In eigener Sache: Entschuldigung!

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DOPPELWACHOLDER.DE hatte am Freitag auf eine Kundgebung des Hagener AK Antifa hingewiesen, die eine Antwort auf einen antisemitischen Aufmarsch türkischer Nationalisten sein sollte.

Diese Mitteilung der selbsternannten „Antifa“ hat sich mittlerweile als falsch herausgestellt. Die angebliche türkische Nationalisten-Veranstaltung hat sich als Demonstration gegen die von US-Führer Donald Trump angekündigte Anerkennung Jerusalems als (ausschliesslich) israelische Hauptstadt entpuppt.

DOPPELWACHOLDER.DE kann sich für diese Fehlinformation bei seinen Lesern nur entschuldigen.

Selbstverständlich ist jedes Engagement gegen antisemitische, rassistische oder andere menschenfeindliche Umtriebe zu begrüßen. Leider hat es sich in diesem Lande aber eingebürgert, die berechtigte Kritik an der Politik der – von Rechtsextremisten gestützten – israelischen Regierung mit Antisemitismus gleichzusetzen.

In dieser Gemengelage bilden sich immer neue merkwürdige Koalitionen. So sind der Ministerpräsident Israels, Benjamin Netanjahu, und der ungarische Regierungschef Viktor Orban neuerdings beste Freunde, während der Ungar gleichzeitig eine eindeutig antisemitisch konnotierte Kampagne gegen den ungarischstämmigen Juden George Soros fährt.

Aber so weit muss man gar nicht blicken. Der Vorsteher der jüdischen Gemeinde Hagen versteht sich offenbar prächtig mit der hiesigen AfD und saß sogar für sie in einem Ratsausschuss. Erst zwei Jahre später fiel auf, dass er dort als israelischer Staatsbürger nicht hätte sitzen dürfen. Auch sein Sohn ist Ausschussmitglied – ebenfalls auf dem Ticket der AfD. Was interessiert da schon das Geschwätz von AfD-Höcke, der das Berliner Mahnmal für die von den Nazis ermordeten Juden als „Denkmal der Schande“ qualifizierte?

Richtlinien dieser obskuren Bündnisse sind das orientalische Handlungsmuster „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ und das Motto der europäischen Rechtsausleger „Der Moslem ist der neue Jude“.

In dieser querfrontverdächtigen Liga spielt offenbar auch die Hagener „Antifa“, die den sogenannten „Antideutschen“ zuzurechnen ist. Eine Strömung, die sich selbst zwar als „links“ versteht, aber wohl eher im Spektrum von Aluhüten sowie Vertretern der Theorie, die Erde sei eine Scheibe, zu verorten ist.

So verbreitete die „Antifa“ am Samstag ein Pamphlet, in dem behauptet wird: „Menschenrechtler in NGOs machen sich in „Palästina“ ein schönes Leben, indem sie Krieg und wahres Leid zum Konsumgut werden lassen.“ Selbst amnesty international gehört in diesen Kreisen zum Feindbild.

Während die „Antifa“ einerseits textlich in der bürgerlich-alternativen Mode der sternchenaffinen Genderszene mitschwimmt („Palästinenser*innen“), streitet sie andererseits das Existenzrecht der Palästinenser ab, indem sie dieses Volk ausschließlich in Anführungszeichen setzt, so als sei es nur in der Phantasie vorhanden.

Wirres im Original: Flugblatt der sogenannten Hagener „Antifa“

3 Antworten to “In eigener Sache: Entschuldigung!”

  1. Harald Helmut Wenk (@drhwenk) Says:

    das ist sehr seltsam, weil DIESE antifas angeblich zur anti demonstrarion gegen den afd parteirtag aufgerufen haben.

    die internet und andere öffentlichenkeiten sollten eigentlich für politische kontroversen zumeist der hauptschauplatz bleiben – wen
    zum mittel de demnmstration gegriffen werden muss, ist es schon schlechht!!

    nun, politsches orientierungswissen pur: POLITISCH RECHTS IST MILITARISTISCH; autoritär – endstation faschismus.

    doppelwacholder mus auch nicht die judenverfiolgung durcvh cen heimtückishen nazijargon antisemigtismus ersetzen und auch nicht die ausländerfeindlichkeit mit dem mehr afro-amerikasnischen rasismusproblem.

    richtig: hauptefdekt scheint IRRITATKION und desorientuerung zu sein.

  2. Max Adams Says:

    Antisemitische Parolen wie „Kindermörder Israel“, eine Fahne der hisbollah, türkisch-Nationalistische repräsentation wie der bozkurt Gruß oder die Einordnung der Demo in die antisemitischen Demos und Ausschreitungen der letzten Tage sind kein Thema für euch. Die einzige konnotierung des jüdischen in assoziierung mit der extrem rechten. Shoa-verniedlichung in Form der Behauptung der aktuelle Rassismus der europäischen rechten gegenüber Muslimen sei mit der Verfolgung und Vernichtung der Juden gleichzusetzen. Wer solche „linken“ hat, braucht keine rechten.
    „Barbarei besteht fort, solange die Bedingungen, die jenen Rückfall zeitigten, wesentlich fortdauern. Das ist das ganze Grauen. „

  3. Allan Quatermain Says:

    Wen sich Erdowahn seine hiesigen Freunde,
    unbedingt gegen Israel aus toben wollen,

    dann dürfen sie dieses am Marmarer Meer machen.

    Wie Hagen seine Polizei tickt, durfte ich vor ca. 3 Wochen
    Life erleben.

    Durch viel Trillerpfeiffen Getöse und Paukenschläge wurde ich auf eine Demo aufmerksam.

    Es war eine Demo von Kurden.

    Obwohl laut Innenministerium verboten,
    wurden Fahnen der PKK und ihres Führer hoch gehalten.

    Damit den Kurden auf und während ihrer Demo nichts Passierte, zählte ich 12 Begleitfahrzeuge der Staatsmacht.
    Ohne die Zivilfahrzeuge, die am Wegesrand standen.

    Warum die ganze Zeit die Fahnen nicht einkassiert wurden,
    hätte ich gerne eine Erklärung der hiesigen Polizeiführung.
    Aber darauf kann man bis zum Sankt Nimmerleinstag in Hagen warten.

    Ein wenig Geschichte, Ost und West Jerusalem gehörte früher zu ?

    Das sich der Gaza und Ost Jerusalem, die Abas und die Hamas nicht Grün sind, kann man daran ersehen,

    das hin und her die Raketen fliegen.

    Oder warum bekommt die Verwandtschaft eines Messerattentäter,
    eine monatliche Leibrente bis zu 3500 Euro?

    Umgeleitet aus Geldern der EU und Berlin.

    Den Flughafen im Gaza haben wir Deutschen Steuerzahler
    schon 3 mal finanziert.

    Aber Hauptsache unser Siggi hat dort einen Freund gefunden.

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