Archive for the ‘08 Gesundheit Hagen’ Category

„Möglicherweise personenbezogene Rückschlüsse“

1. Juni 2020

Verwaltung verweigert Auskunft zu Corona-Fällen in Hohenlimburg

Wer je geglaubt hat, es müsse doch möglich sein, auf eine einfache Frage auch eine einfache Antwort zu erhalten, der hat noch nicht die Hagener Stadtverwaltung kennen gelernt. Diese Erfahrung muss auch die Politik immer wieder machen.

So wie am vergangenen Donnerstag. Da tagte die Bezirksvertretung Hohenlimburg und die dortige SPD-Fraktion wollte zum aktuell alles beherrschenden Thema Corona wissen:

Wie viele Bürgerinnen und Bürger sind zurzeit im Stadtbezirk Hohenlimburg erkrankt? Ist unter den Verstorbenen eine Bürgerin / ein Bürger aus dem Stadtbezirk Hohenlimburg?

Diese beiden einfachen Fragen wollte die Verwaltung nicht beantworten. Nun kann man sich durchaus vorstellen, dass das in diesem Fall zuständige Gesundheitsamt momentan anderes zu tun hat, als sich mit Anfragen aus einem Vorstadtparlament zu beschäftigen. Das Amt hätte auch die Politik darauf hinweisen können, dass man personell nicht ausreichend ausgestattet sei, um in der aktuellen Krise auch noch Details aufzuschlüsseln. Aber die Verwaltung lieferte weder die eine noch die andere Begründung.

Was sie dagegen vorbrachte, um ihre Weigerung zu rechtfertigen, ist nicht nachzuvollziehen – um es sehr zurückhaltend auszudrücken. Die Beantwortung der Anfrage sei „rein faktisch“ nicht möglich. Begründung: Von Seiten des Gesundheitsamtes erfolge keine Differenzierung der erkrankten Personen nach Stadtgebieten, da dies „epidemiologisch“ nicht notwendig erscheine.

Epidemiologie definiert der Duden als „Wissenschaft von der Entstehung, Verbreitung, Bekämpfung und den sozialen Folgen von Epidemien, zeittypischen Massenerkrankungen und Zivilisationsschäden“.

Nun betreibt das Hagener Gesundheitsamt – jedenfalls soweit bekannt ist – im Zusammenhang mit der aktuellen Seuche keine Wissenschaft, sondern erhebt u.a. die Fallzahlen und meldet sie an das Gesundheitsministerium des Landes. Es ist in diesem Fall also statistisch tätig und nicht „epidemiologisch“.

Als weiteres „Argument“ für die Verweigerung der gewünschten Angaben führt die Verwaltung an, sie veröffentliche die Anzahl der Erkrankten (für die gesamte Stadt) auf der Internetseite der Stadt Hagen. Das dürfte auch den Antragstellern aus der Bezirksvertretung nicht unbekannt sein – aber die hätten ja gerne die Zahlen für ihren Bezirk gehabt.

Schlussendlich wird noch der Datenschutz ins Feld geführt; immer gerne genommen, auch wenn es um die Rechtfertigung der nichtöffentlichen Sitzungsteile in den politischen Gremien der Stadt geht. Die (glücklicherweise in Hagen) geringe Zahl der Erkrankten und der Sterbefälle lasse „möglicherweise personenbezogene Rückschlüsse“ zu.

Die Begründung der Verwaltung für ihre Weigerung, die Anfrage zu beantworten, erscheint in Gänze substanzlos. Zwei Beispiele:

Wie alle Landkreise und kreisfreien Städte ermittelt der benachbarte Ennepe-Ruhr-Kreis ebenfalls täglich die Fallzahlen und reicht sie an das NRW-Gesundheitsministerium weiter. Darüber hinaus veröffentlicht die dortige Kreisverwaltung auf ihrer Internetseite aber auch regelmäßig die Zahlen der kreisangehörigen Gemeinden.

Städte wie Ennepetal oder Gevelsberg haben mit jeweils 30.000 Einwohnern etwa so viele wie der Hagener Stadtbezirk Hohenlimburg, Breckerfeld kommt mit 9.000 Einwohner sogar nur auf weniger als ein Drittel. Datenschutzrechtliche Probleme sieht der Ennepe-Ruhr-Kreis im Gegensatz zu Hagen offensichtlich keine.

Auch die Hagener Verwaltung hat in der Vergangenheit mehrfach per Pressemitteilung auf Corona-Fälle hingewiesen, bei denen wesentlich detailiertere Angaben gemacht wurden als nur einen ganzen Stadtbezirk zu erwähnen:

„Möglicherweise personenbezogene Rückschlüsse“ standen diesen Veröffentlichungen nicht im Wege.

Hagen: Akute Corona-Fälle nur noch einstellig

30. Mai 2020

Stand: 30.05., 0:00 Uhr, Grafik: Stadt Hagen

Sporthallen können wieder genutzt werden

30. Mai 2020

Hagens Sportstätten und -hallen werden unter Einhaltung bestimmter Regeln für den Vereinssport im Juni wieder geöffnet. Die aktuellen Änderungen in der ab heute (30. Mai) geltenden Coronaschutzverordnung des Landes machen es möglich. Daher sprach sich der Krisenstab der Stadt Hagen in seiner gestrigen Sitzung einmütig dafür aus, die Hallen nach und nach zu öffnen und im Freien auch nicht-kontaktfreien Sport zu ermöglichen.

Erlaubt ist demnach im Freien für Gruppen von bis zu zehn Personen jetzt auch die Ausübung von nicht-kontaktfreien Sportarten. Darüber hinaus sind Breitensport-Wettbewerbe im Freien zulässig, während Sportfeste und ähnliche Veranstaltungen weiterhin bis mindestens 31. August dieses Jahres untersagt sind.

Sportanlagen dürfen zudem durch bis zu 100 Zuschauer und Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen betreten werden. Weiterhin geschlossen bleiben die Umkleiden sowie die Dusch- und Waschräume in den Sportstätten. Dies nicht zuletzt mit Blick auf den Infektionsschutz und die Konzentration der Reinigungskapazitäten der Stadt auf die Schulen und Kindertagesstätten.

Die Nutzung der Sporthallen ist ausschließlich für eine kontaktfreie Sportausübung möglich. Erlaubt sind pro Halle Gruppen von maximal zehn Personen. Daneben sind von den Vereinen geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen sicherzustellen.

Die Vereine müssen vor der Nutzung der Sportstätten mit dem Servicezentrum Sport der Stadt Hagen (SZS) für die jeweiligen Trainings- und Übungszeiten ein entsprechendes Konzept abstimmen und bevorzugt per E-Mail unter servicezentrumsport@stadt-hagen.de einreichen.

Das SZS weist darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Situation die Öffnung der Hallen noch einige Tage in Anspruch nimmt. So muss unter anderem das etatmäßige Reinigungspersonal von einzelnen Standorten, wo dieses im Rahmen der Coronaschutzmaßnahmen eingesetzt wurde, wieder abgezogen oder eventuell durch externe Reinigungskräfte ersetzt werden.

Gleichzeitig appelliert der Krisenstab an die Vereine und Sportler, zu überdenken, ob die Wiederaufnahme des Trainings- und Übungsbetriebs nicht auf die Zeit nach den Sommerferien verschoben werden könnte.

Corona-Statistik Hagen

29. Mai 2020

Stand: 29.05., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Corona: Nur noch 12 akute Fälle in Hagen

28. Mai 2020

Stand: 28.05., 0:00 Uhr, Grafik: Stadt Hagen

Hausärzte bleiben für Corona-Tests zuständig

27. Mai 2020

Aktuelle Zahlen für Hagen, Stand: 27.05., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen

Vergangene Woche hatte die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mitgeteilt, dass die Gesundheitsämter keine Untersuchungen auf COVID-19 mehr über die Krankenkassen abrechnen können. Diese Entscheidung wurde inzwischen zwar relativiert, die KVWL sieht die Zuständigkeit für die Coronatests und die Versorgung erkrankter Patienten allerdings ganz klar in der Verantwortung der niedergelassenen Praxen.

Personen, die typische Krankheitsanzeichen haben, wenden sich demnach an ihren Hausarzt. Diese müssen entweder selbst die Testungen auf Coronaviren durchführen oder einen Termin im Behandlungszentrum der KVWL in Hagen-Eilpe vereinbaren.

Außerhalb der Ärztesprechzeiten rufen Betroffene bei gesundheitlichen Beschwerden, die keinen Aufschub zulassen, bitte den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116 117 an. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist erreichbar montags, dienstags und donnerstags von 18 Uhr bis zum Folgetag um 7 Uhr, freitags und mittwochs ab 13 Uhr bis um 7 Uhr am Folgetag und am Wochenende durchgängig. Bei akuten schweren Krankheitsverläufen sollte die Leitstelle der Feuerwehr unter Telefon 112 verständigt werden.

Das Gesundheitsamt darf nur noch nach eigenem Ermessen in besonderen Fällen testen, die sich aus dem Infektionsgeschehen ergeben. Die Mitarbeiter an der Hotline des Gesundheitsamtes beraten allerdings weiterhin ratsuchende Bürgerinnen und Bürgern unter Telefon 02331/207-3934 und beantworten medizinische Fragen. Ab Montag, 25. Mai, ist die Hotline von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar.

Coronavirus: Weiterer Todesfall in Hagen

26. Mai 2020

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Hagen gestern eine Person gestorben. Die weibliche Patientin war über 70 Jahre alt. Insgesamt sind aktuell 17 Hagenerinnen und Hagener infiziert, 297 Personen sind bereits wieder genesen und 13 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben (Grafik: Stadt Hagen).

Corona: Keine Veränderungen

25. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona in Hagen: Zahl der Infizierten geht zurück

24. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona in Hagen – Stand: 23.05., 0:00 Uhr

23. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona: Nur noch 29 aktuell Infizierte in Hagen

22. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona in Hagen: Weiterer Todesfall

21. Mai 2020

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Hagen gestern eine weitere Person gestorben. Die weibliche Patientin war über 80 Jahre alt.

Insgesamt sind aktuell nur noch 39 Hagenerinnen und Hagener am Coronavirus erkrankt, der niedrigste Wert seit dem 21. März. Daneben gibt es 274 genesene und zwölf in Verbindung mit dem Coronsvirus verstorbene Personen (Grafik: Stadt Hagen).

OB Schulz: „Absolutes Unverständnis“

21. Mai 2020

Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe stoppt Coronatests der Gesundheitsämter

Geschlossen: Corona-Drive-In auf dem Altenhagener Friedensplatz (Foto: Clara Berwe, Stadt Hagen)

Seit dem gestrigen Mittwoch können Gesundheitsämter für Kassenpatienten keine Untersuchungen auf COVID-19 mehr direkt über die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), das heißt über die Krankenkassen, abrechnen.

Dieser unvorbereitete und überraschende Schritt bedeutet für die Stadt Hagen, dass sich möglicherweise erkrankte Hagenerinnen und Hagener nicht mehr nach dem gewohnten Prozedere durch das Gesundheitsamt auf das Virus testen lassen können.

„Dieser plötzliche Kurswechsel der Kassenärztlichen Vereinigung ist im Krisenstab auf absolutes Unverständnis gestoßen“, sagt Oberbürgermeister Erik O. Schulz in seiner Funktion als Leiter des Krisenstabs der Stadt Hagen. „Gerade zum Zeitpunkt der allmählichen Lockerungen ist es ganz bestimmt das falsche Signal, von unserem bewährten Testsystem zum Nachteil der Patienten und Hausärzte abzuweichen.“

„Wir bedauern sehr, dass wir unser bisheriges erfolgreiches Vorgehen so abrupt beenden müssen“, sagt Dr. Claudia Sommer, Leiterin des Gesundheitsamtes. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Gesundheitsämter bewusst durch die Kassenärztliche Vereinigung aus der großflächigen Testung der Bevölkerung herausgenommen wurden.“ Die angemessene und qualifizierte Diagnostik ist nun alleine den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten übertragen worden.

„Wir prüfen derzeit über unser Rechtsamt, ob das Vorgehen der KVWL rechtlich in Ordnung ist“, sagt Oberbürgermeister Schulz. „Mitten in der Corona-Pandemie wird ausgerechnet die Behörde geschwächt, die für den Infektionsschutz und somit für den Schutz unserer Stadtbevölkerung zuständig ist. Über den Deutschen Städtetag wenden wir uns in dieser Angelegenheit an die Gesundheitsminister von Land und Bund.“

Bisher hatte das Gesundheitsamt der Stadt Hagen in guter Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung und den Hagener Hausärzten nach erfolgter Terminvereinbarung Testungen auf Coronaviren im Drive-In-Center – oder bei nicht automobilen Bürgern – Testungen über einen Hausbesuch durchgeführt.

Dieses bislang erfolgreiche Vorgehen muss ab sofort umgestellt werden: Personen, die coronatypische Symptome wie Husten, Fieber oder andere Erkältungssymptome haben, wenden sich an ihren Hausarzt. Die Hausärzte müssen entweder selbst die Testungen auf Coronaviren durchführen oder einen Termin im Behandlungszentrum der KVWL vereinbaren.

Außerhalb der Ärztesprechzeiten rufen Betroffene bei gesundheitlichen Beschwerden, die keinen Aufschub zulassen, bitte den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Telefon 116 117 an. Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist erreichbar montags, dienstags und donnerstags von 18 Uhr bis zum Folgetag um 7 Uhr, freitags und mittwochs ab 13 Uhr bis um 7 Uhr am Folgetag und am Wochenende durchgängig. Bei akuten schweren Krankheitsverläufen sollte die Leitstelle der Feuerwehr unter Telefon 112 verständigt werden.

Das Gesundheitsamt testet nur noch in besonderen Fällen, die sich aus dem Infektionsgeschehen ergeben. Die Hotline des Gesundheitsamtes wird keine Termine für eine Testung mehr vergeben können. Die Mitarbeiter beraten allerdings weiterhin ratsuchende Bürgerinnen und Bürgern unter Telefon 02331/207-3934 und beantworten fachliche Fragen. Ab Montag, 25. Mai, ist die Hotline von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr erreichbar.

Corona: Ordnungsamt ermittelt 130 Verstöße

20. Mai 2020

Corona-Statistik Hagen, Stand: 20.05., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Rund 460 kontrollierte Betriebe, 130 Verstöße und knapp 20 Ordnungswidrigkeiten: Das ist die Einsatz-Bilanz des städtischen Ordnungsamtes der vergangenen Tage.

Bei den Kontrollen der etwa 460 Betriebe aus Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk und Dienstleistung entdeckten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 130 vereinzelte Verstöße, überwiegend gegen die Mundschutz-Tragepflicht in den jeweiligen Verkaufs- und Geschäftsstellen.

In etwa 20 Fällen stellte das Ordnungsamt Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten: Dabei handelte es sich entweder um wiederholte Verstöße, bei denen sich Betreiber trotz vorheriger Belehrung nicht an die Maßnahmen halten wollten oder um uneinsichtiges Verhalten. Je nach Art und Schwere der Ordnungswidrigkeit liegt das Bußgeld hier regelmäßig bei 1.500 bis 2.500 Euro.

Besuche in Krankenhäusern ab 2. Juni möglich

20. Mai 2020

Nach enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Feuerwehr der Stadt Hagen teilen die Hagener Krankenhäuser mit, dass Besuche unter bestimmten Auflagen in allen Häusern voraussichtlich ab Dienstag, 2. Juni, wieder möglich sind.

Das gemeinsame Hygiene- und Infektionsschutzkonzept sieht vor, dass jeder Patient zwei Kontaktpersonen benennen kann, die jeweils einen Ausweis erhalten. Pro Patient und Tag darf eine Person für eine Stunde zwischen 14 und 18 Uhr zu Besuch kommen. Es erfolgt eine Eingangskontrolle. Die Besuchsfolge in den Krankenzimmern kann nicht organisiert werden. Die Regeln gelten für alle Hagener Krankenhäuser.

Corona-Statistik – Stand: 19.05., 0:00 Uhr

19. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Siehe dazu auch:

Kampf gegen das Coronavirus:
Die zehn größten Städte im Ruhrgebiet im Vergleich

Dortmund als größte Stadt im Ruhrgebiet mit knapp über 600.000 Einwohnern kommt auf einen ebenfalls relativ niedrigen Wert an Infizierten. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Eine wesentliche Erklärung ist laut Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamts in Dortmund: Sein Amt habe schlichtweg ausreichend Personal im Infektionsschutz, um eine solche Krise stemmen zu können. „Das ist auch sehr sinnvoll, wenn wir in einem solchen Fall in der Lage sein sollen, die Bevölkerung von Anfang an zu schützen“, sagte er jüngst.

In Dortmund wurde also gut und viel getestet. Infizierte konnten dadurch isoliert werden. In einer Nachbarkommune Dortmunds – mutmaßlich Hagen, habe man laut Renken nur zwei Gesundheitsaufseher zur Verfügung. Und siehe da: Hagen mit seinen rund 188.000 Einwohnern rangiert auf den unteren Rängen der zehn größten Städte im Ruhrgebiet.

Zum Vergleich: Seit Beginn der Pandemie zählt Dortmund (Stand 18. Mai 2020) 723 bestätigte Corona-Fälle bei einer Einwohnerzahl von knapp über 600.000. In Hagen sind es 317 Fälle. Dabei hat die Stadt weniger als ein Drittel der Einwohner von Dortmund. (…)

Quelle: Ruhr24

Corona in Hagen: Keine Neuerkrankten mehr

18. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Helling-Plahr (FDP) stimmt gegen Corona-Schutz

18. Mai 2020

Ansichten von FDP- und AfD-Wählern ähneln sich

Die in Hagen nicht gewählte, sondern über die Landesliste der FDP ins Parlament gerutschte Abgeordnete Katrin Helling-Plahr hat am Donnerstag bei einer namentlichen Abstimmung im Deutschen Bundestag gegen weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie votiert.

Auf ihrer Homepage verkündet Helling-Plahr dagegen vollmundig: „Alle Fraktionen haben vereinbart, die Situation nicht für parteipolitische Profilierung zu nutzen, sondern gemeinsam zur Bewältigung der Pandemie beizutragen.“ Das war wohl nur für’s Schaufenster gedacht.

Der Gesetzesentwurf der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD fordert die Bundesregierung auf, weitere Maßnahmen zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie einzuleiten. Dabei schließt das Gesetz am gleichnamigen ersten Gesetz an und fordert unter anderem eine dauerhafte Meldepflicht von COVID-19-Infektionen sowie die Kostenübernahme der Tests durch die Krankenversicherungen.

Dafür werde beispielsweise eine Weiterentwicklung und Präzisierung des Infektionsschutzgesetzes gefordert. In diesem solle unter anderem eine gesetzliche Meldepflicht von COVID-19-Infektionen, der Genesung und auch von negativen Testergebnissen verankert werden. Außerdem sollen die vorgesehen Tests symptomunabhängig von der gesetzlichen Krankenversicherung und dem öffentlichen Gesundheitsdienst übernommen werden. Damit werden diese auch präventiv möglich. Kritiker lobten diesen Schritt als überfällig.

Hinsichtlich der bevorstehenden Grippezeit werden zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und des Gesundheitssystems getroffen. Um eine Doppelbelastung von Influenza- und COVID-19-Patienten zu vermeiden, solle ausreichend saisonaler Grippeimpfstoff für die Grippesaison 2020/21 beschafft werden.

Außerdem sollen Krankenhäuser weitergehend bei der Abrechnung entlastet werden. Dazu soll auf das Erreichen bestimmter Mindestmerkmale aus dem Operationen- und Prozedurenschlüssel bei der Prüfung der Abrechnung verzichtet werden. Darüber hinaus übernimmt der Bund die Kosten für europäische Intensivpatienten, die in deutschen Krankenhäusern wegen mangelnder Kapazität im Heimatland behandelt werden.

Im Bereich der Pflege sollen sowohl die Pflegerinnen von Angehörigen als auch die Pfleger in Pflegeeinrichtungen finanziell entlastet werden. So werde es eine Verpflichtung für Pflegeeinrichtungen zur Zahlung von „gestaffelten Sonderleistungen (Corona-Prämien) an ihre Beschäftigten“ geben.

Für den Fall, dass Beschäftigte einen nahen Angehörigen mit Coronaerkrankung pflegen müssen, kann diesen bis zu 10 Tage Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatz gewährt werden.

Das war offenbar zuviel der Zumutungen für die Wirtschaftsliberalen. Die Wählerschaft der FDP ähnelt nicht nur in Bezug auf die Corona-Pandemie der Klientel der AfD.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des Nachrichtenmagazins Der Spiegel zu den Demonstrationen von Aluhüten, Impfgegnern und Rechtsextremisten gegen die Corona-Beschränkungen wird das ziemlich deutlich: „Besonders viele Wähler der AfD, rund 77 Prozent, zeigen Verständnis für diejenigen, die ihren Unmut auf der Straße kundtun. Aber auch in der Gruppe der FDP-Anhänger findet mit fast 53 Prozent eine Mehrheit die Proteste in Ordnung.“

Rückblende: H1N1 – die „Schweinegrippe“

18. Mai 2020

Corona ist nicht die erste Seuche, die auch die Stadt Hagen ereilte. 2009 war es der H1N1-Virus, die sogenannte „Schweinegrippe“. In Deutschland wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) von April 2009 bis Anfang Mai 2010 insgesamt rund 226.000 bestätigte Fälle der Neuen Grippe und 250 ihr zurechenbare Todesfälle übermittelt. Im Vergleich: Die Zahl der Corona-Infizierten liegt bis jetzt bei etwa 175.000, ca. 7900 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus verstorben.

DOPPELWACHOLDER.DE berichtete damals:

Schweinegrippe auf der OB-Etage?

Städtische Bedienstete in Hagen, die die schönste Zeit des Jahres in Mexiko oder den USA verbringen, dürfen nach ihrer Rückkehr eine weitere Woche lang zu Hause bleiben. Grund des Sonderurlaubs: die Schweinegrippe.

„Wir halten diese Regelung für schwachsinnig”, wettert Personalratsvorsitzender Günter Brandau, dessen dem OB bereits seit sechs Wochen vorliegenden Rückfragen bis heute unbeantwortet blieben.

Quelle: DerWesten (nicht mehr abrufbar)

Gesundheitsamt kapituliert vor H1N1 – Virus

Der Leiter des Gesundheitsamtes in Mülheim Georg Ohde gab gegenüber der WAZ am 21.07.2009 an: „Bei einigen Menschen zeigten sich nur leichte oder gar keine Symptome der Schweinegrippe, sie steckten sich also mit dem Virus an ohne es zu merken. Deshalb haben wir es aufgegeben die Kranken zu isolieren.“

In Hagen ist man anderer Meinung. Hier werden sogar die Kontaktpersonen von Infizierten für eine Woche in häusliche Quarantäne gesteckt. (WP 20.07.2009) (…)

Quelle: DOPPELWACHOLDER.DE

Verlängert Pandemie die Schulferien?

Am Dienstag soll entschieden werden, ob wegen der zurzeit sich vermehrt ausbreitenden Schweinegrippe, die Schulferien in NRW verlängert werden.

Virus Experten fordern dies. Sie befürchten wegen der Urlaubsrückkehrer eine dramatische Verbreitung des H1N1 Virus. Kinder haben ein anderes Sozialverhalten. Sie fassen sich beim Spielen viel häufiger an. Um festzustellen ob sich jemand mit dem Virus angesteckt hat, reicht eine Woche Ferienverlängerung aus. (…)

Quelle: DOPPELWACHOLDER.DE

Corona-Lage in Hagen – Stand: 17.05., 0:00 Uhr

17. Mai 2020

Nur noch 47 akute Fälle. Grafik: Stadt Hagen.

Corona in Hagen – Stand: 16.05., 0:00 Uhr

16. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona-Hotline und „Hagen Direkt“ passen Sprechzeiten an

15. Mai 2020

Die aktuelle Corona-Statistik – Stand: 15.05., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Die Anzahl der Anrufe bei der Stadt Hagen rund um das Coronavirus sind im Vergleich zu den Anfangszeiten deutlich zurückgegangen. Das Gesundheitsamt passt seine Sprechzeiten dem Beratungsbedarf der Hagenerinnen und Hagener nun an.

Ab dem kommenden Wochenende stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 15 Uhr unter Telefon 02331/207-3934 für medizinische Fragen zum Coronavirus zur Verfügung. Personen, die befürchten, am Virus erkrankt zu sein, erhalten am Telefon eine Beratung und, falls nötig, einen Termin für einen Test.

Für allgemeine Fragen rund um die Pandemie steht „Hagen Direkt“, die Telefonhotline der Stadt Hagen, unter 02331/207-5000 montags bis mittwochs von 8 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 15 Uhr zur Verfügung.

Aktuelle Corona-Zahlen für Hagen

14. Mai 2020

Seit gestern gibt es eine Neuerkankung und 8 genesene Personen in Hagen. Für einen aktuellen Coronafall hat sich außerdem die Zuständigkeit auf ein anderes Gesundheitsamt übertragen, daher taucht dieser Fall nicht mehr in der Hagener Statistik auf (Grafik: Stadt Hagen).

Corona-Statistik – Stand: 13.05., 0:00 Uhr

13. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona in Hagen – Stand: 12.05., 0:00 Uhr

12. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Besuche in Hagener Krankenhäusern frühestens ab 20. Mai möglich

12. Mai 2020

Die Hagener Krankenhäuser erarbeiten zurzeit in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Hagen ein gemeinsames Hygiene- und Infektionsschutzkonzept, um frühestens ab Mittwoch, 20. Mai, wieder Besuche in den Hagener Krankenhäusern unter bestimmten Voraussetzungen zu ermöglichen.

Für alle Häuser sollen dann die gleichen Regeln gelten. Bis zu diesem Termin gilt weiter ein Besucherstopp mit den bisher bekannten besonderen Ausnahmen.

Corona: Widersprüchliche Angaben

11. Mai 2020

Während das Hagener Gesundheitsamt auch in seiner heutigen Corona-Statistik (Stand: 11.05., 0:00 Uhr) 9 Verstorbene angibt, nennen sowohl das Robert-Koch-Institut als auch das Gesundheitsministerium NRW bereits seit dem gestrigen Sonntag 10 Fälle, in denen Erkrankte in Verbindung mit dem Virus verstorben sind (Grafik: Stadt Hagen).

Corona-Statistik Hagen – Stand: 10.05., 0:00 Uhr

10. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona in Hagen – Stand: 09.05., 0:00 Uhr

9. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Hagener Corona-Statistik: 12 Neuinfizierte

8. Mai 2020

Gegenüber dem Vortag hat sich die Anzahl der Geheilten um 4 erhöht. Da aber auch 12 Neuinfizierte hinzugekommen sind, ist die Rate der aktuellen Fälle um 8 gestiegen (Grafik: Stadt Hagen).

Erleichterungen für Bewohner und Angehörige

8. Mai 2020

Besuche in Behinderteneinrichtungen und Pflegeheimen ab Sonntag wieder möglich

Eine Nachricht, auf die zahlreiche Angehörige sehnsüchtig gewartet haben: Ab kommenden Sonntag, 10. Mai, sind unter Auflagen Besuche in Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen wieder möglich.

Der Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen weist allerdings darauf hin, dass Besuche auf jeden Fall mit der jeweiligen Einrichtung im Vorfeld abzustimmen sind und die Einrichtungen zum Schutz der Bewohner individuelle Regelungen treffen können. Es wird zudem definitiv nicht möglich sein, dass alle Angehörigen bereits am 10. Mai einen Besuchstermin erhalten.

Eine Abfrage des Fachbereichs unter den Hagener Einrichtungen hat ergeben, dass nicht alle bereits am Sonntag einen Angehörigenbesuch ermöglichen, da so kurzfristig die Anforderungen zum Schutz der Bewohner nicht ausreichend umgesetzt werden können. Die betroffenen Angehörigen sind in diesen Fällen allerdings informiert und Besuchsabsprachen für die kommende Woche vereinbart worden. Darüber hinaus besteht für ein Pflegeheim weiterhin eine Quarantäne-Anordnung, so dass hier Besuche generell nicht erlaubt sind.

Die ab Sonntag geltenden Vorgaben sehen täglich einen Besuch pro Bewohner mit zwei Personen für zwei Stunden vor. Hierbei handelt es sich um maximale Vorgaben – jede Einrichtung kann individuelle Regelungen vorgeben.

Um möglichst vielen Bewohnern den Besuch eines Angehörigen bereits am 10. Mai zu ermöglichen, werden an diesem Tag nur kurze Besuche möglich sein. Besucher sollten unbedingt einen eigenen Mund-Nasen-Schutz dabei haben und auf die Einhaltung von Mindestabständen und den Anweisungen der Mitarbeiter vor Ort achten.

Auf der einen Seite stellen die kurzfristigen Lockerungen eine große Erleichterung für Bewohner und Angehörige dar, auf der anderen Seite sind sie für die Einrichtungen und ihre Mitarbeiter angesichts der kaum vorhandenen Zeit zur Vorbereitung eine enorme Herausforderung. So muss unter anderem Personal aus dem „Frei“ geholt werden, um Angehörige in Empfang nehmen zu können, Kontaktdaten zu erheben, Einweisungen vorzunehmen oder die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zu kontrollieren.

Corona-Fälle in Hagen – Stand: 06.05., 0:00 Uhr

6. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona: Stabil – aber keine Entwarnung

5. Mai 2020

Die Zahl der aktuellen Infektionen in Hagen bewegt sich auf einem Niveau ohne große Ausreißer. Das Gesundheitsamt gibt gleichwohl keine Entwarnung: Aktuell gebe es vor allem Ansteckungen innerhalb von Familien und im medizinischen Kontext. Aus den konstanten Zahlen der letzten Tage lasse sich keine Prognose für die Zukunft abgeben. Die Fallzahlen könnten sich schnell wieder ändern (Grafik: Stadt Hagen).

Coronavirus: Zwei Todesfälle am Wochenende

4. Mai 2020

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus sind in Hagen am Wochenende zwei Personen gestorben. Die beiden männlichen Patienten waren über 80 Jahre alt und mehrfach vorerkrankt (Grafik: Stadt Hagen).

Corona: Weiterer Todesfall in Hagen

3. Mai 2020

Stand: 03.05., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen

Corona in Hagen – Stand: 02.05., 0:00 Uhr

2. Mai 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona in Hagen – Stand: 30.04., 0:00 Uhr

30. April 2020

Grafik: Stadt Hagen

Corona-Statistik: Keine Neuinfizierten

29. April 2020

Stand: 29.04.2020, 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Corona-Symptome? Anruf beim Gesundheitsamt!

28. April 2020

Die aktuelle Corona-Statistik. Grafik: Stadt Hagen.

Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich bei Krankheitssymptomen wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Atemnot mit der Corona-Hotline unter 02331/207-3934 in Verbindung zu setzen, um einen Termin für einen Test auf das Virus zu vereinbaren.

Die Sprechzeiten der Hotline sind montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 8 bis 18 Uhr. Nach einem telefonischen Beratungsgespräch wird, wenn nötig, ein Termin im Coronatestzentrum auf dem Friedensplatz in Altenhagen vereinbart. Durch das „Drive In“-System können viele Menschen unter hygienischen Bedingungen getestet werden. Die vorherige Terminabsprache mit dem Gesundheitsamt ist dabei zwingend notwendig.

Aktuelle Corona-Zahlen für Hagen

27. April 2020

Stand: 27.04.2020, 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen


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