Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

Sparkassen-Fusion beschlossen

1. Juli 2022

Die Zweckverbandsversammlung der Sparkasse HagenHerdecke hat der Fusion mit der Sparkasse Lüdenscheid zugestimmt. Am 24. Juni 2022 hatte bereits der Lüdenscheider Zweckverband für die Fusion votiert. Damit erfolgt die Fusion der beiden Kassen, vorbehaltlich der aufsichtsbehördlicher Zustimmung, zur Sparkasse an Volme und Ruhr am 31. August 2022, vermögensrechtlich rückwirkend zum 1. Januar 2022.

Im Vorfeld hatte es Kritik aus Herdecke und dem Märkischen Kreis gegeben. Befürchtet wird u.a. eine weitere Schließung von Zweigstellen. Bei einer geheimen Abstimmung im Lüdenscheider Stadtrat votierten 11 Mitglieder des Gremiums gegen die Fusion, allerdings 29 dafür.

Das Geschäftsgebiet der Sparkasse an Volme und Ruhr erstreckt sich über die Kommunen Hagen, Lüdenscheid, Herdecke, Halver, Schalksmühle und Herscheid, die zusammen eine Einwohnerzahl von ca. 320.000 aufweisen. Die Sparkasse an Volme und Ruhr betreut künftig als Marktführer rund 155.000 Privatkunden.

Fernwärme in Hagen-Emst wird teurer

28. Juni 2022

Mark-E erhöht für Fernwärmekunden in Hagen-Emst zum 1. Juli 2022 die Arbeitspreise, die Grund- und Verrechnungspreise bleiben stabil.

Konkret werden die Arbeitspreise (brutto) für Kunden mit Volumenzählern auf 6,99 Euro pro Kubikmeter (m³) für Heizung und 25,00 Euro pro m³ für Warmwasser bzw. für Wärmemengenzähler auf 174,26 Euro pro Megawattstunde (MWh) angehoben.

Für Kunden in Hagen-Emst ergibt sich daraus für typische Musterfälle eine Entgelterhöhung im Jahresvergleich zwischen 8 und 12 Prozent je nach Wärmenutzung. Als Grund hierfür nennt Mark-E im Wesentlichen die Indexentwicklung für die Wärmeerzeugung mit deutlich steigenden Erdgaspreisen seit Sommer 2021 und die jeweiligen Abnahmesituationen.

Schwacher Trost: In der Sommerperiode wirkt sich die Preiserhöhung auf Grund des niedrigen Heizbedarfes geringer aus. Aber: Der nächste Winter kommt bestimmt.

Wegfall der EEG-Umlage senkt Strompreis

23. Juni 2022

Seit Anfang des Jahres 2020 hat Mark-E insbesondere aufgrund seiner langfristigen Beschaffungsstrategie die Strompreise für seine Bestandskunden stabil halten können. Nun senkt der regionale Energiedienstleister mit Wirkung zum 1. Juli 2022 die Strompreise sogar.

Hintergrund ist der Wegfall der „EEG-Umlage“, die kürzlich von der Bundesregierung beschlossen wurde. Damit sollen alle Stromkunden in Deutschland wegen der zuletzt stark gestiegenen Energiepreise entlastet werden.

Mark-E gibt diese Absenkung vollumfänglich an die Stromkunden weiter. Zum 1. Juli sinken somit die Strompreise für die Kunden in allen Tarifen um 4,43 Cent brutto pro Kilowattstunde (kWh).

Im Ergebnis ergeben sich somit über die verschiedenen Verbrauchsfälle unterschiedliche Einsparungen für den Stromverbrauch. So zahlt beispielsweise ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh im Tarif „Komfort Strom“.im Monat 12,90 Euro (brutto) oder rund 13 Prozent weniger für Strom. Analog zu den Senkungen im Privatkundensegment fallen auch die Strompreise für Gewerbekunden.

Remondis im Visier der Staatsanwaltschaft

22. Juni 2022

Konzern auch in Hagen aktiv

Die Remondis SE & Co. KG ist das größte deutsche Unternehmen für Recycling, Wasserwirtschaft sowie kommunale und industrielle Dienstleistungen mit Sitz im Lünen (Nordrhein-Westfalen). Gesellschafter ist die in Familienbesitz befindliche Rethmann-Gruppe.

Wären das Unternehmen und seine Eigner nicht im südlichen Münsterland sondern, sagen wir mal, in Moskau, Minsk oder Kiew ansässig, würde die heimatliche Presse wohl von Oligarchen schreiben. Aber so natürlich nicht.

In Essen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen den Müllkonzern, der mit 49 Prozent an dem dortigen städtischen Entsorgungsbetrieb EBE beteiligt ist. Ein Gutachten wirft führenden Managern strafrechtliche Verstöße vor, nach Medienberichten geht es u.a. um möglichen Geheimnisverrat und Untreue.

Von den Essener Abfallentsorgern kam 2019 Uwe Unterseher-Herold, dortselbst als angeschlagener Geschäftsführer abgedankt, nach Hagen. Die einschlägigen Gremien installierten ihn flugs in gleicher Funktion beim Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB).

Remondis bzw. einige seiner mehr als 1.400 Tochtergesellschaften (lt. Konzernabschluss 2020) haben ihre Griffel auch nach Hagen ausgestreckt. Mit 19,1 Prozent ist der Konzern am Energieversorger Enervie beteiligt, der wiederum 29 Prozent am HEB hält. Das Tor für die Müllbarone ist also bereits geöffnet.

2014 konnte Remondis die Enervie-Anteile erwerben, nachdem der Hagener Rat es abgelehnt hatte, die zuvor von RWE gehaltene Beteiligung an dem heimischen Energieversorger zu erwerben und damit in kommunales Eigentum zurückzuführen.

Ebenfalls beteiligt ist Remondis an der AHE GmbH, die in Hagen die Gelben Säcke einsammelt, – hier mit 50 Prozent. Ein weiterer Fuß in der Tür des Entsorgungsgeschäfts.

An Habus, einer GmbH, die Subunternehmerleistungen in Form von Busfahrern für die Hagener Straßenbahn AG erbringt, hält die Remondis-Beteiligung Transdev mit 51 Prozent zudem bereits die Mehrheit.

Auch wegen dieser Hagener Aktivitäten lassen die Meldungen aus Essen aufhorchen:

Wird die EBE erneut ein Fall für die Staatsanwaltschaft?

Untreue, Geheimnisverrat und eine grobe Missachtung des Datenschutzgesetzes – es sind geharnischte Vorwürfe, für die Juristen nach internen Untersuchungen bei den Entsorgungsbetrieben Essen (EBE) einen Anfangsverdacht sehen. Ist es mehr als das? Diese Frage beschäftigt inzwischen die Staatsanwaltschaft Essen. (…)

Quelle: waz.de

Kommunale Wirtschaft: Streit zwischen Müllentsorger Remondis und Essener Politik eskaliert

Die Dienste des Abfallkonzerns Remondis sind für viele Kommunen unverzichtbar. In Essen eskaliert nach CORRECTIV vorliegenden Unterlagen ein Streit mit der Stadt. Ein Gutachten wirft führenden Managern strafrechtliche Verstöße vor. Es geht um möglichen Geheimnisverrat und Untreue. Die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt. (…)

Quelle: correctiv.org

Nachhaltiges Wohnprojekt in Wehringhausen geplant

22. Juni 2022

Moderner Wohnraum für 8 bis 9 Euro pro Quadratmeter – das hat sich die private Investorengruppe um Benno Lüke in Hagen zum Ziel gesetzt. „Wir wollen an diesem Projekt nichts verdienen. Wir glauben alle fest an die Idee einer alternativen Wohnform im Quartier“, sagt Benno Lüke. (…)

Das Architekturbüro PASD Feldmeier-Wrede Architekten aus Hagen hat in der Politik bereits grobe Pläne präsentiert, wie eine Bebauung der Ecke Pelmkestraße 11-13/Lange Straße 56-58 aussehen könnte. „Wichtig ist uns, dass unsere Immobilien möglichst nachhaltig sind“, zeichnet Jürgen Wrede die Idee von einem Häuserblock in Hybridbauweise mit möglichen Holzelementen, Fassadenbegrünung, geringen Energiekosten und Solaranlagen auf den Dächern auf. (…)

Entstehen könnten auf dem 1825 Quadratmeter großen Grundstück – auf dem die Stadt zuletzt einen Mehrgenerationenpark realisieren wollte – insgesamt 29 Wohneinheiten, davon rund 20 Prozent sozial geförderter Wohnraum. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Insolvenzen in Hagen um ein Drittel gestiegen

20. Juni 2022

Entwicklung auf Landesebene dagegen rückläufig

Von Januar bis März 2022 wurden beim Amtsgericht Hagen 104 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 33,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (damals: 78 Fälle).

Die zunehmende Entwicklung zeigte sich sowohl bei den Unternehmens- als auch bei den Verbraucherinsolvenzen: 12 Insolvenzverfahren in Hagen betrafen Unternehmen; das waren 20,0 Prozent mehr als im ersten Quartal 2021 (damals: 10 Unternehmensinsolvenzen).

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) stieg gegenüber dem ersten Quartal 2021 (damals 46 Verfahren) um 56,5 Prozent auf 72. Weitere Insolvenzen betrafen ehemals Selbständige sowie natürliche Personen als Gesellschafter u.Ä. sowie Nachlässe und Gesamtgutinsolvenzverfahren.

Im Gegensatz zu Hagen war die Entwicklung auf Landesebene rückläufig. 912 Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Unternehmen; das waren 14,4 Prozent weniger als im ersten Quartal 2021 (damals: 1 065 Unternehmensinsolvenzen). Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern sank gegenüber dem ersten Quartal 2021 (damals 5 551 Verfahren) um 17,9 Prozent auf 4 555.

Energie kompakt

18. Juni 2022

Verbraucherzentrale startet Online-Angebot für Fragen rund um Energie

Steigende Energiepreise und der Wunsch vieler Verbraucher nach klimafreundlichen Lösungen führen aktuell der Verbraucherzentrale NRW zu einer großen Nachfrage nach Energieberatung. Um möglichst viele Ratsuchende kompetent und kurzfristig zu informieren, startet nun ein neues Online-Beratungsformat.

Immer montags bis donnerstags bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit „Energie kompakt“ ein kostenloses Online-Angebot für interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher.

„Die hohe Nachfrage nach Energieberatungen zeigt, dass sich gerade viele Menschen fragen, was sie selber zur Energiewende beitragen können. Um möglichst vielen Verbraucher:innen bei ihrer Suche nach Antworten zeitnah zu helfen, bieten wir mit „Energie kompakt“ nun ein verbrauchernahes digitales Angebot,“ berichtet Janine Pühl, Leiterin der Verbraucherzentrale in Hagen.

Das kostenlose Angebot liefert Ratsuchenden jeweils innerhalb einer Stunde Antworten auf die wichtigsten Fragen zu verschiedenen Energiethemen. Immer montags steht das Thema Wärmepumpe auf dem Programm, das aktuell viele beschäftigt. Jeden Dienstag erfahren Hausbesitzer, wie der Heizungstausch gelingt und welche klimafreundlichen Alternativen es zur Öl- und Gasheizung gibt.

Mittwochs dreht sich dann alles um die Sonnenenergie, und wie sie für die eigene Stromerzeugung genutzt werden kann. Der Donnerstag steht im Zeichen der energetischen Sanierung und der Frage: Wie kann ich meinen Energieverbrauch senken und gleichzeitig den Wohnkomfort steigern?

Termine: Montag bis Donnerstag 12 bis 13 Uhr und 18 bis 19 Uhr.

Infos zu den jeweiligen Themen und Anmeldung unter www.verbraucherzentrale.nrw/energie-kompakt

Kein Internet und Telefon fürs Neubaugebiet

16. Juni 2022

Jede Menge Ärger gibt’s im und am Neubaugebiet auf Haßley. Während die Stamm-Anwohner von monatelangem Lärm und Dreck sowie von mangelnder Kommunikation seitens der Stadt genervt sind und die Umbenennung der Raiffeisenstraße in Straße Am Wasserturm hinnehmen müssen, sind auch die 15 Bauherren, die sich auf dem ehemaligen Feld niederlassen, auf dem Baum.

Der Grund: Die Bauherren wissen bis heute noch nicht, wie ihre Häuser ans Internet und Telefonnetz angeschlossen werden. (…)

Stadtsprecher Michael Kaub teilt mit, dass durch Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) Ende des Jahres 2021 die Grundversorgung mit Telekommunikationsdiensten nicht mehr allein der Deutschen Telekom zugeordnet sei.

„Nun besteht für alle Telekommunikationsunternehmen (TKU) die freiwillige Möglichkeit, besonders Neubaugebiete mit Telekommunikationsleistungen zu versorgen. Für das Neubaugebiet am Wasserturm auf Haßley hat bisher kein TKU seine freiwillige Ausbauabsicht im Sinne der Grundversorgung erklärt.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Jaja, der „Markt“ wird’s schon richten.

Nun werden auch die Sauna und die Bäder teurer

15. Juni 2022

Seit sieben Jahren hat es im Westfalenbad keine Preiserhöhung mehr gegeben. Nun kommt sie. Sportbad, Freizeitbad, Sauna – alles wird teurer. Auch im Richard-Römer-Lennebad werden die Preise angehoben. Die Freibäder sind davon nicht betroffen. Noch nicht. (…)

Quelle: wp.de

Sparkassen-Fusion: Große Hagener Dominanz droht

14. Juni 2022

Am 24. Juni sollen in der Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Lüdenscheid die Kommunen Lüdenscheid, Halver, Herscheid und Schalksmühle grünes Licht geben für die zum 1. Januar 2022 rückwirkende Fusion mit der Sparkasse Hagen-Herdecke.

Die spärlichen Informationen zum Zusammenschluss sind seit Mittwoch nicht mehr so spärlich. In Lüdenscheid ist die Vorlage für die Sitzung des Rates am 20. Juni zwar bisher nur bestimmten Ratsmitgliedern und Sachkundigen Bürgern zugegangen, doch das Vertragswerk der Sparkassen ist dafür auf der Internetseite der Stadt Halver in Gänze einsehbar. (…)

Die Stadt Lüdenscheid hält ihr politisches Personal in der Frage der Sparkassenfusion kürzer als dies andere Kommunen tun. Dass zwar nun Sachkundigen Bürgern bestimmter Ausschüsse die Sitzungsvorlage für den 20. Juni im Vorfeld der Info-Veranstaltung am Mittwoch im Kulturhaus zugegangen ist, nicht aber allen Ratsmitgliedern, das sorgt für Verdruss. Anders als in Halver und Schalksmühle ist in Lüdenscheid auch keine öffentliche Diskussion vor dem Termin der Ratssitzung vorgesehen.

Das Problem: Eine differenzierte Behandlung von Ratsmitgliedern durch andere Gemeindeorgane (insbesondere Rat und Bürgermeister) ist nur aus sachlichen Gründen zulässig. Aus dem rechtsstaatlichen Willkürverbot, dem Recht auf effektive Mandatsausübung folgt, dass alle Ratsmitglieder das Recht auf eine formell wie inhaltlich und zeitlich gleiche Information haben. Sofern einzelne Ratsmitglieder die Möglichkeit haben, an einer Info-Veranstaltung teilzunehmen und hierfür exklusiv vorab die Ratsvorlage erhalten, ist dies rechtlich nicht zulässig.

Quelle: Come-on (Lüdenscheider Nachrichten)

Siehe dazu auch:

Hagen wird Sitz der neuen „Sparkasse an Volme und Ruhr“

Sparkasse: Drohen weitere Filialschließungen?

Goldgrube Sparkasse
Vor der geplanten Fusion: Ein Blick auf die Einkünfte der Entscheider

Drei Einkommensmillionäre mehr

13. Juni 2022

Die Zahl der in Hagen lebenden Einkommensmillionäre stieg im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 27 auf 30. Das entspricht 1,6 Millionären auf 10.000 Einwohner.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2018 mitteilt, ergab sich im Landesdurchschnitt eine Quote von rund 3,3 Millionären pro 10 000 Einwohner (2017: 3,2).

Von allen 396 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden hatte Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss im Jahr 2018 mit einer Quote von 20,5 je 10 000 Einwohner (2017: 16,6) die höchste Millionärsdichte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Möhnesee im Kreis Soest mit 10,3 (2017: 8,6) und die Stadt Düsseldorf mit 9,2 (2017: 8,5). Das benachbarte Herdecke erreicht mit 8,8 (2017: 9,2) Platz 5.

In absoluten Zahlen betrachtet, standen die größten NRW-Städte Düsseldorf und Köln mit 572 bzw. 556 Einkommensmillionären auf den ersten Plätzen. Unter den Kreisen und kreisfreien Städten des Landes folgt der Rhein-Kreis Neuss mit zusammen 226 Einkommensmillionären.

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass in der vorliegenden Statistik zusammen veranlagte Ehegatten als ein Steuerpflichtiger gezählt werden. Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2018. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden erst nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier dargestellten Informationen sind damit die aktuellsten, die zurzeit verfügbar sind.

Einkommensmillionäre in NRW 2017 und 2018 (Gemeindeergebnisse)

Wenig Zulauf beim letzten „Extramarkt“

13. Juni 2022

In der Hohenlimbuerger Fußgängerzone fand die vorerst letzte Auflage des „Extramarkts“ beim Wochenmarkt statt – mit wenig Zulauf.

Händlerin Sonja Schulte steht an ihrem Wagen auf dem Markt, um selbst gemachte Seifen zu verkaufen. Sie war von Beginn an dabei und hat das Projekt „Extramarkt“ damals mit initiiert. Nach drei Jahren, in denen neben ihr mal mehr, mal weniger Händler am ersten Freitag des Monats um Laufkundschaft in der Hohenlimburger Innenstadt warben, zieht sie ein ernüchterndes Fazit: „Ein Kampf war es immer. Nur zwischendurch waren ein paar mehr Leute da, die ihn gekämpft haben.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Zwischen Pandemiefolgen und Energiepreiskrise

11. Juni 2022

Auch zweites Corona-Jahr bringt besondere Herausforderungen für den Verbraucherschutz

Verbraucherzentrale Hagen stellt Jahresbericht 2021 vor

Wellen von betrügerischen Paket-SMS oder Fake-Inkasso-Forderungen, nicht immer rechtmäßige Kontoentgelte und Tausende gekündigte Strom- und Gasverträge: Bei rund 4100 Anliegen war die Verbraucherzentrale in Hagen im vergangenen Jahr wieder eine verlässliche Ansprechpartnerin, um Verbraucher zu unterstützen und zu ihrem Recht zu verhelfen. Seit dem Herbst sorgten die massiv gestiegenen Energiepreise für einen zusätzlichen Ansturm auf die Beratungsstelle.

„Verlässlich und direkt für alle Menschen ansprechbar zu sein – das warauch im zweiten Corona-Jahr die Herausforderung zwischen Lockdownphasen und sich laufend verändernden Rahmenbedingungen für Geimpfte, Genesene und Getestete. Darauf haben wir flexibel reagiert, die im ersten Pandemiejahrentwickelten digitalen Zugangskanäle genutzt und unsere Onlineangebote ausgeweitet“, sagte Janine Pühl, Leiterinder Beratungsstelle Hagen, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2021. „Je nach Komplexität des Anliegens war es für uns aber auch besonders wichtig, die Ratsuchenden im Juni wieder in unseren Räumen in der Hohenzollernstraße persönlich empfangen zu können.“

Die Kennziffern zeigen, dass die Verbraucherzentrale auch 2021 eine stark gefragte Anlaufstelle für die Hagener war: Bei rund 4100 Rechtsberatungen und -vertretungen haben sich die Verbraucherschützer 2021 zumeist erfolgreich für die berechtigten Ansprüche von Ratsuchenden eingesetzt.

In der allgemeinen Verbraucherberatung erhielten 23 Prozent der Verbraucher diese aufgrund von niedrigen Einkommen entgeltfrei. Rechtliche Ersteinschätzung erteilt die Verbraucherzentrale NRW in diesem Themengebiet generell kostenfrei. Gegen die Forderung eines Inkassounternehmens in Höhe von 1257 € konnte sich eine Hagenerin mit Hilfe der Beratungsstelle erfolgreich wehren. Das neue Smartphone kam nie an, sie sollte aber trotzdem die Rechnung zahlen. Der Vertrag wurde durch den Einsatz der Beratungsstelle schließlich aufgehoben.

Vollgelaufene Keller, beschädigte Gebäude und Wohnungen, zerstörter Hausrat: Der Starkregen im Juli hat auch in Hagen zu Verwüstungen geführt. „Um Betroffene schnell zu unterstützen, haben wir eine entgeltfreie Versicherungsrechtsberatung angeboten. Das hat oftmals geholfen, Ansprüche schnell und korrekt gegenüber den Versicherern geltend zu machen. Aber auch rechtliche Hinweise, wie es etwa um laufende Zahlungen für Strom und Telekommunikation bestellt ist, wenn Wohnung oder Haus massiv geschädigt sind, waren sehr gefragt“, so die Beratungsstellenleiterin.

Gefälschte Nachrichten vom Zoll mit Gebührenforderungen, massenhaft verschickte SMS von angeblichen Paketdiensten, die ahnungslose Nutzer zum Beispiel in Abo-Fallen lockten, oder Kettenbriefe in sozialen Netzwerken und Messengern, die zum Datenklau führten: Die digitale Welt nutzten auch 2021 wieder zahlreiche Kriminelle, um die verschiedenen Kommunikationskanäle geschickt für ihre betrügerischen Aktivitäten einzusetzen.

Zum generellen Schutz vor Cyberkriminalität klärte die Beratungsstelle im Rahmen der Aktion „Mach Dein Passwort stark!“ gemeinsam mit der Direktion Kriminalität des Polizeipräsidium Hagen bei mehreren Telefonaktionen über sichere Passwörter als Schlüssel gegen Datenklau und -missbrauch auf.

Wer verreist, will etwas erleben oder sich entspannen. Virusvarianten, Reisewarnungen, zunächst knapper Impfstoff und wechselnde Quarantäneregeln machten die Reiseplanung jedoch auch 2021 teilweise stressig. Zum Weltverbrauchertag am 15. März hat die Beratungsstelle Hagen unter dem Motto „Urlaubspläne trotz Corona: Vorausschauend buchen, Ärger vermeiden“ zusammengestellt, was Pauschal- und Individualreisende zum Beispiel über Stornoregeln, Flex-Tarife und Pandemieklauseln wissen sollten. „Zugleich haben sich wegen Problemen bei der Erstattung abgesagter Reisen weiterhin viele Ratsuchende an uns gewendet“, erklärte Janine Pühl.

Dass mehrere Strom- und Gasanbieter trotz vertraglicher Vereinbarung die Versorgung ihrer Kundschaft einstellten, brachte ab Herbst viele Haushalte in Bedrängnis. Betroffene rutschten in die Grundversorgung und hatten Mühe, einen neuen bezahlbaren Vertrag zu bekommen. „Hier gab es viel Unsicherheit und Sorge“, so Pühl. Und bis heute ist die Nachfrage aufgrund der generell gestiegenen Preise für Strom, Gas und Öl sehr hoch, worauf die Verbraucherzentrale NRW auch mit zusätzlichen Informationen im Internet und Online-Seminarangeboten reagiert.

Die Umweltberatung hat auch 2021 mit vielen Aktivitäten Anstöße für das Vermeiden von Einweg- und Verpackungsmüll gegeben. Informativ und praktisch erfuhren die Hagener:innen, welche Alternativen es zu Einweggeschirr und anderen Wegwerfartikeln aus Plastik gibt, deren Verkauf seit dem 3. Juli 2021 verboten ist.

Unter dem Motto „Trink Leitungswasser – eine klare Sache“ wurden die Vorteile des Wasserzapfens aus dem Hahn aufgezeigt. Und auch beim Takeaway-Essen wurde auf Mehrweg statt Einweg gesetzt. „Hier werden wir in diesem Jahr weitere Aktionen starten“, kündigte Umweltberaterin Ingrid Klatte an.

Jahresbericht Verbraucherzentrale Hagen

Großer Solarpark an der A45 geplant

9. Juni 2022

Sonnen-Kollektoren auf einer Fläche von rund sechs Fußballfeldern: An der A45 soll der bisher größte Solarpark Hagens entstehen. Ein Landwirt will dafür seine Ackerfläche zur Verfügung stellen. (…)

Quelle: WDR

Rathaus-Galerie: Betreiber meldet Insolvenz an

8. Juni 2022

Das Center-Management der Rathaus-Galerie – Koprian iQ mit Sitz in Hamburg – hat Insolvenz angemeldet. (…)

Das Center-Management kümmert sich seit der Eröffnung im Herbst 2014 um die Vermarktung der Flächen und Betreuung der circa 60 Shop-Betreiber. Am 1. Juni wurde über das Vermögen der Koprian iQ Management GmbH wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung vor dem Amtsgericht Hamburg das Insolvenzverfahren eröffnet (Aktenzeichen 67c IN 72/22). (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Dazu:

Die amtliche Bekanntmachung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Goldgrube Sparkasse

6. Juni 2022

Vor der geplanten Fusion: Ein Blick auf die Einkünfte der Entscheider

Die Sparkassen HagenHerdecke und Lüdenscheid wollen bekanntlich fusionieren. Ob die Kunden davon einen Mehrwert haben werden? Das ist noch ungewiss. Zweigstellen sollen offenbar geschlossen werden; in jeder Kommune ist nur noch eine Filiale garantiert, und das auch nur noch bis 2028. Vorstände und Mitglieder der Aufsichtsgremien werden jedenfalls nicht leiden, soviel darf als sicher angenommen werden.

Die Vorstandsmitglieder der beteiligten Sparkassen können sich über exorbitante Vergütungen freuen, abgesegnet von den jeweiligen Aufsichtsorganen. Der Bundeskanzler und seine Minister sind im Vergleich dazu Waisenknaben.

Während sich Kanzler Scholz jährlich mit 242.000 Euro zufrieden geben muss und seine Minister mit 197.000 p.a., liegen die Bezüge der Sparkassenvorstände in Hagen und Lüdenscheid alle satt über 400.000 Euro im Jahr.

Laut Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2020 erhielt der Vorsitzende der Sparkasse HagenHerdecke, Frank Walter, eine Gesamtvergütung von 447.000 Euro. Dazu kommen Pensionsrückstellungen in Höhe von 1,9 Millionen Euro.

Vorstandskollege Rainer Kurth durfte sich einer Vergütung von 403.000 Euro erfreuen, der Barwert seiner Pensionsansprüche erreichte 4,6 Millionen Euro.

Kurth schied mit Ablauf des Jahres 2020 aus, dafür wurden gleich zwei neue Vorstandsmitglieder bestellt: Martin Schulte und Frank Mohrherr nahmen ihre Tätigkeit zum 1. Februar 2021 auf. Für beide liegen noch keine Zahlen vor, man darf aber wohl annehmen, dass sich auch ihre Einkünfte auf ähnlichem Niveau bewegen.

Die Vermutung, dass es einen Zusammenhang zwischen Vorstandsvergütungen und betriebswirtschaftlichen Eckdaten der jeweiligen Institute gibt, stellt sich sehr schnell als Irrtum heraus, wie ein Blick auf den Fusionspartner Sparkasse Lüdenscheid zeigt.

Deren Bilanzsumme beträgt nur 62 Prozent derjenigen der Sparkasse HagenHerdecke, was sich in der Bezahlung der Vorstände allerdings keineswegs niederschlägt. Die bewegt sich auf Hagener Niveau.

So erhielt der Lüdenscheider Vorstandsvorsitzende Markus Hacke laut Jahresabschluss 2020 eine Gesamtvergütung in Höhe von 433.000 Euro, seine Pensionsansprüche erreichten 4,5 Millionen Euro.

Der stellvertretende Vorsitzende Thorsten Haering kam auf eine Vergütung von 419.000 Euro, die Pensionsansprüche summierten sich auf 4,3 Millionen Euro.

Über die Höhe der Vorstandsvergütungen befinden die Verwaltungsräte, in denen zu einem großen Teil Vertreter der Politik zu finden sind. Wer fleißig an den Sitzungen teilnimmt, kann sich hier noch ein erkleckliches Zubrot verdienen.

Eine besondere Qualifikation für Finanzgeschäfte ist nicht notwendig. So gibt es im Verwaltungsrat der Sparkasse Lüdenscheid beispielsweise reihenweise im Ruhestand befindliche Lehrer, Polizeibeamte und Pfarrer. Ein ehemaliger Sachbearbeiter für Leih- und Leergut, ein Ex-Berufssoldat, ein Sachbearbeiter Fertigungsplanung und eine Seniorenbetreuerin runden das Bild ab.

Den Mitgliedern des Verwaltungsrates, Hauptausschusses und des Risikoausschusses der Sparkasse einschließlich lediglich beratender Teilnehmer wird ein Sitzungsgeld von 475 EUR je Sitzung gezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils den doppelten Betrag.

Darüber hinaus erhielten die Mitglieder bzw. stellvertretenden Mitglieder des Verwaltungsrates, die an mindestens einer Fortbildungsveranstaltung im Jahr 2020 teilgenommen haben, eine pauschale Aufwandsentschädigung in Höhe von 300 Euro.

Außerdem erhielten die Mitglieder des Verwaltungsrates für ihre Tätigkeit in der Zweckverbandsversammlung eine Aufwandsentschädigung von 150 Euro, der Vorsitzende der Zweckverbandsversammlung erhielt auch hier den doppelten Betrag.

Bezüge Verwaltungsrat Spk Lüdenscheid 2020

Bezüge der einzelnen Gremienmitglieder der Sparkasse Lüdenscheid im Geschäftsjahr 2020 (vergrößern).

Den Mitgliedern des Verwaltungsrats, des Hauptausschusses und des Risikoausschusses der Hagener Sparkasse einschließlich lediglich beratender Teilnehmer wird dagegen ein Sitzungsgeld von nur 150 EUR je Sitzung gezahlt; die Vorsitzenden erhalten jeweils den doppelten Betrag.

Dafür erhalten die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats für die Tätigkeit nach Angaben im Jahresabschluss außerdem einen Pauschalbetrag von 1.500 EUR p. a.; die Vorsitzenden jeweils den doppelten Betrag. An der Zwecksverbandsversammlung nehmen auch teilweise Mitglieder des Verwaltungsrats teil. Hierfür erhalten sie ebenfalls das o.g. Sitzungsgeld je Sitzung.

Bezüge Verwaltungsrat Spk Hagen 2020
Bezüge der einzelnen Gremienmitglieder der Sparkasse HagenHerdecke im Geschäftsjahr 2020 (vergrößern).

Nur 13 Arbeitslose weniger

4. Juni 2022

Die Belebung auf dem Hagener Arbeitsmarkt hat im Mai angehalten, sich aber deutlich abgeschwächt. Die Zahl der Arbeitslosen sank gegenüber April nur um 13 oder 0,1 Prozent auf 10.828. Die Arbeitslosenquote blieb mit 10,7 Prozent unverändert. Vor einem Jahr waren es allerdings 11,8 Prozent und über 1.200 Arbeitslose mehr.

Die sogenannte Unterbeschäftigungsquote, in der auch diejenigen Arbeitslosen erfasst sind, die in der offiziellen Statistik nicht mehr mitgezählt werden (z.B. Über-58-Jährige) ist zwar gegenüber dem Mai 2021 ebenfalls rückläufig, liegt aber mit 13,3 Prozent immer noch wesentlich höher.

„Die Belebung am Arbeitsmarkt hat sich zwar im Mai fortgesetzt, aber auch abgeschwächt. Die Entwicklung fällt saisontypisch aus. Die Zahl arbeitsloser Menschen sinkt deutlich langsamer, die Kräftenachfrage ist unverändert und die Kurzarbeit geht weiter zurück. Angesichts der wirtschaftlichen Nachrichten der letzten Wochen ist das immer noch eine gute Entwicklung“, beschreibt Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, den aktuellen Trend.

Der im Vormonat gemeldete Bedarf an Arbeitskräften wurde im Mai mit erneut 306 Stellenmeldungen von Hagener Unternehmen bestätigt. Somit bedeutete dies gegenüber dem Vormonat keine Veränderung, zugleich waren es nur zwei oder 0,6 Prozent weniger Stellen als vor einem Jahr.

Die größte Kräftenachfrage hatten wie üblich Leiharbeitsfirmen (79 gemeldete Stellen). Es folgten freiberufliche Arbeitgeber (Rechtsanwälte, Steuerberater etc., 58 Stellen für Assistenzkräfte), gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen (44) und dem Handel (34). Das verarbeitende Gewerbe hatte 20 Angebote, die Logistik 19. Die öffentliche Verwaltung meldete 13 Vakanzen, der Bereich Erziehung und Unterricht 10.

Im Mai zeigten nur noch sieben Hagener Unternehmen für 75 potentiell betroffene Arbeitnehmer Kurzarbeit neu an. Seit dem Beginn der Pandemie gab es damit in der Volmestadt fast 3.000 Anzeigen aus nahezu allen Branchen für rund 46.000 potentielle Kurzarbeiter.

Für Dezember liegen inzwischen Hochrechnungen zur effektiven Inanspruchnahme für die Stadt Hagen vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld an 200 Betriebe für rund 1.400 Arbeitnehmer tatsächlich ausgezahlt, weitaus weniger als zu Beginn der Pandemie.

Hagen: Niedrigste Wohnungsbauquote in NRW

3. Juni 2022

Pro 10.000 Einwohner wurden 2021 in Hagen nur 5,5 Wohnungen neu fertiggestellt. Damit belegt die Volmestadt den letzten Platz aller Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen. Im Landesdurchschnitt betrug die „Wohnungsbauquote” 26,9 fertiggestellte Wohnungen je 10 000 Einwohner.

Im Vergleich zum Vorjahr hatte sich die Hagener Quote fast halbiert, 2020 lag sie noch bei 10,7. Wurden 2020 insgesamt noch 201 Wohnungen fertiggestellt, waren im Folgejahr nur noch 103. Bezieht man durch Um- oder Ausbauarbeiten entstandene Wohnungen mit ein, ist der Rückgang noch drastischer: – 56,5 Prozent.

Riepe-Erweiterung – Anwohner ziehen Klage zurück

3. Juni 2022

Nachdem das Oberverwaltungsgericht in Münster zuletzt einem vorläufigen Baustopp für die Erweiterung der Firma Riepe an Busch- und Knippschildstraße in Hagen eine Absage erteilt und die Baugenehmigung durch die Stadt Hagen bestätigt hat, sind die gerichtlichen Klagen aus der Anwohnerschaft zurückgezogen worden. Riepe-Geschäftsführer Lars-Gunnar Stockmann erklärt, dass die Anwohner „zur Einsicht“ gelangt seien und, dass die Stadt und sein Unternehmen öffentlich vorverurteilt worden seien. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Zur Vorgeschichte:

Riepe-Entscheidung: Anwohner fühlen sich übergangen

Steuergelder für „Neupositionierung“

2. Juni 2022

Stadt Hagen und Volme Galerie schließen Mietvertrag ab

Mietvertrag_Volmegalerie_maxLauter glückliche Gesichter: v.l.: Dr. Stephan Schnitzler, Dr. Christopher Schmitt, Brigitte Martinik, Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Carsten Löhrke bei der Unterzeichnung des Mietvertrages. Foto: Marius Noack/Stadt Hagen.

Seit Jahren leidet die Volme-Galerie unter massiven Leerständen, erst recht seit der von Verwaltung und Stadtrat vorangetriebenen Konkurrenzeinrichtung Rathaus-Galerie. Jetzt kommt die Rettung für den Einkaufstempel aus derselben Ecke – mit Hilfe öffentlicher Gelder.

„Die Anmietung von Flächen der Volme Galerie in unmittelbarer Nähe zum Rathaus ist für uns eine optimale Lösung, das Serviceangebot der Stadt Hagen modern, zentral und bürgernah auszubauen und den Hagenerinnen und Hagenern gebündelt unterschiedliche Dienstleistungen anzubieten“, sagt Oberbürgermeister Erik O. Schulz bei dem Vertragsabschluss zwischen der Stadt Hagen und dem Eigentümer der Volme Galerie, einer Objektgesellschaft der Phoenix development GmbH vertreten durch den Geschäftsführer Dr. Stephan Schnitzler.

Nach intensiven Verhandlungen, technischen Prüfungen und internen Abstimmungen innerhalb der Stadtverwaltung haben Schulz und Dr. Schnitzler am Dienstag den Mietvertrag in Anwesenheit von Dr. Christopher Schmitt, Geschäftsführer von „Hagen.Wirtschaftsentwicklung“, Carsten Löhrke, Abteilungsleiter Immobilien des Fachbereichs Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen der Stadt Hagen, und Justiziarin Brigitte Martinik besiegelt.

„Wir haben bei der Übernahme des Centers angekündigt, dass die Nutzungen eines solchen Innenstadtobjektes in Zukunft breiter aufgestellt sein werden“, führt Dr. Stephan Schnitzler aus. „Nach den Vermietungen im Gastro- und Freizeitbereich gehen wir mit dem langfristigen Mietvertrag für die städtischen Nutzungen den konsequenten nächsten Schritt in der Neupositionierung der Volme Galerie.“

Was ja nicht anderes bedeutet als das Eingeständnis, dass das alte Geschäftsmodell Einzelhandel wegen des Überangebots in gleich zwei Einkaufstempeln in der Hagener City nicht mehr funktioniert. Da klingt „Neupositionierung“, arrondiert mit „Vermietungen im Gastro- und Freizeitbereich“ doch viel besser.

Die Rettung durch die Öffentliche Hand kommt entsprechend wie gerufen. Die Stadt Hagen wird auf knapp 3000 Quadratmetern Mietfläche das Zentrale Bürgeramt, das Fundbüro, das Versicherungsamt, die Gewerbestelle, die Verkehrsabteilung sowie ein Kinder- und Jugendbüro und Zusatzflächen für die Volkshochschule unterbringen.

Sogar „Aufgaben nach dem Landeshundegesetz“ sollen nach Angaben der Verwaltung in der Volme-Galerie untergebracht werden, also die Aufsicht über gemeingefährliche Köter. Die Miete pro Jahr für die neuen Räumlichkeiten soll 450.000 Euro betragen.

Sobald die Genehmigungen für den Umbau und die neue Nutzung vorliegen, wird das Baumanagement der Phoenix, das in den Monaten nach der Flutkatastrophe sehr vertrauensvoll mit den technischen Beauftragten der Stadt zusammengearbeitet hat, mit den Baumaßnahmen beginnen. Angestrebtes Eröffnungsziel ist der 1. Oktober 2022.

Grünes Licht für Solaranlage auf freier Fläche

2. Juni 2022

9000 Haushalte soll eine Solaranlage auf freier freier Fläche an der A 45 in Hagen mit Strom versorgen. Die Bezirksvertreter geben grünes Licht. (…)

Die Bürgerenergiegenossenschaft BEG58 will hier investieren. Und zumindest die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl hat das Projekt jetzt abgesegnet und einen sogenannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ einstimmig abgenickt. Final befinden soll der Rat der Stadt Hagen am 23. Juni. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagen erhält Geld für Wasserstoffkonzept

31. Mai 2022

400.000 Euro – so hoch ist die Förderung, welche die Stadt Hagen im Rahmen des Wettbewerbs „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) erhält.

Mitte Mai konnte Thomas Köhler, Leiter des Umweltamtes der Stadt Hagen, den Zuwendungsbescheid persönlich von Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, beim HyLand-Symposium in Berlin entgegennehmen.

„Ich freue mich, dass unser Wettbewerbsbeitrag überzeugen konnte und es uns als Stadt Hagen mit unseren Partnern Enervie und der Hagen.Wirtschaftsentwicklung gelungen ist, die Förderung nach Hagen zu holen“, so Thomas Köhler. „Gemeinsam werden wir nun einen geeigneten Dienstleister auswählen, der nicht nur die lokale Erzeugung und den Verbrauch von Wasserstoff in Hagen untersuchen soll, sondern auch die dafür notwendige Infrastruktur und weitere Synergien und Potentiale aufzeigen wird.“

Bereits im Herbst 2021 ist die Stadt Hagen als eine von 15 Gewinnerregionen im Bundeswettbewerb „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ in der Kategorie „HyExperts“ ausgewählt und anschließend vom BMDV zur Einreichung eines Förderantrags aufgefordert worden. Ziel der Förderung ist es, ein innovatives Gesamtkonzept für den Einsatz von Wasserstoff in Hagen zu erstellen, das den Weg für die Umsetzung von Wasserstoffanwendungen ebnet.

„HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ ist ein erstmals 2019 vom BMDV ausgerufener Wettbewerb, der sich nun in der zweiten Runde befindet. HyLand motiviert Akteure in allen Regionen Deutschlands, Konzepte mit Wasserstoffbezug zu initiieren, zu planen und umzusetzen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP2). HyLand wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

Sparkasse: Drohen weitere Filialschließungen?

27. Mai 2022

Hagen-Eilpe,_SparkasseBald nur noch Automaten? Sparkassen-Filiale Hagen-Eilpe. Foto: Klaus Bärwinkel (CC BY-SA 4.0).

„Wir bieten Ihnen hochwertige Beratung, wir sind immer für Sie erreichbar“, verspricht die Sparkasse Hagen-Herdecke auf ihrer Homepage. Ähnliches gibt die Sparkasse Lüdenscheid zum Besten: „Sie entscheiden, wie und wo Sie Ihre Finanz­geschäfte abwickeln – in der Geschäfts­stelle, am heimischen Rechner oder per Smartphone.“

Große Worte, deren Halbwertzeit recht kurzfristig ausfallen könnte, denn die Sparkassen Hagen-Herdecke und Lüdenscheid planen eine Fusion. Die Auswahl, „wie und wo Sie Ihre Finanz­geschäfte abwickeln“, könnte bald weiter eingeschränkt werden.

Eine Pressemitteilung des Hagener Finanzinstituts legt zumindest den Verdacht nahe, dass weitere Schließungen von Zweigstellen in Kürze exekutiert werden könnten.

Demnach „soll der derzeitige Umfang an Finanzdienstleistungen in Form von mindestens einer personenbesetzten Geschäftsstelle je Trägerkommune bis Ende 2028 erhalten bleiben“. Die Formulierung lässt den Schluss zu, dass bereits vorher weitere Geschäftsstellen mit Personal geschlossen werden könnten. Und ab 2028 weitere dichtgemacht werden.

Bereits in der Vergangenheit wurden zahlreiche Filialen geschlossen und durch Geldautomaten ersetzt. Selbst in dichtbesiedelten bevölkerungsstarken Stadtteilen wie Altenhagen, Wehringhausen und Westerbauer gehört die Möglichkeit der persönlichen Ansprache inzwischen der Vergangenheit an.

In Herdecke werfen die Überlegungen, weitere Zweigstellen einzudampfen, bereits Fragen auf. Da geht es beispielsweise um den Fortbestand der Filiale Kirchende. Im Hagener politischen Raum sind solche Fragen bisher nicht aufgeworfen worden.

Die Herdecker Politiker, die mit der Sache befasst sind, üben sich trotzdem weiter in Zuversicht, wie die heimische Presse berichtet: „Der größere Wirtschaftsraum biete mehr Potenzial im Markt. Auch Herausforderungen wie der demografische Wandel, die Digitalisierung, Regulatorik und das Niedrigzinsniveau lassen sich demnach im größeren Verbund besser meistern. Im Ergebnis werde das nachhaltige Geschäftsmodell weiter gestärkt, die Arbeitgeberattraktivität erhöht und zudem würden Arbeitsplätze gesichert.“

Aus Hagen ist derweil noch nichts zu hören. Erfahrungsgemäß darf man aber annehmen, dass wie üblich verfahren wird – alles abnicken, was von „oben“ kommt.

Fördermittel gegen Leerstand – Politik fordert mehr Werbung

26. Mai 2022

Trotz Fördermitteln für vergünstigte Mieten gab es bisher keine Anmietung von Leerständen in Hohenlimburg. (…) Die Bezirksvertretung fordert von der Stadt, mehr Werbung für das „Sofortprogramm Innenstadt“ in Hohenlimburg zu machen. (…)

Interessierten Gründern und Start-ups kann so die Miete in einem Ladenlokal für zwei Jahre für nur 20 Prozent des eigentlichen Preises angeboten werden. Die Differenz wird größtenteils aus dem Fördertopf gedeckt. Das Programm läuft zwei Jahre, die Förderung läuft Ende 2023 aus. Neun Ladenlokale in Hohenlimburg stehen bis dahin zur günstigen Anmietung zur Verfügung, keines davon konnte seit Start des Programms im Januar vermietet werden. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Grundstücksmarkt: Mehr Geld für weniger Fläche

23. Mai 2022

Die aktuellen Entwicklungen auf dem lokalen Grundstücksmarkt hat der kommunale Gutachterausschuss für Grundstückswerte in seinem jetzt vorliegenden Grundstücksmarktbericht 2022 untersucht. Das wesentliche Ergebnis: „Auch der heimische Grundstücks- und Immobilienmarkt ist derzeit geprägt von einer hohen Nachfrage und Preissteigerungen“, bilanziert Thekla Dietrich, Vorsitzende des Gutachterausschusses: „Diese Entwicklung ist durchaus vergleichbar mit anderen Städten im Ruhrgebiet – aber natürlich nicht mit den Metropolen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Dazu:

Grundstücksmarktbericht 2022 für die Stadt Hagen (pdf)

Hohenlimburg: Händler vermissen Impulse vom Quartiersmanager

23. Mai 2022

Fast vier Jahre ist Quartiersentwickler Frank Manfrahs nun in Hohenlimburg aktiv. Im Herbst läuft sein bisheriger Vertrag aus. Wenn es nach der Werbegemeinschaft ginge, würde dieser Vertrag in seiner jetzigen Form nicht verlängert. „Leider muss man feststellen, dass unter dem Strich gesehen nichts Konkretes erreicht wurde“, zieht Ulrich Elhaus eine ernüchternde vorläufige Bilanz des Quartiersmanagements. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagen wird Sitz der neuen „Sparkasse an Volme und Ruhr“

22. Mai 2022

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Hagen/Herdecke hat am Donnerstag hinter verschlossenen Türen mit klarer Mehrheit einer Fusion mit den Nachbarn aus Lüdenscheid und somit einem Milliarden-Deal zugestimmt.

Gegenstimmen gab es lediglich aus dem Herdecker Lager, weil eine ausdrückliche Bestandsgarantie für die Hauptfiliale in der Nachbargemeinde in dem Fusionskontrakt aus formalen Gründen nicht hinterlegt wird. Und auf eine alternativ diskutierte Sideletter-Vereinbarung wollten sich die Herdecker Verwaltungsratsvertreter nicht einlassen.

Am kommenden Dienstag werden noch die Gremien in Lüdenscheid votieren und somit das neue Banken-Baby „Sparkasse an Volme und Ruhr“ mit Sitz in Hagen endgültig aus der Taufe heben. (…)

Der Vorstand der neuen „Sparkasse an Volme und Ruhr“ wird zunächst aus fünf Mitgliedern bestehen: Vorstandsvorsitzender bleibt Frank Walter aus Hagen, die Stellvertreter-Rolle übernimmt sein Lüdenscheider Kollege Markus Hacke. Die übrigen Vorstandsposten belegen auch künftig Martin Schulte (Hagen), Frank Mohrherr (Herdecke) und Thorsten Haering (Lüdenscheid) – also eine komplette Männer-Riege. Mittelfristiges Ziel bleibt es, die Vorstandsriege wieder auf drei Köpfe einzudampfen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Zu Sparkassen siehe auch:

Viele Menschen sehen Sparkassen als eine sympathische Alternative zu großen Privatbanken. Das liegt mit daran, dass sie gesetzlich dem Gemeinwohl verpflichtet sind. Schaut man jedoch genauer hin, zeigt sich, dass viele Sparkassen die gleichen Taktiken anwenden, um auf Kosten von Kundinnen und Kunden Gewinn zu machen.

Rat macht den Weg für Abus in Haspe frei

18. Mai 2022

Einstimmig hat der Hagener Rat dem weltweit mit Schließ- und Sicherheitssystemen agierenden Unternehmen Abus signalisiert, im Stadtteil Haspe am Rande der Grundschötteler Straße eine neue Betriebsstätte errichten zu können. Im Mittelpunkt der keineswegs gewöhnlichen Unternehmensansiedlung soll ein 210 Meter langes, 65 Meter breites und stolze 30 Meter hohes Hochregallager stehen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Hagen – Stadt der Läger und Logistiker. Und selbst diejenigen, die berechtigte Einwände vorbringen, stimmen am Ende zu.

Bildungsmaterialien der Gemeinwohl-Ökonomie

18. Mai 2022

Zu einer Vorstellung von Bildungsmaterialien der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung (GWÖ) lädt die Volkshochschule (VHS) Hagen am Donnerstag, 19. Mai, von 19 bis 20.30 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein.

Da viele Menschen der Meinung sind, dass Gewinnoptimierung in der Wirtschaft nicht alles sein kann, wächst die Zahl der GWÖ-Anhänger stetig an. Bei der Veranstaltung lernen Interessierte die differenzierten Materialien, Methoden sowie Rollen- und Planspiele für die schulische- und außerschulische Bildung kennen und probieren sie aus. Außerdem erhalten sie Zugriff auf einige Onlinetools für Unterricht und freie Bildungsarbeit.

Informationen zur Anmeldung unter der Kursnummer 1419 sind auf der Seite www.vhs-hagen.de und unter Telefon 02331/207-3622 erhältlich.

Wohnraum für Familien mit kleinem Geldbeutel

15. Mai 2022

Durch Abriss schafft die HGW Platz für modernen Wohnraum am Loxbaum. Hier sollen vor allem Familien zum Zuge kommen – auch mit wenig Geld. (…)

Dank einer öffentlichen Förderung werden in der Bauernstraße die Besitzer eines Wohnberechtigungsscheins lediglich eine Kaltmiete von 5,90 Euro/qm einplanen müssen. Die Energieversorgung soll in Zusammenarbeit mit der Enervie regenerativ durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach in Kombination mit Wärmepumpentechnik erfolgen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Räume für Experimente

11. Mai 2022

Hagen fördert Gründer bei der Anmietung eines Ladenlokals im Hasper Zentrum

Eigentümerin oder Eigentümer eines leerstehenden Ladenlokals im Hasper Zentrum? Gründerin oder Gründer mit einer Geschäftsidee im Kopf?

Über ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht die Stadt Hagen eine stark vergünstigte Anmietung von leerstehenden Ladenlokalen für Concept-Stores über kreativwirtschaftliche und kulturelle Nutzungen, Einzelhandels- und Gastronomie-Angebote und vieles mehr.

Bis Ende 2023 können die Ladenlokale für nur 20 Prozent der Altmiete zuzüglich Nebenkosten angemietet und neue Geschäftsideen ausprobiert werden. Ziel ist es, mit der Leerstandsbelebung das Zentrum von Haspe langfristig attraktiv zu gestalten.

„Wir ermöglichen eine gute Basis zum Ausprobieren und wünschen uns eine über den Förderzeitraum hinaus gehende Nutzung der Ladenflächen“, sagt Larissa Gronemeyer, die das Projekt im Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung der Stadt Hagen betreut.

Die Stadt Hagen mietet die Ladenlokale über die Wirtschaftsförderung als Hauptmieterin an und vermietet die Flächen dann vergünstigt an die neuen Nutzerinnen und Nutzer weiter, wenn die Konzepte mit den Vorstellungen der Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer zusammenpassen. Diese müssen die Altmiete um mindestens 30 Prozent reduzieren, der Untermietvertrag läuft über 20 Prozent der Altmiete zuzüglich Nebenkosten und die Differenz übernimmt die Stadt Hagen durch die Landesförderung.

Wer Interesse an einem leerstehenden Ladenlokal hat oder einen Leerstand im Zentrum von Haspe im Rahmen des Förderprogramms vermieten möchten, wendet sich an Laura Brähler vom beauftragten Büro „Stadt + Handel“ unter Telefon 0163/7740312 oder per Mail an hagen@stadt-handel.de.

Adler-Group: Der nächste Wirecard-Fall?

8. Mai 2022

Immobilienkonzern besitzt auch in Hagen Mietshäuser

Die prekäre Lage des Immobilienkonzerns Adler-Group beherrscht seit Tagen die Berichterstattung der Wirtschaftsteile der Zeitungen. Die Süddeutsche Zeitung titelte „Wirecard lässt grüßen“ und spielt damit auf den Skandal des Finanzdienstleisters und seiner mutmaßlich kriminellen Machenschaften an.

Andere Medien sehen es ähnlich. Allen gemeinsam ist der Blick auf mögliche Kursverluste der Adler-Group und die dadurch entstehenden Nachteile für die „Anleger“ – vulgo: die Börsenzocker. Die Mieter der Adler-Immobilien haben sie dabei weniger im Blick.

Die hatten schon in der Vergangenheit einigen Grund zur Klage, wie aus zahlreichen Pressemeldungen hervorgeht. Es ist das übliche Repertoire, was bei solchen Konzernen zu verschärftem Unwohlsein führt: Rohrbrüche, nicht bezahlte Rechnungen, nicht funktionierende Aufzüge.

Nun haben die Wirtschaftsprüfer von KPMG das Testat für Adler verweigert, weil ihnen als wichtig erachtete Informationen nicht zugänglich gemacht worden seien. Eine Sonderuntersuchung hatte krasse Luftbuchungen aufgedeckt.

Der kriselnde Immobilien-Investor soll nun auch Thema im Finanzausschuss des Bundestages werden. Das Unternehmen solle in der Sitzung am kommenden Mittwoch behandelt werden. Die Finanzaufsicht BaFin nimmt die Bücher des Unternehmens aktuell unter die Lupe.

In Hagen offeriert die Adler-Group auf ihrer Homepage Wohnungen u.a. in Altenhagen, Boele, Eilpe und Wehringhausen.

Alle Jahre wieder: Die „Frühjahrsbelebung“

7. Mai 2022

Die Arbeitslosenquote in Hagen ging im April auf 10,7 Prozent zurück. Vor einem Jahr waren es noch 12,1 Prozent mit fast 1.500 Arbeitslosen mehr.

In den Worten von Katja Heck, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, hört sich das aktuelle Geschehen so an: „Der Hagener Arbeitsmarkt ist aktuell von der Frühjahrsbelebung geprägt. Im April gab es nochmal eine positive Dynamik.“

Aber 10.800 Arbeitslose in Hagen sind natürlich immer noch ein erheblicher Batzen; da hilft auch die Aufhübschung mit der „Frühjahrsbelebung“ den Betroffenen wenig. Dazu kommt noch die leidige Tatsache, dass die Statistik die Zahl der Arbeitslosen nicht vollständig erfasst – Ältere über 58 Jahre werden z.B. gar nicht mitgezählt.

HGW: Krawczyk setzt auf bezahlbares Wohnen

24. April 2022

Alexander Krawczyk setzt als neuer Chef der HGW auf bezahlbares, aber auch zunehmend klimaneutrales Wohnen in Hagen. (…)

„Als kommunales Wohnungsunternehmen spielen wir eine wichtige Rolle bei der kommunalen Daseinsvorsorge, gerade für Bevölkerungsschichten, die sich derzeit am Wohnungsmarkt nicht aus eigener Kraft behaupten können“, kennt der 39-Jährige die Erwartungen an sein Haus im Reigen der lokalen Wohnungsunternehmen bereits genau: „Ich möchte die HGW nicht nur als einen Wohnungsvermieter positionieren, sondern eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von wohnungs-, klima- und stadtentwicklungspolitischen Zielen einnehmen“, hat er das Thema Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 bereits heute fest im Blick. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Firmen mit Gemeinwohl-Ökonomie

24. April 2022

Zu einer Vorstellungsrunde für Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) zertifizierte Unternehmen lädt die Volkshochschule (VHS) Hagen am Donnerstag, 28. April, von 19 bis 20.30 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße ein.

Welchen Nutzen haben kleine und mittlere Unternehmen davon, sich zertifizieren zu lassen? Unternehmen aus der Region stellen die Schwerpunkte und Erfahrungen aus ihrer GWÖ-Bilanz vor. Anschließend folg eine Diskussionsrunde darüber, inwiefern die GWÖ-Bilanz als Nachhaltigkeitsbericht und Ausgangspunkt für kontinuierliche Verbesserungsprozesse einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung dient.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

BV gegen neue Gewerbeflächen in Fley

23. April 2022

Wenn es um potenzielle Areale für Gewerbe und Industrie im Stadtgebiet geht, hat sich die Bezirksvertretung Hohenlimburg dagegen ausgesprochen, hierfür mehrere Flächen südlich von Fley herzugeben. Dabei handelt es sich um Areale an der Sauerlandstraße, genauer „Auf dem Hühnerkamp“ und Röhrenspring. (…)

„Wenn man von der Sauerlandstraße anfängt, ein erstes Gebiet herauszuschneiden, dann wird es werden wie im Lennetal, dass langsam der gesamte Bereich scheibchenweise besiedelt wird“, so Frank Schmidt, BfHo. Ähnliche Töne von Detlef Reinke, CDU: „Wenn der Regionalplan aufgestellt wird, dann liegt die Planungshoheit zwar bei der Stadt. Aber wenn es erst einmal ausgewiesen ist, wird es schwer, eine Bauleitplanung zu verhindern“, plädierte er für vorausschauendes Handeln. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Ein Drittel nur für Lagerhallen

14. April 2022

Gewerbeflächenstrategie für ehemalige Dolomitfläche

Rund 30 Hektar ist sie groß – die ehemalige Dolomitfläche im Lennetal, auf der einst die Unternehmen Rheinkalk und Magnesita produzierten.

Nachdem das Unternehmen RHI/Magnesita seine Flächen im Vorjahr nach der Betriebsstilllegung in Hagen an die Firma Hagedorn veräußerte und das Unternehmen Lhoist/Rheinkalk seine Flächen in die Vermarktung gab, beabsichtigen die Stadt Hagen und die Wirtschaftförderung im Wege der Aufstellung eines Bebauungsplanes in der kommenden politischen Beratungsrunde eine Gewerbeflächenstrategie für diesen strategisch wichtigen Industriestandort auf den Weg zu bringen.

Die Teilfläche Magnesita, die etwa ein Drittel der Gesamtfläche umfasst, ist an ein Logistik-Unternehmen weiterveräußert worden, das dort Lagerhäuser errichten will. Damit ist das Areal einer Nutzung für Produktion bereits entzogen. Die Stadt Hagen betont, dass die Dolomitfläche deshalb eine große Bedeutung für die industrielle Standortsicherung Hagens hat.

Jetzt hoffen Verwaltung und Wirtschaftsförderung auf die politische Zustimmung zu einer Gewerbeflächenstrategie, über die sowohl logistische Tätigkeiten auf der Magnesitafläche ermöglicht werden können als auch die Rheinkalkflächen für eine ausschließliche Ansiedlung mit verarbeitendem industriellem Handeln von Unternehmen gesteuert werden kann.

Enervie steigert Gewinn um 4,1 Mio. Euro

13. April 2022

Vorstandssprecher Erik Höhne zufrieden

Der Hagener Energie- und Wasserversorger Enervie hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2021 ein insgesamt gutes Ergebnis erzielt.

„Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit der Corona-Krise, den regionalen Auswirkungen der Hochwasser-Katastrophe und den im 4. Quartal beginnenden Turbulenzen an den Energiemärkten haben wir eine solide Basis zur Bewältigung der anstehenden Herausforderungen geschaffen. Auch die guten Deckungsbeiträge in der Erzeugung und im Vertrieb haben dazu beigetragen, die positive Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fortzusetzen“, zeigt sich Vorstandssprecher Erik Höhne zufrieden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Enervie bei einem deutlich erhöhten Umsatz von rund 1.181 Mio. Euro (2020: 937 Mio. Euro) ein Ergebnis vor Steuern von 47,2 Mio. Euro (2020: 43,1 Mio. Euro). Aufgrund der insgesamt erfreulichen Unternehmensentwicklung konnte die Eigenkapitalquote damit auf 27,9 Prozent weiter gesteigert werden (2020: 26,7 Prozent).

Insgesamt verbesserte sich auch der Jahresüberschuss, sodass der Vorstand vorschlägt, eine erhöhte Dividende in Höhe von 14 Mio. Euro (2020: 11 Mio. Euro) an die Aktionäre auszuschütten, darunter als größter Anteilseigner die Stadt Hagen (42,7 Prozent)

Statt der Investoren sprießt das Grün

12. April 2022

Wenn die städtebauliche Entwicklung der Varta-Insel in Hagen-Wehringhausen sich mit der zuletzt erlebten Dynamik fortsetzt, droht bei der irgendwann fälligen Beseitigung der dort sprießenden Vegetation schon wieder die Baumpflegesatzung zu greifen: Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass mit dem offiziellen Spatenstich für die Bahnhofshinterfahrung die ehemaligen Produktionshallen des weltbekannten Batterieherstellers abgerissen wurden. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hasper Ängste vor Hochregal-Monster

10. April 2022

Die landwirtschaftlich genutzten Wiesen kurz vor dem A1-Autobahnanschluss Haspe/Volmarstein sind keine äußerst schützenswerte ökologische Nische. Aber das Stückchen Natur am Rande der Großstadt schmeichelt durchaus den Augen der Betrachter, dient als Schwammfläche bei Starkregen und lockt zudem das Rehwild zum Knabbern am frischen Grün aus dem umliegenden Gehölz.

Doch mit diesem Idyll dürfte es bald vorbei sei, denn in den politischen Gremien sollen in den nächsten Wochen die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um die 63.200 Quadratmeter große Fläche in ein Gewerbegebiet zu verwandeln.

Denn die Firma Abus aus dem benachbarten Volmarstein, die auf den Märkten dieser Welt seit fast 100 Jahren ihr Geld mit Schließ- und Sicherheitssystemen verdient, möchte am Rande der Grundschötteler Straße ein gigantisches Hochregallager errichten: 210 Meter lang, 65 Meter breit, 30 Meter hoch. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)


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