Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

Projekt zur Eingliederung Langzeitarbeitsloser

3. Juli 2020

Die Integration langzeitarbeitsloser Menschen aus Altenhagen und Wehringhausen in eine Beschäftigung: Dieses Ziel verfolgen die Stadt Hagen und verschiedene Netzwerkpartner mit dem neuen Stadtteilprojekt „Gemeinsam für Hagen“ im Rahmen des Programms BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier). In Wehringhausen fand jetzt ein erster Workshop statt.

Als Partnerprogramm des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ legt BIWAQ den Fokus auf benachteiligte Stadt- und Ortsteile und fördert Projekte zur Integration in Arbeit und zur Stärkung der lokalen Ökonomie.

Die Stadt Hagen fördert gemeinsam mit der agentur mark, dem Caritasverband Hagen e.V. und der Diakonie Mark-Ruhr gGmbH mit dem Projekt „Gemeinsam für Hagen“ die Soziale-Stadt-Quartiere Wehringhausen und Altenhagen. Die Zielgruppe sind langzeitarbeitslose Männer und Frauen ab 27 Jahren. Das schließt auch Bewohner mit Migrationsbiografie ein, beispielsweise Neuzuwanderer aus der Europäischen Union.

Das Hagener Projekt wird im Rahmen des Programms BIWAQ durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

„Im Sinne der nachhaltigen Mobilität“

2. Juli 2020

Wirtschaftslobby fordert: E-Autos auf Busspuren


Sehr schön auf diesem Video zu sehen: Endlich werden die Fahrgäste in den Bussen nicht mehr durch Blechlawinen behindert.

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), der Handelsverband Südwestfalen und die Kreishandwerkerschaft Hagen fordern die Öffnung der Busspuren auf der Körnerstraße in Hagen für E-Fahrzeuge.

„Seit einem halben Jahr sind jeden Werktag in Spitzenzeiten Rückstaus von mehr als 50 Fahrzeugen Richtung Innenstadt auf der Körnerstraße zu beobachten“, hat Klaus Willmers, Geschäftsführer des Handelsverbandes Südwestfalen, festgestellt und räumt gleichzeit ein: „Zugleich fließt der Busverkehr wie gewünscht auf den Busspuren.“

Vor der Einrichtung der Busspur standen die 50 Fahrzeugen in zwei Reihen zu je 25 vor der Ampel an der Einmündung Karl-Marx-Straße und kamen auch nicht schneller voran, da es hinter der Kreuzung auf nur einer Spur weitergeht. Dabei blockierten die Fahrzeuge, in denen in der Regel nur eine Person sitzt, den Busverkehr. Dessen Fahrgäste freuen sich dagegen nun über ein zügiges Vorankommen.

„Im Sinne der nachhaltigen Mobilität und einer attraktiv erreichbaren Innenstadt, sollten Politik und Verwaltung eine Öffnung der Busspuren für E-Fahrzeuge auf der Körnerstraße durchsetzen. Das macht den Umstieg auf E-Fahrzeuge attraktiver und unterstützt den Einzelhandelsstandort“, so die Wirtschaftslobby weiter.

Eine Öffnung für E-Autos bedeutete aber praktisch die Abschaffung der gerade als einen ersten Schritt hin zu einer Verkehrswende eingerichteten Busspuren, da es kaum kontrollierbar wäre, dass sich auch Verbrenner sogleich im großen Stil wieder einreihen würden.

„Wenn potentielle Einkäufer von außerhalb in die Stadt kommen, werden sie das – so lange der Bahnhof und seine Umgebung so aussehen wie heute – nur im Ausnahmefall mit Bus und Bahn machen. Sie kommen mit dem Auto. Wenn man dann feststellt, dass gleich aus welcher Himmelsrichtung man sich der Innenstadt mit dem Auto nähert, Abbiegerspuren und Auffahrtsrampen gesperrt und Staus und Umwege an der Tagesordnung sind, überlegt man es sich zweimal, ob man in Hagen oder einer anderen Stadt einkaufen oder arbeiten geht“, so SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat.

Auch andere Städte unternehmen (gezwungenermaßen) Schritte zur Eindämmung des motorisierten Individualverkehrs. So wird beispielsweise in Dortmund die Einfahrt aus südlicher Richtung in die Innenstadt mit Pförtnerampeln geregelt, die nur soviel Verkehr durchlassen, wie es als verträglich angesehen wird. Auf einer der Haupteinfallschneisen aus östlicher Richtung ist eine der beiden Richtungsfahrbahnen sowohl für Lkw als auch für den klassischen Individualverkehrs gesperrt.

Da wird man es sehr wohl zweimal überlegen, ob man in dieser anderen Stadt oder vielleicht doch besser in Hagen einkaufen geht.

Arbeitslosigkeit in Hagen steigt

2. Juli 2020

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind am Arbeitsmarkt weiter zu spüren. Die Zahl der Arbeitslosen in Hagen stieg im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2.130 auf 12.364 Menschen. Die Quote lag im abgelaufenen Monat bei 12,1 Prozent. Das waren 1,9 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr und 0,2 Punkte mehr als vor einem Monat.

Die mit 15,3 Prozent höchste Arbeitlosenquote in NRW meldet die Arbeitsagentur für die Stadt Gelsenkirchen.

Hagen: XXXL erhält die Baugenehmigung für Möbelhäuser

2. Juli 2020

Noch vor der Sommerpause wird die Stadt Hagen endgültig die Baugenehmigung für das XXXL-Einrichtungshaus auf Haßley erteilen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Und nach der Sommerpause wird das Gejammer über fehlende Flächen für die gewerbliche Produktion wieder anheben.

Hagen: 41,5 Prozent in Corona-Kurzarbeit

30. Juni 2020

Studie zeigt regionale Unterschiede

Deutsche Unternehmen versuchen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise durch Kurzarbeit abzufedern. Regional ist die Quote dabei aber sehr unterschiedlich, hat die Hans-Böckler-Stiftung jetzt errechnet. So liegt die Kurzarbeiter-Quote in den meisten Städten und Kreisen des  Ruhrgebiets unter dem bundesweiten Durchschnitt von 31 Prozent.

Kurzarbeit werde in hohem Maße in Regionen genutzt, in denen die Metall- und Elektroindustrie verbreitet ist, insbesondere Standorte mit starker Automobilwirtschaft wiesen hohe Quoten auf, so die Autoren der Studie. In der Metropole Ruhr weist der Kreis Unna mit 46,7 Kurzarbeitern die höchste regionale Quote auf. Auch in Hagen (41,5 Prozent), Essen (36,1 Prozent) und im Ennepe-Ruhr-Kreis (45,4 Prozent) wurde für relativ viele Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt.

Im Deutschland-Vergleich sind die Quoten in Emden (56,0 Prozent) und Wolfsburg (52,2 Prozent) besonders hoch.

40 Millionen: Diese Hagener Firmen bekamen Corona-Hilfe

25. Juni 2020

Wer hat in Hagen Corona-Soforthilfen beantragt? Und wie viel Geld ist dabei geflossen? Ein Überblick, welche Branchen besonders profitierten. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

Bilanz der Corona-Soforthilfe NRW
Eine Übersicht der Bezirksregierung Arnsberg (pdf)

Einen Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte im Regierungsbezirk Arnsberg gibt es ab der Seite 16. Es schließt sich ab Seite 23 eine Einzelbetrachtung dieser Kreise und kreisfreien Städte an. Daten zu den kreisangehörigen Gemeinden im Regierungsbezirk Arnsberg, auch nach Wirtschaftsbereichen aufgegliedert, folgen ab Seite 41.

Gemeindesteuer für alle Wirtschaftsbereiche

21. Juni 2020

SIHK-Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2020: Auch Freiberufler sollen zahlen

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) hat ihren Wunschzettel zu den im September anstehenden Kommunalwahlen vorgelegt. In insgesamt zwölf Eckpunkten fassen die SIHK-Wahlprüfsteine die aus Sicht der regionalen Wirtschaft maßgeblichen wirtschaftspolitischen Leitlinien für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort zusammen.

Dabei reicht das Themenspektrum von Kommunalfinanzen, über Flächen, Infrastruktur, Verwaltung, Umwelt, Bildung bis hin zum Image von Wirtschaftsstandorten. Zudem werden kommunalpolitische Entscheidungsträger durch die Bewältigung der Corona-Krise gefordert.

Neben erwartbaren Floskeln wie „Freiheit und Verantwortung“ und „verantwortungsbewusste Unternehmerinnen und Unternehmer“ enthält das Papier einige Positionen, die in dieser Form in der Vergangenheit aus dem Wirtschaftslager nicht zu hören waren. Die werden auch gar nicht weit hinten versteckt, sondern gleich in Punkt 1 präsentiert: „Stabilität von kommunalen Steuern und Abgaben gewährleisten“.

Wer nun erwartet hätte, nun setze wieder das obligatorische Lamento über die ach so hohe Steuerbelastung für die gebeutelte Wirtschaft an, wird enttäuscht sein. Die SIHK greift im Gegenteil eine Forderung auf, die bisher eher aus Richtung kritischer Ökonomen und tendenziell linker politischer Strömungen kam.

Es sei „jetzt an der Zeit, mit einer tiefgreifenden kommunalen Finanzreform eine nachhaltige Lösung zu schaffen, die sich streng an das Konnexitätsprinzip hält“, hält die Kammer jenen Kommunalpolitikern den Spiegel vors Gesicht, die zwar seit Jahren formal ähnliche Forderungen stellen, diese aber aus Rücksichtnahme auf ihre Parteifreunde im Land und vor allem im Bund nie mit dem nötigen Nachdruck verfolgt haben.

Ein weiterer Stärkungspakt, wie ihn die alte rot-grüne Landesregierung NRW aufgelegt hatte und die mit Zwangsmaßnahmen gegenüber den Kommunen verbunden war, ist nach Ansicht der SIHK keine Lösung, da er nur „eine neue Welle von Erhöhungen der Realsteuerhebesätze“ in Gang setzte. In Hagen führte dieses Konstrukt zu einer massiven Steigerung der Gewerbe- und vor allem der Grundsteuer, die auch von den Mietern zu zahlen ist.

Hochverschuldete Kommunen wie Hagen hätten keine Aussicht, sich allein durch Sparmaßnahmen zu sanieren, meint die Kammer. Nur ein kommunaler Altschuldenfonds mache einen finanziellen Neubeginn möglich, so die SIHK.

Eine Einschätzung, die ein Grüppchen wie die FDP, die sich immer als Zuarbeiterin der Wirtschaft verstanden hat, geradezu erschüttern muss. In ihrem Kommunalwahlprogramm 2014 hatte die Partei noch stolz verkündet: „Die FDP hat als einzige Partei immer wieder auf echte Einsparungen gedrängt. Sie hat mehr Einsparvorschlägen zugestimmt als alle anderen Fraktionen im Hagener Rat.“ Und jetzt das.

Erst recht auf Zinne dürften die Freidemokraten durch ein weiteres Ansinnen der SIHK gebracht werden. Danach solle „eine verlässliche Finanzierungsgrundlage mit Hebesatzrecht“ geschaffen werden, „die alle in der Gemeinde wirtschaftlich Tätigen einbezieht“.

Das bedeutet im Klartext: Nicht nur Gewerbebetriebe, sondern auch land- und forstwirtschaftliche Betriebe sowie Freiberufler sollen in die Besteuerung einbezogen werden. Davon wäre dann etwa auch der Dentist Lars-Peter Hegenberg betroffen, als Hagener FDP-Vorsitzender Nachfolger des über zwielichtige Tweets gestolperten Uli Alda.

SIHK-Positionen zu den Kommunalwahlen 2020 (pdf)

Kaufhof Hagen bleibt

19. Juni 2020

Die krieselnde Handelskette Galeria-Karstadt-Kaufhof hat bekannt gegeben, welche 62 Filialen geschlossen werden. Während beispielsweise sowohl das Karstadt- als auch das Kaufhof-Haus auf der Dortmunder Einkaufsmeile Westenhellweg geschlossen werden, bleibt die Filiale in der Hagener Elberfelder Straße bestehen.

Nach Überzeugung der Unternehmensführung ist die Schließung von mehr als einem Drittel der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen der einzige Weg, um das Unternehmen zu retten.

Enervie schüttet aus …

14. Juni 2020

Jahresergebnis 2019 bringt Aktionären 8 Millionen Euro Dividende

Die Hauptversammlung der Enervie hat die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 8 Mio. Euro an die Aktionäre beschlossen. Grundlage hierfür ist das gute Ergebnis der Unternehmensgruppe in Höhe von 43,4 Mio. Euro vor Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019.

Die Stadt Hagen (42,7 Prozent), die Stadt Lüdenscheid (24,1 Prozent) sowie Remondis Wasser und Energie GmbH (19,1 Prozent) sind Hauptaktionäre der Enervie (Grundkapital 114,9 Mio. €).

Anteilmäßig erhalten somit die Stadt Hagen 3,42 Mio. Euro, die Stadt Lüdenscheid 1,93 Mio. Euro und der private Aktionär Remondis 1,53 Mio. Euro.

Hagen: Gefeierte Pflegekräfte erhalten kein Urlaubsgeld

12. Juni 2020

In der Corona-Krise wurden sie gefeiert – jetzt gucken sie in die Röhre: Das Allgemeine Krankenhaus Hagen streicht Mitarbeitern das Urlaubsgeld. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagen: Arbeitsmarkt weiter stark unter Druck

4. Juni 2020

Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit steigen erneut

Der Arbeitsmarkt in der Stadt Hagen war auch im Mai von den Folgen der Pandemie geprägt. Die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Hagen stieg nochmals um über 500 oder 4,5 Prozent auf 12.100 und war damit für einen Monat Mai völlig untypisch. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit um 0,4 Punkte auf 11,9 Prozent. Vor einem Jahr waren es gut 2.000 Arbeitslose weniger, die Quote nur 10,0 Prozent.

Die sogenannte Unterbeschäftigungsquote, in der auch diejenigen Arbeitslosen erfasst werden, die in der offiziellen Statistik nicht mehr auftauchen – dazu gehören u.a. die Über-58-jährigen – lag im Mai bei 14,1 Prozent. Im Mai 2019 waren es noch 13,0 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit steigt, weil weniger Menschen aktuell eine Beschäftigung finden. Derzeit wird kaum eingestellt, und gleichzeitig sind so viele Unternehmen in Kurzarbeit wie noch nie. Seit Beginn des Shutdowns Mitte März haben fast 1.800 Unternehmen in Hagen Kurzarbeit für mehr als 31.000 potentiell betroffene Arbeitnehmer angezeigt, im gesamten Agenturbezirk sogar nahezu 5.000 Betriebe mit 75.000 möglichen Kurzarbeitern“, so Katja Heck, neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen.

Im Monat Mai haben weniger Hagener Unternehmen Kurzarbeit angezeigt als im Vormonat. Inzwischen haben in den vergangenen zehn Wochen seit dem Beginn des Shutdown insgesamt fast 1.800 Unternehmen aus nahezu allen Branchen Arbeitsausfälle für mehr als 31.000 potentiell betroffene Arbeitnehmer angezeigt. Das ist rund doppelt so viel wie im gesamten Jahr 2009 während der Wirtschafts- und Finanzkrise.

Mit der schrittweisen Lockerung der Pandemiemaßnahmen sollte die Dynamik der Arbeitsmarktverschlechterung weiter abnehmen. Doch bis zu einer echten Besserung ist es noch ein weiter Weg. Wichtig ist die Entwicklung in den zahlreichen kurzarbeitenden Betrieben. Können sie die Arbeitszeitausfälle reduzieren? Die Antwort wird es erst in einigen Monaten geben, zumal viele Unternehmen für längere Zeit Kurzarbeit angemeldet haben. Dies bietet für sie aber auch die Chance, ihre Beschäftigten in dieser Zeit zu qualifizieren.

Zukunft von Thyssenkrupp in Hohenlimburg-Oege

29. Mai 2020

OB Schulz tauscht sich mit Betriebsräten aus

Vor dem Hintergrund der schwierigen und in Teilen ungewissen Lage im Stahlkonzern Thyssenkrupp hat sich Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz gestern mit dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden des Werkes in Hohenlimburg-Oege, Murat Gylac, weiteren Betriebsratsmitgliedern sowie dem 1. IG-Metall-Bevollmächtigten für Hagen, Jens Mütze, ausgetauscht.

Zunächst ließ sich OB Schulz über die im April ausgehandelten Umstrukturierungsmaßnahmen informieren, die unter anderem hohe Investitionen in die Technologie am Standort Oege vorsehen, zugleich aber auch einen merklichen Personalabbau mit sich bringen. Zum anderen waren die aktuellen Thyssenkrupp-Überlegungen Thema, nach denen die Hohenlimburger Sparte in einem anderen Konzernbereich angesiedelt werden soll.

Die Gewerkschafter zeigten im Gespräch mit dem Oberbürgermeister deutlich die Sorgen der Kolleginnen und Kollegen um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze auf.

Dem seitens des Betriebsrats geäußerten Wunsch an den Hagener Oberbürgermeister, sich im direkten Gespräch mit Vertretern der Thyssenkrupp-Konzernspitze noch einmal für die Umsetzung der Investitionsvorhaben am Standort in Hohenlimburg-Oege stark zu machen, wird Erik O. Schulz nach den Pfingstfeiertagen nachkommen.

Wieder Wochenmarkt in Wehringhausen

28. Mai 2020

Der Wochenmarkt in Wehringhausen findet ab Freitag, 29. Mai, von 7 bis 13 Uhr wieder statt. Weil die Umbauarbeiten auf dem Wilhelmsplatz laufen, gibt es einen neuen Standort in der Bismarckstraße.

An allen Autos, die dort aktuell oder dauerhaft parken, wurde bereits ein Informationsschreiben angebracht. Dieses weist darauf hin, dass auf der für den Wochenmarkt ausgewiesenen Fläche keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Eine entsprechende Beschilderung ist auch vor Ort zu finden. Widerrechtlich parkende Fahrzeuge müssen am Freitag abgeschleppt werden.

Riepe: Anwohner reichen erneut ablehnende Stellungnahme ein

24. Mai 2020

Die Anwohner der umstrittenen Riepe-Expansionsfläche an der Knippschildstraße sind weiter gegen das Projekt. Daran ändern neue Pläne nichts. (…)

Anwohner-Anwalt Hendrik Kaldewei erklärt, dass die Anwohner das Vorhaben an dem vorgesehenen Standort nach wie vor als unverträglich ansehen würden: „Daran ändern auch die geringfügigen Planänderungen nichts.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagen: Mark-E-Kunden zahlen beim Gas ordentlich drauf

20. Mai 2020

Mark-E Kunden aus Hagen zahlen für die gleiche Menge Gas mehr als Kunden des Versorgers in anderen Städten. Die Differenz ist erheblich. (…)

Wer im Jahr 15.000 Kilowattstunden im Tarif „Fix Gas“ verbraucht und in Hagen lebt, zahlt dafür 1113,96 Euro. Wer allerdings sein Domizil nur wenige Kilometer weiter im Dortmunder Süden hat, für den ruft die Mark-E bei gleichem Verbrauch nur 897,36 Euro auf. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Neuer Vorstand bei Enervie

14. Mai 2020

Volker Neumann folgt ab 1. Mai 2021 Wolfgang Struwe

Die Aufsichtsräte der Südwestfalen Energie- und Wasser AG (ENERVIE) und der Mark-E Aktiengesellschaft haben Volker Neumann (52) zum 1. Mai 2021 als Vorstandsmitglied beider Unternehmen bestellt (Foto: Enervie). Der Vertrag hat jeweils eine Laufzeit bis zum 30. April 2026.

Volker Neumann, derzeit einer der Geschäftsführer der ENERVIE Vernetzt GmbH, der ENERVIE Service GmbH sowie Technischer Vorstand der Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid-Herscheid AÖR, tritt die Nachfolge von Wolfgang Struwe an, dessen Vertrag zum 30. April 2021 endet und der dann altersbedingt ausscheidet.

Volker Neumann wird in seinem Ressort ab 1. Mai 2021 folgende Themen verantworten:
Netze, Revision, Personal, Recht, Facilities, Standortmanagement, Arbeits- und Umweltschutz, Bäderbetrieb Lüdenscheid

Erik Höhne trägt ab 1. Mai 2021 – weiterhin als Sprecher des Vorstands – die Verantwortung für:
Finanzen, Rechnungswesen, Bilanzen, Treasury, Einkauf, Controlling/Risk, Informationstechnologie, Vorstandsbüro und Compliance, Energiehandel, Erzeugung incl. Wassergewinnung, Vertrieb, Kundenservice, Kommunalmanagement, Marketing, Unternehmenskommunikation, -entwicklung und Innovation.

Riepe-Expansion: Das Hagener Unternehmen muss umplanen

6. Mai 2020

Das öffentliche Interesse ist groß, der Anwohner-Protest massiv. Riepe hat deshalb einen neuen Plan entworfen. Doch die Widerstände blieben groß. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Arbeitslosigkeit steigt, Kurzarbeit auf Rekordniveau

1. Mai 2020

Die Arbeitsmarktentwicklung in der Stadt Hagen im April

Der April stand für den Arbeitsmarkt ganz im Zeichen von Corona. Die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt Hagen stieg um 862 oder 8,0 Prozent auf 11.579 und hatte damit den höchsten Anstieg für den Berichtsmonat. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,8 Punkte auf 11,5 Prozent. Vor einem Jahr waren es 1680 Arbeitslose weniger, die Quote lautete 9,9 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit ist deutlich gestiegen, die Kräftenachfrage eingebrochen, Kurzarbeit ist das Mittel der Wahl. Inzwischen haben seit Mitte März über 1.500 Unternehmen in Hagen Kurzarbeit angezeigt, im gesamten Bezirk sogar über 4.400 – so viele wie nie zuvor. Aber jede Kurzarbeitsanzeige signalisiert auch die Bereitschaft, das Personal zu halten und auf Kündigungen zu verzichten“, beschreibt Maren Lewerenz, Chefin der Agentur für Arbeit Hagen.

„Positiv ist auch, dass viele Bildungsträger ihre Angebote online für die Kundinnen und Kunden fortsetzen konnten, sodass auch aktuell die Zeit für Qualifizierung genutzt werden kann. Hoffnung gibt auch, dass die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen nicht wie in anderen Regionen einbricht und so der Grundstein für einen guten Übergang Schule/Beruf gelegt werden kann.“

Geprüfte Kurzarbeitsanzeigen von Unternehmen in der Stadt Hagen stiegen im April nochmals an. Inzwischen haben insgesamt 1.557 Unternehmen Arbeitsausfälle für über 29.000 potentiell betroffene Arbeitnehmer angezeigt. Viele von ihnen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, sind das erste Mal von Kurzarbeit betroffen.

Weiterhin sind noch nicht alle Anzeigen geprüft und erfasst, doch hat die Dynamik bei den Eingängen inzwischen deutlich nachgelassen. Die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit steht immer erst nachträglich nach Prüfung und Bearbeitung der Anträge und der individuellen Abrechnungslisten fest.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2009, also während der Wirtschafts- und Finanzkrise, zeigten knapp 1.300 Betriebe für rund 34.600 Menschen im Agenturbezirk (Hagen und Ennepe-Ruhr-Kreis) Kurzarbeit an.

Die steigende Arbeitslosigkeit in Hagen resultiert weniger aus Personalfreisetzungen der Betriebe, sondern insbesondere aus den stark reduzierten Möglichkeiten, bestehende Arbeitslosigkeit zu beenden. Die Zugänge bei den Arbeitslosen haben sich kaum verändert, aber die Abgänge sind fast um die Hälfte zurückgegangen. Freie Stellen werden kaum gemeldet. Entscheidend wird die Dauer der Beschränkungen sein und die Frage, wie schnell eine Rückkehr zur Normalität erfolgen kann.

„Ergebnis jahrzehntelanger Management-Fehler“

1. Mai 2020

Stellungnahme der Abgeordneten Nezahat Baradari, MdB, René Röspel, MdB und Wolfgang Jörg, MdL zu den Kündigungen bei ThyssenKrupp in Hagen und Olpe:

Es ist bestürzend und für die Region schwer zu verkraften: Das ThyssenKrupp-Werk in Olpe wird schließen und der Standort Hagen sich mehr als halbieren. Die katastrophalen Entscheidungen der Vergangenheit konnte auch die neue Geschäftsführung nicht wettmachen. Das Ergebnis war bereits lange erwartet. Sukzessiv wurden immer geringere Investitionen für die Standorte getätigt und dabei wichtige Instandhaltungsmaßnahmen nicht mehr umgesetzt. Das führte zwangsläufig zu Produktionsausfällen mit katastrophalen Auswirkungen für die Auftragslage.

„Wenn bei Audi oder Jaguar die Bänder still stehen, weil nicht mehr geliefert werden kann, ist das die Bankrotterklärung gegenüber den Kunden insgesamt“, kommentiert die Olper Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari (SPD) die Entwicklung. „Bei frühzeitigen Investitionen in die Fertigungsstraßen hätte es auch am Standort Olpe eine Zukunft gegeben. Federn und Stabilisatoren, beides Produkte, die in Hagen und Olpe produziert werden, werden auch in E-Autos gebraucht.“

Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg (SPD) bekräftigt: „Es kommt jetzt auf alle Kolleginnen und Kollegen an. Betriebsbedingte Kündigungen müssen verhindert werden. Ziel muss sein, einen starken Sozialplan zu verhandeln, der die Kolleginnen und Kollegen von Arbeit in Arbeit überführt. Qualifizierung und Weiterbildung müssen im Mittelpunkt der Vereinbarungen stehen“, so der Abgeordnete.

„Wir brauchen jetzt klare Zusagen der Unternehmensführung“, äußert sich auch der Bundestagsabgeordnete René Röspel (SPD). „Die in Aussicht gestellten zweistelligen Millionenbeträge müssen jetzt schriftlich für den Standort Hagen zugesagt werden. Nur so können wir gewährleisten, dass alle Fertigungsverfahren weiter in Deutschland bleiben und eine Chance besteht, neue Märkte zu erschließen. Forschung und Prototypenherstellung sind dafür die Grundlage“.

Alle drei Abgeordneten sind der Überzeugung, dass ein Verhandlungserfolg zum Sozialplan wesentlich zur Entspannung der Situation führen könnte. Das bedeutet, dass das Unternehmen eine schriftliche Zusage über eine zweijährige Zeitachse mit einer Perspektive für die Beschäftigten beim Auslaufen des Standortes Olpe und zur Umstrukturierung des Standorts Hagen geben muss. Darüber hinaus müssen die mittleren zweistelligen Millionenbeträge am Standort Hagen konkretisiert werden. Betriebsbedingte Kündigungen müssen ausgeschlossen werden und es muss ein gemeinsames Unternehmensziel sein, die Kolleginnen und Kollegen von Arbeit in Arbeit oder in den Ruhestand zu begleiten.

Modekette Sinn geht ins Schutzschirmverfahren

29. April 2020

Die Modehandelskette Sinn – früher SinnLeffers – hat beim Amtsgericht Hagen den Antrag auf ein Schutzschirmverfahren gestellt. Wie Firmenchef Friedrich Wilhelm Göbel dem in Frankfurt erscheinenden Fachmedium TextilWirtschaft bestätigte, wurde das Insolvenzverfahren am Montag eröffnet.

Seit dem 18. März sind alle 25 Standorte des Unternehmens wegen des Corona bedingten Shutdown geschlossen. „Im März und April zusammengenommen haben wir 33 Mill. Euro zum Plan verloren“, erklärte Göbel. Bis zum Shutdown sei sein Unternehmen gesund gewesen. Nach seinen Worten ist der Hauptgrund für den Schritt in die zweite Unternehmensinsolvenz seit 2016, dass private Banken nicht in die Sicherung eines Teils der angestrebten staatlichen KfW-Kredite einsteigen wollten.

„Wir wollen grundsätzlich alle Häuser weiter betreiben und somit keine Arbeitsplätze abbauen“, kündigte der Firmenchef in der TextilWirtschaft an. Das Unternehmen beschäftigt 1.400 Mitarbeiter und erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 208 Mill. Euro. Er glaube, „dass wir in drei Monaten am Ziel sind und die Abstimmung über einen Insolvenzplan kurz nach Eröffnung der Insolvenz durchzuführen“, so Göbel.

Der Manager kritisierte die Politik hart für ihren Beschluss, zahlreiche Läden zu schließen. „Fakt ist, dass man wochenlang und bis heute kopflos und unstrukturiert Maßnahmen ergreift, von denen man überhaupt nicht weiß, ob sie sinnvoll sind.“ Selbstverständlich erfordere die Corona-Krise besondere Maßnahmen. „Aber für das Lahmlegen eines großen Teils einer ganzen Volkswirtschaft, wie wir sie jetzt sehen, braucht es meiner Meinung nach doch eine größere Bedrohung als Corona“, so Göbel. Sein Unternehmen lasse rechtliche Schritte gegen die staatlichen Schließungsregeln prüfen.

Grundsätzlich sieht er schwere Zeiten auch auf den Modehandel zukommen: „Die kommende Wirtschaftskrise mit vielen Millionen Arbeitslosen und Konsumverzicht wird uns alle hart treffen. Wie alle anderen Händler werden wir über eine lange Zeit mit Konsumzurückhaltung leben müssen“, so Göbel.

Thyssenkrupp streicht 160 Stellen in Hohenlimburg

28. April 2020

Thyssenkrupp hat gestern eine umfangreiche Restrukturierung der deutschen Standorte des Geschäftsbereichs Federn und Stabilisatoren beschlossen. Der Standort Hagen-Hohenlimburg soll produktseitig neu ausgerichtet und zu einem Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Fertigung von Federn und Stabilisatoren umgebaut werden.

Durch die „Optimierung der Produktionsprozesse“, so die Formulierung von Thyssenkrupp, entfallen bis Anfang 2022 in Hagen rund 160 Stellen. In den anstehenden Verhandlungen mit Betriebsrat und Gewerkschaften werden die Details für eine sozialverträgliche Restrukturierung festgelegt.

Am Standort Hagen-Hohenlimburg werden seit 1925 Federn für Kunden aus der Automobilindustrie produziert. Derzeit ist hier eine Stammbelegschaft von rund 400 Mitarbeitenden beschäftigt. Zukünftig sollen alle Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten der Federn- und Stabilisatoren-Gruppe in Deutschland in Hohenlimburg gebündelt werden. Das umfasst den Prototypenbau, die Fertigung von Stabilisatoren für Kleinserien und das Ersatzteilgeschäft sowie die Federnproduktion für schwere Pkw bzw. Elektrofahrzeuge.

Wird Pandemie Europa zu Fall bringen?

23. April 2020

Corona-Bonds könnten auch Hagener Arbeitsplätze sichern

Der Anteil des Außenhandels im verarbeitenden Gewerbe in Hagen beträgt etwa 35 Prozent. Damit ist ebenfalls ein Drittel der Arbeitsplätze in diesem Sektor davon abhängig. Der größte Teil der Im- und Exporte wird mit Ländern der Europäischen Union abgewickelt. Es ist also auch im Hagener Interesse, in der augenblicklichen Situation Europa und vor allem den Euroraum stabil zu halten. Das sehen aber nicht alle so, vorneweg Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die zentrale Frage lautet: Führt die Corona-Pandemie zu einer neuen Finanzkrise, die sogar Europa sprengen könnte? Davor warnen linke wie konservative Wirtschaftswissenschaftler. Sie fordern deshalb Corona-Bonds – gemeinsame Anleihen der Euroländer. Eine Schicksalsfrage für die Europäische Union, über die am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs in einer Videokonferenz verhandeln.

Die Mehrheit der EU-Staaten ist für Corona-Bonds. Doch Bundeskanzlerin und Finanzminister hören nicht auf den Rat der Experten. Sie blockieren den Vorschlag mit aller Kraft. Der Grund: Beide haben die Umfragen im Blick – in Deutschland sind die Bonds erschreckend unpopulär.

Wahrscheinlich wissen zu wenige, wie sie funktionieren. Das wollen die Kampagnenplattform Campact und die Bürgerbewegung Finanzwende ändern und haben gemeinsam ein Video produziert.

Was genau sind Corona-Bonds? Warum kann die Corona-Krise ganz Europa zu Fall bringen? Und haben die EU-Finanzminister nicht gerade erst ein großes Rettungspaket beschlossen? Diese Fragen beantworten verschiedene Experten per Video im Homeoffice.

Mit dabei der ehemalige Wirtschaftsweise Professor Peter Bofinger, die Politiker Elmar Brok (CDU) und Sven Giegold (Grüne) sowie die taz-Wirtschaftsexpertin Ulrike Herrmann.

Hagener Immobilienpreise steigen

18. April 2020

Gutachterausschuss der Stadt Hagen legt Grundstücksmarktbericht 2020 vor

Preisanstiege auf dem Hagener Grundstücksmarkt: Auf allen Grundstücksteilmärkten ist eine Steigerung der Kaufpreise gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Ebenso stiegen die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser. Diese und weitere Entwicklungen stellt der Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Stadt Hagen im Grundstücksmarktbericht 2020 vor.

Der Immobilienumsatz sowie der Grundstückserwerb zeigten Anfang des Jahres 2020 bis Ende Februar die gleiche ansteigende Tendenz wie in den Vorjahren. Im März 2020 ist mit Beginn der Corona-Pandemie und den Versammlungseinschränkungen ein deutlicher Rückgang der notariellen Grundstücksgeschäfte zu sehen.

Inwieweit sich die Corona-Krise auf die Immobilienpreise auswirken wird, ist zurzeit noch nicht absehbar. Durch die zu erwartenden Umsatz-, Lohn- und möglicherweise auch Mieteinbußen sowie Änderungen auf dem Arbeitsmarkt, ist zukünftig auch mit Änderungen auf dem Immobilienmarkt zu rechnen.

Insbesondere die weiterhin hohe Nachfrage nach Bauplätzen ließ die Kaufpreise aus 2019 auf allen Grundstücksteilmärkten steigen, womit einige Bodenrichtwerte nach oben angepasst worden sind. Die nächsten Neubaugebiete sind im Bereich Haßley und Kuhlerkamp zu erwarten.

Der Grundstücksmarktbericht weist außerdem eine durchschnittliche Preissteigerung für Eigentumswohnungen im Weiterverkauf um rund 5 Prozent auf. Bei den Einfamilienhäusern stellt sich insbesondere eine starke Anhebung der Preise bei Reihen- und Doppelhäusern dar, während bei freistehenden Einfamilienhäusern eine eher kaum vernehmbare Kostenentwicklung bemerkbar ist.

Den Wert einer Eigentumswohnung oder eines Einfamilienhauses mit seinen individuellen Besonderheiten wie Baujahr, Ausstattung und Wohnlage, können Interessierte über den jeweiligen Immobilien-Preis-Kalkulator kostenlos ermitteln. Abschließend erhält der Interessent eine druckbare pdf-Datei mit seinen Eingaben, Kartenausschnitte über die Lage, den Immobilienpreis seines Objektes sowie Hinweise dazu. Der Immobilien-Preis-Kalkulator trägt für viele Verkäufer und Erwerber zur Grundstücksmarkttransparenz bei und ist leicht anzuwenden.

Der Immobilien-Preis-Kalkulator für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser, die aktuellen Bodenrichtwerte sowie die Entwicklung der einzelnen Boden- und Immobilienrichtwerte und der aktuelle Grundstücksmarktbericht 2020 (pdf-Datei als Download), stehen unter www.boris.nrw.de gebührenfrei zur Verfügung.

Nähere Erläuterungen zu den Immobilienrichtwerten sind im Grundstücksmarktbericht 2020 enthalten. Zu weiteren Fragen helfen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte der Stadt Hagen unter Telefon 02331/207-2660 oder 02331/207-3033 weiter.

DGB fordert Absicherung für junge Beschäftigte

17. April 2020

Nachwirkungen bereits jetzt auffangen –
Jugendarbeitslosigkeit verhindern

Die vergangene Banken- und Finanzkrise 2008/2009 verursachte eine extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit (2008: 15,9%, 2013: 23,6%). Grund dafür war unter anderem auch die Lockerung der Befristungsregelungen. Im Anschluss an eine Befristung fand keine Weiterbeschäftigung mehr statt, Arbeitslosigkeit war die Folge. Dies Zahl der Befristungen hat sich seitdem gesteigert, mittlerweile sind rund 41% der jungen Beschäftigten befristet angestellt.

„Sachgrundlose Befristung und Befristung auf Probe müssen abgeschafft werden. Kettenbefristungen müssen wirksam verhindert werden, um nicht im Nachgang der Corona-Pandemie wieder ähnlich hohe Zahlen entstehen zu lassen“, so Philipp Siewert vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).

Außerdem müsse die nach der vergangenen Krise entwickelte Europäische Jugendgarantie schnellstens mit finanziellen Mitteln und Maßnahmen ausgestattet werden, um präventiv einer steigenden Jugendarbeitslosigkeit vorzubeugen, fügt Siewert hinzu. Die derzeit vorgesehene Halbierung der Finanzmittel müsse umgehend gestoppt werden und die Mittel mindestens auf dem bisherigen Niveau gehalten werden.

Die DGB-Jugend Ruhr-Mark fordert, eine wirksame Eindämmung des Befristungswildwuchses um krisenbedingte Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern.

Kliniken: Markt statt Gemeinwohl

13. April 2020

Krankenhäuser geschlossen oder privatisiert – auch in Hagen

Dies war einmal ein Krankenhaus, das im Zeichen von Corona noch hätte Hilfe leisten können: Eingang der neuen „Goldberg-Residenz“ des Immobilen-Impressarios Udo Krollmann. Foto: DW.

In Zeiten des grassierenden Coronavirus bekommen Entscheidungen aus der Vergangenheit, die die Hagener Krankenhauslandschaft betreffen, eine ganz neue Bedeutung. Nicht unbedingt eine positive. War es richtig, die Bedarfsplanung nur augenblicklichen Moden aus dem Instrumentenkasten der Betriebswirte zu unterwerfen?

Noch sind die Zahlen der Coronafälle in Hagen vergleichsweise moderat, aber wird das so bleiben? Wenn nicht, könnte es sich als lebensbedrohlicher Fehler herausstellen, die Gesundheitsversorgung vornehmlich den Marktmechanismen zu unterwerfen.

In den letzten Jahren sind gleich drei Hagener Kliniken entweder vollprivatisiert oder gleich komplett geschlossen worden. Das Heilig-Geist-Hospital in Haspe ist 2002 abgerissen und das Grundstück mit Reihenhäusern bebaut worden. Die ehemalige Lungenheilstätte in Ambrock ging in den Besitz des Fresenius-Konzern über. Und das Marien-Hospital wurde an den medial hochgeschriebenen neuen Stern am Hagener Immobilienhimmel Udo Krollmann veräußert. Die verbliebenen Krankenhäuser in kirchlicher Regie arbeiten inzwischen unter privatrechtlichen Unternehmensformen.

Der Paradigmenwechsel in der Gesundheitsversorgung begann 1985. Bis dahin war es Krankenhäusern untersagt, Gewinne zu erzielen. Nun wurden im Sinne der totalen Marktideologie die Tore geöffnet und die ersten Konzerne witterten Morgenluft.

Ein weiterer Schritt weg von der Gemeinwohlorientierung hin zur Kapitalverwertung erfolgte 2004. Seitdem erhalten Kliniken für jede Behandlung einen festen Betrag von den Krankenkassen und nicht mehr Tagessätze, die sich an der Länge der Behandlungsdauer orientieren. Kleine Krankenhäuser mit wenigen Behandlungen oder mit Patienten, die lange bis zu ihrer Entlassung gepflegt werden müssen, geraten dadurch in finanzielle Schwierigkeiten.

„Das ist Absicht“, resümierte die Wochenzeitung Die Zeit. „Denn über viele Jahre galt das deutsche Krankenhauswesen als zu teuer. Zu viele oft kleine Kliniken überall im Land seien dauerhaft nicht zu finanzieren, hieß es. Vor 20 Jahren zählte das Statistische Bundesamt noch knapp 2.400 Krankenhäuser. Übriggeblieben sind laut Bertelsmann-Stiftung nur noch rund 1.400.

Ende Februar noch hatte Gesundheitsminister Jens Spahn mehr Mut bei Krankenhausschließungen empfohlen. Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte 2019 eine aufsehenerregende Studie, nach der die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland von 1.400 auf 600 Kliniken reduziert werden müsste. Zwei Drittel der Krankenhäuser seien überflüssig.“

Immobilien-Impressario Udo Krollmann wird solche Aussagen dankbar zu Kenntnis nehmen, locken doch lukrative Gewinnoptionen. Der laut WPWR „quirlige Charmeur“, zu dessen „Freund aus Kindertagen“ nach Angaben des Blattes passenderweise die „Milieu-Größe Jürgen Medenbach“ gehört haben soll, hat jedenfalls mit dem Erwerb des ehemaligen Marien-Hospitals den ersten Schritt getan.

Für die Räumlichkeiten in dem von Krollmann nun „Goldberg-Residenz“ genannten Objekt werden 80 barrierefreie Wohnungen offeriert. Preis: ab 12,50 Euro Kaltmiete.

Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht – oder: Return to sender

9. April 2020

von Christoph Rösner

Da verdichten sich bei mir gerade Wut und Verunsicherung zu einem unschönen Stimmungskonglomerat, und das nicht wegen der zunehmend unerträglichen Seucheneinschränkungen, die unser aller Leben auf ein Minimum reduziert.

Was ist geschehen?

Es ist gut zwei Wochen her, da habe ich, wie viele andere Leidensgenossen auch, vom mit 25 Milliarden Euro ausgestatteten Soforthilfeprogramm des Landes NRW – NRW-Soforthilfe 2020 – Soforthilfen für Kleinstunternehmer und Soloselbständige – gelesen.

Allem sicher nicht unbegründeten Zweifel zum Trotz, habe ich den unkomplizierten Online-Antrag ausgefüllt, abgeschickt und eigentlich mit nichts gerechnet. Doch nach nur 20 Minuten war der Bewilligungsbescheid in meinem elektronischen Postfach! Und weitere drei Tage später leuchteten mich € 9.000,- von meinem Konto an – wohlgemerkt im „Haben“.

Doch schon nach einigen Gesprächen mit befreundeten Künstlern und sogenannten Soloselbständigen, verspürte nicht nur ich ein diffuses Unwohlsein, das uns seitdem nicht losgelassen und die Freude über die Zuwendung eher gegen Null gefahren hat.

Denn nun, Stand Anfang April, heißt es in einem Update des Kulturrats NRW vom 4. April: „Die ursprüngliche NRW Soforthilfe bot dafür an, dass man sich aus dem Erwirtschafteten selbst ein Gehalt zahlen kann. Das Gehalt ist die betriebliche Ausgabe und da kann das Programm beim Ausfall helfen. So konnten die nordrhein-westfälischen Künstlerinnen und Künstler hier schnelle und unbürokratische Hilfe erlangen.“

Soweit, so gut.

Doch, so der Kulturrat weiter: „Seit dem 1. April ist das vorbei. Die Bundesauflagen erkennen die von Solo-Selbständigen an sich selbst gezahlten Gehälter nicht an. Ohne die Soforthilfe des Kulturministeriums und ohne Partizipation an der „NRW Soforthilfe 2020“ sind die Künstlerinnen und Künstler nun auf die Jobcenter und die Grundsicherung angewiesen.“

Und nur am Rande sei bemerkt, dass die 9000 in der Einkommensteuererklärung 2020 als Betriebseinnahmen verbucht werden müssen.

Ich frage: Warum wird denn überhaupt unterschieden zwischen Betriebs- und Lebenshaltungskosten bei uns Künstlern und Freischaffenden?

Denn, und das kann wohl jeder Depp nachvollziehen, Künstler müssen ihren Lebensunterhalt – sei es die Miete, der halbwegs gefüllte Kühlschrank, die Energie- und KFZ-Kosten aus ihren erzielten Gagen und Honoraren decken. Woher denn sonst? Und nicht den Mitgliedsbeitrag für die KSK (Künstlersozialkasse) vergessen, oder die sonstigen Versicherungen, auch wenn Künstler in der Regel nicht dazu neigen, sich überzuversichern. Aber alles das muss eben aus den Gagen und Honoraren finanziert werden, die wir meistens mehr schlecht als recht aus unseren nun komplett weggebrochenen Auftritten und Aufträgen bestreiten müssen.

Und noch etwas, damit es nicht vergessen wird:

Mit einer Überbrückung von drei Monaten ist es leider nicht getan. Unsere Akquise für dieses Jahr wird mehrheitlich fruchtlos bleiben. Denn zum einen gibt uns derzeit kein Veranstalter eine vertraglich verlässliche Zusage für einen Auftritt oder einen künstlerischen Auftrag nach Juni, und zum anderen werden, wenn es gut geht, die ausgefallenen Termine des 1. Halbjahres im zweiten Halbjahr 20 nachgeholt.

Wohlgemerkt, wenn alles gut geht.

Also, dieses Jahr 2020 können wir freien Kleinkünstler, Autoren, Schauspieler, Musiker, Licht- und Tontechniker, Tänzer, und was da sonst noch alles so kreucht und fleucht im vielfältigen Sektor der Freischaffenden uns alle
gemeinsam gepflegt unter die Schutzmaske heften.

So sieht es aus.

Offensichtlich ein Schnellschuss der besonderen Güte, so dass man meinen könnte, er sei dem verquasten Hirn unseres allerseits geschätzten Regierungsmitglieds A. Scheuer entsprungen. Nur, der kann in diesem Fall tatsächlich nichts dafür.

Es hätte alles so einfach sein können.

Die bei der KSK gemeldeten Künstler – 188.951 an der Zahl, Stand Ende 2018 – hätten Anspruch gehabt auf den ebenfalls von der KSK ermittelten Durchschnittsverdienst in Höhe von € 1487,60 im Monat, und zwar für den Rest des Jahres. Außerdem alle, die beim Finanzamt als Freischaffende versteuert werden ebenfalls. Und Ende der Fahnenstange.

Das wäre sauber gewesen, und keiner der mit Staatsknete Bedachten hätte ein schlechtes Gewissen haben müssen, auch die nicht, die an 1487 Euro im Monat nur ganz selten herankommen.

Und weil ich davon ausgehe, dass Künstlerinnen und Künstler nicht zuvorderst in dieser Welt zu überleben versuchen, um den Staat zu bescheißen, wäre dies eine gute und beruhigende Regelung gewesen.

Doch nun sieht die Sache komplett anders aus.

Verunsicherung macht sich breit. Existenznöte wachsen statt sich zu verringern. Wie geht es weiter? Zurückzahlen? Hartz VI beantragen? Augen zu und durch?

Ob uns die durchaus sympathische Kulturstaatsministerin Monika Grütters weiterhelfen kann? Sie sagte in einem Interview in der Sendung „Leporello“ am 25. März 2020 im Bayrischen Rundfunk folgende denkwürdigen Worte: „[ein schneller Geldfluss] ist ganz dringend notwendig, weil unsere Klientel verzweifelt ist. Und aus Erfahrung wissen wir, dass Kulturschaffende zum Beispiel in Sachen Antragstellung auch ein bisschen hilflos sein können, weil sie so etwas bis jetzt so gut wie nie tun mussten. Im Hilfeschreien sind sie ungeübt. […] Wir tun alles, um das dichte Netz geistiger Tankstellen zu halten.“

Leider nur generiert Geschwindigkeit noch keine Sicherheit, wie wir alle gerade zu spüren bekommen. Und wir alle kennen andere, die im Antragstellen wesentlich skrupelloser sind als wir.

Deshalb werde ich nach reiflicher Überlegung und um unliebsamen Prüfungen durchs Finanzamt oder Rechtfertigungen vor Ämtern oder meinem Gewissen zuvorzukommen, die 9000 – zugegeben etwas wehmütig – zurückschicken.

Auf HartzIV habe ich keinen Bock, nein danke. Ich hoffe lieber darauf, dass mir der Staat meine entgangenen Gagen für dieses Jahr erstattet. Mehr will ich nicht. Und dieser Hilfeschrei geht Richtung Staat.

Enervie-Gewinn 2019: 43,4 Mio. Euro

4. April 2020

Bestes Ergebnis seit Gründung – 8 Mio. Euro für die Aktionäre

Enervie-Zentrale, der Palazzo Prozzo am „Platz der Impulse“ in HA-Haßley. Foto: Enervie.

Die Enervie – Südwestfalen Energie und Wasser AG, Hagen, hat im Geschäftsjahr 2019 das gute Ergebnis des Vorjahres nochmals über Plan gesteigert. Damit erzielt die Unternehmensgruppe den besten Jahresabschluss seit Gründung. „Erneut haben gute, stabile Beiträge der Geschäftsfelder Vertrieb und Netz ebenso wie Sondereffekte zu einem insgesamt sehr positiven Jahresergebnis beigetragen“, zeigt sich Enervie-Vorstandssprecher Erik Höhne zufrieden.

Jedoch fordert die „Corona-Krise“ aktuell auch bei den Unternehmen der Enervie-Gruppe neben einem besonderen Einsatz für die sichere Versorgung mit Strom, Gas und Trinkwasser einen Perspektivwechsel: „Wir werden die Auswirkungen der Rezession bei unseren Kunden spüren und daraufhin auch unsere Strategie anpassen müssen. Zurzeit arbeiten wir mit Hochdruck und besonderem Einsatz daran, in der derzeitigen Krisensituation alle Aufgaben der Daseinsvorsorge zu erfüllen. Wir sind für die Herausforderung gewappnet, auch bei sich verschärfenden Quarantäne-Bedingungen die Versorgung zuverlässig aufrecht zu halten“, so Höhne.

Im Geschäftsjahr 2019 erzielten die Unternehmen der Enervie-Gruppe bei einem etwa gleichbleibendem Umsatz von rund 932 Mio. Euro (2018: 931 Mio. Euro) ein Ergebnis vor Steuern von 43,4 Mio. Euro (2018: 40,2 Mio. Euro). Aufgrund der positiven Unternehmensentwicklung hat sich die Eigenkapitalquote weiter auf 27,0 Prozent (Vorjahr: 25,4 Prozent) verbessert. Der Vorstand schlägt vor, wie im Vorjahr eine Dividende in Höhe von 8 Mio. Euro an die Aktionäre auszuschütten.

Über 2100 Anzeigen von Kurzarbeit im März

3. April 2020

Die Agentur für Arbeit Hagen liefert eine erste Einschätzung zur wirtschaftlichen Auswirkung der Corona-Krise. Danach haben bis vergangenen Freitag über 2100 Betriebe in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Anzeige auf Kurzarbeit gestellt. Bei den Zahlen handelt es sich um erste vorsichtige Hochrechnungen.

„Mit der Anzeige von Kurzarbeit versuchen Betriebe, ihre Beschäftigten im Unternehmen zu halten und vor Arbeitslosigkeit zu bewahren. Deshalb ist es gut, dass viele jetzt davon Gebrauch machen und in der Folge von den gelockerten Regelungen profitieren“, betont Agenturchefin Maren Lewerenz.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2009, also während der Wirtschafts- und Finanzkrise mit dem Höhepunkt der Nutzung von Kurzarbeitergeld im Mai 2009, zeigten knapp 1300 Betriebe für rund 34 650 Menschen im Agenturbezirk Kurzarbeit an. Diese Marke wird jetzt schon nach wenigen Wochen überschritten.

Allerdings handelt es sich bei den aktuellen Zahlen um erste Hochrechnungen mit beschränkter Aussagekraft: „Wir werden die tatsächlichen Anträge abwarten müssen, um statistisch korrekt quantifizieren zu können“, so Lewerenz weiter. „Derzeit gehen die Anzeigen auf Kurzarbeit auf verschiedenen Kanälen bei uns ein, teilweise auch mehrfach. Wenn wir diese Ungenauigkeiten bereinigt haben, werden wir ein schärferes Bild erhalten. Doch ganz egal, wie hoch die Inanspruchnahme ist – Kurzarbeitergeld ist eine Pflichtleistung. Wer einen Anspruch hat, erhält die Leistung in jedem Fall.“

Hagener Gewerkschaft: Arbeitszeiten nicht aushebeln

3. April 2020

670 Menschen arbeiten in Hagen in der Lebensmittelindustrie. Die Gewerkschaft NGG warnt, dass Arbeitnehmer am Limit arbeiten. (…)

Scharfe Kritik übt die NGG-Geschäftsführerin vor allem aber auch an den Vorgaben von Supermarktketten. Die Konzerne forderten von den Herstellern auf der einen Seite, in der Krise noch schneller und noch mehr zu produzieren. Zugleich wolle man die Preise drücken. „Das geht letztlich auf Kosten der Mitarbeiter, die ohnehin unter Volllast arbeiten“, so Mura. (…)

Quelle: wp.de

TWB bietet Ex-Mitarbeitern höhere Abfindungen an

31. März 2020

Auch mit ihrer „zweiten Entlassungswelle“ hat die Firma TWB bislang keinen juristischen Erfolg: Das Arbeitsgericht Hagen erklärte jetzt erstmals die Folgekündigung eines Mitarbeiters (63) durch Urteilsspruch für unwirksam (Az. 2 Ca 1775/19). Inzwischen lockt der Autoteilezulieferer aus Eckesey mit deutlich höheren Abfindungen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagen stundet Gewerbesteuer

30. März 2020

Durch die Ausbreitung des Coronavirus nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffene Gewerbesteuerpflichtige können bis zum 31.12.2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Gewerbesteuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer stellen. So beschloss es der Rat der Stadt Hagen am Donnerstag.

Die Anträge sollen nicht deshalb abgelehnt werden, weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können. Mahnläufe und Vollstreckungsmaßnahmen sollen – soweit es die Gewerbesteuer betrifft und keine Verjährung eintritt – bis auf weiteres ausgesetzt werden.

Die Beschlüsse zur Stundung der Steuerforderungen betroffener Firmen fallen in eine Zeit, die bereits durch wirtschaftlichen Abschwung gekennzeichnet ist. Für das Haushaltsjahr 2020 ist der Ansatz für Gewerbesteuer aus diesem Grund mit 100 Mio. € bereits deutlich niedriger festgelegt als im Vorjahr. Durch die Corona-Epidemie werden die endgültigen Veranlagungen zur Gewerbesteuer 2020 voraussichtlich noch deutlich niedriger ausfallen.

Normalerweise würden diese Minderveranlagungen zu einem großen Teil erst in 2021 wirksam; durch die Herabsetzungen der Vorauszahlungen werden die Auswirkungen jedoch bereits in diesem Jahr spürbar. Ebenso werden durch umfassende Stundungen die Ist-Einnahmen ab sofort deutlich niedriger ausfallen als bisher geplant. Die genaue Höhe dieser Steuerausfälle im Soll und im Ist ist nicht vorhersehbar.

Fernwärmeentgelte sinken in Hagen-Emst

30. März 2020

Mark-E senkt zum 1. April 2020 die Arbeitspreise für Fernwärme um rund 2,1 Prozent, die Grund- und Verrechnungspreise bleiben stabil. Für Kunden in Hagen-Emst ergibt sich daraus für typische Musterfälle eine Entgeltsenkung um durchschnittlich rund 1,4 Prozent. Grund hierfür ist die Indexentwicklung für die Wärmeerzeugung.

Derzeit versorgt Mark-E in Hagen-Emst große Bereiche mit Fernwärme. Auch kommunale Gebäude wie die Schule und Sporthalle gehören zum Versorgungsgebiet. Die Versorgung der Fernwärmekunden in Emst mit Wärme wird von einem gasbefeuerten Blockheizkraftwerk und drei Heißwasserkesseln sichergestellt.

Deutsche Edelstahlwerke planen Stellenabbau

28. März 2020

Die Deutschen Edelstahlwerke planen einen deutlichen Stellenabbau. Das kann auch den Standort in Hagen treffen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Coronavirus: DGB informiert zum Arbeitsrecht

27. März 2020

Sorgenvoll blicken auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Zukunft. Viele fragen sich: Was passiert mit meinem Arbeitsplatz und was muss ich heute schon im Umgang mit meinem Arbeitgeber beachten?

Beschäftigte in Betrieben mit einem Betriebsrat, einer Personal- oder Mitarbeitervertretung haben da einen direkten Ansprechpartner und eine Interessenvertretung vor Ort. Zudem können Gewerkschaftsmitglieder ihre zuständige Gewerkschaft ansprechen.

Die DGB-Region Ruhr-Mark hat auf ihrer Homepage nun eine Reihe von Informationen zusammengestellt.

„Die aller meisten Fragen, die uns Gewerkschaften im Moment erreichen, sind Fragen zum Arbeitsrecht. Hier gibt es einfach ein hohes Informationsbedürfnis. Erste Anlaufstelle bei Problemen im Betrieb sind die Betriebsräte, die Personalräte und die Mitarbeitervertretungen im kirchlichen Bereich“, sagt Stefan Marx, Geschäftsführer des DGB in der Region Ruhr-Mark.

Die aktuell eingestellten Informationen auf der DGB Homepage sind zudem in acht Sprachen abgefasst, auf Deutsch, Englisch, Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Ungarisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und auf Tschechisch. „Informieren Sie sich! Und: Unterschreiben Sie nichts, was Ihnen überstürzt vorgelegt wird und was Sie nicht verstehen!“, so der Rat von Stefan Marx.

Corona zwingt Hunderte Hagener Firmen in die Kurzarbeit

26. März 2020

Die Corona-Krise lässt zahlreiche Unternehmen in Hagen um ihre Existenz bangen. Aufträge brechen weg, Produktionen stehen still, Mitarbeiter bleiben fern. Hunderte Unternehmen haben bereits bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angezeigt. (…)

Darunter große Unternehmen wie C.D. Wälzholz (Kaltwalzer), Wippermann (Industrieketten), Schöneweiss (Schmiede), Kabel Pulp and Paper (Papierwerk) oder Bilstein (Kaltband). (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Auszubildende schützen, alle Maßnahmen nutzen und Ausbildungsziele nicht gefährden

25. März 2020

DGB-Jugend Ruhr-Mark appelliert an Arbeitgeber

Einige Unternehmen und Betriebe können ihre Auszubildenden in der schwierigen, wirtschaftliche Situation, die wir durch die Corona-Pandemie erfahren, nicht mehr beschäftigen.

Philipp Siewert, DGB-Jugendbildungsreferent weist darauf hin, dass ein Ausbildungsverhältnis ein Lernverhältnis ist und eine besondere Schutzwürdigkeit der Auszubildenden vorliegt.

„Auszubildende sind keine Beschäftigten oder Angestellte; sondern befinden sich in einem besonders schutzbedürftigen Lernverhältnis im Unternehmen oder Betrieb. Alle ausbildenden Unternehmen sollten überprüfen, welche Möglichkeiten im Sinne der Azubis genutzt werden können. Wir empfehlen Unternehmen und Betrieben, die derzeit eine adäquate Ausbildung nicht durchführen können, sich bei der Bundesagentur für Arbeit oder den Kammern als zuständige Stellen für die Berufsausbildung zu melden und alle Schritte im Sinne der Auszubildenden – und damit zukünftigen Fachkräfte – abzustimmen‘‘, so Siewert.

Der DGB weist auf die rechtliche Situation hin und bittet die Unternehmen alle Mittel auszuschöpfen, die zur Verfügung stehen:

1. Umstellung des Lehrplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte.
2. Versetzung des Azubis in eine andere Abteilung.
3. Rückversetzung in Lehrwerkstätten.
4. Durchführung besonderer Lehrveranstaltungen.

„Eine Beendigung eines Ausbildungsverhältnisses darf niemals eine Option sein, da hier die Zukunft des jungen Menschen und auch die Fachkräftesicherung für den eigenen Betrieb verspielt wird. Die Idee, Auszubildende in den Bezug des Kurzarbeitergeldes zu übernehmen, darf nur die allerletzte Alternative sein und in diesen Fällen muss das Kurzarbeitergeld zumindest auf dem Niveau der derzeitigen Ausbildungsvergütung liegen, um nicht die Existenz der Auszubildenden zu gefährden“, so Siewert abschließend.

Kaltwalzer kündigt massiven Stellenabbau an

18. März 2020

Das Kaltwalzwerk Hugo Schmitz aus Elsey trennt sich von mehr als der Hälfte seiner Belegschaft. Mit dem Betriebsrat wurde ein Sozialpaket verhandelt, das den Übergang der ausscheidenden Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft vorsieht. Dort sollen die Mitarbeiter durch Weiterbildungsmaßnahmen und Bewerbertrainings fit für den Arbeitsmarkt gemacht und in neue Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden. Von den insgesamt 50 Mitarbeitern sollen 27 Mitarbeiter zum 1. April in die neue Transfergesellschaft wechseln. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Equal Pay Day: DGB Frauen fordern Recht auf mehr

18. März 2020

Seit Beginn des Jahres arbeiten Frauen im Schnitt ohne Gehalt. Beim Vergleichen der Gehälter von Frauen und Männern in Deutschland wird ein Unterschied von 21 Prozent deutlich. Heute, am 17. März 2020, sind 21 Prozent des Jahres vergangen. Der bundesweite Aktionstag „Equal Pay Day“ macht anhand des Zeitraums den Lohnunterschied sichtbar. Die Lohnlücke muss unbedingt geschlossen werden, erklärt Iris Karp, Vorsitzende der DGB Frauen Hagen:

„Selbst in den gleichen Berufen, bei gleicher Erfahrung und Qualifizierung verdienen Frauen weniger. Das akzeptieren wir Gewerkschaften nicht. Einheitliche Gehälter und Arbeitsbedingungen kann es nur mit Tarifverträgen geben. Besonders in Branchen, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten, gibt es da noch viel Potential. Daher wollen wir Frauen unterstützen, solidarisch zu handeln und sich gemeinsam für bessere Löhne einzusetzen.“

In der Regel werden Berufe, in denen hauptsächlich Frauen arbeiten, geringer bezahlt. Das führt im Alter dazu, dass Frauen weniger Rente bekommen. Karp führt dazu aus: „Die weibliche Altersarmut und den Rentenunterschied von 53 Prozent zwischen Frauen und Männern zu verringern ist für uns ein zentrales Thema. Auch alleinstehende Frauen müssen im Alter genug Geld haben, um ein gutes Leben zu führen.“

Iris Karp kritisiert nicht nur die Entgeltungleichheit, sondern auch die ungleiche Verteilung von Pflege- und Sorgearbeit. „Es gibt leider immer noch keine Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern. Frauen leisten täglich gut anderthalb mal mehr unbezahlte Arbeit als Männer für Haushalt, Kindererziehung und Pflege von Angehörigen.“

Die Vorsitzende betont, worauf es jetzt statt der alljährlich immer gleichen Bekundungen wirklich ankommt: „Gerechte Renten und gerechte Bezahlung von Frauen sind für uns zukunftsweisende Anliegen. Frauen verdienen die Hälfte der Löhne, die Hälfte der Macht und ein gutes Leben. Sie arbeiten hart im Beruf, im Ehrenamt und im Privaten.“

„Top gepflegter Mensch, Anzug an“

17. März 2020

WPWR puscht Jungunternehmer – jetzt laufen die Insolvenzverfahren

Diverse Meldungen in der Hagener Ausgabe der WPWR müssten eigentlich mit dem Wort „Anzeige“ gekennzeichnet werden – so offensichtlich tritt der werbliche Charakter dieser Artikel zutage.

So etwa ein Beitrag des gerne zu überschwenglichen Emotionen neigenden Schreibers Mike Fiebig über ein Penthouse in Helfe von Ende September 2019. Damals bekam sich Fiebig vor lauter Begeisterung gar nicht mehr ein.

„Es ist eine der schillerndsten Immobilien in ganz Hagen und eine absolute Luxus-Wohnung. Das Penthouse in der 23. und 24. Etage des Hochhauses an der Pappelstraße bietet einen 360-Grad-Blick über ganz Hagen und ist schon immer Thema unter den Menschen gewesen, die von unten auf den hohen Wohnturm schauen. Luxus ist eben Gesprächsstoff“, schwärmte der Jungdichter aus dem Pressehaus und vergaß dabei jede kritische Distanz, die von einem seriösen Journalisten zu erwarten wäre.

„Meterlange glitzernde Fliesen-Flure, tausendfach beleuchtete Decken, riesige Panorama-Fenster, eine edle Küche mit gigantischem Weitblick, ein Bad mit Jacuzzi und TV-Anlagen, eine Sauna, ein Kaminzimmer, mehrere Gast- und Schlafräume und im Obergeschoss ein wuchtiges Schwimmbad mit über zwei Meter Tiefe, von dessen Beckenrändern man aus mal auf die Hohensyburg schaut oder nach Halden“, setzte Fiebig sein opus magnum fort.

Besonders beeindruckte in wohl ein Gemälde „mit einem Mann darauf, der Geldscheine in die Luft schmeißt“. Daneben stand laut Fiebig: „Wenn du reich werden willst, gib niemals auf.“

Auch vom Eigentümer der Immobilie, einem Ingo Bals aus Hemer, zeigt sich Fiebig ganz hingerissen: „Top gepflegter Mensch, Anzug an, auf dem Sprung in weitere Termine. Er ist sehr sortiert, in dem was er sagt. Für sein junges Lebensalter hat er viel aufgebaut. Die Ingo-Bals-Group nämlich.“

Die steht jetzt am Abgrund: Mehrere Unternehmen der tollen „Group“ haben inzwischen Insolvenz angemeldet. Dabei hatte Fiebig, man hilft ja wo man kann, zwecks besserer Vermarktung extra noch die Homepage der Jungmanager-Firma in seinen (PR-)Artikel eingebaut. Es hat nichts genützt.

Matinee mit Brunch und Poetry Slammerin

5. März 2020

DGB-Frauen fordern: Gleiche Bezahlung

Höhere Gehälter, Sonderleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, bessere Arbeitszeitregelungen – Tarifverträge setzen Standards für alle und lohnen sich besonders für Frauen in mehrfacher Hinsicht: Zwischen Frauen und Männern klafft eine durchschnittliche Lohnlücke von 21 Prozent. Dort, wo Tarifverträge gelten, ist diese Lücke um ganze 10 Prozentpunkte kleiner. „Deswegen machen die Gewerkschaftsfrauen des DGB am 8. März auf die besondere Bedeutung der Tarifbindung aufmerksam.“, sagt Iris Karp, Vorsitzende des DGB-Stadtfrauenausschusses Hagen.

Für die 21-Prozent-Lohnlücke gibt es viele Ursachen: Frauen arbeiten überdurchschnittlich häufig Teilzeit und in vergleichsweise schlecht bezahlten Berufen, sie haben seltener Führungspositionen inne – und sie übernehmen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit. „Wir brauchen mehr Tarifbindung, gerade in den Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten.“, so Karp weiter. „Denn Tarifverträge drängen prekäre Beschäftigung zurück, sorgen für faire Arbeitszeiten und bieten den Beschäftigten bessere Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung – im Erwerbsleben und im Alter.“

Der DGB fordert die Gleichstellung von Frauen und Männern durch Erhöhung der Tarifbindung und Ausweitung der Mitbestimmung zu stärken. Überdies gibt es in tarifgebundenen Betrieben häufiger Arbeitszeitmodelle, die Frauen und Männern die gleiche Teilhabe am Erwerbsleben ermöglichen – und einen Betriebsrat, der sich für deren Umsetzung stark macht. „Familiengerechte Arbeitszeitmodelle sind die Basis für einen grundlegenden Wandel bei der Verteilung der Haus- und Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern“, so Iris Karp.

Damit Frauen den gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit erhalten muss auch die Bundesregierung handeln. „Arbeitgeber müssen gesetzlich verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis mit zertifizierten Prüfverfahren zu überprüfen und Benachteiligung wirksam abzubauen.“, betont die Vorsitzende.

Am 8. März laden die DGB-Frauen herzlich zur Matinée ins das Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, ein. Ab 10:00 Uhr wird dort gegen Spende ein Brunch angeboten. Nach der Begrüßung um 11:30 Uhr kann man sich ab 12:00 Uhr auf Jule Weber aus Bochum freuen, Poetry Slammerin und Mutter. Seit 2008 spielt sie auf Bühnen und trägt dort auch erfolgreich Prosa und Lyrik vor. 2012 gewann sie sowohl die hessischen U20-Poetry-Meisterschaften als auch die internationalen deutschsprachigen U20-Poetry Slam-Meisterschaften. In ihrer Freizeit überlegt sie, wo sie auf die Schnelle eine Katze, ein Entenküken, ein Haifischkostüm und einen Roomba hernehmen soll…

Kostenlose Eintrittskarten für die Matinée sind noch in geringer Stückzahl am Infostand des DGB Hagen beim Frauen-Infotag am Samstag, 7. März ab 11:00 Uhr in der Volme Galerie erhältlich – schnell sein lohnt sich!

Kontakt: DGB Hagen: Körnerstraße 43, 58095 Hagen; Tel. 386040; hagen@dgb.de


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