Archive for April 2018

Fundsache: „Hagen ideal für Radfahrer“

30. April 2018

Kommen Sie doch mit dem Fahrrad nach Hagen. Hagen und Umgebung ist eine ideale Landschaft für Radfahrer, die Radwandern, Natur, Flusslandschaften und Kultur miteinander verbinden wollen. Dank gut ausgebauter und ausgeschilderter Radwege finden Sie sich im Stadtgebiet auch mit dem Drahtesel schnell zurecht.

Gefunden auf der Homepage der Stadt Hagen

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Kino-Tipp: Die grüne Lüge

29. April 2018

Mo 30.04.2018, 18:00 Uhr, Kino Babylon

Österreich 2018, Regie: Werner Boote, z.T. OmU, 93 Min., mit Werner Boote, Noam Chomsky u.a.

Umweltschonende Elektroautos, nachhaltig produzierte Lebensmittel, faire Produktion: Wenn wir den Konzernen Glauben schenken, können wir mit Kaufentscheidungen die Welt retten.

Regisseur Werner Boote („Plastic Planet“) blickt tief und genau auf die modernen, ach so sauberen Waren in den Supermarktregalen und findet rasch Belege dafür, dass Lebensmittel und andere Produkte noch lange nicht grün sind, nur weil ihre Verpackungen so angestrichen wurden. Er glaubt Konzernen kein Wort, wenn sie versprechen, dass sich die Welt mit dem Kauf ihrer Waren retten ließe.

Boote will dieser ebenso populären wie gefährlichen Lüge etwas entgegensetzen. Gemeinsam mit der Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann will er zeigen, wie sich die Zuschauer gegen Falschinformationen und Augenwischerei wehren können.

Theater Hagen – Spielplan 2018|19

28. April 2018

Von links nach rechts: Alfonso Palencia (Ballettdirektor), Anja Schöne (Leiterin Lutzhagen), Francis Hüsers (Intendant), Joseph Trafton (Generalmusikdirektor), Sven Söhnchen (Aufsichtsratsvorsitzender), Michael Fuchs (Geschäftsführer). Foto: Theater

Für den Spielplan 2018/19 zeichnet erstmals Intendant Francis Hüsers verantwortlich. Dazu kommen Generalmusikdirektor Joseph Trafton, Ballettdirektor Alfonso Palencia und Lutz-Leiterin Anja Schöne.

Hüsers: „Etwas Neues beginnen, Bewährtes variierend wiederholen, Experimente wagen, aber doch die Wiedererkennbarkeit der Tradition sichern – das waren die praktischen Leitlinien, die wir bei der Aufstellung des Spielplans für 2018/19 befolgt haben.“ Entstanden ist insgesamt ein umfangreiches und vielseitiges Programm für Besucher aller Altersstufen (Hier als pdf-Datei herunterladen).

Als erste Premiere im Großen Haus steht „Take a Walk On The Wild Side“, eine fetzige, von Thilo Borowczak inszenierte und von Andres Reukauf musikalisch arrangierte und dirigierte Undergroundshow mit Musik von Lou Reed & The Velvet Underground, Jimi Hendrix, The Doors, David Bowie, Janis Joplin, The Rolling Stones, Patti Smith auf dem Programm (8.9.2018).

Im Musiktheaterbereich stellt die von Generalmusikdirektor Joseph Trafton dirigierte Eröffnungspremiere die Präsentation der Oper „Simon Boccanegra“ von Giuseppe Verdi dar (29.9.2018). Die verworrene Geschichte dieses musikalischen Meisterwerks dem Publikum verständlich zu machen, ist Absicht der Regisseurin Magdalena Fuchsberger – der Abgesang des Patriarchats wird zelebriert, man darf gespannt sein!

2019 feiert die Musikwelt den 200. Geburtstag von Jacques Offenbach – das Hagener Theater führt ab Oktober 2018 (27.10.2018) dessen schwungvolle und mitreißende Operette „Pariser Leben“ in der Inszenierung von Holger Potocki unter der musikalischen Leitung von Rodrigo Tomillo auf.

(more…)

Grünes Licht von der Politik für offenen Sonntag in Hagen

28. April 2018

In einer Sondersitzung des Rates wurde gestern die „ordnungsbehördliche Verordnung über die Regelung besonderer Öffnungszeiten am Sonntag, 6. Mai, aus Anlass der Veranstaltung ,Hagen blüht auf’“ mit 37 Ja- und 10 Neinstimmen sowie einer Enthaltung beschlossen.

Doch die Dienstleistergesellschaft Verdi werde, so Oberbürgermeister Erik O. Schulz, nach seiner Information gegen die zusätzlichen Öffnungszeiten an besagtem Wochenende (13 bis 18 Uhr) klagen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: 15 Ratsmitglieder waren also erst gar nicht zu dieser Sondersitzung erschienen. Warum auch? Die stadteigene „Hagen-Agentur“ hat einfach geschlafen – nur deshalb musste diese Sitzung überhaupt angesetzt werden. In Leverkusen und Kreuztal sind aktuell Verkaufs-Sonntage von den zuständigen Verwaltungsgerichten untersagt worden.

Möchtegern-Polizei bekommt „Streifenwagen“

27. April 2018

Uniformen heben bekanntlich erheblich das Selbstwertgefühl. Jetzt kommen auch noch Autos dazu, die fast wie Polizeiwagen aussehen. Da sind die Bediensteten erkennbar stolz wie Oskar. Foto: Michael Kaub (für eine größere Abbildung bitte Bild anklicken).

Das Hagener Ordnungsamt hat zwei neue Fahrzeuge angeschafft, die im New Look von Polizeifahrzeugen des Weges kommen. Statt Blaulicht haben die Wagen allerdings nur gelbe Laternen auf dem Dach, weil die Möchtegern-Polizei nicht mit Blaulicht und Martinshorn durch die Gegend brettern darf. Das gestattet die Rechtslage in Form der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (noch) nicht.

Abgesehen von diesen Licht- und Tonproblemen hat die Ordnungsbehörde ansonsten auch heute schon überraschend weitgehende Rechte, die mit Ausnahmen wie erkennungsdienstlichen Maßnahmen oder dem Einsatz verdeckter Ermittler denen der Polizei ähneln.

Dabei verfügen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei weitem nicht über die Qualifikation, die Polizeibeamte aufweisen können. Während die städtischen Angestellten in der Regel eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert haben, müssen Polizisten in Nordrhein-Westfalen mindestens ein Fachabitur vorweisen und durchlaufen neben praktischen Teilen auch ein dreijähriges Bachelor-Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung.

ICE: Röspel fordert von Deutscher Bahn Beibehaltung der Stunden-Taktung

27. April 2018

Die beiden heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel (HA/EN) und Helge Lindh (Wuppertal) fordern von der Bahn, von einer Verschlechterung der ICE-Anbindung abzusehen und die Stunden-Taktung auf der „Wupper-Schiene“ beizubehalten. Das machten die NRW-SPD-Bundestagsabgeordneten im Rahmen eines Gesprächs mit Ronald Pofalla und Werner Lübberink vom DB-Vorstand deutlich.

„Eine Verschlechterung der Anbindung Südwestfalens und des Bergischen Lands an den Fernverkehr hätte massive Auswirkungen für die Menschen, aber auch für den heimischen Wirtschaftsraum“ betont René Röspel. Mit Blick auf erste Überlegungen, auf der Strecke Köln-Berlin ab 2021 einen ICE-Sprinter nur mit einem Halt in Hannover einzusetzen, ergänzt Helge Lindh: „Eine halbe Stunde weniger Fahrzeit für einige Rheinländer darf auf keinen Fall dazu führen, dass der ICE nur noch alle zwei Stunden in Wuppertal und Hagen hält und halb Westfalen abhängt“. Dies wäre eine massive Verschlechterung des Bahnangebots und für die Fahrgäste nicht nachzuvollziehen, sind sich Lindh und Röspel einig.

Eine Entscheidung hinsichtlich der Stunden-Taktung sei noch nicht getroffen worden, erwiderten die Bahn-Vorstände. Die Bahn suche derzeit nach akzeptablen Alternativen. Grundsätzlich beabsichtige man für die Strecke Köln-Berlin eine Erweiterung – und keine Einschränkung – des ICE-Bahnverkehrs. Pofalla und Lübberink bestätigten Planungen eines ICE-Sprinters auf der Strecke Köln-Berlin. Ein entsprechender Zielfahrplan werde allerdings erst im Sommer präsentiert. Die Entscheidungsfindung soll dabei von einem „breiten gesellschaftlichen Dialogprozess“ begleitet werden. Handlungsbedarf sieht der Bahn-Vorstand aufgrund der hohen Auslastung der Linie Wuppertal-Hagen-Hamm. Kritisch beobachtet wird hier insbesondere der mit der Zugteilung („Flügelung“) in Hamm einhergehende Zeitaufwand.

„Die Aussagen des Bahn-Vorstands lassen zumindest darauf hindeuten, dass ein Problembewusstsein bei der Deutschen Bahn vorhanden ist“, fassen Lindh und Röspel das Gespräch zusammen: „Die Ankündigung, an adäquaten Lösungen zu arbeiten, genügt uns aber nicht.“ Man habe dem Bahnvorstand deutlich gemacht, dass man eine zwei Stunden-Taktung ablehnt und sich einer Verschlechterung der Anbindung entschieden entgegenstellen werde. Zudem fordern die beiden Abgeordneten Transparenz in der Entscheidungsfindung und eine Einbindung in den Planungs- und Dialogprozess der Deutschen Bahn.“

Wiederbelebung: Hagener Bühnenball kehrt 2019 zurück

27. April 2018

Premiere der besonderen Art: Zum ersten Mal stellt die neue Theaterspitze gemeinsam ihren Spielplan vor. Knapp 160 Vorstellungen (genau wie in der aktuellen Spielzeit) werden auf die Bühne gebracht, „allerdings zeigen wir mehr unterschiedliche Produktionen, wiederholen die Stücke also nicht so häufig wie bislang“ , unterstreicht Intendant Francis Hüsers. (…)

Quelle: wp.de

Termin verschlafen? Macht nichts!

26. April 2018

Heute Sondersitzung des Hagener Rates

Was ist wirklich wichtig für Hagen? Offenbar die Durchführung eines verkaufsoffenen Sonntags. Nur aus diesem Grunde findet jedenfalls heute um 15:00 Uhr eine Sondersitzung des Stadtrats statt.

Man sollte annehmen, es gäbe gewichtigere Gründe, wenn der Oberbürgermeister 62 Mitglieder dieses Gremiums samt diverser Verwaltungsangehöriger zusammenzutrommeln lässt. Nicht so in Hagen.

Dabei hätten die Antragsteller, die in der „City-Werbegemeinschaft“ zusammen geschlossen sind, ausreichend Muße gehabt, ihre Wünsche rechtzeitig zu formulieren. Die von der NRW-Landesregierung im Rahmen ihres „Entfesselungspakets“ geplanten Ausweitungen des Sonntagsverkaufs waren seit langem bekannt und das Gesetz zur Regelung der Ladenöffnungszeiten ist am 22. März 2018 geändert worden.

Die Antragsteller haben sich aber noch bis zum 12. April 2018 Zeit gelassen, ihren Antrag an den Rat zu stellen. Das war genau der Tag, an dem die letzte reguläre Ratssitzung stattfand, in dessen Verlauf dieses Thema auch schon hätte abgehandelt werden können.

Aber die mit der Hagen-Agentur auch personell verbandelte „City-Werbegemeinschaft“ kann sich auf ihre Getreuen in der OB-Etage verlassen: Termine darf man auch mal verschlafen, wenn’s der Sache interessierter Kreise dient.

Das Prozedere erinnert an einen Vorgang im November 2014. Damals war Oberbürgermeister Erik O. Schulz scharf auf einen Posten: den des Vorsitzenden der Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), dem auch Hagen angehört.

Und er hatte es ganz eilig. So eilig, dass sogar der § 60 der Gemeindeordnung herhalten musste, der eine Art Ausnahmezustand beschreibt: „Weil sonst erhebliche Nachteile oder Gefahren entstehen können, kann der Bürgermeister (…) mit einem Ratsmitglied entscheiden.“

Nachteile oder Gefahren für die Stadt Hagen drohten zwar in keiner Weise, aber da es in seinem Sinne pressierte, schlug Schulz den ganz kurzen Dienstweg ein und berief sich selbst ohne Votum des Stadtrats. Hilfreich zur Seite standen ihm dabei die Herren Bücker (Hagen aktiv) und Thielmann (FDP).

Der Rat war mehrheitlich die Stimme seines Herrn und erteilte im Nachhinein der Selbstberufung mit den Stimmen von CDU, FDP, GRÜNEN, Hagen aktiv, AfD und Pro Deutschland die Absolution. Damit war der Schulz-Alleingang rechtlich nicht mehr angreifbar.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Röspel begründete diese Entscheidung mit dem „Vorteil für die eigene Stadt“ und dass „unser „Abgesandter“ nur dann sein volles Gewicht für unsere Interessen in die Waagschale werfen“ könne. Seitdem hat man von dem „vollen Gewicht“ nichts mehr gehört.

Merke: Für persönliche Profilierungen und Petitessen werden in Hagen noch immer kreative Sonderwege gefunden.

Hagener DGB verzichtet zum Tag der Arbeit auf externe Redner

26. April 2018

Ein externer Redner wird am kommenden Dienstag, 1. Mai, bei der Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nicht auftauchen. „Das war in diesem Jahr eine ganz bewusste Entscheidung“, betont der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Marx, der sich die Mikrofonrolle mit dem städtischen Personalratsvorsitzenden Thomas Köhler (Verdi) und Vertretern der Gewerkschaftsjugend teilt. Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit sind die großen Themenfelder, die in diesem Jahr im Mittelpunkt stehen sollen – diesmal also mit einer speziellen lokalen Brille. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die „spezielle lokale Brille“ erweist sich nach dem Tode von Jochen Marquardt als Abtauchen der Hagener DGB-Spitze. Dafür steht die lokale AfD schon bereit, um dieses Vakuum zu füllen:

Michael Morgner – Figuren im Raum

26. April 2018

28.04. – 24.06.2018, Osthaus-Museum Hagen

Figur im Raum (Aufsteigender), Lavage mit Tusche und Asphaltlack über Collage (Prägedruck auf Bütten über Leinwand), 1990, 250 x 200 cm, (c) Michael Morgner

Michael Morgner (geboren 1942) ist ein Maler, Zeichner und Bildhauer, dessen wichtigstes Motiv die Figur ist. Die menschliche Existenz in ihrer Geworfenheit (Heidegger), in ihrer Unausweichlichkeit gegenüber den Bedingungen des Daseins, ist eines seiner Grundthemen, die in seinen Bildern häufig in einer dunklen Tonalität zur Ansicht kommt. Die Grundproblematiken menschlicher Existenz, die Beziehung von Mann und Frau, von Individuum und Gruppe sind Ausdruck einer Suche nach innerer Wahrheit in seinen Werken.

„Seit 1978 entwickelte der Chemnitzer Künstler Archetypen des modernen Menschen und seiner Lebenssituationen: die Angstfigur, Kauernde, Stürzende, Aufsteigende, den Schreitenden. Die dialogische Einbindung der menschlichen Figur in die Landschaft wie auch die reine, abstrahierte Naturdarstellung sind bei ihm nicht romantisch verklärt, sondern ebenfalls, wie in den figürlichen Darstellungen, existentielle und verinnerlichte Reduktionen“ (Ulrich Krempel).

In der Ausstellung zeigt Michael Morgner ca. 40 zum Teil großformatige Arbeiten aus den letzten Jahren.

Viel Eigenlob und wieder nichts erreicht

25. April 2018

Aktionsbündnis veranstaltet Site-Seeing-Tour

„Leidenschaft und Sachkompetenz“ bescheinigen sich die Oberbürgermeister des Aktionsbündnissses „Für die Würde unserer Städte“ und veranstalteten eine Informationsfahrt für NRW-Landtagsabgeordnete.

Wie hoch die Zahl der teilnehmenden Abgeordneten war, teilte das Bündnis nicht mit, frohlockt aber: „Die Parlamentarier waren beeindruckt!“

So läuft das Spielchen jetzt schon seit 2008; erreicht wurde mit Empfängen bei Bundesministern und Schreiben an Partei- und Fraktionsvorsitzende über einen Zeitraum von 10 Jahren praktisch nichts.

Wie sollte es auch, wenn beispielsweise wenige Tage vor der Bundestagswahl 2017 die (Übergangs-)Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries fordert, dass „den klammen Kommunen in Deutschland und insbesondere im nördlichen Ruhrgebiet zusätzliche Finanzmittel des Bundes bewährt werden müssen“ – und dieser Satz dankbar aufgenommen wird?

Zypries stand zum damaligen Zeitpunkt kurz vor dem Ende ihres Ministeramtes und konnte erzählen, was sie wollte. Die Gefahr, die losen Versprechungen auch umsetzen zu müssen, bestand schließlich nicht mehr. Die untertänige Reaktion des Städtebündnisses auf die Äußerung der Ministerin kann folglich nur als Realsatire angesehen werden: „Danke Frau Zypries, Sie haben uns verstanden.“

Die Erklärung des Aktionsbündnissses „Für die Würde unserer Städte“ in der Hagener Variante (Co-Starring: Erik O. Schulz als Oberbürgermeister und Christoph Gerbersmann als Stadtkämmerer):

Finanzschwache Kommunen fordern mehr Hilfe zur Selbsthilfe

Mit welcher Leidenschaft und Sachkompetenz Oberbürgermeister und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kommunen mit größten Finanzproblemen um ihre Gestaltungsfähigkeit kämpfen, darauf hat das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“, dem auch die Stadt Hagen angehört, bei einer Informationsfahrt für NRW-Landtagsabgeordnete aufmerksam gemacht. Es stellte den Parlamentariern exemplarisch für die bundesweit 71 Mitgliedskommunen des in acht Bundesländern aktiven Bündnisses Einrichtungen in problematischen Stadtteilen vor: die Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen, das Quartier Bochumer Straße in Gelsenkirchen und das Familienzentrum samt inklusiver Kindertageseinrichtung Immendal in Duisburg.

Weil es vergleichbare Probleme in allen Kommunen des neun Millionen Einwohner vertretenden parteiübergreifenden Bündnisses gibt, forderten die gastgebenden Oberbürgermeister Thomas Kufen (Essen, CDU), Frank Baranowski (Gelsenkirchen, SPD) und Sören Link (Duisburg, SPD) und Wuppertals Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig (CDU) als einer der Bündnissprecher für alle Kolleginnen und Kollegen mehr finanzielle Unterstützung von Bund und Land als Hilfe zur Selbsthilfe. Das sei kein Hilferuf von Bittstellern, sondern eine Frage der Gerechtigkeit, weil die kommunale Verschuldung zum allergrößten Teil nicht selbst verschuldet, sondern eine Folge von nicht ausreichend finanzierten Gesetzen vor allem im Sozialbereich auf dem Rücken der Kommunen sei. Das belegten zum Abschluss dieser Informationstour die Wissenschaftler Prof. Dr. Martin Junkernheinrich (Universität Kaiserslautern) und Gerhard Micosatt (Fora-Institut Bottrop). Ergebnis: Die Parlamentarier waren beeindruckt!

Das parteiübergreifende Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ kündigt als nächste politische Aktion für den 5. Mai in Cuxhaven ihre dann zehnte Kommunalkonferenz an. Mit ihr wollen die Oberbürgermeister, Kämmerinnen und Kämmerer als dringenden Appell an die Politik einen konkreten Lösungsvorschlag zum Abbau der kommunalen Schulden vorlegen.

Dazu Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann: „Auch wenn diese Informationsfahrt diesmal in andere Teile des Ruhrgebietes und nicht in unsere Stadt führte, können wir auch in Hagen beweisen, dass wir mit aller Kraft um mehr politische Gestaltungsfähigkeit ringen. Wir unterstützen ausdrücklich die Forderungen nach mehr Bund und Länderhilfe.“

HEG investiert – Neue Strategie für Hagener Problemhäuser

25. April 2018

Die Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft kauft in Wehringhausen mehrere Problemimmobilien. Weitere sollen folgen. (…)

Neben den Gebäuden Bismarckstraße 28 (direkt am Wilhelmsplatz), Pelmkestraße 25 und Lange Straße 40 und 42 haben Bihs und sein Team bis zu zehn weitere Pro­blemhäuser auf dem Schirm, die die HEG kaufen, sanieren und als modernisierten Wohnraum wieder anbieten will. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Auf jeden Fall – endlich – eine richtige Strategie, nachdem die Stadt es trotz des fortschreitenden Verfalls viele Jahre versäumt hat, konstruktiv einzugreifen und lieber auf „die Kräfte des Marktes“ vertraut hat. Bestehende Vorkaufsrechte wurden beispielsweise auf Beschluss des Stadtrats in der Regel bewusst nicht wahrgenommen.

Interessant ist auch, dass der Mietpreis nach der Sanierung nur bei etwas über 5 Euro/qm liegen soll. Bei dem von der GWG mit Abriss bedrohten Block an der hinteren Lange Straße belief sich der Preis nach einer Sanierung nach Angaben des Eigentümers auf etwa den doppelten Betrag. So wird mit Zahlen eine Richtung vorgegeben. Die Politik schlägt wie auf Kommando sofort die Hacken zusammen und unterstützt die Abrisspläne. Ob die GWG-Zahlen wohl seriös ermittelt worden sind? Wer fragt denn sowas?

Gauguin (Kino im Museum)

25. April 2018

Do 26.04.2018, 18:30 Uhr, Emil Schumacher Museum

Tahiti, 1891. Der französische Künstler Paul Gauguin hat sich in sein selbsterwähltes Exil nach Französisch-Polynesien zurückgezogen. Er lässt sich vom Dschungel verschlucken, trotzt Einsamkeit, Hunger und Krankheit.

Während seinen Erkundungstouren über die Insel trifft er auf die junge Eingeborene Tehura, die seine Muse und auch Modell seiner bekanntesten Gemälde werden wird. Als freier Mann in der Wildnis – fernab der Politik und Regeln eines zivilisierten Europas, entwickelt er einen neuen Stil des Malens.

Mit viel Ausdruckskraft und Sensibilität bringt Vincent Cassel diese innere Gebrochenheit und den ambivalenten Charakter Gauguins in Edouard Delucs gleichnamigem Erstlingswerk auf die Leinwand.

Eintritt: 6,50 € / 5,-€

11. Jahresausstellung im Kunst- und Atelierhaus

25. April 2018

Mitglieder präsentieren ihre Vielfalt

Wenn das Kunst- und Atelierhaus am 6. Mai von 11 bis 17 Uhr wieder seine Türen öffnet, präsentieren die 40 Künstlerinnen und Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung die Vielfalt ihrer Werke und Stile. Ob Malen oder Zeichnen, Schneiden oder Formen, figürlich oder abstrakt, Spachtel oder Kamera …, im Kunst- und Atelierhaus ist nahezu jede Herangehensweise an ein Kunstwerk zu entdecken. Was das Jahr über in den Ateliers entsteht, wird einmal jährlich in der Jahresausstellung gezeigt.

Neue Besucherinnen und Besucher können sich so schnell einen Eindruck über die Vielfalt in dem Künstlerhaus verschaffen. „Für regelmäßige Besucher ist die Jahresausstellung eine Gelegenheit, zu erkennen, in welche Richtung sich die KAH-Künstler orientiert haben und welche neuen Strömungen aufgenommen wurden“, beschreibt Künstlerbeiratsmitglied Peter Dorn die Tradition des Kunst- und Atelierhauses, die im elften Jahr zum elften Mal umgesetzt wird.

Dass das Haus vom Wandel lebt, zeigt sich daran, dass in diesem Jahr mit Heike Knoche und Gabi Moers zwei neue Mitglieder erstmals ihre Werke präsentieren. „Das KAH bietet eine Vielzahl toller Künstler unter einem Dach. Es gibt so unterschiedliche Kunstrichtungen, was ich immer wieder spannend und inspirierend finde“, erklärt Heike Knoche, warum sie Mitglied im Kunst- und Atelierhaus geworden ist. Am 6. Mai von 11 bis 17 Uhr können sich die Besucher von der Vielfalt überzeugen und inspirieren lassen. Bei der Eröffnung um 12 Uhr erfahren sie zudem mehr über das Wirken in dem Haus.

Seit über zehn Jahren arbeiten im Kunst- und Atelierhaus im alten Hotel Danne gegenüber vom Kunstquartier in 24 Ateliers Künstlerinnen und Künstler aus allen Kunstsparten – von filigranen Zeichnungen über großflächige Gemälde und Skulpturen bis zur Fotografie ist alles vertreten. An jedem ersten Sonntag im Monat öffnen die Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers. Sie lassen die Besucherinnen und Besucher am Prozess teilhaben und erläutern in Künstlergesprächen ihre Kunst.

Weitere Informationen über aktuelle Ausstellungen und Projekte: www.kah-hagen.de

Andrea Apostoli und das Philharmonische Orchester spielen für Geflüchtete

24. April 2018

Musik verbindet, tröstet, inspiriert und kann andere Welten hervorrufen – das gilt für alle Menschen und ganz besonders für Geflüchtete, die bitteres Leid und Trauer erfahren haben.

Deshalb lädt das Kultopia Hagen am Samstag, 28. April, um 14 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst für Flüchtlinge der Stadt Hagen zu einem besonderen Konzert mit dem international renommierten Musikpädagogen Andrea Apostoli ein, der von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Hagen unterstützt wird.

Kein passives Vorspielen, sondern Teilhabe – das steht bei Apostolis Arbeitsweise im Vordergrund. Er bringt zum Ausdruck, wofür oft ganz einfach die Worte fehlen. Eine geschützte Atmosphäre ohne Blicke von außen garantiert dabei ein ungestörtes und intensives Erlebnis für alle Beteiligten.

Musiker aus fünf Nationen bestreiten ein interkulturelles Konzert für Geflüchtete, in dem sie die Zuhörer spielend umgeben und mit ihnen auf intuitive Art in Interaktion treten. Dabei begegnen sich Orient und Okzident musikalisch: Santur, Djembe und Darbuka kommen zusammen mit Fagott, Flöte, Bratsche und Kontrabass.

Bereits am 27. April spielt Apostoli im Kulturzentrum Pelmke für Kinder der Emil-Schumacher-Schule aus Wehringhausen, die einen besonders hohen Migrantenanteil aufweist. Das Konzert ist Teil des aus Bundesmitteln geförderten Projekts „Auf nach Wir“ der Initiative „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“. Nähere Informationen dazu finden Interessierte unter http://www.theaterhagen.de/auf-nach-wir/.

Hagen kämpft um Fördermittel für grüne Infrastruktur

24. April 2018

Eine Resolution des Rates soll den Fokus der Internationalen Gartenausstellung, die 2027 stattfindet, auf die Ruhrseen richten.

Gut zwei Jahre ist es inzwischen her, dass die Stadtoberhäupter aus Hagen, Wetter und Herdecke gemeinsam mit dem EN-Landrat und der RVR-Direktorin am Ufer des Hengsteysees in die Kameras der Medien lächelten und das große Miteinander beschworen, um die Flächen rund um die Ruhrseen zu einem attraktiven, zeitgemäßen Freizeitrevier entwickeln zu können. Inzwischen sind 26 Monate vergangen und die Realisierung der angedachten Projekte steht zumindest beim Blick auf das Hagener Ufer weiterhin in den Sternen. (…)

Quelle: wp.de

Wenn Kriegsgeschichte durch Hagener Mägen geht

24. April 2018

Ist dies eine angemessene Form der Erinnerungskultur? Wird hier gar ein revisionistisches Geschichtsbild geprägt, also aufgrund pseudowissenschaftlicher Erkenntnisse historische Wahrheit umgedeutet? Diesen Fragen wollte zuletzt der Hagener Kulturausschuss mit Blick auf den Hochbunker Bergstraße auf den Grund gehen.

Die Ratsfraktion BfHo/Piraten hatte erhebliche Zweifel formulierte, ob die dort jüngst eröffnete Gastronomie „Flamm’s am Bunker“ einen angemessenen Umgang mit den tatsächlichen, meist unrühmlichen Kriegswahrheiten darstelle. Fraktionssprecher Christian Specht bat um eine fachliche Einordnung durch den städtischen Historiker Dr. Ralf Blank. (…)

Quelle: wp.de

Terminabsage

24. April 2018

Attac Hagen muss leider die angekündigte Veranstaltung zum Thema Steuervermeidung absagen. Sie soll so rasch wie möglich nachgeholt werden.

Ordnungsdezernent Huyeng setzt auf zweite Amtszeit

23. April 2018

Thomas Huyeng (57) ist seit mehr als fünf Jahren Ordnungsdezernent. Er setzt im Interview sehr selbstbewusst auf seine Wiederwahl in zwei Jahren. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein für das Hagener Einheitsblatt bemerkenswert kritisches Interview. Sogar Nachfragen werden gestellt. Für WPWR-Verhältnisse wird Huyeng geradezu vorgeführt:

Herr Huyeng, glauben Sie, dass Sie ein guter Dezernent sind und in Hagen einen guten Job abliefern?

Thomas Huyeng: Ja, ich glaube schon, dass ich meine Arbeit in Hagen gut und vor allem engagiert mache. Eine gute Arbeit ist aber wesentlich von guten Mitarbeitern abhängig und solche Mitarbeiter habe ich. Entscheidend ist aber nicht die Eigeneinschätzung, sondern die Bewertung durch Dritte. Manchmal stößt man aber auch auf Grenzen.

Wie beim Kulturmasterplan zum Beispiel.

Wie meinen Sie das? (…)

Oder die unbotmäßige Feststellung des Interwievers Mike Fiebig:

Klingt eher nach einem Erklärungsversuch dafür, warum der Kulturmasterplan unter Ihrer Federführung gescheitert ist.

Oder die Vermutung, Huyeng sei mit seinem Job nicht so richtig ausgelastet:

Ihr Arbeitsalltag scheint genug Raum zu lassen, dass Sie bei größeren Feuerwehreinsätzen immer als Beobachter mit dabei sind. Ist das nötig?

Langjährige Leser der WPWR fragen sich: Will das Blatt plötzlich in die Liga der Qualitätsmedien aufsteigen und nicht mehr wie üblich örtliche Scheinriesen promoten? Auszuschließen wäre eine solche Hypothese nicht, aber doch eher unwahrscheinlich.

Ein anderer Hintergrund könnte unter Berücksichtigung der Linie dieser Gazette schon eher plausibel erscheinen: Es gibt unter den mit dem Pressehaus verbundenen Kräften in der Hagener Politik, beispielsweise in Teilen der örtlichen CDU, Bestrebungen, die darauf hinaus laufen, eine weitere Amtszeit des Dezernenten zu verhindern. Die jetzige endet 2020.

Im Moment eine noch nicht belastbare Annahme, aber wesentlich wahrscheinlicher als ein plötzlicher Sinneswandel im Pressehaus.

Die AfD und die Betriebsratswahlen

23. April 2018

Aus der Reihe „Gegen den Strom“: Vortrag und Diskussion am Donnerstag, 26. April 2018, 19:00 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38

Referentin: Dr. Klaudia Tietze

„Das neue Rot ist blau“ – damit wirbt die Arbeitnehmerplattform der AfD, AiDa, schon länger um die Stimmen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Lange Zeit gehörte Arbeitnehmer- und Sozialpolitik zur Minderheitenmeinung innerhalb der AfD, denn die Partei vertritt immer noch im Kern neoliberale Standpunkte. Doch die Zeiten scheinen sich zu wandeln. Die neue Rechte hat ein Potential innerhalb der Arbeitnehmerschaft erkannt und drängt in die Betriebe. Ihr nächstes Ziel: Die Betriebsratswahlen 2018.

Dr. Klaudia Tietze, Geschäftsführerin des gewerkschaftlichen Vereins Mach‘ meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V. Co-Herausgeberin des 2017 erschienen Buches „Von Biedermännern und Brandstiftern. Rechtspopulismus in Betrieb und Gesellschaft“

Letzte Vorstellung „Die Kuh Rosmarie“

23. April 2018

Ein tierisches Theaterabenteuer von Andri Beyeler

Die letzte Vorstellung in dieser Spielzeit von dem tierischen Theaterabenteuer „Die Kuh Rosmarie“ von Andri Beyeler findet am 28. April 2018 um 15 Uhr im Lutz statt (ab 4 Jahren).

Worum geht’s? Das Leben auf dem Bauernhof könnte so schön sein – wäre da nicht die Kuh Rosmarie. An allem und jedem hat sie etwas auszusetzen: Das Schwein macht sich zu schmutzig, der Hund frisst zu schnell und das Huhn soll sich gefälligst leiser freuen, wenn es ein Ei legt. Irgendwann hält selbst der gutmütige Bauer die Meckerei der Kuh nicht mehr aus und schickt Rosmarie kurzerhand mit dem nächsten Flugzeug nach Afrika.

Doch Ruhe und Frieden kehren nur für kurze Zeit auf dem Bauernhof ein, denn immer mehr Tiere aus Afrika treffen ein und bitten um Hilfe: Seit eine besserwisserische, ewig meckernde Kuh dort ihr Unwesen treibt, gefällt es den anderen Tieren nicht mehr. Schließlich platzt der kleine Bauernhof aus allen Nähten und der Bauer muss Rosmarie wieder zurückholen. Und was macht die? Meckert munter weiter…

Andri Beyeler hat ein Stück für kleine und große Zuschauer geschrieben, worin es um das Zusammenleben geht und das Mut macht, man selbst zu sein. In rasanten Dialogen und mitreißenden Liedern erzählen die zwei Schauspielerinnen Elisabeth Emmanouil und Signe Zurmühlen (Foto: Klaus Lefebvre) in der Inszenierung von Anja Schöne und der Ausstattung von Sabine Kreiter in vielen Tierrollen eine Geschichte darüber, was man Meckertanten und Spaßverderbern entgegensetzen kann.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Was gehört in welche Tonne?

22. April 2018

In welchen Abfallbehälter kommt der leere Milchkarton? Wo hinein gehört die leere Zahnpastatube? Was ist mit den vollgeschriebenen Schulheften? Für die 18 Schüler der Vorbereitungsklasse 2 der Realschule Halden steht eine ganz besondere Unterrichtsstunde auf dem Lehrplan: Abfallpädagogik. (…)

Quelle: Wochenkurier

Anmerkung: Gestern verwies DW auf einen tendenziösen Artikel der WPWR (Autor: Hubertus Heuel) zum selben Thema. Wie es besser geht, zeigt dieser Beitrag im Anzeigenblatt (!) Wochenkurier. Ein Bericht ohne den Anflug eines fremdenfeindlichen Subtextes.

Auch der Hagener Entsorgungsbetrieb bietet sein abfallpädagogisches Konzept für alle Schüler an, nicht nur für Flüchtlinge und Zuwanderer. Heuel erweckte dagegen in seinem Elaborat den Eindruck, dass in dieser Gruppe ein besonderer Bedarf bestehe und macht die Mülltrennung zu der zentralen Aufgabe, „sonst kann ihre Integration in Deutschland kaum gelingen“.

Wie kann eine „richtige“ Steuerpolitik aussehen?

21. April 2018

Steuervermeidung von mehr als einer Billion Euro jährlich EU-weit  – Wie wird es gemacht und was kann man dagegen tun?

Attac Hagen muss leider die Veranstaltung absagen. Sie soll so rasch wie möglich nachgeholt werden.

Am Donnerstag, 26. April, 19:00 Uhr im Kulturzentrum Pelmke hat die Hagener Attac-Gruppe Alfred Eibl von der Attac-Arbeitsgruppe Finanzmärkte und Steuern zu Gast. Es geht um das Thema Steuervermeidung und mögliche Strategien dagegen.

Mehr als eine Billion Euro werden jährlich EU-weit durch „Steuervermeidung“ der Gemeinschaft entzogen. Die Panama- und Paradise-Papers brachten einige der Machenschaften an den Tag. Wie kam es zu diesen Zuständen? Beginnend mit einem kurzen Rückblick auf zentrale Entwicklungsstufen der Steuerpolitik, um die aktuellen Entwicklungen einordnen zu können, wird Alfred Eibl das Problem der individuellen Steuerhinterziehung von Großverdienern ebenso wie die Steuerstrategien zur „legalen“ Steuervermeidung multinationaler Großkon­zerne wie IKEA oder APPLE näher betrachten.

Trotz aller öffentlichen Empörung und der in vielen solchen Fällen üblichen pflichtschuldigen Versprechen der Politiker, dagegen vorzugehen, passiert in Wirklichkeit sehr wenig. Es wurden keine wirklich wirksamen Maßnahmen dagegen unternommen, dass internationale Konzerne in Europa ganz legal durch Gewinnverschiebungen in Niedrigststeuerländer Milliarden an Steuern sparen, basierend auf Steuervereinbarungen mit Staaten der Europäischen Union.

Aber wie kann eine „richtige“ Steuerpolitik aussehen? Alfred Eibl wird die steuerpolitischen Vorschläge von Attac vorstellen. Im Anschluss daran soll zum Thema diskutiert werden.

Romakulturfest im Kultopia

21. April 2018

„Avilem Avilem“ bedeutet in der Roma-Sprache Romanes „Wir kommen an.“ Das gleichnamige Romakulturfest am Donnerstag, 26. April, um 17 Uhr im Kultopia, Konkordiastraße 23-25, möchte Alteingesessene und Neuzugewanderte Hagener zusammenbringen. Zudem soll es die vielfältige(n) Roma-Kultur(en) in Hagen sicht- und erlebbar machen und ein Schritt auf dem Weg zu einem offenen Miteinander sein.

Auf dem Programm stehen neben Musik rumänischer und bulgarischer Roma und traditioneller Handwerkskunst auch die sehr persönliche Lebensgeschichte einer serbischen Romni, die bereits über 20 Jahre in Hagen lebt. Kulinarisches aus dem Topf und vom Grill, nach traditioneller Zubereitung sowie Angebote für Kinder runden das Programm ab. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen beim Quartiersmanagement der Stadt Hagen unter Telefon 02331/207-3003 oder beim Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen 207-3707.

“Ich bleib‘ dann mal jung“

21. April 2018

Kabarett im Theater Hagen mit Sissi Perlinger

Die nächste Kabarett-Veranstaltung im Theater Hagen (Großes Haus) findet am 23. April 2018 um 19.30 Uhr statt. Zu Gast: Sissi Perlinger (Foto: Theater).

Die Kaiserin der gehobenen Lachkultur und mit Preisen überschüttete Entertainerin und Kabarettistin mit den 100 Gesichtern und 1000 Kostümen greift tief in die theatralische Schatztruhe und arbeitet mit allen Elementen, die die schamanische One-Woman-Show unter dem Titel „Ich bleib dann mal jung“ zu einem unvergesslichen Augen- und Ohrenschmaus werden lässt: Spektakuläre Kostüme, fetzige Choreographien, wunderschöne, selbst komponierte Musik, philosophischer Tiefgang und eine Gag-Dichte, die ihresgleichen sucht.

Die in Paris, Wien und New York ausgebildete Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin entführt ihr Publikum in eine erstrebenswerte Zukunft, in der die „Schlaue graue Flower Power“ den Planeten Erde zum Besten verwandelt. In dieser unvergleichlichen Performance geben sich revolutionäre Thesen und beinharte Pointen im 3-Zeilentakt die Hand.

Dabei ist der „Allround-Derwisch“ Perlinger auf ansteckende Weise bejahend in seinen Aussagen und zeigt viele Wege, wie man seinen dritten Lebensabschnitt versüßen kann, um zum höchsten Potenzial heranzureifen – ein Programm voll tiefer Wahrheit und lang anhaltend heilsamer Wirkung, das auch jungen Leuten großes Vergnügen bereitet.

Restkarten sind erhältlich an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Bundestag setzt Ausschuss für Kommunen ein

21. April 2018

Der Bundestag wird einen neuen Ausschuss für „Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen“ einsetzen. Darauf haben sich die Koalitionsfraktion „nach zähen Verhandlungen“ geeinigt, teilt der Hagener SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel mit: „Bis zuletzt war umstritten, ob auch das Thema Kommunen in diesen Ausschuss aufgenommen wird.“ Schließlich habe sich die SPD mit ihrer Forderung durchgesetzt.

Die Sozialdemokraten hatten schon lange gefordert, dass sich auch der Bundestag mit den vielfältigen Herausforderungen auseinander setzt, denen die Kommunen gegenüberstehen, erläutert Röspel. Die Koalition habe sich zudem auf ein umfangreiches Programm zur Förderung des Wohnungsbaus und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität in den Kommunen verständigt.

Zu einer verbesserten Finanzausstattung notleidender Kommunen teilt Röspel nichts mit.

In den vergangenen vier Jahren war das Thema Bauen im Umweltausschuss beheimatet. In der neuen Legislaturperiode ist das Bauressort aber ins Innenministerium gewandert. Baupolitiker hatten sich angesichts der Bedeutung des Themas für einen eigenen Ausschuss stark gemacht. In Deutschland sollen in den nächsten vier Jahren 1,5 Millionen Wohnungen gebaut werden.

Integration durch Abfallpädagogik

21. April 2018

Die hierzulande praktizierte Mülltrennung stellt für viele Zuwanderer ein Rätsel dar. Aus ihren Heimatländern ist ihnen die Praxis, den Abfall nach Fraktionen zu sortieren und wieder aufzubereiten, weitgehend unbekannt. Genau das müssen sie aber lernen, sonst kann ihre Integration in Deutschland kaum gelingen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein typisches Machwerk des WPWR-Schreibers Hubertus Heuel (Kürzel: -hh-). Dazu passt auch, dass eine Kritik an dem beschriebenen Schulkonzept für Heuel „ideologisch gefärbt“ ist. Dabei gibt es sehr wohl gute Gründe für als auch gegen dieses Modell. Aber damit muss sich ein Provinzschreiber nicht auseinander setzen. Solche Autoren sollten dazu verdonnert werden, einen Integrationskurs zu absolvieren (incl. Prüfung), damit sie lernen, nach welchen Regeln dieser Staat funktioniert. Die Grundlagen finden sich u.a. bei der Bundeszentrale für politische Bildung: Grundgesetz. Kleiner Tipp: Die wichtigsten Punkte für eine gelungene Integration werden in den Artikeln 1 bis 19 abgehandelt. Von Mülltrennung ist dort nicht die Rede.

Wieder Minus für WPWR

20. April 2018

Auch im 1. Vierteljahr 2018 wollten wieder weniger Hagener die WPWR lesen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ging die verkaufte Auflage weiter zurück. Diesmal lag das Minus nach Angaben der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) bei 5,1 Prozent. Damit setzt sich der Niedergang des Monopolblattes fort.

Gekauft werden solche regionalen Zeitungen in erster Linie wegen des Lokalteils. Der ist aber seit Jahren bei WP und WR textidentisch und unterscheidet sich nur in Typografie und Schmuckfarbe.

Einschließlich Herdecke und Wetter fanden sich durchschnittlich keine 30.000 Käufer mehr für diese Art von Funke-Journalismus. Die Hagener Auflagezahlen werden seit Anfang 2016 nicht mehr separat ausgewiesen und dürften bei etwa 22.000 liegen. Mitgerechnet sind die ePaper.

Vor 20 Jahren wurden von den damals noch zwei Zeitungen Westfalenpost und Westfälische Rundschau werktäglich noch mehr als 50.000 Exemplare verkauft.

Fachhochschule möchte auf den Campus der Fernuni ziehen

20. April 2018

Die Fachhochschule ist zu eng geworden und hat in ihrem Gebäude einen argen Sanierungsstau. Daher soll auf dem Fernuni-Campus investiert werden. (…)

Quelle: wp.de

Antonio Vivaldi im Kunstquartier Hagen

20. April 2018

Siebtes Kammerkonzert am Sonntag

Das siebte Kammerkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen findet am Sonntag, 22. April 2018 um 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen statt. An diesem Vormittag kann man das vielfältige Schaffen des italienischen Barockkomponisten Antonio Vivaldi erleben. Die gemischte Besetzung mit Bläsern und Streichern sorgt dabei für ein abwechslungsreiches Hörvergnügen.

Auf dem Programm stehen folgende Werke: Triosonate g-Moll für Flöte, Oboe, Fagott und Basso continuo RV 103; Concerto g-Moll für Flöte, Oboe, Fagott, Violine und Basso continuo RV 105; Concerto F-Dur für Flöte, 2 Violinen und Basso continuo RV 434; Largo für Flöte, 2 Violinen, Viola, Violoncello und Basso continuo RV 443; Triosonate für Oboe, Violoncello und Basso continuo RV 83; Santo Sepolcro für 2 Violinen, Viola, Violoncello und Basso continuo RV 169; Concerto für Violoncello, 2 Violinen, Viola und Basso continuo RV 418.

Diese werden präsentiert von: Inga Vollmer (Blockflöte, Foto: Catherine Ussel), Rebecca Bröckel (Oboe), Friedhelm Grote (Fagott), Magdalena Rozanska, Yang Zhi (Violine), Olga Rovner (Viola), Rolf Petrich (Violoncello), Andrey Doynikov (Cembalo).

Vor Beginn des Konzertes besteht wie gehabt die Möglichkeit, um 11 Uhr an einer, dieses Mal von Dr. Christine Kracht gestalteten Kurzführung teilzunehmen (Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers). Darin geht es um das Thema „Bildstickereien aus den Jahren 1906 und 1909“ von Christian Rohlfs.

Für die Teilnehmer an dieser Kurzführung sind Plätze in der ersten Reihe für das Konzert reserviert.

Kombiticket (Führung und Konzert) 11,- / 7,- Euro; Konzertkarte 8,- / 4,- Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Garagenrock in Wehringhausen scheitert am zweiten Fluchtweg

20. April 2018

Die eigentlich für den 9. Juni geplante dritte Auflage des „Garagenrock-Festivals“ in Wehringhausen kann nicht stattfinden. Die Organisatoren haben es abgesagt, weil sie die notwendigen Brandschutzauflagen nicht mehr erfüllen können. (…)

Quelle: wp.de

Seniorenbeirat bei der HVG

20. April 2018

Am 17. April besuchten Mitglieder des Seniorenbeirats und interessierte Seniorinnen und Senioren die Hagener Straßenbahn. Tägliche Probleme im Busverkehr, aber auch grundsätzliche Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr sind immer wieder Themen im Beirat, der auch über eine aktive Arbeitsgruppe zum Thema ÖPNV verfügt.

Zu Beginn erfuhren die Besucher von Herrn Flockenhaus viel Wissenswertes über die Fahrzeugflotte der Hagener Straßenbahn. Vor allen Dingen hob er hervor, dass die Busse zu den saubersten Verkehrsmitteln in Hagen gehören. Der öffentliche Nahverkehr trägt mit gerade mal zwei Prozent zur Feinstaubbelastung in der Stadt bei. Ein Großteil der Flotte verfügt über die Abgasnorm E 6 dank der Kombination von Diesel und Hybridantrieb.

Der immer wieder eingeforderten E-Mobilität bei Bussen steht er zum aktuellen Zeitpunkt skeptisch gegenüber. Die Batterien sind noch zu schwer, der Wirkungsgrad zu gering und der Strom, der zum Aufladen nötig wäre, geht auch in große Dimensionen. Trotzdem beschäftigt sich der Betrieb auch um diese Antriebsart der Zukunft und geht den verschiedenen Fördermöglichkeiten nach.

Für den Seniorenbeirat waren natürlich auch Fragen wie die nach dem barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen sehr wichtig oder die Mitnahme von E-Scootern in Bussen. Für den Ausbau von Buscups ist eine Prioritätenliste in Arbeit, bei den E-Scootern gibt es vielleicht einmal ein TÜV-geprobtes Modell aus China, das  mit den erforderlichen Sicherungsmaßnahmen im Bus mitgenommen werden kann.

Ein Rundgang durch die Leitstelle, die Werkstätten und die Lehrwerkstatt beeindruckte alle sehr. 20 Auszubildende werden hier auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet – über den eigenen Bedarf hinaus, wie Herr Flockenhaus betont. Damit sie später gut vermittelbar sind, schrauben sie nicht nur an Bussen, sondern auch an PKW`s. Für Übungen mit dem Rollator blieb etwas wenig Zeit. Aber trotzdem gab es gute Anregungen, so dass alle Mitfahrenden viele Informationen mitnehmen konnten.

„Nationalstaat nicht unausweichliches Schicksal“

19. April 2018

FernUni: Auszeichnung für zukunftsgewandten Historiker

Preisträger Wolfgang Reinhard sprach über Europa und seine eigene wissenschaftliche Biographie. Foto: FernUni.

An der FernUniversität in Hagen wurde jetzt der „Dimitris Tsatsos-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Europäischen Verfassungswissenschaften“ verliehen. In diesem Jahr ging er an den Historiker Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Reinhard.

Der 81-Jährige ist Professor emeritus für neuere Geschichte am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und assoziierter Fellow des Max-Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt.

„Ich fühle mich außerordentlich geehrt“, sagte Prof. Reinhard nach der Überreichung des Preises durch Prof. Dr. Andreas Haratsch, Direktor des Tsatsos-Instituts der FernUniversität, und Prof. Dr. Spyros Tsantinis, Vorstandsmitglied des Centre for European Constitutional Law. Obwohl Reinhards wissenschaftliches Werk schon mehrfach mit Auszeichnungen – darunter auch dem sogenannten „Historikerpreis“ – gewürdigt wurde, habe ihn der „Dimitris Tsatsos-Preis“ besonders gefreut: „Der europäische Charakter des Preises macht es für mich aus. Das ist der Punkt.“

Prof. Reinhard thematisierte in seiner Rede die Expansivität Europas, indem er die Frage stellte: „Wieviel Zukunft hat Europas Vergangenheit?“ Zum Ende seines Vortrags plädierte er für den „Europäischen Bundesstaat“ – nicht zuletzt weil verschiedene Aspekte wie die öffentliche Sicherheit, eine umfassende Daseinsvorsorge oder die Organisation des Gemeinwesens mittlerweile einer Regelung auf überstaatlicher Ebene bedürften. „Der Nationalstaat mag zwar dominant sein, aber er muss deswegen nicht unser unausweichliches Schicksal bleiben.“

Der „Dimitris Tsatsos-Preis“ ist nach dem Rechtswissenschaftler und Europa-Parlamentarier Prof. Dr. Dimitris Th. Tsatsos (1933 bis 2010) benannt. Verliehen wird er vom Centre for European Constitutional Law (CECL, Themistokles und Dimitris Tsatsos-Stiftung) in Athen und dem Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften (DTIEV) der FernUniversität. Im zweijährigen Rhythmus soll der Preis abwechselnd in Athen und Hagen vergeben werden und das Gesamtwerk von Forschenden würdigen, die sich mit der Verfassungsentwicklung auf nationaler und europäischer Ebene befassen.

„Theater Hautnah“

19. April 2018

Offene Probe und Werkstattgespräch zur europäischen Erstaufführung der Oper „Everest“ von Joby Talbot

Die nächste Musiktheaterpremiere in dieser Spielzeit im Theater Hagen präsentiert als europäische Erstaufführung die Oper „Everest“ des britischen Komponisten Joby Talbot. Im Vorfeld dazu findet am Samstag, 21. April 2018, eine Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Theater Hautnah“ im Theater Hagen statt.

Diese beginnt um 10.45 Uhr im Theatercafé mit einer kurzen Einführung in diese Oper, sodann wird die Bühnenprobe im Großen Haus besucht, und anschließend geht es zum Werkstattgespräch wieder ins Theatercafé, in welchem das Produktionsteam mit dem Regisseur Johannes Erath, dem Generalmusikdirektor Joseph Trafton, dem Bühnen- und Kostümbildner Kaspar Glarner sowie der Dramaturgin Corinna Jarosch Einblicke in dieses Werk und dessen Umsetzung auf der Hagener Bühne geben wird.

Der Eintritt ist frei.

Schwermetall macht Renaturierung der Lenne viel teurer

19. April 2018

Die Renaturierung der Lenne in Hohenlimburg wird 3,5 Millionen Euro teurer als zunächst geplant. Grund sind Schwermetallbelastungen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Das Verursacherprinzip spielt auch in diesem Fall anscheinend keine Rolle. Das Kapital ist flüchtig, die Allgemeinheit zahlt und die Politik schweigt.

Kinotipp: Das grüne Gold

19. April 2018

Do 19.04.2018, 19:00 Uhr, Kino Babylon

Während überall die Spendentrommeln für die Hungernden in Afrika gerührt werden, trägt mit Äthiopien eines der ärmsten Länder selbst zur steigenden Armut bei: durch den Ausverkauf fruchtbarer Ackerflächen an ausländische Investoren.

Die dringliche, gründliche recherchierte Doku „Das grüne Gold“, legt diesen Missstand schonungslos offen. Gründe für dieses rücksichtslose „Landgrabbing“ werden dabei ebenso umfassend dargelegt wie die dramatischen Auswirkungen auf die Einheimischen. Ein wichtiger und mutiger Film.

Klarsichtkino in Kooperation mit dem AllerWeltHaus für 3 €.

Hagen-Forum – 180 Bürger sammeln Ideen für Stadtzukunft

18. April 2018

180 Menschen, viele gelbe Zettel und 16 Themenbereiche, in denen Hagener Oberziele gesucht werden. Im Rathaus fand das Hagen-Forum statt. (…)

Tatsache ist aber auch, dass ISEK schlichtweg ein nötiges Instrument zur Erstellung eines neuen Flächennutzungsplanes für Hagen ist. Und ein Instrument, mit dessen Ausarbeitungen die Stadt künftig an große städtebauliche Fördertöpfe kommen will. Enthusiasten bezeichnen ISEK als einen Aufbruch in eine bessere Hagen-Zukunft. Kritiker nennen es eine Verwaltungspflichtaufgabe. (…)

Der für den Prozess wichtigste Dezernent der Stadt Hagen, Thomas Grothe, konnte gestern nicht im Ratssaal dabei sein. Oberbürgermeister Erik O. Schulz erklärte, Grothe sei krank. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu auch den DW-Beitrag von gestern:

„Hagen plant 2035“
HagenForum startet heute – Erste Zweifel kommen auf

Ob Frühlingsmorgen oder Mondnacht

18. April 2018

Liederabend mit der Sopranistin Veronika Haller

Am 21. April 2018 findet um 20 Uhr in der Johannisloge Victoria zur Morgenröthe (Bergstraße 96, 58095 Hagen) ein Liederabend mit Veronika Haller, Ensemblemitglied des Theaters Hagen, statt (Foto: André Hinderlich).

Die Sopranistin hält für das Publikum ein wenig die Zeit an und blickt mit der Präsentation von Liedern von Gustav Mahler, Franz Schubert, Robert Schumann und Richard Strauss hinab in die Tiefen eines Augenblicks.

Musik und Text gelangen in der Intimität der Gattung ‚Lied‘ zu einer Verdichtung, die in der kleinen Form die großen Themen aufgreift: Liebe, Tod, Sehnsucht und leise Melancholie schillern in feinen Nuancen und werden zu kostbaren Miniaturen. Ob Frühlingsmorgen oder Mondnacht, die Phantasie zieht den Hörer sofort in eine Stimmung, in der die Natur zum Spiegel der Seele wird.

Am Klavier begleitet Andreas Vogelsberger die Sängerin, Dramaturgin Corinna Jarosch ergänzt mit Briefen und Texten das Programm.

Der Eintritt ist frei.

Hagen erhält 1,16 Mio. Euro für Integration von Flüchtlingen

18. April 2018

Das Kabinett in Düsseldorf hat den Gesetzentwurf zur Änderung des Teilhabe- und Integrationsgesetzes gebilligt und damit die Weiterleitung von 100 Millionen Euro aus der Integrationspauschale an die Kommunen beschlossen. Die Mittel sollen anteilig nach Flüchtlingsaufnahmegesetz und Anzahl der Personen mit Wohnsitzauflage berechnet werden.

Hagen erhält Zuweisungen in Höhe von 1.159.742 Euro, um die bereits geleisteten Anstrengungen zur Integration von Flüchtlingen fortführen und verstetigen zu können.

Insgesamt liegen die Zuweisungen des Landes für Flüchtlinge an die Kommunen in 2018 bei rund 1,6 Milliarden Euro. Die nun beschlossenen zusätzlichen 100 Millionen Euro stammen aus dem vom Bund angekündigten Europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds.

Schlachthof-Teile kommen unter den Hammer

17. April 2018

Es ist eine der krudesten Nummern aus der Gemengelage von Hagener Politik und Verwaltung der jüngsten Vergangenheit: der Verkauf des ehemaligen Schlachthofsareals.

Im Februar 2009 wurde das 20.000 qm große Gelände für einen Spottpreis von gerade einmal 205.000 Euro an eine offenbar äußerst dubiose Firma verkauft.

Die wechselte im Nachgang den Namen oder wurde weiterverkauft oder was auch immer – auf dem Gelände tat sich jedenfalls nichts. Die Hagener Politik hatte in ihren verdunkelten Segmenten, den nichtöffentlichen Teilen der Gremiensitzungen, wieder einmal ganze Arbeit geleistet. Sie ließ sich von der Aussicht auf immerhin 30 (!) versprochene Arbeitsplätze trefflich vorführen.

Von den Versprechungen der „Investoren“, Handel und Gastronomie auf der Fläche zu etablieren, ist bis heute nichts zu sehen. Stattdessen kommt jetzt ein erster Teilbereich unter den Hammer.

Der umfasst eine Fläche von etwa 2.500 qm und ist im hinteren Teil des Schlachthofgeländes zu finden. Der Gutachter setzt einen Verkehrswert von 50.000 Euro an. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von 20 Euro. Immerhin doppelt so viel, wie seinerzeit die Stadt in Rechnung gestellt hat.

Ein erheblicher Wertzuwachs, wenn man bedenkt, dass das Areal in den vergangenen fast 10 Jahren nur weiter verrottet ist. Und ein deutlicher Hinweis darauf, dass hier offensichtlich städtisches – und damit gemeines – Eigentum verschleudert wurde, um extern verursachte Haushaltslöcher zu stopfen.

Termin ist übrigens am 20. Juni am Hagener Amtsgericht. Schnäppchenjäger aufgemerkt!


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