Archive for Dezember 2018

Hagen: Entscheidung über die Abstände von Windenergieanlagen

14. Dezember 2018

Der politische Sturm um die Zukunft der Windenergie in Hagen scheint erst einmal abzuklingen. Der Rat hat am Donnerstagabend in der letzten Sitzung dieses Jahres sich mit breiter Mehrheit (47:10 gegen die Stimmen der Grünen und einzelner Mandatsträger) auf eine Abstandsregelung für die Windkraftvorrangzonen in Hagen verständigt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Baudezernent Thomas Grothe erwartet laut Artikel bereits erfolgreiche Klagen gegen die beschlossene Regelung, die in seinen Augen „unpräzise, wenig rechtssicher und somit kaum umsetzbar“ sei.

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Kita-Gebühren – Neben SPD fordert jetzt auch FDP Senkung

14. Dezember 2018

Nun erklärt auch die FDP-Fraktion im Hagener Rat, in Sachen Kita-Gebühren schnellstmöglich handeln zu wollen. Die Liberalen fordern aber eine erneute Diskussion über die Beitragsstaffel, die Eltern im mittleren Einkommensbereich aus Sicht der Fraktion über Gebühr belaste.

Ähnliche Töne gibt es seit Monaten von der SPD-Fraktion im zu hören. Die Genossen halten die Höhe der Gebühren für viel zu hoch und finden es noch dazu unredlich, dass sie jährlich um zwei Prozent erhöht würden. Dabei habe das Düsseldorfer Familienministerium die Auskunft erteilt, dass die Landesregierung ihren Zuschuss zu den Kindpauschalen in Hagen seit 2015 um fünf Millionen Euro erhöht habe. Beim Bürger komme das aber nicht an. (…)

Quelle: wp.de

Eine Reise durch die Epochen

14. Dezember 2018

Viertes Kammerkonzert im Auditorium des Kunstquartiers Hagen

Im vierten Kammerkonzert am 16. Dezember 2018 um 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier singt Kammersängerin Marilyn Bennett, die zuletzt und derzeit v.a. in „Molly Bloom“ und „Pariser Leben“ zu erleben war und ist.

Zusammen mit den Cellistinnen Melinda Riebau und Kerstin Warwel sowie dem Pianisten Dan K. Kurland nimmt sie das Publikum mit auf eine Reise durch die Epochen – von Henry Purcell bis Benjamin Britten.

Reine Instrumentalwerke ergänzen dieses abwechslungsreiche Programm (Foto der Interpreten: Leszek Januszewski).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Islam in Europa – Bilder des zenith-Fotopreises

14. Dezember 2018

15.12.2018 – 10.02.2019, Osthaus-Museum Hagen

Begegnungen von Berlinern und Geflüchteten in deutschen Museen, feiernde Familien beim gemeinsamen Essen in Spanien oder Muslime beim gemeinsamen Gebet in Italien – „Wie sieht der Islam in Europa eigentlich aus?“ Das ist die Frage des zenith-Fotopreises 2017.

Antworten darauf gibt die Leih-Ausstellung „Islam in Europa – Bilder des zenith-Fotopreises“ der Stiftung Haus der Geschichte. Neben den Gewinnerfotos präsentiert die Ausstellung ausgewählte Bilder aus den eingesendeten Fotoarbeiten. Über 50 Fotografen aus ganz Europa beteiligten sich am Wettbewerb (Foto: © Ayse Avdic: „Resilience“, Deutschland 2017).

Die mediale Berichterstattung in den vergangenen Jahren assoziiert den Islam oft mit Bildern von Flucht, Bürgerkrieg und Terror. Dass dies – besonders in Europa – nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit ist, zeigen die Wettbewerbsbeiträge. In über 500 eingereichten Fotos erzählen Künstlerinnen und Künstler von der Heterogenität muslimischen Lebens in den verschiedenen europäischen Ländern. Wie leben, arbeiten und wohnen Muslime in Europa? Wie sieht ihr Alltag aus? Neben in sich versunkenen, betenden Menschen zeigen die Fotos ebenso feiernde, fröhliche Muslime, Kinder in der Fremde sowie in vertrauter Umgebung, Moscheen als Prachtbauten und im Hinterhof.

Der zenith-Fotopreis wurde 2011 vom Magazin zenith ins Leben gerufen und wird von der Stiftung Mercator unterstützt. Die Candid Foundation ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Think Tank, der 2015 die Herausgeberschaft der Zeitschrift zenith übernommen hat und Projekte zur interkulturellen Verständigung fördert und umsetzt.

„Islam in Europa. Bilder des zenith-Fotopreises“ ist eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Die Erstpräsentation fand im Museum in der Kulturbrauerei Berlin vom 16.11.2017 bis 08.04.2018 statt.

107.7 radio eriwan

13. Dezember 2018

Hagener Dudelfunk erfindet eine „Nachricht“

Radio Eriwan war zu Zeiten des Kalten Krieges ein fiktiver Sender der damaligen Sowjetunion, der vermeintliche Zuhörerfragen beantwortete. Radio Hagen ist ein real existierender Sender, der heute eine vermeintliche „Nachricht“ verbreitete, die den falschen Bericht der WPWR zur erst geplanten und dann wieder rückgängig gemachten Änderung der Buslinie 527 noch toppt:

Die weitschweifige neue Busverbindung der 527 soll schnellstmöglich korrigiert werden

Die weitschweifige neue Busverbindung der 527 soll schnellstmöglich korrigiert werden. Seit dem Sommer fährt die Linie anders. Mit der Konsequenz, dass gerade ältere Leute, die einfach nur vom Wohngebiet Altenhagen zum Supermarkt an der Altenhagener Straße wollten nun eine Sightseeingtour zum Bahnhof in Kauf nehmen mussten. Die Anwohner hatten protestiert, und die Politiker haben sich mit der Sache beschäftigt und räumen ein: Das muss wieder anders werden. Die Politiker wollen so schnell wie möglich beschließen, dass der alte Linienweg wieder eingerichtet wird.

Quelle: 107.7 radio hagen

Frage an Radio Eriwan … äh, Hagen: Stimmt es, dass bei Ihrem Sender Journalisten arbeiten?
Antwort: Im Prinzip ja, aber nur dann, wenn die Putzfrau Urlaub hat.

Meinung gebildet, Haltung bewahrt

13. Dezember 2018

Offener Brief der Grünen Linken Hagen* an Barbara Hanning

Nach über 20 Jahren in der Hagener Politik verlässt Du, liebe Barbara, an diesem Donnerstag das Geschehen. Zehn Jahre davon warst Du Sprecherin des Kreisverbands von Bündnis90/DIE GRÜNEN.

Neben der vielen inhaltlichen Arbeit gehörte zu Deinen herausragenden Leistungen ohne Zweifel eine intensive Netzwerkarbeit. Damit konntest Du dem Kreisverband über viele Jahre hinweg das notwendige Gehör auf der Landes- und Bundesverbandsebene unserer Partei verschaffen und sichern. Regelmäßig saßt Du in den Präsidien auf unseren Landesparteitagen, den Landesdelegiertenkonferenzen; dadurch hast Du konstruktiv die Parteitagsregie mitbestimmt.

Und mit Deiner wertvollen Arbeit im Koordinationsteam der Grünen Linken auf Bundesebene gab es auf Bundesdelegiertenkonferenzen die Weichenstellung für gute Entscheidungen. Vor Ort hast Du es vermocht die große Politik auf unseren Kreisverband herunter zu brechen und politische Fragestellungen zugespitzt in Antragsform auf die Delegiertenversammlungen mitzunehmen.

Dem grünen Grundsatz von der Trennung von Amt und Mandat bist Du treu geblieben und gabst Deine Ämter in der Partei auf, um Dich der Arbeit im Rat der Stadt Hagen zu widmen. Durch die bereits zuvor hohe Anbindung an die Fraktion übernahmst Du fortan wichtige Aufgaben, wie Mitgliedschaften im Sozial- und Integrationsausschuss sowie Polizeibeirat.

Im Jahr 2014 zogst Du als Spitzenkandidatin von Bündnis90/DIE GRÜNEN in den Kommunalwahlkampf und holtest im Team achtbare 9 % bei ungleich mehr Wettbewerb als zuvor. Mit diesem Ergebnis zogen neben Dir noch weitere fünf Listenkandidat*innen in den Hagener Stadtrat ein.

Bereits während des Wahlkampfes sahst Du Dich, liebe Barbara, innerfraktionell persönlichen Anfeindungen, Neid und Missgunst ausgesetzt. Leider hast Du nach der Wahl es dann auch nicht vermocht Dich in der neuen grünen Stadtratsfraktion mit Deiner Haltung zur zukünftigen politischen Arbeit und zum konstruktiven Verhältnis der Grünen in der „Allianz“ zu CDU, FDP und HagenAktiv durchzusetzen.

Du warst hier allerdings sehr wohl zu Kompromissen und externer Mediation bereit, die Dir allesamt verwehrt blieben. Der Fraktionsrest schloss Dich nach der Besetzung der städtischen Gremien aus und begab sich auf eine bisher nie dagewesene Abwärtsspirale angetrieben aus Eitelkeit, Machtbesessenheit und Inhaltslosigkeit.

Du, liebe Barbara, verbliebst, trotz mehrerer Aufforderungen von Deinem Mandat zurückzutreten, als Mitglied im Rat der Stadt Hagen und hast als einzige mit den Dir verbleibenden Mittel versucht das grüne Wahlprogramm umzusetzen. Du hast Meinung gebildet. Du hast Haltung bewahrt.

Jetzt allerdings ist für Dich die Zeit gekommen beruflich wie privat den nächsten Schritt zu gehen. Du ziehst vom eher urbanen Hagen mit Anschluss an die Metropolregion in das stark landwirtschaftlich geprägte Porta Westfalica. Hierfür wünschen wir Dir alles erdenklich Gute und bedanken uns herzlich für das Geleistete.

* Die Grüne Linke Hagen ist eine innerparteiliche Gruppierung des grünen Kreisverbands Hagen. Homepage: https://www.gruene-linke-hagen.de

Die Gehälter der Hagener Stadtspitze im Check

13. Dezember 2018

Wie viel Geld verdienen die Geschäftsführer städtischer Unternehmen in Hagen? Und was genau leisten sie dafür eigentlich? Ein Überblick. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Teilweise nicht auf dem neuesten Stand, aber natürlich ein Anhaltspunkt.

Schadstoffe: AfD Hagen fordert Versetzung der Messstation

13. Dezember 2018

Die AfD-Fraktion fordert, die Messstation für Stickoxide am Finanzamt umzupositionieren und so weit wie möglich von Fahrbahnrand entfernt aufzustellen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die AfD-Fraktion hat bisher nichts für Hagen beigetragen, noch nicht einmal in ihrem eigenen rechtsnationalistischen Sinne. Auch hier versucht sie erst gar nicht, Vorschläge zur Verbesserung der Luftqualität zu machen, sondern will die Messungen möglichst unwirksam gestalten. Das haben ihre Kollegen von der CDU-Fraktion schon im September um Umwelt- und Mobilitätsausschuss – getarnt als Fragenkatalog – versucht und sind gescheitert. Zurecht.

Ein Leser des WPWR-Artikels kommentierte: „hirn täte der afd in dieser und in vieler anderer hinsicht gut, nur leider lässt sich das nicht ganz so einfach transferieren wie messstellen.“

Gericht stoppt den Bau des Einzelhandelszentrums in Vorhalle

13. Dezember 2018

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hat mit einer Eilentscheidung das vereinfachte Bebauungsplanverfahren für das Vorhaller Einkaufszentrum an der Ophauser Straße gestoppt.

Damit kann dort aufgrund einer Normenkontrollklage der Stadt Wetter bis zur Entscheidung im Hauptverfahren keine Baugenehmigung erteilt werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ähnlich könnten jene Schlaumeier, die mit zweifelhaften Konstruktionen die Pläne der GWG in Wehringhausen befördern wollen, Schiffbruch erleiden.

Hagener Buslinie 527 rollt wieder auf der bewährten Strecke

12. Dezember 2018

Die im Rahmen der Fahrplanumstellung vollzogene Umstellung der Linienführung für die Busstrecke 527 wird so schnell wie möglich wieder zurückgenommen. Das hat der Hagener Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Das Gremium räumte ein, dass dem ÖPNV-Arbeitskreis, der diese Maßnahme initiiert hatte, offenkundig ein Fehler unterlaufen sei und diese Entscheidung, die der Rat im Juli auf den Weg gebracht hatte, fachlich einfach nicht gut gemacht gewesen sei. Zudem hat die Politik die Hagener Straßenbahn AG aufgefordert, den alten, bewährten Linienweg so schnell wie möglich wieder herzustellen.

Die Bewohner in Altenhagen – vorzugsweise aus dem Drerup-Viertel – fühlten sich zuletzt vom öffentlichen Leben verkehrstechnisch abgeschnitten. Vor allem die kurzen Verbindungen zwischen den Wohnstraßen und den Lebensmittel-Märkten an der Altenhagener Straße, die die Nahversorgung der Menschen sichern, wurden plötzlich zu einer komplizierten Bus-Odyssee, die einschließlich eines Umstiegs über den Hauptbahnhof führten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der WPWR-Artikel ist weitestgehend Unsinn. Die 527 rollt nicht „wieder auf der bewährten Strecke“, wie es schon in der Überschrift formuliert ist – der Bus fuhr seit Menschengedenken nie anders. Eine geplante Umstellung kann nicht schon „vollzogen“ und somit auch nicht „wieder zurückgenommen“ worden sein. „Die Politik“ hat daher die Straßenbahn auch nicht „aufgefordert, den alten, bewährten Linienweg so schnell wie möglich wieder herzustellen“. Was noch gar nicht geändert wurde, muss auch nicht wiederhergestellt werden.

Also konnten sich die Bewohner auch nicht „abgeschnitten“ fühlen und zu einer „komplizierten Bus-Odyssee“ gezwungen sehen. Das hätte ihnen erst ab 6. Januar gedroht, wäre die Planung umgesetzt worden. Die ist aber, so wie es aussieht, bereits vom Tisch.

Jedenfalls hat die Hagener Straßenbahn AG den neuen Fahrplan, der ursprünglich ab Januar gelten sollte, bereits wieder von ihrer Homepage entfernt.

(In einer früheren Version dieser Anmerkung fehlten die Hinweise auf die Falschberichterstattung der WPWR. DW bedauert dieses Versäumnis.)

HEB: Abfallgebühren steigen um 7,4 Prozent

12. Dezember 2018

Nur in Bochum ist die Müllabfuhr noch teurer

Am morgigen Donnerstag (13.12.2018) wird der Hagener Rat mit aller Wahrscheinlichkeit eine Erhöhung der Abfallgebühren um 7,4 Prozent beschließen. Der Gebührensatz steigt von 3,78 € je Liter in 2018 auf nunmehr 4,06 € je Liter in 2019.

Von allen kreisfreien Städten des Ruhrgebiets und des Bergischen Landes müssen die Bürger dem Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) dann den zweithöchsten Preis für die Leerung ihrer Mülltonnen bezahlen. Nur in Bochum ist die Müllabfuhr noch teurer.

Abfallgebühren in Euro pro Liter/Jahr auf der Basis einer 120-Liter-Tonne bei wöchentlicher Leerung. BO, HA, DO, RS 2019, alle anderen 2018. Datenquelle: Kommunen

Beim Vergleich der unterschiedlichen Tarife fällt ins Auge, dass die höchsten Gebühren in den Betrieben anfallen, die in privatrechtlichen Unternehmensformen wie GmbH geführt werden. Die niedrigsten Gebühren sind dagegen dort zu finden, wo öffentliche Betriebsformen wie Eigenbetriebe oder Anstalten des öffentlichen Rechts (AöR) die Müllentsorgung organisieren.

Und die Unterschiede sind enorm: In Bochum müssen die Bürger mehr als dreimal so viel zahlen wie in Gelsenkirchen. Die Kosten für die Hagener liegen 89 Prozent höher als die für Bottroper.

Die drei Spitzenreiter auf der Gebührenleiter, Bochum, Hagen und Dortmund, sind wie erwähnt privatrechtlich verfasste GmbHs. Die – mit großem Abstand – günstigsten Anbieter, Gelsenkirchen, Bottrop und Hamm, firmieren als Eigenbetrieb bzw. AöR. Es ist also eine Korrelation zwischen der Höhe der Gebühren und der Rechtsform der Unternehmen zu erkennen.

Einen erheblichen Kostentreiber bei einer GmbH stellt die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent dar, die bei Eigenbetrieben nicht erhoben wird. In Hagen ist allein dafür 2019 ein Betrag von 3,8 Millionen eingepreist, der von den Gebührenzahlern zu schultern ist.

Die hohen Vergütungen für die GmbH-Geschäftsführer – beim HEB fast 400.000 Euro – sind dagegen fast zu vernachlässigen. Aber möglicherweise nicht die größeren „Gestaltungsspielräume“ im Geschäftsbetrieb.

So stieg beim HEB die „Umlage gemeinsamer Bereich“ zwischen 2017 und dem Plan für 2019 um 48,2 Prozent von 1,8 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro. Unter „gemeinsamer Bereich“ wird die Umlage für Gebäude, Werkstatt und Verwaltung beim HEB verstanden. Diese Einrichtungen werden auch von dem Schwesterunternehmen HUI genutzt.

Während HEB für Bereiche der Daseinsvorsorge zuständig ist und bei der Müllentsorgung der privaten Haushalte eine Monopolstellung innehat, steht HUI bei der Entsorgung gewerblicher Abfälle im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Da dürfen natürlich die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, wenn man noch mithalten will.

Ob und wie in solchen Gemengelagen die Kosten sauber getrennt werden (können), dürfte auch der zuständige Aufsichtsrat kaum überblicken.

Während sich eine GmbH ihren Jahresabschluss von privaten Wirtschaftsprüfern testieren lässt, die in der Regel ein Interesse daran haben, den lukrativen Auftrag auch im Folgejahr zu bekommen, werden Eigenbetriebe u.ä. von der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) kontrolliert. Die GPA ist eine Einrichtung des Landes NRW.

In den gesetzlichen Regelungen dazu heißt es: „Die Gemeindeprüfungsanstalt führt bei anderen Körperschaften, Anstalten, Stiftungen, Verbänden und Einrichtungen des öffentlichen Rechts und deren Eigenbetrieben die überörtliche Prüfung und die Jahresabschlussprüfung durch (…).“

Auch die GPA kann Aufgaben an Wirtschaftsprüfer vergeben, behält aber letztendlich die Oberhoheit. Das dürfte auch private Unterauftragnehmer ausreichend diszipinieren.

Koepchenwerk: Landmarke leuchtet wieder

12. Dezember 2018

Sie leuchtet wieder, die RWE-Lichtlandmarke oberhalb des Koepchenwerks (Foto: Markus Bollen). Seit dem Ende der 1920er Jahre, als das Pumpspeicherkraftwerk nach Plänen von Arthur Koepchen gebaut wurde, steht sie für die Aktivität der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke am Hengsteysee. Der RWE-Schriftzug hat eine starke Symbolkraft, er steht für ungebrochene, wirtschaftliche Prosperität des Standortes und ist für die Herdecker Bürgerinnen und Bürger ein weithin sichtbares Symbol ihrer Heimat am Hengsteysee.

Seit die Industriedenkmalstiftung das Koepchenwerk im Jahr 2017 in ihren Bestand übernahm, hat sich viel getan. „Zwei arbeitsintensive Jahre liegen hinter uns“, sagt Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung. „Der historische RWE-Schriftzug wurde rekonstruiert; das 4000 m² große Dach der Maschinenhalle ist dicht, 40 Fenster sind repariert, das Gebäude ist trocken und bietet jetzt wieder einen Schutz für den wertvollen Maschinenbestand.“

Für Ulrich Heckmann, Leiter des Referats Industriekultur beim Regionalverband Ruhr, ist das Denkmal ein technikgeschichtlicher Meilenstein auf der Route der Industriekultur, die mit ihren 25 Ankerpunkten jährlich mehr als 7 Millionen Besucher anzieht:  „Das Koepchenwerk repräsentiert das industriekulturelle Erbe unserer Region und steht als technische Pionierleistung bei der Speicherung von Energie für ein nach wie vor brandaktuelles Thema.“

Regina Schrader, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Koepchenwerk e.V. in Herdecke, will mit den Mitgliedern die Industriedenkmalstiftung tatkräftig unterstützen. Der Verein hat sich etwas Besonderes zur Aufgabe gemacht: die 12-Buchstaben-Spendenkampagne KOEPCHENWERK. Regina Schrader zufolge soll damit der historische Schriftzug an der Fassade wieder zum Leuchten gebracht werden: „Erst dann ist das Denkmal auch als Lichtlandmarke wieder komplett.“

Pro Buchstabe fallen 5000 Euro für die Instandsetzung inklusive Beleuchtung und Stromkosten an. Spenden ab 1 Euro sind möglich.

Spendenkonto:
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Volksbank Dortmund-Nordwest eG, IBAN: DE19 4406 0122 4168 6627 00, BIC: GENODEM1DNW
Verwendungszweck: Koepchenwerk leuchtet

Spendenquittungen werden ab 50 Euro automatisch und bei niedrigeren Beträgen auf Anfrage zugestellt.

Hagener Schulen wollen raus aus dem digitalen Niemandsland

12. Dezember 2018

Bislang ist noch nicht eine einzige Hagener Schule an das schnelle Internet angeschlossen. Was in der Realität immer wieder für ernüchternde Ergebnisse sorgt. Denn das digitale Lernen scheitert häufig schon an der Geschwindigkeit des Anschlusses. Insbesondere dann, wenn von mehreren Rechnern gleichzeitig auf das Internet zugegriffen wird. (…)

Quelle: wp.de

Erneute Haus-Räumung in Hagen in letzter Minute abgewendet

12. Dezember 2018

Vermieter am Bodelschwinghplatz zahlt doch noch ausstehendes Wassergeld in fünfstelliger Euro-Höhe. Die erste Sperrung war manipuliert worden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Vermieter war der Verursacher des Problems. Dem Einheitsblatt fällt aber nichts besseres ein, als in einer Infobox zu texten: „Die Stadt Hagen bietet zugewanderten Familien aus Rumänien und Bulgarien eine Mieter-Qualifizierung an, mit der der Weg in geordnete Mietverhältnisse ermöglicht werden soll.“

Mark-E erhöht Strom- und Gaspreise

11. Dezember 2018

Zum 1. Februar 2019 steigen die Strom- und Gaspreise für die Kunden des Hagener Energieversorgers Mark-E.

Die Strompreise erhöhen sich für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Monat um rund 2,77 Euro (brutto) oder 3,02 Prozent. Für Gas zahlt dann ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Monat rund 10,00 Euro (brutto) oder 8,5 Prozent mehr.

Nach Angaben von Mark-E ergibt sich die Notwendigkeit von Preiserhöhungen „aufgrund gestiegener Beschaffungskosten durch stark ansteigende Börsenpreise“. Mark-E will alle betroffenen Kunden in den kommenden Tagen in einem gesonderten Anschreiben über die Preiserhöhungen in ihren Strom- und Gastarifen informieren.

Zudem empfiehlt der Energiedienstleister seinen Kunden, vom umfangreichen Beratungsangebot Gebrauch zu machen und sich hier auch Alternativen aufzeigen zu lassen. Eine Alternative wäre beispielsweise der Wechsel zu einem anderen Anbieter.

Breites Bündnis für OB-Stichwahl

10. Dezember 2018

Initiative „Mehr Demokratie“ und Parteien starten Online-Aufruf

Gegen die Pläne von CDU und FDP, die Stichwahl bei Bürgermeister-, Oberbürgermeister- und Landratswahlen in Nordrhein-Westfalen abzuschaffen, hat die Initiative „Mehr Demokratie“ zusammen mit SPD, Grünen und weiteren Parteien einen Online-Aufruf zur Beibehaltung der Stichwahl gestartet.

Zu den Zielen des Bündnisses und der Kampagne „Stichwahl bleibt!“ erklären der NRW-Landesgeschäftsführer von Mehr Demokratie, Alexander Trennheuser, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW, Thomas Kutschaty MdL, und die Vorsitzende der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW, Monika Düker MdL:

Alexander Trennheuser:

„Mit der Aktion ‚Stichwahl bleibt!‘ setzt sich ein starkes Bündnis für den Erhalt der demokratischen Qualität unseres Wahlrechts ein. Wir rufen alle Menschen in Nordrhein-Westfalen auf, unseren Aufruf zu unterschreiben. Dies gilt insbesondere für die Kommunalpolitiker von Parteien und Wählergemeinschaften. Auch Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte sind zur Unterzeichnung eingeladen.“

Thomas Kutschaty:

„Der Plan von CDU und FDP zur Abschaffung der Stichwahl ist ein Angriff auf unsere gelebte Demokratie.

Ohne Stichwahlen können Kandidaten ins Amt kommen, die nur eine sehr geringe Stimmenanzahl auf sich vereinigen. So werden die Ämter von Bürgermeistern und Landräten entwertet. Mit einer Stichwahl hingegen erzielen die Gewählten in der Regel mehr absolute Stimmen als im ersten Wahlgang. Bei den Kommunalwahlen 2014 und 2015 war das in 73 Prozent aller Stichwahlen der Fall. So können sich die gewählten Vertreter auf eine breite Legitimationsbasis in ihrem Amt stützen.

Das zeigt eindeutig: Der Vorstoß zur Abschaffung der Stichwahl dient nur einem einzigen politischen Kalkül: Die CDU und Armin Laschet wollen sich mit weniger Demokratie mehr Macht in den Rathäusern von NRW sichern. Die Menschen in unserem Land wünschen sich aber mehr Mitbestimmung, nicht weniger.“

Monika Düker:

„Mit der geplanten Abschaffung der Stichwahl biegt sich die CDU das Wahlrecht für den eigenen Vorteil zurecht. In der Vergangenheit konnten sich etliche CDU-Kandidaten trotz Stimmenvorteil im ersten Wahlgang in der Stichwahl nicht durchsetzen. Anstatt zu überlegen, wie man eigene Anhänger besser überzeugen und mobilisieren kann, antwortet die Koalition mit einem Abbau kommunaler Demokratie. Das Wegfallen der Stichwahl wird kleinere Parteien in taktische Bündnisse zwingen. Die Auswahl geeigneter Kandidaten verlagert sich so von der Wahl an der Urne in die Hinterzimmer der Parteizentralen.

Die Argumentation der fehlenden Legitimation durch sinkende Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang fällt bei einem Blick in die Ergebnisse der Stichwahlen 2014 und 2015 wie ein Kartenhaus in sich zusammen. In den allermeisten Fällen stärkte die Stichwahl die Legitimation der neu gewählten Amtsinhaber, denn sie erhielten mehr Stimmen als im ersten Wahlgang.

In Gänze offensichtlich wird die taktische Motivation der schwarz-gelben Initiative dann durch den Blick in die anderen Bundesländer. CDU und FDP wollen Nordrhein-Westfalen zum einzigen Bundesland ohne zweiten Wahlgang machen. Sie nehmen damit den Wählern demokratische Rechte, die in jedem anderen Bundesland selbstverständlich sind. Die schwarz-gelben Entmündigungspläne müssen gestoppt werden. Damit die Stichwahl und mit ihr ein wichtiges Stück kommunaler Demokratie bleibt, hoffe ich auf breite Beteiligung an der Kampagne.“

Der Aufruf „Stichwahl bleibt“ wird neben SPD und Grünen auch von der Linken, der Piratenpartei und der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) unterstützt.

Hier unterzeichnen und weitere Infos

Bücherflohmarkt in der FernUni

10. Dezember 2018

11.12.2018, 15 bis 18 Uhr, Universitätsstraße 23, 58097 Hagen

Alle Jahre wieder: Die Universitätsbibliothek auf dem Campus lädt zu ihrem mittlerweile traditionellen Bücherflohmarkt im Advent ein. Besucherinnen und Besucher können aus einem vielfältigen und preisgünstigen Bestand von Lehrbüchern und Forschungsliteratur sowie Romanen und Fotobänden aus privaten Buchspenden auswählen.

Für zehn Euro gibt es am „Aktionstisch“ so viele Bücher, wie man ohne Taschen tragen kann. Wer mindestens zehn Bücher erwirbt, kann ein weiteres kostenlos mitnehmen (Preis maximal drei Euro).

Fahrgäste sollen bis zu 37 Minuten im pausierenden Bus warten

9. Dezember 2018

Proteste gegen die geänderte Linienführung bei der 527 – SPD-Fraktion rudert gegenüber eigenem Votum zurück

Die ersten Vorboten der angeblichen „Verkehrswende“ lassen Schlimmes erwarten. Fahrgäste sollen ab Januar mehr als eine halbe Stunde auf der Stelle verharren – wenn sie nicht gar wegen der Pause des Fahrers die Zeit im Freien verbringen müssen.

Die Hagener Strassenbahn AG will ab 6. Januar 2019 den Weg der Buslinie 527 im Altenhagener Wohnbezirk Ischeland ändern. Statt einer Hin- und Rückfahrt von der Altenhagener Straße soll der Bereich in einer Schleifenfahrt nur noch im Uhrzeigersinn befahren werden.

Stadtauswärts soll die Fahrt nunmehr ab Hagen Hbf wie heute bis zur Haltestelle Wittekindstraße verlaufen, ab dort weiter im Verlauf der Kinkelstraße bis zum Märkischen Ring und über diesen zur Haltestelle Altenhagener Brücke und weiter bis zum Hbf. Eine direkte Anbindung zum Zentrum von Altenhagen und den dortigen Einkaufsmöglichkeiten an der Altenhagener Straße wäre dann nur noch mit Umsteigen möglich.

Das Umsteigen an der Haltestelle Altenhagener Brücke hat es allerdings in sich: Es müssen – egal ob im oder gegen den Uhrzeigersinn ca. 200 Meter Weg zurückgelegt werden, der über drei bis vier teils sehr fußgängerunfreundliche geschaltete Ampelanlagen führt. So stellen sich die Schaltstellen in Politik und Verwaltung offenbar die groß herausposaunte „Mobilitätswende“ in Hagen vor. Aber es geht noch schlimmer.

Wenn schon eine Schleifenfahrt, dann sollte sie natürlich nonstop erfolgen. Nicht so in Hagen. Nach Angaben der Straßenbahn macht der Bus an der Haltestelle Blumenstraße montags bis samstags tagsüber zwei Minuten Pause, am Samstagabend dürfen die Fahrgäste schon etwa eine Viertelstunde auf eine Weiterfahrt warten. Den Höhepunkt der Planung erwarten Fahrgäste, die sich noch erdreisten, an einem Sonntag die „Leistungen“ dieses Verkehrsbetriebs in Anspruch zu nehmen. Wer dann vom Ischeland zum Hauptbahnhof , ins Stadtzentrum oder sonstwo hin will, darf sich an der Haltestelle Blumenstraße auf einen Stillstand von sage und schreibe 37 Minuten einrichten.

Am Ischeland rührt sich inzwischen Protest gegen diese aberwitzige Planung. In einem Flugblatt merken die Verfasser an: „Wenn so die angepriesene und nutzerfreundliche Umgestaltung des ÖPNV in Hagen beginnt, dann können sich die Nutzer der Hagener Straßenbahn AG warm anziehen und am besten schon mal festes Schuhwerk anschaffen.“

Die vermurkste Planung ist in einem angeblichen „Facharbeitskreis“ entstanden, den der Hagener Rat zur „Verbesserung“ des öffentlichen Personennahverkehrs in Hagen eingesetzt hat. Der hat einige durchaus sinnvolle Vorschläge erarbeitet – aber eben auch Unfug wie im Fall der Linie 527. Gerade dieses Beispiel dokumentiert die in weiten Kreisen der Entscheider grassierende Ahnungslosigkeit, die zu dem seit Jahren herrschenden miserablen Zustand des ÖPNV in Hagen geführt hat.

Das zeigt sich auch an der Entscheidung des Stadtrats, der die Ergebnisse dieses Arbeitskreises am 5. Juli 2018 beschlossen hat. Es seien ja jedem Ratsmitglied die gut 400 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat gegönnt – wenn es wenigstens die Beschlussvorlagen lesen würde. Das scheint aber nicht unbedingt so zu sein.

Wie anders ist es möglich, dass das Papier des ÖPNV-Arbeitskreises einstimmig (!) vom Rat beschlossen wurde, aber die SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Mitte in der Sitzung am 12. Dezember plötzlich den Antrag stellen wird, die Verwaltung zu beauftragen, auf die Straßenbahn AG einzuwirken, die bisherige Linienführung beizubehalten. Fehlt da die Kommunikation untereinander?

„Es sind Pläne der Hagener Straßenbahn AG bekannt geworden, dass die bisherige Streckenführung (…) geändert werden soll (…)“, heißt es im Antrag der SPD – dabei entstammen die Pläne gar nicht der Straßenbahn, sondern einem Ratsgremium. Die Sozialdemokraten erwecken so den Eindruck, mit dem Ratsbeschluss nichts zu tun zu haben – obwohl sie dort zugestimmt haben.

Die Grünen haben ebenso auf einmal noch Gesprächsbedarf. Für die Sitzung des Arbeitskreises ÖPNV am 19. Dezember erwarten sie „Detailinformationen für die Buslinienführung im Bereich Ischeland“. Auch die Grünen haben im Juli im Rat zugestimmt. Bezeichnenderweise vermerkt das Protokoll an dieser Stelle: „Herr Dr. Preuß führt aus, dass die Politik mit dieser Vorlage selbst etwas gestaltet. Er bedankt sich dafür beim Arbeitskreis.“

„Selbst etwas gestaltet“ – das klingt nach einer Kindersendung, die vor vielen Jahren mal im WDR-Fernsehen lief: „Erzählen, spielen, basteln mit Tante Erika“. Und so sehen eben auch häufig die Ergebnisse aus, die der heimische politische Raum zu produzieren pflegt. Da hilft dann im Zweifel auch der akademische Grad nicht weiter.

Aufschlussreich für die Änderung der Linie 527 ist die Begründung der Straßenbahn AG. Demnach wird die Erschließung des sowieso schon privilegierten Hagener Stadtteils Emst auf Kosten von Altenhagen verbessert: „Durch die Anpassung im Bereich Ischeland wird die Linie 527 auf dem Abschnitt Innenstadt – Wasserloses Tal in Richtung Emst besser mit der Linie 518 vertaktet.“

Also genau dort, wo der Grüne Dr. Preuß residiert – so kann er demnächst besser seinen ICE erreichen.

Hagener Delegierte halten ihr Abstimmungsverhalten geheim

9. Dezember 2018

Die CDU hat eine neue Vorsitzende, aber wie die beiden Hagener Delegierten abgestimmt haben, bleibt ein Geheimnis. Sie wollen nichts sagen. (…)

Sowohl Purps als auch Giousouf wird parteintern eine Nähe zum Merkel-Kurs der vergangenen Jahre nachgesagt. (…)

Quelle: waz.de

Geschwister-Scholl-Schule ohne Rassismus

9. Dezember 2018

Die Geschwister-Scholl-Schule mit den beiden Standorten in Boelerheide und Vorhalle darf sich jetzt offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. Damit ist sie Teil des bundesweiten Netzwerks von etwa 3.000 Schulen, die sich gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art einsetzen.

Zwangsarbeiter stirbt mit 53 Landsleuten im Bombenhagel

9. Dezember 2018

Nicola Sinesi trug nur noch ein zerlumptes Hemd. Und er durfte, als die Briten am 2. Dezember 1944 einen Luftangriff auf Hagen flogen, keinen Bunker aufsuchen. Das war den Zwangsarbeitern verboten, sie galten im Dritten Reich als Untermenschen. Senesi starb, zusammen mit 53 seiner Landesleute, im Bombenhagel.

Am Freitag verlegte der Kölner Bildhauer Gunter Demnig in Eckesey einen Stolperstein für den Italiener, der nur 39 Jahre alt wurde. Sinesi war Soldat im Zweiten Weltkrieg und geriet, nachdem sich Italien im September 1943 aus dem Bündnis mit dem NS-Reich gelöst und einen Waffenstillstand mit den Alliierten geschlossen hatte, in deutsche Gefangenschaft. Er wurde nach Hagen deportiert und zur Arbeit bei der Firma Schmiedag in Eckesey gezwungen. (…)

Quelle: wp.de

Wiederaufnahme von „Der Messias“

9. Dezember 2018

Weihnachtskomödie von Patrick Barlow

Marc Baron und Dominik Hahn. Foto: Theater

Ab dem 15. Dezember 2018 (Wiederaufnahme, 19.30 Uhr, Lutz) steht sie mit insgesamt vier Vorstellungen wieder auf dem Spielplan des Hagener Theaters: Die beliebte Weihnachtskomödie „Der Messias“ von Patrick Barlow (ab 14 Jahren).

Barlows komödiantische Zeitreise mitten hinein in das Jahr Null gehört seit 13 Jahren zum Weihnachtskult auf der Lutz-Bühne. Mit britischem Humor und einer beträchtlichen Portion Menschlichkeit betrachtet Barlow den Ursprung der christlichen Kultur. Für uns schwer erklärbare „Phänomene“ werden auf menschliche, allzu menschliche Art und Weise beleuchtet. Liebevoll und geistreich wird der Blick hinter die Kulissen der Weihnachtsgeschichte gelenkt.

Theodor, ein Vollblut-Laiendramaturg und Stückeschreiber, hat sich ein neues Ziel gesetzt: Die Geschichte des Messias auf seiner Off-Bühne neu zu erzählen. Mit Esprit und Witz stürzen er und sein Freund Bernhard sich auf dieses Unternehmen. Aus Kostengründen übernehmen sie alle Rollen – und das sind eine ganze Menge! Doch das verläuft natürlich nicht ohne privaten Zwist zwischen den beiden Freunden, und auf der Bühne droht bald das totale Chaos…

In der Inszenierung von Werner Hahn und dem Bühnen- und Kostümbild von Peter Blindert und Ulla Ziemba-Minkiewicz spielen Marc Baron, Kirsten Corbett, Dominik Hahn und Christa Heine.

Weitere Aufführungstermine: 16.12. (18.00 Uhr), 21.12. (19.30 Uhr), 22.12. (19.30 Uhr) 2018

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Sympathisanten

8. Dezember 2018

Hagener Presse rührt seit langem für heimische Rockergruppe die Werbetrommel

Michael Koch, Leiter der Hagener Lokalredaktion der WPWR, klingt schwer enttäuscht: „Die nette Fassade der Freeway Riders ist eingerissen“ überschreibt er seinen Kommentar zu der Razzia in einem Rockerclub am Nikolaustag. Dabei wurden mehrere Objekte durchsucht, ein umfangreiches Waffenlager sichergestellt (Foto: Polizei Hagen) und 14 Personen verhaftet, von denen inzwischen 10 wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Hintergrund ist u.a. ein versuchtes Tötungsdelikt.

Koch findet es „umso unverständlicher, dass es – vor allem bei Facebook — immer noch so viele gibt, die Verständnis für die Rocker zeigen“. Dabei breitet er den Mantel des Vergessens darüber aus, dass sein Blatt es war, das lange Jahre zur Legendenbildung beigetragen hat.

So erstarrte einst Kochs Kollege Hubertus Heuel in einem sehr ausführlichen Bericht geradezu vor Ehrfurcht: „Die Freeway Riders sind die Hagener Rocker. Männer wie Bäume, mit breitem Kreuz, ausladendem Brustkorb und muskelbepackten Armen. Männer wie Schränke.“ Liebevoll beschrieb er das Millieu: „Ihr Quartier liegt geduckt hinter Dekra und Peugeot im Gewerbepark Kückelhausen. Raue, heisere Stimmen erschallen, auf Spiegeln, Kutten und Pfosten klebt der geflügelte Totenkopf mit Kappe, das Emblem der Riders. Frauen heißen hier Schnitten und Kinder Blagen.“

Überhaupt sind die Rocker in Heuels Eloge Menschen wie du und ich: „Die Freeway Riders sammeln Spielzeug für bedürftige Familien, organisieren Blutspenden und Feste für krebskranke Kinder. Die meisten von ihnen haben selbst Familie und die gleichen Sorgen wie andere Väter.“

Besonders gefallen haben dürfte Heuel das kleinbürgerliche Weltbild der Rocker, die er als „wertkonservativ“ beschreibt und von denen jeder „ein Motorrad mit mindestens 550 ccm Hubraum“ fährt, „die meisten eine Harley Davidson.“ Auch wichtig: „Alle Mitglieder gehen einem ordentlichen Beruf nach, die meisten als Handwerker.“

In einem Bericht von 2016 über einen Aufmarsch der Rocker in Wehringhausen unterschied Redaktionsleiter Koch fein säuberlich zwischen dem „umstrittene Rocker-Club „Bandidos““ und dem „angestammten Motorradclub „Freeway Riders““. Brav wird deren Sprecher zitiert: „Wir wollten einfach durch die Stadt gehen und zeigen, dass wir in Hagen ansässig sind.“ Auch eine Anfrage an die „Bandidos“ hatte die WPWR gestellt, die aber nicht beantwortet wurde.

Ein Jahr später fragte das Einheitsblatt wieder an, Hintergrund war das sogenannte „Kutten-Verbot“, von dem die Freeway Riders allerdings nicht betroffen waren. „Auch wenn wir nicht betroffen sind, sehen wir darin einen Eingriff in die Bürgerrechte“, antwortete ein Sprecher der Rocker – und Kochs Blatt machte wieder einen ganzen Artikel daraus. Ohne daraufhinzuweisen, dass es weniger um „Bürgerrechte“ als vielmehr um ein Uniformverbot ging.

Schon lange vor Kochs und Heuels Tätigkeit in der heimischen schreibenden Zunft zeigte die lokale Presse eine wohlwollende Nachsicht gegenüber halbseidenen und kriminellen Kreisen. So wurde ein seinerzeit stadtbekannter Zuhälter, der sich am Ende in einem Nachtlokal die Kugel gab, in Permanenz als „Hagener Kaufmann“ tituliert.

Aber selbst jetzt, nachdem sich Koch in seinem Kommentar zerknirscht zeigt, wird am selben Tage so berichtet, als handele es sich bei dem Rockerclub um eine öffentliche Institution oder einen größeren Wirtschaftsbetrieb, bei dem man mal um ein Statement anfragt: „Ein Freeways-Sprecher wollte keine Stellungnahme zur Razzia abgeben.“

Unterzeichnet: mko – Michael Koch.

VHS-Erzählcafé: Ende des Ersten Weltkrieges und die Revolution 1918/19

8. Dezember 2018

Zu einem Gesprächsabend mit Jörg Fritzsche zum Thema „Vor 100 Jahren: Ende des Ersten Weltkrieges und die Revolution 1918/19“ lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) in das Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, am Freitag, 14. Dezember, um 17 Uhr ein.

Soziale Missstände und die Entbehrungen des Ersten Weltkrieges verbitterten die kriegsmüde Bevölkerung und entwickelten im Herbst 1918 eine eigene Dynamik. Nach dem Abdanken des Kaisers und der Ausrufung der Republik herrschte zunächst ein labiles Gleichgewicht zwischen den um die Macht konkurrierenden Gruppen. Die – zunächst friedliche – Revolution eskalierte jedoch zum Jahreswechsel 1918/19 in blutige Kämpfe, die über 1500 Menschen das Leben kosteten. In der Veranstaltung sollen die Ereignisse dieser Monate – auch im lokalen Bezug – nachgezeichnet und analysiert werden.

Informationen zur Anmeldung für den Kurs 1212 erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung.

Weihnachtliches Mitsingkonzert

8. Dezember 2018

Das Philharmonische Orchester Hagen lädt in Kooperation mit der Hochschule für Musik Detmold am 14. Dezember 2018 (19.30 Uhr) alle sangesfreudigen Menschen zum kräftigen Mitsingen in einem stimmungsvollen Weihnachtskonzert in die Markuskirche ein. Wer nur zuhören möchte, ist natürlich auch herzlich willkommen.

Als mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Solistinnen sind aus den Instrumental- und Gesangsklassen der Detmolder Musikhochschule mit dabei: Die Hagener Sopranistin Ann-Kathrin Niemczyk und die in Serbien aufgewachsene Cellistin Irena Josifoska.

Neben bekannten Weihnachtsliedern wie „Tochter Zion“ und „O du fröhliche“ enthält das abwechslungsreiche Programm Werke von Engelbert Humperdinck (Ouvertüre zur Oper „Hänsel und Gretel“), Camille Saint-Saëns (Cellokonzert Nr. 1), Maurice Ravel (Suite „Le Tombeau de Couperin“), Peter Tschaikowski („Nussknacker“-Suite) u.a.

Die musikalische Leitung und Moderation übernehmen Studierende der Dirigierklasse der Hochschule für Musik Detmold – Mareike Jörling, Philipp Solle, Julian Wolf, Richard Kirchbaum, Lukas Ziesché – unter der Gesamtleitung von Prof. Florian Ludwig.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Stadt will auf Vorkaufsrechte verzichten

7. Dezember 2018

Wegfall von Eingriffsmöglichkeiten für „Soziale Stadt Wehringhausen“ geplant

Der nächste Klopper bahnt sich an, und diesmal steht sogar die Unterschrift des Technischen Beigeordneten darunter. Beim dummerweise – wegen Abwesenheit der UnLinken – geglückten Versuch, in der äußerst umstrittenen Angelegenheit GWG-Block einen ordentlichen Bebauungsplan zu verhindern, hatte Thomas Grothe sich noch geweigert, die Verwaltungsvorlage abzuzeichnen.

Diesmal ist das anders. Jetzt sollen großflächig Bereiche des Gebiets der „Sozialen Stadt Wehringhausen“ aus der bisher geltenden Satzung, die der Stadt Vorkaufsrechte einräumt, entfernt werden. Eine Begründung für dieses Ansinnen liefert die Verwaltung nicht (Kartenübersichten am Ende des Beitrags).

Im Gegenteil erweckt sie den Eindruck, durch die Fortschreibung der bisherigen Regeln entstünden ganz neue Möglichkeiten, auf die Entwicklungen in dem definierten Gebiet in Wehringhausen Einfluss zu nehmen. Das ist aber nicht der Fall.

„Aufgrund der vermehrten Handlungserfordernisse hinsichtlich problematischer Einzelimmobilien“ solle die Satzung aktualisiert und fortgeschrieben werden und deshalb „die 2013 beschlossene Vorkaufsrechtssatzung durch die neue Satzung ersetzt“ werden. Verschiedene Maßnahmen werden aufgelistet, für deren Umsetzung die „dafür benötigten Flächen (…) in dem neuen Abgrenzungsplan gekennzeichnet“ seien. Nach der bisher gültigen Satzung wäre ein „Abgrenzungsplan“ gar nicht erforderlich, weil das Gebiet der Vorkaufsrechte mit dem der „Sozialen Stadt“ deckungsgleich ist.

Bei der geplanten Satzungsänderung handelt es sich also nicht um eine Erweiterung der öffentlichen Eingriffsoptionen, sondern um deren weitgehende Einschränkung. So findet sich unter den „Problemimmobilen“ noch nicht einmal das – neben den Häusern des Spekulanten Edel – dritte Gebäude, das an der Eugen-Richter-Straße von der Stadt wegen unzumutbarer Zustände geschlossen wurde. Genauso wenig werden Immobilien erfasst, die im Zentrum Wehringhausens nicht nur ins Gerede gekommen sind; auch dort wurden bereits von einer städtischen Tochtergesellschaft sicherlich nicht grundlos Gebäude erworben, um sie zu sanieren und anschließend wieder zu vermieten.

Bereiche, in denen die Stadt in der Vergangenheit Möglichkeiten versiebt hat – sei es durch Verkauf an dubiose Investoren zum Schleuderpreis (Schlachthof) oder durch Verzicht auf Einflussmöglichkeiten als Mehrheitseigner (Mark-E-Gelände an der Rehstraße) – sind paradoxerweise im Katalog der Vorkaufsrechte weiterhin enthalten. Erst abstoßen und jetzt vielleicht zurückholen – soll das eine Strategie sein? Offenbar.

Auffällig in der Beschlussvorlage ist der Hinweis auf das Datum der noch gültigen Satzung vom „07.08.2013“. Geht der interessierte Bürger im Gremienkalender auf dieses Datum, landet er im Nirwana der sitzungsfreien Sommerferien. Eine eigentlich obligatorische Synopse, also eine Gegenüberstellung der geplanten mit der aktuellen Satzung, ist gar nicht erst vorhanden.

Durchgezogen werden soll die ganze schwindelige Nummer wieder einmal im Schweinsgalopp innerhalb von drei Tagen: 11. Dez. Stadtentwicklungsausschuss, 12. Dez. Bezirksvertretung Hagen-Mitte, 13. Dez. Entscheidung im Rat.

Gültige Bereiche mit Vorkaufsrecht (pdf)

Geplante Bereiche mit Vorkaufsrecht (pdf)

Kleinkunst im Hohenlimburger Café Fachwerk

7. Dezember 2018

Vor zwei Jahren zog die Kaffeehauskultur „Melange“ mit ihrem Programm in das Café Fachwerk an der Herrenstraße um. „Nahezu jede Veranstaltung in diesem Jahr war ausverkauft, das ist einfach gigantisch“, freut sich Geschäftsführer Dr. Thomas Eicher, der zusammen mit Hausherr Christoph Rösner die Termine für das erste Halbjahr 2019 vorgestellt hat. (…)

Quelle: wp.de

GWG-Block: Dissens in der Verwaltung

6. Dezember 2018

Auch früherer Hagener Stadtbaurat übt scharfe Kritik

Dort, wo unter einer Beschlussvorlage der Hagener Stadtverwaltung normalerweise die Unterschrift des zuständigen Beigeordneten zu sehen ist, findet der Leser nur einen Strich (s. Abb.). Eigentlich müsste dort „Thomas Grothe“ stehen, der Name des Hagener Baudezernenten.

Das Papier mit der fehlenden Unterschrift trägt die Vorlagen-Nummer 0772/2018 und begründet die Ansicht der (Rest-)Verwaltung zur Frage, ob für die künftige Verwertung des zum Abriss vorgesehenen Wehringhauser GWG-Blocks ein ordenliches Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden muss oder nicht.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der die Vorlage unterzeichnet hat, und weitere Teile der Verwaltung wollen offenbar im Interesse der GWG kurzen Prozess machen und auf ein Planverfahren verzichten. Der Technische Beigeordnete Thomas Grothe sieht die Angelegenheit etwas anders – und verweigerte die Unterschrift.

Unterstützung bekommt Grothe bei seiner Haltung von einem seiner Vorgänger im Amt: Johann Dieckmann, ehemaliger Hagener Stadtbaurat, legte einen vierseitigen Verriss der Verwaltungseinschätzung vor. Auszug:

Die Vorlage ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Es werden die planungs- und bauordnungsrechtlichen Hürden beschrieben, die überwunden werden müssten, um überhaupt eine Genehmigung nach § 34 BauGB erteilen zu können.

Interessant ist, dass die Vorlage vom zuständigen Fachdezernenten nicht unterschrieben wurde. Wichtig ist auch die Aussage der zuständigen Fachbereichsleiterin, dass erst abschließend entschieden werden kann, wenn der Antrag gestellt worden und die Prüfung abgeschlossen ist.

Aus diesem und anderen Gründen wird sie nur zur Kenntnis genommen, da die Pläne/Anträge zur abschließenden Beurteilung wohl noch nicht vorliegen.

Hieraus wird deutlich, dass dies ein absoluter Grenzfall ist und die Verwaltung nicht voraussagen kann, ob die Genehmigung auch wirklich erteilt werden kann.

Hinzu kommt, dass die BV Mitte eine Empfehlung für die Aufstellung eines Bebauungsplans beschossen hat. Hierfür ist der Rat zuständig.

Für die Beratung der Vorlage in der BV wollte man sich aus strategischen Gründen die Rückendeckung des STEA einholen.

Weiterhin ist die Rechtslage interessenabhängig nur eingeschränkt dargestellt.

Zur Erläuterung des gesamten Sachverhaltes sind die folgenden Punkte beschrieben: (…)

Stellungnahme zur Vorlage 0772/2018 von Johann Dieckmann (pdf)

Umweltausschuss hat zum geplanten Radweg das Sagen

6. Dezember 2018

Die Bezirksvertretung darf diskutieren und beraten; die Entscheidung, ob auf der B 7 ein weiterer Radweg gebaut wird, fällt der Umweltausschuss. (…)

Quelle: wp.de

Historische Authentizität und thematische Pikanterie

6. Dezember 2018

Viertes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Im vierten Sinfoniekonzert am 11. Dezember 2018 (20.00 Uhr, Stadthalle Hagen) begibt sich das Philharmonische Orchester Hagen in die Hände eines Experten für historische Aufführungspraxis: Gottfried von der Goltz. Der weltbekannte Konzertmeister des Freiburger Barockorchesters wird die Musik – am Pult und an der Geige – gekonnt in Szene setzen (Foto: Marco Borggreve).

Don Juan, Archetyp des Frauenhelden in europäischer Literatur und in Theaterstücken, war bereits im ersten Sinfoniekonzert präsent. Auf dem Programm des vierten Sinfoniekonzerts stehen Werke von gleich zwei Komponisten – Christoph Willibald Gluck (Suite aus „Don Juan“) und Luigi Boccherini (Sinfonie Nr. 6 „La casa del diavolo“) –, die sich von Lust und Leid und den höllischen Abgründen der Geschichte um und über Don Juan haben inspirieren lassen. Zudem darf ihr Zeitgenosse und der wohl bekannteste „Don Juan“- bzw. „Don Giovanni“-Vertoner Wolfgang Amadeus Mozart in diesem Programm nicht fehlen: Gottfried von der Goltz spielt dessen „türkisches“ Violinkonzert Nr. 5. Die Besucher erwartet ein Abend mit historischer Authentizität und thematischer Pikanterie!

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Neues Profil für das Ballett Hagen

6. Dezember 2018

In der Diskussion um die Zukunft der Sparte Ballett am Theater Hagen nimmt jetzt die Direktion des Hauses Stellung. Intendant Francis Hüsers, GMD Joseph Trafton und Geschäftsführer Michael Fuchs betonen, dass die Theaterleitung nicht plant, das Ballett als eigenständige Sparte abzuwickeln. Im Interview mit der Westfalenpost stellen sie ihre Pläne zu einer neuartigen Fusion von Oper und Tanztheater vor und reden offen über den Spardruck. (…)

Quelle: wp.de

Grüne kritisieren den Ausschluss von Bürgerbeteiligung beim GWG-Projekt in Wehringhausen

5. Dezember 2018

Enttäuscht zeigen sich Die Grünen Hagen über das Abstimmungsergebnis im Stadtentwicklungsausschuss zum GWG-Projekt in Wehringhausen. Mit der Entscheidung des Stadtentwicklungsausschluss gegen ein Bauleitplanverfahren, schließe man bewusst die Bürgerbeteiligung aus.

„Wir bedauern sehr, dass durch das Fehlen der Linken keine Mehrheit gegen die beabsichtigte Einzelfallentscheidung im Innenbereich zustande kam“, kritisiert Kreisverbandssprecher Rolf Willaredt die denkbar knappe Entscheidung von acht zu acht Stimmen, mit der ein ordentliches Bebauungsplanverfahren abgelehnt wurde.

„Diese Entscheidung bedeutet vor allem zwei Dinge: Erstens wird auf eine im Bebauungsplanverfahren vorgeschriebene öffentliche Auslegung und Abwägung eingegangener Anregungen von Bürger*innen verzichtet. Zweitens kann der Plan ohne ausführliche Begründung und Umweltbericht durchgeführt werden.

Gerade in Fällen, wo es im Ortsteil erkennbar Widerstand gegen Planungen gibt, ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung unverzichtbar. Wir wollen Quartiere im Dialog mit den Bürger*innen entwickeln und nicht gegen sie. Wir halten die Entscheidung zudem für planungsrechtlich bedenklich, gerade weil komplexe nachbarschaftliche Belange berührt sind, die ein Bauleitplanverfahren erforderlich machen.“

Die Zukunft der Mobilität – wie wir uns bewegen werden

5. Dezember 2018

05.12.2018,  18:00 Uhr,  Seminargebäude der FernUniversität (Gebäude 2), Raum 1 bis 3, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen

Referent: Prof. Dr. Michael Schreckenberg, Universität Duisburg-Essen

Seit über 60 Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft ernsthaft mit dem Thema „Stau“. Ob Fahrzeuge, Menschen, Tiere oder Mikroben, überall wo sich viele ähnliche Objekte zur selben Zeit am selben Ort in dieselbe Richtung bewegen wollen, tritt er auf. Oft ohne erkennbaren Grund und plötzlich („Stau aus dem Nichts“). In der Zwischenzeit sind manche Rätsel gelöst, anderes aber bleibt trotz großer Anstrengungen auch weiterhin mysteriös und unerklärlich.

Zudem hat jeder Verkehrsteilnehmer seine eigenen Theorien und Strategien zur Bewältigung von Staus, was am Ende oft zu überraschenden Ergebnissen führt. Mit Informationen, Telematik und Navigation versucht die Technik dem Stau zu entrinnen – oft verbunden mit neuem Ungemach.

Daher sind neue Konzepte für die zukünftige Mobilität gefragt. Mit automatisierten Fahrzeugen, besserem öffentlichen Verkehr, Fahrradschnellwegen, Flugautos, Drohnen oder sogar Robotern versucht man, dem drohenden Verkehrskollaps zu entgehen, wahrscheinlich vergebens.

Der Vortrag versucht, den heutigen Stand der Erkenntnisse rund um Verkehr, Mobilität und Stau zu vermitteln und daraus mögliche Zukunftsszenarien zu entwerfen.

Kein Bebauungsplan für Block 1 in Hagen-Wehringhausen

5. Dezember 2018

Enttäuschung bei den Bürgern, die sich für den Erhalt des so genannten Blocks 1 in Wehringhausen einsetzen: Im Stadtentwicklungsausschuss ist gestern Abend knapp ein Antrag der SPD gescheitert, auf einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Areal zwischen Lange-/Gustav-/Ewald und Minervastraße in Wehringhausen zu bestehen.

Stattdessen kann die Gemeinnützige Wohnstätten Genossenschaft (GWG) nun darauf setzen, dass ihr Vorhaben nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches geprüft wird. Das bedeutet: Allein die Verwaltung und nicht mehr die Politik ist am Zuge. (…)

SPD, Grüne und AfD wollten den Bebauungsplan, CDU, Hagen Aktiv, FDP und Piraten/Bürger für Hohenlimburg sprachen sich dagegen aus. Am Ende stand es acht zu acht Stimmen. Ein Patt, der den Antrag der SPD scheitern ließ. Der Linken-Vertreter war nicht anwesend.

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es wäre also auch eine sachgerechte Lösung möglich gewesen, die aber an den UnLinken gescheitert ist. Diese in wirklich wichtigen Angelegenheiten der Stadt immer wieder versagende  Gurkentruppe braucht sich in Wehringhausen nicht mehr blicken zu lassen.

Zwar kann es sein, dass ihr Vertreter im Stadtentwicklungsausschuss, Wolfgang Hoffmann, in der zeitgleich stattfindenden Sitzung der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl als Mitglied auch dieses Gremiums anwesend war – als Ausrede kann das aber nicht herhalten. Während sich BV-Mitglieder nicht vertreten lassen können, ist das in Ausschüssen sehr wohl vorgesehen. Vertreter Hoffmanns im Stadtentwicklungsausschuss sind Elke Hentschel und Ralf Sondermeyer, keiner von beiden war erschienen.

Warum auch – der Euro rollt auch so. Allein für Personalkosten im Fraktionsbüro stehen den UnLinken laut Haushaltsplan für 2018 126.250 Euro zur Verfügung; Hauptnutznießer dieses warmen Regens ist Fraktionsgeschäftsführer Ingo Hentschel, der Gatte jener Elke Hentschel, die – wie auch das andere stellvertretende Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss – die Abwesenheit bevorzugte. Das Geld bleibt halt in der Familie.

P.S.: Die GWG führt immer noch die irreführende Bezeichnung „gemeinnützig“ im Namen – die Gemeinnützigkeit von Wohnungsunternehmen ist allerdings schon mit Ablauf des Jahres 1989 abgeschafft worden.

Weitere Stolpersteine werden verlegt

5. Dezember 2018

Am 7.12.18 zwischen 9 und 12 Uhr werden in Hagen 7 neue Stolpersteine verlegt. Der Hagener Geschichtsverein und Schüler/innen des Rahel-Varnhagen-Kollegs mit ihrem Lehrer Pablo Arias haben zu den Biographien der Opfer recherchiert und die Verlegungen organisiert.

Dieses Jahr wurden bewusst auch neue Opfergruppen und Stadtteile gewählt, die bisher noch nicht repräsentiert waren:

  • Der katholische Priester Heinrich König, ermordet im KZ-Dachau (9:00 Uhr vor der Heilig-Geist-Kirche auf Emst).
  • Auch auf Emst der Widerstandskämpfer Heinrich Bohne, von der Gestapo in Dortmund zur Tode gefoltert (9:25 Uhr Cunostr. 1a, bei der Bücherei „Kersting“).
  • Eduard Dunker, 19-jähriger Kriegsverweigerer, ermordet in den letzten Kriegstagen (9:55 Uhr Franzstr. 79, vor der Gustav-Heinemann-Förderschule).
  • Der Wehringhauser Ernst Putzki, ein Mensch mit Behinderung (10:25, Franklinstr. 21).
  • Der Altenhagener Moritz Apt, in Auschwitz ermordet (11:00 Uhr, Lahnstr./Friedensstr.)
  • Der Eckeseyer Gewerkschafter August Drefsen (11:25 Uhr, Wielandplatz)
  • Nicola Sinesi, italienischer Zwangsarbeiter (11:50 Uhr, Sporthalle Eckesey, bei der Gärtnerei  „Knopp“).

Die Steine werden vom bekannten Künstler Gunter Demnig, dem Schöpfer der Stolpersteine, verlegt. Die jeweiligen Bezirksvertretungen und private Sponsoren haben dies ermöglicht. Rund um jede Verlegung wird ein Rahmenprogramm stattfinden.

Die Veranstaltung wird ihren Abschluss gegen 13 Uhr auf dem Friedhof in Delstern finden. Dort sind Nicola Sinesi und zahlreiche weitere Zwangsarbeiter bestattet, die mit ihm am 2.12.1944  bei einem Luftangriff im Schmiedag-Lager in Eckesey umkamen. Ihrer aller wird mit einer Kranzniederlegung gedacht.

Theater-Hagen-Tag am 15. Dezember

5. Dezember 2018

Ab sofort stark vergünstigte Tickets für die Oper „Simon Boccanegra“ von Giuseppe Verdi

V.l.n.r.: Kwang-Keun Lee (Simon Boccanegra), Dong-Won Seo (Jacopo Fiesco alias Andrea), Xavier Moreno (Gabriele Adorno), Chor und Extrachor des Theaters Hagen. Foto: Klaus Lefebvre.

Was für eine Gelegenheit für alle Opern- und Theaterfans! Das Theater Hagen schenkt seinen Besuchern einen interessanten und unterhaltsamen Opern-Abend zu einem stark ermäßigten Preis: Beim nächsten Theater-Hagen-Tag am Samstag, 15. Dezember 2018 (19.30 Uhr), kosten alle Plätze für den Besuch der Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Simon Boccanegra“ im Großen Haus nur 8,00 beziehungsweise ermäßigt 6,00 Euro. Das Angebot gilt ab sofort.

Der Doge ist tot! Es lebe der Doge! Damit ließe sich die ganze Geschichte auf den Punkt bringen, die Verdi in seiner Oper über den Dogen Simon Boccanegra erzählt, der 24 Jahre autoritär im Genua des ausgehenden Mittelalters herrschte, bevor er selbst vergiftet wurde.

In vorherrschend dunkle Klangfarben getaucht, verleiht Verdis Musik den Situationen aus Politik und Todesfeindschaft, Liebe und Unschuld, der Frage nach einer statthaften Vater-Tochter-Beziehung sowie schließlich einer musikalisch grandios ausgemalten Versöhnungsutopie im Tode der Erzfeinde eine unwiderstehliche Faszination.

In der an- und aufregenden Inszenierung von Magdalena Fuchsberger und unter der musikalischen Leitung von Rodrigo Tomillo  singen und spielen: Valentin Anikin, Veronika Haller, Vera Käuper-de Bruin, Kwang-Keun Lee, Kenneth Mattice, Xavier Moreno, Dong-Won Seo, Richard van Gemert, Chor des Theaters Hagen, Extrachor des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de sowie an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777.

Regionalplan Ruhr: Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern

5. Dezember 2018

Der künftige Regionalplan Ruhr wird das Leben der über fünf Millionen Menschen in der Metropole Ruhr für Jahre entscheidend prägen. Daher ist es dem Regionalverband Ruhr (RVR) wichtig, mit den Hagener Bürgerinnen und Bürgern am kommenden Dienstag, 11. Dezember, um 18 Uhr im Rathaus an der Volme, Ratssaal, in einen inhaltlichen Dialog einzutreten.

Die Stadt und die Menschen, die hier leben, sollen auf diese Weise stärker in den Prozess eingebunden und über die Chancen und Möglichkeiten des Regionalplanes und des Handlungsprogramms informiert werden. Neben neuen Wohnbau-, Gewerbe- und Industrieflächen legt der Regionalplan Ruhr künftige Verkehrsachsen, Natur- und Landschaftsschutzbereiche, Wälder, Flächen für Windenergienutzung, Grundwasserschutz sowie Gewinnung von Bodenschätzen für die nächsten 15 bis 20 Jahre fest. Dadurch schafft er einerseits Platz für neue Arbeitsplätze, zusätzlichen Wohnraum und Freizeitmöglichkeiten, andererseits schützt er den Freiraum vor weiterer Inanspruchnahme.

Eine Anmeldung für die Teilnahme am 11. Dezember ist nicht erforderlich. Wer an diesem Tag verhindert ist, kann die Unterlagen noch bis zum 27. Februar 2019 im Historischen Rathaus, Raum D.208, einsehen und Anregungen zum Regionalplanentwurf sowie Handlungsprogramm vorbringen.

Lehrermangel: Lage an Hagener Grundschulen spitzt sich zu

5. Dezember 2018

An 24 der 28 städtischen Grundschulen in Hagen herrscht Lehrermangel. Auch Sonderpädagogen fehlen – an den Förder- wie auch den Grundschulen. (…)

Quelle: wp.de

CDU in Hagen bestimmt keinen Favoriten für Parteivorsitz

5. Dezember 2018

AKK, Merz oder Spahn? Die CDU in Hagen schickt ihre zwei Delegierten ohne ein konkretes Votum für den Bundesvorsitz am Freitag zum Parteitag.

Munter und fair sei die Diskussion am Montagabend verlaufen, sagt CDU-Kreisvorsitzender Christoph Purps. Eine Abstimmung, wer aus Sicht der Hagener CDU neue(r) CDU-Bundesvorsitzende(r) werden soll, gab es am Ende aber nicht. Und so gehen die beiden Hagener Delegierten – dies sind Christoph Purps und seine Stellvertreterin Cemile Giousouf – ohne ein Votum der Basis in den Parteitag, der am Freitag in Hamburg beginnt. Bindend wäre die Entscheidung für Delegierten, die beim Parteitag geheim abstimmen werden, ohnehin nicht gewesen. (…)

Quelle: wp.de

Mehr als einem Drittel droht die Altersarmut

4. Dezember 2018

Mindestens 34 Prozent aller Beschäftigten in Hagen müssen mit Minirenten rechnen

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) befürchtet Altersarmut in Hagen – in einem größeren Ausmaß als bislang angenommen.

Rund 28.000 Arbeitnehmer würden – so, wie sie heute arbeiten – nur eine Rente unterhalb der staatlichen Grundsicherung bekommen. Und das, wenn sie nach immerhin 45 Berufsjahren in den Ruhestand gingen. Das sind 34 Prozent aller Beschäftigten in der Stadt.

Die Schwelle für „Alters-Hartz-IV“ liegt in Hagen bei aktuell 742 Euro im Monat. Dabei sind insbesondere die Kosten fürs Wohnen berücksichtigt. Dies geht aus einer Renten-Analyse des Pestel-Instituts hervor. Die Wissenschaftler aus Hannover haben dabei für die Gewerkschaft NGG amtliche Statistiken ausgewertet.

Demnach könnte die Zahl armutsgefährdeter Rentner in Hagen künftig noch deutlich steigen – nämlich dann, wenn die durchschnittliche Rente bis zum Jahr 2030 auf nur noch 43 Prozent des Einkommens abfallen sollte. Dann gäbe es mehr als 38.000 Menschen, die nach 45 Beitragsjahren bei einer Rente unterhalb der Grundsicherung landen, so das Pestel-Institut.

Isabell Mura, Geschäftsführerin der NGG-Region Südwestfalen, spricht von „alarmierenden Zahlen“. Wer ein Leben lang gearbeitet habe, müsse später auch von seiner Rente leben können. „Am Ende steht hier das Vertrauen in die staatliche Altersvorsorge und damit der gesellschaftliche Zusammenhalt auf dem Spiel.“ Die Bundesregierung hat eine Sicherung des Rentenniveaus bei 48 Prozent bis lediglich 2025 vereinbart. „Das reicht nicht aus“, so Mura. Die Große Koalition müsse das Rentenniveau längerfristig stabilisieren und möglichst anheben.

Zugleich sieht die NGG die Arbeitgeber in der Pflicht. „Klar ist, dass aus Mini-Löhnen keine Spitzen-Renten werden“, betont Mura. Gerade in Branchen wie dem Gastgewerbe und Bäckerhandwerk müssten in Hagen viele Beschäftigte im Alter aufstocken. „Dabei haben Hoteliers, Gastronomen und Bäckermeister bei der Bezahlung durchaus Spielraum. Anstatt auf Aushilfen mit wenigen Wochenstunden zu setzen, sollten sie reguläre Vollzeitstellen schaffen – und zwar bezahlt nach Tarif“, so die Gewerkschafterin.

Viele Beschäftigte hätten zwar das Glück, dass der Partner mehr verdiene und so die Haushaltskasse im Rentenalter aufbessere. Doch häufig sei das Geld selbst dann sehr knapp. Gerade wer einen Teilzeit- oder Minijob habe, müsse sich auf einen „extrem mageren Rentenbescheid“ einstellen. Frauen seien davon besonders häufig betroffen. Sogar unter Vollzeitbeschäftigten hat nach Berechnungen des Pestel-Instituts aktuell rund jeder Vierte in Hagen einen Rentenanspruch von weniger als 1.000 Euro monatlich – nach 40 Arbeitsjahren.

Eine gute tarifliche Altersvorsorge könne zwar dabei helfen, dass im Alter etwas mehr übrig bliebe. „Aber Zusatzrenten sind nicht dafür da, ein immer geringeres Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung auszugleichen“, so Mura. Ihr Fazit: „Der Staat muss die gesetzliche Rente sichern. Alle Beschäftigten sind auf sie angewiesen. Und die Arbeitgeber müssen bei Löhnen, Arbeitszeiten und Zusatzvorsorge viel mehr tun, damit die Menschen ihren Lebensabend genießen können.“


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