Archive for the ‘21 Fundsachen’ Category

Fundsache: Eiche vs. Eichel

9. August 2017

Drei Wohnsitze sind für den AfD-Mann schon im Umlauf, jetzt auch noch zwei Namen?

So präsentiert sich der Hagener AfD-Führer Michael Eiche auf der Homepage der hiesigen Parteigliederung. Screenshot: DW

Unfreiwillige Wahrheit?

15. Juli 2017

Ersatz für einen gelöschten Leserkommentar unter dem wp.de-Artikel „Vorstand der SPD Boele tritt nahezu geschlossen zurück

Tatsachen entfernen. Ein schönes Beispiel unfreiwilligen Humors – oder unfreiwilliger Wahrheit?

Mit „Cläuschen“ dürfte Claus Rudel, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Hagen, gemeint sein; mit „Timo“ der örtliche SPD Parteichef Timo Schisanowski. Martin Weiske ist stellvertretender Leiter der Hagener Lokalredaktion der WPWR. „Trio Rio“ war eine deutsche Popgruppe, die nur einen einzigen Charthit landen konnte.

„Knechtung und Entsolidarisierung“ der Bürger als Folge der „Schwarzen Null“

5. Juni 2017

Ein fränkisches Lokalblatt liefert eine Berichterstattung, wie man sie sich für Hagen wünschen würde

Auch kleine Zeitungen können so berichten, dass den Lesern Hintergründe und Zusammenhänge nahe gebracht werden. Ein in diesem Sinne positives Beispiel ist ein per Zufall gefundener Artikel aus dem Treuchtlinger Kurier.

Treuchtlingen ist ein 12.000-Einwohner-Städtchen in Franken. Die Auflage der örtlichen Zeitung wird nicht einmal separat ausgewiesen; zusammen mit dem benachbarten Weißenburger Tagblatt beträgt sie gegenwärtig gerade einmal 9.800 Exemplare. Beide Blätter beziehen ihren Mantelteil von den angesehenen Nürnberger Nachrichten.

Am 6. Mai dieses Jahres berichtete der leitende Lokalredakteur des Treuchtlinger Kurier, Hubert Stanka, über den Zusammenhang zwischen einem Staat, der sich „immer weiter aus der Verantwortung zieht“ und einer stetigen „Knechtung und Entsolidarisierung der Bürger“ auf der kommunalen Ebene.

Deutliche Worte, die – wie man hier sieht – selbst in der Lokalzeitung einer bayrischen Kleinstadt möglich sind. In Hagen steht dem die Hybris lokaler Schreibgrößen entgegen, die glauben, den Takt im Rathaus in ihrem – wodurch  auch immer motivierten – neoliberal-populistischen Sinne vorgeben zu können. Kritische Berichterstattung in einem aufklärerischen Sinn gilt im heimischen Pressehaus dagegen als unverständliches Fremdwort. Hier pflegt man stattdessen Kürzungspropaganda auf Kreisklassenniveau.

Auszüge aus dem positiven Beispiel aus der fränkischen Provinz:

Treuchtlingen leidet unter „Staatsflucht“

Schleichender Umbauprozess und Entsolidarisierung – Woher kommt die Wut der Bürger?

Viele Menschen empfinden in heutigen Zeiten ein steigendes Unbehagen. Die Globalisierung, das Tempo der Informationsgesellschaft, in der es einen Überfluss an Infos, aber wenig verlässliche Leitplanken gibt – und dann noch eine immer größere gesellschaftliche Kälte und finanzielle Einbußen bei den einen sowie steigende Gewinne bei den anderen… Viele Menschen können das nicht einordnen. Das öffnet populistischen „Rattenfängern“ von rechts und links die Türen. Dabei gerät eines in den Hintergrund bzw. wird von der Politik auf allen Ebenen verschwiegen: Das Land befindet sich seit vielen Jahren in einem großen Umbau, mit dem sich der Staat immer weiter aus der Verantwortung zieht und den Bürger in die Eigenverantwortung drängt. Das wirkt ebenso auf lokaler Ebene in der Provinz und ist in vielen Bereichen auch in Treuchtlingen spürbar. Beispiele für einen schleichenden Umbruch. (…)

Mit der Privatisierungswelle in den 80er und 90er Jahren wurden die Weichen dafür gestellt, viele Bereiche der Infrastruktur aus der staatlichen Daseinsvorsorge abzukoppeln. Zu nennen ist hier beispielsweise die Telekommunikation. Es ist längst klar, dass diese Privatisierung zu weit ging. Heute werden einem privatisierten, einstigen Staatsunternehmen Milliarden an Fördergeldern hinterher geworfen, um angebliche „Wirtschaftlichkeitslücken“ zu füllen. Andernfalls würde es am flachen Land überhaupt kein schnelles Internet geben.

Aus heutiger Sicht fragt sich der Bürger, wozu diese Privatisierung eigentlich gut war, wenn danach wieder Milliarden an Fördergeldern in die Infrastruktur fließen müssen. Schlüssiger wäre es gewesen, die Infrastruktur in staatlichen Händen zu lassen und das „Provider“-Thema der Privatwirtschaft zu überlassen. Das hätte zur Folge gehabt, dass es keine derartigen Versorgungslücken gäbe. (…)

Das Rezept dagegen: die „Bürgergesellschaft“, die auch in Treuchtlingen immer wieder propagiert wird. Es geht also um den ehrenamtlichen Einsatz von Menschen. Der allerdings war und ist in funktionierenden Gemeinwesen schon immer gefragt. Heute dient er nur zu offensichtlich als Ersatz für fehlende finanzielle Mittel. In den Dörfern pflastern die Bürger ihre Wege mittlerweile selber, renovieren Gemeinschafts- und Feuerwehrhäuser. Am Land wird vieles nur noch als „Selbsthilfe“ empfunden. Der Staat oder die öffentliche Hand – oder wie man das auch nennen mag – lässt den Bürger allein.

Diese schlaglichtartige Beleuchtung der gesellschaftlichen Veränderungen lässt den Bürger ratlos zurück. Die „schwarze Null“ bei Land und Bund auf der einen Seite, eine stetige Knechtung und Entsolidarisierung der Bürger auf der anderen Seite lassen Wut wachsen. Ein fruchtbarer Nährboden für Radikalismus.

Quelle: Treuchtlinger Kurier

„Triumph ohne Sieg“

1. Juni 2017

Neue Ausstellung in Haltern widmet sich den Fake-News in der römischen Geschichte

Eine neue Ausstellung im LWL-Römermuseum in Haltern am See zeigt, dass sogenannte alternative Wahrheiten bereits vor 2000 Jahren als machtpolitische Mittel genutzt wurden. Damals hat Kaiser Tiberius den sieglosen Krieg in Germanien mit einem spektakulären Triumphzug für seinen Feldherren Germanicus in einen Erfolg umgewandelt. Die Schau „Triumph ohne Sieg“ (2. Juni bis 5. November 2017) zeichnet die Geschichte anhand von 250 Kunstwerken und Artefakten nach.

„US-Präsident Trump hat wahrscheinlich noch nie von dem römischen Kaiser Tiberius gehört, aber gelernt hat auch er von ihm allemal“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb bei der Vorstellung der Ausstellung. „Unsere Ausstellung dreht sich um Fake-News, um Niederlagen, die zu Siegen umgedeutet werden, um symbolische Politik durch Massenveranstaltungen und um alternative Wahrheit – nur eben vor 2000 Jahren.“

Im Mittelpunkt steht dabei der Triumphzug für Germanicus Ende Mai 17 n. Chr. in Rom, aber auch die Frage, was geschehen wäre, wenn Rom tatsächlich östlich des Rheins erfolgreich gewesen wäre: „Alles, was städtisches römisches Leben ausmachte, erblühte auf der anderen Seite des Rheins und wäre vermutlich auch in Haltern geschehen, wenn sich die Römer nicht aus dem heutigen Nord- und Westdeutschland zurückgezogen hätten“, teilt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) dazu mit.

Koryphäen unter sich

19. Mai 2017

Es ist immer wieder aufschlussreich zu beobachten, welche Koryphäen die Hagener im Rat vertreten. Jüngstes Beispiel aus der gestrigen Sitzung: die Herren Hentschel und Preuß.

Während der UnLinke sich gegen eine Dringlichkeit zur Akteneinsicht im Fall der Grundstücksverkäufe am Deerth zu Gunsten der AWO aussprach und damit freiwillig auf ein unverzügliches Kontrollrecht verzichtete (darauf muss man auch erst einmal kommen), hatte der „Grüne“ offensichtlich aus lauter Langeweile nichts besseres zu tun, als – während der Sitzung – einen Beitrag für ein Quasselmedium zu verfassen:

Das ging wohl selbst einigen seiner Fakebook-„Freunde“ zu weit:

Aber Preuß sieht sich anscheinend selbst auch eher als Besucher denn als Ratsmitglied, wie einem weiteren seiner Textfragmente zu entnehmen ist:

„Politik“ darf man sowas wohl nicht nennen – deshalb erscheint dieser Beitrag in der Rubrik „Fundsachen“.

Hoffnungslos verfahren

21. April 2017

US-Flugzeugträger auf Dortmund-Ems-Kanal gesichtet

„Ich bin froh, dass sie nicht sofort das Feuer eröffnet haben“: Walter Frellschütz (links) und Fifi. Foto: Der Postillion

Datteln (dpo) – Nicht schlecht staunten Anwohner des Dortmund-Ems-Kanals, als sie heute Morgen Zeugen wurden, wie sich der nukleargetriebene Flugzeugträger USS Carl Vinson langsam durch den Dortmund-Ems-Kanal schob. Offenbar hat sich das 97.000 Tonnen schwere Schiff, das sich derzeit in Höhe Datteln befindet, auf dem Weg nach Nordkorea völlig verfahren.

„Ja, also ich ging hier gerade mit meinem Hund so am Ufer spazieren und plötzlich seh ich da dieses Riesending gefolgt von mehreren Kriegsschiffen“, schildert Walter Frellschütz (67). „Die waren fast schon manövrierunfähig. Mir rief dann einer, der an Deck stand entgegen: ‚Excuse me! Are you Korean? Is this the right way to North Korea?'“

Der Rentner habe zurückgerufen: „No, I am a Dattelner! This is a part of Recklinghausen in the Regierungsbezirk of Münster in NR-Double-U! My name is Walter and this is my Zwergschnauzer Fifi! I don’t know how you get to North Korea from here, but the North Sea is in this direction!“ Daraufhin hätten die Mitglieder der 3200 Mann starken Besatzung des Flugzeugträgers konsterniert gewirkt. (…)

Quelle: Der Postillion

Fundsache: Türkei weist holländische Kühe aus

16. März 2017

Die diplomatischen Verstimmungen zwischen der Türkei und den Niederlanden treffen jetzt auch die Tierwelt. Der türkische Fleischverband schickt holländische Kühe zurück in ihre Heimat. (…)

Quelle: SPON

Fundsache: Es ist noch Suppe da

9. März 2017

Praktiken aus der Bezirksvertretung Haspe

Wollte sich die Bezirksvertretung Haspe Gelder zur persönlichen Bespaßung im nichtöffentlichen Teil der heutigen Sitzung genehmigen?

Es sieht ganz danach aus. Zunächst fehlte die Beschlussvorlage zum entsprechenden Tagesordnungspunkt, einen Tag später war sie plötzlich da. Aber als „nichtöffentlicher“ Vorschlag, unterzeichnet von Bezirksvorsteher Dietmar Thieser (s. Abb.).

Darin ist nicht nur zu lesen, dass 1.500 Euro für einen Planwagen, auf dem sich das Gremium dem Volk präsentiert, nebst zugehörigem „Wurfmaterial“ investiert werden sollen. Auch erfährt der geneigte Interessierte, dass die BV eine „Kirmeskommission“ unterhält.

Nun, irgendwo muss die Kohle für „Repräsentationszwecke“ ja bleiben. Mit 8.000 Euro verpulvert die BV Haspe mehr als ein Viertel ihres Etats in Höhe von 30.000 Euro für ihre Selbstdarstellung. Selbst die, gemessen an der Einwohnerzahl, mehr als dreimal so große BV Mitte kommt mit einem geringeren Betrag aus.

Während an anderen Stellen in den vergangenen Jahren gekürzt wurde, bis die Schwarte kracht, gilt für die Inszenierung der eigenen Bedeutsamkeit die Leitlinie „Es ist noch Suppe da“.

Dieses Selbstverständnis illustriert auch ein rares Filmdokument mit Ausschnitten einer BV-Sitzung; der Sitzungsleiter tritt hier unter dem Pseudonym „Jupp Schmitz“ auf:

Fundsache: Direkt aus dem Knastladen

6. Februar 2017

knastladen-meerschweinchenhaengematteIm Onlineshop knastladen.de werden Produkte aus den NRW-Justizvollzugsanstalten angeboten.

Fundsachen: Pfusch und Fakes

22. Januar 2017

Drei Merkwürdigkeiten aus der vergangenen Woche

1. Das ist der Hammer

lutherhammerMartin Luther wird allgemein als „sprachgewaltig“ beschrieben. Hinter diesem hohen Anspruch bleiben die Hagener Evangelen mit ihrer Plakatkampagne zum 500. Jahrestag der Reformation unter dem Titel „Das ist der Hammer“ dann doch leicht zurück. Über „Gesch-mack“ läßt sich eben nicht streiten, es ist und bleibt ein Fehler.

2. Yvonne Hinz erklärt

„Der Begriff Artothek setzt sich aus ars/artis = die Kunst (griechisch) und theke = der Ort zusammen.“ (Yvonne Hinz in der WPWR)

Da liegt die WPWR-Redakteuse gleich zweimal daneben: „ars“ ist lateinisch und nicht griechisch; „theke“ (θήκη) bedeutet nicht „Ort“, sondern „Kiste“ oder „Behältnis“.

3. Aus Raider wurde Twix

prentzelIn einer Pressemitteilung der Hagener Polizei mutierte der Vorname des ehemaligen Bürgermeisters Prentzel (Amtszeit: 1876 – 1900. Foto: Stadt Hagen) von „August“ zu „Wilhelm“. Und alle schrieben ab: die Funke-Medien WPWR, Radio Hagen und Stadtanzeiger/Lokalkompass und auch das Online-Medium tv58. Nur der Wochenkurier bemerkte den Fehler und machte aus dem falschen „Wilhelm“ wieder den richtigen „August“ Prentzel.

Fundsache: Petry heil!

13. Dezember 2016

petryIn einem Interview mit der Welt hatte AfD-Führerin Frauke Petry im September angekündigt, den Begriff „völkisch“ wieder positiv besetzen zu wollen. Dann doch vielleicht besser den Schlagersänger als das kleinere Übel betrachten.

Fundsache: Auch beim Türken kann man kaufen

9. November 2016

Dietmar Thieser (SPD) in einem Beitrag der WPWR:

„In der Geschäftswelt ist viel Bewegung. Erst jetzt hat wieder ein neues Geschäft an der Voerder Straße aufgemacht. Es ist zwar ein türkisches Geschäft – aber auch dort kann man natürlich einkaufen.“

Welch eine Erkenntnis des Hasper Bezirksfürsten. Die neue Session beginnt zwar erst in zwei Tagen, aber für manche Narren ist halt das ganze Jahr Karneval.

Geschichten aus dem Flyerwald

8. August 2016

Sind es schon die ersten Folgen der Kürzungen im Bildungs- und Kulturbereich? Oder werden die Presseabteilungen neuerdings mit Mitarbeitern aus den vielzitierten „bildungsfernen Schichten“ bestückt?

Jedenfalls hat die Hagener Stadtverwaltung am Freitag eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der zu lesen ist, die Volkshochschule lade an vier Freitagen im September zu einer Wanderung ein – in den „Flyer Wald“.

Was ist das denn? Ein Wald, der aus lauter Handzetteln besteht? Ein Tippfehler ist auszuschließen, den dieses ominöse Flugblattgehölz wird gleich dreimal erwähnt: einmal im Anrisstext und zweimal in der Mitteilung.

Als Treffpunkt wird die Universitätsstraße angegeben. Dorthin gelangen die Interessierten wahrscheinlich über die Flyer Straße (oder müsste es nicht richtigerweise Flyerstraße heißen?), die durch das Flyerviertel verläuft und in Richtung des Hagener Stadtteils Fly führt.

Alles falsch. Das 1929 nach Hagen eingemeindete Dorf trägt den Namen Fley, durch das Fleyerviertel verläuft die Fleyer Straße, die am Fleyer Wald endet.

Es wäre eigentlich nicht zu viel verlangt, dass die laut Homepage mit fünf Mitarbeitern besetzte Pressestelle im Büro des Oberbürgermeisters die Hagener Stadtteile kennt. Aber – wie gesehen – schon das Selbstverständliche stellt bisweilen eine Überforderung dar.

Ein Trost bleibt für die OB-Schreiber: Sie sind nicht allein.

Auch die Hagener CDU verortet auf ihrer Website (verantwortlich zeichnet Partei-Geschäftsführer Bernd Löwenstein) ihr Vorstandsmitglied Emmanuel Schmidt auf der „Flyer Straße“. Die Hagener Polizei gab ebenfalls schon eine Pressemitteilung heraus, in der über ein auf der „Flyer Straße“ geklautes Fahrrad berichtet wurde.

Die Volkhochschule hat in ihrem Programm 2016/17 den Namen des Fleyer Waldes übrigens korrekt wiedergegeben. Die VHS bietet – auch für Pressesprecher mit Nachhohlbedarf (oder heißt es „Nachholbedarf“?) – Veranstaltungen in der Rubrik „Hagen und Region“ an, sowie Kurse „Deutsch als Fremdsprache“ und „Lesen und Schreiben lernen“ (Programmheft ab Seite 177).

Erdoğans langer Arm reicht bis nach Haspe

20. Juli 2016

haspe-vaterlandsveräterAushang an einer Hasper Moschee: „Vaterlandsverräter raus“ (unten links). Screenshot: Facebook

Siehe auch:

Hier können Sie Nachbarn denunzieren

Ankaras Rachefeldzug gegen Anhänger der Gülen-Bewegung hat Deutschland erreicht. (…)

In einer Moschee in Hagen etwa, die dem deutschen Ableger Ditib der türkischen Religionsbehörde unterstellt ist, hingen zwischenzeitlich Plakate, auf denen es unter dem Logo der Moschee hieß: „Vaterlandsverräter raus“ und „Vaterlandsverräter haben keinen Glauben“. Weder die Moschee in Hagen noch die Zentrale von Ditib in Köln waren für eine Stellungnahme zu erreichen. (…)

Quelle: FAZ

Fundsache: Ist Maaßen ein russischer Agent?

11. Juni 2016

Nein, ist er natürlich nicht, aber die Frage kann man ja mal stellen, oder? Immerhin nutzt der Verfassungsschutzchef ähnliche Argumente, um Snowden zu diskreditieren. (…)

Die einzigen, die diese Theorie verbreiten, sind Hans-Georg Maaßen und Patrick Sensburg. Der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses hatte sie in einem Beitrag für Frankfurter Allgemeine Zeitung erwähnt. Er sagte: „Snowden hat sich entschieden, nach Russland zu reisen. Er hat sich damit auf eine Seite des Propagandakriegs zwischen Moskau und dem Westen geschlagen.“ Sensburg gab in diesem Interview vor allem die Meinung von „Sicherheitskreisen“ weiter, wahrscheinlich also die von Maaßen. (…)

Quelle: Zeit online

Anmerkung: Der CDU-Abgeordnete Sensburg, der gerne immer mal wieder von der Hagener Westfalenpost protegiert wird, hatte im Zusammenhang mit den NSA-Schnüfflern gegenüber dem ZDF deren Tätigkeit mit den Worten verharmlost: „Wir haben 80 Millionen Deutsche, da werden wir 200 Mitarbeiter der NSA ertragen können.“ Was will man von dieser Geistesgröße (im Professorenstand!) noch erwarten? Siehe auch: „Patrick Sensburg – nicht mehr zu ertragen“.

Fundsache: Gauland als Nachbar?

8. Juni 2016

Gauland-Sixt

Fundsache: So werden Sie Mückenjäger

7. Juni 2016

Um die Mückenart bestimmen zu können, benötigen wir intakte Exemplare. Zerquetschte oder platt gehauene Exemplare sind unbrauchbar, da sie nicht mehr identifizierbar sind. Daher empfehlen sich für den Fang und Transport der Tiere kleine Gefäße aus Glas, Kunststoff etc., wie sie auf der nachstehenden Abbildung zu sehen sind. Pro Gefäß bitte nur so viele Mücken fangen, dass sie nicht gequetscht werden, da sonst beim Transport wichtige Bestimmungsmerkmale, wie Schuppen und Borsten an bestimmten Körperstellen, verloren gehen können. Insgesamt können Sie so viele Mücken fangen, wie es Ihrer Motivation und dem Mückenaufkommen entspricht.

Setzt sich eine Mücke irgendwo ab, z.B. an der Wand oder auf Ihrem Arm, stülpen Sie das Gefäß einfach über sie, Deckel drauf und fertig. Der nächste Schritt ist das Abtöten der gefangenen Mücken. Dazu platzieren Sie das Gefäß mit der Mücken/den Mücken im Gefrierfach und lassen es dort bis zum nächsten Tag. Anschließend muss Ihre Beute nur noch zu uns gelangen. Hierfür laden Sie sich zunächst bitte das folgende Formular herunter, tragen die benötigten Informationen ein und versenden dies zusammen mit Ihrem Fang in einem Umschlag oder kleinen Päckchen. Bitte achten Sie darauf, dass der unversehrte Transport gesichert ist.

Senden Sie Ihre Stechmückenbeute bitte an:

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V.
„Mückenatlas“
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg

Unser Projektbudget lässt leider keine Unkostenerstattung zu. Als Gegenleistung für die Einsendung bieten wir jedoch an, Ihnen das Bestimmungsergebnis Ihrer Mückenart mitzuteilen (dazu auf dem Kontaktformular bitte unbedingt eine E-Mail-Adresse angeben) und Ihre Einsendung, auf Wunsch mit Namensnennung (auch Spitzname, Abkürzung oder wie im Formular von Ihnen angegeben), auf der Sammlerkarte dieser Internetseite zu markieren.

Bitte schicken Sie uns keine offensichtlich zu anderen Gliedertiergruppen gehörende Tiere, wie Wespen, Fliegen, Käfer, Spinnen etc. Wir beschäftigen uns im Rahmen dieses Projektes ausschließlich mit Stechmücken und können die Bestimmung weiterer Insekten/Gliedertiere aus zeitlichen und personellen Gründen nicht leisten. Wir sehen uns ggf. veranlasst, solche Einsendungen unbeantwortet zu verwerfen. Auch Anfragen zu insektenkundlichen Beratungen müssen wir zurückweisen.

Wir möchten mit unserem Mückenatlas keinesfalls zum sinnlosen Töten von Insekten aufrufen. Auch Insekten sind wertvolle und schützenswerte Tiere! Für unsere Forschung, die ja letztlich auch das Ziel hat, die Übertragung von Krankheitserregern durch Stechmücken zu vermeiden, ist jedoch die Sammlung und Tötung der Mücken wichtig und unvermeidlich. Sie können uns bei der Mückensammlung unterstützen, damit wir möglichst viele Sammlungspunkte und Daten für eine optimale Auswertung erhalten. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Einfallsreichtum, Enthusiasmus und Erfolg bei der Mückenjagd und freuen uns auf Ihre Zusendungen! Die Wissenschaft wird es Ihnen danken.

Ihr Mückenforscherteam

Quelle: Mückenatlas

Warum bleibt ihr dann bei den Schwatten?

11. Mai 2016

Den endgültigen Anschluss an „die Schwatten“ will auch die Hagener SPD realisieren. Unter der Führung der spezialdemokratischen Quadriga Thieser/König/Schisanowski/Rudel soll spätestens nach der Sommerpause de facto der Beitritt zur Allianz des Grauens, bestehend aus CDU und ihren Anhängseln, vollzogen werden.

Die AfD-Hymne (Pinocchio Presse Supercut)

19. März 2016

Jung & Naiv: Ultra Edition

Georg Schramm: Wir leben in einem großen Krieg!

17. März 2016

Überläufer erschossen

2. März 2016

Nicht weit vom Hagener Rathaus entfernt wurde am Dienstagnachmittag ein wildgewordener Überläufer erschossen, der die Seiten gewechselt hatte. Das Schwein hatte zuvor ein Mitglied der Hagener Bürgerschaft von einer Leiter gestoßen und sich an einem Kind vergriffen.

Nein, es handelte sich nicht um eines jener Mitglieder des Stadtrats, die sich nach der letzten Kommunalwahl der FDP oder der AfD angeschlossen hatten. Überläufer nennt der Jäger ein heranwachsendes Wildschwein.

Das hatte sich offensichtlich verirrt (womit wir doch schon wieder im Rathaus wären), lief von der Kampstraße aus in Panik durch den Seiteneingang in den Kaufhof und durch den Haupteingang in die belebte Fußgängerzone. In Panik demolierte das Tier ein paar Scheiben, bevor es in einen Kiosk eindrang und die Kunden und Verkäufer vertrieb (könnte auch alles für eine Fabel herhalten).

Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Hinweise über Verletzte, um allerdings eine drohende Gefahr abzuwehren, mussten die alarmierten Polizisten das Tier mit der Dienstwaffe erlegen.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass vermutlich vor dem Drama ein Mann im Bereich Stadtgarten von dem Überläufer von einer Leiter gestoßen und in der Fußgängerzone ein Kind leicht am Bein verletzt wurde.

Fundsache: Our Gang

6. Februar 2016

OurGangVerwaltungsvorstand der Stadt Hagen – ist das wirklich nur Karneval? Screenshot von: DerWesten

Orban soll Ehrenbürger werden

27. Januar 2016

Ja, ist denn schon wieder Karneval?

Der ungarische Führer Victor Orban soll Ehrenbürger der Stadt Hagen werden. Das stellt sich zumindest der NRW-Landesverband der schwindsüchtigen Rechtsaußentruppe „Republikaner“ (REP) vor.

Deren einziges (Ex-)Mitglied im Hagener Rat hat allerdings längst Unterschlupf bei der braunen Konkurrenz von „Pro Deutschland“ gefunden und kam daher als Antragsmarionette nicht mehr in Frage. Und so haben die Landesoberen der REPs direkt eine Eingabe an den Oberbürgermeister Erik O. Schulz geschickt.

Glücklicherweise ist aber Vorraussetzung für eine Ehrenbürgerschaft, dass sich der so zu Ehrende Verdienste um die Stadt erworben haben muss. Die sind nun im Falle Orban beim besten Willen nicht zu erkennen. Vielleicht haben die eher etwas schlichtgestrickten REPs auch einfach nur „Orbanisierung“ mit „Urbanisierung“ verwechselt und glaubten deshalb, dieser Schandfleck Europas habe etwas mit „Stadt“ zu tun.

Gelandet ist das Ansinnen inzwischen beim Beschwerdeausschuss, der gestern darüber befinden sollte. Es bedarf wohl keiner allzu großen prophetischen Gabe, um schon jetzt zu prognostizieren, wo der Antrag gelandet sein wird: Im Ordner mit den Pappnasen.

Wenn das der Führer wüsste …

11. Januar 2016

MeinKampf.SZNein, nein – keine Schlagzeile aus dem Jahr 1933, sondern Überschrift auf der Titelseite der Süddeutschen Zeitung vom 9. Januar 2016 zur wissenschaftlich kommentierten Neuausgabe durch das Institut für Zeitgeschichte.

Fundsache: Passen Macht und Erotik zusammen?

6. Dezember 2015

Sie schafft das: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

11_merkelDer Erfolgs-Kalender geht in die zweite Runde: In einer Sonder-Pressekonferenz hat die Große Koalition ihren Nacktkalender für das Jahr 2016 vorgestellt. Das Werk mit großflächigen Nacktaufnahmen der prominentesten deutschen Regierungsmitglieder ist offiziell Teil einer Kampagne, die junge Menschen für Politik begeistern will. Der Erlös aus dem Verkauf soll in diesem Jahr zu 100 Prozent der Finanzierung völkerrechtswidriger Kriegseinsätze zugute kommen. (…)

Quelle: Der Postillon

Fundsache: Ein Herz für Tiere

15. November 2015

Antiflüchtlings-Stacheldraht soll keine Vierbeiner verletzen

Angesichts des Flüchtlingsandrangs baut jetzt auch Österreich einen Zaun. Zunächst wird eine etwa vier Kilometer lange Befestigung an der Grenze zu Slowenien errichtet. Zudem soll in verschlossenen Behältern auch Stacheldraht für den Fall bereitgehalten werden, dass ein unkontrollierter Ansturm („Akutfall“) von Flüchtlingen drohe, erklärte auf einer Pressekonferenz der österreichische Kanzleramtsminister Josef Ostermayer.

Man könne den Stacheldraht aber ganz schnell wieder einrollen, so Ostermayer weiter. Weil sich sonst auch Tiere verletzen könnten.

Ostermayer auf der Zaun-PK in Bild und Ton

Fundsache: BDI für Rente mit 85

1. November 2015

Wie durchgeknallt sind Deutschlands Oligarchen?

Der Anführer des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, plädiert für die Rente mit 85 – sollte sich die Lebenserwartung weiter erhöhen. Das berichtet die Wirtschaftswoche.

Da wird politisches Kabarett überflüssig. Eine Dauerwerbesendung mit Beiträgen der einheimischen Oligarchen und ihrer medialen Verstärker böte einen vollwertigen Ersatz.

Fundsache: Willkommen in Dresden

10. Oktober 2015

Erschütternde Bilder aus Dresden: Es sind vor allem junge Männer, die kommen. Sie alle sind in den letzten Monaten unzählige Kilometer zu Fuß gelaufen.

Fundsache: Nur 1,165 Mrd.? Dann ist ja alles gut

7. Oktober 2015

Herr Gerbersmann erläutert den Bericht zur Haushaltslage und ergänzt, dass der aktuelle Stand der Liquiditätskredite 1,165 Mrd. Euro betrage. Zusammenfassend könne man sagen, dass das Jahr 2015 für die Stadt Hagen finanziell gut aussähe.

Auszug aus dem Protokoll der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 10. Sep. 2015

Fundsache: Unsere schönen deutschen Euros

14. Juli 2015

Ein gemeinsames Video von Neo Magazin Royale und Circus HalliGalli zum Griechenland-Bashing deutscher Medien.

Dazu:

Titel der taz vom 5. Januar 2015

„Es gibt Tage, da wünscht man sich Helmut Kohl zurück“

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Fundsache: Deutschland verlangt von Griechenland Reparationen für Costa Cordalis

17. März 2015

Berlin, Athen (dpo) – Der Schuldenstreit um Griechenland erfährt eine neue Wendung: Die Bundesregierung kündigte heute an, Reparationsforderungen an Athen für das in den letzten Jahrzehnten durch Schlagermusik von Costa Cordalis erlittene Leid zu stellen. Insgesamt belaufen sich die Forderungen für 15 Alben seit 1965 auf 11 Milliarden Euro – rein zufällig derselbe Betrag, den Griechenland von Deutschland als Kompensation für Zwangskredite der Nazis verlangt.

Rund 80 Prozent der Summe entfallen auf „Anita“ (1976). Bis heute seien die schrecklichen Auswirkungen von Cordalis‘ größtem Hit in deutschen Bierzelten festzustellen, argumentiert die Bundesregierung. (…)

Quelle: Der Postillon

Fundsache: Varoufakis wirkt

9. März 2015

Krawattenlose Außenminister in Riga

aussenminister-rigaWas haben sie sich alle mokiert. Die Hinterwäldler, die zu Hinterbänklern aufgestiegen sind. Die dazu gehörenden Presseorgane, die in der kleinen Welt der Schützenvereine zuhause sind. Und jene vermeintlichen Geistesgrößen, die noch den größten Humbug, den die Wichtigtuer der Republik von sich geben, verteidigen – Hauptsache, die Tanzschuletikette bleibt gewahrt.

Die von den versammelten Kleinbürgern angegriffenen Belzebuben kamen aus dem Süden, waren Ministerpräsident und Finanzminister eines kleinen Landes an der Ägäis und – trugen keinen Schlips. Ja, da war aber die Hölle los. „Halbstarke“ und ähnlich tönte es nicht nur aus den hinteren Reihen, und der Boulevard nahm begierig diese Sprüche auf.

Andere waren da cleverer: Zum Beispiel die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde. Die modebewusste Französin – beileibe keine Linke, sondern eine Konservative – hatte sich beim ersten Aufeinandertreffen mit dem neuen griechischen Finanzminister (und Motorradfahrer) Giannis Varoufakis, geschickt in eine Lederjacke mit einschlägigen Applikationen gewandet, natürlich nicht in irgendeine popelige aus dem Biker-Shop, sondern eine standesgemäße aus der Couture-Abteilung.

Und nun noch das: Außenministertreffen im lettischen Riga – reihenweise Krawattenlose im Angebot. Das obligatorische Gruppenbild entpuppt sich als in erheblichen Teilen schlipsfreie Zone. Wo soll das noch hinführen? Sind jetzt alle Giannis?

Fundsache: V for Varoufakis

2. März 2015

Jan Böhmermanns satirische Eloge auf den neuen griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis

Dear Greeks, the time has come: we surrender! Take all our money, you may also take Helene Fischer, but please, keep this financial Hercules off us. We could only just bear with Costa Cordalis
so this is clearly way too much!

Quelle: zdf_neo via YouTube

Fundsache: Der bewegte Mann

27. April 2014

Schulz-Pinkoss

Er will „wirklich was bewegen für Hagen“: Ex-Genosse Erik O. Schulz, jetzt OB-Kandidat von CDU, FDP und GRÜNEN. Da kann es nicht schaden, wenn der bewegte Mann auch Mitbeweger aus dem anderen Lager findet. So wie Marie Pinkvoss, Schülerin und – SPD-Mitglied, wie unten rechts klein vermerkt ist. Gefunden am Mittwoch im Wochenkurier (S. 1).

Schulz-Testimonial in der aktuellen Wochenendausgabe des Anzeigenblatts ist Fredi Rissmann, der allerdings nicht als Vertreter der (eher bewegungsfernen) FDP präsentiert wird, sondern als Vorsitzender eines Vereins, der sich mit (mehr bewegungsnahen) Leibesübungen beschäftigt.

Fundsache

19. Mai 2013

N 7: Veröffentlichungen: (nichtöffentlich)

Tagesordnungspunkt der Sitzung des Rates der Stadt Hagen am Do, 16.05.2013 (ungekürzt)


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