Autor-Archiv

Corona in Hagen – Stand: 25.01., 0:00 Uhr

25. Januar 2022

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Zeitungsenten und Amnesiepolitiker

25. Januar 2022

Hohenhof: Rekonstruktion der historischen Gartenanlagen wird zum Skandalon verklärt

Hohenhof Ostseite 1910

Hohenhof–Ostfassade und Anger um 1910. Foto: Bildarchiv Foto Marburg.

„Die Stadt Hagen hat am Hohenhof alte und wertvolle Bäume fällen lassen, ohne die Öffentlichkeit oder die politischen Gremien davon in Kenntnis zu setzen“, schreibt so oder sinngemäß unser heimisches Qualitätsblatt in der Montagsausgabe gleich dreimal: Im Mantelteil prominent auf Seite 2 und im Aufmacher des Lokalteils ebenso prominent sowie in der dazugehörigen Bildunterschrift.

Bei der mangelnden Information der Öffentlichkeit kann sich die Zeitung an die eigene Nase fassen – sie hätte ja für die nötige Kenntnis sorgen können. Die zweite Behauptung – die politischen Gremien seien nicht informiert worden – ist schlicht eine Zeitungsente.

Autor Hubertus Heuel geht bei seiner Falschinformation auch noch ins vermeintliche Detail: „Dass für die Rekonstruktion des Gartens jedoch so viele alte Bäume verschwinden müssen, davon war bei der Vorstellung des Projektes nicht die Rede. Als die Mitglieder des Naturschutzbeirates vom geplanten Wegrasieren der Gewächse erfuhren, regte sich Widerstand.“

Beide Behauptungen sind frei erfunden. Die vorgesehenen Änderungen des Areals lagen den Gremien vor, auch die als angebliche Zeugin erwähnte Antje Selter, Vorsitzende des Naturschutzbeirates, kann dafür nicht ins Feld geführt werden. Selter hatte sich laut Protokoll der Sitzung vom 26.10.2021 lediglich für die Erhaltung eines einzelnen Baumes stark gemacht: „Der Naturschutzbeirat regt an, dass zum Schutz des verbleibenden Bestandes die zu fällenden Bäume vorsichtig abgetragen werden und die Buche an der Mauer der Buddha-Grube erhalten und nicht gefällt werden soll.“ Von einem „Widerstand“, wie ihn Heuel herbeiphantasiert, kann keine Rede sein.

In der heutigen (Dienstags-)Ausgabe unserer Heimatpostille wird dazu noch Wilhelm Bögemann, ebenfalls Mitglied des Naturschutzbeirats zitiert: „Was man sich da erlaubt hat, ist wirklich das Letzte.“ Es habe sogar mit Mitgliedern des Naturschutzbeirats einen Ortstermin gegeben, sagt Bögemann. „Da war von einzelnen Bäumen die Rede und dichten Büschen, die man zurückschneiden wollte. Aber nie im Leben von so einem Kahlschlag.“

Bei dem Streit geht es vor allem um den sogenannten Anger an der Ostseite des Hohenhofs, eines Areals, das ursprünglich einen freien Blick ermöglichte (siehe Foto von 1910 oben) und sich im Laufe der Jahre bewachsen hat. All das ist gut dokumentiert. Über die jetzige Planung, nach der wesentlich der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden soll, lässt sich natürlich vortrefflich streiten.

Dumm nur, dass die dem Naturschutzbeirat detailliert vorgelegen haben – offensichtlich aber nicht oder nur oberflächlich gelesen wurden. Wäre es anders gewesen, hätte es die Möglichkeit gegeben, Einfluss zu nehmen und auf einen sinnvollen Kompromiss zwischen Natur- und Denkmalschutz bzw. Rekonstruktion der historischen Anlage hinzuarbeiten.

Das trifft selbstredend nicht nur auf den (weitgehend machtlosen) Naturschutzbeirat zu, sondern noch mehr auf jene politischen Instanzen, die mehr Gewicht haben und das Gremium, das letzlich die Entscheidung fällt: den Stadtrat.

Haupt- und Finanzausschuss, Umweltausschuss (in dem auch Antje Selter als sachkundige Bürgerin vertreten ist), Stadtentwicklungsausschuss, Kulturausschuss, Bezirksvertretung Hagen-Mitte und Rat: Alle haben der Planung (in der Regel einstimmig) zugestimmt oder sie anstandslos zur Kenntnis genommen. Und allen lagen die vollständigen Planungsunterlagen vor. Auch hier liegt die Frage auf der Hand, ob die denn gelesen wurden.

Die muss man auch Jörg Meier stellen, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD in der BV Mitte, „Es ist unverständlich, dass es von Seiten der Verwaltung im Vorfeld weder Ankündigungen noch Erläuterungen zu der Fällaktion gegeben hat“, so der angeblich oder tatsächlich ahnungslose Emster Architekt in der heutigen WPWR-Ausgabe.

Nur – es war eben anders. Aber ein bisschen Amnesie muss halt sein.

Hier das zentrale Dokument, das neben anderen Unterlagen allen mit dem Vorhaben befassten Gremien vorlag:

Villa Hohenhof – Rekonstruktion der historischen Gartenanlage

Hubertus Kramer verstorben

25. Januar 2022

spd-nrw-kramer-hubertus2Die SPD-Unterbezirke in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis nehmen Abschied von ihrem Landtagsabgeordneten Hubertus Kramer, der nach schwerer Krankheit in der Nacht von Sonntag auf Montag im Alter von 62 Jahren verstorben ist (Foto: NRWSPD).

Bereits während seines Besuchs der gymnasialen Oberstufe, den er 1978 mit dem Abitur abschloss, war Hubertus Kramer als freier Mitarbeiter bei der Westfälischen Rundschau beschäftigt; nach einem Volontariat wurde er im Januar 1982 fester Redakteur der WR-Stadtredaktion Hagen. Im April 1989 wechselte Kramer in die Hagener Stadtverwaltung, wurde Pressereferent des Oberstadtdirektors und fungierte seit Juli 1997 als Leiter des Presse- und Informationssamtes der Stadt Hagen, von 1997 bis 1999 auch in Personalunion als Leiter des Büros des damaligen Oberbürgermeisters Dietmar Thieser.

Hubertus Kramer, der seit 1982 Mitglied der SPD war, übte in seiner Laufbahn mehrere Parteifunktionen aus. So war er beispielsweise von 2000 bis 2018 Vorsitzender der SPD in Gevelsberg sowie seit 2001 stellvertretender Vorsitzender und seit 2014 Vorsitzender der SPD im gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis.

1994 wurde Hubertus Kramer in den Rat der Stadt Gevelsberg gewählt, dem er bis 2014 angehörte, zeitweise auch als Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. Zuletzt – und das seit dem 8. Juni 2005 – war er Abgeordneter für Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg und einen Teil Hagens im Landtag von Nordrhein-Westfalen – stets direkt gewählt. Dort widmete er sich inhaltlich im Rahmen seiner Ausschussarbeit überwiegend den Themen „Kommunalpolitik und Verwaltungsstrukturreform“ sowie „Bauen und Verkehr“.

Keine Chance gegen den Rivalen

25. Januar 2022

Wiederaufnahme der Belcanto-Oper „Der Liebestrank“ im Theater Hagen

LiebestrankAus der Produktion: Penny Sofroniadou, Anton Kuzenok, Chor des Theaters Hagen. Copyright: Klaus Lefebvre.

Endlich steht sie wieder auf dem Spielplan: die beliebte komische Oper „Der Liebestrank“ („L’elisir d’amore“) von Gaetano Donizetti. Nach der gefeierten Premiere im Juni 2021 ist dieses 1832 uraufgeführte Belcantowerk jetzt erneut an insgesamt sieben Terminen im Theater Hagen (Großes Haus), nun mit vollständiger Besetzung des Chores und Orchesters, zu erleben (Wiederaufnahme: 29.1.2022, 19.30 Uhr).

Was verbirgt sich hinter dem Liebestrank? Das kann man beim Besuch dieser Neuinszenierung der an berührenden Melodien reichen Oper erfahren, die folgendes erzählt: Nemorino ist unglücklich in die selbstbewusste Adina verliebt, die für ihn unerreichbar scheint: Gegen seinen Rivalen, den Draufgänger Belcore, hat er keine Chance. Nemorinos Verzweiflung nutzt der Quacksalber Dulcamara aus, der ihm einen vermeintlichen Liebestrank andreht …

Intendant Francis Hüsers legt seine Inszenierung als Spiel im Spiel an: Man erhält einen Einblick in die Probenarbeit von jungen Gesangsstudierenden einer Musikhochschule, die Donizettis Werk aufführen wollen – nicht nur die Figuren, die sie auf der Bühne verkörpern, haben mit ihren Gefühlen zu kämpfen, sondern auch die Darstellerinnen und Darsteller hinter den Kulissen. Dabei steht die Liebe und der Kampf um sie, ihre Willkür und Ungleichzeitigkeit stets im Mittelpunkt.

Weitere Vorstellungen: 11.2. (19.30 Uhr), 5.3. (19.30 Uhr), 9.3. (19.30 Uhr), 18.4. (15.00 Uhr), 15.5. (18.00 Uhr), 25.5.2022 (19.30 Uhr), Großes Haus.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Corona in Hagen – Stand: 24.01., 0:00 Uhr

24. Januar 2022

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Mally Khorasantchi: Limitations/Begrenzungen

24. Januar 2022

5. Februar bis 10. April 2022, Osthaus-Museum Hagen

Me_Too2_W1Me Too, 2018, Mischtechnik, Collage mit Foto, 1,93 x 3,66 cm, (c) Mally Khorasantchi

Das Osthaus Museum Hagen widmet der deutsch-amerikanischen Künstlerin Mally Khorasantchi eine erste Museumsausstellung in Deutschland. Im Zentrum ihres Schaffens stehen Gemälde, die auf den ersten Blick sich im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Figürlichkeit befinden. Ihre Faszination zu einer zeitgenössischen ornamentalen Malerei mit komplexen Strukturen ist definitiv nicht zu übersehen.

Die Gemälde entfalten sich im Modus ihrer Befreiung von der Natur, obwohl diese hier und da mitschwingt. Ornamentale Strukturen gewinnen die Oberhand. Die Freude an den hellen Farben hat sicherlich auch einen starken Bezug zur Lebenswirklichkeit der Künstlerin in Florida.

PCR-Tests: Keine Hinweise mehr auf Omikron

24. Januar 2022

Quarantäneregeln für Infizierte und Kontakte

Durch die Verbreitung der Omikron-Virusvariante steigen die Infektionszahlen auch in Hagen. Wie verhalte ich mich bei einer Infektion mit dem Coronavirus? Was müssen Kontaktpersonen beachten? Wie sind die Regeln in Schulen?

PCR-Tests: Keine variantenspezifische Auswertung

Aufgrund der hohen Infektionszahlen dauert die Auswertung eines PCR-Tests aktuell bis zu drei Tagen. Um die Labore zu entlasten, lässt das Gesundheitsamt der Stadt Hagen PCR-Testungen daher nicht mehr variantenspezifisch untersuchen. Das bedeutet, die eingehenden Testergebnisse enthalten keine Hinweise darauf, welche Virusvariante vorliegt. Unabhängig davon, führen die Labore stichprobenartig Sequenzierungen durch, um einen Überblick über mögliche Virusvarianten zu erhalten.

Der Corona-Test- und Quarantäneverordnung und einem entsprechenden Erlass des Ministeriums für Arbeit, Sicherheit und Gesund des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) folgend passt das Gesundheitsamt der Stadt Hagen die Quarantäneregeln an. Die wichtigsten Regeln im Überblick:

Quarantäne für Indexfälle und Haushaltsangehörige

Bei einem bestätigten Fall von COVID-19 („Indexfall)“ muss sich die betroffene Person unmittelbar in Quarantäne begeben. Die Quarantänedauer beträgt zehn Tage ab Abstrichdatum. Eine Verkürzung der Quarantäne ist möglich durch einen PCR- oder Schnelltest ab Tag sieben (bei Personen, die in der Pflege arbeiten, sind hier Symptomfreiheit über 48 Stunden und PCR-Test zwingend erforderlich). Die Festlegung der Quarantänedauer und Entlasskriterien sind unabhängig von dem Impfstatus, der Symptomatik und der nachgewiesenen Variante.

Als Haushaltsangehöriger eines Indexfalles muss man sich ebenfalls unverzüglich für zehn Tage ab der Testung des Erkrankten in Quarantäne begeben. Sollte eine Kontaktperson selbst bereits Symptome entwickelt haben, muss sie diese mittels PCR-Test beim Hausarzt abklären lassen. Eine Verkürzung der Quarantäne ist auch bei symptomlosen Haushaltsangehörigen möglich.

Quarantäneanordnungen bekommen Indexfälle und deren nicht ausnahmebefähigte Haushaltskontakte. Von einer Quarantäne befreit ist eine haushaltsangehörige Person, wenn folgendes zutrifft: dreimal Geimpfte (grundimmunisiert und geboostert), zweifach Geimpfte ab dem 15. Tag bis zum 90. Tag nach der zweiten Impfung (grundimmunisiert, wobei auch bei Verwendung des Johnson & Johnson Impfstoffes zwei Dosen nötig sind), Genesene im Zeitraum ab dem 28. Tag bis zum 90. Tag nach positivem PCR-Befund sowie geimpfte Genesene (Geimpfte mit einer Durchbruchsinfektion oder Genesene mit anschließender Impfung).

Indexfall muss andere Kontakte verständigen

Die Corona-Test-und-Quarantäneverordnung verpflichtet den Indexfall, unverzüglich alle bekannten Personen zu unterrichten, zu denen zwei Tage vor Durchführung der Testung und bis zum Erhalt des Testergebnisses ein enger persönlicher Kontakt (mehr als zehn Minuten ohne Abstand von 1,5 Metern und ohne beidseitiges Tragen einer Maske oder längerer Aufenthalt in schlecht gelüfteten Räumen) bestand. Diese Kontaktpersonen sollen sich für zehn Tage nach dem Kontakt bestmöglich absondern und Kontakte möglichst vermeiden. Bei Auftreten von Symptomen sollte umgehend eine PCR-Testungen durch den Haus- oder Kinderarzt erfolgen.

Weitergehende Informationen für Indexfälle, Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen stehen hier zur Verfügung.

Diese Regeln gelten in der Schule

Im schulischen Bereich gibt es weiterhin für Kontaktpersonen keine Quarantäneanordnung entsprechend des Erlasses vom MAGS. Dennoch sollten alle betroffenen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in den nächsten zwei Wochen eine gewissenhafte Selbstbeobachtung durchführen und sich bei Auftreten einer Symptomatik umgehend beim Kinder- oder Hausarzt melden, damit eine rasche PCR-Testung erfolgen kann.

Personen, die sich wegen Erkältungssymptomen oder einem positiven Coronaschnelltest einem PCR-Test unterzogen haben, sind verpflichtet, sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses in Quarantäne zu begeben. Privat sollten sich die Betroffenen bestmöglich absondern und Kontakte vermeiden. Zu Risikogruppen sollte der Kontakt aktuell gänzlich unterbleiben.

Ausbruchgeschehen in Schulen

Bei einem Verdacht auf ein Ausbruchsgeschehen (mindestens drei COVID-19 Fälle binnen fünf Tagen mit epidemiologischem Zusammenhang) ist das Gesundheitsamt der Stadt Hagen Ansprechpartner, prüft das Ausbruchsgeschehen und nimmt Kontakt auf.

Die Schule entscheidet in Abstimmung mit Schul- und Gesundheitsamt der Stadt Hagen selbstständig, wann es geboten ist, die Schülerinnen und Schüler kurzfristig in den Distanzunterricht zu schicken, um Infektionsketten zu unterbrechen. Das kann abhängig vom Anteil an Immunisierten und FFP2-Masken-Trägern bisweilen eine wenige Tage andauernde, sinnvolle Maßnahme darstellen.

Positiver Testnachweis für Arbeitgeber, Schule oder Kita

Schriftliche Quarantäneanordnungen für positiv getestete Personen und deren Haushaltsangehörige erfolgen derzeit mit zeitlichem Verzug. Zur Vorlage beim Arbeitgeber ist daher der positive Testnachweis für den Beginn der Quarantäne ausreichend. Dies gilt ebenso für die haushaltsangehörigen Kontaktpersonen. Der negative Testnachweis der Freitestung ist ebenfalls dem Arbeitgeber, der Schule oder der Kita vorzulegen und beschreibt das Ende der Quarantäne. Beide Nachweise sollten mindestens einen Monat aufbewahrt werden.

Corona in Hagen – Stand: 23.01., 0:00 Uhr

23. Januar 2022

Die Corona-Infektionen steigen weiter steil an, innerhalb eines Tages sprang die Inzidenz um fast 120 Punkte von 799,2 auf 917,9. Die Zahl der akuten Fälle erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 324 auf 2.627. Eine weitere Person verstarb an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus (geboren 1929).

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Entwurf des Regionalplans Ruhr liegt erneut aus

23. Januar 2022

Beteiligung ist ab Montag bis Ende April möglich

RegionalplanRuhr_Karte_RVR_2021Regionalplan Ruhr (Ausschnitt Hagen/Bochum). Grafik: RVR.

Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat Ende 2021 beschlossen, ein zweites Beteiligungsverfahren zum Regionalplan Ruhr durchzuführen. Die Auswertung der Stellungnahmen nach der ersten öffentlichen Auslegung hat dazu geführt, dass Inhalte des Planwerkes wie Zielformulierungen, die Flächenkulisse, die Begründung und der Umweltbericht überarbeitet worden sind.

Der geänderte Entwurf des Regionalplans Ruhr, die überarbeitete Begründung und der ergänzte Umweltbericht werden nun erneut ausgelegt.

Der geltende Regionalplan für den Bereich Hagen/Bochum ist hier zu finden.

Regionalpläne sind das zentrale Steuerungsinstrument zur Entwicklung, Ordnung und Sicherung des Raums. Sie schaffen nachhaltige Rahmenbedingungen für die kommunale Bauleitplanung (Flächennutzungs- und Bebauungspläne) sowie für fachrechtliche Genehmigungsverfahren.

Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen, Unternehmen, Verbände, Behörden, Kreise und Städte haben jetzt Gelegenheit, sich mit den geänderten Planinhalten erneut zu befassen und hierzu Stellung zu nehmen. Die Unterlagen werden vom 24. Januar bis einschließlich 29. April 2022 in der RVR-Bibliothek, Kronprinzenstraße 6, in 45128 Essen öffentlich ausgelegt. Sie können vor allem unkompliziert und bequem über die Internetseite der Regionalplanungsbehörde aufgerufen und eingesehen werden.

Russische Klaviervirtuosin gastiert in Hagen

23. Januar 2022

Fünftes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Anna_Vinnitskaya_7371_FULL_C_©BjoernKadenbachGeneralmusikdirektor Joseph Trafton und das Philharmonische Orchester Hagen freuen sich sehr, dass es gelungen ist, kurzfristig die international herausragende Anna Vinnitskaya (Foto: Bjoern Kadenbach) für dieses Sinfoniekonzert am 25. Januar 2022 (19.30 Uhr, Stadthalle Hagen) gewinnen zu können. Sie springt für den russischen Pianisten Daniel Kharitonov ein, der aufgrund von pandemiebedingten Einreisebeschränkungen absagen musste.

Höchste Virtuosität und poetische Tiefe: Publikum und Presse schätzen gleichermaßen, dass der aus Novorossijsk stammende Klavierstar Anna Vinnitskaya nicht nur spektakuläre Feuerwerke zünden kann, sondern auch große Gemälde zu malen versteht. Technische Brillanz ist dabei nie virtuoser Selbstzweck, sondern stets Mittel zum Ausdruck.

Die vielfache Preisträgerin musiziert regelmäßig mit großen Orchestern wie den Berliner Philharmonikern oder der Sächsischen Staatskapelle Dresden, arbeitet mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Valery Gergiev, Andris Nelsons oder Marek Janowski zusammen und ist ein gefragter Gast bei den renommierten Festivals (Salzburger Festspiele, Lucerne Festival u.a.).

In Hagen wird sie Sergej Rachmaninows hoch romantisches Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18 interpretieren, welches 1901 in Moskau uraufgeführt wurde und zu den beliebtesten Werken dieser Gattung gehört.

Als zweite Komposition erklingt an diesem Abend das 1943 geschriebene „Konzert für Orchester“ von Béla Bartók. Darin vereint der Autor Einflüsse seiner ungarischen Heimat mit neuen Eindrücken, die er nach seiner Emigration 1938 in die USA sammeln konnte.

Dieses bedeutende Stück zeigt Bartók auf der Höhe seiner Orchestrierungskunst und erfreut sich bis heute einer weltweiten Rezeption. Wer mehr von diesem Komponisten hören möchte, dem sei der derzeit auf dem Spielplan des Theaters Hagen stehende Doppelabend empfohlen, der zwei seiner Bühnenwerke (Oper und Ballett) aufführt (Verschoben auf Samstag, 26. Februar).

Einführung (für Erwachsene): 18.45 Uhr, Großer Saal (Eintritt frei)
Einführung (für junge Leute von 8-12 Jahren): 18.45 Uhr, Sinfonium (Eintritt frei)

Informationen zu den aktuellen Besuchsregeln, Schutz- und Hygienemaßnahmen sind der Webseite www.theaterhagen.de zu entnehmen.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Corona: Mobile Impfaktionen in den Stadtteilen

23. Januar 2022

Um gezielt die Bürgerinnen und Bürger in den verschiedenen Hagener Stadtteilen zu erreichen, bietet die Koordinierende COVID-Impfeinheit (KoCI) der Stadt Hagen von Montag, 31. Januar, bis Freitag, 4. Februar, neue mobile Impfaktionen an. Dort können alle Personen ab fünf Jahren eine Coronaschutzimpfung erhalten.

Die Impfaktionen finden in Absprache mit den Grundschulen jeweils von 11.30 bis 16.30 Uhr auf den Schulhöfen abseits des Schulbetriebs statt.

Am Montag, 31. Januar, bietet die KoCI die Coronaschutzimpfung auf dem Schulhof der Janusz-Korczak-Schule, Grünstraße 4, (Wehringhausen) an; am Dienstag, 1. Februar, an der Henry-van-de-Velde-Schule, Blücherstraße 22 (Mitte); am Mittwoch, 2. Februar, an der Freiherr-vom-Stein-Schule, Lindenstraße 16a (Vorhalle); am Donnerstag, 3. Februar, an der Hermann-Löns-Schule, Overbergstraße 39 (Boelerheide), und am Freitag, 4. Februar, an der Gebrüder-Grimm-Schule, Schillerstraße 23 (Eckesey).

Notwendige Unterlagen für Erstimpfungen

Alle Personen, die sich an diesen Tagen erstmals impfen lassen möchten, werden gebeten, im Voraus schon die Impfunterlagen ausgefüllt mitzubringen. Zusätzlich bringen Interessierte die Krankenkassenkarte, den Impfausweis und den Personalausweis mit. Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 15 Jahren benötigen zusätzlich eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Des Weiteren ist für Kinder und Jugendliche die Begleitung durch mindestens einen Elternteil erforderlich.

Alle Unterlagen finden Interessierte auf www.hagen.de/hagenimpft unter dem Menüpunkt Impfmöglichkeiten oder auf www.terminland.de/impfzentrum-hagen.

Weitere Stadtteilimpfungen sind derzeit in Planung.

Corona in Hagen – Stand: 22.01., 0:00 Uhr

22. Januar 2022

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Aus: 74 Mitarbeiter verlieren im Presswerk Hagen ihre Jobs

22. Januar 2022

Nach dem Aus des Hagener Automobilzulieferers Prevent TWB aus der Sedanstraße steht jetzt auch der letzte verbliebene Rest-Mosaikstein des Eckeseyer Automotiv-Standortes, die Presswerk Hagen GmbH, vor der Schließung. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Zur Vorgeschichte siehe auch:

Wird TWB-Belegschaft mit Parallel-Firma ausgebootet?

TWB: Parallel-Firma nimmt tatsächlich Betrieb auf

TWB muss Leistungen bei neuer Parallel-Firma kaufen

Wir sind dann mal weg
TWB hat den Firmensitz nach Frankfurt verlegt

„Polka für Igor“ im Lutz Hagen

22. Januar 2022

Ein Zirkustheater mit Musik und Hund ab 4 Jahren

Polka für IgorAus der Produktion: Elisabeth Emmanouil. Foto: Leszek Januszewski.

Eine weitere Wiederaufnahme im Lutz steht am 23. Januar 2022 (15.00 Uhr) an: „Polka für Igor“ – Ein Zirkustheater mit Musik und Hund (ab 4 Jahren), nach dem mit mehreren Preisen ausgezeichneten Bilderbuch von Iris Anemone Paul mit weiteren Geschichten von Anja Schöne. In Zusammenarbeit mit Quamboni, dem Kinder- und Jugendcircus der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Hagen.

Busfahrerin Olga sammelt im Bus vergessene Dinge. So ist auch der alte Zirkushund Igor zu ihr gekommen, der nun die meiste Zeit im Sessel schnarcht. Doch sobald Polkamusik erklingt, blüht Igor auf und beginnt mit großer Geste von seiner Zeit als umjubelter Hundestar in der Manege zu berichten.

„Polka für Igor“ ist ein Theatererlebnis für die ganze Familie zwischen Erzählstunde, Figurentheater und Zirkusshow.

Weitere Vorstellungen: 20.2, 2.4.2022 (jeweils 15.00 Uhr), Lutz

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Stickstoffdioxid: Hagen weiter Spitze

22. Januar 2022

Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub sind nach ersten Auswertungen des Landesumweltamtes auch 2021 unterschritten worden, in Hagen aber nur knapp. An allen 24 Messstationen im Ruhrgebiet lag, wie schon im Jahr zuvor, der Jahresmittelwert an Stationen mit einem automatischen Messverfahren unter 40 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Die niedrigsten Messwerte im Ruhrgebiet wiesen die Anlagen in Wesel-Obrighoven (14 Mikrogramm pro Kubikmeter), Hattingen-Blankenstein (15) und Datteln-Hagem (16) aus. Den höchsten Wert verzeichnete die Station in Hagen am Graf-von-Galen-Ring mit einem Jahresmittelwert von 38 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Auch die Feinstaubbelastung blieb überall unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die maximal erlaubte Anzahl von 35 Tagen mit einer mittleren Belastung von mehr als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde an keiner Station überschritten.

Eine abschließende Bewertung der Luftqualitätswerte für das Jahr 2021 ist aber erst nach Vorliegen aller validierten Messergebnisse möglich, meldet das NRW-Umweltministerium.

4,4 Millionen für die FernUniversität

22. Januar 2022

4,4 Millionen Euro erhält die FernUniversität in Hagen vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft für ihr zukünftiges Forschungsinstitut „Arbeit – Bildung – Digitalisierung“.

Im Zusammenhang mit der Veränderung zahlreicher Arbeitsbereiche und des Arbeitsalltags vieler Menschen soll ihnen das neue Institut Orientierung bieten und die nötigen Fertigkeiten für eine digitalisierte Arbeitswelt vermitteln. Es widmet sich den vielfältigen Prozessen, die mit der immer schneller fortschreitenden digitalen Transformation der Arbeitswelt einhergehen, es soll passgenaue Konzepte für die berufliche Weiterbildung und Spezialisierung entwickeln. Mit diesem Schritt setzen das Land und die FernUniversität den gemeinsamen erfolgreichen Weg zur Realisierung der Open University gezielt fort.

Den Kern bilden zwei Professuren. Zusätzlich erhält die FernUniversität eine Anschubfinanzierung für eine Mitarbeiterstelle. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt die FernUni bei diesem Projekt mit einer Fördersumme von 4,4 Millionen Euro für die Jahre 2022 bis 2024.

„Die FernUniversität in Hagen besitzt herausragende Kompetenzen im Bereich der digitalen Fernlehre und des Lebenslangen Lernens. Mit dem neuen Institut stärkt sie dieses Profil weiter und bietet Beschäftigten wie Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen beste Chancen, in einem Prozess Lebenslangen Lernens den digitalen Wandel der Arbeitswelt zu meistern“, sagt Dr. Dirk Günnewig, Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität, ergänzt: „Mit dem neuen Institut können wir durch stark transferorientierte Forschung die digitale Transformation in Wirtschaft und öffentlichem Sektor unterstützen.“

Mit diesem Schritt setzen das Land und die FernUniversität den gemeinsamen erfolgreichen Weg zur Realisierung der Open University gezielt fort. Nach der Initialisierungsphase geht die Open University jetzt in eine Phase der Stabilisierung über.

Seit 2018 arbeiten die Landesregierung und die FernUniversität in Hagen unter dem Namen „Open University“ gemeinsam an einem gezielten Ausbau des schon bestehenden Angebots der Hochschule für das Lebenslange Lernen. Vorbild für diesen Ausbau ist das finnische Open University-Modell, das sich besonders durch einen flexiblen Zugang zu online-basierten Lehr-Lern-Formaten auszeichnet.

Coronavirus: Quarantäne und Isolation

22. Januar 2022

Schriftliche Quarantäne-Anordnungen für positiv getestete Personen und deren Haushaltsangehörige erfolgen derzeit mit deutlich zeitlichem Verzug. Zur Vorlage beim Arbeitgeber ist daher der positive Testnachweis für den Beginn der Quarantäne ausreichend. Dies gilt ebenso für die haushaltsangehörigen Kontaktpersonen.

Der negative Testnachweis der Freitestung ist ebenfalls dem Arbeitgeber/der Schule/der Kita vorzulegen und beschreibt das Ende der Quarantäne. Beide Nachweise sollten mindestens einen Monat aufbewahrt werden.

Hier kommen Sie zu FAQs zu Testungen, Quarantäne und weiteren Themen.

Hochwasserhilfe

22. Januar 2022

Hochwasser_Hagen_Foto_Charlien_Schmitt_maxDie Volme beim Hochwasser 2021. Foto: Charlien Schmitt/Stadt Hagen.

Das Hochwasser im Juli 2021 hat mit gnadenloser Wucht und Unmengen an Schlamm, Geröll und Schutt die größte Zerstörung unserer Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg angerichtet. Zahlreiche Hagenerinnen und Hagener verloren – teils zeitweise, teils längerfristig – ihr Zuhause.

Sie benötigen Unterstützung bei der Aufbauhilfe? Dann ist das Team der eigens eingerichteten Beratungsstelle „Hochwasser“ gerne für Sie da. Hier kommen Sie zu unserer Sonderseite mit allen relevanten Informationen www.hagen.de/hochwasser.

Vorstellungsverschiebungen im Theater Hagen

21. Januar 2022

Aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Coronapandemie müssen folgende Vorstellungen verschoben werden:

Der Bartók-Doppelabend mit den Aufführungen der Oper „Herzog Blaubarts Burg“ und der Ballett-Pantomime „Der wunderbare Mandarin“ von Samstag, 22. Januar 2022 auf Samstag, 26. Februar (19.30 Uhr)

und

das Tanzstück „FÄHRMANN“ von Sonntag, 23. Januar 2022 auf Sonntag, 27. Februar 2022 (18.00 Uhr).

Die Theaterkasse wird sich in den kommenden Tagen mit den Abonnenten und Karteninhabern in Verbindung setzen.

Corona in Hagen – Stand: 21.01., 0:00 Uhr

21. Januar 2022

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„Rote Gefahr“ gefährlicher als „gelbe Gefahr“

21. Januar 2022

Helmut Diegel auf den Spuren von Franz-Josef Strauß

Der ehemalige Arnsberger Regierungspräsident und als Nachrücker in den NRW-Landtag eingezogene Hagener CDU-Politiker Helmut Diegel fordert für den Neubau der einsturzgefährdeten Rahmede-Talbrücke die Hinzuziehung chinesischer Experten.

Das seien Leute, „die nachgewiesenermaßen die schnellsten Errichtungen von Brücken nicht nur planen, sondern in ihren Ländern auch umsetzen“, schreibt der kurz vor seinem Altenteil stehende Abgeordnete in einer Pressemitteilung. Unter welchen Bedingungen das geschieht, scheint für Diegel nicht so erheblich zu sein.

In einer kapitalistischen Diktatur – auch wenn sie sich mit roten Fahnen „kommunistisch“ camoufliert – geht es halt etwas anders zu. Was einen Diegel aber nicht weiter stören muss; Hauptsache es regiert der Kapitalismus. Dazu kann sich der dem politischen Abendrot entgegen schwebende Hagener CDU-Mann sogar auf eine Gallionsfigur der Schwesterpartei CSU berufen.

Es war Franz Josef Strauß, der im Januar 1975 die gesamte Crème de la Crème der chinesischen Staats- und Parteielite zu ausgedehnten politischen Dialogen traf und als erster deutscher Politiker überhaupt die „höchste Weihe einer Audienz“ (FAZ) beim mächtigsten Mann der Volksrepublik, Mao Zedong empfing.

„Gemäß der alten chinesischen Weisheit, sich mit dem Fernen gegen den Nahen zu verbünden, suchte Mao Ze Dong Bonn als Bündnispartner gegen das sowjetische Imperium zu gewinnen. Immerhin war die Bundesrepublik Mitte der 70er Jahre der größte Außenhandelspartner Chinas“, so der Deutschlandfunk 2005 anlässlich des 30-jährigen Jahrestags der Strauß-Reise.

„Dass eine konservativ-christliche, dem freiheitlichen, rechtsstaatlich-­demokratischen Pluralismus verpflichtete Partei ihre Fühler ins kommunistische China ausstreckte, hing mit der strategischen Überlegung zusammen, dass Deutschland und Westeuropa im Gegensatz zu Moskau von Peking nicht nur keine Gefahr drohe, sondern dass sich die europäische Sicherheitslage durch eine Intensivierung der Beziehungen zu China sogar substanziell verbessern ließe“, beschreibt die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung die Reise ihres Idols unter der Überschrift „“Rote Gefahr“ gefährlicher als „gelbe Gefahr“.

Das scheint auch Helmut Diegel beherzigt zu haben – und sei es nur für einen Brückenbau. Deren „Sicherheitslage“ ließe sich „durch eine Intensivierung der Beziehungen zu China“, und sei es zu deren Ingenieuren, vielleicht tatsächlich „substanziell verbessern“. Wer weiß das schon.

„Totale Ökonomisierung“

21. Januar 2022

Pflegenotstand in Hagen: Mitarbeiterin steigt aus

Eine Krankenpflegerin hat nach 23 Berufsjahren ihre Beschäftigung in einer Hagener Klinik aufgegeben. Das berichtet die örtliche Ausgabe der WPWR. „Das, was ich zuletzt auf der Station erlebt habe, hat mich in diesem Entschluss bestärkt“, zitiert die Zeitung die 47-jährige.

Dabei habe sie auch die Monate der Corona-Pandemie im Auge, „aber im Grunde genommen war die Situation vorher auch nicht besser.“

„An eine vernünftige Übergabe zwischen den Schichten war nicht zu denken. Für Pausen war keine Zeit. Und trotzdem ist keine Zeit geblieben, sich mit der eigentlichen Pflege zu beschäftigen“, kritisiert die Aussteigerin laut Pressebericht. „Immer wieder sind Kräfte aus Leiharbeitsfirmen eingesprungen. Sie kannten die Stationen nicht, die Räumlichkeiten, die Abläufe, die Patienten – für die Kollegen, die fest im Haus angestellt sind, hat das erhebliche Mehrarbeit bedeutet. Von Entlastung keine Spur.“

Es gehe schon lange nicht mehr um Menschen und ihre Geschichten, ihre Schicksale. Es gehe um Zimmernummern, um Diagnosen, um Zahlen – darum, wie viel Geld Untersuchungen und Eingriffe für das Haus bringen. Qualität in der Pflege spiele keine Rolle mehr. „Wir reagieren nicht schnell genug, es passieren Fehler, wir arbeiten am Limit, und das Klima ist angespannt.“

Das sieht auch die Leiterin der Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung, Dorothea Voss, so: Der Personalmangel sei für die Beschäftigten seit langem ein drängendes Problem. Pflegekräfte wollen gute Arbeit machen und können das nicht, wenn die Personalbemessung nicht stimmt. Derzeit führe die Kombination aus Personalmangel und unzureichender Entlohnung dazu, dass zu viele Pflegekräfte wegen der Arbeitsbedingungen aussteigen.

Personalmangel und Stress prägen den Alltag. Grund ist vor allem die totale Ökonomisierung der Betriebe. „Dabei haben Krankenhäuser doch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt Regina Dickey, Betriebsrätin der Uniklinik Gießen und Mitglied im Aufsichtsrat des Rhön Klinikums.

Krankenhäuser sind heute vor allem auf Gewinn ausgerichtete Unternehmen. Deswegen tummeln sich hier viele Privatinvestoren. Dickey und ihre Kolleginnen und Kollegen befürchten, dass der Druck aus der Wirtschaftsabteilung steigt und die Tarifverträge in den Tochterunternehmen bald Geschichte sein werden.

“Was die Überlastung in der Pflege und beim Klinikpersonal angeht: Die Krise wird aktuell auf dem Rücken dieser Beschäftigten ausgetragen. Dass es hier einen Personalmangel gibt, war schon lange bekannt. Kaum etwas ist unternommen worden”, so Johanna Wenckebach, Wissenschaftliche Direktorin des Hugo Sinzheimer Instituts, mahnend in einem Interview mit dem MDR.

Im Pflegedienst deutscher Krankenhäuser fehlen mehr als 100.000 Vollzeitstellen. Diese Lücke sei „keine unvermeidbare quasi naturwüchsig entstandene Situation, sondern vor allem durch Regelungen der Krankenhausfinanzierung hervorgerufen, die Krankenhäuser zu Kostensenkungen zwangen und dadurch einen starken Anreiz zum Stellenabbau insbesondere im Pflegedienst setzten“, zeigt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung von 2017.

Seitdem scheint sich die Lage weiter verschlechtert zu haben. Gesundheitssystemforscher Prof. Dr. Michael Simon, auch schon Autor der Studie von 2017, geht davon aus, dass in deutschen Allgemeinkrankenhäusern auch aktuell gut 100.000 Vollzeitstellen für Pflegerinnen und Pfleger fehlen.

Würde man die Personalbesetzung im Pflegedienst deutscher Krankenhäuser auf das Niveau anheben, das die Schweiz oder Dänemark pro 1.000 Einwohner schon haben, müssten sogar zwischen 160.000 und 260.000 Vollzeitkräfte zusätzlich eingestellt werden.

Simon sieht vor allem durch die DRG-Fallpauschalen, über die seit gut 15 Jahren Behandlungen in deutschen Krankenhäusern abgerechnet werden, eine sehr problematische Entwicklung. Sie erzeugen Kostendruck ohne eine systematische Berücksichtigung von Qualität sowie intransparente, rational nicht begründete Umverteilungseffekte in und zwischen Kliniken, so seine Analyse vom November 2020. Die Gesundheitspolitik solle jetzt konsequent umsteuern und das DRG-System vollständig abschaffen. Die Finanzierung der Kliniken durch sogenannte Fallpauschalen gefährde die Qualität der Behandlung.

Mieter gesucht: Ladenflächen in Wehringhausen

21. Januar 2022

Wehringhausen-ZentrumDas Zentrum von Hagen-Wehringhausen mit Wilhelmsplatz und Lange Straße. Luftbild: RVR, dl-de/by-2-0.

Der Stadtteil Wehringhausen entwickelt sich baulich, kulturell und kreativ weiter. Auch für die Geschäftswelt gibt es neue Perspektiven. Wehringhausen ist bekannt für seine Besonderheiten wie die kurzen Wege, historische Bausubstanz, engagierte Initiativen und sein authentisches Flair.

Das ist auch einigen neuen Gewerbetreibenden aufgefallen, die bisher leerstehende Ladenlokale mit Leben füllen. Dabei unterstützt wurden in den letzten Jahren einige Mieter und Vermieter vom Quartiersmanagement Wehringhausen im Rahmen des Flächenmanagements.

„Wehringhausen mausert sich zu einem Zentrum für nachhaltige und kreative Produkte und Dienstleistungen, die den Zeitgeist treffen. Alle Geschäfte sind inhabergeführt. Der persönliche Service kommt also nicht zu kurz“, sagt Maik Schumacher vom Quartiersmanagement Wehringhausen, der sich vor Ort um die Vermittlung von Ladenlokalen kümmert.

„Beim Flächenmanagement stehen wir im engen Austausch mit Eigentümern, der Händlergemeinschaft „Wir in Wehringhausen“, dem Projekt BiwaQ und mit Hagen.Business, die sich um ein stadtweites Gewerbeflächenmanagement kümmern. Wir versuchen immer Nutzungen zu finden, die den Stadtteil durch Kunden beleben und das Angebot qualitativ ergänzen und neue Kunden anlocken“, erläutert Maik Schumacher den strategischen Ansatz.

Durch passende Angebote zum lebhaften Stadtteil

Dieser besteht darin, kreative, handwerkliche und nachhaltige Angebote weiter zu etablieren und die Versorgung des täglichen Bedarfs zu decken. Schumacher: „Die Lange Straße im Wehringhauser Zentrum bietet mehr als die reine Nahversorgung der Wehringhauser Bürger. Kombiniert mit einem Rundgang zu den zahlreichen Streetart-Objekten an Hauswänden oder entlang der Infotafeln des Hagener Heimatbundes, die die Stadtteilgeschichte erläutern, kann man im Stadtteil einen ganz schönen Nachmittag verbringen und was Feines einkaufen und genießen.“

Bisher befinden sich eine neue Gitarrenbaumeisterin, das Nachhaltigkeitszentrum mit dem Umsonstladen und das Café „Gegenüber“ unter den neuen Angeboten entlang der Lange Straße. Auch die Umwandlung einer ehemaligen Gastronomie in eine Galerie ist in der Planung. Mit dem Unverpacktladen, dem Bioladen, dem Quadrux Buchladen, Onkel Jo sein Laden für nachhaltige Mode, Schmuck Walther oder Uhren und Schmuck Bradenbrink sind noch weitere Geschäfte auf der Suche nach neuen Nachbarn.

Noch sind einige Ladenflächen verfügbar

„Durch den Auszug der Sparkasse aus der Filiale Wilhelmsplatz gibt es nun leider eine 600 Quadratmeter große freie Fläche im Zentrum, für die eine neue Nutzung gesucht wird. Vier bis fünf weitere Läden stehen im Bereich der Lange Straße noch leer. Dafür suchen wir interessierte Mieter, die wir gern mit den Vermietern und den anderen Gewerbetreibenden in Kontakt bringen“, sagt Schumacher.

Interessierte können sich per E-Mail an team@qm-wehringhausen.de wenden. Auf der Internetseite des Wehringhäuser Quartiersmanagements sind zu einem Teil der leerstehenden Ladenflächen weitere Informationen und Fotos verfügbar: www.soziale-stadt-wehringhausen.de/gewerbe-immo-wehringhausen.

Eine Übersicht über bereits vorhandene Angebote und Geschäfte gibt es auf der Stadtteilseite unter www.089wehringhausen.de/karten.

Body Rhythm Factory ist zu Gast

21. Januar 2022

2. Familienkonzert des Theaters Hagen

BODY RHYTHM FACTORYWie vielfältig kann Rhythmus sein? Das ist im 2. Familienkonzert des Theaters Hagen am 23. Januar 2022 (11.00 Uhr, Großes Haus) zu erleben. Die vielseitigen dänischen Instrumentalisten Peter Stavrum, Sune Skuldbøl Vraa und Rune Thorsteinsson bilden zusammen die international bekannte Gruppe „Body Rhythm Factory“ (Foto: Tong Production).

In der unterhaltsamen Performance wird Musik auf allen nur erdenklichen Wegen kreiert. Mit Hilfe von Klavier, Schlagwerk, Gummitieren, Cajon, Alltagsgegenständen und sogar Wasser entstehen gesammelte und gefundene farbenreiche Klänge.

Dabei ist der Name der Gruppe, Body Rhythm Factory, Programm: Auch der menschliche Körper kann Musik erklingen lassen (Body Percussion), und damit ist das Publikum nicht nur ein aktiver Teil der Vorstellung, sondern wird sogar selbst zum Instrumentarium. Die Besucher dürfen sich auf ein besonderes Mitmachkonzert freuen.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Corona in Hagen – Stand: 20.01., 0:00 Uhr

20. Januar 2022

Entwicklung_Hagen_2001_maxInzidenzwert_Hagen_2001_max

Hagens ehemaliger Bürgermeister Horst Tillmann verstirbt im Alter von 85 Jahren

20. Januar 2022

Tillmann_Horst_Foto_Karsten-Thilo_Raab_maxZehn Jahre wirkte Horst Tillmann als Bürgermeister der Stadt Hagen, 32 Jahre lang war er im Rat der Stadt Hagen und zuvor in Hohenlimburg.

Zusätzlich hat er den Hagener Entsorgungsbetrieb als Aufsichtsratsvorsitzender maßgeblich unterstützt und war lange Jahre Mitglied und schließlich Vorsitzender im Sport- und Freizeitausschuss der Stadt Hagen.

Am Mittwoch, 5. Januar, verstarb der ehemalige Bürgermeister im Alter von 85 Jahren.

Horst Tillmann (Foto: Karsten-Thilo Raab/Stadt Hagen) hat das Leben in Hagen jahrzehntelang geprägt und sich dabei stets für seine Heimat Hohenlimburg stark gemacht. Seine Tätigkeit als Ratsmitglied begann er 1972 in Hohenlimburg als Mitglied der SPD. Nach der Eingemeindung wurde Horst Tillmann Mitglied im Rat der Stadt Hagen.

Im Laufe seiner Karriere wurde er so unter anderem zum Mitbegründer der Städtepartnerschaft mit Bruck an der Mur in Österreich. Eine Städtepartnerschaft, die bis heute Bestand hat. Von 1994 bis 2004 stand er als Bürgermeister den damaligen Oberbürgermeistern Dietmar Thieser und Wilfried Horn mit Rat und Tat zur Seite.

Trotz seiner Leidenschaft für seinen Stadtteil Hohenlimburg verlor Horst Tillmann bei seinen verschiedenen Tätigkeiten nie das Wohl der Bürgerinnen und Bürger aus ganz Hagen aus den Augen.

Hohenhof: Rodungsarbeiten am Anger für die Rekonstruktion der historischen Gartenanlage

20. Januar 2022

Hohenhof_maxDie historische Gartenanalage des Hohenhofs in Hagen-Eppenhausen wird rekonstruiert. Foto: Maximilian Gerhard/Stadt Hagen.

Um die historische Gartenanlage des Hohenhofs in Hagen-Eppenhausen zu rekonstruieren, finden derzeit Fäll- und Rodungsarbeiten an dem weitläufigen Anger statt, die aufgrund der Einhaltung der vegetationsfreien Periode bis Ende Februar 2022 abgeschlossen werden. Im Herbst 2022 werden voraussichtlich die umfangreichen Pflanzarbeiten umgesetzt, sodass der Anger dann wieder zu einer Wiese mit Obstbäumen wird.

Die Stadt Hagen möchte die Anlage in Zukunft einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Deshalb wurde das Gesamtkunstwerk Hohenhof zur Teilnahme an der Internationalen Gartenschau 2027 (IGA) angemeldet. 1,34 Millionen Euro Landesförderung erhält die Stadt Hagen im Rahmen des Leitprojektes „Offensive Grüne Infrastruktur 2030 – Aktionsprogramm Grüne Lückenschlüsse“. Die Anlage steht unter Denkmalschutz und in Teilen unter Landschaftsschutz.

Workshops zu Béla Bartók

20. Januar 2022

Unter dem Titel „Kreative Begegnungen mit Béla Bartók“ bietet das Theater Hagen Workshops zu diesem Komponisten und dessen bedeutenden Werken „Herzog Blaubarts Burg“ (Oper), „Der wunderbare Mandarin“ (Ballett-Pantomime) und „Konzert für Orchester“ an.

Diese von Theaterpädagogin Sara Walmsley in Zusammenarbeit mit Künstlern des Theaters Hagen konzipierten Workshops ermöglichen, sich intensiv mit dem Komponisten und dem jeweiligen Werk auseinanderzusetzen, mit Beteiligten der Produktionen ins Gespräch zu kommen und vor allem selber aktiv zu werden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Ausführliche Informationen, Termine und Anmeldeschlüsse können der Webseite www.theaterhagen.de/workshops/ sowie einem im Theater ausliegenden Flyer entnommen werden oder sind zu erhalten bzw. zu erfragen unter: sara.walmsley@stadt-hagen.de, Tel: 02331-3762378.

Der erste Workshop (zum „Konzert für Orchester“) beginnt am 23. Januar 2022 – Anmeldeschluss: 21.1.2022

Corona in Hagen – Stand: 19.01., 0:00 Uhr

19. Januar 2022

Schon wieder neue Rekordwerte: 1.711 Infizierte und eine Inzidenz von 617,4.

Entwicklung_Hagen_1901_maxInzidenzwert_Hagen_1901_max

Petra Backhoff ist grüne Landtagskandidatin im Wahlkreis 104 Hagen II – Ennepe-Ruhr-Kreis III

19. Januar 2022

Im Landtagswahlkreis 104 (Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hagen-Eilpe, -Dahl, -Haspe, -Wehringhausen) kandidiert Petra Backhoff. Die 52-jährige ist Sozialarbeiterin beim Caritasverband Ennepe-Ruhr e.V. und Mutter von zwei Söhnen. Sie ist Vorständin des Kinderschutzbundes Ennepetal und ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht in Dortmund.

Bereits seit über zehn Jahren ist sie politisch für die Grünen vor Ort aktiv, seit 2020 zudem stellvertretende Bürgermeisterin in Ennepetal. Inhaltliche Schwerpunkte der Kandidatin sind die Belange von Kindern und Jugendlichen, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz.

Bei der Landtagswahl 2017 erreichten die Grünen im Wahlkreis 104 4,3 Prozent der Erststimmen und 4,8 Prozent der Zweitstimmen.

Alles klar beim Pfand?

19. Januar 2022

Irrtümer rund um Rückgabe und Verwertung von Getränkeverpackungen

Irrtümer Pfand_VZNRWViele Getränkeverpackungen sind mit einem Pfand belegt. Bei Mehrwegflaschen (Foto: VZNRW) dient es dazu, dass die Glas- oder PET-Flaschen möglichst alle zurückgegeben werden, neu befüllt werden können und somit lange im Kreislauf bleiben, sprich Müll vermeiden.

Bei Einwegflaschen und Getränkedosen besteht seit 2003 eine Pfandpflicht. Damit sollte ein Anreiz geschaffen werden, Mehrweg zu nutzen. Gleichzeitig soll das Einweg-Pfand dafür sorgen, dass die leeren Getränkeverpackungen im Recycling und nicht im Müll oder in der Natur landen.

„Gerade weil Einweg- und Mehrweg-Pfand unterschiedlich geregelt sind, gibt es eine Menge Verwirrung“, sagt Ingrid Klatte, Umweltberaterin in Hagen. „Und ab 2022 gelten zudem einige neue Regeln.“ Die Verbraucherzentrale NRW klärt auf.

Irrtum 1: Ab sofort ist auf allen Einwegflaschen und Getränkedosen Pfand.

(more…)

Corona in Hagen – Stand: 18.01., 0:00 Uhr

18. Januar 2022

Neue Höchststände

So hoch waren die Coronazahlen in Hagen seit Ausbruch der Epidemie noch nie: 1.496 aktuelle Fälle sind es heute, die 7-Tage-Inzidenz steigt auf 531,6. An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Hagen eine weitere Person verstorben (geboren 1947).

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Nahverkehrsplan: Hagen bleibt außen vor

18. Januar 2022

Deutliche Verbesserung ist auch auf Jahrzehnte nicht absehbar – OB Schulz hat beim VRR nichts erreicht

„Mobilität muss besser, sicherer und vor allem sauberer werden. Dem Schienenpersonennahverkehr kommt bei der Erreichung der Ziele eine zentrale Rolle zu. Damit mehr Menschen vom motorisierten Individualverkehr (MIV) auf die Bahn umsteigen, muss das Angebot attraktiver werden.“ Das fordert die NRW-Regierung in einem Bericht für den Verkehrsausschuss des Landesparlaments.

„Um den Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen für die Menschen einfacher zugänglich, leistungsstärker, verlässlicher und sicherer zu machen, stellt die Landesregierung im Rahmen ihrer 2019 gestarteten ÖPNV-Offensive bis zum Jahr 2032 Mittel in Höhe von bisher rund 4 Milliarden Euro bereit. Die Mittel stehen u.a. für Neu- und Ausbauvorhaben, Elektrifizierungen und Reaktivierungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sowie für die Finanzierung von Leistungsmehrbestellungen zur Verfügung. Land und SPNV-Aufgabenträger wollen damit schnellere, direktere, komfortablere und zuverlässigere Angebote schaffen.“

Für Hagen gelten die hehren Worte für das nächste Jahrzent praktisch nichts. In der Planung bis 2032 ist laut Unterlagen der Landesregierung nur die Aufstockung der S-Bahn-Linie 5 nach Dortmund auf einen 30-Minuten-Takt vorgesehen. Das war’s mit den „Reaktivierungen“ und „Angeboten“.

Auch in der perspektivischen Planung des Landes bis zum Jahr 2040 ist für Hagen wenig zu finden. Zwar ist eine zweite Regionalexpress-Verbindung pro Stunde Richtung Köln vorgesehen, dafür soll die RE-Linie aus Siegen künftig nicht mehr an Hagener Bahnhöfen halten. So wie heute schon die im Dezember auf der Ruhr-Sieg-Strecke eingerichtete IC-Linie fährt dann auch der RE am Hagener Hauptbahnhof vorbei, auch Hohenlimburg ist nicht mehr als Haltepunkt vorgesehen. (Anm.: Ursprünglich war an dieser Stelle Hohenlimburg als Halt angegeben, das ist nicht richtig)

Die aus Kreisen der Hagener Politik geforderten Reaktivierungen bzw. Neubauten von Bahnstationen in Eckesey, Eilpe, Halden, Haspe, Kabel und Priorei finden in den Planungen des Landes für die nächsten zwei Jahrzehnte keinerlei Erwähnung.

Die vollmundigen Ankündigungen des Hagener Oberbürgermeisters Erik Olaf Schulz sind – wie so oft – als Seifenblasen zerplatzt. Schulz hatte sich 2014 unter Zuhilfenahme eines für Notfälle vorgesehenen Paragraphen der Gemeindeordnung quasi selbst in die Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) „gewählt“, um dort den Vorsitz zu übernehmen.

Schulz bemühte für seine unorthodoxe Vorgehensweise genau das als Begründung: „Hagen konnte im größten Zweckverband Europas den Vorsitz erlangen.“ Im Hinsicht auf den ÖPNV und die Hagener Bahnhöfe könne das nur von Vorteil sein.

Eine Klage der SPD-Fraktion gegen diesen Coup blieb erfolglos, da der Stadtrat ihn im Nachhinein mit der Mehrheit der OB-Unterstützer abgenickt und damit formal legitimiert hatte.

2019 wurde Schulz dann Verbandsvorsteher des VRR. Aber auch dieser Aufstieg auf der Karriereleiter zahlte sich für seine Heimatstadt nicht unbedingt aus, wie der Blick in die Planungen des Landes zeigt.

OB Schulz hat also wie gewünscht seine Pöstchen bekommen, geliefert hat er allerdings entgegen seiner Ankündigungen – wie jetzt sichtbar wird – nicht.

Mark-E senkt Stromtarif für Neukunden

18. Januar 2022

Mark-E führte kurz vor Weihnachten 2021 für Neukunden in der Stromversorgung, die in die Grund- bzw. Ersatzversorgung fallen, einen neuen Strom-Grundversorgungstarif ein. Hintergrund ist die stetige Zunahme von Fällen, in denen insbesondere „Discount-Anbieter“ ihren Kunden unvermittelt die Verträge kündigen oder Insolvenz anmelden.

Nach dem extremen Anstieg der Energiepreise im Dezember lassen es die Beschaffungskosten bald wieder zu, dass Mark-E aufgrund der verbesserten Marktsituation die günstigeren Preise an seine Neukunden weitergeben wird.

Somit senkt das Unternehmen zum 1. März 2022 im Grundversorgungstarif für Neukunden den Arbeitspreis von bisher 57,12 Cent pro Kilowattstunde (kWh) auf 44,03 Cent/kWh. Der einmalig im Jahr zu zahlende Grundpreis bleibt unverändert bei 150 Euro.

Der Schmetterling als Pionier der Moderne

18. Januar 2022

Eine Wiederentdeckung im Jubiläumsjahr des Folkwang-Museums: Die Schmetterlingssammlung von Karl Ernst Osthaus hat sich in im Naturkundemuseum Münster erhalten.

Von heute aus, wenn man die Geschichte im Rückspiegel betrachtet, erscheint das 1902 im westfälischen Hagen gegründete Folkwang-Museum als erstes Museum für moderne Kunst. Tatsächlich war es das erste Museum weltweit, das Werke von van Gogh, Matisse, Kokoschka, Schiele oder Marc präsentierte und in seine Sammlung aufnahm. Und 1912 wurden hier erstmals in einem Museum Gemälde und Skulpturen der französischen Kubisten Henri Le Fauconnier und Alexander Archipenko gemeinsam mit Werken afrikanischer Kunst gezeigt. Dabei hatte der Gründer Karl Ernst Osthaus sein Museum nie ausschließlich als Museum für moderne Kunst verstanden. (…)

Quelle: FAZ

Corona in Hagen – Stand: 17.01., 0:00 Uhr

17. Januar 2022

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Hagen – Die Pforte des Sauerlandes 1953

17. Januar 2022

„Hagen – Die Pforte des Sauerlandes“ ist ein Stadtwerbefilm im Gewand eines Kulturfilms. Gekonnt setzt er die ansässigen Geschäfte, Unternehmen und Industrie in Szene, während die Stadt als Schauplatz eher den Rahmen bildet. Auftraggeber waren u.a. die örtliche Sparkasse, eine Buchdruckerei und die Westfalenpost Hagen – wie sich unschwer erkennen lässt. Interessant ist der Film vor allem als filmisches Zeugnis für den beginnenden Wirtschaftsaufschwung der Stadt Hagen in den 1950ern.

Der martialische Tonfall des Sprechers erinnert noch an die Wochenschauen der NS-Zeit. Kameramann Wilhelm Siem war u.a. an dem Propagandafilm „Feuertaufe. Der Film vom Einsatz unserer Luftwaffe im polnischen Feldzug“ (Deutschland 1939/1940) beteiligt, der den Überfall auf Polen als heroischen Siegeszug der deutschen Luftwaffe inszenierte.

Vor diesem Hintergrund verwundert auch kaum diese vertuschende Angabe im Film: „Seit 75 Jahren ist das Kaufhaus Neugebauer, vormals Gebrüder Alsberg, die Einkaufsstätte für moderne Textilwaren.“ Tatsächlich fiel der Firma Neugebauer das Kaufhaus erst in den 1930er Jahren im Zuge der „Arisierungen“, also der Enteignung von Juden, zu.

Produziert wurde das 15minütige Stadtporträt von der Hamburger Firma „Schrader-Film“, die den Film auf 35 mm-Normalfilm und in Schwarzweiß drehte, was zu dieser Zeit dem Standard entsprach. Die Dreharbeiten waren am 2. September 1953 abschlossen und keine zwei Monate später konnte der Film bereits in den Kinos gezeigt werden.

Nach den letzten Vorführungen wurden die beiden vorhandenen Kopien des Films der Stadtbildstelle Hagen zur Aufbewahrung übergeben und 2019 zur Einlagerung an das Filmarchiv des Medienzentrums des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) weitergereicht. Mit Fördermitteln des Landes NRW konnte 2020 die vorliegende Filmkopie digitalisiert werden.

Von A bis ZeBO

17. Januar 2022

Digitale Veranstaltungsreihe der FernUni zur Bildungspraxis

Den Austausch zwischen Wissenschaft und pädagogischer Praxis stärken: Dafür ist das Zentrum für pädagogische Berufsgruppen und Organisationsforschung (ZeBO) an der FernUniversität eine zentrale Anlaufstelle weit über Hagen hinaus.

In der neuen Veranstaltungsreihe „Von A bis ZeBO“ wollen Sprecherin Prof. Dr. Julia Schütz und Koordinatorin Dr. Anne-Kathrin Bestgen über Themen aus der Bildungspraxis diskutieren. Nach Kurzvorträgen von wechselnden Referentinnen und Referenten bleibt Raum für einen offenen Dialog und zur Diskussion.

Das 60-minütige Format widmet sich in alphabetischer Reihenfolge relevanten Themen aus der Bildungspraxis. Die Veranstaltungen finden digital über ZOOM in unregelmäßigen Abständen donnerstags zwischen 16 und 17 Uhr statt. Am 27. Januar startet die neue Reihe mit A wie Anfang. Julia Schütz und Anne-Kathrin Bestgen stellen das ZeBO Hagen allen Interessierten vor und beantworten Fragen.

Gesucht werden Mitwirkende aus der pädagogischen Praxis, aus der Erziehungs- und Bildungswissenschaft sowie aus der Bildungspolitik und Bildungsadministration, die sich einbringen. „Wir freuen uns über Themenvorschläge für einzelne Buchstaben“, sagt ZeBO-Koordinatorin Anne-Kathrin Bestgen. Ideen sind herzlich willkommen per E-Mail an zebo@fernuni-hagen.de.

Die Anmeldung für den Auftakt am 27. Januar ist unter folgenden Link möglich: https://www.fernuni-hagen.de/form/ksw/vortragsreihe-a-bis-zebo.shtml . Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. Die weiteren Ankündigungen und jeweiligen Themen sind auf der Webseite des pädagogischen Zentrums einsehbar.

Mehr über das ZeBO Hagen

Corona in Hagen – Stand: 16.01., 0:00 Uhr

16. Januar 2022

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Therapeutisches Malen

16. Januar 2022

Dieser Künstler könnte „Rambo“ Stallone noch toppen, er würde sich bestens in die Ausstellungspolitik des Hagener Osthaus-Museums einfügen und wäre nicht mehr nur auf seine eigenen Galerieräume angewiesen:

Prinz Charles stellt Dutzende Landschaftsaquarelle aus

Die Familie steht unter Druck – wegen der Missbrauchs-Anklage gegen Prinz Andrew. Charles zeigt derweil seine Kunst. Der ältere Sohn der Queen nennt das Malen eine »therapeutische Beschäftigung«. (…)

In der Londoner Garrison Chapel, die zur Stiftung des Prinzen gehört, werden nun insgesamt 79 Aquarelle ausgestellt, die Landschaften etwa in Frankreich, den schottischen Highlands oder Tansania zeigen. Die Bilder dürften Charles an bessere Tage erinnern. (…)

Quelle: Spiegel


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