Archive for the ‘04 Umwelt Hagen’ Category

Amprion beantragt Planfeststellungsverfahren

12. Oktober 2021

Für Neubau der umstrittenen 380-kV-Freileitung werden Planungsunterlagen ausgelegt

Stromnetzbetreiber Amprion GmbH hat bei der Bezirksregierung Arnsberg einen Antrag für den rund 10 km langen Neubau einer 380-kV-Höchstspannungsfreileitung zwischen der Umspannanlage Garenfeld in Hagen und dem Punkt Ochsenkopf in Iserlohn eingereicht.

Der höchst umstrittene Neubau soll weitestgehend in vorhandenen Trassen erfolgen. Die Stromkreise vorhandener 110-kV-Freileitungen sollen dabei auf dem neuen Mastgestänge mitgeführt werden. Durch den Neubau werden auch Anpassungen an anderen Freileitungen notwendig. Mit der Freileitungstrasse werden Gebiete der Städte Hagen und Iserlohn gequert, darunter dichtbesiedelte Wohngebiete in Hagen-Hohenlimburg.

Die Planunterlagen liegen vom 19. Oktober 2021 bis 18. November 2021 in den genannten Städten zur Einsichtnahme aus. Betroffene Bürger können ab Beginn der Auslegung bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist Einwendungen erheben.

Der rund zehn Kilometer lange Abschnitt zwischen Garenfeld und Iserlohn ist Teil der Streckenverbindung von Dortmund-Kruckel bis Betzdorf-Dauersberg in Rheinland-Pfalz und gehört zu den im Bedarfsplan des Energieleitungsausbaugesetzes ausgewiesenen Vorhaben zum beschleunigten Ausbau der Höchstspannungsnetze.

Die Planunterlagen sind ab dem 19. Oktober 2021 auch auf der Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg abrufbar.

10 Millionen Euro für saubere Mobilität

12. Oktober 2021

Verkehrsministerium fördert Elektrobusse der Hagener Straßenbahn

Seit vielen Jahren setzt die Hagener Straßenbahn (HST) emissionsarme Antriebstechnologien bei ihren Fahrzeugen ein. Jetzt beginnt für das Verkehrsunternehmen der Aufbruch in ein neues Zeitalter der Mobilität: Die Ära der vollelektrisch betriebenen Fahrzeuge beginnt.

Dazu wurden bereits vor geraumer Zeit die ersten Weichen gestellt. Mit Erteilung der Baugenehmigung für die Errichtung der notwendigen Infrastruktur im März dieses Jahres, war die erste wesentliche Hürde genommen. Danach wurde unverzüglich der abschließende Förderantrag gestellt und nach entsprechender Prüfung auch bewilligt.

Jetzt überreichte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst einen Förderbescheid in Höhe von 10.004.800 Euro für die Beschaffung von Elektrobussen sowie der zugehörigen Ladeeinrichtungen und sonstiger technischen Komponenten.

Bestellt werden 13 Solobusse und ein Gelenkbus, deren Reichweite zwischen 250 und 300 Kilometern liegt. Geladen werden die Fahrzeuge über Nacht in der Wagenhalle der HST. Ein Teil der großen Busgarage in Boelerheide wird dafür mit Ladehauben und Traversen ausgestattet. Außerdem gilt es die Abstellhalle in Brandabschnitte zu unterteilen, Änderungen an der Sprinkleranlage vorzunehmen, Löschwasserrückhaltesysteme zu installieren und Transformatoren sowie eine Übergabestation zu errichten.

„Wenn alles planmäßig verläuft, werden Ende nächsten Jahres die ersten vollelektrisch betriebenen Busse über die Hagener Straßen rollen,“ so Straßenbahn-Vorstand Christoph Köther.

Papierfabrik will heißes Wasser aus Erde fördern

11. Oktober 2021

Die von der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH in Hagen durchgeführten geologischen Untersuchungen zur Errichtung einer Geothermieanlage im Umfeld der Firma sind inzwischen ausgewertet worden. Die Messkampagne hat die ursprünglichen Prognosen des Geologischen Dienstes NRW bestätigt, dass die gesuchte Kalksteinschicht in 3000 bis 4000 Metern Tiefe unterhalb von Hagen liegt. Diese möchte die Papierfabrik in Kabel als regenerative Energiequelle anzapfen. (…)

Quelle: wp.de

Hagen will ein Zeichen für das Klima setzen

11. Oktober 2021

Jetzt an der bundesweiten „Klimawette“ teilnehmen

Die Weltklimakonferenz in Glasgow am 1. November rückt immer näher und Hagen hat sich ein Ziel gesetzt: Bis zum Stichtag beteiligen sich mindestens 2830 Hagener Bürgerinnen und Bürger an der „Klimawette“, um 2830 Tonnen CO2 einzusparen.

Mit diesem Wetteinsatz setzt die Volmestadt, zusammen mit vielen weiteren Städten, ein Zeichen für den Klimaschutz. Doch das geht nur gemeinsam. Alle Hagenerinnen und Hagener sind dazu aufgerufen, sich unter www.dieklimawette.de/mitmachen zu registrieren und damit einen wichtigen Beitrag für Umwelt und Klima zu leisten.

Wie das geht? Die Teilnahme ist auf zwei Wegen möglich: Teilnehmende können selbständig CO2 einsparen und ihre Einsparungen für die „Klimawette“ erfassen. Aus einer Liste von 20 Vorschlägen können sie individuell einen oder gleich mehrere eigene Vorsätze auswählen.

Hierzu gehören zum Beispiel mit der Bahn in den Urlaub zu fahren, den Reifendruck des Autos zu messen oder durch Carsharing ganz auf das eigene Fahrzeug zu verzichten. Letzeres ist in Hagen allerdings kaum möglich, da nur ein (!) Fahrzeug zur Verfügung steht.

Eine Übersicht aller Tipps finden Interessierte unter https://www.dieklimawette.de/co2-tipps.

Wer lieber ein konkretes Klimaschutzprojekt unterstützen möchte, kann sich für die zweite Möglichkeit entscheiden: Hierzu können sich Interessierte ganz einfach ein Projekt ihrer Wahl aussuchen und durch eine direkte Spende zur Vermeidung des Ausstoßes von tonnenweise CO2 beitragen.

Doch eine Wette wäre keine Wette ohne den direkten Vergleich zu den anderen Mitspielern. Dank der CO2-Städteliga können Teilnehmende den aktuellen Zwischenstand der eigenen Stadt abrufen und diesen allen bundesweit teilnehmenden Städten direkt gegenüberstellen. Denn alle Teilnehmenden werden über ihre Postleitzahl automatisch den jeweiligen Städten gutgeschrieben.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Ansprechpartnerin Anna Katharina Meyer unter Telefon 0176/60026659 oder per E-Mail an annakatharina.meyer@hotmail.com.

Hagen setzt vermehrt auf Recyclingpapier

7. Oktober 2021

Die Stadt Hagen nutzt vermehrt Papier mit dem Blauen Engel und gehört damit nach eigener Einschätzung zu den recyclingpapierfreundlichsten Städten Deutschlands.

Im Papieratlas-Städtewettbewerb 2021 der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) belegt Hagen gemeinsam mit Hamm den siebten Platz. Mit einer Steigerung der Recyclingpapierquote in der Verwaltung um 14,41 Prozentpunkte innerhalb eines Jahres erreicht Hagen zugleich den fünften Platz der „Aufsteiger des Jahres“.

Der Papieratlas bildet seit 2008 den Papierverbrauch und den Anteil von Papier mit dem Blauen Engel in deutschen Städten ab. Partner des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 92 Prozent stellen die 103 teilnehmenden Groß- und Mittelstädte in diesem Jahr einen neuen Rekord auf.

Die Stadt Hagen leistet mit der Verwendung von Recyclingpapier einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz: Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart die Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen. So konnte Hagen im vergangenen Jahr eine Einsparung von mehr als 4,9 Millionen Liter Wasser und über 1 Millionen Kilowattstunden Energie bewirken.

„Fehler gemacht“

25. September 2021

Rund 600 Anhänger Bewegung „Fridays for future“ gingen am Freitag in Hagen, zwei Tage vor der Bundestagswahl, noch einmal auf die Straße. Ihr Ziel: Die Wahl zu einer Klimawahl machen. Unter ihnen ein in gewisser Weise besonderer 87-jähriger Mann, den man hier wohl nicht erwartet hätte, der der Bewegung aber den Rücken stärken und ihr Mut zusprechen will.

Er ist ein ungewohntes Bild auf einer Fridays-for-Future-Demonstration. Dies ist Friedrich Aufermann. Ein 87 Jahre alter Hagener mit einem Schild um den Hals. 25 Jahre lang leitete er das Grünflächenamt in Hagen, heute setzt er sich für ein besseres Klima ein. „Letztes Mal waren fast nur junge Menschen hier, dieses Mal sind auch mehr Erwachsene hier“, freut sich Friedrich Aufermann mit einem Blick auf die versammelte Menschenmenge.

„Die Stadt vernachlässigt das Klima“, sagt der 87-Jährige. Für die Zukunft sieht er schwarz, die Klimaneutralität in Hagen als ein unerreichbares Ziel, „ich bin todtraurig.“ Wichtige Ämter der Stadt seien aufgelöst und an den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) übergeben worden. Er zeigt sich besorgt: „Wir haben so viele Probleme in dieser Stadt“. (…)

Quelle: wp.de

Große Demo von Fridays-for-future zwei Tage vor Wahl

23. September 2021

Die Jugendbewegung „Fridays for future“ geht am 24. September, zwei Tage vor der Bundestagswahl, noch einmal in Hagen auf die Straße. Es ist die nächste große Demo im Rahmen des weltweiten Klimastreiks unter dem Motto „Alle fürs Klima“. Start ist um 14 Uhr am Hagener Hauptbahnhof. Der Demo-Zug endelt an der Konzertmuschel im Volkspark.

Erneut will sich die Bewegung für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, und gegen die anhaltende Klimazerstörung stark machen. (…)

Quelle: wp.de

Gehen – Baustein nachhaltiger Mobilität

10. September 2021

Fachverband Fußverkehr ist jetzt in Hagen mit Ortsgruppe vertreten

Die Hagener Mitglieder des FUSS e.V. – Fachverband Fußverkehr Deutschland – haben im Juli 2021 eine Ortsgruppe Hagen gegründet. Sprecher ist Matthias Täufer.

Täufer: „Die Bedeutung von Fußverkehr für eine Stadt wird immer noch unterschätzt und bei der Verkehrsplanung einfach übersehen. Jeder und jede ist täglich im Fußverkehr unterwegs: auf dem Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit, beim Spazierengehen, auf dem Schulweg, zur Bushaltestelle und sogar auf dem Weg von und zum Parkplatz. Es gibt in Hagen knapp 200.000 Fußgängerinnen und Fußgänger, aber genau null Menschen, die Fußverkehr planen. Wir wollen die Bedingungen für diese wichtige Form der Mobilität in Hagen verbessern. Zu Fuß gehen ist unschlagbar simpel, sozial, gesund, gut fürs Klima und beansprucht keine versiegelten Flächen für Parkplätze oder Umgehungsstraßen. Bei kurzen Entfernungen ist sie zudem die schnellste Art ans Ziel zu kommen – und das alles quasi zum Nulltarif.“

Der FUSS e. V. Hagen setzt sich unter anderem für folgende Ziele ein:

  • Fußverkehr wird neben Rad, ÖPNV und motorisiertem Verkehr als gleichwichtige Verkehrsform erkannt und unterstützt.
  • Die Sicherheit im Fußverkehr bekommt höchste Priorität. Ziel muss die “Vision zero” sein, also null Tote und Schwerverletzte.
  • Für den Fußverkehr stehen barrierefreie Netze, einfache Straßenquerungen und ausreichende Flächen zur Verfügung, die Gehen, Begegnen und Verweilen ermöglichen.

Die Mitglieder im FUSS e.V. – Hagen engagieren sich auch bei verkehrswende-hagen.de. Fußverkehrsinteressierte sind herzlich willkommen!

Kontakt: Matthias Täufer, hagen@fuss-ev.de

FUSS e. V. vertritt seit 1985 die Interessen der Fußgängerinnen und Fußgänger in Deutschland. Bei allen Fragen zum Fußverkehr ist der Verein Ansprechpartner für Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit. FUSS e. V. erarbeitet Stellungnahmen und schlägt Änderungen für Gesetze und Richtlinien vor und kooperiert mit Verbänden, die sich mit Rad-, Bus- und Bahnverkehr befassen, weil Gehen als wichtigster Baustein nachhaltiger Mobilität nicht isoliert betrachtet werden kann.

Vielfältige Informationen, u. a. Handlungsleitfaden für kommunale Fußverkehrsstrategien, Fußverkehrs-Checks und Fußverkehrs-Audits finden sich auf www.fuss-ev.de.

Fahrradsternfahrt Ruhr 2021

10. September 2021

sternfahrt_logoViele erinnern sich bestimmt noch an die Fahrradsternfahrt Ruhr, die 2019 durch Hagen führte. In diesem Jahr ist am Sonntag, 19. September 2021 eine Streckenfahrt von Witten nach Lünen geplant. Neben dem Event-Charakter ist die Sternfahrt auch eine Demonstration für eine umweltfreundliche Verkehrswende. Viele Menschen möchten sich für eine stärke Berücksichtigung des Radverkehrs einsetzen.

Mehrere Einstiegspunkte für Radfahrer aus Hagen werden angeboten:

Hagen-Haspe, Torhaus, Kölner Str.1, 9:45 Uhr
Hagen-Hauptbahnhof, Berliner Platz, 10:00 Uhr
Hagen-Vorhalle, Europaplatz, 10:30 Uhr
Wetter, Kaiserstr. ggü. Sparkasse, 10:45 Uhr

Die längste Strecke beträgt von Haspe bis zum Seepark Lünen 53 km. Bis zum Startpunkt der angemeldeten Demonstration am Wittener Rathaus gibt es verschiedene begleitete Gruppenfahrten. Erst ab Witten bis Lünen wird die Fahrrad-Demo von der Polizei abgesichert. Dabei geht es auch über die sonst für Radfahrer gesperrte B1 und durch den Tunnel der B236.

Für die Rückfahrt ist jeder Teilnehmende selbst verantwortlich. Dabei kann man sicherlich auch auf die Bahn zurückgreifen. Ebenso ist eine vorzeitiger Ausstieg aus der Strecke z.B. in Dortmund möglich. Am Seepark in Lünen gibt es einen gemeinsamen Ausklang mit Musik, Juxrädern und vielem mehr.

Weitere Infos gibt es unter https://fahrradsternfahrt.ruhr/

Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt

8. September 2021

terre des hommes unterstützt Vereinte Nationen

Seit geraumer Zeit setzt sich die Kinderhilfsorganisation terre des hommes für ein Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt ein. Sie macht sich dafür stark, dass dieses Recht Bestandteil der UN-Kinderrechtskonvention wird. Am 13. September tagt der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen in Genf zu diesem Thema. Durch einen bundesweiten
Aktionstag will terre des hommes auf dieses Anliegen aufmerksam machen.

Die Hagener Gruppe von terre des hommes informiert am 11. September 2021 von 11 bis 14 Uhr in der Innenstadt, Elberfelder Straße/ Einmündung Hohenzollernstraße, zu ökologischen Kinderrechten.

Kinder können dort mit einem überdimensionierten Würfelpuzzle spielerisch das Thema kennenlernen. Außerdem werden Karten mit Unterschriften zur Unterstützung der Ergänzung der Kinderrechtskonvention gesammelt, die den Vereinten Nationen zugeleitet werden. Die Gruppe wird sich über zahleiche Besucher groß und klein freuen.

Hagen setzt ein Zeichen für‘s Klima

8. September 2021

Jetzt an der bundesweiten „Klimawette“ teilnehmen

Hagen wettet für das Klima. Der Einsatz: Bis zur Weltklimakonferenz am 1. November in Glasgow beteiligen sich mindestens 2830 Hagener Bürgerinnen und Bürger an der Klimawette, um 2830 Tonnen CO2 einzusparen. Damit könnte die Volmestadt, zusammen mit vielen weiteren Städten, ihren Beitrag zum deutschlandweiten Ziel leisten, bis November gemeinsam eine Million Tonnen CO2 einzusparen. Jetzt anmelden und mitmachen unter www.dieklimawette.de/mitmachen.

Teilnehmen können alle Hagenerinnen und Hagener, die mit ihrem individuellen Wetteinsatz sowohl symbolisch als auch aktiv ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen möchten. Die Teilnahme ist auf zwei Wegen möglich: Zum einen können Teilnehmende selbst CO2 einsparen und für die Klimawette erfassen. Aus einer Liste von 20 Vorschlägen können sie hierzu individuell einen eigenen Vorsatz auswählen. Ebenso ist es möglich, konkrete Klimaschutzprojekte von gemeinnützigen Kompensationsdienstleistern durch eine Spende zu unterstützen und damit tonnenweise CO2 zu vermeiden.

Die CO2-Städteliga der Klimawette ermöglicht den direkten Vergleich mit der Nachbarstadt oder anderen Städten. Denn alle Teilnehmenden werden über ihre Postleitzahl automatisch den jeweiligen Städten gutgeschrieben. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Ansprechpartnerin Anna Katharina Meyer unter Telefon 0176/60026659 oder per E-Mail an annakatharina.meyer@hotmail.com.

Zero Waste Workshop

2. September 2021

Mittwoch, 8.9.2021, 19 Uhr, Villa Post, Wehringhauser Str. 38, Hagen

Müll vermeiden lernen – Workshop mit Silvia van Loosen. Der Workshop zeigt alltagstaugliche Alternativen auf, um den anfallenden Müll Schritt für Schritt zu reduzieren von A wie Abflussreiniger bis Z wie Zahnpflege. Die Teilnehmenden stellen selbst Haushalts- und Reinigungsmitteln mit wenigen Zutaten her und stellen fest, wie einfach es ist, Müll zu vermieden und die Umwelt zu schonen. Im Rahmen der „Weltbilderreihe“ in Kooperation mit der VHS.

Es gilt: Pay what you want, Eintritt nach eigenem Ermessen. Anmeldung unter Tel. 02331/ 2073622 oder E-Mail an vhs@stadt-hagen.de.

Bürgerinitiative kämpft gegen Autobahnlärm in Hagen

2. September 2021

Wahre Autokolonnen befahren täglich die drei Hagener Autobahnen A 1, A 45 und A 46. Besonders stark frequentiert ist die A1 im Hagener Norden. In Vorhalle sind es laut Messungen des Landesbetriebs Straßen NRW täglich knapp 100.000 Fahrzeuge zwischen den Anschlussstellen Hagen-Nord- und Hagen-West, die die Menschen zur Verzweiflung treiben. Besonders infernalisch ist der Krach im Umfeld von Espenweg, Ulmen- und Mühlenbrinkstraße. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es sind nicht nur die Autobahnen, die für den Lärm verantwortlich sind. Dazu kommen jene Idioten, die mit manipulierten Auspuffanlagen und hochtourig beschleunigten Motorrädern ganze Wohngebiete terrorisieren. Alles völlig legal. Bei der Wahl nicht vergessen: Die für den Lärmterror verantwortlichen Bundesverkehrsminister werden seit vielen Jahren von der Union gestellt.

Neue Solaranlage liefert Strom für fast 200 Hagener

1. September 2021

Eine der größten Solaranlagen in Hagen geht jetzt in den Betrieb. Die Kapazität reicht für den Jahresverbrauch von fast 200 Hagenern.

Die Sonne scheint sich nicht zu freuen. Wie sonst ist es zu erklären, dass sie sich hinter den Wolken versteckt? Sollte besser über Hagen scheinen. Gerade jetzt, gerade heute, hier auf die Häuser der Hagener Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (HGW) an der Elemenhorststraße, wo die Bürger-Energie-Genossenschaft 58 gerade ihre größte Photovoltaikanlage in Betrieb genommen hat. (…)

Quelle: wp.de

„10.000 Klimabäume“: Baumpaten gesucht

31. August 2021

„Du hast das Grundstück, wir haben den Baum!“ – unter diesem Motto beteiligt sich die Stadt Hagen, zusammen mit 42 weiteren Kommunen, am Samstag, 30. Oktober, an der Aktion „10.000 Klimabäume“ des Regionalverbands Ruhr (RVR). Ab sofort können sich private Haus- und Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer für eine Baumpatenschaft bewerben.

Patenschaften für mehr als 200 Obstbäume

Der Plan ist, am letzten Oktoberwochenende mehr als 200 Obstbäume an der Biologischen Station Hagen an private Haus- und Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer zu übergeben, die von diesen anschließend im eigenen Garten eingepflanzt werden. Wer eine solche Baumpatenschaft auf seinem Grundstück übernehmen möchte, kann sich über die Webseite www.klimabaeume.ruhr mit seinen Kontaktdaten und einem Bild vom Pflanzort bewerben.

Bei den Bäumen handelt es sich um Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pflaumenbäume, die nicht nur gesunde Früchte liefern, sondern auch einen positiven Beitrag zur Klimabilanz der Region leisten. Sie binden CO2, verringern Schadstoffe in der Luft und in heißen Sommern helfen sie, die Temperaturen zu senken und die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Neben den Grünflächen sind sie damit ein wichtiger Bestandteil der Grünen Infrastruktur einer Stadt.

Das Projekt Klimabäume wird von der Bezirksregierung Münster aus Mitteln des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW gefördert. Es ist Teil der Offensive Grüne Infrastruktur 2030, einem Leitprojekt des RVR für die Metropole Ruhr aus der Ruhr-Konferenz NRW.

Rückfragen können interessierte Bürgerinnen und Bürger entweder per E-Mail an info@klimabaeume.ruhr oder unter Telefon 0201/2069-0 direkt an den RVR richten.

Hatopia: „Wir sind noch hier und kommen größer zurück als vorher“

25. August 2021

Entstehung von Hagens erstem Nachhaltigkeitszentrum

Die Initiative Hatopia ist einigen Hagenerinnen und Hagenern bereits ein Begriff. Nicht zuletzt seitdem Hatopia 2020 den Hagener Heimatpreis für ehrenamtliches und nachhaltiges Engagement in Hagen gewonnen hat.

Die jungen Engagierten betreiben unter anderem die Projekte des Umsonstladens, Best of the Rest (ein veganes Vier-Gänge-Menü aus geretteten Lebensmitteln, welches normalerweise Sonntags im CaféBistro Mundial des AllerWeltHaus Hagen stattfindet) oder haben letztes Jahr zu Beginn der Corona-Pandemie den „Digitalen Hatopia Kongress“ mit über 40 Initiativen aus Hagen organisiert.

Hatopia ist eine Initiative, ein Zusammenschluss aus freiwilligen Hagenerinnen und Hagenern, die Transformationsprozesse in Hagen begleiten möchten, hin zu einer nachhaltigeren, sozialeren Gesellschaft für alle. Die letzten Wochen haben uns allen nicht zuletzt auch vor der eigenen Haustür gezeigt, worauf es in den nächsten Jahren ankommen wird. Wir brauchen mehr Nachhaltigkeit, mehr Klima- und Umweltschutz.

Die letzten Monate war es still um Hatopia. Das lag an der Entwicklung neuer Projekte und Konzepte, aber vor allem aber auch an einem Umzug. Hatopia ist mit dem Umsonstladen von der Lange Straße in die Bismarckstraße 27 umgezogen.

In deutlich größere Räumlichkeiten, die nun ein paar Jahre leer standen und dementsprechend Renovierungsbedarf hatten. Die letzten Monate wurde jeden Tag von Nachmittags bis Spätabends, größtenteils auch am Wochenende mit vielen Freiwilligen renoviert.

In der Bismarckstraße wird der Umsonstladen nun Teil von etwas viel größerem sein. Dort entsteht das erste „Nachhaltigkeitszentrum Hagen“. In den Räumlichkeiten finden wie gewohnt der Umsonstladen Platz, aber in Zukunft auch Hagens erster Leihladen, eine offene Werkstatt, in der vor allem Upcycling-Projekte mit Materialien aus dem Umsonstladen stattfinden sollen, sowie eine Multifunktionsfläche, die Platz für Yoga, Kindergruppen, Lesungen und Diskussionsabende bietet.

Das Nachhaltigkeitszentrum Hagen hat sich das Ziel gesetzt Transformationsprozesse, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, zu begleiten und mit vielfältigen Projekten und Kampagnen aktiv zu gestalten. Das partizipative Konzept sorgt für eine lokale Einbindung der Menschen vor Ort und sorgt dafür, dass notwendige Anpassungen nicht als negative Disruption, sondern als willkommene Veränderung wahrgenommen werden.

Im Nachhaltigkeitszentrum werden ab Herbst 2021 neben bekannten Projekten wie dem Umsonstladen auch neue Projekte Platz finden. In Zusammenarbeit mit der Pelmke in Wehringhausen wird Hatopia durch pädagogische und psychologische Fachkräfte ein Upcycling Puppentheater für Kinder in Form einer wöchentlich stattfindenden Gruppe im Viertel Wehringhausen ins Leben rufen. Außerdem wird es eine regelmäßige Kinder-Yogagruppe geben. Hatopia will die Menschen vor Ort einbinden, sich für Partizipation und Integration stark machen.

Die Miete tragen die Engagierten derzeit noch ausschließlich privat. Um das Nachhaltigkeitszentrum für alle zugänglich zu machen und die viele verschiedenen Projekte auf sichere Beine zu stellen, brauchen Sie die Unterstützung der Bevölkerung.

Hatopia hat zu diesem Zwecke einen gemeinnützigen Verein gegründet, der nun auch eingetragen ist. So dürfen nun Spenden gesammelt und auch bescheinigt werden, so dass Spenderinnen und Spender ihre Spenden ggf. sogar steuerlich absetzen können.

Wenn nur 200 Hagenerinnen und Hagener monatlich 10 Euro spenden würden, so wären die Miete und laufenden Fixkosten gesichert. Wer sich also vorstellen kann, das Nachhaltigkeitszentrum mit Umsonstladen, Leihladen, offener Werkstatt und co zu unterstützen, der kann dies, natürlich einmalig oder monatlich, entweder direkt auf das folgende Konto oder die extra eingerichtete Fundraising Plattform tun:

Nachhaltigkeitszentrum Hagen e.V., GLS Bank, Konto: DE17 4306 0967 1227 2740 00
www.betterplace.org/p96068

„Kickt die Tonne!“

21. August 2021

„Die Klimawette“ macht Station in Hagen

Die bundesweite CO2-Sparaktion „Die Klimawette“ hat die Stadt Hagen herausgefordert, die Volmestadt hat die Herausforderung angenommen. Mit ihrer Sommertour „Kickt die Tonne!“ macht die Aktion am Dienstag, 24. August, um 13 Uhr am Kunstquartier Hagen Halt, um den Wetteinsatz von Oberbürgermeister Erik O. Schulz und der Stadt Hagen persönlich entgegenzunehmen.

Alles Wissenswerte über „Die Klimawette“

„Die Klimawette“ zeigt spielerisch auf, wie jede und jeder einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten und die nächste Tonne CO2 einsparen kann. Sie möchte deshalb bis zur nächsten Weltklimakonferenz in Glasgow am Montag, 1. November, deutschlandweit eine Million Menschen gewinnen, die zusammen eine Million Tonnen CO2 einsparen.

Heruntergerechnet auf die Einwohnerzahl Hagens entspricht dies 2.830 Tonnen CO2. Die Zielsetzung im Rahmen des Hagener Wetteinsatzes lautet daher: Von Dienstag, 24. August, bis Montag, 1. November, beteiligen sich mindestens 2.830 Hagenerinnen und Hagener mit ihrem individuellen Wetteinsatz an der Klimawette.

Auf www.hagen.de stellt die Stadt hierzu allen Interessierten einen Zugang zur Verfügung. Ob das Ziel des Hagener Wetteinsatzes erreicht werden konnte, wird am Dienstag, 2. November, unmittelbar nach der Weltklimakonferenz gemeinsam mit den Initiatoren der Klimawette verkündet.

Die Teilnahme ist über die Internetseite www.dieklimawette.de/mitmachen auf zwei Wegen möglich. Zum einen können Teilnehmende selbst CO2 einsparen und für die Klimawette erfassen. Aus einer Liste von 20 Vorschlägen können sie hierzu individuell einen eigenen Vorsatz auswählen. Ebenso ist es möglich, konkrete Klimaschutzprojekte von gemeinnützigen Kompensationsdienstleistern durch eine Spende zu unterstützen und damit tonnenweise CO2 zu vermeiden.

Um die Aktion bundesweit bekannt zu machen, hat sich das Team der Klimawette eine besondere Challenge ausgedacht. In 100 Tagen radelt der Initiator, Dr. Michael Bilharz, mit dem Lastenrad über 6.000 Kilometer quer durch Deutschland. Er macht in 200 Städten Station, um die Klimawette vor Ort vorzustellen und zum Mitmachen zu motivieren.

Das Motto der Sommerradtour „Kickt die Tonne!“ ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Im Gepäck sind nicht nur spannende Tools wie das CO2-Battle und der Klimawetten-Jackpot, sondern auch eine Tonne CO2, die jeder und jede „umhauen“ darf.

Die CO2-Städteliga der Klimawette ermöglicht den direkten Vergleich mit der Nachbarstadt oder anderen Städten. Denn alle Teilnehmenden werden über ihre Postleitzahl automatisch den jeweiligen Städten gutgeschrieben. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Ansprechpartnerin Anna Katharina Meyer unter Telefon 0176/60026659 oder per E-Mail an annakatharina.meyer@hotmail.com.

Bienenwiese an der Waschanlage

11. August 2021

Bienenwiese Best Carwash 2

Selbst wenn es sich wohl nur um eine Maßnahme zur Imageverbesserung handelt: Fakt ist, dass die Autowaschanlage Rehstraße/Ecke Wehringhauser Straße von einem 130 Meter langen Blühstreifen umkränzt ist. Ganz anders sieht es nicht weit davon entfernt im Hasper Kreisel aus:

Hasper Kreisel Kiesbeet mit Esel

Eine trostlose Wüstenei, die auch noch von der Bezirksvertretung Haspe gesponsert wurde, genauso wie der rote Kitschesel, der auf der anderen Straßenseite die Tristesse so passend ergänzt.

Dabei hatte das Vorstadtgremium schon im Februar 2021 einstimmig beschlossen: „Die Bezirksvertretung Haspe stellt Hasper Gärtnereien aus ihren Haushaltsmitteln für das laufende Haushaltsjahr einen Betrag in Höhe von bis zu 1.000,00 € für die Frühjahrs- und Sommerbepflanzung für einige Beete im Hasper Kreisel zur Verfügung.“ Auf Veranlassung der grünen Fraktion wurde sogar noch ergänzt: „Hier sollen heimische und insektenfreundliche Pflanzen bevorzugt werden.“

Hat aber alles nichts genützt. Erst vor wenigen Tagen wurde vor Ort eine Gärtnerbrigade gesichtet, die die Kieswüste umgerührt hat. Das war’s dann (Fotos: DW).

Auch Kaugummis beseitigen

21. Juli 2021

Die Hochwasservorsorge in Hagen wurde verschleppt – Beispiel Holthausen

Seit mehr als 30 Jahren warnen Forscher vor den Folgen des Klimawandels, vor Ort ist davon lange nichts angekommen. Bestimmend bei den verantwortlichen Politikern in den lokalen Gremien waren Abwehrreflexe. So wie in Hagen.

Mögliche Bedrohungen durch Hochwasser war in den Rathaus-Gremien eigentlich so gut wie nie ein Thema – mit einer Ausnahme: Holthausen. Und da ging es gewaltig schief, wie man heute weiß.

Nachdem es bereits 1972, 1985 und 1986 in dem Hagener Stadtteil zu Überschwemmungen mit Schäden gekommen war, entstand 1992 der Plan, etwa einen Kilometer oberhalb der geschlossenen Bebauung ein sogenanntes „Einlaufbauwerk“, also einen Damm mit kontrollierem Wasserablass, zu errichten.

Obwohl es zwei Jahre später erneut zu Hochwasser mit Überflutungen kam, passierte erst einmal nicht weiter. Dann beschloss die für Holthausen zuständige Bezirksvertretung Hohenlimburg im Juni 2002, es sollten „Alternativlösungen zu dem geplanten Damm“ gefunden werden – 10 Jahre nach dem Plan von 1992 (!).

Weitere Jahre vergingen. 2005 schlug das Umweltamt vor, „dass die Feuerwehr im Rahmen der Gefahrenabwehr die Rechen von Treibsel- und Geröll reinigt. Voraussetzung hierfür ist ein automatisches Warnsystem und ein geeignetes Fahrzeug“.

Im Dezember 2006 berief sich die Verwaltung auf ein Gutachten und stellte fest: „Absperrdamm ist nicht gerechtfertigt; eine Drosselung des Abflusses ist unnötig.“ Im März 2007 beschloss der Verwaltungsvorstand (!), einen „polit. Beschluss durch UWA und BV Hohenlimburg herbeizuführen, der die Errichtung einer autom. Meldeanlage im Gewässer und die Beschaffung eines Sonderfahrzeuges für die Feuerwehr vorsieht; Der Bau eines Treibsel- und Geröllfanges wird dadurch entbehrlich.“

Ein bezeichnendes Beispiel dafür, wie in Hagen Politik funktioniert: Der Verwaltungsvorstand, also der Oberbürgermeister und seine Dezernenten, geben vor, wie die gewählten Gremien zu entscheiden haben – und die ordnen sich dem bereitwillig unter. Ein Stück wie aus einer Bananenrepublik.

Der Umweltausschuss (UWA) nickte am 23.08.2007 weisungsgemäß einstimmig ab. Das Protokoll vermerkt: „Frau Kuschel-Eisermann nimmt mit Freude zur Kenntnis, dass der Damm vom Tisch ist.“ Die Dame ist die Gattin des heutigen Hohenlimburger Bezirksvorstehers (beide CDU).

Im Februar 2008 kam dann im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) die angesprochene Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs auf den Tisch. Claus Thielmann (FDP) und Wolfgang Röspel (CDU) brachten, wie nicht anders zu erwarten, eine privatwirtschaftliche Lösung ins Gespräch, die aber schon daran scheiterte, dass der ins Auge gefasste Unternehmer nicht sicherstellen konnte, schnell genug an Ort und Stelle zu sein.

Ein Highlight der besonderen Art lieferte Jochen Weber (SPD) ab. Der ehemalige Hasper Bezirksvorsteher und vergebliche OB-Kandidat nahm den Hochwasserschutz zum Anlass, sich nach einem ganz speziellen, aber von Flutwellen reichlich weit entfernten Anliegen zu erkundigen. Ein von der Feuerwehr beschafftes Fahrzeug sollte auch in der Lage sein, Kaugummis zu beseitigen. Hierzu bittet er um nähere Auskünfte.

Die fast 30-jährige Debatte hat letztendlich nicht zu dem Ergebnis geführt, dass für Holthausen ein wirksamer Hochwasserschutz realisiert wurde, wie die Ereignisse in der vergangenen Woche gezeigt haben.

Immerhin hat es Holthausen auf diesem Weg bis in einen griechischen Fernsehsender geschafft. Chrisa Alikati, eine Griechin aus Holthausen, berichtet von einer „biblischen Katastrophe innerhalb von zwei Stunden“ (Video hier, in griechischer Sprache).

WBH will bis 2030 klimaneutral werden

6. Juli 2021

Ein zentraler Aufgabenschwerpunkt des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) seit seiner Gründung im Jahr 2011 ist (nach Angaben der Stadt) der sparsame Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. Dies betrifft auch den Energieverbrauch und damit die Treibhausgas (THG)-Emissionen. In diesem Bereich wurden von 2011 an vielfältige Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs in Angriff genommen.

2020 wurde das Büro „Energielenker projects GmbH“ damit beauftragt, in einer Klimabilanz Daten zum Energieverbrauch zusammenzutragen, um feststellen zu können, inwieweit die durchgeführten Optimierungen ihr Ziel bisher erreicht haben. Dabei wurde festgestellt, dass der Energieverbrauch um rund 24 Prozent gesenkt werden konnte: Während im Jahr 2012 noch 5.846 Megawattstunden (MWh) verbraucht wurden, waren es 2019 nur noch 4.436 MWh.

Dies wurde unter anderem erreicht durch die Umstellung auf LED-Lampen, sparsamere Elektrogeräte und automatische Lichtabschaltungen. Im Bereich der CO2-Emissionen ist die positive Entwicklung noch deutlicher zu sehen. Von 2012 bis 2019 wurde ein Rückgang um rund 42 Prozent erreicht. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Einbau einer Hackschnitzelheizung 2013 am Standort Eilper Straße.

Die Erfolge bestärken den Vorstand in seinem Ziel, die Gebäudeenergie bis 2025 CO2-neutral zu gestalten und bis 2030 die CO2-Neutralität des gesamten Betriebes zu erreichen. Damit werde der WBH seiner Verantwortung als Umweltschutzbetrieb gerecht, so die Stadt.

Die Klimabilanz ist auf der Internetseite des WBH unter www.wbh-hagen.de veröffentlicht.

Ischelandteich droht umzukippen

25. Juni 2021

Dem Ischelandteich geht es nicht gut. Das Algenwachstum ist enorm, bisweilen stinkt das Gewässer nach Schwefel. Und die Fontäne ist ausgefallen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Lenne: Rücksichtnahme erwünscht

19. Juni 2021

Renaturierung soll die Fehler aus der Vergangenheit korrigieren

Lenne-Renaturierung

Schönes Ausflugsziel bei heißen Temperaturen: die Lenne. Foto: Umweltamt der Stadt Hagen.

Als neues Ausflugsziel, mit Hund oder ohne, badend, grillend oder einfach nur sitzend: Hagenerinnen und Hagener nutzen den Bereich an der Lenne auf verschiedenste Art und Weise. Durch den Umbau fühlt sich aber nicht nur der Mensch zur Lenne hingezogen. Viele heimische Tier- und Pflanzenarten finden in diesem neuen Lebensraum ein Zuhause. Aus diesem Grund appelliert das Umweltamt an Besucherinnen und Besucher, den neuen Naturraum rücksichtsvoll zu genießen.

Lebensraum für Flussregenpfeifer und Uferschwalbe

Seit der Fertigstellung des ersten Abschnitts der Lenne-Renaturierung, die aktuell an einem weiteren Abschnitt fortgesetzt wird, lockt es viele Hagenerinnen und Hagener an den Fluss. Auch die Natur hat schnell diesen neuen Lebensraum für sich entdeckt.

So brüten dort zum Beispiel mehrere Paare des Flussregenpfeifers und der Uferschwalbe, besonders im Bereich der Kiesbänke und an den Ufern. Bislang kamen diese Vogelarten nur mit wenigen Brutpaaren in der Hagener Natur vor – umso erfreulicher, dass sie sich nun im Bereich der Lenne ansiedeln können. Der Flussregenpfeifer baut sein Nest gut getarnt direkt im Kies und ist erst aus der Nähe erkennbar. Die Brutröhren der Uferschwalbe befinden sich im Bereich des Ufers.

Aus diesem Grund ist es gerade jetzt in der Brutzeit bis Ende Juli wichtig, auf die seltenen und geschützten Vögel Rücksicht zu nehmen. Besucherinnen und Besucher sollten die Kiesbänke nicht betreten, Abstand zu den brütenden Vögeln halten und die Vögel nicht aus Unwissenheit durch Hunde und die eigene Anwesenheit stören.

Durch menschliche Aktivitäten verringert sich der Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt und der Stress auf die wildlebenden Arten nimmt zu. Vielfach fehlen Kenntnisse der Bürgerinnen und Bürger bezüglich verschiedener Tier- und Pflanzenarten sowie Ökologie und Naturschutz.

Die Natur ist kein Freizeitpark

Erholung in der Natur funktioniert nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme gegenüber anderen Mitmenschen sowie Tieren und Pflanzen. Die Natur ist kein Freizeitpark. Sie ist der Lebensraum vielfältiger Tier- und Pflanzenarten, die ihre Ansprüche und Berechtigungen haben.

Beim Aufenthalt in der Natur sind Regeln zu beachten. Flussregenpfeifer und Uferschwalbe sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, eine Störung ist verboten. Außerdem appelliert das Umweltamt eindringlich an Besucherinnen und Besucher, Abfälle mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Projekt Lenne-Renaturierung: Fehler wiedergutmachen

Mit dem imposanten Projekt der Lenne-Renaturierung werden die Fehler aus der Vergangenheit korrigiert. In den 1970er Jahren wurde der Fluss einen Kilometer von seinem ursprünglichen Verlauf entfernt verlegt und die Ufer in schwere Wasserbausteine gefasst. Durch die erforderliche Anpassung an die gesetzlichen Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie bekommt die Lenne jetzt nun mehr Platz, sich selbst zu entwickeln. Gehölze sind gepflanzt, die Uferbefestigungen sind weg, das Flussbett aufgeweitet und Kiesbänke entstehen wie von selbst. Auf Luftbildern ist diese Verbesserung von oben gut sichtbar.

Weitere Infos für Besucher

Weitere Information zum richtigen Verhalten in der Natur erhalten Interessierte auf den Internetseiten des Hagener Umweltamtes unter www.hagen.de/umweltamt. Hier können sie zum Beispiel den Landschaftsplan der Stadt Hagen mit seinen ausgewiesenen Schutzgebieten und Festsetzungen sowie Regeln für den Aufenthalt in der freien Natur einsehe, damit sich die Hagenerinnen und Hagener auch in den nächsten Jahren noch an den seltenen Vogelarten und der abwechslungsreichen Natur direkt vor der Haustür erfreuen können.

Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hagener Umweltamtes unter Telefon 02331/207-3523 zur Verfügung.

Schon wieder über dem Grenzwert

11. Juni 2021

Hagener Problem der Autoabgase ist noch lange nicht beseitigt

Nach den zwischenzeitlich vorliegenden, endvalidierten Messdaten des Umweltministeriums für das Jahr 2020 wurde an allen Messstellen in Hagen der Grenzwert für Stickstoffdioxid eingehalten. Aber nur knapp – dank Corona.

Damit wurde – erstmals (!) – seit Beginn der Immissionsmessungen in Hagen im Jahr 2004 der rechtsverbindliche Grenzwert für Stickstoffdixoid an allen Hagener Messstellen eingehalten. Es hat also 16 Jahre gebraucht, einen rechtkonformen Zustand in der Stadt zu realisieren, ein Verdienst, das einzig und allein der Klage der Deutschen Umwelthilfe zu verdanken ist. Aber im Februar 2021 hatte sich das ein einer Messstelle bereits wieder erledigt.

Die politisch Verantwortlichen hatten es all die Jahre geschafft, die rechtlichen Vorgaben zu ignorieren, Regelungen zu verhindern und mögliche Lösungen mit teils abenteuerlichen „Alternativvorschlägen“ systematisch zu konterkarieren. So blieb nur noch der Klageweg – und der konnte nur von außen kommen. In den verbandelten Hagener Strukturen stellt bekanntlich schon der Tellerrand eine Art extraterristisches Areal dar.

Dass sich in der Frage der Luftschadstoffe überhaupt etwas bewegt hat, ist also nicht etwa – was eigentlich naheliegend gewesen wäre – den Hagener Grünen zu verdanken. Die hatten sich seit spätestens 2014 in einer Allianz des Grauens zusammen mit CDU, FDP und teilweise dem freiwilligen Partner Hagen Aktiv einmauern lassen.

Auch 2020 wurde der Grenzwert der Stickstoffdioxid-Emissionen nur knapp eingehalten. „Zumal das Jahr 2020 aus lufthygienischer Sicht unter meteorologischen und unter „COVID-19“ Aspekten sehr günstig war“, wie die Verwaltung konstatierte. Bereits im Februar 2021 lag der Wert an der Messstelle Graf-von-Galen-Ring wieder bei 44 µg/m3 und damit abermals über dem Grenzwert.

Die für 65 Millionen Euro gebaute Bahnhofshinterfahrung, die als „Emissionsreduzierungs-Projekt“ mit großem propagandistischem Aufwand seitens Politik, Verwaltung und lokalen Medien den Hagenern schmackhaft gemacht wurde, hat also für eine Schadtstoffverminderung wenig gebracht, sondern nur neue Optionen für Automobilisten.

Solange nicht die Einsicht reift, dass der motorisierte Individualverkehr in den sensiblen Lagen in der Innenstadt und den Tälern mit wirksamen Maßnahmen wie einer Aussperrung des Lkw-Verkehrs und einer Zuflussreduzierung der Pkw-Flut (z.B. durch Pförtner-Ampeln) reduziert werden muss, ergänzt durch eine durchgehende Bevorrechtigung und einen weiteren Ausbau des ÖPNV, wird das Hagener Emissionsproblem nicht zu lösen sein.

Und der Klimawandel ist hier noch gar nicht angesprochen.

Straßen aufmöbeln

12. Mai 2021

Weniger Parkplätze – mehr Freiraum

Parkplätze nutzen Autofahrern. Wird dieser Platz aber umfunktioniert, nutzt er allen Menschen. Das möchte das Zukunftsnetz Mobilität NRW mit seinen neuen Stadtmöbeln zeigen, die ab dem 20. Mai 2021 für Städte, Kreise und Gemeinden in NRW zur Ausleihe zur Verfügung stehen.

Die sogenannten „Stadt-Terrassen“ sollen Kommunen helfen, Experimente zur Umgestaltung des Straßenraums zu wagen. Über einen gewissen Zeitraum können Parkplätze gegen die mobilen Sitzgelegenheiten und Bepflanzungen getauscht werden, um die Vorteile einer alternativen Flächennutzung sichtbar zu machen.

Michael Zyweck, Leiter der Koordinierungsstelle des Zukunftsnetzes Mobilität beim VRR weiß: „Parkraummanagement ist eine effektive Stellschraube im kommunalen Mobilitätsmanagement, mit der Städte, Kreise und Gemeinden viel erreichen können. Die Stadt-Terrassen erlauben einen experimentellen Ausblick, welche positiven Veränderungen möglich sind.“

Am Donnerstag, 20. Mai 2021, wird das Zukunftsnetz Mobilität NRW seinen Mitgliedskommunen die Möbel und Ausleihbedingungen in einer virtuellen Fachveranstaltung vorstellen und eine detaillierte Ansicht auf der Internetseite bereitstellen. Ab diesem Tag sind auch Bewerbungen für eine Ausleihe möglich. Voraussetzung sind unter anderem ein definiertes Ziel für die Aktion und die Schilderung der Projektschritte, wie etwa die Einbindung von Einzelhandel und Bürgerschaft.

Die Möbel wurden aus Mitteln des Verkehrsministeriums des Landes NRW finanziert, das Konzept der Möbel stammt von Firma Liveable Cities GmbH. Während der Projektzeit werden die Städte, Kreise und Gemeinden eng von den Kommunalberatern des Zukunftsnetz Mobilität NRW begleitet. Um nützliche Schlüsse aus dem neuen Angebot ziehen zu können, wird die Nutzung der Stadt-Terrassen von der Hochschule Bochum evaluiert.

Eine detaillierte Möbelansicht und die Ausleihbedingungen finden Sie ab dem 20. Mai 2021 auf der Internetseite des Externer LinkZukunftsnetz Mobilität NRW

„Mach Deinen eigenen Strom“

4. Mai 2021

Kostenfreier online-Vortrag über Balkon-Solarmodule

„Mach Deinen eigenen Strom“ ist das Motto des Abends, zu dem die BürgerEnergieGenossenschaft-58 in Kooperation mit dem AllerWeltHaus Hagen am Montag, 10. Mai 21, 19 Uhr, digital einlädt.

Balkon-Solargeräte auf dem Balkon, der Terrasse, im Garten, auf dem Dach oder an der Fassade reduzieren den CO2-Fußabdruck, decken einen Teil des monatlichen Strombedarfs und machen den Nutzer als Teil Selbstversorger unabhängiger. Mit einem Steckersolargerät kann jeder die Energiewende auch zu Hause aktiv vorantreiben.

Der Vortrag findet über ZOOM statt und ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bis zum 7.5.21 unter info@allerwelthaus.org oder telefonisch 02331-21410 möglich.

Windräder am Stoppelberg – Klage gegen Genehmigung

29. April 2021

Der Naturschutzbund zieht gegen die Baugenehmigung für zwei Windräder am Stoppelberg vor Gericht. Folgen für die Umwelt seien nicht genug geprüft. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Das Gebiet liegt in der Nähe der Autobahn 45 (Sauerlandlinie) auf der Höhe zwischen Hagen-Dahl und -Hohenlimburg bei der Ortschaft Brechtefeld.

Hagens verdrängtes Erbe

27. April 2021

Die Atomabenteuer der Stadt sind nicht verschwunden

35 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl gilt es daran zu erinnern, dass auch Hagen einst schwer im Atomgeschäft unterwegs war. Für die heimische Politik ist das längst kein Thema mehr, obwohl auf den mehrheitlich von der Stadt gehaltenen Stromlieferanten Enervie mit hoher Wahrscheinlichkeit Kosten zukommen, die dem Unternehmen endgültig das Genick brechen könnten.

Selbst die Hagener Grünen, deren Bundespartei einmal u.a. aus der Anti-Atomkraftbewegung heraus entstanden ist, halten es in ihrer Nibelungentreue zur OB-Allianz mit CDU und FDP schon seit langem nicht mehr für nötig, diese Altlast zu thematisieren.

Allen anderen hilft zur Gedächnisauffrischung vielleicht ein Beitrag von DOPPELWACHOLDER.DE, der bereits im Dezember 2015 auf die Problematik aufmerksam machte:

Eingekapselt und vergessen
Könnte noch teuer werden: Die strahlende Altlast der Enervie

Enervie will sich an Windrädern beteiligen

3. April 2021

Der Hagener Versorger Enervie wird sich an den beiden neuen Windrädern am Rafflenbeuler Kopf oberhalb der Selbecke beteiligen. Das erklärten Verantwortliche bei einer digitalen Informationsveranstaltung, zu der wiederum der Investor SL Naturenergie eingeladen hat.

Im Vorfeld dieser Veranstaltung hatten Anwohner beklagt, dass sie zu spät und nicht ausreichend über die neuen Windkraftanlagen am Rafflenbeuler Kopf informiert worden seien. (…)

Die Resonanz auf eine digitale Informationsveranstaltung des Investors SL Naturenergie, der die beiden Anlagen plant, baut und betreibt, war vor diesem Hintergrund überschaubar. „Rund 30 Teilnehmer hatten sich eingewählt“, so Maureen Nauen, Sprecherin des Unternehmens aus Gladbeck, das auch die Windräder auf Brechtefeld realisieren will. „Wir haben die Anwohner in einem Radius von zwei Kilometer Luftlinie rund um die Standorte eingeladen, außerdem Politiker. Wir hatten mit weitaus mehr Teilnehmern gerechnet.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Im Gegensatz zur veröffentlichten Meinung scheint sich der Widerstand gegen die Windräder doch eher in Grenzen zu halten.

Licht aus: Earth Hour 2021

21. März 2021

„Licht aus“ heißt es am Samstag, 27. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr, wenn zum 15. Mal die „WWF Earth Hour“ stattfindet. An der symbolischen Aktion gegen die globale Erwärmung beteiligen sich neben der Stadt Hagen zahlreiche Städte, bekannte Gebäude oder Wahrzeichen und Millionen von Menschen, die ihr Zuhause für eine Stunde verdunkeln. Gemeinsam stärken sie das Bewusstsein für den Klimawandel.

In Hagen nehmen in diesem Jahr das Emil Schumacher Museum, die Agentur für Arbeit Hagen und die Hauptverwaltung der Enervie in Haßley teil. Außerdem wird die blaue Rathauslaterne vom historischen Rathaus ausgeschaltet. Darüber hinaus ruft die Stadt Hagen alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen dazu auf, an der Klimaschutzaktion teilzunehmen.

Die erste Earth Hour entstand aus einer Umweltschutzkampagne des World Wide Fund For Nature (WWF) Australien. Ziel war es, die CO2-Emissionen in der größten australischen Stadt Sydney innerhalb von 12 Monaten um fünf Prozent zu reduzieren. Am 28. März 2020 haben an der weltgrößten Klimaschutzaktion Millionen Menschen teilgenommen. Pünktlich um 20.30 Uhr Ortszeit wurde für eine Stunde das Licht ausgeschaltet.

Für Rückfragen zur Earth Hour steht Michael Aust, Umweltamt der Stadt Hagen, unter Telefon 02331/207-2392 oder per E-Mail unter michael.aust@stadt-hagen.de zur Verfügung.

Auszeichnung für Nachhaltigkeitsengagement

17. März 2021

Mehr als 80 Ideen und Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit: Die Stadt Hagen hat für ihre Nachhaltigkeitsstrategie im Rahmen des Projekts „Globale Nachhaltige Kommune in NRW“ (GNK NRW) eine Auszeichnung für den erfolgreichen Projektabschluss erhalten.

Die Übergabe der Urkunden fand im Zuge der digitalen Veranstaltung zum Abschluss der zweiten Projektphase (2019-2021) am 11. März statt. Neben Hagen erhielten auch die teilnehmenden Städte Bielefeld, Detmold, Dormagen, Essen, Haan, Herne, Hörstel, Leverkusen, Lüdenscheid, Neukirchen-Vluyn, Witten sowie die Gemeinde Kalletal und die Kreise Euskirchen und Siegen-Wittgenstein eine Auszeichnung für ihre Nachhaltigkeitsstrategie.

Hagen hat nach eigener Darstellung „in breiten Beteiligungsprozessen eine integrierte Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet“, die ökologische, soziale und ökonomische Ziele verbindet und insgesamt 86 Maßnahmen beinhaltet.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung stellte die Stadt Hagen in einem Kurzportrait zum „Nachhaltigkeitsziel 2 – Hunger und Fehlernährung“ drei Maßnahmen vor, unter anderem die Intensivierung des Projektes „Faire KITA“. Damit sollen Kinder Zusammenhänge kennenlernen, die sie beispielsweise für einen fairen und nachhaltigen Konsum sensibilisieren. Nach der Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategien und den zukünftigen politischen Beschlüssen zur Verankerung in den Kommunen soll es auch in Hagen „bald“ an die Umsetzung gehen.

Im Projekt GNK NRW unterstützen die Kommunen die Umsetzung der internationalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und der weiterentwickelten Nachhaltigkeitsstrategie des Landes NRW. Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global setzt das Projekt mit der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung um. Das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz unterstützt das Projekt finanziell.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der SKEW-Seite unter https://skew.engagement-global.de/global-nachhaltige-kommune-in-nrw.html und auf der LAG21-Seite unter www.lag21.de/projekte/details/global-nachhaltige-kommune.

Nachhaltige Mobilität? – Doch lieber nicht

24. Februar 2021

SIHK: „Hagener City muss erreichbar bleiben“ – für Autos

von Heidi Wenke

Dieses Jahr feiert die Stadt Hagen ihren 275. Geburtstag. Mindestens in den letzten 75 davon wurde eine Verkehrspolitik für Autos betrieben, nicht für Menschen; die Folgen vor allem in der Innenstadt: Lärm, dreckige Luft, Staus, zugeparkte Bügersteige.

Dass diese Entwicklung nicht so weiter gehen kann (Wo sollen die 1000 Autos hin, die jedes Jahr zusätzlich in Hagen zugelassen werden?), hat sich inzwischen z.T. herumgesprochen und sich nicht zuletzt auch im Hagener Masterplan „Nachhaltige Mobilität“ niedergeschlagen. An der Erarbeitung dieses Konzepts war auch die SIHK beteiligt.

Deswegen verwundert es, dass sie nun Forderungen aufstellt, die dem Geist und dem Ziel dieses Plans widersprechen: statt des von der SIHK geforderten „kostenfreien Parkens“ – das es im Übrigen nicht gibt, es zahlen dann nur andere anstelle der davon profitierenden Autofahrer – ist „umweltorientiertes Parkraummanagement“ vorgesehen, um den „Umstieg vom motorisierten Individualverkehr (MIV) zum Umweltverbund“ zu fördern.

Dies wird durch die Bereitstellung von kostenlosen oder günstigen Parkplätzen – viele davon im öffentlichen Raum – verhindert. Und das gilt für alle PKW, egal welcher Antriebsart. Es gibt innerhalb und am Ring mehr als 4000 (kostenpflichtige) Parkplätze, nicht eingerechnet diejenigen entlang von Straßen und auf Bürgersteigen.

Dementsprechend sieht die Innenstadt nach Geschäftsschluss eher aus wie ein verwaister Parkplatz mit angeschlossener Wohnbebauung. Trotz dieses üppigen Parkplatzangebots gibt es neben den oben genannten auch Probleme mit Leerständen. Diese sollen laut SIHK nun mit noch weiteren Park-Erleichterungen gelöst werden, d.h. mit denselben alten Maßnahmen, die zur desolaten Situation beigetragen haben.

Diese alten Rezepte fußen vermutlich auf der Überzeugung, dass mit Autofahrern mehr Umsatz gemacht wird. Dazu gibt es interessante Studien, z.B.: http://itstartedwithafight.de/2016/06/09/wirtschaftsrad-mit-radverkehr-dreht-sich-was-im-handel/

Statt sich also auch die nächsten 75 Jahre noch auf das Wohlergehen der Autos zu konzentrieren, könnte die SIHK es doch mal mit der konsequenten Unterstützung der Stadt bei der immerhin zaghaft begonnenen Förderung des (Fuß- und) Radverkehrs versuchen: z.B. durch sichere Abstellanlagen vor allen größeren Geschäften.

Leicht verbesserte Luftqualität

19. Februar 2021

Hagen hält Grenzwert für Stickstoffdioxid knapp ein

Hagens Luftqualität hat sich durch einen weiteren Rückgang der Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) etwas verbessert: 2020 wurde an allen Messstationen der Jahresmittelwert von 40 µg/m³ Luft eingehalten. Das geht aus einer vorläufigen Datenauswertung des Landesumweltamtes hervor.

Am Märkischen Ring liegt der vorläufige Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid nun bei 37 µg/m3 und am Graf-von-Galen-Ring bei 39 µg/m3. Damit wird voraussichtlich an beiden „Hotspots“ der Grenzwert von 40 µg/m3 im Jahr 2020 eingehalten.

Damit zeigen nach Ansicht der Stadt Hagen die „gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe und dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Maßnahmen“ erste Wirkungen. Eine reichlich euphemistische Sicht der Dinge, hatte sich die Stadt doch erst bewegt, nachdem die Umwelthilfe Klage vor dem Verwaltungsgericht eingereicht hatte und ein Dieselverbot drohte. Es war dann das Gericht, das auf eine Verhandlungslösung drängte.

Bedenkt man, welche Wunder allein die Bahnhofshinterfahrung vollbringen sollte, ist das Ergebnis ziemlich mager. Obwohl auch noch die Sperrung der Arbeitsamtsrampe und die Einrichtung der Busspuren auf der Körnerstraße dazukamen – und vor allem der Rückgang des Verkehrs während des Corona-Lockdowns im Frühjahr -, lag die Belastung am Graf-von-Galen-Ring immer noch bei 39 µg/m3.

Das ist der höchste Wert aller Messstellen in Nordrhein-Westfalen.

Tempo 30 auf der Rembergstraße in beide Richtungen

19. Februar 2021

In das Thema Geschwindigkeits- und Lärmbeschränkungen auf der Rembergstraße kommt tatsächlich Bewegung. Die Stadt Hagen hat jetzt mitgeteilt, dass in einem ersten Schritt das bestehende Tempolimit vor der Caritas-Kindertagesstätte St. Engelbert, das dort in einem Streckenabschnitt von 300 Metern lediglich in Fahrtrichtung Innenstadt gilt, künftig auch bergan gelten soll. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Berg kreißte und gebar eine Maus.

Naturdenkmal von Fäkalien bedroht

18. Februar 2021

Wo mal ein Spielplatz war, soll jetzt eine „Hundewiese“ hin

Prachtexemplar einer Blutbuche an der Stennertstraße in Hohenlimburg, auf der Brachfläche unterhalb des Naturdenkmals soll eine „Hundewiese“ entstehen. Foto: RVR.

In der Sitzung der Bezirksvertretung Hohenlimburg vom 10. Februar 2021 wurde der Antrag der CDU und einer Vertreterin der GRÜNEN angenommen, zu prüfen, ob im Bereich Stennertstraße und Bahnstraße eine „Hundewiese“ realisiert werden kann, mit Zäunen, Bänken, Schildern und Tütenspender.

Auf einem direkt angrenzenden Grundstück steht eine 120 Jahre alte Blutbuche, die bei der Stadt Hagen unter der Bezeichnung „Ho-2“ als Naturdenkmal geführt wird und deren Wurzelwerk weit in den Bereich der „Hundewiese“ hineinreicht.

Der Antrag wurde gegen die Stimmen von Hagen Aktiv und Bürger für Hohenlimburg und bei Enthaltung der SPD angenommen mit den Stimmen der CDU, der GRÜNEN und Afd (!). Das sorgte für Empörung bei Anliegerin Margrid F. Gantenberg, auf deren Grundstück die Blutbuche steht: „Ich bin entsetzt, wie „grüne Politik“ und Umwelt- und Naturschutz in Hohenlimburg aussieht.“

Nun ist jedem, der sich noch zu Fuß durch diese Stadt bewegt, das Begriffspaar „Kot und Köter“ bestens bekannt – nicht nur Schuhsohlen, auch Baumscheiben wissen ein Lied davon zu singen. Margrid F. Gantenberg verweist auf die Information eines Baumschützers, der bis zu seiner Pensionierung bei der Stadt Hagen gearbeitet hat. Der habe bestätigt, dass sich im Hundekot große Mengen an Stickstoff und Phosphor befinden würden, was dem sehr empfindlichen Wurzelbereich der Blutbuche schadet.

Eine ordnungsbehördliche Verordnung der Stadt untersagt ausdrücklich, Chemikalien, „die das Erscheinungsbild oder den Bestand des geschützten Naturdenkmales gefährden oder beeinträchtigen können“, im Traufbereich „abzulagern, aufzuschütten oder einzubringen bzw. einzuleiten“. Stickstoff und Phosphor gehören zweifelsfrei in diese Kategorie.

Auf dem Areal befand sich bis 2005 ein Kinderspielplatz. Die Stadt Hagen plante damals, den Bereich Grünrockstraße 2 mitsamt der angrenzenden Spielplatzfläche zu verkaufen. Bei Realisation der dort vorgesehenen Baumaßnahme würde u. a. die Fläche des derzeitigen Spielplatzes Stennertstraße/Bahnstraße überbaut werden, hieß es seinerzeit.

Die geplante Überbauung wurde dann aber doch nicht realisiert. Der Spielplatz war trotzdem weg, übrig blieb eine Brachfläche, auf der nun die „Hundewiese“ entstehen soll. Übrigens ein interessanter Paradigmenwechsel: Der Hund ist das neue Kind. Das bekräftigt die örtliche CDU: „Auch Hunde sind Hohenlimburger“ – Kinder werden nicht mehr erwähnt.

„Eine solche Entwicklung bedeutet nichts Gutes für die Erde“

16. Februar 2021

Der Naturschutzbeirat in Hagen wird jetzt von Antje Selter geleitet. Im Interview erklärt die Geologin, was Corona für die Natur bedeutet. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Neuer Standort für den Wertstoffhof gesucht

16. Februar 2021

Der Hagener Entsorgungsbetrieb ist auf der Suche nach einem neuen Standort für seinen Wertstoffhof. Aktuell sucht man ein geeignetes Gelände. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Cleaneval am Karnevalssonntag

10. Februar 2021

Eine Mitmach-Aktion

Zu einer vergnüglichen Umweltaktion lädt am Sonntag, 14. Februar, die Initiative „HAtopia“ ein. Die Aktion steht unter dem Karnevals-Vorzeichen und heißt deshalb „Cleaneval“.

Dahinter verbirgt sich eine Müllsammelaktion (Clean Up), bei der Naturräume, aber auch Straßen und Lieblingsplätze von schädlichem Abfall befreit werden, den unachtsame Menschen einfach weggeworfen haben. Jeder ist herzlich eingeladen, ein Zeichen für ein sauberes Hagen und eine müllfreie Umwelt zu setzen, sehr gerne auch in einer karnevalistischen FAIR-Kleidung oder in einem zur Aktion passendem Upcycling-Kostüm.

Treffpunkt ist um 13.00 Uhr am AllerWeltHaus, Potthofstraße 22. Dort gibt es die Müllsäcke, die bis 16.00 Uhr auch wieder an gleicher Stelle abgegeben werden können. Handschuhe und Zangen müssen selbst mitgebracht werden. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Damit alles Corona-konform bleibt, findet das Ganze dezentral statt. An der Müllsack-Verteilstelle muss eine Maske getragen werden. Die Müllsammler*innen sollten immer auf genügend Abstand achten und möglichst nur allein, zu zweit oder mit ihrer Familie unterwegs sein.

Als Dankeschön wird am Ende der Aktion ein heißer Tee oder Kaffee ausgeschenkt. Wer darüber hinaus möchte, kann sich danach noch gegen Spende ein leckeres bio-veganes Vier-Gänge-Menü bei „Best of the Rest“ im Café Mundial abholen und es nach der harten Arbeit genüsslich zuhause verzehren.

Zusätzliche Messstellen für Luftqualität

14. Januar 2021

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat seit Mitte des Jahres 2020 sukzessive 16 neue Standorte für Messungen des Luftschadstoffs Stickstoffdioxid in Betrieb genommen. Die Messungen wurden in Folge der mit der Deutschen Umwelthilfe geschlossenen Vergleiche zu Luftreinhalteplänen in Nordrhein-Westfalen eingerichtet.

In Hagen wurden zwei neue Messstandorte am Bergischen Ring und an der Eckeseyer Straße in Betrieb genommen. die der Überwachung der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben zur Luftqualität dienen.

Grundlage für die Konzeption des Messnetzes und die Wahl der Standorte für die Messungen sind europaweit geltende Qualitätsanforderungen. Nachdem interessierte Kreise aus Autolobby und politisch rechtem Rand die Legitimität von Messstellen infrage gestellt hatten, beauftragte das LANUV im Jahr 2018 und 2019 den TÜV Rheinland mit einer externen Überprüfung der Messstationen.

Gemäß dieser Überprüfung entspricht die Gesamtkonzeption des Messnetzes, das Messkonzept, die Auswahl der Standorte wie auch Detailanforderungen an die einzelnen Messorte wie Abstände, Höhen und Anforderungen an die Umgebung des jeweiligen Messpunktes den Vorgaben der Luftqualitätsrichtlinie.

Lenne soll „naturnäher“ werden

11. Januar 2021

Zweiter Bauabschnitt der Flussumgestaltung startet mit Rodungsarbeiten

Im Rahmen der Lennedynamisierung finden ab Montag, 11. Januar, für voraussichtlich drei Wochen Rodungsarbeiten im Bereich der Buschmühlenstraße und der Verbandsstraße statt. Die Bäume werden auf Höhe der Kreuzungen Buschmühlenstraße/Profilstraße bis Buschmühlenstraße/Industriestraße im direkten Lenneuferbereich entfernt.

Nach der Rodung können die vorhandenen massiven Ufersicherungen aus Rasengittersteinen und Wasserbausteinen im zweiten Bauabschnitt entfernt werden. Die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts wird im Laufe des Jahres erfolgen.

Dieser Schritt ermöglicht dem Fluss eine eigendynamische Gewässerentwicklung. Durch die Schaffung naturnäherer Lenneabschnitte werden die Eingriffe kompensiert. Die Rodungsarbeiten müssen zum Schutz der wildlebenden Tiere nach Bundesnaturschutzgesetz (§39 BNatSchG) bis zum 28. Februar abgeschlossen sein.

Die Arbeiten rund um die Dynamisierung der Lenne verfolgen das Ziel, den ökologischen Zustand von Fluss und Ufer zu verbessern.

Weitere Verkehrsbeschränkungen am Emilienplatz

6. Januar 2021

Der Verkehrsfluss an der Großkreuzung Emilienplatz wird weiter eingeschränkt: Künftig wird das Linksabbiegen in die Badstraße verboten. (…)

Hintergrund der geplanten Maßnahmen ist die Einhaltung der Stickstoffdioxid-Grenzwerte sowohl in der Finanzamtsschlucht als auch am Hagener Hauptbahnhof. Hier besteht bei der Umweltverwaltung die Sorge, dass die Grenzwerte in den Jahren 2021 und 2022 nicht mehr eingehalten werden können und somit der Hagener City doch noch ein Dieselfahrverbot blüht. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wieder einmal wird nur am kleinsten Schräubchen gedreht. Ein Gesamtkonzept zu einer tatsächlich wirksamen Reduzierung der Fahrzeugmassen ist weiter nicht in Sicht.


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