Archive for November 2016

Gaaanz geheim: Stadt verkauft an Stadt

30. November 2016

Naturfreunde wandern von der rechten in die linke Tasche

Das früher vom Touristenverein „Die Naturfreunde“ genutzte Gebäude samt umgebenden Grundstück an der Schülinghauser Straße in Westerbauer soll verkauft werden. Beschließen soll das der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) am morgigen Donnerstag (1. Dez. 2016) in nichtöffentlicher Sitzung.

Damit wird zum wiederholten Male eine Transaktion eingestielt, von der die Öffentlichkeit nichts mitbekommen soll. Dabei bleibt diesmal sogar alles in der Familie, denn die Stadt verkauft an sich selbst.

Das sich im Eigentum der Stadt Hagen befindliche 2.335 qm große Grundstück soll inklusive des Gebäudes für knapp 76.000 Euro an den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH), eine stadteigene Anstalt öffentlichen Rechts, veräußert werden. Also praktisch ein Verkauf an sich selbst.

Der WBH plant, das Areal anschließend an eine „Survival- und Wildnisschule“ zu vermieten. Dahinter verbirgt sich ein Event-Anbieter, dessen Qualifikation nach eigenen Angaben u.a. darin besteht, „Feldkoch des Katrastophenschutzes“ zu sein. Die Verwaltung glaubt, dieses Angebot könne das Waldpädagogische Zentrum ergänzen, das von der Gesamtschule Haspe betrieben wird. Nähere Angaben zu einem Konzept des neuen Anbieters werden aber nicht genannt.

Obwohl in diesem Fall noch nicht einmal (wenigstens unmittelbar) Interessen Dritter im Spiel sind, die sonst immer als Begründung für Beschlüsse im Dunkeln herhalten müssen, soll auch dieser Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil des HFA abgehakt werden.

Begründet wird die Verschwiegenheit mit der Geschäftsordnung des Rates. Dort werden tatsächlich „Grundstücksangelegenheiten“ in § 2 Abs. 3 pauschal in den politischen Darkroom verbannt. Weitere Gummiformulierungen eröffnen dem Oberbürgermeister darüber hinaus großzügige Gestaltungsmöglichkeiten, der Öffentlichkeit Themen zu entziehen.

Aber allein die „Grundstücksangelegenheiten“ haben es in sich. So wurde offenbar bereits 2013 das Rathaus der ehemaligen Stadt Haspe in aller Stille verkauft. Die Brauchtumsfreaks um den Bezirksvorsteher Dietmar Thieser, die sonst für jede Eselei zu haben sind, haben aber die Veräußerung der späteren Bezirksverwaltungsstelle ihren (angeblich) ach so geliebten Mitbürgern verschwiegen.

Weitreichendere Folgen hat der pauschale Verzicht auf Vorkaufsrechte der Stadt in Gebieten wie der „Sozialen Stadt Wehringhausen“. Dort werden Gestaltungsmöglichkeiten leichtsinnig vertan, durch Übernahme von Wohnhäusern sowohl notwendige Sanierungsmaßnahmen durchzuführen als auch Einfluss auf eine wünschenswerte Durchmischung der Mieterstruktur zu nehmen.

Die Möglichkeit zum bevorzugten Erwerb ist durch entsprechende Regelungen im Baugesetzbuch gegeben. Aber die Politik will nicht, und wegen der Geheimhaltungspraxis erfahren die Bürger noch nicht einmal etwas von der kontraproduktiven Haltung ihrer vermeindlichen Vertreter.

An fehlenden Finanzmitteln kann es jedenfalls nicht liegen, städtische Gesellschaften können momentan Kredite fast zum Nulltarif aufnehmen und jede von der Kommunalaufsicht auferlegte Schuldenknute ließe sich problemlos umgehen. So wollte erst kürzlich die ebenfalls städtische GIV mit einem Millionenbetrag beim Verkauf des stillgelegten Marienhospital mitbieten. Hat nicht geklappt, das Beispiel zeigt aber: Möglichkeiten sind vorhanden.

Genutzt werden leider weiterhin vor allem die des Versteckspiels. Dabei ließe sich das kryptische Gebaren leicht ändern, denn die maßgebliche Gemeindeordnung ist weit weniger restriktiv als die Geschäftsordnung des Hagener Stadtrats. Dessen Mehrheit fehlt aber schlichtweg der Wille zu einer bürgerfreundlichen Änderung. Lieber hält man an intransparenten Strukturen fest.

Die jahrzehntelange „Kultur“ der Mauschelei hat sich derart verfestigt, dass sie schon pathologische Züge angenommen hat. Dass damit Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten gegossen wird, ist den Führungsfiguren der Ratsfraktionen offenbar auch egal.

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Schlechtes Zeugnis für die Verwaltung der Stadt Hagen

30. November 2016

Es ist ein Zeugnis mit dem man auf keinen Fall versetzt würde. Hagens Unternehmen machen der Verwaltung deutlich wie wenig sie sich wertgeschätzt fühlen. (…)

Viele der Befragten würden sich laut Unternehmerrat öfter eine pragmatische Turbo-Entscheidung eines zuständigen Dezernenten wünschen. Die Entscheidungs- und Erledigungsgeschwindigkeit der Verwaltung sei viel zu gering. Nur zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen ihre Zukunft vollständig am Standort Hagen. Einhundertprozentige Zustimmung gab es für folgende drei Thesen:

1. Nur eine visionäre Betrachtung der aktuellen Situation beschleunigt Entscheidungen und verbessert Zusammenarbeit.

2. Das Werte-Gerüst, in dessen Rahmen Unternehmen und Verwaltung zusammenarbeiten, muss neu formuliert werden, die gegenseitige Achtung muss wieder eine Selbstverständlichkeit sein.

Und 3. Die Entwicklung eines Leit- und Zukunftsbildes für die Stadt ist unbedingt erforderlich. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Bei aller berechtigten Kritik an der Verwaltung darf die Verantwortung der Politik nicht außer Acht gelassen werden. Wer Stellen massiv abbaut, wie in den vergangenen Jahren im Rahmen der grassierenden Kürzungspolitik geschehen, ist zumindest mitverantwortlich dafür, dass Entscheidungswege immer länger werden.

Der Unternehmerrat ist natürlich eine Lobbyistengruppe, die ihre eigenen Interessen vertritt. Bezeichnenderweise werden Nachteile, die die Bürger dieser Stadt in ihrer Gesamtheit betreffen, gar nicht erwähnt.

Vorsicht ist auch aus einem ganz anderen Grunde angebracht: Der Initiator dieser Gruppe ist in esoterischen Kreisen unterwegs und bezeichnet sich selbst als „Schamane“ und „spiritueller Lehrer“. In dieser Szene mag „eine pragmatische Turbo-Entscheidung“ von selbsternannten „Denkern“ üblich sein, in der Verwaltung müssen dagegen Entscheidungen immer noch rechtssicher sein. Im anderen Fall stehen die großen Kritiker aus dem Unternehmerlager ganz schnell mit ihren Anwalts-Schwadronen auf der Matte.

Jeder zweite Auszubildende fühlt sich stark belastet

30. November 2016

Ausbildungsreport der DGB-Jugend NRW

Die DGB Jugend NRW hat gestern, am 29.11., in Düsseldorf ihren Ausbildungsreport 2016 vorgestellt. „In diesem Jahr haben wir uns schwerpunktmäßig mit dem Thema psychische Belastungen befasst“, erklärte Eric Schley, Jugendsekretär des DGB NRW. Dazu seien über 5.400 junge Frauen und Männer aus NRW schriftlich befragt worden.

„Das Ergebnis unserer Befragung ist: Jeder zweite Auszubildende fühlt sich in mindestens einem Bereich in hohem oder sehr hohem Maße belastet.“ Insbesondere Leistungs- und Zeitdruck seien ein zentraler Belastungsfaktor für Auszubildende, so Schley weiter. Dahinter folgten lange Fahrtzeiten und die Lage der Arbeitszeiten bzw. Schichtdienst. „Jeder achte Auszubildende klagt zudem über Probleme mit Kollegen und Vorgesetzen.“

Belastende Bedingungen in der Ausbildung wirkten sich unmittelbar auf das Wohlergehen der Jugendlichen aus, sagte Schley. „Unsere Untersuchung zeigt: Je stärker die empfundenen Belastungen, desto höher der Anteil der Azubis, die unter körperlichen und psychischen Beschwerden leiden. Sie fühlen sich laut eigenen Angaben wesentlich häufiger schwach und krankheitsanfällig und sind am Ende des Ausbildungstages öfter erschöpft als die gering Belasteten.“

Mehr als ein Drittel der betroffenen Auszubildenden denke zudem immer oder häufig über einen Ausbildungsabbruch nach. „Das sind viermal so viele wie in der Gruppe der Auszubildenden, die sich keinen starken Belastungen ausgesetzt sehen.“

Saida Ressel, Jugendbildungsreferentin des DGB für Hagen, findet: „Das beste Mittel gegen psychische Belastungen ist eine Verbesserung der Ausbildungsqualität insgesamt.“

Genau das zeige der Report: „Die Ausbildungsberufe, bei denen die Qualität der Ausbildung als besonders hoch beschrieben wird, sind gleichzeitig die Berufe, bei denen sich die Auszubildenden am wenigsten psychisch belastet fühlen“, so Ressel weiter. Das gelte zum Beispiel für Industriemechaniker und Mechatroniker.

Umgekehrt fühlten sich Auszubildende in Berufen wie Friseure, zahnmedizinische Fachangestellte und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk nicht nur besonders schlecht betreut und behandelt, sondern auch stark psychisch belastet. „Der Zusammenhang ist also nicht nur logisch, sondern mit dem Ausbildungsreport auch statistisch nachweisbar.“

Ressel fordert daher: „Wir brauchen endlich eine substantielle Verbesserung der Ausbildungsqualität in den Berufen, die seit Jahren die letzten Plätze in unserem Report belegen. Da sind sowohl die Kammern als auch die Betriebe in der Verantwortung.“ Darüber hinaus müsse das Berufsbildungsgesetz modernisiert werden. „Wir brauchen eine bessere Regelung der Ausbildungszeiten und eine volle Anrechnung der Berufsschulzeiten, um den Jugendlichen mehr Gelegenheit zur Erholung zu geben.“

Den ganzen Ausbildungsreport sowie zahlreiche Grafiken zum Herunterladen finden Sie hier: www.nrw.dgb.de/ausbildungsreport

„Wie aus Asche Gold wird“

30. November 2016

Gold zu machen versuchten im Mittelalter die Alchimisten. Erfolglos. Den umgekehrten Weg ging der Bundesgerichtshof im Jahr 2015: Er erklärte Asche zu Gold.

Mitarbeiter eines Krematoriums, die Goldzähne im Wert von 300.000 Euro an sich genommen hatten, konnten nun wegen „Störung der Totenruhe“ verurteilt werden. Mit diesem Fall hat sich Prof. Dr. Stephan Stübinger wissenschaftlich befasst.

Der Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie an der FernUniversität in Hagen hält hierzu am Donnerstag, 1. Dezember, einen Vortrag: „Wie aus Asche Gold wird.“ Veranstalterin ist die Juristische Gesellschaft Hagen, Veranstaltungsort ab 17 Uhr die FernUniversität, TGZ-Gebäude, Universitätsstr. 11, 58097 Hagen (Raum F09 im Erdgeschoss).

Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.

Drei Mille für ein Hosianna

29. November 2016

BV Haspe wirft wieder mit Geld um sich

weihnacht-im-kreiselTeure Weihnachten im Hasper Kreisel: Ein wenig Licht für 3.000 Euro. Foto: DW

Die Bezirksvertretung Haspe scheint absolut schmerzfrei in der Verrichtung ihrer Rituale zu sein. Nachdem sie schon vor einem Jahr Phantombeträge in die Weihnachtsbeleuchtung am Hasper Kreisel und in der Fußgängerzone Voerder Straße gesteckt hatte, wurde jetzt eine neue Runde mit ersichtlich völlig überhöhten Ausgaben eingeläutet.

In der BV-Sitzung am 3. 11. 2016 beschloss das Bezirksgremium: „Die Bezirksvertretung Haspe stellt aus ihren Mittel für das laufende Haushaltsjahr, vorbehaltlich der Mittelfreigabe durch den Kämmerer, einen Betrag von bis zu 3.000 € für die Anschaffung und Installation von Lichterketten in zwei Bäumen im Hasper Kreisel zur Verfügung.“

In zwei Bäumen. In einem Umfang wie auf der Abbildung erkennbar. Nun ist sicherlich nichts gegen eine stimmungsvolle vorweihnachtliche Illumination des Hasper Zentrums einzuwenden. Der finanzielle Aufwand macht allerdings stutzig. Sehr stutzig.

Wäre es eventuell möglich, dass der Auftragnehmer dieser Installation sich im Nachhinein mit einer sehr großzügigen Spende „erkenntlich“ zeigt? Zum Beispiel an einen oder mehrere Vereine, die maßgeblichen Akteuren der Bezirksvertretung nahe stehen?

Noch’n Rücktritt

29. November 2016

Andreas Kroll gibt Ratsmandat zurück

Ratsmitglied Andreas Kroll (SPD) wird zum Ende des Jahres sein Mandat zurückgeben. Das kündigte er gestern in der Sitzung seiner Fraktion an. Für ihn nachrücken wird wohl die 40jährige Nadine Brandstätter vom Ortsverein Berchum.

Kroll hatte Anfang Oktober bei der Aufstellung des SPD-Kandidaten für die Landtagswahl 2017 überraschend gegen Wolfgang Jörg seinen Hut in den Ring geworfen, war aber gescheitert. Mit knapp 40 Prozent der Delegiertenstimmen erzielte er allerdings einen Achtungserfolg.

Diese Kandidatur ist ihm wohl nicht allzu gut bekommen. Die Führungsspitzen von Partei und Fraktion sollen ihn seitdem geschnitten haben. Das dürfte bei dem Entschluss zurückzutreten eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Nachrückerin Nadine Brandstätter hat nach eigenen Angaben auf einer Karriereplattform an der Ruhr-Universität Bochum Rechtswissenschaften studiert und als Moderatorin, u.a. für eine RTL-Sendung, sowie als Model gearbeitet.

Müllverbrennung bis 2032 gesichert

29. November 2016

Die Müllverbrennungsanlage Hagen ist bis ins Jahr 2032 ausgelastet. Die Gesellschafter Hagen, Dortmund und Enervie setzen ihre Zusammenarbeit fort. (…)

Mit der Beibehaltung der bisherigen Gesellschafterstrukturen wird auch die sogenannte Inhouse-Fähigkeit des HEB gewahrt, die dem Unternehmen als einer lupenreinen kommunalen Tochter den Erstzugriff auf den Hagener Müllmarkt an allen europäischen Ausschreibungszwängen vorbei garantiert. Durch eine im April dieses Jahres erfolgte Änderung im Vergaberecht ist nämliche eine mittelbare Beteiligung von privaten Gesellschaftern – im Fall von HEB/HUI also die Beteiligung von Remondis bei der vorzugsweise kommunal getragenen Enervie AG – zulässig.

Dazu muss künftig die gesellschaftsrechtliche Beteiligung der Enervie, die bislang faktisch über die Mark-E AG erfolgte, auf eine neue, der Stadt weisungsgebundene Gesellschaft übertragen werden: Hierzu wird die neu zu gründende „Entsorgungsbeteiligung Hagen GmbH“ installiert.

Diese hält künftig 29 Prozent der HEB-Anteile, 51 Prozent verbleiben bei der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft und 20 Prozent bei der Entsorgung Dortmund GmbH (EDG). (…)

Quelle: DerWesten

Arno Lohmann legt Amt nieder

28. November 2016

Bezirksbürgermeister Arno Lohmann legt sein Amt nieder. Das meldet Radio Hagen. Demnach gibt er sein Mandat in der Bezirksvertretung Hagen-Mitte und damit auch das Amt des Bezirksbürgermeisters zum Ende des Jahres ab. Nach Angaben des Senders begründet Lohmann seine Entscheidung mit der beruflichen Belastung, die sein neuer Arbeitsplatz mit sich bringt.

Lohmann war Geschäftsführer des Dortmunder Unternehmens Fabido, in dem die Stadt ihre Kindertageseinrichtungen gebündelt hat. Im April dieses Jahres wechselte er in den Vorstand des AWO-Bezirks Westliches Westfalen, wo er für die Finanzen zuständig ist.

Solchen Positionen bei der AWO eilte bislang nicht eben der Ruf voraus, mit übermäßiger Arbeitsbelastung einherzugehen. Im Hagener Rathaus wird dagegen seit August eine ganz andere Geschichte kolportiert. Demnach soll Lohmann aus rein privaten Gründen seinen Wohnsitz nach Dortmund verlegt haben.

Sollte das zutreffend sein, hätte Lohmann Amt und Mandat entsprechend dem nordrhein-westfälischen Kommunalwahlgesetz (§ 37) schon vor Monaten zurückgeben müssen, da er mit einem Umzug nach Dortmund seine Wählbarkeit in Hagen nachträglich verloren hätte.

Planungsressort hisst weiße Fahne

28. November 2016

Angesichts des engen Personalschlüssels stößt das Hagener Planungsressort an seine Kapazitätsgrenzen. Jetzt soll die Politik Schwerpunkte definieren.

Auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses lief das Thema jüngst unter dem eher banal klingenden Begriff „Prioritätenliste der Verwaltung“ – am Ende entpuppte es sich als ein deutlich vernehmbarer Hilferuf, eine unmissverständliche Überlastungsanzeige an die Politik.

Die klare Botschaft: Der permanente Wunsch aus den Fraktionen, überall ein bisschen mitmischen und gestalten zu wollen, führe letztlich dazu, dass im Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung von Leiterin Barbara Hammerschmidt kaum ein Thema mehr adäquat zum Abschluss gebracht werden könne. Spardruck und Personalabbau treffen in einer Nothaushaltskommune auf weitgehend ungebremstes Anspruchsdenken aus den Fraktionen. (…)

Quelle: DerWesten

„Erhalt der Notfallversorgung ist wichtig“

28. November 2016

Marion Golling, Geschäftsführerin des Hohenlimburger Bauvereins, reiht sich in die Phalanx jener Hohenlimburger ein, die aktuell für den Erhalt der Notfallversorgung am Elseyer Krankenhaus kämpfen. „Diese ist auch aus Sicht unserer Gesellschaft überaus wichtig“, betont die Geschäftsführerin. „In unserem Wohnungsbestand lebt ein hoher Anteil an Menschen, die 70 Jahre und älter sind. Für diese ist eine Notfallversorgung in ihrem Stadtteil von großer Bedeutung.“ (…)

Quelle: DerWesten

Hagen erhält 12,4 Millionen Euro

27. November 2016

Entlastung der Kommunen – aber nur für zwei Jahre

Mit rund 20 Milliarden Euro wird der Bund die Länder und Kommunen bis 2019 unterstützen. Das habe der Deutsche Bundestag am Freitag mit einem weiteren Gesetz zur Entlastung von Ländern und Kommunen entschieden, erklärt der Hagener Abgeordnete René Röspel (SPD). Die Stadt Hagen profitiere dabei mit rund 12,4 Millionen Euro.

Mit dem Gesetz werde eines der prioritären Ziele des Koalitionsvertrags umgesetzt: Die Entlastung der Kommunen bei Sozialausgaben um 5 Milliarden Euro jährlich ab 2018. Die Verteilung der 5 Milliarden erfolgt durch eine Kombination aus kommunaler Umsatzsteuerbeteiligung (2,4 Mrd. Euro), Kosten der Unterkunft für Langzeitarbeitslose (1,6 Mrd. Euro) und Umsatzsteuer der Länder (1 Mrd. Euro).

Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen erhalten nach Berechnungen des Deutschen Städte- und Gemeindebundes eine jährliche Entlastung von etwa 1,24 Milliarden Euro. Darin enthalten sind 217 Millionen Euro, die zunächst über die Umsatzsteuer an das Land NRW fließen, aber ungeschmälert über die Schlüsselmasse der Gemeindefinanzierungsgesetze an die Kommunen weitergegeben werden. Dies habe die rot-grüne Landesregierung bereits im Juli dieses Jahres beschlossen, so Röspel. Die übrigen Gelder fließen über die kommunale Umsatzsteuerbeteiligung und die Kosten der Unterkunft direkt an die Kreise, Städte und Gemeinden.

Röspel erklärt: „Mit dem heute verabschiedeten Gesetz haben wir außerdem eine jährliche Integrationspauschale von je 2 Milliarden Euro für die Jahre 2016 bis 2018 an die Länder beschlossen sowie die vollständige Übernahme der Unterkunftskosten für anerkannte, arbeitslose Flüchtlinge in Höhe von voraussichtlich 2,6 Milliarden Euro für die Jahre 2016 bis 2018″. Zusammen mit der Erhöhung der sozialen Wohnungsbaumittel um je 500 Millionen Euro für 2017 und 2018 komme die beachtliche Summe von knapp 20 Milliarden Euro zustande, die bis 2019 an Länder und Kommunen fließen.

Wahrlich beachtlich. Aber nur für zwei Jahre. Wie es danach weitergeht, dazu hüllt sich der Abgeordnete in Schweigen.

Richard Rogler: Freiheit aushalten!

26. November 2016

Mo., 05.12.2016, 19:30 Uhr, theaterhagen

r-rogler2_121kFoto: Gerald Kasten

Mit keinem Wort wird im Moment so viel Schindluder getrieben wie mit dem Begriff „Freiheit“.

Besoffene Ballermann-Reisende fordern mehr Beinfreiheit, gierige Banker mehr Unternehmerfreiheit, religiöse Fanatiker Glaubensfreiheit, verantwortungslose Raser Tempofreiheit, jeder Depp beruft sich für sein Geschwätz auf die Meinungsfreiheit.

Das Freiheitstürchen ist weit geöffnet. Alles ist unter dem Deckmantel „Freiheit“ möglich.

So kann der „Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima“ heute jederzeit eine Rede bestellen über die Sehnsucht nach der modernen, westlichen Toilettenwasserspülung als Hauptmotiv für die Freiheitsbewegung der DDR-Bürger. Auf Anfrage erfüllt unser Staatsoberhaupt gerne deren Wunsch.

Er wird sogar noch weiter gehen. Er wird Sie in pastoraler Manier davon überzeugen, dass es in Mali nur eine freiheitliche Demokratie geben wird, wenn die Bundeswehr dort mit Waffengewalt die Wasserspülung durchgesetzt hat, und somit nach der Pleite „Am Hindukusch“ nun in Mali unsere freiheitliche Sicherheit verteidigt wird. Alles eine Frage verquaster Freiheits-Rhetorik.

Sagt einer zu mir: „Herr Rogler, finden Sie das richtig, dass der Kongolese jetzt schon die deutsche Post austrägt?“ Ich sage: „Machen Sie es doch!“  – „Ich bin doch nicht verrückt. Die armen Neger werden doch nur ausgebeutet.“  – „Sehen Sie, soviel ist denen die Freiheit wert“.

Was kann man tun? Sollen wir den Missbrauch der Freiheit in Form der Dummheit unter Strafe stellen? Aber wer finanziert dann die Millionen an zusätzlichen Gefängniszellen?

Und außerdem: Gesetze einhalten kann jeder, aber die Freiheit aushalten… Das ist ein täglicher Kampf.

Theater: Jetzt ist die Katze aus dem Sack

25. November 2016

Kürzung beträgt de facto mindestens 2 Millionen Euro p.a.

Bislang wurde gegenüber der Öffentlichkeit immer ein das Theater betreffender Kürzungsbetrag von 1,5 Millionen Euro pro Jahr kommuniziert. In Wahrheit liegt das tatsächlich zu kompensierende Minus bei mindestens 2 Millionen Euro. Es könnte auch noch deutlich höher ausfallen.

Diese Angaben macht die Verwaltung im neu veröffentlichten Beteiligungsbericht 2015 der Stadt Hagen, der am 1. Dezember 2016 vom Haupt- und Finanzausschuss und am 15. Dezember vom Rat abgenickt werden soll (Beschlussvorschlag: „Der Rat der Stadt Hagen nimmt den Beteiligungsbericht 2015 der Stadt Hagen zur Kenntnis.“).

Dass sich eine solche Erkenntnis erst kurzfristig eingestellt haben kann, ist kaum zu glauben. Vielmehr liegt die Annahme nahe, dass diese Hausnummer von der Verwaltungsspitze bewusst unter der Decke gehalten wurde, um ein entsprechendes Kürzungsvotum des Stadtrats sicherzustellen und die interessierte kritische Öffentlichkeit nicht noch mehr gegen die Kürzungspläne aufzubringen.

Datiert ist der Bericht schon auf den September 2016, der eigentliche Redaktionsschluss dürfte noch wesentlich weiter zurückliegen.

Auszug aus dem Beteiligungsbericht 2015 (Hervorh.: DW):

Die Kürzung des Zuschussbetrages um 1,5 Mio. € bedeutet für das Theater, dass die aus den notwendigen Einsparmaßnahmen entstehenden Einnahmeverluste zusätzlich kompensiert werden müssen. Der tatsächliche notwendige Einsparbetrag liegt daher bei angenommenen Einnahmeverlusten und sonstigen gegenläufigen Effekten von ca. 500 T€ bereits bei ca. 2 Mio. €. Ein deutlich größerer Einnahmeverlust ist nicht auszuschließen und stellt insoweit ein erhebliches zusätzliches Risiko für das Theater dar.

Da das Theater seit dem 1. Januar 2015 als gemeinnützige GmbH geführt wird, das Stammkapital lediglich als Sacheinlage geleistet wurde und bisher keine Rücklagen gebildet werden konnten, besteht bei einer Kürzung des Zuschusses ohne eine ausreichende Reduzierungsmöglichkeit bei den Aufwendungen die konkrete Gefahr einer Insolvenz bzw. einer Überschuldung.

Trotz der hohen Akzeptanz des Theaters in der Bevölkerung und der damit verbundenen guten Besucherauslastung bestehen neben der Zuschussproblematik weitere finanzielle Risiken. Dabei handelt es sich um steigende Sachkosten im Zuge von Inflation sowie die Weitergabe von Tarifsteigerungen beim Bezug von Leistungen, ein steigender Investitionsbedarf durch Sanierung und Anpassung der technischen Ausstattung an die Anforderungen von Betriebssicherheit und Leistungsfähigkeit. Die steigenden Anforderungen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Personalwesen, Buchhaltung sowie der Gremienbetreuung führen absehbar darüber hinaus zu zusätzlichem Personalbedarf.

Die Zukunft der Theater Hagen gGmbH in der Stadt und besonders in der Region wird in künstlerischer und finanzieller Sicht wesentlich davon abhängen, dass eine verlässliche Perspektive der dauerhaften Sicherung und damit auch künstlerischen Entwicklungsfähigkeit des Theaterbetriebs erreicht wird.

Beteiligungsbericht-2015 (Theater ab S. 88)

Hagen erwirtschaftet 2017 einen Überschuss

25. November 2016

Hagen türmt im Jahr 2017 keine neuen Schulden auf, sondern erwirtschaftet einen Überschuss. Dennoch stimmen nicht alle Fraktionen im Rat zu. (…)

Mit den Stimmen der Allianz aus CDU, Grünen, Hagen Aktiv sowie der FDP hat das Gremium für das Jahr 2017 einen Haushalt auf den Weg gebracht, der nicht bloß ohne neue Schulden auskommt, sondern sogar einen Überschuss von 1,8 Millionen Euro produziert. (…)

2021, so die mittelfristige Planung der Kämmerei, wird Hagen erstmals aus eigener Kraft – also komplett ohne Stärkungspaktmittel – einen ausgeglichenen Etat präsentieren können, der sogar noch ein Plus von 600 000 Euro ausweist. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Ein alter Spruch, der aber immer noch zutrifft. 2015 wusste Gerbersmanns Kämmerei noch auf den Euro genau, dass der Überschuss im Jahre 2021 exakt 13.627.470 Euro betragen würde. Jetzt sind es auf einmal nur noch 600.000 Euro.

Schüler- und Studententag im Theater Hagen

25. November 2016

Am Donnerstag, 1. 12. 2016 gibt es für Schüler, Studenten und Auszubildende die Möglichkeit, für 8 Euro (auf allen Plätzen) das populäre Kultmusical aus New York „Avenue Q“ von Robert Lopez, Jeff Marx und Jeff Whitty im Theater Hagen (Großes Haus, Beginn: 19.30 Uhr) zu besuchen.

„Avenue Q“ ist ein Stück über die skurrilen Bewohner einer fiktiven Straße in einem Randbezirk New York Citys. Alle geben tagtäglich ihr Bestes, um ihrem Leben einen Sinn zu verleihen, einen Job und die große Liebe zu finden – und die ist in der Avenue Q genauso schön und genauso kompliziert wie anderswo.

Vielleicht ist sie sogar noch ein bisschen komplizierter, denn die Bewohner der Avenue Q sind nur zum Teil Menschen. Überwiegend sind sie Puppen, und deren Ähnlichkeit mit den Stars der „Sesamstraße“ ist keineswegs zufällig. Hier zeigen die Figuren des Kinderfernsehens ihre erwachsenen Seiten!

„Avenue Q“ ist eine witzige, geistreiche, emotionale, manchmal etwas obszöne, freche und allemal unterhaltsame Show, die mit ihrem Charme und den eingängigen Liedern besticht.

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Ermittlungen gegen Krippner sind eingestellt

24. November 2016

Die Hagener Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den abgewählten SPD-Fraktionschef Mark Krippner eingestellt. Dem 41-jährigen war vorgeworfen worden, er habe bei seinen Verdienstausfall-Abrechnungen im Zusammenhang mit seinem politischen Mandat zu viele Stunden abgerechnet.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli, Sprecher der Anklagebehörde, haben sich im Rahmen der über acht Monate sich hinziehenden Ermittlungen keine Hinweise auf eine systematische Täuschung zu Lasten der Stadt bzw. seines Arbeitgebers ergeben: „Damit liegt aus unserer Sicht kein bewusster Betrug durch Herrn Krippner vor.“ (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Der Schwarze Peter liegt, wie meistens, ganz oben. In diesem Fall auf der Ebene des damaligen Oberbürgermeisters Jörg Dehm und des Ex-Vorstandssprechers der Enervie, Ivo Grünhagen. Zu diesem Schluss war sinngemäß auch schon der Bericht des Rechnungsprüfungsamtes der Stadt im Juni 2016 gekommen, der gleichzeitig auf rechtliche Ungenauigkeiten verwies, die in Zukunft präzisiert werden müssten. DOPPELWACHOLDER.DE berichtete damals: Neues zu „Krippners Stundenzettel“

Bewerber bemängeln schlechten Stil

24. November 2016

Die Frage, wer künftig das Hagener Theater leiten soll, wird derzeit hitzig diskutiert. Leer ausgegangene Bewerber melden sich zu Wort. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Was der Artikel nicht erwähnt: Die dort genannte Leiterin einer Schweizer Künstleragentur, Verena Keller, formulierte in ihrem Schreiben vom 25. Okt. 2016 an Oberbürgermeister Schulz: „Als erfahrene Agentur fragt man sich, ob Sie die Intendanz des Theater Hagens unter künstlerischen Aspekten besetzen wollen, oder ist es eher eine rein politische Entscheidung. (…) Am Theater Hagen wurde immer gute Aufbauarbeit geleistet. Insofern täte es mir leid, wenn eine politische Weglobe-Taktik künstlerische Werte zunichtemacht.“

Der Brief wurde nie beantwortet, hier ist er dokumentiert: brief-keller-an-ob

In dem Beitrag heißt es weiter:

Sven Söhnchen, Vorsitzender des Theateraufsichtsrats, versteht die Aufregung nicht: „Das Bewerbungsverfahren ist erst abgeschlossen, wenn der Rat den auserkorenen Bewerber zum Intendanten bzw. zur Intendantin wählt. Erst danach erhalten die leer ausgegangenen Bewerber eine Absage sowie ihre Unterlagen zurück.“

Das fordert Frau Keller in ihrem Schreiben auch nicht, aber es hat offenbar noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung gegeben.

Verein Stolpersteine droht die Auflösung

24. November 2016

Dem Verein Stolpersteine Hagen droht die Auflösung. Nach Auskunft des Vorsitzenden Rudolf Damm (73) haben sich mehrere Vorstandsmitglieder zurückgezogen – aus Altersgründen oder weil sie nicht mehr in Hagen wohnen. Möglicherweise ist die Jahreshauptversammlung am Freitag, 9. Dezember, um 18.30 Uhr im Hasper Friesen-Bahnwärterhäuschen (Haenelstr. 52) die letzte der Vereinsgeschichte.

Der Verein Stolpersteine Hagen wurde mit dem Ziel gegründet, auch in der Volmestadt mit Stolpersteinen der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. (…)

Quelle: DerWesten

VHS im Erzählcafé

24. November 2016

Die Kneipenszene rund um den Markt, den Unterberg und die Frankfurter- und Mittelstraße

Der nächste Gesprächsabend im Erzählcafé „Altes Backhaus“ in der Lange Straße 30 mit Jens Bergmann findet am Freitag, 25. November, um 17 Uhr, zum Thema „Die Kneipenszene rund um den Markt, den Unterberg und die Frankfurter- und Mittelstraße“ statt.

Jens Bergmann, Vorstand des Hagener Heimatbundes und Mitautor des Buches, berichtet über seine Recherchen und zeigt Fotos von alten Hagener Gaststätten, Restaurants, Hotels und Kneipen. Zeitzeugen sind herzlich eingeladen, Fotos und Geschichten zur Kneipenszene in Hagen beizutragen.

Der Eintritt beträgt 2 Euro. Informationen zur Anmeldung unter Kursnummer 1210 erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/2073622.

Hund und Baum

23. November 2016

Thielmann wettert weiter gegen Theater-Führung

Unbeirrt setzt der Vormann der FDP-Fraktion im Rat, Claus Thielmann, seinen Konfrontationskurs gegen die Leitung des Hagener Theaters, Intendant Norbert Hilchenbach und Generalmusikdirektor Florian Ludwig, fort. Dabei kann er am Ende nur verlieren.

Das Führungsduo des Theaters, fabuliert der Liberale, habe sich nicht nur durch öffentliche Statements, Publikationen und Kommentare in sozialen Medien ihrem Arbeitgeber gegenüber in höchstem Maße illoyal verhalten, sondern auch im eigenen Haus und gegenüber der Öffentlichkeit Ängste geschürt und sich einer sachlichen Diskussion lange entgegengestellt. Behauptungen, deren Wahrheitsgehalt Thielmann nicht belegt und wahrscheinlich auch gar nicht belegen kann.

„Wer da keinen Zusammenhang zur gescheiterten Intendantensuche erkennen kann, lebt offenbar in einer anderen Realität“, glaubt der Fraktionschef.

Die Wirklichkeit unterscheidet sich tatsächlich von jenem Paralleluniversum, in dem sich Thielmann zu bewegen scheint. War es nicht vielmehr so, dass die designierte Intendantin Dominique Caron justament zu dem Zeitpunkt den Bettel hinwarf, als Fragen nach Ungereimtheiten in ihrem Lebenslauf aufkamen? Und diese Fragen stellten Mitglieder des Aufsichtsrats der Theater-GmbH, nicht die Leitung des Theaters.

Thielmann ist wohl inzwischen der Überblick verloren gegangen, wer wann was wo zum Thema geäußert hat. Und deshalb beisst er sich an denen fest, die er glaubt unter Druck setzten zu können: „Wir erwarten von Norbert Hilchenbach und Florian Ludwig, dass sie sich vollumfänglich hinter die Ergebnisse der Gespräche zwischen Stadt und Theater stellen und bis zum Ende ihres Engagements die gebotene Neutralität wahren.“

Ursprünglich hatte der FDP-Mann sogar in Frage gestellt, ob Hilchenbach und Ludwig noch bis zum Ende ihrer Vertragslaufzeiten in verantwortlicher Position zu halten seien. Dass Verträge einzuhalten sind, es sei denn man kauft sich – wie bei Ex-Enervie-Vorstand Ivo Grünhagen – heraus, war Thielmann in seinem Furor dabei entgangen.

Intendant und Generalmusikdirektor dürften die Tiraden aus den Reihen der Kleindarsteller im Rat persönlich wenig jucken: Norbert Hilchenbach geht in den Ruhestand und Florian Ludwig tritt eine Professur an der Musikhochschule Detmold an.

Aus dieser von ihm selbst angezettelten Schlacht kann Thielmann am Ende nur als Verlierer herausgehen. Wie sagt doch gleich der Volksmund? Was kümmert es den Baum, wenn ihn der Hund anpisst.

Die Accu – Geschichte einer Hagener Marke

23. November 2016

accu__stadtarchiv_hagenSchichtende um 1905 am Werkstor der Accumulatoren-Fabrik, im Hintergrund das 1892 erbaute Verwaltungsgebäude. Foto: Stadtarchiv Hagen

Im Rahmen der gemeinsamen Reihe Hagen wörtlich der Volkshochschule und der Stadtbücherei Hagen findet am Donnerstag, 24. November, um 19 Uhr in der Stadtbücherei, Springe 1, ein Vortrag zum Thema „Die Accu – Geschichte einer Hagener Marke“ statt.

Im Dezember 1887 gegründet, war die Accumulatoren-Fabrik im Hagener Stadtteil Wehringhausen zur Jahrhundertwende ein prosperierendes Batterie-Unternehmen. Von Anfang an spielte die AFA, so das prägnante Kürzel, auf dem Weltmarkt mit.

Als „Global Player“ kooperierte die Hagener Firma mit US-amerikanischen, französischen und britischen Unternehmen. Als Unternehmen der Elektrotechnik vermittelte die AFA unbedingten Fortschrittsglauben und grenzenlosen Zukunftsoptimismus.

Die andere Seite der AFA war ihre Rolle als Rüstungsunternehmen. Der Ausbruch und das Ende des Ersten Weltkriegs waren schließlich eine Zäsur. 1914/18 beendete die rasante Gründungsphase.

Der mit Abbildungen illustrierte Vortrag behandelt die Anfänge des später unter dem Markennamen VARTA bekannt gewordenen Unternehmens. Gleichzeitig blickt der Referent auf über 125 Jahre Fertigungstradition im Bereich von Batterien zurück. Denn auch heute noch werden die Stromspeicher in Hagen gefertigt.

Der Eintritt für den Themenabend (Abendkasse) beträgt 5 Euro; die VHS bittet um eine frühzeitige Anmeldung unter Kurs-Nr. 1001. Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Serviceteam unter Telefon 02331/2073622.

Koepchenwerk in Herdecke bleibt erhalten

23. November 2016

Das Industriedenkmal Koepchenwerk in Herdecke bleibt erhalten. Das Pumpspeicherkraftwerk gehörte bisher dem Energiekonzern RWE. Der wollte die historischen Gebäudeteile ursprünglich aus Kostengründen abreißen.

Jetzt hat die Dortmunder Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur das Koepchenwerk übernommen.

Quelle: WDR (Video) Verfügbar bis 29.11.2016

Siehe auch:

Stiftung übernimmt Koepchenwerk
DW-Beitrag vom 16. 11. 2016

Es soll weiter gekürzt werden

22. November 2016

Ab 2021 sind noch einmal 100 Millionen Euro fällig

Auf einer Fraktionstagung von Hagen Aktiv am Wochenende im Haldener Hotel Arcadeon kündigte der Hagener Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann weitere Kürzungen im städtischen Haushalt an.

Nach Angaben der Wählervereinigung nannte Gerbersmann eine Summe von rund 100 Millionen Euro, die nach dem Ende des sogenannten Stärkungspakts ab 2021 abgebaut werden müsse. Der Fraktionschef von Hagen Aktiv, Josef Bücker, sprach von der „Gefahr der bilanziellen Überschuldung“, die über einen Zeitraum von 10 Jahren beseitigt werden müsse.

Buchungstricks dürften da nicht ausreichen. Durchschnittlich müssen nach diesem Ansatz jedes Jahr 10 Millionen Euro entweder durch Leistungskürzungen und/oder Steuererhöhungen erwirtschaftet werden. Denkbar wäre auch der Verkauf von „Tafelsilber“. Aber wer will schon beispielsweise einen wesentlich durch Größenwahn herunter gewirtschafteten Laden wie den Energielieferanten Enervie erwerben?

Zuvor hatte sich der Kämmerer den Prognosezahlen für die Jahre 2018 bis 2021 gewidmet. Für diese Vorausberechnungen ginge die Kämmerei in verschiedenen Bereichen vorsichtshalber von Verschlechterungen aus. So würde beispielsweise über die Jahre das Zinsniveau mit wesentlich höheren Prozentsätzen gerechnet, obwohl sich derzeit ein Anstieg des Zinsniveaus nicht abzeichnet. Außerdem beträfe ein Anstieg auch nur etwa ein Drittel des Portfolios, zwei Drittel seien langfristig auf mindestens zehn Jahre angelegt.

Trotzdem würde so gerechnet, als seien alle Verbindlichkeiten betroffen. Auch die Kosten im sozialen Bereich würden mit einer über dem Durchschnitt liegenden angenommenen Verschlechterung gerechnet. Positive Effekte hingegen, wie z.B. das Gewerbesteueraufkommen, würden mit moderat ansteigenden Erhöhungen dargestellt.

Am Ende, so der Kämmerer, stünde jedenfalls die schwarze Null bei der Neuverschuldung.

Jazz-Tipp: The Yellow Snow Crystals

22. November 2016

Zappa in Deutsch

Donnerstag 24.11.2016  20:30 Uhr, Kulturzentrum Pelmke

5 Zappaisten: Paul Hubweber (Posaune, Gesang), Alex Morsey (Kontrabass, Sousaphon, Guembri, Gesang), Dominik Mahnig (Schlagzeug, Gesang), Gerhard Horriar (Gesang, Sprecher) und Martin Verborg (Violine, Saxofone, Gesang) bieten ein Programm, das von der Musik Frank Zappas inspiriert ist und darüber hinausgeht.

Die Band hat nicht kopiert, sondern kollektiv einzelne Zappa-Preziosen so lange durch den musikalischen Wolf gedreht, bis daraus ein absolutes Gute-Laune-Programm entstanden ist, das etwas völlig Eigenes kreiert, ohne dabei je den Ursprung aus den Augen zu verlieren.

VVK: 7 €, AK: 9 €

Kino-Tipp: Stadt als Beute

22. November 2016

Dienstag, 22.11.2016, 18:00 Uhr, Kino Babylon

Deutschland 2016, Regie: Andreas Wilcke, z.T. OmU, 82 Min.

Berlin gilt als neuer „place to be“, der London bereits hinter sich gelassen hat. Hier wollen viele leben. Mit der Folge, dass zahlungswillige Investoren einkommensschwache Mieter an die Außenbezirke verdrängen.

In seiner erhellenden Langzeitdoku „Die Stadt als Beute“ beschreibt Regisseur Andreas Wilcke die rasante Entwicklung auf dem Berliner Immobilienmarkt in den letzten Jahren. Ohne Off-Kommentierung und ohne ein abschließendes Urteil macht er – im Zeitraffermodus quasi – diesen erstaunlichen Wandel in Berlin für den Zuschauer greif- und erfahrbar.

Erhellende Doku über den Bau- und Mietwahnsinn in Berlin (z.T. OmU)

Bereit für den Intendanten-Posten

22. November 2016

Schauspieler Claude-Oliver Rudolph steht nach eigener Aussage für den Intendanten-Posten am Hagener Theater zur Verfügung. (…)

Quelle: DerWesten

Dominique Caron und das Haifischbecken von Hagen

21. November 2016

Warum es die Intendantin der Eutiner Festspiele nicht mehr nach Westfalen zieht

Die Intendantin der Eutiner Festspiele war Ende September von einer Findungskommission in Hagen mehrheitlich als Intendantin für das dortige Theater empfohlen worden. Der Aufsichtsrat des Theaters schloss sich dem an, die Bestätigung durch den Stadtrat galt als sicher.

Doch am 15. November machte Caron „nach langer Überlegung und mit großem Bedauern“ einen Rückzieher von der Bewerbung. Zu den Gründen schweigt sie, doch das Netz liefert Erklärung. Ihre Unterstützer in Hagen beklagen eine „beispiellose Schlammschlacht“, ihre Gegner weisen das als „Verschwörungstheorie“ zurück, sprechen etwa von Ungereimtheiten im Lebenslauf der Französin, auf die „seriös und sachlich“ hingewiesen worden sei.

Bemerkenswert ist, dass die Kampagne von ehemaligen Eutiner Festspiel-Größen kräftig mitbefeuert wurde. Dazu zählte etwa Urs-Michael Theus, bis 2015 Generalmusikdirektor bei den Eutiner Festspielen.

Einem Hagener Internet-Blog gab er im Oktober ein mehrseitiges Interview. Darin spricht er Caron „auf fachlich-künstlerischer, organisatorischer und vor allem menschlicher Ebene“ die Qualifikation für das traditionsreiche, aber mit harten Sparauflagen belegte Hagener Theater ab. Die Ausführungen von Theus gipfeln in der Botschaft, für Politiker, die vielleicht damit liebäugelten, das Theater Hagen abzuwickeln, „für die ist Dominique Caron allerdings die ideale Besetzung.“

Auch Ex-Festspiel-Intendant Jörg Fallheier begrüßte via Facebook Carons Rückzieher. „Es geht um die Existenz eines Theaters“, rechtfertigte er die im Netz kursierende harte Kritik an der früheren Festspiel-Kollegin. Andere sprechen von einer abscheulichen oder niveaulosen Kampagne, von „unterster Schublade“. Tatsächlich wurden sogar Abgeordnete im Eutiner Kreishaus mit Dossiers über Dominique Caron gefüttert.

Richtig ist aber auch: Die in Westfalen gescheiterte Kandidatin bietet Angriffsfläche. Im Hagener Kleinkrieg wurden zum Teil vertrauliche Äußerungen von Künstlern, die unter ihr in Eutin mitgewirkt haben, als Munition eingesetzt. Schmeichelhaft für die Festspiel-Chefin fallen diese Anmerkungen nicht aus. Sie zeichnen das Bild einer launischen, sprunghaften und unorganisierten Dominique Caron. „Alles war eine riesige Sch . . .“, lautet ein besonders drastisches Zitat. (…)

Quelle: Lübecker Nachrichten

Anmerkung: Headline und Untertitel versprachen neue Erkenntnisse. Die konnte leider auch die Regionalzeitung im Norden nicht einlösen. Aber immerhin wird ein breiteres Spektrum (teilweise mit Bezug auf die Berichterstattung in DOPPELWACHOLDER.DE) zitiert, als das in Hagen bislang der Fall war. Hier stand beim Hofberichterstattungsorgan nur der ehemalige Intendant des Nationaltheaters Mannheim im Fokus, den man versuchte als debilen Querulanten zu präsentieren. Hinweise auf die Tatsache, dass es auch noch andere Kritiker der Berufung Dominique Carons gab, hätten diese Kreise nur gestört.

„Ein Buch zur rechten Zeit“

21. November 2016

Historische Kommission für Westfalen des LWL vollendet Handbuch zur jüdischen Geschichte

ushjg_arnsberg_text_detmold.cdrHistorisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe.
Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg. Foto: LWL

Die Historische Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat mit dem vierten Band das „Historische Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe“ fertig gestellt. Der abschließende Band behandelt die ehemaligen und heutigen jüdischen Gemeinden im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg.

Im Hagener Teil erfährt der Leser u.a., wie bereits im 18. Jahrhundert „fein“ zwischen „ordentlichen und außerordentlichen Schutzjuden“ unterschieden wurde. 1789 heißt es etwa über die Hagener Jüdin Prinz, Tochter des Jacob Abraham: „…hat einen fremden Juden geheyrathet und muß aus dem Lande geschafft werden“.

1801 klagte der Landrat des Kreises Wetter beim Hagener Magistrat über jüdische Händler aus Hagen, die in den Dörfern seines Bezirks verbotenerweise hausieren würden. Aber auch über jüdische Händler aus anderen Territorien wurde Klage geführt. So liefen Juden aus der benachbarten, bis 1808 souveränen Grafschaft Limburg „häufig in der Stadt und auf dem Lande umher“ und handelten „sehr zum Nachteil“ des örtlichen Glashandwerks mit Glaswaren. Der Magistrat reagierte unverzüglich mit polizeilichen Maßnahmen zur Vertreibung der Limburger Juden.

Alle „Integration“ und sogar Assimilation der jüdischen Hagener nützte am Ende bekanntlich wenig. 1905 zerkratzten angetrunkene Männer „der sogenannten besseren Stände“, wie das ‚Israelitische Familienblatt‘ schrieb, mehrere Schaufensterscheiben vorwiegend jüdische Geschäfte und ritzten das Wort ‚Jud‘ ein. Auch in den 1920er Jahren kam es zu antisemitischen Schmierereien und Verwüstungen, so etwa 1924 auf dem jüdischen Friedhof in Eilpe.

„Das ist ein Buch zur rechten Zeit. Denn es ist als ein Bekenntnis zu einer pluralistischen Gesellschaft“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb bei der Buchvorstellung am Dienstag (15.11.) in Dortmund. „Das Werk fragt uns: Wie gehen wir mit Minderheiten und mit Andersartigkeit um? In Zeiten, in denen viele Flüchtlinge zu uns kommen und in der wir über die Inklusion von Menschen mit Behinderung nachdenken, ist das ganz aktuell.“

„Juden lebten über Jahrhunderte dort, wo sie geduldet wurden und wo ihnen eine wirtschaftliche Existenz zugestanden wurde. Wenn sie aus größeren Städten ausgeschlossen waren, dann lebten sie oft in benachbarten Dörfern“, fasst Herausgeber Prof. Frank Göttmann (Universität Paderborn) ein wichtiges Ergebnis zusammen.

Erst im 19. Jahrhundert wurden die Beschränkungen schrittweise aufgehoben, nun durften Juden überall wohnen und alle Berufe ergreifen. Viele kleine, ländliche Gemeinden lösten sich auf, die Juden zogen in die Großstädte.

„Solche Zusammenhänge sind im Handbuch sichtbar geworden, weil es sich nicht auf die Verfolgungen der NS-Zeit beschränkt“, so Göttmann. Zwar beschreibt das Buch auch diese Zeit eingehend, viel Raum nimmt aber auch die Darstellung der Gemeinden vom 16. bis 19. Jahrhundert sowie der Neuanfang nach 1945 ein.

Der Vergleich zeigt auch, wie weit die Integration und Assimilation der Juden in den einzelnen Orten 1933 vorangeschritten war. Trotz der zunehmenden antisemitischen Hetze rechter Parteien war die Integration in den meisten Städten gelungen. Christliche Pfarrer nahmen wie selbstverständlich an der Einweihung von Synagogen teil, jüdische Häuser waren zur Fronleichnamsprozession geschmückt, in einigen Dörfern konnten Juden sogar Schützenkönig werden.

All das brach nach 1933 in wenigen Jahren in sich zusammen und gipfelte in Verfolgungen von bis dahin unvorstellbarem Ausmaß. „Die Geschichte der Juden in Westfalen ist damit immer auch die Geschichte des Umgangs der Mehrheit mit der Minderheit“, betont Löb die gesellschaftliche Bedeutung des neuen Bandes. „Wie die Mehrheit sich zur Minderheit verhält, ob und wie sie diese integrieren kann, ist damals wie heute ein drängendes Problem.“

Wie leicht die sicher geglaubten Gewohnheiten im wechselseitigen Umgang nach 1933 in allen Orten Westfalens gekippt werden konnten, erschrecke bis heute. Dem Handbuch komme damit eine Aktualität zu, die zu Beginn des Projektes vor 15 Jahren nicht absehbar gewesen sei. „Wenn Teile unserer heutigen Gesellschaft die solidarischen Grundlagen des Zusammenlebens in Frage stellen, dann muss man an unsere ganz besonderen historischen Erfahrungen erinnern“, so Löb.

Besonders unappetitlich wird es, wenn – wie in Hagen – der Vorsteher einer Synogogen-Gemeinde auf dem Ticket der AfD in einen Ausschuss des Stadtrats einzieht. Eine wohl einmalige Schauergeschichte im Deutschland des beginnenden 21. Jahrhunderts. Geladene Bürger dieser Stadt nehmen aus diesem Grunde inzwischen nicht mehr an Gedenkveranstaltungen zur Pogromnacht teil.

Ein führendes Mitglied einer der größeren Fraktionen im Stadtrat sagte dazu, es habe „an der anschließenden Veranstaltung gemeinsam mit der christlich-jüdischen Gesellschaft nicht teilgenommen. Die führenden Repräsentanten der Hagener Jüdischen Gemeinde, die dort regelmäßig zu Wort kommen, sind aktive Unterstützer der rechtsextremen AfD. Ich halte es für nicht hinnehmbar, dass sie einerseits mit Recht an die Massenmorde an den Juden erinnern und mahnen, aber andererseits für eine ausländerfeindliche Organisation tätig sind.“

Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe.
Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg

Hrsg. von Frank Göttmann
Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 12
Münster, Ardey-Verlag, 860 Seiten, Festeinband,
ISBN 978-3-87023-284-9, 79,00 Euro

Florian Ludwig: Theater Hagen geht nicht zugrunde

21. November 2016

Der im Sommer scheidende Generalmusikdirektor Florian Ludwig sieht trotz des personellen Umbruchs am Theater keine existenzielle Gefahr für das Traditionshaus. (…)

Teile der Politik machen Sie für den Rücktritt von Frau Caron mitverantwortlich. . .

Ich denke nicht, dass ich zu einem solchen hanebüchenen Unsinn mehr sagen werde, als der von der Theaterleitung und dem Betriebsrat verfasste offene Brief beinhaltet. (…)

Quelle: DerWesten

Die Ruinen des Römischen Reiches

21. November 2016

Über „Imperiales Bauen – Architektur und Stadtplanung im Kontext großer Reiche“ sprachen Historikerinnen und Historiker auf einer Fachtagung an der FernUniversität in Hagen

von Anja Wetter

Das Kolosseum in Rom, die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau, Opernhäuser in Brasilien oder Ägypten, sozialistische Monumentalgebäude – Weltreiche haben stets eine Bandbreite an architektonischen Repräsentationsformen entwickelt und hinterlassen. Die baulichen Zeugnisse großer Imperien, die ihre Herrschaft weit über die eigenen Grenzen ausgedehnt haben, finden sich noch heute.

Die Tagung „Imperiales Bauen – Architektur und Stadtplanung im Kontext großer Reiche“ beschäftigte sich unter anderem mit den langfristigen und epochenübergreifenden Entwicklungen, die die Repräsentation des imperialen Gedankens in Bauten durchlaufen hat.

Prof. Dr. Jürgen G. Nagel, Leiter des Lehrgebiets Geschichte Europas in der Welt am Historischen Institut der FernUniversität in Hagen, und der Verein für Geschichte des Weltsystems hatten die Tagung gemeinsam organisiert.

In den Diskussionsrunden stand vor allem im Mittelpunkt, ob sich imperiales Denken in Bauprogrammen niederschlägt und ob dies an Stilistik sowie Bauformen festzumachen ist oder sich in der Planung niederschlägt. Darüber hinaus wurde auch die Bedeutung einzelner Akteure der ,Imperien‘ und der jeweils spezifische historische Kontext angesprochen. Die Tagungsbeiträge werden in einem Sammelband publiziert.

FernUni-Wissenschaftler Jürgen G. Nagel hatte die Tagung nach Hagen geholt, denn: „Es gibt viele inhaltliche Bezüge zwischen der Ausrichtung meines Lehrgebiets und den Ansätzen, für die sich der Verein einsetzt.“ Über das Thema seiner Dissertation lernte Nagel den Historiker Prof. Dr. Hans-Heinrich Nolte kennen. „Nolte hat das Thema Weltsystem in Deutschland bekannt gemacht. Es kommt ursprünglich aus dem angloamerikanischen Raum.“

Während seiner Professur an der Universität Hannover beschäftigte sich Hans-Heinrich Nolte schon schwerpunktmäßig mit Weltgeschichte. Inzwischen ist Nolte emeritiert und setzt sich über den Verein dafür ein, die Forschungen zur Welt- und Globalgeschichte in Deutschland zu fördern und eine stärkere universitäre Verankerung des Fachgebietes anzuregen.

„Wir möchten die Geschichten aller Gesellschaften in sämtlichen Zeiten und Regionen unter dem Aspekt ihrer Verflechtung miteinander rekonstruieren“, führt Hans-Heinrich Nolte, der den Verein gegründet hat, aus. „Der Begriff Weltsystem wurde von dem amerikanischen Gelehrten Immanuel Wallerstein geprägt – wir verstehen darunter die Geschichte des sozialen Systems der Menschheit im Rahmen des Systems ihrer natürlichen Umwelt.“

OB ist verantwortlich

20. November 2016

Auch Peter Pietzsch hat sich nun in die Debatte um die Neubesetzung der Intendanz am Hagener Theater eingeschaltet. Pietzsch war von 1986 bis 2000 selbst Intendant der Bühne. In einem am Samstag in der WPWR veröffentlichten Leserbrief sieht er die Verantwortung für das Debakel beim Oberbürgermeister:

Immenser Schaden für das Theater

Erstaunlich, wie schnell man in der Politik lernt. Noch gar nicht so lange im Amt, schon weiß man, wie es geht: Die anderen sind schuld. Ist ja klar – die Theaterleute haben „immensen Schaden angerichtet“.

Nein, das Stadtoberhaupt ist für das Debakel verantwortlich. Er hat Kommissionen, Aufsichtsratsmitglieder – allesamt natürlich Experten (eine Formulierung des OB) – monatelang ergebnislos beraten lassen, sie haben sich in ihrer Inkompetenz jeglichem fachlichen Rat von außen (Deutscher Bühnenverein) widersetzt. Erstes Ergebnis der langen Intendantenfindung: Zwei Kandidaten – nach kurzer Zeit in der Ablage. Wieder lange Beratungen, natürlich unter sich. Dann Frau Caron aus der Ablage hervorgezaubert. Nach langem Für und Wider 8 : 7 Stimmen im Aufsichtsrat für die Kandidatin. Wäre zu diesem Zeitpunkt nicht ein Rückzug von der Bewerbung fällig gewesen?

Nun also sind es die Theaterleute, die fachkundig und intensiv recherchiert und sich nun gewehrt haben. In Wahrheit ist der Oberbürgermeister für den immensen Schaden für das Theater und die Stadt verantwortlich.

Rettungsdienst fehlen Intensivbetten

20. November 2016

Notfallpatienten in übervolle Kliniken einzuliefern, wird für den Rettungsdienst zunehmend schwierig. Jetzt schließt in Elsey ein weiteres Haus. (…)

Quelle: DerWesten

„Neue Windrad-Standorte nicht einklagbar“

20. November 2016

Braucht die Stadt Hagen einen neuen Flächennutzungsplan (FNP) oder nicht? Diese Frage beschäftigt die Mitglieder der Bürgerinitiative Gegenwind-Hagen, die sich aktuell gegen den Bau von 200 Meter hohen Windenergieanlagen rund um Hohenlimburg und Holthausen, wehren.

Denn der seit dem Jahr 2002 für Hagen gültige Flächennutzungsplan, so Markos Piesche als Sprecher der Bürgerinitiative Gegenwind-Hagen, lässt den Ausschluss neuer Windenergieanlagen für das Stadtgebiet zu. Wenn die Hagener Kommunalpolitik das so will. (…)

Quelle: DerWesten

„Kritik entbehrt jeglicher Grundlage“

19. November 2016

Stellungnahme von Intendant Norbert Hilchenbach und GMD Florian Ludwig zum Presseartikel „Politik übt massive Kritik an Hilchenbach und Ludwig“ in der WPWR am 18.11.2016

In der Ausgabe sowohl der Westfälischen Rundschau wie auch der Westfalenpost vom 18. November 2016 wird unter der Überschrift „Politik übt massive Kritik an Hilchenbach und Ludwig – Theater-Chaos: Intendant und Generalmusikdirektor geraten in den Fokus“ der CDU-Fraktionschef Wolfgang Röspel wie folgt zitiert: „Das kann auch den hausinternen Glaubenskampf beizulegen helfen. Denn eines braucht das Theater jetzt: Ein Klima der Kooperation und kein Klima von Verunsicherung und Angst, wie es von einigen Beteiligten in den vergangenen Monaten bewusst herbeigeführt wurde. Deshalb müssen wir jetzt auch klären, ob es sinnvoll ist, Norbert Hilchenbach und Florian Ludwig weiter an der Suche zu beteiligen.“

Dazu stellen wir fest: weder gibt es einen „hausinternen Glaubenskampf“ (was bitte sollte das überhaupt sein?) noch ist durch die Theaterleitung ein „Klima der Verunsicherung und Angst“ – weder bewusst noch unbewusst – herbeigeführt worden. Im Gegenteil: Haltung und Vorgehensweise der Theaterleitung waren und sind – im Gegensatz zu vielen Äußerungen und Handlungsweisen im politischen Umfeld des Theaters – einzig und allein sachlich und fachlich begründet und stets am Wohl des Theaters und seiner Mitarbeiter orientiert. An den Entscheidungen zur GMD- bzw. Intendantenwahl waren wir nicht beteiligt und möchten wir auch nicht beteiligt werden.

Den ebenfalls im o.g. Artikel per Zitat zu Wort gekommenen FDP-Fraktionschef Klaus Thielmann fordern wir auf, zu belegen, wann und in welcher Form wir für eine „Stimmung sorgten“, die „erhebliche Bedenken“ rechtfertigen, ob wir „bis zum Ende (unserer) Vertragslaufzeit noch in verantwortlicher Position zu halten seien“.  Ohne diese Belege sind seine Äußerungen nichts anderes als die von ihm (und anderen Ratsmitgliedern) mehrmals den Mitarbeitern des Theaters vorgeworfene „Schmutzkampagne“ bzw. „Schlammschlacht“ voller Unwahrheiten und aus der Luft gegriffener Behauptungen.

Die in der Überschrift genannte „massive Kritik an Hilchenbach und Ludwig“ entbehrt also jeglicher Grundlage und wird im Artikel durch nichts belegt.

Und auch das erwähnte „Theater-Chaos“ existiert nicht; denn trotz der chaotischen Umstände im nicht von den Theaterleuten zu verantwortenden Umfeld der Hagener Bühne gelingt es der Theaterleitung und der gesamten Belegschaft aufgrund ihrer Kompetenz und ihrer Integrität auch weiterhin, Tag für Tag ein ansprechendes Programm auf die „Bretter“ zu stellen.

Norbert Hilchenbach, Intendant
Florian Ludwig, Generalmusikdirektor

Anmerkung: CDU-Fraktionschef Wolfgang Röspel hat inzwischen, offenbar auf Druck aus den eigenen Reihen, seine Aussagen einerseits relativiert, andererseits aber neue kryptische Formulierungen hinzugefügt. DOPPELWACHOLDER.DE berichtete hier.

Theater: Wolfgang Röspel (CDU) rudert zurück

19. November 2016

„Sollten wir nicht mit den Beteiligten noch einmal sprechen?“

Am Donnerstag war noch die Rede von Dunkelmännern, boshaften Briefen und einer Mischung aus Halbwahrheiten und Behauptungen. In der darauffolgenden Nacht muss der Fraktionsvorsitzende der CDU im Hagener Rat Unmengen von Kreide gefressen haben, denn am Freitag sah die Welt für Wolfgang Röspel schon ganz anders aus.

Der Unterschied zwischen den beiden Tagen: Die neue Meldung vom Freitag wurde vom Fraktionsgeschäftsführer der CDU, Alexander M. Böhm, redigiert.

Jetzt, so Röspel, erfordere die Situation am Theater „schnelle aber überlegte Entscheidungen. Bevor wir weitere Schritte gehen, sollten wir uns gut überlegen, wie und mit wem wir was weitermachen.“

Um nicht allein dazustehen, nimmt Röspel gleich zwei weitere Personen mit ins Boot: Er teile „die Auffassungen der Hagener Kulturdezernentin Margarita Kaufmann und des Vorsitzenden des Theaterfördervereins, Dr. Peter Born“.

Gleichzeitig fabuliert er aber von einer angeblichen „Spaltung im Haus“, gemeint ist das Theater, und einem „hausinternen Glaubenskampf“. Der Öffentlichkeit sind solche internen Differenzen allerdings bisher nicht bekannt geworden.

Ebenso wenig ist eine weitere Behauptung Röspels nachvollziehbar: „Bislang wurden wir alleine von Mitgliedern des Betriebsrates unterstützt.“ Noch einen Tag zuvor hatte der CDU-Fraktionschef bemängelt: „Zuletzt hatte eine als vertraulich gekennzeichnete E-Mail des Theater-Betriebsrates mit einer Mischung aus Halbwahrheiten und Behauptungen die Runde gemacht.“

Neuerdings aber hat Röspel auch Konstruktives beizusteuern: „Wir werden wahrscheinlich zunächst eine Interimslösung installieren müssen, weil uns die Zeit für den Spielplan 2017/2018 davonzulaufen droht. Auch da dürfen wir uns zuerst einmal die Frage stellen, ob wir nicht noch einmal die internen Bewerbungen durchgehen, die es ja durchaus gab. Sollten wir nicht mit den Beteiligten noch einmal sprechen, die uns realistische und konstruktive Ideen unterbreitet haben?“

Die gesamten Beitrag der CDU gibt es hier.

P.S.: Seit Donnerstag verlinkt die CDU-Fraktion auch thematisch passende Beiträge aus anderen Medien unter ihren Stellungnahmen. Neben anderen auch solche von DOPPELWACHOLDER.DE. Das ist als Beitrag zu einer Diskussionskultur in unserer Stadt mit nur noch einer Zeitungsredaktion zu begrüßen. Die Fraktionsgeschäftsführung der Hagener CDU hebt sich damit positiv von den ach so „fortschrittlichen“ GRÜNEN ab. Deren Fraktion fand es äußerst clever, den DW am selben Tag aus ihrem Presseverteiler zu entfernen. Die GRÜNEN werden schon wissen, wie sie sich überflüssig machen.

Hagen macht 2017 keine neuen Schulden

19. November 2016

Erstmals seit 25 Jahren gelingt es Hagen, 2017 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Dennoch bleiben Restschulden von 1,2 Milliarden Euro. (…)

Dass dies jetzt ohne weitere Gebühren- und Steuererhöhungen gelingt, ist vorzugsweise den günstigen Rahmenbedingungen geschuldet. Zuverlässig sprudelnde Gewerbesteuern und anhaltend niedrige Zinssätze machen sich in den Bilanzen positiv bemerkbar. (…)

Zudem werden 2017 die Schlüsselzuweisungen um 3,5 Millionen Euro höher ausfallen, die Einkommenssteuer steigt um eine Million, Grund- und Vergnügungssteuer sprudeln, und nach der Abrechnung aus dem Einheitskostenlastengesetz fließt aus einer völlig unerwarteten Ecke noch eine weitere Million in die Stadtkasse zurück.

Die Hilfen aus Bundes- und Landesfördertöpfen sorgen für zusätzliche Entlastung: Die externen Millionen für den Schulausbau und für kommunale Investitionsprojekte sorgen dafür, dass Rückstellungen aufgelöst werden können und somit zur finanziellen Entlastung beitragen. Weitere 1,6 Millionen fließen nach dem guten Geschäftsjahr des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) 2015 obendrein als Ausschüttung an die Stadt. (…)

Quelle: DerWesten

„Aussagen entbehren jeder Grundlage“

18. November 2016

Theater wehrt sich gegen Verunglimpfungen durch FDP-Thielmann

Das Hagener Theater setzt sich gegen die Ausfälle des Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Hagener Rat, Claus Thielmann, mit einem offenen Brief zur Wehr.

Thielmann hatte Mitarbeiter des Theaters für das Scheitern von Dominique Caron verantwortlich gemacht (siehe den DW-Beitrag von gestern) und behauptet, es sei „offensichtlich, dass die Führungsriege des Theaters von Anfang an kein Interesse daran hatte, einen geordneten Übergang zu ermöglichen.“ Diese sei nie bereit gewesen, „Frau Caron überhaupt eine Chance zu geben“ und habe die aus Thielmanns Sicht „Schmutzkampagne noch zusätzlich befeuert.“

Hier der offene Brief von Theaterleitung und Betriebsrat:

Sehr geehrter Herr Thielmann,

in einer Pressemitteilung vom 16. November 2016, die auszugsweise auch unter der Überschrift „Beispiellose Schlammschlacht – FDP sieht Schuld für Posten-Desaster bei Führungsriege des Theaters“ sowohl in der Westfälischen Rundschau wie auch in der Westfalenpost vom 17. November 2016 wiedergegeben worden ist, werden Sie wie folgt zitiert: „Es ist zudem offensichtlich, dass die Führungsriege des Theaters von Anfang an kein Interesse daran hatte, einen geordneten Übergang zu ermöglichen. Diese war nie bereit, Frau Caron überhaupt eine Chance zu geben und hat die Schmutzkampagne noch zusätzlich befeuert.“

Hierzu stellen wir fest: Geschäftsführung, Intendanz und Generalmusikdirektion war es von Anfang an ein wichtiges Anliegen, eine erfolgreiche Fortsetzung der Arbeit des Theater Hagen unter einer neuen künstlerischen Leitung zu ermöglichen. Ihre Aussage, Herr Thielmann, entbehrt jeder Grundlage. Die Behauptung einer fehlenden Bereitschaft, Frau Caron eine Chance zu geben „und die Schmutzkampagne noch zusätzlich befeuert“ zu haben, ist eine Unterstellung, die in keiner Weise zutrifft.

Ferner werden Sie in der angegebenen Pressemeldung wie folgt zitiert: „Monatelang haben Theaterleitung und Teile der Belegschaft gegen die von der Bezirksregierung auferlegten Sparvorgaben gekämpft und den Oberbürgermeister und die Hagener Politik als „Totengräber des Theaters“ verunglimpft. Die aktuellen Vorgänge bringen nun endgültig ans Tageslicht, wer hier in absolut destruktiver Art und Weise die Fundamente des Hagener Traditionshauses schwer beschädigt hat“.

Auch diese Aussagen entbehren jeder Grundlage und entsprechen nicht der Wahrheit. Der Versuch, einen Zusammenhang zwischen der Rücknahme der Bewerbung von Frau Caron und einer Art von Verschwörung innerhalb des Theaters herzustellen, ist angesichts der bisherigen und der laufenden Bemühungen, die Kürzungsvorgaben des Rates umzusetzen, geradezu absurd. Allerdings sind solche Behauptungen sehr wohl geeignet, nicht nur die „Führungsriege“ sowie die gesamte Belegschaft, sondern auch die jahrelange erfolgreiche Arbeit des Theater Hagen wissentlich zu beschädigen.

Theaterleitung und Betriebsrat des Theater Hagen

Norbert Hilchenbach, Intendant
Florian Ludwig, Generalmusikdirektor
Michael Fuchs, Geschäftsführer
Alexander Schwalb, Vorsitzender des Betriebsrates

Belegschaft soll Verantwortung übernehmen

18. November 2016

Nach dem Rückzug von Dominique Caron könnte ein Kollektiv die nächste Spielzeit vorbereiten

Wie geht es mit dem Hagener Theater weiter, nachdem die designierte Intendantin Dominique Caron am Dienstag überraschend das Handtuch geworfen hat? Wer übernimmt – vielleicht auch kommissarisch – im Spätsommer 2017 die Leitung des Hauses? Wie bzw. wer soll in wenigen Monaten ein attraktives Programm für die Spielzeit 2017/18 präsentieren? (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Headline und Untertitel sind der Printausgabe der WPWR entnommen.

Zu dem Modell einer „kollektiven Führung“ könnte sicherlich der aktuell als „Nestbeschmutzer“ angefeindete ehemalige Generalintendant des Nationaltheaters Mannheim, Ulrich Schwab, beratend tätig werden. Schwab verfügt über einschlägige Erfahrungen aus seinem Wirken als Direktoriumsmitglied des „mitbestimmten“ Schauspiel Frankfurt von 1972 bis 1979.

Stadt Hagen von Schenker-Stellenverlagerung überrascht

18. November 2016

Die Stadt Hagen ist vorab nicht von der massiven Stellenverlagerung bei Schenker informiert worden – obwohl die Wirtschaftsförderung vor Ort war.

Der „schwarze Herbst“ in Hagen wird noch finsterer: Nach den in diesen Monaten vollzogenen Wegzügen von Douglas, Nordwest und Teilen von Putsch mit rund 850 Arbeitsplätzen kommt nun die Stellenverlagerung beim Speditionsunternehmen Schenker hinzu. In der Summe werden es dort wohl bis zu 150 sein, womit Hagen in diesem Herbst den Wegzug von etwa 1000 Arbeitsplätzen verkraften muss. (…)

Quelle: DerWesten

Edel-Broschüre als Visitenkarte

18. November 2016

Die Hochglanz-Broschüre, die der Fachbereich Kultur herausgegeben hat, erzürnt die Hagener CDU-Fraktion. Der hochwertige Jahresbericht 2015 wird zum politischen Thema.

Farbenfroh und hochwertig präsentiert sich der Jahresbericht 2015 des Fachbereichs Kultur. Die 98-seitige Broschüre enthält zahlreiche Fotos von Veranstaltungen und Ausstellungen aus dem vergangenen Jahr.

„Ist eine solch pompöse Außendarstellung für die Stadt richtig? Wo wir seit eineinhalb Jahren über Kürzungen im Kulturbereich und über die Reduzierung von Museumsöffnungstagen diskutieren?“, fragt Wolfgang Röspel. (…)

Quelle: DerWesten

Anmerkung: Das ist kein „politisches“, sondern bestenfalls ein Thema für den CDU-Fraktionsvorsitzenden und die WPWR-Autorin Yvonne Hinz. Fachbereichsleiter Tayfun Belgin hat jedenfalls Argumente aufgelistet, die für eine Erstellung der Broschüre sprechen.

Wenn an anderer Stelle Geld für weniger sinnvolle Dinge ausgegeben wird, hält dagegen die Corona die Füße still. So beschloß vor einem Jahr die Bezirksvertretung Haspe, für 4.000 Euro drei Eselsfiguren anzuschaffen. Kitsch statt Kultur bei einem Jahresetat der BV von gerade einmal 30.000 Euro. Dazu war weder von Röspel noch von Hinz etwas kritisches zu hören. Kein Wunder: Die CDU-Vertreter in der Hasper BV hatten diesem Unfug ja zugestimmt.


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