Volksbegehren „G9 jetzt!“

20. März 2017 by

Eintragungslisten liegen bis 7. Juni aus

Aktuell: Bayern kehrt zum G9 zurück

Die CSU hat das Ende des achtjährigen Gymnasiums in Bayern beschlossen. Künftig soll es das Abitur auch dort in der Regel wieder nach 13 Schuljahren geben. (…)

Damit schließt sich Bayern dem Trend mehrerer anderer Bundesländer an: Niedersachsen ist bereits wieder komplett beim G9 – leistungsstarke Schüler haben aber weiter die Möglichkeit, ein Jahr früher Abi zu machen. Hessen und Schleswig-Holstein haben Wahlfreiheit eingeführt. (…)

Quelle: SPON

Das Volksbegehren „Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung, G9 jetzt!“ kann bis zum 7. Juni dieses Jahres durch Eintragung in den Bürgerämtern im Rathaus und in Hohenlimburg unterstützt werden.

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Öffentliche Armut – Schuldenbremse – Stärkungspakt

23. April 2017 by

Bernhard Sander: NRW vor den Landtagswahlen III

Städte und Kreise in NRW ächzen unter den Lasten, die ihnen Strukturwandel, Steuergesetzgebung und soziale Not aufbürden. Doch sind diese Rahmenbedingungen in letzter Hand politisch gestaltet. Die Landesregierung hatte sechs Jahre Zeit, diese Last zu lindern. Zentraler Hebel gegen den Verfall öffentlicher Infrastruktur und für mehr soziale Dienstleistungen sollte das Gesetz zum Stärkungspakt Stadtfinanzen sein.

»Dass eine Rückführung des Investitionsstaus aus eigener Kraft kaum wird gelingen können, belegen insofern auch die besorgniserregenden Haushaltsdaten eines Großteils der NRW-Kommunen. So zeigt etwa die aktuelle Haushaltsumfrage des Städte- und Gemeindebundes NRW unter seinen 359 Mitgliedskommunen, dass nur 49 Mitgliedskommunen einen strukturell ausgeglichenen Haushalt erreichen. Damit sind lediglich 13,65 Prozent der Mitgliedskommunen in der Lage, den eigentlich von der Gemeindeordnung als Normalfall geforderten Zustand erreichen zu können«, stellt der NRW-Städtetag fest. [1]

»Spätestens seit der signifikanten Absenkung des Verbundsatzes des kommunalen Finanzausgleichs zu Beginn der Achtzigerjahre – also seit mehr als drei Jahrzehnten – befinden sich insgesamt zu wenige Mittel ›im System‹. Im Zeitraum 1982 bis 2017 dürften den Kommunen in Nordrhein-Westfalen ca. 60 Milliarden Euro entzogen worden sein.« Mit dem Eintritt in die neoliberale Glaubensgemeinschaft haben also alle bisherigen Landesregierungen, gleich welcher Couleur, an der Austrocknung der Kommunalfinanzen mitgewirkt. Hinzu kommen die diversen Steuer»reformen« auf Bundesebene.

Die Landesverwaltung hält an dem Glaubenssatz fest, dass »die heutigen Bedürfnisse nicht über die Lasten künftiger Generationen zu stellen« seien. Sie blendet damit aus, dass durch die Ausgabenkonsolidierung der öffentliche Kapitalstock dem Verfall anheimgegeben wird. So werden soziale Schulden zulasten der Zukunft aufgehäuft, wenn die kommenden Jahrgänge unter einer verfallenen Infrastruktur ächzen werden. Die »Schwarze Null« entpuppt sich als schwarzes Loch, das alles aufsaugt. (…)

Der Verfall des öffentlichen Kapitalstocks schreitet voran. Der Investitionsbedarf steigt und führt zwischen den Kommunen zu Disparitäten in den Lebensbedingungen.

In einer Stellungnahme [2] hat der Städtetag das Problem umrissen: »Die Situation lässt sich bereits anhand einer Zahl eindrücklich verdeutlichen: Das ›KfW-Kommunalpanel 2016‹ hat einen kommunalen Investitionsrückstand in Höhe von 136 Mrd. EUR bundesweit ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Rückstand trotz guter konjunktureller Rahmenbedingungen und historisch einmalig günstiger Finanzierungsbedingungen wiederum gestiegen.«

Durch die neoliberale Ausdörrung der Verwaltungen sind solche Planungskapazitäten systematisch abgebaut worden, sodass Landesmittel nicht abgerufen werden können. Die Kommunen können aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht Personal in den Planungsämtern für den Eventualfall vorhalten, dass es plötzlich seitens des Bundes oder Landes im großen Umfang Mittel für die Finanzierung von Sachinvestitionen gibt. Auch die Entwicklung von Plänen »auf Vorrat« kommt nur bedingt in Betracht, da sich bau- und vergaberechtliche Anforderungen (z.B. Gebäudedämmung, Barrierefreiheit, das Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG), das Nachhaltigkeitsaspekte in der öffentlichen Auftragsvergabe im Land verankert) laufend ändern. (…)

Allerdings spielt die Lage in Städten und Kreisen kaum eine Rolle im Wahlkampf. Das Bündnis von Bürgermeistern und Kämmerern »für die Würde der Städte« findet bisher wenig Resonanz in seinen ökonomischen Forderungen nach einem Altschuldenfonds. Die Forderung des Städtetages, das Land müsse sich stärker an den Integrationskosten beteiligen, wird offenbar von allen Parteien ignoriert. (…)

Quelle: westLINKS

Führung über den Buschey-Friedhof

23. April 2017 by

Am Mittwoch, 26. April 2017 ab 16 Uhr findet eine kulturgeschichtliche Führung über den Buschey-Friedhof statt

Der Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen ist der älteste Friedhof Hagens, der noch belegt wird. Er wurde am Ostermontag 1810 eingeweiht und verdeutlicht heute in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur.

Historische Friedhöfe sind nicht nur Zeugen der Vergangenheit und dokumentieren den Umgang mit dem Tod, sondern sie sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey-Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben verschiedener Epochen. Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Der Rundgang über den Buschey-Friedhof gibt Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur.

Teilnahmegebühr: 6 €, eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt. Treffpunkt ist der Seiteneingang Grünstraße, 58089 Hagen.

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AWO setzt auf Fakten statt auf Emotionen

22. April 2017 by

Angesichts der immer hitziger hochkochenden Debatte rund um die geplante Erweiterung der AWO-Drogenklinik im Deerth appelliert der Wohlfahrtsverband an die Diskutanten, zur Sachlichkeit zurückzukehren. „Die neu formierte Bürgerinitiative betreibt, nicht zuletzt auf Kosten der Patienten, unsachliche Stimmungsmache“, kritisiert AWO-Geschäftsführerin Birgit Buchholz. (…)

Quelle: wp.de

Lageplan: AWO

Anmerkung: Eine klassische Desinformationskampagne. Schon die Überschrift verkehrt die Tatsachen: Es ist die AWO, die laut Artikel auf Emotionen setzt. Die kritisierten Fakten bleiben entweder ganz außen vor oder werden schön geredet: „Es gehe darum, die Belastung für Umwelt, Anwohner und Erholungssuchende so gering wie möglich zu halten.“

Buchholz fabuliert von „vielfach heraufbeschworenen Vorfällen“, gemeint sind Ausbrüche, die vielleicht in irgendwelchen Fakebook-Quasselforen kursieren, aber bisher von der angesprochenen Bürgerinitiative (Homepage) überhaupt nicht thematisiert worden sind.

Neben dem umstrittenen Grunderwerb geht es dieser um die Vermeidung von Eingriffen in den Stadtwald.

Neben dem einzelnen bestehenden Gebäude sollen gleich fünf neue Bauten mit jeweils etwa dem gleichen Grundflächenverbrauch entstehen. Anders als es die Abbildungen in der Presse suggerieren (Schafswiese), soll die Mehrzahl davon im heutigen Waldgebiet errichtet werden. Die beiden blau markierten Gebäude links auf dem Lageplan sind auf der Schafswiese vorgesehen (das ist die mittlere Fläche auf der schwarz-weiß-Karte), die beiden zusammenhängenden Bauten rechts und das einzelne Gebäude darüber sollen auf einer heutigen Waldfläche entstehen, wie auch der schwarz-weiß-Karte zu entnehmen ist. Schwarz ist das bestehende Gebäude eingezeichnet.

Pat & Patachon als Hausierer

22. April 2017 by

Diegel und Demnitz gemeinsam im Wahlkampf

Quelle: WDR (Video, verfügbar bis 28.04.2017)

Dazu:

Diegel im WDR-Kandidatencheck als Vertreter des rechten Flügels der CDU mit Vorlieben für den Hardcore-Neoliberalen Friedrich Merz und den Law-and-order-Mann im Schafspelz, Wolfgang Bosbach.

Gemälde erinnern an Wandteppiche

22. April 2017 by

„Mit 60 erlaube ich mir einen Blick zurück“, sagt Barbara Wolff, „wenn ich es jetzt nicht mache, wann dann? Außerdem kann ich dann künftig wieder nach vorn blicken“. In ihrer Geburtstagsausstellung zeigt die Hagener Künstlerin „Frühe Bilder“, so auch der Titel der Ausstellung, die ab Sonntag in der Galerie Hagenring zu sehen ist. (…)

Quelle: wp.de

„Die Türkei ist mein Land!“

21. April 2017 by

Dr. Utku Sayin sprach an der FernUni über die Lage in der Türkei

„Die Türkei ist nicht Erdoğans Land. Sie ist mein Land!“ Irgendwann, so ist Dr. Utku Sayin (Foto: FernUni) optimistisch, wird er wieder gefahrlos in seine Heimat zurückkehren können. Der Unterzeichner einer Petition gegen die Politik der türkischen Regierung im kurdischen Teil des Landes muss dort mit Repressalien rechnen.

Kurz vor dem Ende seiner dreimonatigen Arbeit als Gastwissenschaftler im Lehrgebiet Bildung und Differenz von Prof. Dr. Katharina Walgenbach vermittelte Sayin 40 Interessierten aus allen Bereichen der FernUniversität in Hagen einen Eindruck von der aktuellen Situation türkischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die nicht auf der Erdoğan-Linie liegen. Sein Vortrag hatte den Titel „Human Rights in the Academy. Zur aktuellen Situation von Hochschulangehörigen in der Türkei“.

Der Sonderpädagoge war bis zum 18. August 2016 Assistent Professor an der staatlichen Mustafa Kemal University (MKU). Als einer von 1.128 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hatte er zuvor die Petition „Wir werden nicht Teil des Verbrechens sein“ unterzeichnet. Nach neuen heftigen Beleidigungen Präsident Erdoğans gegen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Petition stieg deren Zahl sogar auf 2.212.

Durch die Kampfhandlungen im kurdischen Gebiet starben in den Jahren 2015 und 2016 rund 2.000 Menschen, davon 800 Zivilisten. 6.500 Menschen wurden verletzt, 1,5 Millionen verloren ihre Heimat. Sayin zeigte hierzu Bilder von Panzern in Innenstädten und von Menschen, die auf grausamste Weise getötet wurden.

„Jagd“ auf Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Petition

Nach seinen Worten begann an allen türkischen Universitäten nun „eine Jagd“. Gegen 492 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seien disziplinarische Ermittlungsverfahren eingeleitet und 75 entlassen worden, 25 von sich aus ausgeschieden. Folge seien große Probleme in der Lehre. Auch gegen Sayin leitete das neue MKU-Rektorat eine Untersuchung ein: Sein Vertrag wurde nicht mehr erneuert.

Die MKU übergab Sayins Akte der staatlichen Ermittlungsbehörde. Den Petitionsunterstützern drohen auch von dort Maßnahmen. 306 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seien mit einem staatlichen Einstellungsverbot für die öffentlichen Dienste belegt, 50 in Untersuchungshaft genommen und vier inhaftiert worden, so der Referent. Auch ihm wurde bescheinigt, dauerhaft disqualifiziert für den öffentlichen Dienst zu sein. Ebenfalls Repressalien wie Zwangsversetzungen sind Promovierende in staatlichen Forschungsprogrammen ausgesetzt.

Viele Studierende könnten ihre Studien nicht aufnehmen oder fortsetzen, laufende Stipendien würden eingestellt, staatlich geförderte Auslandsaufenthalte beendet und Abschlussarbeiten unterbrochen, so Sayin. Es gäbe zwar keine amtlichen Zahlen, „aber wir wissen, dass 2.459 Studierende 2014 in Haft waren – diese Zahl hat sich drastisch erhöht. Ein zerbrochener roter Schirm oder das Mitführen des ‚Kommunistischen Manifests‘ können ausreichen.“

Würde Sayin heute zurückkehren, drohen ihm – wie anderen – Inhaftierung und zwangsweise Arbeitslosigkeit. Sein Name stehe auf einer Liste mit Personen, die per Dekret für Jobs im öffentlichen Dienst gesperrt sind. Private Arbeitgeber, die so geächtete einstellen, müssten selbst mit Repressalien rechnen. Wieder ausreisen aus der Türkei dürfte Sayin aber wohl auch nicht mehr. Aus Sorge, seinen Reisepass abgenommen zu bekommen, beteiligte er sich in Deutschland nicht am Referendum über eine Präsidialverfassung in der Türkei.

Weitere konkrete Gefahren sind die Sperrung seines Bankkontos und die Beschlagnahmung seines Vermögens. „Das wäre sein ‚sozialer Tod‘“, kommentierte Katharina Walgenbach. Das türkische Konsulat in Essen verweigerte dem türkischen Staatsbürger sogar die Unterstützung bei der Visa-Beantragung für seine Frau und seine beiden Kinder.

„Europa verschließt die Augen!“

Sayin hat jetzt begonnen, Deutsch zu lernen. Für die nächsten drei Monate ist er durch eine weitere Tätigkeit an der Universität Bielefeld sicher. Danach will er versuchen, eine Unterstützung der Philipp Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung zu bekommen, mit der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland gefährdete Forschende für 24 Monate aufnehmen können (https://www.humboldt-foundation.de/web/philipp-schwartz-initiative.html). Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ihre Organisationen – unter ihnen die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) – haben sich vernetzt, um verfolgten türkischen Kolleginnen und Kollegen zu helfen: „Der Bedarf ist enorm gestiegen“, betont Katharina Walgenbach. Über Kolleginnen hatte sie im Herbst 2016 vom Schicksal Sayins erfahren und spontan ihre Hilfe angeboten.

Sayins ist überzeugt, dass über solche wertvollen Einzelinitiativen hinaus die europäischen Universitäten das zentrale staatliche Kontrollgremium türkischer Hochschulen YÖK dazu bewegen müssen, gesetzliche Vorschriften, akademische Rechte und wissenschaftliche Ethik zu respektieren: „Statt die Augen zu verschließen muss Europa mit den türkischen Wissenschaftlern solidarisch sein!“ Dennoch: „Ich bin traurig, aber auch zuversichtlich, dass ich von hier aus etwas bewegen kann!“

Utku Sayin hielt seinen Vortrag auf Türkisch. Übersetzt ins Deutsche wurde er von Nurten Karakaş, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim. Die – angesichts der Urlaubszeit erstaunlich vielen – Interessierten diskutierten mit Sayin ausführlich auf Englisch.

Hagener Piraten im Kandidatencheck

21. April 2017 by

Der WDR hat zur Landtagswahl kurze Videos mit fast allen Kandidaten und Kandidaten erstellt. Dabei bekamen alle die gleichen Fragen z.B. zur Inneren Sicherheit, Bildung und Verkehr gestellt. Die Hagener Kandidaten der Piraten, Frank Mazny und Christian Specht, waren auch dabei.

Frank Mazny (Wahlkreis 103)

Christian Specht (Wahlkreis 104)

Hagener Schätze des Jugendstils

21. April 2017 by

Führung im Hohenhof und am Stirnband

Sonntag, 23.04.2017 um 14.00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk.

Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eintritt: plus Führungsgebühr 12 Euro, Anmeldung unter 0 23 31/207 2740.

Hoffnungslos verfahren

21. April 2017 by

US-Flugzeugträger auf Dortmund-Ems-Kanal gesichtet

„Ich bin froh, dass sie nicht sofort das Feuer eröffnet haben“: Walter Frellschütz (links) und Fifi. Foto: Der Postillion

Datteln (dpo) – Nicht schlecht staunten Anwohner des Dortmund-Ems-Kanals, als sie heute Morgen Zeugen wurden, wie sich der nukleargetriebene Flugzeugträger USS Carl Vinson langsam durch den Dortmund-Ems-Kanal schob. Offenbar hat sich das 97.000 Tonnen schwere Schiff, das sich derzeit in Höhe Datteln befindet, auf dem Weg nach Nordkorea völlig verfahren.

„Ja, also ich ging hier gerade mit meinem Hund so am Ufer spazieren und plötzlich seh ich da dieses Riesending gefolgt von mehreren Kriegsschiffen“, schildert Walter Frellschütz (67). „Die waren fast schon manövrierunfähig. Mir rief dann einer, der an Deck stand entgegen: ‚Excuse me! Are you Korean? Is this the right way to North Korea?'“

Der Rentner habe zurückgerufen: „No, I am a Dattelner! This is a part of Recklinghausen in the Regierungsbezirk of Münster in NR-Double-U! My name is Walter and this is my Zwergschnauzer Fifi! I don’t know how you get to North Korea from here, but the North Sea is in this direction!“ Daraufhin hätten die Mitglieder der 3200 Mann starken Besatzung des Flugzeugträgers konsterniert gewirkt. (…)

Quelle: Der Postillion

Wen will Frau Kraft?

20. April 2017 by

Im einwohnerstärksten Bundesland dürfte die neue Regierungschefin die alte sein: Ihre Wiederwahl scheint sicher. Mit wem kann und wird die SPD dann regieren?

„Die Lage ist ernst.“ So überschrieb Sylvia Löhrmann eine Brandmail, die sie bereits vor Wochen an alle Parteimitglieder der Grünen schickte. „Der schillernde Kanzlerkandidat Martin Schulz“ verleihe der NRW-SPD „plötzlich Glamour“, die Sympathiewerte des liberalen Parteichefs Christian Lindner spülten „die FDP in NRW nach oben“, analysierte die Vize-Regierungschefin, Schulministerin und grüne Spitzenkandidatin die Situation vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai.

Löhrmann hat guten Grund zur Sorge: Ihre Grünen sind in NRW abgestürzt. Wie im Bund dümpelt die Partei irgendwo zwischen 6 und 7 Prozent. Schon seit Längerem denkt die Spitzen-Grüne daher laut über eine Neuauflage der – von den Linken tolerierten – rot-grünen Minderheitsregierung nach, wie sie in Nordrhein-Westfalen von 2010 bis 2012 an der Macht war. (…)

Mag die Grüne Löhrmann offiziell auch betonen, in Nordrhein-Westfalen gebe es „keine Wechselstimmung“: Eine Neuauflage der aktuell regierenden rot-grünen Koalition gilt als beinahe undenkbar. Die Grünen scheinen dafür einfach zu schwach.

Kanzlerkandidat Schulz oder „der Bundestrend“ sind dafür keineswegs allein verantwortlich: Die Misere der NRW-Grünen ist auch hausgemacht. Als Schulministerin steht Löhrmann selbst in heftiger Kritik von Eltern und Lehrern: Die werfen ihr vor, bei der Inte­gra­tion und Inklusion von Kindern mit Handicap in den regulären Unterricht versagt zu haben – es fehle schlicht Geld und Personal. Die Erfolge des grünen Umweltministers Johannes Remmel dringen dagegen nicht durch. (…)

Quelle: taz

Route der Industriekultur: Mehr als 138.000 Menschen besuchten 2016 die Ankerpunkte in Hagen

20. April 2017 by

Dass das industriekulturelle Erbe in Hagen mehr als sehenswert ist, hat sich längst herumgesprochen. Dementsprechend hoch ist das Besucherinteresse: Gut 138.000 Gäste strömten 2016 zu den beiden Hagener Ankerpunkten der Route der Industriekultur – LWL-Freilichtmuseum und Hohenhof (Foto: Marco Siekmann). Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

Dazu RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: „Die Industriekultur ist ein wahrer Anziehungspunkt für alle Besucher der Metropole Ruhr aus dem In- und Ausland. Unser größtes touristisches Kapital werden wir gemeinsam mit dem Land sichern und erhalten.“

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen zählte mehr als 134.000 Besucher, fast 11.000 mehr als im Jahr zuvor. Der Hohenhof konnte mit 4.056 Gästen das Vorjahresergebnis in etwa halten (2015: 4.142).

Ruhrgebietsweit besuchten im vergangenen Jahr 6,48 Millionen Menschen die 25 Ankerpunkte der Route der Industriekultur. Damit wurde ein neuer Gästerekord aufgestellt. Die Route ist ein Projekt des RVR. Zum Kernnetz zählen neben den Ankerpunkten 17 Panoramen der Industrielandschaft und 13 Siedlungen.

Weitere Informationen unter www.route-industriekultur.ruhr.

Kinotipp: Meine Zeit mit Cézanne

20. April 2017 by

Kino im Emil Schumacher Museum

Sonntag, 23.04.2017 um 11:30 Uhr

Frankreich 2015, Regie: Danièle Thompson, Deutsche Fassung, BluRay,114 Mi., mit Guillaume Gallienne, Guillaume Canet, Alice Po u.a.

Paul und Émile kennen sich seit frühester Kindheit und in ihren Jugendjahren in Aix-en-Provence sind sie noch weit davon entfernt, der berühmte Maler Paul Cézanne und der herausragende Schriftsteller Émile Zola zu sein. Im fernen Paris schließlich erfüllen sie sich den Wunsch nach künstlerischer Entfaltung, tauchen in den bunten Wirbel der Stadt ein, feiern Erfolge und verfallen mit Alexandrine derselben Frau.

Mit hervorragenden Darstellern und einer lebensprallen Erzählung macht der Film viel Lust, sich anschließend mit den Menschen und ihrer Kunst auseinanderzusetzen.

Mehr Informationen: Kino Babylon

Hagener sind mit Busnetz zufrieden – mit Radwegen nicht

19. April 2017 by

Das Bürgerbarometer liefert klare Ergebnisse: Das Hagener Busnetz wird von vielen Bürgern gelobt, Hagens Fahrradunfreundlichkeit bemängelt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Befragung weist erhebliche methodische Mängel auf. Wie soll beispielsweise ein notorischer Autofahrer wissen, wie die Qualität des ÖPNV zu beurteilen ist? Man hätte dazu ebenso gut die Bevölkerung von Uganda befragen können. Oder ermittelt der Lehrstuhl für Marketing & Handel der Universität Duisburg-Essen, dessen Forschungsstelle die Befragung konzpiert hat, die Kundenzufriedenheit von beispielsweise IKEA-Kunden, indem sie die Käufer bei Ostermann interviewt?

Und: Kein Fiebig-Artikel ohne Unstimmigkeit, das scheint sich zum running gag der WPWR-Redaktion zu entwickeln. Hier behauptet der begnadete Schreiber: „40 Prozent der Befragten sind mit dem ÖPNV zufrieden, 36 Prozent können ihn nicht richtig beurteilen.“

Das dazu gehörige Diagramm besagt allerdings etwas anderes:

Danach antworteten 20 Personen „weiß nicht“. Bei 400 Befragten entspricht das einer Quote von 5 Prozent. Selbst wenn man die hinzurechnet, die keine Angabe gemacht haben, kommt man nur auf 6,75 Prozent.

Kaum zu glauben: Bereits nach 20 Jahren setzt die Hagener Straßenverkehrsbehörde geltendes Recht um

19. April 2017 by

von Michael Schröder (ADFC Hagen)

Die WP berichtete in der gestrigen Printausgabe*, dass Ampeln in der Stadt wegen der Radfahrer umgestellt werden müssten und es zu längeren Rotphasen käme. Grund sei eine neue Änderung in der Straßenverkehrsordnung. Verschwiegen wird, dass diese Änderung bereits aus dem Jahr 1997 stammt und in diesem Jahr ihr 20jähriges Jubiläum feiert.

Die Nationalsozialisten hatten im Dritten Reich die allgemeine Radwegebenutzungspflicht für Radfahrer eingeführt. Danach war es verboten, die Fahrbahn zu nutzen, wenn es daneben einen Radweg gab. Dieses sollte die geplante Massenmotorisierung unterstützen und für von Radfahrern befreite Fahrbahnen sorgen.

Im Jahr 1997 gab es dann endlich, durch die Novelle der StVO, eine Änderung dieser Regelung. Es wurden erstmals in der StVO Qualitätskriterien, wie Regel- und Mindestbreiten für Radwege eingeführt oder dass Radwege frei von Hindernissen sein müssen, wenn eine Benutzungspflicht angeordnet werden soll. Auch gab es einen neuen Absatz, der Einschränkungen der Verkehrsteilnehmer, also auch der Radfahrer, nur erlaubt, wenn es auf der Straße eine erhöhte Gefahrenlage gibt, die das normale Maß erheblich überschreitet. Dieses betrifft auch die Radwegbenutzungspflicht, die seit dem nur noch durch die entsprechenden blauen Radwegschilder angeordnet werden darf, wenn auch die, in der StVO vorgeschriebenen Anforderungen, erfüllt sind.

Die Straßenverkehrsbehörden hatten eine Frist bis zum 01.10.1998, um die Rechtmäßigkeit der Benutzungspflicht ihrer örtlichen Radwege zu überprüfen. Bei fehlendem Erfordernis oder bei mangelhaften Qualitätskriterien musste die Benutzungspflicht entfallen und die blauen Radwegschilder sollten abgeschraubt werden.

Da ist es doch erfreulich, dass die Hagener Verwaltung jetzt, wenn auch mit mehrjähriger Verspätung, diesen Verpflichtungen nachkommt.

Die WP berichtete auch, dass es jetzt durch längere Räumzeiten für Radfahrer, die Abgasbelastung vor den Ampeln steigt. Ampeln werden allerdings dort benötigt, wo massenhaft Kfz-Verkehr auftritt. Radfahrer und Fußgänger brauchten eigentlich gar keine Ampeln. Sie werden aber durch diese, für sie nachteilige Schaltungen inklusiv sehr kurzer Grünphasen stark behindert. Eine andere Tatsache wird wohl auch gerne übersehen: Die giftigen Abgase kommen immer noch aus dem Auspuff der Autos.

* Auch online verfügbar: Grünphasen in Hagen werden verkürzt

Letzte Vorstellung des Musicalhits „Avenue Q“

19. April 2017 by

Am 22. April (19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) besteht die letzte Chance, den so beliebten Musicalhit aus New York „Avenue Q“ von Robert Lopez, Jeff Marx und Jeff Whitty zu erleben.

„Avenue Q“ (Foto: Klaus Lefebvre) ist ein Stück über die skurrilen Bewohner einer fiktiven Straße in einem Randbezirk New York Citys. Alle geben tagtäglich ihr Bestes, um ihrem Leben einen Sinn zu verleihen, einen Job und die große Liebe zu finden – und die ist in der Avenue Q genauso schön und genauso kompliziert wie anderswo. Vielleicht ist sie sogar noch ein bisschen komplizierter, denn die Bewohner der Avenue Q sind nur zum Teil Menschen. Überwiegend sind sie Puppen, und deren Ähnlichkeit mit den Stars der „Sesamstraße“ ist keineswegs zufällig. Hier zeigen die Figuren des Kinderfernsehens ihre erwachsenen Seiten!

„Avenue Q“ ist eine witzige, geistreiche, emotionale, manchmal etwas obszöne, freche und allemal unterhaltsame Show, die mit ihrem Charme und den eingängigen Liedern besticht.

In diesem populären Kultmusical, inszeniert von Sascha Wienhausen, ausgestattet von Ulrike Reinhard, singen und spielen unter der musikalischen Leitung von Steffen Müller-Gabriel: Marilyn Bennett, Maciej Bittner, Joyce Diedrich, Vicco Farah, Felix Freund, Kim-David Hammann, Stephanie Junge, Kara Kemeny, Maria Klier, Tillmann Schnieders, Nicolai Schwab, Michael Thurner, Carolina Walker, Carolin Waltsgott, die Statisterie des Theater Hagen sowie die „Avenue Q“-Band.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hagener Bürgerbarometer 2017 von WPWR

18. April 2017 by

Wie ticken die Hagener? Für das Bürgerbarometer 2017 der Stadtredaktion wurden 400 Menschen zu zwölf Themenbereichen befragt. (…)

Quelle: wp.de

Hagener fühlen sich eher Sauerland als Ruhrgebiet zugehörig

71 Prozent der Bürger leben gern in Hagen. Es fühlen sich mehr Menschen dem Sauerland zugehörig. Und: das Kirchturmdenken verschwindet. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Da kann selbst Donald „Fake News“ Trump noch was lernen. Wie WPWR-Autor Mike Fiebig die Ergebnisse einer Umfrage verdreht, das ist schon einsame Spitze. So erklärten 71 Prozent der Befragten, dass sie „gerne“ oder „sehr gerne“ in Hagen leben. Hört sich nach viel an, aber damit landet die Stadt im NRW-weiten Vergleich nur auf dem vorletzten Platz. Für Fiebig ist es trotzdem „ein stolzes Ergebnis“. Begründung: „Was die Statistiker nicht wissen (aber Fiebig besser weiß), ist, dass der Hagener als jemand gilt, der ein zwiespältiges Verhältnis zu seiner Stadt hat.“

Weiter behauptet Fiebig: „Am ehesten sagen die Menschen in Hohenlimburg und Haspe, dass sie sich ihrem Stadtteil zugehörig fühlen.“ Diese Aussage ist, auf Haspe bezogen, falsch. Der Stadtbezirk nimmt hinter Eilpe/Volmetal mit 4 Prozent mit 7 Prozent nur den vorletzten Platz ein. Daraus darf wohl der Schluss gezogen werden, dass auch der ganze Folklore-Klimbim mit Kirmes, Eseln und Thieser nur die Angelegenheit einer kleinen Gruppe ist, die den großen Anspruch erhebt, für „die Menschen“ im Stadtbezirk zu sprechen.

Erstellt wurde die Befragung nicht von Urbanisten oder Politikwissenschaftlern, sondern von der Forschungsstelle für Verlagsmarketing am Lehrstuhl für Marketing & Handel der Universität Duisburg-Essen. Als einzigen Finanzier von Drittmitteln nennt die Forschungsstelle die Funke-Mediengruppe, zu der auch das Hagener Einheitsblatt gehört.

Kinotipp: Meister des Todes

18. April 2017 by

Donnerstag, 20.04.2017, 19:00 Uhr, Kino Babylon

D 2015, Regie: Daniel Harrich, 93 Min., DVD, mit Hanno Koffler, Heiner Lauterbach u.a.

Der ausgezeichnete Schütze Peter Zierler arbeitet bei einem deutschen Rüstungsunternehmen, das ihn auch zu Schulungen ins Ausland schickt. Als Peter sich bei einer seiner Auslandsreisen mit den schockierenden Konsequenzen der riskanten Waffenlieferungen konfrontiert sieht, zieht er die Legitimität der immer fragwürdiger werdenden Waffengeschäfte mit zunehmend zwielichtigen Kunden in Zweifel. Bald reift in dem jungen Mann der Entschluss, mit der ganzen Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, doch seine Arbeitgeber stehen unter Kostendruck und setzen alles daran, dies zu verhindern.

Klarsichtkino in Kooperation mit dem Hagener Friedenszeichen

Drogenklinik – Baurat Grothe nimmt Stellung zu Vorwürfen

17. April 2017 by

Kritiker werfen der Stadt und der AWO Kungelei bei den gelaufenen Grundstücksverkäufen im Deerth vor. Baurat Grothe nimmt im Interview Stellung. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Sache Deerth entwickelt sich zu einer zunehmend dubiosen Nummer, die noch eingehender zu beleuchten sein wird. Aber zunächst einmal zum Interview mit Baudezernent Grothe.

Der antwortet auf die Frage, ob „die Verkäufe der Grundstücke krumm gelaufen“ sind:

„Diese Spekulationen um eine mögliche Veruntreuung finde ich an den Haaren herbeigezogen. Nach internen Recherchen hat die Stadt 2013 vom Erweiterungswunsch der AWO gewusst.“

Interne Recherchen? Hat die Verwaltung sich nicht gefragt, warum die erst angestellt werden mussten? Und trotzdem schon vorher verkauft? Wie blöd ist das denn? Nach Angaben der AWO ist das erste von beiden Grundstücken bereits 2012 erworben worden, das zweite 2014 („Das zu bebauende Gelände befindet sich bereits seit 2012/2014 im Besitz der Arbeiterwohlfahrt.“ Quelle: AWO)

Warum hat die Stadt bereits zu einem Zeitpunkt, zu dem ihr angeblich keine Erweiterungsplanung bekannt war, Waldflächen verkauft? Grothe begründet den Verkauf mit dem Hinweis auf ein „höchst komplexes Verfahren“, bei dem „ein positives Ende und auch eine Zustimmung durch den Rat“ nicht abzusehen war. Das ist wahrlich kabarettreif – aber in Hagen nicht ungewöhnlich.

Noch mal zum Mitschreiben: Städtische Grundstücke werden verkauft, keiner will gewußt haben warum, und weil „ein positives Ende“ des Verfahrens nicht absehbar ist. Absurd.

Dann äußert sich Grothe zu der Wertsteigerung, die die Grundstücke durch eine Bebauung erfahren:

„Man muss die Sache ganz anders betrachten. Es würde doch ein Stück Bauland entstehen, das extrem zweckgebunden ist. Für niemand anderen außer der AWO hätte diese Fläche mit ihrer Sondernutzung einen Wert. Man kann sie sich später nicht einfach kaufen und darauf eine Villa mit Swimmingpool errichten. So läuft das nicht.“

Doch, Grothe. Genau so läuft das. So lief es bei der 1903 gegründeten Lungenheilstätte Hagen-Ambrock, die heute zum privaten Klinikkonzern HELIOS gehört. So lief es beim ehemaligen Marienhospital, das ein Berliner Investor erworben hat. Und so lief es beim Grundstück Büddingstraße 61, das im bis heute gültigen Bebauungsplan von 1966 (!) als „Fläche für Gemeinbedarf“ ausgewiesen ist, aber mit einem privaten Wohnhaus samt Gewerbefläche bebaut ist.

An all dem hatten Politik und Verwaltung nicht nur nichts auszusetzen, sondern haben es entweder gefördert oder wenigstens geduldet. Und genau so kann natürlich auch eine Forensik/Drogenklink nach Ablauf einer Schamfrist oder wenn die nächste Privatisierungswelle eingeläutet wird, weiterverkauft werden. Guter Gewinn inklusive.

Eine Antwort auf die Frage, warum die Grundstücke in zwei Tranchen verkauft wurden, bleiben sowohl AWO als auch der Baudezernent schuldig. Grothe räumt allerdings bezeichnenderweise ein:

„Der Verkaufspreis war gerade so hoch, dass er als laufendes Geschäft der Verwaltung galt.“

Na bitte. Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass hier ein Deal von ganz langer Hand eingestielt wurde. Es wurden am Rat vorbei, aber wie man die Verhältnisse hier kennt, mit Verbindungen in den politischen Raum, schon einmal Vorbedingungen geschaffen, die eine mögliche Ablehnung der Planung mindestens erschweren würden.

Verfestigte soziale Spaltung

16. April 2017 by

Nordrhein Westfalen vor den Landtagswahlen

Die Bilanz der Landesregierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist nach sechs Jahren Amtszeit enttäuschend. »Kein Kind zurücklassen« hieß zu Beginn die Devise. Mit präventiver Sozialpolitik sollten die staatlichen Reparaturkosten (von fehlqualifizierter Dauerarbeitslosigkeit bis Alltagskriminalität samt der zugehörigen Verwaltungs- und Verwahrapparate) vermindert werden.

Doch dieses Ziel ist verfehlt worden. Das Jobwunder von Hannelore Kraft besteht größtenteils aus atypischer Beschäftigung, die Armutsquoten vor allem in den Großstädten des Ruhrgebiets und des bergischen Landes sind grotesk hoch und bestimmte Gruppen wie RentnerInnen, Alleinerziehende und Kinder bleiben in Armut von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgegrenzt. (…)

Quelle: westLINKS

Anmerkung: Der Beitrag enthält umfangreiches statistisches Material.

„Trip to the stars“

16. April 2017 by

Filmmusik-Konzert mit Sabin Tambrea (Moderation)

An diesem Konzertabend am 22. April 2017, 20 Uhr, in der Stadthalle Hagen, präsentiert das Philharmonische Orchester Hagen unter der Leitung des Generalmusikdirektors Florian Ludwig die ganze Bandbreite der großen sinfonischen Filmmusik.

Dabei steht die Traumfabrik Hollywood natürlich im Mittelpunkt, innerhalb derer ein Komponist wie kein anderer die beliebtesten Filmmusiken der Kinogeschichte geschrieben hat: John Williams. Wer sieht bei der Musik zu „Jurassic Park“ nicht die großen Dinosaurier majestätisch durch die Landschaft schreiten oder begleitet „Indiana Jones“ mit der markanten Fanfare bei seinen Abenteuern?

Außer Williams gibt es aber noch zahlreiche andere Komponisten, die unverwechselbare Themen geschrieben haben. Dazu gehören beispielsweise Jerry Goldsmith mit den unendlichen Weiten aus „Star Trek“ oder Klaus Badelt mit dem „Fluch der Karibik“. Dazu kommt die Präsentation unvergesslicher Filmmusik-Klassiker aus „Vom Winde verweht“, „Casablanca“ u.a.. Große Gefühle, packende Dramen und mitreißende Melodien sind bei dem philharmonischen Ausflug durch die weite und spannende Welt der Filmmusik garantiert!

Durch den Abend führt der beliebte, u.a. mit dem Bayerischen Filmpreis und Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Theater- und Filmschauspieler Sabin Tambrea (Foto: Cris Dahm), den mit dem Hagener Theater und Orchester eine enge Zusammenarbeit verbindet.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Marine Présidente?

15. April 2017 by

Bernhard Sander referiert bei „Gegen den Strom“

Um die anstehende Präsidentenwahl in Frankreich geht es in einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung der Volkshochschule Hagen und der Weiterbildungseinrichtung „Arbeit und Leben“ des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), am Mittwoch, 19. April, um 18 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14.

Bernhard Sander untersucht in der Vortragsreihe „Gegen den Strom“ kurz vor der Wahl in Frankreich den Realitätsgehalt eines drohenden Szenarios. In der Diskussion geht es um mögliche Konsequenzen einer rechtspopulistischen Regierung und um die Auswirkungen auf die nationale und europäische Politik.

Am 23. April wählt Frankreich vielleicht die rechtspopulistische Spitzenkandidatin des Front National, Marine Le Pen, zur Nachfolgerin von Francois Hollande. Doch wie realistisch ist das Szenario „Marine Présidente“? Falls der Front National an die Regierung kommt, wird sich nicht nur die politische Kultur der Republik radikal verändern, sondern die gesamte europäische Politik.

Die zentralen Themen des Front National sind altbekannt: Einwanderung radikal stoppen, raus aus der EU, weg mit dem Euro, Schluss mit der gleichgeschlechtlichen Ehe und die Wiedereinführung der Todesstrafe. Und wie schafft es die Parteiführerin Marine Le Pen, mit rechtspopulistischen Positionen gerade junge Franzosen in ihre Partei zu locken und Wahlen zu gewinnen? Wer ist diese Frau? Was macht sie „erfolgreich“? Und was bedeutet das: Der Rechtspopulismus an der Macht?

Der Eintritt zu dieser gemeinsamen Veranstaltung ist frei. Weitere Informationen gibt es bei der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder im Internet http://www.vhs-hagen.de.

„Vegetative Form“ jetzt im Rathaus

15. April 2017 by

Neuer Platz für die Bronzeskulptur von Bernhard Heiliger

Die Bronzeplastik „Vegetative Form“ von Bernhard Heiliger (1915-1995) und ein Bronzerelief von Eva Niestrath-Berger (1914-1993) schmücken seit heute das Foyer des Ratsaales im Rathaus.

Nach dem Beschluss der Bezirksvertretung Mitte im März dieses Jahres hat die Skulptur einen Platz gefunden, auf dem sie vor Diebstahl und Vandalismus geschützt ist und gleichzeitig genügend Beachtung im öffentlichen Raum findet.

Das Heiliger-Werk aus dem Jahr 1958 gehört zur Sammlung des Osthaus Museums. Bernhard Heiliger zählt zu den bedeutendsten Bildhauern der europäischen Nachkriegsmoderne. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Seine Werke befinden sich heute in renommierten deutschen und internationalen Sammlungen, Staatsgebäuden und im öffentlichen Raum.

Nachdem das Werk im Juni 2012 als Teil der „Skulpturenallee Bahnhofsstraße“ von bis heute unbekannten Tätern stark beschädigt wurde, konnte es von der Hagener Kunstschmiede Zyche wieder restauriert werden.

Im harmonischen Einklang mit der Bronzeplastik, findet das Bronzerelief von Eva Niestrath-Berger Beachtung. Das Werk der Hagener Bildhauerin ersetzt das Gemälde der Hasper Hütte.

Miese Luftqualität in Hagen: Zu viel Stickstoffdioxid

14. April 2017 by

Die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid (NO2) ist in Hagen unverändert hoch. Das zeigen die Ergebnisse der Messungen zur Luftqualität 2016, die das Umweltministerium und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) am Dienstag vorgestellt haben. An 2 von (nur) 4 Messstellen in Hagen wurde 2016 der EU-Grenzwert für die mittlere Jahresbelastung nicht eingehalten.

Als Hauptverursacher der hohen NO2-Belastung gilt der Straßenverkehr und besonders Dieselfahrzeuge. „Die Belastung mit Stickstoffdioxid ist das Problem Nummer eins in der Luftreinhaltung, nicht nur in Nordrhein-Westfalen. Stickstoffdioxid in der Luft gefährdet die Gesundheit der Menschen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel am Dienstag. Eine erhöhte NO2-Belastung steigert das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wegen der seit 2010 anhaltenden Stickstoffdioxid-Grenzwertüberschreitungen hat die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Es sei versäumt worden, die wiederholte Überschreitung der Grenzwerte durch NO2 in der Luft zu beenden. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hat 2016 wegen der hohen NO2-Werte in Düsseldorf ein örtliches Fahrverbot für Dieselautos angeregt. Das Urteil liegt in der nächsten Instanz beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

4.757.000 Euro für Soziale Stadt Wehringhausen

14. April 2017 by

Land, Bund und Europäische Union fördern städtebauliche Projekte im Ruhrgebiet in diesem Jahr mit rund 137 Millionen Euro. Insgesamt stehen 67 Einzelprojekte in den Städten und Kreisen des Ruhrgebiets auf der Förderliste, die das NRW-Städtebauministerium veröffentlicht hat.

Hagen erhält 4.757.000 für das Projekt Soziale Stadt Wehringhausen. Die Mittel fließen unter anderem in den Umbau von Lange Straße und Wilhelmsplatz sowie den Ankauf sogenannter Schrottimmobilien.

„Stadt gewinnt etwa 50 qualifizierte Arbeitsplätze“

14. April 2017 by

Die geplante Erweiterung der AWO-Klinik Deerth zu einer Maßregelvollzugseinrichtung für drogenabhängige Straftäter sorgt für große Diskussionen und Proteste bei Bürgern. Inzwischen werden von einer Bürgerinitiative systematisch Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Wie reagiert die Arbeiterwohlfahrt? Ein Gespräch mit Renate Drewke, der Vorsitzenden des AWO-Unterbezirks Hagen/Märkischer Kreis. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das Arbeitsplatzargument zieht natürlich immer. Aber das Highlight im Interview ist die folgende Aussage der AWO-Vorsitzenden:

Die kritischen Einwände von einigen Anwohnern aus dem oberen Wehringhausen und den Spaziergängern, die den Stadtwald nutzen, kann ich als jemand, der in Wehringhausen groß geworden ist, auch gut nachvollziehen. Dabei muss aber gesehen werden, dass in diesem Bereich des Stadtwaldes immer schon vielfache Nutzungen möglich und sogar erwünscht sind: Gaststätte Waldlust, Sportplatz, umzäunte Wild- und Wildschweingehege, altes Forsthaus mit Waldarbeiterhäusern, Waldkindergarten und unsere Klinik Deerth sowie die Gaststätten Hinnenwiese und Kaiser-Friedrich-Turm.

Auf eine solche Idee muss man erst einmal kommen: Die seit Jahrzehnten bestehende Infrastruktur eines Naherholungsgebiets in Form von Ausflugsgaststätten mit minimalem Platzbedarf und Tiergehegen im Wald – und nicht statt des Waldes – zum Vergleich heranzuziehen. Wer die genannten Örtlichkeiten kennt, kann diese Verharmlosung einer Großbaumaßnahme nur als vorsätzlichen Versuch der Verschaukelung des Publikums ansehen.

Theater hautnah: Offene Probe und Werkstattgespräch

14. April 2017 by

Bei der Probe: Das Regie-Duo Beverly und Rebecca Blankenship (rechts im Hintergrund Svenja Rademacher, Dramaturgie-Hospitantin). Foto: Klaus Lefebvre.

Auch im Vorfeld zur nächsten Musiktheaterpremiere von Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ findet natürlich eine Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Theater Hautnah“ am 22. April 2017 im Theater Hagen statt.

Diese beginnt um 10.45 im Theatercafé mit einer kurzen Einführung in diese Oper, sodann wird die Bühnenprobe im Großen Haus besucht, und anschließend geht es zum Werkstattgespräch wieder ins Theatercafé, in welchem das Regie-Team Beverly und Rebecca Blankenship, der musikalische Leiter Mihhail Gerts, der Ausstatter Peer Palmowski sowie die Dramaturgin Corinna Jarosch Einblicke in dieses Werk und dessen Umsetzung auf der Hagener Bühne geben werden.

Der Eintritt ist frei.

Absage im Repair-Café

14. April 2017 by

Der Fahrradreparatur-Termin am Samstag 15.04.2017 im Wehringhauser Repair-Café muss leider ausfallen.

Folgende Termine stehen fest:

  • Jeden 1. Samstag im Monat: Kleinelektrogeräte-Reparaturtreff ab 15 Uhr
  • Jeden 3. Samstag im Monat: Fahrradreparatur-Treff ab 16 Uhr
  • Jeden 4. Samstag im Monat: Computerreparatur-Treff ab 15 Uhr
  • Jeden Freitag ab 15 Uhr: Nähgruppen-Treff
  • Jeden Mittwoch 16-19 Uhr und jeden Sonntag 15-18 Uhr Sozialer Treffpunkt/Cafébetrieb

Drogenklinik – Kritik an Grundstücksverkäufen wird lauter

13. April 2017 by

Sind die Grundstücksverkäufe von der Stadt an die AWO sauber gelaufen? Eine Bürgerinitiative und ein Raumplanungs-Professor bezweifeln das. (…)

Für die Bürgerinitiative ist klar: Der Verkauf zweier Grundstücke im Deerth an die AWO ist nicht sauber gelaufen. „Die Stadt wusste schon vorher, dass die AWO die Klinik erweitern möchte. Vor diesem Hintergrund hätte das Gelände nie für den Preis von 1,60 Euro pro Quadratmeter verkauft werden dürfen“, sagt Volker Selter. Der Stadt sei immer bewusst gewesen, wie enorm der Wert des Geländes durch eine Umwandlung werden würde. „Dass die Grundstücke in zwei Teilen verkauft wurden, ist nur gemacht worden, damit das Geschäft am Rat vorbei abgewickelt werden konnte“, sieht die Initiative hier Kungelei. (…)

Für Raumplanungs-Professor Klaus Joachim Grigoleit (Uni Dortmund) haben die Grundstücksverkäufe und der vorhabenbezogene Bebauungsplan einen „extremen Beigeschmack.“ Grigoleit: „So macht man das nicht. Es ist ein Fall für die Kommunalaufsicht, ob mit dem Grundstück hier sparsam und im Sinne der Bürger umgegangen worden ist.“ Wenn die Stadt es in dem Wissen verkauft habe, dass es später Bauland werden könnte, könne das sogar Veruntreuung sein. Grigoleit: „Nicht abwegig, dass sowas auch durch die Staatsanwaltschaft geprüft werden könnte.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Baudezernent Grothe wird schon erklären müssen, warum das Grundstück nicht zusammenhängend, sondern in zwei Teile gestückelt verkauft wurde.

E-Mobilität rechnet sich für Unternehmen

13. April 2017 by

Firmenbesuch von Johannes Remmel in Hagen

Die Grünen Hagen haben mit Johannes Remmel ein Hagener Unternehmen besucht, das seine Fahrzeugflotte schon früh auf Elektromobilität umgestellt hat. Sehr zum Vorteil für Klima und Portmonnaie, wir Klaus Peter Scheene zu berichten weiß.

Der Firmenbesuch der Grünen Hagen gerät zum Fachgespräch zwischen Elektromobilisten: Johannes Remmel ist mit einem E-Auto zum Termin gekommen. Vor der Firma Scheene parkt gleich eine ganze Flotte. Eigentlich wollte Scheene den Klimaschutz unterstützen, als er Elektrofahrzeuge für seine Firma kaufte. Doch nun stellt er fest, dass sich dieser Schritt auch wirtschaftlich lohnt.

Scheene ist ein Mann der Zahlen. Er spult sie routiniert ab, kann zu jeder Frage die passende Zahl nennen. 100 000 km fahren die Firmenfahrzeuge im Jahr. Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge bringt eine jährliche Ersparnis bei den laufenden Kosten um 14 000 €. Dazu kommen über die Jahre sehr viel weniger Werkstattkosten, der Wertverlust ist bei E-Autos auch deutlich geringer als bei Verbrennern Für die notwendige Reichweite sind üblicherweise keine Zwischenaufladungen nötig, auch im Winter, da die Heizung inzwischen über Wärmetauscher sparsamer läuft. Ach ja, die Co² – Einsparung pro Jahr beträgt 11,6 Tonnen. Und die Nachbarn sind froh über weniger Lärm und Gestank.

„Ich stehe hier als lebender Beweis, dass E-Mobilität auch für Unternehmen funktioniert und sich rechnet“, erklärte Klaus Peter Scheene just an dem Tag, wo bekannt gegeben wird, dass Streetscooter ein komplett neues Werk für E-Fahrzeuge in NRW bauen will.

Dennoch muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Scheene sieht die Politik gefordert, mehr für den Ausbau der Elektromobilität und die notwendige Infrastruktur zu tun. Damit rennt er bei den Hagener Grünen und Johannes Remmel offene Türen ein.

Denn die Zeit drängt, vor allem in Bezug auf Luftreinhaltung. Um Verboten für Verbrenner in Innenstädten zu entgehen, die ab 2018 von Gerichten durchgesetzt werden könnten, setzt Johannes Remmel auf Anreize und eine Quote für E-Autos nach kalifornischem Vorbild.

„Um die Luft in den Innenstädten zu verbessern brauchen wir ein Bündel von Maßnahmen“, so Umweltminister Remmel. „Dazu gehören ein höherer Anteil an Elektromobilität, ein Förderprogramm für Busse mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb und ein emissionsfreier Lieferverkehr in den Innenstädten. Dafür gibt es bereits ein Förderprogramm, an dem Hagen sich beteiligen könnte“, rät Remmel.

Der Hagener Bahnhof als wichtiger Knotenpunkt könne deutlich attraktiver werden, auch durch eine Öffnung zur neuen Hinterfahrung. Für einen attraktiveren Nahverkehr in ganz NRW haben Die Grünen gerade ein Modell vorgelegt. Statt komplizierter Tarife und einem Wechsel der Verkehrsverbünde soll es ein Ticket geben, mit dem man für zwei Euro am Tag durch ganz NRW kommt.

Kaffee-Kantate

13. April 2017 by

„Nachtcafé“ am Freitag, 21. April 2017, 22.30 Uhr im Theater

Wenn man sich jeden Abend schon auf den Frühstücks-Kaffee am nächsten Morgen freut, dann ist man ihm bereits verfallen: dem »Coffeeinismus«.

Aber am Tag dieser „Nachtcafé“-Veranstaltung am 21. April 2017 (Beginn 22.30 Uhr, Theater Hagen, Theatercafé) darf und sollte man vielleicht noch ein Tässchen trinken, um wach zu bleiben, denn Johann Sebastian Bachs „Kaffee-Kantate“ steht auf dem Programm.

Mit viel Humor setzt Bach darin die Sorgen eines Vaters in Musik, dessen Tochter Lieschen der neuen Mode des Kaffeetrinkens verfallen ist. Was für eine Rolle dabei ein gewisser junger Mann spielt und ob Kaffee am Ende auch noch schlau macht, erzählt die Geschichte mit weiteren Texten aus der Zeit Bachs.

In dieser, von Corinna Jarosch konzipierten Veranstaltung wirken die Künstler Martin Blasius, Kristina Günther-Vieweg, Nina Koufochristou, Beate Sobiesinsky-Brandt, Andreas Vogelsberger und Kejia Xiong mit.

Der Eintritt ist frei.

„Schuldenberge sind Folge von Gesetzen zu Lasten der Kommunen“

12. April 2017 by

Aktionsbündnis „Für die Würde der Städte“ fordert: Neuordnung des Kommunalen Finanzsystems in die Wahlprogramme!

„Politik bewährt sich vor Ort. Steht die Handlungsfähigkeit der Kommunen in Frage oder ist sie bereits nicht mehr gegeben, sind unsere Gesellschaft und unser Staat in Gefahr. Deshalb postuliert das Grundgesetz die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse. Sie zu garantieren beziehungsweise wieder herzustellen ist aktuell von höchster politischer Dringlichkeit.“

So steht es in einem Offenen Brief, den das parteiübergreifende Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ von 69 Kommunen mit neun Millionen Einwohnern – darunter die Stadt Hagen – an die Partei- und Fraktionsvorsitzenden der im Deutschen Bundestrag vertretenen Parteien, mehrere Bundesminister und die Ministerpräsidenten der Länder geschrieben hat.

Von den 36 einflussreichsten politischen Entscheidungsträgern Deutschlands wird gefordert, in die Wahlprogramme zu Landtagswahlen und zur Bundestagswahl die Neuordnung des Kommunalen Finanzsystems und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse aufzunehmen. Wörtlich heißt es: „Dabei erwarten wir keine Wunderdinge, sondern zunächst nur die Bereitschaft von Bund und Ländern zur Aufnahme ergebnisoffener Verhandlungen unter Beteiligung der Kommunalen Spitzenverbände zeitnah nach der Bundestagswahl, also beginnend im Dezember 2017/Januar 2018.“

Das Aktionsbündnis wendet sich sehr eindringlich an die Adressaten: „Wie Sie und jeder politisch Verantwortliche wissen, ist der überwiegende Teil der von den finanzschwachen Kommunen aufgehäuften Schuldenberge nicht selbstverschuldet, sondern eine Folge von Jahrzehnte lang nicht ausreichend gegenfinanzierten Gesetzen zu Lasten der Kommunen – und trotz aller harter eigener kommunaler Sparmaßnahmen auch in hundert und mehr Jahren ohne Gründung eines Altschuldenfonds von Bund, Ländern und Gemeinden nicht abzutragen. Nachdem die immer wieder angekündigte Neuordnung des Kommunalen Finanzsystems ausgeblieben ist, formulieren wir diesen Offenen Brief nicht als Bittsteller. Unsere Kolleginnen und Kollegen und wir fordern vom Gesetzgeber unser Recht. Wer bestellt hat, muss auch alte Schulden bezahlen. Dabei verkennen wir nicht, dass Bund und Länder gerade in den letzten Jahren – beispielsweise im Sozialbereich – eine Reihe von kommunalfreundlichen Hilfen beschlossen haben. Sie lösen allerdings das Grundproblem nicht.“

„Wir werden nicht Teil des Verbrechens sein“

12. April 2017 by

Verfolgter Wissenschaftler spricht über die Situation an türkischen Hochschulen

Wenn Dr. Utku Sayin (Foto: FernUni) am heutigen Mittwoch, 12. April, in der FernUniversität in Hagen die aktuelle Situation der Wissenschaft in der Türkei darstellt, dann spricht er darüber als ein selbst Betroffener. Zu seinem Vortrag „Human Rights in the Academy. Zur aktuellen Situation von Hochschulangehörigen in der Türkei“ sind alle Hochschulangehörigen eingeladen, auch externe Gäste sind willkommen.

Der türkische Wissenschaftler war bis zum 18. August 2016 Assistent Professor an der staatlichen Mustafa Kemal University (MKU). Er hatte – wie 1.127 Kolleginnen und Kollegen – die Petition „Wir werden nicht Teil des Verbrechens sein“ unterzeichnet, die sich gegen die Politik der türkischen Regierung gegen kurdische Zivilisten im Südosten des Landes richtete, bei der 800 Menschen starben und 1,5 Millionen ihre Heimat verloren. Nach heftigen Vorwürfen von Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Zahl der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner auf 2.212. Laut Sayin begann an allen türkischen Universitäten nun „eine Jagd“ auf sie.

Gegen ihn leitete das neue MKU-Rektorat eine disziplinarische Untersuchung ein. In der Folge wurde sein Vertrag nicht mehr erneuert und ihm wurde bescheinigt, dauerhaft disqualifiziert für den öffentlichen Dienst zu sein.

Bereits zuvor hatte die türkische Strafverfolgungsbehörde ihn der Propaganda für die terroristische PKK bezichtigt. Nun droht ihm in der Türkei sogar die Inhaftierung. Die türkische Regierung ihn von allen öffentlichen und privaten Arbeitsmöglichkeiten ausgeschlossen und ihm wichtige Bürgerrechte aberkannt. Sein Reisepass ist ungültig. Die Regierung kann sein Bankkonto und seinen Besitz beschlagnahmen.

Die Informationsveranstaltung findet am 12. April von 14 bis 16 Uhr im Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 4 und 5, statt. Sie richtet sich an alle Hochschulangehörigen. Auch externe Gäste sind willkommen. Veranstalter ist das Lehrgebiet Bildung und Differenz von Prof. Dr. Katharina Walgenbach, bei der Dr. Sayin seit Januar als Gastwissenschaftler tätig ist. Seinen Vortrag hält er auf Türkisch, für eine Übersetzung ins Deutsche ist gesorgt.

Studie: Hagen informiert nur unzureichend über G9-Volksbegehren

12. April 2017 by

Die Stadt Hagen informiert ihre Bürger schlecht über das Volksbegehren zur Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren. Im landesweiten Vergleich erreicht die Volmestadt nur die Note „ausreichend plus“ (3,7). Unter den NRW-Großstädten schneiden nur Duisburg mit „ausreichend“ (4,0) und Hamm mit „ungenügend“ (6,0) noch schlechter ab. Das geht aus einer Studie der Initiative „Mehr Demokratie“ hervor.

Für die Erhebung wurde unter anderem untersucht, ob Städte auf ihren Internetseiten über die Unterschriftenlisten zum G9-Volksbegehren informieren und wie gut telefonische Anfragen dazu beantwortet werden.

Die „Elterninitiative für Kinderrechte“ will mit dem Volksbegehren „G9 Jetzt!“ zum Abitur nach 13 Jahren zurückkehren. Dafür müssen bis zum 4. Januar 2018 in NRW etwas mehr als eine Million Unterschriften gesammelt werden. Bis zum 7. Juni 2017 liegen entsprechende Listen in den Rathäusern und Bürgerämtern der Kommunen in NRW aus.

Weitere Informationen: Mehr Demokratie

71.000 Euro für Flüchtlingshilfe

12. April 2017 by

Unterstützung aus dem Förderprogramm „KOMM-AN NRW“

Ein Bewilligungsbescheid über 71.000 Euro wurde im Rahmen des  Förderprogramms „KOMM-AN NRW“ in den letzten Tagen der Stadt Hagen übergeben. „KOMM-AN NRW“ ist nach „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ und „Zusammenkommen und Verstehen“ das dritte maßnahmenorientierte Förderprogramm des Landes NRW in der Flüchtlingshilfe.

Die Kommunalen Integrationszentren der Kreise und kreisfreien Städte können die Mittel an Träger vor Ort, die Projekte zur Integration von Flüchtlingen durchführen wollen, weiterleiten. Mit der Förderung werden bedarfsorientierte Maßnahmen vor Ort unterstützt.

Dabei steht vor allem die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe, insbesondere durch die Förderung der Einrichtung und des Betriebes von Ankommenstreffpunkten, im Fokus. Die Flüchtlinge sollen dort die Möglichkeit erhalten, sich nach ihrer Ankunft räumlich, sprachlich, sozial und kulturell im neuen Umfeld zu orientieren.

So wird auch die Durchführung von entsprechenden Maßnahmen des Zusammenkommens, der Orientierung und der Begleitung gefördert. Diese können in den Treffpunkten, aber auch außerhalb solcher durchgeführt werden. Konkret können hier niederschwellige Sprach- und Lesegruppen, Spielgruppen für Kinder oder die Gewinnung von ehrenamtlichen Paten zur Begleitung der Flüchtlinge in der ersten Integrationsphase sein.

Letzte Vorstellung von „Die Zauberflöte“

12. April 2017 by

50 % Ermäßigung für Schüler und Studenten, Freiwilligendienstleistende sowie Auszubildende bis zum 30. Lebensjahr

Szenenfoto: Veronika Haller, Kejia Xiong, Kristine Larissa Funkhauser, Kenneth Mattice, Gudrun Pelker. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Am Ostermontag, 17. April 2017, 18.00 Uhr, findet die letzte Vorstellung der Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart im Theater Hagen (Großes Haus) statt. Dieses beliebte Musiktheaterwerk inszenierte Annette Wolf in dem Bühnenbild von Jan Bammes und den Kostümen von Yvonne Forster. Dazu schuf Lieve Vanderschaeve phantasievolle Videoprojektionen.

Unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Müller-Salow singen und spielen: Dorothea Brandt, Kristine Larissa Funkhauser, Veronika Haller, Neele Jacobsen, Maria Klier, Kenneth Mattice, Ann-Kathrin Niemczyk, Alicia Nsukami, Gudrun Pelker, Amelie Petrich, Richard van Gemert, Ilkka Vihavainen, Philipp Werner, Kejia Xiong, Rainer Zaun, Chor und Extrachor des Theaters Hagen und das Philharmonische Orchester Hagen.

Für diese Vorstellung erhalten Schüler und Studenten, Freiwilligendienstleistende sowie Auszubildende bis zum 30. Lebensjahr 50 % Ermäßigung auf eine Eintrittskarte. Ferner gilt das Last-Minute-Preis-Angebot, innerhalb dessen Schüler eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn Restkarten an der Theaterkasse zum Preis von 3 Euro kaufen können.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

FernUni: Psychologie vorerst weiter ohne Numerus Clausus

11. April 2017 by

Für den hoch nachgefragten Masterstudiengang Psychologie wird die FernUniversität in Hagen im kommenden Wintersemester keinen Numerus Clausus (NC) einführen. Das ist das Ergebnis eines Gespräches von Hochschulleitung, Vertretern der Psychologie und dem nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium. Es gelten weiterhin die bisherigen Zugangsvoraussetzungen.

Mit Unterstützung der Hochschulleitung und zusätzlichen befristeten Professuren und Mitarbeitenden werden die psychologischen Lehrgebiete versuchen, die Überlast im kommenden Semester zu bewältigen und dabei die Qualität in der Lehre sicher zu stellen.

Unstrittig ist zwischen allen Seiten, dass die Belastungssituation im Fach Psychologie die Grenze des Erträglichen erreicht hat. Das gilt gleichermaßen für die Lehrenden wie für die Studierenden. Denn auch im Fernstudium werden für das berufsqualifizierende Masterstudium diagnostisch ausgerichtete Praktikumsplätze benötigt und Seminare in kleineren Gruppen veranstaltet werden. Nicht zuletzt sind für die empirisch ausgerichteten Masterthesen entsprechende Betreuungskapazitäten erforderlich. Auch die Studierenden im Studiengang spüren mittlerweile die Engpässe.

Nachdem ein ganzes Bündel von Maßnahmen keinen dauerhaften Erfolg gezeigt hat und Kapazitäten endlich sind, sollte ein Numerus Clausus die Zahl der Einschreibungen in den Masterstudiengang reduzieren. Allerdings bietet das Hochschulzulassungsgesetz, nach dem dieses Verfahren abgewickelt werden müsste, für die Besonderheiten der FernUniversitäts-Studierenden keinen geeigneten Rahmen. Aus diesem Grund ist die schnelle Einführung eines NCs zum kommenden Wintersemester in einer für die FernUniversität und ihre Studierenden angemessenen Form nicht möglich.

Die FernUniversität wird daher mit dem Wissenschaftsministerium weiter über ein für Hochschule und Studierenden passendes NC-Verfahren verhandeln und plant dessen Einführung zum Wintersemester 2018/19. Parallel dazu wird sie ihre Anstrengungen verstärken, eine höhere Grundfinanzierung für die Hochschule zu erwirken, um den Lehrkörper z.B. in der Psychologie dauerhaft aufzustocken.

Ostermarsch 2017: Nein zu Krieg und Terror

11. April 2017 by

Nein zur weiteren Aufrüstung Deutschlands und der EU

Am Samstag beginnen bundesweit die Ostermärsche der Friedensbewegung gegen Krieg und Atomwaffen. Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN werden sich am Montag an der letzten Etappe von Bochum nach Dortmund beteiligen. Die Aktionen stehen in diesem Jahr unter dem Motto: „Nein zu Krieg und Terror! Nein zur weiteren Aufrüstung Deutschlands und der EU! Wir brauchen eine neue Politik!“

Die Ostermärsche entstanden aus Protest gegen die Gefahren eines Atomkriegs. Einige Abkommen wie das zur Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen gaben Hoffnung, dass zumindest diese Massenvernichtungswaffen an Bedeutung verlieren würden. Aber seit Jahren blockieren die Atommächte jegliche Fortschritte zur nuklearen Abrüstung und modernisieren sogar ihre Arsenale. In Deutschland lagern bei Büchel immer noch 20 Atomsprengköpfe, obwohl der Bundestag bereits 2010 den Abzug gefordert hat.

Vom 27. bis 31. März tagte in New York eine Konferenz der UNO über das weltweite Verbot von Atomwaffen. Deutschland gehörte nicht zu den über 100 Teilnehmern. Vom 15. Juni bis 7. Juli wird die Konferenz, die den Druck auf die Atomstaaten erhöhen soll, fortgesetzt.

Ein wichtiger Schwerpunkt des Ostermarsches Rhein-Ruhr ist der Protest gegen die drohende Erhöhung der Rüstungsausgaben, die eine weitere Rüstungsspirale in Gang setzen kann. Aber immer mehr Waffen machen die Welt nicht sicherer. „Gemeinsame Sicherheit statt Kriegsangst. Wir brauchen Systeme friedlicher Koexistenz im Nahen und Mittleren Osten, mit Russland und der Ukraine, durch Ausbau der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE)“, heißt es in dem Aufruf.

Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN werden am Ostermontag an der Marschetappe von Bochum nach Dortmund teilnehmen. Treffpunkt für alle Interessierten ist um 9.40 Uhr der Hagener Hauptbahnhof. Wem die Strecke zu weit ist, der kann gegen 14.30 Uhr in Dortmund-Dorstfeld am Wilhelmsplatz dazu stoßen. Dort wird die Kundgebung unter dem Motto stehen: „Es reicht – rechte Gewalt stoppen!“. Um 16 Uhr beginnt im Wichernhaus in Dortmund (Stollenstraße) das Abschlussfest des Ostermarschs Rhein-Ruhr mit Musik, Ansprachen und internationalen Spezialitäten.

„Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz“

11. April 2017 by

Karfreitagsmatinee des Philharmonischen Orchesters Hagen 

Auch in diesem Jahr veranstaltet das Philharmonische Orchester Hagen anlässlich des Karfreitags eine Konzertmatinee (14. April 2017, 11.30 Uhr, Kirche am Widey). Sie ist inzwischen ein fester Termin im Hagener Konzertkalender geworden.

In diesem Jahr wird ein Thema aus zwei ganz unterschiedlichen musikalischen Zeiten und Perspektiven betrachtet: Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz. Die russische Komponistin Sofia Gubaidulina schrieb darüber 1982 ein Werk in der reizvollen Besetzung für Bajan (ein osteuropäisches Akkordeon), Violoncello und Streichorchester, das den Hörer behutsam und assoziativ an die Worte heranführt.

Dem gegenübergestellt wird Joseph Haydns berührende, 1786 komponierte Passionsmusik für Streichorchester, in der jedes einzelne der »sieben letzten Worte« musikalisch ausgedeutet wird. Die Solisten sind Alexander Pankov (Bajan) und Samuel Lutzker (Violoncello) als Stipendiat der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung, welche dieses Konzert unterstützt. Am Dirigentenpult steht Kapellmeister Steffen Müller-Gabriel.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hasper fürchten sich vor drei Jahren Entwicklungsstillstand

10. April 2017 by

Der von der Bezirksvertretung Haspe beschlossene und im städtischen Etat bereits finanzierte Umbau der Fußgängerzone Voerder Straße wird auch in diesem Jahr nicht realisiert. Das teilte die Bauverwaltung jetzt den Lokalpolitikern im Hagener Westen mit. Voraussichtlich werde die Neugestaltung erst 2020 fertiggestellt – eventuell sogar noch später. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Hoffentlich nie. Nicht die „Hasper“ fürchten diesen angeblichen „Stillstand“, es sind die Bezirksvertretung und ihr Vormann, die jetzt beleidigt kläffen. Genau diejenigen, die für die Stagnation im Hagener Westen verantwortlich sind. Diejenigen, denen nichts besseres einfällt, als mit dem Aufstellen von Kitsch-Eseln die Gegend zu verunstalten.

Die aus einer Obsession des Hasper Bezirksfürsten Dietmar Thieser entstandene Planung ist eine der überflüssigsten Aktionen in der jüngeren Geschichte der Stadt Hagen. Veranschlagte Kosten: inzwischen 140.000 Euro. Was sich Provinzler einmal in den Kopf gesetzt haben, muss auf Teufel komm raus realisiert werden, so unsinnig es auch sein mag. Genügend Mitstreiter lassen sich auch für den größten Blödsinn finden. Die Analogie zu den Ideen durchgeknallter Maut-Bajuwaren und ihren „Erfolgen“ drängt sich geradezu auf.

Hinter dem inzwischen als „Ausbau der Fußgängerzone“ aufgehübschten Plan steckt schlicht und einfach die fixe Idee, den Baumbestand in der Voerder Straße abholzen zu lassen und bestenfalls teilweise wieder aufzuforsten; erstmals thematisiert in der Rubrik „Tagesordnungspunkte des Bezirksbürgermeisters“ im September 2013 in einer Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Haspe.

Beschlussvorschlag: „Die Bezirksvertretung Haspe beauftragt die Verwaltung die Anzahl der Bäume in der Hasper Fußgängerzone erheblich zu reduzieren bzw. zu ersetzten. (…)“ Begründung: „Um den Lichteinfall in der Hasper Fußgängerzone zu erhöhen und damit die Lichtverhältnisse insgesamt zu verbessern ist es leider unumgänglich einige Bäume in der Fußgängerzone zu fällen bzw. zu ersetzten. Auch die verbleibenden Bäume müssen erheblich gestutzt und die Krone verkleinert werden. (…)“

Auf dem Foto lässt sich sehr gut erkennen, dass es nicht die Bäume sind, die die Straße verschatten:

Auch bei einer BV-Sitzung im September 2014 lautete der Kernsatz: „Die Planung zur Umgestaltung der Fußgängerzone in der Voerder Straße verfolgt das vorrangige Ziel, durch eine Reduzierung der Bäume die Belichtung des Straßenraumes deutlich zu verbessern.“

Die Herstellungskosten wurden zum damaligen Zeitpunkt je nach Ausführungsvariante noch auf 52.000 bzw. 73.000 Euro beziffert. Inzwischen sind im Haushalt 140.000 Euro eingeplant. Eine erhebliche Summe für eine reine Schnapsidee.

Den im Artikel kritisierten Mangel an Planungskapazitäten in der Verwaltung haben die Parteifreunde Thiesers und seiner BV-Kollegen – auch aus anderen Parteien – mit ihrer willfährigen Kürzungspolitik zu verantworten. Wenn Thieser jetzt zum Besten gibt, die Verwaltung habe kein Personal- sondern ein Organisationsproblem, ist das – wenigstens in dieser Ausschließlichkeit – ein reines Ablenkungsmanöver, um die Freunde im Stadtrat aus der Schusslinie zu nehmen.

VHS-Führung durch die Andachtshalle des Krematoriums in Delstern

10. April 2017 by

Die Volkshochschule Hagen lädt am Mittwoch, 12. April, von 16 bis 17 Uhr zu einer Führung durch die Andachtshalle des Krematoriums in Delstern mit Dr. Elisabeth May. Treffpunkt ist auf dem Friedhof Delstern, Am Berghang.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro und wird in bar vor Ort kassiert. Informationen zur Anmeldung unter der Kursnummer 1091 erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Der Entwurf für das Krematorium stammt von dem Künstler und Gestalter Peter Behrens, der von dem Mitbegründer des Feuerbestattungsvereins und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus 1905 mit der Planung beauftragt wurde. Fertig gestellt wurde es bereits 1907, konnte aber erst 1912 eröffnet werden, nachdem es erstmals in Preußen eine gesetzliche Regelung zur Feuerbestattung gab.

Architektonisch hob sich das Krematorium mit seinem kubisch geschlossenen, streng symmetrisch gestalteten Baukörper und der für die damalige Schaffensperiode von Behrens‘ typischen schablonierten Liniendekoration von früheren Entwürfen für Krematorien ab.

Als Zeugnis eines Gesamtkunstwerks des Jugendstils ist die Andachtshalle ein Highlight Hagener Architektur. Nach der Führung schließt sich ein Rundgang zu den Prominentengräbern an.


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