Archive for the ‘91 Nebenan’ Category

30 Hagener Einkommensmillionäre im Jahr 2013

29. Juli 2017

Ein Indikator für die zunehmende Spaltung der Gesellschaft: Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen lebenden Einkommensmillionäre ist von 2010 (3 724) bis 2013 um 14,5 Prozent auf 4 264 gestiegen.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013 mitteilt, ergab sich im Landesdurchschnitt eine Quote von 2,4 Millionären je 10 000 Einwohner (2010: 2,1 Millionäre).

Unter den nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden hatte Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss im Jahr 2013 mit einer Quote von 14,7 je 10 000 Einwohner (2010: 12,9) die höchste Millionärsdichte, gefolgt von Schalksmühle im Märkischen Kreis mit 10,4 (2010: 12,6) und Möhnesee im Kreis Soest mit 10,1 (2010: 4,4).

Da konnte Hagen natürlich nicht mithalten. Bei 30 Personen mit einem Jahreseinkommen von 1 Million Euro oder mehr betrug die Quote nur 1,6 pro 10 000 Einwohner. Damit erreichte die Stadt Platz 196 von insgesamt 396 Kommunen im Land.

Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden frühestens nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier veröffentlichten Informationen sind damit die aktuellsten, die derzeit verfügbar sind.

Vier Städte planen vorerst ohne Hagen für Gartenschau

27. Juli 2017

Wetter, Herdecke, Witten und Hattingen wollen sich mit „Ruhr-Perlen“ auf Internationale Gartenschau vorbereiten. Hagen bleibt vorerst außen vor. (…)

Quelle: wp.de

„Der Baum und der Hirsch“

21. Juni 2017

Eine Veranstaltung mit den FDP-Politikern Gerhart Baum, Bundesminister a.D., und Dr. Burkhard Hirsch, Vizepräsident des Deutschen Bundestages a.D.

FernUni-Vortragsreihe „Lüdenscheider Gespräche“
22.06.2017 um 18:00 Uhr
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Kaum zu glauben aber wahr: Diese beiden Herren gehörten mal zum Mainstream der schon lange zur reinen Lobbytruppe verkommenen FDP: Gerhart Baum und Burkhard Hirsch sind seit sechzig Jahren politische Weggefährten. Seit Jahrzehnten sind sie Vorkämpfer für Bürger- und Freiheitsrechte in Deutschland und gelten als „liberales Gewissen“ der Republik.

Vehement und erfolgreich streiten sie gegen Vorratsdatenspeicherung, Lauschangriffe oder Online-Durchsuchungen, aber auch für eine humane Asylpolitik und die universelle Geltung der Menschenrechte. So erreichten Gerhart Baum und Burkhard Hirsch zusammen mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Jahr 2004, dass wesentliche Teile des Gesetzes zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Großer Lauschangriff) als Verstoß gegen die Menschenwürde und deshalb als verfassungswidrig eingestuft wurden. Mit einer weiteren Verfassungsbeschwerde, erneut gemeinsam mit Burkhard Hirsch, griff Baum 2005/06 erfolgreich das Luftsicherheitsgesetz an.

Dr. Burkhard Hirsch (* 29. Mai 1930 in Magdeburg), Rechtsanwalt und seit 1949 Mitglied der FDP, war von 1975 bis 1980 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 1972 bis 1975 und von 1980 bis 1998 war er Mitglied sowie von 1994 bis 1998 zugleich Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Gerhart Baum (* 28. Oktober 1932 in Dresden), Rechtsanwalt, seit 1954 Mitglied der FDP, 1966 bis1998 in den Führungsgremien der Partei vertreten, von 1982 bis 1991 Stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und Mitglied des Deutschen Bundestages von 1972 bis1994, war von 1978 bis 1982 Bundesminister des Innern.

Wie in ihrer 2016 erschienenen Veröffentlichung „Der Baum und der Hirsch. Deutschland von seiner liberalen Seite“ berichten beide Politiker an diesem Abend über die wichtigsten Wegmarken ihrer privaten und politischen Biographie vor dem Hintergrund der wechselvollen bundesdeutschen Geschichte mehrerer Jahrzehnte. Zum Ende der Veranstaltung wird es wie gewohnt Gelegenheit geben, Fragen aus dem Publikum zu stellen.

Wie läufts am Koepchenwerk?

12. Juni 2017

Wobei kann der Stiftung geholfen werden? Gedankenaustausch zwischen Mitgliedern und am Koepchenwerk Interessierten

Donnerstag, 22.06.2017, 20.00 Uhr, Begegnungsstätte Frühlingstr. in 58313 Herdecke

Bei der Jahreshauptversammlung 2016 Ende November wurden einige Änderungen beschlossen, die dann vom Amtsgericht genehmigt wurden.

Veränderungen im Vorstand:

Turnusmäßige Neuwahl wird gegen Jahresende sein. Aktuell im Vorstand: Regina Schrader (Erste Vorsitzende), Peter Altmaier (stellvertretender Vorsitzender) und Michael Kranz (Kassierer). Der Schriftführer Christopher Leon Korge hat aus beruflichen Gründen sein Amt abgegeben. Ihm folgt Cornelia Heckmann. Die Kassenprüfer wechseln alternierend, deshalb wurde Margarete Burkhardt entlastet. Ihr Nachfolger für die Jahre 2017 – 2018 ist Matthias Hartmann. Herr Willi Creutzenberg arbeitet nun im 2. Jahr als Kassenprüfer.

Es gab eine Änderung in der Satzung:

Als Nutznießer des Vereinsvermögens im Fall einer Auflösung des Vereins wurde die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur festgelegt mit der Auflage, dass die Summe für das Industriedenkmal KOEPCHENWERK verwendet wird.

Die Stiftung hat ihr eigenes Presseportal und berichtet über den Stand der Sanierung:

http://www.industriekultur-nrw.de/de_DE/aktuelles-uebersicht

http://www.industriedenkmal-stiftung.de/res/txt.php?id=3207&group=1&=de

Die Zusammenarbeit mit der neuen Eigentümerin ist aktuell gefragt auf zwei Gebieten:

Teilnahme am Zeitzeugenprojekt – Zeitzeugen suchen und benennen, damit dann im Interview ihre Erinnerungen oder die Erzählungen von Verwandten und ehemaligen Arbeitskollegen zur Auswertung in einem Gästeführer-Handbuch eingearbeitet werden können.

Wenn die Maschinenhalle so abgesichert ist, dass auswärtige Besucher hineinkönnen, werden später Gästeführer benötigt. Geben Sie Ihr Wissen weiter!

Weitere Infos: www.ag-koepchenwerk.de

Autobahnprivatisierung: Es geht auch anders

3. Juni 2017

Im Unterschied zu seinem Hagener Fraktionskollegen René Röspel hat der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow die Einrichtung einer privatrechtlichen Infrastrukturgesellschaft abgelehnt. Hier Auszüge aus seiner Begründung:

Die Schaffung einer Gesellschaft privaten Rechts widerspricht meinem Grundsatz, dass die Bereitstellung öffentlicher Güter, wie der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur, in die öffentliche Hand gehört. Einer Infrastrukturgesellschaft könnte ich nur zustimmen, wenn diese die Form einer Gesellschaft öffentlichen Rechts hat. Das ist in dem vorliegenden Kompromiss nicht der Fall. CDU/CSU haben dies vehement abgelehnt.

 Ich halte das für einen großen Fehler. Eine spätere Privatisierung von Teilen des Autobahnnetzes bleibt nicht ausgeschlossen. Da für eine erneute Änderung eine 2/3 Mehrheit nötig ist, wird diese Entscheidung so gut wie nicht mehr umkehrbar sein. Damit haben erneut einzelne Lobbyinteressen den Vorzug vor dem Allgemeinwohl erhalten.

Zudem wird der Bundestag ein weiteres Mal entmachtet. Dies setzt den schon länger bestehenden Prozess der schleichenden Entmachtung der gewählten Volksvertreterinnen und Volksvertreter fort, bei dem immer mehr Befugnisse auf andere Ebenen übertragen werden. Deshalb werde ich mich weiterhin gegen die Entmachtung des Parlamentes und gegen den Ausverkauf von originären Staatsaufgaben zugunsten von Einzelinteressen zur Wehr setzen. (…)

Darüber hinaus wird erstmals geradezu dazu aufgerufen, dass die Sanierung und der Bau von Schulen durch ÖPP-Vorhaben umgesetzt werden. Diesem widerspreche ich in aller Entschiedenheit. Die Bereitstellung von Bildungsinfrastruktur ist elementare Aufgabe des Staates. (…)

Quelle: Marco Bülow

Anmerkung: Es lohnt sich, öfters einen Blick auf die Homepage von Marco Bülow zu werfen. Dann erklärt sich der Unterschied zwischen Spezialdemokrat und Sozialdemokrat quasi von selbst.

Koepchenwerk: Erste Sicherungsmaßnahmen

10. März 2017

Am Koepchenwerk in Herdecke soll sich schon bald etwas tun: Gestern präsentierte die Industriedenkmalstiftung die Planungen für die bauliche Sicherung des historischen Pumpspeicherkraftwerks am Hengsteysee in Herdecke. Erst im November hatte die Stiftung das Denkmal übernommen.

Die Planungen sehen erste Grundsicherungen am Maschinen- und Kommandohaus sowie am Schieberhaus vor. Als weithin sichtbares Zeichen soll der sechs Meter hohe RWE-Schriftzug bald wieder leuchten. Die eigentliche Sanierung inklusive der Maschinenbestände und die Erschließung des Denkmals für Besucher folgen später.

Das Koepchenwerk ist Station mehrerer Themenrouten der Route der Industriekultur, die vom Regionalverband Ruhr (RVR) unterhalten wird.

380-kV-Höchstspannungsleitung Dortmund-Hagen

9. Februar 2017

Erörterungstermin im Saalbau Witten

Die Bezirksregierung Arnsberg hat in den letzten Tagen die Einladungen für den Erörterungstermin über den Neubau der Höchstspannungsfreileitung von Dortmund nach Hagen an über 900 Einwender, Behörden, Verbände und sonstige Träger öffentlicher Belange verschickt. Der Erörterungstermin findet am 21. März 2017 im Wittener Saalbau statt. Eine Verlängerung um drei Tage bis einschließlich 24. März 2017 ist möglich.

Erörtert werden die Einwendungen zum beantragten Neubau des rund 11 km langen Abschnittes der 380-kV-Strom­leitung von Dortmund – Kruckel über Herdecke und Witten bis zum Umspann­werk in Hagen – Garenfeld. Bei dem von der Amprion GmbH beantragten Vorhaben handelt es sich um einen Teilabschnitt des Vorhabens Nr. 19 des Energieleitungs-ausbaugesetzes, welches den Neubau der 380-kV-Stromleitung von Dortmund nach Dauersberg in Rheinland-Pfalz vorsieht.

„Inzwischen empfinde ich die Wiedervereinigung auch als Gewinn“

14. Januar 2017

Dr. Gregor Gysi brillierte im „Lüdenscheider Gespräch“ der FernUni

„Die DDR ist kein Unrechtsstaat, aber es hat viel grobes Unrecht gegeben.“ Dr. Gregor Gysi vertrat klare Positionen. Diese hatte er sich für den Abschluss aufgehoben. Nach etwas über anderthalb Stunden beendete der Privatmensch und Politiker Gysi einen gleichsam unterhaltenden wie informativen Abend in der Reihe „Lüdenscheider Gespräche“ der FernUniversität im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs.

Die Moderation übernahmen Prof. Dr. Alexandra Przyrembel, Leiterin des Lehrgebiets Europäische Moderne, und Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch, Direktor des Instituts für Geschichte und Biographie an der FernUniversität.

Bereits eine Dreiviertelstunde vor Beginn ist der Vortragssaal bis auf den letzten Platz besetzt. Auch der zweite Saal füllt sich schnell, in den die Gesprächsrunde mit Gregor Gysi per Video übertragen wurde. Um drei Minuten nach dem offiziellen Beginn rauscht Gysi herein: Die Show kann beginnen.

Gysi beherrscht das Podium – nicht laut und grell, sondern mit Witz und Charme. Der Bundestagabgeordnete und führende Kopf der Partei Die Linke brilliert als der bekannte Rhetoriker. Sich zu entziehen fällt schwer. (…)

Quelle: FernUni (dort auch eine Video-Aufzeichnung der Veranstaltung)

Gregor Gysi und die DDR

10. Januar 2017

„Lüdenscheider Gespräche“ im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUni

11.01.2017 um 19:30 Uhr
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid
Referent: Dr. Gregor Gysi

In der Zeit der Wende 1989/90 setzte sich Gysi für den Erhalt der DDR ein, die er auch im Abstand von einem Vierteljahrhundert nicht als „Unrechtsstaat“ bezeichnet wissen möchte. Mit seiner kritischen Sicht auf die gängige Praxis der Aufarbeitung der Geschichte der DDR stand und steht er stellvertretend für die Gefühlslage vieler Ostdeutscher, bis hin dazu, dass er selbst sich immer wieder gezwungen sah, seine eigene Biographie zu rechtfertigen.

Im Mittelpunkt des „Lüdenscheider Gesprächs“ stehen Gregor Gysis DDR-Erfahrungen und deren Deutung, wobei Gysis Engagement für eine Reform des DDR-Sozialismus aus eigener Kraft besonders hervorgehoben und hinterfragt werden soll. Im zweiten Teil der Veranstaltung besteht für das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Diskussionsbeiträge zu leisten.

Dr. Gregor Gysi: Gregor Gysi, Jahrgang 1948, Sohn des DDR-Kulturministers Klaus Gysi, vertrat als Rechtsanwalt Rudolf Bahro, Robert Havemann und Bärbel Bohley. Gysi war seit 1967 Mitglied der SED, von 1989-1993 Parteivorsitzender der SED-PDS und von 2005-2015 Fraktionsvorsitzender der Partei „Die Linke“ im Deutschen Bundestag.

Einführende Worte / Moderation: Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch / Prof. Dr. Alexandra Przyrembel (beide FernUniversität Hagen)
Veranstalter: Institut für Geschichte und Biographie der FernUni

„Grüne Wiesen“ gefährden die Zentren

6. Dezember 2016

Arbeitskreis „Regionales Einzelhandelskonzept“ tagte in Hagen

Der Einzelhandel gehört neben Kultur, Begegnung, Arbeiten und Gastronomie zum innerstädtischen Leben. Er bestimmt in seinen vielfältigen Facetten in hohem Maße die Lebendigkeit und die Attraktivität der urbanen Zentren. Dies wurde auf der Sitzung des Arbeitskreises „Regionales Einzelhandelskonzept für das Östliche Ruhrgebiet und angrenzende Bereiche“ (REHK) in Hagen noch einmal betont.

Allerdings ist seit Jahren die Tendenz festzustellen, dass besonders der großflächige Einzelhandel die Zentren verlässt und sich auf der „Grünen Wiese“ ansiedelt. Dies wiederum gefährdet die Entwicklung des Einzelhandels in den entsprechenden kommunalen Zentren der Standortgemeinden ebenso wie in den benachbarten Innenstädten.

Dieser Entwicklung wollten eine Reihe von Städten und Gemeinden im östlichen Ruhrgebiet nicht tatenlos zusehen und sie beauftragten zusammen mit den entsprechenden Landkreisen, Bezirksregierungen sowie Industrie- und Handelskammern und mit Unterstützung des Landes NRW einen Gutachter mit der Entwicklung eines gemeindeübergreifenden Konzepts zur gemeinsamen Regelung der Einzelhandelsentwicklung. Entstanden ist daraus das REHK, das 2007 zum ersten und 2013 zum zweiten Mal fortgeschrieben und jeweils von den Räten der Städte beschlossen worden ist.

Als Ergebnis dieses Gutachtens besteht seit dem Jahr 2000 der gleichnamige Arbeitskreis, dem inzwischen 24 Kommunen, fünf Industrie- und Handelskammern, drei Kreise, zwei Bezirksregierungen, der Regionalverband Ruhrgebiet sowie die Einzelhandelsverbände Westfalen Münsterland und Westfalen West angehören.

Der Arbeitskreis tagt mehrfach im Jahr an wechselnden Orten und wird von einem Vorsitzenden nebst Stellvertreterin geleitet. Hier werden die relevanten Einzelhandelsvorhaben regelmäßig vorgestellt und untereinander erörtert. Ziel des Konzepts ist eine abgestimmte Ansiedlungsplanung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben in der Region.

Dazu haben die beteiligten Kommunen eine „Interkommunale Vereinbarung“ getroffen, die Grundlage des gemeinsamen Handelns ist. Diese Vereinbarung enthält die Verabredung, immer dann den „Regionalen Konsens“ mit betroffenen Nachbargemeinden zu suchen, wenn ein Einzelhandelsvorhaben infolge seiner Größe und seines Standorts überörtliche Auswirkungen erwarten lässt.

Das REHK wurde in den Bundeswettbewerben „Erfolgreiche Beispiele interkommunaler Kooperation – kommKOOP 2006“ und „Lebenswerte Innenstädte“ zweimal ausgezeichnet. Durch diese Auszeichnungen sehen sich die beteiligten Kommunen bestätigt, dass ihre damalige Entscheidung, bei dem Thema Einzelhandel eng zusammenzuarbeiten, richtig war.

Die Kooperation im Östlichen Ruhrgebiet hat sich als praxistauglich erwiesen und zu einem besseren Verständnis und zu einer höheren Akzeptanz der jeweiligen Belange beigetragen. Es ist bisher die erfolgreichste interkommunale Kooperation dieser Art in NRW.

Region im Fluss

3. Dezember 2016

Bewerbung für die Regionale 2022/2025

„Region im Fluss _ Mittendrin in NRW“ – unter diesem Motto steht die gemeinsame Bewerbung der Stadt Hagen, des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Städte Schwerte und Fröndenberg, des Regionalverbandes Ruhr (RVR) sowie der Kooperationspartner Dortmund und Bochum für die Regionale 2022/2025.

Gestern (2. Dezember) wurde das Bewerbungskonzept im Foyer des Hagener Kunstquartiers erstmalig einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt und offiziell auf den Weg gebracht. Am 9. Dezember wird die Bewerbung fristgerecht der Landesregierung in Düsseldorf übergeben.

Vier Handlungsfelder weist das Konzept aus: „Arbeit und Wirtschaft“, „Freizeit, Umwelt, Kultur, Tourismus“, „Soziales, Integration, Gesundheit und Bildung“ sowie „Raum und Mobilität“. Unter diesen Schlagworten sind seit Mitte September die vorhandenen Potenziale der Region zusammengetragen, Entwicklungsbausteine entworfen und sogenannte Ideenspeicher benannt worden.

„Gemeinsam wollen die Städte, der Kreis und der RVR das Ruhrtal als attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum im Süden der Metropole Ruhr weiterentwickeln. Unser Wettbewerbsbeitrag zur Regionale 2022/2025 ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, so die Regionaldirektorin des RVR, Karola Geiß-Netthöfel im Rahmen der Präsentation.

„Ein Technikforum 4.0 für Kinder und Jugendliche und Radwegachsen für Alltag, Freizeit und Tourismus, Stadterneuerung über Stadtgrenzen hinweg und ein Bildungshaus Inklusion. Allein diese vier von unzähligen Beispielen zeigen, was machbar sein könnte. Wer die rund 70 Seiten unserer Bewerbung durchblättert erkennt: Mit der Regionale wollen wir in vielen Lebensbereichen Zukunft gestalten“, hebt Olaf Schade, Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, hervor.

Zuversichtlich, dass die Landesregierung am Ende des Verfahrens eine positive Entscheidung zugunsten von Hagen, des EN-Kreises, des RVR sowie der weiteren beteiligten Städte treffen wird, zeigt sich auch Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz: „Ich bin mir ganz sicher, dass die Region mit ihrer Bewerbung überraschen und überzeugen wird. Um das zu erreichen, haben alle Beteiligten unter einem unglaublichen Hochdruck und verbunden mit ganz viel Herzblut daran gearbeitet. Ihnen allen gilt ein riesiges Dankeschön!“

Weitere Informationen unter www.regionimfluss.de

Koepchenwerk in Herdecke bleibt erhalten

23. November 2016

Das Industriedenkmal Koepchenwerk in Herdecke bleibt erhalten. Das Pumpspeicherkraftwerk gehörte bisher dem Energiekonzern RWE. Der wollte die historischen Gebäudeteile ursprünglich aus Kostengründen abreißen.

Jetzt hat die Dortmunder Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur das Koepchenwerk übernommen.

Quelle: WDR (Video) Verfügbar bis 29.11.2016

Siehe auch:

Stiftung übernimmt Koepchenwerk
DW-Beitrag vom 16. 11. 2016

Stiftung übernimmt Koepchenwerk

16. November 2016

koepchenwerk-15-11-16Das Koepchenwerk am Hengsteysee von der Hagener Seite aus betrachtet. Foto: Klaus-Peter Schneider

Das Koepchenwerk am Hengsteysee in Herdecke bleibt erhalten. Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur übernimmt die bekannte Landmarke von der bisherigen Eigentümerin RWE.

Als eines der ersten Pumpspeicherkraftwerke Europas ging das Koepchenwerk 1930 in Betrieb; seit 1986 steht es unter Denkmalschutz und ist ein Standort der Route der Industriekultur. Zum Ensemble zählen eine historische Maschinenhalle mit Kommandohaus, das oberhalb am Hang gelegene Schieberhaus mit dem markanten RWE-Schriftzug und die vier charakteristischen Rohrleitungen.

„Durch den dauerhaften Erhalt des Koepchenwerks behält das Ruhrtal eine zentrale Landmarke, die schon jetzt durch den markanten Schriftzug das beliebte Freizeitareal entlang der Ruhr aufwertet“, kommentierte Karola Geiß-Netthöfel als Direktorin des Regionalverbandes Ruhr und Vorstandsmitglied der Industriedenkmalstiftung die Entscheidung.

Die RWE wollte die Anlagen abreißen; zahlreiche Bürger, darunter der „Tatort“-Schauspieler Jörg Hartmann, setzten sich dagegen für die Rettung des Monuments ein. Die Stadt Herdecke hatte sich daraufhin mit der Bitte um Erhalt des Koepchenwerks an die Stiftung gewandt.

Glücklich und zufrieden zeigte sich die Arbeitsgemeinschaft Koepchenwerk. Deren rührige Vorsitzende Regina Schrader kündigte bereits weiteres Engagement an: „Der Aufschrei quer durch die Bürgerschaft, Politik und Verwaltung fand Beachtung und es wird nun der zweite Schritt unserer Vereinsaufgaben möglich: das Ensemble einer Neunutzung zuzuführen, die das Werk wieder für die Bürger/Innen öffnet.“

Neues Preismodell soll mehr Besucher in Dortmunder Museen locken

26. Oktober 2016

Während in Hagen erhöhte Eintrittspreise beschlossene Sache sind und sogar die Schließung des Kunstquartiers an einem weiteren Wochentag in Erwägung gezogen wird, beschreitet die Stadt Dortmund versuchsweise den umgekehrten Weg.

Für fünf Euro ein Jahr lang ins Museum: Die Kulturbetriebe Dortmund wollen ein neues Entgeltmodell für die städtischen Museen testen. Besucher sollen einmal fünf Euro für den ersten Besuch eines Hauses bezahlen, danach können sie bis zum Jahresende kostenlos auch die Dauerausstellungen anderer städtischer Museen besuchen – und das so häufig, wie sie wollen.

Das Vorhaben wird zwei Jahre lang getestet. Ziel ist es, neue Besuchergruppen zu erschließen und die Gästezahl in den städtischen Häusern zu erhöhen. Die Kulturbetriebe nahmen im Jahre 2015 rund 58.000 Euro Eintrittsgelder ein und rechnen damit, diese Summe dank steigender Besucherzahlen halten oder übertreffen zu können.

Den Staat Preußen ausgerufen

24. Oktober 2016

„Reichsbürgerin“ ist inzwischen nach Hagen umgezogen

Für sie ist die Bundesrepublik Deutschland kein rechtmäßiger Staat. Es gelten ihrer Ansicht nach die Grenzen des Deutschen Reiches von 1937. So sehen es die „Reichsbürger“, die vielleicht früher „müde belächelt“, seit dem tödlichen Schuss auf einen 32-jährigen Beamten eines Spezialeinsatzkommandos im fränkischen Georgensgmünd bei Nürnberg aber ganz neu betrachtet werden.

Eine Reichsbürgerin gibt es auch in Nachrodt-Wiblingwerde. Genauer: Gab es auch. Denn sie ist im Oktober nach Hagen gezogen. In Wiblingwerde hatte sie den Staat Preußen ausgerufen. (…)

Im Märkischen Kreis, Ennepe Ruhr-Kreis, Hagen, Kreis Olpe und Siegen-Wittgenstein gibt es nach Auskunft von Ralf Bode, Leiter der Pressestelle der Polizei Hagen, zwei bis drei Dutzend Reichsbürger. (…)

Quelle: Meinerzhagener Zeitung

Auf der Rattenlinie

8. Oktober 2016

Die Nachkriegskarriere des „Schlächters von Lyon“ Klaus Barbie und die westlichen Geheimdienste

Eine Veranstaltung der Hagener FernUni im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs

12.10.2016 um 18:00 Uhr
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Der Historiker Peter Hammerschmidt rekonstruiert in seinem Vortrag die unglaubliche Nachkriegskarriere des ehemaligen SS-Hauptsturmführers Klaus Barbie, des „Schlächters von Lyon“.

Dabei wirft er einen Blick auf Barbies Jugendjahre, seine Funktion als Gestapo-Chef im besetzten Frankreich, sein Engagement beim amerikanischen Heeresgeheimdienst CIC, seine Flucht auf der so genannten „Rattenlinie“, sein Wirken als Berater bolivianischer Militärdiktaturen sowie auf den finalen „Jahrhundertprozess“ in Lyon.

Das besondere Interesse des Referenten gilt dabei insbesondere Barbies Beziehungen zu westlichen Geheimdiensten nach 1945. Auf Grundlage erst kürzlich freigegebener, teils streng geheimer Unterlagen des BND und der CIA soll die Kollaboration zwischen NS-Funktionären und westlichen Diensten nach 1945 am Beispiel Barbies konkretisiert werden.

Der Referent Dr. Peter Hammerschmidt: geboren 1986, ist Historiker und Gymnasiallehrer. Er promovierte 2014 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Für seine Dissertation, die sich mit der Nachkriegsbiographie des ehemaligen SS-Hauptsturmführers Klaus Barbie auseinandersetzt, wurde er von der Volkswagenstiftung mit dem „Opus Primum“-Preis für die beste wissenschaftliche Nachwuchsarbeit des Jahres 2014 ausgezeichnet. In Deutschland löste er mit seinen Ergebnissen eine Bundestagsdebatte aus, die sich mit personellen NS-Kontinuitäten nach 1945 auseinandersetzte.

BGH soll Urteil nach Brandanschlag in Altena überprüfen

22. September 2016

Das Urteil im Prozess um den Brandanschlag von Altena soll vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe überprüft werden. Die Verteidiger der beiden Angeklagten haben Rechtsmittel eingelegt. (…)

Quelle: WDR

Christian Specht ist Landtagskandidat der Piratenpartei im Wahlkreis 104

17. September 2016

christian-specht-196x300Foto: Piraten Hagen

Der gebürtige Hagener Christian Specht wurde am Montagabend im Rahmen der Aufstellungsversammlung in Witten einstimmig zum Direktkandidaten der Piratenpartei für den Wahlkreis 104 (Hagen II/Ennepe-Ruhr-Kreis III) für die Landtagswahl 2017 gewählt. Der 40-Jährige kandidiert somit in den Städten Breckerfeld, Ennepetal und Gevelsberg sowie den Hagener Stadtbezirken Eilpe/Dahl und Haspe.

Christian Specht ist beruflich als Mitarbeiter im Büro der Ratsgruppe Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen tätig. Der gelernte Buchhändler, der die Ratsgruppe unter anderem im Kulturausschuss der Stadt Hagen vertritt, will sich im Falle seiner Wahl schwerpunktmäßig um Bildung und Wissenschaft sowie um Kommunales kümmern. Die Piraten Hagen wünschen viel Erfolg und werden ihn im bevorstehenden Wahlkampf mit allen Kräften unterstützen.

Röspel setzt auf Thema Gerechtigkeit statt Populismus und Hetze

17. September 2016

Burkini-Diskussionen lenken von den tatsächlichen Problemen ab

Zwar hieß das Thema der Diskussion, zu der der SPD-Ortsverein Gevelsberg-Vogelsang den heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel in die Gaststätte „Am Ufer“ eingeladen hatte, „Bericht aus Berlin“, doch immer wieder kamen Themen im Ortsteil oder in der Stadt zur Sprache, denn „die Menschen erleben Politik vor ihrer Haustür“, sagte Röspel, „deshalb müssen wir sie dort abholen.“

Er sei damals wegen der Grundwerte „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ in die SPD eingetreten, sagte der Abgeordnete, „und die begeistern mich noch heute.“ Gerechtigkeit sei noch lange nicht erreicht. Daraus ergäben sich die wichtigsten Aufgaben: „Jedes Kind ist es wert, dass wir uns mit aller Kraft darum kümmern“, sagte Röspel zum Thema Kinderarmut.

Auch bei der Gesundheit gehe es um Gerechtigkeit. Das sei nur mit einer Bürgerversicherung möglich, in die alle Menschen entsprechend ihrer Möglichkeiten einzahlen. Bei der Rente seien Reformen nötig, um Altersarmut zu verhindern. Dabei gehe es nicht um die Auseinandersetzung zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich.

Die Städte müssten vom Bund unterstützt werden, wenn die Quartiere nicht „absaufen“ sollen. „Wenn wir das zu unseren Themen machen, haben wir gute Chancen“, sagte Röspel mit Blick auf die Landtags- und Bundestagswahl im kommenden Jahr, „wenn wir uns auf eine von den tatsächlichen Problemen ablenkende Diskussion über ein Burkini-Verbot einlassen, werden wir schwere Zeiten haben.“

In der anschließenden Diskussion ging es natürlich auch um das Erstarken der AfD. „Die schüren Ängste, die mit den wirklichen Problemen wenig zu tun haben“, meinte Röspel. Deutschland sei „schon seit mehr als 100 Jahren“ ein Einwanderungsland. Allerdings hätten CDU und vor allem CSU jahrelang ein Einwanderungsgesetz blockiert. Seehofer fordere eine „Obergrenze“ für Flüchtlinge. Das sei „reinster Populismus“ und löse keine Probleme. Stattdessen müsse der Bund die Städte bei der Integration unterstützen.

Der vom Finanzminister gerade vorgestellte Haushaltsplan 2017 tue aber genau das Gegenteil, berichtete der Abgeordnete: Die vor zwei Jahren um acht Millionen Euro erhöhten Zuschüsse für die Jugendmigrationsdienste – auch in Gevelsberg ist einer aktiv – sollen wieder gestrichen werden. Stattdessen schlage Schäuble Steuersenkungen vor. „Das nützt wieder nur den Reichen“, ist Röspel sicher. Besser sei es, die Arbeitnehmer von den Sozialkosten zu entlasten.

Das RWE-Zeichen am Hensteysee soll bleiben

16. September 2016

Das markante RWE-Zeichen am Koepchenwerk am Hengsteysee soll bleiben. Der Protest gegen den geplanten Abriss hat wohl Wirkung gezeigt. (…)

Quelle: DerWesten (Fehlerhafte Rechtschreibung korrigiert)

Anmerkung: Der Protest richtet sich nicht gegen den Abriss der drei Buchstaben, sondern gegen die geplante Beseitigung der gesamten Anlage. Die stellt die Landmarke dar, aber das unterschlägt der Artikel. Die Auffrischung des RWE-Zeichens allein ist nur eine Werbung für den ins Schlingern geratenen Stromkonzern.

Haft für Feuerwehrmann nach Brandanschlag in Altena

12. September 2016

Das Hagener Schwurgericht hat am Montag den Brandanschlag auf ein von Flüchtlingen bewohnten Hauses in Altena im Oktober 2015 als schwere Brandstiftung bewertet. Dirk D. soll für sechs Jahre ins Gefängnis, Marcel N. wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die beiden hatten die Tat gestanden. (…)

Quelle: Meinerzhagener Zeitung

Urteil nach Brandanschlag in Altena erwartet

11. September 2016

Am Montagnachmittag (12.09.2016) will das Landgericht Hagen die Urteile im Prozess um den Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Altena verkünden. Zwei junge Männer aus Altena müssen mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen. Sie haben die Tat gestanden. (…)

Quelle: WDR

So geht’s auch:

9. September 2016

Dietmar Köster stellt der Region einen Demo-Bus gegen TTIP und CETA

Über 100.000 Demonstrantinnen und Demonstranten erwarten die Veranstalterinnen und Veranstalter zu den Demonstrationen gegen die geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP am 17. September in sieben deutschen Städten.

Auch der SPD-Europaabgeordnete Prof. Dr. Dietmar Köster wird in Köln dabei sein. Um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, teilzunehmen, stellt Köster einen Bus zur gemeinsamen An- und Abreise zur Verfügung. (…)

Quelle: DasProjektUnna

Anmerkung: Glückliches Unna. Von Hagener Abgeordneten darf man solche Aktivitäten nicht erwarten.

Brandanschlag von Altena vor dem Innenausschuss

9. September 2016

Der Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Altena beschäftigte am Donnerstag (08.09.2016) den Innenausschuss des Landtags. Die wichtigste Frage: Warum haben die Ermittler rechtsradikale Inhalte auf den Handys der Beschuldigten übersehen?

Noch läuft der Prozess gegen die beiden Männer, die im vergangenen Oktober eine Flüchtlingsunterkunft im sauerländischen Altena angezündet haben sollen. Trotzdem schlägt der Fall schon innenpolitische Wellen. Denn die Polizeibeamten des Staatsschutzes, die die Ermittlungen führten, wollten keine Hinweise auf eine rechtsextreme Gesinnung der Beschuldigten gefunden haben. Dabei hatten die auf ihren Handys Fotos von Adolf Hitler und Hakenkreuzen heruntergeladen – was die Anwälte der Nebenkläger ohne großen Aufwand herausfanden. (…)

Quelle: WDR (dort auch ein Video, verfügbar bis 15.09.2016)

Koepchenwerk: Infos bei der Schifffahrt

9. September 2016

Die Arbeitsgemeinschaft Koepchenwerk plant für den Tag des Denkmals (Sonntag, 11. September) einige Aktionen. Erneut wird ein Info-Stand am Hengsteysee in der Nähe der Anlegestelle der Freiherr-vom-Stein einberichtet – diesmal von 12 Uhr bis 18 Uhr. Jede volle Stunde legt von 11 bis 17 Uhr das Fahrgastschiff ab. Unterstützer des Koepchenwerk-Vereins erklären auf der Fahrt, was RWE abreißen lassen will und warum die Arbeitsgemeinschaft dagegen ist. (…)

Quelle: DerWesten

„Impulse“ – Hagenring stellt in Hallenberg aus

9. September 2016

hagenring-in-hallenberg13 Künstler des Hagenrings mit Bürgermeister Michael Kronauge und Andreas Mause von der Sparkasse Hochsauerland.

„Impulse“ – so heißt die Ausstellung und man sieht auf den ersten Blick dass im Kump viele Impulse gegeben werden sollen. Die Künstler des Hagenrings zeigen einen Querschnitt ihrer vielfältigen Ausdrucksformen: Aquarelle, Zeichnungen, Papierobjekte, farbenfrohe Ölbilder bis hin zu Metallcollagen und Skulpturen aus Holz und Edelstahl sind viele Kunstformen vertreten. (…)

Quelle: Zoom – Das Sauerland und mehr

Brandstiftung Altena: Staatsanwalt fordert sechs Jahre Haft

3. September 2016

Im Prozess um die Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft in Altena wurden am Freitag (02.09.2016) die Plädoyers gehalten. Der Staatsanwalt forderte für den angeklagten ehemaligen Feuerwehrmann Dirk D. sechs Jahre Haft und für den mitangeklagten Marcel N. vier Jahre. (…)

Quelle: WDR

Hoher Besuch am Herdecker Koepchenwerk

2. September 2016

Es könnte wieder Bewegung in die Verhandlungen um das Koepchenwerk kommen, denn am Mittwoch ist Bauminister Michael Groschek (SPD) zu Gast am Hengsteysee. (…)

Quelle: DerWesten

Hoher Besuch am Herdecker Koepchenwerk

31. August 2016

Es könnte wieder Bewegung in die Verhandlungen um das Koepchenwerk kommen, denn am Mittwoch ist Bauminister Michael Groschek (SPD) zu Gast am Hengsteysee. (…)

Quelle: DerWesten

Neuer Nutzen in alten Industriebauten

30. August 2016

Wanderausstellung im Herdecker Kulturhaus

Blick in die Ausstellung. Foto: Arbeitsgemeinschaft Koepchenwerk e.V.

Seit mehreren Jahrzehnten begleitet eine Arbeitsgruppe der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland die bundesweiten Bemühungen von Denkmalschützern, die sich gegen den Abriss eines Industriedenkmals wehren.

In Herdecke geht es um den Erhalt des Koepchenwerks, eines industrietechnisch einzigartigen Denkmals, das seit den 1980ier Jahren geschützt ist. Die Eigentümerin RWE POWER AG hat den Abriss beantragt.

Die breite Gegenwehr der Öffentlichkeit soll nun durch die Informationen dieser Wanderausstellung auf zahlreichen Bildtafeln gestärkt werden. Auf jeder Tafel wird der Zustand eines Denkmals gezeigt, das durch Neuplanung und Umnutzung gerettet werden konnte.

Mut und Gegenwehr sind nach Ansicht des gemeinnützigen Vereins ARBEITSGEMEINSCHAFT KOEPCHENWERK e.V. notwendig, damit nicht noch ein Zeuge der Industriegeschichte verschwindet. Es gibt viele geschützte Bergwerke und Zechen in NRW, aber das Ur-Pumpspeicherwerk von 1930 in Herdecke gibt es nur einmal.

In der Zeit vom 31.08.2016 bis zum 18.09.2016 zeigt die Arbeitsgemeinschaft Koepchenwerk e.V. die kostenlose Ausstellung in den Räumen der Ruhrgalerie im Kulturhaus in der Goethestraße 14 in Herdecke. Die einzelnen Tafeln wurden von der Arbeitsgruppe Industriedenkmalpflege zusammengestellt.

Geöffnet ist die Ausstellung jeweils am Mittwoch von 17:00 bis 20:00 Uhr; Samstag und Sonntag von 11:00 bis 14:00 Uhr.

Verfahren gegen Hagener Staatsschützer nach Brandanschlag in Altena

26. August 2016

Die Hagener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Polizisten des Staatsschutzes. Der Vorwurf: Strafvereitelung im Amt. Es geht um Ermittlungen zum Brandanschlag auf eine Flüchlingsunterkunft in Altena. (…)

Quelle: WDR

Dazu ein Filmbeitrag:

Ermittlungen gegen Hagener Polizisten

Quelle: WDR 25.08.2016, verfügbar bis 01.09.2016

Auf dem rechten Auge blind? Polizei unter Verdacht

25. August 2016

Die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt gegen Polizisten wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt. Die Beamten übersahen Nazi-Bilder bei Männern, die ein Asylheim in Altena angezündet hatten. (…)

Nicht nur für die Polizei sind die übersehenen Nazi-Inhalte brisant, sondern auch für die Staatsanwaltschaft Hagen, die die Anklage erhoben hat. Sie verließ sich auf den Vermerk der Staatsschutzabteilung und prüfte die Bilder nicht mehr. (…)

Ohnehin musste sich die Staatsanwaltschaft Hagen bereits in einem anderen wichtigen Punkt belehren lassen. Sie hatte im Fall Altena zunächst nur den Vorwurf der schweren Brandstiftung erhoben. Das Landgericht Hagen war dann bei der Prüfung der ursprünglichen Anklageschrift zu dem Schluss gekommen, dass auch noch der Vorwurf des versuchten Mordes in Betracht kommt.

Quelle: Welt/N24

AG klärt weiter auf beim Kampf um Denkmal Koepchenwerk

22. August 2016

Die Arbeitsgemeinschaft Koepchenwerk informiert trotz schlechten Wetters an zwei Tagen über die RWE-Pläne. Weitere Aktionen in Herdecke sind geplant. (…)

Quelle: DerWesten

Schauspieler Jörg Hartmann kämpft für Erhalt des Koepchenwerks

19. August 2016

Am Wochenende Infostand am Schiffswinkel in Herdecke

koepchenwerkDas Koepchenwerk am Hengsteysee. Foto: AG Koepchenwerk

Das Koepchenwerk am Hengsteysee zwischen Hagen und Herdecke zählt mit seinen weithin sichtbaren „RWE“-Buchstaben zu den Landmarken Westfalens. Politik, Bürger und der Schauspieler Jörg Hartmann („Dortmund-Tatort“) kämpfen für den Erhalt des Denkmals, das 1930 als eines der ersten Pumpspeicherkraftwerke Europas in Betrieb ging.

Seit 1986 steht das Koepchenwerk unter Denkmalschutz, doch der Eigentümer RWE will die Anlagen abreißen und hat hierfür eine Genehmigung beantragt. Fehlende Nutzungsmöglichkeiten nannte der Konzern als Grund. So sei die Einrichtung eines Museums im Werk durch Probleme mit der Zuwegung nicht möglich.

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Koepchenwerk wirft RWE hingegen vor, das Denkmal seit Jahren verfallen zu lassen und Investitionen zu scheuen. Mit öffentlichen Aktionen will der Verein auf den Wert des Bauwerks aufmerksam machen. „Das Koepchenwerk ist praktisch die Urzelle der heute weit verbreiteten Pumpspeicherkraftwerke. In einer Art Energiemuseum könnte die Industriegeschichte dort veranschaulicht werden“, schildert die AG-Vorsitzende Regina Schrader die Pläne des Vereins.

Unterstützung erhält die Großnichte des Kraftwerkplaners Arthur Koepchen von Jörg Hartmann, der in Herdecke aufgewachsen ist. „Hier am Hengsteysee ist ja noch vieles intakt. Und aus meiner Erfahrung in Ostdeutschland kann ich sagen, dass aus verfallenen Bauwerken echte Perlen entstanden sind“, sagt er im Interview mit der Funke-Mediengruppe.

Eine Entscheidung der Denkmalbehörde über Abriss oder Erhalt des Koepchenwerks wird in den nächsten Wochen erwartet. Mit einem Infostand am Hengsteysee will die AG am kommenden Wochenende auf ihr Anliegen aufmerksam machen: am Restaurant Schiffswinkel, direkt am Laufwasserkraftwerk am Hengsteysee: Sa, 20.08.2016 14.00 bis 18.00 Uhr und So, 21.08.2016 12.00 bis 18.00 Uhr.

Auch am Tag des offenen Denkmals am 11. September 2016 sind Aktionen rund um das Bauwerk geplant.

Altenaer Brandstifterprozess: Gutachter äußert sich

19. August 2016

Die Luke zwischen Treppenhaus und Dachboden war zu, als das Feuer im Dachstuhl der Flüchtlingsunterkunft entdeckte wurde – Dirk D. und Marcel N. hatten sie geschlossen, nachdem sie den Brand am Abend des 2. Oktober gelegt hatten.

Daran habe es gelegen, dass es bei einem Schwelbrand blieb, sagte gestern der Brandsachverständige Matthias Diehl aus. Nach seinen Angaben fehlte es dadurch an Sauerstoff. „Erwartbar“ sei das allerdings nicht gewesen, antwortete er auf eine Frage der Vorsitzenden Richterin Heike Hartmann-Garschagen. (…)

Quelle: Meinerzhagener Zeitung

Dazu siehe auch:

Urteilsverkündung unter Umständen erst im September

Quelle: Meinerzhagener Zeitung

Bald Urteil wegen Brandanschlag in Altena

17. August 2016

Der Prozess um den Brandanschlag auf Flüchtlinge in Altena geht in die entscheidende Phase. Am Freitag (19.08.2016) könnte das Urteil fallen. Bei den Ermittlungen hat es möglicherweise gravierende Pannen gegeben.

Adolf Hitler. Immer wieder Adolf Hitler. „Du bist lustig, dich vergase ich zuletzt“, steht unter einem Bild des Nazi-Herrschers – gefunden auf einem der Handys der Angeklagten. Andere Bilder zeigen das Hitler-Gesicht, per Fotomontage auf einen Delfin geklebt. Ein „Adolfin“ steht darunter. Möglicherweise fanden die Angeklagten das witzig. Jedenfalls teilte zumindest einer der Angeklagten diese Art von Bildern mit anderen im Netz. Und dann noch ein Bild, das die Angeklagten versucht hatten zu löschen: Dirk D. und Marcel N. mit zum Hitlergruß erhobener Hand.

Speichern sich so etwas zwei unpolitische Menschen? (…)

Quelle: WDR

Brandstifterprozess: Urteil gegen Altenaer Angeklagte am Freitag

16. August 2016

Noch drei Termine am Schwurgericht am Landgericht Hagen angesetzt

Seit Ende Mai wird verhandelt, in dieser Woche soll das Urteil fallen: Der Prozess gegen die beiden Altenaer Dirk D. und Marcel N. geht in die letzte Runde.

Dreimal will das Schwurgericht am Landgericht Hagen sich in den kommenden Tagen mit dem Fall beschäftigen. Nächster Verhandlungstag ist Mittwoch, dann wird (wie auch am Donnerstag) ab 9.30 Uhr getagt. Am Freitag tritt die Kammer um 13 Uhr zusammen. Nach der bisherigen Zeitplanung wird dann auch das Urteil verkündet. (…)

Quelle: Meinerzhagener Zeitung

Mehr Schein als Sein im EN-Südkreis

30. Juli 2016

10 Jahre gibt es EN-Mosaik schon. (…) Als wir zum ersten mal im Ennepetaler Ratssaal auf den für die Presse bestimmten Stühlen Platz nahmen, steigerten sich die Schwierigkeiten. Dipl.-Ing. Ulrich Höhl von der Stadtverwaltung sollte oder wollte uns von den Presseplätzen „verscheuchen“,  konnte dies aber nicht, weil wir uns als Pressevertreter ausweisen konnten.

Die Stadtverwaltung wies immer darauf hin, dass wir keine richtigen Journalisten wären, und schmiss uns auch jeden nur erdenklichen Knüppel zwischen die Beine. Wolfgang Frey (FDP) tituliert uns noch heute als „Schmierfinken“, weil er keine Kritik ertragen kann.

Übrigens alle kritischen Journalisten werden in der Regel als „Schmierfinken“ bezeichnet und wenn diese Zeitgenossen sich steigern, dann wird der Ausdruck „Lügenpresse“ verwendet. Sich mit Kritik auseinander zu setzen, nein, das liegt der deutschen Heimatseele nicht. Es ist alles so romantisch friedlich und da stören kritische Momente dieses geschönte Bild.

Und unsere „Kollegen“ auf der lokalen Ebene, die WAZ Mediengruppe, heute Funke Mediengruppe, wie die Westfalenpost, WAZ, Westfälische Rundschau, die WAP, der Lokalkompass, derWesten.de oder Radio Ennepe Ruhr, die ohne eine Konkurrenz die vereinheitlichte Presse repräsentierten und repräsentieren? Diese Kollegen wussten uns immer auf eine mehr gönnerhafte Art zu erklären, wie hoch der Anspruch des Journalismus, der Printjournalisten, ist. (…)

Liebe deine Stadt, neutral schreiben oder hoch- und schönschreiben (Um jeden Preis) war und ist das Credo des Lokaljournalisten, der damit ein Zerrbild seiner Stadt erstellt, welches von Politik und Verwaltung zum Anlass genommen wurde, nichts zu verändern und damit die „noch“ vorhandene Substanz zu verprassen. (…)

Quelle: EN-Mosaik

Anmerkung: Der EN-Kreis liegt halt gleich nebenan. Da unterscheiden sich die Gepflogenheiten offenbar nicht so sehr von denen in Hagen. Unter den Bedingungen eines lokalen Pressemonopols ist die Kumpanei zwischen bestimmten Interessenvertretern aus Politik und Wirtschaft und ihren Hofschreibern quasi naturgegeben.

P.S.: Wer sich für den südlichen EN-Kreis interessiert, sollte öfter mal bei EN-Mosaik reinschauen. Themenspektrum: Politik, Wirtschaft und Kultur – alles lokal und kritisch beleuchtet.

Polizei übersah Nazi-Hinweise bei Brandstiftern

20. Juli 2016

Der Prozess gegen zwei Männer, die in Altena eine Asylunterkunft anzündeten, offenbart behördliches Versagen: Rassistisches Material auf Täter-Handys fiel nicht auf. (…)

Seit einigen Wochen verhandelt das Landgericht Hagen gegen den 25-jährigen Feuerwehrmann Dirk D. und den ein Jahr jüngeren Zerspaner Marcel N. wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung. Nun hat sich herausgestellt, dass die Angeklagten rassistisches und neonazistisches Material per Handy empfingen beziehungsweise verbreiteten. Feuerwehrmann D. soll auch rechtsextreme Facebook-Seiten „gelikt“ haben, auf denen über Minderheiten und Flüchtlinge gehetzt wurde. Herausgefunden hat das aber niemand bei der Polizei, noch nicht einmal die Abteilung Staatsschutz, die mit den Ermittlungen befasst war. Jost von Wistinghausen und Mehmet Daimagüler, die Anwälte der in Lebensgefahr geratenen Familie, die als Nebenkläger auftritt, haben dies aufgedeckt. Sie haben selbstständig die fast 52.000 erhaltenen und zum Teil wieder hergestellten Handyfotos durchforstet. (…)

Quelle: WELT

Windkraftanlage in Lüdenscheid: Mark-E und Stadtwerke Iserlohn gründen Projektgesellschaft

16. Juli 2016

Stadtwerke Iserlohn übernehmen kaufmännische Betriebsführung – sicher ist sicher

Mark-E und die Stadtwerke Iserlohn unterzeichneten am Mittwoch, dem 13. Juli 2016, die Verträge zur Gründung einer Projektgesellschaft, die den Bau und Betrieb einer Windkraftanlage in Lüdenscheid an der Versetalsperre zum Gegenstand hat. Die Stadtwerke Iserlohn übernehmen dabei 70 Prozent der Anteile an der Betreibergesellschaft „Windkraft Versetalsperre GmbH & Co. KG“, die übrigen 30 Prozent hält Mark-E. Die Beteiligung weiterer Stadtwerke aus der Region ist vorgesehen.

Mark-E wird im Auftrag der Gesellschaft die gesamte Infrastruktur errichten, den Bau und die Inbetriebnahme durch den Anlagenlieferanten Enercon begleiten sowie die technische Betriebsführung übernehmen. Die Stadtwerke Iserlohn verantworten die Projektfinanzierung und die kaufmännische Betriebsführung. Errichtet wird eine Anlage mit einer Leistung von 3 Megawatt und einer Gesamthöhe von 195 Metern.

Im August 2016 beginnen der Wegebau, die Herstellung der Kranstellflächen und das Ausheben der Fundamentgrube. Im letzten Quartal 2016 werden das Fundament gegossen und der Turm errichtet. Nach Anlieferung und Montage der Windkraftanlage Anfang 2017 ist die Inbetriebnahme bis Ende des ersten Quartals 2017 vorgesehen.


%d Bloggern gefällt das: