Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Keine Chance gegen den Rivalen

25. Januar 2022

Wiederaufnahme der Belcanto-Oper „Der Liebestrank“ im Theater Hagen

LiebestrankAus der Produktion: Penny Sofroniadou, Anton Kuzenok, Chor des Theaters Hagen. Copyright: Klaus Lefebvre.

Endlich steht sie wieder auf dem Spielplan: die beliebte komische Oper „Der Liebestrank“ („L’elisir d’amore“) von Gaetano Donizetti. Nach der gefeierten Premiere im Juni 2021 ist dieses 1832 uraufgeführte Belcantowerk jetzt erneut an insgesamt sieben Terminen im Theater Hagen (Großes Haus), nun mit vollständiger Besetzung des Chores und Orchesters, zu erleben (Wiederaufnahme: 29.1.2022, 19.30 Uhr).

Was verbirgt sich hinter dem Liebestrank? Das kann man beim Besuch dieser Neuinszenierung der an berührenden Melodien reichen Oper erfahren, die folgendes erzählt: Nemorino ist unglücklich in die selbstbewusste Adina verliebt, die für ihn unerreichbar scheint: Gegen seinen Rivalen, den Draufgänger Belcore, hat er keine Chance. Nemorinos Verzweiflung nutzt der Quacksalber Dulcamara aus, der ihm einen vermeintlichen Liebestrank andreht …

Intendant Francis Hüsers legt seine Inszenierung als Spiel im Spiel an: Man erhält einen Einblick in die Probenarbeit von jungen Gesangsstudierenden einer Musikhochschule, die Donizettis Werk aufführen wollen – nicht nur die Figuren, die sie auf der Bühne verkörpern, haben mit ihren Gefühlen zu kämpfen, sondern auch die Darstellerinnen und Darsteller hinter den Kulissen. Dabei steht die Liebe und der Kampf um sie, ihre Willkür und Ungleichzeitigkeit stets im Mittelpunkt.

Weitere Vorstellungen: 11.2. (19.30 Uhr), 5.3. (19.30 Uhr), 9.3. (19.30 Uhr), 18.4. (15.00 Uhr), 15.5. (18.00 Uhr), 25.5.2022 (19.30 Uhr), Großes Haus.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Mally Khorasantchi: Limitations/Begrenzungen

24. Januar 2022

5. Februar bis 10. April 2022, Osthaus-Museum Hagen

Me_Too2_W1Me Too, 2018, Mischtechnik, Collage mit Foto, 1,93 x 3,66 cm, (c) Mally Khorasantchi

Das Osthaus Museum Hagen widmet der deutsch-amerikanischen Künstlerin Mally Khorasantchi eine erste Museumsausstellung in Deutschland. Im Zentrum ihres Schaffens stehen Gemälde, die auf den ersten Blick sich im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Figürlichkeit befinden. Ihre Faszination zu einer zeitgenössischen ornamentalen Malerei mit komplexen Strukturen ist definitiv nicht zu übersehen.

Die Gemälde entfalten sich im Modus ihrer Befreiung von der Natur, obwohl diese hier und da mitschwingt. Ornamentale Strukturen gewinnen die Oberhand. Die Freude an den hellen Farben hat sicherlich auch einen starken Bezug zur Lebenswirklichkeit der Künstlerin in Florida.

Russische Klaviervirtuosin gastiert in Hagen

23. Januar 2022

Fünftes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Anna_Vinnitskaya_7371_FULL_C_©BjoernKadenbachGeneralmusikdirektor Joseph Trafton und das Philharmonische Orchester Hagen freuen sich sehr, dass es gelungen ist, kurzfristig die international herausragende Anna Vinnitskaya (Foto: Bjoern Kadenbach) für dieses Sinfoniekonzert am 25. Januar 2022 (19.30 Uhr, Stadthalle Hagen) gewinnen zu können. Sie springt für den russischen Pianisten Daniel Kharitonov ein, der aufgrund von pandemiebedingten Einreisebeschränkungen absagen musste.

Höchste Virtuosität und poetische Tiefe: Publikum und Presse schätzen gleichermaßen, dass der aus Novorossijsk stammende Klavierstar Anna Vinnitskaya nicht nur spektakuläre Feuerwerke zünden kann, sondern auch große Gemälde zu malen versteht. Technische Brillanz ist dabei nie virtuoser Selbstzweck, sondern stets Mittel zum Ausdruck.

Die vielfache Preisträgerin musiziert regelmäßig mit großen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder der Sächsischen Staatskapelle Dresden, arbeitet mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Valery Gergiev, Andris Nelsons oder Marek Janowski zusammen und ist ein gefragter Gast bei den renommierten Festivals (Salzburger Festspiele, Lucerne Festival u.a.).

In Hagen wird sie Sergej Rachmaninows hoch romantisches Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 interpretieren, welches 1901 in Moskau uraufgeführt wurde und zu den beliebtesten Werken dieser Gattung gehört.

Als zweite Komposition erklingt an diesem Abend das 1943 geschriebene „Konzert für Orchester“ von Béla Bartók. Darin vereint der Autor Einflüsse seiner ungarischen Heimat mit neuen Eindrücken, die er nach seiner Emigration 1938 in die USA sammeln konnte.

Dieses bedeutende Stück zeigt Bartók auf der Höhe seiner Orchestrierungskunst und erfreut sich bis heute einer weltweiten Rezeption. Wer mehr von diesem Komponisten hören möchte, dem sei der derzeit auf dem Spielplan des Theaters Hagen stehende Doppelabend empfohlen, der zwei seiner Bühnenwerke (Oper und Ballett) aufführt (Verschoben auf Samstag, 26. Februar).

Einführung (für Erwachsene): 18.45 Uhr, Großer Saal (Eintritt frei)
Einführung (für junge Leute von 8-12 Jahren): 18.45 Uhr, Sinfonium (Eintritt frei)

Informationen zu den aktuellen Besuchsregeln, Schutz- und Hygienemaßnahmen sind der Webseite www.theaterhagen.de zu entnehmen.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

„Polka für Igor“ im Lutz Hagen

22. Januar 2022

Ein Zirkustheater mit Musik und Hund ab 4 Jahren

Polka für IgorAus der Produktion: Elisabeth Emmanouil. Foto: Leszek Januszewski.

Eine weitere Wiederaufnahme im Lutz steht am 23. Januar 2022 (15.00 Uhr) an: „Polka für Igor“ – Ein Zirkustheater mit Musik und Hund (ab 4 Jahren), nach dem mit mehreren Preisen ausgezeichneten Bilderbuch von Iris Anemone Paul mit weiteren Geschichten von Anja Schöne. In Zusammenarbeit mit Quamboni, dem Kinder- und Jugendcircus der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Hagen.

Busfahrerin Olga sammelt im Bus vergessene Dinge. So ist auch der alte Zirkushund Igor zu ihr gekommen, der nun die meiste Zeit im Sessel schnarcht. Doch sobald Polkamusik erklingt, blüht Igor auf und beginnt mit großer Geste von seiner Zeit als umjubelter Hundestar in der Manege zu berichten.

„Polka für Igor“ ist ein Theatererlebnis für die ganze Familie zwischen Erzählstunde, Figurentheater und Zirkusshow.

Weitere Vorstellungen: 20.2, 2.4.2022 (jeweils 15.00 Uhr), Lutz

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Vorstellungsverschiebungen im Theater Hagen

21. Januar 2022

Aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Coronapandemie müssen folgende Vorstellungen verschoben werden:

Der Bartók-Doppelabend mit den Aufführungen der Oper „Herzog Blaubarts Burg“ und der Ballett-Pantomime „Der wunderbare Mandarin“ von Samstag, 22. Januar 2022 auf Samstag, 26. Februar (19.30 Uhr)

und

das Tanzstück „FÄHRMANN“ von Sonntag, 23. Januar 2022 auf Sonntag, 27. Februar 2022 (18.00 Uhr).

Die Theaterkasse wird sich in den kommenden Tagen mit den Abonnenten und Karteninhabern in Verbindung setzen.

Body Rhythm Factory ist zu Gast

21. Januar 2022

2. Familienkonzert des Theaters Hagen

BODY RHYTHM FACTORYWie vielfältig kann Rhythmus sein? Das ist im 2. Familienkonzert des Theaters Hagen am 23. Januar 2022 (11.00 Uhr, Großes Haus) zu erleben. Die vielseitigen dänischen Instrumentalisten Peter Stavrum, Sune Skuldbøl Vraa und Rune Thorsteinsson bilden zusammen die international bekannte Gruppe „Body Rhythm Factory“ (Foto: Tong Production).

In der unterhaltsamen Performance wird Musik auf allen nur erdenklichen Wegen kreiert. Mit Hilfe von Klavier, Schlagwerk, Gummitieren, Cajon, Alltagsgegenständen und sogar Wasser entstehen gesammelte und gefundene farbenreiche Klänge.

Dabei ist der Name der Gruppe, Body Rhythm Factory, Programm: Auch der menschliche Körper kann Musik erklingen lassen (Body Percussion), und damit ist das Publikum nicht nur ein aktiver Teil der Vorstellung, sondern wird sogar selbst zum Instrumentarium. Die Besucher dürfen sich auf ein besonderes Mitmachkonzert freuen.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Hohenhof: Rodungsarbeiten am Anger für die Rekonstruktion der historischen Gartenanlage

20. Januar 2022

Hohenhof_maxDie historische Gartenanalage des Hohenhofs in Hagen-Eppenhausen wird rekonstruiert. Foto: Maximilian Gerhard/Stadt Hagen.

Um die historische Gartenanlage des Hohenhofs in Hagen-Eppenhausen zu rekonstruieren, finden derzeit Fäll- und Rodungsarbeiten an dem weitläufigen Anger statt, die aufgrund der Einhaltung der vegetationsfreien Periode bis Ende Februar 2022 abgeschlossen werden. Im Herbst 2022 werden voraussichtlich die umfangreichen Pflanzarbeiten umgesetzt, sodass der Anger dann wieder zu einer Wiese mit Obstbäumen wird.

Die Stadt Hagen möchte die Anlage in Zukunft einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Deshalb wurde das Gesamtkunstwerk Hohenhof zur Teilnahme an der Internationalen Gartenschau 2027 (IGA) angemeldet. 1,34 Millionen Euro Landesförderung erhält die Stadt Hagen im Rahmen des Leitprojektes „Offensive Grüne Infrastruktur 2030 – Aktionsprogramm Grüne Lückenschlüsse“. Die Anlage steht unter Denkmalschutz und in Teilen unter Landschaftsschutz.

Workshops zu Béla Bartók

20. Januar 2022

Unter dem Titel „Kreative Begegnungen mit Béla Bartók“ bietet das Theater Hagen Workshops zu diesem Komponisten und dessen bedeutenden Werken „Herzog Blaubarts Burg“ (Oper), „Der wunderbare Mandarin“ (Ballett-Pantomime) und „Konzert für Orchester“ an.

Diese von Theaterpädagogin Sara Walmsley in Zusammenarbeit mit Künstlern des Theaters Hagen konzipierten Workshops ermöglichen, sich intensiv mit dem Komponisten und dem jeweiligen Werk auseinanderzusetzen, mit Beteiligten der Produktionen ins Gespräch zu kommen und vor allem selber aktiv zu werden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ausführliche Informationen, Termine und Anmeldeschlüsse können der Webseite www.theaterhagen.de/workshops/ sowie einem im Theater ausliegenden Flyer entnommen werden oder sind zu erhalten bzw. zu erfragen unter: sara.walmsley@stadt-hagen.de, Tel: 02331-3762378.

Der erste Workshop (zum „Konzert für Orchester“) beginnt am 23. Januar 2022 – Anmeldeschluss: 21.1.2022

Der Schmetterling als Pionier der Moderne

18. Januar 2022

Eine Wiederentdeckung im Jubiläumsjahr des Folkwang-Museums: Die Schmetterlingssammlung von Karl Ernst Osthaus hat sich in im Naturkundemuseum Münster erhalten.

Von heute aus, wenn man die Geschichte im Rückspiegel betrachtet, erscheint das 1902 im westfälischen Hagen gegründete Folkwang-Museum als erstes Museum für moderne Kunst. Tatsächlich war es das erste Museum weltweit, das Werke von van Gogh, Matisse, Kokoschka, Schiele oder Marc präsentierte und in seine Sammlung aufnahm. Und 1912 wurden hier erstmals in einem Museum Gemälde und Skulpturen der französischen Kubisten Henri Le Fauconnier und Alexander Archipenko gemeinsam mit Werken afrikanischer Kunst gezeigt. Dabei hatte der Gründer Karl Ernst Osthaus sein Museum nie ausschließlich als Museum für moderne Kunst verstanden. (…)

Quelle: FAZ

Therapeutisches Malen

16. Januar 2022

Dieser Künstler könnte „Rambo“ Stallone noch toppen, er würde sich bestens in die Ausstellungspolitik des Hagener Osthaus-Museums einfügen und wäre nicht mehr nur auf seine eigenen Galerieräume angewiesen:

Prinz Charles stellt Dutzende Landschaftsaquarelle aus

Die Familie steht unter Druck – wegen der Missbrauchs-Anklage gegen Prinz Andrew. Charles zeigt derweil seine Kunst. Der ältere Sohn der Queen nennt das Malen eine »therapeutische Beschäftigung«. (…)

In der Londoner Garrison Chapel, die zur Stiftung des Prinzen gehört, werden nun insgesamt 79 Aquarelle ausgestellt, die Landschaften etwa in Frankreich, den schottischen Highlands oder Tansania zeigen. Die Bilder dürften Charles an bessere Tage erinnern. (…)

Quelle: Spiegel

„Kulturcafé“ im Theater Hagen

13. Januar 2022

Joseph Trafton und Christina BrüggemannDie dritte Kulturcafé-Veranstaltung in dieser Spielzeit findet am 16. Januar 2022 um 15.00 Uhr im Theatercafé (Theater Hagen) statt. Der Eintritt dazu ist frei, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Konzertdramaturgin Christina Brüggemann (Foto: Leszek Januszewski) laden bei Kaffee und Kuchen zu einem musikalischen Gespräch in lockerer Atmosphäre ein.

Der Januar steht mit der Premiere von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ und seinem Ballett „Der wunderbare Mandarin“ sowie mit der Aufführung des „Konzerts für Orchester“ im 5. Sinfoniekonzert ganz im Zeichen dieses besonderen Komponisten, weshalb die Veranstaltung sich ausgiebig diesem ungarischen Künstler widmet und ihn und sein Werk informativ und facettenreich vorstellt.

Kostenfreie Karten sind an der Theaterkasse erhältlich bzw. unter Tel. 02331 / 207-3218 und per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) reservierbar.

Stadtbücherei mit geänderten Öffnungszeiten

13. Januar 2022

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Coronapandemie passt die Stadtbücherei auf der Springe ab kommenden Montag, 17. Januar, ihre Öffnungszeiten an. Montags, dienstags, donnerstags und freitags öffnet die Bücherei von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr. Samstags beschränken sich die Öffnungszeiten nun auf 10 bis 13 Uhr, mittwochs und sonntags bleibt die Stadtbücherei geschlossen.

Die Öffnungszeiten der Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg bleiben unverändert. Weitere Informationen sind unter Telefon 02331/207-3591 oder auf der Seite www.hagen.de/stadtbuecherei erhältlich.

Konzert und Tangoworkshop fällt aus

13. Januar 2022

Das Konzert mit Workshop des argentinischen Tangoduos Nacha Daraio und Ignacio Zudaire am Samstag, 22. Januar, um 20 Uhr in der Max-Reger-Musikschule der Stadt Hagen muss aufgrund der aktuellen Entwicklung der Coronapandemie leider abgesagt werden.

„Kirche, Pest und neue Seuchen“

12. Januar 2022

Kabarett im Theater Hagen mit Konrad Beikircher

konrad-beikircher_kirche-pest-...33x33cm_300dpi_cmykIn der ersten Kabarett-Vorstellung im neuen Jahr am 16. Januar 2022 um 18.00 Uhr gastiert Konrad Beikircher (Foto: Picos Grafik GmbH) mit seinem aktuellen Programm „Kirche, Pest und neue Seuchen“ im Theater Hagen (Großes Haus).

Was haben uns die Virologen, Epidemiologen, Politiker, Gesundheitsämter, Schulbehörden usw. usw. alles erzählt im Corona Jahr 1! Als ob das die erste Seuche seit Bestehen der Menschheit wäre! Höchste Zeit, sich mal in der Geschichte der Seuchen etwas umzuschauen und sich zu überlegen, wer davon profitiert hat!

Z.B. kamen Pest und Schnupfen (in Südamerika) der Kirche sowas von gelegen, dass es einen graust. Und dass wir 2020 im Grunde keine anderen Bekämpfungsmethoden parat hatten als die „Ärzte“ im Mittelalter ist nicht nur makaber, es ist auch komisch. Wat jitt et denn überhaupt alles für Seuchen und ist es wahr, dass – wie Kardinal Woelki uns vorgaukelt – der Protestant der größte Seuchenträger der Menschheit ist?

Ein Universum von Fragen, in dem uns der beliebte, mit zahlreichen Auszeichnungen geehrte Kabarettist, Musiker und Autor Beikircher an die Hand nimmt und lachend zur Antwort führt: dass der Mensch selbst die größte Seuche ist.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per Email unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de

Premiere: Bartók-Doppelabend im Theater Hagen

11. Januar 2022

Herzog Blaubarts BurgDong-Won Seo und Dorottya Láng in einer Szene aus der Oper „Herzog Blaubarts Burg“. Foto: Jörg Landsberg.

Die erste Premiere des Theaters Hagen im Neuen Jahr am 15. Januar 2022 (19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert eine spartenübergreifende Produktion mit der Aufführung von zwei Werken des ungarischen Komponisten Béla Bartók: der Neuinszenierung der Oper „Herzog Blaubarts Burg“ und der neuen Choreographie der Pantomine „Der wunderbare Mandarin“.

Bartók griff in seiner 1911 geschriebenen Oper den als Märchen bekannten Blaubart-Stoff auf: Aus Liebe will Judith Blaubarts geheimnisvolle Vergangenheit ergründen. Dabei verstrickt sie sich selbst immer tiefer in seine Abgründe: Das Paar ringt um Annäherung, doch am Ende scheint die Einsamkeit unüberwindbar zu sein. Der Einakter ist ein packendes Psychodrama, das von symbolistischer Verdichtung lebt. Der Komponist schuf impressionistische Klangwelten und damit überwältigende musikalische Bilder vom Seelenleben eines Paares.

Das Öffnen von Türen wird in der Oper zu einem Sinnbild psychischer Prozesse: Die Inszenierung von Intendant Francis Hüsers in der Ausstattung von Alfred Peter, dramaturgisch begleitet von Rebecca Graitl, nimmt diese Metaphorik radikal ernst, um die zwischen Männern und Frauen noch heute gültigen Muster von Anziehung wie von Gewalt spürbar werden zu lassen.

Worum geht’s in Bartóks 1926 uraufgeführtem „Der wunderbare Mandarin“? Ein Mädchen wird dazu gezwungen, Freier anzulocken, um diese auszurauben. Unter den ‚Besuchern‘ befindet sich auch der ‚Mandarin‘, von dessen besonderer Erscheinung und Lust das Mädchen zunächst entsetzt ist, sich aber seiner erbarmt und ihm somit zu einem erlösenden Tod verhilft.

Choreograph Kevin O’Day und Ausstatter Thomas Mika transportieren Bartóks musikalisch und klangräumlich herausforderndes Werk ins Heute und stellen sich in Zusammenarbeit mit dem Ballett-Ensemble den aktuellen Fragen nach Ausgrenzung, Dogmatismus und sozialer Not. Sie lösen sich von den alten Rollenzuweisungen, denn Prostitution und die Missachtung körperlicher und seelischer Unversehrtheit betrifft die Geschlechter gleichermaßen. Der Traum von Erlösung durch Zuwendung, ja Liebe, selbst erst im Tod bleibt die humane Antwort als Leitmotiv des Stücks.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Letzte Vorstellungen von „Stadt der Kinder“

7. Januar 2022

Eine multimediale TheaterUtopie von Anja Schöne und Ensemble

Stadt der Kinder„Stadt der Kinder“: Helen Rademacher, Meera Varghese, Tomani Diatta. Foto: Dirk Burghaus.

In dieser Spielzeit werden noch drei Vorstellungstermine von „Stadt der Kinder“ – Eine multimediale TheaterUtopie von Anja Schöne und Ensemble (ab 10 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 5-10) – im Lutz angeboten: 9. Januar (15.00 Uhr), 10. Januar (10.00 Uhr), 11. Januar (11.00 Uhr).

„Wenn ich nicht tanzen kann, will ich nicht bei dieser Stadt mitmachen!“ – Gemeinsam mit ihrem multinationalen Ensemble hat Regisseurin Anja Schöne auf der Grundlage von Recherchematerial eine visionäre Theaterperformance rund um das Thema Kinderrechte entwickelt, in der die Vision einer Stadt entsteht, in der Kinder und Jugendliche das Sagen haben und Ideen die wichtigste Währung sind. Zudem bringen sie Spiel, Tanz und Musik, Mut und Humor mit.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Einführung zum Bartók-Doppelabend

6. Januar 2022

Oper und Ballett-Pantomime im Theater Hagen

Die erste Premiere des Theaters Hagen im Neuen Jahr (am 15. Januar, 19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert einen Doppelabend mit zwei Kompositionen von Béla Bartók: der Neuinszenierung der Oper „Herzog Blaubarts Burg“ und der neuen Choreographie der Ballett-Pantomime „Der wunderbare Mandarin“.

Eine Einführungsveranstaltung zu diesen Neuproduktionen wird am 10. Januar 2022 mit Beginn um 18.00 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé, Großen Haus) angeboten, bei welcher die Besucher nicht nur Informationen zu den Werken und deren Umsetzungen auf der Hagener Bühne erhalten, sondern auch bei einer Probe dabei sein können.

Intendant und Regisseur Francis Hüsers, Choreograph Kevin O’Day und weitere an den Produktionen Beteiligte freuen sich auf eine rege Teilnahme und die Reaktionen des Publikums.

An der Theaterkasse sind kostenlose Eintrittskarten für diese Veranstaltung erhältlich, die auch telefonisch bzw. per Mail reserviert werden können. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Veranstaltungsbeginn geöffnet und unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 sowie per Email theaterkasse@stadt-hagen.de erreichbar.

Für den Besuch dieser Veranstaltung gelten aktuell folgende Regelungen: Neben der Vorlage eines amtlichen Ausweisdokumentes ist der Nachweis über einen vollständigen Impfschutz oder eine Genesung (2G) erforderlich. Zudem gilt im ganzen Haus, auch während der Veranstaltung, Maskenpflicht.

Von Schmuckstücken bis Missgeschicken

3. Januar 2022

Sonderausstellungen für 2022 im Freilichtmuseum Hagen

Freilichtmuseum Behälter und Dosen aus Messing

Die Ausstellung „Kostbarkeiten sicher verwahrt“ zeigt im Freilichtmuseum Hagen kunstvolle Dosen und Behälter aus Messing. Foto: LWL.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) plant für 2022 zahlreiche Sonderausstellungen in seinen Museen, darunter auch im Freilichtmuseum Hagen.

LWL-Kultdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger erläutert: „Gerade in schwieriger Zeit wollen wir Besucherinnen und Besuchern weiter Erlebnisse in unseren Museen ermöglichen – mit allem Schutz gegen die Pandemie. Und wie alle hoffen wir fürs Jahr 2022 sehr auf Kultur ohne Covid 19.“

Kostbarkeiten sicher verwahrt. Dosen und Behälter aus Messing
(1. April bis 3. Juli 2022)

Die Ausstellung „Kostbarkeiten sicher verwahrt. Dosen und Behälter aus Messing“ ist ab Saisonbeginn am 1. April im Goldschmiedehaus des Freilichtmuseum Hagen zu sehen. Sie umfasst rund 100 goldglänzende Objekte aus der Zeit vom Ende des 18. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie geben einen Einblick in die kunstvolle Verarbeitung von Messing, einem Metall, das heute etwas aus der Mode gekommen ist.

Die Schau zeigt, wie funktional und gleichzeitig dekorativ diese Dosen und Behälter verarbeitet wurden, die sehr unterschiedliche Formen und Verwendungszwecke haben. Das Spektrum der aufbewahrten Dinge reicht von Bargeld über Fischwürmer bis zu Tabak und Zucker.

Alle Dosen und Behälter erzählen auch Zeitgeschichte. Die zeigt sich zum Beispiel bei den Zuckerdosen. Viele sind verschließbar, denn Zucker war bis in das 19. Jahrhundert ein wertvolles Süßungsmittel. Die Ausstellung erklärt auch die Herstellungstechniken, die bei Messing zum Einsatz kamen. Die Legierung aus Kupfer und Zink ist geschmeidig und dehnbar, sie lässt sich im kalten Zustand schmieden, treiben, drücken und pressen.

Parallel zur Sonderausstellung können Besucher mit der Messingstampfe und Gelbgießerei zwei Museumsbetriebe besichtigen, in denen Messing verarbeitet wurde. Beide stammen aus Iserlohn, das bis zum frühen 20. Jahrhundert ein Zentrum der deutschen Messingverarbeitung war. Die Ausstellung stammt aus dem Deutschen Messingmuseum für angewandte Kunst in Krefeld und ist bis zum 3. Juli zu sehen.

Handwerk hat doppelten Boden (15. Mai bis 31. Oktober 2022)

Unter dem Titel „Handwerk hat doppelten Boden“ eröffnet das Freilichtmuseum Hagen ab dem 15. Mai ganz neue Perspektiven auf Klischees und Missgeschicke von Handwerkern. Gemeinsam mit der Galerie Komische Meister Dresden hat das Freilichtmuseum einen Wettbewerb zum Thema „Traditionelle Berufe und Technik in zeitgenössischen Karikaturen“ organisiert. Dutzende Karikaturisten haben ihre Zeichenstifte gespitzt und über 250 Karikaturen zu Frauen und Männern in Bäckereien und Konditoreien, Tischlereien, Maurerbetrieben, in Fleischerei oder Metzgerei, in der Elektro-, Dachdecker-, Friseur-, Fliesenleger- oder Heizungsbaubranche eingereicht.

Die 100 besten Einsendungen sind in der Ausstellung bis zum 31. Oktober zu sehen. Das Publikum soll über die Werke abzustimmen. Die Künstler, deren Werke die Betrachter am treffendsten finden, gewinnen den Publikumspreis. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit den Höhepunkten der Präsentation. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm sowie ein Ferienangebot zum Thema Zeichnen.

Die jungen Cellinis (17. Juli bis 31. Oktober 2022)

Im Sommer 2022 zeigen zehn Nachwuchsgoldschmiede zu dem Thema „Einschnitt“ besondere Schmuckstücke im Hagener Freilichtmuseum. Die jungen Handwerker aus dem Goldschmiedehandwerk nutzten die Offenheit des Themas und arbeiteten ganz unterschiedliche Facetten heraus. Ihre Entwürfe reichen von privaten Einschnitten, über historische Ereignisse und Umweltkatastrophen bis zur aktuellen Pandemie als einschneidendem Umbruch.

Der Wettbewerb „Junge Cellinis“ wird alle zwei Jahre vom Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere für Auszubildende sowie Gesellen des ersten Gesellenjahrs ausgelobt. Benannt ist der Wettbewerb nach dem berühmten Goldschmied der Renaissance, Benvenuto Cellini (1500-1571). Je Ausbildungs- und Gesellenjahr gibt es jeweils drei Preise. Trotz der schwierigen Umstände im Coronajahr 2020 wurden rund 60 Beiträge eingesandt, und die Jury zeichnete insgesamt zehn Personen aus. Die Ausstellung ist vom 17. Juli bis zum 31. Oktober im Goldschmiedehaus des LWL-Freilichtmuseums Hagen zu sehen.

Schwierige Rahmenbedingungen

31. Dezember 2021

51.000 Besucher im Freilichtmuseum Hagen

Trotz monatelanger Schließungen wegen der Pandemie, Beschränkung der Besucheranzahl und der Absage zahlreicher Veranstaltungen: Den Museen, Stiftungen und Besucherzentren des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gelang es, die Gesamtzahl der Besucher 2021 im zweiten Pandemiejahr um rund 90.000 auf über 1,1 Millionen zu steigern.

Knapp 51.000 Besucher hat das Freilichtmuseum Hagen (Foto: LWL) in der Saison 2021 verzeichnet (2020: 58.000, 2019: 138.000). Darunter 8.000 Besucher, die zur erstmals angebotenen „Winterwanderung“ Mitte Dezember kamen. Lichtkünstler haben an zwei verlängerten Wochenenden mit Illuminationen phantasievolle Stationen geschaffen und damit das Museum von einer ganz anderen Seite gezeigt.

Die Rahmenbedingungen der eigentlichen Museumssaison waren schwierig. Pandemiebedingt konnte die Saison nicht wie gewohnt am 1. April starten, sondern erst mit über zweimonatiger Verspätung am 5. Juni. Nach dem Hochwasser Mitte Juli war eine weitere mehrtägige Museumsschließung unvermeidlich. Außerdem durfte coronabedingt nur eine begrenzte Menge an Besuchern gleichzeitig im Museum sein, Sonderveranstaltungen fielen aus, und Schulklassen kamen kaum ins Museum.

„I Could Have Danced All Night“

29. Dezember 2021

Start ins Neue Jahr mit dem Philharmonischen Orchester Hagen

MatticeK.Newton.E-4078-M-2Das Philharmonische Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton und die Gesangssolisten Emily Newton und Kenneth Mattice (Foto: Pedro Malinowski) freuen sich darauf, gemeinsam mit den Besuchern des von WDR-Redakteurin Claudia Belemann moderierten Konzertes am 1. Januar 2022 (18.00 Uhr, Stadthalle Hagen) ins Neue Jahr zu starten.

Zusammengestellt ist ein vielseitiges Programm, das beste Unterhaltung verspricht. Präsentiert werden beliebte Musikstücke und Ausschnitte aus Operetten und Musicals, darunter von Johann Strauß jr. die Ouvertüre zu „Der Zigeunerbaron“, „Klänge der Heimat“ und „Uhrenduett“ aus „Die Fledermaus“, von Franz Lehár „Da geh‘ ich zu Maxim“ und „Lippen schweigen“ aus „Die lustige Witwe“, von Cole Porter „I Hate Men“ und „So in Love“ aus „Kiss Me, Kate“, von Frederick Loewe „I Could Have Danced All Night“ aus „My Fair Lady“ sowie von Leonard Bernstein „Three Dance Variations“ aus dem Ballett „Fancy Free“ und „Rumänische Volkstänze“ von Béla Bartók.

Zum Neujahrskonzert fahren die gewohnten Konzertbuslinien in die Stadthalle Hagen. Die Abfahrtszeiten sind entsprechend des Konzertbeginns (um 18.00 Uhr) um 90 Minuten vorverlegt. Informationen zu den aktuellen Besuchsregeln, Schutz- und Hygienemaßnahmen sind der Webseite www.theaterhagen.de zu entnehmen.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn bzw. eine Stunde vor Konzertbeginn in der Stadthalle), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Am 31.12.2021 ist die Theaterkasse von 10.00-13.00 Uhr geöffnet. Am 1.1.2022 öffnet die Theater- bzw. Konzertkasse eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn.

„Zitrone des Jahres“ für Osthaus-Museum

27. Dezember 2021

Negativpreis für „populistisches Mittelmaß“

Der Kunstkritiker Stefan Koldehoff vom Deutschlandfunk hat im Rahmen der diesjährigen NRW-Museumsumfrage der Welt am Sonntag den Stab über das aktuelle Ausstellungsprogramm des Hagener Osthaus-Museums gebrochen. Der ehemals der künstlerischen Avantgarde verpflichteten Einrichtung verlieh er „für populistisches Mittelmaß wie Leon Löwentraut oder Sylvester Stallone“ den Negativpreis „Zitrone des Jahres“.

Der studierte Kunsthistoriker Koldehoff arbeitete als Journalist für die FAZ, die taz und den WDR bevor er Chefredakteur der Kunstzeitschrift art wurde. Das und seine unbestrittene Expertise unterscheidet ihn von den örtlichen Jubelschreibern, die sich über das leibhaftige Erscheinen ihres angehimmelten Stars Stallone gar nicht mehr einkriegen konnten.

In gleich mehreren Teilen – quasi als Neuauflage eines Bravo-Starschnitts in Schriftform – huldigten Textakrobaten des Hagener Pressehauses ihrem Idol.

Martin Weiske sprach von einem „Promi-Paukenschlag“, Die Kulturredakteurin der Westfalenpost, Monika Willer, und der Zuständige für dies und das, Mike Fiebig, kündigten an: „Ein Weltstar betritt Hagener Boden.“

Bei der merkwürdigen Verbindung zwischen einem Action-Darsteller und dem Osthaus-Museum zeige „sich genau in diesem Besuch die eigentliche und öffentlich weithin unerzählte Persönlichkeit des Künstlers Stallone und die kulturelle und museale Bedeutung der Arbeiterstadt Hagen, in der einst das erste Museum weltweit eröffnet wurde, das zeitgenössische und moderne Kunst präsentierte“, versuchen Willer und Fiebig krampfhaft die Kurve zu kriegen, das glitzernde Showbusiness mit dem gänzlich anderen Ansatz, den Karl-Ernst Osthaus mit seinem Museum verfolgte, unter einen Hut zu bringen.

In einem weiteren Teil der boulevardesken Hofberichterstattung liefert WPWR-Schreiber Fiebig ab, was die Fans wirklich interessiert (die „Kunst“ eher weniger): „Wo er aß, schlief und wer ihn beschützte“. Dort erfährt der Rambo-Aficionado, dass Stallone im siebten Stock des Saxx-Hotels von Udo Krollmann (!) an der Bahnhofstraße schlief (149 Euro pro Nacht), während der Wachdienst LC Protective aufpasste. Zuvor hatte der Meister Seeteufel in Zitronensoße im Enotria am Emilienplatz verspeist.

Fiebig betrachtete schon den Auftritt Stallones im Osthaus-Museum „durch die Augen eines verlegenen Einfaltspinsels“, wie er selber schreibt. Auch wenn es als reine Koketterie gemeint ist, erscheint es doch zutreffend – genauso wie sein Bekenntnis: „Ich habe keinen Kunstverstand.“ Auf diesem Niveau ist inzwischen die Hagener Kunstkritik angelangt.

Die skurrilen Darstellungen aus dem heimatlichen Pressehaus werden nur noch vom kurz vor dem Ruhestand stehenden Leiter des Osthaus-Museums, Taifun Belgin, mit einer vermeintlichen Wettbewerbsidee übertroffen: „Die Idee, Stallone zu zeigen, hatte bisher keiner, nicht Düsseldorf, nicht Köln.“ Warum wohl? Weil sich renommierte Museen nicht auf solch einen Mummenschanz eingelassen hätten, dürfte die Antwort lauten.

Dass Hagen für sein einst angesehenes Osthaus-Museum nun den Negativpreis „Zitrone des Jahres“ kassiert, ist vor diesem Hintergrund nur eine konsequente Folge.

Siehe dazu auch:

Von Rohlfs zu Rambo
Die schleichende Boulevardisierung des Osthaus-Museums

Der Interkulturelle Kalender des Ruhrgebiets 2022 – kostenlos bei Interkultur Ruhr

25. Dezember 2021

Aus Hagen dabei: Romano Drom

Interkultur-Ruhr_Interkultureller-Kalender2022_cover_1600Der Interkulturelle Kalender 2022 feiert die einzigartige Vielfalt des Ruhrgebiets. Der kenntnisreiche Begleiter durch das Jahr erscheint zum Abschluss der ersten Programmphase des Projekts Interkultur Ruhr (Foto: Guido Meincke / Interkultur Ruhr).

Auf jedem Kalenderblatt kommen Akteurinnen und Akteure zu Wort, die seit vielen Jahren das interkulturelle Leben im Ruhrgebiet mitgestalten. Aus Hagen ist dieses mal der Verein Romano Drom Hagen e.V. dabei. Darüber hinaus werden jeden Monat ausgewählte religiöse und säkulare Feier- und Gedenktage vorgestellt, die von vielen hier lebenden Gemeinschaften begangen werden und die teils auch eine politische und gesellschaftliche Bedeutung haben.

Die gedruckte Version des Interkulturellen Kalenders lässt sich kostenlos gegen eine Versandpauschale von 2,50 € hier bestellen: www.shop.rvr.ruhr. Eine digitale Version (pdf) zum Herunterladen sowie einen erweiterten autorisierten Kalender von Mehmet Bingöllü mit hunderten weiterer Gedenk- und Feiertage sowie Hinweisen und Erläuterungen gibt es auf www.interkultur.ruhr.

Ein vielseitiges Programm

22. Dezember 2021

Weihnachten und Silvester/Neujahr im Theater Hagen und in der Stadthalle

Blume von HawaiiAus der Operetten-Produktion „Die Blume von Hawaii“: Angela Davis, Kenneth Mattice. Foto: Klaus Lefebvre.

Im Hagener Theater und in der Stadthalle Hagen wird an Weihnachten, Silvester, Neujahr und dazwischen ein vielseitiges Programm für Kinder und Erwachsene angeboten:

Am 25. (16.00 Uhr), 26. (16.00 Uhr) und 30. Dezember (19.30 Uhr) steht jeweils im Großen Haus die beliebte Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck in einer Neuinszenierung auf dem Programm – ein Erlebnis für die ganze Familie!

Im Lutz kann man sich auf eine musikalische Forschungsreise begeben beim Besuch der Vorstellung von „Adas Universum“ am 28. Dezember (15.00 Uhr, ab 8 Jahren).

Zurück in die Märchenwelt geht es mit der Präsentation von „Die Eiskönigin“, einer TanzTheaterReise von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen am 30. Dezember (15.00 Uhr), im Lutz (zum letzten Mal in dieser Spielzeit, ab 5 Jahren. Diese Vorstellung ist ausverkauft).

Wer am Silvestertag, 31. Dezember, bisher noch nichts vor hat, sollte sich Karten für die in verschiedenster Hinsicht unterhaltsamen Vorstellungen der Operette „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham sichern (15.00 und 19.30 Uhr, Großes Haus).

Und was wäre der Start ins Neue Jahr ohne den Besuch eines Neujahrskonzertes? Dieses wird am 1. Januar (18.00 Uhr, Stadthalle Hagen) vom Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton angeboten. Mit dabei sind die Gesangssolisten Emily Newton und Kenneth Mattice, die Highlights aus Operetten und Musicals, u.a. aus „Die Fledermaus“ und „Kiss Me, Kate“, zum Besten geben.

Informationen zu den aktuellen Besuchsregeln, Schutz- und Hygienemaßnahmen sind der Webseite http://www.theaterhagen.de zu entnehmen.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn bzw. eine Stunde vor Konzertbeginn in der Stadthalle), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Am 24.12. und 31.12.2021 ist die Theaterkasse von 10.00-13.00 Uhr geöffnet. Am 25.12.2021 und 1.1.2022 öffnet die Theater- bzw. Konzertkasse eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn.

Büchereien zwischen den Jahren geschlossen

21. Dezember 2021

Die Stadtbücherei auf der Springe sowie die Stadtteilbüchereien Haspe, Kölner Straße 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, bleiben vom 24. Dezember 2021 bis zum 2. Januar 2022 geschlossen.

In der Schließungszeit sind die digitalen Angebote wie die Onleihe, Freegal-Music und Filmfriend wie gewohnt zugänglich, ein gültiger Büchereiausweis vorausgesetzt. Bis zum 23. Dezember 2021 können abgelaufene Büchereiausweise vor Ort verlängert und Bücher und andere Medien für die Weihnachtszeit entliehen werden.

Weitere Informationen sind unter Telefon 02331/207-3591 oder auf der Seite www.hagen.de/stadtbuecherei erhältlich.

Weihnachtskonzert in der Johanniskirche

18. Dezember 2021

JohanniskircheDas Philharmonische Orchester Hagen lädt in Kooperation mit der Hochschule für Musik Detmold und der Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde Hagen am 22. Dezember 2021 (18.00 Uhr) zu einem stimmungsvollen Weihnachtskonzert in die Johanniskirche ein (Foto: Klaus Bärwinkel).

Traditionell findet bei dieser Veranstaltung ein gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern mit dem Publikum statt. Das ist in diesem Jahr aufgrund der Corona-Situation leider nicht möglich, dennoch werden bekannte weihnachtliche Melodien instrumental präsentiert.

Zudem können sich die Besucher auf ein vielseitiges Programm freuen, das unter der wechselnden Leitung von Studierenden der Dirigierklasse von Prof. Florian Ludwig, nämlich Mareike Jörling, Philipp Solle, Youngtae Park und Tim Hüttemeister, sowie von zwei jungen Solisten, Victor König (Fagott) und Takako Yumiba (Violine) zur Aufführung gebracht wird.

Es erklingen bekannte Werke wie „Méditation“ aus der Oper „Thaïs“ von Jules Massenet, „Valse Scherzo“ op. 34 von Peter Tschaikowsky, Konzert für Fagott und Orchester B-Dur KV 191 von Wolfgang Amadeus Mozart sowie Ausschnitte aus dem Ballett „Der Schneemann“ von Erich Wolfgang Korngold, einem Komponisten, der u.a. auch durch seine beliebten Filmmusiken berühmt geworden ist.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr) sowie eine Stunde vor Konzertbeginn in der Johanniskirche, per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Das HagenBuch 2022 ist erschienen

17. Dezember 2021

Für alle Menschen, die sich für Hagen interessieren, ist das jährlich erscheinende „HagenBuch“ ein „Muss“. Jetzt, wie immer kurz vor Weihnachten, ist die neue Ausgabe auf den Markt gekommen. Der Hagener Heimatbund als Herausgeber, Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff als Reaktionsleiter und der Ardenkuverlag präsentieren in der 2022er-Ausgabe eine große Bandbreite an Themen (Foto: Petra Holtmann/Ardenkuverlag).

Dabei gibt es zwei Themenkomplexe, die besonders im Mittelpunkt stehen. Unter dem Schwerpunktthema „HagenNetz, Verbindungen, Verknüpfungen und Netzstrukturen in und mit Hagen“ berichtet der Vorsitzende Erich G. Fritz über die Georg-Kraus-Stiftung. Claudia Eckhoff stellt das Eine-Welt-Netzwerk rund um das Hagener AllerWeltHaus vor. Und der Ingenieur Hartwig Willmes zeigt auf, wie umfangreich die Wehringhauser „Accu“, also die Varta, im Verlauf ihrer Geschichte immer mal wieder mit der „Elektromobilität“ experimentiert hat.

Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich Karl Ernst Osthaus – Anlass hierfür ist sein Todestag, der sich im Jahr 2021 zum 100. Mal jährte. Elisabeth May hat zu der von Fritz Schumacher entworfenen Villa für Heinrich Eduard Osthaus, dem Mitinhaber des Bankhauses Osthaus, neue und bisher unveröffentlichte Erkenntnisse zu Tage gefördert. Außerdem hat Elisabeth May „Stimmen aus aller Welt“ zusammengetragen, die 1921 nach dem Tod von Osthaus veröffentlicht worden sind.

Zum „Osthaus-Themenkomplex“ gehört auch der Beitrag der jungen Historikerin Karoline Urbitzek, die den berühmten „Schwanenteppich“, der im Hohenhof hängt, unter die kunsthistorische Lupe genommen hat. Und Pablo Arias Meneses beschäftigt sich mit dem Verkauf des Folkwang-Museums – bekanntlich wurde es von der Stadt Essen erworben, aber auch die bayrische Hauptstadt München hatte vorübergehend Interesse bekundet.

Birgit Ebbert lockt die Leserinnen und Leser in den Hohenlimburger Märchenwald, mit dem in Hagen zahlreiche Kindheitserinnerungen verbunden sind. Jens Bergmann erzählt die 30-jährige Erfolgsgeschichte der auch künstlerisch wichtigen Firma Metallbau Scholz. Hubert Köhler widmet sich diesmal der Geschichte der Kinowerbung in den Hagener Lichtspielhäusern anhand der früher üblichen Dias. Thomas Eckhoff berichtet aus eigenem Erleben von einer ganz besonderen Tradition der Hasper Kirmes, den legendären Wasserschlachten zwischen Freiwilliger Feuerwehr Haspe und den Kameraden der Berufsfeuerwehrwache West. Neben seiner Aufgabe als leitender Redakteur würdigt Michael Eckhoff den heimischen Künstler Uwe Will, der mit ungebrochener Schaffenskraft 2021 seinen 80 Geburtstag feiert.

Ein besonders berührender Beitrag hat mit der nationalsozialistischen Diktatur zu tun – der Wehringhauser Historiker Rainer Stöcker stellt „Gefährliche Liebschaften unterm Hakenkreuz“ vor, die für die betroffenen Frauen meist mit langjährigen Haftstrafen endeten.

Das Buch umfasst insgesamt rund 30 Beiträge, die auf über 300 reich bebilderten Seiten nachzulesen sind. Der Preis konnte erneut stabil gehalten werden. Da alle Autorinnen und Autoren ehrenamtlich arbeiten, kostet auch der 2022er-Band wieder nur 15 Euro. Hagener Heimatbund (Hg.): HagenBuch 2022, ISBN 978-3- 942184-62-5.

„Let’s get physical – Kiss & Tell Shorty“

17. Dezember 2021

Gastspiel WestDeutsches Tanztheater im Lutz Hagen

KISS & TELL SHORTYAus der Produktion, Foto: Yahya Yahyayew, Jozsef Csaba Hajzer.

Das LUTZ kooperiert in der Spielzeit 2021/22 mit dem WestDeutschen Tanztheater. Im Zentrum des gemeinsamen Wirkens steht die Arbeit an der mehrteiligen Performance-Reihe „Kiss & Tell“. Im Vorfeld zur Premiere (29.4.2022) gastiert das WestDeutsche Tanztheater bereits am 19. Dezember 2021 (16.00 Uhr) im Lutz Hagen. Unter dem Titel „Let’s get physical – Kiss & Tell Shorty“ wird ein Einblick in die Arbeit an der genreübergreifenden Kreation gezeigt, die sich an der Schnittstelle von Theater, Tanz und Film bewegt.

„Kiss and Tell“ beschäftigt sich auf der Grundlage der Biografien der beteiligten Künstler mit der Suche nach der eigenen Identität, Einsamkeit, Sehnsucht nach Zugehörigkeit und der Verbindung zu anderen. An diesem Nachmittag präsentiert das Ensemble zudem Fragmente aus den Choreographien „The one charming night“ und „Forth choice“ sowie den Kurzfilm „Third choice“. Choreograph Sagí Amir Gross wird im Anschluss sein Ensemble vorstellen und Informationen zur Arbeit der Companie geben.

In der Choreographie von Sagí Amir Gross performen auf der Bühne Lisa-Katrina Mayer, Magdo, Maria Eduarda Santos, Tzu-Chun Liou, Hayleigh Smillie und Mai Ito. Produktionsleitung: Jozsef Csaba Hajzer.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Absage Bühnenball 2022 im Theater Hagen

17. Dezember 2021

Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen teilte mit, dass die Landesregierung und Vertreter des organisierten Karnevals sich darauf verständigt haben, dass der Karneval angesichts des Infektionsgeschehens, der Belastung der Krankenhäuser und der großen Unsicherheit durch die Omikron-Variante nicht wie gewohnt stattfinden kann.

Veranstaltungen, bei denen sich viele Menschen in engen Innenräumen begegnen, erscheinen nicht verantwortbar. Das gilt für Karnevalsbälle, Partyformate und gesellige Karnevalssitzungen, bei denen Abstandsgebote und Maskenpflicht nur schwerlich umsetzbar sind und die Teilnahme selbst für Geimpfte oder Genesene unter Einhaltung hoher Schutzmaßnahmen (2G+) nicht bedenkenlos möglich ist.

Dem folgt auch das Theater Hagen und sagt den Bühnenball 2022 ab. Das Theater Hagen und die Kooperationspartner 58/event und Hummer Catering bedauern es sehr, dass diese in Hagen so beliebte Veranstaltung auch in dieser Spielzeit nicht stattfinden kann, zumal, abgesehen von vollendeten Planungen und Verpflichtungen von Musikbands, schon verschiedenste Vorbereitungen und Proben für die Bühnenshow aus- und durchgeführt wurden.

Die Organisatoren dieses populären Events hoffen sehr, den Hagener Bühnenball unter dem Motto „Goldrausch!“ am 17. und 18. Februar 2023 veranstalten zu können.

Die Theaterkasse wird sich wegen der Erstattung der bereits erworbenen Tickets sobald wie möglich mit den Karteninhabern in Verbindung setzen.

Adventskonzert im Theater Hagen

16. Dezember 2021

RODRIGO TOMILLO_247_©LuisCastillaPhotoAm 4. Advent (19. Dezember 2021) bietet das Theater Hagen mit einem Sonderkonzert im Großen Haus (Beginn 18.00 Uhr) einen Abend an, der zunächst populäre Arien und Duette aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart („Die Zauberflöte“) und Giacomo Puccini („La Bohème“) aufführt.

So werden von den Gesangssolisten des Theaters Hagen Penny Sofroniadou, Anton Kuzenok und Insu Hwang u.a. die „Bildnisarie“, „Der Vogelfänger bin ich ja“, „Che gelida manina“, „O soave fanciulla“ und „Quando m’en vò“ dargeboten.

Im zweiten Teil spielt das Philharmonische Orchester Hagen unter der Leitung von Rodrigo Tomillo (Foto: Luis Castilla) dann beliebte Ausschnitte aus Peter Tschaikowskys Ballett „Der Schwanensee“.

Durch dieses Highlight-Programm führt WDR-Moderatorin Claudia Belemann.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

4. Kammerkonzert im Kunstquartier

15. Dezember 2021

Beim vierten Kammerkonzert am 19. Dezember 2021 (11.30 Uhr, Auditorium im Kunstquartier) werden die Besucher nach Italien entführt. Unter dem Titel „Ballo di Mantova“ erklingen Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert für verschiedene instrumentale Besetzungen von Komponisten aus Neapel, Palermo, Jesi und Genua.

Auf dem Programm stehen u.a. Sonaten von Alessandro Scarlatti und Domenico Scarlatti, das „Largo“ aus „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesi sowie Stücke von Giovanni Antonio Guido, Andrea Falconieri und Francesco Antonio Pistocchi („Ballo di Mantova“).

Dieses facettenreiche Konzert wird präsentiert von Inga Vollmer (Altblockflöte, Ganassiflöten, Zink), Rebecca Bröckel (Barockoboe), Magdalena Rozanska (Barockvioline), Thorid Brandt-Weigand (Barockvioloncello), Georg Hellebrandt (Cembalo) und Heiko Schäfer (Percussion).

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und eine Stunde vor Konzertbeginn im Kunstquartier), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Kult-Komödie im Theater Hagen

14. Dezember 2021

Die Feuerzangenbowle – Gastspiel Altonaer Theater

Die Feuerzangenbowle 2017 (c) G2 Baraniak 6Das Altonaer Theater gastiert mit der insbesondere durch die Verfilmung mit Heinz Rühmann weltbekannt gewordenen Kult-Komödie „Die Feuerzangenbowle“ (Foto: G2 Baraniak) nach dem Roman von Heinrich Spoerl am 18. Dezember 2021 im Theater Hagen (19.30 Uhr, Großes Haus).

„Das Schönste im Leben”, resümiert die Herrenrunde um den jungen Schriftsteller Dr. Pfeiffer, „war die Gymnasiastenzeit”. Doch Pfeiffer hatte Privatunterricht, war nie auf der Penne, kennt weder Pauker noch die Streiche, die man ihnen spielt. So entsteht unter Einfluss von Feuerzangenbowle die Schnapsidee: Die gute alte Zeit soll auferstehen und er das Versäumte nachholen.

Als „Pfeiffer mit drei f” wird er in der Oberprima von Babenberg „Schöler” von Professor Crey, lernt beim Bömmel, was es mit der „Dampfmaschin” auf sich hat und ersinnt mit seinen pubertierenden Schulkameraden Unfug aller Art, um den Lehrkörper zu foppen. Doch bald hegt er auch ernstere Absichten, denn für die reizende Tochter des gestrengen Herrn Direktors entflammen in ihm recht erwachsene Gefühle …

In der Bühnenfassung von Wilfried Schröder, der Inszenierung und dem Bühnenbild von Axel Schneider und in den Kostümen von Daniela Kock spielen Julius Barner, Achmed Ole Bielfeldt, Detlef Heydorn, Ole Schloßhauer, Monika Häckermann, Franziska Schulze, René Marvin Kuhnke, Ivo Masannek, Anton Ohmstede, Marc Laade, Tim Nelki u.a.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Online-Vortrag über Peter Paul Rubens

14. Dezember 2021

Einen kostenlosen Online-Vortrag über den Maler Peter Paul Rubens, vorgetragen von Dr. Mirjam Neumeister aus der Pinakothek München, bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 16. Dezember, von 18 bis 19.30 Uhr an.

Peter Paul Rubens gehört zu den bedeutendsten Künstlern aller Zeiten, zugleich wirken seine Bildwelten aus heutiger Sicht aus der Zeit gefallen: Die Dynamik, das Schönheitsideal, die Darstellung von Erotik und Gewalt – all das entspricht nicht mehr unbedingt den modernen Sehgewohnheiten und auch nicht dem gegenwärtig herrschenden Schönheitsempfinden. Wohl kaum ein Künstler löst mit seinen Werken so zuverlässig heftige und sich diametral gegenüberstehende Emotionen aus. Die Rubens-Sammlung in der Alten Pinakothek gehört zu den bedeutendsten weltweit.

Eine Anmeldung zu dem Online-Vortrag mit der Kursnummer 0140Z ist bis Donnerstag, 16. Dezember, 12 Uhr entweder unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de möglich. Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer stabilen Internetverbindung.

Onlinevortrag „Chinas große Umwälzung: Aufstieg im Weltsystem und soziale Konflikte“

9. Dezember 2021

Einen kostenlosen Onlinevortrag über Chinas Aufstieg und dessen gesellschaftliche und globalwirtschaftliche Konsequenzen bietet die Volkshochschule der Stadt Hagen (VHS) am Freitag, 10. Dezember, von 19.30 bis 21 Uhr.

Rückständigkeit überwinden und den Westen wirtschaftlich einholen – das war und ist ein zentrales Ziel der chinesischen Führung. Der gegenwärtige Aufstieg der Volksrepublik China führt zu einer Neuordnung der globalen Machtverhältnisse. Auch innerhalb des Landes haben sich durch die wirtschaftliche Entwicklung Klassen- und Geschlechterverhältnisse grundlegend verändert. Jedes Jahr verlieren Millionen von Bäuerinnen und Bauern ihr Land und neue Klassen von freien Lohnarbeitenden und Kapitalisten sind entstanden. Streiks, ländliche Unruhen und ethnische Konflikte sind die Folge.

Der Dozent Felix Wemheuer untersucht Chinas große Transformation im Kontext der globalen Trends von Entkolonialisierung, Kaltem Krieg und dem Siegeszug des neoliberalen Kapitalismus. Wird China die Weltordnung grundlegend verändern oder selbst zu einem neoliberalen kapitalistischen Zentrum aufsteigen? Welchen Charakter hat die heutige chinesische Gesellschaft?

Dr. Felix Wemheuer ist Sinologe und seit April 2014 Professor an der Universität zu Köln.

Eine Anmeldung zu dem Vortrag ist bei der VHS unter der Kursnummer 0136Z bis Freitag, 10. Dezember, um 12 Uhr entweder unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de möglich. Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer stabilen Internetverbindung.

„TransformMates“ – Wiederaufnahme im Lutz

9. Dezember 2021

Ein Metamorphosen Adventure Game von Anja Schöne frei nach Ovid

TransformMatesIm Kosmos der mythologischen Figuren: Micha Baum, Tatiana Feldman, Anne Schröder. Foto: Dirk Burghaus.

Als nächste Wiederaufnahme im Lutz Hagen steht am 13. Dezember 2021 (10.00 Uhr) „TransformMates“ auf dem Programm – Ein Metamorphosen Adventure Game von Anja Schöne frei nach Ovid (ab 12 Jahren – Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 6-10).

Sam, Nele und Luis sind 13 und bereit für eine grundlegende Veränderung in ihrem Leben. Die drei fühlen sich wie eingesperrt in einem Labyrinth, aus dem sie sich befreien und davonfliegen möchten. Genau wie der sagenumwobene Ikarus aus Ovids „Metamorphosen“, in den sie sich jeden Tag im digitalen Adventure Game „TransformMates“ verwandeln. Immer tiefer tauchen sie in den Kosmos der mythologischen Figuren ein und entdecken bald Parallelen zu ihrem eigenen Leben.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Letzte Vorstellung von „Navarasa“

8. Dezember 2021

Ein indischer Tanzabend von und mit Meera Varghese

Meera Varghese - 2020 Tanzphoto 1Die Tänzerin, Choreographin, Sängerin und Schauspielerin Meera Varghese, u.a. bekannt aus der Lutz-Produktion „In 80 Tagen um die Welt“, ist am 11. Dezember 2021 (19.30 Uhr) noch einmal im Lutz mit ihrem Bharatanatyam-Tanzabend unter dem Titel „Navarasa“ zu Gast (Foto: Federico Spinetti).

In ihren Präsentationen verkörpert die außergewöhnliche Künstlerin in faszinierender Art Gottheiten aus der hinduistischen Mythologie und erzählt tanzenderweise zauberhafte Geschichten voller Leidenschaft, Humor und Liebe.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Maurizio di Fulvio Quartett

8. Dezember 2021

Reihe Klassik + Jazz im ESM: Süditalienischer Jazz
09.12.2021, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Das Quartett um den weltweit agierenden Gitarristen Maurizio di Fulvio aus Pescara (Italien) und den sizilianischen Trompeter Gregorio Mangano aus Palermo präsentiert klangvollen italienischen Jazz. Doch auch unbekannte Kompositionen aus Ihrer süditalienischen Heimat haben die beiden italienischen Musiker im Reisegepäck.

Ein Abend mit dem weltweit agierenden Gitarristen Maurizio di Fulvio aus dem tiefen Süden Italiens, di Fulvio stammt aus Pescara, ist ein spannender Jazzabend mit süditalienischem Temperament. Seine Aufführungen gelten als temperamentvoll und energisch, raffiniert und verziert, immer zwischen Tradition und Innovation schwebend. Auf seiner künstlerischen Reise kommen schwarzer Jazz, Latin Jazz, Rock, Schattierungen des Klassikers und die Sensibilitäten eines Interpreten zusammen, der eine solide Technik mit einer ausgeprägten kompositorischen Ader vereint.

In dem sizilianischen Trompeter Gregorio Mangano hat di Fulvio einen Gleichgesinnten gefunden. Klassisch ausgebildet am Musikkonservatorium von Palermo, spielte Mangano zunächst im Orchester des „Teatro Massimo di Palermo, bevor er sich dem Jazz und der Musikimprovisation zuwandte.

Das Publikum ist eingeladen, neue Musik zu hören, eine Musik, die offen und freundlich ist, sich fern von Akademismus hält, in der Gegenwart steht und eine starke Verbindung zur Vergangenheit aufrechterhält.

Eintritt frei
Corona-bedingte Reservierung mit Angabe des Namens, der Anschrift und Telefonnummer unter info@esmh.de

Jüdischer Friedhof in Hohenlimburg soll Kulturdenkmal werden

7. Dezember 2021

Antrag der SPD-Fraktion im Kulturausschuss

Jüdischer_Friedhof_Hohenlimburg_1Eingangstor zum Jüdischen Friedhof in Hohenlimburg-Elsey. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY-SA 4.0).

Im Rahmen des Projektes „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ fand in diesem Jahr auch eine Führung über den kaum bekannten Jüdischen Friedhof in Hohenlimburg statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Anregung für ein Kulturdenkmal an den Dozenten Pablo Arias vom Rahel-Varnhagen-Kolleg herangetragen.

In einem Antrag für die heutige Sitzung des Hagener Kulturausschusses fordert die SPD die Verwaltung auf zu prüfen, inwieweit der Jüdische Friedhof in Hohenlimburg als Kulturdenkmal eingestuft und ausgewiesen werden kann und welche finanziellen Förderungen zur Herrichtung und zum Erhalt durch das Land NRW und/oder den Bund in diesem Zusammenhang möglich wären.

Die älteste Belegung des Friedhofs erfolgte im Jahre 1886, der älteste Grabstein stammt aus dem Jahr 1823. Er wurde von dem aufgegebenen ehemaligen älteren Friedhof zwischen Heidestraße und Iserlohner Straße umgesetzt. Ein Gedenkstein erinnert an die jüdischen Opfer der NS-Herrschaft. Der Friedhof ist auch Kriegsgräberstätte für 59 Kriegstote aus dem Zweiten Weltkrieg, darunter 54 sowjetische Zwangsarbeiter.

Der Friedhof gilt seit 1995 offiziell als „Baudenkmal“. Bei einem Kulturdenkmal würde hinzukommen, dass dem Objekt ein besonderer „historischer Wert“ zuerkannt wird.

Bereits in der Denkmalurkunde der Stadt Hagen wird darauf hingewiesen, dass am Erhalt des Jüdischen Friedhofs ein öffentliches Interesse bestehe: „Er ist bedeutend für die Geschichte der Menschen, insbesondere der jüdischen Gemeinde Hohenlimburg.“ Zudem sprächen religionswissenschaftliche Gründe für das öffentliche Interesse an Erhaltung und Nutzung des jüdischen Friedhofs. Er zeige die Bedeutung des Gedenkens an die Toten, wie es im jüdischen Glauben praktiziert wird.

Bildung auch in schwierigen Zeiten ermöglichen

6. Dezember 2021

Neues Halbjahresprogramm der VHS

Die Weiterbildung an die Pandemie anpassen und Formate entwickeln, die Bildung auch in schwierigen Zeiten unter sicheren Bedingungen ermöglichen – das ist für die Volkshochschule Hagen in Zeiten der Coronapandemie besonders wichtig.

Ein wichtiger Baustein hierfür sind Hybrid-Kurse und Hybrid-Lernsettings, die ab dem nächsten Semester von Mitte Januar bis Ende Juni 2022 verstärkt im Programm der VHS Hagen Einzug halten. So kann man sich mit den anderen Kursteilnehmenden beispielsweise bei Qi Gong oder der Fotobearbeitung entweder in der Villa Post treffen oder sich virtuell dazuschalten.

Außerdem fokussiert sich die Volkshochschule weiterhin auf das Thema der nachhaltigen Entwicklung. Beim Druck des neuen Programmheftes wurden erstmals höchste Umweltstandards angelegt. Recyclebares Blauer-Engel-Papier und Biodruckfarben auf Pflanzenölbasis sorgen für ein neues, umweltgerechtes Outfit des Programms. „Und zum Ausgleich des Restes an CO2-Emissionen, der bisher nicht zu vermeiden ist, wird eine Waldfläche im Sauerland wieder aufgeforstet“, betont Bianca Sonnenberg, Leiterin der VHS Hagen. Das Coverfoto des Programmheftes weist symbolisch darauf hin.

Es lassen sich aber noch weitere Neuigkeiten entdecken. Zwischen den Veranstaltungsinformationen präsentiert die VHS zukünftig Geschichten aus dem Alltag hinter den Kulissen – Lebensgeschichten, Kursfahrten, neue Mitarbeitende. Auch Beratungshund Bella kommt zu Wort.

Zudem finden sich im neuen Programmheft neben einigen Kurstexten QR-Codes, über die man nach dem Scan mit dem Smartphone weitere Informationen zu dem Kursinhalt erhält. Wer kein Smartphone hat, kann die vierstellige Kursnummer auf der Internetseite www.vhs-hagen.de bei Kurssuche eingeben und gelangt ebenfalls zu den Hintergrundinformationen. So ist auch eine schnelle Anmeldung für den Kurs möglich.

Natürlich steht bei der VHS aber nicht Form vor Inhalt. Ein reichhaltiges Kursangebot mit zahlreichen interessanten, innovativen und lehrreichen Veranstaltungen und Unterrichtsreihen fasst das neue Programm zusammen. Von Mitte Januar bis Ende Juni 2022 liefern alle Studienbereiche gleichermaßen anspruchsvolle wie auch spannende Weiterbildungsangebote.

Hier sind einige Höhepunkte aus dem Programm:

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Mehrwert bleibt unklar

4. Dezember 2021

Kulturgesetzbuch NRW verabschiedet

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat Kritik am neuen NRW-Kulturgesetzbuch geübt, das am 1. Januar in Kraft tritt.

„Mit Blick auf die Zielsetzung des Kulturgesetzbuches hätte ich mir gewünscht, dass die Strukturen im Land besser abgebildet werden. Die Kulturlandschaft in NRW ist in erster Linie kommunal geprägt, gleichzeitig werden Kommunen, Kommunal- und Landschaftsverbände im Gesetz nicht entsprechend ihrer finanziellen und fachlichen Leistungen dargestellt. Dabei trägt die kommunale Familie mit rund 80 Prozent den Löwenanteil der Kulturausgaben im Land“, sagte Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), in Münster.

Das Fazit der Kulturdezernentin: „Der Mehrwert des Kulturgesetzbuches im Vergleich zum Kulturfördergesetz bleibt unklar, die Regelungen an vielen Stellen zu allgemein. Offen bleibt, welche nachhaltige Wirkung das Gesetz haben kann. Gleichzeitig werden bekannte Systematiken und Beteiligungsprozesse des Kulturfördergesetzes aufgehoben.“

Ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt nach Ansicht von Rüschoff-Parzinger: „Die beiden Landschaftsverbände mit ihrer kulturfachlichen Expertise, strukturbildenden Bedeutung, den zahlreichen kulturpolitischen Impulsen und wegweisenden Initiativen im Rahmen ihres landesrechtlich verbürgten Kultur- und Bildungsauftrags sind so gut wie nicht berücksichtigt worden.“

Insgesamt würden die Landschaftsverbände im Gesetz auf Denkmalpflege und Förderung von Heimat-Museen reduziert, was der historisch gewachsenen Rolle und Bedeutung der Verbände für die Kultur im Land nicht ansatzweise gerecht werde.

Theater-Reihe „Die Stunde der Kritik“

3. Dezember 2021

Diesmal zur Neuinszenierung der Oper „Hänsel und Gretel”

Hänsel und Gretel - Hanna Larissa Naujoks und Penny SofroniadouSzene aus „Hänsel und Gretel“: Hanna Larissa Naujoks und Penny Sofroniadou. Foto: Volker Beushausen.

Die nächste Veranstaltung innerhalb der Reihe „Die Stunde der Kritik“ findet zur Neuinszenierung der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck am Mittwoch, 8. Dezember 2021 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 21.45 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé) statt. Der Eintritt ist frei.

Beim Besuch dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen. Natürlich kann man auch einfach nur zuhören. Interessierte, die diese Neuinszenierung bereits gesehen haben, sind ebenfalls herzlich eingeladen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartner konnte für diese „Stunde der Kritik“ der Rezensent Pedro Obiera gewonnen werden, der für mehrere Tageszeitungen und Fachzeitschriften tätig ist. Aus dem Produktionsteam sind der Regisseur Holger Potocki, der Dirigent Rodrigo Tomillo und die Dramaturgin Rebecca Graitl mit dabei.

Die aktuellen Besuchsregeln sind bitte der Webseite http://www.theaterhagen.de zu entnehmen.


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