Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

Dolomitwerke in Halden werden nach 108 Jahren abgerissen

3. Oktober 2017

Sie stehen für eine Ära Industriegeschichte in Hagen: Die 1909 gegründeten Dolomitwerke in Halden werden ab 9. Oktober vollständig abgerissen. (…)

Quelle: wp.de

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Hasper setzen einstimmig auch das neue Fachmarktzentrum

29. September 2017

Am Ende stimmte sogar der Grünen-Vertreter dafür: Einstimmig machte die Bezirksvertretung Haspe am Dienstag endgültig den Weg frei für den Abriss der nördlichen Hälfte der Brandt-Brache zugunsten eines Bürokomplexes mit Fachmarkt- und Gesundheitszentrum. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Einstimmige Abstimmungen sind in der BV Haspe die Regel; so etwas wie eine Opposition ist dort auch beim größten Humbug nicht zu erkennen. Großfürst Dietmar I. Thieser gibt die Order vor und die Lemminge folgen ohne Widerspruch.

So wird jetzt eben ein Gewerbeareal phantasielos in einen Einzelhandelsstandort umgewandelt, damit Grundstückseigentümer Brandt einen höheren Verkaufserlös erzielen kann. Es wird nicht lange dauern, dann folgt wieder das übliche Gejammer über angeblich fehlende Gewerbeflächen.

ThyssenKrupp: Resolution für den Stadtrat

28. September 2017

SPD Hagen erklärt sich solidarisch mit ThyssenKrupp-Belegschaft in Hohenlimburg

Die gegenwärtige Situation beim ThyssenKrupp-Konzern und dessen Absichtserklärung mit dem indischen Konzern Tata über den Zusammenschluss ihrer europäischen Stahlaktivitäten in einem 50/50-Joint Venture war am Montag aktuelles Diskussionsthema bei der Hagener SPD im Rahmen einer Parteiratssitzung.

Die Sozialdemokraten beanstanden, dass der Unternehmensvorstand eine so einschneidende Vereinbarung trifft, ohne die Arbeitnehmervertreter zu beteiligen oder auch nur zu informieren. „Dieses einmalige Vorgehen bedeutet einen Bruch in der Industriegeschichte unseres Landes nach dem Zweiten Weltkrieg“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Rudel, zugleich auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA). „Dass der ThyssenKrupp-Vorstand dafür auch noch politische Rückendeckung der Landesregierung erhält, ist ebenso einmalig.“

Der Hagener SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg pflichtet dem bei: „Alle Ministerpräsidenten haben bisher immer für die Interessen der Beschäftigten gekämpft. Doch Armin Laschet und sein Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart kämpfen nur für die Bilanzen der Manager. Statt sozialer Gewissenhaftigkeit herrscht bei der schwarz-gelben Landesregierung Gleichgültigkeit.“

Gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel habe er in der vergangenen Woche den betroffenen Kollegen am Standort Hohenlimburg einen Solidaritätsbesuch abgestattet. Die beiden unterstützen gemeinsam mit dem gesamten SPD-Unterbezirk Hagen den Kampf der Arbeitnehmerschaft und IG Metall gegen die Fusionspläne. „Es sollen konkret mindestens 2000 Arbeitsplätze bedroht sein. Aber das ist vermutlich nur der Einstieg in einen massiven Stellenabbau. Es ist zu befürchten, dass auch Beschäftigte in Hohenlimburg davon betroffen sein könnten“, so Röspel. Die SPD-Abgeordneten stehen seit vielen Monaten im Austausch mit den Betriebsräten über die Entwicklung des Konzerns.

Der Hagener SPD-Parteivorsitzende Timo Schisanowski hat daher gemeinsam mit Fraktionschef Claus Rudel dem gestrigen SPD-Parteirat vorgeschlagen, eine Resolution auf den Weg zu bringen, die sich mit den ThyssenKrupp-Arbeitnehmern und deren Familien bei ihrem Kampf um den Erhalt aller Arbeitsplätze solidarisch erklärt. „Wir stehen an der Seite der Beschäftigten in Hohenlimburg! Die Hagener SPD hat einstimmig in ihrer Parteiratssitzung beschlossen, die Ratsfraktion möge eine entsprechende Resolution in den Stadtrat einbringen und dort verabschieden. Nachdrücklich appellieren wir an Geschäftsführung und Aufsichtsrat von ThyssenKrupp, im Rahmen der geplanten Fusion mit dem indischen Stahlkonzern Tata sowohl die Konzernstandorte als auch die Arbeitsplätze zu erhalten.“ fassen Schisanowski und Rudel das Meinungsbild und die einstimmige Beschlussfassung der Hagener Sozialdemokraten zusammen.

Quelle: SPD Hagen

Anmerkung: Die Solidarität einer Partei, die sich immer noch „sozialdemokratisch“ nennt, mit von Entlassung bedrohten Beschäftigten ist eine Selbstverständlichkeit. Man kann sich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass die Hagener SPD sich nur dann mit dem „Kampf um den Erhalt aller Arbeitsplätze solidarisch erklärt“, wenn Geschäftführung und Aufsichtsrat weit entfernt sind.

Von Solidaritätsadressen wie hier bei ThyssenKrupp war im Fall Enervie von der Führungsspitze der Hagener SPD nichts zu hören und nichts zu sehen. Dabei wurden beim heimischen Energiekonzern proportional zur Größe der Belegschaft wesentlich mehr Stellen gestrichen. Im Wesentlichen wegen Missmanagements des damaligen Vorstands, das durch den Aufsichtsrat gedeckt wurde.

Und in diesem Aufsichtsrat saßen und sitzen immer noch zwei, die sich auf einmal – siehe oben – gaaanz weit aus dem Fenster lehnen: SPD-Fraktionschef Claus Rudel und der Hagener SPD-Parteivorsitzende Timo Schisanowski.

IG Metall und Betriebsrat kampfbereit

21. September 2017

Kampfbereit zeigen sich der Betriebsrat von ThyssenKrupp Hohenlimburg und die IG Metall Hagen nach dem gestern angekündigten konzernweiten Abbau von 2000 Arbeitsplätzen im Zuge der geplanten Fusion mit dem indischen Stahlkonzern Tata. (…)

Ob und wie Hohenlimburg von dem Arbeitsplatzabbau betroffen sein wird, ist derzeit noch genauso unklar wie an den anderen Standorten. Man dürfe sich auf keinen Fall in Sicherheit wiegen, so Jens Mütze. „Die Sorge der Mitarbeiter ist berechtigt.“ Deshalb sei er auch froh, dass sich aus Hohenlimburg eine große Zahl von Mitarbeitern für die große Protest-Veranstaltung in Bochum am Freitag gemeldet habe. Warnstreiks seien künftig auch nicht ausgeschlossen. (…)

Quelle: wp.de

Schenker will die Nordwest-Immobilie wieder verkaufen

21. September 2017

Der Logistik-Riese Schenker ändert am Standort Hagen erneut seine Strategie: Das jüngst erst erworbene Nordwest-Areal wird zum Verkauf angeboten. (…)

Damit ändert Schenker binnen drei Jahren erneut seine Strategie. Zur Erinnerung: Nach dem angekündigten Wegzug des Handelsunternehmens Nordwest nach Dortmund hatte der weltweit agierende Logistik-Konzern Schenker die Immobilie im Jahr 2014 gekauft. (…)

Zwei Jahre später war von Wachstum in Hagen allerdings keine Rede mehr. Im November 2016 verkündete Schenker, dass ein großer Teil der bisherigen Geschäftsaktivitäten des Standortes Haspe mit seinen rund 240 Mitarbeitern nach Lüdenscheid verlagert werden sollten. Die Bereiche Logistik mit Tranportvolumen/Lager und Sondertransporte sollten aber in Haspe verbleiben und auf dem früheren Nordwest-Gelände zusammengefasst werden. (…)

Noch nicht einmal ein Jahr später nun die erneut Kehrtwende: Das Nordwest-Gelände ist nun „out“, die Berliner Straße 14 wieder „in“. (…)

Quelle: wp.de

ThyssenKrupp: Fahrt zur Demo nach Bochum

21. September 2017

Die Mitarbeiter von ThyssenKrupp Hohenlimburg fahren am Freitag zur Demonstration nach Bochum. Abfahrt ist um 8.30 Uhr in Oege. (…)

Hintergrund für die Protestaktionen sind die Befürchtungen der Arbeitnehmervertreter, dass eine Fusion von ThyssenKrupp Steel und Tata Steel Tausende Arbeitsplätze kosten und Standorte geschlossen werden könnten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Thyssenkrupp und Tata Steel haben heute eine Grundsatzvereinbarung über den Zusammenschluss ihrer europäischen Stahlaktivitäten in einem 50/50-Joint Venture unterzeichnet. Ziel ist es, einen führenden europäischen Flachstahlanbieter zu schaffen. Das neue Unternehmen würde einen Pro-forma-Umsatz von etwa 15 Milliarden Euro erzielen und rund 48.000 Mitarbeiter an aktuell 34 Standorten beschäftigen.

Thyssenkrupp kündigte an, dass beim Zustandekommen des Joint Venture in den kommenden Jahren rund 2.000 Stellen in dem Unternehmen gestrichen würden. Eine Vertragsunterzeichnung wird für Anfang 2018 erwartet, der Vollzug des Zusammenschlusses soll Ende des kommenden Jahres folgen.

Bunker in Hagen wird für 71000 Euro versteigert

19. September 2017

Der Hochbunker an der Tuchmacherstraße ist für 71000 versteigert worden. Das Mindestgebot wurde eigens herabgesetzt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nach Angaben von Radio Hagen soll eine Schweizer Firma den Bunker ersteigert haben.

Hohenlimburg: Nur noch zwei Wochenmarkt-Stände

17. September 2017

Seit gestern sind es nur noch zwei Markthändler, die beim Wochenmarkt in der Innenstadt ihre Produkte anbieten: Thomas Arndt (Obst, Gemüse) und Birgit Radtke (Wurst, Käse, Eier). Die Stimmung war deshalb bei den Besuchern gereizt. Denn nach Familie Bien (Geflügel, Eier) hat sich auch Familie Obermeit (Käse, Wurst, Eier) leise, still und heimlich aus Hohenlimburg verabschiedet. Beide Markthändler wollen, so weiß es Maibritt Engelhardt, Vorsitzende der Werbegemeinschaft, ab der kommenden Woche ihre Produkte beim neuen Markt auf dem Friedrich-Ebert-Platz anbieten.

Was die Vorsitzende der Werbegemeinschaft wurmt, ist, dass ein Arbeitskreis aus Verwaltung, Hagen-Agentur und Markthändlern die „Friedrich-Ebert-Platz“-Idee ausgebrütet und sich niemand darüber Gedanken gemacht hat, welche Auswirkungen diese Entscheidung auf die anderen Freitagsmärkte in Hagen haben wird. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wen wundert es eigentlich noch, dass auch hier wieder die „Hagen-Agentur“ ihre Griffel im Spiel hatte? Dieses Unternehmen ist bisher nur durch Inkompetenz aufgefallen und trägt nichts zu einer positiven Entwicklung der Stadt bei. Dabei kostet der Laden nur Geld. Geld, das ausschließlich aus der Stadtkasse beglichen wird, obwohl die Kommune nur mit etwas mehr als 50 Prozent an der Bude beteiligt ist.

Während an anderer Stelle sinnvolle Dinge zusammengekürzt wurden, um wenige Tausend Euro einzu“sparen“, fließen in diesen aufgeblasenen Popanz laut Gesellschaftervertrag pro Jahr bis zu 1,5 Millionen Euro. Interessanterweise ist in diesem Fall von der Bezirksregierung, die sonst immer wieder gern die Folterwerkzeuge der Kommunalaufsicht vorzeigt, bisher nichts zu sehen und zu hören.

Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn die Unterhaltung einer nichtsnutzigen Firma aus städtischen Haushaltsmitteln aus dem Arnsberger Wald heraus zur „Pflichtausgabe“ erklärt würde, während beispielsweise der Eigenanteil an der zu 90 Prozent mit Bundes-/Landesmitteln finanzierten „Sozialen Stadt Wehringhausen“ von Hagener Wohnungsgenossenschaften geschultert werden musste, weil es sich hier um eine „freiwillige Leistung“ gehandelt haben soll, die die verschuldete Stadt nicht erbringen darf.

Willkommen in Absurdistan.

Freitagsmarkt auf dem Friedrich-Ebert-Platz erstmals am 22. September

16. September 2017

Obst, Gemüse, Wurst, Fleisch, Geflügel, Käse oder Fisch – all das finden Bürgerinnen und Bürger am Freitag, 22. September, auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Erstmals findet dort, im Herzen der Stadt, der Frischemarkt der Hagener Wochenmarkthändler von 10 bis 18 Uhr statt.

Eine Auswahl von voraussichtlich nur acht (!) Händlern will mit diesem Markt auf Hagens Wochenmärkte aufmerksam machen und neue Kunden für diese gewinnen. Der Markt findet zunächst jeden Freitag statt – allerdings nur bis zum 17. November auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Danach steht die Fläche aufgrund des Weihnachtsmarktes nicht mehr zur Verfügung. Sollte sich der Markt, wie erhofft, positiv entwickeln, wird kurzfristig nach einer Ausweichfläche gesucht.

Die freitags in den Stadtteilen Wehringhausen, Vorhalle und Hohenlimburg stattfindenden Wochenmärkte werden wie gewohnt von 7 bis 13 Uhr fortgeführt.

Politik legt entscheidendes Vertragswerk vorläufig auf Eis

9. September 2017

Selbst auf der Zielgeraden bleibt die Umwandlung der Hasper Brandt-Brache in ein Einzelhandelszentrum mit angrenzenden Büro- und Gastronomieflächen sowie einem Gesundheitszentrum ein mühsames und mit vielen Zweifeln behaftetes Unterfangen. (…)

Quelle: wp.de

Bewohner in Elmenhorststraße entsetzt über Abriss-Pläne

8. September 2017

Die städtische Wohnungsgesellschaft HGW will die Mietshäuser an der Elmenhorststraße abreißen, die Bewohner fürchten um ihre Heimat. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Interessant. „Auf“ Emst präsentiert sich das Einheitsblatt als – vermeintlicher – Interessenvertreter der Mieter. Und damit so ganz anders als bei den Abriss-Plänen in Wehringhausen, denen gleich ein ganzer Wohnblock mit 130 Wohnungen zum Opfer fallen soll. Dort hält WPWR-Redakteur Martin Weiske den Plan, „dass in Wehringhausen ein gesamtes Straßenkarree planiert werden soll“, für „angemessen“. Der jüngst von seinen Hasper Kumpeln zum „Wacholderritter“ geschlagene Zeitungsmann bezeichnet es in seinem Kommentar als „verfehlt, noch architektur-romantische Argumente herbeizuzerren“.

Abriss bei Oberbürgermeister ansiedeln

7. September 2017

Der Druck aus den städtischen Wohnungsgesellschaften auf Verwaltung und Politik, der alarmierenden Studie zu eklatanten Defiziten auf dem Hagener Mietwohnungsmarkt endlich eine gesamtstädtische Strategie entgegenzusetzen, wächst. (…)

Quelle: wp.de

Dazu das Interview:

Boksteen schlägt Stabsstelle beim OB vor

Hagen braucht dringend eine Strategie zur Stabilisierung des Wohnungsmarktes. HGW-Chef Boksteen erwartet, dass die Stadt Lösungen erarbeitet. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Jedenfalls konstruktiver als die Hauruck-Abrisspläne des GWG-Vorstands Christoph Rehrmann und seines getreuen Paladins Harald Szczygiol.

Siehe zum Thema auch:

Abriss im großen Stil
In Hagen-Wehringhausen soll ganzer Wohnblock verschwinden

Ist das Wohnraum oder kann das weg?
Was die GWG in Wehringhausen abreissen will

CDU unterstützt Abrisspläne

Abrissbirne wäre ein verheerendes Zeichen
Gedanken zur Quartiersentwicklung in Wehringhausen unter Berücksichtigung der Wohnungsmarktstudie für Hagen
von Jürgen Klippert

10 187 Hagener im August arbeitslos gemeldet

1. September 2017

Die Zahl der Arbeitslosen in Hagen erhöhte sich im August um 31 auf aktuell 10 187, die Quote blieb unverändert bei 10,2 Prozent (Vorjahr 11,4). Weiterhin sind gut 900 Hagener weniger arbeitslos als vor einem Jahr. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Arbeitslosenstatistiken sind bekanntlich geschönt. So werden beispielsweise Arbeitslose über 58 Jahren nicht mehr erfasst. Das wahre Ausmaß der Arbeitslosigkeit wird in den Datensätzen der Arbeitsagentur unter dem Begriff „Unterbeschäftigung im engeren Sinne“ genannt. Darunter fielen in Hagen im Monat August 13.434 Personen, das entspricht einer Quote von 13,2 Prozent.

Abrissaktion: Gründerzeit-Wohnblock in Hagen soll verschwinden

29. August 2017

Häuser, die im Dortmunder Kreuzviertel oder in Essen-Rüttenscheid einen Mieteransturm auslösen würden, sind in Hagen Ladenhüter. So zum Beispiel ein kompletter Wohnblock von Gründerzeit-Häusern im Stadtteil Wehringhausen Schöne phantasievolle Fassaden, ein parkähnlicher Hof, Blick auf die umliegenden bewaldeten Hügel. Eigentlich ein Mietertraum. (…)

Quelle 1: WDR
Quelle 2: WDR (Video, verfügbar bis 04.09.2017)

Anmerkung: War in der WPWR-Berichterstattung vor einer Woche noch von einem „Investitionsstau von gut 20 Millionen Euro“ die Rede, nennt GWG-Vorstand Rehrmann im WDR-Beitrag jetzt nur ein „Sanierungsvolumen von weit über 10 Millionen“ Euro. So schnell können sich Zahlen verändern.

Deerth-Grundstück mit Baurecht wäre 444 000 Euro wert

29. August 2017

Das Grundstück für den Ausbau der Drogenklinik wäre laut Gutachterausschuss 444 000 Euro wert – aber nur dann, wenn dort auch Baurecht besteht. (…)

Der Wohlfahrtsverband hatte beim Erwerb des Grundstücks im Jahr 2014, bei dem es sich bislang um ein Wiesen- und Waldgelände handelt, lediglich 36 000 Euro gezahlt, weil es sich weder um Gewerbeflächen noch um Bauerwartungsland handelte.

Der gezahlte Preis von 2,22 Euro pro Quadratmeter lag seinerzeit deutlich über dem im Gutachten ausgewiesenen Bodenrichtwert für forstwirtschaftliche Flächen in Höhe von 1,10 Euro/qm. Der Verwaltungsrat des Wirtschaftsbetriebes Hagen, in dem die Politik vertreten ist, wurde über das Geschäft im Mai 2017 informiert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Warum wurde selbst der Verwaltungsrat erst 3 Jahre später über diesen Deal informiert, wenn doch angeblich alles sauber über die Bühne gegangen sein soll? Und warum wurde einfach ein Stück Wald an Private verkauft? Kann jetzt jede Firma und jede Privatperson einen Teil des Stadtwaldes erwerben und bebauen? Das wäre jedenfalls die logische Schlussfolgerung und der Stadtwald wäre Geschichte.

Deerth: Hagens Rat wird Einwohnerantrag zum Verfahrensstopp ablehnen

26. August 2017

Obwohl am kommenden Donnerstag zur geplanten Erweiterung der Drogenklinik im Deerth im Rat sogar die Bürger das Wort haben, wird es noch keine abschließende politische Entscheidung zur Realisierung des AWo-Millionenprojektes im Hagener Stadtwald geben. Vor allem aus der Sorge heraus, dass bei einer frühzeitigen Beendigung des noch schwebenden Verfahrens kostspielige Schadensersatzforderungen auf die Stadt zukommen könnten, empfiehlt die Verwaltung, den entsprechenden Einwohnerantrag abzulehnen.

Eine Einschätzung, so die Signale aus der Politik, der die Mehrheit des Rates im Rahmen der Sondersitzung auch folgen dürfte. Zumal die Akteneinsicht der Politik zu den bereits getätigten Grundstücksverkäufen ergeben hat, dass dort alles ordnungsgemäß verlaufen sei. Dies geht aus einer nichtöffentlichen Vorlage für den Rat hervor, die der Stadtredaktion vorliegt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Bürgerinitiative hatte Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Veruntreuung bei der Staatsanwaltschaft Hagen erstattet. Die hat das Verfahren inzwischen eingestellt. Merkwürdig, denn Radio Hagen meldete gestern: „Der Gutachterausschuss der Stadt hat den aktuellen Verkaufswert ermittelt. Er liegt bei 444.000 Euro.“

Der Kaufpreis soll nach Pressemeldungen bei 50.000 Euro gelegen haben. Ein tolles Schnäppchen – und angeblich alles legal.

Dazu:

Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zum Einwohnerantrag – Ratssitzung am 31. Aug. 2017

Ist das Wohnraum oder kann das weg?

24. August 2017

Was die GWG in Wehringhausen abreissen will

Block Lange/Ewald/Minerva/Gustavstr. Luftbild: RVR

Ansicht des Wohnblocks aus der Gustavstraße. Links im Anschnitt das Haus Lange Straße 118. Foto: DW

Tafel am Haus Lange Straße 118. Das erste Haus, das der Spar- und Bauverein Hagen-Wehringhausen 1899 errichtete. 1941 wurde er mit dem Spar- und Bauverein Haspe zur Gemeinnützigen Wohnstätten Genossenschaft Hagen (heute GWG) zusammengelegt. Foto: DW

Weitere Informationen siehe:

Abriss im großen Stil

In Hagen-Wehringhausen soll ganzer Wohnblock verschwinden

Hohenlimburger Bauverein sucht Käufer

23. August 2017

Der Hohenlimburger Bauverein wird sich vom Hotel / Restaurant „Der Bentheimer“ trennen und das denkmalgeschützte Gebäude auf dem 2700 Quadratmeter großen Grundstück mit 24 Garagen und einer angemessenen Zahl an Stellplätzen verkaufen. Noch in diesem Jahr.

Das sagten gestern die Geschäftsführer Marion Golling und Ulrich Schulze-Witteborg (Vorstandsvorsitzender). Der Beschluss über die Veräußerung der Immobilie sei jetzt im Aufsichtsrat gefallen. „Einstimmig“, wie Marion Golling betonte, um dann zu ergänzen. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen.“ (…)

Quelle: wp.de

Abriss im großen Stil

20. August 2017

In Hagen-Wehringhausen soll ganzer Wohnblock verschwinden

In Wehringhausen steht eine der größten Abrissaktionen aller Zeiten am Hagener Wohnungsmarkt bevor: Die Gemeinnützige Wohnstätten-Genossenschaft (GWG) mit Sitz in Haspe plant den gesamten Mehrfamilienhaus-Block im Karree Minerva-/Ewald-/Gustav-/Lange Straße abzureißen. 130 Wohneinheiten würden damit dem Erdboden gleichgemacht.

Angesichts eines Investitionsstaus von gut 20 Millionen Euro sieht Christoph Rehrmann, Geschäftsführender GWG-Vorstand, keine realistische Perspektive, den Komplex mit seiner zum Teil mehr als hundertjährigen Bausubstanz unweit der Bahnanlagen zu erhalten. Stattdessen sollen dort, so wurde bereits in ersten Gesprächen mit der Stadt diskutiert, ein Kindergarten sowie Flächen für Einzelhandel entstehen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Was selbst die Flächenbombardements im 2. Weltkrieg nicht geschafft haben, plant nun die GWG. Den Abrissplänen würde auch das älteste Haus im GWG-Bestand Lange Straße Ecke Gustavstraße zum Opfer fallen.

In anderen Städten gehören Stadtviertel mit Häusern aus der Gründerzeit zu den beliebtesten Wohngebieten, während die Phantasie Hagener Entscheider nur bis zur Abrissbirne reicht. So hält auch WPWR-Redakteur Martin Weiske den Plan, „dass in Wehringhausen ein gesamtes Straßenkarree planiert werden soll“, für „angemessen“. Der jüngst von seinen Hasper Kumpeln zum „Wacholderritter“ geschlagene Zeitungsmann bezeichnet es in seinem Kommentar als „verfehlt, noch architektur-romantische Argumente herbeizuzerren“. Das ist exakt die Denkweise jener Hagener Cliquen, die seit Jahren daraufhin arbeiten, Geschichte und Kultur durch „Brauchtum“ zu ersetzen. Nicht fehlen darf natürlich auch der Hinweis auf die „EU-Zuwanderer aus Osteuropa“, aber das entspricht ja der Linie des Blattes.

Wenn, wie in dem Bericht zu lesen, die GWG bereits seit Jahren dabei ist, den Block leerzuziehen und keine Erhaltungsinvestitionen mehr getätigt hat, ist der Flächenabriss wohl schon von langer Hand vorbereitet worden und man hat die Häuser bewusst über einen langen Zeitraum heruntergewirtschaftet. Die ebenfalls erwähnte Wohnungsmarktstudie, die den Abriss von 3.500 Wohnungen in den nächsten zehn Jahren empfiehlt, ist aber erst vor acht Monaten im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt worden.

Andere Hauseigentümer haben in dieser Zeit saniert und renoviert, da sie offenbar die Potentiale, die in diesem Stadtteil trotz vieler Probleme stecken, erkannt und in ihre Immobilien investiert haben. Zu besichtigen beispielsweise in der Moltkestraße.

Das Verhalten der GWG ist umso merkwürdiger, als dem 4-Personen-Vorstand der Genossenschaft doch Claus Rudel angehört. Der ist nicht nur SPD-Fraktionsvorsitzender im Hagener Stadtrat, sondern auch Vorsitzender des Wehringhauser Ortsvereins seiner Partei. Und: Rudel ist bei den letzten Kommunalwahlen 2014 direkt in den Rat gewählt worden. Und zwar im Wahlbezirk Wehringhausen-West, genau dort wo jetzt seine GWG ein ganzes Karree (mit vermutlich vielen Rudel-Wählern) dem Erdboden gleich machen will. Der Mann sollte sich schon mal warm anziehen.

Hagen: Pleite, hässlich, trotzdem geil?

19. August 2017

Ein offenes Stadtgespräch über den Umgang mit Ruinen und den Charme, sie zu füllen

Do 31.08.2017, 19:00 Uhr
Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, 58089 Hagen
Eintritt: frei

Hagen eine abgedroschene Stadt? Wie es um die Stadt steht und wohin es noch führt – eine offene Gesprächsrunde über verborgenen Reichtum.

Hagen – was soll das denn sein? Die Stadt in Westfalen hat ein Imageproblem. Sie gilt als abgedroschen, pleite, hässlich. Radwege? Kaum vorhanden. Abendleben? Ausbaubar. Und die Fernuniversität ist eine Chiffre der Stadt selbst. In Hagen studieren? Dann aber nur auf Distanz.

Dabei hat die Stadt am Rande des Ruhrgebiets („Das Tor zum Sauerland“) vieles, auf das sie stolz sein könnte: Waldflächen bis zum Abwinken, ein industrielles Erbe und mit Karl Ernst Osthaus eine historische Stadtpersönlichkeit, die als Kulturmäzen auch für die Arbeiterschaft Impulse gesetzt hat.

Plus: Die Stadt ist beliebt bei jungen Familien, die zu hunderten aus Bulgarien und Rumänien anreisen – allerdings eher, weil der heruntergekommene Wohnungsmarkt niedrige Mieten schafft.

Ist die Stadt ein Beispiel für urbane Hoffnungslosigkeit? Oder kann sie nicht gerade auch das Gegenteil sein – ein charmantes, postindustrielles Labor voller Möglichkeiten, in dem sich die Zukunftsfähigkeit deutscher Großstädte beweisen lässt? Denn es stimmt ja: Überall dort, wo sich Lücken auftun, kann auch Neues entstehen. Welche Perspektiven gibt es dabei für eine Stadt wie Hagen?

Am Runden Tisch möchte taz.meinland mit Ihnen und allen Interessierten in einer offenen Diskussion darüber sprechen, was die Zukunft den HagenerInnen bringen kann, was sie gestalten können und was Lokalpatriotismus und die Hagener Identität ausmacht. Ein offenes Stadtgespräch über den Umgang mit Ruinen und den Charme, sie zu füllen – mit einer Flasche Doppelwachholder, Eversbusch, Made in Hagen.

Neben allen Interessierten begrüßen wir dazu:

• Ihsan Alisan, Kulturmanager
• Jürgen Breuer, Kulturzentrum Pelmke
• Reinhard Goldbach, Jugendamtsleiter Stadt Hagen
• Werner Hahn, Schauspieler und ehemaliger Leiter des Kinder- und Jugendtheaters lutzhagen
• Eva Rapp-Frick, Karl-Ernst-Osthaus-Bund

Moderation: Martin Kaul, taz

Der Bierdeckel kommt

16. August 2017

Friedrich Merz am 7. Dezember 2017 bei der SIHK

Der hat uns gerade noch gefehlt: Friedrich Merz, Vorsitzender des USA-Fanclubs Atlantikbrücke und Aufsichtsratschef für Deutschland beim weltweit größten Vermögensverwalter Blackrock, hält die Festansprache auf der 67. Jahresveranstaltung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) am 7. Dezember 2017 in der Stadthalle Hagen.

So richtig bekannt wurde der damalige Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Deutschen Bundestag 2003 mit seinem Steuersenkungskonzept, das er den normalen Bürgern mit dem Versprechen auf eine radikale Vereinfachung der Steuererklärung schmackhaft machen wollte: Ein Bierdeckel sollte reichen.

Merz legte im Jahr 2006 mit acht weiteren Abgeordneten des Deutschen Bundestags beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen die Offenlegung ihrer Nebeneinkünfte ein. Am 4. Juli 2007 wies das Bundesverfassungsgericht die Klage von Merz et al. mit der Begründung zurück, dass das politische Mandat „im Mittelpunkt der Tätigkeit“ stehen müsse und kritisierte die Gefahr der Befangenheit durch Zahlungen von Unternehmen.

Merz wandte sich außerdem gegen die Mitbestimmung von Arbeitnehmern in Unternehmen bzw. wollte diese einschränken, so sollte etwa die Vorstandsbestellung den Arbeitgebervertretern überlassen sein.

Im Juni 2010 wurde Merz vom Bankenrettungsfonds Soffin damit beauftragt, den Verkaufsprozess der WestLB an einen privaten Investor zu leiten. Für Kritik in den Medien sorgten hohe Honorarsätze für Merz (5000 Euro pro Tag) und weitere Anwälte.

Im August 2010 zählte Merz zu den 40 prominenten Unterzeichnern des Energiepolitischen Appells. Dieser sollte die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke voranbringen und war eine Lobbyinitiative von vier großen europäischen – allesamt Kernkraftwerke betreibenden – Stromkonzernen. Im Juni 2011 warnte er vor einer zu schnellen Energiewende.

Merz ist außerdem Gründungsmitglied des Fördervereins für die neoliberale Propagandaplattform Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Breitband: Hagen stellt jetzt doch Antrag

11. August 2017

Angeblich neue Rahmenbedingungen

Die Stadt Hagen stellt bis zum 29. September dieses Jahres einen neuen Antrag im Rahmen des nächsten Förderaufrufs des Bundesverkehrsministeriums für Breitbandausbau. Den Anfang des Jahres auf den Weg gebrachten ersten Förderantrag hatte die Stadtverwaltung kurz vor Fristende zurückgezogen. Das hatte Proteste einer Bürgerinitiative und aus den Reihen der Politik hervorgerufen (siehe hier, hier und hier).

Grund für die Rücknahme des Antrags ist nach Angaben der Stadtverwaltung unter anderem die Bereitschaft eines Telekommunikationsunternehmens, den Breitbandausbau in bisher unterversorgten Teilen Hagens eigenwirtschaftlich zu planen. Zudem trage die Arbeit der Breitbandgenossenschaft Hagen mittlerweile Früchte: Diese realisiere Hochgeschwindigkeitsbreitband via Richtfunk.

Weiter erklärt die Verwaltung:

Da diese neuen erfreulichen Rahmenbedingungen eine maßgebliche Umgestaltung des ursprünglichen Antrags erfordert hätten, welche in der Kürze der Zeit nicht gegeben war, bringt die Stadtverwaltung aktuell einen neuen Förderantrag auf den Weg.

Die Rücknahme des ersten Antrags geschah auf Ratschlag des vom Bundesverkehrsministerium eingesetzten Unternehmensberaters „atene KOM“, der für die Genehmigung der Förderanträge zuständig ist. Im Falle einer Ablehnung des Förderantrags hätte dieser nicht noch einmal gestellt werden können.

Die Stadtverwaltung verspricht sich mit dem neuen Antrag weitaus höhere Erfolgschancen auf eine bewilligte Förderung.

Hagener verdienten durchschnittlich 31.134 Euro

6. August 2017

In Hagen erzielten im Jahr 2013 87.442 Einkommensteuerpflichtige Gesamteinkünfte in Höhe von 2,7 Milliarden Euro (2010: 88.289 in Höhe von 2,6 Milliarden Euro).

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013 mitteilt, ergibt sich daraus rein rechnerisch ein durchschnittliches Jahreseinkommen (vor Steuern) von 31.134 Euro je Steuerpflichtigen. Das waren 7,9 Prozent mehr als 2010 (damals: 28.853 Euro). Hagen liegt damit an 368. Stelle von insgesamt 396 Städten und Gemeinden in NRW (2010: Platz 358).

Von allen Städten und Gemeinden des Landes verzeichneten Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) mit durchschnittlich 60.275 Euro, Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis) mit 52.307 Euro und Attendorn (Kreis Olpe) mit 50.220 Euro je Steuerpflichtigen die höchsten Durchschnittseinkommen.

Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass zusammen veranlagte Ehegatten bei dieser Erhebung als ein Steuerpflichtiger gezählt werden.

Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden frühestens nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier veröffentlichten Informationen sind damit die aktuellsten, die derzeit verfügbar sind.

Fronten im Streit zwischen Stadt und Reiterverein verhärtet

2. August 2017

Der Tierschutzverein hat im Streit zwischen Stadt und Reiterverein Partei für das Veterinäramt ergriffen. Bürgermeister schlägt Moderator vor. (…)

Auf der anderen Seite warf eine Elterninitiative des Reitervereins dem Hagener Amtsveterinär Dr. Edwin Esser vor, den Reiterverein mit unzähligen Auflagen, Ordnungsverfügungen, Zwangs- und Bußgeldern zu überschütten. Diese repressiven, ungerechtfertigten Maßnahmen drohten den Verein in den Ruin zu treiben, heißt es in einem Appell zum Erhalt des Vereins, den 550 Bürger unterschrieben haben. (…)

Seitens des Reitervereins wies Annika Brucke die vom Veterinäramt erhobenen Vorwürfe erneut zurück. Es habe in den vergangenen Jahren nicht eine einzige Verurteilung wegen Tierquälerei gegen den Reiterverein gegeben, betonte sie: „Wir haben uns nichts zu Schulden kommen lassen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es spricht einiges dafür, dass diese Auseinandersetzung nur die inszenierte Oberfläche einer ganz anderen Interessenlage ist. So ist zu vernehmen, dass in den immer bestens gefüllten Hinterzimmern der Hagener Politik die Bauszene bereits mit den Hufen scharrt. In diesen Kreisen besteht danach ein großes Interesse daran, das benachbarte Kleingartengelände auf das Areal der Pferdefreunde zu verschieben. Mit dieser Umschichtung würden auf einen Schlag reichlich Grundstücke im lukrativen Fleyerviertel frei, die sich bestens vermarkten ließen.

Insolvenz beendet

1. August 2017

Sinn-Leffers wieder komplett in Hagen

Ein Hagener Traditionsunternehmen ist zurück: Die Geschicke der Modekette Sinn-Leffers werden nun wieder komplett von Hagen aus geregelt, die Verbindungen zur Nürnberger Modekette Wöhrl, deren Besitzer Sinn-Leffers Ende 2012 gekauft hatten, sind komplett gekappt. (…)

Das ist das Ergebnis des Insolvenzverfahrens, das am Dienstag vom zuständigen Amtsgericht in Hagen aufgehoben worden ist. (…)

Sinn Leffers hat nun eine neue, nicht ganz alltägliche Eigentümerstruktur. Das Unternehmen gehört jetzt einem Konsortium, das aus Vermietern, in deren Gebäuden Sinn-Leffers-Filialen untergebracht sind, einem Finanzinvestor und der Familie von Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Göbel besteht. (…)

Quelle: wp.de

30 Hagener Einkommensmillionäre im Jahr 2013

29. Juli 2017

Ein Indikator für die zunehmende Spaltung der Gesellschaft: Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen lebenden Einkommensmillionäre ist von 2010 (3 724) bis 2013 um 14,5 Prozent auf 4 264 gestiegen.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013 mitteilt, ergab sich im Landesdurchschnitt eine Quote von 2,4 Millionären je 10 000 Einwohner (2010: 2,1 Millionäre).

Unter den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden hatte Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss im Jahr 2013 mit einer Quote von 14,7 je 10 000 Einwohner (2010: 12,9) die höchste Millionärsdichte, gefolgt von Schalksmühle im Märkischen Kreis mit 10,4 (2010: 12,6) und Möhnesee im Kreis Soest mit 10,1 (2010: 4,4).

Da konnte Hagen natürlich nicht mithalten. Bei 30 Personen mit einem Jahreseinkommen von 1 Million Euro oder mehr betrug die Quote nur 1,6 pro 10 000 Einwohner. Damit erreichte die Stadt Platz 196 von insgesamt 396 Kommunen im Land.

Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden frühestens nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier veröffentlichten Informationen sind damit die aktuellsten, die derzeit verfügbar sind.

SIHK: „Finanzamt opfern“

28. Juli 2017

Industrie-Lobbyisten fordern weiter Abriss statt Umdenken

Mit Blick auf den neuen Luftreinhalteplan der Stadt und die aktuellen und noch zusätzlich drohenden Straßensperrungen für Diesel-Kraftfahrzeuge fordert die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) sachgerechte Lösungen der Probleme mit Feinstaub- und NOx-Emissionen.

Was die Lobbyisten dabei unter „sachgerecht“ verstehen, teilen sie auch gleich mit: So sei „das Finanzamt der besseren Durchlüftung dieses Straßenzuges zu opfern“. Nun ist es nicht der zu Recht unter Denkmalschutz stehende Finanzamtsbau, der für die Emissionen verantwortlich ist, sondern der überbordende Individualverkehr. Das interessiert die Kammer allerdings – kaum überraschend – wenig.

Die legt hingegen interessengesteuert nach:  Es könne „nicht um die Erweiterung von Einschränkungen und Verboten“ gehen, sondern „vielmehr um die Optimierung des Verkehrs und um die Schaffung von Anreizen zur Verlagerung gehen“, betont Dr. Ralf Geruschkat, Hauptgeschäftsführer der SIHK.

Dass in Hagen schon seit vielen Jahren (erwartungsgemäß erfolglos – weil ausschließlich im Sinne von Lobbygruppen wie der SIHK) „optimiert“ wird und „die Schaffung von Anreizen“, wie eine substanzielle Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs, hierzulande nicht zum Wortschatz der Entscheidungsträger gehört, ist dem erst zum Jahresanfang aus Frankfurt geholten Kammerchef anscheinend nicht bekannt.

Auch dürfe es keine Pauschalkritik an Diesel-Kraftfahrzeugen geben, die in der aktuellen Diskussion um die Luftreinhaltung für den überwiegenden Teil der verkehrsbedingten Stickoxidemissionen verantwortlich gemacht werden. Auch die Sperrung des Märkischen Ringes für den LKW-Verkehr sei völlig unverhältnismäßig, bemängelt die Kammer.

Wohl wahr, aber in einem ganz anderen Sinne, als der SIHK-Mann meint. Man hätte Lastkraftwagen sofort aus der gesamten bereits existierenden Umweltzone, die die Innenstadt und angrenzende Stadtteile umfasst, verbannen sollen, anstatt sie für 100 Meter temporär gesperrter Straße einen vier Kilometer langen Umweg fahren zu lassen.

Wie schon beim Thema der Ausweisung neuer Gewerbeflächen springt Hagens DGB-Chef dem Industrielobbyisten zur Seite. Der Nachfolger des leider viel zu früh verstorbenen Jochen Marquardt übt sich behände in gefälliger „Sozialpartnerschaft“.

In der WPWR-Ausgabe vom 22. Juli 2017 wird Stefan Marx mit dem treuherzigen Satz zitiert: „Natürlich sind wir auch für intelligente Lösungen, um Verkehre zu reduzieren.“ Sofort folgt allerdings das große Aber: „Aber die Unternehmen und die Einzelhändler, die aufgrund der topographischen Lage Hagens ja auch im Zentrum liegen, brauchen gute Transportmöglichkeiten. Die Beschäftigten müssen zun ihren Arbeitsplätzen kommen.“ Fahrverbote seien falsch.

Es ist die alte Leier: Bloß keine Verkehrswende! Marx hätte sich ja beispielsweise auch für eine Ausweitung des Busverkehrs stark machen können. Es gab mal Zeiten, da wurden zum Schichtwechsel Linien extra verlängert, damit die Beschäftigten problemlos an- und abreisen konnten. Abgeschafft.

Gute Transportmöglichkeiten für Unternehmen im Innenstadtbereich bzw. in der Umweltzone wären mit etwas gutem Willen auch bei Reglementierungen kein Problem. In der Hagener Fußgängerzone funktioniert das seit 40 Jahren.

Ein Rätsel bleibt aber: Warum liegen für Marx in Hagen Einzelhändler „aufgrund der topographischen Lage (…) auch im Zentrum“? Selbst topfebene Kommunen haben in der Regel ein Zentrum mit Geschäften. In der Oberhausener Heimat von DGB-Mann Marx sieht das allerdings etwas anders aus – daher wohl die etwas merkwürdige Formulierung. Dort haben die Stadtväter vor Jahren den „weisen“ Beschluss gefasst, auf einer Industriebrache ein riesiges Einkaufszentrum bauen zu lassen.

Das war der Todesstoß für die Oberhausener City. Diesel-Verbote spielten dabei hingegen keine Rolle.

Ladenhüter – frisch ausgepackt

24. Juli 2017

SIHK und DGB beleben eine Phantomdebatte

Der Geschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK), Ralf Geruschkat, und der Hagener DGB-Chef Stefan Marx fordern „eine absolute Planungs-Priorität für Gewerbeflächen in Hagen“. So berichtete es die WPWR in ihrer Samstagsausgabe.

„Der Bedarf an neuen Gewerbeflächen, gerade auch für die Erweiterung bestehender Firmen, ist groß“, so zitiert die Zeitung Ralf Geruschkat. „Aber in Hagen reichen unsere Reserven an restriktionslosen, verfügbaren Flächen nur noch für knapp zwei Jahre. Die Wirtschaft brummt, sie wartet nicht auf Hagen.“

Der letzte Satz ist sicherlich richtig, der Rest aber nach allen Erfahrungen sehr anzuzweifeln. Keiner der spektakulären Firmenabgänge der letzen Jahre hatte seine Ursache im Fehlen von ausreichenden Flächen. Die Gründe lagen beispielweise in fehlkonstruierten staatlichen Subventionen, die sich Zwiebackproduzent Brandt zunutze machte und die Produktion nach Thüringen auslagerte.

Die Douglas-Zentrale wurde nach Düsseldorf verlegt, weil sich angeblich in Hagen die benötigten Fachkräfte im IT-Bereich nicht finden ließen. In Wahrheit dürfte es eher ums Image gegangen sein: Der Name Düsseldorf riecht eben für die Duftwasserszene anders als Hagen.

Auch der Weggang von NordWest wurde von Unternehmensseite ganz unverblümt mit den mangelhaften Umfeldqualitäten der Stadt begründet. Die werden an der Bundesstraße 1 in Dortmund offenbar als besser eingeschätzt. Dort wird auch eine Niederlassung der Deutschen Bundesbank errichtet, die 2019 ihren Betrieb aufnehmen soll. Die Hagener Filiale an der Grabenstraße wird dann aufgegeben. Der Grund liegt auch hier nicht an mangelnden Flächen, sondern in der Umstrukturierung der Bank.

Weitere Beispiele sind die Dolomit-Werke oder SinnLeffers. Verlagerung und Aufgabe von Betriebsteilen bzw. Übernahme und Insolvenz wären hier als Ursachen zu nennen. Platzmangel weil, wie DBG-Marx laut WPWR meint, in Hagen eine Expansion nicht möglich sei, spielte in keinem dieser Fälle eine Rolle.

Andererseits sind Gewerbeflächen immer wieder verschleudert worden oder es fanden sich erst gar keine oder nur dubiose Interessenten. An Letztere wurde sogar verkauft – zum Schleuderpreis wie beim Schlachthofgelände. Direkt daneben liegt das ehemalige Areal der Mark-E, auf dem sich ein buntes Sammelsurium eingerichtet hat, das nicht unbedingt zu einer großartigen Wertschöpfung mit positiven Auswirkungen auf die Gewerbesteuern oder zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen dürfte, wie sich das die beiden Vertreter von SIHK und DBG so vorstellen.

Vor allem müssten sich deren Forderungen in erster Linie an die Politik richten. Es waren in der Vergangenheit immer politische Entscheidungen, die Fehlentwicklungen bei Gewerbeflächen verursacht haben. Und das nicht nur in den beiden beschriebenen Fällen.

Ein eklatantes Beispiel ist hier die direkt neben der Autobahn A 45 gelegene Fläche in Haßley. Wenn, ja wenn schon weitere Grünflächen auf Wunsch der Ratsmehrheit versiegelt werden, dann aber bitte nicht so und hinterher wieder jammern.

Die sogenannte „Haßleyer Insel“ steht als Fläche für das produzierende Gewerbe, für das dort genügend Fläche und der immer geforderte direkte Autobahnanschluss verhanden gewesen wäre, nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen gab der Rat den Wünschen des inzwischen mit 1 Million Euro Handgeld in die Wüste geschickten Ex-Enervie-Geschäftsführers Ivo Grünhagen nach, dessen Energieunternehmen, an dem Hagen mit 42 Prozent beteiligt ist, in dieser Stelle eine prächtige Zentrale bauen durfte.

Sogar die Postanschrift „Haßleyer Str.“ war dem dort herrschenden Größenwahn nicht gut genug – sie wurde in „Platz der Impulse“ umgetauft. Selbst diese an Albernheit kaum noch zu überbietende Nummer segnete der Stadtrat ab. Hat alles nichts genützt, Enervie geriet in eine schwere Krise, und der reichlich überdimensionierte Palazzo ist inzwischen teilweise untervermietet.

Das Areal ist jedenfalls belegt und nicht mehr anderweitig zu nutzen. Nebenan soll angeblich ein Möbelmarkt angesiedelt werden, für den die Stadt in Vorleistung getreten ist und schon einmal einen Kanal graben ließ. Das Gelände ist schwierig und die Baumaßnahme fiel entsprechend teuer aus. Ob der Möbelriese überhaupt kommt, steht in den Sternen. Kommt er, ist auch hier keine Ansiedlung von Produktion möglich.

Andere Gewerbeflächen liegen seit Jahren brach oder werden, wie jüngst im Fall des Brandt-Areals, in Einzelhandelsflächen umgewandelt. Eine Nutzung für produzierendes Gewerbe ist damit vom Tisch, den Vorteil hat ausschließlich der Grundstückseigentümer Brandt. Die vom Rat beschlossene Nutzung bringt einen höheren Preis.

Grundstücke wurden, wohl auch wegen nicht vorhandener anderer Interessenten, mit Nutzungen bestückt, die besser im Stadtzentrum untergebracht worden wären. So baute selbst die SIHK, die so vehement angeblich fehlende Gewerbeflächen bejammert, ein Schulungsgebäude ausgerechnet auf dem Gelände der früheren Feineisenstraße der Klöckner AG, also einem klassischen Industrieareal, das entsprechend zweckentfremdet wurde.

Unter diesen Rahmenbedingungen die Ausweisung weiterer Flächen wie beispielsweise am Böhfeld zu fordern, ist ein Griff in die Mottenkiste. Vielleicht liegt es ja daran, dass die beiden Herren, die so etwas jetzt wieder aufwärmen, noch nicht lange im Amt sind und sich die hiesigen Verhältnisse nicht ausreichend zu Gemüte geführt haben.

Der Oberhausener Stefan Marx, der seit Dezember 2016 die Hagener DGB-Geschäfte führt, berichtete damals der Presse von seinem Hobby. Er wirke in mittelalterlichen Rollenspielen mit: „Da ist man mal ganz raus, dann kann man total abschalten.“ Zu Hagen habe er überhaupt keine Beziehung: „Na klar, wir haben damals schon registriert, dass Nena aus Hagen kommt. Aber mehr war da nicht.“

Viel mehr scheint da auch heute noch nicht zu sein.

Sparkasse Hagen reduziert Chefposten: Oberliesen muss gehen

8. Juli 2017

Zwei statt drei Vorstandsmitglieder soll es bei der Sparkasse Hagen geben: Klaus Oberliesen (59) muss gehen, erhält aber sofort seine Pension. (…)

Laut der Sparkassenbilanz 2016 verdiente Klaus Oberliesen im vergangenen Jahr inklusive Leistungszulage 362 000 Euro. Dies wird ab Februar 2018 wegfallen, dann hat der 59-Jährige, der gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, aber Pensionsansprüche in Höhe von 50 Prozent seiner Bezüge, die die Sparkasse zahlen muss. Bislang hat sie dafür Rückstellungen in Höhe von 2,8 Millionen Euro gebildet. (…)

Quelle: wp.de

Millionen-Investition – Kaltwalzer Bilstein geht in Breite

6. Juli 2017

Kaltwalzer Bilstein investiert 50 Millionen Euro in eine neue Walz- und Schneideanlage und stellt die Produktion um. Das soll die Kosten drücken. (…)

Anfang des Jahres hatte die Bilstein-Gruppe für Aufsehen gesorgt, weil die Geschäftsführung versucht hatte, die Beschäftigten über Einschnitte bei Tariferhöhungen und Sonderleistungen an der Investition zu beteiligen; dieser Versuch war aber früh gescheitert. (…)

Quelle: wp.de

Nachbarstädte wehren sich gegen Einkaufszentrum in Vorhalle

4. Juli 2017

Die Nachbarstädte Wetter und Herdecke haben ihre Ankündigung wahr gemacht und im Rahmen des Bauleitplanverfahrens offiziell ihre Bedenken gegen den Bau des geplanten Einkaufszentrums in Vorhalle geltend gemacht. Damit steuern die drei Kommunen unverhohlen auf eine massive Auseinandersetzung zu. (…)

In der Vergangenheit ist es des öfteren zu Differenzen zwischen Hagen und den Nachbarstädten gekommen. So hat sich Hagen gegen den Bau des Mühlencenters in Herdecke ausgesprochen, die Stadt Herdecke wiederum war gegen die Decathlon-Filiale in Vorhalle. (…)

Quelle: wp.de

RVR macht den Weg frei für neue Ansiedlungen auf ehemaligem Brandt-Gelände

2. Juli 2017

Mit der Regionalplanänderung hat die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) am Freitag die Voraussetzungen geschaffen, das seit 2003 leerstehende Gebäude der ehemaligen Zwieback-Fabrik „Brandt“ neu zu nutzen.

Den aktuellen Überlegungen zufolge sollen auf dem Gelände ein Lebensmittelmarkt mit Getränkemarkt, ein Lebensmittel-Discounter und ein Drogeriefachmarkt angesiedelt werden. Außerdem sind ein Gesundheitszentrum, ein Büro- und Verwaltungsgebäude und Gastronomie an dem Standort vorgesehen.

Um das Gelände neu nutzen zu können, muss der aktuell geltende Regionalplan auf dem Gebiet der Städte Hagen und Gevelsberg geändert werden. Ein Teil des Bereichs der gewerblichen und industriellen Nutzung wird in einen Allgemeinen Siedlungsbereich (ASB) umgewandelt. So können Flächen für Wohnen, wohnverträgliches Gewerbe, öffentliche und private Dienstleistungen aber auch Grün-, Sport-, Freizeit- und Erholungsareale entstehen.

Nach umfassender Beteiligung der Öffentlichkeit hat die RVR-Verbandsversammlung als zuständiger Regionalrat die Regionalplanänderung beschlossen. Im Anschluss wird der Regionalverband Ruhr die Änderung der Landesregierung anzeigen. Wenn diese innerhalb einer Frist von drei Monaten keine Einwände erhebt, wird die Änderung nach amtlicher Bekanntmachung im Gesetzes- und Verordnungsblatt NRW wirksam.

Arbeitslosigkeit in Hagen sinkt im Juni erneut

2. Juli 2017

Die Zahl der Arbeitslosen sank im Juni nochmals um 140 auf aktuell 10 188, die Quote um 0,2 Punkte auf 10,2 Prozent (Vorjahr 11,1). (…)

Quelle: wp.de

Bei der Juwelierkette Christ kracht es im Vorstand

30. Juni 2017

Seit Wochen tobt bei Deutschlands größter Juwelierkette, dem Unternehmen Christ mit Sitz in Hagen, in der Geschäftsführung ein Machtkampf um die zukünftige strategische Ausrichtung. Die Konsequenz des Krachs hinter den Kulissen: die Führungsriege bricht auseinander. (…)

Seit 2014 gehört Christ dem britischen Privat Equity Unternehmen „3i“, das die Kette für rund 400 Millionen Euro von Douglas übernommen hatte und deren Deutschlandchef Peter Wirtz im Kontrollgremium sitzt. (…)

Quelle: wp.de

Hawker-Geschäftsführer: Standort Hagen ist nicht gefährdet

29. Juni 2017

Fast 23 Millionen Euro soll Hawker wegen illegaler Preisabsprachen zahlen. Für Geschäftsführer Becker ist der Standort nicht gefährdet.

Die Nachricht schockt ein Unternehmen und seine 371 Mitarbeiter: Fast 23 Millionen Euro soll der Batteriehersteller Hawker an Strafe zahlen. Das hat das Bundeskartellamt vor dem Hintergrund illegaler Preisabsprachen entschieden. Über die Auswirkungen sprach unsere Zeitung mit Geschäftsführer Magnus Becker.

Wie bewerten Sie die Entscheidung des Kartellamtes?

Magnus Becker: Wir haben uns mit dem Bundeskartellamt für einen Teil des Verfahrens auf eine Zahlung von 12,6 Millionen Euro geeinigt. Den zweiten Teil in Höhe von 10 Millionen Euro akzeptieren wir nicht. Daher ergibt sich die Bewertung, dass wir mit der Sichtweise des Kartellamts nur teilweise übereinstimmen.

Welche Bedeutung hat diese Strafe für den Standort Hagen?

(…)

Quelle: wp.de

Hawker muss 23 Mio. Euro Strafe zahlen

28. Juni 2017

Kartellamt verhängt Bußgeld wegen unzulässiger Absprachen

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen gegen zwei Hersteller von Industriebatterien und deren Verantwortliche in Höhe von insgesamt rd. 28 Mio. EUR wegen Absprachen über die Erhebung des sog. „Metallteuerungszuschlages“ (MTZ) als einem wesentlichen Preisbestandteil von Bleibatterien verhängt. Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich um die Hawker GmbH, Hagen, und um die Hoppecke Batterien GmbH & Co. KG, Brilon.

Nach Presseberichten entfallen auf Hawker, den Nachfolgebetrieb der ehemaligen Varta, 23 Mio. Euro Bußgeld, auf Hoppecke 5 Mio. Euro. Bei der Bußgeldfestsetzung wurde nach Angaben des Bundeskartellamtes berücksichtigt, dass das Unternehmen Hoppecke bei der Aufklärung der Absprachen mit dem Bundeskartellamt umfassend kooperiert habe.

Im Einzelnen hatten u.a. Verantwortliche der genannten Unternehmen sich bereits Anfang 2004 vor dem Hintergrund steigender Bleipreise darüber abgesprochen, beim Vertrieb von sog. Stationärbatterien („ortsfeste“ Batterien, beispielsweise zum Einsatz in der Notstromversorgung) im Inland den bereits in den 1970er Jahren entwickelten MTZ wieder durchgängig anzuwenden.

Dieses Einvernehmen über das „Ob“ der Weitergabe der Bleikosten über einen MTZ wurde durch die genannten Unternehmen bis zur Durchsuchung des Bundeskartellamtes auf Verbandssitzungen fortlaufend bestätigt. Vereinbarungen über die Details (das „Wie“) der Berechnungsweise und die Höhe des MTZ wurden nicht getroffen.

Darüber hinaus bestand im Zeitraum vom 11. September 2012 bis zum 18. März 2014 u.a. zwischen den Unternehmen ein Einvernehmen, beim Vertrieb von sog. Traktionsbatterien (Einsatz insbesondere in Flurförderfahrzeugen wie z.B. Gabelstaplern) im Inland die zuvor gestiegenen Kosten für Blei und insbesondere für Bleilegierungen über den bereits seit Jahren angewandten MTZ an die Kunden weiterzugeben. Auch diese Absprache bezog sich ausschließlich auf das „Ob“ der Weitergabe der Kosten und wurde erzielt und erneuert zum einen bei vertraulichen Gesprächen, zum anderen aber auch auf Verbandssitzungen.

Die Geldbußen gegen das Unternehmen Hoppecke sind bereits rechtskräftig. Das Unternehmen Hawker könnte noch Einspruch gegen die Entscheidungen einlegen, über den dann gegebenenfalls das OLG Düsseldorf entscheiden würde.

Hagener Straßenbahn weist bestes Ergebnis seit 27 Jahren aus

24. Juni 2017

Die Hagener Versorgungs- und Verkehrs-Gesellschaft konnte ihr gutes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr noch einmal verbessern. Das Unternehmen, zu dem unter anderem die Hagener Straßenbahn sowie Hagenbad gehören, weist für das Jahr 2016 ein Defizit von 14,6 Millionen Euro aus.

Zwar liegt der Fehlbetrag damit in den Büchern höher als 2015. Allerdings hat das mit der Auflösung stiller Reserven im Vorjahr zu tun. „Bei all dem ist zu berücksichtigen, dass auch 2016 keine Dividende des Energieversorgers Enervie geflossen ist“, so Geschäftsführer Christoph Köther. Damit fehlen der HVG 7,2 Millionen Euro. Das Minus falle um 4,5 Millionen Euro geringer aus als geplant. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Kein Bus fährt kostendeckend. Wird der Fahrplan zusammengestrichen, verringert sich also automatisch das Defizit.

Ex-Hauptgeschäftsführer der SIHK Enwaldt ist verstorben

19. Juni 2017

Runar Enwaldt, langjähriger Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer, ist am vergangenen Freitag verstorben. Der 84-Jährige leitete die Kammer von 1972 bis 1996. (…)

Quelle: wp.de

Wälzholz-Gruppe übernimmt Theis Kaltwalzwerke

14. Juni 2017

Die Hagener Unternehmens-Gruppe erwirbt mit den Theis Kaltwalzwerken ein traditionsreiches Nachbarunternehmen. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen. (…)

Die Theis-Werke haben gerade in den letzten zehn Jahren eine wechselvolle Geschichte hinter sich: In der zweiten Hälfte der 2000er-Jahre geriet Theis in finanzielle Schieflage; die holländische Van den Hombergh-Holding stieg 2012 in das Unternehmen ein und setzte einen radikalen Restrukturierungskurs durch. Zuletzt wurde sogar das Verwaltungsgebäude im Hagener Lennetal verkauft. (…)

Quelle: wp.de

Gewerkschaft übt Kritik an „Jobs auf Zeit“

13. Juni 2017

Jobs mit Verfallsdatum: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die hohe Zahl befristeter Arbeitsverhältnisse in Hagen kritisiert. Wenn rund 12 000 Beschäftigte in der Stadt – und damit 13,5 Prozent aller Arbeitnehmer – ohne Dauerperspektive arbeiteten, zeige dies eine Schieflage am Arbeitsmarkt, so die NGG Südwestfalen. Die Gewerkschaft bezieht sich hierbei auf Zahlen aus dem aktuellen Mikrozensus NRW. (…)

Quelle: wp.de


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