Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

„Hänsel und Gretel“ im Theater Hagen

7. Dezember 2022

Wiederaufnahme der Oper von Engelbert Humperdinck

Hänsel und GretelMit zwei Vorstellungen steht die beliebte Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck auf dem Spielplan des Theaters Hagen (Großes Haus): am 9. Dezember 2022 (19.30 Uhr) und am 1. Weihnachtstag, 25. Dezember 2022 (16.00 Uhr).

Wer kennt sie nicht, die Geschichte über das populäre Geschwisterpaar, das sich im Wald verirrt, in die Fänge einer Hexe gerät und einige Abenteuer zu bestehen hat … Und all das begleitet von einer berührenden wie mitreißenden Musik. Der Komponist integrierte einige schlichte Kinder- und Volkslieder in seine kunstvolle spätromantische Partitur und schuf unvergessliche Nummern wie den „Abendsegen“.

In dieser als rundum gelungenen Neuinszenierung des berühmten Stücks für Jung und Alt bezeichneten Produktion (Foto: Volker Beushausen) erwecken Regisseur Holger Potocki, Ausstatterin Lena Brexendorff und Beleuchtungsmeister Hans-Joachim Köster die Märchenwelt in poetisch-traumhaften Bildern zu neuem Leben – eine Aufführung für die ganze Familie!

Informationen, Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

„Zusammen in Vielfalt“

6. Dezember 2022

Volkshochschule Hagen mit neuem Programm

Gerade in Krisenzeiten ist zu beobachten, dass die Menschen zusammenhalten, sich gegenseitig unterstützen und teilen. Und so soll es auch bei der VHS in Hagen sein.

„Im kommenden Semester möchten wir den Schwerpunkt auf Zusammenhalt legen“, betont Bianca Sonnenberg, Leiterin der VHS. „Wir haben die Idee des ‚suspended coffee‘ aufgegriffen und in der Villa Post eine Pinnwand eingerichtet, an der Kursteilnehmer Kurse oder Gutscheine an Menschen verschenken können, die es gerade nicht ‚so dicke‘ haben, aber sich trotzdem weiterbilden wollen“, erklärt sie das Vorhaben. Das neue Programm der Volkshochschule wird so weiterhin dem gesteckten Ziel „Zusammen in Vielfalt“ gerecht.

Ein reichhaltiges Kursangebot mit vielen interessanten, innovativen und lehrreichen Veranstaltungen und Unterrichtsreihen fasst das neue VHS-Programm zusammen. Von Mitte Januar bis Mitte Juni 2023 liefern alle Studienbereiche gleichermaßen anspruchsvolle wie auch spannende Weiterbildungsangebote.

Die Reihe mit den kostenlosen Web-Vorträgen zu ganz unterschiedlichen Themen wird auch nach Weihnachten fortgesetzt. Damit bietet die VHS wieder die Möglichkeit, ganz bequem vom heimischen Sofa aus an hochkarätigen Vorträgen und Veranstaltungen teilzunehmen.

Aktiv geht es hingegen bei den Fahrten nach Luxemburg oder an den Rhein zu, die die VHS zusammen mit dem Europa-Büro für das neue Semester geplant hat.

Das neue Halbjahresprogramm liegt in allen städtischen Einrichtungen und an vielen anderen Orten der Stadt aus. Es lässt sich aber auch online einsehen und steht zum Download unter www.vhs-hagen.de bereit.

Einige Höhepunkte aus dem Programm:

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Wie „Mehrheitsmeinung“ gemacht wird

2. Dezember 2022

„Literaturzeit“ in der Stadtbücherei auf der Springe

Um das Buch „Die vierte Gewalt“ von Richard David Precht und Harald Welzer geht es in der nächsten „Literaturzeit“ des Hagener FORUM NACHHALTIGKEIT für politisch Interessierte am Montag, 5. Dezember, von 17 bis 19 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe. Die Journalistin Ruth Sauerwein stellt das Buch vor.

Precht und Welzer sind Wissenschaftler sowie bekannte Publizisten und damit selbst Teil der medialen Szene, die sie in ihrem Buch kritisch in den Mittelpunkt stellen. Ihnen geht es dabei nicht um die fragwürdigen Skandalmedien, sondern um renommierte Leitmedien. Sie zeigen auf, wie von diesen Medien die sogenannte „Mehrheitsmeinung“ gemacht wird. Zudem beschreiben die Autoren ausführlich die verbreiteten Tendenzen der emotionalen Aufbereitung der Berichterstattung, deren Personalisierung sowie die Identifikation eines Großteils der Journalistinnen und Journalisten mit dem herrschenden Politikbetrieb. Dabei resümieren sie, dass in der Gesellschaft der Gegenwart und der Zukunft ein nachhaltiger Aufklärungsjournalismus gebraucht wird, der sich einer eigenen Existenzvoraussetzungen bewusst und diesen verpflichtet ist.

Zur Verlagsseite (mit Leseprobe)

Das Hagener FORUM NACHHALTIGKEIT pflegt einen regelmäßigen Austausch über aktuelle gesellschaftspolitische Buchveröffentlichungen. Alle politisch Interessierten sind dazu eingeladen, gemeinsam in der „Literaturzeit“ über die vorgestellte Lektüre zu diskutieren. Die Teilnehmenden müssen diese vorher nicht gelesen haben. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Auf der Suche nach Reichtum, Macht und einer besseren Zukunft

1. Dezember 2022

Premiere im Theater Hagen: „La fanciulla del West“ von Giacomo Puccini

La fanciulla del WestSzene aus der Produktion: Susanne Serfling (als Minnie), Anton Kuzenok (als Nick) und Angelos Samartzis (als Dick Johnson). Foto: Volker Beushausen.

Am Samstag, 3. Dezember 2022, 19:30 Uhr, Großes Haus, steht eine weitere szenische Musiktheater-Premiere des Theaters Hagen im Großen Haus auf dem Programm: die Oper „La fanciulla del West“ („Das Mädchen aus dem goldenen Westen“) von Giacomo Puccini (in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten).

Gold! Als 1848 die ersten Goldnuggets in Kalifornien entdeckt werden, strömen bald Zehntausende in den bislang kaum besiedelten amerikanischen Westen: Sie verlassen ihre Heimat auf der Suche nach Reichtum, Macht und einer besseren Zukunft. Doch nur wenige finden das ersehnte Gold – alle anderen versinken in Hoffnungslosigkeit und Tristesse.

In diesem Milieu siedelt Puccini „La fanciulla del West“ an. Die Goldgräber in dieser Oper sind gebrochene Männer. In Minnie, die sich als einzige Frau in diesem gefährlichen Umfeld behaupten muss, projiziert jeder auf seine Weise Träume von Liebe und Geborgenheit. Als der neu zum Lager gestoßene Dick Johnson Minnies Herz zu erobern droht, bricht sich eine verzweifelte Wut Bahn; angeführt vom Sheriff Jack Rance wird der Fremde zum Gejagten …

Puccinis 1910 an der New Yorker Metropolitan Opera uraufgeführtes Musikdrama bezeichnete er damals selbst als seine beste Oper. Obwohl selten gespielt, gilt sie doch als Meisterwerk, das durch seine komplexe und feingewobene Partitur ebenso herausragt wie durch seine ungewöhnliche, beinahe filmische Erzählweise.

In ihrer Neuinszenierung, durch die „La fanciulla del West“ nach fast 60 Jahren wieder in Hagen zu erleben sein wird, folgen Regisseur Holger Potocki und seine Ausstatterin Lena Brexendorff Puccinis differenzierter und einfühlsamer Schilderung einer Gesellschaft, der nur noch die Träume geblieben sind.

Weitere Vorstellungen: 10.12. (19.30 Uhr), 21.12. (19.30 Uhr), 28.12.2022 (19.30 Uhr), 20.1. (19.30 Uhr), 9.2. (19.30 Uhr), 11.3.2023 (19.30 Uhr).

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Weihnachtskonzert der Salonlöwen

30. November 2022

4. Kammerkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

SalonlöwenIm vierten Kammerkonzert am 4. Dezember 2022 (11.30 Uhr, Auditorium im Kunstquartier) treten die beliebten „Salonlöwen“ auf (Foto: Theater Hagen). Hinter dieser instrumentalen Formation verbergen sich sechs Musiker: Rüdiger Brandt (Violoncello), Werner Köhn (Violine), Lucjan Mikolajczyk (Violine), Steffen Müller-Gabriel (Klavier), Hubert Otten (Kontrabass) und Alexander Schwalb (Klarinette).

Auf dem facettenreichen Programm steht ein Potpourri von bekannten Weihnachtsliedern, darunter „Alle Jahre wieder“, „Tochter Zion“ und „Morgen, Kinder, wird’s was geben“. Zudem werden ABBA-Songs wie „Dancing Queen“, Walzer von Charles Gounod, Franz Lehár und Dmitri Schostakowitsch und weitere Stücke im Stil der Salonmusik dargeboten.

Eintritt 12 / 6 Euro

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- und Konzertbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Exotisch, skurril, verblüffend

28. November 2022

Tobias Bülows Klangwelten

Tobias Bülow Handpan 07.12.22 Foto Tobias BülowTobias Bülow ist Musiker und Künstler. Und: Er hat ein Faible für exotische und skurrile Instrumente. Außerdem geht er als Instrumentenbauer äußerst kreative Wege und verwandelt Alltagsgegenstände in beeindruckende Klangkörper, denen er neues Leben verleiht. So wurde z.B. ein leckgeschlagenes Ruderboot zu einem 30-saitigen Monochord, ein alter Kompressor-Tank zu einer Basstrommel und ein Heizungsrohr zu einer Obertonflöte.

In seinem 90-minütigen Soloprogramm sind am Mittwoch, 7. Dezember, ab 19 Uhr in der Villa Post an der Wehringhauser Straße 38 außer selbstgebauten Instrumenten auch die indische Traversflöte Bansuri, die chinesische Wölbbrettzither Ghu Zeng und Handpans (Foto: Tobias Bülow) zu hören.

Um Anmeldung unter der Kursnummer 1480 wird gebeten unter www.vhs-hagen.de oder unter Tel. 02331/ 2073622. Statt eines festen Eintrittsgelds gilt die Devise „Pay what you want“.

Mit der VHS zu Besuch bei der Kooperative K

26. November 2022

Kooperative_K_Foto_Kooperative_K~1_maxUm Figuren und Skulpturen zu erschaffen, benötigen Holzbildhauer zahlreiche unterschiedliche Werkzeuge. Foto: Kooperative K.

Einen Besuch bei dem Hagener Künstlerkollektiv „Kooperative K“ organisiert die Volkshochschule Hagen (VHS) für alle Interessierten im Rahmen der Reihe „KunstOrte“ am Montag, 28. November, von 17 bis 19.30 Uhr. Das Forum des Kollektivs befindet sich in der Karlstraße 3.

Nach einer spannenden Führung durch die Atelierräume der „Kooperative K“ führt der Hagener Künstler Klaus Binke die Teilnehmenden in die Arbeitsweisen der Holzbildhauerei ein. An konkreten Beispielen zeigt er, wie man mit Beil, Beitel, Holzschlegel und Raspel Holzskulpturen erschaffen kann. Abschließend können sich die Teilnehmenden selbst mit Beil und Schlegel ausprobieren.

Das Forum der „Kooperative K“ ist ein Ausstellungsort für aktuelle Kunst und gleichzeitig eine Kommunikationsplattform zwischen Kunstschaffenden und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 2105 erhalten Interessierte unter www.vhs-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3622.

Emil Schumacher – Das frühe Werk und die Sammlung Lepke

25. November 2022

27. Nov. 2022 bis 26. Mrz. 2023, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Schumacher - Liegender_Akt_1946Emil Schumacher, Liegender Akt, 1946, Aquarell und Tuschzeichnung, 31,5 x 42,5 cm, Sammlung Lepke, Foto: Emil Schumacher Stiftung/Joachim Schwingel. © VG Bild-Kunst, Bonn 2022.

Diese Ausstellung ist schon lange ein besonderes Desiderat gewesen, handelt es sich doch um die Präsentation einer ganz besonderen Kollektion von Werken Emil Schumachers, nämlich aus historischer Sammlersicht.

Die Sammler waren Ruth und Rudolf Lepke, deren Sohn Rudolf Jr. die Sammlung der Eltern nicht nur übernahm, sondern gemeinsam mit seiner langjährigen Lebensgefährtin über Jahrzehnte pflegte und erhielt.

Die musische Kaufmannsfamilie, Gesellschafter eines aus einem Kolonialwarengeschäft hervorgegangenen und bereits in der vorangegangenen Generation 1897 gegründeten Lebensmittel- und Feinkostgroßhandels, lebte generationenübergreifend bis in unsere Zeit mit der Kunst, nicht nur Emil Schumachers.

Zahlreiche befreundete Künstlerinnen und Künstler der bildenden Künste wie Elisabeth Schmidt, Anselm Treese, Wilhelm Wessel und Irmgard Wessel-Zumloh, Roswitha Lüder und Rudolf Vombek gingen im kunstsinnigen Haus der Lepkes ein und aus. Manche Künstler wurden durch die Sammelleidenschaft der Lepkes maßgeblich gefördert.

Auch für Emil Schumacher führte die erste Begegnung mit Lepkes 1946 zu einer entscheidenden Sammlerfreundschaft. Das Ehepaar hatte ein Werk des noch völlig unbekannten Malers im Atelier des Bildhauers Karel Niestrath (1896 – 1971) entdeckt, dort spontan erworben und durch Vermittlung des älteren Künstlers auch den persönlichen Kontakt gesucht.

In der unmittelbaren Nachkriegszeit waren Bilderverkäufe für den Maler am Neubeginn seiner Laufbahn und als junger Familienvater existenziell. Dank der Lepkes und einer kleinen Gruppe von Hagener Sammlern wie den Familien Maria und Fritz Breuer, Helene und Adalbert Borgers sowie Norgard und Adolf Voss, war es ihm überhaupt nur möglich, als Maler voranzukommen.

Gerade diese frühe Förderung, noch bevor Kunstkritik und Museen auf ihn aufmerksam geworden waren, ermöglichte es Emil Schumacher, sich auf seine Kunst zu konzentrieren und schließlich als einer der wichtigsten Vertreter einer neuen Künstlergeneration aus der jungen Bundesrepublik zu internationaler Anerkennung zu gelangen.

Lepkes begleiteten Schumacher als Sammler bis in die 1970er-Jahre. Die persönliche Zuneigung blieb jedoch auch darüber hinaus generationenübergreifend bis zum Tod von Emil und Ulla Schumacher bestehen. Heute ist die Sammlung Lepke die einzige nahezu geschlossen erhaltene Sammlung aus diesen Jahren in Privatbesitz.

Sie ist geprägt vom Neuaufbruch im Werk des noch stark vom späten Expressionismus seiner Professoren an der Kunstgewerbeschule in Dortmund geprägten Künstlers (Studium von 1932 – 1934) sowie dem persönlichen Geschmack der insbesondere auch literarisch gebildeten Sammler. Insbesondere das gemeinsame Interesse an Literatur verband die Ehepaare. Zeichnungen der kleinen Söhne verweisen aber auch auf ähnliche Lebenssituationen.

Werkstatt-Probe zu Puccini-Oper

25. November 2022

Als nächste szenische Musiktheater-Premiere im Großen Haus des Theaters Hagen in der Spielzeit 2022/23 steht die Neuproduktion der Oper „La fanciulla del West“ („Das Mädchen aus dem goldenen Westen“) von Giacomo Puccini auf dem Programm (3. Dezember 2022, 19.30 Uhr).

Dazu wird eine Einführungsveranstaltung am 28. November 2022 mit Beginn um 18.15 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé, Großen Haus) angeboten, in welcher es zahlreiche Informationen zum Werk, zur Inszenierung und zur Ausstattung gibt. Zudem können die Besucher eine Probe miterleben.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Geschichten aus der Vorstadt des Universums

24. November 2022

Eine Neuentdeckung der Welt auf dem Theater von Shaun Tan in einer Fassung von Anja Schöne

Vorstadt des UniversumsSzene aus der Produktion. V.l.n.r.: Micha Baum, Aischa Lina Löbbert, Susanne Blodt, Christoph Schilling. Foto: Leszek Januszewski.

Die nächste Premiere im Lutz findet am 27. November 2022 (15.00 Uhr) statt. Auf dem Programm steht „Geschichten aus der Vorstadt des Universums“ – Eine Neuentdeckung der Welt auf dem Theater von Shaun Tan in einer Fassung von Anja Schöne (ab 10 Jahren; Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 5-8).

Es gibt viele Arten, die Welt um sich herum zu erkunden: Karten mit den Wegen zeichnen, die es noch zu entdecken gibt, hören, welche Lieder in den Dingen schlummern oder nach Regenwolken für die nächste große Flut Ausschau halten.

Doch was geschieht mit den Entdeckungen, wenn sie mit niemandem geteilt werden können? Und den vielen Geheimnissen, die alle eigentlich gerne jemandem anvertrauen würden? Es gab eine Zeit, in der die vier Protagonisten gemeinsam Abenteuer in der Vorstadt des Universums erlebt haben … Wann haben sie sich aus den Augen verloren und gibt es einen Weg zurück zueinander?

In den Zeichnungen von Shaun Tan entwickeln die verborgenen Dinge des Alltags ein erstaunliches Eigenleben. Lutz-Leiterin Anja Schöne und ihr Ensemble verwandeln seine fantastisch philosophische Buchvorlage in eine Geschichte über die Vereinzelung von jungen Menschen in unserer Zeit und die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Orientierung.

Die sympathisch eigenwilligen Bühnenfiguren ermöglichen dabei völlig neue Blicke auf das, was uns alle jeden Tag umgibt. Bei ihren Bemühungen, sie selbst zu werden und gleichzeitig wieder zueinander zu finden, lassen sie wie nebenbei Assoziationen zu den krisenhaften Erfahrungen von Pandemie, Flut und Krieg aufscheinen.

Mit ihrem bedingungslosen Willen, die Welt aus ihrem eigenen Blickwinkel zu erzählen, zu tanzen und Musik zu machen, gelingt es Carla, Wand, Fynn und Eric dabei jedoch, jeder noch so tragischen Situation einen Funken Freude und Schönheit zu entlocken und Lust auf eine gemeinsame Zukunft am Rande des Universums zu machen.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Li Yongzheng: Skulptur – Malerei – Fotografie

24. November 2022

26.11.2022 – 5.2.2023, Osthaus-Museum Hagen

Der 1971 in der Provinz Sichuan geborene Konzeptkünstler Li Yongzheng ist eine Ausnahmeerscheinung in der chinesischen Kunstszene. Er studierte Ölmalerei am Sichuan Fine Arts Institute, machte 1991 seinen Abschluss und graduierte dann 1994 am Department of Fine Arts der Southwest University (ehemals Southwest Normal University).

Sein erster professionell künstlerischer Weg führte ihn zu Engagements im Bereich Werbung und Marketing. In den Jahren 1998 bis 2000 nahm er an Workshops am Institut für Soziologie der Universität Sichuan teil während er in Chengdu lebte und arbeitete.

Ausgehend von seinem großen Interesse an buddhistischer Philosophie und an abendländischer Erkenntnislehre entwickelte Li Yongzheng eine multimediale Kunst, die einerseits den soziologisch-gesellschaftlichen Umbau im Rahmen der letzten Jahrzehnte in China zum Thema hat, andererseits sich an internationaler Globalisierung und Urbanisierung und deren Folgen orientiert. Skulpturen, zeitbasierte Medien, Performance und Installation gehören zu den künstlerischen Kategorien Li Yongzhengs.

Das Osthaus Museum zeigt in Kooperation mit der Villa Friede in Bonn die erste Einzelausstellung von Li Yongzheng in Deutschland. Aus allen künstlerischen Bereichen werden Beispiele gezeigt, die eine sehr differenzierte Sicht auf das Werk dieses Künstlers werfen.

In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen innerhalb und außerhalb Chinas wurden Li Yongzhengs Arbeiten gezeigt, darunter zuletzt in „Red Ruins, Absurd Realities: Artworks by Li Yongzheng“ im Kuandu Museum of Fine Arts, in der Taipei National University of the Arts, Taipei. Der Künstler lebt und arbeitet in Chengdu.

Thema „Musik und Tanz“ im Kulturcafé

23. November 2022

Hagedorn KörverIn diesem Kulturcafé am 27. November 2022 um 15.00 Uhr, welches ausnahmsweise im Ballettsaal im Theater Hagen stattfindet (Einlass über den Bühneneingang), ist Tanzdramaturgin und Company-Managerin Waltraut Körver Gast von Konzertdramaturg Otto Hagedorn (Foto: Yuliana Falkenberg).

Im Gespräch widmen sie sich dem Thema „Musik und Tanz“. Entscheidend für die inhaltliche Entwicklung einer Choreographie ist die Auswahl der Musik bzw. der Umgang mit Kompositionen im Tanz. Anhand von Video- und Hörbeispielen werden grundlegende Ausgangspunkte und aktuelle Tendenzen erläutert. Zudem demonstrieren einleitend Ballettrepetitor Uroš Ugarković und Trainingsleiterin Amber Neumann den Beginn eines Tänzeralltags.

Der Eintritt dazu ist frei.

„Begrenzt, bewegt, befreit“

21. November 2022

Nach drei Jahren Pause gab es wieder die Knastkulturwoche

In der Zeit vom 14. bis 20. November 2022 fand in den Justizvollzugsanstalten (JVA) des Landes Nordrhein-Westfalen nach drei Jahren Pause wieder die Knastkulturwoche statt. Viele Justizvollzugsanstalten boten in dieser Woche unter dem Motto „begrenzt, bewegt, befreit!“ kulturelle Veranstaltungen für Gefangene und teilweise auch für externe Besucher an.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – es handelte sich schließlich genretypisch um eine „geschlossene Veranstaltung“ – veranstaltete die JVA Hagen den Workshop „Freies Malen in Acryl“. Das Ganze wurde von einem interdisziplinären Team von Mitarbeitern begleitet. In dieser Zeit konnten verschiedene Techniken und Materialien ausprobiert werden, die fertigen Ergebnisse sollen im Anschluss interessierten Inhaftierten und Bediensteten in Form einer Ausstellung vorgestellt werden. Begleitend waren in der Woche Konzerte sowie ein Trommelkurs und eine von Inhaftierten ausgeführte künstlerische Wandgestaltung mit ausgewählten Fotografien geplant.

Die Knastkulturwoche konzentriert eine Auswahl künstlerischer Projekte, die über das ganze Jahr in den Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen stattfinden. Kulturelle Angebote während der Haftzeit eröffnen Gefangenen eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person, können insbesondere Perspektiven und Erfolgserlebnisse schaffen und so einen wichtigen Beitrag zur Resozialisierung leisten.

Der Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Benjamin Limbach, betont: „Die „Kultur“, wie wir Sie in der Knastkulturwoche erleben, ist ein wesentliches Mittel zur Resozialisierung. Vielen Gefangenen gelingt es, mit künstlerischen Mitteln ihre Situation auszudrücken und ihre Taten zu verarbeiten. Den Justizvollzugsanstalten wiederum eröffnet sich durch künstlerische Arbeit die Möglichkeit, Gefangene im Rahmen der Behandlung zu erreichen.“

Insgesamt beteiligten sich 19 nordrhein-westfälische Justizvollzugsanstalten an der diesjährigen Knastkulturwoche. Zu sehen waren beispielsweise ein Fotoprojekt, bei dem Gefangene den Haftalltag aus ihrem individuellen Blickwinkel festhalten, eine Gemäldeausstellung mit Werken von Gefangenen und Arbeiten mit Gips. Außerdem gab es Konzerte, Textarbeiten und Lesungen.

Hagener Kinos im Wandel der Zeit

21. November 2022

Kino_Viktoria_Franz_Groel~1_maxAuch die Geschichte des Kinos Viktoria präsentiert Uli Weishaupt in seinem Vortrag. Foto: Franz Gröhl.

Zu einem Gesprächsabend mit dem Thema „Hagener Kinos im Wandel der Zeit“ lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle Interessierten am Freitag, 25. November, von 17 bis 19.15 Uhr in das Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, ein.

Auf unterhaltsame Weise präsentiert der Referent Uli Weishaupt Filmplakate, Kinoprogramme und viele Geschichten aus der Glanzzeit der Hagener Kinos in den 1950er und 1960er Jahren.

Der Eintritt beträgt 2 Euro. Informationen zur Anmeldung für die Veranstaltung mit der Nummer 1204 erhalten Interessierte unter www.vhs-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3622.

Intendant und GMD verlängern Verträge nicht

20. November 2022

Francis Hüsers, Intendant des Theaters Hagen, und Joseph Trafton, Generalmusikdirektor (GMD) am Hagener Haus, werden ihre im Sommer 2025 auslaufenden Verträge nicht verlängern. In der Sitzung des Theateraufsichtsrates am Donnerstag wurde über die Personalien diskutiert. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Volkshochschule lädt zu Liszt-Matinee

19. November 2022

Roman_Salyutov_maxEinen Vortrag mit Konzert zum Klaviervirtuosen Franz Liszt hält der Pianist und Dirigent Roman Salyutov (Foto: privat) am Sonntag, 20. November, ab 11.30 Uhr in dem Konzertsaal der Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10. Die Veranstaltung der Volkshochschule Hagen (VHS) findet im Rahmen der Reihe „Das Schaffen der großen Komponisten“ statt.

Roman Salyutov, Dirigent des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach, setzt sich in seinem Vortrag mit dem Einfluss von Franz Liszt (1811-1886) auf die Entwicklung des Klavierkonzerts auseinander. Neben dem Vortrag spielt er selbst am Konzertflügel aus dem umfangreichen Werk von Liszt.

Der junge deutsch-ungarische Künstler Franz Liszt, beflügelt von den Glückwünschen keines Geringeren als Ludwig van Beethovens, erschien in der Musikmetropole Paris wie eine der größten Sensationen seiner Zeit. Ganz Europa lag dem „König aller Pianisten“ zu Füßen und bewunderte ihn für seine enormen und unvergleichlichen virtuosen Fähigkeiten.

Dem damaligen Publikum blieb allerdings die poetisch-philosophische Seite seines musikalischen Talents weitgehend unzugänglich, sodass der Meister neben grandiosen Triumphen auch Stunden von Bitterkeit und Verzweiflung erleben musste. Komponist, Pianist, Dirigent und Aufklärer: Liszt vollzog eine wahre Revolution in der Musikgeschichte, deren Lauf ohne seine Wirkung nie so geworden wäre.

Der Eintritt zu dem Vortrag mit Konzert beträgt 12 Euro.

Theater: 9-Euro-Ticket für November ausverkauft

18. November 2022

Jetzt Dezember-Ticket sichern

Theater Hagen im HerbstDas 9-Euro-Ticket des Theaters Hagen (Foto: Yuliana Falkenberg) ist für den November ausverkauft. Zum Glück gilt diese Sonderaktion aber auch für Dezember. Wer also im Besitz eines solchen Tickets für den letzten Monat im Jahr ist oder ein derartiges erwirbt, hat die Möglichkeit, zahlreiche Veranstaltungen in allen Sparten kostenlos zu besuchen.

Auf dem Programm stehen u.a. Vorstellungen der Operette „Die schöne Helena“ (zwei Aufführungen an Silvester), der Musicals „Monty Python’s Spamalot“ und „Anatevka“, der Opern „La fanciulla del West“ und „Hänsel und Gretel“ sowie der Schauspiele „Der Trafikant“ und „Woyzeck“ und Konzerte.

Es wird empfohlen, sich baldmöglichst ein 9-Euro-Ticket zu sichern und Karten für die gewünschten Vorstellungen (gilt auch für die Aufführungen an Weihnachten und Silvester) zu reservieren.

Weitere Informationen und Reservierungen an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die
Webseite (www.theaterhagen.de) und in der Theaterbotschaft in der Innenstadt (Kampstraße 13, montags, mittwochs 10.00-17.00 Uhr, dienstags, donnerstags, freitags 10.00-13.00 Uhr), theaterbotschaft@theaterhagen.de, Tel: 02331 / 3626260.

Hagener Autorin nimmt „Traum in den Blick“

18. November 2022

Neuer Roman aus dem Film-Berlin der 30er Jahre von Birgit Ebbert

Über sieben Jahre hat die Hagener Autorin Birgit Ebbert an ihrem neuen Roman „Den Traum im Blick“ gearbeitet. Begonnen hat alles damit, dass der Neffe der Schauspielerin Herti Kirchner ihr anbot, den Briefnachlass seiner Tante zu sichten und zu nutzen. Fast 300 handschriftliche Briefe mussten aus der Sütterlin-Schrift entziffert und übertragen und die Fakten recherchiert werden.

„Es war so spannend, anhand der jungen Frau ins Film-Berlin der 30er-Jahre einzutauchen“, findet Birgit Ebbert. Als Expertin für Erich Kästner war für sie besonders interessant, dass Herti Kirchner von 1933 bis 1939 mit dem Schriftsteller liiert war. In den Briefen finden sich persönliche Anekdoten, die den Autor als Mensch zeigen.

„Nicht alles findet sich in dem Roman wieder, weil ich eine besondere literarische Form gewählt habe“, verrät die Autorin. Sie hat den erfundenen Journalisten Alexander Halbersberg auf die Spur von Herti Kirchner gesetzt und lässt ihn ihr Leben entdecken und erzählen. „Ich habe einen männlichen Protagonisten gewählt, weil ich eine Geschichte rund um Herti Kirchner im Kopf hatte, wie sie so hätte spielen können.“ Ihr war außerdem wichtig, keinen Frauenroman zu schreiben. Sie möchte mit ihrem Roman unterhalten. Aber auch daran erinnern, dass es andere Zeiten gab und Mut machen, einen Traum trotz aller Hindernisse im Blick zu behalten.

Statt einer öffentlichen Buchpremiere gibt es in Hagen zwei Lesungen, am 20.11. im Kino Babylon und am 24.11. in der Hohenlimburger Buchhandlung. „Ein Highlight für mich ist die Lesung im Kino Babylon, denn da werde ich Herti Kirchner zum ersten Mal auf einer Kinoleinwand sehen“, freut sich Birgit Ebbert und hofft, dass sie bei allen Veranstaltungen viele Menschen für ihren Roman und Herti Kirchner begeistern kann.

Birgit Ebbert: Den Traum im Blick. ISBN 978-3347727786

Klassik & Jazz im ESM: Ensemble Bossoconcept

17. November 2022

Argentinien – Tango & more
19.11.2022, 19:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

ENSEMBLE BOSSOCONCEPTJorge Andrés Bosso (Violoncello), Ivana Zecca,(Klarinette;), Davide Vendramin (Bandoneòn), Paolo Badiin (Kontrabbass)

Das Ensemble BossoConcept (Foto: ESM) als Tangokonzert zu bezeichnen, würde in die Irre führen, meinte die Zeitung Libertà auf dem Summer Jazz Festival in Piacenza. Es handelt sich um stark evokative und filmische Kompositionen, die keinem Genre zuzuordnen sind. Es beginnt mit dem Tango, seinen Stimmungen, Schatten und Vertiefungen, und endet beim Jazz. Mit zwei Worten: zeitgenössische Musik – lebendig, präsent, pulsierend, brillant.

„Der Tango ist uralt und wird modern, wenn sein Licht einen ovalen Horizont berührt“ so Jorge Andrés Bosso. Dass der argentinische Komponist und Cellist Jorge Andrés Bosso zum „Celloherbst am Hellweg“ mit seinem aktuellen Ensemble aus Italien nach Hagen in das ESM angereist kommt, gleicht einer Sensation.

Eintritt frei

Monty Python’s Spamalot

16. November 2022

Wiederaufnahme im Theater Hagen

Spamalot_HP_161Szene aus der Produktion. V.l.n.r.: Florian Soyka, Alexander von Hugo, Rainer Zaun. Foto: Björn Hickmann.

Ab dem 19. November 2022 (19.30 Uhr, Großes Haus) steht es wieder auf dem Spielplan des Theaters Hagen: das beliebte Musical „Monty Python’s Spamalot“ von Eric Idle und John Du Prez (mit deutschen Dialogen und englischen Songs mit deutschen Übertexten).

Wer kennt sie nicht – die legendäre britische Komikergruppe Monty Python, die 1969 mit ihrer skurrilen Serie „Monty Python’s Flying Circus“ Fernsehgeschichte schrieb. Monty Python erfand eine vollkommen neue Art von Humor, die zunächst viele irritierte, die Gruppe aber bald weltberühmt werden ließ.

Ihr Stil setzt sich aus absurden, surrealistischen, anarchistischen, albernen und respektlosen Elementen zusammen; dabei spürt man immer die unbändige Lust, mit den Konventionen von Humor zu spielen und an ihnen zu rütteln. Die Filmkomödie „Die Ritter der Kokosnuss“ aus dem Jahr 1975 ist zu einem Klassiker der Monty Pythons geworden: König Artus und seine Ritter der Tafelrunde sind auf der Suche nach dem heiligen Gral.

Ihre Reise führt sie durch das mittelalterliche Britannien und es gilt, unzählige aberwitzige Abenteuer zu bestehen. 2005 wurde die Musical-Adaption des Films zu einem enormen Publikumserfolg: „Spamalot“ zeichnet sich durch seine freche Doppelbödigkeit aus, da sich das Stück immer wieder über sich selbst und das Genre Musical im Allgemeinen lustig macht. Schließlich lautet das Motto dieser Show für alle Monty Python-Fans und die, die es werden wollen: „Always Look on the Bright Side of Life“.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Die Barbaren sind die anderen

15. November 2022

Wie ein Denkmuster Geschichte und Literatur prägt

Zu dem Online-Vortrag „Die Barbaren sind die anderen. Wie ein Denkmuster Geschichte und Literatur prägt“ mit Althistoriker Mischa Meier und Schriftsteller Durs Grünbein lädt die Volkshochschule (VHS) Hagen am Mittwoch, 16. November, von 19.30 bis 21 Uhr ein.

Meier und Grünbein diskutieren, wie Identitätskonzepte wie das des Barbaren historisch entstanden sind, wozu sie mit welchen Folgen für die Betroffenen eingesetzt und wie diese Konzepte weitergeführt wurden. Wer sind heute die Barbaren? Wer bestimmt das und welche Rolle spielen dabei Sprache und Dichtung?

Schon in der Antike haben Menschen andere als Barbaren abgewertet, um sich selbst aufzuwerten. Der Barbar war in der Regel der negative Gegenentwurf zum zivilisierten und kultivierten Hellenen oder Römer. Die sogenannten Barbaren waren in ihren Augen all das, was sie selbst in ihrer Eigenwahrnehmung nicht waren: wild, grausam, gesetzlos, verschlagen, maßlos, triebhaft oder dumm.

Nur in wenigen Fällen wurde der Barbar als Folie für Idealisierungen verwendet, beispielsweise um dekadente Tendenzen in der eigenen Gesellschaft zu markieren. Dann war der Barbar genügsam, einfach, unverdorben, gerecht, ehrlich oder fromm. Diese Zuschreibungen erinnern an das Bild des „edlen Wilden“, das sich auch später in der Zeit von Sklaverei und Kolonialismus wiederfinden sollte. Und auch heute funktionieren diese Mechanismen bei der Zuschreibung von Eigen- und Fremdidentitäten.

Mischa Meier lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Universität Tübingen. Sein Werk „Geschichte der Völkerwanderung“ wurde mit dem Wissen!-Sachbuchpreis ausgezeichnet. Durs Grünbein ist ein vielfach ausgezeichneter Lyriker und Essayist. Er ist Professor für Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf und hat antike Klassiker aus dem Lateinischen und Griechischen ins Deutsche übersetzt.

Eine Anmeldung zu dem Vortrag mit der Kursnummer 0122Z ist bei der VHS bis Mittwoch, 16. November, um 12 Uhr entweder unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de möglich. Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet.

Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Italienischen Zentrum Villa Vigoni und der Gerda Henkel Stiftung statt.

Kinotipp: Liebe, D-Mark und Tod

14. November 2022

Mi 16.11.2022, 18:00 Uhr, Kino Babylon, HA-Wehringhausen

Deutschland 2022, Regie: Cem Kaya, 96 Min., z.T. Omu (Türkisch)

Anfang der 1960er-Jahre wurden die sogenannten Gastarbeiter aus Anatolien und anderen Gegenden der Türkei von der Bundesrepublik Deutschland angeworben. Von Anfang an gab es etwas, dass sie immer begleitet hat und Bestandteil ihrer Kultur war: ihre Musik – ein Stück Heimat in der Fremde.

Über die Jahre entwickelten sich in Deutschland eigenständige musikalische Richtungen, die es in dieser Form im Mutterland nicht gab. Diese beispiellose Geschichte einer selbständigen Musikkultur der Einwanderer aus der Türkei, ihrer Kinder und Enkelkinder in Deutschland, erzählt der spannende Kino-Dokumentarfilm von Cem Kaya unterhaltsam und sehr vielschichtig mit noch nie gesehenem Archivmaterial.

Regisseur Cem Kaya und seinem Co-Autoren und Produzenten Mehmet Akif Büyükatalay ist es gelungen, für seinen sehr dichten Film eine Vielzahl von Musikerinnen und Musikern vor die Kamera zu holen und ihre Werke zu präsentieren. Vom Protestsong bis zum melancholischen Gurbetçi, vom Chanson bis zum Hard Rock ist alles dabei.

Bekenntnisstücke

12. November 2022

3. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Kolja Blacher©Felix BroedeBekenntnisstücke nennt man Werke mit einer besonderen persönlichen Botschaft ihres Schöpfers. Hierzu gehören zweifellos die „Metamorphosen“ (Studie für 23 Solostreicher) von Richard Strauss – ein eindrucksvoller Abgesang auf die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kulturgüter, den der 80-jährige Komponist während der letzten Kriegstage schrieb.

Sergej Prokofjew strebte in seinem 1935 entstandenen zweiten Violinkonzert nach einer „neuen Einfachheit“. Damit folgte er den Vorgaben des sozialistischen Realismus und drückte die Sehnsucht nach seiner russischen Heimat aus, in die er bald darauf zurückkehrte.

Kolja Blacher, ehemaliger Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, der ein weiteres Mal ein Konzert des Philharmonischen Orchesters Hagen vom ersten Pult aus leitet, übernimmt den anspruchsvollen Solopart (Foto: Felix Broede).

Robert Schumanns 1851 uraufgeführte „Rheinische“, die zu den beliebtesten sinfonischen Werken des Repertoires gehört, ist schließlich in ihrer ausgelassenen Heiterkeit eine Hommage an die Wahlheimat Düsseldorf, wo die Schumanns ausgesprochen freundlich empfangen wurden.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per E-Mail unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de

Vorverkauf zum Bühnenball 2023 startet

11. November 2022

Ab Freitag, 11. November 2022 um 11.11 Uhr

Unter dem Titel „Goldrausch!“ findet der beliebte Hagener Bühnenball mit frischem Glanz und Pepp an zwei Terminen (17. und 18. Februar 2023) im Theater Hagen statt. In Zusammenarbeit mit der Agentur 58//Event und dem Restaurant Cantine Souvlakibar wird den Besucherinnen und Besuchern ein facettenreiches Show-, Unterhaltungs-, Tanz- und Kulinarikprogramm geboten.

Lust auf Gold? Lust, an den Klondike auszuwandern, den Wilden Westen auf dem Weg nach Kalifornien zu durchreisen, den Goldregen im Garten zu imitieren, an der Börse blind auf Gold zu setzen oder einfach nur eine Goldmünze zu werfen …? Lust, sich einem Goldsucher in den Weg zu stellen, die Küche der Einwanderer zu genießen oder heimlich mit einer Saloon-Dame die letzten Nuggets zu verprassen? Dann sollte man den Bühnenball 2023 nicht verpassen!

Eröffnet werden beide Abende mit einer hinreißenden, schrill-bunten, fröhlich-verrückten Bühnenshow im Großen Haus, in welcher (fast) alle Mitarbeiter des Theaters Hagen mitwirken und die urkomische Geschichte eines Goldrauschs der besonderen Art erzählen …

In dieser Wildwest-Klamotte, die den Bogen von Hagen nach Kalifornien schlägt, erklingen u.a. Evergreens der Unterhaltungsmusik, die das Publikum von der ersten Sekunde an zum Mitsingen animieren werden. Im Anschluss an die Goldrausch-Show garantieren gleich zwei Live-Bands auf der Großen Bühne ein abwechslungsreiches Party-Programm:

Los geht’s mit der Schlager Deluxe Band, die eine exklusive Mischung aus deutschsprachigen Liedern mit Schlager-Kultstatus aus nahezu allen Jahrzehnten präsentiert und für ordentlich Tanzfieber sorgt. Dann folgen die Groove Delighters, eine der heißesten Party- und Eventbands Deutschlands, mit ihrer einmaligen und spritzigen Art, Songs aus Pop, Rock, Disco und Chart-Hits der 80er bis heute zu performen.

Im Lutz gibt es die große CHARTBREAKER-AREA, dort werden die Hits der 80er & 90er, NDW & aktuelle Charts von den Madison reloaded DJ’s CITY & YODA präsentiert. Hier heißt es dann die ganze Nacht wie im (Gold)Rausch durchstarten, abtanzen und genießen. Und im Ballettsaal kann unter dem Motto „Let’s dance“ bei einem schwungvollen Jive oder Cha-Cha-Cha eine flotte Sohle auf’s Parkett gelegt werden.

Für das leibliche Wohl ist mit einem vielseitigen Angebot durch Restaurant Cantine Souvlakibar mit vielen, auf das Motto bezogenen Köstlichkeiten und diversen Getränken selbstverständlich gesorgt.

Der Einlass ist ab 18.45 Uhr, die Show auf der Bühne beginnt um 19.30 Uhr.

Vorverkaufsstart: 11. November 2022, 11.11 Uhr. Online über die Webseite www.theaterhagen.de, per E-Mail unter
theaterkasse@stadt-hagen.de oder an der Theaterkasse (Telefon: 02331-207-3218).

Kartenpreise:

Freitag, 17. Februar 2023: Show auf der Großen Bühne plus Ball-Veranstaltung: ab 52,50 Euro; Ballkarte (ohne Show): ab 38,00 Euro. Samstag, 18. Februar 2023: Show auf der Großen Bühne plus Ball-Veranstaltung: ab 55,50 Euro; Ballkarte (ohne Show): ab 38,00 Euro

Drittes Kammerkonzert im Kunstquartier

10. November 2022

Für das dritte Kammerkonzert am 13. November 2022, 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier, haben sich die Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Hagen Barbara Wanner (Violine) und Ursina Staub (Viola) mit Thorid Brand-Weigand (Violoncello) und Andres Reukauf (Klavier) zusammengefunden, um zwei bedeutende Werke der Klavierquartett-Literatur zur Aufführung zu bringen:

Antonín Dvořáks 1880 in Prag uraufgeführtes Nr. 1 D-Dur op. 23 und Wolfgang Amadeus Mozarts 1785 entstandenes Nr. 1 g-Moll KV 478 – Kammermusik vom Feinsten!

Eintritt 12 / 6 Euro

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- und Konzertbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

„Morgen, Findus, wird’s was geben“

9. November 2022

Premiere der Geschichte zur Weihnachtszeit

Findus1V.l.n.r.: Artur Merz (Vorstandssprecher Märkische Bank eG), Yvonne Forster (Kostümbildnerin), Markus Rührer (Darsteller des Pettersson), Francis Hüsers (Intendant Theater Hagen), Vanessa Stoll (Darstellerin des Findus), Annette Wolf (Regisseurin), Lisa Könnecke (Dramaturgin), Andres Reukauf (Komponist, Dirigent). Foto: Otto Hagedorn.

Am 12. November 2022 startet mit der Premiere (Beginn: 17.00 Uhr) im Großen Haus die Aufführungsserie des Märchens zur Weihnachtszeit im Theater Hagen. In diesem Jahr steht „Morgen, Findus, wird’s was geben“ – eine Geschichte des schwedischen Autors Sven Nordqvist in einer Bearbeitung von Lisa Könnecke mit Musik von Andres Reukauf – auf dem Programm (ab 5 Jahren).

Bis einschließlich 23. Dezember 2022 werden insgesamt 35 Aufführungen (22 Schul- und 13 Familienvorstellungen) angeboten.

Kater Findus wünscht sich nichts sehnlicher, als dass der Weihnachtsmann nicht nur zu den Kindern, sondern auch zu ihm kommt. Der alte Pettersson verspricht ihm das, doch eigentlich glaubt er nicht an den Weihnachtsmann und beschließt deshalb, heimlich eine Weihnachtsmannmaschine zu bauen. Weil er ab jetzt aber dauernd im Tischlerschuppen sitzt, nachdenkt, sägt, hämmert und Sachen sucht, hat er kaum noch Zeit für den Kater.

Findus wird wütend und traurig. Alles ist anders als vorher, und er ist viel zu viel alleine. Da können auch die Hühner und Mucklas nicht helfen. Immer öfter streiten sich die beiden. Doch ohne, dass Findus es bemerkt, hilft er Pettersson beim Bauen der Maschine. Zudem geschehen merkwürdige Dinge … Wird sich Findus am Heiligen Abend über den Besuch des Weihnachtsmanns freuen können?

Das Theater Hagen erzählt die berührende und lustige, zuweilen auch mystische und melancholische Weihnachtsgeschichte dieses ungleichen Paares – des berühmten gestreiften Katers Findus, der nie den Humor verliert, und seines liebevollen Freundes Pettersson – in einer eigenen Bühnenfassung mit zahlreichen, von der Hagener Märchenband begleiteten Liedern, Weihnachtszauber und ganz viel Schnee …

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Kinotipp: Der Passfälscher

8. November 2022

Di 08.11.2022, 20:00 Uhr, Kino Babylon, HA-Wehringhausen
Weitere Termine: Mi 09.11., 18:00 Uhr, Mi 09.11., 20:15 Uhr
Eintritt: 8 Euro/ 6 Euro

Deutschland, Luxemburg 2022, Regie: Maggie Peren nach dem gleichnamigen autobiografischen Bericht von Cioma Schönhaus, 115 Min.,mit Louis Hofmann, Luna Wedler, Jonathan Berlin, Nina Gummich, André Jung u.a.

Berlin 1942. Der junge Jude Cioma Schönhaus lässt sich weder seine Lebensfreude nehmen noch von irgendjemanden einschüchtern – schon gar nicht von den Nazis!

Er tritt die sprichwörtliche Flucht nach vorne an. Zusammen mit seinem guten Freund Det begibt er sich mitten ins Leben und unter Menschen – denn seiner Ansicht nach sind die besten Verstecke dort, wo alle hinsehen! Mit Einfallsreichtum, Charme und einer gehörigen Portion Chuzpe schlägt sich Cioma durchs Leben, beflügelt durch Gerda, in der er nicht nur seine große Liebe, sondern auch seine Meisterin der Mimikry findet.

Sein Talent – das perfekte Fälschen von Pässen – hilft zwar zahlreichen Menschen bei der Flucht, bringt ihn selbst jedoch zunehmend in Gefahr.

Freilichtmuseum Hagen: Eine gute Saison

8. November 2022

Freilichtmuseum HagenDas neue Eingangsgebäude des LWL-Freilichtmuseums Hagen. Foto: Klaus Dömer / SCHNOKLAKE BETZ DÖMER ARCHITEKTEN Münster.

Über 90.000 Besucher (ohne Weihnachtsmarkt) verzeichnet LWL-Freilichtmuseum Hagen in der gerade abgelaufenen Saison. „Das sind zwar weniger als 2019, aber eindeutig mehr als in den Pandemiejahren. Mit rund 40.000 Besucherinnen und Besuchern mehr als in 2021 sogar deutlich mehr, als am Jahresanfang zu erwarten war“, so Museumsdirektor Dr. Uwe Beckmann.

Zu Beginn der Saison 2022 war das Besucherinteresse noch verhalten – und damit vergleichbar mit der coronabedingten Zurückhaltung, wie sie auch in anderen Museen zu beobachten war. Hinzu kam, dass das Museum größere Veranstaltungen wie das Treckertreffen oder das Steampunk-Event auf die zweite Hälfte der Saison 2022 verlegt hatte.

Am 28. September hat der LWL zudem das neue Eingangsgebäude eröffnet. „Diese Zukunftsinvestition ist ein wichtiger Schritt, um die Attraktivität des Museums zu erhalten und weiterzuentwickeln“, so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

Vom Publikum sehr gut angenommen wurde die Sonderausstellung „Handwerk hat doppelten Boden“ mit Karikaturen und Cartoons zu Handwerk und Technik. Beim Weihnachtsmarkt am 1. Adventswochenende hofft das LWL-Freilichtmuseum Hagen zudem noch auf zahlreiche weitere Besucher.

Ein Loch für Hagen

7. November 2022

Neues Stadt-Signet entlarvt unfreiwillig die Realitäten

Hagen-Logo Entwurf neuEin Loch im Loch im Loch – das soll das neue Hagen-Logo werden (Grafik: Stadt Hagen). Es war wohl ganz anders gedacht, aber es trifft ungewollt die Wirklichkeit einer Stadt im Niedergang.

Mitte der 1970er Jahre erhob die Stadt Hagen ein an den Hagener Impuls angelehntes Symbol zum offiziellen Stadt-Logo und formulierte damit ideell, so die Verwaltung, eine „Verpflichtungserklärung“ gegenüber der Folkwang-Idee. Das Signet zitierte den Formenkanon des Impuls-Architekten J. L. M. Lauweriks, der sich u.a. an den von ihm entworfenen Bauten am Stirnband entdecken lässt.

Jetzt soll die Stadt Hagen durch ein neues Logo repräsentiert werden. So sieht es der „Fachbereich des Oberbürgermeisters“ vor, dessen „Bericht über die Einführung eines überarbeiteten Corporate Designs“ in der Ratssitzung am kommenden Donnerstag zur „Kenntnisnahme“ vorgestellt wird.

Im Zuge der aktuellen Neugestaltung sei der „Hagener Impuls“ wieder aufgegriffen und „modernisiert“ worden, behauptet die Verwaltung in ihrer Vorlage. Wer sich ein wenig mit der Impuls-Zeit, den beteiligten Personen und deren Werken beschäftigt hat, sucht die Verbindung zu dem Entwurf allerdings vergebens.

Allzu tief scheinen die Macher erst gar nicht in die Materie eingestiegen zu sein, sonst hätten sie in die Gruppe von Impuls-Aktivisten wie Lauweriks und Jan Thorn-Prikker nicht auch Erwin Hegemann eingereiht. Der wurde erst 1924 geboren – da war die Osthaus-Zeit vorbei und das Folkwang-Museum bereits nach Essen verkauft.

Aber auch für diesen Schnitzer findet sich eine einfache Erklärung, nötig ist nur ein Blick auf die an der Neugestaltung beteiligten Akteure: Eine Kooperation der „Sachgruppe Technischer Verwaltungsservice im Fachbereich Personal und Organisation“ und der „Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit & Bürgerkommunikation im Fachbereich des Oberbürgermeisters“. Eine fachliche Expertise sucht man dort vergebens.

Diese interne Lösung sorge aber für eine „kostenneutrale Umsetzung“ preist die OB-Verwaltung ihre Vorgehensweise an. Ein Grundsatz, der im Gegensatz dazu bei der Besetzung der zahlreichen Geschäftsführer-Posten im aufgeblasenen und weitverzweigten „Konzern Stadt“ keine Anwendung findet. Dort regiert nicht der Sparfuchs, da wird gerne mal noch ’ne Schippe draufgelegt.

Bei ihren Logo-Aktivitäten hat die Teppichetage wenigstens die einschlägige Terminologie („Corporate Design“) schon einmal gut abgeschrieben. Ob sie aber den Sinn dahinter verstanden hat, steht auf einem ganz anderen Blatt.

„Das Corporate Design (CD) der Stadt Hagen verfolgt das Ziel, der Verwaltung und ihren Angeboten ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild zu verleihen, um damit für ein glaubwürdiges Auftreten zu sorgen und Vertrauen aufzubauen – insbesondere bei den Bürgerinnen und Bürgern“, definiert die Beschlussvorlage die Ziele.

Das Ziel der Verwaltung mag ja damit verfolgt werden, aber ein „glaubwürdiges Auftreten“ und „Vertrauen“ kann nur durch Handeln aufgebaut werden. Erst danach kann man das auch erfolgreich visuell kommunizieren – sonst bleibt alles nur Kosmetik.

Außerdem diene das eigene Design dazu, die Dienstleistungen ansprechend zu präsentieren, vielmehr aber noch die positiven Werte zu transportieren, so die Verwaltungsvorlage. Ein gutes Corporate Design sei von unschätzbarem Wert, denn es repräsentiere die Werte der Verwaltung nach innen und außen.

Selbst eine durchdachte Visualisierung hilft nur nichts, wenn die angeblichen „Werte der Verwaltung“ in der Praxis als kaum existent oder gar als Nichtwerte wahrgenommen werden.

Und weshalb soll das Hagen-Signet ausschließlich die angeblichen „Werte der Verwaltung“ repräsentieren – und nicht die Stadt in ihrer Gesamtheit? Es ist der fundamentale Denkfehler eines Apparats, der von der Devise ausgeht: „Wir sind Hagen, ihr seid nichts“.

Das Logo werde verinnerlicht und mit der „Dienstleistung der Verwaltung“ in Verbindung gebracht, stellt die Beschlussvorlage trotzdem apodiktisch fest. Es läßt sich schon jetzt prognostizieren, dass dieser Schuss nach hinten losgehen wird.

„Darüber hinaus fördert ein durchgängiges Auftreten in allen kommunikativen Mitteln das Vertrauen bei der Zielgruppe – bei (potentiellen) Kundinnen und Kunden erzeugt es ein gutes Gefühl. Hier entfaltet ein visuell durchdachtes Konzept seine volle Wirkung, indem es Vertrauen und Seriosität vermittelt“, fabulieren die Apparatschicks munter weiter.

Gutes Gefühl, Vertrauen und Seriosität? Das wäre tatsächlich einmal Neuland in dieser Stadt.

Free Jazz in der Villa Post

7. November 2022

Soundtrips NRW macht Halt in Hagen

Andria_Nicodemou_by_Kyriakos_Xristodoulides~1_maxRaue Melodien auf Saxofon und Klarinette umrahmt von den metallischen Klangkaskaden eines Vibrafons – darauf können sich alle Freunde des Free Jazz und der improvisierten Musik beim 61. Konzert der Reihe „Soundtrips NRW“ mit dem griechischen Saxofonisten Floros Floridis und der zypriotischen Vibrafonistin Andria Nicodemou (Foto: Kyriakos Xristodoulides) am Donnerstag, 10. November, um 20 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, freuen.

Die Musik des Duos wird beschrieben als „Spiel mit offenem Ende“, bei dem Bewegung, Theatralik und Klang gleichermaßen wichtig sind. Johannes Nebel (Kontrabass) und Martin Verborg (Violine) unterstützen das Duo als regionale Musiker. Floros Floridis, Gründer des Jazzfestivals Thessaloniki, spielte bereits mit Größen des Free Jazz wie Peter Brötzmann oder Evan Parker.

Die Konzertreihe „Soundtrips NRW“ präsentiert spannende musikalische Rundreisen durch NRW. Im ersten Teil des Konzertes spielen die internationalen Gäste ihr eigenes Programm, im zweiten Teil konzertieren sie gemeinsam mit den regionalen Musikern.

Der Eintritt zum Konzert kostet 10 Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Projektefonds der Stadt Hagen gefördert.

Ein Poesiealbum aus dem Ghetto

6. November 2022

Biografie über Arno Neumann

plakat10.11.22Am Donnerstag, 10.11.2022 um 17:00 Uhr wird das Buch „Arno Neumann. Poesiealbum im Ghetto“ in der St. Michaelskirche in der Pelmkestraße in Hagen-Wehringhausen vorgestellt.

Der 1930 geborene Hagener Jude Arno Neumann wurde zusammen mit seiner Familie 1938 deportiert und überlebte den Nazi-Terror im Ghetto von Chodorow, einem Städtchen in der Westukraine, etwa 50 Kilometer von Lwiw (Lemberg) entfernt.

Nach dem 2. Weltkrieg machte er Abitur in Polen, 1954 wanderte die Familie nach Israel aus, kehrte aber schon zwei Jahre später wieder nach Hagen zurück. Mit der jüdischen Tradition war er nach eigenen Angaben zwar vertraut, „aber besonders religiös bin ich nicht“.

Arno Neumann gründete den Verein „Stolpersteine e.V.“, der sich durch die kleinen Metallplatten mit den Lebensdaten der im 3. Reich verfolgten und ermordeten Juden sowie weiteren Opfern des NS-Unrechtsstaates gegen das Vergessen einsetzt.

Der Sohn eines jüdischen Vaters und einer zum Judentum konvertierten Nichtjüdin, war der letzte vor dem Holocaust in Hagen geborene Jude, der nach Hagen zurückkehrte und bis zu seinem Lebensende hier lebte. 2015 verstarb Arno Neumann und wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Hagen-Eilpe beigesetzt.

Seine Biografie mit dem Titel „Arno Neumann. Poesiealbum im Ghetto“, die am Donnerstag vorgestellt wird, gibt der Hagener Geschichtsverein heraus. Autoren sind Pablo Arias, Lehrer am Rahel-Varnhagen-Kolleg, und Rudolf Damm, ein enger Freund Arno Neumanns.

Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs wurden in das Projekt einbezogen. Sie übersetzten zahlreiche Dokumente aus der polnischen, russischen und ukrainischen Sprache, darunter das Poesiealbum des Kindes Arno Neumann, geschrieben im Ghetto. Es ist ein ganz normales Poesiealbum mit Widmungen, Bildern, etc. Nur dass es 1942 kurz vor der Auflösung des Ghettos und in einem Versteck 1942-1944 entstanden ist. So gut wie alle Personen, die Eintragungen gemacht haben, sind kurz später im Vernichtungslager Belzec ermordet worden.

Auf dem Veranstaltungsplakat (Abb.) sieht man Arno Neumann in Lederhosen in Polen 1939 mit seiner Tante Bora und einem Cousin, die beide später ebenfalls ermordet wurden.

„Die Stunde der Kritik“ zum Tanzabend

6. November 2022

AMAKevinODay185Die zweite Veranstaltung in dieser Spielzeit innerhalb der Reihe „Die Stunde der Kritik“ findet zu dem Tanzabend mit den Choreographien „Through and Over“ von Anna Konjetzky und „Opa Sha!“ von Kevin O‘Day (Foto: Bettina Stöß) am Mittwoch, 9. November 2022 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 21.00 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé) statt. Der Eintritt ist frei.

Beim Besuch dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen. Auch Besucher, die diesen Tanzabend bereits gesehen haben, sind herzlich eingeladen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartnerin konnte für diese „Stunde der Kritik“ die Tanzjournalistin Melanie Suchy gewonnen werden. Aus den Produktionsteams sind Choreographin Anna Konjetzky und Choreograph Kevin O’Day sowie die Dramaturgin Waltraut Körver mit dabei.

Laurena Hänsch auf Platz 1

5. November 2022

Gewinner des Plakatmalwettbewerbs zum Weihnachtsmärchen im Theater Hagen

Platz 1 Plakatmalwettbewerb TheaterAuch in dieser Spielzeit gab es einen Plakatmalwettbewerb zum Märchen zur Weihnachtszeit, der Geschichte „Morgen, Findus, wird’s was geben“ im Theater Hagen.

Aus den 125 Einsendungen wurden folgende Gewinner ausgewählt: Laurena Hänsch (1. Preis, s. Abb.), Nina Gertges (2. Preis) und Jaron Ludwiczak (3. Preis). Alle drei Kinder sind Schüler der Friedrich-Ebert-Schule in Kamen. Zudem vergab die Jury drei Sonderpreise an Mira-Katelynn Hoffmeister und Elif Sare Apaydin von der Hermann-Löns-Schule in Hagen sowie an Lea Ezequiel von der Realschule Haspe.

Das Bild von Laurena Hänsch wird als Motiv auf allen Plakaten und weiteren Veröffentlichungen zu „Morgen, Findus, wird’s was geben“ (Premiere am 12. November 2022 im Großen Haus) zu sehen sein.

Werkstatt-Probe zum Weihnachtsmärchen

4. November 2022

Märchen zur Weihnachtszeit - FindusAm Sonntag, 6. November 2022 lädt das Theater Hagen um 15.00 Uhr Besucher aller Altersgruppen zur Märchenwerkstatt der diesjährigen Geschichte zur Weihnachtszeit „Morgen, Findus, wird’s was geben“ (von Sven Nordqvist in einer Bearbeitung von Lisa Könnecke mit Musik von Andres Reukauf) ins Große Haus ein.

Regisseurin Annette Wolf, Bühnenbildner Jan Bammes, Komponist Andres Reukauf und Dramaturgin Lisa Könnecke gewähren erste Einblicke in die Produktion und berichten über ihre Arbeit und ihre Ideen. Alle großen und kleinen Besucher werden aktiv bei einigen Aktionen mitmachen dürfen.

Natürlich sind auch Pettersson, Findus und alle anderen mit dabei: Markus Rührer, Vanessa Stoll, Linda Klein, Sina Große-Beck und Philipp Burkhard Winkler präsentieren erstmals Ausschnitte aus der Inszenierung (Probenfoto: Theater Hagen). Außerdem werden die Gewinner des Plakat-Malwettbewerbs ihre Bilder zeigen.

Der Eintritt ist frei.

Aus dem Dunkeln ein Licht

3. November 2022

5. bis 12. November 2022: Eine Woche der Erinnerungen und neuen Perspektiven

Zum zweiten Mal begleiten die Jüdische Gemeinde Hagen, das LUTZ Hagen und das Music Office Hagen das Gedenken an die Pogromnacht 1938 mit einer Woche unterschiedlicher Veranstaltungsformate zur Erinnerungskultur. Unterstützt werden sie dabei von weiteren Hagener Institutionen und zahlreichen Jugendlichen. Die Mehrheit der Angebote ist kostenlos.

Neben der zentralen Gedenkveranstaltung am 9. November auf der Simson-Cohen-Brücke (ehemals Markt-Brücke), Mitsingkonzerten in der Synagoge, einer Diskussionsrunde mit anschließendem Worldcafé im Kultopia, einem Filmabend in der Pelmke und Stadtführungen im Öffentlichen Raum, findet im Lutz und vor dem Theater Hagen folgendes Programm statt:

  • Auftaktveranstaltung (6.11., 17.00 Uhr, Eintritt frei)
  • „À Un Ami Inconnu“ – Tanzperformance von Gilles Welinski (6.11., 18.00 Uhr)
  • „Totengesang“ – Performance von Jugendlichen aus dem Tanzworkshop mit Gilles Welinski (9.11., 17.00 und 17.30 Uhr auf der Treppe zum Haupteingang des Theaters Hagen, Eintritt frei)
  • „Der Trafikant“ – Eine Geschichte aus der Zwischenzeit von Robert Seethaler in einer Bühnenfassung von Anja Schöne. Vorstellungen mit Nachgespräch (10.11., 12.00 Uhr, und 11.11., 19.30 Uhr)
  • „Ama la Vita“ – Konzert mit der Microphone Mafia (12.11., 19.00 Uhr, Eintritt frei)
  • Als „Die Vorband“ performen Jugendliche vor dem Konzert die Ergebnisse aus dem Rap Workshop mit Gandhi Chahine (12.11., 18.30 Uhr, Eintritt frei)

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Der Vorhang fällt: Volksbühne Hagen löst sich auf

2. November 2022

Das Theater und die einfachen Leute. So einfach könnte man zusammenfassen, wofür die Freie Volksbühne 1890 in Berlin antrat. Ihre Bewegung rollte über das Land. Auch nach Hagen, wo sie viele Jahre erfolgreich funktionierte. Ermäßigte Theatertickets gegen einen Mitgliedsbeitrag.

Doch in Hagen findet die über 100 Jahre alte Kulturgemeinde Volksbühne nun ihr Ende. Seit Jahren leidet die Volksbühne, der einst mehr als 1000 Kulturinteressierte angehörten, unter Mitgliederschwund sowie Mangel an Nachwuchs – auch in der Vorstandsarbeit. (…)

Bis zum Auflösungsdatum 31. Juli 2023 werde die Volksbühne ihren Mitgliedern noch eine Reihe an kulturellen Veranstaltungen anbieten – vorzugsweise in Hagen und selbstverständlich auch im Theater Hagen. (…)

Quelle: wp.de

Gerd Normann: Die Sardinenpredigt

1. November 2022

Samstag, 5. September 2022, 20:00 Uhr, hasperhammer

Gerd Normann Bild von Joachim DettePleite, verspekuliert, Diebstahl, Scheidung, Durst – es gibt viele Gründe plötzlich ohne Geld aufzuwachen. Gerd Normann (Foto: Joachim Dette) lässt Willi & Lisbeth, die Protagonisten seines erfolgreichen Ehekabaretts, in eine finanzielle Krise schliddern, aus der sie sich mit viel Humor und Einfallsreichtum versuchen zu befreien.

Sie versuchen sich in den unterschiedlichsten Genres – von Comedy, politischem Kabarett, Reimdichtung bis hin zu Gesang – und müssen dann feststellen, dass der Witz doch häufig vom Betrachter abhängt. Gerd Normann wirft einen herrlich selbstironischen Blick auf den deutschen Humorbetrieb.

Eintritt: 22,50 € / 19,50 € erm.

Kartenvorbestellungen für diese und andere Veranstaltungen auf www.hasperhammer.de, unter 02331 46 36 81, bei den Vorverkaufsstellen oder mittwochs von 10-19 Uhr im hammer.Büro, Hammerstraße 10 in 58135 Hagen-Haspe.

Ein Kontinent der Superlative

31. Oktober 2022

VHS, AllerWeltHaus und Hagener Heimatbund schärfen den Blick auf Afrika

Afrika-Tag_Foto_Stadt_Hagen_maxv.l.: Gemeinsam organisieren Holger Flick, Claudia Eckhoff, Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff und Claudia Pempelforth den „Afrika-Tag“ in der Volkshochschule Hagen. Foto: Stadt Hagen.

Zu einer Veranstaltung voller Einblicke in die Vielfalt Afrikas laden die Volkshochschule Hagen (VHS), das AllerWeltHaus und der Hagener Heimatbund am Sonntag, 6. November, von 11 bis 17 Uhr alle Hagenerinnen und Hagener zum „Afrika-Tag“ in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein.

Afrika ist ein Kontinent der Superlative – er ist dreimal so groß wie Europa und wird, trotz der riesigen Wüsten und Savannen, von etwa 1,3 Milliarden Menschen bewohnt. Er reicht bekanntlich vom Mittelmeer im Norden über den Äquator hinweg bis zur südafrikanischen Metropole Kapstadt, in deren Nähe der Atlantische und der Indische Ozean aufeinandertreffen.

Es gibt über 3000 verschiedene Bevölkerungsgruppen und mehr als 2000 Sprachen. Viele Staaten und Grenzen wurden von europäischen Kolonialmächten geschaffen. Die Folgen sind bis heute in vielfältigster Weise wahrnehmbar.

Veranstalter bieten buntes Programm

Afrika an einem Tag vorzustellen, ist unmöglich. Doch im Rahmen der Reihe „Weltretter – Ziele für ein besseres Morgen“ möchten das AllerWeltHaus, der Hagener Heimatbund und die VHS den Blick auf diesen Erdteil schärfen. Zahlreiche Akteurinnen und Akteure bieten im Rahmen des „Afrika-Tags“ unterschiedlichste Einblicke in den Kontinent der Superlative.

Mit Tänzen, Musik, Kochen, Spezialitäten, Vorträgen und Lesungen, mit Masken basteln, Spielen, Ausstellungen sowie viel guter Laune und tollen Gesprächen soll die Veranstaltung den Besucherinnen und Besuchern diesen Teil der Erde ein bisschen näherbringen.

Gäste erzählen aus der Heimat

Auch dass Ghana das Partnerland Nordrhein-Westfalens ist, soll sich auf dem Hagener „Afrika-Tag“ widerspiegeln: So gehört zu den Höhepunkten der Veranstaltung die Lesung des aus Ghana stammenden Autoren Patrick Addai, der Sprichwörter wie „Worte sind schön, aber Hühner legen Eier.“ sowie Mythen aus seinem Herkunftsland vorstellen wird.

Auch der schon lange in Bonn lebende Schauspieler, Regisseur und Filmemacher Anthony Thompson wurde in Ghana geboren – er sieht sich als Vermittler zwischen zwei Kulturen, worüber er im Rahmen des „Afrika-Tags“ erzählen wird.

Afrika hören und schmecken

Im Rahmen der Veranstaltung haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, Einblicke in die Küche und Musik Afrikas zu erhalten. Gemeinsam mit ihren Gästen wird Kayi Schlücker im Rahmen eines Kochkurses mit der Kursnummer 1466 von 11.30 bis 13 Uhr zwei Gerichte zubereiten und dazu Geschichten aus Afrika erzählen.

In einem Trommel-Workshop mit der Kursnummer 1468 unter der Leitung von Joseph Mahame können sich Interessierte von 13.30 bis 15.30 Uhr im „Rhythmischen Trommeln“ versuchen. „Die Trommel ist eines der ältesten Instrumente der Menschheit, ihr Rhythmus ist eine der ursprünglichsten Formen der Musik. Ihr Klang erzeugt eine universelle Sprache, die jeder Mensch versteht. Trommeln verbindet – und: Jeder Mensch kann trommeln!“, sagt Mahame.

Der Eintritt für den „Afrika-Tag“ in der Villa Post ist frei. Für die Teilnahme an den beiden Kursen ist eine Anmeldung entweder über die Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 notwendig.

„25 km/h“ – Eine gemeinsame Moped-Tour

30. Oktober 2022

Ein Theaterstück von Christian Scholze nach einem Drehbuch von Oliver Ziegenbalg

25kmh_volker_beushausen_9-2Die Reihe der Gast-Schauspiel-Produktionen im Theater Hagen wird am 4. November 2022 (19.30 Uhr, Großes Haus) fortgesetzt. Das Westfälische Landestheater präsentiert „25 km/h“, ein Theaterstück von Christian Scholze nach einem Drehbuch von Oliver Ziegenbalg (Foto: Volker Beushausen).

Tischler Christian und Geschäftsmann Georg treffen sich zum ersten Mal seit Jahrzehnten auf der Beerdigung ihres Vaters wieder. Die ausgeprägten Animositäten werden am Abend mit Hilfe großer Mengen Alkohols erfolgreich verdrängt. Zumindest so weit, dass die beiden beschließen, die gemeinsame Moped-Tour zu machen, die sie mit 16 verabredet hatten.

Und zwar sofort und mit allen einst vereinbarten Sonderaufgaben: sich beim Griechen einmal durch die Speisekarte essen, eine Arschbombe vom Zehner machen, eine schlafende Kuh umwerfen usw. Alles andere als nüchtern machen sie sich noch in der Nacht auf den Weg. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 km/h. Es ist der Trip ihres Lebens!

Die ungleichen Brüder begeben sich auf eine Reise – eine Reise zu sich selbst, in die eigene Vergangenheit. In der Mitte des Lebens begegnen sie all den Träumen und Plänen von einst und erkennen, wie wenige ihrer Wünsche aus der Jugend sie realisieren konnten. Gleichzeitig schaffen sie es gemeinsam, ein klein wenig auszubrechen und zu begreifen, dass man sich immer und in jeder Lebensphase seine Lebensträume erfüllen kann.

Der u.a. mit Lars Eidinger und Bjarne Mädel hochkarätig besetzte Film „25 km/h“ war 2018 einer der großen Kinohits.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Führung in der Alten Synagoge Hohenlimburg

30. Oktober 2022

Alte_Synagoge_Hohenlimburg_copyright_Michael_Kaub_maxZu einer Besichtigung der Dauerausstellung „Lebendiges Judentum“ in der Alten Synagoge Hohenlimburg, Jahnstraße 46, lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am Samstag, 5. Oktober, von 10.30 bis 12 Uhr ein (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen).

Der Referent Rudolf Damm, ehemaliger Gesamtschullehrer für Deutsch, Geschichte und Religion sowie ehemaliger Vorsitzender des Hagener Stolpersteine e.V. und Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hagen und Umgebung e.V., führt sachkundig durch die Ausstellung. Unter seiner Leitung erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die verschiedenen Kultgegenstände sowie die jüdischen Feste.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Informationen zur Anmeldung zu der Führung mit der Kursnummer 1330 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de sowie beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.


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