Aktion Breitband für Tiefendorf: Breitbandausbau jetzt!

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Gegen ein geteiltes Berchum und ein weiterhin unversorgtes Tiefendorf

Nach Jahren der Unwilligkeit in Sachen Breitbandausbau hat die Stadtverwaltung Hagen im Februar 2017 endlich Fördergelder für den Breitbandausbau beim Bund beantragt.

Nach vorliegenden Informationen könnte der Bewilligungsbescheid bereits im  Juni-Juli erteilt werden. Also alles gut, sollte man meinen – aber vielleicht auch wieder nicht, wenn man in Berchum / Tiefendorf wohnt.

Der Bescheid ist in Hagen noch gar nicht angekommen, da geistert auch schon eine Prioritätenliste, die über die Zeitpunkte des Ausbaus bestimmen soll durch die Medien. Zwar hat man jetzt demnächst die Gelder, aber jetzt wohl nicht genug Ressourcen für den Ausbau.

Ob so eine Prioritätenliste nach den Förderrichtlinien rechtlich überhaupt zulässig ist, nach welchen Kriterien sie aufgestellt werden soll, wer, was, wie entscheidet wo und wann zuerst ausgebaut wird – bis jetzt wieder alles völlig im Nebel.

Nun hat die Telekom ja zugesagt einen Teil von Berchum selbst auszubauen. Laut deren aktueller Werbung sogar schon bis März 2018. Dabei handelt es sich aber nur um den Bereich Dorfplatz / Dreischengarten / Neubaugebiet Vorbrink.

Der Rest von Berchum bleibt dann auch weiterhin rote Zone, genau wie Tiefendorf, also Ausbau weiterhin nur mit Fördergeldern.  Man steuert  hier jetzt also voll auf eine Drei-Klassengesellschaft zu, die die viel  haben werden, die die nur etwas haben und die auch weiterhin noch immer nichts haben.

Nicht nur, dass man als Hauseigentümer langsames oder gar kein Internet hat, nein, der Wert der Immobilie verliert weiter enorm, wenn jetzt wohlmöglich schon wieder nicht sofort ausgebaut wird.

Es muss endlich Schluss sein, dass wieder zuerst nur die Gebiete ausgebaut werden, die bereits heute schon eine Grundversorgung haben und wo man zum Teil nur auf hohem Niveau klagt, weil man nicht mehr als 19,99 € für einen 50 Mbit/s Internetanschluss mit möglichst noch 4 Handykarten im Monat zahlen will.

Es darf nicht vergessen werden, dass es für Unterberchum, Berchum und Tiefendorf bereits länger schon ausreichend Fördergelder der Landesregierung NRW gab, die von der Hagener Verwaltung dann aber nicht abgerufen wurden. Hier haben die Bewohner  schon einmal verzichten müssen. Doch damit ist jetzt Schluß, jetzt sind endlich die schlecht und unversorgten Gebiete an der Reihe.

Die SPD-Fraktion Hohenlimburg wird deshalb in der kommenden Bezirksversammlung am 28.06.2017 (16:00 Uhr im Rathaus Hlbg) den Antrag stellen, die Hohenlimburger Gebiete, die derzeit nur zwischen 0 bis 2000 kBit/s versorgt sind, auf Platz 1 dieser Prioritätenliste zu setzen.

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