Jetzt soll „Baumpflegesatzung“ kommen

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Baumschutzsatzung war angeblich „überreguliert“

Mit einer weichgespülten Variante der – angeblich – „aus Konsolidierungsgründen“ abgeschafften Baumschutzsatzung will eine etwas merkwürdige Koalition aus CDU, GRÜNEN, Hagen Aktiv, UnLinken und Bürger für Hohenlimburg/Piraten den Schutz Hagener Bäume wieder reaktivieren.

Begründet wird der Antrag für die Ratssitzung am Donnerstag damit, dass das Stadtklima „nicht nur unter den Aspekten des Klimawandels massiven Veränderungen unterworfen“ sei. Die Temperaturen stiegen in den Städten aus vielen Gründen schneller als im Umland. Innerstädtischer Baumbestand trage dazu bei, diese Tendenz abzumildern. Die Verluste schützenswerter Baumbestände im städtischen Innenbereich seien erkennbar angestiegen, andererseits fehlten auch die Mittel für Nachpflanzungen auf kommunalen Flächen.

Dabei sehen die Antragsteller „allerdings die als Uberregulierung empfundenen Restriktionen der alten Baumschutzsatzung“ – eine Sprachregelung aus dem Textbausteinvorrat der FDP. Diese „Überregulierung“ solle vermieden werden.

Sollte die Baumpflegesatzung angenommen werden, könnte ein solcher Beschluss Auswirkungen auf die geplante Abholzungsaktion in der Hasper Fußgängerzone Voerder Straße haben. Die wurde mit einer „Verschattung des Straßenraums“ begründet. Eine Behauptung, die schon aus physikalischen Gründen nicht zutrifft.

Diese unsinnige Planung war auf Initiative des Hasper Bezirksvorstehers Dietmar Thieser zustande gekommen. Abgenickt hatten die Thieser-Obsession auch die Vertreter der jetzigen Antragsteller in der BV Haspe: CDU, GRÜNE, Hagen Aktiv und UnLinke.

Im von den Antragstellern vorgelegten Entwurf der Satzung heißt es unter § 7 – Ausnahmen und Befreiungen: „Von den Verboten des § 4 wird eine Ausnahmegenehmigung erteilt, wenn die geschützten Bäume (…) die Einwirkung von Licht und Sonne auf Fenster unzumutbar beeinträchtigen. Von dieser Regelung ausgenommen sind Bäume im Bereich der öffentlichen Straßen (…).

Eine angebliche „Verschattung des Straßenraums“ wäre somit erst recht kein Grund für Kahlschlag. Sollte der Antrag angenommen werden, dürften die Bäume in der Voerder Straße demnach nicht, wie von Thieser und seinen Lemmingen gefordert, abgeholzt werden.

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