Archive for the ‘04 Umwelt Hagen’ Category

Anpassung der Wälder an den Klimawandel

1. Juli 2022

Ringvorlesung Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit der FernUni

Wälder bieten vielfältige Ökosystemleistungen und tragen in großem Umfang zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele bei. Die trockenheißen Jahre 2018 bis 2020 und die Zunahme von Krankheiten und Schädlingen haben den Wäldern in vielen Regionen jedoch stark zugesetzt und auch zu flächigem Absterben geführt. Solche Extremereignisse werden in Zukunft sehr wahrscheinlich noch weiter zunehmen.

Über „Wege zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel“ referiert der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates für Waldpolitik, Prof. Dr. Jürgen Bauhus (Universität Freiburg), am Freitag, 8. Juli, im LWL-Freilichtmuseum Hagen, Selbecker Str. 200, 58091 Hagen.

Alle Interessierten sind eingeladen, von 18 bis ca. 20 Uhr kostenfrei teilzunehmen. Veranstalterin des öffentlichen Vortrags in der Veranstaltungsreihe „Ringvorlesung Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit“ des gleichnamigen Forschungsschwerpunktes der FernUniversität in Hagen ist ihr Rektorat.

Weitere Informationen und Anmeldungen für die persönliche oder virtuelle Teilnahme per Zoom unter www.fernuni.de/eun-wald .

„Kinder sollen echte Natur erleben“

29. Juni 2022

Frank Reh hat sich die Artenvielfalt und den Schutz der Insekten auf die Fahnen geschrieben. Daher appelliert er, Grünanlagen umzugestalten. (…)

Jetzt mal konkret: Was möchten Sie gerne umgesetzt wissen?

Wir schlagen vor, dass der Natur in Form von einheimischen Wildpflanzen und naturnah gestalteten Biotopen noch mehr Raum in den öffentlichen Grünanlagen in Hagen eingeräumt wird. Dieses Konzept fußt auf der Erkenntnis, dass für die Insektenvielfalt die Vermeidung exotischer Zierpflanzen und die Verwendung einheimischer Wildpflanzen der Schlüsselfaktor ist. Mit der Förderung der Insektenvielfalt geht zudem eine positive Wirkung auf alle anderen Tierarten aus.

Hinzu kommt: Es wird ein Beitrag zur Abmilderung der klimatischen Änderung im Innenstadtbereich geleistet. Naturnah gestaltete Grünflächen, insbesondere Wiesen, binden CO2 und sorgen für eine Abkühlung der Lufttemperatur. Und die heißen, trockenen Sommer werden auch in Hagen eine Abkehr von den traditionellen Bepflanzungen fordern, da der Gießaufwand nicht mehr zu leisten und bezahlen ist. Einheimische Pflanzen sind besser angepasst, mit diesen Einflüssen umzugehen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Siehe auch hier:

Nach Hohenhof – Nun soll dieser bekannte Baum fallen

18. Juni 2022

Er ist für viele Spaziergänger, Radfahrer, Jogger und Wanderer sicher einer der bekanntesten Bäume in Hagen. Die alte Buche vor dem Kanuclub am Hengsteysee, die den Weg in zwei Durchfahrten spaltet. Nach dem Baumfäll-Desaster am Hohenhof sorgt sie für das nächste Politikum in Hagen. Denn dass sie gefällt werden soll, erfuhren die Mitglieder des Umweltausschusses, weil sie eine Vorlage richtig gedeutet hatten. (…)

Ja, der Baum solle gefällt werden, bestätigte auch Kai Gockel vom Hagener Umweltamt. (…) „Der Baum hat einen Pilzbefall.“ Er müsse aus diesem Grund also auch schon weg. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Auch botanische Laien wissen in der Regel, dass Buchen glatte Stämme haben, WPWR-Autor Fiebig offensichtlich nicht. Auf dem Foto zum Artikel ist das eindeutig zu erkennen. Fiebig spricht in seinem Artikel trotzdem wiederholt fälschlich von einer „Buche“. In der Baumliste der Verwaltungsvorlage zum Vorhaben Hengsteysee (Bebauungsplan Nr. 2/20 (697)) wird der Baum als „Amerikanische Roteiche“ geführt – Fiebig hätte sich also schlau machen können.

In der Vorlage wurde auch schon der Pilzbefall erwähnt, zur Fällung war der Baum allerdings nicht vorgesehen. Die Empfehlung lautete: Baumschutzmaßnahmen vorsehen. Das gilt jetzt offensichtlich nicht mehr.

Hohenlimburg: Austretendes Sickerwasser beschäftigt Politik

17. Juni 2022

Das im Hasselbachtal aus einer alten Deponie dringende Sickerwasser sorgt in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit weiter für Sorgen. Denn wie berichtet tritt aus der Hangdrainage einer alten Deponie der Firma Rheinkalk, wo bis Anfang der 1970er-Jahre Abfallstoffe von Dolomit und Kalkstein abgelagert wurden, basisches Sickerwasser aus.

„Es ist alkalisch, gefährlich und ätzend“, bestätigte Ordnungs- und Umweltdezernent Sebastian Arlt nun im Umweltausschuss. (…)

Der Eigentümer der Fläche, der anonym bleiben will, erklärt auf Anfrage: „Die angekündigten Messungen des austretenden Sickerwassers können von unabhängigen Leuten überprüft werden.“ Das Wasser sei gefährlicher als Rheinkalk es behauptet, verweist er unter anderem auf die frühere Berichterstattung über eine „Zeitbombe“. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

82,5 Millionen Euro Flutschäden

17. Juni 2022

Es ist die Nacht vom 14. auf den 15. Juli, als die heftige Regenflut Hagen trifft. In der Nacht und am Tag darauf werden weite Teile der Stadt von den Wassermassen geflutet. Straßen, Brücken, Kitas, etliche Wohnhäuser, Autos, aber auch städtische Einrichtungen und Geschäfte werden zerstört oder schwer beschädigt – besonders schwer trifft es Hohenlimburg und die Gebiete im gesamten Verlauf der Volme.

„Der vorläufig festgestellte Schaden an städtischem Eigentum beläuft sich auf rund 82,5 Millionen Euro“, sagt Stadt-Sprecherin Clara Treude mit Blick auf die Starkregenflut. Die Schäden – bis heute längst nicht beseitigt. Aber dokumentiert. In einem Wiederaufbauplan.

Dieser Plan, der insgesamt 94 Maßnahmen umfasst, muss der Bezirksregierung vorgelegt werden. Die wiederum entscheidet darüber, ob das Wiederaufbau-Budget zur Verfügung gestellt wird. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Die Stadt hat bereits eine Strategie entwickelt, um der Klimakrise als Ursache solcher Ereignisse entgegenzuwirken: Sie will vermehrt Tretroller aufstellen lassen.

Lenne: Freilaufende Hunde und Vandalismus

16. Juni 2022

Hinweisschilder machen auf seltene Vogelarten aufmerksam

20220615_Brutschilder_Lenne_2_Franziska_Michels_maxDaniela Kreische und Kai Gockel hoffen auf Rücksichtnahme durch die Besucherinnen und Besucher an der Lenne. Foto: Franziska Michels/Stadt Hagen.

„Hier brüten wir und bitten um Ihre Rücksicht“ – lesen Besucherinnen und Besucher im Bereich der renaturierten Lenne ab sofort auf vier, bald fünf, anschaulich gestalteten Hinweisschildern. Grund dafür ist die Rückkehr des Flussregenpfeifers und der Uferschwalbe nach Hagen. Neben vielen Informationen und Bildern über die gefährdeten Vögel finden Interessierte über einen QR-Code noch weiterführende Informationen zu dem Lebensraum der Tiere.

„Ich freue mich sehr, dass die seltenen Arten hier im Bereich der Lennerenaturierung wieder ein Zuhause gefunden haben. Das ist wirklich eine Sensation“, so Kai Gockel, Abteilungsleiter der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hagen und fügt hinzu: „Die neu geschaffenen Kiesbänke sind optimal, damit der Flussregenpfeifer dort seine Eier ablegen kann. Und die Uferschwalbe kann ihre Bruthöhle in das Steilufer graben“.

Neben den Tieren zieht es auch die Menschen an die renaturierte Lenne, weshalb Gockel die Besucherinnen und Besucher zur Vorsicht aufruft: „Insbesondere der Flussregenpfeifer ist in seiner Umgebung gut getarnt, weshalb wir Menschen die Tiere schnell übersehen und so unbeabsichtigt ihre Nester zerstören.“

Frei laufende Hunde oder Lärm verschrecken und verscheuchen die Uferschwalbe und den Flussregenpfeifer aus ihrer neu gewonnenen Heimat. Um die bedrohten Tiere zu schützen, sollten Besucherinnen und Besucher zudem auf den Wegen bleiben.

„Leider wurden mehrere der Hinweisschilder in den vergangenen Tagen umgedreht, sodass Spaziergängerinnen und Spaziergänger die Hinweise nicht mehr von den Wegen aus lesen können. Diesen unnötigen Vandalismus kann ich wirklich nicht verstehen“, sagt Daniela Kreische, Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hagen.

Flussregenpfeifer und Uferschwalbe sind stark gefährdet

Flussregenpfeifer und Uferschwalbe werden in der roten Liste des Landes Nordrhein-Westfalen als „stark gefährdet“ eingestuft. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind diese seltenen Vogelarten besonders, der Flussregenpfeifer zudem streng geschützt. Die Maßnahmen zum Schutz der Vögel haben ihre Grundlage im gesetzlichen Artenschutz und sind unter anderem im Bundesnaturschutzgesetzt verankert.

Die Untere Naturschutzbehörde Hagen ist zuständig für die Umsetzung und Einhaltung der Artenschutzgesetze. Verstöße gegen die Regelungen werden ordnungsbehördlich verfolgt und können Bußgelder zur Folge haben.

Inspirationen zum Artenschutz

14. Juni 2022

Ausstellung über Umweltschutz und Insektenvielfalt im Rathaus

Eine Wanderausstellung mit dem Thema „Vielfalt im Garten – Lebensräume für Insekten und Co.“ präsentiert die Natur- und Umweltschutzakademie Recklinghausen ab Montag, 20. Juni, bis Freitag, 24. Juni, in der Eingangshalle des Rathauses an der Volme.

Das Thema Insektenrückgang beschäftigt immer mehr Menschen. Natürliche Lebensräume insbesondere für Insekten müssen erhalten oder geschaffen werden. Hier gewinnen auch private Grünflächen wie Gärten und Balkone an Bedeutung.

Die Ausstellung beantwortet Fragen wie „Welchen Beitrag leisten Balkone und Gärten zur Artenvielfalt?“, „Mit welchen einfachen Mitteln lässt sich ein Garten naturnah gestalten?“, und „Warum sind Schottergärten keine gute Idee?“. Farblich markierte Tipps und Hinweise geben Handlungsempfehlungen für das eigene Zuhause oder machen auf Besonderheiten aufmerksam.

Die Ausstellungseröffnung findet unter dem Motto „Inspirationen zum Artenschutz“ am Montag, 20. Juni, von 11 bis 16 Uhr statt. Ein Besuch der Ausstellung ist Montag bis Donnerstag, von 8 bis 16 Uhr, sowie am Freitag, von 8 bis 12 Uhr, ohne vorherige Anmeldung möglich.

Im Rahmen dieser offenen Ausstellung stehen am Montag, von 11 bis 16 Uhr, sowie Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, jeweils 14 bis 16 Uhr Mitarbeitende des Umweltamtes der Stadt Hagen für Rückfragen und zum persönlichen Austausch zur Verfügung.

Grünes Licht für Solaranlage auf freier Fläche

2. Juni 2022

9000 Haushalte soll eine Solaranlage auf freier freier Fläche an der A 45 in Hagen mit Strom versorgen. Die Bezirksvertreter geben grünes Licht. (…)

Die Bürgerenergiegenossenschaft BEG58 will hier investieren. Und zumindest die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl hat das Projekt jetzt abgesegnet und einen sogenannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ einstimmig abgenickt. Final befinden soll der Rat der Stadt Hagen am 23. Juni. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Weitere Fällungen: 26 Fichten in Haßley

24. Mai 2022

Haßley RaiffeisenstraßeAn der Raiffeisenstraße in Hagen-Haßley sollen 26 Fichten gefällt werden. Foto: Hans Blossey.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit sollen nach Anordnung des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Hagen an der Raiffeisenstraße insgesamt 26 Fichten gefällt werden.

Die Bäume seien stark beschädigt beziehungsweise durch Borkenkäfer befallen und stellten deshalb eine erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr und die öffentliche Sicherheit dar, so die Stadtverwaltung in einer Mitteilung.

Die Fällung der betroffenen Fichten sei mit der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hagen abgesprochen. Eine naturschutzrechtliche Befreiung sei nicht notwendig, da die Fällungen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit dienen.

Um artenschutzrechtliche Konflikte zu vermeiden, werden die Bäume nach Angaben der Verwaltung vor der Fällung auf das Vorkommen geschützter Tiere kontrolliert. Die Fällung bewohnter Bäume werde nach einer notwendigen Höhenreduzierung bis Oktober 2022 zurückgestellt.

Erneuerbare Energien in Westfalen

22. Mai 2022

LWL-Veröffentlichung zeigt Verteilung und Potenziale

Klimawandel, Erneuerbare Energien, nachhaltige Entwicklung, energetische Unabhängigkeit: Begriffe, die in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte eine große Bedeutung haben. Aber welche Rolle spielt Westfalen dabei? Antwort darauf gibt das Buch „Erneuerbare Energien in Westfalen“ das der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) jetzt als Band 10 des Atlasses von Westfalen herausgegeben hat.

Westfalen - Ertrag aus Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch 2019Anteil des Ertrags aus Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch 2019 nach Kreisen/kreisfreien Städten Westfalens. Grafik: LWL.

Grundlage des Buches ist eine Untersuchung im Auftrag der Geographischen Kommission für Westfalen des LWL, die den derzeitigen Ausbaustand der Erneuerbaren Energien in Westfalen zeigt und deutlich macht, dass die Verteilung entsprechend der geographischen Grundvoraussetzungen in Westfalen sehr heterogen ist: Windenergie und Solarenergie wird fast überall genutzt, vor allem aber im Münsterland und Ostwestfalen-Lippe. Strom durch Biomasse gewinnen vor allem die ländlichen Räume, da dort benötigte Abfälle und Pflanzenmengen vermehrt auftreten. Die Wasserkraft wird fast ausschließlich im mittelgebirgigen Gelände Westfalens genutzt.

Westfalen - Photovoltaik-AnlagenStromgewinnung durch Photovoltaik auf Kreisebene in Westfalen. Grafik: LWL.

„Bei allen vier Energiegewinnungsformen ist das Potenzial aber noch nicht ausgeschöpft“, so der Leiter der Studie, Prof. Dr. Thomas Schmitt von der Arbeitsgruppe Landschaftsökologie und Biogeographie der Uni Bochum. Die Gründe seien vielfältig: Umweltschutz, Artenschutz, Landschaftsveränderung, Gesundheit sind nur einige der Stichworte. Die größten Potenziale bei geringsten Konflikten bieten Photovoltaikanlagen auf Dachflächen. Hier biete das dicht besiedelte Ruhrgebiet eine große Chance.

Westfalen - WindenergieStromgewinnung durch Windenergie auf Kreisebene in Westfalen. Grafik: LWL.

Die Arbeit zählt die Photovoltaikanlagen, Windenergieanlagen, Biogas- und Wasserkraftgewinnung mit den jeweiligen Gesamterträgen auf Kreisebene.

„Für die von allen Seiten eingeforderte Energiewende ist ein weiterer Ausbau der Erneuerbaren Energien und eine begleitende innovative und durchdachte Koppelung von Energien, zum Beispiel bei der Entwicklung von grünem Wasserstoff, unausweichlich“, sagt LWL-Direktor Matthias Löb. „Dazu muss die Bevölkerung durch Aufklärung, Akzeptanzbildung und gegebenenfalls durch Gewinnbeteiligung einbezogen werden. So kann auch Westfalen-Lippe einen deutlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.“

Martina Grudzielanek, Tobias Scholz, Bettina Fischer, Ann-Michelle Hartwig und Thomas Schmitt (2022):
Erneuerbare Energien in Westfalen. Atlas von Westfalen, Bd. 10.
Hg. v. d. Geographischen Kommission für Westfalen. Münster.
56 Seiten, mit Abbildungen, Karten und Fotos, eine Kartenbeilage, geb., ISBN 978-3-402-14979-9. Preis 9,95 Euro

Nachhaltige Energieversorgung in NRW

21. Mai 2022

Die Landtagswahl in NRW ist gelaufen. Nun geht es darum, die wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen. In der online-Vortragsreihe Klima.Folgen.Handeln der BUND-Kreisgruppe trägt daher am 24. Mai 2022 um 19.00 Uhr Dirk Jansen zum Thema „nachhaltige Energieversorgung für NRW – was ist zu tun?“ vor.

Der langjährige Geschäftsleiter des Bereiches Umwelt und Naturschutzpolitik beim BUND-Landesverbandes NRW zeigt auf, was in der neuen Legislaturperiode und darüber hinaus in NRW zu tun ist, um die Abhängigkeit von den fossilen Brennstoffen und insbesondere den russischen zu beenden und gleichzeitig den Kampf gegen den Klimawandel zu intensivieren.

Die Zugangsdaten für das Zoom-Meeting lauten https://zoom.us/j/99578739530. Sie sind auch auf der Homepage der BUND-Kreisgruppe Hagen zu finden.

Fahrradprotestaktion machte Station in Hagen

13. Mai 2022

Ohne Kerosin nach DüsseldorfAm 10. Mai hat die Fahrradprotestaktion „Ohne Kerosin nach Düsseldorf“ auf ihrem Weg von Bielefeld Düsseldorf auch in Hagen Station gemacht. Eine Woche lang radeln die Aktivisten durch NRW, um vor der Landtagswahl am 15. Mai auf die Klimakrise aufmerksam zu machen und in verschiedenen Aktionen Forderungen an die neue Landesregierung zu erarbeiten.

In Hagen fand in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Hagen eine Open-Air-Diskussion am AllerWeltHaus im Dr. Ferdinand-David-Park statt, bei der es um die Hochwasser-Katastrophe im Sommer letzten Jahres ging (Foto: privat). Auf dem Podium saßen zum einen die Politiker Jörg (SPD) und Rehbein (CDU), zum anderen Christa Stiller-Ludwig vom BUND, Antonius Warmeling vom Klima-Bündnis Hagen und Claudia Eckhoff als Vertreterin des betroffenen AllerWeltHauses.

Nach einer Übernachtung im Quartier des Zirkus Quamboni ging die Fahrrad-Demo am Morgen des 11. Mai weiter über Bochum und Herne bis nach Recklinghausen, um auch hier neue klimapolitische Themen aufzugreifen und bis zum Wahltag über weitere Städte bis in die Landeshauptstadt zu gelangen, in der die Forderungen der neuen Landesregierung übergeben werden sollen.

Radeln für ein gutes Klima

10. Mai 2022

„STADTRADELN“ geht in die nächste Runde

Hagen ist von Montag, 13. Juni, bis Sonntag, 3. Juli, bei der europaweiten Aktion „STADTRADELN“ dabei. In diesem Zeitraum können Mitglieder des Kommunalparlaments, alle Hagenerinnen und Hagener sowie alle Personen, die in Hagen arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, ein Team gründen beziehungsweise einem bestehenden Team beitreten, um an der Kampagne „STADTRADELN“ des „Klima-Bündnis“, dem größten kommunalen Netzwerk zum Schutz des Weltklimas, teilzunehmen. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

Deshalb hat die Aktion „STADTRADELN“ zum Ziel, dass die Teilnehmenden im Aktionszeitraum und darüber hinaus so oft wie möglich das Fahrrad privat und beruflich nutzen und so fleißig CO2 einsparen. Die gesammelten Radkilometer können entweder über einen Online-Radelkalender auf der Internetseite www.stadtradeln.de/hagen oder in der „STADTRADELN“-App aufgezeichnet werden. So ist ein Vergleich zu anderen Kommunen und Teams möglich, was für zusätzliche Motivation sorgt.

Im Rahmen des STADTRADELNS läuft im gleichen Zeitrahmen auch das Schulradeln. Hier wird die fahrradaktivste Schule gesucht und vom Land NRW ausgezeichnet. Außerdem gibt es für die weiterführenden Schulen einen Kreativwettbewerb in dem Schulen oder Klassen das Fahrrad und die Schule kreativ miteinander verbinden sollen. Die besten Ergebnisse werden dann im Herbst bei einer großen Preisverleihung in Düsseldorf prämiert. Der Einsendeschluss ist am 1. Oktober 2022.

Gefahrenstellen direkt über „RADar!“ melden Während des Kampagnenzeitraums und auch darüber hinaus bietet Hagen allen Bürgerinnen und Bürgern die Meldeplattform „RADar!“ an. Mit diesem Tool haben Radelnde die Möglichkeit, im Internet oder über die „STADTRADELN“-App die Kommunalverwaltung auf störende und gefährliche Stellen im Radwegeverlauf aufmerksam zu machen.

Eine Anmeldung zur Aktion „STADTRADELN“ ist bereits jetzt über die Internetseite www.stadtradeln.de/hagen oder in der „STADTRADELN“-App möglich. Mehr Informationen zur Aktion und Teilnahme erhalten Interessierte von Nina Shears aus dem Bereich Verkehrsplanung der Stadt Hagen unter Telefon 02331/207-3017 oder E-Mail nina.shears@stadt-hagen.de oder auf der Internetseite www.stadtradeln.de.

Open-Air-Diskussion zur Hochwasser-Katastrophe

9. Mai 2022

Am 10. Mai wird die Fahrradprotestaktion „Ohne Kerosin nach Düsseldorf“ auf ihrem Weg von Bielefeld nach Düsseldorf in Hagen eintreffen. Eine Woche lang radeln die Aktivisten durch NRW, um vor der Landtagswahl am 15. Mai auf die Klimakrise aufmerksam zu machen und in verschiedenen Aktionen Forderungen an die neue Landesregierung zu erarbeiten.

In Hagen wird in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Hagen eine Open-Air-Diskussion am AllerWeltHaus im Dr. Ferdinand-David-Park stattfinden, bei der es um die Hochwasser-Katastrophe im Sommer letzten Jahres gehen wird.

Beleuchtet werden unter anderem Aspekte des Katastrophen- und Hochwasserschutzes, der zukünftigen Stadtplanung, aber auch der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Extremwetter-Ereignissen. Der Beginn der Veranstaltung ist für 17 Uhr angesetzt, der Eintritt ist frei.

An der Diskussion teilnehmen werden:

  • Wolfgang Jörg: Landtagsabgeordneter für Hagen und Direktkandidat der SPD für den Wahlkreis Hagen I
  • Dennis Rehbein: Direktkandidat der CDU für den Wahlkreis Hagen I
  • Antonius Warmeling vom Klimabündnis Hagen
  • Christa Stiller-Ludwig: ehemalige Leiterin der Unteren Wasserbehörde Hagen
  • Claudia Eckhoff vom AllerWeltHaus Hagen, das selbst stark vom Hochwasser betroffen war

Die Moderation übernimmt Luis Pauly von „Ohne Kerosin nach Düsseldorf“.

Nach einer Übernachtung im Quartier des Zirkus Quamboni wird die Fahrradprotesttour am Morgen des 11. Mai weiter über Bochum und Herne bis nach Recklinghausen fahren. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich der Tour für ein Stück anzuschließen.

Weitere Informationen über die Aktion auf der Website https://ohnekerosinnachberlin.com/oknd/

Online-Konsultation für Höchstspannungsleitung

6. Mai 2022

Die Amprion GmbH hat die Planfeststellung für den Neubau der 380-kV-Höchstspannungsfreileitung Kruckel – Dauersberg im Abschnitt zwischen der Umspannanlage Hagen-Garenfeld und dem Ochsenkopf in Iserlohn bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt.

Angesichts der zahlreichen gegen den Plan erhobenen Einwendungen bzw. Stellungnahmen ist bei der Erörterung des Plans mit der Teilnahme eines großen Personenkreises zu rechnen. Bedingt durch die COVID-19-Pandemie und dem damit einhergehenden Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus wird die Durchführung eines Erörterungstermins mit großem Personenkreis als nicht sicher angesehen.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat sich daher dafür entschieden, anstelle eines Erörterungstermins eine Online-Konsultation durchzuführen. Einwenderinnen und Einwender sowie Betroffene bekommen damit die Gelegenheit, ihre vorgebrachten Einwendungen und Bedenken näher zu erläutern, wie dies auch bei einem Erörterungstermin geschieht.

Die Online-Konsultation findet von Montag, dem 16.05.2022, bis zum Montag, dem 13.06.2022 statt. Den zur Teilnahme Berechtigten wird Gelegenheit gegeben, sich bis einschließlich Montag, den 13.06.2022, schriftlich oder elektronisch an der Online-Konsultation zu beteiligen.

Zur Teilnahme berechtigt sind neben den Beteiligten und Einwenderinnen und Einwendern auch Betroffene, deren Belange durch das Vorhaben berührt werden. Diese können, sofern sie nicht bereits als Einwenderin bzw. Einwender automatisch Zugangsdaten erhalten haben, bei der Bezirksregierung Arnsberg, Goebenstr. 25, 44135 Dortmund, E- Mail: energieleitungen@bra.nrw.de rechtzeitig vor Ende der Äußerungsfrist schriftlich oder per E-Mail unter Angabe der Betroffenheit den Zugang zur Online-Konsultation beantragen.

Wird die Verkehrswende endlich zur Chefsache?

3. Mai 2022

Am Samstag fand in Hagen der Tag der aktiven Mobilität statt

Nicht gerade wenig hatte sich die Bürgerinitiative Verkehrswende Hagen – ein Bündnis u. A. aus Mitgliedern von ADFC, VCD und Fuss e. V. – für den Tag der aktiven Mobilität am 30.04.2022 vorgenommen: Man wollte Kids Raum geben ihr Können auf dem Fahrrad zu zeigen und zu trainieren, mit einer Ausstellung Wissenswertes über Verkehrswende und aktive Mobilität in Hagen vermitteln, Fahrräder durchchecken und nicht zuletzt Funktionsträger und Politiker mit einer Vortragsreihe und anschließender Diskussion für die Beschleunigung der Verkehrswende insbesondere durch Förderung aktiver Mobilität gewinnen.

Detailreiche Ausführungen von Fußverkehrsexperten, Erlebnisberichte von Hagener Radfahrenden, die Bedeutung aktiver Mobilität aus Sicht der Jugendförderung sowie Expertise zur Psychologie der Verkehrswende von Forschern der FernUniversität mündeten in einer interessanten Diskussion aller Beteiligten.

Ob allerdings aktive Mobilität und Verkehrswende in Hagen endlich zur Chefsache wird und sich in Zukunft nicht mehr im „Klein-Klein“ verliert, wird sich wohl erst noch zeigen. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo ist übrigens auch gerade wegen der Umwidmung von 60.000 Parkplätzen für die Verkehrswende wiedergewählt worden.

Lennerenaturierung: Sicherheit für Flussregenpfeifer und Uferschwalbe

25. April 2022

Lennerenaturierung_2_Foto_Linda_Kolms_Stadt_Hagen_maxDie renaturierte Lenne soll Mensch und Natur gleichermaßen dienen und Erholung als auch Lebensraum bieten. Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen.

Die Renaturierung des unteren Lennetals trägt Früchte: Die Uferschwalbe und der Flussregenpfeifer sind nach Hagen zurückgekehrt. Damit die renaturierte Lenne Mensch und Natur gleichermaßen dienen und Erholung als auch Lebensraum bieten kann, plant das Umweltamt der Stadt Hagen verschiedene Maßnahmen, um die Bürgerinnen und Bürger für das Thema zu sensibilisieren und die seltenen Vogelarten zu schützen.

Durch die Renaturierungsarbeiten an der Lenne sind Schotterflächen, Kiesbänke und Steilufer als natürliche Lebens- und Bruträume für die Vögel entstanden. Umso erfreulicher ist es, dass sich bereits während der Arbeiten zehn Brutpaare der Uferschwalbe und zwei Brutpaare des Flussregenpfeifers dort angesiedelt haben.

Auch viele Besucherinnen und Besucher lockt es regelmäßig an den Fluss – so bleiben Konflikte zwischen Mensch und Natur nicht aus. Damit ein sicheres Miteinander gelingen kann, sollten bestimmte Verhaltensweisen beachtet werden.

„Flussregenpfeifer und Uferschwalben sind nur in den Sommermonaten bei uns zu Gast. Da die Vögel in dieser Zeit besonders anfällig für Störungen durch Menschen und Hunde sind, gilt es, Rücksicht zu nehmen“, erklärt Kai Gockel, Abteilungsleiter der Unteren Naturschutzbehörde. „Erschwerend kommt hinzu, dass die Flussregenpfeifer sehr gut getarnt sind. Gerade die Jungvögel sind auf den ersten Blick auf den Kiesbänken kaum zu erkennen.“

Daher ist es wichtig, die Kiesbänke nicht zu betreten und Hunde an der Leine zu führen. Auch Lärm und das Werfen von Steinen können die Elternvögel aufscheuchen und vertreiben, sodass die Gelege oder Bruthöhlen ohne Schutz und Wärme sind.

Der renaturierte Abschnitt der Lenne liegt im Landschaftsschutzgebiet, entsprechende Naturschutzschilder werden neu aufgestellt. Damit der schmale Grad zwischen Erholung für die Bürgerinnen und Bürger und Lebens- und Bruträume für die Tieren gelingt, ist es erforderlich, einige Bereiche ausschließlich der Natur zur Verfügung zu stellen. So sollen die Auenwiesen entlang der Verbandstraße dauerhaft beruhigt werden. Um die dort angelegte Vogelschutzhecke zu schützen sowie die nötige Ruhe für die Tierwelt zu gewährleisten, wird in diesem Bereich ein Zaun errichtet.

Die andere Flussseite hingegen ist für den Freizeitbedarf vorgesehen und soll im Einklang mit der Natur genutzt werden können. „Entlang des Radweges stellen wir Infotafeln auf, die den Besucherinnen und Besuchern Informationen zu den sich dort ansiedelnden Tieren und den angemessenen Verhaltensweisen bieten sollen“, beschreibt Kai Gockel eine weitere Initiative des Umweltamtes.

Artenschutz-Verstöße sind kein Kavaliersdelikt, Flussregenpfeifer und Uferschwalbe werden in der roten Liste des Landes Nordrhein-Westfalen als „stark gefährdet“ eingestuft. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind diese seltenen Vogelarten besonders, der Flussregenpfeifer zudem streng geschützt.

Die zum Schutz der Vögel geplanten Maßnahmen haben ihre Grundlage im gesetzlichen Artenschutz und sind unter anderem im Bundesnaturschutzgesetzt verankert. Die untere Naturschutzbehörde Hagen ist zuständig für die Umsetzung und Einhaltung der Artenschutzgesetze. Verstöße gegen die Artenschutzregelungen sind keine Kavaliersdelikte, werden ordnungsbehördlich verfolgt und können empfindliche Bußgelder zur Folge haben.

„So weit muss es aber nicht kommen“, so Kai Gockel. „Wenn Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber Rücksicht walten lassen, werden die Vögel auch in diesem Jahr erfolgreich brüten können. Die ersten Flussregenpfeifer sind schon eingetroffen.“

Sowohl die Uferschwalbe als auch der Flussregenpfeifer kamen bereits in den 1970er Jahren für eine kurzen Zeitraum in Hagen vor. Aufgrund von Flussbegradigungen für die sich ausbreitende Industrie verschwanden die Vögel wieder. In den 1980er Jahren gelang es, einige Uferschwalben kurzzeitig durch künstlich angelegte Brutplätze anzusiedeln. Erst durch die Renaturierungsarbeiten an der Lenne haben sich wieder einige Flussregenpfeifer und Uferschwalben in ihren natürlichen Lebensräumen niedergelassen.

Aufräumarbeiten am Barmer Teich

15. April 2022

Das Umweltamt der Stadt Hagen weist darauf hin, dass voraussichtlich in der kommenden Woche Aufräumarbeiten im Bereich des Barmer Teichs an der B7 im Naturschutzgebiet „Mastberg und Weißenstein“ stattfinden. Das dort von der im Februar erfolgten ungenehmigten Gehölzschnittmaßnahme (siehe hier und hier) noch liegende Schnittgut wird von der Fläche und aus dem Gewässer entfernt. Das Regionalforstamt Münsterland als Flächeneigentümerin hat die Arbeiten in Auftrag gegeben.

Die Entfernung des Schnittgutes ist erforderlich, um die zukünftig erforderliche Entwicklungspflege dieses Schutzgebietes gewährleisten zu können. Diese Vorgehensweise erfolgt nach intensiver fachlicher Abstimmung zwischen den Naturschutzbehörden, externen Fachgutachtern, der Biologischen Station Umweltzentrum Hagen und dem Landesamt für Natur, Umweltschutz und Verbraucherschutz NRW. Die Biologische Station Hagen begleitet fachlich die Aufräumarbeiten im Rahmen einer ökologischen Baubegleitung.

Grüne Kehrtwende

10. April 2022

Hohenlimburg: Gefahr für Blutbuche vorerst abgewendet

Es wird keinen Rundweg im Bereich des Wurzelwerks einer unter Naturschutz stehenden 120 Jahre alten Blutbuche geben. Ein entsprechender Antrag der CDU in der Bezirksvertretung (BV) Hohenlimburg wurde mehrheitlich abgelehnt.

Bereits vor einem Jahr hatte die CDU gemeinsam mit der Vertreterin der Grünen, Andrea Peuler-Kampe, in der BV versucht, den ehemals an dieser Stelle (Stennertstraße/Bahnstrasse) vorhandenen Kinderspielplatz mittels einer „Hundewiese“ in eine neue Nutzung zu überführen. „Hunde sind auch Hohenlimburger“ hieß damals die Parole aus dem Instrumentenkasten des Vorstadtpopulismus.

Trotz Mehrheit mit Unterstützung des Vorhabens durch die AfD scheiterte der Vorstoß letztlich am Einspruch der Verwaltung. Anwohner hatten vehement auf wahrscheinliche Schädigungen des Naturdenkmals durch Hundefäkalien hingewiesen.

Nachdem die CDU jetzt einen neuen Versuch unternahm, die Freifläche zu verwerten, kam schnell der Verdacht auf, damit solle doch noch eine „Hundewiese“ – quasi durch die Hintertür – auf dem Grundstück installiert werden.

Doch der Plan ging schief, eine Mehrheit in der BV lehnte die CDU-Idee ab. Bemerkenswert ist vor allem die 180°-Wende der Grünen Peuler-Kampe, die vor einem Jahr gemeinsam mit der CDU den Antrag zur Errichtung der Fäkalfläche eingebracht hatte: „Mir war damals nicht bekannt, dass dort eine Blutbuche steht.“

Ein weiteres Beispiel dafür, dass Mandatsträger nicht unbedingt wissen, über welche Sachverhalte sie wie abstimmen. Selbst in einem überschaubaren Gremium wie einer Bezirksvertretung.

Prima Klima ???

8. April 2022

Befragung der Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises 103 Hagen I zur Landtagswahl

nrw-wahllogoDas Klimabündnis Hagen veranstaltet am Dienstag, den 26. April 2022 um 18:30 Uhr eine Online-Befragung der Kandidaten für die NRW Landtagswahl des Wahlkreises 103 (Hagen I). Anderthalb Stunden lang werden die Vertreter der fünf ausgewählten Parteien (CDU, FDP, Grüne, Linke, SPD) per Zoom zu ihren Vorstellungen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit in NRW für die nächsten fünf Jahre befragt.

Über den nachfolgenden Link kann man am Webinar ohne Anmeldung teilnehmen: https://us06web.zoom.us/j/82482263477.

Die Veranstaltung wird von Svea Rosenbaum (Fridays for Future Hagen) und Guido Nogga (Ecodrive) moderiert und auch auf Youtube gestreamt werden. Die Zuhörer können sich mit Fragen im Chat in die Diskussion einschalten.

Die Kandidatinnen und Kandidaten werden im Einzelgespräch von einem Mitglied des Klimabündnisses zum Problem des Klimawandels, seinen Folgen und beabsichtigten Handlungsoptionen seiner/ihrer Partei befragt. Im zweiten Teil werden mit allen Kandidaten wichtige Aspekte des Themas auf Landesebene diskutiert.

Angesichts der Dringlichkeit der Probleme des Klimawandels, dessen Auswirkungen Hagen im letzten Jahr schwer getroffen haben, sowie des aktuellen Krieges in der Ukraine, hoffen die Organisatoren auf eine interessante Veranstaltung und konkrete Vorschläge zur Lösung der dringenden Zukunftsfragen durch die Kandidatinnen und Kandidaten.

„Hundewiese“ durch die Hintertür?

7. April 2022

CDU Hohenlimburg stellt neuen Antrag zu einem ehemaligen Spielplatz

Die Zahl der Kinder in Hagen wächst. Das scheint offenbar nicht jedem als Bereicherung sondern eher als Bedrohung zu erscheinen. Jedenfalls sind die Sorgen um fehlende Plätze an den Schulen schon an der Tagesordnung, während gleichzeitig seitens der Stadt eine komplette Lehranstalt an Private veräußert wird. Dazu wird in der örtlichen Presse Meldungen über „Kinderbanden“ eine hohe Priorität eingeräumt.

Eine bedarfsdeckende Zahl von Kitaplätzen hat die Stadt immer noch nicht zuwege gebracht, dafür aber in den letzten Jahren reihenweise Kinderspielplätze geschlossen. Ersatzweise steigt stattdessen die Forderung nach „Hundewiesen“. Wo in „alten Zeiten“ der menschliche Nachwuchs seiner Entwicklung nachging, sollen nun domestizierte Vierbeiner ihre Verdauungsgeschäfte erledigen.

So stellte sich das die CDU in der Bezirksvertretung Hohenlimburg jedenfalls vor, als sie mit Unterstützung der Grünen vor gut einem Jahr den Antrag stellte, den aufgegebenen Spielplatz Stennertstraße/Bahnstraße in eine „Hundewiese“ umzuwandeln. Der Hund ist das neue Kind. Das bekräftigte die örtliche CDU: „Auch Hunde sind Hohenlimburger“ – Kinder wurden nicht mehr erwähnt.

Auf einem direkt angrenzenden Grundstück steht eine 120 Jahre alte Blutbuche, die bei der Stadt Hagen unter der Bezeichnung „Ho-2“ als Naturdenkmal geführt wird und deren Wurzelwerk weit in den Bereich der „Hundewiese“ hineinreicht.

Da die Errichtung einer „Hundewiese“ offenbar von der Verwaltung wegen des Naturdenkmals abgelehnt wurde, unternimmt die Hohenlimburger CDU einen neuen Anlauf. Jetzt soll es um eine „kleine Erholungsfläche für Hohenlimburg“ gehen.

Anwohnerin Margrid Gantenberg, auf deren Grundstück die Blutbuche steht, hat sich daraufhin mit einem Schreiben an das Umweltamt der Stadt Hagen und Mitglieder der Bezirksvertretung Hohenlimburg gewandt und fürchtet, „dass damit auf Umwegen doch eine Art „Hundewiese“ an diese Stelle installiert werden soll, indem man diese kleine, grüne Fläche unbedingt nutzen möchte und nicht also solche bestehen lässt“.

„Ich bitte Sie, unter dem Gesichtspunkt des Umwelt- und Naturschutzes Obacht walten zu lassen. Die Grünfläche ist sehr abschüssig und ich befürchte, dass es wieder zu Veränderungen kommen wird, um Wege zu installieren, Sitzbänke im Boden zu verankern, Mülltonnen im Boden zu verankern, die der Blutbuche schaden“, äußert Frau Gantenberg ihre Bedenken.

„Schon jetzt wird beim Überfahren der Wurzelfläche beim Rasenmähen des WBH entgegen der Absprache von 2017/2018 der Wurzelbereich maschinell überfahren, der nur per Hand gemäht werden darf.“

Dazu gebe es zu bedenken, dass bei der verheerenden Flut 2021 genau diese Fläche komplett überflutet war, weil der größte Bereich nebenan versiegelt sei. Auch der zur Diskussion stehende Grünbereich habe dabei unter Wasser gestanden.

Mit Umweltschutz habe es jedenfalls nichts zu tun, sonst gäbe man sich ja nicht so schulterzuckend und unbelehrbar im Umgang mit dem Thema empfindlicher Wurzelbereich eines Naturdenkmals.

„Umweltpolitik: gestern, heute, morgen?“

1. April 2022

Zu einem kostenlosen Online-Vortrag zum Thema Klimawandel und Umweltpolitik in Deutschland mit Luisa Neubauer, Cyril Dion und Noël Mamère lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Montag, 4. April, von 19 bis 20.30 Uhr ein.

Bereits seit Ende der 1960er Jahre fordern Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten in Europa verstärkte Maßnahmen im Sinne des Umweltschutzes. Angesichts der rasant fortschreitenden Erderwärmung muss Klimaschutz als generationenübergreifende Herausforderung für Politik und Gesellschaft verstanden werden, denn insbesondere für kommende Generationen stellt der Klimawandel eine existenzielle Bedrohung dar.

Im Vortrag werden verschiedene Generationen von Aktivistinnen und Aktivisten wie Luisa Neubauer (25 Jahre), Cyril Dion (43 Jahre), und Noël Mamère (73 Jahre) über ihre Erfahrungen, Visionen und Ideen diskutieren. Die Veranstaltung wird moderiert von der Wirtschafts- und Politikjournalistin Salomé Saqué.

Eine Anmeldung zu dem Vortrag ist bei der VHS unter der Kursnummer 0141Z über die Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/ 207-3622 möglich. Die Zugangsdaten für den Vortrag werden nach der Anmeldung per Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop oder Smartphone mit einer Internetverbindung.

Naturschutzbeirat: Wilhelm Bögemann verstorben

30. März 2022

Der langjährige Vorsitzende des Naturschutzbeirats in Hagen, Wilhelm Bögemann, ist mit 73 Jahren verstorben. (…)

Quelle: wp.de

„Denke global – handle lokal!“

27. März 2022

Das Nachhaltigkeitszentrum Hagen

Imagespot des Hagener Nachhaltigkeitszentrum. Ein kleiner Film, der kurz und prägnant die Dinge auf den Punkt bringt und sich in seiner zeitgemäßen Bildsprache deutlich von dem biederen Imagefilm der Stadt Hagen unterscheidet (https://www.youtube.com/watch?v=fVP1RCDXuHc).

Spätestens seit der Hochwasserkatastrophe im Juli ist den meisten Menschen klar: Der Klimawandel ist auch in unserer Region angekommen. Er bleibt kein weit entferntes, nicht greifbares Konstrukt mehr, sondern ist nun auch vor der eigenen Haustür sichtbar.

Die engagierten Menschen von Hatopia, die 2021 das Nachhaltigkeitszentrum Hagen e.V. eröffnet haben, wollen ihm und seinen Folgen mit innovativen Konzepte und Ideen entgegentreten.

Für wen das Nachhaltigkeitszentrum noch kein Begriff ist: Es nahm im September seinen Betrieb in der Bismarckstraße 27 in Hagen-Wehringhausen auf und beheimatet unter anderem Hagens einzigen Umsonstladen. Die Räumlichkeiten werden außerdem für verschiedene Jugend- und Klimaprojekte wie beispielsweise ein Upcycling-Puppentheater für Kinder genutzt oder ein bald startendes Musikprojekt für Kinder aus Wehringhausen, in dem Musikinstrumente aus Recyclingmaterialien gebaut werden. Doch auch die Inbetriebnahme einer Offenen Werkstatt und viele weitere Projekte sind geplant.

Die Umtriebigkeit und das hohe Engagement aller freiwillig Beteiligten resultiert aus einem Wettlauf mit der Zeit. Klimaschutz ist noch immer nicht vollends in der Gesellschaft angekommen. Statt mit Dystopien und düsteren Vohersagen zu arbeiten, sollte das Ziel eigentlich sein, den Menschen eine lebenswerte Zukunftsperspektive in gegenseitiger Rücksichtnahme aufzuzeigen.

Das Nachhaltigkeitszentrum Hagen hat nun seinen ersten Imagespot (s. oben) veröffentlicht, der in Zusammenarbeit mit dem Hagener Regisseur und Kameramann Robin Baesch und seinem Team entstand. Mit viel Wehringhauser Stadtteilbezug und eindrucksvoller Bildsprache wird für die Konzepte und Visionen des Nachhaltigkeitszentrums geworben.

Gemeinsam mit den Menschen aus Hagen sollen diese Bilder und Konzepte in die Realität geholt werden. Wer Interesse hat, sich für ein nachhaltiges und klimapositives Hagen einzusetzen, der oder die kann sich unter mail@hatopia.de melden oder kommt einfach montags, mittwochs oder freitags zwischen 16-19 Uhr zu den regulären Öffnungszeiten des Umsonstladens auf ein Gespräch vorbei.

Weitere Infos gibt es auch über die sozialen Medien über „hatopia1“ (Entweder auf Youtube, Facebook oder Instagram) oder auf www.hatopia.de.

Baumfällungen an der B 7 – Stadt erstattet Anzeige

23. März 2022

Die Stadt Hagen leitet rechtliche Schritte gegen die Baumfällungen an der Bundesstraße 7 ein. „Die Schäden sind so massiv, dass wir uns im Bereich des Strafrechts befinden“, sagte Thomas Köhler, Leiter des Umweltamtes, am Dienstag in der Sitzung des Umweltausschusses. Man habe deshalb Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. (…)

Quelle: wp.de

Licht aus: Hagen beteiligt sich an „Earth Hour“

20. März 2022

„Licht aus“ heißt es am Samstag, 26. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr, wenn erneut die „WWF Earth Hour“ stattfindet. An der weltweiten Aktion beteiligen sich neben der Stadt Hagen zahlreiche weitere Städte, welche die Beleuchtung bekannter Gebäude und Wahrzeichen abschalten, sowie Millionen von Menschen, die ihr Zuhause für eine Stunde verdunkeln. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen gegen die globale Erwärmung und stärken das Bewusstsein für den Klimawandel.

In Hagen wird unter anderem die blaue Rathauslaterne auf dem historischen Rathaus ausgeschaltet. Die Stadt Hagen ruft darüber hinaus alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen dazu auf, sich an der Klimaschutzaktion zu beteiligen.

Hintergrund der Klimaschutzkampagne

Die erste „Earth Hour“ entstand aus einer Umweltschutzkampagne des World Wide Fund For Nature (WWF) Australien mit dem Ziel, die CO2-Emissionen in der größten australischen Stadt Sydney innerhalb von zwölf Monaten um fünf Prozent zu reduzieren. Am 27. März 2021 haben Millionen Menschen an der weltgrößten Klimaschutzaktion teilgenommen und pünktlich um 20.30 Uhr Ortszeit für eine Stunde das Licht ausgeschaltet.

Die Stadt Hagen hat bereits in den vergangenen Jahren an der Klimaschutzkampagne teilgenommen und zeigt auch 2022 erneut ihr Engagement für den Klima- und Umweltschutz.

Für Rückfragen zur „Earth Hour“ steht Michael Aust, Umweltamt der Stadt Hagen, unter Telefon 02331/207-2392 oder per E-Mail an michael.aust@stadt-hagen.de zur Verfügung.

Naturschützer gegen Wohnungsbau im Hochschulviertel

6. März 2022

Der Dünningsbruch ist eine sechs Hektar große Freifläche in Hagen. Es handelt sich um potenzielles Bauland. (…)

Wovon Hagen aber ebenfalls nicht genug hat, sind Grünflächen und Parks. Sagt jedenfalls Franco Cassese, Naturschützer und Mitarbeiter der Biologischen Station. Er möchte den Dünningsbruch als Naturreservat erhalten und unter Schutz stellen lassen: „Es handelt sich um eine grüne Insel in einem stark bebauten Teil von Hagen. Die Stadt braucht solche Ausgleichsflächen.“

Cassese steht neben einer etwa 160 Jahre alten Eiche, deren Stammumfang – er hat nachgemessen – 3,78 Meter beträgt. Sie ist die imposanteste von insgesamt 70 Stieleichen, die das Gelände prägen. (…)

Quelle: wp.de

Weitere massive Abholzungen – für Parkplätze?

4. März 2022

Hagen Aktiv befürchtet weitere Fällaktion

Nach Angaben der Ratsfraktion Hagen Aktiv plant die Verwaltung, über 90 Bäume zu fällen, um Parkplätze für die avisierte Großturnhalle am Ischeland zu schaffen. 63 davon würden wegen ihrer Größe für einen Privatbürger unter die Baumpflegesatzung fallen.

„Nachdem die massiven Baum-Fällungen im hoch gelobten Hohenhof-Projekt die Bürgerseele erschüttert hatte und alle Fraktionen im Rat Besserung gelobt hatten, wenn es um die Umsetzung von Projekten der Stadt geht, die mit ebensolchen Fällungen einhergehen, geht es jetzt im gleichen Sinne weiter. Ganz so, als hieße es, was kümmert uns unser Geschwätz von gestern“, kritisierte der Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Bücker auf seiner Fakebook-Seite das Vorgehen der Stadtverwaltung.

In Sachen Hohenhof hätte leider auch Hagen Aktiv gepatzt und die entsprechende Vorlage der Verwaltung nicht bis zum Schluss durchgesehen, räumt die Bürgerliste selbstkritisch ein. Aber: „Wir haben uns diesen Patzer ganz sicher nicht auf die leichte Schulter genommen“, geloben die „Aktiven“ für die Zukunft Besserung.

Im Fall Ischeland hat Hagen Aktiv nach eigenen Angaben gezielt nachgefragt, was mit den über 90 Bäumen ist, die da gefällt werden müssen. „Reaktion der Verwaltung darauf: Fehlanzeige. Zum geplanten Fällen von über 90 Bäumen kein Ton aus der Administration“, so Hagen Aktiv.

Jüngst hatte sich die Stadt noch damit aus dem Fenster gelehnt, eventuell juristisch gegen die Fällaktion eines Landesbetriebs an der B7 in Holthausen vorzugehen. Das wurde in der Öffentlichkeit weitgehend als Ablenkungsmanöver verstanden.

So ganz scheint sich die abholzkritische Position der Wählerinitiative aber auch in den eigenen Reihen noch nicht herumgesprochen zu haben. So votierten auch die beiden Vertreter von Hagen Aktiv (neben allen anderen Mandatsträgern) in der Bezirksvertretung Haspe erst am 24.02.2022 wieder für einen Bebauungsplan, denen in dem kleinen Markanapark im Stadtteilzentrum mindestens zwei Drittel der Bäume zum Opfer fallen würden.

Die „leichte Schulter“, auf die Hagen Aktiv den eigenen „Patzer“ nicht mehr nehmen wollte, scheint also doch noch in Betrieb zu sein.

Abholzung: Stadt prüft rechtliche Schritte

2. März 2022

Verwaltung zeigt mit dem Finger auf andere, plant aber selbst schon die nächste Fällaktion

Baumbestand MarkanerparkNach dem Willen von Politik und Verwaltung sind die Tage des Baumbestands im Markanapark größtenteils gezählt. Foto: DW.

Mitte Februar wurden rund 70 Bäume im Naturschutzgebiet Kalkbuchenwald an der Bundesstraße 7 nahe der Hünenpforte in Hagen-Holthausen gefällt. Nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz, dem die Fläche gehört, drohten die Bäume die Verkehrssicherheit an der Straße zu gefährden.

Die Fällungen könnten jetzt ein juristisches Nachspiel haben, berichtet die WPWR. Die Stadt prüfe, ob sie rechtliche Schritte gegen Maßnahmen in einem Teilbereich einleiten wird. „Wenn man sich das Ganze vor Ort anschaut, dann stellt man fest, dass wesentlich mehr gemacht wurde, als seinerzeit angekündigt war“, zitiert das Blatt Kämmerer Christoph Gerbersmann.

Das ist schon eine interessante Überlegung, nachdem gerade erst Abholzungen im Umfeld des Hohenhofs für viel Wirbel gesorgt hatten. Der Unterschied: Die Flächen am Hohenhof gehören der Stadt, die Bäume im Holthauser Naturschutzgebiet aber einer landeseigenen Gesellschaft. Da lässt sich leicht auf andere zeigen.

Ein mögliches juristisches Vorgehen wirkt reichlich skurril, wenn man im Hinterkopf hat, dass die Stadt selbst – mit geschlossener Rückendeckung durch die politischen Gremien – bereits die nächste Fällaktion in der Pipeline hat.

Um das Baufeld für die Errichtung einer Kindertagesstätte freizuräumen, müssen in dem kleinen Markanapark im dichtbebauten Zentrum von Haspe mindestens 10 Bäume gefällt werden. Sechs davon unmittelbar auf dem geplanten Standort der Kita und weitere vier müssen einer 2 Meter 50 hohen Schallschutzwand weichen, die zur angrenzenden Leimstraße hin hochgezogen werden soll.

Je nachdem wie weit Baugruben und Fundamente sich in die Breite erstrecken, sind auch noch weitere Bäume bedroht. Das Wurzelwerk könnte so sehr beschädigt werden, dass die Gewächse entweder eingehen oder ihre Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Die Stammumfänge bewegen sich zwischen 1,80 und 2,60 Meter. Zum Vergleich: Der viel kritisierten Rodung am sogenannten Anger des Hohenhofs fielen weniger und – mit einer Ausnahme – kleinere Bäume zum Opfer.

Dabei gäbe es in Haspe Alternativen. Die Kitaplätze fehlen nach offiziellen Angaben im Sozialraum Hestert, der sich südlich der Bahnlinie Hagen-Ennepetal-Wuppertal erstreckt. Der Markanapark liegt allerdings nördlich dieses Gebiets.

Innerhalb der Hestert stände das heute als Grabeland genutzte Gelände an der Schlackenmühle zur Verfügung, das die Stadt schon einmal an die Privatschule Fesh verkaufen wollte. Eine andere Möglichkeit wäre der aufgegebene Klutert-Sportplatz. Beides wohnortnahe Areale, die auch automobilen Bring- und Abholverkehr eher vermeiden könnten.

Welche Interessen mit dem trotzdem präferierten Standort Markanapark bedient werden sollen, ist momentan nicht zu durchschauen. Auffällig ist auf jeden Fall, dass die Stadt der Awo das Grundstück laut Pressebericht für 175.000 Euro überlassen will, obwohl sie selbst Vorleistungen in Höhe von 350.000 Euro erbringt.

Das dürfte Gründe haben.

Gärten – Lebensraum für Amphibien und Reptilien

24. Februar 2022

Einen Vortrag zum Thema „Amphibien und Reptilien im naturnahen Garten“ bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Donnerstag, 3. März, von 19 bis 20.30 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, an.

Nahezu alle Arten von Amphibien und Reptilien sind bedroht, denn sie leiden unter dem Verlust ihrer Lebensräume und dem massiven Rückgang ihrer Nahrungsgrundlagen. In naturnah gestalteten Gärten lassen sich mit wenig Aufwand geeignete Bedingungen für die Tiere schaffen.

Ob es Gewässer als Fortpflanzungsstätten für die einheimischen Kröten-, Frosch- und Molcharten sind, Stein- und Gehölzhaufen als Versteckplätze für Eidechsen und Schlangen oder artenreiche Böschungen, Säume und Wildwiesen als insektenreiche Nahrungslebensräume – in jedem naturnahen Garten finden sich ausreichend Möglichkeiten für den Schutz dieser bedrohten Tiergruppen.

Der Referent ist Leiter der Biologischen Station Umweltzentrum Hagen und setzt sich seit über 40 Jahren in Hagen für die Amphibien und Reptilien ein.

Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Veranstaltungsnummer 5072 erhalten Interessierte auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622. Bei der VHS gilt die 2G-Regel. Teilnehmende werden gebeten, die entsprechenden Nachweise mitzubringen.

Emst: Waldstreifen soll bald Baugebiet werden

22. Februar 2022

Anwohner sind verärgert: Der WBH will ein Waldstück an der Emster Straße verkaufen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Mehrere Gebote liegen vor. (…)

Offiziell ist der Verkauf zwar noch nicht. WBH-Vorstand Hans-Joachim Bihs bestätigt aber auf Nachfrage, dass mehrere Angebote von Investoren auf dem Tisch liegen. Bevor allerdings gebaut werden könne, müsse zunächst ein politischer Beschluss und genauso wichtig: ein Bebauungsplan her. (…)

Der WBH habe bereits 2011 angefangen, nach Investoren für das Areal an der Emster Straße zu suchen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) scheint ein Eigenleben zu führen. Wer hat ihn dazu beauftragt, nach „Investoren“ zu suchen, obwohl noch nicht einmal ein politischer Beschluss (Bebauungsplan) für das Gebiet vorliegt? Erst im November vergangenen Jahres hatte der Rat im Rahmen einer sogenannten „Betrauung“ dem WBH weitere Befugnisse eingeräumt (siehe hier und hier) und damit auf eine stärkere Kontrolle der städtischen Gesellschaft verzichtet.

Holthausen: 70 Bäume an B 7 gefällt

22. Februar 2022

Am Wochenende wurden rund 70 Bäume im Naturschutzgebiet Kalkbuchenwald an der Bundesstraße 7 nahe der Hünenpforte gefällt. Nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz, dem die Fläche gehört, drohten die Bäume die Verkehrssicherheit an der Straße zu gefährden.

Eine Prüfung habe ergeben, dass die Fällungen keine Folgen für das schützenswerte FFH-Gebiet (Flora, Fauna, Habitat) habe. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

Naturschutzbeirat kritisiert Baumfällungen

Der Naturschutzbeirat kritisiert die Baumfällungen an der Hünenpforte. In einer Mitteilung zeigt sich die Vorsitzende Antje Selter geschockt und der ehemalige Vorsitzende Wilhelm Bögemann entsetzt, „dass sich der Frevel an der Natur in Hagen ungestraft fortsetzt“.

Bei eine Ortsbesichtigung habe man festgestellt, dass im Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet (Flora, Fauna, Habitat) um den Barmer Teich die Gehölze „rücksichtslos auf den Stock gesetzt und in den Barmer Teich geworfen wurden“. Ebenso seien wertvolle Robinien gefällt worden. (…)

„Angeblich ist alles nur geschehen, um die Verkehrssicherheit auf der B 7 zu sichern. Wer hat diese Maßnahme genehmigt? Darf Straßen NRW ohne Genehmigung so arbeiten? Wer ist hier strafrechtlich verantwortlich?“ (…)

Quelle: wp.de (Printausgabe vom 22.02.2022)

„Wir wollen Hagen zu einer langen Artenliste verhelfen“

20. Februar 2022

Der Naturschutzbund Hagen ruft gemeinsam mit dem Museum für Naturkunde des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe alle Bürger dazu auf, sich an dem deutschlandweiten „Bioblitz 2022“ zu beteiligen. Was hinter der Aktion steckt, erläutert Fabian Gärtner, Vorstandsmitglied der Hagener Ortsgruppe des NABU. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Dazu:

Deutschlandweiter Wettbewerb zur Artenvielfalt im Jahr 2022

Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster ruft zusammen mit regionalen Partnern und der Internetplattform http://www.observation.org zu einem Wettbewerb der Artenvielfalt in ganz Deutschland auf. Alle Naturbegeisterten sind aufgerufen, ab dem 1. Januar beim „Bioblitz 2022“ mitzumachen, ganz egal ob Laien, Experten, Familien oder Schulklassen.

Bioblitz ist eine Aktion, bei der auf einem bestimmten Gebiet in einem bestimmten Zeitraum so viele Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen. Naturbegeisterte in ganz Deutschland sollen beim „Bioblitz 2022“ versuchen, ihren Landkreisen oder kreisfreien Städten zu möglichst langen Artenlisten zu verhelfen.

Dies geschieht, indem sie das ganze Jahr 2022 über so viele Naturbeobachtungen wie möglich melden – per Smartphone über die App „ObsIdentify“ oder über die Internetseite Observation.org. Schon jetzt haben auch zahlreiche Institutionen wie Biostationen, Uni-Institute und Naturkundemuseen aus ganz Deutschland ihre Teilnahme zugesagt.

Landkreise und kreisfreie Städte treten gegeneinander an

Ein „Bioblitz-Gewitter“ soll Menschen für die Natur begeistern und Erkenntnisse über die bedrohte Artenvielfalt in Deutschland gewinnen: Die Ergebnisse werden dem Naturschutz und der Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt. Die Daten stehen beispielsweise zur Erstellung Roter Listen der gefährdeten Arten zur Verfügung oder auch für die Naturschutzarbeit vor Ort. Sie fließen aber auch in internationale Auswertungen ein.

So geht es

Durch die Nutzung der App ObsIdentify, die über eine automatische Bestimmungsfunktion verfügt, kann man auch ohne Artenkenntnisse mitmachen. Benötigt wird hierfür lediglich ein Mobiltelefon mit halbwegs guter Kamera und ein Nutzerkonto. Die künstliche Intelligenz, das System hinter der App, lernt ständig dazu. Sie erkennt bereits jetzt zahlreiche heimische Pflanzen und Tiere wie Schmetterlinge, Wanzen, Libellen und viele mehr. Fachleute werten die Fotos aus, so dass am Ende ein Datensatz entsteht, der wissenschaftlicher Ansprüchen genügt.

Wer sich gut bei der Tier- und Pflanzenbestimmung auskennt, kann auch die Apps „ObsMapp“ und „iObs“ verwenden, um Funde auch ohne Foto zu melden oder direkt die Webseite http://www.observation.org verwenden.

Forschungsbeitrag leisten

Bei einem Bioblitz zählt alles, was bestimmbar ist, egal ob Einzeller, Pilz, Pflanze oder Tier. „Unser Antrieb ist der Wunsch, über zahlreiche Zufallsfunde zu neuen Erkenntnissen beitragen zu können, die letztlich dem Naturschutz dienen“, erklärt Dr. Jan Ole Kriegs, Direktor des LWL-Museums für Naturkunde, der half den Wettbewerb ins Leben zu rufen. „Dabei möchten wir bei möglichst vielen Menschen eine Begeisterung für die Natur entfachen und über den Wettbewerb den Blick auf die Arten schulen“, so Kriegs weiter.

Klimawandel sorgt für Rückgang der Vogelarten

18. Februar 2022

Kaum noch Erlenzeisige und Türkentauben: Der Klimawandel macht sich in Hagen laut NABU bemerkbar. Dafür gibt es jede Menge Meisen. (…)

Quelle: wp.de

Rodungen an der Lenne

16. Februar 2022

Im Rahmen der Lennedynamisierung lässt der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) ab Mittwoch, 16. Februar, notwendige Rodungsarbeiten an der Lenne durchführen. Die Bäume werden im Bereich von DHL Fright GmbH in der Umgebung der Dolomitstraße gefällt.

Nach der Rodung können die vorhandenen massiven Ufersicherungen aus Rasengittersteinen und Wasserbausteinen entfernt werden. So wird die eigendynamische Gewässerentwicklung ermöglicht. Durch die Schaffung naturnaher Lenneabschnitte werden die Eingriffe ausgeglichen.

Die Baumfällungen finden analog zu den Rodungsarbeiten im Rahmen des ersten und zweiten Bauabschnitts der Lennedynamisierung statt und bereiten den dritten Bauabschnitt vor. Die Umsetzung des dritten Bauabschnittes wird im Laufe des Jahres erfolgen.

Die Rodungsarbeiten müssen zum Schutz wildlebender Tiere nach Bundesnaturschutzgesetz (§39 BNatSchG) vorher durchgeführt werden. Ziel der Arbeiten zur Lennedynamisierung ist es, den ökologischen Zustand zu verbessern.

Weitere 70 Bäume müssen weichen

15. Februar 2022

Das Thema Baumfällungen wird in Hagen seit dem Kahlschlag am Hohenhof mit höchster Sensibilität betrachtet. Jetzt müssen erneut 70 Bäume weichen. Und das auch noch im Naturschutzgebiet Kalkbuchenwald an der Hünenpforte. Allerdings: Nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz, dem die Flächen offiziell gehören, drohen die Bäume die Verkehrssicherheit an der Bundesstraße 7 bzw. an der Straße zur Hünenpforte zu gefährden. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Fällungen am Hohenhof Hagen: „Hätte radikaler sein können“

29. Januar 2022

Ilse­ Jaehner, 95 Jahre alt, gelernte Gärtnerin und Journalistin, kann die Aufregungen um die Baumfällungen nicht nachvollziehen. „Wenn Sie mich fragen – da hätte man noch viel radikaler vorgehen können.“ (…)

Und die Frau ist vom Fach, hat in den Jahren 1951 und 1952 im Hohenhof, der damals Frauenklinik war, gelebt und im Garten des Ensembles gearbeitet. (…)

„Die gesamte Anlage ist in den letzten Jahrzehnten vergammelt. Eine Art Wald von alleine gewachsen. Viel zu dunkel, viel zu dicht. Den Garten jetzt wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzten, ist doch ein richtiger und guter Ansatz.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Stickstoffdioxid: Hagen weiter Spitze

22. Januar 2022

Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub sind nach ersten Auswertungen des Landesumweltamtes auch 2021 unterschritten worden, in Hagen aber nur knapp. An allen 24 Messstationen im Ruhrgebiet lag, wie schon im Jahr zuvor, der Jahresmittelwert an Stationen mit einem automatischen Messverfahren unter 40 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Die niedrigsten Messwerte im Ruhrgebiet wiesen die Anlagen in Wesel-Obrighoven (14 Mikrogramm pro Kubikmeter), Hattingen-Blankenstein (15) und Datteln-Hagem (16) aus. Den höchsten Wert verzeichnete die Station in Hagen am Graf-von-Galen-Ring mit einem Jahresmittelwert von 38 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Auch die Feinstaubbelastung blieb überall unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die maximal erlaubte Anzahl von 35 Tagen mit einer mittleren Belastung von mehr als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde an keiner Station überschritten.

Eine abschließende Bewertung der Luftqualitätswerte für das Jahr 2021 ist aber erst nach Vorliegen aller validierten Messergebnisse möglich, meldet das NRW-Umweltministerium.

Alles klar beim Pfand?

19. Januar 2022

Irrtümer rund um Rückgabe und Verwertung von Getränkeverpackungen

Irrtümer Pfand_VZNRWViele Getränkeverpackungen sind mit einem Pfand belegt. Bei Mehrwegflaschen (Foto: VZNRW) dient es dazu, dass die Glas- oder PET-Flaschen möglichst alle zurückgegeben werden, neu befüllt werden können und somit lange im Kreislauf bleiben, sprich Müll vermeiden.

Bei Einwegflaschen und Getränkedosen besteht seit 2003 eine Pfandpflicht. Damit sollte ein Anreiz geschaffen werden, Mehrweg zu nutzen. Gleichzeitig soll das Einweg-Pfand dafür sorgen, dass die leeren Getränkeverpackungen im Recycling und nicht im Müll oder in der Natur landen.

„Gerade weil Einweg- und Mehrweg-Pfand unterschiedlich geregelt sind, gibt es eine Menge Verwirrung“, sagt Ingrid Klatte, Umweltberaterin in Hagen. „Und ab 2022 gelten zudem einige neue Regeln.“ Die Verbraucherzentrale NRW klärt auf.

Irrtum 1: Ab sofort ist auf allen Einwegflaschen und Getränkedosen Pfand.

(more…)

Online-Vortrag: Schaffen wir die Energiewende?

14. Januar 2022

Eine kostenlose Online-Veranstaltung zum Thema Energiewende bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 25. Januar, von 19.30 bis 21 Uhr an.

Der steigende CO2-Preis macht das Heizen mit fossilen Energien immer teurer – und damit erneuerbare Energien attraktiver. Wer es mit Klimaschutz ernst meint, fossile Brennstoffe hinter sich lassen und weniger abhängig von schwankenden Öl- und Gaspreisen sein möchte, sollte auf den raschen Ausbau erneuerbarer Energien setzen.

Doch wie klappt die Energiewende, ohne das Leben für jene zu verteuern, die ohnehin unter steigenden Mieten leiden und sich nicht noch höhere Energiepreise leisten können? Diese Frage versuchen die Journalisten Michael Bauchmüller und Silvia Liebrich von der Süddeutschen Zeitung in ihrem Vortrag zu beantworten.

Eine Anmeldung ist erforderlich und kann bei der VHS unter der Kursnummer 0105Z bis zum 25. Januar, 12 Uhr, entweder über die Seite www.vhs-hagen.de oder unter Telefon 02331/207-3622 erfolgen. Mit der Anmeldebestätigung werden die Zugangsdaten für den Vortrag per E-Mail versendet. Voraussetzung für das Sehen und Hören des Vortrags ist ein PC, Laptop, Tablet oder Smartphone mit einer stabilen Internetverbindung.


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