Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Theater Hagen: Francis Hüser bleibt bis 2025 Intendant

5. Juni 2020

Die Stadt Hagen hat Francis Hüsers wiederbestellt. Damit bleibt der Intendant des Stadttheaters Hagen bis zum Erreichen der Altersgrenze im Sommer 2025 im Amt. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss beschlossen. Hüsers Vertrag wäre im August 2022 ausgelaufen. (…)

Quelle: wp.de

Zum letzten Mal: Schuberts „Winterreise“

5. Juni 2020

Das Theater Hagen öffnete am Pfingstsamstag wieder seine Türen für das Publikum – auf dem Programm stand „Der Winterreise Erster Teil“.

In dieser szenischen Aufführung in der Inszenierung von Intendant Francis Hüsers präsentieren die Ensemblemitglieder Kenneth Mattice, Bariton (Foto: Klaus Lefebvre) und Dan K. Kurland, Klavier sowie als Gast die Schauspielerin Lucia Schulz in einem feinfühligen und bewegenden Zusammenspiel die Lieder 1-12 aus dem bekannten Zyklus „Die Winterreise“ von Franz Schubert, der mit den Gedichten eines weiblichen Ich zur lyrischen Synthese wird.

Die letzte Gelegenheit, diese außergewöhnliche 50minütige Produktion (ohne Pause) im Großen Haus zu erleben, besteht am Sonntag, 7. Juni 2020 (Beginn 15 Uhr).

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel. 02331 / 207-3218.

Bibliotheken öffnen wieder

5. Juni 2020

Stadtteilbücherei Haspe öffnet am Montag

Die Stadtteilbücherei Haspe, Kölner Straße 1, öffnet ab Montag, 8. Juni, wieder ihre Türen. Vor dem Besuch ist jedoch eine Anmeldung unter Telefon 02331/207-4297 notwendig. Es gelten die gewohnten Öffnungszeiten montags und dienstags von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 13 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr.

Im Viertelstundentakt können jeweils vier Personen in die Stadtteilbücherei kommen. Dort gilt eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung. Den Einlass regelt ein Sicherheitsdienst. Da sich insgesamt nicht mehr als acht Besucherinnen und Besucher gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten dürfen, kann es eventuell zu Wartezeiten kommen. Dafür bittet die Stadtteilbücherei um Verständnis.

Wer sich mit einem Besuch vor Ort noch etwas Zeit lassen möchte, muss sich keine Sorgen über abgelaufene Leihfristen machen. Die Fristen aller in der Zweigstelle entliehenen Medien mit dem Rückgabedatum 14. März oder später werden bis zum 30. Juni verlängert.

Stadtteilbücherei Hohenlimburg öffnet am Dienstag

Gute Nachrichten für Bücherfreunde auch in Hohenlimburg: Die dortige Stadtteilbücherei, Stennertstraße 6-8, ist ab Dienstag, 9. Juni, wieder geöffnet. Vor Ort gelten ähnliche Auflagen wie in Haspe.

So ist auch in der Bücherei Hohenlimburg das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend. Hier dürfen sich nur acht Personen gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten. Die Leihfristen aller in der Zweigstelle entliehenen Medien mit dem Rückgabedatum 14. März oder später werden ebenfalls bis zum 30. Juni verlängert.

Die Stadtteilbücherei Hohenlimburg ist zu den gewohnten Öffnungszeiten dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 13 Uhr erreichbar. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02331/207-4477.

Schwerpunkt „nachhaltige Entwicklung“

4. Juni 2020

VHS Hagen präsentiert neues Halbjahresprogramm

Das Programmangebot der Volkshochschule Hagen orientiert sich im kommenden Studienjahr 2020/21 durchgängig an Themen der nachhaltigen Entwicklung.

Ganz sicher trägt eine politische Veranstaltung zu größerem Verständnis für andere Zivilisationen bei. Eine neu erlernte Sprache zerschlägt die Barrieren zwischen verschiedenen Kulturen und ein Yoga-Kurs fördert einen gesünderen Lebensstil. Digitalisierungsangebote ermöglichen eine Kommunikationsform über fast alle Hürden hinweg. All das sind Teile globaler Nachhaltigkeit, die die Zukunft unserer Welt mitgestalten. Und dieses Mitgestalten ist schließlich die Aufgabe von Bildung.

Nachhaltig ist aber auch der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen. In diesem Sinne erscheint das Programm der VHS Hagen ab jetzt zweimal jährlich als Halbjahresprogramm. Damit kann eine Menge Papier eingespart werden und aktuelle Themen können besser und schneller berücksichtigt werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie, die zurzeit leider noch nicht Geschichte ist, können sich einige Kursangebote oder Veranstaltungen kurzfristig ändern oder müssen sogar abgesagt werden. Dies wird aber rechtzeitig bekannt gegeben. Alle Veranstaltungen der VHS finden unter den vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln statt.

„Museen brauchen starke Fürsprecher“

2. Juni 2020

Drei Fragen an Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zum neuen Museumsverband NRW

Ein neuer „Museumsverband NRW“ soll aus der westfälischen Interessenvertretung und dem rheinischen Zusammenschluss der Museen hervorgehen (Vereinigung Westfälischer Museen und Verband Rheinischer Museen). Der Museumsverband NRW mit Sitz in Dortmund wird eine hauptamtliche Geschäftsführung bekommen, die Gründung ist für Herbst 2020 geplant. Der LWL, der Landschaftsverband Rheinland und das NRW-Kulturministerium wollen den neuen Verband mit jeweils 100.000 Euro pro Jahr finanzieren.

Frau Rüschoff-Parzinger, was genau soll der neue Verband machen?

Der neue Museumsverband soll den kommunalen Museen, aber auch Häusern in anderen Trägerformen eine starke Stimme verleihen, die in Öffentlichkeit und Politik für die Interessen der Museen in Nordrhein-Westfalen eintritt und ihre zentrale Bedeutung als Orte kultureller Bildung herausstellt.

Und die momentane Krisenzeit zeigt, wie wichtig eine solche Stimme ist. Die Corona-Pandemie stellt die Haushalte der Städte und Kommunen auf eine beispiellose Belastungsprobe und könnte den einen oder anderen Politiker in Versuchung führen, Kürzungen im Kulturbereich als das geringste Übel anzusehen – nach dem Motto: „Kultur – eine freiwillige Aufgabe – brauchen wir in diesen Zeiten nicht“. Der Museumsverband kann hier gegensteuern, in dem er den Wert musealer Arbeit in Politik und Gesellschaft herausstellt und sich für gute Rahmenbedingungen einsetzt.

Außerdem soll der Museumsverband NRW durch eine kontinuierliche, qualifizierte Verbandsarbeit seine Mitglieder weiter professionalisieren und vernetzen. Kooperationen zwischen Museen und anderen Akteuren in Kultur und Bildung, wie zum Beispiel Universitäten, Bibliotheken und Theater, sind hier ebenso denkbar wie transnationale Projekte im grenznahen Raum.

Wozu brauchen denn so profilierte Häuser wie das Folkwang-Museum oder die Bundeskunsthalle einen Verband als Fürsprecher?

Besonders solche großen Häuser können natürlich für sich selbst sprechen, wobei auch bei Museen dieser Größenordnung gilt: die Bündelung museumspolitischer Interessen erhöht die öffentliche Wahrnehmung und Durchsetzungskraft massiv.

Es ist jedoch genau dieser häufig etwas einseitige Blick auf die großen und international ausgerichteten Häuser, den der Museumsverband NRW korrigieren will. Daher setzt er sich besonders dafür ein, die kleinen und mittelgroßen Museen Nordrhein-Westfalens zu repräsentieren.

Gerade diese Häuser brauchen einen starken Verband an ihrer Seite, um ihren Forderungen besser Gehör zu verschaffen. Unsere Museumslandschaft in Nordrhein-Westfalen lebt von der Vielfalt der Themen, für die die vielen kleineren und mittelgroßen Museen stehen. Daher brauchen sie starke Fürsprecher.

Soll der Verband auch Museen beraten?

Um Doppelstrukturen und Konkurrenzen zu vermeiden, wird es eine klare Arbeitsteilung geben. Der Museumsverband NRW artikuliert und vertritt museale Interessen in der Fläche. Der LWL berät und fördert weiter etwa 650 Museen, Gedenkstätten und kleine ortsgeschichtliche Museen in Westfalen-Lippe durch sein Museumsamt. Da die Landschaftsverbände im Vorstand und Beirat des Museumsverbands NRW vertreten sind, fließen die Expertise und Erfahrungen der jeweiligen Museumsberatungsstellen direkt in die Verbandsarbeit ein.

Der LWL hat in den vergangenen Jahren verstärkt in die Bereiche „moderner und barrierefreier Internetauftritt“ und „Digitalisierung“ investiert, um die Diversität seiner Museen zu fördern. Als Kommunalverband ist es uns wichtig, dieses Wissen an andere Museen weiterzugeben und so dazu beizutragen, die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft in der Museumslandschaft Nordrhein-Westfalens fest zu verankern. (Foto: LWL)

VHS-Führung durch Dahl

1. Juni 2020

Zu einer Führung durch den Stadtteil Dahl mit Bettina Becker lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 4. Juni, von 16 bis 18 Uhr ein. Der Treffpunkt ist auf dem Parkplatz der Spar- und Darlehnskasse Dahl, Dahler Straße 67.

Während der Führung durch Dahl ist viel über die Geschichte und den Wandel des Stadtteils zu erfahren. Es geht zur Bruchstein-Kirche, die zu den ältesten noch erhaltenen Gebäuden im Volmetal gehört und aus dem Mittelalter stammt. Schon seit 1877 braut Vormann in Dahl Bier und auch die Märkische Brennerei ist immer einen Besuch wert. Am alten Amtshaus kann jeder die typische Bauweise aus dem 18. Jahrhundert bestaunen. Auch das Haus Dahl kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Viele Veränderungen sind heutzutage selbstverständlich, doch der Rundgang zeigt, wie steinig der Weg dahin war.

Die Teilnahme kostet 6 Euro. Im Vorfeld ist eine Anmeldung erforderlich. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt und alle müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen sowie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander einhalten. Das Serviceteam der VHS nimmt Anmeldungen mit Angabe der Kursnummer 1094 unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de/anmeldung entgegen.

Wiedereröffnung mit Standing Ovations

31. Mai 2020

Endlich durfte das Theater Hagen seine Türen wieder öffnen

Die „Wiedereröffnung“ des Theaters Hagen präsentierte gestern (30. Mai) im Großen Haus eine Premiere unter dem Titel „Der Winterreise Erster Teil“ – Eine szenische Aufführung der Lieder 1-12 aus dem berühmten Zyklus „Die Winterreise“ von Franz Schubert auf Gedichte von Wilhelm Müller (Foto: Klaus Lefebvre).

In einer Ansage zu Beginn der Vorstellung dankte Intendant Francis Hüsers nicht nur dem Publikum für seine Treue in dieser Krisenzeit, sondern vor allem auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theaters Hagen für ihr besonderes Engagement unter äußerst schwierigen Bedingungen. Zudem erklärte Hüsers die aufgrund eines Wasserrohrbruchs Mitte März reparaturbedingt erfolgte Freilegung des Wandmosaiks von Carl Baumann aus dem Jahre 1962 im Eingangsfoyer des Theaters, welches nach der Vorstellung von Interessierten betrachtet werden konnte.

In der Aufführung agierten auf der Bühne die Ensemblemitglieder Kenneth Mattice (Bariton) und der Pianist Dan K. Kurland sowie als Gast die Schauspielerin Lucia Schulz in der Inszenierung von Intendant Francis Hüsers, der Ausstattung von Uwe Mingo und Christiane Luz sowie der Lichtgestaltung von Hans-Joachim Köster.

Als szenische Konfrontation eines männlichen Ich mit einem weiblichen Gegenüber begegnet Kenneth Mattice als singend-erzählender Wanderer mit Dan K. Kurland als sein nicht nur musikalischer Begleiter dem Fremden wie Vertrauten unserer Welt – und einer Frau, die sich in der Verkörperung von Lucia Schulz eine ebenso starke lyrische Stimme leiht.

Nach 12 Wochen seit der letzten Vorstellung zeigten sich die 70 Besucher dieser Premiere froh und dankbar, das Theater wieder betreten und eine außergewöhnliche 50minütige Aufführung (ohne Pause) auf der Bühne erleben zu können. Sie bedankten sich mit Standing Ovations.

Alle vorgeschriebenen Sicherheitsauflagen und Hygienemaßnahmen vor, auf und hinter der Bühne wurden eingehalten.

Die Theaterleitung sowie alle Mitarbeiter des Hauses sind glücklich, dass sie wieder live spielen und den Abstandsregeln gemäß mit den Besuchern in direkten Kontakt treten können.

Für die nächste Vorstellung von „Der Winterreise Erster Teil“ am Pfingstmontag, 1. Juni (15 Uhr), sind noch Karten an der Theaterkasse erhältlich, die an dem Tag ab 14 Uhr geöffnet ist. Eine dritte und damit vorerst letzte Vorstellung dieser Produktion wird am Sonntag, 7. Juni (15 Uhr) angeboten.

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie an der Abendkasse) und unter Tel. 02331 / 207-3218.

Kein „Unverständnis“

30. Mai 2020

Stellungnahme von Intendant Francis Hüsers zum Online-Artikel „Theater Hagen darf nun doch wiedereröffnen“ in der WPWR:

Die Darstellungen von gestern Abend (28. Mai) in der WPWR (online) zur Entscheidung des Krisenstabs der Stadt Hagen unter dem Titel „Theater Hagen darf nun doch wiedereröffnen“ sind in einem Detail falsch:

Der Intendant Francis Hüsers hat zu keinem Zeitpunkt „mit Unverständnis“ auf die Entscheidung des Krisenstabs reagiert, im Gegenteil hat er trotz seines Bedauerns sein Verständnis und seinen Respekt vor der Verantwortung des Krisenstabs ausgedrückt. Die Äußerungen von Dr. Klaus Fehske waren und sind rein privater Natur und wurden nicht von der Theaterleitung getätigt.

Anmerkung: WPWR-Autorin Yvonne Hinz hatte in dem Online-Beitrag (Bezahlschanke) geschrieben: „Intendant Francis Hüsers und Klaus Fehske, Beiratsmitglied des Theaterfördervereins, hatten auf den Beschluss mit Unverständnis reagiert.“ Damit bezog sich Hinz anscheinend auf ein Interview mit Fehske in der WPWR, in dem Hüsers gar nicht selbst zu Wort kommt.

Fehske hatte dort bemängelt: „Der Beschluss ist unverständlich (…).“ Eine Sache als „unverständlich“ zu kritisieren ist allerdings etwas anderes als mit „Unverständnis“ auf etwas zu reagieren. Dieser sprachliche Unterschied sollte selbst der Berichterstatterin eines Lokalblatts geläufig sein.

Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg weiterhin geschlossen

30. Mai 2020

Auch wenn die Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg weiterhin geschlossen bleiben, muss sich in den beiden Stadtteilen keiner Sorgen über abgelaufene Leihfristen machen. Die Fristen aller in den Zweigstellen entliehenen Medien mit dem Rückgabedatum 14. März oder später werden bis zum 30. Juni verlängert.

Lesenachschub gibt es aktuell digital unter www.onleihe24.de oder direkt in der Stadtbücherei auf der Springe. Diese ist zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar und auch am Samstag, 30. Mai, geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02331/207-3591 oder auf der Internetseite www.hagen.de/stadtbuecherei.

Theater Hagen öffnet wieder seine Türen

29. Mai 2020

Endlich dürfen wir wieder spielen! – Mit großer Freude hat das Theater Hagen auf die so ersehnte Entscheidung des Krisenstabs der Stadt Hagen reagiert, neben dem Lutz nun auch wieder Vorstellungen im Großen Haus anbieten zu können.

Unter den aktuellen Sicherheitsauflagen und Hygienemaßnahmen für die Menschen im Zuschauerraum, in den Foyers sowie auf und hinter der Bühne (Abstandsregelungen, Tragen eines Mund-Nasenschutzes auf dem Weg zum Sitzplatz, geregelter Einlass, maximal 100 Zuschauerinnen und Zuschauer pro Vorstellung) wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen.

Das Theater Hagen hat sich in den letzten Wochen auf diese Situation vorbereitet, ein neues, allen Vorgaben gerecht werdendes Programm erarbeitet und kann bereits am 30. Mai (19.30 Uhr, Großes Haus) das Publikum zu einer Premiere begrüßen:

„Der Winterreise Erster Teil“ – Eine szenische Aufführung des ersten Teils des berühmten Liederzyklus‘ von Franz Schubert „Die Winterreise“ auf Gedichte von Wilhelm Müller. Als szenische Konfrontation eines männlichen Ich mit einem weiblichen Gegenüber begegnet der Bariton Kenneth Mattice als singend-erzählender Wanderer mit dem Pianisten Dan K. Kurland als sein nicht nur musikalischer Begleiter dem Fremden wie Vertrauten unserer Welt – und einer Frau, die sich in der Verkörperung von Schauspielerin Lucia Schulz eine ebenso starke lyrische Stimme leiht (Inszenierung: Francis Hüsers; weitere Vorstellungen: 1.6., 15 Uhr, 7.6., 15 Uhr).

Als zweite Premiere findet mit dem Ballett Hagen eine Uraufführung statt (20.6., 19.30 Uhr, Großes Haus): „Schwanensee – Aufgetaucht – Prolog“. Marguerite Donlon kreiert einen Prolog zu ihrer Choreographie des Ballettklassikers „Schwanensee“ mit Musik von Peter Tschaikowsky, Sam Auinger und Claas Willeke. Konzentriert auf die Protagonisten, wie in einem Psychogramm, erforscht sie choreographisch die Umstände und Voraussetzungen der einzelnen Charaktere. Diese Produktion wird live begleitet von Musikern des Philharmonischen Orchesters Hagen (weitere Vorstellungen: 21.6., 15 Uhr, 25.6., 19.30 Uhr, 26.6., 19.30 Uhr).

Dieses Programm wird durch Liederabende und Konzerte ergänzt, deren genaue Ankündigung folgt. – Der Juni-Spielplan im Lutz wurde bereits veröffentlicht.

Informationen und Termine unter www.theaterhagen.de

Karten an der Theaterkasse, die ab dem 29. Mai wieder geöffnet ist (dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr, keine Abendkasse) und unter Tel. 02331 / 207-3218.

Martin Verborg beim Moers-Festival

28. Mai 2020

Der Hagener Musiker Martin Verborg ist gleich zweimal bei diesjährigen Moers-Festival vertreten. Einmal am Freitag, 29.05, 15:50 – 16:40 Uhr mit der Ruhrgebiets-Jazzformation The Dorf und dann noch am Sonntag, 31.05., 23:05 – 23:30 Uhr bei der Quartett Session.

Zuhause, aber trotzdem live dabei: Das Moers-Festival geht in diesem Jahr vom 29. Mai bis 1. Juni als digitales Festival über die Bühne. Die Konzerte werden von ARTE concert professionell live ins Internet gestellt und auf der Website mœrs-festival.de kostenfrei für alle Musikinteressierten weltweit zu sehen sein.

Das Moers-Festival ist ein internationales Musikfestival, das jährlich zu Pfingsten in Moers am Niederrhein stattfindet. Im Jahr 1972 wurde es als „Internationales New Jazz Festival“ gegründet. Seit 49 Ausgaben steht das Moers-Festival für alle Formen von Musik, die nicht „Mainstream“ sind – Improvisation, NewJazz, World, Avantgarde, zeitgenössische Musik, MinimalMusic, Klangkunst, Drone, Electro. Es ist die Nische für alles, was man nicht in den Massenmedien findet – es ist die Bühne für das Unerhörte.

Lutz Hagen nimmt Spielbetrieb wieder auf

28. Mai 2020

Krisenstab erteilte Spielerlaubnis für die junge Sparte des Theaters Hagen

Aus der Produktion „Der fliegende Koffer“ mit Anne Schröder. Foto: Inka Vogel.

Das Lutz Hagen darf den Spielbetrieb ab Juni 2020 wieder aufnehmen. Dies gab der Krisenstab der Stadt am Dienstag bekannt. Das Sicherheitskonzept der Spielstätte für junges Publikum des Theaters Hagen konnte überzeugen.

Mit Freude und Erleichterung nahmen Lutz-Leiterin Anja Schöne und ihr Team den positiven Entscheid auf: „Wir freuen uns unglaublich, endlich wieder für unser junges Publikum spielen zu dürfen und haben bereits begonnen, alle Produktionen den neuen Sicherheitsauflagen anzupassen. Da entsteht noch einmal ganz viel Neues“, so Anja Schöne.

Unter den aktuellen Sicherheitsauflagen und Hygienemaßnahmen für die Menschen auf der Bühne und im Zuschauerraum (Abstandsregelungen, Tragen eines Mund-Nasenschutzes für Besucher ab 6 Jahren auf dem Weg zum Sitzplatz, geregelter Einlass, maximal 30 Zuschauer pro Vorstellung, nur Familienkarten oder Einzelplätze) werden ab dem 7. Juni bis zum Spielzeitende Stücke für alle Altersstufen im Lutz angeboten.

Vorstellungen im Lutz im Juni 2020:

„Der fliegende Koffer“ (ab 2 Jahren): 7. Juni, 11.00 Uhr
„TransformMates“ (ab 12 Jahren): 14. Juni, 15.00 Uhr (Uraufführung)
„sternenstaub“ (ab 2 Jahren): 16. Juni, 10.00 Uhr
„Woyzeck“ (ab 14 Jahren): 19. Juni, 19.30 Uhr
„Die große KlimaKonferenz der Tiere“ (ab 8 Jahren): 21. Juni, 15.00 Uhr
„pardauz“ (ab 3 Jahren): 23. und 24. Juni, 10.00 Uhr

Mit den mobilen Stücken „Der fliegende Koffer“, „Die große Klimakonferenz der Tiere“ und „Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ kommt das Lutz auf Anfrage auch gerne in Schulen oder andere Einrichtungen.

Karten an der Theaterkasse, die ab dem 2. Juni wieder geöffnet ist (dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr, keine Abendkasse) und unter Tel. 02331/207-3218.

Mobile Vorstellungen auf Anfrage buchbar unter: Tel. 02331/207-3237.

Haustür-Geschichten aus Hagen

28. Mai 2020

Fotografien der Hagener Fotografin Sabrina Weber
28.5. – 28.6.2020, Osthaus-Museum Hagen

Das Osthaus Museum Hagen zeigt in den Räumlichkeiten des Jungen Museums 16 Fotografien der Hagener Fotografin Sabrina Weber. Die Arbeiten entstanden in den letzten Monaten dieses Jahres, in einer Zeit, in der besondere Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus an der Tagesordnung waren.

Sabrina Weber hat sowohl im privaten Bereich von Hagenerinnen und Hagenern fotografiert wie auch Aufnahmen in einigen Betrieben, die seit Ende März 2020 teilweise oder gar nicht arbeiten konnten, realisiert. Die Ergebnisse sind insofern spannend, als sie uns Einblicke in verschiedene Bereiche des Hagener Alltags in der Corona-Zeit geben. Sabrina Weber schafft es souverän, mit ihrer Kamera die Menschen aus nächster Nähe zu porträtieren.

Zusätzlich hat sie in den sozialen Medien die jeweiligen Geschichten zu ihren Fotos veröffentlicht. Diese werden im Museum ebenfalls mit ausgestellt.

Als die Brötchen mit der Kutsche kamen

27. Mai 2020

Ein verborgener Schatz im Hagener Freilichtmuseum

Mit dem Bäckerwagen hat ein Bäcker seine Backwaren in der näheren Umgebung seines Wohnortes ausgeliefert. Foto: LWL/Wenning-Kuschel

In den Depots von Museen verbergen sich oft Schätze, die aus unterschiedlichen Gründen selten oder nie ausgestellt werden. Entweder passen sie nicht in das Ausstellungskonzept oder sie waren einmal Teil einer Ausstellung und bleiben für die Forschung gut konserviert verwahrt.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) holt einige dieser Schätze ans Tageslicht und gibt Einblicke an Orte, die Besuchern sonst verborgen bleiben, zum Beispiel in das Depot des LWL-Freilichtmuseums in Hagen.

Wie kam das Brötchen zum Kunden? Während es heute in den Innenstädten nur so von Bäckereien und Backshops wimmelt, in denen es ein großes Sortiment an Backwaren gibt, bot vor etwa 100 Jahren meist nur ein Bäcker im Dorf eine sehr beschränkte Auswahl an.

In der rund 40.000 Objekte umfassenden Sammlung des LWL-Freilichtmuseums Hagen befindet sich ein Bäckerwagen, mit dem ein Bäcker ab 1926 seine Backwaren in die nähere Umgebung auslieferte. „Wenn das nicht mal ein verborgener Schatz ist“, sagt Sammlungsleiter Sebastian Hamburger und macht auf einige interessante Details an dem Wagen aufmerksam. Ein genauer Blick lohne sich oft, meint der gelernte Historiker, denn kleinste Details verraten oft eine Menge über die Geschichte des Objekts und seine ehemaligen Besitzer.

Der Pferdewagen mit dem Fach für Backwaren befand sich ursprünglich im Besitz einer Familie, die südlich von Iserlohn eine Landwirtschaft mit angeschlossener Gastwirtschaft betrieb. Dort wurde auch einmal pro Woche gebacken. Die seitlich aufgebrachte Aufschrift „Friedrick Stock Bräke“ gibt Auskunft über den ursprünglichen Besitzer des Wagens und dessen damaligen Wohnort. Sammlungsleiter Hamburger vermutet, dass die Lieferung per Pferdewagen nach der Verbreitung von Autos eingestellt wurde und der Bäckerwagen damit ausgedient hatte.

Ende der 1970er Jahre wechselte er den Besitzer, der das Gefährt für die Nachwelt erhielt. „Beim Umzug der 750-Jahr-Feier Iserlohns im Jahr 1987 wurde der Wagen nochmal vorgeführt. 2005 kam er schließlich in den Besitz des LWL-Freilichtmuseums und wurde zunächst auf dem Museumsgelände ausgestellt“, sagt der Historiker.

Bevor das Fuhrwerk 2018 vom Gelände ins Depot kam, wurde es konservatorisch bearbeitet. Dazu gehörte auch eine Behandlung in einer Thermokammer bei 55 Grad Celsius, um das Objekt von holzzerstörenden Insekten, wie zum Beispiel dem Bockkäfer, zu befreien“, berichtet der Magazinverwalter Frank Brüggendick, für den die präventive Schädlingsbekämpfung zum Tagesgeschäft gehört.

Bei der Begutachtung fielen ihm und dem Sammlungsleiter zwei interessante Details auf: „An dem Wagenrad befindet sich eine Spindelbremse, die mit einer Kurbel bedient wurde“, so der 36-Jährige Historiker. „Quasi ein Vorläufer der industriell hergestellten Bremsen, die wir heute in den Autos finden“, sagt er. „Allerdings wurde diese Bremse nicht angezogen, sondern gekurbelt, um das Hinterrad zu blockieren und ein Wegrollen des Wagens zu verhindern.“

Ein weiteres interessantes Detail an dem Wagen sei eine Halterung für eine Lampe, die in der Regel mit einer Kerze bestückt war. „Hinter der Flamme war ein Reflektor oder Spiegel angebracht, der das Licht bündelte und nach vorne lenkte, um auch in Dunkelheit fahren zu können“, erklärt Hamburger. Somit konnte die Lieferung bereits vor Sonnenaufgang beginnen und die Kundschaft bereits am frühen Morgen mit frischem Brot versorgt werden. „Leider ist die dazugehörige Lampe nicht mehr erhalten, aber das ist das Schöne an einer so großen Sammlung: Wir haben noch andere Kutschenlaternen in der Art, wie sie zu jener Zeit üblich waren.“

Hagen: Rechnungsprüfungsausschuss durchleuchtet Museumsbau

26. Mai 2020

Der Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt Hagen soll die Verantwortlichkeiten beim Bau des Emil-Schumacher-Museums noch einmal abklären. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Dazu:

Faktor der Stadtidentität

Zu einem sensiblen Umgang mit dem Thema Museumssanierung ruft WP-Kommentator Martin Weiske auf. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Kunst, Kultur, Wissenschaft in Zeiten von Corona

25. Mai 2020

Hagens politischer Salon tagte im Sicherheitsabstand

Wie wirkt die Corona-Pandemie auf Kunst, Kultur und Wissenschaft? Gibt die gegenwärtige Situation nicht auch neue Impulse? Schreit die kollektiv erzwungene Vereinzelung vor dem Bildschirm nicht nach Thematisierung in der Kunst? Ist die gegenwärtige soziale Alltagspraxis als Allegorie ausdeutbar? Epidemien hat es in der Menschheitsgeschichte immer schon gegeben – was ist heute anders?

Im gebotenen Sicherheitsabstand im Großen Haus des Theaters Hagen erörterte am Samstagabend ein Quartett aus der Runde des Politischen Salons Hagen diese Themen: Prof. Dr. Ada Pellert (Rektorin der FernUniversität), Dr. Tayfun Belgin (Direktor des Osthaus Museums und Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Hagen), Andreas Meyer-Lauber (Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats), Francis Hüsers (Intendant des Theaters Hagen).

Weiter kein Theater: „Beschluss unverständlich“

24. Mai 2020

Kritik an Corona-Krisenstab und Verwaltungsvorstand

Das Beiratsmitglied des Hagener Theaterfördervereins, Dr. Klaus Fehske, kritisiert die Entscheidung von Krisenstab und Verwaltungsvorstand, das Theater weiter geschlossen zu halten.

Der WPWR sagte er: „Der Beschluss ist unverständlich und sollte kurzfristig kritisch überprüft und nachgebessert werden.“ Überall würden kreative Lösungen zur stufenweisen Öffnung überlegt und umgesetzt: in der Gastronomie, in Einkaufszentren, in Kitas, in Sport- und Kosmetikstudios.

Fehske verwies als Beispiel auf das Theater Siegen, das am 4. Juni wieder öffnet – sinnigerweise unter dem Motto „Menschen spielen für Menschen – der Mensch lebt nicht vom Supermarkt allein!“ Während Supermärkte immerhin der Grundversorgung dienen, darf ähnliches für Baumärkte angezweifelt werden. Die waren in Nordrhein-Westfalen und den meisten anderen Bundesländern aber zu keinem Zeitpunkt geschlossen.

Weiter kritisierte Fehske die kommunalen Funktionäre unter Hinweis auf ein ausgearbeitetes Hygiene-Konzept der Spielstätte: „Wenn Gremien dieses Konzept nun pauschal ablehnen, statt sich an einer kreativen Nachbesserung zu beteiligen, schadet dies nicht nur dem Theater und der kulturhungrigen Bevölkerung, sondern dem Ansehen unserer Stadt.“

Quartett im gebotenen Sicherheitsabstand

22. Mai 2020

Politischer Salon im Online-Programm des Theaters Hagen

Im Rahmen des Online-Programms des Theaters Hagen unter dem Titel „Couch-Theater“ wird ab Samstag, 23. Mai 2020 mit Beginn um 19.30 Uhr eine Talkrunde angeboten, die dann sieben Tage online anzuschauen ist (www.theaterhagen.de).

Wie wirkt die Corona-Pandemie auf Kunst, Kultur und Wissenschaft? Gibt die gegenwärtige Situation nicht auch neue Impulse? Schreit die kollektiv erzwungene Vereinzelung vor dem Bildschirm nicht nach Thematisierung in der Kunst? Ist die gegenwärtige soziale Alltagspraxis als Allegorie ausdeutbar? Epidemien hat es in der Menschheitsgeschichte immer schon gegeben – was ist heute anders?

Eine Institution wie die FernUniversität Hagen scheint prädestiniert als Antwortmodell in Pandemie-Zeiten, während Museen, Theater, Opern- und Ballettensembles gegenwärtig manch einem beweisen könnten, dass sie überflüssig, weil nicht „systemrelevant“ sind. Vermissen Menschen es zurzeit, Kulturveranstaltungen aktiv besuchen zu können? Was sind die konkreten Angebote der FernUniversität Hagen, der Museen und des Theaters Hagen für die kommenden Wochen?

Im gebotenen Sicherheitsabstand auf der Bühne des Großen Hauses im Theater Hagen erörtert ein Quartett aus der Runde des Politischen Salons Hagen diese Themen: Prof. Dr. Ada Pellert (Rektorin der FernUniversität), Dr. Tayfun Belgin (Direktor des Osthaus Museums und Kulturamtsleiter der Stadt Hagen), Andreas Meyer-Lauber (Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats) und Francis Hüsers (Intendant des Theaters Hagen).

Krisenstab lehnt Öffnung des Theaters Hagen ab

21. Mai 2020

Kleine Veranstaltungen im LUTZ denkbar

Nachdem sich der Verwaltungsvorstand bereits am Dienstagvormittag mit Blick auf eine erhöhte Infektionsgefahr gegen eine Öffnung des Theaters Hagen (Foto: Karsten-Thilo Raab) ausgesprochen hatte, lehnte am späten Dienstagnachmittag auch der Krisenstab der Stadt Hagen ein entsprechendes Ansinnen der Theaterleitung ab.

In ihrer turnusmäßigen Sitzung setzten sich die Mitglieder des Krisenstabs unter Leitung von Oberbürgermeister Erik O. Schulz ausführlich mit dem durch die Theaterleitung vorgelegten Konzept zu einer Eröffnung in abgespeckter Form im Juni auseinander. „Der Krisenstab würdigt ausdrücklich das besondere Engagement der Theaterverantwortlichen bei der Erarbeitung dieses Konzeptes für die teilweise Wiedereröffnung, um mit seinem treuen Publikum in Kontakt zu bleiben“, so Oberbürgermeister Schulz, der zugleich betont, dass die von den Mitgliedern des Krisenstabes vorgetragenen Bedenken nicht vollständig ausgeräumt werden konnten. „Das hat letztlich zu dem einstimmigen und zugleich leider ablehnenden Votum des Krisenstabes geführt.“

Das vorgelegte Hygienekonzept erscheint nach Ansicht des Gesundheitsamtes zwar grundsätzlich schlüssig. Betont wurde im Rahmen der Krisenstabssitzung aber zugleich deutlich, dass Veranstaltungen im Theater zweifelsfrei immer ein erhöhtes Infektionsrisiko darstellen und daher erhebliche Bedenken gegen eine Wiedereröffnung bestünden – nicht zuletzt auch mit Blick auf das Durchschnittsalter der Theaterbesucher.

Das Rechtsamt stellte noch einmal klar, dass gemäß der Coronaschutzverordnung des Landes Veranstaltungen grundsätzlich verboten sind und die zuständige Behörde lediglich Ausnahmen zulassen könne. Falls nicht alle Bedenken und Zweifel ausgeräumt seien, dürfe keine Ausnahme zugelassen werden.

Der Krisenstab stellte letztlich einmütig fest, dass Bedenken zu einer Theater-Wiedereröffnung bereits aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr vorliegen. Zusätzlich wurden die feste Bestuhlung im großen Haus, die Architektur des Theaters insgesamt und die damit verbundenen geringen Abstandsflächen sowie die zu erwartende, altersmäßige Zusammensetzung der potentiellen Besucher als kritisch bewertet. Wirtschaftliche Erwägungen wurden vom Krisenstab ausdrücklich nicht gewürdigt.

Nach der gestrigen Sitzung hat der Krisenstab das Theater darüber informiert, dass einer teilweisen Wiedereröffnung des großen Hauses nicht zugestimmt werden kann. Der Stab hat jedoch angeregt, alternativ über kleine Veranstaltungen im LUTZ nachzudenken.

Wieder zu sehen: Die Hagener Expressionisten

20. Mai 2020

19.05. bis 2.08.2020, Osthaus-Museum Hagen

Franz Marc, Komposition III, 1913/14, Öl auf Leinwand, 46,3 x 57,5 cm, Inv.-Nr.: K 1711

Wegen der Corona-Pandemie waren auch die Hagener Museen geschlossen. Jetzt sind sie wieder zu sehen – die Hagener Expressionisten.

Die einzigartige Sammlung expressionistischer Gemälde und Grafiken des Osthaus Museums war von Herbst 2015 bis November 2019 auf Tour durch Europa und wurde u.a. in Wien und Stockholm gezeigt. Das Museum zeigt diese Werke im Wechselausstellungsbereich, in der Zentralen Halle, in der Neuen Galerie und in den sich anschließenden Kabinetträumen im Erdgeschoss. Danach werden die Gemälde der Brücke und aus dem Umfeld des Blauen Reiters wie gewohnt in den beiden Gemäldesälen des Folkwang-Gebäudes präsentiert.

Die Sammlung bietet einen substantiellen Einblick in die Kunst der Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Künstlergruppen Brücke in Dresden und der Blaue Reiter in München schufen eine Kunst, die von ihrer inhaltlichen wie auch formalen Aktualität bis heute nichts verloren hat.

Christian Rohlfs, der über 35 Jahre in Hagen verbrachte, war für den Gründer des Folkwang Museums, Karl-Ernst Osthaus, ein bedeutender Lehrer und Künstler, dessen Werke ebenfalls in dieser Ausstellung präsentieren werden.

Zhong Biao – Revelation

19. Mai 2020

19.05. bis 17.06.2020, Osthaus-Museum Hagen

Zhong Biao: All in Vain, 2016, 280 x 600 cm, Mischtechnik auf Leinwand © Atelier Zhong Biao

In den Bildern des 1968 in Chongqing geborenen Malers Zhong Biao spielt das spannungsreiche Wechselspiel zwischen Körper und Objekt eine große Rolle. Meist sehen wir die typischen dystopischen Landschaften Chinas. Seine jüngsten Arbeiten lassen ihn die Grenzen des Mediums Malerei erweitern, indem er die pastosen Markierungen mit Pinsel und Strich erweitert und seine Philosophien auf die zyklischen und immer wiederkehrenden Zeitlinien in unserer Welt widerspiegelt.

Der Künstler äußert sich so über seine Kunst: „Ich möchte dem Publikum nicht mein eigenes Verständnis oder meine Interpretation meiner Bilder aufzwingen. Die Platzierung der unterschiedlichen Bilder in den Kompositionen verstehen sich als Kombinationen kontroverser Elemente, so wie im Leben. Wir müssen nicht alles verstehen, was wir auf jedem Bild sehen. Wie das Leben, können wir nicht alles verstehen, was wir gesehen oder erlebt haben. In meinen Gemälden existieren östliche und westliche, historische und moderne Gegensätze, die die Realität des heutigen Lebensstils widerspiegeln.“

Peter Blindert – Neue Arbeiten auf Papier

18. Mai 2020

17. Mai bis 21. Juni 2020
Kunstraum EN, Bergstr. 32, 58256 Ennepetal

Auch nach seinem Tod lebt der Hagener Künstler Peter Blindert (Foto: privat) in seinen Werken weiter. Die Ausstellung „Neue Arbeiten auf Papier“ wird  nun in der Galerie Kunstraum EN gezeigt.

Was bei der Planung der Ausstellung niemand wissen konnte: Es sind die letzten Arbeiten von Peter Blindert, die er geschaffen hat, denn der überaus vielfältige und schaffensreiche Künstler ist im Dezember des vergangenen Jahres nach langer Krankheit verstorben. Und doch arbeitete er bis zu seinen letzten Lebenstagen trotz schwindender Kräfte unbeirrt weiter.

Es gelang ihm, mit Fragmenten von früheren Arbeiten zu spielen – so schuf er drei umfassende Serien von Collagen sowie zeichnerisch-malerisch überarbeiteten Fotos, die allesamt bisher noch nicht öffentlich gezeigt worden sind. Im Wesentlichen sind es eher kleine Formate, die sich in dieser Ausstellung zu überzeugenden großen Serien zusammenfügen und die ungeheure Kreativität des Künstlers widerspiegeln.

Die Kunstwelt hat nicht nur einen Künstler mit einer unglaublichen Schaffenskraft verloren, sondern einen Menschenfreund, eine durch und durch ehrliche Haut, gradlinig, offen, großzügig, jederzeit hilfsbereit und mit einer tiefen Achtung und Liebe der Natur, den Menschen und jeder Kreatur gegenüber.

Aufgrund der Corona-Krise ist folgender Zugang festgelegt:

Die Ausstellung kann in kleinen Gruppen bis max. 7 Personen besucht werden. Das Tragen von Gesichtsmasken und ein Abstand von 1,5 Metern müssen beachtet werden.

Öffnungszeiten (nur nach Anmeldung)

Mit. + Do. 17.00 bis 18.00 Uhr
Sa. +  So. 15.00 bis 16.00 Uhr

Andere Besuchszeiten auf Anfrage und nach Möglichkeit.

Anmeldung: 

info@kunstraum-en.de oder 0172 6107391 Reinhard Dedecek

Positives Fazit nach einer Woche offener Museen

17. Mai 2020

Seit dem 5. Mai sind die 18 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nach einer fast zweimonatigen Corona-bedingten Schließung wieder geöffnet. In der ersten Woche kamen rund 8.100 Besucher, etwa zwei Drittel weniger als in einer vergleichbaren Woche im Vorjahr.

Die Besuchszahlen im Freilichtmuseum Hagen sind nach und nach gestiegen, von 61 und 94 an den ersten beiden Tagen, über 124 am Donnerstag, auf jeweils 274 und 278 am Samstag und Sonntag. Insgesamt verliefen die Tage reibungslos, und die insgesamt 1.000 Besucher hätten Verständnis für die ungewohnte Situation gehabt, so der Museumsleiter.

„Unter den Bedingungen war das ein guter Start. Wir haben uns auf die Besucher gefreut, und diese offensichtlich auf uns „, so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Um die Besucherinnen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, hätten alle Häuser Hygiene- und Sicherheitskonzepte entwickelt und Verhaltensregeln für Museumsmitarbeiter und -besucher definiert.

„Dabei sorgen Mundschutzpflicht, Abstandsregeln, Besucherdosierung und geänderte Wegführungen in den Museen dafür, dass der Museumsbesuch in Zeiten von Corona zu einer etwas anderen, aber schönen Erfahrung wird“, so die Kulturdezernentin. Die Sicherheit der Besucherinnen stehe immer im Vordergrund, auch wenn die Zahl der Besucher in den kommenden Wochen langsam steigen werde.

Geldspritze für Theater an der Volme

16. Mai 2020

Auch das private Hagener „Theater an der Volme“ leidet unter der Corona-Krise. Keine Vorstellungen bedeutet eben auch keine Einnahmen.

Der Haupt- und Finanzausschuss zog jetzt die Spendierhosen an und lässt der kleinen Bühne einmalig 5.000 Euro zukommen. Einmütig beschlossen die Fraktionen, dem auf dem Elbersgelände beheimateten Theater in der Krisenzeit unter die Arme zu greifen.

Bekanntlich konnten dort bislang keine Aufführungen stattfinden, in den kommenden Wochen und vielleicht sogar Monaten werden Vorstellungen nur vor einer begrenzten Zahl von Besuchern stattfinden können. Das ist existenzbedrohend für das kleine Theater und die Kulturschaffenden.

Das ist aber kein zusätzliches Geld, das die Stadt aufbringen müsste, sondern es sind Mittel, die bei anderen, ausgefallenen Kulturveranstaltungen nicht ausgegeben wurden.

Ab Dienstag wieder Kunst vor Ort erleben

14. Mai 2020

Wiedereröffnung des Hagener Kunstquartiers sowie des Osthaus- und Stadtarchivs

Kunst vor Ort erleben, das ist ab Dienstag, 19. Mai, wieder im Hagener Kunstquartier möglich. Nach der neunwöchigen Zwangspause öffnen das Osthaus und das Emil Schumacher Museum wieder ihre Türen und erwarten die Besucher mit vielen aktuellen Ausstellungen.

„Wir freuen uns sehr, dass die erfolgreiche Ausstellung ‚Expressionisten – aus der Sammlung‘ nun wieder zu sehen ist, denn viele Kunstfreunde konnten diese nicht mehr besichtigen“, sagt Kulturdezernentin Margarita Kaufmann und fügt hinzu: „Auch das Emil Schumacher Museum wird seine aktuelle Ausstellung ‚Der Reiz des Materials‘ verlängern. Somit haben beide Häuser attraktive Ausstellungen im Programm und laden die Besucher ein, der Kunst wieder neu zu begegnen.“

Zusätzlich gibt es derzeit noch vier weitere Ausstellungen von Christine Laprell „So zu sagen“, über Zhong Biao „Revelation“ und Stefan Kaluza „Unruhig wandern“ bis zu Sabrina Weber „Fotografien aus Hagen“. „Der Reiz des Materials“ wird im September voraussichtlich durch eine Retrospektive von Fritz Winter abgelöst.

Aufgrund der Vorgaben der Landesregierung sind für den Besuch des Kunstquartiers verschiedene Einschränkungen leider unvermeidlich. Die zulässige Besucherzahl ist begrenzt und es besteht die Pflicht einer Mund-Nase-Bedeckung. Darüber hinaus haben sich die Museen mit einem eigenen Hygienekonzept auf die Besucher vorbereitet und informieren mit einem eigens aufgelegten Informationsblatt.

Weitere Neuigkeiten gibt es aus dem Stadtarchiv Hagen und dem Osthaus Archiv. Beide Einrichtungen öffnen ebenfalls ab Dienstag wieder für den Publikumsverkehr, allerdings nur nach telefonischer Voranmeldung und mit Mund-Nase-Bedeckung.

Der Lesesaal des Stadtarchivs ist mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Interessierte können sich unter Telefon 02331/207-3339 oder 207-3050 anmelden. Eine fachliche Beratung gibt es per E-Mail an info@stadtarchiv-hagen.de oder auch telefonisch.

Das Osthaus Archiv vergibt Termine unter Telefon 02331/207-3497 oder per E-Mail an kornelia.kroeber@stadt-hagen.de. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite des Osthaus Museums unter dem Menüpunkt Archive (www.osthausmuseum.de).

Ein Öffnungstermin für das Museum Wasserschloss Werdringen oder den Hohenhof steht noch nicht fest.

Theater: Tanzteppich für Zuhause

12. Mai 2020

Tanzteppich nennt man einen besonderen Bodenbelag, auf welchem Tanzaufführungen stattfinden.

Diesen können nun alle Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Hagen zuhause in schwarz oder weiß auslegen, um ihre täglichen Trainings und Übungen unter fast professionellen Bedingungen durchzuführen.

Marguerite Donlon, Ballettdirektorin des Theaters Hagen, hatte diese praxisnahe Idee, die der Technische Direktor Uwe Mingo und seine Mitarbeiter sofort umsetzten und allen Compagniemitgliedern ein kleines Stück Tanzteppich zur Verfügung stellten.

Damit ist den Tänzerinnen und Tänzern wirklich geholfen, denn z.B. Teppichboden wird viel zu heiß und ist auch zu stumpf für zahlreiche Übungen, bei denen der Fuß schnell und gleichmäßig über den Boden geschleift werden muss, wie etwa bei ‚Ronds des Jambes‘ oder ‚Tondues‘. Bodenfliesen hingegen sind nicht nur hart, sondern auch rutschig, oft uneben, und ein Parkettboden steht nicht jedem zur Verfügung. Der Tanzteppich verringert also auch das Verletzungsrisiko.

So ersetzen zwar weiterhin für das häusliche Training der Küchentisch und die Stuhllehne die Ballettstange, aber zumindest haben nun alle ein Stück Tanzboden unter den Füßen.

UnLinke gegen Emil

10. Mai 2020

Kulturgegner stellen Schumacher-Museum in Frage

Ich rate, lieber mehr zu können als man macht,
als mehr zu machen als man kann.

Bertold Brecht

Für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) am kommenden Donnerstag hat die Fraktion der Hagener UnLinken einen 24 Punkte umfassenden Fragenkatalog vorgelegt.

Vordergründig geht es um die Baumängel am Emil-Schumacher-Museum und die dadurch entstehenden Kosten für die Stadtkasse. Aber eben nur vordergründig.

Sieht man die Liste durch, erkennt man sehr schnell, dass die Fragen nach den Baumängeln – die vollkommen berechtigt sind – nur den Transmissionsriemen dafür abgeben, die Existenz des Museums grundsätzlich in Frage zu stellen.

Wohl um dem Anliegen mehr Volumen zu verpassen, werden Fragen auch gleich doppelt gestellt:

Auf: „Ist eine anderweitige Nutzung des Museumsgebäudes möglich?“ folgt unmittelbar: „Wäre nach Ansicht der Verwaltung eine andere Nutzung des Museumsgebäudes vorstellbar wenn ja, welche?“.

Ähnlich auch hier: „Wie lange muss das ESM auf Grund der Förderbestimmungen weiter betrieben werden, um nicht regresspflichtig zu werden?“ und: „Wie hoch wäre bei Einstellung des Museumsbetriebes die Rückzahlung von Fördergeldern?“.

Die Beispiele zeigen sofort, dass es den Fragestellern nicht um die Problematik der Baumängel geht. Denn die würden ja auch bei einer anderweitigen Nutzung des Museumsgebäudes weiter auf der Tagesordnung stehen.

Zutage tritt hier eine grundsätzlich kulturfeindliche Tendenz, die in der Hagener Politik nicht nur bei den UnLinken beheimatet ist. Namen wie Dietmar Thieser und andere fallen dem Beobachter des heimischen Milieus dazu ein. Auch die örtliche Presse mischt in diesem Sumpf immer wieder mit und bietet den einschlägigen Akteuren gerne eine Plattform.

Wie weit die Möchtegerns der Hagener Pseudolinken von den Grundsätzen der eigenen Partei entfernt sind, zeigt ein Blick in das Parteiprogramm der Linken. Dort heißt es u.a.:

Der Staat hat die Pflicht, Kultur zu schützen und zu fördern.

Wir setzen uns für den Erhalt der öffentlichen Kulturförderung ein und wenden uns gegen eine schrankenlose Liberalisierung und Verwertung kultureller Leistungen, gegen Privatisierungen und den Abbau öffentlicher Infrastruktur.

Wir wollen das kulturelle Leben in allen Regionen und Milieus fördern.

Weil Kunst ein wesentliches Moment der großen gesellschaftlichen Debatten ist, will DIE LINKE die eigenen Welten der Künste als autonome Räume, Experimentierfelder und Refugien sichern und schützen.

Für die Hagener UnLinken waren das schon immer fremde Welten. Bereits am 30.05.2005, als der Beschluss über den Vertrag zwischen Emil-Schumacher-Stiftung und Stadt Hagen auf der Tagesordnung des Stadtrates stand, stimmten die damaligen PDSler Manfred Weber (inzwischen verstorben) und Ralf Sondermeyer (immer noch Ratsmitglied, heute bei der UnLinken) gegen die Übereinkunft – gemeinsam mit zwei Rechtsextremisten, dem Hagen-Aktiv-Vormann Bücker und den längst in der Versenkung verschwundenen „Bürgern für Hagen“.

75 Jahre nach der Niederschlagung des Hitler-Faschismus wäre auch noch folgender Aspekt zu beachten: Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten wurde Emil Schumacher (Foto: Ralf Cohen, CC BY-SA 3.0) wegen des Vorwurfs des „Kulturbolschewismus“ nicht in die Reichskammer der bildenden Künste aufgenommen.

Aber auch dieses Moment aus der Biografie Schumachers ist der kleinbürgerlichen Spießertruppe, die sich eine „linke“ Tarnkappe aufgesetzt hat, bei ihrem Kampf gegen das Museum, das einem der wenigen großen Söhne der Stadt gewidmet ist, egal.

Geld für Kulturdenkmal

9. Mai 2020

Bund trägt Hälfte der Renovierungskosten für Vincke-Grab am Haus Busch

Mit 165.000 Euro unterstützt der Bund die Renovierung der Erbbegräbnisstätte der Freiherrn von Vincke-Syberg am Haus Busch. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages am Dienstag beschlossen. „Damit ist mehr als die Hälfte der voraussichtlichen Kosten gesichert“, freut sich der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel, der den Zuschuss angeregt hatte.

Das Geld stammt aus einem Denkmalschutz-Sonderprogramm, für das 50 Millionen Euro in den Bundeshaushalt eingestellt wurden. Die Förderung richtet sich an „national bedeutsame oder das kulturelle Erbe mitprägende unbewegliche Kulturdenkmäler“.

Auf dem denkmalgeschützten Privatfriedhof, dem sogenannten Vincke-Grab, im Hagener Stadtteil Helfe im Fleyer Wald ist gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern auch Friedrich Ludwig Wilhelm Philipp Freiherr von Vincke beigesetzt. Er lebte von 1774 bis 1844 und war ein preußischer Reformer, der unter anderem die kommunale Selbstverwaltung der Städte durchsetzte und sich für eine neue Gewerbeordnung einsetzte. Ihm zu Ehren wurde 1857 der Vincketurm auf der Hohensyburg errichtet.

CityARTists 2020: Ulrike Rutschmann vertritt Hagen

9. Mai 2020

Die Hagener Künstlerin Ulrike Rutschmann wurde von einer Fachjury ausgewählt und vertritt Hagen bei dem Förderprogramm „CityARTists 2020“. In der nächsten Etappe des Wettbewerbs muss sich Ulrike Rutschmann gegen zwanzig weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchsetzen. Über die zehn glücklichen Gewinner entscheidet die Jury des KULTURsekretariats bis Mitte Juli. Den Kunstpreis hat die Stadt Hagen gemeinsam mit dem NRW KULTURsekretariat und zwanzig anderen Mitgliedstädten ausgeschrieben.

Ulrike Rutschmanns Leidenschaft ist die Realisierung von „Raumbildern“, in die sie neue Medien wie Fotografie, Dia-, Video- und Overhead-Projektionen einbezieht. Bei der Komposition entstehen Bilder auf den verschiedensten Untergründen. Mittelpunkt sind der menschliche Körper und seine Verbindung zur Natur. Ihre Kunst zeichnet sich durch die Momente des Unvorhergesehenen und des Experimentellen aus.

Neben der Hagener Vertreterin Ulrike Rutschmann sind weitere ausgewählte Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie zu dem Kunstpreis zugelassen. Zehn der verbliebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Chance, je 5000 Euro in Form eines Stipendiums zu gewinnen.

wild und frei – die Spielzeit 2020/21 im Lutz

8. Mai 2020

Das Theater Hagen freut sich, zu diesem Zeitpunkt den Spielplan im Lutz (Kinder- und Jugendtheater) für 2020/21 veröffentlichen zu können.

Als Lutz-Leiterin Anja Schöne (Foto: Jan Sauerborn) „wild und frei“ zum neuen Spielzeit-Motto 2020/21 erklärte, war noch nicht abzusehen, dass es genau das sein würde, wonach sich viele bald sehnen: sich wild und frei und ohne Beschränkungen und Abstandsregeln wieder ins Leben werfen zu dürfen.

Für das Lutz-Team war und ist es aber nach wie vor der Titel für eine Saison, in der sich die Produktionen auf unterschiedliche Weise mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen und alle gemeinsam dafür eintreten wollen, dass jeder junge Mensch die Möglichkeit hat, wild und frei aufzuwachsen und sich zu entwickeln und gleichzeitig davor beschützt wird, Freiwild zu werden. Angesichts einer globalen Situation, in der die Kinder und Jugendlichen oft allgemein mitgemeint, aber nie im Besonderen mitbedacht werden, hofft das Lutz-Ensemble umso mehr, die geplanten Produktionen auch verwirklichen und dem jungen Publikum zeigen zu können.

Die erste Premiere „Nathan“ erzählt Lessings zeitloses Plädoyer für Menschlichkeit, Toleranz und ein friedliches Miteinander der Religionen mit Anleihen an die Ästhetik von Graphic Novels (ab 14 Jahren; ab 26.9.2020). Mit „Polka für Igor“ folgt eine Uraufführung des kürzlich mit dem deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Bilderbuchs von Iris Anemone Paul als Theatererlebnis für die ganze Familie zwischen Erzählstunde, Figurentheater und Zirkusshow mit viel Musik. Schauspielerin Elisabeth Emmanouil wird dabei von den jungen Nachwuchsartisten des Zirkus Quamboni unterstützt. Denn Igor ist ein in die Jahre gekommener Zirkushund, und immer, wenn Tante Ola Polkaplatten auflegt, erwachen in ihm die Lebensgeister und er erzählt mit großer Geste von seiner wilden Zeit beim Wanderzirkus (ab 4 Jahren; ab 4.10.2020).

Neben diesen Inszenierungen von Anja Schöne gibt Regieassistentin Jannica Hümbert nach Produktionen mit dem Seniorenclub nun ihr Debüt im Theater für junges Publikum und inszeniert mit „Mädchen wie die“ von Evan Placey eine ebenso ernste wie leidenschaftliche Auseinandersetzung mit Frauenrechten, Mobbing unter Mädchen und sexueller Diskriminierung (ab 13 Jahren; ab 12.12.2020). In der „Stadt der Kinder“ werden junge Menschen entscheiden und Visionen die wichtigste Währung sein. Auf der Grundlage von Recherchematerial entwirft Anja Schöne mit ihrem multinationalen Ensemble eine TheaterUtopie (ab 10 Jahren; ab 7.2.2021).

Im März feiert mit „Pinienkerne wachsen nicht in Tüten“ ein bezaubernd philosophisches Stück voller Sprachwitz von Paula Fünfeck Premiere. Wenn der aus dem letztjährigen Märchen zur Weihnachtszeit als Räuber Hotzenplotz bekannte Christian Kaltenhäußer nun als Herr Grand mit dem Denkschuh die Welt erdenkt, dann kann im Garten von Mutter Nate schon mal einiges durcheinandergeraten (ab 5 Jahren; ab 20.3.2021).

Das weitere Frühjahr gehört dann den theaterbegeisterten Amateuren: Neben einer Gemeinschaftsproduktion von Kinder- und Seniorenclub und einem Theaterspaziergang mit Jugendlichen wird endlich eine Oper von Kindern für Kinder aufgeführt: „Max und Moritz“ (Libretto von Holger Potocki nach Wilhelm Busch mit Musik von Andres Reukauf, ab 6 Jahren; ab 9.5.2021).

Folgende Wiederaufnahmen ergänzen das vielseitige Programm: „TransformMates“ (Digitales Metamorphosen Adventure Game fei nach Ovid ab 12 Jahren; ab 7.9.2020), „Woyzeck“ (LiveMusikKlassikerShow ab 14 Jahren; ab 12.9.2020), „Die Meerjungfrau in der Badewanne“ (Erzähltheater mit Musik ab 7 Jahren; ab 16.9.2020), „pardauz“ (TanzObjektTheaterSpaß ab 3 Jahren; ab 20.9.2020), „In 80 Tagen um die Welt“ (Multimediale Abenteuer-Komödie ab 6 Jahren; ab 11.10.2020), „sternenstaub“ (Theatererlebnis mit Musik ab 2 Jahren; ab 13.10.2020), „Die Eiskönigin“ (TanzTheaterReise ab 5 Jahren; ab 29.11.2020), „Maria und Josef“ (Weihnachtsgeschichte ab 8 Jahren; ab 6.12.2020), „Der fliegende Koffer“ (Theaterabenteuer mit Musik ab 2 Jahren; ab 7.3.2021), „Die große KlimaKonferenz der Tiere“ (Mobile TheaterUmweltKonferenz ab 8 Jahren), „Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ (Mobiles Theaterstück ab 12 Jahren).

Ausführlichere Informationen können ab sofort der Webseite des Theaters Hagen www.theaterhagen.de entnommen werden.

Der Kartenvorverkauf für die Vorstellungen im Freiverkauf beginnt am 29.6.2020. Sollte die Theaterkasse dann noch nicht wieder für den Publikumsverkehr geöffnet sein, können Tickets telefonisch (02331 / 207-3218), über die Internetadresse (www.theaterhagen.de) oder per email (theaterkasse@stadt-hagen.de) reserviert werden.
Reservierungen für Gruppenbuchungen werden gerne ab sofort entgegengenommen unter: gruppen@theaterhagen.de

Auch in der nächsten Spielzeit wird es wieder das Projekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“ des Theaterfördervereins Hagen e.V. geben, welcher damit kostenfrei Karten für ausgewählte Produktionsbesuche für Schüler im Klassen- oder Kursverband zur Verfügung stellt.

Außerdem gilt auch fortlaufend das Angebot einer Familienkarte, welches den einmaligen Eintritt für maximal zwei Erwachsene und drei Kinder für insgesamt 25.- Euro ermöglicht.

Der Spielplan 2020/21 des Theaters Hagen für das Große Haus, die Stadthalle u.a. (Musiktheater, Ballett, Schauspiel, Konzert, Sonderveranstaltungen) wird sobald wie möglich veröffentlicht.

VHS-Bildungsberatungen wieder möglich

8. Mai 2020

Beratungen rund um das Thema Bildung gibt es ab sofort wieder bei der Volkshochschule Hagen (VHS). Gerade in der aktuellen Situation ist die wichtige Bedeutung von beruflicher Weiterbildung hervorzuheben. Mit der Bildungsprämie und dem Bildungsscheck können sich die Kursgebühren für solche Weiterbildungen um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Weitere Informationen und Termine für die Bildungsberatungen bekommen Interessierte bei der VHS unter Telefon 02331/207-3538.

Kurzarbeit für Theater-Mitarbeiter

7. Mai 2020

Der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) der Stadt Hagen hat in seiner Funktion als Ratsersatz beschlossen, das Vorhaben der Theater Hagen gGmbH zu befürworten, Kurzarbeit zu beantragen.

Großen Wert legt der HFA darauf, keinesfalls über den im „Tarifvertrag zur Regelung der Kurzarbeit im Bereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (TV COVID)“ vom 30.03.2020 gezogenen Rahmen hinaus zu gehen. Das gelte auch für die Mitarbeiter, die nicht unter die tarifvertraglichen Bedingungen fallen.

Das Theater Hagen hatte bereits am 11. März auf dringende Empfehlung des Krisenstabes der Stadt Hagen und auf Anordnung des Oberbürgermeisters alle Veranstaltungen absagen müssen. Warum erst jetzt ein Antrag auf Kurzarbeitergeld auf den Weg gebracht wird, reiht sich ein in die vielen Fragen, die sich in dieser Stadt immer dringender stellen.

Schließlich fand schon zwei Wochen nach der OB-Anordnung unter großem Tamtam, aber mit wenig dringenden Punkten eine Ratssitzung in der Stadthalle statt. Dort hätte auch die Kurzarbeit für die Mitarbeiter des Theaters eingeleitet werden können. Aber die Behandlung von Spektakeln, von denen bereits zum damaligen Zeitpunkt klar war, dass sie sowieso nicht stattfinden können, war wieder einmal wichtiger.

Während von den Feierabend-Politikern erwartet wird, dass sie komplexe Gutachten mit mehr als hundert Seiten Umfang und vielen Details in nicht einmal einer Woche durcharbeiten, betrachtet die hauptamtliche OB-Verwaltung die existenzielle Situation einer Vielzahl von Beschäftigten allem Anschein nach als zweitrangig und schiebt sie deshalb auf die lange Bank. Ein einfacher Beschluss darf da schon mal wochenlang liegenbleiben.

Vielleicht, damit die verquaste Prioritätensetzung nicht so auffällt, wurde dieser Tagesordnungspunkt ohne jeden erkennbaren Grund im nichtöffentlichen Teil der HFA-Sitzung abgehandelt. Muss ja nicht gleich jeder mitkriegen.

VHS bietet zusätzliche Online-Kurse

7. Mai 2020

Zusätzliche Lernangebote im digitalen Raum: Da der Präsenzkursbetrieb der Volkshochschule Hagen (VHS) für dieses Semester zum Teil ruht oder abgesagt wurde, startet in der kommenden Woche ein vielfältiges Online-Kursprogramm. Dabei kann jeder bequem zuhause lernen. Und einige Veranstaltungen, die bereits ausgefallen sind, können noch nachgeholt werden.

Mehrere Seminare aus allen Fachbereichen und Kurse, die Schulabschlüsse vorbereiten und Prüfungen durchführen, finden unter besonderen Bedingungen sowie unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften wieder vor Ort in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, statt.

Durch die zusätzlichen Lernangebote im digitalen Raum lässt sich das Programm der VHS jedoch bereichern. Die einzige Voraussetzung für die Teilnahme an einem Online-Kurs ist ein Internetzugang und natürlich ein passendes Gerät. Egal ob PC, Notebook, Tablet oder Smartphone – für eine Nutzung sind nur ein Mikrofon und eine Sound-Ausgabe an dem entsprechenden Gerät notwendig.

Wer sich fragt, wie die Verbindung mit einem Online-Seminar abläuft oder technische Schwierigkeiten hat, kann sich beraten lassen. Eine kostenlose Sprechstunde zu den Online-Angeboten bietet die VHS ab Dienstag, 12. Mai, immer dienstags von 17.30 bis 19 Uhr und donnerstags von 15 bis 17 Uhr an. Dabei werden alle Fragen rund um Webinare und E-Learning beantwortet. Und auch Online-Tools sowie die Technik kann jeder vorab testen. Wie diese Sprechstunde genutzt werden kann, ist unter Telefon 02331/207-3622 zu erfahren.

Eine Übersicht aller Online-Kurse befindet sich auf der Internetseite www.vhs-hagen.de unter der Rubrik „Online-Lernen“. Alle Online-Kurse dauern 90 Minuten und kosten 15 Euro pro Person. Der Preis für den viertägigen Bildungsurlaub liegt bei 160 Euro.

Anmeldungen zu den Online-Kursen sind unter www.vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 möglich. Nach der Anmeldung erhält jeder eine E-Mail mit den Zugangsdaten zu dem entsprechenden Online-Angebot. Fragen zu den Inhalten der Kurse beantwortet die VHS auch in der Sprechstunde der Fachberatung montags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 17 bis 19 Uhr unter Telefon 02331/207-2629.

Kunstquartier öffnet erst später

6. Mai 2020

Osthaus Museum und Emil Schumacher Museum bleiben vorerst geschlossen. Momentan ist geplant, dass das Kunstquartier, in dem beide Museum ihren Sitz haben, am 19. Mai wieder seine Türen für Besucherinnen und Besucher öffnen wird (Foto: Werner Hannappel).

Genauere Informationen hierzu werden im Laufe der kommenden Woche bekannt gegeben.

Das Museum Wasserschloss Werdringen und der Hohenhof bleiben weiterhin geschlossen.

Ab 11. Mai öffnen Bücherei, VHS und Musikschule

6. Mai 2020

Die Stadtbücherei auf der Springe öffnet am 11. Mai als „Zentrale Leihbücherei“ und bietet die Ausleihe und Rückgabe von Medien an. Lesen vor Ort oder längeres Verweilen sind leider nicht möglich. Die Stadtteilbüchereien bleiben weiterhin geschlossen.

Ebenfalls am 11. Mai öffnen die Volkshochschule und die Musikschule. In der Musikschule wird zunächst nur Einzelunterricht erteilt. Genauere Informationen zu den Angeboten gibt es unter den bekannten Rufnummern oder über die jeweiligen Internetseiten www.vhs-hagen.de und www.hagen.de/musikschule.

Freilichtmuseum öffnet heute wieder

5. Mai 2020

Mundschutzpflicht und „Besucherdosierung“

Blick auf das Freilichtmuseum Hagen im idyllischen Mäckinger Bachtal, Hagen-Selbecke. Foto: Marc Ryckaert (CC BY 3.0).

Das Freilichtmuseum Hagen – Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik – ist, wie alle Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), ab dem heutigen Dienstag (5.5.) wieder geöffnet. Wie LWL-Direktor Matthias Löb und LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger gestern in Münster erläuterten, sind alle Vorkehrungen getroffen, um die Museumsbesucher durch Hygiene-Maßnahmen, genügend Abstand und weitere Vorkehrungen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.

„Je länger der Ausnahmezustand dauert, desto mehr spüren wir, dass auch Kultur systemrelevant ist. Sie gehört zur Grundversorgung wie Nahrung“, sagte Löb. „Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern mit der Öffnung ein wenig Kraftfutter für Geist und Seele liefern und damit ein kleines feines Stück Normalität zurückbringen.“

Museumsgänger müssten sich zwar auf Einschränkungen wie Mundschutzpflicht und beschränkte Besucherzahl einstellen. „Aber unser Ziel ist: Wir wollen dem Besucher ein paar coronafreie Stunden ermöglichen, weil er sich mit den Themen unserer Ausstellungen beschäftigen kann. In kleinen Schritten wird jedes LWL-Museum mit seinen speziellen Möglichkeiten für ein Kulturerlebnis sorgen“, so Löb. Man richte sich darauf ein, dass der „Betrieb unter Corona“ noch Monate dauern könne.

Die Museen des Landschaftsverbandes haben nach Angaben von LWL-Kulturdezernentin Rüschoff-Parzinger die vergangenen Wochen genutzt, um die Voraussetzungen vor Ort zu schaffen, die eine Wiedereröffnung möglich machen. „Eine Wiedereröffnung in der Corona-Krise ist kein business as usual“, so Rüschoff-Parzinger.

Als wichtigste Maßnahme nannte sie, dass alle LWL-Beschäftigten Mund-Nasen-Schutz und alle Besucherinnen und Besucher ab sechs Jahren in den Innenbereichen der Museen Mund-Nasen-Bedeckungen tragen müssten. Außerdem regulieren alle LWL-Kultureinrichtungen den Besucherstrom, so dass die Besucherinnen im Museum den Mindestabstand von 1,5 Metern untereinander auch einhalten können.

Um den nötigen Sicherheitsabstand zu gewähren, gibt es im Freilichtmuseum Hagen in mehreren Gebäuden Zugangskontrollen. Die meisten Vorführbetriebe bleiben geöffnet, wegen der Schutzmaßnahmen allerdings mit eingeschränkter Zugangszahl: Teilweise darf nur eine Person in die kleinen Werkstätten. Ohne Vorführung können Besucher den Friseursalon, die Kleineisenschmiede und die Achatschleife besichtigen.

Die Kabinettausstellungen „Tabak“, „Imkerei“, „Optische Werkstatt“ und „Seilerei“, die Dauerausstellung „Papier im Märkischen Raum‘ sowie die Obergeschosse der Lohmühle, des Tabakhauses und der Kürschnerei müssen ebenso geschlossen bleiben wie das „Experimentierfeld Wasser“ und der „Kinder-Tobeplatz“. Auch die Sonderausstellung „U(h)rzeit – Aus Alt mach Neu – Junge Cellinis“ im Goldschmiedehaus, eigentlich vorgesehen vom 5. April bis 5. Juli, muss geschlossen bleiben.

Stadtbücherei bleibt geschlossen

2. Mai 2020

Die Stadtbücherei auf der Springe sowie die Stadtteilbüchereien in Haspe, Kölner Straße 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, bleiben vorerst bis Sonntag, 10. Mai, geschlossen.

Die Leihfristen aller Medien, die während der Schließzeit abgegeben werden müssten, wurden automatisch bis zum 2. Juni verlängert. Das kostenlose Angebot zur Nutzung der digitalen Angebote „Onleihe“ und „Freegal“ steht weiterhin zur Verfügung.

Für telefonische Rückfragen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbücherei unter Telefon 02331/207-3591 erreichbar.

Haus Harkorten erhält 360.000 Euro

1. Mai 2020

Haus Harkorten (Foto: privat) ist ein außergewöhnliches, weit über Hagen hinaus bekanntes Bauwerk – und dessen Erhalt jetzt endlich gesichert. Die Bezirksregierung Arnsberg übergab jetzt einen Förderbescheid an den Förderverein Haus Harkorten.

„Dieser Bescheid für ein herausragendes Hagener Kulturdenkmal ist der Lohn für das unentwegte Bemühen all jener, die sich jahrelang für den Erhalt eingesetzt haben“, sagt Oberbürgermeister Erik O. Schulz und betont: „Gerade in diesen Zeiten ist es sehr wichtig, dass die Förderung herausragender Kulturdenkmäler nicht in Vergessenheit gerät.“ Umso mehr freuen sich die Arbeitsgruppe und der Verein zur Förderung des Erhalts und der Entwicklung von Haus Harkorten jetzt über die verbindliche Zusage der Bezirksregierung.

Seit die Bundeskulturministerin in 2016 Bundesfördermittel in Höhe von 240.000 Euro versprach, ist die Arbeitsgruppe rund um die Denkmalpflegerin Ina Hanemann auf der Suche nach weiteren Fördergebern, die die gleiche Summe bereitstellen – denn das ist die Bedingung für die Auszahlung der Bundesmittel.

Nachdem das Land bereits im März dieses Jahres 120.000 Euro zusagte und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die bereits im Vorjahr 80.000 Euro bereitstellte, sowie die NRW Stiftung ebenfalls eindeutige Signale für 2020 gab, konnte der Förderbescheid übergeben werden.

Die Architekten KKW aus Lüdenscheid und der Restaurator Gereon Lindlar konzentrierten sich im Vorjahr darauf, das Gebäude genau zu erforschen und die Schäden zu untersuchen, so dass jetzt ein gutes Konzept über die weiteren Schritte herausgearbeitet wurde. Wichtig ist, dass zunächst die Gebäudehülle restauriert und Instand gesetzt wird. Bisher wurden hier nur dringend notwendige Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.

Das Gebäude erhält mit der Reparatur der Außenhaut auch erst mal mehr Zeit, um eine nachhaltige Nutzungsmöglichkeit zu finden. Denn erst, wenn klar ist, was mit dem Gebäude auf Dauer geschehen soll, können die nächsten Baumaßnahmen geplant werden. Daran wird jetzt gearbeitet.

Der Verein zur Förderung des Erhalts und der Entwicklung von Haus Harkorten ist noch jung und kann jede Unterstützung gebrauchen. Wer beitreten oder sich an der Rettung dieses außergewöhnlichen Bauwerks beteiligen möchte, ist herzlich willkommen. Nähere Informationen unter www.haus-harkorten.de.

Theater hofft auf Wiedereröffnung im Juni

1. Mai 2020

Bis dahin heißt es: Was gibt’s Neues im Couchtheater?

V.l.n.r: Joseph Trafton (Generalmusikdirektor), Marguerite Donlon (Ballettdirektorin), Francis Hüsers (Intendant), Anja Schöne (Leiterin Lutz – Kinder- und Jugendtheater). Foto: Theater Hagen.

Das Theater Hagen ist weiterhin präsent – ONLINE, mit seinem Couchtheater-Programm, denn LIVE-Veranstaltungen jeglicher Art sind vorläufig leider immer noch nicht möglich. In der Hoffnung, dass im Juni unter Wahrung aller Hygiene- und Abstandsregeln die Türen für das Publikum wieder geöffnet werden können, wird derzeit ein spezielles, neues und allen derzeit notwendigen Anforderungen (vor, auf und hinter der Bühne) gerecht werdendes Programm geplant und erarbeitet. Weitere Informationen dazu werden sobald wie möglich veröffentlicht.

Um bis dahin mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu bleiben, setzt das Theater Hagen mit all seinen Sparten stets neue Formate und Themen erfindend das Online-Angebot fort.

Was gibt’s Neues im Couchtheater?

Für die Samstagabende (ab 19.30 Uhr) wird ein abwechslungsreiches Programm angeboten: HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN (Generalproben-Aufzeichnung der Offenbach-Oper in einer kommentierten Fassung mit Intendant Francis Hüsers), SCHWANENSEE – AUFGETAUCHT – MASTER CLASS-REHEARSALS (Ballett-Doku über den Probenprozess zur neuen Produktion der Choreographie von Ballettdirektorin Marguerite Donlon), HAGENS POLITISCHER SALON ALS KULTUR-WISSENSCHAFTLICHES QUARTETT (Wie wirkt die Corona-Pandemie auf Kunst, Kultur und Wissenschaft? Diskussion zwischen Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität, Dr. Tayfun Belgin, Direktor des Osthaus Museums und Kulturamtsleiter der Stadt Hagen, Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender des WDR-Rundfunkrats, Francis Hüsers, Intendant des Theaters Hagen), KAMMERMUSIK IM EMIL SCHUMACHER MUSEUM (Konzert und Ausstellungsbesuch).

COUCH STORIES (Lutz-Online-Schreibwerkstatt ab 11 Jahren zu unterschiedlichen Themen), DAS LUTZ FÜRS KINDERZIMMER (Mit Basteln, Hören und Spielen den Lutz-Stücken auf der Spur), KLANGWUNDERZUHAUSE (Kinderprogramm des Philharmonischen Orchesters Hagen), FILM|MUSIK (Was wäre der Film ohne seine Musik? Sendungen mit Konzertdramaturg Fabian Oliver Bell), SCRATCH FOR KIDS (Lieder aus „Der Räuber Hotzenplotz“ zum Mitsingen), SCRATCH@HOME SPECIAL (Überraschungsvideo), HOFKONZERT (Mitschnitt eines Geheimkonzertes der „Salonlöwen“).

Und weiterhin im Online-Programm:

TANZEN ZWISCHEN STUHLLEHNE UND KÜCHENTISCH (Training mit Tänzerinnen und Tänzern aus dem Ballett Hagen – auch zum Mitmachen), UNTER DER LUPE (Lutz-Doku zu verschiedenen Stücken mit Lutz-Leiterin Anja Schöne, Dramaturgin Anne Schröder und dem Lutz-Team), SCRATCH – NOTENBIBLIOTHEK (Neue Noten und MP3s zum Selbersingen), WHO’S AFRAID OF OPERA (Podcast-Reihe zu verschiedenen Themen im Opernbereich von und mit Francis Hüsers).

Detailliertere Informationen zum Online-Programm sind der Webseite www.theaterhagen.de zu entnehmen sowie der neuen Ausgabe der Theaterzeitung jedesmalanders (pdf).

„Ohne Osthaus kein Bauhaus“

28. April 2020

Neuer Film rund um Hagener Impuls und Bauhaus

„Ohne Osthaus kein Bauhaus“ – das zeigt ab sofort der neue Film „Bauhaus – der Hagener Impuls“. Dieser thematisiert insbesondere die große Bedeutung Hagens in Bezug auf das Bauhaus, das im Vorjahr 100 Jahre alt wurde und dessen Jubiläum auch Hagen groß feierte. In dem rund 20-minütigen Film erläutern mehrere Experten, für welche Folgen der Hagener Impuls sorgte.

Der Folkwang-Gründer und Hagener Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus hatte einen bedeutenden Anteil daran, dass Walter Gropius im Jahr 1919 das Bauhaus in Weimar gründen konnte. Ohne seine Unterstützung hätte Gropius keine so steile Karriere erleben können und nicht die Anerkennung gefunden, die schließlich zu seiner Berufung nach Weimar führte.

Osthaus selbst gründete derweil in Hagen nicht nur das erste Museum für zeitgenössische Kunst, sondern lockte auch berühmte Architekten wie Henry van de Velde, Peter Behrens und Johannes Ludovicus Matteus Lauweriks in die Volmestadt, wo deren herausragende Bauten noch heute zu bewundern sind.

Mit dieser Baukultur, die als Hagener Impuls in die Kulturgeschichte einging, entwickelte sich Hagen zum Nährboden für die Moderne und hatte einen entscheidenden Einfluss bei der Entstehung des Bauhauses. Auch die Hagener Textilindustrie profitierte davon, indem Motive des Industriedesigners Peter Behrens für den Stoffdruck der Firma Elbers Verwendung fanden.


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