Über 400.000 Euro für den Sparkassen-Chef

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Pensionsansprüche des Vorstands liegen inzwischen bei 6,8 Millionen Euro

Die Vergütungen des Vorstands der Sparkasse Hagen-Herdecke betrugen im Jahr 2016 insgesamt mehr als 1,5 Millionen Euro. Allein der Vorstandsvorsitzende Frank Walter kassierte 402.000 Euro. Das ergibt sich aus dem Jahresabschluss des Geldinstituts.

Auch für den Ruhestand der Herren ist gut vorgesorgt: Pensionsansprüche und in eine Unterstützungskasse eingezahlte Beträge – beides von Seiten der Sparkasse getragen – summieren sich auf 6,8 Millionen Euro.

Für die Verträge mit den Mitgliedern des Vorstands ist der Verwaltungsrat zuständig. Dessen Mitglieder sowie die Vertreter weitere Gremien wurden im Geschäftjahr 2016 mit insgesamt 90.000 Euro bedacht.

Einzelheiten finden sich in den nachfolgenden Auszügen aus dem Jahresabschluss (Tabellen für eine größere Darstellung anklicken):

Bezüge und Altersversorgung der Mitglieder des Vorstands

Mit den Mitgliedern des Vorstands bestehen auf fünf Jahre befristete Dienstverträge. Neben den festen Bezügen (Grundgehalt und Allgemeine Zulage von 15 %) kann den Mitgliedern des Vorstands als variable Vergütung eine Leistungszulage von bis zu 15 % des Grundgehalts gewährt werden. (…)

Die sonstigen Vergütungen betreffen im Wesentlichen Sachbezüge aus der privaten Nutzung von Dienstfahrzeugen.

Im Falle einer Nichtverlängerung der Dienstverträge haben Herr Oberliesen und Herr Kurth Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen mit ihrem Ausscheiden, sofern die Nichtverlängerung nicht von ihnen zu vertreten ist. Der Anspruch von Herrn Oberliesen beträgt derzeit 50 % und der von Herrn Kurth derzeit 55 % der ruhegeldfähigen Bezüge.

Im Falle der regulären Beendigung ihrer Tätigkeit haben die im Geschäftsjahr bei der Sparkasse tätigen Mitglieder des Vorstands Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen. Der Anspruch von Herrn Oberliesen beträgt dann 55 % und der von Herrn Kurth 55 % der ruhegeldfähigen Bezüge. Auf die Pensionsansprüche wird ab Beginn der Ruhegehaltszahlungen die Tarifentwicklung des öffentlichen Dienstes angewendet.

Für die Altersversorgung von Herrn Walter zahlt die Sparkasse jährlich einen Beitrag in Höhe von 49 % seiner ruhegeldfähigen Bezüge in eine Unterstützungskasse. Im Fall der Beendigung der Tätigkeit stehen Herrn Walter die bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Leistungen zu. Die Auszahlung aus der Unterstützungskasse beginnt mit seinem Renteneintritt. Weitere Beiträge oder Ruhegehaltszahlungen nach Beendigung der Tätigkeit werden an Herrn Walter nicht geleistet. (…)

Bezüge der Mitglieder des Verwaltungsrats

Den Mitgliedern des Verwaltungsrats, des Hauptausschusses (ehemalige Sparkasse Hagen), des Bilanzprüfungsausschusses (ehemalige Stadtsparkasse Herdecke) und des Risikoausschusses der Sparkasse einschließlich lediglich beratender Teilnehmer wird ein Sitzungsgeld von EUR 150 je Sitzung gezahlt; die Vorsitzenden erhalten jeweils den doppelten Betrag.

Die Mitglieder der Verhandlungskommision für die Fusion erhielten für ihre Sitzungen ebenfalls ein Sitzungsgeld von EUR 150 je Sitzung.

Außerdem erhielten die ordentlichen Mitglieder des Verwaltungsrats für die Tätigkeit einen Pauschalbetrag von EUR 1.500 p. a. (ehemalige Sparkasse Hagen) bzw. EUR 600 p. a. (ehemalige Stadtsparkasse Herdecke); ab 31.08.2016 erhielten alle Mitglieder anteilig EUR 1.500 p. a. Der Vorsitzende der ehemaligen Sparkasse Hagen und der fusionierten Sparkasse HagenHerdecke erhielt jeweils anteilig die doppelten Beträge. (…)

In Abhängigkeit von der Sitzungshäufigkeit und -teilnahme ergaben sich im Geschäftsjahr 2016 folgende Bezüge der einzelnen Mitglieder der zuvor genannten Gremien:

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2 Antworten to “Über 400.000 Euro für den Sparkassen-Chef”

  1. Allan Qutermain Says:

    Gier Frist Hirn.

    Die Herrschaften bekommen ein Gehalt, dass höher wie das Gehalt der BK Merkel ist.

    Es ist heute auch so schwer richtige Fachleute vom Markt einzustellen.

    Was noch Fehlt, sind die Dienstwagen.
    Auch bei der Fusion mit Herdecke, gab es ein paar Teuro auf die Hand.
    Diese Boni schlummern noch in irgend einen Ordner.

    Was auch nicht schlecht ist sind die Euros die der Verwaltungsrat kassiert. 3.000 Euro pro Jahr für ein paar Sitzungszeiten ist doch auch nicht schlecht.
    Da kann man als Sitzungsmitglied irgend eines Ausschuss im Rathaus richtig neidisch werden.

    Weiterhin viel mir sofort ein Name in meinen Augen.
    Ein Mitglied aus den Henschel-Clan ist dort auch vertreten.

    Ich tippe Mal, diese Knete wird bei den LINKE Hagen, abgeführt?

    Wetten nicht!

    Ob der zugestimmt hat, dass die Sparkassen-Zweigstellen in Hagen/Herdecke ausgedünnt werden?

    Zuzutrauen ist alles diesen Clan.

    Gerade Sparkassen haben ein paar Privilegien mehr wie Banken, vom Gesetzgeber u.a. wegen
    den Ortsnahen Zweigstellen bekommen.

  2. Umleitung: von den Paradise Papers zur biologischen Station in Brilon | zoom Says:

    […] Hagen: Über 400.000 Euro für den Sparkassen-Chef … doppelwacholder […]

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