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Konzert-Shuttlebusse fahren trotz Streik

28. September 2020

Die Shuttlebusse, welche Besucherinnen und Besucher des 1. Sinfoniekonzerts am 29. September 2020 in die Stadthalle Hagen bringen, sind nicht von den für diesen Tag im öffentlichen Dienst angesagten Streiks betroffen.

Die Busse fahren wie angekündigt um 18.45 Uhr und um 19.00 Uhr ab Hauptbahnhof Hagen (Steig 3) und nach dem Konzert wieder zurück zum Hauptbahnhof Hagen.

Weitere Coronafälle an Hagener Schulen

28. September 2020

Corona in Hagen – Stand: 28.09., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

An drei Hagener Schulen ist jeweils ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Betroffen sind die Gesamtschule Haspe, die Henry-van-de-Velde-Grundschule und die Liselotte-Funcke-Sekundarschule.

Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen steht mit den betroffenen Schulen im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen der Betroffenen und testet das nahe Umfeld.

Der Jazz-Club in der Kinkelstraße

28. September 2020

Eine kleine Remineszenz an eine vergessene Hagener Kulturszene

Konzert im Jazzclub Kinkelstraße (Fotos: privat)

Nach dem Marschmusik-Terror des 12jährigen Reiches schossen nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland Jazzclubs aus dem Boden. Nicht nur in den Metropolen dieser Musikrichtung wie Frankfurt, sondern auch in der Provinz.

Nach französischem Vorbild entstanden Jazzkeller. Neben Kellern wurden aber auch Katakomben, ausgediente Fabriken und Baracken von den Clubmitgliedern eigenhändig ausgestaltet. Ein wichtiger Vorteil der Clubs gegenüber regulären Lokalen war, dass keine Schankerlaubnis erforderlich war. Mit Hilfe von Tagesmitgliedschaften konnten auch Vereinsgäste an den Konzerten teilnehmen.

Die Neonschrift ist natürlich nachträglich in die Aufnahme einretouchiert: In diesem Provisorium residierte ab 1955 der Hagener Jazzclub.

Ein solches Etablissement entstand auch im Hagener Stadtteil Altenhagen. In der Kinkelstraße 32, einem der typischen einstöckigen Behelfsbauten der unmittelbaren Nachkriegszeit, wurde 1955 ein Jazzclub gegründet.

Einer der Initiatoren war Alfred Scherer (1927 – 2003), der nicht nur Jazzfan war, sondern auch begeisterter Hobbyfilmer und -fotograf. Die in diesem Beitrag gezeigten Aufnahmen stammen (wahrscheinlich) aus seiner Kamera. Ein anderer war Heinz Wendel (1936 – 2000), der mit seinem Heinz Wendel Trio auch selbst als Pianist tätig war, Hagen allerdings 1964 verließ und nach Bremen ging.

In einem Interview mit der dortigen Stadtillustrierten Kursbuch schilderte er 1989 seine Anfänge in Hagen:

„Meine Eltem betrieben in Hagen ein Lokal, mit großem Veranstaltungssaal und allem drum und dran. Ein Klavier stand da auch, das mich aber zunächst überhaupt nicht interessierte. Akkordeon, das fand ich gut! Aber dann hörte ich mit 15 die Band eines wegen seiner absolut unspektakulären Gesinnung nie berühmt gewordenen Amerikaners namens George Maycock. Das Quartett spielte eine damals völlig neuartige Musik, höllisch guten Bebop. Dieses Erlebnis war für mich die Offenbarung. Solche Musik musste ich unbedingt spielen. Ich setzte mich ans Klavier, sooft ich konnte.“

Raus aus Muff und Mief: Neben Künstlern und Intellektuellen fand auch die Jugend der 1950er Jahre den Weg in die Kinkelstraße.

In einer der damals noch fünf (!) Hagener Tageszeitungen schilderte 1958 ein nicht genannter Autor einen Besuch im Jazzclub:

„Ein Blitz zuckt durch den an diesem Tag ohnehin dunklen Abend und erleuchtet für Bruchteile von Sekunden die Kinkelstraße nicht weit vom Höing. Dann ein Donner. Und wieder Stille. Suchend gehe ich die Straße hinauf.

Aber ich höre nirgends Musik auf die Straße dringen. Also frage ich lieber, wo ich den Jazzklub finde. Man weist auf ein eingeschossig wiederaufgebautes Haus, dessen Fenster mit Rolladen verdunkelt sind. Kein Laut dringt heraus.

Ich öffne die schwere Tür. Und als ich in dem kleinen Flur stehe, höre ich die ausgesprochen ruhigen und ausgewogenen Rhythmen der Band, die ich vorläufig allerdings nicht sehe. Ich wende mich in einen kleinen Vorraum, der offenbar Garderobe ist, schaue mir – meine Neugier ein wenig zu verbergen suchend – die jungen Herren und Damen an, die herumstehen.

„Ein neues Gesicht?“ fragt man. Ich nicke und betrete den oberen Raum mit dem Vorhaben, ihn bald wieder zu verlassen. Es vergehen Stunden, ehe ich es tue …“

Der Jazzclub war auch ein beliebtes Ziel für die Staatsmacht.

Wo der Journalist noch keinen Laut vernahm, hörten die Marschmusik-Geprägten bereits die Flöhe höllisch husten und die Staatsanwaltschaft schlug bereitwillig die Hacken zusammen:

„Der Student Heinz Wendel, geboren am 30.4.1936 in Hagen, wohnhaft in Hagen, Kinkelstr. 32 (Heim des Jazzclubs), Deutscher, ledig, wird angeklagt, in Hagen am 21. September 1958 in der Zeit von 21.50 bis 2.00 Uhr als Leiter des Jazzclubs in Hagen, Kinkelstr. 32, im Clubheim dadurch ruhestörenden Lärm erregt zu haben, daß er mit anderen Mitgliedern des Jazzclubs auf Musikinstrumenten Jazzmusik spielte, wodurch die Nachtruhe der dortigen Anwohner gestört wurde.“

„Kriminell“: Reklamedreirad für den Jazzclub.

Auch Werbung für diese Art von Musik war in der restaurativen Adenauerära verpönt und wurde unnachgiebig verfolgt – während Nazischergen weiter ihren Geschäften nachgehen durften. So erging eine „Gerichtliche Strafverfügung“ gegen den Stahlschlosser Kurt Busch:

„Gegen Sie wird wegen Übertretung des § 15 d. Pol.Verord.d.Stadt Hagen 366 Abs. 10 StGB eine Geldstrafe von 5,– DM und im Falle der Uneinbringlichkeit für je 5,– DM ein Tag Haft festgesetzt, weil Sie in Hagen am 10. Juni 1958 14.45 Uhr mit dem Dreirad HA-T-761 die Fleyer-Straße in Richtung Emilienplatz befuhren. An dem Fahrzeug war bunte Reklame angebracht, die am heutigen Tage eine Jazz-Veranstaltung ankündigten. Eine Erlaubnis für das Umherfahren von Ankündigungsmittel hatten Sie nicht.“

Die Reste der Wandbemalung des Jazzclubs Kinkelstraße sind beim Abbruch noch zu sehen.

1960 war in der Kinkelstraße 32 Schluss mit Jazz. Das Nachkriegsprovisorium wurde abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen. Der Club zog um in den Hochbunker an der Bergstraße, in dem heute ein Bunkermuseum untergebracht ist.

Heinz Wendel war dort einige Jahre für die Programmgestaltung zuständig und holte nach Angaben von Zeitzeugen bedeutende Musiker der deutschen Jazzszene wie Albert Mangelsdorff in den Hagener Jazz-Club-Bunker. Nachdem er sich weigerte, auch Dixieland ins Programm zu nehmen, „wurde ich dann gegangen“ und entschwand 1964 nach Bremen. Dort gilt er als „Gründer der Bremer Jazzszene“.

Ein weiteres Beispiel für die vielen Ausgebremsten, die Hagen hätten nach vorne bringen können. Auch mehr als ein halbes Jahrhundert später hat sich diese Mentalität der Abschreckung gegenüber allem, was die eingefahrenen Kreise stört, in den vorherrschenden Milieus der Stadt nicht wesentlich geändert.

Seuchen verstärkten langfristige Entwicklungen

28. September 2020

Pest, Cholera und Typhus suchen die Menschen heim, seit sie sesshaft wurden und eng mit ihren Tieren zusammenleben. Bereits Steinzeit-Menschen starben an der Pest, der letzte große Ausbruch war Anfang des 18. Jahrhunderts in Marseille.

Für PD Dr. Eva-Maria Butz, Lehrgebiet Geschichte und Gegenwart Alteuropas an der FernUniversität in Hagen, wirkten Seuchen in der Geschichte eher schleichend und bereits bestehende Entwicklungen verstärkend denn als Revolutionen. Sie konnten sogar positive Folgen haben. (…)

In gewisser Weise – aber bei weitem nicht so, wie angesichts der Coronakrise heute oft vermutet wird – verstärkte auch 1918 die Spanische Grippe längerfristige Entwicklungen: „In Deutschland hatte sie, anders als oft kolportiert, nur sehr geringen Einfluss auf den negativen Verlauf des Ersten Weltkriegs, die November-Revolution und das Ende des Kaiserreichs“, so Butz. Die Deutschen betrachteten sie damals vielmehr als Teil der allgemeinen Verschlechterung der Volksgesundheit, die aber schon ab 1916 wahrgenommen wurde. Für die Hagener Historikerin war die Seuche nur ein Teil des Weltkriegsleids, das die Kriegsmüdigkeit und die Kritik am Versagen der politischen Führung verstärkte, die gegen die Krankheit nichts unternahm.

Nicht neu sind Quarantänemaßnahmen, die auch in heutigen Coronazeiten wieder eine Rolle spielen. Gegen das bis ins 19. Jahrhundert von Pestwellen heimgesuchte Osmanische Reich bildete Österreich im 18. Jahrhundert eine „Pestfront“, eine militärische Grenze: „Dieser Machtbildungsprozess ergab sich bereits am Ende des 16. Jahrhunderts.“

Die Grenze wurde als Seuchenprävention ausgebaut, mit einem ganz dezidierten Quarantänesystem an den einzelnen Grenzstationen, mit genauen Quarantäne- und Desinfektionsvorschriften. Wer über die Grenze wollte wie z.B. Händler, mussten erst einmal in eine Quarantäne. Und erneut nach dem Treffen mit ihrem Handelspartner. An einem Teil der Stationen wurden die Waren kontaktlos auf die andere Grenzseite gebracht. Sogar Briefe wurden ausgeräuchert und Münzen in Essig gespült.

Butz: „Was man heute kennt, hat man schon damals relativ erfolgreich versucht. Letztendlich konnten in diesem Bereich Ausbrüche regional eingegrenzt und ein Vordringen nach Westeuropa verhindert werden.“ (…)

Quelle: FernUni

Warnstreik: Busverkehr stark eingeschränkt

27. September 2020

Im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst sind Warnstreiks angekündigt, von denen voraussichtlich auch die Hagener Straßenbahn AG (HST) am Dienstag und Mittwoch, 29. und 30. September 2020, ganztägig stark betroffen ist.

Sofern die Hagener Straßenbahn bestreikt wird, versucht das Unternehmen einen Notfahrplan auf Basis des Nachtexpress-Fahrplans an beiden Tagen aufrechtzuerhalten. Die ersten Fahrten würden dann ab ca. 5:30 Uhr aus den Stadtteilen beginnen, bzw. um 6:02 Uhr ab der Haltestelle Stadtmitte. Die letzten Fahrten finden um ca. 21:32 Uhr ab der Haltestelle Stadtmitte statt. Die Busse der NE-Linien 1 bis 19 fahren dann im halbstündigen Takt. Die übrigen NE-Linien 22, 31 und 32 fahren in der Zeit von ca. 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr im Stundentakt.

Weitere Informationen und Notfahrpläne

Corona in Hagen: 11 Neuinfizierte

27. September 2020

Stand: 27.09., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Hagen sucht Ort für neue Schule

27. September 2020

Wo soll die geplante vierte städtische Gesamtschule in Hagen gebaut werden? Die Stadt kommt bei der Grundstückssuche kaum voran. (…)

Politik und Verwaltung favorisieren das Schulzentrum in Wehringhausen, da man statt eines teuren Neubaus auf ein bestehendes Schulgebäude zurückgreifen könnte. Doch in Wehringhausen sind bekanntlich die Freie evangelische Gesamtschule (FESH) sowie die Förderschule Friedrich-von-Bodelschwingh untergebracht – bevor für diese beiden Lehranstalten nicht ein Alternativ-Standort gefunden ist, wird die Stadt ihre Pläne dort nicht realisieren können. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Wunsch der Hagen-Schule nach Neubau wird abgeschmettert

27. September 2020

Die Montessori-Schule wächst langsam aber stetig und muss ihre Fläche mittelfristig auf mindestens 5000 Quadratmeter vergrößern. Die Sache ist nur: Bei der Stadt wusste bislang niemand etwas davon, dass die Schule gern auf einer Freifläche im Dünningsbruch gegenüber der Fachhochschule bauen will.

Werner König (SPD) wurde im Stadtentwicklungsausschuss besonders deutlich: „Wir haben in Hagen mit unseren städtischen Schulen Probleme. Da sollten wir jetzt keine Vorentscheidung zu den Bauplänen für eine Privatschule treffen.“ Das hätte die CDU gerne gesehen. (…)

„Wir haben uns nicht an die Stadt direkt gewendet“, sagt (Hagen-Schule-Geschäftsführer) Flieger, „sondern an die CDU.“ Warum, lässt er offen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Corona in Hagen – Stand: 26.09.

26. September 2020

Grafik: Stadt Hagen

Jörg Klepper neuer CDU-Fraktionsvorsitzender

26. September 2020

Filz: Auch mandatslose Parteimitglieder im Fraktionsvorstand

Der 51jährige Boelerheider Textilunternehmer Jörg Klepper ist neuer Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion für die im November beginnende Wahlperiode des Rates. Er folgt damit – wie geplant – auf Dr. Stephan Ramrath und Wolfgang Röspel, die der Fraktion in der ablaufenden Wahlperiode vorsaßen. Klepper war im Februar 2018 nach dem Rückzug von Wolfgang Röspel zu einem von Ramraths Stellvertretern gewählt worden.

Direkt unterstützt wird Klepper von seinem Stellvertreter Thomas Walter. Der heute 49jährige Gymnasiallehrer war ebenfalls im Februar 2018 zum Stellvertreter von Dr. Stephan Ramrath gewählt worden, der den Wiedereinzug in den Rat verpasste.

Neu im Amt ist der 56jährige Rechtsanwalt Rainer Voigt. Der Jurist aus Kabel ist seit 2004 CDU-Rats-, seit 2018 Fraktionsvorstandsmitglied und übernimmt nun die Rolle des Pressesprechers. Er war in der letzten Wahlperiode Fraktionssprecher im Wahlausschuss und ist unter anderem im Kultur- und Weiterbildungsausschuss.

Als Beisitzer verstärken den Vorstand Corinna Niemann, Detlef Reinke, Emanuel Schmidt und Stephan Treß. Ergänzt wird der Fraktionsvorstand qua Amt durch den Ersten Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer sowie die CDU-Mitglieder im Verwaltungsvorstand.

Das sind schon merkwürdige Sitten bei der CDU: Mitglieder des Verwaltungsvorstands (wie z.B. Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann), die nicht Mitglieder der Fraktion sind, können „qua Amt“ Mitglieder des Fraktionsvorstands werden? Ein prägnantes Beispiel für den Hagener Filz.

Dabei obliegt dem Rat und somit auch den einzelnen Fraktionen gemäß § 55 der Gemeindeordnung (GO) die „Kontrolle der Verwaltung“. Wie diese gewährleistet werden soll, wenn Führungskräfte genau dieser Verwaltung gleichzeitig Mitglieder eines Fraktionsvorstands sind, ist schleierhaft. Die kontrollieren sich dann quasi selbst.

§ 56 GO definiert Fraktionen als „freiwillige Vereinigungen von Ratsmitgliedern“, kooptierte Mitglieder des Verwaltungsvorstands sind nicht vorgesehen. Dieses Konstrukt der Hagener CDU-Fraktion dürfte auch dem § 71 GO widersprechen, der den Rat ermächtigt, Beigeordnete abzuberufen. Wie soll ein solches Verfahren nach demokratischen Grundsätzen ablaufen, wenn den möglicherweise Betroffenen durch ihre Mitgliedschaft in einem Fraktionsvorstand ein Mitspracherecht in eigener Sache eingeräumt wird?

Bei den Kommunalwahlen am 13. September hatte die Hagener CDU mit 27,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen das schlechteste Ergebnis seit ihrer Gründung eingefahren.

Neue Auszeichnung für das Theater Hagen

26. September 2020

Aus der Produktion „Tristan und Isolde“. Foto: Klaus Lefebvre.

Die Inszenierung von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ am Theater Hagen von Jochen Biganzoli mit seinem Team (Bühne: Wolf Gutjahr, Kostüme: Katharina Weissenborn, Dramaturgie: Francis Hüsers), die am 7. April 2019 in Hagen Premiere feierte, ist für „Der Faust“, den wichtigsten Theaterpreis im deutschsprachigen Raum, nominiert in der Kategorie Regie Musiktheater. Das Theater Hagen kann sich über diese erneute Bestätigung seiner künstlerisch herausragenden Arbeit freuen.

Das Regieteam von „Tristan und Isolde“ um den Regisseur Jochen Biganzoli mit Francis Hüsers als Dramaturg, der seit 2017 Intendant des Theaters Hagen ist, realisierte bereits zahlreiche überregional beachtete Opernproduktionen, u.a. in Hamburg, Lübeck und Halle, und war mit der Lübecker Inszenierung von Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ 2016 auch schon einmal für „Der Faust“ nominiert.

Hüsers holte das Team für eine kontinuierliche Zusammenarbeit nach Hagen, wo Biganzoli in diesem Team zuletzt die Oper „Cardillac“ von Paul Hindemith in einer ebenfalls viel beachteten Inszenierung realisierte (Premiere: 21.9.2019).

Intendant und Dramaturg Francis Hüsers über die Inszenierung und Nominierung:

„Im Regiekonzept der Hagener ‚Tristan und Isolde‘-Produktion wird das Aneinander-Vorbei-Reden und damit die Einsamkeit und Vereinzelung von Wagners Opernfiguren schon durch das geniale Bühnenbild von Wolf Gutjahr aufs Eindrücklichste visualisiert: Alle sind buchstäblich in ihren je eigenen drei Wänden eingesperrt, handeln in Biganzolis Regie aber dennoch gemeinschaftlich in beständigem Bezug aufeinander und perfekt abgestimmt auf Wagners Musik. So findet die Sehnsucht nach menschlicher Kommunikation und Zweisamkeit, die auch Richard Wagner bewegt hat, in dieser Produktion einen ungeheuer starken sinnlichen Ausdruck.

Schon dass das Theater Hagen mit dieser Produktion für ‚Der Faust‘ nominiert ist, nehmen wir dankbar als Aufforderung und Ermunterung an, unter schwierigen Bedingungen, die sich heute nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie noch einmal verschärft haben, dennoch künstlerisch hochwertigstes Theater in Hagen zu machen. Und darauf können wir wohl zurecht stolz sein.“

Corona in Hagen: 14 Neuinfizierte

25. September 2020

Positive Fälle an mehreren Schulen und einer Kita

Corona in Hagen – Stand: 25.09., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

An gleich mehreren Hagener Schulen ist jeweils ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Betroffen sind die Kaufmannsschule 1, die Realschule Hohenlimburg, das Gymnasium Hohenlimburg und die Liselotte-Funcke-Sekundarschule. Zudem ist an der Kita Gabriel ein Mitglied des Personals positiv getestet worden.

Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen steht mit den betroffenen Schulen und der Kita im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen der Betroffenen und testet das nahe Umfeld am kommenden Montag.

Beethoven Kammermusik-Nacht im ESM

25. September 2020

01.10.2020, 18:00 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Vier erfahrene Kammermusiker – davon gleich drei aus dem sonnigen Italien – die sowohl gemeinsam als auch als Solisten tätig sind, bilden das Ensemble Europa und sie feiern das Beethoven-Jubiläumsjahr mit einer klangvollen Kammermusiknacht, in deren Mittelpunkt das bekannte „Gassenhauer-Trio“ steht.

Das Gassenhauer-Trio ist sehr frisch, sehr lebendig und auch voller Humor und daher geradezu ideal als Geburtstagsständchen für den großen Komponisten. Auf dem Programm dieser Beethoven-Nacht stehen außerdem Beethovens Klavier-Quartett in Es-Dur, op. 16 sowie das Klavier-Quintett es-moll, op. 87 von Johann Nepomuk Hummel, der in seinen Wiener Jahren eng mit Beethoven befreundet war und bei der Aufführung einiger Werke Beethovens mitwirkte.

Die Mitglieder des Ensemble Europa (Foto: ESM, Peter Löning) kommen aus Sardinen, dem Piemont, Holzwickede und Unna und sind alle angesehene Kammermusiker: Der aus dem Piemont stammende italienische Pianist Maurizio Barboro leitet die Klavier-Klasse am staatlichen Conservatorio Niccolò Paganini in Genua. Ebenfalls aus dem Piemont stammt der angesehene Geiger Vittorio Marchese, Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, der mit den wichtigsten Orchestern Italiens konzertiert. Der aus Sassari auf Sardinien gebürtige Bratschist Gioele Lumbau ist ein erfahrener und geschätzter Kammermusikpartner und ist seit 2006 Bratschist des Ensemble Ellipsis, mit dem er europaweit konzertiert. Die deutsche Cellistin Felicitas Stephan aus Holzwickede ist die künstlerische Leiterin des Festivals „Celloherbst am Hellweg“. Der Kontrabassist Uli Bär aus Unna wird das Ensemble als Gast unterstützen.

Das Ensemble Europa hat sich 2018 für das Festival „Celloherbst am Hellweg“ gegründet und zeichnet sich aus durch eine grandiose Tongestaltung und eine fast außergewöhnlich zu nennende Klanghomogenität – der gemeinsame Atem geht in keinem Takt verloren. Seine Mitglieder verstehen sich als Botschafter für Europa, dessen Zusammenhalt ohne Kunst und Kultur nicht denkbar ist.

Eintritt 18€/10€ erm. Kartenreservierung mit Namen, Anschrift und Telefonnummer unter info@celloherbst.de
(Die Karten werden zur Abholung an der Abendkasse hinterlegt)

Corona in Hagen – Stand: 24.09.

24. September 2020

Grafik: Stadt Hagen

Erste Premiere im Lutz Hagen: „Nathan“

24. September 2020

Eine Theater Graphic Novel nach Gotthold Ephraim Lessing

Vlnr: Kristina Günther, Ralf Grobel, Anne Schröder. Foto: Dirk Burghaus.

Die erste Premiere im Lutz in der Spielzeit 2020/21 findet am 26. September 2020 (19.30 Uhr) statt. Auf dem Programm steht „Nathan“ – Eine Theater Graphic Novel nach Gotthold Ephraim Lessing in einer Bearbeitung von Anja Schöne (ab 14 Jahren, Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 9-13).

Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Die Tochter des reichen jüdischen Kaufmanns Nathan wäre fast bei einem Brand ums Leben gekommen, hätte sie nicht ein junger Tempelherr gerettet. Dieser war selbst erst kurz vorher vom Sultan überraschend begnadigt worden. Nun wehrt er sich gegen die Annäherungen der Judentochter, die für ihren Retter schwärmt. Gleichzeitig versucht er dem Patriarchen zu entkommen, der ihn als Spion gegen den Sultan, also seinen Retter, einsetzen will. Der Sultan wiederum braucht Geld von Nathan. Er bestellt ihn in seinen Palast und versucht ihm mit der Frage, welche Religion die einzig wahre sei, eine Falle zu stellen. Nathan antwortet dem Sultan mit der berühmten Ringparabel, die den Absolutheitsanspruch einer bestimmten Religion ad absurdum führt und sich stattdessen für gelebte Menschlichkeit ausspricht.

Auch in der heutigen Zeit werden Menschen angegriffen oder diffamiert, weil sie aus einem bestimmten Land kommen oder eine bestimmte Religion haben. Die Idee eines friedlichen Zusammenlebens der Nationen und Religionen scheint in immer weitere Ferne zu rücken. Zeit, sich mit der Botschaft der Ringparabel zu beschäftigen, Zeit für ein Stück, das sich intensiv mit der Gleichheit aller Menschen und Religionen auseinandersetzt.

Auf der Lutz-Bühne entsteht in der Ästhetik von Graphic Novels ein theatrales Archiv, das Lessings klassisches Ideendrama sichtet und den Brückenschlag ins Heute wagt.

In der vom Lions-Club Hagen-Harkort e.V. und von der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung unterstützten Produktion in der Inszenierung von Anja Schöne, der Choreographie von Jozsef Hajzer, der Ausstattung von Jeremias H. Vondrlik und Sabine Kreiter, ergänzt durch Comic-Illustrationen von Jan Falkenberg sind die Schauspieler Ralf Grobel, Kristina Günther, Michael Mayer und Anne Schröder auf der Bühne zu erleben.

Weitere Vorstellungen: 29.9. (12.00 Uhr), 8.10. (12.00 Uhr), 9.10. (19.30 Uhr), 11.11. (12.00 und 19.30 Uhr), 12.11. (12.00 und 19.30 Uhr), 13.11. (19.30 Uhr), 4.12. (19.30 Uhr), 8.12. (12.00 Uhr), 9.12.2020 (12.00 Uhr), 23.2. (12.00 und 19.30 Uhr), 24.2.2021 (12.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de

Corona in Hagen – Stand: 23.09.

23. September 2020

Grafik: Stadt Hagen

Kein Kuschelkurs mit den Rechten

23. September 2020

Aktionskreis Antifaschismus entlarvt die Mär von der „bürgerlichen“ Hagener AfD

Die AfD hat in Hagen bei der Kommunalwahl ihr landesweit zweitstärkstes Ergebnis eingefahren. Die Masse der Stimmen fuhren die Rechten in sogenannten bürgerlichen Wohnvierteln ein. Der Aktionskreis Antifaschismus Hagen warnt vor einer Verharmlosung der Gruppierung.

DOPPELWACHOLDER.DE hatte über die Herkunft der Stimmen für die AfD bei den Wahlen berichtet („Eine Schande für die Stadt“ und „Der Extremismus der Hagener „Mitte““). Die Kommentare zu den beiden Beiträgen belegen vor allem: Die Botschaft scheint noch nicht so ganz angekommen zu sein.

So wird von einem Kommentator bezweifelt, dass das Hagener AfD-Ergebnis eine „Schande für die Stadt“ sei und mit dieser Formulierung eine „bestimmte Gruppe von Wähler*innen“ (das Gendersternchen darf nicht fehlen!) „diskreditiert“ würde. Andersrum wird ein Schuh draus: Solche Leute, die bei der AfD ihr Kreuz machen, diskreditieren sich selbst.

Auch der Versuch, zwischen Bundes- und Landes-AfD einerseits und Hagener AfD zu differenzieren, führt ins Leere: „Hier in Hagen aber versucht sich die AfD mit Hagener Themen z.B. im Rat einzubringen.“

Diese „Versuche“ sind allerdings sowohl quantitativ als auch qualitativ als äußerst dürftig zu bewerten, wie ein Blick ins Bürgerinformationssystem der Stadt belegt. Zu keinem der für Hagen relevanten Themen ist die AfD mit eigenen Initiativen aufgefallen.

Wer über die Jahre kontinuierlich die Homepage oder die Fakebook-Seite des Hagener Kreisverbands verfolgt hat, kann bestätigen, dass Hagener Themen auch dort so gut wie keine Rolle gespielt haben. Die Aktivitäten beschränkten sich im Wesentlichen darauf, täglich irgendwelche Meldungen aus den übergeordneten Parteistrukturen zu übernehmen. Von einer Art „Hagener Eigenständigkeit“ kann also keine Rede sein.

Man muss allerdings konstatieren, dass die Hagener Abteilung der Rechtsausleger geschickt vorgeht und sich Teile des Hagener Bürgertums blenden lassen. Kein Wunder, wenn man erleben muss, dass – wie bei der WPWR- und SIHK-gesteuerten Vorstellungsrunde – von sechs OB-Kandidaten nur drei dazu in der Lage waren, ihre Sätze unfallfrei zu formulieren. Einer von diesen Dreien war Hagens AfD-Führer Michael Eiche.

Auch die Fraktionen im Hagener Stadtrat und in den Bezirksvertretungen haben die Gefahr, die von der AfD ausgeht, erst reichlich spät erkannt und zu Anfang der vergangenen Ratsperiode gemeinsame Sachen mit den Rechten gemacht.

Briefkopf eines gemeinsamen Antrags mit der AfD.

So im März 2015 in der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl mit einem gemeinsamen Vorschlag zur Tagesordnung, unterzeichnet von SPD, CDU, AfD, Bündnis 90/Die Grünen, UnLinke, FDP und Hagen Aktiv. Im Mai desselben Jahres stellten – gemeinsam mit der AfD – SPD, UnLinke und Piraten/BfHo einen Dringlichkeitsantrag im Rat.

Zu diesem Zeitpunkt war Hans-Olaf Henkel, früherer IBM-Manager und BDI-Präsident, wegen politischer Differenzen bereits aus dem Parteivorstand der AfD zurückgetreten. Als Grund nannte er „Versuche von Rechtsideologen“, die Partei zu übernehmen. Die Hagener Strategen der genannten Parteien juckte das wenig. Im November 2015 distanzierte sich Henkel drastisch von seiner früheren Partei: „Wir haben ein richtiges Monster erschaffen“. Er sähe die AfD heute „ganz klar auf einem Rechtsrutsch“ und als „eine Art NPD-light, vielleicht sogar identisch mit der NPD“.

Die Hagener Ratsparteien haben allerdings erst zwei Jahre später begriffen, mit wem sie es zu tun haben – nach dem fahnenschwenkenden Auftritt (zweite Reihe links) des AfD-Ratsmitglieds Lisa Radke bei einem Treffen der europäischen rechten Internationale in Koblenz.

Seitdem sind weitere Jahre vergangen und die AfD ist inzwischen auf einem Niveau angelangt, das es erlaubt, mit gerichtlicher Rückendeckung Leute wie den Thüringer Parteiführer Björn Höcke einen Faschisten nennen zu dürfen und Teile der Partei unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen.

Der Aktionskreis Antifaschismus Hagen (AK) hat zur Hagener AfD recherchiert und belegt, dass der sich eher bürgerlich gebende Kreisverband klar am rechten Rand einzuordnen ist.

Nach Angaben des AK war der AfD-Kreisverband auf Fakebook neben der offiziellen Seite auch in der Gruppe „AfD Mitglieder Hagen“ organisiert, die maßgeblich vom Beisitzer des Vorstandes Michael Hubbert, auch Organisator der AfD-Stammtische, betrieben wurde. Mitglied sei auch der Vorsitzende des Kreisverbandes, Michael Eiche gewesen.

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Sinfoniekonzerte starten wieder

23. September 2020

Die Reihe der Sinfoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters Hagen startet am 29. September 2020 mit Beginn um 19.30 Uhr (Stadthalle Hagen).

Auf dem Programm stehen zwei der berühmtesten Werke des klassisch-romantischen Repertoires. Zunächst erklingt das 1845 in Leipzig uraufgeführte Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy, das mit seiner lyrisch-virtuosen Anlage zu den beliebtesten Solo-Konzerten des 19. Jahrhunderts gehört.

Den solistischen Part dieser gleichermaßen berührenden wie mitreißenden Komposition gestaltet die junge südkoreanische Geigerin Bomsori Kim (Foto: Kyutai Shim). Die Preisträgerin zahlreicher großer renommierter Wettbewerbe gilt international als eine der aufregendsten Geigerinnen der Gegenwart.

Sodann wird die 7. Sinfonie des Jubilars Ludwig van Beethoven (250. Geburtstag) präsentiert, die sich nicht zuletzt aufgrund ihrer tänzerischen Beschwingtheit großer Beliebtheit erfreut – Richard Wagner bezeichnete sie als „Apotheose des Tanzes“. Am Pult des Philharmonischen Orchesters Hagen steht Generalmusikdirektor Joseph Trafton.

Informationen zum Konzertbesuch

Für den Konzertbesuch in der Stadthalle gelten die bekannten Sicherheitsmaßnahmen. Das Konzert findet ohne Pause statt, Getränke werden vor Konzertbeginn an Tresen im Erdgeschoss angeboten, wo auch Programmhefte erhältlich sind. Für den kostenfreien Besuch der Einführung (19.00 Uhr im Sinfonium) ist eine vorherige Anmeldung an der Theaterkasse erforderlich.

Statt des momentan nicht möglichen Konzertbusverkehrs wird ein Shuttlebus eingesetzt, der um 18.45 Uhr und um 19.00 Uhr ab Hauptbahnhof Hagen, Steig 3, zur Stadthalle und nach dem Konzert wieder zurück zum Hauptbahnhof Hagen fährt.

Restkarten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de

Weiterer Coronafall am Cuno-Berufskolleg I

23. September 2020

Am Hagener Cuno-Berufskolleg I gibt es eine weitere positiv auf das Coronavirus getestete Person. Das örtliche Gesundheitsamt steht mit der Schule im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen der betroffenen Person und testet ihr nahes Umfeld in den kommenden Tagen.

Erst am Freitag hatte das Gesundheitsamt von einem anderen positiven Coronafall an derselben Berufsschule berichtet.

Corona in Hagen – Stand: 22.09.

22. September 2020

Grafik: Stadt Hagen

An der Sekundarschule Liselotte-Funcke morgen kein Unterricht

An der Sekundarschule Liselotte-Funcke ist ein Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen steht mit der Schule im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen des Betroffenen und testet das nahe Umfeld am kommenden Donnerstag.

Da der Betroffene mit rund der Hälfte des Kollegiums in direktem Kontakt stand, hat sich die Leitung der Schule zusammen mit der Schulaufsicht dazu entschlossen, den Unterricht am morgigen Mittwoch, 23. September, komplett auszusetzen sowie am kommenden Donnerstag und Freitag für die Jahrgänge 5, 6 und 10 eine minimale Präsenzbeschulung durchzuführen. An diesen beiden Tagen haben die Jahrgänge 7, 8 und 9 unterrichtsfrei. Schüler müssen aktuell nicht in Quarantäne, da der betroffene Lehrer und die Schüler im Unterricht durchgängig einen Mund-Nasen-Schutz getragen haben.

Erste Demo von Friday for Future in der Coronazeit

22. September 2020

Wegen der Coronakrise fielen die Demonstrationen monatelang aus. Der kommende Freitag soll aber wieder im Zeichen des Klimaschutzes stehen. Am 25. September will die Hagener Fridays-for-Future-Ortsgruppe erstmals wieder auf die Straße gehen. (…)

Die Demo am Freitag soll um 12 Uhr am Hauptbahnhof starten und die Klimaaktivisten bis zum Marktplatz gegenüber dem Kino führen. Jetzt werde sich zeigen, wie viele die Sache nach der langen Pause noch unterstützen. (…)

Quelle: wp.de

Werkstatt-Probe im Theater Hagen

22. September 2020

Einführungsveranstaltung zur neuen Ballettproduktion „ZART“

Die erste Ballettpremiere des Theaters Hagen in dieser Spielzeit (am 3.10.2020, 19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert unter dem Titel „ZART“ zwei neue Choreographien: „Fragile“ von Ballettdirektorin Marguerite Donlon und „Jurema“ von Francesco Vecchione.

Eine Einstimmung zu dieser Uraufführung bietet die Werkstatt-Probe am Samstag, 26. September 2020 mit Beginn um 11.00 Uhr im Großen Haus des Theaters Hagen. Marguerite Donlon und Francesco Vecchione geben eine Einführung in ihre neuen Kreationen und deren Umsetzungen auf der Hagener Bühne – die Company wird Ausschnitte zeigen und proben.

Für den Besuch dieser Werkstatt-Probe ist eine Anmeldung erforderlich. An der Theaterkasse sind kostenlose Eintrittskarten erhältlich, die auch telefonisch bzw. per Mail reserviert werden können.

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Corona in Hagen – Stand: 21.09.

21. September 2020

Grafik: Stadt Hagen

Positiver Fall an Kaufmannsschule 1

An der Kaufmannsschule 1 gibt es eine positiv auf das Coronavirus getestete Person. Das Gesundheitsamt steht mit der Schule im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen der betroffenen Person und testet ihr nahes Umfeld in den kommenden Tagen.

Die Abstriche finden bewusst mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung statt, da das Virus sich in der Regel nicht unmittelbar nach Ansteckung nachweisen lässt. Alle Betroffenen müssen bis zum Vorliegen der Testergebnisse zunächst in Quarantäne bleiben. Über das weitere Vorgehen entscheidet das Gesundheitsamt im Rahmen des Infektionsschutzes, sobald die Testergebnisse vorliegen.

Hagener Corona-Leugner mobilisiert 4.500 Gleichgesinnte zur Demo in Düsseldorf

21. September 2020

Westfalenpost bot Michael Schele zuvor breite Plattform

Der Hagener Corona-Leugner Michael Schele, der sich selbst als „Spezialist für Events & Hochzeiten“ beschreibt, hat gestern bei einer Demonstration in Düsseldorf etwa 4.500 Gleichgesinnte auf die Straße gebracht. Angemeldet hatte er in einem Anflug von Größenwahn 50.000 Teilnehmer.

Zuvor hatte die Westfalenpost Schele eine breite Plattform zur Selbstdarstellung zur Verfügung gestellt. Am Donnerstag durfte sich der Hochzeits-DJ auf fast einer ganzen Seite (Foto: DW) im überegionalen Teil des Blattes auslassen, ohne dass Autor Daniel Berg, der bei der WP als „Chefreporter“ geführt wird, dem Corona-Agitator mit kritischen Anmerkungen in die Quere kam.

Im Gegenteil: Man könnte das Machwerk des „Chefreporters“ wohlwollend oder mitfühlend nennen – wohlgemerkt: dem Corona-Leugner gegenüber, nicht den an der Seuche Erkrankten oder Verstorben. Der eine oder andere Leser würde den Schreiber wahrscheinlich als heimlichen Sympathisanten sehen.

Schon in der Überschrift des Online-Artikels schwingt eine gewisse Anerkennung mit: „Wie Michael Schele zum Frontmann der Querdenker NRW wurde“. In der Print-Ausgabe in ähnlicher Diktion als Zitat: „Ich will die Welt retten“.

Auszüge aus dem Beitrag, der hinter einer Bezahlschranke verborgen ist:

Und Merkel und Spahn und die anderen? Gehörten, so meint er, in den Knast „wegen Körperverletzung, Totschlags, Meineids“. (…)

„Wir müssen diese faschistoide Lüge im Ansatz ersticken“, sagt Schele. (…) Dieses Virus, mindestens aber seine Gefahr für die Menschen, sei frei erfunden von weltumspannenden Konzernen, die sich an den Folgen bereicherten. Bill Gates sei ein Geldgeber der WHO und die habe 2017 den Stufenplan zum Ausruf einer Pandemie von sechs auf vier Stufen verkürzt. (…) Die Frau von Markus Söder produziere Gesichtsmasken und verdiene daran. Der Mann von Jens Spahn sei Chef-Lobbyist für die Hubert Burda Media. So hätten die Politiker auch die Medien auf ihrer Seite. (…)

Schele fragt, wo denn die ganzen Kranken seien. Er kenne keinen. (…)

Er wirkt nicht wie ein schlechter Mensch, er redet viel und gern und lacht dabei. (…)

Pharma-Faschismus sei das alles. Parallelen zu 1933 sieht er. (…) „Damals war es nur ein Stern, jetzt ist es nur eine Maske“, sagt er. (…)

Selbst den letztgenannten Schwachsinn lässt Autor Daniel Berg kommentarlos stehen. Ein Blättchen, das sich solch einen „Chefreporter“ leistet, darf sich nicht wundern, dass die Auflagezahlen permanent rückläufig sind. An einer Stelle sagte der promotete Corona-Leugner laut Artikel: „Ich habe in der Zeit gelernt, dass Bildung und Intelligenz nicht dasselbe sind.“ Gut möglich, dass das auch auf den „Chefreporter“ zutrifft.

Corona in Hagen – Stand: 20.09.

20. September 2020

Grafik: Stadt Hagen

Integrationsrat: 4.000 Wahlberechtigte fehlten im Wählerverzeichnis

20. September 2020

Liste „Wir für Hagen“ wurde mit 26,8 Prozent stärkste Kraft

Die Gruppe „Wir für Hagen“ bedankt sich recht herzlich bei allen Wählerinnen und Wählern, die sie bei der Wahl zum Integrationsrat unterstützt haben. Mit so einem großartigen Wahlergebnis von 26,8% sei nicht gerechnet worden. Ohne die Unterstützung einer Institution ist „Wir für Hagen“ stärkste Kraft im Integrationsrat  geworden. Dieser großartige Erfolg mache stolz und sei bei der anstehenden Arbeit „eine hohe Motivation, unsere Wählerinnen und Wähler nun bestmöglich zu vertreten“, so die Gruppe in einer Mitteilung.

Enttäuscht zeigte sich „Wir für Hagen“ darüber, dass nach der Aussage des aktuellen Integrationsrats-Vorsitzenden Şükrü Budak ca. 4.000 Wahlberechtigte nicht im Wählerverzeichnis aufgeführt waren. Zudem sei ist nicht nachvollziehbar, dass die Auszählung zum Integrationsrat erst einen Tag nach der Wahl stattfand. Die Stadtverwaltung Hagen habe genug Arbeitskräfte und Platz, um die Auszählung am gleichen Tag stattfinden zu lassen. So etwas dürfe sich nicht wiederholen.

Zudem solle sich der Integrationsrat erst Mitte Dezember konstituieren: „Das wird es mit uns nicht geben.“ Für „Wir für Hagen“ sei klar, dass die erste Sitzung Mitte November stattfinden muss, damit der Integrationsrat sofort seine Arbeit aufnehmen kann. „Wir haben wichtige Sachen anzugehen, da dürfen wir keine Zeit verlieren“, sind sich die Mitglieder von „Wir für Hagen“ einig.

An diesen Beispielen werde deutlich, welch geringen Stellenwert der Integrationsrat offenbar bei der Stadt Hagen genießt. „Wir für Hagen“ verspricht deshalb: „Das wollen wir ändern!“

Radweg auf der L 700 besser auf Dauer anlegen

20. September 2020

Kritik an der Finanzierung aus Planungsmitteln für Fußgänger

von Heidi Wenke (VCD) und Michael Schröder (ADFC)

Am Mittwoch wurde auf DOPPELWACHOLDER.DE der Plan der Stadt Hagen angekündigt, im Rahmen der diesjährigen Stadtradeln-Aktion für 5 Wochen (25.09. – 30.10.) die jeweils rechte Fahrspur auf der viel befahrenen Enneper/Kölner Straße (L 700) in Haspe zwischen Haenelstr und In der Wacht in eine Radspur umzuwandeln.

Diese Maßnahme, auch wenn sie nur vorübergehend ist, begrüßen wir grundsätzlich und nachdrücklich. Auch wenn der geplante Zeitraum für eine verlässliche Evaluierung im Hinblick auf eine dauerhafte Einrichtung dieses Radweges recht kurz erscheint, erwarten wir von dieser Veränderung eine deutliche Verbesserung für den Radverkehr in Punkto Sicherheit und Fahrkomfort, die geeignet ist zu seiner gewünschten Steigerung beizutragen. Darum sollten im Sinne einer Verkehrswende die neuen, breiten Radspuren nicht nur temporär sein, sondern in Zukunft zur Dauereinrichtung werden.

Der bisher in diesem Bereich eingezeichnete Schutzstreifen ist besonders dort wo geparkt wird, höchst gefährlich für die Radelnden, zumal er – wie die Stadt inzwischen einsieht – zu schmal ist. Darum wird er auch unter Radfahrenden als Gefährdungsstreifen bezeichnet, welches wohl eher zutrifft.

Durch die parkenden Autos sind die Radelnden einerseits immer der Gefahr ausgesetzt, einen sogenannten Dooring-Unfall zu erleiden, wenn ein unachtsamer Autofahrer plötzlich die Tür öffnet. Und andererseits wird in der Regel der vorgeschriebene Mindest-Überholabstand von 1,50m von vielen Autofahrern nicht eingehalten, da die Markierung ihnen suggeriert, dass sie bis an die gestrichelte Linie fahren dürfen.

Unter den Radelnden befinden sich auch Schüler der beiden angrenzenden Schulen (Gesamtschule Haspe, Rudolf-Steiner Schule) die z. Zt. zu ihrer eigenen Sicherheit häufig auf dem Bürgersteig fahren, besonders in Richtung Gevelsberg, auch wenn sie auf Grund ihres Alters (ab 10) dazu nicht mehr berechtigt sind. Gerade auch für sie stellt eine breite und sicherere Radspur eine wichtige Voraussetzung dar, dass sie ihren Schulweg gefahrlos und zügig mit dem Rad bewältigen können, ohne dass es zu Konflikten mit Fußgängern kommt.

Wir hoffen also, dass die Maßnahme von den politischen Gremien beschlossen wird. Allerdings kritisieren wir die Absicht, die Kosten von 20.000 € aus den Planungsmitteln für das Fußgänger-Verkehrskonzept zu decken. Erklärtes Ziel des Radweges ist doch, Autofahrer – nicht Fußgänger – zum Umsteigen auf’s Rad zu bewegen. Daher sollten die Kosten aus den Planungsmitteln für den Motorisierten Individualverkehr (MIV) bestritten werden.

Schon wieder: 150 Euro Bußgeld für Altpapier

20. September 2020

Die Fälle, in denen sich Betroffene aus Hagen gegen einen Bußgeldbescheid wegen illegaler Altpapierentsorgung zur Wehr setzen, häufen sich. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Siehe dazu auch:

Ordnungsamt traktiert Rentner

Die von der schnellen Truppe

Architektur um 1900 in Wehringhausen

20. September 2020

Zu einem Stadtteilrundgang durch Wehringhausen mit Dr. Elisabeth May zur abwechslungsreichen Architektur um 1900 lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Mittwoch, 23. September, von 16 bis 18 Uhr ein. Treffpunkt ist vor der Springmann-Villa, Christian-Rohlfs-Straße 49.

Die topografischen Gegebenheiten des Stadtteils Wehringhausen finden sich auch städtebaulich in dem gesellschaftlich-hierarchischen Aufbau des Wohnviertels wieder. Oben, an den Stadtgarten grenzend, entstand ein exponiertes Baugebiet nach den Gründerjahren. Im Buschey-Viertel zeugen prächtige Villen von einer glanzvollen Zeit. Die Beamtenwohnhäuser im mittleren Bereich des Viertels sind ebenso ansehnlich wie die weiter bergab gelegenen Arbeiterwohnhäuser mit den ansprechenden Fassadengestaltungen.

Die Teilnahmegebühr von 6 Euro wird vor Ort in bar kassiert. Anmeldungen nimmt das Serviceteam der VHS unter Angabe der Veranstaltungsnummer 1084 unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Seite www.vhs-hagen.de entgegen.

Corona in Hagen – Stand: 19.09.

19. September 2020

Grafik: Stadt Hagen

„Krawall-Aktion der Hagener SPD“

19. September 2020

SPD Hohenlimburg weist Schisanowski-Behauptungen zurück

In der Ausgabe vom Donnerstag (17.09.2020) erschien in der WPWR ein Bericht, der die zukünftig geringere Repräsentanz Hohenlimburgs im Hagener Rat thematisierte. Die dort zitierten Aussagen der SPD-Ratsfrau Ramona Timm-Bergs und des Hagener Parteivorsitzenden Timo Schisanowski kritisiert jetzt der SPD-Ortsverein Hohenlimburg.

Auf die anhaltenden Reibereien zwischen die Hohenlimburger Genossen und der Hagener Parteiführung anspielend, sagte Timm-Bergs laut WPWR: „Ich würde mit wünschen, dass man enger zusammensteht.“

Schisanowski meinte nach Angaben der Zeitung: „Die SPD ist eine Mitmach-Partei, jeder ist eingeladen, durch ordentliche Sacharbeit mitzuwirken. Das gilt auch für den Ortsverein Hohenlimburg.“ Bei den Querelen zwischen Hagen und Hohenlimburg handele es sich um kein umfassendes Phänomen, sondern um Betroffenheiten einzelner Weniger.

„Bevor man nach Hagen zeigt, wäre es erstmal wünschenswert, wenn zunächst die internen Streitigkeiten im Ortverein Hohenlimburg beigelegt würden, um sich miteinander auf die eigentliche politische Arbeit vor Ort zu konzentrieren.“

Zu diesen Aussagen nimmt der SPD-Ortsverein Stellung:

Einigermaßen verwundert und stark irritiert nehmen wir in Hohenlimburg die Selbstwahrnehmung des Hagener Verantwortlichen Schisanowski zur Kenntnis. Schisanowski, der ganz aktuell als Vorsitzender das historisch schlechteste Abschneiden der SPD und ihres OB-Kandidaten in Hagen seit der Nachkriegszeit zu verantworten hat, meint von sich selbst in Hagen eine  „Mitmachpartei“ zu führen.

„Dabei entschlossen sich die Hagener zuletzt in einer Hinterzimmeraktion uns Hohenlimburger nicht einmal – wie üblich – zu den stadtweiten Wahlkampfsitzungen einzuladen“, stellt die stellvertretende Vorsitzende der SPD Hohenlimburg, Regina Schäfer, nüchtern das von Mobbing nicht zu unterscheidende Verhalten der Hagener Parteiführung fest.

In dieses Bild passt auch, dass die mit überwältigenden Mehrheiten vor Ort gewählten Hohenlimburger Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat in einem beispiellosen Alleingang durch linientreue Kandidaten der Hagener ausgetauscht worden sind. „Mit dieser Krawall-Aktion hat die Hagener SPD 3 von 3 Hohenlimburger Wahlkreisen verloren und ist krachend gescheitert“, sind sich die Hohenlimburger Genossinnen und Genossen einig.

Gescheitert ist nach Ansicht der SPD Hohenlimburg insbesondere auch Ramona Timm-Bergs als Person: „Ramona Timm-Bergs besuchte in den letzten drei Jahren keine unserer Veranstaltungen in Hohenlimburg. Diesen Mangel an Einsatzbereitschaft haben die Wählerinnen und Wähler nun quittiert, indem sie Ramona Timm-Bergs klar abgewählt haben.“

Für den persönlichen Verlust dieser einstigen SPD-Hochburg sollte Timm-Bergs Verantwortung übernehmen und den Weg für frische Kräfte und neue Wege frei machen.

Bundestag beschließt Entlastung der Kommunen

19. September 2020

Auch Hagen profitiert davon

„Der Bundestag hat am Donnerstagabend das Grundgesetz geändert und damit eine massive Entlastung unserer Städte ermöglicht. Auch Hagen und der EN-Kreis profitieren davon kräftig“, freut sich der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel.

Besonders deutlich hätten sich die Auswirkungen der Corona-Krise auf die kommunalen Haushalte bei der Gewerbesteuer gezeigt. Hagen hatte dabei allein im zweiten Quartal fast 22 Millionen Euro weniger Einnahmen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das ist ein Minus von 70 Prozent.

Der Bund erstattet nun gemeinsam mit den Ländern diese pandemiebedingten Gewerbesteuerausfälle in diesem Jahr. „Damit gewährleisten wir kurzfristig die Handlungs- und Investitionsfähigkeit der Städte. Nur so wird sichergestellt, dass kein kommunales Schwimmbad schließen muss und keine Schulsanierung aufgeschoben wird“, meint Röspel und verspricht: „Wir werden genau darauf achten, dass die Landesregierung die Mittel auch fair und präzise an die Kommunen weitergibt.“

Ebenfalls wurde vom Bundestag beschlossen, dass der Bund die Kommunen dauerhaft bei den Sozialausgaben entlastet, indem er seinen Anteil an den Kosten für Unterkunft und Heizung in der Grundsicherung um 25 Prozent erhöht. Für Hagen sind es nach Angaben des Landesministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung jedes Jahr 13,9 Millionen Euro.

Die Entlastung bei den Kosten der Unterkunft leiste zwar auch ein Betrag zur Vermeidung neuer Schulden, alte Schulden aus Krediten zur Sicherung der Liquidität könnten dadurch aber gerade in finanzschwachen Kommunen nicht getilgt werden, bedauert Röspel: „Insofern bleibt eine Lösung der Altschuldenproblematik auf der Tagesordnung, auch wenn CDU und CSU diese in den zurückliegenden Verhandlungen blockiert haben.“

Das liege auch daran, dass NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) das Thema viel zu lange habe schleifen lassen.

Klimawandel wirkt sich auf die Ruhr aus

19. September 2020

Trinkwasserversorgung der Bevölkerung sollte absolute Priorität haben

Seit 1930 wird die Ruhr in Hagen zum Hensteysee angestaut. Rechts vom Laufwasserkraftwerk fließt sie weiter in Richtung Harkortsee. Foto: Ruhrverband.

Die Auswirkungen des Klimawandels im Einzugsgebiet der Ruhr sind deutlich zu spüren. Das lässt sich aus dem 47. Ruhrgütebericht ableiten, den der Ruhrverband gestern in Essen vorgestellt hat.

2020 sei das zwölfte zu trockene Jahr in Folge, so der Wasserverband. So haben die Wasserabgaben aus den Talsperren in diesem Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Bisher waren Wasserzuschüsse aus den Talsperren an 137 Tagen erforderlich, um den Mindestabfluss an der Ruhr zu gewährleisten. Trotz niedriger Abflusswerte habe die Wassergüte der Ruhr nicht gelitten, das belegen Untersuchungen.

Die Niedrigwassersituation in Verbindung mit dem hohen Trinkwasserbedarf hat in 2019 erneut große Anforderungen an die Wasserversorger gestellt. Die Wasserabgabe im Jahr 2019 ist im Vergleich zu 2018 um weitere sechs Millionen Kubikmeter auf 244 Millionen Kubikmeter gestiegen. Um klimaresilient aufgestellt zu sein, benötige der Ruhrverband einen größeren Handlungsspielraum zur schonenden Bewirtschaftung der Talsperren als es das Ruhrverbandsgesetz momentan hergebe.

Der aus der Niedrigwassersituation der letzten Jahre und den Auswirkungen des Klimawandels resultierende Handlungsbedarf ist auch in der Politik angekommen. Ein Ergebnis des „Nationalen Wasserdialogs“ des Bundesumweltministeriums, an dem auch Expertinnen und Experten aus den Reihen der Ruhr-Wasserwerke beteiligt waren, ist, dass angesichts der Konkurrenz mit Landwirtschaft und Industrie bei den Wasserentnahmen in Dürrezeiten die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung absolute Priorität haben sollte.

Ruhrgütebericht 2019 (pdf)

Stadtspaziergang zur Hagener Kirchengeschichte

19. September 2020

Zurück in die tausendjährige Hagener Kirchengeschichte geht es bei einem Spaziergang mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff, dem Hagener Heimatbund und der Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 22. September, von 16 bis 17.30 Uhr. Treffpunkt ist der Eingang am Turm der Johanniskirche.

Schon am Startpunkt ist einiges zu entdecken: Denn in der Johanniskirche (Historische Aufnahme, Foto: Stadtarchiv), der „Mutter aller Kirchen in Hagen“, wurden 2019 umfassende Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten abgeschlossen. Von dort geht es weiter zur Marienkirche und danach zur Reformierten Kirche. Hier ist zum Beispiel etwas über die Kirchengeschichte der „Ära 1900“ und die Bildnisse der mittelalterlichen Hagener Kirchenpatrone Gervasius und Protasius zu erfahren. Eine Innenbesichtigung ist nur in der Johanniskirche vorgesehen.

Die Teilnahme am Stadtspaziergang kostet 6 Euro. Eine Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1076 ist unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de möglich. Es sollte an eine Mund-Nase-Bedeckung gedacht werden.

Vorstellungsausfall im Lutz Hagen

19. September 2020

Die Wiederaufnahme von „Pardauz“ (Ein TanzObjektTheaterSpaß von Anja Schöne und Ensemble) am Sonntag, 20. September 2020 (11.00 Uhr) im Lutz muss leider entfallen.

Vorstellungen dieser Produktion sind erst wieder 2021 geplant, aber auf Anfrage für Schulen und Kitas buchbar (Tel. 02331-207-3237).

Coronafall am Berufskolleg Cuno I

18. September 2020

Corona in Hagen – Stand: 18.09., 0:00 Uhr. Grafik: Stadt Hagen.

Am Cuno-Berufskolleg I gibt es eine positiv auf das Coronavirus getestete Person. Das Gesundheitsamt steht mit der Schule im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen der betroffenen Person und testet ihr nahes Umfeld in den kommenden Tagen.

Die Abstriche finden bewusst mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung statt, da das Virus sich in der Regel nicht unmittelbar nach Ansteckung nachweisen lässt. Alle Betroffenen müssen bis zum Vorliegen der Testergebnisse zunächst in Quarantäne bleiben. Momentan stehen insgesamt 90 Personen wegen Coronafällen an Schulen in Hagen unter Quarantäne. Über das weitere Vorgehen entscheidet das Gesundheitsamt im Rahmen des Infektionsschutzes, sobald die Testergebnisse vorliegen.

Götterdämmerung

18. September 2020

Tektonische Verschiebungen in der Parteienpräferenz

Minus 7,3 Prozent für die SPD, minus 4,5 Prozent für die CDU – mit 25,5 bzw. 27,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen fahren die beiden ehemaligen Volksparteien 2020 das schlechteste Ergebnis seit den ersten Kommunalwahlen nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahre 1946 ein.

Aber die Prozentzahlen bilden aufgrund der niedrigen Wahlbeteiligung den Absturz nur unzureichend ab. Aussagekräftiger sind die Verschiebungen der tatsächlich abgegebenen Stimmen. Da verliert die SPD gegenüber den Kommunalwahlen 2014 ganze 29 Prozent, die CDU immerhin noch 21 Prozent ihrer Anhänger.

Die höchste Einbuße musste die UnLinke hinnehmen: Fast 39 Prozent ihrer Wähler von 2014 wandten sich enttäuscht von der Clanstruktur der Hentschel-Familie ab. Auch die Wählergruppe Hagen Aktiv verlor 23 Prozent ihrer Anhänger.

Großer Gewinner der Kommunalwahlen waren die Rechtsaußenpopulisten der AfD. 2014 waren die Rechten noch mit AfD und Pro NRW angetreten. Im Vergleich zu dem damaligen Rechtsblock legte 2020 die AfD (Pro NRW stellte sich nicht mehr zur Wahl) um 46 Prozent zu.

Die Grünen, die in Hagen im Vergleich zu NRW eher bescheiden abschnitten, konnten etwa 35 Prozent neue Wähler gewinnen, was wohl im Wesentlichen auf bundesweite Trends zurückzuführen ist, denn in ehemaligen Hochburgen wie Wehringhausen konnten sie vor dem Hintergrund politischer Fehlentscheidungen („Block 1“) nichts an Zustimmung gewinnen.

Leichte Zugewinne (+ 17 Prozent) durfte die FDP einheimsen (man weiß nur nicht so recht warum). Erfolgreich war auch der Separatistenverein „Bürger für Hohenlimburg“, den immerhin 37 Prozent der Wähler mehr als bei der vergangenen Kommunalwahl 2014 ankreuzten.

Die von der schnellen Truppe

18. September 2020

Nach Jahren der Untätigkeit: FDP kritisiert plötzlich HEB

Die FDP-Fraktion erwartet, dass die Geschäftsführung des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB) endlich auf die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger sowie der Politik eingeht.

„So brauchen wir dringend eine regelmäßige und bedarfsorientierte Leerung der Altpapier- und Glascontainer. Eine weitere Verringerung der Standorte ist inakzeptabel – vielmehr sollten diese wieder erhöht werden“, fordert Fraktionschef Klaus Thielmann.

Die FDPler erweisen sich damit als die von der ganz schnellen Truppe, denn das Problem ist alles andere als neu, sondern besteht bereits seit vielen Jahren. Ohne dass sich die FDP bemüßigt gefühlt hätte, einen Vorstoß zur Änderung dieser desolaten Zustände zu unternehmen. Auf Initiativen aus anderen Ecken des Stadtrats warteten die Bürger ebenfalls vergebens – es ist nicht zum ersten Mal ein Gesamtversagen der politischen Klasse.

Lieber beschloss das Gremium in populistischer Einigkeit, „Müll-Detektive“ anzuheuern. Eine „bedarfsorientierte Leerung“, wie sie jetzt die FDP fordert, erfolgte aber auch weiterhin nicht. Ersatzweise hielt man sich an Rentnerinnen schadlos, die mit Bußgeldern überzogen wurden, weil sie ihr Altpapier neben den hoffnungslos überquellenden Containern abstellten.

DW schilderte die Misere (mit einem beeindruckenden Video) bereits im Januar 2016.

Start der Kammermusikreihe im Theater Hagen

18. September 2020

Die von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Hagen gestaltete Kammerkonzertreihe startet am Sonntag, 27. September 2020 um 11.30 Uhr im Theater Hagen (Großes Haus).

Dreizehn Musiker des Orchesters Hagen haben sich zusammengefunden, um ein ganz besonderes Werk zu präsentieren: Wolfgang Amadeus Mozarts „Gran Partita“. Diese facettenreich gestaltete, siebensätzige Serenade Nr. 10 in B-Dur KV 361 für zwölf Bläser und Kontrabass entstand 1781 und fasziniert bis heute die Zuhörer. Auch der „Amadeus“-Regisseur Miloš Forman ließ sich von dieser Musik in einer der berühmtesten Szenen seines Films inspirieren.

Die Interpreten dieser außergewöhnlichen Komposition sind Fanny Kloevekorn, Almut Jungmann (Oboe), John Corbett, Astrid den Daas, Klaus Grünewald, Alexander Schwalb (Klarinette/Bassetthorn), Rosa Schell, Ai Sakamoto, Martin Theusner, Caroline Kabuß (Horn), Friedhelm Grote, Klaus Korte (Fagott) und Hubert Otten (Kontrabass).

Eintritt 12 / 8 Euro

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel. 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Ab sofort ist auch wieder ein Onlineverkauf möglich (www.theaterhagen.de).

„Faire Woche 2020“

18. September 2020

„Fair statt mehr“: Um dieses Motto geht es bei der „Fairen Woche 2020“, die in Hagen mit einem Verkaufs- und Informationsstand vor dem Rathaus an der Volme startete.

In diesem Jahr dreht sich bei der „Fairen Woche“ alles um das 12. Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen: Nachhaltiger Konsum und Produktion. Im Fokus steht die Frage, wie möglichst vielen Menschen ein gutes Leben ermöglicht werden kann und welchen Beitrag fairer Handel leistet.

Die nächste Veranstaltung der Hagener Aktionswoche ist eine Verkostung von fair gehandeltem Kaffee aus verschiedenen Regionen am Freitag, 18. September, von 12 bis 16 Uhr vor dem AllerWeltHaus, Potthofstraße 22. Die „Faire Woche“ läuft noch bis Freitag, 25. September. Weitere Informationen rund um fair gehandelte Produkte gibt es auch im Weltladen des AllerWeltHauses und unter Telefon 02331/183939.


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