Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

Kersting schließt Ende März

17. März 2019

Buchhandlung gibt nach 130 Jahren auf

Für Generationen von Schülern und Studenten war Kersting die Quelle ihrer Wahl für den notwendigen Lesestoff. Dort erwarben sie nicht nur die Schulbücher und die Literatur fürs Studium. Jetzt gibt die Hagener Traditionsbuchhandlung ihren letzten verbliebenen Standort in Hagen-Emst auf.

Gegründet wurde die Buchhandlung 1887 in Eilpe, aber schon 1896 wurde der Laden in die Bergstraße 78 verlegt. Dort, gegenüber des Fichte-Gymnasiums, residierte über Jahrzehnte der Stammsitz der Kerstings. Später kamen Filialen in der Voerder Straße in Haspe, in der Badstraße gegenüber der Ricarda-Huch-Schule und an der oberen Haldener Straße in unmittelbarer Nachbarschaft der Fachhochschule Hagen dazu.

Der Niedergang begann mit der Ausbreitung des Marktradikalismus. Plötzlich mussten Schulbuchaufträge europaweit ausgeschrieben werden und damit brach das „Brot- und Buttergeschäft“ weg. Zwar besteht in Deutschland glücklicherweise noch die Buchpreisbindung, aber z.B. über Freiexemplare und Rabatte für Großeinkäufer konnten sich kapitalkräftige Buchhandelsunternehmen Vorteile verschaffen, die örtliche inhabergeführte Buchhändler nicht mehr auffangen konnten.

Dazu kamen die Abwicklungen der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule Hagen. Die einzelnen Standorte wurden in der Folge geschlossen und ein neuer Laden in der Hohenzollernstraße eröffnet, der allerdings von Anfang an einen schweren Stand hatte, um sich gegenüber der Konzernkonkurrenz (heute: Thalia) zu behaupten.

2011 verlegte Kersting dann dieses einzig verbliebene Geschäft nach Emst. Auch dort ist jetzt Schluss, wie Kersting es – ausgerechnet – über Fuckbook mitteilte. Man hatte sich zuletzt offenbar noch etwas davon versprochen, auch die asozialen Medien zu nutzen. Ein Irrtum.

TWB-Prevent unterliegt erneut vor Gericht gegen VW

1. März 2019

Das Landgericht Dortmund hat erneut eine Klage des Automobilzulieferers TWB-Prevent gegen VW zurückgewiesen. Leidtragende sind die Beschäftigten. (…)

Sogar der örtliche Vertreter der Industriegewerkschaft Metall ist bei der Belegschaft in Ungnade gefallen, weil sie sich von der Gewerkschaft nicht angemessen in der Auseinandersetzung mit der Geschäftsführung unterstützt fühlt. Nachdem die IG Metall in 2018 einige Neumitglieder geworben hatte, sei nicht mehr viel passiert. (…)

Quelle: wp.de

Kein Baumwipfelpfad in Hagen

25. Februar 2019

Das Baumwipfelpfad-Projekt im Hagener Stadtwald ist gestorben. Die „Forest-Adventures“-Investoren-Gesellschaft aus dem Taunus hat der Stadt jetzt mitgeteilt: „Wir haben uns Anfang des Monats dafür entschieden, das Projekt nicht weiter zu verfolgen.“ (…)

Quelle: wr.de

Anmerkung: Ende gut, alles gut.

Block 1 Wehringhausen: GWG-Chef wirbt für Abriss und Neubau

20. Februar 2019

Kurz vor der Entscheidung im Rat Hagen wirbt GWG-Chef Rehrmann für seine Pläne: Das Quartier brauche den Abriss der 130 Wohnungen und den Neubau. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Am Donnerstag wird man sehen, welche Teile des Rats sich diesen im Gutsherrnton vorgetragenen Behauptungen, Forderungen und Drohungen („aus einer Verärgerung heraus gesprochen“) unterwerfen.

Schleichende Remondisierung

19. Februar 2019

Neben Enervie und Hagener Entsorgungsbetrieb ist die Rethmann-Gruppe jetzt auch beim heimischen Busverkehr im Geschäft

„Müllriese im Kaufrausch“ titelte das Handelsblatt bereits im Oktober des vergangenen Jahres. Jetzt sind die Verträge unter Dach und Fach: Die Rethmann-Gruppe übernimmt 34 Prozent des französischen Verkehrsunternehmens Transdev.

Transdev? Nie gehört? Nun, diesem Unternehmen gehört die Mehrheit von Habus, einer Firma, die einen großen Teil des Hagener Busverkehrs abwickelt. Die stadteigene Hagener Straßenbahn AG ist mit 49 Prozent nur Minderheitsgesellschafterin bei Habus.

Damit hat es die Rethmann-Gruppe, zu der auch Remondis gehört, in nur vier Jahren geschafft, in bereits drei zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge in Hagen den Fuß in die Tür zu stellen: Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung und ÖPNV.

Der Einstieg erfolgte 2014. Damals bot der Energieriese RWE seine Anteile (19,06 Prozent) am regionalen Versorger ENERVIE zum Kauf an. Eine Rekommunalisierung wäre mit dem Erwerb der RWE-Anteile durch die Stadt Hagen möglich gewesen, aber eine Ratsmehrheit lehnte den Kauf mit 38 zu 17 Stimmen ab. Damit war die Rethmann-Firma Remondis am Zug. Der damalige Oberbürgermeister Jörg Dehm hatte zuvor in einem Zeitungsinterview vor „mehr Risiko“ einer Rekommunalisierung gewarnt.

Dabei hatte schon ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten darauf hingewiesen, dass die Offerte von Remondis zweifellos ein „strategischer“ Preis sei, um den Fuß in die Tür zu bekommen. Die Gutachter kamen nach ihrer Einschätzung bei der Wertermittlung zu wesentlich geringeren Beträgen, die teilweise sogar unter Null lagen.

Dessen ungeachtet verzichtete die Stadt per Ratsbeschluss auf das ihr zustehende Vorkaufsrecht und speiste das Publikum mit der Ergänzung ab, der private 19,06-Prozent-Anteil werde auf keinen Fall erhöht. Was von solchen Behauptungen zu halten ist, auch wenn sie in Ratsentscheidungen gekleidet sind, sieht man daran, dass vier Jahre zuvor der Rat (einstimmig!) beschlossen hatte, ENERVIE zu rekommunalisieren, sobald sich die Gelegenheit böte. Das spielte jetzt keine Rolle mehr, und so wird es im Zweifelsfall auch der angeblichen 19,06-Prozent-Grenze ergehen.

Remondis übernahm also die RWE-Anteile an ENERVIE und war damit auch am Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) und dessen Schwester HUI beteiligt, da ENERVIE an beiden Betrieben je 29 Prozent der Anteile hält. Der Westen berichtete im Mai 2016: „Die Remondis-Gruppe (…) hat bislang keinen Hehl daraus gemacht, dass es für sie von hohem unternehmerischen Interesse sei, sich auf dem Hagener Müllmarkt partnerschaftlich und mit unternehmerischen Know-how einzubringen.“

Auch der im Ennepe-Ruhr-Kreis ansässige Entsorger AHE, der seit Jahresanfang in Hagen die gelben Säcke einsammelt, gehört zu 50 Prozent bereits Remondis. Der Müllriese aus Lünen rückt allenthalben näher. Nun also der Zugriff auf den Hagener ÖPNV.

Ludger Rethmann, Vorstandsmitglied der RETHMANN-Gruppe und Mitglied der Eigentümerfamilie, lobte die Übernahme von 34 Prozent der Transdev-Anteile in schönster Unternehmer-Prosa: „Wir freuen uns, gemeinsam die positive Entwicklung von Transdev innerhalb der Verkehrs- und Mobilitätsbranche weiter voranzutreiben. Dabei werden wir unser über viele Jahre angesammeltes Wissen über unsere Kunden ebenso einbringen wie unsere Erfahrung mit Public Private Partnerships und uns gerne der Herausforderung stellen, eine integrativere und nachhaltigere Mobilität zu gewährleisten.“

Wie die aussieht, lässt sich momentan bei der Transdev-Tochter NordWestBahn beobachten, die im Bereich des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) sechs RE- und RB-Linien betreibt. Wegen seit Wochen anhaltender für die Fahrgäste untragbarer Qualitätsprobleme und Zugausfällen sah sich der VRR Ende Januar veranlasst, die NordWestBahn abzumahnen.

Der VRR erklärte dazu:Die NordWestBahn konnte die Betriebsstabilität und damit die Betriebsqualität allerdings nicht verbessern. Der Personalmangel verschärfte die Situation seit Dezember 2018 zusätzlich. Auch der unzureichend eingerichtete Schienenersatzverkehr mit Bussen konnte keinen adäquaten Ersatz bieten. Zudem wurden die Fahrgäste nicht ausreichend über Ausfälle informiert.“

Daher belegt der VRR die NordWestBahn für jede einzelne nicht vertragsgerecht erbrachte Zugfahrt weiterhin mit Sanktionen, die für das Unternehmen empfindliche finanzielle Einbußen bedeuten.

100 Mitarbeiter demonstrieren erneut vor TWB-Werk in Hagen

19. Februar 2019

Die Stimmung im TWB-Werk ist weiterhin extrem belastet. Die Mitarbeiter demonstrieren vor der Firma für ihre Zukunft. (…)

Quelle: wp.de

Volker Ruff wird neuer Chef der Hagener Wirtschaftsförderung

14. Februar 2019

Der Nachfolger von Michael Ellinghaus, Geschäftsführer der Hagen-Agentur, ist gefunden: Volker Ruff (48) ist Wirtschaftsförderer im Kreis Soest. (…)

Jetzt muss – nach entsprechendem Votum des Rates – am 27. Februar lediglich noch die Gesellschafterversammlung der Hagen-Agentur (Carl Bechem GmbH, Einzelhandelsverband Südwestfalen, HFS Hagener Feinblech Service GmbH, Kreishandwerkerschaft Hagen, Mark-E, Märkische Bank, SIHK, Sparkasse Hagen/Herdecke, Stadt Hagen, Unternehmerverein Hagen, Wehberg & Partner GbR, Wisnet) dieser Personalie zustimmen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Stadt Hagen ist an der Hagen-Agentur gerade einmal zur Hälfte beteiligt (genau mit 50,08 Prozent), trägt aber bis zu einer Obergrenze von 1,5 Millionen Euro allein die gesamten Verluste – im Gesellschaftervertrag kaschiert als „Betriebskostenzuschuss“. Die restlichen oben aufgeführten Gesellschafter gehen keinerlei Risiko ein, dürfen aber mitentscheiden und fordern kräftig ihre Partikularinteressen ein (z.B. großflächige Gewerbegebiete auch auf dafür nicht geeigneten Flächen).

TWB in Hagen – IG-Metall reagiert auf Mitarbeiter-Vorwürfe

14. Februar 2019

Die Gewerkschaft IG Metall nimmt Stellung zu den Vorkommnissen bei TWB, wo 290 Mitarbeiter die Kündigung erhalten haben. (…)

Quelle: wp.de

TWB-Mitarbeiter in Hagen weiter vor unsicherer Zukunft

13. Februar 2019

Am Montag (11.02.2019) haben sie wieder protestiert. Mitten in der Hagener Innenstadt: die Arbeiter von Prevent TWB. 280 von ihnen haben kürzlich die Kündigung bekommen. (…)

Quelle: WDR

Anmerkung: Im Beitrag des WDR ist auch ein Video enthalten, verfügbar bis 12.02.2020.

Böhfeld in Hagen steht nicht zum Verkauf für Gewerbe bereit

11. Februar 2019

Dass die 30 Hektar Wiesen am Böhfeld für Gewerbeflächen zur Verfügung stehen, erscheint äußerst fraglich. Die Besitzer möchten nicht verkaufen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Planungen werden vorangetrieben, ohne dass klar ist, ob die Eigentümer überhaupt, und wenn ja, unter welchen Bedingungen verkaufen wollen. Das betrifft nicht nur das Böhfeld.

Haßley: Verkaufsabsicht unbekannt
Röhrenspring: Verkaufsabsicht unbekannt
Gut Herbeck: Mit hohen Preisvorstellungen verkaufsbereit

Dazu siehe auch:

Flächenpolitik als regionales Projekt

SPD-Ratsherr Dietmar Thieser plädiert bereits seit Jahren dafür, die Ausweisung von attraktiven Gewerbeflächen künftig gemeinsam mit dem EN- und dem MK-Kreis im Rahmen einer gemeinsamen Wirtschaftsförderung mit nur einem Geschäftsführer als regionale Aufgabe voranzutreiben. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ausnahmsweise mal eine, nein sogar zwei vernünftige Ideen Thiesers. Denn auf diese Art und Weise ließe sich nicht nur eine realitätsbezogene Flächenpolitik realisieren, sondern gleichzeitig auch das Problem Hagen-Agentur/Ellinghaus lösen.

Stellenabbau bei der Funke-Mediengruppe

10. Februar 2019

Stellungnahme der NRW-Betriebsräte

Nach Bekanntwerden der neuen Streichpläne bei der Funke-Mediengruppe haben die Betriebsräte der Funke-Tageszeitungen in NRW eine Stellungnahme veröffentlicht. Sie gehen allein in NRW von einem Stellenabbau von knapp 300 Stellen aus.

Dazu gehören nach Informationen der Arbeitnehmervertreter allein 120 Kolleginnen und Kollegen aus dem Anzeigenbereich, 40 Drucker (der Druckstandort Essen wird geschlossen), die Hälfte der bislang 46 Volontäre, zehn Mediengestalter, zwei Onliner sowie knapp 40 Redakteure. 14 davon sollen es bei der WAZ sein, 14,5 bei der WP sowie eine bislang noch nicht konkret benannte Zahl bei der NRZ. Auch bei den Sekretariaten aller NRW-Titel soll gespart werden. Noch ist unklar, wie viele Kolleginnen und Kollegen es hier treffen wird.

Geschlossen werden sollen auch 21 der 26 Geschäftsstellen in NRW, was aus Sicht der Betriebsräte einen riesigen Imageschaden in der Leserschaft anrichten und zudem in den Redaktionen zu erheblicher Mehrarbeit führen wird.

Wirtschaftsfachleute aus Hagen kritisieren Bezirksregierung

9. Februar 2019

SIHK und Hagen-Agentur üben herbe Kritik an der Bezirksregierung Arnsberg. Die Behörde hatte erklärt, das Böhfeld sei für Industrie ungeeignet. (…)

Quelle: wp.de

TWB in Hagen – Sabotage-Vorwurf gegen eigene Mitarbeiter

9. Februar 2019

Nun äußert sich erstmals die Geschäftsführung des angeschlagenen Automobil-Zulieferers TWB. Sie sei enttäuscht vom Verhalten der Mitarbeiter. (…)

Quelle: wp.de

Erneut Kahlschlag in der Presselandschaft

8. Februar 2019

DJV: Funke Mediengruppe handelt immer noch ohne Zukunftsstrategie

Die Position als führender Publisher von Regional- und Lokalmedien stärken und ausbauen – das möchte die Funke Mediengruppe mit ihrem Zukunftsprogramm FUNKE 2022 erreichen. So teilt es der ehemals als WAZ-Konzern bekannte Verlag mit. In Hagen zählen zum Funke-Imperium die Westfalenpost, die redaktionslose und im Lokalteil mit der WP textidentische Westfälische Rundschau, Radio Hagen und der Stadtanzeiger samt seinem Internet-Auftritt Lokalkompass.

„Mehr denn je brauchen wir guten, verlässlichen Regional- und Lokaljournalismus. Wir dürfen uns aber nichts vormachen, seine Zukunft ist extrem gefährdet“, sagt Ove Saffe, für das Zeitungsgeschäft verantwortlicher Geschäftsführer.

Und wie schafft man „guten, verlässlichen Regional- und Lokaljournalismus“? Nach Funke-Logik indem Stellen abgebaut werden.

So müsse in Nordrhein-Westfalen die Ausgabe der Westfalenpost in Warstein eingestellt werden; sie sei trotz großer Anstrengungen seit Jahren schon nicht mehr wirtschaftlich zu führen.

Aufgrund der strukturell rückläufigen Tageszeitungsauflagen seien die beiden NRW-Druckereien in Essen und Hagen jeweils nur noch etwa zur Hälfte ausgelastet. Deswegen ist geplant, die Druckaktivitäten an dem größeren Standort Hagen zusammenzuführen.

„Dahinter steckt blinde Profitgier. Um ihre Renditeziele zu erreichen, werden reihenweise Menschen auf die Straße gesetzt. Der Schein des Aufbruchs in Wertschätzung der Mitarbeiter durch die Geschäftsführung  in der neuen Firmenzentrale in Essen trügt.“ Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes NRW (DJV-NRW) Frank Stach hat die Geschäftsführung der Funke Mediengruppe mit scharfen Worten für die Abbaupläne kritisiert.

Das von der Funke Mediengruppe vorgelegte Sparprogramm sieht nach gut informierten Kreisen vor, in NRW erneut 10 Prozent der Stellen an den drei Funke Titeln in NRW einzusparen.

„Damit setzt der Konzern die alte, verhängnisvolle Politik des Personalabbaus fort, die bereits hunderte Arbeitsplätze gekostet hat“, betont DJV-NRW Geschäftsführer Volkmar Kah. Die Konzentration auf Sparmaßnahmen als Geschäftsmodell konterkariert Funkes Anspruch, sich im digitalen Zukunftsmarkt einen guten Platz zu sichern. „Der kontinuierliche Abbau der Belegschaft und der Aufbau neuer, personalintensiver Online- Projekte schließen sich gegenseitig aus.“

„Wir erkennen, dass das Print-Geschäftsfeld weniger profitabel geworden ist“, so Kah. Die Funke Manager handeln jedoch ohne Konzept. Weiterer Personalabbau sei keine Lösung. Funke müsse jetzt schnell die angekündigte Neuausrichtung auf digitale Medien umsetzen. „Dieses Ziel kann nur mit einer ausreichenden Zahl an hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreicht werden. Der Stellenplan der Funke Mediengruppe ist aber schon jetzt auf Kante genäht, die Redaktionen sind am Limit.“

Kah fordert die Gesellschafter und Geschäftsführer der Funke Mediengruppe auf, ihrer sozialen Verpflichtung gerecht zu werden und dafür Sorge zu tragen, dass der angekündigte Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgt.

Die Funke Mediengruppe hatte bereits 2008 ca. 300 von 900 redaktionellen Stellen in NRW abgebaut, 2013 wurden alle 120 Stellen der Westfälischen Rundschau gestrichen. Die Westfälische Rundschau rangiert seitdem in der Kategorie „Zombie-Blätter“, d.h. eine Zeitung ohne eigene Redaktion. Während die Mediengruppe am Personal spart, kauft sie fleißig weitere Zeitungen und Zeitschriften ein, alleine 2013 für insgesamt 920 Millionen Euro. Weitere Käufe sind aktuell angekündigt.

Kurioses am Rande: Das Hagener Anzeigenblatt Wochenkurier kommentierte die Ankündigungen der Funke-Gruppe mit dem Satz: „Vor dem Hintergrund dieser Funke-Maßnahmen ist es umso wichtiger, dass vor Ort konzernunabhängige Blätter erhalten bleiben.“ Damit meint der Wochenkurier offenbar sich selbst. Pech nur, dass aller Wahrscheinlichkeit nach sein letztes Stündlein geschlagen hat.

Am Montag hatte das Amtsgericht Hagen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Wochenkurier Verlagsgesellschaft mbH bekannt gegeben – um genau 12:56 Uhr, wie das Gericht akribisch vermerkte. Im Gläubigerausschuss sitzt u.a. die Druckzentrum Hagen GmbH. Dahinter verbirgt sich die Hagener Druckerei der Funke-Mediengruppe.

Prevent TWB: Gutachter soll wirtschaftliche Situation prüfen

7. Februar 2019

Die Situation beim Autozulieferer Prevent TWB in Hagen spitzt sich zu. Der Betriebsrat wird dem ausgehandelten Sozialplan nicht zustimmen, da große Teile der Belegschaft die angebotene Transfergesellschaft ablehnen. Sie fordern stattdessen Abfindungen. Am Mittwoch (06.02.2019) hat sich die neutrale Einigungsstelle erneut getroffen, aber keine Entscheidung gefällt. Jetzt soll ein Gutachter die wirtschaftliche Situation des Unternehmens prüfen.

Der Vorsitzende der Einigungsstelle will wissen, ob es TWB finanziell wirklich so schlecht geht, dass kein Geld für Abfindungen da ist. Der Betriebrat glaubt, dass das Unternehmen sich durch Tricks „arm“ rechne. In vier Wochen soll das nächste Krisentreffen stattfinden. (…)

Quelle: WDR

„TWB-Mitarbeiter in Hagen fühlen sich nicht respektiert“

6. Februar 2019

Der Münchener Arbeitsrechtler Hans Joachim Pfitzner beklagt eine entwürdigende Behandlung der TWB-Belegschaft. Er hofft auf einen Sozialplan. (…)

Quelle: wp.de

„Jens Mütze ist ein Verräter“

5. Februar 2019

TWB-Kollegen demonstrieren vor dem Gewerkschaftshaus

Von der Entlassung bedrohte Mitarbeiter des Hagener Autozulieferers TWB-Prevent haben sich gestern in der Innenstadt zu einer Demonstration zusammengefunden. Dabei ging es auch zum Gewerkschaftshaus in der Körnerstraße.

Der Unmut der TWB-Kollegen richtet sich nicht nur gegen die Geschäftsleitung von TWB, sondern auch gegen den Hagener IG-Metall-Chef Jens Mütze. Der hatte eine aus Geldern der Arbeitsverwaltung finanzierte Transfergesellschaft, die „gut ausgestattet“ sei, als „Kompromiss“ präsentiert.

Die von Arbeitslosigkeit bedrohten Kollegen hatten auf eine Abfindung gehofft. Mütze dagegen vertrat die Einschätzung, mehr sei bei TWB-Prevent nicht herauszuholen. Die Beschäftigten konterten bei ihrer Demonstration vor dem Gewerkschaftshaus mit einem Pappschild: „Jens Mütze ist ein Verräter“

Zum gesamten TWB-Problem ist vom DGB-Stadtverbands-Vorsitzenden Stefan Marx derweil nichts zu hören. Seit dessen Inthronisierung ist der Hagener DGB von einem schleichenden Niedergang befallen. Hatte sich sein Vorgänger Jochen Marquardt noch laufend engagiert in die Probleme der Stadtgesellschaft eingemischt, dümpelt sein Nachfolger auf Tauchstation.

So mancher wünscht sich schon lange einen Jochen Marquardt zurück. Dieser Wunsch wird leider unerfüllt bleiben.

Wochenkurier-Pleite: Verfahren eröffnet

5. Februar 2019

Gut vier Monate nach Antragstellung (DW berichtete) hat das Amtsgericht Hagen gestern das Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gegen die Wochenkurier Verlagsgesellschaft mbH eröffnet.

Das Gericht ordnete ein Verfahren in Eigenverwaltung an. Danach ist die Schuldnerin, hier der Wochenkurier, berechtigt, unter der Aufsicht des vom Gericht eingesetzten Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und über sie zu verfügen. Zum Sachwalter setzte das Gericht den Hagener Rechtsanwalt Thorsten Klepper ein.

Als Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses bestimmte das Gericht das zum Reich der Funke-Medien (WPWR, Radio Hagen) gehörende Druckzentrum Hagen GmbH, den Hagener IT-Dienstleister PCM GmbH und die Buchhalterin der Wochenkurier-GmbH Silke Stratemeyer.

Bereits Anfang 2015 musste der Ennepe-Ruhr-Kreis-Ableger des Reklameblatts Insolvenz anmelden.

VW würde neuen Besitzer von TWB in Hagen berücksichtigen

3. Februar 2019

Es brennt lichterloh beim Automobil-Zulieferer TWB, bei dem 290 Mitarbeiter die Kündigung erhalten haben. Die Mitarbeiter fühlen sich von der Geschäftsleitung verschaukelt. Betriebsversammlungen müssen wegen Tumulten aufgelöst werden. Mehr als 100 Kollegen haben sich krankschreiben lassen. Und der Betriebsrat fragt: „Wo ist eigentlich Hagens Oberbürgermeister?“ Doch der bemüht sich zumindest um einen Gesprächstermin mit TWB. Bei dem Unternehmen trifft man dagegen auf eine Mauer des Schweigens. (…)

Wie berichtet, steht mit dem US-Autozulieferer Fisher Dynamics ein Käufer für TWB bereit. Die Verhandlungen stocken. „Wir haben die Zusage von allen Top-Kunden wie VW oder Ford, dass die Geschäftsbeziehung zu TWB weitergehen würde, wenn wir übernehmen“, erklärte Prokurist Markus Eckner gegenüber der WP. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Am kommenden Montag, 4. Februar, wollen die TWB-Kollegen demonstrieren. Los geht’s um 15 Uhr im Volkspark.

Abbruch – Tumulte bei Betriebsversammlung von TWB in Hagen

30. Januar 2019

Tumulte bei der Betriebsversammlung des angeschlagenen Automobilzulieferers TWB in Eckesey: Als sich gestern Nachmittag eine Transfergesellschaft den von rund 290 Kündigungen bedrohten Mitarbeitern vorstellen wollte, eskalierte die Situation. „Es war plötzlich eine Stimmung wie bei einer Demo“, sagt Betriebsratsvorsitzender Orhan Aksu. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu auch:

Welche Zukunft hat der Hagener TWB-Standort?

Studiogast: Orhan Aksu, Betriebsrat Prevent TWB

Quelle: WDR (Video, verfügbar bis 05.02.2019)

Autozulieferer aus USA will TWB in Hagen übernehmen

29. Januar 2019

Ein Hoffnungsschimmer für rund 300 TWB-Mitarbeiter in Hagen. Ein Autozulieferer aus den USA will das TWB-Werk übernehmen. Das hat ein Firmensprecher von Fisher Dynamics am Montag (28.01.2019) dem WDR bestätigt. Ziel sei es den Standort in Hagen mit möglichst vielen Beschäftigten weiterzuführen. Fisher Dynamics ist genau wie TWB auf Autositze spezialisiert. Der TWB-Mutterkonzern Prevent müsste allerdings einem Verkauf zustimmen. (…)

Quelle: WDR

Gewerbegebiete: So geht’s auch

28. Januar 2019

Recklinghausen will Qualitätsansiedlungen

In Hagen fehlen angeblich 120 Hektar Gewerbeflächen. Ob diese Zahl stimmt, ist zumindest zweifelhaft. Fakt ist aber, dass in den vergangenen Jahren Flächen ohne Plan verballert worden sind.

Sei es durch den Verkauf zu Ramschpreisen an mehr als dubiose „Investoren“ wie beim Schlachthofgelände, sei es durch Verzicht der Politik auf Einflussnahme wie beim ehemaligen Mark-E-Areal an der Rehstraße. Oder sei es durch die Umwandlung traditioneller Gewerbegebiete in Einzelhandelsflächen wie in Eckesey oder zuletzt auf dem Brandt-Gelände in Westerbauer. Die Reihe ließe sich fortsetzen.

Andere Flächen wurden mit irgendwas aufgefüllt: Eventhallen, Autowaschanlagen usw. In manchen Kreisen der Politik gelten inzwischen Logistikunternehmen als der letzte Schrei, also Speditionen, Lagerhäuser etc., während gleichzeitig Hagen als Wissenschaftsstandort auf den Schild gehoben wird – zum Teil von denselben Personen.

Anders will jetzt die Stadt Recklinghausen vorgehen: Die Kommune in der vestischen Emscherregion fordert Qualität ein.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Zeche General Blumenthal will Recklinghausen nun beginnen, das neue Gewerbegebiet zu vermarkten.

Für die Vermarktung der rund 90.000 Quadratmeter großen Gewerbefläche hat der Rat ein Konzept beschlossen. Aktiv angesprochen werden ansiedlungswillige Unternehmen in den Bereichen wissensintensive Dienstleistungen, Medienproduktion, Forschung und Entwicklung sowie Medizin- und Biotechnologie.

Die Betriebe müssen mehrere Vergabekritierien, z.B. Arbeitsplatzeffekte sowie finanzielle und städtebauliche Effekte, erfüllen. Nur Interessenten, die eine Mindestpunktzahl erreichen, werden dem Rat zum Verkauf eines Grundstücks vorgeschlagen.

Ob der Plan aufgeht, muss sich erst noch erweisen, aber Recklinghausen hat wenigstens einen Plan. Hagen hat nur die „Hagen-Agentur“.

Infos: www.recklinghausen-blumenthal.de

Bürger-Dialog wird nach Meinung der Elseyer Bürger zur Farce

27. Januar 2019

BürgerDialog mit Staatssekretär Thomas Bareiß (Wirtschaftsministerium) zum Verlauf der 380-kV-Höchstspannungsleitungen durch Hohenlimburg. Darauf hatten die Mitglieder der Bürgerinitiative „Hohenlimburg unter Höchstspannung“ ihre Hoffnungen gesetzt. Doch sie wurden enttäuscht. (…)

Quelle: wp.de

Transfergesellschaft für TWB-Mitarbeiter in Hagen

25. Januar 2019

Management und Betriebsrat beim Autozulieferer Prevent TWB haben am Donnerstagabend (24.01.2019) eine Lösung für die bedrohten Jobs gesucht. Am Freitagmittag (25.01.2019) wurde bekannt: Rund 300 Mitarbeiter des Hagener Automobilzulieferers Prevent TWB wechseln am 1. April in eine Transfergesellschaft. Eine Alternative haben sie nicht. Es gibt weder Abfindungen, noch Ersatzarbeitsplätze. Die übrigen 160 Mitarbeiter haben eine Job-Garantie – aber nur bis zum Jahresende. (…)

Quelle: WDR

Der Blackrock-Kapitalismus

25. Januar 2019

Vortrag von Werner Rügemer

Der Kölner Publizist und Vorsitzender der Aktion gegen Arbeitsunrecht Werner Rügemer (Foto: Veranstalter)

Zu einem Vortrag von Werner Rügemer zum Thema „Der Blackrock-Kapitalismus“ laden die Volkshochschule Hagen (VHS), Arbeit und Leben Berg-Mark, der DGB und das Kulturzentrum Pelmke im Rahmen der politischen Veranstaltungsreihe „Gegen den Strom“ am Donnerstag, 31. Januar, um 19 Uhr in das Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, ein.

Der Kölner Publizist und Vorsitzender der Aktion gegen Arbeitsunrecht referiert über US-Investoren, die sich seit Ende der 1990er Jahren unter den Regierungen von Gerhard Schröder und Angela Merkel in tausende der wichtigsten Unternehmen in Deutschland eingekauft haben.

Die großen Kapitalorganisatoren vom Typ „Blackrock“ sind die Haupteigentümer aller 30 DAX-Konzerne, organisieren etwa die Fusion von Bayer und Monsanto. Private Equity-Investoren haben über 10.000 gutgehende Mittelstandsfirmen aufgekauft, verwertet, an die Börse gebracht oder weiterverkauft.

Die von Werner Rügemer so genannte „zivile Privatarmee des internationalen Kapitals“ mit den Abteilungen Unternehmensberatung, Wirtschafts“prüfung“, Wirtschaftsrecht, Rating hat sich als Dauerberater in den Regierungen und Ministerien eingenistet, in Jobcentern, im Verkehrs- und Verteidigungsministerium. Digitalkonzerne wie Amazon, Google, Facebook, Microsoft, Apple durchdringen das Alltagsleben und arbeiten mit Militär und Geheimdiensten zusammen.

Merkt das niemand? SPD und CDU, die das gefördert haben, werden zurecht abgestraft. Was tun?

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Ringen um 320 Stellen bei Hagener Autozulieferer TWB

25. Januar 2019

Beim Hagener Autozulieferer TWB wird bis in die Nacht um 320 Stellen gerungen, die wegfallen werden. Indes kommt ein neuer Vorschlag von VW. (…)

Quelle: wp.de

Steinbruch in Hagen-Hohenlimburg darf erweitert werden

24. Januar 2019

Die Richter haben gesprochen, die Bürgerinitiative hat das Nachsehen: Der Kalk-Steinbruch in Hohenlimburg darf erweitert werden. (…)

Quelle: wp.de

Großstadt-Studie: Mietpreise in Hagen sind supergünstig

24. Januar 2019

Nur in Bremerhaven und Chemnitz wohnen Mieter günstiger: Hagen verzeichnet laut einer Untersuchung nahezu die geringsten Mieten aller Großstädte. (…)

Quelle: wp.de

Naturschutzbeirat lehnt neue Gewerbegebiete ab

23. Januar 2019

„Es gibt ausreichend bereitstehende Altflächen und Brachen“

Der Naturschutzbeirat der Stadt Hagen lehnt die von der Verwaltung vorgeschlagenen Flächen für neue Gewerbegebiete ab. Er sieht darin einen „Wunschkatalog auf einer klassischen Berechnungsgrundlage, die aber für die Zukunft zu hinterfragen ist“.

Der Naturschutzbeirat vermisst in der Verwaltungsvorlage Aussagen zu folgenden Themen:

  • Den flächenmäßigen Grenzen des Hagener Wachstums
  • Zu Strategien vorhandene oder zukünftig neue Flächen tatsächlich zu erschließen bzw. alte verbrauchte zurückzugewinnen
  • Mehrfachnutzungs-Strategien wie zum Beispiel Arbeiten und Wohnen für Flächen, die keinen logistischen Zwängen unterliegen
  • Stille Reserven (Altstandorte, /Grundstückshortungen) und Mittel – auch und ausdrücklichen Zwang – zu deren Nutzbarmachung
  • Betrachtung der Bedarfsberechnung unter Gesichtspunkten der Gewerbesteuereinnahmen (-steigerung?) und
  • Arbeitsplatzbeschaffung über die letzten 50 Jahre. Besteht hier ein positiver Zusammenhang oder wird mehr behauptet, als tatsächlich dahintersteckt
  • Aussagen zur freiwilligen Wachstumsbegrenzung
  • Aussagen zu Mehrbelastung der Bürger im Gebührenhaushalt bei steigenden Flächenausweisungen
  • Aussagen über mögliche Kooperationen mit anderen Gemeinden in NRW, die zwar mehr Flächen haben, die aber aufgrund ihrer geringen Gemeindegröße nicht ausschöpfen können

Aus Sicht des Naturschutzbeirats ist es unumgänglich, die Aufrechnung potentieller Gewerbeflächen so vorzunehmen, dass der Rat der Stadt Hagen einen kompletten Überblick bekommt. Dann sei auch ein Ausschlussverfahren möglich. Die Vorlage verschleiere die Möglichkeit der potentiellen Nutzung von Brachflächen.

Weiter heißt es von Seiten des Naturschutzbeirats:

Im Gewerbegebiet Lennetal ist die Fläche im Bereich Bandstahlstraße Federnstraße (neben der Kläranlage) mit rund 6 ha seit Jahrzehnten nicht der gewerblichen Nutzung zugeführt worden.

Das ist eine von mehren Flächen, die seit Jahren nicht dem Gewerbe zugeführt worden ist. Angeblich sind es Reserveflächen von Betrieben, die diese Flächen aber nicht genutzt haben. Hier ist es erforderlich, dass in Zukunft Gewerbeflächen nicht mehr bedingungslos und ohne konkrete Planungen verkauft werden.

Der Naturschutzbeirat sieht den geplanten neuen Flächenverbrauch kritisch und lehnt die Neuausweisungen aber auch „Altausweisungen“ wie das Böhfeld und Gut Kuhweide ab.

Aus Sicht des Naturschutzbeirats gibt es ausreichend bereitstehende Altflächen und Brachen, um dort neues Gewerbe anzusiedeln.

René Röspel: Solidarität mit REAL-Beschäftigten

17. Januar 2019

Die Zukunft der mehr als 30.000 Beschäftigten der Einzelhandelskette REAL steht auf dem Spiel. Das betrifft auch die Filialen in Haspe und Bathey.

Die NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion hat deshalb den Beschluss „Solidarität mit den Real-Beschäftigten, Stärkung von Tarifverträgen“ verabschiedet. „Wir unterstützen die Beschäftigten in den Real-Märkten und stellen uns entschlossen gegen jede Form der Aushöhlung von Tarifverträgen oder Lohndumping“ erklärt der Hagener Bundestagsabgeordnete René Röspel dazu.

Seit sich die Metro AG aus der Tarifbindung mit ver.di zurückgezogen hat, sind die Bruttolöhne von neu eingestellten Beschäftigten im Tochterunternehmen Real um 40% niedriger – bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden.

„Diese Ungleichbehandlung der Beschäftigten führt schon heute zu einer erheblichen Verschlechterung des Arbeitsklimas. Die Beschäftigten fürchten, dass es eine dauerhafte Absenkung der Löhne geben wird und der geplante Verkauf der Real-Märkte die Situation der Beschäftigten noch weiter verschärft“, befürchtet René Röspel.

Die NRW-Landesgruppe fordert in ihrem Beschluss die Möglichkeit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen zu verbessern und zum Beispiel im Bereich Handel auszuweiten. Außerdem fordern die Abgeordneten mehr Engagement der öffentlichen Hand zur Stärkung der Tariftreue und eine Besserstellung von tarifgebundenen Unternehmen.

„Die SPD möchte gute Arbeitsbedingungen sicherstellen. Bei Real zeigt sich wieder einmal sehr deutlich, dass wir eine Erhöhung der Tarifbindung brauchen. Deshalb erwarten wir auch von einem Käufer der Real-Einzelhandelskette, dass der ver.di-Tarifvertrag für alle Beschäftigten dauerhaft angewandt wird.“, macht René Röspel deutlich.

Nach Insolvenz: Firma Schlager von Electrotherm übernommen

14. Januar 2019

Weil ein Kunde einen Groß-Auftrag kündigte, geriet Schlager Industrieofenbau in die Insolvenz. Ein Jahr später startet das Unternehmen neu durch. (…)

Quelle: wp.de

Verdi wirft Prosegur in Hagen Einsatz von Streikbrechern vor

11. Januar 2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) wirft der Sicherheitsfirma Prosegur in Vorhalle den unrechtmäßigen Einsatz von Streikbrechern vor. Der Betriebsrat des Unternehmens habe einen Anwalt eingeschaltet, um gerichtlich gegen Prosegur vorzugehen, kündigte Karsten Braun an, Gewerkschaftssekretär im Verdi-Landesbezirk: „Es besteht der Verdacht, dass Prosegur in Hagen Leiharbeiter eingesetzt hat. Sollte sich das bestätigen, werden wir Anzeige wegen Verstoßes gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz stellen.“ (…)

Quelle: wp.de

Dazu passend:

Einsatz von Leiharbeitern als Streikbrecher ist verboten

Im Streit zwischen Prosegur und Verdi um den Einsatz von Streikbrechern in Hagen erläutert Anwalt Pinkvoss, was in Arbeitskämpfen erlaubt ist.

Ralf Pinkvoss ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hagen. (…)

Quelle: wp.de

Mayersche und Thalia fusionieren

11. Januar 2019

Der Hagener Buchhandelsfilialist Thalia und die Mayersche aus Aachen schließen sich zusammen. Thalia bringt rund 300 Filialen im deutschsprachigen Raum ein, die Mayersche 55. Zusammen bilde man dann den größten „familiengeführten“ Sortimentsbuchhändler Europas, so die Partner.

Die Aachener Familie Falter verstärkt den bisherigen Thalia-Gesellschafterkreis, der aus den Clans Herder, Kreke, Busch und Göritz besteht. Die Fusionskontrollbehörden müssen dem Vertrag noch zustimmen.

Möbel-Riese XXXL stellt in Hagen Bauantrag für zwei Märkte

11. Januar 2019

Die XXXLutz-Unternehmensgruppe macht am Standort Hagen jetzt doch Nägel mit Köpfen: Die österreichische Einrichtungshauskette hat bei der Stadt Hagen einen Bauantrag zur Errichtung eines XXXL-Möbelhauses sowie eines Mömax-Trendmitnahmemarktes an der Haßleyer Straße eingereicht. (…)

Quelle: wp.de

Bautätigkeit in Hagen nimmt ab

4. Januar 2019

Anteil geförderter Wohnungen rückläufig

In Hagen hat die Wohnbautätigkeit abgenommen. Zwischen 2014 und 2016 wurden durchschnittlich 163 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt, in der längerfristigen Betrachtung (2011 – 2016) waren es jährlich 181 Wohnungen. Das geht aus dem 4. Regionalen Wohnungsmarktbericht der Arbeitsgemeinschaft Wohnungsmarkt Ruhr hervor, der unter der Federführung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Zusammenarbeit mit den elf kreisfreien Städten und vier Kreisen des Ruhrgebiets erstellt wurde.

Der Wohnungsmarktbericht betrachtet auch die Bauintensität. Hagen erreichte zwischen 2014 und 2016 eine Bauintensität von 0,29 fertiggestellten Wohnungen je 100 Bestandswohnungen im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser. Bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern lag die Bauintensität bei 0,13.

Der öffentlich geförderte Wohnungsbestand in Hagen ist – wie im gesamten Ruhrgebiet und in ganz NRW – rückläufig: Durch geringen Zuwachs geförderter Wohnungen und Auslauf der Bindungen sank der Bestand zwischen 2006 und 2016 um 40,1 Prozent (Ruhrgebiet: -39,2 Prozent). 2016 standen 6.346 geförderte Wohnungen in Hagen zur Verfügung. Das entsprach einem Anteil von 6,2 Prozent am Gesamtwohnungsbestand (Ruhrgebiet: 6,9 Prozent).

Der abnehmende Trend wird sich Prognosen der NRW.BANK zufolge weiter fortsetzen. Bis 2030 wird ein weiterer Rückgang bei den geförderten Wohnungen in Hagen um 51,6 Prozent erwartet. Daher hat die RVR-Verbandsversammlung zum Jahresende beschlossen, dass der Regionalverband Ruhr den Rahmen für ein regionales Wohnungsmarktkonzept erarbeitet. Ein Schwerpunkt soll auf der Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum liegen.

Streikende blockierten Geldtransport-Firma in Hagen

4. Januar 2019

Bei der Firma Prosegur in Vorhalle ruhte am Mittwochmorgen gezwungenermaßen die Arbeit. Streikende Mitarbeiter blockierten die Ein- und Ausfahrt des Unternehmens am Sporbecker Weg und verhinderten so, dass Geldtransporter das Gelände verlassen konnten.

Die Betriebsleitung rief daraufhin die Polizei, die zwar einen Streifenwagen schickte und zu vermitteln suchte, jedoch nicht in das Geschehen eingriff. „Bei Arbeitskämpfen sind wir gehalten, uns neutral zu verhalten“, so Polizeisprecher Siemes: „Da muss man als Polizei sehr sensibel sein.“ (…)

Quelle: wp.de

Für die Hagener Durchschnittsfamilie wird das Leben teurer

4. Januar 2019

Eine Modellrechnung für die Hagener Durchschnittsfamilie: Gas und Kita sind die Haupt-Kostentreiber für das Jahr 2019. (…)

Quelle: wp.de

TWB-Belegschaft in Hagen weiter in Ungewissheit

31. Dezember 2018

320 Beschäftigten von TWB Prevent in Hagen droht die Kündigung. Sie gehen mit Ungewissheit ins neue Jahr. Erst ab Januar wird verhandelt. (…)

Quelle: wp.de

GWG bei Mieten für Studentenwohnungen noch günstiger

30. Dezember 2018

Die EWG will in der Augustastraße in Hagen billiges Wohnen für Studenten etablieren. Doch Mitbewerber GWG fährt so ein Konzept schon länger. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die GWG bewirbt ihr Angebot so: „Ihr wollt endlich auf eigenen Füßen stehen und sucht eine günstige Wohnung in Hagen? Damit der Traum von der ersten eigenen Wohnung in Erfüllung geht, bietet die GWG Hagen speziell Studenten, Azubis und allen, die das freiwillige soziale Jahr leisten, ausgewählte günstige Wohnungen.“

Der GWG gehören nach eigenen Angaben 4.700 Wohnungen in Hagen. Davon bietet sie aktuell gerademal eine (!) Wohnung für 1,50 Euro pro Quadratmeter an. Die liegt in Wehringhausen, wo die GWG einen ganzen Häuserblock abreissen will.

Also nur ein Marketing-Gag.

EWG will verstärkt Wohnungen in Hagen sanieren

29. Dezember 2018

Von der Eisenbahner-Wohnung-Genossenschaft Hagen (EWG) war lange wenig zu hören. Das will der neue Chef Michael Henseler ändern. (…)

Quelle: wp.de

Dazu siehe auch:

2 Euro Kaltmiete soll Studenten zum Wohnen nach Hagen locken

Der Abriss war eigentlich schon fest eingeplant, doch jetzt kommt die Kehrtwende: Die Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft Hagen (EWG) will ein Acht-Parteienhaus in der Augustastraße 42 zu einem Wohnhaus speziell für Studenten, Schüler und Kreative umbauen. Mit einem extrem niedrigen Quadratmeter-Mietpreis. Liegt er bei der EWG eigentlich bei 3,50 bis 7 Euro pro Quadratmeter, so will der neue EWG-Vorstandsvorsitzende Michael Henseler die acht rund 58 Quadratmeter großen Wohnungen in der Augustastraße für 2 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter an den Markt bringen. (…)

Dass die EWG damit ein anderes Konzept fährt als die Gemeinnützige Wohnstätten Genossenschaft (GWG), die im westlichen Wehringhausen einen ganzen Häuserblock abreißen lassen will („Block 1“), ist dem EWG-Geschäftsführer Michael Henseler bewusst. (…)

Quelle: wp.de


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