Rechtsradikale Veranstaltung im Café Halle

18. Januar 2020 by

Hagener AfD präsentiert Martin E. Renner

Erneut lädt die AfD zum politischen Austausch in Hagen ein. Zu ihrem Stammtisch am Mittwoch, den 22.01.2020 um 19 Uhr im Café Halle wurde Martin E. Renner eingeladen, ehemaliger Spitzenkandidat von NRW und prominenter Vertreter des extrem rechten Flügels. Darauf weisen Hagener Antifaschisten hin.

Neben der politischen Nähe zu Björn Höcke und der nationalistischen und rassistischen Vision von einem „neuen Deutschland“, das „erkämpft“ werden soll, wird von Renner eine Befreiung von einer sogenannten „Hypermoralisierung“ im Umgang mit der deutschen Geschichte gefordert.

Gemeint ist hier die Erinnerung an die Verbrechen Nazi-Deutschlands und der Konsequenz, durch Gedenkpolitik zu verhindern, dass sich dieses wiederhole, nichts ähnliches geschehe. Mit dieser sogenannten „Schuldabwehr“ befindet sich Renner in Gesellschaft von Leuten wie Höcke, Gauland und Weidel.

In einer Rede zum Bundeshaushalt behauptete Renner, die eigene Kultur werde missachtet, das „Fremde“ verherrlicht und über dem Kulturetat liege „Krematoriumsasche“, Deutschland werde abgeschafft. Katja Thorwarth stellte daraufhin in der Frankfurter Rundschau die Frage, wie „die ‚Krematoriumsasche‘ zu verstehen sei, die scheinbar für eine Kultur sorge, die Deutschland abzuschaffen gedenke“. „Viel Interpretationsspielraum“ gebe es hier nicht.

Die Tatsache, dass die Hagener AfD Martin Renner zum Infoabend einlädt, spricht dafür, dass der Ortsverband die Nähe zu Vertretern des sogenannten „Flügels“, dem extrem rechten Teil der AfD, sucht und damit die Verbindung mit Faschisten nicht scheut. Die AfD ist keineswegs eine normale Partei des bürgerlichen Spektrum, sondern ein Feind jeglicher Form von Freiheit.

Das sollte nicht unbeantwortet bleiben, meinen die Hagener Antifaschisten: „Richtet euch an den Betreiber des Cafe Halle, die Veranstaltung abzusagen. Kein Raum der AfD heißt auch, kein Raum für weiteren Antrieb rassistischer und nationalistischer Tendenzen!“

Marodes Gut in Vorhalle als Kulisse für Geisterjäger

18. Januar 2020 by

Der Verfall des Gutes Niederste-Hülsberg muss dringend gestoppt werden. Doch es findet sich weiterhin kein Käufer für die prominente Immobilie. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Autor Hubertus Heuel als Freund des Denkmalschutzes – das ist neu. Da waren einst ganz andere Töne zu hören resp. zu lesen. Siehe hier: „Ruinen, Bretterbuden, Trümmerhaufen“ – Ein Lokalschreiber hetzt gegen den Denkmalschutz

Genehmigung für XXXL-Möbelhaus steht bevor

18. Januar 2020 by

Die Erteilung der Baugenehmigung für ein Möbelhaus der XXXLutz-Unternehmensgruppe an der Haßleyer Straße steht kurz bevor. Wie Baudezernent Henning Keune bestätigt, liegen die erforderlichen Unterlagen inzwischen vollständig bei der Stadt vor und sind in der abschließenden Prüfung. (…)

XXXL selbst hält sich mit Aussagen zu einem möglichen Spatenstich-Termin noch zurück: „Wir wollen einer Erteilung der Baugenehmigung hier nicht vorgreifen“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Wieder wird eine Grünfläche versiegelt. Und obwohl das Gejammer über angeblich fehlende Gewerbeflächen anhält, wird auch dieses Areal wieder – wie schon das Brandt-Gelände in Westerbauer – für Handel nutzbar gemacht. Dabei sind die nächsten Flialen des Möbelunternehmens in Lüdenscheid und Iserlohn nur wenige Kilometer entfernt.

Zusätzlich steht XXXLutz hinsichtlich der Unternehmenspolitik in starker Kritik durch Arbeitnehmervertretungen. Grundsätzlich wird bemängelt, dass das Unternehmensgeflecht aus einem Netz von Gesellschaften besteht, in das einerseits das Personal ausgelagert wird und andererseits die Gewinne zentralisiert werden. Im Detail geht es um Behinderung von Betriebsräten sowie Überschreiten von Arbeitszeiten und Einschüchterung von Mitarbeitern.

In die Kritik geriet XXXLutz auch wegen eines Steuersparmodelles. Den einzelnen Konzerngesellschaften wurden von der XXXLutz Marken GmbH mit Sitz in Malta Lizenzen in Rechnung gestellt, Gewinne wurden dadurch von Ländern mit höheren Steuersätzen nach Malta verschoben, wo Gewinne theoretisch mit 35 Prozent Körperschaftsteuer besteuert worden wären, aufgrund von Rückerstattungen tatsächlich aber nur mit 5 Prozent.

In Österreich, dem Stammsitz des Möbelhändlers stellten Die Grünen 2014 eine parlamentarische Anfrage an Finanzminister Hans Jörg Schelling zum Steuerentfall durch diese Firmenkonstruktion. Der Minister gab dazu keine Auskunft und berief sich auf die abgabenrechtliche Geheimhaltungspflicht. Der Clou: Schelling war von 1992 bis 2005 Geschäftsführer der XXXLutz GmbH und von 2005 bis 2011 im Aufsichtsrat.

Bochum soll schöner werden – Hagen nicht

17. Januar 2020 by

Stadt legt Gestaltungsleitlinien für die City vor

Keine blinkende Lichtwerbung, keine Aufsteller in der Fußgängerzone: Um das Erscheinungsbild der Innenstadt zu verbessern, hat die Stadt Bochum in Kooperation mit Bochum Marketing, der Initiative Bochum und einem Architekturbüro Gestaltungsleitlinien erarbeitet.

Die Gestaltungsleitlinien umfassen u. a. die Dach-, Fassaden- und Schaufenstergestaltung, Vordächer und Markisen, mobile Werbeträger und Warenauslagen. Auf ihrer Grundlage soll im nächsten Schritt ein Gestaltungshandbuch für Bauherren und Architekturbüros erstellt werden. Ziel ist es, vorhandene Defizite sukzessive zu beseitigen und damit langfristig ein positives Stadtbild mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen zu lassen.

Ein Ziel, das in Hagen ausdrücklich unerwünscht ist.

Denn hier hatten die Planer des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts“ (ISEK) ebenfalls ein Handbuch und einen Gestaltungsbeirat vorgeschlagen. Dabei waren sie äußerst zurückhaltend vorgegangen und hatten die Einrichtung eines solchen Beirats nur „empfohlen“ und auf die „Möglichkeit“ hingewiesen, dieser könne Experten hinzuziehen.

Schon die bloße Empfehlung und drohende Experten konnte die politische Laienspielschar nur als Affront auffassen. Auf Antrag der FDP (mit ihrem pervertierten Begriff von „Freiheit“) lehnte der Stadtentwicklungsausschuss den ISEK-Vorschlag einstimmig ab. Verunstaltungen des Stadtbildes genießen in Hagen damit weiter Vorrang.

Siehe dazu:

Hagen beweist weiterhin Mut zur Hässlichkeit (DW, 10.11.2019)

Urteil: Hagener Reiterverein muss Gelände räumen und zahlen

17. Januar 2020 by

Der Hagener Reiterverein wird sich wohl eine neue Bleibe suchen müssen: Das Landgericht verurteilte ihn gestern Mittag zur Räumung des städtischen Geländes am Ischeland und zur Zahlung von 3500 Euro Nutzungsentschädigung. Eine Widerklage des Vereins wurde abgewiesen. Damit gab die 8. Zivilkammer der Stadt in vollem Umfang Recht. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Kinotipp: Congo Calling

16. Januar 2020 by

Do 16.01.2020, 19:00 Uhr, Kino Babylon

In Goma, einer der unsichersten Städte des Landes, filmte Regisseur Hilbert über Jahre drei Entwicklungshelfer und formte das Material zu einem differenzierten Film, in dem es weniger um den Kongo an sich geht, als um das Verhältnis zwischen Europäern und Afrikanern.

Der spanisch-französische Wissenschaftler Raul führt eine Studie über Rebellengruppen im Kongo durch, doch schon bald stellt er fest, dass seine Arbeitskollegen mit den Geldern auch die vorherrschende Korruption unterstützen. Peter ist ein deutscher Entwicklungshelfer und wird nach 30 Jahren Dienst in Rente geschickt, findet aber abseits Afrikas keine Perspektiven für sich. Anne Laure kommt aus Belgien und hat sich von der Entwicklungshilfe losgesagt. Mittlerweile arbeitet sie für ein Musikfestival, das regelmäßig in Zentralafrika stattfindet.

Deutschland 2019, Regie: Stephan Hilbert, z.T. OmU (Engl./Franz.), 90 Min.

Klarsichtkino in Kooperation mit terres des hommes. Eintritt: 3 €.

Hast Du Dein Lied schon gefunden?

16. Januar 2020 by

„Die Meerjungfrau in der Badewanne“ – ein Erzähltheater mit Musik

Die erste Premiere im Lutz im neuen Jahr findet am 18. Januar 2020 (15.00 Uhr) statt. Auf dem Programm steht „Die Meerjungfrau in der Badewanne“ – ein Erzähltheater mit Musik von Tim Sandweg nach dem Kinderroman von Koos Meinderts für alle ab 7 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 2-5.

Worum geht es? „Mein Vater hatte mir einmal erzählt, jeder Mensch habe ein Lied, das zu ihm passt. Seitdem bin ich auf der Suche.“ Das Lied seiner Meerjungfrau-Mutter kennt Philipp ganz genau. Sie hinterließ es ihm zusammen mit einer Fischschuppe und zwei Schwimmzehen, bevor sie kurz nach seiner Geburt ihren Fischschwanz nahm und in den Fluten verschwand. Heute ist Philipp erwachsen und ein Geschichtenerzähler. Er lädt uns ein, mit ihm in sein Meer aus Geschichten einzutauchen. Gespannt folgen wir Philipp in seine Kindheit – an seinen geheimen Platz in den Dünen, zu seiner geheimen Freundin und der schwarzen Witwe im weißen Haus. Dabei erleben wir, wie er sich eigenständig und optimistisch eine poetische Welt erschafft und seinen ganz eigenen Lebensweg findet.

Nachdem er zur Weihnachtszeit zahlreiche Kinder als Seppel in „Der Räuber Hotzenplotz“ begeisterte, spielt, tanzt, singt und erzählt der Schauspieler Stefan Merten (Foto: Leszek Januszewski) nun alle Rollen dieser ebenso zauberhaften wie humorvollen Theatererzählung, in der alle Objekte des Bühnenbilds zum Leben erwachen. Eine Musikerin des Philharmonischen Orchesters Hagen begleitet ihn einfühlsam an der Harfe. Gemeinsam erschaffen sie einen Geschichten- und Klangkosmos, der dem schweren Thema vom Verlust eines Elternteils eine schwebende Leichtigkeit verleiht.

In der Inszenierung dieser vom Lions-Club Hagen-Mark unterstützten Produktion von Anja Schöne, der Ausstattung von Sabine Kreiter, mit Musik von Andres Reukauf u.a., in der Choreographie von Jozsef Hajzer und in der Dramaturgie von Anne Schröder spielen Stefan Merten (Philipp) und alternierend Ute Blaumer/Simone Seiler (Harfe).

Familienvorstellungen: 23.2.; 8.3.2020 (jeweils 15.00 Uhr)
Schulvorstellungen: 21.1.; 27.2.; 28.2.; 12.3.; 29.4.; 6.5.; 23.6.; 24.6.2020 (jeweils 10.00 Uhr)

Diese Produktion gehört zum Projekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“, innerhalb dessen, finanziert vom Theaterförderverein Hagen e.V., (Schul-)Gruppen ein kostenloser Besuch einer der Vorstellungen dieses Stückes ermöglicht wird.

Begleitend zur Vorstellung werden dank der Unterstützung durch die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung kostenlose Musikworkshops angeboten, welche die bekannte Hagener Musikerin Maren Lueg leitet. Die teilnehmenden Kinder erhalten anhand der Geschichte des Stücks und ausgewählter Szenen eine Einführung in den Bereich Musik und Theater und lernen, wie Emotionen und theatrale Vorgänge klanglich gestaltet werden können. Termine können individuell vereinbart werden. Weitere Informationen und Anmeldung unter anne.schroeder@stadt-hagen.de.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Rückblende: Der Hagener Wochenmarkt 1903

15. Januar 2020 by

Ein reges Treiben auf dem Hagener Wochenmarkt zeigt die Postkarte von 1903. Die Stadt hatte damals etwa 70.000 Einwohner; Haspe, Boele, Vorhalle und die Lennedörfer waren noch nicht eingemeindet.

Heute befinden sich die Hagener Märkte in der Krise. „Händler und Kunden haben Angst um die Zukunft der Wochenmärkte. Es gibt dort immer weniger Lebensmittelstände“, beschrieb die WPWR 2016 die Lage. Und ein Jahr später titelte das Blatt zum Markt in Hohenlimburg: „Nur noch zwei Wochenmarkt-Stände“.

Im letzten Jahr erreichte das Thema auch Politik und Verwaltung. Alle fünf Bezirksvertretungen und der Haupt- und Finanzausschuss beschäftigten sich mit der Situation. In einer Beschlussvorlage erläuterte die Verwaltung den Hintergrund des Schwächelns der Wochenmärkte:

In ganz Deutschland unterliegen die Wochenmärkte einem Wandel der dazu geführt hat, dass einige der über 3.000 Wochenmärkte in den letzten 10 Jahren um bis zu 50 % geschrumpft sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig, insbesondere die Konkurrenz durch die Discounter und Vollsortimenter, die mit großen Parkflächen vor der Tür aufwarten und mit Öffnungszeiten bis 22.00 Uhr weitgehend die Versorgungsrolle übernommen haben, macht den Markthändlern zu schaffen. Diese Lebensmittelhändler haben für sich die Chance erkannt und bieten inzwischen vielfältige Produkte aus biologischer Landwirtschaft und regionaler Produktion an, bei denen die Markthändler auch preislich nicht mithalten können.

Ein anderes großes Problem liegt im altersbedingten Händler- und Kundenrückgang. Während die Markhändler wegen des vergleichsweise harten Jobs (früh aufstehen, bei jedem Wetter den Stand betreuen, schwer tragen) Nachfolgerprobleme haben, ist auch die Stammkundschaft älter geworden und mitunter auf komfortablere Einkaufsmöglichkeiten (kurze Gehwege, individuelle Transportmöglichkeiten) angewiesen. Das Einkaufsverhalten hat sich auch verändert bzw. sich an die geänderten Lebens- und Arbeitsbedingungen angepasst, so dass inzwischen selbst Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs online bezogen werden.

Der Schrumpfungsprozess wird sich aller Vorrausicht nach weiter fortsetzten und die Empfehlung der Verwaltung dürfte ein frommer Wunsch bleiben:

Die Funktionen der Märkte als Ort der Nahversorgung auf der einen Seite und als Treffpunkt für die Hagener Bürgerinnen und Bürger auf der anderen sollen miteinander gekoppelt werden, was letztendlich auch dem umgebenden Einzelhandel sowie der Gastronomie zu Gute kommen wird.

So wie es noch bis in die 1990er Jahre war und auch auf der historischen Postkarte zu sehen ist, wird es wohl nicht mehr werden mit den Hagener Wochenmärkten.

Interdisziplinäre Tagung zur Politischen Psychologie

15. Januar 2020 by

Wie entwickeln sich Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus? Warum protestieren Menschen? Diese Fragen diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 17. und 18. Januar an der FernUni

Es geht um die Strukturen von Macht und Herrschaft – und wie sich die Einzelnen darin bewegen und verhalten. Wie entwickeln sich Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus? Was motiviert Menschen dazu, zu protestieren? Warum passen andere sich an Herrschaftssysteme an? Das sind Fragen, mit denen sich die Politische Psychologie auseinandersetzt; sie ist auch in Deutschland ein wachsender Forschungsbereich.

Das Interesse an der Psychologie politischen Verhaltens zieht sich dabei durch verschiedene Disziplinen. „Inzwischen ist zwar die Zahl der fachübergreifenden Publikationen gestiegen, aber es gibt zwischen den Forscherinnen und Forschern selbst wenig Austausch“, findet die Politikwissenschaftlerin Dr. Jolanda van der Noll, die als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Community Psychology an der FernUniversität arbeitet.

Um gegen diesen für wissenschaftliches Arbeiten „unbefriedigenden Zustand“ anzugehen, organisiert sie gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Kathrin Ackermann (Politikwissenschaften, Universität Heidelberg), Monika Verbalyte (Soziologie, FU Berlin) und Prof. Dr. Frank Asbrock (Sozialpsychologie, Technische Universität Chemnitz) am 17. und 18. Januar 2020 an der FernUniversität eine interdisziplinäre Tagung der politischen Psychologie in Deutschland. „Mit dieser Tagung möchten wir den Dialog zwischen verschiedenen Fachdisziplinen fördern und einen Beitrag zu einem wachsenden regionalen Netzwerk leisten“, sagt Van der Noll.

In ihrem Impulsvortrag „Quo vadis Politische Psychologie?“ wird Michaela Maier, Professorin für angewandte Kommunikationspsychologie an der Universität Koblenz-Landau, über die aktuelle Herausforderungen und Schwerpunkte der Forschung in Deutschland referieren. Thorsten Faas, Professor für politische Soziologie an der Freien Universität Berlin, spricht über „Wahlen und Politische Psychologie“.

Neben diesen beiden Impulsvorträgen werden rund 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Karrierestufen Forschungsprojekte in unterschiedlichen Phasen vorstellen: von der Idee über laufende Projekte bis hin zu abgeschlossenen Studien.

An der Tagung können alle Interessierten der FernUniversität teilnehmen. Darüber hinaus ist der Dinner-Talk „Quo vadis Political Psychology? Current Topics and Challenges for Research in Germany“ von Prof. Dr. Michaela Maier am Freitagabend sowie der Lunch-Talk über „Wahlen und Politische Psychologie“ von Prof. Dr. Thorsten Faas am Samstagmittag für die Öffentlichkeit zugänglich.

Programmheft (pdf)

Quelle: FernUni

„Kulturcafé“ mit der Sopranistin Angela Davis

15. Januar 2020 by

Die nächste Kulturcafé-Veranstaltung findet am 19. Januar 2020 mit Beginn um 15.00 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé) statt. Bei Kaffee und Kuchen unterhalten sich musikalische Künstlerinnen und Künstler in lockerer Atmosphäre über verschiedenste musikalische Themen und geben unterhaltsame und informative Ein- und Ausblicke rund um das Philharmonische Orchester Hagen im Speziellen und sinfonische Musik im Allgemeinen.

Generalmusikdirektor Joseph Trafton begrüßt dieses Mal als Gast die Sopranistin Angela Davis (Foto: Theater), Ensemblemitglied am Theater Hagen, die derzeit im Musiktheaterbereich in den Opern „Cardillac“ und „Hoffmanns Erzählungen“ sowie in der Operette „Der Graf von Luxemburg“ zu erleben ist. Sie sprechen über künftige Projekte, Produktionen, Veranstaltungen und speziell über das Programm im 6. Sinfoniekonzert, in welchem u.a. das Oratorium „Das Paradies und die Peri“ von Robert Schumann aufgeführt wird.

Der Eintritt beträgt 6 Euro inklusive eines Getränkes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Führungswechsel beim Einheitsblatt

14. Januar 2020 by

Jens Stubbe wird Leiter der Lokalredaktion der WPWR

Wir müssen draußen bleiben – so wurde früher an Metzgereien den Hunden der Kundschaft der ihnen zustehende Aufenthaltsbereich zugewiesen; meist kombiniert mit einem Haken zum Anleinen. Fachgeschäfte für Fleisch- und Wurstwaren sind heute kaum noch in der Stadt präsent, was für Zeitungsredaktionen ähnlich zutrifft.

Ich muss draußen bleiben – das gilt bereits zum zweiten Male auch für Redakteur Martin Weiske. Statt seiner wurde jetzt Jens Stubbe zum Nachfolger Michael Kochs als Leiter der Hagener Lokalredaktion der WPWR ernannt. Koch wurde derweil zum Leiter der Titelredaktion hochgelobt, wie das Blatt mit viel Herz und Schmerz berichtete (und in diesem Fall sogar ganz ohne Bezahlschranke).

Schon bei der Berufung Kochs vor mehr als sechs Jahren wurde Weiske bereits einmal ausgebremst, weil er – so wurde es wenigstens im Umkreis von Presse- und Rathaus kolportiert – den damaligen Oberbürgermeister Dehm zu kritisch betrachtet haben soll. Angeblich habe dieser sich seinerzeit direkt mit der Zentrale der Funkemedien ins Benehmen gesetzt. Aus seiner Sicht verständlich: Majestätsbeleidigung – das geht ja gar nicht!

Auch diesmal sollen interessierte Kreise Weiske bedeutet haben, er brauche sich erst gar nicht um die Leitung der Lokalredaktion zu bewerben. Möglicher Hintergrund: Verhaltene kritische Bemerkungen über den Hagener CDU-Chef Christoph Purps.

Immerhin gibt es Verbindungen zwischen CDU, Funkemedien und Landesregierung. Der ehemalige Kohl-Anwalt Stephan Holthoff-Pförtner ist sowohl Parteimitglied als auch Gesellschafter der Funke-Mediengruppe sowie Minister im Kabinett Laschet des Landes Nordrhein-Westfalen. Das bedeutet natürlich noch längst nicht, dass der Herr persönlich einschlägige Orders erteilt hat. Aber willfährige Subalterne wissen auch ohne konkrete Anweisungen, was zu tun ist.

Jetzt also Stubbe. Auf den ersten Blick nicht die schlechteste Wahl, immerhin ist der neue Leiter der Lokalredaktion noch nicht durch Hetzkampagnen, Falschmeldungen oder Schleichwerbung für Boutiquen und Burgerbratereien unangenehm aufgefallen. Es besteht also eine vage Hoffnung, dass sich das Einheitsblatt in eine positive Richtung entwickeln könnte. Für Hagen wäre es jedenfalls bitter nötig.

Der Bund hilft, der Bund hilft nicht

14. Januar 2020 by

Finanzminister Olaf Scholz will hoch verschuldete Kommunen unterstützen. Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus sperrt sich: Das sei Sache der Länder.

2020 ist das Jahr der Hoffnung für die hoch verschuldeten Kommunen in Deutschland. Für Hagen zum Beispiel. Die Stadt in Nordrhein-Westfalen mit 189000 Einwohnern, zwischen Ruhrgebiet und Sauerland gelegen, steht tief in der Kreide. Die Kassenkredite belaufen sich fast auf eine Milliarde Euro, Hagen ist die Nummer vier in Deutschland, was die Schuldenhöhe je Einwohner angeht – etwa 6000 Euro sind es nach den letzten Statistiken. Die Zinslast der Kommune beträgt etwa 15 Millionen Euro im Jahr, dank Niedrigzinsphase, es könnten also wieder mehr werden. Ein Schuldenabbau gelingt der Hagener Stadtverwaltung nicht. So hofft man auf 2020. Und den Bund. Nicht zuletzt auf Olaf Scholz. (…)

Quelle: Tagesspiegel

Hohenlimburg: Bezirksbürgermeister Voss tritt nicht mehr an

14. Januar 2020 by

Hohenlimburgs Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss tritt nicht erneut als Bürgermeister an. Nach der Kommunalwahl wird er sein Büro räumen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Kurzarbeit für über 2000 Menschen in großen Hagener Firmen

14. Januar 2020 by

Die deutsche Industrie rutscht immer tiefer in die Rezession und die heimische Wirtschaft spürt die Folgen. 42 Hagener Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet. Darunter große Unternehmen wie C.D. Wälzholz (Kaltwalzer), Wippermann (Industrieketten), Schöneweiss (Schmiede), Kabel Pulp and Paper (Papierwerk) oder Bilstein (Kaltband). Insgesamt sind 2363 Arbeitnehmer in Hagen betroffen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Prevent greift VW an: Wurden „aktiv ausgeschlossen“

14. Januar 2020 by

Die Dauerfehde zwischen Volkswagen und dem Ex-Zulieferer Prevent steuert auf die nächste Eskalation zu. Die aus Bosnien kontrollierte Firmengruppe sieht Millionenklagen von VW auf Schadenersatz als direkte Erwiderung auf eigene Schritte gegen die Wolfsburger in den USA – und begründet ihr Vorgehen damit, dass VW jahrelang gezielt Stimmung gegen sie in der Branche gemacht habe. (…)

Quelle: wp.de

Theater Hagen kämpft mit mangelnder Wirtschaftlichkeit

14. Januar 2020 by

Mut, Elan und ein ambitioniertes Bühnenprogramm – das bescheinigte der deutsche Bühnenverein dem Hagener Theater im vergangenen Jahr mit einer Auszeichnung für die „beste Theaterarbeit abseits der Zentren“. Beim Neujahrsempfang des Theaterfördervereins am Sonntagvormittag im Lutz-Theater zeigten sich die Verantwortlichen deshalb künstlerisch mit dem Jahr 2019 durchaus zufrieden. Weiterhin hat das Theater jedoch mit mangelnder Wirtschaftlichkeit und geringen Besucherzahlen zu kämpfen.

Ein Grund für den finanziellen Misserfolg sieht Theaterintendant Francis Hüsers im schwindenden Stammpublikum aufgrund des demografischen Wandels. Neu nach Hagen zugezogene Menschen würden das Theater in der Regel nicht besuchen. So sei es weiter auf Unterstützung der Kommune und des Landes angewiesen, betonte Hüsers. Diese sei bis 2022 gesichert. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagen fordert: Laschet als Treiber für Altschulden-Lösung

13. Januar 2020 by

Angesichts der Signale von Bundesfinanzminister Olaf Scholz, die Altschulden der hoffnungslos in der Kreide stehenden Kommunen übernehmen zu wollen, appelliert die Hagener Politik parteiübergreifend an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, endlich seinen Teil zu der historischen Chance eines Schuldenschnitts beizutragen.

„Ohne eine Altschuldenhilfe des Bundes unter Beteiligung des Landes NRW werden die Erfolge aus dem Stärkungspakt in NRW nicht von Dauer sein“, betont Hagens Kämmerer Christoph Gerbersmann (CDU). „Insofern ist die Landesregierung gefordert, hier Treiber für eine Anschlusslösung zu sein.“ Parallel dazu unterstreicht der Hagener SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel: „Die kommunalen Altschulden können wir nur im Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und betroffenen Kommunen schaffen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Das Interesse des Bundestagsabgeordneten Röspel an der Finanzlage der Stadt erscheint einigermaßen überraschend. Obwohl das Problem bereits seit vielen Jahren existiert, kann sich wohl kaum jemand daran erinnern, dass sich Röspel in der Vergangenheit wahrnehmbar für eine Lösung eingesetzt hätte.

Bereits vor mehr als 10 Jahren, im März des Jahres 2009, hatte Kämmerer Christoph Gerbersmann (CDU) dem Stadtrat die Ursachen der Verschuldung detailliert geschildert. In seiner Rede zur Einbringung des Haushalts sagte er u.a.:

„Bereits in meiner letzten Haushaltsrede hatte ich auf den enormen Einnahmeeinbruch zwischen 1999 und 2003 als eine wesentliche Ursache für die hohen Jahresdefizite hingewiesen. (…)

Vor allem durch die Steuerreform (der rot-grünen Bundesregierung, Anm. DW) und den Konjunktureinbruch bedingt, betrugen die Einnahmen des Jahres 2003 satte 114 Millionen Euro als 1999. In diesem Zeitraum wurde der Sockel unseres hohen Kassenkreditbedarfs mit den uns nun belastenden hohen Zinsausgaben gelegt.

Wir haben nun im Zuge der Analysen für die Zukunftskommission die externen Faktoren und Kostentreiber näher beleuchtet. Allein aus den Faktoren Solidarbeitrag seit 1991, Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer unter Berücksichtigung der Umsatzsteuerbeteiligung, Erhöhung der Gewerbesteuerumlage, Mindereinnahmen Einkommenssteuer und Schlüsselzuweisungen, sowie Krankenhausfinanzierungen jeweils seit 1998 ergeben sich bis heute kumulierte Verluste von rund 445 Millionen Euro für die Stadt Hagen. (…)

Hinzu kommen Mehrbelastungen aus den letzten Jahren allein im Fachbereich Jugend und Soziales durch verschiedene Sparmaßnahmen auf Seiten des Landes bzw. durch neue Aufgaben in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro jährlich. (…)

Nicht enthalten sind die schwer messbaren Verluste bei der Gewerbesteuer in Folge der Entlastung der Unternehmen im Zuge der Steuerreform. (…)

Diese Zahlen machen deutlich in welch massiver Weise Bund und Land in den letzten Jahren die Kommunen mit zusätzlichen Kosten und Aufgaben belastet haben. Eine adäquate Gegenfinanzierung hat es dafür nicht gegeben. Letztlich bestätigt diese Analyse für die Stadt Hagen die bereits von Prof. Dr. Junkernheinrich festgestellte chronische Unterfinanzierung der Kommunen des Ruhrgebiets. (…)“

Dem damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Röspel fiel in seiner Haushaltsrede zu den von seinem Parteifreund aufgelisteten Fakten der unsagbar blöde Satz ein: „Wer umtriebig nach Land und Bund ruft, wenn es um die Sanierung des Hagener Haushaltes geht, will von eigener Verantwortung ablenken und betreibt Bauernfängerei.“

Damit war die Richtung für weitere 10 Jahre Volkverdummung und jährliche Zinszahlungen in zweistelliger Millionenhöhe auf Kosten der Hagener vorgegeben.

Die SPD forderte hingegen: „Jeder Verstoß gegen das Konnexitätsprinzip muss von der Stadt mit rechtlichen Mitteln bekämpft werden.“ Passiert ist das bekanntlich nicht – man hat sich fröhlich weiter abzocken lassen.

Die Grünen beklagten: „Wir sollen mit unseren Konsolidierungsanstrengungen jedem neuen Defizit hinterherlaufen, ob selbst verschuldet oder nicht, und gleichzeitig unsere Steuereinnahmen erhöhen, indem wir Menschen und Unternehmen zur Ansiedlung in unserer Stadt bewegen. Und das, indem wir Hagen immer unattraktiver machen und nach und nach kaputtsparen.“

Das Land versuche, „seinen Haushalt rigoros auf Kosten der Kommunen zu entschulden und hat damit selbst zu dieser nie dagewesenen Notlage der Kommunen beigetragen“.

Dann kam die radikale Wende: 2014 gingen die Grünen eine Koalition mit denen ein, die solche Einschätzungen als „Bauernfängerei“ brandmarkten – mit der CDU.

CDU Hagen stemmt sich gegen Angsträume in der Stadt

12. Januar 2020 by

Innen- und sicherheitspolitische Themen standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Hagener CDU. (…)

„In Deutschland im Jahr 2020 zu leben, ist wie ein Lotto-Gewinn“, hatte Purps in seinem aufmunterndem Neujahrsgruß versucht, Zuversicht für das Kommunalwahljahr 2020 zu verbreiten. Hagen dürfe sich nicht länger um das drehen, was nicht gehe, sondern müsse den Blick auf das Positive richten. Auf Grundlage des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sowie des CDU-Papiers „Zukunft 2030“ seien solide Grundlagen gelegt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Führung durch das Stadtarchiv Hagen

12. Januar 2020 by

Eine Besichtigung des Stadtarchivs Hagen, Eilper Straße 132-136, bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „100 Jahre – 100 Begegnungen“ am Dienstag, 14. Januar, von 14 bis 16 Uhr an.

Das Stadtarchiv wurde 1929 gegründet und deckt mit seinen Beständen einen Zeitraum vom Mittelalter über die Frühe Neuzeit bis in die Gegenwart ab. Sie dokumentiert über 750 Jahre Geschichte der Stadt, ihrer Stadtteile und der gesamten Region. Heute zählt das Stadtarchiv Hagen zu den größten Kommunalarchiven in Nordrhein-Westfalen. Die Führung vermittelt, dass Archive heute keine staubigen Keller mehr sind, sondern Orte, an denen Geschichte wieder lebendig wird.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos, eine Anmeldung unter Angabe der Veranstaltungsnummer J204 auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 erforderlich.

„ZeichenTanz“ für Gehörlose

12. Januar 2020 by

Aufgrund der Anregung der neuen Ballettdirektorin Marguerite Donlon findet als neues Angebot des Theaters Hagen am 18. Januar 2020 erstmals eine gebärdensprachliche Begleitung zu der Vorstellung ihres Tanzwerkes „Casa Azul – Inspired by Frida Kahlo“ statt (19.30 Uhr, Großes Haus). Unter dem Titel „ZeichenTanz“ ermöglicht dieses Angebot gehörlosen und gehörbeeinträchtigten Menschen durch Beschreibungen der musikalischen Grundatmosphären und des Klangs einen umfassenden Eindruck der Choreographie.

Begleitpersonen von Menschen mit Merkmal ‚B‘ im Behindertenausweis haben Anspruch auf einen kostenfreien Eintritt. Zudem wird Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit dem Merkmal ‚B‘ ein freier Eintritt ermöglicht.

Weitere Aufführungen mit gebärdensprachlicher Begleitung sind geplant und werden rechtzeitig in der Presse bekannt gegeben.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hohenlimburg: Stadt kauft marodes Haus am Lenneufer nicht

11. Januar 2020 by

Seit Jahren ist das leere Wohnhaus ungenutzt und zerfällt. Zuletzt gab es Beschwerden von Anwohnern. Warum die Stadt das Gebäude nicht kauft. (…)

Eine Lösung für die Lenneuferstraße 15 hätte darin bestanden, dass die Stadt Hagen das marode Wohnhaus aufkauft – ähnlich, wie es bei mehreren „Schrott-Immobilien“ in Wehringhausen passiert ist, deren Bausubstanz ebenfalls zerfiel. Auf Anfrage teilt die Stadt Hagen nun mit, dass dieses Beispiel nicht auf die Lenneuferstraße zu übertragen sei.

„Das Programm zum Aufkauf so genannter Schrottimmobilien steht im Zusammenhang mit dem Programm ,Soziale Stadt Wehringhausen’ und kann nicht auf andere Stadtteile erweitert werden“, sagt Michael Kaub, Sprecher der Stadt Hagen. „Es ist richtig, dass die Stadt auch in anderen Stadtteilen vereinzelt Häuser aufkauft“, so Kaub weiter, „allerdings stammen die Mittel dafür aus anderen ,Töpfen’. Für die Lenneuferstraße 15 sind keine Mittel in den Haushalt eingestellt, so dass hier kein Ankauf der Stadt erfolgt.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Eine konfuse „Argumentation“ des Stadtsprechers. Der Aufkauf sogenannter „Schrottimmobilien“ wird in der Regel über die stadteigene Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft HEG getätigt. Laut Berichterstattung der heimischen Presse vermarktet diese diverse Neubaugebiete und investiert die hier erzielten Gewinne in den Kauf und in die Sanierung heruntergekommener Immobilien. Abhängigkeiten vom Programm Soziale Stadt Wehringhausen oder von Zuschüssen aus dem städtischen Haushalt sind nicht bekannt.

NO2-Belastung: Hagen weiter Spitze

11. Januar 2020 by

Dies belegt eine erste Auswertung der Messwerte für Stickstoffdioxid (NO2) im Jahr 2019 an den automatisierten Landesmessstellen, die das Umweltministerium am Mittwoch (8. Januar 2020) veröffentlicht hat.

Gemeinsam mit den Messstationen an der Brackeler Straße in Dortmund und der Corneliusstraße in Düsseldorf belegt der Graf-von-Galen-Ring in Hagen mit einer Belastung von 45 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft den ersten Platz von 59 Messpunkten in NRW.

Wie das Umweltministerium weiter mitteilte, sind die Daten der Messstandorte mit Passivsammlern aufgrund des zeitlichen Aufwandes für die Laboranalytik noch nicht für das Jahr 2019 verfügbar.

Haus Harkorten – ein „Denkmal in Not“

11. Januar 2020 by

Deutsche Stiftung Denkmalschutz sieht „unmittelbare Bedrohung“ für das Hagener Kleinod des Bergischen Barock

„Denkmale in Not“- das sind Denkmale, die auf besonders schnelle Hilfe angewiesen sind. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz führt bundesweit nur sieben Objekte in dieser Kategorie, davon nur eines in Nordrhein-Westfalen: Das Haus Harkorten in Hagen-Westerbauer (Foto: Sixtnitgern, Eingang, Zustand 2014).

Haus Harkorten gilt als Höhepunkt des Bergischen Wohnhausbaus – eine baulich fast vollständig erhaltene, aber sanierungsbedürftige Gutsanlage, an der sich der wirtschaftliche und soziale Aufstieg der berühmten Familie Harkort ablesen lässt.

Von besonderer Schönheit ist das schieferbeschlagene „neue Haus“. Es bietet den typisch bergischen Dreiklang der Fassade aus Schiefergrau, Grün und Weiß. Doch dem Heim des „Vaters des Ruhrgebiets“ Friedrich Wilhelm Harkort droht der Verfall.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hatte bereits 2014 für die dringendsten Sicherungsmaßnahmen 80.000 Euro bereitgestellt, die natürlich nur den berühmten „Tropfen auf den heißen Stein“ darstellten. Jetzt bittet die Stiftung auch um Spenden.

Weitere Informationen:

Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Haus Harkorten

DSD fördert Haus Harkorten in Westerbauer

100 Jahre Ruth Eckstein

11. Januar 2020 by

Am Sonntag, 12.1.2020, 11:00 Uhr wird in der HAGENRING-Galerie in Eilpe die Ausstellung „100 Jahre Ruth Eckstein“ mit Arbeiten des ehemaligen HAGENRING-Mitgliedes eröffnet.

Ruth Eckstein (Foto: privat) wurde am 10.1.1920 als Tochter des Stadtarchitekten Alfred Eckstein und seiner Frau Meta in Wetter geboren. Sie besuchte bis 1936 die Volksschule und das Lyzeum in Hagen.

Nachdem ihr Vater 1936 aus politischen Gründen aus seinem Dienst entlassen wurde, übersiedelte die Familie im Jahr 1938 nach Stuttgart-Laudenbach. Zwischen 1941 und 1945 leistete Ruth Eckstein Zwangsarbeit in einer Orgelfabrik in Weikersheim. Sie wurde 1945 im Konzentrationslager Theresienstadt interniert und kehrte anschließend nach Laudenbach zurück.

Von 1947 bis 1950 absolvierte sie ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart unter anderem bei Willi Baumeister. 1950 kehrte sie mit ihren Eltern nach Hagen zurück.

Begegnungen mit Künstlern wie u. a. Emil Schumacher, Ernst Meister, Lis Goebel, Eva Niestrath waren inspirierend für ihre Arbeiten, ohne dass direkte Einflüsse erkennbar wären. Auch das Werk von Adolf Hölzel und Ida Kerkovius war Grundlage für neue Impulse zur freien Gestaltung. „Ganz im Sinne der ‚absoluten Kunst‘ Hölzels konzentrierte sich Eckstein seit den siebziger Jahren auf die elementaren Mittel der Malerei – Farbe und Form – und fand so sukzessive zu ihrer eigenen, unverwechselbaren Handschrift“, schrieb Andrea Sinzel 1998 in einem Katalog für das Karl-Ernst-Osthaus-Museum.

Ruth Eckstein malte anfangs im Haus ihrer Eltern, zog aber 1961 ins eigene Atelier nach Eppenhausen. 1953/1954 trat Eckstein in den „Ring Bergischer Künstler“ Wuppertal ein und wurde Mitglied im HAGENRING in Hagen, dem sie über 40 Jahre lang verbunden blieb. Ihr reiches Schaffen dokumentierte sie in vielen Einzelausstellungen und Beteiligungen an Ausstellungen im In- und Ausland von 1953 bis zu ihrem Todesjahr 1997.

In der Gedächtnisausstellung vom 12. Januar 2020 bis 9. Februar 2020 werden attraktive Arbeiten aus dem Nachlass der Künstlerin gezeigt. Die Werkeinführung wird Karl-Friedrich Fritzsche geben. Die Galerie in der Wippermann-Passage, Eilper Straße 71 – 75, ist dienstags bis freitags von 17 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Stadt Hagen unterstützt Forderung nach Fristverlängerung

10. Januar 2020 by

Die Stadt Hagen unterstützt die Forderung des Deutschen Städtetages nach einer Fristverlängerung für das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz, das auch etliche Bauprojekte in Hagen fördert.

Das größte geplante Projekt ist die energetische Sanierung der Rathausfassade. Dafür lag eine Finanzspritze von 4,5 Millionen Euro aus dem Fördertopf bereit. Das Vorhaben konnte bisher allerdings nicht durchgeführt werden, obwohl der Ratsbeschluss zur Umsetzung sowie Planungen des Berliner Büros Specht, Kalleja und Partner längst vorliegen. Es fand sich jedoch kein Unternehmen, um die Sanierung umzusetzen. Auch andere Projekte in Nordrhein-Westfalen, die mit Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes unterstützt wurden, sind davon betroffen.

Inzwischen hat sich für die Stadt Hagen eine Lösung abgezeichnet: Im Sommer vergangenen Jahres vereinbarte die Bezirksregierung mit dem Bund eine Verlängerung der Frist bis Ende des Jahres 2022. Die Grundlage dafür ist ein sogenanntes „PPP-Modell“, wonach die Stadt nicht nur die Sanierung, sondern zusätzlich auch einen 30-jährigen Wartungsvertrag ausschreibt.

Aus der Sicht des Städtetages hakt die Umsetzung des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes in den Kommunen dementsprechend nicht an internen Versäumnissen, sondern an der Auftragslage in der Bauindustrie, an fehlenden oder nicht akzeptablen Angeboten.

Aus der Zurückweisung überteuerter Angebote oder Aufhebung einer Ausschreibung dürfe kein Verfall von Fördermitteln resultieren, meint der Städtetag. Dieser unterstützt mit seiner Forderung den Bundesrat, der im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zur Fortführung der Flüchtlingsfinanzierung gefordert hatte, die Fristen beim Kommunalinvestitionsförderungsgesetz zu verlängern.

Unter anderem aufgrund der Kritik am langsamen Mittelabfluss in den Kommunen geht der Städtetag jetzt allerdings nicht von „uneingeschränkter Zustimmung des Bundestages“ aus.

Fahrradbrücke über Volmemündung wird erst 2021 fertig

10. Januar 2020 by

Als der ehemalige Hagener Stadtbaurat Thomas Grothe im Herbst 2016 erstmals ankündigte, dass eine 132 Meter lange Stahlbrücke über die Volmemündung errichtet werde, konnte sich seinerzeit niemand vorstellen, dass die legendäre Großbaustelle des Berliner Flughafens eher fertig werden könnte als die Hagener Metallkonstruktion.

Doch genau dieser Fall tritt jetzt ein: Während am neuen Hauptstadt-Airport tatsächlich am 31. Oktober dieses Jahres der Passagierbetrieb offiziell beginnen soll, wird es in Hagen absehbar bis Mai 2021 dauern, bis die ersten Radler im Schatten der A1 komfortabel am Zusammenfluss von Volme und Ruhr die neue Verbindung zwischen Hengstey und südlichem Harkortsee-Ufer nutzen können. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Ein Klassiker der Schauspielliteratur im Theater Hagen

10. Januar 2020 by

William Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“

Aus der Produktion (v.l.n.r): Kristina Nadj (Hermia), Lucia Schulz (Helena), Martin Wißner (Lysander). Foto: Klaus Lefebvre.

Die erste Premiere des Theaters Hagen im neuen Jahr findet am 11. Januar 2020 (19.30 Uhr, Großes Haus) statt. Auf dem Programm steht ein Klassiker der Schauspielliteratur: William Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“.

In diesem weltbekannten Stück ist die Liebe aus den Fugen geraten, denn schon von Beginn an ist die Konstellation im Ungleichgewicht: Hermia und Lysander müssen fliehen, um ihre Liebe leben zu können. Helena liebt Demetrius, Demetrius aber liebt Hermia. Der Elfenkönig Oberon und sein Gehilfe Puck wollen Ordnung in das Quartett der Liebenden bringen und manipulieren mit einem Zauber die Gefühle von Lysander und Demetrius.

Doch nicht nur für die verzauberten Männer, sondern auch für die Frauen lösen sich innerhalb kurzer Zeit alle Fixpunkte auf. Für Hermia bricht eine Welt zusammen, als sie den geliebten Lysander verloren glaubt. Und auch Helena, die sich über Demetrius plötzlich entflammte Liebe freuen könnte, kann sich sein Verhalten nur als ein grausames Spiel erklären … Die Liebe ist Theater und Zauberei, und Theater und Zauberei sind praktische Mittel, um mit der Liebe zu spielen.

Der „Sommernachtstraum“ von Shakespeare, über 420 Jahre alt und doch so aktuell wie nie, bringt das mit spitzem Geist treffend auf den Punkt. Dabei lenkt die effektsichere Verknüpfung von lyrisch-musikalischen und komisch-turbulenten Szenen von der Doppelbödigkeit der Komödie ab. Die Handlungsstränge der drei verschiedenen Figurengruppen – die weltlichen Liebenden, die Handwerker und die Elfen – verknüpft der Dramatiker auf meisterhafte Art und Weise miteinander.

In der Inszenierung von Intendant Francis Hüsers, den an diesem Stück u.a. interessiert, welche Arten von Täuschung, Enttäuschung, Selbsttäuschung und Fremdtäuschung mit der Liebe verbunden sind, und der phantasievollen Ausstattung von Swen Erik Scheuerling (Bühne) und Karina Liutaia (Kostüme), die erstmals am Hagener Theater arbeiten, sowie der Lichtgestaltung von Hans-Joachim Köster sind auf der Bühne zu erleben: Christian Bergmann, Robin Bohn, Yasin Boynuince, Julia Goldberg, Ralf Grobel, Kristina Günther, Dan K. Kurland, Alexandra Lowygina, Kristina Nadj, Tillmann Schnieders, Lucia Schulz, Martin Wißner, Junoh Zobel.

Diese Produktion wird vom Theaterförderverein Hagen e.V. unterstützt und gehört zudem zu dessen Förderprojekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“, das einen kostenlosen Besuch für Schüler im Klassen- oder Kursverband ermöglicht (Kontakt: gruppen@theaterhagen.de)

Weitere Vorstellungen: 17.1. (19.30 Uhr); 31.1. (19.30 Uhr); 13.2. (19.30 Uhr); 26.2. (19.30 Uhr); 8.3. (15.00 Uhr); 28.3. (19.30 Uhr); 3.4.2020 (19.30 Uhr)

Die Stunde der Kritik: Freitag, 31.1.2020, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei – Zu Gast: Gerhard Preußer (Nachtkritik, Theater heute)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

VW vor Erfolg im Zulieferer-Streit

9. Januar 2020 by

Richter wirft Prevent-Tochter TWB Erpressermethoden vor

Der Streit zwischen VW und Prevent hat dem Zulieferer TWB schwer zugesetzt. Die Firma fordert Schadensersatz – kann aber wohl maximal auf einen Teilerfolg hoffen. (…)

TWB fertigte für VW und diverse Tochtermarken wie Audi und Seat Sitzschalen für zahlreiche Modelle, zwischenzeitlich sogar mehr als zwei Millionen pro Jahr. Der Vorsitzende Richter Jürgen Kühnen warf TWB mit Blick auf die damalige Abhängigkeit Volkswagens vor, die Wehrlosigkeit der Wolfsburger ausgenutzt und „mit Mitteln der Erpressung“ versucht zu haben, eine 25-prozentige Preiserhöhung durchzusetzen. Die außerordentliche Kündigung durch die Volkswagen AG sei deshalb rechtens.

Weil Audi aber anders als VW nur ordentlich und nicht außerordentlich kündigte, sei das Vorgehen der Konzerntochter unwirksam. Denn eine solche Möglichkeit zur einseitigen Beendigung der Lieferbeziehung sei in dem Vertrag mit TWB nicht vorgesehen gewesen. Deshalb kann der Zulieferer zumindest in diesem Fall auf Schadensersatzzahlung hoffen. Den gesamten Streitwert beziffert das Gericht mit zwölf Millionen Euro. (…)

Quelle: Handelsblatt

Temperamentvolle Musik aus Lateinamerika

9. Januar 2020 by

Fünftes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Das fünfte Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen findet am 14. Januar 2020 um 19.30 Uhr in der Stadthalle Hagen statt. Unter dem Titel Latin Fiesta zieht temperamentvolle Musik aus Latein- und Südamerika in den Konzertsaal ein!

Zum Orchester stoßen zum einen der faszinierende argentinische Solist Juan José Mosalini am Bandoneon (Foto: Olivier Photo) und zum anderen der Baske Enrique Ugarte am Akkordeon, der zudem das Orchester dirigiert und als herausragender Musiker bereits 2018 das Hagener Publikum begeisterte. Sie spielen u. a. Musik von Astor Piazzolla, der häufig als „König des Tangos“ betitelt wird. Mit seinem stilistisch erneuerten Tango Nuevo hat er der Tanzmusik seiner argentinischen Heimat zu neuem Ruhm verholfen.

Für das tangotypische Instrument Bandoneon hat Piazzolla das Konzert „Aconcagua“ geschrieben und es nach dem in den Anden gelegenen höchsten Berg Südamerikas benannt. Neben Argentinien spielte New York eine große Rolle im Leben des Komponisten. Hier hatte er einen Großteil seiner Kindheit und Jugend verbracht.

Aus New York stammt auch George Gershwin, der die amerikanische Musikwelt als Jazz- und Broadway-Legende prägte. Auf dem Programm steht seine mitreißende „Cuban Overture“, in der er nach einem Kuba-Urlaub die landestypischen Rhythmen der Insel verarbeitete.

Enrique Ugarte beim „Sinfonikus“

Parallel zur Einführung für Erwachsene um 18.45 Uhr (Kleiner Saal, Eintritt frei) wird unter dem Titel „Sinfonikus“ auch eine interaktive Einführung für 8-12-Jährige im Sinfonium angeboten, in welcher die jungen Besucher auf spielerische Weise gemeinsam musikalische Meisterwerke entdecken und die dabei eingesetzten Instrumente hautnah erleben und kennenlernen.

Dieses Mal ist Enrique Ugarte dabei, der sein Instrument, das Akkordeon vorstellt. Der Eintritt beträgt 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) und beinhaltet die Teilnahme am „Sinfonikus“ sowie den Besuch des Konzertes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331/207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331/207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse in der Stadthalle Hagen.

Städtetag fordert in 2020 Planungssicherheit

8. Januar 2020 by

Statement von Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen, gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa)

Die Städte fordern die Landesregierung auf, zu Beginn des Jahres 2020 bei zentralen Themen Planungssicherheit für die Kommunen zu schaffen. Der Geschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Helmut Dedy, sagte der Deutschen Presse-Agentur:

„Die Städte in NRW gehen mit klaren Erwartungen ins neue Jahr. 2020 muss die Landesregierung bei drei wichtigen Themen Planungssicherheit für die Kommunen schaffen: Altschulden, Flüchtlingsfinanzierung und Grundsteuer.

In diesen Bereichen hat es 2019 durch das Land vor allem Ankündigungen gegeben, doch die genauen Lösungen stehen noch aus. Deshalb erwarten wir nun zügig Gespräche mit dem Land über seine Konzepte und unsere Vorstellungen. Die Städte müssen wissen, wie es bei diesen Schlüsselthemen weitergeht. Sie müssen in ihren Haushalten für die Zukunft einplanen können, welche Finanzmittel ihnen zur Verfügung stehen.

Wir brauchen ein Konzept des Landes für seinen Beitrag, um das Altschuldenproblem vieler Städte zu lösen. Wir brauchen bei der Finanzierung der Flüchtlingskosten vor allem eine zeitlich unbegrenzte Erstattung der Kosten für geduldete Flüchtlinge. Wir brauchen in den Kommunen die Mittel für die Integration, die das Land vom Bund erhält. Und wir brauchen schließlich Klarheit, welches Berechnungsmodell für die Grundsteuer das Land vorschlagen will.

Die Chance, den Berg von 25 Milliarden Euro kommunaler Altschulden in NRW abzutragen, darf nicht ungenutzt verstreichen. NRW muss die auf der Bundesebene begonnene Debatte im Sinne seiner Städte nutzen. Die Zeit niedriger Zinsen ist endlich. Sollten sie nur um einen Prozentpunkt steigen, belastet das die Kommunen in NRW mit 250 Millionen Euro jährlich. Dieses Risiko muss vermieden werden, damit die betroffenen Kommunen nicht auch noch den letzten Handlungsspielraum verlieren.

Und die von Altschulden belasteten Städte müssen neu durchstarten können. Sie müssen investieren können in gute Schulen, attraktiven Nahverkehr und verlässliche Kinderbetreuung. Der Bundesfinanzminister hat seine Bereitschaft deutlich gemacht, einen erheblichen Teil der Altschulden zu übernehmen.

Nun brauchen wir belastbare Aussagen, wie und mit welchen Mitteln sich das Land einbringen will. Und was es vorhat, damit keine neuen problematischen Schuldenberge wachsen. Ein starkes Signal aus NRW ist nötig, damit die Gespräche auf Bundesebene zum Erfolg führen und ein nationaler Konsens für eine Altschuldenlösung gelingt.

Die Kommunen warten seit langem auf finanzielle Verbesserungen im Flüchtlingsaufnahmegesetz. Deshalb begrüßen wir, dass das Land 2020 endlich in Verhandlungen darüber eintreten will. Die im Dezember angekündigten 110 Millionen Euro sind auch ein guter erster Schritt. Wir werden allerdings in den Gesprächen deutlich machen: Es geht uns nicht nur um eine höhere Flüchtlingspauschale für die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen im Asylverfahren.

Die zeitlich unbegrenzte Erstattung der Kosten für geduldete Flüchtlinge ist uns mindestens genauso wichtig. Dafür übernimmt das Land bislang nur für kurze Zeit die Kosten. Außerdem stellen wir uns als Städte natürlich weiter der Daueraufgabe Integration für die Menschen, die wegen Krieg und Verfolgung bei uns Zuflucht gefunden haben. Hier erwarten wir vom Land, dass es die Mittel von 150 Millionen Euro, die NRW 2020 vom Bund erhält, an die Kommunen weitergibt.

Bei der Grundsteuerreform muss das Land ebenfalls endlich sagen, welchen Weg es gehen will. Die Grundsteuer ist 2019 von Bundestag und Bundesrat neu geregelt worden. Die Städte empfehlen, dass das Land sich für das wertorientierte Bundesmodell entscheidet. Eine Grundsteuer, die neben der Grundstücksfläche auch den Wert von Grundstücken und Gebäuden in die Besteuerung einbezieht, führt zu gerechteren Lösungen und kann von den Menschen besser akzeptiert werden.

Ein eigenes Alternativ-Modell auf Landesebene zu entwickeln, wäre dagegen aus unserer Sicht zu riskant. Dafür braucht man viel Zeit. Zudem ist mit erheblichen Zusatzkosten für IT-Programme zu rechnen.

Die knapp bemessenen Fristen bei der Grundsteuerreform dulden keinen weiteren Aufschub. Das umfangreiche Verfahren für die praktische Umsetzung muss jetzt angeschoben werden, damit rechtzeitig bis zum Jahr 2025 Millionen Grundstücke in NRW neu bewertet sind. Sonst drohen Steuerausfälle der Kommunen bei der Grundsteuer.“

VW verklagt Ex-Zulieferer Prevent

7. Januar 2020 by

VW verlangt von Prevent vor Gericht viel Geld – und beziffert den Schaden durch seinen früheren Lieferanten auf mehr als hundert Millionen Euro. Doch auch die bosnischen Besitzer des Zulieferers klagen.

Prevent wirft Volkswagen unter anderem Verstöße gegen das Kartellrecht vor und verlangt in den USA 750 Millionen Dollar Schadensersatz. Hinzu kommt ein Verfahren am Oberlandesgericht Düsseldorf, bei dem die Hagener Prevent-Tochter TWB ebenfalls Forderungen gegen den Autobauer erhebt. VW hat in dem Streit vor dem Landgericht Braunschweig nun seinerseits Klage eingereicht. (…)

Quelle: SPON

Falsche Kandidaten aufgestellt

7. Januar 2020 by

SPD Altenhagen wirft Hagener Parteispitze fehlende Kompetenz vor

Vor dem Hintergrund des Angriffs auf Rettungskräfte und Auseinandersetzungen mit der Polizei in der Silvesternacht in Altenhagen wirft der SPD-Ortsverein Altenhagen der Parteiführung des Hagener Unterbezirks vor, ortsansässige Kandidaten verhindert zu haben.

Der Ortsverein, so der Vorsitzende Bernd Schmidt, habe mit den Direktkandidaten für die Kommunalwahl, Giutzel Ali Oglu und Edmont Gashi, bewusst zwei Personen aufgestellt, „die in einem sozialen Brennpunkt leben und mit der Problematik des Stadtteils vertraut sind“. Hinzu komme noch, dass beide Kandidaten mit dem Stadtteil durch die sozialen Kontakte und die vorhandenen Netzwerke stark verbunden seien.

Die Parteitagsregie hatte bei der Aufstellung der Kandidaten allerdings dafür gesorgt, dass die Altenhagener Kandidaten durch die Juso-Bewerber Flemming Borchert und David Wiegmann ersetzt wurden.

Wie auch andere Hagener Stadtteile sei Altenhagen durch Verarmung und Ghettoisierung geprägt, sagte Schmidt weiter. In der Art des Umgangs mit Ali Oglu und Gashi sei „die fehlende Kompetenz des SPD-Unterbezirksvorsitzenden Schisanowski (…) deutlich zu erkennen“.

Aus dem Nähkästchen des Reitervereins geplaudert

7. Januar 2020 by

Oder: Die Auslegung der Pressefreiheit in der Hagener Berichterstattung

Die Pressefreiheit, in der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 5 des Grundgesetzes verankert, soll gewährleisten, dass Informationen bereitgestellt werden, auf deren Grundlage sich die Bürger Meinungen bilden können. Die Pressefreiheit zielt somit sicherlich nicht auf die Verbreitung falsch recherchierter, unzureichender Informationen ab. Und genau hier setzt das Hinterfragen der Berichterstattung über den Reiterverein Hagen 1902 e.V. der letzten Jahre an.

Wie ist es möglich, dass in den veröffentlichten, ausführlichen Artikeln zahlreiche Aspekte zu finden sind, die nachweisbar nicht den Tatsachen entsprechen oder die Berichterstattung derart einseitig ist, dass beileibe kein einziger Strahl positiven Lichts auf den gemeinnützigen Verein geworfen wird?

Liegt es daran, dass sich – belegbarer Weise – negative Nachrichten bei den Lesern viel intensiver einprägen als positive und dadurch größere Schlagzeilen schreiben?

Oder liegt es eher daran, dass die einstigen Gönner schon längst nicht mehr in den Reihen des Vereins zu finden sind und ihre Kontakte zur lokalen Presse damit auch nicht genutzt werden können?

Vielleicht aber liegt es noch mehr an den Plänen, die die Stadt Hagen für das Gelände hat, auf dem die Gebäude des Reitervereins seit den 60er-Jahren beheimatet sind.

Ganz im Gegenteil zur Berichterstattung der „Westfalenpost Hagen“ sollen hier statt waghalsiger Vermutungen aber nun Fakten genannt werden. (…)

Quelle: *** – hier weiterlesen

Stadt Hagen klagt Areal des Reitervereins vor Gericht ein

6. Januar 2020 by

Mit einer Zivilklage vor dem Landgericht (Az. 8 O 845/18) will die Stadt jetzt den Hagener Reiterverein zwingen, das städtische Areal am Ischeland endgültig zu verlassen. Zudem wird eine noch ausstehende Nutzungsentschädigung in Höhe von 3500 Euro verlangt. Die Auseinandersetzungen zwischen der Kommune, dem Verein und dessen streitbarem 1. Vorsitzenden schwelen seit Jahren, am Ende des Verfahrens könnte den vereinten Pferdehaltern womöglich die zwangsweise Räumung drohen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Aus der Vorgeschichte:

Fronten im Streit zwischen Stadt und Reiterverein verhärtet
(2. August 2017)

Fronten zwischen Stadt Hagen und Reiterverein verhärtet
(18. November 2017)

Abgehalftert
Reiterverein Hagen gibt entnervt sein Gelände am Höing auf (1. Dezember 2017)

„An Ihrer mir bekannten Arbeitsstelle“
Rechtsdezernent Thomas Huyeng antwortet dem Reiterverein – und gibt Privates eines Vorstandsmitglieds preis (3. Dezember 2017)

„Zu hell, zu dunkel, zu wenig oder zu viel“
Stellungnahme des Reiterverein Hagen zu den jüngsten Entwicklungen bei den Auseinandersetzungen mit der Stadtverwaltung (14. Dezember 2017)

Reitervereins-Chef muss 1000 Euro Bußgeld zahlen
(15. Dezember 2017)

„Rufmord der lokalen Presse“
Stellungnahme des Reiterverein Hagen zum WPWR-Artikel „Reitervereins-Chef muss 1000 Euro Bußgeld zahlen„ (15. Dezember 2017)

Räumungsklage der Stadt Hagen gegen Reiterverein
(30. Dezember 2018)

Museums-Shop-Betreiberin gibt auf: „Es fehlt an Touristen“

6. Januar 2020 by

Der Museumsshop im Kunstquartier soll ab Anfang Mai neu vermietet werden. Die bisherige Pächterin, Cornelia Gerstenberger, gibt den Shop im Erdgeschoss auf. „Ich führe insgesamt sechs Shops, doch der Hagener ist der am wenigsten lukrative“, sagt die Dortmunderin. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Das 1902 von Karl-Ernst Osthaus gegründete Museum Folkwang (heute: Osthaus-Museum) war weltweit das erste Museum für zeitgenössische Kunst. Von diesem Avantgarde-Status ist das jetzige Osthaus-Museum weit entfernt. Das hat sicherlich verschiedene Gründe. Einer davon liegt in der traditionell kulturfernen bis geradezu kulturfeindlichen Mentalität, die im überwiegenden Teil des Hagener Stadtrats zu verorten ist. Museumsleiter Tayfun Belgin befindet sich daher in dem Dilemma, sich zwischen künstlerisch anspruchsvollen Angeboten und Ausstellungen, die möglichst die Besucherstatistik hochtreiben, entscheiden zu müssen. So landen auch Präsentationen, die mit Bildender Kunst wenig bis nichts zu tun haben, in den Ausstellungsräumen, wie eine Schau zur „Neuen Deutschen Welle“. Die lockte zwar die Fanclubs dieser längst angestaubten Musik an, für den einstigen Ruf des Osthaus-Museum war sie allerdings kontraproduktiv. Die inzwischen wesentlich ambitioniertere Ausstellungspolitik des ebenfalls im Kunstquartier beheimateten Schumacher-Museums kann diese Defizite leider nicht ausgleichen.

Altenhagen ist ein vergessenes Quartier

5. Januar 2020 by

Nach den Attacken in der Silvesternacht wird über ein Feuerwerks-Verbot nachgedacht. Das ist viel zu wenig, findet Redakteur Mike Fiebig. (…)

Merkt denn niemand, dass weite Teile Altenhagens abgehängtes Land sind und dass das Gründe hat, die nicht nur bei den Menschen liegen? Sozialarbeit und Sozial-Projekte, die von Politik oder Verwaltung verfolgt werden? Fehlanzeige. Was in Wehringhausen als „Soziale Stadt“ Wandel bringt, liegt in Altenhagen brach. In der Bezirksvertretung Mitte finden diese Themen mit Blick auf Altenhagen gar nicht statt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hohenlimburg: Früheres Wohnhaus in „Klein Venedig“ zerfällt

5. Januar 2020 by

Wer die Silhouette von Klein-Venedig zeichnet oder fotografiert, der kommt an diesem Haus nicht vorbei: Das neugotische Gebäude an der Lenneuferstraße 15 mit dem markanten Turm-Erker und Treppengiebel ziert zahlreiche Motive der idyllischen Szenerie an der Lenne. Doch statt zur Zierde, wird dieses Haus immer mehr zum Ärgernis für die Anwohner – denn es verfällt zusehends. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Nach dem (inzwischen abgerissenen) „Oeger Schlösschen“ das zweite Gebäude in Hohenlimburg innerhalb kurzer Zeit, dass dem Verfall preisgegeben wird, ohne dass die Stadt einschreitet. Dabei hätte sie nach dem Wohnungsaufsichtsgesetz durchaus Möglichkeiten, solche Zustände anzugehen: „Die Gemeinden haben nach pflichtgemäßem Ermessen die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, wenn Verwahrlosung vorliegt oder ein Missstand besteht.“ Während in Wehringhausen sogar Häuser von der Stadt mit dem Ziel der Sanierung und Wiedervermietung aufgekauft werden, scheint Hohenlimburg außerhalb der Aufmerksamkeit zu liegen.

Das ist umso verwunderlicher, da offenbar die Kapazitäten vorhanden sind. So brüstet sich die Pressestelle des Oberbürgermeisters damit, dass mit großem personellem und logistischem Aufwand immer wieder Ausländerrazzien veranstaltet werden: „Seit Ende 2015 wurden 80 Kontrollen durchgeführt und dabei 737 Häuser in verschiedenen Ortsteilen mit insgesamt 20.323 gemeldeten Personen überprüft.“ Immer mit dabei: die Wohnungs- und Bauaufsicht.

Wohnhäuser an der Lenneuferstraße im Hagener Stadtteil Hohenlimburg. Das mit der roten Fassade rechts ist das Haus mit der Nummer 15. Foto: Klaus Bärwinkel, CC BY 3.0.

10.392 Menschen in Hagen suchen im Dezember einen Job

4. Januar 2020 by

Wenig hoffnungsvolle Signale vom Hagener Arbeitsmarkt: Die Erwerbslosenquote stieg im Dezember auf 10,4 Prozent. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wie üblich, ist die Statistik geschönt. Die Wirklichkeit spiegelt die sogenannte „Unterbeschäftigungsquote“ wider, die die Arbeitsagentur ebenfalls veröffentlicht, aber von den meisten Medien nicht zitiert wird. Demnach waren in Hagen im Dezember 13.618 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, die Quote lag bei 13,2 Prozent (Dezember 2018: 12,1 Prozent).

In der Unterbeschäftigung werden nach Angaben der Arbeitsagentur „zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind“. Dazu gehört beispielsweise die Sonderregelung für Ältere (§ 53a SGB II) – die werden einfach nicht mehr mitgezählt.

Die Arbeitsagentur räumt sehr wohl ein: „Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde.“

Mehr Besucher im Freilichtmuseum

4. Januar 2020 by

Das Tabakhaus im Freilichtmuseum Hagen gehört zu den beliebtesten Fotomotiven. Foto: LWL.

Auch im vierten Jahr in Folge freut sich das Freilichtmuseum Hagen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) über wachsenden Besucherzuspruch. Mit 138.011 Besucherinnen kamen annähernd 3.500 Besucher mehr als 2018 (134.463). Zu dieser Zahl trug auch der Romantische Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende bei, der bei strahlendem Wetter sehr gut besucht war.

In der eigentlichen Saison vom 1. April bis 31. Oktober gab es wetterbedingt allerdings einen leichten Rückgang der Besucherzahlen. Gründe waren ein verregnetes Herbstfest mit 3.000 Besucherinnen weniger als bei der vergleichbaren Veranstaltung 2018 sowie das schlechte Wetter Anfang Oktober. Gegen Ende der Saison hin stieg bei ruhigem und schönen Herbstwetter das Interesse am Museum und seinen Angeboten wieder deutlich an.

Besonders hohe Besuchszahlen verzeichnete das LWL-Freilichtmuseum Hagen bei seinen fast 130 Veranstaltungen, darunter einigen Großveranstaltungen. Den besten Tagesbesuch – neben dem Weihnachtsmarkt – verzeichnete das Museum mit 4.900 Personen am 1. Mai zum Treckertreffen, hinzu kamen weitere Veranstaltungen wie Querbeet und das Kinderfest sowie die Oldtimerpräsentationen.

Kinotipp: Die Mission der Lifeline

3. Januar 2020 by

Do 09.01.2020, 19:00 Uhr, Kino Babylon

D 2018, Regie: Markus Weinberg, Doku, 71 Min.

Ihr Ziel: Flüchtlinge vor dem Ertrinken retten. Dafür haben Axel Steier und sein Team vom Dresdner Seenotrettungsverein „Mission Lifeline“ erfolgreich Spenden gesammelt. Mit einem eigenen Schiff sollte es ins Mittelmeer gehen. In seiner Heimatstadt Dresden schlägt Axel Steier für die Idee nicht nur Liebe entgegen. Neben dem öffentlichen Hass muss er Angriffe, Ermittlungen und Prozesse aushalten. Und dann die Realität auf dem Meer: Ölverlust, sinkende Flüchtlingsboote und sogar Beschuss durch libysche Milizen. Über zwei Jahre hat das Filmteam die Crew bis auf das Schiff vor der libyschen Küste begleitet.

In Kooperation mit der AWO und Amnesty. Regisseur Markus Weinberg ist zu Gast im Babylon.


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