„Ohne Bienen keine Bestäubung“

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Der NABU-Landesvorsitzende zeigt Strategien gegen das Insektensterben vor Ort

Im Rahmen einer SPD-Veranstaltung zum Insektensterben klärte der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck am Montag interessierte Bürgerinnen und Bürger über die dramatische Situation auf: Die Zahl der Fluginsekten hat sich seit 1990 um fast 80 Prozent verringert.

Gründe dafür liegen unter anderem in der Monotonisierung unserer Landwirtschaft, dem zunehmenden Einsatz von Pestiziden und dem Verlust von artenreichem Grünland.

Der Umweltschützer und Wissenschaftler Tumbrinck informierte aber auch darüber, was jeder Einzelne gegen das massive Insektensterben machen kann. Ein Aspekt ist zum Beispiel das Pflanzen von Wildblumen im heimischen Garten oder das Eirichten von Insektenhotels.

Auch die Kommunalpolitik könne helfen. Claus Rudel, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hagen, brachte laut einer Mitteilung der Fraktion bei der Veranstaltung auf den Punkt, was seine Partei kommunal bereits jetzt plant. „Während wir der Verwaltung über den Fachausschuss Gebäudewirtschaft den Auftrag erteilt haben, bei allen Neubaumaßnahmen die Anlage von Dachbegrünungen zu prüfen, hat die Bezirksvertretung Haspe bereits einen Beschluss zur Förderung der Artenvielfalt im Stadtteil gefasst“, so Rudel.

Was Rudel nicht „auf den Punkt“ brachte, war die Tatsache, dass die so gelobte BV Haspe mehrere Jahre alles daran gesetzt hatte, erst einmal alle Bäume in der Fußgängerzone Voerder Straße abholzen zu lassen. Neubaumaßnahmen der städtischen Gebäudewirtschaft in Haspe – und nur dort ist die BV Haspe zuständig – sind hingegen keine bekannt.

Mit der Thematik werde sich jetzt auch der Umweltausschuss mit Blick auf die gesamte Stadt befassen. Darüber hinaus, so erläuterte Ratsherr Jörg Meier, werde die SPD-Fraktion an der Idee festhalten, mit Hilfe von privaten Sponsoren in den kommenden fünf Jahren 150 Stadtbäume zu pflanzen. Siehe oben: Erst abholzen, dann neu pflanzen?

Auch Wolfgang Jörg wird sich weiterhin zu dem Thema engagieren: „Umweltpolitik ist ein wichtiger Aspekt der Sozialdemokratie, denn gute Arbeit und Nachhaltigkeit können nur gemeinsam funktionieren. Ich werde nun Fördermöglichkeiten des Landes NRW sondieren, die unsere Stadt zur Realisierung der Pläne der SPD-Ratsfraktion nutzen kann“.

Vielleicht sollte der Herr Landtagsabgeordnete erst einmal bei seinem Parteifreund („Genosse“ ist ja wohl von gestern), „sondieren“, dem Hasper Bezirksvorsteher Dietmar Thieser, der die Abholzungsaktion initiiert hat,

Eine Antwort to “„Ohne Bienen keine Bestäubung“”

  1. Allan Qutermain Says:

    Gegenüber der Behindertenwerkstatt in Haspe ist genau deshalb Gestrüpp angepflanzt worden, weil die Pflege nichts kosten darf.

    Was es mit den Monokulturen auf sich hat, können Allergiker mit reden. Erst waren es Pollen von Fichten- und Tannengehölze die in der Luft um her schwirrten.
    Aber auch die ganzen Pestiezisen die mit in die Umluft geraten,
    sind für die Atemwege nicht gerade förderlich.

    Jetzt ist der Raps an der Reihe.
    Danach kommt der Futtermais für die Biogasanlagen an die Reihe.

    Die Arztpraxen sind zur Zeit voll mit Patienten, die unter Allergien und Atembeschwerden leiden.

    Das ganze ist zu verdanken Politiker und Bauerverbände,
    die ihre Lobbyisten auf marschieren lassen.

    BAYER durfte ja auch Monsanto mit seinen Mistzeug von RoundUp übernehmen. Unrautvernichtung am Stengel nennt sich so etwas.

    Was will denn Herr Jörg mit den gesonderten Fördermittel anstellen?
    Wieder einen neuen Stuhlkreis davon finanzieren?

    Die Lehrgänge bei der VHS zur Bienenhaltung,
    sind immer noch den Imkerverbände geschuldet.
    Ich selbst habe dort einen Lehrgang besucht und
    bin dann dort hängen geblieben.

    Jedes zweite Stück Obst wird aus China importiert.
    Obst aus dem Alten Land und Bodensee Raum kommt nur noch für Romantiker in Frage, oder für Personen,
    die es sich Preislich leisten können.

    Diese Woche beim Discounter noch gesehen,
    Birnen und Weintrauben kamen aus Chile.
    Dieses Obst wächst bei uns wohl nicht mehr?

    Wenn nicht bald etwas passiert, werden wir es wie in China erleben, das Obstbäume per Hand bestäubt werden.

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