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Das Erbe eines „väterlichen Freundes“

8. Februar 2023

In seiner Heimatstadt wird die SS-Geschichte des späteren Hagener CDU-Funktionärs Oskar Pahnke unter den Teppich gekehrt – In den Niederlanden ist sie nach wie vor präsent

136 lippert-Panhkefoto94Michael Lippert, Kommandant der SS-Unterführerschule Arnheim, heftet Orden an zwei SS-Männer in der Nähe der Brücken über die Waal bei Zaltbommel. Rechts: Oskar Pahnke. ©: Regionaal Archief Rivierenland.

Die Bommelerwaard, das Stromgebiet zwischen Waal und Maas (niederl. auch: Rivierenland) war, was wenig bekannt ist, während des Zweiten Weltkriegs eine der am schwersten betroffenen Regionen in den Niederlanden. Daran soll eine Dauerausstellung im Museum der Stadt Tiel erinnern, die Mitte April eröffnet wird.

Neben allgemeinen Informationen über die deutsche Besatzung und die allierte Operation „Market Garden“, die in Deutschland unter der „Schlacht von Arnhem“ bekannt ist, wird die damalige Zeit anhand von fünf Personen verdeutlicht, die stellvertretend für die unterschiedlichen Aspekte der damaligen Verhältnisse stehen.

Es sind sowohl Opfer als auch Täter, die in der Ausstellung präsentiert werden. Auf der Täterseite: Oskar Pahnke.

Jener SS-Offizier von der Unterführerschule Arnhem, den die Niederländer in übler Erinnerung behalten haben. In Hagen wird hingegen die Vergangenheit des 2009 verstorbenen CDU-Funktionärs bis heute unter den Teppich gekehrt.

Auf der Opferseite ist Wim Valk zu finden, ein Zivilist aus Tiel, der als Metalldreher in der Metallwarenfabrik Daalderop in Tiel arbeitet. Er wird 1939 mobilisiert, wie so viele Niederländer. Die Deutschen nehmen ihn gefangen. Zurück in Tiel heiratet er Annie Daalen und sie bekommen 1944 einen Sohn, Eddy. Danach beginnt der Beschuss von Tiel. Am 6. November stirbt die Familie an diesen Granatentreffern.

Und da ist Denis Colebrook, ein britischer Pilot, der abgeschossen wird. Der Tiel-Widerstand versucht, Dennis über die Waal in das befreite Gebiet zu bringen, aber das scheitert. Die Familie van Elsen nimmt ihn in dieser Nacht auf. Am nächsten Tag werden Frau van Elsen und Denis festgenommen. Der Widerstand befreit Frau van Elsen. Diese Aktion bleibt aber nicht ohne Folgen, fünf Tieler werden erschossen.

Betty und Daatje Frank sind die Töchter von Sam und Marianne Frank. Die jüdische Familie lebt in Ochten, wo der Vater ein gutgehendes Bekleidungsgeschäft betreibt. Am 9. April 1943 wird die Familie ins Lager Vught deportiert. Dort feiert Betty am 29. Mai ihren elften Geburtstag. Keiner von ihnen überlebt den Krieg.

Aber es gibt auch Leute wie Jan Robertson jr., einen Kollaborateur und niederländischen SS-Mann. Aus Bankierssohn wird Bankräuber: So lässt sich sein Leben zusammenfassen. Er ist der Sohn von Jan Robertston sr. und Eva Leybold. Beide sind Mitglieder der niederländischen Nationaal-Socialistische Beweging (NSB).

Eine der Banken, die Robertson jr. Anfang 1945 mit seinen SS-Kameraden überfällt, liegt in Tiel. Die Beute ist riesig. Die Polizei wird diesen Fall sofort nach der Befreiung bearbeiten. Auch Robertson wird auf den Zahn gefühlt. Doch ihm gelingt die Flucht, vermutlich nach Süddeutschland, wo sich seine Verlobte aufhält.

Und die fünfte Person, die die Historiker als exemplarisch für das Geschehen während des Zweiten Weltkriegs in diesem Teil der Niederlande ausgewählt haben, ist Oskar Pahnke. Jener SS-Offizier, der zum Hagener CDU-Funktionär mutierte.

Oskar Pahnke war als SS-Obersturmführer Kommandant der ersten Kompanie der Unterführerschule Arnhem, einer Ausbildungsstätte für SS-Führer in der Hauptstadt von Geldern. Die Ankunft der Einheit der Waffen-SS im Bereich Bommelerwaard forderte viele zivile Opfer. Pahnke wurde 1947 zu Untersuchungszwecken in die Niederlande überführt und saß ein Jahr im Gefängnis der Stadt Vught. Mitgliedern seiner Einheit wurde ein dreifacher Mord vorgeworfen, Pahnke selbst konnte aber – damals – nichts nachgewiesen werden.

In Hagen wurde Pahnke dann Werbeleiter der Andreas-Brauerei, einem – wie man heute weiß – Sammelbecken für alte SS-Kameraden. Die Braustätte wurde ebenso wie ihr Produkt jahrzehntelang vom Vereinsmilieu, der Presse und örtlichen Parteigliederungen als eine Art Kultobjekt heimischer Tradition betrachtet. Von der Nazi-Vergangenheit ihrer Führungskräfte, einschließlich des Inhabers, wollte man nichts wissen.

Pahnke, der u.a. Mitglied im Rat der Stadt Hagen war und in späteren Jahren Funktionär der Senioren-Union, einer CDU-Gliederung für die etwas betagteren Mitglieder, verstarb im Dezember 2009. Aus diesem Anlass veröffentlichte die offizielle Parteigliederung wie üblich eine Todesanzeige in der heimischen Presse.

Einigen Protagonisten der Hagener CDU reichte das aber nicht – sie machten ihr eigenes Ding. In einer separaten Beileidsbekundung erdreisteten sie sich, dem Gedenken an ihren „väterlichen Freund und Ratgeber“, den vormaligen SS-Offizier Pahnke, ein Zitat des SS-Opfers Dietrich Bonhoeffer voranzustellen.

Traueranzeige Pahnke mit Bonhoeffer-ZitatDietrich Bonhoeffer war evangelischer Theologe, Mitglied der Bekennenden Kirche, Pazifist und einer der auch heute noch bekanntesten Widerständler gegen das Nazi-Regime. Ein SS-Gericht verurteilte ihn nach einer Hitler-Anordnung – kurz vor Ende der faschistischen Tyrannei – am 8. April 1945 zum Tode. Im Morgengrauen des darauffolgenden Tages wurde Bonhoeffer im KZ Flossenbürg gehenkt.

Die drei Unterzeichner dieses Machwerks waren Helmut Diegel, Christian Kurrat und Bernd Löwenstein.

Diegel war von 1984 bis 1987 Mitglied des Hagener Stadtrats und von von 1985 bis 2005 Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags. Nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag wurde er bis 2010 Regierungspräsident in Arnsberg. Von 2020 bis 2022 kehrte er (als Nachrücker) nochmals in den Landtag zurück. Von 1992 bis 2005 war er Kreisvorsitzender der Hagener CDU. Der gelernte Jurist dürfte genau gewusst haben, was er unterschreibt.

Löwenstein stand von 1992 bis 2017 als angestellter Kreisgeschäftsführer der CDU in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis. Er könnte also zur Unterschrift gedrängt worden sein – oder er kannte die Vergangenheit Pahnkes einfach nicht.

Kurrat war damals als CDU-Nachwuchskraft Mitglied des Hagener Stadtrats. Abteilung „jung und naiv“ könnte man meinen, aber Kurrat hatte auch schon in frühen Jahren eine dezidierte Meinung:

So hat er sich 2001 nach der großen antifaschistischen Demonstation gegen einen Aufmarsch von Neonazis in Hagen im Nachhinein von dieser distanziert. Die absurde Begründung: „Die heutige Gegendemonstration, die anlässlich des Aufmarsches der Rechtsradikalen in Hagen vom DGB organisiert wurde, war aus meiner Sicht eine reine Parteiveranstaltung der SPD.“

Kurrat ist inzwischen Mitarbeiter der Fernuniversität Hagen. Er promovierte 2014 zum Thema: „Renaissance des Pilgertums. Zur biographischen Bedeutung des Pilgerns auf dem Jakobsweg“.

Da wäre es doch naheliegend, dass Kurrat, der heute Mitglied des Vorstands der CDU in Hagen-Emst ist, dem Stadtteil, in dem auch sein Parteifreund Pahnke seinen Wohnsitz hatte, nach Eröffnung der Ausstellung in Tiel in Richtung Niederlande pilgern würde, um sich den früheren „Wirkungsbereich“ seines „väterlichen Freundes und Ratgebers“ Oskar Pahnke einmal etwas genauer anzuschauen.

RVR: Kommunalrat tagte in Hagen

8. Februar 2023

Neuer Regionalplan Ruhr wird offengelegt

Der Kommunalrat im Regionalverband Ruhr (RVR), das Gremium der elf Oberbürgermeister und vier Landräte, hat nach dem Jahreswechsel seine regelmäßigen Beratungen wiederaufgenommen.

Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum und Vorsitzender des Kommunalrats, sowie Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz als Gastgeber, begrüßten die Amtskolleginnen und -Kollegen sowie RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel im Haus der Wissenschaft und Weiterbildung, dem Arcadeon, in Hagen.

RVR-Regionaldirektorin Geiß-Netthöfel informierte das Gremium über den erfolgreichen Start der Regionalen Kooperationsstandorte. Von den 24 Standorten für die Ansiedlung von Gewerbe- und Industriebetrieben mit einer Größe von mehr als fünf Hektar sind bereits ein Drittel in der Entwicklung.

Die interkommunalen Flächen hatte der RVR durch seine Regionalplanung im Sommer 2021 planerisch gesichert. Die RVR-Direktorin kündigte zudem an, dass die dritte Offenlage des Entwurfs des Regionalplanes Ruhr ab dem 6. Februar 2023 starten wird.

Thomas Eiskirch, Vorsitzender des Kommunalrats, resümierte:

„Mit der dritten Offenlage des Entwurfs des Regionalplanes Ruhr bewegen wir uns auf die Zielgerade zu, nach mehr als fünfzig Jahren wieder einen flächendeckenden Regionalplan für das Verbandsgebiet aufzustellen.

Der neue Plan legt fest, wo im Ruhrgebiet künftig neue Wohngebiete, neue Flächen für Gewerbe- und Industriebetriebe und damit neue Arbeitsplätze, attraktive Freiräume für Erholungssuchende, neue Naturschutzgebiete, Korridore für Schienenwege und Straßentrassen entstehen können. Zudem werden auch Flächen ausgewiesen, die zur Reduzierung der Auswirkungen des Klimawandels benötigt werden.“

Ab dem 6. Februar haben die Kommunen, die Fachbehörden und Verbände, aber auch die Bürgerinnen und Bürger in der Metropole Ruhr die Möglichkeit, den Entwurf online unter www.regionalplanung.rvr.ruhr einzusehen und zu den geänderten Planinhalten Stellungnahmen abzugeben.

Erdbeben: Hagen soll Flaggen auf halbmast hissen

8. Februar 2023

Angesichts des katastrophalen Erdbebens in der Türkei und in Syrien hat die Ratsgruppe des Hagener Aktivisten Kreises (HAK) Oberbürgermeister Erik O. Schulz aufgefordert, vor dem Rathaus die Flaggen der beiden Länder auf halbmast zu hissen. (…)

Quelle: wp.de

Klassik & Jazz im ESM: Chopin Klavierabend

8. Februar 2023

09.02.2023, 18 Uhr, Emil-Schumacher-Museum Hagen

Die preisgekrönte Pianistin Sandra Landini aus Pisa wird mit einer herrlichen Leichtigkeit, die den Frühling bereits erahnen lässt, im ESM spielen.

Sie begann ihre musikalische Ausbildung unter der Anleitung ihrer Mutter und bestand ihr Klavier-Diplom am L. Cherubini Konservatorium in Florenz mit der Auszeichnung „summa cum laude“. Ein Aufbaustudium in Perugia und Livorno folgte.
Sandra Landini etablierte sich als große Pianistin, als sie noch sehr jung war, da sie in mehreren nationalen Klavierwettbewerben in Genua, Savona, Pompeji, Pisa, Livorno, Rimini, Brindisi und Ravenna erste Preise und Stipendien erhielt.

Ihre große Liebe gilt Frédéric Chopin, mit dessen Werken sie eine hervorragende CD bei Phoenix Classics eingespielt hat.
Freuen Sie sich auf einen Konzertabend im ESM mit einer herausragenden Künstlerin und erleben Sie, wie große Kompositionen der Klaviermusik von Chopin, Tschaikowski und Fanny Mendelssohn mit italienischem Temperament interpretiert werden!

Eintritt frei

Anne Folger – Fußnoten sind keine Reflexzonen

8. Februar 2023

Freitag, 10. Februar 2023, 20.00 Uhr, hasperhammer

Anne Folger BildAnnes Blickwinkel sind eigenwillig und kommen leichtfüßig aber tiefgründig daher. Hier erwartet Sie ein Abend mit Geschichten, wunderschön arrangierten Liedern und einer Menge Humor. Dabei beindruckt Anne Folger (Foto: hasperhammer) mit ihrem musikalischen Können.

Eintritt: 22,50 € / 19,50 € erm.

Kartenvorbestellungen für diese und andere Veranstaltungen auf www.hasperhammer.de, unter 02331 46 36 81, bei den Vorverkaufsstellen oder mittwochs von 10-19 Uhr im hammer.Büro, Hammerstraße 10 in 58135 Hagen-Haspe.

Vorstellungsausfall am Theater

8. Februar 2023

Giselle87Aufgrund von Erkrankungen im Ensemble muss die Vorstellung des Tanzstücks „Und immer tanzt … Giselle“ am Mittwoch, 8. Februar 2023 (19.30 Uhr) im Theater Hagen leider ersatzlos ausfallen.

Die nächsten Aufführungen dieser Ballettproduktion (Foto: Bettina Stöß) finden am 8. und 24. März 2023 (19.30 Uhr) statt.

Die Theaterkasse setzt sich mit den Abonnenten und Karteninhabern in Verbindung.

VHS: Zwei Vorträge zum Thema „Naturgarten“

8. Februar 2023

In gleich zwei Vorträgen greift die Volkshochschule Hagen (VHS) in diesem Monat das Thema „Naturgarten“ auf. Beide Veranstaltungen finden in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, statt.

Los geht es am Donnerstag, 9. Februar, von 19 bis 20.30 Uhr mit einem Vortrag über das Thema Insektensterben und was dagegen getan werden kann. Der Bienenweidefachberater Lars Quicker berichtet über die Vielfalt und Lebensweise der einheimischen Wildbienen. Außerdem gibt er allen Interessierten Tipps, wie sie mit wenig Aufwand nachhaltige, blühende und nektarspendende Oasen für die bestäubenden Insekten erschaffen können.

Einen zweiten Vortrag mit dem Titel „Gärten als Lebensraum für Amphibien und Reptilien“ bietet die VHS am Donnerstag, 23. Februar, ebenfalls von 19 bis 20.30 Uhr an. Ralf Blauscheck, Leiter der Biologischen Station Hagen, erläutert mit Beispielen aus der täglichen Arbeit, wie in naturnah gestalteten Gärten geeignete Bedingungen für Amphibien und Reptilien geschaffen werden können.

Informationen zu den Veranstaltungen mit den Kursnummern 5071 (9. Februar) sowie 5072 (23. Februar) erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.

Gerbersmann: „Situation in den finanzschwachen Kommunen verschlechtert sich von Woche zu Woche“

7. Februar 2023

Hagens Stadtkämmerer jetzt Sprecher des Bündnisses „Für die Würde unserer Städte“

fuer-die-wuerde-unserer-staedteDer Rat der Stadt Castrop-Rauxel hat einstimmig den Beitritt zum Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ beschlossen, das sich für eine gerechte Finanzverteilung in Deutschland einsetzt. Gemeinsam mit 63 weiteren Städten und Kreisen aus der ganzen Republik kämpft Castrop-Rauxel nun für eine Altschuldenlösung, eine Reform der Förderpolitik und gegen Steueroasen.

Für das Aktionsbündnis hat dessen neuer Sprecher, Hagens Stadtkämmerer Christoph Gerbersmann, Castrop-Rauxel persönlich im Kreis der Kommunen begrüßt, die für eine faire Finanzverteilung in Deutschland kämpfen.

„Wir freuen uns, dass Castrop-Rauxel den Einsatz für eine Altschuldenlösung und eine auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen als Mitglied von „Für die Würde unserer Städte“ unterstützt“, sagte Gerbersmann.

„Die Situation in den finanzschwachen Kommunen verschlechtert sich von Woche zu Woche. Wir brauchen dringend eine Altschuldenlösung, und zwar sowohl auf Bundesebene als auch in NRW. Die betroffenen Kommunen sind unverschuldet finanzschwach geworden. Bund und Länder haben ihnen viele Aufgaben zugewiesen und nicht für einen passenden Ausgleich gesorgt. Sie tragen eine wesentliche Verantwortung für die dramatische Situation und müssen sich dieser Verantwortung endlich stellen.“

Im Aktionsbündnis sind 64 Kommunen aus sieben Bundesländern vertreten, in denen rund 8,5 Millionen Menschen leben, also jede und jeder Zehnte in Deutschland. Die Mitglieder haben eine bittere Gemeinsamkeit: Sie alle haben einen heftigen Strukturwandel erlebt und müssen in dessen Folge mit unterdurchschnittlichen Steuereinnahmen und überdurchschnittlichen
Sozialausgaben kämpfen.

Bund und Länder haben diese Situation durch das Delegieren von Aufgaben, insbesondere im Sozialbereich, wesentlich mitverursacht. Pläne für die Zukunft, etwa der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen ab 2026, setzen diesen Kurs fort.

Die betroffenen Kommunen mussten Kredite aufnehmen, um die Pflichtaufgaben, die ihnen übertragen wurden, zu erfüllen. Deshalb zahlen sie für Zinsen und Tilgung statt wie andere Kommunen in Infrastruktur, Bildung und Zukunftsthemen wie Klimaschutz oder Digitalisierung investieren zu können.

Bau-Prioritäten: Vorfahrt für Fuhrparkbrücke

7. Februar 2023

Bei der Sanierung der maroden Hagener Brückenbauwerke hat die Stadtverwaltung die Prioritäten neu gewichtet: Während ursprünglich angedacht war, nach der Erneuerung der Marktbrücke sich direkt der ebenfalls baufällig Volmequerung an der Badstraße anzunehmen, ist dieses Projekt zunächst einmal auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt worden. Stattdessen liegt der Fokus zurzeit auf der Fuhrparkbrücke in Eckesey, die bereits für Lkw jenseits des 3,5-Tonnen-Limits gesperrt ist und deren Standfestigkeit, so ein Gutachter, lediglich noch bis 2028 gewährleistet scheint. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Studierende des Rahel-Varnhagen-Kolleg verlegen zwei neue Stolpersteine

7. Februar 2023

Stolpersteinverlegung für Walter SiebertVerlegung des Stolpersteins für Walter Siebert in der Bismarckstraße. Foto: Pablo Arias.

Am 27.1.2023, dem offiziellen Gedenktag für die Opfer der NS-Diktatur, verlegten Studierende des Rahel-Varnhagen-Kollegs (Koordination: Geschichtslehrer Pablo Arias) gemeinsam mit dem Hagener Geschichtsverein, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische zusammenarbeit und weiteren Partnern zwei neue Stolpersteine in Hohenlimburg und Wehringhausen.

An der Wesselbachstr. 2 liegt jetzt wieder ein Stolperstein für Louis Stern. Der jüdische Buchhalter war 1942 im KZ Theresienstadt ermordet worden. Den Stolperstein, der schon vor 14 Jahren an dieser Stelle für ihn verlegt worden war, hatte die Flut 2021 weggeschwemmt.

Fast 100 Personen, darunter Schüler aus verschiedenen Hagener Schulen, kamen zur Verlegung. Für einen würdigen Rahmen sorgten mit Rede- und Musikbeiträgen die Schüler des Gymnasiums Hohenlimburg, Rudolf Damm von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hagen, Peter Mager vom Bürgervereins Wesselbach, Rüdiger Drallmayer vom Verein Friedenszeichen, Bezirksbürgermeister Frank Schmidt und die Hohenlimburgerinnen Tela Tabel und Stefan Welzel.

Nach der Verlegung bot Rudolf Damm eine Führung durch die Alte Synagoge an.

Am selben Tag erhielt der Wehringhauser Widerstandskämpfer und Soldat Walter Siebert einen Stolperstein in der Bismarckstraße 30. Die Studierenden Thiara Scheuer und Julia Böhm moderierten die Veranstaltung, bei der ein Vertreter der Jugendorganisation Die Falken, Bürgermeisterin Karin Köppen und Ruth Sauerwein vom Verein Friedenszeichen sprachen.

Letztere erläuterte die Biographie von Walter Siebert und verband diese mit aktuellen Ereignissen. So wurde Walter Siebert in der NS-Zeit aus politischen Gründen verfolgt und jahrelang in verschiedenen Gefängnissen und Lagern inhaftiert, wie tausenden von Andersdenkenden in vielen Ländern heute.

Außerdem wurde Walter Siebert 1943 zwangsrekrutiert und mit einer Strafeinheit an die Front geschickt, wie viele Menschen in russisch-ukrainischen Krieg. „Wäre er ein russischer Deserteur würde Friedrich Merz ihn als ,Sicherheitsrisiko‘ einstufen und ihn das Asyl verwehren“, kommentierte sie.

Bürgermeisterin Frau Köppen betonte, dass der Stolperstein der erste für einen Hagener „Moorsoldat“ sei – Walter Siebert wurde nämlich im berüchtigten Lager Esterwegen in Niedersachsen inhaftiert.

Die nächsten Stolpersteine werden voraussichtlich im Juni in Hohenlimburg verlegt. Die Kosten werden von Sheri Stern aus Baltimore (USA) getragen. Sie ist verwandt mit einem Holocaustüberlebenden aus Hohenlimburg und wird auch zur Verlegung nach Hagen reisen.

Wie Hagen zu einer Schwammstadt werden soll

6. Februar 2023

Die Jahrhundertflut, die im Juli 2021 so viel Leid und Zerstörung über den Hagener Süden, über Hohenlimburg, über die Innenstadt und Eckesey gebracht hat, ist noch in schlechtester Erinnerung. (…)

„Schwammstadt Hagen“ ist daher ein Papier überschrieben, mit dem – in großer Einigkeit – diverse Fraktionen und Gruppen im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität aufschlugen. Damit ergeht (einstimmig) der Auftrag an die Verwaltung, ein Konzept zum Hochwasserschutz zu entwickeln und regelmäßig dem Gremium über die Fortschritte zu berichten. (…)

Dass es der Politik letztlich auch um die Entsiegelung von Flächen geht, unterstrich Rainer Voigt, Sprecher der CDU im Umweltausschuss: „Es wird unpopuläre Entscheidungen geben. Wir werden als Politik auch verprügelt werden. Wenn man zum Beispiel beschließt, eine Fahrspur einzuziehen und an derselben Stelle einen Grünstreifen anzulegen, macht man sich damit nicht bei jedem beliebt.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Viele Stellen im Bauamt unbesetzt

6. Februar 2023

Die Stadtverwaltung im Rathaus in Hagen leidet nach wie vor an einem Mangel an Ingenieuren. Nach Auskunft von Baudezernent Henning Keune sind mehrere Planstellen für Ingenieure im Bereich Hochbau nicht besetzt. „Es gibt bereits erste Baumaßnahmen, die wir nicht umsetzen konnten“, sagt der Beigeordnete, dessen Amt seit Jahren unter permanenter Personalnot ächzt. (…)

Doch der öffentliche Dienst hat im Rennen um die Rekrutierung der vielumworbenen Techniker, Entwickler und Konstrukteure einen strategischen Nachteil. Die Stadt Hagen kann das Entgelt für ihre Beschäftigten nicht frei verhandeln, da sie der Tarifbindung unterliegt. Es ist nicht möglich, neue Ingenieure, Techniker oder Architekten durch besonders üppige Gehälter anzulocken. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Auch dieser Artikel bemüht wieder mehrfach den angeblichen „Fachkräftemangel“.

Siehe dazu auch: Das Märchen vom „Fachkräftemangel“

Das Märchen vom „Fachkräftemangel“

6. Februar 2023

Nur 5 Stellenangebote im gewerblichen Bereich – bei steigender Arbeitslosigkeit

Fachkräftemangel. Ein Begriff, der von den Medien herauf- und herunterdekliniert wird – und die dabei bereitwillig den Sprechzetteln der Lobbyorganisationen der Unternehmer folgen. Aber gibt es diesen Mangel wirklich?

In Hagen anscheinend nicht. Hier standen im gesamten gewerblichen Bereich lediglich 5 (in Worten: fünf) zu besetzende Arbeitsplätze auf dem Wunschzettel der Unternehmen. So teilt es jedenfalls die Hagener Filiale der Arbeitsagentur in ihrem Bericht für den Monat Januar mit.

Dem dürftigen Angebot steht eine zunehmende Arbeitslosigkeit entgegen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Januar in Hagen um 437 oder 3,9 Prozent auf 11.619, die Arbeitslosenquote um 0,4 Punkte auf 11,4 Prozent. Dabei verschlechterte sich auch der Vorjahresvergleich erneut.

Vor zwölf Monaten gab es 284 Arbeitslose weniger, die Quote lag bei 11,1 Prozent. Wie passt das mit dem angeblichen Arbeitskräftemangel zusammen?

Der Spiegel hat einen Ökonomen gefragt:

»Wenn einem Unternehmen Fachkräfte fehlen, kann es das eigenständig ändern. Durch höhere Löhne«, sagt Simon Jäger. Er ist Leiter des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn und Associate Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Der Arbeitsmarktökonom studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn und der UC Berkeley. Anschließend promovierte er an der Harvard University. Seine Aussagen dürfen also durchaus als fundiert gewertet werden.

Simon macht folgende Rechnung auf: »Denken Sie an das vergangene Jahr: Da gab es massive Reallohnverluste für die Beschäftigten, bei gleichzeitig höchstem Beschäftigungsstand. Das passt nicht zu der These des Fachkräftemangels. Wir haben ökonomisch eine ungewöhnliche Situation: Arbeitskräfte werden gesucht, aber die Reallöhne sind gefallen.«

Batterieforschung kann bald starten

6. Februar 2023

Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Fraunhofer-Forschungsfertigung Batteriezelle in Münster kann dort nun schrittweise der Forschungsbetrieb beginnen. (…)

Die Forschung dort stellt einen wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zum Industriemaßstab dar. Diese erfolgt dann später in der deutlich größeren sogenannten „FFB Fab“, heißt es aus der Staatskanzlei NRW.

Die FFB Fab wird am Dortmund-Ems-Kanal errichtet. Baustart für die bis zu 20.000 Quadratmeter Produktions- und Forschungsfläche ist in wenigen Monaten. „Damit wird in Münster großindustrielle Forschung und Entwicklung im Gigawatt-Bereich möglich sein.“ (…)

Quelle: Westfalenspiegel

Anmerkung: Am traditionsreichen Batteriestandort Hagen vorbeigegangen. Hier träumen die Verantwortlichen lieber vom „Hagen-Valley“.

Blätterhöhle: Ausgrabungskampagne 2022 bringt spannende Funde hervor

6. Februar 2023

Weitere Förderung aus dem Denkmalförderprogramm ist nach aktuellem Stand sehr unsicher

Eine Feuerstelle, menschliche Überreste und der Kiefer eines Tieres: Die Ausgrabungen an der Blätterhöhle in Hagen-Holthausen brachten im vergangenen Jahr spektakuläre Funde hervor.

Bis in den Dezember dauerten die Ausgrabungs- und Nacharbeiten der Grabungskampagne 2022 an der Blätterhöhle an. Der Grabungsleiter der Stadtarchäologie Hagen, Wolfgang Heuschen, sowie der studentische Volontär der LWL-Archäologie für Westfalen der Außenstelle Olpe, Florian Gumboldt, arbeiteten bis zuletzt im Gelände.

Flutschäden beeinflussen Arbeiten vor der Höhle

Während die Untersuchung und die Dokumentation der neuen Ausgrabungsfläche auf dem Vorplatz der Blätterhöhle bereits abgeschlossen waren, dauerten die Arbeiten in der Höhle noch bis in den November an. Grund dafür war die Beseitigung der durch das Starkregenereignis 2021 hervorgerufenen Flutschäden.

Die Wassermassen hatten zu Schäden an den Grabungsprofilen geführt, die das Forschungsteam durch langwierige Grabungs- und Sicherungsmaßnahmen zunächst beheben musste. Trotz teils spektakulärer Forschungsergebnisse ist eine mögliche Fortführung der Arbeiten an der Fundstelle vor der Höhle derzeit noch ungewiss.

In der letzten Grabungskampagne erweiterten die Forscherinnen und Forscher die Fläche auf dem Vorplatz der Blätterhöhle. Vor allem für die Erforschung der tiefergelegenen, eiszeitlichen Schichten des Fundplatzes ließ die vorherige Grabungsfläche keinen Spielraum mehr. In Zusammenarbeit mit der Fachfirma „Voigt GmbH – Garten- und Landschaftsbau“ aus Ennepetal wurden die archäologisch sterilen Decksedimente zu Beginn der Erweiterung abgetragen, sodass erste Untersuchungen im letzten Jahr wieder starten konnten.

Untersuchungen bringen Feuerstelle zu Tage

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„Europa ist eine Einheit seit der Antike“

6. Februar 2023

Nationale und europäische Grundlagen gemeinschaftlicher Identität
09.02.2023, 17:00 Uhr, Gebäude 8 der FernUniversität, Raum B 121 (1. OG)

Referent: Dr. Wilhelm Lehmann, Visiting Fellow am Robert Schuman Centre for Advanced Studies des Europäischen Hochschulinstituts (EUI)

Wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, der trägt zugleich die europäische Unionsbürgerschaft. Diese doppelte Identität spiegelt sich auch verfassungsrechtlich wider. Denn die EU wie ihre Mitgliedstaaten verfügen jeweils über eigene konstitutionelle Rahmen. Wie aber stehen beispielsweise das deutsche Grundgesetz und der Vertrag über die Europäische Union (EUV) miteinander in Bezug?

„Darüber brauchen wir eine kultivierte Debatte, in der wir nicht unnötig polarisieren“, erklärt Prof. Dr. Peter Schiffauer. Als stellvertretender Direktor des Dimitris-Tsatsos-Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften erkennt er eine historische Tiefe: „Aus geistesgeschichtlicher Sicht ist Europa eine Einheit seit der Antike. Im Mittelalter hat sich das in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und Oberschicht fortgesetzt, die Lateinisch und Griechisch sprach.“

Damit bestand so etwas wie eine europäische Identität sowohl vor der Bildung einzelner Nationen als auch danach. „Ob in Deutschland, Frankreich oder Italien – dort wurde immer über den Tellerrand des Nationalstaates hinausgeschaut.“

Der Vortrag wird auch online als Zoom-Webinar angeboten.

Der Zoom-Link lautet: https://fernuni-hagen.zoom.us/j/69960393325?pwd=TG80dzQwOFVWQVNuclNxM1NVaXBQUT09.

Bitte anschließend die Webinar-ID angeben: 699 6039 3325 und den Kenncode: 99251630 ein, um am Webinar teilnehmen zu können.

Die Grünen an der Abbruchkante – Wo sie regieren, wächst kein Gras mehr

6. Februar 2023

Eine Partei ohne eisernen Willen zu fundamentalen Veränderungen und Mut zu Konfliktbereitschaft

von Karl Josef Knoppik

Das Wort Klimaterrorist hat die Jury sprachkritischer Unwortaktion zu Recht zum Unwort des Jahres 2022 erklärt. Es kriminalisiert den demokratischen Widerstand gegen den Braunkohletagebau und andere naturzerstörerische bzw. klimaschädliche Großprojekte, die längst nicht mehr nur von den C- und F-Parteien, sondern auch den Grünen energisch vorangetrieben werden. (…)

Quelle: zoom – das Sauerland und mehr

Lidl-Schule: Politik hat noch viele Fragen

5. Februar 2023

„Geben Sie Gas und sehen Sie zu, dass wir schnell eine neue Schule bekommen“, rief SPD-Ratsherr Jörg Meier den Vorständen Willi und Simon Michels vom Kölner Thesauros-Planungsbüros im Stadtentwicklungsausschuss zu. Diese hatten gerade den Fachpolitikern ihre ambitionierten Planungen für einen Bildungskomplex auf dem Dach eines Discounters auf dem Bettermann-Gelände präsentiert.

„Dieses Projekt wird gebraucht und ist gewünscht – aus meiner Sicht können Sie an dem Projekt weiterarbeiten“, zeigte der Daumen des Genossen-Sprechers nach oben. Eine Euphorie, die von den übrigen Vertretern des Gremiums nicht uneingeschränkt geteilt wurde. (…)

Quelle: wp.de

„Nathan“ – Letzte Vorstellungen im LUTZ

5. Februar 2023

Tempelherr_NathanDie letzten Vorstellungen von „Nathan“ – eine Theater Graphic Novel nach Gotthold Ephraim Lessing in einer Bearbeitung von Anja Schöne – finden am 8. und 9. Februar 2023 (jeweils um 12.00 und um 19.30 Uhr) statt.

Im Zentrum von Lessings Ideendrama „Nathan der Weise“ steht die berühmte Ringparabel, die den Absolutheitsanspruch einer bestimmten Religion ad absurdum führt und sich stattdessen für gelebte Menschlichkeit ausspricht (Foto: Dirk Burghaus).

Ausgehend von der Handlung im Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge, spürt die Inszenierung von LUTZ-Leiterin Anja Schöne den Bezügen zu den Konflikten unserer Zeit nach, in denen ein religionsübergreifender interkultureller Dialog weiter zu den großen Herausforderungen gehört. Dem Ensemble gelingt es, den historischen Figuren große Lebendigkeit zu verleihen und die Aktualität des klassischen Stoffs jederzeit erfahrbar zu machen.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

FernUni: Ökologie und Politik

5. Februar 2023

Zur Geschichte und Theorie des 20. Jahrhunderts
9. Februar 2023, 16:30 Uhr, FernUni, Raum 2-3/Ellipse (EG), Gebäude 3

Referent: PD Dr. Georg Toepfer (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung)

Ökologische Argumente, die sich auf die Nachhaltigkeit der Nutzung von natürlichen Ressourcen, den Schutz von Biodiversität oder die Eigenart und Schönheit von Landschaften als ästhetischen Erfahrungsräumen beziehen, sind inzwischen aus der Politik nicht mehr fortzudenken. In ihrer allgemeinen Verbindlichkeit und orientierenden Funktion haben sie einen zu den Menschenrechten analogen Status erlangt.

Ökologische Modelle des Zusammenlebens und die für die Ökologie konstitutive Wertschätzung von Diversität wurden im 20. Jahrhundert zu gesellschaftlichen Leitbildern; das Selbstverständnis des Menschen verschob sich dabei von dem zentralen Träger aller Werte zu einem problematischen, sich selbst und das andere Leben gefährdenden Element eines ökologischen Gefüges.

Der Vortrag geht der Frage nach, wie es dazu kam, dass die Wissensformation der Ökologie, die einmal eine Teildisziplin der Biologie war, diese große normative Kraft entfalten konnte, er untersucht, welche ökologischen Wissensbestände dabei relevant wurden, in welchen Etappen sich diese Entwicklung vollzog und ob sich daraus eine besondere (zukunftsweisende) Signatur des 20. Jahrhunderts ableiten lässt.

Der Vortrag findet live auf dem FernUni-Campus statt, kann aber auch online verfolgt werden über: https://video.fernuni-hagen.de/Live/35

Fundsache: Strack-Zimmermann ruft zu den Waffen – Küppersbusch TV

5. Februar 2023

Fällung von Linden – noch keine Entscheidung

4. Februar 2023

Ob die beiden 80 Jahre alten Linden in der Allee an der Fleyer Straße in Hagen gefällt werden dürfen oder nicht, bleibt weiter offen. Bei einem Ortstermin will der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität darüber befinden.

Allerdings machten SPD-Sprecher Werner König und Grünen-Mitglied Frank Reh deutlich, dass ihre Fraktionen sich auf jeden Fall für den Erhalt der beiden Bäume einsetzen wollen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Märkische Bank zufrieden

4. Februar 2023

Bilanzsumme im Jahr 2022 um 6,3 % auf 1,61 Mrd. € gestiegen

Multiple Krisen? Inflation? Abstiegsängste? Mag sein, aber nicht nur im Spielcasino heißt es zurecht: Die Bank gewinnt immer. Auch die Märkische Bank berichtete auf ihrer Bilanzpresskonferenz jedenfalls über ein „zufriedenstellendes“ Geschäftsjahr 2022.

Zu Anfang des Jahres prägte zunächst die noch immer anhaltende Corona-Krise das wirtschaftliche Geschehen, dann ab dem 24. Februar der Ukrainekonflikt mit seinen vielfältigen Folgen. Dennoch konnte die Bank im ersten Halbjahr eine verstärkte Nachfrage nach Finanzierungen verzeichnen. Im weiteren Verlauf des Jahres ließ diese Dynamik infolge der sich überlagernden Kriseneinflüsse allerdings nach.

Mit 230 Mio. € Neugeschäftsvolumen im Kreditgeschäft liegt die Bank insgesamt auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Unter Berücksichtigung der Darlehnstilgungen erzielte die Märkische Bank ein bilanzielles Kundenkreditwachstum von 5,6 %, dies entspricht einer Steigerung um 58 Mio. € auf 1.091 Mio. €. Das Wachstum war gleichermaßen geprägt durch die Nachfrage von Firmenkunden nach Finanzierungen verschiedener Art einerseits und die Nachfrage nach privaten Baufinanzierungen andererseits.

Hinzu kommt ein Volumen von 36 Mio. € an Konsumentenkrediten, die an den Verbundpartner der genossenschaftlichen Finanzgruppe easyCredit vermittelt wurden. Damit war die Märkische Bank in der Vergleichsgruppe Nr. 1 auf Bundesebene.

Bei den Kundeneinlagen verzeichnete die Bank einen Zuwachs von 4,9 % auf 1.301 Mio. €. Dies wertet die Bank als Ausdruck des Vertrauens der Kunden und Mitglieder in die Seriosität und Sicherheit der Märkischen Bank. Bei den täglich fälligen Sichteinlagen – nach wie vor die bevorzugte Einlagenform – setzt sich der Wachstumstrend der vergangenen Jahre weiter fort und erreichte mit einem Anstieg von 8,1 % auf 776,2 Mio. € ein Rekordniveau.

Vor dem Hintergrund der positiv veränderten Zinssituation gab es im Jahr 2022 aber auch im Bereich der Termingelder mit + 9,5 % auf 108,5 Mio. € deutliche Zuwächse.

Die Bank konnte im Jahr 2022 die Bilanzsumme um 6,3 % auf 1,61 Mrd. € steigern.

Kontakt zu Partnern in Smolensk eingefroren

4. Februar 2023

Es herrscht absolute Eiszeit zwischen Hagen und Smolensk. Während seit Ausbruch des Ukraine-Feldzugs die Gesprächsdrähte zwischen Deutschland und Russland nahezu gekappt sind und in den Moskauer Medien bereits der Einmarsch in Berlin diskutiert wird, gibt es zwischen Volme und Dnjepr inzwischen gar keine Verbindung mehr, skizziert Peter Mook, Städtepartnerschaftsbeauftragter im Hagener Rathaus, die aktuelle Situation. (…)

Die Partnerschaft zu Smolensk, die bereits seit 1985 besteht und zu den ersten kommunalen Verbindungen dieser Art zu einer Stadt in der ehemaligen Sowjetunion zählte, gehörte bis zuletzt zu den vitalsten Verbindungen im Reigen der sechs Hagener Kommunal-Allianzen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Von der Volme an die Schwelme

3. Februar 2023

Sebastian Arlt: Erster Arbeitstag als Kreisdirektor

Am 1. Februar hat der frühere Hagener Umweltdezernent Sebastian Arlt im Schwelmer Kreishaus sein Büro mit der Nummer 173 bezogen. Als Kreisdirektor des Ennepe-Ruhr-Kreises ist er nun nach Landrat Olaf Schade der zweite Mann der Kreisverwaltung.

„Ab jetzt ist es an mir, dass mir entgegengebrachte Vertrauen mit guter, solider und engagierter Arbeit für den Kreis, seine Städte und insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger zurückzuzahlen. Dabei werden die ersten Tage ohne Frage davon gekennzeichnet sein, die Kreisverwaltung, ihre Beschäftigten und auch die Menschen hinter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kennenzulernen“, so der 49-jährige gelernte Jurist und Betriebswirt.

Natürlich möchte und muss er als Kreisdirektor als allgemeiner Vertreter des Landrates möglichst schnell einen Gesamtüberblick gewinnen, besonders gefordert sein wird Arlt aber in den Bereichen Personal- und Organisation, Kommunalaufsicht, Recht und Wahlen sowie Datenverarbeitung – diese Sachgebiete fallen in den Fachbereich, für den er verantwortlich ist.

„Bei Wahlen lautet die Herausforderung für Bewerber ja immer, die Entscheidungsträger zu überzeugen. Im Fokus stehen dabei unter anderem Werdegang und Fachkenntnisse, Persönlichkeit und menschliche Qualitäten, realisierte Projekte und Visionen. Obwohl Sebastian Arlt im Kreis vor seiner Bewerbung weitestgehend unbekannt gewesen ist, konnte er bestens punkten. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit“, erinnerte Landrat Olaf Schade bei der Begrüßung an das überzeugende Wahlergebnis im Kreistag.

Vor seinem Wechsel nach Schwelm stand Arlt als Umwelt- und Ordnungsdezernent in Hagen in der Verantwortung, bewarb sich allerdings bereits nach einem Jahr auf seine neue Position, obwohl er in Hagen für acht Jahre gewählt worden war.

Bald ist es soweit: Bühnenball 2023

3. Februar 2023

Fr., 17. Feb. 2023 und Sa., 18. Feb. 2023, jeweils ab 19:30 Uhr, Theater Hagen

Wer schon lange mal wieder das Tanzbein schwingen wollte und sich zuvor von einer mitreißenden Show mit bekannten Melodien aus Westernfilmen, Arien und Songs aus Klassik und Pop aufs Beste unterhalten und einstimmen lassen möchte, der sollte sich jetzt (noch) Tickets für den Hagener Bühnenball (mit oder ohne Show) unter dem Titel „Goldrausch!“ (der „Wilde Westen“ lässt grüßen) sichern, so lange es noch welche gibt.

Die kostümierten Besucherinnen und Besucher erwartet ein turbulenter Abend (Nacht) in den verschiedenen, dekorierten Räumlichkeiten des Theaters Hagen. Im Anschluss an die Revue auf der Großen Bühne regen dort Live-Bands (Schlager Deluxe Band und Groove Delighters) sowie im Lutz die DJs CITY & YODA zum Tanzen bis in die frühen Morgenstunden an – Party pur!. Und für das leibliche Wohl ist natürlich auch mit einem vielseitigen Angebot gesorgt.

Einlass:
Ab 18.45 Uhr für die Show auf der Großen Bühne (Beginn: 19.30 Uhr). Eingang: Hauptportal
Ab 19.30 Uhr für den Bühnenball. Eingang: Lutz

Kartenpreise:
Freitag, 17. Februar 2023: Show auf der Großen Bühne plus Ball-Veranstaltung: ab 52,50 Euro; Ballkarte (ohne Show): 38,00 Euro. Samstag, 18. Februar 2023: Show auf der Großen Bühne plus Ball-Veranstaltung: ab 55,50 Euro; Ballkarte (ohne Show): 38,00 Euro

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- bzw. Konzertbeginn), per Telefon unter 02331 / 207-3218, per E-Mail unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online über die Webseite www.theaterhagen.de

Neue Kita wird fast 80 Prozent teurer

2. Februar 2023

Die Kosten für die geplante Kita in der ehemaligen Polizeiwache in der Prentzelstraße explodieren. Das Projekt wird, schätzt die Verwaltung, rund 78 Prozent teurer als ursprünglich geplant. „In Addition der Bausummen der bisher schon beschlossenen Maßnahmen ist von einem Kostenvolumen von 5,78 Millionen Euro auszugehen“, heißt es dazu in einer Vorlage der Stadtverwaltung. Geplant hatten die Verantwortlichen im Rathaus ursprünglich mal mit rund 3,2 Millionen Euro. Allerdings sind im Laufe der Zeit die Planungen erweitert worden. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hinweis:

Die im Artikel genannten Maßnahmen können detailliert (und kostenfrei) im Bürgerinformationssystem auf der Website der Stadt Hagen nachgelesen werden: Vorlagen-Nr. 1129/2022.

Der Weg dorthin: hagen.de → Politik & Verwaltung → Stadtpolitik → Bürgerinformationssystem → Vorlagen (Übersicht). Dort die Vorlagen-Nr. eingeben. Über die Suche auf der Startseite wird man nicht fündig – aber das ist ja wohl auch gewollt.

Philharmonisches Orchester: 6. Kammerkonzert

2. Februar 2023

Mitglieder der OrchesterakademieDas sechste Kammerkonzert am 5. Februar 2023 (11.30 Uhr, Auditorium im Kunstquartier) wird von Mitgliedern der Orchesterakademie des Philharmonischen Orchesters Hagen gestaltet (Foto: Stefan Keim).

Jiyun Kim und Sophia Oertel (Violine), Rubén Pino Benavides (Viola) und Giacomo Bacchio (Schlagzeug) haben ein facettenreiches Programm für unterschiedliche Besetzungen zusammengestellt, das Werke von Bjarne Brustad (Capricci für Violine und Viola), Henryk Wieniawski (Fantaisie brillante über Motive aus Gounods Oper Faust), Johann Sebastian Bach (Satz aus der Suite für Violoncello solo Nr. 1 G-Dur BWV 1007), Rebecca Clarke (Satz aus der Sonate für Viola und Klavier), Wolfgang Schlüter (Ballad for vibes), Clara Schumann (Romanze für Violine und Klavier op. 22 Nr. 1) und Antonín Dvořák (Sätze aus dem Terzett C-Dur für zwei Violinen und Viola op.74) enthält.

Die jungen Musikerinnen und Musiker freuen sich darauf, ihr Publikum aufs Beste zu unterhalten.

Eintritt 12 / 6 Euro. Für dieses Konzert können auch Karten über das 3 x 9-Euro-Ticket erworben werden werden.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungs- und Konzertbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Basta-Theater: Die Rio-Reiser-Story

2. Februar 2023

Samstag, 4. Februar 2023, 20:00 Uhr, hasperhammer

Die Hommage des Basta-Theaters an den bedeutendsten deutschen Songwriter gewährt durch unterschiedliche Blickwinkel Einsicht in den zeitgeschichtlichen und persönlichen Kontext von Rios Songs – ohne die unterhaltendenden Aspekte seines Schaffens zu unterschlagen. Ein Muss für alle Rio-Fans, die noch einmal eintauchen wollen in die Zeit der Revolte…

Eintritt: 22,50 € / 19,50 € erm.

Kartenvorbestellungen für diese und andere Veranstaltungen auf www.hasperhammer.de, unter 02331 46 36 81, bei den Vorverkaufsstellen oder mittwochs von 10-19 Uhr im hammer.Büro, Hammerstraße 10 in 58135 Hagen-Haspe.

Hagen will zahlreiche Schulen um- oder ausbauen

1. Februar 2023

Um dem wachsenden Bedarf an Schulplätzen gerecht zu werden, plant die Stadt Hagen in den kommenden Jahren ein umfangreiches Ausbauprogramm. Insgesamt sollen 500 Grundschulplätze sowie 767 Plätze in der Sekundarstufe I und 453 Plätze in der Sekundarstufe II geschaffen werden.

Grund ist die stetig steigende Zahl an Schülern in Hagen. So gibt es derzeit 7448 Grundschüler in Hagen, vor vier Jahren waren es lediglich 6735. Zwar ist die Schülerzahl an den weiterführenden Schulen in der Stadt im gleichen Zeitraum stagniert oder gar zurückgegangen – bei den Gymnasiasten etwa von 4406 im Jahr 2018 auf derzeit 4069 –, doch wird die explodierende Zahl der Grundschüler in den kommenden Jahren auf den Sekundarbereich durchschlagen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Hinweis:

Die im Artikel genannten Maßnahmen können detailliert (und kostenfrei) im Bürgerinformationssystem auf der Website der Stadt Hagen nachgelesen werden: Vorlagen-Nr. 1087/2022.

Premiere im Theater Hagen: Der Freischütz

1. Februar 2023

FreischützIn der Szene vorne (vlnr): Alexander Geller (Max), Insu Hwang (Kaspar), Oliver Weidinger (Kuno) sowie Chor und Extrachor des Theaters Hagen (Foto: Jörg Landsberg).

Als nächste Musiktheater-Premiere im Theater Hagen steht die Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber am 4. Februar 2023 (19.30 Uhr, Großes Haus) auf dem Programm.

Die Umsetzung dieses beliebten Werkes der Opernliteratur haben Francis Hüsers (Regie), Matthis Neidhardt (Bühne, Kostüme), Rodrigo Tomillo (Musikalische Leitung), Francesco Vecchione (Choreographie), Hans-Joachim Köster (Licht) und Rebecca Graitl, Otto Hagedorn (Dramaturgie) erarbeitet.

Max will Nachfolger des Försters Kuno werden und muss dafür einen Probeschuss bestehen. Falls er das Ziel verfehlt, ist ihm auch die Hochzeit mit Kunos Tochter Agathe verwehrt. Damit er ganz sicher nicht versagt, nimmt Max die Hilfe des zwielichtigen Kaspar an, der ihn mit der Aussicht auf „Freikugeln“ lockt.

Als sich die beiden um Mitternacht in der Wolfsschlucht zum Kugelgießen treffen, taucht Max in eine düstere Welt ein, in der die Regeln einer teuflischen Kraft herrschen: Von den sieben Freikugeln treffen nur sechs das gewünschte Ziel, die siebte dagegen wird vom Bösen selbst gelenkt …

Die Vorlage für Webers „Freischütz“ war eine Gruselgeschichte, in der eine scheinbar idyllische Welt mit einer schauerromantischen Sphäre konfrontiert wird. Im Kampf des Guten gegen das Böse können dämonische Mächte durch Gottvertrauen besiegt werden.

Die volkstümlich-fröhlichen Jäger-, Spott- und Brautjungfern-Chöre der Oper haben mit dazu beigetragen, dass „Der Freischütz“ schon bald nach der Uraufführung 1821 als deutsche Nationaloper schlechthin galt. Doch darüber hinaus lotet Webers Musik die seelischen Erschütterungen der Figuren meisterhaft aus.

In seiner Inszenierung für das Theater Hagen hinterfragt Francis Hüsers, gemeinsam mit dem bereits von „Hamlet“ bekannten Ausstatter Mathis Neidhardt, den kindlich-gutgläubigen Blick auf die Welt, wie er in Webers „Freischütz“ eingenommen wird. Dabei greifen sie auf die Bildwelt von Kinderbüchern zurück.

Reservierungen und Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10.00 bis 19.00 Uhr, samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn), per Telefon (02331 / 207-3218), per E-Mail (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder online über die Webseite (www.theaterhagen.de).

Nagelritz – Modernes Seemannsgarn

1. Februar 2023

Freitag, 3. Februar 2023, 20.00 Uhr, hasperhammer

NagelritzMit frivoler Doppeldeutigkeit, frechem Augenzwinkern und maltesererprobter Seemannskehle bewegt sich Dirk Langer, alias Nagelritz, zwischen Comedy, Kabarett und Chanson (Foto: hasperhammer). Dass hier kein Mann kommt, der „La Paloma“ spielt, liegt auf der Hand. Nagelritz steht für modernes Seemannsgarn, skurrile Geschichten und sehnsüchtige Seemannsmusik – weitab der bekannten Shantys.

Seine Liedtexte leiht er sich bei Joachim Ringelnatz, einem von vielen geschätzten Ausnahmepoeten, und bettet diese auf Akkordeon, Gitarre oder Klavier. Dann sind da noch Hinnerk und Raoul, Nagelritz Kumpels, mit denen sich selbst Alltäglichkeiten zu haarsträubenden Geschichten entwickeln, denn jeder Landgang muss Spuren hinterlassen… ein Abend mit Musik, Komik und Gefühlen rund um die Seefahrt.

Eintritt: 22,50 € / 19,50 € erm.

Kartenvorbestellungen für diese und andere Veranstaltungen auf www.hasperhammer.de, unter 02331 46 36 81, bei den Vorverkaufsstellen oder mittwochs von 10-19 Uhr im hammer.Büro, Hammerstraße 10 in 58135 Hagen-Haspe.

Rassismus: Städtischer Mitarbeiter angeklagt

1. Februar 2023

Die Hagener Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 60-Jährigen Mitarbeiter des Ordnungsamtes erhoben. Er soll einen Autohändler rassistisch beleidigt haben. (…)

Quelle: WDR

Siehe dazu auch:

Hagen: Städtischer Mitarbeiter angeklagt

Vor über einem Jahr gab es einen handfesten Nazi-Skandal im Hagener Ordnungsamt. Da war ein Dokument mit Hakenkreuz und Hitler-Unterschrift aufgetaucht. Die Staatsanwaltschaft hat ermittelt. Und es wird zumindest gegen einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes einen Prozess geben. Aber nicht wegen der rechtsextremen Symbole.

Quelle: WDR – Video, verfügbar bis 31.01.2024

Gegen Armut: 2,4 Mio. Euro für Hagen

31. Januar 2023

Auf der Konferenz gegen Armut hat die Landesregierung im Dezember 2022 den „Stärkungspakt NRW – gemeinsam gegen Armut“ angekündigt. Für die Kommunen stehen hieraus rund 150 Millionen Euro zur Unterstützung von Menschen in sozialen Notlagen und der dafür bestehenden sozialen Infrastruktur zur Verfügung.

Hagen kann mit 2,4 Millionen Euro rechnen – sofern die Kommune auf Rechtsmittel verzichtet. Dann werden die Bescheide rechtskräftig und die Auszahlung der Unterstützungsleistung kann erfolgen.

Die Kommunen können die Unterstützungsleistung in eigener Zuständigkeit verwenden und Ausgaben von sozialen Einrichtungen in ihrem Zuständigkeitsbereich finanzieren. Gefördert werden können unter anderem Sachkosten zur Aufrechterhaltung des Betriebs (zum Beispiel Miet- und Mietnebenkosten), Sachkosten zur Durchführung von Maßnahmen, kommunale Verfügungsfonds für individuelle Härtefälle (zum Beispiel bei Energiesperren oder Wohnungsverlusten), Honorarkosten für Fachkräfte sowie Ehrenamtler oder für Informationsmaterialien.

Die finanzielle Höhe, die das Land der jeweiligen Kommune zur Verfügung stellen kann, ist abhängig von der absoluten Anzahl an Mindestsicherungsbeziehenden je Kommune. Grundlage sind die von IT.NRW veröffentlichten Zahlen zur Mindestsicherungsquote sowie der Bevölkerungsstatistik zum Stand 31. Dezember 2021.

Wie kommen Dutzende Wohnungen in Gewerbegebiet?

31. Januar 2023

In Boele soll ein ganzes Areal weiter als Gewerbegebiet festgesetzt werden. Doch Wohnbebauung hat sich hier längst etabliert. (…)

Doch für Immobilienbesitzer Willy Homann-Geismann und Architekt Erwin Sommer stellt sich die Frage: Wie konnten in einem Gewerbegebiet 24 Wohnhäuser mit 81 Wohneinheiten entstehen? Sie fordern die Umwandlung in ein Mischgebiet. (…)

„In Teilen bestand die Wohnbebauung schon vor Aufstellung des Bebauungsplanes in den 1960er Jahren und genießt dadurch Bestandsschutz“, erklärt Stadt-Pressesprecher Michael Kaub. Dazu kämen beantragte Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen sowie für Betriebsinhaber und Betriebsleiter, die in Gewerbegebieten zugelassen werden konnten. „Darüber hinaus ist seitens der Stadt Hagen dort keine weitere Wohnbebauung genehmigt worden“, so Kaub. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Zum Umgang mit planungsrechtlichen Festsetzungen siehe auch hier:

Im Schneckengang
Stadt braucht mehr als zwei Jahrzehnte für neuen Flächennutzungsplan

Plattformkapitalismus

31. Januar 2023

„Literaturzeit“ in der Stadtbücherei auf der Springe

Um das Buch „Die Macht der Plattformen“ von Michael Seemann, die Risiken und Chancen sogenannter „sozialer“ Medien sowie den „Plattformkapitalismus“ geht es in der nächsten „Literaturzeit“ des Hagener FORUM NACHHALTIGKEIT für politisch Interessierte am Montag, 6. Februar, von 17 bis 19 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe.

In einer detaillierten Analyse beschreibt Michael Seemann im Einzelnen, wie es Plattformen wie zum Beispiel Google, Twitter, Facebook und Whatsapp gelingt, komplexe Machtstrukturen jenseits von Marktmacht zu entwickeln. Plattformen bestimmen tiefgreifend das Alltagsleben und entziehen sich dabei politischer Kontrolle. Ein Beispiel: Zu Donald Trump mag jede und jeder stehen, wie sie oder er möchte. Doch ist es nicht beunruhigend, dass Twitter einem amerikanischen Präsidenten das Rederecht entziehen wie auch erteilen kann? Seemann zeigt für dieses Dilemma erste Lösungsansätze auf Grundlage seiner Analyse auf.

Das Hagener FORUM NACHHALTIGKEIT pflegt einen regelmäßigen Austausch über aktuelle gesellschaftspolitische Buchveröffentlichungen. Alle politisch Interessierten sind dazu eingeladen, gemeinsam in der „Literaturzeit“ über die vorgestellte Lektüre zu diskutieren. Sie müssen diese vorher nicht gelesen haben.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wie sich die Headlines gleichen

31. Januar 2023

Kriegsbegeisterung reicht bis in die Provinz

Nicht nur überregionale Medien rufen nach immer mehr Waffen, auch in den provinziellen Niederungen der Presselandschaft greift der Bellizismus immer mehr um sich. So funktionierte es auch schon im Ersten Weltkrieg.

Die Beispiele aus den Hagener Blättern Westdeutsche Volkszeitung (1914/15) und Westfalenpost (2023) bedürfen  – inklusive der Toni-Sailer-haften Skilehrer-Präsentation eines Söldners – keiner Kommentierung (Screenshots: DW):

Westdeutsche Volkszeitung. Hagen 269 (19.11.1914)

WP 27.01.2023

Westdeutsche Volkszeitung. Hagen 18 (23.1.1915)

WP 28.01.2023

Zur Rolle der Medien siehe auch den Beitrag von Christoph Habermann, von 1999 bis 2004 stellvertretender Chef des Bundespräsidialamts bei Bundespräsident Johannes Rau:

Die Berichterstattung in Deutschland über den Krieg in der Ukraine gerät in eine immer stärkere Schieflage. Man bekommt den Eindruck, dass eine wachsende Zahl von Journalisten und Journalistinnen sich nicht mehr als Berichterstatterinnen und Kommentatoren verstehen sondern als Influencer.

Es geht nicht mehr um das pro und contra zu jedem einzelnen Vorschlag zur Unterstützung der Ukraine und zur Frage, wie das Sterben so schnell wie möglich beendet werden kann. Es geht um Bekenntnisse. Die möglichst laute Forderung nach Panzern – und absehbar auch nach den von der Ukraine geforderten Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen bis hin zu einer Flugverbotszone -, ersetzt die nüchterne Auseinandersetzung mit der Frage, was verantwortungsvolles Handeln ein Jahr nach dem russischen Überfall auf die Ukraine bedeutet. Panzer-Politik und Panzer-Journalismus beherrschen die Schlagzeilen der Zeitungen, die Fernseh-Nachrichten und die talk-shows.

Wer nach dem Sinn von Panzer-Lieferungen fragt, wer nach den Zielen fragt, die damit erreicht werden sollen, wer auf Risiken und Gefahren hinweist, die mit der Lieferung von Panzern verbunden sind, der wird in die Ecke gestellt und muss sich vom hohen moralischen Ross herab belehren lassen. Das geht nicht selten bis hin zu persönlichen Angriffen, die beleidigend, ja verleumderisch sind.

Ein besonders übles Beispiel dafür ist, wie der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk, heute Vize-Aussenminister der Ukraine, am vergangenen Wochenende Rolf Mützenich, den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bundestag angegriffen hat.

Begründungspflichtig ist nicht mehr die Lieferung von immer mehr Waffen. Wer verantwortlich abwägt, dem werden mangelnde Solidarität mit der Ukraine vorgeworfen.

Quelle: Blog der Republik

Wieder Bunkertour durch Hagen

30. Januar 2023

Wieder einmal laden die Volkshochschule Hagen (VHS) und das Bunkermuseum alle interessierten Hagenerinnen und Hagener am Samstag, 4. Februar, von 11.30 bis 14.30 Uhr zu einer Bunkertour durch Hagen ein. Treffpunkt ist vor dem Bunkermuseum, Bergstraße 98, in dem die Führung beginnt.

Es ist sicher nicht die schlechteste Idee, dem Publikum einmal die Konsequenzen ausschließlich militärischen Denkens vor Augen zu führen. Vor allem in einer Zeit, in der eine Staatsführung mittels eines völkerrechtswidrigen Angriffskriegs versucht, vergangene imperiale Größe wiederzuerlangen und im Gegenzug sich die Haubitzen Marie-Agnes und Annalena in Stellung bringen sowie die Kampfpanzer Friedrich und Anton ihren Einsatz herbeisehnen.

Bei der Bunkertour erhalten die Teilnehmer Einblicke in erhaltene Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg sowie aus der Zeit des Kalten Krieges. In dem originalgetreu rekonstruierten Kellergeschoss des Bunkermuseums lässt sich die Atmosphäre der Bombennächte im Krieg gut nachempfinden.

Nicht alle der ehemaligen Bunker sind heute noch als solche zu erkennen – der 1945 von einer Bombe getroffene Bunker an der Körnerstraße, welchen die Teilnehmenden im Anschluss besuchen, ist heute ein Kulturzentrum. Der Rückweg führt am früheren Atomschutzbunker unter dem ehemaligen ARAL-Parkhaus in der Bahnhofstraße vorbei zurück zum Bunker in der Bergstraße.

Dort erfahren die Teilnehmenden anschaulich, wie der Bunker in der Nachkriegszeit unter anderem als Hotel, Jazz-Keller und Friseursalon genutzt wurde. Die vielen kleinen Bunkerräume sind mit etlichen historischen Exponaten zeitgenössisch ausgestattet. Auch die alte originale Einrichtung des Atombunkers kann an der Bahnhofstraße besichtigt werden.

In dem Entgelt von 19 Euro ist der Eintritt für den Bunker an der Bergstraße bereits enthalten. Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1143 erhalten Interessierte unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de.

Polizei sieht in Silvester-Ereignissen keine Dramatik

30. Januar 2023

Obwohl Polizei und Ordnungsbehörden vier Wochen nach den erschreckenden Silvester-Bildern aus Altenhagen die dortigen Ereignisse als „bei weitem nicht so dramatisch wie dargestellt“, so Polizeisprecher Tino Schäfer, einordnen, regt die Politik in Hagen an, die Sozialarbeit in den Brennpunktquartieren weiter zu intensivieren. (…)

Polizei-Sprecher Schäfer wiederholte, wie auch schon nach den Halloween-Ereignissen in der Badstraße, dass es ureigenste Aufgabe der Polizei sei, bei der Nachbetrachtung der Silvesternacht zu objektivieren, nicht zu verharmlosen. Auch er habe sich beim Blick auf die ersten Videos zunächst „erschrocken“.

Doch nach ausführlicher Sichtung der Bilder aus den Bodycams der Beamten habe sich das Bild relativiert: „Damit wollen wir das Thema nicht kleinreden, auch wir bekommen die Emotionen mit. Wir müssen aber nicht nur auf das gucken, was auf der Straße passiert: Wütender Mob ist vor allem in den sozialen Netzwerken unterwegs“, verwies Schäfer auf die dort „kaum zu ertragende unsachliche Kritik“.

Hier würde die Wahrheit komplett verschoben, warnte er vor einer gefährlichen Entwicklung, die das Vertrauen in die Polizei zerstöre.

Thomas Lichtenberg, Chef des Stadtordnungsdienstes bestätigte die Perspektive der Polizei: „Diese Silvesternacht war nicht außergewöhnlich“, vermutete er auch einige Krawall-Touristen in Altenhagen. Zugleich betonte er, dass die Feuerwehr in der Nacht keinen einzigen Übergriff gemeldet habe und auch die Busse unbehelligt geblieben seien. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Siehe dazu auch:

„Schulterzuckender Duldungsliberalismus“
Silvester-Randale: Hagener CDU sieht Verantwortung in Berlin

Rocker gut – Migranten böse
Wie die WPWR als selbsternannte „Stimme der Heimat“ Stimmung macht

Schisanowskis Banane

29. Januar 2023

Hagener SPD-Vorsitzender entpuppt sich als Hochstapler

Zonen-GabyDie Zeitschrift Titanic zeigte im November 1989 auf ihrer Titelseite „Zonen-Gaby“ mit einer geschälten Schlangengurke und dem Satz: „Meine erste Banane“ (Foto: Titanic). Das war Satire.

Der Hagener SPD-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Timo Schisanowski lugt Ende Januar 2023 hinter einer Zeitung hervor und verkündet: „Mein erster Fachbeitrag in der Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Das ist keine Satire, sondern Unsinn.

Der Beitrag, der aus Schisanowskis Feder stammen soll und auf den er verlinkt, ist bereits vor einem Monat in der FAZ veröffentlicht worden. Autorin ist, wie dort jeder nachlesen kann, nicht Schisanowski sondern Julia Löhr, Wirtschaftskorrespondentin im FAZ-Hauptstadtbüro in Berlin.

Schisanowski wird in dem längeren Artikel (als PDF 4 Seiten, leider hinter der Bezahlschranke) mit nur einem einzigen Satz zitiert: „Die Energie- und Wärmekosten gehören zwischen Mieter und Vermieter fair und gerecht aufgeteilt.“ Wenn dieser grandiose Hagener SPD-Chef das als seinen „Fachbeitrag“ ausgibt, handelt es sich nicht nur um Unsinn, sondern um eine maßlose und dreiste Hochstapelei.

Seit 60 Jahren wirbt die FAZ mit dem Satz: „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“. Das Beispiel Schisanowski beweist: erkennbar nicht immer. Auch Schwätzer und Hochstapler verstecken sich ab und zu hinter dem Leitmedium der deutschen Konservativen.


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