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Post mit Esel

25. September 2022

Bündnis erinnert an Versprechen der Ampel-Koalition

Foto-Postkartenaktion-von-Fuer-die-Wuerde-unserer-Staedte3-1024x768Bundestagsabgeordnete von SPD, Grünen und FDP erhalten in diesen Tagen eine ungewöhnliche Postkarte aus ihren Heimatkommunen. Die Absender erinnern sie daran, dass den finanzschwachen Kommunen Hilfe versprochen worden war und bisher nichts geschehen ist – obwohl die Lage immer dramatischer wird.

Die Botschaft und das Bild sind unmissverständlich. Die Postkarte (Foto: Aktionsbündnis) zeigt einen Esel, der schwere Lastensäcke auf dem Rücken trägt, die ihn in die Knie zwingen. Daneben steht: „Helfen Sie Ihrer Kommune, damit sie nicht unter ihren Lasten zusammenbricht.“

Mit einer drei Meter hohen Figur dieses Esels war das bundesweite Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“, zu dem auch Hagen gehört, vor einem Jahr in Berlin unterwegs, um den Mitgliedern des Bundestags die schwierige Lage der finanzschwachen Kommunen bildlich vor Augen zu führen.

SPD, Grüne und FDP haben den Betroffenen anschließend im Koalitionsvertrag Hilfe zugesagt. Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesfinanzminister Christian Lindner haben dieses Versprechen im Laufe dieses Jahres bekräftigt. Geschehen ist allerdings nichts.

fuer-die-wuerde-unserer-staedteDeshalb schreiben die Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Landräte der Mitgliedskommunen von „Für die Würde unserer Städte“ nun an die Mitglieder der Ampel-Fraktionen aus ihrer Region. Sie erinnern an das Versprechen und erläutern, wie drastisch sich die damals schon schwierige Situation in den vergangenen Monaten verschlechtert hat. Die Punkte im Überblick:

  • Die finanziellen Folgen von Corona sind noch nicht ausgestanden und belasten auch 2023 die kommunalen Haushalte.
  • Der Ukrainekrieg wirkt sich mannigfaltig in den Städten und Gemeinden aus, etwa durch die Unterbringung der Geflüchteten und durch die explodierenden Energiekosten.
  • Inflation und steigende Baupreise treffen die Kommunen enorm, infolgedessen stehen zudem erhebliche Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst zu erwarten.
  • Die zweimalige Erhöhung des Leitzinses durch die EZB wird für die finanzschwachen Kommunen spürbar, wenn sie Liquiditäts- und Investitionskredite aufnehmen. Schon eine Erhöhung des durchschnittlichen Zinssatzes um jährlich 0,1 Prozentpunkte hätte gravierende Folgen: Für die Kommunen in den sieben Bundesländern, in denen das Aktionsbündnis Mitglieder hat, würde sie im Jahr 2026 eine zusätzliche Belastung von knapp 450 Millionen Euro bedeuten.

Die finanzschwachen Kommunen drohen aufgrund dessen handlungsunfähig zu werden. Das wiederum gefährdet das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat vor Ort und damit in die Demokratie. „Für die Würde unserer Städte“ fordert deshalb eine Altschulden-Lösung von Bund und Ländern sowie eine aufgabenangemessene Finanzausstattung der Kommunen.

„Die Ratten“ im Theater Hagen

25. September 2022

Die RattenDie Reihe der Gast-Schauspiel-Produktionen im Theater Hagen startet am 30. September 2022 (19.30 Uhr, Großes Haus). Das Rheinische Landestheater Neuss präsentiert Gerhart Hauptmanns Tragikomödie „Die Ratten“ (Foto: Marco Piecuch).

Worum geht’s: Wer sagt, dass nur das Leben der feinen Leute auf die Bühne gehört? Erich Spitta protestiert gegen die verstaubte Tradition und legt sich mit seinem Schauspiellehrer Harro Hassenreuter an. Von den klassischen Idealen der dramatischen Kunst gänzlich überzeugt, beschimpft dieser den aufmüpfigen Schüler als Ratte – schließlich nage seine Kritik am mühevoll errungenen politischen und künstlerischen Status quo. Nicht auszumalen, wenn auf einmal auch das Schicksal von einfachen Menschen auf der Bühne verhandelt würde!

Während dieser hitzigen Debatte über ästhetische Fragen im Dachgeschoss eines Berliner Mietshauses spielen sich im unteren Stockwerk tatsächlich die existenziellen Probleme der sozial Schwachen ab: Frau John überzeugt die in Not geratene Pauline Piperkarcka von einem folgenschweren Handel: Für 123 Mark kauft sie der ungewollt schwangeren und verlassenen Frau das Kind ab und gibt es fortan als ihr eigenes aus. Eine verhängnisvolle Entscheidung, die nicht nur sie selbst ins Unglück stürzt …

Gerhart Hauptmann gab in „Die Ratten“ dem Korsett ökonomischer und sozialer Zwänge, in dem die säuberlich getrennten sozialen Milieus des späten 19. Jahrhunderts blind aneinander vorbeilebten, einen literarischen Ausdruck, der wohl nie an Aktualität verlieren wird.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Schon wieder: Alte Buche auf der Abschussliste

25. September 2022

Eine Wohnungsgenossenschaft in Hagen will eine alte Buche fällen, der Baum sei einer Mauer im Weg. Das wollen die Anwohner nicht akzeptieren. (…)

„Solch einen Baum darf man doch nicht umhauen“, empört sich Dieter Rheinbacher. (…) Mit dieser Auffassung steht er nicht allein da. Kathrin Finger aus dem Nachbarhaus ist ebenfalls entsetzt über die geplante Fällaktion: „Wo kommen wir denn hin, wenn jeder unbequeme Baum einfach abgehauen wird?“ Gerade in Zeiten des Klimawandels müsse man doch auf solche Bäume wie die Buche setzen, die gesund sei und die Sommerhitze offenbar einigermaßen überstanden habe. (…)

Doch die HGW sieht das anders. Die Bruchsteinmauer im Bereich der Häuser an der Mainstraße 6 bis 8 müsse in großen Teilen instandgesetzt werden, teilte das genossenschaftliche Unternehmen, an dem die Stadt Hagen die Mehrheit hält, den Hausbewohnern mit. (…)

Es dränge sich die Annahme auf, dass die HGW aus rein fiskalischen Gründen die Baumfällung einer Komplettsanierung der alten Bruchsteinmauer bzw. deren Ersatz durch eine Metallumzäunung bevorzuge, sagt Rheinbacher: „Wir Menschen, die hier leben, und auch die nachfolgenden Generationen haben ein Anrecht darauf, dass dieser Baum erhalten bleibt. Wir haben ein Anrecht darauf, dass uns diese letzten Naturdenkmäler vor Ort erhalten bleiben.“

Solchen Argumenten mochte sich letztlich auch Alexander Krawczyk, Geschäftsführer der HGW, nicht verschließen. Am Freitag machte er sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort und verkündete anschließend: „Die Buche bleibt natürlich stehen. Für die Mauer werden wir schon eine andere Lösung finden.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Wie der Ischelandteich jetzt gerettet werden soll

25. September 2022

Der Regen der letzten Tage mag ein bisschen mehr Wasser gebracht haben. Am grundsätzlichen Problem ändert er aber rein gar nichts: Der Ischelandteich ist in Gefahr. (…) Sauerstoffmangel kann dazu führen, dass es mit jeglichem Leben im Wasser ein Ende hat. (…)

Grund genug für die SPD, in der Bezirksvertretung Mitte das Thema noch einmal auf die Tagesordnung zu bringen. Einstimmig wurde ein Antrag unter dem Titel „Erhalt und Sanierung Ischelandteich“ auf den Weg gebracht. (…)

Im jetzt auf den Weg gebrachten Antrag ist von einem Sanierungskonzept die Rede. Die zusammenhängenden Grünflächen um und oberhalb des Parkes sollten eine Art Schwammfunktion erhalten und den Teich künftig speisen. Die Anlage erfülle wichtige Funktionen im Hinblick auf den Klimawandel, der mit Trockenheit, Hitze und Starkregenereignissen einhergehe.

Letztlich wird auf Fördermittel verwiesen, die aus einem Klima- und Transformationsfond zur Verfügung stehen. Allerdings: Die Zeit drängt. Bis Mitte Oktober müssten die Mittel beantragt sein. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

175 Jahre Hagener Bahnhofsviertel

25. September 2022

Hauptbahnhof01_Foto_Michael_Kaub_maxZu einem Stadtspaziergang anlässlich des 175. Jubiläums des Hagener Bahnhofsviertels unter Leitung des Stadtheimatpflegers Michael Eckhoff vom Hagener Heimatbund lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am Mittwoch, 28. September, von 17 bis 19 Uhr ein. Treffpunkt ist vor der Pforte des Hagener Hauptbahnhofs, Berliner Platz (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen).

Vor 175 Jahren war Hagens erste Bahntrasse, die Bergisch-Märkische Strecke von (Wuppertal-)Elberfeld nach Dortmund, weitgehend fertiggestellt. Auch die Errichtung des ersten Hagener Bahnhofs wurde damals in Angriff genommen. Auf dem Spaziergang durch das Bahnhofsviertel – zwischen Hauptbahnhof und Karl-Marx-Straße – wird sich Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff sowohl den Kunstwerken und Straßennamen als auch den historischen Bauten und Denkmälern in diesem Viertel widmen.

Die Teilnahmegebühr für den Stadtspaziergang beträgt 6 Euro und wird vor Ort bar kassiert. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung mit der Kursnummer 1154 ist bei der VHS entweder unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de erforderlich.

Parkrüpel: Ein Polizeipräsident im Halteverbot

25. September 2022

Halteverbot auf dem Fußweg? Das gilt in Hagen scheinbar nicht für alle. Ein Polizei-Präsident parkt einen Fußweg in der Innenstadt einfach zu. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: In Hagen Normalzustand, nicht nur bei Polizeipräsidenten.

Baumfällungen für eine Fahrradstraße?

24. September 2022

ADFC Hagen zu den Planungen auf der Augustastraße

Baumstumpf AugustastraßeEntgegen der den politischen Gremien vorgestellten Planung wurde gleich noch ein zweiter Baum abgeholzt. Foto: ADFC.

Die Situation für Fußgänger, sowie für Radfahrende am Anfang der Augustastraße zwischen Bergischer Ring und Södingstraße war und ist äußerst beengt. Der Radverkehr aus Richtung Bergstraße wird auf einen unzulässig schmalen Bürgersteigradweg geführt, um in Gegenrichtung der Einbahn zu fahren. Der daneben liegende Fußweg ist schon für einzeln gehende Fußgänger zu schmal.

Diese Strecke hat jedoch große Bedeutung als Verbindung zwischen der City, Wehringhausen und Haspe. Wenn der Ausbau zum Radweg der ehemaligen Bahntrasse zwischen Wehringhausen und Haspe erfolgt ist, wird diese Strecke noch stärker frequentiert werden. Es ist also an der Zeit, dass sich hier etwas bewegt und zwar in Richtung der umweltfreundlichen Verkehrsarten.

Leider wurden vor einiger Zeit in diesem Bereich zwei alte Straßenbäume gefällt. Der ADFC missbilligt dieses Vorgehen, denn jeder einzelne Baum in diesem dicht bebauten Viertel ist sowohl für das Klima als auch für saubere Luft wichtig. Auch die geplanten Ersatzpflanzungen werden erst nach vielen Jahren größere Mengen Sauerstoff liefern. Nicht zuletzt ist der Schatten alter Bäume oft das einzige kühlende Element für Fußgänger und Radfahrer auf Stadtstraßen.

Bereits im Jahr 2012 hatte der ADFC diese Engstelle gegenüber der Stadt gemeldet und vorgeschlagen, die Durchfahrt auf den Bergischen Ring für den motorisierten Individualverkehr durch Poller am Ende der Straße zu unterbinden. So würde Platz entstehen, die dem Rad- und Fußverkehr angemessen sei, da hauptsächlich noch Anwohnerparkverkehr in der Straße unterwegs wäre.

Erst im Jahre 2020 gab es dann eine Ratsvorlage, mit einer anderen, teuren und aufwändigen, Lösung, in der zudem ein Baum gefällt werden sollte. Es ging also bei der städtischen Verkehrsplanung am Ende um die Entscheidung: Baum oder freie Fahrt für Autos. Wie es ausgegangen ist, sehen wir jetzt – entgegen der ursprünglichen Planung wurden sogar zwei Bäume gefällt.

Dabei wäre ein versenkbarer Poller eine einfache Lösung gewesen, gerade im Hinblick auf die geplante Fahrradstraße. Rettungsdienste und direkte Anwohner könnten weiter die Durchfahrt nutzen, der Durchgangsverkehr jedoch nicht. Der ADFC befürchtet, dass lediglich die Schilder „Tempo 30“ gegen Schilder „Fahrradstraße mit Kfz frei“ ausgetauscht werden und sich weiter nichts ändert.

Die Augustastraße wird so ein beliebter Schleichweg in Wehringhausen bleiben. Das bedeutet, dass weiterhin mit unnötig viel Autoverkehr in dieser engen Wohnstraße zu rechnen ist und Radfahrende sich bedrängt fühlen werden.

Der ADFC möchte betonen, dass die „Fahrradstraße“ mit Baumfällung nicht in seinem Sinne ist. Einen rad- und fußverkehrsfreundlichen Umbau der Augustastraße würden wir jedoch durchaus begrüßen.

Auch E-Autos sind nicht klimaneutral

24. September 2022

Wie kann die Automobilindustrie klimaneutral werden? Darüber diskutiert FernUni-Professor Karsten Kieckhäfer bei einer Tagung am 27. September mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis.

Der Preis, den die Natur für ein Auto zahlt, ist enorm; allein der Kraftstoffverbrauch in einem einzigen Autoleben gewaltig. Knapp 50 Tonnen Kohlendioxid soll ein VW Passat über den ganzen Lebenszyklus verursachen, 40 Tonnen eine Mercedes C-Klasse – je nachdem, ob Diesel oder Benziner –, sagt eine Studie der Universität der Bundeswehr München. Nicht nur der Kraftstoffverbrauch trägt dazu bei, sondern auch die Produktion der Einzelteile und der Rohstoffabbau.

Das gilt übrigens für Elektrofahrzeuge ganz genauso. Der Abbau von Kobalt, Lithium, Nickel für die Batterien ist oftmals Raubbau an Menschen und Umwelt. Das Klimaziel der Bundesregierung macht es nicht leichter: klimaneutral leben und wirtschaften bis 2045. „Wir haben keine andere Wahl, als dieses Ziel zu erreichen, wenn wir den Klimawandel und die damit verbundenen Folgen in Grenzen halten möchten“, unterstreicht Prof. Dr. Karsten Kieckhäfer von der FernUniversität in Hagen die Notwendigkeit des Vorhabens.

Elektroautos haben laut dem Wissenschaftler dennoch einen entscheidenden Vorteil gegenüber Verbrennungsmotoren: „Sobald sie mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden, verursachen sie Null Gramm CO2-Emmissionen im Betrieb.“ Und auch der Stromverbrauch bei der Produktion der Batteriezellen ist nicht so hoch wie noch vor wenigen Jahren angenommen. „Man könnte sagen, dass der ökologische Rucksack einer Batterie nicht so voll ist, wie gedacht. Die aktuelle Studienlage ist hier eindeutig“, erklärt Kieckhäfer.

Automobilhersteller fordern die Nachhaltigkeitsziele, die ihnen das Klimaschutzgesetz auferlegt, aktiv von ihren Zulieferern ein. Für Prof. Kieckhäfer, der sich als Wissenschaftler auf neutralem Boden bewegt, eine undankbare Position.

„Automobilzulieferer befinden sich in einer Sandwichposition. Auf der einen Seite befinden sich die mächtigen Automobilhersteller, auf der anderen Seite mächtige Lieferanten von Vorprodukten und Rohstoffen, dazwischen die Zulieferer, die aufpassen müssen, nicht zwischen Nachhaltigkeitszielen, Kostendruck und Qualitätsanforderungen zerdrückt zu werden.“ Daher sei es wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Gelegenheit dazu bietet eine Tagung, die der Professor am 27. September um 17:00 Uhr an der FernUniversität veranstaltet. Sie widmet sich „Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Automobilindustrie“.

Oliver Kortenjann des Zulieferes Gerhardi wird Einblicke in weitere Nachhaltigkeitsaktivitäten in seinem Unternehmen geben. Sören Ahlfs, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Produktion und Logistik berichtet davon, wie die Forschung der FernUniversität dabei unterstützt hat. Vonseiten der Automobilhersteller hat sich Dr. Can Yilmaz angekündigt, zuständig für Dekarbonisierung im Bereich Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit bei Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Die Tagung findet auf dem Campus in Hagen statt und wird gleichzeitig gestreamt. Interessierte sind herzlich willkommen und werden um vorherige Anmeldung im Internet über www.fernuni.de/auto-nachhaltig gebeten.

„Mord am Hellweg“ an vier Terminen in Hagen

24. September 2022

Mord_am_Hellweg_2022_Langroth_Ralf_c_Dennis_Dirksen__maxAnlässlich des zehnten Jubiläums des Krimifestivals „Mord am Hellweg“ lesen hochkarätige Autorinnen und Autoren – unter ihnen auch Ralf Langroth – an vier Terminen in Hagen aus ihren neuesten Werken. Foto: Dennis Dirksen.

Zehn Mal „Mord am Hellweg“: Europas größtes internationales Krimifestival feiert in diesem Jahr sein erstes Jubiläum. Auch krimibegeisterte Hagenerinnen und Hagener können sich an vier Terminen und vier unterschiedlichen Spielorten in Hagen wieder auf spannende Lesungen aus den aktuellen Werken der Autorinnen und Autoren freuen.

Garry Disher zu Gast im Werkhof

Einer der bekanntesten Kriminalschriftsteller der Welt, Garry Disher aus Australien, ist am Sonntag, 2. Oktober, ab 19 Uhr im Werkhof Kulturzentrum Hohenlimburg, Kaiserstraße 1, zu Gast. Er liest aus seinem neuesten Buch „Stunde der Flut“.

Als seine deutsche Stimme fungiert der Schauspieler Hans-Werner Meyer, der unter anderem in der Serie „Letzte Spur Berlin“ zu sehen ist. Die Moderation sowie die Interviews des Abends übernimmt Alexa Christ, bekannt aus dem Deutschlandfunk und dem WDR.

„Große politische Nacht“ in der Pelmke

Bei der „Großen politischen Nacht“ am Sonntag, 9. Oktober, sind ab 18 Uhr vier Autorinnen und Autoren vor Ort, die sich in ihren Büchern mit brisanten politischen Themen befassen.

Christian von Ditfurth präsentiert mit „Tanz mit dem Tod“ seine neue historische Krimireihe in Berlin. Hinter dem Pseudonym Carla Mori verbirgt sich die deutsche Autorin Bärbel Böcker, die in ihrem aktuellen Kriminalroman „Heavy – Tödliche Erden“ den erbitterten Kampf um die seltenen Erden zum Thema macht. Wolf Harlander stellt seinen dritten Klimathriller „Schmelzpunkt“ vor. Ralf Langroth, ein Pseudonym, hinter dem sich ein Autor mit Übersetzungen in fünfzehn Sprachen verbirgt, bringt seinen neuesten historischen Spionagethriller „Ein Präsident verschwindet“ mit.

Der Abend wird musikalisch durch jazzige Töne des Meinert Siegel-Trios abgerundet, die Moderation übernimmt der Kulturjournalist Volker Stephan.

„Ladies Crime Night“ im Hasper Hammer

Morden Frauen besser oder schreiben sie nur besser darüber? – Antworten im Minutentakt auf diese Frage gibt die „Ladies Crime Night“ am Freitag, 14. Oktober, um 19.30 im Hasper Hammer, Hammerstraße 10. Diese ging bereits 2014 erfolgreich über die Bühne und feiert im Rahmen des großen „Mord am Hellweg“-Jubiläums ein Wiederaufleben.

Es lesen die „Mörderischen Schwestern“ Christiane Dieckerhoff, Elke Pistor, Eva Almstädt, Janet Clark, Judith Merchant, Gisa Pauly, Christiane Antons und Anne von Vaszary.

Musikalisch umrahmt wird der Abend durch das Daltons Orckestrar. Der Autor und Journalist Peter Godazgar wird die Besucherinnen und Besucher mit seiner Moderation durch den Abend führen.

„Lange Kriminacht“ im Kunstquartier

„Hellweg trifft Europa“: Unter diesem Namen bildet die „Lange Kriminacht“ im Kunstquartier am Samstag, 22. Oktober, ab 19 Uhr mit Gästen aus Dänemark, Schweden und Finnland den Abschluss des Krimifestivals in Hagen.

Besucherinnen und Besucher können sich auf den Autoren Max Seeck und den dritten Band seiner Jessica Niemi-Thrillerreihe, die schwedische Kriminalreporterin Tina Frennstedt und ihre Protagonistin Tess Hjalmarsson in ihrem dritten Cold Case-Thriller „Das gebrannte Kind“, die dänische Bestsellerautorin Anna Grue und die Fortsetzung ihrer Cosy-Crime-Serie mit dem Titel „Mord im Kurhotel“ sowie das finnische Autorenpaar Aki und Milla Ollikainen, das seinen neuen Kriminalroman „Team Helsinki: Die Tote im Container“ vorstellt, freuen.

Die deutschen Leseparts werden unter anderem von dem Hörbuch- und Synchronsprecher Dietmar Wunder, dem Herner Schauspieler Till Beckmann sowie der Schauspielerin Anna Schudt übernommen. Für die gutgelaunte Moderation sorgen der Münchener Kulturjournalist Günter Keil und Margarete von Schwarzkopf, bekannt aus dem NDR und dem Domradio. Die musikalische Untermalung des Abends liefert das Daniela Rothenburg-Trio.

Tickets für die Lesungen erhalten krimibegeisterte Hagenerinnen und Hagener an den jeweiligen Veranstaltungsorten sowie im Internet auf der Seite www.mordamhellweg.de. Geplant und organisiert wird die international besetzte Veranstaltungsreihe vom Westfälischen Literaturbüro in Unna in Kooperation mit den Kulturbetrieben in Unna, seit 2006 ist das Kulturbüro Hagen Kooperationspartner des Krimifestivals.

Migranten hinter den Kulissen des Theaters

24. September 2022

Migranten-Netzwerk im Theater Foto-Michael-Kaub_maxNeben der Bühne im Lutz erhielten die Teilnehmer zum Beispiel auch spannende Einblicke in die Schlosserei, die Schreinerei sowie in den großen Kostümfundus des Theaters Hagen. Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen.

Riesige Kulissen, verschachtelte Gänge und tausende Kostüme: All das und noch vieles mehr ist nötig, damit Besucherinnen und Besucher im Theater Hagen regelmäßig in musikalische, tänzerische und fiktive Traumwelten entführt werden können.

Im Rahmen der Netzwerktreffen, die seit 2016 regelmäßig zwischen den Hagener Migrantenselbstorganisationen (MSOen), dem Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) sowie der Pressestelle der Stadt Hagen stattfinden, konnten die Beteiligten am Donnerstag einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Theaterbotschafter führt durch das Haus

„Im Theater treffen Pragmatismus und Idealismus aufeinander“, sagt Marc Debie, Theaterbotschafter des Theaters Hagen. „Alle Beteiligten, egal ob Intendant, Schauspielerinnen und Schauspieler oder Handwerkerinnen und Handwerker müssen immer wieder verhandeln, wie sich Vorstellung und Umsetzung miteinander vereinen lassen.“

Gemeinsam mit seiner Kollegin Dilara Baskinci, Leiterin der Theaterpädagogik, gewährte der Theaterbotschafter den Teilnehmenden der MSOen wie dem Demokratisch-Türkischen Bund (DTB Hagen e.V.), dem Bund der Alevitischen Jugend (BDAJ Hagen), der Hellenisch-Orthodoxen Mission sowie dem Bildungs- und Kulturverein Islamisches Kulturzentrum (BKV Hagen e.V.) und der Stadt Hagen bei ihrem Rundgang durch die Werkstätten, Säle und über die Bühnen einen Einblick in die Prozesse des Theaters.

Netzwerktreffen stärken gegenseitigen Austausch

Nach einer coronabedingten Pause, in der die Netzwerktreffen ausschließlich digital stattfinden konnten, waren alle Beteiligten froh, sich bei der Theaterführung wieder persönlich zu begegnen. Die regelmäßigen Treffen dienen dazu, gegenseitige Erwartungen abzustimmen, Wünsche zu äußern und sich rund um Themen der Verwaltung, der Medien sowie die Vereinsarbeit auszutauschen.

Durch die Durchführung der Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten im Hagener Stadtgebiet können die Beteiligten gemeinsam Einblicke in unterschiedliche kulturelle Bereiche der Stadt Hagen erhalten, ihre Erfahrungen aus ihren Vereinen teilen und neue Impulse für ihre Arbeit sammeln.

Torwächter für Schloss Hohenlimburg gesucht

24. September 2022

Der Schlossherr sucht einen Torwächter: Um den Zulauf zum Schloss Hohenlimburg durch die neue Besucheranlage besser zu überblicken, sucht das Fürstenhaus zu Bentheim-Tecklenburg Unterstützung. (…)

Ein Ehrenamtlicher soll nach Schließung des Eingangs nachmittags an manchen Tagen durch die Anlage gehen und gucken, ob sich noch Besucher auf dem Gelände befinden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Der arme Adel. 4 Euro Eintritt nur für die Besichtigung des Burghofs, aber kein Geld für den Torwächter. Allein die Bilanzsumme der Immobilien-GmbH der Bentheim-Tecklenburgischen Kanzlei belief sich für das Geschäftsjahr 2020 auf 7,3 Millionen Euro.

Kitas: Kritik an Abschaffung der Sprachförderung

23. September 2022

Sprachkitas sollen erhalten bleiben. Dafür hat sich der Rat der Stadt Hagen einstimmig ausgesprochen und eine Resolution nach Berlin geschickt. (…)

Quelle: wp.de

„Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin“

23. September 2022

Ein Märchenabenteuer im Lutz

DER ZINNSOLDAT UND DIE PAPIERTÄNZERINNach dem Auftakt auf dem Wilhelmsplatz im August findet die erste Premiere im Lutz Hagen am 25. September 2022 (15.00 Uhr) statt. „Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin“ ist ein Märchenabenteuer von Roland Schimmelpfennig nach Motiven von Hans Christian Andersen (ab 7 Jahren; Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 2-5).

Halb kaputt sind sie, verdreckt und erschöpft: der einbeinige Zinnsoldat und die Tänzerin aus Papier. Aber sie leben noch! Und nach all den Gefahren, denen sie gerade ausgesetzt waren, ist das wirklich ein Wunder. Dabei fing alles so schön an: Damals, als sie sich im Kinderzimmer des Jungen auf einem Fensterbrett begegneten und sich verliebten. Doch dann trennte sie ein Windstoß, wirbelte die papierne Tänzerin in den Himmel, stürzte den Zinnsoldaten in die Tiefe und schickte beide auf zwei getrennte Reisen ins Ungewisse – hoffnungslos einer gemeinen Welt voller egoistischer Wolken und Wächterratten ausgeliefert, bis sie sich inmitten all der feindseligen Begegnungen auf einmal wieder gegenüberstehen.

Nicht nur der Zinnsoldat, sondern auch die Papiertänzerin hat von Roland Schimmelpfennig eine eigene, gleichberechtigte Stimme bekommen. In Zeiten des zunehmenden Hasses und der Ausgrenzung Andersgesinnter fordert dieser spannende Reisebericht zweier Spielzeuge berührend eindrücklich dazu auf, einander offen, hoffnungsvoll und hilfsbereit zu begegnen.

Die poetische Sprache, in der der vielfach ausgezeichnete Dramatiker Roland Schimmelpfennig seine Märchen-Überschreibung verfasst hat, überträgt Lutz-Leiterin Anja Schöne (Inszenierung) mit Ausstattungskünstlerin Sabine Kreiter in eine Geschichte darüber, dass Kinder selbst das Ruder für ihr Leben in der Hand haben und die Geschichte zum Guten wenden können. Mit den Schauspielern Tatiana Feldman und Björn Lukas (Foto: Leszek Januszewski) entsteht ein magischer Bilderreigen, der verzaubert und mitfiebern lässt.

Start der Interkulturellen Woche am Sonntag

23. September 2022

Zur Interkulturellen Woche 2022 unter dem Motto „#offengeht“ laden das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen, die Integrationsagenturen des Caritasverbandes Hagen e.V., der Diakonie Mark-Ruhr, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hagen-Märkischer Kreis und zahlreiche weitere Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner von Sonntag, 25. September, bis Samstag, 1. Oktober, ein.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Interkulturellen Woche erwarten viele spannende Angebote, um mehr über andere Denkweisen und Lebenswelten zu erfahren und sich gegenseitig auszutauschen. Dabei werden unter anderem verschiedene Veranstaltungen angeboten, welche die Rolle und Situation der Frauen in Kultur und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen.

KI lädt zum interreligiösen Spaziergang ein

Um die Grundzüge der in Hagen gelebten Weltreligionen kennenzulernen, veranstaltet das KI am Mittwoch, 28. September, ab 14 Uhr einen interreligiösen Spaziergang. Der Spaziergang startet um 14 Uhr an der griechisch-orthodoxen Kirche, Elfriedenhöhe 1. Im Anschluss besuchen die Teilnehmenden die Synagoge in der Potthofstraße. Auf dem Friedrich-Ebert-Platz nimmt die Gruppe um 16.30 Uhr am interreligiösen Friedensgebet des Netzwerkes Hagener Religionsgemeinschaften und Kulturvereine teil. Abschließend besuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Al-Siddieq Moschee in der Fehrbelliner Straße. Der rund drei Kilometer lange Rundgang endet gegen 19 Uhr.

Anmeldungen zum interreligiösen Spaziergang nimmt Jessica Randt, Geschäftsführung des Integrationsrates, unter Telefon 02331/207-4436 oder per E-Mail an jessica.randt@stadt-hagen.de entgegen.

Das Programm der Interkulturellen Woche 2022 finden Interessierte auf www.interkulturelle-woche-hagen.de/veranstaltungen/.

ADFC lobt neue Strecken durch die Innenstadt

23. September 2022

Es sind zwar eher kleine Ausbauschritte, wenn man bedenkt, dass das 206 Seiten lange Radwegekonzept, das das Büro „Planungssocietät“ Ende 2018 für Hagen vorgelegt hat, deutlich mehr Maßnahmen umfasst und bis zum Frühjahr dieses Jahres gerade einmal rund fünf Kilometer an neuen Radwege entstanden sind. Aber es gibt welche. So zumindest sehen es die ADFC-Mitglieder Günther Dörn, Kathrin Heinrichs, Peter Matthias, Michael Schröder und Jürgen Henning. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Unternehmer machen jetzt mobil gegen den Müll

23. September 2022

Der Unternehmerverein in Hagen hat einen 7-Punkte-Plan gegen den Müll aufgestellt. So gibt es unter anderem ein Konzept für die Mittelstraße. (…)

Der Müll nervt ihn. Der, der im Brunnen liegt, der rund um das Elbersgelände in der Tuchmacher Straße und dem Grünzug an der Volme herumliegt, wo Christian Isenbeck als Geschäftsführer der Projektgesellschaft Hagenpeg wirkt. Aber auch der in der gesamten Stadt, in der er in so vielen Funktionen umtriebig versucht hat und versucht, Dinge anzustoßen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Ausgerechnet Isenbeck! Umtriebig – bestimmt, aber welche Dinge hat er denn angestoßen? Das Müllproblem jedenfalls erst mit langjähriger Verspätung. Die verfehlte Entsorgungspolitik Hagens wurde bereits 2010 im DW in einem Leserkommentar problematisiert. Gut – damals war Isenbeck als „Citymanager“ noch mit der Pleite des Stadtmarketing-Vereins ausgelastet, dessen Geschäftsführer er war. Ein erster umfassender Beitrag erschien hier dann 2016 – auch schon sechs Jahre her. Seitdem wurde von dem angeblich so umtriebigen Anstoßer ebenfalls nichts vernommen.

Frauen in allen Positionen unterrepräsentiert

22. September 2022

Kommunalpolitik: Hagen unter den fünf schlechtesten Städten

Gerade erst war sie wieder groß in der Diskussion: die Frauenquote. Beim Parteitag der CDU waren die Mitglieder in zwei Lager gespalten und diskutierten hart über die Vor- und Nachteile. Letztlich entschied sich eine Mehrheit für das schrittweise Einführen der Quote. Andere Parteien sind diesen Schritt schon vor Jahren gegangen.

Seit 2008 befasst sich ein politikwissenschaftliches Forschungsteam der FernUniversität in Hagen mit der Repräsentanz von Frauen in den Städten. Jetzt hat es das neue „Ranking deutscher Großstädte 2022 – Repräsentation von Frauen in der Kommunalpolitik“ veröffentlicht.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Dr. Lars Holtkamp und Dr. Elke Wiechmann aus dem Lehrgebiet Politikwissenschaft IV – Politik und Verwaltung der FernUniversität haben im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung untersucht, wie sich die politische Frauenrepräsentanz in den 77 größten Städten Deutschlands mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern entwickelt.

„Wir haben die Internetseiten der Großstädte erfasst, statistisch ausgewertet und fehlende Daten durch Vor-Ort-Recherchen ergänzt. Einbezogen haben wir die fünf kommunalpolitischen Führungspositionen Bürgermeisteramt, Beigeordnete, Fraktionsvorsitze, Ausschussvorsitze und Ratsmitglieder“, erklärt Prof. Holtkamp.

Die Stadt Hagen liegt auf Platz 73 von 77 und ist damit noch einmal um fünf Plätze seit dem vierten Ranking (2017) abgefallen. Die Stadt Offenbach übernimmt im fünften Ranking 2022 die Tabellenspitze und verdrängt die sonst eher vorne liegenden Städte Frankfurt am Main und München. Tabellenletzte ist zum wiederholten Mal Salzgitter.

„Als zentrales Ergebnis lässt sich festhalten, dass Frauen nach wie vor in allen Positionen unterrepräsentiert sind. Je wichtiger diese Ämter in der Kommunalpolitik werden, desto stärker ist diese Unterrepräsentanz ausgeprägt“, fasst Dr. Wiechmann zusammen. Auch lassen sich bezüglich der Frauenanteile erhebliche Unterschiede zwischen den Großstädten feststellen.

Der Frauenanteil im Oberbürgermeisteramt, dem höchsten politischen Amt in der Kommune, sinkt von 17,7% auf 11,7%. Dieses Amt teilen sich vor allem CDU/CSU und die SPD (in 62 von 77 Großstädten).

Bei den Beigeordneten steigt der Frauenanteil am deutlichsten, von 18,5% in 2008 auf 30% in 2022. In 14 von 77 Großstädten führt gar keine Frau diesen Bereich an. Davon liegen neun Großstädte allein in NRW. Insgesamt ist zudem der niedrige Frauenanteil von je 17% in den finanzträchtigen Ressorts wie Wirtschaft und Finanzen auffällig.

Auch die Fraktionsvorsitze (25,7%) und Ausschussvorsitze (31,5%) in weiblicher Hand steigen um je etwa fünf Prozentpunkte im Jahr 2022, allerdings zeigen sich klare Unterschiede nach Parteien: So stellt die CSU bei den Fraktionsvorsitzen keine Frau, die CDU lediglich knapp 16% und die FDP knapp 18%.

Der Frauenanteil unter den kommunalen Großstadträten steigt auf 37,7% (2008: 32,8%). Jedoch zeigen sich auch hier deutliche Parteienunterschiede. So erfüllen die Parteien mit Frauenquoten (Grüne, Linke und SPD) diese durchgängig, während alle anderen Parteien deutlich niedriger liegen.

Insgesamt bedeutet dieses Ergebnis zweierlei: Erstens zeigt die Analyse, dass die Parteien ohne Quote in allen politischen Positionen deutlich niedrigere Frauenanteile erreichen als die Grünen, die Linkspartei und die SPD. Zweitens wirkt sich die niedrige Repräsentanz von Frauen insbesondere in den Räten auf die Besetzung weiterer politischer Führungspositionen aus.

Elke Wiechmann fasst daher zusammen: „Selbst bei kontinuierlicher Übererfüllung ihrer Quoten können die Parteien mit Quote keinen paritätischen Ausgleich in den Parlamenten bewirken. Die Unterrepräsentanz von Frauen in den Kommunalparlamenten bleibt auch auf Sicht bestehen, selbst wenn sie über die Zeit gestiegen ist. Die Schwankungen sind auch weniger auf die Einsicht säumiger Parteien zurückführen, sondern vor allem auf die Zuwächse der Grünen.“

Eklat um Russland-Ukraine-Reise: AfD-Frau aus Hagen dabei

22. September 2022

Der Wirbel und Protest um eine mittlerweile abgebrochene Reise eines AfD-Quintetts nach Russland und in die russisch besetzte Ostukraine zieht Kreise bis nach Hagen. Denn zu den fünf AfD-Mitgliedern, die sich – so Mitreisender und NRW-Landtagsabgeordneter Christian Blex zuvor im sozialen Netzwerk Facebook – ein „unverzerrtes Bild der Lage im Donbass“ machen wollten, gehört auch ein Hagener Mitglied. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Bei dem Hagener AfD-Mitglied handelt es sich um Natalie V., die in einer lauschigen Sackgasse in Hagen-Helfe sexuelle Dienstleistungen anbietet („Meine erotischen Massagen sind exklusiv, hochwertig und niveauvoll“). WPWR-Autor Mike Fiebig widmete der Massage-Künstlerin in seinem Blatt vor gut zwei Jahren ein liebevolles Portrait. In dem „gutbürgerlichen“ Stimmbezirk erhielt die AfD bei den letzten Kommunalwahlen 17,7 Prozent der Stimmen.

Trittbrettfahrer der Inflation

22. September 2022

Wirtschaftbetrieb will Freibrief für Preiserhöhungen

Die hohe Inflationsrate wird allerorten als Vorwand genutzt, Preise anzuheben. So kündigen Immobilienkonzerne Mieterhöhungen an. Dabei geht es nicht um die Nebenkosten für Energie, weil die Gas- und Ölpreise ungeahnte Höhen erreichen. Nein, in deren Windschatten sollen die Kaltmieten kräftig gesteigert werden.

Da will der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) nicht abseits stehen, sondern als Trittbrettfahrer auf den Inflationszug aufspringen. In seiner Sitzung am heutigen Donnerstag soll der Hagener Stadtrat deshalb eine „Preisanpassung von forstlichen Produkten“ beschließen. Unterzeichnet ist der Antrag vom Dezernenten Henning Keune und seinem Co-Geschäftsführer beim WBH, Hans-Joachim Bihs.

Die WBH-Führung möchte mit dem Beschluss einen Freibrief für Preiserhöhungen ausgestellt bekommen. Eigentlich regelt die Satzung des WBH, dass „die Festsetzung allgemein geltender Tarife und Entgelte für die Leistungsnehmer des Kommunalunternehmens“ durch den Verwaltungsrat zu erfolgen hat. Der soll mit diesem Beschluss ausgeschaltet werden.

Konkret geht es um Kaminholz, das verteuert werden soll. Nicht, dass sich die Kosten wesentlich erhöht hätten – nein, der „Markt“ übernimmt das Ruder.

Beim Verkauf von neuem Kaminholz sei es wichtig, dass der WBH „vor dem Hintergrund der aktuellen Marktentwicklung flexibel und schnell Preise festlegen könne, ohne final auf die Zustimmung des Verwaltungsrates warten zu müssen“, gibt der WBH als Begründung an. „Im Rahmen der Brennholzmarktbeobachtung“ habe man festgestellt, dass z.B. Buchenkaminholz inzwischen mehr als 250 Euro pro Festmeter koste, der Wirtschaftsbetrieb aber nur 135 Euro in Rechnung stellt.

Das muss natürlich schleunigst geändert werden.

Jens Neutag: allein – ein gruppenerlebnis

22. September 2022

Sa., 24. Sep. 2022, 20.00 Uhr, hasperhammer
Eintritt: 22,50 € / 19,50 € erm.

Jens Neutag Plakat kleinDie Welt rückt zusammen. Aber der Mensch fühlt sich trotz Dating-Apps mehr und mehr allein. Und zwar so stark, dass er freiwillig Kuschelpartys besucht. Und um ein wenig körperliche Nähe zu spüren, lässt er sich dort freiwillig von rabiaten Fliesenlegern den Rücken kraulen.

Und genau so funktioniert auch die große Politik. Nur ohne kuscheln. Wer nur einmal unsere egoistischen Bundesminister in einer Kabinettsitzung im Streit der Selbstsüchtigen beobachtet hat, den wundert es nicht, dass dort eine Stimmung herrscht wie in einer Fördergruppe für ADHS-Geplagte…

„allein – ein gruppenerlebnis“ ist eine kabarettistische Reise zum inneren Ich, eine pointierte Bestandsaufnahme von Politik und Gesellschaft und löst ein, was gutes Kabarett einlösen sollte: denken und lachen auf höchstem Niveau.

Der Kabarettist Jens Neutag feierte 2019 sein 25-jähriges Bühnenjubiläum und präsentiert mit „allein – ein gruppenerlebnis“ sein nunmehr achtes Kabarett-Solo (Foto: hasperhammer). Er ist immer wieder im Radio (u.a. WDR5) und Fernsehen (u.a. seit 2016 regelmäßiger Gast in der SWR-Spätschicht) präsent, aber am allerliebsten stellt er sich allabendlich vor sein Publikum.

Kartenvorbestellungen für diese und andere Veranstaltungen auf www.hasperhammer.de, unter 02331 46 36 81, bei den Vorverkaufsstellen oder mittwochs von 10-19 Uhr im hammer.Büro, Hammerstraße 10 in 58135 Hagen-Haspe.

Dauerwerbesendung „Mike Henning“

21. September 2022

Trotz Disko mit Randale-Umfeld und Corona-Testzentren ohne Kontrolle – WPWR bietet Henning fern jeder Kritik eine permanente Plattform. Jetzt betritt das Strandhaus Hengstey die Bühne

„Sein Name ist immerhin in dieser Zeitung schon hundertfach erwähnt worden“, schreibt WPWR-Autor Mike Fiebig in entwaffnender Offenheit in seiner Kolumne „Guten Morgen Hagen“ am vergangenen Montag. Der Name des Herrn ist in diesem Fall Mike Henning, und der ist in der Tat in einer Art Dauerwerbesendung in der heimischen Gazette präsent. Am Montag gleich zweimal.

Im vergangenen März habe Henning die Großraumdiskothek „Capitol“ verkauft, berichtet Fiebig. Jenes Etablissement, das neben redaktionell kaschierter Werbung seit Jahren vor allem seinen Niederschlag in zahlreichen Polizeimeldungen findet, die von diverser Randale in seinem Umfeld zu berichten wissen.

Anerkennend lobt der WPWR-Schreiber, Henning habe in der Pandemie zu den Ersten gehört, die für breite Schichten an Leuten Bürgertests anbieten konnten, „weil er nach einem halben Jahr versucht hat, seine Disko-Kunden getestet in den Betrieb zu bringen“.

Dass diese Versuche auch schon mal an der geltenden Rechtslage vorbei jongliert wurden – geschenkt! Sie waren ja von ganz oben gedeckt. Eine „Testparty“ mit 200 Teilnehmern hatte das Hagener Ordnungsamt genehmigt, obwohl die Corona-Schutzverordnung zum damaligen Zeitpunkt selbst Ausnahmen untersagt hatte.

Der Veranstalter schien sehr genau gewusst zu haben, wohin er seine Genugtuung über diesen Coup addressieren musste: „Ein Dank an unseren Oberbürgermeister Erik O Schulz und sein Team für die Unterstützung bei der Umsetzung!“, ließ er seine Fakebook-Freunde wissen.

Mit Testzentren in unterschiedlichen Städten habe sich der Geschäftsmann einen finanziellen Handlungsspielraum erarbeitet, berichtet Fiebig weiter. Den haben sich wohl so einige „Geschäftsmänner“ (und „-frauen“) „erarbeitet“, nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Boden für ein neues Geschäftsfeld bereitet hatte. Testzentren mussten noch nicht mal nachweisen, dass sie überhaupt Antigentests eingekauft hatten.

Auf Nachfragen aus der Hagener Politik wartete man wie gewohnt vergebens. Es läuft ja alles wie geschmiert. Auch zur Verpachtung des Hensteyer Strandhauses an Henning sind keine Einzelheiten bekannt. Gab es vielleicht auch andere Interessenten? Wenn ja, nach welchen Kriterien wurde die Vergabe entschieden?

Einen kleinen Hinweis dazu gibt (wohl unbeabsichtigt) der WPWR-Kolumnist, der den „Macher“ Henning fragte: Warum Hagen? Die vielsagende Antwort: „Weil ich gemerkt habe, dass ich hier Möglichkeiten habe und weil man hier sofort netzwerken kann.“

Darunter kann man sich jetzt einiges vorstellen.

Suppenküche, Waschsalon und Warenkorb vor Ansturm

21. September 2022

Angesichts der anhaltenden Inflation fürchten Warenkorb, Suppenküche und Luthers Waschsalon in Hagen in den kommenden Monaten einen Ansturm, wie sie ihn noch nicht erlebt haben. Schon jetzt kommen immer mehr Menschen, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Und dabei schlagen die Folgen der Energiekrise noch nicht einmal voll durch. (…)

„Die Bundesregierung feiert ihr Hilfspaket“, sagt Ilona Ladwig-Henning, Leiterin von Luthers Waschsalon, einer Einrichtung der Diakonie, in der Menschen duschen, ihre Kleidung waschen können und eine Mahlzeit erhalten, „aber es greift für die Mittelschicht. An den Ärmsten der Armen gehen die Maßnahmen völlig vorbei.“ (…)

Auch ein 49-Euro-Ticket würde diese Zielgruppe nicht erreichen: „Die Leute, die zu uns kommen, können sich auch solch eine vergünstigte Monatskarte nicht leisten.“ Beim 9-Euro-Ticket hingegen sei das anders gewesen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Nach den gestern veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes nimmt Hagen beim durchschnittlichen verfügbaren Einkommen wie in den Vorjahren auf den hinteren Rängen Platz: Nummer 363 von 396 Gemeinden in NRW. Die höchsten Einkommen finden sich in direkter Nachbarschaft: Schalksmühle auf Platz 1 und Herdecke auf Platz 3.

Ergebnisse für alle Gemeinden in NRW bei it.nrw (pdf)

Osthaus-Preis für Sven Kroner

21. September 2022

22. Sep. bis 13. Nov. 2022, Osthaus-Museum Hagen
Eröffnung Mittwoch, 21. Sep. 2022, um 19.00 Uhr

Sven_Kroner_Consolation_January_2020_150_x_200_cm_Sammlung_Glampe_c_____mittel_W1Sven Kroner: Consolation, 2020, Acryl auf Leinwand, 150 x 200 cm, Sammlung Glampe, © Wendelin Bottländer, Düsseldorf

Rückwirkend für das Jahr 2021 erhält Sven Kroner den Karl Ernst Osthaus-Preis der Stadt Hagen. Damit wird sein herausragender Beitrag zu einer figürlichen Malerei gewürdigt, die sich mit den Mitteln des Realismus dem Menschen und seiner Lebenswelt zuwendet.

In seiner differenzierten und aufs Wesentliche konzentrierten, von den tonalen Abstufungen des Landschaftlichen im Wechsel des Tageslichts erfüllten Malerei dreht sich alles um die Spuren, die der Mensch in der urbanen Umgebung und in der Natur hinterlässt. Der Mensch ist in seinen sozialen Beziehungen wiedergegeben und auch dann zugegen, wenn er selbst nicht in Erscheinung tritt. Zu sehen sind die Monotonie stereotyper Häuser und Häuserzeilen sowie Zustände des Landschaftlichen.

Kroner schildert den Nachhall von Naturkatastrophen und Umweltzerstörungen. Ein Leitmotiv ist unsere Mobilität mit ihrer Technisierung. Reich an kunsthistorischen Anspielungen inszeniert er atmosphärisch dichte Szenarien, wahrgenommen aus überraschenden, panoramatisch überschauenden Ansichten, die uns als Betrachter direkt einbeziehen.

In Verbindung mit einer komplexen Licht- und Schattenführung führt dies in neueren Bildern zu einer Theatralik, bei der Innen- und Außenraum verschränkt sind: Unklar wird, was Modellarchitektur und was unmittelbar empfundene Natur ist. Befragt wird in diesen Bildern noch die Rolle und Verantwortung des Mediums der Malerei.

Nach Volker Stelzmann (2015), Heike Kati Barath (2017) und Pia Stadtbäumer (2019) ist er der vierte Preisträger des neu aufgelegten Karl Ernst Osthaus-Preises.

Sven Kroner wurde 1973 in Kempten im Allgäu geboren. Er hat an der Kunstakademie Düsseldorf in der Malklasse von Dieter Krieg studiert. Er hatte Lehraufträge/Gastprofessuren an der Hogeschool voor de Kunsten Arnhem und der Bauhaus Universität in Weimar inne. Einzelausstellungen fanden u.a. im Museum Bensheim (2020), in der Overbeck-Gesellschaft Lübeck (2016), im Stedelijk Museum Kampen/NL (2016) und der Kunsthalle Darmstadt (2002) statt. Kroner lebt und arbeitet in Neuss.

„basta“ – Eure liebsten Lieder

21. September 2022

A-cappella im hasperhammer

Fr., 23. Sep. 2022, 20.00 Uhr. Eintritt: 27,00 € / 24,00 € erm.

basta Eure liebsten Lieder_Fotograf Rainer Holz 3 ...Als basta vor mehr als 20 Jahren mit Kneipenkonzerten vor Freunden und Freunden von Freunden begann, rechnete niemand (am allerwenigstens die Band selbst) damit, dass aus den Vokal-Enthusiasten von einst eine der bekanntesten A-cappella-Bands Deutschlands werden würde (Foto: Rainer Holz).

Und eine der beliebtesten. Denn basta schafft es jeden Konzertabend erneut, die großen Fragen des Lebens in unterhaltsame, musikalische Preziosen zu fassen und begeistert damit ihr junges wie altes Publikum. Seit mehr als zwei Dekaden und mittlerweile neun Alben.

„Eure liebsten Lieder“ heißt bastas neuste und letzte a-cappella-Show, und der Name ist Programm: Denn wie immer versorgen die fünf Sänger ihre begeisterten Fans mit immer neuen Lieblingsliedern, dass ihr treues wie neues Publikum sich aus diesen jetzt die allerliebsten aussuchen darf. Wunschkonzert also! Am 23. September führt sie die Abschiedstournee wie schon in den Jahren 2006, 2011 und 2016 in den hasperhammer.

Kartenvorbestellungen für diese und andere Veranstaltungen auf www.hasperhammer.de, unter 02331 46 36 81, bei den Vorverkaufsstellen oder mittwochs von 10-19 Uhr im hammer.Büro, Hammerstraße 10 in 58135 Hagen-Haspe.

„Charta“ und Kinderrechte

21. September 2022

Ausstellungen zum Fairen Handel

Charta und Kinderrechte Foto Anna StenzV.l.n.r.: Ingrid Klatte, Claudia Eckhoff, Christa Burghardt und Peter Mook gehören zur Steuerungsgruppe der Fairtrade Town Hagen. Zur Eröffnung der Charta-Ausstellung im Rathaus an der Volme konnten sie Katja Breyer (2.v.r.), Beauftragte von Brot für die Welt, für einen Vortrag gewinnen. Foto: Anna Stenz.

Die Ausstellung „Charta Faire Metropole Ruhr 2030“ ist im Rahmen der Fairen Woche noch bis zum 4. Oktober im Foyer des Rathauses an der Volme zu sehen. Sie stellt die Hintergründe und Ziele des Projekts dar, mit dem das Netzwerke Faire Metropole Ruhr bis 2030 eine „Fairfassung“ für das Ruhrgebiet schaffen will.

Die Kommunen, die sich der Charta anschließen, nehmen sich damit vor, in ihrem Einkauf die Menschenrechte entlang der Lieferkette zu achten und mehr globale Fairness im Handel anzustreben. Hagen gehört zum Netzwerk und hat nach einem einstimmigen Ratsbeschluss als dritte Kommune an der Ruhr die Charta unterzeichnet. Die Steuerungsgruppe der Fairtrade Town Hagen hat die Ausstellung in die Volmestadt geholt und kürzlich feierlich eröffnet.

Beim Festakt sprachen Bürgermeister Diemar Thieser, Katja Breyer als Beauftragte von Brot für die Welt und Claudia Eckhoff als Regionalpromotorin des Eine Welt Netz NRW. Sie dankten vor allem den vielen Hagenern in der Zivilgesellschaft, die mit ihrem Engagement beispielsweise im Weltladen schon lange daran arbeiten, den Fairen Handel bekannter zu machen, und mehr Gerechtigkeit im Welthandel fordern.

Zusätzlich läuft ebenfalls bis Anfang Oktober eine Ausstellung der Hagener „terre des hommes“-Gruppe in der Johanniskirche am Markt zum Thema „Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt“. Die Steuerungsgruppe der Fairtrade Town Hagen ergänzt sie mit Tipps und Infos zum Fairen Handel. Gerade er kann viel Gutes für die Situation der Kinder weltweit bewirken. Am Samstag, 24. September, um 11 Uhr gibt es hierzu eine Orgelmatinee und eine Marktandacht.

Fast drei mal so viele E-Scooter-Verunglückte

21. September 2022

Im Jahr 2021 verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen 1 449 Personen, die mit einem E-Scooter unterwegs waren. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 186,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2020: 506 Personen).

1 192 Fahrer oder Mitfahrer (82,3 Prozent der Verunglückten) erlitten leichte Verletzungen. 257 Personen (17,7 Prozent) verletzten sich schwer aber niemand wurde getötet. 82,1 Prozent der im Jahr 2021 mit einem E-Scooter verunglückten Personen waren unter 45 Jahre alt.

Neuer Mieter für die ehemalige Staples-Halle

20. September 2022

Die erst im Sommer geräumte Halle des Bürofachhändlers Staples wird nicht lange leer stehen: Bereits im Dezember wird dort der Zoohandel „Zoo & Co.“ einziehen, der in Hagen damit seine erste Filiale eröffnet. (…)

Bei der Hagener Wirtschaftsförderung ist man natürlich froh, dass damit ein weiterer langfristiger Leerstand entlang der Industrieachse Herdecker, Bechelte- und Eckeseyer Straße vermieden wird.

Denn Sorgenkinder gibt es wahrlich genug an dieser langgezogenen, vielbefahrenen Einfallsstraße. Herausragendes Negativbeispiel ist der ehemalige Baumarkt Max Bahr, dessen Werbeflächen noch immer hochaufragend an der Straße prangen, obwohl die Baumarkt-Kette bereits vor acht Jahren Insolvenz anmelden musste. (…)

41 Mitarbeiter verloren im vergangenen Jahr ihren Arbeitsplatz, als Burger King seine Filiale an der Herdecker Straße infolge der Jahrhundertflut dicht machte. Der Schaden in dem überschwemmten Gebäude war so groß, dass sich eine Sanierung nicht lohnte. (…)

Ähnlich stellt sich die Situation an der alten Molkerei dar. Das 4700 Quadratmeter große Gelände zwischen dem Bauhaus und der Spedition Hugo Petri, das der MCG Investitions Holding aus Berlin gehört, ist nach wie vor verwaist. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Man bekommt eine Vorahnung davon, was an der zur „Westside“ hochgejubelten Restfläche hinter dem Hauptbahnhof passieren wird, für die sich OB Schulz bekanntlich eine „wertigere“ Nutzung als durch eine Mehrzweckhalle vorstellt. Katzenfutter-Paradiese, Autowaschanlagen u.ä. lassen grüßen.

E-Scooter jetzt auch in der Innenstadt

20. September 2022

Nun fahren sie auch durch Hagen-Mitte: Auf 75 fabrikneuen Elektro-Rollern (auch „Scooter“ genannt) kann man seit Samstag durch die City kurven. Damit will die Stadt den schadstoffreichen Autoverkehr in der Innenstadt entlasten – so das angedachte, zukunftsweisende Mobilitätskonzept. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: „Zukunftsweisend“? Ja, „angedacht“, aber nicht zu Ende gedacht. Städte, die bereits Erfahrung mit diesen Spielzeugen gesammelt haben, versuchen inzwischen, sie wieder zurückzudrängen. Köln erhebt Sondernutzungsgebühren zwischen 85 und 130 Euro pro Stück und Jahr, in Düsseldorf liegen die Gebühren zwischen 30 und 50 Euro.

Hagen könnte bei geplanten 400 Tretrollern und 50 Euro jährlicher Gebühren im Jahr wenigstens 20.000 Euro einnehmen, aber die Stadt spendiert im Gegenteil allein für die Kennzeichnung der Stellplätze mehr als 30.000 Euro. Es scheint genügend Geld vorhanden zu sein. Gebühren für die Sondernutzung des Straßenraums (die jeder Kneipenwirt für Aussengastronomie zu entrichten hat) werden hier erst gar nicht in Rechnung gestellt.

Siehe dazu:

Verkehrswende? Schwachsinn mit Tretrollern

Neues aus dem Spielzeugparadies

„Afghanistan 1969“

20. September 2022

Live vertonter Dokumentarfilm im Kulturzentrum Pelmke

Eine dokumentarische Filmreise durch Afghanistan im Jahr 1969 zeigt das Kulturbüro der Stadt Hagen unter dem Titel „I don’t want your war. Afghanistan 1969. Ein Land, von Kino und Musik gerettet“ am Freitag, 23. September, um 20 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14. Der Film wird von einem internationalen Ensemble aus Italien, dem Irak und Afghanistan musikalisch live vertont.

Die Idee von „Afghanistan 1969“ entstand zu einer Zeit, als Bomben und Kriegshandlungen meilenweit von Europa entfernt stattfanden. Das Land, das im Film zu sehen ist, gibt es nicht mehr. Nicht nur, weil von dem Moment der Dreharbeiten bis zur heutigen Zeit über 50 Jahre vergangen sind, sondern vor allem, weil das Land in den letzten Jahrzehnten durch zahlreiche Kriege verwüstet wurde.

Durch die Kamera der aus Italien stammenden Amateurfilmerin Anna Bavicchi entdecken die Zuschauerinnen und Zuschauer ein Land vor dem Krieg. Ein anderes Land als das Land, welches die Gesellschaft heute durch die Medien kennt. Zudem zeichnet das Filmmaterial von Anna Bavicchi ein besonderes Porträt der Gesellschaft – der private Blick auf den Alltag, die persönlichen Begegnungen sind weit entfernt vom kommerziellen Charakter der Filmindustrie und berühren das Publikum auf besondere Weise.

Die Musiker Cosimo Erario (Gitarre), Bassem Hawar (Djoze), Alessandro Palmitessa (Komposition und musikalische Leitung, Klarinette, Saxofon) und Daud Khan Sadozai (Robab) vertonen den Film live und spielen eigene Kompositionen zwischen Jazz und Weltmusik sowie traditionelle afghanische Musik. Die Musik ist eine Begegnung zwischen europäischer und orientalischer Musiktradition. Bassem Hawar ist zudem Träger des WDR Jazzpreises 2020 in der Kategorie Musikkulturen.

Die Filmschau dauert rund 45 Minuten, der Eintritt ist frei. Einlass ist um 19.30 Uhr. Der Film ist ein Projekt von Geremia Carrara in Kooperation mit dem Kulturbüro Hagen und dem Kulturzentrum Pelmke. Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und dem NRW Kultursekretariat wurde das Projekt mit Unterstützung von Home Movies. Archivio Nazionale del Film di Famiglia in Bologna realisiert.

Antiziganismus als Form des Rassismus

20. September 2022

Fachkräfte-Workshop zur Kriminalisierung und Ethnisierung der Roma-Minderheit

Fachkräfte hinsichtlich der verschiedenen Ausprägungen von Antiziganismus sensibilisieren und im Erkennen und richtigen Umgang mit Antiziganismus im Praxisalltag schulen: Das war das Ziel des Workshops „Antiziganismus – Kriminalisierung und Ethnisierung der Roma-Minderheit“ des Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) am vergangenen Freitag, 16. September.

Der dritte Teil der vierteiligen Workshop-Reihe zum Thema „Roma und Antiziganismus“ richtete sich an Lehrkräfte, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.

Die zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich mit Antiziganismus, einer Form des Rassismus, die sich gegen Angehörige der Roma-Minderheit richtet, und seinen verschiedenen Ausprägungen auseinander.

Der Referent Kasm Cesmedi, Gesamtschullehrer und engagierter Roma-Aktivist, zeigte, dass Antiziganismus als spezifische Form des Rassismus auch in Deutschland allgegenwärtig ist. Zudem stellte er dar, dass Antiziganismus nicht nur durch aktuelle Begriffe wie „Armutszuwanderung“ und „Sozialbetrug“ medial und politisch angefacht wird, sondern dieser durch seine Historie auch institutionell tief verankert ist.

Durch die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmer entstand im Workshop ein produktiver Austausch, sodass gemeinsam Handlungsstrategien für den Praxisalltag erörtert werden konnten.

Vierter Teil der Workshop-Reihe im November

Die Workshop-Reihe für Fachkräfte zur Thematik „Roma und Antiziganismus“ wird am Freitag, 4. November, von 15 bis 19 Uhr mit dem vierten Teil abgeschlossen. Bei der Veranstaltung erörtern die Fachkräfte mögliche Strategien zur Erkennung sowie zum Umgang mit Antiziganismus.

Eine Anmeldung zum vierten Teil der Workshop-Reihe ist auch ohne die Teilnahme an den ersten drei Veranstaltungen möglich und erfolgt über den zuständigen Ansprechpartner im Kommunalen Integrationszentrum, Robin Palm, entweder unter Telefon 02331/207-3851 oder per E-Mail an robin.palm@stadt-hagen.de.

Stadt zahlt jetzt Millionen für Garten am Hohenhof

19. September 2022

Erst das Theater um gefällte Bäume, jetzt eine Kostenexplosion: Die Arbeiten im Garten am Hohenhof werden für die Stadt Hagen richtig teuer. (…)

Rund 1,7 Millionen Euro waren ursprünglich veranschlagt. Aktuell gibt es bereits Mehrkosten von über 700.000 Euro. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die kommende Ratssitzung hervor. (…)

Die Mehrkosten von 709.303 Euro werden seitens der Verwaltung als förderfähig erachtet. Diese würden zeitnah beim Fördergeber im Rahmen eines Änderungsantrages beantragt. Wörtlich heißt es in der Vorlage: „Es wird von einer 100-prozentigen Förderung für die zuwendungsfähigen Positionen ausgegangen.“ Der Eigenanteil der Stadt erhöht sich durch die Preissteigerung um knapp 57.000 Euro auf 477.974 Euro. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Wie in der gedruckten Ausgabe am Samstag war auch der Online-Artikel ursprünglich mit „Kosten-Explosion am Hohenhof“ überschrieben. Am Sonntagvormittag wurde die Headline geändert und die Kosten komplett der Stadt Hagen zugeordnet – eine Propaganda-Lüge, wie auch im eigentlichen Artikel (mit den richtigen Zahlen) nachzulesen ist.

Der Eigenanteil der Stadt erhöht sich nach Angaben der Verwaltung um 56.124,50 Euro. Von den Gesamtkosten müssen etwa 25 Prozent von der Stadt getragen werden, die keineswegs „Millionen“, wie die Überschrift in der WPWR behauptet, betragen.

Es ist also in diesem Fall gelungen, was so häufig nicht klappt und zu Recht immer wieder kritisiert wird: hier wurden in erheblichem Umfang Fördermittel akquiriert.

Man darf natürlich darüber streiten, ob es sich um eine sinnvolle Investition handelt. Das rechtfertigt es aber noch lange nicht, mit Propaganda-Lügen hausieren zu gehen. Schließlich ist der Hohenhof eines der wenigen Objekte (oder in einer inflationär gebrauchten Phrase des Pressehauses: eines „Leuchturms“), die diese Stadt zu bieten hat und auch überregional Beachtung findet.

In diesem Zusammenhang sind auch die Kosten in einen Kontext zu anderen Entscheidungen zu setzen, die im politischen Raum gefällt werden.

Allein für die Anmietung von Containern für zusätzliche Klassenräume an der Geschwister-Scholl-Hauptschule in Boelerheide werden 810.000 Euro veranschlagt – für nur zwei (!) Jahre. Ein Betrag, der nach Angaben der Stadt auch höher ausfallen könnte, da der Containermarkt ziemlich leergefegt ist. Dazu kommen noch 164.000 Euro Planungskosten.

Die Gesamtkosten liegen nur für diese eine Maßnahme damit bereits mehr als doppelt so hoch wie der Betrag, den die Stadt in die Restaurierung des Hohenhof-Gartens steckt.

Dabei wird die Anmietung der Container nur deshalb notwendig, weil der Rat mehrheitlich den Verkauf eines Schulgebäudes in Hagen-Vorhalle an eine Privatschule beschlossen hat – für 2,7 Millionen Euro, und somit 2 Millionen unter Wert. Eine selbstverschuldete teure – und völlig absurde – Entscheidung vor dem Hintergrund fehlender Klassenräume im gesamten Stadtgebiet.

Voicello – Fado, Folk, Pop & Klassik

19. September 2022

Biel Fiol (Violoncello) & Carme Gari (Gesang)
22.09.2022, 18.00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Als Anfang Februar vergangenen Jahres das erste Album endlich fertig war, packte die beiden die Nervosität. Was würden die Puristen, die ja nun einen nicht gerade geringen Anteil des Klassikpublikums ausmachen, dazu sagen? Ein Cellist mit Loop-Pedal und eine Sopranistin, die klassische Stücke, Jazz, Fado und traditionelle mallorquinische Musik verbinden. Konnte das Konzept Voicello aufgehen?

Dabei sehen Carme Garí und Biel Fiol keinesfalls aus wie Revoluzzer. Es sind freundliche, junge Menschen Anfang 30. Sie aus Palma, er aus Felanitx. Seit wenigen Jahren sind sie ein Paar. Beide sind am Konservatorium ausgebildete Musiker.

Eintritt frei

Weltkindertag im Dr.-Ferdinand-David-Park

19. September 2022

Weltkindertag 2022Nach einer zweijährigen coronabedingten Pause laden diverse Hagener Einrichtungen anlässlich des Weltkindertags am Freitag, 23. September, von 15 bis 18.30 Uhr wieder zu einem Fest für Kinder in den Dr.-Ferdinand-David-Park am AllerWeltHaus ein (Plakat: Yuliana Falkenberg).

Vor Ort wartet ein buntes Programm mit Bühnenaktionen von Kindern für Kinder, Kreativangeboten, Spiel, Spaß und Bewegung sowie Essen und Trinken auf alle interessierten Kinder.

Der Weltkindertag erinnert an die Verabschiedung der Kinderrechtskonvention durch die Vereinten Nationen am 20. September 1989. Das Motto des diesjährigen Festes – „Unsere Welt – unsere Zukunft“ – ist ein Hinweis darauf, dass in der Konvention ein Recht der Kinder auf eine gesunde Umwelt fehlt. Ein Recht, das für Kinder und zukünftige Generationen überlebenswichtig ist und um dessen Ergänzung sich der Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen derzeit bemüht.

Ein Steinbruch als „Naturerlebnis“

18. September 2022

Wie (und von wem) die Ausdehnung einer Industrie aufgehübscht wird

Seit Jahren umstritten ist die Ausweitung des Steinbruchs der Hohenlimburger Kalkwerke nach Osten auf Letmather Gebiet. Die Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm wehrt sich vehement gegen das Vordringen des Kalksteinabbaus.

Unterstützung erhielt die Initiative vom Regionalrat der Bezirksregierung. Der hatte sich 2021 gegen Erweiterungspläne für den Oeger Steinbruch ausgesprochen und der Bürgerinitiative auf dem Ahm so den Rücken gestärkt.

Dagegen hat der Steinbruchbetreiber jetzt die Gegenoffensive gestartet und dazu einen Partner gefunden. Nach einem Bericht der WPWR haben die Kalkwerke gemeinsam mit dem Verein Geopark Ruhrgebiet e.V. das Projekt „Geopfad Steltenberg“ gestartet. Der Pfad soll, so die Zeitung, „auch Statement sein: Rohstoffabbau und Naturerlebnis passen zusammen“.

Auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hohenlimburg seien schon eingebunden worden – natürlich über eine „digitale Lern-App“. Man verstehe sich nicht als Lobbyvereinigung für die Rohstoffindustrie, betont der Vorsitzende des Vereins Volker Wrede nach Angaben der Zeitung. Natürlich nicht.

Dr. Volker Wrede, der genannte Vorsitzende des GeoParks Ruhrgebiet, hatte sich in der Vergangenheit offen für die Erdgasförderung durch Fracking gezeigt und dies auch bei einem Auftritt auf einer Tagung des Europäisches Instituts für Klima und Energie e.V. (EIKE) vorgetragen.

EIKE gilt als Verein, der den wissenschaftlichen Konsens über die menschengemachte globale Erwärmung leugnet. Entgegen seinem Namen ist das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) kein wissenschaftliches Institut, sondern wird als Lobbyorganisation bezeichnet.

Von Stimmen aus Wissenschaft und Presse wird der Verein als Zentrum der politisch aktiven und organisierten Klimaleugnerszene in Deutschland beschrieben. Sein Ziel sei es, den systematischen Angriff auf die Befunde der Klimawissenschaft zu betreiben. Es bestehen enge inhaltliche und personelle Verbindungen zwischen EIKE und der Alternative für Deutschland (AfD).

Dieser Hintergrund, der in der Verbindung zwischen dem GeoPark-Verein und dem Steinbruchbetreiber relevant sein könnte, wird in der heimischen Gazette mit keinem Wort thematisiert.

Schüler sollen in Containern unterrichtet werden

18. September 2022

Sowohl am Ischeland als auch in Hagen-Boelerheide sollen Container die dramatische Platznot in den Schulen lindern. (…)

Quelle: wp.de

Siehe dazu:

Schule verkauft – Schüler kommen in Container

Kolonialismus in Hagen

18. September 2022

Zur Auftaktveranstaltung eines Workshops zu den Spuren und Auswirkungen des Kolonialismus in Hagen mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff laden die Volkshochschule Hagen (VHS), der Hagener Heimatbund und das AllerWeltHaus im Rahmen der Reihe „Weltretter“ am Dienstag, 20. September, von 18.30 bis 20 Uhr in die Villa Post, Wehringhauser Straße 38, ein.

Die Veranstaltung ist kostenlos und dient dazu, weitere Interessierte für das Thema zu finden. Eine Anmeldung unter der Kursnummer 1436 ist erforderlich und kann entweder auf der Seite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 erfolgen.

Freie Fahrt für Kinder am Weltkindertag

18. September 2022

VRR-LogoDeutschland feiert am 20. September 2022 den Weltkindertag. Auch in diesem Jahr unterstützt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr den Aktionstag. Alle Kinder unter 15 Jahren fahren deshalb am kommenden Dienstag kostenlos in sämtlichen Bussen und Bahnen der Verkehrsunternehmen im Verbundraum und in ganz NRW. Ein Ticket ist nicht nötig.

Parken in der Innenstadt

17. September 2022

Die Parksituation in der Hagener Innenstadt wird sich in den kommenden Monaten radikal verändern. Die Stadt Hagen plant eine Ausweitung der bereits bestehenden Parkzonen. Hinzu kommt, dass neue Bereiche, die vor allem Anwohnern vorbehalten sind, eingerichtet werden sollen. (…)

Der Parkdruck in den Quartieren in der Innenstadt nimmt bereits seit Jahren permanent zu. Deshalb hatte vor gut einem Jahr der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, ein Konzept auszuarbeiten. Ergebnis: Die bestehenden Parkzonen werden nahezu verdoppelt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Dazu der Kommentar von Mike Fiebig (WPWR):

Mehr Anwohnerparkplätze in Hagen: Das ist absolut richtig

Es ist der absolute richtige Schritt mit Blick auf die Verkehrswende. Mir geht das sogar nicht weit genug. Das Parken in den beschriebenen Bereichen sollte ausschließlich Anwohnern vorbehalten sein. (…)

Der Rest kann für mein Empfinden Parkhäuser nutzen – es gibt genug – oder längere Fußwege in Kauf nehmen. Wenn man Verkehrswende wirklich will, dann muss das Auto aus Innenstädten verdrängt werden. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Sickerwasser: „Wir haben Situation im Griff“

17. September 2022

Seit Wochen tritt „basisches Sickerwasser“ aus einer alten Rheinkalk-Deponie im Hasselbachtal aus dem Berg und floss langsam aber stetig in den Wald. Mittlerweile wird es in Tanks aufgefangen, die bis zu 60.000 Liter Wasser aufnehmen und einmal in der Woche von einem Entsorgungsunternehmen abgeholt werden.

Umweltdezernent Sebastian Arlt betonte jetzt im Umweltausschuss: „Wir haben die Situation im Griff. Es besteht kein Grund zur Sorge – wir sind dort bereits vor Wochen tätig geworden und der Grundstückseigentümer kooperiert sehr gut.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Wieder auf dem Spielplan: „Anatevka“

17. September 2022

Anatevka_KHP_013Szene aus der Produktion (vorne Ansgar Schäfer als Tevje). Foto: Björn Hickmann.

Die nächste Wiederaufnahme im Großen Haus des Theaters Hagen findet am 21. September 2022 (19.30 Uhr) statt. Aufgeführt wird „Anatevka“ („Fiddler on the Roof“) von Joseph Stein und Jerry Bock, welches zu den beliebtesten und erfolgreichsten Musicals gehört – ein facetten- und klangfarbenreiches Stück, in dem Klezmer und Broadwaymusik aufeinandertreffen und das unvergessliche Melodien wie das Lied des Tevje „Wenn ich einmal reich wär‘“ enthält.

Worum geht’s? Tevje träumt davon, reich zu sein, nicht arbeiten zu müssen und ein bequemes Leben zu haben. Davon ist der jüdische Milchmann jedoch weit entfernt: Als Vater von fünf Töchtern ist er besorgt, sie gut zu verheiraten. In Anatevka, einem Dorf im zaristischen Russland, in dem die Familie lebt, ist alles durch jüdische Traditionen geregelt. Doch Tevjes drei älteste Töchter verstoßen gegen die Tradition, als sie die Dienste der Heiratsvermittlerin ablehnen und sich stattdessen selbst ihre Ehemänner aussuchen wollen.

Und auch sonst gerät Tevjes Welt aus den Fugen: Das Zusammenleben von Juden und Christen wird immer öfter durch Gewalt und Pogrome getrübt, was seine Familie in existentielle Not bringt. Beinahe verliert der Milchmann dabei das Gleichgewicht, das die Menschen in Anatevka so dringend benötigen: Treffend vergleicht er sie mit einem Geiger auf dem Dach, der versucht, eine einfache Melodie zu spielen, ohne sich dabei den Hals zu brechen …

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per E-Mail unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de.


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