Archive for the ‘04 Umwelt Hagen’ Category

Strafanzeige gegen das Fürstenhaus

20. Juni 2017

Ein Rotmilan-Nest wurde auf der Schälker Heide zerstört. Deshalb hat Dieter Ackermann Strafanzeige gegen das Füstenhaus gestellt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Immer wieder Ärger mit der Hohenlimburger Aristokratie.

Weitere Maßnahmen erforderlich

17. Juni 2017

Luftreinhalteplan: Bezirksregierung drängt auf verschärfte Überwachung

Trotz deutlicher Verbesserungen bei der Belastung durch Stickstoffdioxid und Feinstaub werden in Hagen immer noch Grenzwerte überschritten. Deshalb wird der seit 2008 gültige Luftreinhalteplan (LRP Hagen 2008) um zusätzliche Maßnahmen ergänzt.

Die Maßnahmen des LRP Hagen 2008 haben dazu geführt, dass der NO2-Grenzwert am Belastungsschwerpunkt Enneper Straße seit dem Jahr 2012 und am Belastungsschwerpunkt Wehringhauser Straße seit dem Jahr 2014 eingehalten wird.

An den Belastungsschwerpunkten Graf-von-Galen-Ring und Märkischer Ring konnten  durch die Maßnahmen des LRP Hagen 2008  deutliche Belastungsabsenkungen, aber noch keine NO2-Grenzwerteinhaltung, erreicht werden. Dies wurde durch die Stickstoffdioxid-Messungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ermittelt. Daher wird der Luftreinhalteplan mit zusätzlichen Maßnahmen fortgeschrieben.

Die aktualisierte Ursachenforschung hat bestätigt, dass weitere Maßnahmen zur Reduzierung von lokalen Fahrzeugemissionen an den noch überschrittenen Belastungsschwerpunkten Graf-von-Galen-Ring und Märkischer Ring erforderlich sind.

Dies soll, flankiert von einer Reihe weiterer Maßnahmen, besonders durch den Bau der Bahnhofshinterfahrung, weiterer Verbesserungen im Bereich der Busflotte, die zeitliche Ausweitung des vorhandenen LKW-Fahrverbots und einer diesbezüglichen Erhöhung der Befolgungsrate durch gesteigerte Überwachung erreicht werden.

Rauf aufs Fahrrad und mitgemacht

15. Juni 2017

Hagen nimmt wieder am „Stadtradeln“ teil

Rauf auf die Fahrräder, in die Pedalen treten und Kilometer machen. Aufgrund der erfolgreichen Teilnahme in den vergangenen beiden Jahren, beteiligt sich die Stadt Hagen vom 24. Juni bis 14. Juli wieder an der Klimaschutz-Kampagne „Stadtradeln“. Die Kampagne wird vom Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netzwerk zum Schutz des Weltklimas, bundesweit koordiniert.

Am Samstag, 24. Juni, findet auf dem Friedrich-Ebert-Platz ab 11 Uhr der jährliche Hagener Umwelttag statt, bei dem auch der Startschuss zum „Stadtradeln“ fällt. Bei dieser Kampagne sollen bundesweit Kommunalpolitiker, Bürger, Schulen, Vereine und Unternehmen beruflich wie privat drei Wochen am Stück in Teams um die Wette radeln und so für den Klimaschutz sowie für eine vermehrte Radverkehrsförderung in ihrer Heimatkommune möglichst viele Radkilometer sammeln. In 2016 erradelten die Teilnehmer in Hagen circa 29.000 Kilometer und vermieden rund 4.100 Kilogramm Kohlendioxid.

Im Online-Radelkalender, einer internetbasierten Datenbank auf der Kampagnenwebsite, können sich die Teams und Radler registrieren und die geradelten Kilometer eintragen. Neben dem Online-Radelkalender können auch über eine App die Kilometer für das eigene Team gutgeschrieben werden. Mehr Infos dazu unter http://www.stadtradeln.de. Gesucht werden Deutschlands fahrradaktive Kommunen und Kommunalparlamente sowie die fleißigsten Teams und Radler in den Kommunen selbst.

Die Auftaktveranstaltung zum „Stadtradeln“ startet gegen 12 Uhr mit Ankunft der Teilnehmer einer Sternfahrt und wird mit einem zusätzlichen Rahmenprogramm begleitet, wie beispielsweise einem Rikscha-Transport-Angebot, verschiedenen Bühnenauftritten und vielen weiteren Aktionen und Angeboten zum Thema Fahrrad.

Die Stadt Hagen ruft alle Kommunalpolitiker (das kann ja nur ironisch gemeint sein) sowie Bürgerinnen und Bürger auf, teilzunehmen und so ein deutliches Zeichen für mehr Radverkehr und für den Klimaschutz zu setzen.

Fragen zur Aktion und zur möglichen eigenen Teilnahme beantworten vom Umweltamt der Stadt Hagen Michael Aust (Telefon 02331/207-2392, E-Mail michael.aust@stadt-hagen.de) oder Petra Leng (Telefon 02331/207-3161, E-Mail petra.leng@stadt-hagen.de).

Windkraft-Projekte am Scheideweg

10. Juni 2017

Bürgerwind hat Gegenwind. Im wahrsten Sinne. Die Initiative, die auf den Höhen im Süden Windräder bauen möchte, muss eine große Hürde nehmen. (…)

Quelle: wp.de

Gezerre um Starkstromleitung in Hagen

13. Mai 2017

Eine neue Höchstspannungsleitung mitten durch ein Wohngebiet in Hagen-Hohenlimburg – das geht nach Ansicht der Stadt ganz und gar nicht. So steht es in einer Ratsvorlage der Verwaltung, der der Umweltausschuss und die Bezirksvertretung am Donnerstag (11.05.2017) bereits zugestimmt haben. Es ist zu erwarten, dass sich der Rat nächste Woche anschließt. (…)

Die Stadt hat vorgeschlagen, den Bau einer Parallel-Trasse durch ein angrenzendes Wald- und Naherholungsgebiet zu prüfen. Der Netzbetreiber will das auch tun und alle Beteiligten zu einer Begehung der Alternativ-Trasse einladen. Amprion fürchtet aber schon jetzt Klagen von Umwelt- und Naturschutzverbänden. (…)

Quelle: WDR

Viel Zustimmung für Baumwipfelpfad in Hagen

12. Mai 2017

Die ehrgeizige Investoren-Idee, im Hasper Wald zwischen Hinnenwiese und Kaiser-Friedrich-Turm einen Baumwipfelpfad errichten zu wollen, stößt bei den Hagenern auf wenig Widerspruch. 69 Prozent der Bürger hätten gegen die Millionen-Investition nichts einzuwenden – 26 Prozent finden das Prozent richtig gut, 19 Prozent sogar sehr gut. Das hat die repräsentative Befragung im Rahmen des WP-Bürgerbarometers ergeben. Lediglich 12 Prozent der Menschen in Hagen bewerten den Vorstoß als schlecht, 17 Prozent als sehr schlecht. Damit erreicht die Gruppe der Bedenkenträger nicht einmal die 30 Prozent Marke. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Trotz der massiven Propaganda des Hagener Einheitsblatts stößt die „ehrgeizige Investoren-Idee“ auf eine Ablehnung von 29 Prozent der Befragten, die von der Redaktion abschätzig als „Bedenkenträger“ klassifiziert werden. Für WPWR-Reakteur Martin Weiske sind diese – und nicht etwa die Schreiber des Monopol-Blättchens – „die lautesten Wortführer“.

Die Umfrage hätte wahrscheinlich zu einem anderen Ergebnis geführt, wenn Hagen über eine Presselandschaft verfügen würde, die noch den Titel „Vierte Gewalt“ verdient hätte. Die ihre Leser darüber informiert hätte, dass es sich um eine Baumaßnahme handelt, die allein für die geplanten 500 Parkplätze nach Angaben der „Investoren“ etwa 10.000 qm benötigt, für die natürlich entsprechende Waldflächen gerodet werden müssten.

In dieses Bild passt auch, dass die Presse ausschließlich Befürwortern die Gelegenheit zur Selbstdarstellung einräumt und auf diese Art und Weise nach schon gewohntem Muster den politischen Entscheidungsträgern die Richtung im Sinne der Redaktion glaubt vorgeben zu müssen.

So darf der Geschäftsführer des Investors auch unwidersprochen im Interview behaupten: „Zusätzlich würden die Besucher aus dem Umland Kaufkraft nach Hagen bringen, wovon sicherlich auch der ein oder andere Gewerbetreibende profitiert.“

Der Begriff „Kaufkraft“ elektrisiert natürlich sofort die Vorortpolitiker, die in ihrer ganzen Naivität gerne der Annahme anheim fallen wollen, dass Besucher des Wald-Events anschließend noch zum Shopping in die Fußgängerzonen aufbrechen.

Zum Thema war schon 2012 auf DOPPELWACHOLDER.DE zu lesen: In den Wipfeln ist Ruh’

Jugend für den Stadtwald

6. Mai 2017

Wer hätte das gedacht? Es gibt sie noch, die kritische Jugend – wenigstens vereinzelt.

Dazu der Autor des Videos: „16.000qm Wald werden zugebaut, um eine Haftanstalt für Suchtkranke zu bauen. Es geht hier nicht darum, dass keine Haftanstalt in Hagen gebaut werden soll, sondern um die Frage, ob der Wald wirklich der einzige und vor allem richtige Ort dafür ist.“

Eine Entscheidung für die Menschen

6. Mai 2017

Jetzt ist es amtlich. Die Hagener Verwaltung spricht sich beim Bau der zukünftigen 380-kV-Höchstspannungsleitung für die Variante Reh-Nord aus. Das ist die Quintessence der 16 Seiten stark und vom Bürgermeister Erik O. Schulz und den beiden Dezernenten Thomas Grothe (Technischer Beigeordneter) und Thomas Huyeng (u.a. Fachbereich Umwelt) unterzeichnet und somit mitgetragen. (…)

Quelle: wp.de

Hagener favorisieren Reh für neue Hochspannungs-Trasse

4. Mai 2017

Wo wird die geplante neue 380-kV-Höchstspannungsleitung herführen? Wie sich die Stadt hier positionieren wird, wird bei der Beantwortung der Frage eine nicht unwichtige Rolle spielen. Die Federführung hat letztlich jedoch der Regierungspräsident in Arnsberg. (…)

Quelle: wp.de

Deerth-Gegner haben schon 7600 Unterschriften gesammelt

28. April 2017

Die Gegner des geplanten Maßregelvollzugs für drogenabhängige Straffällige im Deerth in Hagen haben bereits 7600 Unterschriften gesammelt. (…)

„Wir stellen dabei nicht die Arbeit der AWO an sich in Frage“, sagt Jörg Liese im WP-Gespräch. „Die Arbeit mit drogensüchtigen Straffälligen ist für die Menschen und für die Gesellschaft außerordentlich wertvoll.“ Der Deerth als Landschaftsschutzgebiet sei aber völlig falsch für eine geschlossene Einrichtung – im Gegensatz zu der bestehenden offenen Klinik. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Weitere Informationen auf der Homepage der Bürgerinitiative. Dort kann auch die Unterschriftenliste zur Unterstützung eines Einwohnerantrags gemäß § 25 der Gemeindeordnung heruntergeladen werden (pdf).

AWO setzt auf Fakten statt auf Emotionen

22. April 2017

Angesichts der immer hitziger hochkochenden Debatte rund um die geplante Erweiterung der AWO-Drogenklinik im Deerth appelliert der Wohlfahrtsverband an die Diskutanten, zur Sachlichkeit zurückzukehren. „Die neu formierte Bürgerinitiative betreibt, nicht zuletzt auf Kosten der Patienten, unsachliche Stimmungsmache“, kritisiert AWO-Geschäftsführerin Birgit Buchholz. (…)

Quelle: wp.de

Lageplan: AWO

Anmerkung: Eine klassische Desinformationskampagne. Schon die Überschrift verkehrt die Tatsachen: Es ist die AWO, die laut Artikel auf Emotionen setzt. Die kritisierten Fakten bleiben entweder ganz außen vor oder werden schön geredet: „Es gehe darum, die Belastung für Umwelt, Anwohner und Erholungssuchende so gering wie möglich zu halten.“

Buchholz fabuliert von „vielfach heraufbeschworenen Vorfällen“, gemeint sind Ausbrüche, die vielleicht in irgendwelchen Fakebook-Quasselforen kursieren, aber bisher von der angesprochenen Bürgerinitiative (Homepage) überhaupt nicht thematisiert worden sind.

Neben dem umstrittenen Grunderwerb geht es dieser um die Vermeidung von Eingriffen in den Stadtwald.

Neben dem einzelnen bestehenden Gebäude sollen gleich fünf neue Bauten mit jeweils etwa dem gleichen Grundflächenverbrauch entstehen. Anders als es die Abbildungen in der Presse suggerieren (Schafswiese), soll die Mehrzahl davon im heutigen Waldgebiet errichtet werden. Die beiden blau markierten Gebäude links auf dem Lageplan sind auf der Schafswiese vorgesehen (das ist die mittlere Fläche auf der schwarz-weiß-Karte), die beiden zusammenhängenden Bauten rechts und das einzelne Gebäude darüber sollen auf einer heutigen Waldfläche entstehen, wie auch der schwarz-weiß-Karte zu entnehmen ist. Schwarz ist das bestehende Gebäude eingezeichnet.

Drogenklinik – Baurat Grothe nimmt Stellung zu Vorwürfen

17. April 2017

Kritiker werfen der Stadt und der AWO Kungelei bei den gelaufenen Grundstücksverkäufen im Deerth vor. Baurat Grothe nimmt im Interview Stellung. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Sache Deerth entwickelt sich zu einer zunehmend dubiosen Nummer, die noch eingehender zu beleuchten sein wird. Aber zunächst einmal zum Interview mit Baudezernent Grothe.

Der antwortet auf die Frage, ob „die Verkäufe der Grundstücke krumm gelaufen“ sind:

„Diese Spekulationen um eine mögliche Veruntreuung finde ich an den Haaren herbeigezogen. Nach internen Recherchen hat die Stadt 2013 vom Erweiterungswunsch der AWO gewusst.“

Interne Recherchen? Hat die Verwaltung sich nicht gefragt, warum die erst angestellt werden mussten? Und trotzdem schon vorher verkauft? Wie blöd ist das denn? Nach Angaben der AWO ist das erste von beiden Grundstücken bereits 2012 erworben worden, das zweite 2014 („Das zu bebauende Gelände befindet sich bereits seit 2012/2014 im Besitz der Arbeiterwohlfahrt.“ Quelle: AWO)

Warum hat die Stadt bereits zu einem Zeitpunkt, zu dem ihr angeblich keine Erweiterungsplanung bekannt war, Waldflächen verkauft? Grothe begründet den Verkauf mit dem Hinweis auf ein „höchst komplexes Verfahren“, bei dem „ein positives Ende und auch eine Zustimmung durch den Rat“ nicht abzusehen war. Das ist wahrlich kabarettreif – aber in Hagen nicht ungewöhnlich.

Noch mal zum Mitschreiben: Städtische Grundstücke werden verkauft, keiner will gewußt haben warum, und weil „ein positives Ende“ des Verfahrens nicht absehbar ist. Absurd.

Dann äußert sich Grothe zu der Wertsteigerung, die die Grundstücke durch eine Bebauung erfahren:

„Man muss die Sache ganz anders betrachten. Es würde doch ein Stück Bauland entstehen, das extrem zweckgebunden ist. Für niemand anderen außer der AWO hätte diese Fläche mit ihrer Sondernutzung einen Wert. Man kann sie sich später nicht einfach kaufen und darauf eine Villa mit Swimmingpool errichten. So läuft das nicht.“

Doch, Grothe. Genau so läuft das. So lief es bei der 1903 gegründeten Lungenheilstätte Hagen-Ambrock, die heute zum privaten Klinikkonzern HELIOS gehört. So lief es beim ehemaligen Marienhospital, das ein Berliner Investor erworben hat. Und so lief es beim Grundstück Büddingstraße 61, das im bis heute gültigen Bebauungsplan von 1966 (!) als „Fläche für Gemeinbedarf“ ausgewiesen ist, aber mit einem privaten Wohnhaus samt Gewerbefläche bebaut ist.

An all dem hatten Politik und Verwaltung nicht nur nichts auszusetzen, sondern haben es entweder gefördert oder wenigstens geduldet. Und genau so kann natürlich auch eine Forensik/Drogenklink nach Ablauf einer Schamfrist oder wenn die nächste Privatisierungswelle eingeläutet wird, weiterverkauft werden. Guter Gewinn inklusive.

Eine Antwort auf die Frage, warum die Grundstücke in zwei Tranchen verkauft wurden, bleiben sowohl AWO als auch der Baudezernent schuldig. Grothe räumt allerdings bezeichnenderweise ein:

„Der Verkaufspreis war gerade so hoch, dass er als laufendes Geschäft der Verwaltung galt.“

Na bitte. Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass hier ein Deal von ganz langer Hand eingestielt wurde. Es wurden am Rat vorbei, aber wie man die Verhältnisse hier kennt, mit Verbindungen in den politischen Raum, schon einmal Vorbedingungen geschaffen, die eine mögliche Ablehnung der Planung mindestens erschweren würden.

Miese Luftqualität in Hagen: Zu viel Stickstoffdioxid

14. April 2017

Die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid (NO2) ist in Hagen unverändert hoch. Das zeigen die Ergebnisse der Messungen zur Luftqualität 2016, die das Umweltministerium und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) am Dienstag vorgestellt haben. An 2 von (nur) 4 Messstellen in Hagen wurde 2016 der EU-Grenzwert für die mittlere Jahresbelastung nicht eingehalten.

Als Hauptverursacher der hohen NO2-Belastung gilt der Straßenverkehr und besonders Dieselfahrzeuge. „Die Belastung mit Stickstoffdioxid ist das Problem Nummer eins in der Luftreinhaltung, nicht nur in Nordrhein-Westfalen. Stickstoffdioxid in der Luft gefährdet die Gesundheit der Menschen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel am Dienstag. Eine erhöhte NO2-Belastung steigert das Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wegen der seit 2010 anhaltenden Stickstoffdioxid-Grenzwertüberschreitungen hat die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. Es sei versäumt worden, die wiederholte Überschreitung der Grenzwerte durch NO2 in der Luft zu beenden. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hat 2016 wegen der hohen NO2-Werte in Düsseldorf ein örtliches Fahrverbot für Dieselautos angeregt. Das Urteil liegt in der nächsten Instanz beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

„Stadt gewinnt etwa 50 qualifizierte Arbeitsplätze“

14. April 2017

Die geplante Erweiterung der AWO-Klinik Deerth zu einer Maßregelvollzugseinrichtung für drogenabhängige Straftäter sorgt für große Diskussionen und Proteste bei Bürgern. Inzwischen werden von einer Bürgerinitiative systematisch Unterschriften gegen das Projekt gesammelt. Wie reagiert die Arbeiterwohlfahrt? Ein Gespräch mit Renate Drewke, der Vorsitzenden des AWO-Unterbezirks Hagen/Märkischer Kreis. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das Arbeitsplatzargument zieht natürlich immer. Aber das Highlight im Interview ist die folgende Aussage der AWO-Vorsitzenden:

Die kritischen Einwände von einigen Anwohnern aus dem oberen Wehringhausen und den Spaziergängern, die den Stadtwald nutzen, kann ich als jemand, der in Wehringhausen groß geworden ist, auch gut nachvollziehen. Dabei muss aber gesehen werden, dass in diesem Bereich des Stadtwaldes immer schon vielfache Nutzungen möglich und sogar erwünscht sind: Gaststätte Waldlust, Sportplatz, umzäunte Wild- und Wildschweingehege, altes Forsthaus mit Waldarbeiterhäusern, Waldkindergarten und unsere Klinik Deerth sowie die Gaststätten Hinnenwiese und Kaiser-Friedrich-Turm.

Auf eine solche Idee muss man erst einmal kommen: Die seit Jahrzehnten bestehende Infrastruktur eines Naherholungsgebiets in Form von Ausflugsgaststätten mit minimalem Platzbedarf und Tiergehegen im Wald – und nicht statt des Waldes – zum Vergleich heranzuziehen. Wer die genannten Örtlichkeiten kennt, kann diese Verharmlosung einer Großbaumaßnahme nur als vorsätzlichen Versuch der Verschaukelung des Publikums ansehen.

E-Mobilität rechnet sich für Unternehmen

13. April 2017

Firmenbesuch von Johannes Remmel in Hagen

Die Grünen Hagen haben mit Johannes Remmel ein Hagener Unternehmen besucht, das seine Fahrzeugflotte schon früh auf Elektromobilität umgestellt hat. Sehr zum Vorteil für Klima und Portmonnaie, wir Klaus Peter Scheene zu berichten weiß.

Der Firmenbesuch der Grünen Hagen gerät zum Fachgespräch zwischen Elektromobilisten: Johannes Remmel ist mit einem E-Auto zum Termin gekommen. Vor der Firma Scheene parkt gleich eine ganze Flotte. Eigentlich wollte Scheene den Klimaschutz unterstützen, als er Elektrofahrzeuge für seine Firma kaufte. Doch nun stellt er fest, dass sich dieser Schritt auch wirtschaftlich lohnt.

Scheene ist ein Mann der Zahlen. Er spult sie routiniert ab, kann zu jeder Frage die passende Zahl nennen. 100 000 km fahren die Firmenfahrzeuge im Jahr. Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge bringt eine jährliche Ersparnis bei den laufenden Kosten um 14 000 €. Dazu kommen über die Jahre sehr viel weniger Werkstattkosten, der Wertverlust ist bei E-Autos auch deutlich geringer als bei Verbrennern Für die notwendige Reichweite sind üblicherweise keine Zwischenaufladungen nötig, auch im Winter, da die Heizung inzwischen über Wärmetauscher sparsamer läuft. Ach ja, die Co² – Einsparung pro Jahr beträgt 11,6 Tonnen. Und die Nachbarn sind froh über weniger Lärm und Gestank.

„Ich stehe hier als lebender Beweis, dass E-Mobilität auch für Unternehmen funktioniert und sich rechnet“, erklärte Klaus Peter Scheene just an dem Tag, wo bekannt gegeben wird, dass Streetscooter ein komplett neues Werk für E-Fahrzeuge in NRW bauen will.

Dennoch muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Scheene sieht die Politik gefordert, mehr für den Ausbau der Elektromobilität und die notwendige Infrastruktur zu tun. Damit rennt er bei den Hagener Grünen und Johannes Remmel offene Türen ein.

Denn die Zeit drängt, vor allem in Bezug auf Luftreinhaltung. Um Verboten für Verbrenner in Innenstädten zu entgehen, die ab 2018 von Gerichten durchgesetzt werden könnten, setzt Johannes Remmel auf Anreize und eine Quote für E-Autos nach kalifornischem Vorbild.

„Um die Luft in den Innenstädten zu verbessern brauchen wir ein Bündel von Maßnahmen“, so Umweltminister Remmel. „Dazu gehören ein höherer Anteil an Elektromobilität, ein Förderprogramm für Busse mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb und ein emissionsfreier Lieferverkehr in den Innenstädten. Dafür gibt es bereits ein Förderprogramm, an dem Hagen sich beteiligen könnte“, rät Remmel.

Der Hagener Bahnhof als wichtiger Knotenpunkt könne deutlich attraktiver werden, auch durch eine Öffnung zur neuen Hinterfahrung. Für einen attraktiveren Nahverkehr in ganz NRW haben Die Grünen gerade ein Modell vorgelegt. Statt komplizierter Tarife und einem Wechsel der Verkehrsverbünde soll es ein Ticket geben, mit dem man für zwei Euro am Tag durch ganz NRW kommt.

Hasper fürchten sich vor drei Jahren Entwicklungsstillstand

10. April 2017

Der von der Bezirksvertretung Haspe beschlossene und im städtischen Etat bereits finanzierte Umbau der Fußgängerzone Voerder Straße wird auch in diesem Jahr nicht realisiert. Das teilte die Bauverwaltung jetzt den Lokalpolitikern im Hagener Westen mit. Voraussichtlich werde die Neugestaltung erst 2020 fertiggestellt – eventuell sogar noch später. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Hoffentlich nie. Nicht die „Hasper“ fürchten diesen angeblichen „Stillstand“, es sind die Bezirksvertretung und ihr Vormann, die jetzt beleidigt kläffen. Genau diejenigen, die für die Stagnation im Hagener Westen verantwortlich sind. Diejenigen, denen nichts besseres einfällt, als mit dem Aufstellen von Kitsch-Eseln die Gegend zu verunstalten.

Die aus einer Obsession des Hasper Bezirksfürsten Dietmar Thieser entstandene Planung ist eine der überflüssigsten Aktionen in der jüngeren Geschichte der Stadt Hagen. Veranschlagte Kosten: inzwischen 140.000 Euro. Was sich Provinzler einmal in den Kopf gesetzt haben, muss auf Teufel komm raus realisiert werden, so unsinnig es auch sein mag. Genügend Mitstreiter lassen sich auch für den größten Blödsinn finden. Die Analogie zu den Ideen durchgeknallter Maut-Bajuwaren und ihren „Erfolgen“ drängt sich geradezu auf.

Hinter dem inzwischen als „Ausbau der Fußgängerzone“ aufgehübschten Plan steckt schlicht und einfach die fixe Idee, den Baumbestand in der Voerder Straße abholzen zu lassen und bestenfalls teilweise wieder aufzuforsten; erstmals thematisiert in der Rubrik „Tagesordnungspunkte des Bezirksbürgermeisters“ im September 2013 in einer Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Haspe.

Beschlussvorschlag: „Die Bezirksvertretung Haspe beauftragt die Verwaltung die Anzahl der Bäume in der Hasper Fußgängerzone erheblich zu reduzieren bzw. zu ersetzten. (…)“ Begründung: „Um den Lichteinfall in der Hasper Fußgängerzone zu erhöhen und damit die Lichtverhältnisse insgesamt zu verbessern ist es leider unumgänglich einige Bäume in der Fußgängerzone zu fällen bzw. zu ersetzten. Auch die verbleibenden Bäume müssen erheblich gestutzt und die Krone verkleinert werden. (…)“

Auf dem Foto lässt sich sehr gut erkennen, dass es nicht die Bäume sind, die die Straße verschatten:

Auch bei einer BV-Sitzung im September 2014 lautete der Kernsatz: „Die Planung zur Umgestaltung der Fußgängerzone in der Voerder Straße verfolgt das vorrangige Ziel, durch eine Reduzierung der Bäume die Belichtung des Straßenraumes deutlich zu verbessern.“

Die Herstellungskosten wurden zum damaligen Zeitpunkt je nach Ausführungsvariante noch auf 52.000 bzw. 73.000 Euro beziffert. Inzwischen sind im Haushalt 140.000 Euro eingeplant. Eine erhebliche Summe für eine reine Schnapsidee.

Den im Artikel kritisierten Mangel an Planungskapazitäten in der Verwaltung haben die Parteifreunde Thiesers und seiner BV-Kollegen – auch aus anderen Parteien – mit ihrer willfährigen Kürzungspolitik zu verantworten. Wenn Thieser jetzt zum Besten gibt, die Verwaltung habe kein Personal- sondern ein Organisationsproblem, ist das – wenigstens in dieser Ausschließlichkeit – ein reines Ablenkungsmanöver, um die Freunde im Stadtrat aus der Schusslinie zu nehmen.

GRÜNES Team zum Stadtradeln angemeldet

5. April 2017

Die Grünen Hagen haben sich als Team für Hagen beim Stadtradeln 2017 angemeldet. Die Radkampagne findet vom 24.06. – 14.07.2017 statt. Mit ihrer Teilnahme stärken sie diese Aktion zum Klimaschutz. Gleichzeitig erhoffen sie vom Stadtradeln neue Impulse für verbesserte Radverkehrsmöglichkeiten in Hagen.

Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Achtzig Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen ein Fahrrad, trotzdem liegt der Anteil aller Wege, die in Deutschland geradelt werden, durchschnittlich bei nur 10 %. Rund 82 % der Deutschen sind der Meinung, dass sich Entscheidungsträger*innen auf kommunaler Ebene stärker mit dem Thema Radverkehrsförderung beschäftigen sollten. Dabei sprechen sich die Befragten u.a. für den Bau von mehr Radwegen (63 %) und mehr Fahrradabstellanlagen (47 %) aus.

Etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 ließen sich vermeiden, wenn zirka 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden.

Dazu erklärt Kreisverbandssprecher Rolf L. Willaredt:

„Hagen hat bekanntlich seit vielen Jahren sehr schlechte Luftwerte. Daher ist für uns ein Umstieg auf das Rad für kürzere Wegstrecken besonders wichtig. Aber es geht uns auch darum, mehr Kommunalpolitiker*innen aufs Fahrrad zu setzen, damit sie sich ein persönliches Bild von der Fahrradinfrastruktur machen können und künftig verstärkt daran mitarbeiten, sie zu verbessern.“

Wir GRÜNE haben uns bereits als Team für das Stadtradeln angemeldet und hoffen, dass viele Bürger*innen und Kommunalpolitiker*innen die Aktion unterstützen.

Informationen zur Aktion und Möglichkeiten zur Anmeldung sind zu finden unter: www.stadtradeln.de/home/

Kreisverkehr an der Altenhagener Brücke als langfristiges Ziel

3. April 2017

Es könnte nach der Bahnhofshinterfahrung eine der größten Veränderungen werden, die das Viertel rund um die Altenhagener Brücke in den vergangenen 60 Jahren erlebt hat. Der Rat hat beschlossen, dass die Verwaltung ihr Vorkaufsrecht für das ehemalige Gloria-Kino ausüben soll. Der Kaufpreis liegt nach WP-Informationen bei rund 250 000 Euro.

Sollte – neben der abrissreifen Rampe hinter der Arbeitsagentur – die bauliche Prüfung der maroden Hochbrücke in Altenhagen deren Abriss zur Folge haben, setzt die Politik im Bereich der Altenhagener Brücke mittel- bis langfristig auf einen großen Kreisverkehr. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bloß keinen Verkehr vermeiden. Während das komplette Instrumentarium, das zur Verfügung stände, um Verkehr zu vermindern, nicht genutzt wird, werden jetzt schon ganze Häuserblocks zum Abriss vorgesehen. So wird noch mehr Autoverkehr in die Stadt gelockt; Luftreinhaltepläne kann man sich unter dieser Prämisse ganz sparen.

Häuserabriss für Frischluftschneise am Finanzamt Hagen

2. April 2017

Der Hagener Rat hat dem Luftreinhalteplan 2017 zugestimmt. Damit wird in den nächsten Wochen am Finanzamt ein zweiter Lkw-Blitzer aufgestellt. (…)

Erst vor drei Tagen hatte die Verwaltung eine überarbeitete Version des 127 Seiten starken Luftreinhaltplans präsentiert. „Dies ist eine Überforderung ehrenamtlicher Kommunalpolitiker“, wetterte SPD-Ratsherr Dietmar Thieser. (…)

Oberstes Ziel für die CDU bleibt, auf der Ostseite der Finanzamtsschlucht Immobilien abzureißen und damit diesen Bereich besser zu durchlüften: „Eine Lkw-Verbannung aus einer Hauptverkehrsachse ist keine nachhaltige Lösung“, so CDU-Ratsherr Stephan Ramrath.

Quelle: wp.de

Anmerkung: Dass der Luftreinhalteplan 127 Seiten umfasst, ist nur der Tatsache geschuldet, dass die Politik die Verursacher der Verschmutzung weiterhin krampfhaft nur mit Samthandschuhen anfassen will. Darüber beschwert sich Herr Thieser aber nicht.

Ramrath und seine CDU sind auf dem Stand der 1960er Jahre stehengeblieben, als es noch üblich war, städtische Strukturen großflächig zu verwüsten, um eine „autogerechte“ Stadt zu realisieren. Das ist bekanntlich gründlich in die Hose gegangen. Aber so etwas muss ein Hagener Ratsmitglied nicht zur Kenntnis nehmen. Hier reicht zur Qualifikation die Parole „Weiter so!“.

Zur Info: Luftreinhalteplan Hagen (pdf)

Naturschützer fürchten um Hagens schönste Allee

31. März 2017

Geschützte Kastanienbäume sind in Haspe gekennzeichnet. Doch niemand will es gewesen sein. Ein Rätsel um Hagens schönste Allee. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu auch einen DW-Beitrag von 2012:

Verwaltung sägt sich selbst ab
Pappelallee an der Hasper Büddinghardt bleibt

Blaue Bohne

26. März 2017

Baubeginn am Grün- und Freizeitareal „Bohne“

Grundriss des Areals, Anklicken öffnet eine größere Darstellung. Alternativ auch Gesamtansicht als PDF.

In den kommenden Monaten wird sich die auf Grund ihrer Form „Bohne“ genannte Fläche an der Wehringhauser Straße im Auftrag der Stadt Hagen und unter Leitung des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) in eine innerstädtische Grün- und Freizeitanlage verwandeln.

Großzügige Rasenflächen, hergestellt mit einer speziellen Bodenmischung aus der Kompostierungsanlage des WBH, werden von befestigten Wegen und Baumreihen durchzogen.

Abgeschirmt vom Straßenverkehr durch die Häuser der Wehringhauser Straße und den Lärmschutzwall der Bahnhofshinterfahrung werden unter anderem eine Streetballfläche, ein dreidimensional modellierter Asphaltparcours als „Pumptrack“ für Fahrräder und ein überdachter Unterstand für die Oettinger-Freunde („Null teuer. 100% Qualität“) entstehen.

Diese „Blaue Bohne“ entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zu der mit Rasen grün getarnten Giftmüllkippe neben der Villa Post. Auch das neue Areal ist belastet. Bereits im Jahr 2012 waren unter Leitung des WBH die alten Fabrik- und Lagerhallen auf der Fläche hinter den Häusern der Wehringhauser Straße abgebrochen worden.

In der Folgezeit wurden auf dem Gelände die Abbruchmassen aus dem Bau der Bahnhofshinterfahrung auf dem Gelände einer ehemaligen Batteriefabrik in Form eines langgezogenen Hügels eingebaut und mit einer Abdichtung aus Bitumen und Boden als Schutz gegen die Ausspülung von Schadstoffen wie Blei und Cadmium versehen.

Voraussichtlich zum Ende des Jahres 2017 ist mit der Fertigstellung der Grün- und Freizeitanlage zu rechnen. Die Kosten der Anlage belaufen sich auf rund 660.000 Euro.

Stromtrasse darf Entwicklung am Hengsteysee nicht gefährden

24. März 2017

Teile der geplanten Stromtrasse von Dortmund-Kruckel nach Garenfeld führen durch Hagen. Die Verwaltung äußert Bedenken wegen der Trassenführung. (…)

Quelle: wp.de

Mahnung der EU Kommission erhöht Druck auf Städte wie Hagen

22. März 2017

Droht der Hagener Innenstadt bald das Fahrverbot für Diesel-Autos? Eine Mahnung aus Brüssel erhöht den Druck auf elf Städte in NRW. (…)

Hagen ist eine von elf Kommunen in NRW, in denen trotz verschiedenster Maßnahmen die Stickstoffdioxid-Werte immer wieder weit über dem zulässigen Grenzwert liegen und wohl erst 2020 eingehalten werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Dass die Grenzwerte ab 2020 eingehalten werden, dürfte reines Wunschdenken sein und ein Versuch, durch Beschwichtigungen und Versprechungen drohende Strafzahlungen zu umgehen.

Passend dazu:

ADAC: Auch Benziner mit zu hohen Feinstaubwerten

Alarmierende Ergebnisse im neuen ADAC EcoTest: Von 38 getesteten Diesel-Pkw überzeugen in der realitätsnahen Messung tatsächlicher Schadstoff-Ausstöße lediglich zwei Modelle. Sie schaffen es mit jeweils vier „Umweltsternen“ als einzige Dieselfahrzeuge in die Gruppe der empfehlenswerten Autos. Entscheidend für das schlechte Abschneiden der Dieselmodelle ist das teilweise deutliche Überschreiten der gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxide.

Während die Mehrheit der Diesel zu hohe Stickoxidemissionen aufweist, zeigen viele Benzin-Direkteinspritzer unter verschärften Testbedingungen einen deutlich zu hohen Ausstoß an Feinstaub Nach Ansicht des ADAC entsprechen die eingesetzten Abgassysteme der meisten Benziner- und Dieselmodelle nicht dem Stand des technisch Machbaren.

Pkw werden beim ADAC nach eigenen Angaben realitätsnäher geprüft als dies Hersteller und staatliche Institutionen tun. Neben aktualisierten Fahrzyklen und verschärften Bewertungsmaßstäben gibt es eine weitere wesentliche Neuerung: Autos, die auf dem Prüfstand eine Empfehlung erreichen – also mit vier oder fünf Umweltsternen ausgezeichnet werden – müssen sich zusätzlichen Abgasmessungen auf der Straße (Real Driving Emissions) stellen.

Quelle: ADAC

Hagen nimmt wieder an der „Earth Hour“ teil

19. März 2017

Die Stadt Hagen beteiligt sich wieder an der „WWF Earth Hour“ die am Samstag, 25. März, bereits zum elften Mal stattfindet. Von 20.30 bis 21.30 Uhr schalten nicht nur viele Städte weltweit für eine Stunde die Beleuchtung bekannter Gebäude und Wahrzeichen ab, sondern Millionen von Menschen verdunkeln auch ihr Zuhause, um mit dieser „Lichtaus-Aktion“ ein Zeichen gegen die globale Erwärmung zu setzen und das Bewusstsein für den Klimawandel zu stärken.

Die erste Earth Hour entstand aus einer Umweltschutzkampagne des WWF Australiens, die das Ziel hatte, die CO2-Emissionen in der größten australischen Stadt Sydney innerhalb von zwölf Monaten um 5 Prozent zu reduzieren. Die Earth Hour ist somit eine klare Botschaft zum Schutz unserer Erde. Die Earth Hour 2016 in Deutschland stellte einen absoluten Rekord auf: 241 Städte waren dabei – ein neuer Rekord. Um 20.30 Uhr gingen am 19. März die Lichter aus – von Samoa bis Tahiti, von den Pyramiden in Gizeh bis zum Brandenburger Tor in Berlin.

Die Stadt Hagen hat in 2015 und 2016 an dieser Klimaschutz-Kampagne teilgenommen. Mit Beschluss des Rates möchte die Stadt Hagen auch in 2017 dabei sein, um so ihr Engagement für Klima und Umwelt zu zeigen. Eine Stunde das Licht zu löschen ist für den Einzelnen keine große Herausforderung. Wenn es aber weltweit Millionen von Menschen tun, wird es zu einem kraftvollen Zeichen gegen den Klimawandel.

Die Stadt Hagen ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen dazu auf, an dieser Klimaschutzaktion teilzunehmen. Für Rückfragen steht Michael Aust vom Umweltamt der Stadt Hagen unter Telefon 02331/207-2392 oder E-Mail michael.aust@stadt-hagen.de gern zur Verfügung.

Auch den Eschen in Hagen droht die Ausrottung

18. März 2017

Neben den Kastanien sind in Hagen auch die Eschen durch eine Infektionskrankheit in ihrem Bestand gefährdet. Ein Pilz lässt die Triebe absterben. (…)

Quelle: wp.de

Fracking: Keine weitere Genehmigung für Wintershall

17. März 2017

GRÜNE Christa Stiller-Ludwig erfolgreich im Kampf gegen Gasbohren

Die GRÜNEN in Hagen freuen sich über einen riesigen Erfolg im Kampf gegen die gefährliche Erdgasförderung durch Fracking. Die Bezirksregierung Arnsberg hat der Firma Wintershall die Konzession in den Feldern Rheinland und Ruhr nicht verlängert.

Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hat die Hagener Kreisverbandssprecherin Christa Stiller-Ludwig, die in der Hochzeit der Diskussion um Fracking von der Landesregierung und vielen Verbänden als Wasserexpertin zu Rate gezogen wurde. Nun trägt die viele Arbeit Früchte.

Sowohl die Bezirksregierung Arnsberg, als auch die Firma Wintershall haben bestätigt, dass Wintershall die weitere Erkundung großer Gebiete in NRW aufgibt. Aktuell seien die Ablehnungsbescheide für die Felder Rheinland und Ruhr rechtskräftig geworden, hieß es aus Arnsberg. Die Geologie in den Wintershall-Feldern lasse keine Förderung ohne Fracking zu. Fracking zur Gasförderung sei in NRW aber verboten, wasserrechtliche Genehmigungen hätte man hier versagen müssen. Daher sei eine Verlängerung der Konzession gegenstandslos.

Christa Stiller-Ludwig feiert ihren Erfolg bescheiden: „Unsere Initiative, die Arbeit der GRÜNEN in Land und Bund und der daraus entstandene öffentliche Druck haben unumkehrbare Zerstörungen für unsere Region verhindert. Ich bedanke mich bei allen, die in unserem wunderbaren Netzwerk mitgearbeitet haben. Das Ende des Frackings in NRW ist ein wundervolles Beispiel, wie viel das Engagement von Bürger*innen bewegen kann.“

Nitratwerte in der Ruhr bei Hagen zu hoch

15. März 2017

Umweltschützer beklagen zu hohe Nitratwerte in der Ruhr in Hagen – besonders durch Volme und Lenne. Das Trinkwasser ist aber nicht in Gefahr. (…)

Quelle: wp.de

Feindbild Bus

4. März 2017

FDP polemisiert gegen ÖPNV

Die Freien Demokraten sind vor allem in einer Hinsicht frei: Sie sind weitgehend frei von Unterstützung durch die Wähler. Bei den Kommunalwahlen 2014 landeten sie abgeschlagen auf Platz 7, noch hinter der AfD.

Mit 2.400 Wählern oder 3,6 % der abgegebenen Stimmen und damit zwei Sitzen im Rat reichte es noch nicht einmal zur Bildung einer Fraktion. Die wurde erst möglich, nachdem ein Mitglied der SPD zu den Liberalen überlief. Umso mehr pumpt sich die Splittergruppe auf, die zur Allianz des Grauens gehört, der Unterstützergemeinschaft des Hagener Oberbürgermeisters Erik O. Schulz.

Als das neueste Feindbild dieser Gruppierung scheint sich der öffentliche Personennahverkehr in der Stadt herauszukristallisieren. Seit wegen permanenter Schadstoffbelastung Fahrverbote näher rücken, droht aus Sicht der FDP offenbar die Zwangskollektivierung des Verkehrs.

Um eine Verbesserung des abgewirtschafteten Busverkehrs zu verhindern, wird das Kostenargument vorgeschoben. So in der letzten Sitzung des Mobilitätsausschusses, dem ein Antrag für die Neuaufstellung des Hagener Nahverkehrsplans vorlag.

Mit den Inhalten hielt sich der Ausschussvertreter der Liberalen, Alexander Plahr, laut Protokoll erst gar nicht auf, sondern versuchte sofort, über den Hebel „Mehrkosten“ jegliche auch nur ansatzweise Optimierung des ÖPNV abzublocken.

Das Sitzungsprotokoll vermerkt dazu Plahrs Position: „Der vorliegende Antrag würde den Beschluss des Rates insoweit modifizieren, als dass jetzt auch ein Szenario mit zusätzlichen Kosten geprüft werden solle. Der Antrag begrenze diese zusätzlichen Kosten nicht auf Fremdfinanzierung, sondern sagt aus, dass durchaus aus dem Stadtsäckel zusätzliches Geld fließen könnte. Aus diesem Grund könne die FDP diesen Antrag nicht mittragen. Eine Verbesserung des ÖPNV in Hagen sei zwar erwünscht, allerdings nicht mit zusätzlichen Kosten.“

Der (nur mit Überläufer-Glück) als FDP-Fraktionsvorsitzender agieren dürfende Claus Thielmann legte in einer Pressemitteilung nach. Die „konsequente Sparpolitik der Allianz“ (gemeint ist die Kürzungsorgie der vergangenen Jahre) werde „von der Opposition wenig gewürdigt und vielmehr als Startsignal für neue Ausgaben in verschiedenen Bereichen begriffen, so zuletzt mit der Forderung nach umfangreichen Mehrausgaben beim städtischen Nahverkehr“.

Getoppt wird die Argumentationskette dieses politischen Zwergenaufstands vom FDP-Vertreter im Mobilitätsausschuss, der gemäß Protokoll meinte, das Argument, dass ein optimierter Busverkehr ein Fahrverbot in der Innenstadt verhindern würde, könne er nicht teilen. Hier sei vielmehr die technologische Entwicklung der Fahrzeuge gefragt.

Wie sich diese „technologische Entwicklung“ konkret gestaltet, ist seit dem Dieselskandal hinlänglich bekannt: durch Betrug. Das scheint den Juristen Plahr aber nicht zu stören.

380-kV-Höchstspannungsleitung Dortmund-Hagen

9. Februar 2017

Erörterungstermin im Saalbau Witten

Die Bezirksregierung Arnsberg hat in den letzten Tagen die Einladungen für den Erörterungstermin über den Neubau der Höchstspannungsfreileitung von Dortmund nach Hagen an über 900 Einwender, Behörden, Verbände und sonstige Träger öffentlicher Belange verschickt. Der Erörterungstermin findet am 21. März 2017 im Wittener Saalbau statt. Eine Verlängerung um drei Tage bis einschließlich 24. März 2017 ist möglich.

Erörtert werden die Einwendungen zum beantragten Neubau des rund 11 km langen Abschnittes der 380-kV-Strom­leitung von Dortmund – Kruckel über Herdecke und Witten bis zum Umspann­werk in Hagen – Garenfeld. Bei dem von der Amprion GmbH beantragten Vorhaben handelt es sich um einen Teilabschnitt des Vorhabens Nr. 19 des Energieleitungs-ausbaugesetzes, welches den Neubau der 380-kV-Stromleitung von Dortmund nach Dauersberg in Rheinland-Pfalz vorsieht.

Weiter dicke Luft in Hagen

1. Februar 2017

Hauptursachen sind Diesel-PKW und LKW

diesel-autos_stossen_das_meiste_no2_ausGemeinsam mit Dortmund erreichte Hagen 2016 die dritthöchste Stickstoffdioxid-Belastung der Atemluft in nordrhein-westfälischen Städten. Das zeigt die Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA).

„Seit Jahrzehnten gefährdet Stickstoffdioxid unsere Gesundheit“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA. „Schuld sind in den Städten vor allem alte Diesel-Autos. Es kann aus Sicht des Gesundheitsschutzes nicht akzeptiert werden, dass die Kommunen keine Handhabe haben, um beispielsweise Dieselautos mit hohem Ausstoß aus den belasteten Innenstädten auszuschließen.“

Beim Feinstaub sind dagegen Fortschritte zu verzeichnen, trotzdem erreichte Hagen auch hier mit Platz 4 einen der schlechtesten Plätze im Landesvergleich. Außer zu Beginn des Jahres blieben besonders feinstaubbegünstigende Wetterlagen aus, so dass 2016 eine geringere Feinstaubbelastung als in den Vorjahren gemessen wurde.

Das UBA ist dennoch besorgt: Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Wert von 20 µg/m3 im Jahresmittel wurde auch in Hagen überschritten. Krautzberger: „Bund, Länder und Kommunen müssen und können gemeinsam weitere Anstrengungen unternehmen, um das Gesundheitsrisiko durch Feinstaub zu verringern.“

380-kv-Höchstspannungsleitung: Betroffene Hochhaus-Bewohner geben sich gelassen

6. Januar 2017

Am Runden Tisch wurde die Idee einer Reh-„Nord-Nord“-Trasse geboren. Das hätte Auswirkungen für die Berliner Allee 53. (…)

Nach dem von allen Teilnehmern bestätigten positiven Verlauf der ersten Gesprächsrunde am 30. November im Hohenlimburger Rathaus und der dabei aufgezeigten Möglichkeit, die 380-kV-Höchstspannungsleitungen auch von der Wohnbebauung Reh wegzuführen und dabei gleichzeitig die Bestandstrasse durch Elsey abzubauen, sehen die Hohenlimburger Kommunalpolitiker den weiteren Planungen mit großem Interesse entgegen. (…)

Quelle: wp.de

Mein Feind, der Baum

2. Januar 2017

BV Haspe will Fußgängerzone abholzen lassen

voerder-strLicht und Schatten auf der Voerder Straße in Haspe. Deutlich zu sehen: Nicht die Bäume verschatten den Straßenraum. Und überhaupt: Wen stört eigentlich Schatten im Sommer? Foto: DW

Seit mehr als drei Jahren versucht die Bezirksvertretung Haspe, den Baumbestand in der Fußgängerzone Voerder Straße zu beseitigen – bislang glücklicherweise ohne Erfolg. In den kommenden Wochen soll die leidige Angelegenheit wieder auf den Tisch.

Begonnen hatte der Feldzug gegen das städtische Grün im Jahre 2013. In der Sitzung der BV am 19. September schob Bezirkschef Dietmar Thieser das Thema erstmalig unter der Rubrik „Tagesordnungspunkte des Bezirksbürgermeister“ auf die Tagesordnung.

Begründung: „Um den Lichteinfall in der Hasper Fußgängerzone zu erhöhen und damit die Lichtverhältnisse insgesamt zu verbessern ist es leider unumgänglich einige Bäume in der Fußgängerzone zu fällen bzw. zu ersetzten. Auch die verbleibenden Bäume müssen erheblich gestutzt und die Krone verkleinert werden.“

Wie es um die „Lichtverhältnisse“ vor Ort in der Realität bestellt ist, lässt sich auf dem Foto oben sehr gut erkennen. Verschattet wird die Fläche von den Häusern auf der Westseite der Voerder Straße, nicht von den Bäumen.

Überhaupt: Was soll schlecht sein an beschatteten Flächen im Sommer? Bäume und Sträucher sorgen durch Schatten und Verdunstung dafür, dass sich Straßenräume und innerstädtische Plätze tagsüber nicht so stark aufheizen und nachts weniger Wärme an die Luft abgeben.

Aber so etwas interessiert die BV Haspe wenig und so beauftragt sie die Verwaltung einstimmig, die Kosten zu ermitteln und der Bezirksvertretung Haspe eine entsprechende visualisierte Gesamtplanung der Fußgängerzone bis zum 13.02.2014 vorzulegen.

Die präsentierte die Verwaltung auftragsgemäß in der BV-Sitzung im Februar 2014 in zwei Varianten. Die Herstellungskosten wurden mit 52.000 € für die Variante 1 bzw. 73.000 € für die Variante 2 ermittelt.

Und es gab einen wichtigen Hinweis: „Die Finanzierung der Maßnahme ist nicht gesichert.“ Dazu hätte es eine entsprechenden Kostenstelle im städtischen Haushalt geben müssen, beschlossen vom Rat der Stadt.

Diesen Punkt hatte Dietmar Thieser wohl nicht bedacht und so schlug er vor, den Tagesordnungspunkt um einen Monat zu verschieben. Auch das wurde einstimmig beschlossen. Das Protokoll vermerkt an dieser Stelle: „Ohne Diskussion“.

In der März-Sitzung der BV Haspe hat es das Thema „Baumfällung“ allerdings nicht auf die Tagesordnung geschafft, ebensowenig im Mai. Im Juni war man mit den Kommunalwahlen beschäftigt, u.a. mit der Wahl des Bezirksbürgermeisters. Erneut wurde Dietmar Thieser gewählt – natürlich einstimmig.

Auch die Juli-Sitzung verstrich und erst nach den Sommerferien fanden im September die Bäume der Voerder Straße wieder zurück auf die Tagesordnung. Erneut hatte die Verwaltung auf Veranlassung der BV ein umfangreiches Papier vorgelegt.

Kernsatz: „Die Planung zur Umgestaltung der Fußgängerzone in der Voerder Straße verfolgt das vorrangige Ziel, durch eine Reduzierung der Bäume die Belichtung des Straßenraumes deutlich zu verbessern.“ Zur Erinnerung: siehe Foto oben.

Vielleicht spielen im Hintergrund auch ganz andere Gründe für die mit Vehemenz betriebenen Abholzpläne eine Rolle: Es muss Platz geschaffen werden für eines der Lieblingsprojekte Dietmar Thiesers und seiner ihm treu ergebenen BV. Nämlich Platz für Esel.

So heißt es in der Verwaltungsvorlage: „Im Rahmen des Informationsgesprächs im Februar wurde seitens der Kommission zur Gestaltung der Fußgängerzone angeregt, den Esel als Objekt mit Bezug zur Ortsgeschichte z. B. als Skulptur einzuplanen und ergänzend zum Kirmesbauerbrunnen dafür einen angemessenen Platz zu finden.“

Und noch etwas ist auffällig. Von Anfang an spielt in dieser kruden Holzfällergeschichte eine ominöse „Kommission zur Gestaltung der Fußgängerzone“ mit; ein Gremium, das es gar nicht geben dürfte. Nach den Regeln der Gemeindeordnung sind Ausschüsse der Bezirksvertretungen nicht zulässig. Dabei dürfte es unerheblich sein, welchen Namen man dem Kind verpasst.

Die „Kommission“ hatte jedenfalls in der Zwischenzeit ihrer Phantasie freien Lauf gelassen, was den Kostenrahmen von ursprünglich 52.000 Euro mehr als verdreifachte. Die Verwaltung kommentierte trocken:

„Die Herstellungskosten für die Maßnahme zu Umgestaltung der Voerder Straße wurden mit 170.000 € ermittelt. Dabei sind die bilanziellen Auswirkungen nicht berücksichtigt. (…) Die Finanzierung der Maßnahme ist nicht gesichert, da im laufenden Haushalt 2014/2015 keine Mittel dafür eingeplant sind.“

Auch diese Kostensteigerung überraschte ungemein, und der Beschluss wurde – auf wessen Vorschlag wohl? Genau! – zurückgestellt. Wie in der BV üblich einstimmig und „ohne Diskussion“.

Ein Beschluss erfolgte dann am 4. Dezember 2014, allerdings abweichend vom Vorschlag der Verwaltung: „Der vorgestellten Planung wird in der vorliegenden Form nicht zugestimmt. Die Verwaltung wird gebeten ein überarbeitetes Konzept mit entsprechend differenzierter Kostenermittlung (…) vorzulegen. Dieses Konzept soll auch Vorschläge zur Realisierung und Finanzierung erhalten.“

Weitergehen sollte es am 19. März 2015, aber erst im Juni wurde die Sache auf die Tagesordnung genommen. Nach einer erneuten Vorstellung der Verwaltung hatten sich die Kosten auf 126.000 Euro vermindert. Stand nun: „Die Anzahl der Bäume wird reduziert und der Abstand der Bäume zueinander von 15 Metern auf 20 Meter erweitert.“

Wichtig: „Der Standort der Eselskulptur ist im Plan dargestellt.“ Aber: „Einzelheiten zur Gestaltung der Skulptur sind nicht Bestandteil der jetzigen Planung.“ Die wollten sich die „Experten“ der BV lieber selber vornehmen. Die grauenvollen Ergebnisse sind inzwischen zu besichtigen.

Auch hier: alles einstimmig. Motto frei nach Wilhelm II.: Ich kenne keine Parteien mehr, nur noch Esel.

Danach war erst einmal mehr als ein Jahr Ruhe im Bezirkskarton. Aber: Die Bäume standen ja immer noch. So mussten sich denn die munteren Holzhackerbuam etwas Neues einfallen lassen.

Und sie wurden fündig – so meinten sie jedenfalls. Sie entdeckten die alljährliche Winterfällaktion des städtischen Wirtschaftsbetriebs WBH. Der neue Vorschlag, diesmal formell eingebracht von der SPD-Fraktion, lautete: „Wir bitten die Verwaltung, die Bäume, die sich in der Hasper Fußgängerzone befinden, mit in die Liste der im Rahmen der Winterfällung zu fällenden Bäume aufzunehmen.“

Da half es auch nicht, dass der Vertreter der GRÜNEN in der Hasper BV darauf hinwies, dass die im Rahmen der Winterfällung zu beseitigenden Bäume aufgrund der Verkehrssicherungspflicht der Verwaltung gefällt werden. Das betrifft kranke und nicht mehr standsichere Gewächse, nicht aber Bäume, die nach Ansicht der Bezirksvertreter angeblich den Straßenraum verschatten sollen.

Aber auch dieser Hinweis verhallte im Hasper Nirwana. Folgender Beschluss erging: „Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen und der Bezirksvertretung Haspe mitzuteilen wann die Bäume gefällt werden sollen und ob die Finanzierung gesichert ist. Die Prüfung soll zeitnah erfolgen damit die Fällung eventuell noch in dieser Winterperiode erfolgen kann.“

Im Abstimmungsergebnis wurde wie üblich Einstimmigkeit erzielt und – typisch Haspe – auch der einzige vermeintliche Bedenkenträger, der Grüne, war trotz seiner richtigerweise vorgetragenen Einwände mit dabei.

Da kann man sich nur noch an den Kopf fassen. Ein offensichtlicher Unfug, dazu noch ohne mehrfach vorgetragene Finanzierungschancen, wird fröhlich weiter vorangetrieben. Welchen Schluss darf der gemeine Hagener daraus ziehen?

Nachdem die Bezirksvertretung nun mehr als drei Jahre unerbittlich gegen die Bäume in der Voerder Straße gekämpft hat und – glücklicherweise! – bis heute ihr Ziel nicht erreicht hat, bleibt wirklich nur noch eine Frage übrig: Was – oder besser: Wer – ist hier eigentlich verschattet?

Mögliches Diesel-Verbot erst nach Urteil

25. Dezember 2016

Kommt das Diesel-Fahrverbot auf dem Märkischen Ring doch schneller als gedacht, weil die Stadt dafür eigene Regeln aufstellen darf? Experten der Bezirksregierung hatten das Diesel-Fahrverbot der Stadt Hagen bereits als Option empfohlen, damit die Ziele des Luftreinhalteplans erreicht werden. Und das Bundesumweltministerium will offensichtlich im Januar einen Gesetzentwurf vorlegen, der Städten hierzu eine Rechtsgrundlage bieten soll. (…)

Quelle: wp.de

Politik setzt sich für mehr Busse auf Hagener Straßen ein

19. Dezember 2016

Neues Jahr, neue Ansätze: In der ersten Sitzung des Rates 2017 soll es in einem Antrag darum gehen, welche Auswirkungen es auf den Verkehr in der Stadt hat, wenn mehr Geld für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) fließt. „Ich denke, dass wir alle Fraktionen unter einen Hut kriegen“, sagt Hans-Georg Panzer, Vorsitzender des Umweltausschusses.

In diesem Gremium war die Diskussion jüngst aufgepoppt, als wieder einmal der Luftreinhalteplan auf der Tagesordnung stand. Eine der Maßnahmen, die die zu hohen Schadstoffe in der Innenstadt reduzieren sollen, ist die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV. (…)

Dass ein attraktiver ÖPNV durchaus Effekte nach sich zieht, ist für Professor Heiner Monheim, Mitinhaber des Raumkom-Instituts für Raumentwicklung und Kommunikation, klar. Der Verkehrs-Experte tritt für einen radikalen Ansatz ein: fünfmal mehr Haltestellen und ein Zehn-Minuten-Takt bis in die Wohnquartiere hinein. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: In seinem Kommentar zur möglichen Ausweitung des ÖPNV („Radikal aber richtig“) stellt WPWR-Redakteur Jens Stubbe zutreffend fest: „Dafür ist ein radikaler Ansatz der richtige. Nur wer so denkt, kann etwas bewegen. Wenn am Ende des Prozesses steht, dass eine Linie hinzukommt oder am Abend einzelne Linien länger verkehren, ist nichts erreicht.“

Ob aber die Überschrift des Artikels („Politik setzt sich für mehr Busse auf Hagener Straßen ein“) den Fakten entspricht, darf zum jetzigen Zeitpunkt arg bezweifelt werden. Hat diese Politik doch in den letzten Jahren die Mittel für den ÖPNV stark zusammengestrichen.

So schon im Dezember 2007 um 2 Millionen Euro pro Jahr. Dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst – also mit den Stimmen von SPD und GRÜNEN, die nun laut WPWR-Artikel eine Wende einleiten wollen. Weitere 2 Millionen Euro wurden ein Jahr später weggekürzt. Diesmal lehnten die GRÜNEN die Vorlage ab, aber die SPD votierte wiederum mit Ja.

Wenn Prof. Monheim konstatiert, es sei „für eine Kommune wie Hagen wesentlich teurer, ein viel zu großes Straßennetz zu unterhalten, in dem Autos Vorrang gewährt wird, als den ÖPNV auszubauen“, lässt sich diese These aufgrund der entstehenden Kosten leicht nachvollziehen.

Jedes Jahr werden in Hagen für Straßen und Parkplätze etwa 53 Millionen Euro aufgewandt, davon belasten 36 Millionen Euro Eigenmittel unmittelbar den städtischen Haushalt. Würde dieser Ansatz nur um 10 Prozent reduziert und zu Gunsten des ÖPNV umgeschichtet, könnte beim Busangebot zumindest der Zustand von 2007 wiederhergestellt werden.

Das wäre aber bestenfalls ein Anfang. Für eine wirkliche Verkehrswende – das hat Jens Stubbe völlig richtig beschrieben – sind dagegen weitaus radikalere Maßnahmen nötig, um der Überflutung der Stadt mit dem motorisierten Individualverkehr Einhalt zu gebieten.

Einige Vorschläge kamen zum Wochenende aus dem Bundesumweltministerium: Strecken- und gebietsbezogene Verkehrsbeschränkungen, zum Beispiel nur Einfahrt in belastete Gebiete wahlweise mit geraden oder ungeraden Endziffern auf den Nummernschildern.

Dazu: Interview mit Prof. Heiner Monheim:

monheimWPWR, 17.12.2016. Leider nicht online verfügbar, für eine größere Darstellung aufs Bild klicken.

Mach’s gut, altes Haus!

11. Dezember 2016

StadtBauKultur NRW bietet Hausobjekte aus Abbruchmaterial

halle_1_be-505x420Fotos (3): StadtBauKultur NRW

Der Umgang mit Gebäuden, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben, wird in Hagen sehr unterschiedlich geregelt. Die Spannbreite reicht von positiven Beispielen wie der Restaurierung und anschließender Umnutzung der ehemaligen Wippermann-Fabrik in Eilpe bis hin zum Jammertal der früheren Zwieback-Produktionsstätte Brandt in Westerbauer.

Zur Sensibilisierung für die Problematik des Umgangs mit alter Bausubstanz hat sich StadtBauKultur NRW eine nette Idee einfallen lassen.

Die Landesinitiative bietet eine limitierte Serie von Modellhäusern an. Die Objekte sind aus dem Abbruchmaterial von 10 ausgewählten Gebäuden aus ganz Nordrhein-Westfalen gefertigt und sollen veranschaulichen, welche Potenziale der bauliche Bestand bietet.

Der bauliche Bestand bindet riesige Mengen an Baustoffen, Bauteilen und Energie, die für seine Herstellung aufgebracht werden mussten. Darüber hinaus bindet er wertvolle Erinnerungen und Geschichten aus der Vergangenheit – und manchmal auch ungeahnte Potenziale für die Zukunft.

koeln_12_be-505x420In Zeiten, in denen der verantwortungsvolle Umgang mit nicht erneuerbaren Ressourcen zu einer gesellschaftlichen Pflicht geworden ist, bedarf es auch eines verantwortungsvollen Umgangs mit unserem baulichen Bestand. Durch dessen intensive Nutzung könnte die jährliche Inanspruchnahme von Rohstoffen um 30 Prozent und von Bauland um mehr als 80 Prozent gesenkt werden.

Hinzu kämen erhebliche Energieeinsparungen für Abriss und Neubau. Außerdem können durch den intelligenten Umgang mit dem baulichen Bestand ungeahnte, architektonische Innovationen freigesetzt werden. Dafür stehen diese Modellhäuser.

Die Objekte sind zu erhalten gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro je Haus, Verpackungs- und Versandkosten sind inbegriffen.

Bestellung und weitere Informationen: http://hausrecycling.nrw

Mehr Informationen zu StadtBauKultur NRW unter: www.stadtbaukultur.nrw.de

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Schadstoffe: Möglicherweise bald Diesel-Verbot auf Hagens Innenstadtring

10. Dezember 2016

Ein Verbot für Diesel-Autos auf dem Innenstadtring – die Bezirksregierung schließt das nicht mehr aus. Grund ist die hohe Schadstoffbelastung. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: In einem Kommentar zu seinem Artikel meint Autor Jens Stubbe, Kommunen wie Hagen hätten auch aufgrund ihrer Tallage Probleme, Schadstoffwerte einzuhalten. Hier verwechselt er leider die Ursachen. Nicht die Tallage erzeugt die Schadstoffe, sondern der übermäßige motorisierte Individualverkehr, der in Hagen immer gepuscht wurde, während die Entscheider und Meinungsmacher dem Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr sowie Car-Sharing ein Mauerblümchendasein verordnet haben.

Region im Fluss

3. Dezember 2016

Bewerbung für die Regionale 2022/2025

„Region im Fluss _ Mittendrin in NRW“ – unter diesem Motto steht die gemeinsame Bewerbung der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Städte Schwerte und Fröndenberg, des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sowie der Kooperationspartner Dortmund und Bochum für die Regionale 2022/2025.

Gestern (2. Dezember) wurde das Bewerbungskonzept im Foyer des Hagener Kunstquartiers erstmalig einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und offiziell auf den Weg gebracht. Am 9. Dezember wird die Bewerbung fristgerecht der Landesregierung in Düsseldorf übergeben.

Vier Handlungsfelder weist das Konzept aus: „Arbeit und Wirtschaft“, „Freizeit, Umwelt, Kultur, Tourismus“, „Soziales, Integration, Gesundheit und Bildung“ sowie „Raum und Mobilität“. Unter diesen Schlagworten sind seit Mitte September die vorhandenen Potenziale der Region zusammengetragen, Entwicklungsbausteine entworfen und sogenannte Ideenspeicher benannt worden.

„Gemeinsam wollen die Städte, der Kreis und der RVR das Ruhrtal als attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum im Süden der Metropole Ruhr weiterentwickeln. Unser Wettbewerbsbeitrag zur Regionale 2022/2025 ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, so die Regionaldirektorin des RVR, Karola Geiß-Netthöfel im Rahmen der Präsentation.

„Ein Technikforum 4.0 für Kinder und Jugendliche und Radwegachsen für Alltag, Freizeit und Tourismus, Stadterneuerung über Stadtgrenzen hinweg und ein Bildungshaus Inklusion. Allein diese vier von unzähligen Beispielen zeigen, was machbar sein könnte. Wer die rund 70 Seiten unserer Bewerbung durchblättert erkennt: Mit der Regionale wollen wir in vielen Lebensbereichen Zukunft gestalten“, hebt Olaf Schade, Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, hervor.

Zuversichtlich, dass die Landesregierung am Ende des Verfahrens eine positive Entscheidung zugunsten von Hagen, des EN-Kreises, des RVR sowie der weiteren beteiligten Städte treffen wird, zeigt sich auch Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz: „Ich bin mir ganz sicher, dass die Region mit ihrer Bewerbung überraschen und überzeugen wird. Um das zu erreichen, haben alle Beteiligten unter einem unglaublichen Hochdruck und verbunden mit ganz viel Herzblut daran gearbeitet. Ihnen allen gilt ein riesiges Dankeschön!“

Weitere Informationen unter www.regionimfluss.de

Umwelt: Wohin nur mit dem Laub im Herbst?

1. November 2016

Mit Beginn der kälteren Jahreszeit werfen Sträucher und Bäume wieder ihr Blattwerk ab. Unverkennbar Anzeichen des Herbstes. Für manchen ein Zeichen dafür, langsam den Garten auf den diesjährigen Winter vorzubereiten. Wer etwas Geduld hat, kann warten, bis auch das letzte Blatt vom Baum gefallen ist.

Wenn dann auch die letzten Blätter zusammengefegt sind, kommt wieder die gleiche Frage wie jedes Jahr auf. Wohin nur mit dem Laub? Häufig muss wieder ein blauer Sack herhalten, der dann mit Laub prall gefüllt an der Straße zur Abholung bereitgestellt wird, sofern man keinen Platz mehr in der Biotonne hat.

Die Untere Landschaftsbehörde des Umweltamtes der Stadt Hagen weist deshalb noch mal darauf hin, dass Laub, auch in kompostierter Form, ein wichtiger Nährstoff-und Humuslieferant für den Garten ist, der dem Einzelnen keine Kosten verursacht. In ausreichender Stärke auf den Boden zwischen Strauchpflanzungen gebracht, Iiefert das Laub notwendige Nährstoffe, verringert die Verdunstung des Wassers im Boden, reichert bei der Umsetzung den Boden mit Humus an und last but not least werden auch die nicht erwünschten „Wildkräuter“ zurückgehalten. Man erspart sich so auch manche Stunde Unkrauthacken“.

Die Landschaftsbehörde weist besonders darauf hin, dass die Laubabfälle auf keinen Fall in die freie Landschaft gehören. Laub in der freien Landschaft zu deponieren, ist verboten und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Und zusätzlich überfrachtet man den Boden durch die organischen Massen an Nährstoffen. Empfindliche Pflanzen und Tiere werden als Folge davon verdrängt. Jeder kann dies an der Häufung von unempfindlichen Gewächsen wie der Brennnessel an bestimmten Stellen in der Landschaft erkennen. Organische Abfälle wie etwa am Waldrand ersticken die heimische Vegetation und sorgen für Nährstoffüberangebot:

Mit dem Verbringen des Laubes in die freie Natur oder in den Wald werden auch Pflanzenteile und Samen ausgebreitet. So kann sich dann eine Vielzahl von fremdländischen oder nicht standortgerechten Pflanzen ausbreiten. Auf diese Weise wird sich auch die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, ausgebreitet haben.

Diese fremdländischen Pflanzen verdrängen die heimischen, meist weniger konkurrenzstarken Pflanzen aus ihren ursprünglichen Gebieten. Mit den heimischen Pflanzen verschwinden auch häufig Tierarten, die auf diese Pflanzen angewiesen sind. Bekannt hierfür sind beispielsweise Schmetterlinge, die ihre Eier nur an bestimmten Wirtspflanzen ablegen können, da sich ihre Raupen nur an diesen Pflanzenarten entwickeln können.

Deshalb bittet die Landschaftsbehörde die Bürger darum, die Grünabfälle aus dem Garten nicht in die freie Natur zu bringen. Die pflanzlichen Abfälle wie Laub, Schnittgut von Stauden und Gräsern, Rasenschnitt usw. sollte man direkt im Garten auf den Beeten oder zwischen den Gehölzen liegen lassen, wo sie verrotten. Einen Laubhaufen anzulegen, führt zu interessanten Beobachtungen der Tierwelt. Es lohnt sich mehrfach. So überwintert etwa der Igel in dem Laubhaufen. Nach dem Winterschlaf macht sich der Igel als vierbeiniger Schädlingsbekämpfer im Frühjahr und Sommer sehr nützlich. Aber bitte daher auf Gifteinsätze im Garten verzichten. Ansonsten würden sie auch den Igel und andere insektenfressende Tiere vergiften.

Besonders die Anlage eines Komposthaufens ist eine sinnvolle Alternative, da so duftende Gartenerde durch Kleinstlebewesen produziert wird und darüber hinaus auf Dünger verzichtet werden kann. So mancher Euro ließe sich sparen.

Weitere Tipps und Informationen gibt die Untere Landschaftsbehörde des Umweltamtes unter Telefon 02331/207-2904.

Flächenfraß: Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen steigt

5. Oktober 2016

Baugebiete, Straßen und Freizeitgelände beanspruchen einen steigenden Anteil der Stadt. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche ist in Hagen zwischen 2004 und 2014 um 2,4 Prozent gestiegen, zeigt eine Erhebung des Statistischen Landesamtes. 5.627 Hektar weist das Katasteramt im Jahr 2014 für diesen Bereich aus, das entspricht einem Anteil von 35,1 Prozent an der Gesamtfläche; 2004 waren es noch 34,3 Prozent.

Damit liegt der Anstieg in Hagen zwar unter dem Landesdurchschnitt von 5,8 Prozent, aber die Begehrlichkeiten wachsen bekanntlich. Während vorhandene Gewerbeflächen beispielsweise aufgrund von Vorbesitzern belasteten Böden angeblich nicht nutzbar sind, erschallt mit schöner Regelmäßigkeit der Ruf nach Umwandlung bislang nicht versiegelter Flächen in Industrieareale.

Auch landesweit hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche zwischen 2004 und 2014 vergrößert, jedoch verläuft der Anstieg mittlerweile langsamer, berichten die Statistiker. Ziel von Bundes- und NRW-Umweltministerium ist es jedoch, den sogenannten „Flächenfraß“ auf „Netto-Null“ zu reduzieren, um landwirtschaftliche und freie Flächen zu schützen. Denn der Landschaftsverbrauch, zum Beispiel durch Neubaugebiete im ländlichen Raum, verringert unter anderem Frischluftbereiche und trägt durch ausufernde Siedlungen zum Klimawandel bei.

Erst drohende Strafen machen Rathaus flott

29. September 2016

Luftreinhalteplan: Stadt erhöht Kontrolldruck am Märkischen Ring

Im Rahmen der Fortschreibung des Luftreinhalteplans fordert die Bezirksregierung Arnsberg von der Stadt Hagen zusätzliche Maßnahmen am Märkischen Ring. So wurde die bislang dynamische Sperrung (je nach Wetterlage) für Lkws zwischen Emilienplatz und Rembergstraße in eine dauerhafte geändert.

Diese zunächst bis Ende des Jahres befristete dauerhafte Sperrung wird mehrfach täglich von Mitarbeitern der Ordnungsbehörde kontrolliert, da bislang nur die Fahrtrichtung vom Emilienplatz kommend mit einer stationären Anlage überwacht wird.

Die dort im Schnitt 400 erfassten Fahrzeuge pro Monat unterstreichen die Notwendigkeit, den Kontrolldruck zu erhöhen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Grenzwertüberschreitungen von Stickstoffdioxid am Märkischen Ring zu rund 60 Prozent vom Kfz-Verkehr verursacht werden.

Im Falle einer weiteren Überschreitung der Grenzwerte könnten im Rahmen eines möglichen EU-Strafverletzungsverfahrens auf die Stadt Zahlungen zwischen 20.000 und 900.000 Euro täglich zukommen. Lkw-Fahrer, die das Durchfahrtsverbot missachten, erhalten ein Bußgeld von 80 Euro.


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