Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Rettung der Glasfenster im einstigen Hussel-Stammhaus

27. März 2020

Selten ziehen alle Beteiligten so an einem Strang wie in diesem Fall. Die Rede ist vom ehemaligen Hussel-Firmensitz in der Eilper Straße 115. Die Beteiligten sind der ehemalige Besitzer, der neue Eigentümer, der Hagener Heimatbund und die Fernuniversität Hagen. Es geht um die von dem Künstler Hans Slavos (1900 bis 1969) gestalteten, in Blei gefassten Buntglasfenster, die das Gebäude zieren und die gerettet werden sollen. (…)

„Die 1950er Jahre werden erst gerade entdeckt und als denkmalwürdig empfunden“, sagt Fabian Fechner. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Da irrt der Historiker der FernUni. Bereits 1992 wurde beispielsweise das Union-Reisebüro (Elberfelder/Ecke Karl-Marx-Straße) dank des Engagements einer Bürgerinitiative unter Denkmalschutz gestellt. Der Pavillonbau ist Teil eines Ensembles aus den 1950er Jahren rund um den Volkspark, zu dem auch das Eingangsgebäude der SIHK, die ehemalige Mark-E-Zentrale und die Konzertmuschel gehören.

Stadtbücherei bietet kostenlosen Zugang zu digitalen Angeboten

26. März 2020

Die Stadtbücherei auf der Springe bietet für die Dauer ihrer Schließzeit allen Interessierten ab sofort die Möglichkeit, sich kostenlos zu den digitalen Angeboten „Onleihe“ und „Freegal Music“ anzumelden.

Um die Angebote zu nutzen, müssen Interessierte sich per E-Mail mit dem Betreff „Anmeldung Digitale Angebote“ und folgenden Angaben unter stadtbuecherei@stadt-hagen.de anmelden: Vor- und Familienname, Adresse, Postleitzahl und Wohnort, Geschlecht, Geburtsdatum, Telefonnummer sowie eine E-Mail-Adresse, falls diese von der Absenderadresse abweicht. Kinder unter 14 Jahren müssen zusätzlich den Vor- und Familiennamen eines Erziehungsberechtigten angeben. Im Anschluss erhalten die Besucherinnen und Besucher ihre Zugangsdaten per E-Mail und können dann die „Onleihe“ und „Freegal Music“ bis zum 30. April nutzen.

Ausführliche Anleitungen zu den Angeboten gibt es auf der Internetseite der Stadtbücherei. Für weitere Fragen steht das Team der Bücherei montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr unter Telefon 02331/207-5720 zur Verfügung.

Couch-Theater

25. März 2020

Online-Programm des Theaters Hagen

Aus der Produktion „Zar und Zimmermann“. Foto: Klaus Lefebvre.

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen! Francis Hüsers, Intendant des Theaters Hagen, das vorerst und mindestens bis 18. April 2020 keine Vorstellungen anbietet: „Wir wollen uns an die vorgegebenen Distanz-Regeln halten, aber wir wollen nicht zulassen, dass Kunst, Musik, Theater, Literatur und der Austausch darüber in Quarantäne gehen. Die heutigen Medien geben uns eine Chance, dass wir weiterhin für unser Publikum präsent sind.“

Das Theater Hagen hat mit all seinen Sparten ein umfang- und facettenreiches Online-Programm erarbeitet, welches ab sofort angeboten wird und in seiner Gänze auf der Webseite des Theaters (www.theaterhagen.de) einsehbar ist.

Das Online-Programm umfasst: „Neues von der Hinterbühne“ (Blick hinter die Kulissen), „Kulturcafés“ (Kulturstreifzüge mit Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Konzertdramaturg Fabian Bell), „Who’s afraid of opera“ (Podcasts mit Francis Hüsers), „Tanzen zwischen Stuhllehne und Küchentisch“ (Training für zu Hause), „Unter der Lupe: TransformMates“ (Lutz-Doku ab 11 Jahren), „Hausmusik“ (Philharmonisches Orchester Hagen online), „Das Lutz fürs Kinderzimmer“ (Bastel-, Hör- und Spielaktionen zu Lutz-Produktionen), „SCRATCH@home“ (Singen zu Hause) sowie die Wiedergabe von Generalproben der Produktionen „Zar und Zimmermann“, „Ein Sommernachtstraum“ und „Der Graf von Luxemburg“.

Mit diesem Angebot möchte das Theater Hagen auch in dieser spielfreien Zeit mit seinem Publikum und den Kulturinteressierten in Kontakt bleiben, hofft aber natürlich, sobald wie möglich wieder seine Türen öffnen zu können.

Who’s afraid of opera

21. März 2020

Theater Hagen startet Podcast

Das Theater Hagen reagiert auf die Corona-Krise mit einem Online-Spielplan. Zu diesem gehört auch ein Podcast, der jeweils in der Nacht von Sonntag ins Netz gestellt wird. Die erste Folge erscheint am Montag, dem 23. März.

„Who’s afraid of opera“ heißt der Podcast des Theaters, den Intendant Francis Hüsers selbst gestaltet und der sowohl auf der Plattform Spotify als auch auf der Webseite des Theaters Hagen zu hören ist. Mit dem Projekt erfüllt sich Hüsers einen lang gehegten Wunsch. Die Idee einer Theater-Radiosendung habe er schon gehabt, als er vor zweieinhalb Jahren nach Hagen gekommen sei. Ein Hinweis darauf findet sich sogar in seinem ersten „Datenheft“, dem Spielzeitheft des Theaters für die Spielzeit 2018/19, in Form einer Zeichnung mit der Bildunterschrift „radiomusiktheaterhagen“ .

In „Who’s afraid of opera“ spricht Hüsers über die Geschichten, die Musik und die Hintergründe ausgewählter Opern, die zum Teil auch im Programm des Theaters Hagen waren oder noch kommen sollen. Anhand von Audio-Ausschnitten der Opern in hochwertigen Aufnahmen, die kommentiert und erläutert werden, stellt er sowohl bekannte Werke im neuen Zusammenhang vor, als auch für manche neu zu entdeckende Werke, immer aber immer in je eigener Weise: Infotainment vom Feinsten für Neugierige wie für Kenner!

In der ersten Folge geht es vor allem um bekannte und beliebte Opern des 19. Jahrhunderts aus der Epoche der Romantik, z. B. also von Verdi oder Wagner, deren Melodien oft einem viel größeren Kreis von Menschen bekannt als ihnen selbst bewusst ist – also um genau die Opern, die hierzulande als erstes mit „Oper“ assoziiert werden. Und so bekannt sie auch sind – gerade hier gibt es viel Neues zu erfahren.

Tatkräftige Unterstützung bekommt Hüsers bei dem Projekt von Rolf Köppermann, dem Leiter der Tontechnik. Kurzerhand hat dieser für die Aufnahmen das Intendantenbüro in ein Tonstudio verwandelt. „Das ist mein Job“, schmunzelt der langjährige Mitarbeiter des Theaters. Eine eigene vom Theater herausgegebene Radiosendung habe es in den dreißig Jahren, die er am Haus arbeitet, jedoch noch nie gegeben. Die neue Aufgabe habe Spaß gemacht, er selbst sei von der Sendung begeistert – und habe vorher gar nicht gewusst, dass der Intendant eine so tolle Radiostimme habe.

Neben dem Podcast werden auch verschiedene Video-Formate, das Online-Verfügbarmachen von Noten und sogar ein Theater-Bastel-Tutorial für Kinder auf dem Online-Spielplan stehen. Eine detaillierte Übersicht veröffentlich das Theater Anfang der kommenden Woche.

„Planet Hagen“ auf September verschoben

21. März 2020

Der Hagener Tag der offenen Ateliers und kreativen Orte, „Planet Hagen“, des Kulturbüros der Stadt Hagen findet nicht wie ursprünglich geplant am Samstag, 18. April, und Sonntag, 19. April, statt. Die Veranstaltung verschiebt sich auf September 2020, ein neuer Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

83 Künstlerinnen und Künstler hatten sich zum diesjährigen „Planet Hagen“ angemeldet, um in den eigenen Ateliers, Werkstätten, Ausstellungsräumen und Privatwohnungen einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen Hagens zu zeigen. Das Besondere an der Veranstaltung: Das Publikum kann direkt vor den Werken mit den Kunstschaffenden ins Gespräch kommen.

Aufgrund dieser Nähe und des direkten Austausches vor Ort hat sich das städtische Kulturbüro hinsichtlich der aktuellen Lage rund um das Coronavirus dazu entschlossen, das Programm zu verschieben.

Theater Hagen hofft auf den 19. April

20. März 2020

Spielbetrieb soll in einem Monat wieder aufgenommen werden

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ Diese Worte Friedrich Hölderlins, dessen Geburtstag sich heute zum 250. Mal jährt, mögen das Theater Hagen dazu bewogen haben, pünktlich zum Frühlingsbeginn (der ebenfalls auf den heutigen Tag fällt) einen Spielplan ab dem 19. April zu veröffentlichen.

Mindestens bis zum 18. April sind bekanntlich auch alle kulturellen Aktivitäten wegen der Coronakrise stillgelegt. Das Theater Hagen hofft aber, danach den Vorstellungsbetrieb wiederaufnehmen zu können. Für die Zeit ab diesem Datum würde dann der folgende, veränderte Spielplan gelten:

GROSSES HAUS:

Hoffmanns Erzählungen“ (zum letzten Mal: 19.4., 15 Uhr, Abo N)

Zar und Zimmermann“ (22.4., 19.30 Uhr, Abo B; 2.5., 19.30 Uhr, Abo Z; zum letzten Mal: 5.6., 19.30 Uhr, Abo F)

Wenn die Nacht am tiefsten … ist der Tag am nächsten“ (Premiere: 24.4., 19.30 Uhr, Abo C / P; 6.5., 19.30 Uhr, Abo B; 15.5., 19.30 Uhr, Abo F; 20.5., 19.30 Uhr, Abo L / VB B; 14.6., 18 Uhr, Abo Z; zum letzten Mal in dieser Spielzeit: 28.6., 18 Uhr, Abo ThR)

Casa Azul – Inspired by Frida Kahlo“ (25.4., 19.30 Uhr, Abo G / WE 2; zum letzten Mal in dieser Spielzeit: 31.5., 18 Uhr, Abo ThR)

Orpheus und Eurydike“ (26.4., 18 Uhr, Abo ThR; 16.5., 19.30 Uhr, Abo MT / VB A; 21.5., 18 Uhr, Abo D; zum letzten Mal in dieser Spielzeit: 21.6., 15 Uhr, Abo N)

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Theater Hagen stellt Atemschutzmasken her

19. März 2020

Die Kostümabteilung des Theaters Hagen stellt derzeit 1.000 Atemschutzmasken für das Krankhaus in Schwerte her (Foto: Theater). Der Kontakt ist über den Sohn einer der Schneiderinnen zustande gekommen, der in der Klinik arbeitet.

Die Mundschutze sind aus Baumwolle, wasch- bzw. kochbar und damit zum mehrfachen Gebrauch bestimmt. Diese Arbeit führt ein Teil der Schneiderinnen in Heimarbeit aus, wodurch für die Arbeitssituation in der Schneiderei vor Ort gewährleistet wurde, dass die dort Nähenden die Masken mit viel Abstand zueinander erstellen können. „So fühlt sich jeder sicher, wir können helfen und es geht irgendwie weiter, bis wir wieder an den Kostümen für unsere Produktionen mit allen dafür notwendigen Beteiligten arbeiten können“, berichtet die Leiterin der Kostümabteilung, Christiane Lutz.

Warmer Regen für Hagener Denkmalschutz

15. März 2020

Ein warmer Regen für Hagens Denkmalpflege: Aus dem NRW-Denkmalförderprogramm 2020 erhält Hagen insgesamt 149.100 Euro. „Eine schöne Nachricht“, freut sich Denkmalpflegerin Ina Hanemann. (…)

Das Anwesen Haus Harkorten kann durch die Finanzspritze instand gesetzt und somit vor dem Verfall gerettet werden, außerdem können sich Privatleute, die ein denkmalgeschütztes Haus besitzen, über finanzielle Unterstützung in puncto Renovierung freuen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Absage sämtlicher Veranstaltungen im Theater

13. März 2020

Nach den neuesten Entwicklungen in Bezug auf das Corona-Virus muss die Theater Hagen gGmbH auf Anordnung des Oberbürgermeisters der Stadt Hagen mit sofortiger Wirkung nun leider alle Veranstaltungen zunächst bis einschließlich 18. April 2020 absagen, darunter auch Gastspiele, die Vorstellungen im Lutz, das Kammerkonzert, die Karfreitagsmatinee, Lesungen, Führungen und Workshops.

Tickets, die im Freiverkauf an der Theaterkasse oder bei einem Bürgeramt erworben wurden, können ab Mitte nächster Woche erstattet werden. Diesbezüglich bitte am besten per Telefon (02331 /207-3218) oder mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) an die Theaterkasse wenden. Tickets, die bei Eventim gekauft wurden, können an den bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Mit der VHS durch die Liebfrauenkirche

13. März 2020

Durch die Liebfrauenkirche in Hagen-Vorhalle (Foto: Dieter Faßdorf) geht es für alle Interessierten bei einer Führung mit Benno Schmolke und der Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 17. März, von 17.30 bis 19 Uhr. Der Treffpunkt ist am Eingang der Kirche, Liebfrauenstraße 21.

Die Liebfrauenkirche in Vorhalle entstand in den Jahren 1911 und 1912 als dreischiffige neuromanische Basilika nach Plänen des Architekten Carl Pinnekamp. Das Gebäude und die Inneneinrichtung bilden ein Gesamtkunstwerk, das die Kriege unzerstört überstand. Die individuell gestalteten Altäre sind Zeugen der Künstler und Kunsthandwerker der „Wiedenbrücker Schule“. In ihnen zeigt sich der Übergang von historischen Vorbildern zum zeitgenössischen Jugendstil. Wandgemälde aus den Jahren 1934 bis 1936 und neu gestaltete Kirchenfenster von 1986 runden den Gesamteindruck ab. Nach einer Generalrenovierung 1986 ist die Liebfrauenkirche heute eine der kunsthistorisch interessantesten und schönsten Kirchen in Hagen.

Die Führung übernimmt Benno Schmolke, ehemaliger Kunstlehrer und Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Sepia14-TeamART“. Es gibt keinen Eintrittspreis, dafür gilt das Motto „Zahlen Sie, so viel Sie wollen“. Eine Anmeldung für den Kurs 1178 ist unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de/anmeldung notwendig.

Führung im Hohenhof und am Stirnband

12. März 2020

So., 15.03.2020, 14:00 – 16:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen. Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-Entwürfe in die Tat umzusetzen. Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen (Foto: Willy Moll).

Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eine telefonische Anmeldung unter der Nummer +49 2331 207 2740 ist notwendig. Es wird eine Teilnahmegebühr zusätzlich zum Eintrittsgeld erhoben. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

Theater Hagen sagt Vorstellungen und Veranstaltungen bis einschließlich 18. April 2020 ab

11. März 2020

Auf dringende Empfehlung des Krisenstabes der Stadt Hagen sagt die Theater Hagen gGmbH alle Vorstellungen, Veranstaltungen und Konzerte im Großen Haus (inklusive Theatercafé) sowie in der Stadthalle zunächst bis einschließlich 18. April 2020 ab.

Vorstellungen und Veranstaltungen im Lutz sowie die Kammerkonzerte im Auditorium im Kunstquartier Hagen finden bis auf weiteres statt.

Es wird geprüft, ob ersatzweise Veranstaltungen im kleineren Rahmen für den Freiverkauf angeboten werden können. Das Theater Hagen informiert tagesaktuell unter www.theaterhagen.de sowie über die Social Media-Kanäle.

Inhaber eines Abonnements müssen sich nicht an der Theaterkasse zwecks Rückgabe der Karten melden, sie bekommen kostenlose Tauschgutscheine per Post nach Hause geschickt.

Tickets, die im Freiverkauf an der Theaterkasse oder bei einem Bürgeramt erworben wurden, können ab Mitte nächster Woche an der Theaterkasse zurückgegeben werden. Tickets, die bei Eventim gekauft wurden, können an den bekannten Eventim-Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Vom Flüchtling zum Menschen

11. März 2020

Am Montag, den 16.03.2020 eröffnen der Aktionskreis Antifaschismus Hagen und das Kulturzentrum Pelmke eine Foto-Ausstellung zum Thema „Vom Flüchtling zum Mensch“. Die Bilder von Dean Blazevic zeigen die Lebensbedingungen geflüchteter Menschen, die auf dem Balkan stecken geblieben sind. Ab 18 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, berichtet Dean Blazevic über seine Erfahrungen in den Flüchtlingslagern.

In Kooperation mit dem Ideenlabor Vielfalt. Die Veranstaltung wird durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ gefördert (Foto: Veranstalter).

Das Paris der 1920er und 30er Jahre

11. März 2020

„Kulturcafé“ mit Konzertdramaturg Fabian Bell

Die nächste Kulturcafé-Veranstaltung findet am 15. März 2020 mit Beginn um 15.00 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé) statt.

Das Paris der 1920er und 30er Jahre war ein wahrer Schmelztiegel verschiedener Strömungen der Kunst: Igor Strawinsky und Pablo Picasso unternahmen die Erneuerung der Kunst durch den Rückgriff auf die Vergangenheit, Darius Milhaud und Maurice Ravel ließen sich von den Einflüssen fremder Musik zu neuen Klängen inspirieren und die literarische Welt wurde durch so unterschiedliche Autoren wie Jean Cocteau, Ernest Hemingway und Georges Simenon bereichert. Das Kulturcafé, gestaltet von Konzertdramaturg Fabian Bell, wirft einen Blick auf diese bewegten Jahre und die musikalischen Kunstwerke, die sie hervorbrachten.

Der Eintritt beträgt 6 Euro inklusive eines Getränkes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Corona killt „Scratch 2020“

11. März 2020

Den Sicherheitsempfehlungen des Bundesgesundheitsministers folgend sagt die Theater gGmbH das Mitsingprojekt und -konzert „Scratch 2020“ am Samstag, 14. März 2020 in der Stadthalle Hagen ab.

Das geplante „Scratch“-Programm unter dem Titel „You’ll Never Walk Alone – Gospel, Blues and All That Jazz“ unter der Leitung von Steffen Müller-Gabriel wird am 27. Februar 2021 im Rahmen von „Scratch 2021“ erarbeitet und aufgeführt. Karten für die aktive Teilnahme an diesem Mitsingprojekt behalten für diesen neuen Termin ihre Gültigkeit. Der bereits gezahlte Betrag für die aktive Teilnahme kann auf Wunsch auch erstattet werden.

Bereits erworbene Tickets für den reinen Konzertbesuch behalten ebenfalls ihre Gültigkeit für den neuen Termin (27.2.2021), können aber auch an den bekannten Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Sämtliche weiteren Vorstellungen des Theaters Hagen finden bis auf weiteres statt.

Weitere Informationen: Theaterkasse, Elberfelder Straße 65, 58095 Hagen, Tel. 02331 / 207-3218, theaterkasse@stadt-hagen.de

Stephan Kaluza: Unruhig wandern

10. März 2020

15.3. – 3.5.2020, Osthaus-Museum Hagen

In der malerischen Arbeit Stephan Kaluzas geht es grundsätzlich um Abbildungen der Natur, sei es in Schwarz-Weiß-Verwischungen, in hyperrealistischen Darstellungen (Öl auf Leinwand) oder in nahezu abstrakten Darstellungen von Wäldern, Wasseroberflächen oder Unterholz.

Die Bilder täuschen häufig Idylle vor. Eine störende zweite Instanz schleicht sich bald ein. Der Malerei wird die Farbe entzogen, so dass die Gemälde zunehmend zu verblassen scheinen. Am Ende eines solchen Prozesses steht eine nahezu weiße Fläche, das Nichts. Dieser Ansatz versteht sich kritisch als Hinweis auf menschliche Eingriffe in die Natur. Denn sie ist weder eine Konstante, noch ist sie ewig; die Malerei Kaluzas zeigt sie eher als fragil, als zerstörbar und hilflos. So, wie sich die Natur zunehmend aus dem Sichtfeld des Menschen zu entziehen scheint, so scheint die Naturschönheit in ihrer Gänze zu verschwinden.

In der Ausstellung „unruhig wandern“ geht es um das Lager Auschwitz. Stephan Kaluza besuchte 2014 den polnischen Ort Oświęcim (deutsch: Auschwitz), einen am Fluss Soła gelegenen Ort, der etwa 50 Kilometer westlich von Krakau liegt. Der Lagerkomplex Auschwitz bestand aus drei nacheinander ausgebauten Konzentrationslagern. 2020 jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz zum 75. Mal. In einem Interview mit Ralph Güth (im Ausstellungskatalog des Polnischen Instituts Düsseldorf, 2014) berichtet der Künstler über seine Begegnung jenseits der Lager:

„Ein Blick durch den Zaun nach draußen zeigt selbst hier liebliche Felder…Ein ähnliches Szenario bietet sich einem direkt vor der Gedenkstätte Auschwitz 1; auf der anderen Seite der Legionov-Strasse zeigen sich baumbestandene Auen, die Soła fließt wenige Meter vor dem KZ ruhig dahin. An diesem Sommertag waren es weit über 30 Grad, die Bewohner Oświęcims gingen zum Baden an den Fluss, zumeist Familien, junge, alte Menschen, man stellte die Liege oder den Sonnenschirm auf und ließ es sich gut gehen – so wurde es fotografiert, im Rücken die Gedenkstätte an das Grauen, das hier stattfand, vor mir fast ein surreal-schönes und vor allen Dingen unerwartetes Idyll, ich kam hierher um Auschwitz zu fotografieren, ein einfaches Drehen des Körpers genügte, um das Gegenteil aller Assoziationen zu diesem Ort vorzufinden.“

Kazett und Kabarett: Widerworte in brauner Zeit

9. März 2020

Kabarettduo Eckhard Radau und Bernd Düring, Paderborn
Mittwoch, 11.03.2020 von 19:00 – 21:00 Uhr
Emil-Schumacher-Museum Hagen

In ihrem Programm widmen sich Eckhard Radau und Bernd Düring (Foto: Kabarett Radau) den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Der Faschismus hinterlässt auch in der Kabarett-Szene Deutschlands tiefe Wunden. Das Kabarettduo Radau erinnert an Kabarettisten, die in den 1930er Jahren mutig und mit Humor das NS-Regime kritisieren.

Zu Lachen gab es viel, aber auch zum Nachdenken: Denn die Vergangenheit wirkt heute aktueller als je zuvor. Fast alle Kabaretts müssen aus politischen Gründen schließen. Aber in Berlin leistet „Die Katakombe“ unter ihrem Gründer Werner Finck spitzfindigen Widerstand, obwohl ständig die Internierung droht. Andere wiederum, wie zum Beispiel Erika Mann, gründen im benachbarten Ausland deutschsprachige Kabaretts, die die Verhältnisse in Deutschland auf die Schippe nehmen. Auch sie müssen vorsichtig vorgehen, sind ständig in Angst ausgewiesen zu werden. Deshalb wird in den Kabaretts nicht mit dem Holzhammer gearbeitet, sondern mit feinsten Nadelstichen.

Eckhard Radau präsentiert als Conferencier und Sänger zusammen mit der von Bernd Düring dargebotenen und damals verbotenen Musik einen Querschnitt von widerspenstigen durchaus das Leben gefährdenden Sticheleien gegen den braunen Zeitgeist. Seit 1983 arbeiten Bernd Düring und Eckhard Radau als Kabarett-Duo zusammen. Sie zählen somit zu den Urgesteinen der ostwestfälischen Kabarett-Szene.

Der neuerliche Antisemitismus und das Erstarken rechtspopulistischer Parteien machen deutlich, dass Brechts Schlussvers in seiner Kriegsfibel leider noch immer stimmt: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

Eintritt frei.

Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hagen und Umgebung e.V. in Kooperation mit dem Emil Schumacher Museum

Peter Blindert: Letzte Arbeiten

8. März 2020

„Peter Blindert – neue Arbeiten auf Papier“  heißt die Ausstellung, die am Sonntag, 15.03.2020 um 14.00 Uhr in der Galerie des Kunstraums EN in Ennepetal eröffnet wird.

Was bei der Planung der Ausstellung niemand wissen konnte: Es sind die letzten Arbeiten von Peter Blindert, die nun gezeigt werden, denn der überaus vielfältige und schaffensreiche Hagener Künstler ist im Dezember des vergangenen Jahres nach langer Krankheit verstorben (Foto: privat).

Und doch arbeitete er bis zu seinen letzten Lebenstagen trotz schwindender Kräfte unbeirrt weiter. Es gelang ihm, mit Fragmenten von früheren Arbeiten zu spielen und schuf drei umfassende Serien von Collagen sowie zeichnerisch-malerisch überarbeiteten Fotos, die allesamt bisher noch nicht öffentlich gezeigt worden sind. Im Wesentlichen sind es eher kleine Formate, die sich in dieser Ausstellung zu überzeugenden großen Serien zusammenfügen und die ungeheure Kreativität des Künstlers widerspiegeln.

Die Kunstwelt hat nicht nur einen Künstler mit einer unglaublichen Schaffenskraft verloren, sondern einen Menschenfreund, eine durch und durch ehrliche Haut, gradlinig, offen, großzügig, jederzeit hilfsbereit und mit einer tiefen Achtung und Liebe der Natur, den Menschen und jeder Kreatur gegenüber.

Vernissage: Sonntag, 15. März 2020, 14.00 Uhr, Kunstraum EN, Bergstr.32, 58256 Ennepetal

Weitere Öffnungszeiten: 21. März bis 5. April, Sa. und So. 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr und nach Vereinbarung, Kontakt: 01726107391

www.kunstraum-en.de

Kompositionen von skandinavischen Nationalhelden

5. März 2020

Siebtes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Das siebte Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen findet am 10. März 2020 um 19.30 Uhr in der Stadthalle Hagen statt.

In diesem Konzert unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton erklingen Kompositionen von skandinavischen Nationalhelden: Edvard Griegs Lebensunterhalt wurde von der norwegischen Krone gesichert, Jean Sibelius erhielt ein finnisches Staatsstipendium auf Lebenszeit.

In Griegs berühmtestem Opus „Peer Gynt“ (dazu steht die Suite Nr. 1 auf dem Programm) kann das Publikum die mit Mythen und Sagen gespickte Weltreise des Protagonisten nachempfinden. Die populäre Sinfonie Nr. 2 von Sibelius wird häufig mit dem finnischen Kampf um Unabhängigkeit von Russland assoziiert. Die Finnin Kaija Saariaho ist eine etablierte Komponistin der Neuzeit, deren Werk „Trans“ für Harfe und Orchester 2016 seine Uraufführung erfuhr. Auch sie wurde mit skandinavischen Preisen ausgezeichnet: dem Musikpreis des Nordischen Rates und dem Polar Music Prize. Als Solist gastiert der international gefragte Harfenist Andreas Mildner (Foto: Nora von Marschall).

Parallel zur Einführung für Erwachsene um 18.45 Uhr (Kleiner Saal, Eintritt frei) wird unter dem Titel „Sinfonikus“ von den Musikpädagogen Magdalena Rozanska und Jörg Lopper auch eine interaktive Einführung für 8-12-Jährige im Sinfonium angeboten, in welcher die jungen Besucher auf spielerische Weise gemeinsam musikalische Meisterwerke entdecken und die dabei eingesetzten Instrumente hautnah erleben und kennenlernen. Dieses Mal geht es um die Harfe.

Der Eintritt beträgt 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) und beinhaltet die Teilnahme am „Sinfonikus“ sowie den Besuch des Konzertes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse in der Stadthalle Hagen.

Emil Schumacher – Der Reiz des Materials

4. März 2020

8. März bis 7. Juni 2020, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Emil Schumacher, Paper-Doll, 1970, Acryl auf Papier auf Leinwand, 90 x 122 cm, Emil Schumacher Museum, Hagen. © VG Bild-Kunst, Bonn 2019.

Die Farbe, das klassische Malmaterial, hat Emil Schumacher in seinem Œuvre um unzählige Möglichkeiten erweitert. Er ignorierte dabei immer wieder auch die Grenzen zur Gattung des bildhauerischen Reliefs. Die Faszination des Malers für Materialität von Malgrund und Farbe ist dabei eine Grundvoraussetzung für sein schöpferisches Werk, dem das Ringen um die Preisgabe der sinnlichen Kraft des Materials eingeschrieben ist.

Neue Werkstoffe aber auch malereifremde Fundstücke übten zudem einen unwiderstehlichen Reiz auf den Maler aus und regten die Entstehung neuer Werke und ganzer Werkgruppen an. Die neue Ausstellung des Emil Schumacher Museums, Hagen, stellt diesen Grundaspekt im Werk Emil Schumachers in den Vordergrund.

Der 1912 geborene Emil Schumacher erlebte als Kind die Folgen des Ersten Weltkrieges, der Weltwirtschaftskrise von 1929, gefolgt von den Schrecken des Naziterrors und der Mangelwirtschaft nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Ein krummer, rostiger Nagel, ein Stück Maschendraht, eine alte Glasscheibe, ein knittriges, unbeschriftetes Blatt Papier – alles konnte in diesen schweren Zeiten einen für heutige Menschen unvorstellbaren Wert besitzen.

In der Kunst Emil Schumachers sind solche Fund-Objekte ihrem rein praktischen Nutzen entzogen und sie geben auch keinen Hinweis auf die reale Welt, aber vielleicht ist es kein Zufall, dass Schumacher ihren ästhetischen Wert erkannte und sie als gestalterisches Element zu nutzen verstand.

Der Mangelgesellschaft zu Beginn und Mitte des 20. Jahrhunderts steht die heutige Überflussgesellschaft diametral gegenüber. Aber überzeitliche Bedeutung entsteht vor allem dann, wenn ein Kunstwerk auch späteren Generationen noch etwas zu sagen hat. Die Kritik am Konsumüberfluss und der Unbedachtheit der Menschen im Umgang mit den Ressourcen erscheint inzwischen alt und ist doch so aktuell und dringend wie nie.

In einem Fragebogen des FAZ-Magazins antwortete Emil Schumacher schon 1990 auf die Frage nach dem größten Unglück für ihn persönlich. Seine Antwort darauf lautete: „Dass diese Welt wider besseres Wissen zerstört wird […]“.

Werkstattgespräch und Offene Probe zur Premiere von „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“

4. März 2020

Die nächste Premiere im Großen Haus des Theaters Hagen präsentiert die Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Party unter dem Titel „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ (Premiere am 14.3.2020, 19.30 Uhr).

Als Einstimmung auf diese außergewöhnliche Produktion und deren Umsetzung auf der Hagener Bühne bietet das Theater Hagen eine Werkstatt-Probe (Werkstattgespräch und Offene Probe) am Montag, 9. März 2020 mit Beginn um 18.15 Uhr im Theatercafé an.

Bei dieser Einführungsveranstaltung erhalten die Besucher durch das Produktionsteam mit Michaela Dicu (Inszenierung), Andres Reukauf (Musikalische Leitung), Francis Hüsers (Konzept und Dramaturgie) sowie weiteren Beteiligten zahlreiche Informationen zu diesem besonderen Abend und können anschließend erste Live-Eindrücke beim Probenbesuch im Großen Haus gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

„Lebendiges Judentum“ in der Alten Synagoge

4. März 2020

Zu einem Besuch der Dauerausstellung „Lebendiges Judentum“ in der Alten Synagoge Hohenlimburg, Jahnstraße 46, lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Samstag, 7. März, von 10.30 bis 12 Uhr ein.

Rudolf Damm, ehemaliger Gesamtschullehrer für Deutsch, Geschichte und Religion sowie ehemaliger Vorsitzender der Hagener Stolpersteine e.V. und Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hagen und Umgebung e.V., führt Interessierte sachkundig durch die Ausstellung.

Die Besucherinnen und Besucher erhalten einen Überblick über die verschiedenen Kultgegenstände sowie die jüdischen Feste. Zudem lernen sie Beschneidungsbesteck, Gebetsmantel, Gebetsriemen, einen jüdischen Hochzeitsring, Hochzeitsverträge und verschiedene Gegenstände zu den Festen kennen. Im Mittelpunkt steht die Torarolle. Leittexte, Fotos und Zeichnungen ergänzen die Ausstellungsstücke.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind unter Angabe der Veranstaltungsnummer 1361 beim Team der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung möglich.

Neue Infotafeln an Hagener Bauwerken

3. März 2020

Stadtbad Haspe. Postkarte aus den 1950er Jahren.

Sie erläutern grundlegende Fakten wie Baudaten, Architektennamen oder historische Aspekte: jene Infotafeln, welche der Hagener Heimatbund bereits seit 2006 im Stadtgebiet aufstellt. Zum Ende des Vorjahres konnte der Hagener Heimatbund durch einen einmaligen Zuschuss der städtischen Denkmalbehörde erneut vier bedeutende Bauwerke in der Volmestadt mit Tafeln ausstatten. Insgesamt beeindruckende 55 Objekte (Gebäude, Plätze, Denkmale) verfügen somit inzwischen über diese für jedermann öffentlich zugängliche Informationen.

Diesmal – gleichsam zum Abschluss des Bauhaus-Jahres – standen zunächst drei Hasper Gebäude der 1920er-Jahre im Fokus, die auch am Tag des offenen Denkmals im vergangenen September eine Rolle gespielt haben: Erstens das ehemalige Umformerwerk der Hagener Straßenbahn an der Voerder Straße/Schützenhof, das seit 1996 von der Evangelischen Missionsgemeinde genutzt wird, zweitens das ehemalige Stadtbad Haspe an der Berliner Straße, seit dem Jahr 2000 ein Senioren-Wohnstift, und drittens die ehemalige Berufsschule Haspe, das jetzige Christian-Rohlfs-Gymnasium, am Ennepeufer. Sowohl das Gymnasiumsgebäude als auch das einstige Hallenbad wurden vom früheren Hasper Stadtarchitekten Günther Oberste-Berghaus geplant, der vermutlich 1928 als Studierender am Bauhaus in Dessau eingeschrieben war.

Zudem erhielt die im 19. Jahrhundert errichtete frühere Villa der Fabrikantenfamilie Laufenberg an der Bergstraße, in der inzwischen eine städtische Kindertagesstätte beheimatet ist, eine Infotafel. Trotz zahlreicher Nutzungsänderungen im Verlauf der Jahrzehnte (unter anderem war hier auch mal der Sitz der Volkshochschule) haben sich an der Villa viele Original-Details aus der Gründerzeit erhalten.

Der Tag des offenen Denkmals und das Bauhaus-Jahr erfuhren mit den vier Infotafeln eine nachhaltige Bereicherung. Die stets in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege erfolgende Tätigkeit des Hagener Heimatbundes, denkmalgeschützte oder historisch bedeutsame Objekte mit Hinweisen zur Geschichte auszustatten, soll auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Insbesondere in Wehringhausen sind 2020 weitere Infotafeln geplant.

Wie optimiert man als Kulturschaffender die eigene Medienarbeit?

2. März 2020

Drittes Hagener Kulturtreffen macht Berichterstattung über Kulturangebote zum Thema

Um das Wechselspiel zwischen Kulturschaffenden und medialer Berichterstattung geht es beim dritten Hagener Kulturtreffen. Es findet am Montag, 2. März 2020, von 18.30 bis 20 Uhr statt.

Mit Dr. Monika Willer, Kulturredakteurin der Westfalenpost, und dem freien Kulturjournalisten Stefan Keim (WDR, Deutschlandradio, Welt am Sonntag NRW) wurden zwei Medienvertreter für das Kulturtreffen gewonnen. Die Arbeit mit Sozialen Medien beschreibt Markus Suplicki aus dem Social Media-Team der Stadtbücherei. Moderiert wird das gemeinsame Gespräch von Margarita Kaufmann (Beigeordnete) und Sven Söhnchen (Vorsitzender Kultur- und Weiterbildungsausschuss).

Veranstaltungsort ist diesmal die Stadtbücherei Hagen, Springe 1, 58095 Hagen, der Eintritt ist erneut frei.

Wer kulturelle Angebote macht, wünscht sich auch Publikum dafür. Was also tun, um wahrgenommen zu werden? Wie optimiert man als Kulturschaffender die eigene Medienarbeit? Wer welche Informationen wann, wie und wo auswählt, und wie die Realität redaktioneller Arbeit in Printmedien und online aussieht, dazu soll beim Kulturtreffen Auskunft gegeben werden.

Nicht nur, aber auch durch den Einfluss von Instagram, facebook und Co ändert sich die Medienlandschaft weiterhin und stellt Berichterstatter sowie Kulturanbieter vor neue Herausforderungen, eröffnet aber auch neue Möglichkeiten. Diese Entwicklungen und die damit verbundenen Fragen sind Thema der gemeinsamen Diskussion mit Experten und Publikum.

Das Hagener Kulturtreffen bringt erneut unterschiedliche kulturelle Akteure und das interessierte Publikum zusammen, um über Chancen und Hürden, über Ziele und Bedarfe, über Kooperationen und aktuelle Fragen des Kulturlebens zu sprechen.

Diese Treffen finden mehrfach jährlich an verschiedenen Orten statt. Dabei nehmen die Kulturtreffen Bezug auf die von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung formulierten Ziele. Dazu gehört die verbesserte Vernetzung der Hagener Kulturakteure untereinander. Alle Interessierten in Hagen sind eingeladen, sich einzubringen und mitzudiskutieren.

Einlass ist um 18:00 Uhr. Das Kulturtreffen wird veranstaltet von der Stadt Hagen.

Wenn die Nacht am tiefsten …

29. Februar 2020

Theater Hagen sucht Film- und Fotomaterial für Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Party

Für die Produktion der Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Party „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ mit Musik von Ton Steine Scherben, Fehlfarben, Einstürzende Neubauten, Grobschnitt, Extrabreit, BAP, Die Toten Hosen, Nena, Nina Hagen, Udo Lindenberg, Rio Reiser, Ideal u.a. (Premiere: 14.3.2020, Großes Haus) sucht das Theater Hagen Foto- und Filmmaterial in digitalisierter Form zum Thema Stadtleben/Stadtbild und Musikleben (Parties, Konzertbesuche, Kneipenatmosphäre etc.) in Hagen aus den 1980er Jahren.

Mit der Zurverfügungstellung dieser Materialien bietet sich eine schöne Gelegenheit für die Hagener, ihre eigenen Filme und Fotos öffentlich in dieser Produktion präsentiert zu bekommen und damit auch Teil der Show zu werden.

Dieses Material bitte so bald wie möglich bis spätestens 8. März 2020 in digitalisierter Form dem Theater Hagen zukommen lassen: per USB-Stick oder auf DVD (Abgabe am Bühneneingang des Theaters Hagen, Elberfelderstr. 65, 58095 Hagen für Michaela Dicu), per mail einen Link als download senden an nacht@theaterhagen.de

Bitte stets an die Copyright-Angabe denken und eine kurze Angabe, was auf dem gesendeten Material zu sehen ist.

„FatBoy“ – die letzten Vorstellungen

28. Februar 2020

Die letzten Vorstellungen der Lutz-Produktion „FatBoy“ (Ein TheaterRap von Anja Schöne und Andreas Gruchalski, ab 10 Jahren) finden statt am: 1. März 2020 (15.00 Uhr, Vorstellung im Freiverkauf) sowie am 4. März und 5. März 2020 (jeweils 10.00 Uhr, Schulvorstellungen für die Klassen 5-11) im Lutz Hagen.

„FatBoy“ ist die ebenso außergewöhnliche wie bewegende Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei unterschiedlichen Jungs: Da alle in ihm nur den übergewichtigen Außenseiter sehen, hat Konstantin Johannes Paul die eigenwillige Superheldenfigur FatBoy als sein Alter Ego erfunden. In Ermangelung an Vertrauten führt FatBoy Selbstgespräche mit seiner „kleinen Seele“. Der coole Kevin, der sich als DJ und Rapper versucht, belauscht ihn dabei und findet zum eigenen Erstaunen Gefallen an FatBoys verschrobener Poesie. Über die gemeinsame Musik nähern sich beide an – unter Ausschluss der Öffentlichkeit natürlich, denn ein DJ kann nicht offiziell mit FatBoy befreundet sein. Bis ein Vorfall in der Schule beide dazu zwingt, eine Entscheidung zu treffen.

„FatBoy“ ist eine liebevoll ironische Auseinandersetzung mit den Rollenbildern, an denen junge Männer sich abarbeiten müssen, den Folgen von Mobbing und der Last von Vorurteilen und damit eine gleichermaßen unterhaltsame und nachdenklich machende Geschichte für junge Zuschauer und erwachsene Besucher.

In der Inszenierung von Anja Schöne und in der Ausstattung von Uwe Mingo und Sabine Kreiter spielen und singen Micha Baum und Stefan Merten (Foto: Klaus Lefebvre).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Stadtmuseum sucht Hagener Souvenirs

28. Februar 2020

Das Hagener Stadtmuseum sammelt in Vorbereitung einer geplanten Sonderausstellung in den Räumen des Osthaus Museums Hagen verschiedene Hagener Souvenirs wie Erinnerungsstücke oder mit Hagen-Motiven bedruckte Objekte und bittet um Leihgaben aus der Bevölkerung.

Die Sammlung hält bereits einige Beispiele bereit: Neben Krügen mit dem Hagener Rathaus und Gläsern der früheren Andreas-Brauerei gibt es Zinnteller mit dem Hagener, Boeler und Hohenlimburger Stadtwappen.

Wer in Besitz solcher Objekte ist und diese dem Stadtmuseum zur Verfügung stellen möchte, wird gebeten, sich nach Möglichkeit mit einem Foto des Objekts an Lioba Hamacher unter E-Mail lioba.hamacher@stadt-hagen.de zu wenden.

Nach der Ausstellung erhalten die Leihgeber ihre Souvenirs zurück. Die interessantesten Stücke werden zudem auf der städtischen Seite (www.hagen.de) sowie auf der gemeinsamen Seite des Stadtmuseums und Stadtarchivs im Netzwerk Facebook vorgestellt, auf Wunsch auch mit Namen des Besitzers.

Ein Kleinod höchster Opernkunst

27. Februar 2020

Premiere: „Orpheus und Eurydike“ – Oper von Christoph Willibald Gluck

Aus der Produktion: Anna-Doris Capitelli (Orpheus), Angela Davis (Eurydike). Foto: Klaus Lefebvre.

Die nächste Premiere im Theater Hagen findet am 29. Februar 2020 mit Beginn um 19.30 Uhr im Großen Haus statt. Auf dem Programm steht die Oper „Orpheus und Eurydike“ („Orfeo ed Euridice“) von Christoph Willibald Gluck (in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten).

Am Anfang von Glucks Oper „Orpheus und Eurydike“ steht Orpheus‘ tief empfundene Trauer um seine verstorbene Frau Eurydike. Ein Leben ohne sie kann er sich nicht vorstellen. Auch die Götter haben Mitleid mit Orpheus, der seinen Verlust so wunderschön besingt: Sie erlauben ihm, lebendig das Reich der Toten zu betreten – als Versuch, die Geliebte von dort ins wirkliche Leben zurückzuholen.

Auf dem Weg ins Elysium muss Orpheus zunächst an den Furien vorbei, die er durch seinen Gesang besänftigen kann. Doch die Wiederbegegnung mit Eurydike ist getrübt: Die Götter haben Orpheus verboten, sich zu ihr umzudrehen – wenn er es doch tut, kann seine verstorbene Frau das Totenreich nicht mit ihm verlassen …

Diese erste so genannte „Reformoper“ in italienischer Sprache wurde 1762 in Wien uraufgeführt. Mit etwa 90 Minuten Dauer und einem nur dreiköpfigen Solistenensemble gegenüber einem ausgiebig eingesetzten Chor in schnell wechselnden Rollen zeigt das Werk formal eine bewundernswerte Knappheit der Mittel, die als Verstärkung des Ausdrucks wirkt. Zu Recht gilt Glucks „Orpheus“-Oper bis heute als Kleinod höchster Opernkunst, weil sich in dieser Musik das so menschliche Schicksal des tragischen Sängers unwiderstehlich mitfühlen lässt.

Die erstmals am Hagener Theater wirkende Regisseurin Kerstin Steeb und ihr Team bringen „Orpheus und Eurydike“ auf diese Bühne und greifen dabei Fragen rund um Trauer, Tod und Abschiednehmen auf, die in Glucks Meisterwerk anklingen.

Weitere Vorstellungen: 7.3. (19.30 Uhr); 22.3. (18.00 Uhr); 27.3. (19.30 Uhr); 5.4.(15.00 Uhr); 11.4. (19.30 Uhr); 26.4. (18.00 Uhr); 21.6.2020 (15.00 Uhr); Gastspiel in Coesfeld: 18.6.2020

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Kulturbüro: Jetzt Förderung beantragen

27. Februar 2020

Mit dem Projektfonds fördert das Kulturbüro Hagen innovative Kunst- und Kulturprojekte in der Stadt in einer Höhe von bis zu 50 Prozent der Gesamtsumme. Welche Förderkriterien erfüllt werden müssen und wie das Förderungsverfahren verläuft, erfahren Interessierte in den „Richtlinien für die Förderung der freien Kulturarbeit“ auf der Internetseite des Kulturbüros. Dort stehen zudem das Antragsformular sowie eine Auflistung der bisher geförderten Kulturprojekte zur Verfügung. Fragen und Anträge zur Förderung aus dem Projektfonds nimmt Elena Grell unter E-Mail elena.grell@stadt-hagen.de entgegen.

Eisland – Poesie trifft Musik

26. Februar 2020

Sonntag 01. März 2020, 11.00 Uhr
Alte Synagoge Hohenlimburg, Jahnstr. 46, Hagen-Hohenlimburg

Zu einer musikalisch-poetischen Lesung der Extraklasse lädt das Künstlerduo Thorsten Trelenberg (Lyrik) und Michael Bereckis (Komposition, Bass-Klarinette, Saxofone) ein (Foto: Brigitta Nicolas).

Mit dem vertonten Gedichtzyklus EISLAND, der an diesem Vormittag live zu erleben ist, nimmt das Duo Sie mit auf eine besondere Reise durch ein Land, das von Feuer, Wasser und Eis, Vulkanen und endlosen Fjorden geprägt ist.

Eintritt frei, Dauer: ca 80 Minuten

In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hagen und Umgebung e.V.

Zwischen den Genres

26. Februar 2020

Sechstes Kammerkonzert im Kunstquartier Hagen

Das sechste Kammerkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen findet am 1. März 2020 mit Beginn um 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen statt. Gestaltet wird es vom Trio Classic Deluxe mit Maxim Lysov (Gitarre, Gesang), Eugen Akinschin (Flöte) und Natascha Akinschin (Violine).

Das abwechslungsreiche Programm präsentiert Werke von Ludwig van Beethoven, Peter Tschaikowsky, Giuseppe Verdi, Claude Debussy, Duke Ellington, den Comedian Harmonists und Melodien an der Schwelle zur Popmusik. Das Trio bewegt sich mit den ausgewählten Stücken zwischen den Genres, Zeitepochen und überwindet Unterscheidungen zwischen ernster und unterhaltender Musik.

Eintritt 12 / 8 Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Politischer Salon Hagen zu Künstlicher Intelligenz

25. Februar 2020

Donnerstag, 5. März, 18 bis 20 Uhr
Theater Hagen, Theatercafé, Elberfelder Str. 65, 58095 Hagen

In der Reihe „ImPuls: Politischer Salon Hagen“ steht das Thema „Künstliche Intelligenz“ am Donnerstag, 5. März, 18 bis 20 Uhr, im Fokus der Diskussion: Was ist eigentlich Künstliche Intelligenz? Geht von Künstlicher Intelligenz eine Bedrohung aus oder wird der Mensch perfekt? Welche Rolle spielen Ethik und Moral in Bezug auf Künstliche Intelligenz? Geben wir mit der Erfindung von Künstlicher Intelligenz alles ab, was die Menschheit einzigartig macht?

Die FernUniversität in Hagen, das Theater Hagen und das Emil Schumacher Museum laden gemeinsam ins Theatercafé ein, um das Thema „Künstliche Intelligenz“ mit lokalen Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft und mit der Stadtgesellschaft zu diskutieren.

Der Fortschritt auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz ist unaufhaltsam und bedeutet wesentliche Veränderungen für sämtliche Lebensbereiche. Das Spannungsfeld zwischen der Begeisterung für Innovationen und der Angst vor Überlegenheit der Computer stellt die Menschen vor noch unbestimmte Herausforderungen.

Die literarische Grundlage bildet für diesen Abend das Buch des britischen Schriftstellers Ian McEwan „Maschinen wie ich“ (2019). Die Buchpräsentation übernimmt Andreas Meyer-Lauber (FernUniversität). Auf dem Podium sitzen Prof. Dr. Claudia de Witt (FernUniversität), Francis Hüsers (Theater Hagen) und Jörg Siegmann (HAGENagentur). Die Moderation übernehmen Jens Helmecke (Westfalenpost) und Shaereh Shalchi (FernUniversität).

In seinem Roman leistet McEwan eine unterhaltsame Annäherung an das Thema und diskutiert mögliche Chancen und Risiken für das zwischenmenschliche Zusammenleben durch Künstliche Intelligenz.

Die FernUniversität, das Theater und das Museum initiieren die Veranstaltungen, um auf Grundlage von literarischen, wissenschaftlichen und journalistischen Publikationen mit der Stadtgesellschaft über aktuelle Themen zu reden. Die Reihe „Impuls: Politischer Salon Hagen“ findet dreimal jährlich an wechselnden Orten der Veranstalter statt.

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Warum ich Nazi wurde

24. Februar 2020

Söhnchen liest & Nonnweiler singt gegen die rechte Zeit
Dienstag, 24. März, 19:00 Uhr, Theatercafé im Theater Hagen

Im Herbst 2018 erschien im Berlin-Story-Verlag das Buch „Warum ich Nazi wurde“ mit den Biografien früherer Nationalsozialisten. Über 600 Menschen folgten 1934 einem Preisausschreiben des amerikanischen Professors Theodore Abel und fixierten schriftlich ihre Gründe, welche sie damals veranlasst hatten, sich den Nazis anzuschließen.

Abel wollte wissen, wer diese Menschen sind und wie die Hitler-Bewegung in ihr Bewusstsein trat. In diesem Buch geht es um die große Menge kleiner Nazis. Die Sammlung ist die wertvollste Primärquelle zur Frage, warum Menschen zu Nazis wurden und was zu ihrer Radikalisierung beitrug.

In diesen unmittelbaren Schilderungen findet sich ungefiltertes Gedankengut, nicht durch Scham späterer Erkenntnisse getrübt, durch Holocaust, Krieg und Untergang. Abel wollte wissen, wer diese Menschen sind, wie die Hitler-Bewegung in ihr Bewusstsein trat.

Wiederkehrende Motive der Biogramme sind angeschlagener Nationalstolz; die Angst vor sozialem Abstieg; die Sorge, nicht vorwärts kommen zu können; Hass auf Kommunisten und Wut auf das Großkapital. Dagegen steht der Glaube an die Volksgemeinschaft und die Hoffnung auf den Führer, den Erlöser. Antisemitismus kommt überraschend wenig vor.

Der Journalist Wieland Giebel hat die Schreiben aufbereitet und zu einer Zeit veröffentlicht, in der weltweit erneut zunehmend der Wunsch nach einer starken Führung, einem Führer, zu verzeichnen ist. Die Vorstellungen der Menschen in der damaligen Zeit zeigen Verbindungen zur heutigen Zeit auf.

Als Herausgeber des Buches hat Giebel sein Einverständnis für Lesungen in der heimischen Region durch den Hagener Sven Söhnchen gegeben. Dieser präsentiert nunmehr Auszüge aus der Sammlung auf Einladung des DGB in Hagen. Musikalisch begleitet wird Sven Söhnchen bei der Lesung von dem Hagener Gitarristen und Liedermacher Björn Nonnweiler (Foto: DGB).

„Es gibt Zeiten, in denen findet man nicht die richtigen Worte. Seit fast 25 Jahren bin ich in der (Hagener Kommunal-) Politik aktiv und die Entwicklungen in der Gesellschaft (nicht nur in Deutschland) machen auch mich zunehmend sprachlos. Dennoch möchte ich mir nie den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass ich geschwiegen und Zeitzeichen nicht richtig bewertet hätte.“, so der Sozialdemokrat.

Als passionierter Vorleser hat Söhnchen bereits einige Lesungen durchgeführt (u.a. zu Deniz Yücels Buch „Wir sind ja nicht zum Spaß hier“, aber auch unterhaltsame Kostproben aus Ruhrgebietsgeschichten oder typischen Italo-Krimis).

Der Eintritt zu dieser Lesung ist frei.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Ein französischer Traum zu vier Händen

24. Februar 2020

Frédéric Chauvel & Mark Solé-Leris
Do. 27.02.2020, 18 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Frédéric Chauvel & Mark Solé-Leris (Foto: ESM) sind zwei Pianisten aus Nizza in Südfrankreich, die ihre künstlerische Inspiration aus dem kulturellen Reichtum Europas ziehen und dabei auf die große europäische Vielfalt zurückgreifen.

Das Publikum erlebt mit diesem Klavierduo zwei starke Persönlichkeiten, die in all ihrer Unterschiedlichkeit am Klavier zu einer vollkommenen Einheit verschmelzen. Ihre musikalische Sensibilität und ihr außergewöhnliches gegenseitiges musikalisches Verstehen machen aus den beiden Pianisten ein Duo, das fasziniert und in dieser Art einmalig ist.

Das Duo Frédéric Chauvel und Mark Solé-Leris gibt seit 1998 weltweit Konzerte und wird mit begeisterten Kritiken bedacht. Im Gepäck haben die beiden Musiker ein spannendes französisches Programm mit den schönsten Werken aus dem Repertoire für Klavierduo von Gouvy, Bizet, Poulenc und Milhaud. Die Zuhörer erwartet eine traumhafte Reise durch die romantische Welt der französischen Klaviermusik.

Eintritt frei

Werkstatt-Probe zu „Orpheus und Eurydike“

20. Februar 2020

Die nächste Premiere im Großen Haus des Theaters Hagen präsentiert die Oper „Orpheus und Eurydike“ („Orfeo ed Euridice“) von Christoph Willibald Gluck (am 29.2.2020, 19.30 Uhr).

Als Einstimmung auf dieses bedeutende Werk der Opernliteratur und dessen Umsetzung auf der Hagener Bühne bietet das Theater Hagen eine Werkstatt-Probe (Werkstattgespräch und Offene Probe) am Dienstag, 25. Februar 2020 mit Beginn um 18.15 Uhr im Theatercafé an.

Bei dieser Einführungsveranstaltung erhalten die Besucherinnen und Besucher durch das Produktionsteam mit Kerstin Steeb (Inszenierung), Lorena Díaz Stephens und Jan Hendrik Neidert (Bühne und Kostüme), Francesco Vecchione (Choreographie), Steffen Müller-Gabriel (Musikalische Leitung) und Rebecca Graitl (Dramaturgie) Informationen zum Stück, zur Inszenierung und Ausstattung und können anschließend erste Live-Eindrücke beim Probenbesuch im Großen Haus gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

Land ermöglicht Bibliotheken Sonntagsöffnung

20. Februar 2020

CDU: Hagen sollte Antrag stellen

Öffentliche Bibliotheken gehören neben Museen, Theatern und Kinos zu den Kultureinrichtungen mit den höchsten Besucherzahlen. Das im Oktober 2019 im nordrhein-westfälischen Landtag verabschiedete Bibliotheksstärkungsgesetz ermöglicht es den Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen, nun auch sonntags zu öffnen. Dadurch sollen unter anderem Familien mehr Gelegenheiten zu einem gemeinsamen Bibliotheksbesuch bekommen.

„Bibliotheken sind in vielen Kommunen wichtige öffentliche Orte des Austauschs, an denen Menschen abseits des Alltags zusammenkommen. Die Öffnung am Sonntag macht dieses Angebot noch besser zugänglich und trägt dazu bei, die Rolle der öffentlichen Bibliotheken als Kultur- und Begegnungsstätten zu stärken. Wir wollen die Bibliotheken ermutigen, diese Chance zu nutzen und Konzepte für abwechslungsreiche Kulturprogramme zu entwickeln“, sagt Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Im Zentrum des Förderprogramms steht die Erarbeitung eines Konzepts für die Sonntagsöffnung sowie der Ausbau von Personal, um den zusätzlichen Öffnungstag pro Woche zu gewährleisten. Um die kulturelle Bedeutung der Bibliotheken weiter auszubauen, wird zudem die Konzeptentwicklung einer Veranstaltungsreihe gefördert, die unter der Überschrift „Sonntags in der Bibliothek“ ein familienfreundliches Kulturprogramm anbieten soll.

Davon könne auch die Stadtbibliothek Hagen profitieren, meint CDU-Kreisvorsitzender Christoph Purps: „Ich begrüße es sehr, wenn sich unsere Stadtbücherei für die Förderung bewerben würde. Es wäre ein großer Zugewinn für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Familien von Hagen.“

Die Förderung läuft zunächst bis 2022, soll aber fortgesetzt werden. Anträge können bis zum 31. März 2020 an die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt werden.

Die tollste Frida

19. Februar 2020

Filipa Amorim als Frida Kahlo. Foto: Klaus Lefebvre.

Am Karnevalssamstag, 22. Februar 2020, haben die Besucher der Vorstellung „Casa Azul – Inspired by Frida Kahlo“ die Möglichkeit, verkleidet ins Theater zu kommen. Unter dem Motto „Die tollste Frida“ können sie ihre phantasievolle Version dieser großen Künstlerin Frida Kahlo zeigen. Nach der Aufführung ab ca. 20.45 Uhr gibt es bei mexikanischen Drinks im Foyer eine Feier und eine Fotosession von allen „Fridas“ mit dem Ballett-Ensemble.

Auch verkleidungsfreudige Menschen, die nicht die Vorstellung an diesem Tag besuchen, sind, als „Frida“ kostümiert, herzlich willkommen zu dieser, von den Ballettfreunden Hagen e.V. unterstützten Aktion. Der Eintritt dazu ist frei.

„Macbeth“ im Filmabend auf der Springe

18. Februar 2020

Einen Filmabend zu William Shakespeares „Macbeth“ veranstaltet die Stadtbücherei auf der Springe in ihren Räumlichkeiten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Literatur und Kino“ und in Kooperation mit dem Kino Babylon am Freitag, 21. Februar, um 19 Uhr.

Schottland im Mittelalter: Nur noch wenige Getreue halten zu König Duncan, an ihrer Spitze Macbeth (gespielt von Michael Fassbender), der für seine Dienste hoch in der Gunst des Königs steht. Doch Macbeth ist des Kämpfens und Mordens müde, zumal er und seine Frau gerade ihr Kind zu Grabe getragen haben. Während einer Schlacht wird Macbeth vorausgesagt, dass er selbst König werden wird. Bestärkt von seiner ehrgeizigen Frau bringt Macbeth den alten König um und beansprucht den Thron für sich.

Vor Filmbeginn gibt die Bibliothekarin Maria Stegers eine kurze Einführung in die klassische Tragödie sowie in die filmische Umsetzung. Im Anschluss startet der 109-minütige Film. Karten sind für 5 Euro im Vorverkauf in der Stadtbücherei und an der Abendkasse erhältlich.

Stunde der Kritik zu „Zar und Zimmermann“

18. Februar 2020

Aus der Produktion „Zar und Zimmermann“. V.l.n.r.: Markus Jaursch, Olaf Haye. Foto: Klaus Lefebvre.

Die nächste Veranstaltung innerhalb der Reihe „Die Stunde der Kritik“ findet zu der Komischen Oper „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing am Freitag, 21. Februar 2020 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 22.20 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé) statt. Der Eintritt ist frei.

Beim Besuch dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartner konnte für diese „Stunde der Kritik“ Werner Häußner gewonnen werden, der seit vielen Jahren Vorstellungen im Theater Hagen besucht, rezensiert und u.a. für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Der Neue Merker und Revierpassagen (Kultur & weiteres im Ruhrgebiet) tätig ist.

Aus dem Produktionsteam sind der Regisseur Holger Potocki, der musikalische Leiter Rodrigo Tomillo sowie Dramaturgin Rebecca Graitl mit dabei.

Neue Heimat

15. Februar 2020

Das „Deutsche Kaltwalzmuseum“ zieht ins Freilichtmuseum Hagen

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) übernimmt die Sammlung des Deutschen Kaltwalzmuseums und zeigt sie künftig im Haus Letmathe seines LWL-Freilichtmuseums in Hagen. Dazu will der LWL das seit einigen Jahren leerstehende Haus für rund 940.000 Euro sanieren und umbauen. Der LWL-Kulturausschuss hat am Mittwoch (12.2.) in Vreden (Kreis Borken) den entsprechenden Baubeschluss auf den Weg gebracht, den der LWL-Finanz und Wirtschaftsausschuss am (13.3.) endgültig beschließen soll.

„Das Deutsche Kaltwalzmuseum ergänzt den Schwerpunkt Metallverarbeitung des LWL-Freilichtmuseums Hagen hervorragend“, sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. „Die Maschinen passen gut zu unserem Technikmuseum. Die Produkte des Kaltwalzens wie Autoteile, Spielzeug, Küchengeräte oder Fahrradteile sind äußerst attraktive Ausstellungsstücke und gleichzeitig didaktisch wertvolle Anknüpfungen an die Lebenswelt der Museumsbesucherinnen und -besucher.“

Für die künftige Dauerausstellung ist das am südlichen Museumsrand auf einer Anhöhe gelegene Haus Letmathe vorgesehen, in dem die Museumsgastronomie bis zu ihrem Umzug in den mittleren Museumsbereich untergebracht war. Die Ausstellung soll im gesamten Erdgeschoss gezeigt werden, Teile des Kellergeschosses sollen für museumspädagogische Angebote genutzt werden.

Da die Maschinen zum Teil sehr schwer sind, müssen die Kellerdecken mit Stahlträgern verstärkt, und der Bodenbelag muss durch einen tragfähigeren Estrich ersetzt werden. Damit die Besucherinnen auch die tieferliegenden Seitenbereiche des Ausstellungsraumes barrierefrei erreichen und einsehen können, werden eine Rampe und eine Besucherplattform eingebaut. Die Toiletten werden saniert und zum Teil barrierefrei umgebaut. Außerdem werden die Elektroinstallationen und die Belüftungsanlage erneuert, und der Ausstellungsbereich erhält eine Ausstellungsbeleuchtung. Mit den Umbauarbeiten, die etwa sieben Monate dauern, will der LWL im Frühjahr 2021 beginnen. Eröffnet werden soll die neue Dauerausstellung im Frühjahr 2022.

Das „Deutsche Kaltwalzmuseum“ war seit 1986 im Schloss Hohenlimburg in Hagen untergebracht. Nachdem es hier ausgezogen war, hat der „Förderkreis Deutsches Kaltwalzmuseum e. V.“ die Sammlung dem LWL-Freilichtmuseum Hagen angeboten. Der „Förderkreis Deutsches Kaltwalzmuseum“ hat sich bereit erklärt die Ersteinrichtungskosten der neuen Dauerausstellung in Höhe von 300.000 Euro zu übernehmen.


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