Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Am Sonntag kein Türke in Italien

18. Mai 2019

Krankheitsbedingt muss die Vorstellung der Rossini-Oper „Il turco in Italia“ am Sonntag, 19. Mai 2019 im Theater Hagen leider ausfallen. Die Vorstellung wird am Sonntag, 16. Juni 2019 (15.00 Uhr) nachgeholt.

Die Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch an der Theaterkasse (Tel. 02331 / 207 – 3218) kostenlos umgetauscht werden. Die weiteren regulären Vorstellungen von „Il turco in Italia“ finden am 1.6. (19.30 Uhr), 7.6. (19.30 Uhr), 19.6. (19.30 Uhr) und 30.6.2019 (18.00 Uhr) statt.

Oper und Ballett mit dramaturgischem Bezug

17. Mai 2019

„Dido and Aeneas“ (vlnr): Cristina Piccardi (Bellinda), Marilyn Bennett (vorne, Zauberin), Veronika Haller (Dido), Kenneth Mattice (Aeneas), Chor des Theaters Hagen. Foto: Klaus Lefebvre.

Als nächste Premiere im Großen Haus des Theaters Hagen am 18. Mai 2019 (19.30 Uhr) steht der spartenverbindende Doppelabend mit der Oper „Dido and Aeneas“ von Henry Purcell (in englischer Sprache mit deutschen Übertexten) und dem Ballett „Wassermusik“ von Francesco Nappa zur Musik von Georg Friedrich Händel auf dem Programm.

Worum geht’s? Aeneas’ Bestimmung ist es, das Römische Reich zu gründen. Dafür muss er Karthago verlassen, wo er nach den Schrecknissen des trojanischen Krieges Zuflucht gefunden hat. Doch seine Abreise bedeutet auch das Ende für seine Liebesbeziehung mit der karthagischen Königin Dido. Dido bleibt erschüttert zurück und setzt ihrem Leben ein Ende.

Diese Geschichte einer großen Liebe, die am Ende scheitern muss, steht im Mittelpunkt dieses, vom Versicherungsbüro Kleine KG, Hagen unterstützten Doppelabends. Während in Henry Purcells Oper „Dido and Aeneas“ eher die Perspektive von Dido eingenommen wird, näherte sich Francesco Nappa in seiner Choreographie, die er eigens für das Ballett Hagen kreierte, der Liebesgeschichte aus Aeneas’ Sicht und legt zudem einen Fokus auf die Schilderung von dessen Abenteuern.

Mit Georg Friedrich Händels berühmter „Wassermusik“  und Henry Purcells berührender Oper „Dido and Aeneas“ werden an einem Abend zwei Meisterwerke der Barockmusik präsentiert. Die Oper und das Ballett werden als eigenständige Werke aufgeführt, aber durch einen dramaturgischen Bezug und weitere Elemente  miteinander verbunden – das ermöglicht zahlreiche Assoziationen zwischen den beiden Gattungen und Ensembles.

Der international renommierte Tänzer und Choreograph Francesco Nappa stellt sich mit dieser Arbeit dem Hagener Publikum vor, für die Regie bei „Dido and Aeneas“ zeichnet Intendant Francis Hüsers verantwortlich.

Zum Produktionsteam gehören ferner: Kaspar Glarner (Bühne, Kostüme), Hans-Joachim Köster (Licht), Wolfgang Müller-Salow (Choreinstudierung), Rebecca Graitl (Dramaturgie). Unter der musikalischen Einstudierung und Leitung von Rodrigo Tomillo singen, spielen und tanzen: Marilyn Bennett, Veronika Haller, Kisun Kim, So Hee Kim, Kenneth Mattice, Musa Nkuna, Cristina Piccardi, Elizabeth Pilon ǀ Chor des Theaters Hagen ǀ Ballett Hagen: Brandon Alexander, Booby Briscoe, Ana Isabel Casquilho, Gennaro Chianese, Alexandre Démont, Otylia Gony, Gonçalo Martins da Silva, Noemi Emanuela Martone, Jeong Min Kim, Amber Neumann, Sara Peña ǀ Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 24.5.(19.30 Uhr); 30.5.(18.00 Uhr); 5.6. (19.30 Uhr); 9.6. (15.00 Uhr); 14.6. (19.30 Uhr); 20.6.(18.00 Uhr); 22.6.(19.30 Uhr); 27.6. (19.30 Uhr); 7.7. (15.00 Uhr); 10.7.2019 (19.30 Uhr)

DIE STUNDE DER KRITIK
Donnerstag, 30.5.2019, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei. – Zu Gast: Albrecht Thiemann (Opernwelt)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen

Film am Bauhaus – von Abstraktion, Sozialreportage und Reformarchitektur

15. Mai 2019

16.05.2019 um 19.00 Uhr im Auditorium des Kunstquartiers

In Kooperation mit dem Kino Babylon des Kulturzentrums Pelmke und dem Architekten und Ingenieurverein Mark-Sauerland präsentiert das Emil-Schumacher-Museum im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus den Film „Film am Bauhaus – von Abstraktion, Sozialreportage und Reformarchitektur“ (Foto: ESM).

Auch wenn die „Filmversuchsstelle“ am Bauhaus niemals als Fach eingerichtet wurde, so spielte der Film doch in der Konzeption der Schule eine große Rolle: 25 Studenten und Professoren drehten Filme! Darunter finden sich nicht nur die abstrakten Kurzfilme von Laszló Moholy-Nagy, Werner Graeff, Kurt Schwerdtfeger, Ludwig Hirschfeld-Mack und dem Hagener Bauhausschüler Heinrich Brocksieper. Eingreifen in eine Massenkultur wollten sie mit Filmen zur Reformarchitektur, wie Richard Paulicks Porträt des Dessauer Wohnhauses von Walter Gropius, und mit sozialkritischen Dokumentarfilmen über prekäre Lebensverhältnisse in Berlin (Moholy-Nagy) oder die zunehmende Aggressivität im Wahlkampf der letzten freien Reichstagswahl (Ella Bergmann-Michel, 1932).

Eintritt: 6,50 € / ermäßigt 5 €
Reservierungen: T +49 2331 / 33 69 67 oder kino@pelmke.de

Eine musikalische Reise durch die Zeit

15. Mai 2019

Die nächste Premiere im Lutz Hagen findet am 18. Mai 2019 (15.00 Uhr) statt. Auf dem Programm steht „ZEITREISEMELODIE“ – Eine musikalische Reise durch die Zeit (ab 8 Jahren).

Ein generationsübergreifendes Forscherteam macht den zurückgezogen lebenden Zeitreiseprofessor Tobias Timestein ausfindig. Sie versprechen sich alle bahnbrechende Erkenntnisse für ihre Forschungen durch Reisen in die Vergangenheit. Ausgerüstet mit dem Zeitreisestein des Professors beginnt eine humorvoll spannende Expedition quer durch die Jahrhunderte, immer begleitet von den jeweiligen Melodien der Zeit.

Für dieses besondere Projekt der „Weltenbummler-Spielzeit“ des Lutz Hagen haben sich über vierzig begeisterte Nachwuchssänger und -schauspieler zusammengefunden (Foto: Theater): Der Kinderchor des Theaters Hagen, der intergenerative Lutz Heldenclub, der Jugendclub des Theaters Hagen und die Theatergruppe „Lichter der Großstadt“ des Kultopia Music Office Hagen bringen zusammen ein gesungenes, gespieltes, gerapptes und getanztes Stück auf die Bühne, welches das Publikum mit auf eine wilde Theaterreise vom antiken Griechenland über den Hof eines absolutistischen Herrschers und die Roaring Twenties zurück ins Europa von heute führt. Dabei entsteht eine sehr persönliche Betrachtung von mehr als 2000 Jahren Menschheits- und Musikgeschichte, verbunden mit einer Vision für die Zukunft unseres Kontinents.

Leitung: Gandhi Chahine („Lichter der Großstadt“ / Music Office Kultopia Hagen), Jannica Hümbert (Lutz Heldenclub), Caroline Piffka (Kinderchor), Andres Reukauf (Musik / Arrangements), Anja Schöne (Projektleitung), Miriam Walter (Jugendclub).

Weitere Vorstellung: 19.5.2019, 15.00 Uhr, Lutz

Mit großzügiger Unterstützung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung

Karten für 3 / 2 Euro an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Der Pianist von Damaskus

14. Mai 2019

Klavierkonzert und Lesung mit Aeham Ahmad in der Max-Reger-Musikschule

Ahema Ahmad ist international als Pianist bekannt, der inmitten der Bombenkrater von Damaskus spielt.

Ein Klavierkonzert sowie eine Lesung mit dem berühmten Pianisten und Buchautor Aeham Ahmad findet am Sonntag, 19. Mai, um 11.30 Uhr in der Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10, statt. Der besondere Gast ist international als Pianist am Klavier bekannt, der inmitten der Bombenkrater von Marmouk, einem Stadtteil von Damaskus, spielt. Mit der Veranstaltung soll an die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte vor 70 Jahren durch die UNO erinnert werden.

In seinem Buch „Und die Vögel werden singen“ erzählt Aeham Ahmad seine ganze Geschichte und schafft ein zutiefst beeindruckendes und bewegendes Zeugnis von den Anfängen der Rebellion, dem Beginn des schrecklichen Krieges, von Widerstand sowie der Zuversicht im syrischen Kriegsgewirr. Ebenso berichtet er von seiner einst behüteten Kindheit bis hin zur lebensgefährlichen Flucht nach Deutschland.

Die Hagener Stadtbücherei stellt zur Konzertlesung einen Büchertisch mit Literatur zum Thema Krieg und Vertreibung bereit. Außerdem konnte die Dramaturgin und Schauspielerin des Kinder- und Jugendtheaters „LutzHagen“, Anne Schröder, für die Veranstaltung gewonnen werden. Sie liest aus dem Buch vor und bietet auch eine CD mit ausgesuchten Musikstücken des Pianisten an.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung von Amnesty International statt. Eine vollständige Rezension zum Buch „Und die Vögel werden singen“ gibt es von Juliane Streu im Mai-Newsletter der Stadtbücherei. Der Eintritt zum Konzert beträgt 12 Euro (acht Euro ermäßigt).

Warum das Theater Hagen kein Fördergeld erhält

14. Mai 2019

13 NRW-Bühnen werden vom Land NRW großzügig gefördert, damit sie ihr Profil schärfen können. Das Theater Hagen ist nicht dabei. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Was die Headline verspricht, hält der Artikel nicht ein. Am Ende weiß man immer noch nicht, „warum das Theater Hagen kein Fördergeld erhält“.

Theater Hagen – Spielplan 2019/20

12. Mai 2019

V.l.n.r.: Antje Haury (Orchesterdirektorin), Dr. Thomas Brauers (Geschäftsführer), Marguerite Donlon (Ballettdirektorin), Margarita Kaufmann (Kulturdezernentin), Sven Söhnchen (Aufsichtsratsvorsitzender), Anja Schöne (Leiterin Lutz Hagen), Francis Hüsers (Intendant). Foto: Theater Hagen.

Das Programm des Theaters Hagen zur Spielzeit 2019/20

Dazu Intendant Francis Hüsers:

„Form und Inhalt sinnvoll und sinnlich perfekt aufeinander abzustimmen, ist wahrscheinlich das Geheimnis jedes erfolgreichen Kunstwerks. Genau das ist in der Spielzeit 2019/20 bei einer ganzen Menge populärer Titel der Fall, die das Theater Hagen im Großen Haus bietet:

  • die Wiener Operette „Der Graf von Luxemburg von Franz Lehár (ab 26.10.2019, Inszenierung: Roland Hüve, Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo),
  • Jacques Offenbachs phantastische Oper „Hoffmanns Erzählungen“ (ab 30.11.2019, Inszenierung: Susanne Knapp, Musikalische Leitung: Joseph Trafton),
  • Albert Lortzings komische Oper „Zar und Zimmermann“ (ab 1.2.2020, Inszenierung: Holger Potocki, Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo),
  • unsere neue Rockshowparty „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ (ab 14.3.2020, Inszenierung: Thilo Borowczak, Musikalische Leitung: Andres Reukauf) ,
  • die Oper „Salome“ von Richard Strauss (ab 4.4.2020, Inszenierung: Magdalena Fuchsberger, Musikalische Leitung: Joseph Trafton)
  • und nicht zuletzt das beliebte Musical „Anatevka“ von Jerry Bock (ab 30.5.2020, Inszenierung: Thomas Weber-Schallauer, Musikalische Leitung: Steffen Müller-Gabriel).
  • Dazu kommt die Konzertante Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Il trovatore“ („Der Troubadour“; ab 19.4.2020, Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo).

In jeder Kunst verschafft die Form dem Inhalt dabei einen Anspruch über bloße Wirklichkeitsbeschreibung hinaus. Und jede „nachschöpfende“ Kunst muss das Stück interpretieren und dabei seine formalen Aspekte hinterfragen. Eine kleine Veränderung der Form, ein unscheinbares, doch bewusstes Abweichen von Aufführungstraditionen etwa, kann bereits eine Perspektivverschiebung bei der Wahrnehmung des Inhalts bewirken – zum Vorteil des Kunstwerks, dem dadurch eine neue, die Zeit von seiner Entstehung bis heute überbrückende Aufmerksamkeit zukommt.

Dass ein der „Neuen Sachlichkeit“ zugerechneter Komponist wie Paul Hindemith in den 1920er Jahren seine Musik ausgerechnet auf einen Psycho-Krimi-Stoff wie den des Goldschmieds Cardillac anwendet, scheint Form und Inhalt eher in ein Spannungsverhältnis zu setzen (Oper „Cardillac“, ab 21.9.2019, Inszenierung: Jochen Biganzoli, Musikalische Leitung: Joseph Trafton), während die unsterbliche Geschichte von Orpheus und Eurydike in der klassischen Oper von Christoph Willibald Gluck aus dem Jahre 1762 uns als vollkommene Harmonie von Form und Inhalt vorkommt (ab 29.2.2020, Inszenierung: Kerstin Steeb, Musikalische Leitung: Steffen Müller-Gabriel).

Der lateinische Dichter Ovid, der in seinen „Metamorphosen“ auch von Orpheus und Eurydike erzählt, bestimmt in dieser Spielzeit noch bei zwei weiteren Produktionen das Geschehen: Das Projekt „TransformMates“ von Anja Schöne im Lutz bringt Ovids Erzählungen in Kontakt mit heutigen Computerspielen, und die spartenübergreifende Produktion für Erwachsene „Ovids Geschichten“ (ab 26.4.2020, Lutz, Inszenierung: Francis Hüsers, Musikalische Leitung: Andreas Vogelsberger), verbindet Stoffe aus den „Metamorphosen“ zu einem experimentellen Musiktheaterabend.“

(more…)

Profilförderung geht am Hagener Theater vorbei

11. Mai 2019

Die Profilförderung des NRW-Kulturministeriums geht am Hagener Theater vorbei. Zumindest vorläufig. 25 Millionen Euro, verteilt auf drei Jahre, schüttet das Landesministerium für kommunale Theater und Orchester, die ihr eigenes Profil in förderungswürdiger Weise schärfen möchten, aus.

Anfang des Jahres hat das Hagener Theater seinen rund 40-seitigen Antrag auf Förderung beim Ministerium eingereicht, in der vergangenen Woche kam die Hiobsbotschaft, dass Hagen leer ausgeht. „Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand, wir beteiligen uns an der zweiten Verteilrunde“, versichert Margarita Kaufmann mit verhaltenem Optimismus. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Konnte der politisch interessierte Leser bislang davon ausgehen, dass die NRW-Landesregierung im Allgemeinen und das für Kultur zuständige Ministerium im Besonderen ihren Sitz in der Landeshauptstadt Düsseldorf haben, muss er sich nun von Redakteuse Yvonne Hinz eines Besseren belehren lassen: „Wuppertal (dort ist der Sitz des NRW-Kulturministeriums)“. Ja, wer hätte das gedacht? Außer der Fachfrau für Boutiquen und Bratklopsereien natürlich.

Und die Berichterstatterin legt zusätzlich Hagens Kulturdezernentin Margarita Kaufmann noch die Worte in den Mund: „Doch der Direktor des Ministeriums, Dr. Christian Esch, hat durchblicken lassen …“ Dabei dürfte die Kulturdezernentin (im Unterschied zu Hinz) sehr genau wissen, dass es dort gar keinen „Direktor“ gibt, sondern eine Ministerin – und das Ministerium seinen Sitz in Düsseldorf hat. Und nicht in Wuppertal.

Ein spartenverbindender Doppelabend

10. Mai 2019

Werkstattgespräch und Offene Probe zur Premiere

Probenfoto aus der Choreographie „Wassermusik“ mit Tänzerinnen und Tänzern des Balletts Hagen. Fotograf: Leszek Januszewski.

Als nächste Premiere im Theater Hagen im Großen Haus wird der spartenverbindende Doppelabend „Wassermusik“ (Ballett von Francesco Nappa mit Musik von Georg Friedrich Händel) und „Dido and Aeneas“ (Oper von Henry Purcell) präsentiert (Premiere: 18.5.2019, 19.30 Uhr).

Wer sich im Vorfeld über diese neue Produktion, die einzelnen Werke und deren Umsetzung auf der Hagener Bühne informieren will, ist herzlich eingeladen, die Einführungsveranstaltung dazu unter dem Titel „Werkstatt-Probe“ am 13. Mai 2019 im Theater Hagen zu besuchen. Diese beginnt um 17.15 Uhr im Theatercafé mit einer Einführung in das Ballett und die Oper und einem Gespräch über die Choreographie, Inszenierung, Ausstattung und Musik.

Auskünfte geben Intendant und Regisseur Francis Hüsers, Choreograph Francesco Nappa, Ausstatter Kaspar Glarner, Musikalischer Leiter Rodrigo Tomillo und Dramaturgin Rebecca Graitl. Anschließend können die Besucher erste Live-Eindrücke beim Probenbesuch im Großen Haus gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

Fünfte Auflage für das Hagener Kulturfestival „SCHWARZWEISSBUNT“

10. Mai 2019
Das Duo Armaos-Rastani kombiniert Spielwitz mit feiner musikalischer Erzählkunst. Ptolemaios Armaos und Syavash Rastani haben sich im Sommer 2016 kennengelernt. In ihren Konzerten fusionieren
die Klänge der Persischen Tonbak mit denen der klassischen Gitarre, zwei Instrumente aus sehr verschiedenen Kulturen. Am 9. Juni 2019 am Kunstquartier Hagen. (Foto: Stefan Zimmermann)

Über 30 Veranstaltungen, über 30 Akteure: Das fünfte Hagener Kulturfestival „SCHWARZWEISSBUNT“ des Kulturbüros der Stadt Hagen bietet von Sonntag, 2. Juni, bis Samstag, 29. Juni, erneut ein breit gefächertes, buntes Programm.

Von internationalem Kochen bis Fußballturnier, von Vortrag bis Kunstworkshop, von Streetdance bis Folklore – die zahlreichen beteiligten Organisationen und Akteure laden dazu ein, Neues auszuprobieren und gemeinsam die Vielfalt der Kultur in Hagen zu entdecken. Interessierte können selbst musizieren, tanzen oder Theaterstücke, Lesungen und Ausstellungen besuchen. Zudem gibt es spannende Vorträge, einen interkulturellen Garten sowie ein interkulturelles Fest. Die unterschiedlichen Angebote können kostenlos oder zu ermäßigten Preisen besucht werden. Die feierliche Eröffnung findet am Donnerstag, 6. Juni, statt. Mehr Informationen gibt es hier.

Zum letzten Mal im Theater: „Pariser Leben“

9. Mai 2019

Szene aus der Produktion. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die letzte Gelegenheit, die Operette „Pariser Leben“ von Jacques Offenbach im Theater Hagen zu erleben besteht am 12. Mai 2019 (18.00 Uhr, Großes Haus).

Eine Reise nach Paris! Den Eiffelturm besteigen, eine Bootsfahrt auf der Seine, flanieren in den malerischen Straßen von Montmartre, Notre-Dame, der Louvre… fast könnte man meinen, Paris sei ein riesiges Freilichtmuseum. Unzählige Touristen wollen jedes Jahr die Pariser Lebensfreude, die Joie de vivre, in der Stadt der Liebe erleben …

Auch in Jacques Offenbachs 1866 in Paris uraufgeführter Operette „Pariser Leben“ möchte ein Ehepaar aus Schweden seinen Besuch in der französischen Hauptstadt nutzen, um der Langeweile seiner Ehe zu entfliehen. Während die Baronin von Gondremarck sich auf einen Besuch in der Pariser Oper freut, steht ihrem Mann der Sinn nach einem amourösen Abenteuer. Doch dann kommt alles anders: Statt im schönen 5-Sterne-Hotel landen sie in einer zweifelhaften Gegend der Stadt und schließen Bekanntschaft mit den Einheimischen. Beide verlieren sich in einem verwirrenden Vexierspiel von Schein und Sein, Liebe und Intrige …

Offenbach, dessen 200. Geburtstag 2019 gefeiert wird, hat mit diesem Werk eine schwungvolle, vitale, mitreißende und überaus unterhaltsame musikalische Komödie auf den „Mythos Paris“ komponiert.

In der von Witz und Aberwitz geprägten Neuinszenierung dieser Operette durch Holger Potocki (Regie), Andrea Danae Kingston (Choreographie) und Lena Brexendorff (Ausstattung) singen, spielen und tanzen unter der musikalischen Leitung von Andreas Vogelsberger: Veronika Haller, Kenneth Mattice, Richard van Gemert, Maria Klier, Boris Leisenheimer, Stephan Boving, Sophia Leimbach, Marilyn Bennett, Tillmann Schnieders, Wolfgang Niggel, Elizabeth Pilon, Anja Frank-Engelhaupt, Verena Grammel, Thorsten Pröhl; Chor und Extrachor, Ballett und Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Letzte Vorstellung von „Animal Farm“

9. Mai 2019

Ein deutsch-englischer TheaterProtest in einer Fassung von Anja Schöne nach George Orwell

V.l.n.r.: Eric Carter, Sarah Cossaboon, Björn Lukas. Foto: Klaus Lefebvre.

Die letzte Vorstellung von „Animal Farm // Farm der Tiere“ – Ein deutsch-englischer TheaterProtest in einer Fassung von Anja Schöne nach George Orwell (ab 14 Jahren) findet am 12. Mai 2019 mit Beginn um 15 Uhr im Lutz statt.

In George Orwells modernem Klassiker „Animal Farm“ wollen sich die Tiere auf einem Bauernhof nicht länger unterdrücken und ausbeuten lassen. Nachdem der Bauer verjagt ist, gründen sie die Farm der Tiere, auf der alle zusammen für das Wohl der Gemeinschaft arbeiten. Doch bald schon errichtet eine Gruppe von Schweinen eine neue Diktatur, welche die anderen Tiere noch grausamer ausbeutet als zuvor. Der Leitsatz von Animal Farm: „All animals are equal“ wird ergänzt durch: „Aber manche Tiere sind gleicher“.

Anja Schöne lässt drei Aktivisten Orwells Fabel über Machtmissbrauch und die Bedeutung politischer Teilhabe in einer bilingualen Fassung erzählen, spielen und singen. Das internationale Schauspieler-Ensemble wechselt dabei fließend zwischen den Sprachen und Spielebenen, ist gerade noch erzählender Demonstrant und im nächsten Moment schon das visionäre Schwein Snowball, Arbeitspferd Boxer oder der sture Esel Benjamin. Die Geschichte rückt dadurch in einen aktuellen globalen Kontext und wird für ein junges Publikum ebenso spannend und unterhaltsam wie greifbar.

Diese Produktion entstand in Kooperation mit einer Projektgruppe des Werkhofs Hagen. Diese Kooperation wurde gefördert durch „Kultur macht stark! Bündnisse für Bildung“ (Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung).

In der Inszenierung von Anja Schöne, dem Bühnenbild von Jeremias H. Vondrlik, den Kostümen der Projektgruppe des Werkhofs Hagen spielen und singen: Eric Carter, Sarah Cossaboon und Björn Lukas.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Französisch-deutsche Führung im Theater Hagen

8. Mai 2019

Seit einiger Zeit bietet das Theater Hagen zweisprachige Führungen durch das Haus an.

Die nächste Führung findet am 11. Mai 2019 mit Beginn um 10.15 Uhr in französisch-deutscher Sprache statt. Treffpunkt ist der Bühneneingang des Theaters, die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung (erwünscht) und Informationen in der Theaterpädagogik unter miriam.walter@stadt-hagen.de.

Unberechenbare Vollblutimprovisierer

7. Mai 2019

Die beiden britischen Ausnahmeimprovisationsrockmusiker Chris Cutler (dr) und Tim Hodgkinson (cl, g), bekannt aus Bands wie ‚Henry Cow‘, ‚the Residents‘. ‚Gong‘. ‚Art Bears‘ und ‚Cassiber‘ sind am kommenden Do. 9. Mai 2019, 20:00 Uhr Mittelpunkt des 44. Soundtrips-NRW. (Villa Post der VHS, Wehringhauser Str. 38, 58089 Hagen)

Sie sind Vollblutimprovisierer voller Neugierde und Unberechenbarkeit. Beide erfüllt eine absichtsvolle und unerschrockene Haltung allen Arten von unvorhersehbaren und komplexen klanglichen Entwicklungen gegenüber, die im heute vorherrschenden, fast nur noch „Songs“ kennenden musikalischen Bewusstsein eine erfrischende Bereicherung darstellt.

Regionale Gäste sind Paul Hubweber (tb) und Martin Verborg (vl).

Es könnte diesmal also sehr rockig werden – vielleicht kommt aber auch alles ganz anders. Überraschend und spannend wird die Musik auf jeden Fall.

Letzte Vorstellung von „Rusalka“

6. Mai 2019

Eine letzte Möglichkeit, die berührende Oper „Rusalka“ von Antonín Dvořák im Theater Hagen zu erleben besteht am 10. Mai 2019 (19.30 Uhr, Großes Haus).

Rusalka ist eine junge Frau, die ihren Platz im Leben sucht: Die Situation in ihrem Elternhaus ist bedrückend. Sie folgt einer unbestimmten Sehnsucht und dem Wunsch, aus der ihr vertrauten Umgebung und Welt auszubrechen. Sie verliebt sich in einen Mann und gerät in eine Welt, die mit falschen Versprechungen lockt und in der Frauen kein Gehör finden. Als sich der von ihr geliebte Mann bald der nächsten Frau zuwendet, kann Rusalka nicht mehr bei ihm bleiben, und in ihrer Heimat ist sie nicht mehr willkommen …

Mit seiner 1901 uraufgeführten Oper, die sich u.a. auf Hans Christian Andersens Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ bezieht, sicherte sich Antonín Dvořák endgültig seinen Platz im Olymp der tschechischen Musikgeschichte. Es gelang ihm in beeindruckender Weise, Rusalkas Seelenzustände auch in seiner Musik zu zeichnen: Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach einem besseren Leben und tiefer Verzweiflung, zwischen dem Wunsch nach erwiderter Liebe und der Enttäuschung über die Wechselhaftigkeit der Menschen.

In der anregend neuen Umsetzung von Nina Kupczyk (Regie), Martin Kukulies (Bühne) und Katharina Tasch (Kostüme), die dieses Werk als modernes Märchen präsentiert, sowie unter der musikalischen Leitung von Rodrigo Tomillo singen und spielen: Nina Andreeva, Marilyn Bennett, Milen Bozhkov, Angela Davis (Foto: Klaus Lefebvre) , Veronika Haller, Vera Käuper-de Bruin, Evelyn Krahe, Kenneth Mattice, Elizabeth Pilon, Dong-Won Seo; Chor und Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Die warme Stimme des Cellos

1. Mai 2019

Siebtes Kammerkonzert am Sonntag, 5. Mai 2019 um 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen

Interpreten: Rolf Petrich (Violoncello), Steffen Müller-Gabriel (Klavier)

Das 7. Kammerkonzert am 5. Mai 2019 (11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen) gestalten das langjährige Mitglied des Philharmonischen Orchesters Hagen Rolf Petrich und der koordinierte 1. Kapellmeister und Studienleiter Steffen Müller-Gabriel.

Es erklingen Melodie-Kompositionen für Violoncello und Klavier von Anton Rubinstein (Melodie op. 3 Nr. 1), Antonín Dvořák (Humoreske op. 101 Nr. 7), David Popper (Tarantelle op. 33), Franz Xaver Neruda (Berceuse slave op. 11), Wilhelm Jeral (Zigeunertanz op. 6 Nr. 2), César Cui (Cantabile op. 36 Nr. 2) und Dmitri Schostakowitsch (Sonate op. 40). Diese Werke entstanden vorwiegend Ende des 19. Jahrhunderts und bringen vor allem die warme Stimme des Cellos in seiner Rolle als Soloinstrument zum Singen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Am 11. Mai ist Theater-Hagen-Tag

30. April 2019

Stark vergünstigte Tickets für die Produktion „Viva Verdi“

Was für eine Gelegenheit für alle Opern- und Theaterfans! Das Theater Hagen schenkt seinen Besuchern einen interessanten und unterhaltsamen Opern-Abend zu einem stark ermäßigten Preis: Beim nächsten Theater-Hagen-Tag am Samstag, 11. Mai 2019 kosten alle Plätze für den Besuch der Aufführung der Produktion „Viva Verdi“ – Ein szenischer Abend in Verdi-Chören (Musik von Giuseppe Verdi) im Großen Haus (Beginn 19.30 Uhr) nur 8,00 beziehungsweise ermäßigt 6,00 Euro. Das Angebot gilt ab sofort.

Wer kennt sie nicht – die populären Chornummern aus den Opern Giuseppe Verdis: Gefangenenchor aus „Nabucco“, Zigeunerchor aus „Il trovatore“, Triumphmarsch aus „Aida“ und und und – Melodien, die sich im einzelnen wie kollektiven Bewusstsein fest verankert haben.

Mit der Inszenierung von berühmten und weniger bekannten Verdi-Chören als durchgängige Handlung bietet das Theater Hagen mit der Produktion „Viva Verdi“ etwas Neues. Die emotional aufgeladenen Chorstücke werden in einer szenischen Neudeutung erlebbar, die Bezug nimmt auf die oft von Leid und Unheil, aber auch von Heldenmut und Liebe handelnden Opern, aus denen sie ursprünglich stammen. Gleichzeitig eröffnet die Realisierung im neuen Kontext aber auch Möglichkeiten, die mit der Musik verbundenen Geschichten in unerwarteten Assoziationen sinnvoll und sinnlich fruchtbar werden zu lassen.

Der durch unkonventionelle Musiktheater-Produktionen bekannte Opernregisseur Andreas Bode und sein Team nahmen sich dieses außergewöhnlichen, mit großzügiger Unterstützung der Sparkasse HagenHerdecke realisierten Projekts an.

Im Bühnenbild von Geelke Gaycken, den Kostümen von Christiane Luz und unter der musikalischen Leitung von Rodrigo Tomillo singen und spielen: Chor, Extrachor (Foto: Klaus Lefebvre) sowie Kinder- und Jugendchor des Theaters Hagen; Andrey Doynikov, Tatiana Feldman, Eva Maria Günschmann, Kisun Kim, Costa Latsos, Tony Laudadio, Elizabeth Pilon, Dong-Won Seo; Statisterie des Theaters Hagen; Philharmonisches Orchester Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777.

Peter Born gibt Posten im Hagener Theater-Aufsichtsrat ab

30. April 2019

Dr. Peter Born tritt von seinem Posten im Aufsichtsrat der Theater gGmbH zurück. Als Nachfolger wird Dr. Klaus Fehske empfohlen. (…)

Quelle: wp.de

Kunst- und Atelierhaus zeigt seine künstlerische Bandbreite

30. April 2019

12. Jahresausstellung am 5. Mai

Am 5. Mai von 11 bis 17 Uhr ist es wieder soweit, das Kunst- und Atelierhaus an der Hochstraße präsentiert in seiner Galerie Werke von allen Künstlerinnen und Künstlern, die im Haus arbeiten. Je zwei Werke kann jedes Mitglied in die Ausstellung einbringen, so entsteht die besondere Mischung aus Stilen und Materialien; abstrakte Acrylbilder hängen neben Fotolandschaften, Scherenschnitte tummeln sich neben Collagen. Mensch, Tier, Wald, Feld sind ebenso zu sehen wie abstrakte Motive, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen.

„Auch für uns ist die Ausstellung jedes Jahr überraschend“, verrät Kirsten vom Hängeteam des Kunst- und Atelierhauses. „Das Jahr über schaffen wir es oft nicht, in jedes der 24 Ateliers zu schauen, weil wir alle zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten. Deshalb sind wir auch immer gespannt, was wir sehen werden.“

Das Hängeteam übernimmt für die Jahresausstellung die Aufgabe, die Werke so zu hängen, dass sie sich zu einem harmonischen Ganzen fügen und die Besucherinnen und Besucher motivieren, sich die Werke genauer anzuschauen und mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die meisten sind an dem Tag anwesend, sodass ein direkter Austausch über die Entstehung oder Thematik eines Werkes möglich ist.

Die Jahresausstellung findet statt am 5. Mai von 11 bis 17 Uhr im Kunst- und Atelierhaus, Hochstraße 76, und wird auch am 2. Juni noch von 11 bis 17 Uhr zu sehen sein.

Seit über zehn Jahren arbeiten im Kunst- und Atelierhaus im alten Hotel Danne gegenüber vom Kunstquartier in 24 Ateliers Künstlerinnen und Künstler aus allen Kunstsparten – von filigranen Zeichnungen über großflächige Gemälde und Skulpturen bis zur Fotografie ist alles vertreten. An jedem ersten Sonntag im Monat öffnen die Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers. Sie lassen die Besucherinnen und Besucher am Prozess teilhaben und erläutern in Künstlergesprächen ihre Kunst.

Weitere Informationen über aktuelle Ausstellungen und Projekte: www.kah-hagen.de

Liederabend mit Melanie Maennl und FLorian Ludwig

29. April 2019

Das bekannte Musiker-Ehepaar Melanie Maennl und Florian Ludwig erfreut das Hagener Publikum am 1. Mai 2019 mit musikalischen Frühlingsgefühlen. Melanie Maennl, Hagener Sopranistin und Gesangslehrerin, und Florian Ludwig, Professor an der Musikhochschule Detmold und früher Generalmusikdirektor der Stadt Hagen, freuen sich auf einen romantischen Liederabend. Veranstalter ist der Förderverein Emil Schumacher Museum e. V., den passenden Rahmen bietet das Museum.

Leidenschaftlich beginnen wird es mit dem Zyklus „Frauenliebe und -leben“ von Robert Schumann: Er zählt zu den bewegendsten Werken der Romantik. Gespannt sein darf man auch auf die Richard-Strauss-Lieder, die das Künstlerpaar interpretieren wird: Neben Strauss unnachahmlicher Art, die Gesangsstimme in weitschwingenden Bögen zu führen, ist es besonders der orchestral gestaltete Klavierpart, der seine Lieder so außergewöhnlich macht.

Beginn ist um 17.00 Uhr im Emil Schumacher Museum, Museumsplatz 1-2, 58095 Hagen.

Eintritt 15 € (Vorverkauf Buchhandlung am Rathaus, Hagen).

Hartmut F.K. Gloger in der HAGENRING-Galerie

28. April 2019

Am Sonntag, 28. April, wird um 11 Uhr in der Hagenring-Galerie die Ausstellung „BildProjekte“ mit Arbeiten des Hagenring-Mitgliedes Hartmut F.K. Gloger eröffnet. Gezeigt werden Arbeiten aus fünf Jahrzehnten.

Zur Eröffnung spricht Kulturredakteur Andreas Thiemann. An den Sonntagen führt der Künstler durch seine Ausstellung. Am 07.05.2019 (Dienstag) findet um 19.00 Uhr eine Lesung der Autorengruppe LITERA statt.

Die Ausstellung ist bis zum 26.5.2019 in der HAGENRING-Galerie zu sehen. Die Galerie in der Wippermann-Passage, Eilper Straße 71 – 75, ist dienstags bis freitags von 17.00 bis 19.00 Uhr sowie sonntags von 11.00 bis 13.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Zum letzten Mal: „Simon Boccanegra“

27. April 2019

Kwang-Keun Lee (Simon Boccanegra), Veronika Haller (Maria alias Amelia Grimaldi), Dong-Won Seo (Jacopo Fiesco alias Andrea). Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die letzte Gelegenheit, die Oper „Simon Boccanegra“ von Giuseppe Verdi zu erleben besteht am 2. Mai 2019 (19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus).

Der Doge ist tot! Es lebe der Doge! Damit ließe sich die ganze Geschichte auf den Punkt bringen, die Verdi in seiner Oper über den Dogen Simon Boccanegra erzählt, der 24 Jahre autoritär im Genua des ausgehenden Mittelalters herrschte, bevor er selbst vergiftet wurde.

In vorherrschend dunkle Klangfarben getaucht, verleiht Verdis Musik den Situationen aus Politik und Todesfeindschaft, Liebe und Unschuld, der Frage nach einer statthaften Vater-Tochter-Beziehung sowie schließlich einer musikalisch grandios ausgemalten Versöhnungsutopie im Tode der Erzfeinde eine unwiderstehliche Faszination.

In der an- und aufregenden Inszenierung von Magdalena Fuchsberger und unter der musikalischen Leitung von Steffen Müller-Gabriel singen und spielen: Valentin Anikin, Veronika Haller, Andrea Kleinmann, Kwang-Keun Lee, Kenneth Mattice, Xavier Moreno, Dong-Won Seo, Richard van Gemert, Chor des Theaters Hagen, Extrachor des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Bilinguale Führung im Theater Hagen

26. April 2019

In persischer (farsi) und deutscher Sprache

Das Motto im Lutz Hagen lautet in dieser Spielzeit „Weltenbummler“. Neben der Matinee-Reihe „Guten Morgen, Welt“, der Abenteuer-Komödie „In 80 Tagen um die Welt“ und weiteren „Weltentdeckungen“ werden seit der Premiere der englisch/deutschsprachigen Produktion „Animal Farm // Farm der Tiere“ auch zweisprachige Führungen durch das Theater Hagen angeboten.

Am 27. April 2019 findet mit Beginn um 14 Uhr eine Führung in persischer (farsi) und deutscher Sprache mit dem Bratschisten des Philharmonischen Orchesters Hagen, Bijan Fattahy, statt. Treffpunkt ist der Bühneneingang des Theaters, die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung (erwünscht) und Informationen in der Theaterpädagogik unter miriam.walter@stadt-hagen.de.

„Heute wegen Gestern geschlossen“

25. April 2019

Jess Jochimsen – Kabarett. Songs. Dias.

Die beliebte Kabarett-Reihe im Theater Hagen wird am 28. April 2019 (18.00 Uhr, Großes Haus) fortgesetzt mit einem Auftritt von Jess Jochimsen (Foto: Britt Schilling) mit seinem aktuellen Programm unter dem Titel „Heute wegen Gestern geschlossen“.

Jess Jochimsen will nachdenken. Aber an seiner Stammkneipe hängt ein Schild: „Heute wegen Gestern geschlossen.“ Das bringt es auf den Punkt. Im Kleinen wie im Großen. Weil gestern einfach alles zu viel war … machen wir heute zu: den Laden, die Grenzen, England, Amerika – „Sorry, we’re closed.“ Aber Zusperren und Hoffen, dass alles wieder so wird wie früher, ist kein Plan. Und langweilig ist es obendrein.

Also macht sich der Freiburger Autor, Kabarettist, Fotograf und Musiker auf den Weg, um herauszufinden, welcher Schlüssel zu welcher Tür passen könnte. Oder ob da nicht irgendwo ein Fenster ist. Muss ja auch mal wieder frische Luft rein. Was war gestern wirklich? Wie raubt man der Dummheit den Nerv? Und was ist morgen?

Zurückgelehnt und entschleunigt dreht Jess Jochimsen den notorischen Rechthabern den Ton ab und beweist, was Satire alles sein darf: anrührend, klug, bilderreich, musikalisch und nicht zuletzt sehr lustig.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Guten Morgen, Syrien!

24. April 2019

Eine Kultur-Matinee für die ganze Familie

V.l.n.r.: Adnan Abdullah, Maren Lueg, George Alfazaa. Foto: Heike Wahnbaeck.

In der vierten Ausgabe der Weltenbummler-Matinee im Lutz am 28.4.2019 (11.00 Uhr) können sich Zuschauer aller Generationen nach Syrien entführen lassen.

Den Rahmen bildet ein Konzert des Hagener Ensembles Hamam Abbiad, bestehend aus der Hagener Musikerin Maren Lueg und den syrischen Musikern George Alfazaa, Adnan Abdullah und Mohammed Usaid Drobi. Ihre Musik ist ein mitreißendes Zusammenspiel zwischen traditionellen Melodien des Orients, freien Improvisationen der Oud, kurdischen Tanbur und Nay Flöte mit westlichen Musikelementen.

Zwischen den Songs werden junge Syrerinnen und Syrer Geschichten, Rap-Songs, Poetry Slam Texte und Breakdance performen. Damit ermöglichen sie den Zuschauern einen Einblick in die vielfältige Kultur ihres Landes und gewähren zudem sehr persönliche Einblicke in das Gefühl, zwischen zwei Welten zu leben. Zum Abschluss gibt es Falafel für alle.

Der Eintritt ist frei.

Großstadtwohnen: Reformblöcke in der Moderne

22. April 2019

Do. 25. April 2019, 19:00 Uhr, Kulturzentrum Pelmke
Referent: Prof. Wolfgang Sonne, TU Dortmund

Vom Hagener Stadtrat per Mehrheitsbeschluss zum Abriss freigegeben: GWG-Wohnblock in Wehringhausen. Foto: DW.

Die Bürger sind von der Stadt Hagen aufgefordert worden, die Zukunft der Stadt mit zu gestalten. Durch den Zusammenschluss verschiedener Initiativen zum „Forum Quartiers- und Stadtentwicklung Hagen“ soll diese ergebnisoffene Diskussion durch Impulse gefördert werden. Deshalb lädt das Forum zu diesem wichtigen Vortrag ein.

Die Stadt Hagen war nach 1900 durch den „Hagener Impuls“ ein Zentrum der Reformdiskussion. Durch die gesundheitlichen Folgen des Wohnungsbaus durch zu dichte Bebauung und Diskussionen dazu in den Zentren der Industrialisierung und in Großstädten wie z.B. Berlin wurden Reformüberlegungen angestoßen.

In dieser Zeit wurde das Stadtquartier Wehringhausen gebaut. Es ist sicher kein Zufall, dass die geschlossene Blockrandbebauung mit ihren Straßen und Plätzen und den grünen großen – oft gemeinsamen – Innenhöfen, nach den Ideen und Prinzipien dieser Reformüberlegungen in Wehringhausen gebaut wurden und heute noch vorhanden sind. Seit über 100 Jahren werden diese Wohnungen bewohnt und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Es ist möglicherweise kein Zufall, dass der Architekt Hermann Jansen, einer der wichtigen Vertreter dieser Reformideen, später als Professor mit der Erstellung eines Generalbebauungsplans von der Stadt beauftragt wurde.

Diese Wohnprojekte wurden damals von Spar- und Bauvereinen aus finanziellen und sozialen Gründen, als genossenschaftlicher Wohnungsbau errichtet.

Wir wollen auf Grundlage des vom Rat beschlossenen Zieles HAGENplant 2035 „Das baukulturelle Erbe Hagens identifizieren, entwickeln, inszenieren“ mit Ihnen diskutieren.

„Die Förderung des baukulturellen Erbes steigert die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit der Stadt Hagen und trägt zur Aufwertung des Binnenimages und der Außenwahrnehmung bei“ (Baustein C, Strategische Ziele ISEK, vom Stadtrat beschlossen am 13. 12. 2018).

Die Planungen der Stadt und die Beteiligung seiner Bürger bilden die Baukultur einer Stadt ab. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei der Veranstaltung.

Veranstaltergemeinschaft Forum Quartiers- und Stadtentwicklung Hagen: Initiativkreis Wehringhausen, Lenkungskreis der Sozialen Stadt Wehringhausen, Gruppe Uni 50 plus Hagen, AIV Mark Sauerland

Bronzeskulptur „Der sitzende Knabe“ schmückt wieder den Volkspark

20. April 2019

„Der sitzende Knabe“ des Hagener Künstlers Heinrich Holthaus ist in den Volkspark zurückgekehrt (Foto: Maximilian Gerhard). Die Bronzeskulptur wurde Ende Oktober des Vorjahres entfernt, um schadhafte Teile am Gesäß des Kunstwerkes zu ersetzen und Roststellen zu entfernen. Die Kosten in Höhe von 1.100 Euro für die Reparatur im Winter durch eine Fachfirma konnten durch eine Spende der Bezirksvertretung Mitte gestemmt werden.

Heinrich Holthaus hatte das Werk im Auftrag des städtischen Hochbauamtes Ende der 1950er Jahre gestaltet. Die gedankenversunkene Figur hat die rechte Hand auf das Knie gelegt und hält die linke hinter dem Kopf verschränkt. Ursprünglich stand „Der sitzende Knabe“ am Kultopia, wurde dort jedoch durch Farbschmierereien erheblich beschädigt und zog daraufhin in den Volkspark um.

Vertauschte Plätze

19. April 2019

Mitglieder des Balletts Hagen als Choreographen

Aus der Choreographie „For You“ von Amber Neumann. V.l.n.r.: Kotori Sasago, Otylia Gony, Ana Isabel Casquilho, Sara Peña, Noemi Emanuela Martone. Foto: Klaus Lefebvre.

Premieren/Uraufführungen:

Akt 1: Donnerstag, 25. April 2019, 19.30 Uhr, Theater Hagen (Großes Haus)

Akt 2: Samstag, 27. April 2019, 19.30 Uhr, Theater Hagen (Großes Haus)

Weitere Vorstellungen: Akt 1: 30. April 2019, 19.30 Uhr; Akt 2: 3. Mai 2019, 19.30 Uhr

Es ist wieder einmal soweit: Auch in dieser Spielzeit erhalten Mitglieder des Balletts Hagen die Möglichkeit, sich als Choreographen auszuprobieren und eigene Stücke dem Publikum zu präsentieren. So vertauschen sie die Plätze: Aus Tänzern werden Choreographen, die ihre speziell für bestimmte und unterschiedliche Besetzungen konzipierten Werke mit ihren Kollegen gemeinsam kreieren. Ferner zeichnen sie für die dazugehörige Musikauswahl, Bühnengestaltung, die Kostüme, Requisiten und die Beleuchtung verantwortlich.

Nicht nur für die ‚Jungen Choreographen‘ ist die Erarbeitung und dann Präsentation ihrer, in einigen Fällen ersten Choreographie ein aufregender, herausfordernder und magischer Moment, der einiges an Ideen, Mut und Organisation erfordert – das Publikum wird hier womöglich Zeuge der Geburtsstunde eines neuen Choreographietalents. Man darf gespannt sein!

In dieser Spielzeit möchten sich neun Tänzerinnen und Tänzer als Choreographen vorstellen: Gonçalo Martins da Silva, Noemi Emanuela Martone, Alexandre Démont, Amber Neumann, Ana Isabel Casquilho, Serena Landriel, Sara Peña, Gennaro Chianese, Bobby Briscoe.

Deshalb wurden die Präsentationen ihrer Stücke auf zwei Abende (Akt 1: Premiere am 25.4., 19.30 Uhr, und Akt 2: Premiere am 27.4., 19.30 Uhr) aufgeteilt, und um ihnen in jeder Hinsicht genügend Raum geben zu können, finden die Vorstellungen auf der Großen Bühne des Theaters Hagen statt.

Die Choreographien beschäftigen sich inhaltlich mit unterschiedlichen Themen, Fragen, Gedanken und Ideen wie: Mode / Femizid / „Wer sind wir?“ – Spiel zwischen Lebensabschnitten / Grândola – Land der Brüderlichkeit / Position der Frau / Drei Personen verschmelzen zu einer / Unverbundenheit der heutigen Generation und Entdeckung der eigenen Person / Wandlungen im Leben / Ein Ort, an den man immer zurückkehren kann, wo man vermisst wird …

Es tanzt in unterschiedlichen Besetzungen das Ballett Hagen: Brandon Alexander, Bobby Briscoe, Ana Isabel Casquilho, Gennaro Chianese, Alexandre Démont, Otylia Gony, Ciro Iorio, Jeong Min Kim, Gonçalo Martins da Silva, Noemi Emanuela Martone, Amber Neumann, Sara Peña, Kotori Sasago

Einzeltickt: 12 Euro, Kombiticket für Akt 1 und Akt 2: 20 Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Mit freundlicher Unterstützung der Ballettfreunde Hagen, Sören (Men & Women) und Halverscheid’s (Gesundheit, Fitness, Wellness).

Stunde der Kritik“ zur Oper „Tristan und Isolde“

17. April 2019

Aus der Produktion: Zoltán Nyári (Tristan). Foto: Klaus Lefebvre.

Die nächste „Stunde der Kritik“ findet zur Neuinszenierung der Oper „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner am 21. April 2019 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 20.00 Uhr im Theatercafé statt (Eintritt frei).

Bei dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartnerin wurde die Kulturredakteurin Dr. Monika Willer gewonnen. Aus dem Produktionsteam sind der Regisseur Jochen Biganzoli, Generalmusikdirektor Joseph Trafton sowie Intendant und Dramaturg Francis Hüsers mit dabei.

NRW-Kultursekretariat fördert Stadtviertel

17. April 2019

Bürgerinitiativen, Vereine oder Künstler können Anträge stellen

Identifikation stärken, die Vielfalt der Stadtgesellschaft in das Blickfeld rücken, Strukturen und Netzwerke fördern. Das hat sich das NRW KULTURsekretariat mit einem neuen Programm zur Förderung von Stadtvierteln in seinen Mitgliedsstädten auf die Fahne geschrieben.

Das Kulturbüro der Stadt Hagen ermuntert in den Bezirken ansässige Bürgerinitiativen, Vereine oder Künstler, die ihr eigenes Viertel und dessen Bedürfnisse am besten kennen, Anträge zu stellen.

Wesentliche Voraussetzung für eine Förderung ist ein etablierter, professioneller Tandempartner aus dem Bereich Kunst und Kultur, mit dem das Projekt gemeinsam durchgeführt wird. Partner können – je nach Abhängigkeit vom Projekt und dessen Initiator – sowohl Institutionen als auch Einzelpersonen sein. Die Erarbeitung der Anträge erfolgt durch die Projektinitiatoren, gegebenenfalls mit Unterstützung durch das Kulturbüro, das die Anträge auch entgegennimmt. Das Kulturbüro leitet diesen mit einer Empfehlung zur Förderung an das KULTURsekretariat weiter.

Die Stadt Hagen beteiligt sich im Falle eines positiven Bescheids selbst mit 25 Prozent der Kosten an der Förderung des Projekts. Die maximale Fördersumme beträgt 2.500 Euro. Gefördert werden kann nur, wenn die Grundbedingungen zur Förderung erfüllt sind. Weitere Informationen unter Stadtviertel-Förderung auf www.nrw-kultur.de.

„Stabat Mater“ bei der Karfreitagsmatinee

16. April 2019

Traditionell stimmt die Karfreitagsmatinee des Philharmonischen Orchesters Hagen (am 19. April 2019 um 11.30 Uhr in der Kirche am Widey) auf die Osterfeiertage ein.

Das „Stabat Mater“, ein mittelalterliches Gedicht, in dem die Mutter Jesu um ihren gekreuzigten Sohn weint, wurde vielfach vertont. Heute ist der Name untrennbar mit dem italienischen Barockkomponisten Giovanni Battista Pergolesi verbunden, der das Gedicht 1736 kurz vor seinem Tod im Alter von erst 26 Jahren in Musik fasste. Seine Version zählt zu den am häufigsten aufgeführten geistlichen Werken überhaupt. Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Rodrigo Tomillo bringen die Gesangssolistinnen Cristina Piccardi (Foto: Theater) und Evelyn Krahe die bewegende Komposition in der Karfreitagsmatinee zu Gehör.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Friedhofskultur im Wandel – Der Buschey-Friedhof

15. April 2019

Am Mittwoch, 17. April 2019 wird ab 16 Uhr eine kulturgeschichtliche Führung über den Buschey-Friedhof angeboten.

Der 1810 eingeweihte Buschey Friedhof in Hagen-Wehringhausen (Foto: Dieter Fassdorf) verdeutlicht in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur. Historische Friedhöfe sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens.

Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben von Klassizismus und Historismus über Jugendstil bis in die Moderne.

So hielt mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert auf dem Friedhof seriell gefertigter Grabschmuck Einzug, was zu einer Gegenbewegung führte, die auf individualisierte Grabmäler und künstlerische Entwürfe setzte. Davon zeugen auf dem Friedhof u.a. Skulpturen des belgischen Bildhauers George Minne, die auf Initiative des Hagener Kulturreformers Karl Ernst Osthaus entstanden. Ein weiterer von Osthaus beauftragter Gedenkstein von J.L.M. Lauweriks verweist bereits mit seinem modularen Entwurfssystem auf den beginnenden versachlichten Blick auf den Tod.

Teilnahmegebühr: 6 €. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt. Treffpunkt ist der Seiteneingang Grünstraße, 58089 Hagen.

100 Jahre Bauhaus: Hagener entwarf Antifa-Logo

14. April 2019

Bei Demonstationen gegen neofaschistische Umtriebe sieht man es mit schöner Regelmäßigkeit: Das Logo der Antifa mit einer stilisierten roten und schwarzen Fahne. Entworfen hat das Signet in seiner Urform (s. Abb. links) einst ein Hagener Bauhaus-Schüler, Max Gebhard.

In den 1970er Jahren griffen Antifagruppen das Signet der „Antifaschistischen Aktion“ von 1932 auf. Beide Fahnen und der Rettungsring waren ursprüglich rot und standen für Sozialismus und Kommunismus. In den 1980er Jahren wurde die kleinere Fahne als Zeichen für den autonomen Anarchismus schwarz.

Der Schöpfer des Logos, Max Gebhard, machte nach dem Besuch der Volksschule in Hagen zunächst eine Lehre als Schaufensterdekorateur und besuchte danach die Malerfachschule. Von 1926 bis 1928 war er Schüler am Bauhaus Dessau mit den Schwerpunkten Typographie und Plakatgestaltung.

Dank seiner Vorkenntnisse konnte Gebhard rasch bei Formmeister Herbert Bayer in der Reklame-Werkstatt bei Auftragsarbeiten mitarbeiten. Mit Kurt Stolp und Walter Funkat gestaltete er Bauhaus-Drucksachen. Ab 1927 war er Mitglied der KPD.

Ab 1929 war Gebhard freischaffender Grafiker in Berlin und arbeitete bei László Moholy-Nagy an Bühnenausstattungen für die Kroll-Oper und Inszenierungen von Erwin Piscator. Er wurde Mitglied in der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (ASSO) und arbeitete für die Agitprop-Abteilung des Zentralkomitees der KPD, die ihm Arbeitsmöglichkeiten im Karl-Liebknecht-Haus stellte. Bei der Arbeiter Illustrierten Zeitung (AIZ) kam er in Kontakt zu John Heartfield.

Nach Kriegsende holte Max Keilson ihn 1946 als Ressortleiter und Pressezeichner zur SED-Zeitung Vorwärts, Vorgänger der Zeitung Neues Deutschland. Nach einem Zwischenspiel als Formgestalter bei Mart Stam am Institut für industrielle Formgestaltung war er von 1950 an zehn Jahre bis zu seiner Pensionierung als Grafiker und Atelierleiter beim Dietz-Verlag in Ost-Berlin beschäftigt.

Liebe, Tod und Auferstehung

14. April 2019

Combattimento di Tancredi e Clorinda – Dramatisches Madrigal von Claudio Monteverdi

Gründonnerstag, 18. April 2019, 19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus
Weitere Vorstellung: 20.4.2019, 19.30 Uhr

Liebe, Tod und Auferstehung: drei existenzielle Themen der Menschheit und des christlichen Glaubens. Gerade zu Ostern, dem höchsten christlichen Fest, tritt ihre Relevanz für das menschliche Dasein in den Vordergrund, denn hier kreuzen sich die drei Schlagworte – sie sind untrennbar miteinander verwoben. Seit Jahrhunderten werden diese Themen in den verschiedenen Künsten verhandelt. Daher treffen an Ostern Musik, bildende Kunst, Literatur und Video auf der Bühne des Theaters Hagen aufeinander, um die Liebe, den Tod und die Auferstehung zu umkreisen.

Im Zentrum steht dabei Claudio Monteverdis 1624 uraufgeführtes dramatisches Madrigal um den Kampf von Tancredi und Clorinda. Die beiden Protagonisten stammen aus verfeindeten Lagern – er ist ein Kreuzritter, sie ist eine sarazenische Kriegerin. Nichtsdestotrotz entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihnen. Monteverdi erzählt deren tragisches Ende: Tancredi tötet seine Geliebte im Zweikampf, da er sie unter ihrer Rüstung nicht erkennt. Im Sterben lässt sich Clorinda von ihm taufen und nimmt damit seinen christlichen Glauben an.

Ergänzt wird das bewegende musikalische Geschehen durch eine Kunstpräsentation des Osthaus Museums mit Skulpturen zu den Themen Liebe, Tod und Auferstehung. Diese werden nicht nur ausgestellt, sondern zudem durch Live-Video-Kunst in Szene gesetzt.

Doch nicht nur Instrumentalisten, Sänger und Skulpturen treffen sich auf engem Raum. Ausnahmsweise ist auch das Publikum eingeladen, auf der Bühne des Theaters Hagen Platz zu nehmen. Aus direkter Nähe kann das emotional aufgeladene Werk Monteverdis und das intensive Zusammenspiel der verschiedenen Kunstgattungen beobachtet werden.

Musikalische Einstudierung: Nicholas Kok | Musikalische Leitung/Cembalo: Andreas Vogelsberger | Konzept/Dramaturgie: Francis Hüsers, Insa Murawski, Birgit Schulte | Licht: Martin Gehrke |

Mit Kenneth Mattice (Testo), Musa Nkuna (Tancredi), Cristina Piccardi (Clorinda) | Philharmonisches Orchester Hagen

Eine Einführung findet jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Saal des Großen Hauses statt.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen. Das Kartenkontingent für den etwa einstündigen Abend ist begrenzt.

In Kooperation mit dem Osthaus Museum Hagen

 

Das Osterprogramm von Theater und Orchester

13. April 2019

Aus der Produktion „Tristan und Isolde“: Magdalena Anna Hofmann als Isolde. Foto: Klaus Lefebvre.

Das Theater Hagen und das Philharmonische Orchester Hagen bieten über Ostern (von Gründonnerstag bis Ostermontag) ein vielseitiges Programm an:

  1. April 2019 (19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus): Premiere von „Combattimento di Tancredi e Clorinda“ („Kampf von Tancredi und Clorinda“ – Dramatisches Madrigal von Claudio Monteverdi) und „Umkreisungen – Kunst zum Thema: Liebe, Tod und Auferstehung“ (Kunstpräsentation – Skulpturen – des Osthaus Museums); mit Gesangssolisten des Theaters Hagen, dem Philharmonischen Orchester Hagen u.a. – Weitere (und letzte) Vorstellung: 20. April 2019 (19.30 Uhr).
  2. April 2019 (11.30 Uhr, Kirche am Widey): Karfreitagsmatinee. Auf dem Programm steht Giovanni Battista Pergolesis „Stabat Mater“, aufgeführt von Cristina Piccardi (Sopran), Evelyn Krahe (Alt), dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Rodrigo Tomillo.
  3. April 2019 (15.00 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus): „Tristan und Isolde“ (Oper von Richard Wagner). Im Anschluss an die Vorstellung findet „Die Stunde der Kritik“ statt – zu Gast: Dr. Monika Willer.
  4. April 2019 (18.00 Uhr, Lutz Hagen): „Molly Bloom“ (aus „Ulysses“ von James Joyce – Eine englisch-deutsche One-Woman-Show mit Kammersängerin Marilyn Bennett und Dan K. Kurland).

Ostern 2019 – Vorstellungspaket

Unter dem Titel „Liebe, Tod und Auferstehung“ bieten wir Ihnen in der Zeit um Ostern ein thematisch gebündeltes Vorstellungspaket an. Besuchen Sie am Gründonnerstag oder Karsamstag die Aufführung von „Combattimento di Tancredi e Clorinda“. Genießen Sie die traditionelle Karfreitagsmatinee des Philharmonischen Orchesters Hagen, und beschließen Sie Ihr Osterwochenende am Ostersonntag mit einem Besuch von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“.

Bei einer Buchung aller drei Programmpunkte im Paket erhalten Sie 15 Euro Preisnachlass und einen kostenlosen Besuch im Osthaus Museum Hagen (einlösbar bis 31.8.2019).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Säkulare Funktion mit sakraler Atmosphäre

13. April 2019

Führung in der Andachtshalle des Krematoriums Delstern

Am Sonntag, 14. April 2019 ab 15.00 Uhr findet eine kulturgeschichtliche Führung durch die Andachtshalle ohne Besichtigung der Einäscherungsanlage statt.

Der Entwurf für das Krematorium stammt von dem Künstler und Gestalter Peter Behrens, der von dem Mitbegründer des Feuerbestattungsvereins und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus 1905 mit der Planung beauftragt wurde.

Das zwei Jahre später fertig gestellte Gebäude hob sich mit seinem kubisch geschlossenen, streng symmetrisch gestalteten Baukörper und der für die damalige Schaffensperiode von Behrens’ typischen schablonierten Liniendekoration von früheren Entwürfen für Krematorien ab (Foto: Tobias Roch, Hagen).

Bezug nehmend auf die Florentiner Kirche San Miniato al Monte vereinte Behrens die säkulare Funktion mit einer sakralen Atmosphäre. Ihm gelang es, der relativ kleinen Halle Monumentalität und so eine dem Anlass angemessene Atmosphäre zu verleihen. Dem Sakralbau hat Behrens eine streng geometrische Form gegeben. Das Gebäude erscheint sowohl stark entfernt von den Lineaturen des Jugendstils als auch von der funktionalen Sachlichkeit, zu der sich Behrens später bekannte. Das Gebäude wirkt in seiner strengen Monumentalität fast klassizistisch.

Teilnahmegebühr: 7 €. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740 oder 207-3138. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt.

Zusatzvorstellungen von „Molly Bloom“

12. April 2019

Eine englisch-deutsche One-Woman-Show mit Kammersängerin Marilyn Bennett und Dan K. Kurland

Aufgrund der großen Nachfrage werden zwei weitere Vorstellungen von „Molly Bloom“ (nach „Ulysses“ von James Joyce) – eine englisch-deutsche One-Woman-Show mit Marilyn Bennett und Dan K. Kurland (Foto: Klaus Lefebvre) im Lutz angeboten am 22. April 2019 (18 Uhr) und am 1. Mai 2019 (18 Uhr).

Einer der bekanntesten Romane der Moderne, „Ulysses“ von James Joyce aus dem Jahre 1922, endet im berühmtesten „inneren Monolog“ der Weltliteratur: der ohne Punkt und Komma notierte Gedankenfluss der Molly Bloom, Gattin des Anzeigenakquisiteurs Poldy Bloom im Dublin des Jahres 1904. Molly Bloom kann nicht schlafen. Also denkt sie bar jeder Hemmung (laut) über Gott und die Welt nach, ihr Sexualleben und ihre Kochrezepte, ihr Dasein als Sängerin, die Liebe zu ihrem Mann und frischt dabei auch das ein oder andere Gesangsstück wieder auf.

Marilyn Bennett, Hagener Kammersängerin und Publikumsliebling, verleiht der Ikone weiblichen Selbstbewusstseins Stimme und musikalischen Ausdruck bei dieser außergewöhnlichen szenischen Darbietung in englischer und deutscher Sprache. Ihr zur Seite steht Dan K. Kurland, der für die musikalische Begleitung am Klavier verantwortlich zeichnet und als Poldy Bloom agiert.

Die Idee, das Konzept, die Inszenierung stammen von Intendant Francis Hüsers, die Ausstattung von Uwe Mingo und Christiane Luz.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Gedenken an 200 Jahre Karl Halle

12. April 2019

Vor genau 200 Jahren am 11. April 1819 wurde in Hagen Karl F. Halle geboren. Um an das Wirken dieses hochbedeutenden Musikers zu erinnern, legten an seinem Geburtstag Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer, Kulturdezernentin Margarita Kaufmann und Dr. Peter Schütze (Vertreter der ehemaligen Karl-Halle-Gesellschaft) ein Blumengebinde vor der Karl-Halle-Statue an der Johanniskirche nieder. Dort erinnert die Stadt Hagen seit 2008 mit einer lebensgroßen Skulptur des Künstlers Uwe Will an einen ihrer großen Söhne.

Als Komponist, Orchesterleiter, Pianist und Pädagoge war Halle auf zahlreichen Konzertreisen in Europa, Australien und Südafrika unterwegs, kehrte aber auch regelmäßig nach Hagen zurück.

Eine große Berühmtheit wurde er besonders in Großbritannien. Das Hallé-Orchester in Manchester, eines der ältesten und bedeutendsten Orchester des Landes, trägt bis heute seinen Namen. Karl Halle gründete das Ensemble 1858 und hatte sich damals längst einen Namen in den Musikmetropolen dieser Welt gemacht. Zudem war er maßgeblich an der Gründung der königlichen Musikhochschule seiner Wahlheimat Manchester beteiligt. Für seine großen künstlerische Verdienste erhob ihn das englische Königshaus in den Adelsstand

Die Mies van der Rohe-Häuser in Krefeld

11. April 2019

KunstTour der VHS

Haus Esters (links), Haus Lange (rechts), im März 2005. Foto: Hans Peter Schaefer (GNU-Lizenz)

Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums geht die nächste KunstTour der Volkshochschule Hagen (VHS) am Samstag, 11. Mai, von 10.30 bis circa 19 Uhr nach Krefeld, einer Hochburg der Bauhaustradition, zu den von dem Architekten Mies van der Rohe entworfenen Häusern Lange und Esters.

Das Villenensemble Haus Lange und Haus Esters zählt zu den architektonischen Glanzlichtern des Neuen Bauens in Deutschland und vermittelt noch heute auf beeindruckende Weise den Bauhaus-Gedanken, der die Einheit von Raum und Subjekt ebenso wie das Zusammenwirken von Geist und Handwerk vorsah.

Einzelne kubische Baueinheiten scheinen wie Schachteln zusammengesteckt. Im Innern greifen die Raumsegmente ineinander über. Unterhalb der selbst geometrisch gegliederten Terrasse bestimmen große Rasenflächen und der alte Baumbestand den naturhaften Eindruck der parkartig angelegten Gärten. Große Fensterfronten, die durch Stahlkonstruktion möglich wurden, öffnen die Backsteinkörper zur äußeren Umgebung hin und lassen das Licht von Süden und Westen in die Räume fluten. Eine fachlich fundierte Führung durch die frisch renovierten Häuser ist Teil der KunstTour.

Treffpunkt ist die Halle des Hagner Hauptbahnhofs um 10.30 Uhr. Die Tour endet gegen 19 Uhr wieder am Hauptbahnhof Hagen.

Eine Anmeldung zum Kurs 2020 nimmt das Team der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder 207-/3589 sowie unter www.vhs-hagen.de/anmeldung entgegen.

Grabungen am Hohenhof in Hagen

10. April 2019

Historischer Garten soll wieder hergestellt werden

Archäologin Dr. Eva Cichy erläutert die Ausgrabungen in der sogenannten Buddhagrube. (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen)

Das Außengelände des Hagener Hohenhofs verändert sich und lockt Archäologen an: Auf der Grundlage eines gartendenkmalpflegerischen Gesamtkonzepts der Landschaftsarchitektin und Gartendenkmalpflegerin Susanne Weisser aus Wuppertal soll der Garten am Hohenhof entsprechend der historischen Pläne von Henry van de Velde und Leberecht Migge wieder hergerichtet werden. Doch die Natur hat das Regiment übernommen und macht die Unterstützung von Archäologen erforderlich.

Denn schon nach den ersten Arbeiten auf dem Außengelände zeigte sich, dass nicht sicher ist, was von den historischen Plänen tatsächlich umgesetzt wurde. Aufgrund der natürlichen Veränderungen ist heute vieles nicht mehr erkennbar.

Mirjam Kötter von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Hagen suchte Unterstützung bei dem für Hagen zuständigen Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)-Archäologie in Olpe, der seine Hilfe zusicherte. Obwohl die Wissenschaftler aus Olpe meistens in ganz anderen, deutlich ältere Zeitschichten unterwegs sind, wendeten sie für die Untersuchungen am Hohenhof die üblichen Grabungsverfahren an. In der westfälischen Archäologie kommt es immer häufiger vor, dass auch neuzeitliche und moderne Fundorte untersucht werden.

Im März dieses Jahres rückten die LWL-Archäologen das erste Mal im Hohenhof an. Begonnen wurden die Untersuchungen im Bereich der sogenannten „Buddhagrube“ im Südwald des Außenbereichs. Bereits nach Abtrag der ersten Schichten konnten Hinweise auf einen ehemaligen Fußbodenhorizont entdeckt werden, der über Jahrzehnte unter dem Waldboden verschwunden war und sich nur zu Teilen erhalten hat.

Bei den Grabungen verwendeten die Archäologen neben den üblichen Handwerkzeugen, wie Spaten, Kratzern und Besen, auch eine Drohne. Der Einsatz von Drohnen bei der Dokumentation des Grabungsareals gehört in vielen Grabungsfirmen und Forschungseinrichtungen längst zum Alltag. Sie helfen dabei, qualitätsvolle Gesamtaufnahmen der Grabungsstätten zu erstellen.

In einem nächsten Schritt werden weitere Bereiche im Südwald des Hohenhofs untersucht und damit zusätzliche Einblicke in die Vergangenheit geschaffen. Am Samstag, 8. Juni, findet am „Tag der Parkanlagen und Gärten“ ab 15 Uhr eine Führung im Garten des Hohenhofes statt, bei der Landschaftsarchitektin Susanne Weisser das denkmalpflegerische Konzept präsentieren wird.

Zudem sind im Laufe des Sommers weitere archäologische Grabungen am Hohenhof geplant, die bis zum „Tag des offenen Denkmals“ am 8. September dieses Jahres abgeschlossen und dann von den anwesenden Archäologen ausführlich vorgestellt werden.


%d Bloggern gefällt das: