Archive for Januar 2019

Grüne in Hagen stellen die Kunstrasenplätze in Frage

24. Januar 2019

Die Hagener Grünen hinterfragen die Umweltverträglichkeit der acht Kunstrasen-Plätze in der Stadt, auf denen zahlreiche Fußballclubs ihre Teams spielen lassen. Anstoß für die Anfrage bei der Verwaltung ist ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. (…)

Der Spiegel bezieht sich auf eine Studie des Fraunhofer-Instituts. Studienzeitraum: drei Jahre. Forschungsfrage: Woher stammt das Mikroplastik (siehe Infobox), das weltweit zunehmend Flüsse, Seen und Ozeane verschmutzt?

Verwehungen von Kunstrasenplätzen, der Fokus liegt auf Gummigranulat, würden jährlich 8000 Tonnen Plastikteilchen in die Umwelt transportieren. 20 Mal so viel wie durch Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittel freigesetzt werde. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Eine Sache „in Frage stellen“ ist etwas ganz anderes als eine „Anfrage bei der Verwaltung“ zu stellen, „nachzufragen“ oder selbst auch zu „hinterfragen“. Das Minimum einer seriösen Berichterstattung wäre gewesen, wenigstens Teile der Anfrage wiederzugeben, aber das hätte wohl die verfälschende Überschrift nicht gerechtfertigt. Die Grünen haben anscheinend einfach nur „gefragt“: „Wir wollen jetzt mal wissen, wie stark die Immissionen sind und ob die Verwaltung das auf dem Schirm hat“, werden sie zitiert.

Aber die reichte bereits aus: Nutzer der asozialen Medien, die nur die Überschriften lesen können, suhlen sich bereits im üblichen arteigenen Dreck.

So befördert das Blatt den grassierenden Populismus, der sich nicht an Fakten, sondern an diffusen Stimmungen orientiert. Gegen stetig rückläufige Verkaufszahlen wird diese jämmerliche Strategie aber nicht helfen. Sie fördert nur den weiteren Niedergang.

Advertisements

Steinbruch in Hagen-Hohenlimburg darf erweitert werden

24. Januar 2019

Die Richter haben gesprochen, die Bürgerinitiative hat das Nachsehen: Der Kalk-Steinbruch in Hohenlimburg darf erweitert werden. (…)

Quelle: wp.de

Großstadt-Studie: Mietpreise in Hagen sind supergünstig

24. Januar 2019

Nur in Bremerhaven und Chemnitz wohnen Mieter günstiger: Hagen verzeichnet laut einer Untersuchung nahezu die geringsten Mieten aller Großstädte. (…)

Quelle: wp.de

„Aber manche Tiere sind gleicher“

24. Januar 2019

Premiere im Lutz Hagen: Animal Farm / Farm der Tiere – Ein deutsch-englischer TheaterProtest

V.l.n.r.: Sarah Cossaboon, Björn Lukas, Eric Carter. Foto: Klaus Lefebvre.

Die nächste Premiere im Lutz Hagen findet am 26. Januar 2019 (19.30 Uhr) statt. Auf dem Programm steht „Animal Farm / Farm der Tiere“ – Ein deutsch-englischer TheaterProtest in einer Fassung von Anja Schöne nach George Orwell (ab 14 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Jahrgangsstufen 9-13).

In George Orwells modernem Klassiker „Animal Farm“ wollen sich die Tiere auf einem Bauernhof nicht länger unterdrücken und ausbeuten lassen. Nachdem der Bauer verjagt ist, gründen sie die Farm der Tiere, auf der alle zusammen für das Wohl der Gemeinschaft arbeiten. Doch bald schon errichtet eine Gruppe von Schweinen eine neue Diktatur, welche die anderen Tiere noch grausamer ausbeutet als zuvor. Der Leitsatz von Animal Farm: „All animals are equal“ wird ergänzt durch: „Aber manche Tiere sind gleicher“.

Anja Schöne lässt drei Aktivist*innen Orwells Fabel über Machtmissbrauch und die Bedeutung politischer Teilhabe in einer bilingualen Fassung erzählen, spielen und singen. Das internationale Schauspieler*innen-Ensemble wechselt dabei fließend zwischen den Sprachen und Spielebenen, ist gerade noch erzählender Demonstrant und im nächsten Moment schon das visionäre Schwein Snowball, Arbeitspferd Boxer oder der sture Esel Benjamin. Die Geschichte rückt dadurch in einen aktuellen globalen Kontext und wird für ein junges Publikum ebenso spannend und unterhaltsam wie greifbar.

Unterstützt wird diese Produktion durch eine Projektgruppe des Werkhofs Hagen, die gemeinsam mit Schneiderin Silke Hank, Heike Tomese-Osthoff und Kostümbildnerin Sabine Kreiter die Kostüme zum Stück entwarfen. Diese Kooperation mit dem Werkhof Hagen wurde gefördert durch „Kultur macht stark! Bündnisse für Bildung“ (Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung).

In der Inszenierung von Anja Schöne, dem Bühnenbild von Jeremias H. Vondrlik, den Kostümen der Projektgruppe des Werkhofs Hagen spielen und singen: Eric Carter, Sarah Cossaboon und Björn Lukas.

Familienvorstellungen: 22.2. (19.30 Uhr); 12.5.2019 (15.00 Uhr)

Schulvorstellungen: 29.1.; 30.1.; 21.2.; 14.3.; 15.3.; 11.4.; 9.5.; 10.5.2019 (jeweils 12.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Naturschutzbeirat lehnt neue Gewerbegebiete ab

23. Januar 2019

„Es gibt ausreichend bereitstehende Altflächen und Brachen“

Der Naturschutzbeirat der Stadt Hagen lehnt die von der Verwaltung vorgeschlagenen Flächen für neue Gewerbegebiete ab. Er sieht darin einen „Wunschkatalog auf einer klassischen Berechnungsgrundlage, die aber für die Zukunft zu hinterfragen ist“.

Der Naturschutzbeirat vermisst in der Verwaltungsvorlage Aussagen zu folgenden Themen:

  • Den flächenmäßigen Grenzen des Hagener Wachstums
  • Zu Strategien vorhandene oder zukünftig neue Flächen tatsächlich zu erschließen bzw. alte verbrauchte zurückzugewinnen
  • Mehrfachnutzungs-Strategien wie zum Beispiel Arbeiten und Wohnen für Flächen, die keinen logistischen Zwängen unterliegen
  • Stille Reserven (Altstandorte, /Grundstückshortungen) und Mittel – auch und ausdrücklichen Zwang – zu deren Nutzbarmachung
  • Betrachtung der Bedarfsberechnung unter Gesichtspunkten der Gewerbesteuereinnahmen (-steigerung?) und
  • Arbeitsplatzbeschaffung über die letzten 50 Jahre. Besteht hier ein positiver Zusammenhang oder wird mehr behauptet, als tatsächlich dahintersteckt
  • Aussagen zur freiwilligen Wachstumsbegrenzung
  • Aussagen zu Mehrbelastung der Bürger im Gebührenhaushalt bei steigenden Flächenausweisungen
  • Aussagen über mögliche Kooperationen mit anderen Gemeinden in NRW, die zwar mehr Flächen haben, die aber aufgrund ihrer geringen Gemeindegröße nicht ausschöpfen können

Aus Sicht des Naturschutzbeirats ist es unumgänglich, die Aufrechnung potentieller Gewerbeflächen so vorzunehmen, dass der Rat der Stadt Hagen einen kompletten Überblick bekommt. Dann sei auch ein Ausschlussverfahren möglich. Die Vorlage verschleiere die Möglichkeit der potentiellen Nutzung von Brachflächen.

Weiter heißt es von Seiten des Naturschutzbeirats:

Im Gewerbegebiet Lennetal ist die Fläche im Bereich Bandstahlstraße Federnstraße (neben der Kläranlage) mit rund 6 ha seit Jahrzehnten nicht der gewerblichen Nutzung zugeführt worden.

Das ist eine von mehren Flächen, die seit Jahren nicht dem Gewerbe zugeführt worden ist. Angeblich sind es Reserveflächen von Betrieben, die diese Flächen aber nicht genutzt haben. Hier ist es erforderlich, dass in Zukunft Gewerbeflächen nicht mehr bedingungslos und ohne konkrete Planungen verkauft werden.

Der Naturschutzbeirat sieht den geplanten neuen Flächenverbrauch kritisch und lehnt die Neuausweisungen aber auch „Altausweisungen“ wie das Böhfeld und Gut Kuhweide ab.

Aus Sicht des Naturschutzbeirats gibt es ausreichend bereitstehende Altflächen und Brachen, um dort neues Gewerbe anzusiedeln.

Thieser: Bund soll Lkw-Fahrten über den Tücking stoppen

23. Januar 2019

Der Hasper Bezirksbürgermeister sieht den Bund in der Pflicht, Lkw-Fahrten durch die Städte und somit auch über den Tücking einzudämmen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Da wird Thieser lange warten können. Der große Visionär räumt nach Angaben in dem Artikel ein, dass die Stadt schon heute nicht kontrollieren will oder kann. Bei einer bundeseinheitlichen Regelung würde sich dieses Problem ja nicht in Luft auflösen. Fast entsteht der Eindruck, Thieser wolle nur von der bereits bestehenden mangelnden Untätigkeit aus den Reihen der Politik ablenken, Lkw-Touren z.B. aus der Umweltzone und anderen problematischen Bereichen zu verbannen und die Verwaltung zu beauftragen, ein wirksames Kontrollsystem aufzubauen. Dazu ist auch nicht unbedingt Personal nötig. Die Technologie wäre jedenfalls vorhanden: Siehe Lkw-Maut oder den Lkw-Blitzer am Finanzamt.

Stärkt Bürgerbeteiligung die Ökologie?

23. Januar 2019

Jens Newig, Professor für Governance und Nachhaltigkeit in Lüneburg, hielt hierzu in der FernUniversität einen Vortrag

Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen zur CO2-Reduktion, neue Windkraftanlagen, Bahnstrecken oder – im Zuge der Energiewende – neue Stromtrassen: Bei immer mehr ökologischen Entscheidungen sollen Bürgerinnen und Bürger „mitgenommen werden“.

Doch stärkt Bürgerbeteiligung die Ökologie? Die wissenschaftliche Literatur bejaht das überwiegend. Jens Newig sieht das nicht so eindeutig. Für den Professor für Governance und Nachhaltigkeit an der Leuphana Universität Lüneburg kommt es auf die Umstände des Einzelfalls, den „Kontext“, an.

In seinem Vortrag „Mehr Bürgerbeteiligung = mehr Ökologie?“ stellte er in der FernUniversität in Hagen Ergebnisse der Lüneburger Partizipations-Studie vor. Diese Studie untersucht als weltweit größte ihrer Art 307 umweltbezogene Entscheidungsprozesse in 22 westlichen Demokratien. Die Vortragsveranstaltung fand im Rahmen der Ringvorlesung „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ des gleichnamigen neuen Forschungsschwerpunktes der FernUniversität statt.

Prof. Newig zeigte, dass und wie der Kontext Partizipationsergebnisse beeinflussen kann. Geht es um Vorgänge in einem europäischen Zusammenhang, sind sie eventuell ganz anders als solche, die direkten Einfluss auf das persönliche Leben haben und bei denen dann gerne das „Sankt-Florians-Prinzip“ gilt.

Auch, wie die Partizipation stattfindet, hat Einfluss: durch Kommunikation, durch Abgabe von Macht, durch Repräsentation der Bereiche Ökologie, Nutzung, Gesellschaft oder Wirtschaft. So kann ein Weniger an staatlicher Macht durchaus zu mehr Ökologie führen. Werden jedoch Nutzungsinteressen in den Vordergrund gestellt, könnte das Gegenteil eintreten.

Kommunikation ist zwar grundsätzlich gut, aber nicht immer wirksam: Je mehr man sich selbst – z.B. von Verkehrslärm vor der Haustür – betroffen fühlt, desto weniger ist man Argumenten zugänglich. Der Klimawandel dagegen wird in Deutschland oft noch als ein eher „entferntes“ Thema wahrgenommen. Hier können Umweltverbände größeren Einfluss nehmen. Ganz unterschiedlich sind trotz identischer Einflussfaktoren die Partizipationsergebnisse, wenn es nicht um Ökologie geht, sondern um Gesundheit.

Ein angesichts des Schlagwortes von der „Mitnahme der betroffenen Bürgerinnen und Bürger“ überraschendes Ergebnis.

Hagener Kita-Beiträge – Noch keine Reaktion aus Leipzig

23. Januar 2019

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat immer noch nicht über eine Beschwerde entschieden, die gegen die Nichtzulassung der Revision des Verfahrens rund um die Hagener Kita-Beiträge eingelegt wurde. (…)

Quelle: wp.de

Konzeptpapier – So soll Hagens ÖPNV umstruktiert werden

22. Januar 2019

Dass in Hagen das Busnetz weiter ausgebaut und in den Strukturen optimiert werden muss, um erfolgreich die Verkehrswende hinzubekommen, gilt in der Politik als unstrittig. Doch die finanziellen Möglichkeiten der Umsetzung liegen weiterhin im Nebel. Die Hagener Straßenbahn AG hat jetzt der Politik hinter verschlossenen Türen ein Konzeptpapier („Netzvorschlag zur Verbesserung des ÖPNV-Angebotes in Hagen“) vorgelegt, das zwar eine systematische Angebotsausweitung vorsieht, aber auch Mehrkosten von etwa vier Millionen Euro auslöst. Geld, das in der Haushaltsplanung des Kämmerers keine Rolle spielt. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

Keine Zeit für Wegducker

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die Politik sich bekennen muss, wie ernst sie es mit den gefälligen Lippenbekenntnissen zur angeblich ja so überfälligen Verkehrswende tatsächlich meint.

Wer die Menschen vom privaten Autoverkehr weglocken möchte, kommt an einer konsequenten Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs einfach nicht vorbei. Halbherzige Schritte bleiben da effektfrei. Und das kostet nun mal Geld. Das bislang geltende Credo, dass gewünschte Optimierungen „kostenneutral“ über die Bühne gehen müssten, hat sich überlebt. (…)

Quelle: wp.de

Lkw-Belastung – Jetzt schlägt auch Hagens Süden Alarm

22. Januar 2019

Es werden Masterpläne geschmiedet, und es werden Radverkehrskonzepte erstellt – doch Hagen ächzt im Hier und Jetzt unter der hohen Belastung von Lkw-Verkehren. Vor allem, weil das Stadtgebiet zwischen den Autobahnen 45 und 1 als Abkürzungsstrecke missbraucht wird. Nachdem schon 600 Anwohner des Tückings und Bürger in Boele, am Remberg, an der Fleyer Straße oder an der Feithstraße mehrfach um Hilfe gerufen haben, schlägt jetzt noch ein ganzer Stadtbezirk zusätzlich Alarm: Eilpe und Dahl. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Mit neuen Schildern, wie sie jetzt wieder gefordert werden, ist das Problem nicht zu lösen. Es müssen großflächige Durchfahrverbote her, die aber auch kontrolliert und bei denen Verstöße dagegen konsequent geahndet werden. In der Vergangenheit hat sich die Hagener Politik nur damit hervorgetan, Scheinlösungen wie die berüchtigte Umleitungsstrecke zur Umgehung des hochbelasteten Märkischen Rings in Höhe des Finanzamts zu produzieren.

Letztendlich wird aber nur eine Verlagerung auf die Schiene eine entscheidende Entlastung bringen. Da wäre das Bundesverkehrsministerium gefragt. Das aber wird nur noch als verlängerter Arm der Automobilindustrie wahrgenommen – wie bei der inzwischen jahrelangen Untätigkeit im Betrugsskandal bei Dieselmotoren.

Ratlos im Rathaus

21. Januar 2019

Reiche Kommunen überbieten sich mit günstigen Angeboten für ihre Bürger, arme erhöhen die Gebühren. Der Abstand wächst.

Es gibt eine Formulierung, die Bürgermeister gern verwenden, wenn sie über Städte und Gemeinden im Allgemeinen reden, sie sagen „kommunale Familie“. Das klingt nach Idylle, doch die Vorstellung ist abwegig. In Wahrheit spalten sich Deutschlands Städte, es sind 2058, in zwei Klassen auf. Und jedes Jahr rücken sie weiter voneinander weg.

Die einen haben vom Boom der vergangenen Jahre profitiert. Städte wie Braunschweig oder Jena bauten ihre Schulden ab, wenn sie überhaupt welche plagten. Viele nutzten das Finanzplus zum Wohle ihrer Bürger: für kostenlose Kitas, moderne Digitalnetze, gepflegte Parks. Dort lässt sich leben.

Und dann gibt es Städte wie Hagen.

In welchen Zwängen sich Hagen befindet, fällt schon an Kleinigkeiten auf, am Ehrengrab für August Prentzel zum Beispiel. Prentzel war Stadtoberhaupt zwischen 1876 und 1900, der glorreichen Zeit, als am Südrand des Ruhrgebiets die Schwerindustrie aufblühte. „Die dankbare Stadt Hagen ihrem Oberbürgermeister“ steht in goldenen Lettern auf poliertem Granit.

Jetzt ist Schluss mit der Dankbarkeit. Die Stadt verzichtet neuerdings darauf, am Volktrauertag einen Kranz am Monument niederzulegen. Auch an den anderen Ehrengräbern fehlt der Blumenschmuck. Hagen muss sparen, und seien es nur die 1700 Euro jährlich für Kränze. „Alle müssen etwas beitragen“, sagt Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann. Sogar verblichene Bürgermeister. (…)

Quelle: Der Spiegel (kostenpflichtig, aber gratis testen)

Dazu passend:

Deutsche Städte im Minus

Die Kluft zwischen Deutschlands Städten wächst: Die einen leben im Wohlstand, die anderen von der Substanz. So sieht es in Ihrer Region aus. (…)

Quelle: Der Spiegel

Kein Denkmalschutz für Block 1 in Hagen-Wehringhausen

20. Januar 2019

Prüfungen der Denkmalschutzbehörden haben ergeben, dass dem Abriss von Block 1 in Hagen-Wehringhausen aus fachlicher Sicht nichts entgegensteht. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nach DW-Informationen hat die Obere Denkmalbehörde nach Besichtigung des Blocks ein Gutachten verfasst. In dem Gutachten werde festgestellt, das die Häuser Langestr. 118, 120, 122 und 124 als besonders erhaltenswert betrachtet werden, da diese aus städtebaulicher und stadtgeschichtlicher Sicht einen besonderen Wert darstellten. Die Obere Denkmalbehörde habe die Empfehlung ausgesprochen, die genannten Häuser zu erhalten.

Sehnsucht nach der Weite im Raum

20. Januar 2019

Klassik + Jazz im ESM

27.01.2019, 11.30 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Susanne Wendel (Klavier), Karsten Wolfewicz (Erzähler)
Konzert in Bewegung

Diese Matinee durchstreift Orte, Berufsbilder, Schlüsselsituationen und historische Wendepunkte, die – nah an Gerhard Hoehmes früher Biografie – den Geburtsjahrgang 1920 prägten: Weltwirtschaftskrise, Dessau, der Zweite Weltkrieg, die Teilung Deutschlands…

Die fiktiven, erfrischend subjektiven, mit technischer Tiefenschärfe gewürzten Ich-Erzählungen erscheinen eng verwoben mit kompositorisch gegensätzlichen Klavierstücken von Johann Sebastian Bach, John Cage bis Arvo Pärt, und gestalten ein atmosphärisch sich schrittweise anreicherndes, überraschend kontrapunktisches, zuletzt szenisches Dreieck zwischen Malerei, Klang und Zitat.

Eintritt: € 15,-
Karten sind erhältlich in der Buchhandlung am Rathaus, Tel. 02331 – 32689

Das doppelte Cläuschen

19. Januar 2019

SPD-Fraktion macht es sich mit Oberhausen passend

Das doppelte Lottchen ist ein Roman von Erich Kästner, in dem Zwillinge ihre Rollen vertauschen, was wegen der unterschiedlichen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften zu einiger Verwirrung bei ihren nichts ahnenden Eltern führt.

An diese Geschichte erinnert ein wenig der jüngste Vorstoß der SPD-Fraktion im Hagener Rat, die unter ihrem Vorsitzenden Claus Rudel für die Sitzung am 21. Februar den Antrag gestellt hat, auf die jährliche 2-prozentige Gebührenerhöhung für Kitaplätze zu verzichten.

Die SPD-Ratsfraktion fordert, Hagen müsse familienfreundlicher werden, um junge Familien mit Kindern in dieser Stadt halten zu können. Dazu gehöre aber nicht nur, dass Kita- und OGS-Plätze geschaffen werden, sie müssten für Familien auch bezahlbar bleiben.

Die SPD verweist darauf, dass „Oberbürgermeister Erik O. Schulz in seiner Agenda ebenfalls den Ausbau der Kita- und OGS-Plätze an erster Stelle nennt und davon spricht, dass niemand aufgrund einer unzureichenden Versorgung berufliche oder soziale Benachteiligungen erfahren darf“.

Sein Kämmerer Christoph Gerbersmann trete dagegen abermals reflexartig auf die Bremse und propagiere den unserer Stadt auferlegten Sparzwang: „Denn nach Finanzierungsalternativen sucht Hagens Kämmerer grundsätzlich nur dann, wenn politische Vorschläge seiner CDU oder auch der Allianzpartner das Licht der Welt erblicken. Da wird die Neubeschäftigung eines städtischen „Baumschützer“ ebenso abgenickt wie Instandhaltungskosten für Spielplätze. Als die SPD-Fraktion im Rahmen der letzten Haushaltsberatungen auf die fehlenden Mittel für Spielplätze aufmerksam machte und Nachbesserung einforderte, lehnte der Kämmerer ab. Als seine CDU später ins gleiche Horn stieß, fand Gerbersmann plötzlich über 200 000 Euro in seinem Haushalt und ließ sich feiern.“

Die „gebetsmühlenartige Formulierung des Kämmerers, dass wenn sich im Rat eine Mehrheit für eine Aussetzung der jährlichen Zwei-Prozent-Erhöhung finde, gleichzeitig andere Sparmaßnahmen in gleicher Höhe beschlossen werden müssten“, verweist die SPD „ins Land der Legenden“.

Oberhausen, auch eine Stärkungspaktgemeinde, habe die ebenfalls im Haushaltssicherungsplan beschlossene Gebührenerhöhung jetzt ausgesetzt und finanziere den „Verlust“ über den Jahresüberschuss, den auch Hagen erzielen werde.

So weit so gut so schlüssig.

Der Knackpunkt ist nur: Oberhausen wird von Fraktionschef Claus Rudel und seiner SPD nur selektiv wahrgenommen.

Exakt genau so hätte die Fraktion auch argumentieren können, als im Herbst des vergangenen Jahres die Nachricht erhöhter Landeszuschüsse für das Hagener Theater eintraf. Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann hatte auch in diesem Fall die Argumentation parat, erst einmal müssten 70 Prozent der zusätzlichen Mittel in den allgemeinen Haushalt einfließen.

Schon damals verfolgte Oberhausen eine andere Linie. Die Oberhausener garantierten im Gegensatz zu Hagen die vollständige Verwendung der zusätzlichen Landesmittel für den eigentlichen Zweck der Theater- und Orchesterförderung: „Eine Anrechnung auf den kommunalen Zuschuss findet nicht statt.“

Der Hagener Rat folgte indes dem Stadtkämmerer einstimmig. Also auch die SPD-Fraktion unter der Regie ihres Vorsitzenden, der sich spätestens an dieser Stelle als das doppelte Cläuschen entpuppt, dessen Vorgehen im Unterschied zu Kästners Romanfiguren nicht zu Verwirrung bei nichts ahnenden Eltern führt.

Stattdessen aber bei ahnenden Wählern.

WPWR weiter auf Talfahrt

18. Januar 2019

Wie schon seit Jahren zu beobachten, war die Auflage der WPWR auch im 4. Quartal 2018 weiter rückläufig. Nach den aktuellen Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) wurden in Hagen einschl. Herdecke und Wetter im Zeitraum Oktober bis Dezember des vergangenen Jahres 4,87 Prozent weniger Zeitungen verkauft als im entsprechenden Vorjahresquartal.

Die Zahl der Abonnements ging sogar um 5,12 Prozent zurück, der Einzelverkauf um 5,11 Prozent. Nur der „sonst. Verkauf“ legte auf niedrigem Niveau von 990 auf 1.015 Exemplare zu (+ 2,53 Prozent). Der Gesamtverkauf für die drei Städte betrug noch 28.794 Exemplare. Die leicht gestiegene Zahl der ePaper ist  darin enthalten, konnte aber mit 3.143 Stück (IV/2018 gegenüber 2.850 in IV/2017) den Verlust nicht wettmachen.

„Animal Farm“ entdecken

18. Januar 2019

Der „Entdeckertag“ zur nächsten Premiere im Lutz findet zu „Animal Farm/Farm der Tiere“ (Ein deutsch-englischer TheaterProtest in einer Bearbeitung von Anja Schöne nach George Orwell – ab 14 Jahren) am 20. Januar 2019 um 15.00 Uhr im Lutz statt (Foto: Theater).

Zu dieser Einführungsveranstaltung sind alle jüngeren und älteren Interessierten herzlich eingeladen. Die Besucher erfahren spannende Details rund um das Stück, die Entstehung der Produktion, lernen die Darsteller*innen kennen und dürfen alle Fragen stellen, die sie schon immer stellen wollten.

Der Eintritt ist frei.

Meisterkonzert mit Evgeni Finkelstein

18. Januar 2019

Zu einem Meisterkonzert mit dem internationalen Preisträger der klassischen Gitarre, Evgeni Finkelstein, lädt die Max-Reger-Musikschule am Dienstag, 22. Januar, um 19 Uhr in den Konzertsaal der Musikschule, Dödterstraße 10, ein.

Evgeni Finkelstein gilt als Vertreter der klassischen russischen Gitarrenschule. Höchste Musikalität, intensive Ausdruckskraft, leidenschaftliche Hingabe und virtuose Technik sind Attribute, die man dem Klassikgitarristen zuschreibt und als „edelste russische Kunst“ charakterisiert. Evgeni Finkelstein ist mehrfach internationaler Preisträger und Professor an der Staatlichen Hochschule der Künste in Moskau.

Der erste Teil seines Programmes ist den Meisterwerken der deutschen und französischen Komponisten des 17. bis 18. Jahrhunderts der Barock-Epoche Carl Friedrich Abel, Marin Marais und Antoine Forqueray gewidmet. Im zweiten Teil des Konzerts wendet sich Finkelstein der zeitgenössischen russischen Gitarrenmusik des 20. Jahrhunderts von Nikita Arnoldowitsch Koschkin und Gennadiji Beljaev zu.

Die Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich und kosten 12 Euro und 8 Euro ermäßigt.

Mehr Stickstoffdioxid in Hagen

17. Januar 2019

Die Schadstoffbelastung mit Stickstoffdioxid (NO2) ist an den allermeisten Messstandorten im Ruhrgebiet zurückgegangen. In Hagen ist die Belastung dagegen wieder gestiegen. Wurden am Graf-von-Galen-Ring 2017 noch 48 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft gemessen, erhöhte sich der Wert 2018 auf 50 Mikrogramm.

Damit dürfte sich – zumindest vorerst – die Hoffnung von Oberbürgermeister Erik O. Schulz zerschlagen haben, mit Hilfe einer von der Bundesregierung eingestielten Mogelpackung ein Einfahrverbot für alte Dieselfahrzeuge in belastete Bereiche zu umgehen.

Die geplante Regelung sieht vor, den Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid zwar beizubehalten aber bei Überschreitungen bis 50 Mikrogramm Fahrverbote als „unverhältnismäßig“ einzustufen.

An 17 Standorten im Ruhrgebiet sanken die vorläufigen Ergebnisse um ein bis vier Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft. An vier Messstationen, darunter Hagen, gab es eine Zunahme der Werte um ein bis zwei Mikrogramm. Ausgewertet wurden die Jahresmittelwerte der 59 Standorte in Nordrhein-Westfalen.

„Wir sind keine Bittsteller“

17. Januar 2019

Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ fordert Gerechtigkeit

Das parteiübergreifende Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ mit bundesweit 70 Kommunen aus acht Bundesländern mit mehr als neun Millionen Einwohnern, in dem sich auch die Stadt Hagen engagiert, setzt große Hoffnungen darauf, dass es nach vielen Jahren endlich eine Bundestagsmehrheit für Bundeshilfe zur Lösung des kommunalen Altschuldenproblems gemeinsam mit den Ländern geben wird.

Die Bündnissprecher Oberbürgermeister Ulrich Scholten (SPD) aus Mülheim an der Ruhr, Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis (CDU) aus Pirmasens und Stadtdirektor und Kämmerer Dr. Johannes Slawig aus Wuppertal haben am Mittwoch, 16. Januar, den Mitgliedern des Bundestagsausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen konkrete Daten und Fakten vortragen.

Dies soll dem Bundestag noch einmal deutlich machen, dass zwar auch in den finanz- bzw. strukturschwachen Kommunen die Haushaltslage sich verbessert hat, jedoch der Abbau der aufgelaufenen Altschulden aus eigener Kraft nicht gelingen wird.

Dazu Scholten, Dr. Matheis und Dr. Slawig: „Politik muss genau hinschauen und sich nicht von einer Gesamtstatistik täuschen lassen. Bei uns sprudeln die Steuerquellen nicht so wie bei reichen Kommunen. Wir sind guten Mutes, die Abgeordneten mit klaren Zahlen überzeugen zu können. Außerdem kommen wir nicht als Bittsteller, sondern wir fordern Gerechtigkeit.

Das kommunale Altschuldenproblem ist zum großen Teil nicht selbstverschuldet. Nach dem für jedermann geltenden Grundsatz ‚Wer bestellt hat, muss zahlen‘, muss auch der Bund die seit Jahrzehnten aufgelaufenen Schulden bei den Kommunen mit abtragen helfen und gemeinsam mit den Ländern Hilfen zur Selbsthilfe geben – weil viele nicht ausreichend gegenfinanzierte Gesetze einen Großteil der kommunalen Schulden verursacht haben.

Gerade jetzt sollten Bund und Länder die niedrigen Zinssätze und die Haushaltsüberschüsse nutzen, um zu einer nachhaltigen Lösung des Problems zu kommen. Dazu erwarten wir in diesem Jahr ein konkretes und realistisches Konzept.“

Für die Einladung an das Aktionsbündnis in den neuen Bundestagsausschuss unter Vorsitz von Mechthild Heil (CDU/CSU) hatten sich nach mehreren Vorgesprächen in Berlin sämtliche kommunalpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen eingesetzt.

René Röspel: Solidarität mit REAL-Beschäftigten

17. Januar 2019

Die Zukunft der mehr als 30.000 Beschäftigten der Einzelhandelskette REAL steht auf dem Spiel. Das betrifft auch die Filialen in Haspe und Bathey.

Die NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion hat deshalb den Beschluss „Solidarität mit den Real-Beschäftigten, Stärkung von Tarifverträgen“ verabschiedet. „Wir unterstützen die Beschäftigten in den Real-Märkten und stellen uns entschlossen gegen jede Form der Aushöhlung von Tarifverträgen oder Lohndumping“ erklärt der Hagener Bundestagsabgeordnete René Röspel dazu.

Seit sich die Metro AG aus der Tarifbindung mit ver.di zurückgezogen hat, sind die Bruttolöhne von neu eingestellten Beschäftigten im Tochterunternehmen Real um 40% niedriger – bei gleichzeitiger Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden.

„Diese Ungleichbehandlung der Beschäftigten führt schon heute zu einer erheblichen Verschlechterung des Arbeitsklimas. Die Beschäftigten fürchten, dass es eine dauerhafte Absenkung der Löhne geben wird und der geplante Verkauf der Real-Märkte die Situation der Beschäftigten noch weiter verschärft“, befürchtet René Röspel.

Die NRW-Landesgruppe fordert in ihrem Beschluss die Möglichkeit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen zu verbessern und zum Beispiel im Bereich Handel auszuweiten. Außerdem fordern die Abgeordneten mehr Engagement der öffentlichen Hand zur Stärkung der Tariftreue und eine Besserstellung von tarifgebundenen Unternehmen.

„Die SPD möchte gute Arbeitsbedingungen sicherstellen. Bei Real zeigt sich wieder einmal sehr deutlich, dass wir eine Erhöhung der Tarifbindung brauchen. Deshalb erwarten wir auch von einem Käufer der Real-Einzelhandelskette, dass der ver.di-Tarifvertrag für alle Beschäftigten dauerhaft angewandt wird.“, macht René Röspel deutlich.

Top oder Flop?

17. Januar 2019

„Die Stunde der Kritik“ zum Schauspiel „Die Räuber“ von Friedrich Schiller

Szenenfoto: Klaus Lefebvre

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zur Neuinszenierung von Friedrich Schillers Schauspiel „Die Räuber“ am Theater Hagen? Wollen Sie Ihre Kritik – positiv wie negativ – über diese Produktion äußern?

Dann besuchen Sie „Die Stunde der Kritik“ am 20. Januar 2019 (um ca. 17.45 Uhr im Anschluss an die Vorstellung) im Theatercafé, Eintritt frei. Kommen Sie mit Mitarbeitern des Theaters und anderen Zuschauern ins Gespräch oder hören Sie einfach nur zu.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartner wurde der stellvertretende Chefredakteur der Theater-Fachzeitschrift „Die Deutsche Bühne“ Dr. Detlev Baur gewonnen. Mit dabei: Intendant und Regisseur Francis Hüsers sowie als Moderatorin Dramaturgin Rebecca Graitl.

DenkWelten – Philosophie mit Vergnügen

17. Januar 2019

Gemeinsames Philosophieren in der Villa Post

„DenkWelten – Philosophie mit Vergnügen“ – unter diesem Titel startet das philosophische Kursformat der Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 23. Januar, um 18 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38.

Was ist der Mensch? Welches Menschenbild haben wir? Wie wirkt sich das auf unser Urteil und unser Handeln aus, individuell, gesellschaftlich und auch politisch? Die Teilnehmer stellen sich Fragen, lesen und diskutieren. In ungezwungener Atmosphäre werden wesentliche Fragen des Lebens und der Gesellschaft im Diskurs verhandelt. Der Gedankenaustausch mit anderen inspiriert und erweitert den eigenen Horizont. Alle Freunde der Weisheit sind eingeladen, sich mit den Dozentinnen Dr. Marianne Groten und Florina Raiser auf den spannenden Weg des Denkens zu begeben.

Weitere Informationen zum Kurs 2135 erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder unter www.vhs-hagen/anmeldung.de.

Dauerärgernis HEB

16. Januar 2019

Geschäftsführung des Hagener Entsorgungsbetriebs ist offenbar überfordert

Der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) ist für die Bürger das zweitteuerste Unternehmen unter allen derartigen Betrieben in den kreisfreien Städten des Ruhrgebiets und des Bergischen Landes. Trotz dieser durch die Gebührenzahler finanzierten üppigen Ausstattung gerät der HEB immer wieder wegen von der Geschäftsleitung zu verantwortenden Mängeln in die Negativ-Schlagzeilen.

So ist der Entsorger seit Jahren nicht in der Lage, die Papier- und Glascontainer mit der nötigen Frequenz zu leeren. Das hat zur Folge, dass die Behälter überquellen und das Material daneben abgestellt wird. Anstatt diese Missstände zu beheben, werden Standorte mit der Begründung aufgehoben, anders ließe sich der dadurch verursachten Vermüllung nicht Einhalt gebieten. Dabei ist dieser Zustand erst durch das Missmanagement beim HEB entstanden.

Nach der im Dezember vom Hagener Stadtrat beschlossenen Anhebung der Müllgebühren gibt es aktuell erneut Ärger:

Frist längst abgelaufen – Tannenbäume türmen sich weiter auf

Es ist jedes Jahr das Gleiche aus Sicht des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB): Ausgediente Tannenbäume durften nur bis zum 4. Januar auf den Schulhöfen abgelegt werden. (…)

Quelle: wp.de

Anderswo ist die Weihnachtsbaumabfuhr kundenfreundlich geregelt. Zum Beispiel in Gelsenkirchen – bezeichnenderweise die Stadt mit den geringsten (!) Gebühren unter den o.g. kreisfreien Städten.

Dort wird den Bürgern sogar „wieder eine komfortable und kostenfreie Abholung der ausgedienten Weihnachtsbäume“ angeboten, wie auf der Homepage des dortigen Entsorgungsbetriebs zu lesen ist. „Die Weihnachtsbäume sind am jeweiligen Sammeltag bis 6:30 Uhr gut sichtbar an den Straßenrand zu legen.“ Und das bis zum 14. Januar.

Einen Tag später kommt bereits die nächste HEB-Meldung:

In Hagen stellen Müllmänner Müll einfach auf die Straße

An der Bismarckstraße in Wehringhausen stehen wieder Müllsäcke auf der Straße. Das Kuriose diesmal: Ausgerechnet die Mitarbeiter des Hagener Entsorgungsbetriebs haben die Tüten einfach vor einem Kiosk platziert. (…)

Quelle: wp.de

Die Kosten, die beim HEB für zwei Geschäftsführer-Gehälter (fast 400.000 Euro) zuzüglich einer (reichlich überflüssigen) Pressedame anfallen, könnte man sich bei einer solchen Bilanz des Versagens sparen und lieber in eine vernünftige Entsorgung investieren.

Siehe dazu auch:

Kohle – in die Tonne gekloppt
Müll in Hagen 143 Prozent teurer als in Gelsenkirchen

Berlin-Ruhr-Dialog 2019: Finanzminister will Städte im Ruhrgebiet stärker von Soziallasten befreien

16. Januar 2019

Unrasiert und fern der Heimat: Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz (5. v. links) begleitete seine Kollegen beim Berlin-Ruhr-Dialog 2019 nach Berlin. Foto: Dirk Friedrich (rvr)

Die aktuelle und künftige Entwicklung der Metropole Ruhr stand zwei Tage auf der Agenda des Berlin-Ruhr-Dialogs 2019. Die Oberbürgermeister und Landräte haben als Kommunalrat des Regionalverbandes Ruhr (RVR) zusammen mit der Regionaldirektorin am 14. und 15. Januar die Interessen des Ruhrgebiets gegenüber der Bundesregierung vertreten.

In den Gesprächen mit Ministern und Staatssekretären sowie den Spitzen der regierungstragenden Bundestagsfraktionen warb die Delegation unter anderem für die Fortsetzung der Kommunalinvestitionspakete zur Stärkung der kommunalen Infrastruktur.

Zu den Kernforderungen aus dem Ruhrgebiet gehörte auch, dass der Bund die kommunalen Kosten der Unterkunft bei Flüchtlingen über das Jahr 2020 hinaus refinanziert. Die Städte und Kreise der Region unterstützen zudem die Einrichtung einer „Gemeinschaftsaufgabe zur Kommunalen Entschuldung“, die den Abbau alter Schulden durch Bund, Land und Kommunen ermöglicht.

Der Vorsitzende des Kommunalrates Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, erklärt: „In den Gesprächen mit den Vertretern der Bundesregierung haben wir deutlich gemacht, dass die Kommunen in der Metropole Ruhr verlässliche Instrumente und Programme von Bund und Land brauchen, damit sie über eine Finanzausstattung verfügen können, die ihren Aufgaben angemessen ist. Daher freut es uns, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz ebenso wie wir eine deutlich zielgenauere Förderung des Bundes bei den Sozialkosten für sinnvoll hält. Gemeinsam haben wir beim Besuch im Innenministerium deutlich gemacht, dass der Bund bei der Zuwanderung aus Südosteuropa in der Verantwortung steht. Damit er sich selber ein Bild von der Situation in den Ruhrgebietsstädten machen kann, haben wir Bundesinnenminister Horst Seehofer zu einem Besuch in die Metropole Ruhr eingeladen.“

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel sagt zum Ende der zweitägigen Beratungen: „Es ist bemerkenswert, dass übereinstimmend in den Gesprächen betont wurde, dass bereits der erste Berlin-Ruhr-Dialog eine Menge bewirkt hat. So ist zum Beispiel bei der Eingliederungshilfe und dem Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit durch entsprechende Regelungen wie das Teilhabechancengesetz eine Entlastung der Kommunen erfolgt. Wir sind daher zuversichtlich, dass auch der zweite Berlin-Ruhr-Dialog ähnliche Erfolge bewirken kann, zum Beispiel bei den Kosten der Unterkunft von Geflüchteten und dem Abbau der Altschulden.“

In Berlin traf die Delegation unter anderem auf Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie auf die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und SPD, Ralph Brinkhaus und Andrea Nahles. Dazu kamen Gespräche mit Staatssekretären aus den Ministerien für Wirtschaft und Energie, Inneres, Bauen und Heimat, Arbeit und Soziales, Verkehr und digitale Infrastruktur sowie dem Auswärtigen Amt.

Vorbereitet und organisiert wurde der Berlin-Ruhr-Dialog 2019 vom Referat Europäische und regionale Netzwerke beim RVR. Die Verwaltungschefs reisten zum zweiten Mal nach 2014 zusammen mit der RVR-Direktorin in die Bundeshauptstadt.

Emil Schumacher – Blätter aus dem Engadin

16. Januar 2019

20. Jan. bis 10. Mrz. 2019, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Emil Schumacher GG-3/1993, 1993, Gouache auf Aquari-Bütten, 51 x 64 cm, Emil Schumacher Museum. © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Alpen abstrakt: Wie bereits andere bekannte Kunstschaffende ließ sich auch Emil Schumacher vom Engadin in den Alpen inspirieren. Er wagte es als abstrakter Künstler, sein inneres Bild der Landschaft zu malen und zugleich die Tradition der Romantik wieder aufzunehmen.

Das Emil Schumacher-Museum Hagen widmet diesem Themenkomplex jetzt eine Ausstellung: Vom 20. Januar bis 10. März gewährt das Haus unter dem Titel „Emil Schumacher – Blätter aus dem Engadin“ umfangreichen Einblick in den zwischen 1983 und 1999 entstandenen Werkkomplex.

Buchtipp: Rosa Luxemburg – Ein Leben

15. Januar 2019

Eine Biographie von Ernst Piper

Heute vor 100 Jahren wurde in Berlin Rosa Luxemburg ermordet (Fotograf: unbekannt). Im großflächig entpolitisierten Hagen wird das Verbrechen keiner Erwähnung für würdig erachtet.

Die Parteien, die von den Mainstream-Medien der politischen Linken zugerechnet werden, sind hierzulande anderweitig beschäftigt. Die SPD damit, ihre Funktionäre abzusichern, die örtliche UnLinke will ihre Staatsknete behalten und die Grünen, von denen man nicht mehr so richtig weiß, wo sie eigentlich hingehören, wollen nur noch mitspielen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund, der viele Jahre Beiträge zur politischen Diskussion in Hagen initiiert hat, ist nach dem Tode seines Vormanns Jochen Marquardt praktisch in der Versenkung verschwunden. Nachfolger Marx (so heißt der Mann tatsächlich) kann sich demnächst eine Verdienstmedaille der FDP für erfolgreiche Destruktion abholen.

Dabei hätte gerade die SPD allen Grund, sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinanderzusetzen. War es doch der „Bluthund“ Noske, der (als SPD-Mitglied) möglicherweise – die Historiker streiten noch – einer der Hintermänner der Ermordung Luxemburgs war. Der Frau, die nie aus der SPD austreten wollte, aber ausgeschlossen wurde.

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat erst kürzlich noch behauptet, es gelte als wahrscheinlich, dass der Sozialdemokrat Gustav Noske bei der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts seine Hände im Spiel hatte. Kurz darauf zog sie ihre Behauptungen zurück.

Bleibt also nur der Blick in die Wissenschaft. Um es kurz zu machen: Eine neue Biographie der Revolutionärin Rosa Luxemburg scheint die Lektüre wert zu sein. Der Autor, Ernst Piper, ist Historiker und Professor an der Universität Potsdam.

Rosa Luxemburg – Ein Leben
Hardcover mit Schutzumschlag, 832 Seiten, 15,0 x 22,7 cm, 42 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-89667-540-8

Auzüge einer Rezension der Süddeutschen Zeitung:

„Freiheit“, lautet Rosa Luxemburgs meistzitierter Satz, „ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ Piper dokumentiert, dass und wie dieses Prinzip – durchaus anders als im heutigen, am Gängelband von Effizienz- und Exzellenz-Planern hängenden Bildungssystem – damals auch für die Universitäten galt. Rosa Luxemburgs Zürcher Doktorvater Julius Wolf war ein erklärter Gegner des Marxismus; er plädierte, so Ernst Piper, „für eine staatliche Sozialpolitik, um der revolutionären Sozialdemokratie das Wasser abzugraben“.

Was passiert, wenn eine glühende Marxistin so jemandem eine Dissertation über die industrielle Entwicklung Polens vorlegt? „Der Arbeit“, urteilt Wolf, „ist nachzurühmen volle Beherrschung des Gegenstandes, große Sorgfalt, großer Scharfsinn.“ Sie „legt Zeugnis ab ebenso von theoretischer Begabung wie von praktischem Blick“. Zwar: „Die Verfasserin ist Sozialistin und steht zu der sogenannten materialistischen Geschichtsauffassung.“ Aber: „Das tut der Tüchtigkeit der Leistung keinen Abbruch, welche weit darüber hinausgeht, was von einer Dissertation gefordert werden muss.“ (…)

War Rosa Luxemburgs politisches Programm schon zu ihrer Zeit illusorisch, wie viele, auch viele Sozialdemokraten, behaupten? Piper sieht das anhand ihrer Auseinandersetzung mit Lenin differenzierter: „Rosa Luxemburg ist der lebendige Beweis dafür, dass ein Marxismus jenseits des Leninismus möglich ist. Wo Lenin Kontrolle verlangte, wollte sie Spontaneität, ohne dass deswegen ihre Erwiderung ein Plädoyer für Desorganisation war. (…)

An den historischen Kontext gebunden sind lediglich die Themen, keineswegs aber die Struktur dieser Auseinandersetzung. Die war schon damals geprägt von der panischen Angst der SPD, man könne sie für sozialistisch halten. (…)

Aber ist die SPD deswegen heute weniger kleinmütig, als sie es 1914 war? Ist sie heute eine linke Partei, eine, die entschieden auf der Seite derer agiert, die von diesem Kapitalismus bedroht sind?

Man kann Rosa Luxemburgs Biografie, wie Piper sie exzellent erzählt und dokumentiert, auch als ein entscheidendes Stück Geschichte der SPD lesen. Warum sie keine Volkspartei mehr ist, warum sie sich mittlerweile dagegen wehren muss, in die Bedeutungslosigkeit abzusinken: Rosa Luxemburg, die nie aus der SPD austreten wollte, hätte es womöglich erklären können.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Das Revier macht Druck in Berlin

15. Januar 2019

Eine gemeinsame Hauptstadt-Tour aller Oberbürgermeister und Landräte soll den Bund für Probleme der Region sensibilisieren. (…)

Mit vereinten Kräften will man hochrangige Akteure der Bundesregierung für die drängendsten Probleme des Ruhrgebiets sensibilisieren. Die Liste der Gesprächspartner liest sich wie ein Who-is-Who der Hauptstadtpolitik. (…)

Mit welchen Ergebnissen die Oberbürgermeister und Landräte rechnen, blieb zunächst offen. Zu melden haben Städtevertreter beim Bund in der Regel ohnehin nichts. (…)

Quelle: wr.de

Anmerkung: Erik O. Schulz soll nach Angaben von Radio Hagen auch dabei sein.

Mehr Bürgerbeteiligung = mehr Ökologie?

15. Januar 2019

Ergebnisse der Lüneburger Partizipations-Studie

16.01.2019, 18:00 Uhr
FernUniversität in Hagen, Universitätsstr. 11, 58097 Hagen, Gebäude 3, Raum Ellipse

Sei es die Energiewende oder nachhaltige Gewässerschutzpolitik: Stets hört man, ohne Bürgerbeteiligung und Stakeholder-Partizipation sei eine ökologisch nachhaltige Entwicklung kaum zu erreichen. Die Literatur dazu füllt ganze Bibliotheken. Indes: Unser Wissen, inwieweit Partizipation tatsächlich zu stärker ökologischer Politik beiträgt, bleibt bruchstückhaft, denn die akademische Literatur ist dominiert von Einzelfallstudien mit teils widersprüchlichen Ergebnissen.

Die Lüneburger Partizipationsstudie – die weltweit größte ihrer Art – untersucht 307 umweltbezogene Entscheidungsprozesse in 22 westlichen Demokratien, über die bereits wissenschaftliche Publikationen vorliegen. Diese wurden mittels einer Metastudie im Rahmen des Forschungsprojekts „EDGE“ mit einem einheitlichen analytischen Raster kodiert und vergleichend analysiert, was eine quantitativ-statistische Auswertung des qualitativen Fallstudien-Materials erlaubt.

Damit werden erstmals robuste Aussagen über die Wirkungsweise von Partizipation im internationalen Vergleich möglich. Die Frage lautet: Inwiefern und unter welchen Bedingungen ist Partizipation förderlich – oder etwa hinderlich – für ökologisch nachhaltige Politik- und Verwaltungsentscheidungen?

Die Ergebnisse zeigen, dass ‚Partizipation‘ grundsätzlich durchaus ökologisch nachhaltige Entscheidungen fördert; allerdings kommt es sehr auf die betrachteten Dimensionen von Partizipation an: So stellt sich der Grad der Mitbestimmungsmöglichkeit nichtstaatlicher Akteure als förderlich für ökologisch nachhaltige Entscheidungen heraus; daneben die Intensität der Kommunikation zwischen den Beteiligten sowie die umweltbezogenen Interessen der beteiligten Akteure.

Keinen Einfluss dagegen konnten wir für den Grad der Einbeziehung individueller Bürger/innen bzw. organisierter gesellschaftlicher Sektoren (Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft) finden. Dagegen macht es einen Unterschied, ob klassische Ökologiethemen (Biodiversität, nachhaltiger Ressourcenschutz) oder gesundheitsrelevante Themen wie Luft- oder Trinkwasserverschmutzung verhandelt werden.

Nicht zuletzt erweisen sich die Umstände als relevant: So stellt sich zum Beispiel heraus, dass in sogenannten „NIMBY“-Situationen (in denen z.B. eine lokale Infrastrukturmaßnahme zwar allgemein erwünscht, aber von den unmittelbaren Anliegern als störend empfunden wird) der Einbezug individueller Bürger/innen durchaus zu ökologisch nachhaltigen Entscheidungen beiträgt.

Die Ringvorlesung wird vom Forschungsschwerpunkt „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ der FernUniversität veranstaltet. Konzeption und Organisation: Prof. Dr. Alfred Endres. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.

„Hübsche Betonklötze“

14. Januar 2019

Hagener FDP-Vize Hegenberg twittert mit Alda und erklärt „Merkelsteine“

Laut Hagener Presse wollen die hiesigen FDP-Mitglieder von den Internet-Exzessen ihres inzwischen zurückgetretenen Kreisvorsitzenden Ulrich Alda alle nichts mitbekommen haben. Glaubwürdig ist das nicht, fuhrwerken doch etliche von ihnen in den fälschlicherweise so genannten „sozialen“ Medien herum.

Zum Beispiel der momentane kommissarische FDP-Kreisvorsitzende Lars Peter Hegenberg, dem Ambitionen auf das Alda-Erbe nachgesagt werden. Der Dentist und Alda-Jagdkumpel („Jagen ist kein Sport sondern eine Passion“) stand seit seinem Beitritt zu Twitter im Oktober 2017 bis zum Auffliegen der AfD-ebenbürtigen Tweets des damaligen Hagener FDP-Chefs mit seinem Parteifreund in mehr oder weniger regelmäßigem Kontakt über den 140-Zeichen-Dienst.

So am 21. November 2017. Damals schrieb Alda: „Hagener Weihnachsmarkt: noch nicht eröffnet aber die in jeder Beziehung teuren Merkel-Steine sind schon da.“ Auf die Frage eines anderen Twitterers, was denn „Merkel-Steine“ seien, antwortete Hegenberg hilfsbereit: „Das sind die hübschen Betonklötze mit denen Anschläge wie in der Berlin verhindert werden sollen.“ (Zitate wörtlich ohne Korrektur).

„Merkel-Steine“ ist ein im rechtsextremen Milieu gängiges Synonym für Sperren zur Abwehr von Anschlägen bei großen Publikumsveranstaltungen wie beispielsweise Weihnachtsmärkten. Man muss schon ziemlich viel in ganz weit rechts angesiedelten Medien herumblättern, um diesen Begriff präsent zu haben. Eine in demokratischen Kreisen recht ungebräuchliche Terminologie; mit Ausnahme – wie man hier sieht – von Hagenern FDP-Funktionären wie Hegenberg, der sich in keiner Form von dieser Begrifflichkeit distanzierte, sondern auch noch den Erklärbär spielte.

Screenshot: Twitter

Das Gezwitscher zwischen Alda und Hegenberg setzte sich munter fort bis zum 16. Dezember 2018. Drei Tage später machte der Kölner Stadt-Anzeiger die Twitter-Ergüsse Aldas öffentlich. Seitdem herrscht Funkstille zwischen den beiden.

Der landespolitische Korrespondent des Kölner Stadt-Anzeiger, Gerhard Voogt, berichtete damals:

Alda hatte über den Kurznachrichtendienst Twitter die Grünen verunglimpft. „Die ganzen links/grünen Typen sind alle geisteskrank“, schrieb der Liberale. Die Grünen würden „angeblichen Sexismus von deutschen Männern“ erfinden, „muslimische Vergewaltigungen“ aber „okay“ finden. In einem anderen Tweet heißt es: „Und immer nur schön weiter die Grünen wählen, dann ist Massenvergewaltigung, aber nur durch muslimische Kerle, nicht mehr strafbar.“ (…)

Die Grünen wollten „nach wie vor Millionen von moslemischen Kerlen, die uns nur verachten, ins Land holen“, heißt es in einer anderen Nachricht. An den Umfragewerten sehe man, „dass viele Deutsche zwar gebildet, aber dumm geblieben“ seien.

Wiederum vier Tage später war die Botschaft auch bei der WPWR angekommen. Die zitierte Hegenberg mit der Aussage: „Als Vorstandsmitglieder distanzieren wir uns ausnahmslos von diesen Äußerungen.“ Von einer Distanzierung Hegenbergs ist in der Twitter-Kommunikation mit Alda allerdings nichts zu spüren.

Warum auch? Die Splittergruppe weiß genau wo der „Feind“ steht. Neben den „links/grünen Typen“, die „alle geisteskrank“ sind, haben sich die FDPler auch auf dieses Medium eingeschossen. Am 14. November des vergangenen Jahres echauffierten sich sowohl Kreispartei als auch Fraktion auf ihren Fakebook-Seiten über den „Pöbel-Blog“ DOPPELWACHOLDER.DE. Anlass war die Kritik an der zustimmenden FDP-Position zur Verschotterung der Vorgärten.

Einen Monat später erfuhren die Zeitungsleser, wo der Pöbel wirklich zuhause ist: In den Reihen der Hagener FDP.

Schrottimmobilie an der Berliner Straße droht der Verfall

14. Januar 2019

Es strahlt jenen architektonischen Stolz aus, der Immobilien aus der Wendezeit vom 19. ins 20. Jahrhundert bis heute prägt. Hinter der inzwischen verfallenden Fassade wurde einst gelacht, gekocht, gestritten, gefeiert und geliebt. Doch die Würde des prallen Lebens wurde diesem viergeschossigen Wohnhaus mit Ladenlokal längst genommen. (…)

Als Miteigentümer und Hüter der Immobilie agiert heute eine Verwaltungsgesellschaft, die die Fäden einer kompliziert verflochtenen Erbengemeinschaft zusammenhält. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Diesmal waren in dem Gebäude weit und breit keine „Zuwanderer aus Südosteuropa“ ausfindig zu machen – und schon gelingt es der WPWR, einen Bericht abzuliefern, in dem sogar eine gewisse Empathie mitschwingt. Selbst die Verantwortlichen für den beschämenden Zustand des Hauses werden genannt: die Eigentümer.

Nach Insolvenz: Firma Schlager von Electrotherm übernommen

14. Januar 2019

Weil ein Kunde einen Groß-Auftrag kündigte, geriet Schlager Industrieofenbau in die Insolvenz. Ein Jahr später startet das Unternehmen neu durch. (…)

Quelle: wp.de

Stadt verzichtet auf Einfluss

13. Januar 2019

Vorkaufsrechte für Wehringhausen werden radikal eingeschränkt

Es war zu befürchten, und so geschah es: Der Hagener Stadtrat hat einstimmig (!) – und leichtsinnig – dafür gesorgt, dass die Möglichkeit, im Gebiet der „Sozialen Stadt Wehringhausen“ ein Vorkaufsrecht auszuüben, zum großen Teil abgeschafft wird.

Die Begründung der Verwaltung für eine neue Satzung, die dieses Recht regelt, war geradezu paradox: „Aufgrund der vermehrten Handlungserfordernisse hinsichtlich problematischer Einzelimmobilien“ solle die Satzung aktualisiert und fortgeschrieben werden und deshalb „die 2013 beschlossene Vorkaufsrechtssatzung durch die neue Satzung ersetzt“ werden. Verschiedene Maßnahmen wurden aufgelistet, für deren Umsetzung die „dafür benötigten Flächen (…) in dem neuen Abgrenzungsplan gekennzeichnet“ seien.

Wegen vermehrter „Handlungserfordernisse“ wurden also verminderte Eingriffsmöglichkeiten beschlossen – der Stadtrat als Panoptikum. Nach der bisher gültigen Satzung war ein „Abgrenzungsplan“ gar nicht erforderlich, weil das Gebiet der Vorkaufsrechte mit dem der „Sozialen Stadt“ deckungsgleich war.

Auf Nachfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Claus Rudel, „weshalb an den Flächen substantielle Änderungen durchgeführt wurden“ , so das jetzt veröffentlichte Sitzungsprotokoll, antwortete Stadtbaurat Grothe, „dass diejenigen Flächen definiert werden mussten, auf die das Vorkaufsrecht ausgeübt werden soll“. Das war allerdings bereits in der alten Satzung so.

In einem vergangenen Gerichtsverfahren habe es von dem leitenden Richter den Hinweis gegeben, dass beim Eingreifen in das Vorkaufsrecht deutlich gemacht werden müsse, dass die Stadt Hagen in Form einer Satzung belege, weshalb sie an dieser Stelle so handele.

Ob Grothe das so gesagt hat oder der Protokollführer es ungenau formuliert hat, kann von außen nicht beurteilt werden. Das Baugesetzbuch stellt allerdings deutlich fest: „Bei der Ausübung des Vorkaufsrechts hat die Gemeinde den Verwendungszweck des Grundstücks anzugeben.“ Die Existenz einer Satzung und die tatsächliche Ausübung des Vorkaufsrechts sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe.

Nicht verkneifen konnte sich der Baudezernent den Hinweis, die Satzung beinhalte die Problemimmobilien mit südosteuropäischer Zuwanderung. Damit sprang auch Grothe über das Stöckchen, das der Hagener Politik aus dem Pressehaus mit Penetranz hingehalten wurde.

Dass ein erheblicher Teil dieser Häuser sich schon zu einer Zeit in desolatem Zustand war, als Rumänien und Bulgarien – diese Länder sind ja gemeint – noch gar nicht Mitglieder der Europäischen Union waren und somit auch keine Freizügigkeit für Personen bestand, erwähnte der Baudezernent laut Protokoll nicht.

Nachfragen aus den Reihen der Ratsmitglieder gab es dann auch keine mehr. Es wurde brav abgenickt.

Hagener CDU-Mitglieder stimmen sich auf die Themen 2019 ein

13. Januar 2019

Die Hagener CDU hat sich am Samstag zum Neujahrsempfang in der Stadthalle getroffen. Dabei waren auch zahlreiche andere Parteien zu Gast. (…)

Quelle: wp.de

Dreikönigstreffen: FDP Hagen spart Twitter-Affäre aus

13. Januar 2019

Das Thema, das Hagens Liberale in den vergangenen Wochen bewegt hat, war am Freitagabend keines. Und der Name des Mannes, der rund um Weihnachten für die Schlagzeilen gesorgt hatte, wurde gestern Abend kein einziges Mal erwähnt – jedenfalls nicht offiziell. Die Twitter-Affäre von Ulrich Alda und dessen Rücktritt als Parteichef wurden beim Dreikönigs-Treffen der Hagener FDP komplett ausgeblendet. (…)

Quelle: wp.de

Hagener SPD fusioniert die Ortsvereine Haspe-Nord und -Süd

12. Januar 2019

Die Neustrukturierung der Hasper SPD-Ortsvereine steht vor dem Abschluss. Am Dienstag, 29. Januar, werden die Mitglieder der einstigen SPD-Ortsvereine Haspe-Nord und Haspe-Süd abends im Markanaheim unter der Moderation von SPD-Ratsfraktionschef Claus Rudel den Vorstand des neuen, fusionierten SPD-Ortsvereins Haspe wählen.

Die langfristig eingefädelte Verschmelzung der beiden Gliederungen hatte im Herbst vergangenen Jahres noch für erhebliche atmosphärische Störungen in den Reihen der Sozialdemokraten gesorgt. (…)

Quelle: wp.de

Kämmerer: Kein Spielraum für geringere Kita-Gebühr in Hagen

12. Januar 2019

Hagens Kämmerer sieht nach der Ankündigung des Landes für ein zweites beitragsfreies Kita-Jahr keinen Spielraum für geringere Elternbeiträge. (…)

Quelle: wp.de

Hagener CDU-Politikerin wird Vize-Chefin der Bundeszentrale

12. Januar 2019

Ihre Bewerbung hatte für Diskussionen gesorgt: Jetzt wird Cemile Giousouf (CDU) Vize-Chefin der Bundeszentrale für politische Bildung. (…)

Quelle: wp.de

Städtevergleich: Schlechter Platz für Hagen bei Nebenkosten

12. Januar 2019

Bei den Nebenkosten für Mieter und Hausbesitzer belegt Hagen im Vergleich der 100 größten Städte Deutschlands einen schlechten 88. Platz. (…)

Quelle: wp.de

Horst Becking – Orte der Sehnsucht

12. Januar 2019

Ausstellung im Osthaus Museum Hagen, 13.01. – 24.02.2019

Der Maler und Graphiker Horst Becking ist bis heute seiner Heimatstadt Hagen treu geblieben. Es gibt für den viel gereisten Künstler auch keinen ersichtlichen Grund sich in anderen Gefilden niederzulassen, denn in Hagen – wie in jeder anderen Stadt dieser Welt – sind Gedanken in alle Himmelrichtungen erfahrbar. Wenn ein südlicher Impuls für die nächste Schaffensphase für den Künstler von Bedeutung ist, so reist Horst Becking nach Venedig, Florenz, auf die Balearen oder an andere Sehnsuchtsorte.

Im Hagener Atelier entstehen die meisten seiner gemalten Bilder, kleine wie große Formate. Erinnerungen an Gesehenes, Erlebtes werden in der ihm eigenen malerischen Chiffre aufs Papier oder auf Leinen gebracht. Das Ergebnis ist in aller Regel ein expressives Bild in einer Zwischenwelt von Abstraktion und Figuration.

Das Osthaus Museum Hagen hat den bedeutenden Hagener Künstler bereits in drei Ausstellungen, 1970, 1987 und 2011, geehrt. Seine vierte Ausstellung findet 2019 statt. Wir zeigen wir ca. 50, zum Teil großformatige Arbeiten aus den letzten Jahren. Die meisten dieser Werke werden zum ersten Mal dem Museumspublikum vorgestellt.

„Massenhafte Vermehrung der Formen“

12. Januar 2019

Marc Bühren stellt in HAGENRING-Galerie aus

Am Sonntag (13.1.2019) wird um 11 Uhr die Ausstellung „Massenhafte Vermehrung der Formen“ mit Arbeiten von Marc Bühren in der HAGENRING-Galerie in Eilpe eröffnet. Bühren ist 1974 in Gevelsberg geboren und lebt als freiberuflicher Künstler heute in Dortmund. Er studierte Kommunikationsdesign an der Bergischen Universität Wuppertal.

Auf der einen Seite arbeitet Marc Bühren mit dem manuellen 3D-Druck, bei welchem er eine auf das Wesentliche reduzierte Formensprache für seine fragilen Installationen wählt. Seine raumgreifenden Zeichnungen entstehen mit heißem Biokunststoff aus dem 3D-Stift. Mit dieser Technik ist er bereits für drei Kunstpreise aus der Region nominiert worden.

Auf der anderen Seite erschafft er vielschichtige Werke mit Eitempera auf Leinwand, für deren Entstehung er einen überladenen und komplexeren Umgang der Gestaltung nutzt. Beiden Techniken gemein ist die Auseinandersetzung mit Mensch und Natur sowie mit der wechselseitigen Beziehung von Mensch und Natur. Bühren nutzt die 3D-Zeichnung als sinnvolle Ergänzung seiner Temperamalerei.

Menschen sind – quasi als „Naturgewalten“ – zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden. Mit fragilen Installationen soll auf die schützenswerte Umwelt hingewiesen werden. Die Arbeiten stellen zugleich eine künstlerische Reflexion der Zeitgeschichte mit politischer und gesellschaftlicher Kritik dar.

Zur Eröffnung der Ausstellung spricht der Kunstwissenschaftler Rudolf Preuss.

Die Ausstellung ist bis zum 10. Februar 2019 in der HAGENRING-Galerie zu sehen. Die Galerie in der Wippermann-Passage, Eilper Straße 71 – 75, ist dienstags bis freitags von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr sowie sonntags von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.


%d Bloggern gefällt das: