Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Noch bis Ende April: Bewerbung für den Kunstpreis „CityARTists 2021“

9. April 2021

Hagener Künstlerinnen und Künstler können sich noch bis Freitag, 30. April, über das Kulturbüro der Stadt Hagen für den Kunstpreis „CityARTists 2021“ des NRW KULTURsekretariats (NRWKS) bewerben. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung das 50. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz in Hagen haben.

Das NRWKS vergibt 2021 gemeinsam mit seinen Mitgliedsstädten, zu denen auch Hagen gehört, zehn Preise für Bildende Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Malerei, Skulptur, (Video-)Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie in einer Gesamthöhe von bis zu 50.000 Euro. Die Preisgelder werden als Stipendien vergeben und betragen 5.000 Euro pro Künstler. Insgesamt werden bis zu zehn Künstlerinnen und Künstler aus zehn Mitgliedsstädten ausgezeichnet.

Über die Webseite des Kulturbüros Hagen können sich die Hagener Künstlerinnen und Künstler ab sofort online auf die landesweite Ausschreibung bewerben. Eine lokale Fachjury wählt dann unter Federführung des städtischen Kulturbüros aus den eingegangenen Bewerbungen eine Bewerberin oder einen Bewerber aus und schlägt ihn oder sie der zentralen Jury des NRW KULTURsekretariats vor. Diese kürt bis Ende September 2021 die Preisträger.

Die Ausschreibung richtet sich an einzelne Künstlerinnen und Künstler, die eine künstlerische Ausbildung etwa an einer Hochschule, Akademie oder Meisterklasse absolviert haben und/oder eine Reihe von Ausstellungen in beispielsweise Museen, Kunsthallen oder Kunstvereinen vorweisen können.

Neben aussagekräftigen Bildern werden ein Anschreiben, ein künstlerischer Lebenslauf mit Angaben zur Ausbildung und zu Ausstellungen sowie Referenzen erwartet. Zudem sind Angaben zur beabsichtigten Verwendung des Preisgeldes für ausschließlich künstlerische Zwecke erforderlich. Künstlerinnen und Künstler, die sich im Jahr 2020 beworben haben, können sich erneut bewerben.

Alle weiterführenden Informationen sowie Teilnahmevoraussetzungen zum Bewerbungsverfahren für den Kunstpreis „CityARTists 2021“ sind auf der Seite des Kulturbüros Hagen zu finden. Für Rückfragen steht Melanie Redlberger unter Telefon 02331/207-3135 oder unter E-Mail an melanie.redlberger@stadt-hagen.de zur Verfügung.

Beseitigung statt Schutz

3. April 2021

Westfälischer Heimatbund (WHB) fürchtet um die Denkmallandschaft in NRW

Interview mit Dr. Silke Eilers, Geschäftsführerin des WHB

Die Landesregierung plant eine Neufassung des Denkmalschutzgesetzes NRW. Der nach einer Verbändeanhörung bereits überarbeitete Entwurf wurde Anfang März der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes, Dr. Silke Eilers, sieht weiterhin Gefahren für das baukulturelle Erbe im Land (Foto: WHB).

Gibt es aus Sicht des WHB die Notwendigkeit, das Denkmalschutzgesetz NRW zu ändern?

Eilers: Wir sind der Ansicht, dass sich das Denkmalschutzgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen in seiner bestehenden Fassung grundsätzlich bewährt hat. Dies betrifft auch das arbeitsteilige Zusammenspiel der beteiligten Ebenen. Einzelne Modifizierungsbedarfe könnten ohne größere Änderungen des Gesetzes vorgenommen werden.

Das Denkmalschutzgesetz NRW ist seit seinem Inkrafttreten bereits mehrfach evaluiert worden. Auch die verschiedenen Bestandsaufnahmen sahen es überwiegend als geeignetes Instrument zur Bewahrung des baukulturellen Erbes des Landes an und empfahlen allenfalls geringfügige Änderungen von Einzelaspekten.

Was sind die Hauptkritikpunkte des WHB?

Nach der letzten Verbändeanhörung hat es von verschiedenen Seiten deutliche Kritik an dem vorgelegten Gesetzesentwurf gegeben. In diesem Kontext hat sich auch unter Beteiligung des WHB ein Denkmal-Schutzbündnis landes- sowie bundesweiter Verbände und Initiativen, die sich seit Jahren erfolgreich für Denkmalpflege und Denkmalschutz stark machen, formiert.

Denkmäler sind zu schützen – so hieß es bisher klar zu Beginn des Gesetzes. Diese eindeutige Aussage soll durch eine neu formulierte Passage ersetzt werden. Dies ist symptomatisch. Der nun vorgelegten Fassung des Gesetzes fehlt es aus unserer Sicht an dem Charakter eines Schutzgesetzes. Anstelle der Erhaltung und Bewahrung von Denkmälern wird die (wirtschaftliche) Nutzung und Umnutzung in den Fokus gestellt.

Wie wir bereits bei unserer letzten Stellungnahme verdeutlicht haben, weicht man mit der Neufassung des Denkmalschutzgesetzes NRW die bisherigen Standards zum Denkmalschutz zugunsten sachfremder Aspekte wie etwa in Bezug auf Wirtschaft und Klima auf. Das bedeutet eine deutliche Verschlechterung für die Zukunft des baukulturellen Erbes. Dabei ist es doch so, dass gerade der Bereich der Denkmalpflege als vorbildlich im Umgang mit natürlichen Ressourcen anzusehen ist und Nachhaltigkeit lebt. Hier wird graue Energie erhalten, natürliche Baustoffe und Handwerker aus der Region werden eingesetzt.

Unsere Kritik betrifft auch den Wegfall der sogenannten Benehmensherstellung und den Ersatz durch eine freiwillige Anhörung der Fachleute bei den Landschaftsverbänden. Die Denkmalämter der Landschaftsverbände haben aufgrund ihrer anerkannten Expertise und ihrer fachlichen Weisungsungebundenheit in der Vergangenheit die Funktion eines Anwaltes und Fürsprechers der Denkmäler übernommen.

Wenn künftig diese Kenntnisse nicht mehr in der bewährten Form abgerufen werden, wird ein von der Baupraxis geprägtes Verwaltungsverfahren im Zentrum stehen, das überdies auch von Kommune zu Kommune unterschiedlich gehandhabt wird. Denkmalpflege ist jedoch mehr als ein Verwaltungsakt. Keine Seite wird von diesem Vorgehen profitieren – am wenigsten jedoch die Baudenkmäler.

Was begrüßen Sie an dem Entwurf?

Wir begrüßen die bessere Förderung von Denkmälern wie auch die Einrichtung eines Landesdenkmalrates, den wir als partizipatives Element bereits seit längerem eingefordert haben, um verstärkt gesellschaftlichen Gruppen eine Stimme zu geben. Doch damit ist es nicht getan. Unser Ziel als Dachverband ist es, Kompetenzen in der Bürgerschaft zu entwickeln und zu fördern. Wir engagieren uns nachdrücklich für eine systematische Stärkung des Ehrenamtes als Träger von Civil Science. Dies bezieht sich auch auf die Rolle der ehrenamtlich Tätigen in der Denkmalpflege. So plädieren wir auch weiterhin dafür, die ehrenamtlichen Beauftragten für Denkmalpflege nicht als „Kann“, sondern als „Soll“ vorzusehen.

Erfreulich an dem Entwurf des Gesetzes ist auf den ersten Blick eine geplante Stärkung der Bodendenkmalpflege, wobei man sich auch hier noch einmal sehr genau die Details anschauen muss.

Die positiven Aspekte können jedoch die negativen Auswirkungen für unsere Baukultur nicht aufwiegen.

Dr. Silke Eilers, *1975, ist Geschäftsführerin des Westfälischen Heimatbundes e.V.. Nach dem Studium Neuere und Neueste Geschichte, Volkskunde/Europäische Ethnologie, Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der WWU Münster arbeitete sie als Freie Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der stadt- und regionalgeschichtlichen Abteilung des Gustav-Lübcke-Museums Hamm. Es folgten weitere Stationen als wissenschaftliche Volontärin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, als Stadthistorikerin in der Kulturabteilung der Stadt Ahlen, u.a. zuständig für das Heimatmuseum, und als Wissenschaftliche Referentin im LWL-Museumsamt für Westfalen, Beratungsgebiet Ostwestfalen-Lippe.

Theater online: Ovids Geschichten / Winterreise

31. März 2021

Einblicke in Musiktheater-Produktionen der Spielzeit 2020/21

Zu den außergewöhnlichen Projekten des Theaters Hagen in dieser Spielzeit gehören Ovids Geschichten sowie Winterreise – Der ganze Zyklus.

Hinter der Produktion Ovids Geschichten verbirgt sich ein experimentell-klassisch-jazziger Musik-Theater-Abend, der die Wiedergabe von Geschichten aus der griechischen Mythologie, aufgeschrieben vom lateinischen Dichter Ovid, verbindet mit Musik aus drei Jahrhunderten (u.a. von J.S. Bach, W.A. Mozart, Luciano Berio und Keith Jarrett). Einen roten Faden bilden dabei zitierte Auszüge aus dem Roman Die letzte Welt von Christoph Ransmayr, in welchem der Protagonist Cotta sich mit Ovid und seinen Geschichten auseinandersetzt.

Winterreise – Der ganze Zyklus ist eine szenische Aufführung der Lieder von Franz Schubert auf Gedichte von Wilhelm Müller, ergänzt von Gedanken von Ingeborg Bachmann. Als szenische Konfrontation eines männlichen Ich mit einem weiblichen Gegenüber begegnen sich der Sänger Kenneth Mattice, die Schauspielerin Lucia Schulz sowie Dan K. Kurland am Klavier.

Diese Produktionen wurden von Intendant Francis Hüsers konzipiert und inszeniert. Künstlerinnen und Künstler, die an den Produktionen beteiligt waren, kommen in diesem Stream zu Wort.

Mit: Dorothea Brandt, Antje Haury, Philipp Alfons Heitmann, Fanny Kloevekorn, Klaus Korte, Dan K. Kurland, Taepyeong Kwak, Michael Mayer, Kenneth Mattice, Heiko Schäfer, Lucia Schulz

Philharmonisches Orchester Hagen auf WDR 3

30. März 2021

Bild_SinfoniekonzertAnfang März 2021 hat der WDR 3 (Hörfunk) ein Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen (Foto: eventmediagroup GmbH & Co. KG) im Großen Haus des Theaters Hagen aufgezeichnet und sendet dieses innerhalb seiner Reihe „Städtekonzerte“ am Gründonnerstag, 1. April 2021, direkt nach den 20-Uhr-Nachrichten.

Auf dem Programm des von Generalmusikdirektor Joseph Trafton geleiteten Konzertes steht zunächst die melodienreiche, populär gewordene „Sinfonia concertante“ von Wolfgang Amadeus Mozart für Bläserquartett und Orchester KV 297b. Die solistischen Partien gestalten Fanny Kloevekorn (Oboe), John Corbett (Klarinette), Friedhelm Grote (Fagott) und Lisa Erchinger (Horn).

Sodann folgt die Aufführung eines Frühwerkes von Gustav Mahler: Der Tonschöpfer war gerade einmal 16 Jahre alt, als er 1876 ein Klavierquartett in a-Moll verfasste. Joseph Trafton hat dieses spätromantische Opus für Orchester bearbeitet.

Abschließend erklingt die 1916 entstandene einsätzige Kammersymphonie für 23 Musiker von Franz Schreker, die durch ihren Klangfarbenreichtum besticht.

Büchereien wieder geschlossen

29. März 2021

Ab heute, 29. März, bleiben die Stadtbücherei auf der Springe sowie die Stadtteilbüchereien Haspe, Kölner Straße 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, aufgrund der neuen Coronaschutzverordung des Landes NRW bis voraussichtlich 18. April geschlossen. Die Leihfrist von Medien, die in diesen Zeitraum fallen, wird automatisch verlängert.

Während der Schließungszeit stehen Kundinnen und Kunden der Stadtbücherei die digitalen Medienangebote Onleihe und Freegal zur Verfügung. Außerdem bietet das Team der Stadtbüchereien auch den kontaktlosen Abhol-Service „Wunschtüte“ an. Interessierte können bis zu zehn Medien aus dem Bestand wählen und diese nach Terminvereinbarung kontaktlos in der Stadtbücherei abholen.

Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Team der Stadtbücherei unter Telefon 02331/207-3591 oder auf der Seite der Stadtbücherei.

Die Wiege der Moderne liegt in Hagen

28. März 2021

Karl Ernst Osthaus und die Lücke

Karl Ernst Osthaus (1874-1921) gehörte zu den wichtigsten Kunstsammlern und Mäzenen des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Willen sollte seine Heimatstadt Hagen zu einem kulturellen Zentrum werden. Der Plan scheiterte an Osthaus‘ frühem Tod am 27. März vor einhundert Jahren.

Quelle: WDR 3 Kulturfeature, 54:02 Min. (Verfügbar bis 20.03.2022)

Zu Osthaus siehe auch:

Hagen und Emst
Westdeutsche Volkszeitung, Hagen, 04.01.1914 und 08.01.1914

Ein zweiteiliger Beitrag von Osthaus zu den politischen Auseinandersetzungen um den Bau einer Gartenstadt auf dem Emsterfeld.

Ist denn Hagen wirklich immer dazu ausersehen, in Kulturfragen in letzter Linie zu marschieren?

Emst hat hier der öffentlichen Initiative etwas vorgegriffen. Das mag, wer will, eine Ungehörigkeit gegen alle nennen, die sich zur Initiative in solchen Dingen allein berufen fühlen. Aber die Errungenschaften sind darum nicht weniger erfreulich.

Zum ersten Male ist hier der Versuch durchgeführt worden, ein großes Stadtviertel so auszuschließen, daß es keine Strafe ist, darin zu wohnen.

Zum Hintergrund der Planung Gartenstadt Emst siehe auch:

Herta Hesse-Frielinghaus (Hrsg.): Karl Ernst Osthaus – Leben und Werk, Recklinghausen 1971, S. 376 ff.

Anna-Christa Funk-Jones und Johann Heinrich Müller (Hrsg.): Der westdeutsche Impuls – Kunst und Umweltgestaltung im Industriegebiet, Band: Die Folkwang-Idee des Karl Ernst Osthaus, Hagen 1984, S. 211 ff.

Der junge Mann und die kleine schmutzige Stadt
(Fast) ein modernes Märchen

Die, die in der Stadt geblieben waren, reagierten trotzig und verteidigten ihre Heimat gegenüber denen, die etwas verändern wollten oder von außen kamen. Sie beharrten darauf, Recht zu haben, und nahmen nur Menschen in ihre Gemeinschaft auf, die ihnen recht gaben oder nach dem Munde redeten.

So kamen viele Menschen in die Stadt, die anderswo gescheitert waren, und auch deshalb wuchs ihr Ruf, eine Stadt der Verlierer zu sein.

Theater Hagen: Wieder neuer Spielplan

27. März 2021

Der LiebestrankAnton Kuzenok in der Produktion „Der Liebestrank“. Foto: Klaus Lefebvre.

Im Theater Hagen wird gearbeitet – natürlich unter Einhaltung aller erforderlichen Schutzmaßnahmen. So konnte u.a. im Musiktheaterbereich kürzlich die Generalprobe zu der Neuinszenierung der Donizetti-Oper „Der Liebestrank“ stattfinden. Die ursprünglich für Ostersamstag geplante Premiere dieses Belcantowerks musste nun verschoben werden.

Aufgrund der neuerlichen Corona-Verordnungen erstellt das Theater Hagen derzeit zum wiederholten Male einen neuen Spielplan in der Hoffnung, diesen ab spätestens Anfang Mai dem Publikum anbieten zu dürfen.

So sind nun für Mai gleich mehrere Premieren vorgesehen, nämlich von

  • „Der Liebestrank“ (Oper von Gaetano Donizetti, 2.5.);
  • „The Turn of the Screw“ (Oper von Benjamin Britten, 8.5.);
  • „Pinienkerne wachsen nicht in Tüten“ (Ein WeltEntdeckungsStück von Paula Fünfeck, 9.5.);
  • „Winterreise – Der ganze Zyklus“ (Eine szenische Aufführung der Schubert-Lieder auf Gedichte von Wilhelm Müller, 14.5.);
  • „Stadt der Kinder“ (Eine multimediale TheaterUtopie von Anja Schöne und Ensemble, 16.5.);
  • „Ovids Geschichten“ (Ein experimentell-klassisch-jazziges Musiktheater frei nach Ovids „Metamorphosen“, auf der Bühne des Großen Hauses, 19.5.) und ein
  • Tanzabend mit Choreographien von Antony Rizzi und Sara Peña (27.5.).

Dazu kommen Konzerte, z.B. ein Sinfoniekonzert am 17. und 18.5., Kabarett- und Sonderveranstaltungen sowie weitere Vorstellungen in allen Sparten.

Sobald Sicherheit darüber besteht, dass Live-Aufführungen möglich sind, wird der detaillierte Spielplan auf der Webseite des Theaters (www.theaterhagen.de) und in verschiedenen Publikationen veröffentlicht sowie der Presse bekannt gegeben.

Das Theater Hagen mit all seinen Mitarbeiter freut sich auf den Tag, an welchem die Pforten für Besucher geöffnet werden können.

Die Gelegenheit, aus dem Theater etwas zu erleben, besteht erneut am Sonntag, 28. März 2021, wenn ab 16.00 Uhr der Stream „Einblicke in außergewöhnliche Projekte des Theaters Hagen“ online gestellt ist. In diesem digitalen Angebot werden eindrucksvolle Ausschnitte aus den Produktionen „Ovids Geschichten“ und „Winterreise – Der ganze Zyklus“, ergänzt mit erläuternden Kommentaren der Mitwirkenden, präsentiert.

Die Theaterkasse ist bis auf Weiteres geschlossen, über das Kontaktformular auf http://www.theaterhagen.de aber erreichbar.

100. Todestag: Erinnerung an Karl Ernst Osthaus

26. März 2021

1_Gerhardi_K425_Osthaus_RS_max„In Meran verschied nach schwerem Leiden am Ostersonntag der Gründer und Leiter des Museums Folkwang Dr. Ing. h.c. et phil. Karl Ernst Osthaus“, lautete der Text der Todesanzeige in der lokalen und überregionale Presse im März 1921, gefolgt von einer Würdigung seines Schaffens: „Seine ungewöhnliche Hingabe an alle Fragen des kulturellen und künstlerischen Lebens, seine aufopfernde Tatkraft und sein verantwortungsfreudiger Idealismus sichern ihm über die Grenzen der Jetztzeit und Deutschland hinaus als leuchtendes Vorbild ein bleibendes Andenken.“

Karl Ernst Osthaus, geboren 1874, starb am Ostersonntag, 27. März 1921 in Meran, Südtirol (Abb.: Portrait Karl Ernst Osthaus, 1903, von Ida Gerhardi, 1862-1927).

„Ich freue mich sehr, dass so viele Institutionen in Hagen und über die Stadtgrenzen hinaus an den 100. Todestag von Karl Ernst Osthaus erinnern, einem besonderen Anlass im Jahr unseres Stadtjubiläums“, so Erik O Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen. Sobald die Museen in Hagen wieder öffnen können, wird das Osthaus Museum Hagen das Andenken an seinen Namensgeber mit der Ausstellung „Folkwang-Reflexe“ in der historischen Brunnenhalle würdigen.

Die Folkwang-Sammlung wurde nach dem Tod von Osthaus von seiner Familie an die Stadt Essen verkauft. Dennoch lassen sich einige Werke aus der ursprünglichen Hagener Folkwang-Sammlung in den Beständen des Osthaus Museums Hagen finden und mit den Objekten im Katalog des Folkwang aus dem Jahr 1912 identifizieren.

Dazu gehören beispielsweise das große Wandbild aus dem ehemaligen Folkwang-Musiksaal von Emil Rudolf Weiss wie auch Gemälde und Grafiken von Christian Rohlfs oder Radierungen von Käthe Kollwitz. Zwei berühmte Werke des Jugendstils, der elegante „Schwanenteppich“ von Otto Eckmann und der „Kuss“ von Peter Behrens sind ebenso zu sehen wie die grazile Skulptur „Jephtas Tochter“ von Milly Steger. Außerdem wird ein steinerner Buddhakopf aus dem Privatbesitz von Osthaus gezeigt, der auf sein Konzept der Entwicklung eines Weltkundemuseums verweist.

Eine zeitgenössische Reflex der historischen Hagener Folkwang-Sammlung bietet die Arbeit „Salon de Fleurus: Moderne Kunst aus dem Museum Folkwang“. Sie besteht aus über 20 kleinformatigen Gemälden, die Ansichten des historischen Folkwang-Bildersaales sowie die darin präsentierten Hauptwerke zeigen.

Das Junge Museum im Osthaus Museum erinnert im Rahmen der Ausstellung monatlich mit einem Exponat an die verschiedenen Abteilungen des „Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe“, des 1909 von Osthaus gemeinsam mit dem Deutschen Werkbund gegründeten Wandermuseums. Den Auftakt bildet ein Holzhocker, der nach dem Entwurf von J.L.M. Lauweriks, ehemaliger Leiter des Staatlichen Handfertigkeitsseminars in Hagen, entstanden ist.

Öffentliche Führungen zum Hagener Impuls

Die öffentlichen Führungen zum Hagener Impuls nehmen in diesem Jahr schwerpunktmäßig das 100. Todesjahr in den Fokus. Eine kostenlose Broschüre liefert Erläuterungen zu den Orten des Hagener Impulses und informiert über die angebotenen Führungen.

Skulpturen und Reliefs: Broschüre zum Grabmal

Außerdem veröffentlicht das Osthaus Museum zu diesem besonderen Anlass eine Broschüre über das Grabmal von Osthaus. Die bebilderte Publikation beschreibt die Entstehungsgeschichte und erläutert die dargestellten Skulpturen und Reliefs. Die Broschüre „Die Osthaus-Kapelle am Hohenhof. Das Grabmal für Karl Ernst Osthaus von Johannes Ilimari Auerbach“ von Dr. Birgit Schulte ist gegen eine Gebühr von 4,50 Euro im Osthaus Museum erhältlich.

Museum Folkwang in Essen

Auch das Museum Folkwang in Essen nutzt den 100. Todestag Osthaus‘, um an dessen Schaffen zu erinnern.

„Ohne die Mitwirkung der Kunst sind die wichtigsten Fragen des Lebens unlösbar.“ Diese Überzeugung war die Motivation für Karl Ernst Osthaus (1874-1921), sich Zeit seines Lebens für Kunst, Kultur und den Dialog der Kulturen zu engagieren. Sein Credo gilt bis heute.

Der Kunstsammler legte mit dem Erwerb des impressionistischen Meisterwerks „Lise mit dem Sonnenschirm“ von Auguste Renoir den Grundstein für die Sammlung des Museum Folkwang. – Ein Auftakt für eine beispielhafte Sammlung moderner Kunst, dem schnell Erwerbungen von Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Paul Gauguin folgten und den Ruf des Museum Folkwang als wegweisendes Museum für zeitgenössische Kunst begründeten. Das Museum Folkwang ist heute eines der renommiertesten deutschen Kunstmuseen mit herausragenden Sammlungen der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne, der Kunst nach 1945 und der Fotografie, die seit 1979 als eigene Abteilung existiert.

„Mit dem Grundstein, den Karl Ernst Osthaus für das heutige Museum Folkwang gelegt hat, hat er nicht nur dem Haus, sondern Essen zu internationaler Strahlkraft verholfen“, so Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Im Jahr 2020 als Museum des Jahres ausgezeichnet, bewahrt das Museum Folkwang die Tradition Osthaus‘ als Stätte des Sammelns und Vermittelns neuer und neuester Kunst. Im Jahr 2022 feiern wir den 100. Geburtstag des Museums. Darauf freue ich mich schon heute.“

Der Folkwang-Gedanke hat auch 100 Jahre nach dem Tod von Karl Ernst Osthaus noch Gültigkeit: Der Einheit von Kunst und Leben fühlt sich das Museum Folkwang bis heute verpflichtet.

Hintergründe zu Osthaus Grabmal

Bis zu seinem Tod weilte Osthaus auf Anraten seiner Ärzte zur Linderung seiner fortgeschrittenen Kehlkopftuberkulose in Meran. Auf dem Evangelischen Friedhof zu Meran wurde er schließlich beigesetzt. Der junge Bildhauer Johannes Ilimari Auerbach schuf ihm im Auftrag von Gertrud Osthaus ein monumentales Grabmal. Die Skulpturen und Reliefs thematisieren das Leben und Sterben von Osthaus.

Anlässlich des 50. Todestages von Karl Ernst Osthaus ließ die Stadt Hagen im Jahr 1971 das Grabmal in den Garten des Hohenhofs umsetzen, wo es in der Blickachse des Arbeitszimmers von Osthaus aufgestellt wurde. Am 27. März 1971 fand im Beisein von Familienmitgliedern die Kranzniederlegung durch den Oberbürgermeister der Stadt Hagen am Grabmal statt. Auf Einladung des Karl Ernst Osthaus-Bund folgte im Anschluss eine Gedenkstunde im Osthaus Museum.

Verleihung des Ernst Meister-Preises für Lyrik 2021 an Anja Utler

21. März 2021

Der Ernst Meister-Preis wurde 1981 zur Erinnerung an den Hagener Lyriker und Schriftsteller Ernst Meister gestiftet und wurde bisher in unregelmäßigen Abständen vergeben. Ab 2021 wird der Preis alle drei Jahre von der Neuen Ernst Meister-Gesellschaft für die Stadt Hagen ausgerichtet.

Ernst Meister, der 1911 im heute zu Hagen gehörenden Stadtteil Haspe geboren wurde, und 1979 in Hagen starb, blieb der westfälischen Großstadt zeit seines Lebens verbunden. Hier lebte und arbeitete er zurückgezogen. Selbst mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen dekoriert, gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Dichter des 20. Jahrhunderts.

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis zeichnet das Werk von Autorinnen und Autoren aus, welche die Verantwortung für Sprache und Poesie auf besondere Weise zum Ausdruck bringen.

Der für die Preisverleihung zuständigen Jury gehörten an:

  • Prof. Dr. Michael Niehaus, FernUniversität in Hagen
  • Prof. Dr. Armin Schäfer, Ruhr-Universität Bochum
  • Dr. Cornelia Epping-Jäger, Ruhr-Universität Bochum
  • Frank Schablewski, Dichter und Autor aus Aachen
  • Thomas Bleicher, M.A., Sprach- und Literaturwissenschaftler, Journalist.

Zur Begründung führt die Jury aus:

„Das literarische Werk Anja Utlers, der 1973 im bayerischen Schwandorf geborenen und heute in Leipzig lebenden, vielfach ausgezeichneten Dichterin, Essayistin und Übersetzerin, ist durch eine große, von der theoretischen zur ästhetischen und poetischen Produktivität reichenden Spannbreite charakterisiert. Bereits ihr Lyrikband „münden – entzüngeln“ (2004) zeigt, dass Poesie für Anja Utler immer angesiedelt ist zwischen Schrift und Klang.

Lyrik wird als Klangereignis erfahrbar gemacht, als eine Kraft, die das Denken und Fühlen von Autorin und Publikum poetisch ineinander verwebt. So wirkt sie in die Welt hinein. Nicht zuletzt deswegen liegen Ihre Gedichte nicht nur gedruckt, sondern auch als kunstvolle Audiotakes vor, nicht zuletzt deswegen liest sie ihre Dichtung nicht vor, sondern führt sie auf.

Die Lyrik Anja Utlers steht zudem für eine ästhetisch gelungene Vermittlung von Poesie und Politik: „jana, vermacht“ (2009) etwa thematisiert das Schweigen der Nachkriegsgeneration indem das Verschwiegene im Dialog zwischen Großmutter und Enkelin im Verschluckten und Fragmentarischen des Sprechens sinnfällig gemacht wird; „kommen sehen“ (2020) verlagert die Frage der Überlieferung zwischen den Generationen in die lückendurchzogene, jede durchgängige Narration ad absurdum führende lyrische Analyse einer Welt nach der Klimakatastrophe.

Anja Utler, deren Arbeiten bislang in zwanzig Sprachen übersetzt wurden, ist zudem als brillante Übersetzerin (Anne Carson, Mila Haugová) Essayistin („Von den Knochen der Sanftheit. Behauptungen, Reden, Quergänge“, 2016) Prosaschreiberin („ausgeübt. Eine Kurskorrektur“, 2011) und wissenschaftliche Autorin („‘manchmal sehr mitreißend‘. Über die poetische Erfahrung gesprochener Gedichte“, 2016) hervorgetreten.“

Öffnung der Hagener Museen und Archive

19. März 2021

Die Museen und Archive der Stadt Hagen öffnen in der kommenden Woche wieder für Besucherinnen und Besucher. In allen Einrichtungen ist eine Voranmeldung notwendig und es gelten die bekannten Hygienevorgaben.

Das Kunstquartier

Das Kunstquartier mit dem Emil Schumacher Museum und dem Osthaus Museum Hagen öffnet am Dienstag, 23. März, ab 12 Uhr zu den bekannten Öffnungszeiten. Interessierte erwarten fünf vielseitige Ausstellungen.

Das Emil Schumacher Museum präsentiert aktuell „Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe“ und „Emil Schumacher – Roma – Eine Hommage an Italien“. Im Osthaus Museum erwarten die Besucherinnen und Besucher die Ausstellungen „Lebensecht? – Hyperrealistische Skulpturen“ und „Chen Zhiguang – Magische Räume“ sowie ab Samstag, 27. März, „Folkwang-Reflexe – Eine Präsentation zum 100. Todestag des Folkwang-Gründers Karl Ernst Osthaus“.

Die notwendigen Vorkehrungen für einen Besuch im Kunstquartier werden derzeit getroffen. Weitere Informationen finden Interessierte in Kürze auf der Internetseite www.kunstquartier-hagen.de unter dem Punkt „Besuch“.

Der Hohenhof

Der Hohenhof bleibt wegen aktueller Renovierungsarbeiten bis voraussichtlich Ende April geschlossen.

Museum Wasserschloss Werdringen

Das Museum Wasserschloss Werdringen wird ab Donnerstag, 25. März, seine Tore wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen. Von montags bis mittwochs ist ein Besuch nur nach vorheriger Vereinbarung möglich. Von donnerstags bis freitags öffnet das Museum von 10 bis 17 Uhr und am Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Bis zum Jahresende bietet das Museum ein spannendes Führungs-, Veranstaltungs- und Exkursionsprogramm rund um das Wasserschloss an. Die Themen sind unter anderem Geologie, Archäologie und Geschichte sowie der Naturschutz, Insekten, Vögel und Amphibien.

Die Angebote können Interessierte auf der Internetseite des Museums unter www.wasserschloss-werdringen.de über verschiedene Kontaktmöglichkeiten buchen. Auf der Internetseite sind auch die Hygiene- und Verhaltensvorgaben für den Museumsbesuch abrufbar.

Das Stadtarchiv

Das Stadtarchiv Hagen öffnet am Mittwoch, 24. März, wieder für den Benutzerdienst. Interessierte können den Lesesaal nach vorheriger Anmeldung per E-Mail oder Telefon zu den bekannten Öffnungszeiten am Mittwoch und Donnerstag reservieren. Die gewünschten Archivalien sollten vorab bestellt werden. Im Nutzersaal gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Einzelheiten, Kontakt- und Reservierungsmöglichkeiten sowie eine Online-Recherche der gewünschten Bestände sind über die Internetseite www.stadtarchiv-hagen.de verfügbar. Weitere Auskünfte erteilt das Team des Stadtarchivs unter Telefon 02331/207-3339.

Welttag des Theaters für Junges Publikum

18. März 2021

Lutz Hagen präsentiert digitale Angebote am Wochenende (20. und 21. März 2021)

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Still aus dem Film „Mit Musik in 80 Tagen um die Welt“. Darauf zu sehen: Maren Lueg. Kamera: Tobias-Rene Kersting.

Am 20. März findet der „Welttag des Theaters für Junges Publikum“ statt. Alljährlich feiert die ASSITEJ, die Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche, diesen Tag, an welchem weltweit Theater und weitere Kulturinstitutionen mit verschiedenen Projekten darauf aufmerksam machen, dass Kinder und Jugendliche ein Recht auf Teilhabe an Kunst und Kultur haben.

Das Lutz Hagen entwickelt gerade die Produktion „Stadt der Kinder“, deren zentrales Thema die Rechte von Kindern und Jugendlichen sind. In diesem Zusammenhang lädt es alle zu einem Tanzworkout mit dem Choreographen Joszef Hajzer und der Theaterpädagogin Daria Malygina ein – abzappeln, einfach Spaß haben! Das Mitmach-Video ist ab 20. März online gestellt:

www.theaterhagen.de/stueckekonzerte/lutzhagen/welttag-des-theaters-fuer-junges-publikum/

Anja Schönes Bühnenfassung des bekannten Romans von Jules Verne begeisterte bereits viele Besucher im Lutz. Unterstützt von der Essener Konzertpädagogin Ulrike Schwanse, der Hagener Musikerin Maren Lueg und Beiträgen von zahlreichen Kindern aus Hagen, Essen und Mülheim an der Ruhr hat das Ensemble den facettenreichen MusikTheaterFilm „Mit Musik in 80 Tagen um die Welt“ gedreht. Neben einem Wiedersehen mit dem verschrobenen Engländer Phileas Fogg, seinem neugierigen Diener Passepartout und der temperamentvollen Inderin Aouda kann man bei dieser abenteuerlichen Reise um die Welt die unterschiedlichsten Instrumente und Musikstile entdecken und Einblicke in andere Kulturen gewinnen.

Spannung, Musik, Information und Unterhaltung verbinden sich zu einem neuartigen Format, das für alle Schulklassen kostenlos abrufbar ist. Der Downloadlink für den Film sowie ausführliches Begleitmaterial ist erhältlich unter

theaterpaedagogik@theaterhagen.de, Tel. 02331-3762378.

Ein BiParcours verspricht spannenden Rätselspaß im Anschluss an den Film und gibt Anregungen, selbst kreativ zu werden und auf Entdeckungsreise ins eigene Zuhause zu gehen.

Für alle kleinen und großen Zuschauer außerhalb der Schulen ist der Film als Stream über die Webseite des Theaters Hagen (www.theaterhagen.de) am 21. März um 11.00 Uhr zu sehen (12 Stunden online).

Stadtbücherei Hagen mit neuem Online-Katalog

14. März 2021

„Mit diesem Katalog machen wir technisch einen großen Schritt vorwärts, der Komfort für unsere Nutzerinnen und Nutzer verbessert sich deutlich“, freut sich Andrea Steffes, Leiterin der Stadtbücherei Hagen über den neuen Online-Katalog der Stadtbücherei.

Ab sofort erwartet die Nutzer eine deutlich vereinfachte Bedienung und Recherchefunktion. Trefferlisten lassen sich besser filtern und sogar personalisieren. „Wir sind sehr gespannt auf die Reaktionen unserer Kundinnen und Kunden“, sagt Andrea Steffes.

Es ist für die kommunalen Öffentlichen Bibliotheken eine große Herausforderung technisch auf dem neusten Stand zu bleiben. Das Land NRW unterstützt die Öffentlichen Bibliotheken durch Projektförderungen und hat auch das aktuelle Vorhaben großzügig gefördert. „Angesichts der schwierigen finanziellen Situation der Stadt Hagen können nur durch diese Unterstützung sinnvolle Projekte wie dieses in Angriff genommen werden“, sagt Margarita Kaufmann, Bildungsbeigeordnete der Stadt Hagen.

Im Rahmen des Projekts „Verbesserung der Online-Services der Stadtbücherei Hagen“ wird neben der nun erfolgten Bereitstellung eines zeitgemäßen Online-Katalogs im Laufe des Jahres 2021 noch eine WebOPAC-App für mobile iOS- sowie Android-Geräte bereitgestellt. Der finanzielle Umfang des Gesamtprojektes beläuft sich auf rund 54.000 Euro. Von dieser Summe werden 80 Prozent vom Land gefördert, also rund 43.000 Euro.

Der neue Online-Katalog bietet auch die Grundlage für die bereits bekannte Wunschtüten-Aktion der Stadtbücherei. Die Kunden suchen sich über den Katalog bis zu zehn ausleihbare Medien aus und bestellen sie per Telefon oder E-Mail bei der Stadtbücherei. Zu dem vereinbarten Termin liegen die Medien dann zur kontaktlosen Abholung bereit.

Theater: Änderung des Online-Angebots

13. März 2021

Die für den 14.3.2021, 16.00 Uhr, angekündigte Veröffentlichung des Streams (auf YouTube) mit Einblicken in außergewöhnliche Projekte des Theaters Hagen wird auf den 28.3.2021, 16.00 Uhr, verschoben. Dieses digitale Angebot präsentiert Ausschnitte aus den Produktionen „Ovids Geschichten“ und „Winterreise – Der ganze Zyklus“ (Szene: Jeong Min Kim. Foto: Klaus Lefebvre).

Stattdessen wird an diesem Sonntag (ab 16.00 Uhr) „Schwanensee – Aufgetaucht, Masterclass-Rehearsals“ (Eine filmische Dokumentation zu Marguerite Donlons Choreographie) gezeigt. Wie durch eine Lupe können die Zuschauer die Soloproben der Hagener Ballettdirektorin Donlon und des Trainingsleiters Francesco Vecchione mit Tänzerinnen mitverfolgen. Dazu kommen Gespräche mit Donlon und der Leiterin der Kostümabteilung Christiane Luz.

Büchereien öffnen ab Montag

12. März 2021

Gute Nachrichten für alle Besucherinnen und Besucher der Hagener Büchereien: Die Stadtbücherei auf der Springe sowie die Stadtteilbüchereien Haspe, Kölner Straße 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, öffnen ab Montag, 15. März, wieder ihren Ausleihbetrieb. Eine Nutzung der Büchereien vor Ort ist zunächst nicht möglich.

Für den Büchereibesuch gelten dann folgende Regeln: Das Betreten ist nur mit einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung und mit einem Kundenausweis gestattet. Der Ausweis wird beim Betreten der Bücherei registriert. Neuanmeldungen sind vor Ort möglich.

In der Stadtbücherei auf der Springe dürfen sich maximal 60 Kundinnen und Kunden gleichzeitig aufhalten, in den Stadtteilbüchereien sind je 12 Personen erlaubt. Dabei ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Der Aufenthalt in den Büchereien ist nur zur Ausleihe und Rückgabe von Medien möglich. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. In der Stadtteilbücherei Haspe wird der Zugang über einen Wachdienst geregelt. Zudem wurde das Medienangebot der Büchereien erweitert: Rund 3.200 neue Bücher und Medien zur Ausleihe bereit.

Die Stadtbücherei auf der Springe öffnet coronabedingt bis auf Weiteres montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.

Die Stadtteilbüchereien stehen zu den gewohnten Zeiten zur Verfügung: Die Bücherei Haspe ist montags und dienstags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 13 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten der Bücherei Hohenlimburg sind dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 13 Uhr.

Fragen zum Ausleihbetrieb beantwortet das Team der Stadtbücherei unter Telefon 02331/207-3591 oder per Mail an stadtbuecherei@stadt-hagen.de. Mehr Informationen gibt es auf der Seite der Stadtbücherei.

Einblicke in außergewöhnliche Projekte

12. März 2021

Aus der Produktion „Winterreise – Der ganze Zyklus“. Mit (v.l.n.r.): Lucia Schulz, Kenneth Mattice, Dan K. Kurland. Foto: Klaus Lefebvre.

Das Theater Hagen hat ein weiteres Stream-Angebot erarbeitet, welches ab dem 14. März 2021, 16.00 Uhr, auf YouTube online gestellt wird.

Darin sind Ausschnitte aus zwei besonderen Projekten zu erleben: „Ovids Geschichten“ und „Winterreise – Der ganze Zyklus“, kommentiert von Francis Hüsers, Heiko Schäfer, Dan K. Kurland und Kenneth Mattice. Als letzte Aufführung vor dem zweiten Lockdown konnte am 1. November 2020 die Premiere von „Ovids Geschichten“ im Lutz stattfinden.

Dieser experimentell-klassisch-jazzige Musik-Theater-Abend präsentiert Geschichten aus der griechischen Mythologie, aufgeschrieben vom lateinischen Dichter Ovid, verbunden mit Musik aus drei Jahrhunderten (u.a. von J.S. Bach, W.A. Mozart, Luciano Berio und Keith Jarrett). Dabei treten die Sopranistin Dorothea Brandt und die Schauspieler Philipp Alfons Heitmann und Michael Mayer mit den Musikern Fanny Kloevekorn (Oboe), Antje Haury (Kontrabass), Klaus Korte (Saxophon), Taepyeong Kwak (Klavier) und Heiko Schäfer (Schlagzeug) in eine intensive Interaktion. – Hinweis: Sobald wieder Live-Vorstellungen möglich sind, wird diese Produktion auf der Bühne des Großen Hauses gezeigt, auf welcher auch die Besucher Platz nehmen können.

Im Mai/Juni 2020 stand „Der Winterreise – Erster Teil“ auf dem Programm. Nun bringt diese szenische Umsetzung, die hoffentlich in dieser Saison auch vor Publikum gespielt werden kann, den gesamten Liederzyklus von Franz Schubert auf Gedichte von Wilhelm Müller zur Aufführung. Als Konfrontation eines männlichen Ich mit einem weiblichen Gegenüber begegnet Kenneth Mattice als singend-erzählender Winter-Wanderer mit Dan K. Kurland als sein nicht nur musikalischer Begleiter dem Fremden wie Vertrauten der Welt – und einer Frau, die sich in der Verkörperung von Lucia Schulz eine ebenso starke lyrische Stimme leiht.

Beide Produktionen wurden von Intendant Francis Hüsers konzipiert und inszeniert.

Mitschnitt Philharmonisches Orchester Hagen

9. März 2021

Wie kaum ein anderer Ort hat Wien namhafte Musiker angezogen und so auch die Komponisten dieses Konzertabends: Wolfgang Amadeus Mozart, Gustav Mahler und Franz Schreker haben allsamt dort gewirkt und ihre Spuren hinterlassen.

In Mozarts heiter bewegter Sinfonia Concertante treten vier Bläsersolisten zusammen und führen miteinander einen ebenso reizvollen wie feinsinnigen Dialog.

Das Klavierquartett Mahlers entstammt der Jugend des Komponisten, doch mag darin schon so manches auf den großen Sinfoniker späterer Jahre hindeuten. Sie hören dieses Frühwerk in einer Bearbeitung für Kammerorchester durch GMD Joseph Trafton.

Franz Schreker ist als Komponist des Fin de Siècle vor allem als Schöpfer großer Opern bekannt geworden, die nach und nach wiederentdeckt werden. Dass er auch abseits des Musiktheaters beheimatet war, zeigt seine 1916 entstandene Kammersymphonie, deren farbenreicher Klang noch einmal das Wien der letzten Jahre der Donaumonarchie aufruft.

Theater Hagen: Ab Ostern wieder Vorstellungen?

5. März 2021

Rainer Zaun und Carolin Soyka in der Produktion „Monty Python’s Spamalot“. Foto: Björn Hickmann.

Unter noch einmal erhöhten Sicherheitsvorkehrungen hat das Theater Hagen den eingeschränkten Probenbetrieb wieder aufgenommen, um gegebenenfalls ab Ostern einem zahlenmäßig reduzierten Publikum wieder Vorstellungen anbieten zu können, sofern das dann erlaubt ist. Der neu erarbeitete detaillierte Spielplan wird demnächst auf der Homepage des Theaters (www.theaterhagen.de) veröffentlicht.

Was erwartet das Publikum bis Ende der Spielzeit in den verschiedenen Spielstätten, wenn Live-Aufführungen möglich sind?

Premieren: „Der Liebestrank“ (Komische Oper von Gaetano Donizetti, 3.4.); „Monty Python‘s Spamalot“ (Musical nach dem Film „Die Ritter der Kokosnuss“, 5.4.); „Stadt der Kinder“ (Eine multimediale TheaterUtopie von Anja Schöne und Ensemble, 18.4.); „Mädchen wie die“ (Eine Coming-out-of-the-Cage-Geschichte von Evan Placey, 24.4.); „The Turn of the Screw“ (Oper von Benjamin Britten, 1.5.); „Winterreise – Der ganze Zyklus“ (Eine szenische Aufführung der Schubert-Lieder auf Gedichte von Wilhelm Müller, 2.5.); „Pinienkerne wachsen nicht in Tüten (Ein WeltEntdeckungsStück von Paula Fünfeck, 9.5.); Tanzabend mit Choreographien von Antony Rizzi-und Sara Peña (27.5.); „SubsTanz – Tänzer*innen choreographieren“ (3.6.); „Stille Post“ (Partizipatives Projekt von Lutz-Kinderclub und Lutz-Senior*innenclub, 11.6.).

Zudem stehen Vorstellungen von „ZART“ (Ballett mit Choreographien von Marguerite Donlon und Francesco Vecchione); „Die Blume von Hawaii” (Operette von Paul Abraham); „Wenn die Nacht am tiefsten … ist der Tag am nächsten“ (Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Show); „Ovids Geschichten“ (Ein experimentell-klassisch-jazziges Musiktheater frei nach Ovids „Metamorphosen“, auf der Bühne des Großen Hauses!); Doppelabend mit den Opern „Die einsame Insel“ (Joseph Haydn) und „Marilyn Forever“ (Gavin Bryars); „Prolog – Schwanensee – Aufgetaucht“ (Ballett von Marguerite Donlon); „Der fliegende Koffer“ (Ein Theaterabenteuer nach Hans Christian Andersen); „Pardauz” (Ein TanzObjektTheaterSpaß von Anja Schöne und Ensemble); „Die Eiskönigin“ (Eine TanzTheaterReise nach Hans Christian Andersen); „Woyzeck“ (Eine LiveMusikKlassikerShow nach dem Drama von Georg Büchner in einer Fassung von Anja Schöne); „Sternenstaub“ (Ein Theatererlebnis mit Musik von Anja Schöne und Anne Schröder) auf dem Programm.

Dazu kommen Konzerte (Karfreitagsmatinee, Sinfoniekonzerte, Familienkonzerte, Kammerkonzerte) sowie Kabarett- und Sonderveranstaltungen (u.a. Werkstatt-Proben, Kulturcafé sowie die Regenbogen-Gala).

Aufgrund der Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie mussten die Neuproduktionen „Salome“, „Anatevka“, „Heroes“, „Alice im Wunderland“, „Max und Moritz“ in die Spielzeit 2021/22 sowie die Oper „Tri Sestry“ in die Spielzeit 2022/23 verschoben und der Ballettabend „Schwanensee – Aufgetaucht“ und das Schauspiel „Drei Schwestern“ abgesagt werden.

Die Theaterkasse ist bis auf Weiteres geschlossen, über das Kontaktformular auf www.theaterhagen.de aber erreichbar.

In dieser vorstellungsfreien Zeit bietet das Theater Hagen mehrere Streams an (www.theaterhagen.de), auf welche vor deren Online-Stellung in der Presse und auf der Webseite jeweils hingewiesen wird.

Gelder für Haus-Harkorten-Sanierung

4. März 2021

Das „Neue Haus“ auf Haus Harkorten soll erhalten bleiben: Für die denkmalgerechte Restaurierung des repräsentativen Herrenhauses stellt die NRW-Stiftung dem Verein zur Förderung des Erhalts und der Entwicklung von Haus Harkorten einen Zuschuss in Höhe von bis zu 60.000 Euro zur Verfügung. Das beschloss jetzt der Stiftungsvorstand unter dem Vorsitz von Eckhard Uhlenberg.

Haus Harkorten am Fuße des Hasper Quambuschs ist eine baulich fast vollständig erhaltene Gutsanlage aus dem 18. Jahrhundert und der ehemalige Wohnsitz der Kaufmanns- und Industriellenfamilie Harkort. (…)

Quelle: wp.de

Mozart, Mahler und Schreker

4. März 2021

Sinfoniekonzert ab Sonntag online

Aus der Generalprobe zu diesem Konzert. Foto: Yuliana Falkenberg.

Im Rahmen der digitalen Angebote des Theaters Hagen steht als nächstes der Stream eines Sinfoniekonzertes auf dem Online-Programm. Generalmusikdirektor Joseph Trafton und das Philharmonische Orchester Hagen widmeten sich der Interpretation dreier Kompositionen aus drei Jahrhunderten.

Zunächst erklingt die melodienreiche, populär gewordene „Sinfonia concertante“ von Wolfgang Amadeus Mozart für Bläserquartett und Orchester KV 297b. Die anspruchsvollen solistischen Partien gestalten Fanny Kloevekorn (Oboe), John Corbett (Klarinette), Friedhelm Grote (Fagott) und Lisa Erchinger (Horn).

Sodann folgt die Aufführung eines Frühwerkes von Gustav Mahler: Der Tonschöpfer war gerade einmal 16 Jahre alt, als er 1876 ein Klavierquartett in a-Moll verfasste. Joseph Trafton hat dieses spätromantische Opus für Orchester bearbeitet: „In diesem Arrangement des kammermusikalischen Jugendstücks für eine größere instrumentale Besetzung habe ich versucht, dem Sound der klanglich zwischen Extremen changierenden Sinfonien Mahlers etwas näher zu kommen.“

Abschließend wird die 1916 entstandene einsätzige, gleichermaßen berührende wie mitreißende Kammersinfonie von Franz Schreker präsentiert, die vor allem durch ihren Klangfarbenreichtum besticht.

Dieses Konzert ist ab 7. März 2021, 16.00 Uhr, online zu erleben (www.theaterhagen.de). Zudem wurde es vom WDR Hörfunk aufgezeichnet und wird innerhalb der Städtekonzert-Reihe am 1. April 2021 direkt nach den 20-Uhr-Nachrichten auf WDR 3 gesendet.

Ein Kater unter Olmen

3. März 2021

Hasper Autor veröffentlicht zweiten Roman

Eigentlich hat Kater Sammy, seines Zeichens gescheiterter Kratzbaumtechnik-Student, den Grottenolm Horst zum Mittagsmahl auserkoren. Doch es kommt alles ganz anders.

Wie Sammy und Horst Freunde werden und gemeinsam gegen eine größenwahnsinnige Puffotter namens Penny kämpfen, um die Atta-Höhle zu befreien, davon erzählt der Roman „Unter Olmen“. Erdacht hat ihn der Hasper Autor Carsten Wunn, der bereits mit seinem Erstlingswerk „Kniesel und ich“ Humoristisches aus dem Pelztiermilieu vorlegte. Auch „Unter Olmen“ ist eine surreale Fabel voller skurrilem Witz, der zum Lachen und Nachdenken anregt.

Carsten Wunn, der seit 2008 in Haspe lebt, hat ein Kapitel des Romans im Oktober 2019 bei einer Vorpremiere im „Hyazinth & Rosenblütchen“ (Blumenatelier und Porzellanmanufaktur) vorgestellt. Nun ist der gesamte Roman beim Ubooks-Verlag erschienen.

Einblicke in aktuelle Musiktheater-Produktionen

2. März 2021

Im September und Oktober 2020 konnten am Theater Hagen zwei Musiktheater-Neuproduktionen Premiere feiern: Der Doppelabend mit den Opern L’isola disabitata (Die einsame Insel) von Joseph Haydn und Marilyn Forever on Gavin Bryars (Regie: Magdalena Fuchsberger, Holger Potocki) sowie die Operette Die Blume von Hawaii von Paul Abraham (Regie: Johannes Pölzgutter). Dieser Stream bietet durch die Präsentation von Highlights die Möglichkeit, einen besonderen Einblick in diese Neuinszenierungen zu gewinnen.

Digitale Einblicke in Theater-Produktionen der Spielzeit 2020/21

26. Februar 2021

Aus der Produktion „Die Blume von Hawaii“. V.l.n.r.: Angela Davis, Alina Grzeschik, Insu Hwang, Richard van Gemert. Foto: Klaus Lefebvre.

Einige Besucher haben noch Live-Vorstellungen im September/Oktober 2020 erlebt, seit dem Lockdown ab November gab es dazu keine Gelegenheit mehr. Deshalb präsentiert das Theater Hagen hiermit ein weiteres digitales Angebot, welches Highlights aus folgenden Produktionen zeigt: Doppelabend mit den Opern „Die einsame Insel“ („L’isola disabitata“ von Joseph Haydn und „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars sowie die Operette „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham.

Die facettenreichen Einblicke in die Neuproduktionen werden ergänzt von Interviews mit den Gesangssolisten Angela Davis, Richard van Gemert, Alina Grzeschik, der Dramaturgin Rebecca Graitl sowie dem Generalmusikdirektor Joseph Trafton und dem Intendanten und Dramaturgen Francis Hüsers. Dieses Online-Programm bietet die Möglichkeit, sich einen Eindruck von diesen Musiktheaterwerken zu verschaffen, die hoffentlich bald wieder in Gänze vor Publikum auf der Großen Bühne des Hauses aufgeführt werden können.

Der Stream ist ab 28. Februar 2021, 16.00 Uhr freigeschaltet (www.theaterhagen.de).

Wolfgang Röspel ist neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates der Theater Hagen gGmbH

25. Februar 2021

Der vom Rat neu gewählte Aufsichtsrat der Theater Hagen gGmbH hat sich im Februar 2021 per Video-Konferenz konstituiert. In seiner ersten Sitzung ernannte er den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Röspel (CDU) zum neuen Vorsitzenden. Wolfgang Röspel löst Sven Söhnchen (SPD) ab, der sich nach fünfjährigem Vorsitz nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Neuer Stellvertreter ist Werner König SPD).

Die Theaterleitung mit Geschäftsführer Dr. Thomas Brauers und Intendant Francis Hüsers sieht gerade in der Corona bedingt schwierigen Zeit die Notwendigkeit, eng mit dem Aufsichtsrat und insbesondere den beiden Vorsitzenden zusammen zu arbeiten.

Das langjährige Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Röspel ist aus Sicht der Theaterleitung ein “alter Bekannter“, mit dem sich ein vertrauensvolles Zusammenwirken in der Vergangenheit längst entwickelt und bewährt hat. Auch bei Werner König, der auf der politischen Bühne Hagens alles andere als ein unbeschriebenes Blatt ist, sind Thomas Brauers und Francis Hüsers sehr zuversichtlich, dass innerhalb kürzester Zeit eine fruchtbare gemeinsame Arbeit zum Wohle des Theaters und der theaterinteressierten Hagenern entstehen wird.

Lutz Hagen auf der Suche nach Zinkbottichen

23. Februar 2021

Für die Lutz-Produktion „Pinienkerne wachsen nicht in Tüten“ (Ein WeltEntdeckungsStück von Paula Fünfeck) benötigt das Theater Hagen Zinkbottiche (oval ca. 85-100 cm lang, 45-55 cm breit, 25-35 cm hoch).

Wer solche Zinkbottiche zur Verfügung stellen kann, melde sich bitte bei dem Technischen Produktionsleiter Lucas Lerch unter der Telefonnummer 02331-207-3281 oder per email unter lucas.lerch@stadt-hagen.de bis spätestens 22. März 2021.

Lutz: Digitales Angebot für die Jüngsten

17. Februar 2021

Schon mal von Sternenstaub, Anne und dem Astronautenhasen Neil gehört? Wenn nicht, gibt es die Möglichkeit, ab Sonntag, 21. Februar 2021, 11.00 Uhr unter www.theaterhagen.de mehr zu erfahren.

Dann wird nämlich, da derzeit keine Live-Aufführungen stattfinden können, in einem Stream dieses von Lutz-Leiterin Anja Schöne und Dramaturgin und Schauspielerin Anne Schröder (Foto: Klaus Lefebvre) kreierte „Theatererlebnis mit Musik“ unter dem Titel „sternenstaub“ für alle Zuschauer ab zwei Jahren gezeigt.

Gemeinsam mit Anne, die alles über den Mond erfahren möchte, ihrem besten Freund Neil und den beiden Musikerinnen Natascha Akinschin (Geige) und Almut Jungmann (Englischhorn) vom Philharmonischen Orchester Hagen kann man die Geheimnisse der Nacht auf den Spuren des sagenumwobenen Sternenstaubs erkunden. Es wartet eine faszinierende Welt aus Bildern, Geschichten und Klängen auf die gesamte Familie.

„VIVA LA VIDA!“ – Best-of Ballett Hagen

15. Februar 2021

Frida Kahlos Lebensmotto aufgreifend, das uns allen Mut und Zuversicht schenken möchte, das Lebensfreude durch den Tanz sichtbar werden lässt, zeigen wir ein „Best of Ballett Hagen“ mit zahlreichen Ausschnitten aus Werken der Ballettdirektorin und Chefchoreographin Marguerite Donlon und dem Ballettmeister und Choreographen Francesco Vecchione.

Büchereien weiterhin geschlossen

13. Februar 2021

Im Rahmen des verlängerten Lockdowns aufgrund der Coronapandemie bleiben die Stadtbücherei auf der Springe sowie die Stadtteilbüchereien Haspe, Kölner Straße 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, weiterhin geschlossen. Die Leihfrist von Medien, die in diesen Zeitraum fallen, wird automatisch verlängert.

Während der Schließungszeit stehen Kundinnen und Kunden der Stadtbücherei die digitalen Medienangebote Onleihe und Freegal zur Nutzung von Zuhause aus zur Verfügung. Außerdem bietet das Team der Stadtbüchereien auch den Abhol-Service „Wunsch-Tüte“ an. Interessierte können bis zu zehn Medien aus dem Bestand wählen und diese nach Terminvereinbarung kontaktlos in der Stadtbücherei abholen.

Weitere Informationen gibt es unter www.hagen.de/stadtbuecherei.

„Viva la vida“ – Ballett Hagen im Stream

10. Februar 2021

Dem Motto „Viva la vida“ der außergewöhnlichen Künstlerin Frida Kahlo folgend, welches Lebensfreude, Mut und Zuversicht durch den Tanz vermittelt, wurde in diesen Corona-Zeiten, in welchen keine Live-Aufführungen möglich sind, ein Stream erarbeitet, welcher ein „Best of Ballett Hagen“ aus vier Produktionen zeigt.

Zu sehen sind Ausschnitte aus den Werken „Casa Azul“ (Foto: Oliver Look) und „Prolog – Schwanensee –Aufgetaucht“ der Ballettdirektorin Marguerite Donlon sowie aus dem Doppelabend „Zart“ (mit den Choreographien „Jurema“ von Francesco Vecchione und „Fragile“ von Marguerite Donlon). Maßgebend bei der Erstellung dieses digitalen Angebotes war, besonders einprägsame und berührende Szenen, welche die tänzerische Brandbreite der Company spiegeln, zu präsentieren.

Dieser von Denislav Kanev und Zachary Chant / De-Da Productions in Zusammenarbeit mit Marguerite Donlon realisierte Stream ist erstmals am 14. Februar 2021 ab 16 Uhr anzuschauen auf www.theaterhagen.de

In Erwartung von Live-Vorstellungen hofft das Ballett Hagen, in der Zwischenzeit in dieser Form mit
dem Publikum in Kontakt zu bleiben.

Konzert aus dem Osthaus Museum Hagen

8. Februar 2021

In Ermangelung der Möglichkeit von Live-Aufführungen vor Publikum erarbeitet(e) das Theater Hagen mehrere Streams mit allen Sparten, die in der nächsten Zeit in regelmäßigen Abständen online gestellt werden.

Für den Start dieser digitalen Angebote in 2021 haben sich Generalmusikdirektor Joseph Trafton und das Philharmonische Orchester Hagen etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie begaben sich ins Osthaus Museum und musizierten dort in mehreren Räumlichkeiten.

Neben der Architektur und speziellen Museums-Atmosphäre kamen als zusätzliche Anregung, auch für die Musikauswahl, Exponate der aktuellen Ausstellung, die sich der hyperrealistischen Kunst widmet. So gab z.B. die in einer denkerischen Haltung kreierte Skulptur „Ordinary Man“ von Zharko Basheski den Impuls, Joseph Haydns Sinfonie „Der Philosoph“ um dieses Kunstwerk herum gruppiert zu spielen.

Mit der Präsentation dieser Komposition wie auch u.a. mit John Towers „Fanfare for the Uncommon Woman“, einem Intermezzo von Franz Schreker, Charles Ives‘ „The Unanswered Question“ und „Sinatra Shag“ von Michael Daugherty wurde versucht, eine Symbiose zwischen dem jeweiligen räumlichen Ambiente bzw. den Skulpturen und der Musik herzustellen.

Tip: „Sinatra Shag“ von Michael Daugherty (ab min. 36:40).

Ein Mitschnitt vom 07.02.2021, 16:00 Uhr.

Philharmonisches Orchester Hagen musiziert im Osthaus Museum

3. Februar 2021

In Ermangelung der Möglichkeit von Live-Aufführungen vor Publikum erarbeitet(e) das Theater Hagen mehrere Streams mit allen Sparten, die in der nächsten Zeit in regelmäßigen Abständen online gestellt werden.

Für den Start dieser digitalen Angebote in 2021 haben sich Generalmusikdirektor Joseph Trafton und das Philharmonische Orchester Hagen etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie begaben sich ins Osthaus Museum und musizierten dort in mehreren Räumlichkeiten (Foto: Siegersbusch Film).

„Wir leben in einer Zeit, in der unsere Kreativität ganz besonders gefragt ist. Es gilt, neue Perspektiven zu finden und neue Gewohnheiten zu schaffen. Wir wollten die Wirkung verschiedener Orchesterbesetzungen in unterschiedlichen Locations des Museums erforschen“, so Trafton.

Neben der Architektur und speziellen Museums-Atmosphäre kamen als zusätzliche Anregung, auch für die Musikauswahl, Exponate der aktuellen Ausstellung, die sich der hyperrealistischen Kunst widmet. So gab z.B. die in einer denkerischen Haltung kreierte Skulptur „Ordinary Man“ von Zharko Basheski den Impuls, Joseph Haydns Sinfonie „Der Philosoph“ um dieses Kunstwerk herum gruppiert zu spielen.

Mit der Präsentation dieser Komposition wie auch u.a. mit John Towers „Fanfare for the Uncommon Woman“, einem Intermezzo von Franz Schreker, Charles Ives‘ „The Unanswered Question“ und „Sinatra Shag“ von Michael Daugherty wurde versucht, eine Symbiose zwischen dem jeweiligen räumlichen Ambiente bzw. den Skulpturen und der Musik herzustellen. Letztlich zeigten sich alle Mitwirkenden begeistert von diesem „Projekt“ wie auch der Hausherr, Museumdirektor Dr. Tayfun Belgin, der die Realisierung im Osthaus Museum ermöglichte.

Dieses außergewöhnliche „Konzert“ ist erstmals am 7. Februar 2021 um 16.00 Uhr auf www.theaterhagen.de zu erleben und bleibt bis Ende der Spielzeit (Anfang Juli) online. Das Theater Hagen und insbesondere die „Projekt“-Beteiligten freuen sich auf ein reges Interesse an diesem Stream und natürlich noch vielmehr auf den Zeitpunkt, endlich wieder live vor direkt reagierenden Besucher*innen auftreten zu können.

Neue Leitungsstruktur für das Ballett Hagen

30. Januar 2021

Aus der Choreographie „Wassermusik“ von Francesco Nappa mit Musik von Georg Friedrich Händel. Foto: Leszek Januszewski.

Die durch den Wechsel von Marguerite Donlon von Hagen nach Osnabrück notwendige Nachfolgeregelung für die Ballettdirektion in Hagen sieht eine Spielzeit mit drei verschiedenen GastchoreographInnen für Neuproduktionen, eine kontinuierliche künstlerische Beratung durch die Choreographin Gundula Peuthert sowie die Fortsetzung der Arbeit mit der amtierenden Ballettmanagerin Waltraut Körver vor.

Neben drei eigenständigen Ballettneuproduktionen ist für 2021/22 auch die Fortführung des Formats „SubsTanz / TänzerInnen choreographieren“ sowie des von Marguerite Donlon gegründeten Partizipationsprojektes „iMove HA“ vorgesehen. Darüberhinaus wird die Compagnie in ausgewählten Produktionen des Musiktheaters zu erleben sein.

In dieser Struktur soll mit dem Ballett Hagen die erfolgreiche Arbeit von Marguerite Donlon fortgesetzt und ausgebaut werden. Durch die Möglichkeit, mit verschiedenen namhaften ChoreographInnen zu arbeiten, wird den TänzerInnen wie dem Hagener Publikum eine profilierte Vielfalt künstlerischer Handschriften – also Tanz in all seiner aktuellen Bandbreite – erlebbar. Und schließlich kann anhand dieser Erfahrungen dann auch eine langfristige Perspektive mit einer neuen, festen Ballettdirektion gebildet werden.

Die Namen und Produktionstitel der GastchoreographInnen in 2021/22 werden im Zusammenhang mit der Vorstellung des Spielplans 2021/22 konkret benannt werden. Unter ihnen sind in jedem Fall Gundula Peuthert, die einen Ballettabend im Herbst kreieren wird, sowie Urs Dietrich, der eine Ballett-Neuproduktion mit Orchester in der zweiten Spielzeithälfte erarbeitet. Eine dritte Produktion mit einem Gastchoreographen ist in Planung.

Intendant Francis Hüsers äußerte sich zufrieden und hoffnungsvoll angesichts dieser Perspektive:

„Unsere Entscheidung für eine Struktur der künstlerischen Vielfalt für das Ballett Hagen, die wir in 2021/22 probieren wollen, geht nicht etwa auf ein unzureichendes BewerberInnenfeld zurück. Im Gegenteil – wir hatten eher buchstäblich ‚die Qual der Wahl’. Denn uns lagen über 50 qualifizierte Bewerbungen vor, von denen wir sieben nach bestimmten Kriterien (z.B. herausragendes künstlerisches Profil, Erfahrung als Ballettdirektor/in im Betrieb eines Stadttheaters, Perspektive mit dem Ballett Hagen) in die engere Wahl genommen haben. Und von diesen sieben sollen nun drei als Gäste in der nächsten Spielzeit hier arbeiten.

Damit ermöglichen wir nach der problematischen Zäsur der künstlerischen Arbeit durch die Corona-Pandemie und dem Weggang von Marguerite Donlon nun einen breit gefächerten Neuanfang für das Ballett Hagen, von dem das Publikum durch einen abwechslungsreichen Spielplan profitiert und der uns zudem Raum für eine fundierte langfristige Richtungsentscheidung lässt.

Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den ausgewählten KünstlerInnen und bin sicher, dass wir mit den Ballettneuproduktionen in der kommenden Spielzeit die zu Recht hohen Erwartungen des Hagener Publikums erfüllen werden.“

Stadtbüchereien weiter geschlossen

23. Januar 2021

Im Rahmen des verlängerten Lockdowns bleiben die Stadtbücherei auf der Springe und die Stadtteilbüchereien in Haspe, Kölner Straße 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, bis mindestens 14. Februar 2021 geschlossen.

Die Leihfrist von Medien, die in diesen Zeitraum fallen, wird automatisch bis in den März 2021 verlängert. Die digitalen Medienangebote „Onleihe“ und „Freegal“ stehen den Kunden weiterhin zur Verfügung.

Zusätzlich haben Interessierte die Möglichkeit, den Abholservice „Wunschtüte“ zu nutzen: Dabei können bis zu zehn Medien vorbestellt und nach Terminvereinbarung kontaktlos abgeholt werden. Weitere Informationen sind auf der Seite der Stadtbücherei erhältlich.

Theater: Spielbetrieb beginnt erst später

13. Januar 2021

Angesichts der jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie und der verordneten oder empfohlenen Maßnahmen zu deren Bekämpfung hat sich die Theaterleitung entschieden, den Spielbetrieb, sofern er dann erlaubt ist, erst Anfang März wieder aufzunehmen.

Sollte eine Öffnung des Hauses für das Publikum zuvor möglich sein, ist das Theater Hagen (Foto: Yuliana Falkenberg) darauf vorbereitet und wird den dann zu erlebenden neuen Spielplan sofort in der Presse und auf der Homepage (www.theaterhagen.de) bekannt geben.

Als weitere Schutzmaßnahme wird der Probenbetrieb in allen Sparten bis voraussichtlich Anfang Februar eingestellt. Tätigkeiten, die für die Aufrechterhaltung des Theaterbetriebs notwendig sind sowie dringend zu erledigenden Arbeiten zur Vorbereitung von Produktionen und der Erstellung digitaler Alternativprogramme kann nachgegangen werden.

Das Theater Hagen mit allen seinen Mitarbeitern freut sich jetzt schon darauf, den Besuchern endlich wieder ein vielseitiges Programm (Musiktheater, Ballett, Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater, Konzert) anbieten zu können.

Die Theaterkasse bleibt vorerst bis Mitte Februar geschlossen.

„Wunschtüte“ auch in Haspe und Hohenlimburg

13. Januar 2021

Die Aktion „Wunschtüte“ startet am Donnerstag, 14. Januar, auch in der Stadtteilbücherei Haspe, Kölner Straße 1, und in der Stadtteilbücherei Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8. Dann können Interessierte telefonisch bis zu zehn verfügbare Medien vorbestellen und einen Termin für die kontaktlose Abholung am Eingang vereinbaren. Dazu sollte die eigene Leseausweisnummer angegeben werden. Das Angebot bezieht sich auf alle Medien der beiden Stadtteilbüchereien.

Den passenden Online-Katalog gibt es auf der Internetseite www.hagen.de/stadtbuecherei. Zum Ausleihen liegen neben zahlreichen Büchern auch CDs, DVDs, Zeitschriften und Brettspiele parat. Die Stadtteilbücherei Haspe ist unter Telefon 02331/207-4297 und die Stadtteilbücherei Hohenlimburg unter Telefon 02331/207-4477 montags, dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr erreichbar.

Bewerbungsstart für den Kunstpreis „CityARTists 2021“

13. Januar 2021

Der Kunstpreis „CityARTists“ geht 2021 in eine neue Runde: Hagener Künstlerinnen und Künstler können sich ab sofort über das Kulturbüro der Stadt Hagen für den Kunstpreis des NRW KULTURsekretariats (NRWKS) bewerben. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung das 50. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz in Hagen haben.

Das NRWKS vergibt 2021 gemeinsam mit seinen Mitgliedsstädten, zu denen auch Hagen gehört, zehn Preise für Bildende Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Malerei, Skulptur, (Video-)Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie in einer Gesamthöhe von bis zu 50.000 Euro. Die Preisgelder werden als Stipendien vergeben und betragen 5.000 Euro pro Künstler. Insgesamt werden bis zu zehn Künstlerinnen und Künstler aus zehn Mitgliedsstädten ausgezeichnet.

Über die Webseite des Kulturbüros Hagen können sich die Hagener Künstlerinnen und Künstler ab sofort online auf die landesweite Ausschreibung bewerben. Die Frist endet am Freitag, 30. April 2021. Eine lokale Fachjury wählt dann unter Federführung des städtischen Kulturbüros aus den eingegangenen Bewerbungen eine Bewerberin oder einen Bewerber aus und schlägt ihn oder sie der zentralen Jury des NRW KULTURsekretariats vor. Diese kürt bis Ende September 2021 die Preisträger.

Die Ausschreibung richtet sich an einzelne Künstlerinnen und Künstler, die eine künstlerische Ausbildung etwa an einer Hochschule, Akademie oder Meisterklasse absolviert haben und/oder eine Reihe von Ausstellungen in beispielsweise Museen, Kunsthallen oder Kunstvereinen vorweisen können.

Neben aussagekräftigen Bildern werden ein Anschreiben, ein künstlerischer Lebenslauf mit Angaben zur Ausbildung und zu Ausstellungen sowie Referenzen erwartet. Zudem sind Angaben zur beabsichtigten Verwendung des Preisgeldes für ausschließlich künstlerische Zwecke erforderlich. Künstlerinnen und Künstler, die sich im Jahr 2020 beworben haben, können sich erneut bewerben.

Alle weiterführenden Informationen sowie Teilnahmevoraussetzungen zum Bewerbungsverfahren für den Kunstpreis „CityARTists 2021“ sind auf der Seite des Kulturbüros Hagen zu finden. Für Rückfragen steht Melanie Redlberger unter Telefon 02331/207-3135 oder unter E-Mail an melanie.redlberger@stadt-hagen.de zur Verfügung.

Hagener Stadtbücherei weiter geschlossen

9. Januar 2021

Ab Montag startet Aktion „Wunschtüte“

Im Rahmen des Lockdowns bleiben die Stadtbücherei auf der Springe und die Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg bis mindestens 31. Januar 2021 geschlossen. Die Leihfrist von Medien, die in diesen Zeitraum fallen, wird automatisch bis in den Februar 2021 verlängert.

Ab Montag, 11. Januar, startet die Aktion „Wunschtüte“. Dann können Interessierte per Telefon oder E-Mail bis zu zehn verfügbare Medien vorbestellen und kontaktlos abholen. Zusätzlich steht natürlich weiterhin das digitale Angebot der „Onleihe“ bereit.

Weitere Informationen zur „Wunschtüte“ und zur „Onleihe“ gibt das Team der Stadtbücherei unter Telefon 02331/207-3591 oder unter E-Mail stadtbuecherei@stadt-hagen.de sowie auf der Internetseite www.hagen.de/stadtbuecherei.

Kammermusik im Emil Schumacher Museum

2. Januar 2021

Konzert und Ausstellungsbesuch – Corona-bedingt nur virtuell

Der intime Rahmen eines Kammerkonzerts gibt die Möglichkeit, auch in dieser Zeit Werke der klassischen Musik aufführen zu können. Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Hagen präsentieren Stücke für Solo-Instrumente, deren Aufführung vor der Kulisse der aktuellen (und wegen der Pandemie nicht mehr besuchbaren) Ausstellung des Emil Schumacher Museum – Der Reiz des Materials – aufgezeichnet wurde.

Im Fokus steht in diesem Konzert die Oboe, welche der koreanische Komponist Isang Yun mit Piri ein Werk zueignete, in dem er europäische und fernöstliche Musiktraditionen zu verbinden suchte. Selten begegnet einem das Schlagwerk in der Kammermusik – die Komponisten Eugene Novotny und Wolfram Winkler widmen sich in ihren Stücken den Möglichkeiten, welche die verschiedenen Schlaginstrumente bieten. Und schließlich treten Oboe und Percussion in einer Komposition von Dimitri Terzakis auch zusammen – erwarten Sie also neue und unbekannte Klänge und Farben!

Trotz widriger Umstände im abgelaufenen Jahr: Viele Besucher im Hagener Freilichtmuseum

27. Dezember 2020

Mit dem Bollerwagen unterwegs im Freilichtmuseum Hagen. Foto: LWL.

Rund 59.000 Besucher verzeichnete das LWL-Freilichtmuseum Hagen in der Saison 2020 – trotz verspätetem Saisonstart erst im Mai, trotz einer wegen der Corona-Pandemie notwendigen Begrenzung der Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher, trotz weitgehend fehlender Besuche von Schulklassen und ohne jegliche Sonderveranstaltung.

„Ich danke allen Mitarbeiterinnen des Museums, die die herausfordernde Situation mit großem Engagement gemeistert haben und so den Besuchern einen schönen Tag ermöglicht haben, an dem sie Unterhaltung mit inhaltlichem Gewinn verbinden konnten“, sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Diese im Mai nicht zu erwartende hohe Zahl sei sicherlich darauf zurückzuführen, dass in Pandemiezeiten ein Freilichtmuseum einen großen Vorteil habe: frische Luft, viel Abstand und viele Angebote im Freien. Hinzu gekommen sei ein detailliertes Hygienekonzept. In der Zahl der Besucher spiegele sich aber auch die ohnedies große Attraktivität des Museums, das sich in den vergangenen Jahren immer über steigende Besuchszahlen habe freuen können.

Chen Zhiguang – Magische Räume

26. Dezember 2020

Gemälde und Rauminstallationen

Die Werke des chinesischen Künstlers Chen Zhiguang wären jetzt eigentlich noch bis 7. Februar 2021 im Osthaus-Museum Hagen zu sehen. Aber: siehe Corona.

Chen Zhiguang, Fenster der Hoffnung, 2015, Ameisenkolonie aus Gusseisen, © Villa Friede, Bonn

Chen Zhiguang, stammt aus der Fujian Provinz und wurde 1963 in Xiamen geboren. Im Jahr 1988 absolvierte er die Kunstabteilung der Fujian Normal University. Er lebt und arbeitet er in Fuzhou und Peking. Chen Zhiguang ist heute einer der bedeutensten Künstler in China und hat in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder international ausgestellt.

Die Ameise ist für Chen Zhiguang ein symbolträchtiges Tier. Einerseits verweist sie auf Lebenswirklichkeiten heutiger Gesellschaften – beispielsweise der chinesischen Gesellschaften – andererseits ist es spannend, sich über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft anzuschauen. Ameisen leben in Kolonien bzw. Staaten. Ameisenstaaten sind arbeitsteilig organisiert und besitzen in aller Regel drei Kasten: Arbeiter, Weibchen (Königin) und Männchen. Die notwendigen Informationen werden über spezifische Antennen wiedergegeben. Ebenfalls spielt die olfaktorische, also duftbezogene Kommunikation eine große Rolle.

Chen Zhiguang ist fasziniert vom Verhalten, von der Kommunikation und von der Intensität des Schaffens dieser Hautflügler. In seinen Installationen wird man Räumen gewahr, in denen Kolonien nachgebaut sind mit nebeneinander und aufeinander wirkenden Skulpturen, die meist eine Größe von 0,6×0,3×0,3 m haben.

Im Osthaus Museum Hagen werden ca. 800 Ameisen die Räume der Oberen Galerie und des Christian Rohlfs-Raums erobern und würden eigentlich den Besucherinnen und Besuchern geheimnisvolle Orte präsentieren – wenn die Besucher denn kommen könnten. Dazu präsentiert das Museum eine Serie von Baumbildern, die Chen Zhiguangs Liebe zur Natur ansichtig werden lassen (könnten).

„Aufspüren, Suchen und Sammeln“

23. Dezember 2020

75 Jahre Osthaus Museum Hagen

Ehemaliger Haupteingang an der Hochstraße. Das Mittelportal schmückt ein von Milly Steger 1912 erschaffener Schlußstein, der einen Frauenkopf darstellt. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY 3.0).

„Das Aufspüren, Suchen und Sammeln dessen, was zu den wirklich bleibenden Werten der menschlichen Kultur gehört.“ Mit diesen Worten beschreibt die erste Museumsdirektorin Herta Hesse-Frielinghaus im Jahr 1955 die Aufgaben des damals noch Karl Ernst Osthaus Museum genannten Städtischen Kunstmuseums zehn Jahre nach seiner Gründung. Jetzt feiert das Osthaus Museum Hagen sein 75-jähriges Bestehen.

Am 22. Dezember 1945 wurde das neu gegründete Museum nach dem Zweiten Weltkrieg wiedereröffnet. Die Wurzeln des Museums gehen auf den Hagener Kunstmäzen und Kunstsammler Karl Ernst Osthaus zurück, in dessen Sinne auch nach dem Krieg wieder begonnen wurde, Kunst zu sammeln.

Die erste und bis heute einzige weibliche Direktorin Herta Hesse-Frielinghaus stand dabei vor großen Aufgaben: Zum einen den Hagenerinnen und Hagenern nach den Schrecken des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges wieder Kunst und Kultur nahezubringen und zu vermitteln. Zum anderen aus dem stark dezimierten Kunstbestand einen Grundstein zu legen.

„Nachdem sie sich einen Überblick über die durch Kriegsschäden und die Beschlagnahmungsaktionen der Nationalsozialisten erheblich dezimierte städtische Kunstsammlung verschafft hatte, richtete Herta Hesse-Frielinghaus Anfang 1946 eine Ausstellung ein, die einen Überblick über die verbliebenen städtischen Kunstwerke geben sollte“, erklärt Dr. Birgit Schulte, stellvertretende Leiterin des Osthaus Museums und Fachdienstleiterin Wissenschaft, Museen und Archive.

Im selben Jahr erhielt das Museum eine der wichtigsten und richtungsweisenden Nachlässe: Das Ehepaar Ewald und Marie Becker hatte seit Karl Ernst Osthaus‘ Tod und dem Verkauf der Folkwang-Sammlung an die Stadt Essen ihre Kunstsammlung in dessen Sinne aufgebaut. So sammelte Ewald Becker dieselben Künstler wie Osthaus. Die Sammlung des Ehepaares ermöglichte Hesse-Frielinghaus thematisch an die Vorkriegszeit anzuknüpfen. Gleichermaßen konzentrierte sie sich auf die Gegenwartskunst.

So kaufte sie ab 1948 vor allem Werke der deutschen Expressionisten und aktuelle Kunst. Während ihrer 30-jährigen Amtszeit gelang es ihr, eine beachtliche Sammlung aufzubauen, die sich an der Sammlungspolitik von Karl Ernst Osthaus orientierte. Jeder ihrer drei Nachfolger fügte der Museumssammlung eine individuelle Note hinzu und jeder reagierte auf die jeweiligen Tendenzen in Kunst, Politik und Zeitgeschehen.

So förderte Johann Heinrich Müller von 1976 bis 1986 im Sinne von Karl Ernst Osthaus vor allem lokale Künstler. Michael Fehr hinterfragte von 1987 bis 2005 in Zeiten der Institutionskritik das Museum als solches immer wieder. Dr. Tayfun Belgin, seit 2007 Direktor des Osthaus Museums, setzt sich mit der Gegenwartskunst seiner Zeit auseinander.

Wie Ankäufe, Schenkungen und Nachlässe die Sammlung des Osthaus Museums geprägt haben, ist derzeit das Projekt einer Forschungsvolontärin des Museums. „Wir freuen uns, dass wir durch das wesentlich vom Land NRW finanzierte Forschungsvolontariat die Chance bekommen haben, unsere Sammlungsgeschichte aufarbeiten zu können“, beschreibt Dr. Birgit Schulte. „Unsere Volontärin Karoline Urbitzek ist tief in alte Aktenbestände seit 1945 eingetaucht, sodass wir auch die Geschichten hinter den Kunstankäufen zutage fördern können“, so Schulte weiter. Erste Ergebnisse dieser Erforschung werden in einer Ausstellung zum 75-jährigen Jubiläum gezeigt.

Sobald die Corona-Pandemie es zulässt, präsentiert das Osthaus Museum eine Jubiläumsausstellung zum Thema „Vom Aufspüren, Suchen und Sammeln. 75 Jahre Osthaus Museum Hagen“, die einen repräsentativen Querschnitt durch die bewegte Geschichte und die Einflüsse der vier Direktorinnen und Direktoren auf die Sammlung vorstellt. Die Eröffnung war ursprünglich am 5. Dezember geplant.


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