Autor-Archiv

SPD Hagen fordert erneut eine Senkung der Kita-Beiträge

17. November 2018

Die Elternbeiträge für den Kindergarten werden in Hagen jedes Jahr um zwei Prozent erhöht. Die SPD fordert die Abschaffung dieses Effekts. (…)

Laut Jörg gehört Hagen damit zu den Kommunen mit den höchsten Elternbeiträgen in Nordrhein-Westfalen. Diese auch noch jährlich um zwei Prozent anzuheben, hält er spätestens für unredlich, seitdem ihm das Düsseldorfer Familienministerium die Auskunft erteilt hat, dass die Landesregierung ihren Zuschuss zu den Kindpauschalen in Hagen seit 2015 um fünf Millionen Euro erhöht hat. Er würde zu gern wissen, wo dieses Geld geblieben sei, so Jörg: „Statt damit irgendwelche Lücken zu schließen, sollte sich Kämmerer Gerbersmann einen Ruck geben und diese Entlastung an die Eltern, die unter den hohen Beiträgen leiden, weitergeben.“ (…)

Quelle: wp.de

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Betriebsratsanwalt erhebt schwere Vorwürfe gegen TWB-Führung

17. November 2018

Im Machtkampf mit VW drohen 324 Kündigungen bei TWB-Prevent in Hagen: Jetzt erhebt der Betriebsrats-Anwalt schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen. (…)

„Ich bin bundesweit tätig, aber dieser Fall ist alles andere als üblich.“ Die Prevent-Geschäftsführung verweigere dem Betriebsrat die notwendigen Informationen, um überhaupt auf Augenhöhe über einen Sozialplan zu verhandeln: „Kein Jahresabschluss, kein Lagebericht – uns fehlen Informationen, die uns rechtlich zustehen.“ (…)

Quelle: wp.de

Öffentliche Führung: Geschichte des Osthaus Museums

17. November 2018

Das Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe

So, 18.11.2018, 12:15 – 13:15 Uhr, Hohenhof

Zeitgenössische Abbildung der Ausstellung „Kunst im Kriege“ (Foto: Osthaus-Museum)

Karl Ernst Osthaus begründete nicht nur 1902 mit dem Folkwang-Museum das erste deutsche Museum für zeitgenössische Kunst, sondern interessierte sich auch für Angewandte Kunst und die Gestaltung von Alltagsgegenständen. 1909 gründete er das Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe, das ein wichtiges Forum für modernes Design wurde. Zeugnisse der Tätigkeiten dieses Museums werden im Hohenhof gezeigt und im Rahmen der Führung zu den gesellschaftlichen und künstlerischen Strömungen der Zeit in Bezug gesetzt.

Eine telefonische Anmeldung unter der Nummer + 49 2331 207 2740 ist notwendig. Es wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von € 4 zusätzlich zum Eintrittsgeld erhoben. Treffpunkt ist der Hohenhof, Stirnband 10, 58093 Hagen.

Kulturfreunde fürchten um die Sparte Ballett in Hagen

16. November 2018

Kungeln sich Intendanz und Aufsichtsrat des Hagener Theaters die Zerschlagung der Sparte Ballett schön? Unter den Kulturfreunden der Region herrscht Unruhe, seit Ballettdirektor Alfonso Palencia trotz großer künstlerischer Erfolge die Nichtverlängerung erhalten hat. Dass jetzt mit Michael Fuchs auch der versierteste Zahlenexperte der Bühne das Handtuch wirft, verstärkt die Sorgen. Damit sind bis auf Generalmusikdirektor Joseph Trafton seit dem Amtsantritt von Intendant Francis Hüsers alle Abteilungsleiter in der Direktion über die Wupper gegangen – beziehungsweise gegangen worden. (…)

Doch vom Theaterförderverein kommt kein Mucks zur Personalkrise. Wie kann das sein? (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Ein aufschlussreicher Beitrag der Kulturjournalistin Monika Willer.

Steingarten-Verbot in Hagen: Gegenwind für Grünen-Vorschlag

16. November 2018

Wenn es nach den Grünen geht, sollen in Hagener Neubaugebieten Steingärten verboten werden. Andere Parteien lehnen diesen Vorschlag jedoch ab. (…)

„In erster Linie war es ja auch unser Ziel, eine Diskussion anzustoßen“, sieht Hans-Georg Panzer, Ratsmitglied und Vorsitzender des Umweltausschusses, schon jetzt ein Ziel seines Vorhabens erreicht. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Und schwupps! sind die Panzer-Grünen wieder eingeknickt – schneller als man denken kann. War ja alles nicht so gemeint. „Diskussionen“ stoßen die Hagener Grünen schon lange nicht mehr an.

Max-Bahr-Gelände soll Gewerbefläche werden

16. November 2018

Einstimmig hat sich der Stadtentwicklungsausschuss dafür ausgesprochen, das Areal des ehemaligen Baumarktes Max Bahr an der Eckeseyer Straße wieder als reine Gewerbefläche auszuweisen. Damit würde die zusätzlich vorgesehene Einzelhandlesnutzung als Festsetzung aus dem Bebauungsplan wieder verschwinden. Sprecher aller Fraktionen betonten, dass das Grundstück angesichts des erheblichen Gewerbeflächendefizites in Hagen an diesem Standort sicherlich attraktiv genutzt werden könne. (…)

Quelle: wp.de

Stadtspitze bedauert Rückzug von Theater-Geschäftsführer

16. November 2018

Die offizielle Sprachregelung der Stadt:

Der Geschäftsführer der Theater Hagen gGmbH, Michael Fuchs, hat im Rahmen der jüngsten Aufsichtsratssitzung am 13. November 2018 erklärt, spätestens zum 22. Dezember 2018 sein Amt als Geschäftsführer niederlegen zu wollen. Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der Theater-Aufsichtsratsvorsitzende Sven Söhnchen und Kulturdezernentin Margarita Kaufmann bedauern diesen Schritt ausdrücklich und bedanken sich bei dem scheidenden Geschäftsführer für die rund um das Theater erworbenen Verdienste und seinen Einsatz für die Gesellschaft.

Michael Fuchs hat das Theater seit 2009 in schwierigen, von großem Konsolidierungsdruck geprägten Zeiten geleitet, zunächst als Chef des städtischen Amtes „Theater“, später, nach dem Rechtsformwechsel des Theaters von einem städtischen Amt in eine gemeinnützige GmbH im Jahr 2015, als Geschäftsführer.

Trotz intensiver Gespräche vor dem Hintergrund kontroverser Positionierungen von Aufsichtsrat und dem Gesellschafter Stadt konnte unter der zwingend vorgegebenen Beachtung aller beamtenrechtlichen Restriktionen keine Einigung zwischen dem Dienstherrn und dem städtischen Beamten Michael Fuchs über die Bewertung seiner Tätigkeit als Geschäftsführer erreicht werden.

Nach der Beendigung seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Theater Hagen gGmbH wird Michael Fuchs amtsangemessen bei der Stadt Hagen weiterbeschäftigt. Die Stadtspitze und der Theateraufsichtsrat arbeiten ab sofort gemeinsam an einer Nachfolgeregelung, um schnellstmöglich einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für diese wichtige Tätigkeit zu gewinnen.

Thema: BAUHAUS

16. November 2018

Jahresausstellung der Künstlervereinigung Hagenring

Das Bauhaus war eine Ideenschule und zugleich ein Experimentierfeld auf den Gebieten der freien und angewandten Kunst, Gestaltung, Architektur und Pädagogik. Zwei spätere Gründungsmitglieder des HAGENRING waren seinerzeit auf Vermittlung von Karl Ernst Osthaus an das Bauhaus gegangen: Heinrich Brocksieper und Reinhard Hilker.

Mit dieser Gemeinschaftsausstellung, an der 20 Künstlerinnen und Künstler teilnehmen, beschließt der HAGENRING zugleich das Jahr 2018, in dem insgesamt 10 erfolgreiche Veranstaltungen in der eigenen Galerie durchgeführt wurden. Die Künstler zeigen einen Querschnitt ihrer vielfältigen Ausdrucksformen als Interpretation zur Bauhaus-Idee. Jeweils zwei Arbeiten der damaligen Hagener Bauhaus-Künstler erinnern in dieser Ausstellung an die Vergangenheit. In Deutschland, aber auch weltweit haben funktionale Gestaltung und modernes Bauen eine Epoche geprägt.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung findet ein Kunstmarkt statt, bei dem die HAGENRING-Aktiven am 18.11. ihre Arbeiten und Werke ehemaliger HAGENRING-Mitglieder anbieten. Das Angebot der Künstlerinnen und Künstler wird gern genutzt, um rechtzeitig vor Weihnachten ein attraktives Geschenk zu günstigen Preisen erwerben zu können.

Die Jahresausstellung ist vom 18.11. bis zum 21.12.2018 in der HAGENRING-Galerie zu sehen.

E-Lastenrad: Förderung möglich

16. November 2018

Das Umweltamt der Stadt Hagen weist darauf hin, dass das Land NRW – passend zu den Bemühungen um eine nachhaltige Mobilität in Hagen – die Anschaffung von elektrisch betriebenen, fabrikneuen Lastenfahrrädern fördert. Für Hagen greift die Förderung, weil nur Personen in NRW antragsberechtigt sind, die mit Erstwohnsitz in Städten mit NO2-Grenzwertüberschreitung leben.

Diese E-Lastenräder müssen eine Nutzlast von mindestens 70 Kilogramm ohne Fahrer aufweisen und entweder einen verlängerten Radstand besitzen oder Transportmöglichkeiten aufweisen, die unlösbar mit dem Fahrrad verbunden sind und dabei mehr Volumen oder Gewicht aufnehmen können als ein herkömmliches Fahrrad. Dann beträgt die Förderquote 30 Prozent der Ausgaben der Anschaffung bis maximal 1.000 Euro für natürliche Personen, also für private Bürger. Allerdings ist nur ein Lastenrad pro Wohneinheit förderfähig. Dazu muss die antragstellende Person nachweisen, dass sie zum Zeitpunkt der Auszahlung der Zuwendung den Erstwohnsitz im Land Nordrhein-Westfalen haben wird.

Bewilligungsbehörde ist die Bezirksregierung Arnsberg – Abteilung 6 – Bergbau und Energie in NRW – Postfach 10 25 45 in 44025 Dortmund. Antragsvordrucke sind erhältlich auf den Seiten der Bezirksregierung (www.bezregarnsberg.nrw.de) oder unter Telefon 0211/837-1001.

Unternehmen oder auch Vermieter von Gebäuden können sich im Internet bei der Bezirksregierung Arnsberg ebenfalls über die für sie speziellen Förderbedingungen zur Anschaffung eines E-Lastenrades informieren.

Digitale Karte für Stolpersteine

16. November 2018

Im Rahmen eines Ausbildungsprojektes haben die Auszubildenden Birte Fidora und Jan Henrik Hembeck im Amt für Geoinformation und Liegenschaftskataster der Stadt Hagen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Rahel-Varnhagen-Kollegs und unter Beteiligung anderer Fachämter und Hagener Institutionen eine digitale Karte mit Hintergrundinfos für die Stolpersteine im Hagener Stadtgebiet entwickelt.

Das 1992 gestartete Projekt Stolpersteine ist mit fast 70.000 Steinen (Stand August 2018) in 1.265 deutschen Kommunen und in 21 Staaten Europas mittlerweile das größte dezentrale Mahnmal der Welt. In Hagen gibt es derzeit 113 durch den Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte Stolpersteine.

Birte Fidora und Jan Henrik Hembeck haben zunächst mit der älteren Azubigeneration Marvin Temme, Simon Hartmann und Kardo Böttcher im Internet recherchiert, Ergebnisse zusammengestellt und eine erste Besprechung zu dem Thema vorbereitet. Thorsten Wagner, Sachgruppenleiter des Geodatenzentrums der Stadt Hagen, war Ideengeber für das Projekt und betreute die Auszubildenden von Beginn an bei ihrer Arbeit. Ziel war es ursprünglich, eine Karte zu erstellen, auf der die Lage der Stolpersteine zu sehen ist und die bei Klick den Namen und das Bild des Steines wiedergeben.

Doch im Rahmen der Recherchen landeten die engagierten Projektbeteiligten beim Hagener Geschichtsverein als Nachfolger des ehemaligen Vereins Stolpersteine Hagen. Aus diesen Kontakten heraus kam es dann zu einer ersten Besprechung in großer Runde und es entstand dort die letztlich umgesetzte Idee, mit Detailinformationen in Text und Bild auch die Menschen hinter den Steinen zu würdigen. In dieser Gruppe wirkten für den Hagener Geschichtsverein Helga Heukeroth, Dr. Wolfgang Müller, Rainer Stöcker, Rudolf Damm und Pablo Arias mit. Der Geschichtsverein lieferte die Geschichten der Opfer, die sich hinter den auf den Stolpersteinen aufgeführten Namen verbergen. Pablo Arias, Geschichtslehrer am Rahel-Varnhagen-Kolleg, konnte rund zehn Schülerinnen und Schüler des Kollegs für das Projekt begeistern.

Unter Einbindung des Hagener Betriebes für Informationstechnologie (HABIT) wurde eine digitale Stadtkarte entwickelt, auf der alle Stolpersteine aufgeführt sind und bei denen durch Anklicken zusätzliche Informationen abgerufen werden können. Bisher wurden 14 Stolpersteine aktiviert, also mit Hintergrundinformationen belegt. Viele Stadtteile und Opfergruppen werden vom Anfang an vertreten sein. Bei mindestens 30 weiteren Opfern könnte man dank Archivmaterial und Sekundärquellen sehr ausführliche Informationen hinterlegen.

Für einige Stolpersteine liegen bereits Audiodateien vor, damit die Nutzer die Geschichten der betroffenen Personen vor Ort oder von zu Hause hören können. Darüber hinaus können in der Zukunft durch die bunte Schülerschaft des Rahel-Varnhagen-Kollegs mehrsprachige Übersetzungen angeboten werden – zum Beispiel in englischer, Italienischer, arabischer, polnischer und türkischer Sprache. Auch dieses Angebot befindet sich bereits im Aufbau.

Die Projektgruppe möchte noch weitere Informationen auf der Seite der digitalen Stolpersteine integrieren. Denkbar wäre es, in einer weiteren Ausbaustufe beispielsweise Inhalte wie „NS-Unterorganisationen“, „Bombenkrieg“ oder „Fremdarbeiter in Hagen“ zu präsentieren.

Nicht ohne Ohrwurm

15. November 2018

Zweites Familienkonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Juri Tetzlaff ist als KiKA-Moderator wohl vor allem bei der jüngsten Generation der Konzertbesucher ein beliebter Gast. Äußerst unterhaltsam vermittelt er zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Hagen Klassiker der Konzertliteratur an Jung und Alt. Alle Besucher nimmt er mit auf seine aufregenden und anschaulichen Entdeckungsreisen in die Welt der Klassik.

Im 2. Familienkonzert am 18. November 2018 (11 Uhr, Theater Hagen, Großes Haus) dreht sich alles um Peter Tschaikowskis beliebte „Nussknacker“-Suite, welche die Zuhörer garantiert nicht ohne Ohrwurm nach Hause gehen lässt – sei es der „Tanz der Zuckerfee“, der „Marsch der Zinnsoldaten“ oder der „Tanz der Rohrflöten“.

Das Orchester bringt die zauberhafte Klangwelt Tschaikowskis unter der Leitung von Solorepetitor Andrey Doynikov auf die Bühne, während Juri Tetzlaff die fantasievolle Handlung des Balletts kindgerecht vermittelt: Maschas Traum vom Nussknacker, der sie u.a. ins Reich der Süßigkeiten entführt, stimmt auf die Adventszeit ein.

Karten an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Automobilzulieferer aus Hagen verliert Prozess gegen VW

14. November 2018

Beim Auto-Zulieferer Prevent TWB werden wohl hunderte Mitarbeiter ihren Job verlieren. Denn das Unternehmen wird ab März keine Teile mehr an VW liefern. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf eben entschieden. (…)

Quelle: WDR

Geschäftsführer Michael Fuchs verlässt das Hagener Theater

14. November 2018

Michael Fuchs, Geschäftsführer des Hagener Theaters, hat vor dem Aufsichtsrat den Rückzug von seinem Posten erklärt. (…)

Quelle: waz.de

FDP-Populisten: Freie Bahn für Schotter“gärten“

14. November 2018

Lassen sich die Grünen wieder am Nasenring durch die Manege ziehen?

So musste es ja kommen: Gegen den Vorstoß der grünen Fraktion im Hagener Stadtrat, die Verschotterung von Vorgärten einzudämmen, läuft die FDP Amok.

Die Kleingruppierung, die nur dank eines Überläufers aus der SPD überhaupt die Vorteile des Fraktionsdaseins genießen darf, fährt wieder einmal ihre pervertierte Vorstellung des Freiheitsbegriffs ins Feld, ohne nur ein einziges der von den Grünen genannten Argumente für eine Eindämmung der Schotter-Unsitte zu widerlegen.

Ersatzweise greift die FDP zu populistischen Parolen. So behauptet Alexander Plahr, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion: „Viele Menschen können die Pflege eines bepflanzten Vorgartens schlicht nicht leisten, sei es aus zeitlichen, gesundheitlichen oder finanziellen Gründen.“

Wann hat sich denn der Liberalenverein für jene Bürger stark gemacht, die „aus zeitlichen, gesundheitlichen“ Gründen nicht den Winterdienst auf den Gehwegen erledigen können, während der Entsorgungsbetrieb alles einstellt, sobald die ersten Schneeflocken nahen? Wo hat sich die FDP um Bürger besorgt, die ihre Miete aus „finanziellen Gründen“ nicht mehr zahlen können?

„Aus unserer Sicht hat die Stadt sich nicht in die Gestaltung privater Vorgärten einzumischen. Wo kommen wir denn hin, wenn das Umweltamt in Zukunft beurteilt, was schön oder zeitgemäß ist?“, fragt Claus Thielmann, Fraktionsvorsitzender der FDP, der auch behauptet: „Ein gut gestalteter Steingarten mit niedrigen Gewächsen ist für mich durchaus reizvoller als ein ungepflegter Dschungel vor dem Eigenheim.“

Um „schön oder zeitgemäß“ geht es in dem Antrag der Grünen zwar nicht, sondern um die ökologischen Folgen dieser Art von „Gärten“ – aber das muss einen Thielmann nicht stören. Von Steingärten mit Gewächsen ist in dem Grünen-Antrag nicht die Rede – es geht um Flächen, die als Modell für Straßenunterbau dienen könnten. Als Freund von Sekundärtugenden ist dem großen Zampano eine „Ordnung“ nach seinen Vorstellungen vor dem Haus offenbar wichtiger als eine ökologisch sinnvolle Grünfläche.

Neben den ökologischen Fragen spielt auch die Frage eine Rolle, ob die bauliche Anarchie, die sich in den letzten Jahren nach Vorgabe des Stadtrats in Hagen eingenistet hat, weiter fortgesetzt werden soll. FDP-Plahr ist jedenfalls dafür, wenn er behauptet: „Wir wollen jedenfalls keine einheitlichen Neubaugebiete, die aussehen wie aus dem Katalog.“

Plahr will also möglichst ungeregelte Areale, in denen der Wildwuchs herrscht. Baugebiete wie an der Rissestraße in Eppenhausen oder neben dem historischen Haus Harkorten in Westerbauer, die sich durch eine gestalterische Kakophonie auszeichnen, die jedem auch nur halbwegs in ästhetischen Kategorien denkenden Mitmenschen die Haare zu Berge stehen lassen.

Der Freiheitsbegriff der FDP ist ein zutiefst asozialer, der sich nach dem Motto vollzieht: Jeder ist sich selbst der Nächste. Dass ökologisches Desinteresse einzelner das gesamte Umfeld betrifft oder sich auch andere die Schrottarchitektur in den regelfreien Baugebieten ansehen müssen, interessiert die Lobbygruppe nicht.

Auch nicht, dass sie sich damit nicht mehr auf dem Boden der Verfassung befinden. Dort finden sich immerhin noch bemerkenswerte Sätze, der in der deutschen Realität leider so gut wie nicht mehr relevant sind: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Davon ist die Hagener FDP meilenweit entfernt.

Der Stadtentwicklungsauschuss hat das Thema erst einmal als 1. Lesung behandelt. Spannend dürfte es sein, ob sich die Grünen, die mit der FDP in der „Allianz des Grauens“ verbündet sind, am Ende wieder einmal am Nasenring durch die Manege des Ratssaals ziehen lassen.

Emotionale Debatte über Zukunft des Böhfeldes in Hagen

14. November 2018

Die Stadt Hagen will auf dem Böhfeld, einer Fläche nahe des Hengsteysees, ein Gewerbegebiet entwickeln. Die Bürger haben etwas dagegen. (…)

Mit geballter Wucht artikulierten zahlreiche der rund 130 erschienenen Bürger ihren Protest gegen das Vorhaben. „Wir wollen nicht, dass diese Natur- und Kulturlandschaft zerstört wird“, fasste Bernd Lange die Bedenken zusammen. (…)

Während der erregten Debatte wurden viele für die gesamte Stadt wichtige Fragen erörtert, etwa den Umgang mit Brachflächen (…)

Quelle: wp.de

Reger Austausch beim ersten Hagener Kulturtreffen

14. November 2018

Den Austausch zwischen Kulturschaffenden und Publikum fördern – dieses Ziel verfolgen künftig die Hagener Kulturtreffen. Der Auftakt zur neuen Veranstaltungsreihe startete am vergangenen Samstag (10. November) im Kulturzentrum Pelmke (Foto: Stadt Hagen).

Die gut besuchte Veranstaltung mit über 90 Teilnehmenden begann mit einem kurzen Rückblick auf den bisherigen Kulturentwicklungsplanungsprozess. Kulturdezernentin Margarita Kaufmann wies auf Schwerpunkte dieses Plans hin. Der Wunsch nach mehr Austausch zwischen Kulturschaffenden und Publikum war eine der Konstanten bei der Bürgerbeteiligung. Diesem komme man nun mit den Kulturtreffen an wechselnden Orten und Akteuren nach.

Es stellte sich eine Projektgruppe vor, die jungen Menschen den Zugang zu Kulturinstitutionen erschließen und zugleich die interkulturelle Öffnung von Kulturinstitutionen befördern will. Für nachhaltiges und ressourcenwahrendes Verhalten setzt sich die Initiative Hatopia ein, die noch Mitstreiter sucht. Dr. Klaus Fehske hatte sieben prägnante Thesen zum Thema Kultur als Marketinginstrument für die Stadt Hagen mitgebracht.

Es entspann sich eine anregende Diskussion über die Inhalte und die Relevanz soziokultureller Arbeit seit ihren Anfängen bis zur heutigen Zeit. Sowohl das 1986 eröffnete Kulturzentrum Pelmke als auch das Bochumer Kulturzentrum Bahnhof Langendreer, das mit seinen über 30 Jahren zu den ältesten soziokulturellen Zentren in NRW gehört, genießen hohe allgemeine Wertschätzung in den jeweiligen Städten und darüber hinaus.

Sie fungieren als Anlaufstellen für Initiativen und künstlerisch Tätige, als Veranstaltungsorte von Programmkino bis Comedy, als niedrigschwellige Treffpunkte sowie als Anbieter von Informationsveranstaltungen zu gesellschaftlich relevanten Themen. Zugleich arbeiten sie unter schwierigen finanziellen Bedingungen und können ihre Arbeit nur dank einem hohen persönlichen Einsatz und ehrenamtlich Tätigen realisieren. Kritische Fragen und klare Worte, auch seitens des Publikums, prägten die Veranstaltung.

Das nächste Kulturtreffen findet am 9. März 2019 statt. Weitere Informationen hierzu, über die genannten Initiativen sowie eine Newsletter-Funktion unter www.hagen.de/kulturtreffen.

Neubau für Freilichtmuseum Hagen

14. November 2018

So soll das neue Eingangsgebäude im LWL-Freilichtmuseum Hagen aussehen. Foto: LWL

Das LWL-Freilichtmuseum Hagen soll ein neues Eingangsgebäude bekommen. Der zuständige Kulturausschuss hat jetzt den Baubeschluss für den Neubau und eine außerdem geplante Elektrobahn für Besucher gefasst. Das Projekt wird mit insgesamt 4,75 Millionen Euro veranschlagt. Die Arbeiten sollen 2020 starten.

Die sogenannte Wegebahn – Elektro-Zugmaschine mit Anhängern – soll das 42 Hektar große Freilichtmuseum für Besucher erschließen. Damit sie die Bahn direkt ab dem Parkplatz nutzen können, soll das Eingangsgebäude mit Ticketverkauf, Shop und Toilettenanlagen hierhin verlegt werden.

„Weichen stellen“

14. November 2018

Ein Theaterstück anlässlich „80 Jahre Pogromnacht“ des Jugendclubs des Theaters Hagen

Um den 80. Gedenktag zur Pogromnacht auch und gerade für Jugendliche und junge Menschen erlebbar werden zu lassen, haben sich verschiedene Institutionen (Jüdische Gemeinde Hagen, Jugendring Hagen, Geschichtsverein Hagen, Künstlervereinigung Kooperative K., Theater Hagen, Rahel van Hagen-Kolleg und die Stadtkanzlei der Stadt Hagen) zusammengeschlossen.

„Weichen stellen“ ist einer der Beiträge des Jugendclubs des Theaters Hagen, die am 15.11. (18.30 Uhr) und 18.11. (16.30 Uhr) in der Synagoge (Potthofstraße) zu erleben sind. Bei diesem, von den Jugendlichen selbst entwickelten Stück, geht es um die Schicksale von Kindern, die während der Judenverfolgung im Dritten Reich ins Ausland transportiert wurden. Der von Theaterpädagogin Miriam Walter geleitete Jugendclub hat sich in seiner theatralen Auseinandersetzung unter dem Titel „Weichen stellen“ auf geschichtliche Pfade begeben und begegnete dabei Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um ihnen Unbekannte zu retten.

Eintritt frei – Platzreservierung unter miriam.walter@stadt-hagen.de

Rösner mit Gernhardt-Abend in Hohenlimburg

14. November 2018

Premiere an der Herrenstraße – „Nimm es hin, dass ich was Besond’res bin.“ Hausherr Christoph Rösner begeisterte jetzt damit „sein“ Publikum im restlos ausgeverkauften Restaurant Fachwerk an der Herrenstraße. Kleinkunst vom Allerfeinsten stand dort am Samstag auf dem Programm. (…)

Quelle: wp.de

16,3 Prozent der Hagener sind überschuldet

14. November 2018

Das ergibt sich aus aktuellen Zahlen der Auskunftei Creditreform. Hagen gehört danach zu den zehn Städten mit dem höchsten Anstieg der Überschuldungsquote im Vergleich der Jahre 2004 und 2018. Von 401 Gebietskörperschaften (Kreise und kreisfreie Städte) in Deutschland landet Hagen auf dem 389. Platz.

Innerhalb der Stadt ist der Verschuldungsgrad recht unterschiedlich. Während in Wehringhausen und Mittelstadt ist fast jeder Vierte überschuldet ist, in Altenhagen jeder Fünfte, in Haspe und Eilpe jeder Sechste, liegt die Verschuldung im Hagener Osten von Boele bis Hohenlimburg wesentlich niedriger.

Fundsache: Bescheuert

13. November 2018

Der blanke Zynismus: BMW-Werbung (Foto: DW)

Nach drei Jahren Untätigkeit der Bundesregierung in Sachen Dieselbetrug kann es sich die Autoindustrie inzwischen erlauben, eben diese Regierung zu verhöhnen. Und die lässt das auch bereitwillig zu.

Die oben abgebildete Werbung des Autokonzerns BMW erschien fünf Tage vor dem jüngsten „Diesel-Gipfel“ am 8. November als großformatige Beilage in überregionalen Zeitungen. Solche Medien werden von den Stäben in den Ministerien regelmäßig ausgewertet. Der blanke BWM-Zynismus muss dort also bekannt gewesen sein.

Das hinderte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nicht daran, im Anschluss an das Zusammentreffen mit den Autobossen zu konstatieren, die Konzerne hätten sich „sehr stark bewegt“, die Ergebnisse seien „konstruktiv“.

Das Problem der Dieselfahrzeuge sind bekanntlich die Atemgifte, die sie ausstoßen und dafür sorgen, dass in vielen Städten die vorgeschriebenen Grenzwerte seit Jahren zum Teil erheblich überschritten werden. Die BMW-Werbung lässt nur einen Schluss zu: Das geht den Konzernherrschern glatt am Arsch vorbei.

Der BMW-Konzern, der laut seiner Werbung ja Autos baut, „um den Atem zu rauben“ lehnt Nachrüstungen seiner Karossen weiter ab. Und der Verkehrsminister buckelt dazu. Wie lautet noch gleich das Adjektiv zu Scheuer? Richtig: Bescheuert.

Pro-Merz-Antrag auf CDU-Kreisparteitag nicht zugelassen

13. November 2018

Mit breiter Brust feierte die Hagener CDU im Rahmen ihres Kreisparteitages ihr politisches Wirken in Hagen. Sowohl Kreisvorsitzender Christoph Purps als auch Fraktionschef Stephan Ramrath ließen in ihren Rechenschaftsberichten keinen Zweifel daran, dass die dominierende Kraft der selbsternannten „Allianz der Vernunft“ auf sämtlichen Zukunftsfeldern der Stadt aktuell der maßgebliche Taktgeber sei. (…)

Nachdem der als parteilos operierende Oberbürgermeister Erik O. Schulz sich für die Unterstützung seines Wirkens durch die stabile Mehrheit der Allianz pflichtgemäß bedankt hatte, (…)

Quelle: wp.de

Windkraft: Abstandsflächen in Hagen müssen einheitlich sein

13. November 2018

Windkraft und Wohnbebauung: In Hohenlimburg und im Hagener Süden muss die gleiche Abstandsregelung gelten. (…)

Quelle: wp.de

Pogromerinnerung: Plakate in Volme geworfen

13. November 2018

Im Rahmen der Kulturveranstaltung „Das Klavier in der Volme“, das an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren erinnern soll, befestigten die Veranstalter Plakate mit Kabelbindern auf der Volmebrücke an der Badstraße. Einige dieser Kabelbinder wurden offensichtlich von Unbekannten am Wochenende durchtrennt. Einige Transparente landeten auf dem Gehweg, andere in der Volme. Da eine politisch motivierte Straftat nicht ausgeschlossen werden kann, übernahm der Staatsschutz der Hagener Polizei die weiteren Ermittlungen.

Auf dem Bodelschwinghplatz wurde ein Klavier der Kulturveranstaltung im Wert von 150 Euro zunächst entwendet, später aber beschädigt wieder aufgefunden. Nach bisherigem Ermittlungsstand besteht kein Zusammenhang mit dem Plakat-Vorfall.

Hagener Kinos im Wandel der Zeit

13. November 2018

Zu einem Gesprächsabend mit Uli Weishaupt zum Thema „Hagener Kinos im Wandel der Zeit“ lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) in das Erzählcafé „Altes Backhaus“, Lange Straße 30, am Freitag, 16. November, um 17 Uhr ein.

Uli Weishaupt gibt Film- und Kinofans bereits zum siebten Mal einen interessanten Rückblick auf die Glanzzeiten des Hagener Kinos in den 1950er und 1960er Jahren und führt im Anschluss einen Original-Unterrichtsfilm aus den 1960ern mit einem 16 mm-Projektor vor. Auch Zeitzeugen berichten mithilfe von alten Filmplakaten und Filmprogrammheften aus dieser Zeit von ihren Erinnerungen an Hagener Kinos.

Der Eintritt zu dem Gesprächsabend beträgt 2 Euro. Das Serviceteam der VHS bittet um Anmeldung unter Kursnummer 1200 auf der Seite www.vhs-hagen.de/anmeldung oder unter Telefon 02331/207-3622.

„Für Toleranz, Vielfalt und Respekt“

12. November 2018

Kulturschaffende gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus – bisher nur eine Unterzeichnung aus Hagen

Mehr als 50 Kulturinstitutionen, Verbände, Organisationen sowie freie Kunst- und Kulturschaffende haben die „NRW-Erklärung der Vielen“ gezeichnet. Vorgestellt wurde die Erklärung in einer Pressekonferenz am 9. November, dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht, in Düsseldorf. Aus Hagen findet sich in der Liste der Unterzeichner bisher nur eine einzige Eintragung: Theater Hagen – Kinder- und Jugendtheater Lutz.

Kein Wunder, pflegt man sich in der Volmestadt doch vornehmlich in Gedenkritualen zu ergehen. Auch nur den Versuch, aus Verbrechen der Vergangenheit Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen, sucht man hier vergebens. Im Gegenteil finden sich geradezu absurde personelle Verbindungen zwischen heutigen Funktionsträgern der damaligen Hauptopfergruppe, der jüdischen Bevölkerung, und der neurechten AfD (siehe hier und hier).

Die Initiative der NRW-Kulturschaffenden stellt dagegen die notwendige Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart dankenswerterweise her.

Die „NRW-Erklärung der Vielen“ im Wortlaut:

Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde schon einmal Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Kunstschaffende.

Heute begreifen wir die Kunst- und Kultureinrichtungen als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich so im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n als Wesen der vielen Möglichkeiten!

Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteur*innen dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechte Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur.

Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit allen Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.

Wir als Unterzeichnende der NRW Kunst- und Kultureinrichtungen, ihrer Interessensverbände und freien Kunst- und Kulturschaffenden begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:

  • Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen, aufklärenden, kritischen Dialog über rechte Strategien. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln.
  • Alle Unterzeichnenden bieten kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda.
  • Wir wehren die illegitimen Versuche der Rechtsnationalen ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
  • Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.
  • Rassismus ist Alltag. Rechtsextremismus ist ein Symptom davon. Dieses Bündnis will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern in die Tiefe wirken. Wir setzen uns deswegen mit den eigenen Strukturen auseinander und stellen diese zur Verhandlung. Wir müssen die Kunst- und Kulturräume sowie unsere Gesellschaft öffnen, damit wir wirklich Viele werden!

Solidarität statt Privilegien. Es geht um Alle. Die Kunst bleibt frei!

Zum Unterzeichnen der Erklärung oder bei Fragen: nrw.erklaerung@dievielen.de

Stadt Hagen ringt um Fortgang des „Block 1“-Projektes

12. November 2018

Das Rathaus ringt um den Fortgang des „Block 1“-Abrisses in Wehringhausen. Im Dezember wird entschieden, ob eine Bebauungsplanverfahren folgt. (…)

Quelle: wp.de

Zum Hintergrund:

Abrissbirne wäre ein verheerendes Zeichen

Abriss im großen Stil

CDU unterstützt Abrisspläne

Ersatzpflanzung von Bäumen in Hagen nur mit Sponsoren

12. November 2018

Auch wenn die Fachleute eine Ersatzpflanzung empfehlen: Die Bäume, die die Stadt im Winter fällt, werden nur ersetzt, wenn sich Sponsoren finden. (…) Da der WBH selbst keine Mittel habe, müsse eine Neupflanzung aus Drittmitteln bestritten werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wenn der WBH das Geld an anderer Stelle verpulvert, sind natürlich „keine Mittel“ mehr vorhanden. So hat der Wirtschaftsbetrieb Hagen mal eben 30.000 Euro für die sinn- und zweckfreie Umdekorierung der Hasper Fußgängerzone locker gemacht (geplante Gesamtkosten: 170.000 Euro).

Regeln für Unternehmen weltweit?!

12. November 2018

Auf dem Weg zu einem UN-Treaty zu Wirtschaft und Menschenrechten

Do 15.11.2018, 19:00 Uhr
Villa Post, Wehringhauser Str. 38, 58089 HA-Wehringhausen

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass Beschäftige, die unsere Kleidung und Schuhe produzieren, vor Gesundheitsschäden am Arbeitsplatz geschützt sind und sie sich ohne Angst gewerkschaftlich organisieren können. Oder dass für den Ab- und Anbau von Rohstoffen Menschen nicht von ihrem Land vertrieben oder durch Umweltzerstörung ihrer Lebensgrundlage beraubt werden.

Zahlreiche Berichte aus Fabriken, Minen oder Plantagen weltweit jedoch belegen das Gegenteil: Menschenrechtsverletzungen sind keine Seltenheit in unseren weltweiten Lieferketten. Für die über Landesgrenzen hinaus handelnde Unternehmen bleiben die Verstöße oft ohne Folgen.

Angestoßen durch Südafrika und Ecuador arbeitet nun seit 2014 eine Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats an einem erstmals verbindlichen UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten. Der sogenannte UN-Treaty soll regeln, dass Menschenrechte Vorrang vor Profitinteressen haben. Welche Chancen bietet dieser UN-Prozess? Wie ist der Verhandlungsstand und welche Rolle nehmen die EU und Deutschland hierbei ein?

Eva-Maria Reinwald, Promotorin für Globale Wirtschaft und Menschenrechte bei SÜDWIND e.V. berichtet über den Prozess.

Eine Veranstaltung von Arbeit und Leben und VHS

Der kleine Gott der Welt

12. November 2018

Faust – Klassiker von Johann Wolfgang von Goethe

Foto aus der Produktion. Copyright: Ina Jabss.

Am 17. November 2018 (19.30 Uhr) findet die Wiederaufnahme von „Faust“ (Klassiker von Johann Wolfgang von Goethe in einer Textfassung von Lutz-Leiterin Anja Schöne mit Musik von Jana Reiß) im Lutz statt.

Hereinspaziert! Hereinspaziert! Kommt alle heran zu einem Spektakel der besonderen Art, wenn Mephisto – um seine Wette mit Gott zu gewinnen – Faust durch die Manege des Lebens treibt. Denn der „kleine Gott der Welt“ wird sich den teuflischen Verführungen nicht entziehen können, da ist sich dieser verdammt weibliche Mephisto sicher.

Unterstützt von einer Schar teuflischen Zirkuspersonals bringt Mephisto den lebensmüden, verzweifelt strebenden Faust dazu, einen Pakt mit ihm – oder ihr? – einzugehen und nimmt ihn mit auf eine abenteuerliche Reise durch die kleine und die große Welt, immer auf der Suche nach dem ultimativen Rausch. Doch zwischen Akrobaten, Jongleuren, Clowns und Musikanten taucht plötzlich Gretchen auf und wird für Mephisto zu einem größeren Problem, als er – oder sie? – ahnen konnte…

Goethes Texte wirken mit der Vertonung von Jana Reiß wie für ein Musical geschrieben. Mehr noch: die Songs transportieren die Geschichte kongenial weiter, lassen die Poesie Goethes neu erfahren. Anja Schönes Textkürzungen ergeben eine auf den Punkt gebrachte frische Interpretation des altbekannten Dramas, ohne sich dem Zeitgeist anzudienen.

In der Inszenierung von Anja Schöne, die gemeinsam mit Andreas Kunz auch für die Ausstattung verantwortlich zeichnet, spielen, singen und musizieren: Andreas Kunz (Faust), Aischa-Lina Löbbert (Mephisto), Jana Reiß (Gretchen, Erdgeist, Clown, Hexe, Studentin), Felix Zimmermann (Kleiner Hexer, Schauspieler, Wagner, Clown, Student, Valentin), Basil Weis (Piano, Percussion, Theaterleiter, Student).

Weitere Vorstellung: 7.2.2019 (19.30 Uhr); Schulvorstellungen: 20.11.; 21.11.2018; 10.1.; 11.1; 6.2.; 7.2.2019 (jeweils 12.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Wie geht es mit Europa weiter?

11. November 2018

Ex-EU-Präsident Martin Schulz kommt in die Hagener Stadhalle

Gerade in Krisenzeiten lohne es sich, für die europäische Idee zu kämpfen, ist der Hagener SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel überzeugt: Die EU stehe seit über 70 Jahren für den Frieden auf unserem Kontinent. Doch wie geht es mit Europa weiter?

Zur Diskussion über dieses Thema lädt Röspel am Freitag, dem 16. November, um 18 Uhr in die Stadthalle Hagen ein. Der frühere Präsident des Europa-Parlaments Martin Schulz wird dabei die europapolitischen Vorhaben der SPD-Bundestagsfraktion vorstellen und mit den Besuchern über die Zukunft Europas sprechen.

Die EU steht am Scheideweg, meint Röspel: „Als erstes Mitglied verlässt Großbritannien die Gemeinschaft. Eine gemeinsame Flüchtlingspolitik will nicht gelingen. Rechte Parteien gewinnen in allen europäischen Ländern immer mehr Zustimmung, obwohl sie grundlegende europäische Werte wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit bekämpfen.“ Alle Mitglieder der EU, aber besonders Deutschland profitiere von Europa. Offene Grenzen für Personen, Waren und Kapital hätten entscheidend zum Wohlstand aller Europäer beigetragen und die Lebensverhältnisse enorm verbessert.

Die SPD-Bundestagsfraktion sei überzeugt davon, dass die Vertrauenskrise überwunden werden kann. Die Europäische Union müsse gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Mit einem „Europäischen Sozialpakt“ wolle die SPD Lohn-, Sozial- und Steuerdumping verhindern und die sozialen Grundrechte der Beschäftigten in der EU stärken. Dazu gehörten Mindestlöhne in der EU, das Prinzip des gleichen Lohns für gleiche Arbeit am gleichen Ort und mehr Geld gegen Jugendarbeitslosigkeit. Um Wachstum und Beschäftigung in der Eurozone voranzubringen, seien mehr Investitionen statt einseitiger Spardiktate nötig.

Die Teilnahme an der Diskussion mit Martin Schulz ist kostenlos. Allerdings bittet René Röspel Röspel aus organisatorischen Gründen um eine Anmeldung über seine Homepage oder in seinem Wahlkreisbüro unter Telefon 0 23 31 / 91 94 58 oder rene.roespel@wk.bundestag.de

Bezirksregierung sieht Pläne für Elsey „sehr, sehr kritisch“

11. November 2018

Die Bezirksregierung lehnt die Lidl-Vergrößerung in Elsey ab, die Stadt Hagen wird dem wohl folgen. (…)

Eine politische Mehrheit in der Bezirksvertretung und auch die Verwaltung hatten diese Pläne bislang mitgetragen. Wohlwissend, dass das von der Stadt Hagen selbst verabschiedete Einzelhandelskonzept eigentlich vorsieht, nur noch die Zentren in den Stadtteilen zu stärken.

Genau darauf hebt nun auch die Bezirksregierung ab: „Die Stadt Hagen handelt hier nicht logisch“, so Bezirksregierungs-Sprecher Söbbeler. Wenn in Elsey Einzelhandelsflächen abseits des unter vielen Leerständen leidenden Hohenlimburger Zentrums erweitert würden, „dann führt das zu einem unstrukturierten Stadtbild, mit dem am Ende keiner glücklich sein kann.“ (…)

Quelle: wp.de

Marode Brücke könnte Hagen vom Bahnverkehr abkoppeln

11. November 2018

Die Hagener Fuhrparkbrücke ist dem Abriss geweiht. Eingedrungenes Salzwasser und minderwertiger Stahl lassen eine Sanierung nicht mehr zu. (…)

Sollten sich weitere Risse im Beton andeuten oder Spannglieder aus minderwertigem Stahl ausfallen, kann eine Vollsperrung nicht mehr ausgeschlossen werden. Und zwar nicht bloß für den kompletten Straßenverkehr, sondern auch die Bahnverbindungen darunter. Damit wäre der Hagener Hauptbahnhof vom deutschen Bahnnetz faktisch abgekoppelt. (…)

Quelle: wp.de

Kein Platz für Kurs-Räume der VHS im Rathaus Hohenlimburg

11. November 2018

Die Volkshochschule ist in Hohenlimburg weiter auf Raumsuche, um mehr Kurse anzubieten. Jetzt ist klar: Im Rathaus gibt es keinen Platz. (…)

Quelle: wp.de

Stunde der Kritik zu „Pariser Leben“

11. November 2018

Die neue Veranstaltungsreihe am Theater Hagen unter dem Titel „Die Stunde der Kritik“ sucht das Gespräch mit dem Publikum. Hier gibt es die Gelegenheit, das Theatererlebnis der Besucher über ein bestimmtes Werk öffentlich zu beschreiben, die Meinung darüber zu äußern, Lob auszusprechen, Kritisches loszuwerden oder Fragen zu stellen und mit den Theaterleuten und anderen Zuschauern über die jeweilige Neuproduktion ins Gespräch zu kommen.

Die nächste „Stunde der Kritik“ findet zur Offenbach-Operette „Pariser Leben“ statt am 16. November 2018 um 22.15 Uhr im Theatercafé (Eintritt frei). Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartnerin wurde die Kulturkritikerin Monika Willer gewonnen. Aus dem Produktionsteam ist der Regisseur Holger Potocki mit dabei, die Moderation übernimmt Dramaturgin Rebecca Graitl (Szenenfoto: Klaus Lefebvre).

Die Novemberrevolution in Hagen vor 100 Jahren

10. November 2018

Das Foto ist Mitte/Ende November 1918 aufgenommen. Es zeigt Soldaten, die von der Westfront zurückkehren und auf der Gevelsberger Ennepebrücke auf ihre Einquartierung warten. (Foto: Sammlung Hermann Korn, Gevelsberg)

von Rainer Stöcker

Schon Ende Juli 1914, wenige Stunden vor Kriegsausbruch, hatten in Hagen mehr als Tausend Arbeiter für den Frieden demonstriert. Mit zunehmender Kriegsdauer verschärfte sich dann die Kritik der örtlichen Sozialdemokratie an der Burgfriedenspolitik der Parteiführung. Diese hatte in den Kriegsjahren den Kurs der Obersten Heeresleitung grundsätzlich mitgetragen. Am 29.7.1916 erklärten sich die Hagener Sozialdemokraten auf einer Mitgliederversammlung mit dem Genossen Karl Liebknecht solidarisch, der in einem Hochverratsprozess zu mehr als zwei Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, weil er am 1. Mai Tausenden von Demonstranten zugerufen hatte: „Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung!“

Im Frühjahr 1917 beschloss die SPD-Kreiskonferenz Hagen-Schwelm, die Verbindung zum Parteivorstand abzubrechen und sich der Opposition anzuschließen. Wenig später erfolgte der Übertritt fast der gesamten Hagener Partei zur USPD. Die wenigen in der Mutterpartei verbliebenen Mitglieder sprachen von einem zerschmetterten Ortsverein.

Zwischenzeitlich nahm die Kriegsmüdigkeit auch in Hagen dramatisch zu. Die Lebensmittelversorgung brach zusammen. Die wöchentliche Zuteilung an Kartoffeln betrug wöchentlich oft nur drei Pfund oder wurde durch Streckrüben ersetzt. Vor dem Rathaus verlangten hungernde Frauen und Kinder verzweifelt Brot und Kartoffeln. Gegen den Willen der Gewerkschaftsleitung traten Ende August 1918 etwa 700 Wippermann-Arbeiter in den Streik und zogen in die Innenstadt. Insgesamt legten in Hagen und Haspe mehr als 12000 Beschäftigte aus rund 50 Betrieben die Arbeit nieder.

In den Novembertagen blieb es in Hagen zunächst ruhig. Der Anstoß zur Gründung eines Arbeiter- und Soldatenrates erfolgte von außen. In der Nacht vom 8. zum 9. November 1918 besetzten auswärtige revolutionäre Truppen den Hagener Bahnhof. Unter Führung des Matrosen Niermann und Hagener USPD-Mitgliedern erschien eine Abordnung von 30 Personen bei Oberbürgermeister Cuno und erklärte, dass der Arbeiter- und Soldatenrat die Verantwortung für die Stadt übernommen habe. Alle Maßnahmen der Stadtverwaltung bedurften von nun an der Zustimmung des Arbeiter- und Soldatenrates. Der Rat erklärte sich für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit verantwortlich.

Am Nachmittag des 9. November wurde auf der Springe eine Massenversammlung durchgeführt. Diszipliniert, nach Fabriken geordnet, rückten die Belegschaften an und bestätigten die Mitglieder des Arbeiter- und Soldatenrates, die alle der USPD angehörten oder mit ihr sympathisierten. In einem Aufruf an die Arbeiter und Bürger erklärte man: „Das deutsche Volk hat mit festem Griff sein Geschick selbst in die Hand genommen. Die herrschende Klasse, die bisherige Wirtschaftsordnung haben uns in ein Meer von Blut und Tränen geführt. Zwei Millionen Tote, unzählige Verstümmelte und Kranke draußen, Seuchen und großes Sterben drinnen, hungernde und frierende Kinder […] das sind die Produkte der Militaristen- und Junkerherrschaft. […] Da ermannte sich das mißhandelte Volk und mit einem gewaltigen Ruck warf es seine Fesseln ab.“

Auch in Hagen hatten die Arbeiter zunächst gesiegt. Aber die Rechte, angeführt von reaktionären Offizieren, war längst nicht geschlagen. In Haspe, Gevelsberg und Milspe versuchten durchziehende Militärverbände, die aus Frankreich zurückkehrten, die Wachlokale der Arbeiter- und Soldatenräte zu besetzen. Sie wurden zurückgeschlagen. Josef Ernst (USPD), Volkskommissar für den Landkreis Hagen, schickte ein Telegramm nach Berlin, in dem er gegen das Vorgehen der Konterrevolution protestierte. Wenn dem nicht Einhalt geboten werde, sei ein Bürgerkrieg unausweichlich. Seine Hoffnung auf Hilfe und Rückendeckung war frommer Wunsch, denn in der Hauptstadt wurden unter maßgeblicher Beteiligung der SPD-Führung um Ebert die Weichen rückwärts gestellt. Der Kampf galt der revolutionären Bewegung.

Die Ereignisse am 9. Januar 1919 zeigten, dass Ernsts Warnungen berechtigt waren. An diesem Tag kam es in Eilpe zu einem stundenlangen Gefecht zwischen Arbeitern und Soldaten des Freikorps Lichtschlag. Die Militärs hatten im Volmetal Sicherheitsmannschaften des Arbeiter- und Soldatenrates überfallen und forderten nun freien Durchzug durch Hagen. Niermann, der Vorsitzende des Arbeiter- und Soldatenrates, ließ die Zugänge nach Hagen absperren. Beide Seiten bezogen in Delstern und Eilpe Stellung. Durch Sirenenalarm herbeigerufene Arbeiter aus den umliegenden Fabriken hatten entscheidenden Anteil daran, dass sich die Truppe fluchtartig über Emst und Holthausen zurückziehen musste. Es gab Tote und Verletzte.

Dreizehn Monate später beteiligte sich das Freikorps Lichtschlag am Kapp-Putsch gegen die Republik, als am 13. März 1920 Militärverbände das Regierungsviertel in Berlin besetzten und die demokratisch gewählte Regierung verjagten. Parteien und Gewerkschaften riefen zum Generalstreik und Widerstand auf.

In den frühen Morgenstunden des 15. März wurde der Hagener Raum in die Ereignisse hineingezogen. Ein Panzerzug des Freikorps Lichtschlag lief in den Bahnhof Wetter ein. Tausende zum Teil bewaffnete Arbeiter aus Hagen und Umgebung zogen nach Wetter. Es entbrannte ein kurzer, aber heftiger Kampf, der auf beiden Seiten Opfer kostete. Die Soldaten wurden gefangen genommen und abgeführt.

Die Hagener Arbeiter leisteten einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung der Republik. Philipp Scheidemann, einer der bedeutendsten Politiker seiner Zeit, hob ihren Anteil hervor. In der Nationalversammlung erklärte er: Der Sieg über die Militärgewalt sei hart erkämpft gewesen – in Dresden, Leipzig, Nürnberg, Hamburg, Harburg und Hagen. „Ich sage: Hut ab, vor denen, die für die Freiheit gekämpft haben und für die Freiheit gestorben sind.“

Dazu ein Veranstaltungstipp:

„Gegen Krieg und Miltarismus“, Pelmke, Kino Babylon, 12.11.2018, 19.00 Uhr. Lokalhistoriker Rainer Stöcker zeigt Fotos und Dokumente aus Anlass des 100. Jahrestages der Novemberrevolution. Veranstalter: Hagener Geschichtsverein und Friedenszeichen

Perspektivenwechsel schaffen

10. November 2018

Workshops zur EU-Binnenmigration: Gegen antiziganistische Ansätze sensibilisieren

Im Zuge der Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien finden Roma in Hagen eine neue Heimat. Damit gehen für Mitarbeiter und Fachkräfte möglicherweise Herausforderungen einher, welche sich beispielsweise durch generalisierende und stereotypisierende Wahrnehmungen gegenüber Roma charakterisieren lassen. Derartige Wahrnehmungen können ein (zusätzliches) Integrationshemmnis bilden.

Um hierbei entgegenzuwirken und einen Perspektivenwechsel zu schaffen, hat das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen den Workshop „Herausforderungen und Handlungsoptionen im Kontext der EU-Binnenmigration aus Rumänien und Bulgarien“ organisiert.

Der Workshop wurde im September und November angeboten. Teilgenommen haben 50 Fachkräfte und Mitarbeiter der Stadt Hagen sowie von sonstigen Institutionen, die sich mit dem Thema der EU-Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien beschäftigen. Die eingeladenen Referenten, Sami Dzemailovski aus Düsseldorf und Christoph Leucht aus Berlin, verfügen über spezifisches Wissen zur Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien, das sie im Rahmen des ROMACT-Programms des Europarats in zahlreichen Kommunen vermittelten.

In ihrer Eröffnung der Workshops betonte Güler Kahraman, Leiterin des KI Hagen, die hohe Relevanz, Fachkräfte und Mitarbeiter in Berührung mit der Zuwanderung von Roma gegen antiziganistische Ansätze zu sensibilisieren. Die Referenten informierten zu den Rahmenbedingungen der EU-Binnenmigration aus Rumänien und Bulgarien und zeigten Stereotypen über Roma mit einhergehenden Konsequenzen auf.

Der zweite Workshop gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, mit städtischen Sprach- und Kulturmittlern des Quartiersmanagements und des KI ins Gespräch zu kommen, die im Bereich der Zuwanderung aus Südosteuropa arbeiten und selbst Angehörige der Roma-Minderheit sind.

Stadt Hagen muss CDU-Ratsherr auch am Abend Ausfall zahlen

10. November 2018

CDU-Ratsherr Gerd Romberg hat auch in zweiter Instanz gegen die Stadtverwaltung gesiegt: Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat eine Berufung der Stadt Hagen zurückgewiesen.

Die muss dem mit 73 Jahren weiterhin freiberuflich tätigen Architekten demnach weiter Verdienstausfall für abendliche Sitzungen als Ratsherr bezahlen. Ebenso wie für seine Tätigkeit nach 19 Uhr und an Samstagen als stellvertretender Hasper Bezirksbürgermeister. (…)

Quelle: wp.de

Ein „Foxtrott für Orchester“

10. November 2018

Drittes Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen

Im 3. Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton am 13. November 2018 (20 Uhr, Stadthalle Hagen) wird getanzt – nicht wortwörtlich, aber musikalisch!

John Adams‘ „The Chairman Dances“, im Untertitel ein „Foxtrott für Orchester“, ist ein Ausschnitt aus der Oper „Nixon in China“ dieses amerikanischen Komponisten, in dem Mao Zedong (der „Chairman“) mit seiner Frau in der Zeit zurückblickt. Beide schwelgen in Erinnerungen, während sie tanzen.

Auch der Russe Sergej Rachmaninow befasste sich mit Tanz und übersetzte ihn in ein orchestrales Werk: Seine „Sinfonischen Tänze“ schrieb er kurz vor seinem Tod 1943 und betrachtete sie als seine beste Komposition.

Selbst der eher schwermütige Hamburger Johannes Brahms macht im letzten Satz seines gewaltigen Klavierkonzerts Nr. 2 von ungarischen Weisen Gebrauch. Das Werk kommt mit solch einer Bandbreite an Ausdruck daher, dass es eher als „Sinfonie mit Klavier“ denn als typisches Klavierkonzert verstanden werden kann.

An die Präsentation dieser herausragenden Komposition des deutschen Repertoires wagt sich der junge französische Pianist Adam Laloum (Foto: Theater), dessen Interpretationen der Klavierkonzerte von Brahms beschrieben wurden mit Worten wie „ein beeindruckender und faszinierender Solist, der sich ganz in den Orchesterklang einhören und mit feinsten Schattierungen spielen kann, ohne dabei seine klare Diktion zu verlieren.“

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Bürgerinfoveranstaltung zum „Böhfeld“

10. November 2018

Wegen – angeblich – fehlender Gewerbeflächen soll das Böhfeld zubetoniert werden

Zu einer Bürgerinfoveranstaltung zum Stand der Planung rund um das „Böhfeld“ im Hagener Norden lädt die Stadt Hagen alle Interessierten am Dienstag, 13. November, um 19 Uhr in den Gemeindesaal der Philipp-Nicolai-Kirche, Schwerter Straße 122, ein. Vertreter aus dem Fachbereich für Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung stellen bei der Infoveranstaltung das Projekt vor und stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Um das erforderliche Planungsrecht für das Gewerbegebiet „Böhfeld“ zu schaffen, hat der Rat der Stadt Hagen in seiner Sitzung am 20.02.2014 die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens „Gewerbegebiet Böhfeld“ sowie am 15.05.2014 die Einleitung des Teiländerungsverfahrens des Flächennutzungsplans beschlossen.

Die regionalplanerischen und städtischen Zielvorstellungen sahen bislang im Bereich „Böhfeld“ Freizeitanlagen, Schutz der Landschaft und landschaftsorientierte Erholung sowie landwirtschaftliche Nutzung vor.

Wegen der – angeblich – knappen gewerblichen Bauflächen im Stadtgebiet Hagens wird bei der momentan im Verfahren befindlichen Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Bereich „Böhfeld“ südlich der Böhfeldstraße als „Gewerbliche Baufläche“ dargestellt. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung gewerblicher Nutzungen im Bereich „Böhfeld“ und deren Anschluss an das überörtliche Straßennetz geschaffen werden.


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