Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Öffentliche Führung über den Buschey-Friedhof

20. Juli 2021

Mittwoch, 21.07.2021, 16:00-17:30 Uhr

Buschey_May_W11810 wurde der Buschey-Friedhof eingeweiht. Dank seiner über zweihundert Jahre währenden Belegung erlaubt er ungewöhnliche Einblicke in Lebensgeschichten und ästhetische Vorlieben verschiedener Epochen.

Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen (Foto: Elisabeth May). Einige sind sogar von hohem künstlerischen Rang, wie die Werke Georges Minnes und J.L.M. Lauweriks`.

Dr. Elisabeth May eröffnet Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur.

Interessierte sollten sich im Vorfeld unter der Telefonnummer +49 2331 207 2740 verbindlich anmelden und die erforderliche Teilnahmegebühr zum Treffpunkt am Seiteneingang Grünstraße mitbringen. Die Führung findet bei mindestens zehn angemeldeten Personen statt.

Brassband-Klänge mit politischen Statements

17. Juli 2021

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Die Brassband Banda Comunale begeistert neben coolen Sounds und raffinierten Arrangements auch mit klaren politischen Statements gegen Rassismus. Foto: Banda Comunale.

Frei, wild und politisch – so klingt die Brassband Banda Comunale, die im Rahmen des Sommerfestivals „Muschelsalat“ am Mittwoch, 21. Juli, um 19.30 Uhr in der Kampfbahn Boelerheide, Kapellenstraße 30, ein Konzert spielt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Odyssee: Musik der Metropolen“.

Für Banda Comunale sind politisches Engagement, kritische Texte und die raffinierten Arrangements von Melodien aus fast allen Teilen der Welt nicht zu trennen. Herzen öffnen, Ressentiments abbauen, Verständigung schaffen – so die klare Botschaft. Zahlreiche Preise konnte die Band schon für ihre Konzerte, musikpädagogischen Projekte und politisch-musikalischen Statements gewinnen.

Gegründet wurde die Band vor zwanzig Jahren, als Musikstudentinnen und Musikstudenten in Dresden auf die Straße gingen und mit viel Brass und starken Beats die Rechtsextremisten und später Pegida-Anhänger übertönten.

Mit ihrer Art von Heimatmusiken luden die Musikerinnen und Musiker zum gemeinsamen Tanzen ein. Mit Klängen vom Damaskus bis Ougagadougou, vom Balkan bis Südamerika setzen sie seitdem Zeichen gegen Rassismus und begeisterten ihr Publikum in mehr als 400 Konzerten. Im Jahr 2015 wuchs die international besetzte Band um Musikerinnen und Musiker aus dem arabischen und afrikanischen Raum und schaffte eine mitreißende Art der Willkommenskultur.

Die Reihe „Odyssee: Musik der Metropolen“ wird vom Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim, Bahnhof Langendreer in Bochum, der Pelmke in Hagen und dem Institut für Kulturarbeit in Recklinghausen in bewährter Kooperation mit „WDR Cosmo“ durchgeführt.

Das Kulturbüro der Stadt Hagen als Organisator hat die Veranstaltungen an die Pandemiebedingungen angepasst. Interessierte müssen online ein kostenfreies Ticket auf der Internetseite www.muschelsalat.hagen.de beziehen und dieses zusammen mit einem Lichtbildausweis ausgedruckt oder digital zur Veranstaltung mitbringen.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden gebeten, sich kurz vor den Terminen unbedingt auf der angegebenen Internetseite über weitere Zugangsvoraussetzungen zu informieren.

„Muschelsalat“: Musikalische Charmeoffensive zwischen Balkan und Worldbeats

13. Juli 2021

Die Band RasgaRasga bietet den musikalischen Auftakt der Reihe „Odyssee: Musik der Metropolen“ in Hagen. Foto: Karl F. Degenhardt.

Im Rahmen des Sommerfestivals „Muschelsalat“ können musikbegeisterte Hagenerinnen und Hagener am Mittwoch, 14. Juli, um 19.30 Uhr die internationalen Klänge der Band RasgaRasga erleben. In der Kampfbahn Boelerheide, Kapellenstraße 30, spielt die Band das erste Hagener Konzert in der Reihe „Odyssee: Musik der Metropolen“.

Sechs Musiknomadinnen und -nomaden, zwölf Instrumente, fünf Sprachen und ein Feuerwerk aus Emotionen: RasgaRasga strotzt vor Energie und Lebensfreude. Mit ihrer Show bringen sie ihren Herzschlag, ihre Stimmungen und Gefühle auf die Bühne – mal euphorisch ausbrechend und dann wieder intim berührend, mal melancholisch flächig, um dann wieder rhythmisch nach vorne zu treiben.

Dabei entwickeln die fünf Musiker und ihre neue charismatische Frontfrau Daria ein mitreißendes, charmantes Amalgam aus Folk und Pop, Balkan und Worldbeats. Für ihre ausgetüftelten Arrangements und starke Bühnenpräsenz ergatterten sie 2019 den Creole NRW Preis.

Wie immer ist das Veranstalter-Team vom Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim, Bahnhof Langendreer in Bochum, der Pelmke in Hagen und dem Institut für Kulturarbeit in Recklinghausen Garant für ein überraschendes und ambitioniertes Programm. In bewährter Kooperation mit „WDR Cosmo“ sorgen sie auch in diesem Jahr für fulminante Bühnenshows.

Das Kulturbüro als Organisator hat die Veranstaltungen an die Pandemiebedingungen angepasst. Interessierte müssen online ein kostenfreies Ticket auf der Internetseite muschelsalat.hagen.de beziehen und dieses zusammen mit einem Lichtbildausweis ausgedruckt oder digital zur Veranstaltung mitbringen.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden gebeten, sich kurz vor den Terminen unbedingt auf der angegebenen Internetseite über weitere Zugangsvoraussetzungen zu informieren.

Eröffnung mit „Godzilla trifft Frankenstein“

8. Juli 2021

Abwechslungsreicher Konzertspielplan des Philharmonischen Orchesters Hagen

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Generalmusikdirektor Joseph Trafton: „Nach mehreren Videokonzerten und Streamings in der Pandemiezeit sehnen wir uns danach, wieder live vor Publikum zu spielen, um zusammen mit ihm berührende musikalische Momente zu erleben.“

Dafür wurde ein abwechslungsreicher Konzertspielplan erstellt. In zehn Sinfoniekonzerten in der Stadthalle Hagen werden präsentiert:

Sinfonische Werke u.a. von Dvořák (Nr. 9.), Mahler (Nr. 4), Beethoven (Nr. 9), Instrumentalkonzerte u.a. von Nigel Westlake (Oboenkonzert), Stefan Heucke (Concerto grosso für Tubaquartett), Saint-Saëns (Klavierkonzert Nr. 5), Rachmaninow (Klavierkonzert Nr. 2), Prokofjew (Violinkonzert Nr. 1) sowie populäre und weniger bekannte Kompositionen der Konzertliteratur wie „Haydn-Variationen“ von Brahms, „Scheherazade“ von Rimski-Korsakow, Sonate für Arpeggione (Fassung für Violoncello und Orchester) von Schubert, Konzert für Orchester von Bartók, „Romeo und Julia“-Suite von Prokofjew, „Lobgesang“ von Mendelssohn Bartholdy, „Rückert-Lieder“ von Mahler und „Midnight Sun Variations“ der Finnin Outi Tarkiainen.

Als herausragende Gastsolisten wurden das Melton Tubaquartett, Roger Muraro (Klavier), David Geringas (Violoncello), Daniel Kharitonov (Klavier), der Sohn des Dirigenten Daniel Barenboim Michael Barenboim (Violine) und Sergey Malov (Violine, Violoncello da spalla) verpflichtet, ergänzt von der Solo-Oboistin Fanny Kloevekorn aus dem Philharmonischen Orchester Hagen, sowie als Gastdirigenten David Geringas und Sergey Malov.

Joseph Trafton (Foto: Leszek Januszewski) wird fünf Sinfoniekonzerte leiten, zwei Sinfoniekonzerte dirigiert der stellvertretende Generalmusikdirektor Rodrigo Tomillo. Zudem kehrt der Dirigent und Komponist Steve Hackman für die Uraufführung eines Auftragswerkes zurück nach Hagen: „Bohemian Rhapsody in Blue“. Hier werden Werke von George Gershwin und der Band Queen miteinander verwoben.

Die Reihe der Sonderkonzerte wird gleich zu Beginn der Spielzeit eröffnet mit „Godzilla trifft Frankenstein“, ein Abend mit der Präsentation von HK Grubers Werk „Frankenstein!!“ sowie von Filmmusiken, u.a. aus „Psycho“ und „Godzilla“ (27.8.).

Wenig später gastieren der Dirigent Werner Ehrhardt und der Blockflötist Stefan Temmingh im Theater Hagen und bringen unter dem Titel „Panorama des Barock“ gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Hagen Kompositionen von J.S. Bach, Vivaldi, G.P. Telemann, J. Chr. Bach, Sammartini und Stamitz zur Aufführung (12.9.).

Selbstverständlich stehen u.a. auch wieder das Advents- und Neujahrskonzert sowie „Scratch“ auf dem Spielplan.
Neun Kammerkonzerte, vier Familienkonzerte und Krabbelkonzerte sowie Einführungsveranstaltungen (darunter auch das Kulturcafé), Probenbesuche und theaterpädagogische Angebote runden das facettenreiche Programm ab.

Reservierungen an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10-19 Uhr, samstags von 10-15 Uhr), unter der Telefonnummer 02331/207-3218, per Email unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online unter www.theaterhagen.de. Während der Spielzeitpause bleibt die Theaterkasse vom 5.7. bis einschließlich 9.8.2021 geschlossen.

Sobald wieder Abonnements angeboten werden können, wird dies dementsprechend publik gemacht.

Das ausführliche Programm als pdf-Datei

7063 Euro Erlös bei Benefiz-Veranstaltung

7. Juli 2021

Am 3. Juli 2021 fand als Benefiz-Vorstellung die zweite „Regenbogengala“ im Theater Hagen vor ausverkauftem Haus statt.

Das Publikum zeigte sich begeistert von der glanzvollen und facettenreichen, spartenübergreifenden Veranstaltung, welche vom Ballett Hagen, von Gesangssolisten des Theaters Hagen und vom Philharmonischen Orchester Hagen unter der künstlerischen Leitung von Ballettdirektorin Marguerite Donlon, Generalmusikdirektor Joseph Trafton, vom 1. Kapellmeister Rodrigo Tomillo und von Intendant Francis Hüsers gestaltet wurde.

Da aufgrund der bestehenden Corona-Verordnungen das Platzangebot im Großen Haus verringert war, ist diese Gala auch durch einen Live-Stream zu erleben gewesen.

Der gesamte Erlös (Ticket-Einnahmen und Spenden) von insgesamt 7063.- Euro geht zu gleichen Teilen an die AIDS-Hilfe Hagen e.V. sowie an Luthers Waschsalon. Das Theater Hagen mit allen seinen Mitarbeitern freut sich sehr, damit erneut die größtenteils durch Ehrenamtliche getragene und so wichtige Arbeit dieser beiden Hagener Einrichtungen unterstützen zu können.

VHS-Führung: St. Petrus Canisius-Kirche Eckesey

6. Juli 2021

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Das Una-Sancta-Fenster in der St. Petrus Canisius-Kirche beeindruckt durch seine leuchtenden Farben. Foto: VHS/ Dieter Faßdorf.

Im Rahmen des Urlaubskorb-Programms der Volkshochschule Hagen (VHS) können Interessierte am Donnerstag, 8. Juli, um 17 Uhr an einer Führung mit dem Ehepaar Annegret und Joachim Schmidt durch die St. Petrus Canisius-Kirche in Eckesey teilnehmen.

Im Jahre 1957 erhielt die katholische St. Petrus Canisius Gemeinde in dem von Industrie und Verkehr geprägten Hagener Stadtteil Eckesey ein neues, nach den Plänen des Architekten Otto Weicken konzipiertes Gotteshaus. Die Kirche wurde in der Phase der „Ersten Nachkriegsmoderne“ gebaut, die unter anderem von der so genannten Rasterfassade bestimmt war.

Viele Kunstwerke in der Kirche geben Zeugnis vom Lebenswerk des Pfarrpatrons, des heiligen Petrus Canisius, dessen Leben durch den Leitgedanken „Führe zusammen, was getrennt ist!“ geprägt war. Besonders beeindruckend durch seine Darstellungsweise, Leuchtkraft sowie die Harmonie der Farben ist das 15 Meter lange und drei Meter hohe Una-Sancta-Fenster der Benediktinerin Erentrud Trost.

Von 1997 bis 1998 wurde der Altarraum der St. Petrus Canisius-Kirche aufwändig renoviert und neugestaltet, im Jahr 2020 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.

Für die Führung hat die VHS keinen Eintrittspreis festgelegt. Sie steht unter dem Motto „Zahlen Sie, so viel Sie wollen“ („Pay what you want“). Eine Anmeldung ist erforderlich.

Der Treffpunkt ist an der Kirche in der Schillerstraße 16. In der Kirche ist das Tragen eine Maske notwendig, der Mindestabstand muss eingehalten werden. Eine Anreise zu der Kirche ist mit den Buslinien 515, 518, 519, 541, 594 (Haltestelle: Fuhrparkstraße) sowie den Linien 515, 524 (Haltestelle: HEB) möglich.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung mit der Kursnummer 1066 sowie zur Anmeldung erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de.

Feucht-fröhlicher Auftakt beim Muschelsalat 2021 mit dem „Wall Street Theatre“

5. Juli 2021

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Das Kulturfestival „Muschelsalat“, organisiert durch das Kulturbüro Hagen, setzt am Mittwoch, 7. Juli, von 18 bis 20.30 Uhr die Segel. Dann stechen „Herr Schultze“ und „Herr Schröder“ im Ischelandstadion, Stadionstraße 22, mit einem besonderen Theatererlebnis in See (Foto: Wall Street Theatre/ Michael Jaspers).

Mit einem Gastspielvertrag für einen Auftritt bei der Captains Dinner Show an Bord des Kreuzfahrtschiffes MS Arthrosa im Gepäck, freuen sich die beiden auf eine erholsame Zeit bis zu ihrem Einsatz am Ende der Reise. Doch vom ersten Moment an wird ihnen klar, dass so einiges anders läuft als erhofft: Denn sie haben das Kleingedruckte im Vertrag nicht gelesen. Nach vielen kurzweiligen Erlebnissen an Bord kommt es schließlich beim Captains Dinner auf dem Kreuzfahrtschiff zu einem furiosen Abschlussauftritt mit ihrem legendären Tischtuchtrick. Eine turbulente Seefahrt mit viel Seemannsgarn, skurrilem Humor, Artistik und einer Prise Poesie wartet auf die Zuschauerinnen und Zuschauer.

Das Kulturbüro als Organisator hat die Veranstaltungen des „Muschelsalats“ an die Pandemiebedingungen angepasst. Interessierte müssen online ein kostenfreies Ticket auf der Internetseite muschelsalat.hagen.de beziehen und dieses, zusammen mit einem Lichtbildausweis, ausgedruckt oder digital zur jeweiligen Veranstaltung mitbringen.

Teilnehmende werden gebeten, sich kurz vor den Terminen unbedingt auf der angegebenen Internetseite über weitere Zugangsvoraussetzungen zu informieren.

Führung durch die Liebfrauenkirche Vorhalle

4. Juli 2021

Liebfrauenkirche_b_c_Dieter_FassdorfZu einer Führung durch die Liebfrauenkirche in Vorhalle mit Benno Schmolke lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen des Urlaubskorb-Programms am Dienstag, 6. Juli, von 17 bis 18.30 Uhr ein.

Die Liebfrauenkirche in Vorhalle (Foto: VHS/ Dieter Faßdorf) entstand von 1911 bis 1912 als dreischiffige, neuromanische Basilika nach Plänen des Architekten Carl Pinnekamp. Sie ist somit eine Kirche des ausklingenden Historismus – aber mit Hinwendung zum Jugendstil.

Das Gebäude und die Inneneinrichtung bilden ein Gesamtkunstwerk, das die Kriege unzerstört überstand. Die individuell gestalteten Altäre sind Zeugen der Künstler und Kunsthandwerker der „Wiedenbrücker Schule“. In ihnen zeigt sich der Übergang von historischen Vorbildern zum zeitgenössischen Jugendstil. Wandgemälde aus den Jahren 1934 bis 1936 und neu gestaltete Kirchenfenster von 1986 runden den Gesamteindruck ab. Nach einer Generalrenovierung im Jahr 1986 ist die Liebfrauenkirche heute eine der kunsthistorisch interessantesten und schönsten Kirchen in Hagen.

Für die Führung hat die VHS keinen Eintrittspreis festgelegt. Sie steht unter dem Motto „Zahlen Sie, so viel Sie wollen“ („Pay what you want“). In der Kirche muss eine Maske getragen und der Mindestabstand eingehalten werden. Eine Anmeldung ist notwendig. Weitere Informationen zu der Veranstaltung mit der Kursnummer 1064 sowie zur Anmeldung erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de.

Auf zu neuen Welten!

3. Juli 2021

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Das LUTZ Hagen lädt in Zusammenarbeit mit dem Music Office Hagen, dem Westdeutschen Tanztheater, Kunst vor Ort e.V., dem Quartiersmanagement Wehringhausen und Quamboni, dem Kinder- und Jugendcircus der evangelischen Jugend im Kirchenkreis, zum Projekt AUF ZU NEUEN WELTEN! ein.

Eine extraterrestrische Jugend ist in Hagen gelandet, denn im Outer Space kursiert das Gerücht, Hagen sei das Tor zu einer goldenen Zukunft. Zusammen mit Jugendlichen aus Hagen machen sich die Extraterrestrischen nun auf die Suche nach diesem sagenumwobenen Tor. Ihre Expedition führt sie zu unerwarteten Orten und wilden Performances und lässt die Besonderheiten der Stadt ebenso sichtbar werden wie verborgene Perlen und Ecken, die man lieber übersehen würde. Doch überall sorgen junge Menschen mit Tanz, Akrobatik, Musik, Schauspiel und Kunstinstallationen für Überraschungen, so dass diese Tour ein unvergesslicher Gang in das Herz von Hagen und eine neue Welt wird.

In diesem großen Kooperationsprojekt unter der Leitung von Anja Schöne und Gandhi Chahine erkunden junge Hagener über mehrere Monate den Stadtteil Wehringhausen, lernen unterschiedliche künstlerische Techniken und gestalten schließlich zusammen einen vielseitigen Theaterspaziergang, der die Sehnsüchte der jungen Generation und ihre Visionen für ein künftiges Hagen erfahrbar macht. Dabei dürfen sich die Teilnehmer in unterschiedlichen Kunstformen (Poetry Slam, Rap, HipHop, Zirkusartistik, Tanz, Stockpuppenspiel, Klanginstallation, Schauspiel, Performance, Musik, Percussion, Bildende Kunst) ausprobieren.

Das LUTZ ist noch auf der Suche nach Teilnehmern. Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Interesse können sich die Jugendlichen entweder via E-Mail (lutz@theaterhagen.de) oder via Instagram (lutzhagen.theater) melden.

Theater Hagen – Spielplan 2021|22

2. Juli 2021

Foto von Pressekonferenz THeater Hagen

V.l.n.r.: Francis Hüsers (Intendant), Margarita Kaufmann (Kulturdezernentin), Waltraut Körver (Ballettmanagerin und -dramaturgin), Dr. Thomas Brauers (Geschäftsführer), Joseph Trafton (Generalmusikdirektor), Wolfgang Röspel (Aufsichtsratsvorsitzender), Anne Schröder (Dramaturgin des Lutz, Kinder- und Jugendtheater). Foto: Yuliana Falkenberg.

Das Theater Hagen hat sich für die im August 2021 beginnende neue Spielzeit ein facettenreiches Programm für Besucherinnen und Besucher aller Altersstufen vorgenommen – in der großen Hoffnung, dann wieder einigermaßen ‚normal‘ spielen zu können.

Im Musiktheaterbereich stehen gleich zwei Musicals auf dem Programm: „Anatevka“ von Jerry Bock (Premiere: 25.9.2021) und „Monty Python’s Spamalot“ von Eric Idle und John Du Prez (Premiere: 2.10.2021).

Ab November wird nicht nur das beliebte Märchen zur Weihnachtszeit, dieses Mal „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll (Premiere: 6.11.2021), sondern auch die nicht weniger populäre (Familien-)Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck (Premiere: 27.11.2021) angeboten.

Als spartenübergreifende Produktion kann man ab dem 15.1.2022 einen Bartók-Abend erleben, der die Oper „Herzog Blaubarts Burg“ mit der Tanzpantomime „Der wunderbare Mandarin“ kombiniert. Als großes musikdramatisches Opus wird das Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ von Richard Wagner erarbeitet (Premiere: 20.3.2022).

Ein Highlight der Spielzeit ist zweifelsohne eine Uraufführung: Die finnische Komponistin Outi Tarkiainen hat als Auftragswerk des Theaters Hagen ihre erste Oper „A Room of One’s Own“ („Ein eigenes Zimmer“) nach dem gleichnamigen Essay von Virginia Woolf verfasst. Der Präsentation dieser Essay-Oper wird Giacomo Puccinis Einakter „Suor Angelica“ („Schwester Angelica“) vorangestellt (Premiere: 14.5.2022).

Den Abschluss der Saison bildet eine neue Rock-Show, nämlich die Rock-Pop-Grunge-Theater-Party „Heroes“, die sich den Song „We can be heroes, just for one day“ von David Bowie als Titel und Motto nimmt (Premiere: 4.6.2022).

Wiederaufgenommen werden die Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Party „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“, die Oper „The Turn of the Screw“ von Benjamin Britten, die Operette „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham, Albert Lortzings Oper „Zar und Zimmermann“, das experimentell-klassisch-jazzige Musik-Theater „Ovids Geschichten“, die szenische Aufführung von „Winterreise – Der ganze Zyklus“ sowie die Oper „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti.

Im Lutz Hagen wird zudem „Max und Moritz“ (Eine Oper mit Kindern für Kinder in 7 Streichen von Andres Reukauf und Holger Potocki frei nach Wilhelm Busch) herausgebracht (Uraufführung: 21.5.2022).

Das Ballett Hagen freut sich auf drei Gastchoreographen, die mit ihren Uraufführungen die Company mit sehr unterschiedlichen Stilen konfrontieren: die gebürtige Cottbusserin Gundula Peuthert mit ihrem Tanzstück „Fährmann“ (Premiere: 30.10.2022), der Amerikaner Kevin O’Day mit der Choreographie von Bartóks „Der wunderbare Mandarin“ (Premiere: 15.1.2022) und der Schweizer Urs Dietrich mit seinem Tanzwerk „Über_uns“ (Premiere: 16.4.2022). Dazu kommt der von Ensemblemitgliedern gestaltete Abend „SubsTanz – WO*_MAN“ (3.6.2022).

Das Kinder- und Jugendtheater Lutz unter der Leitung von Anja Schöne hat sein vielseitiges Programm unter das Motto „dazwischen“ gestellt. Schöne: „Wir wollen dazwischen quatschen, uns zwischen allen Optionen tummeln und das hervorheben, was in den alltäglichen Schrecken und Routinen leuchten und den Augenblicken Magie verleihen kann.“

Premiere haben folgende Stücke und Projekte: „Unterwegs“ (Ein lyrischer Audiowalk mit Gedichten vom Barock bis zur Gegenwart, ab August 2021), „Auf zu neuen Welten“ (Eine theatrale Expedition in das Herz der Stadt, Premiere: 27.8.2021), „Adas Universum“ (Eine musikalische Forschungsreise von Anja Schöne und Tobias Hagedorn, Uraufführung: 26.9.2021), „Der Trafikant“ (Eine Geschichte aus der Zwischenzeit von Robert Seethaler, Premiere: 30.10.2021), „Bist Du schon auf der Sonne gewesen?“ (Ein RingelnatzTanzTheaterStück von Anja Schöne nach Ringelnatz, Uraufführung: 30.1.2022), „RITTER:INNEN“ (Ein musikalischer Ritter:innenschlag von Anja Schöne und Ensemble, Uraufführung: 26.3.2022), „Kiss & Tell“ (Eine interdisziplinäre TanzTheaterTrilogie des WestDeutschen Tanztheaters, Premiere: 29.4.2022).

Ergänzt wird dieser Lutz-Spielplan von den Wiederaufnahmen „Polka für Igor“, „Nathan“, „Pinienkerne wachsen nicht in Tüten“, „Stadt der Kinder“, „Pardauz“, „Sternenstaub“, „Navarasa“, „Die Eiskönigin“, „TransformMates“, „Woyzeck“ sowie den mobilen Produktionen „Der fliegende Koffer“, „Die große KlimaKonferenz der Tiere“, „Von Einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“, „Mädchen wie die“, „Der grüne Bus“.

Auch in der Spielzeit 2021/2022 werden wieder mehrere hochklassige Schauspielgastspiele angeboten: „Bei Anruf Mord“, „Die Feuerzangenbowle“, „3 Männer und ein Baby“, „Miss Daisy und ihr Chauffeur“. Im Bereich des Kabaretts treten herausragende Künstler wie Robert Griess, Chin Meyer, Konrad Beikircher, Christian Ehring und Christine Prayon mit ihren aktuellen Programmen im Theater Hagen auf.

Als Schauspiel-Eigenproduktion im Großen Haus inszeniert Francis Hüsers den Shakespeare-Klassiker „Hamlet“ (Premiere: 19.2.2022).

Last but not least: Als Sonderveranstaltungen wird es u.a. erneut die beliebte Weihnachtsshow mit Guildo Horn und den Orthopädischen Strümpfen (16. und 17.12.2021), den Bühnenball unter dem Motto „Goldrausch!“ (25. und 26.2.2022) und abschließend die Regenbogengala (11.6.2022) geben.

Zusätzlich zu den zahlreichen Begleitveranstaltungen wie Werkeinführungen inklusive Probenbesuchen bietet das Theater Hagen weiterhin die Reihe „Die Stunde der Kritik“ an. Zudem wird auch die Diskussionsrunde „Politischer Salon Hagen“ fortgesetzt. Ein vielseitiges theaterpädagogisches Programm ergänzt das Angebot.

Reservierungen an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10-19 Uhr, samstags von 10-15 Uhr), unter der Telefonnummer 02331/207-3218, per Email unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online unter www.theaterhagen.de. Während der Spielzeitpause bleibt die Theaterkasse vom 5.7. bis zum 9.8.2021 geschlossen.

Sobald wieder Abonnements angeboten werden können, wird dies dementsprechend publik gemacht.

Das ausführliche Programm als pdf-Datei

Büchertrödel in der Stadtbücherei

30. Juni 2021

Reiseführer und aussortierte Zeitschriften günstig einkaufen können Interessierte von Donnerstag, 1. Juli, bis Samstag, 24. Juli, bei einem Trödelmarkt in der Stadtbücherei auf der Springe. Der Büchertrödel findet während der aktuellen Öffnungszeiten montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr statt.

Für den Besuch der Stadtbücherei sind das Tragen einer medizinischen Maske und die Registrierung über den Büchereiausweis oder das Ausfüllen eines Kontaktformulars erforderlich. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02331/207-3591 oder auf www.hagen.de/stadtbuecherei.

„Mörderisches Intermezzo“ mit Krimiautorin

29. Juni 2021

Katja Bohnet beim „Mord am Hellweg“ in Hagen

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Für alle Krimifans bietet der Herbst ein spannendes Programm: Von September bis November lockt Europas größtes internationales Krimifestival „Mord am Hellweg“ mit einem „Mörderischen Intermezzo“ deutsche sowie einige internationale Krimistars in die Hellwegregion. Am Freitag, 29. Oktober, ist die Autorin Katja Bohnet um 19.30 Uhr im Kulturzentrum Pelmke zu Gast (Foto: Benedikt Ernst).

Die ehemalige TV-Autorin und Moderatorin, die auch unter dem Pseudonym Hazel Frost schreibt, bringt an diesem Abend eine ganz besondere Kurzgeschichte mit: Für die zehnte „Mord am Hellweg“-Anthologie hat Bohnet extra für die Volmestadt unter dem Titel „Roxanne. Hagen sehen und sterben“ einen Kurzkrimi geschrieben. Auch Bohnets bekanntes Ermittlerduo, bestehend aus Rosa Lopez und Viktor Saizew vom LKA-Berlin, wird beim „Mörderischen Intermezzo“ im aktuellen Thriller „Fallen und Sterben“ vor eine besondere Herausforderung gestellt.

Tickets für die Lesung erhalten Hagener Krimifans unter www.mordamhellweg.de (Vorverkauf: 14,90/ 12,90 Euro; Abendkasse 18 Euro/ ermäßigt 16 Euro).

Im Zentrum der Sonderreihe „Mörderisches Intermezzo“ stehen der zehnte Band der im September erscheinenden „Mord am Hellweg“-Anthologie „Jubiläumsmorde“ sowie die Lesungen mit den an dem Band beteiligten Autorinnen und Autoren. Diese präsentieren während der Veranstaltungen neben aktuellen Romanen auch ihre spannenden Kurzkrimis. Digitale Angebote rahmen die Reihe ein. Eröffnet wird diese am Donnerstag, 16. September, von dem südafrikanischen Bestsellerautor Deon Meyer, beendet am Freitag, 19. November, von dem Schotten Craig Russell.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen des „Mörderischen Intermezzos“, weitere Informationen zum Ticketverkauf sowie Tickets erhalten Interessierte auf der Internetseite www.mordamhellweg.de. Karten, die vor der pandemiebedingten Verschiebung von „Mord am Hellweg“ im Vorverkauf erworben wurden, behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Die Sonderreihe „Mörderisches Intermezzo“ wird gefördert im Rahmen von „NEUSTART KULTUR“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.

Mittwochs, umsonst und draußen

27. Juni 2021

„Muschelsalat“ bietet buntes Programm

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Die beiden Schauspieler des „WallStreet Theatre“ bilden in diesem Jahr den Auftakt im Sommerprogramm des „Muschelsalat“. Foto: Ludolf Dahmen.

Straßentheater, Konzerte und Zirkusdarbietungen: Diese und viele weitere Kulturangebote können Hagenerinnen und Hagener ab Mittwoch, 7. Juli, beim „Muschelsalat“ genießen. Das Kulturbüro als Organisator hat die Veranstaltungen an die Pandemiebedingungen angepasst. Einiges wird anders sein als in den Vorjahren, aber erlebnisreicher Kulturgenuss ist auch in diesem Jahr garantiert.

Los geht es am Mittwoch, 7. Juli, mit dem „WallStreet Theatre“. Alle Theateraufführungen finden zweimal statt, um trotz begrenzter Zuschauerzahlen dem großen Publikumsinteresse gerecht werden zu können. Um 18 Uhr und erneut um 20.30 Uhr stechen „Herr Schultze und Herr Schröder“ im Ischelandstadion, Stadionstraße 22, in See. Bei ihrem Gastspielvertrag an Bord eines Kreuzfahrtschiffes läuft einiges quer, eine turbulente Seefahrt mit viel Seemannsgarn, skurrilem Humor, Artistik und einer Prise Poesie wird geboten.

Mit musikalischen Beiträgen auf internationalem Niveau geht es bei den drei Terminen der Odyssee „Musik der Metropolen“, weiter.

Am Mittwoch, 14. Juli, um 19.30 Uhr spielen die sechs Musikerinnen und Musiker der Band „Rasga Rasga“ einen satten Mix aus Folk, Balkan und Worldbeats.

Ungehemmte Brassband-Power verspricht „Banda Comunale“ am Mittwoch, 21. Juli, ab 19.30 Uhr. Das unglaubliche Kollektiv mit Musikerinnen und Musikern aus Deutschland, Syrien, Palästina, Schottland, Brasilien, Italien, Russland, und Polen begeistert neben coolen Sounds und raffinierten Arrangements auch mit klaren politischen Statements gegen Rassismus.

Am Mittwoch, 28. Juli, servieren „Farafi & Shisco Disco“ ihren packenden Turbo-Balkan, eine Melange aus afrikanischer, nahöstlicher und indischer Musik. Joy Tyson und Darlini Singh Kaul treffen mit kraftvollen Songs und mitreißender Performance auf „Shisco Disco“.

Alle drei Konzerte finden auf der Kampfbahn Boelerheide statt. Wie immer ist das Veranstalter-Team vom Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim, Bahnhof Langendreer in Bochum, der Pelmke in Hagen und dem Institut für Kulturarbeit in Recklinghausen Garant für ein überraschendes und ambitioniertes Programm. In bewährter Kooperation mit „WDR Cosmo“ sorgen sie auch in diesem Jahr für fulminante Bühnenshows.

Mit dem „NN Theater“ konnte für Mittwoch, 4. August, eine in Hagen beliebte Kölner Gruppe gewonnen werden. „Exit Casablanca“ heißt ihr Programm für die Bezirkssportanlage Boele-Helfe-Kabel. Um 18 Uhr und um 20.30 Uhr macht sich das „NN Theater“ mit seiner neuen Produktion auf den Weg einmal quer durch die Menschheitsgeschichte – Ziel unbekannt. Im Gepäck: Markante Persönlichkeiten, skurrile Situationen und schräge Begegnungen.

Am Mittwoch, 11. August, werfen „Common Ground“ um 18 Uhr sowie um 20.30 Uhr mit den Mitteln des Zirkus einen kritischen Blick auf Schubladendenken und Visionen von Gemeinschaft – eine Show voller Akrobatik und positiver Energie, Spannung und Ruhe, mit Livemusik und einem sich ständig wandelnden Bühnenbild auf der Kampfbahn Boelerheide.

Schließlich verführen „Weberg und Brödemann“ am Mittwoch, 18. August, um 18 Uhr sowie um 20.30 Uhr mit ihren Darbietungen zum Thema „Lust – Begierde – Liebesleben“ in der Bezirkssportanlage Haspe. Dario Weberg spielt mit Worten und Martin Brödemann Klavier. Mit liederlichem Jazz und lüsterner Lyrik bedanken sich Dario Weberg und Indra Janorschke für die Unterstützung des Theaters an der Volme angesichts der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie.

Interessierte, die eine der Veranstaltungen besuchen möchten, müssen online ein kostenfreies Ticket beziehen und dieses zusammen mit einem Lichtbildausweis ausgedruckt oder digital mitbringen. Die Tickets können ab Samstag, 19. Juni, auf der Internetseite muschelsalat.hagen.de gebucht werden.

Darüber hinaus ist der Zutritt nur mit einem maximal 48 Stunden alten, negativen Coronatest möglich. Das Testergebnis muss digital oder in Papierform vorliegen. Diese Voraussetzung entfällt, sobald die Stadt Hagen die Inzidenzstufe 1 erreicht. Dies wird voraussichtlich ab Montag, 21. Juni, der Fall sein.

Auf der Internetseite finden Interessierte ebenfalls Details zu den Regelungen für Kinder, Geimpfte und Genesene sowie alle aktuellen Informationen rund um den „Muschelsalat“. Zuschauerinnen und Zuschauer werden gebeten, sich kurz vor den Terminen unbedingt auf der angegebenen Internetseite zu informieren.

Theatergala im Life-Stream

26. Juni 2021

Veranstaltung bereits ausverkauft

Die diesjährige Regenbogengala findet als Live-Aufführung am 3. Juli 2021 mit Beginn um 19.30 Uhr im Theater Hagen statt.

Aufgrund der bestehenden Corona-Verordnungen ist das Platzangebot im Theater Hagen verringert und die Veranstaltung bereits ausverkauft. Um auch allen weiteren Interessierten die Möglichkeit zu bieten, diesen außergewöhnlichen Abend zu erleben, wird die Gala live gestreamt. So können die künstlerischen Darbietungen vom heimischen Sofa aus genossen werden.

Spenden-Tickets für den Stream sind ausschließlich online unter www.theaterhagen.de buchbar und ab 10 Euro erhältlich – nach oben hin ist alles offen. Fragen zu diesem digitalen Angebot, zum Procedere oder zu Spendenquittungen werden gerne unter der Service-Telefonnummer 02331 / 207-4000 beantwortet oder können per Email an streaming@theaterhagen.de gesendet werden. Ausführliche Informationen zum Stream befinden sich auch auf der Webseite www.theaterhagen.de.

Der Erlös dieses spartenübergreifenden Benefizabends geht an die Hagener Einrichtungen Aidshilfe und Luthers Waschsalon.

Neue Stolpersteine in Wehringhausen verlegt

25. Juni 2021

verlegung stolpersteine demnig

Künstler Gunter Demnig bei der Arbeit. Fotos: Rahel-Varnhagen-Kolleg.

Am 21. Juni wurden zwei neue Stolpersteine in Hagen-Wehringhausen verlegt. Die Aktion wurde vom Hagener Geschichtsverein und vom Projektkurs Geschichte des Rahel-Varnhagen-Kolleg (Leitung: Herr Arias und Herr Steffens) organisiert.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln, sogenannten Stolpersteinen, soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die in der NS-Zeit verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

juliusweiß stolperstein

Ca. 30 Personen trafen sich um 09:00 Uhr an der Augustastraße 77, um an Julius Weiss zu erinnern. Der Wehringhauser verliebte sich 1939 in seine Nachbarin Anna Bache. Das Standesamt verweigerte die Heiratserlaubnis, weil Julius Weiss, Sinto, als „rassenfremd“ galt.

Das Paar kämpfte vergeblich um die Genehmigung und zog 1940 zusammen. Anna erwartete inzwischen ein Kind. Wenig später wurde Julius verhaftet. Er verbrachtet den Rest des Krieges in den Konzentrationslagern Dachau und Sachsenhausen. In Gegensatz zu den meisten Sinti überlebte er die NS-Zeit, kehrte 1945 nach Hagen zurück und heiratete seine Frau. Er sah seine ca. 5-jährige Tochter wahrscheinlich erst dann zum ersten Mal.

Während der Verlegung hielt René Röspel, MdB, eine kurze Rede. Viertklässler der Janusz-Korczak-Grundschule präsentierten ein Theaterstück über Julius Weiss, das sie mit ihrer Lehrerin Frau Verbeeck geübt hatten. Als Grundlage benutzten sie u.a eine Präsentation zum Thema, die der Projektkurs des Rahel-Varnhagen-Kolleg vorbereitet hatte.

ilsemitze stolperstein

Der zweite Stolperstein wurde nur 500 Meter entfernt, in der Augustastraße 11, verlegt. Dort wohnte und arbeitete das Dienstmädchen Ilse Mitze. Nach einem verheerenden Luftangriff im Jahr 1944 half sie die ganze Nacht, den Hausrat aus dem brennenden Haus zu retten. Dabei entwendete sie einige Kleidungsstücke. Sie wurde vom Sondergericht Dortmund in einem Prozess, der jedem rechtsstaatlichen Prinzip widersprach, zum Tode verurteilt und mit knapp 19 Jahren enthauptet. Pastor Schwertfeger erinnerte in einer bewegenden Rede an die Ermordete.

Der Projektkurs des Rahel-Varnhagen-Kolleg und der Hagener Geschichtsverein organisieren seit 2018 gemeinsam die Stolpersteinverlegungen in Hagen. Die neuen Stolpersteine wurden von der Bezirksvertretung Mitte und der Ev. Paulusgemeinde finanziert. Im September erscheint in der nächsten Ausgabe des Magazins „089 Wehringhausen“ eine Biographie zu Ilse Mitze. Autor ist Fazdi Askova, Teilnehmer des Projektkurses am Kolleg.

„Pinienkerne wachsen nicht in Tüten“

24. Juni 2021

Ein philosophisches WeltEntdeckungsStück mit Musik

Christian Kaltenhäußer

Eine weitere Premiere steht auf dem Spielplan des Lutz Hagen: Am Montag, 28. Juni 2021, um 10.00 Uhr ist erstmals die Neuproduktion von „Pinienkerne wachsen nicht in Tüten“ zu erleben – Ein philosophisches WeltEntdeckungsStück von Paula Fünfeck mit Musik und Objekten (ab 6 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 1-4). In Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester Hagen.

In Mutter Nates Garten ist viel los. Herr Grand denkt über die Welt nach: Was ist am stärksten: die Ameise, die Sonne, ein Pinienkern oder doch ein Bär? Dabei guckt er so angestrengt Löcher in die Luft, dass sie heruntersegeln und Mutter Nates Garten verstopfen. Der wird es schließlich zu bunt, und sie schickt Herrn Grand ans Ende der Welt.

Doch der frisch erdachte Bär wütet bereits durch die Welt und macht aus der Prachtpinie Kleinholz. Weiß er denn nicht, dass Pinienkerne auf Bäumen und nicht in den Tüten des skrupellosen Kaufmenschs wachsen? Ein ganz schönes Chaos, denkt sich Mutter Nate und macht sich auf den Weg ans Ende der Welt, um Herrn Grand seinen Denkschuh zu bringen, sich mit ihm zu versöhnen und die Welt wieder gerade zu rücken.

Während die Lachsonne scheint, die Tränenwolke weint, der Wind Pinienkerne verteilt und die Zeit mal schneller, mal langsamer (über die Bühne ver-)geht, sortiert sich die kleine Gartenwelt neu und zeigt, wie viel Verantwortung und Liebe notwendig sind, um das komplexe Gefüge der Welt zu erhalten.

Dieses Stück ist ein zauberhaft kurioses Weltenmärchen über die Kreisläufe des Lebens, in dem sich die komplexen Natur- und Gesellschaftszusammenhänge ganz selbstverständlich ergeben und kindgerecht darstellen.

In Anja Schönes Inszenierung wird der raffinierte Sprachwitz der Vorlage zu einem temporeichen Theaterspaß mit Gesang, Kontrabass und Loopstation über nichts Geringeres als die Rettung der Welt.

In der von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung unterstützten Produktion in der Ausstattung von Sabine Kreiter, mit Choreographien von Jozsef Hajzer, dramaturgisch begleitet von Anne Schröder, mit Musik von Andres Reukauf spielen Antje Haury, Christian Kaltenhäußer (Foto: Leszek Januszewski), Anne Schröder und Charlotte Welling.

Diese Produktion gehört zum Projekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“, innerhalb dessen, finanziert vom Theaterförderverein Hagen e.V., (Schul-)Gruppen ein kostenloser Besuch einer der Vorstellungen dieses Stückes ermöglicht wird.

Weitere Vorstellungen in dieser Spielzeit: 29.6. (10.00 Uhr), 30.6.2021 (10.00 Uhr).

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite (www.theaterhagen.de).

Ins Theater Hagen ohne Nachweis

24. Juni 2021

Ab sofort ist es möglich, das Theater Hagen ohne einen Nachweis (geimpft, genesen, getestet) zu besuchen. Das Tragen einer Maske ist nach wie vor, auch während der Vorstellung, erforderlich.

Die Gastronomie hat geöffnet.

Jiří Georg Dokoupil & Julian Schnabel

23. Juni 2021

Two Czechoslovakians walk into a bar – Collaboration Paintings
27. Juni bis 15. August 2021, Osthaus-Museum Hagen

Julian Schnabel und Jiří Georg Dokoupil

Julian Schnabel und Jiří Georg Dokoupil arbeiten im Berliner Atelier von Georg Dokoupil, 2015. Foto: Deyan Manolov.

Beiden Künstlern ist eigen, dass sie beständig auf der Suche sind, überall und mit wachem Geist. Für beide ist Malen nichts anderes als Entdeckung. Die Vielfalt ihres Schaffens findet im direkten Prozess statt. Das Ergebnis: Leuchtende Leopardenaugen gegen Farbströme, zarte Seifenlaugen gegen kraftvolle Zeichen, Geheimnis gegen Erzählung.

Unterschiedlich ist ihr Bildwollen, verbindend ist ihre intellektuelle Kraft, die sich gerade in den „Collaboration Paintings“ eindringlich äußert. Diese gemeinsamen Arbeiten präsentiert das Osthaus-Museum unter dem Titel: „Two Czechoslovakians Walk into a Bar“ – bezugnehmend auf die Herkunft des Vaters von Julian Schnabel sowie auf derjenigen von Georg Dokoupil aus Tschechien.

Diese gemeinsam realisierten Werke offenbaren im Modus spielerischen Gestaltens die handschriftlichen Qualitäten beider Akteure. Auch wenn diese Leichtigkeit unsere Augen verwöhnt, ist doch der Dialog beider bei der Realisierung dieser Arbeiten ein intensiver gewesen. Auf den Schlag des einen folgte die Antwort des anderen, auf Linie folgte Farbe, auf geschlossene Form eine offene. Beide Künstler sind großartige Inszenierer in ihren Medien.

Philipp Glass, einer der Pioniere der Minimal Music, hätte sicherlich eine große Freude an der Vertonung dieser Arbeiten, die in ihrer formalen Gegensätzlichkeit mehr Gemeinsamkeit entwickeln konnten, als dies vor Beginn dieses Abenteuers denkbar gewesen sein mag.

Finale: „Prolog – Schwanensee – Aufgetaucht“

22. Juni 2021

Jeong Min Kim Prolog Schwanensee

Einmalige Chance für alle Ballettfreunde und die, die es in dieser Spielzeit noch werden wollen: Am 26. Juni 2021 wird zum letzten Mal das Ballett „Prolog – Schwanensee – Aufgetaucht“ im Theater Hagen (Großes Haus) um 19.30 Uhr aufgeführt.

Zu ihrem abendfüllenden Werk „Schwanensee – Aufgetaucht“ (mit Musik von Peter Tschaikowsky, Sam Auinger und Claas Willeke) kreierte Ballettdirektorin Marguerite Donlon im Juni 2020 einen 50minütigen Prolog. Darin erforschte sie choreographisch, konzentriert auf die Protagonisten, wie in einem Psychogramm, die Umstände und Voraussetzungen der einzelnen Charaktere und entwickelte ein Choreographie- und Bühnenkonzept, das die derzeit erforderlichen räumlichen und physikalischen Begrenzungen miteinbezieht. Der musikalische Leiter Rodrigo Tomillo erstellte eine Orchesterfassung für 13 Musiker, welche die Musik der drei Komponisten eng miteinander verwebt.

Es tanzen: Jeong Min Kim (Odette; Foto: Oliver Look), Amber Neumann (Odile), Noemi Emanuela Martone (Siegfrieds Mutter), Gennaro Chianese (Siegfried), Alexandre Démont (Rotbart), Federica Mento, Bojan Micev, Antonio Moio, Sara Peña, Ambre Twardowski (Schwäne). Es spielen: Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Hagen sowie Uroš Ugarković (Klavier).

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite (www.theaterhagen.de). Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

„Surreale digitale Kreationen“

21. Juni 2021

SCHWARZWEISSBUNT: Abschluss wird kulinarisch, kreativ und unterhaltsam

Das vom Hagener Kulturbüro organisierte SCHWARZWEISSBUNT-Festival geht mit einem abwechslungsreichen Programm in die letzte Runde.

Schmackhaft wird es am Freitag, 25. Juni, bei einem interkulturellen Kochkurs. Ab 18.30 Uhr lädt das AllerWeltHaus Hagen dazu ein, „Westfälisches köstlich nahöstlich“ zu interpretieren. Svenja Maleschka, langjährige Küchenleiterin des CaféBistro Mundial, erläutert beim Online-Kochkurs kurzweilig die Vorteile einer veganen Ernährung und interpretiert im praktischen Teil deutsche Spezialitäten auf orientalische Weise neu.

Für die Zutaten und Küchenutensilien sorgen die Teilnehmenden im Vorfeld selbst, die Zutatenliste wird mit der Bestätigungs-E-Mail und dem Zoom-Link zum Kochkurs einen Tag vorher an die Teilnehmenden versendet.

„Kunstvoll gestaltet – Wir sind Vielfalt“ lautet das Motto bei der Arbeiterwohlfahrt Hagen (AWO) und dem Verein Kunst vor Ort am Samstag, 26. Juni, von 10 bis 14 Uhr. In der AWO-Begegnungsstätte Haspe, Hüttenplatz 44, werden verschiedene Schriftarten kunstvoll gestaltet. In unterschiedlichen Stilen und mit Acrylfarben, Stiften, Papier und weiterem Material werden eigene Namen und Schriftzüge zum Beispiel in lateinischer oder arabischer Schrift kreativ umgesetzt.

Beim Trommelkurs für Kinder und Jugendliche heißt es „Karibuni – Willkommen in Afrika“. Am Samstag, 26. Juni, von 11 bis 12.30 Uhr können Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren im AllerWeltHaus Hagen gemeinsam mit dem Musiker, Instrumentenbauer und Workshopleiter Ulf Heße auf eine Trommelreise gehen. Die Instrumente werden zur Verfügung gestellt, vermittelt werden Grundkenntnisse zu den Trommeln, zur elementaren Rhythmik, Rhythmusfolgen, Spieltechniken und der Koordination.

Im Café Mundial können die Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer ihren Aufenthalt verlängern und bei einem afrikanischen Mittagessen auf eine aufregende kulinarische Entdeckungs- und Geschmacksreise gehen.

Zu einer Lesung auf dem Fußballplatz lädt der Verein Hagen United e.V. in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst der AWO Hagen und der Integrationsagentur des Caritasverbandes Hagen am Samstag, 26. Juni, auf dem Sportplatz Waldlust, Deerthstraße, ein. Einlass ist um 18 Uhr, um 19 Uhr beginnt die Lesung mit anschließender Diskussion zum Thema Rassismus im Fußball unter dem Titel „Platzverweis – Kein Platz für Rassismus“.

Die Veranstaltung wird durch typische Bolzplatzspeisen und kühle Getränke auf dem romantischen sowie geschichtsträchtigen Aschenfußballplatz in der Flutlichtdämmerung abgerundet, finanzielle Überschüsse werden gespendet.

Den Abschluss des SCHWARZWEISSBUNT-Festivals liefert der Masala Movement e.V. mit dem „INDERNET Kurzfilmprogramm“. Am Mittwoch, 30. Juni, können Interessierte von 17 Uhr bis Mitternacht in die Welt des indisch inspirierten Films eintauchen. Das digital präsentierte Kurzfilmprogramm versammelt eine vielfältige Mischung: von alltäglichen Realitäten, über surreale digitale Kreationen, bis hin zu Animations- und Momentaufnahmen.

Alle angemeldeten Teilnehmenden erhalten einen Tag vor der Veranstaltung einen passwortgeschützten Zugang zum Online-Streaming.

Die Teilnahme ist bei allen Angeboten kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich. Informationen erhalten Interessierte hier.

Zwei chinesische Künstler im Osthaus-Museum

20. Juni 2021

Zhang Xiaogang/Ren Rong: Ost-West Dialog
Arbeiten auf Papier/Rauminstallation
25. Juni – 15. August 2021 – Osthaus-Museum Hagen

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Ren Rong: Ganzheit, 2020, Rauminstallation mit Schaufeln, Foto: Beba Ilic.

In dieser Ausstellung mit zwei nahezu gleichaltrigen chinesischen Künstlern, Zhang Xiaogang und Ren Rong, präsentiert das Osthaus Museum wir zwei wichtige zeitgenössische Positionen der chinesischen und internationalen Kunst.

Arbeiten beider Künstler werden zugleich in einem Kontext von expressionistischer Malerei aus der Sammlung des Osthaus Museums gezeigt, so dass ein Dialog zwischen Ost und West entstehen wird.

Der 1958 in Kunming, Yunnan, geborene Zhang Xiaogang erlangte internationale Berühmtheit durch seine Familienporträts, die einen deutlichen Anklang an die Jahre zur Kulturrevolution seiner Heimat besitzen. Es handelt sich hauptsächlich um monochrome, stilisierte Porträts von Familien in grüner Militäruniform, die Verbindungen von Vergangenheit und Gegenwart offenbar werden lassen.

Ren Rong, 1960 in Nanjing geboren, erhielt 2016 eine große Ausstellung im Osthaus Museum. Er ist international bekannt für seine bis heute andauernde Serie der „Pflanzenmenschen“, die sowohl im bildlichen (Malerei, Frottagen, Scherenschnitte, Graphik) wie skulpturalen (Stahl- oder Eisenskulptur) Genre entwickelt werden.

Kammeroper nach Vorlage eines Schauerromans

19. Juni 2021

„The Turn of the Screw“ von Benjamin Britten

The Turn of the Screw

Szene aus der Produktion: Siegfried Berg, Maria Markina, Angela Davis. Foto: Klaus Lefebvre.

Der Premierenreigen nach dem Lockdown geht im Theater Hagen weiter mit der Präsentation der Neuproduktion einer Oper von Benjamin Britten unter dem Titel „The Turn of the Screw“ („Die Drehung der Schraube“) am Sonntag, 20. Juni 2021, um 18.00 Uhr im Großen Haus.

Benjamin Britten schuf mit seinem 1954 uraufgeführten Werk „The Turn of the Screw“ eine vieldeutige Kammeroper nach der Vorlage eines Schauerromans von Henry James aus dem 19. Jahrhundert. Dem englischen Komponisten gelingt es meisterhaft, das Spiel mit den Perspektiven in eine musikdramatische Form zu bringen, die packend vom Einbruch des Unheimlichen in eine scheinbar idyllische Welt erzählt.

Die Oper handelt von zwei Kindern, die nach dem Tod ihrer Eltern auf dem abgeschiedenen englischen Landsitz Bly aufwachsen. Da ihr Vormund wenig Interesse an ihnen zeigt, engagiert er eine junge Frau, die sich gemeinsam mit der Haushälterin Mrs. Grose um die Kinder kümmern soll. Die unerfahrene Gouvernante zweifelt, ob sie der Aufgabe gewachsen ist und glaubt zu entdecken, dass die Kinder mit geisterhaften Gestalten in Verbindung stehen.

Bald ist sie sicher, dass es sich dabei um Erscheinungen von Peter Quint und Miss Jessel handelt, die beide auf Bly angestellt waren und auf rätselhafte Weise verstarben. Nun versucht die Gouvernante fieberhaft, den Umständen auf den Grund zu gehen und gleichzeitig, die Kinder vor den übernatürlichen Wesen zu schützen, von deren bösen Absichten sie überzeugt ist.

Wie eine Schraube nach und nach fester ins Holz gedreht wird, so verbohrt sich auch die junge Frau immer mehr in ihre eigene Interpretation der Geschehnisse – doch wie vertrauenswürdig ist eigentlich ihre Wahrnehmung? Wird sie am Ende selbst zur Bedrohung für ihre Schützlinge?

Weitere Vorstellung: 30.6.2021 (19.30 Uhr)

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite (www.theaterhagen.de). Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Premiere im Lutz Hagen: „Mädchen wie die“

18. Juni 2021

Eine Coming-out-of-the-Cage Geschichte von Evan Placey

Mädchen wie die

V.l.n.r.: Anna Sophie Rödiger, Liesa Strehler, Lilian-Felicitas Prudlo. Foto: Leszek Januszewski.

Am Samstag, 19. Juni 2021, 19.30 Uhr, feiert das Lutz Hagen die Premiere von „Mädchen wie die“ – Eine Coming-out-of-the-Cage Geschichte von Evan Placey (ab 13 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 7-11). In Zusammenarbeit mit der Theaterakademie Köln.

Social Media Plattformen sind ein Ort anonymer und lauter Meinungen geworden, auf denen Jugendliche auch nach der Schule einen Großteil ihrer Zeit miteinander verbringen. Mobbing kennt dadurch keine Grenzen und kein Entkommen. Als mitten im Unterricht ein Nacktfoto von Scarlett auftaucht, beginnt ihre persönliche Hölle. Scarlett will sich wehren, aber eines Tages ist sie verschwunden …

Auf der Bühne stehen drei junge Schauspielerinnen, die aus der Perspektive der Mitschülerinnen das Geschehen aufrollen. Mit ihnen tauchen wir in eine Welt von Fake und Filter ein, in der jeder unerbittlich jeden Tag betrachtet und beurteilt wird. Dieses perfide Spiel wird oftmals einfach mitgespielt anstatt es zu hinterfragen.

Scarlett hingegen sucht nach einem anderen Blick auf Frauen und Weiblichkeit. Sie widersetzt sich ihrer Sexualisierung und sucht stattdessen nach anderen starken Frauen, die eigene Werte in den Mittelpunkt stellen, sich füreinander einsetzen und den Sexismus, dem sie täglich von Frauen wie Männern ausgesetzt sind, nicht akzeptieren wollen. Doch wird Scarlett stark genug sein, sich damit durchzusetzen?

In der vom Soroptimist Club International Hagen unterstützten Produktion in der Inszenierung von Jannica Hümbert, dem Bühnenbild von Tobias-Rene Kersting, den Kostümen von Annabell Maria Schmidt, dramaturgisch begleitet von Anja Schöne und Anne Schröder, wirken auf der Bühne Lilian-Felicitas Prudlo, Anna Sophie Rödiger und Liesa Strehler.

Diese Produktion gehört zum Projekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“, innerhalb dessen, finanziert vom Theaterförderverein Hagen e.V., (Schul-)Gruppen ein kostenloser Besuch einer der Vorstellungen dieses Stückes ermöglicht wird.

Weitere Vorstellungen: 22.6. (10.00 Uhr), 23.6. (10.00 Uhr), 24.6.2021 (10.00 Uhr).

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite (www.theaterhagen.de). Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Diese Produktion wird auch als digitales Klassenzimmerstück angeboten, konzipiert für eine Klasse und eine Schulstunde. Buchung unter lutz@theaterhagen.de.

„Wenn die Nacht am tiefsten…“

17. Juni 2021

Letzte Vorstellung in dieser Spielzeit

Vanessa Henning

Ein letztes Mal gibt es in dieser Spielzeit die Gelegenheit, die Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Party „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ mit Musik u.a. von Ton Steine Scherben, Grobschnitt, Fehlfarben, Ideal, BAP, Nina Hagen, Extrabreit, Udo Lindenberg, Die Toten Hosen, Rio Reiser und Nena am 18. Juni 2021 (19.30 Uhr) im Theater Hagen (Großes Haus) zu erleben.

Diese von Michaela Dicu inszenierte, von Amber Neumann choreographierte, gleichermaßen bewegende wie mitreißende Show in der Ausstattung von Jasna Bošnjak und Christiane Luz lässt keine Wünsche offen, wenn es darum geht, die Erinnerungen v.a. an die wilden 70er und 80er Jahre des deutschen Rock, Pop und Punk lebendig werden zu lassen und zu feiern.

Beste Unterhaltung und Stimmung garantieren die populären Gesangssolisten Vanessa Henning (Foto: Klaus Lefebvre), Patrick Sühl und Alexander Brugnara, die Background-Vocals Joyce Diedrich und Alina Grzeschik, Tänzerinnen sowie die Band unter der Leitung von Andres Reukauf.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite (www.theaterhagen.de). Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Zwei Vorstellungen des Ballettabends „Zart“

16. Juni 2021

LOOK Twardowski

Ambre Twardowski in der Choreographie „Fragile“ von Marguerite Donlon. Foto: Oliver Look.

Der Ballettabend „Zart“ mit Choreographien von Francesco Vecchione („Jurema“) und Marguerite Donlon („Fragile“) mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Frantz Casséus, Miguel Resende Bastos, Johann Sebastian Bach, Michio Woirgardt sowie Live-Improvisationen von Uroš Ugarković, wird am 16. Juni 2021 (19.30 Uhr) sowie letztmalig am 24. Juni 2021 (19.30 Uhr) im Theater Hagen (Großes Haus) aufgeführt.

Für diesen, von den Ballettfreunden Hagen e.V. unterstützten Doppelabend entwickelten Francesco Vecchione und Marguerite Donlon choreographisch Weltentwürfe für ein Miteinander. Sie greifen darin die Ängste, Hoffnungen und Sehnsüchte auf, die uns alle betreffen. Entstanden sind räumlich und tänzerisch zwei bewegende, beinahe komplementäre Sichtweisen – sie verbindet der Blick nach Vorne, geprägt von dem Wunsch, das Leben auch unter den Restriktionen der Pandemie einzufordern, der Bedrohung die Lebenslust entgegenzusetzen, visionär, zart aber mutig!

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite (www.theaterhagen.de). Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Wieder im Spielplan: Opern-Doppelabend

15. Juni 2021

Die einsame Insel (L’isola disabitata) – Oper von Joseph Haydn
Marilyn Forever – Oper von Gavin Bryars

Angela Davis in der Produktion „Marilyn Forever“. Foto: Klaus Lefebvre.

An zwei Terminen besteht die letzte Gelegenheit, den Opern-Doppelabend mit den Aufführungen von Joseph Haydns „Die einsame Insel“ („L’isola disabitata“) und Gavin Bryars „Marilyn Forever“ im Theater Hagen (Großes Haus) zu erleben: am 15. Juni 2021 (19.30 Uhr) und am 25. Juni 2021 (19.30 Uhr).

Haydns Kurzoper „Die einsame Insel“ aus dem Jahre 1779 ist ein musikalisches Juwel, das die Gesangsensemblemitglieder Penny Sofroniadou, Anton Kuzenok und Insu Hwang zusammen mit Maria Markina als Gast präsentieren. Die szenische Interpretation der Regisseurin Magdalena Fuchsberger in der Ausstattung von Monika Biegler changiert gekonnt zwischen der klassischen Lesart der 270 Jahre alten Geschichte von Pietro Metastasio und einem heutiger Beziehungserfahrung nahe liegenden Verständnis.

Die 2013 uraufgeführte Kammeroper „Marilyn Forever“ des britischen Komponisten Gavin Bryars umkreist die ikonenhafte Figur der Marilyn Monroe und greift verschiedene Szenen und Motive aus ihrem Leben auf. In der Inszenierung von Holger Potocki (Ausstattung: Bernhard Niechotz, Holger Potocki) versucht eine Darstellerin sich dem Phänomen Marilyn Monroe zu nähern, indem sie nicht nur ihr Äußeres nachahmt, sondern ihre Gefühle und Motivationen nachvollziehen möchte. Sopranistin Angela Davis interpretiert diese Rolle. Ferner wirken Kenneth Mattice und Mitglieder des Chors des Theaters Hagen mit.

Beide Opern werden vom Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton gespielt.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite (www.theaterhagen.de). Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

„Institutionelle Diskriminierung der Minderheit“

15. Juni 2021

Fachkräfte-Workshop zur Schul- und Bildungssituation der Roma

Sich systematisch mit antiziganistischen und antiromaistischen Vorurteilen auseinandersetzen und Handlungsstrategien für den beruflichen Alltag entwickeln: Mit diesen Zielen veranstaltete das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen im Rahmen des Kulturfestivals „SCHWARZWEISSBUNT“ einen Online-Workshop für pädagogische Fachkräfte zum Thema „Die Schul- und Bildungssituation der Roma in Deutschland“.

In dem vierstündigen Workshop erhielten die Fachkräfte Informationen zur Herkunft der Roma, zur Geschichte der Bildungsbenachteiligung und der institutionellen Diskriminierung der Minderheit sowie zur aktuellen sozialen und politischen Situation in den Herkunftsländern und in Deutschland.

Der Referent Kasm Cesmedi, Gesamtschullehrer und Roma-Aktivist, berichtete aus eigenen Erfahrungen, wie stark sich Antiziganismus beziehungsweise Antiromaismus auf die Bildungschancen von Kindern mit Roma-Hintergrund auswirkt. Zudem ging der Referent auf die aktuelle Bildungssituation der Roma ein. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Bildungsteilhabe und Bildungsperspektive mit den jeweiligen Potenzialen und Herausforderungen.

Die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten sich während des Workshops mit ihren Fragen und Erfahrungen aus der praktischen Arbeit ein, sodass ein produktiver Austausch entstand. Daraus entwickelten sich neue Fragen, zum Beispiel wie eine Kooperation zwischen den Schulen einerseits und den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Familien andererseits zu einer positiven Schulentwicklung der Kinder beitragen kann.

Aufgrund des großen Interesses der Fachkräfte aus dem Bildungsbereich beabsichtigt das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen, künftig weitere Veranstaltungen zu diesem Themenkomplex anzubieten.

Fotografie, Schauspiel und Musik

12. Juni 2021

Hagener Kulturfestival SCHWARZWEISSBUNT

East West Pacem Orchestra

East West Pacem Orchestra, ganz links Martin Verborg (Gruß nach Eckesey). Foto: Felix Rein.

Das Hagener Kulturfestival SCHWARZWEISSBUNT bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern noch bis Mittwoch, 30. Juni, ein abwechslungsreiches Programm. Ein digitales Fotoprojekt lädt zum Mitmachen ein.

Die kulturelle Vielfalt in Hagen hat viele Gesichter und Ausdrucksformen. Beim Fotoprojekt der Veranstaltungsgemeinschaft des „Vielfalt tut gut-Festivals“ sind alle Hagener Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, unter dem Hashtag #vielfaltinhagen ein ausdrucksstarkes Selfie auf ihren Instagram- und Facebook-Kanälen zu teilen. Teilnehmende können zeigen, wer sie sind und warum sie das Leben in Hagen vielfältiger und bunter machen. Alle bis Montag, 14. Juni, eingereichten Fotobeiträge haben die Chance, für ein professionelles Einzel-Shooting am Samstag, 26. Juni und Sonntag, 27. Juni, mit Fotografin Beba Ilic ausgewählt zu werden.

Beim „Lass uns Reden – Podcast“, organisiert von der Arbeiterwohlfahrt, dem Jugendmigrationsdienst und der Integrationsagentur, kann vor Ort beim Jugendmigrationsdienst Hagen diskutiert werden. Jeweils vier Personen entwickeln in 15-Minuten-Gesprächen neue Perspektiven auf die Themen „Vielfalt leben“ und „Gesellschaft mitgestalten“. Die Mitschnitte werden anschließend in den digitalen Medien veröffentlicht.

Das Recht von Kindern auf kulturelle Teilhabe steht im Mittelpunkt der Angebote des Theaters Lutz: die multimediale Theaterutopie „Stadt der Kinder“ von Anja Schöne, Regisseurin und Leiterin des Lutz sowie dem Ensemble feiert am Sonntag, 13. Juni, Premiere. Es geht um eine Stadt, in der die Kinder das Sagen haben. In der alle wild und frei glücklich werden können und gleichzeitig geschützt sind – vor Angriffen auf ihr Leben, ihre Gedanken und ihren Lebensraum. Mit „Nathan“ sowie dem Lutz Zirkusbus stehen weiteren Angebote auf dem SCHWARZWEISSBUNT-Programm.

Endlich wieder Musik live und vor Ort erleben. Das ist am Samstag, 19. Juni, im Kulturzentrum Pelmke möglich. Los geht es um 15.30 Uhr mit dem syrisch-deutschen Ensemble Nagham. Interessierte erleben eine Reise durch die Musik der großen ägyptischen Sängerin Oum Kalthoum. Sie gilt als eine der einflussreichsten Musikerinnen der arabischen Welt des 20. Jahrhunderts. Bei dem Konzert wechselt sich Musik mit Moderation ab. Liedtexte werden übersetzt und so auch einem nicht arabisch sprechenden Publikum nahegebracht.

Ab 17 Uhr bringt das East West Pacem Orchestra östliche und westliche Musik, Musikerinnen und Musiker auf harmonische, virtuose und innovative Weise zusammen. Traditionelle Instrumente wie Ney, Kanun, Oud, Saz, orientalische Perkussion und Streicher machen die Ausdruckskraft und Freude der arabischen Musik zwischen Orient und Okzident neu erlebbar.

Die Teilnahme an dem Podcast und den Konzerten ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich. Informationen erhalten Interessierte auf der Internetseite www.hagen.de/schwarzweissbunt.

Musikschule: Eingeschränkter Präsenzunterricht

12. Juni 2021

Schülerinnen und Schüler der Max-Reger-Musikschule können ab Montag, 14. Juni, wieder in den Räumen der Musikschule musizieren. Der Präsenzunterricht kann zunächst jedoch nur einzeln oder mit maximal zwei Teilnehmenden stattfinden. Dabei sind weiterhin die bekannten Schutz- und Hygienemaßnahmen zu beachten.

Auf Wunsch bietet die Max-Reger-Musikschule weiterhin Online-Unterricht an.

Lutz Hagen startet mit „Stadt der Kinder“

11. Juni 2021

Eine multimediale TheaterUtopie von Anja Schöne und Ensemble

Stadt der Kinder

Szene aus der Produktion. V.l.n.r.: Mohammad Al Haji, Meera Varghese, Helen Rademacher, Tomani Diatta. Foto: Dirk Burghaus.

Nach der langen Zeit, in der keine Live-Aufführungen möglich waren, freut sich das Theater Hagen und ganz besonders das Lutz-Team, nun bis zum Ende der Spielzeit noch vier Premieren präsentieren zu können. Los geht’s mit der Uraufführung von „Stadt der Kinder“ – Eine multimediale TheaterUtopie von Anja Schöne und Ensemble – am 13. Juni 2021 um 15.00 Uhr im Lutz (ab 10 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 5-10).

Sie kommen, um eine neue Stadt zu gründen, in der die Kinder das Sagen haben. In der alle wild und frei glücklich werden können und gleichzeitig geschützt sind – vor Angriffen auf ihr Leben, ihre Gedanken und ihren Lebensraum. Eine Stadt, in der junge Menschen entscheiden und Visionen die wichtigste Währung sind.

Sie bringen Spiel mit, Tanz und Musik, Mut und Humor. Und Ideen. Ihre eigenen Ideen und die vieler junger Menschen aus Hagen und der ganzen Welt, die etwas sagen möchten: Über die Rechte von Kindern und Jugendlichen und ihre Wünsche für eine Zukunft, auf die man sich freuen kann.

Gemeinsam mit ihrem multinationalen Ensemble entwickelte Regisseurin Anja Schöne auf der Grundlage von Recherchematerial eine visionäre Theaterperformance rund um das Thema Kinderrechte.

Zu diesem Stück wird auch ein hybrider Workshop angeboten, in welchem man diese TheaterUtopie gemeinsam mit Theaterpädagogin Daria Malygina erleben kann, die sich entweder digital in den Klassenraum zuschaltet oder, wenn gewünscht und möglich, auch persönlich anwesend ist. Buchung unter lutz@theaterhagen.de.

Reservierungen/Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online unter www.theaterhagen.de.

Sinfoniekonzert im Stream

10. Juni 2021

Joseph Trafton

Das Philharmonische Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton (Foto: Leszek Januszewski) ist noch einmal in einem digitalen Angebot zu erleben mit der Präsentation eines Konzertes am Sonntag, 13. Juni 2021, 11.00 Uhr (www.theaterhagen.de; drei Monate online).

Auf dem abwechslungsreichen, von Claudia Belemann (WDR) moderierten Programm steht zunächst die mitreißende „Ungarische Rhapsodie“ Nr. 2 von Franz Liszt in einer reduzierten Orchesterfassung von Wolf Péter.

Sodann werden die „Lieder eines fahrenden Gesellen“ von Gustav Mahler aufgeführt – ein hochromantischer Zyklus, dessen Motive weite Teile von Mahlers sinfonischem Schaffen durchziehen. Den Gesangspart interpretiert Insu Hwang, Ensemblemitglied des Theaters Hagen.

Zum Abschluss erklingt das von seinem Komponisten Béla Bartók mit „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“ betitelte überaus originelle Meisterwerk des ungarischen Tonsetzers. Mit großer Entdeckerlust spielt er mit den Klangmöglichkeiten des Schlagzeugs und lässt zugleich die Streicher zu Rhythmusinstrumenten werden. Deutlich hörbar sind dabei die volksmusikalischen Einflüsse, mit denen sich Bartók zu dieser Zeit beschäftigte, die besonders das ausgelassene Ende des Werkes prägen.

Die Aufzeichnung des Konzertes wurde dank der Unterstützung durch die Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung ermöglicht.

Öffnung des Theaters Hagen mit zwei Premieren

9. Juni 2021

„Der Liebestrank“ – Oper von Gaetano Donizetti
„Winterreise – Der ganze Zyklus“ – Eine szenische Aufführung der Schubert-Lieder

Der Liebestrank

Aus der Produktion „Der Liebestrank“: Anton Kuzenok, Penny Sofroniadou. Foto: Klaus Lefebvre.

Das Theater Hagen darf wieder Live-Aufführungen anbieten und präsentiert am 12. und 13. Juni gleich zwei Premieren im Großen Haus.

Den Beginn macht „Der Liebestrank“ („L’elisir d’amore“), eine komische Oper von Gaetano Donizetti in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten am Samstag, 12.6.2021, 19.30 Uhr (Aufführungsdauer: 2 ½ Stunden inklusive einer Pause).

Worum geht’s? Nemorino ist in Adina verliebt, doch sie nimmt ihm jede Hoffnung, ihn je lieben zu können. Der unglücklich Verliebte wird zur leichten Beute für den Quacksalber Dulcamara, der ihm einen Liebestrank verkauft, der nichts anderes als eine Flasche Wein ist …

Donizettis Oper handelt von der Liebe und dem Kampf um sie, von ihrer Willkür und Ungleichzeitigkeit, vom Leid und Glück, das sie hervorrufen kann. Das Stück gilt als eine der anrührendsten musikalischen Komödien im Belcanto-Stil.

Die Inszenierung von Francis Hüsers in der Ausstattung von Alfred Peter und Katharina Weissenborn spielt in einer Musikhochschule, in der Gesangsstudierende mit ihrem Professor Donizettis Oper proben und zur Aufführung bringen – doch nicht nur die Figuren, die sie auf der Bühne verkörpern, haben mit ihren Gefühlen zu kämpfen, sondern auch die Darsteller hinter den Kulissen. Bald vermischen sich Spiel und Realität und lassen sich nur noch schwer voneinander trennen …

Unter der musikalischen Leitung von Rodrigo Tomillo singen und spielen: Nina Andreeva, Insu Hwang, Kisun Kim, Sebastian Klug, Dan K. Kurland, Anton Kuzenok, Kenneth Mattice, Penny Sofroniadou, Chor des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Weitere Vorstellungen: 19.6. (19.30 Uhr), 23.6. (19.30 Uhr), 27.6. (15.00 Uhr), 4.7.2021 (18.00 Uhr)

Am Sonntag, 13.6.2021, findet dann mit Beginn um 18.00 Uhr die Premiere von „Winterreise – Der ganze Zyklus“ statt. Auf den 14 Stationen seines Weges ist ein Wanderer den Eindrücken der Landschaft und starken Stimmungsgegensätzen ausgesetzt, nachdem er seine Geliebte verlassen hat oder verlassen musste.

Eingeschobene Textfragmente von Ingeborg Bachmann bilden einen starken Gegenpart zu Franz Schuberts einzigartiger Liedkomposition. So wird der ursprünglich einsam erlebte Trennungsschmerz des Mannes zu einem Dialog von Mann und Frau, einer Schau auf das Geschehene aus zwei Perspektiven, kreisend um Themen wie Begehren, Projektionen und dem individuell „richtigen“ Lebensweg.

In diesem von Francis Hüsers konzipierten und inszenierten, von Uwe Mingo (Bühne) und Christiane Luz (Kostüme) ausgestatteten Abend (Aufführungsdauer: 2 Stunden inklusive einer Pause) sind auf der Bühne Kenneth Mattice (Gesang), Lucia Schulz (Schauspiel) und Dan. K. Kurland (Klavier) zu erleben.

Zu beiden Neuproduktionen werden Einführungen angeboten, die jeweils 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Zuschauerraum stattfinden.

Ins Theater? Aber sicher!

Für den Theaterbesuch muss gemäß der Corona-Schutzverordnung neben dem Ticket und Personalausweis ein vollständiger Impfschutz oder ein negativer Testnachweis von einer offiziellen Teststelle (nicht älter als 48 Stunden) oder ein Nachweis über eine durchlebte Coronainfektion (PCR-Test, mindestens 28 Tage alt, nicht älter als 6 Monate) vorgezeigt werden. Das Tragen einer Maske, auch während der Vorstellung, ist Pflicht.

Reservierungen an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite (www.theaterhagen.de). Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Freilichtmuseum Hagen startet in die Saison

9. Juni 2021

Freilichtmuseum

Blick auf das Fachwerkensemble auf dem oberen Platz im Freilichtmuseum Hagen. Foto: LWL.

Am Dienstag (8.6.) hat die Saison im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) begonnen. Drei Sonderausstellungen sind vorbereitet: Zum Thema Farben, zur Verwendung von Messing sowie historische Kupferstiche mit Handwerksdarstellungen für Jugendliche.

Die Besuchsplanung ist zum Start dieser Saison anders als gewohnt: Um die Hygienevorschriften umzusetzen, buchen die Besucher vorab. Das funktioniert online mit „Ticket to Pay“ unter https://shop.ticketpay.de/organizer/5XS95UX2?view=grid. Dadurch ist es möglich, die Besuche genau zurückzuverfolgen. Ebenso wird durch die Buchungen sichergestellt, dass sich keine Besucherschlangen am Eingang versammeln.

„Die Sicherheit der Gäste steht an erster Stelle“, betont LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Daher werden im LWL-Freilichtmuseum immer nur so viele Besucher eingelassen, dass die Mindestabstände gut eingehalten werden können und es nicht zu Engpässen kommt. Erfahrungen haben die Besucher und das Museum bereits in der Saison 2020 gemacht.

In diesem Jahr gibt es mehr Licht im Museum und eine neue ungewohnte Landschaft rund um das Museum. Wegen der Trockenheit und des Borkenkäfer-Befalls sind Bäume abgestorben und mussten abgeholzt werden. Die das Museum umgebenden Hügel liegen nun frei. Noch warten sie auf eine neue Bepflanzung. Bis dahin genießt das Museum die positiven Effekte, denn es hat viele helle und sonnige Wegstücke dazugewonnen und so mancher neue Durchblick ist entstanden.

LWL-Kulturdezernentin Rüschoff-Parzinger zog eine positive Bilanz zum freien Eintritt für Kinder und Jugendliche in die LWL-Museen: „2019 hat der LWL diese Eintrittsregelung gestartet, die von einem Mobilitätsfonds unterstützt wird, der die Reisekosten für Schulgruppen übernimmt. Dieses Projekt entwickelte sich von Beginn an positiv und wurde im Hagener Freilichtmuseum von allen LWL-Museen mit am stärksten nachgefragt. Inzwischen buchen nicht nur einzelne Klassen, sondern ganze Schulen ihren Ausflug ins Freilichtmuseum Hagen.“

Büchereibesuch auf der Springe und in Hohenlimburg wieder ohne Termin möglich

9. Juni 2021

Der Besuch in der Stadtbücherei auf der Springe und in der Stadtteilbücherei Hohenlimburg ist ab Mittwoch, 9. Juni, wieder ohne vorherige Terminabsprache möglich. In der Stadtteilbücherei Haspe bleibt die Terminvergabe bestehen, diese ist aber auch kurzfristig unter Telefon 02331/207-4297 oder per E-Mail an stadtbuecherei@stadt-hagen.de möglich.

Besucherinnen und Besucher benötigen weiterhin einen der folgenden Nachweise: Den Nachweis eines negativen Corona-Schnelltests (nicht älter als 48 Stunden), einer vollständig erfolgten Impfung (seit mindestens 14 Tagen), einer Genesung (seit mindestens 28 Tagen bis höchstens sechs Monaten) oder einer Genesung mit zusätzlicher Impfung (seit mindestens 14 Tagen). Besucherinnen und Besucher ohne einen Nachweis erhalten keinen Einlass.

Zum Abgeben der Medien steht in der Stadtbücherei auf der Springe zusätzlich die Rückgabebox bereit, die auch ohne Nachweis genutzt werden kann. Auch die Wunschtütenaktion wird weiterhin für diejenigen angeboten, die nicht in die Bücherei kommen möchten. Interessierte können über den Katalog ausleihbare Medien aussuchen und in der Stadtbücherei auf der Springe unter Telefon 02331/207-3591 oder per E-Mail an stadtbuecherei@stadt-hagen.de sowie in den Stadtteilbüchereien Hohenlimburg unter Telefon 02331/207-4477 und Haspe unter Telefon 02331/207-4297 bestellen.

In den Stadtteilbüchereien gelten die regulären Öffnungszeiten. Die Stadtbücherei auf der Springe ist derzeit nur eingeschränkt zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr.

Wenn wir spielen dürfen …

4. Juni 2021

Theater Hagen plant Wiedereröffnung

Theater HagenAufgrund der derzeitigen Inzidenzzahlen plant das Theater Hagen seine Türen für das Publikum wieder zu öffnen und Live-Vorstellungen anzubieten (Foto: Yuliana Falkenberg). Vorbehaltlich der Inzidenzwertentwicklung und einer entsprechenden Genehmigung durch die Stadt ist folgender Spielplan vorgesehen:

Premieren von:

  • „Der Liebestrank“, Oper von Gaetano Donizetti (12.6., 19.30 Uhr, Großes Haus);
  • „Stadt der Kinder“, multimediale TheaterUtopie von Anja Schöne und Ensemble (13.6., 15.00 Uhr, Lutz);
  • „Winterreise – Der ganze Zyklus“ (13.6., 18.00 Uhr, Großes Haus);
  • „SubsTanz“, Ballettabend (15.6., 19.30 Uhr, Opus);
  • „Mädchen wie die“, Coming-out-of-the-Cage Geschichte von Evan Placey (19.6., 19.30 Uhr, Lutz);
  • „The Turn of the Screw“, Oper von Benjamin Britten (20.6., 18.00 Uhr, Großes Haus);
  • „Pinienkerne wachsen nicht in Tüten“, philosophisches WeltEntdeckungsStück von Paula Fünfeck (28.6., 10.00 Uhr, Lutz).

Dazu kommen Repertoirevorstellungen wie der Opern-Doppelabend „Die einsame Insel“/„Marilyn Forever“ oder der Ballettabend „Zart“ sowie als abschließendes Highlight die „Regenbogengala“ (3.7., 19.30 Uhr, Großes Haus).

Der detaillierte Spielplan ist der Webseite des Theaters entnehmbar (www.theaterhagen.de).

Reservierungen sind ab dem 4.6. möglich: an der Theaterkasse, die zu den gewohnten Zeiten geöffnet hat (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr), telefonisch unter 02331 / 207-3218. oder online über das Reservierungsformular auf der Webseite.

Für den Theaterbesuch muss dann gemäß der Corona-Schutzverordnung neben dem Ticket und Personalausweis ein vollständiger Impfschutz oder ein negativer Testnachweis von einer offiziellen Teststelle (nicht älter als 48 Stunden) oder ein Nachweis über eine durchlebte Coronainfektion (PCR-Test, mindestens 28 Tage alt, nicht älter als 6 Monate) vorgezeigt werden. Das Tragen einer Maske, auch während der Vorstellung, ist Pflicht.

Das Theater Hagen und alle seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich, endlich wieder Besucher begrüßen zu dürfen.

Wiedereröffnung der Hagener Museen – zahlreiche Ausstellungen warten auf Besucher

3. Juni 2021

Kunst und Kultur vor Ort erleben – das ist in der kommenden Woche möglich, wenn die Museen der Stadt Hagen wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen.

In allen Einrichtungen sind eine vorherige Terminbuchung und Rückverfolgbarkeit sowie die Beachtung sonstiger Schutz- und Hygienemaßnahmen notwendig. Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Besucherinnen und Besuchern in geschlossenen Räumen darf eine Person pro zwanzig Quadratmeter der für sie geöffneten Fläche nicht übersteigen.

Hagener Kunstquartier

Das Emil Schumacher Museum und das Osthaus Museum Hagen öffnen ab Dienstag, 8. Juni, ihre Tore zu den bekannten Öffnungszeiten dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr.

Im Emil Schumacher Museum erwartet die Besucherinnen und Besucher aktuell die Ausstellung „Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe“, die bis Sonntag, 19. September, verlängert wurde. Neu hinzu kommt ebenfalls bis Sonntag, 19. September, die Ausstellung „Emil Schumacher – Roma. Eine Hommage an Italien“, die aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht eröffnet werden konnte.

Das Osthaus Museum Hagen zeigt derzeit bis Sonntag, 13. Juni, „Katharina Mayer – Vom Wesen der Verhüllung“ sowie bis Sonntag, 8. August, die Ausstellung „Vom Aufspüren, Suchen und Sammeln – 75 Jahre Osthaus Museum Hagen“.

Ende Juni finden gleich drei Ausstellungseröffnungen statt: Am Donnerstag, 24. Juni, um 19 Uhr „Zhang Xiaogang/Ren Rong – Ost-West Dialog“ sowie am Samstag, 26. Juni, um 16 Uhr die Ausstellungen „Julian Schnabel/Jiri Georg Dokoupil – Two Czechoslovakians walk into a Bar. Collaboration Paintings“ und „Julian Schnabel – Prints (1983 – 2021)“.

Museum Wasserschloss Werdringen

Das Museum Wasserschloss Werdringen ist ab Donnerstag, 10. Juni, wieder geöffnet. Die Öffnungszeiten sind donnerstags und freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Montags bis mittwochs ist ein Besuch nur für Schulklassen und Gruppen nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

In der Ausstellung erfahren Interessierte Wissenswertes zur Geologie und Archäologie des nordwestlichen Sauerlandes. Zudem wird ein vielfältiges Führungs- und Exkursionsprogramm rund um das Wasserschloss angeboten. Auf dem Programm stehen beispielsweise Nachtführungen und Exkursionen in das Naturschutzgebiet.

Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Museums unter www.wasserschloss-werdringen.de.

Terminbuchungen für die Museen werden per E-Mail an museen@stadt-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-2740 entgegengenommen.

Der Hohenhof

Der Hohenhof bleibt wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

CityARTists 2021 wieder mit Ulrike Rutschmann

1. Juni 2021

Neue Jury, gleiche Entscheidung: Die Künstlerin Ulrike Rutschmann wurde auch in diesem Jahr von einer Fachjury ausgewählt und vertritt Hagen erneut bei dem Förderprogramm „CityARTists 2021“.

Über die bis zu zehn Gewinnerinnen und Gewinner entscheidet nun bis Ende September die zentrale Jury des NRW KULTURsekretariats. Den Kunstpreis hat die Stadt Hagen gemeinsam mit dem NRW KULTURsekretariat und den zwanzig anderen Mitgliedsstädten ausgeschrieben.

Zur Begründung führt die Hagener Fachjury aus: „Seit 2009 realisiert Ulrike Rutschmann Raumbilder in einer Art Crossover mit verschiedenen Materialien wie zum Beispiel bemalten Folien oder Gipskarton-Platten, die als Projektionsflächen in eine Bildarchitektur integriert werden. Auf diese werden Dia-, Video- und Overhead-Projektionen übertragen. So entstehen in einem nahezu malerischen Prozess bildliche Überlagerungen. Motivisch bevorzugt werden der menschliche Körper sowie dessen Verbindung zur Natur und Architektur. Durch die unterschiedlichen Oberflächenqualitäten der benutzten Materialien mit ihren differenten Reflexionseigenschaften und Lichtbrechungen entstehen Bilder, die die Motive verfremdet erscheinen lassen. So eröffnen sich immer wieder Wahrnehmungsräume, die die Betrachter in Staunen versetzen.“

Zur Jury gehörten Prof. Yevgeniya Safronova, Hochschule für bildende Künste (HBK) Essen, Leane Schäfer, Kunstmuseum Gelsenkirchen und Dr. Peter Schmieder, Künstlerhaus Dortmund. Als nicht stimmberechtigte Jurymitglieder nahmen Astrid Jakobs, Leiterin des Kulturbüros Hagen sowie Dr. Tayfun Belgin, Direktor des Osthaus Museums Hagen und Leiter des Fachbereichs Kultur der Stadt Hagen teil.

Das NRW KULTURsekretariat vergibt 2021 gemeinsam mit seinen Mitgliedsstädten zehn Preise im Sinne einer Förderung für Bildende Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Malerei, Skulptur, Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie in einer Gesamthöhe von bis zu 50.000 Euro. Die Preisgelder werden als Stipendien vergeben und betragen 5.000 Euro pro ausgewähltem Künstler oder ausgewählter Künstlerin.

Die Ausschreibung richtete sich an einzelne Künstlerinnen und Künstler, die eine künstlerische Ausbildung etwa an einer Hochschule, Akademie oder Meisterklasse genossen haben und/oder eine Reihe von Ausstellungen in beispielsweise Museen, Kunsthallen oder Kunstvereinen vorweisen können. Die Bewerberinnen und Bewerber mussten zum Zeitpunkt der Bewerbung das 50. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz in der Mitgliedsstadt haben, in der sie sich bewerben.

Zeichen für ein positives Miteinander

28. Mai 2021

Das Hagener Kulturfestival SCHWARZWEISSBUNT

Das gemeinsame Erleben kultureller Vielfalt steht im Mittelpunkt des Hagener Kulturfestivals „SCHWARZWEISSBUNT“. Das Kulturbüro stellt mit seinen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern ein umfangreiches Programm vom 30. Mai bis zum 30. Juni 2021 zusammen.

Die preisgekrönte Autorin Karosh Taha eröffnet mit einer digitalen Lesung am Samstag, 30. Mai, von 11 bis 12.30 Uhr das Festival. Die von der Stadtbücherei Hagen und dem Theater Hagen organisierte Veranstaltung ist das erste Highlight des vom Kulturbüro Hagen veranstalteten Festivals.

Vielfältige digitale Angebote

Aufgrund der anhaltenden Coronapandemie finden in diesem Jahr auch viele weitere Angebote in digitaler Form statt. Das Mitmach-Fotoprojekt „Vielfalt tut gut“ ruft alle Hagener Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ab Sonntag, 30. Juni, bis einschließlich Montag, 14. Juni, unter dem Hashtag #vielfaltinhagen ein ausdrucksstarkes Selfie auf ihren Instagram- und Facebook-Kanälen zu teilen.

Am Montag, 31. Juni, von 19 bis 20.30 Uhr liest die Autorin Karosh Taha aus ihrem Roman „Beschreibung einer Krabbenwanderung“.

Auch das Theater Lutz Hagen bieten verschieden Online-Angebote im Rahmen des SCHWARZWEISSBUNT-Festivals an. Die Stücke „Stadt der Kinder“ und „NATHAN“ können nach Absprache als digitales Format angesehen werden.

Für pädagogische Fachkräfte wird am Dienstag, 8. Juni, von 14 bis 16 Uhr ein Online-Vortrag zur Schul- und Bildungssituation der Roma in Deutschland angeboten.

In dem interkulturellen Online-Kochkurs „Westfälisches köstlich nahöstlich“ erfahren Interessierte am Samstag, 26. Juni, von 10 bis 14 Uhr, wie sie deutsche Spezialitäten auf orientalische Weise neu interpretieren können.

Den Abschluss des Online-Angebots bildet das „INDERNET Kurzfilmprogramm“ am Mittwoch, 30. Juni, bei dem von 17 bis 0 Uhr verschiedene indisch inspirierte Filme als Streaming-Format angeboten werden.

Weitere Veranstaltungen und Angebote geplant

Die Stadtbücherei Hagen und die beiden Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg haben sich für interessierte Kinder von drei bis sieben Jahren ein hybrides Angebot ausgedacht. In der Geschichten-Tüte „Als die Raben noch bunt waren“ erhalten sie ab Montag, 31. Mai, bis einschließlich Freitag, 11. Juni, während der Öffnungszeiten der Büchereien verschiedene Bastelmaterialien. Zuhause können sie sich dann online die passende Geschichte dazu anhören und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Auch der Podcast „Lass uns reden“, bei dem sich Interessierte ab 18 Jahren über die Themen Vielfalt leben und Gesellschaft mitgestalten austauschen, kann unter den geltenden Corona-Auflagen stattfinden. Los geht es am Dienstag, 8. Juni, um 14 und 16 Uhr, alle weiteren Termine finden immer donnerstags, am 10. Juni, 17. Juni und 24. Juni, ebenfalls um 14 und 16 Uhr statt.

Neben diesen Angeboten stehen auch viele weitere Veranstaltungen auf dem Terminplan des SCHWARZWEISSBUNT-Festivals. Da sie jedoch so konzipiert sind, dass Teilnehmende an verschiedenen Orten in der Stadt zusammenkommen sollen, können diese nur spontan und abhängig von der tagesaktuellen Lage mit Blick auf die Coronapandemie stattfinden.

Die meisten Angebote sind kostenlos, bei einigen Terminen ist eine Anmeldung notwendig. Das komplette Programm vom 30. Mai bis 30. Juni findet sich stetig aktualisiert unter www.hagen.de/schwarzweissbunt, unter dem Stichwort SCHWARZWEISSBUNT auf Facebook und auf dem Instagram-Account kulturbuero.hagen. Hier erfahren Interessierte immer aktuell, welche Veranstaltungen stattfinden können und erhalten detaillierte Informationen zur Teilnahme an den einzelnen Angeboten.

Das Festival wird gefördert durch das NRWKultursekretariat Wuppertal und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Politik entdeckt Kunst im öffentlichen Raum

24. Mai 2021

Fachbereich Kultur hat nur 20 von über 300 Objekten gelistet

Kunst am Bau (später begrifflich zu Kunst im öffentlichen Raum erweitert) war einmal selbstverständlicher Bestandteil nicht nur öffentlicher Bauvorhaben. Das ist inzwischen lange her. Ehemals vorhandene Objekte sind spurlos verschwunden, andere gammeln vor sich hin. Und: Der Fachbereich Kultur hat offensichtlich den Überblick verloren.

Jetzt hat endlich einmal die Politik das Thema für sich entdeckt. Die SPD-Fraktion im Hagener Rat und die Ratsgruppe Bürger für Hohenlimburg (BfHo) wollen es auf die Tagesordnung der Sitzung des Kulturausschusses am Mittwoch setzen. Das ist insofern bemerkenswert, da beide Gruppierungen in der Vergangenheit nie als besonders kulturaffin in Erscheinung getreten sind.

In ihrem Beschlussvorschlag fordern SPD und BfHo den Oberbürgermeister auf, die Betreuung der Kunst im öffentlichen Raum beim Fachbereich Kultur zu bündeln. Der soll in einem ersten Arbeitsschritt die Objekte inventarisieren und ein Gesamtkonzept zu Unterhaltung und im Bedarfsfalle Instandsetzung erarbeiten.

Anschließend soll der Fachbereich Kultur ein Gesamtkonzept für die Pflege der Kunst im öffentlichen Raum entwickeln, damit auch künftige Generationen in den Genuss dieser Werke kommen, mit denen viele Hagener groß geworden sind.

In der Begründung ihres Antrags schreiben die Antragsteller u.a.:

„Obwohl Hagen eine herausragende Rolle in der Geschichte der modernen Kunst spielte und der „Hagener Impuls“ noch heute weltweit ein fester Begriff in der Kunstszene ist, befinden sich zahlreiche bedeutende Kunstwerke vor Ort in einem desaströsen Zustand.

Fehlende Zuständigkeiten und mangelndes Verantwortungsbewusstsein führen dazu, dass Kunstwerke im öffentlichen Raum nicht gepflegt und Beschädigungen oder Schmierereien nicht beseitigt werden. Das Verschwinden wertvoller Objekte wurde in der Vergangenheit – wenn überhaupt – mit einem lapidaren „verschollen“ in den nur fragmentarisch vorhandenen Inventarlisten registriert.

Im Inventar des Fachbereichs Kultur sind nach eigener Aussage derzeit (Stand 20.04.2021) gerade einmal 20 Kunstwerke erfasst, von denen eines als „vermisst“ gilt.

Im krassen Gegensatz zu dieser überschaubaren Anzahl steht indes die Auflistung von Kunstwerken in dem Buch „HagenKunst. Kunst im öffentlichen Raum“ (ardenkuverlag 2006), in dem weit über 300 solcher Arbeiten aufgelistet und beschrieben werden. Einige dieser Reliefs, Skulpturen, Mosaike oder Wandmalereien wurden allerdings schon 2006 von den Autoren mit Attributen wie „dem Verfall preisgegeben“, „zerstört“, „hinter vorgesetzter Wand verborgen“ oder „verschollen“ versehen.“

Ernst Meister und der Süden

23. Mai 2021

Die Mittelmeer-Aufenthalte des Hagener Dichters Ernst Meister (1911 – 1979) sind Thema des Online-Literaturkonzertes „Ernst Meister und der Süden“.

Ernst Meister reiste leidenschaftlich gern. Bevorzugt gen Süden. Nach Italien, Spanien, Südfrankreich, Ibiza. Den Herbst 1957 verbrachte er gemeinsam mit seiner Frau Else erstmals auf Ibiza, das er – nach seinem antiken Namen – Pythiusa nannte, da er „ungern nach einer Insel namens Ibiza fuhr, weil sich dieser Name bereits mit der Touristik“ verbinde. Dort entstand – tagsüber unter strahlendem Mittelmeerhimmel, abends bei Petroleumlicht – der Gedichtzyklus „Pythiusa“, der einige der schönsten und naturnahesten Gedichte Ernst Meisters enthält.

Zwischen 1963 und 1978 war Meister regelmäßig Sommergast seines engen Freundes Hellmut Kohlleppel, der unweit des Mont Ventoux im provenzalischen Weinort Seguret eine Ferienwohnung besaß. Dort entstanden nicht nur Gedichte, sondern auch eine große Anzahl von farbigen Kreidezeichnungen. Um die Aufenthalte in Seguret ranken sich allerlei Erzählungen.

Peter Pietzsch liest aus den Provence-Erinnerungen Hellmut Kohlleppels, die Ernst Meister von ganz ungewohnten Seiten zeigen. Peter Schütze liest ibizenker und provenzalische Gedichte aus „Pythiusa“ und aus dem „Südland“. Regina Meister steuert erstmals die Erinnerung an eine Trüffeljagd mit ihrem Dichtervater bei.

Der Pianist und Komponist Berthold Matschat paraphrasiert die Rezitation am Flügel mit Eigenkompositionen, die er eigens für diese Veranstaltung geschrieben hat. Reinhard Gundlach schrieb die Werkseinführungen und beleuchtet den biographischen Hintergrund.

Viele unveröffentlichte Fotografien ergänzen das Literaturkonzert, dass am 10. Mai im Auditorium des Emil-Schumacher-Museums ohne Publikum aufgezeichnet wurde.

Eine Veranstaltung im Rahmen von europa:westfalen – literaturfestival [lila we:] 2021, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, die LWL-Kulturstiftung und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.


Zur Erinnerung an den Lyriker und Schriftsteller wurde 1981 von der Stadt Hagen der Ernst Meister-Preis ins Leben gerufen. Meister, der 1911 im heute zu Hagen gehörenden Stadtteil Haspe geboren wurde, und 1979 in Hagen starb, blieb der westfälischen Großstadt zeit seines Lebens verbunden. Hier lebte und arbeitete er zurückgezogen. Selbst mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen dekoriert, gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Dichter des 20. Jahrhunderts.

Im Rahmen der Kürzungspolitik der Stadt wurde der Literaturpreis nach der Devise „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ entsorgt. Seit 2021 wird der Preis alle drei Jahre von der Neuen Ernst Meister-Gesellschaft ausgerichtet.


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