkraften.

„La Mambanegra“ und „Negisa Blumenstein“ beim Muschelsalat

18. Juli 2016 by

La_Mambanegra_by_Karol_Pico_2Für Salsa-Rhythmen und gute Laune sorgen „La Mambanegra“ im Vokspark. Foto: Karol Pico.

Salsa-Rhythmen, Pop und gute Laune gibt es am Mittwoch, 20. Juli, ab 19.30 Uhr beim Muschelsalat im Volkspark. Wenn „La Mambanegra“ die Bühne betreten, boxen sich die Sonnenstrahlen ihren Weg durch jede noch so dichte Wolkendecke.

Die Combo liefert schweißtreibende Salsa-Rhythmen aus Kolumbien und kombiniert diese mit Einflüssen aus jamaikanischen Rhythmen, Funk und Hip Hop. Eine abenteuerliche Reise, die von ihrer Heimat Cali über Havanna nach New York führt. Da bekommt man selbst als Daheimgebliebener große Urlaubsgefühle.

Als Support tritt „Negisa Blumenstein“ an – eine der neuesten Entdeckungen, die Funkhaus Europa in der letzten Zeit hervorgebracht hat. Bekannt unter anderem durch Gastauftritte in der Funkhaus-Europa-Sendung Globalista spiegelt „Negisa Blumenstein“ mit ihren eigenwilligen und charmanten Interpretationen die maßgeblichsten Strömungen des derzeitigen Global Pop wider. Ob Rihanna, Patrice, Lorde oder Desiigner – im akustischen Gewand erstrahlt so mancher Hit dabei in ganz neuem Glanz.

Die Veranstaltung ist wie immer kostenlos, Spenden sind jedoch herzlich willkommen.

Mit der VHS durch Vorhalle und zum Kaisberg

18. Juli 2016 by

Kaisberg_Freiherr-vom-Stein-Turm__Dieter_FassdorfDer Freiherr-vom-Stein-Turm am Kaisberg. Foto: Dieter Faßdorf.

Zu einer Führung durch Vorhalle und zum Kaisberg mit Dozent Jochen Becker lädt die Volkshochschule Hagen im Rahmen des Urlaubskorbs am Dienstag, 19. Juli, von 17 bis 19.15 Uhr ein.

Vom Treffpunkt an der Bushaltestelle Vorhalle Mitte aus geht es über den Europaplatz zur evangelischen Kirche. Sie wurde im neugotischen Stil erbaut und 1903 eingeweiht. Vorbei am Stadtteilhaus führt der Rundgang zur Brücke über die Eisenbahn in Richtung Brockhausen. Von dort gibt es einen guten Blick auf Teile des Rangierbahnhofs Vorhalle. Dieser ist seit 1910 in Betrieb und einer der größten Rangierbahnhöfe Deutschlands.

Der weitere Weg führt den Kaisberg hinauf zum Freiherr-vom-Stein-Turm, der 1869 vom Hasper Architekten Friedrich Schmidt erbaut wurde. Der preußische Reformer Freiherr vom Stein war einige Jahre auch in unserer Region als Bergdirektor tätig. Von dort geht es auf einem schönen Waldweg zum Wasserschloss Werdringen. Dieses wurde im 13 Jahrhundert erstmalig urkundlich erwähnt und war seit 1617 Lehen der Freiherren von der Recke. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde es 1977 von der Stadt Hagen erworben, die dort unter anderem ein Museum für Ur- und Frühgeschichte eingerichtet hat.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Die Volkshochschule bittet um eine rechtzeitige Anmeldung unter der Kursnummer 1171 bei ihrem Serviceteam unter Telefon 02331/207-3622.

„Hagen hätte meine Heimat bleiben können“

17. Juli 2016 by

Bei Straßenbahn, Hagenbad und Enervie hat er über 13 Jahre Weichen gestellt. Auf dem Drei-Türme-Weg blickt Ivo Grünhagen auf sein Wirken in Hagen zurück. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Eine ganzseitige Jubelarie auf den gescheiterten Ex-Enervie-Vorstand, persönlich verfasst vom stellvertretenden Chefredakteur der Westfalenpost, Torsten Berninghaus. Dem Vernehmen nach ein alter Golfkumpel von Grünhagen. Dieser Stadt bleibt wirklich nichts erspart.

Kein Personal für mehr Müll-Kontrollen in Hagen

17. Juli 2016 by

Ernüchterung: Nach der großen Reinigungsaktion in Wehringhausen liegt wieder mehr Müll herum. Die Stadt sagt: Es gibt kein Personal für mehr Kontrollen.

Sie haben Wort gehalten: In der vorvergangenen Woche hat unsere Zeitung darüber berichtet, dass eine Gruppe von rumänischen und bulgarischen Zuwanderern alle zwei Wochen donnerstags den Wilhelmsplatz in Wehringhausen säubern will. Nun haben etwa 40 Frauen, Männer und Kinder tatsächlich unter der Regie von Sabine Rink erneut zu Besen und Schaufel gegriffen und den Platz sauber gemacht. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Dann ist das Kampagnenziel ja erreicht und der Hagener Entsorgungsbetrieb kann sich entspannt wieder zurücklehnen. Das Sprachrohr des HEB-Vorstands lässt sich denn auch entsprechend zitieren: „Wir reinigen weiterhin ausschließlich im üblichen Rhythmus (…).“

„Quartiersarbeit in Wehringhausen muss fortgesetzt werden“

16. Juli 2016 by

SPD-Fraktion berichtet von ihrer Sommertour

spd-fraktion-wehringhausenMeterweise Kunst in der Bleichstraße. Ein Blickfang, den die Fraktionsmitglieder Kevin Niedergriese, Günter Stricker, Christian Mechnich, Ramona Timm-Bergs und Claus Rudel gemeinsam mit Quartiersmanager Maik Schumacher bewundern.
Nur die ebenfalls anwesenden, aber in Ungnade gefallenen Ratsmitglieder Nesrin Öcal und Mark Krippner fehlen auf dem Bild. Welch ein Zufall.
Foto: SPD

In Wehringhausen wird in vielen Bereichen gestaltet. Kulturell, wirtschaftlich, und sozial soll das Quartier wieder auf die richtige Spur gebracht werden. Städtebauliche Aspekte fließen bei den Anstrengungen des Quartiersmanagements ebenso mit ins Handlungskonzept ein wie die gerade erst abgeschlossene Reinigungsaktion. Bildungs- und Kreativangebote und nicht zuletzt die Belebung des Viertels durch die Wiederbelegung von leerstehenden Wohnungen und Ladenlokalen gehören ebenso zum Stadtteilerneuerungsprojekt.

„Das Fassadenprogramm, das wir für die Soziale Stadt Wehringhausen aufgelegt haben, läuft besonders gut“, erläuterte Quartiersmanager Martin Vöcks den Mitgliedern der SPD-Fraktion. Fraktionsvorsitzender Claus Rudel, seine Stellvertreterin Ramona Timm-Bergs und die Fraktionsmitglieder Günter Stricker, Christian Mechnich, Kevin Niedergriese, Nesrin Öcal und Mark Krippner machten auf ihrer Sommertour kürzlich Station im Quartiersbüro, um sich ausführlich von dem Expertenteam über den Stand und den Fortgang der Entwicklung rund um die „soziale Stadt Wehringhausen“ unterrichten zu lassen.

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Windkraftanlage in Lüdenscheid: Mark-E und Stadtwerke Iserlohn gründen Projektgesellschaft

16. Juli 2016 by

Stadtwerke Iserlohn übernehmen kaufmännische Betriebsführung – sicher ist sicher

Mark-E und die Stadtwerke Iserlohn unterzeichneten am Mittwoch, dem 13. Juli 2016, die Verträge zur Gründung einer Projektgesellschaft, die den Bau und Betrieb einer Windkraftanlage in Lüdenscheid an der Versetalsperre zum Gegenstand hat. Die Stadtwerke Iserlohn übernehmen dabei 70 Prozent der Anteile an der Betreibergesellschaft „Windkraft Versetalsperre GmbH & Co. KG“, die übrigen 30 Prozent hält Mark-E. Die Beteiligung weiterer Stadtwerke aus der Region ist vorgesehen.

Mark-E wird im Auftrag der Gesellschaft die gesamte Infrastruktur errichten, den Bau und die Inbetriebnahme durch den Anlagenlieferanten Enercon begleiten sowie die technische Betriebsführung übernehmen. Die Stadtwerke Iserlohn verantworten die Projektfinanzierung und die kaufmännische Betriebsführung. Errichtet wird eine Anlage mit einer Leistung von 3 Megawatt und einer Gesamthöhe von 195 Metern.

Im August 2016 beginnen der Wegebau, die Herstellung der Kranstellflächen und das Ausheben der Fundamentgrube. Im letzten Quartal 2016 werden das Fundament gegossen und der Turm errichtet. Nach Anlieferung und Montage der Windkraftanlage Anfang 2017 ist die Inbetriebnahme bis Ende des ersten Quartals 2017 vorgesehen.

Hagener Stadtverwaltung fehlt der Nachwuchs

16. Juli 2016 by

Die Stadtverwaltung in Hagen hat Nachwuchssorgen. Viele Mitarbeiter gehen bald in Rente, aber es gibt kaum Nachfolger. Das könnte zu Engpässen führen. (…)

Quelle: WDR

Über 1300 Beschäftigte arbeiten praktisch für lau

15. Juli 2016 by

Überstunden verhindern fast 2500 neue Vollzeit-Stellen in Hagen

Erstaunt und verärgert zeigen sich die Gewerkschaften in Hagen über die Daten der gestern veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Für die Stadt Hagen wurden demnach im Jahr 2015 umgerechnet über vier Millionen Überstunden abgeleistet, über die Hälfte davon unbezahlt.

Das bedeutet einerseits für die Beschäftigten eine enorme Arbeitsverdichtung und Überbelastung, andererseits einen gewaltigen volkswirtschaftlichen Schaden, da auf diese Weise vielen Erwerbslosen der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt bleibt. Denn würden die heimischen Unternehmen für dieses immense Arbeitsvolumen zusätzliche Kräfte einstellen, ergäbe das auf einen Schlag zusätzliche 2458 Vollzeit-Stellen in der Volmestadt.

Ganz abgesehen von der nicht hinnehmbaren Mehrbelastung für die Beschäftigten, missfällt den örtlichen Gewerkschaften das weitere Ergebnis, dass rund 55% der Überstunden nicht vergütet werden. Ruth Schäfer zeigt sich für den DGB in Hagen empört über diese Zahlen: „Umgerechnet 1352 Vollzeitkräfte lassen Unternehmen also völlig ohne Bezahlung nach Hause gehen. Das ist eine schonungslose Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Beschäftigten. Hier können wir die Unternehmen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Gute Arbeit sieht anders aus!“

Mit dieser Bemerkung bezieht sich die stellvertretende DGB Stadtverbandsvorsitzende auf den „Index Gute Arbeit NRW 2015“. Bei dieser bereits im März veröffentlichten Befragung unter abhängig Beschäftigten war auffallend, dass die Bewertungen der Arbeitsbedingungen umso schlechter ausfallen, je länger die Arbeitszeiten sind. So geben Beschäftigte, die länger als 40 oder 48 Stunden arbeiten, ihrem Beschäftigungsverhältnis bei den Kriterien „Arbeitsintensität“ und „körperliche Anforderungen“ besonders schlechte Noten.

„Die Zahlen passen in keiner Weise zu unserer Zielrichtung „Hagen, Stadt der guten Arbeit“! Sie machen deutlich: Die neue Arbeitszeitdebatte ist dringend geboten! Auch in Hagen! Wir wollen sie mit erhöhter Aufmerksamkeit auf die Entwicklung einer Arbeitswelt 4.0, auf Beschäftigungsförderung, -sicherung,  sowie auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben/Familie und auf persönliche Souveränität entschieden führen.“, so Ruth Schäfer abschließend.

Zahl der Asylbewerber in Hagen um 138 Prozent gestiegen

14. Juli 2016 by

Die Zahl der Asylbewerber, die in Hagen leben und Leistungen beziehen, ist binnen eines Jahres um rund 138 Prozent gestiegen. Andere Städte sind noch stärker betroffen. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Dieser Beitrag des heimischen Einheitsblatts belegt treffend, wie Statistiken tendenziös genutzt werden können. 138 Prozent – das hört sich gewaltig an, und der Leiter der Hagener Lokalredaktion, Michael Koch, weiß die Zahl auch mit ausgewählten Attributen so auszuschmücken, dass ein einschlägiges Publikum es richtig versteht:

Andere Kommunen seien „noch stärker“ betroffen und Hagen habe „einen immensen Zuwachs verkraften müssen“.

Wie „stark“ Hagen betroffen ist und wie „immens“ der Zuwachs ist, sieht man in der Relation zur Einwohnerzahl der Stadt: Ende 2014 betrug der Anteil der Asylbewerber mit Leistungsbezug gerade einmal 0,35 Prozent der Bevölkerung, ein Jahr später waren es 0,83 Prozent.

„Störenfriede im Betrieb“

14. Juli 2016 by

Dr. Werner Rügemer referierte über professionelle Gewerkschaftsbekämpfung

Werner Rügemer

Dr. Werner Rügemer zu Gast bei „Gegen den Strom“ in der Villa Post. Foto: Privat

Ein kleiner, aber äußert interessierter und sachkundiger TeilnehmerInnenkreis hatte sich kurz vor dem deutschen EM-Halbfinalspiel in der Villa Post eingefunden, um sich von dem Journalisten und Sachbuchautor Dr. Werner Rügemer in der Arbeit&Leben/VHS/DGB Kooperationsreihe „Gegen den Strom“ über das „Union Busting“ zu informieren.

Dieser schilderte anhand vieler konkreter Beispiele über die systemische Gewerkschaftsbekämpfung in einigen Betrieben. Dieses Vorgehen, eigentlich vor allem aus den USA bekannt, ist aber auch in Deutschland schon seit einiger Zeit vorzufinden und ist kein Einzelphänomen. Bereits im Mai 2014 veröffentlichten Dr. Werner Rügemer und Elmar Wigand ihre Studie für die Otto-Brenner-Stiftung, in der sie empirisch belegten, dass Betriebsräte gemobbt, Betriebsratsarbeit behindert und die Gründung von Betriebsräten verhindert wird.

In solchen Fällen bedienen sich die Unternehmen professioneller Dienstleister, die auf Bestellung ungeliebte Betriebsräte und Beschäftigte „fertig machen“. Das Angebot dieser bundesweit 70-80 Dienstleister geht von Tagesseminaren wie „In Zukunft ohne Betriebsrat“ und Kündigung von „Störenfriede im Betrieb“, über Anwaltskanzleien, die sich damit rühmen die „Kündigung von Unkündbaren“ zu managen bis hin zu Wirtschaftsdetekteien, die unbequeme Beschäftigte ausspionieren und sogar für Gründe für rechtswirksame Kündigungen sorgen.

„Dabei“, so Werner Rügemer, „ist die Behinderung von Betriebsratsarbeit kein Kavaliersdelikt, sondern nach §119 BetrVG eine Straftat. Dieses Seminarangebot ist damit Beihilfe zur Begehung einer Straftat. Um hier für mehr Rechtssicherheit zu sorgen, brauchen wir in Deutschland ein eigenes Arbeitsrechtsgesetzbuch!“

Auch von den Teilnehmenden wurde von eigenen Erfahrungen berichtet, die bei der Betriebsratsgründung einige der Beispiele am eigenen Leib erfahren durften. Leider werden diese Beispiele oft noch nicht systemisch in den Gewerkschaften erfasst und verfolgt, so dass bislang Dr. Werner Rügemer auf seiner Homepage www.arbeitsunrecht.de die gezielte Bekämpfung von Beschäftigten, Betriebsräten und gewerkschaftlicher Organisierung in Deutschland dokumentiert, um durch Aufklärung und Analyse einen Beitrag zur Gegenwehr zu leisten.

Mittlerweile bieten auch der DGB und die DGB Rechtsschutz GmbH eine Homepage unter dem Titel: www.stopunionbusting.de an und beraten unter der Rubrik der häufig gestellten Fragen (FAQs), wobei das Engagement der Gewerkschaften in diesem Bereich noch viel konkreter werden muss.  Denn je häufiger, je umfangreicher und je präziser über Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt berichtet und diese damit öffentlich werden, desto größer ist die Chance diese zu beseitigen.

Mit Blick auf die aktuellen TTIP-Verhandlungen beendete Dr. Rügemer die Veranstaltung: „Es ist nicht davon auszugehen, dass in einem Handelsabkommen mit der USA, die von den 180 Arbeitsschutznormen der UNO (ILO) gerade mal 11 unterzeichnet haben, sich unsere bereits angekratzte Sozialpartnerschaft einfach mal so durchsetzt.“ Ein Grund für alle ZuhörerInnen mehr am 17. September nach Köln zu fahren und gegen CETA und TTIP zu demonstrieren.

Geld für Kommunen statt für Steueroasen

14. Juli 2016 by

Zwei mafiöse Gestalten in der Hagener Fußgängerzone. Genüsslich an der Zigarre ziehend verfolgen sie, wie ihre Steuermilliarden am Fiskus vorbei nach Panama fließen. Dieses Geld fehlt vor Ort, auch in Hagen, für Kitas, Lehrer, reparierte Straßen, besseren Busfahrplan und vieles mehr.

Die Hagener attac-Gruppe protestierte am 8. Juli mit dieser Szene gegen Steuerflucht und gegen die lasche Gesetzgebung, die erlaubt, dass sich Konzerne wie Google und Amazon aus ihrer Verantwortung stehlen. Attac ist entstanden als Bewegung gegen die Auswüchse des  internationalen Finanzmarkts und für eine Steuer auf Finanztransaktionen. Die Bewegung setzt sich ein für globale faire Handelsbeziehungen und soziale Gerechtigkeit.

Zugleich warb die attac-Gruppe für die Demonstration gegen die Handelsabkommen TTIP und CETA am 17. September in Köln und weiteren sechs Städten. Die Organisationen, die zu den Demonstrationen aufrufen, kritisieren vor allem die Aushebelung demokratischer Rechte durch internationale nichtöffentliche Schiedsgerichte und die Nichtbeachtung internationaler Standards zum Schutz von Mensch, Umwelt und guter Arbeit. Der Bundestag wird darüber entscheiden, ob die EU dem CETA-Abkommen betritt. Die Demonstrationen sollen die Haltung der Bevölkerung deutlich machen.

Im Rahmen der Aktion sammelten die Veranstalter für eine Sozialklinik in Athen, die der DGB NRW organisiert.

Verdi skeptisch – 300 neue Stellen bei der Post in Hagen

14. Juli 2016 by

300 neue Stellen sind in Hagen bei der Post entstanden. Es handelt sich um unbefristete Arbeitsverhältnisse. Verdi kritisiert die Konditionen in der neuen Gesellschaft. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Die Stellen sind nicht „neu“. Es wurden befristete in unbefristete Stellen umgewandelt. Der Artikel radebrecht dazu: „Bei etwa 300 der neuen, unbefristeten Stellen handelt es sich nicht um Neu-Einstellungen, vielmehr wurden bestehende befristete Stellen entfristet.“

Sommerfest für Flüchtlinge ein Erfolg

14. Juli 2016 by

Flüchtlinge-AltenhagenDas Sommerfest an der Boeler Straße fand großen Anklang. Foto: Claudia Schwarze

Der Sozialdienst für Migranten der Stadt Hagen hat erstmals ein Sommerfest für Flüchtlinge rund um die Unterkunft in der Boeler Straße 173 in Form eines gemeinsamen Picknicks organisiert. Bei diesem 1. Treffen wurden zunächst nur die Flüchtlinge, die derzeit in der Boeler Straße untergebracht sind, eingeladen.

Ziel ist es, die Flüchtlinge unter einander bekannt zu machen, damit sich daraus Bekanntschaften entwickeln und die Menschen sich gegenseitig unterstützen können. Es ist angedacht, dass noch dieses Jahr zwei weitere Feste folgen. Zu diesen werden dann auch andere Anwohner der Boeler Straße eingeladen.

Die Familien wurden anlässlich des Sommerfestes gebeten, etwas Landestypisches zu backen und mitzubringen, während der Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen die Getränke zur Verfügung stellte und für die Dekoration sorgte. Die Goethe-Schule stellte zahlreiche Sachspenden in Form von Spielzeug, Spielen und Büchern zur Verfügung, so dass jedes Kind ein Geschenk bekam.

Abgerundet wurde der Nachmittag durch eine gemeinsame Bastel- und Malaktion sowie dem Erstellen von Grußkarten, Schmuck und Masken im afrikanischen Stil – angeleitet und Begleitet durch die Mitarbeiter des Sozialdienstes für Flüchtlinge und Asylbewerber.

„Stadtradeln“ feierte Abschluss im Hagener Rathaus

14. Juli 2016 by

Teilnehmer, Beteiligte und Organisatoren der Aktion „Stadtradeln“ feierten gemeinsam einen erfolgreichen Abschluss im Hagener Rathaus an der Volme. Umweltdezernent Thomas Huyeng empfing und ehrte im Ratssaal die Radler, die sich für drei Wochen auf den Sattel geschwungen und für die Stadt Klimakilometer erradelt haben.

Insgesamt kamen 2016 rund 30.000 Kilometer zusammen – im Vergleich circa 2.000 Kilometer mehr als im Vorjahr. Während des Aktionszeitraums vom 4. bis 24. Juni sparten 219 Radler in 15 Teams vier Tonnen CO² ein – etwa den halben Jahresausstoß eines Hagener Bürgers. Hagen erzielte somit unter den 400 bundesweit teilnehmenden Kommunen Ergebnisse im Mittelfeld.

Bei der Abschlussveranstaltung im Hagener Rathaus ehrte Thomas Huyeng das Team des Rad-Sport-Clubs Hagen und das Hilde-Klima-Team der Hildegardis-Schule für ihren besonderen Einsatz. Alle Teilnehmer erhielten Urkunden und Preise, welche durch die zahlreichen Sponsoren der Aktion ermöglicht wurden. Zum Sponsoring des Starttages gehörten unter anderem das Injoy, die Sparda-Bank in Hagen, das Parkhaus Eckardt und die Bezirksvertretung Mitte.

Nach Abschluss der Aktion „Stadtradeln“ ruft die Stadtverwaltung weiterhin alle Bürger auf, das Fahrradfahren in Hagen zu unterstützen und für den Klimaschutz zu werben. Auch im nächsten Jahr wird das „Stadtradeln“ fortgesetzt. Die Verwaltung bemüht sich – nach eigenen Angaben – weiterhin, den Anregungen der Radler folgend, um die Förderung des Radverkehrs in Hagen.

Umweltschutz beginnt beim Papier

14. Juli 2016 by

Schulstart-Kampagne des Blauen Engels

Unter dem Motto „Schulstart mit dem Blauen Engel“ läuft aktuell die Recyclingpapier-Kampagne des Umweltzeichens. In diesem Rahmen macht das Umweltamt der Stadt Hagen darauf aufmerksam, beim Kauf von Schulheften und anderen Papierwaren auf den Blauen Engel zu achten.

Nur jedes zehnte gekaufte Schulheft ist aus Recyclingpapier. Dabei schneidet Recyclingpapier in Sachen Ökobilanz und Klimaschutz deutlich besser ab als herkömmliches Frischfaserpapier. Der städtische Umweltdezernent Thomas Huyeng weist auf die Bedeutung eines ressourcensparenden nachhaltigen Konsums hin und unterstützt die Aktion „Schulstart mit dem Blauen Engel“ aus voller Überzeugung. Eine Umstellung ist ganz leicht und schützt die Umwelt gleich dreifach, denn 100 Prozent Recyclingpapier ist gut für den Wald, für das Klima und für das Wasser.

Die Aktion wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, der Jury des Umweltzeichens und der RAL gGmbH ins Leben gerufen. „Die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Umweltschutz ist ein zentrales Anliegen“, so die Institutionen, die hinter dem Blauen Engel stehen. „Der Recyclingpapierkreislauf eignet sich hervorragend, um Auswirkungen des eigenen Verhaltens auf die Umwelt zu veranschaulichen und bietet konkrete Möglichkeiten zum Handeln.“

Das städtische Umweltamt weist darauf hin, dass unter www.blauer-engel.de/schulstart ein Leitfaden und weitere Infomaterialien zum Herunterladen bereitstehen oder kostenlos angefordert werden können.

3,1 Millionen Euro für Hagener Schüler

13. Juli 2016 by

Rund 1100 Euro pro Kopf und Jahr im Offenen Ganztag

Für die verschiedenen Angebote des Ganztagsbetriebs erhält die Stadt Hagen als Schulträger in diesen Tagen Förderbescheide der Bezirksregierung Arnsberg. Im Schuljahr 2016/17 belaufen sich die Zuwendungen des Landes hier auf knapp 3,1 Millionen Euro. Gefördert werden – wie bisher – Ganztagsangebote im Primarbereich und an den Schulen der Sekundarstufe I.

Im Einzelnen:

Im Bereich der Primarstufe kommen die Fördergelder in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro der Weiterentwicklung des Angebotes an 33 Offenen Ganztagsschulen (OGS) zugute – mit insgesamt 2.235 Betreuungsplätzen. Pro Schüler und Jahr lässt sich die Landesregierung die Förderung also etwa 1100 Euro kosten.

Für weitere Betreuungsangebote an Schulen der Primarstufe vor und nach dem Unterricht stehen darüber hinaus 12.000 Euro aus dem Förderprogramm „Schule von Acht bis Eins“ zur Verfügung.

Für die Angebote in der Sekundarstufe I hat das Land über das Programm „Geld oder Stelle“ für Ganztagsschulen und Schulen mit Halbtagsbetrieb zusätzlich 582.650 Euro bereitgestellt. Damit wird an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht eine pädagogische Übermittagsbetreuung gewährleistet. Ebenso wird ein ergänzendes außerunterrichtliches Ganztags- und Betreuungsangebot ermöglicht. Die Schulen können eigenständig entscheiden, ob sie Lehrerstellen oder Geldmittel beantragen.

(In einer früheren Variante dieses Beitrags waren für den Primarbereich versehentlich falsche Zahlen genannt worden.)

Brücken bröckeln

13. Juli 2016 by

Sanierungsprogramm notwendig

In den nächsten Jahren müssen mindestens 30 Brücken in Hagen repariert oder sogar neu gebaut werden. Das hat der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) deutlich gemacht. Denn immer mehr Brücken in Hagen seien nur noch eingeschränkt befahrbar.

Geschwindigkeits- und Tonnenbeschränkungen weisen ebenso wie Fahrbahnverengungen und Einbahnregelungen darauf hin, dass die gerade befahrene Brücke Defizite aufweist und somit ihre ursprüngliche Tragkraft eingebüßt hat.

Über 200 Brückenbauwerke, so erläuterte WBH-Chef Hans-Joachim Bihs der SPD-Fraktion im Rat, gebe es in Hagen. 30 davon müssten in den kommenden Jahren saniert oder sogar abgerissen und neu gebaut werden. Eine immense Kostenwelle, die da auf die Stadt Hagen zurollt. Doch ein Investitionsprogramm für die kommenden 10 bis 15 Jahre, bei dem ca. 50 Mio. Euro verbaut werden, scheint alternativlos.

So wird derzeit bereits die Autobahnbrücke (A 46) über die Berchumer Straße saniert. Zwei Jahre lang wird das in die Jahre gekommene Bauwerk eine Baustelle sein. Im nächsten Jahr soll die Brücke über die A 46 an der Hammacher Straße abgerissen und neu gebaut werden. Auf der Liste der gefährdeten Brücken stehen auch die Fuhrparkbrücke, Talbrücke Helfe, Ischelandbrücke, die Auffahrt zur B7 am Arbeitsamt und die Ribbertbrücke in Dahl. Weitere werden wohl folgen.

Verzerrte Beweislage?

12. Juli 2016 by

Nach Anschlag auf Flüchtlingshaus in Altena schwere Vorwürfe gegen Ermittler

Wollte die Staatsanwaltschaft Hagen das politische Motiv eines Brandanschlags unterschlagen? Der LINKE-Politiker Jasper Prigge fordert eine Untersuchung. (…)

Quelle: neues deutschland

Land muss mehr Fördergelder einplanen

12. Juli 2016 by

NRW-Kulturförderung deutlich unter Durchschnitt
Städtetag NRW zum Kulturförderplan des Landes

Die ernste Lage der in immer stärkerem Maße von Kürzungsattacken betroffenen Kultureinrichtungen, darunter das Theater Hagen, hat jetzt auch den Städtetag NRW auf den Plan gerufen.

Mit Blick auf den ersten Kulturförderplan NRW fordert der Städtetag Nordrhein-Westfalen von der Landes­regierung, den Landesanteil an den Gesamtausgaben für die Kultur in den nächsten Jahren systematisch zu erhöhen. Außerdem müsse sich das Land finanziell stärker an der Förderung der Stadttheater beteiligen, so wie es in anderen Bundesländern längst üblich ist.

Dazu sagte der Vorsitzende des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Oberbürger­meister Pit Clausen aus Bielefeld: „Pläne allein nützen wenig, wenn es für die Ausführung kein Geld gibt. Deshalb erwarten die Städte, dass das Land seinen Kulturförderplan mit einer deutlichen Erhöhung seiner Kulturförder­mittel verknüpft. Neben einem Ausgleich für Tariferhöhungen brauchen wir auch einen Ausgleich für Steigerungen bei den Sachkosten und Dienst­leistungen vor allem im Theaterbereich. Nur so kann das Förderniveau des Landes zumindest gehalten werden.

Darüber hinausgehend sollte allerdings auch das Potential der kulturellen Bildung für die Integration bedacht und berücksichtigt werden. Kulturelle Angebote sind ebenso wichtig und von grundlegender Bedeutung für die persönliche Entwicklung jedes einzelnen wie für unsere gesamte Gesellschaft.“

Verglichen mit anderen Bundesländern fördert Nordrhein-Westfalen die Kultur seit Jahren unterproportional. Für das Jahr 2016 steigt der Kulturhaushalt des Landes um lediglich 1,7 Prozent, für das Jahr 2017 sind bislang nur 1,1 Prozent mehr geplant, und 2018 ist keine Erhöhung vorgesehen.

Gleichzeitig liegt der Anteil der Kommunen an den öffentlichen Kulturausgaben in Nordrhein-Westfalen laut Kulturfinanzbericht 2014 der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bereits jetzt bei fast 80 Prozent. Das sind 20 Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt der anderen Bundesländer.

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen weist darauf hin, dass insbesondere die 18 Stadttheater, aber auch viele weitere Theaterspielstätten, zum Kern der kommu­nalen kulturellen Infrastruktur gehören. Ihre Finanzierung und ihre Entwicklungs­möglichkeiten sind von grundlegender Bedeutung für die städtische Kulturpolitik insgesamt.

„Bei den 18 Stadttheatern ist das Land mit in der Verantwortung, für wirtschaftliche und kulturelle Perspektiven zu sorgen. Es kann nicht sein, dass die Finanzierung von Kostensteigerungen allein den theatertragenden Städten überlassen bleiben soll und sich die Landesregierung aus der Finanzierung zurückzieht. Wir erwarten, dass das Land die 18 Stadttheater in Nordrhein-Westfalen bei den Betriebskosten angemessen und damit deutlich stärker als bislang unterstützt. Aktuell übernimmt das Land nur etwa 5 Prozent der Kosten – in anderen vergleichbaren Flächenländern sind es 30 bis 50 Prozent.“

Mittelfristig sollte ein Landesanteil an den Betriebskostenzuschüssen in Höhe von 20 Prozent erreicht werden. Zudem muss auch die finanzielle Förderung der Bespieltheater substanziell verbessert werden. Künftige Kulturförderpläne sollten außerdem vollständig aufgestellt werden, indem die Kulturförderung aller Ressorts der Landesregierung einbezogen wird, z. B. auch im Bereich von Denkmalschutz und Denkmalpflege und in der Jugendhilfe.

Hintergrund: Bezüglich des Betriebskostenzuschuss für die 18 städtische Theater und Orchester (ca. 400 Millionen Euro) gab es im Jahr 2011 die letzte Erhöhung der Zuschüsse des Landes – seinerzeit in Höhe von 4,5 Millionen Euro. Dieser Betrag ist von den nachfolgenden Preis- und Tarifsteigerungen aber seit langem mehr als aufgezehrt.

Herder übernimmt Mehrheit bei Thalia

12. Juli 2016 by

Ein Eigentümerkonsortium unter Führung des Freiburger Verlags Herder erwirbt die Mehrheit an der Hagener Buchhandelsgruppe Thalia. Eine gemeinsame Holding der Unternehmerfamilie Kreke und der Beteiligungsgesellschaft Advent International hatte Thalia 2012 als Teil der damaligen Douglas Holding AG gekauft.

Die Familie Kreke bleibt auch künftig als Minderheitsaktionär beteiligt. Nach Angaben des WDR hält sie 35 Prozent der Anteile, mehr als doppelt soviel wie zuvor. Die Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen. Über den Kaufpreis haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.

Herder ist eine der ältesten Verlegerfamilien im deutschsprachigen Raum, die früher selbst auch Buchläden besessen hat. Erst vor 20 Jahren verkaufte die Familie ihre Buchhandlungen an die Krekes, die sie später in die heutige Thalia integrierte.

Thalia ist nach eigenen Angaben mit mehr als 280 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Marktführer im Sortimentsbuchhandel im deutschsprachigen Raum. Investitionen planen die neuen Eigentümer insbesondere im Omni-Channel-Handel und im Bereich eReading.

Wege aus der Vergangenheit in die Zukunft

12. Juli 2016 by

Die Machtpolitik vor Hunderten von Jahren hat in Südwestfalen scharfe Grenzen hinterlassen, die noch sichtbar sind. Der Blick zurück zeigt aber auch: Migration ist etwas völlig Normales.

Etwas für sie Merkwürdiges fällt Felicitas Schmieder immer wieder in Teilen von Nordrhein-Westfalen auf: Schilder, die es in anderen Regionen nicht oder viel seltener gibt – Hinweisschilder auf kirchlich getragene Krankenhäuser, auf einen „Evangelischen Friedhof“ oder auf einen „Katholischen Friedhof“. Das Land ist bis heute noch konfessionell geprägt. „Das ist mir aus anderen Regionen gar nicht bekannt, zumindest nicht in diesem Umfang“, betont Schmieder.

Ganz besonders im südwestfälischen Raum dokumentieren sich scharfe Grenzen innerhalb der Bevölkerung und in den Räumen. Sie sind nicht zuletzt Folgen machtpolitischer Zusammenhänge in Spätem Mittelalter und Früher Neuzeit: „Die Grafschaft Mark war ebenso wie das Herzogtum Westfalen und der reichen und mächtigen Reichsstadt Dortmund ein bedeutender Machtfaktor in dem Gebiet, das heute NRW ist. Was die Grafen von der Mark und andere Akteure damals taten, hat bis heute tiefe Spuren hinterlassen“, erläutert Prof. Dr. Felicitas Schmieder. Das kann man sogar noch an aktuellen Bevölkerungsstrukturen erkennen – hier Protestanten, da Katholiken.

Diesen Zusammenhängen spürt Felicitas Schmieder als Leiterin des Lehrgebiets „Geschichte und Gegenwart Alteuropas“ an der FernUniversität in Hagen nach – und stellt Verbindungen zum Heute her. So kommt sie auch zu dem Schluss, dass die gegenwärtige „Flüchtlingskrise“ gar nicht so außergewöhnlich ist, wie dies allgemein gedacht wird. Beispielhaft macht sie das an der Machtpolitik der Grafen von der Mark deutlich. (…)

Quelle: FernUni

Kulturgeschichte auf dem Buschey-Friedhof

12. Juli 2016 by

Buschey-Friedhof_b__Dieter_FassdorfDer Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen ist der älteste Friedhof Hagens, der noch belegt wird. Foto: Dieter Fassdorf

Zu einem kulturgeschichtlichen Gang über den Buschey-Friedhof mit Dr. Elisabeth May lädt die Volkshochschule Hagen im Rahmen des Urlaubskorbs für Donnerstag, 14. Juli, von 11 bis 12.30 Uhr ein.

Der Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen ist der älteste Friedhof Hagens, der noch belegt wird. Er wurde am Ostermontag 1810 eingeweiht und verdeutlicht heute in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur.

Historische Friedhöfe sind nicht nur Zeugen der Vergangenheit und dokumentieren den Umgang mit dem Tod, sondern sie sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey-Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben verschiedener Epochen. Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen.

Der Treffpunkt ist am Seiteneingang Grünstraße. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 €, die vor Ort bar kassiert werden. Das Serviceteam der VHS bittet um rechtzeitige Anmeldung unter der Kursnummer 1100 unter Telefon 02331/207-3622.


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