Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

TWB schließt plötzlich Werk in Hagen mit 140 Mitarbeitern

19. September 2019

Schock, Wut, Verzweiflung: Der Automobilzulieferer TWB-Prevent in Hagen sperrt seine verbliebenen 140 Mitarbeiter aus. Die Frühschicht, die am Donnerstagmorgen ihren Dienst antreten wollte, fand nur einen Zettel am Werkstor vor. „Der Betrieb bleibt bis auf weiteres geschlossen. Der Zutritt zum Betriebsgelände ist jeglichen Personen verboten. Weitere Informationen erhalten Sie am Montag 23.09.2019“. Unterzeichnet ist der Aushang von der Geschäftsführung der TWB GmbH & Co. KG. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es war schon merkwürdig, dass der Firmensitz nach Frankfurt verlegt wurde (Siehe: Wir sind dann mal weg)

Der 400.000-Euro-Mann

19. September 2019

Erik Höhne als Vorstandsmitglied und Vorstandssprecher der Enervie wiederbestellt

Erik Höhne (52) bleibt Vorstandsmitglied und Vorstandssprecher bei der Enervie. Die Aufsichtsräte der Enervie und der Mark-E haben in ihren Aufsichtsratssitzungen am 16. September 2019 Erik Höhne als Vorstandsmitglied für die Ressorts Finanzen und Technik wiederbestellt und zugleich als Vorstandssprecher bestätigt (Foto: Enervie).

Höhne ist bereits seit 2010 Vorstandmitglied der Enervie und damit mitverantwortlich für die Krise, in die der Energie- und Wasserversorger aus reinem Größenwahn geraten war. So wollte der Sprecher des damals dreiköpfigen Vorstands, Ivo Grünhagen, RWE und Eon bundesweit Konkurrenz machen. Dazu brauchte man auch eine neue repräsentative Firmenzentrale, die sich im Nachhinein als reichlich überdimensioniert erwies. Folglich wurden Untermieter gesucht.

Selbst die Postadresse war den Strombossen nicht gut genug: Statt in der popeligen Haßleyer Strasse 120 wollten sie unter „Platz der Impulse“ firmieren. Und die Herren in den politischen Gremien (Enervie befindet sich überwiegend in kommunaler Hand) unterwarfen sich bereitwillig ihren Knechten im Vorstand – die Anschrift wurde geändert.

Im Sommer 2015 lag die Schuldenhöhe des Unternehmens bei 650 Millionen Euro. Enervie benötigte einen Kredit in Höhe von 60 Millionen Euro, um Strom und Gas kaufen zu können. Geld, das keine Bank den Stromern mehr gewähren wollte. Also mussten die Anteilseigner ran. Der Hagener Rat schob bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung (selbstredend in nichtöffentlicher Sitzung) den auf die Stadt entfallenden Anteil in Höhe von 30 Millionen Euro auf die kommunale HVG ab. Damit konnte in letzter Minute der Gang zum Insolvenzgericht abgewendet werden.

Die Zeche bezahlen mussten zu einem großen Teil die Arbeitnehmer. Im Restrukturierungskonzept wurde der Abbau von rund 815 Stellen festgelegt. Ein im Dezember 2015 gestarteter Versuch, Licht in die ganzen Machenschaften zu bringen, scheiterte – wie üblich – im Rat.

Vorstand Ivo Grünhagen wurde letztendlich mit einer Millionen-Abfindung in die Wüste geschickt – sein mitverantwortlicher Kollege Höhne darf sich jetzt auf fast 400.000 Euro pro Jahr freuen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz, zeigte sich angesichts der Vertragsverlängerung Höhnes ganz begeistert: „Erik Höhne hat die Unternehmensgruppe in den letzten Jahren in einer schwierigen Phase mit Kompetenz und Weitblick weiterentwickelt. Es ist auch sein wesentlicher Verdienst, dass Enervie mittlerweile wieder stark aufgestellt ist und sehr solide Ergebnisse erwirtschaftet. Wir freuen uns, dass wir diesen Weg gemeinsam weiter gehen können“.

Da bleibt einem nur noch die Spucke weg.

Schimmelbefall und Brandschutzmängel

18. September 2019

Kontrollaktion bei Wohnungen von DEGAG/Altro Mondo – Wasserrechnungen nicht bezahlt

Eine gemeindeübergreifende Aktion zur Aufdeckung von wohnungswirtschaftlichen Missständen in Beständen der DEGAG/Altro Mondo fand gestern landesweit statt. An der vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung initiierten Kontrollaktion beteiligten sich neben Hagen mit Castrop-Rauxel, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Herne, Kamen, Lemgo, Oerlinghausen und Wuppertal insgesamt zehn Kommunen.

„Die Zustände in den Hagener DEGAG-Immobilien sind nicht katastrophal, aber auch nicht gut“, sagt Birgit Overkott von der Koordinierungsstelle Problemimmobilien der Stadt Hagen, die den Aktionstag der Wohnungsaufsicht des Ministeriums vor Ort koordinierte.

13 Immobilien wurden in Hagen an drei Standorten (Vorhalle, Brockhausen und Elsey) aufgesucht. Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnungsaufsicht, der Bauordnung, des Umweltamtes und der Feuerwehr waren beteiligt. Kontrolliert wurden die Außenanlagen, Müllcontainer-Standorte, Keller, Zugänge, Zufahrten, Rettungswege, Aufzüge, Flure und einzelne Wohnungen. In fast allen Objekten gibt es Brandschutzmängel.

Die Wohnungsaufsicht registrierte Schimmelbefall, defekte Klingel- und Sprechanlagen sowie fehlende Haus- und Flurbeleuchtung. In einem Objekt ist der Aufzug nicht nutzbar, in einzelnen Wohnungen funktioniert die Heizung nicht. Auf den Außengeländen sind Spuren von Ratten unverkennbar. In einigen Objekten wird eine Brandschau folgen. Zudem wird die Stadt dem Verdacht auf Nutzungsänderung ohne Baugenehmigung nachgehen. Die DEGAG hat in Hagen 387 Wohnungen. Auffallend ist der zunehmende Leerstand in den Häusern.

Wiederholt waren Missstände in Wohnungen der Deutschen Grundbesitz AG (DEGAG), die von der Altro Mondo verwaltet werden, Gegenstand öffentlicher Berichterstattung. Auf Initiative von Landesministerin Ina Scharrenbach kamen Vertreterinnen und Vertreter aus den betroffenen Kommunen zusammen, um sich über das Geschäftsgebaren von Altro Mondo beziehungsweise der Deutschen Grundbesitz AG auszutauschen.

Nahezu in allen Städten gibt es vergleichbare Herausforderungen in von Altro Mondo verwalteten und im Besitz der Deutschen Grundbesitz AG (DEGAG) befindlichen Wohnungen: Defekte Aufzugsanlagen, defekte Heizungsanlagen/fehlende Warmwasserversorgung, Schimmelbefall und Abfallproblematik/Vermüllung. Wegen nicht bezahlter Versorgungsrechnungen drohen den Mieterinnen und Mietern zudem Wasser- und Wärmesperren.

Gutachten: Amprion-Stromtrasse durch Südwestfalen unnötig

12. September 2019

Die Amprion-Leitung, die über Herdecke, Hagen, den Kreis Olpe und das Siegerland führen soll, wird nicht gebraucht. Das sagt ein Gutachter. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Gutachter, Lorenz Jarass, ist ein mittlerweile emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften. Er studierte in den Jahren 1970–1975 an der Universität Regensburg Betriebswirtschaftslehre (Abschluss als Diplom-Kaufmann), danach 1975–1976 an der Stanford University (Abschluss als Master of Science). Die anschließende Dissertation (1976–1980) hatte das Thema „Strom aus Wind: Integration einer erneuerbaren Energiequelle“ und wurde mit Summa cum Laude bewertet.

Nicht überall ist Hagen – nicht überall ist GWG

2. September 2019

Eine dem Untergang geweihte Siedlung in Iserlohn erstrahlt heute in neuem Glanz

Schlieperblock, Frontansicht der restaurierten Gebäude Drosselweg 1-5. Foto: Asio otus, CC BY-SA 3.0

„Abriss ist unvermeidbar“ titelte das Lokalblatt. Das müsse aus Sicht der Wohnungsbaugenossenschaft nicht disktutiert werden. Die Wohnungen genügten den heutigen Anforderungen nicht einmal mehr in Ansätzen. Eine nachhaltige Modernisierung und Sanierung der Gebäude indes scheide aus wirtschaftlichen Gründen aus.

Das war im Jahr 2008 – und nein, es ging nicht um den unsäglichen Abriss des Wehringhauser „Block 1“ der GWG. Obwohl die Argumentation identisch ist. Was damals genauso vollmundig wie heute für Wehringhausen verkündet wurde, betraf den sogenannten „Schlieper-Block“ in Iserlohn.

Während in Hagen immer – gerne auch ohne Sinn und Verstand – munter abgerissen wird, ging dort die Geschichte ganz anders aus.

Der Schlieper-Block entstand in drei Bauabschnitten ab dem Jahr 1928 im Rahmen des städtischen Notwohnungsbaus für Erwerbslose. Architekt der über mehrere Straßen hinweg errichteten Wohnsiedlung war der im Bauamt der Stadt Iserlohn tätige Theodor Hennemann. Eigentümerin war die Stadt Iserlohn, bis die Wohnungen um 1941 an die Iserlohner gemeinnützige Wohnungsgesellschaft GmbH (IGW) übergingen.

Anders als viele in dieser Zeit entstandene Siedlungen orientierte sich Hennemann am „Neuen Bauen“, die Vorbilder sind in Dessau und Frankfurt zu sehen.

In einer Publikation des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe klärt der Architektur- und Sozialhistoriker Dr. Hans H. Hanke über den in der veröffentlichten Meinung „sehr verrufenen Schlieper-Block“ einiges auf. So sei es „nahezu unbekannt, dass die Siedlung einer der wenigen Iserlohner Orte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus war“.

Die Qualität des Schlieper-Blocks sowohl in architektonischer als auch sozialpolitischer Hinsicht wird von Hanke ausdrücklich gewürdigt: „Die Siedlung gehört in Westfalen, in dem überwiegend konservative Architekturformen rezipiert wurden, zu den ganz seltenen Baugruppen, die sich an der Moderne der Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts orientieren. … Auch als sozialpolitisches Beispiel einer Architektur, die sich der Moderne durch Bauaufgabe, städtebauliche Anordnung und schlichte Formen zuordnen lässt, ist die Siedlung außergewöhnlich in Westfalen. Sie gehört zu den gut ablesbaren Ergebnissen der Suche nach neuen Formen des Bauens für ärmere Schichten.“

Erhaltungsmaßnahmen blieben – wie beim GWG-Block in Wehringhausen – weitgehend aus, der Komplex verwahrloste zusehends und manifestierte den zunehmend schlechten Ruf des Schlieper-Blocks. So schien ein Abriss unaufhaltsam zu sein.

Die Wende kam im Jahr 2010. Auf Betreiben Iserlohner Bürger, insbesonders des inzwischen verstorbenen Peter Treudt und seines Mitstreiters Klaus Stinn (beide mussten sich im örtlichen Dumpfbackenmilieu auch noch als „Ideologen“ beschimpfen lassen), wurde der Schlieper-Block unter Denkmalschutz gestellt. Damit war die Wohnungsgesellschaft gezwungen, ihre Strategie zu ändern – einfach weg und was anderes auf das Grundstück zu stellen war jetzt nicht mehr möglich. Und siehe da: es ging.

Von „unwirtschaftlich“ und „Abriss unvermeidbar“ war plötzlich keine Rede mehr. In einer Pressemitteilung des Wohnungsunternehmens wurde die 180-Grad-Wende deutlich: „Für Geschäftsführer Olaf Pestl zählt dabei vor allem, dass der Schlieperblock nun endgültig vor dem Verfall gerettet ist.“

Die neue Linie lautete auf einmal: „Aufgrund der hohen baukulturellen Bedeutung der Wohnsiedlung ist die Zielsetzung für den weiteren Umgang mit dem Standort des Schlieperblockes ein weitestgehender Erhalt und eine Revitalisierung, die im Einklang mit den Denkmalschutzaspekten steht.“

Der Verein „Iserlohn – DenkMal“ kommentierte die Kehrtwende mit dem Satz: „Es hat sich also gelohnt, nicht zu schnell für einen Abriss zu votieren und denjenigen in Politik und Gesellschaft nicht nachzugeben, die eine kulturelle Ex-und Hopp Mentalität vertreten.“

In den Jahren 2015 bis 2017 wurde die Siedlung grundlegend saniert. Ein Teil wurde als Ausbauhäuser verkauft, im anderen Teil werden weiter Wohnungen vermietet. Vermarktet werden die Häuser inzwischen als „Bauhaus-Siedlung Schlieper“.

Stolz präsentierte Iserlohn die einst dem Untergang geweihte und inzwischen zum Vorzeigeobjekt mutierte Immobilie 2018 beim „Tag der Architektur“. Und auch in diesem Jahr wird auf den Stellenwert der Bauten hingewiesen: Besichtigt werden kann die Siedlung am „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag, den 8. September 2019 von 14 – 17 Uhr. Anlaufstelle: Meisenweg 6, 58644 Iserlohn.

CDU-Purps: GWG-Abriss im Geschäftsinteresse

28. August 2019

Nachdem vor zwei Jahren die nur dem Namen nach gemeinnützige GWG den geplanten und nun begonnenen Abriss eines ganzen Gründerzeitwohnblocks in Wehringhausen bekannt gegeben hatte, standen als erste Jubelperser die Mädels und Jungs der CDU-Ortsunion Wehringhausen parat.

Wie kann das sein, wo sich doch die Vorsitzende dieses Vereins, Melanie Purps, so penetrant wie unglaubwürdig als Vertreterin der Wehringhauser inszeniert? Nun, ganz einfach: Die Purps-Familie hat Geschäftsinteressen zu verteidigen. Da müssen die Wehringhauser schon mal sehen, wo sie bleiben.

Bereits der Blick auf die e-mail-Adresse Purps‘ auf der Homepage der Hagener CDU macht stutzig. Von „umzug-service“ ist da zu lesen. Dahinter verbirgt sich die Internet-Seite der Möbel-Spedition Aloys Priller, traditionell beheimatet in direkter Nachbarschaft der Hagener Puffmeile Düppenbeckerstraße. Geschäftführer des Umzugsunternehmens ist Ehegatte Christoph Purps, der Vorsitzende der Hagener CDU.

Melanie Purps ist auch Mitglied der CDU-Fraktion im Hagener Rat. Die sorgte mit ihren Helfern aus der Allianz des Grauens – FDP, „Grünen“ und Hagen Aktiv – sowie der Wählergruppe Bürger für Hohenlimburg/Piraten und der AfD dafür, den Weg für den Abriss des Wohnblocks frei zu machen (siehe: Die Liste der Zerstörer).

Die Möbel-Spedition Priller unterhält enge Geschäftsbeziehungen zur Immobilienfirma GWG. Seitens der Purps-Familie dürfte wenig Interesse daran bestehen, diese nur aus Gemeinwohlgründen aufs Spiel zu setzten. Auf ihrer Homepage bewirbt die GWG die Sonderkonditionen, die Purps-Priller bereithält:

„Wir haben mit der Möbelspedition Priller attraktive Rabatte bei einem Umzug in eine GWG-Wohnung ausgehandelt.

Regale zerlegen, jede Tasse in Papier einwickeln, Kisten schleppen: Dieser Stress trübt jegliche Vorfreude auf die neue Wohnung. Lassen Sie sich beim Umzug helfen! Sprechen Sie mit den freundlichen Mitarbeitern der Möbelspedition Priller und fordern Sie ein unverbindliches Angebot an. Der GWG-Rabatt schont dabei Ihren Geldbeutel.“

Wer Regale zerlegt, hilft auch gerne dabei mit, einen ganzen Wohnblock zu zerlegen. Hauptsache, die Aufträge für den eigenen Laden sind weiter gesichert.

Douglas wird am Standort Hagen vom Besitzer zum Mieter

24. August 2019

Die Douglas AG hat das ehemalige Hagener Stammhaus in Kabel verkauft und ist dort bloß noch Mieter der Flächen. (…)

Quelle: wp.de

Douglas schließt 70 Filialen

23. August 2019

Douglas streicht sein Filialnetz zusammen. Wie Insider berichten, will sich Europas größter Parfümeriehändler von rund 70 Märkten trennen, das sind rund 3 Prozent der europaweit 2400 Filialen. Derzeit versucht Douglas individuelle Lösungen für die betroffenen Standorte zu finden, bis Jahresende 2020 soll die Trennung vollzogen sein. Einem großen Teil der betroffenen Mitarbeiter soll eine Anschlussbeschäftigung in anderen Filialen angeboten werden. Um wie viele Personen es sich dabei handelt, blieb zunächst unklar. (…)

Quelle: manager magazin

Hohenlimburg: Zukunftskonzept für Federnwerk in Oege?

22. August 2019

Wie geht es weiter mit dem Federnwerk von Thyssenkrupp an der Oeger Straße? Bei der Belegschaftsversammlung am gestrigen Dienstag wurde deutlich: Die Unsicherheit ist groß. (…)

Quelle: wp.de

Wir sind dann mal weg

19. August 2019

TWB hat den Firmensitz nach Frankfurt verlegt

Der skandalumwitterte Hagener Autozulieferer TWB hat seinen Unternehmenssitz nach Frankfurt verlegt. Sowohl die TWB GmbH & Co. KG als auch deren Komplementär, die TWB Verwaltungsgesellschaft mbH, sind seit kurzem im Frankfurter Handelsregister verzeichnet. Beide Firmierungen wurden bei der Gelegenheit auch gleich vom Namensbestandteil „Prevent“ gesäubert.

Während die Verwaltungsgesellschaft als Geschäftsanschrift die Sedanstraße 3 in Hagen beibehält, residiert die TWB GmbH & Co. KG inzwischen in einem Bürogebäude in Frankfurt-Heddersheim, das der städtischen Immobiliengesellschaft ABG Frankfurt Holding gehört. Die offeriert in ihrer 2002 errichteten Gewerbeimmobile „Büros in verschiedenen Größen von 20-53 m², pro Etage eine Gemeinschaftsküche und ein Besprechungsraum vorhanden, Toiletten, isolierverglaste Fenster, Zentralheizung und Teppichboden“.

Ein bisschen wenig Platz für die Steuerung eines Unternehmens, dass für das Geschäftsjahr 2017 noch einen Umsatz von 103,5 Millionen Euro ausgewiesen hat. Sollte nach der Kündigung von etwa 300 Beschäftigten mit dem Umzug ins Frankfurter Handelsregister der endgültige Abgang vorbereitet werden?

Die Prevent-Gruppe, zu der TWB gehört, hatte versucht, gegenüber Kunden aus der Automobilindustrie mit Gewalt höhere Preise durchzusetzen und sich damit verzockt. Leidtragende dieser fehlgeschlagenen Strategie waren die Beschäftigten, die mit Massenentlassungen überzogen wurden, über die noch vor Gericht gestritten wird.

Ein Viertel der Hagener in atypischer Beschäftigung

17. August 2019

78.000 Kernerwerbstätige wurden 2018 in Hagen gezählt, 1.000 mehr als im Jahr zuvor. Davon waren 24,9 Prozent (19.000) in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis beschäftigt. Das teilt das Statistische Landesamt IT.NRW mit.

Zu den atypisch Beschäftigten zählen Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Arbeitsstunden je Woche, befristet oder geringfügig Beschäftigte sowie Angestellte bei Zeitarbeitsfirmen. 53.000 (2017: 52.00) Menschen waren in einem Normalarbeitsverhältnis angestellt und hatten eine unbefristete sozialversicherungspflichtige Tätigkeit mit über 20 Wochenstunden.

Als Kernerwerbstätige werden Menschen zwischen 15 bis 64 Jahren verstanden, die sich nicht in schulischer oder beruflicher Ausbildung oder in einem Freiwilligendienst befinden.

Federnwerk Hohenlimburg: Betriebsrat hofft auf Perspektive

11. August 2019

Thyssenkrupp stellt Federnproduktion auf den Prüfstand – und damit auch das Werk in Hohenlimburg. Betriebsrat: Entwicklung hat einen Grund. (…)

„Die Belegschaft ist sehr enttäuscht von Führung und Vorstand“, sagt Thomas Oberste-Lehn, Betriebsratsvorsitzender in Hohenlimburg und seit 40 Jahren im Unternehmen. „Die meisten Mitarbeiter im Federnwerk arbeiten dort bereits seit mehr als 20 Jahren“, so Oberste-Lehn. (…)

„Die wirtschaftliche Situation für den Betrieb ist schlecht, das wird von uns nicht bestritten“, so Oberste-Lehn. „Aber die Frage ist: Wo liegen die Gründe dafür?“ So seien es nicht allein gestiegene Rohstoffpreise und konjunkturelle Entwicklungen gewesen, die das Geschäft mit Federn und Stabilisatoren in unsicheres Fahrwasser geführt haben. Hinzu kamen Fehlentscheidungen des Managements, ebenso wie ausgebliebene und falsche Investitionen, sagt Oberste-Lehn. (…)

Quelle: wp.de

Wirtschaftsexperten in Sorge: Hagen verliert den Anschluss

8. August 2019

Hohe Arbeitslosigkeit, überschuldete Privathaushalte und immense kommunale Schulden – Experten zählen Hagen zu den gefährdeten Regionen. (…)

Quelle: wp.de

Wir Geringverdiener

8. August 2019

Fast nirgendwo in NRW liegen die Durchschnittseinkommen niedriger als in Hagen

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2015 mitteilt, ergibt sich daraus in NRW rein rechnerisch ein durchschnittliches Jahreseinkommen (vor Steuern) von 38 560 Euro je Steuerpflichtigen.

In Hagen waren es allerdings nur 33 278 Euro. Damit liegt die Stadt weit abgeschlagen auf Platz 369 von insgesamt 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Am untersten Ende der Einkommensskala rangierten Gelsenkirchen (30 020 Euro), Duisburg (29 668 Euro) und Weeze (Kreis Kleve) mit 28 225 Euro je Steuerpflichtigen (Photo: Christian Dubovan/Unsplash).

Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) mit durchschnittlich 62 570 Euro je Steuerpflichtigen, Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis) mit 56 256 Euro und Attendorn (Kreis Olpe) mit 55 046 Euro verzeichneten die höchsten Durchschnittseinkommen.

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass zusammen veranlagte Ehegatten bei dieser Erhebung als ein Steuerpflichtiger gezählt werden. Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2015. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden frühestens nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier veröffentlichten Informationen sind damit die aktuellsten, die derzeit verfügbar sind.

Hohenlimburg: In anderer Stadt größere Abstände erreicht

13. Juli 2019

Während die Trassenführung der neuen Höchstspannungsleitung durch Hohenlimburg weiter höchst umstritten ist, gibt es im weiteren Verlauf der Stromleitungs-Strecke nun eine Einigung. Netzbetreiber Amprion ist dort – im Gegensatz zu Hohenlimburg – sehr weit auf die Kritik von Bürgern und Stadt eingegangen.

So wird Amprion beim geplanten Bau der 380-kv-Höchstspannungsleitung zwischen Dortmund und Dauersberg in Rheinland-Pfalz in Attendorn auf einen schmaleren Masttypen setzen. Zudem soll sich die Trasse etwas geradliniger den Weg durch die Landschaft bahnen als bislang geplant. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Minister Altmaier: Stromtrasse durch Hohenlimburg ist nötig

4. Juli 2019

Während viele Hohenlimburger die neue Höchstpannungstrasse fürchten, wird sie im Bund mehr denn je als nötig erachtet. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Klima trübt sich ein: Erneut mehr Arbeitslose in Hagen

2. Juli 2019

Jetzt liegt die Quote schon bei 10,2 Prozent: Die Arbeitslosigkeit ist in Hagen erneut gestiegen. Und die Aussichten sind nicht positiv. (…)

Quelle: wp.de

TWB in Hagen muss sieben Gekündigte weiterbeschäftigen

29. Juni 2019

Jetzt gibt es die ersten sieben Urteile in Sachen Prevent-TWB und strahlende Gesichter in der Belegschaft. Vor dem Arbeitsgericht hat der Automobilzulieferer aus der Sedanstraße am Dienstag eine schwere Schlappe einstecken müssen: Die Arbeitsverhältnisse sind durch die Kündigungen von Ende Januar nicht aufgelöst worden, das Unternehmen wurde verurteilt, die entlassenen Mitarbeiter weiterzubeschäftigen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Land und EU fördern Klimaschutzprojekt in Hagen mit 2,5 Millionen Euro

22. Juni 2019

Das Ruhrgebiet profitiert vom Klimaschutzwettbewerb EnergieSystemWandel.NRW: Insgesamt 9,3 Millionen Euro Fördergelder des Landes und der EU fließen in der aktuellen Förderrunde in Projekte in der  Ruhrregion.

2,5 Millionen Euro fließen in das Projekt „Geothermale Papiertrocknung“ der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH (Hagen) in Kooperation mit der Hochschule Bochum und dem Fraunhofer Umsicht-Institut (Oberhausen). Erforscht werden neuartige Verfahren, um Papier durch Wasserdampf zu trocknen.

NRW-weit wurden in dieser zweiten Bewerbungsrunde 18 Projekte zur Förderung empfohlen. Die geplante Gesamtfördersumme beträgt 24,7 Millionen Euro. Der EFRE-Wettbewerb „EnergieSystemWandel.NRW“ unterstützt praxisnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Keine Schau in Hagen: Kfz-Innung sagt City-Autosalon ab

12. Juni 2019

2019 wird es keinen City-Autosalon geben. Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Hagen/Ennepe Ruhr hat die Veranstaltung abgesagt und jetzt per Post ihre Mitglieder informiert.

„Wir sehen in Zusammenhang mit dem Autosalon keine Chance darauf, dass ein verkaufsoffener Sonntag genehmigt wird“, erklärt Gunter Bathe, Sprecher der Innung, „vor diesem Hintergrund hat sich der überwiegende Teil der Autohäuser gegen eine Teilnahme ausgesprochen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: In der Vergangenheit wurde von offizieller Seite der Verkaufssonntag immer damit gerechtfertigt, dass eine Traditionsveranstaltung im Mittelpunkt stünde. Jetzt wird erstmalig offen ausgesprochen, dass es sich genau umgekehrt verhält: Es geht – wie bei den anderen, ähnlich gelagerten „City-Events“ – vornehmlich darum, die Läden zu öffnen. Der Rest ist Beiwerk. Die Gewerkschaft ver.di, die mehrmals erfolgreich gerichtlich gegen die verkaufsoffenen Sonntage vorgegangen ist, lag mit ihrer Position also richtig. Auch wenn die örtliche Presse im Schulterschluss mit den unternehmerischen Lobbyvereinen das Feuer auf die Arbeitnehmervertreter eröffnet hat.

Warnstreiks bei Kaufland und Spielwarenkette in Hagen

8. Juni 2019

In Hagen gab es am Freitag Warnstreik-Aktionen im Kaufland Hohenlimburg und bei Smyths Toys in Vorhalle. Die Gewerkschaft will weiter kämpfen.

Es ist kein leichtes Spiel, einen Arbeitskampf im Einzelhandel zu führen. Das weiß Monika Grothe als langjährige Sekretärin bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aus Erfahrung. Der gewerkschaftliche Organisationsgrad in den Geschäften ist oft niedrig, 97 Prozent der Beschäftigten sind Frauen und in den allermeisten Fällen sind es keine Vollzeitstellen. Da bleibt wenig Zeit und Raum, um sich als Belegschaft zu organisieren.

Entsprechend froh war Monika Grothe am Freitagvormittag, als sie 70 Beschäftigte mit gelben Warnstreik-Westen im Kultopia in Hagen begrüßen konnte. Es laufen derzeit zähe Tarifverhandlungen im Einzelhandel, erst am Abend zuvor war eine erneute Runde zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern gescheitert. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Keine Abfindungen für TWB-Mitarbeiter in Hagen

6. Juni 2019

Die gekündigten Mitarbeiter des Hagener Automobilzulieferers Prevent TWB bekommen auch weiter keine Abfindung. Das hat eine Einigungsstelle entschieden. (…)

TWB habe schon „einen signifikanten Millionenbetrag für die Einrichtung einer Transfergesellschaft bereitgestellt.“ Im Interesse der verbleibenden 160 Mitarbeiter sei es nicht zu verantworten, „weitere Mittel für den Sozialplan zur Verfügung zu stellen“. (…)

Quelle: WDR

Teuer, teurer, Hagener Müllabfuhr

6. Juni 2019

Während der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) weiter treuherzig behauptet: „HEB mit den niedrigsten Abfallgebühren“, belegt jetzt eine Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von Haus & Grund Deutschland erstellt hat, dass HEB zu veritablen Müllmärchen neigt.

Nach Angaben der Studie belegt Hagen im Ranking der 100 größten deutschen Städte zur Höhe der Abfuhrgebühren einen blamablen 86. Platz. Zu den Ursachen der gewaltigen Unterschiede in der Gebührenstruktur äußern sich die Verfasser der Studie nicht.

DOPPELWACHOLDER.DE hat bereits mehrfach, zuletzt im Dezember 2018, auf die überhöhten Gebühren in Hagen hingewiesen und auch mögliche Ursachen benannt (siehe hier). Die Politik hat bisher in ihrer allumfassenden Weisheit darüber hinweggesehen.

Nach zehn Jahren hinhalten: Hoesch-Siedlung wie verwandelt

6. Juni 2019

Über zehn Jahre lang hat man den Mietern der Hoesch-Siedlung (Anm. DW: in Hohenlimburg-Oege) viel versprochen und nichts gehalten. Jetzt trauen sie ihren Augen kaum. (…)

Es war ein schwierig zu durchblickendes Geflecht für die Mieter: Bis zum Jahr 2009 gehörten die Immobilien der „Hoesch-Wohnungsbau“. Dann stieg die „Prodomo“ ein. Zum 1. Januar 2011 übernahm die KGW Wohnwert GmbH und gab die Wohnungen dann aber an die Barmer Wohnungsbau weiter. 2017 übernahm die Bochumer „Vonovia Wohnungsgesellschaft“ die Immobilien. Am 1. Februar 2018 dann letztlich die „Paul Immobilien GmbH“. Und endlich tut sich was. (…)

Quelle: ikz-online.de (Bezahlschranke)

Keine Belebung auf Hagener Arbeitsmarkt: 10.068 ohne Job

31. Mai 2019

10.068 Arbeitslose gibt es in Hagen im Mai. Eine Belebung am Arbeitsmarkt bleibt aus. Dafür gibt es so viele Beschäftigte wie lange nicht. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Um wieviele versicherungspflichtige Arbeitsplätze es sich handelt oder wie hoch der Anteil der Vollzeitstellen ist, dazu liefert der Artikel keinerlei Informationen.

Taxipreise in Hagen sollen um zehn Prozent erhöht werden

31. Mai 2019

Die Taxipreise in Hagen werden um rund 10 Prozent steigen. „An einer entsprechenden Vorlage, die der Rat der Stadt Hagen verabschieden muss, arbeitet die Verwaltung gerade“, so Stadtsprecher Michael Kaub. Nach Ansicht der Genossenschaft Taxi Hagen, in der sich Unternehmer mit insgesamt 63 Fahrzeugen zusammengeschlossen haben, wird es für diese Erhöhung allerhöchste Zeit. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Blase geplatzt

17. Mai 2019

Hagener „Edel“-Steakhaus HOHOFFS 800° in Insolvenz

Bei der Vertragsunterzeichnung im März 2015 grinsten noch alle vergnügt ins Bild. Selbst Oberbürgermeister Erik O. Schulz war angereist, um mit aufs Foto zu kommen (siehe hier). Steaks für 50, 60, 70, 80 Euro oder mehr waren schließlich das, was Hagen dringend brauchte. Er freute sich, weil Inhaber Michael Hohoff vor Enthusiasmus sprühe und Hagen als „eine faszinierende Stadt“ bezeichnete, wie damals die Hagener Presse berichtete.

Gestern gab das Amtsgericht Hagen bekannt, dass sich die HOHOFFS 800° Hagen GmbH in einem Insolvenzeröffnungsverfahren befindet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hagener Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres bestellt.

Bereits Mitte 2018 kursierten Gerüchte über eine Schließung des Fress-Tempels. Damals schloss ein Hohoff-Betrieb in Hamm, ein anderer in Dortmund richtete nur noch Betriebsfeiern, Hochzeiten u.ä. aus. Man wolle sich „privat ruhiger setzen“ wiegelte Hohoff gegenüber der WPWR ab, und „alle Kräfte in Hagen bündeln“.

Am 1. Mai 2019 zog der Vermieter die Notbremse und kündigte der Hohoff-Firma den Pachtvertrag. Als Grund wurden Mietrückstände im sechsstelligen Bereich genannt. Vor dem Objekt wurde ein Sicherheitsdienst installiert.

Jetzt ist die von der Hagener Einheitspresse immer gut promotete Blase geplatzt.

Thyssen: Was passiert mit über 1000 Hohenlimburger Kollegen?

11. Mai 2019

Welche Auswirkungen haben die geplatzte Fusion der Stahl-Giganten Thyssenkrupp und Tata Steel sowie die angekündigte Massen-Stellenstreichung bei Thyssen (6000 Stellen sollen wegfallen, 4000 davon allein in Deutschland) auf den traditionsreichen Thyssenkrupp-Standort Hohenlimburg? Über 1000 Menschen arbeiten in Hohenlimburg für die „ThyssenKrupp Federn und Stabilisatoren GmbH“ und die „Thyssenkrupp Hohenlimburg GmbH“, wo warmgewalztes Hohenlimburger Mittelband produziert wird. (…)

Quelle: wp.de

Vom Anfang und Ende des Kapitalismus

5. Mai 2019

Do 09.05.2019, 19:00 Uhr, Kulturzentrum Pelmke

Drei Finanzkrisen in nur zehn Jahren zeigen: Der Kapitalismus tritt in eine neue Phase ein. Ulrike Herrmann erklärt, wie der Kapitalismus entstanden ist, warum Geld und Kapital nicht das Gleiche sind, warum Geld nicht reich macht, warum die Globalisierung kein Problem ist – und warum der Kapitalismus trotzdem untergehen wird.

Ulrike Herrmann ist seit 2006 Wirtschaftskorrespondentin bei der taz. Bekannt ist sie durch ihre Teilnahme an aktuellen politischen Diskussionen in Hörfunk und Fernsehen und geht dort hart mit dem neoliberalen Zeitgeist ins Gericht. „Es mag ungeheuerlich klingen, aber die meisten Volkswirte haben keinen Begriff davon, was es bedeutet, in einem voll ausgereiften Kapitalismus zu leben, in dem Großkonzerne herrschen und Banken das Geld aus dem Nichts schöpfen. Daher sind diese Ökonomen stets so verblüfft und überfordert, wenn es zu Finanzkrisen kommt“, heißt es zum Beispiel in ihrem Buch „Hurra wir dürfen zahlen“ aus dem Jahr 2010.

In ihrem Buch „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“ behandelt Herrmann seine „klügsten Theoretiker“, vor allem Smith, Marx und Keynes. Dabei macht sie deutlich, wie ihrer Meinung nach von den Klassikern sämtliche wesentlichen Probleme des Kapitalismus beantwortet wurden: Warum kommt es zu Finanzkrisen? Warum sind die Reichen reich und die Armen arm? Wie funktioniert Geld? Woher kommt das Wachstum? Diese Fragen könnten die heutigen Ökonomen nicht mehr beantworten.

Stadt Hagen: Im neuen Regionalplan weniger Steinbruch-Fläche

3. Mai 2019

Die potenziellen Abbauflächen für Kalkstein in Oege werden im neuen Regionalplan kleiner sein als im aktuellen – und das trotz der neu ausgewiesenen Fläche oberhalb von Feldstraße und Sonnenberg, gegen die die „Bürgerinitiative zu Erhalt des Ahms“ derzeit Unterschriften sammelt. Das rechnet jedenfalls die Stadt Hagen vor: Zwar solle dieses etwa 3,9 Hektar große Areal als künftige Potenzialfläche für den Abbau eingezeichnet werden. Westlich werde aber gleichzeitig ein bislang als Potenzialfläche ausgewiesenes 7,2 Hektar großes Gebiet herausgenommen. (…)

Quelle: wp.de

In Hagen mehr arbeitslose Hartz-IV-Bezieher „gefunden“

2. Mai 2019

Die Entwicklung läuft völlig gegen den Trend in Bund und Land: In Hagen ist die Zahl der Arbeitslosen im April stark angestiegen: 544 arbeitslose Frauen und Männer mehr als noch im März wurden gezählt, die Quote stieg massiv von 9,3 auf 9,9 Prozent an. Doch dabei gehe es gar nicht tatsächlich um mehr Arbeitslose, sondern um Fehler in der Datenerfassung, die man behoben habe, sagt Arbeitsagentur-Chefin Maren Lewerenz. Kurz gefasst: Es wurden in großer Zahl Hartz-IV-Empfänger gefunden, deren Status im System nicht „arbeitslos“ sondern „arbeitssuchend“ war. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Im steten Bemühen, die Statistik zu frisieren, kann man sich schon mal verhaspeln.

TWB-Mitarbeiter sorgen für turbulente Maikundgebung in Hagen

1. Mai 2019

Hagen hat eine turbulente Mai-Kundgebung erlebt: Gekündigte Mitarbeiter des Automobilzulieferers TWB skandierten Parolen gegen die IG Metall. (…)

Quelle: wp.de

Kitasanierung in Hagen kostet 375.000 Euro mehr als geplant

1. Mai 2019

Als die Stadt Hagen vor zwei Jahren den Entschluss fasste, die Kindertagesstätte am Gosekolk in Haspe zu sanieren, wurden Baukosten in Höhe von 296.000 Euro ermittelt. Den größten Teil dieser Summe, nämlich 207.000 Euro, sollte das Land NRW übernehmen, so dass die Stadt letztlich nur 89.000 Euro hätte zahlen müssen.

Doch dann trafen die Preisvorstellungen der Stadt mit jenen der Handwerker zusammen – und lagen so weit auseinander, dass die erschrockenen Mitarbeiter im Rathaus die Ausschreibung einzogen und erneut um Angebote baten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Schon der zweite Fall, der zeigt, dass das Handwerk übermütig wird. Bereits Ende März wurde bekannt, dass für die Sanierung des Verwaltungshochhauses – immerhin ein Millionen-Auftrag – kein Angebot abgegeben wurde.

Währenddessen brüstet sich NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart (FDP) mit seinen „Entfesselungspaketen“, um „das Handwerk von unnötiger Bürokratie zu befreien“. Weiter betont sein Ministerium: „Neben guten Rahmenbedingungen will das Land mit seiner Handwerksförderung die richtigen Impulse setzen, damit die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des nordrhein-westfälischen Handwerks dauerhaft erhalten bleibt und gestärkt wird. Handwerksförderung muss als Teil einer zukunftsgewandten Mittelstandspolitik bedarfsgerecht und damit wirkungsstark ausgerichtet sein.“

Laut Handwerksbericht des Pinkwart-Ministeriums flossen allein im Jahr 2017 39,7 Millionen Euro an steuerfinanzierten Fördermitteln aus den Töpfen von Land, Bund und EU in die Schatullen des nordrhein-westfälischen Handwerks. Dazu kommen 43,9 Millionen Euro für Maßnahmen, die sich insgesamt an den Mittelstand richteten, bei denen der auf das Handwerk entfallende Förderbetrag aber nach Angaben des Ministeriums nicht ermittelt werden konnte.

TWB-Arbeiter dürfen bei Maikundgebung in Hagen nicht reden

30. April 2019

Zur traditionellen Kundgebung am 1. Mai im Volkspark hat der DGB Hagen Michael Vassiliadis eingeladen. TWB-Arbeiter dürfen aber nicht reden. (…)

Seit Monaten schwelt ein Konflikt zwischen Teilen der Belegschaft und des Betriebsrates und der IG Metall, die Mitglied im DGB ist. Die TWB-Arbeiter sind wütend, weil sie sich angesichts ihrer Lage (290 Arbeitnehmern wurde gekündigt) mehr Unterstützung und einen Arbeitskampf von der IG Metall gewünscht hatten. Der Hagener IG-Metall-Chef Jens Mütze hatte das mit dem Hinweis zurückgewiesen, dafür gebe es keinerlei rechtliche Grundlage. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu noch einmal:

„Jens Mütze ist ein Verräter“
TWB-Kollegen demonstrieren vor dem Gewerkschaftshaus

„Westfalenpost“ im Abstiegskampf

29. April 2019

Druckauflage in Hagen liegt nur noch bei etwa 13.000 Exemplaren

Die Verlagsgruppe Funke-Medien gerät in ihrem Stammland Nordrhein-Westfalen immer mehr in die Defensive. Das berichtet der Mediendienst Kress, dem nach eigenen Angaben interne Zahlen zu den Druckauflagen der Funke-Zeitungen vorliegen.

Seit Langem hat der Konzern nur Gesamtsummen seiner einzelnen Blätter für bestimmte Verbreitungsgebiete, die auch noch nach Bedarf erweitert wurden, veröffentlicht. Kress hat jetzt Zahlen zu den einzelnen Zeitungen genannt.

Demnach beläuft sich die gedruckte Hagener Ausgabe der Westfalenpost nur noch auf 13.155 Exemplare pro Tag. Die Anzahl der tatsächlich verkauften Zeitungen liegt naturgemäß noch darunter. Für das Stadtgebiet Hagen kommt noch die Ausgabe Hohenlimburg mit 1.694 gedruckten Exemplaren dazu.

Insgesamt erreicht die im südwestfälischen Raum verbreitete Westfalenpost nach Kress-Angaben aktuell eine Auflage von nur noch 92.372, davon 80.000 Abos.

Laut Kress hieß es auf einer Belegschaftsversammlung vor wenigen Wochen, die Westfalenpost habe 2018 noch mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Das habe aber um 800.000 Euro unter Plan gelegen. Funkes NRW-Verlagsgeschäftsführer Thomas Kloß habe bei der Gelegenheit auch gleich die Katze aus dem Sack gelassen: Die konzerninternen „Forecasts“ für die Jahre bis 2021 hätten für ganz NRW ergeben, dass „wir dann kein Geld mehr mit Tageszeitungen verdienen“.

Dies habe – angeblich – nichts mit den „Leistungen in den Redaktionen und der Produktqualität“ zu tun, sondern mit den „harten Bedingungen“, die die Branche vorgebe.

Nicht erst nachdem die Funke-Medien durch das Aus für den Wochenkurier in Hagen endgültig das Monopol errungen haben, spielt hier allerdings die „Branche“ keine Rolle mehr, sondern für den fortgesetzten Niedergang sind in erster Linie die „Leistungen in den Redaktionen“ und die „Produktqualität“ verantwortlich. Hier mangelt es bekanntermaßen erheblich.

Erneute Debatte um Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke

29. April 2019

Erneut wird über den Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke in Oege debattiert. Die „Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm“ fürchtet eine neuerliche Erweiterung und beruft sich dabei auf eine Darstellung im Entwurf für den neuen Regionalplan, der derzeit aufgestellt wird. Sie hat eine Unterschriftenaktion bei Anwohnern in der Feldstraße und am Sonnenberg gestartet. Die Hohenlimburger Kalkwerke halten dagegen: Die Änderungen im Regionalplan seien marginal und dienten hauptsächlich zur Konkretisierung der bisherigen Planungen, so Geschäftsführer Dr. Christian Lange. (…)

Quelle: wp.de

Homepage der Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm

Hagen gehört zu 40 Städten mit geringstem Pro-Kopf-Einkommen

26. April 2019

Der Lebensstandard der Einwohner von Hagen bewegt sich, verglichen mit anderen Regionen in Deutschland, auf niedrigem Niveau. Wie eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergibt, lag das Pro-Kopf-Einkommen im Jahr 2016 in Hagen bei 19.774 Euro. Damit ist Hagen eine von nur 40 der 324 westdeutschen Städte und Kreise, die unterhalb der Marke von 20.000 Euro pro Kopf liegen. Im Osten Deutschlands überspringen nur sechs von 77 Kommunen die 20.000-Euro-Grenze. (…)

Quelle: wp.de

Weitere Informationen:

Regionale Einkommen in Deutschland: In einigen Kreisen höher als in Luxemburg, in anderen auf dem Niveau von Korsika

Quelle: WSI

Aus für den Wochenkurier

12. April 2019

Am Ende ging es dann doch schneller als erwartet. Der Wochenkurier, der am vergangenen Mittwoch im Briefkasten landete (Foto: DW), war der letzte: Der Betrieb ist eingestellt.

Mehr als 40 Jahre vermüllte das Anzeigenblatt die Stadt. Achtlos in Hauseingänge geworfene Zeitungsstapel wurden vom Wind auf Straßen und Plätzen verteilt. Einerseits.

Andererseits veröffentlichte der Wochenkurier Beiträge, die sich so in kaum einem anderen Medium dieser Gattung wiederfanden. Artikel zu Geschichte und Kultur, die man in einem Reklameblatt kaum vermuten würde.

Und auch das ist zu beachten: Der Wochenkurier war das letzte noch vorhandene Medium, das nicht dem Funke-Konzern unterstand. Der hat jetzt im Print- und Rundfunksektor endgültig das Monopol in Hagen.

Wochenkurier: Auch der Vertrieb gerät ins Schlingern

11. April 2019

Die Verteiler des in Insolvenz geratenen Hagener Anzeigenblatts Wochenkurier müssen damit rechnen, demnächst möglicherweise ihren Botenlohn nicht mehr zu bekommen. Für die in einem Insolvenzeröffnungsverfahren befindliche Wochenkurier Vertriebsgesellschaft mbH hat das Amtsgericht Hagen am Dienstag (9.4.2019) einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit dessen Zustimmung wirksam. Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten.

Sobald Austräger diesen Sachverhalt mitbekommen und in der Folge ihren Dienst einstellen, weil sie befürchten, am Ende leer auszugehen, dürfte sich die Krise des Blattes sehr schnell zuspitzen.

Streit um Freistellung: Vorwurf gegen die Anwältin von TWB

11. April 2019

Beim Hagener Automobilzulieferer TWB ist man verärgert über nicht eingehaltene Zusagen einer Prozessbevollmächtigten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wie erst weiter unter im Artikel zu lesen ist, sind die Beschäftigten und ihr Rechtsvertreter verärgert – und nicht der Automobilzulieferer.


%d Bloggern gefällt das: