Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

KunstTour zur Ai WeiWei-Ausstellung nach Düsseldorf

15. Juli 2019

Eine Fahrt zur Ausstellung „Installationen“ des chinesischen Künstlers Ai WeiWei in die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Samstag, 31. August, von 11 bis etwa 18 Uhr an. Treffpunkt ist um 10.45 Uhr am Hagener Hauptbahnhof.

„Everything is art. Everything is politics“ brachte der international bekannte Gegenwartskünstler Ai WeiWei seine Arbeitsweise auf den Punkt. „Alles ist Kunst, alles ist Politik“ ist auch das Leitmotiv seiner bisher größten Ausstellung in Europa, die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gleichzeitig in den Häusern K20 und K21 zeigt. Raumfüllende Arbeiten und großflächige Bildtapeten verwandeln die Museumsräume in dichte, begehbare Installationen. Die enge Verzahnung von politischem Engagement und künstlerischer Arbeit im Werk des Künstlers lässt die Widersprüche der Gegenwart plastisch werden.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Angabe der Kursnummer 2005 erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung.

Infos zur Ausstellung auf der Homepage der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Ein Abbild der Sozialgeschichte

14. Juli 2019

Führung über den Buschey-Friedhof

Mittwoch, 17.07.2019 von 16:00 Uhr – 17:30 Uhr

Der Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen ist der älteste Friedhof Hagens, der noch belegt wird. Er wurde am Ostermontag 1810 eingeweiht und verdeutlicht heute in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur (Foto: Dieter Faßdorf).

Historische Friedhöfe sind nicht nur Zeugen der Vergangenheit und dokumentieren den Umgang mit dem Tod, sondern sie sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey-Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben verschiedener Epochen. Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Der Rundgang über den Buschey-Friedhof gibt Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur.

Teilnahmegebühr: 6 €, eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt, Treffpunkt ist der Seiteneingang Grünstraße, 58089 Hagen.

„Footprint Project“ und Niña Dioz im Volkspark

13. Juli 2019

Auftakt zum Muschelsalat: Wie immer mittwochs, umsonst und draußen

Hagener Sommer und Muschelsalat – das gehört einfach zusammen. Zum 33. Mal bietet das Kulturbüro der Stadt Hagen ein abwechslungsreiches Programm an, das die Zuschauer verführen und verzaubern wird. Zum Auftakt am Mittwoch, 17. Juli, um 19.30 Uhr im Volkspark präsentiert das „Footprint Project“ gemeinsam mit Rapperin Niña Dioz Afrobeat, Jazz, Funk und Breakbeats.

Wenn verschiedene Stile zu einem Groove verschmelzen und die Rhythmen, Tonarten sowie Tempi in Windeseile wechseln, entsteht der aufgeladene Sound von „Footprint Project“, einem zehnköpfigen „High Power Brass’n’Beats Dance Orchester“ aus Berlin (Foto: Max Weise). Die unverwechselbare Mischung mit hochenergetischer Tanzmusik basiert auf Drums, Keys, Bass, Beatboxes und Gitarren. Brasslines und der soulige Gesang der Frontfrau Rokhaya unterstützen die musikalischen Darbietungen.

Rapperin Niña Dioz lebte als homosexuelle Frau in einer von Machismen dominierten Gesellschaft und Musikszene Mexikos nicht ungefährlich. Doch mit ihren urbanen Beats und Trap-Elementen sowie ihren scharfzüngigen Texten eroberte sie sich ihren Platz in der Musikwelt und arbeitet inzwischen erfolgreich in Los Angeles. Gemeinsam mit dem „Footprint Project“ probiert Niña Dioz neue Sounds aus.

Bereits vor Veranstaltungsbeginn erwarten die Zuschauer liebevoll zubereitete Speisen und Getränke.

Führung durch die Liebfrauenkirche Vorhalle

12. Juli 2019

Zu einer Führung durch die Liebfrauenkirche in Vorhalle, Liebfrauenstraße 21, im Rahmen des Urlaubskorbs lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 16. Juli, von 17.30 bis 19 Uhr ein. Der Treffpunkt ist am Eingang der Kirche.

Benno Schmolke, ehemaliger Kunstlehrer und Gründungsmitglied der Künstlergruppe Sepia14-TeamART, führt durch die 1911/12 nach Plänen des Architekten Carl Pinnekamp entstandene Liebfrauenkirche (Foto: Dieter Faßdorf). Die individuell gestalteten Altäre sind Zeugen der Künstler und Kunsthandwerker der „Wiedenbrücker Schule“. In ihnen zeigt sich der Übergang von historischen Vorbildern zum zeitgenössischen Jugendstil. Wandgemälde aus den Jahren 1934 bis 1936 und neu gestaltete Kirchenfenster von 1986 runden den Gesamteindruck ab und präsentieren die Liebfrauenkirche heute als eine der kunsthistorisch interessantesten und schönsten Kirchen Hagens.

Anmeldungen unter Angabe der Kursnummer 1176 nimmt das Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung entgegen. Für die Führung ist kein Eintrittspreis festgelegt. Sie steht unter dem Motto „Zahlen Sie, so viel Sie wollen“.

Hagener Schätze des Jugendstils

11. Juli 2019

Führung im Hohenhof und am Stirnband

Sonntag, 14.07.2019 von 14:00 Uhr – 16:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäudeentwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen (Foto: Marco Siekmann). Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk.

Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Anmeldung unter 0 23 31/207 2740. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen. Eintritt: plus Führungsgebühr 12 Euro

Duo Casals – Nächte in spanischen Gärten

10. Juli 2019

Klassik und Jazz im Emil Schumacher Museum

Donnerstag, 11.07.2019 von 18:00 Uhr – 20:00 Uhr

Auf ihrer musikalischen Reise durch Spanien und Lateinamerika gelingt es dem Duo Casals (Foto: Veranstalter), den Zauber einer Nacht in einem spanischen Garten durch ein Klangfarbenspektrum entstehen zu lassen, das in der Kammermusik seinesgleichen sucht. Die Zuhörer erwartet ein besonders faszinierendes Konzerterlebnis, das durch die Kombination von gezupften und gestrichenen Tönen von Cello und Gitarre entsteht. Das Duo Casals ist in der Klassik zuhause, aber mit einer Seele, die Lateinamerikanisches spürt.

Eintritt frei

Letzte Vorstellung der Produktion „Viva Verdi“

10. Juli 2019

Ein szenischer Abend in Verdi-Chören

Wo geht’s denn hier zum Attentat? Chor und Extrachor des Theaters Hagen, Tony Laudadio (in der Mitte). Fotograf: Klaus Lefebvre.

Am Sonntag, 14. Juli 2019 findet mit Beginn um 18.00 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) die letzte Vorstellung der Produktion „Viva Verdi“ – Ein szenischer Abend in Verdi-Chören (Musik von Giuseppe Verdi) in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten statt.

Mit der Inszenierung von vor allem berühmten wie auch weniger bekannten Verdi-Chören (u.a. aus „Nabucco“, „Il trovatore“ und „Aida“, aus „Macbeth“ und „I Masnadieri“) als durchgängige Handlung bietet das Theater Hagen mit der Produktion „Viva Verdi“ etwas Neues. Die emotional aufgeladenen Chorstücke werden in einer szenischen Neudeutung erlebbar, die Bezug nimmt auf die oft von Leid und Unheil, aber auch von Heldenmut und Liebe handelnden Opern, aus denen sie ursprünglich stammen. Gleichzeitig eröffnet die Realisierung im neuen Kontext aber auch Möglichkeiten, die mit der Musik verbundenen Geschichten in unerwarteten Assoziationen sinnvoll und sinnlich fruchtbar werden zu lassen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Musik vor Bauhaus

9. Juli 2019

Vortrag von Prof. Michael Stegemann

Mittwoch, 10.07.2019, 18:00 Uhr, Osthaus-Museum

Die Musik gehörte von Anfang an zur Idee des Bauhauses. Schon vor seiner Eröffnung hatte Johannes Itten mit dem Wiener Zwölftonkomponisten Josef Matthias Hauer Kontakt aufgenommen, später standen Ferruccio Busoni, Paul Hindemith, Ernst Krenek, Igor Strawinsky und Kurt Weill dem Bauhaus nahe.

Die Idee einer ästhetischen Neu-Ordnung hatte bei Johann Sebastian Bach angeknüpft und tendierte bald in Richtung einer „Neuen Sachlichkeit“, wie sie im Paris oder Berlin der 1920er Jahre gepflegt wurde. Dennoch hat es nie einen Komponisten gegeben, der so fest zum Bauhaus gehört hätte, dass er seine „Schule“ vertreten würde. Ihre Blütezeit erlebte die Musik in den Weimarer Jahren 1922 bis 1925 – etwa mit den Konzerten der Bauhauswoche (im August 1923).

Michael Stegemann versucht in seinem Vortrag (mit Musikbeispielen), das weit gefächerte Spektrum der Musik am Bauhaus nachzuzeichnen – vom Volkslied bis zum Jazz (in den Randbereichen), von Balletten bis zu Liedern, Orchesterwerken und Klavierstücken.

Eintritt frei

Die letzte Vorstellung von „Spring Awakening“

9. Juli 2019

Die letzte Vorstellung in dieser Spielzeit von dem international gefeierten Musical „Spring Awakening“ („Frühlings Erwachen“) von Steven Sater und Duncan Sheik (basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind) findet am 11. Juli 2019 um 19.30 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) statt.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Swing in die Ferien“ mit der Max-Reger-Big Band

8. Juli 2019

Die beliebte Veranstaltung „Swing in die Ferien“ unter der Leitung von Stephan Mehl startet wieder am Donnerstag, 11. Juli, um 18 Uhr im Innenhof der Elbershallen, Dödterstraße 10. Die Big Band der Max-Reger-Musikschule und die Coverband Various Colors treten zwischen dem Restaurant „Kipos“ sowie dem „Bowling Room“ auf. Unter freiem Himmel präsentieren sie ein abwechslungsreiches Programm aus Jazz, Pop und Filmklassikern.

Die Popgruppe Various Colors besteht aus fünf jungen Nachwuchsmusikern, die den Abend mit Pop- und Rocksongs im jugendlich modernen Stil einläuten. Eine Uraufführung ihrer ersten Eigenkomposition mit dem Titel „Fliegen“ ist ebenfalls geplant. Im Anschluss daran tritt die Big Band von Stephan Mehl mit zahlreichen Solisten auf. Unter anderem sind der Jazztrompeter Martin Zobel, Waldemar Kowalski am Saxophon und Sängerin Patricia Mehl im Einsatz.

Zum Programm gehören sowohl Jazzstücke wie „Fever“ als auch Popsongs und Musik wie „Hanging Tree“ aus dem Film „Tribute von Panem“ und „Joyful Joyful“ aus „Sister Act“. Auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz: So tritt zum Beispiel der achtjährige Schlagzeug- und Klavierschüler Ruben Kunz mit der Big Band auf und trommelt zum Lied „Star Wars“.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Wer sich einen Platz reservieren möchte, kann sich im Restaurant „Kipos“ unter Telefon 02331/3404932, im „Bowling Room“ unter Telefon 02331/3068083 oder im „Feuervogel“ unter Telefon 02331/7882811 melden.

Zwischen Tradition und Moderne

7. Juli 2019

Hagener Baukunst in den 20er Jahren

Im Rahmen der Veranstaltungen zum Projekt „100 jahre Bauhaus“ im Westen zeigt der HAGENRING e.V. in seiner Galerie in der Wippermann-Passage,( Eilper Straße 71-75, 58091 Hagen) vom 7.7. bis 28.7.2019 die Fotoausstellung „Hagener Baukunst in den 20er Jahren“. Zum einen haben sich die dem HAGENRING angehörenden Fotografen Peter Klein und Siegfried Rubbert zusammen mit ambitionierten Teilnehmern an Fotokursen der Volkshochschulen EnnepeRuhr-Süd und Iserlohn des Themas angenommen.

Zum anderen hat sich der Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff mit der Geschichte der Hagener Bauten jener Epoche befasst und sie in einer Broschüre zusammen mit ergänzenden Informationen veröffentlicht. Bekannte und weniger bekannte Hagener Bauten, die einen eindeutigen Bezug zum „Neuen Bauen“ der Weimarer Republik haben (Bauhaus, Expressionismus, Frühe Moderne etc.) werden vorgestellt. Er schlägt den Bogen von dem Hagener Kunstmäzen und Museumsgründer (u.a. Folkwang-Museum) Karl Ernst Osthaus (1874 – 1921) zur avantgardistischen Architektur in den 20er Jahren.

Viele Aspekte, die seinerzeit das Bauhaus verfolgt hat, wurden von Osthaus bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit umfangreichen Initiativen in Hagen vorgeprägt. Insofern spielt Hagen in der Geschichte des Bauhauses eine wesentliche Rolle. Der „Hagener Impuls“ ist der Beweis für die herausragende Baukultur in unserer Stadt.

Der Eintritt ist frei!

Die Broschüre wird in der HAGENRING-Galerie zum Preis von 5 Euro angeboten.

Kunst von Kindern und Jugendlichen

6. Juli 2019

Kunst kann schön sein, Kunst kann zum Nachdenken anregen, Kunst ist ein Weg, sich zu entdecken und zu präsentieren, das gilt für Erwachsene ebenso wie für junge Menschen.

Was dabei herauskommt, wenn Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum kreativ werden, zeigt das Kunst- und Atelierhaus am 7. Juli. Von 11 bis 17 Uhr ist der Verein Kunst vor Ort zu Gast in der Galerie und präsentiert in Fotografien und Malerei, was die Mitglieder mit Kindern aus Altenhagen, Wehringhausen, Haspe und weiteren Stadtteilen entwickelt haben. Bei der Ausstellungseröffnung um 12 Uhr verrät Kunst vor Ort-Geschäftsführerin Elena Grell, wie es zu den Kunstwerken und zur Vereinsgründung kam.

„Kunst vor Ort ist ein Projekt, bei dem Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften aus Hagen mit Kindern und Jugendlichen u.a. auf öffentlichen Plätzen Kunstaktionen umsetzen“, erklärt Elena Grell, „wir kommen mit unserem Verein dahin, wo sich junge Menschen aufhalten, z.B. in den Stadtteil, den Schulhof oder das Jugendzentrum.“

Mit den Kunstaktionen soll den Kindern fernab eines Museums oder einer kulturellen Einrichtung ermöglicht werden, kreative Prozesse zu erleben und Teil der Kultur der Stadt zu werden. Einige Mitglieder aus dem Kunst- und Atelierhaus engagieren sich bei Kunst vor Ort, so entstand die Idee, dort im Rahmen einer Ausstellung Beispiele für die Arbeit vorzustellen. Diese können am 7. Juli von 11 bis 17 Uhr betrachtet werden, dann sind auch die Ateliers im Kunst- und Atelierhaus geöffnet, sodass die Gäste ein abwechslungsreicher Tag erwartet.

Von Hagen aus zum Bauhaus

4. Juli 2019

ardenkugalerie, Eduard-Müller-Str.2, 58097 Hagen

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, den 05.07.2019, 19.00 Uhr
Einführung: Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach

Keine andere westfälische Stadt stellte wie Hagen sechs Studierende am Bauhaus. Aus der Hagener Malerschule des Werkbundmitglieds Max Austermann gingen Reinhard Hilker, den Feiningers Karikaturen beeinflussten, und Heinrich Brocksieper, der am Bauhaus die experimentelle Fotografie entdeckte, nach Weimar. Hinzu kam Erna Mayweg, die über das Bauhaus zu Bernhard Hoetger fand. August Agatz, dessen Werk einen wesentlichen Impuls durch Kandinsky erhielt, und Max Gebhard, der als Grafiker über den „Vorwärts“ zum Dietz-Verlag kam, studierten in Dessau. Ebenso Albert Buske, der die Ideen der Moderne in die Produktgestaltung in der DDR einbrachte. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt des Werks der Hagener Bauhauskünstler.

Ausstellungsdauer: 05.07.-15.11.2019

Benefizgala des Theaters Hagen

4. Juli 2019

Bevor sich das Theater Hagen Mitte Juli in die Spielzeitpause verabschiedet, möchte es gerne gemeinsam mit dem Publikum einen besonderen Abend feiern: Eine Gala – so bunt schillernd wie die Farben des Regenbogens. Diese Benefiz-Veranstaltung am 13. Juli 2019 (19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert als spartenübergreifender Abend ein facettenreiches Musiktheater- und Ballett-Programm, aufgeführt von Gesangssolisten und dem Chor des Theaters Hagen, dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton, dem Ballett Hagen und internationalen Gästen.

Der Erlös der Benefizgala kommt der Arbeit der AIDS-Hilfe Hagen e.V. sowie Luthers Waschsalon (Anlaufstelle für Menschen in Not) zugute.

Im ersten Teil des Abends wird die international bekannte Sopranistin Angela Denoke auftreten, die an allen großen Opernhäusern gastiert. Neben ihr werden die Ensemblemitglieder Kammersängerin Marilyn Bennett, Kenneth Mattice und Dong-Won Seo sowie als weitere Gäste Angela Davis und Milen Bozhkov bekannte Arien und Melodien aus Oper, Operette und Musical zu Gehör bringen, darunter u.a. aus Richard Strauss‘ „Der Rosenkavalier“ (Zeitmonolog), aus Giuseppe Verdis „Nabucco“, aus Franz Lehárs „Giuditta“, aus Irving Berlins „Annie get your gun“, aus Giacomo Puccinis „La Bohème“ und aus Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“. – Moderation: Intendant Francis Hüsers.

Für den Ballett-Teil der Gala konnten erstklassige Solist*innen von namhaften internationalen Compagnien gewonnen werden: Delattre Dance Company Mainz, Ballett der Oper Wroclaw (Polen), Ballett TN LOS Nordhausen sowie Ballett des Kroatischen Nationaltheaters Split. Ferner wird die rumänische Primaballerina Monica-Fotescu-Uta eine eigene Choreographie tanzen, und das Ballett Hagen wirkt selbstverständlich auch mit. Zu erleben ist ein hochkarätiges Programm mit klassischen bis hin zu zeitgenössischen Choreographien von Ivan Alboresi, Robert Bondara, Stéphen Delattre, Jacek Tyski, Igor Kirov, Alfonso Palencia, Aivars Liemanis und Ana Isabel Casquilho.- Moderation: Ballettdirektor Alfonso Palencia.

Die Regenbogengala wird freundlicherweise unterstützt von: Mercure Hotel Hagen, Weinhof Reinhardt, Kaltenbach GmbH Außenwerbung, Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, Blumen Bruno Mankopf, den Ballettfreunden Hagen e.V. sowie durch eine private Spende des Philharmonischen Orchesters Hagen.

Karten (19,50-48 Euro) an der Theaterkasse unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Bauhaus in Hagen: Angebot deutlich erweitert

3. Juli 2019

Bauhaus in Hagen – das Interesse an diesem Thema ist so groß, dass der Verbund „Hagener Impulse“ sein Angebot für das zweite Halbjahr deutlich erweiterte. Der Umfang des Programmheftes für Juli bis Dezember legte um stattliche 50 Prozent auf 94 Seiten zu, die Zahl der aufgeführten Veranstaltungen steigerte sich von rund 60 auf knapp 100.

Die Gründung des Bauhauses, der bedeutenden Hochschule für Gestaltung in Weimar im Jahr 1919, verdankt sich nicht zuletzt einem „Hagener Impuls“: der Freundschaft zwischen dem Bauhaus-Gründer Walter Gropius und dem Hagener Folkwang-Gründer Karl Ernst Osthaus, dessen Empfehlung Gropius zu seiner Berufung nach Weimar verholfen hat.

Daher stellt sich in Hagen 2019 ein Aktionsbündnis aus Kulturschaffenden in die Tradition von Karl Ernst Osthaus, mittels kultureller Projekte in die Stadt hinein- und über Hagen hinauszuwirken. Unter dem Motto „Hagener Impulse“ hat dieser Verbund mit über 30 Partnern, in intensivem Austausch gemeinsam ein Bauhausjahr-Programm entwickelt, um das kulturgeschichtlich bedeutsame Ereignis mit zahlreichen Veranstaltungen in Hagen zu feiern: Ausstellungen und Publikationen, Führungen und Exkursionen, Theater, Musik und Film, Vorträge und Diskussionen, Forschung und Lehre, Theorie und Praxis in allen Sparten geben an unterschiedlichen Orten neue Impulse für die Stadt Hagen.

Der Bilanz des ersten Halbjahrs fällt angesichts des hohen Zuspruchs sehr positiv aus. Im Kunstquartier Hagen mit Osthaus Museum und Emil Schumacher Museum wurden bis Juni vier Ausstellungen gezeigt, zwei weitere Bauhaus-Ausstellungen folgen im zweiten Halbjahr.

Es lässt sich konstatieren, dass der Wunsch nach Vermittlung der verschiedensten Bauhaus-Themen sehr groß ist. Beispielsweise musste die Anzahl der Führungen durch die erste Bauhaus-Ausstellung vervielfacht werden, einige Workshops mussten mehrfach angeboten werden, die Filmreihe, die Vorträge und auch die Führungen, bei denen die Baukultur in Hagen in den Blick genommen wird, haben gute Resonanz. Für einige der Exkursionen mussten Nachrückerlisten erstellt werden.

Das Bauhausjahr in Hagen steht auch im Zeichen der Kooperationen, die es beispielsweise mit der FernUniversität Hagen, der Fachhochschule Dortmund und dem Baukunstarchiv Dortmund gibt. Erfreulich ist zudem, dass im Verbund „Hagener Impulse“ Projektpartner sich zusammengefunden haben, um gemeinsam Programmreihen zu gestalten, wie das Programmkino „Babylon“ mit dem AIV Architekten- und Ingenieurverein.

Darüber hinaus sind alle Freundeskreise der Museen als Veranstalter wie auch Unterstützer aktiv. Einer Förderung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung verdankt sich die Uraufführung einer Komposition zu Werken von Bauhauskünstlern aus der Sammlung des Osthaus Museums. Unter den Sponsoren muss vor allem die Sparkassenstiftung für Hagen hervorgehoben werden, deren Förderung die Edition der Briefe zwischen Osthaus und Gropius ermöglicht.

Zehntes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters

3. Juli 2019

Mit dem 10. Sinfoniekonzert am 9. Juli 2019 (20 Uhr, Stadthalle Hagen) verabschiedet sich das Philharmonische Orchester Hagen gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Hagen und den Gesangssolisten Cristina Piccardi (Sopran) und Andrew Finden (Bariton) in die Sommerpause.

Mit der 1878 in Moskau uraufgeführten 4. Sinfonie in f-Moll, in welcher der Komponist der Welt seine leidende Seele offenbart, trifft eines der beliebtesten Werke Peter Tschaikowskys auf Musik des Briten Ralph Vaughan Williams. Dieser hat maßgeblich zu einem neuen Interesse an britischer Musik beigetragen, unter anderem mit dem Stück „The Lark Ascending“, in welchem die Solovioline eine Lerche darstellt, die über weite orchestrale Landschaften gen Himmel fliegt. Der 1. Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters Hagen Shotaro Kageyama wird diesen Solopart interpretieren.

Vaughan Williams‘ große Anti-Kriegs-Kantate „Dona nobis pacem“ entstand 1936 bereits in Vorahnung politischer Ungewissheit und kommenden Unheils. In packender und drastischer Weise vertont der Komponist hier u.a. Texte des humanistischen Dichters Walter Whitman. Der Friedensappell des „Dona nobis pacem“ durchzieht das Stück wie eine Art Leitmotiv als äußerst eindringliche Botschaft.

Leitung: Joseph Trafton (Foto: Theater)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Theater Hagen startete den Kartenverkauf

2. Juli 2019

Das Theater Hagen hat den Kartenverkauf gestartet. Für die Vorstellungen und Konzerte im Freiverkauf (= alle Veranstaltungen ohne Beteiligung eines Abonnements) in der Spielzeit 2019/20 – mit Ausnahme des Märchens zur Weihnachtszeit – sowie für alle Vorstellungen und Konzerte im September 2019.

Abonnements können auch weiterhin abgeschlossen werden.

Karten an der Theaterkasse unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

alles chanSong

2. Juli 2019

Chansons und Songs mit Tillmann Schnieders und Gästen

Dan K. Kurland und Tillmann Schnieders. Foto: Theater

Nach ausverkauften Abenden in der vergangenen Spielzeit präsentieren Tillmann Schnieders, der Pianist Dan K. Kurland und ihre Gäste erneut zwei Vorstellungen von „alles chanSong“ am 6. und 7. Juli (19.30 Uhr im Lutz).

Seit 2009 ist der Sänger und Darsteller Tillmann Schnieders am Theater Hagen in unterschiedlichen Musical-, Märchen-, Operetten und Revueproduktionen zu erleben. Neben dem Musiktheater auf der großen Bühne hegt er eine besondere Leidenschaft für die Kleinkunst, und diese Leidenschaft möchte er nun wieder mit seinem Publikum in Hagen teilen.

Das Soloprogramm heißt „alles chanSong“, und dabei handelt es sich nicht etwa um einen Rechtschreibfehler, sondern um die Kombination von Chanson und Song – ein bunter Musik-Mix aus den Bereichen Chanson, Pop, Schlager und musikalisches Kabarett. Altes und Neues, Gassenhauer und Fundstück – in „alles chanSong“ hat alles seinen Platz. Auf dem Programm steht Musik unterschiedlichster Komponisten, von Peter Kreuder und Hanns Eisler über Georg Kreisler, Rainer Bielfeldt, Christiane Weber und Timm Beckmann bis zu Juli und Elton John. Einige ernste, besinnliche Momente gibt es, in erster Linie aber ist es ein Abend zum Lachen und Spaß haben – beste Unterhaltung ist garantiert!

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Zum letzten Mal Undergroundparty

1. Juli 2019

Aus der Produktion (in der Mitte: Vanessa Henning). Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die letzte Vorstellung in dieser Spielzeit von „TAKE A WALK ON THE WILD SIDE“ (Undergroundparty mit Musik der 1960er, 70er und 80er Jahre) findet am 6. Juli 2019 (19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) statt.

Diese außergewöhnliche und beim Publikum besonders beliebte Show ist zugleich ein musikalisches Road-Movie, ein theatralisches Rock-Konzert, eine Undergroundparty mit Musik von Lou Reed & The Velvet Underground, The Doors, David Bowie, Janis Joplin, The Rolling Stones, Patti Smith u.a.

Für eine mitreißende Unterhaltung sorgen auf der Bühne unter der musikalischen Leitung von Andres Reukauf die „Wild-Side“-Band mit Christian Kiefer (Guitar), Andres Reukauf (Keyboards), Andreas Laux (Saxophone, Percussion), Rudolf Behrend (Bass), Volker Reichling (Drums), die Front-WoMen mit Vanessa Henning (aus Hagen), Patrick Sühl und Jürgen Sarkiss, die Background-Vocals mit Kathyann Martinez Gonzalez, Asaja Köppermann, Elizabeth Pilon, die Movers mit Tatiana Feldman, Natalie Gehrmann, Amber Neumann, Riccardo De Nigris und Emanuele Pazienza.

Für die inszenatorische, choreographische und konzeptionelle Umsetzung, für die Ausstattung, Licht und Video zeichnen verantwortlich: Thilo Borowczak (Inszenierung, Konzept), Nadia Thompson (Choreographie), Uwe Mingo (Bühne), Christiane Luz (Kostüme), Hans-Joachim Köster (Licht), Volker Köster (Video), Nicole Rachut (Feuereffekte), Francis Hüsers (Konzept, Dramaturgie).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen

Ein letztes Mal „Il turco in Italia“

29. Juni 2019

Ein letztes Mal wird „Il turco in Italia“ („Der Türke in Italien“), die komische Oper von Gioacchino Rossini im Theater Hagen am 30. Juni 2019 (18.00 Uhr, Großes Haus, in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten) aufgeführt (Foto: Klaus Levebvre).

In dieser gleichermaßen mitreißenden wie berührenden Oper dreht sich alles um die exzentrische und temperamentvolle Fiorilla, die sich vor Verehrern nicht retten kann. Das missfällt ihrem Ehemann Geronio selbstverständlich … Als dann auch noch ein reicher Türke nach Italien kommt, der Gefallen an Fiorilla findet (und sie an ihm), hört der Spaß auf. Doch wenigstens einer kommt auf seine Kosten: Der Filmemacher Prosdocimo fühlt sich von diesen amourösen Geschehnissen und weiteren turbulenten Ereignissen inspiriert und will sie in sein neuestes Werk einbauen – das Leben schreibt schließlich die besten Geschichten …

Rossini war zum Zeitpunkt der Uraufführung 1814 der beliebteste Komponist Europas, und mit dieser leichthändigen Parodie auf die Stereotype der Opera buffa gelang es ihm, ein weiteres Werk zu schaffen, das durch seine überschäumende Lebensfreude und komödiantische Explosivität bis heute begeistert.

Mit viel Tempo und Mitteln der Commedia dell’arte haben das Produktionsteam mit Regisseur Christian von Götz, Ausstatter Lukas Noll und Choreographin Kerstin Ried diese aktionsgeladene Opera buffa auf die Bühne gebracht und beschwören dabei im Italien der 20er Jahre die Ära des Stummfilms herauf. Für die musikalische Leitung zeichnet Steffen Müller-Gabriel verantwortlich, der zusammen mit dem Sänger-Ensemble die rasanten Parlandi und virtuosen Koloraturen aus Rossinis Partitur eindrucksvoll und mitreißend präsentiert.

Es singen und spielen: Marilyn Bennett, Leonardo Ferrando, Kenneth Mattice, Matthew Overmeyer, Francesco Rescio, Marie-Pierre Roy, Dong-Won Seo, Rainer Zaun, Chor des Theaters Hagen, Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen; es tanzen Jana Barkanowitz, Hannah Emami, Olivia Koschinsky, Emily Schwarz.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Neuntes Kammerkonzert am Sonntag

28. Juni 2019

Das neunte und damit letzte Kammerkonzert in dieser Spielzeit am 30. Juni 2019 (11.30 Uhr, Auditorium im Kunstquartier Hagen) präsentiert ein Programm, welches berühmte Werke der Bläserkammermusik enthält.

Zum 70. Geburtstag im Juli 1924 schenkte sich der mährische Komponist Leoš Janáček selbst ein Werk mit dem beziehungsreichen Titel „Mládi“ („Jugend“). Dies ist eine mehrsätzige Suite für Flöte, Oboe, Klarinette, Bassklarinette, Horn und Fagott, in welcher der Autor Erinnerungen an seine Jugend verarbeitete.

„Ich habe geschwind eine Nachtmusik machen müssen“ – diese Worte des Salzburger Tonschöpfers Wolfgang Amadeus Mozart geben einen Eindruck davon, wie der Alltag eines auf Aufträge angewiesenen Komponisten aussah. Ergebnis war die viersätzige Serenade c-Moll KV 388 aus dem Jahre 1782 für Bläseroktett, die zu den bedeutendsten Stücken für diese Besetzung zählt.

Diese beiden Kompositionen werden gespielt von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Hagen: Annette Kern (Flöte), Rebecca Bröckel, Almut Jungmann (Oboe), John Corbett, Alexander Schwalb (Klarinette), Mario Krause, Friedhelm Grote (Fagott), Caroline Kabuß und Stefan Henke (Horn).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Das Geheimnis des Agenten 037“

28. Juni 2019

Eine Stückentwicklung des Lutz Kinderclubs

Die diesjährige Premiere unter dem Titel „Das Geheimnis des Agenten 037“ des von Anne Schröder geleiteten Lutz Kinderclubs des Theaters Hagen findet am 29. Juni um 15 Uhr im Lutz statt (ab 6 Jahren).

Die Geschwister Lotte und Leo entdecken in einer Vase vom Trödelmarkt einen Teil einer Schatzkarte mit einem Rätsel. Um den nächsten Teil der Karte zu finden, müssen sie das schwierige Rätsel lösen. Kaum sprechen sie das Lösungswort aus, zieht es sie auch schon fort: Eine magische Reise beginnt und führt die beiden Kinder einmal um die ganze Welt: an den Nordpol, in den chinesischen Dschungel, in die tunesische Wüste und schließlich nach New York.

Aber sie sind nicht die Einzigen, die hinter dem verborgenen Schatz her sind… So beginnt ein nervenaufreibendes Wettrennen um die vier Teile der Karte. Denn nur, wer die ganze Schatzkarte hat, wird das Geheimnis lüften können.

Ein Jahr lang haben sich die 8-12jährigen Teilnehmer des Lutz Kinderclubs einmal in der Woche getroffen und zusammen mit Lutz Dramaturgin Anne Schröder eine spannende Abenteuergeschichte für die Lutz Bühne entwickelt. Nun freuen sie sich, ihre Arbeit endlich dem Publikum präsentieren zu dürfen.

Unter der Leitung von Anne Schröder und im Bühnenbild von Tobias-Rene Kersting und Anne Schröder spielen: Maxim Akinschin, Sofia Catela, Engin Delibas, Keyan Esen, Lara-Mia Hajzer, Maya Hajzer, Thea-Lee Hajzer, Richard Hecker, Jolina von der Heydt, Amy Homeger, Romy Homeger, Sophia Kraugmann, Emily Kremser, Tara Schilling, Adea Velijaj und Leander Weskamm

Weitere Vorstellung: 30. Juni 2019 (15.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777.

SCRATCH 2019 – “Die Schöpfung” von Joseph Haydn

28. Juni 2019

In diesem Jahr widmet sich das Mitsingkonzert SCRATCH am 29. Juni (18 Uhr, Stadthalle Hagen) der Aufführung von Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“.

Wer immer schon einmal mit einem großen Orchester auftreten und gemeinsam mit professionellen Gesangssolisten, nämlich der Sopranistin Cristina Piccardi, dem Tenor Daniel Jenz und dem Bass Andrew Nolen, auf der Bühne stehen wollte, hat nun die einmalige Chance dazu. Innerhalb eines Tages wird dieses beliebte Werk von Joseph Haydn, welches die Entstehungsgeschichte der Menschheit erzählt, einstudiert und am Abend in einem Konzert im Großen Saal der Stadthalle präsentiert. Mitmachen und -singen kann jede*r, auch und gerade ohne Vorkenntnisse – das Gemeinschaftserlebnis steht im Mittelpunkt.

Ob man diese außergewöhnliche Aufführung mit dem SCRATCH-Chor 2019 und dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der musikalischen Gesamtleitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton als reiner Konzertbesucher*in erlebt oder auf dem Podium mitsingt – ein Erlebnis ist es so oder so.

Noch besteht die Möglichkeit, aktiv an diesem Konzert mitzuwirken (Anmeldung bis spätestens 28. Juni an der Theaterkasse oder unter www.theaterhagen.de/scratch2019).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Stunde der Kritik zum Musical „Spring Awakening“

27. Juni 2019

Die nächste und damit letzte „Stunde der Kritik“ in dieser Spielzeit findet zu dem Musical „Spring Awakening“ („Frühlings Erwachen“) von Steven Sater und Duncan Sheik (basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind) am 28. Juni 2019 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 22.00 Uhr im Theatercafé statt (Eintritt frei).

Bei dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartner wurde Klaus Bunte, Redakteur der Fachzeitschrift „Musicals – Das Musicalmagazin“ gewonnen, der seit vielen Jahren die Musical-Aufführungen im Theater Hagen besucht und rezensiert.

Aus dem Produktionsteam sind der Regisseur Sascha Wienhausen und weitere Produktionsbeteiligte mit dabei. Die Moderation übernimmt Dramaturgin Rebecca Graitl.

Die VHS Hagen feiert 100 Jahre Erfolgsgeschichte mit ihrem neuen Programm

26. Juni 2019

Das Studienjahr 2019/20 wird für die VHS Hagen ein ganz besonderes: Sie begeht ihr 100. Jubiläum. Der erste Lehrgang startete am 27. Oktober 1919 mit 25 Kursen, 903 Teilnehmer wurden von 21 Dozenten unterrichtet. 100 Jahre später sind 325 Dozenten bei der VHS beschäftigt und in einem Studienjahr besuchen 12.000 Teilnehmer die über 900 Kurse.

Die VHS Hagen möchte dies mit einem umfassenden Jubiläumsprogramm feiern, das sich über das gesamte Studienjahr 2019/20 erstreckt und von einer zentralen Veranstaltung eingeläutet wird. Die Lange Nacht der Volkshochschulen ist Teil des Jubiläumsprogramms zum 100-jährigen Bestehen in ganz Deutschland und findet am 20. September 2019 erstmals bundesweit statt. In der Langen Nacht wird es daher von 16 bis 0 Uhr ein großes Bühnenprogramm im Park der Villa Post geben.

Für den Studienbereich Politik und Gesellschaft liegt der Fokus stark auf dem Jubiläumsjahr 2019, die Volkshochschule selbst und auch das Bauhaus werden 100 Jahre alt. Im Bereich „Hagen und Region“ wird es einige Angebote geben, die auf Hagen vor rund einhundert Jahren zurückschauen. So wird Dr. Ralf Blank im Rahmen der Vortragsreihe „Hagen <w>örtlich“ in der Stadtbücherei über die Geschehnisse in Hagen Anfang der 1920er Jahre referieren. In der gleichen Reihe und am gleichen Ort wird Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach darüber berichten, wieso relativ viele Hagener zum Studieren an das Bauhaus in Weimar oder Dessau gegangen sind. Der Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff wird im einem seiner Kurse die Architektur und Geschichte Hagens zwischen 1919 und 1929 betrachten.

In der politischen Bildung wird das Angebot erweitert. Mit Busreisen zu unseren europäischen Nachbarn bzw. mit europapolitischen Themen werden neue Akzente gesetzt, um die europäische Idee zu stärken. Im Juli geht es zum Europaparlament nach Straßburg, im August wird eine Fahrt nach Maastricht und im Dezember eine nach Brüssel angeboten, 2020 wird es nach Bonn gehen. In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum wird im Mai 2020 ein interreligiöser Spaziergang in Hagen angeboten. 2019 gibt es nicht nur die Erinnerung an Ereignisse von vor 100 Jahren, sondern auch an andere wichtige historische Daten. So wird je mit einer Veranstaltung an den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren und an den Mauerfall vor 30 Jahren erinnert.

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Absage des zweiten Teils vom Doppelabend

26. Juni 2019

„Dido and Aeneas“ (Oper von Henry Purcell) und „Wassermusik“ (Ballett zur Musik von Georg Friedrich Händel) am Donnerstag, 27. Juni 2019, 19.30 Uhr im Theater Hagen

Bei dieser Vorstellung wird nur der Opernteil präsentiert: „Dido and Aeneas“.

Karten im Freiverkauf für diese Vorstellung am 27.6.2019 sind ab sofort um die Hälfte reduziert.

Aufgrund mehrerer Erkrankungen im Ballettensemble kann die Aufführung des zweiten Teils des spartenverbindenden Doppelabends, das Ballett  „Wassermusik“ zur Musik von Georg Friedrich Händel, leider nicht stattfinden. Der erste Teil, die Oper „Dido and Aeneas“ von Henry Purcell, wird aufgeführt.

Besucher, die eine Karte für diese Vorstellung am 27. Juni erworben haben bzw. Abonnenten im Abo D, können zusätzlich kostenfrei eine der beiden weiteren Vorstellungen dieses Doppelabends (7. Juli, 15.00 Uhr, und 10. Juli, 19.30 Uhr) besuchen, um diese Produktion in beiden Teilen zu erleben.

Gegen Vorlage des Tickets vom 27. Juni 2019 bzw. des Abo-Ausweises ist es möglich, an der Theaterkasse für die beiden genannten Folgevorstellungen Karten zu erhalten, so lange es noch genügend Plätze gibt.

Klavierfestival Ruhr im Emil Schumacher Museum

22. Juni 2019

Alexandra Dariescu am Montag, 24. Juni 2019 um 20.00 Uhr

Mit ihrer faszinierenden Bühnenpräsenz und ihrer außergewöhnlichen Programmgestaltung ist die aus Rumänien stammende, in Großbritannien lebende Pianistin Alexandra Dariescu in den letzten Jahren mehr und mehr in den Fokus der internationalen Kritik gelangt (Foto: Marco Borggreve).

Aufsehen erregte sie im Dezember 2017 mit ihrer innovativen Live-Performance Der Nussknacker und ich für Klavier, Ballerina und digitale Animation. In dieser Saison stehen neben ihrem Debüt beim Klavier-Festival Ruhr u.a. Auftritte in Wien, Brüssel und London sowie eine Tournee nach China, Australien und in die Vereinigten Arabischen Emirate auf dem Programm.

„In höchstem Maße beeindruckend“ nannte das BBC Music Magazine ihr „herrlich durchdachtes Spiel“. Und dass der große Sir András Schiff die junge Rumänin als Mentor betreut, spricht ebenfalls dafür, dass dieser charismatischen Pianistin eine große Karriere bevorsteht. Bei ihrem Solo-Recital wird sie eine vielfältige musikalische Mischung präsentieren, die von Tschaikowskys Nussknacker-Suite bis zu Préludes der französischen Komponistin Lili Boulanger reicht.

Das Programm:

Claude Debussy: Estampes | L’isle joyeuse
Germaine Tailleferre: Romance | Pastorale | Impromptu | Larghetto | Valse lente
Lili Boulanger: Prélude in Des-Dur | Trois morceaux
Frédéric Chopin: Andante spianato et Grande Polonaise in Es-Dur op. 22
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Nussknacker-Suite op. 71a (Auswahl) (Bearbeitung von Mikhail Pletnev)

Eintritt € 45,-/€ 35,-/€ 25,-

Karten sind erhältlich beim Klavier-Festival Ruhr

126 Teilnehmer im Alter von 6 bis 21 Jahren

21. Juni 2019

Ergebnis der „30. Schul- und Jugendtheatertage“ im Theater Hagen

In der Mitte (im lila Oberteil): Frau Anette König vom Theaterförderverein Hagen e.V., die allen Teams eine Förderurkunde über 100.- Euro für die Unterstützung der zukünftigen Theaterarbeit überreicht hat. Foto: Theater (Für eine größere Ansicht aufs Bild klicken).

Am 17. und 18. Juni 2019 fanden ganztägig im Theater Hagen (Großes Haus, Lutz, Opus) die „30. Schul- und Jugendtheatertage“ statt. Es wurden insgesamt 6 Stücke gezeigt, beteiligt waren 4 Schulen und 2 außerschulische Einrichtungen – aus Hagen, Menden und Sprockhövel – mit insgesamt 126 Teilnehmern im Alter von 6 bis 21 Jahren.

Die fünfköpfige Jury gab folgende Beurteilungen ab:

Preis für die größte Spielfreude auf der Bühne: Emil-Schumacher-Grundschule Wehringhausen (Kultur- und Schule-Projekt): „Performix“

Preis für das Stück, welches das Publikum am meisten mitgerissen hat: Regenbogenhaus der OGS Kipper Westbauer (Musical-AG): „Noah und die coole Arche“

Preis für das mit Abstand witzigste Stück: AWO Jugendcafé Real Hohenlimburg (Jugendtheater-AG): „Es war einmal“

Preis für die beste Ensembleleistung: Wilhelm-Kraft-Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises (Wahlpflichtkurs Darstellen und Gestalten 9): „Vitali“

Preis für die beste Kampfchoreographie: Junges M.A.T. – Theater aus der Fabrik Menden: „Romeo und Julia“

Preis für das beste Bühnenbild: Hildegardis-Schule Hagen (Projektkurs Werkstatt Theater Q1): „Konfusionen“

Als Gewinn haben die Teams Eintrittskarten für Vorstellungen im Theater Hagen erhalten.

Die 31. Schul- und Jugendtheatertage finden am 8. und 9. Juni 2020 statt. An der Teilnahme interessierte Gruppen wenden sich bitte an: miriam.walter@stadt-hagen.de.

Europa: (T)Raum der Möglichkeiten?

20. Juni 2019

Von Euphorie bis Feindlichkeit: Wo steht Europa nach der Wahl? Darüber diskutieren die FernUniversität, das Theater Hagen und das Emil Schumacher Museum mit Interessierten.

25.6., 18 Uhr, Theater Hagen, Theatercafé

In der Reihe „Impuls: Politischer Salon Hagen“ steht das Thema Europa am 25. Juni im Fokus der Diskussion: Was bedeutet die Wahl für Europa? Woraus speist sich das europäische Selbstverständnis? Welche Be­deutung haben Kunst, Kultur und Erinnerung für die Gestaltung der Zukunft Europas?

Die FernUniversität in Hagen, das Theater Hagen und das Emil Schumacher Museum laden gemeinsam ins Theatercafé ein, um das „Mega-Thema“ Europa mit lokalen Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft und mit der Stadtgesellschaft zu diskutieren. Dabei geht es auch um die Fragen: Was heißt Europa im lokalen Kontext? Welche kultur- und bildungspolitischen Bezüge zu Europa gibt es in Hagen? Und: wie europäisch ist Hagen eigentlich?

Wo steht Europa nach der Wahl? Was macht das europäische Selbstverständnis aus? Welche Bedeutung haben Kunst, Kultur und Erinnerung für die Gestaltung der Zukunft Europas? Die Spannweite politischer Positionen und Entwicklungstendenzen zum „Projekt Europa“ ist breit: Sie reicht von der Europa-Euphorie bis zur Europa-Feindlichkeit, vom Selbstbild europäischer Humanität, Demokratie und Freiheit bis zu neuen Nationalismen, Grenzziehungen und Abschottungspolitiken.

Die literarische Grundlage bildet für diesen Abend das Buch der Kultur­wissenschaftlerin Aleida Assmann „Der europäische Traum: Vier Lehren aus der Geschichte“, für das sie gemeinsam mit ihrem Mann Jan Assmann 2018 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommen hat.

In ihrem Buch wirbt Assmann dafür, sich für eine gemeinsame europäische Utopie einzusetzen und diese zu teilen – orientiert an den ursprünglichen europäischen Werten Freiheit und Frieden. „Europa hat Rahmenbedingungen eines Lebens in Frieden und Freiheit geschaffen, die zum Ideal und Anziehungspunkt für Flüchtlinge geworden sind, die diese Güter gerade verloren haben. Wenn wir ihre Hoffnungen zerstören, zerstören wir auch den europäischen Traum“, schreibt die Literaturwissenschaftlerin.

Nach der Buchpräsentation durch Andreas Meyer-Lauber (FernUniversität in Hagen) diskutieren auf dem Podium: Winfried Bahn (Unternehmer Rat Hagen), Francis Hüsers (Intendant Theater Hagen), Sabine Krink (Europabeauftragte der Stadt Hagen), Rouven Lotz (Emil Schumacher Museum, Hagen) und Prof. Dr. Michael Stoiber (FernUniversität in Hagen). Moderation: Dr. Jana Husmann (FernUniversität in Hagen) und Klaus Hirschberg (Uni50plus Hagen).

Im Anschluss an die Diskussion findet ein Empfang statt. Der Besuch dieser Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten unter: fernuni.de/politischer-salon-anmeldung, eine spontane Teilnahme ist aber auch möglich. Weitere Informationen unter: fernuni.de/politischer-salon

Neues Sehen – Neue Sachlichkeit

20. Juni 2019

Fotografische Positionen in Westfalen vom Bauhaus bis heute

22. Juni – 18. August 2019, Osthaus-Museum Hagen

Albert Renger-Patzsch (1897-1966), Im Ruhrgebiet, Zeche Zollverein, 1949, Archiv Ann und Jürgen Wilde, Zülpich. © Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde, Zülpich / VG Bild-Kunst Bonn 2019

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nimmt das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus zum Anlass, in der Wanderausstellung „Neues Sehen – Neue Sachlichkeit. Fotografische Positionen in Westfalen vom Bauhaus bis heute“ Impulse aus Westfalen auf die klassische Moderne im Bereich der Fotografie aufzuzeigen.

In drei Zeitabschnitten stellt die Ausstellung dar, wie sich die Fotografie in Westfalen zu einem eigenständigen künstlerischen Medium entwickelte: Beginnend bei den Fotografen des Bauhauses und Albert Renger-Patzsch bis zu zeitgenössischen Künstlern verdeutlicht die Ausstellung Traditionslinien und Brüche.

Die Schau startet am 21. Juni in Hagen und ist bis November 2020 an sieben weiteren Standorten in Westfalen-Lippe zu sehen.

Die Fotografen des Bauhauses gingen bei den Darstellungskonzepten neue Wege: Aufsicht, Untersicht, Nahaufnahmen und Experimente mit Licht nutzten sie als Stilmittel. Albert Renger-Patzsch setzte mit den „Ruhrgebietslandschaften 1927-1935“ einen Kontrapunkt zu diesen Kompositionsschemata. Absolute Gegenstandstreue, präzise Beleuchtung der Objekte und Detailgenauigkeit waren sein Credo.

In der Tradition steht auch Otto Steinert, der die Anregungen aufgriff und weiterentwickelte. Damit ist die künstlerische Fotografie in Westfalen nicht nur um regionalspezifische Motive bereichert worden, sondern auch um international bedeutende Fotografen, wie Albert Renger-Patzsch (Möhnesee-Wamel), Otto Steinert (Essen) und Erich Angenendt (Dortmund). So wurden Architektur und Landschaft Westfalens zum Thema für die klassische Moderne. Die insgesamt 54 ausgestellten Arbeiten zeigen, dass sich die westfälischen Fotografen im künstlerischen Spannungsfeld von Dokumentation und Abstraktion bewegten.

Bauhaus und Neue Sachlichkeit haben die Grundlagen einer Moderne in Deutschland von 1919 bis 1933 gelegt. Fotokünstlerische Strömungen wie „subjektive fotografie“, aber auch Einzelpositionen nahmen das avantgardistische Erbe nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auf. Auch die jüngere Fotogeschichte offenbart zahlreiche Berührungspunkte zur Ästhetik und Programmatik der Neuen Sachlichkeit. Dies zeigt sich beispielsweise in der Studienklasse von Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf.

„Mit der Ausstellung wollen wir den Blick dieser Fotografen dokumentieren: Wie nahmen sie die Umwelt wahr? Es gibt weder eine Fokussierung auf einen Fotografen, noch auf ein Thema“, sagt LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, „Schwerpunkte sind das Bauhaus und die Neue Sachlichkeit und die Folgen. Die Ausstellung soll das Verständnis für zeitgenössische Kunst und insbesondere für Stile und Themen zeitgenössischer Fotografie in Westfalen stärken.“

54 Reproduktionen, vintage prints und modern prints werden durch einige Objekte wie Bücher und Zeitschriften in Vitrinen ergänzt. Der Sammler und Galerist Jürgen Wilde unterstützt die Ausstellung mit wichtigen Werken von Albert Renger-Patzsch.

„Die Ausstellung verdeutlicht die Wurzeln aktueller Entwicklungen und leistet einen Beitrag zu der gegenwärtigen kulturpolitischen Diskussion um die kulturelle Allgemeinbildung breiter Bevölkerungsschichten“, so die Leiterin des LWL-Museumsamtes, Dr. Ulrike Gilhaus. „Damit kommt der LWL seinem Auftrag nach, Kultur in die Fläche zu bringen und allen Menschen in Westfalen den Zugang zu kulturellen Angeboten zu ermöglichen“, sagt Gertrud Welper, Stellvertretende Vorsitzende der LWL-Landschaftsversammlung, die die Ausstellung in Hagen eröffnet.

Ein Katalog vertieft die Themenbereiche und zeigt die einzelnen Werke der Ausstellung. Darüber hinaus wurde von der Geschichtsmanufaktur Dortmund ein museumspädagogisches Begleitprogramm für Erwachsene sowie die Sekundarstufe II entwickelt.

„Der Komponist ist tot!“

20. Juni 2019

Eine musikalische Detektivgeschichte von Nathaniel Stookey und Lemony Snicket

Das vierte und damit letzte Familienkonzert in dieser Spielzeit findet am 23. Juni 2019 mit Beginn um 11 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) statt.

Wieder einmal nimmt der beliebte Fernsehstar, KiKA-Moderator Juri Tetzlaff sein Publikum mit auf eine spannende und informative Reise durch die Welt der klassischen Musik. Dieses Mal wird es besonders spannend, denn auf dem Programm steht: „Der Komponist ist tot!“ – Eine musikalische Detektivgeschichte von Nathaniel Stookey und Lemony Snicket.

Wer ist der Täter? Die Bratschengruppe? Die Posaunen? Vielleicht die Solo-Flötistin? Bestimmt waren es die Schlagzeuger! Oder doch nicht? Juri Tetzlaff schlüpft in die Rolle des Inspektors und ermittelt in den Reihen des Philharmonischen Orchesters Hagen. Während Andreas Vogelsberger die spannungsgeladene Musik dirigiert, darf Jung und Alt neugierig sein, wer sich als Täter entpuppt.

Karten (12 / 6 Euro, Familienkarte für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kindern: 25 Euro) an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Menschen im Hotel“

19. Juni 2019

Schauspiel-Adaption des Romans von Vicky Baum mit Live-Musik

Am 21. Juni 2019 findet um 19.30 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) ein Gastspiel des Rheinischen Landestheaters Neuss mit der Präsentation „Menschen im Hotel“ – Schauspiel-Adaption des Romans von Vicky Baum mit Live-Musik statt (Foto: Björn Hickmann, Stage-Picture).

Ein großes Hotel im turbulenten Berlin der zwanziger Jahre lässt eine Reihe schillernder Charaktere einander begegnen: Die berühmte Balletttänzerin Grusinskaja sieht sich mit dem Ende ihrer Karriere konfrontiert. Auf ihren legendären Perlenschmuck hat es der heruntergekommene Baron Gaigern abgesehen. Der todkranke Buchhalter Kringelein möchte sich einen Hauch von Luxus gönnen und trifft unversehens auf seinen Chef, Generaldirektor Preysing. Der sucht mit einem gewagten Coup seine Firma vor dem Ruin zu retten. Das kapriziöse Flämmchen verdingt sich als Sekretärin und träumt vom Ruhm eines Filmstars. Der von Kriegswunden gezeichnete Dr. Otternschlag hat das Hotel sogar zum Mittelpunkt seiner Existenz gemacht. Mehr und mehr überkreuzen sich die Lebenswege – nicht nur am Schalter des Hotelportiers. Nach dem Verlauf von wenigen Tagen wird eine der Figuren ihr Leben verloren haben und nichts mehr so sein wie vorher …

Mit ihrem 1929 erschienenen Romanerfolg erntete die österreichische Musikerin und Schriftstellerin Vicki Baum Weltruhm. „Menschen im Hotel“ zeichnet seine Figuren liebevoll mit ihren Stärken und Schwächen und wurde mehrfach verfilmt, u. a. mit Greta Garbo und Joan Crawford. Diese Produktion erzählt Vicki Baums Reigen schicksalhafter Zusammentreffen als ein unterhaltsames musikalisches Großstadtmärchen.

In der Inszenierung von Marlene Anna Schäfer und der Ausstattung von Marina Stefan spielen, singen und musizieren: Katharina Dalichau, Teresa Zschernig, Peter Waros, Jan Kämmerer, Hubertus Brandt, Stefan Schleue, Pablo Guaneme Pinilla, Isabelle Marchewka, Radek Stawarz und Johannes Platz. Die Musik und Liedtexte verfasste Henning Brand.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hagen bekommt Stadtarchäologin

18. Juni 2019

Hagener Politik und Medien setzen weiter auf Brauchtumsgetöse

Schon vor über 200 Jahren wurden erste archäologische und geologische Funde entdeckt und in Publikationen veröffentlicht. Der Elseyer Stiftspfarrer Johann Friedrich Möller (1750-1807) regte bereits 1802 den Schutz von Bodenfunden und Denkmälern an.

An diese bis ins 18. Jahrhundert zurückreichende Sammlungs- und Forschungsgeschichte knüpfen das heutige Museum Wasserschloss Werdringen und nun auch die aktuell gegründete Stadtarchäologie in Hagen an.

Seit der Änderung des Denkmalschutzgesetzes in Nordrhein Westfalen im Jahre 2013, muss die archäologische Denkmalpflege bei vielen Bauvorhaben und vor allem bei der Entwicklung von Gewerbe- und Wohnbauflächen immer im Vorfeld angehört werden. Um hier nicht von Zufallsfunden überrascht zu werden, sondern weit im Vorfeld gezielt und damit kosten- und zeitsparend, die Maßnahmen zu begleiten, wurde das Team der Hagener Denkmalbehörde unter der Leitung von Ina Hanemann durch eine Archäologin erweitert.

Die studierte Archäologin Mirjam Kötter, seit einem Jahr auch Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum Wasserschloss Werdringen und in der Denkmalbehörde, steht als neue Stadtarchäologin in engem Austausch mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie mit dem städtischen Fachdienst Wissenschaft, Museen und Archive.

Sie ermittelt ein möglichst genaues Bild dessen, was in Hagen an Bodendenkmälern unter und über der Erde schlummert. Und das ist nicht wenig, sondern teilweise sogar international bedeutend. Ein Beispiel sind die sensationellen Steinzeitfunde auf dem Vorplatz und im Inneren der Blätterhöhle bei Hohenlimburg. Doch auch andere Bodendenkmäler zeigen, dass die Hagener Fundlandschaft über ein enormes Potenzial verfügt.

Erste Planungen für eine Stadtarchäologie in Hagen reichen einige Jahre zurück. Ina Hanemann, der Leiter der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie für Westfalen, Prof. Dr. Michael Baales, und der Hagener Museums- und Archivleiter, Dr. Ralf Blank, erkannten frühzeitig die Notwendigkeit, eine Stadtarchäologie in Hagen zu etablieren. Doch brauchte es Zeit und Geduld, um die entscheidenden Instanzen zu überzeugen und für das Vorhaben zu gewinnen.

Das war sicherlich ein arbeitsintensives Unterfangen. Denn das historische Bewusstsein reduziert sich im politisch-medialen Raum des Volmestädtchens traditionell bekanntlich auf aus der Zeit gefallene Brauchtumsrelikte. Dazu gehört der Versuch, ländliche Erscheinungsformen wie Schützenvereine im Rahmen einer Großstadt hochzuschreiben oder einen ganzen Stadtteil wie Haspe mit billigen Eselfiguren zu verunstalten.

Im Frühjahr 2019 würdigte die Oberste Denkmalbehörde im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung die Bedeutung der archäologischen Fundlandschaft in Hagen. Und in diesem Monat erhielt die Stadt den Rang einer Stadtarchäologie.

Damit eröffnet sich für Hagen auch die Möglichkeit, aus der Landesförderung für Bodendenkmalpflege zu schöpfen. Die LWL-Archäologie für Westfalen mit Sitz in Münster und die für Hagen zuständige LWL-Außenstelle für Bodendenkmalpflege in Olpe, begrüßen ebenfalls diesen Schritt. Bereits in Vorgesprächen signalisierte die LWL-Archäologie ihre Unterstützung bei der Zuweisung von Fördergeldern. Diese Finanzmittel werden unter den nunmehr sieben Dienststellen für Stadtarchäologie in Westfalen aufgeteilt. Sie dienen zur Finanzierung von laufenden Kosten im Bereich der Bodendenkmalpflege, aber vor allem für gezielte Forschungsprojekte.

Auch für die seit 2013 in NRW bestehende gesetzliche Regelung des sogenannten „Schatzregal“ ist eine Stadtarchäologie für die Kommune von Vorteil. Das „Schatzregal“ besagt, dass Funde von hoher wissenschaftlich Bedeutung automatisch in den Besitz des Landes übergehen. Über eine vertragliche Vereinbarung kann diese Regelung im Fall gelockert werden, sofern die fachlichen Grundlagen dafür vorhanden sind. Bodenfunde im Stadtgebiet können nun in Hagen verbleiben. Sie werden im Archäologiedepot aufbewahrt bzw. im Museum Wasserschloss Werdringen der Öffentlichkeit präsentiert.

Neben der behördlichen Arbeit zu bauplanungsrechtlichen Fragen und frühzeitiger Unterstützung bei der Entwicklung von Bauflächen, ist die Stadtarchäologie auch für die Mitarbeit bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung archäologischer Funde im Depot und im Museum Wasserschloss Werdringen zuständig. Hier besteht schon seit vielen Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Denkmalbehörde und den Instituten des zuständigen Fachdienstes: dem Museum Wasserschloss Werdringen, dem Stadtmuseum und dem Stadtarchiv Hagen.

Die Stadtarchäologie Hagen ist nicht nur für die Außendarstellung der Stadt von großer Bedeutung. Auch innerhalb der fachlichen Infrastruktur der LWL-Archäologie und der Stadt Hagen wird sie eine Schlüsselstellung einnehmen.

Noch zwei Vorstellungen: „Fussnote: Let’s do it all!“

18. Juni 2019

V.l.n.r.: Anne Kastien, Johanna Andree, Anna Wilwert, Karl-Dieter Günther, Klaus Beyer, Regina Kemp, Ulla Fischer, Sylvia Manthey, Helga Suleck. Foto: Klaus Lefebvre.

Auch in dieser Spielzeit hat der beliebte Seniorenclub des Lutz Hagen ein neues Stück herausgebracht: „Fussnote: Let’s do it all!“ – Ein episodisches Reisetagebuch der anderen Art (ab 12 Jahren). Dieses Stück ist noch zwei Mal im Lutz zu erleben: 20.6.2019 (18 Uhr) und 22.6.2019 (19.30 Uhr).

„Während Sie wolkengleich über den Wellen schweben, fällt jeglicher Ballast von Ihnen ab und die Welt lächelt Ihnen zu!“ So lockt der Katalog der Celebrity Cruise Senior*innen zu einer Kreuzfahrt an Bord. Ganz billig ist der Spaß aber nicht. Wie wäre es also mit einem netten kleinen Pokerspiel, um den lang ersehnten Urlaub zu finanzieren? Oder den wildfremden, reichen Mann von nebenan zu kidnappen und gemeinsam die Segel zu setzen? Dabei darf Mama in der Kaffeedose auch nicht fehlen. Und wer will schon den Ruhestand feiern, wenn man einen so kunterbunten Haufen Menschen kennenlernt, dass man ein ganzes Buch mit ihnen füllen könnte? Eins ist dabei auf jeden Fall klar: Let’s do it all!

Kommen Sie mit an Bord der 7NC Celebrity Cruise, denn Sie sind die Ehrengäste!

Unter der Leitung und in der Inszenierung von Jannica Hümbert sowie im Bühnenbild von Tobias-Rene Kersting spielen der Lutz Seniorenclub: Johanna Andree, Klaus Beyer, Ulla Fischer, Karl-Dieter Günther, Christa Hackler, Rita Iachini, Anne Kastien, Regina Kemp, Maria Köntopp, Sylvia Manthey, Heidrun Schick, Helga Suleck, Sigrun Wecke-Kaiser und Anna Willwert.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Bilinguale Führung im Theater Hagen

17. Juni 2019

Unter dem Lutz-Motto „Weltenbummler“ findet am 22. Juni 2019 mit Beginn um 14 Uhr eine weitere bilinguale Führung, dieses Mal in ungarisch-deutscher Sprache, durch das Theater Hagen statt (Treffpunkt: Bühneneingang). Diese Führung wird gestaltet von dem Tänzer, Choreographen und Orchesterwart Jozsef Hajzer und der Theaterpädagogin Miriam Walter.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung in der Theaterpädagogik wird gebeten unter miriam.walter@stadt-hagen.de.

Literatur, Flucht – interkulturelle Begegnungen

16. Juni 2019

Lesung mit Nuri Ortak

Unter dem Titel „Literatur, Flucht – interkulturelle Begegnungen“ lädt die „terre des hommes AG Hagen“ zu einer Lesung mit dem Hagener Schriftsteller Nuri Ortak im Rahmen des Kulturfestivals „SCHWARZWEISSBUNT“ am Dienstag, 18. Juni, von 11 bis 13 Uhr in den interkulturellen Garten am Goldberg, Goldberghang neben Haus Nummer 40, ein.

Nuri Ortak liest aus seinen eigenen Texten vor und begegnet dabei geflüchteten Jugendlichen einer Förderklasse des Berufskollegs Kaufmannsschule 1. Die Veranstaltung ist ab 14 Jahren geeignet. Der Eintritt zur Lesung ist frei, eine Anmeldung ist per E-Mail an hagen@tdh-ag.de erforderlich.

„I Got Rhythm!“

15. Juni 2019

Neuntes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Im 9. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 18. Juni (20 Uhr, Stadthalle Hagen) gibt es nicht nur sinfonische, sondern auch jazzige Klänge zu hören – „I Got Rhythm!“ Dieses Konzert ist in das Programm „Hagener Impulse – 100 Jahre Bauhaus im Westen“ eingebunden.

Die Komponisten des Programms haben in der Zeit der Bauhausgründung gelebt und gewirkt – allen voran Kurt Weill. Der Komponist stammte aus Dessau, wo sich die Bauhaus-Schule ab 1926 niederließ. Zu dieser Zeit vertonte Weill gerade Brechts „Dreigroschenoper“, die zu einem weltweiten Hit wurde. Weill teilte das Schicksal mit vielen der Bauhausmitglieder und musste in den 1930er-Jahren in die USA emigrieren. Hier wurde er am Broadway mit seinen Musicalkompositionen erfolgreich.

Eine charakteristische Neuerung in seinem Werk ist dem Zeitgeist folgend der Einzug der Alltagsmusik in die Kunstmusik. So hat er immer wieder Elemente des Jazz einfließen lassen – auch in seine Lieder, von denen einige an diesem Abend präsentiert werden, interpretiert vom Chansonnier HK Gruber.

Der 75-jährige Allround-Musiker gilt bis heute als eine der schillerndsten Figuren der deutschsprachigen Musikwelt. Mit dem Schaffen Kurt Weills hat er sich immer wieder auseinandergesetzt, wie seine CD-Veröffentlichungen eindrucksvoll zeigen, in denen er mit Stars wie Max Raabe und Nina Hagen zusammenarbeitete.

An Kurt Weills Wirkungsstätte, dem Broadway, wurde auch „Porgy and Bess“ von George Gershwin uraufgeführt. Das Bühnenwerk changiert zwischen Elementen der Oper und des Musicals und ist berühmt für seine Einflüsse aus Blues und Jazz.

So fungiert in diesem Konzert die Musik Gershwins (neben Ausschnitten aus „Porgy and Bess“, Ouvertüre zu „Strike up the Band“, Variationen über „I Got Rhythm“) bestens als Bindeglied zwischen Weills Liedern und Songs der Jazzlegende Duke Ellington, die das Programm ergänzen.

Am Klavier und am Pult wird das Philharmonische Orchester Hagen geleitet von Frank Dupree, einem hochgelobten jungen Talent, das im Jazz wie in der Klassik gleichermaßen zu Hause ist (Foto: Sebastian Heck).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Premiere: „Spring Awakening“ („Frühlings Erwachen“)

14. Juni 2019

Johann Zumbült (Melchior) und Isabell Fischer (Wendla). Foto: Klaus Lefebvre.

Die letzte Premiere in dieser Spielzeit im Großen Haus des Theaters Hagen findet am 15. Juni 2019 (19.30 Uhr) statt. Auf dem Programm steht das international gefeierte Musical „Spring Awakening“ („Frühlings Erwachen“) von Steven Sater (Buch, Songtexte) und Duncan Sheik (Musik), basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind (Deutsch von Nina Schneider, mit Übertexten).

Diese Produktion findet in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück statt und gehört zum Förderprojekt des Theaterfördervereins Hagen e.V. „Jeder Schüler ins Theater Hagen“.

Frank Wedekinds Drama „Frühlings Erwachen“ sorgte bei der Uraufführung 1906 für Empörung: Das Thema der jugendlichen Sexualität war in der Atmosphäre der bürgerlichen Sexualmoral deutschen Kaiserreichs ein Tabu. Genau hundert Jahre später wurde das Musical „Spring Awakening“ zum ersten Mal aufgeführt, das Wedekinds Schauspiel als Folie benutzt, dabei aber den Bogen von der Vergangenheit ins Heute spannt. „Spring Awakening“ gelingt der Spagat, dass wir uns den Figuren aus Wedekinds Schauspiel auch heute noch nahe fühlen: Dies liegt vor allem an der Musik, in der sich die Wut der Jugendlichen über die sexuelle Repression und ihre Ausgeliefertheit kanalisiert. Dafür wurde das Musical gefeiert und unter anderem mit acht Tony Awards ausgezeichnet.

„Spring Awakening“ erzählt vom Erwachsenwerden, von erwachender Sexualität, aber auch von Konflikten zwischen Eltern und Kindern. Deutschland 1891, irgendwo in einer kleinen Stadt: Melchior, der Primus der Klasse, ist vom Geist der Aufklärung beflügelt. Sein bester Freund Moritz, durchdrungen von selbstzerstörerischer Besessenheit, schafft das Pensum in der Schule nicht. Wendla will von ihrer Mutter aufgeklärt werden, erhält aber nur Ausflüchte als Antwort. Mit ihrer Neugier auf sexuelle Themen und ihren gezielten Fragen werden alle von ihren Eltern und Lehrern allein gelassen. Als Melchior und Wendla ihre Liebe entdecken, geraten die Jugendlichen in ein verhängnisvolles Fahrwasser.

Sascha Wienhausen inszenierte am Theater Hagen bereits mit großem Erfolg die Musicals „Avenue Q“ und „In den Heights von New York“. Zusammen mit Anja Schöne als Schauspiel-Regisseurin, Michael Schmieder als Choreograph und Alfred Peter als Ausstatter wird er nun „Spring Awakening“ auf die Hagener Bühne bringen. Mit zum Team gehören zudem Rebecca Graitl (Dramaturgie) und Hans-Joachim Köster (Licht). Unter der musikalischen Einstudierung und Leitung von Steffen Müller-Gabriel singen, spielen und tanzen: Jessica Denzer, Isabell Fischer, Ralf Grobel, Sebastian Jüllig, Vera Lorenz, Stefan Merten, Andreas Elias Post, Christian Rosprim, Anne Schröder, Simone Schuster, Bosse Vogt, Marlene Walker, Johann Zumbült; Ballett Hagen; Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 28.6. (19.30 Uhr); 3.7. (19.30 Uhr), 5.7.(19.30 Uhr); 11.7.2019 (19.30 Uhr); Gastspiel in Coesfeld 26.6.2019; Wiederaufnahme: 14.9.2019 (19.30 Uhr)

DIE STUNDE DER KRITIK: Freitag, 28.6.2019, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei. – Zu Gast: Klaus Bunte (Fachmagazin „Musicals“)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Jugend auf die Bühne!

13. Juni 2019

30. Schul- und Jugendtheatertage

Zum 30. Mal heißt es: Jugend auf die Bühne! am Theater Hagen. Am Montag, 17. Juni (Beginn: 11.00 Uhr im Lutz) und Dienstag, 18. Juni (Beginn: 16.00 Uhr im Lutz) werden alle Bühnen des Hauses für Theatergruppen aus Hagen und Umgebung geöffnet – knapp 130 Mitwirkende wird es geben.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Grundschulalter bis zum jungen Erwachsenenalter haben die Chance genutzt und werden ihre Stücke vorführen. In Schulprojektgruppen und Theatergruppen haben sich die jungen Leute mehrere Monate intensiv damit beschäftigt, ein Stück auszuwählen, selber zu entwickeln, vorzubereiten und schließlich bühnenreif zu proben.

Herausgekommen sind dabei sowohl Theaterstücke, die auf Vorlagen basieren, als auch Eigenproduktionen. Auch in diesem Jahr werden sich die begeisterten Nachwuchsschauspieler dem Wettkampf und dem Urteil einer Jury stellen, und es wird eine Preisverleihung nach der letzten Vorstellung im Opus (Beginn ca. 20.00 Uhr) geben.

Karten: Tagestickets (8 / 5 Euro) und Einzeltickets (3 / 2 Euro) sind erhältlich an der Theaterkasse (auch am 17.6.), unter Tel. 02331 207-3218, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Der Abriss droht

12. Juni 2019

Abriss von Block 1 stoppen, Perspektiven für Wehringhausen ermöglichen!

Hier Petition unterzeichnen!

Der städtebaulich wertvolle und denkmalhistorisch schützenswerte Reformwohnblock 1 Minervastraße, Ewaldstraße, Gustavstraße, Lange Straße in Hagen Wehringhausen ist durch die Pläne der GWG (Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft Hagen e.G.) vom Abriss bedroht.

Nach der gegenwärtigen Genehmigungslage könnten die Abrissarbeiten im schlimmsten Falle schon in wenigen Wochen beginnen. Bevor Tatsachen geschaffen und Wertvolles unwiederbringlich zerstört wird, gilt es, sich mit aller Kraft für den Erhalt des Reformwohnblocks einzusetzen.

Über den Wert des Reformwohnblock 1

Der ab 1899 nach einem Entwurf des Architekten Claus Hilker erbaute Reformwohnblock 1 mit 130 liebenswerten Wohneinheiten und seinem großzügigen Gartenhof, bildet zusammen mit der um 1875 erbauten Eicken-Siedlung und dem Reformwohnblock 2 an der Lange Straße in Hagen Wehringhausen, ein architekturhistorisch überregional bedeutendes und erhaltenswertes Gesamtensemble.

Die herausragende Bedeutung des gesamten Ensembles für die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus von 1870-1914 in Deutschland und auch international, wurde zuletzt durch die Forschung und ein Gutachten von Prof. Dr. Wolfgang Sonne (Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur, TU Dortmund) wissenschaftlich belegt.

Die Stadt Hagen kann sich glücklich schätzen, solch wertvolle historische Bausubstanz von internationaler Bedeutung zu besitzen. Dass mit der Altbauaktivierung vielfältige Vorteile für die Stadt- und Quartiersentwicklung verbunden sind, hat zuletzt 2018 das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen einer Veröffentlichung festgestellt.

Bund und Länder setzen sich nicht ohne Grund und stärker denn je für den Erhalt des baukulturellen Erbes ein – Beispiele aus Hann. Münden, Lüdenscheid, Plauen und Pößneck zeigen, wie die behutsame Sanierung von identitätsstiftender Altbausubstanz, Städte und Quartiere aufwerten und stärken kann.

Wir appellieren an die Stadt Hagen, sich mit ihrem wertvollen städtebaulichen Erbe auseinanderzusetzen und Perspektiven für dessen Erhalt und die zukünftige Nutzung zu entwickeln. Die Chance, mit der städtebaulich nahezu einmaligen Substanz des Refomwohnblocks überregional und sogar international Strahlkraft zu entwickeln, ist zukunftsweisend. Es sollte deshalb das Ziel der Stadt sein, gemeinsam mit den Menschen in Wehringhausen Perspektiven für den Erhalt und die Nutzung des Wohnblockensembles zu erarbeiten.

Für die zukünftige Nutzung dieses städtebaulich wertvollen Wohn- und Lebensraums gibt es vielfältige Ideen, die teils aus ehrenamtlichen Initiativkreisen im Stadtteil Wehringhausen entwickelt wurden. Diese reichen von Investitionen in generationenübergreifendes Wohnen, bis hin zur Integration einer Kindertagesstätte in die bestehende Blockarchitektur. Vieles ist denkbar, wenn im Planungsprozess Ideen und Bedürfnisse der Bürger gehört werden.

Einseitige Berichterstattung

Wir finden, dass über die Abriss- und Umgestaltungspläne für den Reformwohnblock 1 in Wehringhausen bislang einseitig und unausgewogen berichtet wurde. Aus diesem Grund möchten wir mit unserem Engagement ausdrücklich die Informations- und Diskussionsgrundlage für dieses Thema öffnen und so allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich umfassend zu informieren und teilzunehmen.

Unsere Forderung

Wir fordern die Stadt Hagen auf, den geplanten Abriss des Reformwohnblocks 1 (Minervastraße, Ewaldstraße, Gustavstraße, Lange Straße) in Wehringhausen sofort zu stoppen und den wissenschaftlich belegten, besonderen Wert des Gesamtensembles (Eicken-Siedlung, Reformwohnblock 1 und Reformwohnblock 2) anzuerkennen.

Wir fordern einen offenen Planungsprozeß mit Bürgerbeteiligung und eine ernsthafte Diskussion, die Kompetenzen anerkennt und die Tatsache akzeptiert, dass wertvolle historische Bausubstanz identitätsstiftend und schützenswert ist. Nur durch deren Erhalt, kann die Möglichkeit entstehen, zusammen mit und aus der Geschichte des Stadtteils heraus Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.

Wir fordern die Stadt Hagen mit ihrem Oberbürgermeister Erik O. Schulz auf, sich unter Ergreifung aller notwendigen Maßnahmen und unter Berücksichtigung der aktuellen Informationslage, gegen den Abriss und für den Erhalt des Reformwohnblocks 1 einzusetzen.

Hier Petition unterzeichnen!

#BlockIsBeautiful

Mehr Informationen unter: www.blockisbeautiful.info


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