Andere Städte – andere Sitten

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Petition erhält Ehrenplatz – in Leverkusen

Im April 2016 startete Christoph Rösner die Petition für einen Erhalt des Hagener Theaters. 13.000 Unterstützer zeichneten das Begehren, davon etwa 5.000 Hagener sowie weitere 2.600 Einwohner der benachbarten Landkreise, die ebenfalls zum unmittelbaren Einzugsbereich des Theaters zählen.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz weigerte sich mit Vorankündigung, die Unterschriftenlisten vom Initiator der Petition entgegen zu nehmen. Begründung: Rösner habe sich „in Internetforen so abwertend gegenüber ihm, aber auch gegenüber dem Kämmerer und dem Kulturdezernenten geäußert, dass er sich nicht mit ihm treffen werde“.

Nicht nur das. Auch im Theater waren Unterschriftenlisten ausgelegt worden, die beim Publikum großen Zuspruch fanden. Allerdings nicht den des Oberbürgermeisters. Der wollte „nun aber rechtlich überprüfen, ob die Grenzen überschritten sind“. DW berichtete: „Der beleidigte Volmesultan“. Kritik mag er nicht hören, der Allianz-des-Grauens-OB.

Ganz anders die Reaktion des Oberbürgermeisters der Stadt Leverkusen, Uwe Richrath. Auch in Leverkusen hatten Bürger eine Petition gestartet. Ziel war die Erhaltung des von der Schließung bedrohten städtischen Kunstmuseums Morsbroich.

Der Leverkusener OB bedankte sich ausdrücklich für das bürgerschaftliche Engagement. In einem Brief an die Initiatoren schrieb er jetzt:

„Die Vorlage des Gutachtens „Optimierungspotenziale der KulturStadtLeverkusen“ hat erwartungsgemäß ein gewaltiges Echo ausgelöst. Das gilt vor allem für den Vorschlag der Gutachter, das Museum Morsbroich aufzugeben.

Viele Menschen protestieren seither gegen eine mögliche Schließung. Auch die 15.000 Unterschriften der Online-Petition sind ein starkes Signal der Unterstützung, das Museum nicht aufzugeben. Für dieses Engagement möchte ich mich herzlich bedanken.

Die Unterschriftenlisten werden im historischen Vitrinenschrank des Jagdzimmers des Museums ausgestellt. (…)“

Das macht eben den Unterschied aus: In Hagen wird „ehrenamtliches Engagement“ von den offiziellen Oberkellnern ständig wie eine Monstranz vor sich hergetragen – aber nur solange wie dieses den Interessen des herrschenden Klüngels dient.

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Eine Antwort to “Andere Städte – andere Sitten”

  1. uweck Says:

    Sie, verehrter #Doppelwacholder, und auch Christoph Rösner werden lt. mündlicher Aussage eines Benutzers zu der Theaterproblematik auf Facebook massiv gedisst. Da ich bei diesem Hetzportal nicht registriert bin, möchte ich Ihnen diese Nachricht hier nach Gutsherrenart mitteilen. Bleiben Sie sich treu. Sie sind in Hagen/ Ruhr die einzige quietschende Kreidetafel. Danke.

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