Archive for April 2019

Bronzeskulptur „Der sitzende Knabe“ schmückt wieder den Volkspark

20. April 2019

„Der sitzende Knabe“ des Hagener Künstlers Heinrich Holthaus ist in den Volkspark zurückgekehrt (Foto: Maximilian Gerhard). Die Bronzeskulptur wurde Ende Oktober des Vorjahres entfernt, um schadhafte Teile am Gesäß des Kunstwerkes zu ersetzen und Roststellen zu entfernen. Die Kosten in Höhe von 1.100 Euro für die Reparatur im Winter durch eine Fachfirma konnten durch eine Spende der Bezirksvertretung Mitte gestemmt werden.

Heinrich Holthaus hatte das Werk im Auftrag des städtischen Hochbauamtes Ende der 1950er Jahre gestaltet. Die gedankenversunkene Figur hat die rechte Hand auf das Knie gelegt und hält die linke hinter dem Kopf verschränkt. Ursprünglich stand „Der sitzende Knabe“ am Kultopia, wurde dort jedoch durch Farbschmierereien erheblich beschädigt und zog daraufhin in den Volkspark um.

WPWR: Weiter in die Miesen

19. April 2019

Die thematische Fixierung auf Roma, Rapper und Rocker hat nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt: Auch im 1. Quartal 2019 musste die Hagener Ausgabe der WPWR weitere Leser einbüßen.

Nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) verminderte sich die Zahl der verkauften Exemplare der Zeitung im Vergleich zum 1. Quartal 2018 um 5 Prozent. Das entscheidende Segment der Abonnements war sogar um 5,27 Prozent rückläufig.

Auch der geringfügige Anstieg des Verkaufs der insgesamt bedeutungslos bleibenden ePaper konnte den weiteren Marsch in die Miesen nicht aufhalten.

Vertauschte Plätze

19. April 2019

Mitglieder des Balletts Hagen als Choreographen

Aus der Choreographie „For You“ von Amber Neumann. V.l.n.r.: Kotori Sasago, Otylia Gony, Ana Isabel Casquilho, Sara Peña, Noemi Emanuela Martone. Foto: Klaus Lefebvre.

Premieren/Uraufführungen:

Akt 1: Donnerstag, 25. April 2019, 19.30 Uhr, Theater Hagen (Großes Haus)

Akt 2: Samstag, 27. April 2019, 19.30 Uhr, Theater Hagen (Großes Haus)

Weitere Vorstellungen: Akt 1: 30. April 2019, 19.30 Uhr; Akt 2: 3. Mai 2019, 19.30 Uhr

Es ist wieder einmal soweit: Auch in dieser Spielzeit erhalten Mitglieder des Balletts Hagen die Möglichkeit, sich als Choreographen auszuprobieren und eigene Stücke dem Publikum zu präsentieren. So vertauschen sie die Plätze: Aus Tänzern werden Choreographen, die ihre speziell für bestimmte und unterschiedliche Besetzungen konzipierten Werke mit ihren Kollegen gemeinsam kreieren. Ferner zeichnen sie für die dazugehörige Musikauswahl, Bühnengestaltung, die Kostüme, Requisiten und die Beleuchtung verantwortlich.

Nicht nur für die ‚Jungen Choreographen‘ ist die Erarbeitung und dann Präsentation ihrer, in einigen Fällen ersten Choreographie ein aufregender, herausfordernder und magischer Moment, der einiges an Ideen, Mut und Organisation erfordert – das Publikum wird hier womöglich Zeuge der Geburtsstunde eines neuen Choreographietalents. Man darf gespannt sein!

In dieser Spielzeit möchten sich neun Tänzerinnen und Tänzer als Choreographen vorstellen: Gonçalo Martins da Silva, Noemi Emanuela Martone, Alexandre Démont, Amber Neumann, Ana Isabel Casquilho, Serena Landriel, Sara Peña, Gennaro Chianese, Bobby Briscoe.

Deshalb wurden die Präsentationen ihrer Stücke auf zwei Abende (Akt 1: Premiere am 25.4., 19.30 Uhr, und Akt 2: Premiere am 27.4., 19.30 Uhr) aufgeteilt, und um ihnen in jeder Hinsicht genügend Raum geben zu können, finden die Vorstellungen auf der Großen Bühne des Theaters Hagen statt.

Die Choreographien beschäftigen sich inhaltlich mit unterschiedlichen Themen, Fragen, Gedanken und Ideen wie: Mode / Femizid / „Wer sind wir?“ – Spiel zwischen Lebensabschnitten / Grândola – Land der Brüderlichkeit / Position der Frau / Drei Personen verschmelzen zu einer / Unverbundenheit der heutigen Generation und Entdeckung der eigenen Person / Wandlungen im Leben / Ein Ort, an den man immer zurückkehren kann, wo man vermisst wird …

Es tanzt in unterschiedlichen Besetzungen das Ballett Hagen: Brandon Alexander, Bobby Briscoe, Ana Isabel Casquilho, Gennaro Chianese, Alexandre Démont, Otylia Gony, Ciro Iorio, Jeong Min Kim, Gonçalo Martins da Silva, Noemi Emanuela Martone, Amber Neumann, Sara Peña, Kotori Sasago

Einzeltickt: 12 Euro, Kombiticket für Akt 1 und Akt 2: 20 Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Mit freundlicher Unterstützung der Ballettfreunde Hagen, Sören (Men & Women) und Halverscheid’s (Gesundheit, Fitness, Wellness).

Critical Mass für Friday for Future

18. April 2019

Am Freitag 26.4. gibt es für die Friday for Future Bewegung eine Critical Mass. Start ist um 12.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz (Berliner Platz).

Eine Critical Mass ist eine Fahrradtour mit mindestens 16 Teilnehmern, die einen Verband nach StVO bilden und so als ein Fahrzeug gelten. Wenn der Vorrausfahrende grün hat, darf der restliche Verband zusammenhängend fahren, auch wenn die Ampel zwischenzeitig Rot anzeigt. Zur Sicherheit werden meist die Querstraßen durch sogenannte Ordner abgesperrt (Korken). Der jeweils Vorausfahrende gibt den Weg an. Einen Veranstalter oder Verantwortlichen gibt es in der Regel nicht.

(In einer früheren Version dieses Beitrags war die Rede von 12 Teilnehmern, die einen Verband nach StVO bilden. Es müssen aber mindestens 16 sein.)

DGB ruft zur Teilnahme am Ostermarsch auf

17. April 2019

Der DGB ruft auf sich am Ostermarsch Ruhr unter dem Motto: „Abrüsten statt Aufrüsten – Verbot der Atomwaffen! Für ein Europa des Friedens!“ zu beteiligen.

In dem Aufruf heißt es: „Der Militärhaushalt Deutschlands steigt 2019 auf skandalöse 43,2 Mrd. Euro, mehr als die Etats für Bildung und Gesundheit zusammen. Bis 2024 sind 80 Mrd. Euro geplant. Mit diesem Geld soll die Bundeswehr auf 203.000 Mann aufgestockt werden. Neue Waffensysteme wie todbringende Drohnen sollen gekauft werden. Die dafür verplanten Gelder fehlen im zivilen Bereich, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, Kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.“

„Statt die Verteidigungsausgaben massiv aufzustocken, muss bei den Ursachen von Kriegen und bewaffneten Konflikten angesetzt werden. Im Mittelpunkt müssen die Ziele einer fairen Gestaltung der Globalisierung und einer gerechteren Verteilung des weltweiten Reichtums sowie soziale und ökologische Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte stehen,“ so Stefan Marx, Geschäftsführer der DGB Region Ruhr Mark.

Karfreitag startet der Ostermarsch zur URENCO um 13:00 Uhr am Bahnhof Gronau. Am Ostersamstag beginnt der Marsch in Duisburg und geht von dort aus nach Düsseldorf. Ab Essen geht es am Ostersonntag weiter über Gelsenkirchen und wird Wattenscheid erreichen. Dort ist eine Kundgebung um 13.10 Uhr auf dem August-Bebel-Platz geplant. Über Herne (14.30 Uhr AWO-Familienzentrum) erreicht er Bochum und endet bei ver.di auf der Universtätsstraße 76. In Dortmund starten die Ostermarschierer am Ostermontag um 12.30 Uhr mit einem Friedensgottesdienst auf dem Wilhelmplatz. Um 15:45 Uhr findet das Friedensfest im Wichernhaus, Stollenstr. 36 statt.

Weitere Infos unter http://www.ostermarsch-ruhr.de/

Europawahl 2019: 130.670 Hagener sind zur Wahl aufgerufen

17. April 2019

Vor fast genau fünf Jahren wurde das letzte Europäische Parlament gewählt. Am Sonntag, 26. Mai, ist es nun wieder so weit. Dann sind 130.670 wahlberechtigte Hagener Bürgerinnen und Bürger zur Stimmabgabe aufgefordert. Für 2.863 junge Hagener ist es die erste Wahl, an der sie teilnehmen dürfen.

Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und mindestens seit dem 26. Februar 2019 in der Bundesrepublik Deutschland eine Wohnung innehaben oder sich sonst gewöhnlich aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Für Deutsche, die im Ausland leben, gibt es besondere Regeln.

Ebenso sind EU-Bürger wahlberechtigt, die am Wahltag 18 Jahre alt oder älter sind, seit mindestens dem 26. Februar 2019 in der Bundesrepublik Deutschland eine Wohnung innehaben oder sich sonst gewöhnlich aufhalten bzw. nach dem 26. Februar 2019 aus einem EU-Land zugewandert sind und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Diese müssen bis zum 5. Mai 2019 einen Antrag auf Aufnahme in das Wählerverzeichnis stellen.

Voraussichtlich ab Mittwoch, 24. April, ist in den Bürgerämtern Briefwahl möglich. Wahlscheinanträge können aber schon per Online-Wahlscheinantrag unter www.hagen.de/wahl, per E-Mail an wahlen@stadt-hagen.de, per Brief an Stadt Hagen, Briefwahlbüro, Postfach 4249, 58042 Hagen, oder per Fax an 02331/207-2424 gestellt werden.

Bei allen Antragsarten müssen Vorname, Nachname, Adresse der Hauptwohnung und Geburtsdatum des Antragstellers angegeben sowie vermerkt werden, ob die Wahlunterlagen an die Wohnadresse oder an eine andere Adresse versandt werden sollen. Die Bearbeitungszeit des Briefwahlantrages verkürzt sich spürbar, wenn der Wahlscheinantrag online gestellt wird.

Bei Fragen zur Briefwahl stehen die Mitarbeiter des Briefwahlbüros unter Telefon 02331/207-5986 zur Verfügung. Am Wahlsonntag ist das Wahlamt für Fragen zur Wahl oder zum Wahllokal von 8 bis 18 Uhr unter Telefon 02331/207-2279, 207-4520 oder 207-4515 zu erreichen.

SPD: Regionalverband fordert Hagen zum Handeln auf

17. April 2019

Während Hagens Nachbarstädte Herdecke, Wetter, Witten und Hattingen kürzlich gemeinsam dem Regionalverband Ruhr eine umfassende Projektsammlung zur kulturellen und touristischen Entwicklung des Ruhrtals unter dem Titel „Perlenkette an der Ruhr“ vorstellten, herrscht in Hagen mit Blick auf die Entwicklung des Südufers des Hengsteysees noch viel Ungewissheit.

Darauf machten jetzt Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbands Ruhr (RVR), und Umweltdezernentin Nina Frense im Rahmen einer Sitzung der SPD-Fraktion im RVR aufmerksam. Die Fördermöglichkeiten im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 könnten nur genutzt werden, wenn man mit den Planungen nicht in Verzug gerät.

„Bis Ende des Jahres müssen die konkreten Förderanträge vorliegen. Ich würde mich freuen, wenn alle Akteure sich jetzt umgehend an die Arbeit machen und sich dabei vor allen Dingen mit den Nachbarstädten vernetzen. Es ist wichtig, dass das Ruhrtal ein einheitliches Bild abgibt“, so die Direktorin.

RVR-Umweltdezernentin Nina Frense argumentierte unter dem Tagesordnungspunkt „Projekte und Initiativen im Ruhrtal und in Hagen“ in die gleiche Richtung und legt der Stadt ans Herz, sich mit den Altlasten auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs am Hengsteysee zu beschäftigen. „Wir brauchen dringend eine Altlastenabschätzung, um weitere Planungen vorantreiben zu können.“

Erschwerend kommt hinzu, dass die Bahn ihr Gelände zwar verkauft hat, es aber nicht als Bahnareal entwidmen lassen will, weil nach wie vor der Bau eines Umspannwerkes auf dem Grundstück geplant ist. „Auch dieses Problem muss die Stadt offensiv angehen und klären.“

Landrat Olaf Schade, der in der Sitzung die Planungen der Ruhranliegerstädte aus dem EN-Kreis vorstellte, wünscht sich ebenfalls einen regen Austausch und ein gemeinsames Auftreten der Ruhrstädte inklusive Hagen. „Eine gute Kooperation ist wichtig und wird sicherlich zum Gelingen des gesamten Projektes führen.“

Erst in der letzten Ratssitzung hatte OB Erik O. Schulz die Entwicklung eines Freizeitareals entlang des Harkort- und Hengsteysees als eines seiner wichtigsten Zukunftsvorhaben für die kommenden Jahre eingestuft.

Hagens SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Rudel musste aber gegenüber den aus dem gesamten Ruhrgebiet nach Hagen angereisten Verbandsvertretern konstatieren, dass dem Rat neben den Lippenbekenntnissen des OB, einem bunten Plan und ein paar Tabellen bislang keine konkreten Zielsetzungen vorliegen. „Auf der politischen Ebene gibt es mit unseren Nachbarn in der Sache überhaupt keinen Dissens. Aber auch wir haben in den letzten Monaten gespürt, dass da verwaltungsseitig nichts läuft und nehmen daher die gewonnenen Erkenntnisse zum Anlass, den OB mit entsprechenden Anfragen und Anträgen in den Fachausschüssen und im Rat endlich zum Handeln zu bewegen.“

Dietmar Thieser, der sowohl der Hagener Ratsfraktion als auch der RVR-Fraktion angehört, wird dabei ein waches Auge auf die anstehende Planungsarbeit und die Kooperationsbereitschaft der Hagener Stadtspitze haben. „Wir werden unseren neuen Stadtbaurat Henning Keune sicherlich umgehend auf das brisante Thema aufmerksam machen und einen gemeinsamen Weg hin zu einer erfolgreichen Planung und Umsetzung finden.“

ImPuls: „Integration kann gelingen“

17. April 2019

Das Podium diskutierte…

Die erste Veranstaltung des „Politischen Salons Hagen“ an der FernUniversität stieß nach Ansicht der Veranstalter auf große Resonanz bei Bürgerinnen und Bürgern:

Die Fragen nach Identität, Integration oder Inklusion lassen sich nicht an einem Abend klären. Die erste Veranstaltung in der neuen Reihe „ImPuls: Politischer Salon Hagen“ von FernUniversität, Theater Hagen und Emil-Schumacher-Museum erreichte dennoch ihr Ziel: Auch nach dem offiziellen Teil diskutierten Gäste und Podiumsteilnehmende vor der Saaltür rege weiter darüber, was Integration bedeutet und wie sie – auch in Hagen – gelingen kann. Das Thema war auf breite Resonanz gestoßen und hatte viele auf den Campus gelockt.

„Wenn alle ein wenig nachdenklicher nach Hause gehen und sagen, den einen oder anderen Aspekt habe ich so noch nicht gesehen, dann hat der Salon sein Ziel erreicht“, hatte Prof. Dr. Ada Pellert als Rektorin der FernUniversität in Hagen den Abend vor vollbesetzten Stuhlreihen eröffnet. Das Thema „Integration: Chancen – Konflikte – Paradoxien“ hatte viele gelockt: Bürgerinnen und Bürger, Beschäftigte der Stadtverwaltung, einzelne Parteienvertreterinnen und -vertreter.

…mit dem Publikum. Fotos: FernUni

Den roten Faden für den „Politischen Salon“ hatte zu Anfang Andreas Meyer-Lauber gesponnen, ehemaliger Landesvorsitzender des DGB und Hochschulratsmitglied an der FernUniversität. Er stellte als Grundlage für die Gespräche das 2018 erschienene Buch des Soziologen Aladin El-Mafaalani vor: „Das Integrationsparadox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt“. Der Autor vertritt darin die These: Je stärker die Gesellschaft zusammenwächst, desto heftiger fallen die Auseinandersetzungen aus.

Streit gab es beim „Politischen Salon“ keinen, da sich schnell ein Grundkonsens herausstellte: „Integration kann gelingen“. Unterschiedliche Meinungen zeigten sich allerdings in Begrifflichkeiten, Leitbildern und Zielvorstellungen: Spricht man von Integration oder Inklusion? Ist es einer pluralen Gesellschaft noch angemessen, Menschen über ihre Herkunft zu „definieren“? Unterscheiden sich die Wertvorstellungen der Menschen unterschiedlicher Herkunft?

Verändert Migration die Identität aller Menschen? Müssen wir ein neues Verständnis von Zugehörigkeit aushandeln? Ist die Akzeptanz „Anderer“ vom Bildungsgrad abhängig?

Auf dem Podium setzten sich damit Sükrü Budak (Integrationsrat Hagen), Güler Kahraman (Kommunales Integrationszentrum Hagen), Prof. Dr. Ada Pellert und Prof. Dr. Katharina Walgenbach (FernUniversität) sowie Andreas Meyer-Lauber auseinander.

Hagen ist eine der Städte in NRW mit dem höchsten Anteil an Menschen, die eine Zuwanderungsgeschichte haben – fast 40 Prozent von 190.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Somit stand auch die Frage danach im Raum, wie Integration in der Stadt gelingt.

Es kommt offensichtlich darauf an. Denn: „Wen wollen wir integrieren: Die neu Hinzugezogenen oder die, die vor 40 oder 50 Jahren nach Deutschland gekommen sind?“, antwortete Sükrü Budak mit einer Gegenfrage. Die größte Gruppe „neu Hinzugezogener“ nach Hagen stellen aktuell Sinti und Roma.

„Wir müssen Angebote schaffen, den Menschen Zugang zu Sprache und zum Arbeitsmarkt ermöglichen. Die Angebote müssen aber auch angenommen werden“, sagte Güler Kahraman – und ergänzte: „Für die Integrationsdienste benötigen wir Fachkräfte.“ Die Diskussion um Integration in Hagen geht auf politischer Ebene weiter: mit einem Integrationskonzept, das das Kommunale Integrationszentrum gemeinsam mit anderen Institutionen entwickelt hat.

Stunde der Kritik“ zur Oper „Tristan und Isolde“

17. April 2019

Aus der Produktion: Zoltán Nyári (Tristan). Foto: Klaus Lefebvre.

Die nächste „Stunde der Kritik“ findet zur Neuinszenierung der Oper „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner am 21. April 2019 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 20.00 Uhr im Theatercafé statt (Eintritt frei).

Bei dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartnerin wurde die Kulturredakteurin Dr. Monika Willer gewonnen. Aus dem Produktionsteam sind der Regisseur Jochen Biganzoli, Generalmusikdirektor Joseph Trafton sowie Intendant und Dramaturg Francis Hüsers mit dabei.

NRW-Kultursekretariat fördert Stadtviertel

17. April 2019

Bürgerinitiativen, Vereine oder Künstler können Anträge stellen

Identifikation stärken, die Vielfalt der Stadtgesellschaft in das Blickfeld rücken, Strukturen und Netzwerke fördern. Das hat sich das NRW KULTURsekretariat mit einem neuen Programm zur Förderung von Stadtvierteln in seinen Mitgliedsstädten auf die Fahne geschrieben.

Das Kulturbüro der Stadt Hagen ermuntert in den Bezirken ansässige Bürgerinitiativen, Vereine oder Künstler, die ihr eigenes Viertel und dessen Bedürfnisse am besten kennen, Anträge zu stellen.

Wesentliche Voraussetzung für eine Förderung ist ein etablierter, professioneller Tandempartner aus dem Bereich Kunst und Kultur, mit dem das Projekt gemeinsam durchgeführt wird. Partner können – je nach Abhängigkeit vom Projekt und dessen Initiator – sowohl Institutionen als auch Einzelpersonen sein. Die Erarbeitung der Anträge erfolgt durch die Projektinitiatoren, gegebenenfalls mit Unterstützung durch das Kulturbüro, das die Anträge auch entgegennimmt. Das Kulturbüro leitet diesen mit einer Empfehlung zur Förderung an das KULTURsekretariat weiter.

Die Stadt Hagen beteiligt sich im Falle eines positiven Bescheids selbst mit 25 Prozent der Kosten an der Förderung des Projekts. Die maximale Fördersumme beträgt 2.500 Euro. Gefördert werden kann nur, wenn die Grundbedingungen zur Förderung erfüllt sind. Weitere Informationen unter Stadtviertel-Förderung auf www.nrw-kultur.de.

Hohenlimburg: Bezirksvertretung hält an Ratsbeschluss fest

16. April 2019

Die Hagener Verwaltung und die Hohenlimburger Bezirksvertretung bleiben bei der Umsetzung des Teilflächennutzungsplanes-Windenergie und dem damit verbundenen Ratsbeschluss vom 11. Dezember 2018 (…) auf Konfrontationskurs. Dieser Beschluss beinhalte, wo sich einmal in Hagen Windräder drehen dürfen. Doch dazu schreibt die Verwaltung in der Drucksache 0313 / 2019: „Dieser ist nicht umsetzbar.“ (…)

Quelle: wp.de

„Stabat Mater“ bei der Karfreitagsmatinee

16. April 2019

Traditionell stimmt die Karfreitagsmatinee des Philharmonischen Orchesters Hagen (am 19. April 2019 um 11.30 Uhr in der Kirche am Widey) auf die Osterfeiertage ein.

Das „Stabat Mater“, ein mittelalterliches Gedicht, in dem die Mutter Jesu um ihren gekreuzigten Sohn weint, wurde vielfach vertont. Heute ist der Name untrennbar mit dem italienischen Barockkomponisten Giovanni Battista Pergolesi verbunden, der das Gedicht 1736 kurz vor seinem Tod im Alter von erst 26 Jahren in Musik fasste. Seine Version zählt zu den am häufigsten aufgeführten geistlichen Werken überhaupt. Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Rodrigo Tomillo bringen die Gesangssolistinnen Cristina Piccardi (Foto: Theater) und Evelyn Krahe die bewegende Komposition in der Karfreitagsmatinee zu Gehör.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Wann wird der Kapitalismus zusammenbrechen?

16. April 2019

Gareth Stedman Jones trug im historischen Forschungskolloquium der FernUniversität über Karl Marx vor

Einen prominenten Historiker konnte das Historische Institut der FernUniversität in Hagen für einen Vortrag und für seine Lehrzwecke gewinnen: Gareth Stedman Jones (Foto: FernUni) ist Fellow des King’s College in Cambridge und Professor für Ideengeschichte an der Queen Mary University of London. Er zählt seit langem zu den international herausragenden Historikern des „langen 19. Jahrhunderts“, das den Weg in die Moderne von 1789 bis 1914 umfasst.

Seine Forschung gilt vor allem in der Geschichte der politischen und sozialen Ideen als Antwort auf die durch Industrialisierung und Französische Revolution ausgelösten Umbrüche. Bei einem Forschungskolloquium des Historischen Instituts hielt er einen tiefschürfenden Vortrag zum Thema „When did Marx think capitalism would fall?“

Stedman Jones‘ These: Marx selbst hat noch keine „Zusammenbruchstheorie“ des Kapitalismus vertreten und sich den Übergang zu einer sozialistischen Gesellschaft eher als langfristigen Strukturwandel vorgestellt – analog zu seinem Konzept der bürgerlichen Revolution, die er ebenfalls (und zwar bereits in seinen Frühschriften) als Prozess der langen Dauer dargestellt hat. Diese historische Verknüpfung von Marx‘ Früh- und Spätwerk wurde in der anschließenden Diskussion weiter vertieft, ebenso die Frage, inwieweit Marx den Kapitalismus im Rahmen einer parlamentarischen Demokratie für reformierbar hielt.

Zusätzlich zu seinem Vortrag fand sich Stedman Jones auch zu einem ausführlichen Interview bereit, das Prof. Dr. Wolfgang Kruse, Direktor des Historischen Instituts, und Prof. Dr. Thomas Sokoll führten. Darin ging es zum einen um seine neue Marx-Biographie, zum anderen um aktuelle Tendenzen in der Forschung zur Ideengeschichte des langen 19. Jahrhunderts. Ebenso wie Vortrag und Diskussion wurde auch dieses Interview auf Video aufgezeichnet. Das Material wird derzeit bearbeitet, um es für Lehrzwecke nutzen zu können.

Ursprünglich war der Besuch von Stedman Jones an der FernUniversität anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx im Jahr 2018 vorgesehen, doch verhinderten dies die zahlreichen Einladungen aus aller Welt an ihn. Im Marx-Jahr wurde er auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt – durch seine umfangreiche Biographie „Karl Marx. Greatness and Illusion“ (2016; dt. 2017), die international als herausragende Leistung gewürdigt wurde.

Buslinie 594 fährt ab Sommer häufiger

15. April 2019

Die Linie 594 wird demnächst an Sonn- und Feiertagen häufiger unterwegs sein. Momentan fährt die Buslinie, die den Hagener Hauptbahnhof über Boele, Garenfeld und Westhofen mit Schwerte verbindet, an Sonn- und Feiertagen nur im 90-Minuten-Takt. Ab Sommer soll sie im 60-Minuten-Takt und damit stündlich verkehren.

Das bestätigte der Betreiber der Linie, die Busverkehr Rheinland GmbH (BVR), am Freitag den Ruhr-Nachrichten. Weiter berichtet das Blatt, die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte habe sich lange für eine Verbesserung auf dieser Linie eingesetzt.

Ende März hatte auch der Hagener Mobilitätsausschuss den Rat mit einem Beschluss aufgefordert, bei der BVR den stündlichen Takt an Sonn- und Feiertagen zu bestellen. Das hat sich jetzt erübrigt: Andere waren schneller.

Friedhofskultur im Wandel – Der Buschey-Friedhof

15. April 2019

Am Mittwoch, 17. April 2019 wird ab 16 Uhr eine kulturgeschichtliche Führung über den Buschey-Friedhof angeboten.

Der 1810 eingeweihte Buschey Friedhof in Hagen-Wehringhausen (Foto: Dieter Fassdorf) verdeutlicht in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur. Historische Friedhöfe sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens.

Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben von Klassizismus und Historismus über Jugendstil bis in die Moderne.

So hielt mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert auf dem Friedhof seriell gefertigter Grabschmuck Einzug, was zu einer Gegenbewegung führte, die auf individualisierte Grabmäler und künstlerische Entwürfe setzte. Davon zeugen auf dem Friedhof u.a. Skulpturen des belgischen Bildhauers George Minne, die auf Initiative des Hagener Kulturreformers Karl Ernst Osthaus entstanden. Ein weiterer von Osthaus beauftragter Gedenkstein von J.L.M. Lauweriks verweist bereits mit seinem modularen Entwurfssystem auf den beginnenden versachlichten Blick auf den Tod.

Teilnahmegebühr: 6 €. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt. Treffpunkt ist der Seiteneingang Grünstraße, 58089 Hagen.

100 Jahre Bauhaus: Hagener entwarf Antifa-Logo

14. April 2019

Bei Demonstationen gegen neofaschistische Umtriebe sieht man es mit schöner Regelmäßigkeit: Das Logo der Antifa mit einer stilisierten roten und schwarzen Fahne. Entworfen hat das Signet in seiner Urform (s. Abb. links) einst ein Hagener Bauhaus-Schüler, Max Gebhard.

In den 1970er Jahren griffen Antifagruppen das Signet der „Antifaschistischen Aktion“ von 1932 auf. Beide Fahnen und der Rettungsring waren ursprüglich rot und standen für Sozialismus und Kommunismus. In den 1980er Jahren wurde die kleinere Fahne als Zeichen für den autonomen Anarchismus schwarz.

Der Schöpfer des Logos, Max Gebhard, machte nach dem Besuch der Volksschule in Hagen zunächst eine Lehre als Schaufensterdekorateur und besuchte danach die Malerfachschule. Von 1926 bis 1928 war er Schüler am Bauhaus Dessau mit den Schwerpunkten Typographie und Plakatgestaltung.

Dank seiner Vorkenntnisse konnte Gebhard rasch bei Formmeister Herbert Bayer in der Reklame-Werkstatt bei Auftragsarbeiten mitarbeiten. Mit Kurt Stolp und Walter Funkat gestaltete er Bauhaus-Drucksachen. Ab 1927 war er Mitglied der KPD.

Ab 1929 war Gebhard freischaffender Grafiker in Berlin und arbeitete bei László Moholy-Nagy an Bühnenausstattungen für die Kroll-Oper und Inszenierungen von Erwin Piscator. Er wurde Mitglied in der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (ASSO) und arbeitete für die Agitprop-Abteilung des Zentralkomitees der KPD, die ihm Arbeitsmöglichkeiten im Karl-Liebknecht-Haus stellte. Bei der Arbeiter Illustrierten Zeitung (AIZ) kam er in Kontakt zu John Heartfield.

Nach Kriegsende holte Max Keilson ihn 1946 als Ressortleiter und Pressezeichner zur SED-Zeitung Vorwärts, Vorgänger der Zeitung Neues Deutschland. Nach einem Zwischenspiel als Formgestalter bei Mart Stam am Institut für industrielle Formgestaltung war er von 1950 an zehn Jahre bis zu seiner Pensionierung als Grafiker und Atelierleiter beim Dietz-Verlag in Ost-Berlin beschäftigt.

Liebe, Tod und Auferstehung

14. April 2019

Combattimento di Tancredi e Clorinda – Dramatisches Madrigal von Claudio Monteverdi

Gründonnerstag, 18. April 2019, 19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus
Weitere Vorstellung: 20.4.2019, 19.30 Uhr

Liebe, Tod und Auferstehung: drei existenzielle Themen der Menschheit und des christlichen Glaubens. Gerade zu Ostern, dem höchsten christlichen Fest, tritt ihre Relevanz für das menschliche Dasein in den Vordergrund, denn hier kreuzen sich die drei Schlagworte – sie sind untrennbar miteinander verwoben. Seit Jahrhunderten werden diese Themen in den verschiedenen Künsten verhandelt. Daher treffen an Ostern Musik, bildende Kunst, Literatur und Video auf der Bühne des Theaters Hagen aufeinander, um die Liebe, den Tod und die Auferstehung zu umkreisen.

Im Zentrum steht dabei Claudio Monteverdis 1624 uraufgeführtes dramatisches Madrigal um den Kampf von Tancredi und Clorinda. Die beiden Protagonisten stammen aus verfeindeten Lagern – er ist ein Kreuzritter, sie ist eine sarazenische Kriegerin. Nichtsdestotrotz entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihnen. Monteverdi erzählt deren tragisches Ende: Tancredi tötet seine Geliebte im Zweikampf, da er sie unter ihrer Rüstung nicht erkennt. Im Sterben lässt sich Clorinda von ihm taufen und nimmt damit seinen christlichen Glauben an.

Ergänzt wird das bewegende musikalische Geschehen durch eine Kunstpräsentation des Osthaus Museums mit Skulpturen zu den Themen Liebe, Tod und Auferstehung. Diese werden nicht nur ausgestellt, sondern zudem durch Live-Video-Kunst in Szene gesetzt.

Doch nicht nur Instrumentalisten, Sänger und Skulpturen treffen sich auf engem Raum. Ausnahmsweise ist auch das Publikum eingeladen, auf der Bühne des Theaters Hagen Platz zu nehmen. Aus direkter Nähe kann das emotional aufgeladene Werk Monteverdis und das intensive Zusammenspiel der verschiedenen Kunstgattungen beobachtet werden.

Musikalische Einstudierung: Nicholas Kok | Musikalische Leitung/Cembalo: Andreas Vogelsberger | Konzept/Dramaturgie: Francis Hüsers, Insa Murawski, Birgit Schulte | Licht: Martin Gehrke |

Mit Kenneth Mattice (Testo), Musa Nkuna (Tancredi), Cristina Piccardi (Clorinda) | Philharmonisches Orchester Hagen

Eine Einführung findet jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Saal des Großen Hauses statt.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen. Das Kartenkontingent für den etwa einstündigen Abend ist begrenzt.

In Kooperation mit dem Osthaus Museum Hagen

 

Für ein Europa des Friedens

13. April 2019

Ostermarsch Rhein-Ruhr 2019

Für „Ein Europa des Friedens“ gehen in diesem Jahr die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des traditionellen Ostermarsches Rhein-Ruhr von Karfreitag bis Ostermontag auf die Straße. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN ruft dazu auf, sich am Ostermontag an der Demonstration und Kundgebung in Dortmund zu beteiligen.

„In Europa bedroht die Konfrontation zwischen NATO und Russland den Frieden“, heißt es in dem Aufruf zum Ostermarsch 2019. Anstelle der Vertiefung des Ausbaus der NATO-Osterweiterung fordern die Ostermarschierer den Aufbau einer europäischen Friedensordnung im Geiste des Vertrages zur deutschen Einheit. Dass sei eine Alternative zum Aufbau einer europäischen Armee.

Kritisch gesehen werden die Milliarden, die für Rüstung ausgegeben werden. 2019 sollen 43,2 Milliarden Euro für das Militär ausgegeben werden – mehr als für Bildung und Gesundheit zusammen. Mit diesem Geld soll die Bundeswehr auf 203.000 Soldatinnen und Soldaten aufgestockt werden sowie neue Waffensysteme gekauft werden. Dabei würden Investitionen in ökologischen Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe mehr zum Frieden beitragen als Drohnen, neuartige atomare Waffen und mehr Soldaten.

Der Ostermarsch in Dortmund startet um 13 Uhr auf dem Wilhelmsplatz in Dortmund-Dorstfeld mit einer Auftaktkundgebung. Gegen 14.40 Uhr findet eine Zwischenkundgebung auf dem Friedensplatz am Dortmunder Rathaus statt. Um 15.45 Uhr beginnt das Friedensfest im Wichernhaus in der Stollenstraße in der Nordstadt. Wer ab Dortmund-Dorstfeld dabei sein will, kann sich gegen 11.15 Uhr am Hagener Hauptbahnhof mit anderen treffen. Der Zug geht um 11.29 Uhr.

Das Osterprogramm von Theater und Orchester

13. April 2019

Aus der Produktion „Tristan und Isolde“: Magdalena Anna Hofmann als Isolde. Foto: Klaus Lefebvre.

Das Theater Hagen und das Philharmonische Orchester Hagen bieten über Ostern (von Gründonnerstag bis Ostermontag) ein vielseitiges Programm an:

  1. April 2019 (19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus): Premiere von „Combattimento di Tancredi e Clorinda“ („Kampf von Tancredi und Clorinda“ – Dramatisches Madrigal von Claudio Monteverdi) und „Umkreisungen – Kunst zum Thema: Liebe, Tod und Auferstehung“ (Kunstpräsentation – Skulpturen – des Osthaus Museums); mit Gesangssolisten des Theaters Hagen, dem Philharmonischen Orchester Hagen u.a. – Weitere (und letzte) Vorstellung: 20. April 2019 (19.30 Uhr).
  2. April 2019 (11.30 Uhr, Kirche am Widey): Karfreitagsmatinee. Auf dem Programm steht Giovanni Battista Pergolesis „Stabat Mater“, aufgeführt von Cristina Piccardi (Sopran), Evelyn Krahe (Alt), dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Rodrigo Tomillo.
  3. April 2019 (15.00 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus): „Tristan und Isolde“ (Oper von Richard Wagner). Im Anschluss an die Vorstellung findet „Die Stunde der Kritik“ statt – zu Gast: Dr. Monika Willer.
  4. April 2019 (18.00 Uhr, Lutz Hagen): „Molly Bloom“ (aus „Ulysses“ von James Joyce – Eine englisch-deutsche One-Woman-Show mit Kammersängerin Marilyn Bennett und Dan K. Kurland).

Ostern 2019 – Vorstellungspaket

Unter dem Titel „Liebe, Tod und Auferstehung“ bieten wir Ihnen in der Zeit um Ostern ein thematisch gebündeltes Vorstellungspaket an. Besuchen Sie am Gründonnerstag oder Karsamstag die Aufführung von „Combattimento di Tancredi e Clorinda“. Genießen Sie die traditionelle Karfreitagsmatinee des Philharmonischen Orchesters Hagen, und beschließen Sie Ihr Osterwochenende am Ostersonntag mit einem Besuch von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“.

Bei einer Buchung aller drei Programmpunkte im Paket erhalten Sie 15 Euro Preisnachlass und einen kostenlosen Besuch im Osthaus Museum Hagen (einlösbar bis 31.8.2019).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Säkulare Funktion mit sakraler Atmosphäre

13. April 2019

Führung in der Andachtshalle des Krematoriums Delstern

Am Sonntag, 14. April 2019 ab 15.00 Uhr findet eine kulturgeschichtliche Führung durch die Andachtshalle ohne Besichtigung der Einäscherungsanlage statt.

Der Entwurf für das Krematorium stammt von dem Künstler und Gestalter Peter Behrens, der von dem Mitbegründer des Feuerbestattungsvereins und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus 1905 mit der Planung beauftragt wurde.

Das zwei Jahre später fertig gestellte Gebäude hob sich mit seinem kubisch geschlossenen, streng symmetrisch gestalteten Baukörper und der für die damalige Schaffensperiode von Behrens’ typischen schablonierten Liniendekoration von früheren Entwürfen für Krematorien ab (Foto: Tobias Roch, Hagen).

Bezug nehmend auf die Florentiner Kirche San Miniato al Monte vereinte Behrens die säkulare Funktion mit einer sakralen Atmosphäre. Ihm gelang es, der relativ kleinen Halle Monumentalität und so eine dem Anlass angemessene Atmosphäre zu verleihen. Dem Sakralbau hat Behrens eine streng geometrische Form gegeben. Das Gebäude erscheint sowohl stark entfernt von den Lineaturen des Jugendstils als auch von der funktionalen Sachlichkeit, zu der sich Behrens später bekannte. Das Gebäude wirkt in seiner strengen Monumentalität fast klassizistisch.

Teilnahmegebühr: 7 €. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740 oder 207-3138. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt.

Aktuelles Gutachten zeigt neue Wege zum kommunalen Altschuldenabbau auf

12. April 2019

Die langfristige Entschuldung der Kommunen im Ruhrgebiet kann gelingen. Diese These vertritt der Finanzexperte Professor Dr. Martin Junkernheinrich von der TU Kaiserslautern in seinem jüngsten Gutachten zum Abbau kommunaler Altschulden.

Das Gutachten im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ist gestern (11. April) erstmals bei einem Expertengespräch aus Wissenschaft und Politik des DGB Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Stadt Gelsenkirchen vorgestellt worden. Es sieht vor, dass sich Bund, Land und Kommunen zu gleichen Teilen am Altschuldenabbau beteiligen.

Die Gutachter schlagen nach dem Vorbild der „Hessenkasse“ ein sogenanntes Festbetragsmodell für den kommunalen Entschuldungsanteil vor. Anders als in Hessen wird der Festbetrag aber nicht auf 25 Euro je Einwohner für alle Kommunen und maximal 30 Jahre begrenzt. „Die höhere Verschuldung in Nordrhein-Westfalen erfordert sowohl einen höheren kommunalen Betrag als auch eine längere Laufzeit für die besonders hoch verschuldeten Kommunen“, sagt Finanzexperte Prof. Junkernheinrich.

Dazu könnte auf einen Tilgungsgrundbetrag von 20 Euro je Einwohner ein von der Verschuldungshöhe abhängiger Zinsanteil aufgeschlagen werden. Würden sich Bund und Land zusammen mit 75 Prozent an der Entschuldung beteiligen, könnte der maximale kommunale Tilgungsbeitrag auf 49 Euro je Einwohner begrenzt werden.

Die Frage kommunaler Schulden beschäftigt mittlerweile auch die Regierungskommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“, in der über eine Lösung des kommunalen Altschuldenproblems debattiert wird. Es geht bundesweit um rund 46 Milliarden Euro, davon entfallen 14,9 Milliarden auf das Ruhrgebiet. Die in Gelsenkirchen diskutierten Lösungsansätze sollen auch in die Ruhr-Konferenz der Landesregierung eingebracht werden.

Info: Kurzfassung des Gutachtens (PDF)

Aus für den Wochenkurier

12. April 2019

Am Ende ging es dann doch schneller als erwartet. Der Wochenkurier, der am vergangenen Mittwoch im Briefkasten landete (Foto: DW), war der letzte: Der Betrieb ist eingestellt.

Mehr als 40 Jahre vermüllte das Anzeigenblatt die Stadt. Achtlos in Hauseingänge geworfene Zeitungsstapel wurden vom Wind auf Straßen und Plätzen verteilt. Einerseits.

Andererseits veröffentlichte der Wochenkurier Beiträge, die sich so in kaum einem anderen Medium dieser Gattung wiederfanden. Artikel zu Geschichte und Kultur, die man in einem Reklameblatt kaum vermuten würde.

Und auch das ist zu beachten: Der Wochenkurier war das letzte noch vorhandene Medium, das nicht dem Funke-Konzern unterstand. Der hat jetzt im Print- und Rundfunksektor endgültig das Monopol in Hagen.

Hängepartie um Anmeldung an Hagener Gymnasien geht weiter

12. April 2019

Zahlreiche Eltern in Hagen sind weiterhin im Ungewissen darüber, welche Schule ihr Kind im nächsten Jahr besuchen wird. Denn obwohl die Entscheidung des Stadtrates, dem Albrecht-Dürer-Gymnasium (AD) ausnahmsweise eine dritte Eingangsklasse zuzugestehen, bereits eine Woche zurückliegt, hat die Bezirksregierung in Arnsberg noch immer nicht offiziell verlauten lassen, ob sie dem Beschluss zustimmt oder ihn kassiert. (…)

Derweil haben die Fraktionen von CDU und FDP, die sich für die Mehrklassenbildung ausgesprochen hatten, in einem Brief an Regierungspräsident Vogel noch einmal für ihre Position geworben. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die 20 Schüler, die darüber hinaus am AD keinen Platz erhalten, spielen in den Überlegungen der Rechtsbürgerlichen wohl keine Rolle – erst recht nicht die über 100 abgelehnten Bewerber für die Gesamtschulen. Während die AD-Anwärter ausreichend Gelegenheiten haben, auf andere Gymnasien auszuweichen, gibt es für Gesamtschulinteressenten mangels freier Plätze diese Möglichkeit nicht.

Zahl der Schüler an privaten Ersatzschulen in Hagen auf 1.715 gestiegen

12. April 2019

1.715 Schülerinnen und Schüler in Hagen besuchen im zurzeit laufenden Schuljahr private Ersatzschulen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sind das 8,1 Prozent aller Schüler an allgemeinbildenden Schulen in der Stadt (ohne Weiterbildungskollegs).

Besonders angestiegen ist die Zahl der Privatschüler an der freikirchlichen Gesamtschule FESH in Wehringhausen: Im Vergleich zum vorhergehenden Schuljahr betrug die Steigerung 34,9 Prozent. Der Besuch der Waldorfschule ist dagegen wie schon seit Jahren weiter rückläufig. Dort ging die Zahl der Schüler um 5,4 Prozent zurück.

Seniorenbeirat unterstützt ZWAR

12. April 2019

Der Seniorenbeirat der Stadt Hagen fordert die Landesregierung in einer Resolution auf, die beschlossene Streichung der Mittel für die ZWAR (zwischen Arbeit und Ruhestand)-Zentrale rückgängig zu machen. Das hat der Beirat auf seiner letzten Sitzung am 9. April einstimmig beschlossen.

Marianne Gräfingholt von der ZWAR-Gruppe in Hagen berichtete dem Beirat, welche Bedeutung die Zentralstelle in Dortmund für die Selbsthilfegruppen hat. Die Zentralstelle berät die Gruppen, hilft bei dem Aufbau neuer Gruppen und Netzwerke vor Ort, unterstützt mit Seminaren und vernetzt die Gruppen untereinander.

In NRW bestehen 240 ZWAR-Netzwerke in 70 Kommunen mit ca. 3.300 Interessengruppen. Für 2019 sind 42 Gruppenneugründungen angefragt. Die Gruppen vor Ort arbeiten ehrenamtlich. Die Förderung der Zentralstelle kostet ca. 600.000 € im Jahr. Der Seniorenbeirat ist der Ansicht, dass ZWAR-Gruppen ein wichtiger Baustein der Angebote für Seniorinnen und Senioren sind, auch in Hagen.

An die Landesregierung und den Landtag

Resolution des Seniorenbeirates der Stadt Hagen gegen die Streichung der Förderung der ZWAR-Zentralstelle NRW

(more…)

Zusatzvorstellungen von „Molly Bloom“

12. April 2019

Eine englisch-deutsche One-Woman-Show mit Kammersängerin Marilyn Bennett und Dan K. Kurland

Aufgrund der großen Nachfrage werden zwei weitere Vorstellungen von „Molly Bloom“ (nach „Ulysses“ von James Joyce) – eine englisch-deutsche One-Woman-Show mit Marilyn Bennett und Dan K. Kurland (Foto: Klaus Lefebvre) im Lutz angeboten am 22. April 2019 (18 Uhr) und am 1. Mai 2019 (18 Uhr).

Einer der bekanntesten Romane der Moderne, „Ulysses“ von James Joyce aus dem Jahre 1922, endet im berühmtesten „inneren Monolog“ der Weltliteratur: der ohne Punkt und Komma notierte Gedankenfluss der Molly Bloom, Gattin des Anzeigenakquisiteurs Poldy Bloom im Dublin des Jahres 1904. Molly Bloom kann nicht schlafen. Also denkt sie bar jeder Hemmung (laut) über Gott und die Welt nach, ihr Sexualleben und ihre Kochrezepte, ihr Dasein als Sängerin, die Liebe zu ihrem Mann und frischt dabei auch das ein oder andere Gesangsstück wieder auf.

Marilyn Bennett, Hagener Kammersängerin und Publikumsliebling, verleiht der Ikone weiblichen Selbstbewusstseins Stimme und musikalischen Ausdruck bei dieser außergewöhnlichen szenischen Darbietung in englischer und deutscher Sprache. Ihr zur Seite steht Dan K. Kurland, der für die musikalische Begleitung am Klavier verantwortlich zeichnet und als Poldy Bloom agiert.

Die Idee, das Konzept, die Inszenierung stammen von Intendant Francis Hüsers, die Ausstattung von Uwe Mingo und Christiane Luz.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Gedenken an 200 Jahre Karl Halle

12. April 2019

Vor genau 200 Jahren am 11. April 1819 wurde in Hagen Karl F. Halle geboren. Um an das Wirken dieses hochbedeutenden Musikers zu erinnern, legten an seinem Geburtstag Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer, Kulturdezernentin Margarita Kaufmann und Dr. Peter Schütze (Vertreter der ehemaligen Karl-Halle-Gesellschaft) ein Blumengebinde vor der Karl-Halle-Statue an der Johanniskirche nieder. Dort erinnert die Stadt Hagen seit 2008 mit einer lebensgroßen Skulptur des Künstlers Uwe Will an einen ihrer großen Söhne.

Als Komponist, Orchesterleiter, Pianist und Pädagoge war Halle auf zahlreichen Konzertreisen in Europa, Australien und Südafrika unterwegs, kehrte aber auch regelmäßig nach Hagen zurück.

Eine große Berühmtheit wurde er besonders in Großbritannien. Das Hallé-Orchester in Manchester, eines der ältesten und bedeutendsten Orchester des Landes, trägt bis heute seinen Namen. Karl Halle gründete das Ensemble 1858 und hatte sich damals längst einen Namen in den Musikmetropolen dieser Welt gemacht. Zudem war er maßgeblich an der Gründung der königlichen Musikhochschule seiner Wahlheimat Manchester beteiligt. Für seine großen künstlerische Verdienste erhob ihn das englische Königshaus in den Adelsstand

Vertragsverlängerung für die RuhrtalBahn

12. April 2019

Die RuhrtalBahn wird auch in den kommenden drei Jahren den nostalgischen Schienenbus durch das Ruhrtal fahren. Die Stadt Hagen und der Ennepe-Ruhr-Kreis unterstützen das touristische Angebot mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von insgesamt 165.000 Euro. Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt unterzeichnet.

Die RuhrtalBahn wird bis mindestens 2021 an 29 Tagen im Jahr zwischen Mai und Oktober einen Schienenbusverkehr zwischen Hagen Hauptbahnhof und Hattingen sowie an drei Fahrtagen zwischen Herdecke und Ennepetal anbieten. Im Einsatz ist ein fast 60 Jahre alter, dreiteiliger roter Schienenbus VT 98 mit 140 Sitzplätzen.

Der erste Fahrtag der Saison ist am Ostermontag, 22. April.

Informationen unter www.ruhrtalbahn.de

Ennepetal stellt sich quer!

11. April 2019

Protest gegen die AfD

Am 13.04. findet nur wenige Kilometer hinter der Hagener Stadtgrenze im Haus Ennepetal eine Veranstaltung der AfD statt. Als Redner tritt dort unter anderem Jörg Meuthen auf, einer der beiden Parteivorsitzenden der AfD und Spitzenkandidat für die Europawahl.

Ennepetaler wollen den Rechten zeigen, dass sie nicht in der Stadt erwünscht sind und dass Ennepetal weltoffen statt stumpf rassistisch ist.

Wochenkurier: Auch der Vertrieb gerät ins Schlingern

11. April 2019

Die Verteiler des in Insolvenz geratenen Hagener Anzeigenblatts Wochenkurier müssen damit rechnen, demnächst möglicherweise ihren Botenlohn nicht mehr zu bekommen. Für die in einem Insolvenzeröffnungsverfahren befindliche Wochenkurier Vertriebsgesellschaft mbH hat das Amtsgericht Hagen am Dienstag (9.4.2019) einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit dessen Zustimmung wirksam. Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten.

Sobald Austräger diesen Sachverhalt mitbekommen und in der Folge ihren Dienst einstellen, weil sie befürchten, am Ende leer auszugehen, dürfte sich die Krise des Blattes sehr schnell zuspitzen.

Streit um Freistellung: Vorwurf gegen die Anwältin von TWB

11. April 2019

Beim Hagener Automobilzulieferer TWB ist man verärgert über nicht eingehaltene Zusagen einer Prozessbevollmächtigten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wie erst weiter unter im Artikel zu lesen ist, sind die Beschäftigten und ihr Rechtsvertreter verärgert – und nicht der Automobilzulieferer.

Hagener Versorger Enervie macht 40 Millionen Euro Gewinn

11. April 2019

2014 war ein wirtschaftlicher Tiefpunkt. Ein Minus in dreistelliger Millionenhöhe belastete die Bilanz der Enervie. Vier Geschäftsjahre später können die Vorstände Erik Höhne und Wolfgang Struwe bei der Präsentation der Zahlen entspannt lächeln.

Unter dem Strich steht „am Ende einer kontinuierlichen Entwicklung“ ein Rekordgewinn: 40,2 Millionen Euro vor Steuern. „Ein sehr gutes Ergebnis“, so Vorstandssprecher Erik Höhne, „das – gestützt auch durch Einmaleffekte – über unseren Planungen liegt.“ (…)

Quelle: wp.de

Die Mies van der Rohe-Häuser in Krefeld

11. April 2019

KunstTour der VHS

Haus Esters (links), Haus Lange (rechts), im März 2005. Foto: Hans Peter Schaefer (GNU-Lizenz)

Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums geht die nächste KunstTour der Volkshochschule Hagen (VHS) am Samstag, 11. Mai, von 10.30 bis circa 19 Uhr nach Krefeld, einer Hochburg der Bauhaustradition, zu den von dem Architekten Mies van der Rohe entworfenen Häusern Lange und Esters.

Das Villenensemble Haus Lange und Haus Esters zählt zu den architektonischen Glanzlichtern des Neuen Bauens in Deutschland und vermittelt noch heute auf beeindruckende Weise den Bauhaus-Gedanken, der die Einheit von Raum und Subjekt ebenso wie das Zusammenwirken von Geist und Handwerk vorsah.

Einzelne kubische Baueinheiten scheinen wie Schachteln zusammengesteckt. Im Innern greifen die Raumsegmente ineinander über. Unterhalb der selbst geometrisch gegliederten Terrasse bestimmen große Rasenflächen und der alte Baumbestand den naturhaften Eindruck der parkartig angelegten Gärten. Große Fensterfronten, die durch Stahlkonstruktion möglich wurden, öffnen die Backsteinkörper zur äußeren Umgebung hin und lassen das Licht von Süden und Westen in die Räume fluten. Eine fachlich fundierte Führung durch die frisch renovierten Häuser ist Teil der KunstTour.

Treffpunkt ist die Halle des Hagner Hauptbahnhofs um 10.30 Uhr. Die Tour endet gegen 19 Uhr wieder am Hauptbahnhof Hagen.

Eine Anmeldung zum Kurs 2020 nimmt das Team der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder 207-/3589 sowie unter www.vhs-hagen.de/anmeldung entgegen.

Hagen hält die Stellung – ganz hinten

10. April 2019

Wieder ein miserables Ergebnis beim Radklimatest des ADFC

Hagen bleibt eine der unfreundlichsten Städte für Radfahrer. Wie schon 2016 reichte es beim Radklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) nur für Platz 40 von 41 Städten in der Kategorie 100.000 bis 200.000 Einwohner.

170.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich 2018 bundesweit an der Umfrage beteiligt – das sind 40 Prozent mehr als 2016. In Hagen waren es 327 Teilnehmer, die ihre Bewertung abgaben und der Stadt die Schulnote 4,7 verpassten.

Als Hauptkritikpunkte wurden genannt, Radfahren bedeute in Hagen Stress und man werde als Radfahrer nicht ernst genommen. Es werde kaum etwas für den Radverkehr getan, dafür aber großzügig geduldet, wenn Autofahrer auf Radwegen parkten. 78 Prozent (Schulnoten 5 und 6) gaben an, sich als Radfahrer gefährdet zu fühlen und 71 Prozent bemängelten, man werde auf der Fahrbahn bedrängt und behindert.

Positiv fiel nur ins Gewicht, dass es in Hagen so wenige Fahrraddiebstähle gäbe. Aber das ist wirklich kein Wunder in einer Stadt, in der das Radfahren so unattraktiv gemacht wird.

Das Datenblatt zu Hagen (pdf)

Siehe auch:

Schlechte Noten für Hagen beim Fahrradklimatest

Quelle: WDR (Video)

 

Grabungen am Hohenhof in Hagen

10. April 2019

Historischer Garten soll wieder hergestellt werden

Archäologin Dr. Eva Cichy erläutert die Ausgrabungen in der sogenannten Buddhagrube. (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen)

Das Außengelände des Hagener Hohenhofs verändert sich und lockt Archäologen an: Auf der Grundlage eines gartendenkmalpflegerischen Gesamtkonzepts der Landschaftsarchitektin und Gartendenkmalpflegerin Susanne Weisser aus Wuppertal soll der Garten am Hohenhof entsprechend der historischen Pläne von Henry van de Velde und Leberecht Migge wieder hergerichtet werden. Doch die Natur hat das Regiment übernommen und macht die Unterstützung von Archäologen erforderlich.

Denn schon nach den ersten Arbeiten auf dem Außengelände zeigte sich, dass nicht sicher ist, was von den historischen Plänen tatsächlich umgesetzt wurde. Aufgrund der natürlichen Veränderungen ist heute vieles nicht mehr erkennbar.

Mirjam Kötter von der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Hagen suchte Unterstützung bei dem für Hagen zuständigen Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)-Archäologie in Olpe, der seine Hilfe zusicherte. Obwohl die Wissenschaftler aus Olpe meistens in ganz anderen, deutlich ältere Zeitschichten unterwegs sind, wendeten sie für die Untersuchungen am Hohenhof die üblichen Grabungsverfahren an. In der westfälischen Archäologie kommt es immer häufiger vor, dass auch neuzeitliche und moderne Fundorte untersucht werden.

Im März dieses Jahres rückten die LWL-Archäologen das erste Mal im Hohenhof an. Begonnen wurden die Untersuchungen im Bereich der sogenannten „Buddhagrube“ im Südwald des Außenbereichs. Bereits nach Abtrag der ersten Schichten konnten Hinweise auf einen ehemaligen Fußbodenhorizont entdeckt werden, der über Jahrzehnte unter dem Waldboden verschwunden war und sich nur zu Teilen erhalten hat.

Bei den Grabungen verwendeten die Archäologen neben den üblichen Handwerkzeugen, wie Spaten, Kratzern und Besen, auch eine Drohne. Der Einsatz von Drohnen bei der Dokumentation des Grabungsareals gehört in vielen Grabungsfirmen und Forschungseinrichtungen längst zum Alltag. Sie helfen dabei, qualitätsvolle Gesamtaufnahmen der Grabungsstätten zu erstellen.

In einem nächsten Schritt werden weitere Bereiche im Südwald des Hohenhofs untersucht und damit zusätzliche Einblicke in die Vergangenheit geschaffen. Am Samstag, 8. Juni, findet am „Tag der Parkanlagen und Gärten“ ab 15 Uhr eine Führung im Garten des Hohenhofes statt, bei der Landschaftsarchitektin Susanne Weisser das denkmalpflegerische Konzept präsentieren wird.

Zudem sind im Laufe des Sommers weitere archäologische Grabungen am Hohenhof geplant, die bis zum „Tag des offenen Denkmals“ am 8. September dieses Jahres abgeschlossen und dann von den anwesenden Archäologen ausführlich vorgestellt werden.

Jazztipp: The Sephardics

10. April 2019

Do 11.4.2019, 19:30 Uhr, Kulturzentrum Pelmke
(Nachholtermin für das am 29.11.2018 ausgefallene Konzert)

V.l.n.r.: Martin Verborg (Violine und  Saxofon), Patrick Hengst (Schlagzeug), Manuela Weichenrieder (Stimme und Piano), Ludger Schmidt (akustisches und elektrisches Cello)

Eigentlich bestehen The Sephardics schon seit 2006 – angefangen hat alles mit dem Ensemble DRAj unter tatkräftiger Beteiligung des WDR.

Als Vertreter des WDR spielte das Ensemble DRAj auf dem EBU Festival in Kaustinen, Finnland. Aus der dort geschlossenen Freundschaft mit dem Spanischen Vertreter, dem Rao Trio wurde das Spanisch – Deutsche Ensemble The Sephardics gegründet.

Der Schwerpunkt des in mehreren Probephasen erarbeiteten Programms besteht aus sephardischen Liedern, Lieder der jüdischen Bevölkerung in Spanien. Diese wurden in einem musikalisch jazzig-rockigen Zusammenhang arrangiert und eingebunden.

Dieses Quintett tourte durch Deutschland und Spanien, war aber wegen der großen Entfernung und wegen fehlender Finanzierung langfristig nicht zu organisieren.

Nach 3 Jahren Stillstand überlegten Manuela Weichenrieder (Voc, Piano) und Ludger Schmidt (akustisches und elektrisches Cello) die Band mit Musikern aus NRW weiterzuführen. Mit Martin Verborg (Geige und Saxophon) und Patrick Hengst (Schlagzeug) wurde The Sephardics reorganisiert und weiterentwickelt. 

Die beiden spanischen Musiker German Diaz (Drehleier) und Diego Martin (Schlagzeug) partizipieren in diesem Ensemble weiterhin als Gäste.

Mittlerweile um einen Preis reicher (Ruth-Preis 2019 des größten World- und Folkfestivals der Republik in Rudolstadt) wird dieser Gig zur Release-Party, da die erste CD „Abre tu Puerta“ ganz frisch vorgestellt wird.

Wochenkurier: Die Klippe naht

9. April 2019

Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wochenkurier Verlagsgesellschaft mbH hat das Hagener Amtsgericht am Montag (8.4.2019) die Anordnung der Eigenverwaltung aufgehoben. Zuständig ist jetzt allein der Insolvenzverwalter, zu dem das Gericht den Hagener Rechtsanwalt Thorsten Klepper bestellte.

Forderungen sind ab sofort beim Insolvenzverwalter anzumelden. Hierunter dürften vor allem Druckereirechnungen aus dem Druckzentrum Bathey fallen, das den Wochenkurier produziert und zum Herrschaftsbereich der Funke-Mediengruppe (u.a. WPWR und Radio Hagen) gehört.

Personen, die Verpflichtungen gegenüber der Schuldnerin haben, werden aufgefordert, nicht mehr an die Schuldnerin zu leisten, sondern an den Insolvenzverwalter. Das wird wohl in erster Linie die Anzeigenkunden betreffen.

Nach der letzten veröffentlichten Bilanz der Wochenkurier Verlagsgesellschaft zum 31.12.2017 belief sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf 251.605,31 Euro. Die Klippe naht.

Zwischen Bauhaus und Diktatur: Die zwanziger Jahre in Hagen

9. April 2019

13. April – 2. Juni 2019, Osthaus-Museum Hagen

Die Ausstellung belegt den Einfluss und die Tradition des Bauhauses in der Stadt von Karl Ernst Osthaus. Fotografien, Pläne, Dokumente und Objekte aus den reichen Beständen des Stadtarchivs und Stadtmuseums ermöglichen Einblicke in die Gesellschaft, Kultur, Stadtplanung und Politik der Revolutionszeit 1918-1920 sowie der Weimarer Republik in Hagen.

Sie dokumentieren die Not und das Elend der Krisen- und Inflationsjahre und die politischen Auseinandersetzungen sowie den kurzzeitigen Aufschwung, der sich vor allem auch in der Überlieferung zur Standplanung und Architektur widerspiegelt.

Ein überregional herausragendes Beispiel für den Wohnungsbau ist die „Cuno Siedlung“ im Stadtteil Kuhlerkamp (Foto: Rainer Halama). Sie greift allein schon äußerlich die Architektur und Gestaltung des Bauhauses auf. Die in Hagen während der Zwanziger Jahre entstandenen Konzepte zum sozialen Wohnungsbau und zur Stadtgestalt orientierten sich an den Inhalten des Bauhauses.

Im Rahmen der Ausstellung wird auch der Zeichner und Karikaturist Carl Grimm vorgestellt. Er kommentierte die Zwanziger Jahre in der Umbruchsituation vor 1933 mit zahlreichen Zeichnungen.

Grandios! Wieder 0,002 Prozent „gespart“

8. April 2019

Hagen verlässt Glörtalsperren-GmbH

Die Stadt Hagen gibt ihre Beteiligung an der Freizeitschwerpunkt Glör GmbH zum Jahresende ab. Das entschied der Rat in nichtöffentlicher Sitzung.

Es ging um gerade einmal 16.000 Euro, das entspricht 0,002 Prozent des 726 Millionen Euro schweren Haushalts. Wieder einmal wurde etwas Sinnvolles für ein lächerliches Sümmchen auf dem Kürzungsaltar geopfert. Die Glörtalsperre (Foto: mbdortmund) wird seit Jahrzehnten auch von vielen Hagenern als Freizeitziel genutzt.

Die Stadt war bisher mit 8 Prozent an der Glör-Gesellschaft beteiligt. Im Vorfeld der Ratsentscheidung hatten die Gemeinden Halver, Schalksmühle und Breckerfeld noch angeboten, jeweils 1,5 Prozent der Hagener Anteile zu übernehmen. Hagen hätte dann nur noch 7.000 Euro zahlen müssen. Markus Tempelmann, Kämmerer der Stadt Halver, meinte nach Angaben der Meinerzhagener Zeitung dazu: „Für uns wäre es kein allzu großes Drama gewesen.“

Für inzwischen über die Jahre am Stuhl festgeklebte Hagener Ratsmitglieder wohl schon. So behauptete Stefan Ramrath, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Hagener Rat, nach Angaben der WPWR das genaue Gegenteil: „Wir hatten in Verhandlungen mit den anderen Gesellschaftern das Ziel, unseren finanziellen Beitrag zu deckeln. Das ist nicht gelungen.“

„Es ist schade, dass so ein interkommunales Projekt aufgebrochen wird“, bedauerte Schalksmühles Bürgermeister Jörg Schönenberg. Die Freizeitschwerpunkt Glör GmbH sei ein gutes Beispiel für ein Projekt über kommunale und Kreisgrenzen hinweg. Gerade vor dem Hintergrund des regionalen Tourismus und den Bemühungen, auch mit Fördermitteln die Glör als Naherholungsziel aufzuwerten, bewertete Schönenberg die Entscheidung des Hagener Stadtrats als nicht gerade zielführend.

Sonderkonzert: The New York Gypsy All-Stars

8. April 2019

Am 12. April 2019 findet mit Beginn um 19.30 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) ein außergewöhnliches Sonderkonzert statt:

The New York Gypsy All-Stars (Foto: Theater) bringen einen musikalischen Mix der Kulturen mit jeder Menge Groove nach Hagen! Die Mitglieder des Jazz-Quintetts kommen selbst aus aller Welt, wurden an den namhaftesten Konservatorien ausgebildet und tragen ihre Erfahrungen zusammen zu einem vielschichtigen und einzigartigen Stil: Osteuropäische Roma-Traditionen treffen auf Einflüsse aus der indischen und der lateinamerikanischen Musik, gewürzt mit einer guten Portion Jazz. Was entsteht, ist spektakuläre und hochvirtuose Kammermusik, die es versteht, jeden Saal zum Kochen zu bringen – seien es Jazzclubs, Konzertsäle oder Festivalbühnen.

Das New Yorker Quintett, bestehend aus Klarinette, Keyboard, Schlagzeug, Bass und dem arabischen Kanun, erweitert seine bunte kulturelle Mischung um europäische Traditionen: Es tritt nun in einen Dialog mit den sinfonischen Klängen des von Generalmusikdirektor Joseph Trafton dirigierten Philharmonischen Orchesters Hagen. Die Besucher erwartet ein kosmopolitischer, lebendiger und mitreißender Abend, denn nicht nur das WNYC-Radio in der Wahlheimat der Musiker findet: Das ist „ansteckende und hypnotisierende Musik!“

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.


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