Archive for the ‘21 Fundsachen’ Category

Fundsache: Die Sterne im Blick

3. Oktober 2018

Ministerpräsident Markus Söder ist im Wahlkampfmodus: Er präsentiert seine Pläne für das bayerische Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ – mitsamt seinem Konterfei als Logo. Es hagelt Hohn und Kritik. (…)

Quelle: SPON

Anmerkung: Es handelt sich nicht um Satire! Screenshot von Twitter:

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Fundsache: Die Lösung aller Probleme?

1. Oktober 2018

„Der kulturelle Unterschied zwischen Bayern und Deutschland und die Vorstellungen von gesellschaftlichem Zusammenleben sind einfach zu groß. Es ist an der Zeit, das zu trennen, was nicht zusammen passt. Es ist an der Zeit, für die Unabhängigkeit Bayerns einzustehen.“

Florian Weber, Vorsitzender der Bayernpartei

Tag der offenen Tür im Hagener Bordell lockt viele Frauen

28. August 2018

Dieser Blick hinter die Kulissen ist ein besonderer: Zum Tag der offenen Tür im Hagener Bordell an der Düppenbeckerstraße kommen viele Frauen. (…)

„Super, dass es sowas gibt. Ich hätte nicht gedacht, dass so sehr auf Sicherheit geachtet wird. Es ist wirklich interessant, sich das mal anzuschauen“, sagt Raquel Groß während der Führung.

„Eigentlich sieht es wie ein normales Schlafzimmer aus“, so Raquel Groß weiter. „Es gibt ein Bett, einen Kleiderschrank und ein Waschbecken. Ich hätte nur nicht so viel rote Farbe erwartet.“ (…)

„Es ist super interessant. Ich bin einfach ein neugieriger und offener Mensch. Es gibt hier so viele Dinge, über die man sich keine Gedanken macht, wie zum Beispiel eine Waschmaschine“, fasst Ulrike Rössel ihre Eindrücke zusammen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Mittlerweile in mehreren Beiträgen der Düppenbecker Nachrichten kostenlose Werbung für die örtliche Rotlichtszene, dazu wenig aussagekräftige aber umfangreiche Fotostrecken online. Das Blatt könnte dazu auch neue Prämien in Zusammenarbeit mit seinen Kooperationspartnern anbieten, z.B. einmal druff im Werte von 50 Euro für die Anwerbung eines Neuabonnenten. Mit freundlichen Grüßen: Ihr Westfalenpuff – Stimme des Strichs, Echo des Milieus.

Sommerloch: CDU will Heimat-Preis

28. Juli 2018

Das Land bezahlt – sogar ohne Eigenanteil der Stadt

Hagen soll beginnend mit diesem Jahr einen Heimat-Preis ausloben. Das wird die CDU-Ratsfraktion auf Initiative ihrer Pressesprecherin Melanie Purps für die erste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses nach den Sommerferien beantragen.

Purps begründet ihren Plan mit lauter Platitüden, die auch auf zahlreiche andere Städte zutreffen: „Hagen ist ein sehr vielfältiges Gebilde, aus ländlichen und städtischen Quartieren, sowohl landwirtschaftlich als auch industriell geprägt und kann stolz auf eine spannende Vergangenheit mit hoher Integrationsleistung zurückblicken. Wenn also jemand weiß, wie viel Spannung, Dynamik, Tiefgründigkeit und Nächstenliebe im Begriff Heimat stecken, dann sind das wir in Hagen.“

Tränenreich ergänzt der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Dr. Stephan Ramrath: „Wir mussten im Rahmen der Konsolidierung Einschnitte auch im heimatlichen Ehrenamt hinnehmen. Das schmerzt mich noch heute. Und trotzdem sehe ich noch immer eine Menge Menschen in der Stadt, die unverdrossen und mit viel Leidenschaft jeden Tag versuchen, unser Zusammenleben ein bisschen besser zu machen.“

Wir mussten Einschnitte hinnehmen? Wie verlogen ist das denn? Die Hagener CDU hat doch die Kürzungspolitik nicht hingenommen. sondern mitgetragen. Und mehr noch: maßgeblich vorangetrieben. Sätze wie die von Ramrath belegen die ganze Bigotterie der selbsternannten „Christdemokraten“.

Die wesentlich einschneideren Maßnahmen, wie beispielsweise die gewaltige Erhöhung der Grundsteuer oder die Kürzungen im ÖPNV, „schmerzen“ Ramrath dagegen ersichtlich nicht. Auch die mit CDU-Hilfe gestrichene Finanzierung der beiden städtischen Kulturpreise tangieren den Fraktionsvorsitzenden nicht. Dabei handelte es sich in diesem Fall um Kosten, die nicht einmal in der Rubrik „Portokasse“ auftauchen würden.

Stattdessen soll nach dem Willen der CDU jetzt ein „Heimat-Preis“ für irgendwelche Betulichkeiten her. Vorteil für die Kürzungspropagandisten: Das jährliche Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro kommt direkt vom NRW-Heimatministerium.

Im Unterschied zu allen anderen Fördergeldern, die arme Städte erst gar nicht abrufen können, weil ihnen die Kommunalaufsicht den in der Regel notwendigen Einsatz eigener Mittel untersagt, wird bei diesem Sommerloch-Preis ein kommunaler Eigenanteil nicht verlangt.

Fundsache: The same procedure

17. Juni 2018

„Niemand in der CSU hat Interesse, die Kanzlerin zu stürzen.“

CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer am 17. Juni 2018 in Bild am Sonntag.

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz.

Fundsache: „Hagen ideal für Radfahrer“

30. April 2018

Kommen Sie doch mit dem Fahrrad nach Hagen. Hagen und Umgebung ist eine ideale Landschaft für Radfahrer, die Radwandern, Natur, Flusslandschaften und Kultur miteinander verbinden wollen. Dank gut ausgebauter und ausgeschilderter Radwege finden Sie sich im Stadtgebiet auch mit dem Drahtesel schnell zurecht.

Gefunden auf der Homepage der Stadt Hagen

FernUni-Alumni im Bundeskabinett

17. März 2018

Gleich drei Mitglieder der neuen Bundesregierung, die am 14. März vereidigt wurden, haben ein Studium an der FernUniversität in Hagen absolviert: Bildungs- und Forschungsministerin Anja Karliczek, Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil und Gesundheitsminister Jens Spahn.

Na, ob man gerade auf diese drei Absolventen so stolz sein kann? Die FernUni denkt das offenbar und teilt freudig erregt mit:

„Wir gratulieren Anja Karliczek, Hubertus Heil und Jens Spahn sehr herzlich zu ihrer Vereidigung und wünschen ihnen für die kommende Legislaturperiode viel Erfolg“, sagt die Rektorin der FernUniversität Prof. Dr. Ada Pellert. „Sie stehen exemplarisch für viele unserer Absolventinnen und Absolventen, die neben ihrer beruflichen Karriere ein anspruchsvolles Studium gemeistert haben. Die neue Bundesregierung hat sich vorgenommen, sich für die Förderung des lebenslangen Lernens stark zu machen. Das begrüßen wir sehr und daran wirken wir gerne mit.“

Grippewelle besiegt, weil Frau homöopathischen Hustensaft weggekippt hat

6. März 2018

Hagen (dpo) – Im Alleingang hat eine Frau aus Hagen Deutschland von der heftigsten Grippewelle seit Jahren befreit. Die 52-Jährige kippte am Montagmorgen versehentlich ein homöopathisches Mittel gegen Husten in den Ausguss. Nachdem das Medikament ins Grundwasser gelangte, sind nahezu alle von der Grippe betroffenen Personen in Deutschland innerhalb weniger Stunden genesen. (…)

Warum daraufhin nahezu alle Grippe-Kranken binnen kürzester Zeit geheilt wurden, kann Homöopathie-Experte Samuel Hühnermann erklären: „Durch die Verschüttelung in den Rohrsystemen der Kanalisation und die Verdünnung von D24 (1:10²⁴) ist das eigentlich nur zur Linderung leichter Beschwerden gedachte Medikament um ein Vielfaches wirkmächtiger geworden und hat alle geheilt, die in den letzten Tagen auch nur einen Tropfen Leitungswasser zu sich genommen haben. So funktioniert Homöopathie.“ (…)

Quelle: Der Postillon

Fundsache: „CDU hat sich aufgegeben“

11. Februar 2018

Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört: Neoliberalismus und Rechtsnationalismus, AfD und der rechte Flügel der Union. Merz und Gauland sind sich jedenfalls schon einig:

„Die Ressortaufteilung zeigt, dass sich die CDU aus Angst vor dem Mitgliederentscheid der SPD völlig aufgegeben hat.“
AfD-Führer Alexander Gauland im ZDF

„Wenn die CDU diese Demütigung auch noch hinnimmt, dann hat sie sich selbst aufgegeben.“
Ex-CDU-Fraktionsführer Friedrich Merz in der Bildzeitung

Fundsache: Haare im Gesicht

9. Februar 2018

„Du musst nicht traurig sein, Papa, jetzt hast Du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht.“

Sigmar Gabriels Tochter Marie, nachdem bekannt gegeben wurde, dass Papas Job als Außenminister zukünftig an Martin Schulz fallen soll.

„Holen wir uns unser Wehringhausen zurück!“

10. Dezember 2017

AfD Hagen im Größenwahn

Irgendwelche maßgeblichen Beiträge zur Politik in der Stadt Hagen sind von den Maulhelden der AfD nicht bekannt, stattdessen reklamieren sie gerne einen Alleinvertretungsanspruch für sich. Kürzlich veröffentlichte Autor Sebastian Weiermann in Jungle World einen Beitrag über Wehringhauser Aktivisten und ihren Kampf gegen Rassismus (DW hatte hier auf den Artikel hingewiesen). Ein gefundenes Fressen für die örtlichen blaulackierten Braungebrannten, die ernsthaft glauben, sie seien die „Stimme des Volkes“.

Auf ihrer Fakebook-Seite, die gewöhnlich mit Parteiklatsch gefüllt wird, erhoben sie gleich Anspruch auf den ganzen Stadtteil, in dem die AfD bei den Bundestagswahlen im Hagener Vergleich nur unterdurchschnittlich abgeschnitten hatte; im zentralen Wehringhauser Stimmbezirk „Feuerwache“ reichte es nur zum drittschlechtesten Ergebnis aller Hagener Stimmbezirke.

Jetzt tönt die AfD:

Seit mehr als drei Jahrzehnten behaupten und glaubten offensichtlich linke Aktivisten, Wehringhausen für sich eingenommen zu haben. Gleichzeitig beklagen sie sich öffentlich, wie blöd doch das alles ist, was sie selbst zu verantworten haben.

An die Menschen, die hier ihre Kindheit verbracht haben, die in unseren Wehringhauser Straßen aufgewachsen sind und später Familien gegründet haben, hier weiterhin leben und alt werden wollen, denken die nicht. An jene, die mehr als unsere erlebten Jahrzehnte hier leben, sowieso nicht.

Wie deppert kann man denn sein?

Zeit für Veränderung! Holen wir uns unser Wehringhausen zurück!

Garniert ist dieser Größenwahn mit einem Foto aus Jungle World, auf dem drei Aktivisten abgebildet sind. Das rief prompt einen Sympathisanten der auch „Alternative für Doofe“ genannten Truppe auf den Plan:

Und beim nächsten Brandanschlag auf Wohnungen von Migranten oder beim nächsten Messerangriff auf Bürgermeister weiss man auch, an wen man sich wenden muss.

Ganz auf der Höhe der Zeit

4. Dezember 2017

Homepage des Hagener DGB, Stand: 4. Dezember 2017. Anderes gab es offenbar seit einem Jahr nicht zu berichten. Ein Trauerspiel nach dem Tode Jochen Marquardts.

Sie können froh sein!

24. November 2017

Aus einer an den Oberbürgermeister gerichteten Anfrage zur Geschäftsordnung für die Ratssitzung am 30. November:

Schulz war bis zur Selbstauflösung der Partei am 11. im 11. dieses Jahres Mitglied der rechtsextremen Organisation „Pro Deutschland“.

Fundsache: Mangelwirtschaft

8. November 2017

Quelle: Erich Honecker alias DerWahreErich via Twitter

Fundsache: Politischer Kindesmissbrauch

27. September 2017

Wie sich die Bilder gleichen: Frauke Petry, die aktuell ihren Austritt aus der AfD angekündigt hat, mit Sohn auf einem Wahlplakat ihrer Noch-Partei (oben) und die von der lokalen Presse bereits zum neuen Shooting-Star aufgepumpte Katrin Helling-Plahr (FDP) mit Nachwuchs auf einem WPWR-Foto von der Wahlparty am Sonntagabend im Hagener Rathaus (unten).

Die Madonna-mit-Kind-Ikonographie der WPWR ist allerdings noch im Fundus des Blattes zu finden. Und: Klick!

Fundsache: Nippel statt Hetze

22. September 2017

Facebook mag keine Nacktheit. Weltweit werden jeden Tag Tausende Bilder von Mitarbeitern bewertet und gelöscht. Klar, bei harter Pornografie und Gewaltbildern kann man das verstehen, wenn aber weibliche Nippel (anders als männliche) zensiert werden, kann man das schon mal in Frage stellen.

Vor allem, wenn man sich vor Augen führt, wie viele Hassinhalte stattdessen auf der Plattform erlaubt sind.

Der Fotograf Olli Waldhauer hat diesen Kontrast schon 2015 in seiner Aktion #nippelstatthetze aufgezeigt. Auf einem Foto waren Nacktmodel Leila Lowfire und „Tatort“-Darsteller Matthias Weidenhöfer zu sehen. Lowfire zeigte ihre Brüste, Weidenhöfer ein Schild mit der Aufschrift „Kauft nicht bei Kanaken“

Als das Bild 2015 zum ersten Mal gepostet wurde, war es bereits nach 21 Minuten wieder gelöscht. Erst Tage später, nach immer wiederkehrendem Posten, gab das Netzwerk nach. (…)

Nun, kurz vor der Bundestagswahl, hat Waldhauer das Bild in einer neuen Variante herausgebracht. Anstelle des Schildes trägt Weidenhöfer nun provokant eine Hakenkreuz-Armbinde. Das Hakenkreuz ist in Deutschland als Symbol der Nazidiktatur und des millionenfachen Massenmordes verboten.

bento hat mit Leila Lowfire und dem Fotografen Olli Waldhauer über die Aktion gesprochen: (…)

Quelle: bento

Homepage Olli Waldhauer
Olli Waldhauer bei Fakebook

Rat: Auch die Antifa stellt einen Antrag

31. August 2017

Die AfD will der Pelmke die Finanzen entziehen? Das geht aber gar nicht, dachte sich die Hagener Antifa und stellte für die heutige Ratssitzung selbst einen Antrag:

Fundsache: Eiche vs. Eichel

9. August 2017

Drei Wohnsitze sind für den AfD-Mann schon im Umlauf, jetzt auch noch zwei Namen?

So präsentiert sich der Hagener AfD-Führer Michael Eiche auf der Homepage der hiesigen Parteigliederung. Screenshot: DW

Unfreiwillige Wahrheit?

15. Juli 2017

Ersatz für einen gelöschten Leserkommentar unter dem wp.de-Artikel „Vorstand der SPD Boele tritt nahezu geschlossen zurück

Tatsachen entfernen. Ein schönes Beispiel unfreiwilligen Humors – oder unfreiwilliger Wahrheit?

Mit „Cläuschen“ dürfte Claus Rudel, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Hagen, gemeint sein; mit „Timo“ der örtliche SPD Parteichef Timo Schisanowski. Martin Weiske ist stellvertretender Leiter der Hagener Lokalredaktion der WPWR. „Trio Rio“ war eine deutsche Popgruppe, die nur einen einzigen Charthit landen konnte.

„Knechtung und Entsolidarisierung“ der Bürger als Folge der „Schwarzen Null“

5. Juni 2017

Ein fränkisches Lokalblatt liefert eine Berichterstattung, wie man sie sich für Hagen wünschen würde

Auch kleine Zeitungen können so berichten, dass den Lesern Hintergründe und Zusammenhänge nahe gebracht werden. Ein in diesem Sinne positives Beispiel ist ein per Zufall gefundener Artikel aus dem Treuchtlinger Kurier.

Treuchtlingen ist ein 12.000-Einwohner-Städtchen in Franken. Die Auflage der örtlichen Zeitung wird nicht einmal separat ausgewiesen; zusammen mit dem benachbarten Weißenburger Tagblatt beträgt sie gegenwärtig gerade einmal 9.800 Exemplare. Beide Blätter beziehen ihren Mantelteil von den angesehenen Nürnberger Nachrichten.

Am 6. Mai dieses Jahres berichtete der leitende Lokalredakteur des Treuchtlinger Kurier, Hubert Stanka, über den Zusammenhang zwischen einem Staat, der sich „immer weiter aus der Verantwortung zieht“ und einer stetigen „Knechtung und Entsolidarisierung der Bürger“ auf der kommunalen Ebene.

Deutliche Worte, die – wie man hier sieht – selbst in der Lokalzeitung einer bayrischen Kleinstadt möglich sind. In Hagen steht dem die Hybris lokaler Schreibgrößen entgegen, die glauben, den Takt im Rathaus in ihrem – wodurch  auch immer motivierten – neoliberal-populistischen Sinne vorgeben zu können. Kritische Berichterstattung in einem aufklärerischen Sinn gilt im heimischen Pressehaus dagegen als unverständliches Fremdwort. Hier pflegt man stattdessen Kürzungspropaganda auf Kreisklassenniveau.

Auszüge aus dem positiven Beispiel aus der fränkischen Provinz:

Treuchtlingen leidet unter „Staatsflucht“

Schleichender Umbauprozess und Entsolidarisierung – Woher kommt die Wut der Bürger?

Viele Menschen empfinden in heutigen Zeiten ein steigendes Unbehagen. Die Globalisierung, das Tempo der Informationsgesellschaft, in der es einen Überfluss an Infos, aber wenig verlässliche Leitplanken gibt – und dann noch eine immer größere gesellschaftliche Kälte und finanzielle Einbußen bei den einen sowie steigende Gewinne bei den anderen… Viele Menschen können das nicht einordnen. Das öffnet populistischen „Rattenfängern“ von rechts und links die Türen. Dabei gerät eines in den Hintergrund bzw. wird von der Politik auf allen Ebenen verschwiegen: Das Land befindet sich seit vielen Jahren in einem großen Umbau, mit dem sich der Staat immer weiter aus der Verantwortung zieht und den Bürger in die Eigenverantwortung drängt. Das wirkt ebenso auf lokaler Ebene in der Provinz und ist in vielen Bereichen auch in Treuchtlingen spürbar. Beispiele für einen schleichenden Umbruch. (…)

Mit der Privatisierungswelle in den 80er und 90er Jahren wurden die Weichen dafür gestellt, viele Bereiche der Infrastruktur aus der staatlichen Daseinsvorsorge abzukoppeln. Zu nennen ist hier beispielsweise die Telekommunikation. Es ist längst klar, dass diese Privatisierung zu weit ging. Heute werden einem privatisierten, einstigen Staatsunternehmen Milliarden an Fördergeldern hinterher geworfen, um angebliche „Wirtschaftlichkeitslücken“ zu füllen. Andernfalls würde es am flachen Land überhaupt kein schnelles Internet geben.

Aus heutiger Sicht fragt sich der Bürger, wozu diese Privatisierung eigentlich gut war, wenn danach wieder Milliarden an Fördergeldern in die Infrastruktur fließen müssen. Schlüssiger wäre es gewesen, die Infrastruktur in staatlichen Händen zu lassen und das „Provider“-Thema der Privatwirtschaft zu überlassen. Das hätte zur Folge gehabt, dass es keine derartigen Versorgungslücken gäbe. (…)

Das Rezept dagegen: die „Bürgergesellschaft“, die auch in Treuchtlingen immer wieder propagiert wird. Es geht also um den ehrenamtlichen Einsatz von Menschen. Der allerdings war und ist in funktionierenden Gemeinwesen schon immer gefragt. Heute dient er nur zu offensichtlich als Ersatz für fehlende finanzielle Mittel. In den Dörfern pflastern die Bürger ihre Wege mittlerweile selber, renovieren Gemeinschafts- und Feuerwehrhäuser. Am Land wird vieles nur noch als „Selbsthilfe“ empfunden. Der Staat oder die öffentliche Hand – oder wie man das auch nennen mag – lässt den Bürger allein.

Diese schlaglichtartige Beleuchtung der gesellschaftlichen Veränderungen lässt den Bürger ratlos zurück. Die „schwarze Null“ bei Land und Bund auf der einen Seite, eine stetige Knechtung und Entsolidarisierung der Bürger auf der anderen Seite lassen Wut wachsen. Ein fruchtbarer Nährboden für Radikalismus.

Quelle: Treuchtlinger Kurier

„Triumph ohne Sieg“

1. Juni 2017

Neue Ausstellung in Haltern widmet sich den Fake-News in der römischen Geschichte

Eine neue Ausstellung im LWL-Römermuseum in Haltern am See zeigt, dass sogenannte alternative Wahrheiten bereits vor 2000 Jahren als machtpolitische Mittel genutzt wurden. Damals hat Kaiser Tiberius den sieglosen Krieg in Germanien mit einem spektakulären Triumphzug für seinen Feldherren Germanicus in einen Erfolg umgewandelt. Die Schau „Triumph ohne Sieg“ (2. Juni bis 5. November 2017) zeichnet die Geschichte anhand von 250 Kunstwerken und Artefakten nach.

„US-Präsident Trump hat wahrscheinlich noch nie von dem römischen Kaiser Tiberius gehört, aber gelernt hat auch er von ihm allemal“, sagte LWL-Direktor Matthias Löb bei der Vorstellung der Ausstellung. „Unsere Ausstellung dreht sich um Fake-News, um Niederlagen, die zu Siegen umgedeutet werden, um symbolische Politik durch Massenveranstaltungen und um alternative Wahrheit – nur eben vor 2000 Jahren.“

Im Mittelpunkt steht dabei der Triumphzug für Germanicus Ende Mai 17 n. Chr. in Rom, aber auch die Frage, was geschehen wäre, wenn Rom tatsächlich östlich des Rheins erfolgreich gewesen wäre: „Alles, was städtisches römisches Leben ausmachte, erblühte auf der anderen Seite des Rheins und wäre vermutlich auch in Haltern geschehen, wenn sich die Römer nicht aus dem heutigen Nord- und Westdeutschland zurückgezogen hätten“, teilt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) dazu mit.

Koryphäen unter sich

19. Mai 2017

Es ist immer wieder aufschlussreich zu beobachten, welche Koryphäen die Hagener im Rat vertreten. Jüngstes Beispiel aus der gestrigen Sitzung: die Herren Hentschel und Preuß.

Während der UnLinke sich gegen eine Dringlichkeit zur Akteneinsicht im Fall der Grundstücksverkäufe am Deerth zu Gunsten der AWO aussprach und damit freiwillig auf ein unverzügliches Kontrollrecht verzichtete (darauf muss man auch erst einmal kommen), hatte der „Grüne“ offensichtlich aus lauter Langeweile nichts besseres zu tun, als – während der Sitzung – einen Beitrag für ein Quasselmedium zu verfassen:

Das ging wohl selbst einigen seiner Fakebook-„Freunde“ zu weit:

Aber Preuß sieht sich anscheinend selbst auch eher als Besucher denn als Ratsmitglied, wie einem weiteren seiner Textfragmente zu entnehmen ist:

„Politik“ darf man sowas wohl nicht nennen – deshalb erscheint dieser Beitrag in der Rubrik „Fundsachen“.

Hoffnungslos verfahren

21. April 2017

US-Flugzeugträger auf Dortmund-Ems-Kanal gesichtet

„Ich bin froh, dass sie nicht sofort das Feuer eröffnet haben“: Walter Frellschütz (links) und Fifi. Foto: Der Postillion

Datteln (dpo) – Nicht schlecht staunten Anwohner des Dortmund-Ems-Kanals, als sie heute Morgen Zeugen wurden, wie sich der nukleargetriebene Flugzeugträger USS Carl Vinson langsam durch den Dortmund-Ems-Kanal schob. Offenbar hat sich das 97.000 Tonnen schwere Schiff, das sich derzeit in Höhe Datteln befindet, auf dem Weg nach Nordkorea völlig verfahren.

„Ja, also ich ging hier gerade mit meinem Hund so am Ufer spazieren und plötzlich seh ich da dieses Riesending gefolgt von mehreren Kriegsschiffen“, schildert Walter Frellschütz (67). „Die waren fast schon manövrierunfähig. Mir rief dann einer, der an Deck stand entgegen: ‚Excuse me! Are you Korean? Is this the right way to North Korea?'“

Der Rentner habe zurückgerufen: „No, I am a Dattelner! This is a part of Recklinghausen in the Regierungsbezirk of Münster in NR-Double-U! My name is Walter and this is my Zwergschnauzer Fifi! I don’t know how you get to North Korea from here, but the North Sea is in this direction!“ Daraufhin hätten die Mitglieder der 3200 Mann starken Besatzung des Flugzeugträgers konsterniert gewirkt. (…)

Quelle: Der Postillion

Fundsache: Türkei weist holländische Kühe aus

16. März 2017

Die diplomatischen Verstimmungen zwischen der Türkei und den Niederlanden treffen jetzt auch die Tierwelt. Der türkische Fleischverband schickt holländische Kühe zurück in ihre Heimat. (…)

Quelle: SPON

Fundsache: Es ist noch Suppe da

9. März 2017

Praktiken aus der Bezirksvertretung Haspe

Wollte sich die Bezirksvertretung Haspe Gelder zur persönlichen Bespaßung im nichtöffentlichen Teil der heutigen Sitzung genehmigen?

Es sieht ganz danach aus. Zunächst fehlte die Beschlussvorlage zum entsprechenden Tagesordnungspunkt, einen Tag später war sie plötzlich da. Aber als „nichtöffentlicher“ Vorschlag, unterzeichnet von Bezirksvorsteher Dietmar Thieser (s. Abb.).

Darin ist nicht nur zu lesen, dass 1.500 Euro für einen Planwagen, auf dem sich das Gremium dem Volk präsentiert, nebst zugehörigem „Wurfmaterial“ investiert werden sollen. Auch erfährt der geneigte Interessierte, dass die BV eine „Kirmeskommission“ unterhält.

Nun, irgendwo muss die Kohle für „Repräsentationszwecke“ ja bleiben. Mit 8.000 Euro verpulvert die BV Haspe mehr als ein Viertel ihres Etats in Höhe von 30.000 Euro für ihre Selbstdarstellung. Selbst die, gemessen an der Einwohnerzahl, mehr als dreimal so große BV Mitte kommt mit einem geringeren Betrag aus.

Während an anderen Stellen in den vergangenen Jahren gekürzt wurde, bis die Schwarte kracht, gilt für die Inszenierung der eigenen Bedeutsamkeit die Leitlinie „Es ist noch Suppe da“.

Dieses Selbstverständnis illustriert auch ein rares Filmdokument mit Ausschnitten einer BV-Sitzung; der Sitzungsleiter tritt hier unter dem Pseudonym „Jupp Schmitz“ auf:

Fundsache: Direkt aus dem Knastladen

6. Februar 2017

knastladen-meerschweinchenhaengematteIm Onlineshop knastladen.de werden Produkte aus den NRW-Justizvollzugsanstalten angeboten.

Fundsachen: Pfusch und Fakes

22. Januar 2017

Drei Merkwürdigkeiten aus der vergangenen Woche

1. Das ist der Hammer

lutherhammerMartin Luther wird allgemein als „sprachgewaltig“ beschrieben. Hinter diesem hohen Anspruch bleiben die Hagener Evangelen mit ihrer Plakatkampagne zum 500. Jahrestag der Reformation unter dem Titel „Das ist der Hammer“ dann doch leicht zurück. Über „Gesch-mack“ läßt sich eben nicht streiten, es ist und bleibt ein Fehler.

2. Yvonne Hinz erklärt

„Der Begriff Artothek setzt sich aus ars/artis = die Kunst (griechisch) und theke = der Ort zusammen.“ (Yvonne Hinz in der WPWR)

Da liegt die WPWR-Redakteuse gleich zweimal daneben: „ars“ ist lateinisch und nicht griechisch; „theke“ (θήκη) bedeutet nicht „Ort“, sondern „Kiste“ oder „Behältnis“.

3. Aus Raider wurde Twix

prentzelIn einer Pressemitteilung der Hagener Polizei mutierte der Vorname des ehemaligen Bürgermeisters Prentzel (Amtszeit: 1876 – 1900. Foto: Stadt Hagen) von „August“ zu „Wilhelm“. Und alle schrieben ab: die Funke-Medien WPWR, Radio Hagen und Stadtanzeiger/Lokalkompass und auch das Online-Medium tv58. Nur der Wochenkurier bemerkte den Fehler und machte aus dem falschen „Wilhelm“ wieder den richtigen „August“ Prentzel.

Fundsache: Petry heil!

13. Dezember 2016

petryIn einem Interview mit der Welt hatte AfD-Führerin Frauke Petry im September angekündigt, den Begriff „völkisch“ wieder positiv besetzen zu wollen. Dann doch vielleicht besser den Schlagersänger als das kleinere Übel betrachten.

Fundsache: Auch beim Türken kann man kaufen

9. November 2016

Dietmar Thieser (SPD) in einem Beitrag der WPWR:

„In der Geschäftswelt ist viel Bewegung. Erst jetzt hat wieder ein neues Geschäft an der Voerder Straße aufgemacht. Es ist zwar ein türkisches Geschäft – aber auch dort kann man natürlich einkaufen.“

Welch eine Erkenntnis des Hasper Bezirksfürsten. Die neue Session beginnt zwar erst in zwei Tagen, aber für manche Narren ist halt das ganze Jahr Karneval.

Geschichten aus dem Flyerwald

8. August 2016

Sind es schon die ersten Folgen der Kürzungen im Bildungs- und Kulturbereich? Oder werden die Presseabteilungen neuerdings mit Mitarbeitern aus den vielzitierten „bildungsfernen Schichten“ bestückt?

Jedenfalls hat die Hagener Stadtverwaltung am Freitag eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der zu lesen ist, die Volkshochschule lade an vier Freitagen im September zu einer Wanderung ein – in den „Flyer Wald“.

Was ist das denn? Ein Wald, der aus lauter Handzetteln besteht? Ein Tippfehler ist auszuschließen, den dieses ominöse Flugblattgehölz wird gleich dreimal erwähnt: einmal im Anrisstext und zweimal in der Mitteilung.

Als Treffpunkt wird die Universitätsstraße angegeben. Dorthin gelangen die Interessierten wahrscheinlich über die Flyer Straße (oder müsste es nicht richtigerweise Flyerstraße heißen?), die durch das Flyerviertel verläuft und in Richtung des Hagener Stadtteils Fly führt.

Alles falsch. Das 1929 nach Hagen eingemeindete Dorf trägt den Namen Fley, durch das Fleyerviertel verläuft die Fleyer Straße, die am Fleyer Wald endet.

Es wäre eigentlich nicht zu viel verlangt, dass die laut Homepage mit fünf Mitarbeitern besetzte Pressestelle im Büro des Oberbürgermeisters die Hagener Stadtteile kennt. Aber – wie gesehen – schon das Selbstverständliche stellt bisweilen eine Überforderung dar.

Ein Trost bleibt für die OB-Schreiber: Sie sind nicht allein.

Auch die Hagener CDU verortet auf ihrer Website (verantwortlich zeichnet Partei-Geschäftsführer Bernd Löwenstein) ihr Vorstandsmitglied Emmanuel Schmidt auf der „Flyer Straße“. Die Hagener Polizei gab ebenfalls schon eine Pressemitteilung heraus, in der über ein auf der „Flyer Straße“ geklautes Fahrrad berichtet wurde.

Die Volkhochschule hat in ihrem Programm 2016/17 den Namen des Fleyer Waldes übrigens korrekt wiedergegeben. Die VHS bietet – auch für Pressesprecher mit Nachhohlbedarf (oder heißt es „Nachholbedarf“?) – Veranstaltungen in der Rubrik „Hagen und Region“ an, sowie Kurse „Deutsch als Fremdsprache“ und „Lesen und Schreiben lernen“ (Programmheft ab Seite 177).

Erdoğans langer Arm reicht bis nach Haspe

20. Juli 2016

haspe-vaterlandsveräterAushang an einer Hasper Moschee: „Vaterlandsverräter raus“ (unten links). Screenshot: Facebook

Siehe auch:

Hier können Sie Nachbarn denunzieren

Ankaras Rachefeldzug gegen Anhänger der Gülen-Bewegung hat Deutschland erreicht. (…)

In einer Moschee in Hagen etwa, die dem deutschen Ableger Ditib der türkischen Religionsbehörde unterstellt ist, hingen zwischenzeitlich Plakate, auf denen es unter dem Logo der Moschee hieß: „Vaterlandsverräter raus“ und „Vaterlandsverräter haben keinen Glauben“. Weder die Moschee in Hagen noch die Zentrale von Ditib in Köln waren für eine Stellungnahme zu erreichen. (…)

Quelle: FAZ

Fundsache: Ist Maaßen ein russischer Agent?

11. Juni 2016

Nein, ist er natürlich nicht, aber die Frage kann man ja mal stellen, oder? Immerhin nutzt der Verfassungsschutzchef ähnliche Argumente, um Snowden zu diskreditieren. (…)

Die einzigen, die diese Theorie verbreiten, sind Hans-Georg Maaßen und Patrick Sensburg. Der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses hatte sie in einem Beitrag für Frankfurter Allgemeine Zeitung erwähnt. Er sagte: „Snowden hat sich entschieden, nach Russland zu reisen. Er hat sich damit auf eine Seite des Propagandakriegs zwischen Moskau und dem Westen geschlagen.“ Sensburg gab in diesem Interview vor allem die Meinung von „Sicherheitskreisen“ weiter, wahrscheinlich also die von Maaßen. (…)

Quelle: Zeit online

Anmerkung: Der CDU-Abgeordnete Sensburg, der gerne immer mal wieder von der Hagener Westfalenpost protegiert wird, hatte im Zusammenhang mit den NSA-Schnüfflern gegenüber dem ZDF deren Tätigkeit mit den Worten verharmlost: „Wir haben 80 Millionen Deutsche, da werden wir 200 Mitarbeiter der NSA ertragen können.“ Was will man von dieser Geistesgröße (im Professorenstand!) noch erwarten? Siehe auch: „Patrick Sensburg – nicht mehr zu ertragen“.

Fundsache: Gauland als Nachbar?

8. Juni 2016

Gauland-Sixt

Fundsache: So werden Sie Mückenjäger

7. Juni 2016

Um die Mückenart bestimmen zu können, benötigen wir intakte Exemplare. Zerquetschte oder platt gehauene Exemplare sind unbrauchbar, da sie nicht mehr identifizierbar sind. Daher empfehlen sich für den Fang und Transport der Tiere kleine Gefäße aus Glas, Kunststoff etc., wie sie auf der nachstehenden Abbildung zu sehen sind. Pro Gefäß bitte nur so viele Mücken fangen, dass sie nicht gequetscht werden, da sonst beim Transport wichtige Bestimmungsmerkmale, wie Schuppen und Borsten an bestimmten Körperstellen, verloren gehen können. Insgesamt können Sie so viele Mücken fangen, wie es Ihrer Motivation und dem Mückenaufkommen entspricht.

Setzt sich eine Mücke irgendwo ab, z.B. an der Wand oder auf Ihrem Arm, stülpen Sie das Gefäß einfach über sie, Deckel drauf und fertig. Der nächste Schritt ist das Abtöten der gefangenen Mücken. Dazu platzieren Sie das Gefäß mit der Mücken/den Mücken im Gefrierfach und lassen es dort bis zum nächsten Tag. Anschließend muss Ihre Beute nur noch zu uns gelangen. Hierfür laden Sie sich zunächst bitte das folgende Formular herunter, tragen die benötigten Informationen ein und versenden dies zusammen mit Ihrem Fang in einem Umschlag oder kleinen Päckchen. Bitte achten Sie darauf, dass der unversehrte Transport gesichert ist.

Senden Sie Ihre Stechmückenbeute bitte an:

Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V.
„Mückenatlas“
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg

Unser Projektbudget lässt leider keine Unkostenerstattung zu. Als Gegenleistung für die Einsendung bieten wir jedoch an, Ihnen das Bestimmungsergebnis Ihrer Mückenart mitzuteilen (dazu auf dem Kontaktformular bitte unbedingt eine E-Mail-Adresse angeben) und Ihre Einsendung, auf Wunsch mit Namensnennung (auch Spitzname, Abkürzung oder wie im Formular von Ihnen angegeben), auf der Sammlerkarte dieser Internetseite zu markieren.

Bitte schicken Sie uns keine offensichtlich zu anderen Gliedertiergruppen gehörende Tiere, wie Wespen, Fliegen, Käfer, Spinnen etc. Wir beschäftigen uns im Rahmen dieses Projektes ausschließlich mit Stechmücken und können die Bestimmung weiterer Insekten/Gliedertiere aus zeitlichen und personellen Gründen nicht leisten. Wir sehen uns ggf. veranlasst, solche Einsendungen unbeantwortet zu verwerfen. Auch Anfragen zu insektenkundlichen Beratungen müssen wir zurückweisen.

Wir möchten mit unserem Mückenatlas keinesfalls zum sinnlosen Töten von Insekten aufrufen. Auch Insekten sind wertvolle und schützenswerte Tiere! Für unsere Forschung, die ja letztlich auch das Ziel hat, die Übertragung von Krankheitserregern durch Stechmücken zu vermeiden, ist jedoch die Sammlung und Tötung der Mücken wichtig und unvermeidlich. Sie können uns bei der Mückensammlung unterstützen, damit wir möglichst viele Sammlungspunkte und Daten für eine optimale Auswertung erhalten. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Einfallsreichtum, Enthusiasmus und Erfolg bei der Mückenjagd und freuen uns auf Ihre Zusendungen! Die Wissenschaft wird es Ihnen danken.

Ihr Mückenforscherteam

Quelle: Mückenatlas

Warum bleibt ihr dann bei den Schwatten?

11. Mai 2016

Den endgültigen Anschluss an „die Schwatten“ will auch die Hagener SPD realisieren. Unter der Führung der spezialdemokratischen Quadriga Thieser/König/Schisanowski/Rudel soll spätestens nach der Sommerpause de facto der Beitritt zur Allianz des Grauens, bestehend aus CDU und ihren Anhängseln, vollzogen werden.

Die AfD-Hymne (Pinocchio Presse Supercut)

19. März 2016

Jung & Naiv: Ultra Edition

Georg Schramm: Wir leben in einem großen Krieg!

17. März 2016

Überläufer erschossen

2. März 2016

Nicht weit vom Hagener Rathaus entfernt wurde am Dienstagnachmittag ein wildgewordener Überläufer erschossen, der die Seiten gewechselt hatte. Das Schwein hatte zuvor ein Mitglied der Hagener Bürgerschaft von einer Leiter gestoßen und sich an einem Kind vergriffen.

Nein, es handelte sich nicht um eines jener Mitglieder des Stadtrats, die sich nach der letzten Kommunalwahl der FDP oder der AfD angeschlossen hatten. Überläufer nennt der Jäger ein heranwachsendes Wildschwein.

Das hatte sich offensichtlich verirrt (womit wir doch schon wieder im Rathaus wären), lief von der Kampstraße aus in Panik durch den Seiteneingang in den Kaufhof und durch den Haupteingang in die belebte Fußgängerzone. In Panik demolierte das Tier ein paar Scheiben, bevor es in einen Kiosk eindrang und die Kunden und Verkäufer vertrieb (könnte auch alles für eine Fabel herhalten).

Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Hinweise über Verletzte, um allerdings eine drohende Gefahr abzuwehren, mussten die alarmierten Polizisten das Tier mit der Dienstwaffe erlegen.

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass vermutlich vor dem Drama ein Mann im Bereich Stadtgarten von dem Überläufer von einer Leiter gestoßen und in der Fußgängerzone ein Kind leicht am Bein verletzt wurde.

Fundsache: Our Gang

6. Februar 2016

OurGangVerwaltungsvorstand der Stadt Hagen – ist das wirklich nur Karneval? Screenshot von: DerWesten

Orban soll Ehrenbürger werden

27. Januar 2016

Ja, ist denn schon wieder Karneval?

Der ungarische Führer Victor Orban soll Ehrenbürger der Stadt Hagen werden. Das stellt sich zumindest der NRW-Landesverband der schwindsüchtigen Rechtsaußentruppe „Republikaner“ (REP) vor.

Deren einziges (Ex-)Mitglied im Hagener Rat hat allerdings längst Unterschlupf bei der braunen Konkurrenz von „Pro Deutschland“ gefunden und kam daher als Antragsmarionette nicht mehr in Frage. Und so haben die Landesoberen der REPs direkt eine Eingabe an den Oberbürgermeister Erik O. Schulz geschickt.

Glücklicherweise ist aber Vorraussetzung für eine Ehrenbürgerschaft, dass sich der so zu Ehrende Verdienste um die Stadt erworben haben muss. Die sind nun im Falle Orban beim besten Willen nicht zu erkennen. Vielleicht haben die eher etwas schlichtgestrickten REPs auch einfach nur „Orbanisierung“ mit „Urbanisierung“ verwechselt und glaubten deshalb, dieser Schandfleck Europas habe etwas mit „Stadt“ zu tun.

Gelandet ist das Ansinnen inzwischen beim Beschwerdeausschuss, der gestern darüber befinden sollte. Es bedarf wohl keiner allzu großen prophetischen Gabe, um schon jetzt zu prognostizieren, wo der Antrag gelandet sein wird: Im Ordner mit den Pappnasen.


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