„Verkehrswende prioritär behandeln“

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Hagen-Aktiv will radikalen Umbau des Graf-von-Galen-Rings 

Lange haben die Hagener von der Wählervereinigung Hagen-Aktiv nichts Substantielles mehr gehört. Jetzt aber steht die Eröffnung der medial hochgepuschten „Bahnhofshinterfahrung“ bevor, die Wunder wirken und angeblich die Innenstadt gewaltig vom motorisierten Individualverkehr entlasten soll. Und just zu diesem Zeitpunkt prescht Hagen-Aktiv vor – mit Forderungen, die nur folgerichtig sind.

Es würde allerdings der Hagener Tradition des fortwährenden Blockierens und Verhinderns diametral entgegenlaufen, wenn die Mehrheit in den politischen Gremien sagen würde: So ist es, und das machen wir.

Hagen-Aktiv fordert eine radikale Umgestaltung des Graf-von-Galen-Rings zu Gunsten des Rad- und Fußverkehrs, um die Strecke gleichzeitig für den motorisierten Individualverkehr unattraktiv zu machen. Im Einzelnen schlägt die Wählervereinigung in ihrem Antrag für den Umwelt- und Verkehrsausschuss sowie den Stadtentwicklungsausschuss vor:

  1. möglichst bereits vor der Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung Tempo 30 auf dem Graf-von-Galen-Ring von der Kreuzung Bergischer Ring bis zur Körnerstraße einzuführen;
  2. möglichst bereits vor der Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung Ladezonen einzurichten, die vorhandenen Parkplätze zu entfernen und ein Beparken durch physische Hindernisse unmöglich zu machen, sowie die anliegenden Geschäfte frühzeitig und umfassend über die neue Parksituation zu informieren;
  3. möglichst bereits vor der Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung die Durchfahrt Martin-Luther-Straße und die Hugo-Preuß-Straße für Kraftfahrzeuge auf oder vom Graf-von-Galen-Ring zu untersagen und durch bauliche Maßnahmen (z.B. Stein oder Poller) durchzusetzen;
  4. mit Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung provisorisch Radstreifen mit einer nutzbaren Breite von mindestens 2,5 Metern plus baulicher Trennung zum MIV einzurichten (jeweils in beide Fahrtrichtungen);
  5. die Ampel für Fuß- und Radverkehr an der Auffahrt zur B54 (hinter dem Arbeitsamt) auszuschalten, sobald die Rampe gesperrt wird;
  6. einen Plan für eine mittelfristige Anlage der Radwege mit roter Asphaltdeckschicht, so genannten Armadillos, Aufstellflächen für Linksabbieger und notwendige Fahrradampeln zu erstellen und die Kosten zu kalkulieren;
  7. Pläne für eine Querung für Radfahrer auf Höhe der Bahnhofstraße zum Berliner Platz zu präsentieren und die Kosten zu kalkulieren;
  8. die Zäune, welche ein Überqueren des Straßenbegleitgrüns verhindern, abzubauen und in dem Bereich von der Höhe Martin-Luther-Straße bis zur Höhe von der Bahnhofsstraße bis zu vier Fußgängerquerungen zu planen und die Kosten zu kalkulieren;
  9. die Kosten für den Rückbau der halben Linksabbiegespur zu dem Parkplatz Berliner Platz zugunsten eines Neubaus eines begrünten Mittelstreifens mit 2-3 Fußgängerquerungsmöglichkeiten zu kalkulieren. Dabei sind Punkt 8 und 9 zusammenzufassen.
  10. Fördermittel für die Maßnahmen 1-9, wenn möglich, zu akquirieren.

Begründung und weitere Informationen (pdf)

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