Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

Treffpunkt Hauptbahnhof

23. Juni 2021

Integrationsrat will eine Gedenktafel für Gastarbeiter

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Ankunft eines Sonderzugs für Gastarbeiter im Bahnhof Hohenlimburg am 7. Dez. 1966. Foto: Stadt Hagen.

Der Integrationsrat schlägt dem Rat der Stadt Hagen vor, ein Andenken an die 1. Generation von Gastarbeitern in Form einer mehrsprachigen Gedenktafel im Bahnhofsviertel zu errichten.

Die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnete schon 1955 das erste Anwerbeabkommen mit Italien. 1960 folgten Spanien und Griechenland, 1961 die Türkei, 1963 Marokko und Südkorea, 1964 Portugal, 1965 Tunesien und 1968 Jugoslawien. Nach Ansicht des Integrationsrats soll die Gedenktafel in allen entsprechenden Sprachen verfasst werden.

Die 1. Generation der Gastarbeiter kam am Hagener Hauptbahnhof an, zudem diente dieser häufig als Treffpunkt und war ein bekanntes Viertel, um sich mit Freunden und Bekannten zu treffen.

Diese Generation der Gastarbeiter hat einen großen Beitrag zum Wiederaufbau der Industrie in Hagen geleistet und sollte daher nicht in die Vergessenheit geraten. Viele der Großbetriebe, bei denen sie beschäftigt waren, sind verscherbelt worden (wie Varta und Dolomitwerke) oder mit öffentlichen Geldern in andere Gebiete gelockt worden (wie Zwieback-Brandt).

Insbesondere die emotionalen Aspekte, unter denen diese Generation zu leiden hatte, ist den meisten Hagenern heute nicht mehr bewusst. So litten die Gastarbeiter sehr stark unter Heimweh; sie versuchten so viel Geld wie möglich anzusparen, um so schnell wie möglich wieder in die Heimatländer zurückzukehren.

Viele Nachkommen dieser 1. Generation sind inzwischen deutsche Staatsangehörige und kennen die Geschichte ihrer Vorfahren kaum. Die schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der 1. Generation sind nur Wenigen bekannt.

Daher sollte Hagen ein Zeichen setzten und somit die Leistung zum Wiederaufbau Hagens durch die Unterstützung der Gastarbeiter wieder in Erinnerung rufen.

Fließband BrandtAm Fließband bei Zwieback-Brandt, 1972. Zum Ende der Spätschicht setzte die Hagener Straßenbahn Extrazüge ein, um die Arbeiterinnen nach Hause zu befördern. Foto: Bundesarchiv/Ulrich Wienke (CC-BY-SA 3.0).

Hagen, Firma Carl Brandt Zwieback und Bisquit Carl Brandt, Zwieback und Bisquit GmbH. Hagen/Westf. Gastarbeiter-Unterkünfte, 1972. Foto: Bundesarchiv/Ulrich Wienke (CC-BY-SA 3.0).

Gastarbeiterinnen-UnterkunftKüche in einer Hagener Gastarbeiterinnen-Unterkunft, 1972 Foto: Bundesarchiv/Ulrich Wienke (CC-BY-SA 3.0).

Auch neue Bamberger-Firmen insolvent

19. Juni 2021

Es war 2014, als das seinerzeit größte Hagener Bauunternehmen, die Bamberger-Bau GmbH, Insolvenz anmelden musste. 109 Beschäftigte verloren ihren Job. Geschäftsführer des Unternehmens waren die Brüder Stefan und Matthias Bamberger.

Letzterer ist auch Geschäftsführer zweier anderer Firmen, die jetzt ebenfalls auf die Pleite zusteuern: die Geweke Bau GmbH und die BRW Baustoffe & Recycling Westerbauer GmbH. In beiden Insolvenzeröffnungsverfahren hat das Amtsgericht Hagen den Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die Geweke Bau GmbH ging 2016 aus der Deponie Geweke GmbH hervor. Laut Handelsregister ist als Unternehmensgegenstand die Ausführung von Hoch- und Tiefbauarbeiten aller Art und damit zusammenhängender Leistungen angegeben.

2018 wurde die BRW Baustoffe & Recycling Westerbauer GmbH eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist laut Handelsregister der Handel mit Baustoffen aller Art und Baustoffrecycling sowie Vermietung von Baugeräten und Baufahrzeugen aller Art.

Auch interessant: In der Bamberger Verwaltungs-GmbH, die nicht von der Insolvenz betroffen ist, mussten die Bamberger-Brüder Ende 2019 als Geschäftsführer ihre Hüte nehmen. Stattdessen regiert dort wieder der Senior nebst seiner Gemahlin. Es wird seine Gründe gehabt haben. Heinz Walter Bamberger vollendet Ende des Monats immerhin sein 83. Lebensjahr.

Abellio droht mit Insolvenz

15. Juni 2021

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Abellio-Betriebswerk HA-Eckesey. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY-SA 4.0).

Abellio Deutschand, dessen NRW-Ableger seinen Sitz in Hagen hat und hier auch ein Bahnbetriebswerk unterhält, steckt in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Die Tochter der Niederländischen Staatsbahn (NS) droht mit dem Gang zum Insolvenzrichter, falls die Verkehrsverbünde nicht finanziell nachlegen.

In einem Schreiben erklärt Wopke Hoekstra, Finanzminister des Nachbarlandes, den Ministerpräsidenten der fünf betroffenen Länder: „Intensive Gespräche mit den regionalen Aufgabenträgern haben bisher nicht zu einer Anpassung der langfristigen Verkehrsverträge und einer angemessenen Kompensation geführt. Diese Mehrkosten gefährden nun die Fortführung eines qualitativ hochwertigen Schienenpersonennahverkehrs durch Abellio.“

Die stark steigenden Personalkosten, vor allem für Lokführer, machen zahlreichen Bahnunternehmen zu schaffen. Hinzu kommt der durch Baustellen und Langsamfahrstellen desolate Zustand des Bahnnetzes sowie dessen Überlastung: Werden Züge nicht pünktlich gefahren, sind die Nahverkehrsunternehmen zu erheblichen Strafzahlungen verpflichtet.

„Jetzt gilt es, die sehr vertrauensvollen Gespräche zum Abschluss zu bringen“, schreibt Abellio Deutschland an seine Mitarbeiter und verschweigt ihnen den zweiten Teil der Botschaft, der folgt, wenn dieser „Plan A“ nicht umgesetzt wird.

Der „Plan B“ wird von der Spitze des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, wo Abellio einer der größten Leistungsträger ist, so zusammengefasst: Mit Blick auf die Frist und die Höhe der Nachforderung sei Plan A „absolut unrealistisch“. Die acht Aufgabenträger des Nahverkehrs in den fünf Bundesländern seien in enger Abstimmung „bis zur insolvenzrechtlichen Betreuung/Beratung“.

Abellio Deutschland hat von sich aus bereits einen prominenten Insolvenzrechtler als Generalbevollmächtigen engagiert.

Hagen: Arbeitslosigkeit weiter auf hohem Niveau

3. Juni 2021

Während die Arbeitslosenzahlen in Nordrhein-Westfalen im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat leicht rückläufig waren, bewegen sie sich in Hagen weiter auf hohem Niveau.

Die – geschönte – Arbeitslosenquote verminderte sich zwar um -0,1 Prozent geringfügig auf 11,8 Prozent, aber die – realistischere – Unterbeschäftigungsquote erhöhte sich im Vergleich zum Mai 2020 um 0,3 Prozent auf jetzt 14,5 Prozent. Landesweit ging sie um 0,2 Prozent auf 9,5 Prozent zurück.

Die örtliche Filiale der Arbeitsagentur hübscht wie gewohnt die Daten etwas auf. „Nach den Osterferien machte sich die günstige Jahreszeit wieder stärker bemerkbar. Die Verbindung der ergriffenen Maßnahmen und der inzwischen deutlich rückläufigen Kurzarbeit haben sich auf dem heimischen Arbeitsmarkt als Stabilitätsfaktor erwiesen“, so Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen.

So ganz haben die „günstige Jahreszeit“ und die „ergriffenen Maßnahmen“ aber doch nicht gewirkt: „Leider hat diese positive Entwicklung vorerst keine Auswirkungen auf die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die sich aktuell sogar eher verfestigt.“

Obwohl die Daten dagegen sprechen, sieht die Arbeitsagentur eine „günstige Entwicklung“, die zu erwartenden Corona-Lockerungen böten noch großes Potenzial für eine „weitere“ Belebung.

Die größte Nachfrage nach Arbeitskräften hatten wie gewohnt Leiharbeitsfirmen, von der Arbeitsagentur liebevoll „Personaldienstleister“ genannt (127 gemeldete Stellen), mit großem Abstand gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen (43), dem verarbeitenden Gewerbe (21), dem Handel (19) und der öffentlichen Verwaltung (15). Das Baugewerbe meldete nur 13, die Logistik 12 und das Gastgewerbe acht offene Arbeitsplätze.

Corona-Schnelltests außer Kontrolle

29. Mai 2021

Testzentren müssen noch nicht mal nachweisen, dass sie überhaupt Antigentests eingekauft haben

Ärzte, Apotheker und Amateure haben seit März durch Bürgertests eine neue Einnahmequelle. Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung zeigen, wie unkontrolliert das Ganze vonstatten geht.

Mit der am 8. März veröffentlichten neuen Corona-Testverordnung hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Boden für ein neues Geschäftsfeld bereitet. Nicht nur Ärzte und Apotheker testen seither in großem Stil auf das Coronavirus, sondern auch Friseure, Fitnessstudios oder Cafe-Betreiber.

So betreiben in Hagen der mit dem Oberbürgermeister bestens vernetzte Diskotheken-Impressario Mike Henning sowie ein IT-Unternehmer jeweils gleich mehrere Testzentren.

Wer kostenlose Bürgertests anbieten will, braucht dazu meist kaum Voraussetzungen: Ein Onlinekurs über die Abstrich-Entnahme reicht vielerorts aus und schon kann man beim Gesundheitsamt einen Antrag auf Eröffnung eines Testzentrums stellen – was dann meist ohne Schwierigkeiten auch genehmigt wird.

So verzeichnete allein in Nordrhein-Westfalen Mitte März noch 1862 Teststellen, Mitte April waren es dann 5776 und Mitte Mai bereits 8735, wie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) auf Anfrage mitteilt.

Abrechnen können die Teststellen pro Bürgertest 18 Euro, die sich aufteilen in 12 Euro für die eigentliche Testung und bis zu 6 Euro für das Material. Einen Überblick, wie viel Geld inzwischen für diese Tests ausgegeben wurden, ist schwer zu bekommen. Baden-Württemberg teilt mit, dass es im April 62 Millionen Euro waren, in Bayern waren es bis Mitte Mai mehr als 120 Millionen Euro. Verteilt wird das Geld über die Kassenärztlichen Vereinigungen, die sich aber jeden Euro wieder aus Steuermitteln erstattet bekommen, über das Bundesamt für Soziale Sicherung.

Weder die Gesundheitsämter, noch die Kassenärztlichen Vereinigungen, noch das Bundesamt und schon gar nicht das Gesundheitsministerium fühlen sich zuständig, zu kontrollieren, ob bei der Abrechnung alles korrekt läuft.

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Ab heute startet „Click&Meet“

29. Mai 2021

Ab heute, Samstag, 29. Mai, kann der Einzelhandel in Hagen wieder „Click&Meet“ anbieten. Um „Click&Meet“ zu nutzen, müssen Interessierte zunächst bei dem jeweiligen Geschäft einen Termin buchen. Vor Ort muss ein maximal 24 Stunden alter, negativer Coronaschnelltest vorgezeigt werden.

Ausgenommen von der Testpflicht sind Personen, die einen Nachweis über einen vollständigen Impfschutz (ab dem 15. Tag nach der letzten Impfung), einen Nachweis durch einen positiven PCR-Test in Verbindung mit einer Impfung (ab dem 15. Tag nach der letzten Impfung) oder einen Nachweis durch einen positiven PCR-Test über ihre Genesung haben (Infektion liegt mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurück).

Je 40 Quadratmeter darf sich eine Kundin beziehungsweise ein Kunde im Geschäft aufhalten. Der Betreiber muss die Kontaktdaten erheben.

„Hagen als Gipfel der Absurditäten“

25. Mai 2021

Allianz aus Händlern und Lokalschreiber will mit einer kruden Idee die Corona-Lage aufhübschen

Niedrigere Inzidenzen? Einfach weniger testen! Auf diese Formel lässt sich herunterbrechen, was sich einige Gewerbetreibende mit wohlwollender medialer Begleitung des WPWR-Schreibers Mike Fiebig ausgedacht haben.

„Da sich die Pandemielage in Hagen weiterhin nicht entschärft hat, gibt es für Gastronomie und Einzelhandel noch immer keine wirkliche Öffnungsperspektive“, beklagt der Hagener Unternehmerrat durchaus zutreffend die aktuelle Situation und schob der Stadtspitze einen offenen Brief in den Postkasten. Die Folgerungen des Lobbyvereins sind allerdings mehr als fragwürdig.

Die Situation werde noch dadurch verschlimmert, dass Gastronomie und Einzelhandel in Nachbarstädten bereits geöffnet haben bzw. bald öffnen werden. Da die Ausgaben der Hagener Konsumenten nun in benachbarte Städte fließen werden – so jedenfalls die nicht belegte Behauptung – , entstehe eine Wettbewerbsverzerrung. Diese – so sei zu befürchten – halte auch nach einem Sinken der Inzidenz noch mehrere Wochen an (ebenfalls nur eine nicht belegte Vermutung), sodass das Existenzrisiko für die Unternehmen weiter steige.

Mit Blick auf andere Kommunen stelle sich für den Unternehmerrat die Frage, warum der Inzidenzwert in Hagen weiterhin auf einem so unverhältnismäßig hohen Niveau liege. Das ist wirklich eine gute Frage, die Antwort des Lobbyclubs ist es allerdings weniger.

Der hält „die in Hagen praktizierte engmaschige Teststrategie“ für „aufschlussreich“, die „die Werte  in die Höhe“ treibe. Es sei „anzuzweifeln, ob der Inzidenzwert überhaupt noch als Maßstab für die Öffnung oder Schließung von Einzelhandel und Gastronomie gelten kann“.

Da stand auch WPWR-Schreiber Mike Fiebig schnell mit Gewehr bei Fuß und dichtete die Headline „Hagen als Gipfel der Absurditäten“, wobei in seinem Artikel nicht so ganz klar wird, was er damit überhaupt meint. Ist es die Teststrategie, einer der wenigen Pluspunkte des Hagener Corona-Regimes, oder vielleicht doch das Ansinnen eines Grüppchens von Geschäftsleuten?

Beispielhaft für letztere darf ein Fleischklopsbräter dienen, der sich beklagt, dass er 40 Beschäftigte habe, „die darunter leiden“. Er sorge sich um sie vor allem „als Menschen“. Wer’s glaubt, wird selig. Ständen diese „Menschen“ in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen, fielen sie unter die Kurzarbeiterregelungen. Für prekäre Arbeitsverhältnisse gilt das allerdings nicht. Soviel zur vermeintlichen Menschenfreundlichkeit.

Nach Imam Fiebigs Freitagspredigt holte ihn sein Kollege Martin Weiske, stellvertretender Leiter der Hagener Lokalredation der WPWR, am Samstag wieder auf den Boden der Realität zurück: „Aber kann man der Stadt tatsächlich zu große Pingeligkeit bei der Pandemie-Bekämpfung vorwerfen? Wem hilft es, wenn andere Behörden glauben, die Nachverfolgung der Infektionsketten nach dem Drei-Affen-Prinzip betreiben zu müssen, dafür aber ihre Bürger einer höheren Corona-Dunkelziffer aussetzen?“

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Sparkasse schrumpft Zahl der Filialen

20. Mai 2021

Nur noch sieben klassische Geschäftsstellen, aber 19 Automatenstandorte

Zum 14. Juni 2021 reduziert die Sparkasse Hagen-Herdecke radikal die Zahl ihrer Filialen. Von bisher noch 14 Filialen werden nur 7 Standorte übrigbleiben. Wo bisher echte Menschen für Beratung und Hilfestellung tätig waren, werden künftig nur noch Automaten zur Verfügung stehen.

In den Filialen Wehringhausen, Altenhagen, Vorhalle, Helfe, Hohenlimburg, Westerbauer und Herdecke-Kirchende übernehmen Automaten die Regie. Damit erhöht sich die Zahl der Selbstbedienungsstandorte auf zukünftig 19. Die Beratungscenter in der Herdecker Hauptgeschäftsstelle, in Haspe, Boele, Eilpe und Emst sowie in Elsey und im Hagener Sparkassen-Karree stehen wie gewohnt weiter zur Verfügung.

Die Sparkasse begründet ihre Umstrukturierung damit, dass das Kundenaufkommen in den klassischen Geschäftsstellen insbesondere aufgrund der permanenten Verfügbarkeit digitaler Kommunikationstechnik deutlich spürund sichtbar abgenommen habe.

Der Vorstand der Sparkasse Hagen-Herdecke sieht das Institut mit diesen Maßnahmen sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Vorstandsvorsitzender Frank Walter: „Die Sparkasse Hagen-Herdecke ist kerngesund. Sie soll es auch bleiben. Diese Wirtschaftlichkeit ist eine wichtige Grundlage für nachhaltiges Handeln. Mit der jetzt anstehenden Fokussierung auf die Bedürfnisse unserer Kunden können wir unter den gegebenen Rahmenbedingungen unsere Stärken sehr gut verbinden. Persönliche und qualifizierte Beratung wann immer gewünscht, moderner Service im Prinzip rund um die Uhr und dies verbunden mit der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung auch mittels unkomplizierter und umfangreicher Förderung der vielfältigen Hagener und Herdecker Vereinswelt.“

Kunden, vor allem ältere und solche, die die „gesellschaftliche Verantwortung“ der Sparkasse als konzernfreies kommunales Geldinstitut sehen und nicht unbedingt in der „umfangreichen Förderung“ der „Vereinswelt“, dürften die Schrumpfung aus einem anderen Blickwinkel betrachten.  

Hohenlimburg: Lichtblick für die Brachfläche

20. Mai 2021

Es tut sich was in der Nahmer. Vorausgesetzt, die Stadt Hagen nutzt die Chance des Jahrzehnts und geht durch die von der NRW-Urban geöffnete Tür. (…)

Denn auf der seit fast drei Jahrzehnten brach liegenden Fläche, auf der bis zum Jahr 1993 – als die Lichter ausgingen – der Kaltwalzbereich und die Härterei von Krupp angesiedelt waren, möchte sich ein Logistikunternehmen aus der Stahlverarbeitung ansiedeln. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Im Bereich der ehemaligen Krupp-Werke II und IV stehen insgesamt 52.500 Quadratmeter Fläche zur Verfügung – immerhin das doppelte Volumen der mit viel Tamtam gehandelten sogenannten „Westside“ hinter dem Hauptbahnhof.

Volker Neumann ist neuer Enervie-Vorstand

8. Mai 2021

Volker Neumann (52) ist seit dem 1. Mai 2021 neues Vorstandsmitglied der Südwestfalen Energie- und Wasser AG (Enervie) und der Mark-E Aktiengesellschaft. Der Vertrag hat jeweils eine Laufzeit bis zum 30. April 2026. Zudem übernimmt Volker Neumann die Geschäftsführung der Stadtwerke Lüdenscheid GmbH und der Bäderbetrieb Lüdenscheid GmbH.

Neumann war zuvor bereits einer der Geschäftsführer der Enervie Vernetzt GmbH und der Enervie Service GmbH. Darüber hinaus war er als Technischer Vorstand verantwortlich für den Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid-Herscheid AöR. Diese Aufgabe wird er auch in Zukunft beibehalten.

Volker Neumann hat nun die Nachfolge des vor wenigen Tagen verstorbenen Wolfgang Struwe angetreten, dessen Vertrag zum 30. April 2021 altersbedingt geendet hätte. Als Ressortvorstand Netze, Personal und kommunales Netzwerkmanagement übernimmt er die Bereiche Personal/Recht/Facilities, Enervie Vernetzt, den Bäderbetrieb Lüdenscheid sowie die Stabsabteilungen Revision und Arbeits- /Umweltschutz. Zudem verantwortet er den Ausbau der Beziehungen der Enervie-Gruppe zu den Kommunen in der Region.

Erik Höhne bleibt weiterhin Sprecher des Vorstands der Enervie und Mark-E und trägt seit 1. Mai 2021 die Verantwortung für die Bereiche Erzeugung, Finanzen/Einkauf/IT, Handel, Vertrieb sowie die Stabsabteilungen Unternehmensentwicklung/Strategie und Kommunikation/Marketing.

Investorenerfolg Klohäuschen

7. Mai 2021

Eineinhalb Jahre Brachland in Wehringhausen

GWG_0212Szenen wie aus einem Kriegsgebiet: Abbruch preiswerten Wohnraums im Oktober 2019 …

Block 1 Wehringhausen Klohäuschen… und die Situation heute: Ein Klohäuschen hinterm Zaun. Fotos: DW.

Vor anderthalb Jahren, im Oktober 2019, wurde in Wehringhausen ein ganzer Wohnblock aus der Gründerzeit dem Erdboden gleichgemacht. Geblieben ist bis heute nur ein Berg zermahlener Trümmer und als bisheriges Ergebnis großangekündigter Investitionen: ein Baustellenklo. Immerhin haben die Auftraggeber des Abrisses noch einen Baum aus dem ehemaligen begrünten Innenhof des Ensembles verschont.

Ursprünglich wollte die Eigentümerin des Areals, die Wohnungsgesellschaft GWG, dort einen Supermarkt ansiedeln, auf einer Restfläche sollte dazu noch eine Kindertagesstätte entstehen. Die Idee mit dem Discounter zerschlug sich später, ersatzweise wurde ein Schulbau aus der Schublade gezogen.

Schon beim Stichwort „Kita“ schlug die Stadtratsmehrheit erwatungsgemäß die Hacken zusammen, und beim Supermarkt-Ersatzbau Schule standen die meisten Stadtväter und -mütter erst recht stramm.

Auf politischer Ebene angeschoben wurde die Operation von der CDU, genauer gesagt von deren Wehringhauser Untergliederung, in der der Hagener Parteichef Christoph Purps beheimatet ist. Dieser Ortverband ließ sogar extra die NRW-Kommunal- und Heimatministerin Ina Scharrenbach einfliegen, um sich weitere Rückendeckung zu holen.

Der Clou an der Sache: Die Möbelspedition des Herrn Purps ist geschäftlich mit der GWG verbandelt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Die Möglichkeit, dass angesichts des Mangels an Kita- und Schulplätzen die Stadt selbst als Bauherr auftritt bzw. eigene Gebäude reaktiviert, wurde schnell vom Tisch gewischt. Und diese Mentalität hat sich seitdem auch nicht geändert. Lieber veräußert man städtische Schulen an private Anbieter (wie bei der jüngsten FESH-Planung) und mietet stattdessen Flächen bei Investoren an.

Das dürfte allerdings teurer werden – ein wahrhaft starkes Zeichen in einer mit 1 Milliarde Euro verschuldeten Kommune.

In Wehringhausen zeigt sich beispielhaft die Planungskompetenz, die die Hagener immer wieder erleben mussten und auch weiterhin erleben werden. Aus einer Gemengelage von einzelnen Kapitalinteressen und politischer Willfährigkeit werden Kumpane bedient und wird am Gemeinwohl vorbeigewurschtelt. Ergänzt wird dieses Gebaren durch persönliche Profilierungssucht – selbst der kleinste Gartenzwerg hält sich für eine Statue von nationalem Rang.

Dazu passt hervorragend das Baustellenklo, ein wahrer Ruhmestempel für die vereinigten Drahtzieher in der Stadt – die Walhalla von Wehringhausen.

Riepe: Anwohner-Antrag für Baustopp abgewiesen

4. Mai 2021

Für den Normalbürger ohne juristisches Wissen ist es eigentlich kaum noch nachvollziehbar, was gerade auf dem Baufeld an Knippschild- und Buschstraße geschieht, wo sich das Sanitätshaus Riepe auf einer knapp 17.000 Quadratmeter großen Fläche erweitert und bereits mit dem Bau eines neuen Manufakturgebäudes begonnen hat.

Und das, obwohl Anwohner Klage gegen den für den für das Vorhaben beschlossenen Bebauungsplan eingereicht haben, über die noch nicht entschieden ist. Einen Eilantrag der Anwohner für einen vorläufigen Baustopp hat das Verwaltungsgericht Arnsberg abgewiesen (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

„Frühjahrsbelebung“: Mehr Arbeitslose

30. April 2021

Im Vergleich zum April 2020 ist auch im April 2021 die Zahl der Arbeitslosen in Hagen wieder gestiegen und beträgt jetzt 12.311 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt im April bei 12,1 Prozent, im entsprechenden Vorjahresmonat waren es noch 11,5 Prozent. 732 Arbeitslose sind hinzugekommen.

„Die günstige Entwicklung aus dem Vormonat hat so nicht angehalten. Der nochmals verlängerte Lockdown und die Osterferien haben die Frühjahrsbelebung abgeschwächt und das Sinken der Arbeitslosigkeit deutlich gebremst“, interpretiert Katja Heck, Vorsitzende der Agentur für Arbeit Hagen, die aktuellen Daten.

Was Heck eine „günstige Entwicklung“ nennt, sah realistisch betrachtet so aus: Auch im März waren im Vergleich zum Vorjahresmonat 1.636 Arbeitslose mehr zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote hatte sich entsprechend um 1,4 Prozent erhöht.

Und auch jetzt bei den Aprilzahlen fehlen in der Statistik ganze Gruppen von Arbeitslosen. Werden die mitgerechnet, steigen die Werte um fast 3.000 weitere Betroffene, die in der realitätsnäheren Zahl der „Unterbeschäftigten“ erfasst werden. Das sind im April 15.235 Hagener, die Unterbeschäftigungsquote liegt aktuell bei 14,5 Prozent.

7,5 Millionen vom Land für Wohnraum

29. April 2021

7,5 Millionen Euro: so lautet das Budget der Stadt Hagen, das in diesem Jahr in die öffentliche Wohnraumförderung investiert werden soll. Zur Verfügung gestellt wird es vom Land NRW. Ziel ist, zinsgünstige Darlehen, zum Beispiel für den Erwerb von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen, für die Errichtung von Mietwohnungen oder für Maßnahmen zur Modernisierung von Wohnraum, zu ermöglichen.

Positive Bilanz für 2020

Im vergangenen Jahr wurde erstmals das Budget des Landes NRW für die Modernisierungsförderung in Hagen komplett ausgeschöpft. 1.106.000 Euro wurden der Stadt zu Beginn des Förderjahres 2020 zugeteilt und im Laufe des Jahres um mehr als 260.000 Euro aufgestockt, damit noch weitere Projekte verwirklicht werden konnten. Insgesamt standen in Hagen 1.372.481 Euro Fördermittel für die Modernisierung von Wohnraum zur Verfügung.

Zuteilung des Budgets schafft Sicherheit

Für die Realisierung aller Maßnahmen wurden die jeweiligen Budgets vom Land zugewiesen, so dass entsprechende Förderzusagen erteilt werden können. Aufgeteilt wird das Budget für 2021 auf drei Bereiche: die Mietwohnraumförderung (5.600.000 Euro), die Eigentumsförderung (800.000 Euro) und die Modernisierungsförderung (1.130.000 Euro).

Wohnstandard nachhaltig und bezahlbar verbessern

Viele Häuser sind inzwischen in die Jahre gekommen. Da der Standard von damals nicht mehr den Bedürfnissen von heute entspricht, besteht teilweise ein hoher Modernisierungsbedarf. Ziel des Förderprogramms ist, Wohnraum nachhaltig aufzuwerten und die Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner mit dem, was bautechnisch möglich ist, sich wirtschaftlich rechnet und zu einem sozial verträglichen Preis zu vermieten ist, in Einklang zu bringen.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Abbau beziehungsweise der Reduzierung von Barrieren, der Verbesserung der Energieeffizienz und des Einbruchschutzes im Wohnungsbestand. Die Modernisierungsförderung kommt sowohl für Vermieter von Mietobjekten als auch für Eigenheimbesitzer in Frage. Für die Modernisierungsmaßnahmen werden zinslose Darlehen zuzüglich 0,5 Prozent Verwaltungskostenbeitrag und attraktive Tilgungsnachlässe von 20 Prozent bis sogar 30 Prozent des bewilligten Darlehens gewährt.

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Enervie-Vorstand Wolfgang Struwe ist tot

28. April 2021

Mit dem Ende seiner Vertragslaufzeit wäre er altersbedingt am kommenden Freitag aus dem Unternehmen ausgeschieden. Wolfgang Struwe, langjähriges Enervie-Vorstandsmitglied und Vorstand der Mark-E Aktiengesellschaft sowie Geschäftsführer der Stadtwerke Lüdenscheid ist allerdings am gestrigen Dienstag verstorben. (…)

Quelle: wp.de

Hagens verdrängtes Erbe

27. April 2021

Die Atomabenteuer der Stadt sind nicht verschwunden

35 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl gilt es daran zu erinnern, dass auch Hagen einst schwer im Atomgeschäft unterwegs war. Für die heimische Politik ist das längst kein Thema mehr, obwohl auf den mehrheitlich von der Stadt gehaltenen Stromlieferanten Enervie mit hoher Wahrscheinlichkeit Kosten zukommen, die dem Unternehmen endgültig das Genick brechen könnten.

Selbst die Hagener Grünen, deren Bundespartei einmal u.a. aus der Anti-Atomkraftbewegung heraus entstanden ist, halten es in ihrer Nibelungentreue zur OB-Allianz mit CDU und FDP schon seit langem nicht mehr für nötig, diese Altlast zu thematisieren.

Allen anderen hilft zur Gedächnisauffrischung vielleicht ein Beitrag von DOPPELWACHOLDER.DE, der bereits im Dezember 2015 auf die Problematik aufmerksam machte:

Eingekapselt und vergessen
Könnte noch teuer werden: Die strahlende Altlast der Enervie

Enervie-Ergebnis 2020 fast wie 2019

18. April 2021

Im Geschäftsjahr 2020 erzielten die Unternehmen der Enervie-Gruppe bei einem leicht erhöhten Umsatz von rund 937 Mio. Euro (2019: 932 Mio. Euro) ein Ergebnis vor Steuern von 43,1 Mio. Euro (2019: 43,4 Mio. Euro). Aufgrund der laut Enervie „insgesamt erfreulichen“ Unternehmensentwicklung liegt die Eigenkapitalquote mit 26,7 Prozent auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (27,0 Prozent).

Dabei wurde planmäßig in 2020 mit 30 Mio. Euro die erste der beiden Tranchen des in der „Restrukturierungssituation“ 2015 gewährten Gesellschafterdarlehens zurückgezahlt. Die „Restrukturierung“ war notwendig geworden, weil zuvor der vom damaligen Vorstand Ivo Grünhagen angefachte Größenwahn das Unternehmen an den Rand der Pleite manövriert hatte.

Insgesamt verbesserte sich zudem das Ergebnis im operativen Geschäft, sodass der Vorstand vorschlägt, eine erhöhte Dividende in Höhe von 11 Mio. Euro (Vorjahr: 8 Mio. Euro) an die Aktionäre auszuschütten.

Mit Wirkung zum 1. Mai 2021 wurde Volker Neumann durch die Aufsichtsräte der Enervie und der Mark-E Aktiengesellschaft zum Ressortvorstand Netze/Personal bestellt. Er folgt auf Wolfgang Struwe, dessen Vertrag zum 30. April 2021 endet und der dann altersbedingt ausscheidet.

Zweiter Markt auf dem Friedrich-Ebert-Platz

18. April 2021

Ein zweiter Wochenmarkt findet ab Dienstag, 20. April, von 9 bis 15 Uhr auf dem Friedrich-Ebert-Platz statt. Der Markt bietet neben der zusätzlichen Lebensmittelversorgung in der Innenstadt auch anderen Händlern eine Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen.

Der dienstags in Helfe stattfindende Wochenmarkt wird wie gewohnt von 7 bis 13 Uhr fortgeführt. Der Freitagsmarkt auf dem Friedrich-Ebert-Platz sowie der samstags stattfindende Wochenmarkt auf der Springe bleiben ebenfalls bestehen.

„Mit Nachhaltigkeit und Gemeinwohl raus aus der Corona- und Klimakrise!“

13. April 2021

Ein Informationsabend zur Gemeinwohl-Ökonomie

Die Corona-Pandemie schärft auch das Bewusstsein für wirklich Wichtiges. Was können wir für die Zukunft aus der Krise lernen? Gibt es Alternativen zum Gewinnstreben? Wie sieht ein ethisches Wirtschaftsmodell aus? Was ist eine „Gemeinwohl-Bilanz“ und wie kann sie das Wohl aller Menschen auf der Welt und die Mitwelt selbst mehren?

Zu diesem digitalen Vortrags- und Diskussionsabend lädt die Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper der Bewegung Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) am Donnerstag, 6. Mai, 19 Uhr, in Kooperation mit dem AllerWeltHaus, ein.

Aktueller Erfolgsindikator für die Wirtschaft ist das Bruttoinlandprodukt (BIP). Ist das ausreichend? Zukunftsfähiges gemeinwohlorientiertes Wirtschaften für die gesamtgesellschaftliche Lebensqualität wäre der richtige Ansatz für ein anderes Wirtschaften und wird durch die Gemeinwohl-Ökonomie „gemessen“, die ein ethisches Wirtschaftsmodell etabliert. Das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens. Grundlegende Basiswerte der GWÖ sind die Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung.

Im Anschluss an den Vortrag wird es die Möglichkeiten für Fragen und Raum für einen Austausch geben. Der Vortrag findet über ZOOM statt und ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bis zum 3.5.21 unter info@allerwelthaus.org oder telefonisch 02331-21410 möglich.

Hausbesitzern droht Preisverfall

8. April 2021

Alarmsignale am Hagener Wohnungsmarkt: Experten warnen nicht bloß vor weiteren Wertverlusten bei den Mietwohnungen, sondern auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern. (…)

Quelle: WPWR Hagen, 6. April 2021 oder hier (Bezahlschranke)

Anmerkung: Ein Phantasieprodukt aus der lokalen Niederlassung der Funke-Mediengruppe.

Die Angaben in dem Artikel beziehen sich auf ein bereits Anfang November 2020 veröffentlichtes Gutachten, das im Auftrag des NRW-Kommunalministeriums vom GEWOS Institut für Stadt-, Regional-, und Wohnforschung GmbH Hamburg in der Zeit von Oktober 2019 bis Oktober 2020 erarbeitet wurde.

Zu Immobilienpreisen findet sich in dem 88-seitigen Papier nur der allgemein auf die Gesamtsituation in NRW gemünzte Satz: „Für die individuellen Hauseigentümerinnen und -eigentümer wirken sich Leerstände negativ auf die Verkaufschancen und -preise aus. Leere Wohnungen tragen dazu bei, dass Nachbarschaften an Attraktivität verlieren und ein schlechtes Image erhalten (Abwärtsspirale).“

Von Wertverlusten speziell am Hagener Wohnungsmarkt, wie vom Heimatblatt suggeriert, ist dort an keiner Stelle die Rede. Dass sich angesichts vergleichsweise günstiger Mieten in Hagen „bereits der Preisverfall“ widerspiegele, ist offenbar allein der Phantasie des WPWR-Autors entsprungen.

Die Erhebungen verschiedener Immobilienportale ergeben jedenfalls ein anderes Bild: Danach steigen die Mietpreise kontinuierlich an, die Verkaufspreise von Ein- und Zweifamilienhäusern ebenso.

So sehen die Zahlen beispielsweise bei wohnungsboerse.net für Hagen aus: Demnach stieg die durchschnittliche Quadratmeter-Miete einer 30qm-Wohnung bei Neuvermietungen zwischen 2011 und 2020 um 41 Prozent, bei einer 60qm-Wohnung um 20 Prozent und bei einer 100qm-Wohnung um 23 Prozent.

Der Kaufpreis für ein Haus mit einer Wohnfläche von 100 qm erhöhte sich im selben Zeitraum im Durchschnitt um 47 Prozent, bei einem Haus mit 150 qm waren es 55 Prozent und bei einem Haus mit 200 qm betrug die Steigerung des Kaufpreises noch 28 Prozent.

Für seine alarmistischen Behauptungen vom „Preisverfall“ führt das Blatt keinerlei Belege an. Die positive Nachricht wären die nach wie vor moderaten Mieten in Hagen gewesen – aber das ist der WPWR keine Headline wert.

Alter Hasper Bahnhof wird aus Dornröschenschlaf wachgeküsst

6. April 2021

Die „Area52 GmbH“ aus Ennepetal hat die insgesamt 41.000 Quadratmeter großen Flächen von Holzhändler Wolfgang Schürmann, der Stadt sowie dem Bundeseisenbahnvermögen erworben und will auf dem Gelände vier Produktionshallen für mehr als 200 Beschäftigte errichten – Investitionsvolumen: ca. 60 Millionen Euro. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Angebracht ist eine gesunde Skepsis, sowohl was die Größe des Unternehmens angeht als auch die angeblich „ökologischen“ Produkte, die der Artikel erwähnt, auf die sich aber auf der Firmen-Homepage keinerlei Hinweis findet. Der Beitrag nennt es eine „Produktmission“, also etwas das noch gar nicht existiert. Der Geschäftführer „möchte durch Variabilität und Diversifikation der Kompetenzen nicht bloß eine ganz eigene Job-Gravitation mit seinem Unternehmen entwickeln, sondern seinen Angestellten auch jene Entfaltungsmöglichkeiten eröffnen, um ihre wahren Stärken zu entdecken und gewinnbringend einzubringen“, heißt es weiter – natürlich ohne jede kritische Anmerkung zu diesem sinnfreien Geschwurbel.

Bisher residiert die GmbH in einer Halle mit ca. 1.000 Quadratmeter Grundfläche in Ennepetal, der Gewinn betrug laut Jahresabschluss 2019 308.000 Euro, die Bilanzsumme 948.000 Euro. Zukünftig will die Firma in Hagen „als infrastruktureller Teil der Stadt wahrgenommen werden“. Ein hoher Anspruch, der mit dem „Orange Baby Mikrofaser Trockentuch“ oder dem „Purple Monster Mikrofasertuch“, „das weltweit dickste Mikrofaser Detailing Tuch auf dem Fahrzeugpflegemarkt“ – beides Putzlappen aus dem Angebot der „Area52“ für den blechernen Liebling – sicherlich einzulösen ist.

Ob da am Ende allerdings etwas „wachgeküsst“ wird, um die Stadt voranzubringen, bleibt erst einmal abzuwarten. Die Hoffnung ist vermutlich vergebens, aber die Hasper Vorortpolitiker haben bereits angebissen. „Man muss auch mal Glück haben“, jubilierte laut WPWR bereits Bezirksvorsteher Wisotzki (SPD), umnebelt von wagen Arbeitsplatzversprechungen.

Für Widerspenstige hat der Putzlappenanbieter auch gleich ein passendes Produkt im Angebot: „Liquid Elements Clay Lube“; Produktbeschreibung: „Die genutzten Inhaltsstoffe schonen nicht nur die Knetmasse, sondern sorgen auch für ein enormes Gleitverhalten.“

Tja, da freut sich doch sogleich die örtliche Knetmasse und gleitet freudig erregt in die gewünschte Richtung.

Enervie will sich an Windrädern beteiligen

3. April 2021

Der Hagener Versorger Enervie wird sich an den beiden neuen Windrädern am Rafflenbeuler Kopf oberhalb der Selbecke beteiligen. Das erklärten Verantwortliche bei einer digitalen Informationsveranstaltung, zu der wiederum der Investor SL Naturenergie eingeladen hat.

Im Vorfeld dieser Veranstaltung hatten Anwohner beklagt, dass sie zu spät und nicht ausreichend über die neuen Windkraftanlagen am Rafflenbeuler Kopf informiert worden seien. (…)

Die Resonanz auf eine digitale Informationsveranstaltung des Investors SL Naturenergie, der die beiden Anlagen plant, baut und betreibt, war vor diesem Hintergrund überschaubar. „Rund 30 Teilnehmer hatten sich eingewählt“, so Maureen Nauen, Sprecherin des Unternehmens aus Gladbeck, das auch die Windräder auf Brechtefeld realisieren will. „Wir haben die Anwohner in einem Radius von zwei Kilometer Luftlinie rund um die Standorte eingeladen, außerdem Politiker. Wir hatten mit weitaus mehr Teilnehmern gerechnet.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Im Gegensatz zur veröffentlichten Meinung scheint sich der Widerstand gegen die Windräder doch eher in Grenzen zu halten.

„Frühjahrsbelebung“: 139 Arbeitslose weniger

2. April 2021

Um Euphemismen war die Arbeitsverwaltung noch nie verlegen. So auch bei der Präsentation der Hagener Zahlen für den Monat März: „Im März hat die Frühjahrsbelebung trotz des anhaltenden Lockdowns eingesetzt und am Arbeitsmarkt in Hagen zu sinkender Arbeitslosigkeit geführt. Die für die Jahreszeit typische Entwicklung fiel sogar stärker aus als im Schnitt der vergangenen Jahre“, so Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen.

Dabei verminderte sich die Zahl der Arbeitslosen um gerade einmal 139 gegenüber dem Februar. Im Vergleich zum März letzten Jahres, den man eigentlich nur als Referenz hinzuziehen kann, waren es allerdings 1636 Arbeitslose mehr. Die Zahl der Arbeitslosen stieg entsprechend von 10.717 auf 12.353, die Quote von 10,7 auf 12,1 Prozent.

Und das sind nur die aufgehübschten Zahlen, weil eine Vielzahl von Erwerbslosen gar nicht mitgezählt werden. Das realistische Bild ergibt sich aus der Unterbeschäftigung, die sich im Zeitraum März 2020 bis März 2021 von 14.078 auf 15.275 erhöhte. Das entspricht einer Steigerung von 13,6 auf 14,6 Prozent.

Nur jeder fünfte Betrieb bietet Corona-Tests an

25. März 2021

Eine Blitzumfrage der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) zu Corona-Tests in Unternehmen zeigt: Nur jeder fünfte Betrieb im Märkischen Südwestfalen bietet seinen Beschäftigen bereits Corona-Tests an. Ein weiteres Drittel der Unternehmen gibt eine Absichtserklärung an und „möchte ein Test-Angebot in Kürze unterbreiten“.

Die am häufigsten genannten Gründe, warum Unternehmen keine Tests anbieten, seien „fehlende Informationen und Schulungsangebote zur betriebsinternen Durchführung von Corona-Tests“, so die SIHK.

Während für den Alltag der Bürger seit einem Jahr diverse Regeln zur Vermeidung von Infektionen existieren – so umstritten sie im Einzelfall sein mögen -, ist die Wirtschaft mit Ausnahme von Einzelhandel, Gastronomie und Kultur weitgehend von irgendwelchen Restriktionen freigestellt.

Arbeitslosigkeit in Hagen weiter gestiegen

4. März 2021

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Stadt Hagen hielt auch im Februar an. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich auf 12.492. Die Arbeitslosenquote stieg aktuell um 1,6 Punkte auf 12,3 Prozent. Vor genau einem Jahr waren es 1718 Arbeitslose weniger bei einer Quote von 10,7 Prozent.

In Nordrhein-Westfalen nimmt Hagen damit Platz 3 ein, nur Gelsenkirchen und Duisburg verzeichneten mit 15,8 bzw. 12,8 Prozent noch höhere Werte. Die Arbeitlosenquote ist bereits eine „bereinigte“ Zahl, bei der verschiedene Gruppen von Arbeitslosen wie die Über-58-jährigen nicht mitgezählt werden.

Das wahre Ausmaß läßt die Unterbeschäftigungsquote erkennen, die in Hagen inzwischen 14,7 Prozent beträgt.

Die große Schwemme

24. Februar 2021

Hagen-Agentur fordert jede Menge Kohle – dafür soll an anderen Stellen gekürzt werden

Die unter dem Namen Hagen-Agentur firmierende Wirtschaftsförderung der Stadt war in den letzten Jahren öffentlich eigentlich nur mit ihrem „Premiumwanderweg“ in Erscheinung getreten – dem eingekauften Titel für einen mit Industrieschrott verunstalteten Pfad im Hagener Stadtwald.

Nachdem sich Ex-Geschäftsführer Ellinghaus in den Ruhestand verabschiedet hat, strebt Nachfolger Ruff einen grundlegenden Umbau der Wirtschaftsförderung an. Ob das neue Konzept überhaupt erfolgreich sein wird, dürfte sich erst in einigen Jahren zeigen. Eins ist aber jetzt schon sicher: Es wird richtig teuer.

So fordert Ruff fürs Erste sechs neue Stellen (bei genauerer Betrachtung der Details sind es sogar sieben), das wäre fast ein Drittel mehr gegenüber dem Ist-Bestand. Laut dem jüngsten Beteiligungsbericht der Stadt waren 2019 für die Hagen-Agentur 22 Mitarbeiter tätig. Diese Personalaufstockung sei allerdings nur „ein erster Schritt“.

Im Zuge der „Konkretisierung der Wachstumsstrategie und der Umsetzung der Projekte“ könnten sich künftig aber „zusätzliche Bedarfe für Personal oder Sachmittel“ ergeben. Hierfür fordert Ruff prophylaktisch schon mal eine „entsprechende politische Willensbildung zur Erhöhung des Betriebskostenzuschusses“ ein.

Die Schaffung von neuen Stellen und dazugehöriger Sachmittel, so die Beschlussvorlage 0031/2021, führe im Jahr 2021 zu einer Erhöhung des städtischen Zuschusses um 550.000 Euro auf 1,9 Mio. Euro. Da die Personal- und Sachmittel fortlaufende Kosten darstellten, erhöhe sich der Zuschussbedarf in 2022 durch die bereits im jetzigen Wirtschaftsplan beschlossenen zusätzlichen Aufwendungen schon auf 2,3 Mio. Euro (950.000 Euro mehr als in 2020).

Das wäre dann schon eine jährliche Belastung des städtischen Haushalts, die in etwa der einmaligen Investition in die zwischen den politischen Lagern umstrittene Sanierung des Hohenlimburger Hallenbades entsprechen würde. Wobei die Tilgung von Investitionen über einen Zeitraum von 20 oder 25 Jahre gestreckt werden können, der Zuschussbedarf für die Hagen-Agentur aber jedes Jahr aufs Neue anfällt – weitere Steigerungen noch nicht inbegriffen.

Immerhin: Die privaten Anteilseigner der Hagen-Agentur, die 49,9 Prozent halten, sollen künftig laut Neukonzeption nicht mehr mitspielen. Die hatten sich schon in der Vergangenheit nicht an den jährlichen Verlusten beteiligt, weil die Stadt ihnen diesen pekuniären Vorteil per Gesellschaftsvertrag selbst verschafft hatte.

Das stellt jetzt auch die Wirtschaftprüfungsgesellschaft Dr. Wehberg und Partner (die selbst Gesellschafterin der Hagen-Agentur ist) in einem Gutachten fest:

Während die übrigen Gesellschafter neben ihrer Stammkapitaleinzahlung keinen Beitrag zur Finanzierung der Gesellschaft zu leisten haben, Tätigkeiten der HAGENagentur im Wesentlichen durch die Zahlung laufender Betriebskostenzuschüsse der Stadt Hagen sichergestellt. Es besteht für keinen Gesellschafter eine Nachschusspflicht.

Die Stadt hat immer fleißig gezahlt, aber daneben auf noch weitere Möglichkeiten der Mitbestimmung verzichtet, wie das Wehberg-Gutachten deutlich vor Augen führt:

Auch wenn die Stadt Hagen Mehrheitsgesellschafterin ist und darüber hinaus auch die Mehrheit der Mitglieder im Aufsichtsrat (fünf von neun Mitgliedern) stellt, ist die Entscheidungsmöglichkeit der Stadt Hagen durch die Beteiligung Dritter an der Gesellschaft eingeschränkt:

Bestimmte Maßnahmen bedürfen nach der Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates. Diese Beschlüsse sind mit einer Mehrheit von sechs Mitgliedern des Aufsichtsrates zu fassen, von dem nur fünf Mitglieder von der Stadt gestellt werden. Für Entscheidungen, die von besonderer Bedeutung sind, bedarf es zudem des Beschlusses der Gesellschafterversammlung mit ¾ des vertretenen Stammkapitals. Bei Entscheidungen, die den Kernbereich der Gesellschaft betreffen, besteht daher immer das Risiko, dass die Stadt Hagen ihre Interessen nicht gegen den Willen der übrigen Gesellschafter durchsetzen kann.

DOPPELWACHOLDER.DE hat in der Vergangenheit häufig auf diese Fehlkonstruktion hingewiesen (z.B. hier) – natürlich folgenlos. Auch die Vorstellung der Neuausrichtung der Hagen-Agentur wurde in der Dezember-Ratssitzung auf der Basis einer PowerPoint-Präsentation wieder einstimmig beklatscht. Das Protokoll führt dazu aus:

Herr Klepper befindet, dass es sich bei dem im Vortrag skizzierten Ansatz um den richtigen Weg handelt. Er ist gespannt, wie sich die dargelegten Prozesse in den nächsten Monaten entwickeln werden.

Herr Rudel merkt an, dass es für die SPD-Fraktion wichtig ist, Herrn Ruff in seinem Vorhaben mit entsprechenden Ressourcen zu unterstützen. Die SPD-Fraktion begrüßt ausdrücklich den aufgezeigten Weg.

Herr Thielmann dankt Herrn Ruff für den Vortrag und signalisiert seine Unterstützung für dieses für Hagen äußerst wichtige Thema.

Frau Pfefferer führt aus, dass es an guten Ideen in Hagen selten gemangelt habe. Häufig scheiterte man daran, diese Ideen zu bündeln und in nachhaltigen Strukturen zu überführen. Die Vorschläge von Herrn Ruff gehen ihrer Meinung nach in die richtige Richtung und sie hofft auf eine erfolgreiche Umsetzung.

Unter welchen Bedingungen die „erfolgreiche Umsetzung“ wohl verlaufen wird, ist der Beschussvorlage für die Ratssitzung am Donnerstag zu entnehmen: An anderen Stellen muss gekürzt werden.

Für diese Mehraufwendungen ist derzeit keine Deckung erkennbar. Da nach jetzigem Stand im Jahr 2022 ff. weder konkrete Bundes- und Landeshilfen zugesagt sind noch die Möglichkeit der Isolierung der Coronabelastungen besteht, ist für die Folgejahre von erheblichen Gesamtdefiziten im Haushalt auszugehen. Die jetzt zu beschließenden Erhöhungen des Zuschusses der HAGEN.AGENTUR erhöhen daher das Gesamtdefizit und müssen in den Folgejahren durch Sparmaßnahmen oder Einnahmeerhöhungen ausgeglichen werden.

Eine darüber hinausgehende Aufstockung von Personal in den Folgejahren muss dann ebenfalls zusätzlich im Gesamtdefizit finanziert werden.

Die OB-Verwaltung empfielt jedenfalls:

Der Rat der Stadt Hagen nimmt den vorgelegten Vorschlag zur Neuorganisation der HAGEN.AGENTUR GmbH mit dem Ziel des Aufbaus der HAGEN.WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG GmbH zur Kenntnis und stimmt der Vorgehensweise zu.

„Projekte erlangen erst dann die Reife, sobald sie die Qualifizierung durchlaufen haben und Verantwortlichkeiten und Finanzierung geklärt sind“, hübschen die Philosophen des selbsternannten „Konzern Stadt“ ihre Agenda lyrisch auf.

Es steht zu befürchten, dass es tatsächlich so eintritt.

Nachhaltige Mobilität? – Doch lieber nicht

24. Februar 2021

SIHK: „Hagener City muss erreichbar bleiben“ – für Autos

von Heidi Wenke

Dieses Jahr feiert die Stadt Hagen ihren 275. Geburtstag. Mindestens in den letzten 75 davon wurde eine Verkehrspolitik für Autos betrieben, nicht für Menschen; die Folgen vor allem in der Innenstadt: Lärm, dreckige Luft, Staus, zugeparkte Bügersteige.

Dass diese Entwicklung nicht so weiter gehen kann (Wo sollen die 1000 Autos hin, die jedes Jahr zusätzlich in Hagen zugelassen werden?), hat sich inzwischen z.T. herumgesprochen und sich nicht zuletzt auch im Hagener Masterplan „Nachhaltige Mobilität“ niedergeschlagen. An der Erarbeitung dieses Konzepts war auch die SIHK beteiligt.

Deswegen verwundert es, dass sie nun Forderungen aufstellt, die dem Geist und dem Ziel dieses Plans widersprechen: statt des von der SIHK geforderten „kostenfreien Parkens“ – das es im Übrigen nicht gibt, es zahlen dann nur andere anstelle der davon profitierenden Autofahrer – ist „umweltorientiertes Parkraummanagement“ vorgesehen, um den „Umstieg vom motorisierten Individualverkehr (MIV) zum Umweltverbund“ zu fördern.

Dies wird durch die Bereitstellung von kostenlosen oder günstigen Parkplätzen – viele davon im öffentlichen Raum – verhindert. Und das gilt für alle PKW, egal welcher Antriebsart. Es gibt innerhalb und am Ring mehr als 4000 (kostenpflichtige) Parkplätze, nicht eingerechnet diejenigen entlang von Straßen und auf Bürgersteigen.

Dementsprechend sieht die Innenstadt nach Geschäftsschluss eher aus wie ein verwaister Parkplatz mit angeschlossener Wohnbebauung. Trotz dieses üppigen Parkplatzangebots gibt es neben den oben genannten auch Probleme mit Leerständen. Diese sollen laut SIHK nun mit noch weiteren Park-Erleichterungen gelöst werden, d.h. mit denselben alten Maßnahmen, die zur desolaten Situation beigetragen haben.

Diese alten Rezepte fußen vermutlich auf der Überzeugung, dass mit Autofahrern mehr Umsatz gemacht wird. Dazu gibt es interessante Studien, z.B.: http://itstartedwithafight.de/2016/06/09/wirtschaftsrad-mit-radverkehr-dreht-sich-was-im-handel/

Statt sich also auch die nächsten 75 Jahre noch auf das Wohlergehen der Autos zu konzentrieren, könnte die SIHK es doch mal mit der konsequenten Unterstützung der Stadt bei der immerhin zaghaft begonnenen Förderung des (Fuß- und) Radverkehrs versuchen: z.B. durch sichere Abstellanlagen vor allen größeren Geschäften.

Gegen Corona: „Marshallplan für Innenstädte“

14. Februar 2021

Die Umwälzungen der Coronakrise belasten Innenstädte und Ortskerne massiv. Viele Zentren laufen Gefahr, ihre Attraktivitätskerne zu verlieren. Es mehren sich die Stimmen, die neben einer Stabilisierung der Kommunalfinanzen von Bund und Ländern auch Hilfen für die Innenstädte fordern. (…)

Quelle: Der Neue Kämmerer

Weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit

2. Februar 2021

Die Zahl der Arbeitslosen in Hagen erhöhte sich im Januar um 448 auf 12.414. Die Arbeitslosenquote kletterte damit 12,2 Prozent. Vor genau einem Jahr waren es 1.443 Arbeitslose weniger bei einer Quote von 10,9 Prozent.

Die Arbeitslosenquote bildet die tatsächliche Arbeitslosigkeit allerdings nur unvollständig ab. Verschiedene Gruppen, wie beispielsweise Über-58-Jährige oder Arbeitslose in „Maßnahmen“, werden nicht mitgezählt.

Aussagekräftiger ist daher die Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten erhöhte sich im Januar auf 15.235. Die Unterbeschäftigungsquote betrug 14,5 Prozent, im Januar 2020 waren es 13,6 Prozent.

1,4 Millionen Euro für Wohnraummodernisierung

29. Januar 2021

Hagen erhielt 2020 Fördermittel vom Land – verbesserte Förderkonditionen

Eine computergrafische Darstellung, wie die Straßenfront des Objektes Wehringhauser Straße 61 zukünftig aussehen soll. Grafik: RABE Architekten.


„Erstmals wurde im letzten Jahr das Budget des Landes für Modernisierungsförderung komplett ausgeschöpft“, bilanziert Hagens Baudezernent Henning Keune rückblickend zufrieden. Exakt 1.106.000 Euro wurden der Stadt Hagen zu Beginn des Förderjahres 2020 zugeteilt und im Laufe des Jahres um mehr als 350.000 Euro aufgestockt, da der Verwaltung weitere Anträge vorlagen. Damit standen in Hagen etwa 1,4 Millionen Euro Fördermittel für die Modernisierung von Wohnraum zur Verfügung.

Dank der Finanzspritze kann unter anderem ein Großprojekt der Hagener Entwicklungs- und Erschließungsgesellschaft (HEG) im unteren Wehringhausen realisiert werden. Das Objekt in der Wehringhauser Straße 61 wird kernsaniert; dazu zählt die Wärmedämmung der Außenwände, der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke, der Einbau von neuen Fenstern, Türen und Lüftungsanlagen, der Verbesserung der Energieeffizenz von Heizungs- und Warmwasseranlagen sowie der barrierefreien Umgestaltung der Bäder.

Es entstehen zwölf Wohnungen nach modernstem Standard. Für die Hälfte der Wohnungen entfällt die Belegungsbindung. Das hat zur Folge, dass die Belegung dieser geförderten Wohnungen unabhängig von Einkommensgrenzen ist, also auch von Mietern mit mittlerem Einkommen angemietet werden kann. „Gerade im unteren Wehringhausen ist der Verwaltung eine soziale Durchmischung wichtig“, erklärt Keune.

Land verbessert Förderkonditionen für Modernisierungen

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Breitensportvereine lehnen Phoenix Hagen-Sonderunterstützung klar ab

28. Januar 2021

Offene Stellungnahme des Vorstandes des Stadtsportbund Hagen e.V.

Die herausragende sportliche Bedeutung des „Vereins“ Phoenix Hagen seit mehreren Jahrzehnten ist unbestritten und soll hier nicht geschmälert werden; auch nicht die Signalwirkung der Vereinsarbeit, wenn es darum geht, den Nachwuchs für den aktiven Sport zu begeistern und eine Plattform zu bieten, eigene sportliche Talente in den Vereinen zu entwickeln und zu entdecken.

Ebenso unstrittig ist die Bedeutung der kommunalen Institutionen, wenn es darum geht, die nötigen Infrastrukturen für die Ausübung von Spitzensport auf professionellem (Bundesliga-)Niveau zu schaffen (u.a. größere und moderne Mehrzweckhalle). Dies kann und sollte am besten in Kooperation mit privaten Investoren erfolgen. Überlegungen und Gespräche hierzu hat es in der Vergangenheit bekanntlich schon wiederholt und reichlich gegeben.

Eine direkte finanzielle Unterstützung seitens der Kommune mit öffentlichen Mitteln in Form von Geldzuwendungen an einen Verein, der wie ein Unternehmen in der freien Wirtschaft aufgestellt ist und agiert, hat hingegen – Corona-Krise hin oder her – einen fragwürdigen Beigeschmack. Hat ein Profisportverein ungeachtet der Corona-bedingten finanziellen Schwierigkeiten im Gegensatz zu Breitensportvereinen in den unteren Ligen doch ganz andere Möglichkeiten, finanzielle Engpässe zu überbrücken, etwa durch Sponsorengelder oder Einnahmen aus dem Profiliga-Spielbetrieb.

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Bewohner wegen Sanierung in Gemeinschaftsdusche

27. Januar 2021

Die Situation ist belastend für viele Mieter eines Wohnhauses in der Knüwenstraße. Der Wohnungsverein nimmt nötige Sanierungen vor. (…)

Geteilte Duschen, geteilte Toiletten. Grundsanierung im vollen Wohnbetrieb.

Die Mieter möchten nicht genannt werden. Sie fürchten Nachteile, sollten sie den Wohnungsverein öffentlich kritisieren. (…) „Der Aufzug in starker Benutzung durch Bauarbeiter und dann soll man über Wochen Gemeinschaftsduschen im Keller und ein Klo in der siebten Etage nutzen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Personalabbau bei Bilstein in Hohenlimburg ausverhandelt

24. Januar 2021

Bei der Bilstein-Gruppe in Hohenlimburg sind die Verhandlungen über den Abbau von letztlich 237 Stellen abgeschlossen. (…)

„Wir sehen es als Erfolg an, dass betriebsbedingte Kündigungen auf eine sehr kleine Anzahl begrenzt werden konnten“, heißt es von Betriebsratsseite. Rund die Hälfte der Stellen konnten demnach über Altersteilzeit und auslaufende Verträge abgebaut werden. Viele Beschäftigte nahmen die Abfindungsangebote an, die laut Arbeitnehmervertretern „über dem Niveau in vielen vergleichbaren Unternehmen liegen“. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Stoffels ist neuer Präsident der IHK NRW

23. Januar 2021

Turnusgemäß wurde in der Mitgliederversammlung der Vorstand und daraus der Präsident der Industrie- und Handelskammern Nordrhein-Westfalens (IHK NRW) neu gewählt. Die Mitgliederversammlung der IHK NRW hat Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), zum neuen Präsidenten der IHK NRW gewählt.

Der 58-jährige Ralf Stoffels ist Geschäftsführender Gesellschafter der BIW Isolierstoffe GmbH mit Sitz in Ennepetal. Seit 2003 ist er Mitglied der Vollversammlung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen und wurde dort 2016 zum Präsidenten gewählt.

Einfacher, umfangreicher und zielgenauer

20. Januar 2021

René Röspel: Corona-Hilfen für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler werden nachgebessert

Auch in Hagen kritisieren viele Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die in der Corona-Pandemie von Schließungen und massiven Umsatzrückgängen betroffen sind, dass die Corona-Hilfen nicht schnell genug ankommen.

Dass die Corona-Hilfen jetzt verbessert werden, ist für den Hagener SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel eine gute Nachricht: „Die SPD-Bundestagsfraktion hat nach den ersten Berichten über Schwierigkeiten direkt nach Lösungen gesucht, denn die Unternehmen und Selbstständigen müssen sich in dieser schwierigen Situation auf den (Sozial)Staat verlassen können.“

Die Vereinbarung zwischen dem Wirtschafts- und dem Finanzministerium sieht vor, dass nicht mehr aktuelle Saisonware im Non-Food-Einzelhandel mit einer Teilwertabschreibung zu 100 Prozent in die Fixkosten der geplanten Überbrückungshilfe III einbezogen wird. Damit wird einem Wunsch aus der SPD-Bundestagsfraktion entsprochen.

„Wichtig war uns aber auch, dass es endlich eine Vereinfachung für den Zugang zu dieser Überbrückungshilfe gibt. Künftig soll auch ein Anspruch darauf bestehen, wenn es in einem Monat einen Umsatzrückgang von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Monat in 2019 gibt. Damit wird auch der Kreis der Berechtigten erweitert – auch weil die Höchstfördersumme pro Monat auf bis zu 1,5 Millionen Euro angehoben werden soll“, erläutert Röspel.

Eine Erhöhung sei auch für die Neustarthilfe für Soloselbstständige geplant. Auch viele Künstlerinnen und Künstler litten in dieser Krise. Ihnen werde nun stärker geholfen, denn „wir brauchen Kultur auch nach dem Ende der Pandemie“, so Röspel. Die Vereinbarung sieht vor, dass die bisherige Höchstsumme von 5.000 Euro für sechs Monate auf einmalig 7.500 Euro für sechs Monate, zusätzlich zur Grundsicherung, steigt.

Bis 2020 in Hagen: Jetzt ist Süßwarenkette Hussel insolvent

20. Januar 2021

Bis Sommer 2020 war die Zentrale der Süßwarenkette Hussel in Bathey. Jetzt ist das Unternehmen, das 1949 in Hagen gegründet wurde, insolvent. (…)

Die Firma Hussel wurde 1949 von Rudolf Hussel in Hagen gegründet und betrieb schon zwei Jahre später zehn Confiserien. Später gehörte Hussel zur Douglas Holding, ehe der Mutterkonzern die Süßwarenkette 2014 an Emeram Capital Partners verkaufte. Wiederum vier Jahre später kam Hussel zur Arko-Gruppe bzw, zur Deutschen Confiserie Holding. (…)

Quelle: wp.de

Wachstumsbranche Gesundheitswesen

19. Januar 2021

8,9 Prozent der Beschäftigten in Hagen arbeiten in diesem Bereich

Das Gesundheitswesen gehört in Hagen zu den Wachstumsbranchen: Zwischen 2009 und 2019 stieg die Zahl der in diesem Bereich Beschäftigten um 14,2 Prozent auf 6.325. Damit waren 8,9 Prozent der insgesamt 71.165 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Hagen 2019 im Gesundheitswesen tätig. Das geht aus Berechnungen des Statistik-Teams des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Essen hervor.

Die Bedeutung des Gesundheitswesens ist in Hagen etwas geringer als im Ruhrgebietsschnitt, wo 9,1 Prozent der Beschäftigten in der Branche arbeiten (26,2 Prozent mehr als 2009). Im übrigen Nordrhein-Westfalen sind nur 7,5 Prozent in dem Bereich tätig.

Zum Gesundheitswesen zählen alle Bereiche der medizinischen Behandlung und Pflege, z. B. Krankenhäuser, Sanatorien, Rehazentren, Arzt- und Physiotherapiepraxen.

Wirtschaft: Licht und Schatten

19. Januar 2021

Probleme im Einzelhandel und bei Dienstleistern – Lichtblicke in der Industrie

Nach dem dramatischen Konjunktureinbruch im Krisen-Jahr 2020 befindet sich die Wirtschaft im Märkischen Kreis, im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis und in Hagen weiterhin in schwerstem Fahrwasser. Zu dieser Einschätzung kommt Ralf Stoffels, Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), bei der Vorstellung der aktuellen SIHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2021.

Die aktuelle Lage ist so heterogen wie selten zuvor. Corona spaltet die Wirtschaft. Es gibt einerseits dunkle Schatten vor allem bei den vom Lockdown betroffenen Betrieben, von denen viele um ihr Überleben kämpfen. Fast die Hälfte der Einzelhändler, die sich an der Umfrage beteiligt haben, berichtet von einer schlechten Geschäftslage.

Ähnlich düster ist das Bild bei den personenbezogenen Dienstleistern: Hatten im Januar 2020 noch fast drei Viertel dieser Dienstleister gemeldet, sie hätten eine gute Geschäftslage, so sank dieser Wert innerhalb des Corona-Jahres auf jetzt nur noch sieben Prozent. Im Gegenzug steigt der Anteil mit einer schlechten Geschäftslage von sieben Prozent im Januar 2020 auf aktuell alarmierende 61 Prozent.

Auf der anderen Seite sind vor allem in der Industrie Lichtblicke zu verzeichnen: Etwa drei Viertel der Industriebetriebe schätzen ihre Geschäftslage gut oder befriedigend ein. Im vergangenen Herbst meldete noch mehr als die Hälfte der Industriebetriebe über eine schlechte Auslastung, aktuell nur noch jeder Vierte.

SIHK-Konjunkturbericht (pdf)

Hagen bleibt außen vor

17. Januar 2021

Dortmund kündigt Kooperation mit Südwestfalen an – Hagen wird nicht einmal mehr zur Kenntnis genommen

Hagen nannte sich einst „Tor zum Sauerland“ – längst vergangene Zeiten. Inzwischen ist die Stadt irgendwo im Nirwana gelandet, sie bildet keine Brücke mehr zwischen Ruhrgebiet und Südwestfalen. Dieser Niedergang wurde erst jüngst wieder eindrucksvoll belegt durch die Initiative der Stadt Dortmund, das sauerländische Hinterland besser an die einstige Stahl- und Bierbrauermetropole anzukoppeln.

Dortmund wendet sich ausschließlich an die fünf südwestfälischen Landkreise Soest, Olpe, Siegen-Wittgenstein, den Märkischen Kreis und den Hochsauerlandkreis. Die Stadt Hagen wird nicht einmal mehr erwähnt. Deutlicher läßt sich der Bedeutungsverlust der Volmestadt kaum noch darstellen.

Nur auf den Strukturwandel mit dem Verlust der Stahlindustrie kann man den Niedergang der Stadt nicht mehr schieben. Das ist inzwischen 50 Jahre her, und den hatte Dortmund in noch viel stärkeren Maße zu verkraften. Es kommen also offensichtlich andere Ursachen hinzu.

So ist es Dortmund gelungen, sich im Laufe der Jahre als ein Wissenschafts- und Forschungsstandort zu etablieren, mit dem Hagen bei Weitem nicht mithalten kann – trotz FernUni und wegen einer im Vergleich zur früheren Fachhochschule Hagen mit aktuell nicht einmal 2.500 Studierenden auf Miniformat eingedampften Abteilung der FH Südwestfalen.

Neben der Technischen Universität mit 16 Fakultäten und mehr als 34.000 Studierenden sowie der Fachhochschule mit etwa 15.000 Studenten ist Dortmund auch Standort mehrerer außeruniversitärer Forschungeinrichtungen. Dazu zählen die Institute für Software- und Systemtechnik sowie für Materialfluss und Logistik der Fraunhofer-Gesellschaft, die beiden Leibniz-Institute für Analytische Wissenschaften und Arbeitsforschung und das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie.

Der Dortmunder Oberbürgermeister Thomas Westphal, zuvor in seiner Stadt Chef der Wirtschaftsförderung, prescht mit seinem Südwestfalen-Bündnis jetzt nach vorn. Neben einer organisatorischen Vernetzung mit einer gemeinsamen Geschäftsstelle „rücken wir das Thema Fachkräfte und Arbeitsmarkt in den Blickpunkt“, wie er gegenüber der Westfalenpost sagte.

Außer Arbeitsmobilität und Plattformen der Zusammenarbeit gehe es um „konkrete Verknüpfung von IT-Kompetenzen. Mehrere Unternehmen könnten sich etwa in einer Initiative zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zusammenschließen“.

Ein weiterer Bereich betreffe die Infrastruktur, so Westphal: „Wir in Dortmund sind es gewohnt, die Verkehrsbeziehungen im Ruhrgebiet zu thematisieren. Aber die Pendlerströme laufen zunehmend auch nach Süd- und Ostwestfalen. Dafür brauchen wir Lösungen.“

Was am Ende bei diesen Planungen herauskommen wird, lässt sich heute noch nicht sagen. Aber Dortmund hat das Heft in die Hand genommen und könnte zum neuen „Tor zum Sauerland“ werden. Hagen würde in diesem Falle nicht mehr gebraucht.

Hohenlimburg: Planung für Trassen-Ausbau stockt

17. Januar 2021

Die Planung zum Trassen-Ausbau in Hohenlimburg verzögert sich: Wie Netzbetreiber Amprion auf Anfrage mitteilt, habe man die nötigen Planungsunterlagen für den Bauabschnitt noch nicht fertig und könne diese erst im zweiten Quartal dieses Jahres bei der Bezirksregierung Arnsberg einreichen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)


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