GWG darf Block 1 in Hagen-Wehringhausen abreißen

21. März 2019 by

Jetzt liegt die Genehmigung vor: Die GWG darf einen ganzen Häuserblock in Wehringhausen abreißen. Doch auch die Bürger können mitreden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein Musterbeispiel für das Ignorantentum, das den Hagener Stadtrat dominiert. Es werden für nicht gerade kleine Summen Gutachten in Auftrag gegeben, die ersichtlich von der übergroßen Mehrzahl der Entscheider überhaupt nicht gelesen werden; in diesem Fall die Wohnungsmarktstudie des Instituts für Raumforschung und Immobilenwirtschaft (Prof. Dr. Guido Spars).

Die Studie warnt ausdrücklich vor einem Abriss von „historischer Blockrandbebauung in den Gründerzeitvierteln“ und empfiehlt, ein Rückbau solle sich auf „einfache Gebäudebestände aus der Nachkriegszeit in peripher gelegenen Lagen“ beschränken.

Die GWG, die trotz dieses Bestandteils in ihrer Firmierung nicht „gemeinnützig“ ist, behauptete, nach einer Sanierung müsse man mit Kaltmieten von 8 bis 10 Euro rechnen. Nachgeprüft hat das wohl niemand, es ist allerdings auffällig, dass eine städtische Tochtergesellschaft bei ihren sanierten Bauten aus der gleichen Zeit nur von etwa 5 Euro ausgeht.

Dass der Baublock, der beseitigt werden soll, inzwischen möglicherweise die Kriterien der Denkmalwürdigkeit erfüllt, interessiert die Banausen ebenfalls nicht. Im Gegenteil steht zu befürchten, dass diese Eventualität den Abrissfuror zusätzlich befeuert: Möglichst schnell weg damit, bevor die Spinner aus der Denkmalbehörde noch Sand ins kapitalgesteuerte Getriebe streuen.

Der Hohn des Ganzen ist die nun ins Spiel gebrachte „Bürgerbeteiligung“, bei der die Bürger ein wenig über die Dekoration mitreden dürfen. Der Komiker Otto Waalkes hat solche Formen von Verschaukelung bereits Anfang der 1970er Jahre in einem Sketch beschieben: „Mittlerweile gibt es verbesserte humane menschliche Arbeitsbedingungen am Fließband. Es gibt – bunte Schraubenzieher.“

Verdi Medien: Mitgliederversammlung

21. März 2019 by

Der Ortsverein des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie in verdi Südwestfalen, lädt seine Mitglieder zu seiner jährlichen Versammlung ein. Sie findet am 30. März ab 11 Uhr im Hagener Verdi-Haus in der Hochstraße 117a statt.

Hauptpunkt sind Informationen des Kollegen Jens Göcking zum „Datenschutz im Betrieb und Privaten“. Jens Göcking ist Fachmann der Technologieberatungsstelle beim DGB NRW.

Daneben stehen wie immer Informationen zu aktuelle Themen auf der Tagesordnung. Die Veranstalter freuen sich auf einen regen Austausch.

ImPuls: Politischer Salon Hagen

20. März 2019 by

FernUniversität, Theater Hagen und Emil Schumacher Museum laden alle Interessierten zu einer neuen Veranstaltungsreihe ein

„ImPuls: Politischer Salon Hagen“ möchte auf Grundlage von literarischen, wissenschaftlichen und journalistischen Veröffentlichungen über aktuelle Themen in Hagen diskutieren. Schirmherr ist der Hagener Andreas Meyer-Lauber, Hochschulratsmitglied der FernUniversität und ehemaliger NRW-Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Gleich beim ersten Termin am Donnerstag, 4. April, an der FernUniversität geht es um „Integration: Chancen – Konflikte – Paradoxien“. Auf dem Podium sitzen Vertreterinnen und Vertreter aus der Hagener Politik, Wissenschaft und Verwaltung, die sich mit dem Thema Zuwanderung auseinandersetzen: Was heißt eigentlich Integration? Wo liegen Chancen und Konflikte, worin bestehen Paradoxien? Dahinter stehen Fragen nach Identität und Kultur, Selbstbildern und Fremdbildern, nach sozialer Teilhabe und Ausgrenzung.

Als Grundlage der Gespräche dient das 2018 erschiene Buch des Soziologen Aladin El-Mafaalani „Das Integrationsparadox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“. El-Mafaalani vertritt die These, dass Konflikte ein Zeichen gelingender Integration sind. Je stärker unsere Gesellschaften zusammenwachsen, desto heftiger werden die Debatten.

In seiner Erzählung benutzt er das Bild eines Tisches, an dem immer unterschiedlichere Gruppen mit immer unterschiedlicheren Interessen Platz nehmen. Die inzwischen dritte Einwandergeneration wolle nicht mehr nur am Tisch sitzen, sondern auch das mitbestimmen, was auf den Tisch kommt.

El-Mafaalani berichtet auch von seinen eigenen Erfahrungen als Sohn syrischer Einwanderer: 1978 im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, Professor an der Fachhochschule in Münster und seit 2018 Abteilungsleiter im nordrhein-westfälischen Integrationsministerium.

Für die Diskussion ergeben sich nach der Buchpräsentation sicher viele Anknüpfungspunkte: Hagen ist eine der Städte in NRW mit dem höchsten Anteil an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Dabei soll es bewusst um regionale Perspektiven und darum gehen, wie ein sinnvoller politischer Dialog gelingen kann.

Weitere Termine in der Reihe „ImPuls: Politischer Salon Hagen“ sind 26. Juni im Theater-Café und 12. November im „Emil Schumacher Museum“. Die Veranstaltungen sind kostenfrei.

Weitere Informationen (pdf)

Ein Hagener am Bauhaus

20. März 2019 by

Heinrich Brocksieper – Maler, Fotograf, Experimentalfilmer

24. März bis 23. Juni 2019, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Das Emil Schumacher Museum freut sich, die neue Ausstellung HEINRICH BROCKSIEPER – EIN HAGENER AM BAUHAUS. DIE STOFFLICHKEIT DER DINGE anzukündigen. Die Ausstellung präsentiert anlässlich des 120. Geburtstages und im 100. Jahr seit der Eröffnung des Bauhauses einen umfangreichen Einblick in das Gesamtschaffen des aus Hagen stammenden Bauhaus-Künstlers (Foto: Brocksieper Ende der 1920er Jahre. Nachlass Brocksieper, Hagen)

Unter den ersten Studierenden am Bauhaus in Weimar, vom Wintersemester 1919 bis 1922, war auch der in Hagen geborene Maler Heinrich Brocksieper (1898-1968) – angeregt u.a. durch die erste große Lyonel Feininger-Ausstellung im Hagener Museum Folkwang. Nach dem Studium, vor allem bei Johannes Itten, hielt Brocksieper noch bis 1933 einen intensiven Kontakt zum Bauhaus und reiste wiederholt nach Weimar, Dessau und Berlin.

Analog zu den Entwicklungen am Bauhaus unter dem Einfluss von Lázló Moholy-Nagy, befasste auch Brocksieper sich ab 1927 ausschließlich mit Fotografie und insbesondere experimentellem Film und beteiligte sich auch nicht mehr als Maler an Ausstellungen.

Ab 1933 lehnte er Anfragen für offizielle Atelierbesuche sowie Ausstellungsangebote durch die Nationalsozialisten ab und setzte seine Arbeit in der selbst gewählten Isolation fort. In dieser Zeit entstand auch der Kontakt zu Emil Schumacher (1912-1999). Der 14 Jahre ältere Bauhaus-Künstler Brocksieper wurde für Schumacher zu einem wichtigen Freund und nicht zuletzt Gesprächspartner – der Kenntnisse und Fähigkeiten, die er insbesondere während des Studiums am Bauhaus erworben hatte, mit ihm teilte.

Heinrich Brocksieper, Selbst mit Kamera im Spiegel, Ende 1920er-Jahre, Originalfoto 11,3 × 8,6 cm, Klassik Stiftung Weimar/Bauhaus Museum. © Nachlass Brocksieper, Hagen.

Durch einen Bombenangriff wurden 1944 Haus und Atelier Brocksiepers mit dem darin gelagerten Großteil seines bisherigen Œuvres vernichtet. Ab 1945 nahm er trotz dieses Rückschlages die künstlerische Tätigkeit neu auf und unterhielt wieder schriftlichen Kontakt zu seinen Freunden aus der Zeit am Bauhaus. Alltagsgegenstände mit den Spuren des Gebrauchs, Porträts und Selbstbildnisse in ihrer Stofflichkeit waren sein zentrales Thema.

Die Ausstellung im Jahr des Bauhaus-Jubiläums gedenkt dieses talentierten Künstlers aus Hagen mit einer Retrospektive. Frühe Arbeiten aus der Zeit am Bauhaus, ebenso wie Experimentalfilme und Fotos können ebenso wie das Spätwerk des Künstlers neu entdeckt werden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Kettler, Dortmund, herausgegeben von Ulrich Schumacher und Rouven Lotz, mit einem Vorwort von Ulrich Schumacher sowie einem Text von Rouven Lotz. 80 Seiten mit 80 Abbildungen, Hardcover, ISBN: 978-3-86206-744-2, € 23,- im Museum (€ 28,- im Buchhandel).

Die Suche nach einem sagenumwobenen Wesen

20. März 2019 by

Drittes Familienkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Juri Tetzlaff (Foto: Theater) ist als KiKA-Moderator wohl vor allem bei der jüngsten Generation der Konzertbesucher ein beliebter Gast. Äußerst unterhaltsam vermittelt er zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Hagen Klassiker der Konzertliteratur an Jung und Alt. Alle Besucher nimmt er mit auf seine aufregenden und anschaulichen Entdeckungsreisen in die Welt der Klassik.

Im 3. Familienkonzert am 24. März 2019 (11.00 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) begibt sich Juri Tetzlaff gemeinsam mit Generalmusikdirektor Joseph Trafton und dem Publikum auf die Suche nach einem sagenumwobenen Wesen – dem Feuervogel. Auf dieser abenteuerlichen Reise begegnen sie Prinzessinnen, einem mächtigen Zauberer und jeder Menge Magie.

Die faszinierende und spannende Musik des russischen Komponisten Igor Strawinsky zeichnet das Märchen eindrucksvoll in unterschiedlichsten Farben nach. Diese Komposition wurde übrigens u.a. auch in Disneys Spielfilm „Fantasia 2000“ verwendet. Der Besuch dieses Konzertes bietet die Möglichkeit, einen Hit der klassischen Musik unterhaltsam und mitreißend kennenzulernen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hagener Krankenhaus investiert 45 Millionen in seine Zukunft

20. März 2019 by

Durch erhebliche bauliche Veränderungen wird das Agaplesion Allgemeine Krankenhaus (AKH) in den nächsten fünf Jahren sein Gesicht verändern. (…)

Quelle: wp.de

Keine Firma gibt Angebot für Rathaussanierung in Hagen ab

20. März 2019 by

Die geplante Sanierung des Hagener Verwaltungshochhauses gerät ins Stocken. Bislang hat keine Firma ein Angebot für den Auftrag abgegeben. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Wirtschaft hat’s nicht nötig – aber immer jammern: die Steuerbelastung, die Bürokratie etc. pp. Und im Bedarfsfall dreist Subventionen einfordern.

Der Grundstücksverkauf am Quambusch beginnt frühestens 2020

20. März 2019 by

Die geplante Bebauung des ehemaligen Sportplatzes am Quambusch wird sich absehbar mindestens noch zwei weitere Jahre hinziehen. Das geht aus einem Sachstandsbericht der Hagener Bauverwaltung hervor, der in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Haspe vorgelegt wurde. (…)

Quelle: wp.de

Neue ICE-Schnellfahrstrecke stärkt auch Hauptbahnhof Hagen

20. März 2019 by

Bundesregierung will Strecke Bielefeld – Hannover für Tempo 300 ausbauen. (…)

Die Planung hat Folgen für Hagen, denn der Ausbau ermöglicht einen Halbstundentakt zwischen Köln und Berlin, zudem würde sich die Fahrtzeit für diese Strecke auf unter vier Stunden verringern. Der Halbstundentakt stärkt die Wupperstrecke mit Halt in Hagen: Einmal stündlich würde ein Zug von Köln durch das Ruhrgebiet nach Berlin fahren, einmal über Wuppertal und Hagen. Der Fahrtzeitgewinn – aktuell benötigen die Züge 4 Stunden 40 Minuten – mache Überlegungen zu einem City-Sprinter, der unter anderen nicht in Hagen halten würde, hinfällig, betont Lothar Ebbers vom Fahrgastverband Pro Bahn. (…)

Quelle: wp.de

„Stunde der Kritik“ zur Produktion „Viva Verdi“

19. März 2019 by

Die nächste „Stunde der Kritik“ findet zur Produktion „VIVA VERDI – Ein szenischer Abend in Verdi-Chören“ am 22. März 2019 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 21.50 Uhr im Theatercafé statt (Eintritt frei).

Bei dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen (Szenenfoto: Klaus Lefebvre).

Als Anreiz für diese Diskussion wurde dieses Mal Thomas Molke, Rezensent für Musik- und Tanztheater, Konzerte und Festspiele gewonnen, der regelmäßig vor allem für das „Online Musik Magazin“ scheibt, seit vielen Jahren über die Inszenierungen des Hagener Theaters berichtet und mit einem Eingangsstatement diese Veranstaltung eröffnen wird.

Aus dem Produktionsteam sind der Regisseur Andreas Bode sowie Intendant und Dramaturg Francis Hüsers und Dramaturgin Rebecca Graitl mit dabei.

ICE hält bis Oktober Monate nicht in Hagen

19. März 2019 by

Fernreisende in Hagen brauchen in den kommenden Monaten etwas stärkere Nerven. Wegen Bauarbeiten an Brücken in Bielefeld, ist Hagen seit Montag (18.03.2019) von den ICE-Direktanbindungen nach Berlin und Köln abgeschnitten. (…)

Die verlorene Zeit müssen die Züge irgendwo wieder einholen, damit der bundesweite Fahrplan nicht komplett durcheinander gerät. In Hagen steigen laut Bahn die wenigsten Fahrgäste ein oder aus. (…)

Quelle: WDR

Mode als Strukturprinzip der Moderne

19. März 2019 by

Aus der Vortragsreihe „Wissenschaftsgespräche“ der FernUni

20.03.2019, 16:00 Uhr
FernUniversität, Gebäude 2 (Seminargebäude), Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 4 und 5

Referent: Prof. Dr. Hubertus Busche, Institut für Philosophie der FernUniversität

Seit dem 17. Jahrhundert verfestigt sich der Eindruck, dass nahezu alle Bereiche der Gesellschaft zunehmend von einer Herrschaft des Modischen ergriffen werden. „Die Dinge haben ihre Periode, und sogar die höchsten Eigenschaften sind der Mode unterworfen“, schreibt Gracián 1647. „Alles wird von der Mode geregelt“, ergänzt La Bruyère 1688.

Wenn es aber Moden nicht nur der Kleidung, der Frisur oder des Wohnens gibt, sondern auch Moden in den Wissenschaften, in der Kunst, in der Politik, in der Philosophie oder sogar in der Religion – d.h. gerade in Bereichen, die doch eigentlich ‚feste Prinzipien‘ gegen den periodischen Wechsel des Zeitgeistes verteidigen -, scheint Mode einerseits ein temporal strukturierendes Prinzip moderner Gesellschaften zu sein, das einen ähnlich hohen Stellenwert hat wie die funktionale Differenzierung, zumal es durch die Kommerzialisierung vorangetrieben wird.

Andererseits scheint durch die Herrschaft der Moden die autonome Sachlogik der geistigen Bereiche gefährdet zu werden; denn während es etwa bei der Kleidung erlaubt bzw. geboten ist, mit der Mode zu gehen, ist das Modische nicht nur in den Wissenschaften zu Recht verpönt.

Aus dieser Sachlage ergeben sich zahlreiche Fragen, von denen der Vortrag einige entwickelt und zu beantworten sucht.

Die wissenschaftliche Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.

Erzählcafé: Kneipenszene Altenhagen

19. März 2019 by

Der nächste Gesprächsabend der Volkshochschule Hagen (VHS) im Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, findet am Freitag, 22. März, um 17 Uhr zum Thema „Die Kneipenszene in Altenhagen“ statt.

Zwischen der Altenhagener Brücke und der Alleestraße existierten vor dem Krieg unzählige Kneipen. Viele wurden in den 1950er Jahren wieder eingerichtet, bis das Kneipensterben der 1970er und -80er Jahre einsetzte. An traditionelle Einrichtungen und Namen möchte Jens Bergmann, Vorstand des Hagener Heimatbundes, mit ausgesuchten Bildern erinnern.

Der Eintritt beträgt zwei Euro. Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte unter Angabe der Kursnummer 1206 auf der Internetseite vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Kakistokratie – die Herrschaft der Schlechtesten

18. März 2019 by

Oder: Auch unter den Dilettanten gibt es große Könner

Für 450.000 Euro soll die Entlüftung im Restaurant „Novy’s“ saniert werden

Von Christoph Rösner

Was ist ein Bistro? Laut Duden ein „kleines, meist einfacheres Lokal, in dem auch kleinere Speisen angeboten werden.“

Heutzutage firmieren unter dieser Bezeichnung alle möglichen gastronomischen Etablissements. Von der Gourmet-Frittenschmiede mit Sitzplätzen, über diverse abgerockte Läden mit Tütensuppen und Plastikburgern im Portfolio bis zur Edelhäppchenbleibe für einsam Streunende.

Ein Bistro kam im März 2008 im Vermietungsangebot der Stadt vermutlich nicht in Frage.

Zwar spricht die Stadt zu Beginn von einem zu planenden Bistrobetrieb, um kurz später von einem (in Klammern) „integrierten Gastronomiebetrieb (Restaurant)“ zu schwärmen: Zitat:“ Der Gastronomiebetrieb muss in seiner Konzeption und Betriebsführung der kulturellen Bedeutung des Emil Schumacher-Museums gerecht werden.“

Und das auf immerhin 217 Quadratmetern ohne Außengastronomie.

Nun betreiben Tamara und Thomas Bielefeld das Novy`s inzwischen 10 Jahre nachweislich als Restaurant und haben gerade ihren Vertrag um weitere fünf Jahre verlängert.

Doch plötzlich wird die rechtmäßige Führung als Restaurantbetrieb in Frage gestellt, weil die Entlüftungsanlage nur für ein Bistro ausgelegt sei und ein Brandschutz-Upgrade auf eine restauranttypische Entlüftungsmaschinerie € 450.000 kosten soll.

SPD-Ratsherr Werner König fragt gezielt nach und fühlt sich aufs Übelste hintergangen. „[…] dass man eher zufällig von der Summe erfährt, ist ein Skandal“, und weiter König „…man muss die Frage nach den Verantwortlichen stellen.“

Machen wir.

War es nicht Thomas Grothe als verantwortlicher Baudezernent, der die Genehmigung erteilt hat und der heute sagt: „Die Anlage reicht für die gastronomischen Anforderungen nicht aus.“

War König nicht schon damals in derselben Partei wie Grothe?

Sprechen Ratsherr und Dezernent nicht miteinander?

Und, warum überhaupt fragt König plötzlich, am 21. Februar 2019, im Rat der Stadt gezielt nach?

Hier beginnt – zugegeben – die Spekulation.

Sind die Bielefelds irgendjemandem heftig auf die Füße getreten?

Sind hier vielleicht Leute am Werk, die einem erfolgreichen Gastronomiepaar daher diesen oder jenen Entlüftungsknüppel zwischen die Beine werfen wollen?

Oder ist es einfach nur der bereits beginnende Wahlkampf, der solche Blüten treibt?

Die Sanierungsarbeiten sollen zügig vonstattengehen, wird großspurig verkündet, ein Küchencontainer in der Prentzelstraße soll einen reibungslosen Küchenbetrieb gewährleisten.

Was in Hagen `zügig` bedeutet, können wir nur ahnen – zudem geht unser aller Bau- und Genehmigungs-Grothe davon aus, „dass wir dieses Budget halten.“

Allerdings, so Grothe, „handelt es sich um eine erste Schätzung[…] …“ Heiße Herdplatten scheinen ihn geradezu magisch anzuziehen …

Wir hingegen lächeln weise, runden großzügig auf eine halbe Million auf, und stellen die einzig legitime Frage in diesen Zusammenhang:

Habt Ihr sie noch alle?

Leichtfertig setzt Ihr die Existenz des gastronomischen Aushängeschildes des Kunstquartiers aufs Spiel, gleichzeitig können Eltern keine Kita-Plätze bekommen – oder – wahlweise bezahlen, fallen in unseren Schulen der Putz von der Decke und die Pissoirs von den Wänden, auf der Hestert verschleudert ihr Geld für Sonderparkplätze für durchgeknallte Helikoptereltern und wisst nicht, welchen Gastro-Betrieb Ihr im Kunstquartier genehmigt habt?

10 Jahre läuft der Laden, für alle sicht- und schmeckbar – als Restaurant, und jetzt das?

Und noch etwas: Was wird Architekt Marek Lindemann sagen, wenn er erfährt, dass an seinem Gebäude Veränderungen vorgenommen werden sollen. Architekten können mitunter sehr sensibel auf solche Frickeleien reagieren. Wir denken an die Stadthalle …

Und sage keiner, wenn die 4-monatige Sanierungsphase um weitere vier Monate überschritten worden sein wird, das wäre nicht vorauszusehen gewesen. Denn wie wir alle wissen, stehen Firmen augenblicklich auf der Matte, sobald die Ausschreibung – bis Ende April – rausgegangen ist.

Wir hingegen gehen realistisch davon aus, dass die angedachte 4-monatige Sanierungsphase locker gerissen wird.

Und wir gehen weiter davon aus, dass die 500.000 € bei Weitem nicht reichen werden, nach dem, was uns in der Vergangenheit schon an Planungs- und Finanzierungsdestastern präsentiert wurde.

Und deshalb prophezeien wir, mit Arroganz und Zähneklappern aus demselben Maul werdet Ihr dann – wieder einmal – Euer erneutes Versagen schönreden.

Aber so funktioniert halt die Kakistokratie – die Herrschaft der Schlechtesten.

Hagen baut einen neuen Kindergarten am alten Quambusch-Platz

18. März 2019 by

Angesichts des weiterhin erheblichen Mangels an Betreuungsplätzen für Kinder im Vorschulalter soll in Haspe bis zum Sommer 2021 eine neue viergruppige Kindertageseinrichtung entstehen. Als Standort ist der ehemalige Kindergarten am Jungfernbruch vorgesehen, der im Juli 2015 zugunsten der neuen Einrichtung in der Twittingstraße aufgegeben und dem Verfall preisgegeben wurde. (…)

Quelle: wp.de

Kersting schließt Ende März

17. März 2019 by

Buchhandlung gibt nach 130 Jahren auf

Für Generationen von Schülern und Studenten war Kersting die Quelle ihrer Wahl für den notwendigen Lesestoff. Dort erwarben sie nicht nur die Schulbücher und die Literatur fürs Studium. Jetzt gibt die Hagener Traditionsbuchhandlung ihren letzten verbliebenen Standort in Hagen-Emst auf.

Gegründet wurde die Buchhandlung 1887 in Eilpe, aber schon 1896 wurde der Laden in die Bergstraße 78 verlegt. Dort, gegenüber des Fichte-Gymnasiums, residierte über Jahrzehnte der Stammsitz der Kerstings. Später kamen Filialen in der Voerder Straße in Haspe, in der Badstraße gegenüber der Ricarda-Huch-Schule und an der oberen Haldener Straße in unmittelbarer Nachbarschaft der Fachhochschule Hagen dazu.

Der Niedergang begann mit der Ausbreitung des Marktradikalismus. Plötzlich mussten Schulbuchaufträge europaweit ausgeschrieben werden und damit brach das „Brot- und Buttergeschäft“ weg. Zwar besteht in Deutschland glücklicherweise noch die Buchpreisbindung, aber z.B. über Freiexemplare und Rabatte für Großeinkäufer konnten sich kapitalkräftige Buchhandelsunternehmen Vorteile verschaffen, die örtliche inhabergeführte Buchhändler nicht mehr auffangen konnten.

Dazu kamen die Abwicklungen der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule Hagen. Die einzelnen Standorte wurden in der Folge geschlossen und ein neuer Laden in der Hohenzollernstraße eröffnet, der allerdings von Anfang an einen schweren Stand hatte, um sich gegenüber der Konzernkonkurrenz (heute: Thalia) zu behaupten.

2011 verlegte Kersting dann dieses einzig verbliebene Geschäft nach Emst. Auch dort ist jetzt Schluss, wie Kersting es – ausgerechnet – über Fuckbook mitteilte. Man hatte sich zuletzt offenbar noch etwas davon versprochen, auch die asozialen Medien zu nutzen. Ein Irrtum.

„Polemik aus Hohenlimburg“

17. März 2019 by

Zum Artikel „Weiter Gegenwind für umstrittenen Radweg in Hohenlimburgund Kommentar „Ein Radweg, den (fast) niemand will“ in der WPWR vom 13.03.19

von Heidi Wenke

Beim Lesen des Kommentars stellt sich heraus, dass ‚fast niemand‘ die Mehrheit (keinesfalls alle) der Hohenlimburger Ratsvertreter – und der Verfasser selbst – sind; dem Tenor des Textes nach zu urteilen sicherlich mehrheitlich Autofahrer, die intensiv zu den Verkehrsproblemen (schlechte Luft, ‚Parkdruck‘ …) in Hagen beitragen. Vielleicht sollte man statt dieser mal die örtlichen Radfahrer befragen, für die die Maßnahme ja gedacht ist.

Die Ablehnung des geplanten Radweges wird damit begründet, dass ‚konkrete Zahlen‘ zum Aufkommen des Autoverkehrs fehlten. Stattdessen wird im Artikel der subjektive Eindruck des Verkehrsstaus vor der Ampel einer Geschäftsfrau als Argument angeführt, die den Radweg für überflüssig hält, weil die Radfahrer über Nebenstraßen ausweichen.

Abgesehen davon, dass ein ‚Stau‘ auch nicht wirklich eine konkrete Zahl darstellt, könnte mit dieser Begründung jeder Straßenbau ad absurdum geführt werden, denn Autofahrer können viel einfacher einen Umweg in Kauf nehmen als Radfahrer. Aber Autofahrer beanspruchen als selbstverständliches Grundrecht, möglichst schnell voranzukommen, während den Radlern zugemutet wird, unbequeme Umwege und Zeitverlust in Kauf zu nehmen. Dass sich im Übrigen der Verkehr vor einer Ampel staut, ist normal – es ist der Sinn einer Ampel, Autos anzuhalten.

Um seinen ablehnenden Standpunkt klar zu machen, schreckt der Kommentator auch vor Pathos nicht zurück: ‚Es geht um eine Entscheidung für die Ewigkeit.‘ Geht’s nicht auch ’ne Nummer kleiner? Wenn Straßenbau für die Ewigkeit wäre, bräuchten Automobilisten nicht ständig über Baustellen zu klagen.

Und dann ist da noch das leidige Problem mit dem Geld: So finanzieren doch tatsächlich die Hohenlimburger Steuerzahler das Projekt mit. Was ist denn mit den Fahrradfahrern, die die Straßen mitfinanzieren, dort selbst aber an den Rand gedrängt werden?

Es bleibt zu hoffen, dass Rat und Verwaltung vor der Polemik aus Hohenlimburg nicht einknicken und diese kleine Maßnahme zur Verbesserung der Radel-Infrastruktur auch tatsächlich umsetzen.

Im Übrigen halte ich es im Sinne eines guten Journalismus für problematisch, wenn Berichterstattung und Kommentar in Personalunion erfolgen, da bleibt – wie das Beispiel zeigt – die Objektivität auf der Strecke.

„Wir müssen zeigen, dass wir mehr können als nur streiken“

16. März 2019 by

Laut Polizei sind es knapp 2000 Demonstranten, die trotz stetem Nieselregen mit Plakaten und Regenschirmen für „Fridays for future“ durch die Innenstadt ziehen.

„Dabei haben wir gedacht, wir bekommen nicht einmal 100 zusammen“, sagt Janne Rosenbaum, eine der Organisatorinnen der Demonstration, glücklich. Erst letzte Woche hätten sich ganze Klassen angemeldet. Auch aus Wetter und Herdecke kommt Unterstützung. Die Teilnehmer beschränken sich jedoch nicht nur auf Schüler – auch ihre Eltern ergreifen die Initiative und wandern unter den Banner „Parents for future“ mit. Selbst Polizeiführer Raimund Riedl hat damit nicht gerechnet. „Das ist Wahnsinn, das ist wirklich beeindruckend.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein beachtlicher Erfolg. Neben den „Parents for future“ haben die Schüler vor allem die Unterstützung der „Scientists for Future„, deren Aufruf inzwischen mehr als 23.000 Wissenschaftler unterzeichnet haben. Dem obligatorische Blabla der CDU-Krabbelgruppe Junge Union Beachtung zu schenken, wäre hingegen reine Zeitverschwendung.

Hagens Ex-SPD-Fraktionschef Weber greift Nachfolger Rudel an

16. März 2019 by

Die Block-1-Abstimmung sorgt für Nachwehen bei der SPD: Jochen Weber greift seinen Nachfolger als Fraktionschef an. Und dann gibt es Abweichler. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ob „die Schlacht um den Wohnblock 1 der Gemeinnützigen Wohnstätten Genossenschaft (GWG)“ bereits „geschlagen“ ist, wie der Leiter der Lokalredaktion der WPWR behauptet, wird sich erst noch erweisen. Aber um den geplanten Abriss eines ganzen Karrees geht es hier auch nicht, sondern um innerparteiliche Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Lagern der Hagener SPD.

Kitas – Ausschuss will Stopp der Beitragserhöhung in Hagen

16. März 2019 by

Der Jugendhilfeausschuss hat am Donnerstag beschlossen, dass die jährliche prozentuale Steigerung der Elternbeiträge ab 2018 rückwirkend nicht mehr erfolgen solle. Die Mehrheit für den von der SPD gestellten Antrag ist allerdings so klein, dass der Beschluss wenig Chancen haben dürfte, auch im Rat der Stadt zu bestehen und damit final umgesetzt zu werden. (…)

Quelle: wp.de

Passend dazu:

Kita-Plätze – 300 Kinder erhalten in Hagen eine Absage

Das System der Kindertages-Betreuung und der Betreuung im offenen Ganztag platzt in Hagen aus allen Nähten. Und die Prognose ist alarmierend. Fast 300 Kinder haben für das Kindergartenjahr 2019/2020 keinen Platz bekommen. (…)

Quelle: wp.de

Kosten bei Gestaltung von zwei Plätzen in Hagen explodieren

16. März 2019 by

Die Neugestaltung von Plätzen in Wehringhausen wird erheblich teurer. Das kann Folgen für andere Projekte haben, die im Stadtteil geplant sind. (…)

Quelle: wp.de

Arnsberg verbietet die Lkw-Blitzer an Tücking-Serpentinen

16. März 2019 by

Vor den engen Serpentinen am Tücking wird es vorerst keine Lkw-Blitzer geben. Die Bezirksregierung lehnt der Vorstoß des Hagener Rates ab. (…)

Quelle: wp.de

Auge in Auge mit einem Menschen aus der Steinzeit

16. März 2019 by

Modernste Technik macht es möglich, während der Fernseher läuft: Die Rekonstruktion des Steinzeitmenschen aus der Hagener Blätterhöhle betrachtet den eigenen Schädel. Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen.

Die Hagener Blätterhöhle zählt zu den wichtigsten steinzeitlichen Fundstellen in Europa. In den vergangenen Jahren wurden im Innenraum der Höhle, die zur frühen Mittelsteinzeit und in der späten Jungsteinzeit als Deponierungs- und Bestattungsort genutzt wurde, sowie auf dem Vorplatz, der seit der Altsteinzeit bis in die späte Mittelsteinzeit als Lagerplatz diente, immer wieder neue Erkenntnisse gewonnen. Einige waren von so grundlegender Bedeutung für die Forschung, dass unter anderem die Lehrmeinung über die Jungsteinzeit ergänzt werden musste. In deutschsprachigen und internationalen Fachjournalen und Medien ist die Hagener Blätterhöhle mittlerweile ebenso präsent, wie in Ausstellungen und Museen.

Begleitet werden die Ausgrabungen in der Blätterhöhle und auf ihrem Vorplatz durch modernste Digitaltechnik sowie archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungsverfahren. Die menschlichen Überreste sind auch Gegenstand von genetischen Analysen. Anhand der Genetik und anderen Untersuchungen lassen sich sehr viele Details über die Menschen herausfinden. Darunter auch Hinweise darauf, wie der jeweilige Mensch ausgesehen hat, welchem Geschlecht er angehörte, wo er geboren und aufgewachsen ist, welche Krankheiten ihn plagten oder wovon er sich ernährt hatte. Archäologen werden zu Kriminalisten, da immer mehr Aussagen über die Funde gemacht werden können, die sich allmählich zu einem Gesamtbild zusammenfügen lassen.

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Extra-Halteplätze für die Hagener Helikopter-Eltern

15. März 2019 by

Angesichts des Verkehrschaos an der Hestert-Grundschule in Hagen-Haspe hat die Stadt Extra-Halteplätze für Helikopter-Eltern eingerichtet.

Die Ankündigung der Hagener Polizei, zukünftig mit Strafzetteln gegen Eltern-Taxis vorzugehen, hat zu ersten Konsequenzen geführt: Unweit der Grundschule Hestert wurden zwei Verkehrsflächen beschildert, an denen Väter und Mütter anhalten dürfen, damit ihre Kinder aussteigen können. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Kuschelkurs im westfälischen Absurdistan. Kaum hat die Polizei angekündigt, ihrer Aufgabe gerecht zu werden und endlich damit zu beginnen, rechtswidrig agierende Motorfreunde zu belangen, ist plötzlich Geld vorhanden, um neue Verkehrsschilder aufzustellen. Wenn die Stadt schon bei diesem Detail vor der automobilen Szene einknickt, ist das ein (weiteres) Indiz dafür, dass eine wirkliche Verkehrswende trotz wohlfeiler Abstimmungen im Rat gar nicht gewollt ist.

Hagener Schätze des Jugendstils

15. März 2019 by

Führung im Hohenhof und am Stirnband

Sonntag, 17.03.2019 von 14:00 Uhr – 16:00 Uhr

1906 begründete Karl Ernst Osthaus die Künstlerkolonie Hohenhagen mit dem Ziel, ein „Freiluftmuseum moderner Baukultur“ zu schaffen. Dazu lud er ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um individuelle Gebäudeentwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ von dem belgischen Künstler Henry van de Velde sein Wohnhaus, den Hohenhof, erbauen, der heute architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende zählt und eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk ist.

Die Villa Cuno, erbaut nach einem Entwurf von Peter Behrens, ist bestimmt durch eine klassizistisch-strenge Fassadengestaltung: Kreis-, Quadrat- und Dreieckelemente betonen die Geometrisierung des Gebäudes.

Der holländische Architekt J.L.M. Lauweriks schuf basierend auf theosophischem Gedankengut ein Maßsystem, womit er den Vorläufer der Normierung im modernen Hausbau entwickelte.

Aufgrund dieses erstrangigen Bautenensembles gilt Hagen unter anderem heute als eine Wiege der modernen Architektur um 1900.

Anmeldung unter 0 23 31/207 2740. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen. Eintritt: plus Führungsgebühr 12 Euro

„Nordische Klänge“

15. März 2019 by

Siebtes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Zwei hochbegabte junge Talente sind im 7. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 19. März 2019 (20 Uhr, Stadthalle Hagen) zu erleben, das sich der vielfältigen Klanglandschaft Skandinaviens widmet.

Der israelische Flötist Elya Levin (Foto: Mischa Blank) sammelte hochkarätige internationale Erfahrung im berühmten West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim, ist Stipendiat des Deutschen Musikrats und Solo-Flötist der Badischen Staatskapelle.

Seine außerordentliche Musikalität und Virtuosität wird er im Flötenkonzert von Carl Nielsen zum Ausdruck bringen, in dem sich Neoklassizismus und Progressivität der 20er Jahre harmonisch verbinden. Neben Carl Nielsen ist Rued Langgaard einer der bedeutendsten, aber vergessenen Komponisten Dänemarks. Seine temporeiche Sinfonie Nr. 4 „Løvfald“ („Fallende Blätter“) ist ein besonders dynamisches, vor Inspiration sprühendes Naturgemälde. Ähnlich Langgaard fing Jean Sibelius die raue Schönheit seiner Heimat Finnland in seiner ersten Sinfonie in e-Moll ein, welche von sehnsuchtsvollen Naturbezügen geprägt ist.

Die Leitung dieses, vom Deutschen Musikrat unterstützten Konzertes übernimmt der 26-jährige, britisch-russische Künstler Alexander Prior, der als Dirigent und Komponist in Europa und den USA große Erfolge feiert und derzeit Chef des Edmonton Symphony Orchestra in Kanada ist.

Mit großzügiger Unterstützung des Deutschen Musikrats.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Fridays for Future“ in Hagen

14. März 2019 by

Jugend-Demo fordert sofortiges Umdenken

„Alle haben immer Angst vor Veränderungen“, sagt Laura Kiwitz. Die 18-Jährige besucht die Oberstufe der Hildegardisschule und wird am Freitag, 15. März, der Schule fernbleiben – wie Hunderte anderer Hagener Schülerinnen und Schüler. Ganze Jahrgangsstufen haben an diesem Tag viel Wichtigeres zu tun, als die Schulbank zu drücken. Sie werden bei der ersten Hagener „Fridays for Future“-Aktion für den Klimawandel demonstrieren. (…)

Quelle: Wochenkurier

Stadt Hagen muss 450.000 Euro für Novy’s-Sanierung zahlen

14. März 2019 by

Die unendliche Geschichte um Fehlplanungen und Baumängel rund um den Gebäudekomplex Emil-Schumacher-Museum muss um ein neues Kapitel ergänzt werden. Und zwar um ein äußerst kostspieliges. Für mindestens 450.000 Euro muss die Belüftungsanlage im Restaurant „Novy’s“ ausgetauscht werden. (…)

Quelle: wp.de

Weiter Gegenwind für umstrittenen Radweg in Hohenlimburg

14. März 2019 by

Die Stadt Hagen hält an den umstrittenen Radweg-Plänen in Hohenlimburg fest und legt Verkehrszählung vor. Doch die werden angezweifelt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es handelt sich um ein unkorrigiertes Zitat. Es gab mal Zeiten, da beherrschten Journalisten auch in der tiefen Provinz ihre Muttersprache.

Entdeckertag zu „In 80 Tagen um die Welt“

14. März 2019 by

Der „Entdeckertag“ zur nächsten Premiere im Lutz findet zu „In 80 Tagen um die Welt“ – Eine multimediale Abenteuer-Komödie nach Jules Verne in einer Bearbeitung von Anja Schöne (ab 6 Jahren) – am 17. März 2019 um 15.00 Uhr im Lutz statt. Zu dieser Einführungsveranstaltung sind alle jüngeren und älteren Interessierten herzlich eingeladen.

Die Besucher erfahren spannende Details rund um das Stück, die Entstehung der Produktion, lernen die Darstellerinnen und Darsteller kennen und dürfen alle Fragen stellen, die sie schon immer stellen wollten. Außerdem gibt es Mitmachaktionen im Bereich Musik und Tanz, und es werden die Ergebnisse der zahlreichen Workshops, die zu dieser Produktion stattgefunden haben, präsentiert.

Auf dem Foto (im Uhrzeigersinn): Michael Mayer, Anne Schröder, Meera Varghese, Kilian Bierwirth (Foto: Theater).

Der Eintritt ist frei.

„Bleibense Mensch“

14. März 2019 by

Jürgen von Manger fand vor 25 Jahren seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in Delstern

Er wurde als Vater der deutschen Comedy geadelt und in einer TV-Sendung kürte man ihn gar zum erfolgreichsten Comedian aller Zeiten. Die Rede ist von Jürgen von Manger, der mit seiner bereits 1961 entwickelten Kunstfigur „Adolf Tegtmeier“ unbestritten als Wegbereiter für Ruhrgebietskünstler wie Herbert Knebel, Ludger Stratmann oder Fritz Eckenga angesehen werden darf (Foto: Jürgen von Manger in einer Karikatur von Hans Pfannmüller).

Am morgigen Freitag, 15. März, jährt sich zum 25. Mal der Todestag dieses vielseitigen Künstlers, der Zeit seines Lebens auf ganz besondere Weise Hagen verbunden war und der seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in Delstern fand.

Das Licht der Welt erblickte Jürgen von Manger am 6. März 1923 in Koblenz. Mit neun Jahren kam er in die Volmestadt, drückte am Hagener Fichte-Gymnasium (an dem später sein Bruder unterrichtete) und danach am Albrecht-Dürer Gymnasium die Schulbank, ehe er im Jahre 1939 erstmals als Statist am Theater Hagen auf jenen Brettern stand, die später für ihn die Welt bedeuten sollten. Zwei Jahre lang sammelte er an der städtischen Bühne Erfahrungen, ehe er 1941 zum Frontdienst in Russland einberufen wurde.

Nach Beendigung des 2. Weltkriegs erhielt Jürgen von Manger einen Vertrag als Schauspieler am Theater Hagen.

Hier glänzt er in verschiedenen Rollen bis er 1947 zum Bochumer Schauspielhaus wechselte. Es folgen einige Theater und viele Rollen. Daneben studierte er von 1954 bis 1958 Rechts- und Staatswissenschaften in Köln und Münster und absolvierte zudem eine Schauspiel- und Gesangsausbildung.

Mit seiner Figur des „Adolf Tegtmeier“, die er 1961 eigentlich für den Hörfunk entwickelte, erreichte von Manger bis in die 1980er Jahre mit seinem „Ruhrpott-Dialekt“ einen unglaublichen Popularitätsgrad in ganz Deutschland. Die Sprech- und Denkweise der Menschen im Ruhrgebiet, die sympathischen Schwächen und Probleme des „Mannes auf der Straße“ standen im Mittelpunkt seiner Geschichten, Erzählungen und Anekdoten. „Tegtmeier“ philosophiert mit gesundem Menschenverstand über das Leben im Allgemeinen und im Besonderen und avanciert damit zum Sinnbild eines Ruhrgebiet-Originals.

Gleichzeitig avancierte Jürgen von Manger mit seinem „Tegtmeier“ zu einer Kultfigur im deutschen Fernsehen. Von 1972 bis 1980 war er mit „Tegtmeiers Reisen“ einer der Dauerbrenner im ZDF. Daneben machte sich Jürgen von Manger auch als Sprecher in verschiedenen Hörspielproduktionen des WDR einen Namen, wobei seine Darstellung des Gollum aus J. R. R. Tolkiens „Der kleine Hobbit“ bis heute Kultstatus genießt. Sein musikalisches Talent unterstrich er mit Platten wie „Bottroper Bier“, eine gesungene Hommage an die Vorliebe für Gerstensaft…

Am 15. März 1994 verstarb der ebenso vielseitige wie sympathische Schauspieler, Kabarettist und Komiker, der mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen auszeichnet wurde und dem ein Stern auf dem Mainzer „Walk of Fame des Kabaretts“ gewidmet ist, in Herne.

„Absolut beschämend“

13. März 2019 by

Grüne Hagen kritisieren Aberkennung der Gemeinnützigkeit für attac und VVN

Nach attac soll nun auch der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Die Grünen Hagen kritisieren das Vorgehen als politische Instrumentalisierung der Finanzbehörden.

Dazu erklärt Kreisverbandssprecher Rolf Willaredt:

„Mit diesem zweiten spektakulären Fall wird deutlich, dass zunehmend versucht wird, politisch nicht erwünschte Organisationen finanziell auszutrocknen. Diese Entscheidungen fallen in eine Zeit, wo antifaschistische Arbeit gegen anwachsenden Rechtsextremismus immer wichtiger wird und wo bürgerliches Engagement für die Demokratie dringend notwendig ist.

Es ist absolut beschämend, dass nun einer Organisation die Gemeinnützigkeit entzogen werden soll, die von KZ-Überlebenden gegründet wurde mit dem Ziel, aus der Vergangenheit zu lernen – für eine Welt ohne Rassismus, Faschismus und Krieg.

Gleichzeitig ist diese Entscheidung unmittelbar vor der Europawahl Wasser auf die Mühlen aller Nationalisten und Antieuropäer. In einem freien, demokratischen und sozialen Europa brauchen wir kritische Stimmen gegen Rechts mehr denn je.“

Karl-Ernst-Osthaus-Preis für Pia Stadtbäumer

13. März 2019 by

Die Düsseldorfer Bildhauerin Pia Stadtbäumer erhält den Karl-Ernst-Osthaus-Preis der Stadt Hagen. Die Preisträgerin studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Alfonso Hüppi. Nach einer Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste München lehrt sie seit 2000 als Professorin an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg Bildhauerei. Pia Stadtbäumer gehört zu den Künstlern, die in den späten 80er Jahren die menschliche Figur als Sujet der Bildhauerei wieder international etabliert haben.

Mit dem Karl-Ernst-Osthaus-Preis stiftete die Stadt Hagen 1946 den ersten Preis für zeitgenössische Kunst in Deutschland überhaupt. Die Gründung ging wesentlich auf die Kunsthistorikerin Hertha Hesse-Frielinghaus zurück, die im Herbst 1945 das Osthaus-Museum wiedereröffnete und viele Jahre leitete.

Seit 2001 wurde dieser Preis alle zwei Jahre international als Karl Ernst Osthaus-Preis – Kulturpreis der Stadt Hagen, dotiert von der Sparkasse Hagen – ausgeschrieben; das Preisgeld betrug 25.000 Euro. 2006 wurde der Preis in der Folge städtischer Etatkürzungen gestrichen und erst 2014 wiederbelebt, allerdings beschrängt auf Künstler, die schwerpunktmäßig figurativ arbeiten. Ein Preisgeld wird nicht mehr vergeben.

„Philharmonic Brunch“ im Theatercafé

12. März 2019 by

Zu Gast im nächsten „Philharmonic Brunch“ am 17. März 2019 (11.30 Uhr im Theatercafé) ist Yan Vaigot, der seit dieser Spielzeit als Solo-Cellist zum Philharmonischen Orchester Hagen gehört.

Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Konzertdramaturgin Insa Murawski unterhalten sich mit dem jungen Franzosen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten von deutscher und französischer Musik. Dieses Gespräch wird durch kleine musikalische Beiträge des Instrumentalisten facettenreich ergänzt. Ferner gibt es auch Informationen zu den Werken, die im 7. Sinfoniekonzert präsentiert werden.

Es werden heiße und kalte Getränke angeboten sowie eine kleine Auswahl an Speisen. Der Eintritt beträgt 6 Euro inklusive eines Getränkes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Wir müssen draußen bleiben!

10. März 2019 by

Kein Platz für Gesamtschüler in Hagen – Grüne wollen das neuerdings ändern

Jedes Jahr darf eine dreistellige Zahl von Schülern nicht die weiterführende Schule besuchen, die sie gerne möchte: eine der drei Hagener Gesamtschulen. Der Grund: es gibt schon lange zuwenige Plätze. In Spitzenjahren mussten sich deshalb mehr als 300 Schüler bei einer Schule anmelden, auf der sie eigentlich gar nicht weiterlernen wollten.

Die Hagener Politik hat das bisher nicht interessiert. Dabei scheinen fehlende Plätze an Gesamtschulen ein landesweites Problem zu sein, wie aktuelle Pressemeldungen berichten. Die haben jetzt die Hagener Grünen auf den Plan gerufen.

Deren Fraktions- und schulpolitische Sprecherin Nicole Pfefferer betont: „Der konstant hohe Elternwille für die Gesamtschulen kann auch in Hagen weiterhin nicht befriedigt werden. Über hundert Kinder werden auch in diesem Jahr wieder abgewiesen, obwohl die Schulverwaltung gemutmaßt hatte, die Zahlen würden sich nach der Wiedereinführung von G 9 entspannen. Das war ein Irrtum und belegt deutlich, dass nicht nur die 9 Jahre bis zum Abitur ein Anreiz für die Eltern waren. Auch der Ganztag und das längere gemeinsame Lernen ohne die frühe Auslese nach angestrebten Schulabschlüssen machen das pädagogische Konzept der Gesamtschulen attraktiv.“

Die Grünen folgern daraus, dass das Gros der Ablehnungen absehbar nur durch eine neue Gesamtschule aufzufangen sei. Als Standort favorisieren sie Hohenlimburg.

Die Forderung nach einer vierten Gesamtschule für Hagen ist zweifellos ein Fortschritt. Es stellt sich aber wieder einmal die Frage, wieso ein offensichtlicher Missstand so viele Jahre nicht gesehen oder schlichtweg verschlafen wurde.

Im Kommunalwahlprogramm der Hagener SPD 2014 wird das Wort „Gesamtschule“ kein einziges Mal erwähnt, geschweige denn die Gründung einer neuen gefordert. Letzteres trifft auch auf die grünen Programme zu: nicht 2004, nicht 2009, nicht 2014.

Von Parteien, die unter der Kuratel schulpolitischer Ideologen stehen, wie FDP und CDU, konnten die abgelehnten Schüler sowieso nichts erwarten.

Diese Freunde eines Drei-Klassen-Schulsystems gerieten auf Landesebene erst in Schwierigkeiten, als sich der massive Schwund von Schulen in den CDU-Hochburgen auf dem platten (oder auch hügeligen) Land abzuzeichnen begann. Daraufhin wurde 2011 von der damaligen rot-grünen NRW-Landesregierung die Einrichtung von Sekundarschulen beschlossen, um möglichst einem neuen von CDU und FDP inszenierten Schulkrieg aus dem Wege zu gehen.

Während es in anderen Kommunen in der Folge durchaus zur Neugründung weiterer Gesamtschulen kam, nahmen die Hagener Grünen die Gelegenheit nicht wahr und stellten sich – obwohl sie damals noch nicht in die „Allianz des Grauens“ mit CDU, FDP und Hagen Aktiv eingebunden waren – hinter das angebliche „Konzept der Sekundarschulen als neue Form des gemeinsamen Lernens und der individuellen Herausforderung und Förderung aller Kinder“. Nicht anders verhielt es sich mit der SPD.

Später erwiesen sich die halbgaren Sekundarschulen erwartungsgemäß als Flop. Die ursprünglich einmal geplante Gesamtschule im Schulzentrum Wehringhausen wurde hingegen nie realisiert und das Gebäude stattdessen an einen privaten Schulträger vermietet. Dieser errichtete dort – eine Gesamtschule!

Vera Leutloff – Nordlicht

10. März 2019 by

09.03. – 05.05.2019, Osthaus-Museum Hagen

Thicket: Bois. 2018, Öl auf Leinwand, 70 x 90 cm, (c) Vera Leutloff

Das Osthaus Museum Hagen widmet der Malerin Vera Leutloff eine Ausstellung im Folkwang-Altbau. In der Ausstellung „Nordlicht“ werden 40, z.T. großformatige Werke aus der letzten Arbeitsperiode der Künstlerin gezeigt.

Vera Leutloffs Bilder sind abstrakt wie konkret gleichzeitig. Der gemeinsame Nenner aller bisher entstandenen Werkgruppen ist der malerische Farbraum, den die Künstlerin für sich definiert. Ihre Farben wirken weniger sinnlich oder emotional als in einer illusionistischen Kunst. Sie mögen in dem einen oder anderen Bild sogar kühl erscheinen, allein ihrer Ausdrucksdimension kann dies nichts anhaben. An diesen Bildern geht man nicht vorbei, im Gegenteil: Eine fast magische Anziehung fordert den Betrachter auf, aus der Nähe zu schauen. Hier wird einem gewahr, dass diese Bilder eine spezifische Technik innehaben.

Vera Leutloffs Malerei ist eng verbunden mit den Möglichkeiten, die ihr die Ölfarbe gewährt. Ihre bisweilen halsbrecherischen malerischen Operationen, ihr „Farbenziehen“ von einer Stelle zur anderen, um hier ein Leuchten, da ein Verdunkeln hervorzubringen, offenbaren eine Technik, die alle Möglichkeiten ausschöpft.

Der Reichtum dieser Bilder besteht in ihrer komplexen Struktur. Jedes Bild wird streng erarbeitet, jedem Bild liegt ein spezifischer Gedanke zugrunde. Die Welt wird in Farben gesehen.

20 Jahre Route Industriekultur: Hagener Sehenswürdigkeiten erkunden

10. März 2019 by

Die Route Industriekultur feiert 2019 einen runden Geburtstag. Auch im Jubiläumsjahr steht die touristische Route des Regionalverbandes Ruhr (RVR) für spannende Ausflugserlebnisse. Besonders viel Spaß macht die Erforschung mit dem druckfrischen Entdeckerpass. Mit dem Heft des RVR können Neugierige auch die industriekulturellen Höhepunkte in Hagen erforschen.

In der reich bebilderten Broschüre werden u.a. die beiden Ankerpunkte der Route in Hagen präsentiert: der Hohenhof und das Freilichtmuseum. Daneben stellt die mehr als 120 Seiten umfassende Publikation weitere Ankerpunkte sowie Panoramen und bedeutende Siedlungen auf der Route der Industriekultur in der gesamten Metropole Ruhr vor.

Hinzu kommen umfangreiche Informationen etwa zum Beschilderungssystem der Route sowie zum neuen radrevier.ruhr und zur Route der Industriekultur per Rad. Angaben zu Öffnungszeiten, Barrierefreiheit und ÖPNV-Verbindungen ergänzen den Serviceteil der deutsch-englischen Broschüre. Ab Anfang April liegt der der Entdeckerpass übrigens auch in niederländisch/französisch vor.

Unter www.route-industriekultur.ruhr gibt es den Entdeckerpass als kostenlosen Download (pdf).

„Brauchtum“: Deutlich mehr Müll in Boele

10. März 2019 by

Neun Fahrzeuge und 20 Männer der Straßenreinigung waren am vergangenen Sonntag im Einsatz um die brauchtumsbedingten Hinterlassenschaften des Boeler Karnevalszuges zu beseitigen. Die Narren hinterließen auf der Strecke insgesamt 5,44 Tonnen Abfälle. Eineinhalb Tonnen mehr als im letzten Jahr.

Dreizehn Kehrmaschinen und Kolonnenwagen bildeten das Ende des diesjährigen Rosenmontagszugs. Insgesamt 33 Mitarbeitende des HEB sammelten alles ein was auf und neben der Zugstrecke hinterlassen wurde. Das waren gestern 1,72 Tonnen Müll. Im letzten Jahr mussten etwas mehr Abfälle beseitigt werden. Da waren es 1,86 Tonnen.

Der Rosenmontagszug nimmt seinen Weg bekanntlich auch durch Wehringhausen. Gegen den Hagener Stadtteil ist in den letzten Jahren von der örtlichen Presse eine regelrechte Müllkampagne gefahren worden, die nicht nur illegale Sperrmüllablagerungen thematisierte. Damit vermischt und skandalisiert wurden auch (normale) Entrümpelungen von Häusern und die Zustände an den Containerstandorten, die maßgeblich vom Hagener Entsorgungsbetrieb wegen unzureichender Leerung zu verantworten waren. Diesen Mangel prangerte die Presse allerdings nicht an.

Noch einmal „Animal Farm // Farm der Tiere“

9. März 2019 by

Zusatzvorstellung wegen großer Nachfrage

Aufgrund der großen Nachfrage bietet das Theater Hagen am 15. März 2019 (19.30 Uhr im Lutz) eine Zusatzvorstellung von „Animal Farm // Farm der Tiere“ – Ein deutsch-englischer TheaterProtest in einer Bearbeitung von Anja Schöne nach George Orwell – an (ab 14 Jahren).

In George Orwells modernem Klassiker „Animal Farm“ wollen sich die Tiere auf einem Bauernhof nicht länger unterdrücken und ausbeuten lassen. Nachdem der Bauer verjagt ist, gründen sie die Farm der Tiere, auf der alle zusammen für das Wohl der Gemeinschaft arbeiten. Doch bald schon errichtet eine Gruppe von Schweinen eine neue Diktatur, welche die anderen Tiere noch grausamer ausbeutet als zuvor. Der Leitsatz von Animal Farm: „All animals are equal“ wird ergänzt durch: „Aber manche Tiere sind gleicher“.

Anja Schöne lässt drei Aktivist*innen Orwells Fabel über Machtmissbrauch und die Bedeutung politischer Teilhabe in einer bilingualen Fassung erzählen, spielen und singen. Das internationale Schauspieler*innen-Ensemble (Eric Carter, Sarah Cossaboon, Björn Lukas) wechselt dabei fließend zwischen den Sprachen und Spielebenen, ist gerade noch erzählender Demonstrant und im nächsten Moment schon das visionäre Schwein Snowball, Arbeitspferd Boxer oder der sture Esel Benjamin. Die Geschichte rückt dadurch in einen aktuellen globalen Kontext und wird für ein junges Publikum ebenso spannend und unterhaltsam wie greifbar (Szenenfoto: Klaus Lefebvre).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Grüne Solidarität mit attac – aus Hohenlimburg

8. März 2019 by

Während sich Kreisverband und Fraktion der Hagener Grünen in Schweigen hüllen, meldet sich der Ortsverband Hohenlimburg zu Wort:

Solidarische Stellungnahme zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit von attac

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat am 26. Februar dem Trägerverein des globalisierungskritischen Netzwerks Attac die Gemeinnützigkeit aberkannt. Begründung: Attac versuche mit tagespolitischem Aktionismus Einfluss auf die politische Willensbildung zu nehmen. Die von Attac geführten Kampagnen können nicht als gemeinnützige, politische Bildungsarbeit angesehen werden. Das sehen wir anders!

Sven Giegold, unser Europa-Abgeordneter und Mitbegründer von Attac hierzu: „Während millionenschwere Rüstungsfirmen Lobbyismus von der Steuer absetzen, wird zivilgesellschaftlichen Organisationen wie Attac der Geldhahn abgedreht. Ein schwarzer Tag für die Demokratie!“ Das sehen wir auch so!

Die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) mit Sitz in Bonn wurde 1957 mit Unterstützung der Rüstungsabteilung des Bundesministeriums der Verteidigung gegründet. Sie wird von der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung als gemeinnützig eingestuft. Auf der Homepage der DWT steht zu lesen: „Ziel ist es, die Kenntnis über zentrale Themen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie der Wehr- und Sicherheitstechnik und der Verteidigungswirtschaft zu fördern“. Hier soll die Gemeinnützigkeit gegeben sein?

Wir, der Ortsverband Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Hohenlimburg, bekunden unsere uneingeschränkte Solidarität mit Attac, den Hagener und Hohenlimburger Mitgliedern und Aktivist*innen von Attac und deren politischen Zielen.

Unabhängige NGOs wie Attac müssen in der aktuellen, immer instabiler werdenden gesamtgesellschaftlichen Situation – unabhängig von Lobbyinteressen – ihre wichtige, zivilgesellschaftliche Arbeit verrichten können. Hierzu gehört auch die Rücknahme der Aberkennung der Gemeinnützigkeit.

Heute gilt es mehr denn je, die Demokratie zu schützen und zu stärken, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu befördern und die politische Willensbildung nicht ausschließlich finanzstarken Lobbyorganisationen zu überlassen.


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