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Jetzt soll „Baumpflegesatzung“ kommen

12. Dezember 2017

Baumschutzsatzung war angeblich „überreguliert“

Mit einer weichgespülten Variante der – angeblich – „aus Konsolidierungsgründen“ abgeschafften Baumschutzsatzung will eine etwas merkwürdige Koalition aus CDU, GRÜNEN, Hagen Aktiv, UnLinken und Bürger für Hohenlimburg/Piraten den Schutz Hagener Bäume wieder reaktivieren.

Begründet wird der Antrag für die Ratssitzung am Donnerstag damit, dass das Stadtklima „nicht nur unter den Aspekten des Klimawandels massiven Veränderungen unterworfen“ sei. Die Temperaturen stiegen in den Städten aus vielen Gründen schneller als im Umland. Innerstädtischer Baumbestand trage dazu bei, diese Tendenz abzumildern. Die Verluste schützenswerter Baumbestände im städtischen Innenbereich seien erkennbar angestiegen, andererseits fehlten auch die Mittel für Nachpflanzungen auf kommunalen Flächen.

Dabei sehen die Antragsteller „allerdings die als Uberregulierung empfundenen Restriktionen der alten Baumschutzsatzung“ – eine Sprachregelung aus dem Textbausteinvorrat der FDP. Diese „Überregulierung“ solle vermieden werden.

Sollte die Baumpflegesatzung angenommen werden, könnte ein solcher Beschluss Auswirkungen auf die geplante Abholzungsaktion in der Hasper Fußgängerzone Voerder Straße haben. Die wurde mit einer „Verschattung des Straßenraums“ begründet. Eine Behauptung, die schon aus physikalischen Gründen nicht zutrifft.

Diese unsinnige Planung war auf Initiative des Hasper Bezirksvorstehers Dietmar Thieser zustande gekommen. Abgenickt hatten die Thieser-Obsession auch die Vertreter der jetzigen Antragsteller in der BV Haspe: CDU, GRÜNE, Hagen Aktiv und UnLinke.

Im von den Antragstellern vorgelegten Entwurf der Satzung heißt es unter § 7 – Ausnahmen und Befreiungen: „Von den Verboten des § 4 wird eine Ausnahmegenehmigung erteilt, wenn die geschützten Bäume (…) die Einwirkung von Licht und Sonne auf Fenster unzumutbar beeinträchtigen. Von dieser Regelung ausgenommen sind Bäume im Bereich der öffentlichen Straßen (…).

Eine angebliche „Verschattung des Straßenraums“ wäre somit erst recht kein Grund für Kahlschlag. Sollte der Antrag angenommen werden, dürften die Bäume in der Voerder Straße demnach nicht, wie von Thieser und seinen Lemmingen gefordert, abgeholzt werden.

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Tote Hosen

12. Dezember 2017

Hagener Parteinachwuchs hat nichts mehr zu melden

Die politischen Jugendorganisationen waren einmal treibende Kräfte innerhalb der Parteien. Davon ist vor Ort nicht viel übrig geblieben.

Der in der Jungen Union versammelte Nachwuchs der Hagener CDU hat gerade seine Führungsspitze neu gewählt; neue Vorsitzende ist Natalie Dehm, die Tochter des früheren Oberbürgermeisters Jörg Dehm, der bestenfalls mit seiner „Heldentat“, die Ortseingangsschilder mit dem Spruch „Stadt der Fernuniversität“ bekleben zu lassen, in Erinnerung bleiben wird.

Inhaltlich haben die Jungunionisten dagegen schon lange nichts mehr zu melden. Der letzte Eintrag auf der Homepage des hiesigen CDU-Nachwuchses ist auf den 30. 01. 2015 datiert. Der damalige JU-Vorsitzende Lars Vogeler kritisierte dort immerhin die Phantasien, das historische Finanzamt abzureissen: „In Hagen hat der Denkmalschutz schon öfter „mal hinter dem Umweltschutz“ zurückstecken müssen. Schauen wir uns nur die Pelka Häuser in Haspe an, auf deren Fläche mittlerweile eine Autowaschanlage realisiert wurde. Nicht vergessen sollten wir, dass zahllose Gebäude nach dem Krieg der Stadtplanung zum Opfer gefallen sind und so der einst prächtigen Hagener Innenstadt ihren letzten Charme genommen haben.“

Danach kam nichts mehr. Nur noch tote Hose.

Nicht besser sieht es bei den Jungsozialisten aus. Auch die Nachwuchsorganisation der SPD, die – vor langer Zeit – immer mal wieder im Ruch staatsgefährdender Umtriebe stand, ist in Hagen inzwischen in eine Art immerwährenden Winterschlaf verfallen.

In Zuge der die letzten Jahre beherrschenden parteiinternen Säuberungen wurde an der Spitze der Hagener Jusos die Juristin Nesrin Öcal entfernt und ein gewisser Dennis Schrötter installiert, Mitglied des SPD-Ortsvereins Haspe-Süd. Vorsitzender dieser Parteigliederung ist der Hagener SPD-Vorsitzende Timo Schisanowski, Mitglieder des Vorstands sind u.a. gleich drei Mitglieder der Famile des Ex-OBs und heutigen Hasper Bezirksfürsten Dietmar Thieser.

Die Jusos bieten aktuell ein jahrealtes Arbeitsprogramm aus dem Jahre 2011 an sowie das Kommunalwahlprogramm der Hagener SPD von 2009 (!). Seitdem ist bei der Parteijugend der Sozialdemokraten wohl nicht mehr viel gelaufen.

Noch dürftiger sieht es beim Nachwuchs der, gemessen an der Mitgliederzahl, beiden wesentlich kleineren Parteien FDP und GRÜNE aus. Die Jungen Liberalen nennen als wesentliche Aktivität das Stichwort Wahlkampf und die Meldungen der Grünen Jugend („… haben wir einen Vorstand gewählt.“) sind ebenfalls ziemlich überschaubar.

Bedenkt man, dass aus den Jugendorganisationen der Parteien zukünftige Mandats- und Amtsträger generiert werden sollen, sieht es in Hagen mau aus. Wenn sich an dieser Stelle nichts verbessert, wird sich die bereits seit längerem zu beklagende programmatische Entleerung der politischen Gruppierungen in rasantem Tempo fortsetzen.

(K)einmal werden wir noch wach

12. Dezember 2017

Böse Lieder und Geschichten zum Fest mit Thomas Eicher (Text) und Bastian Kopp (Klavier, Gesang)

Dienstag, 12.12.2017 um 19:00 Uhr, Café Fachwerk

Auch an Weihnachten ist nicht alles Gold, was glänzt. Zwischen Tannengrün und Lametta drohen Pech und Pannen, Tod und Teufel – so will es wenigstens die Satire: Von der „Weihnachtschimpfe“ über den „Weihnachtsmann auf der Reeperbahn“ bis hin zum Amoklauf auf dem Weihnachtsmarkt bieten Bastian Kopp und Thomas Eicher einiges auf, um die schwarzen Seiten des frohen Festes hervorzukehren. Sogar die weihnachtliche Lesung selbst wird zum Thema: als desaströses Erlebnis des Interpreten.

Aber keine Sorge – am Ende sorgen doch wenigstens Bücher für Entspannung; denn „wer vor Weihnachten in der Stimmung ist, sich etwas vorlesen zu lassen, der beginnt nach Heiligabend mit der Lektüre jener Bücher, die er auf dem Gabentisch gefunden hat. Nachrichten, die behaupten, dass während der Festtage die Gewalt in Ehen und Familien ansteigt, treffen nur zum Teil zu. Denn Leser haben gar keine Zeit, sich mit Partnern oder Familienangehörigen auseinanderzusetzen, schon gar nicht handgreiflich.“

Thomas Eicher (geb 1963) lebt in Dortmund. Er arbeitet als Moderator, Rezitator und Kulturmanager. Seit 2004 ist er Geschäftsführer von Melange e.V. Der promovierte Literaturwissenschaftler hat Erzählungen, Fachbücher und Anthologien publiziert.

Bastian Kopp (geb. 1975) lebt in Düsseldorf. Er arbeitet seit Jahren freischaffend als Pianist, Liedbegleiter, Komponist und Sänger. Besonders als Interpret von Liedern Georg Kreislers hat er sich einen Namen gemacht.

Eintritt: 12,- Euro

Veranstaltungsort und Vorverkauf: Café Fachwerk, Herrenstr. 4, 58119 Hagen-Hohenlimburg, Tel.: 02334 / 1829970

Strompreiserhöhung zum 1. Februar 2018

12. Dezember 2017

Mark-E erhöht die Strompreise zum 1. Februar 2018. Hauptgründe hierfür sind nach Angaben des Unternehmens deutlich höhere Netzentgelte sowie in geringem Maße ein Anstieg der Beschaffungskosten durch gestiegene Börsenpreise.

Für die Erhöhung der Netzentgelte seien insbesondere die mit der Energiewende in Deutschland verbundenen Kosten im Rahmen des Netzausbaus verantwortlich, auf die Mark-E keinen Einfluss habe. Konkret habe der vorgelagerte Übertragungsnetzbetreiber Amprion die Netznutzungsentgelte um bis zu 45 Prozent erhöht und an die regionalen Verteilnetzbetreiber wie Enervie Vernetzt weitergeleitet. Diese wiederum seien berechtigt, diese erhöhten Kosten über die Netzentgelte an die Endkunden weiterzugeben.

Zwieback-Brandt-Chef stirbt überraschend mit 71 Jahren

12. Dezember 2017

Carl-Jürgen Brandt, der Chef von Brandt Zwieback, ist mit 71 Jahren gestorben. Seine unternehmerischen Entscheidungen waren in Hagen umstritten. (…)

Quelle: wp.de

CDU: Trügerische Ruhe vor dem großen Abstimmungsduell

11. Dezember 2017

Gesucht wird bei der Hagener CDU ein Nachfolger für Fraktionschef Röspel: Viele Mitglieder erwarten ein Duell Jörg Klepper gegen Detlef Reinke. (…)

Längst wird in verschlungenen Ränkespielen zwischen Fraktion und Kreispartei sowie in persönlichen wie auch telefonischen Einzelgesprächen versucht, die Mehrheiten zwischen den einzelnen Lagern auszuloten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Auch wenn der Redakteur in einem Kommentar versucht, die CDU-internen Machtkämpfe zu einer „Richtungsentscheidung“ zu verklären, fehlt jeder Hinweis auf eventuell unterschiedliche Schwerpunktsetzungen der vermeintlichen Kontrahenten. Es handelt sich also auch hier nur um das übliche Pöstchengeschacher.

Zum letzten Mal: „Der fliegende Holländer“

11. Dezember 2017

Szenenbild: Veronika Haller als Senta. Foto: Klaus Lefebvre.

Am Samstag, 16. Dezember 2017, 19.30 Uhr, findet die letzte Vorstellung der romantischen Oper „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner im Theater Hagen (Großes Haus) statt.

Alle sieben Jahre, so erzählt die Legende vom „Fliegenden Holländer“, geht der zur Ruhelosigkeit verdammte Seemann an Land auf der Suche nach der Liebe und Treue einer Frau. Nur diese könnten ihn erlösen. Als der norwegische Seefahrer Daland seiner Tochter Senta einen fremden Seemann vorstellt, ist sie gebannt von dessen dunkler Anziehungskraft. Niemand anderem als dem fliegenden Holländer steht sie gegenüber. Senta will ihm folgen und entscheidet sich gegen einen bürgerlich sicheren Weg mit ihrem Verehrer Erik. Wird das für den Holländer die Erlösung sein? Welchen Preis hat Senta dafür zu zahlen?

Die Schwestern Beverly und Rebecca Blankenship setzten als Regie-Duo ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und nahmen in Hagen den Mythos von ewiger Liebe und der Forderung nach ewiger Treue genauer unter die Lupe. In archaischen Bildern erzählen sie eine Geschichte von den Schattenseiten der Gesellschaft, in der die Angst vor dem Fremden und der eigenen dunklen Seite umgeht wie ein Gespenst. Der Ausstatter Peer Palmowski entwarf dazu ein spektakuläres Bühnenbild mit 24 000 Litern Wasser auf der Bühne…

Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton singen und spielen: Karsten Mewes (Holländer), Veronika Haller (Senta), Rena Kleifeld (Mary), Ladislav Elgr (Erik), Daniel Jenz (Steuermann), Rainer Zaun (Daland); Chor und Extrachor und Statisterie des Theater Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Repair-Café feiert ersten Geburtstag

11. Dezember 2017

Das Repair-Café in der Lange Str. 65 in Hagen feiert am kommenden Samstag, den 16.12.17, von 15-19 Uhr seinen ersten Geburtstag.

Vor einem Jahr erfreuten sich die Initiatoren gemeinsam mit vielen Besuchern an den beiden Eröffnungstagen, dies soll jetzt wiederholt werden. Mit Gebäck und Heißgetränken, sowie Live Musik Hagener Musiker, will das Repair-Café Revue passieren lassen, was in diesem Jahr alles geschehen ist. Seit der Eröffnung kamen über 1.500 Besucher und Hunderte, denen beim Reparieren geholfen werden konnte.

Das Repair-Café freut sich auf 2018 und dankt allen Ehrenamtlichen und Spendern, die geholfen haben.

„Holen wir uns unser Wehringhausen zurück!“

10. Dezember 2017

AfD Hagen im Größenwahn

Irgendwelche maßgeblichen Beiträge zur Politik in der Stadt Hagen sind von den Maulhelden der AfD nicht bekannt, stattdessen reklamieren sie gerne einen Alleinvertretungsanspruch für sich. Kürzlich veröffentlichte Autor Sebastian Weiermann in Jungle World einen Beitrag über Wehringhauser Aktivisten und ihren Kampf gegen Rassismus (DW hatte hier auf den Artikel hingewiesen). Ein gefundenes Fressen für die örtlichen blaulackierten Braungebrannten, die ernsthaft glauben, sie seien die „Stimme des Volkes“.

Auf ihrer Fakebook-Seite, die gewöhnlich mit Parteiklatsch gefüllt wird, erhoben sie gleich Anspruch auf den ganzen Stadtteil, in dem die AfD bei den Bundestagswahlen im Hagener Vergleich nur unterdurchschnittlich abgeschnitten hatte; im zentralen Wehringhauser Stimmbezirk „Feuerwache“ reichte es nur zum drittschlechtesten Ergebnis aller Hagener Stimmbezirke.

Jetzt tönt die AfD:

Seit mehr als drei Jahrzehnten behaupten und glaubten offensichtlich linke Aktivisten, Wehringhausen für sich eingenommen zu haben. Gleichzeitig beklagen sie sich öffentlich, wie blöd doch das alles ist, was sie selbst zu verantworten haben.

An die Menschen, die hier ihre Kindheit verbracht haben, die in unseren Wehringhauser Straßen aufgewachsen sind und später Familien gegründet haben, hier weiterhin leben und alt werden wollen, denken die nicht. An jene, die mehr als unsere erlebten Jahrzehnte hier leben, sowieso nicht.

Wie deppert kann man denn sein?

Zeit für Veränderung! Holen wir uns unser Wehringhausen zurück!

Garniert ist dieser Größenwahn mit einem Foto aus Jungle World, auf dem drei Aktivisten abgebildet sind. Das rief prompt einen Sympathisanten der auch „Alternative für Doofe“ genannten Truppe auf den Plan:

Und beim nächsten Brandanschlag auf Wohnungen von Migranten oder beim nächsten Messerangriff auf Bürgermeister weiss man auch, an wen man sich wenden muss.

Pflege-Mängel – Aufnahmestopp in Hagener DRK-Heim

10. Dezember 2017

Aufnahmestopp in einem der größten Pflegeheime der Stadt. Weil die Hagener Heimaufsicht im Seniorenheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Lange Straße Mängel in der pflegerischen Dokumentation und Arbeit festgestellt hat, darf die Einrichtung aktuell keine neuen Bewohner aufnehmen.

Das DRK sieht die Verantwortung für die Probleme bei der bisherigen Pflegedienstleiterin, mit der man sich vor dem Arbeitsgericht streitet, weil man sie kündigen möchte. Doch von Seiten der Frau, die in den Vormonaten mehrere Überlastungsanzeigen an ihre Vorgesetzten gesendet hat, heißt es, dass das Problem im DRK-Heim an der Lange Straße eher struktureller Natur sei. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

Viel zu kurz gedacht

(…) dass es viel zu kurz gedacht ist, wenn ein bis ins kleinste Ritzel durchorganisierter Verband wie das Deutsche Rote Kreuz eine einzige Person für die pflegerische Schieflage in einem Heim für 124 Bewohner mit 80 Vollzeitkräften verantwortlich machen will. (…)

Quelle: wp.de

Musikalische Schätze beim Adventskonzert

10. Dezember 2017

Das diesjährige Adventskonzert des Philharmonischen Orchester Hagen am 17. Dezember (18 Uhr, Theater Hagen) steht unter der abwechselnden Leitung der Kapellmeister und Repetitoren des Hagener Theaters, die aus verschiedenen Nationen stammen: Rodrigo Tomillo, Steffen Müller-Gabriel, Andreas Vogelsberger und Andrey Doynikov.

Kurz vor Weihnachten kommen alle zusammen und präsentieren musikalische Schätze aus ihren Heimat- und Studienländern, u.a. aus Spanien, Russland und Finnland von Komponisten wie Jean Sibelius und Peter Tschaikowski (Suite aus dem Ballett „Der Nussknacker“). Auch Musik aus Deutschland kommt dabei nicht zu kurz (u.a. die Ouvertüre und der „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck).

Durch den Abend führt Robin Hiermer alias Friedel Hiersenkötter, der Hagener »Meister des profunden Halbwissens«, bekannt von Radio Hagen. Ferner wirkt auch der Kinder- und Jugendchor des Theater Hagen mit.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hagen: EnerSys-Hawker unter Verdacht

9. Dezember 2017

U-Boot-Drama vor Argentinien – Es sollen Schmiergelder geflossen sein

Nach dem Untergang des U-Boots „San Juan“ geraten deutsche Firmen ins Visier. Nach Informationen von BR Recherche und ARD-Studio Südamerika ist wahrscheinlich Schmiergeld geflossen, um den lukrativen Auftrag zum Austausch der Batterien des U-Boots zu erhalten. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass minderwertige Ersatzteile eingebaut wurden. Das ist besonders heikel, weil nach Ansicht aller Experten ein Schwelbrand in der Batteriebank den Untergang der „San Juan“ ausgelöst hat. (…)

Im Fokus stehen die deutschen Unternehmen Ferrostaal und EnerSys-Hawker mit Sitz in Essen beziehungsweise Hagen. Mit ihnen wurde ein Vertrag über die Lieferung von 964 Batteriezellen abgeschlossen. Kostenpunkt: 5,1 Millionen Euro. Argentinische Politiker sind sicher, dass dabei Schmiergeld floss.

Es wäre nicht das erste Mal. Einige Jahre zuvor verhandelten dieselben Firmen über die Lieferung von Schnellbooten an Argentinien und Chile. Das Geschäft kam nicht zu Stande, trotzdem wurden Bestechungsgelder bezahlt. Das ist aktenkundig, der deutschen Justiz sollen entsprechende Aussagen vorliegen. (…)

EnerSys-Hawker, der Lieferant der Batteriezellen, hat trotz mehrerer Anfragen bis jetzt nicht Stellung genommen.

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Wohnblock-Abriss sorgt für Bürger-Protest

9. Dezember 2017

Der geplante Abriss des Mehrfamilienhaus-Blocks im Karree Minerva-/Ewald-/Gustav-/Lange Straße, durch den wegen eines Investitionsstaus von 20 Millionen Euro 130 Wohnungen vom Markt verschwinden sollen (…), sorgt für Protest. Zu einer Versammlung im Saal der Paulus-Gemeinde in kamen rund 100 Wehringhauser und äußerten ihren Unmut über die Entscheidung der Gemeinnützigen Wohnstätten-Genossenschaft (GWG). (…)

Quelle: wp.de

WBH stellt Fläche für Wildwiese zur Verfügung

9. Dezember 2017

Grüne Linke Hagen initiieren naturnahe Gestaltung an Autobahnzubringer

Aufgrund einer Initiative der Grünen Linken Hagen wird durch den WBH eine Fläche am Autobahnzubringer A46/Feithstraße naturnah gestaltet. Ab dem kommenden Jahr soll die bereits seit längerem kostenminimal bewirtschaftete Fläche ökologisch aufgewertet werden.

Mittlerweile sind die Folgen des Insektensterbens allgemein bekannt. Flächen, die als Lebensräume für Pflanzen und Insekten naturnah gestaltet sind, können dem Artensterben wirkungsvoll entgegenwirken.

Der Vorschlag der Grünen Linken Hagen, Flächen im Stadtgebiet zu suchen und zu finden, die entsprechend gestaltet werden können, ist beim WBH aktiv aufgegriffen worden. Umso erfreulicher ist, dass nun aufgrund der Initiative der Grünen Linken Hagen erste Kontakte und Absprachen zwischen dem WBH und der Regionalgruppe Naturgarten e.V. Südwestfalen getroffen werden konnten.

„Auch auf die Gefahr hin, dass die Bewirtschaftung durch etwas höhere Anfangsinvestitionen teurer wird, so erhalten wir durch dieses Pilotprojekt aufschlussreiche Erkenntnisse über die Gestaltung weiterer Wildwiesenflächen in Hagen.“ unterstreicht Ratsmitglied Barbara Hanning die eigens entwickelte Initiative.

Eine naturnahe Nutzung von Brachflächen bietet sich insbesondere bei den von Menschen wenig genutzten Flächen an, wie beispielsweise Böschungen an Durchgangsstraßen und Hanglagen in Parkanlagen. Aber auch beim Rückbau von Friedhöfen und anderer Grundstücke können große Teile dieser Flächen für den Artenschutz unserer Insekten beitragen.

Die Grünen Linken Hagen bedanken sich bei Herrn Bihs für das offene Ohr und wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg bei der Umsetzung.

Gericht erlaubt verkaufsoffenen Sonntag

9. Dezember 2017

Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat gestern den verkaufsoffenen Sonntag am zweiten Advent in Hagens Innenstadt genehmigt – und damit einen Eilantrag der Gewerkschaft Verdi abgelehnt. Der Arnsberger Richterspruch beruht auf einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster, das am Beispiel Düsseldorf die Bedeutung von Weihnachtsmärkten stärkt, wenn es um die Frage geht: Was steht im Vordergrund? Ladenöffnung oder Fest? Und eben dieses Urteil ist erst am Donnerstag gefallen. (…)

Quelle: wp.de

Selektive Wahrnehmung der Industrielobby

8. Dezember 2017

SIHK begrüßt Senkung der Grund- und Gewerbesteuer – in der Millionärshochburg Schalksmühle

Die von Bürgermeister Jörg Schönenberg, Schalksmühle, vorgeschlagene Senkung der Hebesätze von Grundsteuer B und Gewerbesteuer erhält die deutliche Unterstützung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK).

„Wir begrüßen die angekündigte Senkung der Grund- und Gewerbesteuerhebesätze in Schalksmühle ausdrücklich“, betont Christoph Brünger, SIHK-Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik. „Damit ist die Gemeinde Schalksmühle ein positives Beispiel in einer Zeit, in der fast nur noch über Steuererhöhungen diskutiert wird. Die Senkung ist aus standortpolitischer Sicht ein klares und begrüßenswertes Signal an die Unternehmen vor Ort“, so Brünger. Er hoffe, dass dieses Beispiel auch Nachahmer bei anderen Kommunen im SIHK-Bezirk finde.

Überhaupt sei ein stärkeres Miteinander von Wirtschaft und Kommune gefragt, so der SIHK-Geschäftsbereichsleiter. Denn es sei ein Trugschluss zu glauben, man könne mit immer höheren Hebesätzen ein nachhaltig steigendes Steueraufkommen erzielen und dadurch den Haushalt sanieren. Steigende Hebesätze führten ganz im Gegenteil langfristig zu einer Abwärtsspirale aus schlechter werdenden Rahmenbedingungen, sinkender Standortattraktivität und damit auch sinkenden Steuereinnahmen. Ein Senken der Hebesätze durchbreche diese Abwärtsspirale, so Brünger.

Dieses Beispiel zeigt gleich in mehreren Punkten die selektive Wahrnehmung der SIHK, gepaart mit einem Schuss Demagogie. Der Lobbyverein, der im Gewande einer Körperschaft des öffentlichen Rechts des Weges kommt, hatte erst gestern zu seiner Jahrestagung den Bierdeckel-Steuerexperten Friedrich Merz als Redner geladen.

Wir leben nun einmal gerade nicht „in einer Zeit, in der fast nur noch über Steuererhöhungen diskutiert wird“, wie der Kammer-Vertreter fabuliert. Im Gegenteil wird in Kapitalkreisen und den diesen nahestehenden Parteien fast nur noch über die angeblich jetzt schon zu hohe Steuerbelastung lamentiert.

Auch das Beispiel Schalksmühle führt in eine völlig falsche Richtung. Der kleine Ort, hinter der Hagener Südgrenze im Märkischen Kreis gelegen, weist von allen 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen die zweithöchste Millionärsdichte auf und liegt beim Pro-Kopf-Einkommen auf Platz 3 in NRW. Schalksmühle kann daher kaum als Beispiel für andere Kommunen dienen.

Richtig ist sicher die Feststellung, „man könne mit immer höheren Hebesätzen ein nachhaltig steigendes Steueraufkommen erzielen und dadurch den Haushalt sanieren“. Eine Alternative weiss der Geschäftsbereichsleiter Standortpolitik aber nicht zu nennen.

GRÜNE beantragen Dringlichkeitspunkt zu den Bundesmitteln für saubere Luft

8. Dezember 2017

Die Fortsetzung des „Dieselgipfels“ der Bundesregierung Ende November führte zu einer Zusage von insgesamt einer Milliarde an zusätzlichen Bundesmitteln, mit denen durch mehr Aktivitäten zur Luftverbesserung in den Innenstädten Fahrverbote vermieden werden sollen. Die GRÜNEN wollen mit einem Dringlichkeitsantrag sicherstellen, dass ein Teil dieses Geldes auch in Hagen ankommt, wo eine sauberere Luft dringend nötig ist.

Die Bundesregierung hat im Rahmen des Sofortprogramms für bessere Luftqualität in den Städten neun Förderschwerpunkte definiert. Es handelt sich um die Bereiche „Urbaner Wirtschaftsverkehr“, „Digitalisierung des Verkehrs“, „Elektrifizierung der Busse im ÖPNV“, „Nachrüstung von Dieselbussen im ÖPNV“, „Elektrifizierung von Taxis, Mietwagen und Carsharing“, „Ausbau der Ladeinfrastruktur“, „Bessere Logistik und Verkehrsströme“, „Stärkung des Radverkehrs“ sowie „Umweltbonus“.

Von Verkehrsvermeidung und Verlagerungsstrategien weg vom motorisierten Individualverkehr hin zum ÖPNV ist dagegen keine Rede mehr. Weder bei der Bundesregierung noch bei den Hagener GRÜNEN.

Viertes Kammerkonzert am Sonntag

8. Dezember 2017

Das vierte Kammerkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen findet am Sonntag, 10. Dezember 2017 um 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen statt. An diesem Vormittag werden zwei Streichtrios (G-Dur op. 9 Nr. 1 und c-Moll op. 9 Nr. 3) von Ludwig van Beethoven aufgeführt.

Beethovens Streichtrios op. 9 zählen zu den bedeutendsten Frühwerken des Komponisten und bilden hörbar einen Übergang vom privaten rein unterhaltenden Charakter hin zum öffentlichen Konzertsaal. Sie haben ein stark sinfonisches Element und zeichnen sich durch souveräne Stimmführung und die kontrapunktische Meisterschaft aus. »Keins von den bisherigen Werken kann sich an Schönheit und Neuheit der Erfindung, Geschmack der Ausführung, Behandlung der Instrumente usw. mit diesen Trios messen« heißt es dazu in einer der ersten Beethoven-Biografien.

Die Interpreten sind Werner Köhn (Violine), Olga Rovner (Viola) und Kerstin Warwel (Violoncello).

Vor Beginn des Konzertes besteht wie gehabt die Möglichkeit, um 11 Uhr an einer, dieses Mal von Saskia Lipps gestalteten Kurzführung teilzunehmen (Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers). Darin geht es um die Rauminstallation „Die Architektur der Erinnerung“ – dem Hauptwerk der „Offenen Archive“ der Künstlerin Sigrid Sigurdssons.

Für die Teilnehmer an dieser Kurzführung sind Plätze in der ersten Reihe für das Konzert reserviert.

Kombiticket (Führung und Konzert) 11,- / 7,- Euro; Konzertkarte 8,- / 4,- Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Verkaufsoffener Sonntag in Hagen: Verdi zieht vor Gericht

7. Dezember 2017

Der verkaufsoffene Sonntag am 10. Dezember parallel zum Hagener Weihnachtsmarkt steht auf der Kippe: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wird gerichtlich gegen den entsprechenden Ratsbeschluss aus der vergangenen Woche vorgehen. Sie argumentiert, dass nicht – wie rechtlich vorgegeben – der Anlass (Weihnachtsmarkt) im Vordergrund stehe, sondern die kommerziellen Anliegen der Geschäfte. (…)

Quelle: wp.de

Liebevoll und geistreich

7. Dezember 2017

„Der Messias“  – Weihnachtskomödie von Patrick Barlow

Ab dem 9. Dezember 2017 (Wiederaufnahme, 19.30 Uhr, Lutz) steht sie wieder auf dem Spielplan des Hagener Theaters: Die Weihnachtskomödie „Der Messias“ von Patrick Barlow (ab 14 Jahren).

Barlows komödiantische Zeitreise mitten hinein in das Jahr Null gehört seit 12 Jahren zum Weihnachtskult auf der Lutz-Bühne. Mit britischem Humor und einer beträchtlichen Portion Menschlichkeit betrachtet Barlow den Ursprung der christlichen Kultur. Für uns schwer erklärbare »Phänomene« werden auf menschliche, allzu menschliche Art und Weise beleuchtet. Liebevoll und geistreich wird der Blick hinter die Kulissen der Weihnachtsgeschichte gelenkt. – Theodor, ein Vollblut-Laiendramaturg und Stückeschreiber hat sich ein neues Ziel gesetzt: Die Geschichte des Messias auf seiner Off-Bühne neu zu erzählen. Mit Esprit und Witz stürzen er und sein Freund Bernhard sich auf dieses Unternehmen. Aus Kostengründen übernehmen sie alle Rollen – und das sind eine ganze Menge! Doch das verläuft natürlich nicht ohne privaten Zwist zwischen den beiden Freunden, und auf der Bühne droht bald das totale Chaos…

Regie führte Werner Hahn, das Bühnen- und Kostümbild schufen Peter Blindert und Ulla Ziemba-Minkiewicz. Die DarstellerInnen sind Marc Baron*, Kirsten Corbett, Dominik Hahn*, Christa Heine (*Foto: Theater).

Weitere Aufführungstermine: 12., 17.12., 22.12.2017 – jeweils 19.30 Uhr

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hoffnungen und Bedrohungen lagen 2017 eng zusammen

7. Dezember 2017

Mitgliederversammlung des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN

„Wir gehen in das Jahr 2018 in der Hoffnung, ein klein wenig mit dazu beizutragen, dass die Welt etwas friedlicher wird.“ Mit diesen Worten beendete Dr. Christian Kingreen seinen Jahresbericht an die Mitgliederversammlung des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN. Er konnte auf ein ereignis- und aktionsreiches Jahr zurückblicken.

Hoffnungen und neue Bedrohungen lagen im Jahr 2017 eng beieinander. Im Juli beschlossen 122 Staaten in New York die völkerrechtliche Ächtung von Atomwaffen, und das inter-nationale Bündnis ICAN erhielt für seinen entscheidenden Anteil an diesem Abkommen den Friedensnobelpreis. Gleichzeitig war das Jahr 2017 geprägt von neuen atomaren Gefahren, die sich am deutlichsten im Konflikt zwischen Nordkoreas Diktator Kim Jung-Il und US-Präsident Trump zeigen. „Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die meisten Menschen nichts mehr über die Jahrzehnte dauernden Schäden durch Atomwaffen wissen. Deshalb war es so wichtig, dass wir im Juli Bilder von Hiroshima und Nagasaki in der Johanniskirche zeigen konnten“, so Kingreen in seinem Bericht.

Besonders positiv wertete er die Zusammenarbeit mit der evangelischen Jugendarbeit in Berchum beim Projekt „No hate speech – the film“. Der Verein wird auch das nächste Projekt „pictures of freedom“ des neugegründeten Vereins East-West-East-Germany begleiten.

Im Jahr 2018 sind neue Gefahren für eine Politik des friedlichen Zusammenlebens zu erwarten. Die Verteidigungsminister der EU vereinbarten eine ständige strukturelle militärische Zusammenarbeit (Pesco), die die Partner dazu verpflichtet, ihren Verteidigungs-etat regelmäßig zu erhöhen, gemeinsame Auslandseinsätze zu planen und die Frist für die deutsche Parlamentsgenehmigung solcher Einsätze zu verkürzen. Die USA haben angekündigt, dass sie ihre 150 Atomwaffen in Europa modernisieren wollen, wozu die europäischen Partner die neuen Trägersysteme bereitstellen sollen. In Büchel lagern immer noch Atomsprengköpfe.

Die Mitglieder des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHENS kamen überein, nach ihren Kräften dieser Entwicklung entgegenzutreten. Nach intensiver Diskussion entlasteten sie Kassierer und Vorstand. Der alte Vorstand wurde im Amt bestätigt, Wolfgang Müller wurde als Beisitzer neu gewählt. (Vorstand: Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender; Ruth Sauerwein, stellv. Vorsitzende; René Röspel, Schriftführer; Edgar Marsh, Kassierer; Wolfgang Müller, Beisitzer)

Kino-Tipp: Die Unsichtbaren – Wir wollen leben

7. Dezember 2017

Sa 09.12.2017, 19:00 Uhr, Kino Babylon
Eintritt: 6,50 € / 5 €

Deutschland 2016, Regie: Claus Räfle, 106 Min., mit Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O.Fee, Aaron Altaras, Victoria Schulz, Florian Lukas, Andreas Schmidt u.a.

Im Februar 1943 erklärt das NS-Regime, dass in der Reichshauptstadt Berlin keine Juden mehr leben würden. Einige von ihnen aber konnten sich vor den Schergen Adolf Hitlers in den Untergrund flüchten. So gehört die junge Hanni Lévy (Alice Dwyer) zu den Untergetauchten. Hanni versucht am Ku’damm mit blond gefärbten Haaren unerkannt zu bleiben. Oder Cioma Schönhaus (Max Mauff), der Pässe fälscht, mit denen er dutzenden Juden das Leben rettet.

Aufwühlend erzählt Regisseur Claus Räfle mit seinem außergewöhnlichen Dokudrama die wahre Geschichte von vier jüdischen Jugendlichen, die sich während des der NS-Zeit in Berlin erfolgreich ihrer Deportation widersetzten. Stilistisch verknüpft sein mutiges, hoch-emotionales Historienkino geschickt Interviews der überlebenden Zeitzeugen mit fesselnden Spielfilmszenen des wenig bekannten Kapitels jüdischen Widerstands.

Weitere Termine: So 10.12.2017, 20:00 Uhr, Di 12.12.2017, 20:00 Uhr, Mi 13.12.2017, 18:00 Uhr, Mi 13.12.2017, 20:15 Uhr

Theater: Vorstellungsausfall

6. Dezember 2017

Die Vorstellungen „Faust“ am 7. Dezember (19.30 Uhr) und am 8. Dezember (12 Uhr) 2017 im Lutz (Theater Hagen) müssen krankheitsbedingt leider ausfallen.

Bereits gekaufte Karten können an der Theaterkasse zurückgegeben werden.

Wieder direkt ins Oberbergische

6. Dezember 2017

Fahrplanverbesserungen bei der Bahn

Nach mehr als 30 Jahren nimmt die Bahn zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember wieder den Personenverkehr auf der Strecke Lüdenscheid-Meinerzhagen auf. Damit entstehen neue Verbindungen auch von Hagen direkt nach Gummersbach und Umgebung. Vorerst allerdings nur im 2-Stunden-Takt mit Umstieg in Lüdenscheid-Brügge; am selben Bahnsteig mit 3 Minuten Übergang.

Weitere Verbesserungen:

RE 4: Das Angebot wird am Wochenende in den Nächten ab kurz vor Mitternacht durch insgesamt vier zusätzliche Hin- und Rückfahrten auf der Strecke Düsseldorf–Hagen ausgeweitet. Ab Hagen: 0:34, 1:32, 2.32 und 3.32 Uhr; ab Düsseldorf: 23:40, 0:40, 1:38 und 2:40 Uhr.

RB 40: Täglich zusätzlich ab Hagen in Richtung Essen über Wetter um 0:17 Uhr, ab Essen in Richtung Hagen um 0:12 Uhr. Fr/Sa und Sa/So ab Hagen auch um 1.17 und 2.17 Uhr, ab Essen um 1.07 und 2.07 Uhr.

RB 52: Täglich verkehren zusätzliche Fahrten am späten Abend ab Hagen um 22:53 und 23:53 Uhr über Herdecke bis Dortmund. Darüber hinaus wird samstags und sonntags eine weitere Fahrt ab Hagen (00:53) bis Dortmund angeboten. Auch in der Gegenrichtung wird das Angebot entsprechend verbessert: Es verkehren täglich zusätzliche Fahrten ab Hagen nach Lüdenscheid über HA-Oberhagen, -Dahl und -Rummenohl um 22:11 und 23:11 Uhr sowie am Wochenende um 0:11 und 1.41 Uhr. Montags bis freitags zusätzlicher Zug morgens von Hagen (4:53) bis Dortmund (5:27).

S 5: Montags bis freitags zusätzliche Hin- und Rückfahrt im Spätverkehr gegen 1 Uhr auf der Strecke Hagen–Dortmund.

S 8: Fahrzeitänderung des täglich in den frühen Morgenstunden einmal verkehrenden Flughafenzubringers, der künftig außerdem zwischen Hagen (02:23) und Düsseldorf Hbf (03:30) an allen S-Bahnhöfen hält. Am Wochenende verkehrt der Flughafenzubringer als zweiteiliger Zug und wird aus Hagen kommend in Düsseldorf geteilt, ein Zugteil fährt zum Flughafen, der andere Zugteil nach Mönchengladbach.

Nobelpreisverleihung an ICAN – Hagen feiert mit

6. Dezember 2017

Wenn am 10. Dezember um 13 Uhr in Oslo der Friedensnobelpreis an ICAN, die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung, verliehen wird, gehört auch die Stadt Hagen zu den Preisträgern. Darum weht an diesem Wochenende die Fahne der Bewegung „Bürgermeister für den Frieden“ am Rathaus. Die Stadt Hagen ist seit 1984 Mitglied des weltweiten Städtebündnisses „Mayors for peace“, das wiederum Partnerorganisation von ICAN ist.

Der Oberbürgermeister von Hannover und Vizepräsident der Mayors for Peace, Stefan Schostok, erklärte zur Verleihung des Friedensnobelpreises: „Die Verleihung an ICAN ist gerade in dieser Zeit ein wichtiges politisches Signal an die Atomwaffenstaaten – und vor allem an jene, die durch entsprechende Tests den Weltfrieden massiv gefährden. Hannover als Lead City in Deutschland der ‚Mayors for Peace‘ gratuliert ICAN zu dieser bedeutenden Auszeichnung. Wir sind sicher, dass die Entscheidung des norwegischen Nobelkomitees auch unsere gemeinsamen Netzwerkaktionen für eine atomwaffenfreie Welt stärken wird.“

ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) ist ein Zusammenschluss von rund 460 Partnerorganisationen in mehr als 100 Ländern. Die Organisation erhält den Friedensnobelpreis „für ihre Arbeit, mit der sie die Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen eines jeglichen Einsatzes von Atomwaffen lenkt und für ihre bahnbrechenden Bemühungen, ein vertragliches Verbot solcher Waffen zu erreichen“, so das norwegische Nobelkomitee.

ICAN setzt sich seit rund zehn Jahren für einen Atomwaffenverbotsvertrag ein. Dieser wurde am 20. September von der Generalversammlung der UN zur Unterschrift ausgelegt. Der Vertrag tritt in Kraft, sobald ihn 50 Mitglieder der UN ratifiziert haben. Er untersagt den Unterzeichnern den Besitz, Erwerb und die Weiterverbreitung von Atomwaffen.

Oberbürgermeister Schostok: „Hannover unterstützt aktuell eine Unterschriftenkampagne der ‚Mayors for Peace‘, die weitere Regierungen – auch die zukünftige neue Bundesregierung – auffordert, dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten.“ Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN fordert die Stadt Hagen auf, sich dieser Kampagne anzuschließen.

Die Preisverleihung wird am 10. Dezember um 13 Uhr per Livestream aus Oslo übertragen.

Klassik+Jazz im ESM: Zehn Violinsonaten

6. Dezember 2017

Konzert an zwei Abenden, 7.12. und 14.12.2017, 18:00 Uhr
Emil-Schumacher-Museum Hagen

Die Violinistin Anna Kritsina und der Pianist Burkhard Schaeffer treten seit 2014 regelmäßig gemeinsam auf. Für das Emil Schumacher Museum stellen die beiden Künstler sich an zwei Abenden einer besonderen musikalischen Herausforderung: der Interpretation aller zehn Sonaten für Klavier und Violine von Ludwig van Beethoven.

Die Violinsonaten gelten nach wie vor als Höhepunkte der Violinliteratur und künstlerische Meilensteine, spiegeln sie doch das gesamte Spektrum der ungeheuren Schöpfungskraft Beethovens wider. Die Zuhörer erwartet eine spannende Reise durch Leben und Schaffen eines der bedeutendsten Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts. Überquellende Lebensfreude, grenzenloser Optimismus und Schaffenskraft des jungen Beethoven, die in den frühen Sonaten mitreißen, weichen in den späteren Werken mitunter Verzweiflung, Wut und Demut. Die letzte Sonate begeistert wiederum durch ihren harmonischen und ausgeglichenen Charakter.

Eintritt je Abend: VVK € 15,-, AK € 18,-
Karten sind erhältlich in der Buchhandlung am Rathaus, Tel. 02331 – 32689

„Sach ich mal so“

5. Dezember 2017

Hans-Joachim Geisler, Hagener Delegierter auf dem FDP-Landesparteitag NRW, zweifelt an der Regierungsfähigkeit seiner Partei

Screenshot: ZDF

Reporter: Ist es Ihnen lieber, von ‘ner GroKo regiert zu werden?

Geisler: Ja, sach ich mal so.

Reporter: Weil Sie auch wissen: FDP in der Regierung – so gut kann das ja nicht werden.

Geisler: Das seh ich so.

Ergänzung: Jetzt auch als Video (ab min. 00:18):

Eine Bühne für den Ideologen

5. Dezember 2017

Friedrich Merz Gastredner bei der SIHK

Friedrich Merz, Vorsitzender des Vereins Atlantik-Brücke und Aufsichtsratschef für Deutschland beim weltweit größten Vermögensverwalter BlackRock, hält die Festansprache auf der 67. Jahresveranstaltung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) am 7. Dezember 2017 in der Stadthalle Hagen.

Erst kürzlich hatte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet den neoliberalen Flügelmann der CDU aus der politischen Versenkung zurückgeholt und ihn zum „Brexit-Beauftragten“ der Landesregierung ernannt. Daneben soll er den Aufsichtsratsvorsitz beim Flughafen Köln/Bonn übernehmen.

Die 1952 gegründete Atlantik-Brücke gilt als eine der effektivsten und konservativsten Pressuregroups in Deutschland. Als Ausgangspunkt für die Gründung des Vereins galt der Beginn des sogenannten Kalten Krieges. Die USA suchten nach Möglichkeiten verdeckter Einflussnahme auf die Bundesrepublik Deutschland.

Die Mitgliedschaft in diesem mit namhaften Personen aus Wirschaft, Politik und Gesellschaft besetzen Verein kann nur durch Nominierung und Kooptation durch den Vorstand erreicht werden. Die Arbeitsweise ist durch Verschwiegenheit und mangelnde Transparenz gekennzeichnet, trotz unmittelbarer Nähe von Politik zur Wirtschaft.

Diese nicht-offizielle, nicht-demokratisch legitimierte Struktur trägt dazu bei, dass Schranken zwischen Wirtschaft und Politik verschwinden und selbsternannte Eliten zunehmend wieder an Gewicht gewinnen.

BlackRock ist die größte Investmentgesellschaft der Welt. Sie verwaltet etwa 6 Billionen US-$ (nicht billions = Milliarden) und ist damit ein Akteur, dessen Einfluss weit über die Grenzen des Marktes hinausreicht.

Die Wirtschaftsjournalistin Heike Buchter beschreibt den Giganten so: „BlackRock ist ein Unternehmen, das Beteiligungen an so ziemlich allen großen Unternehmen dieser Welt hat. Auf der Kundenliste haben sie die großen Pensionskassen der Welt, Stiftungen, Staatsfonds, sie beraten Zentralbanken, unter anderem auch die Europäische Zentralbank. Sie können nennen, wen oder was Sie wollen, im großen Bereich der Finanzen: BlackRock ist irgendwo mit irgendwas beteiligt.“

Heike Buchter hat ein Buch über dieses verschwiegene Imperium verfasst:

„Black Rock ist ein Vermögensverwalter. Aber das ist so, als wenn man sagen würde, Versailles sei ein Sommerhaus oder die Pyramiden ein Haufen Grabsteine … Goldman Sachs, die Deutsche Bank, die Allianz – sie alle verblassen dagegen. (…)

„Das Problem der neuen Germany Inc. ist nicht, dass sich BlackRock oder die ausländischen Großaktionäre in die Unternehmen einkaufen, um dann den Vorstand herumzukommandieren. Im Verhältnis zu den deutschen Unternehmen ist BlackRock wie ein New Yorker Immobilienmogul, der sich müht, seine Besitzungen in Übersee so profitabel und reibungslos wie möglich zu betreiben. So lange der Verwalter sich als zuverlässig erweist, besteht kein Grund sich einzumischen. Doch irgendwann passt das Haus nicht mehr in das Portfolio oder das Haus braucht eine aufwendige und langwierige Sanierung, dann verkauft der Eigentümer es einfach. Im schlimmsten Fall an ein Abbruchunternehmen, eine Heuschrecke.“

Dazu passend:

Von Atlantik-Brücken und BlackRock-Monstern konnte der Frankfurter Arzt und Psychiater Heinrich Hoffmann noch nichts ahnen, als er im Jahr 1845 sein weltberühmtes Bilderbuch Struwwelpeter herausbrachte; darin die Geschichte vom bösen Friederich. Die Methoden haben sich inzwischen verfeinert, aber die Rolle des am Ende siegreichen Hundes, in diesem Zusammenhang allegorisch zu verstehen, ist noch immer nicht besetzt.

Die Geschichte vom bösen Friederich

Der Friederich, der Friederich
das war ein arger Wüterich!
Er fing die Fliegen in dem Haus
und riß ihnen die Flügel aus.
Er schlug die Stühl und Vögel tot,
die Katzen litten große Not.
Und höre nur, wir bös er war:
Er peitschte seine Gretchen gar!

Am Brunnen stand ein großer Hund,
trank Wasser dort mit seinem Mund.
Da mit der Peitsch herzu sich schlich
der bitterböse Friederich;
und schlug den Hund, der heulte sehr,
und trat und schlug ihn immer mehr.
Da biß der Hund ihn in das Bein,
recht tief bis in das Blut hinein.
Der bitterböse Friederich,
der schrie und weinte bitterlich.
Jedoch nach Hause lief der Hund
und trug die Peitsche in dem Mund.

Ins Bett muß Friedrich nun hinein,
litt vielen Schmerz an seinem Bein;
und der Herr Doktor sitzt dabei
und gibt ihm bittre Arzenei.

Der Hund an Friedrichs Tischchen saß,
wo er den großen Kuchen aß;
aß auch die gute Leberwurst
und trank den Wein für seinen Durst.
Die Peitsche hat er mitgebracht
und nimmt sie sorglich sehr in acht.

Ist denn schon wieder Weihnachten?

5. Dezember 2017

Die nächste „Nachtcafé“-Veranstaltung findet am Freitag, 8. Dezember 2017 (22.30 Uhr) im Theatercafé (Theater Hagen) statt.

Jedes Jahr kommt es schneller als gedacht: Weihnachten! Und schon steht das Fest wieder vor der Tür und man hat noch nichts vorbereitet: keine Geschenke, keinen Weihnachtsbaum, keine Idee für das Festmahl. Zum Glück aber geht es anderen genauso.

Die besinnlichste Zeit im Jahr ist für viele auch die chaotischste, davon wissen die Mitglieder des Chores des Theater Hagen Vera Käuper-de Bruin, Anja Frank-Engelhaupt, Dorothee Ueter, Verena Grammel und Sophia Leimbach nicht nur ein Lied zu singen, sondern auch so manche Geschichte zu erzählen. Nach diesem „Nachtcafé“ sehen Sie den eigenen Weihnachtsstress gleich viel gelassener und vor allem heiterer!

Der Eintritt ist frei, die Theatergastronomie hat geöffnet.

Massiver Eingriff

4. Dezember 2017

Welche Zukunft hat das GWG-Immobiliencarrée?

Im August 2017 wurden erstmal die Pläne der GWG bekannt, in Wehringhausen einen ganzen Wohnblock abzureißen. Es handelt sich um das Gründerzeitcarrée Lange- Gustav- Ewald- Minervastraße (Luftbild: RVR). Anlass für Bürgerinnen und Bürger aus Wehringhausen und Mitglieder des Lenkungskreises zur Begleitung des Programms Soziale Stadt Wehringhausen, zu einer Veranstaltung einzuladen.

Am 6. Dezember 2017 um 18:30 Uhr im Saal der Paulusgemeinde, Borsigstraße 11 in HA-Wehringhausen, sollen die bis jetzt bekannten Ideen und Beschlüsse der GWG, die Ideen der betroffenen Mieterinnen und Mieter und der Bürgerinnen und Bürger aus Wehringhausen diskutiert werden.

Da es sich um einen massiven Eingriff in die gründerzeitliche Bebauung des Stadtteils handeln würde (diese zeichnet Wehringhausen über die Grenzen Hagens hinaus besonders aus), ist nach Ansicht der Initiatoren ein Gespräch mit allen Beteiligten unbedingt erforderlich.

Dazu ist ein Anwalt für Mietrecht eingeladen, der Fragen zum Mietrecht beantworten kann. Eingeladen sind ebenfalls die GWG-Geschäftsführung, Vertreter/innen der Stadt Hagen und Vertreter/innen der Kommunalpolitik.

Zum Hintergrund:

Abriss im großen Stil
In Hagen-Wehringhausen soll ganzer Wohnblock verschwinden

CDU unterstützt Abrisspläne

Abrissbirne wäre ein verheerendes Zeichen

Ganz auf der Höhe der Zeit

4. Dezember 2017

Homepage des Hagener DGB, Stand: 4. Dezember 2017. Anderes gab es offenbar seit einem Jahr nicht zu berichten. Ein Trauerspiel nach dem Tode Jochen Marquardts.

„An Ihrer mir bekannten Arbeitsstelle“

3. Dezember 2017

Rechtsdezernent Thomas Huyeng antwortet dem Reiterverein – und gibt Privates eines Vorstandsmitglieds preis

Schiri, wir wissen wo Dein Auto steht!
Aus dem Fußballfan-Milieu

Am Freitag hatte DOPPELWACHOLDER.DE darüber berichtet, dass der Reiterverein Hagen nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Stadtverwaltung sein Gelände am Höing aufgeben will. Eskaliert war der Streit einen Tag zuvor, als sich die Verwaltung mit Hilfe der Polizei gewaltsam Zugang zu dem Areal verschaffte. Am gestrigen Samstag hatte auch die WPWR einen Artikel dazu veröffentlicht.

Inzwischen hat der Rechtsdezernent der Stadt Hagen, Thomas Huyeng, auf die Berichterstattung reagiert und seine Sicht der Dinge dargelegt. Dabei beschränkt er sich allerdings ausschließlich auf die Vorgänge am Donnerstag; die Vorgeschichte und ihre Begleitumstände bleiben in der Antwort unberücksichtigt.

So zum Beispiel die Frage, ob auf dem betreffenden Gelände seitens der Verwaltung Planungen angedacht sind, die Fläche anderweitig zu nutzen. Der Reiterverein hatte eine mögliche Nutzung für eine Großsport- oder Mehrzweckhalle erwähnt. Andere Stimmen in der Stadt berichten von einem neuen Baugebiet der gehobenen Kategorie, das an dieser Stelle angedacht sei. Solche Hintergründe würden auch eine Mobbing-Kampagne erklären.

Typisch für solche Planungen – sollte es sie tatsächlich geben – ist jedenfalls, dass sie möglichst lange unter der Decke gehalten werden.

Jüngstes Beispiel ist die (am Donnerstag gescheiterte) Planung am Deerth. In diesem Kontext behauptete Baudezernent Grothe noch im April 2017, zum Zeitpunkt des Verkaufs von Grundstücken im August 2014 an die AWO habe die Stadt von Bauplänen nichts gewusst. In Wahrheit waren die Planungen schon längst vorher bekannt (siehe „Lügen und andere Wahrheiten“).

Warum sollte sich die Lage am Höing anders darstellen?

Und noch etwas ist interessant: Huyeng gibt in seinem Schreiben, dass an diverse Empfänger versandt wurde, die Arbeitsstelle eines Vorstandsmitglieds des Reitervereins bekannt. Dieses Vorgehen steht in eklatantem Widerspruch zur hiesigen Praxis, öffentliche Angelegenheiten selbst mit abstrusesten Begründungen in die nichtöffentlichen Teile der Gremien zu verbannen und damit der Öffentlichkeit zu entziehen.

In diesem Fall privater Informationen spielt Datenschutz dagegen keine Rolle. Auch das spricht Bände.

Das Huyeng-Schreiben ungekürzt:

Sehr geehrte Damen und Herren des Reiterverein Hagen,
Sehr geehrte Frau Brucke,

ich darf Bezug nehmen auf Ihre Mail von Donnerstag und auf die heutige Berichterstattung in der WP.

(more…)

Land leitet Millionen-Hilfen für Flüchtlinge nicht weiter

3. Dezember 2017

4,34 Millionen Euro stehen der Hagen für die Integration von Flüchtlingen zu. Doch das Land leitet das Geld aus Berlin an die Stadt nicht weiter. (…)

„Es ist mir herzlich egal, wer in der Vergangenheit als Regierung die Integrationspauschale nicht an die Kommunen weitergegeben hat, dies aber als neue Opposition nun fordert und wer als alte Opposition die Weitergabe der Pauschalen zwar gefordert hat, es aber heute als neue Regierung nicht tut“, ärgerte sich Kämmerer Gerbersmann am Donnerstag in seiner Haushaltsrede.

„Tatsache ist, dass allein der Stadt Hagen ein Betrag von mehr als vier Millionen Euro vorenthalten wird, den wir zur Finanzierung der Kosten für die Integration der zugewanderten Menschen gut gebrauchen könnten. Ein solcher Streit bringt uns gar nichts und fördert nur die Politikverdrossenheit.“ (…)

Quelle: wp.de

Dazu auch:

Statement des Geschäftsführers des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Helmut Dedy:

„Die Unterbringung geduldeter Flüchtlinge wird bisher zu einem großen Teil von den Kommunen finanziert. Und es gibt weiterhin keine Anzeichen, dass das Land Mittel aus der Integrationspauschale des Bundes an die Kommunen weitergibt.

Den größten Teil der Integrationsarbeit leisten die Kommunen. Deshalb erwarten wir nach wie vor, dass das Land einen angemessenen Anteil der Integrationspauschale den Kommunen zur Verfügung stellt. Außerdem halten wir es für unbegründet, dass das Land die Mittel aus der Integrationspauschale, die es vom Bund in den Jahren 2016 und 2017 erhalten hat, bei der Ermittlung der Schlüsselzuweisungen unberücksichtigt lässt, die 2018 durch das Gemeindefinanzierungsgesetz an die Kommunen gehen. Das Land kürzt auf diese Art und Weise die GFG-Mittel für die Kommunen um 175 Millionen Euro, obwohl es das Geld des Bundes erhalten hat und nicht an die Kommunen weitergibt.“

TV-Tipp: Heinrich Böll, Ansichten eines Anarchisten

2. Dezember 2017

Film von Norbert Busé
Samstag, 2. Dez., 20:15 Uhr, 3sat

Am 21. Dezember 2017 wäre Heinrich Böll 100 Jahre alt geworden. Der Film schaut aus diesem Anlass noch einmal neu auf den Nobelpreisträger und engagierten Repräsentanten des 20. Jahrhunderts.

Heinrich Böll, ein Mann von gestern? Jedenfalls ein Schriftsteller-Tycoon, der im Laufe seines Lebens schon mehrere Tode gestorben ist: den des Antifaschisten, Antimilitaristen und Antibourgeois. In der Erinnerung scheint er alt, grau und verstaubt. Kannte den Schriftsteller Böll Anfang der 1970er-Jahre laut einer Umfrage fast jeder Deutsche, ist er heute so gut wie vergessen. Schon lange sei er aus der Zeit gefallen, spötteln Kritiker, und in der Schule gehört er seit einiger Zeit nicht mehr zur Pflichtlektüre.

Bis heute stehen Böll und Adenauer für die verschiedenen Pole Deutschlands nach dem Krieg, für seine komplementären Vertreter, den „rechten und den linken Schuh der jungen Demokratie“. Durch die 1950er-Jahre hindurch kämpft der christliche Pazifist Böll leidenschaftlich gegen Adenauers Wiederbewaffnung, Aufrüstung und das Konzept der atomaren Teilhabe. Unermüdlich stellt er sich gegen Militär und Krieg. „Wann gab es einen Fall gerechter Verteidigung? Wer will je herausfinden, wo Verteidigung anfängt oder Angriff aufhört?“ In seinem Radio-Essay „Brief an einen jungen Katholiken“ beklagt er 1958 eine Kirche, die den Moralbegriff nur als Sexualmoral verhandelt, anstatt mit ihm Gewalt und Soldatentum zu befragen. Damals war das ein Skandal, sodass der katholische Intendant des Süddeutschen Rundfunks den Beitrag kurz vor der Ausstrahlung aus dem Programm nahm.

Und heute? Heinrich Böll sah die Rolle, die Künstler in der deutschen Gesellschaft einnehmen sollten, ganz klar: Die Kunst muss, frei von jeder kommerziellen Verwertbarkeit, in einem grenzfreien Raum, eine Gesellschaft infrage stellen dürfen. In seinen Widersprüchen, Ängsten und geglückten Formen kann Kunst zur Katharsis führen und frei machen, das eigene Leben besser zu beurteilen. „Die Kunst muss anarchisch sein“, formulierte Böll in den 1970er-Jahren, „Anarchie ist der Wunsch nach Herrschaftslosigkeit und auch der Wunsch, selber nicht zu herrschen.“

Redaktionshinweis: 3sat zeigt „Heinrich Böll, Ansichten eines Anarchisten“ zum 100. Geburtstag des Schriftstellers am 21. Dezember. Im Anschluss folgen um 21.00 Uhr „Gruppenbild mit Dame“ und um 22.40 Uhr „Die große Literatour – Heinrich Bölls Irland“. Am Sonntag, 3. Dezember, um 11.40 Uhr zeigt 3sat aus der Reihe „Die Besten im Westen“ eine weitere Sendung über Heinrich Böll, einen der bedeutendsten Autoren der Nachkriegszeit.

Quelle: 3sat

BER-Pleite, Hipster und bemannte Mondflüge

2. Dezember 2017

Hagener Neuinszenierung von Paul Linckes Operette „Frau Luna“ 

Am 2. Dezember 2017 (19.30 Uhr) feiert die Operette „Frau Luna“ von Paul Lincke (Musik) und Heinz Bolten-Baeckers (Libretto) im Theater Hagen Premiere.

»Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft« – Wer kennt dieses Marschlied nicht? Aber woraus stammt es? Aus der Operette „Frau Luna“. Als »burlesk-fantastische Ausstattungsoperette« kam dieses Werk 1899 im Apollo-Theater in Berlin zur Uraufführung und gilt als eine der ersten Berliner Operetten.

Im Gegensatz zur Wiener Operette, die häufig in die Nähe der Oper rückt, ist ihr Berliner Pendant verwandt mit der Revue und setzt einerseits auf Rhythmen der Militärmusik, andererseits auf moderne Tanzrhythmen aus den USA. Die stilechte Figurenriege an Berliner Originalen sowie der schlagfertige Wortwitz des Textdichters bieten einen üppigen Fundus für skurrile Situationskomik und schnelle Wendungen – Garanten für einen unterhaltsamen Operettenabend!

Entscheidend dafür ist natürlich auch die mitreißende wie berührende Musik des Berliner Komponisten Lincke, die durch weitere Ohrwürmer wie »Schlösser, die im Monde liegen«, »Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe« und »Oh Theophil« den schwungvollen Klang der Berliner Jahrhundertwende wieder auferstehen lassen.

Worum geht’s? In der Hagener Neuinszenierung spielt das Stück in naher Zukunft. Die Berliner Freunde Steppke (Tüftler, der an der Fliegerei und an Außerirdischem interessiert ist), Pannecke (Architekt und Hipster) und Lämmermeier (Schneider, der an einer Unternehmensgründung für maßgeschneiderte Uniform-Kleidung arbeitet) schlagen sich gemeinsam durch.

Der Neubau des Flughafens BER ist komplett gescheitert. Das Gelände wurde im Rahmen eines Kreativwettbewerbs an den Gewinner für einen symbolischen Euro verkauft. Startup-Gründer Steppke, der aus dem ehemaligen BER eine Basis für kommerzielle bemannte Mondflüge machen will, hat an dem Wettbewerb teilgenommen, leider erfolglos. Und dabei braucht er dringend Geld, um seine Miete bei der resoluten Frau Pusebach, deren Nichte Marie seine Verlobte ist, zu bezahlen. Die Freunde kommen zum Trostrauchen.

Da erscheint plötzlich der ‚Mann im Mond‘ und läd sie auf seinen Planeten ein – die Reise beginnt… Auf dem Mond hängt eine gelangweilte Gruppe von schrulligen (außerirdischen) Kreaturen auf einem nicht fertiggestellten, intergalaktischen Weltraumflughafen ab und wartet seit ewigen Zeiten auf die Eröffnung und ihren Dienstantritt. Als die Erdlinge eintreffen, kommt Leben in dieses trostlose Dasein, und es gibt einen Anlass zum Feiern. Überraschenderweise herrscht auf dem Mond aber kein Mann, sondern die verführerische Frau Luna… Eine erlebnisreiche Zeit beginnt. Werden die Berliner zur Erde zurückkehren?

Für die Inszenierung zeichnet der Berliner Regisseur und Autor Holger Potocki verantwortlich, der am Hagener Theater zuletzt „Die Csárdásfürstin“ in Szene setzte. Für die Gestaltung des Bühnen-und Kostümbildes kehrte Lena Brexendorff an dieses Haus zurück wie auch die Choreographin Andrea Danae Kingston, die beide in der letzten Spielzeit die Ausstattung sowie die Tanzeinlagen in der Erfolgsproduktion „Die Blues Brothers“ kreierten. Die musikalische Einstudierung und Leitung übernimmt der neue 1. Kapellmeister und stellv. Generalmusikdirektor Rodrigo Tomillo.

Es singen, spielen und tanzen: Marilyn Bennett, Anja Frank-Engelhaupt, Kristine Larissa Funkhauser, Veronika Haller, Olaf Haye, Sophia Leimbach, Kenneth Mattice, Cristina Piccardi, Tillmann Schnieders, Richard van Gemert, Rainer Zaun, Chor, Ballett und Statisterie des Theater Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen (Szenenfoto: Klaus Lefebvre).

Weitere Vorstellungen: 7.12., 13.12., 20.12., 28.12., 31.12. (15 Uhr und 19.30 Uhr) 2017; 5.1., 19.1., 24.1., 11.2. (15 Uhr), 18.2. (15 Uhr), 24.2., 17.3., 6.4., 20.5. (18 Uhr) 2018 – jeweils 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben

Pfefferer neue grüne Fraktionssprecherin

2. Dezember 2017

In ihrer gestrigen Sitzung wählte die grüne Ratsfraktion turnusgemäß zur Mitte der Wahlperiode ihren Fraktionsvorstand neu. Dabei wurde die Hohenlimburgerin Nicole Pfefferer zur neuen Fraktionssprecherin gewählt (Foto: Grüne).

Der bisherige Fraktionschef Joachim Riechel wird ihr zukünftig als Stellvertreter zur Seite stehen. Beide Mitglieder des Fraktionsvorstandes wurden einstimmig von allen Mitgliedern der grünen Ratsfraktion bestätigt.

Ebenfalls wurde die neu in den Rat gerückte Karin Köppen in die Fraktion aufgenommen. Sie arbeitete bisher als Bezirksvertreterin im Hagener Süden sowie als Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Karin Köppen folgt auf Ruth Sauerwein, die nach insgesamt fast 13jähriger Mitgliedschaft auf eigenen Wunsch aus dem Hagener Rat ausgeschieden ist.

Die Fraktion bedankt sich bei Ihr für das langjährige Engagement und freut sich, weiter mit Frau Sauerwein in ihren Funktionen als sachkundige Bürgerin in mehreren Ausschüssen und Vorsitzende des Seniorenbeirats zusammen zu arbeiten.

Hagens Kämmerer legt ersten positiven Haushaltsentwurf vor

2. Dezember 2017

Mit dem ersten positiven Ergebnis seit mindestens 25 Jahren schließt der Hagener Haushalt 2017 ab. Unter dem Strich bleibt ein Plus in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro. Trotzdem warnt Kämmerer Christoph Gerbersmann den Rat der Stadt Hagen bei der Einbringung des Haushaltentwurfs für die Jahre 2018 und 2019 vor neuen Begehrlichkeiten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Bei einer Veranstaltung der Fraktion Hagen Aktiv hatte Gerbersmann Einschnitte im Hagener Haushalt von bis zu 23 Millionen Euro und mehr allein für das Jahr 2019 angekündigt.

Neue Preise und Tickets beim VRR

2. Dezember 2017

Mit neuen Angeboten sowie Veränderungen bei Tickets und Preisen startet der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ins neue Jahr: Zum 1. Januar 2018 werden die Ticketpreise um durchschnittlich 1,9 Prozent angehoben.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehört das YoungTicketPlus, das gewerblichen und kaufmännischen Auszubildenden der Region ein ähnliches Angebot wie das SchokoTicket für Schüler zur Verfügung stellt. Eine Erweiterung bzw. Zusammenfassung von Gültigkeitsbereichen der Preisstufe C bedeutet für die Nutzer, in vielen Bereichen kein Zusatzticket mehr zu benötigen. An die zunehmende Zahl von Wochenend- und Städtereisenden in der Metropole Ruhr richten sich die 24/48-Stunden-Tickets, die damit flexibel in der Region unterwegs sein können.

Weitere Infos unter www.vrr.de

Politik über Zustand der Aufzüge falsch informiert

2. Dezember 2017

Das Chaos in den Mietskasernen an der Mozartstraße geht weiter. Denn auch gestern funktionierte ein Aufzug nicht; ein anderer wies einen Defekt auf. (…)

Quelle: wp.de

Abgehalftert

1. Dezember 2017

Reiterverein Hagen gibt entnervt sein Gelände am Höing auf

Mit einem Schreiben vom 24. November 2017 an Oberbürgermeister und Ratsfraktionen erklärt der Reiterverein Hagen 1902 e.V, keinen neuen Erbbaurechtsvertrag bzzgl. des von ihm genutzten Geländes am Höing mehr abzuschließen. Der jetzige Vertrag ist abgelaufen und die Stadt bzw. der zuständige Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) wolle nach Angaben des Rechtsvertreters des Vereins den Erbbauzins bei Abschluss eines neuen Vertrags um das 11-fache erhöhen.

Der seit 115 Jahren bestehende Verein fühlt sich von der Stadtverwaltung seit geraumer Zeit zu Unrecht unter Druck gesetzt. So habe erst gestern (30. Nov.) um 9 Uhr Rechtsdezernent Huyeng (der Mann, den woanders niemand haben wollte) zusammen mit der Polizei und dem Veterinäramt das Gelände und die Stallungen des Reitervereins aufbrechen lassen, obwohl der Termin ordnungsgemäß abgesagt worden sei.

Der Verein fordert bereits an die Stadt geleistete Zahlungen zurück und einen Ersatz für von ihm errichtete Gebäude auf dem Grundstück:

Am 23.11.2017 haben wir die von Ihnen zu Unrecht angenommenen Pachtzahlungen in Höhe von 10500 Euro, die der Verein aus gutem Glauben heraus, zusammen mit den Grundbesitzabgaben ab dem 01.01.2014 treu gezahlt hat, in Hinblick darauf, dass der neue Erbbaupachtvertrag auf Grund eines Fehlers vom Notar Dr. Streppel nicht ins Grundbuch eingetragen worden ist, und zwei weitere neue Notartermin, die der Verein auf eigene Kosten ansetzen ließ, seitens der Stadt Hagen trotz Ratsbeschluss unrechtmäßig abgesagt worden sind, mit Frist zum 01.12.2017 bei Frau Thomas der Stadt Hagen zurückgefordert. Da wir selbst alle Zahlungen der letzten vier Jahre unaufgefordert geleistet haben, bleibt zu erwarten, dass der Betrag zusammen mit den Grundbesitzabgaben in Höhe von 6461,83 Euro und der gezahlten Grundsteuer von über 4500 Euro ordnungsgemäß auf unserem Konto eingehen. (…)

Sobald die Stadt Hagen die Entschädigung überwiesen hat, wird der Verein das Grundstück verlassen und Sie haben ungehinderten Zutritt zu allen Räumlichkeiten. Sollten Sie es weiterhin sehr eilig haben, erwarten wir den Zahlungseingang der Entschädigungssumme kurzfristig. Bis dato erwarten die Mitglieder, dass Sie bis zum Schluss am Reitunterricht ungestört teilnehmen dürfen. Nach all den Unannehmlichkeiten der letzten 10 Jahre, denen die Mitglieder in der Öffentlichkeit und finanziell ausgesetzt waren, sollte dieses doch eine Selbstverständlichkeit darstellen und keine weiteren Worte mehr bedürfen.

Dem Reiterverein war immer wieder von Seiten des städtischen Veterinäramtes vorgeworfen worden, seine Stallungen nicht in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten, was der Verein regelmäßig scharf zurückgewiesen hatte. Nach dessen Angaben sind aktuell vier laufende Verfahren über den Zustand der Stallungen beim Verwaltungsgericht in Arnsberg anhängig. Drei weitere Verfahren würden beim Amtsgericht Hagen verhandelt.

Das bisher vom Reiterverein am Höing genutzte Gelände in attraktiver Lage wird immer wieder mit anderen, weitaus lukrativeren Nutzungen, in Verbindung gebracht. So könnte das benachbarte Kleingartengelände hierher verschoben werden, um neues Bauland für das Betuchtenareal Fleyerviertel zu erschließen. Denkbar wäre auch der Bau einer Großsportarena neben der benachbarten Ischelandhalle.

Interessenten wären also vorhanden. Und dass Verwaltung und politische Kreise in Hinterzimmergeschäften gerne mitspielen, war ja erst in jüngster Vergangenheit beim (gestern gescheiterten) Projekt „Deerth – eine Vollzugsanstalt im Stadtwald“ zu erleben (siehe: „Lügen und andere Wahrheiten„).

Gestern sollte das Thema im Haupt- und Finanzausschuss erörtert werden, Vorlagen-Nr 316/2017. Natürlich im nichtöffentlichen Teil, der wieder einmal in etwa genauso umfangreich war wie der öffentliche. Wer soll in diesem Vertuschungsbetrieb den dafür Verantwortlichen noch irgend etwas glauben?


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