„Der Westen braucht eine neue Strategie“

24. Januar 2017 by

Vortragsreihe „Europäische Verfassungs­wissenschaften“

26.01.2017 um 17:00 Uhr
Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 1 und 2
Referent: Prof. Dr. Heinz Theisen

Der Vortrag „Selbstbegrenzung und Selbstbehauptung. Warum der Westen eine neue Strategie braucht“ von Prof. Dr. Heinz Theisen mit anschließender Diskussion stützt sich auf folgende Thesen:

Die westliche Politik, sich offensiv in die Angelegenheiten des Orients und der Ukraine einzumischen und umgekehrt in Europa auf schützende Grenzen gegenüber seinen Nachbarn zu verzichten, ist gescheitert. Sie hat zu einer doppelten Überdehnung nach außen und innen geführt.

Von den Interventionen in Afghanistan, im Irak und in Libyen bis zu Lockangeboten an die Ukraine hatte der Westen zu Destabilisierungen beigetragen, Flüchtlingsströme zu sich gelenkt, die Sicherheitspartnerschaft mit Russland ruiniert und den Kampf der Islamisten gegen den Westen angefeuert.

Diese Überdehnungen, Entgrenzungen und Verstrickungen machen eine neue Strategie der Selbstbegrenzung und Selbstbehauptung des Westens notwendig. Nach der Eindämmung des extremen Islamismus muss eine durch Grenzen bewehrte Koexistenz mit den anderen Kulturen aufgebaut werden. Die Selbstbegrenzung nach außen bedarf der Selbstbehauptung durch eine Wehrhaftigkeit der Demokratien nach innen.

Gerade angesichts wirtschaftlicher und technischer Verflechtungen werden politische Grenzen als Grundlage für eine steuernde Politik gebraucht.

Hagener Ratsfrau mit Europas Rechtspopulisten auf der Bühne

23. Januar 2017 by

Lisa Kristin Radke steht in Koblenz mit Rechtspopulisten wie Marine Le Pen auf der Bühne. Die Ratsfrau aus Hagen empfindet das als „Ehre“. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu auch:

AfD-Radke – die verfolgte Unschuld

Obacht auf allen Bahnen – jetzt kommen die Schamanen!

23. Januar 2017 by

von Christoph Rösner

Da haben doch neulich Hagener Unternehmer unseren Oberbürgermeister Erik 0 – sorry – jetzt bin ich wieder auf meiner Tastatur ausgerutscht – Erik O. Schulz öffentlich an ihren Marterpfahl geheftet und ihm und seiner Verwaltung schlimme Dinge unterstellt.

Sie seien „nicht verbindlich, orientierungslos, zerstritten, arrogant, hätten keine Ziele, seien verkrustet und behäbig.“ Und auch, dass die Stadt keinem Leitbild folge und orientierungslos in der Verfolgung ihrer Ziele sei, wurde unterstellt. Und, was noch schwerer wiegt, Mike Fiebig von der Westfalenpost berichtete genüsslich über diese Klatsche.

Selbst ernannter Häuptling dieses versprengten Hagener Unternehmerstammes ist Winfried Bahn, seines Zeichens Brillenbauer, Unternehmensberater, Geschäftsführer der Optiker Gilde Servicegesellschaft mbH und, aufgemerkt, Schamane.

Wie jetzt, werdet Ihr fragen, liebe Doppelwacholderleserinnen und – leser, ein Schamane, mitten unter uns? Und so einer liest unserem OB die Leviten? Wie kann das sein?

Ganz einfach: Dieser Winfried Bahn ist „Gesellschafter von Unternehmen in Deutschland, die sich mit dem Human- Management beschäftigen. Er ist der Gründer des Internationalen Therapeutenzentrums in Hagen-Dahl und Mitglied im Convent des Internationalen Therapeutenzentrums.“

Und er hat, ganz im Sinne seiner eigenen Visionen von einer besseren Welt, u.a. „ein spezielles Medizinrad für Einzelpersonen, Firmen, Gruppen und Organisationen entwickelt. Es können Themen behandelt werden wie zum Beispiel: Familienkonflikte, Lebensabschnittsthemen, Krankheitsbilder, Persönlichkeitsentwicklung, Vergangenheitsbewältigung, Depressionsbilder, Nutzen von Erfolgspotenzialen für Personen und komplette Unternehmensprozesse/-entwicklungen bis hin zur Unternehmenskultur und -philosophie (Aktivieren von Power und Kreativitätspotenzialen).“ [Auszug aus der Website: http://www.medizinrad.com/der-referent-winfried-bahn/]

„Durch die Arbeit mit dem Medizinrad wird versucht, alle Beteiligten ganzheitlich zu fördern.“

Nun hat der Hagener Unternehmerrat, ganzheitlich angeführt von Häuptling Bahn, unserem OB und seiner Verwaltung  – wie gesagt – ordentlich die Leviten gelesen. Dass das mal nötig war, darf in keinem Fall bestritten werden, und Unternehmer denken nun mal zuallererst an ihr Unternehmen und ihre Profite. Das ist ihre Natur.

Die Frage ist nur, wie weit sind wir in Hagen eigentlich abgestiegen, dass inzwischen irgendwelche selbsternannte Heiler und Schamanen sich erdreisten, unsere Stadt, in der wahrlich viele Räder gedreht werden müssten, nur eben keine Medizinräder, in ihre Hand zu bekommen? Denn diesen Anschein hat es, verehrte Leserinnen und Leser. Gut. Vieles muss sich hier tatsächlich ändern. Das kann niemand bestreiten. Themen? Ohne Ende.

Aber sollen wir demnächst mit Höhlenmeditation zur Wintersonnenwende, völlig verräuchert und beduselt im links- oder rechtsdrehenden Medizinrad, mit schamanistisch erweitertem Bewusstsein das Grauen in dieser Stadt grinsend und tiefenentspannt mitverfolgen und uns stattdessen in die heilenden Hände des Winfried Bahn und seiner Mitheiler begeben? Ich weiß nicht …

Nicht, dass Erik O. Schulz in seiner Zerrüttung und Hilflosigkeit noch auf die Idee kommt, sich in die uralten Praktiken der Maya einweisen zu lassen, weil er einen anderen Ausweg nicht mehr findet. Deren blöder Kalender hat auch schon nicht gefunzt! Aber vielleicht existiert ja ein spezieller Maya-Kalender nur für Hagen, in dem der Untergang für das Jahr 2020 vorausgesagt wird?

2020, na? Blitzt da was auf? Kommunalwahl …na?

Es wäre nicht das erste Mal, dass merkwürdige Gestalten mit Sendungsbewusstsein sich aufmachen, das Ruder zu übernehmen.

Das sinkende Schiff Hagen braucht stattdessen gestandene Pragmatiker wie z. B. unseren allseits geschätzten Baudezernenten Thomas Grothe. Der lässt sich nicht reinräuchern in seine Amtsgeschäfte, der produziert selbst genug Qualm, mit dem er die Gehirne seiner Hagener vernebelt. Zitat, zu lesen in der WP vom 21.1.2017 zur Kritik an hunderten unbearbeiteten Bauanträgen in seinem Amt: „Unbearbeitete Anträge gibt es bei uns überhaupt nicht. Es stimmt, dass wir uns mit den Baubescheiden im Verzug befinden. Wir versuchen jetzt, den Rückstand aufzuholen.“

So macht man praktische Politik, und wir lassen dieses Zitat bei ein paar tiefen Zügen aus der Friedenspfeife meditativ auf uns wirken bis ins Jahr 2020.

Und vielleicht besinnt sich Erik O. derweil auf seine von Bad-News, übler Stimmung und fehlgeleiteten Visionen befleckten Amtsgeschäfte und packt die Sache noch mal neu an. Mit Verve, Mut und der Bereitschaft, auf seine Kritiker zuzugehen, damit wir in 2020 nicht zur Wintersonnenwende in irgendeiner Dahler Räucherhöhle aufwachen.

Skol!

Weitere Bauprojekte im öffentlichen Raum erforderlich

23. Januar 2017 by

4. Stadtteilkonferenz Wehringhausen am 21.1.2017

Rund 60 Wehringhauserinnen und Wehringhauser sind am Samstagnachmittag der Einladung des Quartiersmanagements gefolgt und haben sich auf den Weg ins Kultopia gemacht ‑ zur 4. Stadtteilkonferenz Wehringhausen.

Zunächst wurde Bilanz gezogen: Insgesamt 12 städtebauliche Projekte sind seit 2014 bereits unter breiter Beteiligung der Bewohner auf den Weg gebracht worden, darunter größere wie der Wilhelmsplatz, der Bodelschwinghplatz und die Freizeitanlage „Bohne“ genauso wie die Erneuerung von Spielplätzen.

Das vor über neun Jahren einmal eingeplante Gesamtbudget für investive Maßnahmen für die Soziale Stadt Wehringhausen ist damit bis auf eine Sicherheitsreserve weitestgehend aufgebraucht. Seit der Antragstellung im Jahre 2008 sind die Preise gestiegen, die Rahmenbedingen und Aufgaben im Stadtteil haben sich geändert, und neue, zu den Veränderungen passende Projektideen sind entstanden.

Ziel der Stadtteilkonferenz war festzustellen, welche weiteren baulichen Projekte wichtig sind, damit die „Soziale Stadt Wehringhausen“ zu einer nachhaltigen Stabilisierung des Stadtteils führt. Die zusätzlichen Projekte sollen dazu beitragen, dass die bisherigen Projekte ihre Wirkungen im Stadtteil vollständig entfalten können. Viele der auf der Konferenz diskutierten Ideen stammen aus den Masterplänen „Mobilität und Verkehr“ und „Freiraum“, die in 2015 durch Fachplaner unter Beteiligung der Wehringhauser Bewohnerinnen und Bewohner entstanden sind.

Drei Themen kristallisierten sich als wesentlich heraus:

Die meisten Stimmen erhielt die Aufweitung des Tunnels am Bodelschwingplatz hin zur Augustastraße. Durch die Ausbildung eines Atriums und einer Rampenanlage für mobilitätseingeschränkte Menschen würde der bestehende Angstraum abgebaut, und der neue Bodelschwinghplatz und die neue Freizeitanlage „Bohne“ würden auch für die Bewohner im oberen Wehringhausen attraktiv erreichbar sein.

Maßgabe dabei ist, dass die verkehrlichen Auswirkungen, die mit einer Unterbrechung der Augustastraße an dieser Stelle verbunden wären, geprüft werden. Für die zu erwartenden Mehrbelastungen in der Lange Straße und in der Buscheystraße müssten gleichzeitig mit der Tunnelaufweitung geeignete Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung ergriffen werden.

Als zweitwichtigster Punkt haben die Teilnehmer der Konferenz Maßnahmen favorisiert, die dazu beitragen, die Nord-Süd-Verbindung im Stadtteil verkehrlich zu verbessern.

Insbesondere Ältere und Mobilitätseingeschränkte haben praktisch keine Möglichkeit, die starken Steigungen durch geeignete öffentliche Transportsysteme zu meistern, um in der Lange Straße einzukaufen oder die neue Freizeitanlage „Bohne“ zu besuchen. Hierbei könnten z.B. Kleinbusse zum Einsatz kommen. Ansprechpartner hierfür wäre primär die Hagener Straßenbahn AG.

Als außergewöhnliche Idee zur Lösung des Problems fand sogar eine Seilbahn viele Fürsprecher, die vom unteren Wehringhausen bis zum Stadtwald reichen könnte und zudem ein touristisches Potenzial hätte. (Beispiel: Wuppertal)

Als drittwichtigstes Thema wurden sogenannte „Pocketparks“ genannt, die als kleine begrünte Inseln im Stadtteil die Aufenthaltsqualität in dem eng bebauten Stadtteil für viele Bewohnergruppen verbessern und insbesondere die Nord-Süd-Verbindung vom Stadtwald bis zur Freizeitanlage „Bohne“ stärken würden.

In den Diskussionen wurden nochmals betont, dass die Investition „in Steine“ allein den Stadtteil nicht stabilisieren kann. Hierzu müssen flankierend weiterhin soziale, kulturelle und bildungsbezogene Projekte zur Umsetzung kommen, um bestehenden Problemen in Wehringhausen zu begegnen und Chancen zu nutzen.

Auch das Thema „Wohnen“ wurde in seiner Bedeutung herausgehoben. Neben der Schaffung einer ausreichenden Menge an qualitätvollem bezahlbaren und barrierearmen Wohnraum braucht es weitere Anstrengungen zur Unterstützung der Vermieter, die es Ihnen möglich machen, Wohnungen auch mit höherer Qualität anzubieten, um über entsprechende Mieteinnahmen die Möglichkeit zu haben, die Gebäude insgesamt zu sanieren.

Über geeignete Marketingmaßnahmen sollen die vielen Potenziale von Wehringhausen besser vermarktet werden. Wehringhausen soll mit seinen gründerzeitlichen Wohngebäuden, seinen Einkaufsmöglichkeiten, seiner Künstlerszene und seiner kulturellen Vielfalt zusammen mit den vielen städtebaulichen Impulsen über die Soziale Stadt im Rahmen eines Image- und Marketingkonzepts als attraktiver Wohnstandort stärker ins Bewusstsein gerückt werden.

Die Entwicklung der Vartainsel zu einem innenstadtnahen Gewerbestandort wurde als weiteres Potenzial angesehen, Wehringhausen zu stärken. Sofern an diesem innstadt- und bahnhofsnahen Standort  Softwareentwickler o.ä. angesiedelt würden, böte sich mit Wehringhausen ein für viele Arbeitnehmer attraktiver Wohnstandort mit Flair, den man zu Fuß oder mit dem Rad erreichen kann. Die positiven Impulse für den Wehringhauser Wohnungsmarkt, für die ansässigen (und künftigen) Geschäfte und für die Bildungseinrichtungen liegen auf der Hand. Insgesamt würde dies zudem zu einer „guten sozialen Mischung“ im Stadtteil beitragen.

Die o.g. Themen, insbesondere „Mobilität“ und „Wohnungsmarkt“ werden in den nächsten Sitzungen des Lenkungskreises Wehringhausen weiter vertieft.

Verwaltung und Politik sind nun aufgerufen, die Chancen für Wehringhausen zu ergreifen, und weitere Mittel bereit zu stellen, um nicht auf halben Weg stehen zu bleiben. Fördermittel stehen beim Bund und beim Land in ausreichende Menge zur Verfügung, erforderlich sind 10 – 20 % Eigenmittel der Stadt.

Jetzt wird`s persönlich!

23. Januar 2017 by

Gernot Hassknecht im Hasper Hammer

Donnerstag, 26.01.2017 von 20:00 Uhr – 22:30 Uhr

Deutschlands beliebtester ZDF-Choleriker nach Horst Seehofer ist mit seiner geballten Kompetenz zurück! Aber nicht als sanftmütiger, zurückhaltender Entertainer. Nein, in seinem Solo-Programm nimmt er es stellvertretend für sein Publikum persönlich. Alles wird schriller und größer, persönlicher politischer und cholerischer.

WPWR verliert weiter an Auflage

22. Januar 2017 by

wpwr-auflagen-4-qurt-98-16Immer weiter bergab: Auflagenentwicklung der Hagener WPWR-Ausgaben, jeweils 4. Quartal. Datenquelle: ivw.

Auch im 4. Quartal 2016 setzte sich der anhaltende Rückgang der Verkaufszahlen der Hagener Ausgaben der Funke-Medien fort. Fanden im letzten Vierteljahr 2015 noch täglich durchschnittlich 26.054 Exemplare der Zeitungen einen Käufer, waren es im 4. Quartal 2016 nur noch 24.727, ein Rückgang um 5,09 Prozent.

Die Druckauflage sank sogar um 7,43 Prozent. So meldet es die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) in ihrer aktuellen Mitteilung zu den Auflagezahlen deutscher Printmedien.

Mit dem Auflagenrückgang geht natürlich auch ein weiterer Verlust an Bedeutung einher, der nicht durch die Online-Präsenz aufgefangen wird. Letztere zeichnet sich u.a. durch Unvollständigkeit und ein mangelhaftes Archiv aus. Artikel verschwinden teilweise schon nach einem Tag von der Bildfläche und sind auch mithilfe der internen Suchfunktion nicht unbedingt leicht zu finden.

Im Fachbereich für Bauordnung stapeln sich die Anträge

22. Januar 2017 by

45 Bauanträge sind noch nicht beschieden. Doch Baudezernent Grothe wehrt sich gegen den Vorwurf, in der Verwaltung werde behäbig gearbeitet. (…)

Immerhin habe der Fachbereich 18,9 Prozent an Geld und Personal abspecken müssen. Aktuell seien zwei Bauingenieure in den Ruhestand gegangen und nicht ersetzt worden, darunter der einzige Prüfstatiker des Hauses, so dass die vorgeschriebenen statischen Bauentwürfe, Berechnungen und Konzepte nun an öffentlich bestellte Büros vergeben werden müssten. Zwar seien andererseits zwei Techniker eingestellt worden, doch diese dürften im Gegensatz zu den Ingenieuren nur Kontrollfunktionen ausüben, jedoch keine Baugenehmigungen erteilen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wie vieles andere verläuft auch der Stellenabbau offensichtlich völlig planlos.

Fundsachen: Pfusch und Fakes

22. Januar 2017 by

Drei Merkwürdigkeiten aus der vergangenen Woche

1. Das ist der Hammer

lutherhammerMartin Luther wird allgemein als „sprachgewaltig“ beschrieben. Hinter diesem hohen Anspruch bleiben die Hagener Evangelen mit ihrer Plakatkampagne zum 500. Jahrestag der Reformation unter dem Titel „Das ist der Hammer“ dann doch leicht zurück. Über „Gesch-mack“ läßt sich eben nicht streiten, es ist und bleibt ein Fehler.

2. Yvonne Hinz erklärt

„Der Begriff Artothek setzt sich aus ars/artis = die Kunst (griechisch) und theke = der Ort zusammen.“ (Yvonne Hinz in der WPWR)

Da liegt die WPWR-Redakteuse gleich zweimal daneben: „ars“ ist lateinisch und nicht griechisch; „theke“ (θήκη) bedeutet nicht „Ort“, sondern „Kiste“ oder „Behältnis“.

3. Aus Raider wurde Twix

prentzelIn einer Pressemitteilung der Hagener Polizei mutierte der Vorname des ehemaligen Bürgermeisters Prentzel (Amtszeit: 1876 – 1900. Foto: Stadt Hagen) von „August“ zu „Wilhelm“. Und alle schrieben ab: die Funke-Medien WPWR, Radio Hagen und Stadtanzeiger/Lokalkompass und auch das Online-Medium tv58. Nur der Wochenkurier bemerkte den Fehler und machte aus dem falschen „Wilhelm“ wieder den richtigen „August“ Prentzel.

Hagenerin zieht Klage gegen Finanzamt zurück

21. Januar 2017 by

Friedensaktivistin wollte mit ihrer aussichtslosen Klage die Öffentlichkeit erreichen – das ist ihr gelungen. Sie bedankt sich beim Richter. (…)

Gertrud Nehls klagte vor dem Finanzgericht Münster. Gestern traf man sich in dem Justizgebäude in der Münsteraner Innenstadt. Am Ende nahm die „Friedensstreiterin“, wie sich die 77 Jahre alte Hagenerin selbst nennt, nach dem Hinweis des Gerichts auf die geringen Erfolgsaussichten ihre Klage zurück. Und war trotzdem glücklich. „Ich konnte meine Argumentation ausführlich darstellen.“ (…)

Quelle: wp.de

Was tun gegen Hass und Hetze?

21. Januar 2017 by

Röspel ruft zur Teilnahme am Otto-Wels-Preis auf

Populistische Strömungen, gezielte Falschmeldungen, die Verbreitung von Hass und Hetze in den sozialen Netzwerken – Phänomene unserer Zeit, die zunehmend das gesellschaftliche Miteinander beeinflussen.

„Deshalb hat die SPD-Bundestagsfraktion den ,Otto-Wels-Preis für Demokratie‘ in diesem Jahr zum Thema ,Miteinander statt Ausgrenzung‘ ausgeschrieben“, sagt der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel und fordert junge Menschen zwischen 16 und 20 Jahren aus seinem Wahlkreis (Hagen und EN-Süd) auf, sich mit einem kreativen Beitrag daran zu beteiligen.

Drei Wettbewerbsaufgaben stehen zur Auswahl. Die Jugendlichen können beispielsweise eine Kampagne gegen Hass und Hetze in den sozialen Netzwerken entwerfen oder sich mit der Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus auseinandersetzen. Dabei sind unterschiedliche Darstellungsformen wie Reden, Grafiken oder Videos möglich.

„Die Gewinnerinnen und Gewinner laden wir im März zur Preisverleihung nach Berlin ein“, kündigt René Röspel an. Für die drei besten Arbeiten winken attraktive Preise.

Ausschreibung und Teilnahmeformular sind unter www.spdfraktion.de/ottowelspreis abrufbar. Einsendeschluss ist der 1. März.

Die SPD-Bundestagsfraktion verleiht 2017 zum fünften Mal den „Otto-Wels-Preis für Demokratie“. Anliegen dieses Preises ist es, die Erinnerung an die Schrecken der Nazi-Herrschaft wachzuhalten und das gesellschaftliche Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Grundlagen unserer Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie des friedlichen Zusammenlebens immer wieder erneuert und gefestigt werden müssen.

Im Jahr 1933 begründete der damalige SPD-Parteivorsitzende Otto Wels in einer mutigen Rede vor dem Deutschen Reichstag die Ablehnung des so genannten Ermächtigungsgesetzes der Nationalsozialisten durch die sozialdemokratische Reichstagsfraktion. Mit dem Gesetz entmachtete Hitler damals das Parlament und hebelte die Demokratie in Deutschland aus. Die sozialdemokratische Fraktion stimmte als einzige gegen das Gesetz.

Rating-Agenturen in Zeiten globaler Finanzkrisen

21. Januar 2017 by

Vortragsreihe Kolloquien des Instituts für Soziologie

25.01.2017 um 16:00 Uhr
FernUniversität, KSW-Gebäude, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Raum B 0.025
Referent: Dr. Thomas Matys

Das Habil.-Projekt geht kritisch-organisationssoziologisch von der zentralen These aus, dass Rating-Agenturen ein doppelter Herrschaftscharakter zukommt:

a) Rating-Agenturen, als Organisationen (im Plural), sind im Rahmen eines globalen Finanz-Settings maßgeblich dafür verantwortlich, Handlungen zwischen Menschen, anderen Organisationen – u. U. sogar Staaten – zu produzieren und zu konfigurieren. Dies können sie nur deshalb so tun, weil sie zu Orten der Bündelung von ökonomischen und macht-politischen Ressourcen geworden sind;

b) Nicht nur die Rating-Prozesse selbst, sondern auch andere „Handlungen“ der Rating-Agenturen verlaufen im Modus Organisation (im Singular, als „Form“): Hiermit ist die spezifische Art und Weise gemeint, vermittels derer Herrschafts-Praktiken innerhalb der globalen Finanzwelt produziert und reproduziert werden, die alternative Formen sozialer Interaktion marginalisieren, wie selbstverständlich ersetzen oder sogar verdrängen.

Weitere Informationen: FernUni

Begegnung mit dem Holocaust

20. Januar 2017 by

Der Hagener Sobibor-Prozess
25.01.2017, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum

Vor 50 Jahren ergingen am Hagener Landgericht gegen ehemalige SS-Männer aus dem Vernichtungslager Sobibor die Urteile. Das Lager diente einem einzigen Zweck: der Ermordung von möglichst vielen Juden. Etwa 250.000 Menschen fanden in Sobibor den Tod.

Der Prozess konfrontierte die Stadt mit der Shoah. Doch die Wahrnehmung war in Hagen selber nur gering. Heute gilt der Sobibor-Prozess als einer der wichtigsten Strafprozesse zur Aufarbeitung des Holocaust.

Friedrich Grawert ist einer der wenigen Zeitzeugen des Prozesses. Nach seinem Studium in Bonn, München und Köln absolvierte er sein Referendariat in Hagen. 1964 trat er in die Rechtsanwaltskanzlei seines Vaters ein. Aus der Perspektive eines jungen Rechtsanwalts erlebte er den gesamten Prozess, die Angeklagten und die Zeugen.

Im Gespräch mit den Historikern Dr. Ralf Blank und Thomas Walter berichtet Friedrich Grawert über seine Wahrnehmungen und Erfahrungen. Gleichzeitig werden auch verschiedene Aspekte der juristischen Bewältigung des Nationalsozialismus nach 1945 in Hagen und in der Bundesrepublik erörtert.

Eintritt € 5,-

Siehe auch:

Rückblende: Der Sobibor-Prozess 1965

Die Architektur der nationalsozialistischen Vernichtungslager am Beispiel von Sobibór

Ringen um die Lohmann-Nachfolge

20. Januar 2017 by

Für den Stadtbezirk Hagen-Mitte muss ein neuer Bezirksbürgermeister gefunden werden. Ralf Quardt von der CDU wird als Favorit gehandelt. (…)

Quelle: wp.de

Abbau von weißen Flecken

20. Januar 2017 by

Das Internet in Berchum-Tiefendorf

Die SPD Berchum und Hohenlimburg laden am Montag, den 23.1.2017 zu einem Pressegespräch in das Café Kännchen (Dorfplatz 5 ,58119 Hagen) um 15:00 Uhr recht herzlich ein.

Hintergrund des Gespräches ist der von der SPD Fraktion in der Bezirksvertretung Hohenlimburg gestellte Antrag “Internet in Tiefendorf – Abbau von weißen Flecken“:

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert die entsprechenden Fördergelder für Tiefendorf nunmehr ohne jede weitere Verzögerung bis zum Stichtag 28.02.2017 zu beantragen.

Noch immer ist der Ortsteil Tiefendorf nicht bzw. nicht ausreichend ans Breitbandnetz angebunden. Zwar verfügt dort jeder Haushalt über einen Zugang per Kupferkabel zum Telefonnetz der Deutschen Telekom, aufgrund des bisher immer noch nicht erfolgten Modernisierung der Kabelverzweiger (KVz) seitens der Deutschen Telekom ist ein Zugang zum Internet nicht ausreichend und ab Einmündung Sauer Egge bis zur Einmündung B236 bis heute gar nicht möglich.

Nach den Informationen der Telekom ist ein Ausbau nur im Rahmen von Förderungen seitens des Landes wirtschaftlich machbar. Mit Hilfe von zwei Petitionen beim Landtag von NRW wurde die Bereitstellung von Fördergelder des Landes NRW für Tiefendorf bereits erreicht.

Leider wurden diese Fördergelder bisher von der Stadtverwaltung nicht beantragt/abgerufen. Mehrere Fristen sind hier in der Vergangenheit fruchtlos verstrichen. Am 28.02.2017 läuft die nächste und vermutlich auch letzte Frist zur Beantragung der Fördermittel in dieser Legislaturperiode ab.

Wolfgang Jörg (MdL) wird als Ansprechpartner ebenfalls vor Ort sein.

Wolfgang Jörg (SPD) ist schon voll im Wahlkampfmodus

20. Januar 2017 by

Mit Wolfgang Jörg an der Spitze zieht die Hagener SPD in den NRW-Wahlkampf. Er will sein Mandat gegen Herausforderer Helmut Diegel verteidigen. (…)

Quelle: wp.de

„Gen Osten”

19. Januar 2017 by

Fünftes Sinfoniekonzert des philharmonischen orchesterhagen

daniel müller schottCellist Daniel Müller-Schott genießt unübersehbar die „Waldesruhe“. Foto: Uwe Arens

Im fünften Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchester Hagen am 24. Januar 2017 (20 Uhr, Stadthalle Hagen) ist einer der besten Cellisten unserer Zeit zu erleben. Daniel Müller-Schott, mehrfach preisgekrönt und ständiger Gast der bedeutendsten Orchester weltweit, spielt in Hagen gleich zwei Werke von Antonin Dvorák, darunter dessen berühmtes Cellokonzert.

Es gilt vielen mit seiner Verbindung aus großer Virtuosität und Anklängen an tschechische Volksmusik als das Cellokonzert überhaupt. Mehr noch als in diesem Konzert, das auf einer Tournee in den USA entstanden ist, verarbeitete Dvorák die Liebe zu seiner Heimat in der „Waldesruhe“. Ursprünglich nur für Klavier geschrieben, bearbeitete der Komponist sein Werk für Cello und Klavier. Diese Fassung war dann so beliebt, dass er noch eine weitere mit Orchester vorlegte, die hier erklingt und die Zuhörer in eine Naturidylle entführen wird.

In der „Steppenskizze aus Mittelasien“ beschreibt Alexander Borodin den Zug einer Karawane durch die endlose Weite der östlichen Steppe, die sich Russland damals frisch einverleibt hatte. Orientalische und russische Weisen erklingen und verbinden sich auf wundersame Weise, als würden sie bei aller Gegensätzlichkeit doch zusammen gehören.

Ein wilder Hexensabbat findet in Modest Mussorgskis „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ statt. In lodernden Orchesterfarben reden, tanzen und lachen sie, bis ihr großer Meister Satan selbst erscheint und sich huldigen lässt. Ähnlich wie beim deutschen Blocksberg im Harz gibt es auch in Russland Erzählungen über die alljährlichen Hexenversammlungen auf einem hohen Berggipfel, die Mussorgski als Inspiration gedient haben. Ein feurig-russischer Klangzauber, der seinesgleichen sucht!

Die musikalische Leitung hat der Osnabrücker Generalmusikdirektor Andreas Hotz.

Daniel Müller-Schott kommt nach dem Ende des Sinfoniekonzertes zum CD-Verkaufsstand im oberen Foyer der Stadthalle zum signieren.

Beule am Kopf

19. Januar 2017 by

Geklaute Büste von August Prentzel wieder da

bueste-prentzelBuntmetalldiebe schlugen im November des letzten Jahres auf dem Rembergfriedhof zu und trieben dort ihr Unwesen. Sie stahlen neben mehreren Metallvasen und Grablampen auch eine über 100 Jahre alte Büste (Foto: Polizei) des ehemaligen Bürgermeisters August Prentzel (und nicht Wilhelm, wie in verschiedenen Medien zu lesen ist).

Die Berichterstattung der Hagener Presse über den Diebstahl fiel dem in Hagen wohnenden Geschäftsführer eines metallverarbeitenden Betriebs in Iserlohn auf. Zwei Iserlohner im Alter von 38 und 46 Jahren haben ihm kurz nach der Tat die Beute, die insgesamt über 200 Kilogramm schwer war, für rund 300 Euro zur Einschmelzung verkauft.

Der aufmerksame Mann informierte die Polizei und übergab das Diebesgut den Beamten. Kriminalpolizeiliche Ermittlungen führten letztlich zu den Tatverdächtigen. Gegen die Männer ermittelt nun die Kriminalpolizei.

Die Büste von August Prentzel, die leider eine deutliche Beule am Kopf davongetragen hat, wird in Kürze wieder dem Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) übergeben.

Prentzel war von 1876 bis zu seinem überraschenden Tod im Jahre 1900 Hagener Bürgermeister. 1888 verlieh ihm die preußische Staatsregierung den Titel Oberbürgermeister.

Während der Amtszeit von August Prentzel erfolgte die Gestaltung des Stadtgartens und des Stadtwaldes, aber auch der Neubau der Ingenieurschule am Volmeufer, des Gymnasiums an der Goldbergstraße und von drei Kirchen im Stadtgebiet.

Außerdem wurde noch vor der Jahrhundertwende Hagens erste Badeanstalt eröffnet, die erste elektrische Eisenbahn in Betrieb genommen und mit dem Neubau des Rathauses, der allerdings erst 1903 fertiggestellt wurde, begonnen. Die gleichzeitige Ansiedlung neuer Industriebetriebe und die Entstehung neuer Wohnviertel leiteten den Weg Hagens zu einer Großstadt ein.

Bürger stellen Weichen

19. Januar 2017 by

4. Wehringhauser Stadtteilkonferenz

Das Quartiersmanagement Wehringhausen und die Stadtverwaltung Hagen laden am Samstag, den 21.01.2017 um 14:00 Uhr zur einer Stadtteilkonferenz mit dem Schwerpunktthema „zukünftige bauliche Projekte in Wehringhausen“ ein.

Ziele der Veranstaltung, die im Kultopia stattfinden und ca. drei bis vier Stunden dauern wird, ist die Priorisierung von zukünftigen Bauprojekten im öffentlichen Raum in Wehringhausen. Zu Beginn der Veranstaltung wird ein Sachstand über bereits fertiggestellte und fest geplante Baumaßanahmen gegeben.

In den Jahren 2014 und 2015 wurden durch Fachplaner unter intensiver Beteiligung der Anwohner Konzepte zur Gestaltung des öffentlichen Raumes erstellt, die unterschiedliche Baumaßnahmen zur funktionalen Verbesserung des Stadtteils und zur Aufwertung des öffentlichen Raumes beinhalten. Die Themen der Konzepte umfassen die Bereiche Verkehr und Mobilität, Spiel- und Freiflächen sowie die Freiraumplanung.

Nun sind die Bürger aufgefordert eine Priorisierung der vorgeschlagenen Baumaßnahmen aus den Konzepten vorzunehmen. Dazu wird ein moderiertes Verfahren angeboten, das Raum für Diskussionen lässt und durch einen intensiven Austausch von Argumenten und Meinungen die Teilnehmer für eine Schwerpunktsetzung am Ende der Veranstaltung qualifiziert.

Die Einzelmaßnahmen der Masterpläne werden den Teilnehmern vorgestellt. Planerische Rahmenbedingungen und ein Gestaltungsvorschlag seitens der Stadtverwaltung für ein bestimmtes Gebiet im Stadtteil werden den Anwesenden als Diskussionsgrundlage vorgestellt, dieses ist jedoch nicht bindend für das spätere Ergebnis.

Das Ziel der Stadtteilkonferenz besteht darin, eine abgestimmte Prioritätenliste zu erarbeiten, die als Grundlage dafür dient weitere städtebauliche Fördermittel für Wehringhausen beantragen zu können, da die vollständige Umsetzung der Maßnahmen aus  den Masterplänen aufgrund der erforderlichen städtischen Eigenanteile nicht möglich ist.

Das Quartiersmanagement und die Stadtverwaltung laden daher alle interessierten Wehringhauserinnen und Wehringhauser herzlich ein, sich bei der Stadtteilkonferenz an der Planung für die zukünftige Gestaltung des Stadtteils zu beteiligen und ihr Votum abzugeben.

Hagener Kinos im Wandel der Zeit

19. Januar 2017 by

VHS im Erzählcafé

„Hagener Kinos im Wandel der Zeit“ ist das Thema des nächstes Gesprächsabends mit Uli Weishaupt am Freitag, 27. Januar, um 17 Uhr im Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30.

Nach dem erfolgreichen Start im September 2012 geht es auf Wunsch der Erzählcafé-Gäste in die fünfte „Kino-Runde“. Ein Schwerpunkt ist diesmal Filmmusik, denn viele Titelmelodien rufen selbst nach Jahrzehnten sofort Erinnerungen wach. Beliebte Beispiele sind die Sound-Tracks „Dr. Schiwago“ von Maurice Jarre und „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Ennio Morricone. Außerdem werden verschiedene Daumenkinos mit historischen Fotoserien herumgereicht, mit denen die Teilnehmer den 130 Jahre zurückgelegenen Ursprung des Films in den Händen halten. Zeitzeugen sind herzlich eingeladen, mit Hilfe von Filmplakaten und Filmprogrammheften aus den 1950er und 1960er Jahren von ihren Erinnerungen an Hagener Kinos zu erzählen.

Der Eintritt beträgt 2 Euro. Informationen zur Anmeldung unter Kursnummer 1208 erhalten Interessierte beim Team der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

„Orientierungslos, arrogant, behäbig“

18. Januar 2017 by

Massive Kritik an OB Erik O. Schulz – und neu: die WPWR zieht mit

Nanu, was ist das denn? Diese Frage dürften sich so manche Leser des bekanntlich unter zwei verschiedenen Namen (Westfalenpost und Westfälische Rundschau) publizierten Lokalteils der hiesigen Funke-Presse (ehemals WAZ) gestellt haben, als sie gestern ihre Zeitung aufschlugen.

Da waren doch tatsächlich erstmals kritische Anmerkungen zum Wirken unseres geliebten Oberbürgermeisters Erik O. Schulz zu lesen. Autor Mike Fiebig forderte: „Endlich Ziele formulieren“ und ließ es nicht an klaren Worten fehlen:

Oberbürgermeister Erik O. Schulz wirkt überempfindlich, wenn öffentliche Kritik an seiner Leistung oder an der seiner Mitarbeiter geübt wird. Vor allem reagiert er sensibel, wenn die Angelegenheiten nicht erst über seinen Schreibtisch laufen. Dabei fordert Schulz bei so vielen Veranstaltungen immer das zivilgesellschaftliche Engagement, ohne das Hagen nicht nach vorne kommt.

Das ist schon starker Tobak für die bisher vorwiegend als Schulz-Förderverein aufgetretene Hagener Zeitung. Zwar hat es auch in der Vergangenheit bereits massive Kritik am Schalten und Walten des Oberbürgermeisters gegeben, die fiel aber regelmäßig unter den Tisch oder wurde als Nörgelei von Querulanten abgetan.

Hintergrund der veränderten Betrachtungsweise ist eine Veranstaltung des Vereins „Unternehmerrat“ am Montag in einem – auch das verdient es erwähnt zu werden – „Therapiezentrum“ in Hagen-Dahl. Unter der Überschrift „Gegenwind für Oberbürgermeister aus der Unternehmerschaft“ berichtete die WPWR:

Der Unternehmerrat übt deutliche Kritik an der Leistung der Verwaltung und des OB. Die Stadtführung agiere ziellos und behäbig. (…)

Schulz hielt teilweise dagegen, musste in vielen Bereichen aber auch eingestehen, dass es in Fragen der Wirtschaftspolitik in Hagen große Probleme gibt – nicht zuletzt in seinem Rathaus. (…)

Schulz musste sich zuvor einiges darüber anhören, wie die Hagener Unternehmerschaft das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Verwaltung bewertet – und auch ihn: nicht verbindlich, orientierungslos, zerstritten, arrogant, keine Ziele, verkrustet, behäbig. (…)

OB Schulz: „Noch zu meiner Zeit als Geschäftsführer der Agentur Mark war der Wunsch der Unternehmen nach Bündelung da, was mit der Hagen-Agentur und dem Starter-Center für Jung-Unternehmer bei der SIHK auch passiert ist. Jetzt höre ich, dass das alles falsch ist.“

Was Schulz nicht hörte, war das Flüstern in den Stuhlreihen darüber, dass eine Entscheidung von vor fünf oder zehn Jahren auch die falsche gewesen sein könnte.

Übel aufgestoßen sein dürfte dem OB die zeitliche Nähe zu einer eigenen Veranstaltung, der von seiner Verwaltung, der immer wieder kritisierten Hagen-Agentur und einem anderen Club, dem mit dem „Unternehmerrat“ konkurierenden „Unternehmerverein“, am 31. Januar in der Stadthalle geplanten „Zukunftsschmiede“.

Die Vorwürfe, die am Montag im Dahler „Therapiezentrum“ erhoben wurden, haben Schulz definitiv nicht in den Plan gepasst. Ein Spatz pfiff jedenfalls vom Dach des Rathauses, der OB habe persönlich im Pressehaus interveniert, um das Erscheinen der Berichterstattung zu verhindern.

Offensichtlich ohne Erfolg.

Klangrede zum 5. Sinfoniekonzert

18. Januar 2017 by

Konzertdramaturg Frederik Wittenberg im Gespräch mit Hans-Werner Engel, Vorsitzender des Freundeskreises Hagen-Smolensk

Die fünfte „Klangrede“ in dieser Spielzeit findet am Sonntag, 22. Januar 2017 um 11.30 Uhr im Theater an der Volme statt.

In dieser Veranstaltung wird in die Werke eingeführt, die im fünften Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen (am 24. Januar 2017, 20 Uhr, Stadthalle Hagen) unter dem Titel „Gen Osten“ aufgeführt werden: „Eine Steppenskizze aus Mittelasien“ von Alexander Borodin, „Waldesruhe“ und Cellokonzert h-Moll op. 104 von Antonin Dvorák und „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ von Modest Mussorgski.

Zu Gast von Konzertdramaturg Frederik Wittenberg ist Hans-Werner Engel, der von seinen Aktivitäten als erster Vorsitzender des Freundeskreises Hagen-Smolensk berichten wird. Im Gespräch geht es vor allem um die aktuelle Situation in Smolensk, insbesondere vor der Folie der allgemeinen Situation in Russland. Was bewegt die Menschen dort und wie steht es um die gegenseitigen Beziehungen? Was leistet der Freundeskreis zum gegenseitigen Verständnis und Austausch? Diesen Fragen wird, neben der Werkeinführung, bei dieser Veranstaltung nachgegangen.

Im Anschluss an die „Klangrede“ wird vor Ort eine Ausstellung mit Werken von Smolensker Malern eröffnet. Interessierte Besucher sind dazu herzlich eingeladen.

Der Eintritt zur „Klangrede“ ist frei.

Politik und Handel beraten jetzt monatlich am Runden Tisch

18. Januar 2017 by

Die Situation in Hohenlimburgs Innenstadt ist alarmierend. Ein neuer monatlicher Runder Tisch mit Politik und Einzelhandel geht das Thema an. (…)

Die CDU, Bürger für Hohenlimburg, Hagen aktiv und Bündnis 90 / Die Grünen haben, so die Vorsitzende der Werbegemeinschaft, bereits ihre Bereitschaft signalisiert, zukünftig mitzuarbeiten, namentlich bereits Teilnehmer benannt. Und auch die SPD, das versicherte Mark Krippner gestern, sei im Februar dabei. (…)

Quelle: wp.de

Schlafender Riese Fernuni als ein Impulsgeber

17. Januar 2017 by

Ex-Hochschullehrer Dr. Lothar Bertels empfiehlt, die Ergebnisse der Wohnungsmarktstudie zu nutzen, um Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. (…)

Er regt an, das Potenzial der Fernuniversität zielgerichtet zu nutzen und sich dafür stark zu machen, an die größte Hochschule der Republik eine Präsenzuni-Segment anzugliedern: „Wir brauchen das Know-how dieses schlafenden Riesen, um Hagen wieder eine Perspektive zu geben.“ (…)

Quelle: wp.de

Sparkasse zahlt Sitzungspauschale nicht im Voraus aus

17. Januar 2017 by

Die Mitglieder des Verwaltungsrates der Sparkasse Hagen/Herdecke müssen ab sofort auf ihre vierstellige, traditionell vorab ausgeschüttete Januar-Bescherung verzichten. Stattdessen wird ihre obligatorische Sitzungspauschale künftig erst nachträglich im Halbjahresrhythmus ausgezahlt. Das hat das Gremium in seiner Dezember-Sitzung entschieden. Damit wird eine Regelung übernommen, die der Fusionspartner Herdecke bereits seit Jahren so praktiziert. (…)

Quelle: wp.de

Umstrittene Erweiterung

17. Januar 2017 by

Fachklinik Deerth: Öffentliche Infoveranstaltung am 24. Januar

Die Arbeiterwohlfahrt (Unterbezirk Hagen / Märkischer Kreis) beabsichtigt, die bestehende Fachklinik Deerth im Hagener Stadtwald um eine Therapieeinrichtung für 42 Patienten im geschlossenen Maßregelvollzug zu erweitern. Die Stadt Hagen lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Dienstag, 24. Januar, um 19 Uhr ein, sich eingehend über den Stand der Projektplanung und die Bauleitplanverfahren zu informieren. Die Veranstaltung findet im Ratssaal im Rathaus an der Volme in der Rathausstraße 13 statt.

Der Rat der Stadt Hagen hatte in seiner Sitzung am 26. Februar 2015 beschlossen, durch die Teiländerung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes entsprechendes Baurecht für eine Klinikerweiterung zu schaffen. Zwischenzeitlich hat die Arbeiterwohlfahrt ein Bebauungskonzept für die gesicherte Einrichtung, die neben der bestehenden Klinik angeordnet werden soll, entwickelt und Fachgutachten in Auftrag gegeben.

Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt. Vertreter aus dem Vorstandsbereich für Stadtentwicklung, Bauen und Sport der Stadt Hagen sowie der Arbeiterwohlfahrt stellen das Projekt am 24. Januar vor und stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Alfonso Palencia wird neuer Ballettdirektor

16. Januar 2017 by

Nachfolger von Ricardo Fernando am Theater Hagen

alfonso-palenciaAlfonso Palencia (Foto: Theater) wird neuer Ballettdirektor am Theater Hagen. Palencia tritt in der Spielzeit 2017/2018 die Nachfolge von Ricardo Fernando an.

Der in Valencia (Spanien) geborene 40jährige Palencia ist in Hagen kein Unbekannter. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er als Trainingsleiter und Choreograph am Theater Hagen tätig und hat in dieser Zeit zehn choreographische Arbeiten im Musiktheater kreiert.

Alfonso Palencia begann im Alter von acht Jahren seine Tanzausbildung an der Staatlichen Akademie für Musik, Tanz und Theater seiner Heimatstadt und führte diese später beim Centre de Danse International Rosella Hightower, an der San Francisco Ballet School und beim Hamburg Ballett fort.

Er war Mitglied des Ballett-Theaters in Gelsenkirchen und ging 1997 als Solotänzer ans Gärtnerplatztheater München unter der Direktion von Philip Taylor, gefolgt von Engagements an der Komischen Oper Berlin, beim Leipzig Ballett unter Uwe Scholz, beim National Ballett-Theater Prag, beim portugiesischen Nationalballett und beim Ballett Augsburg. Alfonso Palencia arbeitete hierbei mit weltbekannten Choreographen wie John Neumeier, Hans van Manen, Mauro Bigonzetti, Rui Horta, Jiří Kylián, Robert North, Itzik Galili, William Forsythe und Marguerite Donlon zusammen.

In der kommenden Spielzeit wird es wie bisher zwei neue Ballettabende geben, in denen der neue Ballettdirektor seine eigene choreographische Handschrift zeigen wird; ebenso werden internationale Gastchoreographen in Hagen arbeiten. Das Ballett wird zudem in Musical- und Operettenaufführungen mitwirken.

Damit wird die Zukunft der Hagener Ballettcompagnie einer Persönlichkeit anvertraut, die in der Ballettwelt wie auch in Hagen hohes Ansehen genießt und ein Garant für die auch künftig überregionale Ausstrahlung dieser Sparte ist.

„Ich freue mich sehr, in Zukunft als Ballettdirektor weiter am Hagener Theater arbeiten zu können“, so Palencia. „Es war seit Beginn meiner Tanzlaufbahn immer mein Ziel, eine eigene Ballettcompagnie leiten zu können. Dass dieses nun in Hagen geschieht macht mich stolz. Ich möchte erreichen, das Ballett in derselben hohen künstlerischen Qualität wie bisher zu präsentieren und daneben auch neue, eigene Impulse zu setzen.“

MAMMON – Per Anhalter durch das Geldsystem

16. Januar 2017 by

Auf der Suche nach dem verlorenen Geld

Do 19.01.2017, 19:00 Uhr
Kino Babylon, Pelmkestraße 14, 58089 Hagen

D 2014, Regie: Philipp Enders, Doku, 90 Min.

3500 Euro, die Ersparnisse von Filmemacher Philipp Enders, sind weg. Sein Bankberater kann ihm keine plausible Erklärung für das Scheitern der angeblich sicheren Geldanlage liefern. So macht er sich selbst auf die Suche. Er landet nicht nur in der Europäischen Zentralbank und bei der Börse, sondern auch in einer spanischen Bauruine oder im „Evolution Store“ mitten in New York City.

Auf seiner Reise begegnet er Geld-Experten, Kulturwissenschaftlern, Day-Tradern, Bankdirektoren, Börsenmaklern oder Verhaltensökonom. MAMMON erzählt mit einem Augenzwinkern von den Mechanismen, die hinter dem „schnöden Mammon“ stecken.

Neben Interviews mit Experten aus dem Finanzsektor wie EZB-Banker Benoît Cœuré oder Börsenmakler Dirk Müller, stellen auch Gespräche mit Experten aus anderen Bereichen der Gesellschaft (u.a. Befreiungstheologe Frei Betto, Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun, Philosoph Tomáš Sedláček) einen nicht unbedeutenden Teil des Films dar.

Klarsichtkino in Kooperatin mit Attac. Eintritt frei.

Wohnen in Hagen immer neu erfinden?

16. Januar 2017 by

In Kooperation mit „Uni50plus Hagen“ im Regionalen Bildungsnetzwerk bietet die Volkshochschule Hagen eine vierteilige Seminarreihe an: Beleuchtet und diskutiert wird mit den Seminarteilnehmenden und Fachleuten die aktuelle Situation in Hagen.

Dabei richtet die Reihe auch den Blick zurück auf historische Wohn- und Siedlungsentwürfen hier in der Stadt, stellt ein konkretes Projekt zur Quartiersentwicklung vor und diskutiert Versuche und Konzepte unterschiedlicher Wohn- und Lebensgestaltung gemeinschaftlichen Wohnens aus anderen Regionen auch in visionärer Stadtplanung.

Der zweite Themenabend mit Helga Heukeroth findet am Mittwoch, 18. Januar, von 17 bis 19.30 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, zum Thema „Wohnen in Hagen immer neu erfinden? – Wohnen damals und heute“.

In Hagen wurden in der Vergangenheit verschiedene Quartiers- und Wohnkonzepte entwickelt und umgesetzt. Hierbei ist die Idee von K. E. Osthaus und seine Erläuterungen zum Hagener Impuls die auch über die Grenzen hinaus bekannteste.

An diesem Abend werden weitere neuere Wohnkonzepte wie die Cunosiedlung, die Riemerschmidhäuser oder die Gartenvorstadt Helfe vorgestellt. Neben der Auseinandersetzung um die Wohnideen der jeweiligen Planer und Träger steht zur Diskussion, welche Bedeutung diese Wohnformen für die Menschen in Hagen heute noch haben (kann).

Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/2073622.

Hausmeistern in Problem-Hochhäusern in Hagen gekündigt

16. Januar 2017 by

Dem Hausmeister-Service in zwei Hagener Problemhochhaus-Komplexen wird gekündigt. Die IG Bau sagt: Ein Betriebsrat soll verhindert werden. (…)

Quelle: wp.de

Leerstand in Hagener Einkaufszentren

15. Januar 2017 by

volme-galeere-wdrHier durfte die Kamera nicht hinein, ein Interview gab’s auch nicht. Screenshot: WDR

In der Volme-Galerie steht fast jedes dritte Ladenlokal leer. Auch in der benachbarten Rathaus-Galerie sind 12 von 70 Shops nicht belegt. Hilflos die Erklärungsversuche von Hagen-Agentur-Chef Michael Ellinghaus.

Video: WDR (verfügbar bis 19.01.2017)

Horst Becking wird 80 Jahre alt

15. Januar 2017 by

Der Künstler Horst Becking ist ein Weltenbummler, der seiner Heimatstadt Hagen stets treu geblieben ist. Am Samstag feiert er den 80. Geburtstag. (…)

Quelle: wp.de

Hagenerin (77) will mit Steuern keine Kriege finanzieren

15. Januar 2017 by

Rentnerin Gertrud Nehls aus Hagen will keine Kriege finanzieren. Deshalb behält sie Steuern ein und muss sich nun vor Gericht verantworten. (…)

Quelle: wp.de

Stadt Hagen will ihre Fahrradfreundlichkeit verbessern

14. Januar 2017 by

Hagen gilt als eine der fahrradunfreundlichsten Städte in ganz Deutschland. Das soll anders werden, die Stadt gibt ein Konzept in Auftrag. (…)

Quelle: wp.de

Von Brandt und Killing bis Eicken und Wippermann

14. Januar 2017 by

Bei der Volkshochschule Hagen beginnt am Mittwoch, 18. Januar, ein interessantes stadtgeschichtliches Seminar unter der Leitung von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff. Es findet insgesamt sechs Mal, jeweils von 19.30 bis 21 Uhr, in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, statt und wird sich mit einigen der Hagener Industriepioniere beschäftigen.

Der Aufstieg Hagens zur größten Stadt Südwestfalens ist eng verbunden mit der gewerblichen Entwicklung zwischen circa 1850 und 1914. Insbesondere zahlreiche Industriepioniere trugen zur Entwicklung bei. Stellvertretend für viele Unternehmer und Unternehmen seien hier Namen wie Killing, Vorster, Böing, Eicken, Post, Brandt (Zwieback) und Wippermann genannt. Im Verlauf dieses Kurses lernen die Teilnehmer einen Teil des industriellen Kulturerbes unserer Stadt kennen. Im Mittelpunkt steht dabei die AFA (der Vorgänger der späteren VARTA).

Nähere Informationen zur Anmeldung für diesen Kurs mit der Nummer 1012 erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/207-3622.

Streetartkünstler aus Hagen

14. Januar 2017 by

bender-streetart-moltkestrScreenshot: WDR

Video: WDR (verfügbar bis 17.01.2017)

„Inzwischen empfinde ich die Wiedervereinigung auch als Gewinn“

14. Januar 2017 by

Dr. Gregor Gysi brillierte im „Lüdenscheider Gespräch“ der FernUni

„Die DDR ist kein Unrechtsstaat, aber es hat viel grobes Unrecht gegeben.“ Dr. Gregor Gysi vertrat klare Positionen. Diese hatte er sich für den Abschluss aufgehoben. Nach etwas über anderthalb Stunden beendete der Privatmensch und Politiker Gysi einen gleichsam unterhaltenden wie informativen Abend in der Reihe „Lüdenscheider Gespräche“ der FernUniversität im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs.

Die Moderation übernahmen Prof. Dr. Alexandra Przyrembel, Leiterin des Lehrgebiets Europäische Moderne, und Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch, Direktor des Instituts für Geschichte und Biographie an der FernUniversität.

Bereits eine Dreiviertelstunde vor Beginn ist der Vortragssaal bis auf den letzten Platz besetzt. Auch der zweite Saal füllt sich schnell, in den die Gesprächsrunde mit Gregor Gysi per Video übertragen wurde. Um drei Minuten nach dem offiziellen Beginn rauscht Gysi herein: Die Show kann beginnen.

Gysi beherrscht das Podium – nicht laut und grell, sondern mit Witz und Charme. Der Bundestagabgeordnete und führende Kopf der Partei Die Linke brilliert als der bekannte Rhetoriker. Sich zu entziehen fällt schwer. (…)

Quelle: FernUni (dort auch eine Video-Aufzeichnung der Veranstaltung)

„Verschonen Sie mich mit Ihrer Inkompetenz“

13. Januar 2017 by

Grußwort des Hagener Intendanten Norbert Hilchenbach beim Neujahrsempfang des Theaterfördervereins am 8. Januar

hilchenbachLieber Peter Born*,
sehr geehrter Herr Bürgermeister*,
verehrte Theaterfreunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen

jetzt haben wir mit den musikalischen Beiträgen und den vorausgegangenen Reden bereits mehrere Höhepunkte des diesjährigen Neujahrsempfangs des Theaterfördervereins erlebt – und ich frage mich, womit ich jetzt noch Ihre Aufmerksamkeit erlangen soll. Ein Grußwort nahezu am Ende einer Veranstaltung mutet wie ein Schlusswort oder auch wie ein Abschied an.

Das Schlusswort aber steht selbstverständlich dem Vorsitzenden, also Ihnen Herr Born, zu, und an Abschied möchte ich – wenn überhaupt – erst in gut sechs Monaten denken – obwohl ich gerade im vergangenen Jahr immer wieder sowohl in wie auch außerhalb von Hagen gefragt worden bin, wie ich – wie wir alle hier im Theater – es angesichts der permanenten Diskussionen (nicht nur ums Geld) und der oft tendenziösen Informationspolitik denn noch länger aushalten könnten.

Ich habe dann manchmal geantwortet, dass ich mich das hin und wieder auch frage, aber auch immer hinzugefügt, dass ich meine Arbeit liebe, dass ich mich den Kolleginnen und Kollegen hier am Haus tief verbunden fühle und dass der Erfolg unserer kollektiven Arbeit sich natürlich auch immer wieder kraft- und nervenspendend auswirke.

Ja, unser Theater hat Erfolg: daran können auch die größten Anhänger des Postfaktischen nichts ändern. Erfolgreich sind wir künstlerisch – davon zeugt die weiterhin ungebrochen große Anerkennung der bundesweiten Fachwelt. Als erfolgreich können wir uns aber auch in der Gunst und im Zuspruch der Zuschauer betrachten: unser Theater gehört mit knapp 180000 Besuchern in der vergangenen Spielzeit weiterhin zu den sehr gut besuchten Bühnen des Bundeslandes und der Republik.

Die seit Jahren andauernde Diskussionen um die Finanzierung des Theaters, die das Publikum natürlich verunsichern können, ebenso wie die permanenten Sparauflagen, die unsere Besucher selbstverständlich auch an der Leistungsfähigkeit unseres Hauses zweifeln lassen müssen – sie führten (jedenfalls bisher) nicht zu von vielen befürchteten Zuschauereinbußen.

Gestern kam in der Lokalpresse ein eventueller Bewerbungskandidat für meine Nachfolge zu Wort, u.a. mit dem folgenden Satz: „In jedem Kulturbetrieb kann man sparen“. Dem pflichte ich voll und ganz bei – und da es an anderer Stelle gerne vergessen, verschwiegen oder gar verleugnet wird, soll es hier noch einmal explizit  genannt werden: das theaterhagen arbeitet extrem wirtschaftlich.

In den Jahren 2002 bis 2013 hat es ca. 2 Millionen Euro eingespart. Hinzukommen noch einmal 1,25 Millionen Euro, die wir laut Ratsbeschluss in den ersten drei Jahren der 2015 neu gegründeten GmbH einsparen sollen. Schon heute sind wir sicher, dass uns das bis zum Ende der laufenden Spielzeit gelingen wird, wir also bei einer Gesamteinsparsumme von ca. 3,25 Millionen Euro landen werden.

Doch damit nicht genug: wie es sich für eine seriöse Planung und Durchführung sämtlicher Aktivitäten innerhalb einer Theater-GmbH gehört, haben wir für notwendige Investitionen und unvorhergesehene Bedarfe auch Überschüsse bzw. Rücklagen in hoher sechsstelliger Höhe erwirtschaftet, die nun – zwar zweckentfremdet – als wesentlicher Grundstock für die bevorstehende weitere Einsparung von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Das, was der eben erwähnte Intendanz-Bewerber als Gebot der Zukunft formuliert, nämlich – ich zitiere – „die Ärmel hochzukrempeln und wirtschaftlich kreativ zu arbeiten“ war und ist am theaterhagen schon immer Usus.

Wenn meine Kollegenschaft und ich dann – wie vor wenigen Tagen wieder einmal geschehen – in der hiesigen Presse lesen, dass sich das Theater nicht mehr längst überfälligen Sparmaßnahmen widersetzen könne, ja dann möchten wir den Urhebern und Verfassern solcher Fake-News den schönen Satz aus dem Film PRADA zurufen: „Verschonen Sie mich künftig mit den Einzelheiten Ihrer Inkompetenz“.

Mit nur einem Bruchteil dieser Inkompetenz wäre die immense Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren geleistet haben und auch künftig zu leisten gewillt sein werden, nicht möglich gewesen. Denjenigen, die sich den enormen Forderungen und Belastungen in der Vergangenheit immer wieder gestellt haben und damit unserer Theater und unsere Stadt in einem guten Licht erscheinen ließen, danke ich an dieser Stelle sehr herzlich.

In diesen Dank beziehe ich ausdrücklich und aus vollem Herzen Peter Born, den Vorstand und alle Mitglieder des Theaterfördervereins mit ein. Die Verbundenheit, die Partnerschaft und die Unterstützung, die wir durch Sie erfahren, helfen uns allen sehr, Forderungen und Überforderungen, Belastungen und Überbelastungen zu überstehen. Sie sind aber auch ein schönes Zeichen dafür, dass Sie, lieber Peter Born, und alle Mitglieder des Theaterfördervereins das theaterhagen als das ihre betrachten und begleiten.

Sie alle haben mit dazu beigetragen, dass unser Theater auch im 106. Jahr seines Bestehens in Hagen und weit darüber hinaus – so manchen Anfeindungen zum Trotz – wieder für Furore gesorgt hat und seiner einzigartigen und exemplarischen Bedeutung für die Stadt und für die Region gerecht werden konnte.

Wie kann, wie soll, wie muss es weitergehen mit unserem Theater? – Und jetzt lassen wir die Frage der Finanzierung mal außen vor. Das theaterhagen ist – wie alle anderen Theater auch – Teil unserer Gesellschaft. Diese Gesellschaft macht zur Zeit einen gravierenden Werte- und Kulturwandel durch. Das Theater in Hagen war stets in Bewegung – schon immer hat es sich und andere bewegt. Das wird es auch in Zukunft tun müssen.

Angesichts bereits bestehender und schon heute absehbarer künftiger Probleme wird unser Geschäft mit Sicherheit nicht einfacher. Die Verteilungskämpfe, vor allem zwischen jung und alt, werden ebenso zunehmen wie die Veränderungen in der gesamten Arbeitswelt auch die Theater vor neue Aufgaben und Schwierigkeiten stellen werden.

In Europa und vornehmlich in unserem Land werden Menschen aus Krisengebieten weiterhin Zuflucht und Schutz suchen. Die mit dem Einen wie dem Anderen verbundenen politischen Herausforderungen werden größer und drängender. Die Gefahr wächst, dass wir die für ein friedliches und konstruktives Miteinander unverzichtbare Beherrschung von Maß und Mitte verlieren.

Diesen Verlust zu verhindern, ist auch Aufgabe der Kultur und damit des Theaters. Eine Aufgabe, der wir uns – wie schon so oft – mit aller Kraft stellen müssen, damit sich nicht diejenigen durchsetzen, die mit ihren Plumpheiten, Feindbildern, Lügen und einer alles Humane abwertenden Rhetorik unsere Gesellschaft zusehend verunsichern. Wir müssen unverzagt und unmissverständlich auch künftig und immer wieder deutlich machen, dass Humanität nicht ohne Kunst und Kunst nicht ohne Humanität denkbar und machbar sind.

In dieser Überzeugung haben wir das Theater immer als einen (Spiel-)Raum verstanden, der uns Orientierung, Halt und Haltung schenken kann. Theater nicht als weltabgewandter Schutzraum, sondern als Hort (also als Schatz und Zuflucht) von und für Emotionen und Sinnlichkeit, von und für Austausch und Aussprache, als Hort einer Gemeinsamkeit, die das Fremde und das Andere offenen Herzens mit einschließt.

Wenn es nach uns – und ich nehme einmal an, auch nach Ihnen, meine Damen und Herren – gehen soll, dann wird das auch so bleiben. Dann wird das theaterhagen  auch künftig mit Lust, Freude und Phantasie ebenso wie mit Können, Ausdauer und dem Willen zur Verstörung und Aufregung mitarbeiten an der inneren und äußeren Gestaltung unserer Stadt. Dieses Theater hat das Theater nicht neu erfunden. In ihm aber ist das Theater jung geblieben – und mit ihm viele Besucher, die ihr Theater nie aus Kopf und Herz verloren haben und ihren Sinnen damit Gutes taten und tun.

Das Theater und die Theaterleute – sie tragen Sinn und Unruhe stiftend seit mehr als hundert Jahren maßgeblich zur Identität Hagens und der gesamten Region bei. Das Theater eckt an – und umgarnt. Es stößt ab – und führt zusammen. Experimentell sollte es immer sein, Wagnis war und ist es – wie jede gute Theateraufführung – immer gewesen. Manchmal schmeckt es bitter, manchmal süß – nur fade sollte, darf und wird es nie sein.

Fade ist es mir in den vergangenen fast 10 Jahren mit dem Theaterförderverein, mit Ihnen, meine Damen und Herren, nie geworden. Sie sind mir ebenso wie meine Kolleginnen und Kollegen ans bekanntermaßen nicht ungebührlich gefühlige Herz gewachsen. Und wenn ich über sie alle sprechen sollte, dann könnte ich das mit den Worten von Professor Higgins tun, wenn er in MY FAIR LADY an Eliza denkt: „Ich bin gewöhnt an ihr Gesicht! Bin an ihr Singen so gewöhnt, das Tag und Nacht ertönt, ihr Gang, ihr Blick, ihr Leid, ihr Glück – das ist mir alles so vertraut, fast wie der Hut schon, den ich trag. Zuvor war ich ganz unabhängig, ja das weiß ich noch, sicher könnt‘ ich‘s, wenn ich wollte, wieder sein und doch…“

…soll das hier ja keine Abschiedsrede werden – und auch kein Schlusswort. Deshalb komme ich jetzt zum Schluss, danke Ihnen fürs Zuhören und wünsche Ihnen, uns und unserem Theater ein gutes Neues Jahr.

* Anm. DW: Dr. Peter Born ist Vorsitzender des Theaterfördervereins, der angesprochene Bürgermeister ist Horst Wisotzki (SPD)

Das eigentlich Teure am Sparen

13. Januar 2017 by

Monika Willer* zur Diskussion um freien Museumseintritt

Kulturpolitik ist in den vergangenen Jahren leider fast vollständig zu Sparpolitik geschrumpft. Statt mit Blick nach vorne zu überlegen, welchen Mehrwert Museen und Theater für eine Kommune bringen und wie man sie nutzen kann, um die drängenden Probleme der Standortsicherung, des demografischen Wandels und der Integration von Zuwanderern zu bewältigen, wird in der Regel versucht, immer wieder noch einen letzten Euro aus den Etats zu quetschen.

Dabei könnte alles so einfach sein, wie das Beispiel der Museen zeigt, die den Eintritt freigeben, die sich öffnen. Bürger entdecken die gute Stube ihrer Stadt plötzlich als einen Ort der Stille, der Anregung, des Gedankenaustauschs, sie identifizieren sich wieder mit ihrem Heimatort, sie lernen viel über die archäologischen, historischen und künstlerischen Wurzeln.

Und die Erfahrungen etwa in England belegen, dass die Besucher bei freiem Eintritt viel bereitwilliger spenden und auch mehr Geld im Café oder im Museumsladen lassen. Aber mit der Sparbrille vor den Augen traut sich kaum noch ein Kulturdezernent oder Museumsleiter, ein Experiment vorzuschlagen.

Nicht den Eintritt freizugeben, ist teuer. Das eigentlich Teure am Sparen ist vielmehr, dass einem der Mut zum Querdenken dabei abhanden kommt.

* Monika Willer ist Kulturredakteurin der Westfalenpost (überregional)

Gnadenfrist für SinnLeffers

13. Januar 2017 by

Der Hagener Textilhändler SinnLeffers kann seinen Geschäftsbetrieb vorerst bis Ende 2017 fortführen. Das meldet der WDR und beruft sich auf Angaben des Unternehmens.

SinnLeffers hatte vor vier Monaten einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Inzwischen sei es gelungen, eine solide Sanierungsbasis zu legen. Bereits im zweiten Quartal sollen die Gespräche über eine Sanierung abgeschlossen werden.

SinnLeffers beschäftigt bundesweit in 23 Filialen rund 1.260 Mitarbeiter.

Vereine leiden unter Hagener Sportstätten-Nutzungsgebühr

13. Januar 2017 by

Die Stadt Hagen will von erwachsenen Vereinssportlern eine zusätzliche Nutzungsgebühr für Hallen und Bäder kassieren. Die Aufregung bei den Hagenern ist groß. – Im Studio stellt sich Thomas Grothe von der Stadt Hagen den Fragen zur Sportstätten-Nutzungsgebühr.

Quelle: WDR (Video)


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