Autor-Archiv

Mitgliederversammlung mit Wahlauswertung

22. Mai 2019

Am Tag nach der Europawahl laden die Grünen Hagen zu einer Mitgliederversammlung zur Wahlauswertung ein. Dazu treffen sich Mitglieder und Interessierte am 27.5. um 18 Uhr in der Goldbergstraße 17.

Neben der Wahlauswertung steht auch die Vorbereitung des Grünen-Landesparteitages Mitte Juni in Neuss auf der Tagesordnung. Die vorliegenden Anträge und Konzepte zum Landesparteitag werden vorgestellt.

Mit unbezahltem Urlaub zieht Hagenerin in den Wahlkampf

21. Mai 2019

Renate Mäule aus Hagen-Hohenlimburg ist Kandidatin für das Europaparlament. Wie verläuft der Wahlkampf einer Kleinstpartei wie der ÖDP? (…)

Quelle: wp.de

Vergessene Opfer

20. Mai 2019

Neues Buch über NS-Euthanasie in Hagen

Mehr als 300 Kranke und Menschen mit Behinderung aus Hagen wurden in der NS-Zeit ermordet, viele davon Kinder. Ein Verbrechen, das bis heute kaum bekannt ist.

Am 23.5.2019 um 18:30 Uhr wird das Buch „Vergessene Opfer. NS-Euthanasie in Hagen“ in der Johanniskirche am Markt in Hagen vorgestellt. Schüler des Rahel-Varnhagen-Kolleg werden bewegende Texte vorlesen ( z.B. Zeitzeugenberichte und Briefe von Opfern) und Opferbiographien vorstellen. Die Veranstaltung wird ca. eine Stunde dauern. Eintritt ist frei.

Der Herausgeber der Veröffentlichung ist der Hagener Geschichtsverein, „Bildungspartner NRW“ des Rahel-Varnhagen-Kollegs. Der Autor ist Pablo Arias. Der Lehrer des Kollegs suchte nach Antworten auf die Fragen, wie die Opfer ausgewählt wurden, wo und wie sie starben, und ob es Widerstand gab.

Die Entstehung des Buches hängt mit einem Schulprojekt zusammen. 2018 rekonstruierten Studierende des Projektkurses Geschichte die Biographien mehrerer Hagener Opfer, darunter des Euthanasie-Opfers Ernst Putzki, der einen Stolperstein in Wehringhausen bekam. Bei der Recherche im Hagener Stadtarchiv stieß der Autor auf umfangreiche Akten über weitere Opfer. Es folgten Besuche und Anfragen in Archiven in Deutschland, Österreich und Polen.

Friday for future: Kommen wieder 2000?

20. Mai 2019

Am Freitag geht die Klimaschutz-Bewegung in Hagen wieder auf die Straße. Erik O. Schulz soll in Hagen den Klimanotstand ausrufen. (…)

Quelle: wp.de

Fachbereichsleiter in Hagen soll Stadtrat übergangen haben

20. Mai 2019

Verärgerte Kulturpolitiker in Hagen werfen Fachbereichsleiter Belgin vor, beim Museum in Werdringen einen Ratsbeschluss missachtet zu haben. (…)

Quelle: wp.de

Zu Fuß unterwegs in der Wohnumgebung

19. Mai 2019

Studentin befragt die Bewohner in Hagen-Emst und Hagen-Wehringhausen

Eine Hagener Studentin an der Hochschule für Gesundheit in Bochum im Studiengang „Gesundheit und Sozialraum“ schreibt Ihre Bachelorarbeit zum Thema „Zu Fuß gehen in Ihrer Wohnumgebung“. Und da diese Frage am besten die Bewohner selbst beantworten können, werden beispielhaft die der beiden Hagener Stadtteile Hagen-Emst und Hagen-Wehringhausen befragt.

Dabei geht es darum: „Wie gut können Sie zu Fuß in Ihrer Wohnumgebung gehen? Und welche Ziele in Ihrer Wohnumgebung erreichen Sie gut und gerne zu Fuß und welche nicht? Und welche Gründe gibt es dafür? Gibt es ausreichend Bürgersteige? Sind diese breit genug? Werden diese gut in Stand gehalten?“

Die Idee dahinter ist, dass die Umwelt um das Zuhause dazu beiträgt, dass man mehr oder weniger zu Fuß geht. Das Gehen im Alltag und in der Freizeit (z.B. ein Spaziergang) wiederum trägt als eine Art der Bewegung zur Gesundheit bei.

Es wird eine digitale Befragung mit einem Fragebogen durchgeführt. Die Befragung ist ANONYM. Der Fragebogen kann mit dem Smart-Phone, dem Tablet oder dem PC ausgefüllt werden. Die Befragung beginnt am 20.5.2019 und dauert 4 Wochen.

Der Fragebogen ist unter folgendem Link, der gerne geteilt werden darf, abrufbar:

https://ee.kobotoolbox.org/::uZYJmQsh

OB-Wahl 2020: Auch Bücker kandidiert

18. Mai 2019

Kritik an der Berichterstattung der WPWR

„Ich fühle mich gesundheitlich fit und werfe auch 2020 meinen Hut in den Ring.“ So der Hagen Aktiv-Vorsitzende Dr. Josef Bücker zur Frage, ob die Wählervereinigung im kommenden Jahr mit einem eigenen Kandidaten zur Wahl des Oberbürgermeisters antritt. Die Jahreshauptversammlung von Hagen Aktiv segnete Bückers Kandidatur bereits im Februar einstimmig ab.

„Seltsam“ findet die Wählergruppe in diesem Zusammenhang die Berichterstattung der WPWR. Das Hagener Einheitsblatt hatte am Mittwoch behauptet, Hagen Aktiv hätte eine Anfrage der Redaktion zu einer möglichen OB-Kandidatur nicht beantwortet.

Nach Angaben der Wählervereinigung eine Falschmeldung: „Richtig ist, dass die Zeitung gar nicht nachgefragt hat. Klar, dass dann keine Antwort folgte. Richtig ist auch, dass Hagen Aktiv den entsprechenden Sachverhalt schon Ende Februar klar gestellt hatte.“

Aber seltsam ist nicht nur so mancher Bericht in der WPWR. Seltsam ist auch so manches Gebaren von Hagen Aktiv. So sei es „unklar (…), ob neben Dr. Bücker ein weiterer Kandidat / eine weitere Kandidatin aus den Reihen von Hagen Aktiv seinen / ihren Hut in den Ring werfen wird“, wie die Gruppe im Internet verbreitet.

Bereits einstimmig erfolgte Beschlüsse scheinen in Aktiven-Kreisen nicht bindend und konkurrierende Kandidaturen daher möglich zu sein. So etwas führt bei anderen Gruppierungen in der Regel zum unmittelbaren Parteiausschluss; bei Hagen Aktiv gehört die Schwächung des eigenen Kandidaten dagegen offenbar zum Geschäft. Alles sehr merkwürdig.

Initiativkreis Wehringhausen kämpft für die Block-Strukturen

18. Mai 2019

Vordergründig scheinen die Würfel für das Block-1-Projekt der Gemeinnützigen Wohnstättengenossenschaft (GWG) in Wehringhausen längst gefallen zu sein. (…)

Dennoch wird im Hintergrund der Initiativkreis Wehringhausen um die ehemalige Kauffrau Gabriele Haasler und Ex-Stadtbaurat Johann Dieckmann nicht müde, eine ergebnissoffene Diskussion über die künftige Gestaltung des Areals einzufordern, um im Geiste des Integrierten Handlungskonzeptes (Soziale Stadt Wehringhausen) mit der Bürgerschaft in einen breiten Abwägungsprozess zu möglichen Alternativplanungen einzusteigen. (…)

Quelle: wp.de

Was ist das Ziel der Einigung Europas?

18. Mai 2019

Für Prof. Andreas Haratsch von der FernUniversität ist das Ziel der Integration Europas nirgends festgelegt. Unbestritten ist aber ihr Erfolg als Friedensprojekt.

„Es gibt mit der fortschreitenden Entwicklung der EU immer neue Ziele. Es ist aber nirgends definiert, was das Endziel der Europäischen Integration sein soll.“ Klar ist nach den Worten von Prof. Dr. Andreas Haratsch (Foto: FernUni), Lehrstuhlinhaber für Deutsches und Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie Völkerrecht an der FernUniversität in Hagen nur, mit welcher Absicht die Europäische Integration begann: „Dem Grunde nach war und ist sie ein Friedensprojekt, und zwar ein erfolgreiches. Dafür hat die EU ja auch den Friedensnobelpreis für das Jahr 2012 erhalten.“

„Auch wenn die Union immer enger wird“, ist für Andreas Haratsch das eigentliche Ziel der Integration „bis heute sehr undifferenziert“: „Sollen sich die Mitgliedsländer in einem Bundesstaat vereinigen? Oder einen Staatenbund bilden? Soll und kann die EU überhaupt ein Bundesstaat werden? Das weiß niemand.“ Nach Haratschs Meinung sind die Widerstände hierfür auch viel zu groß: „Vieles strebt derzeit auseinander.“

Auch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ist hier keine große Hilfe. Für das Gericht ist die EU ein Staatenverbund – mehr als ein Staatenbund, aber weniger als ein Bundesstaat. Die Bundesrepublik muss an der Verwirklichung der Integration Europas mitwirken, das steht im Grundgesetz. „Aber wie das konkret geschehen muss, ist ebenfalls nicht festgelegt“, so der Verfassungsrechtler. Ebenso wenig, welche Struktur angestrebt werden soll.

Vielleicht sind diese Unsicherheiten ein Grund für den augenblicklichen Stillstand bei der Integration: „Die EU hat schon Mühe, das Erreichte zu sichern.“ Besonders kritisch sieht es für Haratsch bei den gemeinsamen europäischen Grundwerten aus, „der Konsens erscheint brüchig und die Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa sowie in Italien sind besorgniserregend“.

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Am Sonntag kein Türke in Italien

18. Mai 2019

Krankheitsbedingt muss die Vorstellung der Rossini-Oper „Il turco in Italia“ am Sonntag, 19. Mai 2019 im Theater Hagen leider ausfallen. Die Vorstellung wird am Sonntag, 16. Juni 2019 (15.00 Uhr) nachgeholt.

Die Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch an der Theaterkasse (Tel. 02331 / 207 – 3218) kostenlos umgetauscht werden. Die weiteren regulären Vorstellungen von „Il turco in Italia“ finden am 1.6. (19.30 Uhr), 7.6. (19.30 Uhr), 19.6. (19.30 Uhr) und 30.6.2019 (18.00 Uhr) statt.

Blase geplatzt

17. Mai 2019

Hagener „Edel“-Steakhaus HOHOFFS 800° in Insolvenz

Bei der Vertragsunterzeichnung im März 2015 grinsten noch alle vergnügt ins Bild. Selbst Oberbürgermeister Erik O. Schulz war angereist, um mit aufs Foto zu kommen (siehe hier). Steaks für 50, 60, 70, 80 Euro oder mehr waren schließlich das, was Hagen dringend brauchte. Er freute sich, weil Inhaber Michael Hohoff vor Enthusiasmus sprühe und Hagen als „eine faszinierende Stadt“ bezeichnete, wie damals die Hagener Presse berichtete.

Gestern gab das Amtsgericht Hagen bekannt, dass sich die HOHOFFS 800° Hagen GmbH in einem Insolvenzeröffnungsverfahren befindet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hagener Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres bestellt.

Bereits Mitte 2018 kursierten Gerüchte über eine Schließung des Fress-Tempels. Damals schloss ein Hohoff-Betrieb in Hamm, ein anderer in Dortmund richtete nur noch Betriebsfeiern, Hochzeiten u.ä. aus. Man wolle sich „privat ruhiger setzen“ wiegelte Hohoff gegenüber der WPWR ab, und „alle Kräfte in Hagen bündeln“.

Am 1. Mai 2019 zog der Vermieter die Notbremse und kündigte der Hohoff-Firma den Pachtvertrag. Als Grund wurden Mietrückstände im sechsstelligen Bereich genannt. Vor dem Objekt wurde ein Sicherheitsdienst installiert.

Jetzt ist die von der Hagener Einheitspresse immer gut promotete Blase geplatzt.

Hohes Interesse an Briefwahl

17. Mai 2019

Das Interesse an der Europawahl ist in Hagen weiterhin sehr hoch: Bislang sind rund 15.400 Briefwahlunterlagen von Mitarbeitern des Wahlbüros und der Bürgerämter der Stadt Hagen ausgestellt worden.

Auffällig ist, dass bisher weit über die Hälfte der Antragsteller 60 Jahre und älter sind. Jung- und Erstwähler machen dagegen lediglich einen Anteil von 4 Prozent aus. Bei der Europawahl 2009 wurden am Ende 9.528 Anträge gestellt. Die Europawahl 2014 mit 17.822 Anträgen stellt eine Ausnahme dar, da diese zeitgleich mit der Kommunalwahl stattfand.

Wahlscheinanträge können per Online-Wahlscheinantrag unter www.hagen.de/wahl, per E-Mail an wahlen@stadt-hagen.de, per Brief an Stadt Hagen, Briefwahlbüro, Postfach 4249, 58042 Hagen, oder per Fax an 02331/207-2424 gestellt werden.

Bei allen Antragsarten müssen Vorname, Nachname, Adresse der Hauptwohnung und Geburtsdatum des Antragstellers angegeben sowie vermerkt werden, ob die Wahlunterlagen an die Wohnadresse oder an eine andere Adresse versandt werden sollen. Die Bearbeitungszeit des Briefwahlantrages verkürzt sich spürbar, wenn der Wahlscheinantrag online gestellt wird.

Diskussion um Zukunftsfragen mit grünem Europakandidaten in Hagen

17. Mai 2019

Der Grüne Europa-Kandidat Jan Ovelgönne (Foto: Grüne) war am Dienstag in Hagen zu Gast. Bei einer Podiumsdiskussion im Cuno-Berufskolleg traf er auf motivierte und gut vorbereitete Schüler. Anschließend besuchte er gemeinsam Geschäftsführerin Karen Haltaufderheide und Vorstandsmitglied Almut Kückelhaus das Allerwelthaus, wo Christa Burghardt bei einem Imbiss im Café Mundial von den vielfältigen Initiativen berichtete, die mit dem Haus verbunden sind. Erfreut erfuhren die grünen Gäste, dass das AllerWeltHaus als Zentrum fairer und nachhaltiger Ideen zunehmend junge Leute anzieht. so trifft sich dort etwa eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung.

Weiter ging es zum Berufsbildungsprojekt „Stoffwechsel“ in der Frankfurter Straße. Barbara Steins und Marita Willeke-Wirth vom Trägerverein Alpha stellten das Projekt vor, das seit 2016 besteht. Es dient der Integration von Frauen, oft auch zugewanderten, in den Arbeitsmarkt. In den beiden Ladenlokalen werden 50 Frauen im Aufbereiten von Kleidung, Nähen, Dekorieren und Verkaufen weitergebildet; es gibt eine Kinderbetreuung und vielfältige Unterstützung. Ovelgönne, der in Arnsberg als Sozialpädagoge tätig ist, zeigte sich von dem lebenspraktisch orientieren Ansatz beeindruckt. Die Unterstützung von EU-Projekten zur Stärkung von Frauen auf lokaler Ebene ist ihm ein wichtiges politisches Anliegen.

24 Prozent Stimmen für Grüne braucht Jan Ovelgönne, damit er ins Europaparlament einzieht. „Ich kämpfe um jede Stimme für Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Frieden“, betont Ovelgönne. „Europapolitik ist mir ein Herzensanliegen. Ich weiß, dass wir diese drängendsten Zukunftsprobleme nur europäisch gemeinsam lösen können.“

Röspel: Bahn muss ICE-Verbindungen wieder anbieten

17. Mai 2019

Wegen der leidigen Einschränkungen und Probleme bei der Hagener Fernverkehrs-Anbindung steht der Hagener SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel nach eigenen Angaben seit Jahren in einem „regem und sehr kritischen“ Austausch mit dem Vorstand der Deutschen Bahn AG.

„Das Fass zum Überlaufen“ habe schließlich der Ausfall des ICE-Halts für die Züge von und nach Berlin gebracht während der angekündigten Baumaßnahmen rund um Bielefeld bis Oktober. „Die von der Bahn versprochenen Umsteige-Ersatzverbindungen funktionierten nämlich in den ersten Tagen nicht oder nur mit erheblicher Verspätung“, berichtet Röspel aus eigener leidvoller Erfahrung.

Der Konzernbevollmächtigte für NRW, Werner Lübberink, habe in einem ausführlichen Antwortschreiben an ihn um Verständnis dafür geworben, dass die baustellenbedingten Einschränkungen für Hagen und die Region unvermeidlich seien, sagt Röspel. Nur durch den Entfall von Halten in Hagen und Hamm seien die Fahrzeitverluste im Fernverkehr zu kompensieren gewesen – jede andere Entscheidung hätte zur Folge gehabt, dass nur noch eine bedeutend geringere Zahl von Nah- und Fernverkehrszügen den Engpass passieren können und somit noch mehr Reisende betroffen gewesen wären.

Weitere Probleme seien schon jetzt im nächsten Frühjahr auf der ICE-Strecke Hamburg-Frankfurt absehbar, wenn die Züge nach Süden wegen Bahndammarbeiten zwischen Münster und Lünen bis Spätsommer 2020 nicht in Hagen halten.

Der Bahnsprecher habe ihm versichert, Hagen sei ein wichtiger Fernverkehrshalt und in der langfristigen Fahrplankonzeption mit Direktverbindungen, nicht nur nach Berlin, sondern auch nach Hamburg und Süddeutschland fest verankert.

„Ich werde die Bahn und ihren Vorstand auf die Zusage festnageln, nach Abschluss der Bauarbeiten für Hagen und für die gesamte Region Rhein-Ruhr die gewohnten Verbindungen wieder anzubieten“, verspricht Röspel. Dabei rechne er mit der Unterstützung der Lokalpolitik und der regionalen Wirtschaft und ermuntert auch Bahnreisende, dem DB-Vorstand bei Verspätungen und Zugausfällen zu schreiben, um die Bedeutung klar zu machen.

Oper und Ballett mit dramaturgischem Bezug

17. Mai 2019

„Dido and Aeneas“ (vlnr): Cristina Piccardi (Bellinda), Marilyn Bennett (vorne, Zauberin), Veronika Haller (Dido), Kenneth Mattice (Aeneas), Chor des Theaters Hagen. Foto: Klaus Lefebvre.

Als nächste Premiere im Großen Haus des Theaters Hagen am 18. Mai 2019 (19.30 Uhr) steht der spartenverbindende Doppelabend mit der Oper „Dido and Aeneas“ von Henry Purcell (in englischer Sprache mit deutschen Übertexten) und dem Ballett „Wassermusik“ von Francesco Nappa zur Musik von Georg Friedrich Händel auf dem Programm.

Worum geht’s? Aeneas’ Bestimmung ist es, das Römische Reich zu gründen. Dafür muss er Karthago verlassen, wo er nach den Schrecknissen des trojanischen Krieges Zuflucht gefunden hat. Doch seine Abreise bedeutet auch das Ende für seine Liebesbeziehung mit der karthagischen Königin Dido. Dido bleibt erschüttert zurück und setzt ihrem Leben ein Ende.

Diese Geschichte einer großen Liebe, die am Ende scheitern muss, steht im Mittelpunkt dieses, vom Versicherungsbüro Kleine KG, Hagen unterstützten Doppelabends. Während in Henry Purcells Oper „Dido and Aeneas“ eher die Perspektive von Dido eingenommen wird, näherte sich Francesco Nappa in seiner Choreographie, die er eigens für das Ballett Hagen kreierte, der Liebesgeschichte aus Aeneas’ Sicht und legt zudem einen Fokus auf die Schilderung von dessen Abenteuern.

Mit Georg Friedrich Händels berühmter „Wassermusik“  und Henry Purcells berührender Oper „Dido and Aeneas“ werden an einem Abend zwei Meisterwerke der Barockmusik präsentiert. Die Oper und das Ballett werden als eigenständige Werke aufgeführt, aber durch einen dramaturgischen Bezug und weitere Elemente  miteinander verbunden – das ermöglicht zahlreiche Assoziationen zwischen den beiden Gattungen und Ensembles.

Der international renommierte Tänzer und Choreograph Francesco Nappa stellt sich mit dieser Arbeit dem Hagener Publikum vor, für die Regie bei „Dido and Aeneas“ zeichnet Intendant Francis Hüsers verantwortlich.

Zum Produktionsteam gehören ferner: Kaspar Glarner (Bühne, Kostüme), Hans-Joachim Köster (Licht), Wolfgang Müller-Salow (Choreinstudierung), Rebecca Graitl (Dramaturgie). Unter der musikalischen Einstudierung und Leitung von Rodrigo Tomillo singen, spielen und tanzen: Marilyn Bennett, Veronika Haller, Kisun Kim, So Hee Kim, Kenneth Mattice, Musa Nkuna, Cristina Piccardi, Elizabeth Pilon ǀ Chor des Theaters Hagen ǀ Ballett Hagen: Brandon Alexander, Booby Briscoe, Ana Isabel Casquilho, Gennaro Chianese, Alexandre Démont, Otylia Gony, Gonçalo Martins da Silva, Noemi Emanuela Martone, Jeong Min Kim, Amber Neumann, Sara Peña ǀ Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 24.5.(19.30 Uhr); 30.5.(18.00 Uhr); 5.6. (19.30 Uhr); 9.6. (15.00 Uhr); 14.6. (19.30 Uhr); 20.6.(18.00 Uhr); 22.6.(19.30 Uhr); 27.6. (19.30 Uhr); 7.7. (15.00 Uhr); 10.7.2019 (19.30 Uhr)

DIE STUNDE DER KRITIK
Donnerstag, 30.5.2019, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei. – Zu Gast: Albrecht Thiemann (Opernwelt)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen

Hagen: HEB-Chef Bleicher wechselt zum Kreis Warendorf

16. Mai 2019

Dr. Herbert Bleicher, Geschäftsführer des Hagener Entsorgungsbetriebes, wechselt zum Kreis Warendorf. Er wird dort ein Dezernat übernehmen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Die interessanteste Frage beantwortet der Artikel leider nicht: Was bewegt Bleicher dazu, mit dem Wechsel ins Wahlbeamtentum künftig auf die Hälfte seiner Einkünfte (2017 mehr als 217.000 Euro) zu verzichten? Die Begründung „künftig wieder näher an seine Familie zu rücken, die im Kreis Warendorf lebt“, wie es in dem Beitrag heißt, dürfte sich wohl eher als frommes Märchen erweisen. Durchaus denkbar, dass Bleicher ein Angebot erhalten hat, das er nicht ablehnen konnte: Zu gehen, bevor er gegangen wird.

Diese Möglichkeit würde zu dem passen, was in der Kulisse kolportiert wird. Demnach sollen sowohl auf Hagener als auch auf Dortmunder Seite (die dortige Entsorgungsgesellschaft ist an der Hagener beteiligt) nicht unerhebliche Zweifel an der Eignung des HEB-Geschäftsführers bestanden haben. Zuletzt hatte HEB den Auftrag zur Abfuhr der Gelben Säcke an die im Ennepe-Ruhr-Kreis beheimatete AHE abgeben müssen. Die wiederum gehört zu 50 Prozent zur Rethmann-Gruppe (Remondis), die über ihre Beteiligung am Energielieferanten Enervie indirekt auch am HEB beteiligt ist (siehe: Schleichende Remondisierung).

Die Oberbürgermeister-Wahl: Wer für wen in Hagen ist

16. Mai 2019

OB-Wahl 2020: CDU und FDP unterstützen Erik O. Schulz, ihr grüner Allianzpartner lässt sich alles offen. (…)

In der SPD gilt der SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel derzeit als heißestes Gerücht. (…)

Quelle: wp.de

Viele Hindernisse auf dem Weg zum Hagener Seepark

16. Mai 2019

Das Geld für die Neugestaltung des Hengstey-Freibades hat die Politik bewilligt. Doch die übrigen Seepark-Projekte stocken weiterhin erheblich. (…)

„Dies ist die Dokumentation des Stillstandes der vergangenen Monate“, kommentierte SPD-Ratsherr Jörg Meier das Eingeständnis der Verwaltung, dass nach dem Scheitern der Regionale auch die planerische Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen entlang des Ruhrtals faktisch eingeschlafen sei. (…)

Quelle: wp.de

Dazu:

Finanzierung für das neue Freibad in Hagen-Hengstey steht

Mit der Umgestaltung des Hengstey-Freibades beginnt das Seepark-Projekt. Die Politik hat die Finanzierung des Millionen-Projektes bewilligt. (…)

Quelle: wp.de

Stadt Hagen zieht Windkraft-Vorlage vorerst aus dem Verkehr

16. Mai 2019

Die Stadt Hagen hat eine umstrittene Vorlage zu Abstandsflächen für Windräder zurückgezogen. Es liegt an dem neuen Dezernenten. (…)

Quelle: wp.de

Ein „Vordenker für Hagen“?

15. Mai 2019

CDU will Erik O. Schulz als Oberbürgermeister halten

Die Hagener CDU-Funktionäre haben in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig beschlossen, Erik O. Schulz bei einer erneuten Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters zu unterstützen.

Für den Kreisvorsitzenden Christoph Purps steht Schulz offenbar kurz vor der Heiligsprechung: „Mit Erik Schulz unterstützt die CDU nicht nur den amtierenden Oberbürgermeister, sondern auch einen erfahrenen Verwaltungsfachmann, einen Vordenker für Hagen und einen bürgernahen Volksvertreter. Wir haben mit Erik Schulz vieles für Hagen erreicht und wollen die erfolgreiche Arbeit mit ganzer Kraft fortsetzen.“

Worin sich die „erfolgreiche Arbeit“ manifestiert hat, was Schulz‘ vermeintliche „Bürgernähe“ auszeichnet und vor allem, was ihn zum „Vordenker“ macht – dazu liefert Purps keine Angaben. Wo soll er sie auch hernehmen?

Die Hagener CDU-Anführer wünschen sich außerdem ausdrücklich, die Arbeit der Allianz des Grauens, bestehend aus CDU, Bündnis 90/ Die Grünen, FDP und HagenAktiv auch über die Wahl 2020 hinaus fortzuführen.

„Die Allianz hat in Hagen vieles bewegt und neuen Schwung in die Stadt gebracht. Dieses Erfolgsmodell wollen wir fortsetzen und laden unsere Partner deshalb dazu ein, weiterhin gemeinsam mit uns Hagen zu gestalten “, so der Große Vorsitzende Purps.

Was da „vieles bewegt“ wurde und wo der „neue Schwung“ zu finden ist, den Purps als „Erfolgsmodell“ zu verkaufen versucht, bleibt unerwähnt und ist schleierhaft. Seine Ankündigung, „weiterhin Hagen zu gestalten“, kann deshalb auch nur als Drohung verstanden werden, die tatsächliche Bewegungslosigkeit und Verhinderungspolitik fortzusetzen.

Marktmacht statt Staaten-Sammelsurium

15. Mai 2019

Sowohl den Staaten wie ihren Bevölkerungen ist oft gar nicht bewusst, welche Vorteile sie durch die EU haben, betont Prof. Susanne Lütz von der FernUniversität

Was wäre, wenn es die Europäische Union nicht gäbe? Für Prof. Dr. Susanne Lütz (Foto: FernUni) müssten die Mitgliedsstaaten und ihre Bevölkerungen über viele wirtschaftliche Errungenschaften hinaus auch auf zahlreiche Vorteile verzichten, die sie gar nicht so sehr mit der EU in Verbindung bringen. Die Leiterin des Lehrgebiets Politikwissenschaft II: Internationale Politik an der FernUniversität in Hagen sieht hier in erster Linie Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte.

Die „europäischen Grundwerte“ – zu denen u.a. auch Anti-Diskriminierung, nachhaltige Entwicklung und Korruptionsbekämpfung gehören – vertritt die EU offensiv auf verschiedenen Ebenen: Staaten, die ihr beitreten wollen oder die ihre Hilfe benötigen, sollen sich zu ihrer Einhaltung verpflichten. „Das findet man eigentlich in allen Verträgen der EU, doch haben dies die Menschen wohl am wenigsten im Blick“, bedauert Prof. Lütz. Das gilt auch für die Freizügigkeit von Personen, Gütern, Dienstleistungen, Kapital und Geld im gesamten Binnenmarkt. Lütz: „Die Mobilität – freies Reisen, Wohnen, Arbeiten und Studieren – ist ein Riesenfortschritt!“

Allerdings fürchten viele, dass Arbeitskräfte aus Mittel- und Osteuropa durch Niedrigstlöhne einheimische Beschäftigte verdrängen. Da Handwerksbetriebe durch die Freizügigkeit ohne Meisterbrief geführt werden können, erwachse auch hier (Billig-)Konkurrenz.

Dabei hat der Binnenmarkt vielfältige Vorteile. Schon aufgrund seiner Größe ist er für Investoren aus aller Welt höchst attraktiv. 60 Prozent des deutschen Exports gehen in andere EU-Mitglieder. Deutsche Unternehmen – darunter viele mittelständische – haben Zulieferketten und Produktionsstätten in anderen EU-Ländern aufgebaut. Lütz: „Für den Güteraustausch gelten hier zumindest annähernd gleiche Regeln und Standards.“

Die mit der Größe und Homogenität des Binnenmarktes verbundene Marktmacht gibt der EU eine viel bessere Position bei Verhandlungen mit Wirtschaftsmächten, z.B. wenn es um Umwelt-, Arbeits- oder soziale Standards geht. „Man spricht darüber viel mehr als über Zölle. In einer globalisierten Welt ist es wichtig, dass die Europäische Kommission stark auftreten kann.“ Dagegen wunderte sich Großbritannien nach seinem Brexit-Beschluss, dass es bei 40 neuen Abkommen keine so günstigen Konditionen wie als EU-Mitglied mehr erhielt.

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Hagener Juso-Chef steht hinter Kevin Kühnerts Thesen

15. Mai 2019

Juso-Chef Kevin Kühnert hat eine „Sozialismus“-Debatte angestoßen. Warum Hagens Juso-Chef Fleming Borchert das gar nicht schlecht findet. (…)

Quelle: wp.de

SPD in Hagen führt Juso-Quote bei Stadtratswahl ein

15. Mai 2019

Jeder dritte Platz auf den SPD-Listen bei der Ratswahl 2020 soll in Hagen an einen Unter-35-Jährigen gehen. Wie die anderen Parteien reagieren. (…)

Quelle: wp.de

Film am Bauhaus – von Abstraktion, Sozialreportage und Reformarchitektur

15. Mai 2019

16.05.2019 um 19.00 Uhr im Auditorium des Kunstquartiers

In Kooperation mit dem Kino Babylon des Kulturzentrums Pelmke und dem Architekten und Ingenieurverein Mark-Sauerland präsentiert das Emil-Schumacher-Museum im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus den Film „Film am Bauhaus – von Abstraktion, Sozialreportage und Reformarchitektur“ (Foto: ESM).

Auch wenn die „Filmversuchsstelle“ am Bauhaus niemals als Fach eingerichtet wurde, so spielte der Film doch in der Konzeption der Schule eine große Rolle: 25 Studenten und Professoren drehten Filme! Darunter finden sich nicht nur die abstrakten Kurzfilme von Laszló Moholy-Nagy, Werner Graeff, Kurt Schwerdtfeger, Ludwig Hirschfeld-Mack und dem Hagener Bauhausschüler Heinrich Brocksieper. Eingreifen in eine Massenkultur wollten sie mit Filmen zur Reformarchitektur, wie Richard Paulicks Porträt des Dessauer Wohnhauses von Walter Gropius, und mit sozialkritischen Dokumentarfilmen über prekäre Lebensverhältnisse in Berlin (Moholy-Nagy) oder die zunehmende Aggressivität im Wahlkampf der letzten freien Reichstagswahl (Ella Bergmann-Michel, 1932).

Eintritt: 6,50 € / ermäßigt 5 €
Reservierungen: T +49 2331 / 33 69 67 oder kino@pelmke.de

Eine musikalische Reise durch die Zeit

15. Mai 2019

Die nächste Premiere im Lutz Hagen findet am 18. Mai 2019 (15.00 Uhr) statt. Auf dem Programm steht „ZEITREISEMELODIE“ – Eine musikalische Reise durch die Zeit (ab 8 Jahren).

Ein generationsübergreifendes Forscherteam macht den zurückgezogen lebenden Zeitreiseprofessor Tobias Timestein ausfindig. Sie versprechen sich alle bahnbrechende Erkenntnisse für ihre Forschungen durch Reisen in die Vergangenheit. Ausgerüstet mit dem Zeitreisestein des Professors beginnt eine humorvoll spannende Expedition quer durch die Jahrhunderte, immer begleitet von den jeweiligen Melodien der Zeit.

Für dieses besondere Projekt der „Weltenbummler-Spielzeit“ des Lutz Hagen haben sich über vierzig begeisterte Nachwuchssänger und -schauspieler zusammengefunden (Foto: Theater): Der Kinderchor des Theaters Hagen, der intergenerative Lutz Heldenclub, der Jugendclub des Theaters Hagen und die Theatergruppe „Lichter der Großstadt“ des Kultopia Music Office Hagen bringen zusammen ein gesungenes, gespieltes, gerapptes und getanztes Stück auf die Bühne, welches das Publikum mit auf eine wilde Theaterreise vom antiken Griechenland über den Hof eines absolutistischen Herrschers und die Roaring Twenties zurück ins Europa von heute führt. Dabei entsteht eine sehr persönliche Betrachtung von mehr als 2000 Jahren Menschheits- und Musikgeschichte, verbunden mit einer Vision für die Zukunft unseres Kontinents.

Leitung: Gandhi Chahine („Lichter der Großstadt“ / Music Office Kultopia Hagen), Jannica Hümbert (Lutz Heldenclub), Caroline Piffka (Kinderchor), Andres Reukauf (Musik / Arrangements), Anja Schöne (Projektleitung), Miriam Walter (Jugendclub).

Weitere Vorstellung: 19.5.2019, 15.00 Uhr, Lutz

Mit großzügiger Unterstützung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung

Karten für 3 / 2 Euro an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

„Brüssel ist an allem schuld“

14. Mai 2019

FernUni-Wissenschaftlerin Dr. Helen Landmann erklärt, woher Stimmungsmache gegen Europa und die Demokratie aus psychologischer Sicht rührt

„Brüssel ist an allem schuld.“ – „Die EU ist ein Bürokratie-Monster; die Politik abgehoben und elitär. Wir wehren uns.“ So machen EU-kritische und EU-feindliche Parteien im Vorfeld der Europawahl Stimmung gegen Europa. Die Sprache ist immer emotional, oft radikal und mitunter hasserfüllt. Nachrichten gelten gemeinhin als „Fake News“. Prognosen sagen voraus, dass rechtskonservative und -populistische im Mai Zugewinne verbuchen werden – und zwar quer durch die Mitgliedsstaaten.

Worauf Vorurteile oder Hass gedeihen und wieso die Stimmungsmache verfängt, untersucht Dr. Helen Landmann aus dem Lehrgebiet Community Psychology an der FernUniversität in Hagen (Foto: FernUni). Sie erklärt, welche psychologischen Mechanismen zu den Wahlerfolgen rechtsgerichteter Parteien führen. Auf einer Tagung in Hannover hat die Jungwissenschaftlerin ihre Erkenntnisse vorgestellt und diskutiert: „Feindbild Europa: Umgang mit antieuropäischer und antidemokratischer Stimmungsmache.“

Für die Einstellungen gegenüber europäischer Politik sind insbesondere Themen wie Flucht und Migration, Information respektive Desinformation und Radikalisierung relevant. Hier setzen Rechtskonservative an.

Was Menschen wahrnehmen und denken ist nicht immer objektiv, vielmehr ist es von ihren Wünschen und Bedürfnissen geprägt: „Motiviertes Denken“ nennt das die Psychologie. „Rechtspopulisten sprechen Bedürfnisse an“, zieht Landmann psychologische Wirkmechanismen heran. Seit 2016 forscht die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FernUniversität zur Rolle von Emotionen für das soziale Zusammenleben.

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Der Pianist von Damaskus

14. Mai 2019

Klavierkonzert und Lesung mit Aeham Ahmad in der Max-Reger-Musikschule

Ahema Ahmad ist international als Pianist bekannt, der inmitten der Bombenkrater von Damaskus spielt.

Ein Klavierkonzert sowie eine Lesung mit dem berühmten Pianisten und Buchautor Aeham Ahmad findet am Sonntag, 19. Mai, um 11.30 Uhr in der Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10, statt. Der besondere Gast ist international als Pianist am Klavier bekannt, der inmitten der Bombenkrater von Marmouk, einem Stadtteil von Damaskus, spielt. Mit der Veranstaltung soll an die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte vor 70 Jahren durch die UNO erinnert werden.

In seinem Buch „Und die Vögel werden singen“ erzählt Aeham Ahmad seine ganze Geschichte und schafft ein zutiefst beeindruckendes und bewegendes Zeugnis von den Anfängen der Rebellion, dem Beginn des schrecklichen Krieges, von Widerstand sowie der Zuversicht im syrischen Kriegsgewirr. Ebenso berichtet er von seiner einst behüteten Kindheit bis hin zur lebensgefährlichen Flucht nach Deutschland.

Die Hagener Stadtbücherei stellt zur Konzertlesung einen Büchertisch mit Literatur zum Thema Krieg und Vertreibung bereit. Außerdem konnte die Dramaturgin und Schauspielerin des Kinder- und Jugendtheaters „LutzHagen“, Anne Schröder, für die Veranstaltung gewonnen werden. Sie liest aus dem Buch vor und bietet auch eine CD mit ausgesuchten Musikstücken des Pianisten an.

Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung von Amnesty International statt. Eine vollständige Rezension zum Buch „Und die Vögel werden singen“ gibt es von Juliane Streu im Mai-Newsletter der Stadtbücherei. Der Eintritt zum Konzert beträgt 12 Euro (acht Euro ermäßigt).

Warum das Theater Hagen kein Fördergeld erhält

14. Mai 2019

13 NRW-Bühnen werden vom Land NRW großzügig gefördert, damit sie ihr Profil schärfen können. Das Theater Hagen ist nicht dabei. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Was die Headline verspricht, hält der Artikel nicht ein. Am Ende weiß man immer noch nicht, „warum das Theater Hagen kein Fördergeld erhält“.

„In Hagen gibt es Befürchtungen“

13. Mai 2019

WPWR betreibt Wahlkampfhilfe für die AfD – mit Spekulationen

Vor einigen Jahren verbreiteten Rechtsextreme die Parole „70 Millionen Türken sitzen auf gepackten Koffern“. Das war die Zeit, als noch ernsthaft über einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union verhandelt wurde. Der Rechten-Spruch war trotzdem völliger Blödsinn, denn damals wuchs die türkische Wirtschaft rasant, und die Migration lief in umgekehrter Richtung: Viele Deutschtürken, gerade die gut ausgebildeten unter ihnen, gingen in das Land ihrer Väter und Großväter, um an dem Boom teilzuhaben.

Ein EU-Beitritt des Landes am Bosporus ist inzwischen kaum noch denkbar und damit auch eine Freizügigkeit für türkische Bürger in weite Ferne gerückt. Entsprechend wandelte sich das Feinbild Nummer 1 der deutschen Rechten: „Der Zigeuner“ rückt wieder in den Mittelpunkt.

Man sagt natürlich nicht mehr „Zigeuner“ – das ist auch nicht mehr nötig. Die einschlägige Klientel weiß auch bei „Facharbeitern aus Südosteuropa“ oder „rumänischen und bulgarischen Bürgern“ was gemeint ist und versteht die Botschaft.

Die sendet auch die WPWR aus mit ihrem unverfänglich klingenden Artikel „Mehr EU-Zuwanderung? Brexit-Folgen für Hagen noch unklar“. Ein umfangreicher Beitrag, der allerdings fast ausschließlich auf Spekulationen und unterschwelliger Angstmache beruht und knapp zwei Wochen vor der Wahl zum Europäischen Parlament eine prima Wahlkampfhilfe für die AfD abgibt. Denn, so das Einheitsblatt: „In Hagen gibt es Befürchtungen.“ Wer die außerhalb der Redaktionsstube teilt – unbekannt.

Es beginnt schon mit dem Brexit an sich. Wann er kommt, in welcher Form er kommt, und ja, ob er überhaupt kommt – das steht alles in den Sternen. Die WPWR entwirft aber flott ein Bild, nach dem eine rumänisch-bulgarische Invasion von der Insel droht: „In Großbritannien leben sehr viele Rumänen und Bulgaren. Was machen sie nach dem Brexit? Fast 400.000 von ihnen leben auf der Insel.“

Gut eingenordet durch vorangegangene Berichterstattungen des Blattes, wird so mancher Leser zu dem Schluss gelangen: Die wandern alle nach Hagen aus, es steht doch im Lokalteil.

Belege für ihre wüsten Spekulationen hat die WPWR nicht im Angebot, nur (angeblich) einige anonyme Quellen. Die „rechnen mit einem massiven Zuzug, wenn die innerhalb der EU geltende Freizügigkeit nicht mehr für Großbritannien gilt – zumal in den Jahren 2016 und 2017 Rumänen und Bulgaren aus Hagen in Richtung Großbritannien abgewandert sind“.

Der ganze Beitrag bewegt sich im Bereich zwischen Glaskugel und Kaffeesatz. Da sind die Brexit-Folgen „unklar“ und „werfen viele Fragen auf“. Es „könnte Hagen von starker Zuwanderung betroffen sein“, vielleicht aber auch nicht.

Dürfen EU-Bürger nach einem Brexit in Großbritannien bleiben?Nach allem, was man bislang weiß: zunächst ja.“ Und wenn nicht, wohin werden sie gehen? „Das ist völlig unklar.“

Wer bei der Lektüre des Textes bis zum Schluss durchhält, bekommt zur Belohnung die Stellungnahme einer Praktikerin. Carla Warburg, Fachdienstleiterin für Integration beim Caritasverband Hagen: „In den Beratungsstellen für Menschen aus Südosteuropa haben wir keine konkreten Anzeichen dafür, dass es vermehrt Zuzüge aus Großbritannien nach dem Brexit geben wird.“

Die „Qualität“ der lokalen Berichterstattung – wenn man sie noch so nennen will – fällt immer mehr unangenehm auf, um es zurückhaltend zu formulieren. Selbst in überregionalen Medien. In einem Beitrag im Deutschlandfunk wird Gabriele Schwanke zitiert, die Leiterin des Quartiersmanagements der Stadt Hagen, die sich ebenfalls auf einen Artikel des heimischen Einheitsblatts bezieht:

„Was besonders traurig ist, dass dann – das ist in Hagen vorgekommen – in der Zeitung steht, Roma-Kinder verrichten ihre Fäkalien in Spielplatzhäuschen. Das stimmt. Was allerdings nicht da stand, ist, dass die Häuser seit längerem kein Wasser mehr hatten, obwohl die Mieter ihre Abgaben gezahlt haben, der Vermieter hingegen, auch unseriös, die Abgaben nicht weitergeleitet hat. Und dann muss man sich einfach überlegen, ob man dann wirklich sagen kann: ‚Okay, Roma sind unsauber‘, wie auch immer – oder ob letzten Endes die Familien das gemacht haben, was andere auch vielleicht auch gemacht hätten: ‚Guck mal, geh da rein, da sieht Dich keiner‘.“

Der Deutschlandfunk erwähnt auch noch eine Gruppe Drogensüchtiger und Alkoholiker in der Unterführung zum Bodelschwinghplatz, die sofort losschimpft: „Was die Zigeuner hier an Scheiße machen.“ „Ja, genau.“

Gut möglich, dass sie regelmäßig die WPWR aus den Mülltonnen klauben. Diese Lektüre schärft erfahrungsgemäß das einschlägige Weltbild.

Theater Hagen – Spielplan 2019/20

12. Mai 2019

V.l.n.r.: Antje Haury (Orchesterdirektorin), Dr. Thomas Brauers (Geschäftsführer), Marguerite Donlon (Ballettdirektorin), Margarita Kaufmann (Kulturdezernentin), Sven Söhnchen (Aufsichtsratsvorsitzender), Anja Schöne (Leiterin Lutz Hagen), Francis Hüsers (Intendant). Foto: Theater Hagen.

Das Programm des Theaters Hagen zur Spielzeit 2019/20

Dazu Intendant Francis Hüsers:

„Form und Inhalt sinnvoll und sinnlich perfekt aufeinander abzustimmen, ist wahrscheinlich das Geheimnis jedes erfolgreichen Kunstwerks. Genau das ist in der Spielzeit 2019/20 bei einer ganzen Menge populärer Titel der Fall, die das Theater Hagen im Großen Haus bietet:

  • die Wiener Operette „Der Graf von Luxemburg von Franz Lehár (ab 26.10.2019, Inszenierung: Roland Hüve, Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo),
  • Jacques Offenbachs phantastische Oper „Hoffmanns Erzählungen“ (ab 30.11.2019, Inszenierung: Susanne Knapp, Musikalische Leitung: Joseph Trafton),
  • Albert Lortzings komische Oper „Zar und Zimmermann“ (ab 1.2.2020, Inszenierung: Holger Potocki, Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo),
  • unsere neue Rockshowparty „Wenn die Nacht am tiefsten (… ist der Tag am nächsten)“ (ab 14.3.2020, Inszenierung: Thilo Borowczak, Musikalische Leitung: Andres Reukauf) ,
  • die Oper „Salome“ von Richard Strauss (ab 4.4.2020, Inszenierung: Magdalena Fuchsberger, Musikalische Leitung: Joseph Trafton)
  • und nicht zuletzt das beliebte Musical „Anatevka“ von Jerry Bock (ab 30.5.2020, Inszenierung: Thomas Weber-Schallauer, Musikalische Leitung: Steffen Müller-Gabriel).
  • Dazu kommt die Konzertante Aufführung von Giuseppe Verdis Oper „Il trovatore“ („Der Troubadour“; ab 19.4.2020, Musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo).

In jeder Kunst verschafft die Form dem Inhalt dabei einen Anspruch über bloße Wirklichkeitsbeschreibung hinaus. Und jede „nachschöpfende“ Kunst muss das Stück interpretieren und dabei seine formalen Aspekte hinterfragen. Eine kleine Veränderung der Form, ein unscheinbares, doch bewusstes Abweichen von Aufführungstraditionen etwa, kann bereits eine Perspektivverschiebung bei der Wahrnehmung des Inhalts bewirken – zum Vorteil des Kunstwerks, dem dadurch eine neue, die Zeit von seiner Entstehung bis heute überbrückende Aufmerksamkeit zukommt.

Dass ein der „Neuen Sachlichkeit“ zugerechneter Komponist wie Paul Hindemith in den 1920er Jahren seine Musik ausgerechnet auf einen Psycho-Krimi-Stoff wie den des Goldschmieds Cardillac anwendet, scheint Form und Inhalt eher in ein Spannungsverhältnis zu setzen (Oper „Cardillac“, ab 21.9.2019, Inszenierung: Jochen Biganzoli, Musikalische Leitung: Joseph Trafton), während die unsterbliche Geschichte von Orpheus und Eurydike in der klassischen Oper von Christoph Willibald Gluck aus dem Jahre 1762 uns als vollkommene Harmonie von Form und Inhalt vorkommt (ab 29.2.2020, Inszenierung: Kerstin Steeb, Musikalische Leitung: Steffen Müller-Gabriel).

Der lateinische Dichter Ovid, der in seinen „Metamorphosen“ auch von Orpheus und Eurydike erzählt, bestimmt in dieser Spielzeit noch bei zwei weiteren Produktionen das Geschehen: Das Projekt „TransformMates“ von Anja Schöne im Lutz bringt Ovids Erzählungen in Kontakt mit heutigen Computerspielen, und die spartenübergreifende Produktion für Erwachsene „Ovids Geschichten“ (ab 26.4.2020, Lutz, Inszenierung: Francis Hüsers, Musikalische Leitung: Andreas Vogelsberger), verbindet Stoffe aus den „Metamorphosen“ zu einem experimentellen Musiktheaterabend.“

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Thyssen: Was passiert mit über 1000 Hohenlimburger Kollegen?

11. Mai 2019

Welche Auswirkungen haben die geplatzte Fusion der Stahl-Giganten Thyssenkrupp und Tata Steel sowie die angekündigte Massen-Stellenstreichung bei Thyssen (6000 Stellen sollen wegfallen, 4000 davon allein in Deutschland) auf den traditionsreichen Thyssenkrupp-Standort Hohenlimburg? Über 1000 Menschen arbeiten in Hohenlimburg für die „ThyssenKrupp Federn und Stabilisatoren GmbH“ und die „Thyssenkrupp Hohenlimburg GmbH“, wo warmgewalztes Hohenlimburger Mittelband produziert wird. (…)

Quelle: wp.de

Hagen erwirtschaft einen Überschuss von 10,9 Millionen Euro

11. Mai 2019

Eine symbolische Zwischenetappe bei den Hagener Sparbemühungen ist fast erreicht: Die Liquiditätskredite der Stadt (kommunaler Dispo) lagen am Donnerstag bei 1,002 Milliarden Euro und werden absehbar zum Jahresende die Milliardenmarke dauerhaft unterschreiten. (…)

In seinem Jahresbericht informierte Gerbersmann, dass die Stadt das Haushaltsjahr 2018 mit einem Überschuss von 10,9 Millionen Euro abgeschlossen habe. Das lag vor allem an den sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen, die die Erwartungen um 16,3 Millionen Euro übertrafen. Zudem entlasteten die günstige Zinslage (+3,5 Mio.) und die hohen Grundsteuer-B-Einnahmen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Es sind eben nicht die „Sparbemühungen“, die bei den Bürgern ganz profan als Kürzungen ankommen, sondern die radikal erhöhte Grundsteuer B sowie die ebenfalls angehobene Gewerbesteuer, die wesentlich für einen günstigen Jahresabschluss gesorgt haben

Stadtverwaltung erwägt Nutzung von Räumen in Volmegalerie

11. Mai 2019

Die Stadt Hagen steht in Verhandlungen mit der Volme-Galerie über eine mögliche Nutzung von Räumen in dem nur spärlich belegten Einkaufszentrum. Darüber hinaus soll ein direkter Zugang aus der Volme-Galerie zum heutigen Zentralen Bürgeramt im Erdgeschoss des Rathauses I geschaffen werden. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Back to the roots. Vor dem seinerzeit von der FDP initiierten Abriss des alten Raatssaals mit der Bürgerhalle befanden sich in dem damals so genannten Rathaus-Zwischentrakt auch schon Räume der Verwaltung.

Profilförderung geht am Hagener Theater vorbei

11. Mai 2019

Die Profilförderung des NRW-Kulturministeriums geht am Hagener Theater vorbei. Zumindest vorläufig. 25 Millionen Euro, verteilt auf drei Jahre, schüttet das Landesministerium für kommunale Theater und Orchester, die ihr eigenes Profil in förderungswürdiger Weise schärfen möchten, aus.

Anfang des Jahres hat das Hagener Theater seinen rund 40-seitigen Antrag auf Förderung beim Ministerium eingereicht, in der vergangenen Woche kam die Hiobsbotschaft, dass Hagen leer ausgeht. „Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand, wir beteiligen uns an der zweiten Verteilrunde“, versichert Margarita Kaufmann mit verhaltenem Optimismus. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Konnte der politisch interessierte Leser bislang davon ausgehen, dass die NRW-Landesregierung im Allgemeinen und das für Kultur zuständige Ministerium im Besonderen ihren Sitz in der Landeshauptstadt Düsseldorf haben, muss er sich nun von Redakteuse Yvonne Hinz eines Besseren belehren lassen: „Wuppertal (dort ist der Sitz des NRW-Kulturministeriums)“. Ja, wer hätte das gedacht? Außer der Fachfrau für Boutiquen und Bratklopsereien natürlich.

Und die Berichterstatterin legt zusätzlich Hagens Kulturdezernentin Margarita Kaufmann noch die Worte in den Mund: „Doch der Direktor des Ministeriums, Dr. Christian Esch, hat durchblicken lassen …“ Dabei dürfte die Kulturdezernentin (im Unterschied zu Hinz) sehr genau wissen, dass es dort gar keinen „Direktor“ gibt, sondern eine Ministerin – und das Ministerium seinen Sitz in Düsseldorf hat. Und nicht in Wuppertal.

Jetzt will auch die SPD vierte Gesamtschule

10. Mai 2019

Partei schließt sich Grünen-Forderung an

Der Parteivorsitzende der Hagener SPD, Timo Schisanowski, fordert jetzt wie die Grünen eine vierte Gesamtschule für Hagen:

„Jahr für Jahr werden teilweise über 100 Schülerinnen und Schüler abgewiesen, weil in unserer Stadt insgesamt nicht genügend Gesamtschulplätze vorhanden sind, um alle Wünsche entsprechend zu bedienen. Dabei entscheiden sich immer mehr Eltern für eine Gesamtschule, weil sie wissen, dass das längere gemeinsame Lernen besser ist für ihr Kind. Hier sind wir als Kommunalpolitik gemeinsam gefordert.“

Tatsächlich habe erst kürzlich die Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) in NRW auf diese Entwicklung hingewiesen. Seit 50 Jahren bestehe diese Schulform nun; landesweit gebe es inzwischen 340 Gesamtschulen. Die Schülerzahlen seien von Jahr zu Jahr gestiegen – von 207.039 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 1998/99 auf inzwischen 319.587 im Schuljahr 2018/19.

SPD und Grüne seien sich einig: eine vierte Gesamtschule ist nicht nur notwendig, sondern längst überfällig.

Stadt Hagen dreht kräftig an der Gebührenschraube

10. Mai 2019

Die Hagener Bürger müssen sich ab Juli auf eine saftige Gebührenerhöhung bei allen Serviceleistungen rund um das städtische Personenstandswesen – also Geburts-, Sterbe-, Heirats- und Lebenspartnerschaftsregister – einstellen. (…)

Quelle: wp.de

Anmerkung: Alle Serviceleistungen? Nein, bei den Standartleistungen bleibt alles beim Alten. Das findet sich aber erst weiter unten im Text: „Weiterhin gebührenfrei bleiben natürlich klassische Standardleistungen wie die Ausstellung von Urkunden für soziale Zwecke, die Erstbeurkundung einer Geburt, eines Todesfalls oder einer Vaterschaftsanerkennung oder auch die Eheschließung innerhalb der üblichen Öffnungszeiten des Standesamtes.“

Nur wer gerne Extras geboten haben möchte, muss auch extra zahlen. Dazu zählen „Ambiente-Trauungen“ oder „nachträgliche Beurkundungen“. Um dem Ganzen etwas mehr Volumen zu verpassen, sind auch Leistungen aufgeführt, bei denen die Gebühren überhaupt nicht angehoben werden. Da findet sich in Klammern der Vermerk „+/- 0 %“ – kann man leicht übersehen.

Weiter wird – im Kleingedruckten – darauf hingewiesen, dass die Gebühren seit 2008 nicht mehr erhöht worden sind und sich auf dem Niveau vergleichbarer Städte bewegen.

Was man beispielsweise von den Hagener Müllgebühren nicht gerade behaupten kann. Die sind die zweithöchsten aller kreisfreien Städte des Ruhrgebiets und des Bergischen Landes. Ein Faktum, das von der WPWR zu keinem Zeitpunkt mit einer Kritik bedacht wurde.

Ein spartenverbindender Doppelabend

10. Mai 2019

Werkstattgespräch und Offene Probe zur Premiere

Probenfoto aus der Choreographie „Wassermusik“ mit Tänzerinnen und Tänzern des Balletts Hagen. Fotograf: Leszek Januszewski.

Als nächste Premiere im Theater Hagen im Großen Haus wird der spartenverbindende Doppelabend „Wassermusik“ (Ballett von Francesco Nappa mit Musik von Georg Friedrich Händel) und „Dido and Aeneas“ (Oper von Henry Purcell) präsentiert (Premiere: 18.5.2019, 19.30 Uhr).

Wer sich im Vorfeld über diese neue Produktion, die einzelnen Werke und deren Umsetzung auf der Hagener Bühne informieren will, ist herzlich eingeladen, die Einführungsveranstaltung dazu unter dem Titel „Werkstatt-Probe“ am 13. Mai 2019 im Theater Hagen zu besuchen. Diese beginnt um 17.15 Uhr im Theatercafé mit einer Einführung in das Ballett und die Oper und einem Gespräch über die Choreographie, Inszenierung, Ausstattung und Musik.

Auskünfte geben Intendant und Regisseur Francis Hüsers, Choreograph Francesco Nappa, Ausstatter Kaspar Glarner, Musikalischer Leiter Rodrigo Tomillo und Dramaturgin Rebecca Graitl. Anschließend können die Besucher erste Live-Eindrücke beim Probenbesuch im Großen Haus gewinnen.

Der Eintritt ist frei.

Fünfte Auflage für das Hagener Kulturfestival „SCHWARZWEISSBUNT“

10. Mai 2019
Das Duo Armaos-Rastani kombiniert Spielwitz mit feiner musikalischer Erzählkunst. Ptolemaios Armaos und Syavash Rastani haben sich im Sommer 2016 kennengelernt. In ihren Konzerten fusionieren
die Klänge der Persischen Tonbak mit denen der klassischen Gitarre, zwei Instrumente aus sehr verschiedenen Kulturen. Am 9. Juni 2019 am Kunstquartier Hagen. (Foto: Stefan Zimmermann)

Über 30 Veranstaltungen, über 30 Akteure: Das fünfte Hagener Kulturfestival „SCHWARZWEISSBUNT“ des Kulturbüros der Stadt Hagen bietet von Sonntag, 2. Juni, bis Samstag, 29. Juni, erneut ein breit gefächertes, buntes Programm.

Von internationalem Kochen bis Fußballturnier, von Vortrag bis Kunstworkshop, von Streetdance bis Folklore – die zahlreichen beteiligten Organisationen und Akteure laden dazu ein, Neues auszuprobieren und gemeinsam die Vielfalt der Kultur in Hagen zu entdecken. Interessierte können selbst musizieren, tanzen oder Theaterstücke, Lesungen und Ausstellungen besuchen. Zudem gibt es spannende Vorträge, einen interkulturellen Garten sowie ein interkulturelles Fest. Die unterschiedlichen Angebote können kostenlos oder zu ermäßigten Preisen besucht werden. Die feierliche Eröffnung findet am Donnerstag, 6. Juni, statt. Mehr Informationen gibt es hier.

Torschlusspanik

9. Mai 2019

Stadt will jetzt doch Tempo 30 am Hagener Finanzamt – Richter rügt Verschleppung durch die Politik

Es ist keine acht Monate her, dass die Verwaltung sich davon überzeugt gab, dass auch eine Tempo-30-Regelung auf dem Innenstadtring in Höhe des Finanzamts zu keinerlei Verbesserungen hinsichtlich der vom Autoverkehr ausgehenden Schadstoffbelastungen führt. Höchstwahrscheinlich war diese Einschätzung richtig – und ist es immer noch.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem Straßenabschnitt von gerade einmal 200 Metern einzuführen, auf dem wegen Dauerstau die Durchschnittsgeschwindigkeit sich in einer ähnlichen Größenordnung bewegen dürfte, kann kaum die erhoffte Wirkung zeigen. Dennoch jetzt die Kehrtwende – ein Zeichen von Torschlusspanik.

Im Umwelt- und Mobilitätsausschuss kündigte der zuständige Dezernent Thomas Huyeng an, das Tempolimit in diesem Bereich anzuordnen. Allerdings nicht unbedingt aus Überzeugung: „Wir wollen gegenüber der Bezirksregierung klare Kante zeigen, dass wir neben dem Luftreinhalteplan alle Möglichkeiten ausschöpfen“, zitiert ihn die WPWR.

Die Ausschusssitzung, in der diese Worte fielen, fand am Mittwoch statt, also auf den letzten Drücker. Denn heute startete der auf zwei Tage angesetzte Erörterungstermin am Oberverwaltungsgericht NRW wegen zu schlechter Luft und drohenden Fahrverboten in vielen NRW-Städten, darunter auch Hagen.

Gleich zu Beginn der Anhörung betonte der Vorsitzende Richter, Max-Jürgen Seibert, dass die Grenzwerte zur Umweltbelastung geltendes Recht seien und für das Gericht nicht zur Disposition stünden. „Es geht darum, was bei der Anwendung zu beachten ist“, sagte Seibert.

Der Jurist bezieht sich mit seiner Kritik auf eine EU-Richtlinie von 1999, die bereits ab dem Jahr 2001 deutliche Reduzierungen des gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxids (NO2) vorsah. Aber nichts geschah.

Seibert deutete dabei schon einmal an, wohin die Reise bei einem Urteil gehen könnte: „Die Probleme hätten verhindert werden können, wenn, wie in anderen Ländern, Emissionsprobleme frühzeitig in Angriff genommen worden wären.“ Er wies dabei auch Kritik an den Gerichten und am Kläger, der Deutschen Umwelthilfe (DUH), zurück.

Er verglich die jetzt drohenden Maßnahmen für die Luftreinhaltung, darunter auch Fahrverbote, mit einer Notoperation, nachdem der Patient sich über ein Jahrzehnt jeder Vorsorgeuntersuchung verweigert habe. Jetzt den Arzt, also im übertragenen Sinne die Gerichte, für die Nebenwirkungen verantwortlich zu machen, sei falsch.

Erste Urteile zu Aachen und Bonn will das Gericht Anfang August verkünden, im September folgt eine Entscheidung zu Köln. Ein Termin für Hagen steht noch nicht fest.

Zum letzten Mal im Theater: „Pariser Leben“

9. Mai 2019

Szene aus der Produktion. Fotograf: Klaus Lefebvre.

Die letzte Gelegenheit, die Operette „Pariser Leben“ von Jacques Offenbach im Theater Hagen zu erleben besteht am 12. Mai 2019 (18.00 Uhr, Großes Haus).

Eine Reise nach Paris! Den Eiffelturm besteigen, eine Bootsfahrt auf der Seine, flanieren in den malerischen Straßen von Montmartre, Notre-Dame, der Louvre… fast könnte man meinen, Paris sei ein riesiges Freilichtmuseum. Unzählige Touristen wollen jedes Jahr die Pariser Lebensfreude, die Joie de vivre, in der Stadt der Liebe erleben …

Auch in Jacques Offenbachs 1866 in Paris uraufgeführter Operette „Pariser Leben“ möchte ein Ehepaar aus Schweden seinen Besuch in der französischen Hauptstadt nutzen, um der Langeweile seiner Ehe zu entfliehen. Während die Baronin von Gondremarck sich auf einen Besuch in der Pariser Oper freut, steht ihrem Mann der Sinn nach einem amourösen Abenteuer. Doch dann kommt alles anders: Statt im schönen 5-Sterne-Hotel landen sie in einer zweifelhaften Gegend der Stadt und schließen Bekanntschaft mit den Einheimischen. Beide verlieren sich in einem verwirrenden Vexierspiel von Schein und Sein, Liebe und Intrige …

Offenbach, dessen 200. Geburtstag 2019 gefeiert wird, hat mit diesem Werk eine schwungvolle, vitale, mitreißende und überaus unterhaltsame musikalische Komödie auf den „Mythos Paris“ komponiert.

In der von Witz und Aberwitz geprägten Neuinszenierung dieser Operette durch Holger Potocki (Regie), Andrea Danae Kingston (Choreographie) und Lena Brexendorff (Ausstattung) singen, spielen und tanzen unter der musikalischen Leitung von Andreas Vogelsberger: Veronika Haller, Kenneth Mattice, Richard van Gemert, Maria Klier, Boris Leisenheimer, Stephan Boving, Sophia Leimbach, Marilyn Bennett, Tillmann Schnieders, Wolfgang Niggel, Elizabeth Pilon, Anja Frank-Engelhaupt, Verena Grammel, Thorsten Pröhl; Chor und Extrachor, Ballett und Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen.

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331-207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.


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