Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Zwischen Weihnachtsmarkt und Turmblasen

29. November 2020

24 Hagener Weihnachtsgeschichten

Weihnachten ist immer anders, das zeigen die 24 Erinnerungen und Geschichten rund um Weihnachten in Hagen, die von Birgit Ebbert und Stefanie Kamp für ein Weihnachtsheft zusammengetragen wurden. In einer Zeit, in der viele nur auf Infektionszahlen starren und sich um die Liebsten und den Arbeitsplatz sorgen, wollten sie einen Gegenpol setzen.

„Erinnerungen an schöne Erlebnisse sind oft vergnüglich und immer tröstlich“, erklärt Autorin Birgit Ebbert ihre Idee. „Manchmal bringen sie längst vergessene Rituale zurück und manchmal zeigen sie uns, dass es schon schlechtere Zeiten gab.“

So reichen die Texte in dem Heft von Weihnachten nach dem Krieg bis heute. Die Weihnachtsmärkte in der Innenstadt und im Freilichtmuseum sind ebenso Thema wie der Besuch vom Nikolaus, das Turmblasen in der Adventszeit, das Weihnachtsmärchen im Theater Hagen, die Unruhe vor der Bescherung, das Abenteuer Tannenbaum und der Heiligabend im Kreis der Lieben natürlich. Die Texte wurden von Hagenerinnen und Hagenern aufgeschrieben oder erzählt.

Die Broschüre liegt ab dem ersten Adventssamstag in den Filialen der Stadtbäckerei Kamp und an einigen anderen Stellen in der Stadt aus. Sie ist kostenfrei, die Herausgeber freuen sich aber über Spenden für die „Aktion Lichtblicke“.

Theater: Bis Mitte Januar keine Vorstellungen

28. November 2020

Aus der Produktion „Alice im Wunderland“. V.l.n.r.: Cassandra Schütt (Alice), Thaddäus Maria Jungmann (Rose), Carolin Karnuth (Rote Königin), Charlotte Welling (Feuerlilie). Foto: Klaus Lefebvre.

Die von der Bundesregierung gemeinsam mit den Landesregierungen getroffenen Beschlüsse zur Bekämpfung der SARS-Cov2-Pandemie sowie die jüngsten Äußerungen des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet zu dieser Beschlusslage lassen die Erlaubnis zur Wiederaufnahme des (eingeschränkten) Spielbetriebs im Theater Hagen gegenwärtig kaum vor Januar 2021 erwarten.

Daher hat die Theaterleitung sich entschieden, bis Mitte Januar keine Vorstellungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen anzubieten. Ein neuer Spielplan wird disponiert, der dann hoffentlich zu realisieren ist und der Öffentlichkeit sobald wie möglich in der Presse und auf der Homepage www.theaterhagen.de mitgeteilt wird.

Bis dahin wird das Theater Hagen aber nicht untätig sein. Mit Beginn des zweiten Lockdowns lief und läuft der Betrieb hinter den Kulissen in nahezu allen Abteilungen und Werkstätten weiter. In den vergangenen Wochen wurde täglich geprobt und an der Fertigstellung der Neuproduktionen gearbeitet, sodass „Alice im Wunderland“ (Märchen zur Weihnachtszeit) sowie das Musical „Monty Pythons Spamalot“ einen premierenreifen Stand erreicht haben.

Dasselbe gilt für „Substanz – Other Perspectives“ (Choreographien von Tänzerinnen und Tänzern des Balletts Hagen), „Winterreise – Der ganze Zyklus“ (Eine szenische Aufführung der Schubert-Lieder auf Gedichte von Wilhelm Müller) und „Mädchen wie die“ (Eine Coming-out-of-the-Cage-Geschichte) – neue Kreationen, die sich derzeit in Endprobenphasen befinden. Die szenische Erarbeitung der Neuinszenierung der Belcanto-Oper „Der Liebestrank“ startet Anfang Dezember (Premiere am 16. Januar).

Das Publikum kann sich also auf ein vielseitiges Programm in den verschiedenen Spielstätten des Theaters Hagen freuen.

Alle Karten für die bisher ausgefallenen und weiterhin nicht stattfinden könnenden Vorstellungen/Konzerte behalten auch nach dem ursprünglichen Aufführungsdatum ihren Geldwert

Weitere Auskünfte erteilt gerne die Theaterkasse. Diese ist von dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet sowie unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 und per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) erreichbar. Vom 24.12.2020 bis einschließlich 4.1.2021 bleibt die Theaterkasse geschlossen.

Stadtteilbücherei Hohenlimburg bleibt geöffnet

13. November 2020

Die Stadtteilbücherei Hohenlimburg, Stennertstraße 6-8, bleibt auch während der vorübergehenden Schließung der benachbarten Sparkassen-Geschäftsstelle wegen eines Coronafalles weiterhin geöffnet. Die beiden Filialen sind baulich voneinander getrennt. Zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse und Stadtteilbücherei gab es keinen Kontakt. Daher können wie gewohnt Bücher und andere Medien ausgeliehen werden.

Die Öffnungszeiten der Stadtteilbücherei Hohenlimburg sind dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 13 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02331/207-4477.

Aufsichtsrat der Theater Hagen gGmbH konstituiert sich neu

11. November 2020

In Pandemie-Aufstellung: Theater-Geschäftsführer Dr. Thomas Brauers (re) und Intendant Francis Hüsers (2. v. li) bedanken sich bei dem scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden Sven Söhnchen (2. v. re) und seinem Stellvertreter Wolfgang Röspel (li). Foto: Yuliana Falkenberg.

Die Wahlperiode des bisherigen Theater-Aufsichtsrats endete im Oktober 2020. Anlässlich der letzten Sitzung des alten Aufsichtsrats bedankten sich Geschäftsführer Dr. Thomas Brauers und Intendant Francis Hüsers für die über die Jahre so wirksame und unterstützende Arbeit des gesamten Aufsichtsrats, der nach den Worten der beiden in abwechslungsreichen, aber auch sehr schwierigen Zeiten agierte.

Entgegen vereinzelt geäußerter Kritik hatte sich der Aufsichtsrat mit vielen grundlegenden Aufgabenstellungen befasst. Neben der Gesellschaftsgründung in 2015 in finanziell ohnehin schwierigen Zeiten gehörte die Umsetzung der Einsparvorgaben des Rates bei gleichzeitigem Erhalt aller Theatersparten und zuletzt auch der offensive Umgang des Theaters mit den Restriktionen der Corona-Pandemie zu den wichtigsten Themenstellungen.

Außerdem waren in der Amtszeit des Aufsichtsrats Neubesetzungen in diversen Leitungspositionen vorzunehmen. So gab es unter anderem Wechsel bei Geschäftsführung, Intendanz, Generalmusikdirektion und Ballettdirektion. All diese wegweisenden Entwicklungen wurden letztlich einvernehmlich zwischen Theaterleitung und Aufsichtsrat herbeigeführt. Besonders würdigten Geschäftsführer und Intendant die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Sven Söhnchen, der für die Neuwahl nicht mehr zur Verfügung steht.

Der Aufsichtsrat wurde in der ersten Ratssitzung nach der Kommunalwahl neu zusammengestellt und wird in seiner konstituierenden Sitzung aus seiner Mitte einen neuen Vorsitzenden wählen. In der konstituierenden Ratssitzung hatte man sich bereits darauf verständigt, Wolfgang Röspel als Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorzuschlagen.

Für die Theaterleitung wäre er ein alter Bekannter, gehörte Röspel doch auch dem alten Aufsichtsrat bereits seit der Gesellschaftsgründung als stellvertretender Vorsitzender an. Dementsprechend optimistisch sieht die Theaterleitung daher auch dem künftigen Zusammenwirken mit dem Vorsitzenden Röspel und den Mitgliedern des neuen Aufsichtsrats entgegen.

Freilichtmuseum: Digital durch die Coronakrise

10. November 2020

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen ist regulär für den Winter geschlossen, bietet aber auf verschiedenen Kanälen einen Blick auf Ausstellungen, besondere Aktivitäten aus dem Jahresprogramm sowie Einblicke hinter die Kulissen, zu sehen auf Posts der Social-Media-Kanäle, in Kurzvideos oder auf 360-Grad Panoramabildern.

Dazu hat das LWL-Freilichtmuseum Blogs (http://www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de/de/freilichtmuseum-digital/) und einen Youtube-Kanal (http://www.youtube.com/channel/UCgXtFNs0sYhJBtlsFn6IlUQ) eingerichtet. Diese Aktivitäten sind eine Einladung, um auch auf Distanz an den Ereignissen im Freilichtmuseum teilnehmen zu können.

Noch im Internet zu finden: Das Museumsteam hat zum Beispiel Fotos einer Fotoausstellung wöchentlich einzeln bei Facebook vorgestellt. Ebenso berichtete das Museum regelmäßig über den Aufbau der Gebäude des Freilichtmuseums in den 1960er Jahren oder zeigte monatlich ein besonderes oder auch originelles Objekt aus dem Depot. Außerdem präsentierten die Wissenschaftlerinnen Exponate und Themen aus der Sonderausstellungen „Handwerken“, sowie den Auf- und Abbau der Ausstellung.

Youtube-Videos zeigen die praktische Arbeit und die Erklärungen der Handwerker in den historischen Werkstätten. Blogbeiträge ergänzen die Themen der Ausstellungen und vertiefen für Interessierte den Einblick in das jeweilige Thema.

Auch das in dieser Saison ausgefallene Kinderfest „feiert“ das LWL-Museum auf dem Blog mit Aktivitäten und Bastelanleitungen virtuell. Dazu gibt es saisonale Bastelangebote für zuhause wie zum Beispiel Martinslaternen zum Selbermachen. Das 360-Grad-Panorama zeigt Interessierten besonders schöne Orte des Museums, die sie virtuell erkunden können.

Stadtbücherei bietet „Wunschtüten“ an

10. November 2020

In der Stadtbücherei auf der Springe lassen sich ab sofort sogenannte „Wunschtüten“ bestellen. Interessierte können unter Telefon 02331/207-3591 oder per E-Mail an stadtbuecherei@stadt-hagen.de bis zu zehn Medien für eine Ausleihe reservieren. In weniger als 24 Stunden stehen die ausgewählten Bücher, DVDs, CDs oder Spiele dann zur Abholung in der Stadtbücherei bereit.

Dort ist alles so organisiert, dass es für jeden Besucher genug Platz gibt, um viel Abstand einhalten zu können. Am Hinterausgang der Stadtbücherei ist die Übergabe der „Wunschtüten“ sogar kontaktlos möglich. Dieses neue Angebot richtet sich insbesondere an alle, die sich aktuell nur kurz in geschlossenen Räumen aufhalten und notwendige Besorgungen möglichst ohne Kontakte erledigen wollen.

Die Stadtbücherei auf der Springe ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.hagen.de/stadtbuecherei zu finden.

Musikschule erteilt ab Montag wieder Unterricht

8. November 2020

Die jüngste Änderung der Corona-Schutz-Verordnung des Landes NRW macht es möglich: Ab kommenden Montag, 9. November, erteilt die Max-Reger-Musikschule wieder Einzel-, Zweier- und Dreier-Unterricht bei Einhaltung der bekannten Kriterien für Abstand, Hygiene und Infektionsschutz. Größere Gruppen werden unterrichtet, wenn die Abstandsregelungen eingehalten werden können und entsprechende Lüftungsmöglichkeiten bestehen.

Im Zweifelsfall wird darum gebeten, bei der Musikschule unter Telefon 02331/207-3142 nachzufragen. Der Unterricht des Bläserensembles und des Sinfonieorchesters sowie des Tanzbereichs findet bis zum 30. November dieses Jahres nicht statt.

Bürgerstiftung unterstützt Theater mit Flügel

6. November 2020

Vlnr: Joseph Trafton (Generalmusikdirektor), Dr. Andreas Weber (Leiter Öffentlichkeitsarbeit des Märkischen Arbeitgeberverbandes), Dr. Klaus Fehske (Vorstand der Bürgerstiftung der Theaterfreunde). Foto: Yuliana Falkenberg.

Einen wertvollen Konzert-Flügel konnte die Bürgerstiftung der Theaterfreunde mit Unterstützung des Märkischen Arbeitgeberverbandes an das Theater Hagen übergeben.

Zwei Kapellmeister des Theaters hatten auf einer kleinen Deutschland-Tournee diesen herausragenden Flügel mit einem warmen, vollen Klang sorgfältig ausgesucht. Ursprünglich hatte die Theaterleitung noch gehofft, mit dem bestehenden Hygiene-Konzept bei deutlich reduzierter Zuschauerzahl weiterspielen zu können. Der unerwartete bundesweite Beschluss, alle Theater im November zu schließen, führte zu spontanen Spenden von Hagener Bürgern für ihr Theater – darunter einer großen Einzelspende von 10.000 €.

Das Theater Hagen wurde vor knapp 110 Jahren von Bürgern gegründet, nach dem Krieg von Bürgern schnell wieder aufgebaut und wird auch in der heutigen Krise von der Bürgerstiftung der Theaterfreunde unterstützt, denn „Kultur ist Lebensmittel“ wie der Bundespräsident erst kürzlich wieder erinnerte.

Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ endet nach vielseitigem Programm

4. November 2020

Swing-Sänger David Rose und seine Band begeisterten ihre Zuhörer im Kunstquartier. Foto: Kommunales Integrationszentrum der Stadt Hagen.

„Rassendiagnose: Zigeuner. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“ – unter diesem Titel präsentierte das Osthaus Museum in den vergangenen drei Wochen eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Verbindung mit dem Stadtmuseum Hagen sowie dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen und mit einer Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes. Sie informierten mit eindringlichen Bildern sowie Zeitdokumenten ausführlich über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Sinti und Roma.

Das KI und der städtische Fachbereich Kultur organisierten dazu ein vielseitiges Rahmenprogramm. Zur Eröffnung der Ausstellung gab es unter anderem Musik von der südosteuropäischen Roma-Formation „Balkanika“. Eine Präsentation des Dokumentarfilms „Roma: Bürger zweiter Klasse?“ mit anschließender Gesprächsrunde folgte im Kulturzentrum Pelmke. Dabei ging es insbesondere um die strukturellen Mechanismen und vielfältigen Dimensionen des Antiziganismus in Europa. Ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Rassismus gegen Sinti und Roma und soziale Strategien gegen den Antiziganismus schilderte Drita Jakupi, eine Angehörige der Roma-Minderheit.

Der geplante Vortrag der Historikerin Dr. Karola Fings zur NS-Rassenpolitik und dem Völkermord an den Sinti und Roma musste aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Dafür konnte ein Fachkräfte-Workshop mit vielen Ideen zur Bildungsbeteiligung und Förderung von Kindern mit Sinti- und Roma-Hintergrund stattfinden. Den Abschluss des Rahmenprogramms bildete ein Konzert mit dem Swing-Sänger David Rose und seiner Band im Kunstquartier, wo sich das Publikum von älteren und neueren Songs im einzigartigen Crooner-Style der 1950er und 1960er Jahre begeistern ließ.

Förderung von Projekten zur Integration von Geflüchteten und (Neu-)Zugewanderten

4. November 2020

Jetzt heißt es schnell sein: Im Rahmen des Förderprogramms „KOMM-AN NRW“ vom Land Nordrhein-Westfalen zur Integration von Geflüchteten und (Neu-)Zugewanderten stehen für das Jahr 2021 rund 71.000 Euro für Hagener Projekte von Initiativen, Gemeinden, Verbänden oder Vereinen, so genannten „Durchführungsträgern“, zur Verfügung. Die Durchführungsträger werden in ihrem Engagement durch das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) finanziell und strukturell unterstützt.

Die Projekte müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise sollen die Angebote die Willkommen- und Anerkennungskultur für zugewanderte Personen sowie die ehrenamtlichen Strukturen stärken. Eine ordnungsgemäße Geschäftsführung muss gesichert sein, die Angebote müssen interkulturell geöffnet sein und Öffentlichkeitsarbeit, unter Verwendung des KOMM-AN-Logos, ist verpflichtend.

Interessierte können das Formular zur Interessensbekundung für 2021 ausgefüllt und unterschrieben noch bis 19. November im Kommunalen Integrationszentrum Hagen, Berliner Platz 22, abgeben oder per E-Mail an tobias.knorn@stadt-hagen.de senden. Bis zum 21. Januar 2021 ist auch eine nachträgliche Abgabe möglich, allerdings verzögert sich dann der Start der Förderung. Fragen beantwortet Tobias Knorn unter Telefon 02331/207-5805 oder unter E-Mail tobias.knorn@stadt-hagen.de. Das aktuelle Antragsformular und weitere Informationen finden Interessierte direkt auf der Internetseite des KI Hagen.

Theater Hagen spielt bis 1. November

30. Oktober 2020

Aus der Neu-Produktion „Ovids Geschichten“. V.l.n.r.: Philipp Alfons Heitmann, Dorothea Brandt, Heiko Schäfer, Michael Mayer. Foto: Inka Vogel.

Bis einschließlich 1. November 2020 finden die Vorstellungen und weiteren Veranstaltungen im Theater Hagen wie angekündigt statt. Ab wann der Vorstellungsbetrieb nach dem 1. November 2020 wieder aufgenommen werden kann und was dann wann auf dem Spielplan steht, wird sobald wie möglich veröffentlicht. Der Probenbetrieb soll weiterlaufen.

  • Deutsch-Rock-Punk-Pop-Show „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ am 30.10. (19.30 Uhr, Großes Haus)
  • Werkstatt-Probe zu „Alice im Wunderland“ (Märchen zur Weihnachtszeit) am 31.10. (11.00 Uhr, Großes Haus) – Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
  • Konzert im Theater: „Brass, Bond and Beats“ (Filmmusik und Originalkompositionen für Blechbläser und Schlagzeug) am 31.10. (19.30 Uhr, Großes Haus)
  • Kulturcafé mit Konzertdramaturg Fabian Oliver Bell, dem Bassbariton Insu Hwang und dem Pianisten Uroš Ugarkovi am 1.11. (15.00 Uhr, Theatercafé) – Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
  • Premiere von „Ovids Geschichten“ (Ein experimentell-klassisch-jazziges Musik-Theater frei nach Ovids „Metamorphosen“) am 1.11. (18.00 Uhr, Lutz)
  • Ballettabend „Zart“ (Choreographien von Marguerite Donlon und Francesco Vecchione) am 1.11. (18.00 Uhr, Großes Haus)

Restkarten sind an der Theaterkasse erhältlich.

Alle Karten für die ausfallenden Veranstaltungen behalten auch nach dem ursprünglichen Aufführungsdatum ihren Geldwert. Weitere Informationen sind an der Theaterkasse erhältlich.

Die Theaterkasse ist von dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr und 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet sowie unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 und per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) erreichbar.

Ersatzvorstellung des Ballettabends „Zart“

30. Oktober 2020

Die am 11. Oktober 2020 ausgefallene Vorstellung des Ballettabends „Zart“ wird am Sonntag, 1. November 2020 mit Beginn um 18.00 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) nachgeholt. Diese Produktion präsentiert zwei neue Choreographien von Francesco Vecchione („Jurema“) und Marguerite Donlon („Fragile“) mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Frantz Casséus, Miguel Resende Bastos, Johann Sebastian Bach und Michio Woirgardt.

Beide Choreographen bewegt die aktuelle weltumspannende Situation, die sie auf unterschiedliche Art künstlerisch umsetzen. Dabei ist es augenfällig, dass ihr räumlich tänzerisches Bild, ein Vorwärts, die Bewegung nach Vorne ist – und das sowohl im Tanz wie auch im metaphorischen Sinn: Die Hoffnung als Motor!

Francesco Vecchione beschreibt die Grundideen für sein Stück „Jurema“ mit den Worten: „Die Welt, in der wir leben, ist nichts weniger als ein Spiegel dessen, was wir in unserem Inneren geworden sind. Wir leben in einer heiklen Zeit des Wandels … Es liegt an uns, zu entscheiden. Das Schöne daran ist, dass es eine Wahl gibt und wir sie treffen können. Wir müssen die Veränderungen annehmen, um vorwärts zu kommen und zu wachsen.“

In ihrer neuen Kreation „Fragile“ begibt sich Ballettdirektorin Marguerite Donlon gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern auf einen Weg ins Ungewisse – nichts scheint mehr fest, der Boden unsicher. „Eine Welt aus gebrochenem Glas … wie auf Eierschalen gehen, gefangen … zusammen … und allein“ (Donlon).

Die Tänzerinnen und Tänzer reflektieren Momente des Innehaltens, sie trauern und feiern. Jedes Leben wirkt aufeinander. Mit dem Blick in die Ferne erkennen sie ihre Sehnsucht nach Liebe, ihren Hunger nach Berührung. Mit der Hoffnung als Anker und geprägt von Erinnerungen möchten sie vorankommen, allein, zusammen, zerbrechlich.

Es tanzen: Filipa Amorim, Gennaro Chianese, Alexandre Démont, Ciro Iorio, Jeong Min Kim, Noemi Emanuela Martone, Federica Mento, Bojan Micev, Antonio Moio, Amber Neumann, Sara Peña, Dario Rigaglia, Ambre Twardowski (Foto: Oliver Look), Suzanne Vis.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de.

Geänderte Öffnungszeiten in der Stadtbücherei

30. Oktober 2020

In der Stadtbücherei auf der Springe gelten ab Montag, 2. November, durch organisatorische Maßnahmen aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie geänderte Öffnungszeiten. Die Stadtbücherei öffnet nun montags, dienstags, donnerstags, freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.

Die Öffnungszeiten der Stadtteilbüchereien Haspe und Hohenlimburg bleiben unverändert. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02331/207-3591 oder auf der Seite der Stadtbücherei.

Theater-Kulturcafé: Fin de Siècle

28. Oktober 2020

Mit: Konzertdramaturg Fabian Oliver Bell, dem Bassbariton Insu Hwang und dem Pianisten Uroš Ugarković

Das Wien der vorletzten Jahrhundertwende war die Heimat vieler Künstler und Komponisten: Hier arbeiteten Adolf Loos und Gustav Klimt, Karl Kraus trat als streitbarer Publizist hervor, und Arnold Schönberg fand zu einem ganz neuen musikalischen Ausdruck. Das Kulturcafé am 1. November 2020 (15.00 Uhr im Theatercafé des Theaters Hagen) widmet sich dem sogenannten Fin de Siècle und einigen seiner bedeutendsten Vertreter.

Konzertdramaturg Fabian Oliver Bell sowie die Ensemblemitglieder Insu Hwang (Bassbariton) und Uroš Ugarković (Pianist, Ballettrepetitor) unterhalten sich u.a. über die Musik Gustav Mahlers und darüber, was deren Reiz bis heute ausmacht – Mahler, der einst als Direktor der Wiener Hofoper für bahnbrechende Innovationen im Musik(theater)leben sorgte. Mit Franz Schreker wird zudem ein Komponist vorgestellt, der erst allmählich als Schöpfer großer Opern wieder zu Bekanntheit gelangte. Abschließend geht es um Parallelen zwischen Malerei, Literatur und Musik in dieser bewegten Epoche des Kulturlebens.

Diese Veranstaltung wird durch musikalische Beiträge abgerundet: Insu Hwang (Foto: Jörg Siemers) und Uroš Ugarković präsentieren Lieder von Gustav Mahler.

Der Eintritt dazu ist frei, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Kostenfreie Karten sind an der Theaterkasse erhältlich bzw. unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) und unter www.theaterhagen.de reservierbar.

Neuer Termin für Werkstatt-Probe

27. Oktober 2020

Am Samstag, 31. Oktober 2020 (nicht wie ursprünglich angekündigt am 1. November), findet im Theater Hagen (Großes Haus) mit Beginn um 11.00 Uhr die Märchenwerkstatt zu „Alice im Wunderland“ (Ein fantastisches Märchen zur Weihnachtszeit von Lewis Carroll in einer Bearbeitung von Anja Schöne mit Musik von Andres Reukauf) statt.

Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldung und Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email theaterkasse@stadt-hagen.de oder unter www.theaterhagen.de

Zweites Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

23. Oktober 2020

Das 2. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen findet am 27. Oktober 2020 (19.30 Uhr, Stadthalle Hagen) statt. Auf dem Programm stehen Jugendwerke zweier Komponisten, die beide gleichermaßen vergangene wie künftige Gestaltungsformen aufweisen und zudem charakteristische Kompositionsmerkmale und eine ganz eigene Klangsprache der jeweiligen Tonschöpfer präsentieren.

Franz Schubert verfasste seine 5. Sinfonie 1816. Sie gilt aufgrund ihrer Leichtigkeit und ihres heiteren Charakters als eines seiner beliebtesten und meistgespielten Orchesterwerke. Ludwig van Beethovens seltener aufgeführtes 2. Klavierkonzert aus dem Jahre 1788 ist von lyrischen und bewegten Passagen geprägt und gibt dem Solisten die Möglichkeit, seine Virtuosität zu demonstrieren.

Letzteres geschieht bei diesem Konzert durch Alexander Krichel (Foto: Jan Prengel), einem aus Hamburg stammenden Pianisten, der mehrfach mit Preisen, u.a. „Echo Klassik“, ausgezeichnet wurde und ein vielgefragter Gast auf den nationalen und internationalen Podien ist.

Die musikalische Leitung dieses Konzertes hat der 1. Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor Rodrigo Tomillo inne.

Informationen zum Konzertbesuch

Für den Konzertbesuch in der Stadthalle gelten die bekannten Sicherheitsmaßnahmen. Das Konzert findet ohne Pause statt, Getränke werden vor Konzertbeginn an Tresen im Erdgeschoss angeboten, wo auch Programmhefte erhältlich sind. Für den kostenfreien Besuch der Einführung (19.00 Uhr im Sinfonium) ist eine vorherige Anmeldung an der Theaterkasse erforderlich.

Statt des momentan nicht möglichen Konzertbusverkehrs wird ein Shuttlebus eingesetzt, der um 18.45 Uhr ab Hauptbahnhof Hagen, Steig 3, zur Stadthalle und nach dem Konzert wieder zurück zum Hauptbahnhof Hagen fährt.

Offene Generalprobe

Da dieses Konzert wegen des begrenzten Platzangebotes aufgrund der Coronaschutzverordnung ausverkauft ist, gibt es die Möglichkeit, die Generalprobe dazu am 27. Oktober 2020 mit Beginn um 11.00 Uhr zu besuchen. Eintritt: 7,75-15,50.- Euro. Einführung: 10.30 Uhr im Sinfonium (vorherige Anmeldung erforderlich).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de.

Südsee-Klischees und Kulturkonflikte

22. Oktober 2020

Premiere im Theater Hagen: „Die Blume von Hawaii“

Aus der Produktion: Angela Davis und Kenneth Mattice. Foto: Klaus Lefebvre.

Als nächste Premiere im Theater Hagen steht am 24. Oktober 2020 (19.30 Uhr, Großes Haus) die Neuinszenierung der Operette „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham auf dem Programm.

Der Komponist Abraham und seine Librettisten siedelten dieses Werk in Hawaii an: In dem paradiesisch anmutenden Inselstaat regt sich Widerstand gegen die Annexion durch die Amerikaner. Die Hoffnung der Hawaiianer wächst, als Prinzessin Laya aus Europa zurück in ihre Heimat kommt – sie soll den Prinzen Lilo-Taro heiraten und mit ihm gemeinsam den Thron besteigen. Doch Laya hat inzwischen ihr Herz an Kapitän Stone verloren. Und dann gibt es noch Buffy, Bessie, Jim Boy, Suzanne Provence und Raka, die alle auf der Suche nach ihrem Liebesglück sind … – wird es ein Happy End geben?

Die 1931 in Leipzig uraufgeführte „Die Blume von Hawaii“ spielt frech und humorvoll mit Südsee-Klischees und Kulturkonflikten. Musikalisch bewegt und begeistert das Stück mit schlagerartigen Nummern, schmissigen Tänzen, jazzigen und lyrischen Klängen sowie exotischen Klangfarben, die u.a. durch den Einsatz von Instrumenten wie Hawaii-Gitarre, Ukulele und Banjo erzeugt werden – Ohrwürmer sind garantiert!

Der erstmals am Hagener Theater arbeitende österreichische Regisseur Johannes Pölzgutter und sein Team bringen diese überaus unterhaltsame Operette mit Tempo, Witz und Poesie auf die Bühne. In Zusammenarbeit mit Rasa Akelaitytė gestaltete Pölzgutter auch das von Martin Gehrke beleuchtete Bühnenbild. Die Kostüme kreierte Susana Mendoza, und als Choreograph ist Sean Stephens mit dabei, der in Hagen zuletzt das Musical „In den Hights von New York“ choreographierte. Für die musikalische Einstudierung und Leitung dieser Produktion zeichnet der 1. Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor Rodrigo Tomillo verantwortlich.

Auf der Bühne sind zu erleben: Maciej Michael Bittner, Angela Davis, Richard van Gemert, Alina Grzeschik, Alexander von Hugo, Insu Hwang, Kenneth Mattice, Penny Sofroniadou, alternierend mit Elizabeth Pilon, Götz Vogelgesang, Frank Wöhrmann sowie weitere Mitglieder des Chors des Theaters Hagen und Tänzerinnen des Balletts Hagen. Es spielt das Philharmonische Orchester Hagen.

Die Dauer dieser Aufführung beträgt ca. 2 ½ Stunden inklusive einer Pause.

Die Premiere ist ausverkauft.

Weitere Vorstellungen: 21.11. (19.30 Uhr), 31.12.2020 (15.00 + 19.30 Uhr), 9.1. (19.30 Uhr), 20.1. (19.30 Uhr), 30.1. (19.30 Uhr), 18.2. (19.30 Uhr), 30.5. (18.00 Uhr), 6.6. (15.00 Uhr), 13.6. (15.00 Uhr), 23.6. (19.30 Uhr), 4.7.2021 (18.00 Uhr)

Die Stunde der Kritik: Samstag, 21.11.2020, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei – Zu Gast: Dr. Monika Willer (Westfalenpost) sowie der Paul Abraham-Spezialist Klaus Waller.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email theaterkasse@stadt-hagen.de oder unter www.theaterhagen.de

Wenn du mich verlässt komm ich mit

21. Oktober 2020

Eröffnung der Kabarett-Reihe im Theater Hagen

Die beliebte Kabarett-Reihe im Theater Hagen startet am 25. Oktober 2020 (18.00 Uhr, Großes Haus) mit Tina Teubner und Ben Süverkrüp und ihrem Programm „Wenn du mich verlässt komm ich mit“.

Weniger Demokratie wagen! Tina Teubner (Foto: Dirk Borm) hat die Erziehung ihres Mannes erfolgreich abgeschlossen und sucht nach neuen Herausforderungen: Mit rasiermesserscharfer Intelligenz, unwiderstehlichem Humor und weltumfassender Herzenswärme scheucht sie ihr Publikum auf. Das Erleben dieses Abends ist so schön wie die erste Liebe und so wirksam wie zwei Jahre Couch.

Die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Kabarettistin, Autorin und Chansonsängerin Tina Teubner, die als aufregendste, nachhaltigste und unterhaltsamste Frau der deutschen Kleinkunstszene gilt, gastiert seit 2001 gemeinsam mit dem Pianisten und Komponisten Ben Süverkrüp auf zahlreichen Bühnen. 2010 erhielt das Duo den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email theaterkasse@stadt-hagen.de oder unter www.theaterhagen.de

Kunstwerke für den guten Zweck

20. Oktober 2020

Finissage im AllerWeltHaus

Eine letzte Möglichkeit, Kunstwerke der Benefiz-Ausstellung „weltoffen“ zu erwerben, bietet sich am kommenden Sonntag, 25. Oktober von 11-17 Uhr. Zugunsten des AllerWeltHauses werden mehr als 100 Werke von über dreißig Künstlerinnen und Künstlern präsentiert, darunter Zeichnungen, Gemälde, Collagen, Grafiken, Fotografien, Fluid Art und Skulpturen. Unter der breiten Palette befinden sich auch Werke von bereits verstorbenen Künstlern wie Erwin Hegemann, Peter Blindert, Ruth Eckstein und Careen Jürgens.

Alle Kunstwerke wurden für die Eine-Welt-Arbeit des AllerWeltHauses gespendet, das dringend auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen ist. Am letzten Tag der Ausstellung wird es Corona-bedingt anstelle einer zuvor geplanten Versteigerung Preisnachlässe für verkaufte Kunstwerke geben. Ein Rundgang durch die Ausstellung in der Potthofstraße 22 ist den ganzen Tag über unter Einhaltung der Corona-Bedingungen möglich.

„Speed Date“ für Lehrkräfte und Kulturszene

19. Oktober 2020

Schule trifft Kulturszene: Unter dem Motto „Speed Date“ lädt das städtische Kulturbüro zusammen mit dem Regionalen Bildungsbüro der Stadt Hagen am Donnerstag, 12. November, von 15 bis 17 Uhr zu einem lockeren Austausch von Lehrkräften und Kulturschaffenden in das Auditorium des Kunstquartiers, Museumsplatz 1, ein.

Die Veranstaltung könnte den Startpunkt für gemeinsame Projekte setzen. Denn viele Förderprogramme, wie „Kultur und Schule“, „Kulturstrolche“ oder die Hagener Initiative „Praxisnetzwerk kulturelle Bildung“, basieren auf der Zusammenarbeit zwischen Schulen, freien Kreativen und Kulturinstitutionen.

Um gemeinsame Ideen zu entwickeln und Förderungen nutzen zu können, müssen sich mögliche Projektpartner jedoch erst einmal kennenlernen. Der Eintritt zu diesem Treffen von Lehrkräften aller Schulformen, Künstlern und Kultureinrichtungen ist frei. Vor Ort gelten die bekannten Hygieneregeln. Anmeldungen sind bis Samstag, 31. Oktober, beim Kulturbüro per E-Mail an elena.grell@stadt-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3509 möglich.

Führung im Hohenhof und am Stirnband

17. Oktober 2020

Sonntag, 18.10.2020 von 14:00 Uhr – 16:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen. Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäude-Entwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof (Foto: Willy Moll), von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Eine telefonische Anmeldung unter der Nummer +49 2331 207 2740 ist notwendig. Es wird eine Teilnahmegebühr zusätzlich zum Eintrittsgeld erhoben. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

Corona wirkt – auch am Theater Hagen

16. Oktober 2020

Zusatzvorstellungen und offene Generalprobe zum 2. Sinfoniekonzert

Vanessa Henning in der Produktion „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“. Foto: Klaus Lefebvre.

Die für NRW geltende neue Coronaschutzverordnung schreibt eine Begrenzung der zulässigen Besucherzahl auf 20% der normalen Kapazität des Veranstaltungsortes vor.

Da die Ticketnachfrage in mehreren Fällen dieses begrenzte Platzangebot übersteigt, disponiert das Theater Hagen zusätzliche Vorstellungen und kann aktuell, neben den bereits angekündigten Terminen, drei weitere Aufführungen der Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Show „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ im Großen Haus anbieten: 17. Dezember 2020 (19.30 Uhr), 27. Dezember 2020 (18.00 Uhr) und 2. Januar 2021 (19.30 Uhr). Aufführungsdauer: 2 mal 50 Minuten plus eine Pause.

Da das 2. Sinfoniekonzert unter diesen neuen Vorgaben bereits überbucht ist, wird dazu die Generalprobe für das Publikum geöffnet, die am 27. Oktober 2020 mit Beginn um 11.00 Uhr in der Stadthalle stattfindet. Aufführungsdauer: ca. 70 Minuten ohne Pause. Einführung: 10.30 Uhr im Sinfonium (vorherige Anmeldung erforderlich).

Besucher, die bereits Karten für „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ oder für das 2. Sinfoniekonzert gekauft bzw. reserviert haben, werden vom Theater Hagen wegen der Umbuchungen kontaktiert. Sollten nach Abschluss dieser Umbuchungen noch Karten für die Generalprobe (ermäßigter Eintritt um 50 %) zur Verfügung stehen, wird das sobald wie möglich veröffentlicht.

Zusätzliche Information:

An allen Veranstaltungsorten gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung auch während der Aufführung zu tragen.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet und unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 sowie per Email: theaterkasse@stadt-hagen.de erreichbar.

Spielplanänderungen im Theater Hagen

15. Oktober 2020

Choreographie „Jurema“ von Francesco Vecchione aus der Ballettproduktion „ZART“. Foto: Oliver Look.

Aufgrund der neuen Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit den erhöhten COVID 19-Fallzahlen auch in Hagen kommt es zu folgenden Änderungen im laufenden Spielplan des Theaters Hagen:

  • Für die am Sonntag, 11. Oktober 2020, ausgefallene Vorstellung der Produktion „ZART“ (Ballettabend mit Choreographien von Marguerite Donlon und Francesco Vecchione) findet am Sonntag, 1. November 2020, um 18.00 Uhr eine Ersatzvorstellung von „ZART“ statt.
  • Die für Sonntag, 18. Oktober 2020, um 18.00 Uhr angesetzte Vorstellung von „PROLOG – SCHWANENSEE – AUFGETAUCHT“ (Ballett von Marguerite Donlon) findet nicht statt. Diese Vorstellung wird am Freitag, 13. November 2020, um 19.30 Uhr nachgeholt.
  • Die für Freitag, 13. November 2020, eigentlich geplante Vorstellung des Opern-Doppelabends mit den Werken „ISOLA DISABITATA“ von Joseph Haydn und „MARILYN FOREVER“ von Gavin Bryars entfällt. Als Ausweichtermin ist insbesondere der Folgetag zu empfehlen, nämlich Samstag, 14. November 2020, an dem um 19.30 Uhr dieser Opern-Doppelabend wie geplant gespielt wird.

Besucher, die für abgesagte Vorstellungen Karten gekauft oder reserviert haben, werden vom Theater Hagen wegen der Kartenumbuchungen kontaktiert.

Darüber hinaus gehende Auskünfte zu Kartenumbuchungen und Reservierungen sind selbstverständlich an der Theaterkasse erhältlich, die auch gerne alle weiteren Fragen beantwortet.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet und unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 sowie per Email: theaterkasse@stadt-hagen.de erreichbar.

Kleine Schätze

14. Oktober 2020

Stadtgeschichtliches Seminar zu Hagener Denkmälern und Kunstwerken

Mit Denkmälern, Kunstwerken und „kleinen Schätzen“ im Hagener Stadtbild beschäftigt sich ein Seminar unter der Leitung von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff ab Dienstag, 27. Oktober, von 19.30 bis 21 Uhr bei der Volkshochschule Hagen (VHS) in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38. Insgesamt sind sechs Termine für den wöchentlich stattfindenden Kurs eingeplant.

Was haben der Eugen-Richter-Turm, die Fritz-Steinhoff-Skulptur am Rathaus und das Gervasius-Relief an der Marienkirche gemeinsam? Es handelt sich um Denkmäler, die an bedeutende Persönlichkeiten erinnern.

Wer genauer hinschaut, entdeckt noch mehr „kleine Schätze“ in Hagen. Dazu gehören etwa die vielen Skulpturen von Milly Steger oder die große Zahl an Wandbildern aus den 1950er-Jahren, die zum Teil von Emil Schumacher entworfen wurden. Über 250 besondere Schmuckstücke gibt es vor Ort. Ein Teil von ihnen ist während des Seminars auf Bildern zu sehen.

Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1010 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Werkstatt-Probe im Theater Hagen

14. Oktober 2020

Einführungsveranstaltung zur Premiere der Operette „Die Blume von Hawaii“

Als nächste Premiere präsentiert das Theater Hagen am 24. Oktober 2020 (19.30 Uhr, Großes Haus) die Operette „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham.

Eine Einführungsveranstaltung zu dieser Neuproduktion wird am 19. Oktober 2020 mit Beginn um 18.15 Uhr im Großen Haus angeboten, bei welcher die Besucher nicht nur Informationen zum Werk, zur Inszenierung und zur Ausstattung erhalten, sondern auch bei einer Probe dabei sein können. Das Produktionsteam und die Darsteller auf der Bühne freuen sich auf den Besuch und die Reaktionen des Publikums.

An der Theaterkasse sind kostenlose Eintrittskarten für diese Veranstaltung erhältlich, die auch telefonisch bzw. per Mail reserviert werden können. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet und unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 erreichbar. Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Streichquartett-Highlights mit dem Nodelman Quartett

13. Oktober 2020

2. Kammerkonzert im Theater Hagen

Die Besucher des 2. Kammerkonzerts am Sonntag, 18. Oktober 2020 (11.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) können sich auf die Darbietung von Streichquartett-Highlights in der Interpretation einer herausragenden kammermusikalischen Formation freuen: dem Nodelman Quartett (Foto: Denis Kryukov).

Dieses Ensemble, welches sich aus Misha Nodelman (Violine) und Evgeny Selitsky (Violine) sowie Andreas Kosinski (Viola) und Mark Mefsut (Violoncello) zusammensetzt, gilt als eines der besten Streichquartette des Landes und hat sich insbesondere aufgrund seiner intermedialen Projekte einen Namen gemacht.

Die verschiedenen Orchestern Nordrhein-Westfalens, darunter auch dem Philharmonischen Orchester Hagen, angehörenden Musiker präsentieren in diesem Konzert zunächst das berühmte Adagio des amerikanischen Komponisten Samuel Barber, welches nicht zuletzt durch seine Verwendung als Filmmusik populär wurde. Sodann stehen zwei bedeutende Werke der Literatur für diese Besetzung auf dem Programm: Wolfgang Amadeus Mozarts „Dissonanzenquartett“ KV 465 sowie Franz Schuberts „Rosamunde“-Quartett, dessen zweiter Satz auf der gleichnamigen Schauspielmusik dieses Komponisten basiert.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de.

„Das gibt‘s nur im Ruhrgebiet“

12. Oktober 2020

Hagener Autorin hat 120 Besonderheiten im Revier zusammengetragen

Auf den Spuren der weißen Frau wandeln, die ältesten Saurierspuren finden, aus dem Fenster einer Cupola schauen wie Astronauten, das kann man nur im Ruhrgebiet. Diese und viele andere Beispiele finden sich in dem neuen Buch der Hagener Autorin Birgit Ebbert, „Das gibt’s nur im Ruhrgebiet“, das jetzt gerade im Emons Verlag erschienen ist (Foto: B. Ebbert).

„Ehe ich ins Ruhrgebiet gezogen bin, habe ich im Münsterland, im Rheinland und in Baden-Württemberg gelebt, da fällt einem dann schon auf, was im Ruhrgebiet besonders ist“, erklärt die Wahlhagenerin, die seit über 20 Jahren im Ruhrgebiet wohnt.

„Als der Verlag mir das Projekt anbot, wusste ich gleich, was auf jeden Fall in dem Buch enthalten sein würde: der Spaghetti-Knoten“, verrät Birgit Ebbert. Ob Traumlandpark in Kirchhellen, Schiffshebewerk Henrichenburg oder Marler Stern, das Ruhrgebiet war in der Familie der Autorin schon immer ein beliebtes Ausflugsziel.

Auch wenn sie einige Besonderheiten des Reviers im Kopf hatte, hat Birgit Ebbert sich auf die Suche gemacht nach Dingen, die es nur im Ruhrgebiet gibt, über soziale Medien, durch eine Umfrage bei allen 53 Orten der Metropole Ruhr und den Ruhr-Institutionen und die Lektüre vieler Bücher und Zeitschriften. „Manchmal dachte ich, ich hätte etwas Außergewöhnliches gefunden, um dann beim Gegencheck zu erkennen, dass das, was wir einzigartig finden, woanders selbstverständlich ist.“

Am Ende hatte sie trotzdem 120 Besonderheiten aus der Region beisammen, die sie in wenigen Sätzen beschrieben hat, um die Neugier zu wecken und zu zeigen, dass das Revier viel besser ist als sein Ruf. „In meiner Stuttgarter Zeit habe ich erlebt, wie das Ruhrgebiet gesehen wird: eng, düster, mit schlechter Luft“, weiß die Autorin, die mit dem Buch beweisen möchte, dass die Region zwischen Niederrhein und Sauerland eine lebendige Metropole mit Natur, Kultur und einzigartiger Industriegeschichte ist.

Birgit Ebbert: Das gibt’s nur im Ruhrgebiet. Emons Verlag 2020, ISBN 978-3-7408-0943-0, 12 Euro

KunstTour zur Caspar David Friedrich-Ausstellung

10. Oktober 2020

Caspar David Friedrich, Lebensstufen, um 1834. Foto: InGestalt Michael Ehritt

Die nächste „KunstTour“ der Volkshochschule Hagen (VHS) führt am Samstag, 14. November, von 11 bis etwa 18 Uhr zur Ausstellung „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“ in das Museum Kunstpalast nach Düsseldorf. Treffpunkt ist um 11 Uhr in der Halle des Hauptbahnhofes Hagen.

Zu Lebzeiten stand Caspar David Friedrich, der bedeutendste Künstler der deutschen Frühromantik, in einer spannungsvollen Beziehung zu verschiedenen Vertretern der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Das Verhältnis war von Kritik und Polemik, aber auch von Anerkennung geprägt. Ab den 1820er-Jahren verlor Friedrichs Werk an Popularität und geriet schließlich in den Schatten der aufstrebenden Düsseldorfer Malerschule.

Die rund 120 Werke umfassende Ausstellung veranschaulicht diesen Geschmackswandel von der Frühromantik zu den Anfängen des Realismus. Erstmals tritt die sächsische Landschaftsmalerei in einen Dialog mit den Arbeiten der Düsseldorfer Malerschule. Etwa 30 Gemälde und 20 Zeichnungen Caspar David Friedrichs sowie Bilder seiner Dresdener Kollegen werden der Malerei der Düsseldorfer Künstler gegenübergestellt. Eine professionelle Führung durch die Ausstellung ist Teil der „KunstTour“.

Der Ausflug endet gegen 18 Uhr wieder am Hagener Hauptbahnhof. Informationen und Anmeldungen zu der Veranstaltung mit der Nummer 2010 gibt es bei der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de.

Rassendiagnose: Zigeuner

8. Oktober 2020

Ausstellung zum Völkermord an Sinti und Roma im Osthaus Museum

Dotschy Reinhardt kommt am Montag, 12. Oktober, nach Hagen. Allerdings nicht als Musikerin, sondern als Vertreterin des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma zu einer Podiumsdiskussion zum Themenkomplex Antiziganismus/Rassismus gegen Sinti und Roma.

„Rassendiagnose: Zigeuner. Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung“: Unter diesem Titel zeigt das Osthaus Museum Hagen von Freitag, 9. Oktober, bis Sonntag, 1. November, eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Verbindung mit dem Stadtmuseum Hagen und dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Die Ausstellung thematisiert die Geschichte der Verfolgung von der Ausgrenzung und Entrechtung der Sinti und Roma im Deutschen Reich bis zu ihrer systematischen Vernichtung im besetzten Europa. Dabei sind historische Privat- und Familienfotos von Sinti und Roma ein elementarer Bestandteil. Diese Selbstzeugnisse zeigen die Menschen in ihrer Individualität und Personalität und bilden einen wichtigen Gegenpol zu den bis heute wirkmächtigen „Zigeuner“-Klischees.

Historischer Hintergrund zur Ausstellung

Der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma ist in der jahrhundertelangen gemeinsamen Geschichte von Minderheit und Mehrheit ohne Beispiel und stellt eine Zäsur dar. Dennoch war dieses Verbrechen nicht voraussetzungslos: Eine von Vorurteilen und Feindseligkeit geprägte Haltung gegenüber Sinti und Roma ist tief in der europäischen Geschichte verankert.

Jede Darstellung der Geschichte der Sinti und Roma steht vor dem grundlegenden Problem einer einseitigen Quellenüberlieferung. Fast alle erhaltenen Zeugnisse spiegeln den vorurteilsbeladenen, zumeist abschätzigen Blick der Mehrheitsgesellschaft. Die Bilder vom „Zigeuner“ bewegen sich im Spannungsfeld von Stigmatisierung und romantischer Verklärung. Im Zuge ihrer gesellschaftlichen Emanzipation haben Sinti und Roma der Blickmacht der Mehrheitsgesellschaft ihre eigene Sicht und ihre eigene Geschichte gegenübergestellt.

Der nationalsozialistische Völkermord war ein Staatsverbrechen, das von einem modernen Verwaltungsapparat ins Werk gesetzt wurde, von den zentralen Stellen in Berlin bis hinunter zu den kommunalen Behörden. Ganze Familien wurden auf der Grundlage einer rassistischen Ideologie bürokratisch erfasst, deportiert und ermordet.

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden auch Sinti und Roma der deutsch besetzten und der mit Hitler-Deutschland verbündeten Staaten Opfer der Mordpolitik. Das Netz der Konzentrationslager, Erschießungsstätten und der Massengräber zog sich über ganz Europa.

Nach Schätzungen fielen 500.000 Sinti und Roma der systematischen Vernichtung zum Opfer. Die traumatische Erfahrung totaler Rechtlosigkeit und Entmenschlichung hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Minderheit eingegraben. Die Erinnerung an die Opfer ist bleibende Verpflichtung.

Viele Sinti- und Roma-Familien wurden in den Jahren der NS-Diktatur fast völlig ausgelöscht. Die Überlebenden waren körperlich und seelisch gezeichnet von Verfolgung und KZ-Haft. Doch die neu gegründete Bundesrepublik verweigerte ihnen die moralische und rechtliche Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus ebenso wie eine materielle Entschädigung.

Über Jahrzehnte hinweg blieb der Völkermord an den Sinti und Roma vom öffentlichen Gedenken ausgeschlossen. Es fand weder eine politische noch eine juristische Auseinandersetzung statt. Die Zerrbilder der NS-Propaganda lebten nach 1945 ungebrochen fort. Die ehemaligen Täter aus dem SS- und Polizeiapparat konnten in Behörden oder in der Wirtschaft ungehindert Karriere machen.

Erst die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma hat diese Kontinuitäten zum Gegenstand einer öffentlichen Debatte gemacht. In langwierigen Auseinandersetzungen ist es gelungen, in Politik und Gesellschaft einen Bewusstseinswandel herbeizuführen und einen anderen Blick auf die Minderheit zu etablieren. Trotz dieser Erfolge bleiben tief verwurzelte Vorurteile bis heute wirkungsmächtig. Im Zuge des politischen Wandels nach 1989 kam es insbesondere in den postkommunistischen Staaten zu einem Wiederaufleben rassistischer Denkmuster und zu einer massiven Zunahme von Gewalt gegen Roma.

Verfolgung von Sinti und Roma in Hagen

Die Verfolgung von Sinti und Roma war kein Geschehen, das sich in seiner geschichtlichen Entwicklung weit entfernt von der Stadt Hagen abgespielt hat. Vielmehr belegen Dokumente und Akten im Stadtarchiv Hagen, dass es auch hier spätestens zu Beginn des 19. Jahrhunderts obrigkeitliche Maßnahmen gegen „Zigeuner“ gab.

Im Februar 1906 gab die kaiserliche Regierung eigene „Anweisungen zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens“ heraus. Sie enthielt zahlreiche Regelungen und Vorgaben, um Sinti und Roma zu diskriminieren und möglichst über die Reichsgrenzen abzuschieben. Das Deutsche Kaiserreich profitierte von der Arbeitsmigration – auch in Hagen wurden um 1900 beispielsweise Denkmäler, Bauwerke und Talsperren etwa durch italienische Arbeitskräfte errichtet. Dagegen fielen Sinti und Roma durch das schon damals rassebiologisch geprägte Raster der Obrigkeit.

Auch Hagener Sinti und Roma blieben von der Verfolgung und Ermordung während des Nationalsozialismus nicht unberührt. Immer wieder wurden vor dem 1934 eingerichteten Erbgesundheitsgericht auch Fälle verhandelt, wo es um Heiratsanträge „arischer“ Partner ging, die „Zigeuner“ ehelichen wollten. Andere Fälle verhandelten die Sterilisation von „Zigeunerabkömmlinge“.

Sinti und Roma dienten als Soldaten in der Deutschen Wehrmacht. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurden sie „wehrunwürdig“ erklärt und entlassen, um größtenteils in Konzentrationslagern inhaftiert zu werden. Auch solche Fälle sind anhand der Aktenüberlieferung des Hagener Erbgesundheitsgerichts nachvollziehbar.

Begleitprogramm zur Ausstellung

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Ballettchefin Marguerite Donlon geht – ein Schlag für Hagen

7. Oktober 2020

Sie war fast zu gut für Hagen – und so ein Glücksfall für das Theater. Dass Marguerite Donlon geht, lässt Fragen offen. Monika Willer analysiert. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: In dem Kommentar der Kulturredakteurin der Westfalenpost ist die Kritik am städtischen Kürzungskurs, an Politik und Verwaltungsspitze und nicht zuletzt am Intendanten unüberlesbar. Auszüge:

„In der Oper hat Intendant Francis Hüsers die Auslastung seit seinem Amtsantritt vor Corona ja nahezu halbiert.

Damit sind in noch nicht einmal drei Jahren bereits zwei Ballettdirektoren in Hagen verschlissen worden; Donlons Vorgänger Alfonso Palencia musste gehen. Vorher hatte Ballettdirektor Ricardo Fernando 14 Jahre lang für ausverkaufte Abende an der Volme gesorgt; er wechselte im Sommer 2017 aus Enttäuschung und Frustration über die Hagener Spardebatten ans Staatsballett Augsburg, wo er seither die Auslastung in nie gekannte Höhen treibt. (…)

Das Theater Osnabrück ist dem Theater Hagen in vielen Punkten vergleichbar, steht allerdings nicht unter dem Spardruck, der in Hagen herrscht. Daher stellt sich die Theatergemeinde die Frage, wieso Hagen diese herausragende Künstlerin nicht halten konnte? Welche Einschränkungen oder Umstände haben sie derart belastet, dass sie sich entschieden hat, so schnell nach ihrem Amtsantritt eine neue Wirkungsstätte zu suchen? (…)

Der Aufsichtsrat lässt die Dinge laufen, die Kulturdezernentin mischt sich selten ein. (…)

Ein Stadttheater-Intendant muss kein guter Dramaturg sein, diese Kompetenzen kann er einkaufen. Aber er muss künstlerische Qualitäten (…) ertragen können, wenn er sie schon nicht fördert. (…)“

„Navarasa“ – Ein indischer TanzTheaterabend

7. Oktober 2020

Als theatrale Kur gegen Fernweh unternimmt das Lutz mit seinen Ensemblemitgliedern eine Stippvisite rund um die Welt. Der erste Halt ist am 10. Oktober 2020 Indien mit einer ganz besonderen Vorstellung: „Navarasa“ – Ein indischer TanzTheaterabend von und mit Meera Varghese für alle ab 10 Jahren (18.00 Uhr im Lutz).

Die Tänzerin, Choreographin, Sängerin, Schauspielerin und herausragende Bharatanatyam-Darstellerin Meera Varghese (Foto: Federico Spinetti) ist dem Hagener Publikum durch ihre Rolle als Aouda in der Lutz Produktion „In 80 Tagen um die Welt“ bekannt, in der sie bereits mit kurzen Tanzdarbietungen begeisterte.

Nun entführt die gebürtige Kanadierin, die ihre Tanzausbildung u.a. bei Kalaimamani Sri Ramalingam im indischen Karaikal absolvierte, alle mit ihrem Solotanzabend in das Land ihrer Vorfahren. „Abhinaya”, der erzählerischer Teil des Bharatanatyam-Tanzes, steht dabei im Mittelpunkt.

Bharatanatyam ist eine der ältesten Tanzformen Indiens und verbindet die Körpersprache des Tanzes mit entwaffnendem Charme, anmutiger Schönheit und großer Energie. Die Navarasa sind die neun Grundstimmungen in der klassischen indischen Ästhetik.

In ausdrucksvollen Choreographien von den weltbekannten Tanzmeistern Smt. Bragha Bessell, Smt. Priyadarshini Govind und Sri Jai Govinda verkörpert Meera Varghese Götter und Göttinnen aus der hinduistischen Mythologie und tanzt zauberhafte Geschichten voller Leidenschaft, Humor und Liebe.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de.

Kulturhistorische Schätze auf Hagener Friedhöfen

6. Oktober 2020

Grabstätten bekannter Hagener Persönlichkeiten in Delstern und am Buschey

Die Plastik „Unsterblichkeit“ des belgischen Künstlers Georges Minne ziert das Grab von Verwandten des Kunstmäzens Karl Ernst Osthaus. Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen.

Christian Rohlfs, Ernst Meister oder Willi Cuno – wer den Friedhof in Delstern besucht, trifft auf auffallend viele Gräber und Ehrengräber bekannter Hagener Persönlichkeiten. Wenige Kilometer weiter taucht der Besucher auf dem Buschey-Friedhof in die Lebensgeschichten namhafter Hagener Familien und die Entwicklung der Grabmalkultur ein.

Der 1883 als Gemeindefriedhof angelegte Delsterner Friedhof ist einer der ältesten kommunalen Friedhöfe in Hagen. Auf dem weitläufigen, rund zehn Hektar großen Gelände befinden sich die letzten Ruhestätten von zehn berühmten Persönlichkeiten, darunter einige Ehrengräber, um dessen Pflege sich der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) kümmert.

Die Gräber liegen zum Teil eher unauffällig am Wegesrand und werden nicht auf den ersten Blick beachtet. Dabei sind einige von ihnen etwas Besonderes, wie Dr. Elisabeth May, Leiterin der Abteilung Bildung und Vermittlung im Kunstquartier Hagen, erklärt: „Das Grab von Ernst Meister zum Beispiel ziert eine besondere Brunnenplastik des japanischen Künstlers Rintaro Yagi. Dieser beschäftigte sich intensiv mit der Lyrik des deutschen Dichters und Schriftstellers und stiftete 1987 dieses Kunstwerk.“ Der rechteckige Marmorbrunnen mit Abrundungen zeigt an den Seiten eine Struktur aufeinandergeschichteter Seiten. In der Mitte liegt eine Vertiefung, in der sich Wasser sammeln beziehungsweise Wasser geschöpft werden kann.

Nebenan befindet sich die Ruhestätte des deutschen Malers Christian Rohlfs. Der Maler war 1901 auf Einladung des Kunstmäzens Karl Ernst Osthaus nach Hagen übergesiedelt, wo er 1938 verstarb. „Christian Rohlfs hatte sich eine Plastik von Ernst Barlach auf seinem Grab gewünscht. August Hoff, Direktor der Kölner Werkschulen und Briefpartner Barlachs, veranlasste den Nachguss der Plastik ‚Lehrender Christus‘ für dessen Grab“, erläutert Dr. May. Die Figur wurde dort 1949 zum 100. Geburtstag von Christian Rohlfs installiert.

Wenige Schritte weiter blickt der Friedhofsbesucher auf vier quadratische Steine, die mit Moos überzogen sind und deren Inschrift unleserlich geworden ist. Diese Steine erinnern an das Hagener Bildhauer-Ehepaar Karel Niestrath und Eva Niestrath-Berger, wie Elisabeth May weiß: „Die Künstlerin hat diese Steine selbst gestaltet. Wie oft bei ihren Skulpturen wählte sie ein witterungsunbeständiges Material, das hier als Symbol der Vergänglichkeit des Lebens gesehen werden kann.“

Eva Niestrath-Bergers Skulpturen begegnen den Hagenern vielerorts, die sie im Rahmen von Kunst am Bau ausgeführt hat. Karel Niestraths Figuren und Hauszeichen finden sich in Hagen zum Beispiel in der Cuno-Siedlung am Kuhlerkamp. Seine bekannteste Arbeit schuf er 1960 mit dem Bittermark-Mahnmal in Dortmund, das das Leid von Zwangsarbeitern und Widerstandskämpfern zeigt.

Moderne Gräber neben kunst- und kulturhistorisch interessanten Grabstätten namhafter Hagener Familien: Auf dem Buschey-Friedhof gibt es viele Elemente vom Historismus über Jugendstil bis zur Moderne zu entdecken. Der älteste Friedhof Hagens, der 1810 eingeweiht wurde, ist seit Beginn an Eigentum der lutherischen, katholischen und reformierten Kirchengemeinden.

Über 200 Jahre Familiengeschichte liegen hier mit Namen wie Post, Elbers, Osthaus und Funcke begraben; viele Mitglieder verschiedener Familien haben in eine jeweils andere bekannte Familie eingeheiratet und sind so miteinander verwandt.

Ein kleiner Teil des Friedhofs ist Privatgrundstück. Auf dieser offenen und frei begehbaren Fläche ruhen die Familien Funcke, Osthaus und Eduard Elbers. Dr. Elisabeth May, die regelmäßig Führungen über den Buschey-Friedhof anbietet, erklärt die Besonderheit dieses Bereichs: „Hier stehen Skulpturen von hohem künstlerischem Rang: Drei Plastiken des belgischen Bildhauers Georges Minne, die Karl Ernst Osthaus für die Grabstätten seiner Familie in Auftrag gegeben hat. Die Skulptur ‚Unsterblichkeit‘ ist beispielsweise auf dem gemeinsamen Grab seines Vaters, seiner Mutter und seiner Stiefmutter zu finden.“

Der Name Karl Ernst Osthaus erscheint noch in einem anderen Zusammenhang: Am Eingang des Friedhofgeländes erinnert ein Gedenkstein an August Kuth, einst Assistent von Osthaus. Diesen außergewöhnlichen Grabstein hatte Osthaus bei dem niederländischen Architekten J.L.M. Lauweriks in Auftrag gegeben, der zu diesem Zeitpunkt in der Villenkolonie Hohenhagen eine Häuserreihe errichtete.

Ob Delstern oder Buschey – beide Friedhöfe erzählen ein Stück der Hagener Stadtgeschichte und laden den Besucher zum Erkunden und Verweilen ein.

Ballettdirektorin Marguerite Donlon wird Hagen nach zwei Spielzeiten verlassen

5. Oktober 2020

Marguerite Donlon, seit Sommer 2019 Ballettdirektorin in Hagen, wird zum Ende der Spielzeit 2020/21 das Theater Hagen verlassen, um die Ballettdirektion am Theater Osnabrück zu übernehmen.

Francis Hüsers, Intendant des Theaters Hagen, hierzu:

„Ich bedauere den Weggang von Marguerite Donlon außerordentlich. In der Zeit unserer Zusammenarbeit am Theater Hagen hat sie bereits Großartiges geleistet und auch unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Pandemie Ballett-Produktionen realisiert, mit der sich die überaus hohe Qualität der Tanzsparte am Theater Hagen erneut bewiesen hat. Marguerite Donlon hat der Ballett-Compagnie damit schon jetzt entscheidende Impulse gegeben, auf die wir unter einer neuen Ballettdirektion werden aufbauen können. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir die Nachfolge zum Wohl des Balletts Hagen gestalten können. Der Tanz wird in Hagen auch in Zukunft eine starke, deutlich sichtbare und künstlerisch herausragende Sparte sein.“

Marguerite Donlon (Foto: Theater) zur Entscheidung ihres Wechsels von Hagen nach Osnabrück:

„Mitten in meiner ersten Spielzeit hier in Hagen sind zwei unerwartete Dinge passiert: Covid-19 und eine Einladung, die Position der Ballettdirektion in einem brandneuen Team am Theater Osnabrück zu übernehmen, die ich angenommen habe. Ich bin Francis Hüsers und meinen Kollegen am Theater Hagen dankbar für alles, was wir in unserer gemeinsamen Zeit erreichen konnten. Ausschlaggebend dafür war die große Unterstützung unserer Mitarbeiter*innen am Theater, des Ballettmeisters Francesco Vecchione, der Companymanagerin Waltraut Körver und natürlich der Ballettfreunde Hagen.

Vor allem möchte ich unserem begeisterten Publikum danken, das uns immer wieder zeigt, wie sehr es unser hervorragendes Ensemble wertschätzt. Auch wenn ich traurig bin, diese hervorragenden Tänzerinnen und Tänzer zu verlassen, bin ich zuversichtlich, dass die Energie und der Enthusiasmus des Hagener Publikums das Ensemble auch in Zukunft unter einer neuen Leitung beflügeln wird und dass das Ballett Hagen weiterhin ein wichtiger und positiver Faktor in der Stadt sein wird. Ich werde natürlich mit 100%igem Engagement und Enthusiasmus bis zum Sommer 2021 weitermachen und Projekte, die ich in Hagen initiiert habe – wie die Jugendcompany iMove HA, SubsTanz, und ZeichenTanz – werden weiterleben.“

Zur Neubesetzung der Ballettdirektion am Theater Hagen wird eine Stellenausschreibung und ein entsprechendes Auswahlverfahren erfolgen.

Neue Runde des Projektes „Kulturstrolche“

5. Oktober 2020

16 Schulklassen blicken hinter die Kulissen von Kunst und Kultur

Kindern die Begegnung mit Kunst und Kultur vor Ort ermöglichen – mit diesem Ziel ist nach den Sommerferien eine neue Runde des Projektes „Kulturstrolche“ für 16 Hagener Schulklassen gestartet, das vom Kulturbüro der Stadt Hagen koordiniert wird.

Für den dreijährigen Förderzyklus konnten sich alle zweiten Klassen des neuen Schuljahres 2020/2021 der Hagener Grund- und Förderschulen bewerben. Das Projekt wird durch das NRW KULTURsekretariat gefördert.

In den Förderzyklen 2019-2022 und 2020-2023 nehmen die Förderschule Fritz-Reuter, die Wilhelm-Busch-Schule sowie die Grundschulen Berchum/Garenfeld, Emst, Funckeparkschule, Goldberg (Standort Franzstraße), Hermann-Löns, Kipper, Vinckeschule, Geweke, Astrid-Lindgren, Freiherr-vom-Stein, Kuhlerkamp, Im Kley, Gebrüder-Grimm und die Grundschule Emil-Schumacher an dem Projekt teil.

Das Förderprogramm ermöglicht es den Kindern im Klassenverbund und in Begleitung der Lehrkräfte auf spielerische Art und Weise die verschiedenen Sparten Theater, Musik, Literatur, Medien, Geschichte, Kunst und Tanz mit ihren Kulturorten und Kulturschaffenden kennenzulernen.

Das Theater Hagen, das Kunstquartier Hagen, die Stadtbücherei auf der Springe, das LWL-Freilichtmuseum Hagen, das Schloss Hohenlimburg, das Museum Wasserschloss Werdringen und das Stadtmuseum/Stadtarchiv laden die Schülerinnen und Schüler ein, die kulturelle Vielfalt ihrer Stadt sowohl analog als auch digital entdecken.

Premiere im Lutz Hagen: „Polka für Igor“

2. Oktober 2020

Ein Zirkustheater mit Musik und Hund ab 4 Jahren

Die zweite Premiere im Lutz in der Spielzeit 2020/21 am 4. Oktober (15.00 Uhr) präsentiert das Stück „Polka für Igor“ – Ein Zirkustheater mit Musik und Hund ab 4 Jahren, nach dem mit mehreren Preisen ausgezeichneten Bilderbuch von Iris Anemone Paul mit weiteren Geschichten von Anja Schöne. In Zusammenarbeit mit Quamboni, dem Kinder- und Jugendcircus der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Hagen.

Kennt ihr Tante Olga, die fröhlichste Busfahrerin aus Hagen? Sie ist eine leidenschaftliche Sammlerin. An den Haltestellen sammelt sie Menschen und Tiere ein, um sie zu ihren Wunschzielen zu bringen. Nach Dienstschluss nimmt sie dann alles mit, was im Bus liegengeblieben ist und gibt den Dingen ein neues Zuhause.

So ist auch Igor zu ihr gekommen, der eines Abends schnarchend auf der Rückbank des Busses lag. Nun schlummert der alte Zirkushund gerne hinter Olgas Lieblingssessel, doch sobald Polka-Musik erklingt, blüht Igor auf und beginnt mit großer Geste von seiner Zeit als glamouröser Hundestar in der Manege zu erzählen.

Von Olgas Kuschelsessel aus nimmt er alle mit in seine kunterbunte Vergangenheit beim Wanderzirkus, in der es von Akkordeonklängen, Seiltänzerinnen und nach Wiesenschaumkraut duftenden Schafen nur so wimmelt. Und wenn Igor mal wieder ein Nickerchen braucht, übernimmt Olga mit wunderbar fantastischen Erzählungen über ihre Erlebnisse mit den anderen Fahrgästen und ihren Fundstücken.

Dabei wird zwar auch mal ein bisschen geflunkert, aber eigentlich sind Olga und Igor einfach Meister darin, jedem noch so kleinen Ereignis einen großen magischen Moment zu bescheren.

„Polka für Igor“ ist ein 50minütiges Theatererlebnis für die ganze Familie zwischen Erzählstunde, Figurentheater und Zirkusshow mit viel Musik. Junge Artisten vom Circus Quamboni unterstützen Igor und Olga beim Erschaffen ihrer einzigartigen Zirkuswelt.

Im Rahmen der Sommeraktion von Kunst vor Ort e.V. in Kooperation mit dem Lutz Hagen, gefördert durch „Kultur macht stark! – Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, haben 65 Kinder Zirkusbanner für das Bühnenbild gestaltet.

In der von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung und vom Kunstanstifter-Verlag unterstützten Produktion in der Inszenierung und Bearbeitung von Anja Schöne, der Zirkuschoreographie vom Circus Quamboni, der Tanzchoreographie von Jozsef Hajzer und der Ausstattung von Sabine Kreiter sind Elisabeth Emmanouil (Foto: Leszek Januszewski) und junge Artisten des Circus Quamboni auf der Bühne zu erleben.

Weitere Vorstellungen: 17.10., 8.11.2020, 24.1., 20.2.2021 (jeweils 15.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de.

Tong Yanrunan – Face to Face

1. Oktober 2020

1. Oktober bis 15. November 2020, Osthaus-Museum Hagen

Porträt Fang Lijun, 2019, Öl auf Leinwand, 41 x 33 cm. Foto: Osthaus-Museum.

Tong Yanrunan ist berühmt für seine Porträts. In aller Regel finden seine Porträtsitzungen im Atelier oder auch in Museen in direktem non-verbalem Austausch statt. Aufgrund der noch aktuellen Pandemie-Situation verzichtet das Osthaus Museum auf die geplanten Porträtsitzungen, die zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden können. Es werden ca. 80 kleinformatige Porträts zu sehen sein, denen – auf Wunsch des Künstlers – Gemälde aus der eigenen Sammlung gegenübergestellt werden.

Tong Yanrunan arbeitet in jener modernen Art und Weise, wie sie Van Gogh vorgegeben hatte. Es geht nicht so sehr darum, detailhaft zu arbeiten, das würde eine andere Zeitschiene erforderlich machen, es geht darum, die wesentlichen Merkmale eines Menschen auf ein Bild zu bannen, in einer Weise, die eine Porträtähnlichkeit ebenso mit sich bringt, wie eine allgemeine Darstellung.

Das Transzendieren, das Überschreiten in eine formelle wie intellektuelle Ebene, gehört zu den großen Fertigkeiten Tong Yanrunans. So ist der malerische Akt auch zu verstehen. Der Maler erarbeitet sich sein Bild in induktiver Weise, er setzt einen Strich nach dem anderen, das Bild vervollkommnet sich quasi von selbst. Nicht jede Partie eines Gesichtes wird in gleicher Weise betont. Die Strichführung ist expressiv zu nennen, was bedeutet, dass der Maler eine dargestellte Person jenseits einer exakten Darstellung überträgt.

Kulturcafé am Sonntag

30. September 2020

Mit Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Kapellmeister Rodrigo Tomillo

Die erste Kulturcafé-Veranstaltung in der Spielzeit 2020/21 wird am 4. Oktober 2020 mit Beginn um 15 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé) angeboten. Der Eintritt dazu ist frei, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Rodrigo Tomillo, der Erste Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor, wird im Oktober das 2. Sinfoniekonzert dirigieren und zeichnet für die musikalische Einstudierung und Leitung der Neuproduktion der Operette „Die Blume von Hawaii“ von Paul Abraham verantwortlich (Premiere: 24.10.2020).

Im Rahmen dieses Kulturcafés unterhält er sich in lockerer Atmosphäre mit Generalmusikdirektor Joseph Trafton über seine derzeitige und künftige Arbeit. Dabei wird es auch um den Komponisten Franz Schubert gehen, dessen Sinfonie Nr. 5 im nächsten Sinfoniekonzert präsentiert wird, und über die Hagener Erstaufführung der Abraham-Operette wird ebenfalls gesprochen. Die Besucher dürfen sich auf einen anregenden, interessante wie amüsante Details enthaltenden Talk freuen.

Kostenfreie Karten sind an der Theaterkasse erhältlich bzw. unter Tel. 02331 / 207-3218 und per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) reservierbar.

Bewegung nach Vorne

29. September 2020

„ZART“ – Ballettpremiere im Theater Hagen

Die erste Ballettpremiere in der Spielzeit 2020/21 im Theater Hagen findet am 3. Oktober 2020 mit Beginn um 19.30 Uhr im Großen Haus statt. Präsentiert wird ein zweiteiliger Ballettabend mit neuen Choreographien von Francesco Vecchione („Jurema“) und Marguerite Donlon („Fragile“) mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Frantz Casséus, Miguel Resende Bastos, Johann Sebastian Bach und Michio Woirgardt.

Beide Choreographen bewegt die aktuelle weltumspannende Situation, die sie auf unterschiedliche Art künstlerisch umsetzen. Dabei ist es augenfällig, dass ihr räumlich tänzerisches Bild, ein Vorwärts, die Bewegung nach Vorne ist – und das sowohl im Tanz wie auch im metaphorischen Sinn: Die Hoffnung als Motor!

Francesco Vecchione beschreibt die Grundideen für sein Stück „Jurema“ mit den Worten: „Die Welt, in der wir leben, ist nichts weniger als ein Spiegel dessen, was wir in unserem Inneren geworden sind. Wir leben in einer heiklen Zeit des Wandels … Es liegt an uns, zu entscheiden. Das Schöne daran ist, dass es eine Wahl gibt und wir sie treffen können. Wir müssen die Veränderungen annehmen, um vorwärts zu kommen und zu wachsen.“ Im Probenprozess haben die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Hagen ihre persönlichen Geschichten, ihre Meinungen, Ängste und Hoffnungen ausgetauscht. Was gibt es Schöneres, als diese Geschichten im Tanz zu erleben?

In ihrer neuen Kreation „Fragile“ begibt sich Ballettdirektorin Marguerite Donlon gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern auf einen Weg ins Ungewisse – nichts scheint mehr fest, der Boden unsicher. „Eine Welt aus gebrochenem Glas … wie auf Eierschalen gehen, gefangen … zusammen … und allein“ (Donlon).

Auf ihren choreographischen Passagen vom Bühnenhintergrund nach vorne reflektieren die Tänzerinnen und Tänzer Momente des Innehaltens, sie trauern und feiern. Jedes Leben wirkt aufeinander. Mit dem Blick in die Ferne erkennen sie ihre Sehnsucht nach Liebe, ihren Hunger nach Berührung. Mit der Hoffnung als Anker und geprägt von Erinnerungen möchten sie vorankommen, allein, zusammen, zerbrechlich.

Für die Umsetzung dieser Choreographien zeichnen verantwortlich: Francesco Vecchione (Konzept, Choreographie, Ausstattung), Marguerite Donlon (Konzept, Choreographie, Bühne), Soojin Oh (Bühnenrealisierung, Kostüme „Fragile“), Ernst Schießl (Licht).

Tanz und Co-Choreographie: Filipa Amorim, Gennaro Chianese, Alexandre Démont, Ciro Iorio, Jeong Min Kim, Noemi Emanuela Martone, Federica Mento, Bojan Micev*, Antonio Moio, Amber Neumann, Sara Peña, Dario Rigaglia, Ambre Twardowski (Foto: Oliver Look), Suzanne Vis* (*Eleven des Balletts Hagen in der Spielzeit 2020/21).

Mit freundlicher Unterstützung der Ballettfreunde Hagen e.V.

Weitere Vorstellungen: 11.10. (15.00 Uhr), 29.11.2020 (18.00 Uhr), 3.1. (15.00 Uhr), 10.1. (15.00 Uhr), 21.1. (19.30. Uhr), 20.2. (19.30 Uhr), 6.3. (19.30 Uhr), 14.4. (19.30 Uhr), 14.5.2021 (19.30 Uhr)

DIE STUNDE DER KRITIK: Sonntag, 29.11.2020, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé (Eintritt frei).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de

Konzert-Shuttlebusse fahren trotz Streik

28. September 2020

Die Shuttlebusse, welche Besucherinnen und Besucher des 1. Sinfoniekonzerts am 29. September 2020 in die Stadthalle Hagen bringen, sind nicht von den für diesen Tag im öffentlichen Dienst angesagten Streiks betroffen.

Die Busse fahren wie angekündigt um 18.45 Uhr und um 19.00 Uhr ab Hauptbahnhof Hagen (Steig 3) und nach dem Konzert wieder zurück zum Hauptbahnhof Hagen.

Der Jazz-Club in der Kinkelstraße

28. September 2020

Eine kleine Remineszenz an eine vergessene Hagener Kulturszene

Konzert im Jazzclub Kinkelstraße (Fotos: privat)

Nach dem Marschmusik-Terror des 12jährigen Reiches schossen nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland Jazzclubs aus dem Boden. Nicht nur in den Metropolen dieser Musikrichtung wie Frankfurt, sondern auch in der Provinz.

Nach französischem Vorbild entstanden Jazzkeller. Neben Kellern wurden aber auch Katakomben, ausgediente Fabriken und Baracken von den Clubmitgliedern eigenhändig ausgestaltet. Ein wichtiger Vorteil der Clubs gegenüber regulären Lokalen war, dass keine Schankerlaubnis erforderlich war. Mit Hilfe von Tagesmitgliedschaften konnten auch Vereinsgäste an den Konzerten teilnehmen.

Die Neonschrift ist natürlich nachträglich in die Aufnahme einretouchiert: In diesem Provisorium residierte ab 1955 der Hagener Jazzclub.

Ein solches Etablissement entstand auch im Hagener Stadtteil Altenhagen. In der Kinkelstraße 32, einem der typischen einstöckigen Behelfsbauten der unmittelbaren Nachkriegszeit, wurde 1955 ein Jazzclub gegründet.

Einer der Initiatoren war Alfred Scherer (1927 – 2003), der nicht nur Jazzfan war, sondern auch begeisterter Hobbyfilmer und -fotograf. Die in diesem Beitrag gezeigten Aufnahmen stammen (wahrscheinlich) aus seiner Kamera. Ein anderer war Heinz Wendel (1936 – 2000), der mit seinem Heinz Wendel Trio auch selbst als Pianist tätig war, Hagen allerdings 1964 verließ und nach Bremen ging.

In einem Interview mit der dortigen Stadtillustrierten Kursbuch schilderte er 1989 seine Anfänge in Hagen:

„Meine Eltem betrieben in Hagen ein Lokal, mit großem Veranstaltungssaal und allem drum und dran. Ein Klavier stand da auch, das mich aber zunächst überhaupt nicht interessierte. Akkordeon, das fand ich gut! Aber dann hörte ich mit 15 die Band eines wegen seiner absolut unspektakulären Gesinnung nie berühmt gewordenen Amerikaners namens George Maycock. Das Quartett spielte eine damals völlig neuartige Musik, höllisch guten Bebop. Dieses Erlebnis war für mich die Offenbarung. Solche Musik musste ich unbedingt spielen. Ich setzte mich ans Klavier, sooft ich konnte.“

Raus aus Muff und Mief: Neben Künstlern und Intellektuellen fand auch die Jugend der 1950er Jahre den Weg in die Kinkelstraße.

In einer der damals noch fünf (!) Hagener Tageszeitungen schilderte 1958 ein nicht genannter Autor einen Besuch im Jazzclub:

„Ein Blitz zuckt durch den an diesem Tag ohnehin dunklen Abend und erleuchtet für Bruchteile von Sekunden die Kinkelstraße nicht weit vom Höing. Dann ein Donner. Und wieder Stille. Suchend gehe ich die Straße hinauf.

Aber ich höre nirgends Musik auf die Straße dringen. Also frage ich lieber, wo ich den Jazzklub finde. Man weist auf ein eingeschossig wiederaufgebautes Haus, dessen Fenster mit Rolladen verdunkelt sind. Kein Laut dringt heraus.

Ich öffne die schwere Tür. Und als ich in dem kleinen Flur stehe, höre ich die ausgesprochen ruhigen und ausgewogenen Rhythmen der Band, die ich vorläufig allerdings nicht sehe. Ich wende mich in einen kleinen Vorraum, der offenbar Garderobe ist, schaue mir – meine Neugier ein wenig zu verbergen suchend – die jungen Herren und Damen an, die herumstehen.

„Ein neues Gesicht?“ fragt man. Ich nicke und betrete den oberen Raum mit dem Vorhaben, ihn bald wieder zu verlassen. Es vergehen Stunden, ehe ich es tue …“

Der Jazzclub war auch ein beliebtes Ziel für die Staatsmacht.

Wo der Journalist noch keinen Laut vernahm, hörten die Marschmusik-Geprägten bereits die Flöhe höllisch husten und die Staatsanwaltschaft schlug bereitwillig die Hacken zusammen:

„Der Student Heinz Wendel, geboren am 30.4.1936 in Hagen, wohnhaft in Hagen, Kinkelstr. 32 (Heim des Jazzclubs), Deutscher, ledig, wird angeklagt, in Hagen am 21. September 1958 in der Zeit von 21.50 bis 2.00 Uhr als Leiter des Jazzclubs in Hagen, Kinkelstr. 32, im Clubheim dadurch ruhestörenden Lärm erregt zu haben, daß er mit anderen Mitgliedern des Jazzclubs auf Musikinstrumenten Jazzmusik spielte, wodurch die Nachtruhe der dortigen Anwohner gestört wurde.“

„Kriminell“: Reklamedreirad für den Jazzclub.

Auch Werbung für diese Art von Musik war in der restaurativen Adenauerära verpönt und wurde unnachgiebig verfolgt – während Nazischergen weiter ihren Geschäften nachgehen durften. So erging eine „Gerichtliche Strafverfügung“ gegen den Stahlschlosser Kurt Busch:

„Gegen Sie wird wegen Übertretung des § 15 d. Pol.Verord.d.Stadt Hagen 366 Abs. 10 StGB eine Geldstrafe von 5,– DM und im Falle der Uneinbringlichkeit für je 5,– DM ein Tag Haft festgesetzt, weil Sie in Hagen am 10. Juni 1958 14.45 Uhr mit dem Dreirad HA-T-761 die Fleyer-Straße in Richtung Emilienplatz befuhren. An dem Fahrzeug war bunte Reklame angebracht, die am heutigen Tage eine Jazz-Veranstaltung ankündigten. Eine Erlaubnis für das Umherfahren von Ankündigungsmittel hatten Sie nicht.“

Die Reste der Wandbemalung des Jazzclubs Kinkelstraße sind beim Abbruch noch zu sehen.

1960 war in der Kinkelstraße 32 Schluss mit Jazz. Das Nachkriegsprovisorium wurde abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen. Der Club zog um in den Hochbunker an der Bergstraße, in dem heute ein Bunkermuseum untergebracht ist.

Heinz Wendel war dort einige Jahre für die Programmgestaltung zuständig und holte nach Angaben von Zeitzeugen bedeutende Musiker der deutschen Jazzszene wie Albert Mangelsdorff in den Hagener Jazz-Club-Bunker. Nachdem er sich weigerte, auch Dixieland ins Programm zu nehmen, „wurde ich dann gegangen“ und entschwand 1964 nach Bremen. Dort gilt er als „Gründer der Bremer Jazzszene“.

Ein weiteres Beispiel für die vielen Ausgebremsten, die Hagen hätten nach vorne bringen können. Auch mehr als ein halbes Jahrhundert später hat sich diese Mentalität der Abschreckung gegenüber allem, was die eingefahrenen Kreise stört, in den vorherrschenden Milieus der Stadt nicht wesentlich geändert.


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