Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Maskenspiel-Inszenierung

3. Juli 2022

„Muschelsalat“ präsentiert Theaterstück „Klasse Klasse“

Muschelsalat_Klasse_Klasse_6.7._Theater_Strahl_Klasse_FOTO_METZNER_maxIm Rahmen des Sommerkulturprogramms „Muschelsalat“ erwartet Zuschauerinnen und Zuschauer am Mittwoch, 6. Juli, um 18 Uhr und erneut um 20.30 Uhr auf dem Sportplatz Waldlust in der Deerthstraße eine Reise in unterschiedliche Facetten des Schulalltags. Unter dem Titel „Klasse Klasse“ hat das Theater Strahl aus Berlin ein Theaterstück mit Masken und Beatbox-Untermalung geschaffen (Foto: Metzner).

Das Publikum begegnet einer Schulklasse mit ganz unterschiedlichen Charakteren in wichtigen Situationen ihrer Jugend: In „Klasse Klasse“ finden sich die Jugendlichen sowie Lehrerinnen und Lehrer mitten im Schulalltag wieder. Die einzelnen Typen, vom Streber bis zum Klassenclown, kommen den Zuschauerinnen und Zuschauern, ob jung oder alt, sehr vertraut vor.

Die Inszenierung setzt archetypische Verhaltensmuster in Szene und verleiht den Figuren eine zeitlose Wiedererkennbarkeit. Die Maskenspielerinnen und -spieler führen gemeinsam mit Mando, Vizeweltmeister, Europameister und mehrfacher deutscher Meister im Beatboxen, eine mitreißende Maskenspiel-Inszenierung vor. Der Beatboxer erzeugt Klangwelten und nimmt das Publikum mit auf eine akustische Reise.

„Klasse Klasse“ ist der erste Teil einer Trilogie des erfolgreichen und einzigartigen Theater Strahl-Genres. Die Maskenstücke thematisieren vielfältige Themen rund um die Jugend und den Klassenverband.

Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Veranstaltungsort zu kommen, da es vor Ort nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten gibt.

Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Internetseite muschelsalat.hagen.de.

Museums-App fürs Freilichtmuseum

30. Juni 2022

App FreilichtmuseumBeim Rundgang werden die einzelnen Häuser mit ihren Werkstätten vorgestellt. Foto: Stefanie Voss.

Pünktlich zu den Sommerferien gibt es die neue App für das Smartphone aus dem LWL-Freilichtmuseum in Hagen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Anwendung fürs eigene Mobiltelefon unter anderem auch mit Hagener Bürgern unterschiedlicher Altersgruppen die Museums-App entwickelt.

Dieser digitale Museumsführer für die Hosentasche bietet abwechslungsreiche Informationen zu allen Werkstätten des Museums. Fotos, Videos und Audios liefern Einblicke in das Museum und die Geschichte von Handwerk und Technik in Westfalen-Lippe.

Wer zum Beispiel wissen möchte, was eine Treibriemenwerkstatt ist oder was es hier mit dem Blaumachen auf sich hat: Die App liefert Antworten. Spiele, virtuelle Postkarten sowie die Möglichkeit, sich als „Mäcki“, der Museumskatze, fotografieren zu lassen.

Für Gäste, die zum ersten Mal ins LWL-Freilichtmuseum kommen, sind zwei spezielle Touren zusammengestellt. Auch an barrierearme Wege ist gedacht: Werkstätten ohne Stufen oder Treppen, die von Rollstuhlfahren bequem besucht werden können, lassen sich vor dem Besuch des Freilichtmuseums herausfiltern und gezielt ansteuern.

Ebenso ist der Veranstaltungskalender in der App enthalten, und die Termine können direkt in den eigenen Smartphone-Terminkalender geladen werden.

In den App-Stores ist die kostenfreie Anwendung schnell unter „LWL-Freilichtmuseum Hagen“ zu finden. Idealerweise wird die App zuhause geöffnet und das Offline-Medienpaket heruntergeladen. Im Museumsgelände gibt es zwar bisher noch kein flächendeckendes WLAN, die App kann aber auch im Eingangsbereich des Museums heruntergeladen werden.

Third Choice Vortex

29. Juni 2022

02.07.2022, 19 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Third Choise VortexKomponist: Gérard Grisey (1946-1998) – Frankreich
Vortex Temporum (1995) für sechs Instrumente

Choreograf: Sagí Amir Gross – WestDeutsches Tanztheater

„Ein Ton wird zur Klangfarbe, ein Akkord zum Spektralkomplex und ein Rhythmus zu einer Welle von unvorhersehbaren Dauern.“ Mit diesen Worten umschrieb der Komponist Gérard Grisey die Klangauffassung der „Musique spectrale“, die sich Anfang der 70er-Jahre im Umkreis des Pariser Forschungsinstitutes IRCAM und des Ensembles L’Itinéraire herausbildete und als eine der bedeutendsten Gegenwartsströmungen der Neuen Musik gilt.

musica assoluta spielt das bedeutende Werk ”Vortex Temporum“ von Gérard Grisey in einer Tanz- und Bewegungsperformance, die das Publikum in behutsamer Weise mit einbezieht und die klassische Konzertanordnung zugunsten einer körperlich-geistigen Gesamterfahrung aller Beteiligten aufbricht. Die unterschiedlichen Facetten des „Zeitenwirbels“, in dem das Individuum Spielball der Ereignisse ist, werden in stilisierter Form dargestellt.

Meine Beziehung zu Musik ist von Klein auf symbiotisch. Ich sehe mich selbst als Maler von Musik und meine Choreographien als Bewegungsgemälde. Durch meine Ton-Farb-Synästhesie verknüpft sich seit meiner Kindheit die Umsetzung von Musik intensiv mit Farben. In meinem Kopf kann ich die Struktur der Musik buchstäblich sehen.

Sagí Amir Gross

Hunt Slonem: Fantasia

28. Juni 2022

2. Juli bis 4. September 2022, Osthaus-Museum Hagen

slonem1_W1Toucans New Species. 2021. Oil on canvas. 30 x 40 inches, © Hunt Slonem

Papageien, Schmetterlinge, Hasen, diverse Formen, unterschiedliche Farbspiele, die Tiere mal parataktisch angeordnet, mal rhythmisch aneinandergereiht, im Profil oder von vorne präsentiert – das ist das Alphabet eines Künstlers, dem es offensichtlich um Schönheit in einem erweiterten Sinn geht. Zu den Tierbildern gesellen sich (fast heimlich) auch Porträts von Menschen beispielsweise Bildnisse von Abe Lincoln oder Ihrer Majestät, Elisabeth II von Großbritannien – in Rot, Violett, Grün bzw. in Schwarz-Weiß…

Zu den auffallenden Narrativen im Werk des amerikanischen Künstlers gehört die Begeisterung für das Ornament. Zu den wesentlichen Eigenschaften ornamentaler Strukturen gehört es, dass sich Darstellungen immer wieder als fortlaufendes Ganzes präsentieren. Das kann eine abstrakte Linienform genauso sein, wie die Zusammenführung von gleichmäßig nebeneinander gesetzten Papageien, auch in unterschiedlicher Farbgebung.

Diese Faszination, eine Kontinuität von Schmetterlingsformen im Bildraum darzustellen, zeigt, dass wir mit Hunt Slonem einen Künstler vor uns haben, der sich intensiv mit Komposition und Struktur auseinandergesetzt hat.

Es ist eine Eigenheit der amerikanischen Kunst nach 1950, dass Struktur, das Anordnen von homogenen Elementen, die traditionell-europäische Komposition mit heterogenen Elementen tendenziell abgelöst hat. In dieser, relativ neuen Tradition, findet sich der Künstler wieder – auch wenn diese Methode von ihm nicht in orthodoxer Form angewendet wird.

Eine Ansammlung von Hasen mit ihren langen Ohren in unterschiedlicher Farbgebung hat sogar die Qualität eines All-Overs, also einer Komposition ohne eigentliche Mitte, ohne dominante Punkte, ohne Hauptmotiv und ohne räumliche Wirkung, also eine spezifisch amerikanische Kunstform. Es war der legendäre Jackson Pollock, der mit seinen Drip-Paintings diese Antikompositionsform in die neuere Malerei hineinlozierte.

„Whisper & Shout“

27. Juni 2022

Muschelsalat startet mit Absolventenshow der Staatlichen Artistenschule

20220624_Muschelsalat_Artistikshow_maxZum Start des Sommerkulturprogramms „Muschelsalat“ zeigt die Staatliche Artistenschule Berlin bei der 18. Absolventenshow das Programm „Whisper & Shout“ am Mittwoch, 29. Juni, um 17.30 Uhr und erneut um 20.30 Uhr auf der Kampfbahn Boelerheide, Kapellenstraße 30.

Voller Leidenschaft für ihren Beruf erzeugen die jungen Artistinnen und Artisten ausdrucksstarke Körperbilder und lassen aus Jonglage, Luftartistik und dem ganzen Spektrum der Zirkuskunst ein schillerndes Gesamtkunstwerk entstehen (Foto: Jule Felice Frommelt).

Elf Artistinnen und Artisten, die ihren Abschluss 2022 in der Staatlichen Artistenschule Berlin gemacht haben, erschaffen in der Show „Whisper & Shout“ ein Kaleidoskop von Gegensätzen. Sie stürmen behutsam nach vorne, um die flache Tiefe einer Sekunde auszuloten. Immer offen für Umwege, Abkürzungen und Verschiebungen.

Sie rufen leise: „Unser Beruf ist unsere Berufung!“ und flüstern laut: „Welcome to our World!“ Aber manchmal reicht die Sprache nicht aus, um das Gewollte auszudrücken – dann wählen die jungen Künstlerinnen und Künstler den Weg der Poesie.

Die Aufführung „Whisper & Shout“ nutzt die Freiheit der Kunst, um die Logik in ihre Schranken zu weisen und dem Irrationalen mehr Bedeutung zu geben. So kann ein Orchester auch mal ausschließlich aus Dirigenten bestehen oder die Stille explodiert und der Krach versandet.

Besucherinnen und Besucher sollten möglichst mit dem Öffentlichen Nahverkehr zum Veranstaltungsort kommen, da es vor Ort nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten gibt. Weitere Informationen zu dem Sommerkulturprogramm finden Interessierte auf der Internetseite www.muschelsalat.hagen.de.

Hohenhof: Ein Blick unter die Erde

26. Juni 2022

Gartenarchäologische Untersuchungen fördern Rekonstruktion der Gartenanlage

Hohenhof_Luftbild_Graeben_Foto_LWL-AfW_Olpe_Lutz_Cramer_maxEin Luftbild der Gartenanlage am Hohenhof mit den Gräben für die neuen Mauern. Foto: LWL-AfW Olpe, Lutz Cramer.

Die Rekonstruktion der historischen Gartenanlage am Hohenhof im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) nimmt weiter Form an: Derzeit ziehen Mitarbeiter der Firma Eurovia Gräben für die neu zu errichtenden Mauern im Westgarten und bereiten einen Holzzaun mit Toranlage vor.

Damit eine Dokumentation und Sicherung historischer Bausubstanz gewährleistet ist, arbeiten die Untere Denkmalbehörde sowie die Planer der Stadt Hagen und der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) eng mit der Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zusammen. Die Ergebnisse aus den gartenarchäologischen Untersuchungen stellen eine Bereicherung für die möglichst detailgetreue Rekonstruktion der Gartenanlage am Hohenhof dar.

Rekonstruktion: wichtige Erkenntnisse bereits 2019

Bereits 2019 führten Archäologinnen und Archäologen des LWL unter der Leitung von Dr. Eva Cichy vorbereitende Untersuchungen an mehreren Stellen im Garten am Hohenhof durch. Damals wurden auf Grundlage eines gartendenkmalpflegerischen Entwicklungskonzeptes der Landschaftsarchitektin Susanne Weisser Bereiche festgelegt, in denen die Grabungen der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie genauere Informationen liefern sollten.

In einigen Bereichen fehlen historische Belege, ob die Planungen von Henry van de Velde und Leberecht Migge tatsächlich vollständig umgesetzt wurden. Ein Blick unter die Erde sollte Gewissheit bringen: Mit den gartenarchäologischen Untersuchungen gewannen die Untere Denkmalbehörde der Stadt Hagen und die LWL-Archäologie bereits wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der historischen Pläne, noch bevor die eigentliche Ausführungsplanung am Hohenhof durchgeführt wurde. Diese flossen in die Ausführungsplanung mit ein.

Denkmaltag 2019: wichtiges Fundstück verschwunden

Im September 2019 erhielten die Untere Denkmalbehörder der Stadt Hagen und die LWL-Archäologie einen Rückschlag: Nach dem Tag des offenen Denkmals im September 2019 verschwand ein wichtiges Fundstück aus den archäologischen Grabungen – ein historischer Ziegelstein aus der Buddhagrube.

Erst kürzlich entdeckte die Untere Denkmalbehörde bei einem ihrer Ortstermine den vermissten Ziegelstein in der Nähe der Buddhagrube wieder. Zur Freude aller Beteiligten soll der Stein als eines der wenigen Exponate vom Hohenhof Teil der geplanten Ausstellung „Archäologie der Moderne“ im LWL-Museum für Archäologie in Herne werden.

Weitere Untersuchungen im aktuellen Baufortschritt

Die Stadtarchäologie Hagen und die beim LWL zuständige archäologische Außenstelle Olpe führten vor und während des diesjährigen Bauschritts baubegleitende Untersuchungen durch. Im April 2022 zeigte sich bei einzelnen Grabungsschnitten im Bereich des Waldgartens, dass die dort vermuteten Überreste eines Spielplatzes aus der Zeit von Karl Ernst Osthaus nicht mehr vorhanden sind.

Obwohl diese nicht bei den Neuplanungen weiterhelfen können, ziehen die Archäologinnen und Archäologen daraus eine positive Erkenntnis. Im Gegensatz dazu konnten die Archäologen im Westgarten, wo aktuell die Gräben angelegt werden, Teile der historischen Mauern dokumentieren. Die Mauern bildeten an dieser Stelle einst die Terrassen des Nutzgartens.

Aktuell arbeiten die Mitarbeiter der Firma Eurovia aufgrund von langen Lieferzeiten und Lieferengpässen unter anderem von Natursteinen und Holz in der Zwischenzeit an der Wiederherstellung der sogenannten Buddhagrube und den historischen Stufenanlagen im Waldgarten. Das vorhandene Material wird teilweise aufgenommen und gereinigt und soll überwiegend wiederverwendet werden.

„Sage vom Ganzen den Satz“

23. Juni 2022

Literatur-Kammerkonzert mit Texten Ernst Meisters

Berthold_Matschat__maxDer Komponist, Jazzpianist und Arrangeur Berthold Matschat komponierte zu ausgewählten Gedichten Ernst Meisters musikalische Miniaturen. Foto: Reinhard Gundlach.

Musik und Lyrik gehen am Sonntag, 26. Juni, um 16 Uhr eine neuartige Liaison ein: Im Auditorium des Kunstquartiers Hagen findet ein Mit- und Nebeneinander von vorgetragenen Texten und live gespielter Kammermusik statt. Es werden neue, eigenständige Kompositionen für Violine, Cello und Konzertflügel zu Gedichten Ernst Meisters aufgeführt.

Der Schauspieler Peter Schütze trägt mit und ohne musikalische Begleitung Originaltexte des bekanntesten Hagener Dichters vor. Bei dieser Abschlussveranstaltung des Ernst-Meister-Projektes 2021/22 zum 110. Geburtstag des Dichters wird eine neue CD vorgestellt, die die Kompositionen von Berthold Matschat zu Ernst Meisters Lyrik enthält.

Die Hagener Neue Ernst-Meister-Gesellschaft beauftragte den Komponisten, Jazzpianisten und Arrangeur Berthold Matschat mit der Aufgabe, zu ausgewählten Gedichten Ernst Meisters musikalische Miniaturen zu komponieren.

Zwischen Oktober 2020 und Mai 2022 entstanden so 19 Stücke mit großer musikalischer Bandbreite: jazzige balladeske Klavierstücke, Tango, impressionistische Klavierimprovisationen und harmonisch freie Neue Musik. Beim Literatur-Kammerkonzert kommen sie nun zur Aufführung, mit Berthold Matschat am Konzertflügel, Marie-Louise Hartmann an der Violine und Klaus-Dieter Brandt am Cello.

26 Gedichte Ernst Meisters aus fünf Jahrzehnten, also der Zeitspanne von 1930 bis 1979, dienten als Inspiration. „Im Mittelpunkt stehen die wenig bekannten Liebesgedichte und die schönen mediterranen Gedichte Ernst Meisters“, sagt Reinhard Gundlach, Neue Ernst Meister Gesellschaft, der durch das Programm führt.

„Gedichte mit Bezug zum heimatlichen Hagen-Haspe fehlen ebenso wenig wie die späten ikonischen Gedichte, für die mein Großvater 1979 den Büchner-Preis erhielt. Den Auftakt machen biografisch gefärbte ganz frühe Gedichte, die dem damals 21-jährigen Dichter den Beinamen ,Kandinsky der Lyrikʼ einbrachten.“

Peter Schütze, der sich über Jahrzehnte mit seiner Tätigkeit beim Hagener Stadttheater einen Namen gemacht hat, trägt Lyrik Meisters vor, die sich zeitweise verwebt mit den Kompositionen Berthold Matschats.

Der Musiker sagt über Meister: „Mich hat die unmittelbare Wucht der Gedichte von Ernst Meister sehr bewegt und beeindruckt. Die Gedichte inspirierten mich ebenso unmittelbar zu musikalischen Miniaturen. Die bilderreiche Sprache und der Wirkungszeitraum Ernst Meisters ließen mich zunächst an Maurice Ravel denken. Und so sind in der Auseinandersetzung mit den Gedichten erstaunliche, unerhörte Stücke entstanden, die in der Tat einerseits Ähnlichkeit mit Ravel aufweisen, andererseits durch meinen jazzigen Hintergrund mit deutlich erweiterter Harmonik und Rhythmik aufwarten.“

So war es ein zerknülltes Stück Zeitungspapier, das Ernst Meister in den frühen 1950er Jahren zu einem kurzen Gedicht inspirierte. Dieser Text wiederum regte 70 Jahre später den Komponisten Matschat zu einer aktuellen musikalischen Reflexion über Nachrichtenflut, medial vermittelte Gewalt und Schicksalsmomente im menschlichen Leben an.

Das gesamte Programm des Literatur-Kammerkonzerts „Sage vom Ganzen den Satz“ erscheint am 21. Juni auf CD mit 26 Gedichten und 19 musikalischen Miniaturen als Eigenproduktion der Neue Ernst Meister Gesellschaft. Die CD wird im Kunstquartier zum Preis von 15 Euro zu erwerben sein.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit der Neuen Ernst Meister Gesellschaft mit dem Hagener Kulturbüro statt. Sie wird finanziell unterstützt von der Sparkassenstiftung für Hagen, der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung und weiteren Sponsoren. Der Eintritt ist frei.

Kleine literarische Geschichten

21. Juni 2022

Lesung des Autorenkreises Ruhr-Mark

Wer Lust auf kleine literarische Geschichten hat, sollte die Lesung des Autorenkreises Ruhr-Mark in der Stadtteilbücherei Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, am Donnerstag, 23. Juni, um 16 Uhr nicht verpassen.

Die drei Autorinnen und Autoren Annette Gonserowski, Wilfried Diener und Brigitta Willer tragen Kritisches und Poetisches aus ihren Werken vor. Ab 15 Uhr können Interessierte das Lesecafé der Bücherei besuchen, um mit einem Stück selbst gebackenem Kuchen sowie einer Tasse Kaffee den Geschichten zu lauschen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon 02331/207-4477.

Führung am Hohenhof und am Stirnband

17. Juni 2022

So., 19.06.2022, 16:00-18:00 Uhr

moll_hh_toreingang_W2Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen. Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-Entwürfe in die Tat umzusetzen. Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen (Foto: Willy Moll).

Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eine telefonische Anmeldung unter der Nummer +49 2331 207 2740 ist notwendig. Es wird eine Teilnahmegebühr zusätzlich zum Eintrittsgeld erhoben. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

See, Listen, Know…Me

15. Juni 2022

17.06.2022, 19:30 und 20:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

SKLMBobby Briscoe, der kreative Kopf der Produktion hat ein breites Spektrum an Erfahrungen im Bereich Tanz. Seit über 20 Jahre arbeitet der professionelle Balletttänzer auf internationalem Parkett. Japan, Kanada, Thailand, Deutschland, China, Ungarn und die USA sind nur einige Stationen seines Wirkens.

Eigene Werke hat er unter anderem für das Sacramento Ballett (Kalifornien), das Theater Regensburg, die Ocean Ballett School (Fukuoka, Japan) und das Theater Hagen kreiert und umgesetzt.

Im Sommer 2021 wurde sein Werk: „See, Listen, Know…Me“ in Zusammenarbeit mit dem Emil Schumacher Museum realisiert und durch das Land Nordrhein Westfahlen gefördert. Das Werk fand großen Anklang und wurde in das Deutsche Tanzarchiv in Köln aufgenommen.

Mit dem choreografischen Vokabular seiner Tanzsprache, welche auf dem klassischen Ballett sowie zeitgenössischen Bewegungsstilen basiert, nimmt Bobby Briscoe Stellung zu verschiedenen globalen Themen unsere Zeit.

Das Programm des Abends wird nacheinander zwei Mal aufgeführt (um 19.30 Uhr sowie um 20 Uhr) und besteht jeweils aus einer LIVE Tanzperformance von zwei Tanzstücken aus dem Tanzdokumentarfilm mit eigens geschaffenen Musikkomposition von Music Engineer RiotOnTheBeat (Foto: ESM).

Nächte in spanischen Gärten

14. Juni 2022

Duo Casals – Felicitas Stephan (Violoncello) & Juan Carlos Nawarro (Gitarre)
16.6.2022, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Duo_Casals_Volkerbeushausen_W3Auf seiner musikalischen Reise durch Spanien und Lateinamerika gelingt es dem Duo Casals (Foto: ESM), den Zauber einer Nacht in einem spanischen Garten entstehen zu lassen durch ein Klangfarbenspektrum, das in der Kammermusik seinesgleichen sucht. Die Zuhörer erwartet ein besonders faszinierendes Konzerterlebnis, das durch die Kombination von gezupften und gestrichenen Tönen von Cello und Gitarre entsteht.

Das Duo Casals ist in der Klassik zuhause, aber mit einer Seele, die Lateinamerikanisches spürt. In ihrem neuen Programm stellen Felicitas Stephan (Violoncello) und Juan Carlos Arancibia Navarro (Gitarre) vor allem lateinamerikanische und spanische Musikperlen vor, die sowohl von der klassischen Tradition als auch von der vielfältigen Volksmusik beeinflusst sind. Denn früher wie heute gilt: Musik kennt keine Grenzen und die Welt der Musik ist universell.

Eintritt frei, Anmeldung ist nicht mehr erforderlich.

Benefizgala: Publikum zeigte sich begeistert

13. Juni 2022

GALA_7241_c_inkavogelAm 11. Juni 2022 fand als Benefiz-Vorstellung die dritte „Regenbogengala“ im Theater Hagen statt.

Das Publikum zeigte sich begeistert von der glanzvollen und facettenreichen, spartenübergreifenden Veranstaltung, welche von Gesangssolisten des Theaters Hagen, vom Ballett Hagen und vom Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton gestaltet wurde.

Bei diesem, von Intendant Francis Hüsers und Ballettmanagerin Waltraut Körver moderierten Abend wirkte als Stargast die Sopranistin Kammersängerin Hellen Kwon mit, die ihre Karriere einst am Hagener Theater begonnen hat (Foto: Inka Vogel).

Der gesamte Erlös (Ticket-Einnahmen und Spenden) von insgesamt 10.524,25 Euro geht zu gleichen Teilen an die AIDS-Hilfe Hagen e.V. sowie an Luthers Waschsalon. Das Theater Hagen mit allen seinen Mitarbeitern freut sich sehr, damit die größtenteils durch Ehrenamtliche getragene und so wichtige Arbeit dieser beiden Hagener Einrichtungen erneut unterstützen zu können.

An die Freude – Beethovens Neunte

11. Juni 2022

Zehntes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Das Philharmonische Orchester Hagen hat sich den Höhepunkt seiner Sinfoniekonzerte bis zum Ende aufgespart: Im 10. Sinfoniekonzert am 14. Juni 2022 (19.30 Uhr, Stadthalle Hagen) interpretiert es Ludwig van Beethovens Neunte, die einflussreichste Sinfonie aller Zeiten.

Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton singen die Solistinnen und Solisten Angela Davis (Sopran), Maria Markina (Alt), Corby Welch (Tenor) und Insu Hwang (Bariton). Für noch mehr Stimmpower sorgen der Philharmonische Chor Hagen und der Chor des Theaters Hagen.

Charlotte_Bray_Außerdem erlebt das Publikum an diesem Abend als kleine Sensation eine Uraufführung: Die renommierte britische Komponistin Charlotte Bray (Foto: David Beecroft) hat im Auftrag des Philharmonischen Orchesters Hagen, unterstützt durch das Förderprogramm „Neue Wege“ des Landes Nordrhein-Westfalen, das beeindruckende Orchesterwerk „Forsaken“ geschrieben. Darin beschäftigt sie sich mit der Gletscherschmelze im Polarmeer. Zu hören sind ebenso eisknisternde wie eisberghaft rumpelnde Klänge – filigran und wuchtig zugleich.

Feinfühlig wird zudem das Ensemblemitglied des Theaters Hagen Angela Davis die „Rückert-Lieder“ von Gustav Mahler interpretieren – große Musik, die tief bewegt.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

32. Schul- und Jugendtheatertage XXL

10. Juni 2022

Ein Festival für den jungen Theaternachwuchs – 10. bis 15. Juni

Auf den Bühnen des Theaters Hagen, in der Stadthalle und im öffentlichen Raum in Wehringhausen

Nach langer Pause ist es endlich soweit: Die Bühnen des Theaters Hagen gehören wieder den Kindern und Jugendlichen dieser Stadt! Die diesjährigen Schul- und Jugendtheatertage stehen ganz im Zeichen eines waschechten Festivals: Begegnung, Austausch und das kreative Miteinander bilden den Kernpunkt eines facettenreichen Programms.

Zwischen dem 10. und 15. Juni 2022 präsentieren Schultheatergruppen, freie Jugend-Ensembles und der Theaternachwuchs der LUTZ Theaterzentrale und von iMove HA des Balletts Hagen ihre Produktionen.

Junge Stimmen – ganz laut: Ob Zirkusshow, Theaterspaziergang, selbst entwickelte Theaterproduktion, Animationsfilm oder Modern Dance – die jungen Menschen haben hier die Möglichkeit, ihre Werke v.a. auf den Bühnen von Lutz und Opus zu präsentieren. Zusätzlich entdecken sie gemeinsam neue künstlerische Wege, kommen bei Diskussionsrunden ins Gespräch, nehmen zusammen an Workshops teil, tauschen sich aus und machen sich im Theater und der Stadt sichtbar, hörbar und spürbar.

Die Eröffnung bildet am 10. Juni um 18 Uhr die Uraufführung von „Auf zu neuen Welten!“ – Eine theatrale Expedition der LUTZ Theaterzentrale, ab 12 Jahren, die auf unterschiedlichen Routen durch Wehringhausen führt: Denn ausgerechnet in Wehringhausen sind neugierige Außerirdische auf der Suche nach einem Ort für ihre Zukunft gelandet.

Gemeinsam mit den Zuschauern begeben sie sich auf Erkundungstouren ins Herz der Stadt. Vor dem großen Zusammentreffen auf dem Wilhelmsplatz begegnen sie auf ihrem Weg jungen Menschen, die mit Musik, Tanz, Schauspiel, Poetry Slam und Kunstwerken ihre Ideen für neue Welten mitteilen.

Weitere Termine: 11.6., 16 & 18 Uhr. Die Teilnahme ist, wie bei allen Veranstaltungen der Schul- und Jugendtheatertage, kostenlos; nach der Anmeldung über lutz@theaterhagen.de wird der Startpunkt der Tour zugeschickt.

Restlos ausverkauft sind die letzten Vorstellungen der Kinderoper „Max und Moritz“ (11. und 12.6.). Bei allen anderen Vorstellungen und dem vielseitigen Workshop-Programm gibt es noch freie Plätze.

Das weitere Programm:

  • Workshops zu verschiedenen Themen (Masken, Musik, Stimmbildung, Plakatgestaltung, Improvisation, Regie, Tanz); 14.6. und 15.6.
  • „Zeitgeist“ – Eine Stop Motion Zeitreise der DG-Abschlussklasse der Gesamtschule Haspe; 14.6., 15.45 Uhr, Lutz Foyer
  • „Circushäppchen“ – Eine spektakuläre Show des Kinder- und Jugendcircus der Ev. Jugend im Kirchenkreis Hagen Quamboni; 14.6., 16.30 Uhr, Lutz
  • „Drei Schwestern. Sehr frei nach.“ und IN;SYNC – Performances von und mit dem Team Transit (Lutz Hagen) und von iMove HA (Ballett Hagen), ab 14 Jahren; 14.6., 18 Uhr, 15.6, 18.30 Uhr, Opus
  • „Spielbar“ – Workshop-Präsentation; 14.6., 18.00 Uhr, Stadthalle
  • „Mein Name“ – Ein Theaterstück der JungStars des Ricarda-Huch-Gymnasiums; 15.6., 14.15 Uhr, Opus
  • „Im Namen der Angst“ – Surreale Geschichte von und mit dem Team Turbulenzen (Lutz Hagen), ab 12 Jahren; 15.6., 15 Uhr, Lutz
  • „Meine Schwester“ – Eine szenische Arbeit des AWO Jugendcafé Real; 15.6., 17.45 Uhr, Lutz
  • Abschlussveranstaltung; 15.6., 19.30 Uhr, Innenhof Theater Hagen

​Weitere Informationen (Teilnahmebedingungen, Workshop-Termine u.a.) sowie Tickets sind an der Theaterkasse (Tel. 02331 207-3218) oder auf www.theaterhagen.de erhältlich.

Theater: Benefizgala zum Ausklang der Saison

10. Juni 2022

Kwon_HellenZum dritten Mal feiert das Theater Hagen gemeinsam mit seinem Publikum am Spielzeitende die Regenbogengala (11. Juni 2022, 19.30 Uhr, Großes Haus): Ein buntes Programm – farbenreich wie ein Regenbogen – wird von den verschiedenen Sparten gestaltet. Der Erlös dieser Benefiz-Veranstaltung geht an die Hagener Einrichtungen AIDS-Hilfe Hagen e.V. und Luthers Waschsalon.

Für die facettenreichen Darbietungen im Musiktheaterbereich konnte als Stargast die international gefragte südkoreanische Sopranistin Kammersängerin Hellen Kwon gewonnen werden, die ihre Karriere am Theater Hagen begonnen hat (Foto: Staatsoper Hamburg).

Zudem werden die zum Ensemble gehörenden Gesangssolisten Angela Davis, Insu Hwang, Anton Kuzenok, Kenneth Mattice, Penny Sofroniadou sowie als weiterer Gast Maria Markina beliebte Arien und Musiknummern aus Werken von Mozart, Beethoven, Tschaikowsky, Verdi, Puccini, Strauß u.a. zum Besten geben, begleitet vom Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton.

Mit dem Ballett Hagen können die Besucher das künstlerisch und tanztechnisch große Spektrum dieser Company in markanten Ausschnitten aus Produktionen dieser Spielzeit Revue passieren lassen. Ferner werden Passagen aus neuen Choreographien aus „SubsTanz“ (Tänzerinnen und Tänzer choreographieren) gezeigt.

Und als Highlight ist einmalig das Tanzstück „A Strati“ zu erleben, das kürzlich beim Festival „Barnes Crossing“ in Köln den 1. Preis für das beste Duett gewonnen hat.

Künstlerische Leitung und Moderation: Joseph Trafton, Francis Hüsers, Waltraut Körver.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Anspruchsvolle und spannende Angebote

10. Juni 2022

Das neue Programm der VHS Hagen

Das neue Programm ist bunt und vielfältig – das Cover des Programmheftes weist unübersehbar darauf hin. Zusammen in Vielfalt – so lautet das diesjährige Motto der Volkshochschulen – und könnte für die VHS Hagen passender nicht sein.

„So vielfältig wie die Themen, Bilder, Künstlerinnen und Künstler sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer ersten StreetArt-Stadtrundfahrt im vergangenen April waren, ist das gesamte Kursangebot“, betont Bianca Sonnenberg, die Leiterin der VHS Hagen. „Alle sind angesprochen und für alle ist etwas dabei. So kann jede und jeder einen kleinen Teil dazu beitragen, die Welt zu retten“, verweist sie auf eine exklusive Nachhaltigkeitsreihe.

Ein reichhaltiges Kursangebot mit vielen interessanten, innovativen und lehrreichen Veranstaltungen und Unterrichtsreihen fasst das neue VHS-Programm zusammen. Von Mitte August bis Ende Dezember 2022 liefern alle Studienbereiche gleichermaßen anspruchsvolle wie auch spannende Weiterbildungsangebote.

Die Reihe mit den kostenlosen Web-Vorträgen zu ganz unterschiedlichen Themen wird auch bis Weihnachten 2022 fortgesetzt. Damit bietet die VHS wieder die Möglichkeit, ganz bequem vom heimischen Sofa aus an hochkarätigen Vorträgen und Veranstaltungen teilzunehmen.

Aktiv geht es hingegen bei den Fahrten nach Berlin oder Maastricht zu, die die neue Europabeauftragte Ina Wortmann für das neue Semester geplant hat.

Einige Höhepunkte aus dem Programm:

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Huijing Han spielt Chopin und Schumann

9. Juni 2022

11.06.2022, 14 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Hujing HanFünf Nocturnes von Frédéric Chopin und
„Carnaval“ Op.9 von Robert Schumann

Die Pianistin Huijing Han (Foto: ESM) wurde im Jahre 1982 in Shanghai/China geboren. Nach dem Besuch des Musikkonservatoriums Shanghai wurde Huijing im Jahre 1994 am Gymnasium des Konservatoriums weiter ausgebildet. Seit dem Jahr 2000 studierte Huijing an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Berlin bei Professor Gabriele Kupfernagel, und absolvierte 2005 dort mit ausgezeichneten Leistungen ihr Diplom.

Seit dem Mai 2016 unterrichtet Huijing Han als Dozentin an der Universität der Künste Berlin. Sie unterrichtet seit dem Jahre 2007 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und seit 2009 an dem Carl Philipp Emanuel Bach Musikgymnasium Berlin. Seit dem Jahr 2015 ist Huijing Han Gastprofessorin an der Universität Jiujiang in China.

Eintritt € 15, Karten sind erhältliich an der Abendkasse.

SubsTanz – Wo_*Man statt Fährmann

9. Juni 2022

Vorstellungsänderung im Theater Hagen

Die für Freitag, 10. Juni 2022 angekündigte Vorstellung des Tanzstücks „Fährmann“ von Gundula Peuthert kann aus Krankheitsgründen in der Company leider nicht stattfinden. Es ist jedoch gelungen, dem Publikum an diesem Abend dennoch eine Ballett-Aufführung präsentieren zu können: „SubsTanz – Wo_*Man“.

Die Theaterkasse setzt sich mit den Abonnenten und Karteninhabern in Verbindung. Tickets für den 10. Juni 2022 sind für 12 Euro erhältlich.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per E-Mail unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de.

Literaturtreff in der Bücherei Hohenlimburg

8. Juni 2022

Um das Buch „Die Enkelin“, das neue Werk von dem bekannten Autoren Bernhard Schlink, geht es beim nächsten Lese- und Literaturkreis für literarisch Interessierte und Lesefreunde jeden Alters am Freitag, 10. Juni, um 18 Uhr in der Stadtteilbücherei Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8.

Das Buch handelt von Kaspar, der nach dem Tod seiner Frau Birgit entdeckt, dass sie vor ihrer Flucht aus der DDR zu ihm in den Westen ein Mädchen zur Welt gebracht hat. Er sucht und findet Svenja, die mit einem Neonazi zusammenlebt. Kaspar ist fasziniert von Svenjas 14-jährigen Tochter Sigrun, die der Welt noch offen gegenübersteht.

Die Veranstaltung ist kostenlos und dauert etwa eineinhalb Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, eine Maske zu tragen. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon 02331/207-4477.

Lesung in der Theaterbotschaft

5. Juni 2022

Begleitveranstaltung zur Oper „A Room of One’s Own“

A Room of One’s OwnIm Zusammenhang mit der am 14. Mai 2022 uraufgeführten Oper „A Room of One’s Own“ von Outi Tarkianen (Foto: Jörg Landsberg) bietet das Theater Hagen am 7. Juni 2022, 19.00 Uhr, als Begleitveranstaltung eine Lesung in der Theaterbotschaft (Kampstraße 13, Hagener Innenstadt) an.

Eine Lesung aus dem Essay „A Room of One’s Own“ („Ein eigenes Zimmer“) von Virginia Woolf und aus dem darauf basierenden Libretto von Francis Hüsers für die gleichnamige Oper von Outi Tarkiainen (in englischer und deutscher Sprache). Es lesen: Kristina Günther und Sara Walmsley. Eintritt frei. Es gibt nur wenige Plätze.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per Email unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de

Mittwochs, umsonst und draußen

4. Juni 2022

„Muschelsalat“ bietet wieder buntes Programm

„Mittwochs, umsonst und draußen“: Auch in diesem Jahr erwartet Besucherinnen und Besucher unter diesem Motto wieder ein abwechslungsreicher Kultursommer im Rahmen des beliebten Hagener „Muschelsalat“-Festivals.

Seit 36 Jahren ist die Open-Air-Veranstaltungsreihe aus dem Kulturgeschehen der Stadt nicht mehr wegzudenken. Von Mittwoch, 29. Juni, bis Mittwoch, 10. August, lädt das Kulturbüro Hagen wieder zu einem bunten Kulturprogramm im gesamten Hagener Stadtgebiet ein.

Ein fester Bestandteil des „Muschelsalat“-Festivals ist seit vielen Jahren die „Odyssee: Musik der Metropolen“. Auch in diesem Jahr wird die beliebte Reihe an drei Abenden wieder an der Konzertmuschel im Volkspark stattfinden.

Viele weitere Vorstellungen können Besucherinnen und Besucher in verschiedenen Stadien im Hagener Stadtgebiet erleben. Hier gilt die Besonderheit, dass die Veranstaltungen jeweils zweimal pro Abend stattfinden, damit sich die Zuschauerinnen und Zuschauer sicher aufgehoben und gut fühlen können.

Los geht es am Mittwoch, 29. Juni, mit der 18. Absolventenshow der Staatlichen Artistenschule Berlin. Um 17.30 Uhr sowie bei einer weiteren Vorstellung um 20.30 Uhr können Besucherinnen und Besucher auf der Kampfbahn Boelerheide, Kapellenstraße 30, ein Kaleidoskop von Gegensätzen in der Show „Whisper & Shout“ erleben.

Weiter geht es am Mittwoch, 6. Juli, mit dem ersten Teil des dreiteiligen Masken-Beatbox-Theaterstücks „Klasse Klasse“ des Theater Strahl. Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet bei zwei Vorstellungen um 18 Uhr und erneut um 20.30 Uhr auf dem Sportplatz Waldlust in Wehringhausen, Deerthstraße, eine akustische Reise in Themen rund um das Erwachsenwerden.

Mit einem musikalischen Doppelprogramm, bestehend aus Hip-Hop und Afro-Folk, feiert die „Odyssee: Musik der Metropolen“ am Mittwoch, 13. Juli, um 19.30 Uhr ihren Auftakt in der Konzertmuschel im Volkspark, Körnerstraße/Karl-Marx-Straße. Los geht es mit einem Auftritt des musikalischen Quartetts „Makatumbe“, gefolgt von der senegalesischen Formation „Mariama & Vieux“. Höhepunkt des Abends ist ein gemeinsamer Auftritt beider Bands unter dem Motto „Makatumbe meets Mariama“.

Weiter geht es mit dem zweiten Teil der „Odyssee: Musik der Metropolen“ am Mittwoch, 20. Juli, um 19.30 Uhr in der Konzertmuschel im Volkspark, Körnerstraße/Karl-Marx-Straße. Mit „packender Frauenpower“ nimmt die Band „Iva Nova“ Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise in die Welt des futuristischen „Avantgarde Punk“.

Das stimmgewaltige Quintett „Tsaziken“ aus Köln schließt am Mittwoch, 27. Juli, die „Odyssee: Musik der Metropolen“-Reihe ab. In ihrem Programm „Musikkulturen Europas“ bieten die fünf Musikerinnen um 19.30 Uhr in der Konzertmuschel im Volkspark, Körnerstraße/Karl-Marx-Straße, einen Einblick in Lieder aus diversen Ländern.

Auf der Kampfbahn Struckenberg in Eilpe, Dünne Eichen, erwarten Besucherinnen und Besucher am Mittwoch, 3. August, gleich zwei aufregende Theatervorstellungen. Um 18 Uhr sowie um 20.30 Uhr präsentiert das „Teatro SÓ“ sein gefühlvolles und tragisches Stück „Sorriso“. Im Anschluss vereinen die Akteure von „La Trócola Circ“ verschiedene Disziplinen wie Akrobatik, Jonglage und Live-Musik in ihrer Show „Emportats“.

Die finale Veranstaltung des diesjährigen „Muschelsalat“-Festivals stellt das Thema Jonglage in den Mittelpunkt. Am Mittwoch, 10. August, präsentieren „Stefan Sing und Ensemble Critical-Mess“ ihr Programm „DODAI“. Um 18 Uhr sowie bei einer weiteren Vorstellung um 20.30 Uhr können Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Kampfbahn Boelerheide, Kapellenstraße 30, das große metaphorische Potenzial, das die zeitgenössische Zirkuskunst besitzt, erleben.

Allen Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, die Veranstaltungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln aufzusuchen, da es nur eingeschränkte Parkmöglichkeiten an den jeweiligen Veranstaltungsorten gibt. Alle Informationen zu dem diesjährigen „Muschelsalat“-Programm erhalten Interessierte im Programmheft.

Premiere im Theater Hagen: „Heroes“

3. Juni 2022

Rock-Pop-Grunge-Theater-Party

heroes_HP1_0141_┬®matthias_jungMit Musik von David Bowie, The Beatles, Janis Joplin, The Rolling Stones, Amy Winehouse, Deep Purple, P!NK, Queen, Jimi Hendrix, The Doors, Adele u. a. am Samstag, 4. Juni 2022, 19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus.

Nach „Take a Walk on the Wild Side“ und „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ feiert mit „Heroes“ die dritte Musik-Theater-Party der besonderen Hagener Art Premiere (Foto: Matthias Jung). Und David Bowie liefert mit „We can be heroes, just for one day!“ dazu Titel und Motto.

Die pathetisch-romantisch-ironische Rede von den „Helden“ beziehen wir aber nicht nur auf das Liebespaar an der Berliner Mauer aus Bowies Song und auch nicht nur auf die Reihe der Rock- und Popstars, die steil aufgestiegen, jung gestorben und verhängnisvoll verklärt, bis heute mit ihrer Musik lebendig sind.

Allerdings soll der sogenannte Club 27 – von Janis Joplin bis Amy Winehouse, von Jimi Hendrix, Brian Jones von The Rolling Stones und Jim Morrison bis Kurt Cobain von Nirwana, die alle mit 27 Jahren verstarben – thematisch ein Startpunkt sein für das Abtauchen in die ganze Rock- und Pop-Geschichte seit den 1960er Jahren, die wir auf der Bühne und im Saal des Theaters lebendig werden lassen.

Im Hintergrund stehen dabei amerikanische wie europäische Themen, die als Slogans und Helden-Geschichten ganz eigener Art in die Musik der Zeiten Eingang fanden. Sie bestimmten die Songs, die Songs aber spiegeln noch heute unsere Gefühle wider und begleiten uns im Alltag.

„Heroes“ feiert das Leben und die Musik, ausgelassen und fetzig als Rock-Pop-Grunge-Theater-Party voll Nostalgie und Tempo.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

„Vielfalt tut gut“-Festival kehrt zurück

2. Juni 2022

Tanzen, Feiern, Schlemmen: Nach zwei langen Jahren ohne das „Vielfalt tut gut“-Festival in Hagen wartet bei dem beliebten interkulturellen Sommer-Open-Air am Samstag, 11. Juni, von 15 bis 22 Uhr im Dr. Ferdinand-David-Park am AllerWeltHaus wieder ein kunterbuntes Kultur- und Familienprogramm mit mitreißenden Konzerten und kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt auf alle Besucherinnen und Besucher. Das Festival findet wie in den vergangenen Jahren bei freiem Eintritt statt.

„‚Vielfalt tut gut‘ gibt es seit 2008 und wir sind nach der zweijährigen Zwangspause sehr froh, wieder an die Tradition anknüpfen zu können“, sagen die Veranstalterinnen und Veranstalter. Denn das Festival ist sowohl ein (inter-)kultureller Höhepunkt im Fest-Portfolio der Stadt Hagen als auch ein nachdrückliches und positives Signal gegen Rassismus und Ausgrenzung jeglicher Art.

Etwa 30 Hagener Träger aus Jugend-, Bildungs- und Kulturarbeit, Fachbereiche der Stadtverwaltung, Vereine und Migrantenselbstorganisationen beteiligen sich 2022 an der Veranstaltung. „Beim ‚Vielfalt tut gut‘-Festival können sich Besucherinnen und Besucher bei internationalem Essen, Musik und Spielen miteinander austauschen und gegenseitig kennenlernen“, sagt Hannah Scharlau, Fachgebietsleiterin im Bereich Jugendförderung der Stadt Hagen und Leiterin des Projektes „Demokratie leben!“.

Die Veranstaltergemeinschaft des Festivals, bestehend aus dem Jugendring Hagen e.V. und dem AllerWeltHaus Hagen e.V, der Integrationsagentur der Diakonie Mark-Ruhr gemeinnützige GmbH sowie des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen (KI), bietet Besucherinnen und Besuchern nach der Coronapause wieder ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm. Sie erwartet ein abwechslungsreicher Mix aus lokalen Künstlerinnen, Künstlern und Gruppen.

Die mitreißenden Rhythmen der elf Trommlerinnen und Trommler der Band „Donga & Living Rhythm“ aus Iserlohn laden am Festival-Abend zum Mittanzen ein. Als besonderer Gast tritt die kolumbianische Band „Doctor Krapula“ auf, die unter anderem mit bereits fünf Nominierungen zum „Latin Grammy“ ausgezeichnet wurde und mit ihrem Mix aus Cumbia, Ska, Hip-Hop, Reggae und Dance Hall für das richtige Sommerfeeling sorgt.

Auch kulinarisch bleiben bei der Veranstaltung kaum Wünsche offen. „In diesem Jahr können sich Besucherinnen und Besucher auf eine authentische und kulinarische Vielfalt freuen“, sagt das „Vielfalt tut gut“-Team. „Vegane und vegetarische Angebote aber auch Spezialitäten aus Indonesien, Afrika und der Türkei werden von unterschiedlichen Organisationen und Initiativen angeboten.“

Weitere Informationen zum Programm erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vielgut.de.

Kinotipp: Belfast

1. Juni 2022

Fr. 03.06.2022, 19:00 Uhr, Kino Babylon, HA-Wehringhausen

GB 2021 Regie & Buch: Kenneth Branagh, 98 Min., mit Jude Hill, Caitríona Balfe, Judi Dench, Jamie Dornan u.a.
Eintritt: 8€ / 6€

Sommer, 1969 in Belfast: Der neunjährige Buddy (Jude Hill) ist Sohn einer typischen Arbeiterfamilie in der nordirischen Hauptstadt. Er liebt Kinobesuche, Matchbox-Autos und seine Großeltern – außerdem schwärmt er für eine seiner Mitschülerinnen.

Als jedoch die gesellschaftspolitischen Spannungen in Belfast eskalieren und es daraufhin sogar in der friedlichen Nachbarschaft zu grausamen Gewalteruptionen kommt, endet die idyllische Kindheit von Buddy mit einem Schlag. Während seine Eltern versuchen, die Zukunft der Familie zu sichern, ist Buddy gezwungen, viel zu schnell erwachsen zu werden. Trotz allem versucht er, seine Lebensfreude und seine Begeisterung für Film und Fernsehen nicht zu verlieren …

Uraufführungen des Balletts Hagen

1. Juni 2022

Die jungen Choreographen des Balletts HagenDie jungen Choreographen des Balletts Hagen. Foto: Leszek Januszewski.

Zum Ende der Spielzeit für das Ballett Hagen kommen fünf Choreographien von Ensemblemitgliedern der Company am 3. Juni 2022 (19.30 Uhr) im Theater Hagen (Opus) zur Uraufführung.

Wieder einmal haben die Tänzerinnen und Tänzer die Gelegenheit erhalten, selbst Chorographien zu entwickeln, diese mit ihren Kollegen einzustudieren und für die Bühnen-, Kostüm- und Lichtgestaltung sowie für die Musikauswahl eigenständig verantwortlich zu zeichnen.

Unter dem weit gefassten Thema „WO_*MAN“ entstanden Werke, die Fragen der Geschlechterzuordnung unter die Lupe nehmen. Unter einem jeweils sehr persönlichen Blickwinkel wurden choreographisch präzise Miniaturen entworfen, die das Selbstverständnis als Frau, als Mann in unserer Gesellschaft beleuchten.

Mit einem großen Gruppenstück eröffnet Sara Peña diesen Tanzabend unter dem Titel „AGUA“. In ihrer Choreographie mit Gitarrensoli und Flamenco-Rhythmen besinnt sie sich auf ihre spanischen Wurzeln und spiegelt den traditionellen Umgang in einer dörflichen Gemeinschaft mit deren Unerbittlichkeiten in der Rollenzuweisung.

Einen fast philosophischen Ansatz wählt Julie Endo für ihr Trio „QUANDO QUANDO“, in dem sie die femininen und maskulinen Anteile in jedem Menschen auf direkte physische Aspekte tänzerisch untersucht.

Beatrice Panero wirft in ihrem Duett „RÜCKENDECKUNG“ mit Noemi Emanuela Martone als ihrer Partnerin einen choreographischen Blick auf das Verhalten von zwei Frauen, die, sich gegenseitig unterstützend, eine große Nähe entwickeln und dabei maskuline Gesten und Muster herrlich durch den Kakao ziehen.

In seinem Solo „L’ESSENZA“ spielt Dario Rigaglia mit Rollenklischees und Machismo. Die Mechanismen von Aggression und Kraft hinterfragend, beleuchtet er die Verhaltensweisen von Männern und Frauen.

In der zweiten großen Gruppenchoreographie für diesen Abend stellt Noemi Emanuela Martone in ihrem Werk „#BRINGBACKMANLYMAN“ Stereotypen und Erwartungshaltungen unter Einbeziehung der medialen Welt von Instagram, Facebook und Co in Frage. Ihr Wunsch, und damit schließt sie sozusagen den Kreis für den gesamten Abend, ist es, das Individuum in seiner Vielfalt und unabhängig welcher normativen Zuordnung, im eigenen Selbstverständnis zu ermutigen.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per E-Mail unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de.

Klassik & Jazz im ESM: Trio Torino

31. Mai 2022

02. 06. 2022, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Trio_Torino_W3Sprudelnde Spielfreude, drei Stimmen, ein Klang, es ist diese absolut perfekte Einheit in Phrasierung, Klang, Gefühl und Interpretation, die das Trio Torino von anderen unterscheidet.

Der Pianist Roberto Issoglio wurde oftmals als sensibler Mozartinterpret und einfühlsamer Spitzenmusiker gefeiert (Foto: ESM). Durch seine zahlreichen deutsch-italienischen Kollaborationen fördert er immer wieder die internationale musikalische Arbeit. Alban Pengili kommt aus Albanien und erwarb an der Folkwang Universität seinen Abschluss. Felicitas Stephan ist eine erfahrene Kammermusikerin, die die Geheimnisse großer Komponisten erspürt. Sie ist die künstlerische Leiterin des Festivals Celloherbst am Hellweg. Im Programm des Trio Torino findet man Werke von Beethoven, Mendelssohn und Grieg.

Eintritt € 20
Anmeldung ist erforderlich unter info@esmh.de oder Telefon 0 23 31 / 30 60 066

„ERNTE? HILFE!“

31. Mai 2022

Theaterstück erzählt Geschichte rumänischer Saisonarbeiter

ERNTE HILFE_Theaterstueck_ueber_rumaenische_Saisonarbeiter_maxDas Theaterstück „ERNTE? HILFE! – RECOLTĂ? AJUTOR!“ erzählt die Geschichte rumänischer Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter in Deutschland. Gemeinsam führten professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler sowie rumänische Erntearbeiterinnen und -arbeiter das Stück am vergangenen Samstag im Kultopia auf (Foto: Klaus H. Daams). Das Publikum war ebenso gemischt wie das Ensemble: deutsche und rumänische Zuschauerinnen und Zuschauer füllten gemeinsam den Saal.

Obst und Gemüse, Spargel und Erdbeeren frisch auf den Tisch. Doch wer zahlt den Preis dafür? Es sind die zahlreichen Arbeiterinnen und Arbeiter aus Rumänien auf deutschen Feldern. Ihre Arbeitsbedingungen sind miserabel, die Bezahlung vielfach geringer als der gesetzliche Mindestlohn. Sie wohnen in schlechten und überteuerten Unterkünften und haben weder eine Krankenversicherung noch Rentenansprüche.

Im Anschluss an das Theaterstück fand ein Publikumsgespräch mit dem Ensemble sowie Szabolcs Sepsi, Leiter des Beratungsteams „Faire Mobilität“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aus Dortmund, statt. Der DGB fordert ein Ende der Sonderregelungen für die Saisonarbeit und die soziale Absicherung der Beschäftigten.

Der Hagener Verein und Kooperationspartner Romano Drom e.V. engagiert sich für ein respektvolles Miteinander aller Kulturen und dafür, dass die Anliegen von Roma mehr Gehör in der Öffentlichkeit, den Verwaltungen und der Politik erhalten.

Das Theaterstück wurde gefördert vom Förderfonds Interkultur Ruhr und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.

Fast 100 Jahre alte Turnhalle ist nur noch Ruine

30. Mai 2022

„Die Turnhalle in der Nöhstraße ist zu einem Schandfleck erster Güte verkommen.“ Christiane Laufmann aus Vorhalle kann nicht glauben, dass die Stadt Hagen das Bauwerk, das vor acht Jahren unter Denkmalschutz gestellt wurde, einfach verkommen lässt. (…)

Niemanden scheint es zu interessieren, dass hier ein kommunaler Vermögenswert im Boden einsinkt und verwildert. „Das ist einfach nur noch traurig und deprimierend“, sagt Christiane Laufmann. (…)

„Auch wenn das Erscheinungsbild derzeit nicht sehr ansprechend ist, so stellt das Gebäude für mich nach wie vor ein Denkmal dar“, betont Mirjam Kötter, Leiterin der Unteren Denkmalbehörde. Die städtische Angestellte stammt selbst aus Vorhalle und hat noch in der Halle trainiert: „Die Architektur, der gestalterische Anspruch, aber auch die mit der Halle verbundene Orts- und Vereinsgeschichte sind Merkmale, die nach wie vor für die Ausweisung als Denkmal sprechen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: 2015 wurde das 1.747 qm große Grundstück von der Stadt Hagen auf ihrer Homepage für 55.000 Euro zum Kauf angeboten, ein Gebäudewert für die Turnhalle wurde nicht festgesetzt. Weitere Aktivitäten sind nicht bekannt. Um zu verstehen, was sich da möglicherweise in der Kulisse abspielt – nämlich ein vorsätzlich in Kauf genommener Verfall des Gebäudes -, muss man sich nochmals die Stimmungsmache aus dem Jahr 2014 vergegenwärtigen:

Turnhalle soll kein Denkmal werden

„Zweifellos denkmalwürdig“
Ex-Stadtbaurat Dieckmann zur Turnhalle Nöhstraße

„Ruinen, Bretterbuden, Trümmerhaufen“
Ein Lokalschreiber hetzt gegen den Denkmalschutz

Über persische Musik und Kultur

30. Mai 2022

Vortrag mit Santur-Begleitung

Kioomars MusayyebiÜber die persische Musik und Kultur von der Antike bis heute berichtet der Musiker Kioomars Musayyebi, begleitet von dem persischen Instrument Santur, in einem musikalischen Vortrag der Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 2. Juni, von 19 bis 21 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Weltbilderreihe in Kooperation mit dem AllerWeltHaus statt (Foto: Kioomars Musayyebi).

In seinem Vortrag geht Musayyebi auch auf die politisch problematische Situation von Musikern im Iran während und nach der Revolution ein. Kioomars Musayyebi wurde 1977 in Teheran geboren und studierte dort das traditionell persische Instrument Santur. Er war viele Jahre in mehreren iranischen Musikgruppen tätig und hatte diverse Konzertauftritte im In- und Ausland. Seit 2011 unterrichtet, komponiert und spielt er in Deutschland. 2015 absolvierte er sein Masterstudium im Fach „Musik.Welt“ an der Universität Hildesheim.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um eine Spende wird unter dem Motto „Zahlen Sie, so viel Sie wollen“ gebeten. Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Kursnummer 1451 erhalten Interessierte auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Führung durch die Andachtshalle des Krematoriums in Delstern

29. Mai 2022

Krematorium__Copyright_Michael_Kaub-25_maxBlick in die Andachtshalle des Krematoriums in Hagen-Delstern. Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen.

Eine Führung durch die Andachtshalle des Krematoriums in Delstern mit Dr. Elisabeth May bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 1. Juni, von 16 bis 17 Uhr an. Treffpunkt ist auf dem Friedhof Delstern, Am Berghang.

Der Mitbegründer des Feuerbestattungsvereins und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus beauftragte 1905 den Künstler und Gestalter Peter Paul Behrens mit der Planung des Krematoriums. Nach der Fertigstellung im Jahr 1907 konnte das Krematorium erst 1912 eröffnet werden, als es erstmals in Preußen eine gesetzliche Regelung zur Feuerbestattung gab.

Architektonisch hob sich das Krematorium mit seinem kubisch geschlossenen, streng symmetrisch gestalteten Baukörper und der für die damalige Schaffensperiode von Behrens‘ typischen, schablonierten Liniendekoration von früheren Entwürfen für Krematorien ab. Als Zeugnis eines Gesamtkunstwerkes des Jugendstils ist die Andachtshalle ein Höhepunkt der Hagener Architektur. Im Anschluss an die Führung findet ein Rundgang zu den Gräbern bekannter Hagener Persönlichkeiten statt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro und ist vor Ort in bar zu bezahlen. Anmeldungen nimmt das Serviceteam der VHS unter Angabe der Kursnummer 1177 auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3622 entgegen.

Werkstatt-Probe zu „Heroes“

28. Mai 2022

Zum Ende der Spielzeit bringt das Theater Hagen noch die Rock-Pop-Grunge-Theater-Party „Heroes“ heraus (Premiere: 4. Juni 2022, 19.30 Uhr, Großes Haus).

Eine Einführungsveranstaltung zu dieser Neuproduktion wird am 31. Mai 2022 mit Beginn um 18.00 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé, Großen Haus) angeboten, bei der die Besucher nicht nur Informationen zu dieser außergewöhnlichen Show und deren Umsetzung auf der Hagener Bühne erhalten, sondern auch bei einer Probe dabei sein können. Das Regieteam sowie alle weiteren Beteiligten freuen sich auf eine rege Teilnahme und die Reaktionen des Publikums.

An der Theaterkasse sind kostenlose Eintrittskarten für diese Veranstaltung erhältlich, die ebenso telefonisch bzw. per Mail reserviert werden können.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Veranstaltungsbeginn geöffnet und unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 sowie per Email theaterkasse@stadt-hagen.de erreichbar.

Juris 1001 Nachtgeschichten

27. Mai 2022

4. Familienkonzert im Theater Hagen

Arezoo RezvaniEine Stunde für die ganze Familie mit weltbekannter Musik in lockerer Atmosphäre – das sind die Familienkonzerte des Philharmonischen Orchesters Hagen.

Im 4. Familienkonzert am 29. Mai 2022 (11.00 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) entführen das Orchester und KiKA-Moderator Juri Tetzlaff ihr Publikum in ein märchenhaftes Abenteuer durch den Orient: Sie erzählen die sagenumwobene Geschichte von Scheherazade, der es gelingt, durch das Vorlesen von legendären Märchen aus „Tausendundeiner Nacht“ einen grausamen Sultan zu besänftigen und vom Morden abzuhalten. Einige dieser Geschichten erzählt Juri Tetzlaff in diesem Mitmach-Konzert für Klassikeinsteiger und Musikliebhaber.

Dazu spielt das Philharmonische Orchester Hagen unter der Leitung von Steffen Müller-Gabriel sehnsuchtsvolle Klänge aus der sinfonischen Suite „Scheherazade“ des Komponisten Nikolai Rimski-Korsakow. Als besonderer Gast wirkt an diesem Vormittag die international gefragte iranische Musikerin Arezoo Rezvani mit, die mit ihrem Instrument Santur (persisches Hackbrett) die Besucherinnen und Besucher faszinieren wird (Foto: Rouzbeh Ghasemi).

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per E-Mail unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite http://www.theaterhagen.de.

Vokalensemble „Kammerton HA“ mit spektakulärem „Messiah“

27. Mai 2022

von Christoph Rösner

Kammerton HA - MessiahGeorg Friedrich Händels Oratorium „Messiah“ (dt. Messias) gehört ganz sicher zu den Großwerken religiös-musikalischer Literatur. Uraufgeführt im April des Jahres 1742 in Dublin hat der „Messias“ seither seinen Siegeszug angetreten und ist fester Bestandteil musikalischer Darbietungen zumeist in der Advents- und Vorweihnachtszeit.

So war auch der Plan des Hagener Chors „Kammerton HA“ in Kooperation mit vier Solist*Innen und Mitgliedern des Hagener Theaterorchesters. Die einmalige Aufführung des leicht gekürzten „Messias“ sollte bereits am 28. November 2021 in der Kirche St. Bonifatius in Hohenlimburg stattfinden. Leider machte Covid 19 auch dieser Darbietung einen Strich durch die Rechnung.

Vergangenen Sonntag wurde das Konzert in Hohenlimburg nachgeholt. Bei sommerlich warmen Temperaturen durften rund 200 Zuschauer*Innen einem einzigartigen Musikereignis beiwohnen (Foto: Sebastian Boehres).

Das 2016 gegründete Hagener Vokalensemble „Kammerton HA“ unter der Leitung von Albert Boehres verzauberte sein Publikum mit absoluter Präzision, gesanglicher Spitzenqualität und einem mit „nur“ zweiundzwanzig ehrenamtlichen Mitgliedern voluminösen und Kirchenraum füllenden Chorklang.

Die von Händel vorgesehenen Solistenstimmen – Sopran, Alt, Tenor und Bass – lieferten Christiane Rittner, Inga Kappen, Lothar Blum und Jan Köller. Im Verbund mit Instrumentalsolist*innen des Theaterorchesters und an der Orgel Continuo Peter Wigge brachte „Kammerton HA“ ein Konzerterlebnis zu Gehör, das sich mit dem eines professionellen Ensembles locker messen kann.

Und auch in Hohenlimburg folgte das tief ergriffene Publikum der seit der Uraufführung 1742 in Dublin bestehenden Tradition, das berühmte „Hallelujah“, stehend zu genießen.

Der Reinerlös der leider nur einmaligen Veranstaltung von fast 1.600 € kommt der weltweit tätigen Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ zugute.

Letzte Vorstellung von „Über_Uns“

26. Mai 2022

Über unsAm 28. Mai 2022 findet die letzte Vorstellung des Tanzstücks „Über_Uns“ von Urs Dietrich im Theater Hagen statt (19.30 Uhr, Großes Haus).

In seiner für das Ballett Hagen geschaffenen Choreographie berührt Urs Dietrich Aspekte, die unseren Alltag prägen. Dabei geht es ihm um die Auswirkungen der sich rasant und brisant verändernden Welt, die zu Verstummen, zu Vereinzelung, Isolation, Angst und Misstrauen führen (Foto: Jörg Landsberg).

Eine zunehmende Abhängigkeit von androiden Technologien konstatierend, die ganz real unsere Lebenszeit besetzen und bestimmen, gestaltet er fremdbestimmt wirkende virtuelle Begegnungen, findet individuell mechanisierte Abläufe, sozusagen automatisierte Formationen in großen dynamischen Wechseln für das gesamte Ensemble.

In seiner choreographischen Übertragung sucht er bewegende Bilder für Uniformiertheit und Angepasstsein, geht es ihm doch in all seinen Werken um den Einzelnen. Kontrapunktisch zur Enge und Getriebenheit setzt er die Luft in Bewegung, macht sie sichtbar, spürbar – verengt und öffnet die Horizonte!

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

„CityARTists“: Dietmar Schneider vertritt Hagen

25. Mai 2022

Der Hagener Künstler Dietmar Schneider wurde von einer Fachjury ausgewählt und vertritt die Stadt Hagen bei dem Förderprogramm „CityARTists 2022“. In der nächsten Etappe entscheidet die zentrale Jury des NRW KULTURsekretariats im Herbst über die zehn Gewinnerinnen und Gewinner.

Die Hagener Fachjury begründete die Wahl folgendermaßen: „Der multimedial arbeitende Künstler Dietmar Schneider wurde ausgewählt, da er sich in seinen Arbeiten seit langer Zeit mit gesellschaftlich relevanten Themen auseinandersetzt. Dazu gehören auch politische Statements zu aktuellen Ereignissen.

Dietmar Schneider ist ein Seiteneinsteiger, hat dadurch den Vorteil, seine Blickachsen auf ungewöhnliche Perspektiven zu richten. Die bisherigen Arbeiten in den Bereichen Malerei, Plastik, Installation oder Fotografie zeigen nicht nur einen engagierten Künstler. Zugleich werden wir Zeugen von Arbeiten, die eine durchgehend formale Kraft haben.“

Das NRW KULTURsekretariat vergibt 2022 gemeinsam mit seinen Mitgliedsstädten zehn Preise im Sinne einer Förderung für Bildende Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Malerei, Skulptur, Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie in einer Gesamthöhe von bis zu 50.000 Euro. Die Preisgelder werden als Stipendien vergeben und betragen 5.000 Euro pro ausgewähltem Künstler oder ausgewählter Künstlerin.

Die Ausschreibung richtete sich an einzelne Künstlerinnen und Künstler, die eine künstlerische Ausbildung etwa an einer Hochschule, Akademie oder Meisterklasse genossen haben und/oder eine Reihe von Ausstellungen in beispielsweise Museen, Kunsthallen oder Kunstvereinen vorweisen können.

Die Bewerberinnen und Bewerber mussten zum Zeitpunkt der Bewerbung das 50. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz in der Mitgliedsstadt haben, in der sie sich bewerben.

Kinotipp: Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

25. Mai 2022

Sa. 28.05.2022, 20:00 Uhr, Kino Babylon, HA-Wehringhausen

Deutschland 2022, Regie: Andreas Dresen, 119 Min., mit Meltem Kaptan, Alexander Scheer, Charly Hübner, Nazmi Kirik u.a.
Eintritt: 8€ / 6€

Murat ist weg. Inhaftiert im US-Gefangenenlager Guantanamo. Rabiye Kurnaz, Bremer Hausfrau und liebende Mutter, versteht die Welt nicht mehr. Geht zur Polizei, informiert Behörden und verzweifelt fast an ihrer Ohnmacht. Bis sie Bernhard Docke findet. Der zurückhaltende, besonnene Menschenrechtsanwalt und die temperamentvolle, türkische Mutter – sie kämpfen nun Seite an Seite für die Freilassung von Murat.

Papier ist geduldig, Rabiye ist es nicht. Eigentlich möchte sie nur zurück zur Familie in ihr Reihenhaus und wird doch immer wieder in die Weltgeschichte katapultiert. Sie zieht mit Bernhard bis vor den Supreme Court nach Washington, um gegen George W. Bush zu klagen. Bernhard gibt dabei auf sie acht. Und Rabiye bringt ihn zum Lachen. Mit Herz und Seele. Mit letzter Kraft. Und am Ende geschieht, was niemand mehr für möglich hält.

Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush ist ein Film über Recht und Willkür. Ein Film über Menschen, die über sich hinauswachsen. Mit überwältigender Präsenz und erdigem Alltagswitz gibt Meltem Kaptan als Rabiye Kurnaz ihr deutsches Kinodebüt. Alexander Scheer spielt mit geduldiger Zurückhaltung den Menschenrechtsanwalt Bernhard Docke.

Der Film feierte Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2022 und wurde dort mit zwei Silbernen Bären ausgezeichnet (Bestes Drehbuch: Laila Stieler, Beste Hauptrolle: Meltem Kaptan).

Leben und Werk von Albert Camus

25. Mai 2022

Der Lese- und Literaturkreis für Literaturinteressierte und Lesefreunde jeden Alters trifft sich am Freitag, 27. Mai, um 18 Uhr in der Stadtteilbücherei Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8.

Der Autor Wolfgang Stemmer stellt sein neues Buch über das Leben und Werk von Albert Camus vor und versucht aus seiner Sicht eines begeisterten Sozialpädagogen neue Einblicke und Zugänge zu dem berühmten Nobelpreisträger zu eröffnen. Im Anschluss werden außerdem humorvolle Kurzgeschichten vorgelesen.

Die Veranstaltung ist kostenlos, dauert etwa eineinhalb Stunden und kann ohne Anmeldung besucht werden. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon 02331/207-4477.

„Stunde der Kritik“ zum Opernabend

25. Mai 2022

Die Neuinszenierung von Giacomo Puccinis Opern-Einakter „Suor Angelica“ („Schwester Angelica“) und die Uraufführung der Essay-Oper „A Room of One’s Own“ („Ein eigenes Zimmer“) feierte Mitte Mai Premiere.

Im Anschluss an die zweite Vorstellung dieser Neuproduktion lädt das Theater Hagen am 26. Mai 2022 zur „Stunde der Kritik“ ein (Beginn ca. 20.30 Uhr im Theatercafé). – Der Eintritt ist frei.

Beim Besuch dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diesen Opernabend zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen. Man kann aber auch einfach nur zuhören. Besucher, die die Premiere gesehen haben, sind ebenfalls herzlich eingeladen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartnerin konnte für diese „Stunde der Kritik“ die Chefredakteurin des Fachmagazins „Orpheus“ Iris Steiner gewonnen werden.

Aus dem Produktionsteam sind Regisseurin Magdalena Fuchsberger, Generalmusikdirektor Joseph Trafton sowie Intendant und in diesem Falle auch Dramaturg und Librettist Francis Hüsers mit dabei.

Letzte Vorstellung der Oper „Der Liebestrank“

24. Mai 2022

Der LiebestrankEin letztes Mal ist sie zu erleben: die beliebte komische Oper „Der Liebestrank“ („L’elisir d’amore“) von Gaetano Donizetti am 25. Mai 2022 im Theater Hagen (19.30 Uhr, Großes Haus).

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Liebestrank? Das kann man beim Besuch dieser Inszenierung des an berührenden Melodien reichen Belcantowerkes erfahren, das folgendes erzählt:

Nemorino ist unglücklich in die selbstbewusste Adina verliebt, die für ihn unerreichbar scheint: Gegen seinen Rivalen, den Draufgänger Belcore, hat er keine Chance. Nemorinos Verzweiflung nutzt der Quacksalber Dulcamara aus, der ihm einen vermeintlichen Liebestrank andreht …

Intendant Francis Hüsers legte seine Inszenierung als Spiel im Spiel an: Man erhält einen Einblick in die Probenarbeit von jungen Gesangsstudierenden einer Musikhochschule, die Donizettis Werk aufführen wollen – nicht nur die Figuren, die sie auf der Bühne verkörpern, haben mit ihren Gefühlen zu kämpfen, sondern auch die Darstellerinnen und Darsteller hinter den Kulissen. Dabei steht die Liebe und der Kampf um sie, ihre Willkür und Ungleichzeitigkeit stets im Mittelpunkt (Foto: Klaus Lefebvre).

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

„Vielfalt = Heimat“

24. Mai 2022

Großformatige Foto-Installation am AllerWeltHaus Hagen

Vtg-Installation_Park„Vielfalt = Heimat“ heißt die Foto-Installation, die im vergangenen Jahr mit der Fotografin Beba Ilic entstanden ist. Die Veranstaltergemeinschaft rund um das „Vielfalt tut gut Festival“ (AllerWeltHaus Hagen, Integrationsagentur der Diakonie Mark-Ruhr, Kommunales Integrationszentrum und Jugendring Hagen) sowie die Stadt Hagen, Fachgebiet Jugendförderung, freut sich darauf, endlich die 23 großformatigen Portraits u.a. vom 26. bis zum 28. Mai im Dr. Ferdinand-David-Park der Öffentlichkeit zu präsentieren (Foto: AWH).

Die Installation zeigt, wie unterschiedlich die Menschen in Hagen sind und, dass sie als Hagener dennoch alle etwas gemeinsam haben. Zudem stimmt die Installation schon auf das „Vielfalt tut gut Festival“ ein, das am Samstag, 11.06.22, 15 – 22 Uhr, ebenfalls im Dr. Ferdinand-David-Park am AllerWeltHaus stattfinden wird.

Begleitet werden die Ausstellungstage durch ein buntes Rahmenprogramm für die ganze Familie.

Donnerstag, 26.05.22, 12 – 16 Uhr: Installation & Picknick
Freitag, 27.05.22, 16 – 20 Uhr: Installation
Samstag, 28.05.22, 11 – 15 Uhr: Installation & Kreativangebot
Donnerstag, 9.06.22, 14 – 18 Uhr: Installation
Freitag, 10.06.22, 16 – 20 Uhr: Installation


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