SPD-Ortsverein Altenhagen hält jetzt Gelder zurück

5. Dezember 2019 by

Der SPD-Ortsverein Altenhagen wird dem Unterbezirk kein Geld mehr überweisen. (…)

„Wir sind von Herrn Schisanowski hingerichtet worden“, greift Schmidt in seiner Parteitagsbilanz zu drastischem Vokabular. Der SPD-Parteichef habe den Ortsverein „in die Luft gejagt“, um ihn mit anderen Ortsvereinen zu fusionieren, spekuliert Schmidt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Siehe dazu auch:

„Die Handschrift Schisanowskis“
SPD Altenhagen kritisiert den Vorsitzenden der Hagener SPD

SPD Hohenlimburg gibt Abgaben nicht an Hagen weiter

Gebäude der Sekundarschule über die Jahre verrottet

5. Dezember 2019 by

Kaputte Türen, durchlöcherte Wände, verdreckte Toiletten, Schimmel und Schmutz überall – die Zustände in der Sekundarschule Altenhagen sind untragbar. Das war die einhellige Meinung der Mitglieder des Schulausschusses Hagen, die sich am Dienstagabend mit der Situation der Lehranstalt beschäftigten. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Martin Zingsheim: „Aber bitte mit ohne“

5. Dezember 2019 by

Kabarett im Theater Hagen

Die beliebte Kabarett-Reihe im Theater Hagen wird am 9. Dezember 2019 (19.30 Uhr, Großes Haus) mit dem Auftritt von Martin Zingsheim und seinem neuen Programm „Aber bitte mit ohne“ fortgesetzt.

Heutzutage ist Verzicht der wahre Luxus: Kein Fleisch, keine Laktose, keine Religion und vor allem keine eigene Meinung. Einfach loslassen. Auch Martin Zingsheim (Foto: Tomas Rodriguez) hat sich frei gemacht: Ein Mann, ein Mikro, keine Pyrotechnik. Denn alles was Du hast, hat irgendwann Dich. Und Relevanz braucht keine Requisiten.

Wenn Überflussgesellschaften Verzicht üben, ist das Leben voller Widersprüche. Zweitägige Fernreisen treten Viele nur noch in fair gehandelten Öko-Klamotten an und transportieren Wasser in Plastikflaschen dafür mit dem Elektrofahrrad. Martin Zingsheim findet in „Aber bitte mit ohne“ gleich eine ganze Menge Wahnsinn, auf den man sofort verzichten könnte: Kundenrezensionen, Terrorismus-Experten, Tierfreunde, Hobbypsychologen, Online-Petitionen und glutenfreie Sprühsahne. Nur auf eines sollten Sie niemals verzichten: ins Theater zu gehen!

Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Kabarettist, Comedian und Musiker aus Köln präsentiert sein neues Programm, in welchem er wie kein Zweiter sprachlich brillante Komik und rasante Gags mit kritischer Tiefenschärfe zu verbinden weiß. Zingsheim ist wie Philosophie, nur mit Witzen statt mit Fußnoten. Dadurch wird’s auch deutlich lustiger.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Schlachthof: Bald Parkplatz für neue Eventhalle?

4. Dezember 2019 by

Der Herdecker Vural Delibasi ist Geschäftsführer der „Eventhalle Hagen“ bzw. deren Betreibergesellschaft Event Hagen GmbH an der Rehstraße im ehemaligen Sozial-/Kantinengebäude der Enervie bzw. Stadtwerke Hagen. (…)

Delibasi gibt an, seine Eventhalle, die auf etwa 2.000 Quadratmetern Fläche auf zwei Etagen rund 500 Personen Platz bietet, sei nach drei Jahren Betrieb nun so gut ausgelastet, dass er sie gerne erweitern möchte. Dafür soll unmittelbar hinter dem jetzigen Gebäude auf dem großen Parkplatz des „Stadtwerk“ ein Neubau mit einer Grundfläche von 2.300 Quadratmetern errichtet werden.

Dieses gesteigerte Platzangebot für ein „multikulturelles Eventangebot“ benötigt natürlich Parkplätze. Der Plan von Delibasi: Die beiden Gelände (Enervie/Stadtwerke und Schlachthof) werden verbunden. Auf dem Schlachthofgelände werden verschiedene Gebäude – unter anderem die alte Verwaltung sowie die durch Brände beschädigte Dönerfarbik und eine ebenfalls stark beschädigte Lagerhalle – abgerissen und durch Parkplätze ersetzt. Auch der Geländeteil am S-Bahn-Haltepunkt Wehringhausen, Einfahrt Minervastraße, wird zu Parkplätzen umfunktioniert. (…)

Quelle: wehringhausen.org

Anmerkung: „Versüßt“ für die Entscheider-Gremien im Rathaus wird das Vorhaben mit einer direkt an der hochbelasteten Wehringhauser Straße geplanten Kindertagesstätte. Eine KITA war bekanntlich auch schon „hilfreich“, um den Abriss des Block-1-Areals in die Wege zu leiten.

Planer ist übrigens das Architekturbüro Meier + Partner. Einer der Partner ist das Ratsmitglied Jörg Meier (SPD), der außerdem als stellvertretender Vorsitzender des für Bauvorhaben strategisch wichtigen Stadtentwicklungsausschusses fungiert.

Details auf dem Lageplan (pdf)

„Die Handschrift Schisanowskis“

4. Dezember 2019 by

SPD Altenhagen kritisiert den Vorsitzenden der Hagener SPD

Der SPD-Ortsverein Altenhagen lässt den Parteitag des Unterbezirks Hagen Revue passieren, auf dem die Kandidaten für die Kommunalwahl im September nächsten Jahres gewählt wurden.

Besonders auffällig sei es gewesen, dass für die Kandidaten der SPD-Ortsvereine Altenhagen und Hohenlimburg für den Rat gezielt Gegenkandidaten aufgestellt und die beiden Ortsvereine damit ausgebremst wurden, bemängelt der Altenhagener OV-Vorsitzende Bernd Schmidt.

Dabei sei die Handschrift des Unterbezirksvorsitzenden der SPD Hagen zu erkennen gewesen. Die SPD Ortsvereine Altenhagen und Hohenlimburg sollten bei der Wahl der Kandidaten für den Rat abgestraft werden.

Der SPD Ortsverein Altenhagen ist enttäuscht darüber, „dass unser hochgeschätzer Landtagsabgeordneter und nominierter Oberbürgermeisterkandidat, der noch gewählt werden muss, sich ganz hinter dem Unterbezirksvorsitzenden der SPD Hagen versteckt.“

Vielleicht sei das auch die Ursache für den fehlenden Rückhalt bei den Grünen gegenüber Wolfgang Jörg, so Bernd Schmidt: Weil er sich zu sehr dem Unterbezirksvorsitzenden der SPD Hagen anvertraue.

Weiter kritisiert die Altenhagener SPD, dass für die Partei in der künftigen Bezirksvertretung Mitte kein Vertreter mit Migrationshintergrund vertreten sein werde. Dabei habe der Ortsverein einen engagierten und vorbildlichen Kandidaten vorgeschlagen.

Trotz dieses Ärgers verspricht Bernd Schmidt: „Wir bleiben in unserem Stadtteil aktiv. Wir machen Politik ohne Geld zu verdienen und werden auf diese Art und Weise weitermachen.“ Was wohl bedeuten soll: Auch ohne den Unterbezirksvorstand.

SPD Hohenlimburg gibt Abgaben nicht an Hagen weiter

4. Dezember 2019 by

Von den vier Kandidaten, die die Hohenlimburger SPD ins Rennen um die Ratssitze schicken wollte, ist nur eine Kandidatin durch das Votum vom Hagener SPD-Parteitag bestätigt worden. (…)

Auf Anfrage bestätigt Mark Krippner, dass die Abgaben der Mandate in die Kasse des Ortsvereins fließen. „Wir bezahlen die Abgabe an den Ortsverein Hohenlimburg und nicht an den Unterbezirk Hagen, weil die Parteiführung uns seit Jahren ignoriert.“ Die Stimme des Ortsvereins habe in Hagen kein Gewicht, das Geld solle daher besser in Hohenlimburg bleiben. „Damit finanzieren wir die politische Arbeit vor Ort.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Stadt zieht Vorlage zu Hotelplänen an Feithstraße zurück

4. Dezember 2019 by

Baudezernent Henning Keune begründete diesen ungewöhnlichen Schritt damit, dass man die Beteiligung der Nachbarschaft an dem Verfahren noch einmal sauber abprüfen wolle, so dass man ein „belastbares Ergebnis“ vorlegen könne. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Während sich die Mächtigen aus Wohnungswirtschaft, Politik und Verwaltung im Fall Wehringhausen (GWG-Block) auf einen Durchmarsch geeinigt haben, wird im Fleyerviertel wieder einmal ganz anders verfahren. Dort wurde schon 2018 nur für eine Baulücke ein Bebauungsplanverfahren beschlossen, was die Ratsmehrheit in Wehringhausen, wo inzwischen ein ganzes Karree platt gemacht worden ist, für überflüssig erachtete. Aber im Fleyerviertel ist schließlich auch eine Klientel ansässig, die dem hiesigen Machtapparat einerseits eher verbunden ist und andererseits, falls das nicht reichen sollte, mit höherer Juristendichte auch gefährlicher werden kann.

Zwei virtuose und originelle Köpfe

4. Dezember 2019 by

Am Donnerstag, 5. Dezember ab 20 Uhr ist das Duo Silke Eberhard (Saxophon, Klarinette) und Uwe Oberg (Klavier) zu Gast in der Villa Post der VHS Hagen, Wehringhauser Straße 38, 58089 Hagen. In ihrem Konzert der Soundtrips NRW werden Martin Verborg (Violine), Hagen, und Simon Camatta (Schlagzeug), Essen, mitwirken.

Der Eintritt beträgt 9,- Euro. Reservierungen sind bei der VHS Hagen, Tel. 02331 207-3622, möglich.

Seit fünf Jahren spielen der Wiesbadener Pianist und die Berliner Saxofonistin und Klarinettistin zusammen. 2016 erschien ihre preisgekrönte CD „Turns“ mit Kompositionen von Carla Bley, Annette Peacock, Jimmy Giuffre und eigenen Stücken, die einen Bogen schlagen zur Free-Jazz-Bewegung der 60er Jahre und zum Pianisten Paul Bley. Inzwischen erkunden Oberg und Eberhard in einem offeneren Sinne das weite Feld freier musikalischer Räume.

Es ist ein Vergnügen, wenn sich zwei virtuose und originelle Köpfe wie Silke Eberhard und Uwe Oberg im Spiel finden. Beiden gemeinsam ist sowohl ein stets unkonventioneller Blick auf Kompositionen wie ein spielerischer und enorm abwechslungsreicher Umgang mit Improvisation mit einer Bandbreite, die vom Poetisch-Liedhaften bis zu turbulenten und komplexen Klangkaskaden reicht. Nur eines ist allerdings sicher: Nichts ist vorhersehbar!

Uwe Oberg spielt an der Schnittstelle zwischen Jazz und neuer improvisierter Musik. Er sucht immer wieder improvisatorische Begegnungen, etwa im Duo mit Heinz Sauer oder im Zusammenspiel mit Peter Kowald, Tony Oxley, Matthias Schubert, dem Jazzensemble des HR, Rudi Mahall, Evan Parker, Axel Dörner und Frank Gratkowski. 2007 wurde Oberg mit dem HESSISCHEN JAZZPREIS ausgezeichnet.

Silke Eberhard war 2005 Preisträgerin beim Studiowettbewerb des Berliner Senats, 2007 erhielt sie den 10. Jazzpott in Essen, 2011 den Internationalen Jazzpreis der Nürnberger Nachrichten. Als Artist in Residence war sie u.a. 2015 von der Peter Kowald Gesellschaft/Ort e.V. nach Wuppertal eingeladen. 2015 wurde ihr Album Potsa Lotsa Plus plays Love Suite by Eric Dolphy auf die Bestenliste 2015/1 des Preises der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. Im 63sten und 65sten Critics poll des Downbeat wird sie als `Rising Star Alto Saxophone´ aufgeführt.

Einstimmung auf das Beethoven-Jahr 2020

4. Dezember 2019 by

Viertes Kammerkonzert im Kunstquartier Hagen

Das vierte Kammerkonzert findet am 8. Dezember 2019 mit Beginn um 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen statt und bietet eine Einstimmung auf das Beethoven-Jahr 2020 (250. Geburtstag).

Auf dem Programm stehen folgende Werke dieses Komponisten: die 1808 vollendete dreisätzige Sonate für Violoncello und Klavier A-Dur op. 69, die 1798 geschriebene Violinromanze F-Dur op. 50 und das 1795 veröffentlichte viersätzige Klaviertrio c-Moll op. 1 Nr. 3.

Für die Präsentation dieser Kompositionen haben sich Evgeny Selitsky (Violine), Rolf Petrich (Violoncello) und Amy Tarantino-Trafton (Klavier) zusammengefunden.

Eintritt 12 / 8 Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Verspätung: Sanierung des Hauptbahnhofs Hagen erst 2023

3. Dezember 2019 by

Rund 32 Millionen Euro will die Deutsche Bahn in den Hagener Hauptbahnhof investieren. Doch die groß angekündigte Sanierung beginnt nicht, wie ursprünglich angekündigt, im Jahr 2020, sondern verschiebt sich um drei Jahre nach hinten. Baubeginn ist nun erst 2023, in diesem Jahr sollte die Sanierung den anfänglichen Plänen zufolge eigentlich abgeschlossen sein. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Bürger-Protest gegen die Hotelpläne an der Fernuni Hagen

3. Dezember 2019 by

Gegen die Pläne, an der Feithstraße gegenüber dem Hauptverwaltungssitz der Hagener Fernuniversität einen 125-Zimmer-Hotel zu errichten, formiert sich der entschiedene Protest der Anwohner. In einer Eingabe an den Beschwerdeausschuss der Stadt Hagen kritisieren die direkten Anlieger aus der Feith- sowie aus der Steubenstraße, dass die federführende Bauverwaltung die Investitionsentwicklung eines hessischen Projektentwicklers durchwinke, ohne die berechtigten Interessen der dort lebenden Menschen ausreichend zu berücksichtigen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Zur Nutzung des Grundstücks legt der Bebauungsplan fest: „Sonstige Sondergebiete mit der Zweckbestimmung wissenschaftliche Einrichtungen und Verwaltung sowie technologieorientiertes Dienstleistungsgewerbe“.

Da es aus diesem Spektrum laut Beschlussvorlage kein Interesse an dem Grundstück gab, wird ein Hotelbau in den Bebauungsplan hineindefiniert: „Das aktuell beantragte Vorhaben würde ebenfalls zur Förderung der wissenschaftlichen Einrichtungen und der Bildungsangebote entlang der Feithstraße beitragen. So wird das geplante Hotel neben den  Übernachtungsmöglichkeiten auch mehrere Konferenzräume und eine Gastronomie anbieten und damit das Dienstleistungsangebot erweitern und ergänzen. Die Zielsetzung des Bebauungsplanes, mit der Festsetzung von Dienstleistungsgewerbe den Standort der Fernuniversität auszubauen, würde die geplante Nutzung in diesem Sinne unterstützen.“

Ein Hotel vielleicht als „technologieorientiertes Dienstleistungsgewerbe“? Was nicht passt, wird passend gemacht.

„Nachbarliche Belange“ seien „nicht betroffen“ heißt es weiter. Offenbar doch – siehe Pressebericht.

Weihnachtliches Mitsingkonzert

3. Dezember 2019 by

Das Philharmonische Orchester Hagen lädt in Kooperation mit der Hochschule für Musik Detmold am 8. Dezember 2019 (18.00 Uhr) alle sangesfreudigen Menschen zum kräftigen Mitsingen in einem stimmungsvollen Weihnachtskonzert in die Johanniskirche ein. Wer nur zuhören möchte, ist natürlich auch herzlich willkommen.

Neben bekannten Weihnachtsliedern wie „Tochter Zion“, „O du fröhliche“ und „Kommet ihr Hirten“ enthält das abwechslungsreiche Programm u.a. Werke von Engelbert Humperdinck (Fünf Tonbilder aus der Oper „Dornröschen“), das populäre „Concierto de Aranjuez“ von Joaquín Rodrigo und eine Suite aus Peter Tschaikowskis Ballett „Dornröschen“.

Die musikalische Leitung und Moderation übernehmen Studierende der Dirigierklasse der Hochschule für Musik Detmold – Mareike Jörling, Florian Kretlow, Taepyeong Kwak, Lukas Ziesché (Foto: Theater) – unter der Gesamtleitung von Prof. Florian Ludwig. Der Gitarrensolist ist Juan Carlos Arancibia Navarro.

In Kooperation mit der Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Billige Polemik

2. Dezember 2019 by

In einer Kolumne mokierte sich der WPWR-Schreiber Hubertus Heuel in der Samstagsausgabe des Einheitsblatts darüber, dass er für eine Busfahrt von Herdecke nach Hagen sechs Euro zahlen musste.

Nun ja, es stimmt nicht so ganz: Das Ticket kostete 5,90 Euro. Aber etwas merkwürdige Darstellungen ist man bei dem Herrn schließlich gewohnt. Andererseits ist seine Kritik am Preissystem des hiesigen ÖPNV durchaus berechtigt.

Was der flotte Dichter, der offenbar nur ausnahmsweise Busse von innen kennt, allerdings völlig außer acht lässt: Mit dem Auto ist es viel teurer – regelmäßig nachzulesen selbst beim Lobbyverband der Spritfreunde, dem ADAC.

Schon für die einfache Fahrt in einem Pkw der unteren Mittelklasse würden nach den jährlich veröffentlichten Berechnungen des Autofahrervereins Kosten in gleicher Höhe angefallen. Hätte sich unser Hubertus dagegen ein entsprechendes Ticket – in diesem Fall der Preisstufe B – im Abo zugelegt, müsste er pro Fahrt nur 2,45 Euro berappen (bei 22 Arbeitstagen/Monat und jeweils einer Hin- und Rückfahrt).

Aber so kennen Zeitungsleser ihren Hubertus Heuel: Im Zweifelsfall muss billige Polemik als Schallverstärker herhalten.

Wolfgang Jörg entschuldigt sich – aber wie!?

2. Dezember 2019 by

Der designierte OB-Kandidat der Hagener SPD, der Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg, hat sich für seine Äußerung auf dem Parteitag am Samstag entschuldigt. Aber nur bei seinen Fakebook-“Freunden“; das waren am Sonntagabend gerade einmal 460.

Jörg hatte bezogen auf die anderen Fraktionen im Stadtrat angekündigt: „Ich werde sie jagen.“ Ein Satz, der politisch kontaminiert ist, weil der damalige AfD-Vorsitzende Alexander Gauland es am Abend der Bundestagswahl 2017 fast genauso formuliert hatte: „Wir werden sie jagen. Wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen.“

Der OB-Kandidat versucht es auf seiner Fakebook-Seite so zu erklären: „Das „Jagen“ bezog sich dabei lediglich auf die inhaltliche Auseinandersetzung im Wahlkampf und der kommenden Legislaturperiode.“ Das dürfte Gauland auch so gemeint haben.

Jörg weiter: „Ich hätte es jedoch anders formulieren müssen und dafür entschuldige ich mich ausdrücklich. Jeder, der mich und meine politische Haltung kennt, weiß, dass ich niemals bewusst Vokabular der populistischen AfD verwenden würde.“

Prompt tritt Jörg in das nächste Fettnäpfchen. Die AfD als „populistisch“ zu bezeichnen, darf man inzwischen getrost als Verharmlosung werten. Nachdem einer der führenden Köpfe der AfD, der Frontmann des völkisch-nationalistischen „Flügels“ Björn Höcke, per Gerichtsbeschluss „Faschist“ genannt werden darf, sah sich AfD-Gauland dazu veranlasst, ihm Rückendeckung zu geben: „Herr Höcke ist die Mitte der Partei.“

Ergo: In der AfD tummeln sich demnach auch Leute, die noch rechts von Faschisten angesiedelt sind. Währenddessen stellt Jörg mit seiner Qualifizierung „populistisch“ der AfD eine Art Persilschein aus. Der nächste Griff ins Klo.

„Es ist jetzt Zeit zu handeln“

2. Dezember 2019 by

Oberbürgermeister und Landräte im RVR fordert schnelle Hilfe von Bund und Land beim Abbau alter Schulden

Der Kommunalrat der Metropole Ruhr, das Gremium der elf Oberbürgermeister und vier Landräte, bekräftigt seine Forderung nach einer schnellen Altschuldenhilfe durch Bund und Land NRW. Angesichts relativ guter Rahmenbedingungen sei jetzt der Zeitpunkt zum Handeln. Der Bundesfinanzminister hat angeboten, die Hälfte der kommunalen Kassenkredite zu übernehmen, wenn die Länder dem in einem nationalen Konsens zustimmen.

Im aktuellen Kommunalfinanzbericht Ruhr, den der Regionalverband Ruhr (RVR) kürzlich vorgelegt hat, beträgt das Kassenkreditvolumen der Gemeinden im Ruhrgebiet noch immer 14,3 Milliarden Euro. Allerdings: Ohne die konsequenten Konsolidierungsanstrengungen der Ruhrgebietskommunen selbst wäre die Situation noch dramatischer.

Der Vorsitzende des Kommunalrates, Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Die positive Konjunkturentwicklung, die niedrigen Zinsen und auch der Stärkungspakt Stadtfinanzen haben uns geholfen, den Haushaltsausgleich möglich zu machen und erste Schulden zu tilgen. Aber eine dauerhafte Konsolidierung der kommunalen Haushalte kann nur gelingen, wenn bei Bund und Land die Weichen richtig gestellt werden. Um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, muss der Altschuldenabbau neu geregelt werden. Es ist jetzt Zeit zu handeln.“

Eine aufgabenangemessene Finanzierung der Kommunen ist der nächste zwingende Schritt, um den Kommunen in der Metropole Ruhr wieder mehr Spielräume für Investitionen zu ermöglichen. Dazu Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin Regionalverband Ruhr: „Auch in Zeiten geringer Haushaltsüberschüsse darf sich niemand zurücklehnen oder gar neue Aufgaben und Soziallasten ohne hinreichende Gegenfinanzierung fordern oder den Kommunen aufbürden.“

Bereits jetzt liegen die Belastungen für Sozialausgaben in den Ruhrgebietsstädten um 48,5 Prozent höher als in den westdeutschen Flächenländern. Damit verdrängen die Sozialausgaben notwendige Investitionen in den Kommunen. Der gemeinsame Wille der Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebietes „Raus aus den Schulden“ muss jetzt mit einem Altschuldenfonds unterstützt werden, so der einhellige Tenor.

Weitere Infos zum aktuellen Kommunalfinanzbericht: www.rvr.ruhr

Hagens SPD-OB-Kandidat Jörg: „Wir werden sie jagen!“

1. Dezember 2019 by

Die SPD hat die Direktkandidaten für die Kommunalwahl 2020 aufgestellt. Dabei wurden die Bewerber aus Hohenlimburg und Altenhagen ausgebremst.

In einem akribisch vorbereiteten Abstimmungsmarathon hat die Hagener SPD am Samstag im Rahmen ihres Parteitages die Ratskandidaten für die Kommunalwahl 2020 aufgestellt.

Dabei folgten die Delegierten einem in den Kulissen sorgfältig vorbereiteten Drehbuch, das letztlich die Wunschkandidaten der SPD-Ortsvereine Altenhagen und Hohenlimburg ausbremste und stattdessen Vertretern der Jusos die Posten der Direktkandidaten sicherte. Gleichzeitig kündigte der designierte OB-Kandidat der Sozialdemokraten Wolfgang Jörg, der am Freitagabend nicht die Rückendeckung einer Grünen-Parteischar erhielt, in bester Diktion von AfD-Frontfigur Alexander Gauland an: „Ab Januar werden wir sie jagen!“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Man muss kein Prophet sein um voraussagen zu können: Dieser Satz wird Wolfgang Jörg bis zur Kommunalwahl im September kommenden Jahres immer wieder um die Ohren gehauen werden. Und das zu Recht. Egal in welchem Zusammenhang er gefallen sein mag – der WPWR-Artikel gibt dazu nichts her -, zeugt es von einer hochgradigen politischen Unprofessionalität, einen, wen nicht den bekanntesten Spruch Gaulands zu übernehmen.

Auch sonst ist vom angedachten OB-Kandidaten der SPD bisher nur eher belangloses zu vernehmen. Wer glaubt, sich mit der Forderung von WLAN in Bussen profilieren zu können, oder wie jetzt auf dem Parteitag laut Presse-Bericht dem Amtsinhaber Erik O. Schulz empfiehlt, „die waldpädagogische Arbeit des Marienhofes im Volmetal durch Gratis-Bustickets unterstützen“ zu sollen, hat die Notwendigkeit einer echten Verkehrswende noch nicht verstanden.

Noch ist ein Dreivierteljahr Zeit bis zur kommunalen Abstimmung, aber die Befürchtung wächst, dass es im kommenden September nicht viel zu entscheiden gibt. Möglicherweise nur die Wahl zwischen einem Erik „Null Punkt“ Schulz und einem Wolfgang „Null ohne Punkt“ Jörg.

Hagen hat 1000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr

1. Dezember 2019 by

Der Hagener Arbeitsmarkt erweist sich trotz der konjunkturellen Abkühlung im November als relativ robust. Die Zahl der Arbeitslosen ging um 101 auf 10.191 zurück, die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 10,2 Prozent. Vor zwölf Monaten waren es 9,2 Prozent. (…)

Die Kräftenachfrage ging im November weiter zurück. Nach der Flaute im Vormonat gab es aktuell mit nur 245 neuen Stellen ein weiteres Minus um 66 oder 21,2 Prozent. In Relation zum Vorjahresmonat war dies sogar mehr als eine Halbierung um 267 Stellen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nur der Vergleich mit dem Vorjahresmonat (also November 2018) ist seriös: 1000 Arbeitslose mehr und weniger als die Hälfte freie Stellen, dazu noch die Arbeitslosen, die in dieser Statistik nicht mehr erfasst werden. Legt man die bundesweiten Verhältnisse zugrunde, wären das nochmal 400 bis 500 Arbeitslose mehr. Hier von einem „relativ robusten Arbeitsmarkt“ zu sprechen, ist schon dreist.

Hagens Altschulden: Berlin ist für Kämmerer keine Reise wert

1. Dezember 2019 by

(…) Wenig erbauliche Nachrichten brachte Finanzdezernent Christoph Gerbersmann von einem Altschuldengipfel in Berlin mit. Zwar habe es in der Hauptstadt von allen Seiten Zustimmung gegeben, sich an einer Lösung beteiligen zu wollen. Allein der Bund gab, neben den Ländern, für 50 Prozent der Außenstände eine Finanzierungszusage. „Allerdings blieb offen, wer den ersten Schritt macht“, beklagte Gerbersmann. „Einer wartet auf den anderen, die weiteren Schritte sind offen – das ist nicht so konkret wie erhofft.“

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

„Jacques Offenbach – Meister des Vergnügens“

1. Dezember 2019 by

Im Zusammenhang mit der Neuinszenierung der Offenbach-Oper „Hoffmanns Erzählungen“ bietet das Theater Hagen am 6. Dezember 2019 um 18.30 Uhr im Theatercafé vor der Vorstellung eine Lesung an. – Der Eintritt ist frei.

Zu Gast ist Heiko Schon, der als freier Autor Rezensionen, kulturelle Beiträge und Essays für verschiedene Print- und Onlinemedien sowie für Opernführer verfasst. Zu den Buch-Veröffentlichungen des Musikjournalisten gehört „Jacques Offenbach – Meister des Vergnügens“, welches im November 2018 erschien und sich mit Leben und Werk dieses Komponisten beschäftigt. Aus diesem Buch wird Heiko Schon (Foto: Theater) bei dieser Veranstaltung Passagen vortragen, und dabei wird man auch viel Wissenswertes zu Offenbachs letztem Musiktheaterwerk „Hoffmanns Erzählungen“ erfahren. Dieses Buch ist an dem Abend käuflich zu erwerben und wird gerne vom Autor signiert.

Im Anschluss an diese Lesung wird Dramaturgin Rebecca Graitl eine kurze Einführung (zum Inhalt und zur Neuinszenierung) geben.

Grüne mit großer Mehrheit für Schulz

30. November 2019 by

Es bleibt bei Jamaika: Die Grünen in Hagen unterstützen Erik O. Schulz als Oberbürgermeister-Kandidaten. Das Votum am Freitag fiel deutlich aus. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Da ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Ob es bei Jamaika bleiben kann, wird erst durch die Kommunalwahl entschieden – bis dahin ist der Weg noch lang. Drei Viertel der grünen Mitglieder waren laut Bericht erst gar nicht zur Versammlung erschienen. Wenn dort gut zwei Dutzend Mitglieder für Schulz votiert haben, bedeutet das noch lange nicht, dass die mehr als 13.000 Hagener, die den Grünen bei der Europawahl ein 18-Prozent-Ergebnis beschert haben, das genau so sehen. Damals standen profilierte Persönlichkeiten wie Sven Giegold und Ska Keller zur Wahl – und wer wird in Hagen kandidieren?

Grüne Wähler dürften das gebrochene Wahlversprechen vor der letzten Kommunalwahl nicht vergessen haben, „nur“ Schulz als OB-Kandidaten zu unterstützen, aber keineswegs damit auch einen Eintritt in eine Koalition mit CDU und FDP anzustreben. Nach der Wahl sah die Welt dann bekanntlich sehr schnell ganz anders aus – bis heute.

Krippner tritt nicht erneut für den Rat an

30. November 2019 by

Mark Krippner und Ramona Timm-Bergs werden im kommenden Jahr nicht mehr für den Hagener Rat kandidieren. Am Ende der gestrigen Mitgliederversammlung der SPD Hohenlimburg standen die beiden SPD-Ratsvertreter aus Hohenlimburg nicht mehr auf der Liste der Nominierten. „Ich möchte mich künftig mehr auf meine Aufgaben in der Bezirksvertretung konzentrieren“, sagte Krippner zu den Gründen. Ramona Timm-Bergs wollte sich auf Anfrage dieser Zeitung nicht zu dem Ergebnis äußern. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Antisemitische Äußerungen stoppen Austellung

30. November 2019 by

Die Ausstellung von Kevin Ernst in der Rathausgalerie ist heute, 28. November, gestoppt worden. (…)

Ein Schreiben des Arbeitskreises Antifa Hagen, in dem auf antisemitische Äußerungen im Facebook-Account von Kevin Ernst hingewiesen wird, hat zu dem Schritt geführt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Arbeitskreis Antifa Hagen schrieb dazu auf seiner Internet-Seite, es sei „ein Skandal, dass innerhalb weniger Wochen nach dem Eklat um den Schlagersänger Christian Anders wieder ein Antisemit in einer der beiden Galerien in der Hagener Innenstadt eine Bühne bekommt“.

Die Rathaus-Galerie hatte zur Eröffnung der Ausstellung noch geschmalzt:

„Für den hochsensiblen Künstler war das Leben schon immer eine Herausforderung. In der rauhen Welt fand er den Ausgleich in der Graffiti-Kunst. Diese Leidenschaft ermöglichte es dem jungen Künstler, schöpferisch seine Emotionen auszudrücken und Kritik an gesellschaftlichen Normen zu üben…“

„Abfallwirtschaft“ vermeidet Abfall nicht wirklich

30. November 2019 by

Über die Notwendigkeit der Kreislaufwirtschaft sprachen der Präsident und der zuständige Abteilungsleiter des Wuppertal Instituts in der FernUni Hagen

„Wir haben Glück gehabt und hohe wissenschaftliche Qualität hierher geholt – und das auch noch mit einem günstigen ökologischen ‚Fußabdruck‘“, freute sich Prof. Dr. Alfred Endres darüber, dass er den Präsidenten des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie und den Abteilungsleiter für Kreislaufwirtschaft in die FernUniversität in Hagen holen konnte: Prof. Dr. Uwe Schneidewind und Dr. Henning Wilts sprachen über die „Kreislaufwirtschaft als Zukunftskunst“ in der Ringvorlesung Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit des gleichnamigen FernUni-Forschungsschwerpunktes.

Den mehr als 50 konzentriert zuhörenden und diskussionsfreudigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern machten Prof. Schneidewind und Dr. Wilts deutlich, dass die mit einer Kreislaufwirtschaft verbundene Steigerung der Ressourceneffizienz nicht zuletzt auch viele Potenziale birgt, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu erhöhen. Weit über 80 Prozent der eingesetzten Rohstoffe sind jedoch noch immer ressourcenintensive Primärmaterialen.

Die deutsche Industrie ist hier alles andere als ein Vorbild: „Abfallwirtschaft ‚können wir‘ extrem gut“, so Henning Wilts, „sie ist extrem lukrativ, so wie wir sie betreiben“. Deutschland sei aber nur vordergründig Weltmeister bei der Abfallverwertung, es habe sich zu lange auf technologische Lösungen verlassen. Eine konsistente Kreislaufwirtschaftsstrategie fehle ebenso wie eine Abfallvermeidungskultur. Die Gleichung „mehr Wirtschaftswachstum gleich mehr Abfall“ müsse durch eine nachhaltige Ressourcennutzung, eine Kreislaufwirtschaft, durchbrochen werden.

Deutschland überlege – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern – jedoch noch nicht einmal, eine konsistente Kreislaufwirtschaft einzuführen. Das Wort „Kreislauf“ werden von vielen nur als Alibi benutzt, um nicht über den hohen Verbrauch neuer Ressourcen nachdenken zu müssen, so Wilts. Beides werde „zusammengeworfen“, um den tatsächlichen Rohstoffverbrauch zu verschleiern.

Notwendig dafür sei ein nachhaltiges Ressourcenmanagement. Die Veränderungsprozesse lassen sich, so Schneidewind, auch mit Mitteln der Kunst wie z.B. persönlicher Energie, Rhythmus und Bewegung in ganz anderer Weise managen als mit Mitteln, die in der Wirtschaft zur Verfügung stehen. Daher müssten Technologie, Ökologie, Kunst und Institution hierbei gemeinsam gedacht und die verschiedenen Aspekte erfolgreicher Transformationen integriert betrachtet werden, um die Technikfixierung der Kreislaufwirtschaft kritisch zu hinterfragen.

Die digitale Entwicklung kann für die Einführung einer Kreislaufwirtschaft positiv sein. Das machte Wilts an einem Zukunftsszenario deutlich: Ein „smarter“ Kühlschrank erkennt, wann Lebensmittel nicht mehr verwendbar sind, unbrauchbare Geräte wandern in eine „intelligente“ Mülltonne, der den Wert seines Inhalts berechnen kann, den er dann im Internet verkauft.

Schneidewind ist an einer Forschungskooperation seines Instituts mit der FernUniversität und der Privaten Universität Witten/Herdecke sehr interessiert: „Im Bereich Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit schlummert unendlich viel. Wir haben hier Perlen des Wissenschaftssystems!“ Ein Weg, sich besser kennenzulernen und zu konkreten Kooperationen zu kommen, führt für Schneidewind über die Ringvorlesung Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit.

Quelle: FernUni

In den Fängen der bösen Hexe

30. November 2019 by

„Hänsel und Gretel“ im zweiten Familienkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Im zweiten Familienkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 1. Dezember 2019 mit Beginn um 11.00 Uhr im Großen Haus des Theaters Hagen geht es um eines der bekanntesten Märchen: „Hänsel und Gretel“ der Brüder Grimm.

Die Geschichte der beiden Geschwister, die in die Fänge einer bösen Hexe geraten, sich zum Schluss aber doch noch aus ihrem Lebkuchenhäuschen befreien können, ist nicht nur als Märchen beliebt, sondern auch als musikalische Fassung: Der Komponist Engelbert Humperdinck schuf in den frühen 1890er Jahren eine spätromantische, zauberhafte, melodienreiche Oper, die sich als Klassiker der (Vor)Weihnachtszeit entwickelte und bei jungen wie älteren Menschen bis heute überaus beliebt ist.

Als Erzähler und Moderator ist wieder Juri Tetzlaff mit dabei, deutschlandweit bekannt u.a. aus den Sendungen des Kinderkanals „KiKA“ sowie als kreativer Vermittler in Konzerten für Familien, der seine Zuhörer auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt der klassischen Musik mitnimmt.

Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Wolfgang Müller-Salow wird er dieses populäre Werk in Ausschnitten und in einer neuen Fassung für Orchester und Sprecher präsentieren, die erstmals in Hagen aufgeführt wird.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

CDU Hagen: Purps tritt wieder als Parteivorsitzender an

29. November 2019 by

Die CDU Hagen wählt am 7. Dezember einen neuen Vorstand. Im Rahmen einer vorbereitenden Kreisvorstands- und Ortsunionsvorsitzendenkonferenz wurde einmütig dafür plädiert, Christoph Purps (Kreisvorsitz), Cemile Giousouf sowie Peter Krauss-Hoffmann (beide stellv. Vorsitzende) erneut das Vertrauen auszusprechen. (…)

Quelle: wp.de

Neue Radboxen an Bahnhöfen werden viel genutzt

29. November 2019 by

Seit einem Jahr gibt es abschließbare Radboxen an vier Bahnhöfen in Hagen. Das Angebot kommt gut an – außer in Vorhalle. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Premiere in Hagen: „Hoffmanns Erzählungen“

29. November 2019 by

Oper in fünf Akten von Jacques Offenbach

Szene aus der Produktion: Thomas Paul (Hoffmann), Netta Or (Giulietta); Chor und Extrachor des Theaters Hagen. Foto: Klaus Lefebvre.

Die nächste Premiere im Theater Hagen findet am 30. November 2019 mit Beginn um 19.30 Uhr im Großen Haus statt. Aufgeführt wird die Neuinszenierung der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ („Les Contes d’Hoffmann“) von Jacques Offenbach (Libretto von Jules Barbier; Fassung: Choudens-Guiraud 1907), in französischer Sprache mit deutschen Übertexten.

Diebe, die es auf Schatten und Spiegelbilder abgesehen haben; eine längst verstorbene Mutter, die in den Gesang ihrer Tochter einstimmt; ein Wesen zwischen Mensch und Maschine; geheimnisvolle Doppelgänger – in den Werken des deutschen romantischen Dichters E.T.A. Hoffmann werden die Leser in phantastische Welten geführt, in denen die Gesetze der Logik und Vernunft außer Kraft gesetzt sind.

30 Jahre nach dem Tod E.T.A. Hoffmanns griffen Jules Barbier und Michel Carré auf drei Erzählungen des Autors zurück und machten daraus ein Schauspiel. Ihre Idee war es auch, den Dichter Hoffmann selbst als Protagonisten auf die Bühne zu bringen. Der Komponist Jacques Offenbach, dessen 200. Geburtstag in 2019 gedacht wird, verwendete dieses Stück als Vorlage für seine letzte, abwechslungs-, fantasie- und überaus melodienreiche Oper, die unvollendet blieb und erst posthum 1881 in Paris zur Uraufführung gebracht wurde.

Intendant Francis Hüsers inszeniert „Hoffmanns Erzählungen“ für das Theater Hagen. Zum Produktionsteam gehören: Alfred Peter (Bühne), Katharina Weissenborn (Kostüme), Eric Rentmeister (Choreographie), Martin Gehrke (Licht) sowie Generalmusikdirektor Joseph Trafton (musikalische Einstudierung und Leitung), Wolfgang Müller-Salow (Choreinstudierung), Rebecca Graitl (Dramaturgie).

In der Inszenierung wird Hoffmanns Blickwinkel mit der Perspektive von vier Frauen konfrontiert, die sich in ein Spiel mit ihm begeben und ihn dabei herausfordern. Dadurch entsteht ein Ringen um Macht und Ohnmacht, um die Deutungshoheit über die Geschichten Hoffmanns und nicht zuletzt um das wahre Wesen der Liebe.

Weitere Vorstellungen: 6.12. (19.30 Uhr); 20.12. (19.30 Uhr); 26.12. (16.00 Uhr); 29.12.2019 (15.00 Uhr); 12.1. (18.00 Uhr); 19.1. (18.00 Uhr); 15.2. (19.30 Uhr); 4.3. (19.30 Uhr); 21.3. (19.30 Uhr); 1.4.2020 (19.30 Uhr); Gastspiel in Remscheid: 25.1.2020

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331/207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331/207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Winterpause im Wasserschloss Werdringen

29. November 2019 by

Das Museum Wasserschloss Werdringen in Hagen-Vorhalle geht ab sofort in die Winterpause. Der reguläre Museumsbetrieb öffnet ab Freitag, 6. März 2020, wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten mittwochs bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.

Ausgenommen von der Winterpause sind das Angebot für Kindergeburtstage und das Programm für Schulklassen. Anmeldungen hierfür nimmt das Museumsteam unter Telefon 02331/207-2740 entgegen. Während des Werdringer Weihnachtsmarktes am Samstag, 14. Dezember, von 14 bis 19 Uhr und Sonntag, 15. Dezember, von 11 bis 18 Uhr öffnet das Museum ebenfalls seine Tore bei freiem Eintritt.

SPD Hagen fordert: Mehr Geld für Spielplatz-Sanierungen

29. November 2019 by

Kämmerer Christoph Gerbersmann hatte es schon erwartet: Angesichts der um etwa eine Million Euro erhöhten Zuweisungen des Landes zum kommunalen Haushalt kommen prompt die ersten Begehrlichkeiten aus der Politik. So beantragt die SPD-Ratsfraktion für die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses die im Etat für 2020 eingestellten Finanzmittel für den Umbau und die Einrichtung von Kinderspielplätzen in Höhe von insgesamt knapp 400 000 Euro auf 800 000 Euro zu verdoppeln. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Busspur auf der Körnerstraße wird jetzt markiert

28. November 2019 by

Maßnahme wurde bereits 2016 festgeschrieben

Die Körnerstraße wird ab sofort in Fahrtrichtung stadtauswärts einspurig, da eine neue Busspur zwischen den Bushaltestellen „Neumarktstraße“ und „Arbeitsamt“ eingerichtet wird.

Die veränderte Fahrbahneinteilung ist eine Maßnahme zur Beschleunigung des Busverkehrs, die bereits seit 2016 im Luftreinhalteplan festgeschrieben ist und danach auch Eingang in den Masterplan Mobilität fand.

Um Rückstau durch die Einspurigkeit auf der Körnerstraße zu vermeiden, ist gleichzeitig das Linksabbiegen aus der Hindenburgstraße auf die Körnerstraße nicht mehr möglich; die Hindenburgstraße kann in diese Fahrtrichtung nur noch geradeaus und nach rechts verlassen werden. Aufgrund dieser neuen Regelung und den damit einhergehenden Markierungsarbeiten kann es in den nächsten Tagen im Bereich der Körnerstraße zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Da eine endgültige Markierung der neuen Fahrspuren mit weißer Farbe witterungsbedingt aktuell nicht möglich ist, die neue Busspur für den Fahrplanwechsel der Hagener Straßenbahn AG im Dezember 2019 aber unbedingt erforderlich ist, wird die Spur zunächst vorrübergehend gelb markiert.

Im Frühjahr 2020 richtet die Stadt Hagen Busspuren in beide Fahrtrichtungen über die gesamte Länge der Körnerstraße zwischen der Springmannstraße (Höhe Volkspark) und dem Graf-von-Galen-Ring ein. Die Körnerstraße ist dann in beide Fahrtrichtungen nur noch einspurig für den Individualverkehr befahrbar. Die Busspuren können ab diesem Zeitpunkt in beide Fahrtrichtungen auch von Radfahrern genutzt werden.

Zum letzten Mal: „Der Junge mit dem Koffer“

28. November 2019 by

Eine letzte Gelegenheit gibt es, die Lutz-Produktion „Der Junge mit dem Koffer“ (eine märchenhafte Fluchtgeschichte von Mike Kenny, ab 10 Jahren) zu erleben am 1. Dezember 2019 (15.00 Uhr im Lutz).

Worum geht’s? Naz liebt die Geschichten von „Sindbad, dem Seefahrer“, die ihm sein Vater vor dem Einschlafen erzählt. Doch dann kommt der Krieg in seine Heimat, und Naz wird mit einem Koffer in den Bus gesetzt. Nach London soll er fahren, zu seinem Bruder, der ihm eine Postkarte aus dieser wunderbaren Stadt geschickt hat. Eine abenteuerliche Flucht beginnt, die Naz über Gebirge, Meere und durch Wüsten führt. Unterwegs lernt er Krysia kennen, die ihn ein Stück seines Wegs begleitet. Immer neue Gefahren bedrohen die beiden, doch Naz weiß alle Schwierigkeiten durch die Erinnerung an die Geschichten von Sindbad zu überwinden. Wird er London schließlich erreichen?

Ein Stück über ein brennendes Problem unserer Zeit, einen außergewöhnlichen jugendlichen Helden, sein großes Vorbild Sindbad, den Seefahrer und die unübertreffliche Kraft von Träumen und Geschichten. Ein Theaterabenteuer mit Musik, das nichts beschönigt und doch voller Poesie und Hoffnung steckt.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Lange Nacht der Kunst am 7. Dezember

27. November 2019 by

Theater im Museum zur Feier von 10 Jahren Emil Schumacher Museum & 10 Jahren Kunstquartier Hagen

Museumsräume verwandeln sich für eine Nacht in Bühnen: Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums von Emil Schumacher Museum und Kunstquartier Hagen (Foto: Werner Hannappel) feiert das Kunstquartier am 7. Dezember 2019 zum dritten Mal zusammen mit dem Theater Hagen eine „Lange Nacht der Kunst“. Die Türen der Veranstaltung öffnen sich um 19.00 Uhr, die Höhe des Eintritts bestimmen die Gäste selbst.

In den folgenden Stunden können die Besucher die theatralisch verwandelten Museumsräume auf eigene Faust durchwandern, Kunstwerke betrachten und die Darbietungen des Theaters erleben. Musikalische Überraschungen versprechen das Philharmonische Orchester Hagen und mehrere Kammermusikensembles sowie Kammersängerin Marilyn Bennett.

Tayfun Belgin, Direktor des Osthaus Museums, führt ein Künstlergespräch mit der Trägerin des Karl Ernst Osthaus-Preises 2019 Pia Stadtbäumer und präsentiert Filme von Christoph Böll. Zu hören und zu sehen ist eine vom Lutz entwickelte Szenische Lesung „Osthaus und das Damaskuszimmer“.

Zusätzlich zeigt das Kinder- und Jugendtheater, wie TanzObjekttheater für die ganz Kleinen aussehen kann. Das Ballett wird mit einer Performance zu erleben sein, und das Musiktheater führt das im April 2019 mit großem Erfolg auf die Bühne gebrachte Madrigal „Combattimento di Tancredi e Clorinda“ von Claudio Monteverdi erneut auf. Für das leibliche Wohl sorgt das Team der Museumsgastronomie Novy’s.

Der Eintritt ist frei, aber es gilt: „Pay what you want“. Um die Kosten für die Realisierung dieser vielseitigen Veranstaltung zu decken, sind Spenden erbeten, die in Boxen im Eingangsbereich abgegeben werden können.

Die Lange Nacht der Kunst ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Emil Schumacher Museum, dem Osthaus Museum Hagen und dem Theater Hagen mit freundlicher Unterstützung des Theaterfördervereins Hagen e.V., des Fördervereins Emil Schumacher Museum, des Karl Ernst Osthaus Bunds und des Vereins der Freunde des Osthaus Museums.

Auf dem Tiefpunkt

26. November 2019 by

Keine Ruhrgebietskommune investiert so wenig wie Hagen – trotzdem wird die Stadt ihre Altschulden aus eigener Kraft nie tilgen können

Bei der Höhe der Liquiditätskredite – vulgo: Kontoüberziehungen – liegt Hagen traditionell ganz weit vorne: Mit 5.432 Euro pro Einwohner an dritter Stelle hinter dem Spitzenreiter Oberhausen und dem Zweitplatzierten Mülheim.

Ganz anders sieht es bei Investitionskrediten aus, also Geldaufnahmen, denen reale Werte gegenüberstehen und an denen abgelesen werden kann, in welchem Umfang Kommunen in den letzten Jahren in ihre Substanz investiert haben oder eben nicht – wie in Hagen.

Mit gerade einmal 451 Euro pro Einwohner belegt Hagen mit großem Abstand den letzen Platz innerhalb der kreisfreien Städte und Landkreise des Ruhrgebiets. An vorletzter Stelle liegt der Ennepe-Ruhr-Kreis, dessen Inverstitionskredite mit 898 Euro pro Kopf allerdings bereits doppelt so hoch sind.

Selbst die Kommunen mit den höchsten Liquiditätskrediten haben in den vergangenen Jahren wesentlich mehr Investitionen getätigt als die Stadt Hagen. Oberhausen verzeichnet pro Einwohner 1.338 Euro, Mülheim sogar 2.782 Euro an Investionskrediten.

Diese Zahlen, die sich alle auf das Jahr 2018 beziehen, nennt der Kommunalfinanzbericht des Regionalverbands Ruhr (RVR), der gestern veröffentlicht wurde.

Auch eine weitere Zahl belegt die Investitionsschwäche der Kommune Hagen: Der Anteil der Investitionskredite einschließlich kreditähnlicher Rechtsgeschäfte an der Gesamtverschuldung im Kernhaushalt 2018 liegt mit 7,7 Prozent weit abgeschlagen hinter allen anderen Kommunen im RVR.

Bei den exorbitant niedrigen Hagener Beträgen dürfte sich eigentlich niemand mehr wundern, dass in Schulen des Volmestädtchens der Putz von der Wand fällt.

Der deprimierende Höhepunkt findet sich im Anhang 10 des Kommunalfinanzberichts: „In einigen Fällen zeigt die Berechnung mit einer vorgegebenen Annuität, dass eine Tilgung (Anm.: der Liquiditätskredite) aufgrund der Zinseszinseffekte nicht möglich ist.“ Das bedeutet: Ohne Hilfe von außen werden diese Kommunen ihre Altschulden nie mehr tilgen können.

Neben Oberhausen und Mülheim trifft das als einzige weitere Stadt im Bereich des RVR auch auf Hagen zu.

Alle Zahlen: Kommunalfinanzbericht Metropole Ruhr 2019 – Statistischer Anhang

Die kleinen Wendehälse

26. November 2019 by

FDP fordert Investitionen in die Sekundarschule Altenhagen

Bei den Kommunalwahlen im September nächsten Jahres könnte es für die Hagener FDP ganz eng werden. Schon 2014 schaffte sie es aus eigener Kraft mit lediglich 3,6 Prozent der Stimmen nur mit zwei Mandaten in den Stadtrat. Da im Rat für die nächste Wahlperiode die Zahl der Sitze minimiert wird, reicht es möglicherweise nicht einmal mehr dazu. Da muss sich die kleine Partei, die sich gerne ganz groß aufbläst, etwas einfallen lassen.

Konsequent hängen sich die Liberalen an die Kritik an, die von verschiedenen Seiten an den Zuständen in der Sekundarschule Altenhagen geübt wurde, so aus den Reihen der CDU und der SPD. Das durch einen offenen Brief hervorgerufene Entsetzen über die baulichen und sonstigen Mängel an der Schule ist zweifelsfrei berechtigt – aber ausgerechnet seitens der FDP?

Die fordert „mit Blick auf die unhaltbaren Zustände an der Sekundarschule Altenhagen (…) konkrete Maßnahmen, die durch GWH und Schulverwaltung schnellstmöglich umgesetzt werden sollen“. Daneben kritisiert Fraktion „die rückständige Ausstattung der Schule mit Technik und Lernmitteln“ und erwartet daher, „dass zeitnah eine Mindestausrüstung der Klassenräume zur Nutzung digitaler Medien erfolgt“.

Alles richtige Forderungen. Es entbehrt allerdings nicht einer gewissen Komik, dass diese ausgerechnet von der FDP kommen. Dort war bisher gewissermaßen die Speerspitze des Kürzungswahns zu verorten. Nachzulesen beispielsweise im Kommunalwahlprogramm 2014.

Dort zeigte man sich mächtig stolz, die Hagener mit Kürzungen (bei der FDP heißen die „Einsparungen“) so richtig traktiert zu haben: „Die FDP hat als einzige Partei immer wieder auf echte Einsparungen gedrängt. Sie hat mehr Einsparvorschlägen zugestimmt als alle anderen Fraktionen im Hagener Rat.“ Und drohte zugleich: „Das wollen wir weiter tun!“

Deshalb forderte die Kleinpartei „Einsparungen in allen Bereichen“ – also auch im Schulsektor. Dazu gehöre es ebenfalls, „auch Serviceleistungen für die Bürger und Ausgaben im Sozialbereich in Frage zu stellen“.

Jetzt nahen unaufhaltsam die nächsten Kommunalwahlen und für die FDP geht es um jede Stimme. Da vollzieht die an politischer Schwindsucht leidende Partei plötzlich eine 180-Grad-Wende und fordert auf einmal Investitionen statt „Einsparungen“. In der Hoffnung, vielleicht die eine oder andere Elternstimme abgreifen zu können.

Grüne: Verständnis für die Bauern

26. November 2019 by

Chance für Landwirte der Region nur mit regionaler Vermarktung, hoher Qualität und ausgezeichnetem Tierschutz

Die GRÜNEN in Hagen zeigen Verständnis dafür, dass auch die heimischen Landwirte mit der Bauerndemo auf ihre Nöte aufmerksam machen. Eine Zukunft für die Landwirte in Hagen und Umgebung sehen sie in hohen Qualitätsstandards und regionaler Vermarktung.

Dazu erklärt Kreisverbandssprecherin Christa Stiller-Ludwig:

„In unserer Region sind die Höfe vergleichsweise kleine Familienbetriebe. Der Konkurrenzdruck der Agrarindustrie und ihre Vermarktungsstrategien bedrohen täglich die Existenz der Landwirte und ihrer Familien. Doch statt den Ausweg aus der prekären Situation in der Vergrößerung der Betriebe und einem hohen Einsatz gefährlicher Pflanzenschutzmittel zu suchen, sehen wir die Chance eher darin, mit hoher Qualität, regionaler Vermarktung und einem Tierschutz zu punkten, der in der industriellen Massentierhaltung gar nicht möglich ist.

Bio-Produkte und Erzeugnisse aus heimischer Landwirtschaft werden bei Verbraucherinnen und Verbrauchern immer stärker nachgefragt. Allerdings können die heimischen Landwirte den schwierigen Wandel zu einer nachhaltigen Landwirtschaft nur mit Unterstützung der Politik überstehen. Statt klimaschädliche Investitionen zu zahlen und die Agrarindustrie politisch zu bevorzugen, müssen die kleineren Familienbetriebe und die Umsteiger gestützt werden. Dafür machen sich GRÜNE stark.“

„Zwischen Zeit und Raum“

26. November 2019 by

Gabi Moers präsentiert Werke im Kunst- und Atelierhaus

Auf eine Reise „Zwischen Zeit und Raum“ lädt die Hagener Künstlerin Gabi Moers am 1. Dezember 2019 ins Kunst- und Atelierhaus, Hochstraße 76, in Hagen. Seit 1985 malt Gabi Moers und hat dabei ganz unterschiedliche Stile ausprobiert und sich unter anderem in Kursen des Hagener Künstlers Uwe Nickel inspirieren lassen.

„Ich lasse gerne die Farben fließen“, erzählt Gabi Moers, die seit 1970 in Hagen lebt und die Stadt als künstlerische Heimat sieht. „Die Bilder werden beeinflusst von meiner persönlichen und der gesellschaftlichen Gemütslage und so spiegeln sie die Gegenwart ebenso wider wie meine Zukunftsvisionen.“

Wie dies aussieht, ist am 1. Dezember 2019 von 11 bis 17 Uhr im Kunst- und Atelierhaus zu sehen, wenn großflächige Werke in knalligem Rot oder tiefen Blau mit feinfühligen Bildern in zarten Beige- und Brauntönen eine Symbiose eingehen. Ob Gabi Moers Acrylfarben verwendet oder Tusche auf Leinwand mit Marmormehl, Spachtelmasse und Metallstückchen verbindet, ihre Werke laden zum genauen Hinsehen und zu einer Reise in Zeit und Raum ein.

Schnell wie nie

25. November 2019 by

ÖPNV-Konzept 2022+ wird bereits im Dezember umgesetzt

Was doch näherrückende Gerichtsentscheide und drohende EU-Strafzahlungen wegen andauernder Überschreitungen der Grenzwerte für Luftschadstoffe in der Stadt plötzlich alles ermöglichen: Vorrangig um Fahreinschränkungen für alte Dieselfahrzeuge zu vermeiden, wird das im Entwurf des Nahverkehrsplans eigentlich erst für 2022 angekündigte ÖPNV-Konzept im Wesentlichen schon zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember realisiert.

Jetzt stehen zur Überraschung der Fahrgäste unerwartet die nötigen Mittel bereit, um einen sinnvoll vertakteten Busverkehr zu organisieren, an dem die Planer jahrelang gescheitert waren (oder scheitern sollten). So wird ab Dezember die Wagenfolge beispielsweise zwischen Eilpe und Stadtmitte sowie zwischen Westerbauer und Stadtmitte werktags auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet. Zwischen Boele und Altenhagen/Siedlerstraße wird der Bus in den Hauptverkehrszeiten sogar im 5-Minuten-Abstand verkehren. Daneben finden sich auch auf einer Vielzahl anderer Linien zahlreiche Angebotsverbesserungen (siehe: Neues Netz – neuer Takt).

Der Nahverkehrsplan empfiehlt zusätzliche Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Busverkehrs:

Neben der Ausweisung und des Ausbaus von zentralen ÖPNV-Knotenpunkten in Bezug auf verbesserte Umsteigebeziehungen zwischen den Verkehrsträgern und die barrierefreie Gestaltung und Zuwegung dieser zentralen ÖPNV-Knotenpunkte sollen Maßnahmen zur Beschleunigung des ÖPNV durchgesetzt werden. Ziel ist die verbesserte Anbindung der Arbeits- und Wohnstandorte an die Hauptachsen des ÖPNV.

Darüber hinaus schlagen die Gutachter weitergehende Überlegungen vor:

Das langfristige Maßnahmenkonzept Hagen 2035+ sieht einen Wechsel von reinem Busverkehr zu einem höherwertigen ÖPNV-System und damit auch von einem personalintensiven hin zu einem investitionsorientierten ÖPNV vor. Daher sind längere Planung- und Umsetzungszeiträume, insbesondere bei einem Wechsel von straßen- zu schienengebundenem Verkehr, anzusetzen.

Darunter verstehen sie beispielsweise ein Stadtbahnsystem, das mit bestehenden Schienenstrecken verbunden ist. Nach dem Vorbild der Karlsruher Regio-Tram, das auch in Hagen in den 1990er schon einmal diskutiert, aber aus Kurzsichtigkeit verworfen wurde.

Die Gutachter drängen hier auf einen möglichst kurzfristigen Entscheidungsprozess, denn:

Eine Entscheidung erst nach der Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes ÖPNV 2025+ oder einzelner Module könnte zu Investitionen in ein weniger effizientes System, wie beispielsweise das vorhandene Busnetz, führen. Bei einer nachträglichen Entscheidung für ein höherwertiges System entstünden dann vermeidbare Kosten. (…) Daher sollte bereits nach Umsetzung des Konzeptes 2022+ eine Machbarkeitsstudie für ein höherwertiges ÖPNV-System erstellt werden.

Da dieses Konzept bereits zum 15. Dezember realisiert wird – also ab sofort.

Alle Einzelheiten: Nahverkehrsplan (Stand: Oktober 2019)

Fridays for Future ruft zum 4. Globalen Klimastreik auf

25. November 2019 by

Demo in Hagen: 29. Nov., 12:00 Uhr, Vorplatz Hauptbahnhof

Nach der Veröffentlichung des Klimapakets der Bundesregierung kündigt Fridays For Future einen weiteren globalen Aktionstag für den 29. November 2019 an.

In einem offenen Brief an die Bundesregierung stellen Aktivistinnen und Aktivisten die Handlungsfähigkeit der Koalition im Angesicht der Dringlichkeit der Klimakrise in Frage und fordern die Bundesregierung auf, das unzureichende Klimapaket grundlegend zu überarbeiten.

“Der CO2-Preis kommt zu spät und in einer lächerlich geringen Höhe, die Erhöhung der Pendlerpauschale ist eine fossile Subvention, die klimaschädlichen Verhalten fördert anstatt es unattraktiver zu machen, der Ausbau der erneuerbaren Energien wird erschwert und der viel zu späte Kohleausstieg wird gar nicht angetastet – dieses Klimapaket verdient seinen Namen nicht”, erklärt Pauline Brünger, Schülerin und Fridays For Future-Aktivistin aus Köln.

Der weltweite Aktionstag findet am Freitag vor Beginn der Weltklimakonferenz in Chile statt. Gegen Ende des Jahres wird zudem das Gesetzgebungsverfahren für den Kohleausstieg erwartet. Dieses wird – wie auch das Klimapaket – nicht ausreichen, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten.

“Den Kohleausstieg auf 2038 zu verschieben ist ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation und der Menschen im globalen Süden, wo bereits jetzt die dramatischen Folgen der Klimakrise zu spüren sind”, ergänzt Nick Heubeck, Student und Fridays For Future-Aktivist aus Bamberg.

Kandidaten buhlen um Grünen-Gunst

24. November 2019 by

Erstes OB-Duell in Hagen

Jörg gegen Schulz: Es war das erste direkte Duell der OB-Kandidaten in Hagen. Denn beide buhlen um die Gunst der Grünen. Und es wurde spannend. (…)

Die Rollen waren klar definiert: Amtsinhaber Erik O. Schulz inszenierte sich als der erfahrene Verwaltungsfachmann, kenntnisreich auch in Details. Der genüsslich auch korrigierte, wenn Wolfgang Jörg Vorschläge machte, die aus Schulz Sicht längst umgesetzt sind. Und Wolfgang Jörg wollte sich präsentieren als der Mann mit einer Vision, mit klaren Zielen, der ausdrücklich als politischer Kopf die Verwaltung führen will. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagener am Bauhaus

24. November 2019 by

Zu einem Bildervortrag mit Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach über Hagener Personen am Bauhaus, der berühmten Hochschule für Gestaltung, laden die Stadtbücherei auf der Springe und die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hagen <w>örtlich“ am Donnerstag, 5. Dezember, um 18 Uhr in die Räumlichkeiten der Stadtbücherei ein.

Eine Frau und fünf Männer aus Hagen sind an das Bauhaus nach Weimar oder Dessau gegangen, um dort zu studieren und ihre durch Ausbildung oder Beruf erworbenen Kenntnisse zu erweitern. Zum Beispiel Max Gebhard, der 1932 die Urform des Antifa-Zeichens entwarf (s. Abb.).

Damit ist Hagen weit überproportional als Heimatstadt der Bauhaus-Studierenden vertreten. In dem Bildervortrag stellt Dr. Geiersbach die sechs Hagenerinnen und Hagener mit ihrem beruflichen Werdegang vor. Sein Fokus liegt dabei auf der Bedeutung der Hagener Berufsschule als Impulsgeberin für ein Studium am Bauhaus.

Der Eintritt kostet 5 Euro. Eine Anmeldung ist unter Angabe der Veranstaltungsnummer 1000 beim Serviceteam der VHS auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung oder unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich.

Mehr zu Max Gebhard: 100 Jahre Bauhaus: Hagener entwarf Antifa-Logo


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