Autor-Archiv

Deerth: Grüne geben dem Wald den Vorzug

21. Oktober 2017

Nach einer engagierten Diskussion in der Mitgliederversammlung entscheiden sich die Hagener Grünen im Sinne des Naturschutzes gegen eine Erweiterung der AWO-Suchtklinik Am Deerth. Ein Appell geht an die Entscheidungsträger von AWO, Land und Stadt, gemeinsam einen alternativen Standort für eine kombinierte Einrichtung zu finden.

Dazu erklärt Kreisverbandssprecher Rolf Willaredt:

„Als Partei, die ein Primat auf die Ökologie setzt, aber auch das Soziale in ihren Grundwerten fest verankert sieht, befinden wir uns bei der Situation Am Deerth in einem echten Dilemma. Für die Hagener Grünen gibt es gute und respektable Gründe, einen ökologisch und einen sozial motivierten Blick zugleich auf die beabsichtigte Baumaßnahme zu richten. Letztlich überwiegt bei unseren Mitgliedern jedoch das Ziel, eine Beeinträchtigung des Waldes zu verhindern. Da wir aber die gute Arbeit der AWO schätzen und deren Sicherung und Fortentwicklung für wichtig halten, appellieren wir an die Verantwortlichen, alternative Lösungen für eine Kombination der bisherigen Drogenklinik mit einer Maßregelvollzugseinrichtung zu suchen. Wenn wir die Erweiterung Am Deerth ablehnen, sehen wir uns um so mehr in der Pflicht, auf städtischer, aber auch auf Landesebene die Suche nach anderen Standorten für eine gute Behandlung suchtkranker Straftäter/innen zu unterstützen .“

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Theater Hautnah: „Kannst Du pfeifen, Johanna“

21. Oktober 2017

Offene Probe und Werkstattgespräch zur Kinderoper von Gordon Kampe

Im November kommt im Lutz (Theater Hagen) als Hagener Erstaufführung die Kinderoper „Kannst Du pfeifen, Johanna“ von Gordon Kampe heraus (v.l.n.r.: Manuel Ried, Martin Blasius, Joel Urch. Probenfoto: Theater).

Im Vorfeld dazu findet eine Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Theater Hautnah“ am Freitag, 27. Oktober 2017 im Lutz (Theater Hagen) statt. Diese beginnt um 10.45 im Lutz-Foyer mit einer kurzen Einführung in diese Oper, sodann wird die Bühnenorchesterprobe im Lutz besucht, und anschließend gibt’s weitere Informationen (Werkstattgespräch) zum Stück und dessen Umsetzung durch das Produktionsteam mit Corinna Jarosch (Regie, Dramaturgie), Andrey Doynikov (musikalische Leitung) und Marc Löhrer (Ausstattung).

Der Eintritt ist frei.

Erfolg für Theater-Betriebsrat

20. Oktober 2017

Mehr Zeit für Umstrukturierung der Theater-Spitze

Zu schnell und zum falschen Zeitpunkt erfolge die Aufforderung zur Änderung der Organisation der Theaterspitze, hatte der Betriebsrat des Hagener Theaters die Forderung der OB-Verwaltung kritisiert, sich mitten in der Vorbereitung der neuen Spielzeit mit Strukturmaßnahmen in der Geschäftsleitung zu beschäftigen.

Die Kritik wurde erhört. Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Erik O.Schulz wurde das terminliche Ultimatum aus der Beschlussvorlage der Verwaltung entfernt. Das Theater hat jetzt mehr Zeit zur Umsetzung der an sich auch von der Arbeitnehmervertretung nicht in Abrede gestellten Sortierung des Bühnenvorstands.

Der Rat verabschiedete den geänderten Beschluss gegen die Stimmen von Unlinken und AfD.

Stadtarchiv-Umzug: Weniger Kosten, mehr Fläche

20. Oktober 2017

Termin zur Wiedereröffnung wird noch bekannt gegeben

Stadtarchivar Korthals prüft mit einem Mitarbeiter von „Hansetrans“ die Ordnung beim Befüllen der Regale. Foto: Michael Kaub

Vier Kilometer Regale, über 1200 Quadratmeter Standfläche, eine Tonne Tragfähigkeit pro Quadratmeter, vier Etagen – das neue Stadtarchiv Hagen auf dem Gelände des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) in Eilpe beeindruckt mit gewaltigen Zahlen.

Seit einer Woche rollen die LKWs der Hamburger Umzugsfirma „Hansetrans“ die Eilper Straße auf und ab. Zwölf Umzugsfachleute be- und entladen voraussichtlich noch bis Ende der Woche rund 15 Fahrten am Tag, schleppen Kisten und räumen diese aus. Aber auch für Archivmitarbeiter, Architekt, Bauleiter und Bauarbeiter entpuppt sich der Umzug eines der größten Kommunalarchive des Landes als Mammutaufgabe.

Von der Lagerhalle zum modernen Stadtarchiv

In rund neun Monate Bauzeit hat sich das ehemalige Lagergebäude der Mark-E unter Leitung des Architekten Manfred Radtke (Architekturbüro Schmahl und Gerigk) und des Bauleiters Jörg Mielke (WBH) in ein modernes und nutzerfreundliches Stadtarchiv verwandelt.

„Größte Herausforderung war für uns die kurze Bauzeit“, sagt Radtke. „Ebenso wie die unterschiedlichen Vorstellungen und Bedürfnisse aller Beteiligten. Die Mitarbeiter des Stadtarchivs wünschen sich auf den Etagen mit Archivbestand möglichst keine Wasserleitungen – der Brandschutz besteht natürlich darauf.“ Bauleiter Mielke ergänzt: „Ein Stadtarchiv baut man nicht alle Tage. Das hat den Umbau ebenso spannend wie herausfordernd gemacht.“

Kühlkammer für Fotonegative

Auf drei Etagen finden zukünftig eine Präsenzbibliothek mit über 25.000 Büchern, ganze Berge von Archivkartons, kilometerweise Akten und mehr als 1,5 Millionen Fotografien Platz. In einer zusätzlichen Büroetage kommen Stadtarchivar Andreas Korthals und Kollegen, der Hagener Heimatbund sowie ein großer und barrierefreier Benutzerraum, den künftig beispielsweise auch Schulklassen nutzen können, unter.

„Das neue Archivgebäude erfüllt moderne Standards und bietet optimale Lagervoraussetzungen“, sagt Korthals. „Zum Beispiel eine Kühlkammer, die mittels eines Kühlaggregats für eine Raumtemperatur von 10 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent sorgt. Unter diesen Voraussetzungen halten sich Fotonegative und historische Fotoplatten länger.“

„Archiv-Turm“ ist sparsam und löst Platzproblem

Das neue Domizil des Stadtarchivs auf dem WBH-Gelände bietet mehr Fläche und spart Mietkosten. Außerdem ist der WBH eine städtische Tochter, die Miete bleibt also beim „Konzern“ Stadt. Mit einer Fläche von über 300 Quadratmetern pro Etage ist eine weitere Hauptursache für den Umzug des Archivs aus dem alten in das neue Quartier gefunden: Platzmangel.

Der „Archiv-Turm“ auf dem WBH-Gelände bietet auch in Zukunft ausreichend Stauraum für den Fundus an Hagener Stadtgeschichte. Korthals erklärt: „Einige Regale bleiben zunächst leer. Beim Einräumen lassen wir bewusst Lücken, denn in Zukunft kommen immer wieder Akten – beispielsweise aus dem Standesamt – nach. Denn wie Hagens Geschichte wächst das Stadtarchiv Tag für Tag.“

Service-Info

Das Stadtarchiv Hagen ist aufgrund des Umzugs derzeit geschlossen. Der genaue Termin zur Wiedereröffnung wird noch bekannt gegeben. Recherche-Anfragen werden wieder ab Donnerstag, 2. November, unter Telefon 02331/207-3339 oder E-Mail an anderas.korthals@stadt-hagen.de beantwortet.

„Vorrat an Gemeinsamkeiten noch nicht aufgebraucht“

19. Oktober 2017

GRÜNE wollen Arbeit in der Allianz des Grauens fortsetzen

Die GRÜNEN sprechen von einer „bewährten Allianz-Kooperation“, Noch-Fraktionschef Riechel spürt gar eine „produktive Spannung“. Gleichzeitig will die Fraktion „mit allen politischen Kräften ins Gespräch kommen, die diese Anliegen teilen“. Wer könnte das denn wohl sein?

Man habe sich gemeinsam „den Sparkommissar vom Leib“ gehalten. Klar – indem man selbst dessen Rolle gespielt hat. Es seien „die Hilfsgelder aus dem Stärkungspakt“ gesichert worden. Nur: Dieser Pakt war eine Zwangsmaßnahme und keine selbstlose Hilfe des Landes. Hagen war und ist „pflichtiges“ Mitglied dieses schon jetzt auslaufenden Pakets, das der Stadt einen verschärften Kürzungskurs aufzwang, im Gegenzug aber keines der dahinter stehenden Finanzprobleme gelöst hat.

Die Liste der Widersprüchlichkeiten, verpassten Gelegenheiten und eines weiter schwindenden Profils der Hagener GRÜNEN ließe sich fortsetzen. Aber DW-Leser sind dazu in der Lage sich selbst ein Urteil bilden. Deshalb die Erklärung der Fraktion hier im Wortlaut und nicht wie im örtlichen Zentralorgan redaktionell gefiltert:

Luftreinhaltung, Verkehrs- und Energiewende und flächenschonende Stadtentwicklung – GRÜNE setzen auf Zukunftsthemen

Auf ihrer Herbstklausur hat die grüne Fraktion ihre Marschrichtung für die zweite Hälfte der Wahlperiode festgelegt. Dabei sollen die grünen Kernthemen Luftreinhaltung, Verkehrs- und Energiewende sowie flächenschonende Stadtentwicklung im Fokus stehen. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind bezahlbare Wohnquartiere mit guter Infrastruktur, zeitgemäßer öffentlicher Nahverkehr, Integration von Geflüchteten und Zugewanderten und mehr integrative Schulen. Die GRÜNEN wollen daran sowohl im Rahmen der bewährten Allianz-Kooperation arbeiten als auch mit allen politischen Kräften ins Gespräch kommen, die diese Anliegen teilen.

„Die letzten Jahre waren geprägt davon, einige zentrale Probleme in Hagen im Rahmen einer neuen interfraktionellen Zusammenarbeit zu lösen“, sagt Fraktionssprecher Joachim Riechel: „Der erste ausgeglichene Haushalt seit 25 Jahren war ein gemeinsamer Kraftakt, der uns weiterhin den Sparkommissar vom Leib hält und die Hilfsgelder aus dem Stärkungspakt sichert. Aber auch die Sanierung der ENERVIE oder der Verbleib der Müllentsorgung in rein kommunaler Hand waren Erfolge, an denen wir  GRÜNE gehörigen Anteil haben. Unsere Zwischenbilanz der bisherigen Wahlperiode zeigt, dass auch durch unsere Initiativen schon viel auf den Weg gebracht wurde. Nach langen Epochen der Beliebigkeit wurden übergreifende konzeptionelle Planungen für Hagen eingeleitet: Ein neuer Nahverkehrsplan ist ebenso in der Erstellung wie ein lange überfälliges Radverkehrskonzept und ein Handlungskonzept für die Wohnraumentwicklung. Detailplanungen für die Entwicklung  an den Ruhrseen ergänzen das ganz große Rad eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK), das in einen neuen Flächennutzungsplan münden wird. Den haben wir schon seit mehreren Wahlperioden gefordert; – nun ist er auf der Schiene. Aber diese Prozesse dürfen nicht zerredet, verzögert und totgeprüft werden. Wir Grüne werden engmaschig darauf achten, dass konkrete und mit systematischer Bürgerbeteiligung entwickelte effektive Maßnahmen daraus folgen.“

„Die Zusammenarbeit in der ‚Allianz‘ mit den Fraktionen von CDU, Hagen Aktiv und FDP haben wir sehr kritisch auf den Prüfstand gestellt,“ erklärt Fraktionssprecherin Nicole Pfefferer. „Für eine Fortsetzung in den kommenden Jahren brauchen wir einen neuen Aufschlag. In den letzten Monaten hat die Kommunikation etwas gehakt, und gerade für uns GRÜNE war auch manche inhaltliche Differenz schwer zu schlucken: Das Windkraftmoratorium ist dafür ein Beispiel.

Wir müssen in der weiteren Arbeit wieder vermehrt miteinander ins Gespräch kommen, werden aber auch inhaltlich stärker herausstellen, dass Hagens schwierige Finanzlage nicht das einzige Zukunftsproblem ist: Notwendige Haushaltskonsolidierung darf nicht zum Kaputtkürzen führen!  Wo durch ein Zuviel an Personalabbau die Funktionsfähigkeit der Stadtverwaltung gefährdet ist, wo durch die Stagnation im ÖPNV wirksame Luftreinhaltung behindert wird und wo Planungsmittel für zukunftsfähige Stadtentwicklung fehlen, müssen wir umsteuern und gemeinsam für Hagen neue Wege finden.“

Der Besuch von Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Kämmerer Christoph Gerbersmann in der Klausurberatung ließ erkennen, dass in einer Reihe von Themen Übereinstimmungen bestehen: Lange Zeit waren GRÜNE mit der Forderung fast alleine, dass Land und Bund ihre Verantwortung für die Krise der kommunalen Haushalte endlich wahrnehmen. Heute engagiert sich Hagens Stadtführung  im Bündnis für die Würde der Städte, um Hilfe für die überschuldeten Kommunen und den Abbau der Altschulden einzufordern. In der Stadtentwicklung ist nicht nur die Entwicklung an den Ruhrseen ein Herzensanliegen, das der OB mit den GRÜNEN teilt. Auch die lange von uns GRÜNEN geforderte hintere Öffnung des Hauptbahnhofs zur besseren Erschließung der dort neu gewonnenen Gewerbe- und Verkehrsflächen hat sich die Stadtspitze auf die Fahnen geschrieben, ebenso wie die Allianz-Fraktionen. Und dass städtische Planungsprozesse seit einiger Zeit eigens von einer Stabsstelle für Bürgerbeteiligung begleitet werden, gefällt uns Basisdemokraten ebenfalls gut. Offen zeigte sich der Oberbürgermeister für die Wiedereinführung einer Baumpflegesatzung, die aktuell von den Allianz-Fraktionen erarbeitet wird und kurz vor der Einbringung steht.

„Es ist klar geworden“, zieht Joachim Riechel als Resümee, „dass bei allen politischen Unterschieden der Vorrat an Gemeinsamkeiten noch nicht aufgebraucht ist. Allerdings ist das kein Freibrief für die Stadtspitze, der wir weiter mit kritischem Blick auf die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihres Handelns auf die Finger sehen werden. Diese produktive Spannung tut Hagen gut.“

Zweites Kammerkonzert am Sonntag

19. Oktober 2017

Das zweite Kammerkonzert findet am Sonntag, 22. Oktober 2017 um 11.30 Uhr im Auditorium im Kunstquartier Hagen statt.

Es wird gestaltet von Andrey Doynikov, Solorepetitor, Dirigent und Pianist am Theater Hagen, zudem Komponist und ein herausragender Marimbaspieler. Der vielseitige Künstler und mehrfache Preisträger ist einer der außergewöhnlichsten und gefragtesten Musiker der neuen Generation seines Heimatlandes Russland (Foto: Theater).

Er widmete mehr als zehn Jahre der Entwicklung der Marimbatechnik, was ihn zu einem internationalen Solisten auf diesem Holzklangstab-Instrument mit einem einzigartigen Repertoire macht. Unter dem Titel „Das singende Holz“ wird er in diesem Konzert die Vielseitigkeit der Marimba und deren faszinierende Wirkung präsentieren und Werke von Johann Sebastian Bach, Edvard Grieg und Simeon ten Holt in einem magischen Klanggewand neu erlebbar machen.

Vor Beginn des Konzertes besteht wie gehabt die Möglichkeit, um 11 Uhr an einer, dieses Mal von Dr. Christine Kracht gestalteten, Kurzführung teilzunehmen (Treffpunkt: Foyer des Kunstquartiers). Darin geht es um das Gemälde „Garten der Bacchanten“ von Andrés Garcia Ibánez. Dieser Maler ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Spaniens.

Für die Teilnehmer an dieser Kurzführung sind Plätze in der ersten Reihe für das Konzert reserviert.

Kombiticket (Führung und Konzert) 11,- / 7,- Euro; Konzertkarte 8,- / 4,- Euro

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Hunderte Erzieher kehren der Stadt Hagen den Rücken

19. Oktober 2017

Rund 100 ausgebildete Erzieher verlassen jedes Jahr das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg. Und trotzdem herrscht in Hagen ein riesiger Mangel. Wie groß der Bedarf ist, lässt sich seriös kaum beziffern. Allerdings können offene Stellen, wie sie sich beispielsweise im Falle einer Elternzeit ergeben, derzeit nicht nachbesetzt werden. (…)

Quelle: wp.de

Mozartstraße Hohenlimburg: Aufzug wieder defekt

19. Oktober 2017

Im Juli 2016 übernahm die Altro Mondo die Verwaltung des Häuser-Ensembles an der Mozartstraße. Jegliche Kontaktaufnahmen mit der Altro Mondo, um den Fahrstuhl kurzfristig wieder in Betrieb zu nehmen, sind bisher gescheitert.

Quelle: wp.de

Kinotipp: Immer noch eine unbequeme Wahrheit

18. Oktober 2017

Donnerstag, 19.10.2017 um 19:00 Uhr
Kino Babylon im Kulturzentrum Pelmke

Al Gore, ehemaliger US-Vizepräsident, setzt seinen unermüdlichen Kampf gegen die globale Klimaerwärmung fort. Er bereist die Welt, um die aktuellen, durch den Klimawandel hervorgerufenen Veränderungen zu dokumentieren, um Klimaexperten zu schulen und die internationale Klimapolitik zu beeinflussen. Kameras folgen ihm hinter die Kulissen – in privaten und öffentlichen sowie humorvollen und ergreifenden Momenten. Anschaulich zeigt die packende Dokumentation, wie er seine Vision verfolgt und die Gefahren des Klimawandels mit Einfallsreichtum und Leidenschaft zu überwinden versucht.

USA 2017/Regie: Bonni Cohen, Jon Shenk/Dokumentarfilm/98 Minuten

Klarsichtkino in Kooperation mit Bündnis90/Die Grünen KV Hagen

„Unterschrotzbach“ im Lutz

18. Oktober 2017

Eine 80er Jahre Heimatkomödie

Am 20. Oktober 2017 steht im Lutz (Theater Hagen) ab 19.30 Uhr alles im Zeichen von Haarspray und Schulterpolstern. Zunächst wird „Unterschrotzbach“ – eine 80er-Jahre-Heimatkomödie von Anja Schöne und Andreas Gruchalski als Gastspiel des Comedia Schauspieltrainings Köln aufgeführt (Foto: Theater). Anschließend wird das LUTZ-Foyer zum Dancefloor, wo bei der 80er-Jahre-Party zu allen großen Hits von a-ha über Nena bis hin zu ZZ Top abgerockt werden kann. 80er-Outfits sind natürlich gerne gesehen!

Worum geht’s in der Heimatkomödie?

Ein Dorf irgendwo in Westdeutschland Mitte der 80er Jahre: Bürgermeister Eberhardt Schleifbaum will ein großes internationales Möbelhaus in seine Gemeinde locken. Doch ausgerechnet in der Woche, in der die Unterschrotzbacher das Fest für die Delegation aus Schweden vorbereiten sollen, taucht eine BKA Beamtin in Unterschrotzbach auf und stört das bislang beschauliche Leben der Dorfgemeinschaft erheblich. Auf einmal scheint jeder verdächtig – oder stimmt es etwa nicht, dass Bibliothekar Jan-Stefan schon mal im Gefängnis war? Und wieso ist Michaela eigentlich nach so vielen Jahren aus England zurückgekehrt? Ein tragikomisches Heimatstück über (un)heimliche Träume, verdrängte Sehnsüchte und große Fragen untermalt vom Sound der 80er Jahre.

In der Inszenierung von Anja Schöne spielen: Andreas Gruchalski, Sophie Haase, Ingrid Königs, Stefanie Kraus, Nina Mostert, Christoph Nase, Mathias Paetzelt, Denise Schechter, Judith Schumacher, Jörg Wasserfuhr (Absolventen der Comedia Schauspielschule). – Tickets: 12 / 6 Euro.

Im Anschluss an diese Vorstellung verwandelt sich ab 21.30 Uhr das LUTZ-Foyer in einen 80er-Jahre-Disko-Traum und lockt Tanzwütige aller Altersgruppen zum Final Countdown in den Skandal im Sperrbezirk. What a feeling! – Eintritt frei.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207-5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Arme Roma – böse Zigeuner

17. Oktober 2017

Heimische Presse zündelt beim Thema kräftig mit

Mit dem hochaktuellen Thema über die Zuwanderung aus Südosteuropa beschäftigt sich ein Vortrag am Mittwoch, 18. Oktober, um 19 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14. Die Diskussionen in Hagen werden über die Presse und sogenannte „soziale“ Medien sehr populistisch geführt, die Wucht der Vorurteile ist hier besonders heftig.

Die Zuwanderung vor allem aus Rumänien und Bulgarien nach Hagen ist seit der Arbeitnehmerfreizügigkeit der EU deutlich gestiegen und stellt momentan, neben der Fluchtmigration, den größten Teil der Zuwanderung dar. Laut einer Studie der Integrationsagentur und Berichten der Caritas fühlt sich eine Mehrheit der Zuwanderer den Roma zugehörig.

„Arme Roma, böse Zigeuner“ ist der provokative Titel des Buches von Norbert Mappes-Niediek, er beschreibt mit einem differenzierten Blick die Lebenssituationen und Einstellungen von „Roma“. Warum kommen die Roma in Osteuropa aus ihrem Elend nicht heraus? Sind sie arm, weil sie diskriminiert werden, oder werden sie diskriminiert, weil sie arm sind? Sind sie arbeitsscheu, kriminell und womöglich dümmer als andere? So wird oft gefragt, wenn auch meistens hinter vorgehaltener Hand. Und die Antwort kennt man natürlich: „typisch Roma“. Der langjährige Balkan-Korrespondent Norbert Mappes-Niediek unternimmt einen Faktencheck und kommt zu überraschenden Befunden. Zugleich kritisiert er die europäische Roma-Politik und zeigt alternative Wege auf.

Norbert Mappes-Niediek lebt seit 1992 als freier Korrespondent für Österreich und Südosteuropa in der Steiermark/Österreich.

Der Eintritt zu dieser gemeinsamen Veranstaltung von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.

Die heimische Presse in Gestalt des Einheitsblatts WPWR zündelt kräftig mit. Zuletzt am Montag dieser Woche. In einem Beitrag, der sich zunächst mit der zurecht beklagten Müllproblematik in der Stadt beschäftigt, wird mittendrin unter der Überschrift „1000 Rumänen mehr“ plötzlich das Thema gewechselt.

Die „besorgten Bürger“, ein Begriff, den Nazis, Rassisten, Pegida und AfD zur Verharmlosung einsetzen, wird jetzt auch von der WPWR benutzt. Ein Blick auf die Fakebook-Seite der WP zeigt, dass die „Besorgten“ die Berichterstattung verstanden haben. Zu einem weiteren Artikel zur Zuwanderung lassen „besorgte Bürger“ ebenfalls so richtig die Sau raus: „Knüppel raus und drauf…“

Das haben unsere heimischen Schreiber natürlich nicht gewollt – bestimmt nicht! Aber so funktioniert „Journalismus“ in dieser Stadt.

Kaltwalzmuseum: Rechtsstreit mit Förderkreis geht weiter

16. Oktober 2017

Laut dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg in Rheda-Wiedenbrück geht der Rechtsstreit mit dem Förderkreis des Kaltwalzmuseums weiter. (…)

Quelle: wp.de

Theater hautnah – Offene Probe und Werkstattgespräch zur Oper „Tosca“ von Giacomo Puccini

16. Oktober 2017

Regisseur Roman Hovenbitzer und Kostümbildnerin Anna Siegrot. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die zweite Musiktheaterpremiere in dieser Spielzeit im Theater Hagen präsentiert den beliebten Opern-Krimi „Tosca“ von Giacomo Puccini.

Im Vorfeld dazu findet eine Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Theater Hautnah“ am 21. Oktober 2017 im Theater Hagen statt. Diese beginnt um 10.45 im Theatercafé mit einer kurzen Einführung in diese Oper, sodann wird die Bühnenorchesterprobe im Großen Haus besucht, und anschließend geht es zum Werkstattgespräch wieder ins Theatercafé, in welchem das Produktionsteam mit dem Regisseur Roman Hovenbitzer, dem Bühnenbildner Hermann Feuchter, der Kostümbildnerin Anna Siegrot, dem musikalische Leiter Generalmusikdirektor Joseph Trafton sowie der Dramaturgin Miriam Michel Einblicke in dieses Werk und dessen Umsetzung auf der Hagener Bühne geben wird.

Der Eintritt ist frei.

ÖPNV-Mittel sollen gekürzt werden

15. Oktober 2017

Einsamer Beschluss von OB, Kämmerer und HVG-Chef

„Die Stadt Hagen wird die Zuschüsse für die HVG auf Basis der überplanmäßigen Ergebnisse des Unternehmens in den letzten Jahren im Jahr 2018 und im Jahr 2020 um jeweils eine Millionen Euro kürzen.“ So ist es wörtlich in einer Mitteilung der Stadtverwaltung zu lesen.

Dabei handelt es sich keineswegs um einen Beschluss des Hagener Stadtrats, sondern um eine einsame Entscheidung dreier Männer: Des Oberbürgermeisters, des Kämmerers und des Geschäftsführers der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (HVG). Ist der Hagener Rat jetzt obsolet? Oder ist es endgültig normal geworden, dass die Verwaltungsspitze davon ausgehen darf, dass sie einer gewählten Vertretung Entscheidungen vorgeben kann, weil sich – mit Hilfe der Koalition des Grauens – per se eine ausreichende Mehrheit der Abnicker findet?

Während in den politischen Gremien nach Jahren des Stillstands endlich über eine Verbesserung des einer Großstadt unwürdigen Magerangebots des ÖPNV diskutiert wird, setzen Oberbürgermeister Schulz und seine beiden Adjutanten zur Rolle rückwärts an, um wieder einmal Löcher im städtischen Haushalt zu füllen.

Mit dieser „einvernehmlichen Lösung zur weiteren Zuschussentwicklung“ werde nur sichergestellt, dass das Leistungsangebot des ÖPNV in Hagen „ohne jede Abstriche uneingeschränkt aufrechterhalten“ wird. Von einem dringend notwendigen Ausbau des ÖPNV ist keine Rede mehr. Als Zugabe für Unentschlossene wird mit dem Einstieg in die Elektromobilität gelockt.

Für den Fall, dass der Rat nicht spuren sollte, hat die OB-Etage schon mal die Werkzeuge vorgezeigt. Bereits am 27. September ließ Pressesprecher Thomas Bleicher verlauten:

„Letztlich wird der Rat zu entscheiden haben, ob eine Bildung von Rücklagen bei städtischen Töchtern durch Einsparungen an anderer Stelle oder gar durch Steuererhöhungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hagen vertretbar erscheint.“

Soirée musicale im Café Fachwerk

15. Oktober 2017

Französischer Abend mit Musik von Debussy, Ravel, Satie und Fauré

Terror

14. Oktober 2017

Schauspiel von Ferdinand von Schirach – mit interaktiver Zuschauerbeteiligung

Eines der meistgespielten Theaterstücke dieser Tage ist nun auch im Theater Hagen am 22. Oktober (18 Uhr, Großes Haus) in einer Gastspielproduktion des Euro-Studio-Landgraf erstmals zu erleben: „Terror“ von Ferdinand von Schirach.

Mit diesem Schauspiel-Thriller, mit interaktiver Zuschauerbeteiligung, hat der international bekannte, vielfache Bestsellerautor ein Erfolgswerk verfasst, das weltweit aufgeführt wird. Von Schirach bleibt auch in diesem, seinem ersten, 2015 uraufgeführten Theaterstück den in seinen Erzählungen, Romanen und Essays verhandelten Themen treu (Szenenfoto: Bernd Boehner).

In „Terror“ nutzt er dazu einen cleveren Trick und konfrontiert die Zuschauer direkt mit dem brisanten Dilemma: Sind Recht und Gerechtigkeit dasselbe? Anhand eines fiktiven, aber auf der Bühne sehr realistisch verhandelten Falls stellt er dem Publikum die Frage, ob ein Mensch vorsätzlich töten darf, um andere Menschen zu retten. Welche Gründe bzw. welche Notlagen rechtfertigen es, das Leben unschuldiger Menschen zu opfern? Darf man z. B. ein von Terroristen gekapertes und als Waffe eingesetztes Flugzeug mit unschuldigen Passagieren an Bord abschießen, um schlimmeres Leid zu verhindern?

In einer Welt nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 lässt sich diese Art von Problemstellung nicht mehr so einfach mit ‚ja’ oder ‚nein’ beantworten. Und so muss auch das Theaterpublikum jeden Abend neu entscheiden, ob es den Angeklagten für schuldig oder nicht schuldig hält. Das Abstimmungsergebnis bestimmt, welches Urteil und welche Urteilsbegründung der vorsitzende Richter verkünden wird.

Bislang haben weit über 171.000 Zuschauerinnen und Zuschauer als Schöffen über den Verlauf des Theaterabends „Terror“ abgestimmt. Am 22. Oktober wird im Theater Hagen erneut die Frage ans Publikum gestellt: Wie würden Sie entscheiden?

In dieser EURO-STUDIO-Landgraf-Produktion, inszeniert von Thomas Goritzki, ausgestattet von Heiko Mönnich, spielen Johannes Brandrup Annett Kruschke, Tina Rottensteiner, Peter Donath, Christoph Schlemmer und Christian Meyer.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Saurer Fürst

14. Oktober 2017

Maximilian Fürst zu Bentheim ist sauer. „Ihro Durchlaucht“, Eigentümer des stolzen Schlosses hoch über dem Lennetal im Hagener Osten, hat schon früher gegen so manchen Volmestädter gewettert. Jetzt hat er wieder einmal den Kaltwalzverein auf dem blaublütigen Kieker. (…)

Quelle: Wochenkurier

Das erste Design-Museum

13. Oktober 2017

Das Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe

Entwurf eines Tafelaufsatzes von J.L.M. Lauweriks für die Hagener Silberschmiede KEO. Foto: Stadtarchiv Hagen

In den Ausstellungsräumen des Hohenhofs erinnern Exponate des Hagener Handfertigkeitsseminars oder der Hagener Silberschmiede an das ehemalige „Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“. Daher lädt die Volkshochschule Hagen in Kooperation mit dem Osthaus Museum zu einer interessanten Führung durch die Räumlichkeiten des Hohenhofs am Mittwoch, 25. Oktober, von 16 bis 17 Uhr mit Dr. Elisabeth May ein. Der Treffpunkt ist vor dem Hohenhof, Stirnband 10.

Das von Karl Ernst Osthaus gemeinsam mit dem Deutschen Werkbund initiierte „Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe“ war ein innovativer Museumstyp im 20. Jahrhundert. Als erstes Design-Museum im modernen Sinn reformierte es das traditionelle Kunstgewerbemuseum. Anstelle der Sammlung historischer Bestände stand die Förderung der aktuellen Produktion im Mittelpunkt.

Ausgehend von der Kritik an den ästhetisch überformten Gegenständen des Historismus, verfolgten Osthaus und der Deutsche Werkbund das Ziel, die Herstellung und Verbreitung des modernen „Designs“ voranzutreiben und in Ausstellungen zu zeigen. Das Deutsche Museum war mit der ersten Sammlung zeitgenössischen Designs ein Markstein in der Geschichte des „Industrial Design“.

Der Eintritt beträgt 9 Euro und wird vor Ort in bar kassiert. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Angabe der Kursnummer 1086 unter Telefon 02331/ 207-3622 oder hier.

Brahms, Bolcom und Beethoven

13. Oktober 2017

Zweites Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchester Hagen

Die Rolle der Posaune(n) im Orchester ist oft klar definiert: Ihr Klang zeigt Weihe, Würde und Größe an. Als Soloinstrument im klassischen Bereich kommt sie aber nur sehr selten zum Einsatz. Wie vielseitig die Posaune in Wahrheit ist, wird im zweiten Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters Hagen am 17. Oktober 2017 (20 Uhr, Stadthalle Hagen) zu erleben sein.

Joseph Alessi (Foto: Chris Lee) ist Soloposaunist des New York Philharmonic Orchestra und ein weltweit gefragter Solist mit einem breit gefächerten Repertoire vom Barock bis zur Moderne. In den letzten Jahren wurde eine Reihe bedeutender Konzerte speziell für ihn wegen seiner außerordentlichen Musikalität geschrieben, darunter auch 2015 das Posaunenkonzert des amerikanischen Komponisten William Bolcom. In diesem Stück zeigt der mit zwei Grammy Awards und dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Bolcom die ganze klangliche Bandbreite der Posaune u.a. mit Einflüssen von Bach bis Blues.

Zuvor erklingt mit Johannes Brahms‘ „Akademischer Festouvertüre“ ein prächtiger Auftakt. Zahlreiche Studentenlieder sind hier kunstvoll eingearbeitet, darunter auch das bekannte »Gaudeamus igitur«. Damit bedankte sich Brahms für die Verleihung der Ehrendoktorwürde bei der Universität Breslau.

Als Ludwig van Beethoven seine Sinfonie Nr. 2 schrieb, machten sich erste Anzeichen seiner Taubheit bemerkbar. Wie zum Trotz komponierte er ein überschäumendes, lebensfrohes Werk, in dem sich die Hoffnung auf eine Verbesserung seines Zustands oder gar vollständige Heilung ausdrückt.

Die musikalische Leitung dieses, in Kooperation mit dem „Sauerland Herbst“ veranstalteten Sinfoniekonzertes hat Generalmusikdirektor Joseph Trafton. (Das Konzert im Sauerland-Theater Arnsberg findet am 19. Oktober 2017, 19.30 Uhr, statt).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Spende für Opfer von SPD-Mobbing angeboten

12. Oktober 2017

Fraktion Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen nimmt Stellung zur Anfrage des Ratsmitglieds Werner König (SPD)

Nach dem Wechsel des Ratsmitglieds Peter Arnusch von der SPD zur Ratsgruppe der „Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen“ besitzt diese jetzt Fraktionsstatus. Damit steht dem neuen Fraktionsvorsitzenden Thorsten Kiszkenow auch eine höhere Aufwandsentschädigung zu.

Dies war Anlass für eine Anfrage des Ratsmitglieds Werner König (SPD) in der Sitzung des Rates der Stadt Hagen am 5. Oktober 2017. Er wollte wissen, ob der neue Fraktionsvorsitzende seine für die Ausübung dieser Aufgabe vorgesehenen Aufwandsentschädigungen spenden werde, da die Fraktionsbildung von „Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen“ nach Ansicht Königs nicht dem Wählerwillen entspräche.

Der Vorstand der neuen Fraktion hat inzwischen folgende Stellungnahme abgegeben (Auszug):

In der Tat wurde von uns in Erwägung gezogen, diese Aufwandsentschädigungen einem wohltätigen Zweck zu spenden, und zwar an den „Stadtverband sozialdemokratischer Mobbingopfer“. Leider haben wir zwischenzeitlich feststellen müssen, dass der betroffene Personenkreis sich noch nicht in einem Verband oder einer anderen Organisation zusammengeschlossen hat.

Herr Kiszkenow wird das Geld daher Zwecken zuführen, die nicht in Bezug zum politischen Wirken des Herrn König stehen. Er tut dies unter anderem in dem Bewusstsein, dass der Ratsgruppe Bürger für Hohenlimburg/Piraten Hagen und ihren Mitgliedern durch die rechtlich nicht haltbare Nichtanerkennung als Ratsgruppe von Seiten der Stadt Hagen sowie durch die Weigerung vor allem der SPD, der Ratsgruppe zugedachte Ausschussplätze an diese abzugeben, im Zeitraum von Juli 2014 bis März 2016 nicht nur Finanzmittel in Höhe von circa 95.000 Euro vorenthalten wurden, sondern in erheblichem Umfang auch Mitwirkungsrechte und Arbeitsmöglichkeiten.

Die damalige Ratsgruppe hat bewusst darauf verzichtet, für diese ihr vorenthaltenen Gelder, Mitwirkungsrechte und Arbeitsmöglichkeiten Regressansprüche einzufordern, da der ihr entstandene Schaden rückwirkend de facto nicht wieder gut zu machen gewesen wäre und eine finanzielle Entschädigung letztlich nur eine Belastung des Steuerzahlers bedeutet hätte.

Filmtipp: Beuys

12. Oktober 2017

In Kooperation mit dem Kino Babylon des Kulturzentrums Pelmke präsentiert das Emil-Schumacher-Museum in der Reihe Kino Babylon im ESM den Film „Beuys“. Am 15.10.2017, 11:30 Uhr, im Kino des ESM.

Beuys, Deutschland 2017. Regie: Andres Veiel, Dokumentarfilm, 107 Min, mit Joseph Beuys, Caroline Tisdall, Rhea Thönges-Stringaris, Johannes Stüttgen, Klaus Staeck u.a.

Er erklärte einem toten Hasen, was es mit den Bildern an der Wand auf sich hat und pflanzte in Kassel 7.000 Eichen neben einen Stein: Kunst diente dem Aktionskünstler, Bildhauer und Zeichner Joseph Beuys vor allem dazu, durch die Provokation ins Gespräch mit anderen Menschen zu kommen.

Regisseur Andres Veiel geht es in seinem Dokumentarfilm nicht darum, die Werke von Beuys, der mit Andy Warhol zu den wichtigsten Aktionskünstlern des 20. Jahrhunderts gehört, umfassend zu interpretieren. Er lässt den Künstler, 1986 mit 64 Jahren verstorben, in Bild- und Tondokumenten sprechen und montiert Erklärungen von Menschen dazu, die Beuys kannten.

Dabei wird deutlich, dass Beuys auch ein politischer Mensch war. Als Mitglied der Grünen allerdings blieb er ein Außenseiter, der sich mit seinen antikapitalistischen Zielen nicht durchsetzen konnte.

Eintritt: 6 € / ermäßigt 4,50 €
Reservierungen: T +49 2331 / 33 69 67 oder kino@pelmke.de

Das Theater Hagen sucht Übertiteler

12. Oktober 2017

Bekanntermaßen werden am Theater Hagen einige Werke/Opern mit Übertiteln aufgeführt. Diese werden von sogenannten Übertitelinspizienten vom Computer aus ‚gefahren‘, und diese Übertitelinspizienten sucht das Theater ab sofort.

Was muss man können? Man muss Noten lesen können, sollte sich natürlich für Theater (Musiktheater) interessieren und die notwendige Zeit für die Übertitelung einzelner Nachmittags- und v.a. Abendvorstellungen (sowie der jeweiligen Endproben zu einer Neuinszenierung) haben.

Weitere Informationen für alle Interessierten ab 16 Jahren sind erhältlich bei eva.speckmann@stadt-hagen.de.

Freiherr-vom-Stein-Turm in Hagen ist wieder betretbar

12. Oktober 2017

Das Ende der Vergessenheit ist nah für den ältesten Turm, der in dieser Stadt steht. Das Äußere des Freiherr-vom-Stein-Turms auf dem Kaisberg ist von der Gebäudewirtschaft Hagen mittlerweile instandgesetzt worden. Jetzt fehlen noch zwei Bausteine, um den Turm für die Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. (…)

Quelle: wp.de

Mehr Platz für Begegnungen, weniger für Autos

11. Oktober 2017

Jeder Zweite wünscht Neuaufteilung des Stadtraums

Die Hälfte aller Bundesbürger wünscht sich eine andere Aufteilung des öffentlichen Raumes. 87 Prozent von ihnen wollen mehr Platz für Begegnungen, Rad- und Fußverkehr, 50 Prozent wollen diese Veränderung zulasten des Autoverkehrs.

Das ist das Ergebnis einer repräsentative Umfrage, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Auftrag gegeben hat. Der ADFC sieht das als Bestätigung, dass die Verkehrswende von breiten Bevölkerungsschichten gewollt ist.

ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Großbaustelle der nächsten Bundesregierung ist die Verkehrswende. Nur wenn es gelingt, den größten Teil des Stadtverkehrs auf Fuß, Rad und ÖPNV zu verlagern, bleiben Menschen und Waren mobil und Städte lebenswert. Mit mehr Platz zum Verweilen, zum Spielen, Schlendern und für das Radfahren. Und mit weniger Dominanz des Autos. Jetzt haben wir auch die Zahlen zu diesem Bedürfnis. Politiker sollten das ernst nehmen!“

Nur 10 Prozent der Bundesbürger sprechen sich für mehr Parkplätze und Kfz-Fahrbahnen aus. Bei den weiblichen Befragten liegt der Wert sogar nur bei 8 Prozent. Ein Großteil der Menschen (87 Prozent der „Veränderer“ bzw. 42 Prozent der Gesamtbevölkerung) wünscht sich mehr Platz für aktive Mobilität und attraktive Aufenthaltsorte. Gefragt, woher der gewünschte Platz genommen werden soll, antworten die meisten (49,8 Prozent) „vom Autoverkehr“. Bei den Frauen ist der Ausschlag noch deutlicher (55,2 Prozent).

Der ADFC fordert Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV vor dem Autoverkehr, deutlich höhere Finanzmittel des Bundes, Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit sowie verbindliche Qualitätsstandards für Radwege.

Die repräsentative Umfrage „Platz für Begegnungen“ wurde vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des ADFC im August 2017 im Rahmen einer Mehrthemenuntersuchung durchgeführt. Befragt wurden 1.090 Bundesbürger ab 14 Jahren in persönlichen Interviews.

Brazilian Grooves: Santos-Barbosa-Duo

11. Oktober 2017

Jazz im Emil Schumacher Museum mit A. Santos (Gesang/Git./Bass) und L. Barbosa (Percussion)

Donnerstag, 12.10.2017 von 18:00 Uhr – 20:00 Uhr

Extra eingeflogen aus der Wahlheimat Lissabon präsentiert das Santos-Barbosa-Duo die Musik Nord-Brasiliens gepaart mit einem genialen Schuss Reggae, African Mood und Latin Grooves, wie sie bislang in Europa nicht zu hören war.

Alexandre Santos spielt virtuos und unnachahmlich Akustic Bass und Akustic Gitarre auf einem Instrument und singt mit eindrucksvoller Stimme, so dass er in der eigentlichen Weltstadt des Fado, in Lissabon, als die führende Persönlichkeit und musikalisch treibende Kraft des ‚Barrio Alto‘ gilt.

Er wird kongenial begleitet durch den ebenfalls brasilianischen Percussionisten Leonardo Barbosa. Gemeinsam verführen die beiden brasilianischen Ausnahmekünstler ihr Publikum mit einer Musik, die scheinbar ein ganzes Orchester erklingen und pure Freude spürbar werden lässt.

Eintritt frei!

Sauerwein verlässt Rat, Köppen kommt

11. Oktober 2017

Nach dem angekündigten Rückzug Jochen Riechels vom Fraktionsvorsitz (…), kündigt sich bei der Grünen-Fraktion im Stadtrat ein weiterer Wechsel an. Ruth Sauerwein (68), seit Jahren aktiv in der Kommunalpolitik und in vielen Vereinen, Verbänden und Initiativen, wird ihr Mandat vor der nächsten Ratssitzung im November niederlegen. Ihr wird Karin Köppen folgen, die derzeit schon für die Grünen in der Bezirksvertretung Eilpe/Dahl sitzt. (…)

Quelle: wp.de

Aus Lügnerschnauzen

10. Oktober 2017

FDP und AfD haben keine Einwände gegen Vernichtung von Arbeitsplätzen und verweigern Solidarität mit ThyssenKrupp-Beschäftigten

Noch in ihrem Programm zur Bundestagswahl forderte die neoliberale FDP: „Arbeitsplätze am Industriestandort Deutschland erhalten“. Die ebenfalls neoliberale, aber dazu noch mit völkischen Versatzstücken angereicherte AfD behauptete ihrerseits, sie gehe „von der Prämisse aus, dass die Wirtschaft für die Menschen da ist und nicht die Menschen für die Wirtschaft“.

Kaum ist die Wahl vorbei, zeigt sich für jeden, was kritische Beobachter schon vorher gesehen haben: Alles Worte aus Lügnerschnauzen.

Die Stunde der Wahrheit nahte am Donnerstag während der Ratssitzung. Unter TOP 4.4 stand eine Resolution zur Abstimmung, mit der sich der Hagener Stadtrat solidarisch mit den Beschäftigten von ThyssenKrupp in Hohenlimburg zeigen sollte. Denen droht wegen der Verschmelzung ihres Betriebs mit dem indischen Stahlmagnaten Tata möglicherweise der Gang in die Arbeitslosigkeit.

Der übergroße Teil des Stadtrats erklärte sich solidarisch mit den Beschäftigten aus Hohenlimburg, nicht aber die Vertreter von FDP und AfD. Sie verweigerten selbst dieser Resolution, die nur appellativen Charakter hat, ihre Zustimmung. Nicht nur mit Enthaltung, sondern mit Gegenstimmen.

Kein Wort mehr von „Arbeitsplätze erhalten“ oder „dass die Wirtschaft für die Menschen da ist“. Das war alles gelogen. Beide Fraktionen haben, so wie es aussieht, nichts gegen die Vernichtung von Arbeitsplätzen einzuwenden, wenn es der Steigerung der Renditen der Kapitaleigner dient.

Ein eindeutiges Beispiel dafür, was von diesen Parteien in der Wirklichkeit zu erwarten ist. Wer geglaubt hatte, bei der Bundestagswahl mit seinem Kreuz bei diesen beiden Vereinigungen eine Wende zum Besseren herbeiführen zu können, dem müssten eigentlich langsam die Augen aufgehen.

Die Resolution, die die beiden neoliberalen Stoßtruppen abgelehnt haben, im Wortlaut:

Der Rat der Stadt Hagen appelliert an Geschäftsführung und Aufsichtsrat von ThyssenKrupp, im Rahmen der geplanten Fusion mit dem indischen Stahlkonzern Tata sowohl die Konzernstandorte als auch die Arbeitsplätze zu erhalten.

Die Belegschaft, die Betriebsräte und die IG Metall wehren sich gegen die Fusion und kämpfen für die Wahrung ihrer Arbeitnehmerrechte. Nach allem, was bisher bekannt wurde, enthält die Vereinbarung große Risiken. Schon jetzt seien 2 000 Arbeitsplätze bei Thyssen-Krupp in Gefahr. Es wird befürchtet, dass die Fusion der Einstieg in einen massiven Stellenabbau sein könnte.

Betroffen sein könnten auch die rund 950 Mitarbeiter am ThyssenKrupp-Standort Hohenlimburg. Das Unternehmen ist Spezialist für kundenspezifische Anwendungen, bei denen auch kleine Losgrößen wirtschaftlich gefertigt werden. Hauptabnehmer sind die Hagener Kaltwalzunternehmen sowie die Automobil- und Zuliefererindustrie.

Betriebsrat und IG Metall hatten am 22. September zu einer Großdemonstration in Bochum aufgerufen, auf der 7 000 Teilnehmer gegen die Fusionspläne und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstrierten.

Der Rat der Stadt Hagen erklärt sich mit den ThyssenKrupp-Arbeitnehmern und deren Familien bei ihrem Kampf um den Erhalt aller Arbeitsplätze solidarisch.

Straßennamen im Nationalsozialismus

10. Oktober 2017

Im Rahmen der Reihe „Hagen <w>örtlich“ laden die Stadtbücherei und die Volkshochschule Hagen am Donnerstag, 19. Oktober, um 18 Uhr, in die Stadtbücherei auf der Springe zu einem Vortrag über die Straßenbenennungspraxis in Westfalen und Lippe im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit ein.

Während des Nationalsozialismus erhielten Straßen und Plätze in vielen deutschen Städten und Gemeinden neue Namen. Durch die zahlreichen Umbenennungen gewannen sowohl die neuen Machthaber, allen voran Hitler und Göring, als auch die neuen „Helden“ und „Erinnerungsorte“ des Nationalsozialismus zusätzliche Ehre. Der Fachreferent Dr. Marcus Weidner untersucht auf der Basis umfangreicher Recherchen in den heutigen Kommunen der Region Westfalen-Lippe die Praxis der Um- und Neubenennung und geht dabei vor allem Ursachen, Anlässen und Formen sowie der (teilweisen) Rückabwicklung in der Zeit nach 1945 nach.

Der Eintritt beträgt 5 Euro. Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS mit Angabe der Kursnummer 1001 unter Telefon 02331/207-3622 oder hier.

Eine ganze Seite für die AfD

8. Oktober 2017

WPWR räumt den Rechten viel Platz ein

„Analyse“ ist die Seite überschrieben, mit der sich das Hagener Einheitsblatt am Samstag dem Wahlerfolg der rechten „Alternative für Deutschland“ in der Volmestadt widmete. Abgefragt wurde die „Meinung frustrierter Wähler“.

Na gut, zu einer „Analyse“ gehört schon ein wenig mehr als es WPWR-Autor Mike Fiebig abliefert. Aber dazu später. Trotz einiger kritischer Nebensätze läuft die gesamte der AfD gewidmete Seite darauf hinaus, die von reichlich Rechtsextremisten durchsetzte Partei zum Thema zu machen und damit – gewollt oder nicht gewollt – für weiteren Zulauf zu sorgen.

Allzu viele tatsächliche Wähler der AfD haben Fiebig & Co dabei gar nicht aufspüren können. So wird eine Rentnerin erwähnt, die „ihr Leben lang gearbeitet“ habe, jetzt aber nur „eine kleine Rente“ bekomme. Kein Wunder, hat die Frau doch nie „in die Rentenkasse“ eingezahlt und reklamiert jetzt ihre „Würde“. Wie doof ist das denn? Aber selbst diese Dame hat laut Artikel nicht AfD gewählt, sondern sich der Stimme enthalten. Genauso doof.

Auch ein Türke ist Fiebig über den Weg gelaufen, was sogleich zur Behauptung verhilft: „Auch Ausländer sind unter Sympathianten – vor allem gut integrierte“. „Integriert“ ist nach Fiebigs Verständnis jemand, der „zweiter Vorsitzender“ eines (türkischen) Fußballvereins ist. Nur – quelle malaise! – der im Blättchen erwähnte Mann hat keine deutsche Staatsangehörigkeit und ist damit überhaupt nicht wahlberechtigt.

Dafür sei aber die Gattin des Fußball-Türken wahlberechtigt und habe die AfD gewählt. Interessant wäre an dieser Stelle die Frage gewesen, wie sich das Pärchen zum türkischen Neu-Sultan Erdogan verhält, der ebenfalls die nationale Karte hochhält. Aber die Frage wurde nicht gestellt.

Verärgert zeigt sich der AfD-Sympathisant „über das Verhalten vieler EU-Zuwanderer“. Das ist nicht weiter verwunderlich, gibt es doch seit eh und je auch unter den verschiedenen nichtdeutschen Nationalitäten und ihren Kindern und Kindeskindern ein Hackordnung, die zum Teil mit der Migrationsgeschichte in Deutschland zu tun hat (wer kam zuerst, wer erst später), zum anderen Teil aber auch auf tradierten Mustern im Umgang mit Minderheiten in den Herkunftslädern basiert.

Letzters trifft auch auf den Vorbeter der Hagener Synagogen-Gemeinde zu, den Israeli Hagay Feldheim, der in der Vergangenheit durch verbale Attacken gegen Moslems auffiel und jahrelang rechtswidrig in einem Ratsausschuss saß – auf dem Ticket der AfD. OB Schulz hatte diesen Verstoß gegen die Gemeindeordnung entgegen seiner Pflicht nicht bemängelt.

Während sich die WPWR mit den unwidersprochenen Platitüden ihrer Gesprächspartner dem Thema bestenfalls annähert, bleibt für eine „Analyse“ nur wenig Platz. Zwar nähert sich das Blatt mit der Feststellung „Auch in besseren Gegenden schnitt die AfD gut ab“ dem eigentlichen Problem etwas an, eine eingehendere Betrachtung findet aber nicht statt.

Dann hätte die Gazette nämlich einräumen müssen, dass ihre gegen Wehringhausen gerichtete Kampagne, die die Vermüllung des Stadtteils Zuwanderern in die Schuhe schieben wollte und nicht die mangelnde Arbeit des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB) in den Fokus rückte, bei den Wählern nicht gerade auf fruchtbaren Boden fiel.

So votierten im zentralen Wehringhausener Stimmbezirk Feuerwache „nur“ 8,06 Prozent der Wähler für die Rechtsextremen, interessanterweise genauso viele wie im „gutbürgerlichen“ Fleyer Viertel, aus dem hinsichtlich der WPWR-eigenen Problemzonen Müll und Migranten noch nie Meldungen gekabelt wurden. Nur in zwei anderen Stimmbezirken schnitt die AfD noch schlechter ab.

Auch im Bereich Wilhelmsplatz wurde die AfD mit 10,3 Prozent im gesamtstädtischen Vergleich unterdurchschnittlich gewählt, während die Linke hier ohne eigenes Zutun 21,5 Prozent erreichte. Die Grünen stürzten dagegen – in ihrer ehemaligen Hochburg – auf 8,75 Prozent ab.

Oder auch Garenfeld, sogenanntes „gutbürgerliches“ Areal im ländlichen Außenbereich: Keine bekannten Müllprobleme, keine „auffälligen“ Migranten. Aber 12,3 Prozent Wähler für die Rechtsausleger. Noch deutlicher wurde der Extremismus der Mitte rund um den Boeler Kirchturm: Im direkten Umfeld der Traditionskneipe „Tute“ erzielte die krude Mischung aus Neoliberalismus und Nationaltümelei 17,6 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Nur mit den Stimmen aus der Unterschicht hätte die AfD diesen Wahlerfolg nie erzielen können. Maßgeblich zum Erfolg der Rechtsextremen haben die Traditionsbewahrer und die immer vielbeschworene bürgerliche Mitte beigetragen, die einen wesentlich größeren Anteil der Wahlberechtigten stellen.

Eine aktuelle Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung beschreibt diese Szene:

Sinus-Milieus: Verteilung aller Wahlberechtigten. Quelle: SINUS-Institut und eigene Berechnungen auf Basis der Daten von YouGov Deutschland GmbH (aus der Studie der Bertelsmann-Stiftung).

In der Milieustruktur ihrer Wählerschaft zeigt sich das in den drei AfD-Kernwählermilieus der Prekären, Traditionellen und der Bürgerlichen Mitte. Im Prekären Milieu erzielte die AfD mit 28 Prozent ihr stärkstes Ergebnis und mit Gewinnen in Höhe von 18 Prozentpunkten auch ihren stärksten Zuwachs. Aber auch in der Bürgerlichen Mitte hat sich jeder fünfte Wähler für die AfD entschieden (20 Prozent) und ihr Zuwachs lag dort mit 15 Prozentpunkten so hoch wie die spiegelbildlichen Verluste der Union in diesem Milieu. Bei den Traditionellen lag das AfD-Ergebnis schließlich bei 16 Prozent und ihre Gewinne gegenüber der Bundestagwahl 2013 bei immerhin noch +11 Prozentpunkten.

Damit ist die AfD bei der Bundestagswahl 2017 von unten in die Mitte eingedrungen, und hat sich dort als rechtspopulistische Protestpartei der sozial-kulturell Abgehängten und der sich sozial-kulturell bedrängt fühlenden Mitte etabliert. Das zeigt sich auch in der räumlichen Verteilung ihrer Wähler. Je mehr Haushalte aus der Unter- und Mittelschicht in einem Stimmbezirk wohnen, umso besser schneidet die AfD ab.

Der spiegelbildlich negative Zusammenhang bei den Haushalten der oberen Mittel- und Oberschicht sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die AfD auch in Teilen der Oberschicht Unterstützer findet. Vor allem im Milieu der Konservativ-Etablierten erzielt sie mit 10 Prozent ein nur leicht unterdurchschnittliches Ergebnis.

In einem Kommentar stellt WPWR-Autor Fiebig fest:

Man kann sich als Kommunalpolitiker auf die Haltung zurückziehen, dass die AfD ein kurzes Phänomen ist. Wer das tut und nur auf die Polemik der AfD verweist, ohne ihr inhaltlich etwas entgegen zu halten, kann sein Mandat direkt abgeben. Wer es aussitzen möchte, könnte 2020 eine böse Überraschung erleben. Das gilt auch für OB Schulz, der mit dem Begriff „Bürgerbeteiligung“ im Wahlkampf um sich schmiss. Die Menschen in Delstern zum Beispiel interessiert nicht, was er bei Zukunftsschmieden und Anzugträger-Events erzählt.

Das überrascht dann doch ein wenig. In der Vergangenheit gefiel sich das heimische Blatt eher darin, all die vom Rat verabschiedeten Kürzungsprojekte äußerst positiv zu begleiten und Erik O. Schulz war schon während seines OB-Wahlkampfs der Posterboy der WPWR.

Sollte sich angesichts eines stetigen Auflagenschwunds hier ein Paradigmenwechsel der Zeitung ankündigen? Wünschenswert wäre es, aber aller Erfahrung nach besteht zur Vorfreude wenig Veranlassung.

Friedenszeichen begrüßt Nobelpreis für Anti-Atomkampagne

8. Oktober 2017

Der Verein Hagener Friedenszeichen begrüßt die Verleihung des Friedensnobelpreises an die internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN). Das ist ein wichtiges Signal in einer Zeit, in der weltweit Spannungen und Konflikte zunehmen und in der 15.000 Atomwaffen lagern, davon 1.800 einsatzbereit. Die Preisverleihung hat dazu geführt, dass in deutschen Medien ausführlich über diese weltweite Bewegung zur Abschaffung der Atomwaffen berichtet wird.

Das Hagener Friedenszeichen arbeitet seit Jahren mit der Kampagne zusammen. Am 8. Juli 2017 hat der Verein am Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden den von der ICAN  eingeleiteten  Beschluss der UN zur Ächtung der Atomwaffen am Rathaus feierlich begangen. Im Juli/August zeigte eine Ausstellung in der Johanniskirche die schrecklichen Folgen eines Atomkrieges, die nie vergessen werden dürfen.

„Die Verleihung des Nobelpreises ist uns Ansporn, unsere Aktivitäten vor Ort fortzusetzen – so wie es 450 Initiativen weltweit tun. Die Auszeichnung zeigt, welche Gefährdung für den Weltfrieden das Nobelpreiskomitee den derzeitigen Konflikten zwischen den USA, Nordkorea und dem Iran beimisst. Es gilt, keine Zeit mehr zu verlieren, das Atomzeitalter muss zu Ende gehen. 72 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki ist es höchste Zeit, die menschheitsbedrohenden Waffen zu verschrotten“, erklärte Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender des Vereins Hagener Friedenszeichen.

5000 Jahre Wein in 90 Minuten

8. Oktober 2017

Ein satirisches Weinseminar mit Christoph Rösner

Dienstag, 10.10.2017 um 19:00 Uhr
Café Fachwerk, Herrenstr. 4, 58119 Hagen-Hohenlimburg
Eintritt: 12,- Euro

Sie kennen ihn. Sie genießen ihn. Sie trinken ihn: Den Wein. Christoph Rösner führt Sie mit dieser einzigartigen lyrischen Verkostung ein in die älteste alkoholische Trinkkultur der Menschheit. Vom antiken Persien bis zur Neuzeit hat der Wein Dichter, Denker und andere Abhängige in seinen Bann gezogen und sie zu den schönsten Texten inspiriert.

Mit langen Abgängen und feinen Zitrusaromen tauchen wir ein in die weinselige Hochlyrik eines Friedrich Hölderlin. Noah erscheint als biblischer Winzer und Genießer. Griechen und Römern galt der Wein als ein göttliches Geschenk, das seine eigenen Götter – Dionysos und Bacchus – verdiente. Salomo verordnete ihn als Arznei für Leidende. Goethe, Grimm und Gernhardt verewigten den vergorenen Traubenmost in unsterblichen Texten und Gedichten.

Lateinamerika von seinen schönsten Saiten

8. Oktober 2017

Ein Abend mit dem chilenischen Gitarrenduo Castro-Zapata

Nach dem Latino-Hip-Hop Musical „In den Heights von New York“ geht es zu späterer Stunde noch mit lateinamerikanischen Rhythmen und Klängen im Theater Hagen weiter: Im Nachtcafé am 13. Oktober 2017 (22.30 Uhr, Theatercafé) präsentieren unter dem Titel „Lateinamerika von seinen schönsten Saiten“ die beiden Musiker Luis Castro und Javier Zapata Musik aus ihrer Heimat Chile und anderen Ländern Süd- und Mittelamerikas.

Die beiden Künstler trafen an der Universidad Catolica in Santiago de Chile zusammen, wo sie Konzertgitarre studierten. 1990 gründeten sie das Duo Castro-Zapata. Heute ist Luis Castro selbst Professor an der Universität von Santiago de Chile und leitet eine Gitarren-Klasse. Als Musiker hat er sich vor allem mit Kammermusik einen Namen gemacht. Er konzertiert weltweit in verschiedenen Besetzungen. Neben seiner regen Konzerttätigkeit entstanden auch zahlreiche CD-Produktionen. Javier Zapata, der bereits in Chile auch ein Gesangsstudium absolviert hatte, wechselte 1995 nach Deutschland, um sein Studium für Konzertgitarre an der Musikhochschule Köln fortzusetzen. Gleichzeitig wurde er festes Mitglied im Opernchor der Wuppertaler Bühnen.

Der Eintritt ist frei, die Theatergastronomie ist geöffnet.

GRÜNE bedauern Ratsbeschluss zur Brandt-Bebauung

7. Oktober 2017

Als einzige Fraktion stimmten die Grünen im Hagener Stadtrat gegen die Einzelhandels-Ansiedlung auf der Brandt-Brache. Der stadtentwicklungspolitische Sprecher Hans-Georg Panzer hat zwar Verständnis für den Wunsch der übergroßen Mehrheit im Rat, auf dieser Brache nach Jahren endlich Fortschritte zu sehen.

„Vor dem Hintergrund des extremen Mangels an Gewerbeflächen in Hagen setzt diese Entwicklung aber grundfalsche Prioritäten“, so Panzer. „Es verbietet sich einfach, einen traditionellen Industriestandort weitgehend dem Einzelhandel zu überlassen. An anderer Stelle im Stadtgebiet sollen die letzten zusammenhängenden landwirtschaftlichen Nutzflächen der Entwicklung von Gewerbeflächen geopfert werden, in Haspe leistet man sich dagegen deren Umwandlung. Zudem geht diese Entwicklung zu Lasten der Hasper City. Die Massierung des Handels in Westerbauer kann sich mit Sicherheit nur nachteilig auf das Hasper Zentrum auswirken.“

Die berühmteste Liebesgeschichte der Welt

7. Oktober 2017

Romeo und Julia – Tragödie von William Shakespeare

Die berühmteste Liebesgeschichte der Welt – „Romeo und Julia“, Tragödie von William Shakespeare,  ist am 11. Oktober im Theater Hagen (19.30 Uhr) in einer Gastspielproduktion des Landestheaters Detmold zu erleben.

Worum geht’s? Die Stadt Verona leidet unter dem gnadenlosen Hass zweier Familien. Seit Generationen sind die Capulets und die Montagues entzweit. Gegenseitige Vorurteile und Feindbilder treiben eine gnadenlose Spirale von Gewalt und Gegengewalt an, die zahllose Opfer gefordert und Verona in bürgerkriegsähnliche Zustände versetzt hat.

Als sich auf einem Maskenball Romeo Montague und Julia Capulet, Feinde qua Geburt, unsterblich ineinander verlieben, keimt in dieser Zeit des sinnlosen Blutvergießens für einen kurzen Moment Hoffnung auf. Könnte diese Verbindung nicht zur Versöhnung der Erzfeinde führen und ein Ende des Hasses bewirken?

Die Liebenden kämpfen mit aller Kraft gegen die gesellschaftlichen Widerstände, doch die Fehde spitzt sich zu und es fließt noch mehr Blut in den Straßen Veronas. Während die Capulets Julias Hochzeit mit dem Grafen Paris forcieren, wird Romeo aus der Stadt verbannt und die Unglücklichen müssen erkennen, dass eine gemeinsame Zukunft aussichtslos ist.

In einem der ergreifendsten Dramen der Weltliteratur gehen Romeo und Julia lieber in den Tod, als getrennt voneinander leben zu müssen. Seit mehr als 400 Jahren zieht William Shakespeares Meisterwerk das Publikum über alle Grenzen hinweg in seinen Bann und ist der Maßstab, an dem sich alle romantischen Liebesgeschichten messen müssen – bis heute.

In dieser Neuproduktion des Landestheaters Detmold sind, in der Inszenierung von Martin Pfaff und der Ausstattung von Mathias Rümmler, Lukas Schrenk und Nicola Schubert in den Titelrollen zu erleben.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept: Breite Bürgerbeteiligung bei der Erarbeitung der strategischen Leitlinien und Ziele für die künftige Entwicklung der Stadt Hagen gefragt

6. Oktober 2017

Die Stadt Hagen steht – wie viele andere Städte – vor vielfältigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und klimatischen Herausforderungen. Im Wissen darum hat der Rat der Stadt im vergangenen Jahr auf Vorschlag der Verwaltung neben der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes (FNP) auch die Aufstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für Hagen beschlossen. Damit werden die strategischen Leitlinien und Ziele der städtischen Entwicklung für die kommenden Jahre und Jahrzehnte klar formuliert. Die Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände und Organisationen werden bei der Aufstellung auf vielfältige Weise aktiv beteiligt; die enge Einbindung der Politik erfolgt über ein eigens eingerichtetes Begleitgremium.

Der Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung der Stadt Hagen hat in den vergangenen Monaten mit mehreren Planungsbüros verhandelt und schließlich „plan-lokal“ aus Dortmund mit der Erstellung des ISEK beauftragt. „Gemeinsam mit dem Büro ‚StadtVerkehr‘ aus Hilden und dem Büro ‚Grünplan‘ aus Dortmund soll die Aufgabe gestemmt werden“, sagt Thomas Scholle, Inhaber des Büros „plan-lokal“. „Aktuell stehen wir am Anfang des Aufstellungsprozesses und haben mit der Analyse begonnen“, ergänzt Simon Willemsen, Mitarbeiter von plan-lokal. „Wir ermitteln den Ist-Zustand, also wo wir gerade stehen. Denn ohne den Status Quo und die Besonderheiten der Hagener Bezirke zu kennen, kann kaum definiert werden, wohin die Reise in Zukunft gehen soll.“ Wichtig ist auch, dass Hagen nicht irgendein Konzept übergestülpt wird, „vielmehr soll gemeinsam mit den Hagener Bürgerinnen und Bürgern ein Zukunftskonzept erarbeitet werden, mit dem sich möglichst viele Menschen identifizieren“.

Das Besondere am Aufstellungsprozess ist, dass die gesamte Stadtgesellschaft die Möglichkeit hat, sich aktiv zu beteiligen. „Hierzu wird es unterschiedliche Möglichkeiten geben“, erklärt Marianne Booke, die als Projektmanagerin bei der Stadt den breiten Beteiligungsprozess begleitet. „Mit verschiedenen Akteuren soll es in den Dialog über Stärken und Schwächen der Gesamtstadt und Bezirke gehen und gemeinsam sollen nachhaltige Strategien und Lösungsansätze erarbeitet werden.“

Den öffentlichen Auftakt markiert dabei das sogenannte „Hagen Forum“. Es bildet eine Plattform für einen intensiven Austausch über die Ziele und Inhalte der Hagener Stadtentwicklung und ermöglicht einen Dialog zwischen Bürgerschaft, Fachakteuren, Verwaltung und Politik. Im Anschluss an das „Hagen Forum“ finden insgesamt fünf Stadtbezirkswerkstätten statt. Diese Werkstätten dienen dazu, bezirksspezifische Belange und Ideen zu äußern und im Prozess der gesamtstädtischen Entwicklung zu platzieren. Als spezifische Zielgruppen werden Jugendliche und junge Erwachsene im Rahmen eines Workshops beteiligt. Im Wettbewerb der Städte um junge, gut ausgebildete Menschen ist es der Stadt Hagen ein großes Anliegen, die Interessen dieser Zielgruppen für die Hagener Stadtentwicklung gesondert zu erfassen und für den Prozess zu gewinnen.

Die Beteiligung der Fachöffentlichkeit erfolgt über vier themenspezifische Fachforen. Diese setzen sich aus Vertretern unter anderem von Verbänden, Vereinigungen, Vereinen und Gesellschaften zusammen und liefern Einschätzungen zur Bestandssituation und Entwicklungsperspektiven. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen in einem integrierten Forum eine Abwägung von Interessen und schließlich die Priorisierung einzelner Maßnahmen erfolgen. Zum Abschluss des Planungsprozesses findet die „Hagen Konferenz“ statt. Hier werden die Inhalte des ISEK präsentiert und erste Umsetzungsschritte erläutert. Außerdem markiert diese Veranstaltung den offiziellen Übergang zum Aufstellungsverfahren des Flächennutzungsplans, für den das ISEK die Grundlagen schafft.

Parallel setzen die Akteure auch auf die Beteiligung im Internet. So müssen Bürgerinnen und Bürger nicht ins Rathaus kommen, sondern können bequem von Zuhause aus ihre Ideen nennen. Die Akteure hoffen hierdurch gerade die Menschen zum Mitmachen zu animieren, die auf „normalen“ Bürgerveranstaltungen eher unterrepräsentiert sind. Sie sollen zu Mitgestaltern der Stadtentwicklung werden. Anfang 2018 wird es mit den ersten Beteiligungsformaten losgehen, damit das ISEK – wie geplant – Ende 2018/Anfang 2019 fertig ist.

Neben der Einbindung der Bürgerschaft und der Fachöffentlichkeit bildet ein drittes Standbein der Beteiligung die Einbindung der Politik. Um die erforderliche Transparenz und dadurch auch Akzeptanz für das Projekt zu schaffen, wurde bereits Ende 2016 ein informelles politisches Begleitgremium gegründet. Dieses wird verfahrensbegleitend zusätzlich zu den eigentlichen Ausschuss- und Ratssitzungen tagen und wichtige Themen vordiskutieren.

Die besondere Bedeutung des ISEK-Prozesses unterstreicht auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz: „Es wird ein roter Faden, ein Leitkonzept entwickelt, an dem sich die zukünftige Hagener Entwicklung strategisch ausrichten soll. Aber kein starres Korsett, so dass auch auf Unvorhergesehenes und neue Trends und Herausforderungen reagiert werden kann.“ Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass mit dem ISEK auch die Fördertätigkeiten in Hagen angeleitet werden sollen. Hierfür werden Stadtbereiche verschiedenen Kategorien zugeordnet, die den jeweiligen Handlungsbedarf beschreiben. Im Anschluss an das ISEK würden dann für ausgewählte Stadtbereiche integrierte Handlungskonzepte aufgestellt, mit denen Städtebaufördermittel beantragt werden können.

Wichtig ist laut OB Schulz auch die Abgrenzung des ISEK zu anderen Formaten: „Die Zukunftsschmiede etwa umfasst Veranstaltungen, die vom Unternehmerverein, der HAGENagentur und der Stadtkanzlei organisiert und begleitet werden. Dabei geht es um Projekte, Impulse und Kooperationen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Alleinstellungsmerkmale und Stärken der Stadt zu benennen und – zum Beispiel im Rahmen von besonderen Veranstaltungsformaten – auch erlebbar zu machen. Das ISEK formuliert demgegenüber die strategischen Leitlinien und Ziele der städtischen Entwicklung für die kommenden Jahre und Jahrzehnte.“

Schon jetzt sollen alle Hagenerinnen und Hagener eingeladen und dazu ermutigt werden, Hagens Zukunft aktiv mitzugestalten. Termine und weitere Informationen werden dazu rechtzeitig auf der neuen Internetseite www.plan-portal.de/hagen bekanntgegeben.

„Identifikation der Hagener mit ihrer Stadt soll Kulturentwicklung prägen“

6. Oktober 2017

3. Hagener Kulturkonferenz

„Vernetzung und die Vereinbarung konkreter Projekte“ – so bezeichnete die Kulturbeigeordnete Margarita Kaufmann in ihrer Eröffnungsrede die wesentlichen Ziele der 3. Hagener Kulturkonferenz im Rathaus an der Volme. Nach dem Eröffnungsvortrag durch Kaufmann standen Dr. Yasmine Freigang von der LWL-Kulturabteilung und Dr. Christian Esch vom NRW KULTURsekretariat als Referenten zur Verfügung. Bei der anschließenden „Kulturbörse“ konnten sich allen interessierten Kulturschaffenden aus Hagen austauschen.

Beispiele gelebter Kultur in Hagen

An vier Beispielen verdeutlichte Margarita Kaufmann, wie die im Kulturentwicklungsplan festgelegten Grundsätze des städtischen Kulturangebots bereits jetzt mit Leben gefüllt werden: Die Volkshochschule Hagen stellt ihr Programm für das Studienjahr 2017/18 unter das Thema „Heimat“, um die Identifikation der Hagenerinnen und Hagener mit ihrer Stadt sowie die integrative Breitenwirkung kultureller Angebote zu fördern. Unter dem Motto „Heimat“ können alle neu zugezogenen und alteingesessenen Bürgerinnen und Bürger Hagen erkunden und sich mit allen Sinnen den unterschiedlichen Kulturen der Volmestadt und ihren Geschichten nähern.

Auch die Weiterentwicklung des archäologischen Museums im Wasserschloss Werdringen, mit der die hohe Bedeutung der Blätterhöhlen-Funde angemessen präsentiert werden, die Positionierung des Theaters als wichtiger außerschulischer Lernort und die vielfältige Jugendkulturarbeit des Kultopias stehen für die Umsetzung der im Kulturentwicklungsplan verankerten Grundsätze.

„Die Identifikation der Hagenerinnen und Hagener mit ihrer Stadt könnte durchaus der inhaltliche Leitstern für unsere Kulturentwicklung sein. Ein hervorragender Anlass für unsere Selbstvergewisserung ist das 275-jährige Stadtjubiläum im Jahr 2021. Unter dem Motto ‚Hagen 2021 – Meine Stadt‘ werden wir als Stadtgesellschaft zur aktiven Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung dieses Jubiläums einladen“, sagte Kaufmann.

Kulturplanung und Stadtentwicklung

Dr. Yasmine Freigang vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe verknüpfte das Stichwort Kulturplanung mit moderner Stadtentwicklung. Kultur sorgt für Verbindlichkeit, nutzt die Kompetenzen vieler Menschen und sieht städtische Zusammenhänge. Hagen ist als eine Pilotkommune für die Entwicklung der Kulturagenda Westfalen ausgewählt worden, weil hier Zuwanderung und Integration eine ganz besondere Rolle spielen. Zu den Erfolgsfaktoren der Kulturentwicklungsplanung zählen unter anderem Zielklarheit und eine regelmäßige bürgerschaftliche Plattform wie die Kulturkonferenz. Freigang resümiert: „Die Stadtspitze muss dahinter stehen. An alle Anwesenden geht der Aufruf: Machen Sie Kultur zum Thema!“

Kultur braucht strukturelle Förderung

Dr. Christian Esch vom Kultursekretariat NRW benannte Zuwanderung und Digitalisierung als die wesentlichen Aspekte der Globalisierung, mit der sich auch Kultur intensiv auseinandersetzen müsse. Dabei ist die Kommunikation mit allen gesellschaftlichen Bereichen erforderlich. Digitalisierung kann Teilhabe fördern, wie zum Beispiel der Hagener Handyfilmwettbewerb eindrucksvoll gezeigt hat. Die im Kulturentwicklungsplan gegebene Bestandgarantie für die städtischen kulturellen Einrichtungen ist eine wichtige Errungenschaft. „Nach ersten Gesprächen mit der neuen Landesregierung habe ich die Hoffnung, dass auf der Landesebene künftig mehr strukturelle Förderung statt immer neuer Projekte zu erwarten sind. Vertrauen ist ein wichtiger Faktor bei der Kulturentwicklung“, sagte Esch abschließend.

Kulturschaffende tauschen sich aus

In der von Jochen Becker vom Fachbereich Bildung der Stadt Hagen moderierten Diskussion wurde unter anderem die Frage nach dem Bezug zu den vorhergehenden Kulturkonferenzen gestellt. Wie wird mit den Anregungen der Bürgerinnen und Bürger umgegangen? Wie werden die Bürgerinnen und Bürger künftig einbezogen? „Auf Basis der bisherigen Arbeit und des Ratsbeschlusses zum Kulturentwicklungsplan ist nun gemeinsam zu beraten, wie aus Ideen konkrete Projekte und Kooperationen werden können“, sagte Margarita Kaufmann. An diese Fragestellung knüpfte der zweite Teil der Konferenz unter dem Stichwort „Kulturbörse“ mit Angeboten zum Austausch von Projektanbietern und möglichen Projektpartnern an. Die Bandbreite reichte von Kunst im öffentlichen Raum bis zum Thema „Kultur als Marketing-Instrument“.

Die Ergebnisse dieser Diskussionen werden über den E-Mail-Verteiler der Kulturkonferenz allen Interessierten zur Verfügung gestellt und im Internet veröffentlicht. Insgesamt verdeutlichte die Kulturkonferenz, dass Kulturentwicklungsplanung als Prozess verstanden werden muss.

Rat macht Weg für Handelszentrum auf Brandt-Brache frei

6. Oktober 2017

Der Rat hat sich für ein Handels- und Gesundheitszentrum auf der Brandt-Brache in Haspe ausgesprochen. Der Investor kann starten. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Wann kommen die nächsten Jammer-Meldungen über angeblich fehlende Gewerbeflächen? Der Countdown läuft.

Zwei Tunnel-Lösungen für Bahnhofshinterfahrung in Sicht

6. Oktober 2017

Läuft der Bauverwaltung die Zeit davon? 2019 wird das 64-Millionen-Euro-Projekt Bahnhofshinterfahrung fertig sein. Zwischen Bahnhof und der Hinterfahrung westlich dahinter liegt dann die sogenannte „Westside“, eine 25 000 Quadratmeter große Fläche, die als Filetstück zur Schaffung eines hochwertigen Quartiers mit Dienstleistungsbetrieben und Büros gilt (siehe roter Bereich in der Luftaufnahme). Im Stadtentwicklungsausschuss formulierte Werner König (SPD) am Donnerstag die Sorge, dass es bei Fertigstellung 2019 nicht möglich sein werde, den Bahnhof von der Westside zu Fuß zugänglich zu machen. Und damit liegt König richtig. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die Verlängerung des Personentunnels unter dem Hauptbahnhof ist nicht Teil der Planung der Bahnhofshinterfahrung und die Finanzierung somit nicht gesichert. Das ist zweifellos ein schwerer Planungsfehler oder, schlimmer noch, die Bauverwaltung hat überhaupt kein Interesse an dem Durchstich. Ein Anhaltspunkt für die letztere Variante sind die offenbar aufgeblasenen Baukosten, ein Faktor, der sich in Richtung Rat immer abschreckend einsetzen lässt.

Aktuell gibt das Grothe-Amt ein Volumen von 7 Millionen Euro für die Tunnelverlängerung an, es waren auch schon einmal 12 Millionen. Immense und kaum nachvollziehbare Beträge im Vergleich zu den Gesamtkosten der weitaus aufwändigeren Bahnhofshinterfahrung mit 65 Millionen Euro. Bereits im Januar 2015 hatte DW sich mit diesem Thema beschäftigt: „Goldene Pflastersteine im Hauptbahnhof„.

Nur eine Spielhalle wird geschlossen

6. Oktober 2017

Große Hoffnungen waren in den neuen Glücksspielstaatsvertrag und die damit geltenden Mindestabstände zwischen Spielhallen gesetzt worden. Die Zahl der Einrichtungen sollte deutlich gesenkt werden. Doch jetzt ist klar: Die neuen Regelungen laufen in Hagen ins Leere. Nur eine einzige der derzeit rund 75 Spielhallen wird zum 30. November schließen müssen. (…)

Quelle: wp.de

Vielleicht eine Erklärung:

Dubiose Parteispenden aus Glücksspielkonzern

Manager von Deutschlands größtem Automaten-Hersteller zahlten mehr als eine Million Euro an Union, SPD, FDP und Grüne. Bundestagsabgeordnete nahmen nach SZ-Informationen Hunderte Schecks entgegen. Der Konzern versuchte auf diese Weise, strenge Auflagen für umstrittene Spielhallen zu verhindern. (…)

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Theater: Neue Struktur im Schweinsgalopp

5. Oktober 2017

Nachdem die Kürzung des jährlichen Zuschusses für den Betrieb des Hagener Theaters im Stadtrat durchgepeischt wurde, soll jetzt nach den Vorstellungen der OB-Verwaltung die Struktur der Geschäftsleitungsebene geändert werden. Kritik an der Vorgehensweise äußert der Betriebsrat des Theaters: Zu schnell und zum falschen Zeitpunkt erfolge die Aufforderung zur Änderung der Organisation der Theaterspitze.

In einem Brief termingerecht zur heutigen Ratssitzung, in der ein entsprechender Beschluss gefasst werden soll, wendet sich die Vertretung der Beschäftigten an die Fraktionen und fordert mit nachvollziehbarer Begründung eine Verschiebung der Entscheidung:

In der Sitzung am 05.10.2017 soll der Rat der Stadt Hagen einen Beschluss zur Neustrukturierung der Leitungsebene im Theater Hagen fassen, den dann die Hausleitung zeitnah umzusetzen hat.

Der Betriebsrat der Theater Hagen gGmbH möchte Sie als Ratsfraktionen darum bitten, dieses Thema zu einem späteren Zeitpunkt aufzugreifen. Seit wenigen Wochen ist die neue künstlerische Leitung mit Herrn Hüsers und Herrn Trafton im Amt. Für deren Arbeit hat aktuell außerhalb des täglichen Spielbetriebs die Planung für die Spielzeit 2018/19 absolute Priorität, da durch den Zeitpunkt der Tätigkeitsaufnahme von Herrn Hüsers das Zeitfenster für eine solche Planung sehr eng ist und die Disposition durch mehrere Beratungsebenen – auch mit dem Betriebsrat – laufen muss.

Wenn die Hausleitung durch einen Ratsbeschluss damit beauftragt wird, sich aktuell mit einer Neustrukturierung und deren Ausarbeitung zu befassen, sehen wir als Arbeitnehmervertreter einer sorgfältigen Planung für die kommende Spielzeit mit Sorge entgegen, da dies zeitliche Ressourcen bindet, die für eine seriöse Planung mit den Umsetzungen der Sparbeschlüsse in der kommenden Spielzeit dringend benötigt werden.


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