Archive for März 2018

Deutsche Umwelthilfe reicht elf weitere Klagen für „Saubere Luft“ ein

31. März 2018

Hagen nicht dabei – noch nicht

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) reicht elf weitere Klagen zur Durchsetzung der „Sauberen Luft“ in den deutschen Städten mit besonders hoch belasteter Atemluft ein.

Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Klagen wegen der zu hohen Belastung der Luft mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2) auf 28. Mit den neuen Klageverfahren möchte die DUH eine schnellstmögliche Einhaltung der Luftqualitätswerte in weiteren besonders hoch belasteten Städten erreichen. Die Einhaltung der Grenzwerte ist nur möglich durch eine rasche Umsetzung kurzfristig wirksamer Maßnahmen wie Fahrverbote für schmutzige Diesel-Fahrzeuge.

Die schmutzigen Diesel-Pkw tragen wesentlich zu mehr als 800.000 jährlichen Neuerkrankungen an Diabetes und Asthma sowie knapp 13.000 vorzeitigen Todesfällen bei, verursacht durch die anhaltende Belastung der Atemluft mit dem Dieselgift NO2.

Ausgewählt für die aktuellen Klagen wurden Dortmund, Bochum, Düren, Paderborn und Offenbach sowie sechs Städte in Baden-Württemberg: Heilbronn, Ludwigsburg, Backnang, Esslingen, Marbach und Reutlingen. Diese Städte weisen nach den amtlichen Messungen einen besonders hohen Konzentrationswert von 50µg NO2/m³ oder mehr im Jahresdurchschnitt 2016 auf. Hier besteht nach Auffassung der DUH ein besonders dringender Handlungsbedarf.

Anfang März dieses Jahres hatte die DUH 40 Städte mit deutlichen Überschreitungen des NO2-Grenzwertes angeschrieben. Die bisher eingegangenen Antworten zeigen, dass in einzelnen Städten nach der höchstrichterlichen Entscheidung in Leipzig zwar ernsthafter über das Thema Luftreinhaltung diskutiert wird. Immer noch verweigern aber praktisch alle Städte die vom Europäischen Gerichtshof für notwendig erachteten Maßnahmen, die geeignet sind, kurzfristig die Einhaltung der Grenzwerte sicherzustellen. Hierzu zählt das konsequente Aussperren von Diesel-Fahrzeugen, wie dies das Bundesverwaltungsgericht in seiner Entscheidung vom 27.2.2018 für zulässig erachtet hat.

„Wie kann es sein, dass die Regierungspolitiker in Bund und Ländern von den vielen hunderttausenden unter dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid leidenden Menschen erwarten, weiter dreckige Luft einzuatmen? Solange die enge Verbindung zwischen Dieselkonzernen und Politikern in Deutschland fortbesteht und den Menschen die ihnen zustehende „Saubere Luft“ verweigert wird, setzen wir Recht und Gesetz auf dem Klageweg durch. Seit 2010 werden die Grenzwerte überschritten. Anwohnerproteste, Klagen betroffener Bürger, das Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland und selbst die höchstrichterliche Entscheidung von Leipzig werden im Interesse der Dieselkonzerne ignoriert. Es wird nach wie vor so getan, als könne man das Problem weiter jahrelang aussitzen. Doch das geschieht auf Kosten der Gesundheit zahlloser Menschen. Daher werden wir so lange den Klageweg beschreiten, bis sich endlich die für die Luftreinhaltung verantwortlichen Politiker zum Handeln entschließen“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die Begrenzung der Klagen auf elf Städte begründet die DUH neben der besonderen Eilbedürftigkeit durch die gefundenen hohen Belastungswerte mit den zur Verfügung stehenden personellen und finanziellen Ressourcen. „Wir appellieren an alle Verantwortlichen für die Luftreinhaltung in diesen knapp 30 weiteren Städten mit Grenzwertüberschreitungen, alle Maßnahmen zu ergreifen, um ab Herbst 2018 die Luftqualitätswerte einzuhalten. Wenn nicht, werden ansonsten noch in diesem Jahr weitere Klageerhebungen folgen.“

Dann dürfte auch Hagen mit dabei sein.

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Schock vor Ostern: 50 Max-Moritz-Mitarbeiter müssen gehen

31. März 2018

Das hatten die Mitarbeiter des insolventen VW-Autohauses Max Moritz nicht erwartet: Nach der Übernahme durch Schultz verlieren viele ihren Job. (…)

Quelle: wp.de

Ballettmatinee zu „Cinderella“

31. März 2018

Samstag, 7. April 2018 um 11 Uhr im Theater Hagen

Vlnr: Rodrigo Tomillo (Dirigent), Alfonso Palencia (Ballettdirektor), Da Ae Kim (Tänzerin, Cinderella), Nadia Thompson (Trainingsleiterin). Foto: Theater

Die zweite Ballettpremiere des Theaters Hagen in dieser Spielzeit (am 14.4.2018, 19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert das beliebte Handlungsballett „Cinderella“ mit der facettenreichen Musik von Sergej Prokofjew (live gespielt vom Philharmonischen Orchester Hagen) in der Choreographie und Inszenierung vom Hagener Ballettdirektor Alfonso Palencia (Uraufführung).

Eine Einstimmung zu dieser Premiere bietet die Ballettmatinee am Samstag, 7. April 2018 mit Beginn um 11 Uhr im Großen Haus des Theaters Hagen. Alfonso Palencia, der Bühnen-und Kostümbildner Dorin Gal, der musikalische Leiter Rodrigo Tomillo sowie Dramaturgin Ina Wragge werden dieses Werk und seine Umsetzung auf der Hagener Bühne vorstellen. Und natürlich zeigt die Compagnie Ausschnitte aus dieser Neuproduktion.

Der Eintritt ist frei.

Der Dreißigjährige Krieg in Südwestfalen

30. März 2018

Vortragsreihe im Hagener Kunstquartier

Eine Vortragsreihe zum Thema „Der Dreißigjährige Krieg 1618/1648“ findet am Donnerstag, 5. April, und Donnerstag, 12. April jeweils von 18.30 bis 20 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen, Museumplatz 1, statt.

Bei dem Auftakt der Vortragsreihe am Donnerstag, 5. April, thematisiert Prof. Dr. Ralf-Peter Fuchs von der Universität Duisburg-Essen in seinem Vortrag „Ein Dreißigjähriger Krieg? Kriegsverdichtung am Niederrhein und an der Ruhr nach 1618“ die Bedeutung dieses Ereignisses für die Region am Niederrhein und an der Ruhr.

Das Stichjahr 1618 soll zum Anlass genommen werden, um die internationalen Verwicklungen des Dreißigjährigen Krieges aufzuzeigen. Dabei geht es um die Erörterung von Ursachen und um eine Erklärung, warum der Weg zum Frieden lange Zeit nicht eingeschlagen wurde. Zugleich skizziert der Referent, wie sich dieser Krieg, der sich mit anderen bewaffneten Konflikten verband, in der Region konkret niederschlug.

In ihrem Vortrag „Dreißig Jahre Krieg in den Grafschaften Mark und Limburg“ geht Dr. Stephanie Marra von dem Universitätsarchiv Dortmund am Donnerstag, 12. April, der Frage nach, wie sich der Dreißigjährige Krieg in Südwestfalen und besonders in der Grafschaft Mark, hier vor allem im märkischen Amt Wetter, und in der Grafschaft Limburg entwickelte.

Gerade am Beispiel der Grafschaft Limburg mit ihrer Residenz Schloss Hohenlimburg zeigte sich, dass der Konflikt nicht nur konfessionelle, sondern vor allem auch politische Ziele verfolgte. Am Ende blieben ein verwüstetes Land, eine durch Krieg und Pest dezimierte Bevölkerung und drückende Reparationslasten, die noch im folgenden Jahrhundert beglichen werden mussten.

Hintergrund

Vor 400 Jahren kam es zum Ausbruch des Dreißigjährigen Kriegs, einem der schlimmsten Konflikte in der europäischen Geschichte. In der Geschichtsschreibung wird der Prager Fenstersturz am 23. Mai 1618 als Beginn des Dreißigjährigen Krieges gesehen. Allerdings hatten im Vorfeld bereits der Kölner Bistumskrieg (1584 bis 1589) sowie der Jülich-Klevische Erbfolgestreit (1609 bis 1614) für militärische und politische Spannungen gesorgt.

Der zwischen dem 15. Mai und 24. Oktober 1648 in Münster und Osnabrück geschlossene „Westfälische Friede“ beendete den Krieg. Seine Auswirkungen und Folgen sind teilweise bis in die Gegenwart spürbar.

Die Vortragsreihe ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Museums- und Archivvereins Geschichtsfreunde Hagen und des Karl-Ernst-Osthaus-Bundes. Der Eintritt beträgt 2,50 Euro an der Abendkasse. Infos über die Referenten erhalten Interessierte unter www.uni-due.de/members/ralf-peter-fuchs/ und www.stephanie-marra.de.

Nachtcafé im Theater: Feeling good!

30. März 2018

Ein Abend mit der Band Terrastic

Das nächste Nachtcafé findet am 6. April 2018, 22.30 Uhr, im Theater Hagen (Theatercafé) statt. Für ein unterhaltsames Programm sorgt bei dieser Veranstaltung die Band „Terrastic“. Sie versammelt fünf hochkarätige Musiker, die in verschiedenen Konstellationen schon zuvor miteinander musiziert haben.

Der Ursprung aber geht auf ein Nachtcafé vor einigen Jahren im Hagener Theater zurück, als Dirk Achille (Mitglied des Opernchores) als studierter Konzertgitarrist sich an ein Cross-Over-Projekt wagte und seine Begeisterung dafür entdeckte. 2016 trat er zusammen mit seiner Tochter Galini auf, und der Wunsch, um die Soul-Stimme der Sängerin eine Band zu formieren, nahm Gestalt an.

Mit Andres Reukauf (freischaffend am Theater Hagen tätig) am Piano und Keyboard kam ein Künstler hinzu, der als Arrangeur und Komponist das musikalische Spektrum von Cover-Versionen bis hin zu Eigenkompositionen erweitern kann. Mit Bassist Kai Wycik ist ein weiterer kreativer Musiker mit von der Partie, und Timo Erdmann (Mitglied des Philharmonischen Orchesters Hagen) verleiht der Band einen eigenen Ausdruck mit seinem facetten- und farbenreichen Spiel am Schlagzeug.

Für musikalisches Wohl ist an dem Abend mit Pop-, Soul- und Jazz-Nummern also gesorgt: Feeling good!

Der Eintritt ist frei, die Theatergastronomie hat geöffnet.

Kinotipp: Loving Vincent

29. März 2018

Der erste Film der Welt aus Ölgemälden

Do 29.03.2018, 19:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

GB/Polen 2017, Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman, 95 Min., mit Douglas Booth, Saoirse Ronan, Chris O’Dowd u.a.

Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht plötzlich ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der junge Armand Roulin soll den Brief aushändigen, doch er kann den Bruder nicht ausfindig machen und reist in den verschlafenen Ort Auvers-sur-Oise. Hier hat der berühmte Maler die letzten Wochen seines Lebens verbracht. Auf der Suche nach dem Empfänger stößt Armand auf ein Netz aus Ungereimtheiten und Lügen. Fest entschlossen will er die Wahrheit über den Tod des Malers herausfinden.

„Loving Vincent“ ist der erste Film, der vollständig aus Ölgemälden erschaffen wurde und van Goghs berühmte Bilderwelten auf der Kinoleinwand lebendig werden lässt. Ein nie dagewesenes Gesamtkunstwerk, das den Zuschauer visuell und inhaltlich tief in die Welt des Vincent van Gogh eintauchen lässt.

Kino Babylon im Auditorium des Emil-Schumacher-Museums, Eintritt: 6,50 € / 5,- €

Stadt Hagen steht auf der Bremse

29. März 2018

Es geht offenkundig nicht voran. Während Iserlohn jetzt die letzte Etappe des Lenneradweges ausgeschrieben hat, tut sich in Hohenlimburg nichts. (…)

Quelle: wp.de

Wasser für Hasper Lachszüchter wird nicht weiter gedrosselt

29. März 2018

Im schwelenden Konflikt zwischen den Lachszüchtern an der Hasper Talsperre und dem Trinkwasserversorger Mark-E ist eine weitere Eskalation vorläufig gestoppt worden. Das Unternehmen hat nach den Appellen aus der Politik zunächst darauf verzichtet, den Rohwasserzufluss für die Fischzuchtanlagen weiter zu drosseln. (…)

Quelle: wp.de

Auf in den Kampf!

28. März 2018

Abstimmungsverhalten der Hagener Abgeordneten René Röspel (SPD) und Katrin Helling-Plahr (FDP) zu verschiedenen Militärbeschlüssen des Deutschen Bundestags am 22. März 2018:

Anti-IS-Einsatz der Bundeswehr im Irak

Röspel dafür gestimmt
Helling-Plahr enthalten

Ausweitung des Ausbildungseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan

Röspel dafür gestimmt
Helling-Plahr dafür gestimmt

Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Mittelmeer

Röspel dagegen gestimmt
Helling-Plahr dafür gestimmt

Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Südsudan

Röspel dafür gestimmt
Helling-Plahr dafür gestimmt

Röspel wird immer noch als Vorstandsmitglied des Hagener Friedenszeichens geführt, das aktuell zur Beteiligung am diesjährigen Ostermarsch Rhein-Ruhr aufruft.

Drei Tage für Frieden und Abrüstung

28. März 2018

Ostermarsch Rhein-Ruhr 2018

Am Samstag startet der Ostermarsch Rhein-Ruhr in den Städten Duisburg, Düsseldorf und Köln und geht in Etappen über drei Tage nach Dortmund. Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN werden sich am Ostermontag an der Strecke von Bochum nach Dortmund beteiligen. Um 10.17 Uhr geht der Zug nach Bochum, mit dem man die Auftaktkundgebung im Bochum-Werne erreicht. Weitere Etappen sind in Dortmund-Marten und in Dorstfeld. Unter dem Motto „Abrüsten statt Aufrüsten“ findet um 16 Uhr die Abschlusskundgebung im Wichernhaus (Stollenstr. 36) statt.

Seit 1961 haben zahlreiche Menschen, Alte und Junge, bei den jährlichen Ostermärschen mitgemacht. Sie haben damit die atomare Bewaffnung der Bundeswehr verhindert, zur Beendigung des Vietnamkrieges beigetragen und gegen die Raketenstationierung in Europa gekämpft. Heute geht es um zivile Lösungen im Nahen und Mittleren Osten sowie in der Ukraine und gegen eine neue atomare Aufrüstung.

Die zentralen Forderungen in diesem Jahr lauten:

  • Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen
  • Kampfdrohnen ächten statt beschaffen
  • Der Friedensnobelpreisträger Europäische Union darf kein Militärpakt werden
  • Kriegs- und Waffenexport ächten
  • Rechtsentwicklung zurückdrängen

Samstag, 7. April 2018: theaterhagenTag

28. März 2018

Stark vergünstigte Tickets für die Oper „Ritter Roland“ von Joseph Haydn

Dorothea Brandt, Eric Laporte, Giulio Alvise Caselli. Foto: Klaus Lefebvre.

Was für eine Gelegenheit für alle Opern- und Theaterfans! Das Theater Hagen schenkt seinen Besuchern einen interessanten und unterhaltsamen Opern-Abend zu einem stark ermäßigten Preis: Beim nächsten theaterhagenTag am Samstag, 7. April 2018 (19.30 Uhr), kosten alle Plätze für den Besuch der Aufführung von Joseph Haydns musikalischer Komödie „Ritter Roland“ im Großen Haus nur 8,00 beziehungsweise ermäßigt 6,00 Euro. Das Angebot gilt ab sofort.

Worum geht’s in diesem Werk? Vom magischen Wald über eine Zaubergrotte und sogar in die Unterwelt führt der Weg des Ritters Roland, der Angelika bis zum Wahnsinn liebt und nicht widergeliebt wird. Denn sie hat nur Augen für Medoro, den sie im höchsten Glück und immer am Rande der Tragik liebt, wie das in der Oper nun einmal so ist. Alcina, die geheimnis- wie humorvolle Zauberin, wirbelt zusätzlich diese kleine Gesellschaft von sich ständig bekämpfenden Rittern, tragisch Verliebten und chronisch hungrigen Knappen gehörig durcheinander. Doch mit allen Mitteln des (Theater-)Zaubers führt sie auch ein glückliches Ende herbei.

Das ganze Füllhorn phantastischen Zaubertheaters ergießt sich über den staunenden Zuschauer, noch dazu im Takt von Haydns heiterer, mal dramatischer und immer betörend schöner Musik. Eigentlich kein Wunder, dass das Werk eine der meistgespielten Opern des ausgehenden 18. Jahrhunderts war. Diese Liebeserklärung ans Theater, seinen Zauber, seine Magie, verspricht einen »Haydn-Spass«.

In seiner eigenen Fassung der Heldenkomödie auf Deutsch erzählt Regisseur Dominik Wilgenbus mit witzigen Einfällen und spritzigen, neuen Texten die Geschichte von Ritter Roland für Opernliebhaber, Opern-Neulinge und Immer-Neugierige. Die fantasievolle Ausstattung gestalteten Peter Engel (Bühnenbild) und Christiane Luz (Kostüme).

Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton singen und spielen: Dorothea Brandt, Giulio Alvise Caselli, Kristine Larissa Funkhauser, Eric Laporte, Kenneth Mattice, Musa Nkuna, Matthew Overmeyer, Cristina Piccardi, Egidijus Urbonas; Statisterie des Hagener Theaters, Philharmonisches Orchester Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777.

Frist läuft ab, Umwelthilfe droht Stadt Hagen mit Klage

27. März 2018

In Hagen drohen Diesel-Fahrverbote, falls die Deutsche Umwelthilfe mit ihrer angedrohten Klage Erfolg hat. Der Oberbürgermeister wehrt sich. (…)

Quelle: wp.de

Barbara Hanning kehrt nicht in Fraktion der Grünen zurück

27. März 2018

Erneut hat die ehemalige Spitzenkandidatin der Grünen in Hagen vor Gericht verloren: Barbara Hanning darf nicht in die Fraktion zurückkehren. (…)

Quelle: wp.de

Marcus Weichert verlässt Agentur für Arbeit in Hagen

27. März 2018

Nach drei Jahren an der Spitze der Agentur für Arbeit in Hagen zieht es Marcus Weichert zur nächsten Behörde. Nun wird ein Nachfolger gesucht. (…)

Quelle: wp.de

Simone Lange kommt nach Hagen

26. März 2018

Flensburgs Oberbürgermeisterin bewirbt sich um den SPD-Vorsitz

Die SPD-Spitze hatte es sich so schön gedacht und im engsten Kreis Andrea Nahles als neue Vorsitzende der deutschen Sozialdemokratie ausgeguckt. Dieses Regieren von oben fand die Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg keine so gute Idee und warf selbst ihren Hut in den Ring.

Simone Lange (Foto: Stadt Flensburg) wirbt jetzt bei der Parteibasis um Zustimmung und kommt auch nach Hagen:

7. April 2018 um 10:30 – 12:30 Uhr
Haus Nordhoff
Iserlohner Str. 99, 58119 Hagen-Hohenlimburg

Dort wird sie sich vorstellen, danach kann man mit ihr ins Gespräch kommen.

Lange kritisiert das krampfhafte Festhalten an der Agenda-2010-Politik. In einem Interview mit Spiegel Online sagte sie: „Wir müssen das Thema Umverteilung inhaltlich ausgestalten. Höhere Steuern sind dabei nur ein Aspekt. Wir brauchen den Mut zu neuen Ansätzen. In Flensburg haben wir mit den Bürgern eine Debatte über das bedingungslose Grundeinkommen geführt. Ob das des Rätsels Lösung ist, weiß ich auch noch nicht, aber die Menschen wollen darüber reden. Sie sind auf der Suche nach einem wirksamen Instrument, das der Spaltung zwischen Arm und Reich entgegenwirkt.“

Weiter setzt sie sich für eine neue Entspannungspolitik ein. Sie will sich für einen Parteitagsbeschluss stark machen, der Rüstungsexporte unter sozialdemokratischer Beteiligung in Zukunft ausschließt. Wie nötig dies sei, bestätigten aktuell wieder die Bilder deutscher Panzer, die im Krieg in Syrien zum Einsatz kämen. Gerade die SPD sieht Simone Lange in der Pflicht, sich zu einer kompromisslosen Friedenspolitik zu bekennen: „Willy Brandt hat uns gelehrt, dass echter Wandel nur durch Annäherung erreichbar ist. In der sozialdemokratischen Tradition stehend ist es unsere Pflicht, jede Chance darauf zu ergreifen und jeden Tag dafür zu arbeiten, dass Waffen schweigen.“

Lange will den Politikbetrieb wieder vom Kopf auf die Füße stellen: „Das Leben der Menschen findet in den Kommunen statt und nur dort kann und muss es verbessert werden! Stärkt die Kommunen, denn das stärkt den Zusammenhalt!“

FernUni: Forschung zur Bioökonomie

26. März 2018

Ein wissenschaftliches Team aus Hagen und Magdeburg untersucht politische Prozesse zur Gestaltung einer Bioökonomie in Deutschland im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie

Die Weltbevölkerung wächst, gleichzeitig werden Ressourcen knapper und das Klima wandelt sich. Die Herausforderungen können nur bewältigt werden, wenn vorhandene Ressourcen effizienter genutzt und gleichzeitig der Ausstoß klimaschädigender Emissionen von der Wirtschaftsleistung entkoppelt wird.

„Hierzu kann die Bioökonomie einen entscheidenden Beitrag leisten, wenn es um die Weiterentwicklung der mineralölbasierten zu einer biobasierten Wirtschaft und Gesellschaft abzielt“, betont Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller von der FernUniversität in Hagen. Jedoch gibt es nach ihren Worten noch großen Forschungsbedarf, etwa zur Produktion ausreichender Biomassemengen, mit denen die stofflichen und energetischen Bedarfe gedeckt werden können.

Auch die Implementierung ressourceneffizienter Prozessabläufe sowie die Bewertung sozio-ökologischer Auswirkungen einer biobasierten Wirtschaftsweise müssten weiter untersucht werden. Darüber hinaus fehle es bislang an empirisch fundierten theoriegeleiteten Studien über politische Prozesse zur Initiierung, Förderung oder Regulierung bioökonomischer Techniken, Verfahren und Produkte.

Zusammen mit Prof. Dr. Michael Böcher will sie diese politikwissenschaftliche Forschungslücke ein Stück weit füllen: Ihr gemeinsames Projekt „Politische Prozesse der Bioökonomie zwischen Ökonomie und Ökologie – Bio-Ökopoli“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) drei Jahre lang gefördert. Die Leiterin des Lehrgebiets Politikwissenschaft III: Politikfeldanalyse & Umweltpolitik an der FernUniversität in Hagen ist Projektkoordinatorin, ihr Kooperationspartner hat den Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Nachhaltige Entwicklung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg inne.

„Die wollten uns weghaben“

25. März 2018

Es sind leere Blicke über halbleeren Kaffeetassen. Die Heizung aufgedreht, ein paar Kekse auf dem Tisch, um den herum fünf Genossen sitzen. Es geht um ihren alten Ortsverein Boele-Kabel-Garenfeld.

„Wir waren ne gute Truppe“, sagt einer. „Die wollten uns gezielt weghaben“, ein anderer. „Weil wir unbequem gewesen sind“, die einzige Frau am Tisch.

Die SPD kommt nicht zur Ruhe – auch nicht an der Basis. Zum Beispiel in Hagen. Es gärt schon lange bei den Genossen vor Ort. (…)

2016 gab es 71 Mitglieder, zwei Jahre später waren es plötzlich 126. Der Vorsitzende Andreas Schumann redete im Zuge dieses Mitglieder-Wildwuchses davon, es existierten Pläne, den Ortsverein zu unterwandern und verfasste am 9. Juni 2016 ein entsprechendes Schreiben, das an den Unterbezirksvorstand der SPD Hagen ging (Anm. DW: siehe hier). Er schickte Mitglieder los, um in der Sache zu recherchieren. In dieser Zeit fungierte der Deutsch-Albaner Milazim Jusaj als Kassierer.

Die Recherchen der alten Mitglieder ergaben nach und nach: Neun der Neumitglieder heißen mit Nachnamen Jusaj. (…)

Hatte er vorher noch über Unterwanderung geklagt, trat der alte Ortsvereinsvorsitzende Andreas Schumann im Juli 2017 zurück. Aus gesundheitlichen Gründen, wie er angab. Der Vorstand wurde im Eiltempo aufgelöst und neun gewählt. Natürlich komplett besetzt mit neuen Mitgliedern, die Milazim Jusaj allesamt nicht gekannt haben will. Von ihnen ließ er sich dann auch zum Vorsitzenden krönen.

Andreas Schumann ist nun Stellvertreter und will plötzlich vom Vorgang einer „Unterwanderung“ nichts mehr wissen. „Irgendwie haben die ihn umgedreht“, sagt ein Genosse, der nahe an den Protagonisten dran ist. (…)

Milazim Jusaj genießt derweil seine neue Aufgabe. (…) Hat Delegierte wählen lassen, für den Unterbezirksparteitag und für den Unterbezirksparteirat, die ihm treu nachfolgen.

Hier fängt die Geschichte an, richtig heikel zu werden. (…) Delegierte verteilen Macht. „Es geht hier um Posten und Pöstchen im Kleinen. Um das Sagen in der Kommunalpolitik. Aber eben auch um mehr“, sagt ein Hagener Genosse aus einem Nachbar-Ortsverein. (…)

Die Altmitglieder im Ortsverein Boele-Kabel-Garenfeld sind mittlerweile nur noch gefrustet. Viele engagieren sich nicht mehr, einige sind längst ausgetreten, darunter auch ein angesehenes Ratsmitglied. (…)

Schon am 22. September 2017 haben sich die Verdrängten mit einem Brandbrief an den SPD-Landeschef Michael Groschek gewandt. (…) Groschek bestätigte den Eingang des Scheibens. Weiter passierte nichts. Auch auf Anfrage von Cicero schwieg der SPD-Landesvorsitzende.

Der neue Kopf des Ortsvereins Milazim Jusaj wollte sich gegenüber Cicero ebenfalls nicht zu den Vorwürfen positionieren. Er reagierte weder auf Anrufe noch E-Mails. Selbst der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, Timo Schisanowski, wollte sich nicht äußern. Die Hagener SPD-Abgeordneten für Landtag und Bundestag reagierten ebenfalls nicht. Es hat den Anschein, als brächte das Drunter und Drüber die Genossen in Hagen aus den verschiedensten Gründen zum Schweigen. (…)

Warum in der Hagener SPD das zumindest fragwürdige Gebaren einiger Genossen so konsequent nicht bewertet wird, bleibt offen. Die Mitglieder des Ortsvereins Boele-Kabel-Garenfeld gehen davon aus, dass man versuche, „sich gegenseitig zu decken“. (…)

Quelle: Cicero 4/2018 (nicht online, aber mit Cicero plus auch die Print-Ausgabe 1 Monat gratis lesen)

Siehe dazu bei DOPPELWACHOLDER.DE:

Boeler SPD-Vorstand tritt zurück

(…) In Genossenkreisen wird als Möglichkeit vermutet, dass es sich bei den Masseneintritten um einen Racheakt aus den Reihen des Hagener Parteivorstands handeln könnte bzw. den Versuch, auch in Boele für genehme Mehrheiten zu sorgen.

Bei der Aufstellung der Kandidatur zur Landtagswahl hatte es für den eigentlich gesetzten Wolfgang Jörg einen überraschenden Mitbewerber gegeben. Und der kam aus dem Ortsverein Boele-Kabel-Garenfeld.

Und zur merkwürdigen Berichterstattung der WPWR:

Vorstand der SPD Boele tritt nahezu geschlossen zurück

DOPPELWACHOLDER.DE berichtete bereits über diesen Fall. Wer eine gewisse Diskrepanz zwischen den beiden Veröffentlichungen sieht, liegt damit richtig. So schreibt die WPWR: (…)

Aber Clan-Strukturen sind kein SPD-Monopol:

Familienbande

Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Ingo Hentschel, der Sprecher der Hagener UnLinken, hat es geschafft. Kein verspäteter Aprilscherz: ER ist jetzt Ratsherr – endlich mal wer sein. (…)

Geheimsache Wasserpreis

25. März 2018

Mark-E als „Heimlichtuer des Monats“

Das Bündnis „NRW blickt durch“ kritisiert die Heimlichtuerei verschiedener Wasserversorger bei der Frage nach den Kosten und Gewinnen der lokalen Wasserversorgung. Die Transparenz-Initiative aus Bund der Steuerzahler NRW, Mehr Demokratie, NABU NRW und der Antikorruptionsorganisation „Transparency Deutschland“ hat bei einer Umfrage festgestellt, dass sich sieben Wasserversorger nicht in die Bücher schauen lassen.

Diese zeichnet das Bündnis deshalb mit dem Negativpreis „Heimlichtuer des Monats“ aus: Neben dem Hagener Versorger Mark-E Aktiengesellschaft die Stadtwerke Essen, die DEW21 in Dortmund, die EWR GmbH in Remscheid, die Stadt Solingen, die Stadtwerke Detmold und Rhein-Energie AG in Köln.

„Wenn es um Gewinne, Dividenden und Kapitalverzinsungen als Teile der Kostenkalkulation geht, hüllt man sich mancherorts gerne in Schweigen“, stellt Heinz Wirz, Landesvorsitzender des Bundes der Steuerzahler NRW, fest. Die Mark-E Aktiengesellschaft, Wasserversorger in Hagen schweige über solche Zahlen ebenso wie die DEW21 in Dortmund.

„Gerade die kommunalen Beteiligungen sollten eine transparente und nachvollziehbare Kalkulation ihrer Kosten zu einer Selbstverständlichkeit machen“, fordert Wirz. Mit dem „Heimlichtuer des Monats“ macht das Bündnis „NRW blickt durch“ regelmäßig auf Behörden und öffentliche Stellen aufmerksam, in denen es an Informationsbereitschaft und Transparenz mangelt. Um solche Mängel abzustellen, fordert das Bündnis ein Transparenzgesetz, das Stadtwerke mit kommunaler Beteiligung zur Veröffentlichung ihrer Kostenkalkulationen verpflichten würde.

Zum letzten Mal: „Wie im Himmel“

25. März 2018

Szenenbild: Joshua Schettner, Andreas Kunz. Foto: Klaus Lefebvre

Am Ostersonntag, 1. April 2018 (16 Uhr, Großes Haus) besteht zum letzten Mal die Gelegenheit, das berührende und beeindruckende Schauspiel „Wie im Himmel“ nach dem gleichnamigen Film von Kay Pollak (mit Musik) im Theater Hagen zu erleben.

Worum geht’s? Der gefeierte Konzertdirigent Daniel Daréus hat sich trotz schwerer Schicksalsschläge in der Kindheit den Traum einer Musikerkarriere erfüllt. Die hohen Ansprüche an sich selbst stellt er auch an seine Musiker. Auf dem Zenit seines Erfolges, umschwärmt von Publikum und Presse, erleidet der Frauenliebling einen Herzinfarkt. Daréus zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück in sein Heimatdorf, wo ihn niemand unter seinem Künstlernamen kennt, um in der Einsamkeit wieder zu sich selbst zu finden. Wird ihm das gelingen?

In der Inszenierung von Thomas Weber-Schallauer, der Ausstattung von Britta Tönne und unter der musikalischen Leitung von Andres Reukauf spielen und singen: Christian Bergmann, Ansgar Conrads, Carolin Freund, Ulla Fischer, Ulla Gericke, Ralf Grobel, Dieter Günther, Kristina Günther-Vieweg, Judith Guntermann, Daniel Heck, Thomas Maximilian Held, Asaja Köppermann, Andreas Kunz, Antje Lewald, Joshua Schettner u.a.; Mitglieder aus Chören und Vokalensembles  aus Hagen und Umgebung (Projektchor).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Grüne Hagen diskutieren ein umfassendes Mobilitätskonzept

24. März 2018

Kreisverband berichtet von seiner Mitgliederversammlung:

Vor dem Hintergrund ungelöster Luftreinhaltungsprobleme und alltäglicher Innenstadtstaus wollen Die Grünen Hagen ein umfassendes Mobilitätskonzept entwickeln. Kern ist ein leistungsfähiger ÖPNV, der mit Radverkehr und emmissionsfreier Mobilität vernetzt werden muss.

Bei einer gut besuchten Mitgliederversammlung der Hagener Grünen konnten verschiedene Experten ihre Sichtweisen und den aktuellen Sachstand vorbringen. So wurde vom Umweltausschussvorsitzenden Hans-Georg Panzer¹ und von Rüdiger Ludwig², Aufsichtsratsvorsitzender der Hagener Straßenbahn AG, das aktuelle Entwicklungsgutachten zum ÖPNV in Hagen vorgestellt.

Wichtige Inputs lieferten auch Jürgen Sporbeck und Martin Porck als langjährige Kenner der Nahverkehrsbranche. Dabei wurde deutlich, dass unterschieden werden muss zwischen kurz- und mittelfristig möglichen Verbesserungen des ÖPNV, die auch mit der aktuellen Haushaltslage vereinbar sind, und den Grundlagen für ein Mobilitätskonzept der Zukunft.

„Um beides müssen wir uns JETZT kümmern“, beschreibt Kreisverbandssprecher Rolf Willaredt die Aufgabe. „Dabei ist sicher, dass wir in Zukunft deutlich mehr in den Öffentlichen Personennahverkehr investieren müssen. Aber das vorliegende Gutachten zeigt auch, dass die einfache Forderung nach mehr Geld für den ÖPNV nicht ausreicht. Das ÖPNV-System muss klug umgebaut und verbessert werden, so dass es eine attraktive Nutzung in unserer Stadt ermöglicht. Auf den Hauptachsen muss die Nutzung intuitiv sein: Ich gehe zur Haltestelle in dem Wissen, dass in annehmbarer Zeit von maximal zehn Minuten ein Bus oder eine Bahn kommt, die mich rasch zum Ziel befördert. Damit wird der Nahverkehr auch attraktiv für eine weitere Vernetzung, etwa mit Leihrädern und Pedelecs.

Erforderlich ist aber auch, die gesamte Verkehrssteuerung und Stadtentwicklung von der autogerechten Stadt hin zu einer menschengerechten Stadt zu entwickeln. Mit diesen Gedanken befinden wir uns übrigens in guter Gesellschaft von Wirtschaftsberatungsinstituten, wenn auch mit etwas unterschiedlichen Akzenten.“

Damit bezieht sich der Sprecher der Grünen auf eine aktuelle Untersuchung von Roland Berger. In einer„Szenario-Analyse für urbane Mobilität 2030“ fasst das Institut die Aufgabenstellung zusammen, „dass Deutschland bereits heute die Weichen stellen muss, um eine unkoordinierte Zunahme des Straßenverkehrs zu verhindern. Ziel muss ein vernetztes, koordiniertes, urbanes Verkehrssystem sein. Aufgabe des ÖPNV ist es, seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber autonomen Fahrzeugen aktiv zu behaupten oder solche Fahrzeuge in sein Angebot zu integrieren.“

¹ Zu Panzer siehe auch:

Gewendete Grüne gegen „Fahrverbote“
Verkehrs- und umweltpolitische Bankrotterklärung der Hagener Ökoliberalen

² Zu Ludwig siehe auch:

Nächste Haltestelle: Sankt Nimmerlein
Grüne schieben Verbesserungen im Nahverkehr auf die lange Bank

Anbetung der „schwarzen Null“ ein Irrweg

24. März 2018

Volkswirtschaftslehre für alle an der VHS

Am Montag, 9. April, beginnt an der Volkshochschule Hagen in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein Seminar zum Thema „Wirtschaftspolitik – Volkswirtschaftslehre (VWL) für alle“. Der Kurs findet insgesamt 13 Mal montags von 19.30 bis 21 Uhr statt.

Wer an Wirtschaftspolitik interessiert ist, muss auch wissen, wie eine Volkswirtschaft funktioniert! Nur dann kann man die wahren Ursachen für Fehlentwicklungen wie Arbeitslosigkeit oder Inflation erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen auswählen.

Genau dieses Wissen zu vermitteln, ist das Ziel dieses Kurses. Außer der Kenntnis der Grundrechenarten gibt es keine weiteren Anforderungen. Alle Fachbegriffe und Zusammenhänge, die für das Verständnis der wirtschaftspolitischen Diskussionsbeiträge in Zeitungen, Talkshows und Parlamenten relevant sind, werden ausführlich und anschaulich mit Hilfe einfacher Zahlen-Beispiele und Grafiken vermittelt.

Am Ende dieses Kurses werden die Teilnehmer bedeutend mehr von Volkswirtschaft verstehen. Sie werden unter anderem erfahren, warum aus wissenschaftlicher Sicht, eine Umverteilung „von unten nach oben“ schlecht ist für die Wirtschaft, eine Erhöhung des Mindestlohns die Beschäftigung fördert, die Anbetung der „schwarzen Null“ ein Irrweg ist und warum Trump das deutsche Recht auf seiner Seite hat, wenn er die deutschen Export-Überschüsse bekämpfen will.

Kursleiter Fritz Helms ist von Beruf Diplom-Volkswirt und war 30 Jahre lang an der FernUniversität Hagen als Wirtschaftsdidaktiker beschäftigt. Nähere Informationen: unter fritz.helms@gmx.net.

Das Serviceteam der Volkshochschule bittet um Anmeldung unter Kursnummer 1963. Informationen hierzu erhalten Interessierte online unter www.vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam unter Telefon 02331/2073622.

Karfreitagsmatinee des Philharmonischen Orchesters

24. März 2018

Traditionell stimmt Ende März die Karfreitagsmatinee des Philharmonischen Orchesters Hagen (30. März 2018, 11.30 Uhr, Kirche am Widey) auf die Osterfeiertage ein.

Unter der Leitung von Steffen Müller-Gabriel stehen in diesem Jahr Werke der Barockmeister Georg Philipp Telemann und Antonio Vivaldi im Mittelpunkt, die sich in ganz unterschiedlicher Weise mit den Themen Trauer, Demut und Transzendenz befassen.

Einer ebenso virtuosen wie anrührenden Motette Vivaldis für Sopran wird die gravitätische „Hamburgische Trauermusik“ Telemanns gegenübergestellt. Solistin ist Cristina Piccardi (Sopran, Foto: Theater), Bijan Fattahy übernimmt den ausdrucksvollen Solopart an der Viola in Paul Hindemiths „Trauermusik“. Weitere Werke von Arvo Pärt und Einojuhani Rautavaara betonen den meditativen Charakter des Feiertags.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Politik setzt auf Abriss von Block 1 in Hagen-Wehringhausen

23. März 2018

Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich mit breiter Mehrheit dafür ausgesprochen, auf ein aufwändiges, mehrjähriges Bebauungsplanverfahren zu verzichten und das von der Gemeinnützigen Wohnstättengenossenschaft (GWG) angedachte Konzept für den Standort im vereinfachten Verfahren weiterzuverfolgen. (…)

CDU-Ratsherr Stefan Reinke und sein Grünen-Kollege Hans-Georg Panzer machten deutlich, dass der Abriss von 130 Einheiten angesichts der Ergebnisse der Wohnungsmarktstudie ein richtiger und wichtiger Impuls sei, um den Mietwohnungsmarkt zu stabilisieren. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die schwarz-grünen „Allianz“-Partner haben die von ihnen selbst erwähnte Wohnungsmarktstudie offenbar noch immer nicht richtig verstanden. Deshalb die wesentlichen Rahmenbedingungen für Abrisspläne hier noch einmal zum Nachlesen (Hervorhebungen: DW):

Der Rückbau sollte sich dabei zunächst auf einfache Gebäudebestände aus der Nachkriegszeit in peripher gelegenen Lagen (z.B. Oege/Nahmer) oder Gemengelagen (z.B. in Eckesey und Delstern) konzentrieren. Zudem gilt es, zusammen mit Investoren Konzepte für den Abriss einfacher Nachkriegsbauten mit anschließendem höherwertigem Neubau in den zentralen Innenstadtlagen zu entwickeln.

Ein Rückbau der historischen Blockrandbebauung in den Gründerzeitvierteln stellt aus städtebaulicher sowie auch aus finanzieller Sicht in der Regel keine sinnvolle Option dar.

Allerdings erscheinen einige einfache Wohnlagen, die beispielsweise durch eine starke Verkehrsbelastung (Straße, Schiene), eine unattraktive Nachkriegsbebauung oder immissionsintensive Gemengelagen geprägt sind, vor dem Hintergrund der mittel- und langfristigen Bevölkerungsprognose als wenig zukunftsfähig.

Aus strategischer Perspektive ist ein Rückbau von außen nach innen sinnvoll, um ggf. auch die städtische Infrastruktur stärker konzentrieren zu können und Kosten zu sparen.

Dazu:

Interview mit einer Bewohnerin des Karrées

„Cosmic Digits“ von Emil Schult

23. März 2018

mit einem Multimedia-Konzert zur Eröffnung von TRANSHUMAN ART CRITICS mit Emma Nilsson und Emil Schult

24.03.2018 – 08.04.2018, Osthaus-Museum Hagen

Eröffnung: Freitag, 23.03.2018 von 18:30 Uhr – 22:00 Uhr

Emil Schult verbindet in seinem malerischen Werk die sehr alte, ursprünglich aus China stammende Technik der Hinterglasmalerei mit unserer heutigen Betrachtung der Welt, die meist durch Glasscheiben, sei es die Autoscheibe, die Fensterscheibe oder durch Displays unserer vielen elektronischen Geräte geschieht.

So sehr sich die Perspektive des Menschen durch die Entwicklung der Technik wandelt, so projiziert Schult den Menschen in dessen Zusammenhang mit dem quasi unsichtbaren Mikrokosmos der Elektronik und der unfassbaren Weite des Universums. Innerhalb dieser Spanne verhandelt der Mensch die existentiellen Fragen, das Menschsein, stets neu. In ‚Cosmic Digits‘ werden zudem einige Portraits von Pionieren der technischen Entwicklung präsentiert, die das Leben des Menschen seit dem letzten Jahrhundert maßgeblich beeinflusst haben.

Zur Eröffnung der Ausstellung wird die Brunnenhalle des Osthaus Museums zum Schauplatz eines Abends über die Evolution der elektronischen Musik in der Medienkunst.

Das Duo Emma Nilsson und Emil Schult präsentiert ihre eigene Kompositionen sowie Werke, die sich auf Kompositionen einiger Pioniere der elektronischen Musik wie Karlheinz Stockhausen, Herbert Eimert (Gründer des Studios für Elektronische Musik, Köln) und Henk Badings beziehen.

Emil Schult führt als Conférencier durch den Abend und stellt die Werke vor, um zugleich die Multimedia Performance in den transformativen Prozess der elektronischen Technik einzubetten. Verschiedene Videoprojektionen dienen als visuelles Erlebnis und fügen sich mit der live gespielten elektronischen Musik zusammen. Die musikalische Performance bezieht teils eines der frühesten elektronischen Instrumente mit ein – das Theremin.

Für den Abend haben Emil Schult und Emma Nilsson eigens ein Werk mit Bezug auf Karl Ernst Osthaus geschaffen, das im Osthaus Museum uraufgeführt wird.

Die Performance findet am Freitag, den 23. März 2018 um 18.30 Uhr in der Brunnenhalle statt. Eingeladen sind alle Interessierten. Der Eintritt kostet 3€.

WP: Die Stimmungsmacher im Konjunktiv

22. März 2018

Eine reißerische Headline – sonst hat die Westfalenpost nichts im Angebot

Die Hagener Ausgabe der Westfalenpost dämmert seit Jahren ihrem Ende entgegen. Die ständig sinkenden Verkaufszahlen versucht das heimische Blättchen mit immer schrilleren, den populistischen Bodensatz der hiesigen Bevölkerung bedienenden Artikeln zu verlangsamen.

Gestern waren mal wieder die Rumänen und Bulgaren an der Reihe. Gemeint sind eigentlich die Zigeuner, aber diesen Terminus vermeiden die Schreiber, um sich sicherheitshalber nicht auch damit noch in die Schusslinie zu bringen.

Gestern also titelte die Westfalenpost auf der ersten Seite des Lokalteils:

Hagen Hochburg des Hartz-IV-Betrugs

Interner Bericht der Arbeitsagentur besagt: Organisierte Banden locken EU-Zuwanderer gezielt mit falschen Versprechungen in die Volmestadt und nutzen sie aus

Wer jetzt harte Fakten erwartet hätte, wurde enttäuscht. Obwohl die Westfalenpost behauptet, ihr läge ein interner Bericht der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg vor, in dem Hagen als „eine von sieben Hochburgen des organisierten Leistungsmissbrauchs“ qualifiziert sein soll, ist das Blatt nicht dazu in der Lage, dies auch zu belegen. Es werden noch nicht einmal auf Hagen zutreffende Zitate aus dem vermeintlichen Bericht wiedergegeben. Der ganze Artikel gibt erst einmal in epischer Breite die Machenschaften von Banden wieder, aber in Bezug auf Hagen wimmelt er nur von Formulierungen im Konjunktivischen.

t-online.de berichtet dagegen: „Eine Bundesagentur-Sprecherin warnte allerdings vor dem Eindruck, die überwiegende Zahl der Ermittlungen beziehe sich auf Fälle von „organisierter Leistungskriminalität“. Tatsächlich richteten sich die Ermittlungen in erster Linie gegen Hartz-IV-Bezieher, die mit falschen Angaben zu Unrecht Leistungen bezogen hätten, ohne dass dahinter eine Bande stehe.“

Erst im hinteren Bereich des mit reißerischer Überschrift von der Westfalenpost gewitterten Skandals holen die mit der Sache befassten Personen den Verfasser des Artikels, immerhin den Lokalchef des Blattes Koch, auf den Boden der Tatsachen zurück:

So hat die Hagener Polizei nach einem Hinweis aus dem Jobcenter einen größeren Fall aufklären können. (…) Eine größere Zahl solcher Verfahren gebe es aber nicht, so Bode: „Die Spezialisten bei uns im Haus haben bislang noch keine Häufung feststellen können.“ (…)

Hagens Arbeitsagenturchef Marcus Weichert ist um ein differenziertes Bild bemüht: „Ganz viele Rumänen und Bulgaren arbeiten hier ganz normal und halten sich an die Regeln.“

Die Westfalenpost rückt in ihrer Print-Ausgabe allerdings eine andere Aussage Weicherts prominent in den Mittelpunkt: „Lebenslange Leistungssperre muss möglich sein.“

Die Leserschaft des Blättchens hat die Zielrichtung dieser Berichterstattung jedenfalls verstanden, wie die Kommentare auf der Fakebook-Seite der WP zeigen. Mit im Rennen – wen wundert es – auch Rainer Preuß, Ratsmitglied der „Grünen“, der ersichtlich nicht wahrnehmen kann, dass ein möglicher Missbrauch von Leistungen nicht an Nationalitäten gebunden ist:

Auf eine Anfrage der Fraktion Hagen Aktiv im Januar hatte das Jobcenter Hagen mitgeteilt, im Jahr 2017 in 40 Fällen Einstellungen oder Reduzierungen von Hartz-IV-Leistungen vorgenommen zu haben. Kontrolliert wurden mehr als 12.000 Personen, also statistisch jeder in Hagen lebende Rumäne oder Bulgare zweimal. Die dabei festgestellten Unregelmäßigkeiten betrugen demnach 0,3 Prozent.

Das Flirren der Insekten

22. März 2018

Premiere der Oper von Leoš Janáček „Das schlaue Füchslein“

Szenenfoto: Dorothea Brandt (Füchslein), Kinderchor des Theater Hagen. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die nächste Premiere im Musiktheater im Theater Hagen findet am 24. März 2018, 19.30 Uhr (Großes Haus), statt. Präsentiert wird die Oper „Das schlaue Füchslein“ von Leoš Janáček (Libretto von Leoš Janáček nach der Geschichte von Rudolf Těsnohlídek, für die deutsche Bühne bearbeitet und übersetzt von Max Brod – in deutscher Sprache mit Übertiteln).

Worum geht’s? Wie klingt ein Wald? Wir hören das Flirren der Insekten, das Knacken trockener Äste, die Rufe von Tieren und hier und da ein Rascheln unbestimmter Herkunft. In Janáčeks Opernfabel sind wir mitten im Wald, wo ein Fuchsjunges vom Förster gefangen wird, nur um in der Försterei den Hühnerstall durcheinander zu bringen und dann doch wieder in den Wald zu fliehen. Hier wächst es zur umworbenen Fuchsdame heran, hält Hochzeit und zieht Kinder groß, die schnell ebenso frech werden wie die Mutter …

Im Einklang mit der Natur sich dem ewigen Werden und Vergehen zu überlassen – dieser Sehnsucht verschafft Janáček mit seiner musikalischen Waldgeschichte Gehör. Und vor diesem philosophischen Hintergrund erleben wir die doch eher schnöden Menschenträume darin: Der Förster, der in den Wald geht, um der ewigen Nörgelei seiner Frau zu entkommen, der Schulmeister der sich betrunken in eine Sonnenblume verliebt, und der Pfarrer, der abwandern muss, weil seine Vergangenheit ihn einholt: Die menschlichen Herren der Schöpfung entpuppen sich als wenig vorbildtauglich – sind die Tiere da womöglich menschlicher?

Das Bühnenbild des international gefragten Ausstatters Christof Cremer bringt einen metaphorischen Wald überaus sinnlich auf die Bühne, in dem die Figuren in verrückt tierisch menschlichen Kostümen auftreten, damit die Regie von Mascha Pörzgen, die zuletzt u.a. an der Staatsoper Berlin und Volksoper Wien inszenierte, die Geschichte aus der Perspektive der Füchsin erzählen kann.

Und unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton wird die anspruchsvolle, dabei eingängige Musik dieses 1924 in Brünn uraufgeführten Werkes zum besonderen Erlebnis, weil hier Moderne und Folklorismus, romantische Oper und Filmmusik eine Mischung eingehen, die Kenner wie Neugierige gleichermaßen in den Bann zieht.

Es singen und spielen: Marilyn Bennett, Dorothea Brandt, Kristine Larissa Funkhauser, Veronika Haller, Olaf Haye, Sophia Leimbach, Boris Leisenheimer / Richard van Gemert, Kenneth Mattice, Matthew Overmeyer / Egidijus Urbonas, Jennifer Panara, Rainer Zaun u.a.; Chor, Kinderchor und Statisterie des Theater Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Weitere Vorstellungen: 29.3.; 8.4. (15 Uhr), 13.4., 18.4., 27.4.; 12.5., 16.5., 26.5.; 24.6. (18 Uhr) 2018 – jeweils 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen

Hunderte Lastwagen kürzen quer durch Hagen

22. März 2018

Die CDU zählt weiter Lastwagen, die die Routen durch die Stadt als Abkürzung zwischen den Autobahnen 1 und 45 nutzen. Hunderte sind es täglich. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es erschließt sich nicht zu recht, was die CDU hier bezweckt. So sind in der Vergangenheit keine Initiativen der Partei bekannt geworden, Lkws großflächig auszusperren. Im Gegenteil wurden doch immer die Interessen des Speditionsgewerbes vertreten. Plötzlich wollen die Christdemokraten entdeckt haben, „dass ein Großteil der Luft-, Brücken- und Straßenprobleme in Hagen dadurch entsteht“, dass Hunderte von Lastwagen durch die Stadt rollen.

Theater Hagen: Vorstellungsabsage

21. März 2018

Die Vorstellung der Theater Road Novel „Bilder deiner großen Liebe“ am 23. März 2018 um 19.30 Uhr im LUTZ muss leider ersatzlos abgesagt werden. Die bereits erworbenen Karten können an der Theaterkasse zurückgegeben werden.

Vormärz und Revolution 1848/49 in Hagen

21. März 2018

Vortrag von Dr. Ralf Blank, Stadtmuseum / Stadtarchiv Hagen

Donnerstag, 22. März, 18:30 Uhr, Kunstquartier Hagen

Die historische Epoche des Vormärz umfasst die Zeit vom Wiener Kongress 1815 bis zum Ausbruch der Revolution in Preußen durch den Berliner Barrikaden-Aufstand vom 18. März 1848. Während der französischen Herrschaft 1808 bis 1813 war Hagen die Hauptstadt eines Arrondissements im Ruhrdepartement. Es umfasste den südlichen Teil der preußischen Grafschaft Mark. Zu dieser Zeit erhielt Hagen erstmalig eine überregionale Funktion als Verwaltungssitz.

Die in bürgerlichen Kreisen als „Fremdherrschaft“ empfundene französische Verwaltung hatte die Errungenschaften der Französischen Revolution nach Preußen gebracht. Diese Impulse wirkten fort. Im Vormärz erstarkte das Bürgertum. Kultur und Presse sowie Bildung erfassten die Gesellschaft.

Nach dem Ende der Befreiungskriegen 1813 bis 1815 erfolgte in Preußen eine Gebietsreform. 1817 wurde der Kreis Hagen gebildet. Als Teil des neuen Regierungsbezirks Arnsberg und der Provinz Westfalen war der Kreis Hagen in einen Stadt- und in einen Landkreis unterteilt.

Reformen in Justiz, Verfassung und Verwaltung konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Adel weiterhin die bestimmende Gesellschaftsschicht war. In Hagen sorgte zwischen 1814 und 1819 die Zeitschrift „Hermann“ für die Verbreitung nationaler und sozialer Fragen sowie für politische Auseinandersetzungen. Unter dem Druck der Reaktion wurde sie 1819 verboten.

Unter dem biedermeierlichen Ruhekissen brodelte es gewaltig. Durch das Bevölkerungswachstum, durch die beginnende Industrialisierung und die Erschließung der Territorien durch moderne Verkehrsmittel kamen vielfältige Probleme auf die Tagesordnung. Arbeitslosigkeit, Hungerkrisen, Epidemien trieben die immer drängende soziale Frage an.

Die reaktionäre Restaurationspolitik des „Systems Metternich“ führte in eine Sackgasse. Die französische Februar-Revolution 1848 zündete im folgenden März den Berliner Barrikaden-Aufstand. Von Bayern, Baden und Preußen aus breitete sich die Revolution über die deutschen Länder sowie über die K.u.K. Monarchie aus.

Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Wahlrecht, Parlamentarismus und eine demokratische Grundordnung bestimmten zumindest bis in das Frühjahr 1849 den letzten Abschnitt der Revolution. Doch mit der Reichsverfassungs-Kampagne endete die Revolution in Aufständen, wie in Hagens Nachbarstadt Iserlohn, bis Juli 1849 in einem letztlich blutigen Ende.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entwicklung im Vormärz und während der Revolution im Raum Hagen. Vorgestellt werden Akteure, Orte, Aspekte und Ereignisse. Eine weitere Frage ist, wie die Revolution 1848/49 rückblickend wahrgenommen wurde und welche Bedeutung sie 170 Jahre nach ihrem Ausbruch für die Gegenwart besitzt.

Eintritt: 2 Euro (Abendkasse)

Eine Veranstaltung des Museums- und Archivvereins Geschichtsfreunde Hagen e.V. gemeinsam mit dem Karl-Ernst-Osthaus-Bund.

FernUniversität Hagen erleichtert Studienzugang für Flüchtlinge

21. März 2018

Die FernUniversität Hagen hat eine Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation „Kiron Open Higher Education“ geschlossen. Ziel ist es, Flüchtlingen den nahtlosen Übergang in ein Fernstudium zu erleichtern. Ein erster Schwerpunkt liegt dabei auf dem Studiengang Informatik.

Die Bildungsplattform Kiron ermöglicht es Menschen, online ohne sprachliche, finanzielle oder bürokratische Hürden ins Studium einsteigen – unabhängig von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort. Künftig können Kiron-Module fließend in die Studieneingangsphase an der Hagener Fakultät für Mathematik und Informatik eingebracht werden.

Mehr zum Angebot der FernUniversität für Geflüchtete

Landesverband Museumspädagogik tagte in Hagen

21. März 2018

Den gesellschaftlicher Wandel im Museum diskutierten am Montag einen Tag lang Museumspädagogen aus NRW im Osthaus Museum Hagen. Der Landesverband Museumspädagogik hat sich in diesem Jahr Hagen als Tagungsort ausgesucht.

Die große Frage war, welchen Herausforderungen müssen sich Museen und speziell die Museumspädagogik in Zeiten eines gesellschaftlichen Wandels stellen. Dazu gab es zwei interessante Referate von Prof. Dr. Susanne Keuchel, Direktorin der Akademie der kulturellen Bildung des Bundes und desr Landes NRW, und von Dr. Dorothea Parak, Wissenschaftliche Referentin für Bildung und Vermittlung des LVR-Jüdischen Museums im Archäologischen Quartier Köln.

Warnstreiks im Öffentlichen Dienst am Mittwoch

20. März 2018

Durch die für Mittwoch (21. März 2018) angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst wird es absehbar den ganzen Tag über zu massiven Einschränkungen im Leistungsangebot der Hagener Stadtverwaltung kommen.

Bürgerinnen und Bürger sollten sich mindestens auf längere Wartezeiten einrichten. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass ganze Dienststellen geschlossen bleiben. Dazu könnten unter anderem Bürgerämter, die Führerscheinstelle oder die Zulassungsstelle zählen. Um eine Versorgung im Bereich der Kitas aufrecht zu halten, werden flächendeckend Notgruppen eingerichtet. Zudem bleiben alle städtischen Museen und das Kunstquartier geschlossen.

Zwei Termine zur Hagener Verkehrspolitik

20. März 2018

Zur öffentlichen Mitgliederversammlug am Mittwoch, den 21.3. um 19 Uhr in der Goldbergstraße 17 laden die Hagener Grünen herzlich ein. Zur Diskussion über den ÖPNV in Hagen stellt der Umweltausschussvorsitzende Hans-Georg Panzer den Sachstand vor.

Einen Tag später, am Donnerstag, den 22. 3. ebenfalls um 19 Uhr lädt die Grüne Linke Hagen zu einem offenen Stammtisch ein. Treffpunkt ist die Pizzaria-Ristorate „Mare e Monti“ in der Kampstraße 32. Es geht um folgende Themen:

Stadt Hagen nach der Haushaltsentscheidung,
Diesel-Verbot für die Innenstadt?
Nachhaltigkeitsgebot Stadt, Land, Bund

Zur aktuellen Verkehrspolitik der grünen Ratsfraktion siehe auch: Gewendete Grüne gegen „Fahrverbote“ und Nächste Haltestelle: Sankt Nimmerlein

„Komödie im Dunkeln“

20. März 2018

Gastspiel des Rheinischen Landestheaters Neuss

Auf dem Szenenfoto: Juliane Pempelfort, Josia Krug. Fotograf: Björn Hickmann/Stage Picture.

Am 23. März 2018 (19.30 Uhr, Großes Haus) gastiert das Rheinische Landestheater Neuss mit der „Komödie im Dunkeln“ von Peter Shaffer im Theater Hagen.

Um seinen Schwiegervater in spe zu beeindrucken, lädt der erfolglose Bildhauer Brindsley nicht nur diesen, sondern auch einen berühmten Kunstsammler ein, den er von seinem Talent überzeugen möchte. Da seine Wohnungseinrichtung aber ein Abbild seiner bisherigen Lebenssituation ist, vertauscht er seine Möbel mit dem geschmackvollen und sehr teuren Mobiliar seines verreisten Nachbarn Harrold. Plötzlich zerstört ein Stromausfall Brindsleys schönen Plan: Kein stimmungsvolles Licht, keine Musik, die erste frostige Begegnung mit dem Schwiegervater findet im Stockdunkeln statt. Obendrein sucht die Nachbarin bei dem Pärchen Schutz vor der Dunkelheit, während Harrold verfrüht und nichtsahnend von seiner Reise zurückkehrt. Da kommt die Dunkelheit Brindsley ganz gelegen, kann er doch so seinen Diebstahl möglichst lange verbergen. Der Kunstsammler lässt auf sich warten, dafür taucht nicht nur der Elektriker, sondern auch die eifersüchtige Ex-Geliebte Brindsleys auf. Das Chaos ist vorprogrammiert…

Das Besondere an dieser Komödie ist Peter Shaffers Idee, Licht und Dunkel zu vertauschen: Ist die Bühne hell erleuchtet, tappen die Figuren im Dunkeln, wird eine Kerze angezündet, wird das Bühnenlicht zurückgenommen. Situationskomik und Missverständnisse sind das Resultat: Alle stolpern und stürzen. Ein amüsantes, turbulentes und erhellendes Spiel um Schein und Sein.

In der Inszenierung von Andreas Rehschuh und der Ausstattung von Ivonne Theodora Storm spielen Christoph Bahr, Joachim Berger, Katharina Dalichau, Josia Krug, Juliane Pempelfort, Andreas Spaniol, Alina Wolff.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Warnstreik: Busverkehr stark eingeschränkt

19. März 2018

Sonderfahrpläne am Streiktag

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst kommt es zu Warnstreiks, von denen voraussichtlich auch die Hagener Straßenbahn AG am Mittwoch, 21. März 2018, ganztägig stark betroffen ist.

Es ist vorgesehen, dass die Busse in diesem Fall nach dem Netz der Nachtexpress-Linien fahren. Die ersten Fahrten beginnen ab ca. 5:00 Uhr aus den Stadtteilen, bzw. um 5:32 Uhr ab der (H) Stadtmitte. Die letzten Fahrten finden um ca. 21:32 Uhr ab der Haltestelle Stadtmitte statt. Die Abfahrten der Linien NE1 bis NE21 werden auf einen 30-Minuten-Takt erweitert. Alle anderen NE-Linien fahren in der Zeit von ca. 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr im Stundentakt zu den gewohnten Abfahrtszeiten.

Besonderheiten gibt es für die Fahrgäste, die aus Gevelsberg, Herdecke oder Breckerfeld kommen. Der NE3 fährt ab Westerbauer Schleife lediglich einmal pro Stunde bis Gevelsberg. In Fahrtrichtung Hagen Stadtmitte fährt der NE 3 außerdem an allen Haltestellen zu geänderten Abfahrtszeiten.

Der NE8 fährt ebenfalls nur einmal pro Stunde bis Breckerfeld, während die übrigen Fahrten an der Selbecke enden.

Die Linie NE19 fährt ab der Haltestelle Herdecke Mitte im Wechsel einmal pro Stunde zum Nacken und einmal pro Stunde zur Schanze.

Die Linie 511 fährt nach einem verkürzten Sonntagsfahrplan. Die Linien 1, 9, 84, 539, 591 und 594 fahren normal.

Fahrpläne und weitere Infos: Hagener Straßenbahn AG

Hagener Straßenbahn arbeitet an Konzept für Elektro-Busse

19. März 2018

Testfahrten mit E-Bussen hat es schon gegeben. Jetzt arbeitet die Straßenbahn an einem Konzept. Mit der Umsetzung will man sich Zeit lassen. (…)

Dabei betont der Betriebsdirektor, dass die Hagener Busflotte schon jetzt zu den modernsten Deutschlands zähle. „40 Prozent unserer Busse erfüllen schon die Euro-VI-Abgasnorm“, so Flockenhaus, „Euro-IV-Fahrzeuge haben wir nicht mehr in unserer Flotte.“

Ein moderner Linienbus, der im Betrieb und nicht auf einem Prüfstand getestet werde, stoße lediglich so viel Stickstoffdioxid aus, wie ein Golf Diesel. „Rechnet man das auf die Personen, die darin befördert werden, ergeben sich allerdings ganz andere Werte“, so Flockenhaus. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die in die Debatte um bessere Luft in der Stadt eingeführten angeblichen Probleme mit Linienbussen sind ein gezieltes Täuschungsmanöver, um von den eigentlichen Verursachern abzulenken. Diesel-Pkw sind nach Angaben des Umweltbundesamtes mit 72,5 Prozent die Hauptquelle für Stickoxid in den Städten. Busse machen hingegen nur 4 Prozent der NO2-Emissionen des städtischen Verkehrs aus.

„Bilder deiner großen Liebe“

19. März 2018

Theater Road Novel nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf

Die nächste Premiere im LUTZ findet am 22. März 2018 mit Beginn um 19.30 Uhr statt. Auf dem Programm steht die Hagener Erstaufführung der Theater Road Novel „Bilder deiner großen Liebe“ nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf in einer Fassung von Robert Koall mit Musik von Jana Reiß (ab 13 Jahren).

»Die Sterne wandern, und ich wandre auch.« – Das Mädchen Isa lässt die Tore einer Anstalt hinter sich und läuft barfuß durch unsere Welt, die wir nun durch ihren ganz besonderen Blickwinkel erleben dürfen. Atemlos folgt man einer Heranwachsenden, die sich bedingungslos ins Leben schmeißt: »Der Abgrund zerrt an mir. Aber ich bin stärker.« Unterwegs begegnet Isa Menschen, freundlichen wie rätselhaften, schlechten wie traurigen. Auf einer Müllhalde trifft sie zwei Jungs, die mit einem geklauten Auto unterwegs sind. Einer davon gefällt ihr…

Der ebenso hinreißenden wie unberechenbaren Figur der Isa, die dem Hagener Publikum bereits aus der Oper „Tschick“ von Ludger Vollmer bekannt ist, hat Wolfgang Herrndorf seinen letzten Roman „Bilder deiner großen Liebe“ gewidmet. Am Lutz Hagen verwandelt sich Isas Geschichte in eine poetisch wilde Road Novel zwischen Livekonzert und Theaterabend, die das ungewöhnliche Porträt einer starken jungen Frau zeichnet.

In der Inszenierung von Anja Schöne und der Ausstattung von Franziska Smolarek spielen, singen und musizieren Jana Reiß, Jonas Vietzke und Basil Weis.

Weitere Vorstellungen: 23.3.; 11.4. (12 Uhr), 12.4 (12 Uhr), 13.4., 14.4.; 16.5. (12 Uhr), 17.5. (12 Uhr), 18.5., 19.5.; 21.6. (12 Uhr), 22.6., 23.6.2018 – jeweils 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Gemeinsam für Nachhaltigkeit“: Nächster Halt Hagen

18. März 2018

Information, Austausch und Vernetzung

Die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG 21 NRW) veranstaltet am 21. März 2018 von 16.00 bis 19.30 Uhr in der Fern-Universität in Hagen (Gebäude 2, Raum 1-3, EG) die Regionalveranstaltung „Gemeinsam für Nachhaltigkeit“. Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung sind dazu eingeladen, sich zum Thema Nachhaltigkeit auszutauschen und zu vernetzen – für die Nachhaltige Entwicklung in der Region.

„Nachhaltigkeit ist zu einer Kernaufgabe unserer Zeit geworden“, sagt Dr. Klaus Reuter, Geschäftsführer der LAG 21 NRW. „Kommunales und zivilgesellschaftliches Handeln ist dabei der Motor für eine globale Nachhaltige Entwicklung.“

Aus dieser Überzeugung heraus entstand das Projekt „Gemeinsam für Nachhaltigkeit“, gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Unterstützung der NRW.BANK. Es richtet sich an zivilgesellschaftliche und kommunale Multiplikatoren/-innen aus den Bereichen Soziales, Ökologie und Ökonomie.

Ziel ist, die Information, Vernetzung und Beratung von engagierten Akteuren, die sich aktiv in den Diskurs zur Nachhaltigen Entwicklung einbringen möchten. Die LAG 21 NRW möchte damit die Initiativkraft bestehender und neuer Netzwerke für eine Nachhaltige Entwicklung in den Regionen stärken.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitstour des Projektes werden in insgesamt 16 Regionen NRWs Veranstaltungen durchgeführt. Den nächsten Halt macht die Tour in Hagen am 21. März 2018. Angesprochen sind Akteure aus Hagen und Umgebung (Ennepe-Ruhr-Kreis, Märkischer Kreis).

Thomas Huyeng, Umweltdezernent der Stadt Hagen, eröffnet mit begrüßenden Worten die Regional-veranstaltung. Thomas Kubendorff, Nachhaltigkeitsbotschafter der LAG 21 NRW und ehemaliger Landrat des Kreises Steinfurt, sowie Projektkoordinator Kay Oebels von der LAG 21 NRW werden die Teilnehmenden zum Thema Nachhaltige Entwicklung in Nordrhein-Westfalen informieren.

Im Anschluss werden im Rahmen einer offenen Diskussionsrunde Chancen und Hemmnisse für eine Nachhaltige Entwicklung in der Region erörtert. Abschließend bieten thematische Kooperationsinseln die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und neue Allianzen für die Nachhaltige Entwicklung in Hagen und Umgebung zu schmieden.

Die Veranstaltung richtet sich an Mitglieder und Engagierte von Vereinen, Organisationen, Institu-tionen, Kommunen und Unternehmen, die sich aktiv in den Diskurs zur Nachhaltigen Entwicklung in der Region einbringen möchten. Interessierten ist es noch möglich, sich unter Angabe von Namen und Organisation unter gfn@lag21.de anzumelden.

Mehr Informationen zum Projekt „Gemeinsam für Nachhaltigkeit“ finden Sie auf der Webseite der LAG 21 NRW.

Hagener Juwelierkette Christ baut knapp 120 Stellen ab

18. März 2018

Die Hagener Juwelierkette Christ baut knapp 120 Stellen ab. Der Standort Hagen wird aber weniger stark betroffen sein als zunächst befürchtet. (…)

Quelle: wp.de

Hohenhof und Stirnband

18. März 2018

VHS-Führung durch Hagens Schätze des Jugendstils

Zu einer Besichtigung des Gesamtkunstwerks Hohenhof sowie des Straßenzuges Stirnband mit Dr. Elisabeth May lädt die Volkshochschule Hagen in Kooperation mit dem Osthaus Museum am Mittwoch, 21. März, von 16 bis 18 Uhr ein.

Im Hagener Stadtteil Emst steht im Grünen ein architektonisches Highlight aus der Zeit des Jugendstils. Für den Hagener Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus errichtete der belgische Jugendstilkünstler Henry van de Velde 1906 bis 1908 das Wohnhaus der Familie, den Hohenhof.

Heute zählt das Gebäude europaweit zu den wenigen begehbaren Gesamtkunstwerken im Jugendstil. Bis heute ist die Idee des Gesamtkunstwerks für den Betrachter in der minuziösen und individuellen Komposition der Räume erlebbar.

Die Bestrebungen des gebürtigen Hageners Karl Ernst Osthaus reichten über die Planung seines Wohnhauses weit hinaus. Neben dem 1902 eingeweihten Folkwang-Museum plante Osthaus die Villenkolonie Hohenhagen, zu der auch der Hohenhof gehört.

Der Treffpunkt ist vor dem Hohenhof, Stirnband 10. Die Teilnahmegebühr von 9 Euro (inklusive Eintritt für den Hohenhof) wird vor Ort in bar kassiert. Das Serviceteam der Volkshochschule bittet um vorherige Anmeldung unter Kursnummer 1083. Informationen erhalten Interessierte hier oder unter Telefon 02331/207-3622.


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