Parkplatznot in Hagen: Politik erwartet Offensive der Stadt

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Der zunehmende Parkdruck in den Hagener Wohnquartieren soll gelöst werden. Die CDU legt jetzt einen ersten Konzeptvorschlag vor. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der Vorsitzende der CDU im Rat, Stephan Ramrath, droht bereits mit „einer umfassenden Kampagne“ seiner Fraktion: „Wir brauchen insgesamt mehr Parkraum. Wir müssen umgenutzten wieder nutzbar machen und neuen schaffen.“ Dafür will er auch Grünflächen vor der Haustür opfern.

Dazu ein Kommentar von Udo Pfeiffer (VCD Hagen-MK):

Es gibt einfach zu viele Autos und die sind auch noch zu groß. Die Zahl der Autos in Hagen steigt schneller als die Bevölkerung- z.Z. kommen auf 194.000 Einwohner 119.000 Fahrzeuge. Langfristig kann eine Lösung des Platz- und Schadstoffproblems nur in einer intelligenten Mobilitätsstrategie bestehen, in der der Anteil des motorisierten Individualverkehrs deutlich reduziert wird, d.h. wir brauchen nicht mehr Parkplätze sondern weniger Autos.

Ein Parkraumbewirtschaftungskonzept mit Anwohnerparkausweisen und Parkscheinautomaten ist mittelfristig sinnvoll, muss aber einen realistischen Preis haben. Wohnen kann man auch nicht umsonst, wieso sollte man sein Auto umsonst abstellen können?

Quartiere gibt man den Bewohnern nicht dadurch zurück, dass man sie kurz vor einem Geschäft halten und dann wieder wegfahren lässt. Lebensqualität erreicht man nur in Vierteln, in denen Leute zu Fuß flanieren und in denen es attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten gibt. Auch Grünflächen sollten besser zum Spielen statt zum Parken freigegeben werden.

Natürlich muss man Parkflächen für den Lieferverkehr der örtlichen Geschäfte vorhalten, aber muss denn jeder sich alle Internetbestellungen frei Haus liefern lassen, wodurch die Straßen zusätzlich verstopft werden?

Wenn die Ordnungsbehörde wirklich konsequent Bürgersteig- und Falschparken sanktionieren würde, wäre durchaus zumindest ein Problem gelöst: Busse, Rad Fahrende und zu Fuß Gehende (womöglich noch mit Kinderwagen oder Rollator), die am wenigsten zur Platz- und Schadstoffproblematik beitragen, kämen schneller und sicherer voran.

Eine Antwort to “Parkplatznot in Hagen: Politik erwartet Offensive der Stadt”

  1. hamburgize Says:

    „Und doch führen Parteien im Jahr 2019 in Deutschland Wahlkampf damit, dass sie mehr und kostengünstigen Parkraum versprechen, mehr Straßen für mehr Autos – obwohl sie wissen, dass die Straßen nie ausreichen werden.“
    https://www.ndr.de/ndrkultur/sendungen/feature/Feature-Ohne-Auto-leben,audio591020.html

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