Archive for the ‘02 Wirtschaft Hagen’ Category

Gewerkschaft erhebt Vorwürfe gegen McDonald’s & Co

15. Februar 2020

Während in der Systemgastronomie die Tarifverhandlungen gerade in die dritte Runde gehen, erhöht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten den Druck auf McDonald’s, Burger King, Nordsee, Vapiano & Co, die allesamt auch mit Filialen in Hagen vertreten sind. „Die Branche ist bunt“, sagt NGG-Geschäftsführerin Isabell Mura, die ihr Büro an der Körnerstraße hat, „was die Arbeitgeber eint, sind die schlechten Bedingungen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Teilerfolg für Prevent

7. Februar 2020

Im Streit mit VW hat dessen Ex-Lieferant Prevent vor Gericht einen Teilerfolg erstritten. Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied, dass zwar die außerordentliche Kündigung eines millionenschweren Liefervertrags für die Hagener Prevent-Tochter TWB durch VW 2018 rechtens war. Bei der VW-Tochter Audi sprach der Senat Prevent jedoch einen Schadensersatzanspruch dem Grunde nach zu. (…)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Zahl der Arbeitslosen in Hagen auf 10.971 angestiegen

3. Februar 2020

Der Januar zeigte in Hagen die erwartete saisonale Verschlechterung der Arbeitsmarktlage. Die Zahl der Arbeitslosen in der Stadt stieg nach Angaben des Arbeitsamtes um 579 auf 10.971. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit um 0,5 Punkte auf jetzt 10,9 Prozent.

Vor zwölf Monaten lag sie noch bei 9,5 Prozent. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die „Saison“ wird praktisch jeden Monat zur Begründung herangezogen. Innerhalb eines Jahres hat sich die Arbeitslosenquote um 1,4 Prozentpunkte erhöht. Die viel entscheidendere Erwerbslosenquote, die nicht statistisch frisiert ist, wird nicht genannt.

Deutsche Bahn verkauft keine Tickets für Nahverkehr

25. Januar 2020

Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Ein Kunde der Deutschen Bahn möchte gerne mit einem Zug der Deutschen Bahn eine Bahnfahrt unternehmen – zum Beispiel vom Hagener Hauptbahnhof nach Dortmund. Also geht der Kunde der Deutschen Bahn in das Reisezentrum der Deutschen Bahn, um eine Fahrplanauskunft zu erhalten und ein Ticket zu kaufen. Und hier erfährt er: Weder den einen noch den anderen Wunsch kann man ihm erfüllen.

Klingt absurd, ist es aber nicht. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Es ist allerdings absurd, dass an einem Knotenpunkt wie Hagen Hbf. samstags und sonntags kein Schalter mehr geöffnet ist (auch wenn der Schalter jetzt „Reisezentrum“ genannt wird). Hintergrund ist in erster Linie der Wettbewerbsfetischismus, den der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) betreibt. Leidtragende solcher kontraproduktiven Ideen sind die Bahnkunden – wie so oft. Großaktionär bei Transdev, dem Unternehmen, das nun die Ticketautomaten betreibt und den Verkauf an den Zeitschriftenhändler im Hauptbahnhof vergeben hat, ist die Milliardärsfamilie Rethmann, die nicht nur groß im Müllgeschäft ist, sondern auch gezielt weiter im ÖPNV-Bereich expandieren will (siehe bei DW: Schleichende Remondisierung und Milliardärsfamilie will ÖPNV abgreifen).

TWB: Kündigung aus formalen Gründen unwirksam

23. Januar 2020

Revision zum Bundesarbeitsgericht nicht zugelassen – Gute Chancen auch für die anderen Kläger

Gestern hat die 3. Kammer des Landesarbeitsgerichts Hamm in zweiter Instanz über zunächst ein Berufungsverfahren betreffend Kündigungen der TWB GmbH & Co. KG entschieden. Im Januar 2019 hatte das in Hagen ansässige Unternehmen der Automobilzulieferbranche rund 300 von ca. 460 Beschäftigten des dortigen Betriebes fristgerecht gekündigt.

Die rund 180 gegen diese Kündigungen gerichteten Klagen betroffener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hatten in erster Instanz durchweg Erfolg (Arbeitsgericht Hagen 4 Ca 202/19 u. a.). Im ersten der von der Arbeitgeberin dagegen betriebenen rund 160 Rechtsmittelverfahren kam es nicht zu einer Abänderung der Entscheidung des Arbeitsgerichts.

Die Berufungskammer schloss sich vielmehr gemäß ihrer am Schluss der Sitzung gegebenen, zunächst kurzen mündlichen Entscheidungsbegründung dem erstinstanzlichen Urteil im Ergebnis und weitgehend auch in den rechtlichen Erwägungen an. Danach ist die Kündigung unwirksam, weil die zu jeder einzelnen Kündigung erforderliche Anhörung des Betriebsrats (§ 102 Abs. 1 BetrVG) von der Arbeitgeberin nicht ordnungsgemäß eingeleitet worden sei.

Ab Donnerstag stehen die weiteren Rechtsmittelverfahren sukzessive zur Verhandlung und Entscheidung an. Die Arbeitgeberin hat, nachdem sie in erster Instanz unterlegen war, ab August 2019 Folgekündigungen ausgesprochen. Weil bei allen anderen Kündigungen derselbe Formfehler begangen wurde, haben die anderen Beschäftigten, die geklagt hatten, gute Chancen, dass das Landesarbeitsgericht auch in diesen Fällen gegen TWB entscheidet.

Im vorliegend entschiedenen Fall wurde die Revision zum Bundesarbeitsgericht nicht zugelassen. (Aktenzeichen 3 Sa 1194/19).

Hohenlimburg: Kaltwalz-Werk stellt den Betrieb ein

22. Januar 2020

Die Kaltwalz-Firma Siegfried Boecker hat Insolvenz in Eigenverantwortung angemeldet und stellt Ende Januar die Produktion in Elsey komplett ein. Rund 25 Mitarbeiter sind von der Stilllegung betroffen. Diese haben eine dreimonatige Kündigungsfrist und bekommen die Möglichkeit, in eine Transfergesellschaft zu wechseln – für sechs Monate und bei 75 Prozent des Gehalts. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Breitbandausbau in Hagen wird mit 25,2 Millionen Euro gefördert

22. Januar 2020

Das Land NRW und der Bund fördern jeweils zur Hälfte den Breitbandausbau in Hagen mit 25,2 Millionen Euro. Den entsprechenden Förderbescheid überreichte jetzt die Bezirksregierung Arnsberg. Mehr als 2.650 Haushalte, Betriebe und Institutionen – darunter 55 Schulen – profitieren von dem Ausbau, der bis Ende 2021 abgeschlossen sein soll. Dafür werden Glasfaserkabel über eine Strecke von insgesamt rund 523 Kilometer verlegt.

Genehmigung für XXXL-Möbelhaus steht bevor

18. Januar 2020

Die Erteilung der Baugenehmigung für ein Möbelhaus der XXXLutz-Unternehmensgruppe an der Haßleyer Straße steht kurz bevor. Wie Baudezernent Henning Keune bestätigt, liegen die erforderlichen Unterlagen inzwischen vollständig bei der Stadt vor und sind in der abschließenden Prüfung. (…)

XXXL selbst hält sich mit Aussagen zu einem möglichen Spatenstich-Termin noch zurück: „Wir wollen einer Erteilung der Baugenehmigung hier nicht vorgreifen“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Wieder wird eine Grünfläche versiegelt. Und obwohl das Gejammer über angeblich fehlende Gewerbeflächen anhält, wird auch dieses Areal wieder – wie schon das Brandt-Gelände in Westerbauer – für Handel nutzbar gemacht. Dabei sind die nächsten Flialen des Möbelunternehmens in Lüdenscheid und Iserlohn nur wenige Kilometer entfernt.

Zusätzlich steht XXXLutz hinsichtlich der Unternehmenspolitik in starker Kritik durch Arbeitnehmervertretungen. Grundsätzlich wird bemängelt, dass das Unternehmensgeflecht aus einem Netz von Gesellschaften besteht, in das einerseits das Personal ausgelagert wird und andererseits die Gewinne zentralisiert werden. Im Detail geht es um Behinderung von Betriebsräten sowie Überschreiten von Arbeitszeiten und Einschüchterung von Mitarbeitern.

In die Kritik geriet XXXLutz auch wegen eines Steuersparmodelles. Den einzelnen Konzerngesellschaften wurden von der XXXLutz Marken GmbH mit Sitz in Malta Lizenzen in Rechnung gestellt, Gewinne wurden dadurch von Ländern mit höheren Steuersätzen nach Malta verschoben, wo Gewinne theoretisch mit 35 Prozent Körperschaftsteuer besteuert worden wären, aufgrund von Rückerstattungen tatsächlich aber nur mit 5 Prozent.

In Österreich, dem Stammsitz des Möbelhändlers stellten Die Grünen 2014 eine parlamentarische Anfrage an Finanzminister Hans Jörg Schelling zum Steuerentfall durch diese Firmenkonstruktion. Der Minister gab dazu keine Auskunft und berief sich auf die abgabenrechtliche Geheimhaltungspflicht. Der Clou: Schelling war von 1992 bis 2005 Geschäftsführer der XXXLutz GmbH und von 2005 bis 2011 im Aufsichtsrat.

Rückblende: Der Hagener Wochenmarkt 1903

15. Januar 2020

Ein reges Treiben auf dem Hagener Wochenmarkt zeigt die Postkarte von 1903. Die Stadt hatte damals etwa 70.000 Einwohner; Haspe, Boele, Vorhalle und die Lennedörfer waren noch nicht eingemeindet.

Heute befinden sich die Hagener Märkte in der Krise. „Händler und Kunden haben Angst um die Zukunft der Wochenmärkte. Es gibt dort immer weniger Lebensmittelstände“, beschrieb die WPWR 2016 die Lage. Und ein Jahr später titelte das Blatt zum Markt in Hohenlimburg: „Nur noch zwei Wochenmarkt-Stände“.

Im letzten Jahr erreichte das Thema auch Politik und Verwaltung. Alle fünf Bezirksvertretungen und der Haupt- und Finanzausschuss beschäftigten sich mit der Situation. In einer Beschlussvorlage erläuterte die Verwaltung den Hintergrund des Schwächelns der Wochenmärkte:

In ganz Deutschland unterliegen die Wochenmärkte einem Wandel der dazu geführt hat, dass einige der über 3.000 Wochenmärkte in den letzten 10 Jahren um bis zu 50 % geschrumpft sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig, insbesondere die Konkurrenz durch die Discounter und Vollsortimenter, die mit großen Parkflächen vor der Tür aufwarten und mit Öffnungszeiten bis 22.00 Uhr weitgehend die Versorgungsrolle übernommen haben, macht den Markthändlern zu schaffen. Diese Lebensmittelhändler haben für sich die Chance erkannt und bieten inzwischen vielfältige Produkte aus biologischer Landwirtschaft und regionaler Produktion an, bei denen die Markthändler auch preislich nicht mithalten können.

Ein anderes großes Problem liegt im altersbedingten Händler- und Kundenrückgang. Während die Markhändler wegen des vergleichsweise harten Jobs (früh aufstehen, bei jedem Wetter den Stand betreuen, schwer tragen) Nachfolgerprobleme haben, ist auch die Stammkundschaft älter geworden und mitunter auf komfortablere Einkaufsmöglichkeiten (kurze Gehwege, individuelle Transportmöglichkeiten) angewiesen. Das Einkaufsverhalten hat sich auch verändert bzw. sich an die geänderten Lebens- und Arbeitsbedingungen angepasst, so dass inzwischen selbst Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs online bezogen werden.

Der Schrumpfungsprozess wird sich aller Vorrausicht nach weiter fortsetzten und die Empfehlung der Verwaltung dürfte ein frommer Wunsch bleiben:

Die Funktionen der Märkte als Ort der Nahversorgung auf der einen Seite und als Treffpunkt für die Hagener Bürgerinnen und Bürger auf der anderen sollen miteinander gekoppelt werden, was letztendlich auch dem umgebenden Einzelhandel sowie der Gastronomie zu Gute kommen wird.

So wie es noch bis in die 1990er Jahre war und auch auf der historischen Postkarte zu sehen ist, wird es wohl nicht mehr werden mit den Hagener Wochenmärkten.

Kurzarbeit für über 2000 Menschen in großen Hagener Firmen

14. Januar 2020

Die deutsche Industrie rutscht immer tiefer in die Rezession und die heimische Wirtschaft spürt die Folgen. 42 Hagener Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet. Darunter große Unternehmen wie C.D. Wälzholz (Kaltwalzer), Wippermann (Industrieketten), Schöneweiss (Schmiede), Kabel Pulp and Paper (Papierwerk) oder Bilstein (Kaltband). Insgesamt sind 2363 Arbeitnehmer in Hagen betroffen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Prevent greift VW an: Wurden „aktiv ausgeschlossen“

14. Januar 2020

Die Dauerfehde zwischen Volkswagen und dem Ex-Zulieferer Prevent steuert auf die nächste Eskalation zu. Die aus Bosnien kontrollierte Firmengruppe sieht Millionenklagen von VW auf Schadenersatz als direkte Erwiderung auf eigene Schritte gegen die Wolfsburger in den USA – und begründet ihr Vorgehen damit, dass VW jahrelang gezielt Stimmung gegen sie in der Branche gemacht habe. (…)

Quelle: wp.de

VW vor Erfolg im Zulieferer-Streit

9. Januar 2020

Richter wirft Prevent-Tochter TWB Erpressermethoden vor

Der Streit zwischen VW und Prevent hat dem Zulieferer TWB schwer zugesetzt. Die Firma fordert Schadensersatz – kann aber wohl maximal auf einen Teilerfolg hoffen. (…)

TWB fertigte für VW und diverse Tochtermarken wie Audi und Seat Sitzschalen für zahlreiche Modelle, zwischenzeitlich sogar mehr als zwei Millionen pro Jahr. Der Vorsitzende Richter Jürgen Kühnen warf TWB mit Blick auf die damalige Abhängigkeit Volkswagens vor, die Wehrlosigkeit der Wolfsburger ausgenutzt und „mit Mitteln der Erpressung“ versucht zu haben, eine 25-prozentige Preiserhöhung durchzusetzen. Die außerordentliche Kündigung durch die Volkswagen AG sei deshalb rechtens.

Weil Audi aber anders als VW nur ordentlich und nicht außerordentlich kündigte, sei das Vorgehen der Konzerntochter unwirksam. Denn eine solche Möglichkeit zur einseitigen Beendigung der Lieferbeziehung sei in dem Vertrag mit TWB nicht vorgesehen gewesen. Deshalb kann der Zulieferer zumindest in diesem Fall auf Schadensersatzzahlung hoffen. Den gesamten Streitwert beziffert das Gericht mit zwölf Millionen Euro. (…)

Quelle: Handelsblatt

VW verklagt Ex-Zulieferer Prevent

7. Januar 2020

VW verlangt von Prevent vor Gericht viel Geld – und beziffert den Schaden durch seinen früheren Lieferanten auf mehr als hundert Millionen Euro. Doch auch die bosnischen Besitzer des Zulieferers klagen.

Prevent wirft Volkswagen unter anderem Verstöße gegen das Kartellrecht vor und verlangt in den USA 750 Millionen Dollar Schadensersatz. Hinzu kommt ein Verfahren am Oberlandesgericht Düsseldorf, bei dem die Hagener Prevent-Tochter TWB ebenfalls Forderungen gegen den Autobauer erhebt. VW hat in dem Streit vor dem Landgericht Braunschweig nun seinerseits Klage eingereicht. (…)

Quelle: SPON

10.392 Menschen in Hagen suchen im Dezember einen Job

4. Januar 2020

Wenig hoffnungsvolle Signale vom Hagener Arbeitsmarkt: Die Erwerbslosenquote stieg im Dezember auf 10,4 Prozent. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wie üblich, ist die Statistik geschönt. Die Wirklichkeit spiegelt die sogenannte „Unterbeschäftigungsquote“ wider, die die Arbeitsagentur ebenfalls veröffentlicht, aber von den meisten Medien nicht zitiert wird. Demnach waren in Hagen im Dezember 13.618 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, die Quote lag bei 13,2 Prozent (Dezember 2018: 12,1 Prozent).

In der Unterbeschäftigung werden nach Angaben der Arbeitsagentur „zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind“. Dazu gehört beispielsweise die Sonderregelung für Ältere (§ 53a SGB II) – die werden einfach nicht mehr mitgezählt.

Die Arbeitsagentur räumt sehr wohl ein: „Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde.“

Immer mehr Pendler

3. Januar 2020

Zahl der Auspendler in Hagen stieg in 25 Jahren um 62,8 Prozent

Zwischen Wohnen und Arbeit liegt für immer mehr Hagener mindestens eine Stadtgrenze: Die Zahl der Pendler unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die nicht in Hagen arbeiten, stieg zwischen 1993 und 2018 um 11.427 oder 62,8 Prozent auf 29.622. Nach Hamm, Dortmund und Bochum verzeichnet Hagen somit im genannten Zeitraum die vierthöchste Steigerungsrate.

Der Anteil der Auspendler an der Gesamtzahl der Beschäftigten, die in Hagen wohnen, hat sich innerhalb von 25 Jahren von 24,6 auf 43,3 Prozent erhöht. Damit liegt Hagen unter dem Ruhrgebietsschnitt von 48,8 Prozent. Das geht aus einem Langzeitvergleich des Statistik-Teams des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hervor.

Die zunehmende Mobilität der Beschäftigten funktioniert auch in die andere Richtung: So wuchs die Einpendlerquote von 29,7 auf 44,8 Prozent. Auch hier liegt Hagen unter dem Durchschnitt des Ruhrgebiets mit 46,8 Prozent. In absoluten Zahlen: Zwischen 1993 und 2018 kletterte die Zahl der Menschen, die in anderen Städten wohnen und in Hagen arbeiten, von 23.466 auf 31.539.

Hohenlimburg: Warum sich auf alten Krupp-Flächen nichts tut

24. Dezember 2019

In einem bekannten Weihnachtslied heißt es an einer Stelle „still und starr ruht der See“. Leicht abgewandelt traf diese Textzeile auch viele Jahre auf das Nahmertal zu: „Still und starr“ ruhten dort unter anderem die ehemaligen Krupp-Werke I, II und IV – so zumindest der Eindruck vieler Hohenlimburger.

Immer wieder brachte die Hohenlimburger Politik das Gebiet ins Blickfeld, zuletzt auch Hagen Aktiv mit einer Anfrage in der Bezirksvertretung. Wie geht es auf dem Gelände weiter?

Vor rund 26 Jahren zog der einstige Stahlgigant Krupp seine Fabrikation aus dem Nahmertal ab. Für Hohenlimburg ein schwerer Schlag, 1100 Menschen verloren damals ihre Arbeit. Zurück blieben mehrere zehntausend Quadratmeter Industriefläche. Anfang des Jahres 2012 rückten dann Bagger an, um die traditionsreichen Werkshallen abzureißen. Es war bislang schwierig, dort neues Gewerbe anzusiedeln. Ein Problem ist etwa die Belastung des Erdbodens. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Zweiter Versuch: Wer baut Hagen eine neue Marktbrücke?

24. Dezember 2019

Man stelle sich vor, eine Kommune möchte Millionen für den Bau einer neuen Brücke sowie eines Kreisverkehrs ausgeben, aber keine Firma möchte das Geld für den fetten Auftrag verdienen. Klingt absurd, ist der Stadt Hagen allerdings tatsächlich passiert.

Alles fein säuberlich europaweit ausgeschrieben, aber kein einziger Bewerber für die so wichtigen Infrastrukturprojekte. Jetzt folgt der zweite Versuch: gleiche Baustellen, gleiche Doppel-Ausschreibung – im Februar soll jetzt endgültig der Zuschlag an dann hoffentlich bauwilligere Interessenten erteilt werden. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Kaufhof-Mitarbeiter fürchten 10 Prozent Lohn-Minus

14. Dezember 2019

Auch in Hagen wurde am Donnerstag gestreikt: Beschäftigte von Kaufhof und Smyths Toys legten die Arbeit nieder. Sie fürchten um ihre Lohn. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Fahrräder sollen Paket-Fahrzeuge in der City ersetzen

14. Dezember 2019

Hagens Innenstadt von Zulieferer-Fahrzeugen befreien: Im Ex-Edeka-Markt soll ein großes Paketlager entstehen – dann geht es per Fahrrad weiter. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Sanitätshaus Riepe will in Hagen großflächig expandieren

11. Dezember 2019

Das florierende Sanitätshaus Riepe in Hagen, seit Jahren auf Wachstumskurs, will am zentralen Standort expandieren. Es regt sich Bürgerprotest. (…)

Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, den Bebauungsplan für die 18.600 Quadratmeter zwischen der Knippschild- und der Buschstraße – in den Augen der Stadt eine klassische Nachverdichtung im Innenbereich – im vereinfachten Verfahren ohne frühzeitige Bürgerbeteiligung durchzuziehen. (…)

Anlieger der Buschstraße machen allerdings Front gegen die Erweiterungspläne von Unternehmen und Stadt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Es wird immer undurchsichtiger, wo ein ordnungsgemäßes Bebauungsplanverfahren durchgeführt wird und wo nicht.

Mark-E erhöht Strom- und Gaspreise

10. Dezember 2019

Zum 1. Februar 2020 erhöht der Hagener Energieversorger Mark-E die Preise für den Bezug von Strom und Gas. Begründet werden die Preiserhöhungen mit gestiegenen Steuern und Abgaben, Netzentgelten sowie Beschaffungskosten.

So zahlt ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Monat 6,59 Euro (brutto) oder rund 7 Prozent mehr für Strom. Analog zu den Steigerungen im Privatkundensegment steigen auch die Strompreise für Gewerbekunden.

Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden zahlt im Monat 8,00 Euro (brutto) oder rund 6 Prozent mehr für Gas. Neben den Steigerungen im Privatkundensegment erhöhen sich auch die Gaspreise für Gewerbekunden entsprechend.

Mark-E will alle betroffenen Kunden in den kommenden Tagen in einem gesonderten Anschreiben über die Preiserhöhungen in ihren Strom- und Gastarifen informieren.

Hagen hat 1000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr

1. Dezember 2019

Der Hagener Arbeitsmarkt erweist sich trotz der konjunkturellen Abkühlung im November als relativ robust. Die Zahl der Arbeitslosen ging um 101 auf 10.191 zurück, die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 10,2 Prozent. Vor zwölf Monaten waren es 9,2 Prozent. (…)

Die Kräftenachfrage ging im November weiter zurück. Nach der Flaute im Vormonat gab es aktuell mit nur 245 neuen Stellen ein weiteres Minus um 66 oder 21,2 Prozent. In Relation zum Vorjahresmonat war dies sogar mehr als eine Halbierung um 267 Stellen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nur der Vergleich mit dem Vorjahresmonat (also November 2018) ist seriös: 1000 Arbeitslose mehr und weniger als die Hälfte freie Stellen, dazu noch die Arbeitslosen, die in dieser Statistik nicht mehr erfasst werden. Legt man die bundesweiten Verhältnisse zugrunde, wären das nochmal 400 bis 500 Arbeitslose mehr. Hier von einem „relativ robusten Arbeitsmarkt“ zu sprechen, ist schon dreist.

Prevent will 750 Millionen Dollar von VW

20. November 2019

Der Mutterkonzern des Hagener Automobilzulieferers TWB hat in den USA vor einem Gericht in der Autometropole Detroit Volkswagen auf 750 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt. Das meldet das Handelsblatt.

In der Klageschrift soll Prevent VW demnach vorwerfen, der Wolfsburger Konzern habe mit wettbewerbswidrigen Maßnahmen verhindert, dass Zulieferbetriebe in den USA von Prevent hätten übernommen werden können. „Nach eigenen Angaben stand Prevent parat, für zumindest 300 Millionen Dollar Zukäufe von kleineren Lieferanten in den Vereinigten Staaten zu tätigen“, schreibt das Handelsblatt.

Der Hagener Prevent-Firma TWB ging es laut einem Bericht des WDR vom Februar angeblich so schlecht, dass das Unternehmen den entlassenen Beschäftigten keine Abfindungen zahlen könne. Der Betriebrat glaubte dagegen, dass das Unternehmen sich durch Tricks „arm“ rechne.

Heftige Turbulenzen beim Stahlhersteller Schmolz+Bickenbach

14. November 2019

Der Spezialstahlhersteller Schmolz und Bickenbach (S+B) und das Tochterunternehmen Deutsche Edelstahlwerke (DEW) mit fünf Standorten in Nordrhein-Westfalen erleben laut Vorstandsvorsitzendem (CEO) Clemens Iller zur Zeit „einen perfekten Sturm, momentan vielleicht sogar einen Hurricane“. (…)

Die Krise in der Stahlindustrie sei noch ausgeprägter als erwartet. An den Standorten Witten, Hattingen, Hagen, Siegen und Krefeld wird nach demnach in Kurzarbeit gearbeitet. Leiharbeit wurde weitgehend abgebaut. (…)

„Es ist eine äußerst schwierige Situation, in der wir uns befinden“, sagt Vorstand lller offen. Dazu trägt Eigentümerstreit zwischen dem Schweizer Großaktionär Martin Haefner und dem russischen Milliardär Viktor Vekselberg. Haefner will die Liwet Holding AG, an der Vekselberg wesentlich beteiligt ist, als größten Anteilseigner des Stahlkonzerns S+B ablösen. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu nochmal:

Oligarch steigt in Wehringhausen ein

Sparda-Bank will 2020 Filiale in Hagen-Vorhalle schließen

7. November 2019

Schlechte Nachricht für den Hagener Stadtteil Vorhalle. Die Sparda-Bank will die Filiale im nächsten Jahr schließen. Auch andere Städte trifft es. (…)

Quelle: wp.de

Varta-Insel soll Unternehmen mit Niveau nach Hagen locken

5. November 2019

Ähnlich zentrale Innenstadtlagen sind für Investoren und Projektentwickler heute kaum noch zu bekommen: Mit zwei attraktiven Flächen in unmittelbarer Innenstadt-Nähe versucht die Stadt Hagen – trotz der scheinbar übermächtigen Konkurrenz aus den Ruhrgebietsmetropolen wie Dortmund und Essen – ansiedlungswillige Unternehmen an die Volme bzw. an die Ennepe zu locken. (…)

Wirtschaftsförderer Ruff setzt dabei weniger auf eine klassische Gewerbenutzung, sondern sieht die Varta-Insel als interessanten Potenzial-Standort für Dienstleistungsunternehmen und hochwertigere Büronutzungen. Zumal sich von dort der Hauptbahnhof auch für Fußgänger bequem in zehn Minuten erreichen lasse. (…)

Damit sind entlang der Ennepe neben Büros und Hotellerie auch klassisches Wohnen und Co-Working-Angebote vorstellbar. (…)

Quelle: wp.de

In Hagen 1200 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr

31. Oktober 2019

Erstmals seit sechs Monaten ist die Arbeitslosigkeit in Hagen im Oktober gesunken. Doch der Jahresvergleich und die Aussichten sind negativ.

„Von einer Herbstbelebung ist angesichts der schwachen Arbeitsmarktentwicklung in der Stadt Hagen leider wenig zu sehen“ – das ist das ernüchternde Fazit der Arbeitsagentur Hagen. (…)

Quelle: wp.de

SPD-Ortsvereine sehen Mitbestimmung in Gefahr

28. Oktober 2019

TWB: SPD-Gliederungen Altenhagen und Hohenlimburg beschließen gemeinsamen Appell

In einem Appell, der sich u.a. an den Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz, den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet, an die Hagener Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie an die Hagener Gliederungen von DGB und IG Metall richtet, formulieren die beiden Ortsvereine:

„Was wir erleben rund um das Unternehmen TWB mit seinem Mutterkonzern Prevent ist wohl ein einmaliger Fall in der deutschen sozialen Mitbestimmung. Jahrzehnte kämpften Kolleginnen und Kollegen in Gewerkschaften und Parteien für ihre Rechte. Nun möchte die Firma Prevent diese Errungenschaften auf den Kopf stellen. Wenn diese Art und Weise sich durchsetzt, ist die deutsche Mitbestimmung insgesamt in Gefahr. Darum fordern wir:

  • Die Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter aller DGB-Gewerkschaften müssen deshalb nun alle solidarisch an einen Tisch, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Jegliche Eitelkeiten und Streitigkeiten müssen beendet werden. Die Moderation soll der DGB NRW übernehmen
  • Das Wirtschaftsministerium soll prüfen, ob das Unternehmen Prevent Zuschüsse von der öffentlichen Hand bekommt. Wenn das der Fall sein sollte, müssen die Gelder sofort eingefroren werden, bis dieses unsoziale und asoziale Verhalten der Manager und Konzernbosse gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beendet ist.
  • Die Kunden von TWB sowie von der Parallelgesellschaft „Presswerk GmbH“ (BMW, Toyota, Volvo, Hauraton und Ford) werden aufgefordert, in ihre jeweilige Sozial-Charta zu schauen und diese auch zu leben. Daraus kann sich für diese Unternehmen nur ergeben, auf Prevent sofort einzuwirken, um dieses unsoziale und asoziale Verhalten der Manager zu beenden und notfalls die entsprechenden Verträge mit der „Presswerk GmbH“ sofort zu kündigen.
  • Sollte dieses Verhalten wider Erwarten rechtskonform sein, fordern wir die verantwortlichen Ministerien und Abgeordneten auf, die Gesetzeslücken für die Zukunft zu schließen.“

Schrottimmobilien werden saniert: „Markt in Hagen ist da“

23. Oktober 2019

Selbst ehemalige Schrottimmobilien werden in Hagen saniert. Der Markt sei da, sagen Experten. Aber zu wenig Besitzer wollen verkaufen.

Vermüllung, kein Wasser mehr, verheerende Zustände – die Häuser an der Eugen-Richter-Straße hatten weit über Hagen hinaus für Schlagzeilen gesorgt, sogar TV-Teams rückten an. Doch jetzt werden sie aufwändig saniert. Gehobenes Wohnen soll dort schon in wenigen Monaten möglich sein. Nur ein Beispiel von mehreren, wo frühere Problem-Immobilien zu attraktivem Wohnraum umgebaut werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nicht nur die städtische Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (HEG) saniert in Wehringhausen, sondern auch Privatleute. Nur die GWG steht mit ihrer Abrisspolitik einsam in der Wüste, assistiert von einer ignoranten Ratsmehrheit.

Wie im Krieg

15. Oktober 2019

Aktuelle Aufnahmen von der Block-1-Front in Wehringhausen

Deutsche Städte sind in der Nachkriegszeit in weitaus höherem Maße zerstört worden als durch den 2. Weltkrieg selbst. Während vielerorts schon lange ein Umdenken stattgefunden hat, ist in Hagen davon nichts zu spüren.

Was aussieht wie Bilder aus den aktuellen Kriegsgebieten irgendwo auf der Welt, ist die bittere Realität direkt vor der Haustür. Eine Kommentierung erübrigt sich, die Fotografien sprechen für sich.

Mängel: Altro Mondo will Mieter auch in Hagen befragen

5. Oktober 2019

Das in der Kritik stehende Wohnungsunternehmen Altro Mondo, das in Hagen Immobilien in Vorhalle und Elsey unterhält, geht nach der von der Landesregierung initiierten Kontrollaktion in eine mediale Offensive. Man habe rund 110 Millionen Euro in die Immobilien investiert. Untermauert werden soll dies mit einer Übersicht von – so das Unternehmen – „erfolgreich abgeschlossenen Revitalisierungen“. Die Hagener Immobilien sind darin nicht zu finden. (…)

Quelle: wp.de

Hagen: TWB muss Leistungen bei neuer Parallel-Firma kaufen

4. Oktober 2019

Indes muss TWB wohl vorgefertigte Teile und Dienstleistungen – wie etwa die Arbeit von Elektrikern – bei der neuen Presswerk GmbH, kaufen. Die eigenen TWB-Elektriker, so Betriebsratschef Orhan Aksu, seien freigestellt worden. Ohnehin sei die Sorge in der Rest-Belegschaft groß: „Viele Kollegen haben Angst, dass sie diesen Monat kein Geld bekommen“, so Orhan Aksu. „Letzten Monat kam das Geld schon verspätet, Und diesen Monat sollte es eigentlich schon am Mittwoch auf dem Konto sein. Bis jetzt ist aber keine Zahlung angekommen. (…)

Quelle: wp.de

Was den Neid in Krisenregionen schürt

4. Oktober 2019

Die Kommune drückt ein Schuldenberg, Einwohner ziehen weg und dann verlagert ein Unternehmen die Produktion nach Ostdeutschland. Manche Stadt im Ruhrgebiet fühlt sich auch benachteiligt: das Beispiel Hagen.

Natürlich bringe es gar nichts, Regionen gegeneinander auszuspielen, sagt Klaus Kaiser, Sozialarbeiter aus Hagen. „Aber wenn Firmen aus unserer Gegend im Osten subventionsgestützt expandieren, und gleichzeitig hier Stellen abbauen, dann schürt das natürlich Neid und Missgunst.“ (…)

Als besonders schmerzhaft wird in Hagen bis heute die mit Steuergeld unterstützte Produktionsverlagerung des alteingesessenen Zwiebackfabrikanten Brandt ins thüringische Ohrdruf im Jahr 2002 empfunden. Rund 500 Stellen gingen verloren; heute beschäftigt die Hagener Firmenzentrale noch 65 Mitarbeiter. Klaus Kaiser nennt solche politischen Entscheidungen „problematisch“ – und mit der Einschätzung ist er nicht allein. (…)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Stromnetz-Ausbau ist laut Gutachter Jarass „kohle-getrieben“

3. Oktober 2019

Gutachter Prof. Jarass erklärt im Rat und vor Bürgern im Gymnasium, dass der Ausbau von Stromtrassen in Herdecke und generell unplausibel sei. (…)

Eingeladen hatten ihn die Prozessgemeinschaft Herdecke unter Strom und Bürgerinitiative (BI) Semberg, die gleichgesinnte Gruppen aus Hohenlimburg und aus Junkernhees im Kreis Siegen-Wittgenstein begrüßen konnten. Politiker und rund 120 Zuhörer im Gymnasium erfuhren, dass der Experte die Erforderlichkeit der neuen Leitungen, die der Netzbetreiber Amprion in Herdecke bereits vorbereitet, für fraglich hält. (…)

„Der geplante Netzausbau ist kohle-getrieben. Die neuen Leitungen dienen überwiegend dem Transport von überschüssigem Strom“, sagte der Professor. Der Gutachter bemängelt zudem, dass dabei die entstehenden Kosten von insgesamt rund 95 Milliarden Euro (sechs Milliarden pro Jahr) unberücksichtigt bleiben und vom Verbraucher bezahlt werde. (…)

Quelle: wp.de

Milliardärsfamilie will ÖPNV abgreifen

2. Oktober 2019

Rethmann-Gruppe ist in Hagen bereits gut im Geschäft

Das Unternehmenskonglomerat der aus dem münsterländischen Selm stammenden Milliardärsfamilie Rethmann (Remondis, Rhenus etc.) plant verstärkt, in den Markt der kommunalen Verkehrsunternehmen einzusteigen. Das geht aus einem Interview hervor, dass Thierry Mallet, Chef des Verkehrsbetreibers Transdev, der Süddeutschen Zeitung gab. Rethmann ist mit 38 Prozent Großaktionär bei Transdev.

Auf die Frage „Könnte Ihnen die Rethmann-Gruppe helfen, den Markt städtischer Verkehrsbetriebe in Deutschland zu knacken?“ anwortete Mallet:

„Der Plan ist, dass uns Rethmann hier Türen öffnet. Das Unternehmen ist dank des Entsorgungsgeschäfts bestens in den deutschen Kommunen verdrahtet. Mit einigen Städten suchen wir gerade behutsam das Gespräch. Die deutschen Stadtwerke können einen radikalen Wechsel vertragen.“

In Hagen ist das bereits teilweise gelungen. An Habus, einem vor ziemlich genau 20 Jahren gegründeten Gemeinschaftsunternehmen mit der Hagener Staßenbahn, bei dem viele Busfahrer beschäftigt sind, hält die Rethmann-Tochter Transdev mit 51 Prozent bereits die Mehrheit, am Hagener Energieversorger Enervie ist die Rethmann-Firma Remondis mit mehr als 19 Prozent beteiligt und über diese Anteile hat sie auch beim örtlichen Entsorger HEB den Fuß in der Tür.

Ermöglicht wurde diese bereits vollzogene Privatisierung öffentlichen Eigentums von diversen Oberbürgermeistern und Mitgliedern des Hagener Stadtrats, die in den Aufsichtsräten einen dominierenden Einfluss ausüben.

Die Chancen für einen weiteren Ausverkauf stehen also erfahrungsgemäß gut – und die Rethmann-Gruppe weiß das genau.

Siehe dazu den DW-Beitrag vom 19.02.:

Schleichende Remondisierung
Neben Enervie und Hagener Entsorgungsbetrieb ist die Rethmann-Gruppe jetzt auch beim heimischen Busverkehr im Geschäft

TWB: Parallel-Firma nimmt tatsächlich Betrieb in Hagen auf

2. Oktober 2019

Ein über Nacht aufgepinselter Strich auf dem Boden macht den Schnitt auch optisch deutlich: Es gibt jetzt zwei Belegschaften auf dem Gelände des Automobilzulieferers in der Sedanstraße. Die im Stillen gegründete Presswerk Hagen GmbH hat am Dienstagmorgen ihre Arbeit aufgenommen. (…)

Quelle: wp.de

Trassen-Ausbau notwendig? Gutachter stellt Analyse vor

2. Oktober 2019

Heute stellt Professor Lorenz Jarass in Herdecke sein Gutachten zum Ausbau der 380-kv-Stromleitung erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. Ohne dass alle Details seiner Arbeit umfänglich bekannt waren, sorgte das 38 Seiten umfassenden Werkes in den vergangenen Wochen für reichlich Diskussionsstoff, auch in Hohenlimburg. Der Tenor: Die Trasse an sich wird gar nicht gebraucht.

Zuletzt hatte die Stadt Hagen ihre Position bekräftigt, dass die 380-kv-Höchstspannungsleitung durch Hohenlimburg im Zuge der nationalen Energiewende notwendig ist. Die Argumente von Bundes- und Landeswirtschaftsministerium sowie des Netzbetreibers Amprion seien schlüssig, heißt es in der Stellungnahme des Rathauses.

„Dass der Oberbürgermeister die Positionen unreflektiert übernimmt, wundert mich“, sagt Claudia Scholten, Sprecherin der Initiative „Hohenlimburg unter Höchstspannung“. Und führt aus: „Die Ministerien befragen die Bundesnetzagentur und diese wiederum den Netzbetreiber – welche Antwort es da gibt, das ist doch klar.“ (…)

Quelle: wp.de

Hagen: Wird TWB-Belegschaft mit Parallel-Firma ausgebootet?

1. Oktober 2019

Gleiche Adresse, bekannte Akteure: Auf einmal taucht die Presswerk Hagen GmbH auf. Soll mit ihr die Rest-Belegschaft bei TWB abgewickelt werden? (…)

Wird es eine Änderung der Arbeitgeberstrukturen in der Sedanstraße geben? Ein Anzeichen dafür: Seit vergangenen Freitag, 20 Uhr, ist eine „Presswerk Hagen GmbH“ im Handelsregister beim Amtsgericht Hagen verzeichnet. Die Adresse: Sedanstraße 3, also dieselbe wie TWB sie hat. Und einer der drei Geschäftsführer: Admir Smajlovic, der lange Jahre Betriebsratsvorsitzender war, dann aber auf die Arbeitgeberseite wechselte und zuletzt bei TWB Personalchef war. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu auch den DW-Beitrag vom 19.8.:

Wir sind dann mal weg
TWB hat den Firmensitz nach Frankfurt verlegt

In Hagen 1300 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr

1. Oktober 2019

Kein September-Aufschwung: Wieder ist die Zahl der Arbeitslosen in Hagen gestiegen. Und es gibt noch mehr Anzeichen für eine Negativ-Entwicklung. (…)

„Hier ist eine saisonale Belebung leider nicht zu erkennen“, so Arbeitsagentur-Chefin Maren Lewerenz. „Mehr Arbeitslose, weniger neue Stellen, steigende Kurzarbeit – so sieht ein September normalerweise nicht aus.“ (…)

In der Volmestadt gibt es damit aktuell nahezu 1300 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr – und der Abstand hat insbesondere im Bereich der Arbeitslosenversicherung deutlich zugenommen. (…)

Quelle: wp.de

Dagegen: 219.268 Menschen waren im September im Ruhrgebiet (ohne Kreis Wesel) arbeitslos gemeldet. Das waren 1,6 Prozent weniger als vor einem Jahr und 2,6 Prozent weniger als im August 2019. Die Arbeitslosenquote sank sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vormonat um 0,2 Punkte auf jetzt neun Prozent.

Einkaufszentrum Vorhalle: Hagen sucht Gespräch mit Wetter

1. Oktober 2019

Hagens Baudezernent Keune soll bei der Stadt Wetter ausloten, ob eine außergerichtliche Einigung für das Einkaufszentrum Vorhalle möglich ist. (…)

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hatte das vereinfachte Bebauungsplanverfahren für das Vorhaller Einkaufszentrum an der Ophauser Straße im Dezember per Eilverfahren gestoppt. Damit kann dort aufgrund einer Normenkontrollklage der Stadt Wetter bis zur Entscheidung im Hauptverfahren keine Baugenehmigung erteilt werden. (…)

Quelle: wp.de


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