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Corona in Hagen – Stand: 24.07., 0:00 Uhr

24. Juli 2021

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Soforthilfe für Betroffene des Hochwassers

24. Juli 2021

Innerhalb weniger Tage hat sich der Betrag auf dem Spendenkonto der Stadt Hagen beinahe verdreifacht – der Gesamtspendenstand liegt damit aktuell bei rund 850.000 Euro. Ab Dienstag beginnt die Stadt mit der unbürokratischen und schnellen Auszahlung der Soforthilfe an betroffene Hagenerinnen und Hagener.

Stadt kontaktiert betroffene Haushalte

Die Soforthilfe durch die Stadt Hagen und das Land NRW soll Bürgerinnen und Bürger, die von existentieller Not betroffen sind, unmittelbar unterstützen. Sie dient als finanzielle Überbrückung zur Bewältigung der akuten Notlage und der Anschaffung von Haushaltsgegenständen.

Anhand einer Straßenübersicht hat die Stadt die vom Jahrhunderthochwasser betroffenen Häuser und Haushalte festgehalten. Diese erhalten durch Verteilung in den Stadtteilen am Montag, 26. Juli, ein Informationsblatt der Stadt Hagen, in dem alle wichtigen Informationen zur Auszahlung der Soforthilfe zusammengefasst sind.

Ab Dienstag, 27. Juli, können betroffene Personen die Soforthilfe beantragen. Der entsprechende Antrag ist auf der Internetseite der Stadt Hagen (Soforthilfe Stadt Hagen und Soforthilfe Land NRW) sowie in der Bezirksverwaltungsstelle Hohenlimburg, Freiheitstraße 3, und im Rathaus II, Berliner Platz 22, erhältlich.

Ausgefüllte Anträge auf Soforthilfe werden per E-Mail an soforthilfe@stadt-hagen.de entgegengenommen. An der jeweiligen Info-Theke der genannten Rathäuser erhalten Betroffene zwischen 8 und 16 Uhr außerdem weitere Informationen zu den Auszahlungsstellen.

Auszahlung in Form von Barschecks

Die Auszahlung des Spendengeldes findet ausschließlich in Form von Barschecks statt. Diese können direkt in den oben genannten Rathäusern abgeholt und bei der Sparkasse HagenHerdecke eingelöst werden.

Als Soforthilfe der Stadt Hagen werden auf Antrag für den Haushaltsvorstand 200 Euro und pro weiterem Haushaltsmitglied 100 Euro ausgezahlt. Als Landeshilfe wird pro Privathaushalt ein Sockelbetrag von 1500 Euro ausgezahlt, für jede weitere Person des Haushalts stehen zusätzlich 500 Euro bereit.

Insgesamt können an einen Haushalt maximal 3500 Euro ausgezahlt werden. Voraussetzung hierzu ist, dass der verursachte Versicherungsschaden, nach Abzug der Versicherungsleistung, höher als 5.000 Euro liegt.

Auf Wunsch kann die Landeshilfe auch auf das Konto überwiesen werden.

Spendenzahlungen weiterhin möglich

Die Stadt Hagen hat kurzfristig ein spezielles Sonderkonto mit der IBAN DE66 4505 0001 1000 2890 68 – Stadt Hagen (Spendenkonto Hochwasserhilfe) für Geldspenden zur Hilfe der Betroffenen der Flutkatastrophe eingerichtet. Sie bittet dringend darum, Geldspenden nur noch auf dieses Konto zu überweisen.

Alle Buchungen mit dem Betreff „Hochwasser Hagen“, die bis zum 31. Oktober 2021 an dieses Konto gezahlt werden, können unabhängig von der Höhe des Betrages mit einer Buchungsbestätigung (zum Beispiel einem Kontoauszug) im Rahmen der Steuererklärung als Spende geltend gemacht werden. Gleiches gilt für bereits erfolgte Spendenzahlungen für die Flutkatastrophe auf ein anderes städtisches Konto. Die Stadt Hagen muss in diesen Fällen keine Spendenbescheinigung ausstellen.

Hygiene bei Kontakt mit Schlamm beachten!

24. Juli 2021

Nach dem Hochwasser in der vergangenen Woche ist nach wie vor davon auszugehen, dass der Schlamm auf den Straßen und zahlreichen privaten Grundstücken mit Krankheitserregern kontaminiert ist. Teilweise sind bereits Magen-Darm-Erkrankungen und Wundinfektionen im Zusammenhang mit dem Hochwasser und den Aufräumarbeiten in Hagen aufgetaucht.

Daher weist das Gesundheitsamt der Stadt Hagen darauf hin, dass Helferinnen und Helfer bei Reinigungs- und Aufräumarbeiten sowie bei Kontakt mit kontaminierten Gegenständen unbedingt Schutzkleidung wie Handschuhe und wasserabweisende Kleidung tragen sollten.

Vor dem Kontakt mit Lebensmitteln oder vor dem Rauchen sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Lebensmittel, die in Kontakt mit dem Schlammwasser gekommen sind, dürfen nicht mehr verzehrt werden. Das gilt auch für im Garten angebautes Gemüse, das überschwemmt war.

Kleinere Verletzungen müssen desinfiziert werden, größere und tiefere Wunden sollten dringend einem Arzt vorgestellt werden. Außerdem ist auf einen aktuellen Tetanus-Schutz zu achten.

Ordnungsamt geht massiv vor

24. Juli 2021

Illegale Müllablagerungen, Schrottsammler und Katastrophentouristen

Immer wieder behindern illegale Schrottsammler und Katastrophentouristen die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser der vergangenen Woche. Aus diesem Grund hat sich das Ordnungsamt Hagen neu aufgestellt. „Es ist wirklich ein großes Ärgernis, was gerade in den stark vom Unwetter betroffenen Bereichen des Stadtgebietes passiert“, so Martin Echterling, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes. „Es treten vermehrt illegale Schrottsammler auf, welche aus dem Leid der Menschen noch Profit schlagen wollen. Außerdem stören sie die vielen tollen Helfer, seien es nun Privatpersonen oder Firmen, bei den so wichtigen Aufräumarbeiten.“

In den vergangenen Tagen wurden in den betroffenen Gebieten etliche illegale Schrottsammler überprüft. Hier wurde vor Ort beziehungsweise beim Hagener Entsorgungsbetrieb der gesammelte Schrott wieder ausgeladen. Des Weiteren wurden insgesamt zwölf Verwarngelder vor Ort erhoben und 37 Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben.

Anzeigen für Katastrophentourismus und illegalen Sperrmüll

Auch was den Katastrophentourismus angeht, macht die Ordnungsbehörde der Stadt Hagen unmissverständlich klar, dass sie ein solches Verhalten nicht duldet und mahnt eindringlich, dies zu unterlassen. Neben den Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden zudem Platzverweise für den Radius des Katastrophengebietes ausgesprochen und deutlich vermittelt, dass bei Zuwiderhandlung Zwangsmaßnahmen ergriffen werden.

Die kostenlose Sperrmüllabfuhr richtet sich ausschließlich an vom Unwetter betroffene Hagenerinnen und Hagener und dient nicht dazu, anderweitig anfallenden Sperrmüll kostenfrei entsorgen zu können. Wer Sperrmüll außerhalb der Hochwasserbereiche an die Straße stellt oder Sperrmüll in den betroffenen Bereichen dazustellt, entsorgt seinen Müll illegal. Auch dieses Verhalten wird durch die Ordnungsbehörde der Stadt Hagen geahndet.

Ordnungsamt stoppt Schrotthändler in der Haardtstraße

Bei einem illegalen Schrotthändler in der Haardtstraße hat es der Fahrer eines Sprinters besonders eilig gehabt, sich von der Örtlichkeit zu entfernen. Da die beiden anderen Insassen des Fahrzeuges keinen Führerschein vorweisen konnten, um selber die Rückfahrt anzutreten, haben die Kräfte des Ordnungsamtes den Wagen gesichert und die Schlüssel sichergestellt. Die beiden Insassen des Fahrzeuges mussten dann zu Fuß dem Platzverweis Folge leisten und Richtung Dortmund laufen.

Hinweise an Ordnungsamt und Polizei

„Leider können wir nicht alles verhindern und es ist häufig so, dass die Sammler und Touristen schnell wieder weg sind. Wir sind dennoch mit allen Kräften vor Ort und werden gegen diese Störungen alle verfügbaren Einsatzkräfte einsetzen“, so Martin Echterling. Hinweise betroffener Bürgerinnen und Bürger nehmen das Hagener Ordnungsamt sowie die Polizei Hagen entgegen.

Wochenendpause und danach…

24. Juli 2021

Überschwemmung AllerWeltHaus: Christa Burghardt über den Fortgang der Aufräumarbeiten

Liebe Menschen rund ums AllerWeltHaus
und vor allem liebe Helferinnen und Helfer, Spenderinnen und Spender,

durch den gigantischen und unermüdlichen Einsatz von zusammengerechnet bestimmt 70 Helfer*innen haben wir in den letzten 10 Tagen so unendlich viel geschafft, dass am jetzigen Wochenende (24./25.7.) kein Großeinsatz nötig ist. Ganz lieben Dank für die bisherige großartige Hilfe.

Am darauf folgenden Wochenende (31.7. / 1.8.) ab 10.00 Uhr haben wir wieder einen Großeinsatz, weil dann ein oder mehrere Container vor dem Haus stehen.

Folgende Arbeiten stehen dann an:

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Corona in Hagen – Stand: 23.07., 0:00 Uhr

23. Juli 2021

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„Als noch die Sonne schien …“

23. Juli 2021

Laschet ging nach Flut-Warnung auf Reisen

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet* gerät nach der Flutkatastrophe in NRW zunehmend in die Defensive – nicht nur aufgrund seiner kurzzeitigen Heiterkeit bei einem sehr ernsten Ortstermin*: Berichten zufolge war seine Landesregierung bereits frühzeitig über die Gefahren informiert. Dennoch ging der Wahlkämpfer auf Reisen. Einen zentralen Krisenstab gab es in dem Bundesland auch bis Montag nicht. (…)

Schmerzhaft genau werden indes auch Laschets Äußerungen zur Katastrophe unters Brennglas genommen. So hatte der Kanzleranwärter etwa vor Hilfskräften in Hagen deren Einsatz gelobt: „Als noch die Sonne schien und niemand erahnte, dass etwas passieren könnte“ sei dort bereits ein Krisenstab eingerichtet worden, erklärte Laschet. Allerdings lagen eben bereits seit Längerem Warnungen vor, wie auch der Deutsche Wetterdienst betont hatte. Die Deutung liegt nahe, dass Laschets Regierung für die Einrichtung solcher Vorkehrungen im ganzen Land hätte sorgen müssen.

Eine Reaktion wie in Hagen gab es allerdings selbst in Laschets Landesregierung nicht. „Die Krisenstäbe tagen rund um die Uhr“, hatte der Ministerpräsident am Sonntagabend bei einer Ansprache im WDR zwar erklärt. Tatsächlich hat seine Landesregierung bis Montag keinen solchen eingerichtet. (…)

Quelle: Merkur.de

Dazu ein Dossier:

Laschets Skandale – Das Ende des Teflon-Kandidaten

Seit seinem verunglückten Auftritt im Flutgebiet ist Armin Laschet so stark unter Druck wie noch nie in diesem Wahlkampf. Dabei ist seine Regierungszeit in NRW von Skandalen geprägt. Sie gingen nur spurlos an ihm vorüber – bislang.

Das Krisenmanagement in der Flut. Der Corona-Ausbruch bei Tönnies. Ein skandalumwittertes Umweltministerium. Die Räumung des Hambacher Forsts. Ein unbürokratischer Masken-Deal mit dem Partnerunternehmen seines Sohnes. Die Lockerungskampagne einer PR-Agentur. Ein gelöschter WDR-Beitrag. Gebrochene Wahlversprechen. (…)

Quelle: t-online.de

„De-Industrialisierung wird befeuert“

23. Juli 2021

Flutkatastrophe: SIHK entwirft Horrorszenario und verlangt Geld

In Umweltfragen kennt der Mann sich aus. Ralf Stoffels ist geschäftsführender Gesellschafter der BIW Isolierstoffe GmbH in Ennepetal. Dem Unternehmen wurde die produktionsbedingte Freigabe von PCB nachgewiesen. PCB steht für Polychlorierte Biphenyle, die als umwelt- und gesundheitsschädlich gelten.

Gesundheitliche Risiken bestehen laut der Ennepetaler Amtsärztin Klinke-Rehbein vor allem für Kinder und Jugendliche. Für sie sowie für Frauen im gebärfähigen Alter sei die Teilnahme am sogenannten Humanbiomonitoring empfehlenswert. Im unmittelbaren Umfeld der Firma BIW angebautes Blattgemüse soll nicht gegessen werden.

Ralf Stoffels ist aber auch Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und seit Januar diesen Jahres Präsident der IHK NRW. In dieser Funktion äußerte er sich jetzt zur Hochwasserkatastrophe und aufkommenden Überlegungen nach der Sinnhaftigkeit eines Wiederaufbaus in Überschwemmungsgebieten.

Aus Sicht der Unternehmen, so Stoffels, sei „es völlig unverständlich, dass jetzt Diskussionen im politischen Raum anlaufen, vom Hochwasser betroffene Gebäude und Unternehmensteile nicht wieder vollständig in Stand zu setzen“.

Zur Untermauerung bedient sich der Industriepräsident bei den Produktionsbedingungen vergangener Jahrhunderte: „Wer jetzt zu dem Urteil kommt, man habe zu nah am Wasser gebaut, verkennt die wirtschaftshistorische Entwicklung der Industrie im Märkischen Südwestfalen entlang der Wasserläufe.“

Dabei waren den von Hochwasserschäden betroffenen Unternehmen die Risiken durchaus bewusst, wie indirekt auch Stoffels einräumen musste: Da zahlreiche Industriebetriebe in Südwestfalen an Flüssen liegen, „konnten sich diese in der Vergangenheit häufig auch nicht gegen Hochwasser oder Elementarschäden versichern“.

Was also schon lange als deutliches Warnsignal im Raum stand, wurde nicht ernst genommen. Die Unternehmer und ihre Lobbyfunktionäre konnten sich immer schon sicher sein, dass im Zweifelsfall der Staat mit Steuergeldern einspringt.

So soll es nach Vorstellung der SIHK auch diesmal sein: „Die regionale Wirtschaft ist auf umfangreiche und unbürokratische wirtschaftliche Soforthilfen angewiesen – und die bisher genannten Summen von bis zu 400 Mio. Euro Soforthilfen scheinen nach meiner Einschätzung nicht ausreichend“, so äußerte sich SIHK-Präsident Ralf Stoffels fünf Tage nach dem Starkregen in und um Hagen.

Ja, das waren noch Zeiten, als die Wasserkraft im ausgehenden 18. Jahrhundert den Antriebsmotor der beginnenden Industrialisierung bildete. Lange her.

Funktionär Stoffels, der bereits als Horrorszenario „die De-Industrialisierung NRWs größter Industrieregion mit tausenden von Arbeitsplätzen maßgeblich befeuert“ sieht, kann sich die Zeugnisse dieser Zeit im Freilichtmuseum Hagen – Westfälisches Landesmuseum für Handwerk und Technik ansehen.

Ein Problem hätte Stoffels damals jedenfalls nicht gehabt: Mit PCB vergifteten Grünkohl im Umfeld seines Unternehmens in Ennepetal.

Corona in Hagen – Stand: 22.07., 0:00 Uhr

22. Juli 2021

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Überflutungsgefahr besteht weiterhin

22. Juli 2021

Neue Niederschläge mit Gewittern in Hagen erwartet – 100.000 Tonnen Geröll in den Gewässern behindern Abfluss

Das Jahrhunderthochwasser, das Hagen in der vergangenen Woche getroffen hat, hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Die Folgen sind im gesamten Stadtgebiet sichtbar. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) rechnet bei zeitnahen Niederschlägen weiterhin mit einer Überflutungsgefahr der Gewässer.

An den Straßenrändern türmen sich meterhoch zerstörte Haushaltsgegenstände, Autowracks sowie Geröll, Schlamm und Treibgut. Gleiches gilt für viele der 270 Fluss- und Bachläufe in Hagen. Der Vorstand des WBH schätzt, dass rund 100.000 Tonnen Geröll, Schlamm und Baumstämme in diesen Gewässern liegen und somit Hindernisse für den Wasserlauf darstellen.

Um einen sicheren Wasserabfluss zu gewährleisten und ein erneutes Hochwasser zu verhindern, müssten diese umgehend beseitigt werden. Aufgrund der enormen Menge an Treibgut und sogenanntem Geschiebe rechnet der WBH mit mehreren Wochen bis hin zu Monaten, bis die normalen Abflussbedingungen wiederhergestellt sind. Solange ist von einer erhöhten Hochwassergefahr auch bei kleineren Niederschlägen auszugehen.

Um die Gewässer so schnell wie möglich wieder in ihren normalen Zustand zu versetzen, hat der Wirtschaftsbetrieb Hagen seine Arbeitszeiten ausgeweitet und wird durch Freiwillige sowie beauftragte Firmen unterstützt. Der Vorstand des WBH hofft, im Oktober die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen zu haben, sodass von den Gewässern, auch bei höheren Wasserständen, keine Überflutungsgefahr mehr ausgeht.

Neuer Regen: Warnapp „NINA“ installieren

Am kommenden Samstag, 24. Juli, und Sonntag, 25. Juli, werden neue Niederschläge mit Gewittern in Hagen erwartet. Die Stadt Hagen bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, sich nach Möglichkeit die Warnapp „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) zu installieren, um rechtzeitig über Wetterwarnungen wie Hochwasser informiert zu werden.

Stadt Hagen beziffert Flut-Schaden auf 235 Millionen Euro

22. Juli 2021

Die Stadt Hagen hat am Mittwoch eine vorläufige Schadenssumme in Höhe von 235 Millionen Euro aufgrund der Starkregenfluten vom 14. Juli an die NRW-Landesregierung in Düsseldorf gemeldet. Das hat Finanzdezernent Christoph Gerbersmann bestätigt. Allerdings betonte er: „Für eine wirklich seriöse Schätzung sind wir noch Wochen zu früh.“ (…)

Quelle: wp.de

Busverkehr weitgehend normalisiert

22. Juli 2021

Nach den starken Unwettern in der letzten Woche und den daraus resultierenden Schäden im gesamten Hagener Stadtgebiet hat sich der Busverkehr weitestgehend normalisiert.

In der Innenstadt werden nun auch wieder die Haltestellen Dahlenkampstraße, Markt, CineStar, Oberhagen und Elisabethstraße angefahren. Somit gibt es auf den Linien 510, 512, 516, SB71, NE3 und NE4 keine Einschränkungen mehr.

Einschränkungen gibt es weiterhin insbesondere im Bereich Hohenlimburg. Nach wie vor nicht vollständig angefahren wird das Nahmertal. Es werden stündliche Fahrten bis zur Haltestelle „Nimmertal“ durchgeführt. Die Busse verkehren ab Hohenlimburg Bf von 6 bis 20 Uhr zur Minute 08 und in Gegenrichtung ab Nimmertal von 5 bis 19 Uhr zur Minute 39. Die übrigen Fahrten der Linie 538 enden an der Haltestelle „Benekestraße“. Die Linie NE2 verkehrt ebenfalls wieder bis Nimmertal.

Die Linie 517 kann den Bereich Wesselbach weiterhin nicht andienen.

Die Linie 539 endet in Hohenlimburg am Kronenburgplatz. Die K24 nach Veserde/Wiblingwerde ist weiterhin gesperrt. Auch die Wendeschleife Regenbogenschule kann derzeit nicht angefahren werden, weil diese durch Schlamm und Geröll blockiert ist.

In Westerbauer können die Linie 521, 532, 553, 555 und NE32 langfristig nicht die Ennepebrücke auf der Vogelsanger Straße befahren. Diese wurde durch das Hochwasser stark beschädigt. Die Linien fahren bis auf Weiteres eine Umleitung über „An der Hütte“ und dienen dort eine Ersatzhaltestelle an. Die Haltestelle „Westerbauer Schleife“ kann von den genannten Linien nicht bedient werden.

Die Linien 542 und NE3 können aufgrund der anhaltenden Sperrung der Wehringhauser Straße die Haltestelle „AKKU HAWKER“ nicht anfahren.

Seen gesperrt

22. Juli 2021

Bezirksregierung untersagt Wasser-Freizeitaktivitäten

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Die Bezirksregierung Arnsberg sperrt Harkort- und Hengsteysee (Foto: Michael Kaub) bis 12. August, 24 Uhr, für alle privaten und gewerblichen Freizeitaktivitäten im und auf dem Wasser. Gleiches gilt auch für den Kemnader See bei Witten.

Durch das außerordentlich große Hochwasser der vergangenen Woche führt die Ruhr sehr viel Treibgut und birgt damit nicht abschätzbare Gefahren. Zerstörte Wohnwagen und Boote weisen teilweise spitze Teile auf, die sich im Untergrund verhaken können. Ausreichende Sichttiefen, um auf angespülte Gefahren und Hindernisse im Wasser reagieren zu können, sind aktuell nicht gegeben.

Auch die Bojenketten zur Markierung von gesperrten Bereichen, etwa vor Kraftwerken und Stauwehren, sind zum Teil nicht mehr an den vorgesehenen Orten, so dass auch diese Gefahren bei der Wassersportausübung nicht rechtzeitig erkennbar sind. Die Wasserspiegel haben sich zwar mittlerweile weitgehend normalisiert, doch sind die Strömungen immer noch weitaus stärker und gefahrvoller als zu dieser Jahreszeit üblich.

Der Ruhrverband wird die Lage in den Stauseen in den nächsten Tagen weiter erkunden und Gefahrenstellen beheben oder markieren, damit die Einschränkungen so bald wie möglich wieder aufgehoben werden können.

Kanuslalomstrecke komplett zerstört

22. Juli 2021

Daneben nur wenige Sportstätten beschädigt

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Das Servicezentrum Sport der Stadt Hagen (SZS) teilt mit, dass der überwiegende Teil der städtischen Sportanlagen von den Folgen der Starkregenereignisse der vergangenen Woche verschont geblieben ist. Nahezu vollständig zerstört ist jedoch die Kanuslalomstrecke im Lenne-Wildwasserpark in Hohenlimburg (Foto: Angelika Luethi/SZS).

Die gesamte Seilanlage der Kanuslalomstrecke ist zerstört worden. Die Masten stehen nicht mehr und die Seile sind abgerissen. Die Torseile sind nicht mehr vorhanden, ebenso wie fast alle Torstäbe und Aufhängungen. Auf dem Mitteldamm sind viele Masten inklusive den einbetonierten Bodenhülsen herausgerissen worden. Zudem sind die unter Wasser liegenden Hindernisse beschädigt oder zerstört. An verschiedenen Stellen im Gelände sind ganze Flächen herausgespült worden.

Der Gesamtschaden liegt nach ersten groben Schätzungen bei 170.000 Euro. Entsprechend bleibt die Strecke für unbestimmte Zeit gesperrt. Dies bedeutet auch, dass der Kanu-Club Hohenlimburg schweren Herzens die Durchführung der ursprünglich für den 17. bis 19. September auf der Strecke geplanten Deutschen Meisterschaften absagen muss. Zumal der Kanu-Keller, in dem neben den Booten auch die technische Ausstattung für die Regatten lagert, ebenfalls überflutet wurde und noch nicht absehbar ist, welche Geräte überhaupt noch nutzbar sind.

Mit Geröll und Schlamm wurden auch Teile des Waldlust-Sportplatzes überzogen. Das SZS geht davon aus, den Platz im Laufe der Woche wiederherstellen zu können. Am Kunstrasenplatz in Dahl ist ein Baum auf das Gelände gestürzt. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen ist bemüht, diesen schnellstmöglich zu beseitigen.

In Mitleidenschaft gezogen und daher vorübergehend gesperrt sind die Sporthallen Katernberg, Eckesey und Quambusch sowie die Rundturnhalle Haspe. Bei diesen Sporthallen ist noch nicht absehbar, wann sie wieder nutzbar sein werden.

International Information II

22. Juli 2021

International Information I

22. Juli 2021

Protection measures in case of flooding in the house

The Hagen fire brigade has summarized here the precautionary measures you should observe presently:

Impf-Bus in der Hagener Innenstadt

22. Juli 2021

Mit einem Impf-Bus ist die Stadt Hagen in den kommenden Tagen in der Hagener Innenstadt unterwegs und bietet mobile Impfungen mit dem Einmalimpfstoff Johnson&Johnson oder wahlweise mit dem sogenannten mRNA-Impfstoff von Biontech an. Die Zweitimpftermine für Biontech finden am Mittwoch, 18. August, oder am Samstag, 21. August, im Impfzentrum Hagen in der Stadthalle, Wasserloses Tal 2, statt.

Der erste Halt des Impf-Busses ist am Freitag, 23. Juli, von 14 bis 18 Uhr auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Am Samstag, 24. Juli, hält der Impf-Bus von 8 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt auf der Springe. Zudem wird eine mobile Impfaktion mit dem Impf-Bus an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen, Haldener Straße 182, am Mittwoch, 28. Juli, von 11 bis 15 Uhr angeboten.

Für die Impfaktionen müssen keine Termine vereinbart werden. Die Zweitimpfung für die mobilen Impfungen ist auf Mittwoch, 18. August, festgelegt. An diesem Tag können die Impflinge das Hagener Impfzentrum zwischen 8 und 18.30 Uhr aufsuchen.

Eine zusätzliche Impfaktion wird am Samstag, 31. Juli, von 16 bis 22 Uhr auf dem Elbersgelände durchgeführt. Personen, die sich an diesem Tag mit Johnson&Johnson oder alternativ Biontech impfen lassen wollen, müssen sich über einen Buchungslink auf der Seite www.hagen-impft.de anmelden. Die Zweitimpfung für Biontech findet am Samstag, 21. August, zwischen 8 und 18.30 Uhr im Impfzentrum statt.

Zusätzlich besteht weiterhin die Möglichkeit, sich im Hagener Impfzentrum ohne vorherige Terminbuchung impfen zu lassen. Informationen zu den Öffnungszeiten des Impfzentrums finden Interessierte auf der Internetseite www.terminland.de/impfzentrum-hagen.

Corona in Hagen – Stand: 21.07., 0:00 Uhr

21. Juli 2021

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Auch Kaugummis beseitigen

21. Juli 2021

Die Hochwasservorsorge in Hagen wurde verschleppt – Beispiel Holthausen

Seit mehr als 30 Jahren warnen Forscher vor den Folgen des Klimawandels, vor Ort ist davon lange nichts angekommen. Bestimmend bei den verantwortlichen Politikern in den lokalen Gremien waren Abwehrreflexe. So wie in Hagen.

Mögliche Bedrohungen durch Hochwasser war in den Rathaus-Gremien eigentlich so gut wie nie ein Thema – mit einer Ausnahme: Holthausen. Und da ging es gewaltig schief, wie man heute weiß.

Nachdem es bereits 1972, 1985 und 1986 in dem Hagener Stadtteil zu Überschwemmungen mit Schäden gekommen war, entstand 1992 der Plan, etwa einen Kilometer oberhalb der geschlossenen Bebauung ein sogenanntes „Einlaufbauwerk“, also einen Damm mit kontrollierem Wasserablass, zu errichten.

Obwohl es zwei Jahre später erneut zu Hochwasser mit Überflutungen kam, passierte erst einmal nicht weiter. Dann beschloss die für Holthausen zuständige Bezirksvertretung Hohenlimburg im Juni 2002, es sollten „Alternativlösungen zu dem geplanten Damm“ gefunden werden – 10 Jahre nach dem Plan von 1992 (!).

Weitere Jahre vergingen. 2005 schlug das Umweltamt vor, „dass die Feuerwehr im Rahmen der Gefahrenabwehr die Rechen von Treibsel- und Geröll reinigt. Voraussetzung hierfür ist ein automatisches Warnsystem und ein geeignetes Fahrzeug“.

Im Dezember 2006 berief sich die Verwaltung auf ein Gutachten und stellte fest: „Absperrdamm ist nicht gerechtfertigt; eine Drosselung des Abflusses ist unnötig.“ Im März 2007 beschloss der Verwaltungsvorstand (!), einen „polit. Beschluss durch UWA und BV Hohenlimburg herbeizuführen, der die Errichtung einer autom. Meldeanlage im Gewässer und die Beschaffung eines Sonderfahrzeuges für die Feuerwehr vorsieht; Der Bau eines Treibsel- und Geröllfanges wird dadurch entbehrlich.“

Ein bezeichnendes Beispiel dafür, wie in Hagen Politik funktioniert: Der Verwaltungsvorstand, also der Oberbürgermeister und seine Dezernenten, geben vor, wie die gewählten Gremien zu entscheiden haben – und die ordnen sich dem bereitwillig unter. Ein Stück wie aus einer Bananenrepublik.

Der Umweltausschuss (UWA) nickte am 23.08.2007 weisungsgemäß einstimmig ab. Das Protokoll vermerkt: „Frau Kuschel-Eisermann nimmt mit Freude zur Kenntnis, dass der Damm vom Tisch ist.“ Die Dame ist die Gattin des heutigen Hohenlimburger Bezirksvorstehers (beide CDU).

Im Februar 2008 kam dann im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) die angesprochene Beschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs auf den Tisch. Claus Thielmann (FDP) und Wolfgang Röspel (CDU) brachten, wie nicht anders zu erwarten, eine privatwirtschaftliche Lösung ins Gespräch, die aber schon daran scheiterte, dass der ins Auge gefasste Unternehmer nicht sicherstellen konnte, schnell genug an Ort und Stelle zu sein.

Ein Highlight der besonderen Art lieferte Jochen Weber (SPD) ab. Der ehemalige Hasper Bezirksvorsteher und vergebliche OB-Kandidat nahm den Hochwasserschutz zum Anlass, sich nach einem ganz speziellen, aber von Flutwellen reichlich weit entfernten Anliegen zu erkundigen. Ein von der Feuerwehr beschafftes Fahrzeug sollte auch in der Lage sein, Kaugummis zu beseitigen. Hierzu bittet er um nähere Auskünfte.

Die fast 30-jährige Debatte hat letztendlich nicht zu dem Ergebnis geführt, dass für Holthausen ein wirksamer Hochwasserschutz realisiert wurde, wie die Ereignisse in der vergangenen Woche gezeigt haben.

Immerhin hat es Holthausen auf diesem Weg bis in einen griechischen Fernsehsender geschafft. Chrisa Alikati, eine Griechin aus Holthausen, berichtet von einer „biblischen Katastrophe innerhalb von zwei Stunden“ (Video hier, in griechischer Sprache).

Mobilität für die Hochwasseropfer

21. Juli 2021

Hagener Straßenbahn hilft mit kostenlosen Tickets

Unkomplizierte und schnelle Hilfe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe in Hagen hat derzeit Priorität. Auch die Hagener Straßenbahn leistet Ihren Beitrag dazu und ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, die in den Fluten ihr Fahrzeug verloren haben, durch Ausstellung eines kostenfreien Tickets weiterhin in Hagen mobil zu bleiben.

Betroffene Bürgerinnen und Bürger erhalten ein kostenfreies Ticket1000 in der Preisstufe A2 für die gesamte Familie ab sofort im Kundencenter der Hagener Straßenbahn AG am Hauptbahnhof gegen Vorlage des Personalausweises sowie einer offiziellen Schadensmeldung, z.B. von der Versicherung.

Eine volljährige Person kann durch Vorlage aller Personalausweise der im selben Haushalt lebenden Personen die Tickets gebündelt für die gesamte Familie abholen. Die Tickets sind ab dem Ausstellungsdatum bis zum 31. August 2021 gültig.

Städtische Einrichtungen weiterhin geschlossen

21. Juli 2021

Aufgrund von Hochwasserschäden bleiben das Rathaus I, Rathausstraße 13, das Zentrale Bürgeramt, Rathausstraße 11, die Zentrale Stadtbücherei auf der Springe, Springe 1, und die Stadtteilbüchereien Haspe, Torhaus 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6 bis 8, sowie das Kunstquartier bis einschließlich Montag, 26. Juli, für den Publikumsverkehr geschlossen.

Personen, die in diesen Tagen Termine im Zentralen Bürgeramt, Rathausstraße 11, vereinbart haben, können ihre Termine im Bürgeramt Hohenlimburg, Freiheitstraße 3, wahrnehmen. In den Bürgerämtern Boele, Schwerter Straße 68, und Haspe, Kölner Straße 1, können nur fertige Ausweispapiere und Aufenthaltstitel abgeholt werden. Weitere Arbeiten sind dort aufgrund von technischen Problemen nicht möglich. Die Bürgerämter sind montags und dienstags von 8 bis 17 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Rathaus II am Hauptbahnhof, die Zulassungsstelle, die Führerscheinstelle und die Ausländerbehörde sind wie gewohnt geöffnet. Besucherinnen und Besucher des Rathaus II beachten bitte, dass die Aufzüge aktuell nicht funktionieren. Bezüglich der Beurkundung von Sterbefällen werden die Bestatter von der Stadt Hagen direkt informiert.

220.000 Euro Hilfe für Hagen

21. Juli 2021

Rund 220.000 Euro sind seit Freitag, 16. Juli, für die Betroffenen des Hochwassers auf dem Spendenkonto der Stadt Hagen eingegangen. Allerdings wurden noch nicht alle eingegangenen Spenden verbucht, weshalb die gesamte Spendensumme nach aktueller Einschätzung der Stadt Hagen rund 100.000 Euro höher liegt.

Die Stadt Hagen wird bis Ende dieser Woche regeln, wie die Spendensumme verteilt wird und bekannt geben, wo sich die betroffenen Hagenerinnen und Hagener melden können, um die finanzielle Hilfe schnell und unbürokratisch zu erhalten.

Neues Sonderkonto für Geldspenden

Für Geldspenden zur Hilfe der Betroffenen der Flutkatastrophe hat die Stadt Hagen kurzfristig ein spezielles Sonderkonto mit der IBAN DE66 4505 0001 1000 2890 68 – Stadt Hagen (Spendenkonto Hochwasserhilfe) eingerichtet. Die Stadt Hagen bittet dringend darum, Geldspenden nur noch auf dieses Konto zu überweisen.

Geldzuwendungen, die mit Betreff „Hochwasser Hagen“ bis zum 31. Oktober 2021 an dieses Konto gezahlt werden, können unabhängig von der Höhe des Betrages mit einer Buchungsbestätigung (zum Beispiel einem Kontoauszug) im Rahmen der Steuererklärung als Spende geltend gemacht werden. Gleiches gilt für bereits erfolgte Spendenzahlungen für die Flutkatastrophe auf ein anderes städtisches Konto. Die Stadt Hagen muss in diesen Fällen keine Spendenbescheinigung ausstellen.

Stopp: Keine weitere Annahme von Sachspenden

Bis zum heutigen Tag sind so viele Sachspenden für die Betroffenen des Hochwassers bei der Stadt Hagen eingegangen, dass ab sofort keine weiteren Sachspenden mehr benötigt und angenommen werden können.

Helfende Hände und Organisation von Hilfsangeboten

Personen, die die Betroffenen tatkräftig bei Aufräumarbeiten unterstützen möchten und zur Koordination der Hilfsangebote, hat die Stadt Hagen eine zentrale Hotline unter den Rufnummern 02331/207-5199, -5985 oder -5976 sowie der E-Mail hochwasserhilfe@stadt-hagen.de eingerichtet. Helfer bei Aufräumarbeiten in den betroffenen Stadtbereichen sollten bitte darauf achten, mit ihren Autos nicht die Straßen zu blockieren.

Organisation von technischer Hilfe

Wer technische Hilfe mit Baufahrzeugen, Lastwagen oder ähnlichem leisten möchte, kann sich per E-Mail an den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) unter notlage@wbh-hagen.de wenden.

Überschwemmung AllerWeltHaus: Zwischenstand

21. Juli 2021

AllerwelthausDie Hilfsbereitschaft für das überflutete AllerWeltHaus reißt nicht ab. Seit Tagen sind unzählige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer jeglichen Alters und jeglicher Herkunft im Einsatz und haben unter anderem einen riesengroßen Berg an Überschwemmungsmüll aus dem Keller und dem Haus geholt, um es für einen neuen Start vorzubereiten (Foto: AWH).

DOPPELWACHHOLDER.DE leitet eine E-Mail des AllerWeltHauses weiter, die den Zwischenstand der grandiosen Unterstützung beschreibt und einen Eindruck davon gibt, was noch zu tun ist und benötigt wird. Insbesondere der Weltladen muss nun hergerichtet werden, der erst im Januar dieses Jahres neu renoviert und eingeweiht wurde.

Wer mithelfen möchte, wende sich an das AllerWeltHaus in Hagen, Potthofstr. 22. Auch Geldspenden sind dringend notwendig und können überwiesen werden auf das Spendenkonto DE37 4505 0001 0103 0230 03

Überschwemmung AllerWeltHaus:

Liebe Menschen rund ums AllerWeltHaus,

völlig erschöpft nach dem tagelangen Einsatz, aber glücklich, möchte ich über den Stand der Hilfeleistungen nach der Überschwemmung berichten.

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Störungen im Busverkehr in Hagen

20. Juli 2021

Stand: 20.07.2021 17:10 Uhr

Das Volmetal wurde wieder für den Busverkehr freigegeben, allerdings werden vorerst keine Gelenkbusse auf der Linie 510 eingesetzt, da viele Haltestellen nur eingeschränkt anfahrbar sind. Die Haltestellen „Dahl“ und „Düinghauser“ Weg stadtauswärts, sowie „Hoffnungstal“ stadteinwärts wurden um wenige Meter verlegt, weil an den ursprünglichen Haltestellen ein sicherer Ein- und Ausstieg nicht gewährleistet ist.

Linie 517: kein Verkehr von (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Wesselbach

Linie 521/NE32: Ausfall der (H) Westerbauer Schleife (Sperrung Vogelsanger Str.)

Linie 532: Ausfall der (H) Nordstr. + Westerbauer Schleife (Sperrung Vogelsanger Str.)

Linie 538: bis zur (H) Nimmertal

Linie 539: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Wiblingwerde

Linie 542/NE3: Ausfall der (H) AKKU HAWKER (Sperrung Wehringhauser Str.)

Linie NE2: bis zur (H) Nimmertal

Die Haltestelle „Rathaus an der Volme“ wird derzeit nicht angefahren.

Corona in Hagen – Stand: 20.07., 0:00 Uhr

20. Juli 2021

Entwicklung_Hagen_2007_maxInzidenzwert_Hagen_2007_max

Öffentliche Führung über den Buschey-Friedhof

20. Juli 2021

Mittwoch, 21.07.2021, 16:00-17:30 Uhr

Buschey_May_W11810 wurde der Buschey-Friedhof eingeweiht. Dank seiner über zweihundert Jahre währenden Belegung erlaubt er ungewöhnliche Einblicke in Lebensgeschichten und ästhetische Vorlieben verschiedener Epochen.

Von Historismus über Jugendstil bis in die Moderne – jede Zeit hat ihre Spuren hinterlassen (Foto: Elisabeth May). Einige sind sogar von hohem künstlerischen Rang, wie die Werke Georges Minnes und J.L.M. Lauweriks`.

Dr. Elisabeth May eröffnet Einsichten in die Entwicklung der Grabmalkultur.

Interessierte sollten sich im Vorfeld unter der Telefonnummer +49 2331 207 2740 verbindlich anmelden und die erforderliche Teilnahmegebühr zum Treffpunkt am Seiteneingang Grünstraße mitbringen. Die Führung findet bei mindestens zehn angemeldeten Personen statt.

Störungen im Busverkehr aufgrund des Unwetters

20. Juli 2021

Stand: 19.07.2021 16:30 Uhr

Linie 510: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Delstern bis (H) Sterbecke

Linie 517: kein Verkehr von (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Wesselbach

Linie 521/NE32: Ausfall der (H) Westerbauer Schleife (Sperrung Vogelsanger Str.)

Linie 532: Ausfall der (H) Nordstr. + Westerbauer Schleife (Sperrung Vogelsanger Str.)

Linie 538: nur bis zum Bereich Kronenburgplatz.

Linie 539: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Wiblingwerde

Linie 542/NE3: Ausfall der (H) AKKU HAWKER (Sperrung Wehringhauser Str.)

Linie NE2: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Obernahmer

Linie NE4: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Delstern bis (H) Sterbecke

Die Haltestelle „Rathaus an der Volme“ wird derzeit nicht angefahren.

Infos zu Kita und OGS

20. Juli 2021

Weiterhin sind zahlreiche Einrichtungen im Hagener Stadtgebiet von den Hochwasserschäden betroffen. Die vom Hochwasser betroffene Kita Am Gosekolk, Am Gosekolk 2, kann nach der Ferienschließung voraussichtlich am Montag, 26. Juli, öffnen.

Die Großtagespflegestelle in der Potthofstraße ist ebenfalls ferienbedingt geschlossen, wird aber nicht wie ursprünglich geplant am Montag, 26. Juli, öffnen können. Die Kinder der Großtagespflegestelle können ab Montag, 26. Juli, für drei Wochen zunächst die Räumlichkeiten der Kita Konkordiastraße nutzen.

Die Kita Eckesey, Droste-Hülshoff-Straße 43, ist auf unbestimmte Zeit nicht nutzbar. Ab Montag, 26. Juli, ist die Einrichtung für drei Wochen in den geplanten Ferien. Für die Zeit ab Montag, 16. August, wird ein entsprechendes Ersatzangebot erarbeitet.

Die OGS-Betreuung der Astrid-Lindgren-Schule, Delsterner Straße 59, bleibt derzeit geschlossen.

Untere Wasserbehörde bittet Betroffene um die Meldung von Schäden

20. Juli 2021

Nachdem die Wassermassen des Katastrophenhochwassers vom 14. Juli abgelaufen sind, zeigen sich nun die immensen Schäden, die hierdurch verursacht wurden. Insbesondere die direkten Anlieger von Flüssen und Bächen sind betroffen, so sind zum Beispiel Ufermauern zerstört, Böschungen unterspült oder abgängig sowie Gebäudefundamente freigelegt. Hierbei handelt es sich häufig um genehmigungspflichtige bauliche Anlagen.

Viele Betroffene müssen diese Schäden vor dem Hintergrund der Verkehrssicherheit, der Vermeidung von Folgeschäden oder aus anderen Gründen kurzfristig sichern oder beheben. Dies führt jedoch gleichzeitig zu Unsicherheiten, da eine Planung, gegebenenfalls eine Genehmigung und eine anschließende Durchführung solcher Maßnahmen in der jetzigen Situation kurzfristig nicht möglich ist.

Aus diesen Gründen bittet die Untere Wasserbehörde der Stadt Hagen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger darum, sich per E-Mail an umweltschaden@stadt-hagen.de zu melden und ihr Anliegen zu schildern. Die Meldungen sollten Angaben wie die Adresse, eine kurze Beschreibung des Schadens, eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner sowie einen Telefonkontakt enthalten.

Dies ermöglicht der Unteren Wasserbehörde einerseits zusammen mit den Betroffenen die jeweilige Situation zu erörtern und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und andererseits einen Gesamtüberblick über die Lage an den Hagener Gewässern zu erhalten. Die Bearbeitung der Meldungen wird möglichst unbürokratisch und unter Beachtung der Dringlichkeit erfolgen.

Corona in Hagen – Stand: 19.07., 0:00 Uhr

19. Juli 2021

Entwicklung_Hagen_1907_maxInzidenzwert_Hagen_1907_max

Flutkatastrophe für Wahlkampf missbraucht

19. Juli 2021

CDU-Kandidat posiert in der Feuerwache

Screenshot_20210718-191412_Facebook

Vordergründig sind sich alle einig: Die Flutkatastrophe darf nicht für den Wahlkampf missbraucht werden. Soweit die Theorie – die Praxis sieht erwartungsgemäß ganz anders aus.

So auch beim Besuch des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet, der selbst in den Geruch geraten war, die Tournee in die Katastrophengebiete für seine Ambitionen instrumentalisiert zu haben, in Deutschland den nächsten Bundeskanzler zu stellen.

So war Laschet zunächst nach Altena gereist. Die dortige Stadtverwaltung war laut Presseberichten nicht informiert, stattdessen hatte Laschet „Bild“-Reporter im Schlepptau. In Hagen durfte deshalb das Begrüßungskommitee anderhalb Stunden warten, darunter als Kulisse aufgebaute Feuerwehrleute, die lieber ihrer Arbeit nachgegangen wären.

Die Hohenlimburger CDU präsentiert jetzt eine Fotografie, die den Hagener Bundestagskandidaten der Partei, Christian Nienhaus zeigt, groß in den Vordergrund gerückt während der Pressekonferenz mit Laschet und dem Hagener Oberbürgermeister Erik Olaf Schulz (Screenshot: Fakebook).

Wie kommt Nienhaus als Privatperson, der keine offizielle Funktion ausübt, in ein Gebäude, zu dem gewöhnliche Bürger keinen Zugang haben? Nach DW-Informationen sind zu diesem Termin noch nicht einmal die Hagener Abgeordneten geladen worden, obwohl das bei Besuchen des Ministerpräsidenten üblich sein soll.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass es sich diesmal nicht um eine beliebige Repräsentationsgeschichte handelte, sondern um eine Angelegenheit, die für die Stadt unmittelbar existenziell war und ist. Eine Flutkatastrophe, die Hagen seit Menschengedenken noch nicht erlebt hat und die Stadt noch lange – vermutlich Jahre – beschäftigen dürfte.

Politische Positionen des CDU-Kandidaten Nienhaus, der als Ersatzmann delegiert wurde, nachdem der ursprünglich vorgesehene Vertreter zurückgezogen hatte, sind bisher nicht bekannt. Ob er beispielsweise die Ansicht Armin Laschets vertritt, der angesichts der Flutkatastrophe keine Veranlassung sieht, in Sachen Klimawende den Fuß vom Bremspedal zu nehmen, wie dieser sinngemäß gegenüber dem WDR erklärte.

Oder – um ein ganz anderes Thema zu nennen – wie sich Niehaus zu den Steuerplänen im CDU-Programm verhält, die eine massive Entlastung von Großverdienern vorsehen, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) errechnet hat. Das ZEW geht davon aus, dass durch die CDU-Pläne ein zusätzliches Loch von 30 Milliarden in die Staatskasse gerissen wird – die Kosten der Flutkatastrophe waren zum Zeitpunkt der Berechnung noch gar nicht eingepreist.

Aktualisierte Informationen zu verschiedenen Dienstleistungen und Hilfsangeboten

19. Juli 2021

Hochwasser2_max

Das Hochwasser hat zahlreiche Schäden im Stadtgebiet verursacht, die sich weiterhin auch auf den Betrieb der Stadtverwaltung auswirken (Foto: Stadt Hagen).

Das Rathaus I, Rathausstraße 13, die Zentrale Stadtbücherei auf der Springe, Springe 1, und die Stadtteilbüchereien Haspe, Torhaus 1, und Hohenlimburg, Stennertstraße 6 bis 8, sowie das Kunstquartier sind zunächst bis einschließlich Mittwoch, 21. Juli, für den Publikumsverkehr geschlossen.

Personen, die in diesen Tagen Termine im Zentralen Bürgeramt, Rathausstraße 11, vereinbart haben, können ihre Termine im Bürgeramt Hohenlimburg, Freiheitstraße 3, wahrnehmen. Die Bürgerämter sind montags und dienstags von 8 bis 17 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Fertige Ausweispapiere und Aufenthaltstitel können in den Bürgerämtern Boele, Schwerter Straße 68, und Haspe, Kölner Straße 1, abgeholt werden. Weitere Arbeiten sind dort aufgrund von technischen Problemen nicht möglich.

Die Zulassungsstelle, Führerscheinstelle, Ausländerbehörde und das Rathaus II, Berliner Platz 22, sind wie gewohnt geöffnet. Besucherinnen und Besucher des Rathaus II beachten bitte, dass die Aufzüge aktuell nicht funktionieren. Bezüglich der Beurkundung von Sterbefällen werden die Bestatter von der Stadt Hagen direkt informiert.

Städtische Kindertagesstätten und OGS-Betreuung

Bis auf die Kita Eckesey, Droste-Hülshoff-Straße 43, die Großtagespflegestelle in der Potthoffstraße und die Kita Am Goselkolk, Am Gosekolk 2, können alle städtischen Kitas ab Montag, 19. Juli, wieder den Betrieb aufnehmen. Dies trifft nur auf Kitas zu, die derzeit keine Ferien haben und die aufgrund der Straßenverhältnisse erreichbar sind. Eltern, deren Kinder eine der drei geschlossenen Kitas besuchen, können sich ab morgen, 19. Juli, unter Telefon 02331/207-4440 melden, um alternative Betreuungsmöglichkeiten abzusprechen.

Zu den Einrichtungen freier Träger liegen der Stadt Hagen keine gesicherten Informationen vor, weshalb die Eltern in diesem Fall bitte selbst die Kita kontaktieren. OGS-Betreuungen, die eine Betreuung in den Sommerferien anbieten, sind ebenfalls wieder geöffnet.

Anlaufstelle für Bürger, die Hilfe benötigen

Es sind bereits zahlreiche Hilfsangebote bei der Freiwilligenzentrale eingegangen. Die Stadt Hagen weist an dieser Stelle noch einmal darauf hin, dass sich auch hilfsbedürftige Personen an die eingerichtete Hotline, die unter Telefon 02331/207-5199, -5985 oder -5976 sowie E-Mail hochwasserhilfe@stadt-hagen.de wenden können.

WBH entsorgt Schlamm und Schutt

Ab der kommenden Woche entfernt der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) den Schlamm und Schutt des Hochwassers. Einige wichtige Verkehrsbereiche konnten bereits gesäubert werden. Der WBH bittet darum, dass die Helferinnen und Helfer Sperrmüll, Elektroschrott, Schlamm und Schutt, wenn möglich, getrennt sammeln, um die anschließende Entsorgung zu vereinfachen. Der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) wird die ausgefallenen Müllabfuhrtermine der vergangenen Woche nachholen. Voraussichtlich ab morgen wird die Müllabfuhr wie gewohnt stattfinden.

Kostenlose Sammelaktion Sperrmüll

18. Juli 2021

Der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) bietet kostenlose Sammelaktionen für Sperrmüll und Elektroschrott an. Die Gegenstände können an verschiedenen Standorten in die Container geworfen werden.

Derzeit (Stand: 18.07, 12 Uhr) ist der HEB in diesen Bereichen unterwegs:

– Unternahmer (mit Sperrmüllwagen)
– Delstern (mit Containern)
– Dahl (mit Containern)
– Hohenlimburger Straße & Seitenstraßen (mit Containern)
– Eckesey (mit Sperrmüllwagen)

Corona in Hagen – Stand: 18.07., 0:00 Uhr

18. Juli 2021

Entwicklung_Hagen_1807_maxInzidenzwert_Hagen_1807_max

Überflutung AllerWeltHaus: Danke und Hilferuf

18. Juli 2021

Überschwemmung_AllerWeltHaus_KellerAuch das AllerWeltHaus wurde mit katastrophalen Folgen überschwemmt. Im Keller (Foto: AWH) stand das Wasser bis zur Decke. Und auch im Weltladen, Café Mundial und dem Veranstaltungssaal hat das Wasser einen großen Schaden angerichtet.

Seit Tagen sind viele Helferinnen im Einsatz um zu retten, was zu retten ist und zu entsorgen, was entsorgt werden muss. Inzwischen gibt es einen riesengroßen Haufen Müll vor dem Haus, denn die Kellerräume mussten total vom Zerstörungs-Chaos befreit werden, unter anderem auch von dem gesamten Equipment des Cafés, den Vorräten an Bio-Lebensmitteln, Gefrier- und Kühlschränke etc. pp.

DOPPELWACHOLDER.DE leitet eine Dank- und Hilferuf-E-Mail des AllerWeltHauses weiter, in der beschrieben wird, was schon alles geleistet wurde und was noch an tatkräftiger Unterstützung benötigt wird. Auch Geldspenden sind dringend notwendig und können überwiesen werden auf das Spendenkonto DE37 4505 0001 0103 0230 03

Überschwemmung AllerWeltHaus: Danke und Hilferuf

Liebe Menschen rund ums AllerWeltHaus,

(more…)

Hagen: Flut-PR im Hochwassergebiet?

18. Juli 2021

Bericht: Laschet wollte Lagezentrum für TV-Bilder verlegen lassen

Ein Bericht der „Westfalenpost“ wirft neues Licht auf die Reise des CDU-Kanzlerkandidaten ins überflutete Hagen. Demnach drängte seine Staatskanzlei darauf, den Krisenstab für bessere Bilder der Pressekonferenz zu verlegen. Die Stadt dementiert. (…)

Laschet hatte am Donnerstag zunächst das überflutete Altena besucht, ohne die dortige Stadtverwaltung über seine Reise dorthin zu informieren, wie t-online berichtete. Dort gab er der „Bild“-Zeitung ein Exklusiv-Live-Interview vor einer überschwemmten Straße, während in Hagen der dortige Krisenstab und ein großes Medienaufgebot auf ihn warteten. Mit anderthalb Stunden Verspätung dort angekommen, sagte er, die Lage sei zu ernst, um damit Bilder produzieren und Wahlkampf machen zu wollen. (…)

„Dennoch musste in der Feuerwache Ost, wo seit Mittwochnacht die Einsätze aller Unwetter-Helfer koordiniert werden, eine Fahrzeughalle extra leergeräumt werden, damit der NRW-Chef und CDU-Kanzlerkandidat mit seinem Pressetross im Gefolge auch Corona-adäquat vom Oberbürgermeister (…) empfangen werden können“, heißt es in dem Bericht, der mit „Über die Lenne ins Kanzleramt“ überschrieben ist.

In der Halle hatte Laschet nach seinem Empfang im Krisenstab seine erste für alle Medien zugängliche Stellungnahme zur Hochwasserkatastrophe abgegeben und anschließend ein wenige Minuten dauerndes Gespräch mit Rettungskräften geführt. Seine Staatskanzlei hatte da bereits Bilder seines Besuchs im wenige Kilometer entfernten Altena über soziale Medien verbreitet. (…)

Quelle: t-online.de

Dazu passt:

Im Video: Besuch in Krisenregion – Laschet witzelt bei Steinmeier-Rede

Die Zahl der Toten nach den verheerenden Fluten steigt weiter, Steinmeier und Laschet besuchen die Katastrophenregion. (…)

Doch während Steinmeier in seiner bewegenden Rede über die Flutopfer sprach, die auf mehreren TV-Sendern übertragen wurde, fiel auch der Fokus auf Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Der Kanzlerkandidat der Union war im Hintergrund zu sehen, er witzelte und lachte zusammen mit Frank Rock, CDU-Landrat des Rhein-Erft-Kreises. (…)

Quelle: t-online.de (mit Video)

Noch deutlicher hier:

Busverkehr normalisiert sich zunehmend

18. Juli 2021

Bahnverkehr liegt weiter still

Bahnsteigzugang Hagen-Hbf

Die überflutete Bahnsteigunterführung im Hagener Hauptbahnhof ist inzwischen wieder leergepumpt. Foto: Michael Nehaus/Deutsche Bahn.

Nach den schweren Unwettern und Überschwemmungen der letzten Tage hat sich der Busverkehr in Hagen weitestgehend normalisiert. Dennoch gibt es einige Strecken die auch mit Stand Freitag, 19:00 Uhr, noch nicht wieder befahrbar sind.

Hierzu zählen insbesondere das Volmetal, das Nahmertal und Wiblingwerde sowie Teile von Wehringhausen. Wann diese Strecken wieder von den Bussen der Hagener Straßenbahn angefahren werden können, ist aktuell nicht absehbar.

Störungen im Busverkehr in Hagen aufgrund von Unwetterauswirkungen (Stand: 17.07.2021 um 19:00 Uhr)

Linie 510: nur bis Delstern.

Linie 514: nicht über Lange Straße. Umleitung über Wehringhauser Str. (B7).

Linie 517: kein Verkehr von (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Wesselbach.

Linie 521: nicht über Lange Straße. Umleitung über Buschey / Rehstr.

Linie 538: nur bis zum Bereich Kronenburgplatz.

Linie 539: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Wiblingwerde

Linie NE2: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Obernahmer

Linie NE4: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Delstern bis (H) Sterbecke

Auch auf den bereits freigegebenen Strecken kann es immer wieder zur kurzfristigen Sperrungen oder Umleitungen durch Aufräumarbeiten kommen. Es muss auch über das Wochenende weiterhin mit Einschränkungen gerechnet werden.

Der Bahnverkehr ist weiterhin komplett stillgelegt. Sämtliche Hagener Bahnhöfe werden weder im Fern- noch im Nahverkehr angefahren.

Hagen: Zentrale Hotline für Hilfsangebote

18. Juli 2021

Brücke Rehbecke Priorei

Zerstörte Brücke Rehbecke in Hagen-Priorei. Foto: Deutsche Bahn.

Eine enorme Hilfsbereitschaft erreicht Hagen – aus allen Teilen Deutschlands gehen Hilfsangebote ein. Um diese Hilfsangebote zu koordinieren, hat die Stadt Hagen eine zentrale Hotline unter den Rufnummern 02331/207-5199, -5985 oder -5976 sowie der E-Mail-Adresse hochwasserhilfe@stadt-hagen.de eingerichtet.

Wer mit Sachspenden helfen möchte, wird dringend gebeten, sich zunächst mit seinem Angebot und Daten zur Kontaktaufnahme an die Anlaufstelle zu wenden.

Ganz ausdrücklich bedankt sich die Stadt bei allen Menschen, die mit Sachspenden helfen möchte. Eine Annahme von Sachspenden ohne vorherige Absprache ist aber nicht möglich. Die Koordinierung der Hilfsangebote übernimmt die Hagener Freiwilligenzentrale. Bei der Vielzahl der schon jetzt eingehenden Hilfsangebote bittet die Freiwilligenzentrale um Verständnis, dass die einzelnen Rückmeldungen gegebenenfalls etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Helfende Hände und technische Hilfe

Wer tatkräftig vor Ort mithelfen oder technische Hilfe mit Baufahrzeugen, Lastwagen oder ähnlichem leisten möchte, kann sich per E-Mail an den Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) unter E-Mail notlage@wbh-hagen.de wenden.

Spendenkonto für Geldspenden

Die Stadt Hagen hat für Geldspenden ein Spendenkonto eingerichtet. Wer die Betroffenen finanziell unterstützen möchte, kann die Summe unter dem Verwendungszweck „Hochwasser Hagen“ an IBAN DE 2345 0500 0101 0000 0444 überweisen. Es werden noch Hilfsorganisationen ausgewählt, die sich um die Verteilung der Spenden an die vom Hochwasser betroffenen Hagenerinnen und Hagenern kümmern.

Kostenlose Entsorgung von Sperrmüll und Elektroschrott

Der Hagener Entsorgungsbetrieb (HEB) führt auch weiterhin die kostenlose Sammlung für Sperrmüll und Elektroschrott durch. Die Stadt Hagen bittet im Rahmen der Nachbarschaftshilfe darum, dass Bürgerinnen und Bürger sich mit ihren betroffenen Nachbarn in Verbindung setzen und zum Beispiel bei der Verladung des Sperrmülls und Elektroschrotts in die Container unterstützen.

Der HEB bittet noch einmal um Verständnis und Geduld, dass leider nicht alle Bereiche gleichzeitig angefahren werden können. Die Aktion wird auch am heutigen Sonntag, 18. Juli, und darüber hinaus fortgesetzt und läuft jeweils ab 6 Uhr morgens bis in den Abend hinein.

Geröll, Gestein und Schutt können die Bürgerinnen und Bürger von ihren Grundstücken an die Straße räumen. Die Stadt bittet darum, Gehwege, Straßen und Gullideckel frei zu halten.

Stromversorgung weitgehend wiederhergestellt

17. Juli 2021

Im Netzgebiet der Enervie sind die vom Starkregen und Hochwasser geschädigten Gebiete fast vollständig wieder am Stromnetz. Der Netzbetreiber arbeitet mit Hochdruck auch am Wochenende weiter daran, auch die vorsorglich abgeschalten Ortsnetzstationen in den bislang am schwierigsten zugänglichen Bereichen wieder an das Netz zu bringen. Gas und Trinkwasser sind im Enervie-Netzgebiet zu 100 Prozent verfügbar.

In Hagen sind von den 80 abgeschalteten Stationen (von insgesamt 1.400) über die Hälfte wieder am Netz. Die Techniker können sich nun auch um die in der Innenstadt liegenden Stationen kümmern, in denen das Wasser jetzt erst abgepumpt werden konnte.

Corona in Hagen – Stand: 17.07., 0:00 Uhr

17. Juli 2021

Entwicklung_Hagen_1707_maxInzidenzwert_Hagen_1707_max


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