Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

Das Baumwipfelpfad-Projekt im Hagener Wald wackelt

11. September 2018

Die für den Hasper Forst angedachte „Baumwelt Hinnenwiese“ des hessischen Investoren-Teams „Forest Adventures“ darf in der geplanten Form rund um den Kaiser-Friedrich Turm nicht realisiert werden. „Das Konzept entspricht nicht dem Flächennutzungsplan beziehungsweise dem Regionalplan, der nur in geringem Maße bauliche Eingriffe ermöglicht“, machte jetzt Barbara Hammerschmidt, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung, Planung und Bauordnung, in der Bezirksvertretung Haspe deutlich. „Damit ist das Projekt so sicherlich nicht machbar.“ (…)

In der Bezirksvertretung Haspe, die die Baumwelt-Idee bislang mit breiter Mehrheit unterstützt hatte, machte sich angesichts der plötzlich auftauchenden rechtlichen Hürden Ernüchterung breit. „Ich halte es für einen Witz, dass nach jahrelanger Planung jetzt festgestellt wird, dass das angedachte Konzept an diesem Standort nicht funktioniert“, formulierte SPD-Fraktionssprecher Peter Mervels­kemper stellvertretend für das gesamte Gremium seinen Ärger.

Quelle: wp.de

Anmerkung: So scheint es für den Hagener Stadtwald noch zu einem glücklichen Ende zu kommen. Die Reaktion der Bezirksvertretung Haspe ist bezeichnend für ein Gremium, dass allerlei Unsinn zu beschließen pflegt, aber anscheinend das eigene Territorium nicht kennt. Wäre es anders, hätte die BV von Anfang an erkennen müssen, „dass das angedachte Konzept an diesem Standort nicht funktioniert“.

Geradezu ins Groteske führt der zugehörige Kommentar des WPWR-Autors Martin Weiske, der den Investoren „Langmut“ attestiert, der „zu bewundern“ sei. Sieben Jahre sei es inzwischen her, „dass sie mit ihrem Baumwelt-Konzept Kontakt nach Hagen knüpften, um für einen Millionenbetrag ein touristisches Angebot mit erheblicher überregionaler Strahlkraft zu realisieren.“ Als Referenz führt Weiske ein Kletterareal im benachbarten Wetter an. Wer mal dort war und ebenso die Planung an der Hinnenwiese kennt, sieht auf Anhieb: Das kann man nicht gleichsetzen, da schon die Dimensionen meilenweit auseinanderklaffen.

Den eigentlichen Grund der von Weiske ins Feld geführten „Langmut“ der Investoren hat er selbst bereits vor sechs Jahren in seinem Blatt beschrieben. In einem WPWR-Artikel von 2012 teilte er mit: „Die sich durch den Hasper Stadtwald schlängelnden Baumwelten zwischen Ausflugsgaststätte „Hinnenwiese“ und dem Kaiser-Friedrich-Turm werden frühestens 2018 realisiert.“ Begründung damals: Man plane erst einmal andere Kletterobjekte. Weiske zitierte den Geschäftsführer des Investors Forest Adventures: „Jeder einzelne Kletterwald ist somit etwas weniger profitabel, als es frühere Pläne noch suggeriert hatten.“

Im Klartext: Es fehlte offenbar das nötige Kapital.

Die damals angeführten und im Vergleich zur Hagener Planung ziemlich kleinen Objekte sind wohl bis heute nicht realisiert. Jedenfalls fehlt auf der Homepage von Forest Adventures jeder Hinweis darauf.

Siehe dazu einen DW-Beitrag von 2012, der bereits alle wesentlichen Kritikpunkte enthält:

In den Wipfeln ist Ruh’

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Hawker und IG Metall einigen sich auf Haustarifvertrag

8. September 2018

Der Batteriehersteller Hawker hat sich mit Betriebsrat und IG Metall über den Abschluss eines Haustarifvertrages geeinigt. Wie IG-Metall-Geschäftsführer Jens Mütze am Freitag mitteilte, sei die Vereinbarung ein großer Erfolg für die Arbeitnehmerseite: „Wir sind stolz auf diesen Haustarifvertrag.“ (…)

Quelle: wp.de

Arko übernimmt die Hagener Süßwarenkette Hussel

8. September 2018

Das Handelsunternehmen Arko übernimmt die Süßwarenkette Hussel zum 1. Oktober. Über den Kaufpreis mit dem Finanzinvestor Emeram Capital Partners sei Stillschweigen vereinbart worden, teilten beide Seiten am Freitag mit. Die Hussel-Geschäfte werden nach Angaben einer Sprecherin unter ihrem bisherigen Namen weitergeführt. Die Mitarbeiter würden übernommen. (…)

Quelle: wp.de

Oeger Steinbruch: Klage gegen Abbaugenehmigung

24. August 2018

Die Letmather Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm klagt am Verwaltungsgericht Arnsberg gegen die den Kalkwerken erteilte Abbaugenehmigung.

Hat die Stadt Hagen bei der im Juni den Hohenlimburger Kalkwerken erteilten Abbaugenehmigung die im Regionalplan in Richtung Oeger Feldstraße festgelegten Grenzen überschritten? Und zwar um rund 5000 Quadratmeter? (…)

Quelle: wp.de

Hohenlimburg: In Hoesch-Siedlung tut sich etwas

23. August 2018

Seit dem 1. Februar hat die Paul Immobilien GmbH die 250 Wohnungen an Piepenstockstraße, Am Predigerstuhl und am Ahmer Weg übernommen. (…)

Bis zum Jahr 2009 gehörten die Immobilien der Hoesch-Wohnungsbau. Dann stieg die „Prodomo“ ein. Für rund zwei Jahre. Denn zum 1. Januar 2011 übernahm die KGW Wohnwert GmbH die Häuser. Diese gab die Wohnungen an die Barmer Wohnungsbau weiter. Aus der in Wuppertal angesiedelten Barmer Wohnungsbau wurde zum 1. Juli 2016 die „Conwert“. Zu diesem Zeitpunkt fusionierten die alt+kleber Immobilienverwaltung GmbH, die KWG Wohnwert GmbH und die Barmer Wohnungsbau Verwaltung GmbH zur neuen Conwert Immobilienverwaltung GmbH.

Doch am 1. Juli 2017 drehte sich das Karussell weiter. Dann übernahm die Bochumer „Vonovia Wohnungsgesellschaft“ die Immobilien. Aus dem Zusammenschluss der Deutschen Annington und der „GAGFAH“ ist im Jahr 2015 „Vonovia“ hervorgegangen. Am 1. Februar dieses Jahres übernahm die Paul Immobilien GmbH in Oege die 250 Wohnungen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ja, „da tut sich etwas“. Das Spekulationskarussell dreht sich immer weiter.

Gute Noten für Hagen: Düsseldorfer Firma kauft Häuser

18. August 2018

„Wir glauben an den Standort Hagen und können uns vorstellen, hier weiter zu investieren.“ Das sagt John Bothe, Gründer und Geschäftsführer der Silverlake Real Estate Group, eines Düsseldorfer Immobilienunternehmens, das in Boele 104 Wohneinheiten und rund 10 000 Quadratmeter Gesamtfläche erworben hat. Gekauft hat Silverlake die 13 Häuser von einem ortsansässigen privaten Bestandshalter. (…)

Die in Boele gekauften Objekte sind aus den Baujahren 1971 bis 1998 und vollvermietet. Bereits zum Jahresauftakt hatte Silverlake vier Mehrfamilienhäuser mit 38 Wohneinheiten in zentralen Lagen Düsseldorfs erworben. „Derzeit prüfen wir weitere Transaktionen in der Region und kommen unserem diesjährigen Ankaufsziel von 50 Millionen Euro immer näher“, sagt Bothe. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: 50 Millionen Euro sind eine Menge Holz für eine Firma, die nach Angaben im Handelsregister erst 2016 als Silverlake Development GmbH mit dem vorgeschriebenen Mindest-Stammkapital von gerade einmal 25.000 Euro gegründet wurde. Im Februar 2018 wurde in Silverlake Real Estate Group GmbH umfirmiert. Der 1990 geborene Geschäftsführer John Alexander Peter Hermann Erich Bothe, so sein vollständige Name, ist in dieser Funktion unter identischer Firmenanschrift bei weiteren Gesellschaften tätig, deren gemeinsames Merkmal darin besteht, dass sie als Stammkapital jeweils auch nur den Mindestbetrag ausweisen.

In einem in gleich zwei Immobilienmagazinen erschienenen textidentischen Artikel vom Februar 2018 heißt es: „Er investiert seit 2008 in Wohn- und Gewerbeimmobilien und hält mit Silverlake derzeit einen Bestand von circa 1.000 Einheiten. Zudem hat Silverlake gegenwärtig ein Volumen von circa 60 Millionen Euro in der Projektentwicklung.“ Demnach muss der junge Mann bereits im Alter von 18 Jahren groß ins Investment eingestiegen sein. In demselben Beitrag betont Bothe „unsere starke Eigenkapitalausstattung“. Damit können bei den Millionen-Summen ja wohl nicht die 25.000 Euro Stammkapital gemeint sein.

Woher kommt also die Kohle? Verbergen sich hinter der Fassade Investmentfonts oder ähnliches? Mit solchen Konstrukten haben die Hagener bereits Erfahrungen sammeln dürfen, wie beispielsweise in Vorhalle oder Hohenlimburg.

Auch ein Blick auf die firmeneigene Homepage wirft Fragen auf. Man würde Hinweise auf die „Wohn- und Gewerbeimmobilien“ oder die „Projektentwicklung“ erwarten, die Unternehmen dieser Größenordnung gerne präsentieren. Oder die Namen der für die einzelnen Bereiche zu kontaktierenden Personen. All das sucht man vergebens. Auch dass es für Telefon und Fax nur eine gemeinsame Nummer gibt, macht stutzig.

Bezirksregierung kritisiert Stadt Hagen für Discounter-Pläne

17. August 2018

Lidl-Verlagerung in Hohenlimburg: Bezirksregierung bescheinigt Stadt Hagen „halbherzige und widersprüchliche“ Bemühungen für Elsey. (…)

Das planungsrechtliche Verfahren musste geändert werden, die politische Mehrheit steht aber weiter hinter dem Projekt. Und auch die Stadtverwaltung hält es für rechtens. Doch die Bezirksregierung Arnsberg kritisiert das Vorhaben in ungewöhnlich scharfer Form und stützt damit die Haltung der Werbegemeinschaft Hohenlimburg.

Wunsch des Investors ist es, die Angebotsflächen der beiden Discounter-Märkte vom Gotenweg (Lidl) und vom Alemannenweg (Netto) in der ehemaligen Hohenlimburger Federnfabrik am Gotenweg für einen Lidl-Markt zusammenzulegen. Dadurch würde die Gesamt-Angebotsfläche der Discounter in Elsey zwar von etwa 1400 Quadratmetern auf nur noch 1200 Quadratmeter am neuen Standort schrumpfen – Lidl könnte aber sein Sortiment auf der dann größeren Fläche erweitern. Diese Pläne behagen der Werbegemeinschaft der Innenstadt nicht, die dadurch die Wirtschaftlichkeit der Einzelhandelsgeschäfte gefährdet sieht. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Stadt hebelt also ihr eigenes Einzelhandelskonzept aus. Da stellt sich doch sofort die Frage, welche Verbindungen bestehen zwischen dem Investor und der „politischen Mehrheit“.

Wirtschaft gegen Gerbersmann

16. August 2018

Verbände wenden sich gegen die Steuererhöhungsphantasien des Hagener Stadtkämmerers

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen, der Märkische Arbeitgeberverband und die Kreishandwerkerschaft fordern ein Ende der Diskussion über weitere Steuererhöhungen, die Gift für das Investitionsklima in Hagen sei. Auch ohne Steuererhöhungen dürfe dennoch kein Stillstand eintreten, notwendig sei vielmehr ein politischer Konsens über die Konzentration auf wichtige Zukunftsprojekte, so die Verbände in einer gemeinsamen Erklärung.

Ohne Namen zu nennen, wenden sie sich damit gegen Überlegungen des Hagener Stadtkämmerers Christoph Gerbersmann (CDU), erneut an der Grundsteuerschraube zu drehen. Indirekt unterstützt die Wirtschaft mit ihrer Stellungnahme auch den Vorschlag der SPD-Fraktion im Hagener Rat, die Schuldentilgung leicht herunterzufahren, um wenigsten ein Minimum an Investitionen zu ermöglichen.

Letztendlich eine politische Entscheidung, von der Gerbersmann aber ablenkt, indem er eine Debatte über Buchhaltungsfragen inszeniert, die mit der Sache wenig zu tun hat. Die WPWR zitierte den Kämmerer beispielsweise mit den Worten: „Wenn nun die SPD mir vorwirft, ich solle zur Finanzierung mit Arnsberg lieber eine Reduzierung des Schuldenabbaues verhandeln, verwechselt die SPD Liquidität und Jahresergebnis.“

Gerbersmann zur Seite sprang sogleich der Vorsitzende der 3-Personen-Kleinfraktion FDP, Claus Thielmann. Dessen Äußerungen sind geradezu bizarr. In einer Erklärung lehnt er zunächst entrüstet („Wunschkatalog“) den SPD-Vorschlag ab, um anschließend eine Kehrtwende hinzulegen: „Auch wir wollen keine Steuererhöhungen. Sollten für den Doppelhaushalt 2019/2020 Spielräume entstehen, wollen und werden wir diese jedoch nutzen.“ Warum jetzt nicht, demnächst aber doch? Doch wohl, weil diesmal der Vorschlag nicht von der FDP kam.

Die FDP glaubt natürlich auch genau die Ursache allen Übels zu kennen: „Investitionen auf Pump – das sei nicht neu, denn mit dieser Strategie habe die SPD in ihren Regierungsjahren im Hagener Rathaus die Stadtfinanzen dorthin gebracht wo sie heute sind.“ Hätte das Grüppchen doch im Rat mal besser aufgepasst, dann wäre ihm nicht das unterlaufen, was es der SPD jetzt vorwirft, nämlich „haushaltspolitisch jeden Bezug zur Realität verloren“ zu haben.

Aus zwei Aufstellungen, die die Kämmerei am 18. Mai 2017 präsentiert hat, ergibt sich aus einer Mischung von Mehrausgaben und Mindereinnahmen ein Verlust von etwa 860 Millionen Euro, die die Stadtkasse in den letzten Jahren nur aus dem Grunde zu erleiden hatte, dass der Bund (und zu einem geringen Teil auch das Land) finanzielle Lasten nach unten durchgereicht hat, ohne für einen Ausgleich nach dem Konnexitätsprinzip zu sorgen, das besagt: Wer bestellt, der bezahlt.

Mitverantwortlich für diese Misswirtschaft zu Lasten der Kommunen waren über viele Jahre Thielmanns Parteifreunde in Bundesregierung und Parlament. Kein Wunder, dass er sich hier zurückhält. Konsequenterweise verzeichnet das Protokoll unter dem entsprechenden Tagesordnungspunkt (5.17) der damaligen Ratssitzung keine Wortmeldung aus den Reihen der FDP. Die hatte schon zu dem Zeitpunkt „jeden Bezug zur Realität verloren“, den sie nun der SPD vorwirft.

Das sind hierzulande die Fakten – und nicht die Phantastereien eines Claus Thielmann. Dass die ganze Sparnummer auf diese Art und Weise nicht funktioniert, sehen die Interessengruppen der Wirtschaft im Gegensatz zu Gerbersmann und Thielmann wesentlich klarer:

„Aus Sicht der Wirtschaft bleiben Sparbemühungen der Stadt eine Daueraufgabe. Allerdings hat Hagen als hochverschuldete Kommune keine Aussicht, sich allein durch Sparmaßnahmen zu sanieren. Hier sind weitere finanzielle Entlastungen durch Bund und Land dringend erforderlich, für die sich alle politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen einsetzen sollten.“

Hagener Autosalon findet nicht statt

10. August 2018

Der diesjährige Hagener Autosalon in der Innenstadt (eigentlich geplant vom 31. August bis 2. September) wird nicht stattfinden. Die aus Sicht der Hagener Kfz-Innung zu erwartende erneute Klage der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gegen den verkaufsoffenen Sonntag am 2. September sorgt dafür, dass die Veranstalter einen Rückzieher machen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wahrlich kein Verlust für die Menschheit. Wenn der erst kürzlich im Stadtrat verabschiedete Masterplan Mobilität, der ein Zurückdrängen des Autoverkehrs aus dem Stadtzentrum beinhaltet, wirklich erst gemeint wäre, hätten die Verantwortlichen (z.B. die Millionen Euro versenkende städtische Mehrheitsbeteiligung Hagen-Agentur) eine solche Werbeveranstaltung erst gar nicht geplant.

Widerstand gegen baumelnde Hotels im Hasper Wald

31. Juli 2018

Das Freizeit- und Touristik-Projekt „Baumwelt Hagen“, das im Hasper Stadtwald einen Baumwipfelpfad mit Baumhotels vorsieht, steht vor entscheidenden Weichenstellungen. Während die Errichtung der Wandelstege auf Stamm- und Kronenhöhe realisierbar erscheint, tun sich die federführenden Planer des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ausgesprochen schwer mit den angedachten Übernachtungsmöglichkeiten im Wald, die wie Kokons in luftiger Höhe zwischen den Zweigen baumeln sollen.

Aktuell sieht der maßgebliche Regionalplan einen solchen baulichen Eingriff, der als raumbedeutend eingestuft wird, nicht vor. Auch das jüngste Abstimmungsgespräch der städtischen Fachplaner mit den RVR-Kollegen in Essen brachte in dieser Frage keinerlei Annäherung. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Eventisierung des Hagener Stadtwalds wird weiter vorangetrieben; vorneweg von der „Hagen-Agentur“. Von den 10.000 qm Wald, der für die geplanten 500 Stellplätze abgeholzt werden müsste, spricht niemand mehr. Von den Hunderten von Betonfundamenten, die allein für den Baumwipfelpfad (ohne die Hotels) in den Waldboden gerammt werden müssten, auch nicht.

Als Parkplatz für Reisebusse sind u.a. der Parkplatz am Freilichtmuseum und am Ennepepark in Haspe vorgesehen, Entfernung zur Baumwelt 2,5 bzw. 3,7 km. Da werden sich die meist betagteren Mitmenschen, die mit Bussen anzureisen pflegen, freuen, dass sie noch einen längeren Anmarsch auf den bis dahin bestimmt rollatorfest ausgebauten Wegen vor sich haben.

Und was passiert eigentlich, wenn es bei den zunehmend trockeneren und heißeren Sommern dort mal brennt?

Ausbildungsstart: DGB-Jugend Hagen fordert Entlastung durch NRW-weites Azubi-Ticket

31. Juli 2018

Am 1. August beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt: Als Auszubildende starten sie ihre Berufsausbildung – sowohl im Betrieb wie in der Berufsschule. Damit beginnt eine neue Lebensphase, in der sie immer mehr eigene Entscheidungen treffen und zum Beispiel in eine eigene Wohnung ziehen. Mit einer kleinen Ausbildungsvergütung, die ihnen Betriebe bei der dualen Ausbildung zahlen müssen, gewinnen sie an Unabhängigkeit. Doch das eigene Leben ist teuer. Deswegen fordert die DGB-Jugend Hagen eine gezielte Entlastung durch ein NRW-weites Azubi-Ticket.

„Um Auszubildende finanziell zu entlasten und ihnen mehr Möglichkeiten zu geben, sollte die Landesregierung endlich gemeinsam mit den Verkehrsverbünden handeln: Wir brauchen ein NRW-weites und bezahlbares Azubi-Ticket, das alle Auszubildenden erwerben können, um den gesamten Nahverkehr im Bundesland rund um die Uhr zu nutzen“, fordert DGB-Jugendbildungsreferent Philipp Siewert.

Studierende haben schon seit Jahren ein NRW-weites Semesterticket. Deshalb sei es jetzt Zeit, hier auch Auszubildende zu entlasten. „Mit einem NRW-Azubi-Ticket würde die duale Berufsausbildung insgesamt attraktiver gemacht. Und das ist bitter nötig, weil sie ein Rückgrat für wirtschaftlichen Erfolg darstellt“, erläutert Siewert, dem Sorgen bereitet, dass die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den letzten Jahren rückläufig war.

Zwar können Auszubildende in Hagen das VRR Young Ticket Plus ab 59,95 € kaufen, damit aber nicht über die Grenzen des VRR hinaus reisen. Pendeln nach Hamm oder Lüdenscheid wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden. „Fast 60 Euro für die Monatskarte, der Preis steht in keinem Verhältnis zur Leistung. Das ist für die meisten Auszubilden viel zu teuer. Ein echtes Azubi-Ticket muss daher NRW-weit gelten – und bezahlbar sein.“, sagt Siewert.

Die Gewerkschaftsjugend weist darauf hin, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen dem akuten Fachkräftemangel und dem Mangel an attraktiven Angeboten für Azubis gibt, zum Beispiel für bessere Mobilität. Mit einem Azubi-Ticket sei es wesentlich günstiger und attraktiver, Ausbildungsplätze in regionaler Entfernung vom Wohnort anzunehmen. Somit bietet sich hier ein wirksames Hilfsmittel, um regionale Unterschiede zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage zu lindern.

Zudem wird eine landesweite Lösung auch zu einem verstärkten Netzausbau führen, von dem alle Regionen profitieren könnten. „Ein NRW-weites Azubi-Ticket bietet also eine positive Gesamtperspektive, zu der am Ende auch mehr abgeschlossene Berufsausbildungen gehören werden“, prognostiziert Philipp Siewert.

Schloss Hohenlimburg verliert Prozess gegen Kaltwalzmuseum

29. Juli 2018

Die Schloss Hohenlimburg gGmbH ist mit ihrer Klage gegen den Förderkreis Deutsches Kaltwalzmuseum vor dem Hagener Landgericht gescheitert. Das bedeutet: Der Förderverein muss weder rückwirkend 13 000 Euro „Miete“ für die für das Museum genutzten Räumlichkeiten – den Alten Pallas – bezahlen. Noch gibt es einen Anspruch, dass monatlich ein Nutzungsentgelt von 2041 Euro bis zum Jahr 2031 gezahlt werden muss. Zudem hat die 9. Zivilkammer des Landgerichts Hagen festgestellt, dass die Kündigung des Gesellschafterverhältnis durch den Förderverein rechtens war. (…)

Quelle: wp.de

Bezirksregierung genehmigt Amprion-Stromtrasse bis Garenfeld

27. Juli 2018

Die Überraschung ist ausgeblieben, die Entscheidung steht und dürfte für Unmut bei vielen Bürgern sorgen. Die Bezirksregierung Arnsberg hat den Ausbau der Amprion-Stromtrasse genehmigt. Der Netzbetreiber darf die Pläne für die Höchstspannungsfreileitung mit 380 Kilovolt von Dortmund-Kruckel über Herdecke nach Hagen-Garenfeld umsetzen – sofern das Bundesverwaltungsgericht Leipzig nach einer möglichen Klage den Beschluss nicht kassiert. (…)

In Hagen war dieser Teil der Trasse, der nur zur Hälfte über Hagener Stadtgebiet führt, bislang nicht so heißt diskutiert wie in Herdecke. Ganz anders der weitere Abschnitt, der von Garenfeld über Elsey führt und dessen Verlauf hoch umstritten ist. (…)

Quelle: wp.de

Enervie-Belegschaft stimmt für den neuen Tarifabschluss

25. Juli 2018

Der Tarifstreit bei der Enervie AG ist beendet. Die Beschäftigten haben sich in der Urabstimmung für das ausgehandelte Ergebnis ausgesprochen. (…)

Quelle: wp.de

Agenda 2010 wirkt

23. Juli 2018

Keine Aufbruchstimmung am Hagener Arbeitsmarkt

von Bernhard Sander

Der Bereich der atypischen Beschäftigung expandiert in Hagen. Die Leiharbeit wächst am schnellsten, die Teilzeitarbeit verbreitet sich massiv. Die sogenannten Arbeitsmarktreformen (Hartz-Gesetze usw.) haben den Arbeitsmarkt zerfräst, ohne dass es nennenswert mehr Arbeitsplätze gibt. Faktisch stagniert die Zahl der Stellen, doch die Umwandlung von immer mehr Vollzeitstellen in Teilzeit oder Leiharbeit ist ein Indiz, dass die Massenkaufkraft sinkt und immer weniger Hagener und Hagenerinnen von ihrer Arbeit auskömmlich leben können.

Hinter dem Zuwachs sozialversicherter Jobs um 1,6 % zwischen 2008 und 2016 verbergen sich gravierende Probleme auf dem Hagener Arbeitsmarkt ([1]). Sie sind schon vor der der Aufnahme der Geflüchteten entstanden. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten ist in dem Zeitraum 2008 bis 2016 gesunken von 53600 auf 50900. Arbeitsplätze, für die man einen anerkannten Berufsabschluss braucht, sind von 45200 auf 42800 Stellen gesunken. Jobs, für die man keinen Berufsabschluss benötigt, sanken von 12300 auf 10900. Dagegen wächst die Zahl der akademischen Lohnabhängigen von 6500 auf 7600, aber das kann die stagnierende Kaufkraft nicht beflügeln.

4 von 10 aller Beschäftigten sind heute in einem „atypischen“ Beschäftigungsverhältnis, Jeder vierte Arbeitsplatz in Hagen bietet heute nur noch Teilzeit oder Leiharbeit. Die Zahl der Teilzeit arbeitenden stieg seit 2008 von 15,9% auf 21,7%. Hinzu kommen die Arbeitssuchenden und vom Arbeitsamt als Unterbeschäftigten gezählten (in Maßnahmen, Kranke usw.) mit 12,3%.

Die Dynamik des Arbeitsplatzzuwachses ist in Hagen deutlich hinter der Landesentwicklung zurückgeblieben, selbst in den prekären Beschäftigungsmöglichkeiten kann man fast von einer Stagnation reden. Ein Wandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft ist in Hagen nicht erkennbar.

[1] https://www.boeckler.de/tools/atypischebeschaeftigung/index.php#result

Der Autor ist Redakteur der Zeitschrift Sozialismus (www.sozialismus.de)

WPWR weiter auf Schrumpfkurs

20. Juli 2018

Wieder wollten weniger Hagener ihr Einheitsblatt lesen. Auch im 2. Quartal 2018 ist die verkaufte Auflage der heimischen Ausgabe der WPWR weiter rückläufig gewesen. Das verkündete die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) am gestrigen Donnerstag.

Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Zahl der durchschnittlich pro Tag verkauften Zeitungen um 4,7 Prozent zurück. Im Zeitraum der letzten 10 Jahre betrug das Minus fast 40 Prozent. Während im 2. Viertaljahr 2008 noch fast 47.800 Blätter pro Tag verkauft wurden, waren es im 2. Quartal 2018 nur noch 29.451 Exemplare.

Enervie: Einigung erzielt – Urabstimmung morgen

19. Juli 2018

Mark E/Enervie und die Verhandlungskommission ver.di haben sich am Abend auf die Inhalte eines neuen Vergütungstarifvertrags für die Mitarbeiter der Unternehmen geeinigt. Die Tarifkommission hat der Einigung zugestimmt. Morgen werden die Mitarbeiter, die in der Gewerkschaft ver.di organisiert sind, in einer Urabstimmung über die Beendigung des Streiks entscheiden.

Das Ergebnis im Detail: 3 Prozent zum 01.04.2018 rückwirkend und zum 01.01.2019 sowie 01.01.2020 jeweils um 1,5 Prozent. Die Laufzeit des neuen Vergütungstarifvertrags endet am 31.12.2020.

Das Verhandlungsergebnis wird angesichts der Gesamtsituation der Unternehmen seitens des Arbeitgebers als vertretbar bewertet, stelle aber auch eine wirtschaftliche Herausforderung für die kommenden Jahre dar.

Enervie-Mitarbeiter blockieren Hagener Firmensitz

19. Juli 2018

Auch am Donnerstag (19.07.2018) ging der Streik beim regionalen Energieversorger Enervie weiter. Von 6 Uhr morgens bis zum Mittag haben mehrere hundert Mitarbeiter den Firmensitz in Hagen blockiert. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen. „Da soll niemand mehr rein oder raus kommen„, sagt ver.di-Verhandlungsführer Jörg Koburg auf WDR-Nachfrage. Lediglich Mitarbeitern, die in Notdiensten eingeteilt sind, werde Zutritt gewährt. (…)

Quelle: WDR

Drohung: Warmwasserversorgung wird eingestellt

15. Juli 2018

Diese Nachricht hat die Mieter der Mozartstraße 17 – 23 gestern aufgeschreckt. Der Energieversorger droht, das warme Wasser abzudrehen. (…)

Der Versorger aus dem Ruhrgebiet begründete diese Androhung mit nicht erfolgten oder nur unzureichend erfolgten Zahlungen durch den Immobilienverwalter Altro Mondo. (…)

Quelle: wp.de

Dazu passend:

Problemvermieter Altro Mondo

Kaputte Aufzüge, Schimmel, Ratten, falsche Nebenkostenabrechnungen – immer wieder fallen solche Probleme bei dem Vermieter Altro Mondo auf, in ganz NRW. Zufall oder steckt mehr dahinter? Und tut die Politik genug, um Mieter zu schützen?

Quelle: WDR via YouTube

Die streikenden Enervie-Beschäftigten haben im Rat auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht

14. Juli 2018

Die streikenden Enervie-Beschäftigten haben im Rat auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Fast 200 Leute waren zur Sitzung des Rates gekommen. Sie stellten dem Oberbürgermeister und den Fraktionen Fragen zu ihrer Vergütungssituation. (…)

Quelle: Radio Hagen

Beschäftigte sind das Kapital des Unternehmens

13. Juli 2018

Deutscher Gewerkschaftsbund unterstützt Streik bei Enervie

Während sich der Stadtverband Hagen des DBG bisher in Schweigen hüllt, unterstützt der Kreisverband Märkischer Kreis den Streik der Enervie-Mitarbeiter. „Das Unternehmen muss endlich anfangen, seine Belegschaft wertzuschätzen. Und das drückt sich in Zahlen aus. Die Forderung nach 6% Lohnzuwachs ist mehr als gerechtfertigt.“, sagt DGB-Kreisverbandsvorsitzender Bernd Schildknecht.

Die Unternehmensführung hat zum Dank für Missmanagement und überhöhte Managergehälter 500 Stellen bei dem Energieversorger gestrichen und das Ganze „Restrukturierung“ genannt. Dafür hat die Belegschaft mit Nullrunden die Zeche gezahlt. Die Arbeit blieb an den verbleibenden Beschäftigten hängen. Das ist nicht nur ungerecht, das macht die Leute auf Dauer krank.

Zuletzt zeigten die Zahlen des Unternehmens wieder nach oben. „Dass jetzt schon wieder Dividenden in Millionenhöhe ausgeschüttet werden, ist nicht vermittelbar. Stattdessen müssen nun die Mitarbeiter wieder profitieren, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Leider war der Vorstand bisher nicht zu Tariferhöhungen bereit. Wir unterstützen alle Kolleginnen und Kollegen, die in den Ausstand getreten sind!“ so Schildknecht weiter.

Eine große Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder im Unternehmen hatte zuvor für den unbefristeten Streik gestimmt. Die Städte Hagen und Lüdenscheid sind die beiden größten kommunalen Aktionäre des Unternehmens.

Streik beim Energieversorger Enervie

11. Juli 2018

Die Mitarbeiter des Energieversorgers Enervie sind am Dienstagmorgen (10.07.2018) in einen unbefristeten Streik getreten. Sie fordern sechs Prozent mehr Lohn. (…)

Quelle: WDR

Investoren zeigen Interesse für das Hagener Westside-Gelände

10. Juli 2018

Der Nebel, der bislang über der künftigen Gestaltung des Westside-Areals zwischen Hauptbahnhof und der Philippshöhe waberte, scheint sich allmählich zu lichten. Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig einer Rahmenplanung zugestimmt, die zwar längst noch keine rechtsverbindlichen Pflöcke einrammt, aber zumindest klare Entwicklungsziele für das Gelände festschreibt, das von Stadtbaurat Thomas Grothe weiterhin als „die hochwertigste Fläche in der Hagener Innenstadt“ bewertet wird. (…)

Quelle: wp.de

Jetzt hat der Insolvenzverwalter das Sagen

8. Juli 2018

Eisenwerk Geweke: Gericht hebt Eigenverwaltung auf

Es sieht nicht gut aus: Der Versuch der Geweke Gusstechnik, besser bekannt als Eisenwerk Geweke, sich quasi mit „Bordmitteln“ vor der drohenden Pleite zu retten, ist offenbar gescheitert.

Am Freitag hob das Amtsgericht Hagen seine Anordnung vom 29. März 2016 auf, die für Hagens letzte verbliebene Stahlgießerei ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung vorsah. Gleichzeitig ernannte das Gericht den Dortmunder Rechtsanwalt Achim Thomas Thiele zum Insolvenzverwalter.

Weiter ordnete das Gericht an: „Forderungen sind ab sofort bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Personen, die Verpflichtungen gegenüber der Schuldnerin haben, werden aufgefordert, nicht mehr an die Schuldnerin zu leisten, sondern an den Insolvenzverwalter. Ausstehende Mitteilungen über Sicherungsrechte an beweglichen Sachen oder an Rechten der Schuldnerin haben ab sofort gegenüber dem Insolvenzverwalter zu erfolgen.“

Der jetzt eingesetzte Insolvenzverwalter war bereits in dem bisherigen Verfahren in Eigenverwaltung als Sachwalter tätig, der die Interessen der Gläubiger vertrat. Schon Anfang April 2016 hatte er gegenüber der Justiz angezeigt, dass eine drohende Masseunzulänglichkeit vorliegt. Der juristische Begriff Masseunzulänglichkeit bedeutet, dass nur noch die Kosten des Insolvenzverfahrens aus dem vorhandenen Vermögen gedeckt werden können.

Zum Zeitpunkt der Einleitung des Insolvenzverfahrens vor gut zwei Jahren arbeiteten in dem 1910 gegründeten Betrieb noch 74 Kollegen; schon damals wurden nur 55 weiterbeschäftigt. Deren Zukunftsaussichten dürften sich jetzt weiter verdüstern.

Urabstimmung: Hagener Enervie AG steht vor einer Streikwoche

8. Juli 2018

Der heimische Energieversorger Enervie steht vor einer Streikwoche. Im Rahmen einer Urabstimmung haben sich 87,3 Prozent der Teilnehmer (94 % Beteiligung) für einen unbefristeten Ausstand ausgesprochen, weil die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Unternehmen auf der Stelle treten.

Die noch etwa 950 Beschäftigten fordern nach den Nullrunden in den Jahren 2016 und 2017 eine Lohnerhöhung von sechs Prozent. Der Arbeitgeber hat zuletzt eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro angeboten. (…)

Quelle: wp.de

Wetter und Herdecke setzen Zeichen gegen Nahversorgungszentrum in Vorhalle

8. Juli 2018

Die Stadt Wetter (Ruhr) plant, gegen das Bauvorhaben des sogenannten Nahversorgungszentrums in Hagen-Vorhalle eine Klage einzureichen. Der Rat hat in seiner Sitzung am Donnerstag mit deutlicher Mehrheit seine Zustimmung signalisiert. Aller Voraussicht nach wird auch die Stadt Herdecke diese Klage unterstützen. Der Rat in Herdecke hat am Donnerstagabend diesem Weg ebenfalls einmütig zugestimmt.

Dabei richtet sich die geplante Klage nicht grundsätzlich gegen das Nahversorgungszentrum, sondern nur gegen die geplante Größe. Das Vorhaben wird sowohl in Herdecke als auch in Wetter als zu groß dimensioniert kritisiert.

Es bestehen gravierende Zweifel, ob das geplante Nahversorgungszentrum eine standortangemessene Verkaufsfläche aufweist. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das geplante Nahversorgungszentrum negative städtebauliche Auswirkungen auf den Zentralen Versorgungsbereich (ZVB) Herdecke Mitte und den entsprechenden Versorgungsbereich in Alt-Wetter hat.

Diese Bedenken wurden von der Stadt Hagen auch nach einem interkommunalen Arbeitsgespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Städte Hagen, Wetter und Herdecke nicht zum Anlass genommen, das Konzept anzupassen.

Wetters Bürgermeister Frank Hasenberg zeigt sich enttäuscht über das Vorgehen in Hagen-Vorhalle: „Was taugt denn ein regionaler Konsens, wenn er nicht eingehalten wird? Ich bedauere sehr, dass der Geist des regionalen Konsenses von Hagener Seite nicht gelebt wird. Die städtische Verwaltung und der Rat sind sich daher darin einig, mit der Klage ein deutliches Zeichen zu setzen, dass wir uns diesem Plan entgegen stellen.“

Herdeckes Bürgermeisterin Katja-Strauss-Köster sieht das ähnlich: „Ich bedaure sehr, dass wir im Vorfeld keine Einigung erzielen konnten. Die Stadt Herdecke hat sich stets an die Verabredungen des Regionalen Konsenses gehalten. Dies hätten wir uns auch von der Stadt Hagen gewünscht. Die Argumente der Städte Wetter (Ruhr) und Herdecke zur Anpassung der Verkaufsflächen wurden leider nicht gewürdigt, so dass im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sowie der Geschäftsleute die Klage notwendig ist. Der Rat hat durch sein einstimmiges Votum Geschlossenheit in der Sache demonstriert.“

Maibritt Engelhardt tritt als Vorsitzende zurück

8. Juli 2018

Das ist ein Paukenschlag. Maibritt Engelhardt (1. Vorsitzende) und Nicole Quinn (Kassiererin) werden bei der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft Hohenlimburg am 11. Oktober nicht mehr für ein Vorstandsamt kandidieren. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Zitat Maibritt Engelhardt: „Es gibt hartnäckige und stoische Hohenlimburger, die sich um nichts kümmern.“ Oder das merkwürdige „Argument“ des CDU-Bezirksvertreters Peter Leisten, der sich von einer Bochumerin (Maibritt Engelhardt wohnt in Bochum) nicht vorschreiben lassen wollte, wie er politisch abzustimmen habe.

Hohenlimburger Bauverein will auch künftig investieren

2. Juli 2018

Derzeit stehen dem Bauverein 14000 Quadratmeter Fläche für Neubauten zur Verfügung, so am Hacheney und Im Spieck. „Dafür gibt es aber noch keine konkreten Planungen. Wir wollen zunächst unsere Erfahrungen mit dem Neubau in der Brauhausstraße machen“, sagt Ulrich Schulze-Witteborg. Die Wohnungen sollen bis Mitte 2019 fertiggestellt sein, das Interesse potenzieller Mieter ist groß.

„Wir stehen auf soliden Füßen und sind für die Zukunft gerüstet“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider, es wurde ein Jahresüberschuss von knapp 281 000 Euro erwirtschaftet, was einen Bilanzgewinn von etwa 52 000 Euro ausmacht. „Verbindlichkeiten haben wir weiter abgebaut.“ Der Gewinn resultiert auch aus Verkauf von Wohnungen, etwa in der Ebendstraße und in der Wuragstraße. Auch die Leerstandsquote wurde reduziert, liegt bei 5,6 Prozent (Vorjahr 6,35 Prozent). (…)

Quelle: wp.de

Kein XXXL-Möbelmarkt auf dem Hagener Max-Bahr-Gelände

29. Juni 2018

Die Möbelmarkt-Kette XXXL ändert ihre Hagen-Strategie: Der Mömax-Mitnahmemarkt soll nicht in Eckesey, sondern auch auf Haßley realisiert werden. (…)

Allerdings drängt allmählich die Zeit: Der Rat der Stadt Hagen hat sieben Jahre nach dieser Entscheidung das Recht, ohne Entschädigungen leisten zu müssen den Bebauungsplan zu ändern. Und es gibt angesichts des erheblichen Mangels an Hagener Gewerbeflächen in einigen Ratsfraktionen durchaus Tendenzen, im Frühjahr 2019 von der Möbelhandel-Nutzung auf dem prominenten Grundstück an der Haßleyer Straße wieder abzurücken und stattdessen produzierendes Gewerbe zu favorisieren.

Quelle: wp.de

Bezirksvertreter stimmen Einkaufszentrum in Vorhalle zu

29. Juni 2018

Das geplante Einkaufszentrum in Hagen-Vorhalle hat eine wichtige Hürde genommen: Die Bezirksvertretung Nord stimmte dem Projekt am Mittwoch zu. (…)

Quelle: wp.de

Öffentliche Armut – privater Reichtum

23. Juni 2018

Westfalen: Hagen hat die höchsten Schulden, der Märkische Kreis die meisten Millionäre

In Westfalen weist Hagen mit 7164 Euro je Einwohner die höchste Pro-Kopf-Verschuldung auf. Im Vergleich zu 2007 stieg dieser Wert um etwa 38 Prozent. Auch Herten (6974 Euro je Einwohner) und Gelsenkirchen (5164 Euro je Einwohner) liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt. In diesen Städten hat sich die Pro-Kopf-Verschuldung in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Insgesamt beliefen sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Westfalen auf etwa 24,6 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 25 Milliarden Euro. Das entspricht einer Abnahme von etwa 1,6 Prozent.

Landesweit waren die Gemeinden und Gemeindeverbände mit insgesamt 61,7 Milliarden Euro verschuldet. Das waren 1,5 Milliarden Euro bzw. 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch war jeder NRW-Einwohner mit 3447 Euro verschuldet; die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung war damit um 27,3 Prozent höher als zehn Jahre zuvor (damals: 2708 Euro).

Dagegen ist die Zahl der Einkommensmillionäre in Westfalen im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 1944 gestiegen. Das zeigt eine Auswertung der Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2014, die das Statistische Landesamt vorgelegt hat.

Demnach hat Neuenrade im Märkischen Kreis mit einer Quote von 9,2 je 10.000 Einwohnern die höchste Dichte an Millionären in Westfalen, gefolgt von Sundern im Hochsauerlandkreis (8,9) und Schalksmühle ebenfalls im Märkischen Kreis (8,6). Im Landesvergleich belegen diese Kommunen die Plätze drei bis fünf. Nur Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss (14,7) und Engelskirchen im Oberbergischen Kreis (9,2) haben in NRW eine noch höhere Millionärsdichte.

In absoluten Zahlen und auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte betrachtet liegt der Märkische Kreis mit 155 Millionären auf Platz 1 in Westfalen. Es folgen der Kreis Gütersloh (144) und die Stadt Münster mit 118 Millionären. Hagen nimmt mit 32 Einkommensmillionären Platz 195 von 287 Städten und Gemeinden in Westfalen ein.

Trotz Abrissdebatte: Hagener Finanzamtssäulen werden saniert

22. Juni 2018

So richtig schön findet sie kaum jemand, sogar ihr Abriss wurde schon gefordert. Doch jetzt werden die Stützen des Finanzamts am Ring saniert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Autor Hubertus Heuel gibt den Experten: „Die Immobilie gilt als Hemmschuh für die Stadt- und Verkehrsentwicklung in Hagen.“  Obwohl er genau weiß, dass nicht das Finanzamt die Dreckschleuder ist: „Die Abgase, die die Autos auf dem Märkischen Ring ausstoßen, verpesten das Stadtklima.“ Nach dem Verursacherprinzip muss also nicht das Finanzamt weg, das aus gutem Grund unter Denkmalschutz steht, sondern der Verkehr muss eingedämmt werden.

Die „Diskussion“, die Heuel ins Feld führt, ist bislang eine von der WPWR propagandistisch aufbereitete Kampagne, hinter der der Lobbyverband SIHK und deren Hilfstruppen FDP und CDU stehen. Die Pfeiler mit den zugegebenermaßen potthässlichen gelben Pissoirkacheln sind das Ergebnis des Durchbruchs des Märkischen Rings in den 1960er Jahren an dieser Stelle. Da für einen Gehweg kein Platz mehr war, wurde schon damals dem Autoverkehr Vorrang eingeräumt und ein Teil des Erdgeschosses aus dem Finanzamtsbau herausgebrochen.

Jetzt böte sich eine Sanierung in Einklang mit der Architektur des Backsteinexpressionismus‘ an. Etwas befremdlich wirkt in diesem Kontext die Position der Leiterin der Unteren Denkmalbehörde, Ina Hanemann, an, die sich für die Erhaltung des Kloambientes stark macht – wenn die Darstellung der WPWR so den Tatsachen entspricht. Bei dem Blatt muss man bekanntlich vorsichtig sein.

Stadt Hagen will Höchstspannungsleitung durch Elsey führen

17. Juni 2018

Trotz Bedenken der Bürger möchte die Stadt Hagen weiterhin eine Höchstspannungsleitung durch Hagen-Elsey führen. (…)

Das belastet die Bewohner von Elsey. Veronika Lünstroth nutzte deshalb in der Sitzung der Bezirksvertretung die Einwohnerfragestunde, um Verwaltung und auch die Politik noch einmal darauf anzusprechen, was diese im Interesse der Elseyer Bürger noch tun können, um die 380-kV-Leitungen durch die Bestandstrasse zu verhindern. Christoph Gerbersmann, 1. Beigeordneter der Stadt, machte noch einmal deutlich, dass man Amprion nicht zwingen könne, die Alternativ-Trasse zu wählen. Er motivierte aber alle Elseyer Bürger, am 28. Juni ins Hohenlimburger Rathaus zu gehen. (…)

Wie aber wird sich die Stadt verhalten? Gerbersmann: „Weil sich der Sachverhalt im bisherigen Verfahren nicht geändert hat, empfiehlt die Verwaltung dem Rat der Stadt, bei der bisherigen Beschlussfassung für die Alternativ-Trasse Reh zu verbleiben.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung:  Auszug aus der Beschluss-Vorlage 0554/2018:

Der Rat hat in seiner Sitzung vom 18.05.2017 unter der Drucksachen-Nr. 0339/2017 wie folgt beschlossen:

„Die Bestandstrasse Hagen-Henkhausen wird vom Rat der Stadt Hagen für die Wohnbevölkerung als nicht zumutbare Trasse eingestuft. Eine Trassenführung im Freiraum zur Entlastung des Siedlungsraumes ist daher zur prüfen.

Der Rat der Stadt Hagen spricht sich deshalb für eine weitergehende Prüfung der neuen Variante Hagen-Reh aus, mit dem Ziel, dass die Fa. Amprion diese Variante in das künftige Planfeststellungsverfahren einbringt. (…)“

Der Rat hat sich mehrfach gegen den Ausbau der 380-kV Höchstspannungsleitung auf der Bestandstrasse-Henkhausen entschieden. Diese Entscheidung entspricht  dem mutmaßlichen Willen der meisten von der Höchstspannungsleitung betroffenen Bürger in Hohenlimburg. (…)

Da sich der Sachverhalt in den bisherigen Verfahren nicht geändert hat, empfiehlt die Verwaltung dem Rat, bei der bisherigen Beschlussfassung für die Alternativtrasse-Reh zu verbleiben.

Hagen muss auf sechs Millionen Euro von Sparkasse verzichten

16. Juni 2018

Die Sparkasse Hagen schüttet in diesem Jahr kein Geld an die Stadt Hagen aus. Die muss in ihrem Haushalt auf sechs Millionen Euro verzichten. (…)

Quelle: wp.de

Rund 2300 Schüler werden zur Ausbildungsmesse erwartet

7. Juni 2018

Sechste Auflage der Ausbildungsmesse Hagen startet am Donnerstag, 14. Juni, mit 120 Ausstellern. Auch die Eltern sind eingeladen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Hier darf ebenfalls die Bundeswehr wieder kräftig rekrutieren. Federführend organisiert hat die Messe nach Angaben der WPWR Dagmar Pröhl von der Agentur Mark. Während es in früheren Jahren noch Protest gegen den Auftritt des Militärs gab, ist beispielsweise vom unter dem neuen Geschäftsführer Marx sanft entschlafenen DGB nicht mehr zu hören.

Neues aus der Galeeren-Welt

6. Juni 2018

Zu alt – Händlerin erhält in Volme-Galerie doch kein Lokal

Man war sich in Hagen schon einig. Dann erhielt Elke Krimme aus Frankfurt die Nachricht, dass sie für die Volme-Galerie zu alt sei. (…)

Das Problem an der Hochstraße, wo Krimme aktuell ihren Laden hat, ist, dass die Straße mittlerweile zur City-Randlage gehört. Auch wenn die beiden Galerien in den Augen vieler Kritiker nicht nebeneinander funktionieren, ziehen sie doch die Fußgänger-Ströme an. „So kommt eben nur noch die Stammkundschaft“, sagt Krimme und legt nach: „Wenn die Volme-Galerie kein Parkhaus hätte, wäre die schon längst platt.“ (…)

Quelle: wp.de

Gericht verurteilt Ex-Chef des Ratskellers Hagen zur Zahlung

Das Arbeitsgericht Hagen hat den früheren Wirt des Hagener Ratskellers verurteilt. Der gekündigte Koch erhält nun 4600 Euro Lohnrückstand. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Eigentümer der Ratskeller-Räumlichkeiten ist nach Angaben der WPWR eine Fondsgesellschaft, die auch die komplette Volme-Galerie in ihrem Besitz hat.

Die Verantwortung für die ganze Galeeren-Misere liegt in erster Linie beim Rat der Stadt Hagen. Der hatte einst – basierend auf einer Schnapsidee der FDP – beschlossen, das Rathaus abzureißen bzw. zu verkaufen und als Symbol der kommunalen Demokratie aus dem Stadtzentrum in den Hinterhof zu verbannen, um den Weg für die Volme-Galeere freizuräumen. Wenige Jahre später rollte dasselbe Gremium dem nächsten Einkaufsparadies den roten Teppich aus. Die von vorneherein absehbare Folge war das nachhaltige Verkümmern der Ränder der Innenstadt, was die Entscheider billigend in Kauf genommen haben.

Etappen-Erfolg für VW im Streit mit Hagener Zulieferer TWB

1. Juni 2018

Der VW-Konzern hat im Streit mit dem Hagener Unternehmen TWB aus der Prevent-Gruppe vor dem Dortmunder Landgericht einen Erfolg verbucht. Die Klage von TWB-Prevent auf eine einstweilige Leistungsverfügung zur weiteren Abnahme von Produkten wurde vom Gericht abgelehnt. TWB wird aller Voraussicht nach in die nächste Instanz zum Oberlandesgericht Düsseldorf ziehen, um ein langwieriges Verfahren zu umgehen, das die Existenz des Unternehmens gefährden könnte. (…)

Während VW betont hat, sich von Prevent als Zulieferer komplett trennen zu wollen, kaufte die Muttergesellschaft gerade eine Gießerei in Saarbrücken, die wichtige Teile für VW fertigt – und hob angeblich die Preise um das Zehnfache an. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu nochmals:

Preiserhöhungen von bis zu 1.000 Prozent – Streit zwischen VW und Prevent eskaliert

Quelle: Handelsblatt

Die Masche von Prevent

„Die Geschäftspolitik von Hastor ist, Autozulieferbetriebe, die am Rande der Insolvenz stehen, billig zu kaufen, dann die Kunden, also die großen Autohersteller, zu erpressen und mit Klagen zu überziehen, in der Zwischenzeit die Gewinne abzuschöpfen und eine Hülle mit Beschäftigten ohne Eigenkapital und Überlebensfähigkeit zurückzulassen“, wirft Patrick Selzer von der IG Metall in Saarbrücken dem Unternehmer vor.

In der öffentlichen Auseinandersetzung ist es Hastors Masche, den Spieß umzudrehen und sich gängige Vorwürfe zunutze zu machen. Diese besagen, dass die großen Autokonzerne die Abhängigkeit der Zulieferer von ihnen missbrauchen, um sie zu knechten und die Preise so zu drücken, dass sie kaum überlebensfähig sind. „Wir glauben nicht, dass es mit diesem Eigentümer eine verlässliche Zukunft geben kann“, sagt Frank Iwer, Automobilexperte beim Vorstand der IG Metall.

Es verfestigt sich stattdessen der Eindruck, dass die Eigentümer hier nur schnell Millionen abschöpfen wollen und dabei auch bereit sind, verbrannte Erde zu hinterlassen. Fest steht: Die Opfer sind immer die Beschäftigten. (…)

Quelle: IG Metall

Für neue Müll-Wächter werden Abfallgebühren in Hagen steigen

29. Mai 2018

Vereinfachte Sperrmüllkosten und Müll-Wächter, die nach Abfall-Sündern in Hagen suchen. Diese Vorschläge werden die Gebühren in Hagen verteuern.

Angesichts der Vermüllung in einigen Hagener Wohnbezirken sowie an den Containerstandorten möchte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) nicht bloß die Sperrmüllabfuhr auf neue Füße stellen, sondern auch den Kontrolldruck durch den regelmäßigen Einsatz sogenannter „Waste-Watcher“ (Müll-Streifen) deutlich erhöhen. Allerdings steht dafür sämtlichen Hagener Bürgern eine saftige Gebührenerhöhung ins Haus. (…)

Die Idee, die Sperrmüllanlieferung an der Müllverbrennungsanlage kostenfrei anzubieten, wurde ebenfalls verworfen. „Ein Gratis-Bringsystem würde reichlich Externe anlocken“, meint Bleicher, so dass es am Pfannenofen bei der Anfahrtspauschale von zehn Euro pro Privat-Pkw bleiben soll. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Letzteres ist einfach zu regeln, wie es beispielsweise die Stadt Gelsenkirchen vormacht:

Als Nachweis, dass angelieferter Abfall auch tatsächlich in Gelsenkirchen angefallen ist, genügt uns in der Regel das GE-Kennzeichen an Ihrem Fahrzeug. Sollten Sie einen unserer Recyclinghöfe mit einem Fahrzeug anfahren, das kein GE-Kennzeichen hat, so halten Sie bitte Ihren Ausweis bzw. einen Nachweis bereit, der belegt, dass der angelieferte Abfall aus Gelsenkirchen stammt – vielen Dank!

Gebührenerhöhung wegen kostenlosem Sperrmüll? Auch das ist in Gelsenkirchen kein Thema – im Gegenteil:

Unter der Telefonnummer 0209/954-4777 erhalten Sie in der Zeit von Mo-Fr 8:00-18:00 Uhr Uhr direkt einen verbindlichen Termin für die Abholung von Sperrmüll sowie bei Bedarf gerne eine eingehende Beratung. Die Abholung von Sperrmüll ist in Gelsenkirchen für Privatpersonen kostenlos.

Dieser Service wird in Gelsenkirchen bei wesentlich geringeren Gebühren für die Abfallentsorgung angeboten. So beträgt das jährliche Entgelt z.B. für eine 120-Liter-Tonne bei wöchentlicher Leerung 189,15 Euro, der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) verlangt für die gleiche Leistung 453,60 Euro.

Dazu passen wie die Faust aufs Auge die unterschiedlichen Vergütungen der Leitungskader. Die betrugen in Hagen 2016 bei einem Umsatz von 38,5 Millionen Euro für gleich zwei (!) Geschäftsführer 392.100 Euro. Der Gelsenkirchener Betriebsleiter erhielt bei doppelt so großem Umsatz im Jahr 2015 (hochgerechnet) etwa 180.000 Euro.

DW hatte bereits im November 2017 auf die im Vergleich mit anderen Kommunen völlig überzogenen Gebühren bei gleichzeitig geringerer Leistung hingewiesen: „Kohle – in die Tonne gekloppt„.

Aufgabe der „Müll-Wächter“ soll u.a. die Kontrolle der Recycling-Standorte sein. Die sind regelmäßig vermüllt, weil sie – nicht erst aktuell, sondern seit Jahren! – vom HEB nicht mit der notwendigen Frequenz geleert werden. Stattdessen sind, sobald Überfüllungsprobleme entstanden, Container abgebaut worden.

Natürlich nicht im Stadtteil Emst, wo viele Hagener Politruks wohnen, z.B. das Mitglied des HEB-Aufsichtsrats Rainer Preuß (Grüne). Seine Wahlversprechen: „Sicherung der kommunalen Abfallwirtschaft“ und „Sicherung der dezentralen Versorgungsstruktur in den Hagener Stadtteilen“.

Da grüßt Loriots Jodeldiplom: „Holleridudödeldi“ (2. Futur bei Sonnenaufgang).

Der Ratskeller in Hagen ist schon wieder geschlossen

25. Mai 2018

Die Traditionsgaststätte Ratskeller im Herzen der Hagener City ist dicht. Pächter Peter Stech hat Privatinsolvenz angemeldet. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Schuld an der Stech-Pleite sind wieder mal andere. In Wahrheit wollten die Hagener von bayrisch gewandetem Kultur-Imperialismus im Sepplhosen-Look wohl einfach nichts wissen.

Hagen bekommt doch verkaufsoffenen Sonntag

19. Mai 2018

Dem ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr in Hagen steht nichts mehr in Wege. Am 27. Mai dürfen Einzelhändler in Hagen-Hohenlimburg ihre Geschäfte zum Stadtfest öffnen. (…)

Die Gewerkschaft Verdi teilte auf WDR-Anfrage mit, dass sie diesmal nicht gegen den verkaufsoffenen Sonntag klagen wolle. (…)

Quelle: WDR


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