Archive for the ‘04 Umwelt Hagen’ Category

Fridays for Future ruft zum 4. Globalen Klimastreik auf

25. November 2019

Demo in Hagen: 29. Nov., 12:00 Uhr, Vorplatz Hauptbahnhof

Nach der Veröffentlichung des Klimapakets der Bundesregierung kündigt Fridays For Future einen weiteren globalen Aktionstag für den 29. November 2019 an.

In einem offenen Brief an die Bundesregierung stellen Aktivistinnen und Aktivisten die Handlungsfähigkeit der Koalition im Angesicht der Dringlichkeit der Klimakrise in Frage und fordern die Bundesregierung auf, das unzureichende Klimapaket grundlegend zu überarbeiten.

“Der CO2-Preis kommt zu spät und in einer lächerlich geringen Höhe, die Erhöhung der Pendlerpauschale ist eine fossile Subvention, die klimaschädlichen Verhalten fördert anstatt es unattraktiver zu machen, der Ausbau der erneuerbaren Energien wird erschwert und der viel zu späte Kohleausstieg wird gar nicht angetastet – dieses Klimapaket verdient seinen Namen nicht”, erklärt Pauline Brünger, Schülerin und Fridays For Future-Aktivistin aus Köln.

Der weltweite Aktionstag findet am Freitag vor Beginn der Weltklimakonferenz in Chile statt. Gegen Ende des Jahres wird zudem das Gesetzgebungsverfahren für den Kohleausstieg erwartet. Dieses wird – wie auch das Klimapaket – nicht ausreichen, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten.

“Den Kohleausstieg auf 2038 zu verschieben ist ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation und der Menschen im globalen Süden, wo bereits jetzt die dramatischen Folgen der Klimakrise zu spüren sind”, ergänzt Nick Heubeck, Student und Fridays For Future-Aktivist aus Bamberg.

Bäume in Hagen brauchen keine Feinde mehr

5. November 2019

Die grünen „Freunde“ reichen schon

In seiner Kolumne in der Wochenendausgabe der WPWR stellt Redakteur Martin Weiske fest: Hagen verharrt in der Öko-Kreisliga. Das ist zweifellos richtig. Das ebenfalls von ihm benannte „zunehmende politische Gewicht der Grünen“ ist dagegen in Hagen inhaltlich nicht so recht erkennbar.

Weiske benennt als Beispiel für ein vermeintliches „Umweltgewissen“, das seiner Einschätzung nach inzwischen „die Ratsfraktionen“ entdeckt haben sollen, ausgerechnet die „Baumpflegesatzung“. Ein zahnloses Instrument, wie Kritiker sie seit Anfang an bezeichnet haben.

Für den grünen Vorsitzenden des Umweltausschusses, Hans-Georg Panzer, ging dagegen nach Verabschiedung der Satzung „ein lange gehegter Wunsch endlich in Erfüllung. Vor 11 Jahren hat der Rat die damals gültige Baumschutzsatzung aufgehoben. Das war für uns damals kein gutes Signal. Umso glücklicher bin ich heute. Mit der deutlich bürgerfreundlicheren und schlankeren Satzung nehmen wir die Bäume wieder unter Schutz und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“

Dankbar für dieses Statement lichtete die Presseabteilung des Oberbürgermeisters den Glücklichen gemeinsam mit seinen Kollaborateuren in einer herzergreifenden Aufnahme ab:

In der Mitte im Tarnfleck der olivgrüne Panzer, an seiner Seite v.l..n.r. die Vertreter der UnLinken, Hohenlimburger Seperatisten, Hagen Aktiv (oder Passiv ?) und des sich christlich gebärdenen Vereins CDU. Foto: Stadt Hagen.

Dabei handelte es sich um leeres Gerede. Die ehemalige Baumschutzsatzung war weg – die neue „Baumpflegesatzung“ entpuppte sich als Papier ohne jeden Biss. Die Grünen hatten sich einer CDU unterworfen, die bereits eine „Baumpolizeitruppe“ am Werke sah.

Zur Weltsicht der Hagener Grünen passt auch ein Rückblick auf den 30. Oktober 1999, den die WPWR kürzlich veröffentlichte:

Grüne plädieren für die Kettensäge

Eigentlich sollte die Bezirksvertretung Mitte nur darüber befinden, ob vier Bäume an der Röntgenstraße gefällt werden sollten. Doch kaum hatten sich die Politiker heiß geredet, stand schon ein Millionenprogramm zur Beseitigung von 5000 Straßenbäumen im Raum. Anwohner hatten die Debatte ins Rollen gebracht. In einem Bürgerantrag hatten sich Altenhagener beschwert, dass die mächtigen Linden nicht nur das Licht, sondern auch die wärmende Kraft der Sonne nähmen. Hinzu käme im Herbst jede Menge Laub. Während die SPD die Gehölze behalten wollte, waren es ausgerechnet die Grünen, die für die Kettensäge plädierten. Sie befürchteten „psychische Gefahren“ für die Menschen. Letztlich wurde aber nur eine einzige arg beschnittene Linde gefällt. 4999 weitere Bäume durften aufatmen.

Quelle: WPWR vom 30.10.2019, nur Print-Ausgabe

Seit 20 Jahren hat die grüne Fraktion offensichtlich nichts dazugelernt. Anfang 2018 wurden die Bäume in der Voerder Straße in Haspe abgeholzt. Nach Ansicht der Bezirksvertretung wurde der „Strassenraum verschattet“. Angesichts des Klimawandels eigentlich eine positive Nachricht. Den Grünen war das alles wurscht. Sie erhoben nicht nur in der BV keinen Einspruch, sondern winkten die Kosten von 170.000 Euro bei der Verabschiedung des Haushalts auch noch im Stadtrat durch.

Bäume in Hagen brauchen keine Feinde mehr, sie haben ja ihre „grünen Freunde“.

Dieseldreck: Es wird ernst für Hagen

25. Oktober 2019

Vergleichsverhandlungen zu Luftreinhalteplänen in NRW

Nach mehr als einem Jahrzehnt des Kleinredens und Herumlavierens scheint für Hagen in Sachen Luftverschmutzung das Ende der Fahnenstange in Sicht. Die Zeit taktischer Manöver zur Verhinderung der Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte für Stickstoffdioxid könnte im Februar kommenden Jahres endgültig der Vergangenheit angehören.

Das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Umwelthilfe haben gestern – so formuliert es das Oberverwaltungsgericht (OVG) – „ernsthafte, zielführende“ Vergleichsverhandlungen zu den Luftreinhalteplänen in 12 nordrhein-westfälischen Städten vereinbart. In einem Erörterungstermin vor dem OVG hätten beide übereinstimmend das gemeinsame Ziel betont, baldmöglichst flächendeckend eine Einhaltung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid erreichen zu wollen.

Die Vergleichsverhandlungen werden in nichtöffentlichen Erörterungsterminen geführt werden. Am 27.11.2019 soll über den Luftreinhalteplan für die Stadt Essen verhandelt werden, am 14.1.2020 über die Luftreinhaltepläne in Dortmund und Bonn. Am 11. und 12.2.2020 werden Erörterungstermine zu den Luftreinhalteplänen in weiteren Städten stattfinden; an diesen beiden Terminen wird es voraussichtlich um die Luftreinhalteplanung in Wuppertal, Hagen, Bielefeld, Bochum, Paderborn, Oberhausen und Düren gehen.

Der 8. Senat des OVG hatte bereits in zwei Urteilen vom 31.7.2019 (Az.: 8 A 2851/18, Luftreinhalteplan für die Stadt Aachen) und vom 12.9.2019 (Az.: 8 A 4775/18, Luftreinhalteplan für die Stadt Köln) die Grundsätze für die Luftreinhalteplanung konkretisiert. Auf dieser Grundlage wollen die Beteiligten nun auch für die weiteren 12 Städte, für die Klageverfahren anhängig sind, Lösungen finden.

Ob das Land wirklich zu den vom Gericht genannten „ernsthaften, zielführenden“ Verhandlungen bereit ist, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen. Das Urteil zu Aachen hat die Laschet-Regierung jedenfalls nicht anerkannt und Revision gegen die Entscheidung am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingelegt.

Laschet hatte sich 2018 auch gegen blaue Plaketten für saubere Fahrzeuge ausgesprochen: „Das wäre die Vorstufe zum Fahrverbot.“ Wenn Bezirksregierungen aber Fahrverbote verhängen sollten, „gäbe es die rechtliche Möglichkeit, das zu untersagen“, sagte Laschet mit Hinblick auf seine Weisungsbefugnis – Gerichtsurteile hin oder her.

Laschets Äußerungen seien „befremdlich“, erklärte dazu Grünen-Fraktionschef Arndt Klocke. „Mit der Ankündigung, Fahrverbote seien per se rechtswidrig, greift Armin Laschet das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das dieses Instrument ausdrücklich benannt hat, scharf an. Für einen Regierungschef sollte das ein No-Go sein.“

FernUniversität ist Vizemeisterin im Recycling

25. Oktober 2019

Die FernUniversität in Hagen gehört zu den recyclingpapierfreundlichsten Hochschulen Deutschlands. Sie belegt den zweiten Platz beim Papieratlas-Hochschulwettbewerb 2019. Damit hat sich die FernUni um zwei Plätze verbessert. Im vergangenen Jahr war sie noch Vierter.

Bundesministerin Svenja Schulze hat am Dienstag im Bundesumweltministerium in Berlin die vorbildlichen Leistungen der FernUniversität bei der Verwendung von Recyclingpapier geehrt. Die Auszeichnungen „Recyclingpapierfreundlichste Hochschule“ und „Aufsteiger des Jahres“ gingen an die Technische Universität Kaiserslautern. Den dritten Platz belegt die Universität Hohenheim.

In Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt und dem Deutschen Hochschulverband erfasst die Initiative Pro Recyclingpapier mit dem Papieratlas 2019 den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten deutscher Hochschulen. In diesem Jahr fand der Wettbewerb, an dem sich 45 Hochschulen beteiligt haben, zum vierten Mal in Folge statt.

Weitere Infos: Papieratlas 2019

Größtes Öko-Projekt aller Zeiten in Hagen wieder verschoben

19. Oktober 2019

Zigmal angepriesen, mehrfach angekündigt, doch passiert ist seit über drei Jahren gar nichts. Auf einem 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Henkhausen und Garenfeld soll die Lenne in einen Zustand zurückversetzt werden, der die ursprünglichen Strukturen eines naturnahen Mittelgebirgsflusses wiedererkennen lässt – und damit die Bausünden der 70er-Jahre korrigiert. Doch warum kommt das größte Öko-Projekt aller Zeiten in Hagen nicht in die Gänge? An wem liegt das? (…)

Quelle: wp.de

Stromnetz-Ausbau ist laut Gutachter Jarass „kohle-getrieben“

3. Oktober 2019

Gutachter Prof. Jarass erklärt im Rat und vor Bürgern im Gymnasium, dass der Ausbau von Stromtrassen in Herdecke und generell unplausibel sei. (…)

Eingeladen hatten ihn die Prozessgemeinschaft Herdecke unter Strom und Bürgerinitiative (BI) Semberg, die gleichgesinnte Gruppen aus Hohenlimburg und aus Junkernhees im Kreis Siegen-Wittgenstein begrüßen konnten. Politiker und rund 120 Zuhörer im Gymnasium erfuhren, dass der Experte die Erforderlichkeit der neuen Leitungen, die der Netzbetreiber Amprion in Herdecke bereits vorbereitet, für fraglich hält. (…)

„Der geplante Netzausbau ist kohle-getrieben. Die neuen Leitungen dienen überwiegend dem Transport von überschüssigem Strom“, sagte der Professor. Der Gutachter bemängelt zudem, dass dabei die entstehenden Kosten von insgesamt rund 95 Milliarden Euro (sechs Milliarden pro Jahr) unberücksichtigt bleiben und vom Verbraucher bezahlt werde. (…)

Quelle: wp.de

Hagener Rat: „Klimaschutz hat höchste Priorität“ – tatsächlich?

27. September 2019

Bislang nur viele Versprechungen und Konjunktive – erst die Praxis wird zeigen, wie ernst es dem Rat wirklich ist

Der Rat der Stadt Hagen hat gestern den „Klimanotstand“ ausgerufen. Das ist zunächst einmal eine unverbindliche Erklärung ohne jede Bindungswirkung. Erst die Praxis wir zeigen, wie ernst das alles gemeint ist. Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Hier wird längst nichts so heiß gegessen, wie es gekocht ist.

Die Presseabteilung des Oberbürgermeisters war ganz fix, um die Botschaft unters kritische Volk zu bringen; man beachte allerdings die Vielzahl eingebauter Schlupflöcher:

Rat der Stadt Hagen ruft „Climate Emergency“ aus

Der Rat der Stadt Hagen hat in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag einstimmig beschlossen, den „Climate Emergency“ – oder auch „Klimanotfall“ oder „Klimanotstand“ – für Hagen auszurufen und geht damit auf den Antrag der Initiative „Fridays for Future“ ein.

Der Rat erkennt mit dem Ausruf des Klimanotstands die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an. Das bedeutet, dass die Stadt Hagen die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen berücksichtigt und – wenn möglich – die Entscheidungen prioritär behandeln, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen. Alle Entscheidungen und Maßnahmen prüft die Stadtverwaltung eingehend auf ihre Klimarelevanz. Das Ergebnis legt sie den Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung vor und stellt Alternativen und Konsequenzen dar.

Das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ und das „Integrierte Klimaanpassungskonzept“ beachtet die Politik bei all ihren Entscheidungen. Laufende Klimaschutzmaßnahmen in Hagen setzt die Kommune mit Nachdruck weiter um. Dazu gehören insbesondere die Umsetzungen der Ziele des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) und des Masterplans „Nachhaltige Mobilität“.

Die Stadt Hagen orientiert sich zur Bekämpfung des Klimawandels an den Berichten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, auch Weltklimarat) – insbesondere in Bezug auf Investitionen zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen.

Außerdem fordert die Stadt Hagen von der Bundesregierung die Einführung eines Klimaschutzgesetzes, das an den Forderungen des Pariser Abkommens ausgerichtet ist. Das Gesetz soll sicherstellen, dass die bereits vereinbarten Reduktionsziele eingehalten werden und das Ziel der Klimaneutralität in Deutschland spätestens bis 2050 vollständig erreicht wird. Außerdem sollen die Bundesregierung und die Landesregierung umfassend über den Klimawandel, seine Ursachen und Auswirkungen sowie über die Maßnahmen, welche gegen den Klimawandel ergriffen werden, informieren.

Der Rat der Stadt fordert die Landes- und Bundesregierung auf, den Klimaschutz intensiver zu verfolgen und in eigener Zuständigkeit umzusetzen (Verkehr, Luftreinhaltung, Energie), beziehungsweise die Städte in ihren Klimaschutzaktivitäten stärker zu unterstützen (Förderung, Anpassung der rechtlichen Steuerungsmöglichkeiten).

Die Initiative „Fridays for Future“ war im Mai 2019 mit der Resolution, die Ausrufung des Klimanotstands in Hagen zu unterstützen, an Oberbürgermeister Erik O. Schulz herangetreten. Der Antrag durchlief den Beschwerdeausschuss, den Ausschuss für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität sowie den Stadtentwicklungsausschuss, bis er im Rat der Stadt Hagen beschlossen wurde.

Ein Hauch von Münster: 700 Radfahrer in Hagen unterwegs

23. September 2019

Das hat es in Hagen noch nie gegeben. 700 Menschen fahren als Radgruppe durch das Stadtgebiet und setzen ein deutliches Zeichen. (…)

Oberbürgermeister Erik Schulz, der selbst mitradelt, bekräftigt durchs Mikrofon die Haltung aller im Rat vertretenen Parteien, die Fahrradfreundlichkeit in Hagen zu erhöhen. „1,5 Millionen Euro haben Kämmerer und Oberbürgermeister dafür in den kommenden Haushalt eingestellt“, spricht er über sich und Christoph Gerbersmann in der dritten Person. (…)

Die Umsetzung einer ersten Maßnahme in Hohenlimburg scheiterte bereits auf politischer Ebene – kein guter Start. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Erik O. Schulz weiter auf Wahlkampftour. Die Realität: siehe Hohenlimburg.

Klima-Demo in Hagen holt erstmals alle Generationen zusammen

21. September 2019

Die dritte Klima-Demo in Hagen lockt nicht nur 2000 Teilnehmer an, sie verbindet erstmals auch alle Generationen miteinander. (…)

An dem Tag, an dem das „Klima-Kabinett“ in Berlin seine Vorschläge veröffentlicht, macht die Bewegung den anwesenden Ratsmitgliedern und dem Oberbürgermeister, der sich zwischenzeitlich in den Demo-Zug einreiht, aus der Konzertmuschel im Volkspark heraus Dampf. „Sie haben in Hagen klimatechnisch gar nichts erreicht. Die selbst gesteckten Ziele werden weit verfehlt. Entscheiden Sie nächsten Donnerstag in der Ratssitzung für den Klimanotstand und richten Sie künftig all Ihre Entscheidungen an deren Klimafreundlichkeit aus“, erklärt Sprecherin Janne Rosenbaum über das Mikrofon. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Oberbürgermeister, der sich bereits im Wahlkampf befindet, hat die richtige Antwort bekommen: „Gar nichts erreicht.“ Und eine Wende zum Besseren ist nicht zu erkennen; Lippenbekenntnisse und „Pillepalle“ (Angela Merkel) wohin das Auge reicht. Genauso wie bei der Pillepalle-, äh, Bundesregierung (Es war übrigens nicht das „Klima-Kabinett“, das, wie im Artikel behauptet, tagte, sondern der Koalitionsausschuss, in dem u.a. die Parteivorsitzenden versammelt sind).

Union und SPD wollen die Klimakrise mit Geld erschlagen, packen aber die großen Probleme nicht an. Bahntickets machen sie ein paar Euro günstiger – SUVs sollen aber weiter das Klima verpesten. Elektroautos fördert die Regierung – doch für den Strom lässt sie noch bis 2038 Kohlekraftwerke laufen und bremst sogar den Ausbau der Windkraft. Dem CO2-Ausstoß verpasst sie zwar einen Preis – aber auf Discounter-Niveau, so dass er völlig wirkungslos bleibt.

Siehe dazu:

Wissenschaftler zum Klimapaket der Bundesregierung:

Gute Nacht

Vor 30 Jahren wären die Klima-Eckpunkte der Koalition eine Revolution gewesen. Heute sind sie ein Desaster. Experten bewerten die Einigung als „klares Politikversagen“. (…)

Quelle: SPON

Klima-Aktivisten in Hagen: Fünf klare Forderungen an Politik

12. September 2019

Der Abend hatte einen positiven und einen ziemlich ernüchternden Aspekt. Positiv ist, dass die Mitstreiter der Bewegung „Fridays for future“ in Hagen und die Mitglieder des Stadtrates sich im Ratssaal zu einer wichtigen und gemeinsamen Diskussion eingefunden hatten. Sehr ernüchternd aus Zuhörersicht muss man beschreiben, dass die jungen Menschen gleich mehrfach zwei der auch abseits der Veranstaltung wohl meistgesagten Sätze der Hagener Verwaltungsspitze zu hören bekamen. Erstens: „Das liegt nicht in den Händen der Stadt Hagen, sondern muss auf Landes- und Bundesebene angegangen werden.“ Und zweitens: „Wenn wir das machen, was macht das dann mit der finanziellen Situation der Stadt Hagen?“ (…)

Die Klimakämpfer hinterließen der Politik der Verwaltung in einem knackigen Vortrag fünf Forderungen: 1. Klimaschutz muss oberste Priorität in Rat und Verwaltung haben. 2. Es muss ein Masterplan „100 Prozent“ Klimaneutralität“ bis 2035 in Hagen her. 3. Vorrang dem Umweltverbund und Einführung eines 365-Euro-Tickets im ÖPNV. 4. Jährliche Überprüfung der CO2-Emmissionen pro Kopf in Hagen. Und 5. Ausrufung des Klimanotstandes in Hagen. Die Forderungen wurden wissenschaftlich unterfüttert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es wird immer klarer, dass sowohl die Verwaltung als auch die Politik überhaupt keine Veränderungen beim Klimaschutz anstreben, sondern nur versuchen, einen Trend zu kanalisieren und anschließend zu kanibalisieren. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, reicht es im Grunde aus, sich die teilweise abstrusen Vorschläge aus dem politischen Raum (Mooswände und Ventilatoren zur Verdünnung das Abgasgifte als Schnapsideen von CDU und FDP) einerseits und die aktuelle Verwaltungsvorlage zum Thema (siehe: Schall und Rauch – OB-Etage will Fridays-for-Future über den Tisch ziehen) zu Gemüte zu führen.

Ernsthafte Anstrengungen zur Verbesserung der finanziellen Situation Hagens (und anderer Kommunen) sind aus dem Rathaus ebenfalls zu keinem Zeitpunkt unternommen worden. Seit mehr als 10 Jahren Appelle verfassen und fürs Foto Pappschilder hochzuhalten, haben sich als Aktiönchen herausgestellt, die dem Wahlvolk vorgaukeln sollen: Wir tun doch was (Siehe z.B.: Noch ’ne Resolution und Aktionsbündnis will jetzt vom Bund Taten sehen – Hagener Stadtspitze hüllt sich in Schweigen). De facto haben sich unsere Lokalgrößen dem Berliner Diktat der Schwarzen Nullen bedingungslos unterworfen (Siehe: Der große Raubzug).

Dazu siehe auch:

Hagen und der Umweltschutz: Nur Konzepte ohne Wirkung

Mein persönlicher Eindruck vom Event „Klimakämpfer treffen Verwaltung und Politik“? Es war Entlarvung pur. Während die Verwaltung erklären wollte, was in Hagen schon alles auf den Weg gebracht wurde, wurde mehr und mehr klar, dass diese Stadt sich von einem effektfreien Konzept zum anderen hangelt und so gut wie nichts bewirkt. (…)

Quelle: wp.de

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Gutachten: Amprion-Stromtrasse durch Südwestfalen unnötig

12. September 2019

Die Amprion-Leitung, die über Herdecke, Hagen, den Kreis Olpe und das Siegerland führen soll, wird nicht gebraucht. Das sagt ein Gutachter. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Gutachter, Lorenz Jarass, ist ein mittlerweile emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften. Er studierte in den Jahren 1970–1975 an der Universität Regensburg Betriebswirtschaftslehre (Abschluss als Diplom-Kaufmann), danach 1975–1976 an der Stanford University (Abschluss als Master of Science). Die anschließende Dissertation (1976–1980) hatte das Thema „Strom aus Wind: Integration einer erneuerbaren Energiequelle“ und wurde mit Summa cum Laude bewertet.

Klima-Streik: Future-Kids laden alle Hagener Bürger ein

11. September 2019

Für eine zukunftsfähige Klimapolitik steht in Hagen am Freitag, 20. September, die dritte große Demonstration auf dem Programm. Beginn ist diesmal um 12 Uhr auf dem Springe-Markt vor der Johanniskirche. „Erneut wollen wir für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden“, kündigt Svea Rosenbaum vom Organisationsteam der Fridays-for-Future-Bewegung an. „Der Handlungsspielraum der Politik, die Klimakrise einzudämmen, wird immer kleiner, je länger sich nichts tut.“ (…)

Quelle: wp.de

Klimaschutz: Bewegung kritisiert Entwurf der Stadt Hagen

4. September 2019

Es ist eine deutliche Ansage an die Politik, die zuvor die Protagonisten der Fridays-for-Future-Bewegung umgarnt haben: „Dieser Vorschlag erreicht nicht das, was wir wollen“, sagt Jannes Rosenbaum. Und weiter führt die Schülerin aus: „Eine intensive Arbeit am Klimaschutz in Hagen können wir nicht erkennen. Es ist von Konzepten die Rede, die nicht einmal fertig sind. Und wenn man sich den Masterplan Mobilität anschaut, dann wird immer nur ausgeführt, was möglichst wenig kostet. Es geht gar nicht darum, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: DOPPELWACHOLDER.DE hatte bereits am 25. August auf die krude Auflistung von „Aktivitäten“ seitens der Stadtspitze zum Klimaschutz hingewiesen (siehe: Schall und Rauch). So brüsten sich die Verwaltungsoberen damit, „Sieger des Wettbewerbs Kommunaler Klimaschutz 2014“ gewesen zu sein und damit „Anstrengungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen unternommen“ zu haben.

Sieger? Hagen rangierte bei insgesamt 26 (!) Preisträgern in Nordrhein-Westfalen unter „Ferner liefen“. Nach Angaben der zuständigen EnergieAgentur.NRW erhielt Hagen die Auszeichnung „für die Entwicklung, Aufführung und Begleitung einer Theater-Trilogie, um Kinder auf spielerische Art und Weise für die Themen Klimaschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren“ (siehe: Märchen erzählen – Bürokratie entwickeln. Ein Preis für fast nichts.)

Wahrlich gewaltige „Anstrengungen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen“.

„Fridays for Future“ trifft Politik und Verwaltung

14. August 2019

Am Dienstag, 10. September, findet ab 18 Uhr im Ratssaal der anvisierte, direkte Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Hagener Initiative der Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ und Politik und Verwaltung statt. Den Wunsch danach untermauerte der Rat der Stadt Hagen bereits im April dieses Jahres mit breiter Mehrheit mit einem entsprechenden Beschluss.

Nach einem kurzen Eingangsstatement seitens der heimischen „Fridays for Future“-Aktivisten zu den Forderungen und Zielen der Bewegung wird es einen ebenfalls kurzen Überblick seitens der Verwaltung zu den schon laufenden sowie geplanten Aktivitäten in Sachen Klimaschutz und -verbesserung in Hagen geben.

Im Anschluss daran wollen die Aktivisten dann über gezielt gestellte Fragen und Forderungen zur konkreten Klimasituation in der Volmestadt mit den anwesenden Vertretern von Politik und Verwaltung in den Dialog treten. Dabei zur Sprache kommen wird mit Sicherheit das Thema „Klimanotstand“, mit dem sich – auf Antrag von „Fridays for Future“ – im Laufe des Septembers unter anderem der Umweltausschuss und abschließend der Rat der Stadt Hagen am 26. September beschäftigen werden.

Umwelthilfe verbucht OVG-Urteil als Erfolg …

1. August 2019

… und eine Teflon-beschichtete alte Bekannte aus Hagener Zeiten taucht wieder aus der Versenkung auf

Im Klageverfahren der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen das Land Nordrhein-Westfalen für die „Saubere Luft“ in Aachen hat der Umwelt- und Verbraucherschutzverband einen weiteren wichtigen Erfolg erzielt. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat die Berufung der Bezirksregierung Köln zurückgewiesen. Der Luftreinhalteplan für Aachen wurde für rechtswidrig erklärt und muss daher kurzfristig grundsätzlich nachgebessert werden. Vorsorglich sind schon jetzt Maßnahmen wie Diesel-Fahrverbote in den Plan aufzunehmen, die eine sichere Grenzwerteinhaltung gewährleisten.

Nach den aktuell vorliegenden Messwerten des Dieselabgasgiftes Stickstoffdioxid (NO2) für Aachen, die auf mehreren Hauptstraßen Werte von 50 µg/m3 ergeben, wird man nach Einschätzung der DUH um Diesel-Fahrverbote nicht herumkommen. Diese Maßnahme wird nur dann zu vermeiden sein, wenn Stadt und Land kurzfristig mit anderen hoch wirksamen Maßnahmen nachsteuern, etwa eine generelle Reduktion des Individualverkehrs in der Aachener Innenstadt oder einer City-Maut, was bislang aber nicht geschieht.

Auf Aachener Seite maßgeblich verantwortlich für den rechtswidrigen Luftreinhalteplan ist eine für Hagener alte Bekannte: Annekathrin Grehling. Jene Dame, die als seinerzeitige Stadtkämmerin für die Derivat-Geschäfte verantwortlich war, die der Stadt einen Verlust von mehr als 40 Millionen Euro einbrachte. Und die straffrei aus der Affäre herausging, weil sie angeblich die Verträge mit den Banken nicht gelesen hatte.

Grehling ist heute wieder Kämmerin und gleichzeitig als Stadtdirektorin Vertreterin des Aachener Oberbürgermeisters. Und – noch genauso Teflon-beschichtet wie einst in Hagen.

Ihr Kommentar zum OVG-Urteil: „Das Gericht hat uns konkret in die Pflicht genommen, nicht nur unsere bisher geplanten Maßnahmen umzusetzen, sondern auch im Sinne einer vorsorgenden Planung, ergänzende Maßnahmen für den Fall einer drohenden Zielverfehlung fest zu legen. Wir stehen also in der Verantwortung, ganz konkret die Erreichung unseres Ziels auf Basis der gegebenen Maßnahmen fortlaufend zu hinterfragen und ihre tatsächliche Wirkung zu belegen. Wir sind gefordert, Vorsorge zu treffen und ergänzende Maßnahmen zu verankern, um genau dies ab zu sichern. Eben dies macht eine unverzügliche Überarbeitung des Luftreinhalteplans erforderlich. Dabei ist natürlich auch die Verhängung eines Fahrverbots zu prüfen, aber eben nicht als die einzige denkbare Maßnahme.“

Es sind genau solche immer wiederkehrenden Worthülsen, die die Republik ruinieren.

Honig vom Friedhof

27. Juli 2019

Loxbaum idealer Ort für rund 250.000 Bienen

Der Platz an den Bienenstöcken auf dem Waldfriedhof Loxbaum lädt zum Verweilen ein. (Foto: Linda Kolms/Stadt Hagen)

Es summt und brummt inmitten einer friedlichen Stille auf dem Waldfriedhof Loxbaum in Hagen: Hier, in einem Winkel gleich am Anfang des zweitgrößten Hagener Friedhofs zwischen zahlreichen Bäumen und Sträuchern, leben in fünf Bienenstöcken etwa eine Viertelmillion Honigbienen.

„Die Idee ist vor rund zwei Jahren im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs ‚Neue Wege auf dem Friedhof‘ entstanden. Eine Arbeitsgemeinschaft hat im Zuge des Wettbewerbs das Konzept ‘Route der Hagener Friedhofskultur‘ konzipiert und die fünf großen Hagener Friedhöfe als die ‘Big Five‘ beschrieben“, erklärt Hans-Joachim Bihs, Vorstand des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH).

Jeder dieser Bestattungsorte bekam ein Schwerpunktthema zugesprochen – der Friedhof Loxbaum erhielt so den Naturlehrpfad. Als erste Pläne entwickelte die Friedhofsverwaltung die Aufstellung von Bienenstöcken sowie einen Baumlehrpfad. Schnell wurde der WBH mit Imker Lars Quicker fündig und die Bienenstöcke errichtet.

Beide Seiten teilen die gleiche Meinung, wie Stefan Kaminski, Friedhofsverwalter Loxbaum, beschreibt: „Der Friedhof Loxbaum ist der ideale Ort für die Bienenansiedlung.“ Aufgrund seiner ökologischen Vielfalt mit vielen Bäumen, Sträuchern und Blumen biete das Gelände einen bestmöglichen Lebensraum für die Nutztiere.

Über die enorme landwirtschaftliche und ökologische Bedeutung der Honigbienen sowie über die Imkerei informieren seit etwa einem Jahr Tafeln, die der Deutsche Imkerbund zur Verfügung gestellt hat. Die hölzernen Schaukästen stammen von dem hauseigenen Schreiner. Ein mit Baumstämmen abgesteckter und aus Holzspänen verlegter Weg führt zu den fünf Bienenstöcken. Hier werden pro Bienenstock etwa zehn bis 20 Kilo Honig produziert. Den letzten Honig für dieses Jahr erntet der Imker Ende Juli bis Anfang August.

Stichwort Imker: In Hagen gibt es zurzeit rund 250 Mitglieder in vier Imkervereinen mit insgesamt knapp 1.600 Bienenvölkern. Doch für eine bienenfreundliche Umgebung muss es nicht gleich ein ganzer Friedhof sein – schon der eigene Garten kann mit wenig Aufwand zum Bienenparadies werden.

Der WBH rät, keine Stein- oder Schottergärten anzulegen, da den Bienen so Lebensraum genommen wird. Des Weiteren sollte möglichst wenig gemäht werden, damit sich Wildblumen und Kräuter gut vermehren können. Ebenso zählt „Vielfalt statt Monotonie“: Nur durch ein vielfältiges Blütenangebot wird den Bienen ausreichend Nahrung angeboten.

Seit diesem Jahr sind durch einen weiteren Imker Bienen auf dem Friedhof Holthausen eingezogen. Denkbar ist es, auch auf weiteren Friedhöfen Bienenstöcke zu errichten, wenn geeignete Bedingungen und interessierte Imker vorhanden sind. Durch solche und weitere Angebote wie Baumlehrpfade, ökologisch vielfältig gestaltete Grünflächen und Nistkästen für Vögel sollen die Hagener Friedhöfe auch künftig immer mehr zum Verweilen einladen – für Mensch und Tier.

Luftreinhaltung: Erste Verfahren vor dem OVG

11. Juli 2019

Auf den letzten Drücker: Tempo 30 am Finanzamt

Die ersten Prozesstermine wegen unzureichender kommunaler Pläne gegen die Abgasbelastung sind vor dem Oberverwaltungsgericht NRW in Münster angesetzt.

In dem Verfahren der Deutschen Umwelthilfe gegen das Land NRW auf Fortschreibung des Luftreinhalte­plans für die Stadt Aachen findet die mündliche Verhandlung am 31. Juli 2019 (mit eventueller Fortsetzung am 1. August 2019), beginnend jeweils um 10:30 Uhr, im Sitzungssaal I statt. Das Gericht beabsichtigt, am Ende der Sitzung eine Entscheidung zu verkünden.

Der Umweltverband möchte mit seiner Klage erreichen, dass der Luftreinhalteplan ausrei­chende Maßnahmen anord­net, damit die Grenzwerte für Stickstoffdioxid in der Stadt Aachen so schnell wie möglich eingehalten werden. Umstritten ist in diesem Zusammenhang insbeson­dere, ob und inwieweit zur Erreichung dieses Ziels Durchfahrtverbote für (Die­sel‑)Fahrzeuge angeordnet wer­den müssen.

Zum Luftreinhalteplan Köln verhandelt und entscheidet das Gericht am 12. September 2019. Konkrete Termine zu Hagen und den übrigen Städten (Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düren, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Paderborn und Wuppertal) stehen noch nicht fest.

In Hagen glauben die Verantwortlichen offensichtlich noch immer, mit dem Drehen ganz kleiner Schräubchen um wirksame Maßnahmen herumzukommen. So gilt auf dem Märkischen Ring im Bereich des Finanzamtes ab sofort Tempo 30. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) montierte am Montag die entsprechenden Schilder. Das Tempolimit soll in diesem Bereich die Belastung durch Schadstoffe in der Luft verringern.

Finanzamtsschlucht Hagen: Schadstofffilter soll helfen

8. Juli 2019

Neuer Anlauf für bessere Luft: Die CDU Hagen will prüfen lassen, ob man am Finanzamt Schadstoffe filtern kann. (…)

Für jenen Straßenabschnitt, der so extrem belastet ist, wie kein zweiter in der Stadt, hat es schon viele Ideen gegeben. Von Ventilatoren, die die belastete Luft weit verteilen sollten, war die Rede. Oder von Moosmatten, die im Stande sein sollen, Schadstoffe zu binden. Jetzt bringt die CDU stationäre Filter der Firma „Mann und Hummel“ ins Spiel, die die Stickstoffdioxid- und die Feinstaubbelastung senken sollen. (…)

„Wir halten immer neue Prüfungen nicht für zielführend“, sagt beispielsweise Dr. Ralf-Rainer Braun, Leiter des Umweltamtes, „auf der einen Seite ist Politik nicht bereit, ausreichend in den Öffentlichen Personennahverkehr zu investieren, auf der anderen Seite sollen jetzt für eine Million Euro neue Filter angeschafft werden. Das dient letztlich dazu, die autogerechte Stadt aufrechtzuerhalten.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Einwand des Umweltamtes ist nur zu berechtigt. Für zeitintensive Prüfungen, die nur eine weitere Variante der schon vorhandenen Hinhaltetaktik sind, ist die Zeit längst abgelaufen. Die Grenzwerte für Luftschadstoffe sind seid 2010 rechtsverbindlich und wurden trotzdem einfach ausgesessen.

Mit dem Grundsatzurteil vom 27. Februar 2018 hat das Bundesverwaltungsgericht eine Frist gesetzt. Demnach müssen bis Ende 2019 die geltenden NO2-Grenzwerte flächendeckend, dauerhaft und deutlich unterschritten werden. Dies bedeutet die notwendige Ergreifung von Maßnahmen, die insgesamt geeignet sind, die Belastungswerte binnen weniger Monate, spätestens bis Ende dieses Jahres unter den Jahresmittelgrenzwert für NO2 sicher abzusenken. Dazu gehören ausdrücklich auch Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs.

Die jetzt von der CDU ins Auge gefasste Aufstellung von Filtersäulen im Bereich einer (!) Messstation wäre kostspielig, rein kosmetischer Natur und scheitert bereits am fehlenden Nachweis einer Wirksamkeit. Die Wirkungsabschätzung beruht ausschließlich auf Informationen durch den Hersteller und einem Gutachten in dessen (!) Auftrag.

Fast sieben Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart

6. Juli 2019

Abschlussveranstaltung zur Kampagne „STADTRADELN“

Die Abschlussveranstaltung zur Kampagne „STADTRADELN“, an der sich auch die Stadt Hagen beteiligt, findet am Freitag, 12. Juli, um 18 Uhr im AllerWeltHaus, Potthofstraße 22, statt.

Beruflich wie privat sollten die Teilnehmer der Aktion vom 15. Juni bis zum 5. Juli möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Nacherfassung der Kilometer über den Online-Radelkalender ist noch bis Freitag, 12. Juli, um 24 Uhr möglich. Bei der Kampagne, die als Wettbewerb konzipiert ist, treten Kommunalpolitiker, Bürger, Schulen, Vereine und Unternehmen in Teams oder als Einzelpersonen in die Pedale.

Während der Abschlussveranstaltung, die Oberbürgermeister Erik O. Schulz begleitet, präsentieren die Organisatoren die vorläufigen Ergebnisse zum „STADTRADELN“. Bisher sind 43 Teams mit insgesamt 227 aktiven Radlern beteiligt. Zusammen legten sie bereits über 52.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Mit dieser Leistung sparten die Teilnehmer schon fast sieben Tonnen Kohlenstoffdioxid ein.

Außerdem findet unter allen Teilnehmern eine Verlosung statt, bei der als Hauptpreis ein Trekkingbike von „Zweirad Trimborn“ zu gewinnen ist. Anschließend können die Radler ihre Erfahrungen und Erlebnisse während der Aktion austauschen.

Wer mit seinem Fahrrad wunschlos glücklich ist und nicht an der Verlosung teilnehmen möchte, kann sich bei Gregor Hengstermann unter Telefon 02331/207-3159 oder per E-Mail an gregor.hengstermann@stadt-hagen.de melden. Für die Abschlussveranstaltung ist eine Anmeldung bei Petra Leng unter Telefon 02331/207-3161 oder per E-Mail an petra.leng@stadt-hagen.de notwendig.

Tag der Artenvielfalt

29. Juni 2019

Infoveranstaltung der Hagener Naturschutzeinrichtungen
Samstag, 29.06.2019 von 11:00 – 17:00 Uhr

Vor dem Hintergrund des lokalen und weltweiten Artenrückgangs möchte die Biologische Station Hagen den 1. Hagener Tag der Artenvielfalt veranstalten. Dazu werden von 11 – 17 Uhr die Trägervereine der Biologischen Station, die Stadt Hagen und zahlreiche Initiativen und Verbände Informationen, Vorträge und Exkursionen und weitere Aktionen anbieten.

An den meisten Ständen können die jüngeren Besucher aktiv mitmachen und verschiedenen Aspekte des Artenschutzes hautnah erleben. Mit dem LUMBRICUS, dem Umweltbus der Natur- und Umweltakademie NRW, können direkt vor Ort auch in Gruppen naturkundliche Untersuchungen unternommen werden. Angeboten werden auch diverse Infomaterialien und Naturschutzprodukte. Von den Austellern können sie auch wichtige Bezugsquellen für Insektenhotels, Kleinvogel-Nisthilfen, Fledermaus-Kästen, Wildblumensamen, Obstbäume alter Sorten, Vogelschutzgehölze, Wildstauden etc. erfahren.

Detaillierte Informationen zum Ablauf der Veranstaltung finden Sie auf den Homepages von BioStation, BUND und NaBu.

Veranstaltungsort: Haus Busch 2, 58099 Hagen

Siehe dazu auch:

Alarmsignal Blumenwiese: Insektensterben hat Hagen erreicht

Hinter der Biologischen Station im Haus Busch blüht eine wunderschöne Blumenwiese. Färberkamille, Klatschmohn, Kornblume und Pechnelke recken ihre Köpfe der Sonne entgegen. Ein artenreiches Biotop, eine Vorzeige-Wiese. Und doch ist dieses Bild nicht stimmig. Denn es fehlt etwas auf diesem scheinbar perfekten Stück Natur, das Bild ist unvollkommen. Nichts summt und brummt, nichts kreucht und fleucht. Es sind kaum Insekten zu sehen, keine Bienen, keine Fliegen, keine Hummeln, keine Schmetterlinge. „Ein Alarmsignal“, sagt Ralf Blauscheck, Leiter der Biologischen Station. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hagener Umweltamt übernimmt Jury-Vorsitz beim Umweltzeichen Blauer Engel

27. Juni 2019

Dr. Ralf-Rainer Braun, Leiter des Umweltamtes der Stadt Hagen, ist neuer Vorsitzender der Jury Umweltzeichen Blauer Engel. Zu seiner Stellvertreterin wählten die Teilnehmer der Sitzung in Bremen Kathrin Krause vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. „Der neuen Jury wird es ein besonderes Anliegen sein, beim Blauen Engel die Nachhaltigkeitsziele der UN sowie die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung stärker als bisher sichtbar werden zu lassen“, sagt Braun, „es ist deshalb gut, dass neben umweltfreundlichen Produkten auch zunehmend vorbildliche nachhaltige Dienstleistungen wie klimaneutrale Lieferdienste, ressourceneffiziente EDV-Server oder Carsharing auf der Tagesordnung stehen.“

Der Blaue Engel ist seit über 40 Jahren das Umweltzeichen der Bundesregierung. Unabhängig und glaubwürdig setzt er hohe Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Über 12.000 Produkte und Dienstleistungen von rund 1.500 Unternehmen sind bereits mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Das Umweltsiegel ist für viele Menschen die Orientierung beim nachhaltigen Einkauf zum Schutz von Umwelt und Gesundheit. Regelmäßig wurde auch in Hagen im Rahmen besonderer Aktionen auf ihn aufmerksam gemacht, etwa auf dem Umwelttag, beim „Schulstart mit dem Blauen Engel“, „Gut und Gesund Wohnen“ im Foyer des Zentralen Bürgeramtes oder auch bei der Adventskalender-Verlosung mit dem Umwelt-Plus und dem umweltbewussten Weihnachtseinkauf.

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Land und EU fördern Klimaschutzprojekt in Hagen mit 2,5 Millionen Euro

22. Juni 2019

Das Ruhrgebiet profitiert vom Klimaschutzwettbewerb EnergieSystemWandel.NRW: Insgesamt 9,3 Millionen Euro Fördergelder des Landes und der EU fließen in der aktuellen Förderrunde in Projekte in der  Ruhrregion.

2,5 Millionen Euro fließen in das Projekt „Geothermale Papiertrocknung“ der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH (Hagen) in Kooperation mit der Hochschule Bochum und dem Fraunhofer Umsicht-Institut (Oberhausen). Erforscht werden neuartige Verfahren, um Papier durch Wasserdampf zu trocknen.

NRW-weit wurden in dieser zweiten Bewerbungsrunde 18 Projekte zur Förderung empfohlen. Die geplante Gesamtfördersumme beträgt 24,7 Millionen Euro. Der EFRE-Wettbewerb „EnergieSystemWandel.NRW“ unterstützt praxisnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Große Aktion in Sachen Fridays For Future

20. Juni 2019

In Aachen steht die nächste große Aktion in Sachen Fridays For Future an. Auch viele junge Leute aus Hagen wollen sich auf den Weg machen, sie treffen sich Freitag um viertel vor neun am Hauptbahnhof. (…)

Quelle: Radio Hagen

Die Belastung durch Stickoxid ist in in Hagen weiter zu hoch

19. Juni 2019

Die Belastung durch Stickoxid ist in in Hagen weiter zu hoch. Das bestätigt das Umweltbundesamt. Hagen ist damit eine von 25 Städten in NRW, die mit der Belastung über dem EU-Grenzwert liegen. Der liegt bei 40 Mikrogramm, in unserer Stadt beträgt er 50. Stickstoffdioxid kann als Schadstoff in der Luft die Lunge schädigen. Als Verursacher gelten Dieselfahrzeuge. Das Umweltbundesamt fordert daher die Nachrüstung älterer Dieselautos. (…)

Quelle: Radio Hagen

Siehe dazu auch:

Daten zur Luftqualität 2018: 57 Städte über dem NO2-Grenzwert

Die Messdaten für Stickstoffdioxid (NO2) im Bundesgebiet für das Jahr 2018 liegen vor: Demnach überschritten im vergangenen Jahr noch 57 Städte den Luftqualitätsgrenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft (µg/m³) im Jahresmittel. Im Jahr 2017 waren noch 65 Städte betroffen.

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA): „Die Luft in den Städten wird besser und der Trend geht in die richtige Richtung. Dennoch sieht man: Die bislang beschlossenen Maßnahmen reichen nicht aus, damit wirklich überall der EU-Grenzwert für NO2 im Jahresmittel zum Schutz der Gesundheit eingehalten wird. Neben den angelaufenen Software-Updates brauchen wir insbesondere eine schnelle Nachrüstung älterer Diesel-Pkw mit wirksamen Katalysatoren zur deutlichen Reduzierung des Stickoxidausstoßes. Die rechtlichen Voraussetzungen zur Zulassung solche Katalysatoren liegen vor und Nachrüstunternehmen haben erste Anträge auch für Pkw gestellt. Nun kommt es darauf an, dass der Genehmigungsprozess rasch durchlaufen wird. Alle Automobilhersteller sind dazu aufgerufen, die Nachrüstunternehmen technisch und die Kunden beim Kauf der Systeme finanziell zu unterstützen.“ (…)

Quelle: Umweltbundesamt

Hagen radelt erneut drei Wochen lang für das Klima

15. Juni 2019

Gemeinsames Fahrradfahren für ein besseres Klima und mehr Radverkehrsförderung: Nach der erfolgreichen Teilnahme in den vergangenen Jahren beteiligt sich die Stadt Hagen vom 15. Juni bis 5. Juli wieder an der Kampagne „STADTRADELN“ des Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netzwerk zum Schutz des Weltklimas. Anmeldungen sind weiterhin möglich.

Am Samstag, 15. Juni, um 10 Uhr findet auf dem Friedrich-Ebert-Platz der jährliche Umwelttag statt, bei dem zugleich auch der Startschuss für das „STADTRADELN“ fällt. Bei der Kampagne, die als Wettbewerb konzipiert ist, treten Kommunalpolitiker, Bürger, Schulen, Vereine und Unternehmen in Teams oder als Einzelpersonen in die Pedale. Beruflich wie privat sollen drei Wochen am Stück möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Ziel ist, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ein Zeichen für vermehrte Radverkehrsförderung in der Heimatkommune zu setzen.

Um die Teilnahme an der Aktion deutlich zu machen und ein gemeinsames Erkennungszeichen zu haben, werden alle Radler gebeten, ein blaues Band am eigenen Fahrrad zu befestigen. Während des Aktionszeitraums tragen die Teilnehmenden ihre geradelten Kilometer dann über einen Online-Radelkalender ein, sodass auch ein Vergleich zu anderen Kommunen und Teams möglich ist und für zusätzliche Motivation sorgt. Zudem sind an den Infotheken im Rathaus I und II, im Rathaus Hohenlimburg sowie in der Verbraucherzentrale Hagen Kilometererfassungsbögen erhältlich.

Unter allen Teilnehmern der Aktion „STADTRADELN“ verlost Zweirad Trimborn ein Trekkingrad (im Wert von 600 bis 700 Euro) sowie vier Gutscheine für eine Inspektion eines Pedelecs oder Fahrrades (für jeweils 60 Euro). Im Rahmen des Umwelttages lassen sich zudem auf einer Carrerabahn – deren Strom durch Muskelkraft produziert wird – Preise der Volme Galerie wie zum Beispiel Einkaufsgutscheine im Wert bis zu 50 Euro erradeln.

Während der Kampagne und auch darüber hinaus können Radfahrer ebenso die Online-Meldeplattform „RADar“ nutzen. Über die „STADTRADELN-App“ gibt es die Möglichkeit, der Stadt Hagen störende oder gefährliche Stellen auf Radwegen zu nennen.

Mehr Informationen zur Aktion und zur möglichen eigenen Teilnahme gibt es unter www.stadtradeln.de sowie bei Petra Leng unter Telefon 02331/207-3161 und Gregor Hengstermann unter Telefon 02331/207-3159 aus dem Bereich Radverkehrsplanung der Stadt Hagen.

Fridays-for-future-Bewegung nimmt Hagens OB in die Pflicht

25. Mai 2019

Die Botschaft, die am Tag zuvor in der Sitzung des Rates der Stadt und gestern Nachmittag durch Oberbürgermeister Erik O. Schulz an die Anhänger der Bewegung „Fridays for future“ in Hagen ausgesendet wurde, war deutlich: Die Hagener Politik und die Verwaltung nehmen die Klima-Bewegung in höchstem Maße ernst. Gestern gingen wieder 500 Schüler in Hagen auf die Straße und trafen den Oberbürgermeister. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Schulz will lediglich „im Rat debattieren“ lassen. Anderswo, beispielsweise in Münster als erster NRW-Großstadt, werden bereits weitergehende Beschlüsse gefasst. So berichtet der Westfalenspiegel: „Münster hat den „Klimanotstand“ ausgerufen. „Die Stadt Münster setzt damit ein deutliches Zeichen, dass die bisherige erfolgreiche städtische Klimapolitik weiterentwickelt werden muss“, heißt es in einer Erklärung des Stadtrates vom 22. Mai.“

Aber auch das ist nur eine unverbindliche Erklärung, denn: „Für Bürger sollen mit dem Schritt aber keine weiteren Pflichten verbunden sein.“

Schulen in Hagen geben grünes Licht für Freitags-Demos

23. Mai 2019

Die Hagener Schulen stehen den Klima-Demonstrationen „Fridays for future“ weiterhin positiv gegenüber. Für die Teilnahme an der bevorstehenden Protestaktion am Freitag um 12 Uhr, bei der die Schüler Oberbürgermeister Erik O. Schulz auffordern wollen, den Klima-Notstand in Hagen auszurufen, werden die meisten Lehranstalten den Jugendlichen keine Steine in den Weg legen. (…)

Quelle: wp.de

„Fridays for Future“ trifft Vertreter aus Politik und Verwaltung

23. Mai 2019

Oberbürgermeister Erik O. Schulz hat sich mit drei Vertreterinnen der Hagener Initiative der Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ getroffen. Hintergrund für das Gespräch mit Janne Rosenbaum, Klementina Knust und Julia Rethwisch ist der im April mit großer Mehrheit formulierte Auftrag des Rates der Stadt, einen direkten Austausch zwischen den Klimaaktivisten sowie Politik und Verwaltung zu organisieren.

Beim Zusammentreffen mit Oberbürgermeister Schulz äußerten die drei Vertreterinnen jetzt ihre Erwartungen, die sie und ihre Mitstreiter an diese Veranstaltung haben, die nach ihrem Wunsch Anfang September im Ratssaal stattfinden soll. Die Sommerferienzeit wollen die Klimaschützerinnen nutzen, um sich im größeren Kreis intensiv inhaltlich vorzubereiten.

Nach den Vorstellungen des Rates – so der Inhalt des entsprechenden Beschlusses – soll es nicht allein bei einem allgemeinen Austausch bleiben; vielmehr soll unter anderem erörtert werden, wie die Jugendlichen sich aktiv in politischen Prozesse rund um das Klimathema einbringen können. Darüber, sowie über ihre ganz konkreten Forderungen und Ziele, wollen die „Fridays for Future“-Aktivisten Anfang September mit den Vertretern aus Politik und Verwaltung diskutieren.

Friday for future: Kommen wieder 2000?

20. Mai 2019

Am Freitag geht die Klimaschutz-Bewegung in Hagen wieder auf die Straße. Erik O. Schulz soll in Hagen den Klimanotstand ausrufen. (…)

Quelle: wp.de

Torschlusspanik

9. Mai 2019

Stadt will jetzt doch Tempo 30 am Hagener Finanzamt – Richter rügt Verschleppung durch die Politik

Es ist keine acht Monate her, dass die Verwaltung sich davon überzeugt gab, dass auch eine Tempo-30-Regelung auf dem Innenstadtring in Höhe des Finanzamts zu keinerlei Verbesserungen hinsichtlich der vom Autoverkehr ausgehenden Schadstoffbelastungen führt. Höchstwahrscheinlich war diese Einschätzung richtig – und ist es immer noch.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem Straßenabschnitt von gerade einmal 200 Metern einzuführen, auf dem wegen Dauerstau die Durchschnittsgeschwindigkeit sich in einer ähnlichen Größenordnung bewegen dürfte, kann kaum die erhoffte Wirkung zeigen. Dennoch jetzt die Kehrtwende – ein Zeichen von Torschlusspanik.

Im Umwelt- und Mobilitätsausschuss kündigte der zuständige Dezernent Thomas Huyeng an, das Tempolimit in diesem Bereich anzuordnen. Allerdings nicht unbedingt aus Überzeugung: „Wir wollen gegenüber der Bezirksregierung klare Kante zeigen, dass wir neben dem Luftreinhalteplan alle Möglichkeiten ausschöpfen“, zitiert ihn die WPWR.

Die Ausschusssitzung, in der diese Worte fielen, fand am Mittwoch statt, also auf den letzten Drücker. Denn heute startete der auf zwei Tage angesetzte Erörterungstermin am Oberverwaltungsgericht NRW wegen zu schlechter Luft und drohenden Fahrverboten in vielen NRW-Städten, darunter auch Hagen.

Gleich zu Beginn der Anhörung betonte der Vorsitzende Richter, Max-Jürgen Seibert, dass die Grenzwerte zur Umweltbelastung geltendes Recht seien und für das Gericht nicht zur Disposition stünden. „Es geht darum, was bei der Anwendung zu beachten ist“, sagte Seibert.

Der Jurist bezieht sich mit seiner Kritik auf eine EU-Richtlinie von 1999, die bereits ab dem Jahr 2001 deutliche Reduzierungen des gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxids (NO2) vorsah. Aber nichts geschah.

Seibert deutete dabei schon einmal an, wohin die Reise bei einem Urteil gehen könnte: „Die Probleme hätten verhindert werden können, wenn, wie in anderen Ländern, Emissionsprobleme frühzeitig in Angriff genommen worden wären.“ Er wies dabei auch Kritik an den Gerichten und am Kläger, der Deutschen Umwelthilfe (DUH), zurück.

Er verglich die jetzt drohenden Maßnahmen für die Luftreinhaltung, darunter auch Fahrverbote, mit einer Notoperation, nachdem der Patient sich über ein Jahrzehnt jeder Vorsorgeuntersuchung verweigert habe. Jetzt den Arzt, also im übertragenen Sinne die Gerichte, für die Nebenwirkungen verantwortlich zu machen, sei falsch.

Erste Urteile zu Aachen und Bonn will das Gericht Anfang August verkünden, im September folgt eine Entscheidung zu Köln. Ein Termin für Hagen steht noch nicht fest.

Autobahnen in Hagen: Mit dem Lärm wächst der Widerstand

9. Mai 2019

Der Lärm wächst. Und mit ihm der Widerstand. der Widerstand derjenigen Hagener, die dem Autobahnlärm tagtäglich ausgesetzt sind. Nirgends sonst in Nordrhein-Westfalen ist die Belastung für die Menschen derart groß, aus dem Umweltbericht des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ging 2017 hervor, dass Hagen die lauteste Stadt im Ruhrgebiet ist. Demnach sind 46.673 Menschen einem Lärm ausgesetzt, der oberhalb von 56 Dezibel (A) liegt. Und dass das vor allem auf die Autobahnen zurückzuführen ist. (…)

Quelle: wp.de

Dazu passend:

Wahnsinn Lkw – Wie der globale Schwerverkehr uns alle kaputt macht

Fast 80 Prozent aller Waren und Güter werden mit dem Lastwagen transportiert. Mit drastischen Folgen für uns Bürger: Staus, Umweltverschmutzung, Gesundheitsrisiken, kaputte Straßen. Ein einziger Lkw richtet an unseren Autobahnen und Brücken so viel Schäden an wie 60.000 Pkws. Dabei fährt rechnerisch jeder dritte Lkw unbeladen.

Schuld daran sind politische Entscheidungen und wirtschaftliche Interessen. Jedes online bestellte Paket muss so schnell wie möglich beim Kunden sein – und fährt unter Umständen in einem halbleeren Lkw von A nach B. Außerdem produziert die Wirtschaft inzwischen nach dem Just-in-Time-System: Zulieferteile werden direkt vor der Fertigung angeliefert. „Die Lager der Industrie sind auf die Straße verlegt worden und die rechte Autobahnspur ist jetzt die Lagerhalle. Das zahlen wir Steuerzahler, aber nicht die Unternehmen“, sagt Michael Cramer, Europaabgeordneter der Grünen.

Billiger Diesel und osteuropäische Fahrer, die zu Dumping-Löhnen beschäftigt werden, machen Lkw-Transporte im Vergleich zur Alternative Bahn so günstig. Obendrein wird der Güterverkehr auf der Schiene immer wieder ausgebremst, weil Investitionen verschleppt werden. Beispiel: Adorf im tschechisch-deutschen Grenzgebiet. Weil am Grenzübergang auch die Elektrifizierung aufhört, läuft der Güterverkehr seit Jahren über die Straße und quer durch den Ort Adorf im Vogtland.

Dass es anders geht, zeigt die Schweiz. Dort ist der Marktanteil für Güter auf der Schiene doppelt so hoch wie in Deutschland. Ergebnis einer konsequenten Verkehrspolitik – ohne Lobbyismus aus der Automobilindustrie.

Quelle: arte mediathek (Verfügbar bis 13/05/2019, nächste Ausstrahlung am Samstag, 18. Mai um 01:30)

Hagens OB unterstützt Ruf nach Aufschub für Stromtrasse

4. Mai 2019

Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz unterstützt seine Amtskollegin aus Herdecke, Katja Strauß-Köster, bei ihrer Forderung nach einem Moratorium – also einem Aufschub – für den Bau der neuen Höchstspannungsleitung. Die wird nicht nur über Herdecke bis Garenfeld führen, sondern auch durch Hohenlimburg.

Die Trassenführung ist insbesondere in Elsey höchst umstritten. Herdeckes Bürgermeisterin hatte nun einen Vorstoß für ein Moratorium bei Bau und Planung ins Spiel gebracht, weil sie durch den von der Bundesregierung angepeilten Ausstieg aus der Kohle-Verstromung bis 2038 völlig andere Rahmenbedingungen sieht. Sie fragt, ob die geplanten Netze in der Dimension tatsächlich nötig seien. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Was der Artikel nicht erwähnt, ist der bereits auf den 24. April datierte Antrag der SPD für den Umweltausschuss, der in dieselbe Richtung zielt:

„Der örtlichen Presse vom 17. 4. 2019 war zu entnehmen, dass es Zweifel an der Notwendigkeit der genannten Stromtrasse gibt. Die Bürgermeisterin der Stadt Herdecke fordert daher ein Moratorium um intensiv zu prüfen, ob die Trasse noch erforderlich ist. Bis die Ergebnisse der Prüfung vorliegen sollen keine weiteren Maßnahmen zur Realisierung erfolgen. (…)

Der Ausbau und die Trassenführung sind in der Bevölkerung, insbesondere im Bezirk Hohenlimburg, mehr als umstritten. Sollten sich aufgrund des erzielten Kohle-Ausstiegs-Plans neue erhebliche und berechtigte Zweifel an der Notwendigkeit der Leitung ergeben, so ist es dringend geboten das Projekt nicht weiter voran zu treiben.“

Dem ist der OB jetzt zuvorgekommen.

Stadt Hagen: Im neuen Regionalplan weniger Steinbruch-Fläche

3. Mai 2019

Die potenziellen Abbauflächen für Kalkstein in Oege werden im neuen Regionalplan kleiner sein als im aktuellen – und das trotz der neu ausgewiesenen Fläche oberhalb von Feldstraße und Sonnenberg, gegen die die „Bürgerinitiative zu Erhalt des Ahms“ derzeit Unterschriften sammelt. Das rechnet jedenfalls die Stadt Hagen vor: Zwar solle dieses etwa 3,9 Hektar große Areal als künftige Potenzialfläche für den Abbau eingezeichnet werden. Westlich werde aber gleichzeitig ein bislang als Potenzialfläche ausgewiesenes 7,2 Hektar großes Gebiet herausgenommen. (…)

Quelle: wp.de

Hagen radelt erneut drei Wochen lang für das Klima

2. Mai 2019

Gemeinsames Fahrradfahren für ein besseres Klima und mehr Radverkehrsförderung: Nach der erfolgreichen Teilnahme in den vergangenen Jahren, beteiligt sich die Stadt Hagen vom 15. Juni bis 5. Juli erneut an der Kampagne „STADTRADELN“ des Klima-Bündnis, dem größten kommunalen Netzwerk zum Schutz des Weltklimas. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Am Samstag, 15. Juni, findet auf dem Friedrich-Ebert-Platz der jährliche Umwelttag statt, bei dem zugleich auch der Startschuss für das „STADTRADELN“ fällt. Bei der Kampagne, die als Wettbewerb konzipiert ist, treten Kommunalpolitiker, Bürger, Schulen, Vereine und Unternehmen in Teams oder als Einzelpersonen in die Pedale. Beruflich wie privat sollen drei Wochen am Stück möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Ziel ist, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten sowie ein Zeichen für vermehrte Radverkehrsförderung in der Heimatkommune zu setzen.

Während des Aktionszeitraums tragen die Teilnehmenden ihre geradelten Kilometer über einen Online-Radelkalender ein, sodass auch ein Vergleich zu anderen Kommunen und Teams möglich ist und für zusätzliche Motivation sorgen.

Mehr Informationen zur Aktion und zur möglichen eigenen Teilnahme gibt es auf der Seite www.stadtradeln.de oder bei Petra Leng, Bereich Radverkehrsplanung der Stadt Hagen, unter Telefon 02331/207-3161.

Immer mehr Laster missbrauchen Hagen als Ausweichroute

29. April 2019

Die Engstellen auf den Autobahnen verleiten immer mehr Lkw-Fahrer, eine Abkürzung durch Hagen zu wählen. Auch Boelerheide ist betroffen. (…)

Zwar gibt es noch keine offiziellen Messungen seitens der Stadtverwaltung, doch im Rathaus ist das Problem bekannt. „Das gesamte Stadtgebiet wird inzwischen enorm durch Lkw-Verkehr belastet“, berichtet Stefanie Wiener vom Fachbereich Verkehr. „Und ich fürchte, die Situation wird sich zumindest in naher Zukunft nicht verbessern.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das ordnungspolitische Instrumentarium steht zur Verfügung, es wird nur nicht angewandt: Durchfahrtverbote (wie z.B. auf dem Straßenzug Buschey-/Eugen-Richter-Str. bereits vor Jahren umgesetzt), die natürlich auch kontrolliert werden müssen (wie am Finanzamt).

Erneute Debatte um Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke

29. April 2019

Erneut wird über den Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke in Oege debattiert. Die „Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm“ fürchtet eine neuerliche Erweiterung und beruft sich dabei auf eine Darstellung im Entwurf für den neuen Regionalplan, der derzeit aufgestellt wird. Sie hat eine Unterschriftenaktion bei Anwohnern in der Feldstraße und am Sonnenberg gestartet. Die Hohenlimburger Kalkwerke halten dagegen: Die Änderungen im Regionalplan seien marginal und dienten hauptsächlich zur Konkretisierung der bisherigen Planungen, so Geschäftsführer Dr. Christian Lange. (…)

Quelle: wp.de

Homepage der Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm

Neue Debatte um Höchstspannungsleitung in Hohenlimburg

27. April 2019

Die Diskussion um die 380-kV-Höchstspannungsleitung durch Hohenlimburg nimmt wieder an Fahrt auf: Die SPD will nicht der Verwaltung allein die Entscheidung überlassen, ob sich Hagen der Forderung von Herdeckes Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster nach einem Moratorium anschließt. (…)

Quelle: wp.de

Wo ein Lärmexperte in Hagen noch Handlungsbedarf sieht

26. April 2019

Dirk Schreckenberg aus Hagen forscht über die gesundheitlichen Folgen von Lärm. Auch in seiner Heimatstadt sieht er noch Verbesserungspotenziale. (…)

Laut dem Umweltbundesamt (UBA) stellt für die Menschen in Deutschland Lärm immer noch eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen dar. Am häufigsten fühlen sie sich durch Straßenlärm gestört. (…)

Quelle: wp.de

Critical Mass für Friday for Future

18. April 2019

Am Freitag 26.4. gibt es für die Friday for Future Bewegung eine Critical Mass. Start ist um 12.00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz (Berliner Platz).

Eine Critical Mass ist eine Fahrradtour mit mindestens 16 Teilnehmern, die einen Verband nach StVO bilden und so als ein Fahrzeug gelten. Wenn der Vorrausfahrende grün hat, darf der restliche Verband zusammenhängend fahren, auch wenn die Ampel zwischenzeitig Rot anzeigt. Zur Sicherheit werden meist die Querstraßen durch sogenannte Ordner abgesperrt (Korken). Der jeweils Vorausfahrende gibt den Weg an. Einen Veranstalter oder Verantwortlichen gibt es in der Regel nicht.

(In einer früheren Version dieses Beitrags war die Rede von 12 Teilnehmern, die einen Verband nach StVO bilden. Es müssen aber mindestens 16 sein.)

Landschaftszerstörung für Mobilität und Konsum

6. April 2019

Zu einem Bildervortrag über die Landschaftszerstörung für Mobilität und Konsum laden das AllerWeltHaus und die Volkshochschule Hagen (VHS) im Rahmen der Reihe „Weltbilder“ am Mittwoch, 10. April, um 19 Uhr in das AllerWeltHaus, Potthofstraße 22, ein.

Wo und wie werden Landschaften für unsere Mobilität und unseren Konsum zerstört? Was hat unser Verhalten mit Menschenrechten in anderen Ländern zu tun?

Der Referent Martin Fliegner, Diplom-Geograph und Geschäftsführer von „Geoscopia Umweltbildung“ Bochum, zeigt anhand von eindrucksvollen Bildern der „Germanwatch-Rohstoffexpedition“, was theoretisch mit „globaler Verantwortung“ umschrieben wird. Zudem präsentiert der Referent mittels Satellitenbildern und einem Vergleich von Momentaufnahmen und Archivbildern den bereits sichtbaren Einfluss menschlichen Handelns und seiner Folgen auf das Erscheinungsbild der Erdoberfläche.

Weitere Informationen erhalten Interessierte beim AllerWeltHaus unter Telefon 02331/21410 oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622. Anmeldungen für die Veranstaltung mit der Nummer 1526 nimmt das Serviceteam der VHS telefonisch oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung entgegen. Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 5 Euro.


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