Archive for the ‘03 Kultur Hagen’ Category

Konzert-Shuttlebusse fahren trotz Streik

28. September 2020

Die Shuttlebusse, welche Besucherinnen und Besucher des 1. Sinfoniekonzerts am 29. September 2020 in die Stadthalle Hagen bringen, sind nicht von den für diesen Tag im öffentlichen Dienst angesagten Streiks betroffen.

Die Busse fahren wie angekündigt um 18.45 Uhr und um 19.00 Uhr ab Hauptbahnhof Hagen (Steig 3) und nach dem Konzert wieder zurück zum Hauptbahnhof Hagen.

Der Jazz-Club in der Kinkelstraße

28. September 2020

Eine kleine Remineszenz an eine vergessene Hagener Kulturszene

Konzert im Jazzclub Kinkelstraße (Fotos: privat)

Nach dem Marschmusik-Terror des 12jährigen Reiches schossen nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland Jazzclubs aus dem Boden. Nicht nur in den Metropolen dieser Musikrichtung wie Frankfurt, sondern auch in der Provinz.

Nach französischem Vorbild entstanden Jazzkeller. Neben Kellern wurden aber auch Katakomben, ausgediente Fabriken und Baracken von den Clubmitgliedern eigenhändig ausgestaltet. Ein wichtiger Vorteil der Clubs gegenüber regulären Lokalen war, dass keine Schankerlaubnis erforderlich war. Mit Hilfe von Tagesmitgliedschaften konnten auch Vereinsgäste an den Konzerten teilnehmen.

Die Neonschrift ist natürlich nachträglich in die Aufnahme einretouchiert: In diesem Provisorium residierte ab 1955 der Hagener Jazzclub.

Ein solches Etablissement entstand auch im Hagener Stadtteil Altenhagen. In der Kinkelstraße 32, einem der typischen einstöckigen Behelfsbauten der unmittelbaren Nachkriegszeit, wurde 1955 ein Jazzclub gegründet.

Einer der Initiatoren war Alfred Scherer (1927 – 2003), der nicht nur Jazzfan war, sondern auch begeisterter Hobbyfilmer und -fotograf. Die in diesem Beitrag gezeigten Aufnahmen stammen (wahrscheinlich) aus seiner Kamera. Ein anderer war Heinz Wendel (1936 – 2000), der mit seinem Heinz Wendel Trio auch selbst als Pianist tätig war, Hagen allerdings 1964 verließ und nach Bremen ging.

In einem Interview mit der dortigen Stadtillustrierten Kursbuch schilderte er 1989 seine Anfänge in Hagen:

„Meine Eltem betrieben in Hagen ein Lokal, mit großem Veranstaltungssaal und allem drum und dran. Ein Klavier stand da auch, das mich aber zunächst überhaupt nicht interessierte. Akkordeon, das fand ich gut! Aber dann hörte ich mit 15 die Band eines wegen seiner absolut unspektakulären Gesinnung nie berühmt gewordenen Amerikaners namens George Maycock. Das Quartett spielte eine damals völlig neuartige Musik, höllisch guten Bebop. Dieses Erlebnis war für mich die Offenbarung. Solche Musik musste ich unbedingt spielen. Ich setzte mich ans Klavier, sooft ich konnte.“

Raus aus Muff und Mief: Neben Künstlern und Intellektuellen fand auch die Jugend der 1950er Jahre den Weg in die Kinkelstraße.

In einer der damals noch fünf (!) Hagener Tageszeitungen schilderte 1958 ein nicht genannter Autor einen Besuch im Jazzclub:

„Ein Blitz zuckt durch den an diesem Tag ohnehin dunklen Abend und erleuchtet für Bruchteile von Sekunden die Kinkelstraße nicht weit vom Höing. Dann ein Donner. Und wieder Stille. Suchend gehe ich die Straße hinauf.

Aber ich höre nirgends Musik auf die Straße dringen. Also frage ich lieber, wo ich den Jazzklub finde. Man weist auf ein eingeschossig wiederaufgebautes Haus, dessen Fenster mit Rolladen verdunkelt sind. Kein Laut dringt heraus.

Ich öffne die schwere Tür. Und als ich in dem kleinen Flur stehe, höre ich die ausgesprochen ruhigen und ausgewogenen Rhythmen der Band, die ich vorläufig allerdings nicht sehe. Ich wende mich in einen kleinen Vorraum, der offenbar Garderobe ist, schaue mir – meine Neugier ein wenig zu verbergen suchend – die jungen Herren und Damen an, die herumstehen.

„Ein neues Gesicht?“ fragt man. Ich nicke und betrete den oberen Raum mit dem Vorhaben, ihn bald wieder zu verlassen. Es vergehen Stunden, ehe ich es tue …“

Der Jazzclub war auch ein beliebtes Ziel für die Staatsmacht.

Wo der Journalist noch keinen Laut vernahm, hörten die Marschmusik-Geprägten bereits die Flöhe höllisch husten und die Staatsanwaltschaft schlug bereitwillig die Hacken zusammen:

„Der Student Heinz Wendel, geboren am 30.4.1936 in Hagen, wohnhaft in Hagen, Kinkelstr. 32 (Heim des Jazzclubs), Deutscher, ledig, wird angeklagt, in Hagen am 21. September 1958 in der Zeit von 21.50 bis 2.00 Uhr als Leiter des Jazzclubs in Hagen, Kinkelstr. 32, im Clubheim dadurch ruhestörenden Lärm erregt zu haben, daß er mit anderen Mitgliedern des Jazzclubs auf Musikinstrumenten Jazzmusik spielte, wodurch die Nachtruhe der dortigen Anwohner gestört wurde.“

„Kriminell“: Reklamedreirad für den Jazzclub.

Auch Werbung für diese Art von Musik war in der restaurativen Adenauerära verpönt und wurde unnachgiebig verfolgt – während Nazischergen weiter ihren Geschäften nachgehen durften. So erging eine „Gerichtliche Strafverfügung“ gegen den Stahlschlosser Kurt Busch:

„Gegen Sie wird wegen Übertretung des § 15 d. Pol.Verord.d.Stadt Hagen 366 Abs. 10 StGB eine Geldstrafe von 5,– DM und im Falle der Uneinbringlichkeit für je 5,– DM ein Tag Haft festgesetzt, weil Sie in Hagen am 10. Juni 1958 14.45 Uhr mit dem Dreirad HA-T-761 die Fleyer-Straße in Richtung Emilienplatz befuhren. An dem Fahrzeug war bunte Reklame angebracht, die am heutigen Tage eine Jazz-Veranstaltung ankündigten. Eine Erlaubnis für das Umherfahren von Ankündigungsmittel hatten Sie nicht.“

Die Reste der Wandbemalung des Jazzclubs Kinkelstraße sind beim Abbruch noch zu sehen.

1960 war in der Kinkelstraße 32 Schluss mit Jazz. Das Nachkriegsprovisorium wurde abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen. Der Club zog um in den Hochbunker an der Bergstraße, in dem heute ein Bunkermuseum untergebracht ist.

Heinz Wendel war dort einige Jahre für die Programmgestaltung zuständig und holte nach Angaben von Zeitzeugen bedeutende Musiker der deutschen Jazzszene wie Albert Mangelsdorff in den Hagener Jazz-Club-Bunker. Nachdem er sich weigerte, auch Dixieland ins Programm zu nehmen, „wurde ich dann gegangen“ und entschwand 1964 nach Bremen. Dort gilt er als „Gründer der Bremer Jazzszene“.

Ein weiteres Beispiel für die vielen Ausgebremsten, die Hagen hätten nach vorne bringen können. Auch mehr als ein halbes Jahrhundert später hat sich diese Mentalität der Abschreckung gegenüber allem, was die eingefahrenen Kreise stört, in den vorherrschenden Milieus der Stadt nicht wesentlich geändert.

Neue Auszeichnung für das Theater Hagen

26. September 2020

Aus der Produktion „Tristan und Isolde“. Foto: Klaus Lefebvre.

Die Inszenierung von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ am Theater Hagen von Jochen Biganzoli mit seinem Team (Bühne: Wolf Gutjahr, Kostüme: Katharina Weissenborn, Dramaturgie: Francis Hüsers), die am 7. April 2019 in Hagen Premiere feierte, ist für „Der Faust“, den wichtigsten Theaterpreis im deutschsprachigen Raum, nominiert in der Kategorie Regie Musiktheater. Das Theater Hagen kann sich über diese erneute Bestätigung seiner künstlerisch herausragenden Arbeit freuen.

Das Regieteam von „Tristan und Isolde“ um den Regisseur Jochen Biganzoli mit Francis Hüsers als Dramaturg, der seit 2017 Intendant des Theaters Hagen ist, realisierte bereits zahlreiche überregional beachtete Opernproduktionen, u.a. in Hamburg, Lübeck und Halle, und war mit der Lübecker Inszenierung von Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ 2016 auch schon einmal für „Der Faust“ nominiert.

Hüsers holte das Team für eine kontinuierliche Zusammenarbeit nach Hagen, wo Biganzoli in diesem Team zuletzt die Oper „Cardillac“ von Paul Hindemith in einer ebenfalls viel beachteten Inszenierung realisierte (Premiere: 21.9.2019).

Intendant und Dramaturg Francis Hüsers über die Inszenierung und Nominierung:

„Im Regiekonzept der Hagener ‚Tristan und Isolde‘-Produktion wird das Aneinander-Vorbei-Reden und damit die Einsamkeit und Vereinzelung von Wagners Opernfiguren schon durch das geniale Bühnenbild von Wolf Gutjahr aufs Eindrücklichste visualisiert: Alle sind buchstäblich in ihren je eigenen drei Wänden eingesperrt, handeln in Biganzolis Regie aber dennoch gemeinschaftlich in beständigem Bezug aufeinander und perfekt abgestimmt auf Wagners Musik. So findet die Sehnsucht nach menschlicher Kommunikation und Zweisamkeit, die auch Richard Wagner bewegt hat, in dieser Produktion einen ungeheuer starken sinnlichen Ausdruck.

Schon dass das Theater Hagen mit dieser Produktion für ‚Der Faust‘ nominiert ist, nehmen wir dankbar als Aufforderung und Ermunterung an, unter schwierigen Bedingungen, die sich heute nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie noch einmal verschärft haben, dennoch künstlerisch hochwertigstes Theater in Hagen zu machen. Und darauf können wir wohl zurecht stolz sein.“

Beethoven Kammermusik-Nacht im ESM

25. September 2020

01.10.2020, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Vier erfahrene Kammermusiker – davon gleich drei aus dem sonnigen Italien – die sowohl gemeinsam als auch als Solisten tätig sind, bilden das Ensemble Europa und sie feiern das Beethoven-Jubiläumsjahr mit einer klangvollen Kammermusiknacht, in deren Mittelpunkt das bekannte „Gassenhauer-Trio“ steht.

Das Gassenhauer-Trio ist sehr frisch, sehr lebendig und auch voller Humor und daher geradezu ideal als Geburtstagsständchen für den großen Komponisten. Auf dem Programm dieser Beethoven-Nacht stehen außerdem Beethovens Klavier-Quartett in Es-Dur, op. 16 sowie das Klavier-Quintett es-moll, op. 87 von Johann Nepomuk Hummel, der in seinen Wiener Jahren eng mit Beethoven befreundet war und bei der Aufführung einiger Werke Beethovens mitwirkte.

Die Mitglieder des Ensemble Europa (Foto: ESM, Peter Löning) kommen aus Sardinen, dem Piemont, Holzwickede und Unna und sind alle angesehene Kammermusiker: Der aus dem Piemont stammende italienische Pianist Maurizio Barboro leitet die Klavier-Klasse am staatlichen Conservatorio Niccolò Paganini in Genua. Ebenfalls aus dem Piemont stammt der angesehene Geiger Vittorio Marchese, Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, der mit den wichtigsten Orchestern Italiens konzertiert. Der aus Sassari auf Sardinien gebürtige Bratschist Gioele Lumbau ist ein erfahrener und geschätzter Kammermusikpartner und ist seit 2006 Bratschist des Ensemble Ellipsis, mit dem er europaweit konzertiert. Die deutsche Cellistin Felicitas Stephan aus Holzwickede ist die künstlerische Leiterin des Festivals „Celloherbst am Hellweg“. Der Kontrabassist Uli Bär aus Unna wird das Ensemble als Gast unterstützen.

Das Ensemble Europa hat sich 2018 für das Festival „Celloherbst am Hellweg“ gegründet und zeichnet sich aus durch eine grandiose Tongestaltung und eine fast außergewöhnlich zu nennende Klanghomogenität – der gemeinsame Atem geht in keinem Takt verloren. Seine Mitglieder verstehen sich als Botschafter für Europa, dessen Zusammenhalt ohne Kunst und Kultur nicht denkbar ist.

Eintritt 18€/10€ erm. Kartenreservierung mit Namen, Anschrift und Telefonnummer unter info@celloherbst.de
(Die Karten werden zur Abholung an der Abendkasse hinterlegt)

Erste Premiere im Lutz Hagen: „Nathan“

24. September 2020

Eine Theater Graphic Novel nach Gotthold Ephraim Lessing

Vlnr: Kristina Günther, Ralf Grobel, Anne Schröder. Foto: Dirk Burghaus.

Die erste Premiere im Lutz in der Spielzeit 2020/21 findet am 26. September 2020 (19.30 Uhr) statt. Auf dem Programm steht „Nathan“ – Eine Theater Graphic Novel nach Gotthold Ephraim Lessing in einer Bearbeitung von Anja Schöne (ab 14 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 9-13).

Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Die Tochter des reichen jüdischen Kaufmanns Nathan wäre fast bei einem Brand ums Leben gekommen, hätte sie nicht ein junger Tempelherr gerettet. Dieser war selbst erst kurz vorher vom Sultan überraschend begnadigt worden. Nun wehrt er sich gegen die Annäherungen der Judentochter, die für ihren Retter schwärmt. Gleichzeitig versucht er dem Patriarchen zu entkommen, der ihn als Spion gegen den Sultan, also seinen Retter, einsetzen will. Der Sultan wiederum braucht Geld von Nathan. Er bestellt ihn in seinen Palast und versucht ihm mit der Frage, welche Religion die einzig wahre sei, eine Falle zu stellen. Nathan antwortet dem Sultan mit der berühmten Ringparabel, die den Absolutheitsanspruch einer bestimmten Religion ad absurdum führt und sich stattdessen für gelebte Menschlichkeit ausspricht.

Auch in der heutigen Zeit werden Menschen angegriffen oder diffamiert, weil sie aus einem bestimmten Land kommen oder eine bestimmte Religion haben. Die Idee eines friedlichen Zusammenlebens der Nationen und Religionen scheint in immer weitere Ferne zu rücken. Zeit, sich mit der Botschaft der Ringparabel zu beschäftigen, Zeit für ein Stück, das sich intensiv mit der Gleichheit aller Menschen und Religionen auseinandersetzt.

Auf der Lutz-Bühne entsteht in der Ästhetik von Graphic Novels ein theatrales Archiv, das Lessings klassisches Ideendrama sichtet und den Brückenschlag ins Heute wagt.

In der vom Lions-Club Hagen-Harkort e.V. und von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung unterstützten Produktion in der Inszenierung von Anja Schöne, der Choreographie von Jozsef Hajzer, der Ausstattung von Jeremias H. Vondrlik und Sabine Kreiter, ergänzt durch Comic-Illustrationen von Jan Falkenberg sind die Schauspieler Ralf Grobel, Kristina Günther, Michael Mayer und Anne Schröder auf der Bühne zu erleben.

Weitere Vorstellungen: 29.9. (12.00 Uhr), 8.10. (12.00 Uhr), 9.10. (19.30 Uhr), 11.11. (12.00 und 19.30 Uhr), 12.11. (12.00 und 19.30 Uhr), 13.11. (19.30 Uhr), 4.12. (19.30 Uhr), 8.12. (12.00 Uhr), 9.12.2020 (12.00 Uhr), 23.2. (12.00 und 19.30 Uhr), 24.2.2021 (12.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de

Sinfoniekonzerte starten wieder

23. September 2020

Die Reihe der Sinfoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters Hagen startet am 29. September 2020 mit Beginn um 19.30 Uhr (Stadthalle Hagen).

Auf dem Programm stehen zwei der berühmtesten Werke des klassisch-romantischen Repertoires. Zunächst erklingt das 1845 in Leipzig uraufgeführte Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy, das mit seiner lyrisch-virtuosen Anlage zu den beliebtesten Solo-Konzerten des 19. Jahrhunderts gehört.

Den solistischen Part dieser gleichermaßen berührenden wie mitreißenden Komposition gestaltet die junge südkoreanische Geigerin Bomsori Kim (Foto: Kyutai Shim). Die Preisträgerin zahlreicher großer renommierter Wettbewerbe gilt international als eine der aufregendsten Geigerinnen der Gegenwart.

Sodann wird die 7. Sinfonie des Jubilars Ludwig van Beethoven (250. Geburtstag) präsentiert, die sich nicht zuletzt aufgrund ihrer tänzerischen Beschwingtheit großer Beliebtheit erfreut – Richard Wagner bezeichnete sie als „Apotheose des Tanzes“. Am Pult des Philharmonischen Orchesters Hagen steht Generalmusikdirektor Joseph Trafton.

Informationen zum Konzertbesuch

Für den Konzertbesuch in der Stadthalle gelten die bekannten Sicherheitsmaßnahmen. Das Konzert findet ohne Pause statt, Getränke werden vor Konzertbeginn an Tresen im Erdgeschoss angeboten, wo auch Programmhefte erhältlich sind. Für den kostenfreien Besuch der Einführung (19.00 Uhr im Sinfonium) ist eine vorherige Anmeldung an der Theaterkasse erforderlich.

Statt des momentan nicht möglichen Konzertbusverkehrs wird ein Shuttlebus eingesetzt, der um 18.45 Uhr und um 19.00 Uhr ab Hauptbahnhof Hagen, Steig 3, zur Stadthalle und nach dem Konzert wieder zurück zum Hauptbahnhof Hagen fährt.

Restkarten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de

Werkstatt-Probe im Theater Hagen

22. September 2020

Einführungsveranstaltung zur neuen Ballettproduktion „ZART“

Die erste Ballettpremiere des Theaters Hagen in dieser Spielzeit (am 3.10.2020, 19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert unter dem Titel „ZART“ zwei neue Choreographien: „Fragile“ von Ballettdirektorin Marguerite Donlon und „Jurema“ von Francesco Vecchione.

Eine Einstimmung zu dieser Uraufführung bietet die Werkstatt-Probe am Samstag, 26. September 2020 mit Beginn um 11.00 Uhr im Großen Haus des Theaters Hagen. Marguerite Donlon und Francesco Vecchione geben eine Einführung in ihre neuen Kreationen und deren Umsetzungen auf der Hagener Bühne – die Company wird Ausschnitte zeigen und proben.

Für den Besuch dieser Werkstatt-Probe ist eine Anmeldung erforderlich. An der Theaterkasse sind kostenlose Eintrittskarten erhältlich, die auch telefonisch bzw. per Mail reserviert werden können.

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Architektur um 1900 in Wehringhausen

20. September 2020

Zu einem Stadtteilrundgang durch Wehringhausen mit Dr. Elisabeth May zur abwechslungsreichen Architektur um 1900 lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 23. September, von 16 bis 18 Uhr ein. Treffpunkt ist vor der Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Straße 49.

Die topografischen Gegebenheiten des Stadtteils Wehringhausen finden sich auch städtebaulich in dem gesellschaftlich-hierarchischen Aufbau des Wohnviertels wieder. Oben, an den Stadtgarten grenzend, entstand ein exponiertes Baugebiet nach den Gründerjahren. Im Buschey-Viertel zeugen prächtige Villen von einer glanzvollen Zeit. Die Beamtenwohnhäuser im mittleren Bereich des Viertels sind ebenso ansehnlich wie die weiter bergab gelegenen Arbeiterwohnhäuser mit den ansprechenden Fassadengestaltungen.

Die Teilnahmegebühr von 6 Euro wird vor Ort in bar kassiert. Anmeldungen nimmt das Serviceteam der VHS unter Angabe der Veranstaltungsnummer 1084 unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de entgegen.

Stadtspaziergang zur Hagener Kirchengeschichte

19. September 2020

Zurück in die tausendjährige Hagener Kirchengeschichte geht es bei einem Spaziergang mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff, dem Hagener Heimatbund und der Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 22. September, von 16 bis 17.30 Uhr. Treffpunkt ist der Eingang am Turm der Johanniskirche.

Schon am Startpunkt ist einiges zu entdecken: Denn in der Johanniskirche (Historische Aufnahme, Foto: Stadtarchiv), der „Mutter aller Kirchen in Hagen“, wurden 2019 umfassende Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten abgeschlossen. Von dort geht es weiter zur Marienkirche und danach zur Reformierten Kirche. Hier ist zum Beispiel etwas über die Kirchengeschichte der „Ära 1900“ und die Bildnisse der mittelalterlichen Hagener Kirchenpatrone Gervasius und Protasius zu erfahren. Eine Innenbesichtigung ist nur in der Johanniskirche vorgesehen.

Die Teilnahme am Stadtspaziergang kostet 6 Euro. Eine Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1076 ist unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de möglich. Es sollte an eine Mund-Nase-Bedeckung gedacht werden.

Vorstellungsausfall im Lutz Hagen

19. September 2020

Die Wiederaufnahme von „Pardauz“ (Ein TanzObjektTheaterSpaß von Anja Schöne und Ensemble) am Sonntag, 20. September 2020 (11.00 Uhr) im Lutz muss leider entfallen.

Vorstellungen dieser Produktion sind erst wieder 2021 geplant, aber auf Anfrage für Schulen und Kitas buchbar (Tel. 02331-207-3237).

Start der Kammermusikreihe im Theater Hagen

18. September 2020

Die von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Hagen gestaltete Kammerkonzertreihe startet am Sonntag, 27. September 2020 um 11.30 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus).

Dreizehn Musiker des Orchesters Hagen haben sich zusammengefunden, um ein ganz besonderes Werk zu präsentieren: Wolfgang Amadeus Mozarts „Gran Partita“. Diese facettenreich gestaltete, siebensätzige Serenade Nr. 10 in B-Dur KV 361 für zwölf Bläser und Kontrabass entstand 1781 und fasziniert bis heute die Zuhörer. Auch der „Amadeus“-Regisseur Miloš Forman ließ sich von dieser Musik in einer der berühmtesten Szenen seines Films inspirieren.

Die Interpreten dieser außergewöhnlichen Komposition sind Fanny Kloevekorn, Almut Jungmann (Oboe), John Corbett, Astrid den Daas, Klaus Grünewald, Alexander Schwalb (Klarinette/Bassetthorn), Rosa Schell, Ai Sakamoto, Martin Theusner, Caroline Kabuß (Horn), Friedhelm Grote, Klaus Korte (Fagott) und Hubert Otten (Kontrabass).

Eintritt 12 / 8 Euro

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel. 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Ab sofort ist auch wieder ein Onlineverkauf möglich (www.theaterhagen.de).

Die Meerjungfrau in der Badewanne

16. September 2020

Wiederaufnahme im Lutz Hagen

Aus der Produktion: Stefan Merten. Foto: Leszek Januszewski.

Am Mittwoch, 16. September 2020 (10.00 Uhr) findet die nächste Wiederaufnahme im Lutz statt. Gezeigt wird „Die Meerjungfrau in der Badewanne“ – Ein Erzähltheater mit Musik. Von Tim Sandweg nach dem Kinderroman von Koos Meinderts; in Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester Hagen (ab 7 Jahren – Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 2-5).

Philipps Mutter ist eine Meerjungfrau. Als ihre Sehnsucht nach dem Meer zu groß wurde, nahm sie ihren Fischschwanz aus dem Schrank und ging zurück in die Fluten. Ihrem Sohn hinterließ sie eine Fischschuppe, zwei Schwimmzehen und ihr Lied, das eine Musikerin auf der Bühne immer wieder erklingen lässt. Philipp ist nun erwachsen und ein Geschichtenerzähler. Er lädt alle ein, mit ihm in sein Meer aus Geschichten einzutauchen.

So kann man ihm in seine Kindheit folgen, seine geheime Freundin und die schwarze Witwe im weißen Haus kennen lernen und erleben, wie er ganz eigenständig, unsentimental und optimistisch den Verlust der Mutter bewältigt und seinen eigenen Lebensweg geht.

Lutz-Leiterin Anja Schöne inszenierte dieses Stück, für welches Jozsef Hajzer die Choreographie und Sabine Kreiter das Bühnen- und Kostümbild gestalteten. Die musikalischen Arrangements stammen von Andres Reukauf.

Es spielen Stefan Merten (Philipp) und alternierend Ute Blaumer / Jasmin-Isabel Kühne (Harfe).

Diese Produktion entstand in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhospizdienst Sternentreppe des Caritasverbands Hagen e.V., wurde freundlicherweise vom Lions-Club Hagen-Mark unterstützt und gehört zum Projekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“ des Theaterfördervereins Hagen e.V.

Weitere Vorstellungen: 25.10. (15.00 Uhr), 27.12.2020 (15.00 Uhr)
Weitere Schulvorstellungen auf Anfrage

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Felicitas Stephan & Tobias Bredohl

16. September 2020

Klassik + Jazz im ESM – Meisterwerke für Cello & Klavier
17.09.2020, 18.00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Mit seinem neuen Programm bezaubert das Duo Felicitas Stephan und Tobias Bredohl sein Publikum. Ob Pisa, Herne, Paris, Mailand, Murcia oder Unna – mit seinem grandiosen Wechselspiel und interessanten europäischen Kompositionen geht das Duo auf eine spannende musikalische Europareise.

Felicitas Stephan und Tobias Bredohl präsentieren mitreißende Interpretationen bedeutender Werke von Dmitrij Schostakowitsch, Johannes Brahms und Ernest Bloch. Die Cellistin Felicitas Stephan und der Pianist Tobias Bredohl bieten eine faszinierende Verbindung von Erfahrung und Frische, der man sich kaum entziehen kann: „Die beiden Musiker nahmen die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise voller Leidenschaft und Liebe mit einem Repertoire, bei dem trotz der klassischen Werke nichts verstaubt wirkt. Ihre Musik hat Seele“. (Westfälische Rundschau)

Eintritt frei

Wir bitten um Reservierung mit Angabe des Namens, der Anschrift und Telefonnummer unter info@esmh.de

Wo Hagener bleiben, wenn sie gehen

15. September 2020

Friedhofskultur im Wandel

Abschied nehmen im Grünen: Naturnahe Bestattungen – wie hier im RuheForst – werden immer beliebter. Foto: Maximilian Gerhard/Stadt Hagen.

Eine friedliche letzte Ruhestätte mitten im Grünen – das ist der Wunsch vieler Menschen. Bereits zu Lebzeiten zu wissen, wo der eigene Platz nach dem Tod sein wird, kann beruhigen und Angehörige entlasten. Dabei sind die Bestattungsformen auf den Friedhöfen der Stadt Hagen in den vergangenen Jahren immer vielfältiger geworden. Für die Wahl der richtigen Grabstelle gibt es dementsprechend einiges zu beachten.

Kommt die eigene Bestattung in einem besonders gestalteten Grab, unter einer Rasenfläche oder an einem Baum in Frage? Urnenwaldgrab, Ewigkeitsbrunnen und muslimisches Grabfeld – das sind nur drei von 18 verschiedenen Bestattungsarten, die allein auf den zehn kommunalen Friedhöfen in Hagen zu finden sind.

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Wiederaufnahme im Lutz: „Pardauz“

15. September 2020

Ein TanzObjektTheaterSpaß von Anja Schöne und Ensemble

Am 20. September 2020 geht’s im Lutz Hagen mal wieder turbulent zu: Auf dem Programm steht mit Beginn um 11.00 Uhr die Wiederaufnahme von „Pardauz“ – Ein TanzObjektTheaterSpaß von Anja Schöne und Ensemble (ab 3 Jahren).

Eine farbenfrohe Welt voller Formen und Klänge erwartet die kleinen und großen Zuschauer und natürlich die beiden Schauspielerinnen, die sich begeistert ins Abenteuer stürzen und gemeinsam diesen herrlichen Spielkosmos entdecken.

In diesem mitreißenden Theaterspektakel mit zahlreichen Objekten geht es rund um die Erkenntnis, dass nach dem Fall immer vor dem Fall ist – pardauz!

In der von der Werner Ruberg Stiftung und vom Theaterförderverein Hagen e.V. unterstützten Inszenierung von Anja Schöne, der Ausstattung von Sabine Kreiter und der Choreographie von Jozsef Hajzer agieren auf der Bühne Lilian-Felicitas Prudlo und Anne Schröder (Foto: Klaus Lefebvre).

Weitere Vorstellungen: 21.9.2020 (10.00 Uhr), 3.1. (11.00 Uhr), 27.3. (11.00 Uhr), 8.4. (11.00 Uhr), 1.7.2021 (10.00 Uhr)
Weitere Vorstellungen für Schulen und Kitas auf Anfrage

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Wagner bricht die Herzen der stolzesten Frau’n

14. September 2020

Ein musikalischer Abend mit dem Ensemble des Musiktheaters

Die neuen Ensemblemitglieder Insu Hwang, Anton Kuzenok und Penny Sofroniadou (aus der Opern-Produktion „Die einsame Insel“). Foto: Klaus Lefebvre.

Einen facettenreichen und unterhaltsamen Abend präsentieren Ensemblemitglieder des Musiktheaters vom Theater Hagen am 16. September 2020 (19.30 Uhr, Großes Haus) unter dem Titel „Wagner bricht die Herzen der stolzesten Frau’n“.

Im Rahmen dieser Veranstaltung sind drei neue Gesangssolisten zu erleben, die mit Beginn der Spielzeit 2020/21 zum festen Ensemble des Hagener Theaters gehören und aktuell in der Haydn-Oper „Die einsame Insel“ mitwirken: Die griechische Sopranistin Penny Sofroniadou, der russische Tenor Anton Kuzenok und der aus Seoul stammende Bass-Bariton Insu Hwang. Sie werden Lieder von Johannes Brahms, Ludwig van Beethoven, Jacques Ibert und Sergej Rachmaninow singen.

Auf dem Programm stehen zudem u.a. Richard Wagners „Wesendonck-Lieder“, interpretiert von Angela Davis und Lieder von Ralph Vaughan Williams, dargeboten von Kenneth Mattice. Richard van Gemert, der diesen Abend auch moderiert, gibt den Schlager „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n“ zum Besten. Zum beliebten Quartett „Mir ist so wunderbar“ aus Beethovens Oper „Fidelio“ finden sich Angela Davis, Elizabeth Pilon, Richard van Gemert und Kenneth Mattice zusammen, und auch das Operetten- und Musicalgenre ist vertreten u.a. mit Franz Lehárs „Dein ist mein ganzes Herz“.

Die musikalische Gesamtleitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Joseph Trafton, am Klavier begleiten alternierend Dan K. Kurland, Taepyeong Kwak, Steffen Müller-Gabriel und Joseph Trafton.

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Kunstwerke am Wegesrand

13. September 2020

Zu Kunstwerken und Denkmälern am Wegesrand führt ein Spaziergang mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff und der Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 15. September, von 17 bis 18.30 Uhr. Treffpunkt ist am Emilienplatz/Ecke Badstraße.

Wer genau hinschaut, sieht etliche Denkmäler und zahlreiche Kunstwerke im Stadtbild, an denen viele häufig nur achtlos vorbeigehen. Dabei ist eine Menge schmucker Wandbilder aus den 1950er Jahren zu entdecken, die zahlreiche Fassaden auch in der Innenstadt zieren. Insgesamt gibt es in Hagen weit über 250 derartige Schmuckstücke, die eine Betrachtung wert sind. Ein Teil von ihnen rückt bei dem Rundgang im Quartier zwischen Ricarda-Huch-Schule, Finanzamt und Marktbrücke in den Mittelpunkt.

Die Teilnahme an dem Stadtspaziergang kostet 6 Euro. Interessierte können sich mit der Kursnummer 1075 beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de anmelden.

Theater und Konzerte wieder mit Gastronomie

13. September 2020

Ein Vorstellungsbesuch ohne ein Gläschen Sekt oder ein Durst löschendes Wasser? Das ist nun auch im Theater Hagen wieder möglich. Ab sofort wird eine Gastronomie vor Veranstaltungsbeginn und in der Pause an mehreren Theken (Foyer 1, Foyer 2 und Theatercafé) angeboten.

Es wird darum gebeten, die Getränke ausschließlich an den bereitgestellten Tischen zu sich zu nehmen. Bis zum Erreichen dieser Tische ist bitte ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ein Tisch kann von mehreren Personen belegt werden, die aus einem oder befreundeten Haushalt stammen.

In der Stadthalle findet vor dem Konzertbeginn an Tresen im Erdgeschoss ein Getränkeausschank statt.

„Stunde der Kritik“ zum Opern-Doppelabend

12. September 2020

Aus der Oper „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars: Angela Davis und Kenneth Mattice. Foto: Klaus Lefebvre.

Die erste Veranstaltung in dieser Spielzeit innerhalb der Reihe „Die Stunde der Kritik“ findet zum Opern-Doppelabend mit den Werken „Die einsame Insel“ von Joseph Haydn und „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars am Sonntag, 13. September 2020 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 20.30 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé) statt. Der Eintritt ist frei.

Beim Besuch dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartnerin konnte für diese „Stunde der Kritik“ die Rezensentin Regine Müller gewonnen werden, die für mehrere Fachzeitschriften (u.a. „Die Deutsche Bühne“) und Tageszeitungen tätig ist.

Aus den Produktionsteams sind die Regisseurin Magdalena Fuchsberger, der Regisseur Holger Potocki, Intendant und Dramaturg Francis Hüsers und Dramaturgin Rebecca Graitl mit dabei.

Virtueller Rundgang durch Haus Harkorten

11. September 2020

Zum Tag des offenen Denkmals

Virtuell das Haus Harkorten erkunden – diese Gelegenheit gibt es am Sonntag, 13. September, dem Tag des offenen Denkmals. Dieser findet wegen der Corona-Pandemie bundesweit zum ersten Mal ausschließlich digital statt. Der Rundgang durch das Haus Harkorten lässt sich online über die Internetseite www.tag-des-offenen-denkmals.de/veranstaltungen/haus-harkorten-virtuell-entdecken kostenlos erreichen (Foto: Bernd Zöllner).

Da für das Gebäude bereits eine digitale Vermessung und umfangreiche fotografische Aufnahmen vorliegen, hat sich der „Verein zur Förderung des Erhalts und der Entwicklung von Haus Harkorten e.V.“ entschieden, mit Unterstützung des städtischen Denkmalschutzes am offenen Denkmaltag online teilzunehmen.

Die virtuelle Führung dazu beginnt in der Eingangshalle. Von dort kann sich jeder über die runden Kreise auf dem Boden durch das Haus navigieren. Vom Keller bis zum Dachfirst – alle Ecken und Räume des Gebäudes lassen sich digital entdecken. Dabei sind auch eine Reihe von interaktiven Informationspunkten zu finden, die zu kleinen Filmen mit persönlichen Erläuterungen führen.

Haus Harkorten, das Herzstück der denkmalgeschützten Gutsanlage in Haspe, wird derzeit mit gebündelten Mitteln der Stadt Hagen, des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des eigenen Fördervereins saniert. Denn das Gebäude ist in seiner historischen und architektonischen Bedeutung für die Region und bundesweit ein einmaliges Baudenkmal.

In vielen Untersuchungen vor Ort wurden architekturhistorische Baudetails, die innovative Wasserwirtschaft des Gutes und die vielen Materialschichten an der Fassade sowie der Raumoberflächen genau analysiert. Damit lässt sich die Geschichte des Herrenhauses mit seinem fast 300-jährigen Bestand nun präziser nachvollziehen.

Nach dem Abschluss der intensiven Untersuchungsphase gibt der Förderverein von Haus Harkorten erste umfangreiche Sicherungsmaßnahmen in Auftrag. Neben einer neuen Schieferdeckung des Daches gilt es, gebrochene Deckenbalken in den Räumen vorsichtig zu reparieren.

Als langfristiges Erhaltungsziel wird derzeit die Präsentation dieses seltenen, authentisch erhaltenen Wohnhauses aus dem 18. Jahrhundert angestrebt. Für die behutsame Restaurierung sind einige Jahre notwendig.

Stimmen im Kopf

11. September 2020

„Woyzeck“ – Eine LiveMusikKlassikerShow nach Georg Büchner

Aus der Produktion (vlnr): Basil Weis, Kristina Günther, Aischa-Lina Löbbert, Benedict Dörpinghaus. Foto: Klaus Lefebvre.

Die zweite Wiederaufnahme im Lutz Hagen findet am Samstag, 12. September 2020, mit Beginn um 19.30 Uhr statt. Auf dem Programm steht „Woyzeck“ – Eine LiveMusikKlassikerShow nach dem Drama von Georg Büchner in einer Fassung von Anja Schöne (ab 14 Jahren – Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 9-13).

Ein Radiomoderator hat jahrelang Anrufe von Menschen entgegengenommen, die seinen Rat suchten. Nun feiert er seine letzte Sendung und will seinen Abschied stimmungsvoll mit einer Live Band begehen. Doch da ruft ein gewisser Woyzeck an und stammelt, er habe seine Freundin Marie ermordet. Wegen des Tambourmajors, der Erbsen und der Stimmen in seinem Kopf. Statt der Feier beginnt eine musikalische Untersuchung, die die Geschehnisse rund um den Mord aufrollt.

Büchners radikales Fragment über Macht und Ohnmacht, Willensfreiheit und Fremdbestimmung und das gewalttätige Potential derer, die sich ausgeschlossen und ausgenutzt fühlen, verwandelt sich auf der Lutz Bühne in das entlarvende Porträt einer unmenschlichen Gesellschaft, nah an Büchner und doch ganz im Heute.

In der mit Musik von Basil Weis gestalteten Inszenierung von Anja Schöne, dem Bühnenbild von Jeremias H. Vondrlik und den Kostümen von Sabine Kreiter wirken auf der Bühne Benedict Dörpinghaus, Kristina Günther, Aischa-Lina Löbbert, Björn Lukas und Basil Weis.

Diese Produktion gehört zum Projekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“ des Theaterfördervereins Hagen e.V.

Weitere Vorstellungen: 14.9. (12.00 Uhr), 15.9.2020 (12.00 Uhr), 12.1. (12.00 und 19.30 Uhr), 13.1. (12.00 Uhr), 3.3. (12.00 Uhr), 4.3. (12.00 Uhr), 5.3. (19.30 Uhr), 21.4. (12.00 Uhr), 22.4.2021 (12.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Auf den Spuren der Gebrüder Ludwigs

10. September 2020

Zu den Häusern des Architekturbüros Gebrüder Ludwigs in Hagen geht es bei einem Rundgang der Volkshochschule Hagen (VHS) mit Dr. Elisabeth May am Mittwoch, 16. September, von 16 bis 17 Uhr. Der Treffpunkt ist an der Haßleyer Straße 14.

Zwischen 1909 und 1938 realisierte das Architekturbüro Gebrüder Ludwigs eine ganze Reihe unterschiedlicher Bauten im Hagener Stadtraum. Neben so prägnanten Gebäuden wie dem der heutigen Spedition Schenker in Kückelhausen entstanden im Dunstkreis des Stirnbandes, wo Karl Ernst Osthaus eine Villenkolonie begründete, acht Gebäude in verschiedenen Stilen mit Einflüssen aus dem Appenzeller Land. Die Architektur spiegelt den Zeitgeist von drei Jahrzehnten wider. Einflüsse des Jugendstils und des Modernen Bauens bis in die 1930er Jahre sind dort zu entdecken.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro und ist vor Ort bar zu bezahlen. Das Serviceteam der VHS bittet um eine rechtzeitige Anmeldung mit der Kursnummer 1082 unter Telefon 02331/207-3622 oder unter www.vhs-hagen.de.

Opern-Doppelabend im Theater Hagen

9. September 2020

Aus der Oper „Die einsame Insel“: Maria Markina und Anton Kuzenok. Foto: Klaus Lefebvre.

Am Samstag, 12. September 2020 (19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert das Theater Hagen seine erste Opernpremiere in der Spielzeit 2020/21. Auf dem Programm stehen „Die einsame Insel“ („L’isola disabitata“) von Joseph Haydn und „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars.

Mit seiner 1779 uraufgeführten Kurzoper „Die einsame Insel“ schuf Joseph Haydn ein musikalisches Kleinod, das den Schicksalen von vier Personen auf einer Insel nachspürt.

Ein Unwetter zwingt Gernando und seine Frau Constanza, ihre Schiffsreise auf einer unbewohnten Insel zu unterbrechen. Doch dann verschwindet Gernando spurlos und Constanza wartet jahrelang vergeblich auf seine Rückkehr. Nur ihre jüngere Schwester Silvia lebt mit ihr auf der Insel. Constanza ist überzeugt, das Gernando sie absichtlich allein gelassen hat, dabei wurde er von Piraten entführt. Wird er jemals auf diese Insel zurückkehren?

Dieses Werk, dessen Realisierung vom Theaterförderverein Hagen e.V. unterstützt wurde, ist in der dramaturgisch von Francis Hüsers begleiteten Inszenierung von Magdalena Fuchsberger, dem Bühnen- und Kostümbild von Monika Biegler und der Lichtgestaltung von Martin Gehrke zu erleben. Es singen und spielen die neuen Ensemblemitglieder Penny Sofroniadou, Anton Kuzenok und Insu Hwang, zu denen sich als Gast Maria Markina gesellt.

Der britische Komponist Gavin Bryars verwebt in seiner 2013 verfassten Kammeroper „Marilyn Forever“ assoziativ Szenen und Themen aus dem Leben der berühmten Schauspielerin Marilyn Monroe und orientiert sich dabei musikalisch an der Musik aus deren Lebzeiten – von Jazzmusik bis hin zur Minimal Music. Marilyn Monroe – wer kennt sie nicht. Bis heute geht, auch 60 Jahre nach ihrem Tod, immer noch eine überwältigende Faszination von dieser ambivalenten Persönlichkeit aus.

In der Inszenierung von Holger Potocki versucht eine Darstellerin sich dem Phänomen Monroe zu nähern, indem sie nicht nur ihr Äußeres nachahmt, sondern ihre Gefühle und Motivationen nachvollziehen möchte. Dieser Aufgabe nimmt sich Angela Davis an gemeinsam mit Kenneth Mattice, der mehrere Männerrollen verkörpert.

Zudem wirken gesanglich Mitglieder des Opernchors – Sebastian Joest, Wolfgang Niggel, Matthew Overmeyer und Bernd Stahlschmidt-Drescher – mit. Zum Produktionsteam gehören: Bernhard Niechotz (Ausstattung), Noemi Emanuela Martone (Choreographie), Hans-Joachim Köster (Licht, Video), Wolfgang Müller-Salow (Chor) sowie Rebecca Graitl (Dramaturgie).

Beide Opern, deren Verbindung vor allem das Thema „Einsamkeit“ darstellt, werden vom Philharmonischen Orchester Hagen begleitet, die musikalische Gesamtleitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Joseph Trafton.

Dieser Opern-Doppelabend hat eine Aufführungsdauer von ca. 2 ½ Stunden inklusive einer Pause. Dazu wird eine Einführung angeboten, die 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Zuschauerraum stattfindet.

Weitere Vorstellungen: 13.9. (18.00 Uhr), 26.9. (19.30 Uhr), 27.9. (18.00 Uhr), 13.11. (19.30 Uhr), 14.11.2020 (19.30 Uhr)

Die Stunde der Kritik: Sonntag, 13.9.2020, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei – Zu Gast: Regine Müller (Die Deutsche Bühne u.a.)

Eintrittskarten sind an der Theaterkasse erhältlich, die dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet ist. Reservierungen sind möglich per Telefon (02331 / 207-3218) oder per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de).

VHS zeigt alte Filmschätze

9. September 2020

Alte Schulfilme aus der ehemaligen Stadtbildstelle Hagen gibt es am Freitag, 11. September, von 18 bis 20 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, zu sehen. Christian Bönisch hat die Aufnahmen gesichert und daraus ein abwechslungsreiches Programm für den Filmeabend zusammengestellt.

Gezeigt werden „Karius und Baktus“ (1968), „Ein Zug fährt ab – Abfahrt: Elf Uhr zwanzig“ (1966), „Berufe für dich: Mädchen im Büro, am Zeichentisch und im Verkauf“ (1966), „Flirt“ (1969) und „Der Teufelsfahrer“ (1950). Die Filme werden wie früher mit einem 16mm Filmprojektor vorgeführt.

Der Eintritt kostet 5 Euro. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen ist eine Anmeldung unter Kursnummer 1230 auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 notwendig.

Chopin in der Musikschule

7. September 2020

Vortrag und Konzert

Die großen Komponisten vom 18. bis 20. Jahrhundert präsentiert die Volkshochschule Hagen (VHS) ab Freitag, 11. September, um 19 Uhr in einer neuen Veranstaltungsreihe in der Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10. Den Anfang der Reihe macht der Komponist Frédéric Chopin.

In der Veranstaltungsreihe erwartet die Teilnehmer zunächst ein Vortrag zu Leben und Werk, des jeweiligem Künstlers. Unterstützt wird der Vortrag durch anschauliche Bilder sowie Audio- und Videobeispiele. Nach dem etwa einstündigen Vortrag folgt das Konzert, in dem verschiedene Klavierwerke des Komponisten aufgeführt werden.

Referent und Solist ist Dr. Roman Salyutov, Konzertpianist, Dirigent und Musikwissenschaftler aus Bergisch Gladbach (Foto: Stadt Hagen). Er ist mit Konzerten weltweit unterwegs, leitet selbst mehrere Orchester, tritt mit Gastseminaren an verschiedenen Universitäten auf und ist Organisator von Kulturprojekten.

Die Kombination eines musikgeschichtlichen Vortrags mit einer lebendigen Klavierpräsentation lässt jeden Abend zu einem umfangreichen Musikerlebnis werden. Dabei richtet sich die Veranstaltungsreihe an alle Musikinteressierten, unabhängig vom Kenntnisstand im Bereich der klassischen Musik.

Der Veranstaltungsort ist die Max-Reger-Musikschule, die ein entsprechendes Hygienekonzept entwickelt hat. Dazu gehört, dass die Besucherzahl auf maximal 30 Menschen begrenzt wird. Eine Voranmeldung zum Kurs 9030 bei dem Team der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder per E-Mail unter vhs@stadt-hagen.de wird dringend empfohlen.

Haus Harkorten: Aufnahme in Welterbe-Antrag

5. September 2020

Positive Nachricht für Hagen und Haus Harkorten (Foto: privat): Bei der Überarbeitung des Welterbeantrags „Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“, in den die Stadt Hagen wie auch andere Kommunen aus dem Ruhrgebiet eingebunden sind, wird Haus Harkorten mit seiner wichtigen Bedeutung für die Entwicklung des Ruhrgebietes nun aufgenommen. Der Antrag wird federführend durch die Industriedenkmalpflegestiftung betreut.

Bereits durch die Förderung der Bundeskulturministerin und durch andere wichtige Fördergeber wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Land NRW und die Stadt Hagen hat der Förderverein Haus Harkorten, der sich 2015 gegründet hat, enormen Auftrieb bekommen. Eine Instandsetzung des ehrwürdigen Gebäudes rückt langsam in greifbare Nähe. Jetzt geht es daran, die Fördermittel zielgerichtet und vor allem nach den komplizierten Vergaberichtlinien fördergerecht auszugeben.

„Das ist ein sehr komplexer Vorgang, der unseren Verein überfordert. Deshalb haben wir uns an den Oberbürgermeister gewandt und um Unterstützung gebeten“, sagt Hans-Christian Freier, der Anfang dieses Jahres den Vorsitz des „Vereins zur Förderung des Erhalts und der Entwicklung von Haus Harkorten“ übernahm.

Die Maßnahmen, die wichtig sind, um das Haus vor weiterem Verfall zu schützen werden kurzfristig umgesetzt. Auch wenn man von außen noch nicht viel sehen kann, so ist doch in den letzten zwei Jahren sehr viel erforscht und geplant worden.

Mittlerweile liegt eine umfangreiche Untersuchung zur Baugeschichte des Gebäudes vor, Restauratoren haben sämtliche Oberflächen untersucht und können nun dezidiert Auskunft geben über den ursprünglichen Zustand der einzelnen Räume. Ein Statiker hat das gesamte Fachwerk analysiert und sowohl die bemerkenswerten Teile als auch die akuten Schadensorte ausfindig gemacht. Ein Experte für historische Wasserführung hat die ebenfalls einmalige Anlage, die das Haus schon zur Erbauungszeit mit „fließendem“ Frischwasser versorgte, untersucht.

Die Architekten haben diese Erkenntnisse in hervorragende Planunterlagen überführt, so dass nun klar ist, wie weiter vorgegangen werden muss.

Huijing Han – Beethoven by Han

5. September 2020

05.09.2020, 16 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Das Konzert beginnt mit Beethovens letzter Sonate, aus seiner mittleren Schaffensperiode, Op. 90, veröffentlicht im Sommer 1815. Im Anschluss spielt Han die Baronin Dorothea Erdmann gewidmete Sonate op. 101 aus dem Jahr 1816.

Als Schluss- und Höhepunkt des Konzertes wird eines seiner bekanntesten Werke, die Klaviersonate „Appassionata“ (die Leidenschaftliche), op. 57, zu hören sein. Beethoven komponierte sie bereits 1804/05 – zeitgleich mit der Oper „Fidelio“. Diese Klaviersonate war auch ein Wendepunkt in Beethovens Schaffen: mit eruptiver Leidenschaft und glanzvoll-dämonischer Wirkung voll romantischer Virtuosität.

Eintritt: € 15,-
Karten sind erhältlich in der Buchhandlung am Rathaus, Tel. 02331 – 32689

Werkstatt-Probe zu Opern-Doppelabend

4. September 2020

Maria Markina (Costanza in „L’isola disabitata“). Foto: Klaus Lefebvre.

Die erste Opernpremiere in der Spielzeit 2020/21 im Theater Hagen präsentiert einen Doppelabend mit „Die einsame Insel“ („L’isola disabitata“) von Joseph Haydn und „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars (Premiere am 12.9.2020, 19.30 Uhr).

Als Einstimmung auf diese Werke und deren Umsetzung auf der Hagener Bühne bietet das Theater Hagen eine Werkstatt-Probe (Werkstattgespräch und Offene Probe) am Dienstag, 8. September 2020 mit Beginn um 18.00 Uhr im Großen Haus an.

Bei dieser Einführungsveranstaltung erhalten die Besucher durch die Produktionsteams Informationen zu den Stücken, den Inszenierungen und Ausstattungen und können anschließend eine Probe auf der Bühne erleben.

Wichtiger Hinweis: Für den Besuch dieser Werkstatt-Probe ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. An der Theaterkasse sind kostenlose Eintrittskarten erhältlich, die auch telefonisch bzw. per Mail reserviert werden können.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet sowie unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 und per Email: theaterkasse@stadt-hagen.de erreichbar.

„TransformMates“

3. September 2020

Wiederaufnahme im Lutz Hagen

(vlnr): Micha Baum, Tatiana Feldman, Anne Schröder. Foto: Dirk Burghaus.

Die Spielzeit 2020/21 startet im Lutz am Sonntag, 6. September, 15.00 Uhr mit der Wiederaufnahme von „TransformMates“ – Ein Metamorphosen Adventure Game von Anja Schöne frei nach Ovid (ab 12 Jahren – Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 6-10).

Sam, Nele und Luis sind 13 und bereit für eine grundlegende Veränderung in ihrem Leben. Die drei fühlen sich wie eingesperrt in einem Labyrinth, aus dem sie sich befreien und davonfliegen möchten. Genau wie der sagenumwobene Ikarus aus den Metamorphosen, in den sie sich jeden Tag im digitalen Adventure Game TransformMates verwandeln. Immer tiefer tauchen sie in den Kosmos der mythologischen Figuren ein und entdecken bald Parallelen zu ihrem eigenen Leben.

Geschickt verwebt das Stück die Herausforderungen Heranwachsender und Fragen zur Identität mit dem mythologischen Stoff zu einer spannenden Choreographie der Schauspielerkörper und animierten Bilder und holt Ovids Geschichten so ganz unangestrengt ins Heute.

In der Inszenierung von Anja Schöne mit elektronischen Kompositionen von Tobias Hagedorn sowie in der Choreographie von Jozsef Hajzer, dem Bühnenbild von Jeremias H. Vondrlik und den Kostümen von Sabine Kreiter wirken auf der Bühne Micha Baum, Tatiana Feldman und Anne Schröder.

Diese Produktion wurde von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung unterstützt und gehört zum Projekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“ des Theaterfördervereins Hagen e.V.

Schulvorstellungen: 8.9., 9.9., 6.10., 7.10., 3.11., 4.11., 14.12, 15.12.2020, 19.1., 20.1.2021 (jeweils 10.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Wenn die Nacht am tiefsten

2. September 2020

Erste Premiere im Theater Hagen

(vlnr): Alexander Brugnara, Vanessa Henning, Patrick Sühl. Foto: Klaus Lefebvre.

Aufführungsstart für „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten“): Die ursprünglich für den 14. März 2020 vorgesehene Premiere der Deutsch-Rock-Punk-Pop-Theater-Party mit Musik von Ton Steine Scherben, Grobschnitt, Fehlfarben, Ideal, Einstürzende Neubauten, BAP, Nina Hagen, Extrabreit, Udo Lindenberg, Die Toten Hosen, Rio Reiser, Nena u.a., die wegen Corona abgesagt werden musste, kann nun endlich am 6. September (18.00 Uhr, Großes Haus) stattfinden.

Das Theater Hagen freut sich, dem Publikum diese ironisch-verspielte, bewegende wie mitreißende Show anbieten zu können, welche das Produktionsteam um Regisseurin Michaela Dicu durch zusätzliche Proben den Corona-Bedingungen angepasst hat – Spaß haben, aber Abstand wahren! – Auf, hinter und vor der Bühne!

Beste Unterhaltung und Stimmung garantieren die populären Gesangssolisten Vanessa Henning, Patrick Sühl und Alexander Brugnara sowie die aus der beliebten Undergroundparty „Take A Walk On The Wild Side“ bekannte Musiker-Band unter der Leitung von Andres Reukauf.

Diese Show, die inklusive einer Pause ca. zwei Stunden dauert, wird keine Wünsche offen lassen, wenn es darum geht, die Erinnerungen an die wilden 70er und 80er Jahre des deutschen Rock und Punk lebendig werden zu lassen und zu feiern.

Auf dem musikalischen Programm des Abends stehen Hits wie „Deine blauen Augen“ von Ideal mit Annette Humpe (aus Hagen gebürtig!) oder Nenas „99 Luftballons“ neben ganz ernst gemeinten politischen Songs wie „Kristallnacht“ von BAP, Rocksongs als lustigste Politsatire wie Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“, „Bruttosozialprodukt (Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“) von der Bochumer Band Geier Sturzflug und natürlich „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang aus München. Der provokante Lady-Punk von Nina Hagens „Ich glotz TV“ trifft auf Melancholisches wie „Halt dich an deiner Liebe fest“ von Ton, Steine, Scherben, und aus der Spaß-Ecke der Neuen Deutschen Welle wird „Da, da, da“ oder „Codo – Und ich düse, düse, düse, düse im Sauseschritt“ präsentiert und vieles, vieles mehr.

Besetzung:

Musikalische Leitung und Arrangements: Andres Reukauf ǀ Inszenierung: Michaela Dicu ǀ Choreographie: Amber Neumann ǀ Bühne: Jasna Bošnjak ǀ Kostüme: Christiane Luz ǀ Licht und Video: Hans-Joachim Köster, Michaela Dicu, Peter Copek ǀ Sound-Desig:n Michael Danielak ǀ Konzept, Dramaturgie: Francis Hüsers

Mit Alexander Brugnara, Vanessa Henning, Patrick Sühl (Solisten) sowie Joyce Diedrich, Alina Grzeschik, Vanessa Henning (Background-Vocals) und Tanzstatisterie des Theaters Hagen ǀ Band: Andres Reukauf (Keyboard), Christian Kiefer / Peter Fischer, Patrick Sühl (Guitar), Andreas Laux / Gerrit Rentz (Saxophone), Rudolf Behrend (Bass), Volker Reichling (Drums)

Weitere Vorstellungen: 20.9. (18.00 Uhr); 16.10. (19.30 Uhr); 30.10. (19.30 Uhr); 8.11. (18.00 Uhr); 22.11. (18.00 Uhr); 10.12.2020 (19.30 Uhr)

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Wiederaufnahme von „Prolog – Schwanensee – Aufgetaucht“

31. August 2020

Erste Vorstellung im Theater Hagen

Szene aus der Produktion: Jeong Min Kim, Dario Rigaglia. Foto: Oliver Look.

Das Theater Hagen eröffnet seine Spielzeit 2020/21 am 5. September (19.30 Uhr, Großes Haus) mit der Wiederaufnahme des Balletts „Prolog – Schwanensee – Aufgetaucht“ von Marguerite Donlon (mit Musik von Peter Tschaikowsky, Sam Auinger und Claas Willeke).

Zu ihrem abendfüllenden Werk „Schwanensee – Aufgetaucht“ kreierte die Ballettdirektorin im Juni 2020 einen 50minütigen Prolog. Darin erforschte sie choreographisch, konzentriert auf die Protagonisten, wie in einem Psychogramm, die Umstände und Voraussetzungen der einzelnen Charaktere und entwickelte ein Choreographie- und Bühnenkonzept, das die derzeit erforderlichen räumlichen und physikalischen Begrenzungen miteinbezieht. Der musikalische Leiter Rodrigo Tomillo erstellte eine Orchesterfassung für 13 Musiker, welche die Musik der drei Komponisten eng miteinander verwebt.

Es tanzen (alternierend): Jeong Min Kim / Filipa Amorim (Odette); Amber Neumann / Ambre Twardowski (Odile); Noemi Emanuela Martone / Sara Peña (Siegfrieds Mutter); Dario Rigaglia / Ciro Iorio (Siegfried); Alexandre Démont / Peter Copek (Rotbart); Brandon Alexander, Gennaro Chianese, Federica Mento (Schwäne)

Es spielen: Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Hagen sowie Uroš Ugarković (Klavier)

Mit freundlicher Unterstützung der Ballettfreunde Hagen e.V.

Weitere Vorstellungen: 19.9. (19.30 Uhr), 23.9. (19.30 Uhr), 18.10. (18.00 Uhr), 12.11.2020 (19.30 Uhr)

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Spielzeitstart im Theater Hagen

29. August 2020

Informationen zu Programmänderungen, Serviceleistungen und Sicherheitsmaßnahmen

Die neue Spielzeit hat begonnen und das Theater Hagen ist froh, dass es ab September dem Publikum den angekündigten Spielplan weitestgehend präsentieren kann (Foto: Yuliana Falkenberg).

Um auch fortlaufend die notwendigen Abstandsregeln und Sicherheitsmaßnahmen einhalten zu können, sind – aufgrund der großen Orchesterbesetzung sowie Beteiligung des Chores und gesamten Balletts – die Wiederaufnahmen der Opern „Zar und Zimmermann“ sowie „Orpheus und Eurydike“ derzeit leider nicht möglich.

An den für diese Vorstellungen vorgesehenen Terminen wird nun folgendes Programm angeboten:

„Wagner bricht die Herzen der stolzesten Frau‘n“ – Ein musikalischer Abend mit zahlreichen Ensemblemitgliedern des Musiktheaters, welche Arien, Duette, Lieder und Songs präsentieren (16.9., 19.30 Uhr, Großes Haus),

„Prolog – Schwanensee – Aufgetaucht“, Ballett von Marguerite Donlon mit Live-Musik von Peter Tschaikowsky, Sam Auinger und Claas Willecke (19.9. und 12.11., 19.30 Uhr, Großes Haus),

und „Konzert im Theater: Brass, Bond and Beats“ – Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Hagen bringen u.a. unvergessliche Melodien aus den Bond-Filmen zu Gehör.

Dieses Konzert im Großen Haus steht auf dem Spielplan am 17.10. (19.30 Uhr), am 31.10. (19.30 Uhr) anstatt „Halloween Spuktakel“ und zudem als Schulkonzert am 30.10. (11.00 Uhr). Das Gastschauspiel „Willkommen bei den Hartmanns“ (24.9.) muss entfallen.

Ins Theater? Aber sicher!

Für das Theater Hagen hat die Sicherheit des Publikums und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oberste Priorität. Aus diesem Grund finden auch weiterhin alle Vorstellungen unter strenger Wahrung von Schutz- und Hygienemaßnahmen statt. Das bedeutet für die Besucher: Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bis zum Erreichen des Sitzplatzes, Abstand halten und bei Erkältungssymtomen von einem Theaterbesuch absehen. Der Einlass ins Große Haus ist über sechs beschilderte Eingänge geregelt. Aufgrund der Abstandsregelung stehen im Großen Haus max. 180 Plätze, im Lutz 30 Plätze zur Verfügung.

Eintrittskarten können telefonisch oder persönlich mit Angabe der Kontaktdaten an der Theaterkasse reserviert bzw. gekauft werden. Sobald ein Onlineverkauf wieder möglich ist, wird dies sofort bekannt gegeben.

Bei allen Vorstellungen handelt es sich nicht um Abo-Vorstellungen. Der Einsatz der bis Ende 2021 gültigen Tauschgutscheine ist jederzeit möglich.

Für den kostenfreien Besuch der Werkstatt-Proben ist eine Anmeldung erforderlich. Die Werk-Einführungen finden jeweils 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Zuschauerraum statt.

Leider kann vorerst kein Theatertaxidienst angeboten werden. Derzeit wird geprüft, ob und wie ein gastronomisches Angebot in den Theaterfoyers unter Einhaltung aller Abstands- und Sicherheitsregeln gewährt werden kann.

Informationen zum Konzertbesuch in der Stadthalle

Für den Konzertbesuch in der Stadthalle, in welcher bis zu 400 Plätze belegt werden können, gelten die bekannten Sicherheitsmaßnahmen. Die Konzerte finden ohne Pause statt, Getränke werden vor Konzertbeginn angeboten. Für den momentan nicht möglichen Konzertbusverkehr soll ein Shuttlebus eingesetzt werden (Hauptbahnhof – Stadthalle – Hauptbahnhof), der vor und nach dem Konzert genutzt werden kann.

Für den Besuch der Konzerteinführungen (19 Uhr im Sinfonium) ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Die Theaterkasse ist dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet, die Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Tel: 02331 / 207-3218, Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe

23. August 2020

30. August 2020 – 31. Januar 2021
Emil-Schumacher-Museum Hagen

Fritz Winter, Ohne Titel, 1972, Öl auf Karton auf Leinwand, 43 x 61,3 cm, Stiftung WRT Dr. Weckerle. © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Fritz Winter (1905 – 1976) gehört zu den bedeutenden deutschen Malern in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist vom Studium am Dessauer Bauhaus bei Klee, Kandinsky, Feininger und Moholy-Nagy geprägt.

Während des Nationalsozialismus wurde der spätere dreimalige documenta-Teilnehmer als entartet diffamiert und erhielt ein Malverbot. In der Nachkriegszeit entwickelt er den Höhepunkt seines Schaffens, das dem Art Informel nahesteht. Damit zählte er zu den wichtigsten künstlerischen Repräsentanten der jungen Bundesrepublik.

Als Retrospektive angelegt, widmet sich die neue Ausstellung des Emil Schumacher Museums „Fritz Winter – Durchbruch zur Farbe“ dem gesamten malerischen Spektrum seines Œuvres.

Fritz Winter (Porträt um 1950. Foto: Barbara Seidl-Herberz) war bereits als Student am Bauhaus Ende der 1920er-Jahre von der Entwicklung der Abstraktion und den Diskussionen darüber beeinflusst. Besonders auch die zeitgenössische Experimentalfotografie übte in dieser Zeit einen starken ästhetischen Einfluss auf den jungen Künstler aus, der jedoch Maler werden wollte.

Von der Lehre am Bauhaus kommend, entwickelte er seine Kunst in eigenständiger Form stetig weiter. Ausgehend von der reduzierten Farbpalette des Frühwerks fällt eine signifikante Steigerung der Farbigkeit in seinen Kompositionen gegen Ende der 1930er-Jahre auf, bevor nationalsozialistischer Terror und Krieg auch für Winter zur Zäsur des künstlerischen Weges wurden. In der Nachkriegszeit machte er die Farbe in seinen bewegten Kompositionen zum zentralen Motiv seiner Malerei, was auf die Zeitgenossen geradezu als „Durchbruch zur Farbe“ wirkte.

Mit rund hundert präsentierten Werken gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in alle bedeutenden Werkphasen des Künstlers und seine Auseinandersetzung mit Farbe, Linie und Form. Der Rundgang, beginnend mit Winters ersten Arbeiten bis hin zu seiner letzten Leinwand, macht die Entwicklung seines eindrucksvollen Œuvres anschaulich. Neben bekannten Schlüsselwerken aus der Sammlung des Fritz-Winter-Hauses in Ahlen, das die Ausstellung maßgeblich unterstützt, sind dabei auch selten präsentierte Arbeiten aus privaten Sammlungen zu sehen.

Die in Hagen kuratierte Ausstellung ist eine Kooperation des Emil Schumacher Museums mit dem Angermuseum in Erfurt, wo die Ausstellung ab Februar 2021 in einer weiteren Station ebenfalls zu sehen sein wird.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Kettler, Dortmund, herausgegeben von Rouven Lotz, Ulrich Schumacher und Kai-Uwe Schierz, mit einem Vorwort der Herausgeber sowie Beiträgen von Katharina Henkel und Rouven Lotz. 112 Seiten mit 114 abgebildeten Werken, Hardcover, ISBN 978-3-86206-843-2, € 29,90 im Museum (€ 34,90 im Buchhandel).

Guitar cross over

22. August 2020

Klassik und Jazz im Emil Schumacher Museum
Donnerstag, 27.08.2020 von 18:00 Uhr – 20:00 Uhr

Romantischer, zeitgemäßer, kammermusikalischer Jazz, der offen ist für Berührungen mit klassischer Musik, Folk und Pop – innovativ, klangverliebt und experimentierfreudig.

Vielfarbig ist der swingende Dialog zwischen Uli Bär am Kontrabass und Felix Krampen an der Gitarre (Foto: ESM). In ihren Konzerten geht es um Sommer, Sonne und Samba. Da treffen die Beatles auf Bach und Musik des Jazz-Gitarristen Pat Metheny auf eine Ballade des Südamerikaners Egberto Gismonti. Die kleine Eisenbahn von Villa-Lobos führt zu Uli Bär ́s Tango unter dem Hochofen, womit auch das Ruhrgebiet vertreten ist.

Die Arrangements aller Stücke haben die beiden Musiker selbst geschrieben. „Latin America“, so heißt das Programm, das die beiden auch auf einer CD veröffentlicht haben. Mit viel musikalischer Reiselust und unterhaltsamer Moderation beschreiten die beiden unbekannte Wege, immer auf der Suche nach neuen Horizonten.

Eintritt frei

Wir bitten um Reservierung mit Angabe des Namens, der Anschrift und Telefonnummer unter info@esmh.de

Eröffnung der Spielzeit im Theater Hagen

21. August 2020

Neue Mitglieder und Jubilare sowie Intendant Francis Hüsers (hinten links) und Anette König (Vorstandsmitglied des Theaterfördervereins Hagen e.V., vorne in der Mitte). Foto: Thorsten Hesterberg.

Am 18. August 2020 begrüßte Intendant Francis Hüsers im Großen Haus des Theaters Hagen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wünschte allen – auch in Corona-Zeiten und damit weiterhin unter außergewöhnlichen und besonders herausfordernden Bedingungen – eine erfolg- und ereignisreiche Spielzeit 2020/21.

Zudem hob er ein wichtiges Anliegen hervor: Es soll verstärkt vermittelt werden, dass die Erhaltung der Gesundheit vor, auf und hinter der Bühne oberste Priorität hat – „Ins Theater? Aber sicher!“ Trotz strenger Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen könne das Theater ein vielseitiges Programm anbieten und freue sich sehr auf das Publikum.

Grußworte sprachen der Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Anette König (Vorstandsmitglied des Theaterfördervereins). Beide bedankten sich für das große Engagement und die Kreativität des Theaters, betonten die Bedeutung der vielfältigen kulturellen Angebote für die Bevölkerung und das Bedürfnis der Menschen, sich zu treffen und Kultur zu erleben.

Abschließend wurden die insgesamt 22 neuen Mitglieder – aus den Bereichen Ballett, Disposition, Kinder- und Jugendtheater (Lutz), Kostüm, Marketing, Maske, Musiktheater, Orchester, Technik, Theaterbotschaft, Verwaltung – auf der Bühne begrüßt und mehrere Dienstjubilare beglückwünscht.

Zu dieser Begrüßung waren auch Vertreter der Politik sowie Mitglieder des Aufsichtsrates der Theater gGmbH und der Fördervereine des Theaters erschienen.

Buschey-Friedhof statt Hohenhof

20. August 2020

Die geplante Führung durch den Hohenhof am Mittwoch, 26. August, von 16 bis 18 Uhr im Rahmen des Programms der Volkshochschule Hagen (VHS) muss wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Als Ersatz bietet Dr. Elisabeth May am gleichen Tag von 16 bis 17.30 Uhr einen kulturgeschichtlichen Gang über den Buschey-Friedhof an. Der Treffpunkt ist direkt vor Ort am Seiteneingang Grünstraße.

Der Buschey-Friedhof in Wehringhausen ist der älteste Friedhof Hagens, der noch belegt wird. Dieser wurde am Ostermontag 1810 eingeweiht und verdeutlicht heute mit einer Fülle verschiedener Grabmalgestaltungen den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur.

Historische Friedhöfe sind nicht nur Zeugen der Vergangenheit und dokumentieren den Umgang mit dem Tod, sondern auch ein Abbild der Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey-Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben verschiedener Epochen. Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro, die vor Ort zu bezahlen sind. Das Serviceteam der VHS bittet um eine Anmeldung mit Angabe der Kursnummer 1081 auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3622. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und während des Rundganges muss eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.

¿Lebensecht? Hyperrealistische Skulpturen

19. August 2020

23. August 2020 bis 31. Januar 2021, Osthaus-Museum Hagen

Sam Jinks, Untitled (Kneeling Woman), 2015 © Sam Jinks. Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers und Sullivan+Strumpf, Sydney

Die Ausstellung „¿Lebensecht? Hyperrealistische Skulpturen“ zeigt – anhand von 25 internationalen Künstlern – eine einzigartige Auswahl an figurativen Skulpturen. Es ist die erste Ausstellung, die einen tiefen Einblick in die Entwicklung der hyperrealistischen Skulptur der letzten 50 Jahre gewährt und die verschiedenen Tendenzen in der Darstellungsweise des menschlichen Körpers thematisiert.

Seit den 1960er und 1970er Jahren beschäftigten sich unterschiedliche Bildhauer mit dieser Form des Realismus, der die lebensechte Erscheinung des menschlichen Körpers zum Vorbild hat. Durch den Einsatz traditioneller Techniken, wie dem Modellieren, Gießen sowie der anschließenden Bemalung schufen sie hyperrealistische, menschliche Abbilder und näherten sich dabei auf unterschiedliche Weise einer zeitgenössischen Form des figurativen Realismus an.

Die Ausstellung präsentiert die vielschichtige Herangehensweise an die Darstellung des figuralen Realismus in fünf zentralen Gruppen und zeigt auf, wie der Blick auf menschliche Körperlichkeit einem kontinuierlichen Wandel unterworfen ist.

Die Auswahl der Kunstwerke umfasst alle wichtigen Vertreter der hyperrealistischen Bewegung, beginnend mit den frühen amerikanischen Pionieren wie George Segal, Duane Hanson und John DeAndrea. Zahlreiche amerikanische und europäische Künstler, darunter u.a. Peter Land (Dänemark), Maurizio Cattelan (Italien), Marc Sijan (USA) sowie auch australische – Ron Mueck, Sam Jinks und Patricia Piccinini – und kanadische Künstler – Evan Penny – setzten die Arbeit dieser Pioniere fort und entwickelten individuelle Formen hyperrealistischer Bildsprache.

Diese umfassende Auswahl an Kunstwerken aus allen Kontinenten unterstreicht den multinationalen Charakter der hyperrealistischen Bewegung, die sich weltweit ungebrochen weiterentwickelt.

Anlässlich dieser umfassenden Retrospektive auf die Entwicklung hyperrealistischer Skulpturen wurden Kunstwerke aus der ganzen Welt zusammen getragen, um einen umfangreichen Überblick zu ermöglichen. Das Osthaus-Museum dankt allen Leihgebern und Künstlern, die diese Skulpturenschau ermöglicht haben.

Diese Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Institut für Kulturaustausch, Tübingen.

Das Museum bittet alle Besucherinnen und Besucher um Beachtung der Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln sowie das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Museumsgebäude.

Max-Reger-Musikschule startet mit viel Programm in das neue Schuljahr

16. August 2020

In der Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10, können zum Beginn des neuen Schuljahres die meisten Unterrichts- und Ensemblefächer wieder stattfinden. Da weiterhin strenge Abstandsregeln gelten, werden die Teilnehmerzahlen bei Gruppenangeboten und Unterrichtsfächern wie Gesang und Blasinstrumente an die Raumgröße angepasst.

Auf dem Weg zum Unterrichtsraum ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ebenso wie die Handdesinfektion an der Eingangstür verpflichtend. Die Teilnehmer verlassen das Gebäude nach dem Kurs bitte über den Seitenausgang. Weitere Informationen erhalten Interessierte und Teilnehmer bei dem zuständigen Gruppen- beziehungsweise Ensembleleitern.

Der Unterricht in den externen Unterrichtsgebäuden, wie beispielsweise städtischen Schulen, ist bis voraussichtlich Anfang September leider nicht möglich. Die strengen Vorgaben in Hinblick auf die Zusammensetzung von Schülergruppen und der erhöhte Desinfektions- und Reinigungsaufwand können aktuell nicht erfüllt werden.

Die Gebühren für ausgefallene Unterrichtsstunden werden im Rahmen der Gebührensatzung erstattet. Die Musikschule bittet um Verständnis, dass sich die Rückzahlung durch die angespannte Personalsituation verzögern kann.

AllerWeltHaus bittet um Kunstwerkspenden

10. August 2020

Das AllerWeltHaus ist bekannt für seine vielfältigen Kultur- und Bildungsangebote sowie für den Weltladen und das vegetarische Café-Bistro Mundial. Bekannt sind aber auch die Geldsorgen des Vereins, der zwar ein sehr hohes Ansehen genießt, jedoch nur über wenige Spendeneinnahmen verfügt, um seine Aufgaben erfüllen zu können.

Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Sorgen noch zugenommen. Vor diesem Hintergrund ist die Idee geboren worden, Künstlerinnen und Künstler um ein Kunstwerk zu bitten, das im Rahmen einer Benefiz-Ausstellung zugunsten des AllerWeltHauses verkauft werden kann. Der Titel der Ausstellung lautet „weltoffen“. Hier ist der Name Ausdruck einer Gesamthaltung, denn weltoffen ist das AllerWeltHaus, und weltoffen sind die meisten Kunstschaffenden aus Hagen und der Region.

Mit dem Erlös der Kunstwerke soll das Engagement des AllerWeltHauses für die Eine Welt gefördert werden. So schlägt die Kunst ein weiteres Mal eine Brücke zu den Kulturen dieser Welt und steht im Einklang mit den globalen Zielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für eine Entwicklung, durch die unsere Welt ein Stück gerechter und nachhaltiger werden soll.

Die Benefiz-Ausstellung soll am Sonntag, 13. September um 11.00 Uhr eröffnet werden und dauert bis Sonntag, 25. Oktober. Wer sich mit einem Kunstwerk daran beteiligen möchte, melde sich beim AllerWeltHaus unter 02331/21410 oder unter info@allerwelthaus.org.

Wang Huangsheng – Breathe IN/OUT

9. August 2020

15. August bis 20. September 2020, Osthaus-Museum Hagen

Wang Huangsheng: Tracing Vision, 2018, Tusche auf Papier, 90 x 365 cm, © Wang Huangsheng

Wang Huangsheng ist einer der bedeutendsten Künstler in der chinesischen zeitgenössischen Kunstszene. Er wurde 1956 in Shantou, Provinz Guangdong, geboren, lebt und arbeitet in Peking.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er auch als Kurator und Kunstkritiker tätig und unterrichtet an Akademien und Universitäten. Von 2000 bis 2009 war er Direktor des Guangdong Museum of Art, von 2009 bis 2017 leitete er das CAFA Art Museum. Er gründete und organisierte auch die Guangzhou-Triennale, die Guangzhou Photo-Biennale, die CAFAM-Biennale sowie die Beijing Photo Biennale.

In seinen Werken, von den frühen Tuschearbeiten bis hin zu den Installationen, bevorzugt Wang Huangsheng unterschiedliche Techniken und Bildsprachen, die einem gemeinsamem Code verpflichtet sind. Für ihn ist die Malerei der Linie, die Kalligraphie die Basis für die chinesische Kunst und ebenfalls auch für seine Malerei. Hierbei spielt das Verhältnis zu Raum, zur Räumlichkeit in Bildern eine tragende Rolle.

Ab 2011, mit Beginn der „Moving Vision Series“ entwickelte Wang Huangsheng eine Bildwelt, die ein neues Sehen für sein Werk notwendig machte. In seinen bildnerischen Arbeiten bevorzugte er jetzt Linien, die keinem Abbild mehr verpflichtet sind, sie repräsentieren nur noch sich selbst. Diese Freiheit der Linie wurde auch in den nächsten Jahren weitergeführt, allerdings kamen zu den schwarz-weißen Formen farbliche Akzentuierungen hinzu, Verdichtungen der Tusche, die bisweilen zu einer Art Wolkenstruktur führten. Das Schweben, das freie Spiel mit der Linie sind zentrale Themen dieser Serie.

Von gänzlich anderem Charakter sind die 2012 entstandenen Werke der Serie „Lines Visions“ mit freiem Spiel der Linien, jedoch auf realitätsbezogenem Medium: der Zeitung. Die Texte dieser gedruckten Blätter aus China sind durch die Überlagerungen von verschiedenen Farbschichten (rot, blau, gelb, grün) kaum nachzuvollziehen, bestenfalls ist eine Headline entschlüsselbar.

Ab 2014 entstehen dreidimensionale Werke, sind von einer optischen Lautstärke geprägt sind, zu der bisweilen Lärmelemente hinzukommen. Allein die Beschäftigung mit Stacheldraht, hier: Nato-Draht, lässt zunächst erstaunen. Zur Symbolik dieses Materials bedarf es keiner großen Erklärung, da die Menschheitsgeschichte unendliche Beispiele von Gewalt mit Stacheldraht aufweist.

Wang Huangshengs Interesse Nato-Draht in seinen Werken einzusetzen, ist mit Bezug auf sein Werk ikonographisch nachvollziehbar. Die Malerei der Linien hat Wang Huangsheng zur Vollkommenheit gebracht, eine Übersetzung der Linie in die Dreidimensionalität mag mit feinem Draht oder mit der Teufelsschnur (devil´s rope), so wie die indigenen Völker Nordamerikas den Stacheldraht nannten, realisiert werden. Das Erzählen von Geschichte, von Gewalt und Leiden, wird sicherlich eindringlicher, wenn diese Teufelsschnur Eingang in die ästhetische Welt erhält.

Gezeigt werden ausgewählte Videoarbeiten, mehrteilige Installationen, Fotos und Zeichnungen des Künstlers aus den Jahren 2012 bis 2019.

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch e.V., Berlin, und mit Kunstraum Villa Friede, Bonn, realisiert.


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