„Hallo ins Land“

by

Stellungnahme des bei der Wahlkreiskonferenz der SPD unterlegenen Andreas Kroll

Hallo ins Land,

aufgrund zahlreicher Nachfragen bezüglich meiner auf der Wahlkreiskonferenz gehaltenen Rede habe ich mich nunmehr entschlossen, diese hier zu veröffentlichen. Damit sich jeder, der Interesse daran hat, selbst ein Bild davon machen kann, wie gut oder wie schlecht diese ist.

Ich möchte dabei auch die Gelegenheit nutzen, das ein oder andere klar zu stellen, was in den letzten Tagen an Unterstellungen und Vermutungen geäußert oder geschrieben wurde.

Zuallererst möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich mich für meine Kandidatur weder entschuldigen noch rechtfertigen werde. Dass ich diese erst am Wahlabend erklärt habe entspricht der Satzung der SPD, ist rechtlich nicht zu beanstanden und in meinen Augen „gelebte Demokratie“. Auch weil dieses dazu geführt hat, dass es tatsächlich eine „Wahl“ gab – also die Möglichkeit, zwischen mehreren Personen auswählen zu können. Und ich finde es schade, dass nicht mal eine Genossin den Mut hierzu aufbringt. Das muss aber auch nicht so bleiben …

Meinem Ortsvereinsvorsitzenden, Andreas Schumann, habe ich erst wenige Minuten vor Eröffnung der Konferenz mitgeteilt, dass ich mich der Wahl stellen werde. Begeistert war er nicht. Aber das hatte ich auch nicht erwartet. Dass dieser im Nachgang für meine Kandidatur von einigen wenigen „verantwortlich“ gemacht wird, zeugt meines Erachtens von mangelndem Demokratieverständnis.

Ich kenne keine zweite Person innerhalb der Politik, die mehr Moral und Anstand in sich trägt, als Andreas. Das ausgerechnet er sich für mein Verhalten rechtfertigen sollte, ist das Einzige, was ich an meiner Kandidatur bedauert habe. Deshalb biete ich an dieser Stelle nochmals an, dass ich jede Einladung zum Gespräch annehmen und meine Positionen vertreten werde.

Dass ich möglicherweise von dem einem Ortsverein mehr und dem anderen weniger unterstützt wurde, liegt in der Natur der Sache und ist meines Erachtens unbedeutend. Befremdlich wird es für mich, wenn im Nachgang publiziert wird, dass die nicht anwesenden Delegierten definitiv nicht für mich votiert hätten. Wenn es Mitglieder in der Partei gibt, die der Meinung sind, eine geheime Wahl derart im Vorfeld bereits beeinflussen zu können, dann sollten wir uns einmal Gedanken um uns selbst machen.

Abschließend möchte ich festhalten, dass mich niemand zu dieser Kandidatur bewegt hat. Ich hatte lediglich die Absicht, eine Alternative mit anderen politischen Themen zu bieten. Letztendlich sind die inhaltlichen Themen und Debatten viel wichtiger als Personalpolitik.

Allein schon deshalb, weil uns die Themen noch beschäftigen, wenn die Personen schon lange gegangen sind …

Quelle: Andreas Kroll via Fatzebuck, dort auch die Rede

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Eine Antwort to “„Hallo ins Land“”

  1. Umleitung: von Bob Dylan über Al-Bakr und Bobby Kennedy zur Akte Rosenburg, in die Niederungen des Rechtspopulismus und mehr … | zoom Says:

    […] Hagen: Stellungnahme des bei der Wahlkreiskonferenz der SPD unterlegenen Andreas Kroll … doppelwacholder […]

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