Autor-Archiv

KunstTour zur Ai WeiWei-Ausstellung nach Düsseldorf

15. Juli 2019

Eine Fahrt zur Ausstellung „Installationen“ des chinesischen Künstlers Ai WeiWei in die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf bietet die Volkshochschule Hagen (VHS) am Samstag, 31. August, von 11 bis etwa 18 Uhr an. Treffpunkt ist um 10.45 Uhr am Hagener Hauptbahnhof.

„Everything is art. Everything is politics“ brachte der international bekannte Gegenwartskünstler Ai WeiWei seine Arbeitsweise auf den Punkt. „Alles ist Kunst, alles ist Politik“ ist auch das Leitmotiv seiner bisher größten Ausstellung in Europa, die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gleichzeitig in den Häusern K20 und K21 zeigt. Raumfüllende Arbeiten und großflächige Bildtapeten verwandeln die Museumsräume in dichte, begehbare Installationen. Die enge Verzahnung von politischem Engagement und künstlerischer Arbeit im Werk des Künstlers lässt die Widersprüche der Gegenwart plastisch werden.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Angabe der Kursnummer 2005 erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung.

Infos zur Ausstellung auf der Homepage der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Hagen vernetzt sich bei der UNESCO gegen Rassismus

14. Juli 2019

Was in Zeiten anhaltender Flüchtlingsdramen, zunehmender Präsenz rechtsextremistischer Gruppierungen und Parteien sowie des ersten rechtsradikal motivierten politischen Mordes in Deutschland wie eine Selbstverständlich klingt, löste in der jüngsten Sitzung des Rates eines äußerst kontroverse Debatte aus: Letztlich entschied das Gremium gegen die Stimmen von CDU, FDP, BfHo und AfD, der UNESCO-Städtekoalition gegen Rassismus beizutreten. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Die europäische Städtekoalition gegen Rassismus der UNESCO (ECCAR) besteht seit 2004. Das Konzept basiert auf der Einsicht, dass Diskriminierung vor Ort entsteht und demnach auch vor Ort bekämpft werden muss. Die UNESCO kooperiert heute mit regionalen Städtekoalitionen in sechs Weltregionen, um geeignete, lokal angepasste Strategien zur Rassismusbekämpfung zu entwickeln.

Infos: Coalition of Cities against Racism

Ein Abbild der Sozialgeschichte

14. Juli 2019

Führung über den Buschey-Friedhof

Mittwoch, 17.07.2019 von 16:00 Uhr – 17:30 Uhr

Der Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen ist der älteste Friedhof Hagens, der noch belegt wird. Er wurde am Ostermontag 1810 eingeweiht und verdeutlicht heute in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur (Foto: Dieter Faßdorf).

Historische Friedhöfe sind nicht nur Zeugen der Vergangenheit und dokumentieren den Umgang mit dem Tod, sondern sie sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey-Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben verschiedener Epochen. Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Der Rundgang über den Buschey-Friedhof gibt Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur.

Teilnahmegebühr: 6 €, eine Anmeldung ist erforderlich unter 0 23 31/207 – 2740. Die Führung findet ab zehn teilnehmenden Personen statt, Treffpunkt ist der Seiteneingang Grünstraße, 58089 Hagen.

Block 1: Initiativkreis fordert Mitsprache der Hagener ein

13. Juli 2019

Jetzt erst recht: Der Initiativkreis Wehringhausen, der vor allem im Rahmen der Soziale-Stadt-Thematik die Entwicklung in Wehringhausen in den vergangenen Jahren konstruktiv begleitete, hat vor dem Hintergrund der veränderten Planungen für den „Block 1“ erneut eine umfassende Bürgerbeteiligung eingefordert. (…)

„Unser Appell bleibt, mit der GWG ins Gespräch kommen zu wollen“, kritisierte Margret Claassen die bislang „unglückliche Attitüde“ der Wohnungsgesellschaft. „Die Stimmung in Wehringhausen ist recht aufgeheizt und die GWG macht sich nicht beliebt“, diagnostizierte Gabriele Haasler. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Kita in alter Kirche in Hagen wird 1,4 Millionen Euro teurer

13. Juli 2019

Der Umbau der früheren Martin-Luther-Kirche im Hagener Bahnhofsviertel zu einem Kindergarten wird erheblich teurer als zunächst geplant. Die Stadt geht von Mehrkosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro aus. Bei dem „sehr ambitionierten Projekt“ hätten sich viele unvorhersehbare Mängel und Überraschungen ergeben.

Trotzdem steht Reinhard Goldbach, Leiter des Fachbereichs Jugend und Soziales, weiter hinter dem Projekt: „Wir haben erhebliche Fördermittel vom Land für genau dieses Projekt bekommen – erheblich mehr als bei einem normalen Kindergartenneubau. Und wir haben städtebaulich das Gebäude erhalten können. Unterm Strich rechnet sich das immer noch für Hagen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hohenlimburg: In anderer Stadt größere Abstände erreicht

13. Juli 2019

Während die Trassenführung der neuen Höchstspannungsleitung durch Hohenlimburg weiter höchst umstritten ist, gibt es im weiteren Verlauf der Stromleitungs-Strecke nun eine Einigung. Netzbetreiber Amprion ist dort – im Gegensatz zu Hohenlimburg – sehr weit auf die Kritik von Bürgern und Stadt eingegangen.

So wird Amprion beim geplanten Bau der 380-kv-Höchstspannungsleitung zwischen Dortmund und Dauersberg in Rheinland-Pfalz in Attendorn auf einen schmaleren Masttypen setzen. Zudem soll sich die Trasse etwas geradliniger den Weg durch die Landschaft bahnen als bislang geplant. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

„Footprint Project“ und Niña Dioz im Volkspark

13. Juli 2019

Auftakt zum Muschelsalat: Wie immer mittwochs, umsonst und draußen

Hagener Sommer und Muschelsalat – das gehört einfach zusammen. Zum 33. Mal bietet das Kulturbüro der Stadt Hagen ein abwechslungsreiches Programm an, das die Zuschauer verführen und verzaubern wird. Zum Auftakt am Mittwoch, 17. Juli, um 19.30 Uhr im Volkspark präsentiert das „Footprint Project“ gemeinsam mit Rapperin Niña Dioz Afrobeat, Jazz, Funk und Breakbeats.

Wenn verschiedene Stile zu einem Groove verschmelzen und die Rhythmen, Tonarten sowie Tempi in Windeseile wechseln, entsteht der aufgeladene Sound von „Footprint Project“, einem zehnköpfigen „High Power Brass’n’Beats Dance Orchester“ aus Berlin (Foto: Max Weise). Die unverwechselbare Mischung mit hochenergetischer Tanzmusik basiert auf Drums, Keys, Bass, Beatboxes und Gitarren. Brasslines und der soulige Gesang der Frontfrau Rokhaya unterstützen die musikalischen Darbietungen.

Rapperin Niña Dioz lebte als homosexuelle Frau in einer von Machismen dominierten Gesellschaft und Musikszene Mexikos nicht ungefährlich. Doch mit ihren urbanen Beats und Trap-Elementen sowie ihren scharfzüngigen Texten eroberte sie sich ihren Platz in der Musikwelt und arbeitet inzwischen erfolgreich in Los Angeles. Gemeinsam mit dem „Footprint Project“ probiert Niña Dioz neue Sounds aus.

Bereits vor Veranstaltungsbeginn erwarten die Zuschauer liebevoll zubereitete Speisen und Getränke.

LWL muss endlich raus aus der Kohle!

12. Juli 2019

SPD und CDU handeln klimapolitisch und wirtschaftlich verantwortungslos

Als „klimapolitisch und wirtschaftlich verantwortungslos“ bezeichnet die heimische LWL-Abgeordnete und Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im LWL Karen Haltaufderheide die Entscheidung von SPD und CDU im Finanzausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), sich nur von einem Viertel der 6,6 Mio RWE-Aktien im Wert von derzeit etwa 154 Mio. EUR zu trennen.

Die Grünen im LWL forderten heute im Finanzausschuss, 100% der RWE-Aktien zu verkaufen. CDU und SPD votierten für einen Verkauf von lediglich 25 % der Aktien. „Damit fallen SPD und CDU weit hinter den Vorschlag des Landesdirektors zurück, immerhin 75% der Aktien abzustoßen“, kommentiert Haltaufderheide, die auch Geschäftsführerin des Hagener Kreisverbands der Grünen ist, die Abstimmung kopfschüttelnd. „RWE ist nicht nur einer der größten CO2-Verursacher in Europa, sondern hemmt den Ausbau klimafreundlicher Energien auch in den Kommunen und Kreisen vor Ort. In Zeiten von Dürresommern, Braunkohleprotesten und Fridays for Future ist ein weiteres Festhalten an RWE seitens der CDU und SPD ein gelinde gesagt falsches Signal.“

Die Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im LWL hatte zuvor bereits mehrfach beantragt, dass die Anteile an der RWE AG verkauft und die Erlöse nachhaltig angelegt werden. „Geldanlagen in klimaschädlichen Branchen belasten unser Klima und sind ein finanzielles Klumpenrisiko. Wir werden weiter für einen vollständigen Verkauf der RWE-Aktien sowie eine ethisch und ökologisch nachhaltige Anlagestrategie kämpfen.“

Anliegerbeiträge – Stärkt Hagens Rat den Bürgern den Rücken?

12. Juli 2019

Heute fällt im Rat der Stadt eine richtungsweisende Entscheidung. Es geht um die Haltung der Stadt Hagen zum Thema Straßenanliegerbeiträge. Ein Thema, in dem gehöriger Druck ist und das viele Bürger der Stadt vor große und für sie unerwartete finanzielle Schwierigkeiten stellt. Nicht nur, dass sie für die Sanierung der Straßen direkt vor ihrer Haustür zur Kasse gebeten werden. Teilweise sollen Hagener Bürger sogar für zwei oder drei Straßen zahlen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Es geht nur um eine Resolution und nicht um eine „richtungsweisende Entscheidung“. Letztere liegt in den Händen des Landtags. Verfasser des Artikels: Mike Fiebig.

Ergänzung: Der Rat hat die Resolution gegen die Stimmen von CDU und FDP und bei Enthaltung der GRÜNEN beschlossen.

Stadt gibt eine Million für marode Hagener Feuerwache aus

12. Juli 2019

Der Sanierungsbedarf der Feuer- und Rettungswache Mitte liegt bei sieben Millionen Euro. Aber der Standort ist ohnehin auf dem Prüfstand. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Führung durch die Liebfrauenkirche Vorhalle

12. Juli 2019

Zu einer Führung durch die Liebfrauenkirche in Vorhalle, Liebfrauenstraße 21, im Rahmen des Urlaubskorbs lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 16. Juli, von 17.30 bis 19 Uhr ein. Der Treffpunkt ist am Eingang der Kirche.

Benno Schmolke, ehemaliger Kunstlehrer und Gründungsmitglied der Künstlergruppe Sepia14-TeamART, führt durch die 1911/12 nach Plänen des Architekten Carl Pinnekamp entstandene Liebfrauenkirche (Foto: Dieter Faßdorf). Die individuell gestalteten Altäre sind Zeugen der Künstler und Kunsthandwerker der „Wiedenbrücker Schule“. In ihnen zeigt sich der Übergang von historischen Vorbildern zum zeitgenössischen Jugendstil. Wandgemälde aus den Jahren 1934 bis 1936 und neu gestaltete Kirchenfenster von 1986 runden den Gesamteindruck ab und präsentieren die Liebfrauenkirche heute als eine der kunsthistorisch interessantesten und schönsten Kirchen Hagens.

Anmeldungen unter Angabe der Kursnummer 1176 nimmt das Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung entgegen. Für die Führung ist kein Eintrittspreis festgelegt. Sie steht unter dem Motto „Zahlen Sie, so viel Sie wollen“.

Keine Lösung für Altschulden in Sicht

11. Juli 2019

Verursacher Bund drückt sich weiter vor Verantwortung

Diabolisches Grinsen als Ersatz für Lösungen: Minister Giffey (SPD), Seehofer (CSU) und Klöckner (CDU) bei der Präsentation des „Plans für Deutschland“. Bildquelle: BMI.

Die Stadt Hagen wird weiter auf unabsehbare Zeit auf ihrem Schuldenberg von 1 Milliarde Euro sitzen bleiben. Nur so lässt sich das interpretieren, was die vom Bund eingesetzte „Kommission Gleichwertige Lebensverhältnisse“ gestern präsentierte.

Kein Wort davon, dass in erster Linie Bundesgesetzgebung verantwortlich für die miserable Finanzsituation vieler Kommunen ist, keine konkreten Vorschläge für eine Entschädigung der städtischen Kassen.

Stattdessen stellten die Minister Horst Seehofer (CSU), Julia Klöckner (CDU) und Franziska Giffey (SPD) ein Papier vor, das über die schon von der Regierung gewohnten Platitüden nicht hinauskommt. Als ob die Zusammenhänge nicht lange bekannt wären, wurde die Problematik der finanziellen Situation der Städte in ein Suchspiel gekleidet: „Eine faire Lösung für kommunale Altschulden finden.“

Geradezu kabarettreif kommen die Regierungsvertreter zu einer für sie bislang offenbar völlig neuen Erkenntnis: „Disparitäten der kommunalen Finanzlage manifestieren sich dort besonders deutlich, wo Kommunen hohe Kassenkreditbestände aufweisen. Dadurch fehlen diesen die finanziellen Möglichkeiten, für ihre Bürgerinnen und Bürger notwendige Leistungen der Daseinsvorsorge gewährleisten zu können.“ Ja, wer hätte das gedacht?

Die Schuldigen haben die Experten auch schon ausgemacht: „Grundsätzlich sind die Länder für die aufgabenadäquate Finanzausstattung der Kommunen verantwortlich.“ Der Bund – als Hauptverantwortlicher – könne nur „einen Beitrag leisten, wenn es einen nationalen politischen Konsens gibt, den betroffenen Kommunen einmalig gezielt zu helfen“. Hat der Bund auch erst „ einen nationalen politischen Konsens“ hergestellt, bevor er die Kommunen belastet hat? Natürlich nicht.

Die Bundesregierung wolle jetzt „zeitnah“ Gespräche mit dem Deutschen Bundestag, den Ländern sowie den betroffenen Kommunen und den kommunalen Spitzenverbänden aufnehmen um auszuloten, ob eine solche nationale Lösung möglich ist.

Genau solche „Gespräche“ haben jedoch bereits in der „Kommission Gleichwertige Lebensverhältnisse“ stattgefunden, deren „Ergebnisse“ gestern vorgestellt wurden. Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ hatte also den richtigen Riecher: Eine Lösung der kommunalen Finanzprobleme wird weiter auf die lange Bank geschoben.

Altschulden: Stadt wertet Hilfen vom Bund als zu unkonkret

11. Juli 2019

Nach der offiziellen Vorstellung des Berichts der Regierungskommission sieht sich Hagens Stadtspitze in ihrer Kritik bestätigt: Es gebe nach wie vor keine konkreten Pläne und Vorschläge seitens des Bundes, wie hoch verschuldeten Städten wie Hagen beim Abbau der Altschulden geholfen werden kann. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Luftreinhaltung: Erste Verfahren vor dem OVG

11. Juli 2019

Auf den letzten Drücker: Tempo 30 am Finanzamt

Die ersten Prozesstermine wegen unzureichender kommunaler Pläne gegen die Abgasbelastung sind vor dem Oberverwaltungsgericht NRW in Münster angesetzt.

In dem Verfahren der Deutschen Umwelthilfe gegen das Land NRW auf Fortschreibung des Luftreinhalte­plans für die Stadt Aachen findet die mündliche Verhandlung am 31. Juli 2019 (mit eventueller Fortsetzung am 1. August 2019), beginnend jeweils um 10:30 Uhr, im Sitzungssaal I statt. Das Gericht beabsichtigt, am Ende der Sitzung eine Entscheidung zu verkünden.

Der Umweltverband möchte mit seiner Klage erreichen, dass der Luftreinhalteplan ausrei­chende Maßnahmen anord­net, damit die Grenzwerte für Stickstoffdioxid in der Stadt Aachen so schnell wie möglich eingehalten werden. Umstritten ist in diesem Zusammenhang insbeson­dere, ob und inwieweit zur Erreichung dieses Ziels Durchfahrtverbote für (Die­sel‑)Fahrzeuge angeordnet wer­den müssen.

Zum Luftreinhalteplan Köln verhandelt und entscheidet das Gericht am 12. September 2019. Konkrete Termine zu Hagen und den übrigen Städten (Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düren, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Paderborn und Wuppertal) stehen noch nicht fest.

In Hagen glauben die Verantwortlichen offensichtlich noch immer, mit dem Drehen ganz kleiner Schräubchen um wirksame Maßnahmen herumzukommen. So gilt auf dem Märkischen Ring im Bereich des Finanzamtes ab sofort Tempo 30. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) montierte am Montag die entsprechenden Schilder. Das Tempolimit soll in diesem Bereich die Belastung durch Schadstoffe in der Luft verringern.

Hagener Schätze des Jugendstils

11. Juli 2019

Führung im Hohenhof und am Stirnband

Sonntag, 14.07.2019 von 14:00 Uhr – 16:00 Uhr

Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen.

Bezug nehmend auf die Idee des Großherzogs Ernst Ludwig in Darmstadt, der die Mathildenhöhe initiiert hatte, lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäudeentwürfe in die Tat umzusetzen.

Osthaus ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen (Foto: Marco Siekmann). Heute zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk.

Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“.

Anmeldung unter 0 23 31/207 2740. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen. Eintritt: plus Führungsgebühr 12 Euro

Nebelkerzen aus der SPD

10. Juli 2019

Röspel entdeckt plötzlich das Problem der Hagener Verschuldung

René Röspel (SPD) vertritt seit 1998 als direkt gewählter Abgeordneter Hagen im Deutschen Bundestag. Dass er sich in dieser Zeit groß für eine Lösung der Mutter aller Probleme der Volmestadt, nämlich die exorbitante Verschuldung vor allem in Form von Kassenkrediten, stark gemacht hätte, ist den Bürgern der Stadt nicht in Erinnerung.

Umso erstaunlicher kommt daher seine Reaktion auf ein Aktiönchen des Weges, mit der sich der Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz (parteilos) und sein Kämmerer Christoph Gerbersmann (CDU) in der hiesigen Presse ablichten ließen. Beide hielten dort einen Bierdeckel in die Luft, auf dem zu lesen war: „Wer bestellt, bezahlt!“

Die Deckel sind Teil einer Aktion des Bündnisses „Für die Würde unserer Städte“, mit der darauf hingewiesen werden soll, dass der Bund seit Jahr und Tag Gesetze verabschiedet, für deren Folgekosten die Kommunen aufkommen, die sich, wie Hagen, deshalb immer weiter verschulden müssen. Oder Berlin beschließt Steuersenkungen, die den gleichen Effekt haben.

Das Aktionsbündnis befürchtet zu Recht, dass auch in einem Bericht einer Regierungskommission, der heute veröffentlicht werden soll, keine substantiellen Veränderungen der bisherigen Praxis – Kosten nach unten durchreichen und für die Folgen nicht aufkommen – angekündigt werden. Der Bericht, so vermutet das Bündnis, werde vorgestellt und dann „wahrscheinlich bis zum Herbst zu den Akten gelegt“.

Für die Stadt Hagen, die dem mittlerweile 70 Städte starken Aktionsbündnis mit mehr als neun Millionen Einwohnern von Anfang an angehört, machten Oberbürgermeister und Stadtkämmerer noch einmal sehr deutlich, dass sie keinerlei Verständnis für ein solches Vorgehen der Kommission hätten, die von Innenminister Horst Seehofer (CSU), Familienministerin Franziska Giffey (SPD) und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geleitet wird.

Das rief plötzlich und unerwartet René Röspel auf den Plan: „Vielleicht sollten der Hagener Kämmerer und der Oberbürgermeister den Bericht der Regierungskommission doch erst abwarten, bevor sie schwarz malen“, kritisierte der Abgeordnete aus Hagen, von dem bisher ein Interesse an diesem für die Stadt zentralen Thema nicht unbedingt bekannt war.

„Am Problem der kommunalen Altschulden und der Unterstützung bei den Sozialkosten wird in Berlin tatsächlich gearbeitet“, behauptete Röspel und ordnete die Aktivitäten gleich mal parteipolitisch ein: „Allerdings überwiegend auf Druck der SPD.“

Was Röspel nicht erwähnt, ist die Tatsache, dass das Aktionsbündnis bereits seit 10 Jahren „abwartet“. Was er ebenfalls nicht erwähnt, ist die Rolle, die seine Partei in der Vergangenheit beim Entstehen der Schuldenmassen gespielt hat – genauso wie die anderen Parteien in den jeweiligen Bundesregierungen, die nicht erst seit 1998 dafür Verantwortung tragen: CDU, CSU, FDP und GRÜNE.

Welche Entscheidungen des Bundes zur prekären Situation der Hagener Finanzen beigetragen haben und in welcher Höhe, lässt sich sehr schön in einer Aufstellung der Kämmerei vom Mai 2017 nachlesen. Zahlen, die den Hagenern von der hiesigen Einheitspresse bis heute vorenthalten wurden (siehe: Konnexitätsverstöße und Externe Faktoren), weil sie wohl nicht ins ideologische Konzept der Redaktionsstube passten (siehe: Der große Raubzug – Wie der Bund die Hagener Stadtkasse um 860 Millionen Euro ausgeplündert hat).

Auch von Röspel dazu kein Wort. Stattdessen lobt er seinen eigenen Verein: Die SPD habe seit Jahren gerade solche Städte wie Hagen in die Lage versetzt, beispielsweise mit den Konjunkturprogrammen Schulen und Sporthallen zu sanieren und sogar „ein Tierheim bauen zu können“.

Alles Nebelkerzen: Die Konjunkturprogramme dienten dazu, die Folgen der Weltwirtschaftskrise 2008 ff. abzumildern. Mit dem Ziel eines Abbaus der kommunalen Verschuldung hatten sie nichts zu tun.

Hier braucht alles etwas länger

10. Juli 2019

Stadt Hagen tritt Zukunftsnetz Mobilität NRW bei

Bereits vor gut drei Jahren, am 29.06.2016, fand die erste Übergabe von Urkunden zur Mitgliedschaft im Zukunftsnetz Mobilität NRW an insgesamt 57 Kreise, Städte und Gemeinden im NRW-Verkehrsministerium in Düsseldorf statt. Jetzt ist die Botschaft auch in Hagen angekommen.

Die Stadt Hagen ist als dreißigste Kommune aus dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) dem Zukunftsnetz Mobilität NRW beigetreten. Oberbürgermeister Erik O. Schulz unterzeichnete gestern eine entsprechende Rahmenvereinbarung zwischen der Stadt und dem VRR, dem Träger der Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr des Zukunftsnetz Mobilität NRW.

Mit dem Beitritt erklärt die Kommune das Thema Mobilität zur Chefsache und fördert verwaltungsweit eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung. „Lärmbelästigung, Luftverschmutzung und verstopfte Straßen stellen uns vor riesige Herausforderungen. Wir müssen uns klar darüber werden, wie wir Mobilität in Zukunft gestalten möchten“, erklärt Oberbürgermeister Schulz, der gleichzeitig auch Verbandsvorsteher des VRR-Zweckverbandes ist.

Zum kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2019 verbessert die Stadt Hagen ihr kommunales ÖPNV-Leistungsangebot. Geplant ist darüber hinaus, den Rad- und Fußverkehr sowie Sharingangebote zu stärken. Hierzu bietet die Zusammenarbeit im Netzwerk eine gute Möglichkeit.

Auch Michael Zyweck, Leiter der Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr des Zukunftsnetz Mobilität NRW beim VRR, betonte, wie wichtig der Austausch der Kommunen untereinander ist: „Der Verkehr endet nicht an Stadt- oder Kreisgrenzen, deshalb ist die kommunale Zusammenarbeit im Zukunftsnetz Mobilität NRW so wichtig. Wir müssen gemeinsam attraktive Mobilitätsangebote für die Menschen in der Region entwickeln, die zu einem nachhaltigen Mobilitätsverhalten einladen. Dabei müssen alle Verkehrsmittel mit einbezogen werden – von Bus und Bahn über attraktive Fahrrad- und Fußwege bis hin zu Carsharing und Fahrgemeinschaften.

Im Zukunftsnetz Mobilität NRW arbeiten insgesamt 169 Kommunen zusammen. 29 Kommunen aus dem VRR-Raum tauschen inzwischen über das vom Ministerium für Verkehr des Landes NRW geförderte Zukunftsnetz Mobilität NRW regelmäßig Informationen und Erfahrungen aus und verknüpfen ihre Aktivitäten.

Hier gibt es weitere Informationen über das Zukunftnetz Mobilität.

Duo Casals – Nächte in spanischen Gärten

10. Juli 2019

Klassik und Jazz im Emil Schumacher Museum

Donnerstag, 11.07.2019 von 18:00 Uhr – 20:00 Uhr

Auf ihrer musikalischen Reise durch Spanien und Lateinamerika gelingt es dem Duo Casals (Foto: Veranstalter), den Zauber einer Nacht in einem spanischen Garten durch ein Klangfarbenspektrum entstehen zu lassen, das in der Kammermusik seinesgleichen sucht. Die Zuhörer erwartet ein besonders faszinierendes Konzerterlebnis, das durch die Kombination von gezupften und gestrichenen Tönen von Cello und Gitarre entsteht. Das Duo Casals ist in der Klassik zuhause, aber mit einer Seele, die Lateinamerikanisches spürt.

Eintritt frei

Letzte Vorstellung der Produktion „Viva Verdi“

10. Juli 2019

Ein szenischer Abend in Verdi-Chören

Wo geht’s denn hier zum Attentat? Chor und Extrachor des Theaters Hagen, Tony Laudadio (in der Mitte). Fotograf: Klaus Lefebvre.

Am Sonntag, 14. Juli 2019 findet mit Beginn um 18.00 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) die letzte Vorstellung der Produktion „Viva Verdi“ – Ein szenischer Abend in Verdi-Chören (Musik von Giuseppe Verdi) in italienischer Sprache mit deutschen Übertexten statt.

Mit der Inszenierung von vor allem berühmten wie auch weniger bekannten Verdi-Chören (u.a. aus „Nabucco“, „Il trovatore“ und „Aida“, aus „Macbeth“ und „I Masnadieri“) als durchgängige Handlung bietet das Theater Hagen mit der Produktion „Viva Verdi“ etwas Neues. Die emotional aufgeladenen Chorstücke werden in einer szenischen Neudeutung erlebbar, die Bezug nimmt auf die oft von Leid und Unheil, aber auch von Heldenmut und Liebe handelnden Opern, aus denen sie ursprünglich stammen. Gleichzeitig eröffnet die Realisierung im neuen Kontext aber auch Möglichkeiten, die mit der Musik verbundenen Geschichten in unerwarteten Assoziationen sinnvoll und sinnlich fruchtbar werden zu lassen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Bierdeckel „für die Würde unserer Städte“

9. Juli 2019

Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“, dem auch Hagen angehört, versendet rund 2.000 Bierdeckel an Entscheidungsträger in ganz Deutschland. Auf den Bierdeckeln steht der Satz: „Wer bestellt, bezahlt!“.

Ein Vertreter des Bündnisses betonte: „Der Satz bedeutet: Bund und Länder haben jahrelang Gesetze verabschiedet und damit Leistungen bei den Kommunen bestellt, die uns Kommunen sehr viel Geld kosten. Es wird höchste Zeit, dass Bund und Länder ihre Zeche zahlen.“ Verteilt werden die Bierdeckel an die Parlamentarier des Deutschen Bundestages und der betroffenen Bundesländer, an die Bundes- und Länderregierungen und zahlreiche weitere Entscheidungsträger.

Zu der „Notwehr-Aktion“ sieht sich das Aktionsbündnis veranlasst, weil der Regierungskommission des Bundes für „Gleichwertige Lebensverhältnisse“, wie schon berichtet, das Scheitern droht. Die Kommission unter der Leitung von Bundesinnenminister Horst Seehofer war im vergangenen Jahr zusammengekommen. Eine der Arbeitsgruppen der Kommission sollte Lösungsvorschläge zur Begleichung der Altschulden von hochverschuldeten Kommunen in Deutschland erarbeiten – darauf hatten die Mitglieder des Aktionsbündnisses große Hoffnungen gesetzt.

Der Wuppertaler Stadtdirektor Johanes Slawig, einer der Sprecher des Bündnisses „für die Würde unserer Städte“: „Wir müssen das Schlimmste befürchten. Heute steht noch nicht einmal fest, ob es einen gemeinsamen Abschlussbericht geben wird. Der Bericht hat der Arbeitsgruppe Altschulden enthält zwar eine sehr gute Bestandsaufnahme und eine Beschreibung theoretisch denkbarer Lösungsmöglichkeiten. Aber keine Empfehlung und keinen Vorschlag zur längst überfälligen Lösung. Stattdessen verweisen Bund und Länder aufeinander und betreiben das übliche Schwarze-Peter-Spiel. Unser Bündnis ist mehr als enttäuscht: mehr als 10 Jahre haben wir für eine Lösung gekämpft und große Hoffnungen in die Regierungskommission gesetzt. Jetzt erwarten wir von der Bundesregierung und vom Bundestag, dass Sie aus der Analyse der Kommission die überfälligen Konsequenzen ziehen und gemeinsam mit den Ländern eine tragfähige und nachhaltige Lösung des Altschuldenproblems auf den Weg bringen. Wir wollen und werden nicht länger warten!“

Die genannten Entscheidungsträger erhalten ab heute per Post nicht nur den Bierdeckel, sondern auch ein Schreiben des Aktionsbündnisses mit einem konkreten Lösungsvorschlag der Kommunen. Darin heißt es unter anderem: „Es bedarf eines fiskalischen Neustartes in den betroffenen Kommunen, bei dem mit finanzieller Unterstützung von Bund und Ländern die alten Schulden abgebaut und mit einer aufgabenangemessenen Kommunalfinanzierung neue Schulden verhindert werden. Dies ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Wiederherstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland. Eine Altschuldenlösung (Abbau alter Schulden) sowie eine höhere Mitfinanzierung des Bundes an den Sozialausgaben (Vermeidung neuer Schulden) sind als zwei Seiten einer Medaille für einen fiskalischen Neustart zu betrachten.“

Für das Bündnis steht fest: „Die Zeit drängt. Wir hoffen sehr, dass trotz allem eine Lösung für unser Altschuldenproblem gefunden wird – im Namen der über neun Millionen Einwohnerinnen und Einwohner unseres Bündnisses.“

Brücken-Kollaps droht: Hagen rennt die Zeit davon

9. Juli 2019

Die Situation rund um die maroden Hagener Brücken wird immer brisanter: Bei weiteren gutachterlichen Untersuchung hat sich jetzt herausgestellt, dass die ebenfalls von Spannungsrisskorrosionsproblemen befallene Eckeseyer Brücke, die im Bereich des Hauptbahnhofes über 18 Gleise führt, ohne vorheriges Ankündigungsverhalten nachgeben könnte. Sollte dieser Fall eintreten, müsste das zentrale Infrastrukturbauwerk nicht bloß umgehend für den Straßenverkehr gesperrt werden, sondern Hagen würde über Nacht auch zum Sackbahnhof, weil unter dem Betongiganten keine Züge mehr rollen dürften. Hinzu kommt, dass die Arbeitsamtsrampe inzwischen so baufällig ist, dass sie mit der Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung zum Jahresende 2019 auch für den Autoverkehr gesperrt werden muss. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Ein weiterer Grund, endlich eine Mobilitätswende anzugehen, die diesen Namen wirklich verdient.

Musik vor Bauhaus

9. Juli 2019

Vortrag von Prof. Michael Stegemann

Mittwoch, 10.07.2019, 18:00 Uhr, Osthaus-Museum

Die Musik gehörte von Anfang an zur Idee des Bauhauses. Schon vor seiner Eröffnung hatte Johannes Itten mit dem Wiener Zwölftonkomponisten Josef Matthias Hauer Kontakt aufgenommen, später standen Ferruccio Busoni, Paul Hindemith, Ernst Krenek, Igor Strawinsky und Kurt Weill dem Bauhaus nahe.

Die Idee einer ästhetischen Neu-Ordnung hatte bei Johann Sebastian Bach angeknüpft und tendierte bald in Richtung einer „Neuen Sachlichkeit“, wie sie im Paris oder Berlin der 1920er Jahre gepflegt wurde. Dennoch hat es nie einen Komponisten gegeben, der so fest zum Bauhaus gehört hätte, dass er seine „Schule“ vertreten würde. Ihre Blütezeit erlebte die Musik in den Weimarer Jahren 1922 bis 1925 – etwa mit den Konzerten der Bauhauswoche (im August 1923).

Michael Stegemann versucht in seinem Vortrag (mit Musikbeispielen), das weit gefächerte Spektrum der Musik am Bauhaus nachzuzeichnen – vom Volkslied bis zum Jazz (in den Randbereichen), von Balletten bis zu Liedern, Orchesterwerken und Klavierstücken.

Eintritt frei

Die letzte Vorstellung von „Spring Awakening“

9. Juli 2019

Die letzte Vorstellung in dieser Spielzeit von dem international gefeierten Musical „Spring Awakening“ („Frühlings Erwachen“) von Steven Sater und Duncan Sheik (basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind) findet am 11. Juli 2019 um 19.30 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus) statt.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Finanzamtsschlucht Hagen: Schadstofffilter soll helfen

8. Juli 2019

Neuer Anlauf für bessere Luft: Die CDU Hagen will prüfen lassen, ob man am Finanzamt Schadstoffe filtern kann. (…)

Für jenen Straßenabschnitt, der so extrem belastet ist, wie kein zweiter in der Stadt, hat es schon viele Ideen gegeben. Von Ventilatoren, die die belastete Luft weit verteilen sollten, war die Rede. Oder von Moosmatten, die im Stande sein sollen, Schadstoffe zu binden. Jetzt bringt die CDU stationäre Filter der Firma „Mann und Hummel“ ins Spiel, die die Stickstoffdioxid- und die Feinstaubbelastung senken sollen. (…)

„Wir halten immer neue Prüfungen nicht für zielführend“, sagt beispielsweise Dr. Ralf-Rainer Braun, Leiter des Umweltamtes, „auf der einen Seite ist Politik nicht bereit, ausreichend in den Öffentlichen Personennahverkehr zu investieren, auf der anderen Seite sollen jetzt für eine Million Euro neue Filter angeschafft werden. Das dient letztlich dazu, die autogerechte Stadt aufrechtzuerhalten.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Der Einwand des Umweltamtes ist nur zu berechtigt. Für zeitintensive Prüfungen, die nur eine weitere Variante der schon vorhandenen Hinhaltetaktik sind, ist die Zeit längst abgelaufen. Die Grenzwerte für Luftschadstoffe sind seid 2010 rechtsverbindlich und wurden trotzdem einfach ausgesessen.

Mit dem Grundsatzurteil vom 27. Februar 2018 hat das Bundesverwaltungsgericht eine Frist gesetzt. Demnach müssen bis Ende 2019 die geltenden NO2-Grenzwerte flächendeckend, dauerhaft und deutlich unterschritten werden. Dies bedeutet die notwendige Ergreifung von Maßnahmen, die insgesamt geeignet sind, die Belastungswerte binnen weniger Monate, spätestens bis Ende dieses Jahres unter den Jahresmittelgrenzwert für NO2 sicher abzusenken. Dazu gehören ausdrücklich auch Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs.

Die jetzt von der CDU ins Auge gefasste Aufstellung von Filtersäulen im Bereich einer (!) Messstation wäre kostspielig, rein kosmetischer Natur und scheitert bereits am fehlenden Nachweis einer Wirksamkeit. Die Wirkungsabschätzung beruht ausschließlich auf Informationen durch den Hersteller und einem Gutachten in dessen (!) Auftrag.

„Swing in die Ferien“ mit der Max-Reger-Big Band

8. Juli 2019

Die beliebte Veranstaltung „Swing in die Ferien“ unter der Leitung von Stephan Mehl startet wieder am Donnerstag, 11. Juli, um 18 Uhr im Innenhof der Elbershallen, Dödterstraße 10. Die Big Band der Max-Reger-Musikschule und die Coverband Various Colors treten zwischen dem Restaurant „Kipos“ sowie dem „Bowling Room“ auf. Unter freiem Himmel präsentieren sie ein abwechslungsreiches Programm aus Jazz, Pop und Filmklassikern.

Die Popgruppe Various Colors besteht aus fünf jungen Nachwuchsmusikern, die den Abend mit Pop- und Rocksongs im jugendlich modernen Stil einläuten. Eine Uraufführung ihrer ersten Eigenkomposition mit dem Titel „Fliegen“ ist ebenfalls geplant. Im Anschluss daran tritt die Big Band von Stephan Mehl mit zahlreichen Solisten auf. Unter anderem sind der Jazztrompeter Martin Zobel, Waldemar Kowalski am Saxophon und Sängerin Patricia Mehl im Einsatz.

Zum Programm gehören sowohl Jazzstücke wie „Fever“ als auch Popsongs und Musik wie „Hanging Tree“ aus dem Film „Tribute von Panem“ und „Joyful Joyful“ aus „Sister Act“. Auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz: So tritt zum Beispiel der achtjährige Schlagzeug- und Klavierschüler Ruben Kunz mit der Big Band auf und trommelt zum Lied „Star Wars“.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Wer sich einen Platz reservieren möchte, kann sich im Restaurant „Kipos“ unter Telefon 02331/3404932, im „Bowling Room“ unter Telefon 02331/3068083 oder im „Feuervogel“ unter Telefon 02331/7882811 melden.

Zwischen Tradition und Moderne

7. Juli 2019

Hagener Baukunst in den 20er Jahren

Im Rahmen der Veranstaltungen zum Projekt „100 jahre Bauhaus“ im Westen zeigt der HAGENRING e.V. in seiner Galerie in der Wippermann-Passage,( Eilper Straße 71-75, 58091 Hagen) vom 7.7. bis 28.7.2019 die Fotoausstellung „Hagener Baukunst in den 20er Jahren“. Zum einen haben sich die dem HAGENRING angehörenden Fotografen Peter Klein und Siegfried Rubbert zusammen mit ambitionierten Teilnehmern an Fotokursen der Volkshochschulen EnnepeRuhr-Süd und Iserlohn des Themas angenommen.

Zum anderen hat sich der Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff mit der Geschichte der Hagener Bauten jener Epoche befasst und sie in einer Broschüre zusammen mit ergänzenden Informationen veröffentlicht. Bekannte und weniger bekannte Hagener Bauten, die einen eindeutigen Bezug zum „Neuen Bauen“ der Weimarer Republik haben (Bauhaus, Expressionismus, Frühe Moderne etc.) werden vorgestellt. Er schlägt den Bogen von dem Hagener Kunstmäzen und Museumsgründer (u.a. Folkwang-Museum) Karl Ernst Osthaus (1874 – 1921) zur avantgardistischen Architektur in den 20er Jahren.

Viele Aspekte, die seinerzeit das Bauhaus verfolgt hat, wurden von Osthaus bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit umfangreichen Initiativen in Hagen vorgeprägt. Insofern spielt Hagen in der Geschichte des Bauhauses eine wesentliche Rolle. Der „Hagener Impuls“ ist der Beweis für die herausragende Baukultur in unserer Stadt.

Der Eintritt ist frei!

Die Broschüre wird in der HAGENRING-Galerie zum Preis von 5 Euro angeboten.

Politik knatschig: Haspe wird zum Stillstand verdammt

6. Juli 2019

Beschlüsse trifft die Bezirksvertretung Haspe reichlich. Allerdings hapert es an der Abarbeitung. Bei der Politik macht sich Frust breit. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Und was für Beschlüsse die BV Haspe trifft! Da darf man froh sein, wenn die Verwaltung nicht über ausreichende Kapazitäten zur Abarbeitung verfügt (was in anderen Fällen natürlich wünschenswert wäre).

Denn Schnapsideen gehören in der Hasper Brauchtumsvertretung zum Geschäft; bislang verliefen diese Absurditäten allerdings mangels finanzieller Masse meistens im Sande.

So beschäftigte die Bezirksvertretung die Verwaltung auch schon äußerst arbeitsintensiv mit der Idee, den im Artikel erwähnten Ennepe-Park zum Gewerbegebiet der Schaustellerszene umzumodeln (siehe: „Schiffschaukelbremser“). Tonnenschwere Fahrgeschäfte sollten künftig nicht mehr auf den entsprechend befestigten Flächen auf dem Hasper Marktplatz und im Kreisel aufgebaut werden, sondern eine neue Heimstatt auf Rasenflächen im Park finden.

Die Kostenschätzungen reichten von 425.000 Euro bis 750.000 Euro für die Herstellung eines entsprechenden Unterbaus plus der jährlich anfallenden umfangreichen Reparaturen, die sich durch das Befahren mit bis zu 60 Tonnen schweren Fahrgeschäften ergeben.

Realisiert wurde dagegen – leider – die Abholzung der Fußgängerzone Voerder Straße. Kosten: 170.000 Euro, vom Stadtrat genehmigt und im Haushalt unter „Straßenbau“ verbucht. Die offizielle Begründung der BV, die Bäume würden den Straßenraum „verschatten“, war sachlich falsch, und eine reine Dekorationsmaßnahme wäre als freiwillige Leistung einer Nothaushaltskommune bei der Kommunalaufsicht wohl kaum durchgerutscht.

Die Bezirksvertretung Haspe samt ihres Vorsitzenden Dietmar Thieser hat also keinen Grund zum Jammern. Stattdessen sollte sie ihre Aufgabe ernst nehmen und sich nicht fortwährend vom Motto des Hasper „Brauchtums“ ULK (Unsinn – Leichtsinn – Kneipsinn) leiten lassen.

Erneut Unfall an sogenannter Todeskreuzung in Hohenlimburg

6. Juli 2019

Wieder ein Unfall an der seit 2018 als „Todeskreuzung“ viel diskutierten Straßenecke Mühlenbergstraße/Iserlohner Straße/Stennertbrücke. Und wieder rückt die gefährliche Kreuzung dadurch in den Fokus der Hohenlimburger Öffentlichkeit. Ein Autofahrer ist bereits am vergangenen Sonntag gegen die Fangschutzbügel geprallt, die nach längerer Diskussion 2018 dort aufgestellt wurden. Der Fahrer flüchtete allerdings. Die Polizei ermittelt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Eine Mischung aus reißerischer Boulevard-Schreibe („Todeskreuzung“) und Fehlinformation („Fangschutzbügel“). Die Stadt hat aus dem tragischen Unfall vom Mai 2018, bei dem ein 81 Jahre alter Mann von einem 40-Tonner getötet wurde, wieder einmal nur die Lehre gezogen, dass der Verkehr ohne Rücksicht auf Verluste weiter fließen muss. Anstatt ein sicheres Überqueren der Kreuzung durch Fußgänger per Rundum-Rot für Kraftfahrzeuge sicherzustellen, wurde einfach einer der Fußgängerüberwege gesperrt. Es handelt sich bei den Absperrungen also nicht um „Fangschutzbügel“ (für Kraftfahrzeuge), wie der Schreiber unterstellt, sondern um gegen Fußgänger gerichtete Barrieren. Sehr schön auf dem Foto im WPWR-Beitrag zu erkennen. Ein bezeichnendes Beispiel dafür, was in Hagen unter „Mobilitätswende“ verstanden wird.

Fast sieben Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart

6. Juli 2019

Abschlussveranstaltung zur Kampagne „STADTRADELN“

Die Abschlussveranstaltung zur Kampagne „STADTRADELN“, an der sich auch die Stadt Hagen beteiligt, findet am Freitag, 12. Juli, um 18 Uhr im AllerWeltHaus, Potthofstraße 22, statt.

Beruflich wie privat sollten die Teilnehmer der Aktion vom 15. Juni bis zum 5. Juli möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Nacherfassung der Kilometer über den Online-Radelkalender ist noch bis Freitag, 12. Juli, um 24 Uhr möglich. Bei der Kampagne, die als Wettbewerb konzipiert ist, treten Kommunalpolitiker, Bürger, Schulen, Vereine und Unternehmen in Teams oder als Einzelpersonen in die Pedale.

Während der Abschlussveranstaltung, die Oberbürgermeister Erik O. Schulz begleitet, präsentieren die Organisatoren die vorläufigen Ergebnisse zum „STADTRADELN“. Bisher sind 43 Teams mit insgesamt 227 aktiven Radlern beteiligt. Zusammen legten sie bereits über 52.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Mit dieser Leistung sparten die Teilnehmer schon fast sieben Tonnen Kohlenstoffdioxid ein.

Außerdem findet unter allen Teilnehmern eine Verlosung statt, bei der als Hauptpreis ein Trekkingbike von „Zweirad Trimborn“ zu gewinnen ist. Anschließend können die Radler ihre Erfahrungen und Erlebnisse während der Aktion austauschen.

Wer mit seinem Fahrrad wunschlos glücklich ist und nicht an der Verlosung teilnehmen möchte, kann sich bei Gregor Hengstermann unter Telefon 02331/207-3159 oder per E-Mail an gregor.hengstermann@stadt-hagen.de melden. Für die Abschlussveranstaltung ist eine Anmeldung bei Petra Leng unter Telefon 02331/207-3161 oder per E-Mail an petra.leng@stadt-hagen.de notwendig.

Kunst von Kindern und Jugendlichen

6. Juli 2019

Kunst kann schön sein, Kunst kann zum Nachdenken anregen, Kunst ist ein Weg, sich zu entdecken und zu präsentieren, das gilt für Erwachsene ebenso wie für junge Menschen.

Was dabei herauskommt, wenn Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum kreativ werden, zeigt das Kunst- und Atelierhaus am 7. Juli. Von 11 bis 17 Uhr ist der Verein Kunst vor Ort zu Gast in der Galerie und präsentiert in Fotografien und Malerei, was die Mitglieder mit Kindern aus Altenhagen, Wehringhausen, Haspe und weiteren Stadtteilen entwickelt haben. Bei der Ausstellungseröffnung um 12 Uhr verrät Kunst vor Ort-Geschäftsführerin Elena Grell, wie es zu den Kunstwerken und zur Vereinsgründung kam.

„Kunst vor Ort ist ein Projekt, bei dem Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften aus Hagen mit Kindern und Jugendlichen u.a. auf öffentlichen Plätzen Kunstaktionen umsetzen“, erklärt Elena Grell, „wir kommen mit unserem Verein dahin, wo sich junge Menschen aufhalten, z.B. in den Stadtteil, den Schulhof oder das Jugendzentrum.“

Mit den Kunstaktionen soll den Kindern fernab eines Museums oder einer kulturellen Einrichtung ermöglicht werden, kreative Prozesse zu erleben und Teil der Kultur der Stadt zu werden. Einige Mitglieder aus dem Kunst- und Atelierhaus engagieren sich bei Kunst vor Ort, so entstand die Idee, dort im Rahmen einer Ausstellung Beispiele für die Arbeit vorzustellen. Diese können am 7. Juli von 11 bis 17 Uhr betrachtet werden, dann sind auch die Ateliers im Kunst- und Atelierhaus geöffnet, sodass die Gäste ein abwechslungsreicher Tag erwartet.

Schule am Block 1: Hagener Politik signalisiert Zustimmung

5. Juli 2019

Grundsätzlich signalisiert die Politik Rückendeckung für die modifizierten Planungen für das „Block 1“-Areal. Es gibt aber auch noch Bedenken. (…)

„Wir sollten eine Lösung finden, die vor allem der Stadt nutzt und nicht dem Investor“, machte SPD-Sprecher Werner König die Stoßrichtung seiner Fraktion deutlich. (…)

Zuvor hatte Wolfgang Röspel (CDU) in bester Donald-Trump-Manier von einer „grandiosen Idee für Wehringhausen“ und einem „Leuchtturmprojekt“ geschwärmt und die übrigen Fraktionen davor gewarnt, erneut politische Bedenken in den Vordergrund zu schieben. (…)

Quelle: wr.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: GWG-Chef Rehrmann hat seine Planung strategisch bestens angelegt und große Teile der Politik sind darauf reingefallen. Wer will schon etwas gegen eine Kita oder eine Schule haben? Beide Objekte würden langfristig von der Stadt angemietet und garantieren so gute Einnahmen für die Immobilienfirma. Die Frage danach, warum die GWG jahrelang nichts in die Wohnungen investiert hat, stellt bereits niemand mehr. Ebensowenig, warum für beide Einrichtungen, wenn sie denn so notwendig sind, nicht ein vorhandenes stadteigenes Gebäude in unmittelbarer Nähe genutzt wird – nämlich das ehemalige Schulzentrum Wehringhausen.

Steingärten vor der Haustür werden in Hagen verboten

5. Juli 2019

Stein- und Schottergärten haben in Hagen keine Zukunft: Künftig soll diese Gestaltungsform über Bebauungspläne untersagt werden. (…)

Als die Grünen-Fraktion vor einem halben Jahr mit diesem Vorstoß nach dem Vorbild anderer Kommunen für reichlich kontroversen Diskussionsstoff in der Bürgerschaft sorgten, gab es auch in der Politik noch erheblichen Widerstand. Von einem massiven Eingriff in die individuellen Freiheiten sprachen Kritiker und warben vor allem mit Blick auf die älter werdende Bevölkerung dafür, jedem selbst zu überlassen, mit welchem Aufwand er seine individuelle Gartenpflege betreiben möchte. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Besonders die FDP tat sich gewohnt großmäulig aber wenig fundiert hervor. Siehe: FDP-Populisten: Freie Bahn für Schotter“gärten“

Interdisziplinäres Symposium zur Lage Europas

5. Juli 2019

Das Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften befasste sich mit den Herausforderungen für die EU angesichts der Ergebnisse der Europawahl

Zu Gast war auch FernUni-Professor Peter Brandt (re.), von 2003 bis 2017 Direktor, seitdem Ehrendirektor des DTIEV. Foto: FernUni.

Im Mai 2019 wurden die politischen Weichen in der EU neu gestellt: Mit der Wahl des Europäischen Parlaments haben sich gewohnte Machtverhältnisse geändert, bestehende Gräben vertieft und neue Konfliktfelder aufgetan. Um eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme und Interpretation der Wahlergebnisse ging es bei einem Symposium an der FernUniversität in Hagen, ausgerichtet vom Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften (DTIEV). An zwei Tagen suchten Expertinnen und Experten aus Forschung, Politik und Wirtschaft den Austausch, diskutierten und zogen Bilanz zur übergeordneten Frage: „Europa bedroht von innen und von außen?“

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Jürgen Nagel, Dekan der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, richtete sich Prof. Dr. Schiffauer an die Gäste. Der stellvertretende Direktor des DTIEV unterstrich die Brisanz der aktuellen Lage: „Im globalen ökonomischen Wettbewerb – insbesondere mit den Vereinigten Staaten und mit China – zeichnen sich neue Formen der Auseinandersetzung ab, in denen die europäischen Volkswirtschaften keineswegs sicher sein können, sich zu behaupten.“ Zudem generierten der Klimawandel und seine Folgen unwägbare Risiken. „Europa ist weit davon entfernt, solchen Gefahren geschlossen entgegentreten zu können.“

Rund ein Drittel der Wählerstimmen seien zudem für Parteien abgegeben worden, die die Grundordnung der EU ablehnen; viele Wählerinnen und Wähler seien von Europa enttäuscht. Mit Blick auf die politische Zukunft der EU betonte Prof. Schiffauer deshalb: „Die Frage, der dieses Symposium nachgehen soll, ist nicht, ob es wünschenswert ist, den europäischen Einigungsprozess fortzusetzen.“ Vielmehr sei darüber zu diskutieren, was sich ändern müsse, damit Europa sozial, sicher und wirtschaftlich gesund fortbestehen kann.

Noch zweimal Doppelabend

5. Juli 2019

Aus der Oper „Dido and Aeneas“: Veronika Haller (Dido), Kisun Kim (Zweite Gefährtin), Kenneth Mattice (Aeneas), Elizabeth Pilon (Erste Hexe), Chor. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Noch zweimal besteht die Gelegenheit, den spartenverbindenden Doppelabend mit der Aufführung der Oper „Dido and Aeneas“ von Henry Purcell (in englischer Sprache mit deutschen Übertexten) sowie des Balletts „Wassermusik“ von Francesco Nappa zur Musik von Georg Friedrich Händel zu erleben: am 7. Juli 2019 (15.00 Uhr) und am 10. Juli 2019 (19.30 Uhr), Theater Hagen (Großes Haus).

Worum geht’s? Aeneas’ Bestimmung ist es, das Römische Reich zu gründen. Dafür muss er Karthago verlassen, wo er nach den Schrecknissen des trojanischen Krieges Zuflucht gefunden hat. Doch seine Abreise bedeutet auch das Ende für seine Liebesbeziehung mit der karthagischen Königin Dido. Dido bleibt erschüttert zurück und setzt ihrem Leben ein Ende.

Diese Geschichte einer großen Liebe, die am Ende scheitern muss, steht im Mittelpunkt dieses, vom Versicherungsbüro Kleine KG, Hagen unterstützten Doppelabends. Während in Henry Purcells Oper „Dido and Aeneas“ eher die Perspektive von Dido eingenommen wird, näherte sich Francesco Nappa in seiner Choreographie, die er eigens für das Ballett Hagen kreierte, der Liebesgeschichte aus Aeneas’ Sicht und legt zudem einen Fokus auf die Schilderung von dessen Abenteuern.

Mit Georg Friedrich Händels berühmter „Wassermusik“ und Henry Purcells berührender Oper „Dido and Aeneas“ werden an einem Abend zwei Meisterwerke der Barockmusik präsentiert. Die Oper und das Ballett werden als eigenständige Werke aufgeführt, aber durch einen dramaturgischen Bezug und weitere Elemente miteinander verbunden – das ermöglicht zahlreiche Assoziationen zwischen den beiden Gattungen und Ensembles.

In der Inszenierung von Intendant Francis Hüsers singen und spielen in der Oper „Dido and Aeneas“: Marilyn Bennett, Veronika Haller, Kisun Kim, So Hee Kim, Edward Lee, Kenneth Mattice, Musa Nkuna, Cristina Piccardi, Elizabeth Pilon, Chor des Theaters Hagen.

Die Choreographie „Wassermusik“ von Francesco Nappa wird vom Ballett Hagen aufgeführt.

Die musikalische Leitung der Vorstellung am 7.7. hat Rodrigo Tomillo, die der Vorstellung am 10.7. Wolfgang Müller-Salow; es spielt das Philharmonische Orchester Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen

Ruhrtalbahn fährt nicht mehr

5. Juli 2019

Die RuhrtalBahn muss den Betrieb einstellen. Das gab der Ennepe-Ruhr-Kreis heute bekannt. Grund ist ein Motorschaden am Schienenbus aus den 1960er Jahren, der nur mit großem Arbeits- und Kostenaufwand behoben werden könnte. Nötig wäre eine vorgezogene Hauptuntersuchung des Schienenbusses, für die aber das Geld fehlt. Schon seit Saisonbeginn ruht der Betrieb der historischen Bahn, die Kosten laufen allerdings weiter.

Noch im April hatten die Stadt Hagen und der Ennepe-Ruhr-Kreis die weitere Unterstützung des touristischen Angebots beschlossen. Die Vereinbarung über einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 165.000 Euro wurde jetzt gekündigt. Über das weitere Vorgehen will der Kreis in den kommenden Monaten entscheiden.

Die RuhrtalBahn fuhr seit 2005 im touristischen Verkehr zwischen Hattingen und Hagen, Herdecke und Ennepetal. Unterstützt wurde sie von den Städten Hagen und Bochum sowie vom Ennepe-Ruhr-Kreis. Der Regionalverband Ruhr (RVR) mit seinem Infrastrukturunternehmen TouristikEisenbahnRuhrgebiet sorgte für die Unterhaltung der Strecke.

Von Hagen aus zum Bauhaus

4. Juli 2019

ardenkugalerie, Eduard-Müller-Str.2, 58097 Hagen

Eröffnung der Ausstellung: Freitag, den 05.07.2019, 19.00 Uhr
Einführung: Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach

Keine andere westfälische Stadt stellte wie Hagen sechs Studierende am Bauhaus. Aus der Hagener Malerschule des Werkbundmitglieds Max Austermann gingen Reinhard Hilker, den Feiningers Karikaturen beeinflussten, und Heinrich Brocksieper, der am Bauhaus die experimentelle Fotografie entdeckte, nach Weimar. Hinzu kam Erna Mayweg, die über das Bauhaus zu Bernhard Hoetger fand. August Agatz, dessen Werk einen wesentlichen Impuls durch Kandinsky erhielt, und Max Gebhard, der als Grafiker über den „Vorwärts“ zum Dietz-Verlag kam, studierten in Dessau. Ebenso Albert Buske, der die Ideen der Moderne in die Produktgestaltung in der DDR einbrachte. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt des Werks der Hagener Bauhauskünstler.

Ausstellungsdauer: 05.07.-15.11.2019

Über 800 Unterschriften für den Block 1

4. Juli 2019

Positive Stimmung beim Tag der offenen Hinterhöfe in Wehringhausen

Erfreut zeigten sich die Verteidiger des zum Abriss vorgesehenen „Block 1“ in Wehringhausen. Die Petition für den Erhalt des Baublocks wurde inzwischen von mehr als 800 Menschen unterzeichnet.

Die Initiative teilt dazu mit:

Der 13. Tag der offenen Hinterhöfe am vergangenen Sonntag wird uns in positiver Erinnerung bleiben. Wir waren mit einem kleinen Informationsstand in unserem Stadtteil vertreten und haben das Gespräch zum Thema Erhalt des Block 1 mit Besuchern und Bürgern gesucht. 174 Menschen haben unsere Petition für den Erhalt des Block 1 vor Ort unterschrieben, zusätzlich etwa 80 Unterschriften konnten wir seit Sonntag auf unserer Onlinepetition verzeichnen. Insgesamt hat unsere Petition somit zum jetzigen Zeitpunkt über 800 Unterschriften erhalten. Wir werten diese Zahlen als besonderen Erfolg und möchten uns an dieser Stelle bei allen Unterstützern herzlich bedanken.

Was uns am meisten gefreut hat, war die grundsätzlich positive und konstruktive Stimmung in nahezu allen Gesprächen, die wir im Laufe des Tages im Stadtteil führen durften. Die Bürger waren interessiert am Thema Erhalt, sahen oft aber auch kritisch den konkreten Bedarf, echte Perspektiven für die Zukunft des Block 1 und damit für unseren Stadtteil zu erarbeiten. Viele Bürger teilten persönliche Erinnerungen mit Block 1, die teils weit in die individuelle Familiengeschichte zurückreichten. Für uns ein weiteres deutliches Zeichen für den identitätsstiftenden Wert der historischen Wehringhauser Blockarchitektur.

Insgesamt war der Tag der offenen Hinterhöfe ein voller Erfolg. Der Stadtteil hat sich von seiner positiven Seite gezeigt und wieder einmal deutlich gemacht was in ihm steckt, wenn die Türen zu den Wehringhauser Höfen aufgehen. Ein herzliches Dankeschön also auch an alle Organisatoren und Unterstützer des Tages.

Die Block-Verteidiger haben inzwischen den #BlockIsBeautiful Medien/Quellen-Bereich gestartet. An dieser Stelle sollen von nun an kontinuierlich die bisherigen und künftigen Fakten zur Sache Block 1 in Form eines Informations- und Quellenkatalogs bereitstellen. Die Idee hinter dieser Maßnahme ist, sukzessive ein möglichst vollständiges Quellenverzeichnis herzustellen, auf dessen Grundlage die Initiatoren informieren und argumentieren.
Link zum Medienbereich: https://www.blockisbeautiful.info/medien/

Minister Altmaier: Stromtrasse durch Hohenlimburg ist nötig

4. Juli 2019

Während viele Hohenlimburger die neue Höchstpannungstrasse fürchten, wird sie im Bund mehr denn je als nötig erachtet. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Benefizgala des Theaters Hagen

4. Juli 2019

Bevor sich das Theater Hagen Mitte Juli in die Spielzeitpause verabschiedet, möchte es gerne gemeinsam mit dem Publikum einen besonderen Abend feiern: Eine Gala – so bunt schillernd wie die Farben des Regenbogens. Diese Benefiz-Veranstaltung am 13. Juli 2019 (19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert als spartenübergreifender Abend ein facettenreiches Musiktheater- und Ballett-Programm, aufgeführt von Gesangssolisten und dem Chor des Theaters Hagen, dem Philharmonischen Orchester Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton, dem Ballett Hagen und internationalen Gästen.

Der Erlös der Benefizgala kommt der Arbeit der AIDS-Hilfe Hagen e.V. sowie Luthers Waschsalon (Anlaufstelle für Menschen in Not) zugute.

Im ersten Teil des Abends wird die international bekannte Sopranistin Angela Denoke auftreten, die an allen großen Opernhäusern gastiert. Neben ihr werden die Ensemblemitglieder Kammersängerin Marilyn Bennett, Kenneth Mattice und Dong-Won Seo sowie als weitere Gäste Angela Davis und Milen Bozhkov bekannte Arien und Melodien aus Oper, Operette und Musical zu Gehör bringen, darunter u.a. aus Richard Strauss‘ „Der Rosenkavalier“ (Zeitmonolog), aus Giuseppe Verdis „Nabucco“, aus Franz Lehárs „Giuditta“, aus Irving Berlins „Annie get your gun“, aus Giacomo Puccinis „La Bohème“ und aus Gioacchino Rossinis „Der Barbier von Sevilla“. – Moderation: Intendant Francis Hüsers.

Für den Ballett-Teil der Gala konnten erstklassige Solist*innen von namhaften internationalen Compagnien gewonnen werden: Delattre Dance Company Mainz, Ballett der Oper Wroclaw (Polen), Ballett TN LOS Nordhausen sowie Ballett des Kroatischen Nationaltheaters Split. Ferner wird die rumänische Primaballerina Monica-Fotescu-Uta eine eigene Choreographie tanzen, und das Ballett Hagen wirkt selbstverständlich auch mit. Zu erleben ist ein hochkarätiges Programm mit klassischen bis hin zu zeitgenössischen Choreographien von Ivan Alboresi, Robert Bondara, Stéphen Delattre, Jacek Tyski, Igor Kirov, Alfonso Palencia, Aivars Liemanis und Ana Isabel Casquilho.- Moderation: Ballettdirektor Alfonso Palencia.

Die Regenbogengala wird freundlicherweise unterstützt von: Mercure Hotel Hagen, Weinhof Reinhardt, Kaltenbach GmbH Außenwerbung, Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, Blumen Bruno Mankopf, den Ballettfreunden Hagen e.V. sowie durch eine private Spende des Philharmonischen Orchesters Hagen.

Karten (19,50-48 Euro) an der Theaterkasse unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Schulpolitik in Hagen verzettelt sich in Formulierungsfragen

3. Juli 2019

Friedrich-Wilhelm Geiersbach, schulpolitischer Sprecher der SPD, nannte die Diskussion um die Gründung einer vierten städtischen Gesamtschule am Dienstagabend im Schulausschuss mit ironischem Unterton „philologisch“, Ausschuss-Vorsitzende Ellen Neuhaus (CDU) sprach ohne Umschweife von „Wortklauberei“. (…)

Abseits all der Wortklauberei wurde deutlich, dass sich im Grunde nur die CDU gegen die neue Gesamtschule sträubt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)


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