Archive for Oktober 2019

Aus Liebe zur GroKo

19. Oktober 2019

René Röspel stimmt gegen Tempolimit auf Autobahnen

In einer namentlichen Abstimmung am Donnerstag im Deutschen Bundestag hat der Hagener Abgeordnete René Röspel (SPD) gegen die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen votiert.

Die Grünen hatten einen Antrag eingebracht, in dem sie fordern, dass der Deutsche Bundestag die Bundesregierung auffordern soll, zum 1. Januar 2020 auf Autobahnen eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h einzuführen. Die Antragsteller führen aus, lokal begrenzte Tempolimits verzeichneten nachweisbar positive Effekte. Auch internationale Studien belegten die Wirksamkeit eines Tempolimits für die Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Die Einführung einer allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung sei ein schneller und unbürokratischer Weg zu einer spürbaren Verbesserung der Verkehrssicherheit und zu mehr Klimaschutz und unterstütze außerdem den erforderlichen Technologiewandel in der europäischen Automobilindustrie.

Auch die Fraktion der SPD hatte schon im Verkehrsausschuss zunächst betont, ein Pkw verbrauche bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h bis zu 35 Prozent mehr Kraftstoff als bei 130 km/h. Die AG 1 der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ sei zu dem Schluss gekommen, dass man daher mit einem Tempolimit 1,2 Millionen Tonnen CO2 einsparen könne.

Und: Diese Einsparung könne man erzielen, ohne große Kosten zu verursachen. Zudem korreliere auch bei PKW die Erzeugung von Luftschadstoffen und der Lärm mit der gefahrenen Geschwindigkeit.

Was das Thema „Sicherheit“ angehe, seien im Jahr 2016 auf deutschen Autobahnen mit Geschwindigkeitsbegrenzungen pro Autobahnkilometer 26 Prozent weniger Menschen tödlich verunglückt. Wenn man die Verkehrswende ernst nehme und man sie angehen wolle, müsse man über ein Tempolimit nachdenken, weshalb man mit dem Ziel des Antrags übereinstimme.

Was bei der SPD dann aber noch lange nicht bedeutet, dass man dem Antrag auch zustimmt. Denn: Es sei bedauerlich, dass es nicht gelungen sei, den Koalitionspartner zu überzeugen, dabei mitzugehen, weshalb man heute nicht werde zustimmen können.

So sah das dann auch der Abgeordnete Röspel.

Größtes Öko-Projekt aller Zeiten in Hagen wieder verschoben

19. Oktober 2019

Zigmal angepriesen, mehrfach angekündigt, doch passiert ist seit über drei Jahren gar nichts. Auf einem 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Henkhausen und Garenfeld soll die Lenne in einen Zustand zurückversetzt werden, der die ursprünglichen Strukturen eines naturnahen Mittelgebirgsflusses wiedererkennen lässt – und damit die Bausünden der 70er-Jahre korrigiert. Doch warum kommt das größte Öko-Projekt aller Zeiten in Hagen nicht in die Gänge? An wem liegt das? (…)

Quelle: wp.de

Zum letzten Mal: „Everest“ – Oper von Joby Talbot

19. Oktober 2019

V.l.n.r.: Veronika Haller, Elizabeth Pilon, Musa Nkuna, Kenneth Mattice. Foto: Klaus Lefebvre.

Es gibt eine letzte Gelegenheit, das beeindruckende, faszinierende und überaus bewegende musikalische Bergsteiger-Drama unter dem Titel „Everest“ von Joby Talbot im Theater Hagen zu erleben: am 23. Oktober 2019 mit Beginn um 19.30 Uhr (Großes Haus).

Die Oper des populären britischen Komponisten Talbot ist inspiriert von realen Ereignissen auf dem Mount Everest im Jahr 1996. Die Expeditionen, die zum Gipfel unterwegs waren, gerieten damals in einen Schneesturm und viele starben in den eisigen Höhen. Der Berg zieht Menschen aus aller Welt dennoch weiterhin magisch an.

Regisseur Johannes Erath wollte kein „Doku-Drama“ auf die Bühne bringen. Ihn interessierte es, hinter die realen Vorgänge zu blicken, in die Seelen der Menschen, denn auch hier klaffen Abgründe… So wird der Berg zu einer Metapher und das „Bezwingen“ desselben zu einem Bild für das Abarbeiten an den eigenen höchsten Herausforderungen: der Überwindung innerer Zwänge, Schwächen oder Suchtpotentiale.Der Abend verspricht eine spannende Reise in die Innenwelten der Protagonisten, in euphorische Höhen und tiefe Abgründe, die dem Publikum mitunter eisige Schauer über den Rücken laufen lassen.

In der Inszenierung von Johannes Erath, der Ausstattung von Kaspar Glarner, ergänzt durch Videoprojektionen von Bibi Abel, singen und spielen unter der musikalischen Leitung von Andreas Vogelsberger: James Bobby, Veronika Haller, Kenneth Mattice, Wolfgang Niggel, Musa Nkuna, Elizabeth Pilon; Chor des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331/207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331/207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

WPWR weiter auf Talfahrt

18. Oktober 2019

Die Auflage der Hagener Ausgabe der WPWR ist weiter rückläufig. Auch die Abschaffung der Möglichkeit, das Blatt während des Urlaubs abzubestellen (stattdessen kann es für diese Zeit nur noch „gespendet“ werden), konnte die Talfahrt nicht wirklich stoppen.

Der Verkauf der Zeitung lag im 3. Quartal 2019 mit durchschnittlich 27.488 Exemplaren um 4,54 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum mit 28.796 Stück. Das teilte jetzt die Informationsgemeinschaft zur Festellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) mit.

Grundpfeiler beim Verkauf sind fast ausschließlich die treuen Abonnenten, während die Zahl der frei über den Handel abgesetzten Exemplare inzwischen nur noch bei 1.052 liegt.

Mal wieder turbulent im Lutz Hagen

18. Oktober 2019

Pardauz – ein TanzObjektTheaterSpaß von Anja Schöne und Ensemble

Anne Schröder, Lilian-Felicitas Prudlo. Foto: Klaus Lefebvre.

Am 19. Oktober 2019 geht’s mal wieder turbulent im Lutz Hagen zu: Auf dem Programm steht mit Beginn um 15 Uhr die Premiere „PARDAUZ“ – Ein TanzObjektTheaterSpaß von Anja Schöne und Ensemble (ab 3 Jahren).

Was erlebt man? Zwei Performerinnen kugeln anarchisch verspielt auf die Bühne – pardauz – liegen sie da. Doch schon im nächsten Moment stehen sie wieder auf, verwandeln sich in bunte Dreiecke, umkreisen sich, kommen sich näher, werden zum Quadrat und pardauz – fällt wieder alles auseinander. Gleich geht es weiter in spiralförmigen Sprüngen – bis zum nächsten pardauz.

In einem bunten TanzTheater mit Objekten schickt Regisseurin Anja Schöne ihr Ensemble auf die Spuren von Bauhaus und Dada und schafft ein mitreißendes Theaterspektakel rund um die Erkenntnis, dass nach dem Fall immer vor dem Fall ist.

In der vom Theaterförderverein Hagen e.V. unterstützten Inszenierung von Anja Schöne, der Ausstattung von Sabine Kreiter und der Choreographie von Jozsef Hajzer agieren auf der Bühne Lilian-Felicitas Prudlo und Anne Schröder.

Weitere Vorstellungen: 23.10. (10.00 Uhr); 27.12.2019 (15.00 Uhr); 26.1. (15.00 Uhr); 28.1. (10.00 Uhr); 29.2. (15.00 Uhr); 5.4.2020 (15.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Pendlerstrom beweist: Hagen fehlt es an attraktivem Wohnraum

17. Oktober 2019

Der anhaltende Mangel an ausreichendem attraktiven Wohnraum in Hagen führt dazu, dass der tägliche Pendlerstrom ins Stadtgebiet immer weiter ansteigt. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wieder einmal ein Beispiel für Desinformation. Wie im Artikel selbst beschrieben, ist die Zahl der Auspendler gegenüber dem Jahr 2000 mit einer Steigerung von 42 Prozent auf 29.000 wesentlich stärker gestiegen als die Zahl der Einpendler mit 19 Prozent auf 31.000. An einem herbeigeschriebenen „Mangel an ausreichendem attraktiven Wohnraum“ kann es also nicht liegen, dass sich Ein- und Auspendelströme etwa in der gleichen Größenordnung bewegen. Es müssen also auch vergleichbar viele (Aus-)Pendler mit dem Wohnungsangebot zufrieden sein.

Teilweise sind sogar die Ein- und Auspendelzahlen in/aus benachbarten Kommunen ähnlich hoch, wie eine Aufstellung des Statistischen Landesamts it.nrw für das Jahr 2017 zeigt (v.l.n.r.: Gesamtzahl, weibl. Anteil, Entfernung Luftlinie in km):

 

Natürlich darf in dieser Art von Berichterstattung auch nicht zum wiederholten Male die geradezu auf verfälschende Art und Weise verkürzte Darstellung der Wohnungsmarktstudie von Prof. Dr. Guido Spars fehlen. Zum Nachlesen der Studie im Original: Siehe hier.

12 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule

17. Oktober 2019

Eine bessere digitale Technik mit interaktiven Tafeln, Displays und WLAN in Schulen – dafür soll der Digitalpakt Schule 2019 NRW sorgen, der nach langen Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern am 17. Mai 2019 unterzeichnet wurde. Für die kreisfreie Stadt Hagen ergibt sich nach dem Zuwendungsschlüssel eine Förderung von 12.018.861 Millionen Euro.

Das nordrhein-westfälische Kabinett hat nun den Weg für die Auszahlung der Mittel aus dem milliardenschweren Digitalpakt des Bundes freigemacht: Seit dem 15. September 2019 können Schulträger Anträge bei den Bezirksregierungen stellen. Dabei erhalten alle Schulträger ein bestimmtes Förderbudget aus dem Digitalpakt.

Digitale Kompetenz zu erlangen, ist gerade für Schülerinnen und Schüler von entscheidender Bedeutung im Hinblick auf eine verantwortungsvolle Nutzung von Medien und um gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt im 21. Jahrhundert zu erhalten. Die Stadt Hagen treibt ein entsprechendes Projekt zur strukturierten Umsetzung der Vorhaben mit den Schulen, dem Fachbereich Bildung und dem Hagener Betrieb für Informationstechnologie (HABIT) voran, damit eine geordnete und zeitgerechte Realisierung erfolgen kann.

Vor der Antragstellung entscheiden die politischen Gremien im Rahmen eines Medienentwicklungsplans der Stadt Hagen über die Bedingungen. Pflicht und Voraussetzung für das Beantragen von Zuwendungen ist ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept. Dieses ist auf der Grundlage des Medienentwicklungsplans mithilfe einer durch das Land vorgegebenen Strukturvorlage vom Schulträger mit jeder Schule zu entwickeln.

Im Vorfeld mussten Bundestag und Bundesrat eine verfassungsrechtliche Grundlage für den Digitalpakt schaffen. Finanziert wird die Förderung aus dem Digitalinfrastrukturfond des Bundes. Die Bundesmittel sollen unter anderem für die Vernetzung in Schulgebäuden und Lernplattformen verwendet werden. Die Zuwendung erfolgt in Form einer Projektförderung in Höhe von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben, sodass der Eigenanteil der Schulträger bei zehn Prozent liegt.

Hagen ist erneut Fairtrade-Stadt

17. Oktober 2019

Seit dem 6. September 2013 trägt Hagen den Titel „Fairtrade-Stadt“ und nun erhielt die Stadt für weitere zwei Jahre diese begehrte Auszeichnung.

Die Kampagne „Fairtrade-Towns“ gibt es mittlerweile in 36 Ländern mit mehr als 2.000 Fairtrade-Städten, darunter auch London, Rom, Brüssel und San Francisco. In Deutschland tragen diesen Titel 630 Kommunen. In allen Fairtrade-Towns vernetzen sich Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, um den fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern.

Auf der Seite www.fairtrade-towns.de können Städte und Kommunen sich informieren und um den Titel „Fairtrade-Town“ bewerben.

Um die Auszeichnung „Fairtrade-Town“ zu erhalten, muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, anhand derer das Engagement für den fairen Handel auf verschiedenen Ebenen bewertet wird:

1. Die Kommune verabschiedet einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. In Hagen erfolgte dies bereits am 13. Dezember 2012.

2. Die Kommune bildet eine Steuerungsgruppe, welche die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

3. Lokale Einzelhandelsgeschäfte, Floristen, Cafés und Restaurants bieten Produkte aus fairem Handel an. Für die Stadt Hagen bedeutet dies: 30 Einzelhändler und 15 Gastronomiebetriebe müssen mindestens zwei fair gehandelte Produkte anbieten. Die Richtwerte für Fairtrade-Towns ergeben sich anhand der Einwohnerzahl.

4. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchengemeinden setzen Informations- und Bildungsaktivitäten zu fairen Handel um und bieten Produkte aus fairem Handel an.

5. Die Steuerungsgruppe der Kommune fördert die Öffentlichkeitsarbeit über die Aktivitäten zum Thema Fairtrade in der Kommune.

Theater: Werkstattgespräch und Offene Probe

17. Oktober 2019

Als nächste Premiere im Großen Haus des Theaters Hagen steht die Operette „Der Graf von Luxemburg“ von Franz Lehár auf dem Programm (Premiere am 26.10.2019, 19.30 Uhr).

Als Einstimmung auf dieses unterhaltsame Werk und dessen Realisierung auf der Hagener Bühne bietet das Theater Hagen eine Werkstatt-Probe (Werkstattgespräch und Offene Probe) am Montag, 21. Oktober 2019 mit Beginn um 18.15 Uhr im Theatercafé an. Bei dieser Einführungsveranstaltung erhalten die Besucher durch Beteiligte des Produktionsteams Informationen zum Stück, zur Inszenierung und Ausstattung und können anschließend erste Live-Eindrücke beim Probenbesuch im Großen Haus gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

Alles nur Theater?

16. Oktober 2019

Dietmar Thieser interessiert sich plötzlich für Kultur

Im Rahmen ihrer Tournee-Reihe „SPD-Ratsfraktion vor Ort“ begaben sich kürzlich einige Mitglieder der Hagener SPD-Fraktion auf die sprichwörtlichen Bretter, die die Welt bedeuten.

Bei „Kaffee und Kuchen“, so teilten die Genossen mit, wurden sie im Hagener Theater von dessen neuem Geschäftsführer Dr. Thomas Brauers und seiner Mitarbeiterin Claudia Spiegel herzlich empfangen. Angeregt habe den Termin das Fraktionsmitglied Sven Söhnchen, der auch als Vorsitzender des Kulturausschusses und des Theater-Aufsichtsrates fungiert.

Der Titel „Fraktion vor Ort“ erscheint allerdings leicht übertrieben, fanden doch nur fünf von noch 18 verbliebenen Mitgliedern der Ratsfraktion den Weg zu dem Stelldichein. Von den Genossen im Kulturausschuss war außer dem Vorsitzenden niemand erschienen.

Dafür ist auf dem Gruppenbild mit Dame, das die Partei zu diesem Ereignis veröffentlichte, jemand zu sehen, der in der Vergangenheit immer wieder durch kulturfeindliche Eskapaden auffiel: Dietmar Thieser, Ratsmitglied und Vorsteher des Stadtbezirks Haspe (Siehe: Der Dröhner vom Spielbrink).

Thieser hatte sich vehement für eine massive Kürzung des Theater-Etats stark gemacht und die Schließung des Osthaus-Museums in Betracht gezogen, um seine Sportfreunde weiterhin mit üppigen Geldern aus der Stadtkasse versorgen zu können. In völliger Unkenntnis der Zusammensetzung des Publikums Hagener Kultureinrichtungen tönte er laut Funke-Medien: „Es darf nicht länger ein Dogma bleiben, dass die Champagner-Etagen sich für unantastbar erklären.

Sollte der Mann seine Gesinnung geändert haben? Kaum anzunehmen. Allerdings naht die Kommunalwahl 2020, da kann es nicht schaden, auch im Kulturbetrieb zu werben. Der OB-Kandidat der Hagener SPD, Wolfgang Jörg, war beim Treff auf der Theater-Bühne schließlich ebenfalls anwesend.

Vorauswahl zum Bundeswettbewerb Gesang

16. Oktober 2019

Am 20. Oktober 2019 (von 10 bis 18.00 Uhr) führt das Theater Hagen im Opus wieder eine Vorauswahl für den Bundeswettbewerb Gesang Berlin im Musical/Chanson-Bereich durch. Junge Künstler können sich hier qualifizieren, um an den Finalrunden in Berlin teilzunehmen.

Professionellen Nachwuchs für die Bühne zu fördern ist das zentrale Anliegen dieses Wettbewerbs, der als wichtigster nationaler Wettbewerb für solistischen Gesang in Europa gilt und von Bühnenvertretern und Künstleragenten besucht wird, um hochqualifizierte Talente zu engagieren. Kennzeichnend sind hohe Anforderungen an die Vielseitigkeit des Repertoires. Mit einem abwechslungsreichen Programm stellen sich die jungen Künstler im Alter zwischen 17 und 30 Jahren im Wettbewerb vor Jury und Publikum vor.

Die Vorauswahl in Hagen ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Weitere Termine und Informationen unter www.bwgesang.de

Wie im Krieg

15. Oktober 2019

Aktuelle Aufnahmen von der Block-1-Front in Wehringhausen

Deutsche Städte sind in der Nachkriegszeit in weitaus höherem Maße zerstört worden als durch den 2. Weltkrieg selbst. Während vielerorts schon lange ein Umdenken stattgefunden hat, ist in Hagen davon nichts zu spüren.

Was aussieht wie Bilder aus den aktuellen Kriegsgebieten irgendwo auf der Welt, ist die bittere Realität direkt vor der Haustür. Eine Kommentierung erübrigt sich, die Fotografien sprechen für sich.

Bläsermusik des 19. und 20. Jahrhunderts

15. Oktober 2019

Zweites Kammerkonzert im Auditorium im Kunstquartier Hagen

Das zweite Kammerkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen findet am 20. Oktober 2019 mit Beginn um 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen statt.

Auf dem Programm steht Bläser-Kammermusik des 19. und 20. Jahrhunderts. Von dem bedeutenden französischen Flötisten, Komponisten und Dirigenten Paul Taffanel (1844-1908) erklingt das spätromantische dreisätzige Bläserquintett in g-Moll aus dem Jahre 1878. Sodann wird die 1922 entstandene facettenreiche „Kleine Kammermusik“ op. 24,2 des in Hanau geborenen Komponisten, Instrumentalisten und Dirigenten Paul Hindemith (1895-1963) präsentiert sowie die farbenreichen „Trois pièces brèves“ des Franzosen Jacques Ibert (1890-1962), die er 1930 verfasste.

Interpreten dieser Werke sind (Foto: Isabelle Hannemann): Beate Sobiesinsky-Brandt (Flöte), Rebecca Bröckel (Oboe), Astrid den Daas (Klarinette), Friedhelm Grote (Fagott), Ai Sakamoto (Horn).

Eintritt 12 / 8 Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Schrecklicher Verdacht: Sind Nazis doch nicht so nett, wie immer alle dachten?

14. Oktober 2019

Sie galten stets als die Saubermänner der deutschen Politik. Doch nach einem Terroranschlag in Halle (Foto: Postillon) mit zwei Toten und mehreren Verletzten kommen erste Zweifel am sympathischen Image von Rechtsextremen auf. Selbst Politik, Polizei und Verfassungsschutz stellen sich inzwischen die Frage: Sind Neonazis etwa doch nicht so nett, wie immer alle dachten?

„Dass Islamisten gefährlich sind und Linksextremisten Autos anzünden, war uns bekannt“, erklärte Innenminister Horst Seehofer (CSU) heute bei einer Pressekonferenz. „Aber dass ausgerechnet Nazis imstande sind, Gewalttaten bis hin zum Mord zu verüben, damit konnte nun wirklich niemand rechnen.“

Der CSU-Politiker kam daher nur wenige Jahre nach der Mordserie des NSU, nach der Ermordung des Kassler CDU-Politikers Walter Lübcke durch einen Neonazi und nach mindestens 169 Todesopfern rechtsextremer Gewalt seit 1990 zu der bahnbrechenden Erkenntnis: „Der Rechtsextremismus ist zur echten Gefahr geworden.“

Das sind harte Worte über eine Bewegung, die bislang selbst in Behördenkreisen als harmlos und allenfalls etwas exzentrisch galt. Dass hinter ihrer menschenverachtenden Fassade am Ende gar eine menschenverachtende Ideologie stecken könnte, die in der Vergangenheit Millionen Todesopfer gefordert hat, kann inzwischen nicht mehr ausgeschlossen werden.

Auf Polizei und Verfassungsschutz kommt somit jede Menge Arbeit zu: Sie müssen sich jetzt intensiver mit Rechtsextremismus befassen. „Eigentlich wollten wir damit ja warten, bis wir den Linksextremismus besiegt haben“, so ein Sprecher des Bundesamtes für Verfassungsschutz. „Aber offenbar wurde die gewalttätige rechtsextreme Szene unbemerkt von gewalttätigen Rechtsextremen unterwandert, um die wir uns jetzt zumindest halbherzig kümmern müssen.“

Quelle: Der Postillon, CC BY-NC-SA 3.0 DE

Anmerkung: Als Satire verfasst, aber eigentlich die Realität.

Informieren, austauschen, vernetzen?

13. Oktober 2019

Stadtteilkonferenz Wehringhausen am 9. November

Alles nur Tünche? Während die GWG mit Rückendeckung der Stadtratsmehrheit, der Medien und weiterer Zuarbeiter wie der Wehringhauser CDU und dem „Stadtheimatpfleger“ einen ganzen Wohnblock in Schutt und Asche legen darf, wird weiter die Karte „Bürgerbeteiligung“ gespielt.

So nachzulesen in der Mitteilung der Stadt Hagen zur Stadtteilkonferenz Wehringhausen:

„Im Programm Soziale Stadt Wehringhausen ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ein regelmäßiger Bestandteil der Arbeit. Neben themenspezifischen Arbeitsgemeinschaften und dem alle drei Monate tagenden Lenkungskreis ist die Stadtteilkonferenz am Samstag, 9. November, im Pfarrheim St. Michael, Lange Straße 70a, (Zugang zwischen Lange Straße 68 und 70) von 14 bis 18 Uhr als zentrales Treffen angedacht, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, die sich informieren oder einbringen wollen.

Das Quartiersmanagement, die Stadtverwaltung und weitere vor Ort aktive Projekte stellen an diesem Tag ihre Aktionen und Themengebiete vor. Die drei Schwerpunkte sind „Perspektiven für das ‚untere‘ Wehringhausen“, „Kreativ.Quartier Wehringhausen – Chance für einen Imagewandel und Fördermöglichkeiten“ und „Soziale Angebote und aufsuchende Arbeit im Stadtteil“.

Nach Vorträgen zu den Themen wird es an Ständen die Möglichkeit geben, zum Beispiel mit Stadtplanern der Stadt Hagen, dem Quartiersmanagement sowie den Mitwirkenden an den sozialen Projekten in einen direkten Austausch zu kommen. Zudem gibt es Informationen über Förderungen für Kreativ- und Kunstschaffende und lokale sowie regionale Vernetzungsmöglichkeiten. Auch Fördermöglichkeiten für bürgergetragene Projekte in Wehringhausen aus dem „Verfügungsfonds“ werden vorgestellt.

Im Rahmen der Stadtteilkonferenz werden aus den Reihen der Anwohnerschaft fünf Aktive für die Mitwirkung im Lenkungskreis gewählt, der circa alle drei Monate über Stadtteilthemen im Allgemeinen und Projekte der Sozialen Stadt im Speziellen entscheidet. Einzige Bedingung: Bürgervertreter sollen aus dem Stadtteil kommen und sich für die Entwicklung Wehringhausens interessieren. Meldungen von Interessierten sind im Vorfeld der Veranstaltung beim Quartiersmanagement und am Tag der Stadtteilkonferenz möglich. Die Person muss sich jedoch an dem Tag ausweisen können. Interessenten können sich über die Aufgaben in diesem Ehrenamt vorab beim Quartiersmanagement informieren.

Alle Wehringhauser Initiativen, Vereine und „Macher“ sind zudem eingeladen, zur Stadtteilkonferenz ihr Informationsmaterial mitzubringen und auf einem Ausstellungstisch auszulegen.“

LWL: Umlage soll geringfügig ansteigen

12. Oktober 2019

Zum ersten Male bringt die Verwaltung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster einen Doppelhaushalt für die Jahre 2020/2021 in das Westfalenparlament ein, um seinen Mitgliedskörperschaften über die Kommunalwahl 2020 hinaus eine Haushaltsplanung zu ermöglichen.

Während die Landschaftsumlage für 2019 noch um 0,85 Prozentpunkte im Vergleich zu 2018 gesenkt werden konnte, sehen die Entwürfe für die Haushalte der nächsten beiden Jahre diesmal jeweils Erhöhungen des Hebesatzes für die Landschaftsumlage von 0,3 Prozentpunkten 2020 und 0,15 Prozentpunkten im Jahr 2021 vor.

Ursache für höhere Kosten beim LWL seien vor allem Zuständigkeitsverlagerungen durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG), bestätigte LWL-Kämmerer Lunemann: „Die Anpassungen durch das BTHG haben massive Auswirkungen auf den Hebesatz zur Landschaftsumlage. Dadurch gelingt es uns aber, die Inklusion für Menschen mit Behinderung weiter zu stärken.“

Hagen hatte 2018 über die Landschaftsumlage 56,8 Millionen Euro in den LWL-Haushalt eingezahlt, aber im Gegenzug Leistungen in einem Volumen von 98,3 Millionen Euro erhalten.

Antisemitische Taten in Hagen: Polizei sieht keine Häufung

12. Oktober 2019

„Wir haben derzeit keinerlei Hinweise, dass sich die konkrete Gefahrenlage hier bei uns in Hagen nach der Tat in Halle verändert hat“, so Polizeisprecher Ralf Bode. Dennoch sei die Polizei wachsam und habe neben der Synagoge auch andere Objekte mit jüdischem Hintergrund – wie etwa jüdische Friedhöfe – verstärkt im Blick.

In Hagen, so Bode, habe es in den vergangenen Jahre keine Häufung von antisemitischen Straftaten gegeben. „Seit 2014 hat unsere Staatsschutzabteilung 14 Taten registriert.“ Darunter seien aber keine massiven Deliktarten wie etwa Körperverletzung gewesen. (…)

Quelle: wp.de

Wie viel ist uns gute Kita-Qualität wert?

12. Oktober 2019

Das Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung ist zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der FernUniversität in Hagen erschienen

Prof. Julia Schütz leitet das Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung an der FernUniversität. Foto: FernUni.

Wie hat sich die Anzahl der pädagogischen Kita-Fachkräfte in Deutschland in den vergangenen Jahren entwickelt und wie sind diese qualifiziert? Für wie viele Kinder sind die Kita-Fachkräfte zuständig? Wie viel Zeit wird in Kindertageseinrichtungen für Leitungsarbeit zur Verfügung gestellt? Welche Unterschiede existieren zwischen den Bundesländern?

Antworten auf diese und eine Vielzahl weiterer zentraler gesellschafts- und bildungspolitischer Fragen bietet das Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung. Dieses ist zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der FernUniversität in Hagen erschienen. Das Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung kooperiert unter Leitung von Prof. Dr. Julia Schütz seit September 2018 mit der Bertelsmann Stiftung.

Die im Ländermonitor und -report Frühkindliche Bildungssysteme 2019 dargestellten Auswertungen der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik, die von der FernUniversität in Hagen durchgeführt wurden, zeigen: Es hat zwar eine quantitative Zunahme des pädagogischen Personals in Kitas stattgefunden. Jedoch ist weiterhin eine deutliche Verbesserung des Personalschlüssels erforderlich, um Qualität und eine kindgerechte Bildung, Erziehung und Betreuung gewährleisten zu können.

Ungünstige Personalschlüssel sorgen dafür, dass in zahlreichen Kitas nicht kindgerecht gearbeitet werden kann. Die aktuelle Personalsituation in den Einrichtungen belastet neben der Kita-Qualität zudem auch die Erzieherinnen und Erzieher. Darüber hinaus erschweren es die Arbeitssituation und die strukturellen Rahmenbedingungen der Fachkräfte, mehr Menschen für den Beruf zu begeistern.

Zentrales strukturelles Qualitätsmerkmal von Kitas ist der Personalschlüssel. Nach Empfehlung der Bertelsmann Stiftung sind für eine gute Kita auch bundeseinheitliche Standards für eine professionelle Leitungsausstattung, berufsbegleitende Beratung sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung der Fachkräfte wichtig.

Seit 2008 berichtet das Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung über den Status quo und die Entwicklung der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in Deutschland. Grundlage des jährlich aktualisierten Monitorings sind Auswertungen unter anderem von Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik.

Die diesjährigen Berechnungen wurden auf Grundlage des zwölf Jahre bestehenden Ländermonitorings Frühkindliche Bildungssysteme von Julia Schütz und ihren wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Jana Viola Frings und Felicitas Kempf vorgenommen.

Integrationspreis: Jetzt Vorschläge einreichen

12. Oktober 2019

Der Integrationsrat der Stadt Hagen möchte im Rahmen des Neujahrsempfangs 2020 erneut engagierte Menschen auszeichnen, die sich um Integration verdient gemacht haben.

Für den Integrationspreis können Einzelpersonen oder Gruppen und Institutionen mit einer kurzen Begründung vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen werden nicht berücksichtigt. Die potenziellen Preisträger müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Als Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement sollen diese mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 250 Euro ausgezeichnet werden.

Die Vorschläge können bis Freitag, 15. November, schriftlich bei der Geschäftsstelle des Integrationsrates im Kommunalen Integrationszentrum, Faten Alzahr, Berliner Platz 22, 58089 Hagen, oder per E-Mail an faten.alzahr@stadt-hagen.de eingereicht werden. Die Preisverleihung findet am 8. Februar um 16 Uhr im Rathaus an der Volme statt.

Kurden demonstrieren gegen Türkei-Einmarsch

11. Oktober 2019

In Hagen hat es am Donnerstagabend eine Demonstration von Kurden gegen den Einmarsch der Türkei in Syrien gegeben. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

US Präsident Trump verlässt Kurden in Syrien – Berlin deckt Erdogan

Nach dem drohenden Einmarsch der Türkei in Nordsyrien droht eine humanitäre und politische Katastrophe. Das ist nicht nur politisch fatal, sondern auch kurzsichtig. (…)

Der Besuch des deutschen Innenministers Horst Seehofer letzte Woche in der Türkei hat offensichtlich neue Rückendeckung gegeben, auch wenn er den Plänen offiziell eine Absage erteilte. Doch anstatt Menschenrechtsverletzungen anzuprangern oder über einen Rückzug aus dem völkerrechtswidrig besetzen Afrin zu verhandeln, wurde allein die Zusammenarbeit in der Migrationsabwehr bekräftigt. Alles andere ist für die Bundesregierung scheinbar eine Nebensache, wenn überhaupt. (…)

Quelle: Frankfurter Rundschau

Vorverkauf zum Weihnachtsmärchen startet

11. Oktober 2019

Karten für „Räuber Hotzenplotz“ ab 12. Oktober

Der Kartenverkauf für das diesjährige Märchen zur Weihnachtszeit im Theater Hagen startet am 12. Oktober 2019, 10.00 Uhr. Auf dem Programm steht ab dem 9. November 2019 „Der Räuber Hotzenplotz“ – Eine Kasperlgeschichte von Otfried Preußler mit Musik von Andres Reukauf (ab 5 Jahren).

In der Inszenierung von Lutz-Leiterin Anja Schöne, der Ausstattung von Sabine Kreiter, in der Choreographie von Jozsef Hajzer und unter der musikalischen Leitung (es spielt dazu eine mehrköpfige Band) von Andres Reukauf ist diese beliebte Geschichte als mitreißendes Theaterabenteuer voller Tanz und Musik bis zum 25. Dezember 2019 an zahlreichen Terminen zu erleben.

Vorstellungen: 24.11. (11.00 + 14.00 Uhr); 1.12. (17.00 Uhr); 7.12. (11.00 + 14.00 + 17.00 Uhr); 8.12. (17.00 Uhr); 14.12. (11.00 Uhr); 15.12. (11.00 + 14.00 + 17.00 Uhr); 21.12. (11.00 + 14.00 Uhr); 22.12. (11.00 Uhr); 25.12.2019 (16.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 / 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 / 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Neuer Chef der Müllabfuhr Hagen kommt aus Essen

10. Oktober 2019

Das künftige Führungsteam des Hagener Entsorgungsbetriebes (HEB) ist komplett: Die Beteiligungskommission des Rates hat sich einstimmig darauf verständigt, den scheidenden Geschäftsführer der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE), Uwe Unterseher-Herold, zum Nachfolger von HEB-Geschäftsführer Dr. Herbert Bleicher zu machen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der nächste Problemfall, den Hagen gnädig eingesammelt hat? Auf die Idee könnte man kommen, wenn man einen gerade einmal drei Tage alten Beitrag in der Essener NRZ liest:

Chef der Entsorgungsbetriebe räumt vorzeitig seinen Platz

Sein Vorgänger im Amte, Klaus Kunze, wurde nach 14 Jahren regelrecht aus dem Amt gefegt. So weit wollte es Uwe Unterseher-Herold dann doch nicht kommen lassen: Der von städtischer Seite benannte Geschäftsführer der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) hat vor wenigen Tagen seinen Geschäftsführer-Posten geräumt – ganze acht Monate vor dem offiziellen Auslaufen des Vertrages im Mai 2020. (…)

Als neuer „Besen“, die ja bekanntlich gut kehren, hatte Unterseher-Herold die Problemstellen bei den skandalumwitterten EBE entsorgen sollen. Doch der Mittfünfziger litt in seinem Job mehr als dass er die Chance ergriff zu gestalten, war monatelang krank und schaffte es wohl auch nicht, die in Teilen vergiftete Atmosphäre bei dem zu 51 Prozent städtischen und zu 49 Prozent dem Remondis-Konzern zugehörigen Unternehmen zu heilen. Als klar wurde, dass eine Vertragsverlängerung kaum in Frage kam, räumte Unterseher-Herold freiwillig das Feld. (…)

Quelle: NRZ (Bezahlschranke)

„…wie im Mittelalter!“

10. Oktober 2019

Gewaltkonzeptionen zwischen Vormoderne und Gegenwart

10.10.2019, 18:15 Uhr (bis 19.45 Uhr)
Seminargebäude (Gebäude 2) der FernUniversität, Universitätsstr. 33., 58097 Hagen, Räume 1 bis 3

Das vielbeschworene Bild vom „finsteren Mittelalter“ ist nicht zuletzt mit der Vorstellung verknüpft, dass diese Epoche von exzessiver Gewaltausübung geprägt war, seien es durch Kriege, Hinrichtungen oder Fälle alltäglicher Kriminalität. Das derart als gewalttätig imaginierte Mittelalter übt dabei auf moderne Beobachter eine ambivalente Faszination aus: Es erscheint uns einerseits als Zeit durchsetzungsstarker Helden und andererseits als Ära einer blutigen Herrschaft des Stärkeren. Gerade beim Nachdenken über historische Gewalttaten übertragen wir dabei – beinahe unabdingbar – moderne Wertmaßstäbe, so dass mancher Held als tapfer und mutig erscheint, eine obrigkeitliche Hinrichtung jedoch als grausam.

Ausgehend von mittelalterlichen Fallbeispielen und ihrer modernen Rezeption möchte der Vortrag aufzeigen, welche Möglichkeiten historischer Gewaltforschung es heute gibt und wo möglicherweise die Vor- und Nachteile einzelner Zugänge liegen. Dabei wird auch danach gefragt, ob und wie sich abstrakte Konzepte wie „Gewalt“ oder moralische Wertungen wie „Grausamkeit“ überhaupt historisieren lassen.

Zu der Veranstaltung sind externe Interessierte willkommen.

Veranstalter: Historisches Institut der FernUniversität
Referent: Dr. Christoph Mauntel

Bei Kaffee und Kuchen

10. Oktober 2019

Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Konzertdramaturgin Insa Murawski laden ein zum „Kulturcafé“

Die Veranstaltung Philharmonic Brunch wird in der Spielzeit 2019/20 zum nachmittäglichen Kaffeeklatsch unter dem Titel KULTURCAFÉ: Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Konzertdramaturgin Insa Murawski laden ein ins Theatercafé. Bei Kaffee und Kuchen unterhalten sie sich mit musikalischen Künstlern in lockerer Atmosphäre über verschiedenste musikalische Themen und geben unterhaltsame und informative Ein- und Ausblicke rund um das Philharmonische Orchester Hagen im Speziellen und sinfonische Musik im Allgemeinen.

Zu Gast von Insa Murawski sind am 13. Oktober 2019 (Beginn 15.00 Uhr im Theatercafé des Theaters Hagen) die zum Hagener Ensemble gehörende Sopranistin Cristina Piccardi (Foto: Theater) und Svenja Reiner, Musikwissenschaftlerin, gebürtige Hagenerin und Organisatorin des Kölner Festivals „Insert Female Artist – ein Literaturfestival zur Lage der Autorin“. Sie sprechen über die Frauen (Komponistinnen und Solistinnen), die in der Konzertsaison vermehrt auf dem Programm stehen sowie über die Position der Frau in der Musikwelt bzw. im Kulturbetrieb allgemein – zu Zeiten von Clara Schumann und heute. Als musikalische Umrahmung wird Cristina Piccardi Arien aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie aus der Oper „La Traviata“ von Giuseppe Verdi singen.

Der Eintritt beträgt 6 Euro inklusive eines Getränkes.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

200 Jahre Hegels „Grundlinien der Philosophie des Rechts”

9. Oktober 2019

Tagung der Zeitschrift für Rechtsphilosophie an der FernUni

Die „Zeitschrift für Rechtsphilosophie” widmet den vierten Jahrgang ihrer „Neuen Folge” der Hegelschen Rechtsphilosophie, deren 200-jähriges Jubiläum 2020/21 naht.

Von Donnerstag, 10. Oktober, bis Samstag, 12. Oktober, gibt eine Tagung an der FernUniversität in Hagen Anreize zum Austausch über die für die Publikation vorgesehenen Beiträge. Gemeinsam können hier Autorinnen und Autoren, der Wissenschaftliche Beirat der Zeitschrift und interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer vor Veröffentlichung der Texte miteinander ins Gespräch kommen.

Die Tagung ist öffentlich, die Teilnahme kostenlos.

Weitere Infos und Programm im Flyer der Tagung

Wiederaufnahme im Lutz: „Die Eiskönigin“

9. Oktober 2019

Eine TanzTheaterReise von Anja Schöne nach Hans Christian Andersen

Szene aus der Produktion: Stefan Merten, Tatiana Feldman. Foto: Klaus Lefebvre.

Das beliebte Stück „Die Eiskönigin“ – eine TanzTheaterReise von Anja Schöne nach dem Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen (ab 5 Jahren) – steht mit der Wiederaufnahme am 12. Oktober 2019 (15.00 Uhr) wieder auf dem Spielplan im Lutz Hagen.

Tilda und Kay sind die besten Freunde. Sie spielen jeden Tag zusammen an den Rosenhecken und träumen sich gemeinsam um die ganze Welt. Doch dann bekommt Tilda eine neue Stiefmutter, die alle die Eiskönigin nennen. Unter ihrem Einfluss beginnt Tilda sich zu verändern. Mehr und mehr verliert sie das Interesse an Kay, bis sie schließlich ohne Abschied in die Heimat der Eiskönigin in den hohen Norden zieht. Kay bleibt traurig zurück. Doch schon bald verdichten sich die Hinweise, dass die Eiskönigin Böses im Schilde führt und Tilda in großer Gefahr schwebt. Kay nimmt all seinen Mut zusammen und begibt sich auf eine aufregende und erlebnisreiche Reise zur Eiskönigin, um seine Freundin Tilda zu retten. Unterwegs begegnen ihm viele überraschende Märchengestalten, die drohen, ihn von seiner Mission abzubringen. Doch seine große Freundschaft zu Tilda lässt ihn immer weiterreisen…

Dieses, von der Bürgerstiftung der Theaterfreunde Hagen unterstützte ebenso spannende wie humorvolle Theaterabenteuer spielt gekonnt mit Konventionen klassischer Märchen. Durch die Verbindung von Schauspiel und Tanz entsteht zudem eine zauberhaft poetische Ebene, die das gesamte Stück durchzieht und zu einem besonderen Vergnügen für kleine und große Zuschauer macht.

In der Inszenierung von Anja Schöne, der Ausstattung von Sabine Kreiter und der Choreographie von Jozsef Hajzer spielen und tanzen: Tatiana Feldman, Stefan Merten und Helen Rademacher.

Familienvorstellungen: 27.10. (15.00 Uhr); 17.11. (15.00 Uhr); 23.11. (15.00 Uhr); 30.11. (15.00 Uhr); 29.12.2019 (15.00 Uhr)

Schulvorstellungen: 19.11. (10.00 Uhr); 20.11. (10.00 Uhr); 21.11. (10.00 Uhr); 26.11. (10.00 Uhr); 27.11.2019 (10.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Rundgang durch Wehringhausen fällt aus

8. Oktober 2019

Der geplante Rundgang durch Wehringhausen der Volkshochschule Hagen (VHS) mit Dr. Elisabeth May am morgigen Mittwoch, 9. Oktober, muss leider wegen Krankheit abgesagt werden.

Hagen Aktiv: Bücker tritt zum vierten Mal als OB-Kandidat an

8. Oktober 2019

Er will es noch einmal wissen: Josef Bücker tritt als Oberbürgermeister-Kandidat an und formuliert für Hagen Aktiv ein ehrgeiziges Wahl-Ziel. (…)

Bücker führte nach seiner Wahl aus, dass die Schwerpunktqualifikation eines zukünftigen Hagener Oberbürgermeisters über Erfahrungen in der öffentlichen Verwaltung hinaus auch fundiertes Fachwissen in den aktuell anstehenden, hochkomplexen Problemfeldern Luftreinhaltung sowie den Klima- und Artenschutz umfassen müsse.

Damit warb er quasi auch für sich selbst: Er ist Diplom-Biologe und hat im Bereich der Luftreinhaltung promoviert. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bei Hagen-Aktiv scheint man nach dem Motto zu verfahren „Doppelt genäht hält besser“. Bereits im Mai 2019 verkündete Bücker via Fakebook: „Ich fühle mich gesundheitlich fit und werfe auch 2020 meinen Hut in den Ring“. Die Hauptversammlung der Hagen Aktiven sei diesem Ansinnen bereits im Februar 2019 einstimmig gefolgt. Unklar sei nur, ob neben Dr. Bücker „ein weiter Kandidat / eine weitere Kandidatin aus den Reihen von Hagen Aktiv seinen / ihren Hut in den Ring werfen“ werde (Siehe: OB-Wahl 2020: Auch Bücker kandidiert).

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„Der Frieden ist der Horizont“

8. Oktober 2019

Der Friedensprozess in Kolumbien im Vortrag an der FernUni

Prof. Juan Ramon Martínez Vargas, Richter für Sondergerichtsbarkeit, sprach an der FernUniversität über Menschenrechte, Verfassungs- und Völkerrecht.

Auf Einladung der FernUniversität hielt Prof. Juan Ramon Martínez Vargas von der Universidade del Rosario in Kolumbien einen Vortrag über die Rolle der Sondergerichtsbarkeit im Friedensprozess in Kolumbien: von den Anfängen des Konflikts hin bis zum Friedensvertrag 2016. Die eingerichtete Sondergerichtsbarkeit bildet dabei das Rückgrat des Friedensprozesses. Sie sieht für Verbrechen im Zusammenhang mit dem über 50 Jahre währenden bewaffneten Konflikt Strafminderung im Gegenzug gegen Aufklärung der Wahrheit, Reparation und bei Nichtwiederholung der Straftaten vor. Als Richter der Sondergerichtsbarkeit ging Martínez Vargas insbesondere auf diese drei grundlegenden Prinzipien ein.

Er schilderte einige Einzelschicksale, durch die deutlich wurde, wie wichtig für die Angehörigen der Opfer die komplette Aufklärung der Geschehnisse ist und dass Wiedergutmachung nicht nur darin besteht, die Täter zu inhaftieren. Dabei stellte er sowohl verfassungsrechtliche als auch völkerrechtliche Aspekte heraus. So ist die Sondergerichtsbarkeit durch eine Änderung der kolumbianischen Verfassung für 15 Jahre garantiert und unabhängig von einem möglicherweise eintretenden Regierungswechsel.

In der anschließenden Diskussion gab der Jurist seine Einschätzung dazu ab, ob der Frieden in Kolumbien erreicht werden könne: „Der Frieden ist der Horizont, auf den wir uns Schritt für Schritt zu bewegen.“ Mit der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit sei auch die Hoffnung verbunden, als „best practice“ für Ländern mit ähnlichen Konflikten zu dienen.

Der Vortrag fand in Kooperation des Instituts für Internationale Rechtsbeziehungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät sowie des Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften an der FernUniversität statt und wurde aufgezeichnet.

Wiedergutmachung für Premierenbesucher bei „Casa Azul“

8. Oktober 2019

Für alle diejenigen Besucher, welche die Premiere des Balletts „Casa Azul“ (Foto: Oliver Look) im Theater Hagen besucht haben, in welcher leider der Beamer ausgefallen ist, besteht nun die Möglichkeit, sich diese Produktion zu einem vergünstigten Eintrittspreis ein weiteres Mal anzuschauen, und zwar am Freitag, 11. Oktober 2019 (19.30 Uhr).

Bei Vorlage des Aboausweises P bzw. der Eintrittskarte für den 5.10.2019 erhalten die Interessenten eine Ermäßigung von 50 % auf den Ticketpreis.

Diese ermäßigten Tickets sind nur an der Theaterkasse erhältlich.

Scholz und Laschet „verlässliche Unterstützer“?

7. Oktober 2019

Kommunale Altschulden: Aktionsbündnis fordert eine Lösung bis Jahresende

„Gottes Mühlen mahlen bekanntlich langsam. In der Politik dauert es manchmal sogar noch länger. Auf die Lösung des kommunalen Altschuldenproblems warten wir seit mehr als zehn Jahren, doch jetzt sehen wir endlich Licht im Tunnel.“ Mit dieser Mischung von Geduld und großer Zuversicht gehen die Vertreter des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“, dem auch die Stadt Hagen angehört, in die jetzt anstehenden weiteren Gespräche mit Bund und Ländern.

Sie sehen sowohl in Bundesfinanzminister Olaf Scholz als auch in Ministerpräsident Armin Laschet verlässliche Unterstützer für eine gemeinsame Altschuldenlösung von Bund, Ländern und Kommunen. „Beide haben sich festgelegt. Wir vertrauen auf ihr Wort und fordern Lösungen bis zum Jahresende.“

Damit setzt das Aktionsbündnis seine bereits seit 10 Jahren bestehende Politik fort, die sich immer wieder als zahnlos und somit erfolglos erwiesen hat. Diverse Termine wurden in dieser Zeit angesetzt, Treffen mit Landes- und Bundesministern organisiert, Abgeordnete hörten sich die Klagen der Kommunen an. Man sprach bei Fraktionsvorsitzenden, parlamentarischen Geschäftsführern und kommunalpolitischen Sprechern vor. Selbst den damaligen Bundestagspräsidenten Dr. Norbert Lammert bat das Aktionsbündnis um Hilfe.

Auch die Hagener Oberbürgermeister Demnitz, Dehm und Schulz sind nicht durch ein besonderes Engagement in der Sache aufgefallen. Umso eifriger waren sie beim Vorantreiben von Streichungen in der kommunalen Daseinsvorsorge, die besonders die weniger wohlhabenden Bürger der Stadt trafen.

Außer wohlfeilen Worten kam mit dieser Strategie nicht viel hinten raus. Jetzt sollen es also Olaf Scholz und Armin Laschet richten. Ausgerechnet.

Nach einem „ermutigenden Gespräch“ im Bundesfinanzministerium mit Staatssekretär Dr. Rolf Bösinger sind die nach Berlin gereisten Oberbürgermeister Scholten (Mülheim) und Stadtdirektor Dr. Slawig (Wuppertal) als Vertreter für das gesamte Aktionsbündnis durchaus zuversichtlich: „Aber vor uns liegt noch ein langer Weg. Wir werden unseren Einsatz für die überfällige Lösung des Altschuldenproblems unbeirrt fortsetzen. Gleichzeitig brauchen wir auch nachhaltige Entlastungen im Sozialbereich, denn wir dürfen künftig keine neuen kommunalen Schulden aufnehmen. Dieses Paket zur Sicherung unserer kommunalen Haushalte muss bis zum Jahresende geschnürt werden.“

Es würde geradezu an ein Wunder grenzen, sollte dieser Wunsch in Erfüllung gehen. Eine zuverlässige Wetterprognose bis Weihnachten dürfte sich leichter erstellen lassen.

Ein Hagener Anachronismus

6. Oktober 2019

Rundgang durch Wehringhausen

Lange Straße in Wehringhausen. Foto: Dieter Faßdorf.

Während die GWG mit einem Freifahrtschein des Stadtrats gerade einen ganzen Gründerzeitblock dem Erdboden gleichmacht, lädt die Volkshochschule der Stadt zu einem Rundgang durch Wehringhausen mit Dr. Elisabeth May zur „abwechslungsreichen Architektur um 1900“ ein.

Treffpunkt ist am Mittwoch, 9. Oktober, 16 Uhr vor der Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Straße 49.

Zutreffend erklärt die VHS: Die topografischen Gegebenheiten des Stadtteils Wehringhausen finden eine städtebauliche Entsprechung in dem gesellschaftlich-hierarchischen Aufbau des Wohnviertels. Oben, an den Stadtgarten grenzend, entstand ein exponiertes Baugebiet nach den Gründerjahren. Im Buschey-Viertel zeugen prächtige Villen von einer glanzvollen Zeit.

Die Beamtenwohnhäuser im mittleren Bereich des Viertels sind ebenso ansehnlich wie die weiter bergab gelegenen Arbeiterwohnhäuser mit den ansprechenden Fassadengestaltungen, von denen aktuell gleich ein ganzes Karree trotz begründeter Bürgerproteste vernichtet wird.

Während die VHS verdienstvollerweise immer wieder auf die wenigen Highlights der Stadt aufmerksam macht, sorgen die berüchtigten Hagener Seilschaften aus Politik, Verwaltung, Unternehmen und Monopolpresse für irreversible Tatsachen. Angesichts der steigenden Beliebtheit gründerzeitlicher Viertel, die in anderen Städten gehegt und gepflegt werden, ein Anachronismus.

Die Teilnahmegebühr von 6 Euro wird vor Ort in bar kassiert. Anmeldungen nimmt das Team der VHS unter Angabe der Veranstaltungsnummer 1084 unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung entgegen.

Wie früher

6. Oktober 2019

„Romantischer Weihnachtsmarkt“ im Freilichtmuseum Hagen

Romantisch wird es ersten Adventswochenende (29.11. bis 1.12.) im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). An drei Tagen wird mit dem „Romantischen Weihnachtsmarkt“ stimmungsvoll in den Advent gestartet. Die besondere und entspannt-ruhige Atmosphäre zwischen den illuminierten Fachwerkhäusern und den geschmückten Holzhütten macht ihn seit 20 Jahren zu einem Besuchermagneten (Foto: LWL).

In den historischen Häusern und kleinen Hütten zeigen etwa 85 Aussteller Handgemachtes, Kunstgewerbe aus Stoff, Papier, Holz, Glas und Metall. Zu sehen und zu kaufen gibt es kreativen Schmuck, wollige Kleidung und winterliche Accessoires und Dekorationen, Leckereien, Holzspielzeug, handgezogene Bienenwachskerzen sowie Krippen und Weihnachtsschmuck.

An einige Plätzen unterhält Live-Musik von Alphörnern, Bands und Chören, über Irish-Folk bis Weihnachtsjazz und -pop statt „Musik aus der Konserve“.

Das nostalgische Beiprogramm ist stimmig: Sankt Nikolaus im feierlichen roten Bischofsornat besucht nachmittags die Kinder im LWL-Freilichtmuseum und der Märchenerzähler präsentiert wunderbare Geschichten. Ponyreiten und Bastelworkshops für die ganz jungen Besucher mit den Museumspädagogen runden das Programm ab.

Tipp: Bequem per Bahn und Bus fahren die Besucher mit dem VRR-Kombiticket (Hin- und Rückfahrt und Eintritt, 5 Euro) direkt bis zum Museum oder nutzen den kostenlosen Pendelbus von einigen großen Ausweichparkplätzen. Parken direkt am Freilichtmuseum ist kaum möglich, denn die Parkplätze sind dort Mangelware.

Viele weitere Informationen zum Weihnachtsmarkt, zu den Parkmöglichkeiten und zum Onlineticket finden sich ab Ende Oktober unter: www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

Mängel: Altro Mondo will Mieter auch in Hagen befragen

5. Oktober 2019

Das in der Kritik stehende Wohnungsunternehmen Altro Mondo, das in Hagen Immobilien in Vorhalle und Elsey unterhält, geht nach der von der Landesregierung initiierten Kontrollaktion in eine mediale Offensive. Man habe rund 110 Millionen Euro in die Immobilien investiert. Untermauert werden soll dies mit einer Übersicht von – so das Unternehmen – „erfolgreich abgeschlossenen Revitalisierungen“. Die Hagener Immobilien sind darin nicht zu finden. (…)

Quelle: wp.de

Tiere als Täter?

5. Oktober 2019

„Problemtiere“ der Kolonialgeschichte

08.10.2019, 18:15 Uhr (bis 19.45 Uhr), FernUni
Seminargebäude (Gebäude 2), Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 1 bis 3

Wenn es in der Geschichte der Tier-Mensch-Beziehungen um das Töten und Fressen geht, so sind damit zumeist Nutztierhaltung und Jagd angesprochen. Doch einzelne Raubtiere oder Tiergruppen sind in der Lage dies umzukehren, Menschen also zu töten und sogar zu verspeisen.

Waren gefährliche Tiere wie Bären in Europa im langen 19. Jahrhundert weitgehend ausgerottet, trafen Kolonialregierungen etwa in Afrika, Indien und Südamerika abermals auf potentielle „Menschenfresser“ wie Löwen, Leoparden, Krokodile oder große Primaten. Diese Tiere forderten den kolonialen Zivilisierungsanspruch infolgedessen gewaltsam heraus und lokale Aktivisten wussten diese Attacken politisch zu nutzen.

Der Vortrag wird sich diesen kolonialen „Problemtieren“ umwelt-, kolonial- und tiergeschichtlich widmen und die Fälle transkontinental vergleichen.

Veranstalter: Historisches Institut der FernUniversität in Hagen
Referentin: Jun.-Prof. Dr. Stefanie Zehnle (Kiel)

Hagen: TWB muss Leistungen bei neuer Parallel-Firma kaufen

4. Oktober 2019

Indes muss TWB wohl vorgefertigte Teile und Dienstleistungen – wie etwa die Arbeit von Elektrikern – bei der neuen Presswerk GmbH, kaufen. Die eigenen TWB-Elektriker, so Betriebsratschef Orhan Aksu, seien freigestellt worden. Ohnehin sei die Sorge in der Rest-Belegschaft groß: „Viele Kollegen haben Angst, dass sie diesen Monat kein Geld bekommen“, so Orhan Aksu. „Letzten Monat kam das Geld schon verspätet, Und diesen Monat sollte es eigentlich schon am Mittwoch auf dem Konto sein. Bis jetzt ist aber keine Zahlung angekommen. (…)

Quelle: wp.de

Was den Neid in Krisenregionen schürt

4. Oktober 2019

Die Kommune drückt ein Schuldenberg, Einwohner ziehen weg und dann verlagert ein Unternehmen die Produktion nach Ostdeutschland. Manche Stadt im Ruhrgebiet fühlt sich auch benachteiligt: das Beispiel Hagen.

Natürlich bringe es gar nichts, Regionen gegeneinander auszuspielen, sagt Klaus Kaiser, Sozialarbeiter aus Hagen. „Aber wenn Firmen aus unserer Gegend im Osten subventionsgestützt expandieren, und gleichzeitig hier Stellen abbauen, dann schürt das natürlich Neid und Missgunst.“ (…)

Als besonders schmerzhaft wird in Hagen bis heute die mit Steuergeld unterstützte Produktionsverlagerung des alteingesessenen Zwiebackfabrikanten Brandt ins thüringische Ohrdruf im Jahr 2002 empfunden. Rund 500 Stellen gingen verloren; heute beschäftigt die Hagener Firmenzentrale noch 65 Mitarbeiter. Klaus Kaiser nennt solche politischen Entscheidungen „problematisch“ – und mit der Einschätzung ist er nicht allein. (…)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Vor 100 Jahren: „Republik im Bürgerkrieg“

4. Oktober 2019

LWL veröffentlicht Buch über den Kapp-Putsch und die Gegenbewegung an Ruhr und Lippe

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat in einem jetzt veröffentlichten Buch „Republik im Bürgerkrieg“ den Kapp-Putsch und die Gegenbewegung an Ruhr und Lippe 1919/20 dokumentiert (Foto: LWL). Auch Hagen spielte im Ruhrkampf eine wichtige Rolle.

Die Konflikte der jungen Weimarer Republik wurden sowohl in den parlamentarischen Versammlungen als auch auf der Straße mit der Waffe in der Hand ausgetragen. Sie eskalierten bis zum Bürgerkrieg. Vor rund 100 Jahren schlossen sich im östlichen und im rechtsrheinischen Ruhrgebiet die Gegner der antirepublikanischen Putschisten um den Verwaltungsbeamten Wolfgang Kapp und den Oberbefehlshaber der vorläufigen Reichswehr, Walther Freiherr von Lüttwitz, zusammen.

„Für einige Wochen im März und April 1920 richtete sich das Augenmerk der deutschen und internationalen Öffentlichkeit auf den industriell geprägten Teil Westfalens und das damit verflochtene rechtsrheinische Industriegebiet“, sagt Prof. Dr. Rainer Pöppinghege, Historiker und Autor des im LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte erschienenen Bandes.

Als die Nachrichten vom Kapp-Lüttwitz-Putsch aus Berlin eintrafen, sahen sich viele Arbeiter bestätigt: Die schon lange befürchtete Konterrevolution hatte begonnen. Unterstützt von rechten Industriellen und Reichswehrtruppen, wollten die Putschisten die Errungenschaften der Novemberrevolution von 1918 kassieren und die Arbeiter unterdrücken, so deren Befürchtung.

Auch auf der Hagener Springe strömten die Menschen zusammen. Die „Volksstimme“, die örtliche USPD-Zeitung, beschreibt die Atmosphäre wie folgt: Zehntausende „jubelten den Rednern zu, als diese betonten, daß in dieser bitter ernsten Stunden jeder bereit sein müsse, auch die schwersten Opfer zu bringen […] Nieder mit der Verbrecherbande! Nieder mit der Reaktion!“

Daraufhin formierte sich die „Rote Ruhrarmee“, um den Putsch zu bekämpfen und die Novemberrevolution von 1918 doch noch zu einer sozialistischen Revolution zu machen. Bewaffnete Kräfte von links und rechts trafen aufeinander. Es folgten blutige Wochen mit einer ideologisch aufgeladenen, äußerst brutalen Kampfweise.

Am 15. März geriet der Hagener Raum ins Visier der Putschisten. Ein mit Kanonen bestückter Zug des Freikorps Lichtschlag fuhr in den Bahnhof der Nachbarstadt Wetter ein. Die Nachricht schlug in Hagen wie eine Bombe ein. Fabriksirenen lösten Alarm aus, Autos wurden beschlagnahmt, und Straßenbahnen, die wegen den Generalstreiks in den Depots standen, wurden ausgefahren, um bewaffnete und unbewaffnete Arbeiter nach Wetter zu bringen.

Nach erbittertem Kampf, der auf beiden Seiten Tote und Verwundete kostete, nahm man die Soldaten gefangen. Mit den erbeuteten Waffen zog ein Teil der Arbeiter weiter in Richtung Ruhrgebiet und stellte sich auch hier den Putschisten entgegen.

Der Sieg in Wetter war mehr als nur von lokaler Bedeutung. Als sich Tage später die Niederlage der Militärverbände abzeichnete, bedankte sich Philipp Scheidemann vor der in Stuttgart tagenden Nationalversammlung bei denen, die den Putsch niedergeschlagen hatten, wobei er besonders auch den Anteil der Hagener herausstellte.

„Das Ruhrgebiet war der zentrale Schauplatz jener gewaltsamen Ereignisse und der vorhergehenden Massenstreiks. Zugleich waren aber auch die Menschen in Ostwestfalen, im Sauerland und in Lippe von den Ereignissen der Jahre 1919 und 1920 betroffen“, erläutert Pöppinghege. „Das Resultat bestand in vermutlich mehr als 1.000 Toten auf Seiten der Arbeiterschaft, 500 umgekommenen Angehörigen der Reichswehr, Freikorps und Sicherheitspolizei sowie mindestens 80 getöteten Zivilisten.“

In seiner Studie bündelt Pöppinghege die Ereignisse an den einzelnen Schauplätzen Westfalens und bietet eine regionalhistorische Gesamtperspektive, die mit den Geschehnissen im Deutschen Reich eng verknüpft ist. Dass dabei das Ruhrgebiet stärker im Fokus steht als beispielsweise das Sauer- oder Münsterland und Ostwestfalen, ergibt sich aus der Ereignisgeschichte des gewaltsamen Konflikts.

„Die regional unterschiedlich ausgeprägte Gewaltgeschichte war nicht zuletzt auf die heterogene sozioökonomische und politische Struktur Westfalens zurückzuführen. Das Gesamtbild soll Antworten darauf geben, wie es zur Eskalation der gewaltsamen Ereignisse im Frühjahr 1920 kommen konnte und welche Handlungsoptionen die damaligen Akteure wählten beziehungsweise welche sie ausschlugen“, so Pöppinghege.

Rainer Pöppinghege:
Republik im Bürgerkrieg
Kapp-Putsch und Gegenbewegung an Ruhr und Lippe 1919/20

Ardey-Verlag, Münster 2019, 152 Seiten, Klappenbroschur,
ISBN 978-3-87023-443-0, Preis: 12,90 Euro

Stromnetz-Ausbau ist laut Gutachter Jarass „kohle-getrieben“

3. Oktober 2019

Gutachter Prof. Jarass erklärt im Rat und vor Bürgern im Gymnasium, dass der Ausbau von Stromtrassen in Herdecke und generell unplausibel sei. (…)

Eingeladen hatten ihn die Prozessgemeinschaft Herdecke unter Strom und Bürgerinitiative (BI) Semberg, die gleichgesinnte Gruppen aus Hohenlimburg und aus Junkernhees im Kreis Siegen-Wittgenstein begrüßen konnten. Politiker und rund 120 Zuhörer im Gymnasium erfuhren, dass der Experte die Erforderlichkeit der neuen Leitungen, die der Netzbetreiber Amprion in Herdecke bereits vorbereitet, für fraglich hält. (…)

„Der geplante Netzausbau ist kohle-getrieben. Die neuen Leitungen dienen überwiegend dem Transport von überschüssigem Strom“, sagte der Professor. Der Gutachter bemängelt zudem, dass dabei die entstehenden Kosten von insgesamt rund 95 Milliarden Euro (sechs Milliarden pro Jahr) unberücksichtigt bleiben und vom Verbraucher bezahlt werde. (…)

Quelle: wp.de

Repräsentationen der Gewalt und politische Ordnung

3. Oktober 2019

Podiumsdiskussion an der FernUni

07.10.2019, 18:15 Uhr (bis 19.45 Uhr)
Seminargebäude (Gebäude 2), Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 1 bis 3

Der Begriff Gewalt ist wie kaum ein anderes Wort dazu geeignet, um politische Debatten auszulösen bzw. auf die Spitze zu treiben. Wer Gewalt sagt, klagt an, oder muss sich verteidigen. Vor diesem Hintergrund ist es für die Geschichtswissenschaft von besonderem Interesse danach zu fragen, wie zu verschiedenen Zeiten mit diesem Thema umgegangen wurde. Wie sind historische (Um-)Deutungen und Leugnungen von Gewalt zu verstehen? Was können (Nicht-)Repräsentationen von Gewalt über den jeweiligen historischen Kontext aussagen?

Zum Auftakt der diesjährigen Geschichtswoche diskutiert Prof. Dr. Alexandra Przyrembel (FernUniversität) diese Fragen mit ihren Gästen: Prof. Dr. Christoph Marx (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Maren Lorenz (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Habbo Knoch (Universität zu Köln).

Interessierte sind zur Teilnahme eingeladen, Anmeldungen unter sekretariat.przyrembel@fernuni-hagen.de sind notwendig.


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