Archive for Mai 2018

Hagen sieht kurzfristig keine Chance für Luftverbesserung

31. Mai 2018

Die Stadt Hagen will und kann keine einschneidenden Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergreifen. Dies ist das Fazit des neuen Luftreinhalteplans, den die Verwaltung am Montag fristgerecht der Bezirksregierung in Arnsberg zugeleitet hat. „Wir haben kein Konzept, das wir mit vertretbarem Aufwand umsetzen können“, so Kämmerer Christoph Gerbersmann. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Bankrotterklärung der Hagener Stadtspitze. Zehn Jahre Zeit gehabt – zehn Jahre nichts auf die Kette gekriegt. Unter normalen Bedingungen müssten die Verantwortlichen alle ihren Hut nehmen. Aber was ist in Hagen eigenlich noch normal?

Die Stadt Hagen „will“ also „keine einschneidenden Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergreifen“? Da bleibt nur noch die Hoffnung, dass die Gerichtsbarkeit der OB-Etage und den Parteispitzen im Rathaus beibringt, dass geltendes Recht zu befolgen ist. Und die Klärung der Frage herbeiführt, ob handelnde bzw. wie in diesem Fall nicht handelnde Personen persönlich haftbar und bei möglichen Strafzahlungen der Stadt regresspflichtig gemacht werden können.

Advertisements

„HAGENplant 2035“ – strammes Programm bis zu den Sommerferien

31. Mai 2018

Stadtbezirkswerkstätten und der Workshop „Jugend macht Stadt“ laden ein, die Zukunft von Hagen aktiv mitzugestalten

„HAGENplant 2035“ – der Beteiligungsprozess im Rahmen der Aufstellung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts geht in die nächste Runde und sieht bis zu den Sommerferien ein strammes Programm mit gleich sechs öffentlichen Veranstaltungen vor.

Bei insgesamt fünf Stadtbezirkswerkstätten bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Ideen und Wünsche für die zukünftige Entwicklung ihres direkten Lebensumfeldes vorzustellen. Hierdurch wird gewährleistet, dass die individuellen und spezifischen Besonderheiten der Bezirke ausreichend berücksichtigt und im weiteren Verlauf passgenaue Stadtbezirkskonzepte erarbeitet werden können.

Ob die „Ideen und Wünsche“ letztendlich berücksichtigt werden oder sich das ganze Prozedere wieder nur als Beschäftigungstherapie entpuppen wird, bleibt erst einmal abzuwarten. Erfahrungen aus der Vergangenheit geben eher zu einer gehörigen Portion Skepsis Anlass.

Los geht es mit dem Bezirk Hohenlimburg am Dienstag, 5. Juni, von 18 bis 21 Uhr im Rathaus Hohenlimburg, Freiheitsstraße 3, es folgen der Bezirk Mitte am Dienstag, 12. Juni, von 18 bis 21 Uhr im Gemeindezentrum an der Pauluskirche, Borsigstraße 11, der Bezirk Nord am Dienstag, 19. Juni, von 19 bis 22 Uhr im Gemeindehaus der Melanchtonkirche, Schwerter Straße 122, der Bezirk Eilpe/Dahl am Dienstag, 26. Juni, von 18 bis 21 Uhr im Gemeindehaus der Herz-Jesu-Kirche, Eilper Straße 14 und der Bezirk Haspe am Dienstag, 3. Juli, von 19 bis 22 Uhr im Vereinshaus St. Bonifatius, Berliner Straße 110a. Eine Anmeldung zur Teilnahme an den Stadtbezirkswerkstätten ist nicht erforderlich.

Der Ablauf der Veranstaltungen ist bereits so organisiert, dass Verbindlichkeiten erst gar nicht entstehen:

Nach einer Einführung in den Planungsprozess, einer Präsentation des aktuellen Arbeitsstandes sowie einer Erläuterung ausgewählter Ergebnisse der durchgeführten Online-Umfrage dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Werkstätten den Blick in die Zukunft schweifen lassen. Im Rahmen einer „Zeitreise“ sollen Charakteristika und Eigenschaften des jeweiligen Bezirks im Jahr 2035 erarbeitet werden. Der Blick in die Zukunft hilft anschließend, Wege und Maßnahmen zu ermitteln, die den Wunsch Realität werden lassen.

Wie im Märchen darf das Volk „den Blick in die Zukunft schweifen lassen“. Der „hilft anschließend, Wege und Maßnahmen zu ermitteln, die den Wunsch Realität werden lassen“. Mit „Wege und Maßnahmen“ dürften wohl die entsprechenden Finanzierungsvorschläge gemeint sein.

An die fünf Stadtbezirkswerkstätten schließt sich dann ein besonders spannender Workshop an, der speziell für alle jungen Hagenerinnen und Hagener entwickelt wurde. Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 25 Jahren soll inhaltlich und methodisch im besten Wortsinn an der Zukunft der Stadt Hagen gearbeitet werden.

Der Workshop unter dem wegweisenden Titel „Jugend macht Stadt“ findet am Donnerstag, 12. Juli, von 18 bis 21 Uhr im Kultopia, Konkordiastraße 23-25, statt. Da ein kleiner Snack angeboten werden soll, wird für diesen Workshop um Anmeldung per E-Mail an marianne.booke@stadt-hagen.de gebeten.

„Besonders spannend“ dürfte es sein, ob die Jugend sich am Ende in dem Konzept wiederfindet. Oder ob der „kleine Snack“ die einzig nennenswerte Ausbeute des Abends war.

Zusätzliche Förderung für Theater Hagen

31. Mai 2018

Bis 2022 Steigerung auf 719.000 Euro mehr pro Jahr

Das Land NRW stockt die Förderung für die kommunalen Theater und Orchester auf. Der Etat wächst bis 2022 um zusätzlich 30 Millionen Euro, verteilt auf Basisförderungen (20 Millionen Euro) und zusätzliche Förderungen für besondere Vorhaben (10 Millionen Euro).

Bis 2022 erhöht sich der jährliche Landeszuschuss der Basisförderung für das Theater Hagen im Vergleich zu 2017 somit um 719.000 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 74 Prozent.

Die Basisförderung des Landes für kommunale Theater und Orchester insgesamt für die Sparten Oper/Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Orchester sowie Kinder- und Jugendtheater erhöht sich in diesem Jahr um sechs Millionen Euro und wird in den Jahren 2019 bis 2022 nochmals um jeweils 3,5 Millionen Euro aufgestockt. Im Jahr 2022 wird somit ein Betrag von zusätzlich 20 Millionen Euro erreicht.

Dies entspricht mehr als einer Verdoppelung im Vergleich zu den bisher zur Verfügung gestellten Mitteln in Höhe von 19,5 Millionen Euro. Die Verteilung richtet sich nach dem Anteil der Personalkosten der jeweiligen Einrichtung an den Gesamtpersonalkosten aller kommunalen Theater und Orchester.

Die jetzt angekündigte Erhöhung des Landesanteils an der Theater- und Orchesterfinanzierung bis zum Jahr 2022 auf zehn Prozent darf allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass die Förderung der Länder in Niedersachsen bereits heute bei 40 Prozent liegt, in Baden-Württemberg 31 und in Bayern 25 Prozent.

Achtes Kammerkonzert im Kunstquartier

31. Mai 2018

Auf dem Programm des achten Kammerkonzerts des Philharmonischen Orchesters Hagen am 3. Juni 2018 (11.30 Uhr, Auditorium im Kunstquartier Hagen) stehen Klavierquintette von Ermanno Wolf-Ferrari und Gabriel Fauré.

Der deutsch-italienische Komponist Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948) gehört zu den großen Opernkomponisten Italiens. Die für ihn charakteristischen gefühlvollen Melodien und großen orchestralen Klangsteigerungen sind auch in seinem Klavierquintett Des-Dur op. 6 zu hören, das 1901 während seiner Studienzeit in München entstanden ist.

Die Werke von Gabriel Fauré (1845-1924) zeichnen sich durch Eleganz, Leichtigkeit und Intimität aus. Obwohl der französische Komponist beim Verfassen seines Klavierquintetts Nr. 2 c-Moll op. 115 Anfang der 1920er Jahre fast taub war, gelang ihm ein Stück, das ebenso jugendliche Frische und Vitalität wie Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt.

Diese Werke werden präsentiert von: Shotaro Kageyama (Violine), Evgeny Selitsky (Violine), Olga Rovner (Viola), Rolf Petrich (Violoncello), Steffen Müller-Gabriel (Klavier).

Vor Beginn des Konzertes besteht wie gehabt die Möglichkeit, um 11 Uhr an einer, dieses Mal von Saskia Lipps gestalteten Kurzführung teilzunehmen (Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers). Darin geht es um das Motiv ‚Rad‘ im Werk von Emil Schumacher.

Für die Teilnehmer an dieser Kurzführung sind Plätze in der ersten Reihe für das Konzert reserviert.

Kombiticket (Führung und Konzert) 11,- / 7,- Euro; Konzertkarte 8,- / 4,- Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Luftreinhaltung – nur kurzer Aufschub für Stadt Hagen

30. Mai 2018

Die Stadt Hagen hat der Bezirksregierung noch keine neuen Vorschläge zur Luftreinhaltung übermittelt. Eigentlich hätte dies am vergangenen Freitag geschehen sollen. Die Stadt – so der Sprecher der Bezirksregierung, Benjamin Hahn – habe um eine Fristverlängerung gebeten: „Die ist auch bis Mittwoch gewährt worden.“

Tatsächlich habe man um die Fristverlängerung gebeten, so Stadtsprecher Thomas Bleicher, um noch die Ergebnisse einer Sitzung mit verschiedenen Interessensvertretern – etwa aus der Wirtschaft, den Hochschulen und den Wohnungsgesellschaften – einarbeiten zu können. Die hatte erst am vergangenen Donnerstag stattgefunden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Da das Problem ja erst seit vielen Jahren bekannt ist, kann man von der Stadt Hagen nicht auf einmal schnelle Lösungen erwarten. Da hat es enorm geholfen, die Hochschulen und die Wohnungsgesellschaften vorzuschieben, um drei Werktage Aufschub herauszukratzen.

Flüchtlinge und Arbeitslose sorgen in Hagen für Sauberkeit

30. Mai 2018

Sie sorgen für Sauberkeit und kämpfen für ihre eigene Zukunft: In Hagen fegen Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose gemeinsam die Gehwege. (…)

„Wer diesen Job machen will, muss motiviert sein“, sagt Jacqueline Jagusch, Sprecherin des Hagener Entsorgungsbetriebs, „und das sind alle Kollegen, die im Rahmen des Projektes in Wehringhausen und Altenhagen unterwegs sind.“ (…)

1,50 Euro pro Stunde erhalten die Reinigungskräfte als Lohn. Mehraufwandsentschädigung heißt das im feinsten Verwaltungsdeutsch. „Das Geld ist eine zusätzliche Anerkennung, die in voller Höhe bei den Menschen bleibt“, so Jacqueline Jagusch weiter, „auch wenn das für die Teilnehmer nicht der Grund ist, sich einzubringen.“ (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wenn Arbeiten anfallen, die bisher nicht von den zuständigen Stellen (hier HEB) erledigt wurden, muss mehr Personal eingestellt werden – aber zu tariflichen Bedingungen. Mit dem Hagener Weg werden in erster Linie Ressentiments gegen Arbeitslose und Flüchtlinge bedient („Die wollen doch gar nicht arbeiten“, „Endlich an die Kandarre gekriegt“) und von PR-Jagusch noch aufgehübscht.

Ankerzentren sind keine gute Lösung für Flüchtlingskinder

30. Mai 2018

Ankerzentren sind keine gute Lösung für Flüchtlingskinder. Das sagt der Hagener Chef von Terre des Hommes, Edgar Marsh.

Terre des Hommes in Hagen ist einer von 24 Verbänden, die die Ankerzentren in einem offenen Brief ablehnen. (…)

Quelle: Radio Hagen

Hagen bleibt bei Erhöhungs-Automatismus für Kita-Gebühren

30. Mai 2018

In Hagen ist die SPD-Fraktion erst jüngst mit ihrem Vorstoß gescheitert: Sie wollte, dass die beschlossene jährliche Erhöhung der Kita-Beiträge um zwei Prozent eingefroren wird. In der Nachbarstadt Gevelsberg fährt man jetzt den entgegengesetzten Kurs: Die beschlossene zweijährliche Erhöhung der Elternbeiträge um 2,31 Prozent ist wieder gestoppt worden.

Und zwar mit Segen und auf Initiative von Bürgermeister Claus Jacobi (SPD). Der beruft sich dabei auf die vollmundigen Aussagen im Vertrag der Großen Koalition im Bund. Von einer „Entlastung von Eltern bei den Gebühren bis hin zur Gebührenfreiheit“ ist dort die Rede. Da könne es nicht richtig sein, sie auf kommunaler Ebene zu belasten. Im Hagener Rathaus sieht man keinen Grund zum Umschwenken: Die Voraussetzungen in Gevelsberg seien völlig anders. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Am 25. Mai 2014 wurde Claus Jacobi bei der Bürgermeisterwahl mit 88 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Davon können Hagener OB-Kandidaten traditionell nur träumen. Warum wohl nur?

Zum letzten Mal: „Dancing Souls“

30. Mai 2018

Ballettabend mit Choreographien von Marguerite Donlon, Alejandro Cerrudo, Alfonso Palencia

Die Compagnie in dem Stück „Soma“. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Eine letzte Gelegenheit gibt es, den facettenreichen, dreiteiligen Ballettabend unter dem Titel „Dancing Souls“ („Tanzende Seelen“) zu erleben: 2. Juni 2018, 19.30 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus.

Die Compagnie unter der Leitung von Ballettdirektor Alfonso Palencia zeigt noch einmal die Choreographien „Soma“ („Körper“) von Marguerite Donlon, „Extremely Close“ („Sehr nah“) von Alejandro Cerrudo und „Luminous Heart“ („Leuchtendes Herz“) von Alfonso Palencia. In allen drei Stücken geht es auf ganz eigene Art und Weise, mal abstrakt, mal narrativ, um Körper, Seele und Herz, um die Hoffnung im Leben und darum, den Mut nie zu verlieren und Hindernisse und Probleme zu bekämpfen, zu bewältigen – allein oder in der Gemeinschaft. Eine musikalische Verbindung stellt dabei die Verwendung von Kompositionen des berühmten amerikanischen Komponisten und Hauptvertreters der Minimal Music, Philip Glass, dar (Musik vom Band).

Es tanzt das Ballett Hagen: Gustavo Barros, Bobby Briscoe, Ana Isabel Casquilho, Gennaro Chianese, Alexandre Démont, Leszek Januszewski, Da Ae Kim, Serena Landriel, Gonçalo Martins da Silva, Noemi Martone, Amber Neumann, Sara Peña

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Für neue Müll-Wächter werden Abfallgebühren in Hagen steigen

29. Mai 2018

Vereinfachte Sperrmüllkosten und Müll-Wächter, die nach Abfall-Sündern in Hagen suchen. Diese Vorschläge werden die Gebühren in Hagen verteuern.

Angesichts der Vermüllung in einigen Hagener Wohnbezirken sowie an den Containerstandorten möchte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) nicht bloß die Sperrmüllabfuhr auf neue Füße stellen, sondern auch den Kontrolldruck durch den regelmäßigen Einsatz sogenannter „Waste-Watcher“ (Müll-Streifen) deutlich erhöhen. Allerdings steht dafür sämtlichen Hagener Bürgern eine saftige Gebührenerhöhung ins Haus. (…)

Die Idee, die Sperrmüllanlieferung an der Müllverbrennungsanlage kostenfrei anzubieten, wurde ebenfalls verworfen. „Ein Gratis-Bringsystem würde reichlich Externe anlocken“, meint Bleicher, so dass es am Pfannenofen bei der Anfahrtspauschale von zehn Euro pro Privat-Pkw bleiben soll. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Letzteres ist einfach zu regeln, wie es beispielsweise die Stadt Gelsenkirchen vormacht:

Als Nachweis, dass angelieferter Abfall auch tatsächlich in Gelsenkirchen angefallen ist, genügt uns in der Regel das GE-Kennzeichen an Ihrem Fahrzeug. Sollten Sie einen unserer Recyclinghöfe mit einem Fahrzeug anfahren, das kein GE-Kennzeichen hat, so halten Sie bitte Ihren Ausweis bzw. einen Nachweis bereit, der belegt, dass der angelieferte Abfall aus Gelsenkirchen stammt – vielen Dank!

Gebührenerhöhung wegen kostenlosem Sperrmüll? Auch das ist in Gelsenkirchen kein Thema – im Gegenteil:

Unter der Telefonnummer 0209/954-4777 erhalten Sie in der Zeit von Mo-Fr 8:00-18:00 Uhr Uhr direkt einen verbindlichen Termin für die Abholung von Sperrmüll sowie bei Bedarf gerne eine eingehende Beratung. Die Abholung von Sperrmüll ist in Gelsenkirchen für Privatpersonen kostenlos.

Dieser Service wird in Gelsenkirchen bei wesentlich geringeren Gebühren für die Abfallentsorgung angeboten. So beträgt das jährliche Entgelt z.B. für eine 120-Liter-Tonne bei wöchentlicher Leerung 189,15 Euro, der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) verlangt für die gleiche Leistung 453,60 Euro.

Dazu passen wie die Faust aufs Auge die unterschiedlichen Vergütungen der Leitungskader. Die betrugen in Hagen 2016 bei einem Umsatz von 38,5 Millionen Euro für gleich zwei (!) Geschäftsführer 392.100 Euro. Der Gelsenkirchener Betriebsleiter erhielt bei doppelt so großem Umsatz im Jahr 2015 (hochgerechnet) etwa 180.000 Euro.

DW hatte bereits im November 2017 auf die im Vergleich mit anderen Kommunen völlig überzogenen Gebühren bei gleichzeitig geringerer Leistung hingewiesen: „Kohle – in die Tonne gekloppt„.

Aufgabe der „Müll-Wächter“ soll u.a. die Kontrolle der Recycling-Standorte sein. Die sind regelmäßig vermüllt, weil sie – nicht erst aktuell, sondern seit Jahren! – vom HEB nicht mit der notwendigen Frequenz geleert werden. Stattdessen sind, sobald Überfüllungsprobleme entstanden, Container abgebaut worden.

Natürlich nicht im Stadtteil Emst, wo viele Hagener Politruks wohnen, z.B. das Mitglied des HEB-Aufsichtsrats Rainer Preuß (Grüne). Seine Wahlversprechen: „Sicherung der kommunalen Abfallwirtschaft“ und „Sicherung der dezentralen Versorgungsstruktur in den Hagener Stadtteilen“.

Da grüßt Loriots Jodeldiplom: „Holleridudödeldi“ (2. Futur bei Sonnenaufgang).

Eine weltweite Gestaltungsphilosophie mit Hagener Wurzeln

28. Mai 2018

Das Jahr 2019 steht bundesweit ganz im Zeichen des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses – Synonym für moderne Gestaltung. 1919 in Weimar gegründet, 1925 nach Dessau umgezogen und 1933 in Berlin unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen, bestand das Bauhaus letztlich bloß 14 Jahre. Dennoch wirkt die legendäre Hochschule für Gestaltung bis in die Gegenwart fort. Sie gilt als wirkungsvollster Exportartikel von Kultur aus Deutschland im 20. Jahrhundert.

Ein Teil des Nährbodens stammt aus Hagen: Immerhin hat der Kunstsammler Karl Ernst Osthaus seinen persönlichen Duzfreund Walter Gropius, Gründer des Bauhauses, nicht nur mit Projekten bedacht, sondern auch seinen Weg nach Weimar mit eingefädelt. Vor diesem Hintergrund möchten sich die heimischen Kulturschaffenden mit einem facettenreichen Programm, kleinen Budget, aber großem Enthusiasmus an den Feierlichkeiten zum Bauhaus-Jubiläum beteiligen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Was die Hagen-Agentur im Kreise der „Hagener Engagierten“ zu suchen hat, bleibt wieder einmal ein Rätsel. Die nötige Expertise (auch) zu diesem Thema dürfte ihr völlig fehlen.

Die Arbeitsbedingungen in der Palmöl- und Kautschukproduktion

27. Mai 2018

Vortrag und Diskussion in der Villa Post
Di 05. 06. 2018, 19:00 – 21:15 Uhr

Referentin: Irene Knoke / Südwind

Palmöl ist das wichtigste Pflanzenöl der Erde. Es wird nicht nur in Nahrungsmitteln, sondern auch für Wasch- und Körperpflegemittel, als Kraftstoff und in der chemischen Industrie verwendet. Jedes zweite Produkt im Supermarkt enthält heute Palmöl. Der Bedeutungszuwachs ist auch darauf zurückzuführen, dass die Ölpalme unter allen Ölpflanzen mit Abstand am ertragreichsten pro Hektar ist.

Auf der anderen Seite liegen die potentiellen Anbaugebiete von Palmöl in höchst sensiblen ökologischen Gebieten und der gängige Anbau als Monokultur birgt eine Menge Risiken und ist begleitet von großen Regenwaldverlusten. Zu den immensen ökologischen Problemen kommen soziale Missstände hinzu, wie illegale Landnahmen oder die prekäre soziale Situation, in der sich viele Beschäftigten im Palmölanbau befinden. Viele dieser Auswirkungen sind schon länger auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch der Anbau von Naturkautschuk mit ganz ähnlichen Problemen einhergeht, sowohl was die ökologischen Auswirkungen als auch die sozialen Missstände angeht. Naturkautschuk ist ein wichtiger Grundstoff für Gummi, das vor allem in der Auto- und Flugzeugindustrie für die Herstellung der Reifen verwendet wird. 90 % des Naturkautschuks stammen heute aus Anbauregionen in Südostasien, vielfach den gleichen Regionen, die auch vom Palmölanbau betroffen sind.

Neben der Problemanalyse geht der Vortrag auch auf die Frage ein, welche Verantwortung die Unternehmen in ihrer Lieferkette übernehmen müssen.

theaterhagenTag: DIE Chance für „Everest“

26. Mai 2018

Stark vergünstigte Tickets für die Oper „Everest“ von Joby Talbot

Auf dem Foto: Kenneth Mattice, Chor des Theaters Hagen. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Was für eine Gelegenheit für alle Opern- und Theaterfans! Das Theater Hagen schenkt seinen Besuchern einen interessanten Opern-Abend zu einem stark ermäßigten Preis: Beim nächsten theaterhagenTag am Freitag, 1. Juni 2018 (19.30 Uhr), kosten alle Plätze für den Besuch der Aufführung von Joby Talbots Oper „Everest“ im Großen Haus nur 8,00 beziehungsweise ermäßigt 6,00 Euro. Das Angebot gilt ab sofort.

Mit großem Erfolg beim Publikum und der Presse hat Anfang Mai die europäische Erstaufführung dieses beeindruckenden musikalischen Bergsteiger-Dramas stattgefunden. Die Oper des populären britischen Komponisten Talbot, der sich vor allem mit Werken für Film und Ballett einen Namen gemacht hat, ist inspiriert von realen Ereignissen auf dem Mount Everest im Jahr 1996. Die Expeditionen, die zum Gipfel unterwegs waren, gerieten damals in einen Schneesturm und viele starben in den eisigen Höhen. Der Berg zieht Menschen aus aller Welt dennoch weiterhin magisch an.

Regisseur Johannes Erath wollte kein „Doku-Drama“ auf die Bühne hieven. Ihn interessierte es, hinter die realen Vorgänge zu blicken, in die Seelen der Menschen, denn auch hier klaffen Abgründe… So wird der Berg zu einer Metapher und das „Bezwingen“ desselben zu einem Bild für das Abarbeiten an den eigenen höchsten Herausforderungen: der Überwindung innerer Zwänge, Schwächen oder Suchtpotentiale.

Der Abend verspricht eine spannende Reise in die Innenwelten der Protagonisten, in euphorische Höhen und tiefe Abgründe, die dem Publikum mitunter eisige Schauer über den Rücken laufen lassen.

In der Inszenierung von Johannes Erath, dem Bühnen- und Kostümbild von Kaspar Glarner, ergänzt von Videoprojektionen von Bibi Abel, singen und spielen unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton: Veronika Haller, Sebastian Joest, Kenneth Mattice, Morgan Moody, Wolfgang Niggel, Musa Nkuna, Elizabeth Pilon; Chor des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777.

Werner Kahlki: „Ein Schildbürgerstreich“

26. Mai 2018

Der aktuell vom Wannebachtal bis zur Spannstiftstraße gebaute Radweg sorgt für Unverständnis: bei Radfahrern und auch bei Naturfreunden. (…)

Kahlki hält das neue Projekt für unnötig. Dabei macht er deutlich, was auch nach seiner Meinung wirklich in Hohenlimburg benötigt. „Die Fortführung des neuen Radweges von Letmathe an der Lenne entlang nach Hohenlimburg. Das Straßenbauamt sollte einmal einen jungen Ingenieur engagieren, der seine Masterarbeit über die Planung von Radwegen geschrieben hat. Diesen Mitarbeiter sollte man dann für ein Jahr nach Iserlohn senden. Dort kann er lernen, wie man gute und sinnvolle Radwege plant. Danach gibt es endlich einen kompetenten Planer auch in Hagen.“ (…)

Quelle: wp.de

SPD-Abgeordnete unterstützen Bündnis gegen Einschränkungen beim ICE

25. Mai 2018

In einem Brief an den SIHK-Hauptgeschäftsführer Ralf Geruschkat sichern die beiden heimischen SPD-Bundestags-Abgeordneten René Röspel und Ralf Kapschack sowie die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer und Wolfgang Jörg dem „Bündnis gegen Einschränkungen beim ICE“ ihre volle Unterstützung zu.

Das Bündnis wendet sich gegen Pläne der Bahn, den ICE über Hagen nach Berlin nur noch alle zwei Stunden fahren zu lassen, weil es dadurch erhebliche Nachteile für den Südwestfälischen Raum befürchtet. Außerdem hatten Jörg und Kramer schon Anfang Mai eine „Kleine Anfrage“ zu diesem Thema im Landtag gestellt.

In dem Brief an SIHK-Chef Ralf Geruschkat heißt es:

Die Nachricht, dass sich durch Neuplanungen der Deutschen Bahn AG auch die Taktung bzw. Anbindung der ICE-Verbindung nach Hagen verändern könnte, haben wir ebenfalls aufgenommen und bereits politisch reagiert.

Wir haben als Abgeordnete bereits Gespräche mit der Konzernleitung der Deutschen Bahn geführt, in denen uns versichert wurde, dass es sich bei der derzeitigen Planung um erste Entwürfe handelt, in denen noch nichts endgültig entschieden wurde.

Trotzdem ist es wichtig, schon innerhalb der Planungsphase politisch Einfluss zu nehmen. Eine Verringerung des Fernverkehrsangebots am Bahnhof Hagen und mithin für die gesamte Region Südwestfalen ist für uns nicht akzeptabel. In Berlin ist die ICE-Planung Gegenstand von Beratungen aller SPD-MdBs des Ruhrgebiets gewesen. In Düsseldorf haben wir mit unserem Abgeordnetenkollegen Gordan Dudas daher eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt, in der das Verkehrsministerium aufgefordert wird, den Sachverhalt zu bewerten und Auskunft von der Bahn zu erhalten, wie konkret die derzeitigen Planungen sind. Zudem erhoffen wir mehr Klarheit von der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses des Landtages Ende Mai, da die Bahn dort ihre Vorhaben für den künftigen Fernverkehr vorstellen will. Wir erhoffen uns durch unsere Initiativen die Unterstützung der Landesregierung.

Wir begrüßen Ihr Schreiben an die Bundes- und Landesverkehrsministerien und den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn und sichern Ihnen in dieser Sache natürlich unsere volle Unterstützung zu.

„Bisschen politisch mal werden“

25. Mai 2018

„Bisschen politisch mal werden!“: Mit dieser Aufforderung riefen die Ruhrpoeten auf zum 4. Ruhrgebiets-Literaturwettbewerb und erhielten zahlreiche Einsendungen. Es kamen Stimmen zusammen, die dazu anregen, sich mit der Gegenwart auseinanderzusetzen, neue Wege zu gehen und die Zukunft zu gestalten. Das Politische in den Texten ist so vielfältig wie die Genres: Prämiert wurden eine Kurzgeschichte, ein Gedicht und ein Bühnenskript.

Nun gehen die Ruhrpoeten mit den Gewinnertexten und der Anthologie auf Tour. Am Montag, 4. Juni, sind die Ruhrpoeten zu Gast an der FernUniversität in Hagen. Beginn ist um 17 Uhr in der Ellipse im Gebäude 3, Universitätsstraße 23. Die Sprecher Tina Häntzschel und André Wülfing leihen den Texten ihre Stimme, dabei werden sie musikalisch begleitet von Max Kühlem. Durch die Veranstaltung führt Ruhrpoet Benny Alze.

Die Universitätsbibliothek lädt alle Interessierten ein zu diesem unterhaltsamen Abend mit Lesung, Musik und Gesprächen. Der Eintritt ist frei.

Am 3. Juni wird es „ROT“ im Kunst- und Atelierhaus

25. Mai 2018

Gemeinschaftsausstellung von Heike Knoche und Beate Depprich

Kaum eine Farbe ist so facettenreich wie Rot. Für die Hagener Künstlerinnen Beate Depprich und Heike Knoche ein Anlass, ihre gemeinsame Ausstellung im Kunst- und Atelierhaus am 3. Juni unter dieses Thema zu stellen. Von 11 bis 17 Uhr wird die  Galerie des Kunst- und Atelierhauses Hagen, Hochstraße 76, Hagen in „Rot“ getaucht.

Fasziniert von der magnetischen Anziehungskraft der Farbe „Rot“, ihrer besonderen Dynamik, Wärme und Leidenschaft, möchten die Künstlerinnen eine Brücke in die Welt von ROT bauen, auffordern der Farbe „Rot“ die emotionale Aufmerksamkeit zu gewähren, der man sich aufgrund ihrer Signalwirkung meistens sowieso unschwer entziehen kann. Spannungsgeladen und kraftvoll vereint „Rot“ die Künstlerinnen in ihrer Auseinandersetzung mit Strukturen und vielfältigsten Materialien.

„Bei der Suche nach einer Gemeinsamkeit zwischen unseren Werken sind wir schnell auf die Farbe Rot gestoßen“, erinnert sich Heike Knoche an die ersten Planungen. „Die unzähligen Nuancen der Farbe faszinieren uns beide“, meint auch Beate Depprich. Energiegeladen und freundlich, strahlend und leidenschaftlich ist der Farbspiegel, den die beiden Künstlerinnen den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung „Rot“ im Kunst- und Atelierhaus eröffnen. Die Ausstellung wird um 12 Uhr durch Günter Pollex in der Galerie eröffnet.

Der Ratskeller in Hagen ist schon wieder geschlossen

25. Mai 2018

Die Traditionsgaststätte Ratskeller im Herzen der Hagener City ist dicht. Pächter Peter Stech hat Privatinsolvenz angemeldet. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Schuld an der Stech-Pleite sind wieder mal andere. In Wahrheit wollten die Hagener von bayrisch gewandetem Kultur-Imperialismus im Sepplhosen-Look wohl einfach nichts wissen.

Fahrverbote schon jetzt zulässig

24. Mai 2018

Ausnahmen sind entgegen der Berichterstattung der Lobbymedien natürlich möglich

Das Bundesverwaltungsgericht hat am 27.2.2018 mit seinen Grundsatzurteilen für „Saubere Luft“ Diesel-Fahrverbote als zulässig erklärt. Nun liegt die schriftliche Urteilsbegründung vor. Daraus geht eindeutig hervor, dass Fahrverbote zur Einhaltung der Stickstoffdioxidgrenzwerte schon jetzt zulässig und erforderlich sind.

Das Bundesverwaltungsgericht differenziert wie folgt: Fahrverbote auf den Hauptverkehrsstraßen sind ohne Übergangsfrist für alle Dieselfahrzeuge (bis einschließlich Euro 5) schon jetzt zulässig. Dies gilt ebenfalls für Fahrverbote, die in einer gesamten Umweltzone gelten, soweit es alle Dieselfahrzeuge angeht, die schlechter als Euro 5 (insbesondere solche der Euro 4) sind.

Im Ergebnis bedeutet dies, dass die von Grenzwertüberschreitungen betroffenen Städte schon jetzt weitgehende Fahrverbote verhängen können. Dies ist rechtlich auch zwingend erforderlich, wenn das Diesel-Fahrverbot die einzig geeignete Maßnahme zur schnellstmöglichen Einhaltung der Grenzwerte ist, es also keine andere Maßnahme gibt, mit der der Grenzwert ebenso schnell eingehalten werden kann.

Das Bundesverwaltungsgericht hat damit seine in der mündlichen Urteilsbegründung dargelegte Rechtsauffassung nochmals präzisiert. So wurde insbesondere klargestellt, dass es für streckenbe­zogene Fahrverbote keiner Übergangsfristen bedarf. Die Richter schreiben hierzu: „Derartige Einschränkungen gehen ihrer Intensität nach nicht über sonstige straßenrechtlich begründete Durchfahrt- und Halteverbote hinaus, mit denen Autofahrer stets rechnen und die sie grundsätzlich hinnehmen müssen.“

Interessengruppen aus der Auto- und Wirtschaftslobby und deren Vertreter im Hagener Rat hatten nach den ersten Urteilen der Verwaltungsgerichte wahre Horrormeldungen verbreitet, die von den hiesigen Medien begierig aufgegriffen wurden. So müssten bei Fahrverboten angeblich „arme“ Handwerker ihre Fahrzeuge verschrotten und ähnliches mehr. Das waren von Anfang an Märchen, mit denen die Volksseele in Wallung versetzt werden sollte.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im Gegensatz dazu in seinem „Düsseldorf-Urteil“ festgestellt (BVerwG, Urteil vom 27.02.2018 – 7 C 26.16):

Ausnahmen können hierbei (…) gewährt werden. Namentlich § 1 Abs. 2 der 35. BImSchV lässt nach dem ausdrücklich erklärten Willen des Verordnungsgebers auch individualnützige Ausnahmen im Einzelfall oder für bestimmte Gruppen, wie zum Beispiel Anlieger oder Handwerker, zu (vgl. BR-Drs. 819/07 S. 9 f.).

Und noch einen Mythos hat das Gericht im selben Urteil gleich mitabgeräumt:

Eine uneingeschränkte Anfahrtsmöglichkeit zu einem Grundstück „bis unmittelbar vor die Haustür“ gehört in städtischen Ballungsgebieten auch für den Eigentümer eines Wohngrundstücks nicht zum Kernbereich des Anliegergebrauchs.

„Salon Erika – oder: Helden altern nicht“

24. Mai 2018

Szenenfoto: Christa Hackler, Maria Köntopp, Christa Heine (im Stuhl), Ulla Fischer. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Auch in dieser Spielzeit bringt der Senior*innenclub des Lutz Hagen ein neues Stück heraus: „Salon Erika – oder: Helden altern nicht“ von Anja Schöne, am 25. Mai 2018, 19.30 Uhr im Lutz.

Rosa Schwarz führt den Friseursalon Erika mit großer Hingabe in der zweiten Generation. Für ihre Angestellten und Stammkunden ist er ebenfalls ein zweites Zuhause. Nur in der Kasse herrscht meistens Ebbe. Gerade als eine größere Hochzeitsgesellschaft finanziellen Aufwind verspricht, taucht Vermieter Matschke mit einem potentiellen Investor auf: Sollte Rosa Schwarz die fehlenden drei Monatsmieten nicht binnen kürzester Zeit auftreiben, droht ihr die fristlose Kündigung. Aber auch die Hochzeitsvorbereitungen nehmen eine unerwartete Wende. Und so schmieden schließlich alle Mitarbeiter des Salons zusammen mit den Kunden einen überraschenden Plan, wie sie den Salon Erika retten können.

Das neue Stück des beliebten Senior*innenclubs des Lutz Hagen ist eine schwungvolle Komödie mit sozialkritischen Untertönen und viel Musik. In der Inszenierung von Lutz-Leiterin Anja Schöne spielen: Klaus Beyer, Ulla Fischer, Dieter Günther, Christa Hackler, Christa Heine, Rita Iachini, Anne Kestien, Regina Kemp, Klaus Klinkmann, Maria Köntopp, Patrick Oppelcz, Dieter Reim, Edith Salmann-Laufer, Heidrun Schick, Helga Suleck, Anna Wilwert.

Weitere Vorstellungen: 26.5., 27.5.; 7.6., 8.6., 9.6., 13.6., 15.6., 16.6.2018 – jeweils 19:30 Uhr

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Extra-Runde – Hagens Stadtkonzept wird sich verzögern

24. Mai 2018

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das zum Ende dieses Jahres fertig sein sollte, verzögert sich. Der Zeitplan wird gestreckt bis Mitte 2019, weil die Verwaltung und das beauftragte Planungsbüro nicht nur die Ausschüsse, sondern sämtliche politische Gremien (18 Stück) noch in den Prozess einbinden wollen. Am Ende steht weiterhin das Ziel, den 33 Jahre alten Flächennutzungsplan von Hagen neu aufzustellen. (…)

Quelle: wp.de

„Fremde Impulse – Baudenkmale im Ruhrgebiet“

24. Mai 2018

Ausstellung im Jungen Museum des Osthaus Museums Hagen

Die Ausstellung „Fremde Impulse – Baudenkmale im Ruhrgebiet“, 2010 von den beiden Denkmalämtern Westfalen (LWL) und Rheinland (LVR) konzipiert, wird vom 27. Mai bis zum 24. Juni im Rahmen des LWL-Projektes „Europa in Westfalen – Spurensuche im Denkmalbestand“ zum europäischen Kulturerbejahr 2018 im Jungen Museum des Osthaus Museums Hagen gezeigt.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 27. Mai, um 11 Uhr statt und wird von der Europäischen Kommission Regionalvertretung in Bonn unterstützt. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Menschen aus allen Ländern Europas und darüber hinaus – und mit ihnen vielfältige fremde Impulse von außen – haben das Ruhrgebiet und auch Hagen über Jahrhunderte geprägt und immer wieder neu geformt. Die Wanderausstellung wurde speziell um Hagener Beispiele ergänzt.

In der Ausstellung werden Denkmalobjekte aus dem gesamten Ruhrgebiet unter den fünf Themen Kunst und Architektur – Glaube – Leute – Herrschaft – Technologie und Kapital mit Fotos, Texten und Objekten präsentiert.

Alfred Hitchcock: „The Lodger” („Der Mieter”)

23. Mai 2018

Stummfilmpräsentation mit Live-Musik von Joby Talbot
Dienstag, 29. Mai 2018, 19.30 Uhr, Theater Hagen

Am 29. Mai 2018 findet mit Beginn um 19.30 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) eine außergewöhnliche Sonderveranstaltung statt: Präsentiert wird der Stummfilm „The Lodger“ („Der Mieter“) von Alfred Hitchcock mit Musik von Joby Talbot, live gespielt vom Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Christian Schumann.

Mit „The Lodger“ schuf Alfred Hitchcock den ersten richtigen ‚Hitchcock‘-Krimi. Die Geschichte des unschuldig verfolgten Helden, die konzentrierten visuellen Mittel, die genauestens kalkuliert die notwendige Spannung schaffen, sadomasochistisch lustvolles Leiden auf Seiten der Helden, die blonde Heldin – all dies macht den Film unverwechselbar zu einem ‚Hitchcock‘. „The Lodger“ wurde für Hitchcock 1927 zum ersten großen Erfolg sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern. Außerdem absolvierte der Regisseur hier erstmals einen seiner berühmten Cameo-Auftritte (Foto: Filmmuseum Berlin – Stiftung Deutsche Kinemathek).

Worum geht’s? Ein psychopathischer Frauenmörder versetzt London in Angst und Schrecken: Jeden Dienstag sucht er sich ein blondes Opfer, und jedes Mal findet die Polizei bei der Leiche einen kleinen Zettel, auf dem der Mörder seine Tat mit „The Avenger“ („Der Rächer“) signiert. Zur selben Zeit zieht ein mysteriöser Mann als Untermieter bei einer Familie ein. Er zeigt ein besonderes Interesse an Daisy, der jungen blondhaarigen Tochter seiner Vermieter. Ein weiterer Mord passiert, ganz in der Nähe des Hauses; die Jagd auf den Mörder beginnt …

Der britische Komponist Joby Talbot, dessen Oper „Everest“ kürzlich ihre überaus erfolgreiche europäische Erstaufführung am Hagener Theater erfuhr, schrieb 1999 eine neue Musik für „The Lodger“. Sein Ziel war es dabei, seine Musik derart zu konzipieren, dass der Film heute eine ähnliche Wirkung erreicht wie bei seiner Uraufführung – er soll im höchsten Maße spannend sein und einen gruseligen Schauer erzeugen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

1. HohenlimBürger Picknick

22. Mai 2018

Umsonst & draussen

Was in Wehringhausen seit Jahren auf große Resonanz stößt, sollte auch in Hohenlimburg klappen: Unter dem Motto: (Wieder)-Belebung der Hohenlimburger Innenstadt findet am Samstag, 26. Mai 2018 in Hohenlimburg das 1. HohenlimBürger Picknick statt.

In der Herrenstraße in der Hohenlimburger Innenstadt treffen sich Nachbarn, BürgerInnen und BesucherInnen erstmals zu einem gemeinsamen Picknick. Es kann alles mitgebracht werden, was ein Picknick unter freiem Himmel und an langen Tischen so schön macht. Speisen, Getränke, Gesprächsstoff, beste Laune.

Das 1. HohenlimBürger Picknick wird auch kulturell ein Highlight. Live und unplugged mit dabei sind: Die DALTONS und die Clownskapelle SCHÖN SCHRÄG.

Die Veranstaltung wird mitfinanziert von den BÜNDNIS90/Die GRÜNEN – OV-Hohenlimburg und dem HAGENER KULTURBÜRO.

Speisen und Getränke bitte nur in Mehrwegverpackungen mitbringen. Müllvermeidung ist oberstes Ziel.

Wer nichts zu essen oder zu trinken mitbringen will, muss weder verdursten noch verhungern. Ein reichhaltiges Speisen- und Getränkeangebot wartet auf die BesucherInnen der Herrenstraße.

Beginn: 17 Uhr, Ende: 22 Uhr.

„Alleskönner Behrens“

22. Mai 2018

Die lachende Kaffeekanne von „Kaiser’s Kaffee“, das AEG-Waben-Logo, der berühmte Schriftzug „Dem Deutschen Volke“ am Berliner Reichstagsgebäude – jeder kennt diese Ikonen der Gestaltung. Urheber dieser und vieler weiterer Schöpfungen ist der in Hamburg aufgewachsene Künstler Peter Behrens.

Zum 150. Geburtstag des bedeutenden Architekten und Designers Behrens gibt es im Kölner Museum für Angewandte Kunst bis zum 1. Juli die Ausstellung „Der Alleskönner“. In Hagen wurde der Geburtstag weitgehend vergessen, dabei war Peter Behrens vor dem Ersten Weltkrieg ein enger Mitstreiter von Karl Ernst Osthaus. In Hagen schuf er mehrere wegweisende Bauwerke – so die Villa Cuno an der Haßleyer Straße und insbesondere das Krematorium in Delstern. (…)

Quelle: Wochenkurier

Letztmalig: „Von Babelsberg nach Hollywood“

21. Mai 2018

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Kenneth Mattice, Hannes Staffler, Marilyn Bennett, Tillmann Schnieders, Carina Sandhaus, Ballett und Chor des Theaters Hagen. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Eine letzte Gelegenheit gibt es, sich von der so beliebten und erfolgreichen Filmmusik-Schlager-Revue „Von Babelsberg nach Hollywood“ in der Konzeption von Thilo Borowczak und Imme Winckelmann aufs Beste unterhalten zu lassen: am 25. Mai 2018, 19.30 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus).

Gesangssolisten des Hagener Theaters (Marilyn Bennett, Kenneth Mattice, Tillmann Schnieders) sowie Gastsänger (Boris Leisenheimer, Carina Sandhaus, Sami Seyhan, Hannes Staffler), der Chor und das Ballett des Theaters Hagen sowie das Philharmonische Orchester Hagen gestalten diesen abwechslungsreichen Abend unter der musikalischen Leitung von Steffen Müller-Gabriel, an welchem Hits wie „Ich bin von Kopf bis Fuss auf Liebe eingestellt“, „Diamonds are a girl’s best friend!“, „Moonriver“, „Stayin‘ alive“ und vieles weitere mehr noch einmal präsentiert werden.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Neu entdeckt: Taubenscheiße am Busbahnhof

20. Mai 2018

Erstmalig startet die Stadt eine Reinigungsaktion

Wohl kaum ein Bürger dieser Stadt kann sich daran erinnern, dass der Hagener Busbahnhof jemals richtig gereinigt worden ist. Ein eklatantes Versagen des sogenannten „Konzerns Hagen“, der zwar mit reichlich Geschäftsführern ausgestattet ist, in dem aber offenbar die Zuständigkeiten nicht klar sind und die Verantwortungen hin und her geschoben werden.

Dieser Missstand soll jetzt wenigstens an einer Stelle behoben werden; Entsorgungsbetrieb und Wirtschaftsbetrieb kündigen eine konzertierte Aktion an:

Großreinemachen am Hagener Busbahnhof

Der Hagener Busbahnhof sowie die Pergola auf dem Bahnhofsvorplatz sollen sauberer werden. Dies ist das Ziel einer großen Reinigungsaktion, die der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) gemeinsam mit dem Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) von Dienstag, 22. Mai, bis Mittwoch, 30. Mai, durchführt.

Dafür reinigen die Mitarbeiter des WBH das Dach der Pergola und des Busbahnhofs und setzen dieses instand. Zeitgleich säubern sie die Betonsockel an den Dachstützen und beschichten diese bei Bedarf neu mit einer schmutzunempfindlichen Farbe. Um den Bahnhofsvorplatz vor Taubenkot besser zu schützen, reinigen und reparieren die Mitarbeiter auch die Taubenvergrämungsanlage und prüfen anschließend zweimal im Jahr, ob die Anlage noch ausreichend funktioniert oder verbessert werden muss. Zum Ende des Jahres rüsten sie zusätzlich die Beleuchtungsanlagen auf LEDs um und reinigen diese turnusmäßig.

Mitarbeiter des HEB tauschen an den Papierkörben die alten und sehr breiten Aschenbecher durch eine schmalere Variante aus. So kann zukünftig kein Müll mehr auf den Behältern abgestellt werden. Zeitnah lässt der HEB auch die kaputten Papierkörbe gegen neue austauschen. Außerdem reinigen die Mitarbeiter den beschmierten Deckel der Streugutkiste. Neben der großen Reinigungsaktion kümmern sie sich weiterhin intensiv um diesen Bereich: Zweimal täglich von montags bis samstags entfernen die Mitarbeiter den Müll und säubern zwei- bis dreimal die Woche durch Fegen, maschinell oder händisch den Boden.

Um das Erscheinungsbild dauerhaft zu verbessern, findet eine zweite Grundreinigung der Dächer in den Herbstferien statt. Ab 2019 plant der WBH, den Schmutz regelmäßig in den Oster- und Herbstferien zu entfernen und bei Bedarf nachzubessern. Auch der HEB führt jeweils im Frühjahr und im Herbst mit einem Hochdruckreiniger eine Großreinigungsaktion durch und säubert intensiv die Bereiche um und unter den Papierkörben.

Für die Dauer der Arbeiten sperrt der WBH mit Spritzschutzwänden Teilbereiche des Bussteigs und an der Pergola ab. Damit die Mitarbeiter des WBH zügig arbeiten können, sollten in der kommenden Woche keine Fahrräder an der Pergola abgestellt werden. Der WBH und der HEB bitten um Verständnis für auftretende Behinderungen und versuchen diese, so gering wie möglich zu halten.

Volkshochschule Hagen informiert über neue Datenschutzgrundverordnung

20. Mai 2018

Zu einem Vortrag über die neue Datenschutzverordnung lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 30. Mai, von 19.30 bis 21 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein.

Ab Freitag, 25. Mai, treten die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union sowie das neue Bundesdatenschutzgesetz in Kraft. Rechte und Pflichten aus den neuen Regelungen betreffen fast jeden Unternehmer, Verbraucher und Verein.

Ob bei Onlineplattformen wie eBay, bei Adressverteilern oder bei Kontaktformularen auf Webseiten – an beinahe jeder Stelle werden heute Daten erhoben, verarbeitet und gespeichert. Dabei gibt es für diejenigen, die die Daten sammeln, rechtliche Verpflichtungen und bei Verstößen kann es zu erheblichen Ordnungsgeldern und Strafen kommen. Im Gegenzug ergeben sich für die Opfer von Datenmissbrauch auch neue Rechte.

In dem Vortrag vermittelt Rechtsanwalt Hans-Christian Freier (Kanzlei „Pinkvoss, Dahlmann & Partner“) grundlegende Informationen zum Datenschutz und erklärt für Kleinunternehmer und Verbraucher die Änderungen in der neuen Datenschutzgrundverordnung.

Informationen erhalten Interessierte bei der Volkshochschule Hagen unter Angabe der Kursnummer 1948 unter Telefon 02331/207-3622 oder hier.

„Deutschland-Studie“: Hagen liegt im Regionen-Ranking hinten

19. Mai 2018

Hagen bietet nicht gerade die besten Lebensbedingungen, zeigt die „Deutschland-Studie“ des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos für das ZDF. Es ist das nach eigenen Angaben erste umfängliche Regionen-Ranking zu den Lebensverhältnissen bundesweit.

Im Vergleich der 401 Städte und Kreise in Deutschland erreicht Hagen nur Platz 387 und liegt damit nur unwesentlich vor einer Stadt wie Dortmund (Rang 394) und hinter Wuppertal (Rang 373).

Die Studie zeigt, dass die Lebensumstände in Deutschland weitgehend gleichwertig sind, allerdings gibt es ein sichtbares Nord-Süd-Gefälle: In abgelegenen ländlichen Regionen sowie an Industriestandorten im Strukturwandel seien die Bedingungen schwierig, unter anderem durch den Bevölkerungsschwund, Feinstaubbelastung und fehlende Arbeitsplätze, so die Autoren der Studie.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wo es sich in Deutschland am besten lebt. Mithilfe statistischer Daten zu 53 Indikatoren wurden die Städte und Kreise mit Punkten bewertet. Subjektive Wünsche, Umstände oder Ansprüche wurden dabei nicht berücksichtigt. Am Dienstag, 22. Mai, läuft ergänzend zur Studie im ZDF die Dokumentation “Wo lebt es sich am besten?”.

Details zum Hagener Ergebnis (pdf)

Methodik der Studie

Alle Ergebnisse der 401 Städte und Kreise

Hagen bekommt doch verkaufsoffenen Sonntag

19. Mai 2018

Dem ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr in Hagen steht nichts mehr in Wege. Am 27. Mai dürfen Einzelhändler in Hagen-Hohenlimburg ihre Geschäfte zum Stadtfest öffnen. (…)

Die Gewerkschaft Verdi teilte auf WDR-Anfrage mit, dass sie diesmal nicht gegen den verkaufsoffenen Sonntag klagen wolle. (…)

Quelle: WDR

Gutsherren unter sich

18. Mai 2018

von Bürger Christoph Rösner

Tja, liebe Leute, es ist mal wieder soweit. Eine neue Glosse aus der Rubrik: „Für so’n Scheiß haben wir hier keine Zeit.“

Wobei, so ganz stimmt das diesmal nicht. Denn bestimmte Leute in Hohenlimburg haben offensichtlich ganz viel Zeit, sich mit richtigem Scheiß zu beschäftigen.

Worum geht’s?

Im Gotenweg in Hohenlimburg soll ein vergrößerter LIDL-Markt entstehen. Gegen diese Pläne wehren sich die Einzelhändler – versammelt in der Werbegemeinschaft Hohenlimburg e.V. unter der Ägide einer sehr engagierten Frau, Maibritt Engelhardt.

Leider leidet diese engagierte Frau unter einem fürchterlichen Makel: sie kommt aus Bochum! Und das täglich! Muss man sich mal vorstellen – täglich von Bochum nach Hohenlimburg, nur wegen eines alteingesessenen Uhren- und Schmuckgeschäftes, das sie in der Innenstadt betreibt, das muss doch Spuren hinterlassen … sei’s drum, sie tut es trotzdem und reibt sich förmlich auf für die Belange der Hohenlimburger Einzelhändler. Und gut vernetzt und informiert ist sie auch noch!

Aber: seit kurzem hat Maibritt Engelhardt die Schnauze voll. Weswegen? Wegen LIDL? Nein. Wegen einer desaströsen Abstimmung in der Hohenlimburger Bezirksvertretung vor gut zwei Wochen. Dort haben sich die Hohenlimburger CDU, die Bürger für Hohenlimburg und Hagen Aktiv mehrheitlich für den Neubau und die Erweiterung ausgesprochen.

Dass ein aus Steuergeldern finanziertes und von den Hohenlimburger Bezirksvertretern beschlossenes Einzelhandelskonzept für Hagen existiert, welches den beiden Hohenlimburger Zentren „City“ und „Möllerstrasse“ (Elsey) Schutz gewähren und weitere Einzelhandlungsansiedlungen außerhalb dieser Zentren verhindern soll, soll hier nur am Rande Erwähnung finden.

Wer aber jetzt glaubt, „Schnauze voll“ bedeute, dass diese Zugereiste ihre Selbige jetzt auch endlich hält, der irrt gewaltig. Denn die an viele Verteiler versendete Email des Herrn Peter Leisten – seines Zeichens EHRENAMTLICHER! Fraktionssprecher der CDU in Hohenlimburg, brachte nicht nur Engelhardts Blut in Wallung.

Dieser Peter Leisten – er kann sich´s halt leisten… (kleines Wortspiel) hat sich am 12. Mai wohl vorgenommen, seine Beliebtheit in diesem entzückenden Städtchen bis ins Unermessliche zu steigern mit oben genannter Mail, in der es u.a. wie folgt heißt:

[…] … ich lasse mir von einer Bochumerin nicht sagen : „Allen anderen (CDU, BfHo und Hagen Aktiv) kaufe ich ein ernsthaftes Interesse am Fortbestand der Innenstadt nicht länger ab. Investoreninteressen sind offenbar wichtiger als historisch gewachsene Zentren und die Einhaltung bindender Konzepte zu deren Schutz.“ Die Unterstellung des Lobbyismus für Investoreninteressen ist beleidigend und grundsätzlich lass ich mich auch von keinem Bochumer über Hohenlimburger Belange belehren. Von Arnsbergern im übrigen auch nicht.“ […]

Schon erhellend, nicht? Wie solche ehrenamtlich Tätigen, aus Steuergeldern Aufwandsentschädigte sich äußern, nicht? Nicht nur arrogant, sondern auch noch falsch.

(Zur Verdeutlichung der gesamten Thematik kann unten sowohl die Mail des Herrn Leisten, als auch die kluge wie unaufgeregte Replik Maibritt Engelhardts nachgelesen werden).

Dass die Werbegemeinschaft Hohenlimburg ein eingetragener Verein ist – also Gewinne entsprechend reinvestieren muss – interessiert Peter Leisten nicht. Stattdessen behauptet er lieber das Gegenteil: Zitat:

[…] „Ich sehe uns nicht als instrumentalisierte Marionetten eines einzelnen ehemaligen Stadtteiles oder gar einer kommerziellen und gewinnorientierten Vereinigung wie etwa der Werbegemeinschaft einiger Einzelhandelsbetreiber in der Innenstadt. Wir arbeiten streng ehrenamtlich und im Interesse aller.“

Soviel ertragloses Ehrenamt wünscht Bürger sich eigentlich von seinen Politikern, aber, ach, lassen wir das … man fühlt sich halt auf der sicheren Seite mit dem Geburtsrecht und der Mehrheit in der Bezirksvertretung im Rücken. Da kann mal schon mal den Gutsherren raushängen lassen – wieso fällt mir gerade eine schwarze, verdörrte Hand ein? … Egal …

Wir konstatieren: Verraten und verkauft werden wir sowieso – nur, und das mildert die ganze Sache gottlob etwas ab – von ehrenamtlichen Funktionären, die auch einen originalen Hohenlimburger Stammbaum vorzuweisen haben. Wär´ja noch schöner! Und schlimm, wenn´s anders wäre.

Und die „Arnsberger“? Die werden diese Äußerungen des mit Lennewasser getauften Gutsherren wohl mit Freude und hoffentlich auch mit angemessenem Interesse zur Kenntnis nehmen.

Aber es gibt auch Positives zu vermelden: Nicole Pfefferer (GRÜNE) und Mark Krippner (SPD) haben gegen diesen desaströsen Beschluss gestimmt. Das lässt hoffen, nicht nur für Hohenlimburg. Denn hier scheint sich die erste Allianz der Vernunft in Hagens Geschichte zu formieren.

Ach, und noch etwas, da fällt mir gerade ein Gedicht in die Hände, das Francois Villon vor mehr als einen halben Jahrtausend gedichtet hat, ein angemessenes, wie zeitloses Gedicht, wie ich finde …

Die Ballade vom Appell Villons an das Parlament

Als man den Galgen mir hat zudiktiert,
da hab ich an den Reichstag appelliert.
Denn jedes Tier, das hier auf Erden kraucht,
hält seinen Kopf nicht zum Vergnügen still,
wenn ihm ein Bösewicht ans Leder will;
da wirst du ganz gehörig angefaucht.
Und ich, ich soll in diesem kalten
verfluchten Hundeloch die Schnauze halten?

Wär ich ein feiner Herr in Gold und Samt,
dann hätt mich kein Gericht zu der Tortur verdammt.
Ich habe oft für einen guten Witz
mich in den Dreck aufs Hinterteil gesetzt,
Doch wenn der Henker jetzt mein Fleisch zerfetzt,
mit Schrauben und mit Nadeln lang und spitz,
an Ketten, die mich in der Schwebe halten:
Soll ich da mäuschenstill die Schnauze halten?

Und hätte ich im Kopf nur Häcksel drin
und wär ich dümmer noch, als ich schon bin:
den Schädel soll man mir in Stücke haun,
wenn ich nicht mit dem letzten Atemzug
noch protestier, daß man mich grundlos schlug.
Und wenn der Henker winkt und wie ein Zaun
Soldaten ihre Eisenlanzen halten:
Soll ich da wie ein Stein die Schnauze halten?

Ihr seht: Ich habe nicht vorbeigezielt
mit meinem Wisch. Denn hätte ich verspielt,
wär schon ein Strauch aus meinem Bauch
herausgewachsen, oder Bitterlauch.
Drum soll man nie vor den Gewalten
der hohen Obrigkeit die Schnauze halten.

Auf einen neuen, schönen, erfolgreichen Tag im virulenten, lebendigen, lebensbejahenden Städtchen Hohenlimburg – und keine Angst: wir sind in allerbesten Händen!

Anhang: E-Mail von Peter Leisten und die Antwort von Maibritt Engelhardt

(more…)

„Ohne Bienen keine Bestäubung“

18. Mai 2018

Der NABU-Landesvorsitzende zeigt Strategien gegen das Insektensterben vor Ort

Im Rahmen einer SPD-Veranstaltung zum Insektensterben klärte der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck am Montag interessierte Bürgerinnen und Bürger über die dramatische Situation auf: Die Zahl der Fluginsekten hat sich seit 1990 um fast 80 Prozent verringert.

Gründe dafür liegen unter anderem in der Monotonisierung unserer Landwirtschaft, dem zunehmenden Einsatz von Pestiziden und dem Verlust von artenreichem Grünland.

Der Umweltschützer und Wissenschaftler Tumbrinck informierte aber auch darüber, was jeder Einzelne gegen das massive Insektensterben machen kann. Ein Aspekt ist zum Beispiel das Pflanzen von Wildblumen im heimischen Garten oder das Eirichten von Insektenhotels.

Auch die Kommunalpolitik könne helfen. Claus Rudel, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hagen, brachte laut einer Mitteilung der Fraktion bei der Veranstaltung auf den Punkt, was seine Partei kommunal bereits jetzt plant. „Während wir der Verwaltung über den Fachausschuss Gebäudewirtschaft den Auftrag erteilt haben, bei allen Neubaumaßnahmen die Anlage von Dachbegrünungen zu prüfen, hat die Bezirksvertretung Haspe bereits einen Beschluss zur Förderung der Artenvielfalt im Stadtteil gefasst“, so Rudel.

Was Rudel nicht „auf den Punkt“ brachte, war die Tatsache, dass die so gelobte BV Haspe mehrere Jahre alles daran gesetzt hatte, erst einmal alle Bäume in der Fußgängerzone Voerder Straße abholzen zu lassen. Neubaumaßnahmen der städtischen Gebäudewirtschaft in Haspe – und nur dort ist die BV Haspe zuständig – sind hingegen keine bekannt.

Mit der Thematik werde sich jetzt auch der Umweltausschuss mit Blick auf die gesamte Stadt befassen. Darüber hinaus, so erläuterte Ratsherr Jörg Meier, werde die SPD-Fraktion an der Idee festhalten, mit Hilfe von privaten Sponsoren in den kommenden fünf Jahren 150 Stadtbäume zu pflanzen. Siehe oben: Erst abholzen, dann neu pflanzen?

Auch Wolfgang Jörg wird sich weiterhin zu dem Thema engagieren: „Umweltpolitik ist ein wichtiger Aspekt der Sozialdemokratie, denn gute Arbeit und Nachhaltigkeit können nur gemeinsam funktionieren. Ich werde nun Fördermöglichkeiten des Landes NRW sondieren, die unsere Stadt zur Realisierung der Pläne der SPD-Ratsfraktion nutzen kann“.

Vielleicht sollte der Herr Landtagsabgeordnete erst einmal bei seinem Parteifreund („Genosse“ ist ja wohl von gestern), „sondieren“, dem Hasper Bezirksvorsteher Dietmar Thieser, der die Abholzungsaktion initiiert hat,

Engagement für Geflüchtete

18. Mai 2018

Psychologinnen der FernUni setzen sich dafür ein, dass das Wissen aus der Forschung in der Praxis und somit bei Menschen ankommt, die mit Geflüchteten arbeiten

Dr. Laura Froehlich (li.) und Dr. Helen Landmann engagieren sich im Fachnetzwerk Sozialpsychologie zu Flucht und Integration. Foto: FernUni

In den vergangenen Jahren sind über eine Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, politischer Verfolgung, Diskriminierung oder Armut nach Deutschland gekommen. Sowohl für die Geflüchteten als auch für die Gesellschaft bringt dies zahlreiche neuer Herausforderungen mit sich. Wie kann Integration gelingen? Wie lassen sich Ängste und Vorurteile sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Geflüchteten reduzieren? Wie motiviere ich Ehrenamtliche?

An der FernUniversität in Hagen befassen sich gleich mehrere psychologische Lehrgebiete mit Gruppensituationen. Für die Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dr. Laura Froehlich (Sozialpsychologie), Dr. Helen Landmann (Community Psychology) und Sarina Schäfer (Psychologische Methodenlehre und Evaluation) lag es daher nahe, sich bei der Gründung des Fachnetzwerks Sozialpsychologie zu Flucht und Integration zu engagieren.

Seit wenigen Wochen ist die Webseite des Netzwerks online. „Da es inhaltlich so gut passt, sehen wir uns in der Pflicht, uns einzubringen. Unser Ziel ist ein Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Wir setzen uns dafür ein, dass das Wissen aus der Forschung auch bei denjenigen ankommt, die mit den geflüchteten Menschen arbeiten“, sagt Helen Landmann. Sie ist die Sprecherin des im April 2016 gegründeten Netzwerks. An ihm beteiligen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler acht verschiedener Forschungseinrichtungen, unterstützt wird es von der Fachgruppe Sozialpsychologie in der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Die Psychologinnen und Psychologen möchten Fragen aus der Praxis wissenschaftlich fundiert und dennoch praxisnah beantworten. „Dafür haben wir gezielt Praktikerinnen und Praktiker kontaktiert und einen Fragenkatalog erstellt. Anschließend haben Forschende die Fragen allgemeinverständlich beantwortet“, erklärt Laura Froehlich. Die Ergebnisse stehen jetzt auf der Webseite des Fachnetzwerks. Das erste Feedback darauf war bereits sehr positiv.

Zukünftig möchte das Netzwerk seine Aktivitäten noch weiter ausbauen und den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis fördern. So sind beispielsweise Treffen zwischen Forschenden und Menschen, die mit Geflüchteten arbeiten, geplant. Helen Landmann: „Davon profitieren letztlich beide Seiten. Denn die Ergebnisse haben wiederum Einfluss auf unsere Forschung.“ Laura Froehlich forscht an der FernUniversität zu Stereotypen über verschiedene kulturelle Gruppen im Bildungssystem, Helen Landmann zur Rolle von Emotionen für das soziale Zusammenleben und Sarina Schäfer zu positivem und negativem Intergruppenkontakt.

Rückhalt für ihr Engagement finden die drei Wissenschaftlerinnen auch in ihren jeweiligen Lehrgebieten. „Das Fachnetzwerk ist eine sehr gute Initiative zur Förderung des Austausches zwischen Wissenschaft und Praxis“, unterstützt Prof. Dr. Anette Rohmann, Leiterin des Lehrgebiets Community Psychology, ihre Mitarbeiterin.

Vorstellungsausfall „Bilder deiner großen Liebe“

18. Mai 2018

Die Vorstellung der Theater Road Novel „Bilder deiner großen Liebe“ nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf am Samstag, 19. Mai 2018, 19.30 im Lutz, muss leider ersatzlos ausfallen.

Weitere Aufführungstermine: 18.5. (19.30 Uhr), 21.6. (12 Uhr), 22.6. (19.30 Uhr), 23.6.2018 (19.30 Uhr)

Nachtcafé: Liederabend mit Musa Nkuna

17. Mai 2018

Das nächste Nachtcafé findet am 18. Mai 2018, bereits um 21.30 Uhr, im Theater Hagen (Theatercafé) statt.

„Im wunderschönen Monat Mai …“ – so beginnt der Liederzyklus „Dichterliebe“ von Robert Schumann und so beginnt auch das Nachtcafé im „Wonnemonat“. Der Tenor Musa Nkuna, der in dieser Spielzeit in den Opern „Ritter Roland“ und „Everest“ auf der Bühne des Hagener Theaters steht, widmet sich an diesem Abend Schumanns Opus 48, das 16 Gedichte von Heinrich Heine zusammenfasst (Foto: Theater).

Komponist und Dichter waren sich 1828 persönlich begegnet. „… Um seinen Mund lag ein bitteres, ironisches Lächeln, aber ein Lächeln über die Kleinigkeiten des Lebens und ein Hohn über die kleinlichen Menschen“, erinnert sich Schumann später. Ebendieses Lächeln liegt auch über der „Dichterliebe“. Der Zyklus zeichnet in Momentaufnahmen das Ende einer Liebe nach, das zwischen Wut und Weh alle Schattierungen durchmacht und seinen poetisch-musikalischen Ausdruck findet. Die Begleitung am Klavier gestaltet der Pianist Dan K. Kurland.

Der Eintritt ist frei, die Theatergastronomie hat geöffnet.

Wie teuer kam der Pfusch beim Verkaufssonntag die Stadt zu stehen?

17. Mai 2018

Diese Frage möchte die SPD-Fraktion in der heutigen Sitzung des Hagener Stadtrates beantwortet haben.

Im Zusammenhang mit dem anläßlich von „Hagen blüht auf“ geplanten verkaufsoffenen Sonntags, der dann von Oberverwaltungsgericht gekippt wurde, hat die Verwaltung inzwischen sowohl formale als auch inhaltliche Fehler eingeräumt. Letztlich wurde aber für die Verabschiedung dieser Ordnungsbehördlichen Verordnung eine Sondersitzung des Rates einberufen und anschließend zwei gerichtliche Instanzen bemüht.

Auf Antrag der SPD soll der Rat folgendes beschließen:

„Die Verwaltung stellt dar, welche Kosten (Verwaltungskosten, Anwaltskosten, Gerichtskosten) der Stadt durch die fehlerhafte und unzureichend ausgearbeitete Vorlage zum Offenen Sonntag anlässlich der Veranstaltung „Hagen blüht auf“ entstanden sind.“

Behörden kapitulieren vor zahlreichen Temposündern auf A 1

17. Mai 2018

Auf der Autobahn 1 in Hagen wird in bislang ungekanntem Maße zu schnell gefahren. Der neue Laserscanner, mit dem die Polizei seit einigen Monaten Verkehrsteilnehmer im Baustellenbereich zwischen Hagen-West und Haspe ins Visier nimmt, blitzte allein an 17 Tagen im April 7032 Fahrzeuge, die mindestens 21 km/h zu schnell waren. „Es ist einfach erschreckend, wie wenige Autofahrer sich noch an die Vorschriften halten“, zeigt sich selbst Kim Ben Freigang, Sprecher der Autobahnpolizei, betroffen. (…)

Angesichts der massenhaften Überschreitung dieser Höchstgeschwindigkeit haben die Ordnungsbehörden kapituliert. Autofahrer, die das erlaubte Tempo nur mäßig überschreiten, also zwischen 81 und 100 km/h fahren, werden häufig nicht per Verwarngeld belangt, weil der Arbeitsaufwand zu groß wäre. (…)

Quelle: wp.de

Und passend:

Minister schweigt zur Blitzer-Posse auf der A1

Auf der A 1 bei Hagen kommen Temposünder davon, die bis zu 20 km/h zu schnell waren. Trotzdem schreibt Innenministerium von „Null-Toleranz-Linie“. (…)

Quelle: wp.de

Zum letzten Mal: „Frau Luna“

17. Mai 2018

Sonntag, 20. Mai 2018, 18 Uhr, Theater Hagen

Cristina Piccardi (Frau Luna), Chor und Ballett des Theaters Hagen. Foto: Klaus Lefebvre.

„Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft“ – Wer kennt dieses Marschlied nicht? Aber woraus stammt es? Aus der Operette „Frau Luna“ von Paul Lincke, welche nun ein letztes Mal in der erfolgreichen und überaus unterhaltsamen Inszenierung von Holger Potocki, der fantasievollen Ausstattung von Lena Brexendorff und der einfallsreichen Choreographie von Andrea Danae Kingston im Theater Hagen am 20. Mai 2018 mit Beginn um 18 Uhr zu erleben ist.

Worum geht’s in diesem musikalisch gleichermaßen mitreißenden wie berührenden Stück? In der Hagener Neuinszenierung spielt die Operette in naher Zukunft. Die Berliner Freunde Steppke (Tüftler, der an der Fliegerei und an Außerirdischem interessiert ist), Pannecke (Architekt und Hipster) und Lämmermeier (Schneider, der an einer Unternehmensgründung für maßgeschneiderte Uniform-Kleidung arbeitet) schlagen sich gemeinsam durch. Der Neubau des Flughafens BER ist komplett gescheitert. Das Gelände wurde im Rahmen eines Kreativwettbewerbs an den Gewinner für einen symbolischen Euro verkauft. Startup-Gründer Steppke, der aus dem ehemaligen BER eine Basis für kommerzielle bemannte Mondflüge machen will, hat an dem Wettbewerb teilgenommen, leider erfolglos. Und dabei braucht er dringend Geld, um seine Miete bei der resoluten Frau Pusebach, deren Nichte Marie seine Verlobte ist, zu bezahlen. Die Freunde kommen zum Trostrauchen. Da erscheint plötzlich der ‚Mann im Mond‘ und läd sie auf seinen Planeten ein – eine abenteuerliche Reise beginnt…

Unter der musikalischen Leitung von Andreas Vogelsberger singen und spielen: Marilyn Bennett, Anja Frank-Engelhaupt, Kristine Larissa Funkhauser, Veronika Haller, Olaf Haye, Sophia Leimbach, Boris Leisenheimer, Kenneth Mattice, Cristina Piccardi, Tillmann Schnieders, Rainer Zaun, Chor, Ballett und Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Konrad Beikircher: Passt schon!

17. Mai 2018

Donnerstag, 17.05.2018, 20:00 Uhr, Hasper Hammer

Die Zeiten werden immer komplizierter, keiner blickt mehr durch. Heimat ist angesagt.

Da liegt es auf der Hand, dass der Experte für Regionalsprachen, Konrad Beikircher, mal schaut, worin sich die Regionen überhaupt unterscheiden: Wenn der Mensch ist, wie er spricht, haben da aber viele Regionen ganz ganz schlechte Karten.

Pauschale Behauptungen reichen nicht

16. Mai 2018

Es gab sehr wohl Sachgründe beim Verbot des Verkaufssonntags

Bislang wurde sowohl aus dem politischen Raum als auch von der Hagener Einheitspresse gegenüber der Öffentlichkeit die Behauptung kolportiert, der geplatzte Verkaufssonntag unter dem Motto „Hagen blüht auf“ sei vor der Verwaltungsgerichtsbarkeit lediglich aus „formalen Gründen“ gescheitert. Eine Falschinformation.

Wie der Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der SPD-Ratsfraktion zu entnehmen ist, hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) bei seiner Entscheidung sehr wohl auch Sachgründe berücksichtigt.

Das OVG NRW führt in seinem Beschluss vom 04.05.2018 – 4 B 590/18 – umfangreich aus, dass die Verordnung auch in materieller Hinsicht nicht von der Ermächtigungsgrundlage des § 6 Abs. 4 S. 1 i. V. m. Abs. 1 LÖG NRW gedeckt sei, weil an der Freigabe der Ladenöffnung im Stadtteil Hagen-Mitte im Sinne dieser Bestimmung kein öffentliches Interesse bestehe.

Die pauschale Behauptung, die beabsichtigte Ladenöffnung diene den im Gesetz aufgeführten Zielen, reiche insoweit nicht aus. Um die Ausnahme von der Regel der Sonn- und Feiertagsruhe zu rechtfertigen, müssten Belange gegeben sein, die tatsächlich über das bloße Umsatzinteresse der Verkaufsstelleninhaber und das alltägliche Erwerbsinteresse potenzieller Käufer an der Ladenöffnung hinausgingen.

Diesbezüglich führt das OVG NRW in seinem Beschluss deutlich aus, das Angebot der Schausteller der Veranstaltung „Hagen blüht auf“ in Verbindung mit den Mustergärten sei insoweit nicht ausreichend.

Bereits am Samstag hatten sich die gerne auf Belanglosigkeiten fokussierte WPWR-Redakteuse Yvonne Hinz und der Schaustellerverein in der Kolumne „Mein Hagen“ verplappert: „Der mit Abstand frequenzstärkste „Hagen-blüht-auf“-Tag sei nun mal der Sonntag, allerdings nur, wenn die Festbesucher auch gleichzeitig einkaufen könnten.“ Im Klartext: Es werden nicht im Rahmen einer Traditionsveranstaltung auch die Läden geöffnet, sondern diese Art von „Event“ ist nur gegründet worden, um einen Vorwand für verkaufsoffene Sonntage zu konstruieren.

Aber auch die „formalen Gründe“, die mit zur Entscheidung des OVG führten, werfen Fragen auf. So räumt die Verwaltung ein, dass ihr „in der Tat mit der Nichtvorlage der Stellungnahmen der angehörten Verbände in der Ratssitzung vom 26.04.2018 ein formaler Fehler unterlaufen“ sei.

Wenn wesentliche Informationen nicht nur der Öffentlichkeit vorenthalten werden – wie bei den zahlreichen nichtöffentlichen Tagesordnungspunkten in den Gremiensitzungen -, sondern selbst Ratsmitgliedern verschwiegen werden, ist das nicht ein kleiner Fehler, sondern ein Skandal erster Güte.

Bereits in einem anderen Fall hatte das OVG das ähnlich gesehen und Ende April geurteilt, „dass im Rahmen der Anhörung abgegebene Stellungnahmen den Ratsmitgliedern bei der Beschlussfassung vorliegen oder jedenfalls ihrem wesentlichen Inhalt nach bekannt sein müssen, sodass sie bei der Willensbildung berücksichtigt werden können“.


%d Bloggern gefällt das: