Autor-Archiv

„Mir fehlt noch der Weitblick“

29. November 2020

SPD: Edmond Gashi scheidet aus dem Kandidatenrennen aus

Da waren’s nur noch zwei: Im SPD-internen Wettkampf für das Direktmandat für den nächsten Bundestag hat Bewerber Edmond Gashi seine Kandidatur zurückgezogen. Damit sind nur noch Mandatsinhaber René Röspel und Herausforderer Timo Schisanowski im Rennen.

Am Ende einer Online-Diskussion mit den Kandidaten am Samstag erklärte Gashi:

Ich wollte in den Bundestag, um den Generationswechsel voranzutreiben. Vor allem, weil ich denke, es braucht einen Politiker, der am Puls der Zeit ist. Und ich habe mir gedacht, wer neue Politik möchte, aber den gleichen Politiker wählt, der macht was falsch.

Aber ich merke, mir fehlt noch der Weitblick für den Bundestag. Ich werde die kommenden Jahre dafür nutzen – und ziehe hiermit meine Kandidatur zurück.

Lügen haben blaue Augen

29. November 2020

Schulen: Oberbürgermeister macht Rolle rückwärts

Der Hagener Oberbürgermeister E. Olaf Schulz hat eingeräumt, gegenüber der Öffentlichkeit fälschlicherweise die Schulen für überfüllte Schulbusse verantwortlich gemacht zu haben.

In der WPWR vom 17.11. hatte Schulz zunächst festgestellt, er sei sich „ganz sicher, dass eine wirklich spürbare Entzerrung der Situation in den Schulbussen nur mit einem Wechsel aus Fern- und Präsenzunterricht gelingen kann. Aber auch gestaffelte Schulanfangszeiten würden einen deutlichen Effekt mit sich bringen.“

Die Verantwortung dafür, dass dies bis dato nicht erfolgt sei, schob der OB den Schulen zu: „Einen klaren Appell haben wir als Schulträger über die sogenannten Schulformsprecher bereits vor geraumer Zeit abgesetzt – allerdings nur mit sehr überschaubarem Erfolg.“

Und Schulz setzte noch nach: „Wir müssen und wir werden diesen Appell jetzt noch einmal mit sehr viel Nachdruck erneuern, denn als Stadt können wir eine solche Maßnahme nicht anordnen – das entscheidet die Schulkonferenz einer jeden Schule für sich selbst. Ich hoffe angesichts der nicht sinken wollenden Infektionszahlen diesbezüglich auf ein Umdenken und ein entsprechendes Handeln unserer Schulen hier vor Ort.“

Am 25.11. deckte DOPPELWACHOLDER.DE auf: Einen „klaren Appell“ der OB-Verwaltung an die Schulen hat es nie gegeben, auch keinen unklaren – weder „vor geraumer Zeit“ noch später. Schulz hatte der Öffentlichkeit schlicht einen Bären aufgebunden.

Jetzt machte Schulz einen Rückzieher. Gegenüber der WPWR erklärte er: „Für die missverständliche Darstellung und den daraus entstandenen Eindruck, die Schulen würden sich nicht auf den Weg machen, möchte ich mich herzlich bei Ihnen entschuldigen. Das Gegenteil ist richtig: Sie arbeiten gerade in dieser Krise so gut mit uns als Schulträger zusammen, dass ich Ihnen dafür nur sehr danken kann.“

Die Darstellung war allerdings nicht „missverständlich“, sondern sehr gut verständlich – nur entsprach sie nicht der Wahrheit.

Inzwischen habe es in konstruktiver Atmosphäre einen Austausch zum Thema Schülerverkehr mit den Schulformsprechern im Rathaus gegeben. Vielleicht stimmt’s ja diesmal.

Zwischen Weihnachtsmarkt und Turmblasen

29. November 2020

24 Hagener Weihnachtsgeschichten

Weihnachten ist immer anders, das zeigen die 24 Erinnerungen und Geschichten rund um Weihnachten in Hagen, die von Birgit Ebbert und Stefanie Kamp für ein Weihnachtsheft zusammengetragen wurden. In einer Zeit, in der viele nur auf Infektionszahlen starren und sich um die Liebsten und den Arbeitsplatz sorgen, wollten sie einen Gegenpol setzen.

„Erinnerungen an schöne Erlebnisse sind oft vergnüglich und immer tröstlich“, erklärt Autorin Birgit Ebbert ihre Idee. „Manchmal bringen sie längst vergessene Rituale zurück und manchmal zeigen sie uns, dass es schon schlechtere Zeiten gab.“

So reichen die Texte in dem Heft von Weihnachten nach dem Krieg bis heute. Die Weihnachtsmärkte in der Innenstadt und im Freilichtmuseum sind ebenso Thema wie der Besuch vom Nikolaus, das Turmblasen in der Adventszeit, das Weihnachtsmärchen im Theater Hagen, die Unruhe vor der Bescherung, das Abenteuer Tannenbaum und der Heiligabend im Kreis der Lieben natürlich. Die Texte wurden von Hagenerinnen und Hagenern aufgeschrieben oder erzählt.

Die Broschüre liegt ab dem ersten Adventssamstag in den Filialen der Stadtbäckerei Kamp und an einigen anderen Stellen in der Stadt aus. Sie ist kostenfrei, die Herausgeber freuen sich aber über Spenden für die „Aktion Lichtblicke“.

Corona in Hagen: 95 Neuinfizierte

28. November 2020

Stand: 28.11., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Hagen eine vorerkrankte Person im Alter von 88 Jahren verstorben. Insgesamt sind aktuell 648 Hagenerinnen und Hagener infiziert, 2918 Personen sind bereits wieder genesen (was Langzeitschäden nicht ausschließt) und 49 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus verstorben.

Kandidaten-Krieg spaltet die SPD EN und Hagen zutiefst

28. November 2020

Es wird keine gewöhnliche Parteiversammlung am 4. Dezember, im Haus Ennepetal in Ennepetal. Denn an diesem Freitagabend wird es in einer Kampfkandidatur darum gehen, wer für die Sozialdemokraten im Wahlkreis 138 antreten darf. Zwei Schwergewichte stehen sich gegenüber: René Röspel, Bundestagsabgeordneter, und Timo Schisanowski, Vorsitzender der SPD Hagen. Den dritten Bewerber, den arbeitslosen Edmond Gashi (32) aus Altenhagen, hat niemand ernsthaft auf der Liste.

Ein Machtkampf ist hinter den Kulissen in Hagen und im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis längst entbrannt. Den in Selbstzerfleischungs-Prozessen durchaus erfahrenen Sozialdemokraten droht bereits zehn Monate vor der Wahl die Spaltung. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Schisanowski in die Kategorie „Schwergewichte“ einzureihen, ist maßlos übertrieben – „Leichtmatrose“ wäre wohl die bessere Charakterisierung, wie ihn auch der Bericht in der EN-Süd-Ausgabe der Zeitung beschreibt: Als „karrierebewussten Nachwuchs“, der „sich gern im Stile eines Christian Lindners zeigt“ und „sich in feinem Hemd und Lacoste-Schuhen beim Streicheln von Pferden inszeniert“.

Wie sich nach Informationen der WPWR die Tendenzen in den einzelnen Ortvereinen verteilen sollen, ist in einer Grafik dargestellt.

Die für den heutigen Samstag, 28.11. angekündigte Online-Diskussion mit den drei Kandidaten können Interessierte ab 14:00 Uhr hier verfolgen:

Theater: Bis Mitte Januar keine Vorstellungen

28. November 2020

Aus der Produktion „Alice im Wunderland“. V.l.n.r.: Cassandra Schütt (Alice), Thaddäus Maria Jungmann (Rose), Carolin Karnuth (Rote Königin), Charlotte Welling (Feuerlilie). Foto: Klaus Lefebvre.

Die von der Bundesregierung gemeinsam mit den Landesregierungen getroffenen Beschlüsse zur Bekämpfung der SARS-Cov2-Pandemie sowie die jüngsten Äußerungen des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet zu dieser Beschlusslage lassen die Erlaubnis zur Wiederaufnahme des (eingeschränkten) Spielbetriebs im Theater Hagen gegenwärtig kaum vor Januar 2021 erwarten.

Daher hat die Theaterleitung sich entschieden, bis Mitte Januar keine Vorstellungen, Konzerte und weitere Veranstaltungen anzubieten. Ein neuer Spielplan wird disponiert, der dann hoffentlich zu realisieren ist und der Öffentlichkeit sobald wie möglich in der Presse und auf der Homepage www.theaterhagen.de mitgeteilt wird.

Bis dahin wird das Theater Hagen aber nicht untätig sein. Mit Beginn des zweiten Lockdowns lief und läuft der Betrieb hinter den Kulissen in nahezu allen Abteilungen und Werkstätten weiter. In den vergangenen Wochen wurde täglich geprobt und an der Fertigstellung der Neuproduktionen gearbeitet, sodass „Alice im Wunderland“ (Märchen zur Weihnachtszeit) sowie das Musical „Monty Pythons Spamalot“ einen premierenreifen Stand erreicht haben.

Dasselbe gilt für „Substanz – Other Perspectives“ (Choreographien von Tänzerinnen und Tänzern des Balletts Hagen), „Winterreise – Der ganze Zyklus“ (Eine szenische Aufführung der Schubert-Lieder auf Gedichte von Wilhelm Müller) und „Mädchen wie die“ (Eine Coming-out-of-the-Cage-Geschichte) – neue Kreationen, die sich derzeit in Endprobenphasen befinden. Die szenische Erarbeitung der Neuinszenierung der Belcanto-Oper „Der Liebestrank“ startet Anfang Dezember (Premiere am 16. Januar).

Das Publikum kann sich also auf ein vielseitiges Programm in den verschiedenen Spielstätten des Theaters Hagen freuen.

Alle Karten für die bisher ausgefallenen und weiterhin nicht stattfinden könnenden Vorstellungen/Konzerte behalten auch nach dem ursprünglichen Aufführungsdatum ihren Geldwert

Weitere Auskünfte erteilt gerne die Theaterkasse. Diese ist von dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr und samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet sowie unter der Telefonnummer 02331 / 207-3218 und per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) erreichbar. Vom 24.12.2020 bis einschließlich 4.1.2021 bleibt die Theaterkasse geschlossen.

Stadthalle dient als Hagener Impfzentrum

28. November 2020

Weitere Coronafälle an Hagener Schulen

Der Standort für das Impfzentrum in Hagen steht fest: Impfungen gegen das Coronavirus finden demnächst in der Stadthalle im Wasserlosen Tal statt.

Die eigens eingerichtete Projektgruppe unter Federführung von Volker Bald, Fachbereichsleiter Gebäudewirtschaft bei der Stadt Hagen, hat sich nach eingängiger Prüfung für diesen Standort entschieden. Die Stadthalle erfüllt alle Voraussetzungen, die Land und Bund für ein Impfzentrum vorgeben – wie beispielsweise eine gute Erreichbarkeit, Parkraum und ÖPNV-Anbindung, vorhandene technische und räumliche Infrastrukturen und vieles mehr.

Bis Mitte Dezember – spätestens bis Weihnachten – ist die Einrichtung des Zentrums abgeschlossen. Die Nutzung der Stadthalle als Impfzentrum erfolgt zunächst für sechs Monate – eine Verlängerung ist möglich.

Die Landesregierung gibt vor, dass das Hagener Impfzentrum zwischen 700 und 1.000 Impfungen am Tag vornehmen kann. Zu diesem Zweck richtet die Stadt Hagen bis zu fünf „Impfstraßen“ ein, die zwölf Stunden am Tag im Zwei-Schichten-Betrieb mit jeweils 25 medizinischen Mitarbeitern sowie fünf Ärzten pro Schicht betrieben werden können.

Das medizinische Personal stellt das Deutsche Rote Kreuz zur Verfügung, die Ärzte kommen von der Kassenärztlichen Vereinigung. Außerdem müssen Personal für die Organisation des Zentrums, die Registrierung der zu impfenden Personen, Wach- und Ordnungsdienst sowie Reinigungskräfte eingestellt werden.

Zurzeit schafft die Stadt Hagen die Strukturen für die „Impfstraßen“: die Räumlichkeiten müssen abgetrennt werden, Mobiliar und Ausstattung wie Kühlschränke werden organisiert. Die „Impfstraßen“ setzen sich aus einem Bereich zur Registrierung und Anmeldung, dem Wartebereich, dem medizinischen Bereich, in dem Aufklärung und Impfung stattfinden, sowie aus einem Bereich zur Nachbeobachtung zusammen.

Wann das Impfzentrum die Arbeit aufnimmt, steht noch nicht fest. Die Verteilung des Impfstoffes nach Freigabe ist Ländersache. Das Land NRW entscheidet, welcher Impfstoff und welche Mengen in Hagen zur Verfügung stehen.

An folgenden Hagener Schulen gibt es neue Quarantänemaßnahmen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die jeweilige Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat: Fritz-Steinhoff-Gesamtschule, Hildegardis Gymnasium und Kipper-Grundschule.

Coronavirus: Zwei Personen in Hagen verstorben

27. November 2020

Stand: 27.11., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus sind in Hagen zwei vorerkrankte Personen im Alter von 67 und 84 Jahren verstorben. Insgesamt sind aktuell 568 Hagenerinnen und Hagener infiziert, 2904 Personen sind bereits wieder genesen und 48 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus verstorben.

Kein Bußgeld: Verfahren wegen Altpapier in Hagen eingestellt

27. November 2020

Muss die Stadt Hagen ihr Waste-Watcher-Projekt aufgeben oder doch zumindest strategisch neu ausrichten? Diese Frage vermochte im Rathaus niemand zu beantworten, denn dort ist offiziell noch gar nicht bekannt, was unsere Zeitung nun erfuhr: Das Verfahren gegen Stefanie Hamel, die der illegalen Altpapierentsorgung bezichtigt worden war, ist vom Amtsgericht Hagen eingestellt worden. Damit bleibt der Boelerin das Bußgeld von 158 Euro erspart. Die Stadt Hagen aber geht leer aus. (…)

Sie hätte ihren Abfall nicht wie vorgeschrieben entsorgt, sondern einfach auf dem Boden vor den Containern abgestellt. So in etwa lautet der Reim, den sich zwei „Waste Watcher“ machten, als sie die Tüte fanden, den Inhalt untersuchten und anhand der Notizen und Adressen herausbekamen, dass der Müll wohl von Stefanie Hamel stammte.

Was aber ist, wenn die Besitzerin des Abfalls gar nicht verantwortlich ist für die illegale Müllentsorgung? Wenn jemand anderes die Tüte von Stefanie Hamel wieder aus dem Container herausgezogen hat, um Platz für seinen eigenen Abfall zu schaffen? Die Mutter aus Boele, die als Integrationskraft tätig ist, lehnte die Zahlung des Bußgeldes jedenfalls kategorisch ab. Sie schaltete einen Anwalt ein und ließ es auf eine Entscheidung vor dem Amtsgericht Hagen ankommen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Man kann nur jedem, der in eine ähnliche Situation kommt, empfehlen, der Zahlung eines Bußgelds zu widersprechen. Der HEB weigert sich seit Jahren, die Wertstoffcontainer mit der notwendigen Frequenz zu entleeren. Dabei handelt es sich, wie der Name es schon sagt, nicht um Müll, sondern um Wertstoffe, die der HEB gewinnbringend verkauft.

Das zunächst befristete Projekt „Waste Watcher“ wurde vom Hagener Stadtrat auf Antrag der SPD-Fraktion am 1.10.2020 mit Mehrheitsbeschluss dauerhaft eingerichtet. Zu den lautesten Befürwortern gehörten dabei Michael Eiche (AfD) und Dr. Rainer Preuß (Grüne). Nur Hagen Aktiv stimmte gegen die Vorlage.

Eine Forderung nach erhöhter Leerungsfrequenz oder dem Aufstellen weiterer Container war (selbstredend) nicht Bestandteil des Antrags. HEB als eigentlicher Verursacher des Problems bleibt weiter außen vor.

Verstolperter Start für die neue Großsporthalle

27. November 2020

Die Bezirksvertretung Mitte kann sich nicht dazu durchringen, das Großsporthallenprojekt in Hagen auf den Weg zu bringen.

Lediglich die SPD hätte der Planungsverwaltung grünes Licht dafür erteilt, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Alle übrigen Fraktionen sprachen sich auf Initiative von Grünen-Sprecher Hans-Georg Panzer dafür aus, es zunächst bei einer ersten Lesung zu belassen und von der Fachverwaltung weitere Detailinformationen einzufordern: „Nachdem die Planer über zwei Jahre sich in Gesprächen mit dem Investor befindet, können wir das Projekt jetzt nicht im Schweinsgalopp beschließen.“ Panzer stellte vor allem die bange Frage, was aus der gerade erst für acht Millionen Euro sanierten Ischelandhalle werde: „Wir haben diesen Fehler schon bei den Malls in der Innenstadt gemacht – zwei Hallen sind zu viel.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Pfleger in fünf Hagener Kliniken kriegen keine Corona-Prämie

27. November 2020

Sie sind die Helden der Corona-Krise. Wenn es aber daran geht, das Engagement und die Aufopferungsbereitschaft der Pflegerinnen und Pfleger in den Hagener Kliniken zu honorieren, entsteht ein trauriges Bild. Von der bundesweit zunächst gelobten Corona-Prämie der Krankenkassen profitieren in Hagen nur die Pfleger im Allgemeinen Krankenhaus (AKH). Am evangelischen Krankenhaus Haspe, im Josefs- und Johannes-Hospital, im Elseyer Krankenhaus und in der Klinik Ambrock gehen die Pflegenden leer aus. (…)

Im neu geschaffenen „Paragraf 26a“ im Krankenhausfinanzierungsgesetz heißt es, dass Anspruch auf eine Sonderleistung jene zugelassenen deutschen Krankenhäuser haben, „die im Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Mai 2020 durch die voll- oder teilstationäre Behandlung von mit dem Coronavirus infizierten Patienten besonders belastet waren.“ Voraussetzung für die Bonus-Zahlung ist, dass Kliniken mit bis zu 500 Betten bis Ende Mai schon 50 Corona-Patienten behandelt haben. Und das war in Hagen nur am AKH der Fall. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Projektgruppe organisiert Hagener Impfzentrum

27. November 2020

Coronafälle an zwei weiteren Schulen

Der Krisenstab der Stadt Hagen hat in seiner gestrigen Sitzung die Gründung einer Projektgruppe für die Einrichtung eines Impfzentrums in Hagen beschlossen.

Die Projektgruppe unter Federführung von Volker Bald, Leiter des Fachbereiches Gebäudewirtschaft, besteht aus ständigen Vertretern des Gesundheitsamtes der Stadt Hagen, der Feuerwehr, des Fachbereiches Personal und Organisation, des Büros des Oberbürgermeisters sowie – nach Bedarf – aus anderen Fachstellen und hat unverzüglich die Arbeit aufgenommen. Anlass für die Einrichtung des Zentrums ist die Festlegung von Bund und Ländern, Strukturen für Impfungen zu schaffen, um die Verteilung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus kurzfristig zu ermöglichen.

Die Projektgruppe führt aktuell Gespräche, um einen geeigneten Standort zu finden sowie die Abläufe vor Ort, die Organisation zusätzlicher mobiler Impfteams und weitere Details zu klären. In Nordrhein-Westfalen sollen über 50 Impfzentren entstehen. Wann der Impfstoff freigegeben wird und die Arbeit in den Impfzentren aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest.

Währenddessen gibt es neue Quarantänemaßnahmen an zwei weiteren Hagener Schulen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die jeweilige Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat: Christian-Rohlfs-Gymnasium und Cuno-Berufskolleg I.

Süße Revolution gegen bittere Schokolade

27. November 2020

Online-Protestaktion für Fairness im Kakao-Handel

„Ich selbst liebe Schokolade und kann ihr oft nur schwer widerstehen“, sagt Jana Hintze (Foto: Claudia Eckhoff). Seit die zwanzigjährige Absolventin der Gesamtschule Haspe als Bundesfreiwillige im AllerWeltHaus arbeitet, sieht sie die Süßigkeit mit anderen Augen.

„Hier habe ich kurzer Zeit schon viel gelernt über die Schattenseiten der Globalisierung, über Ungerechtigkeit im Welthandel, über Nachhaltigkeit und über globale Verantwortung“, sagt sie. „Dass es Fairen Handel gibt, wusste ich natürlich schon vorher, aber jetzt bin ich deutlich tiefer in die Thematik eingestiegen und weiß, wie bitter der Kakao oft gerade für die Menschen ist, die ihn etwa in Ghana oder an der Elfenbeinküste für die Industrienationen anbauen. Dass die Bauernfamilien von ihrer Arbeit kaum leben können und heute noch rund zwei Millionen Kinder auf den Plantagen arbeiten müssen, finde ich schockierend.“

Deshalb freut sich Jana über Kampagnen, wie die aktuelle von Fairtrade Deutschland und hofft, dass sich viele Menschen der süßen Revolution, der „Sweet Revolution“, anschließen werden. Jeder kann online noch bis zum 6. Dezember einen knackigen Protest-Slogan gegen extreme Armut, Ausbeutung und Kinderarbeit im Kakao-Anbau kreieren und über die Top 10 der eingereichten Slogans abstimmten. Infos unter sweet-revolution.de.

„Nachhaltigkeit und Fairer Handel sind brandaktuelle Themen“, weiß Jana Hintze. „Hagen gehört schon seit 2013 zu den Städten des Fairen Handels in Deutschland, die sich vor Ort für mehr Fairness im globalen Handel einsetzen. Das finde ich richtig und wichtig. Darauf bin ich stolz.“

Richtig gut findet sie auch, dass Hagen extra eine eigene fair gehandelte Schokolade aufgelegt hat, deren Erlös auch noch zum Teil einem Hagener Kinderprojekt zugutekommt. Das süße Stück mit dem Bild des Hagener Theaters kann man für 2,50 Euro kaufen im Weltladen im AllerWeltHaus an der Potthofstraße 22 oder in der Hagen-Info an der Körnerstraße.

Corona in Hagen – Stand: 26.11.

26. November 2020

Grafik: Stadt Hagen.

Seit gestern gibt es 48 Neuinfektionen und 55 genesene Personen in Hagen. Eine verstorbene Person war Corona positiv. Die Neuinfektionen der letzten 7 Tage liegen auf 100.000 Einwohner gerechnet bei 242,2.

Hagener SPD-Führung wird nervös

26. November 2020

Personalvorschlag Schisanowski stößt auf wenig Resonanz – Scharfe Kritik am Verfahren

Der Vorstand des Unterbezirks Hagen der SPD hatte es sich so schön gedacht. Einstimmig nominierte er den Parteivorsitzenden Timo Schisanowski als seinen Kandidaten für das Direktmandat im Wahlkreis Hagen/Ennepe-Ruhr I zur Bundestagswahl, die vorraussichtlich im September 2021 stattfinden wird.

Zumindest bisher hat der Vorstand als Wirt die Rechnung ohne die Gäste aus den Ortsvereinen gemacht. Solche, die schon ihre Delegierten gewählt haben, sprachen sich einstimmig oder – wie in Emst – mehrheitlich für eine erneute Kandidatur des Mandatsinhabers Röspel aus. Selbst das Mitglied des Hagener Parteivorstands Anja Engelhardt musste in ihrem Ortsverein Eilpe/Dahl eine herbe Klatsche hinnehmen – auch der unterstützt einhellig René Röspel.

Immer mehr Genossen üben scharfe Kritik an dem ganzen Verfahren, mit dem der Parteivorstand offenbar seinen Personalvorschlag durchpeitschen will. Das beginnt schon mit dem Termin der Delegiertenversammlung. Die soll bereits am 4. Dezember stattfinden, mitten in der zweiten Welle der Pandemie.

Nicht nur dieser sehr frühe Termin wird kritisiert – keine andere Partei in Hagen hat bisher einen Termin für ihre Kandidatenaufstellung anberaumt -, es sind vor allem auch Versammlungen in den Ortsvereinen zu organisieren. Bei kleinen Gliederungen mag das noch funktionieren, aber bei Mitgliederzahlen in dreistelliger Größenordnung? Unter Berücksichtigung der Risikogruppen – ein großer Teil der Mitglieder ist älter als 60 Jahre – schwer zu bewerkstelligen.

Mehrere Ortsvereine und prominente Einzelmitglieder haben inzwischen den Parteivorstand aufgefordert, den Termin wegen der Pandemie zu verlegen: „Die Entscheidung, die anstehende Delegiertenkonferenz zur Wahl des Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 138 im Jahr 2021 mitten in eine Hochphase der Pandemie zu legen ist dadurch gravierend und wir protestieren dagegen. (…) Nicht denkbar, was passieren würde, wenn auf dieser Veranstaltung ein Infektionsgeschehen seinen Lauf nehmen würde. Die Verantwortung dafür trüge in diesem Fall der Unterbezirksvorstand.“

Aber Corona hin, Risikogruppen her – offenbar wird von der Parteiführung alles dem Ziel untergeordnet, den Favoriten des Vorstands durchzuboxen. So lädt die Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus, also die Rentnervereinigung der Partei, für den morgigen Freitag zur „großen Vorstandssitzung“ mit Weihnachtsfeier ein. Der Sinn der Veranstaltung ist klar: „Es gibt aus heutiger Sicht nur einen Tag der feststeht: die Bundestagswahl am 26.09.2021“, heißt es unmissverständlich in der Einladung.

Eine Begrenzung der Teilnehmerzahl ist nicht vorgesehen, aber auch ohne ist eine solche Versammlung nach der gültigen Corona-Schutzverordnung § 13 nicht zulässig.

Der jüngste Clou der immer nervöser agierenden Parteispitze ist eine für Samstag angesetzte „Online-Diskussion“ (von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr). In der sollen die drei Kandidaten sich den Fragen des Moderators Hubertus Kramer (Abgeordneter des Landtags für Haspe, Eilpe/Dahl und EN-Süd) und „vorab gestellten Fragen“ der Parteimitglieder stellen. Die wurden allerdings erst gestern um 18:00 Uhr per Email darüber informiert, dass sie nur bis heute „früh“ ihre Meldungen zusenden könnten.

Parteimitglieder stellen sich „die Frage, ob die sogenannte „Geschäftsführung“ der SPD zu unfähig ist, solche Mails frühzeitig zu versenden oder ob das Kalkül ist“, wie gleich mehrere Genossen DW mitteilten.

„Warum stellen sich die Kandidaten nicht direkten Fragen aus dem Chat, wie es bei den Jusos war?“ Bei der Fragerunde des SPD-Nachwuchses war Timo Schasanowski erst gar nicht erschienen. Und es gibt weitere Fragen: „Warum wird diese bedeutende Veranstaltung auf diese ungünstige Zeit gelegt? Hat der UB Vorstand tatsächlich Angst vor spontanen Fragen, die den ewigen Studenten in ein schlechtes Licht stellen? Werden kritische Fragen ausgefiltert? Bekommt jeder Kandidat die Fragen vorher oder warum der Zeitdruck?“

Das Verfahren bei dieser „Online-Diskussion“ erinnert stark die von WPWR und SIHK organisierte Veranstaltung im Vorfeld der Kommunalwahlen. Damals durften auch im Vorfeld Fragen eingereicht werden. Nach welchen Kriterien dann ausgewählt wurde und welche Fragen möglicherweise unter den Tisch fielen, war natürlich von außen nicht einsehbar. Am Ende der Show durften noch zwei Leute aus dem Publikum je eine Frage stellen, aber schon ein einziger erläuternder Satz wurde vom Moderator Jens Stubbe, Leiter der Hagener Lokalredaktion des Einheitsblatts WPWR, unterbunden.

Die beiden Fragen waren offensichtlich schon zuviel. Danach wurde die Veranstaltung ganz schnell beendet.

SPD Mittelstadt/Oberhagen stellt sich hinter René Röspel

26. November 2020

SPD Emst votiert ebenfalls mehrheitlich für den Abgeordneten

Die SPD Mittelstadt/Oberhagen hat bei ihrer Mitgliederversammlung den amtieren Bundestagsabgeordneten Rene Röspel einstimmig zur Kandidatur für die Bundestagswahl 2021 nominiert. Während der Versammlung wurde ebenfalls offen über die Kandidatenlage diskutiert und die zwei Delegierten für die am 04. Dezember angesetzte Wahlkreiskonferenz gewählt.

„Durch seine vorbildliche Arbeit in Berlin und seinen langjährigen Einsatz für unsere Stadt und die Sozialdemokratie, ist Rene Röspel eindeutig unser Wunschkandidat für die kommende Bundestagswahl. Rene ist seit vielen Jahren als authentischer und starker Kümmerer bekannt, der immer ein Ohr für die Sorgen der Hagenerinnen und Hagener hat. Seine Stimme in Berlin wird auch in Zukunft dringend gebracht.“ kommentiert die Ortsvereinsvorsitzende Birgit Buchholz die Entscheidung.

Derzeit stellen, aufgrund eines Votums des Unterbezirksvorstands ungeachtet der Covid-19-Pandemie, die SPD-Ortsvereine die Delegierten für die kommende Wahlkreiskonferenz am 04. Dezember auf. Hier entscheidet sich die Hagener SPD gemeinsam mit Ihren Genossinnen und Genossen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis für die Augstellung eines Kandidaten zur Bundestagswahl.

Der Ortsverein Mitterlstadt/Oberhagen hat sich aufgrund der Pandemie bereits gegen den Termin im Dezember ausgesprochen.

Auch der SPD-Ortsverein Emst hat sich mehrheitlich für René Röspel ausgesprochen. Nach DW-Informationen stimmten 17 anwesende Parteimitglieder für den Abgeordneten, lediglich 8 Genossen votierten für den vom Hagener Parteivorstand nominierten Timo Schisanowski und 2 sprachen sich für den dritten Bewerber Edmond Gashi aus.

Bürger für Hohenlimburg prüfen Fraktion mit Satirepartei

26. November 2020

Die Bürger für Hohenlimburg (BfHo) und die PARTEI streben im Hagener Stadtrat offenbar die Bildung einer gemeinsamen Fraktion an. Sowohl Frank Schmidt (BfHo) als auch Laura Knüppel, einzige Ratsvertreterin der neugegründeten PARTEI, bestätigten am Dienstag, es habe entsprechende Gespräche gegeben. „Wir erwägen eine Zusammenarbeit, es ist aber noch nichts in trockenen Tüchern“, sagte Schmidt. (…)

Auch in der vergangenen Legislaturperiode hatten die BfHo den Fraktionsstatus nur erreicht, weil Einzelkämpfer Schmidt zunächst mit Thorsten Kiszkenow von der mittlerweile aus dem Rat verschwundenen Piratenpartei eine Gruppe bildete und 2017 Zuwachs durch SPD-Überläufer Arnusch erhielt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Bei Hawker wollen Arbeiter um ihre Jobs kämpfen

26. November 2020

In der US-Zentrale ist beschlossen worden, die Batterie-Produktion bei Hawker in Hagen einzustellen. Das wollen die Arbeiter nicht akzeptieren. (…)

Der Schock saß tief, aber dieser Schock ist einer gewissen Entschlossenheit gewichen. An der Seite der Gewerkschaft IG Metall und des Betriebsrates wollen die betroffenen Hawker-Mitarbeiter kämpfen. Nicht um einen Sozialplan, nicht um Abfindungen, sondern für den Erhalt der Arbeitsplätze und dafür, dass auch am Standort Hagen weiterhin Batterien produziert werden und nicht nur 180 Kollegen aus dem Bereich der Administration, bei Service, Vertrieb, Controlling, IT, Sicherheitsdienst und Verwaltung, bleiben dürfen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Neue RXX-Züge: Schon ab dem 02.12.2020 erste Fahrgastfahrten auf der RE 4

26. November 2020

National Express wird bereits vom 02. bis 12. Dezember 2020 einzelne Fahrten des Regelfahrplans der Linie RE 4 (Dortmund – Hagen – Wuppertal – Düsseldorf – Aachen) übernehmen. Darauf hat sich das Unternehmen mit DB Regio NRW und den SPNV-Aufgabenträgern Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR) und Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) verständigt, um am 13. Dezember 2020 einen nahtlosen Betriebsübergang zu ermöglichen.

Seit September 2020 konnte National Express bereits im Rahmen von Leerfahrten (ohne Fahrgäste) inklusive regulären Bahnsteighalten dem angehenden und bereits ausgebildeten Zugpersonal die Fahrzeugausbildung und Streckenkunde auf der Strecke des RE 4 vermitteln und somit Erfahrungen für den Regelbetrieb sammeln.

Nun soll der Fahrgastbetrieb unter reellen Bedingungen aufgenommen werden. Fahrgäste können neben dem anstehenden Betreiberwechsel auch die neuen RRX-Fahrzeuge des Typs Desiro HC von Siemens kennenlernen (Foto: Kompetenzcenter Marketing NRW). Diese bieten Niveaugleichheit zwischen Bahnsteig und Fahrzeug sowie größere Türen, die das Ein- und Aussteigen erleicht und somit den Fahrgastwechsel beschleunigen.

Die neuen Züge sollen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h mit hoher Beschleunigung zur Verbesserung der Pünktlichkeit, einen geringen Geräuschpegel im Fahrzeug, barrierefreie Toiletten sowie großzügige Multifunktionsräume mit Rollstuhl-, Begleit- und Fahrradplätzen haben. Die 105 Meter langen Züge verfügen über 400 Sitzplätze und sollen in der Regel mit zwei Zugteilen (entsprechend 800 Sitzplätzen) verkehren.

Corona: Noch mehr Fälle an Hagener Schulen

26. November 2020

An folgenden Hagener Schulen gibt es neue Quarantänemaßnahmen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die jeweilige Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat:

Lieselotte-Funcke-Schule, Kaufmannsschule I, Grundschule Kipper, Christian-Rohlfs-Gymnasium, Grundschule Emst, Realschule Hohenlimburg, Henry-van-de-Velde-Schule, Fritz-Reuter-Schule und Gemeinschaftshauptschule Vorhalle.

Coronavirus: Weitere Person in Hagen verstorben

25. November 2020

Stand: 25.11., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Hagen eine schwer vorerkrankte Person im Alter von 77 Jahren verstorben. Insgesamt sind aktuell 591 Hagenerinnen und Hagener infiziert, 2.752 Personen sind bereits wieder genesen und 45 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus verstorben.

Wolfgang Jörg: Kita-Gebühren erlassen

25. November 2020

Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat NRW und Hagen fest im Griff. Dabei macht sie auch nicht vor Kindertageseinrichtungen halt, die immer öfter wegen Quarantänemaßnahmen geschlossen werden müssen.

Können Kinder aber nicht mehr in einer Kita betreut werden, stehen deren Eltern vor großen Problemen. Sie können dann teilweise nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen oder müssen andere Betreuungsmöglichkeiten suchen.

„Genau hier müssen wir die Eltern entlasten“, sind sich der Hagener SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Jörg und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Hagener Stadtrat, Claus Rudel, einig. „Wir können den Eltern nicht für Leistungen Geld abnehmen, die überhaupt nicht erbracht werden.“

Daher fordern Wolfgang Jörg und die Hagener Ratsfraktion einen Erlass der Kita-Gebühren für Eltern, deren Kinder Corona bedingt zuhause bleiben müssen. Ähnlich der Vorgehensweise im Frühjahr, als alle KiTas geschlossen waren. „Die Problematik der hohen Belastung für die Eltern hat sich inhaltlich auch bei der andauernden zweiten Welle nicht geändert“, stellt Jörg fest. „Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, die Eltern jetzt zu entlasten.“

Der Landtagsabgeordnete betont dabei, dass viele Eltern in Hagen sehr hohe Kita-Gebühren zahlen müssen und es darüber hinaus schwer genug sei, eine neue Betreuung für die Kinder zu organisieren – soweit dies überhaupt möglich ist.

Arbeiten im Homeoffice

25. November 2020

FernUni Hagen startet zweite Befragungswelle

Das Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie der FernUniversität Hagen hat mit dem zweiten Lockdown die erneute Befragungswelle seiner Homeoffice-Studie gestartet.

Während derzeit noch die vollständige Auswertung der Ergebnisse aus dem Frühjahr läuft, erhalten Interessenten nun die Möglichkeit, neu dazu zu kommen und an der Befragung teilzunehmen.

Die Top Drei der größten Vor- und Nachteile des Arbeitens im Homeoffice stehen bereits fest. So schätzen die Teilnehmenden vor allem den Wegfall von Pendelzeiten, eine größere Flexibilität und ein konzentriertes und störungsfreies Arbeiten. Zu den Nachteilen gehören soziale Aspekte wie der fehlenden Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, außerdem eine ungenügend räumliche und technische Ausstattung und die fehlende Abgrenzung zwischen Privat- und Berufsleben.

Zur Umfrage: ww2.unipark.de/uc/HomeSweetHome/

Corona: Neue Fälle an Hagener Schulen und Kitas

25. November 2020

An folgenden Hagener Schulen und Kitas gibt es neue Quarantänemaßnahmen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die jeweilige Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat:

Ernst-Eversbusch-Schule, Fritz-Reuter-Schule, Christian-Rohlfs-Gymnasium, Cuno-Berufskolleg II, Kita Wunderland Altenhagener Straße (2 Gruppen geschlossen) und kath. Kita Maria, Königin des Friedens, Heinrichstraße (komplett geschlossen).

Coronavirus: Drei Personen in Hagen verstorben

24. November 2020

Stand: 24.11., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus sind in Hagen drei Personen im Alter von 51, 71 und 92 Jahren verstorben. Zwei der Patienten hatten schwere Vorerkrankungen. Innerhalb von 24 Stunden kamen 108 Neuinfizierte hinzu. Insgesamt sind aktuell 661 Hagenerinnen und Hagener infiziert, 2619 Personen sind bereits wieder genesen und 44 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus verstorben.

Corona-Lage in Hagen

24. November 2020

OB Erik O. Schulz mahnt: „Ich bemerke eine gewisse Sorglosigkeit“

Inmitten einer angespannten Corona-Lage ist Erik O. Schulz erneut zum Oberbürgermeister von Hagen gewählt worden. Ob er das seinem Krisenmanagement zu verdanken hat, verrät er im t-online-Interview.

Hagen zählte wochenlang zu den Corona-Hotspots in Deutschland, deswegen nehme das Thema aktuell viel mehr seiner Zeit in Anspruch, als ihm lieb sei, sagt Oberbürgermeister Erik O. Schulz, schon vor dem Start des Gespräches mit t-online in seinem Büro im Rathaus. Dabei gibt es nach seiner Wiederwahl bei der Kommunalwahl noch einiges mehr zu besprechen, etwa das starke Abschneiden der AfD in Hagen oder seine Pläne für die zweite Amtszeit, wie er im exklusiven Interview erzählt. (…)

Quelle: t-online

Neues Gesicht für die Kaufhof-Filiale

24. November 2020

Der Eigentümer der Immobilie, die Firma „Lenz & Saas Immobilienanlagen GmbH“ aus Koblenz, will einen hohen Millionenbetrag in die Immobilie in der Hagener Innenstadt investieren.

Dabei geht es nicht nur um das eigentliche Kaufhaus nebst der in die Jahre gekommenen Fassade. Die Investoren nehmen auch den Bereich an der Hochstraße in den Fokus, an der sich bislang die wenig ansehnliche Zufahrt zum Kaufhof-Parkhaus sowie eine Rampe für die Anlieferungen befinden. Ebenerdig sollen hier sowie in zwei Geschossen darunter 120 Stellplätze entstehen, darüber sollen 76 Wohnungen neu gebaut werden, die sich bis in den Innenbereich des Karrees hinein­ erstrecken. Hinzu kommen eine stationäre Kurzzeitpflege sowie eine Tagespflege. Auch die Wohnungen, in denen sogenanntes Service-Wohnen möglich ist, sind vorzugsweise für ältere Mieter bestimmt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Märkische Bank schließt in Hagen gleich zwei Filialen

24. November 2020

Die Märkische Bank schließt ihre Filialen in Haspe und auf Emst. Wie das Geldinstitut mitteilte, werde die Filiale in Haspe bereits am 15. Dezember, diejenige auf Emst am 15. Januar geschlossen. (…)

Quelle: wp.de

Corona: Schon wieder Fälle an Hagener Schulen

24. November 2020

An folgenden Hagener Schulen gibt es neue Quarantänemaßnahmen, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die jeweilige Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat: Gesamtschule Haspe, Christian-Rohlfs-Gymnasium, Fritz-Steinhoff-Gesamtschule, Cuno-Berufskolleg I, Heinrich-Heine-Realschule, Käthe-Kollwitz-Berufskolleg, Lieselotte-Funcke-Schule und Grundschule Geweke.

Corona in Hagen – Stand: 23.11.

23. November 2020

Grafik: Stadt Hagen

Keunes olle Kamellen

23. November 2020

Dezernent lehnt Einrichtung einer temporären Busspur ab – mit Begründungen aus dem letzten Jahrhundert

Am 27. Juli 2020 schickte der Hagener VCD einen Brief an den Oberbürgermeister. Darin beantragte der Verkehrsclub für die Zeit der Straßenumbaumaßnahmen im Zusammenhang des Neubaus der Marktbrücke die vorübergehende Verlängerung der Busspur stadteinwärts auf der Frankfurter Straße; mindestens von der Einmündung der Elisabethstr bis zur Haltestelle Oberhagen.

Durch die Baustellen-bedingte Umleitung des motorisierten Verkehrs von der Volmestraße über die Frankfurter Straße habe die Verkehrsdichte in diesem Bereich erheblich zugenommen, so der VCD. Dieses führe auch für die Busse, vor allem zu Stoßzeiten, zu deutlich längeren Fahrtzeiten. Darunter litten – z.B. durch verpasste Anschlüsse – genau diejenigen Verkehrsteilnehmer, die als KundInnen der Hagener Straßenbahn die Busse nutzten und so ihren Beitrag zur Entlastung der Straßen leisten, begründete der VCD seinen Antrag.

Diese Ungerechtigkeit könne im vorliegenden Fall dadurch etwas abgemildert werden, dass der Parkstreifen, der etwa für 14 PKWs ausreicht, zumindest während der Zeit der Einschränkungen den Bussen zur Verfügung gestellt wird. Die Anzahl der Menschen, die von dieser Änderung profitieren würden, übersteige deutlich diejenigen, die dort ihre Autos abstellen.

Eine durchaus schlüssige Argumentation, auf die als OB-Ersatz der Technische Beigeordnete Henning Keune mehr als drei Monate später antwortete – als Grund für die Verspätung gab er Corona an. Diese Antwort hat es in sich und belegt, dass trotz Lippenbekenntnissen und in Auftrag gegebener Gutachten der Bewusstseinsstand in puncto Verkehrswende zumindest in Teilen der Hagener Politik und Verwaltung noch im vorigen Jahrhundert verankert ist.

Keune lehnt in seinem Schreiben die Einrichtung einer temporären Busspur mit der Begründung ab, man käme bei der „Abwägung zwischen Anwohnerparken und den Vorteilen für den ÖPNV zu dem Ergebnis, dass auf die Verlängerung der Busspur in Fahrtrichtung Innenstadt verzichtet werden soll“.

Der Beigeordnete gibt als Grund für die Ablehnung Ereignisse aus dem Jahr 1999 an. Damals sei an dieser Stelle schon einmal eine Busspur eingerichtet worden: „Leider wurde der Stadt Hagen nach großem Anliegerprotest von der Bezirksregierung die Entfernung dieses Busspur-Abschnittes aufgegeben.“

Obwohl der ÖPNV mittlerweile in der Öffentlichkeit einen anderen Stellenwert genieße, habe sich an der Situation in dem betroffenen Bereich nichts geändert, konstatiert Keune und verweist darauf, dass „sogar die damaligen „Gegner“ der Busspur dort noch wohnhaft“ seien.

In Zeiten von Klimawandel und Verkehrswende wahrlich „starke“ Argumente. Ein Dezernent, der das vergangene Jahrhundert heranziehen muss, um seine Position der Verhinderung zu rechtfertigen, bestärkt den sich verdichtenden Eindruck, dass mit seiner Ernennung im Tableau des städtischen Führungspersonals wieder einmal kräftig daneben gegriffen wurde.

Denn die lapidare Antwort, die kaum auf die Argumente der Antragsteller eingeht, zeigt, dass in den letzten 20 Jahren auch in „neuen“ Köpfen verkehrspolitisch nichts voran gegangen ist; nach wie vor wird Klientel-Politik für Autofahrer gemacht.

Gestaffelter Schulstart zum Infektionsschutz

23. November 2020

Als erste Kommune in NRW hat Herne in der Corona-Pandemie den gestaffelten Unterrichtsbeginn flächendeckend umgesetzt. Die Stadt will volle Busse vermeiden. (…)

Bislang hat der Unterricht an den weiterführenden Schulen in Herne generell um 8 Uhr begonnen, die Schulbusse waren meist sehr voll. Seit Montag (16.11.) starten die Schüler der 5., 6. und 7. Klasse der Haupt- und Realschulen nun um 7.45 Uhr, die Schüler der 8., 9. und 10. Klasse dort erst um 8.30 Uhr. An den Gymnasien und Gesamtschulen beginnt der Unterricht für die jüngeren Jahrgänge um 8 Uhr, für die älteren um 8.45 Uhr.

„Die Maßnahme ist bisher erfolgreich. Die Busse sind nicht mehr so voll und auch von den beteiligten Schulen kommen positive Rückmeldungen“, zieht Andreas Merkendorf, Leiter des Fachbereichs Schule und Weiterbildung der Stadt Herne, im Gespräch mit dem WESTFALENSPIEGEL ein positives Zwischenfazit. Die Umstellung habe in den Schulen reibungslos funktioniert. Und das Gedränge beim Betreten der Schulen sei ebenfalls entzerrt worden.

Seit August hat die Stadt gemeinsam mit Vertretern der Schulen, Elternverbänden, den Nahverkehrsunternehmen und der Bezirksregierung über das Modell beraten. „Wir haben viele Schleifen der Mitbestimmung gedreht, um alle Beteiligten auch zu Wort kommen zu lassen und einen breiten Konsens zu haben“, sagt Merkendorf. (…)

Quelle: Westfalenspiegel

Anmerkung: Es geht also – vor allem, wenn man sich bereits rechtzeitig Gedanken macht. Das Hagener „Gegenmodell“ lautet hingegen standardgemäß: Erst einmal abwarten. Siehe dazu: „Corona-Chaos in Bussen: Hagens OB nimmt Schulen in Pflicht“ und „Digitalpakt Schule wird nur im Schneckentempo umgesetzt„.

Hohenlimburger Bahnhof: Politik will Aufklärung

23. November 2020

Dass die Modernisierung des Bahnhofs Hohenlimburg um mehrere Jahre verschoben wird, sorgt für viel Unverständnis.

„Für Hohenlimburg ist dieser erneute Aufschub nicht akzeptabel“, sagt Wolfgang Jörg, SPD-Landtagsabgeordneter. Jörg hakte schon 2018 bei der Bahn nach, wann die für Hohenlimburg verkündeten Baumaßnahme umgesetzt werden, und bekam damals die Rückmeldung, dass die Modernisierung des Bahnhofs bis Ende 2020 losgehen soll. Jüngst erklärte nun die Bahn, frühestens 2023, wenn nicht sogar erst 2024 mit dem Bau beginnen zu wollen. „Ich will das Thema noch nicht aufgeben. Wir bleiben dran“, sagte Jörg, der nun das Gespräch mit dem NRW-Bahnchef suchen will. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Waelzholz plant neues Werk für mehr als 100 Millionen

23. November 2020

Zur Produktion dieses Materials will Waelzholz einen dreistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen. Aber entsteht das Werk auch in Hagen? (…)

Dass der Standort Hagen, wo Waelzholz neben dem bestehenden Firmengelände rund um den Kabeler Bahnhof die nötigen Flächen besitzt, angesichts eines Gewerbesteuerhebesatzes von 520 Punkten bundesweit zu den teuersten gehört, ist nur eine Dimension bei der Entscheidungsfindung. Was Waelzholz mehr umtreibt, ist die energetische Frage. Allein die Elektroband-Produktion ist hoch energieintensiv. „Die Frage ist: Zu welchen Konditionen können wir Gas und Strom in 30 Jahren am Standort Hagen beziehen?“, sagt Junius. (…)

Während die CO2-Bepreisung mit Blick auf den Standort Hagen und das mögliche neue Werk zu einem wirtschaftlichen Risiko für Waelzholz werden könnte, habe Hagen aus der Sicht von Junius auch drei bedeutende Vorteile: den Gleisanschluss in Kabel die direkte Anbindung an die Autobahnen 1 und 45 und die Fachkräfte vor Ort, die bereits in der Elektroband-Produktion erfolgreich arbeiten und ihre Expertise in direkter Nachbarschaft zu einem neuen Werk in wertvolle Synergien münden lassen könnten. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

„Kurfürstliches Schloss“ ist in neuen Händen

23. November 2020

Nach mehreren Eigentumswechseln wurde jetzt erneut ein Bauantrag für das leerstehende Haus an der Natorpstraße in Hagen gestellt. (…)

Es gab bereits mehrfach Umbau-Pläne für das Gebäude von verschiedenen Eigentümern. Passiert ist letztlich nichts. Das Gebäude verkam immer mehr und macht mittlerweile von außen einen unansehnlichen Eindruck.

Dabei ist das Haus ein echtes Stück Stadtgeschichte am Kratzkopf. Errichtet wurde es um das Jahr 1925 vom Architekten Metzendorf. Das Gebäude wurde für Arbeiter der „Fa. Hagener Textilindustrie“ – vormals Gebrüder Elbers – errichtet. „Es ist bedeutend für die Geschichte der Menschen, insbesondere für die Sozialgeschichte“, beschrieb die Stadt bei der Eintragung damals die Gründe, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen. (…)

Quelle: wp.de

Corona in Hagen – Stand: 22.11.

22. November 2020

Grafik: Stadt Hagen

SPD: Weitere Stimmen für René Röspel

22. November 2020

Auch der SPD-Ortsverein Boelerheide-Helfe-Fley unterstützt den Abgeordneten

Mit Boelerheide-Helfe-Fley spricht sich ein weiterer Ortsverein der SPD für die erneute Kandidatur des SPD-Bundestagsabgeordneten René Röspel aus. Der Hagener Parteivorstand, der einstimmig für einen Ersatz Röspels durch Timo Schisanowski votiert hatte, steht mit dieser erneuten Entscheidung für Röspel zunehmend isoliert da. Gleichzeitig protestiert der Ortsverein vor dem Hintergrund der Coronakrise gegen die Festlegung der Delegiertenkonferenz zur Aufstellung der Bundestagskandidaten auf den 04. Dezember 2020.

Die Mitteilung des SPD-Ortsvereins Boelerheide-Helfe-Fley im Wortlaut:

Die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Boelerheide-Helfe-Fley hat einstimmig entschieden, René Röspel als Kandidaten für die Bundestagswahl 2021 zu unterstützen.

René Röspel hat über viele Jahre hinweg herausragende Arbeit für seinen Wahlkreis und die Stadt Hagen geleistet. Er hat bestimmt hunderten Familien ganz persönlich geholfen und sich durch einen großen Einsatz für die Lösung lokaler Probleme eingesetzt. Außerdem ist er eine starke Stimme des Wahlkreises in Berlin und trägt maßgeblich zur deutschen Wissenschaftspolitik bei.

Wir können uns glücklich schätzen, einen so qualifizierten und engagierten Abgeordneten in unseren Reihen zu haben. Das haben auch die Bürgerinnen und Bürger so gesehen und René Röspel immer mit Ergebnissen weit über den SPD-Wahlergebnissen ausgestattet. Wir sehen keinen Grund, René Röspel durch andere Kandidierende zu ersetzen.

Darüber hinaus protestiert der Ortsverein gegen die Festsetzung der Delegiertenkonferenz zur Aufstellung der Bundestagskandidaten auf den 04. Dezember 2020. Dieser Termin zwingt uns, in der Hochphase der Coronapandemie Mitgliederversammlungen abzuhalten und Delegierte zu einer Versammlung mit dutzenden Delegierten zu schicken. Das ist nicht nur ein Gesundheitsrisiko für unsere Mitglieder, sondern auch ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich solidarisch verhalten und mit Social Distancing gegen die Pandemie kämpfen.

Als der Vorstand der SPD Hagen das am 26. Oktober beschloss, war diese Entwicklung abzusehen. Eine offizielle Begründung für diesen Termin gibt es nicht. Der Geschäftsführer teilte uns nur mit, dass sich Kandidierende gegebenenfalls noch in der Bevölkerung bekannt machen möchten, so sie denn aufgestellt werden. Das halten wir für eine schwache Begründung, zumal dem die Gesundheit der Mitglieder und die Glaubwürdigkeit der SPD Hagen entgegensteht.

AfD teurer als Flüchtlinge

22. November 2020

Rechte Kommunalvertreter erhalten mehr als 220.000 Euro im Jahr

„Stadt bietet weiter Hilfe für Menschen aus Moria an“, titelt die WPWR. Hört sich großzügig an – wenn man nur die Headline liest. Tatsächlich spricht Hagens Oberbürgermeister nur von 8 – in Worten: acht! – Flüchtlingen, die die Stadt aufzunehmen bereit ist. Im Vergleich zur Einwohnerzahl der Stadt, aktuell um die 190.000, also so gut wie nichts.

Anfang Februar 2020 stellten die Grünen den Antrag, dem Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ beizutreten. Dazu solle sich die Stadt Hagen bereit erklären, geflüchtete Menschen „zusätzlich“ aufzunehmen. Am Tage der Ratssitzung, dem 13. Februar, änderten die Antragsteller ihre Position. Gemeinsam mit ihren Allianz-Freunden brachten sie einen weiteren Antrag ein, der eine Aufnahme nur noch „im Rahmen der bestehenden Aufnahmekontingente“ vorsah. Dem schloss sich auch die UnLinke an.

Damit hatte sich der Eindruck von Humanität, den der ürsprüngliche Antrag erzeugt hatte, schon wieder verflüchtigt; übrig blieb der lächerliche Rest von 8 Geflüchteten.

Die Vertreter der Rechtsaußentruppe AfD, die an der Abstimmung im Rat nicht teilgenommen hatten und sich offensichtlich auch die Lektüre der Sitzungsprotokolle sparen, griffen das Thema im September wieder auf und formulierten in einer Anfrage: „Wir haben wegen der langfristigen finanziellen Bindung und Dauerbelastung, die mit einer Aufnahme von Flüchtlingen verbunden ist, Bedenken und sehen diese Ankündigung als ein falsches Signal.“

Aufgeblasen wurden die „Bedenken“ mit Hinweisen auf die Verschuldung der Stadt, drohende Steuereinbußen, steigende Arbeitslosigkeit, zu erwartende Firmeninsolvenzen etc. pp. Nochmal: es ging um nur noch 8 Personen. Selbst die sind bisher nicht im Stadtgebiet eingetroffen, da die Bundesregierung bekanntlich abblockt.

Die Kosten, die durch die Aufnahme dieser Menschen für die Stadt entstehen würden, liegen nach Angaben der Stadt bis zum Abschluss des Asylverfahrens jährlich bei 4.358 Euro pro Kopf. Das wären bei der vom OB angepeilten Aufnahme von acht Flüchtlingen in der Summe 34.864 Euro im Jahr.

Wer so „argumentiert“ wie die AfD, eine Partei, in deren Gauen auch Faschisten beheimatet sind, muss sich auch die Gegenrechnung gefallen lassen: Wie wirkt sich die Existenz dieses „gärigen Haufens“ (so der AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Gauland) auf die Finanzen der Stadt aus?

Den – bislang nur theoretisch existierenden – Kosten von 8 Flüchtlingen steht die Alimentation von fünf AfD-Ratsmitgliedern und acht Vertretern dieser Partei in den Bezirksvertretungen gegenüber, denen zusammen allein an Aufwandsenschädigungen fast 63.000 Euro zustehen. Dazu kommen noch die Sitzungsgelder der sogenannten Sachkundigen Bürger in Ausschüssen sowie die Erstattung von Verdienstausfällen.

Der dickste Batzen für den Rechtsaußenverein fällt in der Fraktionsgeschäftsstelle an: Laut Haushaltplan 2019 waren dort 155.557 Euro vorgesehen. Inzwischen werden die Kosten der Fraktionen, passend zur üblichen Hagener Mauschelpraxis, nicht mehr im Haushaltplan ausgewiesen.

Die Kosten, die die AfD, deren Beiträge zur Kommunalpolitik mehr als bescheiden sind und die noch nicht einmal ein Wahlprogramm zustande gebracht hat, allein durch ihre Anwesenheit im Rat erzeugt, reichten aus, um 50 Geflüchtete in Hagen aufzunehmen.

Dazu:

Gemeinsam NICHTS tun

Eiszeit in der Blätterhöhle

22. November 2020

Forscher stoßen auf neue Funde

Forscherin Annika Manz beim Ausmessen von Grabungsflächen. Foto: Wolfgang Heuschen.

Spuren aus der letzten Eiszeit – so lautet das Ergebnis der jüngsten Grabungen rund um die Blätterhöhle. Dort waren in den vergangenen dreieinhalb Monaten mehrere Forscher im Rahmen einer engen Kooperation zwischen der Stadt Hagen und der Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) tätig. Sie brachten einige neue Funde zum Vorschein.

Ausgestattet mit Knieschonern, Schutzhelm und Maske arbeiteten sich Grabungsleiter Wolfgang Heuschen sowie die beiden studentischen Volontäre Annika Manz und Daniel Riemenschneider während ihres Einsatzes an der Blätterhöhle durch kompaktes Gestein.

Meist stießen sie auf kleine Objekte, wie zum Beispiel Feuersteinartefakte und andere Fragmente. Zu den wichtigsten Funden gehörten Werkzeuge von Jägern und Sammlern, die am Ende der letzten Eiszeit lebten. Neben Teilen von Geschossspitzen, einem feinen Bohrer und Geröllen tauchten auch Knochenreste auf. Ihre genaue Bestimmung erfolgt noch. Alle Funde wurden genau eingemessen, protokolliert und anschließend verpackt.

Ein besonderer Fokus lag auf der Dokumentation des Schichtenprofils, das sich abseits der Felswand befindet. Zudem fanden geologische Untersuchungen für die Universität Köln statt, deren Auswertung jedoch noch Zeit in Anspruch nimmt. Die Forschungsarbeiten konzentrierten sich diesmal ausschließlich auf den Bereich vor der Höhle, da in ihrem engen Innenraum keine Abstände einzuhalten waren.

Ausweitung der Grabungen geplant

Weil die Forscher durch das Abtragen von Gesteinsschichten auf dem Höhlenvorplatz in die Tiefe vordringen, entsteht dort eine immer größere trichterförmige Grube. Daher gibt es die Überlegung, die Fläche für Ausgrabungen zu erweitern. Möglich wäre das in Richtung Höhleneingang und entlang der Felswand. Damit könnten weitere Erkenntnisse über das frühere Menschenleben an der Fundstätte gewonnen werden.

Eine Finanzierung der Ausgrabungen möchten die Stadt Hagen und die LWL-Archäologie über das jährliche Denkmalförderungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen sicherstellen. Für das Jahr 2021 sind die Gelder bereits beantragt.

„Wir wollen die Erforschung der Blätterhöhle weiterhin unterstützen und planen die Fundstätte zukünftig als festen Bestandteil der archäologischen Forschung in Hagen ein“, erklärt Mirjam Kötter aus der städtischen Abteilung Denkmalschutz und Stadtarchäologie. Für sie steht fest: „In jedem Fall hat sich die Kooperation der LWL-Archäologie für Westfalen mit der Stadtarchäologie Hagen und dem Fachbereich Kultur bewährt. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft das Projekt Blätterhöhle sichern.“

Coronavirus: Zwei Personen in Hagen verstorben

21. November 2020

Stand: 21.11., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus sind in Hagen ein Mann (92 Jahre) und eine Frau (86 Jahre) verstorben. Insgesamt sind aktuell 636 Hagenerinnen und Hagener infiziert, 2423 Personen sind bereits wieder genesen und 40 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus verstorben.


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