Archive for Juni 2017

„Zusammenarbeit in der Allianz klappt nicht“

30. Juni 2017

Die Mehrheitsallianz im Hagener Rat aus CDU, Grünen und FDP zeigt erste Abnutzungserscheinungen. Nachdem Fraktionssprecherin Nicole Pfefferer angesichts des Windkraft-Verzögerungskurses des Union-Partners in der Bezirksvertretung Hohenlimburg mit einem Platzen der Allianz kokettiert hatte, wiederholte sie gestern ihre Kritik: „Ich muss konstatieren, dass die Zusammenarbeit nicht klappt“, bewertete die Grünen-Frontfrau die nicht abgestimmten Alleingänge der CDU. (…)

Quelle: wp.de

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Gewerbesteuer sprudelt in Hagen 2017 besser als erwartet

30. Juni 2017

Bei der Gewerbesteuer erwartet die Kämmerei bis zum Jahresende Mehreinnahmen von zehn Millionen Euro. Sonst hätte eine Haushaltssperre gedroht.

Kämmerer Christoph Gerbersmann kann sich in diesem Jahr über sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen freuen: Der ursprünglich kalkulierte Haushaltsansatz von 89,4 Millionen Euro wird nach aktueller Zwischenrechnung – dem sogenannten Anordnungssoll – um fast 20 Millionen Euro überschritten. (…)

Quelle: wp.de

Bei der Juwelierkette Christ kracht es im Vorstand

30. Juni 2017

Seit Wochen tobt bei Deutschlands größter Juwelierkette, dem Unternehmen Christ mit Sitz in Hagen, in der Geschäftsführung ein Machtkampf um die zukünftige strategische Ausrichtung. Die Konsequenz des Krachs hinter den Kulissen: die Führungsriege bricht auseinander. (…)

Seit 2014 gehört Christ dem britischen Privat Equity Unternehmen „3i“, das die Kette für rund 400 Millionen Euro von Douglas übernommen hatte und deren Deutschlandchef Peter Wirtz im Kontrollgremium sitzt. (…)

Quelle: wp.de

Letzte Vorstellung „Satisfaction“

30. Juni 2017

Am Samstag, 1. Juli 2017, 19.30 Uhr, findet die letzte Vorstellung des dreiteiligen Ballettabends „Satisfaction“ im Theater Hagen (Großes Haus) statt. Diese Produktion präsentiert die Choreographien „Black Snow“ von Stéphen Delattre, „Malasombra“ von Cayetano Soto und „(I can’t get no) Satisfaction“ von Ricardo Fernando (Foto: Klaus Lefebvre).

Mit dieser Aufführung verabschiedet sich die Ballettdirektion mit Ricardo Fernando und Carla Silva sowie die TänzerInnen Ricardo Campos Freire, Jiwon Kim Doede, Nikolaos Doede, Tal Eitan, Miguel Esteves, Toshitaka Nakamura, Sofia Romano, Eunji Yang vom Theater Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Mit allen Sinnen“

30. Juni 2017

Präsentationen der Theater-Kinder- und Jugendclubs

In den TheaterKinder- und TheaterJugendClubs des Theater Hagen treffen sich an die 80 Kinder und Jugendliche ein Mal wöchentlich, um im Theaterlabor Geschichten zu erfinden und spielerisch umzusetzen. In dieser Spielzeit wurde den fünf Sinnen Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Fühlen mit Neugier nachgespürt. Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden am 1.7. (16 Uhr), 2.7. (11 Uhr), 8.7. (16 Uhr), 9.7. (11 Uhr) im Lutz präsentiert.

JugendClub (Leitung Miriam Walter):

Bilder erzählen – mit allen Sinnen! Wie riecht die Renaissance? Schmeckt das Mittelalter? Klingt die Moderne? Darf man Mona Lisa anfassen? Bei uns können die Bilder sprechen, Fragen stellen, Diskussionen anzetteln, aus dem Nähkästchen – bzw. dem Bilderrahmen – plaudern: heiter, besinnlich, wolkig.

Kinder- und JugendClubs (Leitung Werner Hahn):

Eine der ältesten Spielformen ist das Stegreiftheater. Inhalte werden in Proben intensiv abgesprochen, um dann mit improvisatorischer Spiellust vor dem Publikum losgelassen zu werden. Dieser reichen Tradition folgend spielen junge Menschen mit weit geöffneten Sinnen über die fünf Sinne.

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Historische Bunker-Touren mit der VHS

30. Juni 2017

Die Volkshochschule Hagen lädt am Samstag, 1. Juli, von 13 bis 16 Uhr, wieder zu einer großen Bunker-Tour durch die Hagener Innenstadt ein. Treffpunkt mit Gästeführer Rouven Recksick ist vor dem Bunkermuseum in der Bergstraße 98, in dem die Führung beginnt.

Bei dieser historischen Führung, die in Kooperation mit dem Stadtarchiv und Stadtmuseum Hagen entwickelt wurde, erhalten die Teilnehmer Hintergrundinformationen zu noch erhaltenen Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg sowie aus der Zeit des Kalten Krieges und erfahren Wissenswertes über das Leben mit der „Bedrohung von oben“.

Das Kellergeschoss des Bunkermuseums ist originalgetreu rekonstruiert, so dass man die Atmosphäre der Bombennächte sehr gut nachfühlen kann. Nach der gut einstündigen Führung im Inneren des Bunkers geht es weiter zum Atomschutzbunker unter dem ehemaligen AralL-Parkhaus in der Bahnhofstraße – jetzt Standort der Polizeiwache – und zum 1945 von einer Bombe getroffenen Bunker Körnerstraße, der zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde.

Von dort aus führt der Weg durch die Innenstadt, wo die Teilnehmer Details zu den dortigen Zerstörungen erhalten, bis zum Endpunkt der Führung auf Höhe der Marienstraße. In dem Entgelt von 18 Euro ist der Eintritt für das Bunkermuseum Bergstraße bereits enthalten. Das Serviceteam der VHS bittet um rechtzeitige Anmeldung unter Telefon 02331/2073622.

Kulturzentren erhalten Gesamtzuschuss von 200.000 Euro

30. Juni 2017

Die vier Hagener Kulturzen­tren Hasper Hammer, Pelmke, ­Allerwelthaus und Werkhof haben ihre jeweils stadtteilorientierte Kulturarbeit im vergangenen Jahr relativ erfolgreich fortgesetzt – so das Fazit der Mitglieder des Kultur- und Weiterbildungsausschusses. Ihr Urteil basiert auf dern Jahresberichten 2016, die in der Sitzung vorgestellt und angenommen wurden.

Die vier Zentren erhielten 2016 eine städtische Gesamtzuwendung von rund 200 000 Euro. „Die Verträge, die die Zuschüsse regeln, laufen noch bis Ende 2019“, so Astrid Knoche, Leiterin des städtischen Kulturbüros. (…)

Quelle: wp.de

Pfefferer droht: Die Allianz aufkündigen

29. Juni 2017

Eigentlich war es zum Abschluss der Diskussion um die zukünftige Ausrichtung der Windradplanungen in Hagen und im angrenzenden Märkischen Kreis und Veserde nur ein Nebensatz. Doch der könnte gewaltige Auswirkungen auf die zukünftige Hagener Politik haben. Denn Nicole Pfefferer (Die Grünen/Bündnis 90) drohte in ihrem Statement damit, dass aufgrund des CDU-Ratsantrages zur Windenergie – nämlich die Planungen für sechs Monate auszusetzen – die Politik-Allianz zur Stützung des Oberbürgermeisters von den Grünen aufgekündigt werden könne. (…)

Quelle: wp.de

Die Grausamkeit des Banalen

29. Juni 2017

HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ in Hagen

45 Jahre lang war ihm das Theater Beruf und Berufung gleichermaßen, 27 Jahre davon hat er als Intendant gewirkt, die letzten zehn als Verantwortlicher des Theaters Hagen, auf der Grenze Westfalens zum Sauerland gelegen: Norbert Hilchenbach. Er hat sich nun mit einer letzten Inszenierung als Theatermann verabschiedet. In Hagen feierten die „Geschichten aus dem Wiener Wald“ Premiere und ernteten mächtig Beifall. (…)

Ganz sicher ist es kein Zufall, dass sich Norbert Hilchenbach für seine Abschieds-Inszenierung just dieses Stück ausgesucht hat. Kleinbürger? Bornierte? Menschen mit Angst vor etwas Neuem? Hilchenbach dürfte sie während seiner Zeit als Intendant des 1911 stolz eröffneten Hagener Theaters mehrfach hautnah erlebt haben.

Womöglich in Form der verantwortlichen Kulturpolitiker der (zugegeben: finanziell arg gebeutelten) Kommune. Die waren selten einmal konstruktive Partner des Theaters. Eher erwiesen sie sich als unerbittliche Sparkommissare, die dem Vier-Sparten-Haus immer und immer wieder die Daumenschrauben angelegt haben. Wie oft stand die alteingesessene Institution schon vor der Ära Hilchenbach vor dem Aus, stand die Schließung einer Sparte zur Diskussion! Hier mal eine Million sparen, dort auch mal… das Hagener Theater hat während der Zeit Norbert Hilchenbachs und dank seiner Leitung überlebt. Und dies – von außen betrachtet – ohne große künstlerische Einbußen. (…)

Quelle: nmz – neue musikzeitung

„Affekt und Politik“

29. Juni 2017

Heute im Forum Philosophicum der FernUni

Das jüngste Aufkommen und der Erfolg rechtspopulistischer Bewegungen in Europa und den USA lassen die Frage nach dem Verhältnis von „Affekt und Politik“ dringlich werden. Darauf geht Prof. Dr. Jan Slaby (Freie Universität Berlin) am Donnerstag, 29. Juni, in seinem gleichnamigen Vortrag in der Vortragsreihe Forum Philosophicum der FernUniversität in Hagen ein. Beginn ist um 18.30 Uhr im Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstraße 33, 58097 Hagen. Interessierte sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Das jüngste Aufkommen und der Erfolg rechtspopulistischer Bewegungen in Europa und den USA lassen die Frage nach dem Verhältnis von Affekt und Politik dringlich werden. Welche Rolle spielen Affekte und Emotionen im politischen Geschehen?

Im Vortrag wird es zunächst um eine kritische Sondierung aktueller Positionen zu diesem Thema gehen, vor allem aber soll eine ontologisch grundlegende Verhältnisbestimmung von Affektivität und Politik unternommen werden. Das Politische betrifft die kollektive Gestaltung menschlicher Angelegenheiten, sofern diese kontingent und somit veränderbar sind. Die menschliche Affektivität ist ihrerseits nur verstehbar, wenn sie sowohl auf die Kontingenz und Endlichkeit des Lebens bezogen wird als auch in jenem „Bezugsgewebe der menschlichen Angelegenheiten“ (Arendt) situiert wird, das allein die Sinnhaftigkeit und damit Verstehbarkeit menschlicher Lebensvollzüge ermöglicht. Damit ergibt sich die Möglichkeit einer wechselseitigen Bestimmung von Affekt und Politik, und auf dieser Grundlage sowohl eine Politisierung der Affektforschung als auch eine affekttheoretisch fundierte Analyse politischer Vorgänge und deren Voraussetzungen. Es werden u.a. Arbeiten von Arendt, Butler, Massumi, Mohrmann, Nussbaum und Protevi angesprochen.

Prof. Dr. Jan Slaby ist Professor für Philosophie des Geistes an der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Philosophie der Emotionen, im Bereich sozialer Theorien des Geistes, in einer kritischen Philosophie der Humanwissenschaften sowie in der Sozial- und politischen Philosophie.

Taxen dürfen wieder durch die Kampstraße fahren

29. Juni 2017

Außerhalb der Ladenöffnungszeiten dürfen Taxen wieder die Kampstraße nutzen. Das hat die Bezirksvertretung Mitte für eine Testphase entschieden. (…)

Quelle: wp.de

Hawker-Geschäftsführer: Standort Hagen ist nicht gefährdet

29. Juni 2017

Fast 23 Millionen Euro soll Hawker wegen illegaler Preisabsprachen zahlen. Für Geschäftsführer Becker ist der Standort nicht gefährdet.

Die Nachricht schockt ein Unternehmen und seine 371 Mitarbeiter: Fast 23 Millionen Euro soll der Batteriehersteller Hawker an Strafe zahlen. Das hat das Bundeskartellamt vor dem Hintergrund illegaler Preisabsprachen entschieden. Über die Auswirkungen sprach unsere Zeitung mit Geschäftsführer Magnus Becker.

Wie bewerten Sie die Entscheidung des Kartellamtes?

Magnus Becker: Wir haben uns mit dem Bundeskartellamt für einen Teil des Verfahrens auf eine Zahlung von 12,6 Millionen Euro geeinigt. Den zweiten Teil in Höhe von 10 Millionen Euro akzeptieren wir nicht. Daher ergibt sich die Bewertung, dass wir mit der Sichtweise des Kartellamts nur teilweise übereinstimmen.

Welche Bedeutung hat diese Strafe für den Standort Hagen?

(…)

Quelle: wp.de

Gewinner der „28. Schul- und Jugendtheatertage“ im Theater Hagen

29. Juni 2017

Vertreter aller Teilnehmergruppen und glückliche Sieger (Foto: Theater)

Am 26. und 27. Juni 2017 fanden ganztägig im Theater Hagen (Großes Haus, Lutz, Opus) die „28. Schul- und Jugendtheatertage“ statt. Es wurden insgesamt 10 Stücke gezeigt, beteiligt waren 5 Schulen sowie 3 außerschulische Einrichtungen – aus Hagen, Unna und Menden.

Die 5köpfige Jury verlieh in diesem Jahr in einer Kategorie einen und in zwei Kategorien jeweils zwei  erste Preise.

In der Kategorie Kinder gewann den 1. Preis die OGS Kipper Hagen für „DIE BUCHSTABEN-PIRATEN“.

In der Kategorie Jugend I wurde je ein 1. Platz vergeben an die ScheinWerfer der Jugendkunstschule Unna für „JACK!“  sowie an das Städtische Gymnasium an der Hönne aus Menden für „DAS CAMP“.

In der Kategorie Jugend II wurden ebenfalls zwei 1. Plätze vergeben: an die Rudolf-Steiner-Schule Hagen für das Western-Musical „DER WILDE WESTEN, WIE ER WIRKLICH WAR“ und an das M.A.T. Theater aus der Fabrik Menden/Junges M.A.T für „AUGENBLICK, VERWEILE DOCH!“

Im Rahmenprogramm wurde richtig eingeheizt – gesanglich mit Duncan’s Wheelman Rock aus der Oberlinschule mit „Laß die Vergangenheit fallen“ und tänzerisch durch die Luise-Rehling-Realschule mit den BallroomDance5-Gewinnern, die Merengue und Regaton zum Besten gaben.

Die nächsten Schul- und Jugendtheatertage finden am 18. und 19. Juni 2018 statt. An der Teilnahme interessierte Gruppen wenden sich bitte an miriam.walter@stadt-hagen.de.

Chöre gesucht!

29. Juni 2017

Mit dem Schauspiel »Wie im Himmel« von Kay Pollak präsentiert das Theater Hagen ab 7. Oktober 2017 eines der meistgespielten Stücke der letzten Jahre auf deutschen Bühnen. Dem schwedischen Regisseur Pollak gelang 2005 mit dem gleichnamigen Film ein weltweiter Erfolg, das Stück wurde 2007 in Deutschland erstaufgeführt.

Es geht um einen Stardirigenten, der sich nach einem burn-out unerkannt in sein Heimatdorf zurückzieht und dort aus dem kleinen Gesangsverein einen großartigen Chor formt, der am Schluss des Stückes bei einem internationalen Chorwettbewerb mit vielen Sängern auftritt.

Für diesen grandiosen Schlussauftritt sucht das Theater Hagen Chöre und Sänger, die Zeit und Lust haben, an dieser außergewöhnlichen Produktion mitzuwirken. Zu einem ersten Informationsgespräch laden der musikalische Leiter Andres Reukauf und der Regisseur Thomas Weber-Schallauer am Dienstag, 4. Juli um 18 Uhr ins Opus ein.

Hawker muss 23 Mio. Euro Strafe zahlen

28. Juni 2017

Kartellamt verhängt Bußgeld wegen unzulässiger Absprachen

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen gegen zwei Hersteller von Industriebatterien und deren Verantwortliche in Höhe von insgesamt rd. 28 Mio. EUR wegen Absprachen über die Erhebung des sog. „Metallteuerungszuschlages“ (MTZ) als einem wesentlichen Preisbestandteil von Bleibatterien verhängt. Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich um die Hawker GmbH, Hagen, und um die Hoppecke Batterien GmbH & Co. KG, Brilon.

Nach Presseberichten entfallen auf Hawker, den Nachfolgebetrieb der ehemaligen Varta, 23 Mio. Euro Bußgeld, auf Hoppecke 5 Mio. Euro. Bei der Bußgeldfestsetzung wurde nach Angaben des Bundeskartellamtes berücksichtigt, dass das Unternehmen Hoppecke bei der Aufklärung der Absprachen mit dem Bundeskartellamt umfassend kooperiert habe.

Im Einzelnen hatten u.a. Verantwortliche der genannten Unternehmen sich bereits Anfang 2004 vor dem Hintergrund steigender Bleipreise darüber abgesprochen, beim Vertrieb von sog. Stationärbatterien („ortsfeste“ Batterien, beispielsweise zum Einsatz in der Notstromversorgung) im Inland den bereits in den 1970er Jahren entwickelten MTZ wieder durchgängig anzuwenden.

Dieses Einvernehmen über das „Ob“ der Weitergabe der Bleikosten über einen MTZ wurde durch die genannten Unternehmen bis zur Durchsuchung des Bundeskartellamtes auf Verbandssitzungen fortlaufend bestätigt. Vereinbarungen über die Details (das „Wie“) der Berechnungsweise und die Höhe des MTZ wurden nicht getroffen.

Darüber hinaus bestand im Zeitraum vom 11. September 2012 bis zum 18. März 2014 u.a. zwischen den Unternehmen ein Einvernehmen, beim Vertrieb von sog. Traktionsbatterien (Einsatz insbesondere in Flurförderfahrzeugen wie z.B. Gabelstaplern) im Inland die zuvor gestiegenen Kosten für Blei und insbesondere für Bleilegierungen über den bereits seit Jahren angewandten MTZ an die Kunden weiterzugeben. Auch diese Absprache bezog sich ausschließlich auf das „Ob“ der Weitergabe der Kosten und wurde erzielt und erneuert zum einen bei vertraulichen Gesprächen, zum anderen aber auch auf Verbandssitzungen.

Die Geldbußen gegen das Unternehmen Hoppecke sind bereits rechtskräftig. Das Unternehmen Hawker könnte noch Einspruch gegen die Entscheidungen einlegen, über den dann gegebenenfalls das OLG Düsseldorf entscheiden würde.

„Little Britten“

28. Juni 2017

Konzert des Kinder- und Jugendchores des Theater Hagen

Unter dem Titel „Little Britten“ führen der Kinder- und Jugendchor des Theater Hagen (Leitung: Caroline Piffka), am Klavier begleitet von Andreas Vogelsberger, unter der musikalischen Leitung und mit der Moderation von Florian Ludwig u.a. das Stück „The Golden Vanity“ von Benjamin Britten am 1. Juli (11 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus, auf der Bühne) auf.

Der englische Komponist Britten wäre, so wiederholte er oft, am liebsten sein Leben lang 13 Jahre alt geblieben. Musikalisch nehmen Kinderstimmen einen wichtigen Platz in seinen Werken ein. Die Offenheit von Kindern im Gegensatz zu vergrämten, verbildeten Erwachsenen thematisiert Britten immer wieder. Auch in „The Golden Vanity“ steht die Gier nach Gold der »Weisheit« des Kindes gegenüber: »Wie wärmt mich im Alter dein Silber und Gold, welch´ Freude verschafft mir denn schliesslich dein Sold?« Nur Liebe und die Nähe zu einem anderen Menschen können das Leben erwärmen, weiß der Schiffsjunge. Aber der Kapitän und die Erwachsenen haben die Macht und bestimmen schließlich auch das Schicksal des gutgläubigen Jungen.

Corinna Jarosch hat die Geschichte in Szene gesetzt, und mit viel Fantasie und Spielfreude erzählen die jungen Künstler das Abenteuer des Schiffs mit dem bezeichnenden Namen „The Golden Vanity“ („Die Goldene Eitelkeit“), seinen Kampf gegen Piraten und das Schicksal des Schiffsjungen, der zwar die Piraten besiegt, aber an seiner Gutgläubigkeit zugrunde geht.

Zudem werden Mitglieder der Soloklasse des Jugendchores (Leitung: Melanie Maennl) noch weitere Werke von Britten vorstellen.

Der Eintritt ist frei.

„Geschichte Europas“

28. Juni 2017

Neuer Masterstudiengang an der FernUniversität

Die bewegte Vergangenheit Europas vom Heimatort aus studieren? Das geht ab dem kommenden Wintersemester an der FernUniversität in Hagen: Das Historische Institut bietet den neuen Masterstudiengang „Geschichte Europas – Epochen, Umbrüche, Verflechtungen“ an. Interessierte können sich noch bis zum 31. Juli einschreiben. Das Wintersemester 2017/18 beginnt am 1. Oktober.

Der Studiengang behandelt die Geschichte Europas in ihren wesentlichen Phasen, Entwicklungen, Identitäten und Verflechtungen. Dabei nehmen die Studierenden eine epochen-, kultur- und grenzüberschreitende Perspektive ein. Auf diese Weise wird ein breiter Zugang zur modernen wissenschaftlichen Theorie und Forschungspraxis vermittelt.

Den ersten Teil des Studiengangs bildet ein Grundlagenbereich, der in den Studiengang und die drei vorgegebene Schwerpunkte einführt. Danach können die Studierenden in einem Vertiefungsbereich mit Modulen aller Lehrgebiete des Historischen Instituts („Geschichte der Europäischen Moderne“, „Geschichte und Gegenwart Alteuropas“ und „Geschichte Europas in der Welt“) entweder eine breite fachliche Ausrichtung wählen, oder sich spezialisieren.

Neben den wissenschaftlichen Inhalten vermittelt das Studium grundsätzliche Kompetenzen – etwa die Fähigkeit zum analytischen Denken oder Routine im Aufarbeiten komplexer Sachverhalte. Dadurch qualifizieren sich die Studierenden zum Beispiel für Berufslaufbahnen in Museen, Archiven, Bibliotheken, NGOs oder im Medienbereich.

Kinotipp: Beuys

27. Juni 2017

Kino Babylon, Fr 30.06.2017, 19:00 Uhr*

Deutchland 2017, Regie: Andres Veiel, Dokumentarfilm, 107 Min, mit Joseph Beuys, Caroline Tisdall, Rhea Thönges-Stringaris, Johannes Stüttgen, Klaus Staeck u.a.

Er erklärte einem toten Hasen, was es mit den Bildern an der Wand auf sich hat und pflanzte in Kassel 7.000 Eichen neben einen Stein: Kunst diente dem Aktionskünstler, Bildhauer und Zeichner Joseph Beuys vor allem dazu, durch die Provokation ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen.

Regisseur Andres Veiel geht es in seinem Dokumentarfilm nicht darum, die Werke von Beuys, der mit Andy Warhol zu den wichtigsten Aktionskünstlern des 20. Jahrhunderts gehört, umfassend zu interpretieren. Er lässt den Künstler, 1986 mit 64 Jahren verstorben, in Bild- und Tondokumenten sprechen und montiert Erklärungen von Menschen dazu, die Beuys kannten.

Dabei wird deutlich, dass Beuys auch ein politischer Mensch war. Als Mitglied der Grünen allerdings blieb er ein Außenseiter, der sich mit seinen antikapitalistischen Zielen nicht durchsetzen konnte.

* Weitere Termine: So 02.07.2017, 00:00 Uhr, Mo 03.07.2017, 19:30 Uhr, Di 04.07.2017, 20:00 Uhr, Mi 05.07.2017, 17:45 Uhr, Mi 05.07.2017, 20:15 Uhr

„Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auch in meiner Stadt“

27. Juni 2017

69 Stadtchefs aus acht Bundesländern formulieren bereits jetzt ihre Forderungen an die künftigen Bundestagsfraktionen

Während der Deutsche Bundestag am Freitag, 30. Juni, zu seiner vermutlich letzten Plenarsitzung dieser Legislaturperiode zusammentritt, wollen ebenfalls in Berlin die Bürgermeister und Landräte von 69 Kommunen aus acht Bundesländern mit insgesamt neun Millionen Einwohnern bereits deutlich machen, was sie nach der Bundestagswahl im September von Bund und Ländern erwarten.

Unter dem Motto „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auch in meiner Stadt“ verlangen sie weitere Hilfe zur Wiederherstellung kommunaler Gestaltungsfähigkeit. Begründung: Der größte Teil der selbst in hundert Jahren nicht zu tilgenden kommunalen Schulden sei eine Folge von Jahrzehnte lang nicht ausreichend finanzierten Gesetzen zu Lasten der Gemeinden.

Veranstaltet wird diese neuerliche Berliner Kommunalkonferenz in den Räumen des Deutschen Städtetages vom parteiübergreifenden Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“, in dem auch Hagen Mitglied ist.

Jobcenter Hagen muss Strafe zahlen

27. Juni 2017

Das Jobcenter Hagen muss ein Ordnungsgeld in Höhe von 500 Euro zahlen. Das hat das Sozialgericht Dortmund angeordnet. Kunde des Jobcenters war ein rumänischer Familienvater mit vier Kindern, der nachweislich neben seiner geringfügigen Beschäftigung als Paketsortierer auch Anspruch auf Aufstockerleistungen hatte, also Hartz IV oder Sozialhilfe.

Für seine Ablehnung konnte das Jobcenter nach Ansicht des Gerichts keine Begründung im Gesetz oder in der Rechtssprechung anführen. Laut Sozialgericht ist das kein Einzelfall. Vielmehr habe es den „offensichtlich bestehenden Leistungsanspruch der Familie“ ignoriert. Das Verhalten der Behörde „erwecke den Eindruck, dass sie es in einer Vielzahl derartiger Fälle regelmäßig darauf anlege, nur zu leisten, wenn sie von dem Gericht dazu verpflichtet“ werde. Eine solche Praxis sei nicht haltbar, so das Gericht. Schon im November 2016 war das Jobcenter zur Zahlung von Ordnungsgeldern verurteilt worden. (…)

Quelle 1: WDR
Quelle 2 (Video, verfügbar bis 03.07.2017): WDR

Letzte Vorstellungen des „Zigeuner-Boxer“

26. Juni 2017

Am 28. Juni (19.30 Uhr) sowie am 29. Juni (12 Uhr) besteht die letzte Chance, die Aufführung des so eindrucksvollen Monologs „Zigeuner-Boxer“ von Rike Reiniger im Lutz zu besuchen.

Basierend auf der Biografie des sinto-deutschen Boxers Johann »Rukeli« Trollmann erzählt „Zigeuner-Boxer“ die Geschichte der Freundschaft zwischen Hans und Rukeli, die in frühen Jugendjahren in Hannover beginnt und mit dem gewaltsamen Tod Rukelis im KZ Wittenberge endet. In der berührenden Inszenierung von Rike Reiniger ist Andreas Kunz in der Rolle des Hans zu erleben (Foto: Theater).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Günter Wallraff kommt …

25. Juni 2017

… am Freitag, 15. Sep. 2017 um 20.00 Uhr in den Hasper Hammer

Der seit Jahrzehnten soziale Missstände in Deutschland aufdeckende Schriftsteller und Enthüllungsjournalist ist durch seine Bücher und Reportagen bekannt geworden, für die er sich stets der Methoden des investigativen Journalismus bediente. Günter Wallraff (Foto: Christoph Hardt) kommt in den hammer. Er liest, spricht und diskutiert mit den Besuchern.

Man muss sich verkleiden, um die Gesellschaft zu demaskieren, muss täuschen und sich verstellen, um die Wahrheit herauszufinden.
Günter Wallraff: Vorwort zu Ganz unten, 1985

Wallraff wurde durch seine Recherchemethoden, bei denen er sich meist mit anderer Identität in das unmittelbare Kernumfeld des Reportage-Ziels einschleuste, international bekannt. So entstanden Dokumentationen, die aufgrund von persönlichem Erleben soziale Missstände anprangerten und versuchten, neue Einblicke in die Funktionsweise der Gesellschaft zu vermitteln.

Die auf diese Weise betroffenen Personen oder Firmen kritisierten, dass Wallraff ihr Persönlichkeitsrecht oder Betriebsgeheimnisse verletzt habe, und versuchten die Veröffentlichung seiner Rechercheergebnisse oftmals juristisch zu unterbinden. Die Gerichte, die darüber zu urteilen hatten, stuften Wallraffs Vorgehen als legal ein und begründeten ihre Urteilsfindung mit der Pressefreiheit sowie dem Interesse der Allgemeinheit an Bereichen, die die öffentliche Meinungsbildung betreffen.

Schon jetzt Karten sichern: Eintritt: 18,- € / 15,- € erm.
Vorverkauf siehe: Hasper Hammer

„Fünf-Uhr-Tee“ – zum letzten Mal

25. Juni 2017

Eine legendäre, einmal im Monat angebotene Sonderveranstaltung, die zahlreiche Persönlichkeiten aus der Theater- und Orchesterwelt und darüber hinaus im Gespräch porträtiert hat, findet nach 19 Jahren nun zum letzten Mal statt: Das unvergleichliche und immer wieder überaus amüsante Duo, die ehemalige Gesangssolistin am Theater Hagen Edeltraud Kwiatkowski und der Marketingleiter Jürgen Pottebaum, laden final zum Fünf-Uhr-Tee am 29. Juni um 17 Uhr ein.

Damit alle bisherigen wie natürlich auch neue Besucher dabei sein können, wird diese außergewöhnliche Teestunde vom Theatercafé in das Große Haus verlegt. Welche Gäste die beliebten Moderatoren begrüßen, wird noch nicht verraten. Aber eins ist sicher: Auf dem Gäste-Sofa wird es eng werden…

Der Eintritt ist frei. Kostenlose Zählkarten sind an der Theaterkasse erhältlich.

Jobcenter Hagen handelt willkürlich

24. Juni 2017

Sozialgericht verhängt gegen Jobcenter Verschuldenskosten

Behörde lege es regelmäßig darauf an, nur zu leisten, wenn sie von dem Gericht dazu verpflichtet werde – „in einer Vielzahl derartiger Fälle“

Verweigert ein Jobcenter EU-Ausländern, die wegen eines Minijobs als Arbeitnehmer anzusehen sind, aufstockendes Arbeitslosengeld II, ohne hierfür eine Stütze im Gesetz oder in der Rechtsprechung zu finden, kann das Sozialgericht der Behörde bereits im Eilverfahren wegen missbräuchlicher Rechtsverteidigung Verschuldenskosten auferlegen.

Dies ergibt sich aus dem Beschluss des Sozialgerichts Dortmund vom 13.06.2017 (Az.: S 19 AS 2057/17 ER). Das Jobcenter Hagen hatte einer seit 2014 in Deutschland lebenden rumänischen Familie mit vier Kindern Arbeitslosengeld II bzw. Sozialgeld verweigert, obwohl der Familienvater angab, Arbeitnehmer mit einer Tätigkeit als Paketsortierer in einem DPD-Depot zu sein.

Nachdem das Sozialgericht anhand der vorgelegten Unterlagen und im Rahmen eines Erörterungstermins die Angaben des Antragsstellers überprüft und das Jobcenter wegen der geringen Anforderungen an die Arbeitnehmereigenschaft auf den offensichtlich bestehenden Leistungsanspruch der Familie wiederholt hingewiesen hatte, erfolgte gleichwohl keine behördliche Abhilfe.

Das Gericht erließ daraufhin eine einstweilige Anordnung gegenüber dem Jobcenter zur vorläufigen Zahlung von Grundsicherungsleistungen. Zugleich erlegte es dem Jobcenter – wie auch in vorangegangenen Verfahren – gemäß § 192 des Sozialgerichtsgesetzes Verschuldenskosten von 500,- Euro auf.

Das Verhalten der Behörde erwecke den Eindruck, dass sie es in einer Vielzahl derartiger Fälle regelmäßig darauf anlege, nur zu leisten, wenn sie von dem Gericht dazu verpflichtet werde. Das Jobcenter Hagen behindere damit die Gewährung effektiven sozialgerichtlichen Rechtsschutzes.

Aktion Breitband für Tiefendorf: Breitbandausbau jetzt!

24. Juni 2017

Gegen ein geteiltes Berchum und ein weiterhin unversorgtes Tiefendorf

Nach Jahren der Unwilligkeit in Sachen Breitbandausbau hat die Stadtverwaltung Hagen im Februar 2017 endlich Fördergelder für den Breitbandausbau beim Bund beantragt.

Nach vorliegenden Informationen könnte der Bewilligungsbescheid bereits im  Juni-Juli erteilt werden. Also alles gut, sollte man meinen – aber vielleicht auch wieder nicht, wenn man in Berchum / Tiefendorf wohnt.

Der Bescheid ist in Hagen noch gar nicht angekommen, da geistert auch schon eine Prioritätenliste, die über die Zeitpunkte des Ausbaus bestimmen soll durch die Medien. Zwar hat man jetzt demnächst die Gelder, aber jetzt wohl nicht genug Ressourcen für den Ausbau.

Ob so eine Prioritätenliste nach den Förderrichtlinien rechtlich überhaupt zulässig ist, nach welchen Kriterien sie aufgestellt werden soll, wer, was, wie entscheidet wo und wann zuerst ausgebaut wird – bis jetzt wieder alles völlig im Nebel.

Nun hat die Telekom ja zugesagt einen Teil von Berchum selbst auszubauen. Laut deren aktueller Werbung sogar schon bis März 2018. Dabei handelt es sich aber nur um den Bereich Dorfplatz / Dreischengarten / Neubaugebiet Vorbrink.

Der Rest von Berchum bleibt dann auch weiterhin rote Zone, genau wie Tiefendorf, also Ausbau weiterhin nur mit Fördergeldern.  Man steuert  hier jetzt also voll auf eine Drei-Klassengesellschaft zu, die die viel  haben werden, die die nur etwas haben und die auch weiterhin noch immer nichts haben.

Nicht nur, dass man als Hauseigentümer langsames oder gar kein Internet hat, nein, der Wert der Immobilie verliert weiter enorm, wenn jetzt wohlmöglich schon wieder nicht sofort ausgebaut wird.

Es muss endlich Schluss sein, dass wieder zuerst nur die Gebiete ausgebaut werden, die bereits heute schon eine Grundversorgung haben und wo man zum Teil nur auf hohem Niveau klagt, weil man nicht mehr als 19,99 € für einen 50 Mbit/s Internetanschluss mit möglichst noch 4 Handykarten im Monat zahlen will.

Es darf nicht vergessen werden, dass es für Unterberchum, Berchum und Tiefendorf bereits länger schon ausreichend Fördergelder der Landesregierung NRW gab, die von der Hagener Verwaltung dann aber nicht abgerufen wurden. Hier haben die Bewohner  schon einmal verzichten müssen. Doch damit ist jetzt Schluß, jetzt sind endlich die schlecht und unversorgten Gebiete an der Reihe.

Die SPD-Fraktion Hohenlimburg wird deshalb in der kommenden Bezirksversammlung am 28.06.2017 (16:00 Uhr im Rathaus Hlbg) den Antrag stellen, die Hohenlimburger Gebiete, die derzeit nur zwischen 0 bis 2000 kBit/s versorgt sind, auf Platz 1 dieser Prioritätenliste zu setzen.

Hagener Straßenbahn weist bestes Ergebnis seit 27 Jahren aus

24. Juni 2017

Die Hagener Versorgungs- und Verkehrs-Gesellschaft konnte ihr gutes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr noch einmal verbessern. Das Unternehmen, zu dem unter anderem die Hagener Straßenbahn sowie Hagenbad gehören, weist für das Jahr 2016 ein Defizit von 14,6 Millionen Euro aus.

Zwar liegt der Fehlbetrag damit in den Büchern höher als 2015. Allerdings hat das mit der Auflösung stiller Reserven im Vorjahr zu tun. „Bei all dem ist zu berücksichtigen, dass auch 2016 keine Dividende des Energieversorgers Enervie geflossen ist“, so Geschäftsführer Christoph Köther. Damit fehlen der HVG 7,2 Millionen Euro. Das Minus falle um 4,5 Millionen Euro geringer aus als geplant. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Kein Bus fährt kostendeckend. Wird der Fahrplan zusammengestrichen, verringert sich also automatisch das Defizit.

Grundsatzbeschluss für „Wegebahn“ und neues Eingangsgebäude im LWL-Freilichtmuseum Hagen

24. Juni 2017

Die geplante „Wegebahn“ im LWL-Freilichtmuseum Hagen hat die nächste Hürde genommen: Der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat den Grundsatzbeschluss zur Wegebahn und zum neuen Eingangsbebäude am Mittwoch (21.6.) in Lichtenau-Dalheim (Kreis Paderborn) befürwortet. Der LWL-Landschaftsausschuss entscheidet am 14. Juli abschließend über den Grundsatzbeschluss des rund vier Millionen Euro teuren Projektes.

Mit der „Wegebahn“, die aus einer Zugmaschine mit Anhängern besteht, will der LWL den Besuchern in seinem 42 Hektar großen Freilichtmuseum in Hagen die langen Wege erleichtern. Damit die Besucher die „Wegebahn“ direkt ab dem Parkplatz nutzen können, soll das Eingangsgebäude mit Ticketverkauf, Shop und Toilettenanlagen hierhin verlegt werden.

„Vom Parkplatz bis zum Handwerkerdorf im oberen Museumsbereich müssen die Besucher 2,5 Kilometer zu Fuß zurücklegen. Dabei müssen sie 80 Höhenmeter mit Steigungen von bis zu 15 Prozent zurücklegen. Das wollen wir vor allem Menschen mit Behinderung, älteren Museumsbesuchern und Familien mit Kinder- oder Bollerwagen nicht zumuten“, so LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Künftig können die Besucher am Parkplatz in die Bahn einsteigen, die sie bis zur Bäckerei im oberen Museumsbereich bringt. Insgesamt sind fünf Haltestellen vorgesehen, zum Beispiel an der Gastronomie „Museumsterrassen“. Einer der Anhänger soll so umgebaut werden, dass Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen leicht transportiert werden können.

Der Vorschlag sieht vor, dass eine Zugmaschine auf Treckerbasis entweder mit Diesel- oder Elektro-Antrieb mit drei geschlossenen Anhängern weitgehend auf dem bestehenden Wirtschaftsweg fährt. „Die Trennung von den Besucherwegen ist am sichersten, außerdem bringt diese Trassenführung die geringsten Eingriffe in die Landschaft mit sich“, erklärte Rüschoff-Parzinger.

Den Baubeschluss will der LWL im Dezember fassen. Daran schließen sich Genehmigungsphase, Ausschreibung und Vergabe an. Die Trasse soll im Sommer 2019 fertig werden, das Eingangsgebäude folgt Ende 2019, so dass die Wegebahn zum Start in die Saison 2020 rollen könnte.

„Stärkungspakt vollständig aus Landesmitteln finanzieren“

23. Juni 2017

Städtetag NRW zum Koalitionsvertrag

Die Städte in Nordrhein-Westfalen stehen als Partner des Landes bereit, um die Zukunftsfähigkeit von NRW zu sichern. Deshalb begrüßt der Städtetag Nordrhein-Westfalen, dass sich die künftigen Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag zu einer Partnerschaft mit den Kommunen bekennen und einen institutionalisierten Austausch durch ein Konsultationsverfahren beginnen wollen. Die Städte wollen die Koalition daran messen, wie und mit welchen Ergebnissen sie einen partnerschaftlichen Umgang in der Praxis verwirklicht.

Das machten der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des Städtetages NRW, Oberbürgermeister Pit Clausen aus Bielefeld, und Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann aus Hamm, nach einer Vorstandssitzung des kommunalen Spitzenverbandes in Düsseldorf deutlich. Es werde entscheidend sein, wie eine Reihe von Absichtserklärungen ausgestaltet werden.

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen teilt die Einschätzung im Koalitionsvertrag über eine „deutliche Überlastung der Kommunen“. Prosperierende und strukturschwache Städte im Land driften zunehmend auseinander und der in den Städten aufgelaufene Investitionsstau ist eine ernsthafte Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Deshalb ist es gut, dass das Land die finanziellen Rahmenbedingungen für die Kommunen verbessern sowie das strukturelle Altschuldenproblem vieler NRW-Städte angehen will.

Der Vorsitzende des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Oberbürgermeister Pit Clausen aus Bielefeld, sagte: „Es ist ein wichtiges Signal, dass die neue Landesregierung struktur- und finanzschwachen Städten weiterhin helfen und den Stärkungspakt Stadtfinanzen fortführen und weiterentwickeln will. Leider fehlen bislang Festlegungen, den Stärkungspakt künftig ausschließlich aus Landesmitteln zu finanzieren. Durch die geplante Abschaffung des Kommunal-Solis müssen zwar in Zukunft 91 Millionen Euro pro Jahr nicht mehr von finanzstarken Kommunen für den Stärkungspakt aufgebracht werden. Den weitaus größeren Anteil von aktuell 183 Millionen Euro finanzieren aber alle anderen Kommunen mit – über Abzüge im Gemeindefinanzierungsgesetz. Das wird mit keiner Silbe im Koalitionsvertrag erwähnt. Wir fordern seit langem, dass der Stärkungspakt komplett aus Landesmitteln finanziert wird.“

„Architektur schafft Lebensqualität!“

23. Juni 2017

Tag der Architektur am 24./25. Juni 2017

Am kommenden Wochenende (24. und 25. Juni) findet in Nordrhein-Westfalen der „Tag der Architektur“ statt. Unter dem bundesweiten Motto „Architektur schafft Lebensqualität!“ sind in NRW dann 326 Bauwerke aller Art, Quartiere, Gärten und Parks für Besucher geöffnet. In 140 Städten und Gemeinden unseres Landes sind Interessierte eingeladen, sich von Architektinnen und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern neue oder modernisierte Bauwerke vorstellen zu lassen.

Unter dem bundesweiten Motto „Architektur schafft Lebensqualität!“ soll der Tag der Architektur 2017 auch in Nordrhein-Westfalen wieder das größte Architekturfestival des Jahres werden. Bis zu 40.000 Besucherinnen und Besucher machten sich in den vergangenen Jahren jeweils an dem letzten Juni-Wochenende auf den Weg, um aktuelle Architektur hautnah zu erleben und sich über Trends beim Bauen und Wohnen zu informieren. „Architektur beeinflusst unser Leben und unsere Lebensqualität jeden Tag“, erläutert Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer NRW. „Am Tag der Architektur stellen Architekten und Stadtplaner ihre Ideen und Konzepte am gebauten Beispiel vor und laden Bür-gerinnen und Bürger zum Gespräch ein.“

Hagen ist in diesem Jahr mit nur noch drei Objekten vertreten (Bitte die unterschiedlichen Öffnungszeiten beachten):

Konferenzraum mit Loungebereich Fa. A. ZWICK GmbH, Bandstahlstr. 30, 58093 Hagen-Halden, So. 25.06.17, 14:00-17:00 Uhr

Neubau KiTa Franzstraße, Franzstraße 81, 58091 Hagen-Oberhagen, Sa. 24.06.17, 11:00-13:00 Uhr

Umgestaltung Abschiedsraum Eduard-Müller-Krematorium, Am Berghang 30, 58093 Hagen-Delstern, Sa. 24.06.17, 12:00-16:00 Uhr

Hier können neben dem Abschiedsraum auch die historische Andachtshalle sowie die Einäscherungsanlage besichtigt werden. Um 14.30 Uhr wird es zusätzlich eine fachkundige Führung des Krematoriumsverwalters geben.

Neben Vertretern der Friedhofsverwaltung des WBH werden die Architekten Jutta Heinze und Giacomo Riggio vom Architekturbüro Heinze aus Duisburg Interessierten gerne Rede und Antwort stehen.

Weitere Informationen: Tag der Architektur 2017

Geschichten aus dem Wiener Wald

22. Juni 2017

Oper in drei Akten von HK Gruber, Libretto von Michael Sturminger nach dem gleichnamigen Stück von Ödön von Horváth

Premiere: Samstag, 24. JunI 2017, 19.30 Uhr, Theater Hagen
Weitere Termine: 30.6., 5.7., 7.7., 12.7., 15.7., jeweils 19.30 Uhr

Kenneth Mattice, Kristine Larissa Funkhauser. Foto: Klaus Lefebvre.

Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit
Ödön von Horváth

Der Zauberkönig, Inhaber einer Puppenklinik, will seine Tochter Marianne mit dem biederen Fleischhauer Oskar verheiraten. Kurz vor der Verlobung trifft Marianne auf den charmanten Alfred, den Verflossenen der reifen Trafikantin Valerie. Er erscheint ihr wie ein Fingerzeig raus aus der engen Kleinbürgerwelt in eine glücklichere Zukunft. Doch die Umstände, sie sind nicht so: Alfred fühlt sich von Marianne eingeschränkt, das Zusammenleben der beiden gestaltet sich ärmlich in jeder Hinsicht, und zudem ist das gemeinsame Kind ein weiterer Hemmschuh. Der Kleine wird bei Alfreds Großmutter und seiner Mutter in der Wachau »ausgelagert«, Alfred sucht wieder Anschluss an seine Vergangenheit, und Marianne bleibt nichts anderes übrig, als im halbseidenen Milieu ihr Geld zu verdienen. Die Katastrophe ist somit vorprogrammiert.

Ödön von Horváth schrieb mit dem 1931 am Deutschen Theater in Berlin uraufgeführten Volksstück, dem er das Motto »Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit« voranstellte, ein bitterböses Schauspiel über Selbstbetrug und Lebenslüge: Das Ausgesprochene ist eben nicht als bare Münze zu nehmen, sondern als Maske dessen, was nicht gesagt werden kann oder darf.

Der 1943 geborene österreichische Komponist HK Gruber verfasste kongenial die gleichnamige Oper, die sich dem Text Horváths verpflichtet fühlt und die 2014 bei den Bregenzer Festspielen erfolgreich uraufgeführt wurde. Nach einer Präsentation an der Komischen Oper in Berlin 2016 zeigt das Theater Hagen nun als Erstaufführung in NRW die dritte Inszenierung dieses »ständigen Balanceaktes zwischen dem angeblich Schönen und dem porträtierten Elend« (Gruber).

Intendant Norbert Hilchenbach, der sich im Laufe seines 45-jährigen Berufslebens mehrfach mit den Geschichten auf der Bühne auseinandergesetzt hat, erarbeitete diese Oper als seine letzte Inszenierung an diesem Haus und beendet damit seine zehnjährige Intendanz am Hagener Theater. Mit der Umsetzung und Präsentation dieses Werkes verabschieden sich ebenfalls der Generalmusikdirektor Florian Ludwig sowie der Ausstattungsleiter Jan Bammes (Bühne). Die Kostüme kreierte Yvonne Forster.

Es singen und spielen: Marilyn Bennett, Martin Blasius, Andrew Finden, Kristine Larissa Funkhauser, Veronika Haller, Maria Klier, Björn Christian Kuhn, Kenneth Mattice, Joslyn Rechter, Richard van Gemert, Jeannette Wernecke, Philipp Werner, Kejia Xiong, Rainer Zaun; Chor des theaterhagen, philharmonisches orchesterhagen.

Hinweis: Vor der ersten und letzten Vorstellung (24.6. und 15.7.) findet jeweils um 18 Uhr im Theatercafé ein von Dramaturgin Dr. Maria Hilchenbach geführtes Gespräch mit dem Komponisten HK Gruber statt, in welchem man diese facettenreiche Persönlichkeit näher kennen lernen kann. Der Eintritt dazu ist frei. Um 19 Uhr wird dann die Werk-Einführung „Kurz und Gut“ angeboten.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

VHS mit Schwerpunkt-Thema „Heimat“

22. Juni 2017

Neues Programm ab sofort erhältlich

Die Volkshochschule Hagen hat ihr Programmangebot für das Studienjahr 2017/2018 unter das zentrale Thema „Heimat“ gestellt. Mit dem vielfältigen Angebot von über 900 Kursen möchte die VHS dazu beitragen, dass alt eingesessene wie neue Hagener Bürgerinnen und Bürger sich in ihrer Heimatstadt wohlfühlen und mit deren Geschichte und Geschichten vertraut werden.

Zur Eröffnung des Semesters lädt die VHS am 14. September dieses Jahres um 19 Uhr zu einer Lesung mit dem Hohenlimburger Jörn Klare ein, der in seinem Buch „Nach Hause gehen“ sehr persönlich und ganz wörtlich den Fragen nachgeht: „Was genau ist Heimat? Was bedeutet sie? Und warum ist sie wichtig?“ Von seiner Berliner Haustür aus wanderte er an den Ort seiner Kindheit und Jugend in Hohenlimburg. Ein Weg über gut 600 Kilometer, erst durch Ostdeutschland, das ihm immer noch fremd ist, dann durch Westdeutschland, das ihm oft nicht mehr vertraut ist.

Der Studienbereich Politik und Gesellschaft bietet wieder eine Vielzahl von Erkundungen unserer Stadt. In der Rubrik „Hagen und Region“ wird es wegen der starken Nachfrage noch einmal deutlich mehr Rundgänge und Führungen in den Sommerferien geben. Fortgesetzt wird auch die Reihe „Hagen <w>örtlich“ in Kooperation mit der Stadtbücherei mit Vorträgen zur Geschichte der Varta, zu Straßenumbenennungen in der NS-Zeit und zu geologischen Schätzen in Hagen.

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Kein Anschluss unter dieser Nummer

21. Juni 2017

Politik reagiert nur noch auf „Genehmes“

Seit einiger Zeit tourt die SPD-Fraktion im Hagener Rat durch die Lande. Wobei – schon der Begriff „Fraktion“ erscheint reichlich überdimensioniert, wenn – wie jüngst bei Aids-Hilfe und „Frauen helfen Frauen“ – von 19 Mitgliedern nur 4 anwesend sind.

Diese Minimalbesetzung ist vielleicht auch damit zu erklären, dass ein aktueller Diskussionsbedarf an ganz anderen Stellen zu finden ist. Also nicht gerade dort, wo sich der Fraktionsvorstand eines solidarischen Beifalls sicher sein kann.

So versucht die Bürgerinitiative Gegenwind, die einen verbindlichen Mindestabstand der Windkraftanlagen zur Wohnbebauung fordert, aber genauso deutlich „Atomkraft… nein danke!“ sagt, einen Termin mit der SPD-Fraktion zu bekommen. Bisher erfolglos, „ein neuerlicher Terminvorschlag seitens der SPD ist leider bisher nicht gemacht worden.“

Ähnlich erging es der Initiative gegen die Einrichtung eines Maßregelvollzugs im Hagener Stadtwald: „Wir hatten dazu mit Ihrem Fraktionsgeschäftsführer einen Termin am 19.6.17 ab 17:00 Uhr vereinbart, der kurzfristig abgesagt wurde. Den alternativ angebotenen Termin am selben Tag um 14:30 Uhr, leider nur mit dem Fraktionsvorstand, können wir so kurzfristig nicht wahrnehmen.“

Diese umsichgreifende Mentalität, sich nur noch mit Beifallspendern zu umgeben, ist beileibe kein ausschließliches SPD-Spezifikum. Praktisch alle Parteien, gerade in Hagen, haben sich vom politischen Diskurs abgemeldet und beschäftigen sich hauptsächlich mit Personal- und Pfründeangelegenheiten.

Die Hagener Grünen haben es geschafft, sowohl ihren ehemaligen Kreissprecher kaltzustellen als auch die Spitzenkandidatin der letzen Kommunalwahlen aus der Fraktion auszuschließen. Die heimische SPD hat – ohne öffentliche Begründung – ihren Fraktionsvorsitzenden abgesägt und einen unliebsamen Ortsverein aufgelöst. Die örtliche Gliederung der Linkspartei ist, nachdem die materielle Versorgung der führenden Familie gesichert war, als politisches Subjekt inhaltsleer von der Bildfläche verschwunden. Und die traditionell autoritär strukturierte CDU musste sich (mangels eigenen vorzeigbaren Personals) eine Bundestagskandidatin vom Landesverband aufdrücken lassen.

Inhaltliche Debatten haben die Parteien weitgehend aufgegeben. Das beschreibt auch – wie es der Zufall so will – in der gestrigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung in einem Gastbeitrag Journalist (und SPD-Mitglied) Heiner Müller-Ermann (leider nicht im Netz):

„In den Parteien ist es für ein normales Mitglied schlicht und einfach langweilig geworden. Inhaltliche Auseinandersetzungen an der Basis finden kaum mehr statt. Wo sind die Kreisverbände, die mit ihren Abgeordneten streng diskutieren, über deren Abstimmungsverhalten in der Energiepolitik oder bei Privatisierungen? Gar die Parteitage. Sie werden heute durchgestylt und mediengerecht aufbereitet, das Zusammentreffen der Grünen am vergangenen Wochenende war nur ein Zeugnis davon. Unbequeme Anträge verschwinden in Sammelpaketen und Antragsbüchern, und am wichtigsten erscheint, dass der Applaus für den Vorsitzenden nach Minuten gezählt werden kann.

Aber es ging auch mal anders. Selbst zu Zeiten der sogenannten Macher Helmut Schmidt und Herbert Wehner dauerten Parteitage eine Woche, in hitzigen Debatten wurden politische Entwürfe geschmiedet. (…) Undenkbar, dass grundlegende Dinge wie Hedgefonds, Leiharbeit oder Bankenrettung lediglich von einer Handvoll Parteioberen entschieden worden wären.“

Um diese Themen geht es zwar in der Hagener Kommunalpolitk nicht vorrangig, aber sich nur gemeinsam mit den Kumpanen aus dem Pressehaus bei einschlägigen hochprozentigen Festivitäten ablichten zu lassen, ist angesichts der Probleme dieser Stadt doch etwas wenig.

Jugend auf die Bühne!

21. Juni 2017

28. Schul- und Jugendtheatertage 26. und 27. Juni 2017

Zum 28. Mal heißt es: Jugend auf die Bühne! am Theater Hagen. Am Montag, 26. Juni (Beginn: 12.45 Uhr im Lutz) und Dienstag, 27. Juni (Beginn: 14.45 Uhr im Opus) werden alle Bühnen des Hauses für Theatergruppen aus Hagen und Umgebung geöffnet. Mehr als 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Grundschulalter bis zum jungen Erwachsenenalter haben die Chance genutzt und werden ihre Stücke vorführen.

In Schulprojektgruppen und Theatergruppen haben sich die jungen Leute mehrere Monate intensiv damit beschäftigt ein Stück auszuwählen oder zu entwickeln, vorzubereiten und schließlich bühnenreif zu proben. Herausgekommen sind dabei sowohl Theaterstücke, die auf Vorlagen basieren, als auch Eigenproduktionen. Auch in diesem Jahr werden sich die begeisterten Nachwuchsschauspieler dem Wettkampf und dem Urteil einer siebenköpfigen Jury stellen, und es wird eine Preisverleihung nach der letzten Vorstellung im Großen Haus (Beginn ca. 21 Uhr) geben.

Mit dabei sind: Erwin Hegemann Schule Hagen/Theater AG („Heldinnen und Helden der Märchenwelt“,26.6., 12.45 Uhr, Lutz); Jugendkunstschule Unna/Wortspieler („Tagebuch einer Leiche“, 26.6., 14.00 Uhr, Großes Haus); Albrecht-Dürer-Gymnasium Hagen/Theater AG 6-8 („Die unendliche Geschichte“, 26.6., 15.15 Uhr, Opus); Jugendkunstschule Unna/ScheinWerfer („Jack!“, 26.6., 17.00 Uhr, Großes Haus); Städtisches Gymnasium an der Hönne Menden („Das Camp“, 26.6., 18.45 Uhr, Opus); Jugendkunstschule Unna/Linkshändler („Distracted“, 27.6., 14.45 Uhr, Opus); Offene Ganztagsschule Kipper Hagen („Die Buchstaben-Piraten“, 27.6., 16.00 Uhr, Lutz); Rudolf Steiner Schule Hagen („Der wilde Westen, wie er wirklich war“, 27.6., 18.30 Uhr, Großes Haus); M.A.T. Theater aus der Fabrik Menden/Junges M.A.T. („Augenblick, verweile doch!“, 27.6., 18.30 Uhr, Opus); AWO Jugendcafé Real Hagen („Bis nichts mehr bleibt“, 27.6., 19.00 Uhr, Lutz).

Die Zuschauer können wählen, ob sie ein Tagesticket für 8 € bzw. ermäßigt 5 € oder Einzeltickets für 3 € bzw. ermäßigt 2 € erwerben wollen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Der Baum und der Hirsch“

21. Juni 2017

Eine Veranstaltung mit den FDP-Politikern Gerhart Baum, Bundesminister a.D., und Dr. Burkhard Hirsch, Vizepräsident des Deutschen Bundestages a.D.

FernUni-Vortragsreihe „Lüdenscheider Gespräche“
22.06.2017 um 18:00 Uhr
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Kaum zu glauben aber wahr: Diese beiden Herren gehörten mal zum Mainstream der schon lange zur reinen Lobbytruppe verkommenen FDP: Gerhart Baum und Burkhard Hirsch sind seit sechzig Jahren politische Weggefährten. Seit Jahrzehnten sind sie Vorkämpfer für Bürger- und Freiheitsrechte in Deutschland und gelten als „liberales Gewissen“ der Republik.

Vehement und erfolgreich streiten sie gegen Vorratsdatenspeicherung, Lauschangriffe oder Online-Durchsuchungen, aber auch für eine humane Asylpolitik und die universelle Geltung der Menschenrechte. So erreichten Gerhart Baum und Burkhard Hirsch zusammen mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Jahr 2004, dass wesentliche Teile des Gesetzes zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Großer Lauschangriff) als Verstoß gegen die Menschenwürde und deshalb als verfassungswidrig eingestuft wurden. Mit einer weiteren Verfassungsbeschwerde, erneut gemeinsam mit Burkhard Hirsch, griff Baum 2005/06 erfolgreich das Luftsicherheitsgesetz an.

Dr. Burkhard Hirsch (* 29. Mai 1930 in Magdeburg), Rechtsanwalt und seit 1949 Mitglied der FDP, war von 1975 bis 1980 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 1972 bis 1975 und von 1980 bis 1998 war er Mitglied sowie von 1994 bis 1998 zugleich Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Gerhart Baum (* 28. Oktober 1932 in Dresden), Rechtsanwalt, seit 1954 Mitglied der FDP, 1966 bis1998 in den Führungsgremien der Partei vertreten, von 1982 bis 1991 Stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und Mitglied des Deutschen Bundestages von 1972 bis1994, war von 1978 bis 1982 Bundesminister des Innern.

Wie in ihrer 2016 erschienenen Veröffentlichung „Der Baum und der Hirsch. Deutschland von seiner liberalen Seite“ berichten beide Politiker an diesem Abend über die wichtigsten Wegmarken ihrer privaten und politischen Biographie vor dem Hintergrund der wechselvollen bundesdeutschen Geschichte mehrerer Jahrzehnte. Zum Ende der Veranstaltung wird es wie gewohnt Gelegenheit geben, Fragen aus dem Publikum zu stellen.

Gras aus der Apotheke

21. Juni 2017

Donnerstag, 22.06.2017 um 18:00 Uhr, Sparkassen-Karree

Lange Zeit waren Hanfprodukte in Deutschland vor allem als illegale Drogen und Rauschmittel bekannt. Neuerdings können zu Risiken und Nebenwirkungen von Cannabis aber auch Ihr Arzt und Apotheker beraten, denn in den letzten Monaten sind teilweise schon seit der Antike bekannte medizinische Einsatzgebiete auch in der modernen Medizin angekommen, und so gibt es inzwischen tatsächlich „Gras aus der Apotheke“ auf Rezept.

Für wen, wann und wie das möglich ist – und was trotz der jüngsten Veränderungen gleichgeblieben ist – dazu wird Sie Dr. Christian Fehske, Fachapotheker für Arzneimittelinformation und Leiter der internationalen Rathaus-Apotheke auf den neusten Stand bringen.

Der Eintritt ist frei

Hagen Aktiv fordert mehr Parker-Kontrollen auf der Hestert

20. Juni 2017

Bei Freibad-Wetter oder Heimspiel-Tagen der Fortuna-Kicker ist der Parkdruck auf der Hestert enorm. Hagen Aktiv setzt auf verschärfte Kontrollen. (…)

Quelle: wp.de

Strafanzeige gegen das Fürstenhaus

20. Juni 2017

Ein Rotmilan-Nest wurde auf der Schälker Heide zerstört. Deshalb hat Dieter Ackermann Strafanzeige gegen das Füstenhaus gestellt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Immer wieder Ärger mit der Hohenlimburger Aristokratie.

Pack die Badehose ein!

20. Juni 2017

„Nachtcafé“ am Freitag, 23. Juni 2017, 22.30 Uhr im Theater Hagen

Endlich Sommer! Als Einstimmung auf den Urlaub ist zu raten: »Pack die Badehose ein!« Und nichts wie an den Strand! Mit einem Augenzwinkern blicken Maria Klier und Tillmann Schnieders (Foto: Theater), am Klavier begleitet von Andreas Vogelsberger, in der Nachtcafé-Veranstaltung am 23. Juni (22.30 Uhr, Theater Hagen, Theatercafé) auf hundert Jahre Badekultur.

Seit sich die Gesellschaft im kühlen Nass tummelt, wurden die Sitten immer freizügiger und der Stoff, der die Haut bedeckt, immer weniger. Freute sich der Betrachter in den 20er Jahren schon über die Waden, die beim badenden »Fräul´n Helen« zu sehen waren, empörte man sich in den 50er Jahren über einen »Itsy-Bitsy Teenie Weenie (Honolulu Strand-Bikini)«. In den 80ern schließlich erregten die Damen, die »Oben ohne« gingen, die Gemüter… Baden blieb ein höchst erotisches Vergnügen, das nach Abkühlung in den Fluten verlangte!

Der Eintritt ist wie immer frei, die Theatergastronomie ist geöffnet.

Hochbunker in der Tuchmacherstraße kommt unter den Hammer

20. Juni 2017

Der Hochbunker an der Ecke Tuchmacher-/Dödterstraße kommt unter den Hammer. Das Mindestgebot für das ungewöhnliche Objekt liegt bei 69 000 Euro. (…)

Quelle: wp.de

Ex-Hauptgeschäftsführer der SIHK Enwaldt ist verstorben

19. Juni 2017

Runar Enwaldt, langjähriger Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer, ist am vergangenen Freitag verstorben. Der 84-Jährige leitete die Kammer von 1972 bis 1996. (…)

Quelle: wp.de


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