Archive for Dezember 2017

Schlussgedanken

31. Dezember 2017

von Christoph Rösner

Was war? Was kommt? Wer weiß das schon genau? Wir meinen, zu wissen, was war. Aber war das, was wir zu wissen meinen, auch wahr? Wahr im Sinne von authentisch, nachprüfbar, falsifizierbar?

Oder war das, was wir als wahr angenommen haben, nichts als gemachte Wahrheit, von der wir glauben, dass nur sie die ganze sein kann?

Fragen über Fragen am Ende eines Jahres, das wir so wohl noch nicht erlebt haben. Wahr ist wohl, dass sich das, was wir irgendwie überstanden zu haben glauben, sicher noch steigern lässt. Weil sich ja alles ins Unendliche steigern lässt: das Wachstum, die Renditen, die Aktiengewinne, der Profit … und eben auch der Irrsinn, die Paradoxien, die wir nur durch hektisches Nochmehr auszuhalten versuchen, weil man uns ja geschickt und allmächtig zwingt, dem Glücksversprechen hinterher zu hecheln, während sich Neofaschisten im bunt-schillernden Kostüm der Demokraten aufmachen, alles mühsam erlernte Wahre ins Gegenteil zu verkehren.

Von Dresden bis Washington, von Warschau bis Budapest, von Russland bis Pjöngjang werden neue Wahrheiten generiert, die wir fressen sollen. Bei unseren Luxusgütern und verdreckten Lebensmitteln funktioniert es ja schon blendend. Und auch sonst – schöne Bildchen auf Facebook oder Instagram, wunderbare Sinnsprüche für den Tag oder das Leben oder den Tod, egal, irgendeiner wird´s schon posten, dieses Gutgefühl für Sekundenbruchteile. Deshalb gibt es auch so viele davon.

Dauerfeuer aus der Wohlfühlflak.

Denn Denken darf nicht ablenken vom Eigentlichen. Denken macht unabhängig. Denken kann sogar frei machen. Und wer wollte sich schon freiwillig die glitzernden Ketten des Ichwillalles abstreifen? Wir kriegen doch alles. Unsere von blödbunt verkleideten Boten auf die Couch geknallten matschig-weichen Pizzen oder Fleischspieße oder Frühlingsrollen oder fetttriefende Schnitzel mit Sauce aus Plastikkübeln oder, oder … lauwarm serviert und drapiert auf schickem Styroporgeschirr.

Unsere Läppchen, Hemdchen, Schälchen, Höschen, billig und giftig zusammengestoppelt irgendwo JWD zum schnellen Strip für die anschließende und – bitteschön – baldige Entsorgung im Altkleidercontainer – fürs gute Gewissen.

Unseren Dekokrempel, der die Weihnachtsmärkte, Schaufenster und Köpfe überquellen lässt. Auch der muss irgendwo aus irgendwas hergestellt worden sein.

Aufstand gegen diesen Wahnsinn? Mit wem denn, bitteschön? Aufstand? Mit solchen degenerierten Pfeifen, die nur aufmucken, wenn der Akku ihres Handys sich nicht schnell genug aufladen lässt?

Die nicht einmal dann aufmucken, wenn kriminelle Autobauer ihnen Dreckschleudern als mobile Sauerstoffgeräte unterjubeln.

Aufstand? Mit solchen Typen?

Selten war mehr Notwendigkeit zum Aufstand als jetzt.

Und genauso selten war Aufstand machbar wie jetzt.

Dafür habt Ihr gesorgt, Ihr übelsten aller Dealer. Ihr habt Eure Junkies an der Leine und lasst sie nicht wieder los.

Aber, und das muss man Euch voller Bewunderung konzedieren, Ihr habt es fertiggebracht, dass sie es lieben, an Eurer Leine gehen.

An Euren Fraß habt Ihr sie gewöhnt. Sie tragen am Leib, was Ihr ihnen darauf schneidert. Sie schenken Euch freiwillig ihre intimsten Daten. Sie amüsieren sich zu Tode in Eurer Amüsiermaschinerie. Sie schrappen mit kleinstadtgroßen Kähnen vorbei an den Elendsvierteln der Welt, vollgefressen und lallend beim Kaptain`s Dinner – die Fotos vom Luxusfraß gleich online – und ein paar Münzen für die niedlichen Negerkinderlein sind selbstverständlich inklusive.

Und mit der bunten Leine um den Hals arbeiten sie sich für Euch krumm und blöd, um danach wieder Euren Dreck fressen, Eure Lappen anziehen, Euch noch mehr Daten schenken und sich noch mehr amüsieren zu können auf immer größer werdenden Gigalinern der Meere, die pro Fahrt Berge von Dreck rauslassen – aber immer gut geschminkt und mit halbmondlosen, neonlackierten Fingernägeln.

Derweil Ihr in Euern Tempeln am Rande der Welt Euch halbtot lacht – leider nur halbtot – über das Konsumvieh, das Ihr so schön, so wunderbar und so nachhaltig domestiziert habt.

Wachstum in Deutschland funktioniert auch ohne Regierung. Die Zahlen sprechen Bände. Denn wer will noch ernsthaft regiert werden von dauersondierenden Dilettanten und Wortbrechern?

Das Regiment haben längst andere übernommen. Und die Ikone all dessen regiert nun mit dem verlässlichen Instinkt des Kapitals und der Schamhaftigkeit einer abgehalfterten Nutte das Capitol in Washington. Weit habt Ihr es gebracht. Ihr könnt stolz auf Euch sein, Dealerpack des Mammons!

2018? Was soll schon werden? Ihr werdet weitermachen. Wir werden weitermachen. Aufstand? Niemals! Keine guten Aussichten also? Nein. Keine guten Aussichten, sorry – und – Frohes Neues Jahr!

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Ballettmatinee zu „Dancing Souls“

30. Dezember 2017

Aus der Choreographie „Luminous heart“ von Alfonso Palencia. Auf dem Foto: Amber Neumann, Gustavo Barros. Fotograf: Leszek Januszewski.

Die erste Ballettpremiere des Theater Hagen (am 13.1.2018, 19.30 Uhr, Großes Haus) in dieser Saison unter der neuen Ballettdirektion von Alfonso Palencia präsentiert unter dem Titel „Dancing Souls“ einen dreiteiligen Abend mit Choreographien von Marguerite Donlon („Soma“ – Hagener Erstaufführung), Alejandro Cerrudo („Extremely close“ – Deutsche Erstaufführung) und Alfonso Palencia („Luminous heart“ – Uraufführung).

Eine Einstimmung zu dieser Premiere bietet die Ballettmatinee am Samstag, 6. Januar 2018 mit Beginn um 11 Uhr im Großen Haus des Theater Hagen. Alfonso Palencia, Marguerite Donlon und weitere Produktionsbeteiligte sowie Dramaturgin Ina Wragge werden die Choreographien wie auch die neuen Compagniemitglieder vorstellen. Und natürlich wird es auch Ausschnitte aus den einzelnen Stücken zu sehen geben.

Der Eintritt ist frei.

Beschlüsse der Hohenlimburger Politiker versanden

30. Dezember 2017

Mehr als ein Dutzend Beschlüsse der Bezirksvertretung hat die Hagener Verwaltung nicht umgesetzt. Das sorgt für Ärger und Unverständnis. (…)

Ärgerlich ist für die Kommunalpolitiker, dass sie noch nicht einmal nachlesen können, was sie beschlossen haben, denn gleich vier Protokolle – und zwar von den März-, Mai-, Juni- und November-Sitzungen – liegen ihnen derzeit noch nicht vor. „Dabei gibt es eine Dokumentationspflicht und somit auch Fristen, in denen die Protokolle zu erstellen sind“, so Peter Leisten. „Wenn das nicht geschieht, hat das letztlich der Oberbürgermeister zu verantworten.“ (…)

Quelle: wp.de

„Wir brauchen 2018 messbare Erfolge für saubere Luft“

29. Dezember 2017

Deutscher Städtetag setzt auf ÖPNV – Hagener Provinzgrößen sind in der 1960er Jahren stehengeblieben und wollen weiter abreißen und Blaue Zone verhindern

Der Deutsche Städtetag hält es für entscheidend, dass 2018 messbare Erfolge beim Kampf gegen zu hohe Stickoxid-Werte in den Städten erzielt werden. Der kommunale Spitzenverband erwartet dafür mehr Engagement von der Autoindustrie und appelliert an Bund und Länder, stärker in den Öffentlichen Personennahverkehr zu investieren.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, sagte gestern in Berlin: „In wenigen Wochen kommt die Stunde der Wahrheit. Dann werden wir sehen, ob dem Bundesverwaltungsgericht ausreicht, was bisher passiert ist, um die Stickoxid-Emissionen zu senken. Im Verkehr in der Stadt verursachen Diesel-Pkw bis zu drei Viertel der Stickoxid-Emissionen.“

Wie ernst die Lage sei, zeige auch die drohende Klage der EU-Kommission gegen Deutschland wegen anhaltender Überschreitung von Grenzwerten der Luft in mehreren Städten und Regionen. Die Klage könne zu hohen Strafzahlungen der Bundesrepublik führen, so Dedy. Am 22. Februar verhandelt zudem das Bundesverwaltungsgericht zum Luftreinhalteplan des Landes Nordrhein-Westfalen für die Landeshauptstadt Düsseldorf.

Ein großer Teil der Vorschläge der Städte für nachhaltige Mobilität wird durch die Förderrichtlinien nicht berücksichtigt. „Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, der Ausbau des Radverkehrs, zusätzliche Fahrzeuge für einen dichteren ÖPNV-Takt und mehr Angebote im ÖPNV, die Menschen an der Haustür aufzunehmen, werden nicht durch den Mobilitätsfonds gefördert. Dabei ist der Bedarf riesengroß und die Nutzerzahlen im ÖPNV sollen ja auch weiter steigen.“

Der Effekt wären nicht nur sinkende Stickoxid-Emmissionen. Investitionen in nachhaltige Mobilität sind auch gut für den Klimaschutz und für bessere Luft. Sie würden Lärm mindern und Energie einsparen und so zu einer besseren Lebensqualität in den Städten beitragen.

„Deshalb fordern wir, dass der Bund in der Finanzierungsverantwortung für den öffentlichen Personennahverkehr bleibt. Nach jetzigem Stand verabschiedet sich der Bund im Jahr 2020 aus der Finanzierungspflicht und will das Projekt nachhaltige Mobilität in Deutschland den Ländern überlassen. Doch diese Aufgabe ist viel zu groß, um es allein zur Ländersache zu machen“, machte Dedy deutlich. Eine neue Bundesregierung müsse sich auch in diesem Punkt bewegen.

Während der Deutsche Städtetag eine Blaue Plakette fordert, damit die Städte bei möglichen Fahrverboten praktikabel handeln können, sind die heimischen Provinzheroen in den 1960er Jahren stehen geblieben und fordern mehr oder weniger unverholen Abrisse. Zum Beispiel auf dem von der Lokalpresse zur „Finanzamtsschlucht“ erklärten Märkischen Ring.

Ein Begriff, den der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses Stephan Ramrath (CDU), gerne aufgreift: „Wenn ich auf die Finanzamtsschlucht blicke, ist das einer der wichtigsten Fördertöpfe, die aktuell zur Verfügung stehen. Von dem Thema hängt die Dynamik unserer städtischen Mobilität ab,“ sagte er nach Angaben der WPWR.

Die Verweigerungshaltung der Stadt sei ein weiteres Indiz dafür, dass die Verwaltung Vorschläge der Politik zum Thema Finanzamtsschlucht nicht ernst nähme und „eine blaue Umweltzone durchdrücken möchte“. Letzteres offensichtlich etwas, was Ramrath auf jeden Fall verhindern möchte.

Auch sein SPD-Kollege Jörg Meier, sieht in einem Bebauungsplan für den Bereich zwischen Bettermann-Insel, Emilienplatz und Volme die Lösung, um die Luftbelastung in diesem Quartier in den Griff zu bekommen. Im Klartext: Auch Meier will den Abriss.

Von der Schwerpunktforderung des Deutschen Städtetags nach einer Stärkung des ÖPNV ist von den beiden Vertretern des örtlichen Hinterwäldlertums selbstredend nichts zu hören. Ende Februar könnte das plötzliche Erwachen kommen.

Streit um neue Windräder nimmt wieder Fahrt auf

29. Dezember 2017

Die Windkraft-Planungen in Hagen nehmen wieder Fahrt auf. Das vom Rat der Stadt beschlossene halbjährige Moratorium, mit dem der Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ für sechs Monate ausgebremst worden war, läuft jetzt aus. (…)

Quelle: wp.de

Röspel in den Senat der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen berufen

29. Dezember 2017

Der Hagener SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel ist in den Senat der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V (AiF) berufen worden.

Die Arbeitsgemeinschaft ist eine von der Industrie getragene Organisation mit dem Ziel, Forschung für den Mittelstand anzustoßen, den wissenschaftlichen Nachwuchs und Fachkräfte auf innovativen Gebieten zu qualifizieren sowie den Austausch über die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung zu organisieren.

Neben vier Politikern sitzen im Senat Unternehmer und Vertreter der Wissenschaft, führender Wirtschaftsverbände sowie von Fördermittelgebern. Der Senat berät den Vorstand der AiF in strategischen und forschungspolitischen Fragen und bringt sich in die Diskussion von langfristigen Zielen und Leitsätzen für die Arbeit der AiF ein.

„Ich freue mich sehr über die Berufung in den Senat der AiF“, sagt Röspel, „nicht zuletzt, weil ich die industrielle Gemeinschaftsforschung und Programme wie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) für wichtige Forschungsförderinstrumente halte.“ Gerade im Bereich des Transfers wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Wirtschaft und insbesondere den Mittelstand spiele die AiF eine herausragende Rolle.

Bereits seit vielen Jahren ist René Röspel Senator der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren sowie Mitglied in den Kuratorien des Max Planck Instituts (MPI) für Molekulare Physiologie Dortmund und des MPI für Chemische Energiekonversion Mülheim an der Ruhr.

Der Abgeordnete legt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei all diesen Engagements um rein ehrenamtliche Tätigkeiten ohne Vergütung handelt.

Teurer Schildbürgerstreich

28. Dezember 2017

Laternenmasten auf der Bahnhofshinterfahrung müssen versetzt werden

Radwege sind für die Planer in Hagen immer noch fremde Welten. Als jüngste Schnapsidee hatten sie auf der als Allheilmittel für die heimischen Abgasprobleme angepriesenen und im Bau befindlichen Bahnhofshinterfahrung Laternenmasten mitten auf der für Radler vorgesehenen Fahrbahn plaziert.

Hagener Velozipedisten hatten diese geplanten Unfallpunkte kritisiert. Wie die lokale Presse berichtete, hat der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) die Masten inzwischen „entfernt und sucht nach geeigneteren Standorten für die Straßenleuchten hinter der dort errichteten Begrenzungsmauer“.

Zu den durch die Fehlplanung entstehenden zusätzlichen Kosten – die Straßenlänge in dem betreffenden Abschnitt beträgt mehrere hundert Meter – sind bisher keine Angaben bekannt.

Der WBH (Vorstände sind die Herren Thomas Grothe und Hans-Joachim Bihs) war zuletzt mit dem freihändigen Verkauf von Waldgrundstücken an die AWO zwecks des inzwischen gescheiterten Baus einer Forensik aufgefallen.

„Meine Botschaft: weitermachen“

27. Dezember 2017

OB Schulz will zur Wahl 2020 wieder antreten

Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz will sich 2020 zur Wiederwahl stellen. Das sagte er im Interview mit der WPWR. Die zweite Neuigkeit: Schulz hat sein Deckhaar umstylen lassen. Er trägt jetzt blond mit Frontspoiler (Abbildung nur in der Print-Ausgabe, online leider nicht verfügbar).

Das Einheitsblatt fungiert wie gewohnt nur als Stichwortgeber, Nachfragen – vielleicht auch etwas kritischer Natur – fehlen wie üblich (Abfrager: Michael Koch, Leiter Lokalredaktion). Einige Beispiele der OB-Antworten:

Schulz zur Müllentsorgung:

Ich glaube, die Bürger haben auch einen Anspruch darauf, dass zur öffentlichen Sicherheit auch die öffentliche Ordnung wird. Das bedeutet, dass man möglicherweise auch mit etwas drakonischeren Strafen vorgehen muss. Das ist nicht ganz einfach. Aber da muss Verwaltung sich einen Kopf machen.

Da kann Schulz beim Hagener Entsorgungsbetrieb anfangen. Die Container für Altglas und Altpapier werden nach wie vor nur mangelhaft entleert. Die Müllentsorgung ist maßlos überteuert im Vergleich zu anderen Städten, in denen zusätzlich noch eine kostenlose Sperrgutabfuhr angeboten wird.

Schulz zu seiner Wiederwahl:

Die dreieinhalb Jahre haben mir viel Freude gemacht. Und ich habe das Gefühl, dass ich auch noch eine Menge Energie habe, insofern ist meine Botschaft: weitermachen. Ich gehe davon aus, dass ich weiter die Unterstützung dafür bekomme. Aber am Ende entscheiden die Bürgerinnen und Bürger. Ich würde gerne, wenn es die Hagener wollen.

Wenn sich bis dahin keine glaubwürdige Alternative aus der Deckung wagt, könnte es tatsächlich soweit kommen.

Schulz zur Abgasbelastung und zur „blauen Plakette“:

Ich glaube, dass es nicht unbedingt hilft, schlicht Fahrverbote zu fordern – und zwar wenig Bezug nehmend auf die Bedürfnisse der Menschen in den Städten. Wie soll der Joghurtbecher in den Edeka oder in den Supermarkt kommen? Aber auf der anderen Seite bin ich als Oberbürgermeister natürlich auch der Gesundheit der Menschen Hagens verpflichtet. Es wird auch nicht reichen, einfach den Status Quo zu verteidigen.

Immer dieselbe dümmliche Frage, immer wieder gern wiederholt: Wie soll der Joghurtbecher in den Supermarkt kommen? Als ob die Belieferung des Einzelhandels, Handwerkerfahrzeuge oder die Busse (die zum größten Teil mit neuester Technologie ausgerüstet sind) das Problem darstellten. Es sind der Durchfahrtsverkehr mit LKWs und der PKW-Verkehr, der zum größten Teil aus Freizeitverkehr besteht, die die Abgasprobleme hauptsächlich verursachen. Der immer vielzitierte Pendlerverkehr rangiert weit abgeschlagen dahinter:

Der Urlaubs- und Freizeitverkehr hatte im Jahr 2014 mit rund 43 Prozent (%) den größten Anteil am Personenverkehrsaufwand. Dann folgt der Berufs- und Ausbildungsverkehr mit etwa 22 %. Auf Geschäftsreisen entfielen 14 % und auf Einkaufsfahrten 16 % des Personenverkehrs.

Quelle: Umweltbundesamt („Die meisten Personenkilometer für die Freizeit“)

Im gewohnt schlampig redigierten Text in der Online-Ausgabe der WPWR findet sich auch der folgende „Dialog“:

Schulz: (…) Das zweite wichtige Thema wird sicherlich sein, wie es uns gelingen wird, in der Stadt die Zuwanderung von Menschen zu gestalten.

Welche Initiativen wollen Sie als OB starten, um dem Problem im Jahr 2018 Herr zu werden?

Schulz: Wir haben mit den beiden Grundreinigungsaktion gezeigt, dass es geht.

Ernst Meister-Preis für Barbara Köhler

26. Dezember 2017

Literaturpreis der Sparda-Bank Hagen vergeben

Der Ernst Meister-Preis für Lyrik wird im Jahre 2018 an die Autorin Barbara Köhler verliehen (Foto: Tineke de Lange). Dies gab jetzt die für die Preisverleihung zuständige Jury bekannt.

Ihr gehören neben Margarita Kaufmann, Kulturdezernentin der Stadt Hagen, und Dr. Tayfun Belgin, Leiter des Fachbereichs Kultur der Stadt Hagen, auch Prof. Dr. Michael Niehaus, FernUniversität Hagen, Prof. Dr. Armin Schäfer, Ruhruniversität Bochum und Frank Schablewski, Dichter und Autor aus Aachen, an.

Der Literaturpreis wurde 1981 von der Stadt Hagen gestiftet und soll an den Hagener Lyriker Ernst-Meister erinnern. Letzmalig wurde er 2011 verliehen, weil der Rat es für opportun erachtete, ihn im Rahmen der Kürzungspakete abzuschaffen. Jetzt hat sich nach 7 Jahren die Sparda-Bank Hagen bereit erklärt, den Preis für 2018 wieder zu ermöglichen. Diejenigen, die die Auszeichnung seinerzeit gestrichen haben, preisen ihn aber nach wie vor als „Ernst-Meister-Preis der Stadt Hagen“ an. Ein reiner Etikettenschwindel.

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis zeichnet das Werk eines Autors oder einer Autorin aus, das die Verantwortung für Sprache und Poesie auf besondere Weise zum Ausdruck bringt. Die offizielle Preisverleihung wird im Frühjahr 2018 in Hagen stattfinden.

Die 1959 in der ehemaligen DDR geborene und aufgewachsene, seit Mitte der neunziger Jahre in Duisburg lebende Preisträgerin 2018, Barbara Köhler, ist nach dem Erscheinen ihres ersten Gedichtbandes „Deutsches Roulette“ eine der gewichtigen Stimmen in der deutschsprachigen Lyrik geworden. Ihre facettenreichen Gedichte und Prosatexte zeugen von einem hohen Grad an Reflexion von Sprache und Mehrsprachigkeit bei gleichzeitigem Beharren auf einem konkreten Gegenstandsbezug.

Barbara Köhler steht für eine Öffnung des Einzelgedichts hin auf konzeptionelle und intermediale Formate, die Sprache und Fotografie in ein Verhältnis setzen, wie ihre jüngsten Buchprojekte „Istanbul, zusehends. Gedichte, Lichtbilder“ (2015) und „36 Ansichten des Berges Gorwetsch“ (2013) belegen. Mit ihrer Aufmerksamkeit für die Eigentümlichkeit und Heterogenität der sie umgebenden Kulturräume erweist sie sich darüber hinaus als bereichernd für die Region Ruhr.

Der Namensgeber des Preises, Ernst Meister, der 1911 im heute zu Hagen gehörenden Stadtteil Haspe geboren wurde und 1979 in Hagen starb, blieb der westfälischen Großstadt zeit seines Lebens verbunden. Hier lebte und arbeitete er zurückgezogen. Selbst mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen dekoriert, gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Dichter des 20. Jahrhunderts.

„Von Buenos Aires nach Wien“

25. Dezember 2017

Neujahrskonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Das Neujahrskonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen unter der Leitung seines Generalmusikdirektors Joseph Trafton (Foto: Klaus Lefebvre) am 1. Januar 2018 (18 Uhr, Stadthalle Hagen) lädt unter dem Titel „Von Buenos Aires nach Wien“ zu einer internationalen Reise des Tanzes mit verschiedenen Stationen zwischen den Start- und Zielpunkten Buenos Aires und Wien ein.

Es werden zunächst feurige Tänze aus Mittel- und Südamerika vom argentinischen Komponisten Alberto Ginastera und aus Mexiko von Arturo Márquez präsentiert. Von dort geht die Reise über die USA mit dem „Hoe-Down“ aus Aaron Coplands Ballett „Rodeo“ nach Frankreich mit Darius Milhauds Suite für Saxophon und Orchester „Scaramouche“ (Solist: Klaus Korte) und Schottland mit den „Vier schottischen Tänzen“ von Malcolm Arnold.

Ferner erklingen Ausschnitte aus der in Spanien spielenden Oper „Carmen“ des Franzosen Georges Bizet und Tänze des tschechischen Komponisten Antonín Dvořák. Und letztlich ist der mitreisende Zuhörer in der Walzer-Hauptstadt Wien angekommen und kann berühmte Märsche, Polkas und natürlich Walzer von Johann Strauß (Sohn) und Josef Strauss genießen – ein beschwingter Start ins Neue Jahr ist garantiert!

Eine weitere Aufführung dieses Neujahrskonzertes findet am 6.1.2018 (19 Uhr) in der Stadthalle Schmallenberg statt.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

975 Mitarbeiter in Hohenlimburg atmen auf

24. Dezember 2017

Der Kompromiss, der zwischen dem ThyssenKrupp-Vorstand und den Arbeitnehmervertretern erzielt worden ist, lässt die Hohenlimburger aufatmen. (…)

Thorsten Niermann, Betriebsratsvorsitzender von ThyssenKrupp Hohenlimburg (ehemals Hoesch) zeigte sich gestern im Gespräch mit dieser Zeitung zufrieden. „Das ist ein gutes Ergebnis. Es ist einer der besten Standortsicherungsverträge, die es je gegeben hat.“ Wichtig ist für ihn dabei nicht nur die Standortsicherung, sondern auch die Beschäftigungssicherung für die ca. 975 Frauen und Männer der Mittelbandstraße. Und das alles für neun Jahre. (…)

Quelle: wp.de

Musik zwischen Orient und Okzident

24. Dezember 2017

From East to West Ensemble und Hamam Abbiad

Do 28.12.2017, 19:00 Uhr, Kulturzentrum Pelmke

Im Rahmen des Brückenklang-Projekts „From East to West“ sind seit Anfang des Jahres professionelle und Amateur-Musiker aus Syrien und Hagen, darunter auch zwei diesjährige Creole-Preisträger (Martin Verborg und Ludger Schmidt), sowie Musiker des Kammerorchesters Hagen unter Leitung der Hagener Musikerin Maren Lueg zusammengekommen (Foto: Landesmusikakademie).

Bei den Workshops und Proben hat Maren Lueg klassische arabische Stücke neu arrangiert und eigene Partituren zwischen Orient und Okzident komponiert. Die Titel sind inspiriert aus der arabischen Volks- und Kunstmusik, enthalten aber auch Elemente der westlichen Kompositionslehre. Während der Proben wurden diese Stücke gemeinsam perfektioniert. Für die Teilnehmenden aus dem Kammerorchester Hagen mussten die Kompositionen in westliche Notation umgeschrieben werden.

Eintritt: 12,- €

Hagen soll sich um Förder-Milliarde aus Berlin bemühen

23. Dezember 2017

Für erhebliches Befremden in der Politik hat am Donnerstag die Haltung der Stadt gesorgt, sich mangels personeller Kapazitäten gar nicht erst um die Fördermilliarde aus dem Fonds der Bundesregierung für stickstoffdioxidbelastete Städte bemühen zu wollen. 60 Kommunen hatten hier am Mittwoch aus Berlin erste Gelder erhalten, während Hagen sich gar nicht erst beworben hatte. (…)

„Wir tun gut daran, uns um jedes Programm zu bemühen, was Geld für saubere Luft in der Stadt bereithält“, betonte Stadtsprecher Thomas Bleicher.

Es gebe bereits eine Forderung des Städtetages, bis Ende April eine Nachfrist für jene Städte einzuräumen, die sich bislang nicht um die Berlin-Mittel bemüht hätten – bis dahin werde sich Hagen auf jeden Fall bewerben. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Überschrift und erster Absatz des Artikels erwecken den Eindruck, für Hagen stünde eine Milliarde Euro bereit. Das ist falsch.

Jetzt auf eine „Nachfrist“ zu setzen, ist nichts anderes als ein Eingeständnis völligen Versagens seitens der Verwaltung – und wohl auch der Politik. Das Thema ist erst am 7. Dezember auf Antrag der GRÜNEN auf die Tagesordnung gesetzt worden. Aber schon am 20. Dezember wurden die ersten Fördergelder verteilt.

Die nächste Frist zur Antragstellung im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020“ endet am 31. Januar 2018. Die nächste Sitzung des Umweltausschusses ist aber erst für den 25. Januar geplant.

Einkaufen an Heiligabend: Verdi will bei Verstößen klagen

23. Dezember 2017

In Geschäften dürfen an Heiligabend Lebensmittel verkauft werden. Die Rewe-Märkte öffnen in Hagen. Bei Verstößen will Verdi klagen. (…)

Quelle: wp.de

Regionalbahnen ins Sauerland fallen aus

23. Dezember 2017

Die Deutsche Bahn erklärt, dass es wegen eines außergewöhnlich hohen Krankenstandes im Sauerlandnetz aktuell zu Zugausfällen kommt. Betroffen sind aus Hagener Sicht die Linien RB 52 (Volmetalbahn von Dortmund nach Lüdenscheid), RB 53, RE 17 (Sauerland-Express von Kassel nach Hagen) und der RE 57. (…)

Quelle: wp.de

Kein Geld für Kampf gegen Diesel-Abgase

22. Dezember 2017

Hagener Verwaltung verweigert Antragstellung

60 Städte haben Förderbescheide für die Entwicklung kommunaler Masterpläne erhalten, mit denen die Luftqualität verbessert werden soll. Hagen war nicht dabei.

Andere Kommunen können mit den zugewiesenen Geldern jetzt passgenau ihre Maßnahmen für bessere Luftqualität ausarbeiten. Die Masterpläne können Maßnahmen zur Digitalisierung des Verkehrs, zur Vernetzung von Verkehrsträgern, zur Elektrifizierung, zur Radverkehrsförderung oder zur urbanen Logistik umfassen.

Die Westfalenpost berichtete, die Volmestadt habe sich nicht um die Bundesmittel beworben, weil, so Stadtsprecher Raab, die Manpower nicht ausreiche, um sich um jeden der zahlreichen Fördertöpfe von Bund, Land und EU zu bemühen.

Eine bemerkenswerte Begründung vor dem Hintergrund der Tatsache, dass wegen der Luftverschmutzung durch Fahrzeugabgase von bestimmten politischen Kräften bereits die Rückkehr zur stadtzerstörerischen Politik der 1960er Jahre gefordert wird – einschließlich des Abrisses von Gebäuden und Straßenzügen, um auf jeden Fall Fahrverbote zu verhindern und dem Pkw- und Lkw-Verkehr auch weiterhin unbegrenzten Raum zur Verfügung stellen zu können.

Bemerkenswert auch, dass zur Ausarbeitung ganzer Kataloge mit Kürzungsmaßnahmen im städtischen Haushalt, die u.a. zu einer Verlagerung weg vom ÖPNV hin zum motorisierten Individualverkehr führten – also etwas, dass mitursächlich für die Luftprobleme ist -, immer ausreichend „Manpower“ zur Verfügung stand und steht.

Die Verwaltung setzt sich mit ihrer Verweigerungshaltung über die Politik hinweg. Vor gerade einmal zwei Wochen, am 7. Dezember, hatte der Umweltausschuss einstimmig beschlossen: „Die Verwaltung ermittelt schnellstmöglich, ob und in welcher Höhe die Stadt Hagen Fördermittel aus dem angekündigten Sofortprogramm des Bundes zur Verbesserung der Luftqualität in Anspruch nehmen kann. (…) Die Fördermittel sollen beantragt werden, bevor sie verfristen oder die Stadt Hagen durch ggf. schnelleren Zugriff anderer Kommunen leer ausgeht.“

Im Nachhinein betrachtet, erscheinen jetzt auch die in dieser Sitzung geäußerten Bedenken seitens der Verwaltung in einem ganz anderen Licht.

Die OB-Untergebenen wiesen darauf hin, dass, wenn man die Fördergelder auf die einzelnen Städte herunterbräche, nicht mehr viel davon übrig bleibe. Vorne seien nach Auskunft des Ministeriums hier die Städte, die tatsächlich schon Masterpläne für nachhaltigen Verkehr erstellt und entsprechende Arbeitsgruppen in den Verwaltungen gebildet hätten. Dies sei in Hagen noch nicht eingerichtet.

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums sind die jetzt verteilten Fördergelder aber im Gegenteil zur Behauptung der Verwaltung ausdrücklich erst einmal für die „Entwicklung kommunaler Masterpläne“, so wörtlich in einer Mitteilung des Ministeriums, gedacht.

Die Verwaltung behauptete weiterhin, dass, wenn es um einen hohen kommunalen Eigenanteil geht, die Städte, die ohnehin finanziell knapp dran sind, auch die schlechtesten Chance haben, an die Töpfe heranzukommen.

Auch diese Einschätzung war ebenfalls schlicht und ergreifend falsch. So sind beispielsweise die Finanznotstandskommunen Oberhausen und Gelsenkirchen unter den Zuwendungsempfängern.

Die wechselnde Argumentation der Verwaltung lässt es naheliegend erscheinen, dass dem obersten Dienstherrn, Oberbürgermeister Erik O. Schulz, die ganze Linie nicht passt. Dessen Untergebene versuchen jedenfalls, mit allen Mitteln die einzig wirksame Maßnahme zur Lösung dieses vielschichtigen Problems, das nicht nur in der Luftbelastung seinen Ausdruck findet, zu verhindern: die radikale Reduzierung des Autoverkehrs.

Aus dem politischen Raum gibt es bislang zu diesen Vorgängen nur eine Stellungnahme der GRÜNEN. Fraktionssprecherin Nicole Pfefferer bewertet den Vorgang als eklatantes Organisationsversagen:

„Hier äußert sich eine auch von uns mitgetragene Stadtführung so, als sei Luftreinhaltung und Gesundheitsschutz der Bürger eine beliebige Aufgabe, für die man sich je nach Tagesform um Fördertöpfe bemühen oder es bleibenlassen kann. Ich kann nur hoffen, dass sich hier bloß die fachliche Unbedarftheit einer Pressestelle niederschlägt und nicht die Prioritäten der Stadtspitze. Bei einem derart wichtigen Thema erwarten wir größere Sensibilität. Mal ganz abgesehen von der Selbstverständlichkeit, Gremienbeschlüsse auch abzuarbeiten.“

Aber auch die grüne Fraktionssprecherin ist von einer wirklichen Verkehrswende weit entfernt und sorgt sich mehr um ihre Klientel, das juste milieu, das auch weiterhin mit dem SUV vor dem Bioladen vorfahren will: „Sonst drohen neben der fortgesetzten Luftbelastung irgendwann auch noch Klagen oder Dieselfahrverbote.“

Das sind wohl inzwischen die größten Sorgen der Hagener Grünen.

Breitbandverkabelung: Millionen für den Ausbau sichern flächendeckende Versorgung

22. Dezember 2017

Hagen erhält 21,4 Millionen Euro an Fördermitteln für den Ausbau der Breitbandverkabelung. Damit sollen weiße Flecken von der Karte verschwinden. (…)

Quelle: wp.de

Weihnachten und Silvester/Neujahr im Theater Hagen und in der Stadthalle Hagen

21. Dezember 2017

Aus der Produktion „Frau Luna“ (Operette von Paul Lincke). Fotograf: Klaus Lefebvre.

Im Theater Hagen (und in der Stadthalle Hagen) findet über Weihnachten, Silvester, Neujahr und dazwischen folgendes Programm statt:

Am 25. 12. (16 Uhr, Großes Haus) wird zum letzten Mal das Märchen zur Weihnachtszeit „König Drosselbart nach den Brüdern Grimm von Petra Grube mit Musik von Andres Reukauf aufgeführt. Diese Vorstellung ist ausverkauft.

Am 26.12. (16 Uhr, Großes Haus) folgt die Präsentation des beliebten Schauspiels „Wie im Himmel“ nach dem gleichnamigen Film von Kay Pollack mit Musik von Andres Reukauf. Hierfür sind noch Restkarten erhältlich.

Weiter geht’s am 28.12. (19.30 Uhr, Großes Haus) mit der Aufführung des Operetten-Klassikers „Frau Luna“ von Paul Lincke, der zudem auch mit zwei Vorstellungen am 31.12. um 15 Uhr und um 19.30 Uhr (ausverkauft) nicht nur mit dem Schlager „Das macht die Berliner Luft“ für beste Unterhaltung sorgen wird.

Am 29.12. (19.30 Uhr, Großes Haus) steht der Musical-Hit „In den Heights von New York“ von Lin-Manuel Miranda auf dem Programm (Restkarten) und am 30.12. (19.30 Uhr, Großes Haus) die populäre Rhythm & Blues Show (frei nach dem Film von John Landis) „Die Blues Brothers“ (ausverkauft).

Mit dem Genuss beschwingter, feuriger und mitreißender Musik kann man sich beim Besuch des Neujahrskonzertes unter dem Titel „Von Buenos Aires nach Wien“ am 1.1.2018 (18 Uhr, Stadthalle Hagen) ins neue Jahr begeben.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Heiße Musik zur kalten Jahreszeit

21. Dezember 2017

Klassik + Jazz im ESM: Tropical Turn Quartett

26.12.2017, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum

Einzigartig am Tropical Turn Quartett ist die Synthese aus klassischem Jazz und latein-karibischen Rhythmen wie Samba, Salsa, Soca und Merengue. Diese Musik ist wie der Sommer und bringt Wärme in die kalte Jahreszeit: mal locker-leicht und entspannt fließend, mal heiß und expressiv. Vibrierend vor Energie und Lebensfreude vereinigen sich Virtuosität und Klangsinn zu einem Sound, der Herz und Füße bewegt.

Das Quartett hat eine wunderbare neue CD eingespielt mit Kompositionen des Bandleaders Burkhard „Buck“ Wolters u. a.

Mit dem Tropical Turn Quartett hat Buck Wolters eine Besetzung gefunden, die seine latein-karibischen Kompositionen auf ideale Weise umsetzt: Dmitrij Telmanov (Trompete), Uli Bär (Kontrabass) und Benny Mokross (Drums/Percussion).

Eintritt: VVK € 15,-, AK € 18,-, Karten sind erhältlich in der Buchhandlung am Rathaus, Tel. 02331 – 32689, Vorbestellungen: booking@kulturverein-westfalen.de

Kinotipp: Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens

20. Dezember 2017

Do 21.12.2017, 19:00 Uhr, Kino Babylon, Eintritt: 3 €

Schweiz/Frankreich 2016, Regie: Nicolas Wadimoff, OmU (frz/span.), 96 Minuten

Der junge Jean Ziegler war 1964 bei der ersten Weltzuckerkonferenz der UNO in Genf der Chauffeur von Che Guevara. Als Ziegler den großen Revolutionär fragte, ob er ihn denn nicht mit nach Kuba nehmen könnte, antwortete ihm Guevara, dass Ziegler in Genf bleiben müsse, um gegen den Kapitalismus zu kämpfen.

Seit diesem schicksalhaften Moment kämpft der Schweizer als Schriftsteller, Redner, Professor und mit politischem Engagement bei der UNO gegen die Ungerechtigkeiten der Welt. Sein ehemaliger Student und Filmemacher Wadimoff begleitete den Globalisierungskritiker ein Jahr auf seinen Vortragsreisen.

Klarsichtkino mit Attac und terres des hommes.

Cargobeamer stellt Ansiedlung in Hagen in die Warteschleife

20. Dezember 2017

Lange nichts gehört von den Cargobeamer-Plänen im Hagener Norden. Kein Wunder: Das Unternehmen hat Hagener in der Priorität nach hinten gestellt. (…)

Seit klar ist, dass das zuvor von Cargobeamer favorisierte Grundstück – eine 20 Hektar große Bahnfläche am Hengsteysee – zu einem Freizeitrevier und nicht zu einer Transport-Drehscheibe werden soll, ist auch von einem im Sommer 2016 ins Spiel gebrachten Alternativ-Standort im Hagener Norden seitens Cargobeamer nichts mehr zu hören. (…)

Quelle: wp.de

Mit „seiner Durchlaucht“ in die bunten Blätter?

19. Dezember 2017

Grüne Fraktionschefin stützt die Aristokratie

Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. So wie die Hagener UnLinke, die mit einem Vorschlag zur Tagesordnung im Rat etwas zur Beziehung zwischen der Stadt und dem „Fürstenhaus“ (auch die Unlinke setzt solch einen Begriff selbstverständlich nicht in Anführungszeichen) in Bezug auf die Verhältnisse im und mit und um das Schloss Hohenlimburg wissen wollte.

Nicole Sophie Pfefferer, Fraktionschefin der GRÜNEN, war not amused. Sie lehnte den Vorschlag ab.

Es stand folgender Beschlussvorschlag zur Abstimmung:

Der Rat der Stadt Hagen fordert das Rechnungsprüfungsamt auf zu prüfen, ob die Stadt Hagen und/oder die Schloss Hohenlimburg gGmbH bei der Vertragsbeziehung gegen den Vertrag verstoßen hat, und erstattet dem Rat über das Prüfungsergebnis Bericht.

Ferner beauftragt der Rat das Rechnungsprüfungsamt zu prüfen, ob die Stadt Hagen für Leistungen bezahlt hat, die durch das Fürstenhaus/Schloss Hohenlimburg gGmbH nicht geleistet wurden.

Wir bitten um Stellungnahme, ob die Stadt Hagern ein eventuelles Fehlverhalten abgemahnt hat, und der Stadt Hagen durch ein Versäumnis Schaden entstanden ist und wenn ja, welcher?

Sollte der Stadt Hagen ein finanzieller Schaden entstanden sein, wurden oder werden Regressansprüche gegen die Schloss Hohenlimburg gGmbH gestellt?

Die vorab erstellte Stellungnahme der Verwaltung enthält keine Antworten auf die konkret gestellten Fragen und begnügt sich mit Gemeinplätzen. Eine Zustimmung zu dem Antrag wäre also eigentlich selbstverständlich gewesen.

Aber in Hagen ist noch nicht bei allen Entscheidungsträgern im politischen Raum die Erkenntnis durchgedrungen, dass in Deutschland bereits vor fast 100 Jahren, am 9. November 1918, die Republik ausgerufen wurde.

So wurde dieser harmlose Fragenkatalog neben den Antragstellern zwar auch von SPD und der Mehrzahl der grünen Ratsvertreter unterstützt; CDU, FDP, Hagen Aktiv, Bürger für Hohenlimburg/Piraten, AfD und der Ex-Pro-Deutschland-Mann Schulz übten dagegen Solidarität mit dem „Fürstenhaus“ und lehnten ab. Damit war das Prüfbegehren gestorben.

In die Ablehnungsfront reihte sich auch die designierte Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, Nicole Sophie Pfefferer ein. Ob’s wohl für ein Titelbild in den bunten Blättern reicht? Gemeinsam mit „seiner Durchlaucht“?

Stadt Hagen muss drei Extra-Millionen fürs Kunstquartier zahlen

19. Dezember 2017

Die durch Baumängel zu hohen Kosten fürs Kunstquartier galoppieren weiter davon. Ein Ende des Beweissicherungsverfahrens ist nicht abzusehen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wie zu erwarten, können kulturferne Banausen wieder nicht – oder immer noch nicht – zwischen Baumängeln und dem Sinn und Zweck dieses Aushängeschilds der Stadt Hagen unterscheiden. Wie z. B. auf der Fakebook-Seite der Westfalenpost:

Dramatischer Mangel an Kindergartenplätzen in Hagen

18. Dezember 2017

Der geplante Neu- und Ausbau von Kindergärten in Hagen ist ins Stocken geraten, auch von den vorgesehenen Großtagespflegestellen konnte bislang nicht eine eröffnet werden. Grund ist die Zuwanderung, aber auch eine zögerliche Bearbeitung und Genehmigung der Vorhaben durch die Bauverwaltung, die offenbar völlig überlastet ist. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Jetzt werden schon Zuwanderer dafür verantwortlich gemacht, dass als Folge der Kürzungspolitik Baumaßnahmen aufgeschoben werden müssen. Eine bestechende Logik des Artikelverfassers Hubertus Heuel.

Keine Resignation: OB setzt auf alternative Fördertöpfe

18. Dezember 2017

Mit Hochdruck soll die Hagener Planungsverwaltung nach Fördertöpfen des Landes suchen, die eine Finanzierung des Seeparks noch möglich machen. (…)

„Wir sind mit unserer Bewerbung nicht gescheitert, weil wir nicht fleißig oder kreativ genug waren“, betont Schulz. Allerdings müsse man sich schon die Frage gefallen lassen, ob Pläne für ein Freizeitrevier mit verbesserter Aufenthaltsqualität für ein Infrastrukturprogramm mit grünem Etikett tatsächlich passend gewesen seien. (…)

Quelle: wp.de

Verlässlicher Ansprechpartner zur Rente

18. Dezember 2017

Peter Mager ist als ehrenamtlicher Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bund für den Stadtkreis Hagen gewählt worden.

Wie beantrage ich eine Altersrente oder Erwerbsminderungsrente, wie hoch wird meine Rente einmal sein? Es sind Fragen wie diese, die Peter Mager mit Versicherten und Rentnern im Stadtkreis Hagen im persönlichen Gespräch klärt. Mager kümmert sich ehrenamtlich um deren Anliegen und Sorgen, nimmt Anträge für sie auf oder lässt auf Wunsch beim zuständigen Rentenversicherungsträger den gegenwärtigen Rentenanspruch berechnen. Nun ist Peter Mager bei der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund am 6. Dezember 2017 in Berlin als Versichertenberater für die kommenden sechs Jahre gewählt worden.

„Ich freue mich, bei allen Fragen rund um die Rente für die Menschen im Stadtkreis Hagen da zu sein“, sagte Peter Mager. Die Versichertenberaterinnen und Versichertenberater werden von der Vertreterversammlung, dem Sozialparlament der Deutschen Rentenversicherung Bund, gewählt, die von den Versicherten bei der diesjährigen Sozialwahl ein neues Mandat erhalten hat. „Das große Engagement unserer Versichertenberaterinnen und Versichertenberater vor Ort zeigt, worum es bei der Selbstverwaltung geht: Versicherte treten aktiv für die Interessen der Versicherten ein“, betonte Rüdiger Herrmann als Vorsitzender der Vertreterversammlung.

Bundesweit engagieren sich rund 2.600 Ehrenamtliche als Versichertenberaterinnen und -berater der Deutschen Rentenversicherung Bund. In über einer Million Beratungen jährlich informieren sie etwa über die Voraussetzungen der verschiedenen Rentenarten oder die Möglichkeiten zum persönlichen Rentenbeginn. Diese Serviceleistungen sind für die Versicherten und Rentner kostenfrei.

Persönliche Beratungen durch Peter Mager erfolgen nach vorheriger telefonischer Terminabsprache. Telefon: 02334 1428.

Verwaltung schließt „zwischen den Jahren“

18. Dezember 2017

Die Hagener Stadtverwaltung bleibt „zwischen den Jahren“ vom 23. bis einschließlich 30. Dezember 2017 geschlossen. Wer eine Dienstleistung der Stadt Hagen benötigt oder in Anspruch nehmen möchte, wird daher gebeten, den Behördengang möglichst schon vor Weihnachten zu erledigen oder für das neue Jahr einzuplanen. Ab Dienstag, 2. Januar 2018, stehen alle Dienstleistungen der Stadtverwaltung wieder im gewohnten Umfang zur Verfügung.

Der Telefonservice „hagen direkt“ (02331/207-5000) ist nicht besetzt. Über eine Bandansage wird aber auf die bestehenden Not- und Rufbereitschaftsdienste hingewiesen. Die Stadtbücherei auf der Springe und die Stadtteilbüchereien sowie das Tierheim haben zwischen den Feiertagen ebenfalls geschlossen. Die bereits bestehenden Rufbereitschaftsdienste der Stadtverwaltung Hagen sind in gewohnter Form an allen Tagen sichergestellt.

In eigener Sache: Entschuldigung!

17. Dezember 2017

DOPPELWACHOLDER.DE hatte am Freitag auf eine Kundgebung des Hagener AK Antifa hingewiesen, die eine Antwort auf einen antisemitischen Aufmarsch türkischer Nationalisten sein sollte.

Diese Mitteilung der selbsternannten „Antifa“ hat sich mittlerweile als falsch herausgestellt. Die angebliche türkische Nationalisten-Veranstaltung hat sich als Demonstration gegen die von US-Führer Donald Trump angekündigte Anerkennung Jerusalems als (ausschliesslich) israelische Hauptstadt entpuppt.

DOPPELWACHOLDER.DE kann sich für diese Fehlinformation bei seinen Lesern nur entschuldigen.

Selbstverständlich ist jedes Engagement gegen antisemitische, rassistische oder andere menschenfeindliche Umtriebe zu begrüßen. Leider hat es sich in diesem Lande aber eingebürgert, die berechtigte Kritik an der Politik der – von Rechtsextremisten gestützten – israelischen Regierung mit Antisemitismus gleichzusetzen.

In dieser Gemengelage bilden sich immer neue merkwürdige Koalitionen. So sind der Ministerpräsident Israels, Benjamin Netanjahu, und der ungarische Regierungschef Viktor Orban neuerdings beste Freunde, während der Ungar gleichzeitig eine eindeutig antisemitisch konnotierte Kampagne gegen den ungarischstämmigen Juden George Soros fährt.

Aber so weit muss man gar nicht blicken. Der Vorsteher der jüdischen Gemeinde Hagen versteht sich offenbar prächtig mit der hiesigen AfD und saß sogar für sie in einem Ratsausschuss. Erst zwei Jahre später fiel auf, dass er dort als israelischer Staatsbürger nicht hätte sitzen dürfen. Auch sein Sohn ist Ausschussmitglied – ebenfalls auf dem Ticket der AfD. Was interessiert da schon das Geschwätz von AfD-Höcke, der das Berliner Mahnmal für die von den Nazis ermordeten Juden als „Denkmal der Schande“ qualifizierte?

Richtlinien dieser obskuren Bündnisse sind das orientalische Handlungsmuster „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ und das Motto der europäischen Rechtsausleger „Der Moslem ist der neue Jude“.

In dieser querfrontverdächtigen Liga spielt offenbar auch die Hagener „Antifa“, die den sogenannten „Antideutschen“ zuzurechnen ist. Eine Strömung, die sich selbst zwar als „links“ versteht, aber wohl eher im Spektrum von Aluhüten sowie Vertretern der Theorie, die Erde sei eine Scheibe, zu verorten ist.

So verbreitete die „Antifa“ am Samstag ein Pamphlet, in dem behauptet wird: „Menschenrechtler in NGOs machen sich in „Palästina“ ein schönes Leben, indem sie Krieg und wahres Leid zum Konsumgut werden lassen.“ Selbst amnesty international gehört in diesen Kreisen zum Feindbild.

Während die „Antifa“ einerseits textlich in der bürgerlich-alternativen Mode der sternchenaffinen Genderszene mitschwimmt („Palästinenser*innen“), streitet sie andererseits das Existenzrecht der Palästinenser ab, indem sie dieses Volk ausschließlich in Anführungszeichen setzt, so als sei es nur in der Phantasie vorhanden.

Wirres im Original: Flugblatt der sogenannten Hagener „Antifa“

1000 Menschen protestieren für die Rechte der Palästinenser

17. Dezember 2017

Gegen den Ausruf von Jerusalem als Israels Hauptstadt und für Palästinenser-Rechte demonstrieren in Hagen etwa 1000 Menschen friedlich. (…)

Der friedliche Protestmarsch, der unter dem Motto „Jerusalem den Palästinensern – gegen den einseitigen Ausruf von Jerusalem als Hauptstadt Israels“ stand, richtete sich gegen die jüngste Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die amerikanische Botschaft in jene Stadt zu verlegen, deren Ostteil auch von den Palästinensern als Hauptstadt beansprucht wird. (…)

Quelle: wp.de

Weihnachts- und Silvesterverkehr 2017/2018

17. Dezember 2017

Wie in den vergangenen Jahren besteht an den einzelnen Weihnachtstagen und zum Jahreswechsel im Liniennetz der Hagener Straßenbahn AG ein besonderes Fahrplanangebot.

An Heiligabend gilt der normale Sonntagsfahrplan bis ca. 19:00 Uhr. Der NachtExpress verkehrt an diesem Tag nicht.

Am ersten Weihnachtsfeiertag sowie an Neujahr fahren die Busse nach dem Sonntagsfahrplan, Betriebsbeginn ist gegen 10 Uhr. Die letzten Nachtexpresse fahren um 23:32 Uhr ab Stadtmitte.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gilt ganztägig der Sonntagsfahrplan. Der letzte Nachtexpress fährt an diesem Feiertag um 23:32 Uhr.

An Silvester sind die Busse wie an einem Sonntag unterwegs. Für alle Feiernden bietet die Hagener Straßenbahn wieder den Silvesternachtverkehr. Die Nachtexpresse verkehren zunächst wie gewohnt nach dem Sonntagsfahrplan, jedoch entfällt die Abfahrt von der Stadtmitte um 23:32 Uhr. Um 0:32 Uhr setzen die Nachtexpresse wieder an der Stadtmitte ein. Die letzte Fahrt ab Stadtmitte ist um 3:32 Uhr.

Die KundenCenter in der Körnerstraße und am Hauptbahnhof sind bis zum 23. Dezember geöffnet. Nach den Weihnachtsfeiertagen sind die KundenCenter ab dem 27. Dezember wieder geöffnet, Silvester und Neujahr geschlossen.

Weihnachts- und Silvesterfahrplan downloaden (pdf)

Romberg „kleiner Fisch im Hagener Rathaus“

17. Dezember 2017

Leserbrief zum Fall des CDU-Ratsherrn

Ein Leser von DOPPELWACHOLDER.DE schickte eine Mitteilung, mit der er den Fall des CDU-Ratherrn Gerhard Romberg etwas anders einordnet. Eine interessante Information, die wir gerne veröffentlichen:

Sehr geehrtes Redaktionsteam vom Doppelwacholder,

schön, dass sie sich kritisch mit dem Thema „Verdienstausfall“ befassen. Sicherlich ist das Vorgehen von dem Ratsherrn Romberg zu hinterfragen. Herr Romberg ist aus meiner Sicht ein kleiner Fisch im Hagener Rathaus. Schaut man sich die ganzen Ämter von Herrn Rudel an, kann man sicherlich nicht mehr von ehrenamtlicher Arbeit sprechen. Ich habe mir die Mühe gemacht und habe mal die ganzen Ämter inklusive der Bezahlung der Ämter aufgeschrieben:

Ämter und Funktionen von Claus Rudel:
  1. Betriebsratsvorsitzender Enervie Vernetzt
  2. Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender
  3. Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Betriebsrats
  4. Mitglied im Betriebsausschuss des Betriebsrats
  5. Mitglied im Gesundheitsausschuss des Betriebsrats
  6. Mitglied der großen Tarifkommission Enervie
  7. Mitglied der Besetzungskommission der Enervie
  8. Vorstand der Sterbekasse der Stadtwerke
  9. Mitglied im Aufsichtsrat der Enervie ca. 2500€ jährlich plus ca. 200€ Sitzungsgeld
  10. Mitglied im Aufsichtsrat der Mark-e ca. 2500€ jährlich plus ca. 200€ Sitzungsgeld
  11. Stellv. Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Hagen Herdecke 1500€ jährlich plus 150€ Sitzungsgeld
  12. Vorsitzender des Risikos Ausschusses der Sparkasse Hagen Herdecke 300€ Sitzungsgeld
  13. Mitglied im Zweckverband der Sparkassen Hagen Herdecke 150€ Sitzungsgeld
  14. Stellv. Mitglied im Hauptausschuss der Sparkasse Hagen Herdecke 150€ Sitzungsgeld
  15. Mitglied im Rat der Stadt Hagen
  16. Fraktionsvorsitzender SPD Fraktion im Rat der Stadt Hagen ca.2000 monatlich
  17. Vorsitzender der SGK Hagen
  18. Mitglied des Arbeitskreis der SGK große Städte
  19. Mitglied im Haupt und Finanzausschuss
  20. Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschuss ca. 500€ monatlich
  21. Mitglied der Kommission für Beteiligung und Personal
  22. Vorsitzender des Wahlprüfungsausschuss
  23. Mitglied im Polizeibeirat
  24. Mitglied im Aufsichtsrat der hagenagentur
  25. Mitglied im Verwaltungsrat der WBH 150€ Sitzungsgeld
  26. Mitglied der Gesellschafterversammlung agentur Mark
  27. Mitglied im Ältestenrat
  28. Stellv. Mitglied im GWA
  29. Stellv. Mitglied im Beschwerdeausschuss
  30. Stellv. Sport und Freizeitausschuss
  31. Stellv. Mitglied im Umlegungsausschuss
  32. Stellv. Mitglied Habit
  33. Stellv. Mitglied Verbandsversammlung Regionalverband Ruhr
  34. Stellv. Parteivorsitzender der SPD Hagen
  35. Vorsitzender der AfA Hagen
  36. Vorsitzender des SPD Ortsverein Wehringhausen
  37. Vorstand GWG ca. 1800€ monatlich
  38. Mitglied des Städtetages NRW

Somit erhält Herr Rudel für seine ehrenamtlichen Tätigkeiten ca. 5000€ monatlich! Da kommen doch Fragen auf, wann geht der Mann seiner vertraglich geschuldeten Arbeit nach? Die Aufzählung ist möglicherweise nicht vollständig!

Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit.

PS.: Ich finde es herrvoragend, dass es den Doppelwacholder gibt. Da ich im Hagener Rathaus arbeite, muss ich leider anonym bleiben.

Hagener CDU-Politiker klagt Verdienstausfall am Abend ein

16. Dezember 2017

Erfolgreiche Klage von CDU-Ratsherr Gerhard Romberg: Die Stadt Hagen muss ihm auch für Termine nach 19 Uhr und samstags Verdienstausfall zahlen. (…)

Er ist zufrieden: „Es hat mich geärgert, dass Beamte der Stadt mir vorschreiben wollen, wann ich zu arbeiten habe.“ Die Stadt prüft, ob sie in Berufung geht.

An anderer Front blieb der 72-Jährige aber erfolglos: Er muss auf die pauschale Aufwandsentschädigung als Vize-Bezirksbürgermeister verzichten. (…)

Quelle: wp.de

Dazu der Kommentar von Jens Stubbe (WPWR):

Dem Bürger nicht zu vermitteln

Es ist dem Hagener Bürger nicht glaubhaft zu vermitteln, dass ein 72-Jähriger (!) als freiberuflicher Architekt ausgerechnet immer dann arbeiten muss, wenn gerade Sitzungen stattfinden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Mit „Beamten der Stadt“, über die er sich nun „geärgert“ hat, kennt sich Romberg bestens aus – war er doch selbst mal einer.

Im Nachrichtenmagazin Der Spiegel erschien 1981 ein Beitrag unter dem Titel „Schwarzarbeit: Unglaublich, was da läuft“. Dort heißt es über Romberg:

Beamte, so scheint es, haben wenig zu befürchten, wenn sie ihre Höchstform nach Dienstschluß erreichen. Nur wenn einer allzu ungeniert anschafft und sich dabei erwischen läßt, ergeht es ihm wie Gerhard Romberg aus dem Bauordnungsamt der Stadt Hagen, über dessen ausgedehnte Nebenjobs sich freiberufliche Architekten lange Zeit beschwerten.

Der fleißige Staatsdiener, so vermuteten Hagener Architekten, strich jährlich bis zu 180 000 Mark für die nebenberufliche Planung von Mehrfamilienhäusern ein. Als im vergangenen Jahr den Freiberuflern, die ihr durchschnittliches Jahreseinkommen mit 70 000 bis 80 000 Mark angeben, eine Romberg-Rechnung über rund 100 000 Mark in die Hände fiel, ließen sie ein Dienststrafverfahren einleiten. Daraufhin quittierte ihr schwarzer Konkurrent den Dienst.

Multifunktionär Romberg ist auf vielen Baustellen unterwegs:

Ratsmitglied, Mitglied bzw. stellvertretendes Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, WBH-Verwaltungsrat, Umweltausschuss, Betriebsausschuss HABIT, Haupt- und Finanzausschuss, Kulturausschuss und Beschwerdeausschuss.

Monatliche Aufwandsentschädigung: 497,70 Euro (pauschal)

Mitglied Bezirksvertretung Haspe

Monatliche Aufwandsentschädigung: 268,00 Euro

Ausschussvorsitzender im Fachausschuss Gebäudewirtschaft

Monatliche Aufwandsentschädigung: 497,70 Euro

Mitglied Verwaltungsrat Sparkasse

Im Jahresabschluss 2016 sind keine Bezüge ausgewiesen, Romberg war anscheinend bei keiner Sitzung anwesend.

Mehr dürfte bei Verdienstausfällen herauszuholen sein. Die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür im Überblick:

„Selbständige erhalten auf Antrag anstelle des Regelstundensatzes eine Verdienstausfallpauschale je Stunde, die im Einzelfall auf der Grundlage des glaubhaft gemachten Einkommens nach billigem Ermessen festgesetzt wird“ (Gemeindeordnung NRW § 45).

„Der Höchstbetrag für den Ersatz des Verdienstausfalls (…) beträgt 80,00 Euro“ (Entschädigungsverordnung NRW § 3a).

„In der Hauptsatzung kann ein höherer Regelstundensatz festgelegt werden“ (Gemeindeordnung NRW § 45).

Anders ist es in der Hauptsatzung der Stadt Hagen (§ 7) geregelt:

„Für den Ersatz des Verdienstausfalles werden der Regelstundensatz und der Stundensatz für Hausarbeit auf 8,50 €, der einheitliche Höchstbetrag, der bei Erstattung des stündlichen Verdienstausfalles nicht überschritten werden darf, auf 25,00 € festgesetzt.“

Heute Protest gegen Nationalistenaufmarsch

16. Dezember 2017

Nach Angaben des Hagener AK Antifa wollen heute (16. Dez. 2017) türkische Nationalisten zu einer Demonstration unter dem Motto „Jerusalem den Palästinensern“ in Hagen aufmarschieren. Start soll um 12:30 Uhr am Hauptbahnhof sein.

Der AK Antifa ruft zur zahlreichen Teilnahme an einer Gegenkundgebung um 12:00 Uhr an der Ecke Mittelstraße/Marienstraße auf.

Die öffentliche Zurschaustellung von Judenhass will der AK Antifa nicht nur in Hinblick auf die deutsche Historie nicht kommentarlos hinnehmen und hat deshalb die Kundgebung am Rande der Demonstrationsroute angemeldet.

Es soll bunt und lautstark ein eindeutiges Zeichen gegen jede Form des Antisemitismus gesetzt werden. Mit dem Protest wollen die Initiatoren nicht nur die Nulltoleranz gegenüber Judenhass formulieren, sondern vor allem aufzeigen, dass Antisemitismus in Deutschland und weltweit keinen Platz hat.

„Rufmord der lokalen Presse“

15. Dezember 2017

Stellungnahme des Reiterverein Hagen zum WPWR-Artikel „Reitervereins-Chef muss 1000 Euro Bußgeld zahlen

Der 1. Vorsitzende des Reiterverein muss erstmal gar nichts zahlen, da zu erwarten ist, dass das Verfahren neu aufgenommen wird, da er nicht verhandlungsfähig gewesen ist. Darf man nicht einmal mehr krank sein? Daher ist er folglich auch nicht verurteilt worden, sondern bisher wurde jediglich der Einspruch gegen die zwei Bußgelder zurückgewiesen. Der Richter stellte in Aussicht, dass die Verfahren im neuen Jahr verhandelt werden.

Die Berichterstattung der Westfalenpost ist voreilig und falsch.

An den beiden benannten Kontrollterminen des Veterinäramtes wurden auch sicherlich keine kranken Pferde gefunden. Gegen das Tierschutzgesetz bezüglich Tiereswohl ist unter diesem Vorstand nicht einmal verstoßen worden bzw. alle Verfahren wurden eingestellt.

Das Bußgeld aus 2011 über 150 Euro rührt daher, dass bei einem Kontrolltermin ein Schlüssel zu einer Tür fehlte. Der 1. Vorsitzende wollte die besagte Tür nicht für das Veterinäramt aufbrechen lassen und das Veterinäramt verweigerte den Zutritt durch ein drei Meter hohes Hallentor, das in die gleiche Richtung führte.

An diesem Verhandlungstermin im Jahr 2011 wurden drei Verfahren gleichzeitig verhandelt, von denen zwei in den ersten Zügen eingestellt wurden. In dem dritten Verfahren wurde geraten, das „kleine“ Bußgeld – welches ursprünglich höher angesetzt war – hinzunehmen, damit „die Sache vom Tisch sei.“ Der Vorsitzende nahm diesen Ratschlag leider an, obwohl er gerne einen Ortstermin mit dem Richter anberaumt hätte, um anhand der örtlichen Begebenheiten zu verdeutlichen, dass das Bußgeld zu Unrecht auferlegt wird. Aus Kostengründen wurde hiervon leider abgeraten.

Was hier betrieben wird, ist schlicht Rufmord der lokalen Presse.

Einem der derzeitigen Verfahren, die Mittwoch verhandellt werden sollten, liegt der Vorwurf zugrunde, man habe dem Veterinäramt den Zutritt zu der Futterkammer verwehrt. Lächerlich und abstrus, da eine solche Kammer gar nicht existent ist. Allein dafür hat das Amt ein Bußgeld über 400 Euro angesetzt. Das spricht hiermit für sich selbst.

Im Übrigen ist in der gestrigen Ratssitzung sicherlich nicht beschlossen worden, dass der Verein keinen neuen Pachtvertrag bekommt, sondern der Verein hat vorher einen neuen Vertrag abgelehnt. Dieses war reine Formsache. Aktuell setzt die Stadt alles daran, den Verein aus fadenscheinigen Gründen zu schließen. Derzeit versucht Herr Huyeng über Brandschutzkontrollen, den Verein weiter zu bemängeln.

Ein gewisser „Schimmelpilzbefall“ ist laut fachlich versierten Meinungen in Stallungen allerdings Normalität, gerade im Winter, weil es Kältebrücken gibt, die baulich bedingt sind durch die Stallfester. Aus Tierschutzgründen solle der Verein die Pferde des Vereins nun 24 Stunden auf die Weide  stellen, besagt die jüngste Auflage des Veterinäramtes. Aber man wolle nur, dass es den Tieren gut ginge……

Der Reiterverein Hagen

Fördermittel fließen erneut an den Hagener Seen vorbei

15. Dezember 2017

Aus dem Programm Grüne Infrastruktur NRW sollten 20 Millionen Euro für die Entwicklung an Harkort- und Hengsteysee fließen. Daraus wird nichts. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Liegebänke aufstellen und sich darauf ablichten lassen reicht eben nicht. Baudezernent Grothe sieht laut Bericht „die Stadt dennoch auf dem richtigen Weg“. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen.

Sportstätten-Gebühr ist vom Rat endgültig beschlossen

15. Dezember 2017

Die Sportstätten-Nutzungsgebühr für erwachsene Sportler tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft, so wurde es im Rat beschlossen. (…)

Quelle: wp.de

Reitervereins-Chef muss 1000 Euro Bußgeld zahlen

15. Dezember 2017

Zwei verletzte Pferde, Schimmel an Wand und Dach: Gericht verwirft Einspruch

Der Vorsitzende des Reitervereins Hagen muss wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz insgesamt 1000 Euro Bußgeld zahlen. Das Amtsgericht verwarf gestern in Abwesenheit seine Einsprüche gegen zwei Bußgeldbescheide der Stadt. (…)

Für den ersten Bußgeldbescheid sind 400 Euro zu berappen. Darin wird dem Vorstand vorgeworfen, bei einer amtlichen Kontrolle am 21. Dezember letzten Jahres auf dem Vereinsgelände am Höing hartnäckig Auskünfte verweigert zu haben. (…)

Der zweite Bußgeldbescheid beträgt 600 Euro. Am 15. Mai mussten sogar die Polizei und ein Schlüsseldienst hinzugezogen werden, um das Gelände auf dem Höing kontrollieren zu können. (…)

Quelle: WPWR (14. Dez. 2017, online nicht verfügbar)

Die Sprache geht – die Musik bleibt

15. Dezember 2017

Weihnachtskonzert zugunsten der Alzheimer-Demenz Selbsthilfegruppe Hagen e.V.

Die Sprache geht – die Musik bleibt. Sie weckt Erinnerungen, stiftet Gemeinschaft und sorgt für vielfältige freudige Emotionen, die auch bei dementen Menschen noch sehr gut vorhanden sind. Das Philharmonische Orchester Hagen veranstaltet daher am 21. Dezember 2017 um 17 Uhr im Rathaus (Ratssaal) ein Weihnachtskonzert zugunsten der Alzheimer-Demenz Selbsthilfegruppe Hagen e.V., bei dem u.a. bekannte Weihnachtslieder auch mitgesungen werden können.

Für den kostenfreien Besuch dieses Konzertes sind noch Anmeldungen für die an Alzheimer/Demenz erkrankten Menschen und deren Angehörige möglich. Anmeldung bei Claudine Scharfenberg unter Tel: 02331-2046758, c.scharfenberg@kkh-hagen.de

Statt „beschließt“ nur noch „beabsichtigt“

14. Dezember 2017

Geplante Einführung einer neuen Baumsatzung wird weiter aufgeweicht

Die „Restriktionen“ der abgeschafften Baumschutzsatzung stellten angeblich eine „Überregulierung“ dar. So die Behauptung der fünf Fraktionen, die in der heutigen Ratssitzung einen neuen Beschlussvorschlag mit dem Ziel einbringen, eine „Baumpflegesatzung“ zu instalieren. Auch dieses Vorhaben wurde am gestrigen Mittwoch quasi in letzter Minute weiter aufgeweicht.

Anstelle der Formulierung „Der Rat beschließt im Grundsatz die Einführung einer Baumpflegesatzung für die Stadt Hagen“ wird der Antrag geändert in „Der Rat beabsichtigt die Einführung einer Baumpflegesatzung für die Stadt Hagen und leitet in seinen Gremien die Beratung über dieses Thema ein.“

Eine sehr merkwürdige Mutation, nennt sich solch ein Begehren doch Beschlussvorschlag und nicht Beabsichtigungsvorschlag. Entsprechend dubios ist auch die Begründung der antragstellenden Fraktionen für ihren plötzlichen Sinneswandel: Man habe sich auf die Änderung „verständigt, um einigen geäußerten Bedenken Rechnung zu tragen und vielleicht noch breitere Zustimmung zu ermöglichen“.

Das ist ja eine ganz neue Sensibilität, verfügen die Antragsteller doch über eine satte Mehrheit von aktuell 35 Stimmen im Hagener Rat. Wann ist man in der Vergangenheit je so zimperlich gewesen?

„Zu hell, zu dunkel, zu wenig oder zu viel“

14. Dezember 2017

Stellungnahme des Reiterverein Hagen zu den jüngsten Entwicklungen bei den Auseinandersetzungen mit der Stadtverwaltung:

Das Verfahren gegen die Jugendwartin des Reiterverein Hagen, Frau Annika Brucke, wurde am 05.12.2017 vor dem Amtsgericht Hagen eingestellt. Es handelt sich nun doch nicht, wie von Herrn Huyeng im WDR vorsätzlich falsch dargestellt, um „Gefahr in Verzug“ bezüglich der Pferdehaltung im Reiterverein.

Das Verfahren vom 15.05.2017 gegen die 2. Vorsitzende ist ebenfalls eingestellt worden. Sie habe anscheinend doch nicht versucht, Frau Böttcher vom Veterinäramt zu überfahren, wie vom Amt angezeigt.

Jedoch haben die Vereinsmitglieder laut der Staatsanwaltschaft dem Veterinäramt trotz der Tatsache, dass der Verein keinen Betrieb darstellt, sondern ehrenamtlich geführt wird, 24 Stunden Zutritt zu gewähren und Spalier zu stehen. Der Staatsanwalt hat überdies angekündigt, keiner Einstellung jedes weiteren Gerichtsverfahrens gegen den Reiterverein mehr zuzustimmen. Diese Behörde kann demnach fortlaufend mit aller erdenklichen Rückendeckung schalten und walten, wie es ihr beliebt.

Es ist also nicht mehr verwunderlich, dass solche abstrusen Auflagen seitens des Veterinäramtes, wie es sie auch beispielsweise für das Wildgehege im Wehringhauser Bachtal bezüglich der Errichtung eines zweiten Zauns für 60.000 Euro gab, keinen Gegenspruch in der Stadt Hagen finden können. Genauso wenig verwunderlich ist es, dass mittlerweile immer weniger Nutztiere im Raum Hagen gehalten werden, Landwirte verärgert sind, Schäfer mit ihren Herden umsiedeln und selbst die städtischen Förster nur noch unglaubwürdig den Kopf schütteln.

Bei den Kontrollterminen des Veterinäramtes, die mittels eines Einbruchs in die Reitanlage des Vereins am 15.05. und am 30.11.2017 getätigt wurden, sind wie schon zuvor keine Krankheiten an den Tieren im Reiterverein Hagen festgestellt worden. Die Tiere befinden sich in einem guten Gesundheitszustand und sind teils seit über sieben Jahren im Verein. Selbst im Rat der Stadt Hagen, am 30.11 2017, hat Herr Huyeng persönlich vorgebracht, dass „man an den Pferden nichts habe feststellen können.“ Trotzdem war es paradoxerweise dringend erforderlich, sofort einzumarschieren und alle Türen aufzubrechen.

Es wird nun weiter Kritik an den Stallungen, die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz im Jahr 2010 abgenommen sind, geübt und auf dem erfolgreichen Steckenpferd „Schimmel“ herumgeritten. Zu wenig Einstreu, zu hell, zu dunkel, zu wenig Wasser aus derTränke oder zu viel, Wände nicht weiß genug, hier eine Steckdose falsch usw. Jeder, der einen Betrieb im Raum Hagen führt, weiß, wovon der Verein spricht. Untersuchungen werden natürlich nicht getätigt, nur von Weitem auf Tiere gezeigt und bestimmt, dass der Tierarzt kommen solle. Vor Gericht wurde dem Verein der mangelnde Respekt vor dieser Behörde vorgeworfen, die doch nur Ihrer Arbeit nachginge…

Herr Huyeng hat in dem Moderationstermin vom 03.11.2017 sehr deutlich gesagt, dass er dem Verein mit diesem Vorstand keinen neuen Pachtvertrag geben werde. Laut Herrn Esser sei „Frau Brucke als 1. Vorsitzende auch nicht besser.“ Ein gewählter Vorstand soll demnach jetzt also auch noch vom Veterinäramt fremdbestimmt werden. Die laufenden Verfahren sollen natürlich keinesfalls zurückgenommen werden. Alle internen Absprachen dieses „vertrauensvollen Termins“ konnte man kurzfristig in der Zeitung nachlesen. Welch rosige Zukunft erwartet diesen Verein!

Aktuell versucht man den Stallungen, die unter den Auflagen von Herrn Esser und mit Kosten über 50.000 Euro umgebaut wurden sind, derartige Missstände zuzuschreiben, dass die Entschädigungssumme, die die Stadt Hagen an den Reiterverein laut Pachtvertrag zahlen muss, zugunsten der Stadt nach unten gedrückt werden soll.

Die rund 200 Kinder und Jugendlichen der Stadt Hagen, die den Verein besuchen, haben Alpträume, dass „Dr. Esser kommt und die Pferde abholt.“ Dieser Verein betreut behinderte Kinder, Kinder aus Familien, die ALG II beziehen oder Kinder, die gerade ein Elternteil verloren haben sowie Jugendliche, die gerade aus Psychatrien kommen oder andere psychischen Auffälligkeiten haben. Der Reiterverein fängt diese Kinder in unserem Gesellschaftssystem auf und nimmt sie mit ihren Schwächen und natürlich auch Stärken an.

Dass gerade die Stadt Hagen in diesen Punkten erhebliche Defizite aufweist, ist nichts Neues. Nun versucht man, die Verantwortlichen mürbe zu machen und sogar privat oder an Ihrem Arbeitsplatz unter Druck zu setzen. Vor Gerichtsterminen werden diese gewarnt, ja die „richtigen“ Äußerungen zu tätigen (siehe: „An Ihrer mir bekannten Arbeitsstelle„).


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