Autor-Archiv

Hagen investiert 373.000 Euro in Spielplätze

9. Mai 2021

Die über Jahre vernachlässigte Instandsetzung der Hagener Spielplätze wurde in den vergangenen Jahren vom Wirtschaftsbetrieb systematisch nachgeholt und wird auch in diesem Jahr durch zahlreiche Ersatzbeschaffungen fortgesetzt. Dabei wird nicht bloß nach Dringlichkeit entschieden, sondern auch versucht, alle Stadtbezirke möglichst gleichberechtigt profitieren zu lassen. Insgesamt sollen in diesem Bereich 373.000 Euro investiert werden. (…)

Quelle: wp.de

#everynamecounts: Erinnern vor Ort

9. Mai 2021

Eine Chance, die Erinnerung an NS-Lager in Hagen wachzuhalten

Das Hagener Stadtarchiv präsentiert auf einer eigenen Seite Informationen zu Lagern, Haftstätten und Dienststellen des NS-Regimes. Die Arolsen Archives bieten jetzt eine weitere Möglichkeit an, lokale Schauplätze des Naziterrors sichtbar zu machen.

#everynamecounts – jeder Name zählt und das überall. Unter diesem Motto starten die Arolsen Archives am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, eine Aktion zum Schwerpunkt „Erinnern vor Ort“. Mit dieser Initiative möchten die Arolsen Archives kleine Erinnerungsorte und -initiativen sichtbar machen und ihnen eine Stimme für ihre wertvolle und wichtige Arbeit leihen.

Die systematische Verfolgung von Millionen von Menschen fand nicht im Geheimen, sondern an vielen Orten statt: Die Stätten von Verfolgung, Terror und Ausbeutung befanden sich in direkter Nachbarschaft. Im Fokus der medialen Wahrnehmung und Berichterstattung stehen bei Gedenktagen jährlich die großen Gedenkstätten auf den ehemaligen Lagergeländen. Dadurch festigt sich in der Öffentlichkeit das falsche Bild, dass sich die Verbrechen der Nationalsozialisten an wenigen und zentralen Orten abgespielt haben.

Die große Mehrheit der zahllosen KZ-Außenlager, Zwangsarbeiterlager, Kriegsgefangenenlager und anderen Stätten von Verfolgung, Terror und Ausbeutung fallen in der medialen Darstellung zurück oder bleiben gänzlich unbeachtet. Während der Aktionswochen rund um den 8. Mai haben kleinere Gedenkstätten und -initiativen die Möglichkeit, sich einem größeren Publikum über die verschiedenen Kanäle der Arolsen Archives zu präsentieren.

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie beinhaltet Dokumente zu den verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes und ist eine wichtige Wissensquelle für die heutige Gesellschaft.

FernUni: Deutschlands Klimaneutralität 2050

9. Mai 2021

Ringvorlesung „Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit“

Welche politischen Entscheidungen müssen heute getroffen werden, um im Jahr 2050 das Ziel der Klimaneutralität Deutschlands zu erreichen?

Mit dieser Frage befasst sich Dr. Patrick Graichen von Agora Energiewende, Smart Energy for Europe Platform (SEFEP) gGmbH, am Dienstag, 11. Mai. Sein Online-Vortrag findet ab 18 Uhr in der Ringvorlesung „Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit“ des gleichnamigen Forschungsschwerpunktes der FernUniversität in Hagen statt.

Wie ist es möglich, ein Deutschland ohne Kohle, Erdöl und Erdgas zu schaffen? Und was ist dafür in den kommenden zehn Jahren nötig?

Agora Energiewende, Agora Verkehrswende und die Stiftung Klimaneutralität haben die Prognos AG, Basel, das Öko-Institut, Freiburg, und das Wuppertal Institut damit beauftragt, ein machbares Szenario für ein klimaneutrales Deutschland zu entwickeln. Dabei bilden Wirtschaftlichkeit, Wahrung der Investitionszyklen und Akzeptanz die Kernkriterien.

Zu der öffentlichen Veranstaltung „Deutschlands Klimaneutralität 2050: Welche politischen Entscheidungen müssen heute getroffen werden, um das Ziel zu erreichen?“ sind alle Interessierten willkommen.

Anmeldung

Corona in Hagen – Stand: 08.05., 0:00 Uhr

8. Mai 2021

Eine weitere Person ist an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben (geboren 1941). Insgesamt weisen aktuell 839 Hagenerinnen und Hagener ein positives Testergebnis auf und 295 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Entwicklung_Hagen_0805_maxInzidenwert_Hagen_0805_max

Grüne: Mit jungem Team in den Wahlkampf

8. Mai 2021

Generationenwechsel bei den Hagener Grünen: Der Kreisverband geht mit einem neuen Vorstand in die Wahlkämpfe zum Bundestag und Landtag NRW. Die Mitglieder wählten in einer digitalen Jahreshauptversammlung ein fünfköpfiges Vorstandsteam. Den Kreisverband führen Alexandra Gerull (49) und Tobias Rödel (39) als Sprecher an. Komplettiert wird das Team durch Paul Kahrau (37) als neuen Kassierer sowie Maristella Höppe (29) und Matthias Meisborn (50) als Beisitzer. Der bisherige Vorstand stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. (…)

Quelle: wp.de

Volker Neumann ist neuer Enervie-Vorstand

8. Mai 2021

Volker Neumann (52) ist seit dem 1. Mai 2021 neues Vorstandsmitglied der Südwestfalen Energie- und Wasser AG (Enervie) und der Mark-E Aktiengesellschaft. Der Vertrag hat jeweils eine Laufzeit bis zum 30. April 2026. Zudem übernimmt Volker Neumann die Geschäftsführung der Stadtwerke Lüdenscheid GmbH und der Bäderbetrieb Lüdenscheid GmbH.

Neumann war zuvor bereits einer der Geschäftsführer der Enervie Vernetzt GmbH und der Enervie Service GmbH. Darüber hinaus war er als Technischer Vorstand verantwortlich für den Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid-Herscheid AöR. Diese Aufgabe wird er auch in Zukunft beibehalten.

Volker Neumann hat nun die Nachfolge des vor wenigen Tagen verstorbenen Wolfgang Struwe angetreten, dessen Vertrag zum 30. April 2021 altersbedingt geendet hätte. Als Ressortvorstand Netze, Personal und kommunales Netzwerkmanagement übernimmt er die Bereiche Personal/Recht/Facilities, Enervie Vernetzt, den Bäderbetrieb Lüdenscheid sowie die Stabsabteilungen Revision und Arbeits- /Umweltschutz. Zudem verantwortet er den Ausbau der Beziehungen der Enervie-Gruppe zu den Kommunen in der Region.

Erik Höhne bleibt weiterhin Sprecher des Vorstands der Enervie und Mark-E und trägt seit 1. Mai 2021 die Verantwortung für die Bereiche Erzeugung, Finanzen/Einkauf/IT, Handel, Vertrieb sowie die Stabsabteilungen Unternehmensentwicklung/Strategie und Kommunikation/Marketing.

Impfaktion auch in Altenhagen erfolgreich

8. Mai 2021

Mit großer Nachfrage wurde am Donnerstag auch das zweite Impfangebot der Stadt Hagen, diesmal auf dem Friedensplatz in Altenhagen, angenommen. Insgesamt 366 Dosen des Einmalimpfstoffs von Johnson & Johnson wurden von 13 bis 21 Uhr an Obdachlose sowie Bürgerinnen und Bürger in prekären Wohnverhältnissen verimpft.

Durch das gezielte Aufsuchen der Stadtteile, die besonders hohe Inzidenzen aufweisen, erreicht die Stadt Hagen mit dem Impfangebot auch die Bürgerinnen und Bürger, die sich über die üblichen Kommunikationskanäle nur schlecht informieren lassen.

Die beiden Sonderimpfaktionen in Altenhagen und Wehringhausen mit eigens durch das Land NRW zur Verfügung gestelltem Impfstoff wurden durch das große Engagement zahlreicher Beteiligter von Luthers Waschsalon, des Deutschen Roten Kreuzes, des städtischen Gesundheitsamtes, des Impfzentrums, der Feuerwehr Hagen und des Rettungsdienstes, des Ordnungsamtes und der Polizei sowie des Kommunalen Integrationszentrums und des städtischen Quartiersmanagement ermöglicht.

Die beiden Veranstaltungen bilden den Auftakt zu einer stadtweiter Impfaktion in den verschiedenen Stadtteilen Hagens. Voraussetzung hierfür ist die ausreichende Verfügbarkeit von Impfstoff.

177 Coronaverstöße am Hauptbahnhof

8. Mai 2021

177 Verstöße gegen die Allgemeinverfügung der Stadt Hagen, die Coronaschutzverordnung und das Infektionsschutzgesetz stellten 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Hagen gemeinsam mit der Polizei Hagen am Donnerstagnachmittag, 6. Mai, bei einer Schwerpunktkontrolle rund um den Hagener Hauptbahnhof fest.

Die Ordnungskräfte kontrollierten an mehreren festen Standorten rund um den Hauptbahnhof aber auch unter der Altenhagener Brücke. Das Team hat sich auf die Kontrollen von Personenansammlungen und die bestehende Maskenpflicht im Bereich des Hagener Hauptbahnhofes fokussiert.

89 Verstöße gegen die Maskenpflicht

In 89 Fällen wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Davon wurde in 70 Fällen eine Ordnungswidrigkeit angezeigt. Die Betroffenen müssen nun mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen. In 19 Fällen blieb es bei einer mündlichen Verwarnung. Im Bereich des Hauptbahnhofes gilt montags bis samstags in der Zeit von 7 bis 22 Uhr eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Eine entsprechende Beschilderung weist ausdrücklich darauf hin.

Auflösung von Personenansammlungen

Das Team musste mehrere Personenansammlungen auflösen. Gegenüber 84 Personen wurde ein Platzverweis ausgesprochen und durchgesetzt. 75 Personen erwartet darüber hinaus ein Bußgeld in Höhe von jeweils 250 Euro. Neun Personen wurden eindringlich belehrt und verwarnt. In öffentlichen sowie im privaten Raum sind ausschließlich Treffen von Personen eines Haushaltes mit maximal einer Person aus einem weiteren Haushalt gestattet.

Fahrgäste verweigern FFP2-Maske im Bus

Ein Busfahrer der HVG verweigerte zwei Fahrgästen die Mitfahrt, da sie sich weigerten im Bus eine FFP2-Maske zu tragen. Seit dem 24. April gilt in Beförderungsmitteln des Öffentlichen Nahverkehrs die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske oder eines vergleichbaren Atemschutzes. Da die Personen der Aufforderung des Busfahrers nicht nachkommen wollten, schritten die Ordnungskräfte ein und sprachen gegen die zwei Personen einen Platzverweis aus und die Personen mussten den Bus verlassen.

Verweigerung von Personalienangabe

Eine Person wollte sich nicht ausweisen und verweigerte die Personalienangabe. Gegen diese Person wurde eine Anzeige vorgelegt. Fälschlicherweise herrscht oftmals die Meinung vor, dass man sich gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ordnungsamtes nicht ausweisen müsste. Auf Verlangen des Ordnungsamtes bei einer Kontrolle sind die Personalien anzugeben. Bei einer Verweigerung droht ein Bußgeld von 80 Euro.

Beleidigung von Ordnungskräften

Im Verlauf der Kontrollen kam es dann noch zu einer Beleidigung eines Ordnungsamtsmitarbeiters. Da die Maßnahme durch die Polizei begleitet wurde, konnte gegen die Person unmittelbar vor Ort durch die Beamten der Polizei eine Strafanzeige aufgenommen werden.

Corona in Hagen – Stand: 07.05., 0:00 Uhr

7. Mai 2021

An der Gebrüder-Grimm-Schule gibt es neue Quarantänemaßnahmen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat.

Investorenerfolg Klohäuschen

7. Mai 2021

Eineinhalb Jahre Brachland in Wehringhausen

GWG_0212Szenen wie aus einem Kriegsgebiet: Abbruch preiswerten Wohnraums im Oktober 2019 …

Block 1 Wehringhausen Klohäuschen… und die Situation heute: Ein Klohäuschen hinterm Zaun. Fotos: DW.

Vor anderthalb Jahren, im Oktober 2019, wurde in Wehringhausen ein ganzer Wohnblock aus der Gründerzeit dem Erdboden gleichgemacht. Geblieben ist bis heute nur ein Berg zermahlener Trümmer und als bisheriges Ergebnis großangekündigter Investitionen: ein Baustellenklo. Immerhin haben die Auftraggeber des Abrisses noch einen Baum aus dem ehemaligen begrünten Innenhof des Ensembles verschont.

Ursprünglich wollte die Eigentümerin des Areals, die Wohnungsgesellschaft GWG, dort einen Supermarkt ansiedeln, auf einer Restfläche sollte dazu noch eine Kindertagesstätte entstehen. Die Idee mit dem Discounter zerschlug sich später, ersatzweise wurde ein Schulbau aus der Schublade gezogen.

Schon beim Stichwort „Kita“ schlug die Stadtratsmehrheit erwatungsgemäß die Hacken zusammen, und beim Supermarkt-Ersatzbau Schule standen die meisten Stadtväter und -mütter erst recht stramm.

Auf politischer Ebene angeschoben wurde die Operation von der CDU, genauer gesagt von deren Wehringhauser Untergliederung, in der der Hagener Parteichef Christoph Purps beheimatet ist. Dieser Ortverband ließ sogar extra die NRW-Kommunal- und Heimatministerin Ina Scharrenbach einfliegen, um sich weitere Rückendeckung zu holen.

Der Clou an der Sache: Die Möbelspedition des Herrn Purps ist geschäftlich mit der GWG verbandelt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Die Möglichkeit, dass angesichts des Mangels an Kita- und Schulplätzen die Stadt selbst als Bauherr auftritt bzw. eigene Gebäude reaktiviert, wurde schnell vom Tisch gewischt. Und diese Mentalität hat sich seitdem auch nicht geändert. Lieber veräußert man städtische Schulen an private Anbieter (wie bei der jüngsten FESH-Planung) und mietet stattdessen Flächen bei Investoren an.

Das dürfte allerdings teurer werden – ein wahrhaft starkes Zeichen in einer mit 1 Milliarde Euro verschuldeten Kommune.

In Wehringhausen zeigt sich beispielhaft die Planungskompetenz, die die Hagener immer wieder erleben mussten und auch weiterhin erleben werden. Aus einer Gemengelage von einzelnen Kapitalinteressen und politischer Willfährigkeit werden Kumpane bedient und wird am Gemeinwohl vorbeigewurschtelt. Ergänzt wird dieses Gebaren durch persönliche Profilierungssucht – selbst der kleinste Gartenzwerg hält sich für eine Statue von nationalem Rang.

Dazu passt hervorragend das Baustellenklo, ein wahrer Ruhmestempel für die vereinigten Drahtzieher in der Stadt – die Walhalla von Wehringhausen.

Neuer Eingang für das Freilichtmuseum

7. Mai 2021

Planung FreilichtmuseumNeue Kasse: Die Visualisierung zeigt die Rückseite des Gebäudes mit einem überdachten Steg entlang des Mäckingerbaches. Foto: LWL.

Das Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Hagen bekommt ein neues Eingangsgebäude. Den Grundstein dafür haben am Dienstag (4.5.) Klaus Baumann, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung, LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer und LWL-Museumsleiter Dr. Uwe Beckmann gelegt.

In Zukunft betreten die Besucher das Museum direkt am Parkplatz. Das neue Eingangsgebäude bietet Raum für den Ticketverkauf, einen Shop, die Haltestelle für die geplante Wegebahn, Schließfächer für Bollerwagen sowie für Fahrrad- und Motorradhelme sowie Toilettenanlagen. Das verglaste eingeschossige Gebäude entsteht entlang des Mäckingerbaches, der die Besucher durch das ganze Museum begleitet.

Die zukünftige Elektrobahn startet direkt am Parkplatz und fährt durch das gesamte Freilichtmuseum. Das erleichtert vielen Besuchern die langen Wege im 42 Hektar großen Museum.

„Vom Parkplatz bis zum oberen Handwerkerbereich sind es 2,5 Kilometer zu Fuß. Dabei sind 80 Höhenmeter mit Steigungen von bis zu 15 Prozent überwinden. Das wollen wir vor allem Menschen mit Behinderung, älteren Museumsbesucher:innen und Familien mit Kinder- oder Bollerwagen nicht zumuten“, so Rüschoff-Parzinger. „Ab der Saison 2023 können die Besucher direkt am Parkplatz in die Bahn einsteigen, die sie bis zur Bäckerei im oberen Museumsbereich bringt.“

„Das ‚Energiepolitische Konzept des LWL zur nachhaltigen Reduzierung von Verbrauchskosten und der CO2-Emmisionen‘ wird hier angewendet“, sagte Baumann. „So produziert zum Beispiel die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bahn-Betriebsgebäudes umweltfreundlich einen großen Teil des Stroms für die Elektro-Wegebahn.“

Stoff für Steuerfahnder

7. Mai 2021

Impfangebot für einzelne Berufsgruppen

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat in seinem Erlass vom 06.05.2021 weitere Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe 3 für eine Impfung gegen das Coronavirus impfberechtigt. Derzeit liegt allerdings noch keine Öffnung aller Berufsgruppen nach Paragraph 4 der Impfverordnung vor. Ab sofort können sich auch folgende Personengruppen gegen das Coronavirus impfen lassen:

  • Steuerfahnder
  • Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkten
  • Beschäftigte an weiterführenden Schulen
  • Beschäftigte im Justizvollzug mit Gefangenenkontakten
  • Gerichtsvollzieherinnen und -vollzieher
  • Beschäftigte in den Servicebereichen der Gerichte und Justizbehörden, Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte
  • Beschäftigte im Ambulanten Sozialen Dienst der Justiz
  • chronisch Erkrankte nach §4 I Nr.2 ImpfVO
  • Zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person
  • Personen der Kinder- und Jugendhilfe

Vor der Buchung eines Impftermins im Hagener Impfzentrum über das Buchungsportal www.terminland.de/impfzentrum-hagen sollten Interessierte die eigene Berechtigung anhand der angegebenen Impfberechtigungen überprüfen, um eine Abweisung vor Ort am Impfzentrum zu vermeiden.

Corona in Hagen – Stand: 06.05., 0:00 Uhr

6. Mai 2021

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Impfaktion in Wehringhausen

6. Mai 2021

Für Obdachlose und Bürger in prekären Wohnverhältnissen

Impfaktion02_Foto-Charlien-Schmitt_maxAuch Dr. Anjali Scholten, Leiterin des Hagener Gesundheitsamtes, impfte vor Ort. Foto: Charlien Schmitt.

Nach wie vor ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Hagen sehr hoch, gestern (5. Mai) lag der Wert bei 272,4. Dieser hohe Wert geht einher mit einer weiterhin hohen Belastung der Intensivstationen in den Krankenhäusern.

Um die Infektionszahlen zu senken, hält die Stadt Hagen es für geboten, alle Bürgerinnen und Bürger ausreichend über ein Impfangebot zu informieren. Im Rahmen dieser Aufklärung fand gestern auf dem Bodelschwinghplatz in Wehringhausen eine Impfaktion für Obdachlose sowie Bürgerinnen und Bürger in prekären Wohnverhältnissen statt.

Ganz bewusst habe sich das Gesundheitsamt der Stadt Hagen dafür entschieden, mit dieser Impfaktion in den Stadtteil Wehringhausen und morgen in den Stadtteil Altenhagen zu gehen. „Wir haben festgestellt“, sagt Dr. Anjali Scholten, Leiterin des Hagener Gesundheitsamtes“, „dass die Inzidenzzahlen dort höher sind, wo Menschen eng beieinander wohnen und nicht die Möglichkeit haben, auf Distanz zu gehen.“

Zudem werden bestimmte Bevölkerungsgruppen offenbar nicht über die üblichen Kommunikationskanäle erreicht. So sind diese Gruppen in der Statistik des Impfzentrums, obwohl in großen Teilen impfberechtigt, bislang unterrepräsentiert.

Die deutlich ansteckendere britische Variante hat die Ansteckungsrate und damit die Zahl der Infizierten noch einmal verstärkt. Kommt es zu einem Coronafall innerhalb einer Familie, stecken sich inzwischen alle Familienmitglieder an, was beim Urtyp des Virus nicht der Fall war.

Aufgrund dieser Lage entschied sich die Stadt in der vergangenen Woche kurzfristig dazu, eine Aufklärungs- und Impfaktion für Obdachlose und Bürger in prekären Wohnverhältnissen umzusetzen. Im Vorfeld wurden diese Gruppen von Streetworkern und Sprachmittlern des Quartiersmanagements gezielt angesprochen und auf die Aktion unter anderem mit Handzetteln in acht Sprachen (arabisch, bulgarisch, deutsch, englisch, griechisch, italienisch, rumänisch und türkisch) aufmerksam gemacht.

Die Impfaktionen sprechen ausdrücklich alle Obdachlosen und Bürger in prekären Wohnverhältnissen an, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Dies war auch Voraussetzung für die Zustimmung der Bezirksregierung in Arnsberg und des NRW-Gesundheitsministeriums, welche die Impfaktionen ausdrücklich begrüßen.

Im Vorfeld hatte die WPWR die Aktion so dargestellt, als handele es sich um eine Vorzugsbehandlung für Rumänen und Bulgaren. Obwohl Oberbürgermeister Schulz noch im Rahmen der Ratssitzung am 15. April erklärt hatte, „dass keine Möglichkeit besteht, Coronaerkrankungen nach Ethnien sortiert zu erfassen“, bekräftigte Stadtsprecher Michael Kaub nach Angaben des Blattes das Vorgehen: „Dies ist der beste Weg, um diese Bevölkerungsgruppe, die wir über die üblichen Kommunikationskanäle kaum erreichen, impfen zu können.“

Und tatsächlich wurden seitens der Stadt Handzettel verteilt, die sich gezielt an Menschen aus diesen beiden Herkunftsländern richteten: „Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger, Sie sind aus Rumänien oder Bulgarien in unsere Stadt Hagen zugezogen.“

Jetzt also die „Kehrtwende“ (WPWR): „Die Impfaktion richtet sich an obdachlose Personen und Bürger in prekären Wohnverhältnissen – sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund“, erklärte Clara Treude, Sprecherin der Stadt Hagen nach Angabe des Blattes.

Die geradezu amateurhafte Kommunikation der Stadt, die sich schon durch die gesamte Corona-Pandemie zieht, liefert nicht nur dem Heimatblatt Futter zum Überleben, sondern versorgt auch die mit nur dürftigen kommunalen Positionen ausgestattete AfD mit Munition.

Die Stadt jedenfalls bewertete den Impfstart in Wehringhausen als „erfolgreich verlaufen“. Trotz schlechter Wetterverhältnisse fanden sich schon zu Beginn der Aktion auf dem Bodelschwinghplatz so viele Bürgerinnen und Bürger ein, dass sich eine Schlange vor dem Impfzelt bildete. Bis zum offiziellen Ende um 17 Uhr waren 110 Impfdosen verimpft. Die zu diesem Zeitpunkt noch rund 50 wartenden Bürgerinnen und Bürger wurden aber nicht weggeschickt, sondern noch geimpft.

Das ist ja schön, aber für einen so großen Stadtteil gleichwohl ein eher mageres Ergebnis.

Einen „ähnlich guten“ Verlauf erwarten die Verantwortlichen heute auf dem Friedensplatz in Altenhagen. Die Stadt Hagen möchte, wenn auch die Impfaktion in Altenhagen gut angenommen wird, noch weitere umsetzen. Voraussetzung hierfür ist aber, dass vom Land entsprechender Impfstoff bereitgestellt wird.

Weitere Coronafälle an Hagener Schulen

6. Mai 2021

An folgenden Hagener Schulen gibt es neue Quarantänemaßnahmen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die jeweilige Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat: Fritz-Reuter-Schule und Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule.

Das Gesundheitsamt ist mit den Einrichtungen im Austausch und ermittelt die Infektionsketten. Direkte Kontaktpersonen werden gegebenenfalls getestet. Die Abstriche finden bewusst mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung statt, da das Virus sich in der Regel nicht unmittelbar nach Ansteckung nachweisen lässt. Alle Betroffenen müssen bis zum Vorliegen der Testergebnisse zunächst in Quarantäne bleiben.

Corona in Hagen – Stand: 05.05., 0:00 Uhr

5. Mai 2021

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus sind in Hagen zwei weitere Personen verstorben (geboren 1938 und 1943).

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Corona-Politik: In der Ethno-Falle

5. Mai 2021

Hagener Verwaltung leitet Wasser auf die Mühlen der AfD – WPWR hilft mit

Die Stadt Hagen hat sich im Rahmen der Corona-Pandemie etwas Besonderes einfallen lassen: „Sonder-Impftage nach Nationalitär“ titelte die WPWR am Dienstag groß auf der Titelseite ihrer Lokalausgabe. Und tatsächlich wurde ein eigenes Programm exklusiv für Menschen aus Rumänien und Bulgarien ins Auge gefasst.

„Eigentlich wollte die Stadt die mobile Impfaktion noch gar nicht öffentlich machen“, behauptete das Blatt und fuhr gleich zwei Kommentatoren auf – wohl um eine vermeintliche Pluralität innerhalb der Redaktion zu dokumentieren. Die sich allerdings als Chimäre erweist.

Für Redakteur Hubertus Heuel geht es um „jene Bevölkerungsgruppen (…), die – aus Sorglosigkeit oder Ignoranz, auf jeden Fall aber fahrlässig – für die Ausbreitung des Virus mitverantwortlich zu machen sind“.

Heuels Kollege Jens Stubbe geht noch einen Schritt weiter und behauptet wider besseres Wissen: „Nicht Vorerkrankungen, Alter oder berufsbedingte Kontakte spielen mehr eine Rolle. Das Vakzin bekommt, wer einen bulgarischen oder rumänischen Pass hat.“

Heuel müsste vielleicht mal, bevor er solches Zeug absondert, seinen Hintern beispielsweise nach Haspe bewegen. Hier könnte er innerhalb der Maskenzone beobachten, wie sich soziologisch ganz unterschiedliche Vertreter der Gesellschaft entweder an die Corona-Regeln halten oder eben auch nicht.

Und Stubbe, immerhin Redaktionsleiter, hat offensichtlich nicht einmal den Artikel seines eigenen Blatts gelesen, den er trotzdem fälschlich kommentiert. Dort ist deutlich zu lesen, dass kein anderer Impfwilliger zu leiden hat: „Der Stadt Hagen werden vom Land NRW für die Aktion 1000 zusätzliche Impfdosen zur Verfügung gestellt.“ Zusätzliche! Priorisierten wird also nichts weggenommen. Was aber einen Stubbe nicht irritieren muss.

Die beiden grandiosen Heimatblatt-Schreiber leiten mit ihren Ergüssen nur Wasser auf die Mühlen der rechtsnationalen AfD. Aber – das sei ihnen ein kleiner Trost – sie stehen damit nicht allein da. Auch die Stadt hilft dabei kräftig mit.

Noch in der Ratssitzung am 15. April erklärte Oberbürgermeister Schulz auf eine Frage des AfD-Fraktions- und Partei-Führers Eiche laut Protokoll, „dass keine Möglichkeit besteht, Coronaerkrankungen nach Ethnien sortiert zu erfassen“. Jetzt sah seine Verwaltung das plötzlich offenbar ganz anders.

Die blaulackierten Rechtausleger werden es dankbar zur Kenntnis nehmen. Wissenschaftliche Erkenntnisse stehen dort sowieso nicht besonders hoch im Kurs. Aber bei Stadt und Heimatblättchen eben auch nicht.

Jemand, der sich mit sozialen Ungleichheiten in der Pandemie beschäftigt, ist Felix Römer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Berliner Humboldt-Universität. Der warnt davor, das Thema auf den Aspekt Migration zu verengen:  „Armut und Migration sind nicht voneinander zu trennen“, betont er laut Süddeutscher Zeitung. Kulturelle Faktoren zu betonen, sei historisch immer ein Mittel gewesen, Einwanderern eine Mitschuld zu geben.“

Muge Cevik, Infektionsepidemologin an der St.-Andrews-Universität in Schottland, sieht das ähnlich: Das Risiko liege „natürlich nicht im ethnischen Hintergrund, sondern in den Lebens- und Arbeitsbedingungen“.

Vierte städtische Gesamtschule in Planung

5. Mai 2021

Privatschule FESH wird Schulgebäude in Vorhalle angeboten

Die Schülerzahlen in Hagen steigen – ab dem Schuljahr 2028/29 werden laut Berechnung eines Gutachters in der Sekundarstufe I pro Schuljahr 150 Plätze fehlen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Schulausschuss bereits im Juni vergangenen Jahres einen einstimmigen Empfehlungsbeschluss gefasst, der durch den Rat der Stadt Hagen am 25. Juni 2020 mit einer Mehrheit bestätigt wurde.

Der Standort der neuen städtischen Gesamtschule soll das Schulzentrum Wehringhausen werden. Voraussetzung dafür ist, dass für die dort untergebrachte Freie Evangelische Gesamtschule Hagen (FESH) und die Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh andere Standorte bereitgestellt werden können.

Die Verwaltung hat dazu mit der FESH zunächst verschiedene Optionen erörtert. Eine mögliche Übernahme des Hauptschulgebäudes Voßacker in Vorhalle stellte sich auch für die FESH als besonders sinnvoll heraus. Über den möglichen Kauf des Gebäudes, an dem die FESH grundsätzlich interessiert ist, wird derzeit noch gesprochen.

Daher wird die Verwaltung folgenden Vorschlag in die Gremien einbringen:

Als Voraussetzung für die Errichtung einer vierten Gesamtschule wird die Verwaltung mit der Erstellung eines organisatorischen Szenarios für die Freistellung des Schulzentrums Wehringhausen beauftragt. Der Rat der Stadt Hagen stimmt zur Erreichung dieses Ziels grundsätzlich einer Übernahme der Hauptschulgebäudes Voßacker 21 in Hagen-Vorhalle durch die FESH zu. Die Verwaltung wird beauftragt, mit der FESH weiter hinsichtlich eines Verkaufs des Hauptschulgebäudes Voßacker zu verhandeln und die Ergebnisse den politischen Gremien zur Entscheidung vorzulegen.

Die FESH, getragen von fundamentalistisch orientierten „Christen“, wird fast ausschließlich mit Steuermitteln finanziert. Gründungsmitglied und Schulträger ist nach eigenen Angaben Christa Stiller-Ludwig, stellvertetrende Umweltamtsleiterin der Stadt Hagen und Sprecherin des Kreisverbands Hagen der Grünen.

Die Verbindung der FESH mit Politik und Verwaltung könnte ein Grund sein für die mitfühlende Behandlung der Schule, obwohl das Gebäude angesichts der seit vielen Jahren anhaltenden Nachfrage nach Gesamtschulplätzen, die nicht bedient werden kann, dringend benötigt wird.

Die von der FESH angemieteten Räumlichkeiten könnten nämlich laut Auskunft der Verwaltung in der Bezirksvertretung Mitte am 27.02.2020 jährlich gekündigt werden, was der Schule natürlich bekannt ist. Die Suche nach einem weiteren Verbleib an einem anderen Standort wäre eigentlich ausschließliche Angelegenheit dieser Privatschule – und nicht der Öffentlichkeit und der von ihr finanzierten Stadtverwaltung.

Die ebenfalls von den Maßnahmen betroffene Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh könnte laut Gutachten zur Schulentwicklungsplanung zukünftig im Gebäude der ehemaligen Förderschule August-Hermann-Francke untergebracht werden. Hierzu muss dieses Gebäude erweitert und den neuen Anforderungen angepasst werden.

Muschelsalat soll in Sportstadien stattfinden

5. Mai 2021

Wenn die Corona-Schutzverordnungen es zulassen, soll die Muschelsalat-Saison am 7. Juli im Ischelandstadion mit einem Auftritt des „Wall Street Theatre“ beginnen; es folgen im Juli drei Odyssee-Konzerte mit Weltmusik und eine weitere Veranstaltung in der Kampfbahn Boelerheide (11.8.), eine Veranstaltung in der Bezirkssportanlage Helfe (4.8. – NN-Theater) und das Finale am 18. August in der Bezirkssportanlage in Haspe. (…)

Unklar ist noch, wie viele Zuschauer jeweils zugelassen werden können; damit möglichst viele Hagener in den Genuss der lange vermissten Kultur kommen können, werden alle Veranstaltungen außer den drei Odyssee-Konzerten pro Abend zweimal nacheinander aufgeführt. (…)

Quelle: wp.de

Corona in Hagen – Stand: 04.05., 0:00 Uhr

4. Mai 2021

Riepe: Anwohner-Antrag für Baustopp abgewiesen

4. Mai 2021

Für den Normalbürger ohne juristisches Wissen ist es eigentlich kaum noch nachvollziehbar, was gerade auf dem Baufeld an Knippschild- und Buschstraße geschieht, wo sich das Sanitätshaus Riepe auf einer knapp 17.000 Quadratmeter großen Fläche erweitert und bereits mit dem Bau eines neuen Manufakturgebäudes begonnen hat.

Und das, obwohl Anwohner Klage gegen den für den für das Vorhaben beschlossenen Bebauungsplan eingereicht haben, über die noch nicht entschieden ist. Einen Eilantrag der Anwohner für einen vorläufigen Baustopp hat das Verwaltungsgericht Arnsberg abgewiesen (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Stadt hat Kita-Beiträge für Mai nicht eingezogen

4. Mai 2021

Im Vorgriff auf Einigung mit dem Land

Auch wenn es bislang noch immer keine Einigung zwischen dem Land und den Kommunen zum Erlass von Kita-Beiträgen gibt, hat die Stadt Hagen auf einen Einzug für den Monat Mai verzichtet.

Oberbürgermeister Schulz: „Wir haben dies getan, um die Eltern, die seit Monaten von einem durch die Corona-Krise eingeschränkten Betreuungsangebot betroffen sind, endlich ein Stück entlasten zu können. Wir hoffen, dass eine Einigung mit dem Land in dieser unendlichen Geschichte nun zeitnah im Sinne der Eltern erzielt werden wird!“

Wer als Selbstzahler den Mai-Beitrag bereits an die Stadt überwiesen hat, wird diesen nach der Einigung kurzfristig zurückbekommen. OB Schulz: „Wir sind als Stadt auch weiterhin bereit, bei einem eingeschränkten Betreuungsangebot auf Beiträge zu verzichten, wenn das Land seinerseits seiner Verantwortung durch eine 50-prozentige Erstattung Rechnung trägt.“

„Mach Deinen eigenen Strom“

4. Mai 2021

Kostenfreier online-Vortrag über Balkon-Solarmodule

„Mach Deinen eigenen Strom“ ist das Motto des Abends, zu dem die BürgerEnergieGenossenschaft-58 in Kooperation mit dem AllerWeltHaus Hagen am Montag, 10. Mai 21, 19 Uhr, digital einlädt.

Balkon-Solargeräte auf dem Balkon, der Terrasse, im Garten, auf dem Dach oder an der Fassade reduzieren den CO2-Fußabdruck, decken einen Teil des monatlichen Strombedarfs und machen den Nutzer als Teil Selbstversorger unabhängiger. Mit einem Steckersolargerät kann jeder die Energiewende auch zu Hause aktiv vorantreiben.

Der Vortrag findet über ZOOM statt und ist kostenlos. Eine Anmeldung ist bis zum 7.5.21 unter info@allerwelthaus.org oder telefonisch 02331-21410 möglich.

Polizei löst „Glaubensfest“ in Haspe auf

4. Mai 2021

Massive Verstöße gegen Coronaregeln

Die Hagener Polizei hat am Sonntagabend (02.05.2021) eine Feier in einer 70qm- Wohnung in der Voerder Straße wegen massiver Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung aufgelöst. An der Veranstaltung nahmen insgesamt 26 Erwachsene und 17 Kinder teil.

Beim Eintreffen einer Polizeistreife versuchte sich ein Teil der Personen in verschiedenen Räumen der Wohnung zu verstecken. Alle trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Gegenüber den Beamten gab der 43-jährige Wohnungsmieter an, dass man ein „Glaubensfest“ feiere. Hierfür sei zudem Verwandtschaft aus dem Ausland gekommen. Weiterhin äußerte er, dass er nicht um das derzeitige Verbot solcher Feiern gewusst habe.

Die Polizeibeamten beendeten die Veranstaltung und schrieben 26 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Fünf Personen mussten an Ort und Stelle eine Sicherheitsleistung bezahlen, da sie keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Zudem wurden den Anwesenden wesentliche Bestandteile der aktuelle Corona-Schutzverordnung deutlich durch die Polizei erläutert.

Corona-Einsatz in Altenhagen

4. Mai 2021

Ordnungsamt, Polizei und Sprachmittler sensibilisieren Bürger in Altenhagen

Am vergangenen Freitagnachmittag, 30. April, führte der Bezirksdienst Altenhagen der Hagener Polizei gemeinsam mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes und Sprachmittlern des Quartiersmanagements erneut eine gemeinsame Streife im Stadtteil Altenhagen durch.

Bereits kurz vor Silvester haben Stadt und Polizei mit einer ähnlich gelagerten Aktion sehr gute Erfahrungen gemacht. Erklärtes Ziel war es diesmal, insbesondere aus Südosteuropa stammenden Menschen die aktuell geltenden Corona-Regeln und mögliche Gefahren bei einer Missachtung in ihrer Landessprache näher zu bringen.

Dabei wurde der Zeitpunkt des gemeinsamen Streifenganges sehr bewusst gewählt. Denn am Samstag, 1. Mai, fand das christlich-orthodoxe Osterfest statt, an dem es üblicherweise zu größeren Menschenansammlungen und somit zu einem erhöhten Corona-Infektionsrisiko kommen kann.

Letztlich konnten bei dem Streifengang viele Bürger erreicht werden und in nach Angaben der Stadt „interessanten Gesprächen“ war es so möglich, wichtige Corona-Regeln in der entsprechenden Landessprache zu verdeutlichen. Begleitend wurden Aufklärungsbroschüren, Schutzmasken und Desinfektionsmittel verteilt.

Insgesamt war die Resonanz bei allen Beteiligten durchweg positiv. Daher sind in Zukunft weitere gemeinsame Streifengänge dieser Art geplant.

Hagener Klinik Ambrock stellt Chefarzt frei

4. Mai 2021

Zuletzt berichteten Mitarbeiter von einem Klima der Angst. Jetzt hat die Klinik ihren Chefarzt freigestellt. Wegen eines Datenschutzvorfalles. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Artikel bewegt sich weitgehend im Spekulativen – nichts genaues weiß man nicht. Selbst Gerüchte werden bemüht. Aber das reichte als Aufmacher auf der Titelseite des Lokalteils.

„Die Lage ist dramatisch“

4. Mai 2021

terre des hommes Gruppe Hagen bittet um Hilfe für Indien

Die Hagener terre des hommes Gruppe hat jahrzehntelange Beziehungen zu den Mitarbeitern der Organisation und den Projektpartner in Indien, vertieft durch wechselseitige Besuche. Deshalb betrifft uns die Situation in der CoronaPandemie dort besonders“, so die Sprecherin der Hagener Gruppe Barbara Blindert.

Das Virus ist nicht mehr unter Kontrolle und breitet sich rasend schnell aus. Viele Kinder verlieren von einem Tag auf den anderen ihre Eltern. In den engen Elendsvierteln und ohne medizinische Versorgung haben sie keine Chance.

Die indischen Partnerorganisationen tun alles, um besonders den Kindern beizustehen. „Niemand kümmert sich um sie. Ohne Hilfe landen sie auf der Straße“, so die verzweifelte Beschreibung von Ritu Mishra, der Projektkoordinatorin aus Delhi.

„Am dringendsten gebraucht werden Nahrungsmittel und eine medizinische Basisausstattung. Diese »medical kits«, bestehend aus Fieberthermometer, Vitamintabletten, Schutzmasken u.ä. sind sehr wichtig, deshalb werden wir sie schnell zur Verfügung stellen, sagt Ingrid Mendonca, Leiterin des indischen Regionalbüros in Pune.

Eine Partnerorganisation hat einen sogenannten »Helpdesk» eingerichtet, wo lebenswichtige Informationen zusammengetragen sind. Dort erfährt man, wo man am schnellsten Sauerstoff bekommt oder welches Krankenhaus wieder Betten zur Verfügung hat. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Indienbüros in Pune und der ProjektpartnerOrganisationen im ganzen Land sind persönlich von Corona betroffen.

Ingrid Mendonca ist entschlossen, gemeinsam mit ihrem Team Hilfe zu leisten. „Die Lage ist dramatisch. Wir gehen trotz allem davon aus, dass Solidarität untereinander und internationale Hilfe dafür sorgen werden, dass sich die Situation wieder bessert.

Die Hagener terre des hommes Gruppe macht sich große Sorgen um die Mitarbeiter in Indien und bittet deshalb um Unterstützung ihrer Arbeit.

Spendenkonto: terre des hommes, DE34 2655 0105 0000 01111 22

Corona in Hagen – Stand: 03.05., 0:00 Uhr

3. Mai 2021

WPWR verliert weiter Käufer

3. Mai 2021

Trash und Fakebook-Geschwafel bringen keine neuen Leser

Das Hagener Lokalblatt befindet sich weiter auf Abwärtskurs. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die verkaufte Auflage wieder um 4,4 Prozent zurück. Das ergibt sich aus den Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw).

Die Versuche, sich mit Adaptionen aus Trash-TV und gedruckter Wiedergabe von Fakebook-Geschwafel aus dem Sumpf zu ziehen, sind offenbar gründlich daneben gegangen. Der eher gesetzteren Kundschaft dürften Reportagen über tätowierte Krankenschwestern und überwiegend dumpfbackige Ergüsse aus den immer noch so genannten „sozialen“ Medien eher übel aufstoßen als zur Vertrauensbildung beitragen.

In ihrer Verzweifelung hat die „Stadtredaktion“, wie sie sich selber in einem Anflug von Selbstüberschätzung zu nennen pflegt, jüngst zu einer „Redaktionskonferenz mit Lesern“ geladen. Die Resonanz war erwartungsgemäß überschaubar.

Nach dem, was das Blatt darüber veröffentlichte, waren von zehn Redaktionsmitarbeitern nur zwei anwesend: Redaktionsleiter Jörg Stubbe und Mike Fiebig. Dafür wurden ihnen aber diverse Aufpasser der Funke-Medien zur Seite gestellt: Richard Wix („Conversion Manager“), Anne Krum („Editor in Chief“), Annika Rinsche („Head of Online“) sowie der inzwischen aufgestiegene Michael Koch, früherer Chef der Hagener Lokalredaktion.

Von irgendeiner Form selbstkritischer Reflexion war im Nachgang nichts zu lesen. Es überwog die Selbstbeweihräucherung. Es habe „Lob und Wertschätzung“ stattgefunden, hieß in der Freitagsausgabe der WRWP. Als Qualitätskriterium gilt es demnach schon, dass „wir beispielsweise alle aus Hagen kommen“ und neue Kollegen angeblich „einen tollen und erfrischenden Job machen“.

Für die Stadtgesellschaft ist es tragisch, dass die einzige verbliebene Tageszeitung immer weiter den Bach heruntergeht. Aber die Funke-Medien als Eigentümer des Medien-Monopols in der Stadt (WP, die redaktionslose WR, Radio Hagen und das Reklameblatt Stadtanzeiger) haben allem Anschein nach keinerlei Interesse an einer qualitätvollen lokalen Berichterstattung.

Die nächsten Quartalszahlen werden es zeigen – sie dürften kaum nach oben gehen.

„Unverständnis in der Bevölkerung“

3. Mai 2021

René Röspel zur Kandidatur von Timo Schisanowski

In einem Interview mit der WPWR, das am heutigen Montag erscheinen wird, äußerte sich der langjährige Bundestagsabgeordnete René Röspel (SPD), der von seiner Partei für die Wahl im September nicht wieder nominiert wurde, auch zum neuen Kandidaten Timo Schisanowski.

Die (knappe) Abstimmungsniederlage habe er zu akzeptieren, sagte Röspel. Nicht ohne vorauszuschicken, er wolle „es mal diplomatisch sagen“. Andererseits tue es ihm „natürlich auch gut, dass ich bislang viel Unverständnis, Solidarität und Ratlosigkeit erlebt habe – in der Bevölkerung wie auch bei vielen Kollegen im Bundestag“.

Der Frage danach, ob er Schisanowaski zutraue, das Direktmandat zu holen, wich Röspel aus: Die „Voraussetzungen“ seien da. Im Subtext schwingen die Bedenken mit, dass Schisanowski trotz der für die Hagener SPD traditionell günstigen Rahmenbedingungen die Wahl vergeigen könnte. Es sind ja nur die „Voraussetzungen“ da und bislang ist selbst für Wohlmeinende nicht erkennbar, wie der Röspel-Nachfolger diese auszufüllen vermag.

Er selbst sei „in jede Wahl wie früher in ein Handballspiel gegangen: Es steht 0:0, und nach 60 Minuten wird man sehen“, beschreibt Röspel seinen eigenen Ansatz und vergaß auch nicht daraufhinzuweisen, dass er „mit den Erststimmen immer weit vor meiner Partei gelegen“ habe.

Ein deutlicher Hinweis darauf, dass das im Herbst anders sein könnte.

Corona in Hagen – Stand: 02.05., 0:00 Uhr

2. Mai 2021

Zwei weitere Hagener sind in Verbindung mit dem Coronavirus verstorben. Während inzwischen bundesweit die Zahl der Infektionen rückläufig ist, bewegt sich Hagen weiterhin auf hohem Niveau.

„Ich wollte nichts Dekoratives schaffen“

2. Mai 2021

Zum 125. Geburtstag des Hagener Bildhauers Karel Niestrath

In diesen Tagen wäre er 125 Jahre alt geworden: Karel Niestrath (* 1896 in Salzuflen; † 1971 in Hagen) war der Hagener Bildhauer, der Relief und Skulpturen am Dortmunder Mahnmal Bittermark (Foto: mbdortmund) zum Gedenken an die Zwangsarbeiter und Widerstandskämpfer schuf, die an den Tagen vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in Dortmund ermordet wurden.

Niestrath begann seine künstlerische Laufbahn mit einer Bildhauerlehre. Verletzt 1917 aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, studierte er an der Werkkunstschule Bielefeld. Später setzte er sein Studium an der Dresdner Kunstakademie fort. Niestraths Werk war geprägt von der Erfahrung des Ersten Weltkriegs, die er in Plastiken und Aquarellen darstellte.

Karl Niestrath, der seit 1924 bis zu seinem Tode vor 50 Jahren in Hagen lebte, war Gründungsmitglied des Künstlerbundes Hagenring. Er gehörte als junger Bildhauer Anfang der 20er Jahre zu den großen Talenten der aufbrechenden Moderne. Erste Preise im Studium an der Dresdner Akademie, Förderung durch Museumsdirektoren in Bielefeld, Dresden und Hagen, zahlreiche Zeitungsberichte und Aufträge geben davon noch heute ein beredtes Zeugnis.

Thematisch und formal weisen seine frühen Arbeiten Bezüge zu Käthe Kollwitz, der er freundschaftlich verbunden war, auf. Gemeinsamkeiten zeigen sich in dieser Phase auch mit Ernst Barlach.

Die meisten seiner Arbeiten, die auch heute noch in Hagen zu sehen sind, entstanden in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. So finden sich zahlreiche Skulpturen und Kleinplastiken in den damals entstandenen Siedlungen des städtischen und genossenschaftlichen Wohnungsbaus oder Einrichtungen der öffentlichen Versorgung wie am ehemaligen Wehringhauser Straßenbahndepot (nach dem Abriss im Depot Oberhagen wieder angebracht).

Für die Cunosiedlung schuf Niestrath in den Jahren 1927/28 beispielsweise neben Portalfiguren und Hauszeichen auch eine Gruppe von Musikern: einen Dudelsack-Spieler, einen Schalmeien-Bläser, einen Ziehharmoniker-Spieler und einen Trommler (Foto: Rainer Halama, CC BY-SA 3.0).

1933 wurde sein Werk Kriegskrüppel in der NS-Ausstellung Entartete Kunst als Foto gezeigt, seine Werke wurden in der Folgezeit aus Museen und der Öffentlichkeit verbannt. Das Westfälische Landesmuseum in Münster zeigte 2008 unter 44 Exponaten, welche während der NS-Diktatur als „entartete Kunst“ entfernt worden waren, Niestraths Skulptur Die Hungrige.

Erstaunlich ist, dass trotz der Restriktionen vom Landesmuseum noch Werke verfemter Künstler angekauft werden konnten: Provinzialkonservator Wilhelm Rave, der kommissarisch das Museum leitete, entschied sich 1943 für den Ankauf von zwei Büsten Karel Niestraths, die den verfemten Maler Christian Rohlfs und den als Mitverschwörer des Attentats vom 20. Juli 1944 hingerichteten Ferdinand von Lüninck, ehemals Oberpräsident der Provinz Westfalen, darstellten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Niestrath zunächst Lehrer an der von Hans Tombrock 1947 in Dortmund gegründeten Malerschule, später Dozent an der Werkkunstschule Dortmund.

In der Eingangshalle des Hagener DGB-Hauses steht neben dem Treppenaufgang auf einem 50 cm hohen Sockel eine Bronzefigur von Karel Niestrath. Das Werk – eines seiner ersten nach dem 2. Weltkrieg – ist im Auftrag des Gewerkschaftbundes hergestellt worden.

Die Figur ist lebens­groß und zeigt einen Metallarbeiter in der emphatischer Haltung eines Wortführers, der den Kampf gewerkschaftlich organisierter Arbeiter gegen Unterdrückung und Ausbeutung symbolisieren soll. Bei der Aufstellung der Plastik im Septenber 1951 sagte der Künstler: „Ich wollte nichts Dekoratives schaffen, sondern durch die Figur des Sprechers dem gewerkschaftlichen Gedanken sichtbaren Ausdruck geben.“

1960 gestaltete er die großflächigen Skulpturen und Reliefs für das Dortmunder Mahnmal in der Bittermark. Niestrath verwendet verschiedene Stile und Formen, um das Leid der brutal ermordeten Zwangsarbeiter und Widerstandskämpfer darzustellen. Fast kubistische, eckige Formen charakterisieren die NS-Mörder, vielfältige Skulpturen und Reliefs zeigen die Foltern der fast 300 ermordeten Opfer. Christliche Motive, der gekreuzigte Christus, stehen den heidnisch als Sonnenverehrer gezeichneten NS-Tätern gegenüber.

„Dabei bediente er sich gewagter, nicht einmal alltäglicher künstlerischer Mittel: die ausgemergelten, geschundenen Gestalten, die Opfer, sind mit realistischen Zügen versehen, in ausdrucksvolle organische Formen gemeißelt – die Mörder erscheinen im wahrsten Sinne des Wortes gesichts- und herzlos, als wesenlose Roboter in geometrisch-abstrahiertem Gewand.“ (Günther Ott: Der Bildhauer Karel Niestrath. S. 15)

Karel Niestrath war verheiratet mit der Bildhauerin Eva Niestrath-Berger (* 1914 in Wallerfangen, † 1993 in Hagen), mit der er die Bildhauerklasse der Werkkunstschule Dortmund gemeinsam geleitet hat. Die Grabstätte des Künstlerpaares befindet sich auf dem Friedhof Hagen-Delstern im Bereich der Ehrengrabstätten.

Corona in Hagen – Stand: 01.05., 0:00 Uhr

1. Mai 2021

Hagen bekommt die Pandemie nicht in den Griff. Wie schon in den Zeiten der weichgespülten Maßnahmen im November zirkuliert die 7-Tage-Inzidenz wieder im Bereich zwischen 250 und 300.

Nach neuestem Stand beträgt der Inzidenzwert 261,3. Auf die gesamte Stadt bezogen, sind aktuell 948 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Zwei weitere Personen sind an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben (geboren 1949 und 1959). Damit erhöht sich die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus verstorbenen Hagener auf 290.

Wer hat, der gibt

1. Mai 2021

„Die Reichen müssen für die Krise zahlen“ fordern Intellektuelle aus Wissenschaft, Kunst und Kultur – darunter auch zwei gebürtige Hagener

Stencil-WHDG-Logo-_WHDG_Vor dem Hintergrund der Pandemie-Kosten und den sozial-ökologischen Herausforderungen der Gegenwart fordern mehr als 100 Intellektuelle und zivilgesellschaftliche Organisationen eine stärkere Besteuerung von Reichtum. In einem offenen Brief an die Bundesregierung schlagen sie die effektive Besteuerung großer Erbschaften und Schenkungen, eine einmalige Vermögensabgabe und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer mit einem hohem Steuersatz und ausreichenden Freibetrag vor. Sie warnen vor der Kürzung öffentlicher und sozialer Ausgaben und lehnen eine Rückkehr zur Schuldenbremse ab.

Der Reichtum in Deutschland ist weitaus ungleicher verteilt als lange Zeit angenommen, haben Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden: Mitte 2020 besaß das reichste Prozent 35 Prozent des Gesamtvermögens. Eine Mehrbelastung von Hyperreichen spült laut aktuellen Berechnungen des DIW Ökonomen Stefan Bach Einnahmen in zweifacher Milliardenhöhe in die Staatskassen.

Initiiert wurde der offene Brief von dem Krisen- und Umverteilungsbündnis „Wer hat, der gibt“. Das bundesweite Bündnis hat sich zu Beginn der Corona-Pandemie gegründet und besteht aus verschiedenen politischen Initiativen und Einzelpersonen. Es fordert eine konsequente Besteuerung von Reichtum und langfristig einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaft, um die Ursachen der Ungleichheitsentwicklung zu bekämpfen.

Zu den Erstunterzeichnern gehören auch zwei gebürtige Hagener: die Sängerin Annette Humpe („Ideal“) und der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Axel Troost (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik).

Distanzunterricht erschwert Integration

1. Mai 2021

Kommunales Integrationszentrum schult Lehrkräfte

Online-Kommunikation und E-Learning stellen sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler immer wieder vor Herausforderungen. Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche haben mit den Folgen besonders schwer zu kämpfen.

Um diese Herausforderungen mit den nötigen Kompetenzen meistern zu können, hat das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen im März und April zwei verschiedene Online-Kurse für Lehrkräfte neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler angeboten.

Beide Angebote des KI wurden von einer Vielzahl interessierter Lehrkräfte angenommen. Das erste Angebot umfasste vier kostenlose Online-Workshops mit Dozentin Dr. Natalia Tilton. Hier konnten sich Lehrerinnen und Lehrer zum Thema „Schnell zum Online-Unterricht“ schulen lassen. Bei einem zweiten Angebot konnten sich Schulleitungen und Lehrkräfte weiterführender Schulformen in einer Infoveranstaltung von Dozentin Rena Dimitriadou über das Deutsche Sprachdiplom I (DSD I) informieren.

Thematische Schwerpunkte der Online-Kurse

Zu den Themenschwerpunkten der Online-Seminarreihe mit Dr. Natalia Tilton, die in Fachkreisen für ihre Online-Schulungen zum Thema „Online-Unterricht“ bekannt ist, gehörten zum Beispiel die Wahl geeigneter Unterrichtsplattformen, die Einbindung interaktiver Lehrmethoden, die Lösung typischer Probleme des Online-Unterrichts und die Überwindung von Sprachbarrieren, die angemessene Gestaltung von Lehrmaterialien mit Fotos und Videos sowie die Durchführung von Umfragen und Quizzen. Außerdem gab es viel Raum für das praktische Ausprobieren, den anschließenden gemeinsamen Erfahrungsaustausch sowie die Diskussion von Lösungsansätzen bei auftretenden Problemen im Online-Unterricht.

In ihrer Infoveranstaltung zum DSD I informierte Dozentin Rena Dimitriadou umfassend über das Sprachzertifikat, welches primär für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren konzipiert wurde. Das Zertifikat kann an weiterführenden Schulen sowie allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs im Rahmen einer Sprachstufenprüfung erworben werden, sofern die Schule eine kostenlose Kooperationsvereinbarung mit der DSD-Programmleitung NRW eingeht.

In der Online-Informationsveranstaltung wurden die Teilnehmenden über die Konzeption und Durchführung des Programms informiert. Außerdem erfuhren sie, dass die an dem Programm beteiligten Lehrkräfte in der Testung und Sprachförderung ihrer Schülerinnen und Schüler zwecks der DSD-Prüfung fortgebildet und unterstützt werden. Neben dem informativen Teil gab es auch hier Raum für Best Practise-Beispiele und den Austausch untereinander.

Digitale Bildung im Fokus

1. Mai 2021

FernUniversität startet virtuelle Vortragsreihe

Die Corona-Krise hat digitale Bildung mehr denn je zur Herausforderung für Schulen und Hochschulen gemacht. Wichtig ist das Thema aber auch abseits von Bildungsinstitutionen. Es betrifft die Menschen privat wie beruflich – und beeinflusst z.B. den Arbeitsmarkt. Im Raum steht dabei immer die Frage nach neuen Formen des Lernens.

Diesem Komplex wendet sich jetzt die virtuelle Vortragsreihe „Digitale Bildung im Fokus“ der FernUniversität in Hagen zu. Das Format gliedert sich in drei Teile, in denen sich Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen zu einem bestimmten Stichwort austauschen.

Der erste Teil der Reihe startet am Donnerstag, 6. Mai, mit dem Thema „Lebenslanges Lernen“. Dazu liefert Prof. Dr. Uwe Elsholz (FernUniversität) wissenschaftlichen Input. Ayad Al-Ani (Einstein Center Digital Future, Berlin) kommentiert den Vortrag.

Die Veranstaltung findet online von 18 bis 19 Uhr statt. Alle Interessierten sind herzlich einladen, am ZOOM Meeting teilzunehmen.

Einwahllink für ZOOM: Meeting-ID: 861 8333 1974, Kenncode: 08724833

Der nächste Teil am 27. Mai nimmt „Digitale Kompetenzen“ in den Blick. Inhaltlich knüpft die Reihe an das Hagener Manifest zu New Learning an, um die damit angestoßene Debatte weiterzubefördern und zu vertiefen. Weitere Infos zur Reihe

Für Rückfragens steht das Berlin-Büro für Transfer & Kooperation der FernUniversität gerne zur Verfügung. (Mail: berlin-büro@fernuni-hagen.de).

Corona in Hagen – Stand: 30.04., 0:00 Uhr

30. April 2021

Zwei weitere Personen sind in Hagen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben (geboren 1941 und 1950). Insgesamt weisen aktuell 924 Hagenerinnen und Hagener ein positives Testergebnis auf und 288 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

An der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule gibt es neue Quarantänemaßnahmen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat.

Windschutzscheiben-begrenzter Horizont

30. April 2021

Politischer Wille zur Verbesserung der Radinfrastruktur fehlt in Hagen

von Heide Wenke, VCD

Dass ausgerechnet an der Eugen-Richter-Str irreführend betitelte ‚Schutzstreifen‘ aufgemalt wurden, um den Radverkehr vielleicht nicht sicherer aber wenigstens sichtbarer zu machen, ist ein weiterer Beweis dafür, dass der politische Wille zur Verbesserung der Radinfrastruktur in Hagen fehlt.

An der Straße wurden vor wenigen Jahren neben dem Schulzentrum eine große Anzahl (ca 90?) kleiner Mietwohnungen ohne Parkplätze abgerissen und durch ca 1/3 weniger aber größere Wohnungen ersetzt. Diese bekamen auch eine von der Eugen-Richter-Str zugängliche Tiefgarage mit der entsprechenden Anzahl von Stellplätzen, so dass die Straße während der Maßnahme praktisch eine Baustelle war.

Da der ansonsten viel zitierte ‚Parkdruck‘ durch die zusätzlichen unterirdischen Plätze wegfiel, hätte es die Chance gegeben, bei dieser Gelegenheit die Verkehrsfläche zu Gunsten des gesunden und umweltfreundlichen Radverkehrs neu aufzuteilen, um zumindest stadteinwärts zwischen Obere Rehstraße und Franklinstraße kostengünstig eine Rad-Infrastruktur zu schaffen, die diesen Namen verdient. Doch weit gefehlt: Der quasi zusätzliche Parkstreifen wurde wieder hergestellt, obwohl inzwischen wohl jeder Stadtplaner inzwischen wissen sollte „Parkplätze bauen ist wie Tauben füttern.“

Gern wird darauf verwiesen, dass der sogenannten Verkehrswende durch die entstehenden Kosten Grenzen gesetzt seien. Die Eugen-Richter-Str zeigt dagegen, dass diese Wende eher durch den Windschutzscheiben-begrenzten Horizont der Entscheider ausgebremst wird. Und die von der BV Haspe bewilligten 70.000 Euro für neue Parkplätze beweisen, dass es am Geld für Verkehrsmaßnahmen bei entsprechendem politischem Willen nicht mangelt.

Weiterführender Link:
http://bernd.sluka.de/Radfahren/Schutzstreifen.html

Freizeitareal Familienbad Hengstey

30. April 2021

Start der Bürgerbeteiligung

Der Hengsteysee ist ein bekanntes und beliebtes Freizeit- und Erholungsgebiet für Spaziergänger, Radfahrer und Wassersportler. Jetzt haben die Hagenerinnen und Hagener ab Montag, 3. Mai, bis einschließlich Freitag, 21. Mai, die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung des Plangebietes „Freizeitareal Familienbad Hengstey“ zu beteiligen und eigene Anregungen abzugeben.

Interessierte finden auf der neuen Internetseite www.hagen.de/SeePark zahlreiche Hintergrund-informationen und Darstellungen zu dem Projekt. Unter dem Punkt „Aktuelles“ gelangen sie dann zur Bürgerbeteiligung. Weitergehend informiert der Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung der Stadt Hagen auf der Internetseite http://www.hagen.de unter „Hagen A-Z“ unter dem Punkt „Bebauungspläne im Verfahren“ über die Planungen rund um das Familienbad Hengstey.

Alternativ können die Unterlagen auch im Rathaus I, Historisches Rathaus (Bauteil D), 1. Obergeschoss, eingesehen und Anregungen nach Terminabsprache vor Ort abgegeben werden. Personen, die die Unterlagen vor Ort einsehen oder abgeben möchten, müssen neben der vorherigen Terminabsprache die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in städtischen Gebäuden beachten und ein maximal 24 Stunden altes negatives Coronatestergebnis vorlegen.

Die Stellungnahmen und Anregungen werden im Anschluss geprüft und nach Möglichkeit bei der Planung berücksichtigt. Ansprechpartnerin für Fragen, Terminabsprachen und die Annahme von Stellungnahmen und Anregungen ist Sabine David unter Telefon 02331/207-2585 oder E-Mail sabine.david@stadt-hagen.de.

Hagen als Pilotkommune

30. April 2021

Projekt „Eigenständige Jugendpolitik in kommunaler Verantwortung“

Die Stadt Hagen nimmt als Pilotkommune am Projekt „Eigenständige Jugendpolitik in kommunaler Verantwortung“ teil. Im Jugendhilfeausschuss konnten Margarita Kaufmann, Städtische Beigeordnete für Jugend und Soziales, Bildung und Kultur und Marlies Silies, LWL-Landesjugendamt, den Projekt-Vertrag unterschreiben. Bei dem Projekt handelt es sich um ein gemeinsames Förderprogramm des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW und dem LWL-Landesjugendamt.

Ziel des Projektes ist es, eine eigenständige Jugendpolitik in Hagen zu entwickeln und so Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Einflussmöglichkeiten auf relevante Bereiche in der kommunalen Politik zu ermöglichen. Mit der Unterschrift verpflichtet sich die Stadt Hagen zur intensiven Auseinandersetzung mit den Interessen und Anliegen der jungen Hagenerinnen und Hagener. Die Stadt Hagen wird weiterhin dazu beitragen, einen Dialog zwischen jungen Menschen und Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik herzustellen.

Die Fachabteilung „Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Menschen“ der Stadt Hagen koordiniert die Umsetzung des Projektes in Hagen. Interessierte junge Menschen, die sich an dem Projekt beteiligen möchten, können sich bei den zuständigen Mitarbeiterinnen Hannah Scharlau, Fachgebietsleitung Jugendförderung, unter E-Mail hannah.scharlau@stadt-hagen.de oder Esra Sarioglu, Partizipation von Kindern und Jugendlichen, unter Telefon 01778803334 melden.


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