Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

Strompreiserhöhung zum 1. Februar 2018

12. Dezember 2017

Mark-E erhöht die Strompreise zum 1. Februar 2018. Hauptgründe hierfür sind nach Angaben des Unternehmens deutlich höhere Netzentgelte sowie in geringem Maße ein Anstieg der Beschaffungskosten durch gestiegene Börsenpreise.

Für die Erhöhung der Netzentgelte seien insbesondere die mit der Energiewende in Deutschland verbundenen Kosten im Rahmen des Netzausbaus verantwortlich, auf die Mark-E keinen Einfluss habe. Konkret habe der vorgelagerte Übertragungsnetzbetreiber Amprion die Netznutzungsentgelte um bis zu 45 Prozent erhöht und an die regionalen Verteilnetzbetreiber wie Enervie Vernetzt weitergeleitet. Diese wiederum seien berechtigt, diese erhöhten Kosten über die Netzentgelte an die Endkunden weiterzugeben.

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Zwieback-Brandt-Chef stirbt überraschend mit 71 Jahren

12. Dezember 2017

Carl-Jürgen Brandt, der Chef von Brandt Zwieback, ist mit 71 Jahren gestorben. Seine unternehmerischen Entscheidungen waren in Hagen umstritten. (…)

Quelle: wp.de

Hagen: EnerSys-Hawker unter Verdacht

9. Dezember 2017

U-Boot-Drama vor Argentinien – Es sollen Schmiergelder geflossen sein

Nach dem Untergang des U-Boots „San Juan“ geraten deutsche Firmen ins Visier. Nach Informationen von BR Recherche und ARD-Studio Südamerika ist wahrscheinlich Schmiergeld geflossen, um den lukrativen Auftrag zum Austausch der Batterien des U-Boots zu erhalten. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass minderwertige Ersatzteile eingebaut wurden. Das ist besonders heikel, weil nach Ansicht aller Experten ein Schwelbrand in der Batteriebank den Untergang der „San Juan“ ausgelöst hat. (…)

Im Fokus stehen die deutschen Unternehmen Ferrostaal und EnerSys-Hawker mit Sitz in Essen beziehungsweise Hagen. Mit ihnen wurde ein Vertrag über die Lieferung von 964 Batteriezellen abgeschlossen. Kostenpunkt: 5,1 Millionen Euro. Argentinische Politiker sind sicher, dass dabei Schmiergeld floss.

Es wäre nicht das erste Mal. Einige Jahre zuvor verhandelten dieselben Firmen über die Lieferung von Schnellbooten an Argentinien und Chile. Das Geschäft kam nicht zu Stande, trotzdem wurden Bestechungsgelder bezahlt. Das ist aktenkundig, der deutschen Justiz sollen entsprechende Aussagen vorliegen. (…)

EnerSys-Hawker, der Lieferant der Batteriezellen, hat trotz mehrerer Anfragen bis jetzt nicht Stellung genommen.

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Wohnblock-Abriss sorgt für Bürger-Protest

9. Dezember 2017

Der geplante Abriss des Mehrfamilienhaus-Blocks im Karree Minerva-/Ewald-/Gustav-/Lange Straße, durch den wegen eines Investitionsstaus von 20 Millionen Euro 130 Wohnungen vom Markt verschwinden sollen (…), sorgt für Protest. Zu einer Versammlung im Saal der Paulus-Gemeinde in kamen rund 100 Wehringhauser und äußerten ihren Unmut über die Entscheidung der Gemeinnützigen Wohnstätten-Genossenschaft (GWG). (…)

Quelle: wp.de

Gericht erlaubt verkaufsoffenen Sonntag

9. Dezember 2017

Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat gestern den verkaufsoffenen Sonntag am zweiten Advent in Hagens Innenstadt genehmigt – und damit einen Eilantrag der Gewerkschaft Verdi abgelehnt. Der Arnsberger Richterspruch beruht auf einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster, das am Beispiel Düsseldorf die Bedeutung von Weihnachtsmärkten stärkt, wenn es um die Frage geht: Was steht im Vordergrund? Ladenöffnung oder Fest? Und eben dieses Urteil ist erst am Donnerstag gefallen. (…)

Quelle: wp.de

Selektive Wahrnehmung der Industrielobby

8. Dezember 2017

SIHK begrüßt Senkung der Grund- und Gewerbesteuer – in der Millionärshochburg Schalksmühle

Die von Bürgermeister Jörg Schönenberg, Schalksmühle, vorgeschlagene Senkung der Hebesätze von Grundsteuer B und Gewerbesteuer erhält die deutliche Unterstützung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK).

„Wir begrüßen die angekündigte Senkung der Grund- und Gewerbesteuerhebesätze in Schalksmühle ausdrücklich“, betont Christoph Brünger, SIHK-Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik. „Damit ist die Gemeinde Schalksmühle ein positives Beispiel in einer Zeit, in der fast nur noch über Steuererhöhungen diskutiert wird. Die Senkung ist aus standortpolitischer Sicht ein klares und begrüßenswertes Signal an die Unternehmen vor Ort“, so Brünger. Er hoffe, dass dieses Beispiel auch Nachahmer bei anderen Kommunen im SIHK-Bezirk finde.

Überhaupt sei ein stärkeres Miteinander von Wirtschaft und Kommune gefragt, so der SIHK-Geschäftsbereichsleiter. Denn es sei ein Trugschluss zu glauben, man könne mit immer höheren Hebesätzen ein nachhaltig steigendes Steueraufkommen erzielen und dadurch den Haushalt sanieren. Steigende Hebesätze führten ganz im Gegenteil langfristig zu einer Abwärtsspirale aus schlechter werdenden Rahmenbedingungen, sinkender Standortattraktivität und damit auch sinkenden Steuereinnahmen. Ein Senken der Hebesätze durchbreche diese Abwärtsspirale, so Brünger.

Dieses Beispiel zeigt gleich in mehreren Punkten die selektive Wahrnehmung der SIHK, gepaart mit einem Schuss Demagogie. Der Lobbyverein, der im Gewande einer Körperschaft des öffentlichen Rechts des Weges kommt, hatte erst gestern zu seiner Jahrestagung den Bierdeckel-Steuerexperten Friedrich Merz als Redner geladen.

Wir leben nun einmal gerade nicht „in einer Zeit, in der fast nur noch über Steuererhöhungen diskutiert wird“, wie der Kammer-Vertreter fabuliert. Im Gegenteil wird in Kapitalkreisen und den diesen nahestehenden Parteien fast nur noch über die angeblich jetzt schon zu hohe Steuerbelastung lamentiert.

Auch das Beispiel Schalksmühle führt in eine völlig falsche Richtung. Der kleine Ort, hinter der Hagener Südgrenze im Märkischen Kreis gelegen, weist von allen 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen die zweithöchste Millionärsdichte auf und liegt beim Pro-Kopf-Einkommen auf Platz 3 in NRW. Schalksmühle kann daher kaum als Beispiel für andere Kommunen dienen.

Richtig ist sicher die Feststellung, „man könne mit immer höheren Hebesätzen ein nachhaltig steigendes Steueraufkommen erzielen und dadurch den Haushalt sanieren“. Eine Alternative weiss der Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik aber nicht zu nennen.

Verkaufsoffener Sonntag in Hagen: Verdi zieht vor Gericht

7. Dezember 2017

Der verkaufsoffene Sonntag am 10. Dezember parallel zum Hagener Weihnachtsmarkt steht auf der Kippe: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wird gerichtlich gegen den entsprechenden Ratsbeschluss aus der vergangenen Woche vorgehen. Sie argumentiert, dass nicht – wie rechtlich vorgegeben – der Anlass (Weihnachtsmarkt) im Vordergrund stehe, sondern die kommerziellen Anliegen der Geschäfte. (…)

Quelle: wp.de

Politik über Zustand der Aufzüge falsch informiert

2. Dezember 2017

Das Chaos in den Mietskasernen an der Mozartstraße geht weiter. Denn auch gestern funktionierte ein Aufzug nicht; ein anderer wies einen Defekt auf. (…)

Quelle: wp.de

Abgehalftert

1. Dezember 2017

Reiterverein Hagen gibt entnervt sein Gelände am Höing auf

Mit einem Schreiben vom 24. November 2017 an Oberbürgermeister und Ratsfraktionen erklärt der Reiterverein Hagen 1902 e.V, keinen neuen Erbbaurechtsvertrag bzzgl. des von ihm genutzten Geländes am Höing mehr abzuschließen. Der jetzige Vertrag ist abgelaufen und die Stadt bzw. der zuständige Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) wolle nach Angaben des Rechtsvertreters des Vereins den Erbbauzins bei Abschluss eines neuen Vertrags um das 11-fache erhöhen.

Der seit 115 Jahren bestehende Verein fühlt sich von der Stadtverwaltung seit geraumer Zeit zu Unrecht unter Druck gesetzt. So habe erst gestern (30. Nov.) um 9 Uhr Rechtsdezernent Huyeng (der Mann, den woanders niemand haben wollte) zusammen mit der Polizei und dem Veterinäramt das Gelände und die Stallungen des Reitervereins aufbrechen lassen, obwohl der Termin ordnungsgemäß abgesagt worden sei.

Der Verein fordert bereits an die Stadt geleistete Zahlungen zurück und einen Ersatz für von ihm errichtete Gebäude auf dem Grundstück:

Am 23.11.2017 haben wir die von Ihnen zu Unrecht angenommenen Pachtzahlungen in Höhe von 10500 Euro, die der Verein aus gutem Glauben heraus, zusammen mit den Grundbesitzabgaben ab dem 01.01.2014 treu gezahlt hat, in Hinblick darauf, dass der neue Erbbaupachtvertrag auf Grund eines Fehlers vom Notar Dr. Streppel nicht ins Grundbuch eingetragen worden ist, und zwei weitere neue Notartermin, die der Verein auf eigene Kosten ansetzen ließ, seitens der Stadt Hagen trotz Ratsbeschluss unrechtmäßig abgesagt worden sind, mit Frist zum 01.12.2017 bei Frau Thomas der Stadt Hagen zurückgefordert. Da wir selbst alle Zahlungen der letzten vier Jahre unaufgefordert geleistet haben, bleibt zu erwarten, dass der Betrag zusammen mit den Grundbesitzabgaben in Höhe von 6461,83 Euro und der gezahlten Grundsteuer von über 4500 Euro ordnungsgemäß auf unserem Konto eingehen. (…)

Sobald die Stadt Hagen die Entschädigung überwiesen hat, wird der Verein das Grundstück verlassen und Sie haben ungehinderten Zutritt zu allen Räumlichkeiten. Sollten Sie es weiterhin sehr eilig haben, erwarten wir den Zahlungseingang der Entschädigungssumme kurzfristig. Bis dato erwarten die Mitglieder, dass Sie bis zum Schluss am Reitunterricht ungestört teilnehmen dürfen. Nach all den Unannehmlichkeiten der letzten 10 Jahre, denen die Mitglieder in der Öffentlichkeit und finanziell ausgesetzt waren, sollte dieses doch eine Selbstverständlichkeit darstellen und keine weiteren Worte mehr bedürfen.

Dem Reiterverein war immer wieder von Seiten des städtischen Veterinäramtes vorgeworfen worden, seine Stallungen nicht in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten, was der Verein regelmäßig scharf zurückgewiesen hatte. Nach dessen Angaben sind aktuell vier laufende Verfahren über den Zustand der Stallungen beim Verwaltungsgericht in Arnsberg anhängig. Drei weitere Verfahren würden beim Amtsgericht Hagen verhandelt.

Das bisher vom Reiterverein am Höing genutzte Gelände in attraktiver Lage wird immer wieder mit anderen, weitaus lukrativeren Nutzungen, in Verbindung gebracht. So könnte das benachbarte Kleingartengelände hierher verschoben werden, um neues Bauland für das Betuchtenareal Fleyerviertel zu erschließen. Denkbar wäre auch der Bau einer Großsportarena neben der benachbarten Ischelandhalle.

Interessenten wären also vorhanden. Und dass Verwaltung und politische Kreise in Hinterzimmergeschäften gerne mitspielen, war ja erst in jüngster Vergangenheit beim (gestern gescheiterten) Projekt „Deerth – eine Vollzugsanstalt im Stadtwald“ zu erleben (siehe: „Lügen und andere Wahrheiten„).

Gestern sollte das Thema im Haupt- und Finanzausschuss erörtert werden, Vorlagen-Nr 316/2017. Natürlich im nichtöffentlichen Teil, der wieder einmal in etwa genauso umfangreich war wie der öffentliche. Wer soll in diesem Vertuschungsbetrieb den dafür Verantwortlichen noch irgend etwas glauben?

Ausweichende Antwort zur Zukunft der Emster Quelle

30. November 2017

Steht die Emster Quelle vor dem Abriss? Die Gerüchte schießen wieder ins Kraut, der Wohnungsverein antwortet ausweichend.

Wieder kursieren Gerüchte rund um die Emster Ladenzeile Am Großen Feld. Tenor: Der Wohnungsverein plane den Abriss schon für Januar kommenden Jahres und wolle hier einen Komplex für altengerechtes Wohnen errichten. (…)

Quelle: wp.de

„Vonovia“ entschuldigt sich bei den Mietern aus Oege

23. November 2017

Die Wohnungsgesellschaft „Vonovia“ hat Fehler bei der Berechnung der Betriebskosten für ihre Oeger Mieter eingeräumt. Und sich entschuldigt. (…)

Quelle: wp.de

Mieter sollen bis zu 1100 Euro Betriebskosten nachzahlen

22. November 2017

Der Schock sitzt bei den Mietern vom Ahmer Weg und vom Predigerstuhl tief. Sie sollen bis zu 1100 Euro Betriebskosten an die Vonovia nachzahlen. (…)

Quelle: wp.de

Bauverein sorgt sich um Wohnquartier in der Mozartstraße

9. November 2017

Ulrich Schulze-Witteborg, Geschäftsführer des Hohenlimburger Bauvereins, ist besorgt. Er sorgt sich um den Wohnstandort Hohenlimburg.

Zunächst die Negativschlagzeilen um das Wohnquartier Ebendstraße, in der vergangenen Woche die Berichterstattung zur Situation in den Mietskasernen an der Mozartstraße und am Wochenende die Darstellung der Wohnsituation an der Piepenstockstraße in Oege.

Immer wieder sind es die großen Immobilienunternehmen, die ihre Mieter sprichwörtlich im Regen stehen lassen, die Mieten kassieren und wenig oder nichts investieren. So an der Mozartstraße, wo seit mehr als einem Jahr die Aufzüge nicht funktionieren und auch noch keine Rauchmelder installiert worden sind. (…)

Quelle: wp.de

Über 400.000 Euro für den Sparkassen-Chef

7. November 2017

Pensionsansprüche des Vorstands liegen inzwischen bei 6,8 Millionen Euro

Die Vergütungen des Vorstands der Sparkasse Hagen-Herdecke betrugen im Jahr 2016 insgesamt mehr als 1,5 Millionen Euro. Allein der Vorstandsvorsitzende Frank Walter kassierte 402.000 Euro. Das ergibt sich aus dem Jahresabschluss des Geldinstituts.

Auch für den Ruhestand der Herren ist gut vorgesorgt: Pensionsansprüche und in eine Unterstützungskasse eingezahlte Beträge – beides von Seiten der Sparkasse getragen – summieren sich auf 6,8 Millionen Euro.

Für die Verträge mit den Mitgliedern des Vorstands ist der Verwaltungsrat zuständig. Dessen Mitglieder sowie die Vertreter weitere Gremien wurden im Geschäftjahr 2016 mit insgesamt 90.000 Euro bedacht.

Einzelheiten finden sich in den nachfolgenden Auszügen aus dem Jahresabschluss (Tabellen für eine größere Darstellung anklicken):

Bezüge und Altersversorgung der Mitglieder des Vorstands

Mit den Mitgliedern des Vorstands bestehen auf fünf Jahre befristete Dienstverträge. Neben den festen Bezügen (Grundgehalt und Allgemeine Zulage von 15 %) kann den Mitgliedern des Vorstands als variable Vergütung eine Leistungszulage von bis zu 15 % des Grundgehalts gewährt werden. (…)

Die sonstigen Vergütungen betreffen im Wesentlichen Sachbezüge aus der privaten Nutzung von Dienstfahrzeugen.

Im Falle einer Nichtverlängerung der Dienstverträge haben Herr Oberliesen und Herr Kurth Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen mit ihrem Ausscheiden, sofern die Nichtverlängerung nicht von ihnen zu vertreten ist. Der Anspruch von Herrn Oberliesen beträgt derzeit 50 % und der von Herrn Kurth derzeit 55 % der ruhegeldfähigen Bezüge.

Im Falle der regulären Beendigung ihrer Tätigkeit haben die im Geschäftsjahr bei der Sparkasse tätigen Mitglieder des Vorstands Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen. Der Anspruch von Herrn Oberliesen beträgt dann 55 % und der von Herrn Kurth 55 % der ruhegeldfähigen Bezüge. Auf die Pensionsansprüche wird ab Beginn der Ruhegehaltszahlungen die Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes angewendet.

Für die Altersversorgung von Herrn Walter zahlt die Sparkasse jährlich einen Beitrag in Höhe von 49 % seiner ruhegeldfähigen Bezüge in eine Unterstützungskasse. Im Fall der Beendigung der Tätigkeit stehen Herrn Walter die bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Leistungen zu. Die Auszahlung aus der Unterstützungskasse beginnt mit seinem Renteneintritt. Weitere Beiträge oder Ruhegehaltszahlungen nach Beendigung der Tätigkeit werden an Herrn Walter nicht geleistet. (…)

Bezüge der Mitglieder des Verwaltungsrats

Den Mitgliedern des Verwaltungsrats, des Hauptausschusses (ehemalige Sparkasse Hagen), des Bilanzprüfungsausschusses (ehemalige Stadtsparkasse Herdecke) und des Risikoausschusses der Sparkasse einschließlich lediglich beratender Teilnehmer wird ein Sitzungsgeld von EUR 150 je Sitzung gezahlt; die Vorsitzenden erhalten jeweils den doppelten Betrag.

Die Mitglieder der Verhandlungskommision für die Fusion erhielten für ihre Sitzungen ebenfalls ein Sitzungsgeld von EUR 150 je Sitzung.

Außerdem erhielten die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats für die Tätigkeit einen Pauschalbetrag von EUR 1.500 p. a. (ehemalige Sparkasse Hagen) bzw. EUR 600 p. a. (ehemalige Stadtsparkasse Herdecke); ab 31.08.2016 erhielten alle Mitglieder anteilig EUR 1.500 p. a. Der Vorsitzende der ehemaligen Sparkasse Hagen und der fusionierten Sparkasse HagenHerdecke erhielt jeweils anteilig die doppelten Beträge. (…)

In Abhängigkeit von der Sitzungshäufigkeit und -teilnahme ergaben sich im Geschäftsjahr 2016 folgende Bezüge der einzelnen Mitglieder der zuvor genannten Gremien:

Hohenlimburg: Hilferufe aus Hoesch-Siedlung

6. November 2017

Die Heizung funktioniert nicht, Wasserschäden in mehreren Wohnungen mit Schimmelbefall als Folge. Eine Anwohnerin bringt kaum ein Wort heraus, sie muss dauernd husten. Auch ein Resultat der Schäden. Mehrere Hilferufe haben die Mieter des Hauses an der Piepenstockstraße 51 entsandt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Angeblich soll jetzt saniert werden. Trotzdem ein weiteres Beispiel für Wohnungsspekulation im Hagener Osten. Aufschlussreich ist die im Artikel erwähnte Chronologie der Besitzverhältnisse:

Bis zum Jahr 2009 gehörten die Immobilien der Hoesch-Wohnungsbau. Dann stieg die „Prodomo“ ein. Für rund zwei Jahre. Denn zum 1. Januar 2011 übernahm die KGW Wohnwert GmbH die Häuser.

Diese gab die 260 Wohnungen an die Barmer Wohnungsbau weiter. Aus der in Wuppertal angesiedelten Barmer Wohnungsbau wurde zum 1. Juli 2016 die „Conwert“. Zu diesem Zeitpunkt fusionierten die alt+kleber Immobilienverwaltung GmbH, die KWG Wohnwert GmbH und die Barmer Wohnungsbau Verwaltung GmbH zur neuen Conwert Immobilienverwaltung GmbH.

Doch am 1. Juli 2017 drehte sich das Karussell weiter. Dann übernahm die Bochumer „Vonovia Wohnungsgesellschaft“ die Immobilien.

Städtische Gesellschaft kümmert sich um komplexe Deals

2. November 2017

Seit Jahresbeginn agiert die Hagener Industrie- und Gewerbeflächen GmbH (HIG). Die Gesellschaft möchte zunächst die Varta-Insel erwerben. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Laut Bericht verfügt die HIG über eine Eigenkapitaldecke von etwa einer Million Euro. Da dieser Betrag nicht vom Himmel gefallen sein kann, muss also in der Stadtkasse noch Geld gewesen sein.

Bereits zum Unternehmenszweck der (konkurrierenden) Hagen-Agentur gehören gemäß Gesellschaftsvertrag die „Ansiedlung neuer, die bestehende Branchenstruktur ergänzende Betriebe“ sowie die „Gewerbeflächenvorsorge und optimale Gewerbeflächennutzung“.

Für diese Firma stehen für jedes Geschäftsjahr maximal weitere 1,5 Millionen Euro „Betriebskostenzuschuss“ zur Verfügung. Eine Subvention, die noch nicht einmal juristisch in trockenen Tüchern zu sein scheint, wenn man einen Blick in den jüngsten Beteiligungsbericht der Stadt wirft:

„Eine rechtliche Unsicherheit liegt noch in der Frage der Vereinbarkeit der städtischen Zuschüsse mit dem EU-Beihilferecht. Nach Meinung der HAGENagentur liegt keine Beihilfe im Sinne von Artikel 107 Abs. 1 AEUV vor, da der Kostenzuschuss der Stadt Hagen dem Ausgleich von Kosten dient, die durch die Erfüllung von Dienstleistungen im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse („Daseinsvorsorge der Wirtschaft“) entstehen (…)“

Irgendwelche „Erfolgsmeldungen“ der Hagen-Agentur werden in dem Bericht nicht erwähnt – es gibt wohl keine zu vermelden. Stattdessen wird schon mal die nächste Konzern-Tochter gegründet. Neue Geschäftsführer, neues Glück.

Hagen droht Immobilien-Besitzer mit Zwangsgeld

31. Oktober 2017

Die Mieter der vier Mietskasernen an der Mozartstraße werden es gestern mit Freude registriert haben. Denn um kurz vor 10 Uhr rückten sechs Mitarbeiter der Stadt Hagen an, um die missliche Situation für die Bewohner der Hochhäuser noch einmal in Augenschein zu nehmen: vier Mitarbeiter des Bauordnungsamtes und zwei Mitarbeiterinnen des Amtes für Wohnungswesen. (…)

Duplizität der Ereignisse. Denn Mark Krippner und Dirk Joachim Scharff (beide SPD-Ortsverein Hohenlimburg) waren am gestrigen Morgen ebenfalls vor Ort, um sich in Gesprächen mit den Mietern noch einmal zu informieren. Ob Haus Nummer 23, 21 oder 17 – die Klagen waren eingehend gleich. „Es kümmert sich niemand um die Immobilien. Telefonisch ist beim Verwalter niemand zu erreichen.“ (…)

Quelle: wp.de

Dazu siehe auch:

Mozart Str. – Endlich Zwangsgelder festgesetzt!
SPD Hohenlimburg fordert dies seit Monaten von der Stadtverwaltung!

Es mussten wohl erst Personen von der Feuerwehr aus einem festsitzenden Aufzug befreit werden, was wohl so aufwändig war, dass dabei die Fahrstuhltüren erheblich beschädigt wurden.

Jetzt endlich ist man bei der Stadt Hagen soweit die 25.000 Euro Ordnungsgeld gegen die Eigentümerin zu verhängen. Bisher hat man ja immer deren Aussagen Glauben geschenkt, die Aufzüge reparieren zu lassen / wollen. (…)

Quelle: SPD Hohenlimburg

WPWR: 56 Tonnen Altpapier weniger

22. Oktober 2017

Hagener Lokalblatt-Auflage weiter rückläufig

Immer weniger Hagener wollen die örtliche Ausgabe der WPWR lesen. Selbstinszenierte Wahlen von Schützenfestköniginnen, Berichte über von der Redaktion organisierte Busausflüge und kaum kaschierte PR-Artikel zu Heißluftgrillstationen sind anscheinend nicht das, was die Hagener von ihrer Zeitung erwarten.

Die Hoffnung, mit rassistisch grundierten Beiträgen Stimmung zu machen, ist erkennbar auch in die Hose gegangen, wenn man sich die Wahlergebnisse im von der WPWR in den Mittelpunkt gestellten Hagener Stadtteil Wehringhausen ansieht. Dort blieb die AfD hinter den Erwartungen zurück, in Kernbereichen weit unter dem Hagener Durchschnitt. Die Stimmungsmache hatte also wenig Erfolg.

So verwundert es kaum, dass sich die Auflage des Hagener Einheitsblatts weiter im Sinkflug befindet. Nach den aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Festellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) sind die Verkaufszahlen im 3. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken: um -3,8 Prozent. Besonders drastisch schlug der Rückgang bei den Abonnementszahlen zu Buche, dort wurde ein Minus von 5,5 Prozent registriert. Dabei sind die Abos das Rückgrat des Verkaufs, im Freiverkauf werden laut ivw lediglich 4,2 Prozent der Blätter abgesetzt.

Die Strategie einer zunehmenden Fokussierung auf Boulevardsujets, verbunden mit dem Versuch eine Art Nebenregierung zu bilden, die den gewählten Vertretern der Bürgerschaft die Themen vorgibt, kann somit als gescheitert angesehen werden. So etwas wollen die Leser nicht mehr sehen.

Der seit Jahren fortschreitende qualitative, und in der Folge entsprechend auch quantitative Niedergang der Hagener Presse ist sehr bedauerlich, aber mit dem (noch) vorhandenen schreibenden Personal wohl nicht zu ändern.

Ein Gutes gibt es aber doch noch zu vermelden: Durch den abermaligen Rückgang des Verkaufs fallen aufs Jahr gerechnet auch etwa 56 Tonnen Altpapier weniger an.

Dolomitwerke in Halden werden nach 108 Jahren abgerissen

3. Oktober 2017

Sie stehen für eine Ära Industriegeschichte in Hagen: Die 1909 gegründeten Dolomitwerke in Halden werden ab 9. Oktober vollständig abgerissen. (…)

Quelle: wp.de

Hasper setzen einstimmig auch das neue Fachmarktzentrum

29. September 2017

Am Ende stimmte sogar der Grünen-Vertreter dafür: Einstimmig machte die Bezirksvertretung Haspe am Dienstag endgültig den Weg frei für den Abriss der nördlichen Hälfte der Brandt-Brache zugunsten eines Bürokomplexes mit Fachmarkt- und Gesundheitszentrum. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Einstimmige Abstimmungen sind in der BV Haspe die Regel; so etwas wie eine Opposition ist dort auch beim größten Humbug nicht zu erkennen. Großfürst Dietmar I. Thieser gibt die Order vor und die Lemminge folgen ohne Widerspruch.

So wird jetzt eben ein Gewerbeareal phantasielos in einen Einzelhandelsstandort umgewandelt, damit Grundstückseigentümer Brandt einen höheren Verkaufserlös erzielen kann. Es wird nicht lange dauern, dann folgt wieder das übliche Gejammer über angeblich fehlende Gewerbeflächen.

ThyssenKrupp: Resolution für den Stadtrat

28. September 2017

SPD Hagen erklärt sich solidarisch mit ThyssenKrupp-Belegschaft in Hohenlimburg

Die gegenwärtige Situation beim ThyssenKrupp-Konzern und dessen Absichtserklärung mit dem indischen Konzern Tata über den Zusammenschluss ihrer europäischen Stahlaktivitäten in einem 50/50-Joint Venture war am Montag aktuelles Diskussionsthema bei der Hagener SPD im Rahmen einer Parteiratssitzung.

Die Sozialdemokraten beanstanden, dass der Unternehmensvorstand eine so einschneidende Vereinbarung trifft, ohne die Arbeitnehmervertreter zu beteiligen oder auch nur zu informieren. „Dieses einmalige Vorgehen bedeutet einen Bruch in der Industriegeschichte unseres Landes nach dem Zweiten Weltkrieg“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Rudel, zugleich auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA). „Dass der ThyssenKrupp-Vorstand dafür auch noch politische Rückendeckung der Landesregierung erhält, ist ebenso einmalig.“

Der Hagener SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg pflichtet dem bei: „Alle Ministerpräsidenten haben bisher immer für die Interessen der Beschäftigten gekämpft. Doch Armin Laschet und sein Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart kämpfen nur für die Bilanzen der Manager. Statt sozialer Gewissenhaftigkeit herrscht bei der schwarz-gelben Landesregierung Gleichgültigkeit.“

Gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel habe er in der vergangenen Woche den betroffenen Kollegen am Standort Hohenlimburg einen Solidaritätsbesuch abgestattet. Die beiden unterstützen gemeinsam mit dem gesamten SPD-Unterbezirk Hagen den Kampf der Arbeitnehmerschaft und IG Metall gegen die Fusionspläne. „Es sollen konkret mindestens 2000 Arbeitsplätze bedroht sein. Aber das ist vermutlich nur der Einstieg in einen massiven Stellenabbau. Es ist zu befürchten, dass auch Beschäftigte in Hohenlimburg davon betroffen sein könnten“, so Röspel. Die SPD-Abgeordneten stehen seit vielen Monaten im Austausch mit den Betriebsräten über die Entwicklung des Konzerns.

Der Hagener SPD-Parteivorsitzende Timo Schisanowski hat daher gemeinsam mit Fraktionschef Claus Rudel dem gestrigen SPD-Parteirat vorgeschlagen, eine Resolution auf den Weg zu bringen, die sich mit den ThyssenKrupp-Arbeitnehmern und deren Familien bei ihrem Kampf um den Erhalt aller Arbeitsplätze solidarisch erklärt. „Wir stehen an der Seite der Beschäftigten in Hohenlimburg! Die Hagener SPD hat einstimmig in ihrer Parteiratssitzung beschlossen, die Ratsfraktion möge eine entsprechende Resolution in den Stadtrat einbringen und dort verabschieden. Nachdrücklich appellieren wir an Geschäftsführung und Aufsichtsrat von ThyssenKrupp, im Rahmen der geplanten Fusion mit dem indischen Stahlkonzern Tata sowohl die Konzernstandorte als auch die Arbeitsplätze zu erhalten.“ fassen Schisanowski und Rudel das Meinungsbild und die einstimmige Beschlussfassung der Hagener Sozialdemokraten zusammen.

Quelle: SPD Hagen

Anmerkung: Die Solidarität einer Partei, die sich immer noch „sozialdemokratisch“ nennt, mit von Entlassung bedrohten Beschäftigten ist eine Selbstverständlichkeit. Man kann sich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass die Hagener SPD sich nur dann mit dem „Kampf um den Erhalt aller Arbeitsplätze solidarisch erklärt“, wenn Geschäftführung und Aufsichtsrat weit entfernt sind.

Von Solidaritätsadressen wie hier bei ThyssenKrupp war im Fall Enervie von der Führungsspitze der Hagener SPD nichts zu hören und nichts zu sehen. Dabei wurden beim heimischen Energiekonzern proportional zur Größe der Belegschaft wesentlich mehr Stellen gestrichen. Im Wesentlichen wegen Missmanagements des damaligen Vorstands, das durch den Aufsichtsrat gedeckt wurde.

Und in diesem Aufsichtsrat saßen und sitzen immer noch zwei, die sich auf einmal – siehe oben – gaaanz weit aus dem Fenster lehnen: SPD-Fraktionschef Claus Rudel und der Hagener SPD-Parteivorsitzende Timo Schisanowski.

IG Metall und Betriebsrat kampfbereit

21. September 2017

Kampfbereit zeigen sich der Betriebsrat von ThyssenKrupp Hohenlimburg und die IG Metall Hagen nach dem gestern angekündigten konzernweiten Abbau von 2000 Arbeitsplätzen im Zuge der geplanten Fusion mit dem indischen Stahlkonzern Tata. (…)

Ob und wie Hohenlimburg von dem Arbeitsplatzabbau betroffen sein wird, ist derzeit noch genauso unklar wie an den anderen Standorten. Man dürfe sich auf keinen Fall in Sicherheit wiegen, so Jens Mütze. „Die Sorge der Mitarbeiter ist berechtigt.“ Deshalb sei er auch froh, dass sich aus Hohenlimburg eine große Zahl von Mitarbeitern für die große Protest-Veranstaltung in Bochum am Freitag gemeldet habe. Warnstreiks seien künftig auch nicht ausgeschlossen. (…)

Quelle: wp.de

Schenker will die Nordwest-Immobilie wieder verkaufen

21. September 2017

Der Logistik-Riese Schenker ändert am Standort Hagen erneut seine Strategie: Das jüngst erst erworbene Nordwest-Areal wird zum Verkauf angeboten. (…)

Damit ändert Schenker binnen drei Jahren erneut seine Strategie. Zur Erinnerung: Nach dem angekündigten Wegzug des Handelsunternehmens Nordwest nach Dortmund hatte der weltweit agierende Logistik-Konzern Schenker die Immobilie im Jahr 2014 gekauft. (…)

Zwei Jahre später war von Wachstum in Hagen allerdings keine Rede mehr. Im November 2016 verkündete Schenker, dass ein großer Teil der bisherigen Geschäftsaktivitäten des Standortes Haspe mit seinen rund 240 Mitarbeitern nach Lüdenscheid verlagert werden sollten. Die Bereiche Logistik mit Tranportvolumen/Lager und Sondertransporte sollten aber in Haspe verbleiben und auf dem früheren Nordwest-Gelände zusammengefasst werden. (…)

Noch nicht einmal ein Jahr später nun die erneut Kehrtwende: Das Nordwest-Gelände ist nun „out“, die Berliner Straße 14 wieder „in“. (…)

Quelle: wp.de

ThyssenKrupp: Fahrt zur Demo nach Bochum

21. September 2017

Die Mitarbeiter von ThyssenKrupp Hohenlimburg fahren am Freitag zur Demonstration nach Bochum. Abfahrt ist um 8.30 Uhr in Oege. (…)

Hintergrund für die Protestaktionen sind die Befürchtungen der Arbeitnehmervertreter, dass eine Fusion von ThyssenKrupp Steel und Tata Steel Tausende Arbeitsplätze kosten und Standorte geschlossen werden könnten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Thyssenkrupp und Tata Steel haben heute eine Grundsatzvereinbarung über den Zusammenschluss ihrer europäischen Stahlaktivitäten in einem 50/50-Joint Venture unterzeichnet. Ziel ist es, einen führenden europäischen Flachstahlanbieter zu schaffen. Das neue Unternehmen würde einen Pro-forma-Umsatz von etwa 15 Milliarden Euro erzielen und rund 48.000 Mitarbeiter an aktuell 34 Standorten beschäftigen.

Thyssenkrupp kündigte an, dass beim Zustandekommen des Joint Venture in den kommenden Jahren rund 2.000 Stellen in dem Unternehmen gestrichen würden. Eine Vertragsunterzeichnung wird für Anfang 2018 erwartet, der Vollzug des Zusammenschlusses soll Ende des kommenden Jahres folgen.

Bunker in Hagen wird für 71000 Euro versteigert

19. September 2017

Der Hochbunker an der Tuchmacherstraße ist für 71000 versteigert worden. Das Mindestgebot wurde eigens herabgesetzt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nach Angaben von Radio Hagen soll eine Schweizer Firma den Bunker ersteigert haben.

Hohenlimburg: Nur noch zwei Wochenmarkt-Stände

17. September 2017

Seit gestern sind es nur noch zwei Markthändler, die beim Wochenmarkt in der Innenstadt ihre Produkte anbieten: Thomas Arndt (Obst, Gemüse) und Birgit Radtke (Wurst, Käse, Eier). Die Stimmung war deshalb bei den Besuchern gereizt. Denn nach Familie Bien (Geflügel, Eier) hat sich auch Familie Obermeit (Käse, Wurst, Eier) leise, still und heimlich aus Hohenlimburg verabschiedet. Beide Markthändler wollen, so weiß es Maibritt Engelhardt, Vorsitzende der Werbegemeinschaft, ab der kommenden Woche ihre Produkte beim neuen Markt auf dem Friedrich-Ebert-Platz anbieten.

Was die Vorsitzende der Werbegemeinschaft wurmt, ist, dass ein Arbeitskreis aus Verwaltung, Hagen-Agentur und Markthändlern die „Friedrich-Ebert-Platz“-Idee ausgebrütet und sich niemand darüber Gedanken gemacht hat, welche Auswirkungen diese Entscheidung auf die anderen Freitagsmärkte in Hagen haben wird. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wen wundert es eigentlich noch, dass auch hier wieder die „Hagen-Agentur“ ihre Griffel im Spiel hatte? Dieses Unternehmen ist bisher nur durch Inkompetenz aufgefallen und trägt nichts zu einer positiven Entwicklung der Stadt bei. Dabei kostet der Laden nur Geld. Geld, das ausschließlich aus der Stadtkasse beglichen wird, obwohl die Kommune nur mit etwas mehr als 50 Prozent an der Bude beteiligt ist.

Während an anderer Stelle sinnvolle Dinge zusammengekürzt wurden, um wenige Tausend Euro einzu“sparen“, fließen in diesen aufgeblasenen Popanz laut Gesellschaftervertrag pro Jahr bis zu 1,5 Millionen Euro. Interessanterweise ist in diesem Fall von der Bezirksregierung, die sonst immer wieder gern die Folterwerkzeuge der Kommunalaufsicht vorzeigt, bisher nichts zu sehen und zu hören.

Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn die Unterhaltung einer nichtsnutzigen Firma aus städtischen Haushaltsmitteln aus dem Arnsberger Wald heraus zur „Pflichtausgabe“ erklärt würde, während beispielsweise der Eigenanteil an der zu 90 Prozent mit Bundes-/Landesmitteln finanzierten „Sozialen Stadt Wehringhausen“ von Hagener Wohnungsgenossenschaften geschultert werden musste, weil es sich hier um eine „freiwillige Leistung“ gehandelt haben soll, die die verschuldete Stadt nicht erbringen darf.

Willkommen in Absurdistan.

Freitagsmarkt auf dem Friedrich-Ebert-Platz erstmals am 22. September

16. September 2017

Obst, Gemüse, Wurst, Fleisch, Geflügel, Käse oder Fisch – all das finden Bürgerinnen und Bürger am Freitag, 22. September, auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Erstmals findet dort, im Herzen der Stadt, der Frischemarkt der Hagener Wochenmarkthändler von 10 bis 18 Uhr statt.

Eine Auswahl von voraussichtlich nur acht (!) Händlern will mit diesem Markt auf Hagens Wochenmärkte aufmerksam machen und neue Kunden für diese gewinnen. Der Markt findet zunächst jeden Freitag statt – allerdings nur bis zum 17. November auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Danach steht die Fläche aufgrund des Weihnachtsmarktes nicht mehr zur Verfügung. Sollte sich der Markt, wie erhofft, positiv entwickeln, wird kurzfristig nach einer Ausweichfläche gesucht.

Die freitags in den Stadtteilen Wehringhausen, Vorhalle und Hohenlimburg stattfindenden Wochenmärkte werden wie gewohnt von 7 bis 13 Uhr fortgeführt.

Politik legt entscheidendes Vertragswerk vorläufig auf Eis

9. September 2017

Selbst auf der Zielgeraden bleibt die Umwandlung der Hasper Brandt-Brache in ein Einzelhandelszentrum mit angrenzenden Büro- und Gastronomieflächen sowie einem Gesundheitszentrum ein mühsames und mit vielen Zweifeln behaftetes Unterfangen. (…)

Quelle: wp.de

Bewohner in Elmenhorststraße entsetzt über Abriss-Pläne

8. September 2017

Die städtische Wohnungsgesellschaft HGW will die Mietshäuser an der Elmenhorststraße abreißen, die Bewohner fürchten um ihre Heimat. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Interessant. „Auf“ Emst präsentiert sich das Einheitsblatt als – vermeintlicher – Interessenvertreter der Mieter. Und damit so ganz anders als bei den Abriss-Plänen in Wehringhausen, denen gleich ein ganzer Wohnblock mit 130 Wohnungen zum Opfer fallen soll. Dort hält WPWR-Redakteur Martin Weiske den Plan, „dass in Wehringhausen ein gesamtes Straßenkarree planiert werden soll“, für „angemessen“. Der jüngst von seinen Hasper Kumpeln zum „Wacholderritter“ geschlagene Zeitungsmann bezeichnet es in seinem Kommentar als „verfehlt, noch architektur-romantische Argumente herbeizuzerren“.

Abriss bei Oberbürgermeister ansiedeln

7. September 2017

Der Druck aus den städtischen Wohnungsgesellschaften auf Verwaltung und Politik, der alarmierenden Studie zu eklatanten Defiziten auf dem Hagener Mietwohnungsmarkt endlich eine gesamtstädtische Strategie entgegenzusetzen, wächst. (…)

Quelle: wp.de

Dazu das Interview:

Boksteen schlägt Stabsstelle beim OB vor

Hagen braucht dringend eine Strategie zur Stabilisierung des Wohnungsmarktes. HGW-Chef Boksteen erwartet, dass die Stadt Lösungen erarbeitet. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Jedenfalls konstruktiver als die Hauruck-Abrisspläne des GWG-Vorstands Christoph Rehrmann und seines getreuen Paladins Harald Szczygiol.

Siehe zum Thema auch:

Abriss im großen Stil
In Hagen-Wehringhausen soll ganzer Wohnblock verschwinden

Ist das Wohnraum oder kann das weg?
Was die GWG in Wehringhausen abreissen will

CDU unterstützt Abrisspläne

Abrissbirne wäre ein verheerendes Zeichen
Gedanken zur Quartiersentwicklung in Wehringhausen unter Berücksichtigung der Wohnungsmarktstudie für Hagen
von Jürgen Klippert

10 187 Hagener im August arbeitslos gemeldet

1. September 2017

Die Zahl der Arbeitslosen in Hagen erhöhte sich im August um 31 auf aktuell 10 187, die Quote blieb unverändert bei 10,2 Prozent (Vorjahr 11,4). Weiterhin sind gut 900 Hagener weniger arbeitslos als vor einem Jahr. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Arbeitslosenstatistiken sind bekanntlich geschönt. So werden beispielsweise Arbeitslose über 58 Jahren nicht mehr erfasst. Das wahre Ausmaß der Arbeitslosigkeit wird in den Datensätzen der Arbeitsagentur unter dem Begriff „Unterbeschäftigung im engeren Sinne“ genannt. Darunter fielen in Hagen im Monat August 13.434 Personen, das entspricht einer Quote von 13,2 Prozent.

Abrissaktion: Gründerzeit-Wohnblock in Hagen soll verschwinden

29. August 2017

Häuser, die im Dortmunder Kreuzviertel oder in Essen-Rüttenscheid einen Mieteransturm auslösen würden, sind in Hagen Ladenhüter. So zum Beispiel ein kompletter Wohnblock von Gründerzeit-Häusern im Stadtteil Wehringhausen Schöne phantasievolle Fassaden, ein parkähnlicher Hof, Blick auf die umliegenden bewaldeten Hügel. Eigentlich ein Mietertraum. (…)

Quelle 1: WDR
Quelle 2: WDR (Video, verfügbar bis 04.09.2017)

Anmerkung: War in der WPWR-Berichterstattung vor einer Woche noch von einem „Investitionsstau von gut 20 Millionen Euro“ die Rede, nennt GWG-Vorstand Rehrmann im WDR-Beitrag jetzt nur ein „Sanierungsvolumen von weit über 10 Millionen“ Euro. So schnell können sich Zahlen verändern.

Deerth-Grundstück mit Baurecht wäre 444 000 Euro wert

29. August 2017

Das Grundstück für den Ausbau der Drogenklinik wäre laut Gutachterausschuss 444 000 Euro wert – aber nur dann, wenn dort auch Baurecht besteht. (…)

Der Wohlfahrtsverband hatte beim Erwerb des Grundstücks im Jahr 2014, bei dem es sich bislang um ein Wiesen- und Waldgelände handelt, lediglich 36 000 Euro gezahlt, weil es sich weder um Gewerbeflächen noch um Bauerwartungsland handelte.

Der gezahlte Preis von 2,22 Euro pro Quadratmeter lag seinerzeit deutlich über dem im Gutachten ausgewiesenen Bodenrichtwert für forstwirtschaftliche Flächen in Höhe von 1,10 Euro/qm. Der Verwaltungsrat des Wirtschaftsbetriebes Hagen, in dem die Politik vertreten ist, wurde über das Geschäft im Mai 2017 informiert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Warum wurde selbst der Verwaltungsrat erst 3 Jahre später über diesen Deal informiert, wenn doch angeblich alles sauber über die Bühne gegangen sein soll? Und warum wurde einfach ein Stück Wald an Private verkauft? Kann jetzt jede Firma und jede Privatperson einen Teil des Stadtwaldes erwerben und bebauen? Das wäre jedenfalls die logische Schlussfolgerung und der Stadtwald wäre Geschichte.

Deerth: Hagens Rat wird Einwohnerantrag zum Verfahrensstopp ablehnen

26. August 2017

Obwohl am kommenden Donnerstag zur geplanten Erweiterung der Drogenklinik im Deerth im Rat sogar die Bürger das Wort haben, wird es noch keine abschließende politische Entscheidung zur Realisierung des AWo-Millionenprojektes im Hagener Stadtwald geben. Vor allem aus der Sorge heraus, dass bei einer frühzeitigen Beendigung des noch schwebenden Verfahrens kostspielige Schadensersatzforderungen auf die Stadt zukommen könnten, empfiehlt die Verwaltung, den entsprechenden Einwohnerantrag abzulehnen.

Eine Einschätzung, so die Signale aus der Politik, der die Mehrheit des Rates im Rahmen der Sondersitzung auch folgen dürfte. Zumal die Akteneinsicht der Politik zu den bereits getätigten Grundstücksverkäufen ergeben hat, dass dort alles ordnungsgemäß verlaufen sei. Dies geht aus einer nichtöffentlichen Vorlage für den Rat hervor, die der Stadtredaktion vorliegt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Bürgerinitiative hatte Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Veruntreuung bei der Staatsanwaltschaft Hagen erstattet. Die hat das Verfahren inzwischen eingestellt. Merkwürdig, denn Radio Hagen meldete gestern: „Der Gutachterausschuss der Stadt hat den aktuellen Verkaufswert ermittelt. Er liegt bei 444.000 Euro.“

Der Kaufpreis soll nach Pressemeldungen bei 50.000 Euro gelegen haben. Ein tolles Schnäppchen – und angeblich alles legal.

Dazu:

Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zum Einwohnerantrag – Ratssitzung am 31. Aug. 2017

Ist das Wohnraum oder kann das weg?

24. August 2017

Was die GWG in Wehringhausen abreissen will

Block Lange/Ewald/Minerva/Gustavstr. Luftbild: RVR

Ansicht des Wohnblocks aus der Gustavstraße. Links im Anschnitt das Haus Lange Straße 118. Foto: DW

Tafel am Haus Lange Straße 118. Das erste Haus, das der Spar- und Bauverein Hagen-Wehringhausen 1899 errichtete. 1941 wurde er mit dem Spar- und Bauverein Haspe zur Gemeinnützigen Wohnstätten Genossenschaft Hagen (heute GWG) zusammengelegt. Foto: DW

Weitere Informationen siehe:

Abriss im großen Stil

In Hagen-Wehringhausen soll ganzer Wohnblock verschwinden

Hohenlimburger Bauverein sucht Käufer

23. August 2017

Der Hohenlimburger Bauverein wird sich vom Hotel / Restaurant „Der Bentheimer“ trennen und das denkmalgeschützte Gebäude auf dem 2700 Quadratmeter großen Grundstück mit 24 Garagen und einer angemessenen Zahl an Stellplätzen verkaufen. Noch in diesem Jahr.

Das sagten gestern die Geschäftsführer Marion Golling und Ulrich Schulze-Witteborg (Vorstandsvorsitzender). Der Beschluss über die Veräußerung der Immobilie sei jetzt im Aufsichtsrat gefallen. „Einstimmig“, wie Marion Golling betonte, um dann zu ergänzen. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen.“ (…)

Quelle: wp.de

Abriss im großen Stil

20. August 2017

In Hagen-Wehringhausen soll ganzer Wohnblock verschwinden

In Wehringhausen steht eine der größten Abrissaktionen aller Zeiten am Hagener Wohnungsmarkt bevor: Die Gemeinnützige Wohnstätten-Genossenschaft (GWG) mit Sitz in Haspe plant den gesamten Mehrfamilienhaus-Block im Karree Minerva-/Ewald-/Gustav-/Lange Straße abzureißen. 130 Wohneinheiten würden damit dem Erdboden gleichgemacht.

Angesichts eines Investitionsstaus von gut 20 Millionen Euro sieht Christoph Rehrmann, Geschäftsführender GWG-Vorstand, keine realistische Perspektive, den Komplex mit seiner zum Teil mehr als hundertjährigen Bausubstanz unweit der Bahnanlagen zu erhalten. Stattdessen sollen dort, so wurde bereits in ersten Gesprächen mit der Stadt diskutiert, ein Kindergarten sowie Flächen für Einzelhandel entstehen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Was selbst die Flächenbombardements im 2. Weltkrieg nicht geschafft haben, plant nun die GWG. Den Abrissplänen würde auch das älteste Haus im GWG-Bestand Lange Straße Ecke Gustavstraße zum Opfer fallen.

In anderen Städten gehören Stadtviertel mit Häusern aus der Gründerzeit zu den beliebtesten Wohngebieten, während die Phantasie Hagener Entscheider nur bis zur Abrissbirne reicht. So hält auch WPWR-Redakteur Martin Weiske den Plan, „dass in Wehringhausen ein gesamtes Straßenkarree planiert werden soll“, für „angemessen“. Der jüngst von seinen Hasper Kumpeln zum „Wacholderritter“ geschlagene Zeitungsmann bezeichnet es in seinem Kommentar als „verfehlt, noch architektur-romantische Argumente herbeizuzerren“. Das ist exakt die Denkweise jener Hagener Cliquen, die seit Jahren daraufhin arbeiten, Geschichte und Kultur durch „Brauchtum“ zu ersetzen. Nicht fehlen darf natürlich auch der Hinweis auf die „EU-Zuwanderer aus Osteuropa“, aber das entspricht ja der Linie des Blattes.

Wenn, wie in dem Bericht zu lesen, die GWG bereits seit Jahren dabei ist, den Block leerzuziehen und keine Erhaltungsinvestitionen mehr getätigt hat, ist der Flächenabriss wohl schon von langer Hand vorbereitet worden und man hat die Häuser bewusst über einen langen Zeitraum heruntergewirtschaftet. Die ebenfalls erwähnte Wohnungsmarktstudie, die den Abriss von 3.500 Wohnungen in den nächsten zehn Jahren empfiehlt, ist aber erst vor acht Monaten im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt worden.

Andere Hauseigentümer haben in dieser Zeit saniert und renoviert, da sie offenbar die Potentiale, die in diesem Stadtteil trotz vieler Probleme stecken, erkannt und in ihre Immobilien investiert haben. Zu besichtigen beispielsweise in der Moltkestraße.

Das Verhalten der GWG ist umso merkwürdiger, als dem 4-Personen-Vorstand der Genossenschaft doch Claus Rudel angehört. Der ist nicht nur SPD-Fraktionsvorsitzender im Hagener Stadtrat, sondern auch Vorsitzender des Wehringhauser Ortsvereins seiner Partei. Und: Rudel ist bei den letzten Kommunalwahlen 2014 direkt in den Rat gewählt worden. Und zwar im Wahlbezirk Wehringhausen-West, genau dort wo jetzt seine GWG ein ganzes Karree (mit vermutlich vielen Rudel-Wählern) dem Erdboden gleich machen will. Der Mann sollte sich schon mal warm anziehen.

Hagen: Pleite, hässlich, trotzdem geil?

19. August 2017

Ein offenes Stadtgespräch über den Umgang mit Ruinen und den Charme, sie zu füllen

Do 31.08.2017, 19:00 Uhr
Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, 58089 Hagen
Eintritt: frei

Hagen eine abgedroschene Stadt? Wie es um die Stadt steht und wohin es noch führt – eine offene Gesprächsrunde über verborgenen Reichtum.

Hagen – was soll das denn sein? Die Stadt in Westfalen hat ein Imageproblem. Sie gilt als abgedroschen, pleite, hässlich. Radwege? Kaum vorhanden. Abendleben? Ausbaubar. Und die Fernuniversität ist eine Chiffre der Stadt selbst. In Hagen studieren? Dann aber nur auf Distanz.

Dabei hat die Stadt am Rande des Ruhrgebiets („Das Tor zum Sauerland“) vieles, auf das sie stolz sein könnte: Waldflächen bis zum Abwinken, ein industrielles Erbe und mit Karl Ernst Osthaus eine historische Stadtpersönlichkeit, die als Kulturmäzen auch für die Arbeiterschaft Impulse gesetzt hat.

Plus: Die Stadt ist beliebt bei jungen Familien, die zu hunderten aus Bulgarien und Rumänien anreisen – allerdings eher, weil der heruntergekommene Wohnungsmarkt niedrige Mieten schafft.

Ist die Stadt ein Beispiel für urbane Hoffnungslosigkeit? Oder kann sie nicht gerade auch das Gegenteil sein – ein charmantes, postindustrielles Labor voller Möglichkeiten, in dem sich die Zukunftsfähigkeit deutscher Großstädte beweisen lässt? Denn es stimmt ja: Überall dort, wo sich Lücken auftun, kann auch Neues entstehen. Welche Perspektiven gibt es dabei für eine Stadt wie Hagen?

Am Runden Tisch möchte taz.meinland mit Ihnen und allen Interessierten in einer offenen Diskussion darüber sprechen, was die Zukunft den HagenerInnen bringen kann, was sie gestalten können und was Lokalpatriotismus und die Hagener Identität ausmacht. Ein offenes Stadtgespräch über den Umgang mit Ruinen und den Charme, sie zu füllen – mit einer Flasche Doppelwachholder, Eversbusch, Made in Hagen.

Neben allen Interessierten begrüßen wir dazu:

• Ihsan Alisan, Kulturmanager
• Jürgen Breuer, Kulturzentrum Pelmke
• Reinhard Goldbach, Jugendamtsleiter Stadt Hagen
• Werner Hahn, Schauspieler und ehemaliger Leiter des Kinder- und Jugendtheaters lutzhagen
• Eva Rapp-Frick, Karl-Ernst-Osthaus-Bund

Moderation: Martin Kaul, taz

Der Bierdeckel kommt

16. August 2017

Friedrich Merz am 7. Dezember 2017 bei der SIHK

Der hat uns gerade noch gefehlt: Friedrich Merz, Vorsitzender des USA-Fanclubs Atlantikbrücke und Aufsichtsratschef für Deutschland beim weltweit größten Vermögensverwalter Blackrock, hält die Festansprache auf der 67. Jahresveranstaltung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) am 7. Dezember 2017 in der Stadthalle Hagen.

So richtig bekannt wurde der damalige Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Deutschen Bundestag 2003 mit seinem Steuersenkungskonzept, das er den normalen Bürgern mit dem Versprechen auf eine radikale Vereinfachung der Steuererklärung schmackhaft machen wollte: Ein Bierdeckel sollte reichen.

Merz legte im Jahr 2006 mit acht weiteren Abgeordneten des Deutschen Bundestags beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen die Offenlegung ihrer Nebeneinkünfte ein. Am 4. Juli 2007 wies das Bundesverfassungsgericht die Klage von Merz et al. mit der Begründung zurück, dass das politische Mandat „im Mittelpunkt der Tätigkeit“ stehen müsse und kritisierte die Gefahr der Befangenheit durch Zahlungen von Unternehmen.

Merz wandte sich außerdem gegen die Mitbestimmung von Arbeitnehmern in Unternehmen bzw. wollte diese einschränken, so sollte etwa die Vorstandsbestellung den Arbeitgebervertretern überlassen sein.

Im Juni 2010 wurde Merz vom Bankenrettungsfonds Soffin damit beauftragt, den Verkaufsprozess der WestLB an einen privaten Investor zu leiten. Für Kritik in den Medien sorgten hohe Honorarsätze für Merz (5000 Euro pro Tag) und weitere Anwälte.

Im August 2010 zählte Merz zu den 40 prominenten Unterzeichnern des Energiepolitischen Appells. Dieser sollte die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke voranbringen und war eine Lobbyinitiative von vier großen europäischen – allesamt Kernkraftwerke betreibenden – Stromkonzernen. Im Juni 2011 warnte er vor einer zu schnellen Energiewende.

Merz ist außerdem Gründungsmitglied des Fördervereins für die neoliberale Propagandaplattform Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Breitband: Hagen stellt jetzt doch Antrag

11. August 2017

Angeblich neue Rahmenbedingungen

Die Stadt Hagen stellt bis zum 29. September dieses Jahres einen neuen Antrag im Rahmen des nächsten Förderaufrufs des Bundesverkehrsministeriums für Breitbandausbau. Den Anfang des Jahres auf den Weg gebrachten ersten Förderantrag hatte die Stadtverwaltung kurz vor Fristende zurückgezogen. Das hatte Proteste einer Bürgerinitiative und aus den Reihen der Politik hervorgerufen (siehe hier, hier und hier).

Grund für die Rücknahme des Antrags ist nach Angaben der Stadtverwaltung unter anderem die Bereitschaft eines Telekommunikationsunternehmens, den Breitbandausbau in bisher unterversorgten Teilen Hagens eigenwirtschaftlich zu planen. Zudem trage die Arbeit der Breitbandgenossenschaft Hagen mittlerweile Früchte: Diese realisiere Hochgeschwindigkeitsbreitband via Richtfunk.

Weiter erklärt die Verwaltung:

Da diese neuen erfreulichen Rahmenbedingungen eine maßgebliche Umgestaltung des ursprünglichen Antrags erfordert hätten, welche in der Kürze der Zeit nicht gegeben war, bringt die Stadtverwaltung aktuell einen neuen Förderantrag auf den Weg.

Die Rücknahme des ersten Antrags geschah auf Ratschlag des vom Bundesverkehrsministerium eingesetzten Unternehmensberaters „atene KOM“, der für die Genehmigung der Förderanträge zuständig ist. Im Falle einer Ablehnung des Förderantrags hätte dieser nicht noch einmal gestellt werden können.

Die Stadtverwaltung verspricht sich mit dem neuen Antrag weitaus höhere Erfolgschancen auf eine bewilligte Förderung.


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