Archive for Oktober 2018

Ballettdirektor Alfonso Palencia muss Hagen verlassen

31. Oktober 2018

Das Theater Hagen kommt nicht zur Ruhe. Der neue Intendant Francis Hüsers verlängert den Vertrag von Ballettdirektor Alfonso Palencia nicht, wie jetzt bekannt wurde. (…)

„Wir sind in großer Sorge um die Zukunft der Sparte“, unterstreicht Sylke Feldberg als Geschäftsführerin der Ballettfreunde. „Eine Interimslösung wäre der Tod der Sparte, dann wäre die Arbeit, die Ricardo Fernando 14 Jahre lang geleistet hat, hinfällig.“ (…)

Während Entlassungen auch von Führungskräften im Rahmen eines Intendantenwechsels als üblich gelten, hat Francis Hüsers in Sachen Ballett bisher einen Schlingerkurs gesteuert. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

Presseerklärung aus dem Theater Hagen

Der mit der Spielzeit 2017/18 zunächst für ein Jahr zum Ballettdirektor am Theater Hagen ernannte Alfonso Palencia, der nun bereits in seiner zweiten Spielzeit in dieser Funktion tätig ist, und der ebenfalls seit Sommer 2017 als Intendant des Theaters Hagen arbeitende Francis Hüsers werden ihre Zusammenarbeit in dieser Form zum Ende der laufenden Spielzeit 2018/19 beenden. Gründe hierfür sind künstlerisch-programmatische Differenzen.

Die Tanz-Compagnie wurde bereits über diese Entscheidung informiert, alle Tänzer sind eingeladen, trotz des Wechsels der Ballettdirektion über die Spielzeit 2018/19 hinaus am Theater Hagen zu bleiben.

Erste Sondierungen zur Neubesetzung der Ballettdirektion zur Spielzeit 2019/20 sind bereits aufgenommen. Sobald hierzu verbindliche Absprachen getroffen sind, wird eine entsprechende öffentliche Verlautbarung erfolgen.

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Hagener CDU und SPD reagieren auf politischen Beben im Bund

31. Oktober 2018

Die CDU und die SPD schwanken nach der Pleite bei den Hessen-Wahlen. Die Hagener Führungsfiguren äußern sich zum Thema. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: „Nur Wischi-Waschi“ nennt WPWR-Autor Mike Fiebig in seinem Kommentar zutreffend die Stellungnahmen der lokalen „Führungsfiguren“:

Politisches Beben – Lokale Führungsfiguren ohne Haltung

Quelle: wp.de

Duisburger Museum Küppersmühle zeigt große Emil Schumacher-Retrospektive

31. Oktober 2018

Der Hagener Künster Emil Schumacher zählt zu den wichtigsten Protagonisten der deutschen Nachkriegsabstraktion. Das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg widmet dem mehrfachen Documenta- und Biennale-Teilnehmer unter dem Titel „Inspiration und Widerstand“ eine umfassende Retrospektive.

Vom 15. November bis 10. März zeigt das Haus mehr als 80 Arbeiten aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Ausgehend von frühen figurativen Bildern und Schumachers Weg zur abstrakten Malerei, werden schwerpunktmäßig großformatige Gemälde aller Schaffensphasen des Künstlers vorgestellt. Ausgewählte Gouachen ergänzen die Schau.

ICE hält 2019 sechs Monate lang nicht in Hagen

30. Oktober 2018

SIHK irritiert über fehlende Kommunikation der Deutschen Bahn

Starke Irritationen löst die geplante weitestgehende Einstellung der ICE-Anbindung Hagens an die Bundeshauptstadt von Mitte März bis Mitte Oktober 2019 bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) aus.

Private Recherchen im Fahrplan der Deutschen Bahn hatten ergeben, dass bis auf eine abendliche Verbindung von Berlin nach Hagen kein ICE auf dieser Strecke in der Volmestadt halten wird. „Am meisten ärgert uns hierbei die fehlende Kommunikation der Bahn. Es kann nicht sein, dass nur zufällig bei dem Versuch, eine Zugverbindung zu buchen, auffällt, dass Hagen als ICE-Halt gestrichen wurde“, zeigt sich SIHK-Geschäftsbereichsleiter Christoph Brünger enttäuscht.

Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die stündliche ICE-Anbindung in den letzten Monaten hätte den Verantwortlichen bewusst sein müssen, welch große Bedeutung diese Anbindung für die Region hat.

Auch wenn in diesem Falle eine Baustelle der Grund ist und der Ausfall zeitlich befristet, hätte man dieses seitens der Deutschen Bahn frühzeitig mitteilen müssen. „So stellt sich auch die Frage, warum wieder Hagen abgeschnitten wird“, so Brünger. „Außerdem hoffen wir, dass ab Oktober, wie im Fahrplan schon jetzt ersichtlich, die stündliche Anbindung wieder gesichert ist.“

Mehrheit der Hagener für Dieselfahrverbot

30. Oktober 2018

Die Mehrheit ist nicht überwältigend, aber immerhin: Laut einer aktuellen Umfrage von Radio Hagen sprachen sich 52 Prozent der Teilnehmer für ein Dieselfahrverbot in der Hagener Innenstadt aus, 48 Prozent waren dagegen.

Nach Angaben des Senders ist das Ergebnis repräsentativ für die Internet nutzende Bevölkerung.

Jazztipp: Sofia Jernberg in der Villa Post

30. Oktober 2018

Der 41. SOUNDTRIP-NRW steht an mit der fantastischen Stimmkünstlerin Sofia Jernberg aus Schweden (Foto: Veranstalter). Sie ist am Mittwoch, 31. Oktober um 20:00 Uhr in der Villa Post der VHS, Wehringhauser Str. 38, 58089 Hagen zu hören. In ihrem Konzert der Soundtrips NRW werden Martin Verborg (Violine), Hagen, und Carl Ludwig Hübsch (Tuba), Köln, mitwirken.

Die von ihr verwendeten Stimmtechniken scheinen einer konventionellen Gesangsästhetik völlig entgegenzulaufen, ob sie nun mysteriös klingende Spaltklänge, non-verbales Gebrabbel, tonlosen oder verzerrten Gesang zu Gehör bringt.

Dabei ist sie mit dem traditionellen Repertoire der Stimme vertraut und eine gefragte Interpretin z.B. von Schönbergs „Pierrot Lunaire“ aber auch von eigens für sie geschriebenen aktuellen Parts.

Auch als Komponistin ist Jernberg sehr aktiv. Sie schrieb Stücke unter anderem für das Stockholm Jazz Festival oder das Trondheim Jazz Orchestra. Als Improvisatorin zelebriert sie zusammen mit prägnanten Spielerinnen und Spielern aus aller Welt den Klang des Jetzt.

Schicht im Schacht

30. Oktober 2018

In Hagen wurde in 70 Zechen malocht

Im Ruhrgebiet spielt der Bergbau-Standort Hagen bislang eine wenig beachtete Rolle. Dabei wurde hier einst in 70 Zechen malocht. (…)

„Der Raum Hagen war spätestens seit der Frühen Neuzeit nicht nur als Standort der Metallverarbeitung, sondern auch für die Gewinnung von Bodenschätzen bedeutsam“, erklärt der Hagener Chef-Historiker Ralf Blank. Im Bereich des in der Region anstehenden mitteldevonischen Massenkalks seien verschiedene Metallerze, wie Eisen, Kupfer und Blei, in unterschiedlicher Qualität vorhanden. Im Norden der Stadt treten in den Schichten des unteren Oberkarbons entlang des Ruhrtals an verschiedenen Stellen auch Steinkohleflöze zu Tage. (…)

Quelle: wp.de

Keine Erkenntnisse, Annahmen und unbekannte Einflüsse

29. Oktober 2018

Geplanter Einbahnstraßenring kann akute Hagener Luftprobleme nicht lösen

Durch größeren Einfallsreichtum sind unsere Hagener Politikgrößen in der Vergangenheit nicht besonders aufgefallen. Jetzt aber, wo es um die Verhinderung von Fahreinschränkungen für Dieselfahrzeuge geht, entfalten sie eine ungeheuere Kreativität.

Mooswände und Riesenventilatoren sollen angeblich für eine Verbesserung der Luftverhältnisse sorgen. Ergänzend werden von den Lobbygruppen der Wirtschaft Horrorszenarien aufgebaut, nach denen Handwerker angeblich nicht mehr in Sperrzonen einfahren dürfen. Die CDU zweifelte zuletzt die rechtmäßige Platzierung der Messstationen an. Alles Kokolores.

Das maßgebende Urteil des Bundesverwaltungsgerichts lässt ausdrücklich Ausnahmen für Anlieger und Versorger zu, und die Vermutung unzulässiger Standorte der Messpunkte hat sich, wie zu erwarten war, als gegenstandslos herausgestellt. Der plötzliche Aktionismus der Interessengruppen soll nur davon ablenken, dass die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung acht Jahre lang geglaubt haben, geltendes Recht durch simple Nichtbeachtung außer Kraft setzten zu können.

Das hat sich voraussehbar als Fehlspekulation erwiesen, aber offensichtlich herrscht in diesen Kreisen auch nach diversen Folgeurteilen der Glaube vor, das Problem weiter aussitzen zu können. Während alle bisher ergangenen Entscheidungen der Gerichtsbarkeit auf eine möglichst umgehende Verbesserung der Luftqualität abzielen, sollen solche Maßnahmen in Hagen allem Anschein nach weiter auf die lange Bank geschoben werden. Zum Nachteil aller Bürger, die unter den schlechten Luftverhältnissen leiden.

In diesen Kontext passt auch der jüngste Vorschlag der Hagener Stadtverwaltung, der am kommenden Dienstag (30.10.2018) im Ausschuss für Umwelt und Mobilität beschlossen werden soll.

Die Verwaltung strebt einen „Umbau des Innenstadtringes in ein Einbahnstraßensystem“ an und erwartet, diese Maßnahme „prioritär zu behandeln“.

Diese sehr umfangreiche Maßnahme erscheint aus Sicht der Fachverwaltung als eine derjenigen Maßnahmen, die tatsächlich einen sehr hohen Wirkungsgrad haben. Allerdings mit einer wesentlichen Einschränkung: „Wegen des enormen planerischen und letztlich auch bautechnischen Umfanges der Maßnahme werden allerdings hier keine kurzfristigen Ergebnisse zu erwarten sein.“ Allein für die Planung rechnet die Verwaltung mit einem Zeitraum von mindestens zwei Jahren.

Also genau das Gegenteil aller bisher in der Sache ergangenen Urteile, die eben „kurzfristige Ergebnisse“ verlangen, da die einschlägigen Grenzwerte bereits seit 2010 missachtet werden.

Selbst der umstrittene „Masterplan Mobilität“, der vor der Sommerpause vom Stadtrat im Schweinsgalopp verabschiedet wurde und auf den sich die Verwaltung jetzt beruft, sieht die Umwandlung des Innenstadtrings in eine Einbahnstraße kritisch, den „hohen Wirkungsgrad“, von dem die Verwaltung spricht, sucht man dort vergebens:

„Zu beachten ist aber, dass der Verkehr lediglich von den betroffenen Verkehrswegen verdrängt wird. Eine Verkehrsvermeidung kann durch eine solche Maßnahme nicht erzielt werden. Negativ auswirken werden sich in jedem Fall die teilweise enorm verlängerten Wege durch die Stadt Hagen, welche auch die Verdrängungen auf die umliegenden Straßen bewirken. Da der Innenstadtring nur noch in eine Richtung befahren werden kann, werden die Wege entweder länger oder die Verkehrsteilnehmer weichen auf Nebenstraßen aus.“

Zwar prognostizieren die Gutachter eine Verminderung der Feinstaub- und NOx-Emissionen an den vorhandenen Messstellen Graf-von-Galen-Ring und Finanzamt, aber diese Voraussagen sind rein spekulativ, wie sie selbst einräumen:

„Bei qualitativen Bewertungen lagen keine Erkenntnisse in Form von Zahlen vor, somit wurden die Wirkungen der Maßnahmen aus diesen Steckbriefen rein qualitativ von den Experten in einem internen Workshop eingeschätzt.“

Und: „Bei einer quantitativen Abschätzung erfolgte, wenn die Daten vorlagen oder sinnvoll angenommen werden konnten, eine Abschätzung mit der Angabe von Zahlenwerten. Diese Zahlenwerte bilden aber eine reine Abschätzung mit vielen Annahmen und unbekannten Einflüssen und sollten nicht zur Kontrolle der Maßnahme herangezogen werden.“

Darauf basiert zusammengefasst die Beschlussempfehlung der Verwaltung an den Ausschuss: Keine Erkenntnisse, Abschätzungen, Annahmen und unbekannte Einflüsse.

Realistisch im Sinne einer Absenkung der Emissionen wäre wohl nur eine zweistreifige Variante der Einbahnlösung. Die böte den erforderlichen Platz für gegenläufige Busspuren, Radwege, geräumige Gehwege und Baumalleen. Alles Dinge, denen die entscheidenden Gremien in der Vergangenheit eher weniger zugetan waren.

Um die Belastung der Atemluft kurzfristig zu vermindern, wie es die einschlägigen Urteile fordern, ist der Vorschlag der Verwaltung ungeeignet. Mittelfristig wäre die Zweispurlösung – und nur die – immerhin eines: Der Einstieg in eine andere Nutzung des öffentlichen Raums – weg von der Autozentriertheit und hin zu einer gerechteren Verteilung und umweltschonenderen Nutzung der nicht vermehrbaren Ressourse Boden.

Trotz Renovierung viele leere Läden in der Volme-Galerie

28. Oktober 2018

Die Volme-Galerie in der Hagener Innenstadt ist auch nach ihrer Renovierung vor drei Jahren durch Leerstände und fehlende Besucher geprägt. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

„Persönliche Betroffenheit fehlt“

Steuerexperte Prof. Stephan Meyering spricht über Abschreibungsmodelle und Steuertricks. Der Betriebswirt lehrt an der Fernuni Hagen. (…)

Herr Meyering, in Hagen gibt es zwei Einkaufs-Galerien, von der die eine durch starken Leerstand geprägt ist.

Durch den Bau der Rathaus-Galerie wurde das Leben aus der Volme-Galerie abgezogen. Unternehmen, die was auf sich halten, sind ‘rübergezogen, um am frischen Image zu partizipieren.

Mittlerweile stehen etwa zwei Drittel der Verkaufsflächen in der Volme-Galerie leer. Lohnt sich für den Eigentümer, der Savills Fund Management GmbH, aus steuerlicher Sicht ein hoher Leerstand?

Nein, Leerstand rechnet sich auf ein einzeln betrachtetes Objekt finanziell nicht. Allerdings sind Fonds-Halter im Besitz etlicher Immobilien. Und wenn von z.B. 100 Immobilien 80 Renditen einfahren, ist das Engagement, das für die 20 defizitären Immobilien aufgebracht wird, gering. Es gilt eben das Prinzip der Mischkalkulation. (…)

Quelle: wp.de

Hagener Orchester erinnert an Bombennacht

28. Oktober 2018

Die Hagener Philharmoniker erinnern an die Zerstörung der Stadt im 2. Weltkrieg. Ein Blick auf die Musikgeschichte Westfalens in der Nazizeit. (…)

Was macht ein Orchester, wenn die Bomben fallen? In Hagen lautet die Antwort: Weiterspielen. Obwohl die historische Stadthalle am 1. Oktober zerstört wird und das für den 3. Oktober geplante Sinfoniekonzert mithin auf Dezember verschoben werden muss, bleibt das Orchester im Dienst. Die Musiker werden nicht an die Front geschickt. Warum? Ralf Blank hat sich eingehend mit der Person des damaligen Chefdirigenten Hans Herwig beschäftigt. „1942 wurde Hagen zur Gaukulturhauptstadt des Gaus Westfalen Süd erhoben. Die Nationalsozialisten wollten unter Hans Herwig auch ein Gauorchester installieren, weil man eine eigene Provinz Südwestfalen errichten wollte. Daraus ist nichts geworden.“ (…)

Quelle: wp.de

Märchenwerkstatt zu „Der Zauberer von Oz“

28. Oktober 2018

Das Märchenensemble vor dem Lutz (Foto: Theater)

Am Donnerstag, 1. November 2018, findet im Lutz mit Beginn um 11.00 Uhr die Märchenwerkstatt zur Uraufführung von „Der Zauberer von Oz“ (märchenfantastische Geschichte zur Weihnachtszeit von Lyman Frank Baum in einer Fassung von Anja Schöne mit Musik von Andres Reukauf) statt.

Bei dieser Einführungsveranstaltung für kleine und große, junge und ältere Besucher kann man erste Einblicke in diese Produktion gewinnen. Regisseurin Anja Schöne, Bühnen- und Kostümbildnerin Sabine Kreiter, der musikalische Leiter und Komponist Andres Reukauf, Choreograph Jozsef Hajzer, Dramaturgin Anne Schröder und Theaterpädagogin Miriam Walter werden über ihre Arbeit in den letzten Wochen berichten und das neue Stück vorstellen. Mit dabei sind natürlich auch die DarstellerInnen Kristina Günther, Emanuele Pazienza, Charlotte Welling, Stefan Merten, Andreas Elias Post und Elisabeth Emmanouil, die Ausschnitte präsentieren.

Der Eintritt ist frei.

Altes Denken endet tödlich

27. Oktober 2018

Fußgänger sind in den Etagen der Entscheider noch nicht angekommen

Im Mai 2018 wurde an einem Fußgängerüberweg im Hagener Stadtteil Hohenlimburg ein 81jähriger Mann von einem Lkw überfahren und tödlich verletzt. Die in einer Kurve gelegene Kreuzung wird nach Presseberichten von Anwohnern als unübersichtlich beschrieben. Es soll deshalb schon häufiger Beinaheunfälle gegeben haben.

Wie reagiert daraufhin die Stadt Hagen? Sie verändert nicht etwa die Ampelschaltung zum Schutz der Passanten, indem beispielsweise während einer Grünphase für die Fußgänger alle Lichtzeichen für den Kraftfahrzeugverkehr auf Rot gestellt werden. Nein – die Stadt Hagen sperrt den Fußgängerübergang an der Iserlohner Straße/Mühlenbergstraße. „Aus Gründen der Verkehrssicherheit“ hängt sie die Fußgängerampel ab und blockiert den Überweg mit Bügeln und Absperrzäunen.

Die Verkehrssicherheit wurde allerdings nicht von dem Todesopfer oder anderen Fußgängern gefährdet, sondern von einem 40-Tonnen-Lkw. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie sehr die Ideologie der „autogerechten Stadt“ nach wie vor in den Köpfen der Entscheider in Politik und Verwaltung verankert ist, während der Fußverkehr als zu vernachlässigende Größe behandelt wird. Ein altes Denken, das auch tödlich enden kann.

Wer läuft, hat in Deutschland nicht nur unter Abgasen, Lärm und Enge zu leiden, sondern ist eben auch stark unfallgefährdet: Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Verkehrstoten innerorts waren zu Fuß unterwegs.

Deshalb untersuchte kürzlich das Deutsche Institut für Urbanistik im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA), wie sich die Aufmerksamkeit für den Fußverkehr erhöhen lässt und unter welchen Voraussetzungen er gezielt gefördert werden kann. Die neue Studie „Geht doch! Grundzüge einer bundesweiten Fußverkehrsstrategie“ wurde im Rahmen des 2. Deutschen Fußverkehrskongresses am 11./12. Oktober in Berlin präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Um zu Fuß gehen attraktiver zu machen, hat das UBA verschiedene Vorschläge entwickelt: beispielsweise die Verankerung der fußläufigen Erreichbarkeit im Planungsrecht, die Einführung der Regelgeschwindigkeit Tempo 30 innerorts, Erhöhung der Bußgelder für fußgängerfeindliches Verhalten oder die Festlegung baulicher Mindeststandards für Fußwege oder Ampelschaltungsphasen, bei denen die Zu-Fuß-Gehenden nicht das Nachsehen haben.

Die Ziele sind: Mehr Menschen legen mehr Wege zu Fuß zurück, der Fußverkehr wird sicherer und barrierefrei, das Thema wird mit festen Zuständigkeiten in Verwaltungen von Bund, Ländern sowie Kommunen verankert und die Aufenthaltsqualität für zu Fuß-Gehende steigt.

Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA: „Fußgängerinnen und Fußgänger sind die blinden Flecken der Verkehrspolitik. Dabei ist Gehen die natürlichste und grundlegendste Form der Mobilität. Unser Konzept zeigt, wie wir den Fußverkehr stärken können – für mehr Umweltschutz und lebenswertere Städte. Wir brauchen eine bundesweite Strategie zum Fußverkehr, wie es sie bereits in mehreren europäischen Ländern gibt.“

Das europäische Ausland hat die Bedeutung des Fußverkehrs längst erkannt. Länder wie Österreich, Schottland und Wales sowie Finnland und Norwegen fördern den Fußverkehr durch nationale Fußverkehrsstrategien. Eine bundesweite Strategie kann dazu beitragen, den maßgeblich für den Fußverkehr zuständigen Kommunen von Seite des Bundes in ihren Aufgaben zu helfen.

Sonderkonzert „Die zerstörte Stadt“

27. Oktober 2018

Am 1. November 2018 (18 Uhr) findet ein Sonderkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen unter dem Titel „Die zerstörte Stadt“ im Theater Hagen (Großes Haus) statt.

In der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 1943 erfolgte der erste Großangriff britischer Bomber auf Hagen. Hierbei wurden weite Teile der Innenstadt und der angrenzenden Vororte Wehringhausen, Eilpe und Altenhagen zerstört. Die Sachschäden waren schwerwiegend und veränderten die 200 Jahre lang gewachsene Silhouette der Stadt über Nacht grundlegend. Allerdings hatte die Stadt Glück im Unglück: Bei günstigen Wetterbedingungen und Bodensicht hätte der britische Luftangriff zweifellos noch gravierendere Auswirkungen gehabt. Diesem Bombardement fiel auch die Stadthalle am Volme-Ufer als damaliger Aufführungsort der Konzerte des Städtischen Orchesters zum Opfer.

Dieses historische Gedenkkonzert unter der Leitung von Rodrigo Tomillo erinnert an die Zerstörungen des Jahres 1943 und bringt eine Originalkomposition des damaligen Musikdirektors Hans Herwig erstmals nach mehr als 75 Jahren noch einmal zur Aufführung. Zugleich erinnert es mit „Nobilissima Visione“ von Paul Hindemith aus dem Jahr 1937 daran, dass auch im Hagen der NS-Zeit ein Aufführungsverbot für Werke von als „entartet“ eingestuften Komponisten galt. Zudem interpretiert der 1. Konzertmeister Shotaro Kageyama Bachs Violinkonzert E-Dur (Foto: Theater).

In einem Vortrag veranschaulicht der Stadthistoriker Dr. Ralf Blank die Geschehnisse in Hagen und zeigt historisches Bildmaterial, das den Kontext der Musik eindrücklich illustriert.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Hagen

Baugenehmigungsverfahren dauern in Hagen weiterhin zu lange

26. Oktober 2018

Der Stau an unerledigten Baugenehmigungsanträgen im Hagener Rathaus wird trotz einer vor gut zwei Jahren von Oberbürgermeister Erik O. Schulz angekündigten Qualitätsoffensive nicht kürzer. In einer internen Stellungnahme der Brandschutzdienststelle der Hagener Feuerwehr, die der Redaktion vorliegt, heißt es: „Mit dem vorhanden Personal können die eingegangenen Verfahren nicht abgearbeitet werden.“ (…)

Quelle: wp.de

Premiere am Sonntag: Die Eiskönigin

26. Oktober 2018

Eine TanzTheaterReise von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen

Tatiana Feldman (Eiskönigin) und Stefan Merten (Kay). Foto: Klaus Lefebvre.

Die nächste Premiere im Lutz Hagen findet am 28. Oktober 2018 (15 Uhr) statt. Auf dem Programm steht „Die Eiskönigin“ – eine TanzTheaterReise von Anja Schöne nach dem Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen (ab 5 Jahren).

Tilda und Kay sind die besten Freunde. Sie spielen jeden Tag zusammen an den Rosenhecken und träumen sich gemeinsam um die ganze Welt. Doch dann bekommt Tilda eine neue Stiefmutter, die alle die Eiskönigin nennen. Unter ihrem Einfluss beginnt Tilda sich zu verändern. Mehr und mehr verliert sie das Interesse an Kay, bis sie schließlich ohne Abschied in die Heimat der Eiskönigin in den hohen Norden zieht. Kay bleibt traurig zurück.

Doch schon bald verdichten sich die Hinweise, dass die Eiskönigin Böses im Schilde führt und Tilda in großer Gefahr schwebt. Kay nimmt all seinen Mut zusammen und begibt sich auf eine aufregende und erlebnisreiche Reise zur Eiskönigin, um seine Freundin Tilda zu retten. Unterwegs begegnen ihm viele überraschende Märchengestalten, die drohen, ihn von seiner Mission abzubringen. Doch seine große Freundschaft zu Tilda lässt ihn immer weiterreisen…

Ein ebenso spannendes wie humorvolles Theaterabenteuer, das gekonnt mit den Konventionen klassischer Märchen spielt. Durch die Verbindung von Schauspiel und Tanz entsteht zudem eine zauberhaft poetische Ebene, die das gesamte Stück durchzieht und zu einem besonderen Vergnügen für kleine und große Zuschauer macht.

In der Inszenierung von Anja Schöne, der Ausstattung von Sabine Kreiter und der Choreographie von Jozsef Hajzer spielen und tanzen: Tatiana Feldman, Stefan Merten und Helen Rademacher.

Familienvorstellungen: 1.11.; 29.12.2018; 12.1.; 13.1.; 3.2.; 10.3.2019 (jeweils 15.00 Uhr)

Schulvorstellungen: 30.10.2018; 4.2.; 11.3.2019 (jeweils 10.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hagenerin wird Stadtschreiberin in Gotha

26. Oktober 2018

Bereits seit dem Jahr 2008 vergibt die Residenzstadt Gotha jährlich mit dem „Kurd-Laßwitz-Stipendium“ einen Stadtschreiberpreis für Kinder- und Jugendbuchautoren. Nach Ausschreibung des mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Stipendiums für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019, befasste sich die vom Gothaer Stadtrat berufene Jury, unter Vorsitz von Oberbürgermeister Knut Kreuch, Anfang Oktober mit den eingegangenen Bewerbungen.

Die Entscheidung der Juroren zur Vergabe des nunmehr 12. Kurd-Laßwitz-Stipendiums fiel auf die in Hagen lebende Dr. Birgit Ebbert. Die 56-jährige ist Diplom-Pädagogin und seit 2006 freie Autorin, schreibt Kinderbücher und Romane mit historischem und lokalem Bezug, Ratgeber, Sachbücher und Lernhilfen. Im Jahre 2013 war Dr. Birgit Ebbert „Albschreiberin“ in Albstadt.

Ein Vexierspiel von Schein und Sein

25. Oktober 2018

„Pariser Leben“ – Operette von Jacques Offenbach im Theater Hagen

Die nächste Premiere im Theater Hagen (Großes Haus) findet am 27. Oktober 2018 (Beginn: 19.30 Uhr) statt. Auf dem Programm steht die Operette „Pariser Leben“ von Jacques Offenbach (Foto: Klaus Lefebvre).

Eine Reise nach Paris! Den Eiffelturm besteigen, eine Bootsfahrt auf der Seine, flanieren in den malerischen Straßen von Montmartre, Notre-Dame, der Louvre… fast könnte man meinen, Paris sei ein riesiges Freilichtmuseum. Unzählige Touristen wollen jedes Jahr die Pariser Lebensfreude, die Joie de vivre, in der Stadt der Liebe erleben …

Auch in Jacques Offenbachs 1866 in Paris uraufgeführter Operette „Pariser Leben“ möchte ein Ehepaar aus Schweden seinen Besuch in der französischen Hauptstadt nutzen, um der Langeweile seiner Ehe zu entfliehen. Während die Baronin von Gondremarck sich auf einen Besuch in der Pariser Oper freut, steht ihrem Mann der Sinn nach einem amourösen Abenteuer. Doch dann kommt alles anders: Statt im schönen 5-Sterne-Hotel landen sie in einer zweifelhaften Gegend der Stadt und schließen Bekanntschaft mit den Einheimischen. Beide verlieren sich in einem verwirrenden Vexierspiel von Schein und Sein, Liebe und Intrige …

Offenbach, der als Gründer der Gattung ‚Operette‘ gilt und dessen 200. Geburtstag 2019 gefeiert wird, hat mit diesem Werk eine schwungvolle, vitale, mitreißende und überaus unterhaltsame musikalische Komödie auf den „Mythos Paris“ komponiert.

Nach dem großen Erfolg mit der Lincke-Operette „Frau Luna“ setzen der Regisseur Holger Potocki, die Choreographin Andrea Danae Kingston und die Ausstatterin Lena Brexendorff ihre von Witz und Aberwitz geprägte Arbeit am Theater Hagen mit Offenbachs „Pariser Leben“ fort. Für die musikalische Einstudierung und Leitung zeichnet der 1. Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor Rodrigo Tomillo verantwortlich, für die Choreinstudierung Wolfgang Müller-Salow.

Es singen, spielen und tanzen: Veronika Haller, Kenneth Mattice, Richard van Gemert, Maria Klier, Boris Leisenheimer, Kristine Larissa Funkhauser, Stephan Boving, Marilyn Bennett, Tillmann Schnieders, Wolfgang Niggel, Elizabeth Pilon, Kisun Kim, Anja Frank-Engelhaupt, Verena Grammel; Chor und Statisterie des Theaters Hagen, Ballett Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 2.11. (19.30 Uhr); 7.11. (19.30 Uhr); 16.11. (19.30 Uhr); 24.11. (19.30 Uhr); 5.12. (19.30 Uhr); 27.12. (19.30 Uhr); 31.12.2018 (15.00 und 19.30 Uhr); 19.1. (19.30 Uhr); 26.1. (19.30 Uhr); 24.2. (15.00 Uhr); 23.3. (19.30 Uhr); 26.4. (19.30 Uhr); 5.5. (15.00 Uhr); 12.5.2019 (18.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Neuland

24. Oktober 2018

Hagener Grüne: Ups, Carsharing gibt’s ja auch noch

Verkehrspolitik ist für die Hagener Grünen kein großes Thema mehr. Schon im Programm für die letzte Kommunalwahl findet sich kein eigenes Kapitel mehr zu diesem umweltrelevanten Bereich. Es langte nur noch für einen schmalen Unterpunkt.

Aber jetzt haben die Grünen plötzlich das Carsharing entdeckt. Immerhin. Es handelt sich wohl um Neuland. Tauchte das Autoteilen im grünen Programm lediglich als Füllsel im Kontext der Bahnhofshinterfahrung auf („Hinter dem Bahnhof ist Platz“), stellt die Ratsfraktion aktuell einen Antrag für die kommende Sitzung des Umwelt- und Mobilitätsausschusses am 30. Oktober:

Der Umweltausschuss begrüßt die Ankündigung der Verwaltung, Maßnahmen zur Förderung des Carsharing in Hagen auflegen zu wollen, bittet um einen kurzen Sachstandsbericht, wie weit die Überlegungen gediehen sind, und beauftragt die Erstellung eines entsprechenden Konzepts bis zum 1. Quartal 2019.

Interessant ist die Begründung des Antrags, aus der hervorgeht, dass die Grünen offenbar erst auf die Erlaubnis des Oberbürgermeisters warten mussten, dem sie aufs Engste verbunden sind, um die Initiative zu ergreifen. So formulierten sie:

Im Lokalteil der Funke-Mediengruppe vom 12.09.2018 wird Stadtsprecher Michael Kaub wie folgt zitiert:

„Die Stadt will nun reagieren: ‚Zum Einen sollen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Anbietern ermöglichen, ihr Modell zu etablieren“, sagt Stadtsprecher Michael Kaub. Das heißt: Flächen sollen bereit gestellt werden und es soll Unterstützung beim Marketing geben. „Zum anderen will die Stadt Hagen aktiv auf (E-)Carsharing-Anbieter zugehen.“

Dieses begrüßenswerte städtische Vorhaben sollte – auch aus Gründen der notwendigen Maßnahmen zur Luftreinhaltung – rasch auf den Weg gebracht werden.

Das Sprachrohr des OBs gab also den Startschuss und die Fraktion folgte. Dabei hätten die Grünen bereits seit 25 Jahren – so lange gibt es Autoteilen in Hagen – Gelegenheit gehabt, Carsharing als eine alternative Möglichkeit zum völlig entgrenzten motorisierten Individualverkehr zu unterstützen. Vor allem hätte sich die Thematik seit dem inzwischen drei Jahre andauerden Dieselskandal geradezu angeboten. Aber die Hagener Grünen brauchten wohl erst das o.k. aus der OB-Etage, um sachte in die Gänge zu kommen.

Siehe dazu auch:

„Carsharing wäre wünschenswert“
Hagens Stadtspitze entdeckt plötzlich das Autoteilen

Umwelthilfe will gegen weitere NRW-Städte klagen

24. Oktober 2018

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will in weiteren Städten in Nordrhein-Westfalen Dieselfahrverbote erzwingen. Die Organisation kündigte am Dienstag in Berlin an, noch im November entsprechende Klagen für Bielefeld, Hagen, Oberhausen und Wuppertal einzureichen.

Damit würde die DUH gegen insgesamt 34 Städte in Deutschland klagen, davon 13 in Nordrhein-Westfalen. Die Umwelthilfe will erreichen, dass der Anteil an gesundheitsschädlichem Stickoxid in der Luft deutlich gesenkt wird. Ziel der Klagen sei es, noch im Jahr 2019 die Einhaltung der Grenzwerte zu erreichen, hieß es. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Grenzwerte sind bereits 2008 beschlossen worden und 2010 rechtsverbindlich in Kraft getreten. Bund, Länder und Gemeinden wie Hagen haben geglaubt, für sie gelte herrschendes Recht nicht und unterließen fast 10 Jahre lang so gut wie alles, um eine Einhaltung der Grenzwerte zu gewährleisten. Erst nachdem Gerichte gleich reihenweise Urteile gegen diesen Schlendrian fällten, setzte plötzlich hektische Betriebsamkeit ein. Allerdings viel zu spät und nur mit völlig unzureichenden Mitteln.

Kann Hagen mit finanzieller Hilfe aus Berlin rechnen?

23. Oktober 2018

Das fragten sich Mitglieder der Hagener CDU und SPD und reisten gen Osten

Die richtige Fragestellung wäre gewesen: Wann kann Hagen endlich mit finanzieller Wiedergutmachung für die Lasten rechnen, die der Stadt von den verschiedenen Bundesregierungen unter Verletzung des Konnexitätsprinzips, also ohne entsprechenden Ausgleich, aufgezwungen wurden? Nach einer Berechnung der Kämmerei vom Mai 2017 geht es dabei um den stolzen Betrag von 860 Millionen Euro (siehe: Der große Raubzug).

Diverse Delegationen sind auch schon vom seit 10 Jahren existierenden Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ in Marsch gesetzt worden. Diese Vereinigung notleidender Kommunen vertritt nach eigenen Angaben 9 Millionen Bürger. Genützt haben die Berlin-Reisen bislang wenig bis nichts (siehe: Aktionsbündnis gibt sich Wunschdenken hin), weil es das Bündnis immer vermieden hat, dieses Potential zu nutzen. Warum sollte das ausgerechnet bei einer Tour nur von Hagener Vertretern anders sein? Wer kennt in der Regiezentrale schon einen Herrn Purps oder einen Herrn Rudel?

Immerhin reichte es für einen Reisebericht mit obligatorischem Gruppenbild (Foto: SPD), den die SPD-Ratsfraktion gestern veröffentlichte:

Delegation aus CDU und SPD debattierte in der Hauptstadt mit Abgeordneten

Debattierten in Berlin über die dauerhafte Stabilisierung der Kommunalfinanzen (v.l.): Timo Schisanowski, Wolfgang Jörg, René Röspel, Elisabeth Kaiser, Christian Haase, Christoph Gerbersmann, Christoph Purps, Cemile Giousouf, Karsten Möring, Bernard Daldrup, Jörg Klepper und Claus Rudel.

Sich im politischen Berlin Gehör zu verschaffen, war bislang für hoch verschuldete  Städte wie Hagen nicht immer einfach. Mittlerweile haben aber zahlreiche gemeinsame Aktionen und Vorstöße, insbesondere aus dem Ruhrgebiet, dafür gesorgt, dass sich letztlich auch das Berliner Parlament mit den Nöten und Sorgen der strukturgebeutelten Kommunen beschäftigt hat. Im Vordergrund steht dabei die Zusicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland und die damit verbundene Frage, wie die Schere zwischen „finanzschwachen“ und „finanzstarken“ Kommunen mit Hilfe des Bundes in den kommenden Jahren, wenn sicher nicht geschlossen, aber dennoch verringert werde kann.

Ganz aktuell machte sich daher am Mittwoch eine Hagener Delegation aus Vertretern von SPD und CDU auf den Weg nach Berlin, um aus erster Hand und damit  gleich von fünf themenkompetenten Bundestagsabgeordneten (Elisabeth Kaiser, René Röspel, Bernard Daldrup von der SPD und Karsten Möring und Christian Haase von der CDU) zu erfahren, was eine Stadt wie Hagen von der Arbeit der aktuell im September eingerichteten Bundeskommission für gleichwertige Lebensverhältnisse erwarten kann.

Auf Initiative und angeführt vom Hagener Landtagsabgeordneten Wolfgang Jörg (SPD) debattierten Kämmerer Christoph Gerbersmann (CDU), Christoph Purps (CDU), Jörg Klepper (CDU), Cemile Giousouf (CDU), Timo Schisanowski (SPD) und Claus Rudel (SPD) über die damit verbundene Frage, ob und wie Kommunen bei Altschulden entlastet werden können und wie auch Hagen in Zukunft finanziell so ausgestattet wird, dass eine Neuverschuldung in Milliardenhöhe ausgeschlossen ist.

In der regen Debatte zeigte sich MdB Christian Haase besonders interessiert an den Schilderungen von Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann, der Hagens Finanzmisere trotz des erreichten Haushaltsausgleichs anschaulich darstellte und den Bundestagsabgeordneten damit einen direkten Blick auf die stark eingeschränkte Handlungsfähigkeit einer hoch verschuldeten Stadt verschaffte.

„Wir entwerfen hier sicherlich kein Gesetz allein für Hagen, sondern müssen alle regionalen Unterschiede bewerten“, machte Bernard Daldrup deutlich, dass die in der Kommission sitzenden Vertreter der Bundesregierung, aller Bundesländer und der kommunalen Spitzenverbände die Stärkung der kommunalen Handlungsfähigkeit bundesweit im Blick hätten.

Ob das aber letztendlich zu einer  Schuldenreduktion führen wird, könne aktuell nicht prognostiziert werden. Fest stehe aber, dass das Thema jetzt in insgesamt sechs Arbeitsgruppen vorangetrieben werde und man für 2019 einen Zwischen- und für 2020 einen Abschlussbericht erwarte. „Dann kommen wir nächstes Jahr wieder, um uns auf den neuesten Stand zu bringen und um erneut auf unsere kommunalen Probleme hinzuweisen“, demonstrierte Wolfgang Jörg augenzwinkernd Hartnäckigkeit der Hagener Politik.

Die wurde auch bei einem zweiten Thema belohnt. Denn die Grundsteuer, die sich wie eine gerade Linie durch den Hagener Haushalt zieht und damit eine verlässliche Einnahmequelle für die Stadt ist, muss nach einem Urteil des Bundeverfassungsgerichts reformiert werden. „Wir arbeiten daran, aber sicher nicht zum Nachteil der Kommunen“, versicherte Bernard Daldrup. Zwei Modelle ständen derzeit auf dem Prüfstand, im kommenden Jahr soll die Reform vorgesellt werden. Dass dabei die Villa am Starnberger See mit einem anderen Satz besteuert werden sollte als eine Wohnung in Hagen stehe dabei sicher nicht in Frage.

Wie funktioniert „Steuervermeidung“ und wie kann man sie vermeiden?

23. Oktober 2018

Jährlich gehen der EU Staatseinnahmen von insgesamt 1 Billion Euro verloren durch legale und illegale Steuertricks internationaler Konzerne. Durch Gewinnverschiebungen in Niedrigststeuerländer „sparen“ sie Steuern bzw. lassen sich sogar nicht gezahlte Umsatzsteuern auszahlen (Cum Cum- und Cum Ex-Geschäfte). Den Volkswirtschaften entsteht so großer Schaden.

Attac Hagen führt am Donnerstag, den 25. Oktober, ab 19:00 Uhr im Kulturzentrum Pelmke eine Veranstaltung zu diesem Thema durch. Thomas Eibl von der Attac-Arbeitsgruppe Finanzmärkte und Steuern wird die Steuerstrategien zur „legalen“ Steuervermeidung multinationaler Konzerne wie IKEA oder APPLE näher betrachten. Nach einem Rückblick auf die Diskussion um die Panama- und die Paradise-Papers als auch die erneut drohende Finanzkrise geht der Referent auf die Steuerhinterziehung von Großverdienern ein.

Und zugleich wird er folgenden Fragen nachgehen: Warum versprechen Politiker dagegen vorzugehen, tun aber wenig? Was könnte man tun? Ist Europa das Hindernis? Wie kann eine „richtige“ Steuerpolitik aussehen?

Thomas Eibl wird die steuerpolitischen Vorschläge von Attac vorstellen und darüber diskutieren.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Attac Hagen und dem Kulturzentrum Pelmke. Eintritt frei.

Hohenlimburg: Mittel für Lenne-Renaturierung genehmigt

23. Oktober 2018

Das größte Öko-Projekt in der Geschichte der Stadt Hagen, die Lenneauen-Renaturierung, kann bald starten. Die Bezirksregierung Arnsberg hat die beantragten Mittel genehmigt. „Die Verteilung der Gelder hat eine Umstellung der drei Bauabschnitte zur Folge. Mit den Mitteln für das Jahr 2018 kann aber noch keine Bauausführung erfolgen“, so Alexander Horn, Fachleiter Gewässer der Wirtschaftsbetriebe Hagen (WBH), der das Projekt leitet. (…)

Quelle: wp.de

„Schnittstellen“ im Kunst- und Atelierhaus Hagen

23. Oktober 2018

Experimentelle Collagen und Scherenschnitte von Jacobsen und Völlmecke

Am 4. November 2018 wird es schnittig in der Galerie des ehemaligen Hotel Danne. In ihrer Ausstellung „Schnittstellen“ präsentieren Susan Jacobsen und Martin Völlmecke mit experimentellen Collagen und Scherenschnitten unterschiedliche Arten mit Papier umzugehen.

Nach einer gemeinsamen Ausstellung 2007 führen die beiden Gründungsmitglieder in diesem Jahr ihre Arbeiten wieder in einer Präsentation zusammen. „Die Schnittstelle ist der Teil eines Systems, welcher der Kommunikation dient“, so der Gedanke der Künstler, deren persönliche Schnittstelle das Kunst- und Atelierhaus und der künstlerische Austausch ist.

„Seit Jahren widme ich mich wieder intensiv dem Thema Scherenschnitt in seiner klassischen und modernen Form“, berichtet Völlmecke. Seine Blüten und Blätter, organischen und geometrischen Formen bis hin zum geschriebenen Wort sind Beispiele dafür, dass diese uralte Technik auch heute noch ihre Gültigkeit hat.

Während Völlmecke aus Papier etwas herausarbeitet, fasziniert Jacobsen der Prozess des Zerstörens und neu Konstruierens. „Meine Collagen bestehen aus eigens produzierten Bildern und Drucken auf Papier und Leinwand“, verrät sie. „Ich nutze auch Vorgefundenes, aber in jeder Collage wird der Fokus auf ein anderes Bildelement gelegt.“

Welche Kunstwerke dabei herauskommen und wie moderne Scherenschnitte aussehen, ist zu erkunden beim Tag der offenen Tür im Kunst- und Atelierhaus am 4. November 2018 von 11 bis 17 Uhr im Kunst- und Atelierhaus im ehemaligen Hotel Danne, Hochstraße 76. Die Ausstellung wird um 12 Uhr eröffnet.

Weniger als die Hälfte der Kinder in Hagen im Ganztag

22. Oktober 2018

Viel wird über die Ganztagsbetreuung in Hagen diskutiert. Dabei ist im vergangenen Schuljahr noch nicht einmal die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler in Grundschule und Sekundarstufe I über den normalen Unterricht hinaus betreut worden. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Auflistung der Zahlen ergibt natürlich nur dann einen Sinn, wenn diese in Relation gesetzt werden. Das soll an dieser Stelle nachgeholt werden:

49,9 Prozent der 1,7 Millionen Schülerinnen und Schüler in der Primarstufe und der Sekundarstufe I der allgemeinbildenden Schulen in NRW nahmen im Schuljahr 2017/18 ein Ganztagsangebot an ihren Schulen in Anspruch. In Hagen laut Statistischem Landesamt nur 41,8 Prozent.

An Realschulen und Gymnasien in NRW wurden mit 23,7 bzw. 26,6 Prozent die wenigsten Kinder ganztags betreut. In Hagen nur 3,3 bzw. 14,3 Prozent.

An Grundschulen nahmen im abgelaufenen Schuljahr NRW-weit 45,2 Prozent der Schüler ein Ganztagsangebot wahr. In Hagen waren es nur 30,5 Prozent.

Einzig an Hauptschulen liegt die Quote höher als im NRW-Durchschnitt. Während in Hagen 63,7 Prozent der Schüler ganztags betreut wurden, waren es landesweit nur 59,8 Prozent.

„Die Stunde der Kritik“ geht in die zweite Runde

21. Oktober 2018

Aus der Choreographie „¡Movinos!“ von Alfonso Palencia. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die nächste „Stunde der Kritik“ findet zum Ballettabend „Move On“ statt am 26. Oktober 2018 um 22 Uhr im Theatercafé (Eintritt frei). Für ein Eingangsstatement und weitere Äußerungen konnte die Fachkritikerin für Ballett und Tanz, Marieluise Jeitschko gewonnen werden, die seit vielen Jahren die Aufführungen des Balletts Hagen besucht und rezensiert. Moderation: Ballettdirektor Alfonso Palencia und Dramaturgin Ina Wragge.

Die neue Veranstaltungsreihe am Theater Hagen unter dem Titel „Die Stunde der Kritik“ sucht das Gespräch mit dem Publikum. Hier gibt es die Gelegenheit, das Theatererlebnis der Besucher über ein bestimmtes Werk öffentlich zu beschreiben, die Meinung darüber zu äußern, Lob auszusprechen, Kritisches loszuwerden oder Fragen zu stellen und mit den Theaterleuten und anderen Zuschauern über die jeweilige Neuproduktion ins Gespräch zu kommen.

„Big Beautiful Building“

21. Oktober 2018

AVZ-Gebäude der FernUniversität ausgezeichnet

Gebäude 8, Universitätsstr. 21, 58097 Hagen: Das ist die Adresse des ersten „Big Beautiful Buildings“ der FernUniversität. Am 16. Oktober wurde ihr Allgemeines Verfügungszentrum (AVZ) von der Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020 und der Technischen Universität Dortmund mit diesem Label ausgezeichnet (Foto: FernUni).

Die Jahre von 1950 bis etwa 1975 waren im Ruhrgebiet, aber auch in vielen anderen Städten und Regionen Europas eine Zeit des Aufschwungs, geprägt durch Innovationsgeist und Experimentierfreude. Überall entstanden moderne Schulen, Universitäten und Rathäuser, Kirchen, Kaufhäuser und Wohnsiedlungen.

Das Projekt „Big Beautiful Buildings – Als die Zukunft gebaut wurde“ (BBB) lädt dazu ein, diese Bauwerke wiederzuentdecken. Es wurde von der Initiative Stadtbaukultur mit verschiedenen Sponsoren zum Kulturerbejahr 2018 ins Leben gerufen und würdigt Gebäude aus der Zeit des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders. Auswahlkriterien sind Bauweise und Ästhetik, aber auch Ideen und Innovationen, für die sie stehen.

FESH plant einen Schulneubau an der Hasper Schlackenmühle

20. Oktober 2018

Die Freie Evangelische Schule (FESH) möchte an der Schlackenmühle einen neuen Bildungskomplex errichten. Dafür müssten die Kleingärtner weichen.

Die Freie Evangelische Schule (FESH) hat sich mit der Stadt weitgehend auf einen Umzug an die Schlackenmühle in Haspe geeinigt. Auf einem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke von Schlackenmühle und Hördenstraße sollen die Gesamtschule samt einer Dreifachturnhalle und möglicherweise auch die Grundschule der FESH angesiedelt werden. Hinzu kommen könnte eine Kindertagesstätte. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ersatzschulen wie die Fesh oder auch Waldorfschulen werden in der Regel zu 94 Prozent vom Staat finanziert. Der Eigenanteil der Eltern darf natürlich nicht „Schulgeld“ genannt werden, sonst würde die staatliche Finanzierung um den entsprechenden Betrag gekürzt, denn die Schulgeldfreiheit gilt  (offiziell) auch für Privatschulen. Stattdessen zahlen die Eltern normalerweise einen „freiwilligen“ Beitrag an einen Förderverein.

Welcher Geist bei der Fesh mit Steuergeldern finanziert wird, erschließt sich aus dem Interview mit dem Vorsitzenden des Trägervereins, das Ende Januar 2014 in der Printausgabe der WPWR erschienen ist: „Es hat separate Schöpfungsvorgänge gegeben, es ist nicht das eine aus dem anderen hervorgegangen. Den angeblichen Sprung vom Affen zum Menschen halte ich zum Beispiel für äußerst unwahrscheinlich. (…) Es war ja niemand dabei, der beweisen kann, ob die Welt in sieben Tagen oder in sieben Millionen Jahren erschaffen worden ist.“

Kreationismus pur.

Bäume für Lärmschutzwände in Hohenlimburg gefällt

20. Oktober 2018

Bäume verschwinden – eine Lärmschutzwand kommt, damit die Anwohner der Bahnlinie Hagen – Siegen spätestens ab dem Jahr 2020 ruhiger schlafen können. Das ist noch Zukunftsmusik.

Aktuell sorgt bei Naturfreunden das Fällen der Bäume für Ärger. Denn die Deutsche Bahn hat, um die Lärmschutzwände an der 3,5 Kilometer langen Strecke von der Hünenpforte bis zur Letmather Stadtgrenze bauen zu können, an der Stennertstraße Bäume fällen und Gehölz entfernen lassen und somit den Allee-Charakter zerstört. (…)

Quelle: wp.de

Ab in den Reisswolf

19. Oktober 2018

Trend setzt sich fort: WPWR-Verkauf weiter rückläufig

Die meisten der über den Einzelverkauf an Kioske usw. gelieferten Exemplare des Hagener Einheitsblatts landen ungelesen im Altpapier. Das ergibt sich aus den neuesten Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) für das 3. Quartal 2018.

Danach wurden durchschnittlich pro Erscheinungstag 2.735 Exemplare der Zeitung an die Verkaufsstellen ausgeliefert, aber nur 1.138 davon tatsächlich verkauft. Der überwiegende Rest, 1.597 sogenannte Remittenden, wanderten ohne Leserkontakt direkt in die Tonne.

Der weitaus größere Teil der Auflage ging wie schon in der Vergangenheit an Abonnenten. Aber auch deren Zahl ist weiter rückläufig; die verkaufte Auflage insgesamt schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal um minus 4,8 Prozent.

IG Metall Hagen will nun über Sozialplan bei TWB verhandeln

19. Oktober 2018

Bei der IG Metall herrscht angesichts des zu erwartenden Urteils aus Düsseldorf in Sachen TWB-Prevent gegen Volkswagen Alarmstimmung. „Wir müssen uns auf den schlimmsten Fall vorbereiten“, so Gewerkschafts-Chef Jens Mütze.

Konkret: Die IG Metall wird mit der TWB-Prevent-Geschäftsführung in Verhandlungen über einen Sozialplan eintreten. Denn wenn die VW-Aufträge wegbrechen, sind mehr als 300 Arbeitsplätze in der Sedan-Straße in Gefahr. Mütze formuliert klare Erwartungen an die Prevent-Geschäftsführung: „Sie muss jetzt sehr, sehr aktiv nach neuen Aufträgen suchen.“ (…)

Quelle: wp.de

Entdeckertag zu „Die Eiskönigin“

19. Oktober 2018

Der „Entdeckertag“ zur nächsten Premiere im Lutz findet zu „Die Eiskönigin“ (eine TanzTheaterReise von Anja Schöne nach Hans Christian Andersens Märchen – ab 5 Jahren) am 21. Oktober 2018 um 15 Uhr im Lutz statt. Zu dieser Einführungsveranstaltung sind alle jüngeren und älteren Interessierten herzlich eingeladen. Die Besucher erfahren spannende Details rund um das Stück, die Entstehung der Produktion, lernen die Darsteller kennen und dürfen alle Fragen stellen, die sie schon immer stellen wollten.

Der Eintritt ist frei.

Hotels der Vorkriegszeit in Hagen

19. Oktober 2018

Zu einem Vortrag über die Hotels in der Vorkriegszeit laden die Stadtbücherei und die Volkshochschule Hagen (VHS) in Kooperation mit dem Hagener Heimatbund im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hagen <w>örtlich“ für Donnerstag, 25. Oktober, um 18 Uhr in die Stadtbücherei auf der Springe ein.

In der Vorkriegszeit gab es vor allem in Bahnhofsnähe eine große Anzahl von Hotels. Aus den vielen Postkartengrüßen hat Jens Bergmann, Vorsitzender des Hagener Heimatbundes, die anschaulichsten Außen- und Innenaufnahmen ausgewählt. Mit seinem Lichtbildervortrag beleuchtet er den Aufstieg und Niedergang der Hotelszene in Hagen.

Der Eintritt beträgt 5 Euro. Das Serviceteam der Volkshochschule bittet um Anmeldung unter Kursnummer 1000. Informationen hierzu erhalten Interessierte auf der Seite vhs-hagen.de/anmeldung oder beim Serviceteam unter Telefon 02331/207-3622.

Grüne wollen Kulturzentren sichern

18. Oktober 2018

Ende 2019 laufen die Verträge über die städtischen Zuschüsse zu den Hagener Kulturzentren aus. Die grüne Fraktion im Stadtrat will jetzt für eine Verlängerung der Förderung sorgen.

In einem Antrag für die nächste Sitzung des Kulturausschusses am 30. Oktober schlagen die Grünen eine Verlängerung der Förderung bis Ende 2025 vor. Ab 2022 sollen die Beträge um jährlich 1 Prozent steigen.

Diese Verlängerung wird von den Grünen nach eigenen Angaben „frühzeitig beantragt, damit die Zentren vor dem Hintergrund des zur Zeit strukturell ausgeglichenen Hagener Haushalts langfristige Planungssicherheit haben“. In Hagen arbeiten vier freie Kulturzentren: AllerWeltHaus, Hasper Hammer, Pelmkeschule (Anm.: Bezeichnung der Grünen) und Werkhof.

Werkstattgespräch zur Operette „Pariser Leben“

18. Oktober 2018

Beim Konzeptionsgespräch (v.l.n.r.): Veronika Haller, Richard van Gemert, Holger Potocki (Regisseur), Kenneth Mattice, Lena Brexendorff (Ausstatterin). Foto: Klaus Lefebvre.

Die nächste Premiere im Theater Hagen ist „Pariser Leben“, Operette von Jacques Offenbach, (Premiere: 27.10.2018, 19.30 Uhr, Großes Haus).

Im Vorfeld dazu findet eine Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Werkstatt-Probe“ (ehemals „Theater Hautnah“) am 22. Oktober 2018 im Theater Hagen statt. Diese beginnt um 18.15 Uhr im Theatercafé mit einer Einführung in dieses Werk und diese Neuinszenierung und einem Gespräch mit dem Produktionsteam. Anschließend können die Besucher erste Live-Eindrücke beim Probenbesuch im Großen Haus gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

Krimiautoren präsentieren ihre Thriller bei der „Politischen Nacht“

18. Oktober 2018

Zu einer „Politischen Nacht“ im Rahmen des internationalen Krimifestivals „Mord am Hellweg“ lädt das Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, am Freitag, 19. Oktober, ab 19.30 Uhr ein.

Zu Gast sind drei Autoren, die ihre politischen Thriller vorstellen: Der Journalist und Schriftsteller Dmitry Glukhovsky mit seinem Werk „Text“, der Radio- und Fernsehkorrespondent Werner Sonne mit „Die Rache des Falken“ sowie der bekannte Historiker und Schriftsteller Christian von Ditfurth mit seinem vierten „Kommissar de Bodt“-Krimi „Schattenmänner“. Die Moderation des Abends übernimmt David Eisermann, der Kabarettist und Autor Fritz Eckenga die deutsche Lesestimme.

Geplant und organisiert wird die Veranstaltungsreihe vom Westfälischen Literaturbüro in Unna in Kooperation mit den Kulturbetrieben in Unna, seit 2006 ist das Kulturbüro Hagen Kooperationspartner des Krimifestivals.

Karten kosten im Vorverkauf 16,90 Euro (ermäßigt 14,90 Euro) und an der Abendkasse 22 Euro (ermäßigt 20 Euro). Die Tickets und weitere Informationen gibt es im Kulturzentrum Pelmke unter Telefon 02331/336967, im Kunstquartier Hagen unter Telefon 02331/2073138, im i-Punkt Unna unter Telefon 02303/103777, im Westfälischen Literaturbüro in Unna e.V. unter Telefon 02303/963850 und an allen HellwegTicket-Vorverkaufsstellen.

„Leckere Speisen und Getränke“

18. Oktober 2018

Migrantenselbstorganisationen informieren sich über „HAGENplant2035“

In den Dialog eintreten, vernetzen und so eine gelungene Teilhabe an der Stadtgesellschaft fördern – das ist das erklärte Ziel eines Netzwerkes, welches das Kommunale Integrationszentrum und die Pressestelle der Stadt Hagen für Migrantenvereine, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und die lokalen Medien im Sommer 2014 ins Leben gerufen haben. Das jüngste Netzwerktreffen im Vereinsheim des Alevitischen Kulturvereins e.V. in der Hindenburgstraße nutzten die Teilnehmer, um sich über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) „HAGENplant2035“ zu informieren.

„Das ISEK geht der Frage nach, wie wir uns als Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft in Hagen bis zum Jahr 2035 aufstellen möchten“, erklärte Marianne Booke, Fachgebietsleiterin „Stadtentwicklung“ bei der Stadt Hagen. „Bislang wurden Bürgerschaft und Fachexperten in eigens veranstalteten Foren und Werkstätten sowie online in den Prozess eingebunden. Momentan geht das Konzept durch die unterschiedlichen Gremien.“

Im nächsten Jahr findet eine zweite Phase der Onlinebeteiligung für Bürgerinnen und Bürger statt, die auf ein großes Interesse bei den Teilnehmern des Netzwerkes gestoßen ist. Der Internetauftritt des ISEK ist unter www.plan-portal.de/hagen aufrufbar. Nachdem Booke ihren Kurzvortrag über ISEK beendet hatte, stellten sich die teilnehmenden Vereine sowie der Alevitische Kulturverein als Gastgeber vor. Das Netzwerktreffen klang durch die Bewirtung des Vereins mit leckeren Speisen und Getränken sowie einem regen Austausch der Teilnehmer aus.

Es sind diese Verbindungen, die deutlich machen, wie wichtig der Dialog, den das Netzwerk angestoßen hat und fortlaufend unterstützt, in einer Stadt wie Hagen ist, in der Menschen aus mehr als 130 Nationen leben. Öffentlichkeitsarbeit kann aus Sicht der Stadt Hagen nur erfolgreich sein, wenn auch Menschen mit Einwanderungsgeschichte erreicht und aktiv bei der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützt werden.

Autozulieferer kämpfen um ihre Jobs

18. Oktober 2018

Bericht zu TWB in der WDR-Lokalzeit (Video, verfügbar bis 24.10.2018)

Streit mit VW: 300 Stellen bei TWB in Hagen in akuter Gefahr

17. Oktober 2018

Der Machtkampf zwischen VW und dem Zulieferer TWB-Prevent landete heute vor dem OLG. Die Tendenz: Es sieht nicht gut aus für den Standort Hagen. (…)

Quelle: wp.de

Mehr zum Hintergrund:

Volkswagen gegen Prevent – Showdown in der nächsten Instanz

TWB ist seit einigen Jahren Teil der deutsch-bosnischen Prevent-Gruppe der Unternehmerfamilie Hastor. Das Problem: Volkswagen und Hastor liegen im Clinch. „Wir werden dafür jetzt in Sippenhaft genommen“, heißt es in TWB-Kreisen. Volkswagen sieht dagegen in dem Hagener Unternehmen keinen verlässlichen Zulieferer mehr, verlautet es in Wolfsburg. (…)

Quelle: Handelsblatt

Die Masche von Prevent

„Die Geschäftspolitik von Hastor ist, Autozulieferbetriebe, die am Rande der Insolvenz stehen, billig zu kaufen, dann die Kunden, also die großen Autohersteller, zu erpressen und mit Klagen zu überziehen, in der Zwischenzeit die Gewinne abzuschöpfen und eine Hülle mit Beschäftigten ohne Eigenkapital und Überlebensfähigkeit zurückzulassen“, wirft Patrick Selzer von der IG Metall in Saarbrücken dem Unternehmer vor. In der öffentlichen Auseinandersetzung ist es Hastors Masche, den Spieß umzudrehen und sich gängige Vorwürfe zunutze zu machen. Diese besagen, dass die großen Autokonzerne die Abhängigkeit der Zulieferer von ihnen missbrauchen, um sie zu knechten und die Preise so zu drücken, dass sie kaum überlebensfähig sind. „Wir glauben nicht, dass es mit diesem Eigentümer eine verlässliche Zukunft geben kann“, sagt Frank Iwer, Automobilexperte beim Vorstand der IG Metall.

Quelle: IG Metall

Kinotipp: System Error

17. Oktober 2018

Do 18.10.2018, 19:00 Uhr, Kino Babylon

D 2018, Regie: Florian Opitz, Doku, z.T. OmU, 96 Min.

Warum treiben wir das Wachstum immer weiter, obwohl wir wissen, dass man auf unserem endlichen Planeten nicht unendlich wachsen kann? Der Dokumentarfilm von Florian Optitz sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt.

Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, dürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.

Klarsichtkino mit Attac.

Neue Besetzung, neues Programm

17. Oktober 2018

Zweites Kammerkonzert im Auditorium im Kunstquartier Hagen

Das zweite Kammerkonzert am 21. Oktober 2018, 11.30 Uhr, im Auditorium im Kunstquartier, spricht gleichermaßen Kinder und Erwachsene an. Mit dem Märchen „Das Aschenputtel“ von den Gebrüdern Grimm steht eine von Musik begleitete Fassung auf dem Programm.

Dieses Konzert spricht mehrere Generationen an und gibt den älteren Besuchern die Möglichkeit, sich an den berühmten Melodien von Gioacchino Rossini zu erfreuen. Es ist aber auch eine Gelegenheit, Kinder oder Enkelkinder mitzubringen, um ihnen berühmte klassische Musik in einer Geschichte, kombiniert mit der originalen Musik, näher zu bringen und somit an klassische Musik heranzuführen.

„La Cenerentola“ ist der Originaltitel der Oper von Gioacchino Rossini, in der er das Märchen vom Aschenputtel vertont hat. In diesem Konzert wird die berühmte Geschichte in einer Fassung für Erzähler und Bläserquintett in der Besetzung Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott präsentiert. Der in Hagen bekannte Werner Hahn wird das Märchen vom Aschenputtel, das es von einem einfachen Hausmädchen bis hin zur Prinzessin schafft, spannend erzählen.

Das auf ein Bläserquintett reduzierte ‚Orchester‘ stellen die „Rheinischen Bläsersolisten“ (Dirk Peppel, Flöte; Rebecca Bröckel, Oboe; John Corbett, Klarinette; Stefan Henke, Horn; Klaus Korte, Fagott) dar, die sich neben ihrer Orchestertätigkeit in Deutschen Sinfonieorchestern zu einem hochkarätigen Kammerensemble zusammengeschlossen und schon viele Konzerte dieser Art erfolgreich aufgeführt haben.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.


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