„Probleme hausgemacht“

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CDU thematisiert die Rolle des HEB bei der Verschmutzung der Container-Standorte

So langsam scheint es zu dämmern: Die Vermüllung der Stadt, vor allem an den Standorten der Wertstoff-Container (Altglas und Altpapier), ist zu wesentlichen Teilen der mangelhaften Entleerungspraxis des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB) anzulasten. DOPPELWACHOLDER.DE hatte schon im Januar ausführlich die Thematik beleuchtet: Die Dreckspatzen aus der Fuhrparkstraße (mit einem aufschlussreichen Video vom Emster Marktplatz).

Als Sündenböcke für Verschmutzungen aller Art mussten in der Vergangenheit vor allem pauschal Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien herhalten. Gemeint waren „Zigeuner“, aber dieses Wort nimmt inzwischen auch der Gelegenheitsrassist nicht mehr in den Mund – soviel political correctness muss sein.

Die Hagener Einheitspresse, die eine regelrechte Kampagne zu dem Thema gefahren hatte, ruderte inzwischen leicht zurück. Jungautor Mike Fiebig musste in einem Beitrag vom 14. 6. 2016 einräumen, es seien „auch Teile der deutschen Bevölkerung, die den Stadtteil vermüllen.“

Noch einen Schritt weiter geht jetzt die CDU-Fraktion im Hagener Rat, die in einer Pressemitteilung zum Müll von einem „bundesweiten Problem“ spricht. In einer Anfrage für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität am kommenden Donnerstag bezweifelt sie eine ausreichende Entleerung der Wertstoff-Container durch den HEB.

In ihrer Anfrage schreibt die CDU:

„Im Stadtgebiet kommt es immer wieder zu Verschmutzungen von Container-Standorten des HEB.

Dies betrifft insbesondere die Bereiche um die Standorte von Papiercontainern. Über entsprechende Zeitungsberichterstattung weist der HEB immer wieder deutlich darauf hin. Dies haben zum einen rücksichtslose Bürgerinnen und Bürger zu verantworten, die ihren Unrat ohne Rücksicht auf die Sauberkeit des jeweiligen Standorts „entsorgen“. Teilweise sind die Probleme an den Standorten aber auch hausgemacht. Nicht selten sind die Abfallmengen an den Standorten nämlich sortenreine Altpapier-Mengen, die von Nutzern dort abgelegt wurden, weil kein Platz mehr in den Container vorhanden war.

Liegen erst einmal Plastiktüten oder Pappkartons um die Container herum, dauert es meist nicht lange, bis anderer Müll daneben gestellt wird. Solche Vermüllungsszenen sind hauptsächlich an Wochenenden zu beobachten.

Der HEB hat dieses Problem in den vergangenen Jahren immer wieder damit gelöst, dass Containerstandorte (…) aufgegeben wurden – immer mit der Begründung der regelmäßigen Verschmutzung. Tatsächlich hat es über Jahre Hinweise an den HEB gegeben, dass dort bereits am frühen Samstagnachmittag die maximale Füllmenge von Containern erreicht wurde. In der Folge wurden mehrfache Beschwerden beim HEB mit dem Hinweis abgetan, die Container würden in der Woche von montags bis freitags regelmäßig geleert. Eine Verbesserung der Situation durch das Aufstellen eines weiteren Papiercontainers wurde seinerzeit ebenfalls ausgeschlossen.“

Die CDU fragt u.a.:

„Aus welchen Grünen scheint es dem HEB nicht möglich zu sein, die Zahl der an den jeweiligen Standorten aufgestellten Papiercontainer so zu bemessen, dass zumindest regelmäßige Überfüllungen ausbleiben?

Machen die Erlöse aus dem Verkauf des Altpapiers solche Investitionen nicht eigentlich rentabel?“

Eine Antwort to “„Probleme hausgemacht“”

  1. Allan Quatermain Says:

    Die Glascontainer auf dem Marktplatz in Haspe,

    waren mit den Altkleidercontainer,

    schon Tage vor dem Kirmesaufbau geräumt worden.

    Dementsprechend sah es dort aus.

    Gläser auf und neben den Papiercontainer,

    oder aufgerissene Altkeidersäcke,

    die verstreut auf den Platz waren.

    Es hat ja nicht jeder einen Fahrbahren Untersatz

    und fährt die immer weniger vorhandenen Standorte an.

    Und der Standplatz von „Arbeit für Haspe“,
    den kennt nicht jeder Bürger,
    hat nebenbei unchristliche Öffnungszeiten
    und nimmt auch nicht jeden Müll, pardon Altstoff,

    wie zb. Glas, oder Altkleider ungern an.

    Spannende Frage außerdem,
    da das Amtshaus in Haspe ja verkauft wurde.
    Wie lange bleibt der Platz oder

    dieser Entsorgungsstandort noch erhalten?

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