Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

Agenda 2010 wirkt

23. Juli 2018

Keine Aufbruchstimmung am Hagener Arbeitsmarkt

von Bernhard Sander

Der Bereich der atypischen Beschäftigung expandiert in Hagen. Die Leiharbeit wächst am schnellsten, die Teilzeitarbeit verbreitet sich massiv. Die sogenannten Arbeitsmarktreformen (Hartz-Gesetze usw.) haben den Arbeitsmarkt zerfräst, ohne dass es nennenswert mehr Arbeitsplätze gibt. Faktisch stagniert die Zahl der Stellen, doch die Umwandlung von immer mehr Vollzeitstellen in Teilzeit oder Leiharbeit ist ein Indiz, dass die Massenkaufkraft sinkt und immer weniger Hagener und Hagenerinnen von ihrer Arbeit auskömmlich leben können.

Hinter dem Zuwachs sozialversicherter Jobs um 1,6 % zwischen 2008 und 2016 verbergen sich gravierende Probleme auf dem Hagener Arbeitsmarkt ([1]). Sie sind schon vor der der Aufnahme der Geflüchteten entstanden. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten ist in dem Zeitraum 2008 bis 2016 gesunken von 53600 auf 50900. Arbeitsplätze, für die man einen anerkannten Berufsabschluss braucht, sind von 45200 auf 42800 Stellen gesunken. Jobs, für die man keinen Berufsabschluss benötigt, sanken von 12300 auf 10900. Dagegen wächst die Zahl der akademischen Lohnabhängigen von 6500 auf 7600, aber das kann die stagnierende Kaufkraft nicht beflügeln.

4 von 10 aller Beschäftigten sind heute in einem „atypischen“ Beschäftigungsverhältnis, Jeder vierte Arbeitsplatz in Hagen bietet heute nur noch Teilzeit oder Leiharbeit. Die Zahl der Teilzeit arbeitenden stieg seit 2008 von 15,9% auf 21,7%. Hinzu kommen die Arbeitssuchenden und vom Arbeitsamt als Unterbeschäftigten gezählten (in Maßnahmen, Kranke usw.) mit 12,3%.

Die Dynamik des Arbeitsplatzzuwachses ist in Hagen deutlich hinter der Landesentwicklung zurückgeblieben, selbst in den prekären Beschäftigungsmöglichkeiten kann man fast von einer Stagnation reden. Ein Wandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft ist in Hagen nicht erkennbar.

[1] https://www.boeckler.de/tools/atypischebeschaeftigung/index.php#result

Der Autor ist Redakteur der Zeitschrift Sozialismus (www.sozialismus.de)

Advertisements

WPWR weiter auf Schrumpfkurs

20. Juli 2018

Wieder wollten weniger Hagener ihr Einheitsblatt lesen. Auch im 2. Quartal 2018 ist die verkaufte Auflage der heimischen Ausgabe der WPWR weiter rückläufig gewesen. Das verkündete die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) am gestrigen Donnerstag.

Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Zahl der durchschnittlich pro Tag verkauften Zeitungen um 4,7 Prozent zurück. Im Zeitraum der letzten 10 Jahre betrug das Minus fast 40 Prozent. Während im 2. Viertaljahr 2008 noch fast 47.800 Blätter pro Tag verkauft wurden, waren es im 2. Quartal 2018 nur noch 29.451 Exemplare.

Enervie: Einigung erzielt – Urabstimmung morgen

19. Juli 2018

Mark E/Enervie und die Verhandlungskommission ver.di haben sich am Abend auf die Inhalte eines neuen Vergütungstarifvertrags für die Mitarbeiter der Unternehmen geeinigt. Die Tarifkommission hat der Einigung zugestimmt. Morgen werden die Mitarbeiter, die in der Gewerkschaft ver.di organisiert sind, in einer Urabstimmung über die Beendigung des Streiks entscheiden.

Das Ergebnis im Detail: 3 Prozent zum 01.04.2018 rückwirkend und zum 01.01.2019 sowie 01.01.2020 jeweils um 1,5 Prozent. Die Laufzeit des neuen Vergütungstarifvertrags endet am 31.12.2020.

Das Verhandlungsergebnis wird angesichts der Gesamtsituation der Unternehmen seitens des Arbeitgebers als vertretbar bewertet, stelle aber auch eine wirtschaftliche Herausforderung für die kommenden Jahre dar.

Enervie-Mitarbeiter blockieren Hagener Firmensitz

19. Juli 2018

Auch am Donnerstag (19.07.2018) ging der Streik beim regionalen Energieversorger Enervie weiter. Von 6 Uhr morgens bis zum Mittag haben mehrere hundert Mitarbeiter den Firmensitz in Hagen blockiert. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen. „Da soll niemand mehr rein oder raus kommen„, sagt ver.di-Verhandlungsführer Jörg Koburg auf WDR-Nachfrage. Lediglich Mitarbeitern, die in Notdiensten eingeteilt sind, werde Zutritt gewährt. (…)

Quelle: WDR

Drohung: Warmwasserversorgung wird eingestellt

15. Juli 2018

Diese Nachricht hat die Mieter der Mozartstraße 17 – 23 gestern aufgeschreckt. Der Energieversorger droht, das warme Wasser abzudrehen. (…)

Der Versorger aus dem Ruhrgebiet begründete diese Androhung mit nicht erfolgten oder nur unzureichend erfolgten Zahlungen durch den Immobilienverwalter Altro Mondo. (…)

Quelle: wp.de

Dazu passend:

Problemvermieter Altro Mondo

Kaputte Aufzüge, Schimmel, Ratten, falsche Nebenkostenabrechnungen – immer wieder fallen solche Probleme bei dem Vermieter Altro Mondo auf, in ganz NRW. Zufall oder steckt mehr dahinter? Und tut die Politik genug, um Mieter zu schützen?

Quelle: WDR via YouTube

Die streikenden Enervie-Beschäftigten haben im Rat auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht

14. Juli 2018

Die streikenden Enervie-Beschäftigten haben im Rat auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Fast 200 Leute waren zur Sitzung des Rates gekommen. Sie stellten dem Oberbürgermeister und den Fraktionen Fragen zu ihrer Vergütungssituation. (…)

Quelle: Radio Hagen

Beschäftigte sind das Kapital des Unternehmens

13. Juli 2018

Deutscher Gewerkschaftsbund unterstützt Streik bei Enervie

Während sich der Stadtverband Hagen des DBG bisher in Schweigen hüllt, unterstützt der Kreisverband Märkischer Kreis den Streik der Enervie-Mitarbeiter. „Das Unternehmen muss endlich anfangen, seine Belegschaft wertzuschätzen. Und das drückt sich in Zahlen aus. Die Forderung nach 6% Lohnzuwachs ist mehr als gerechtfertigt.“, sagt DGB-Kreisverbandsvorsitzender Bernd Schildknecht.

Die Unternehmensführung hat zum Dank für Missmanagement und überhöhte Managergehälter 500 Stellen bei dem Energieversorger gestrichen und das Ganze „Restrukturierung“ genannt. Dafür hat die Belegschaft mit Nullrunden die Zeche gezahlt. Die Arbeit blieb an den verbleibenden Beschäftigten hängen. Das ist nicht nur ungerecht, das macht die Leute auf Dauer krank.

Zuletzt zeigten die Zahlen des Unternehmens wieder nach oben. „Dass jetzt schon wieder Dividenden in Millionenhöhe ausgeschüttet werden, ist nicht vermittelbar. Stattdessen müssen nun die Mitarbeiter wieder profitieren, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Leider war der Vorstand bisher nicht zu Tariferhöhungen bereit. Wir unterstützen alle Kolleginnen und Kollegen, die in den Ausstand getreten sind!“ so Schildknecht weiter.

Eine große Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder im Unternehmen hatte zuvor für den unbefristeten Streik gestimmt. Die Städte Hagen und Lüdenscheid sind die beiden größten kommunalen Aktionäre des Unternehmens.

Streik beim Energieversorger Enervie

11. Juli 2018

Die Mitarbeiter des Energieversorgers Enervie sind am Dienstagmorgen (10.07.2018) in einen unbefristeten Streik getreten. Sie fordern sechs Prozent mehr Lohn. (…)

Quelle: WDR

Investoren zeigen Interesse für das Hagener Westside-Gelände

10. Juli 2018

Der Nebel, der bislang über der künftigen Gestaltung des Westside-Areals zwischen Hauptbahnhof und der Philippshöhe waberte, scheint sich allmählich zu lichten. Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig einer Rahmenplanung zugestimmt, die zwar längst noch keine rechtsverbindlichen Pflöcke einrammt, aber zumindest klare Entwicklungsziele für das Gelände festschreibt, das von Stadtbaurat Thomas Grothe weiterhin als „die hochwertigste Fläche in der Hagener Innenstadt“ bewertet wird. (…)

Quelle: wp.de

Jetzt hat der Insolvenzverwalter das Sagen

8. Juli 2018

Eisenwerk Geweke: Gericht hebt Eigenverwaltung auf

Es sieht nicht gut aus: Der Versuch der Geweke Gusstechnik, besser bekannt als Eisenwerk Geweke, sich quasi mit „Bordmitteln“ vor der drohenden Pleite zu retten, ist offenbar gescheitert.

Am Freitag hob das Amtsgericht Hagen seine Anordnung vom 29. März 2016 auf, die für Hagens letzte verbliebene Stahlgießerei ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung vorsah. Gleichzeitig ernannte das Gericht den Dortmunder Rechtsanwalt Achim Thomas Thiele zum Insolvenzverwalter.

Weiter ordnete das Gericht an: „Forderungen sind ab sofort bei dem Insolvenzverwalter anzumelden. Personen, die Verpflichtungen gegenüber der Schuldnerin haben, werden aufgefordert, nicht mehr an die Schuldnerin zu leisten, sondern an den Insolvenzverwalter. Ausstehende Mitteilungen über Sicherungsrechte an beweglichen Sachen oder an Rechten der Schuldnerin haben ab sofort gegenüber dem Insolvenzverwalter zu erfolgen.“

Der jetzt eingesetzte Insolvenzverwalter war bereits in dem bisherigen Verfahren in Eigenverwaltung als Sachwalter tätig, der die Interessen der Gläubiger vertrat. Schon Anfang April 2016 hatte er gegenüber der Justiz angezeigt, dass eine drohende Masseunzulänglichkeit vorliegt. Der juristische Begriff Masseunzulänglichkeit bedeutet, dass nur noch die Kosten des Insolvenzverfahrens aus dem vorhandenen Vermögen gedeckt werden können.

Zum Zeitpunkt der Einleitung des Insolvenzverfahrens vor gut zwei Jahren arbeiteten in dem 1910 gegründeten Betrieb noch 74 Kollegen; schon damals wurden nur 55 weiterbeschäftigt. Deren Zukunftsaussichten dürften sich jetzt weiter verdüstern.

Urabstimmung: Hagener Enervie AG steht vor einer Streikwoche

8. Juli 2018

Der heimische Energieversorger Enervie steht vor einer Streikwoche. Im Rahmen einer Urabstimmung haben sich 87,3 Prozent der Teilnehmer (94 % Beteiligung) für einen unbefristeten Ausstand ausgesprochen, weil die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Unternehmen auf der Stelle treten.

Die noch etwa 950 Beschäftigten fordern nach den Nullrunden in den Jahren 2016 und 2017 eine Lohnerhöhung von sechs Prozent. Der Arbeitgeber hat zuletzt eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro angeboten. (…)

Quelle: wp.de

Wetter und Herdecke setzen Zeichen gegen Nahversorgungszentrum in Vorhalle

8. Juli 2018

Die Stadt Wetter (Ruhr) plant, gegen das Bauvorhaben des sogenannten Nahversorgungszentrums in Hagen-Vorhalle eine Klage einzureichen. Der Rat hat in seiner Sitzung am Donnerstag mit deutlicher Mehrheit seine Zustimmung signalisiert. Aller Voraussicht nach wird auch die Stadt Herdecke diese Klage unterstützen. Der Rat in Herdecke hat am Donnerstagabend diesem Weg ebenfalls einmütig zugestimmt.

Dabei richtet sich die geplante Klage nicht grundsätzlich gegen das Nahversorgungszentrum, sondern nur gegen die geplante Größe. Das Vorhaben wird sowohl in Herdecke als auch in Wetter als zu groß dimensioniert kritisiert.

Es bestehen gravierende Zweifel, ob das geplante Nahversorgungszentrum eine standortangemessene Verkaufsfläche aufweist. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das geplante Nahversorgungszentrum negative städtebauliche Auswirkungen auf den Zentralen Versorgungsbereich (ZVB) Herdecke Mitte und den entsprechenden Versorgungsbereich in Alt-Wetter hat.

Diese Bedenken wurden von der Stadt Hagen auch nach einem interkommunalen Arbeitsgespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Städte Hagen, Wetter und Herdecke nicht zum Anlass genommen, das Konzept anzupassen.

Wetters Bürgermeister Frank Hasenberg zeigt sich enttäuscht über das Vorgehen in Hagen-Vorhalle: „Was taugt denn ein regionaler Konsens, wenn er nicht eingehalten wird? Ich bedauere sehr, dass der Geist des regionalen Konsenses von Hagener Seite nicht gelebt wird. Die städtische Verwaltung und der Rat sind sich daher darin einig, mit der Klage ein deutliches Zeichen zu setzen, dass wir uns diesem Plan entgegen stellen.“

Herdeckes Bürgermeisterin Katja-Strauss-Köster sieht das ähnlich: „Ich bedaure sehr, dass wir im Vorfeld keine Einigung erzielen konnten. Die Stadt Herdecke hat sich stets an die Verabredungen des Regionalen Konsenses gehalten. Dies hätten wir uns auch von der Stadt Hagen gewünscht. Die Argumente der Städte Wetter (Ruhr) und Herdecke zur Anpassung der Verkaufsflächen wurden leider nicht gewürdigt, so dass im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sowie der Geschäftsleute die Klage notwendig ist. Der Rat hat durch sein einstimmiges Votum Geschlossenheit in der Sache demonstriert.“

Maibritt Engelhardt tritt als Vorsitzende zurück

8. Juli 2018

Das ist ein Paukenschlag. Maibritt Engelhardt (1. Vorsitzende) und Nicole Quinn (Kassiererin) werden bei der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft Hohenlimburg am 11. Oktober nicht mehr für ein Vorstandsamt kandidieren. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Zitat Maibritt Engelhardt: „Es gibt hartnäckige und stoische Hohenlimburger, die sich um nichts kümmern.“ Oder das merkwürdige „Argument“ des CDU-Bezirksvertreters Peter Leisten, der sich von einer Bochumerin (Maibritt Engelhardt wohnt in Bochum) nicht vorschreiben lassen wollte, wie er politisch abzustimmen habe.

Hohenlimburger Bauverein will auch künftig investieren

2. Juli 2018

Derzeit stehen dem Bauverein 14000 Quadratmeter Fläche für Neubauten zur Verfügung, so am Hacheney und Im Spieck. „Dafür gibt es aber noch keine konkreten Planungen. Wir wollen zunächst unsere Erfahrungen mit dem Neubau in der Brauhausstraße machen“, sagt Ulrich Schulze-Witteborg. Die Wohnungen sollen bis Mitte 2019 fertiggestellt sein, das Interesse potenzieller Mieter ist groß.

„Wir stehen auf soliden Füßen und sind für die Zukunft gerüstet“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider, es wurde ein Jahresüberschuss von knapp 281 000 Euro erwirtschaftet, was einen Bilanzgewinn von etwa 52 000 Euro ausmacht. „Verbindlichkeiten haben wir weiter abgebaut.“ Der Gewinn resultiert auch aus Verkauf von Wohnungen, etwa in der Ebendstraße und in der Wuragstraße. Auch die Leerstandsquote wurde reduziert, liegt bei 5,6 Prozent (Vorjahr 6,35 Prozent). (…)

Quelle: wp.de

Kein XXXL-Möbelmarkt auf dem Hagener Max-Bahr-Gelände

29. Juni 2018

Die Möbelmarkt-Kette XXXL ändert ihre Hagen-Strategie: Der Mömax-Mitnahmemarkt soll nicht in Eckesey, sondern auch auf Haßley realisiert werden. (…)

Allerdings drängt allmählich die Zeit: Der Rat der Stadt Hagen hat sieben Jahre nach dieser Entscheidung das Recht, ohne Entschädigungen leisten zu müssen den Bebauungsplan zu ändern. Und es gibt angesichts des erheblichen Mangels an Hagener Gewerbeflächen in einigen Ratsfraktionen durchaus Tendenzen, im Frühjahr 2019 von der Möbelhandel-Nutzung auf dem prominenten Grundstück an der Haßleyer Straße wieder abzurücken und stattdessen produzierendes Gewerbe zu favorisieren.

Quelle: wp.de

Bezirksvertreter stimmen Einkaufszentrum in Vorhalle zu

29. Juni 2018

Das geplante Einkaufszentrum in Hagen-Vorhalle hat eine wichtige Hürde genommen: Die Bezirksvertretung Nord stimmte dem Projekt am Mittwoch zu. (…)

Quelle: wp.de

Öffentliche Armut – privater Reichtum

23. Juni 2018

Westfalen: Hagen hat die höchsten Schulden, der Märkische Kreis die meisten Millionäre

In Westfalen weist Hagen mit 7164 Euro je Einwohner die höchste Pro-Kopf-Verschuldung auf. Im Vergleich zu 2007 stieg dieser Wert um etwa 38 Prozent. Auch Herten (6974 Euro je Einwohner) und Gelsenkirchen (5164 Euro je Einwohner) liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt. In diesen Städten hat sich die Pro-Kopf-Verschuldung in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Insgesamt beliefen sich die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Westfalen auf etwa 24,6 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor waren es noch knapp 25 Milliarden Euro. Das entspricht einer Abnahme von etwa 1,6 Prozent.

Landesweit waren die Gemeinden und Gemeindeverbände mit insgesamt 61,7 Milliarden Euro verschuldet. Das waren 1,5 Milliarden Euro bzw. 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch war jeder NRW-Einwohner mit 3447 Euro verschuldet; die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung war damit um 27,3 Prozent höher als zehn Jahre zuvor (damals: 2708 Euro).

Dagegen ist die Zahl der Einkommensmillionäre in Westfalen im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 1944 gestiegen. Das zeigt eine Auswertung der Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2014, die das Statistische Landesamt vorgelegt hat.

Demnach hat Neuenrade im Märkischen Kreis mit einer Quote von 9,2 je 10.000 Einwohnern die höchste Dichte an Millionären in Westfalen, gefolgt von Sundern im Hochsauerlandkreis (8,9) und Schalksmühle ebenfalls im Märkischen Kreis (8,6). Im Landesvergleich belegen diese Kommunen die Plätze drei bis fünf. Nur Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss (14,7) und Engelskirchen im Oberbergischen Kreis (9,2) haben in NRW eine noch höhere Millionärsdichte.

In absoluten Zahlen und auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte betrachtet liegt der Märkische Kreis mit 155 Millionären auf Platz 1 in Westfalen. Es folgen der Kreis Gütersloh (144) und die Stadt Münster mit 118 Millionären. Hagen nimmt mit 32 Einkommensmillionären Platz 195 von 287 Städten und Gemeinden in Westfalen ein.

Trotz Abrissdebatte: Hagener Finanzamtssäulen werden saniert

22. Juni 2018

So richtig schön findet sie kaum jemand, sogar ihr Abriss wurde schon gefordert. Doch jetzt werden die Stützen des Finanzamts am Ring saniert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Autor Hubertus Heuel gibt den Experten: „Die Immobilie gilt als Hemmschuh für die Stadt- und Verkehrsentwicklung in Hagen.“  Obwohl er genau weiß, dass nicht das Finanzamt die Dreckschleuder ist: „Die Abgase, die die Autos auf dem Märkischen Ring ausstoßen, verpesten das Stadtklima.“ Nach dem Verursacherprinzip muss also nicht das Finanzamt weg, das aus gutem Grund unter Denkmalschutz steht, sondern der Verkehr muss eingedämmt werden.

Die „Diskussion“, die Heuel ins Feld führt, ist bislang eine von der WPWR propagandistisch aufbereitete Kampagne, hinter der der Lobbyverband SIHK und deren Hilfstruppen FDP und CDU stehen. Die Pfeiler mit den zugegebenermaßen potthässlichen gelben Pissoirkacheln sind das Ergebnis des Durchbruchs des Märkischen Rings in den 1960er Jahren an dieser Stelle. Da für einen Gehweg kein Platz mehr war, wurde schon damals dem Autoverkehr Vorrang eingeräumt und ein Teil des Erdgeschosses aus dem Finanzamtsbau herausgebrochen.

Jetzt böte sich eine Sanierung in Einklang mit der Architektur des Backsteinexpressionismus‘ an. Etwas befremdlich wirkt in diesem Kontext die Position der Leiterin der Unteren Denkmalbehörde, Ina Hanemann, an, die sich für die Erhaltung des Kloambientes stark macht – wenn die Darstellung der WPWR so den Tatsachen entspricht. Bei dem Blatt muss man bekanntlich vorsichtig sein.

Stadt Hagen will Höchstspannungsleitung durch Elsey führen

17. Juni 2018

Trotz Bedenken der Bürger möchte die Stadt Hagen weiterhin eine Höchstspannungsleitung durch Hagen-Elsey führen. (…)

Das belastet die Bewohner von Elsey. Veronika Lünstroth nutzte deshalb in der Sitzung der Bezirksvertretung die Einwohnerfragestunde, um Verwaltung und auch die Politik noch einmal darauf anzusprechen, was diese im Interesse der Elseyer Bürger noch tun können, um die 380-kV-Leitungen durch die Bestandstrasse zu verhindern. Christoph Gerbersmann, 1. Beigeordneter der Stadt, machte noch einmal deutlich, dass man Amprion nicht zwingen könne, die Alternativ-Trasse zu wählen. Er motivierte aber alle Elseyer Bürger, am 28. Juni ins Hohenlimburger Rathaus zu gehen. (…)

Wie aber wird sich die Stadt verhalten? Gerbersmann: „Weil sich der Sachverhalt im bisherigen Verfahren nicht geändert hat, empfiehlt die Verwaltung dem Rat der Stadt, bei der bisherigen Beschlussfassung für die Alternativ-Trasse Reh zu verbleiben.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung:  Auszug aus der Beschluss-Vorlage 0554/2018:

Der Rat hat in seiner Sitzung vom 18.05.2017 unter der Drucksachen-Nr. 0339/2017 wie folgt beschlossen:

„Die Bestandstrasse Hagen-Henkhausen wird vom Rat der Stadt Hagen für die Wohnbevölkerung als nicht zumutbare Trasse eingestuft. Eine Trassenführung im Freiraum zur Entlastung des Siedlungsraumes ist daher zur prüfen.

Der Rat der Stadt Hagen spricht sich deshalb für eine weitergehende Prüfung der neuen Variante Hagen-Reh aus, mit dem Ziel, dass die Fa. Amprion diese Variante in das künftige Planfeststellungsverfahren einbringt. (…)“

Der Rat hat sich mehrfach gegen den Ausbau der 380-kV Höchstspannungsleitung auf der Bestandstrasse-Henkhausen entschieden. Diese Entscheidung entspricht  dem mutmaßlichen Willen der meisten von der Höchstspannungsleitung betroffenen Bürger in Hohenlimburg. (…)

Da sich der Sachverhalt in den bisherigen Verfahren nicht geändert hat, empfiehlt die Verwaltung dem Rat, bei der bisherigen Beschlussfassung für die Alternativtrasse-Reh zu verbleiben.

Hagen muss auf sechs Millionen Euro von Sparkasse verzichten

16. Juni 2018

Die Sparkasse Hagen schüttet in diesem Jahr kein Geld an die Stadt Hagen aus. Die muss in ihrem Haushalt auf sechs Millionen Euro verzichten. (…)

Quelle: wp.de

Rund 2300 Schüler werden zur Ausbildungsmesse erwartet

7. Juni 2018

Sechste Auflage der Ausbildungsmesse Hagen startet am Donnerstag, 14. Juni, mit 120 Ausstellern. Auch die Eltern sind eingeladen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Hier darf ebenfalls die Bundeswehr wieder kräftig rekrutieren. Federführend organisiert hat die Messe nach Angaben der WPWR Dagmar Pröhl von der Agentur Mark. Während es in früheren Jahren noch Protest gegen den Auftritt des Militärs gab, ist beispielsweise vom unter dem neuen Geschäftsführer Marx sanft entschlafenen DGB nicht mehr zu hören.

Neues aus der Galeeren-Welt

6. Juni 2018

Zu alt – Händlerin erhält in Volme-Galerie doch kein Lokal

Man war sich in Hagen schon einig. Dann erhielt Elke Krimme aus Frankfurt die Nachricht, dass sie für die Volme-Galerie zu alt sei. (…)

Das Problem an der Hochstraße, wo Krimme aktuell ihren Laden hat, ist, dass die Straße mittlerweile zur City-Randlage gehört. Auch wenn die beiden Galerien in den Augen vieler Kritiker nicht nebeneinander funktionieren, ziehen sie doch die Fußgänger-Ströme an. „So kommt eben nur noch die Stammkundschaft“, sagt Krimme und legt nach: „Wenn die Volme-Galerie kein Parkhaus hätte, wäre die schon längst platt.“ (…)

Quelle: wp.de

Gericht verurteilt Ex-Chef des Ratskellers Hagen zur Zahlung

Das Arbeitsgericht Hagen hat den früheren Wirt des Hagener Ratskellers verurteilt. Der gekündigte Koch erhält nun 4600 Euro Lohnrückstand. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Eigentümer der Ratskeller-Räumlichkeiten ist nach Angaben der WPWR eine Fondsgesellschaft, die auch die komplette Volme-Galerie in ihrem Besitz hat.

Die Verantwortung für die ganze Galeeren-Misere liegt in erster Linie beim Rat der Stadt Hagen. Der hatte einst – basierend auf einer Schnapsidee der FDP – beschlossen, das Rathaus abzureißen bzw. zu verkaufen und als Symbol der kommunalen Demokratie aus dem Stadtzentrum in den Hinterhof zu verbannen, um den Weg für die Volme-Galeere freizuräumen. Wenige Jahre später rollte dasselbe Gremium dem nächsten Einkaufsparadies den roten Teppich aus. Die von vorneherein absehbare Folge war das nachhaltige Verkümmern der Ränder der Innenstadt, was die Entscheider billigend in Kauf genommen haben.

Etappen-Erfolg für VW im Streit mit Hagener Zulieferer TWB

1. Juni 2018

Der VW-Konzern hat im Streit mit dem Hagener Unternehmen TWB aus der Prevent-Gruppe vor dem Dortmunder Landgericht einen Erfolg verbucht. Die Klage von TWB-Prevent auf eine einstweilige Leistungsverfügung zur weiteren Abnahme von Produkten wurde vom Gericht abgelehnt. TWB wird aller Voraussicht nach in die nächste Instanz zum Oberlandesgericht Düsseldorf ziehen, um ein langwieriges Verfahren zu umgehen, das die Existenz des Unternehmens gefährden könnte. (…)

Während VW betont hat, sich von Prevent als Zulieferer komplett trennen zu wollen, kaufte die Muttergesellschaft gerade eine Gießerei in Saarbrücken, die wichtige Teile für VW fertigt – und hob angeblich die Preise um das Zehnfache an. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu nochmals:

Preiserhöhungen von bis zu 1.000 Prozent – Streit zwischen VW und Prevent eskaliert

Quelle: Handelsblatt

Die Masche von Prevent

„Die Geschäftspolitik von Hastor ist, Autozulieferbetriebe, die am Rande der Insolvenz stehen, billig zu kaufen, dann die Kunden, also die großen Autohersteller, zu erpressen und mit Klagen zu überziehen, in der Zwischenzeit die Gewinne abzuschöpfen und eine Hülle mit Beschäftigten ohne Eigenkapital und Überlebensfähigkeit zurückzulassen“, wirft Patrick Selzer von der IG Metall in Saarbrücken dem Unternehmer vor.

In der öffentlichen Auseinandersetzung ist es Hastors Masche, den Spieß umzudrehen und sich gängige Vorwürfe zunutze zu machen. Diese besagen, dass die großen Autokonzerne die Abhängigkeit der Zulieferer von ihnen missbrauchen, um sie zu knechten und die Preise so zu drücken, dass sie kaum überlebensfähig sind. „Wir glauben nicht, dass es mit diesem Eigentümer eine verlässliche Zukunft geben kann“, sagt Frank Iwer, Automobilexperte beim Vorstand der IG Metall.

Es verfestigt sich stattdessen der Eindruck, dass die Eigentümer hier nur schnell Millionen abschöpfen wollen und dabei auch bereit sind, verbrannte Erde zu hinterlassen. Fest steht: Die Opfer sind immer die Beschäftigten. (…)

Quelle: IG Metall

Für neue Müll-Wächter werden Abfallgebühren in Hagen steigen

29. Mai 2018

Vereinfachte Sperrmüllkosten und Müll-Wächter, die nach Abfall-Sündern in Hagen suchen. Diese Vorschläge werden die Gebühren in Hagen verteuern.

Angesichts der Vermüllung in einigen Hagener Wohnbezirken sowie an den Containerstandorten möchte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) nicht bloß die Sperrmüllabfuhr auf neue Füße stellen, sondern auch den Kontrolldruck durch den regelmäßigen Einsatz sogenannter „Waste-Watcher“ (Müll-Streifen) deutlich erhöhen. Allerdings steht dafür sämtlichen Hagener Bürgern eine saftige Gebührenerhöhung ins Haus. (…)

Die Idee, die Sperrmüllanlieferung an der Müllverbrennungsanlage kostenfrei anzubieten, wurde ebenfalls verworfen. „Ein Gratis-Bringsystem würde reichlich Externe anlocken“, meint Bleicher, so dass es am Pfannenofen bei der Anfahrtspauschale von zehn Euro pro Privat-Pkw bleiben soll. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Letzteres ist einfach zu regeln, wie es beispielsweise die Stadt Gelsenkirchen vormacht:

Als Nachweis, dass angelieferter Abfall auch tatsächlich in Gelsenkirchen angefallen ist, genügt uns in der Regel das GE-Kennzeichen an Ihrem Fahrzeug. Sollten Sie einen unserer Recyclinghöfe mit einem Fahrzeug anfahren, das kein GE-Kennzeichen hat, so halten Sie bitte Ihren Ausweis bzw. einen Nachweis bereit, der belegt, dass der angelieferte Abfall aus Gelsenkirchen stammt – vielen Dank!

Gebührenerhöhung wegen kostenlosem Sperrmüll? Auch das ist in Gelsenkirchen kein Thema – im Gegenteil:

Unter der Telefonnummer 0209/954-4777 erhalten Sie in der Zeit von Mo-Fr 8:00-18:00 Uhr Uhr direkt einen verbindlichen Termin für die Abholung von Sperrmüll sowie bei Bedarf gerne eine eingehende Beratung. Die Abholung von Sperrmüll ist in Gelsenkirchen für Privatpersonen kostenlos.

Dieser Service wird in Gelsenkirchen bei wesentlich geringeren Gebühren für die Abfallentsorgung angeboten. So beträgt das jährliche Entgelt z.B. für eine 120-Liter-Tonne bei wöchentlicher Leerung 189,15 Euro, der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) verlangt für die gleiche Leistung 453,60 Euro.

Dazu passen wie die Faust aufs Auge die unterschiedlichen Vergütungen der Leitungskader. Die betrugen in Hagen 2016 bei einem Umsatz von 38,5 Millionen Euro für gleich zwei (!) Geschäftsführer 392.100 Euro. Der Gelsenkirchener Betriebsleiter erhielt bei doppelt so großem Umsatz im Jahr 2015 (hochgerechnet) etwa 180.000 Euro.

DW hatte bereits im November 2017 auf die im Vergleich mit anderen Kommunen völlig überzogenen Gebühren bei gleichzeitig geringerer Leistung hingewiesen: „Kohle – in die Tonne gekloppt„.

Aufgabe der „Müll-Wächter“ soll u.a. die Kontrolle der Recycling-Standorte sein. Die sind regelmäßig vermüllt, weil sie – nicht erst aktuell, sondern seit Jahren! – vom HEB nicht mit der notwendigen Frequenz geleert werden. Stattdessen sind, sobald Überfüllungsprobleme entstanden, Container abgebaut worden.

Natürlich nicht im Stadtteil Emst, wo viele Hagener Politruks wohnen, z.B. das Mitglied des HEB-Aufsichtsrats Rainer Preuß (Grüne). Seine Wahlversprechen: „Sicherung der kommunalen Abfallwirtschaft“ und „Sicherung der dezentralen Versorgungsstruktur in den Hagener Stadtteilen“.

Da grüßt Loriots Jodeldiplom: „Holleridudödeldi“ (2. Futur bei Sonnenaufgang).

Der Ratskeller in Hagen ist schon wieder geschlossen

25. Mai 2018

Die Traditionsgaststätte Ratskeller im Herzen der Hagener City ist dicht. Pächter Peter Stech hat Privatinsolvenz angemeldet. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Schuld an der Stech-Pleite sind wieder mal andere. In Wahrheit wollten die Hagener von bayrisch gewandetem Kultur-Imperialismus im Sepplhosen-Look wohl einfach nichts wissen.

Hagen bekommt doch verkaufsoffenen Sonntag

19. Mai 2018

Dem ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr in Hagen steht nichts mehr in Wege. Am 27. Mai dürfen Einzelhändler in Hagen-Hohenlimburg ihre Geschäfte zum Stadtfest öffnen. (…)

Die Gewerkschaft Verdi teilte auf WDR-Anfrage mit, dass sie diesmal nicht gegen den verkaufsoffenen Sonntag klagen wolle. (…)

Quelle: WDR

Zwei neue Windräder sollen sich über Hasper Talsperre drehen

14. Mai 2018

Dass alle Vertreter im Naturschutzbeirat des EN-Kreises brav per Handheben das Vorhaben des Hagener Energieversorgers abnicken würden, hatten Klaus Leßmann und seine Kollegen der Abteilung Regionale Projektplanung nicht erwartet. Zwei Windräder, die frühestens Ende 2019 ans Netz gehen könnten, will Enervie oberhalb der Hasper Talsperre im Bereich Schöpplenberg bauen. Die Bedenken der Vertreter von Naturschutzverbänden und von Land- und Forstwirtschaft sind zu groß. (…)

Quelle: wp.de

VW-Konzern demonstriert TWB-Prevent seine Macht

10. Mai 2018

Der Automobilgigant VW hat dem Hagener Zulieferer die Großaufträge gekündigt. Eine gütliche Einigung vor Gericht lehnte der Konzern ab.

Es war eine Demonstration der Macht des weltgrößten Automobilkonzerns gegenüber einem abhängigen Automobilzulieferer. Der Volkswagenkonzern hat nach über 20 Jahren Zusammenarbeit dem Hagener Unternehmen TWB Presswerk die Verträge zum 31. März 2019 gekündigt – und damit den Zulieferer und seine rund 480 Beschäftigten in eine existenzbedrohende Lage versetzt. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu nochmal:

Die Masche von Prevent

In der öffentlichen Auseinandersetzung ist es Hastors Masche, den Spieß umzudrehen und sich gängige Vorwürfe zunutze zu machen. Diese besagen, dass die großen Autokonzerne die Abhängigkeit der Zulieferer von ihnen missbrauchen, um sie zu knechten und die Preise so zu drücken, dass sie kaum überlebensfähig sind. „Wir glauben nicht, dass es mit diesem Eigentümer eine verlässliche Zukunft geben kann“, sagt Frank Iwer, Automobilexperte beim Vorstand der IG Metall.

Es verfestigt sich stattdessen der Eindruck, dass die Eigentümer hier nur schnell Millionen abschöpfen wollen und dabei auch bereit sind, verbrannte Erde zu hinterlassen. Fest steht: Die Opfer sind immer die Beschäftigten. (…)

Quelle: IG Metall

Sie kämpfen um ihre Arbeitsstellen

8. Mai 2018

Ein Großteil der 473 Beschäftigten bangt beim Unternehmen TWB-Presswerk an der Sedanstraße um seine Jobs. Rund 150 davon haben sich gestern auf Einladung der Gewerkschaft IG Metall getroffen. Sie wollen um ihre Arbeitsstellen kämpfen.

Bis Ende März 2019 laufen die Verträge zwischen der Volkswagen und der Prevent-Gruppe, zu der wiederum TWB zählt. Der VW-Konzern will die Geschäftsbeziehungen zu Prevent kappen und die Verträge nicht verlängern. (…)

Quelle: wp.de

Zu VW/Prevent siehe auch:

Preiserhöhungen von bis zu 1.000 Prozent – Streit zwischen VW und Prevent eskaliert

Quelle: Handelsblatt

Die Masche von Prevent

„Die Geschäftspolitik von Hastor ist, Autozulieferbetriebe, die am Rande der Insolvenz stehen, billig zu kaufen, dann die Kunden, also die großen Autohersteller, zu erpressen und mit Klagen zu überziehen, in der Zwischenzeit die Gewinne abzuschöpfen und eine Hülle mit Beschäftigten ohne Eigenkapital und Überlebensfähigkeit zurückzulassen“, wirft Patrick Selzer von der IG Metall in Saarbrücken dem Unternehmer vor.

In der öffentlichen Auseinandersetzung ist es Hastors Masche, den Spieß umzudrehen und sich gängige Vorwürfe zunutze zu machen. Diese besagen, dass die großen Autokonzerne die Abhängigkeit der Zulieferer von ihnen missbrauchen, um sie zu knechten und die Preise so zu drücken, dass sie kaum überlebensfähig sind. „Wir glauben nicht, dass es mit diesem Eigentümer eine verlässliche Zukunft geben kann“, sagt Frank Iwer, Automobilexperte beim Vorstand der IG Metall.

Es verfestigt sich stattdessen der Eindruck, dass die Eigentümer hier nur schnell Millionen abschöpfen wollen und dabei auch bereit sind, verbrannte Erde zu hinterlassen. Fest steht: Die Opfer sind immer die Beschäftigten. (…)

Quelle: IG Metall

„Hagen blüht auf“ hat Charme verloren

8. Mai 2018

„Hagen blüht auf“ – bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Sommertemperaturen im wahrsten Sinne des Wortes. Und trotzdem ist rund um das Fest in der Hagener Innenstadt, die einst von Hagener Gärtnern in ein wahres Blumenparadies verwandelt wurde, einiges mehr Schein als Sein. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Immer nur Kirmes, wenn auch unter verschiedenen Namen, reicht eben selbst in Hagen nicht mehr.

Verkausoffener Sonntag in Hagen endgültig geplatzt

4. Mai 2018

Der verkaufsoffene Sonntag am 6. Mai in Hagen ist abgeblasen. Freitagmittag hat das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) die von der Stadt Hagen eingereichte Beschwerde abgewiesen. (…)

Quelle: wp.de

Gericht verbietet verkaufsoffenen Sonntag in Hagen

3. Mai 2018

Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat den verkaufsoffenen Sonntag in Hagen am 6. Mai gekippt. Die Stadt ficht diese Entscheidung an. (…)

Quelle: wp.de

In Hagen 1200 weniger Arbeitslose als noch vor einem Jahr

3. Mai 2018

Die Belebung auf dem Hagener Arbeitsmarkt machte im April eine Pause. Die Arbeitslosenzahl stieg um fünf auf aktuell 9334, die Quote blieb bei 9,4 Prozent. „Die bereits sehr gute Entwicklung in diesem Frühjahr wurde durch die Osterferien spürbar gebremst“, bilanziert Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es fehlen natürlich alle Erwerbslosen, die aufgrund statistischer Tricks nicht mehr in der offiziellen Arbeitslosenzahl auftauchen.

Verdi klagt gegen verkaufsoffenen Sonntag am 6. Mai in Hagen

2. Mai 2018

Die Dienstleistungsgesellschaft Verdi hat heute beim Verwaltungsgericht Arnsberg Klage gegen den geplanten verkaufsoffenen Sonntag am 6. Mai in der Hagener Innenstadt eingereicht. (…)

Quelle: wp.de

Ändert die Poco-Übernahme die Möbel-Strategie für Hagen?

2. Mai 2018

Ende vergangener Woche wurde bekannt, dass die österreichische XXXLutz-Unternehmensgruppe die Möbelkette Poco übernommen hat. Wie mehrfach berichtet, will XXXLutz ein über 30 000 Quadratmeter großes Möbelhaus auf Haßley bauen und dazu einen Mitnahmemarkt in der ehemaligen Max-Bahr-Filiale an der Eckeseyer Straße errichten. (…)

Wenn der Bauantrag genehmigt ist, fällt automatisch der Startschuss für einen Termin-Countdown, nach dem bis zum 31. März 2019 auch auf der Haßleyer Insel die Bagger rollen müssten. Andernfalls droht XXXL nach WP-Informationen eine Vertragsstrafe in sechsstelliger Höhe. (…)

Quelle: wp.de

Grünes Licht von der Politik für offenen Sonntag in Hagen

28. April 2018

In einer Sondersitzung des Rates wurde gestern die „ordnungsbehördliche Verordnung über die Regelung besonderer Öffnungszeiten am Sonntag, 6. Mai, aus Anlass der Veranstaltung ,Hagen blüht auf’“ mit 37 Ja- und 10 Neinstimmen sowie einer Enthaltung beschlossen.

Doch die Dienstleistergesellschaft Verdi werde, so Oberbürgermeister Erik O. Schulz, nach seiner Information gegen die zusätzlichen Öffnungszeiten an besagtem Wochenende (13 bis 18 Uhr) klagen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: 15 Ratsmitglieder waren also erst gar nicht zu dieser Sondersitzung erschienen. Warum auch? Die stadteigene „Hagen-Agentur“ hat einfach geschlafen – nur deshalb musste diese Sitzung überhaupt angesetzt werden. In Leverkusen und Kreuztal sind aktuell Verkaufs-Sonntage von den zuständigen Verwaltungsgerichten untersagt worden.

Hagener DGB verzichtet zum Tag der Arbeit auf externe Redner

26. April 2018

Ein externer Redner wird am kommenden Dienstag, 1. Mai, bei der Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nicht auftauchen. „Das war in diesem Jahr eine ganz bewusste Entscheidung“, betont der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Marx, der sich die Mikrofonrolle mit dem städtischen Personalratsvorsitzenden Thomas Köhler (Verdi) und Vertretern der Gewerkschaftsjugend teilt. Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit sind die großen Themenfelder, die in diesem Jahr im Mittelpunkt stehen sollen – diesmal also mit einer speziellen lokalen Brille. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die „spezielle lokale Brille“ erweist sich nach dem Tode von Jochen Marquardt als Abtauchen der Hagener DGB-Spitze. Dafür steht die lokale AfD schon bereit, um dieses Vakuum zu füllen:

HEG investiert – Neue Strategie für Hagener Problemhäuser

25. April 2018

Die Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft kauft in Wehringhausen mehrere Problemimmobilien. Weitere sollen folgen. (…)

Neben den Gebäuden Bismarckstraße 28 (direkt am Wilhelmsplatz), Pelmkestraße 25 und Lange Straße 40 und 42 haben Bihs und sein Team bis zu zehn weitere Pro­blemhäuser auf dem Schirm, die die HEG kaufen, sanieren und als modernisierten Wohnraum wieder anbieten will. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Auf jeden Fall – endlich – eine richtige Strategie, nachdem die Stadt es trotz des fortschreitenden Verfalls viele Jahre versäumt hat, konstruktiv einzugreifen und lieber auf „die Kräfte des Marktes“ vertraut hat. Bestehende Vorkaufsrechte wurden beispielsweise auf Beschluss des Stadtrats in der Regel bewusst nicht wahrgenommen.

Interessant ist auch, dass der Mietpreis nach der Sanierung nur bei etwas über 5 Euro/qm liegen soll. Bei dem von der GWG mit Abriss bedrohten Block an der hinteren Lange Straße belief sich der Preis nach einer Sanierung nach Angaben des Eigentümers auf etwa den doppelten Betrag. So wird mit Zahlen eine Richtung vorgegeben. Die Politik schlägt wie auf Kommando sofort die Hacken zusammen und unterstützt die Abrisspläne. Ob die GWG-Zahlen wohl seriös ermittelt worden sind? Wer fragt denn sowas?

Wieder Minus für WPWR

20. April 2018

Auch im 1. Vierteljahr 2018 wollten wieder weniger Hagener die WPWR lesen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging die verkaufte Auflage weiter zurück. Diesmal lag das Minus nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) bei 5,1 Prozent. Damit setzt sich der Niedergang des Monopolblattes fort.

Gekauft werden solche regionalen Zeitungen in erster Linie wegen des Lokalteils. Der ist aber seit Jahren bei WP und WR textidentisch und unterscheidet sich nur in Typografie und Schmuckfarbe.

Einschließlich Herdecke und Wetter fanden sich durchschnittlich keine 30.000 Käufer mehr für diese Art von Funke-Journalismus. Die Hagener Auflagezahlen werden seit Anfang 2016 nicht mehr separat ausgewiesen und dürften bei etwa 22.000 liegen. Mitgerechnet sind die ePaper.

Vor 20 Jahren wurden von den damals noch zwei Zeitungen Westfalenpost und Westfälische Rundschau werktäglich noch mehr als 50.000 Exemplare verkauft.

Schlachthof-Teile kommen unter den Hammer

17. April 2018

Es ist eine der krudesten Nummern aus der Gemengelage von Hagener Politik und Verwaltung der jüngsten Vergangenheit: der Verkauf des ehemaligen Schlachthofsareals.

Im Februar 2009 wurde das 20.000 qm große Gelände für einen Spottpreis von gerade einmal 205.000 Euro an eine offenbar äußerst dubiose Firma verkauft.

Die wechselte im Nachgang den Namen oder wurde weiterverkauft oder was auch immer – auf dem Gelände tat sich jedenfalls nichts. Die Hagener Politik hatte in ihren verdunkelten Segmenten, den nichtöffentlichen Teilen der Gremiensitzungen, wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Sie ließ sich von der Aussicht auf immerhin 30 (!) versprochene Arbeitsplätze trefflich vorführen.

Von den Versprechungen der „Investoren“, Handel und Gastronomie auf der Fläche zu etablieren, ist bis heute nichts zu sehen. Stattdessen kommt jetzt ein erster Teilbereich unter den Hammer.

Der umfasst eine Fläche von etwa 2.500 qm und ist im hinteren Teil des Schlachthofgeländes zu finden. Der Gutachter setzt einen Verkehrswert von 50.000 Euro an. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von 20 Euro. Immerhin doppelt so viel, wie seinerzeit die Stadt in Rechnung gestellt hat.

Ein erheblicher Wertzuwachs, wenn man bedenkt, dass das Areal in den vergangenen fast 10 Jahren nur weiter verrottet ist. Und ein deutlicher Hinweis darauf, dass hier offensichtlich städtisches – und damit gemeines – Eigentum verschleudert wurde, um extern verursachte Haushaltslöcher zu stopfen.

Termin ist übrigens am 20. Juni am Hagener Amtsgericht. Schnäppchenjäger aufgemerkt!


%d Bloggern gefällt das: