Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Verkaufen und morden

20. September 2019

Eröffnungspremiere im Theater Hagen: „Cardillac“ von Paul Hindemith

Thomas Berau (Cardillac) und Chor des Theaters Hagen. Foto: Klaus Lefebvre.

Die Eröffnungspremiere im Theater Hagen im Großen Haus am 21.9.2019 (19.30 Uhr) bildet die Aufführung der Oper „Cardillac“ von Paul Hindemith in ihrer Erstfassung von 1926 mit einem Libretto von Ferdinand Lion nach der Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ von E.T.A. Hoffmann (mit Übertexten).

Schmuck verkaufen und den Käufer dann hinterrücks ermorden, um auf diese Weise Schmuck und Geld behalten zu können, klingt nach einem rein materialistisch motivierten Geschäftsmodell. Nicht so beim Goldschmied Cardillac, der doch genau das tut. Aber er mordet eben nicht aus Geldgier, sondern schlicht, weil er nicht ertragen kann, dass ‚sein’ Schmuck nicht mehr bei ihm ist – der Künstler wird zum Psycho-Serientäter, und eine Stadt sucht einen Mörder.

E.T.A. Hoffmann hat mit seiner Erzählung „Das Fräulein von Scuderi“ den Stoff für diesen Krimi geliefert, den Paul Hindemith in den 1920er Jahren, zur Zeit von ‚Bauhaus‘ und ‚neuer Sachlichkeit‘, vertont hat.

Für die Umsetzung dieser Oper wirkt erneut ein Team zusammen, welches in der letzten Spielzeit mit großem und überregionalem Erfolg Wagners „Tristan und Isolde“ im Theater Hagen realisiert hat und deutschlandweit für Aufsehen sorgte – eine Produktion, die von Fachkritikern mehrfach ausgezeichnet wurde: Joseph Trafton (Musikalische Leitung), Jochen Biganzoli (Regie), Wolf Gutjahr (Bühne), Katharina Weissenborn (Kostüme), Hans-Joachim Köster (Licht), Francis Hüsers (Dramaturgie).

Dieses Team sieht den im Künstler-Psycho-Drama gefangenen Goldschmied Cardillac als eine Art Kunst-Terrorist, der (zu) radikale Antworten auf die Frage nach dem gesellschaftlichen Sinn von Kunst ausprobiert. So legt die Hagener Inszenierung unter der Krimi-Handlung von Hindemiths „Cardillac“ den bis heute währenden Streit um Kunst frei, der zuweilen in einer Radikalität geführt wird, die selbst im Bauhaus-Manifest von Walter Gropius von 1918 beinahe wie religiöser Eifer aufscheint: „Wollen, erdenken, erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft […] als kristallenes Sinnbild eines neuen kommenden Glaubens.“ Die Aufführungen von dieser klangreichen, dramatischen Oper am Theater Hagen sind also nicht ohne Grund Teil der Veranstaltungen zum „Bauhaus-Jahr“ 2019.

Generalmusikdirektor Joseph Trafton dirigiert dieses Werk, dessen Stil von der Musikwissenschaft tatsächlich auch schon mal als „Bauhaus-Barock“ bezeichnet wurde, und er hat mit dem Orchester, den Solo-Sänger*innen und dem Chor die höchste Ansprüche an alle stellende Partitur effektvoll erarbeitet. Denn trotz Hindemiths frühmoderner Vorliebe für Abstraktion und Stilisierung ist seine „Cardillac“-Musik doch ganz auf den fesselnden Klangeffekt im Ablauf eines spannenden Psycho-Krimis konzentriert.

Es singen und spielen: Thomas Berau (Cardillac), Angela Davis (Cardillacs Tochter), Milen Bozhkov (Offizier), Thomas Paul (Kavalier), Veronika Haller (Eine Dame), Ivo Stánchev (Goldhändler), Kenneth Mattice (Der Führer der Prévôté); Chor und Extrachor des Theaters Hagen, Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Diese Produktion wurde freundlicherweise von der Bürgerstiftung der Theaterfreunde Hagen unterstützt.

Weitere Vorstellungen: 3.10. (18.00 Uhr); 18.10. (19.30 Uhr); 10.11. (15.00 Uhr); 13.11.2019 (19.30 Uhr); 10.1. (19.30 Uhr); 16.1. (19.30 Uhr); 26.1.2020 (18.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Theater Hagen sucht junge Sängerinnen und Sänger

19. September 2019

Das Theater Hagen sucht Verstärkung für seinen Kinder- und Jugendchor. Dazu findet für Kinder und Jugendliche im Alter von 8-16 Jahren ein Vorsingen am Samstag, 28. September 2019 um 10.00 Uhr statt. Treffpunkt: Bühneneingang (Elberfelder Str. 65 im Hinterhof).

Ob als Gassenjungen in Bizets Oper „Carmen“, als Kuchenkinder in Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“, als Kinderschar in Verdis Oper „Otello“ oder auch in Konzerten – immer wieder steht (singt und spielt) der Kinder- und Jugendchor gemeinsam mit den professionellen Künstlerinnen und Künstlern auf der Bühne des Theaters Hagen.

Kinder und Jugendliche erleben so die spannende Welt des Musiktheaters, lernen die facettenreiche Arbeit hinter den Kulissen kennen und können ihrer Freude an der Musik auf abwechslungsvolle Art und Weise nachgehen. Jeder Auftritt ist ein großes und besonderes Erlebnis.

Mitglied des Kinder- und Jugendchores können alle werden, die neben der Freude am Singen über Stimmsicherheit verfügen, Lust am Theaterspielen haben und zwischen 8 und 16 Jahre alt sind. Die musikalischen Proben finden regelmäßig einmal wöchentlich statt (17.30-18.45 Uhr im Theater Hagen). Die Anzahl der szenischen Proben richtet sich nach den Anforderungen des jeweiligen Werkes.

Interessierte melden sich bitte bis zum 26. September 2019 unter kinderchor@theaterhagen.de an. Beim Vorsingen wird die Eignung des Kindes getestet: Er/sie muss ein vorgegebenes Lied unbegleitet vortragen, im Anschluss sind noch ein paar Töne nachzusingen. Noten lesen zu können ist keine Voraussetzung, um im Chor zu singen. Mit der Anmeldung erhalten sie dann Noten und ein Hörbeispiel des Liedes.

Der fliegende Koffer

18. September 2019

Ein Theaterabenteuer von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen mit Musik

Szene mit Anne Schröder und Alexander Daum. Foto: Inka Vogel.

Am Sonntag, 22. September 2019 findet mit Beginn um 11.00 Uhr die Wiederaufnahme von „Der fliegende Koffer“ – Ein Theaterabenteuer von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen mit Musik (ab 2 Jahren) – im Lutz statt.

Was kann eigentlich gut fliegen? Luftballons, Federn, Flugzeuge – klar! Aber was ist mit Gedanken – können die auch fliegen? Und wenn ja, wohin? Und Worte? Und Töne? Kann Lisia fliegen? Sie ist eindeutig zu schwer für den Papierflieger, aber vielleicht kann sie schwerelos werden, so leicht wie die Luft – nur wie soll sie das anstellen? Gute Ratschläge zu ihren Flugversuchen bekommt Lisia von ihren beiden besten Freunden, den Handpuppen Adele und Jan. Denn die beiden können immerhin schon sehr gut tanzen, das ist fast so gut wie fliegen. Und dann ist da noch dieser Herr mit dem lustigen Instrument namens Posaune, das ganz erstaunliche Töne hervorbringt. Kann er Lisia und den Koffer in die Lüfte steigen lassen?

Anja Schöne hat mit „Der fliegende Koffer“ ein Stück für die jüngsten Zuschauer*innen auf die Lutz-Bühne gebracht. Es geht um den Traum vom Fliegen. Schauspielerin Anne Schröder als Lisia wird bei diesem Theaterabenteuer unterstützt von einem Musiker, dem Posaunisten Alexander Daum, und es wird mit Elementen des Puppenspiels gearbeitet. So entsteht ein hautnahes, einfühlsames Bühnenerlebnis, das alle einlädt, dem Traum von Fliegen nachzuspüren und mit in die Lüfte zu steigen. Für die Ausstattung (Bühne und Kostüme) zeichnete Sabine Kreiter verantwortlich, für die Choreographie Jozsef Hajzer. Diese Produktion wurde freundlicherweise von der Werner Ruberg Stiftung unterstützt.

Weitere Vorstellungen: 5.1.; 9.2.; 14.3.2020 (jeweils 11.00 Uhr)

Mobile Vorstellung auf Anfrage buchbar unter: Tel. 02331- 207-3237

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Führung im Hohenhof und am Stirnband

17. September 2019

Hagener Schätze des Jugendstils

Mittwoch, 18.09.2019 von 16:00 Uhr – 18:00 Uhr

Tor zum Hohenhof, Fotografie: Willy Moll, Hagen

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk.

Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Anmeldung unter 0 23 31/207 2740. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen. Eintritt: plus Führungsgebühr 9 Euro

Kunst aus Südwestfalen in Hagenring-Galerie

17. September 2019

Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstler präsentiert sich ab 17. September

11 Aussteller zeigen mit rund 30 Exponaten aktuelle Arbeiten. Sie geben etwas von der Lebendigkeit und Vielfalt der Siegener Kunstszene wieder. Ähnlich wie der HAGENRING gehört die Siegener Gruppe zu den ältesten aktiven Künstlergruppen Deutschlands. Aktuell bereitet sie sich auf ihr 100jähriges Bestehen vor.

Die Bandbreite der Exponate ist groß: Digitale Kunst, Installation, Objekte, Cyanotypien, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Arbeiten zeigen die Vielfalt und Offenheit des Künstlerzusammenschlusses. Folgende Künstler sind mit dabei: Arno Dirlewanger, Helmut Geis, Renate Hahn, Kai-Uwe Körner, Stella Kown-Mockenhaupt, Michael Müller, Bruno Obermann, Ingo Schultze-Schnabl, Susanne Skalski, Stephanie Süßenbach und Kurt Wiesner.

Die Ausstellung ist bis zum 20. Oktober 2019 in der HAGENRING-Galerie zu sehen.

Die Galerie in der Wippermann-Passage, Eilper Straße 71 – 75, ist dienstags bis freitags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr sowie sonntags von 11:00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.

Bilder von Zeit und Raum

16. September 2019

K. R. H. Sonderborg im Emil-Schumacher-Museum Hagen

15. September 2019 bis 9. Februar 2020

K. R. H. Sonderborg, 12.4.66, 16h31 – 17h12, 1966, Eitempera auf Fotokarton über Leinwand, 108 x 70,2 cm, Osthaus Museum Hagen © Galerie Maulberger, 2019

K. R. H. Sonderborg (1923-2008) zählt zu den jungen Künstlern des Informel aus Deutschland, die nach Ende des Naziterrors in den 50er-Jahren neu in die Welt traten. Er fand wie auch Emil Schumacher schnell Anschluss an ein internationales Kunstgeschehen, das für seine Generation zuvor fest verschlossen war.

Sonderborgs markanter Stil einer abstrakt-gestischen Zeichensprache, mal mit figürlichen Anklängen und mal ganz aus der Dynamik des Malprozesses, überzeugte mit komplexer Rhythmik und der Vehemenz des Action Painters. Die Ausstellung mit Leihgaben aus zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen wird nach mehr als 15 Jahren die erste Gelegenheit sein, das Werk Sonderborgs in einer derart umfangreichen Museumsschau neu zu entdecken.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, herausgegeben von Ulrich Schumacher und Rouven Lotz. Mit Vorwort von Ulrich Schumacher sowie Beiträgen von Carolin Weber und Rouven Lotz, Hardcover, 112 Seiten, rund 90 Abbildungen, ISBN: 978-3-86206-778-7, Verlag Kettler, Dortmund. Erhältlich im Museumsshop und unter info@esmh.de . € 29,90 (€ 34,90 im Buchhandel).

„Pigor singt – Benedikt Eichhorn muss begleiten“

14. September 2019

Eröffnung der Kabarett-Reihe im Theater Hagen

Die beliebte Kabarett-Reihe im Theater Hagen wird am 20. September 2019 (19.30 Uhr, Großes Haus) mit „Pigor singt – Benedikt Eichhorn muss begleiten – Vol. 9“ eröffnet.

Entertainment auf höchster Intelligenz-Stufe: Bösartigkeiten, Gemeinheiten, intelligent getextet und brillant vorgetragen, musikalisch voll auf der Höhe der Zeit. Großstadtsongs voller existentieller Wehleidigkeit, eleganter Zynismen und schwüler erotischer Phantasien: eines der innovativsten Autoren-Teams im Bereich des neuen deutschen Chansons. Pigor & Eichhorn tun, was andere nur behaupten: sich immer wieder neu erfinden (Foto: Thomas Nitz).

Das Duo wurde vielfach ausgezeichnet. Wegen dieser speziellen und unverwechselbaren Mischung aus Provokation und Lust am Neuen, aus ungewöhnlicher Virtuosität in Texten und Musik, aus präziser Beobachtung und gnadenloser Kommentierung des Zeitgeistes. Und wegen des SalonHipHop. Den sie erfanden und immer weiter entwickeln. Und der eine ganze Generation neuer Chansonsänger und Musikpoeten dazu brachte, diese Lieder nachzusingen, denn cool geswingte Tagespolitik, schmelzend gesungene Alltagsidiotie und brüllend gerappte Nachrichtenthemen sind selten so feinsinnig, brachial und urkomisch zugleich dargereicht worden.

Volumen 9: Das neue Programm der beiden Kleinkunst-Grandseigneurs beinhaltet neben glänzenden Neuigkeiten die schönsten Perlen aus der Chansons des Monats-Reihe, die sie regelmäßig auf SWR2 und Deutschlandfunk präsentieren.

Wer irgendwann seinen Enkeln erzählen will wie das Musikkabarett im Jahr 2019 so gewesen ist, muss Pigor & Eichhorn erlebt haben!

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Theater: Werkstattgespräch und Offene Probe

13. September 2019

Die Eröffnungspremiere der Spielzeit 2019/20 im Theater Hagen im Großen Haus präsentiert die Oper „Cardillac“ von Paul Hindemith (Premiere: 21.9.2019, 19.30 Uhr).

Wer sich im Vorfeld über dieses spannende Werk und dessen Umsetzung auf der Hagener Bühne informieren will ist herzlich eingeladen, die Einführungsveranstaltung dazu unter dem Titel „Werkstatt-Probe“ am 16. September 2019 im Theater Hagen zu besuchen. Diese beginnt um 18.15 Uhr im Theatercafé mit einer Einführung in diese Oper und einem Gespräch über die Inszenierung, Ausstattung und Musik. Auskünfte geben Mitglieder des Produktionsteams – Moderation: Intendant und Dramaturg Francis Hüsers. Anschließend können die Besucher erste Live-Eindrücke beim Probenbesuch im Großen Haus gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

Tiere haben endgültig die Nase voll

12. September 2019

Wiederaufnahme von „Die große KlimaKonferenz der Tiere“ im Lutz

Szene aus der Produktion mit Stefan Merten und Helen Rademacher. Foto: Klaus Lefebvre.

Die Wiederaufnahme von „Die große KlimaKonferenz der Tiere“ – eine mobile TheaterUmweltKonferenz von Anja Schöne – findet am 15. September 2019 mit Beginn um 15 Uhr im Lutz statt. Diese Produktion ist für junge Menschen ab 8 Jahren gedacht sowie für die Klassen 3-6.

Als mobile Produktion kann dieses Stück für Aufführungen in Schul- sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen gebucht werden (unter Tel. 02331-207-3237).

Worum geht’s? Die Tiere haben endgültig die Nase voll: Alle leiden unter den Folgen der Umweltverschmutzung. Doch anstatt etwas dagegen zu tun, halten die Menschen eine ergebnislose Konferenz nach der nächsten ab. Nun nehmen die Tiere selbst das Heft in die Hand, treffen sich zu einer großen KlimaKonferenz der Tiere bei Löwenkönig Luis und planen weltweite Aktionen zur Rettung unseres Planeten. Und die Kinder holen sie dazu selbstverständlich mit ins Boot. Im Auftrag der Tiere reisen zwei junge Menschen nun durchs Land und erarbeiten gemeinsam mit den Zuschauern ganz einfache Maßnahmen, die jeder im Alltag umsetzen kann, um unseren Planeten nicht weiter zu schädigen.

Ein gleichermaßen unterhaltsamer, aufregender und informativer Theaterspaß, bei dem alle ganz spielerisch entdecken, wie jeder etwas für unsere Welt tun kann.

In der Inszenierung von Anja Schöne und mit Musik von Jana Reiß spielen und singen Helen Rademacher und Stefan Merten.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777, sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

2.000 Besucher beim Hagener Denkmaltag

12. September 2019

OB Erik O. Schulz wollten nur Wenige hören

Ina Hanemann, Leiterin der Denkmalbehörde, präsentiert einen bei den Ausgrabungen auf dem Außengelände des Hohenhofs gefundenen Ziegelstein. (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen)

Mit diesem Ansturm haben die Veranstalter des Tag des offenen Denkmals nicht gerechnet: Mit rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern gilt der Hagener Denkmaltag 2019 als der erfolgreichste der letzten Jahre. Zur offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Baudezernent Hennig Keune am Sonntagvormittag (8. September) hatten sich dagegen nur 100 Besucher am Hohenhof eingefunden. Doch den großen Erfolg der Veranstaltung mindert ein Diebstahl auf dem Gelände des Hohenhofs.

Ein bei den Ausgrabungen auf dem Außengelände gefundener historischer Ziegelstein ist während einer der Führungen entwendet worden. Es handelt sich dabei um einen archäologischen Fund, der dem Land Nordrhein-Westfalen gehört. Seine Entwendung ist daher als Straftat zu bewerten. Zudem gilt das Verschwinden des Ziegelsteins als Verlust für die Archäologie und für die bisher sehr erfolgreichen Maßnahmen im Außengelände des Hohenhofs. Womöglich war sich die Person, die den Ziegelstein mitgenommen hat, dessen nicht bewusst. Die Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadtarchäologie Hagen fordern daher zu einer anonymen Rückgabe des Ziegelsteins bei der Denkmalbehörde der Stadt Hagen im Rathaus auf.

Insgesamt spiegeln die Besucherzahlen das große Interesse an den Kulturdenkmälern der Stadt und das eher geringe an den Ansprachen des Oberbürgermeisters wider. Insbesondere der Hohenhof besitzt nach wie vor eine besondere Anziehungskraft und sorgt für Begeisterung bei den Besucherinnen und Besuchern.

Ina Hanemann, Leiterin der Denkmalbehörde Hagen, Dr. Birgit Schulte vom Osthaus Museum und Miriam Weber aus dem Architektenbüro Spital-Frenking+Schwarz aus Dortmund haben bis zum Nachmittag durchgängig Führungen durch das Gebäude gegeben. Parallel dazu gab es Gelegenheit, sich im Theaterzimmer des Hohenhof einen Film des LWL zu Karl-Ernst Osthaus und zur Geschichte des Hohenhofs anzusehen oder das ehemalige Wohnhaus der Familie Osthaus zu entdecken. Außerdem haben Dr. Eva Cichy von der LWL-Archäologie und Landschaftsarchitektin Susanne Weisser den ganzen Nachmittag Führungen durch den Garten zu den gartenarchäologischen und gartendenkmalpflegerischen Maßnahmen gegeben.

Nicht nur am Hohenhof war die Resonanz enorm, sondern auch das ehemalige Kesselhaus auf dem Elbersgelände und das ehemalige Umspannwerk in Haspe waren gut besucht. Am Umspannwerk berichteten Zeitzeugen und ein Film über die Zeiten, in denen das Werk noch aktiv war und eine Bahn durch das idyllische Tal Richtung Breckerfeld fuhr. Die von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff angebotene Busrundfahrt durch das Stadtgebiet war restlos ausgebucht.

Wiederaufnahme von „Spring Awakening“

12. September 2019

Musical von Steven Sater und Duncan Sheik, basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind

Szene aus der Produktion. Foto: Klaus Lefebvre.

Ab dem 14. September 2019 (19.30 Uhr, Großes Haus) steht es wieder auf dem Spielplan des Theaters Hagen: das international gefeierte Musical „Spring Awakening“ („Frühlings Erwachen“) von Steven Sater und Duncan Sheik (basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind) – eine Produktion in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück.

„Spring Awakening“ erzählt vom Erwachsenwerden, von erwachender Sexualität, aber auch von Konflikten zwischen Eltern und Kindern. 2006 wurde das Musical „Spring Awakening“ zum ersten Mal aufgeführt, das Wedekinds Schauspiel von 1891 als Folie benutzt, dabei aber den Bogen von der Vergangenheit ins Heute spannt. Es gelingt der Spagat, dass man sich den Figuren aus dem Schauspiel auch heute noch nahe fühlt: Dies liegt vor allem an der Musik, in der sich die Wut der Jugendlichen über die sexuelle Repression und ihre Ausgeliefertheit kanalisiert. Dafür wurde das Musical gefeiert und unter anderem mit acht Tony Awards ausgezeichnet.

In der Inszenierung von Sascha Wienhausen und Anja Schöne, der Ausstattung von Alfred Peter und der Choreographie von Michael Schmieder singen, spielen und tanzen unter der musikalischen Leitung von Steffen Müller-Gabriel: Jessica Denzer, Isabell Fischer, Ralf Grobel, Sebastian Jüllig, Tobias Kramm, Vera Lorenz, Stefan Merten, Andreas Elias Post, Christian Rosprim, Anne Schröder, Simone Schuster, Bosse Vogt, Marlene Walker, Johann Zumbült; Ballett Hagen; Philharmonisches Orchester Hagen und Gäste.

Weitere Vorstellungen: 22.9. (18 Uhr), 26.9. (19.30 Uhr), 12.10. (19.30 Uhr), 2.11. (19.30 Uhr), 11.12.2019 (19.30 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Klassiker der Konzertliteratur „Peter und der Wolf“

11. September 2019

Erstes Familienkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Die Reihe der Familienkonzerte des Philharmonischen Orchesters Hagen startet am 15. September 2019 (11.00 Uhr) im Großen Haus des Theaters Hagen mit der Aufführung eines der beliebtesten Werke für Jung und Alt: „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew.

Als Erzähler und Moderator ist wieder Juri Tetzlaff mit dabei, deutschlandweit bekannt aus den Sendungen des Kinderkanals „KIKA“ sowie als kreativer Vermittler in Konzerten für Familien, der seine Zuhörer auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt der klassischen Musik mitnimmt (Foto: Peter Gwiazda). Dieses Mal erzählt er die berührende wie aufregende Geschichte des Jungen namens Peter, der bei seinem Großvater in der russischen Taiga wohnt. Dort trifft er auf einen Vogel, eine Katze, eine Ente und einen Wolf – sie alle werden mithilfe von Musik charakterisiert.

Das Publikum lernt so ganz spielerisch die Instrumente des Orchesters kennen. Der Dirigent dieses Konzertes ist Steffen Müller-Gabriel.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Leonardo da Vinci – Erfinder und Wissenschaftler

10. September 2019

15.9.2019 – 12.1.2020, Osthaus-Museum Hagen

Leonardo da Vinci, © Institut für Kulturaustausch, Tübingen, 2018

„Leonardo da Vinci – Erfinder und Wissenschaftler“ bringt das Schaffen eines der größten Universalgenies der Welt nach Hagen. Hierbei steht nicht die künstlerische Seite da Vincis im Vordergrund, sondern seine außergewöhnlichen technischen Erkenntnisse und seine wissenschaftlichen Ambitionen. Über 100 handkolorierte Faksimiles dokumentieren das Schaffen Leonardos in seiner Gesamtheit.

25 Modelle, exakte Nachbauten aus Holz und Metall nach Leonardos Zeichnungen, sind teilweise beweglich und unter Anleitung selbst zu bedienen. Multimediaterminals vermitteln in über 8000 Bildern alles Wissenswerte über die Renaissance, Leonardos Leben und Werk, seine Tätigkeit als Maler, Ingenieur und Architekt, Brückenbauer und Forscher.

Dreh- und Angelpunkt der Ausstellung ist das Werk des großen Leonardo da Vinci, der 1452 in Vinci geboren wurde und 1519 in Amboise verstarb. Leonardo prägte wie kaum ein anderer die zweite Hälfte des zweiten Jahrtausends. Während Werke seines künstlerischen Schaffens, wie die „Mona Lisa“ oder das „Abendmahl“, weltweit bekannt sind, will die Ausstellung eine weniger beachtete Seite des Universalgenies da Vinci anschaulich präsentieren: Leonardo als Erfinder und Wissenschaftler. Sein Erfindungsgeist wird zum bestimmenden Thema, dem Besucher wird deutlich, wie sehr seine künstlerische Begabung verknüpft war mit einem schier unstillbaren Fortschrittsdrang und mit der Faszination für die Möglichkeiten der „modernen“ Technik.

So finden sich in den Räumen des Osthaus Museums Hagen eine Vielzahl aufwändiger Faksimiles nach Zeichnungen und Skizzen des Meisters, die von Entwürfen zu unterschiedlichen Maschinen, Kanälen, Brücken und Bauten über geometrische Studien bis zu detaillierten anatomischen Zeichnungen reichen. Daneben sind nach seinen Entwürfen angefertigte Modelle einiger seiner aufregendsten Erfindungen zu bestaunen, wie z. B. ein Helikopter, ein Flugzeug, ein Automobil, ein Uhrwerk und andere technische Erfindungen, mit denen er im 15. Jahrhundert seiner Zeit weit voraus war.

Zu sehen ist u. a. ein nach seiner Ideenskizze konstruierter Fallschirm, der eine im wahrsten Sinn des Wortes bewegte Geschichte hinter sich hat: Unter den eher skeptischen Blicken vieler Experten sprang der erfahrene Fallschirmspringer Adrian Nicholas im Jahr 2000 mit diesem Modell über Südafrika ab – wobei der Schirm den Test in ruhigem Sinkflug erfolgreich bestand. Bereits im Jahre 1485 war der Entwurf für das Fluggerät von Leonardo gefertigt worden. In aller technischen Genauigkeit und, wie Adrian Nicholas betonte, ebenso funktionstüchtig.

Die in die Ausstellung integrierten Modelle und zwölf Computerterminals ermöglichen es dem interessierten Besucher zudem, sich aktiv anhand von mehr als 8000 Bildern mit dem Leben und Schaffen des Universalgenies zu beschäftigen. Zur Auswahl stehen dem Nutzer der Terminals vielfältige Programme, von grundlegenden biographischen Informationen über detaillierte Analysen von da Vincis Studien zur menschlichen und tierischen Anatomie bis hin zu seiner Brückenbaukunst.

Organisiert wurde die Ausstellung vom Institut für Kulturaustausch, Tübingen.

Virtuosität zu vier Händen

8. September 2019

Klavier-Duo Yves Robbe und Macha Makarevich

Donnerstag, 12.09.2019 von 18:00 Uhr – 20:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Vier Hände, zwei Virtuosen, ein Klavier – eine Begegnung voller Freude und voller Entdeckungen, ein mitreißendes und bewegendes Programm. Es gibt Momente im Leben, die lassen sich nur schwer in Worte fassen, ein Konzert mit dem Duo Yves Robbe und Macha Makarevich gehört dazu: Das muss man erleben, genießen und teilen!

Im Mittelpunkt des Konzertabends, den dieses beeindruckende Klavier-Duo im Emil Schumacher Museum in Hagen spielen wird, stehen die „Bilder einer Ausstellung“ in der Fassung für Klavier zu vier Händen von Modest Mussorgski aus dem Jahr 1874.

Eintritt frei

„Lieber Osthaus – lieber Gropius“

7. September 2019

Umfangreicher Briefwechsel zwischen dem Bauhausgründer und dem Hagener Folkwang-Gründer erschienen

Der Bauhausgründer Walter Gropius (1883-1969) erinnerte sich kurz vor seinem Tod daran, dass Karl Ernst Osthaus (1874-1921, Foto), der Hagener Folkwang-Gründer, sein naher Freund gewesen sei, dem er maßgeblich seine Berufung nach Weimar zu verdanken habe. Nachzulesen sind diese Sätze, formuliert in einem Brief nach Hagen im Mai 1969, nun in einem Buch, das im Rahmen des Jubiläumsjahres „Hagener Impulse“ vom Osthaus Museum Hagen herausgegeben wird.

Auf über 500 Seiten ist der vollständige Briefwechsel zwischen den beiden Protagonisten der Moderne transkribiert. Von der engen freundschaftlichen Verbindung zwischen Osthaus und Gropius zeugen rund 400 Dokumente im Karl Ernst Osthaus-Archiv Hagen. Sämtliche Dokumente werden nun erstmals im Zusammenhang veröffentlicht. Die Publikation „Karl Ernst Osthaus und Walter Gropius. Der Briefwechsel 1908-1920“, herausgegeben von Reinhold Happel und Birgit Schulte, erscheint im Klartext Verlag Essen.

Die starken Wurzeln des Bauhauses im westfälischen Hagen werden auch seitens der Verantwortlichen des NRW-Verbundes „100 jahre bauhaus im westen“ hervorgehoben. So betont Dr. Cornelia Bauer vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, als Vertreterin des Lenkungskreises: „Der Standort Hagen spielt eine Schlüsselrolle im Narrativ des Bauhaus-Jubiläums in Nordrhein-Westfalen. Hier erzählen wir gewissermaßen die Vorgeschichte des Bauhauses.“

Dr. Birgit Schulte, Projektleiterin des Bauhausjahres in Hagen und Mitherausgeberin, beschreibt, wie spannend es ist, „sich in die Korrespondenz zwischen zwei Persönlichkeiten zu vertiefen, die gemeinsam mehr als ein Jahrzehnt lang wesentliche Projekte der Moderne diskutiert und entwickelt haben, und dabei feststellen zu können, wie kontinuierlich und energisch Osthaus seinen Freund Gropius gefördert und wie Gropius sich dieser Strategie dankbar bedient hat.“ Ihr Dank geht an die Kunstmuseen Krefeld, mit deren Leihgaben die Rekonstruktion der von Walter Gropius kuratierten Ausstellung „Vorbildliche Industriebauten“ möglich wurde, die ab 1911 als Wanderausstellung von Hagen aus auf Tournee geschickt wurde. Die rekonstruierte Ausstellung ist vom 7. September bis 12. Januar 2020 im Osthaus Museum Hagen zu sehen.

Der Kurator Prof. Dr. Reinhold Happel erläutert die Bedeutung der Industriebauten-Ausstellung: „Diese Präsentation mit Fotografien herausragender wegweisender Industriearchitektur, die in zahlreichen Städten in Deutschland sowie in Amsterdam und in den USA zu sehen war, dokumentiert einen wichtigen Diskurs über moderne Architektur am Beginn des 20. Jahrhunderts. Gropius und Osthaus haben diesen Diskurs maßgeblich mitbestimmt, und das Bauhausjahr ist der passende Anlass, in Hagen diese Ausstellung mit möglichst vielen Originalfotografien und Dokumenten zu rekonstruieren.“

„Hoffmanns Erzählungen“ am Theater Hagen

7. September 2019

Neu-Besetzung des Produktionsteams

Die ursprünglich für die Neuinszenierung der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach am Theater Hagen vorgesehene Regisseurin Susanne Knapp hat aus persönlichen Gründen abgesagt. Intendant Francis Hüsers wird nun selbst die Regie übernehmen.

Die Bühne wird Alfred Peter gestalten, die Kostüme Katharina Weissenborn. Beide wirkten in der letzten Spielzeit erstmals am Theater Hagen (Peter bei „Spring Awakening“, Weissenborn bei „Tristan und Isolde“). Zum Team gehören zudem – nach wie vor – Joseph Trafton (Musikalische Leitung), Wolfgang Müller-Salow (Chor), Martin Gehrke (Licht) und Rebecca Graitl (Dramaturgie).

Die solistischen Gesangspartien interpretieren: Thomas Paul (Hoffmann), Maria Markina (La Muse / Nicklausse), Cristina Piccardi (Olympia), Netta Or (Giulietta), Angela Davis (Antonia), Dong-Won Seo alternierend mit Steven Scheschareg (Lindorf / Coppélius / Dapertutto / Dr. Miracle), Boris Leisenheimer (Spalanzani), Richard van Gemert (Andrès / Cochenille / Pitichinaccio / Frantz), Ivo Stánchev (Luther / Crespel), Marilyn Bennett (Stimme der Mutter), Kenneth Mattice (Hermann / Schlemihl).

Premiere: Samstag, 30. November 2019, 19.30 Uhr

Vorbildliche Industriebauten

6. September 2019

Die ökonomische Kraft der künstlerischen Idee

7. September 2019 – 12. Januar 2020, Osthaus-Museum Hagen

Karl Ernst Osthaus hat Ideen des Bauhauses vorgedacht und den Bauhausgründer Walter Gropius maßgeblich gefördert. „Osthaus was instrumental in supporting me“, resümmierte Gropius wenige Monate vor seinem Tod 1969. Von der engen freundschaftlichen Verbindung zwischen Gropius und Osthaus zeugen Hunderte, bisher nicht veröffentlichte Briefe im Karl Ernst Osthaus-Archiv Hagen. Der Hagener Mäzen war für Gropius ein wichtiger Mitstreiter in der Debatte um die Frage, in welcher Weise Kunst und Künstler in die Gesellschaft hineinwirken können und sollen.

Im Zusammenhang mit der Arbeit im Deutschen Werkbund diskutierten sie die Frage, wie sich der Fabrikbau mit dem künstlerischen Anspruch verbinden lässt. Osthaus erkannte und nutzte früh das kommunikative Potential der Fotografie, um vorbildliche Baukunst weithin bekannt zu machen. Schließlich erwirkte er für Gropius den Auftrag, eine Ausstellung „Vorbildlicher Industriebauten“ zusammenzustellen, die ab 1911 als Wanderausstellung des „Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe“ von Hagen aus auf Tournee geschickt wurde.

Dieses gemeinsame Projekt von Gropius und Osthaus wird im Osthaus Museum Hagen rekonstruiert und durch die Publikation ihres Briefwechsels begleitet. Kooperationspartner sind die Krefelder Kunstmuseen, die 1922 die Bestände des „Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe“ aus Hagen übernommen haben. Rund 40 Original-Abzüge der insgesamt 110 Fotografien sind in der Graphischen Sammlung der Krefelder Kunstmuseen verwahrt. Neue Abzüge nach den Originalnegativen aus dem Bildarchiv Marburg ermöglichen erstmals eine Komplettierung der Ausstellung, wie sie 1914 auf der Werkbundausstellung in Köln zu sehen war.

Anlässlich der Ausstellung wird der mehrere hundert Schriftstücke umfassende Briefwechsel zwischen Osthaus und Gropius, den das Osthausmuseum im Karl Ernst Osthaus-Archiv verwahrt, in einer wissenschaftlich kommentierten Edition unter dem Titel „‘Osthaus was instrumental in supporting me‘… – Walter Gropius, Karl Ernst Osthaus und das Bauhaus“ erscheinen.

Konzertpädagogisches Programm „Sinfonikus“

6. September 2019

Neues Einführungs-Angebot für Kinder in die Sinfoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters Hagen

Zu den Sinfoniekonzerten des Philharmonischen Orchesters Hagen wird ab sofort neben der Einführung um 18.45 Uhr (für Erwachsene) zur selben Zeit unter dem Titel „Sinfonikus“ ein konzertpädagogisches Programm für 8-12-Jährige angeboten.

Bei dieser interaktiven Einführung in die Welt der klassischen Musik werden die jungen Besucher auf spielerische Weise gemeinsam mit den Musikpädagogen Magdalena Rozanska und Jörg Lopper musikalische Meisterwerke entdecken und die dabei eingesetzten Instrumente hautnah erleben und kennenlernen.

Wie funktioniert ein Orchester? Was macht der Dirigent eigentlich? Seit wann gibt es ein Saxophon und ist es aus Gold? Wie lang ist eine Tuba? Wie alt ist eine Geige? Wie wird man Komponist? Auf alle Fragen gibt es (hoffentlich) eine Antwort.

Neben einem Blick hinter die Kulissen der Sinfoniekonzerte setzen sich die Kinder durch Body-Percussion, Tanz, Gesang und Instrumente kreativ mit einem Werk des Programms auseinander und erleben dann gemeinsam mit ihren Begleitpersonen die spannende Atmosphäre eines Live-Konzertes.

Dieses neue Angebot wird dankenswerterweise vom Theaterförderverein Hagen e.V. unterstützt.

Das 1. Sinfoniekonzert findet am Dienstag, 10. September 2019 statt. Der Eintritt beträgt 12 Euro und beinhaltet die Teilnahme am „Sinfonikus“ sowie den Besuch des Konzertes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Bauhaus & Blockbuster

5. September 2019

Erstes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Gastdirigent Scott Lawton (Foto: Susanne Beimann).

Die Reihe der Sinfoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters Hagen startet am 10. September 2019 mit Beginn um 19.30 Uhr (Stadthalle Hagen) mit einem außergewöhnlichen Programm.

Das in diesem Jahr anlässlich seines 100-jährigen Bestehens gefeierte „Bauhaus“ steht für Struktur, Funktionalität und eine klare Formensprache. Diese Prinzipien haben sich auch auf die Ästhetik von Filmen ü̈bertragen: Der bildende Künstler Wassily Kandinsky, der an der Bauhaus-Schule lehrte, hörte in Dessau Modest Mussorgskys farbenreichen Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ und ließ sich zu Bühnenentwürfen für eine szenische Aufführung inspirieren.

Jahrzehnte später entwickelte der Visualisierungskünstler Arthur Spirk aus diesen Entwürfen eine synchronisierte Video-Installation, die Mussorgskys beliebten musikalischen Museums-Wandelgang im Gewand der Bauhaus-Ästhetik optisch ergänzt. Ebenfalls in den 1920er Jahren entstanden ist Fritz Langs dystopische Vision „Metropolis“, die zum Meilenstein der Filmgeschichte wurde.

Gemeinsam mit weiteren Musiken zu zukunftsorientierten Filmen wie „Star Trek“, „Interstellar”, „Jurassic Park”, „Alien”, „Game of Thrones“ und „Raumpatrouille Orion” ergänzen der international gefragte US-amerikanische Gastdirigent Scott Lawton und das Orchester das Programm, welches zum Start in die neue Spielzeit Filmprojektion und sinfonische Musik zu einem multisensualen Erlebnis verschmelzen lässt.

Dieses Konzert ist in das Programm „Hagener Impulse – 100 Jahre Bauhaus im Westen“ eingebunden.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Projektefond des Kulturbüros geöffnet für Anträge

4. September 2019

Das Kulturbüro der Stadt Hagen fördert innovative Kunst- und Kulturprojekte in der Stadt in der Höhe von bis zu 50 Prozent der Gesamtsumme. Eine Bezuschussung ist nur nach schriftlicher Antragstellung möglich.

Die Richtlinien für die Förderung der freien Kulturarbeit sowie das Antragsformular sind auf der Internetseite des Kulturbüros (www.hagen.de/kulturbuero) unter dem Stichwort „Kultur & Bildung“ einzusehen. Fragen und Anträge können an Elena Grell unter der E-Mail-Adresse elena.grell@stadt-hagen.de gerichtet werden. Auf der Internetseite des Kulturbüros befindet sich zudem eine Auflistung der bisher geförderten Projekte.

Konzertbusbegleiter gesucht

4. September 2019

Wie bekannt, besteht die Möglichkeit, mit den sogenannten „Konzertbussen“ aus verschiedenen Richtungen zu den Sinfoniekonzerten des Philharmonischen Orchesters Hagen in die Stadthalle und auch wieder zurück zu kommen. Insgesamt werden sechs Linien angeboten.

Dank einiger Sponsoren ist diese Einrichtung realisierbar, die es den Besuchern ermöglicht, für einen Betrag von 1,50 Euro pro Fahrt in Anwesenheit eines speziellen Begleiters bzw. Begleiterin zu den Konzerten zu gelangen. Die Tickets sind an der Theaterkasse, bei den Bürgerämtern, in der Buchhandlung Herdecke (Hauptstraße 26), im „Eine-Welt-Laden“ in der Bücherei der Katholischen Kirchengemeinde in Breckerfeld (Am Wehrgraben 7) sowie in der Stadthalle vor den Konzerten erhältlich (nicht im Bus).

Für die Spielzeit 2019/20 werden Begleiter*innen für den Thüner-Adam-Bus (Start 18.24 Uhr EN-Polizeistation), den Stiftungs-Bus (Start 18.25 Uhr Vorhalle Mitte) und den Fehske-Bus (Start 18.30 Uhr Spielbrink) gesucht. Die Begleiter müssen nicht von Anfang an dabei sein, sondern können auch zwischendrin dazusteigen. Noch dazu: Es müssen lediglich die Fahrtickets eingesammelt werden, und die Busbegleiter bekommen Freikarten für die Sinfoniekonzerte in der Stadthalle bzw. Freikarten für Veranstaltungen im Theater, falls sie bereits über Sinfoniekonzertkarten bzw. ein Konzert-Abonnement verfügen.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: poh@stadt-hagen.de, Tel. 02331-207-3257.

Das 1. Sinfoniekonzert findet am 10. September 2019 mit Beginn um 19.30 Uhr statt.

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“

3. September 2019

Vielfältiges Programm zum Tag des offenen Denkmals in Hagen

Die Eröffnung des Programms findet am Hohenhof statt. Foto: Karsten Thilo-Raab/Stadt Hagen.

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautet das Motto zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am Sonntag, 8. September. Die Abteilung Denkmalschutz und Stadtarchäologie der Stadt Hagen hat dazu ein spannendes Programm rund um Baudenkmäler aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts entwickelt, das zugleich Bezug auf das 100-jährige Bauhausjubiläum nimmt. Dazu bieten Privateigentümer und Initiatoren aus öffentlichen Einrichtungen ein eigenes Programm zu ihren Denkmälern an.

Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz eröffnet den Denkmaltag um 11 Uhr im Hohenhof. Im Anschluss werden Führungen zu aktuellen denkmalpflegerischen Maßnahmen und Restaurierungen in und am Hohenhof angeboten. Unter anderem gewähren Archäologin Dr. Eva Cichy und Kollegen von der Archäologie des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) Einblicke in die laufenden Ausgrabungen auf dem Außengelände. Für das leibliche Wohl sorgen die Muschelsalatretter. Der Hohenhof kann bis 18 Uhr besichtigt werden.

Neben dem Programm am Hohenhof öffnet auch das ehemalige Umspannwerk in Haspe, Voerder Straße 131 a, seine Türen. Von 10 bis 17 Uhr können die Besucherinnen und Besucher das Gebäude, das heute eine christliche Gemeinschaft beheimatet, besichtigen. Das ehemalige Umspannwerk diente ursprünglich der Hagener Straßenbahn AG für die Umstellung der Hochspannungsleitungen der Straßenbahn an der Strecke Hagen-Haspe-Ennepetal/Voerde-Breckerfeld. Es wurde zur Zeit des damaligen Hasper Stadtbaurates Günther Oberste-Berghaus entworfen und steht mit seiner Architektur in der Tradition des Bauhauses.

Auf dem Elbersgelände wird das ehemalige Kesselhaus für zwei geführte, kostenlose Rundgänge um 15 und 16.30 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung zu den Führungen ist per E-Mail an gabriele.fuchs@stadt-hagen.de bis zum 6. September erforderlich, da die Teilnahmezahl pro Führung auf 20 Teilnehmende begrenzt ist.

Der Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff bietet von 14 bis etwa 17.30 Uhr eine Busrundfahrt zu Orten und Denkmälern aus der Zeit des Jugendstils und des Bauhauses an. Die Fahrt führt unter anderem durch die Stadtteile Haspe, Emst, Eckesey und Wehringhausen vorbei am früheren Hallenbad an der Berliner Straße und der Christ-König-Kirche in Boelerheide. Die Teilnahme kostet 12 Euro pro Person und kann vor Ort gezahlt werden. Eine Anmeldung ist bis zum 6. September unter Telefon 02331/54654 oder per E-Mail an info@michaeleckhoff.de erforderlich. Treffpunkt ist die Villa Cuno, Haßleyerstraße/Ecke Stirnband.

Der Flyer zum Tag des offenen Denkmals liegt in den städtischen Gebäuden aus und steht unter www.hagen.de auf der Seite der Unteren Denkmalbehörde als PDF-Datei zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Mirjam Kötter, städtische Bodendenkmalpflege, unter Telefon 02331/207-3026.

Des Weiteren bieten einige Privateigentümer und öffentliche Einrichtungen ein eigenes Programm zum Denkmaltag an.

Die Liebfrauenkirche in Vorhalle, Liebfrauenstraße 23, ist von 13 bis 15 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Interessierte können zudem an einer Führung teilnehmen. Erbaut zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den Bochumer Architekten Carl Pinnekamp, ist die Kirche ein Zeugnis der Neoromanik, zeigt aber auch Anklänge des Jugendstils. Um 15 Uhr findet noch eine 15-minütige Andacht statt.

Auch die evangelisch-reformierte Kirche in Hohenlimburg, Freiheitstraße 37, ist für Interessierte ab 12 Uhr geöffnet. Mitglieder der Gemeinde stehen für Fragen zur Verfügung. Um 17 Uhr veranstaltet die Kirche ein Orgelkonzert.

Am Denkmaltag kann ebenfalls der „Hof Niemeyer“ in Berchum, Tiefendorfer Straße 8, von 12 bis 16 Uhr besichtigt werden. Hier wird den Besucherinnen und Besuchern die Instandsetzung eines Fachwerkhauses unter denkmalrechtlichen Aspekten näher gebracht. Ein Höhepunkt der Besichtigung ist das eingerichtete Schustermuseum in einem Nebenraum der Tenne, einem gepflasterten Platz in der Scheuen zum Dreschen von Getreide.

Die Bewohner des 1705 errichteten und mehrfach erweiterten Bauernhauses Baukey in Vorhalle, Baukey 1, öffnen von 12 bis 16 Uhr die Diele und das Kaminzimmer des Hauses. Eine Diashow zeigt eindrucksvoll die Restaurierungen der vergangenen Jahre.

AufTakt! im Theater Hagen

3. September 2019

Die neue Spielzeit im Hagener Theater startet mit einem ‚Tag der offenen Tür‘ unter dem Titel „AufTakt!“ am Samstag, 7. September 2019, ab 15 Uhr.

Angeboten wird ein von allen Sparten und Abteilungen gestaltetes vielseitiges Programm für Groß und Klein, Jung und Alt – für die ganze Familie.

Erste Eindrücke von neuen Produktionen kann man beim Besuch von „Offenen Proben“ gewinnen (zur Oper „Cardillac“, zum Schauspiel „Ein Sommernachtstraum“, zum Ballett „Casa Azul“, zum TanzObjektTheaterSpaß „Pardauz“, zum Theaterabenteuerstück „Der fliegende Koffer“), die neue Ballettdirektion, ihr Team und die neuen Tänzerinnen und Tänzer kennenlernen, mit weiteren Theater-Mitarbeitern ins Gespräch kommen, durch die Werkstätten flanieren oder im Rahmen einer Führung das Haus besichtigen und einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Weitere Aktionen, Veranstaltungen und Workshops wie „Orchester interaktiv“, „Kulturcafé“, „Instrumente kennenlernen“, Kinder-Malprogramm, öffentliches Balletttraining und vieles mehr ergänzen das facettenreiche Programm, welches zudem musikalische Unterhaltung u.a. durch die Hagen Town Jazzband, die Bigband der Musikschule sowie die Salonlöwen bietet.

Natürlich stellen sich auch wieder die Theaterclubs (Schnupperstunde) und die Fördervereine des Hagener Theaters vor, und für das leibliche Wohl ist selbstverständlich ebenso gesorgt.

Die beliebte Pocketgala am Abend (19 Uhr) präsentiert Kostproben aus den Produktionen und Aufführungen der Spielzeit 2019/20 mit vielen Mitgliedern auf der Großen Bühne.

Die Mitarbeiter des Theaters Hagen heißen alle Besucher herzlich willkommen und freuen sich auf zahlreiche Begegnungen und Gespräche.

Der Eintritt ist frei.

50 Städte – 50 Spuren

2. September 2019

6.9.-27.10.2019, Osthaus-Museum Hagen

Das Junge Museum im Osthaus Museum zeigt die Ausstellung „50 Städte – 50 Spuren“ mit Fotografien der Stuttgarter Künstlerin Klaudia Dietewich. Im allmählichen Verschwinden der Motive entdeckt sie eine Parallele zu unserer eigenen Existenz. Als Kondensat gelebten Lebens bannen Ihre „Wegstücke“ verschwundenes Leben ins Bild und stellen die Frage, was von uns und von der Welt, wie wir sie kennen, bleibt.

Die Wanderausstellung ist Teil des internationalen Kunst- und Friedensprojekts „Eine Welt ohne Atomwaffen“ der Mayors for Peace und gastierte seit 2018 weltweit u. a. in Berlin, Hannover, Frankfurt a.M., Ypern, Manchester und Pittsburgh. Das Projekt nimmt Bezug auf den sich 2018 zum 50. Mal jährenden Atomwaffensperrvertrag. Zum Projekt gehören auch Video-Statements der Stadtoberhäupter der beteiligten Städte.

Eröffnet wird die Ausstellung am 5. September 2019 um 18.30 Uhr im Jungen Museum im Osthaus Museum Hagen. Eingeladen sind alle Interessierten. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.

Katalog: Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen im Prestel-Verlag, München zum Preis von 39,– Euro. Autoren: Peter Femfert, Christiane Ladleif, Jörg Sperling, Ulrich Roloff-Momin, Tayfun Belgin, Bernd Küster, Volker Braun.

Zwei Fachbereichsleiter für die Hagener Kultur

1. September 2019

Der Fachbereich Kultur wird umstrukturiert: Der Bereich, der bislang von Tayfun Belgin, der gleichzeitig Direktor des Osthaus-Museums ist, allein geführt wurde, wird gesplittet. Ab sofort gibt es einen künstlerischen Leiter (Tayfun Belgin) und den früheren Theater-Geschäftsführer Michael Fuchs als Verwaltungsleiter. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Musste da jemand untergebracht werden, oder wird mit dieser Entscheidung Tayfun Belgin ein Teil der Kompetenzen abgesprochen?

266.440 Euro für Hagener Orchester

31. August 2019

Die Orchester der Theater in Bochum, Dortmund und Hagen erhalten mehr als eine Million Euro Landesförderung. Aus den Mitteln der Kulturförderung fließen 428.433 Euro nach Bochum, 388.973 Euro nach Dortmund und 266.440 Euro nach Hagen. Die Förderung soll die personelle Substanz der kommunalen Theaterorchester sichern.

Grußworte und Danksagungen

30. August 2019

Eröffnung der Spielzeit 2019/20 im Theater Hagen

Die neuen Mitglieder, Jubilare und Intendant Francis Hüsers (hinten Mitte). Foto: Klaus Lefebvre.

Am 29. August 2019 begrüßte Intendant Francis Hüsers im Großen Haus des Theaters Hagen die Mitarbeiter und wünschte allen eine erfolg- und ereignisreiche Spielzeit 2019/20.

Zu dieser Begrüßung waren auch Mitglieder des Aufsichtsrates der Theater gGmbH, des Theaterfördervereins Hagen e.V., der Bürgerstiftung, der Ballettfreunde sowie Kulturdezernentin Margarita Kaufmann und weitere Vertreter der Kulturpolitik erschienen.

Grußworte und Danksagungen richteten der Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der Aufsichtsratsvorsitzende der Theater Hagen gGmbH Sven Söhnchen sowie Dr. Klaus Fehske (Beirat des Theaterfördervereins, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung des Theaterfördervereins, Aufsichtsratsmitglied der Theater gGmbH) an die versammelte Mannschaft.

Anschließend wurden die insgesamt 24 neuen Mitglieder (in den Abteilungen/Bereichen/Sparten Ballett, Bühnentechnik, Chor, Grafik, Haustechnik, Kinder- und Jugendtheater, Kostüm, Marketing, Maske, Musiktheater, Orchester) auf der Bühne begrüßt und mehrere Dienstjubilare beglückwünscht

Ein Tango für Emil Schumacher

29. August 2019

Do., 29.08.2019 von 18:00 – 20:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Zum 107. Geburtstag von Emil Schumacher und zum zehnten Geburtstag des Emil Schumacher Museums präsentiert das Tango Ensemble Contrabajando sein neues Programm „Die 4 Jahreszeiten von Buenos Aires“. Ganz wie sein brasilianischer Kollege Villa-Lobos, der in den dreißiger und vierziger Jahren musikalische Denkmäler für Bach gebaut hatte, ließ sich der Argentinier Astor Piazzolla von Vivaldi inspirieren, als er in den sechziger Jahren den Zyklus seiner „Jahreszeiten” begann.

Mitglieder des Fördervereins Emil Schumacher Museum e.V. haben freien Eintritt bei Voranmeldung unter booking@kulturverein-westfalen.de

Eintritt: AK 18 €, VVK 15 €, Karten: Buchhandlung am Rathaus (0 23 31) 3 26 89

„Sichtweisen“ im Kunst- und Atelierhaus

27. August 2019

Christel Kreuser und Susanne Kemper-Sieber präsentieren neue Fotos, Skulpturen, Collagen und Bilder

Was man sieht und dabei fühlt, ist immer eine Frage des Blickwinkels und der Sichtweise. Das gilt auch für die Werke von Christel Kreuser und Susanne Kemper-Sieber, die am 1. September 2019 von 11 bis 17 Uhr im Kunst- und Atelierhaus zu sehen sind. In Fotos, Bildern, Collagen und Skulpturen lassen die beiden Hagener Künstlerinnen die Gäste an ihrer persönlichen Sicht der Dinge teilhaben. Jeder ist eingeladen, diese mit der eigenen Betrachtungsweise zu vergleichen.

„Meine Bilder zeigen Menschen oder deren Sichtweisen“, verrät Christel Kreuser, die seit vier Jahren im Kunst- und Atelierhaus arbeitet. Aber auch neue Werke in der für sie typischen Verbindung von Struktur, Farbe und Rost werden in der Ausstellung zu entdecken sein.

Susanne Kemper-Sieber setzt sich in ihren Fotografien mit der Umwelt und der Gesellschaft auseinander und lädt die Betrachter ein, ihre eigene Sichtweise zu finden oder zu überdenken. „Mit diesen Bildern bin ich neue Wege gegangen“, erklärt Susanne Kemper-Sieber, seit 2015 Mitglied im Kunst- und Atelierhaus, „ich habe einmal nicht vorwiegend die Schönheit der Natur fotografiert, sondern in meinen Schnappschüssen dargestellt, wie wir mit unserer Umwelt momentan umgehen und welche Folgen dadurch entstehen “.

Beide Künstlerinnen sind am 1. September bei der Ausstellung, die um 12 Uhr eröffnet und musikalisch umrahmt wird, anwesend. An dem Tag besteht von 11 bis 17 Uhr auch die Möglichkeit, die anderen Ateliers im Kunst- und Atelierhaus, Hochstraße 76 in Hagen, zu besuchen und mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Führung im Riemerschmid-Haus

26. August 2019

Mittwoch, 28.08.2019 von 16:00 – 17:00 Uhr

Ein eigenes kleines Haus mit Nutzgarten – um 1907 sollte das für die Hagener Textilarbeiter kein Traum bleiben müssen.

Karl Ernst Osthaus holte 1905 die Teilnehmer einer Konferenz für „Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen“ nach Hagen. In der Folge konnte er dem in München geborenen Künstler-Architekten Richard Riemerschmid einen Bauauftrag durch Elbers in Hagen verschaffen.

Riemerschmid ist bis heute berühmt für Projekte wie die erste deutsche Gartenstadt in Hellerau bei Dresden. Ab 1907 begann er den Bau einer Anlage für Arbeiterwohnungen in Hagen, die sogenannte „Walddorf-Siedlung“. Nur elf Häuser konnten realisiert werden. Bei der öffentlichen Führung durch Haus Nr. 17 erhält man Einblick in die Lebenswelt der Arbeiter dieser Zeit.

Treffpunkt ist die Walddorfsstr. 17, 58093 Hagen, Führungsgebühr 6 €. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 3622 oder 207-3138

Der Zauber des alten Damaskus am Hohenhof

23. August 2019

Auf dem Gelände des Hohenhofes präsentiert sich eine Multimediainstallation, die auch die Fassade des Gebäudes einbezieht. Foto: John McGeoch.

Der Zauber des alten Damaskus in Hagen – dafür sorgen John McGeoch und Maren Lueg mit einer Multimediainstallation am Mittwoch, 28. August, um 19.30 Uhr am Hohenhof in Emst. Die Veranstaltung bildet den Abschluss des diesjährigen Muschelsalats, für den auch diesmal gilt: „mittwochs, umsonst und draußen“.

Im Mittelpunkt der Eigenproduktion steht das sogenannte „Damaskuszimmer“, eine der prachtvollsten Errungenschaften von Karl Ernst Osthaus. Es besteht aus einer aufwendig mit Blattmetallen verzierten sowie bemalten Wand- und Deckenvertäfelung und diente bis 1899 als Empfangsraum in einem noblen Wohnhaus in Damaskus. Dieses Schmuckstück aus der historischen Altstadt von Damaskus erwarb Karl Ernst Osthaus für seine Sammlung in Hagen.

Er hatte im Sammeleifer jedoch übersehen, dass die Räumlichkeiten in seinem Privatmuseum nicht ausreichten, um dieses Zimmer mit seiner stattlichen Raumhöhe von 5,40 Metern auszustellen. Es blieb stattdessen verpackt, kam als Schenkung 1930 nach Dresden und sollte Teil der im Aufbau befindlichen Orientabteilung des Völkerkundemuseums Dresden werden. Erst 1997 wurde das Zimmer in den Dresdener Kunstsammlungen wiederentdeckt. Es ist ein Symbol der syrischen Hochkultur, die durch die schrecklichen Ereignisse der vergangenen Jahre in Damaskus bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten ist.

Auf dem Außengelände des Hohenhofes präsentiert sich eine Multimediainstallation, die sowohl den Park als auch die Fassade des Gebäudes einbezieht. Zahlreiche Akteure und Musiker, wie zum Beispiel das „East to West Pacem Orchestra“, ein syrischer Tänzer und Schauspieler unter der Leitung von Anja Schöne vom Kinder- und Jugendtheater lutzhagen verwandeln den Hohenhof in eine faszinierende Welt. Sie lassen den Zauber des alten Damaskus erahnen, der schon Karl Ernst Osthaus inspiriert hat. Mit dieser besonderen Veranstaltung ist der Muschelsalat in diesem Jahr Kooperationspartner des Bauhaus-Verbundes.

Das Kulturbüro der Stadt Hagen bittet um Verständnis, wenn der Zugang zum Gelände des Hohenhofes bei der Veranstaltung zeitweise eingeschränkt ist. Aufgrund von Sicherheitsauflagen ist die zugelassene Besucherzahl auf dem eingezäunten Gelände begrenzt.

10 Jahre ESM – 200 Jahre Forellenquintett

22. August 2019

Kammermusiknacht zum Doppelgeburtstag

24 .08. 2019, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Weltberühmt ist das Lied „Die Forelle“ von Franz Schubert, weltberühmt ist auch das nach diesem Lied benannte und von Schubert komponierte Klavierquintett „Das Forellenquintett“.

2019 feiert das Forellenquintett seinen 200. Geburtstag und das Emil Schumacher Museum sein zehnjähriges Bestehen. Grund genug für das Ensemble Europa, diesen Doppelgeburtstag mit einer hochkarätigen Kammermusiknacht mitzufeiern. Das Ensemble Europa zeichnet sich aus durch eine grandiose Tongestaltung und eine fast außergewöhnlich zu nennende Klanghomogenität – der gemeinsame Atem geht in keinem Takt verloren.

Eintritt: AK € 18, VVK € 15, Buchhandlung am Rathaus, 02331 – 32689. Reservierungen: booking@kulturverein-westfalen.de

Manolo Ty: Pakistan heute – Fotografien

21. August 2019

23.08. bis 06.10.2019, Osthaus-Museum Hagen

Bäcker in Khaplu, © Manolo Ty

Der 1985 in Hagen geborene Manolo Ty ist ein vielreisender Fotograf, der sich als interkultureller Grenzgänger und Dokumentarist versteht. In den letzten zehn Jahren hat er alle fünf Kontinente bereist und in fast einhundert Ländern Fotoprojekte verwirklicht. Die Ästhetik der uns umgebenden Natur, die kulturelle Vielfalt und die Würde der Porträtierten bilden die Schwerpunkte des fotografischen Selbstverständnisses von Manolo Ty.

Pakistan gilt als einer der gefährlichsten Orte in der Welt. So scheinen terroristische Anschläge jederzeit möglich zu sein. Auf seinen beiden Reisen durch Pakistan erlebte der Fotograf eine gänzlich andere Welt, als die, die wir durch unsere Medien erfahren. Er war Gast bei den Stammesältesten im umkämpften Peschawar, auf Irrwegen im Wüstensand Cholistans, erlebte ekstatische Sufi-Nächte in Lahore und traf viele Menschen, die mit sich und der umgebenden Natur in Einklang leben. Seine Fotografien dokumentieren ein uns bekannt-unbekanntes Land von zum Teil überwältigender Schönheit.

Der Dumont Verlag in Köln veröffentlichte diese faszinierenden Fotos im Jahr 2018 in einem großen Band. Als erstes deutsches Kunstinstitut zeigt das Osthaus Museum Hagen, nach einer Präsentation der Arbeiten in der Nationalen Kunstgalerie Pakistans (National Art Gallery) in Islamabad, diese Werke.

Rundgang zur Architektur der Gebrüder Ludwigs

20. August 2019

Mittwoch, 21.08.2019 von 16:00 Uhr – 17:00 Uhr

Denkmalgeschützte Villa in Hagen-Eppenhausen, Lohestraße 3. Ehemalige Villa des Hagener Unternehmers Gustav Adolf Kerckhoff (1878-1936). Entworfen 1922 von den Architekten Gebrüder Ludwigs. Foto: Klaus Bärwinkel, CC BY 3.0.

Hagener Architektenbrüder im Visier – Zwischen 1909 und 1938 realisierten die Gebrüder Ludwigs eine ganze Reihe unterschiedlicher Bauten im Hagener Stadtraum.

Dabei setzten sie sich intensiv mit dem „Neuen Stil“, wie ihn Karl Ernst Osthaus zum Teil in Hagen etablieren konnte, auseinander. Einflüsse des Jugendstils und der ästhetischen Erneuerungsversuche innerhalb der Reformbewegung nach 1900 sind bis heute im Hagener Stadtbild zu entdecken.

Anmeldung unter Tel.: 207 2740. 6 € Teilnahmegebühr sind vor Ort zu entrichten! Treffpunkt ist Haßleyerstraße 14, 58093 Hagen-Eppenhausen.

Führung durch die Villa Post und zur Cuno-Siedlung

19. August 2019

Zu einer Führung durch die Villa Post am Mittwoch, 21. August, von 16 bis 17.30 Uhr und zur sich anschließenden Besichtigung der Cuno-Siedlung von 17.30 bis 19 Uhr mit Jochen Becker, Leiter des städtischen Fachbereiches Bildung, lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) ein. Der Treffpunkt für die beiden Veranstaltungen ist jeweils im Eingangsbereich der Villa Post, Wehringhauser Straße 38.

Die Villa Post wurde im spätklassizistischen Stil in Anlehnung an die Renaissance erbaut und diente als repräsentativer Wohnsitz der Familie Post. Die Stadt Hagen kaufte den kubischen und zweigeschossigen Backsteinbau, der danach unterschiedlichste Verwendung fand. Das Spektrum reichte von der Nutzung als Museum bis zum Stützpunkt der Volkszählung.

1994 beschloss der Stadtrat, die Villa Post zu restaurieren und der Volkshochschule Hagen zur Verfügung zu stellen. Die Eröffnung der restaurierten Villa Post erfolgte 1998. Während der Führung können sich die Teilnehmer selbst ein Bild davon machen, wie Denkmalschutz und neue Funktionalität in ein harmonisches Zusammenspiel gebracht wurden.

Für die zweite Führung geht es vom Treffpunkt an der Villa Post über die neue Ennepebrücke ein Stück bergauf zur Cuno-Siedlung am Kuhlerkamp (Foto: Rainer Halama, CC BY-SA 3.0). Von 1926 bis 1927 entstanden dort 121 Wohnungen in neun Gebäuden.

Die vom damaligen Stadtbaurat Ewald Figge geplante Siedlung verfügte über ein innovatives Wohnkonzept mit einem Vorgänger der Einbauküche, der sogenannten „Frankfurter Küche“, die durch eine Glastür vom Wohn- und Essbereich abgetrennt war. Auch eine von den Bewohnern gemeinschaftlich genutzte Wäscherei und eine Badeanstalt mit Brausen- und Wannenbädern gingen über den damaligen Standard hinaus. Die Gebäude der nach dem langjährigen Hagener Oberbürgermeister Willi Cuno benannten Siedlung sind streng sachlich gehalten und geometrisch strukturiert. An Hausecken und Toren finden sich Skulpturen des Hagener Künstlers Karel Niestrath und neben Eingängen sowie Einfahrten stehen Reliefs von Hans Dorn.

Für die Teilnahme an der Führung durch die Villa Post (Kursnummer 1070) und zur Cuno-Siedlung (Kursnummer 1071) ist eine Anmeldung beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de/anmeldung notwendig.

Entdeckungstour durch das Buschey-Viertel

17. August 2019

Zu einer Entdeckungstour durch das Buschey-Viertel mit Jens Bergmann lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) zusammen mit dem Hagener Heimatbund im Rahmen des Urlaubskorbs alle Interessierten am Dienstag, 20. August, von 17 bis 18.30 Uhr ein. Der Treffpunkt ist vor dem Allgemeinen Krankenhaus, Grünstraße 35.

Das Buschey-Viertel bietet mit seinen schönen Villen und Beamten-Wohnhäusern viele besondere Architekturschätze. Auf ihre Besonderheiten, Erbauer und Bewohner geht Jens Bergmann, Vorstand des Hagener Heimatbundes, während seines Rundganges ein.

Das Serviceteam der VHS bittet um eine Anmeldung mit Angabe der Kursnummer 1079 unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de/anmeldung.

Britischer Humor beim Muschelsalat in Eilpe

16. August 2019

Britischen Humor präsentieren die British Events Theatre Company und das WallStreetTheatre am Mittwoch, 21. August, um 19.30 Uhr auf dem Bleichplatz in Eilpe. Im Rahmen des Kultursommers Muschelsalat gilt auch für diese Veranstaltung: „mittwochs, umsonst und draußen.“

Das visuelle Theaterstück „The Weather Show“ der British Events Theatre Company garantiert den Zuschauern Lachen und Staunen. Zu sehen gibt es Besucher aus Großbritannien, die gerade mit Koffern und Regenschirm ankommen und ihr eigenes nationales Wetter mitbringen. Es regnet, aber nur über ihnen.

Die Briten und ihre Vorurteile zeigt das WallStreetTheatre (Foto: Ute Haupts) mit seiner Show „Simply British“. Wer kennt sie nicht? Klischees über Engländer gelten als weithin bekannt. Sie sind reserviert, zurückhaltend und immer auf Contenance bedacht. Herr Schultze und Herr Schröder räumen mit diesen Vorurteilen gründlich auf. Ganz in der Tradition von Mr. Bean und Monty Python setzen die beiden auf herrlich schrägen Humor, Unsinn und aberwitzige Verbalattacken. Auch Seitenhiebe auf die „Germans“ bleiben nicht aus. Im Finale nehmen die beiden Gentlemen bei einem sprühenden Feuerwerk nicht nur die Queen, sondern auch sich selbst aufs Korn.

Architektur um 1900 in Wehringhausen

13. August 2019

Denkmalgeschütztes Wohnhaus in Hagen-Wehringhausen, Buscheystraße 48 / Ecke Christian-Rohlfs-Straße. Vor 1910 von Architekt und Bauunternehmer Josef Fischer errichtet. Das imposante an einer Platanenallee gelegene ehemalige Beamtenhaus weist einen prachtvollen Turmaufbau auf. Zur Buscheystraße gerichtet ist der Balkon im Prachtgiebel in Omega-Form gestaltet, die in der Jugendstilarchitektur variiert Verwendung gefunden hat. Der Eingangsbereich ist ebenso hochherrschaftlich mit Säulen und Dreiecksgiebel inszeniert, mit dem der geometrische Reliefschmuck korrespondiert. Foto: Klaus Bärwinkel, CC BY 3.0.

Am Mittwoch, 14. August findet ab 16 Uhr eine kulturgeschichtliche Führung durch Wehringhausen statt.

Im Stadtteil Wehringhausen ist die Hausarchitektur von den Kriegseinwirkungen weitestgehend verschont geblieben. Aus kunsthistorischer und architektonischer Sicht kann hier exemplarisch die städtebauliche Entwicklung über einen Zeitraum von mehr als einhundert Jahren verfolgt werden.

Als besonders interessant rückt dabei die Zeit des Baubooms um 1900 und der Nachkriegsjahre in den Vordergrund: Der Historismus vor der Jahrhundertwende, der als Reformbewegung folgende Jugendstil sowie die nach dem 1. Weltkrieg versachlichenden Tendenzen im Hausbau werden bei der Führung mit ihren Besonderheiten in Augenschein genommen.

Teilnahmegebühr: 6 €, eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 3138 oder 02331/207 – 2740. Treffpunkt ist die Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Str. 49, 58089 Hagen.

Führung durch das Haus der Ruhrkohle

10. August 2019

Eine Führung durch das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude „Haus der Ruhrkohle“ bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des Urlaubskorbs am Mittwoch, 14. August, von 17 bis 18 Uhr an. Treffpunkt ist das Haus der Ruhrkohle, Gerichtsstraße 25.

Das Gebäude wurde 1925–1926 nach Entwurf des Hagener Architekten Ernst Kohlhage für das Unternehmen Kohlenhandelsgesellschaft „Mark“ Siepmann, Schrader & Co. KG erbaut, an das die vom Bergbau-Symbol Schlägel und Eisen flankierte Inschrift am Portikus erinnert. Die Architektur zeigt eine neoklassizistische Grundhaltung (Foto: Klaus Bärwinkel, CC BY 3.0).

Danach war das „Haus der Ruhrkohle“ Sitz verschiedener kommunaler Behörden. 2019 wurde das Gebäude von Investoren und der Anwaltskanzlei Dr. Andreas Lohmeyer erworben, saniert beziehungsweise restauriert. Bei der Führung sehen Interessierte, wie Denkmalschutz und neue Funktionalität in ein harmonisches Zusammenspiel gebracht wurden.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist unter Angabe der Kursnummer 192-1173 beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder unter E-Mail an vhs@stadt-hagen.de erwünscht, da die Teilnahmezahl begrenzt ist.

„Haus der Ruhrkohle“, Blick ins Treppenhaus. Foto: Rainer Halama, CC BY 3.0

Entdeckungstour in Altenhagen

9. August 2019

Denkmalgeschützte Hallenschule in Hagen-Altenhagen, Friedensstraße 26. Erbaut 1911/12, erweitert 1914. Architekt: Stadtbaurat Ewald Figge. Schulbau der frühen Moderne mit Skulpturen von Milly Steger an Vorder- und Hintereingang (rechts). Foto: Klaus Bärwinkel, CC BY 3.0.

Zu einer Entdeckungstour durch Altenhagen zum Thema Jugendstil und Neues Bauen lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des Urlaubskorbs am Montag, 12. August, von 17 bis 18.30 Uhr ein. Treffpunkt ist gegenüber der Kronen-Apotheke, Altenhagener Straße 56.

Jens Bergmann, Vorstand des Hagener Heimatbundes, führt die Teilnehmenden entlang der Altenhagener Straße, der Josefs-Kirche und der Friedensstraße und erläutert viele interessante Gebäude der 1920er Jahre.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist unter Angabe der Kursnummer 192-1078 beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder unter E-Mail an vhs@stadt-hagen.de erwünscht, da die Teilnahmezahl begrenzt ist.


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