Brassband-Klänge mit politischen Statements

17. Juli 2021 by

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Die Brassband Banda Comunale begeistert neben coolen Sounds und raffinierten Arrangements auch mit klaren politischen Statements gegen Rassismus. Foto: Banda Comunale.

Frei, wild und politisch – so klingt die Brassband Banda Comunale, die im Rahmen des Sommerfestivals „Muschelsalat“ am Mittwoch, 21. Juli, um 19.30 Uhr in der Kampfbahn Boelerheide, Kapellenstraße 30, ein Konzert spielt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Odyssee: Musik der Metropolen“.

Für Banda Comunale sind politisches Engagement, kritische Texte und die raffinierten Arrangements von Melodien aus fast allen Teilen der Welt nicht zu trennen. Herzen öffnen, Ressentiments abbauen, Verständigung schaffen – so die klare Botschaft. Zahlreiche Preise konnte die Band schon für ihre Konzerte, musikpädagogischen Projekte und politisch-musikalischen Statements gewinnen.

Gegründet wurde die Band vor zwanzig Jahren, als Musikstudentinnen und Musikstudenten in Dresden auf die Straße gingen und mit viel Brass und starken Beats die Rechtsextremisten und später Pegida-Anhänger übertönten.

Mit ihrer Art von Heimatmusiken luden die Musikerinnen und Musiker zum gemeinsamen Tanzen ein. Mit Klängen vom Damaskus bis Ougagadougou, vom Balkan bis Südamerika setzen sie seitdem Zeichen gegen Rassismus und begeisterten ihr Publikum in mehr als 400 Konzerten. Im Jahr 2015 wuchs die international besetzte Band um Musikerinnen und Musiker aus dem arabischen und afrikanischen Raum und schaffte eine mitreißende Art der Willkommenskultur.

Die Reihe „Odyssee: Musik der Metropolen“ wird vom Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim, Bahnhof Langendreer in Bochum, der Pelmke in Hagen und dem Institut für Kulturarbeit in Recklinghausen in bewährter Kooperation mit „WDR Cosmo“ durchgeführt.

Das Kulturbüro der Stadt Hagen als Organisator hat die Veranstaltungen an die Pandemiebedingungen angepasst. Interessierte müssen online ein kostenfreies Ticket auf der Internetseite www.muschelsalat.hagen.de beziehen und dieses zusammen mit einem Lichtbildausweis ausgedruckt oder digital zur Veranstaltung mitbringen.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden gebeten, sich kurz vor den Terminen unbedingt auf der angegebenen Internetseite über weitere Zugangsvoraussetzungen zu informieren.

Unwetterstörungen im Busverkehr in Hagen

17. Juli 2021 by

Stand: 16.07.2021 um 19:38 Uhr

Linie 510: kein Verkehr.

Linie 514: nicht über Lange Straße. Umleitung über Wehringhauser Str. (B7)

Linie 517: kein Verkehr von (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Wesselbach

Linie 521: nicht über Lange Straße. Umleitung über Buschey / Rehstr.

Linie 535: kein Verkehr

Linie 538: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Hohenlimburg Bf bis (H) Obernahmer

Linie 539: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Wiblingwerde

Linie NE2: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Kronenburgplatz bis (H) Obernahmer

Linie NE4: kein Verkehr auf dem Abschnitt (H) Delstern bis (H) Sterbecke

Container für Sperrmüll und Elektroschrott

17. Juli 2021 by

Kostenlose Sammelaktion in Überflutungsgebieten

Das Unwetter und seine Folgen hat Hagen schwer getroffen. Viele Keller und Wohnungen sind vollgelaufen und unzähliges Mobiliar wurde zerstört. Um die betroffenen Personen zu unterstützen, bietet der HEB seit Freitag, 16. Juli 2021, eine kostenlose Sammelaktion für Sperrmüll und Elektroschrott an.

Der HEB ist in den kommenden Tagen und ab 6 Uhr bis in den Abend hinein an mehreren Standorten in den vom Unwetter betroffenen Gebieten unterwegs. Die Gegenstände können dann direkt bei den Mitarbeitenden des HEB in den Containern und Sperrmüllwagen entsorgt werden. Der HEB bittet darum, Elektroschrott und Sperrmüll getrennt voneinander zu entsorgen und keine Farben, Lacke oder ähnlichen Sondermüll in die Behälter zu werfen.

Derzeit können die Gegenstände in diesen Bereichen entsorgt werden:

  • Hohenlimburg Wesselbach
  • Hohenlimburg Obernahmer
  • Holthausen

Der HEB bittet um Verständnis, dass nicht alle Bereiche gleichzeitig angefahren werden können. Die Mitarbeitenden sind mobil unterwegs. Über seine Kanäle wird der HEB Updates veröffentlichen und die Öffentlichkeit informieren, wenn auch weitere Bereiche angefahren werden.

Bitte beachten: Aufgrund des anhaltenden Stromausfalls ist das Kundenbüro des HEB leider weder telefonisch noch per Mail zu erreichen. Der HEB bittet um Verständnis, dass die Anlieferung an der Müllverbrennungsanlage aus pandemischen und organisatorischen Gründen weiter nur mit Online-Termin möglich ist.

Aktuelle Infos finden Interessierte auf der Internetseite des HEB unter www.heb-hagen.de.

Notunterkünfte können schließen

16. Juli 2021 by

Die Notunterkünfte in der Ischeland-Halle und der Aula des Theodor-Heuß-Gymnasiums müssen keine weitere Notversorgung leisten. Die wenigen verbliebenen Personen wurden durch die Stadt Hagen notfallmäßig untergebracht.

Für Personen, die sich aufgrund des Hochwassers in einer dringenden Notfallsituation befinden und keine Unterkunft mehr haben, steht die zentrale Fachstelle für Wohnraumsicherung der Stadt Hagen zur Verfügung. Betroffene erreichen die Hilfestelle unter Telefon 02331/207-2727 oder unter 02331/207-5865.

Corona in Hagen – Stand: 16.07., 0:00 Uhr

16. Juli 2021 by

Hinterher trauern, statt vorher verändern

16. Juli 2021 by

Interview mit Armin Laschet zur Flutkatastrophe in der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“

Ab Min. 18:00 erste kritische Anmerkungen zur Katastrophen- und Klimapolitik, danach ab Min. 20:20 Interview mit dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidaten der CDU Armin Laschet.

Das Interview führt die 52-jährige Moderatorin Susanne Wieseler, die von Laschet im Laufe des Gesprächs auch schon mal herablassend als „junge Frau“ tituliert wird (Min 24:17). Nachdem die eigentlich kreuzbrave Wieseler die erste kritische Nachfrage formuliert hat, unterstellt Laschet der Moderatorin, sie wolle „einen parteipolitischen Streit beginnen“.

Diesen Vorwurf wiederholt er im weiteren Verlauf des Gesprächs zunehmend gereizt wirkend noch mehrmals in abgewandelter Form. Ungeachtet der Tatsache, dass er es mit einer Journalistin und nicht mit einer Vertreterin aus den Reihen der Oppositionsparteien zu tun hat.

Eine Änderung seiner Politik angesichts der aktuellen Ereignisse lehnt Laschet hingegen weiterhin ab. Es sei „nicht die Zeit, politische Forderungen zu stellen, sondern an die Menschen zu denken“. Die „wichtige Frage“ ist für den CDU-Kanzlerkandidaten die der individuellen Schicksale und nicht die Veränderung einer Politik, die solche Schicksale überhaupt erst ermöglicht.

Aktueller Lagebericht zum Hochwasser in Hagen

15. Juli 2021 by

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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich mit OB Erik O. Schulz über die aktuelle Lage in Hagen ausgetauscht und den Einsatzkräften für ihre Arbeit gedankt. Foto: Michael Kaub/ Stadt Hagen.

Nach Einschätzung des Umweltamtes der Stadt Hagen wurde Hagen in den vergangenen Stunden von einem 120-jährlichen Hochwasser eingeholt. Aktuell sind alle Flüsse wieder in ihren Flussbetten. Am heutigen Vormittag waren rund 600 Hilfskräfte im Einsatz. Das Technische Hilfswerk (THW) hat bereits die Unterführung am Hagener Hauptbahnhof ausgepumpt und arbeitet aktuell am Hochwasser im Rathaus an der Volme.

Das Bürgertelefon der Stadt Hagen konnte wieder eingerichtet werden und ist für die Bürgerinnen und Bürger wie gewohnt unter Telefon 02331/207-5000 für dringende Anliegen erreichbar. Außerdem bietet die Feuerwehr Hagen eine Personenauskunftsstelle unter Telefon 02331/9812400 an. Wenn Personen im Notfall in Krankenhäuser, Wohnheime oder Notunterkünfte verlegt werden mussten, kann dort rund um die Uhr Auskunft zum Aufenthaltsort der Personen gegeben werden. Die Polizei Hagen informiert unter Telefon 02331/9862828 beispielsweise über Straßensperrungen.

Hier eine Zusammenfassung der aktuellen Lage:

Trinkwasserversorgung gesichert

Die generelle Trinkwasserversorgung in Hagen ist gesichert. Das Leitungswasser kann normal getrunken werden und muss nicht abgekocht werden. Zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität wird das Trinkwasser gechlort. Es kann sein, dass die Nutzer dieses bei der Entnahme riechen. Das ist eine rein präventive Maßnahme. Es gibt keinen Hinweis auf Beeinträchtigung des Trinkwassers.

Wenige Haushalte ohne Wasser, Stromversorgung teilweise eingeschränkt

Aktuell sind nur noch wenige Haushalte im oberen Dahl ohne Wasseranschluss. Die Stromversorgung ist in mehreren Bereichen in Hagen derzeit abgeschaltet. Enervie informiert dazu, dass der Strom aus Sicherheitsgründen erst wieder eingeschaltet werden kann, wenn das Hochwasser in den jeweiligen Bereichen entfernt wurde.

Diverse Einrichtungen bleiben geschlossen

Aufgrund von Überschwemmungen müssen alle städtischen Einrichtungen bis mindestens Sonntag, 18. Juli, geschlossen bleiben. Die Termine im Zentralen Bürgeramt, die für den heutigen Donnerstag oder morgen gebucht sind, können am Freitag, 16. Juli, zwischen 8 und 18 Uhr in den Bürgerämtern Boele, Hohenlimburg und Haspe bearbeitet werden. Die Zulassungsstelle, Fahrerlaubnisbehörde und Ausländerbehörde sind ebenfalls ab morgen wieder erreichbar. Bezüglich der Beurkundung von Sterbefällen werden die Bestatter von der Stadt Hagen direkt informiert.

Die Kindertagesstätten und OGS-Betreuungen sind auch am Freitag, 16. Juli, geschlossen. Die Wochenmärkte im Stadtgebiet wurden für Freitag, 16. Juli, ebenfalls abgesagt. Die Agentur für Arbeit Hagen und das Jobcenter Hagen sind bis auf Weiteres nicht in gewohnter Weise dienstbereit. Persönliche Termine können derzeit nicht stattfinden. Anliegen können telefonisch geklärt werden – soweit die Telefonie nicht lokal gestört oder ausgefallen ist.

Sporteinrichtungen sind geschlossen

Der Krisenstab hat beschlossen, dass alle Sportplätze und Sporthallen in Hagen bis einschließlich Sonntag, 18. Juli, geschlossen bleiben und frühestens am Montag, 19. Juli wieder geöffnet sind.

Straßen-, Bus- und Zugverkehr

Einige Straßenabschnitte sind weiterhin gesperrt. Der Busverkehr normalisiert sich langsam. Aktuelle Informationen gibt die Hagener Straßenbahn AG unter www.strassenbahn-hagen.de. Der Hagener Hauptbahnhof ist für den Zugverkehr komplett gesperrt und wird nicht angefahren. Weiterhin werden auch alle anderen Bahnstationen in Hagen vom Zugverkehr nicht angefahren.

Corona in Hagen – Stand: 15.07., 0:00 Uhr

15. Juli 2021 by

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Auch das noch: Laschet kommt Fluten besuchen

15. Juli 2021 by

Von Schröder lernen, heißt siegen lernen?

Im Bundestagswahlkampf 2002 lag die rot-grüne Koalition lange Zeit in allen Umfragen deutlich hinter der Opposition. Dennoch errangen SPD und Bündnis 90/Die Grünen am 22. September 2002 erneut eine knappe Mandatsmehrheit, mit der die Regierungskoalition unter Bundeskanzler Schröder (SPD) fortgesetzt werden konnte.

Manche Beobachter führten dies auf das medienwirksame Krisenmanagement Schröders bei der Flutkatastrophe zurück, die im Spätsommer 2002 kurz vor der Bundestagswahl Ostdeutschland an der Elbe und ihre Nebenflüssen heimgesucht hatte.

Daran dürfte sich auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet erinnern, der heute der Stadt Hagen einen Besuch abstatten will, wie die Staatskanzlei auf Twitter mitteilte. CDU-Kanzlerkandidat Laschet will demnach mit Oberbürgermeister Erik Olaf Schulz und dem Krisenstab sprechen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Laschet war in der Vergangenheit nicht gerade dadurch aufgefallen, sich besonders für die Sorgen und Nöte der Stadt Hagen zu interessieren. Und auch der Kampf gegen den Klimawandel und die damit verbundenen Extremwettererscheinungen war bisher nicht unbedingt mit dem Namen Laschet verbunden.

Der Journalist Franz Alt, selbst CDU-Mitglied von 1963 bis zu seinem Austritt 1988, kritisiert im Klimareporter, nach eigenen Angaben das „unabhängige Online-Magazin zu Klimawandel und Energiewende“, seinen ehemaligen Parteifreund:

Fakt ist, dass Armin Laschet den deutschen Kohleausstieg erst für das Jahr 2038 befürwortet.

Fakt ist, dass Armin Laschet meint, ein Tempolimit von 130 auf deutschen Autobahnen bringe nichts fürs Klima.

Fakt ist seine Aussage: „Wir müssen besser darin werden, den jungen Menschen zu erklären, warum das mit dem Klimaschutz nicht so schnell geht.“

Damit soll verdrängt werden, dass die Unionsparteien – wenn auch nicht sie allein – 30 Jahre lang den Klimaschutz schlicht verpennt haben. Unser Haus brennt, aber Laschet bestellt die Feuerwehr für das Jahr 2038. Kann jemand Bundeskanzler eines Industriestaates sein, der wesentlich mitverantwortlich für die Klimaerhitzung ist?

Aber weil jetzt auch Wahlkampf ist, will Laschet wohl die Gunst der Stunde nutzen. Der Mann, der als Ministerpräsident eher den Eindruck erweckt, eine Marionette seines Koalitionspartners FDP zu sein (was auch im Wahlprogramm der CDU durchscheint), hat als vermeintliches Erfolgsmodell entdeckt, was 2002 auch schon Agenda-Kanzler Schröder geholfen hat: Fluten besuchen.

Rekordpegelstände in Hagen

15. Juli 2021 by

Pegel Volme Hagen-Eckesey 14.07.2021

Der Wasserstand der Volme war noch nie so hoch wie aktuell (Grafik: LANUV NRW). Am gestrigen Mittwoch (14.07.2021) stieg das Wasser am Pegel in Hagen-Eckesey innerhalb von 24 Stunden von 1,40 Meter (0 Uhr) um 3 Meter auf 4,40 Meter (24 Uhr). Der bisherige Rekord ist mehr als 60 Jahre alt und stammt nach Angaben des WDR aus dem Jahr 1960. Damals erreichte der Pegel die Marke von 3,74 Metern.

Das sogenannte Mittlere Hochwasser liegt an dieser Stelle normalerweise bei 2,40 Meter. Die höchste Warnstufe (Informationsstufe 3) tritt bei einem Pegelstand von 3,80 in Kraft. Dann können bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet werden; der Einsatz von Feuerwehr und/oder Katastrophenschutz ist in großem Umfang möglich. Auch dieser Wert ist inzwischen weit überschritten.

Ähnlich sieht die Situation an der Lenne am Pegel Hohenlimburg aus. Während sich noch am Dienstag der Wasserstand auf dem Niveau des Mittleren Wasserstandes (0,73 Meter) bewegte, schoss die Flut am gestrigen Mittwoch gewaltig nach oben und erreichte einen Pegel von ca. 5,60 Meter. Doppelt so hoch wie das Mittlere Hochwasser, das dort nach Angaben des Ruhrverbands bei 2,77 Meter liegt.

Das Beste draus machen

15. Juli 2021 by

Käptn Josh auf großer Fahrt (HA-Wehringhausen, 14.7.2021)

Land unter in Wehringhausen! Der Wehringhauser Bach erobert sich das Festland zurück! Doch ein unerschrockener Seebär nimmt es furchtlos mit den fatalen Fluten auf… (Lange Straße/Bachstraße)

Unwetter: Innenstadt jetzt auch unter Wasser

14. Juli 2021 by

Die Volme ist aufgrund der Wassermassen übergetreten. Teile der Innenstadt sind betroffen. Straßen nicht befahrbar. (…)

Quelle: wp.de (mit Fotostrecke)

Hochwasserwarnung – Stand: 19:00 Uhr

14. Juli 2021 by

Der Krisenstab der Stadt Hagen erwartet in den kommenden zwei Stunden ein 25-jährliches Hochwasser. Personen, die in unmittelbarer Nähe von Hagener Flüssen (insbesondere der Volme) wohnen, werden dringend dazu aufgerufen, sich selbstständig in gesicherte höher liegende Bereiche zu evakuieren!

Falls das Haus nicht verlassen werden kann, sollten Sie sich in höhere Etagen begeben, sodass Sie gegebenenfalls von dort gerettet werden können. Wenn beide Optionen nicht möglich sind und in Notfällen, kontaktieren Sie die Leitstelle der Feuerwehr Hagen: Telefon 112❗️

Aufgrund des hohen Anrufaufkommens muss mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Legen Sie nicht auf, jeder Anruf wird angenommen.

Unwetter: Stromausfall in Teilen Hagens

14. Juli 2021 by

Der anhaltende Starkregen hat besonders im Stadtgebiet Hagen einige Stadtteile überflutet. Vorsorglich musste Enervie im Laufe des heutigen Tages in diesen Bereichen die Stromversorgung zum Schutz der Bevölkerung vorübergehend abschalten. Enervie arbeitet intensiv mit den Feuerwehren vor Ort – aber auch mit dem zentralen Krisenstab in Hagen – zusammen.

Inzwischen ist die Stromversorgung in rund 30 Mittelspannungsstationen unterbrochen – vor allem im Bereich Hohenlimburg-Innenstadt, Nahmertal, Priorei, Dahl, Rummenohl, Boloh und Wehringhausen. Die Stromversorgungsanlagen können erst wieder sukzessive eingeschaltet werden, wenn das Wasser zurückgegangen ist. Es ist derzeit noch nicht möglich, dafür einen Zeitpunkt anzugeben.

Enervie gibt vorsorglich den dringenden Hinweis, dass in überfluteten Kellern oder anderweitig durchnässten Stromanlagen eine Wiederinbetriebnahme unbedingt durch eine Elektrofachkraft – zum Beispiel einen eingetragenen Installateur – durchgeführt werden muss. Hierfür ist der Eigentümer der Anlage verantwortlich. Der Versuch einer eigenständigen Wiederinbetriebnahme kann lebensgefährlich sein.

Unwetter: Stadt richtet Notunterkünfte ein

14. Juli 2021 by

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Situation in Hohenlimburg-Nahmer. Foto: Feuerwehr Hagen.

Personen, die aufgrund der aktuellen Wetterlage eine Unterkunft oder Versorgung benötigen, können unmittelbar die Ischelandhalle („Krollmann-Arena“), Stadionstraße 22, und die Aula des Theodor-Heuß-Gymnasiums, Humpertstraße 19, aufsuchen. Vor Ort sind Hilfsdienste anwesend, um die Personen zu versorgen und es stehen Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Freiwillige Hilfe wird aktuell nicht benötigt

Viele freiwillige Helfer bieten aufgrund der Überschwemmungen ihre tatkräftige Unterstützung an. Die Stadt Hagen bedankt sich für die verschiedenen Hilfsangebote, bittet aber alle Hagenerinnen und Hagener derzeit möglichst zuhause zu bleiben. Sollten helfende Hände benötigt werden, wird es eine offizielle Information geben.

Hygiene bei Einsätzen in Hochwasser- und Überschwemmungsbereichen

Bei Wasserkontakt mit dem Schmutzwasser besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten. Deshalb weist die Stadt Hagen darauf hin, dass alle Bürgerinnen und Bürger den direkten Kontakt mit Schmutzwasser, Schlamm, verunreinigten Flächen und Geräten vermeiden sollten. Helfer bei Aufräumarbeiten sollten Schutzkleidung wie Gummistiefel, wasserabweisende Kleidung und wasserdichte Handschuhe tragen. Wenn Krankheitsanzeichen wie Fieber, Durchfall, Erbrechen, Verletzungen und andere gesundheitliche Probleme, die in Verbindung mit den Aufräumarbeiten stehen, auftreten, sollten die Betroffenen einen Arzt aufsuchen.

Unwetter in Hagen: rund 440 Kräfte im Einsatz

14. Juli 2021 by

In den vergangenen Stunden wurde Hagen von starken Regenmassen getroffen. Rund 440 Kräfte sind im Einsatz. Neben der Feuerwehr Hagen helfen auch überörtliche Kräfte aus dem Hochsauerlandkreis, dem Kreis Olpe und dem Kreis Siegen-Wittgenstein.

Weiterhin unterstützen die Einsätze das Technische Hilfswerk (THW), verschiedene Hilfsorganisationen, das Umweltamt der Stadt Hagen und der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH). Besonders betroffen sind die Stadtteile Dahl, Hohenlimburg, Eilpe und Wehringhausen.

Um die Lage einzuordnen und schnellstmöglich Hilfsangebote zu schaffen, wurde am Morgen der Krisenstab der Stadt Hagen unter Leitung von Christoph Gerbersmann, Erster Beigeordneter der Stadt Hagen, einberufen. Da zum Nachmittag eine weitere Unwetterlage angekündigt wurde, weist der Krisenstab dringend darauf hin, dass die Hagenerinnen und Hagener Termine im Stadtgebiet heute möglichst nicht wahrnehmen. Unnötige Wege und Spaziergänge im Wald sollten vermieden werden.

Die Kindertagesstätten und OGS-Betreuung bleiben auch morgen, 15. Juli, geschlossen. Die Einrichtungen stehen im Bedarfsfall mit den Eltern in Kontakt.

Lage in den Stadtteilen: Überflutete Bäche und Straßen nicht befahrbar

Der Stadtteil Dahl ist aufgrund von Geröllmassen in Richtung Hagen derzeit nicht zu erreichen. Ein Unimog wurde als Rettungswagen ausgestattet, um eine notärztliche Versorgung in Dahl sicherzustellen.

In mehreren Bereichen kam es durch die Wassermassen zu Teileinstürzen von Wänden an Gebäuden. Das Wasser riss zudem unter anderem Geröll mit, weshalb insbesondere die Hardtstraße, Wesselbachstraße und Hohenlimburger Straße nicht befahrbar waren. Die Polizei Hagen hat betroffene Bereiche gesperrt. Die Einsatzkräfte weisen dringlich darauf hin, dass diese Sperrungen weder zur Seite geräumt noch umfahren werden sollen.

Diverse Bäche waren oder sind überschwemmt, insbesondere die Bäche in Holthausen und Wehringhausen sind betroffen.

Seniorenzentrum im Wesselbach wird evakuiert

Das Martha-Müller-Seniorenzentrum musste aufgrund von vollgelaufenen Geschossen vollständig evakuiert werden. Zusätzlich angeforderte Transportwagen bringen die Bewohnerinnen und Bewohner in andere Hagener Einrichtungen oder mehrfach Erkrankte in örtliche Krankenhäuser.

Bus- und Bahnverkehr teilweise eingeschränkt

Der Busverkehr in Hagen ist an vielen Stellen eingeschränkt und es kommt zu Ausfällen und Verspätungen. Derzeit ist das Volmetal von Delstern bis Rummenohl nicht befahrbar. Der Zugverkehr zwischen Rummenohl und Hagen Hauptbahnhof entfällt ebenfalls.

In Hohenlimburg sind die Haltestelle Mitte und die Bereiche Hünenpforte und Nahmertal gesperrt. Der Bahnhof in Hohenlimburg ist wieder mit Bussen erreichbar, ist aber aufgrund der Überspülungen für den Zugverkehr weiterhin gesperrt. Informationen zum aktuellen Stand und dem Schienenersatzverkehr finden Interessierte auf www.abellio.de. Infos zum Busverkehr in Hagen finden Interessierte auf www.strassenbahn-hagen.de.

Personenschäden

Glücklicherweise wurden bislang nur wenige Personenschäden durch die Einsatzkräfte gemeldet. Eine Person wurde verschüttet und dabei leicht verletzt. Die Strömungsretter mussten Personen retten, die in einen PKW eingeschlossen waren.

Ruhralarm ausgelöst

Das Umweltamt der Stadt Hagen hat aufgrund von Sichtungen von Öl auf den Flüssen Volme, Lenne und Ruhr den Ruhralarm auslösen lassen. Dies bedeutet, dass die Wasserwerke an der Ruhr aktuell kein Wasser für die Trinkwasserversorgung aus dem Fluss entnehmen können. Die Trinkwasserversorgung ist in Hagen aber weiterhin aufgrund einer redundanten Absicherung gewährleistet.

Städtische Veranstaltungen abgesagt

Heutige städtische Veranstaltungen wie der Muschelsalat mit Rasga Rasga in der Kampfbahn Boelerheide sind aufgrund der Wetterlage abgesagt.

Corona in Hagen – Stand: 14.07., 0:00 Uhr

14. Juli 2021 by

Die 7-Tage-Inzidenz steigt wieder und liegt aktuell bei 7,9.

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Die wahre Welt des AfD-Geitz

14. Juli 2021 by

WPWR verharmlost den rechten Bundestagskandidaten

In einer ganzseitigen Präsentation im Hagener Heimatblättchen WPWR durfte sich Andreas Geitz, der hiesige Bundestagskandidat der AfD, unwidersprochen als „sozialen“ und „konservativen“ Demokraten bezeichnen, der „Sachpolitik favorisiert“. Jens Stubbe, der Leiter der Lokalredaktion der WPWR, bescheinigte Geitz wohlwollend: „Humor hat er ja, dieser Mann.“

Diese Form von „Humor“ gestaltet sich derart, dass er beispielsweise auf seiner Fakebook-Seite die Verballhornung eines Judensterns mit der Aufschrift „Ungeimpft“ teilte. Nachdem DOPPELWACHOLDER.DE diese Verunglimpfung einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machte, entfernte der AfD-“Humorist“ das Machwerk umgehend.

Aber Geitz, der von der WPWR mitfühlend auch als „Familienvater“ dargestellt wurde und als „Unternehmer, den Mann aus Boelerheide“, tummelt sich weiter in üblen Gefilden.

So preist er per Teilung aktuell ein musikalisches Machwerk an, in dem sich diverse Gestalten aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum versammelt haben: „Heimat – Die Konferenz“. Geitz freut sich: „Dieser Song geht gerade viral…“ – garniert mit drei Herzchen in schwarz-rot-gold (Sceenshot: DW).

Screenshot 2021-07-14 at 00-02-36 Andreas Geitz Heimat - Die Konferenz

„Der Blick nach rechts“, das Medium des Berliner Instituts für Information und Dokumentation e.V. bescheibt die Szene hinter dem Liedgut:

Hier sind mehr als zwanzig Musiker und Aktivisten involviert die unter dem Label „Die Konferenz“ firmieren. Das Lied ist eine deutschtümelnde Hymne, die mittels Text und Video Inhalte transportiert, die von der „Identitären Bewegung“, der AfD und Pegida her bekannt sind. Durch Sequenzen im Video von Demonstrationen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen wirkt der Song zudem so, als empfehle er sich als neue Hymne für eine Art „Corona-Pegida“. Der überwiegende Teil der Mitwirkenden neben Naidoo stammt aus dem rechten bis rechtsextremen Spektrum. (…)

Xavier Naidoo, Gründungsmitglied der Musikgruppe „Söhne Mannheims“, ehemaliger Dozent an der Popakademie Baden-Württemberg, ehemaliger Juror bei „The Voice of Germany“ und 2015 zurückgezogener deutscher Teilnehmer beim „Eurovision Song Contest“, wird als Komponist und Texter genannt. (…)

Als Sänger treten neben Naidoo im Song „Heimat“ rund 15 Personen in Erscheinung, die restlichen Mitwirkenden bei „Die Konferenz“ – darunter Medienaktivisten aus der rechten Szene wie Billy Six, „Kla.TV“ und Oliver Janich – übernehmen offenbar andere Aufgaben. Weitere Sänger sind der rechtsradikale „Aktivist Mann“, also Matthäus W. aus dem Kreis Minden-Lübbecke, der wegen seiner äußerst radikalen Positionen und Aktionen nunmehr ehemalige AfD-Politiker Heinrich Fiechtner sowie der Kölner Anwalt Gordon Pankalla aus dem „Querdenken“-nahen Juristennetzwerk „Anwälte für Aufklärung“. (…)

Neben diesen und Naidoo singt auch Hannes Ostendorf, Kopf der eigentlich aufgelösten rechtsextremen Hooligan-Band „Kategorie C“ (KC). KC haben 2019 auf dem vom Neonazi und NPD-Funktionär Thorsten Heise organisierten „Schild & Schwert“-Festival in Ostritz ihr Abschiedskonzert gespielt. Ostendorf veröffentlichte gleichwohl seitdem unter dem Namen „Hannes“ weiter Songs, publizierte mit anderen Musikern der Rechtsrock-Szene ein „Corona-Lied“ und ist zudem mit seiner rechtsextremen Band „Nahkampf“ weiter präsent. (…)

Quelle: bnr.de

Fazit: Geitz ist nicht der „soziale“ und „konservative“ Demokrat, der „Sachpolitik favorisiert“, wie er es über die WPWR verbreiten durfte, sondern ein Propagandist des rechtsextremen Spektrums. Ein Vertreter, den das Heimatblättchen verharmlosend als „der 56-jährige mit Humor“, „Familienvater“ und tümelnd als „Mann aus Boelerheide“ verkauft.

Taschenuhr hält Moment des Luftangriffs auf den Bunker Körnerstraße fest

14. Juli 2021 by

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15. März 1945, 20.32 Uhr: Zu diesem Zeitpunkt wird Hagen von einem letzten, in seinen Auswirkungen verheerendsten britischen Luftangriff getroffen. Ein halbes Jahr später wird bei Aufräumarbeiten vor dem Bunker in der Körnerstraße eine Taschenuhr bei einer männlichen Leiche gefunden, stehengeblieben am 15. März 1945 um 20.32 Uhr (Foto: Stadtmuseum Hagen).

Die Geschichte hinter der Uhr entdeckt das Stadtarchiv Hagen erst 75 Jahre später.

Bei Recherchen in den Akten der Hagener Polizei im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen – Abteilung Westfalen in Münster im Oktober 2020 sichtete das Team des Hagener Stadtarchivs auch Akten, die sich mit der Bergung der Opfer des Luftangriffs am 15. März 1945 befassten. „In den Akten fanden wir einen Umschlag mit einer Taschenuhr, die bei einer getöteten Person, vermutlich ein Wehrmachtssoldat, auf dem Vorplatz des Bunkers in der Körnerstraße geborgen wurde. Die Uhr blieb um 20.32 Uhr stehen und konserviert den Zeitpunkt des britischen Luftangriffs sowie den Tod seines Besitzers“, erklärt Dr. Ralf Blank, Historiker und Leiter des Stadtarchivs Hagen.

Der unbekannte Soldat gehörte vermutlich zu den Schutzsuchenden, die sich vor dem Hochbunker gedrängt hatten, um noch eingelassen zu werden. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Bunkerbereich aufgeräumt und von Trümmern befreit. Dabei wurde am 7. September 1945 der unter Schutt begrabene Soldat entdeckt, in der Tasche die stehengebliebene Uhr mit einem Gehäuse aus Edelstahl.

Diese war großer Hitze ausgesetzt – das Deckglas fehlt, die Oberfläche ist korrodiert. Zudem fehlt der Sekundenzeiger. Im oberen Teil ist noch eine Inschrift zu erkennen, die auf die Kienzle Uhrenfabrik AG verweist. Die Uhr stammt aus den 1930er Jahren und besaß ursprünglich ein helles Ziffernblatt mit einem umlaufenden, vergoldeten Ring sowie vergoldeten Zeigern.

Nach der Bergung der unbekannten Person wurde die Taschenuhr in die Vermisstenakte gelegt und blieb vorerst im Bestand des Polizeipräsidiums Hagen im Landesarchiv NRW in Münster. Obwohl die Kriminalpolizei bis in die 1970er Jahre immer wieder zu Anfragen nach vermissten Personen des Luftangriffs ermittelte, konnte die Identität des Soldaten auch anhand der Taschenuhr bis heute nicht geklärt werden.

Die Uhr befindet sich mittlerweile im Besitz der Stadt Hagen und ist ab 2022 im Stadtmuseum Hagen zu sehen.

Bereits 50 Prozent der aktiven COVID19-Erkrankungen sind auf Reiserückkehrer zurückzuführen

14. Juli 2021 by

Griechenland, Spanien, Tschechische Republik, Türkei – die Hälfte der aktiven COVID-19-Erkrankungen in Hagen sind inzwischen auf Reiserückkehrer zurückzuführen, bei denen bislang ausnahmslos die Delta-Variante nachgewiesen wurde.

Zwar liegt die heutige Inzidenz mit einem Wert von 5,8 in Hagen auf einem niedrigen Niveau, dennoch appelliert das Gesundheitsamt der Stadt Hagen angesichts der Entwicklung noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, die aus dem Urlaub zurückkehren, das Angebot der kostenlosen Schnelltests in Anspruch zu nehmen.

Hintergrund für den Appell sind unter anderem die bei der Delta-Variante auftretenden Verläufe, die sich von denen des Wildtyps des Virus und der Alpha-Variante unterscheiden. Der langsamere Anstieg der Viruslast sorgt dafür, dass eine Infektiosität in vielen Fällen erst Tage nach Symptombeginn beobachtet wird.

Antigen-Schnell-Tests liefern bei beginnender Symptomatik oft noch falsch negative Ergebnisse. Zum Ausschluss einer COVID-19 Erkrankung im Frühstadium sind sie somit nicht geeignet, so dass das Gesundheitsamt Reiserückkehrern empfiehlt, direkt nach der Wiederkehr aus dem Urlaub und nach sieben bis zehn Tagen einen Schnelltest durchführen zu lassen. Eine Übersicht, welche Einrichtungen in Hagen Schnelltests durchführen, finden Interessierte unter www.hagen-testet.de.

Darüber hinaus sollten zwei Wochen nach Reiserückkehr Hygieneregeln strikt beachtet und Kontakte insbesondere zu Risikogruppen reduziert werden. Treten innerhalb dieser zwei Wochen Symptome auf, ist der Hausarzt aufzusuchen und dort eine PCR-Testung vorzunehmen.

Wer im Urlaub positiv getestet wurde, sollte Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen, um das weitere Vorgehen zu klären, auch wenn der Test vor Rückreise negativ war. Zudem weist das Gesundheitsamt daraufhin, dass nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung eine Testpflicht für Arbeitnehmer nach fünftägiger Abwesenheit am Arbeitsplatz besteht.

Wichtig zu wissen: auch nachgewiesen Immunisierte können sich zu einem geringen Anteil noch mit SARS-CoV-2 Viren infizieren und die Infektion weitergeben, gelten aber insbesondere gegen schwere Verläufe geschützt.

Corona in Hagen – Stand: 13.07., 0:00 Uhr

13. Juli 2021 by

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„Muschelsalat“: Musikalische Charmeoffensive zwischen Balkan und Worldbeats

13. Juli 2021 by

Die Band RasgaRasga bietet den musikalischen Auftakt der Reihe „Odyssee: Musik der Metropolen“ in Hagen. Foto: Karl F. Degenhardt.

Im Rahmen des Sommerfestivals „Muschelsalat“ können musikbegeisterte Hagenerinnen und Hagener am Mittwoch, 14. Juli, um 19.30 Uhr die internationalen Klänge der Band RasgaRasga erleben. In der Kampfbahn Boelerheide, Kapellenstraße 30, spielt die Band das erste Hagener Konzert in der Reihe „Odyssee: Musik der Metropolen“.

Sechs Musiknomadinnen und -nomaden, zwölf Instrumente, fünf Sprachen und ein Feuerwerk aus Emotionen: RasgaRasga strotzt vor Energie und Lebensfreude. Mit ihrer Show bringen sie ihren Herzschlag, ihre Stimmungen und Gefühle auf die Bühne – mal euphorisch ausbrechend und dann wieder intim berührend, mal melancholisch flächig, um dann wieder rhythmisch nach vorne zu treiben.

Dabei entwickeln die fünf Musiker und ihre neue charismatische Frontfrau Daria ein mitreißendes, charmantes Amalgam aus Folk und Pop, Balkan und Worldbeats. Für ihre ausgetüftelten Arrangements und starke Bühnenpräsenz ergatterten sie 2019 den Creole NRW Preis.

Wie immer ist das Veranstalter-Team vom Ringlokschuppen Ruhr in Mülheim, Bahnhof Langendreer in Bochum, der Pelmke in Hagen und dem Institut für Kulturarbeit in Recklinghausen Garant für ein überraschendes und ambitioniertes Programm. In bewährter Kooperation mit „WDR Cosmo“ sorgen sie auch in diesem Jahr für fulminante Bühnenshows.

Das Kulturbüro als Organisator hat die Veranstaltungen an die Pandemiebedingungen angepasst. Interessierte müssen online ein kostenfreies Ticket auf der Internetseite muschelsalat.hagen.de beziehen und dieses zusammen mit einem Lichtbildausweis ausgedruckt oder digital zur Veranstaltung mitbringen.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden gebeten, sich kurz vor den Terminen unbedingt auf der angegebenen Internetseite über weitere Zugangsvoraussetzungen zu informieren.

Impfzentrum bietet Einmalimpfstoff an

13. Juli 2021 by

Im Hagener Impfzentrum in der Stadthalle, Wasserloses Tal 2, besteht aktuell ein Impfangebot mit dem Einmalimpfstoff von Johnson&Johnson. Eine vorherige Terminbuchung ist nicht notwendig.

Informationen zu den Öffnungszeiten des Impfzentrums finden Interessierte auf der Internetseite www.terminland.de/impfzentrum-hagen. Impfungen mit Johnson&Johnson sind an den Öffnungstagen ab 15 Uhr möglich.

Corona in Hagen – Stand: 12.07., 0:00 Uhr

12. Juli 2021 by

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Corona in Hagen – Stand: 11.07., 0:00 Uhr

11. Juli 2021 by

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Corona in Hagen – Stand: 10.07., 0:00 Uhr

10. Juli 2021 by

Die Inzidenz ist wieder leicht gestiegen, eine weitere Person (geboren 1930), die am Coronavirus erkrankt war, ist verstorben.

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Ein nicht nur kartografischer Blick zurück

10. Juli 2021 by

Hagen 1913 – Vorabend des Ersten Weltkriegs

Stadtplan Hagen 1913 teaser

Ausschnitt des Stadtplans Hagen 1913 (Quelle: Landesarchiv NRW). Eine höhere Auflösung des Gesamtplans in Originalgröße siehe hier.

Während des Deutschen Kaiserreiches von 1871 bis 1914 erlebte Hagen eine Blütezeit. Das galt natürlich nur für die auch damals schon existierenden „oberen Zehntausend“. Aber durch die Urbanisierung und Industrialisierung entwickelte sich die Stadt zum Oberzentrum für die gesamte Region südlich der Ruhr.

1876 waren Wehringhausen und Eilpe eingemeindet worden, 1901 folgten Delstern, Eckesey und Eppenhausen. 1913 hatte Hagen bereits 96.000 Einwohner, Oberbürgermeister war in dieser Zeit Willi Cuno, der der Freisinnigen Volkspartei angehörte. 1906 bis 1912 war er Mitglied des Reichstags. Im März und April 1920 beteiligte er sich am Widerstand gegen den Kapp-Putsch. Ende der 1920er Jahre wurde nach ihm die Cuno-Siedlung benannt.

Bei den Reichstagswahlen 1912 erzielte in Hagen die SPD mit 41,3 Prozent die meisten Stimmen, gefolgt von der Fortschrittlichen Volkspartei (Cunos Freisinnige nach dem Zusammenschluss mit den Linksliberalen) mit 30,4 Prozent und dem Nationalliberalen Zentrum und den Christlich Sozialen mit zusammen 27,8 Prozent.

In der darauffolgenden Stichwahl konnte sich der sozialdemokratische Kandidat im gesamten Wahlkreis Hagen-Schwelm zwar durchsetzen, im Bereich der Stadt Hagen erwiesen sich die vereinigten bürgerlichen Parteien mit einem Anteil von 51,4 Prozent allerdings stärker als die Sozialdemokraten, die sich mit 48,6 Prozent zufriedengeben mussten.

Der Stadtplan von 1913 enthält neben einem Straßenverzeichnis die Standorte öffentlicher Einrichtungen, von Industriebetrieben und geplanten Stadterweiterungen (gestrichelt).

Im Planquadrat K4 an der Eppenhauser Straße lag die Lokalität „Friedrichslust“, in der sich am 28. Juli 1914 etwa 1.000 SPD-Mitglieder zusammenfanden, die einstimmig eine Resolution verabschiedeten, in der „die tiefste Abscheu vor dem Krieg ausgesprochen und die Reichsregierung aufgefordert wurde, sich jeder Einmischung in einen Krieg zwischen Österreich und Serbien zu enthalten“ (Handakten Cuno nach Angaben des Polizeikommisars Becker).

Am Loxbaum befanden sich laut Stadtplan das „Städt. Armenhaus“ sowie eine „Baracke für ansteckende Kranke“ (F1). In diesem Bereich wurde während der Nazi-Zeit ein Lager des Reichsarbeitsdienstes für den Bau der Feithstraße errichtet, das nach dem Zweiten Weltkrieg von der Stadt als Obdachlosenunterkunft (im Volksmund: „D-Zug“) weiterbetrieben wurde.

Und – auch nicht zu verachten: Der Hügel oberhalb des Bordells Düppenbeckerstraße wurde damals ganz offiziell als „Puppenberg“ geführt (I6).

Corona in Hagen – Stand: 09.07., 0:00 Uhr

9. Juli 2021 by

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RVR-Kommunalrat: Schrottreaktoren schließen

9. Juli 2021 by

Auch Hagens Oberbürgermeister Schulz hat Stellungnahme unterzeichnet

Der Kommunalrat des Regionalverbands Ruhr (RVR) hat sich der Forderung der Städteregion Aachen angeschlossen, die Laufzeitverlängerung der belgischen Atomreaktoren Doel 1 und 2 unverzüglich zu beenden. Hintergrund ist, dass die Laufzeiten der 40 Jahre alten Meiler trotz ausgebliebener grenzüberschreitender Umweltverträglichkeitsprüfung bis zum Jahr 2025 verlängert wurden.

Auch wenn der Europäische Gerichtshof und das Belgische Verfassungsgericht entschieden haben, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung nachgeholt werden muss, ist die Sorge in der Städteregion Aachen und auch im gesamten Ruhrgebiet weiterhin groß. Hagens Oberbürgermeister Schulz teilte dem Stadtrat dazu mit, auch er selbst habe „selbstverständlich“ die gemeinsame Stellungnahme mitunterzeichnet.

Der Text der gemeinsamen Stellungnahme:

Mit großer Sorge nehmen die Menschen in unserer Region die Diskussion um die Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks Doel wahr. Wenn immer wieder Zwischenfälle auftreten und technische Auffälligkeiten in grenznahen kerntechnischen Anlagen festgestellt werden, wird das Sicherheitsgefühl der Menschen, insbesondere in den grenznahen Regionen, empfindlich berührt. Im Hinblick auf die wiederholten Zwischenfälle beim Betrieb des belgischen Atomkraftwerks Doel, aber auch der Reaktoren in Tihange, ist dies der Fall.

Dass nun eine Umweltverträglichkeitsprüfung für eine bereits erfolgte Laufzeitverlängerung aufgrund eines gerichtlichen Urteils nachgeholt werden muss, hat die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger unserer Regionen weiter vergrößert.

Das Kernkraftwerk Doel ist 150 km von der deutschen Grenze entfernt und liegt in einer sehr dicht besiedelten Umgebung: in einem Umkreis mit dem Radius von 75 km leben etwa 9 Millionen Menschen, die bei einem Störfall unmittelbar betroffen wären. Die Zahl der betroffenen Menschen geht allerdings tatsächlich weit darüber hinaus, da im Schadensfall ein weitaus größerer Radius betroffen wäre.

Neuere Studien belegen eindrucksvoll, dass gerade von einer Laufzeitverlängerung alter Atomkraftwerke ein besonderes Risiko ausgeht. In diesem Zusammenhang sei auf eine entsprechende Studie der International Nuclear Risk Assessment Group (INRAG) verwiesen.

Die INRAG kommt zu folgenden Schlussfolgerungen:

„Die Alterung von Kernkraftwerken birgt ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Unfälle und radioaktive Freisetzungen. Dieses deutlich erhöhte Risiko wird durch den Weiterbetrieb von Altanlagen infolge von Laufzeitverlängerungen und Leistungserhöhungen nochmals signifikant erhöht. Daran können auch partielle Nachrüstungen, soweit sie in der Praxis überhaupt erfolgen, wenig ändern.“

Die Studie führt weiter aus:

„Die Ursache vieler sicherheitsrelevanter Ereignisse ist auf Alterungsprozesse zu-rückzuführen. Dies zeigen die Betriebserfahrungen. Alterungsprozesse wie Korrosion, Verschleiß oder Versprödung mindern die Qualität von Komponenten, Systemen und Strukturen bis hin zu deren Ausfall. Sicherheitsreserven schwinden, Wirksamkeit und Zuverlässigkeit von Sicherheitsfunktionen und damit auch das Potenzial zur Beherrschung von Störfällen sind deutlich eingeschränkt.“

Dabei ist zudem festzustellen, dass insbesondere bei älteren Anlagen generell ein unzureichender Schutz gegen ‚neue Risiken‘, insbesondere durch äußere  Einwirkungen und gemeinsam auftretende Ereignisse (zum Beispiel Erdbeben, Flugzeugabsturz, Terroranschläge, klimatische Ursachen wie Überschwemmungen u. ä.) besteht.

Damit sind Aussagen, wonach die Atomenergie als nachhaltig und ungefährlich einzustufen sei, eindrucksvoll widerlegt.

Darüber hinaus ist der Weiterbetrieb der belgischen Reaktoren zur Gewährleistung einer sicheren Energieversorgung in den betreffenden Regionen aus unserer Sicht nicht mehr notwendig. Die Einbindung Belgiens in den europäischen Stromverbund hat sich beträchtlich verbessert. Mit der Errichtung einer ca. 100 km langen 320 kV Gleichstromverbindung vom Kreis Düren nach Belgien (die so genannte ALEGrOLeitung), wurde hier ein wichtiger Beitrag geleistet. Darüber hinaus setzt sich das Land Nordrhein-Westfalen für die Errichtung einer weiteren grenzüber-schreitenden Leitung ein.

Die Menschen in unseren Regionen werden durch den Betrieb veralteter Atomreaktoren einem permanenten Risiko ausgesetzt. Diese Reaktoren müssen sofort und endgültig stillgelegt werden, spätestens aber mit ihrem Laufzeitende vom Netz genommen werden.

Wir fordern Sie daher auf, die bereits erfolgte Laufzeitverlängerung der Reaktoren Doel 1 und 2 unverzüglich zu beenden. Jede andere Entscheidung würde die Sicherheit und das Leben von Millionen von Menschen in vollkommen inakzeptabler Art und Weise gefährden.

„Verseuchung mit Hass und Hetze“

9. Juli 2021 by

Stellungnahme des Hagener Bundestagsabgeordneten René Röspel (SPD) zur großangelegten Präsentation des AfD-Kandidaten Andreas Geitz in der WPWR vom 26.06.2021 („Der Wahlkampf startet am Küchentisch“):

Es scheint die perfide Strategie der AfD-Mitglieder zu sein, sich im persönlichen Umgang als ganz normale Bürger und sogar noch „nicht ausländerfeindlich“ und als wählbar darzustellen. Die Zielsetzung dieser Partei und vor allem das konkrete Handeln sind aber anders!

Diesen Verschleierungsversuch musste ich in den letzten vier Jahren im Bundestag konkret erleben. Während ich mit Opfern und Nachkommen der Nazi-Gräueltaten bei der Einweihung einer Gedenkstätte eines KZ in Minsk trauerte, machte das Wort des AfD-Vorsitzenden Gauland von den Nazis als „Vogelschiss der Geschichte“ die Runde.

Der AfD-Landesvorsitzende Bernd Höcke entgleist regelmäßig als rechtsextremer Nazi, bezeichnet das Denkmal der ermordeten Juden Europas als „Denkmal der Schande“ und schürt mit vielen anderen geschickt verklausuliert Hass und Hetze gegen Minderheiten und Schwache.

Während die AfD öffentlich vortäuscht, sich für Arbeiter und kleinen Leute zu interessieren, macht sie in der Wirklichkeit das Gegenteil: Den lange von der AfD bekämpften Mindestlohn will sie jetzt nur deshalb „nicht abschaffen“ (Grundsatzprogramm) – aber eben auch nicht erhöhen! –, weil er in der Bevölkerung gut ankommt.

Die AfD handelt tatsächlich gegen die Schwachen: Sie will z. B. Erbschafts- und Vermögenssteuer abschaffen und beantragt gleichzeitig die Kürzung des BAföG um ein Drittel – damit viele Kinder aus Arbeitnehmerfamilien nicht mehr studieren können (mit der Begründung, es gäbe zu viele (Medizin-!)Studierende!).

Warum kandidiert Herr Geitz für eine Partei, die in einer Anfrage an die Bundesregierung Behinderung mit Inzucht und Migration verknüpft – was zu einem Proteststurm von 18 Behindertenverbänden geführt hat, die „sich an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte erinnert“ fühlen?

Wenn Herr Geitz vorhandene Skandale von Parteien, Filz und verkrustete Strukturen kritisiert, steht die AfD in der sehr kurzen Existenz schon an der Spitze entsprechender Verfehlungen, wie die aktuellen Strafzahlungen zeigen. Nicht ohne Grund haben von den ursprünglich 2017 gewählten 94 Abgeordneten schon sechs (!) die Fraktion schnell verlassen!

Natürlich kann man inhaltlich anderer Meinung sein. Mit welcher Ignoranz AfD-PolitikerInnen allerdings den Klimawandel leugnen und mehr Atomkraftwerke und Kohlestrom fordern, ist schon bemerkenswert. Man kann ja wissenschaftliche Fakten ignorieren, aber vielleicht hätte Herrn Geitz auf dem 3-Türme-Weg der dramatische Zustand des Waldes auffallen können.

Mit welcher Aggressivität AfDler auf die Gleichstellung von Mann und Frau reagieren, habe ich in der letzten Sitzung des Forschungsausschusses erlebt, in der die AfD massiv eine „geschlechtergerechte Impfstoffforschung“ ablehnte – wo mittlerweile doch jede/r vom gerade für Frauen (minimalen) Risiko für Thrombosen gehört haben sollte.

Über Inhalte kann und muss in einer Demokratie gestritten werden, aber jede/r Wählende sollte sich der eigenen Verantwortung bewusst sein: Es geht um die demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft wie Vielfalt, Freiheit und Gleichheit! Wer AfD wählt, wird kein einziges Problem lösen, trägt aber seinen Teil zur Spaltung der Gesellschaft und zu Verseuchung mit Hass und Hetze bei.

Zur Geitz-Präsentation in der WPWR siehe auch auf DW:

Menscheln mit der AfD
WPWR unternimmt einen Waldspaziergang

Eingeschränkte Öffnungstage im Impfzentrum

9. Juli 2021 by

Das Impfzentrum Hagen in der Stadthalle, Wasserloses Tal 2, öffnet ab Montag, 12. Juli, nur noch an vereinzelten Tagen. Interessierte für Erstimpfungen können dann auf der Internetseite www.terminland.de/impfzentrum-hagen die Öffnungstage einsehen.

Die entsprechenden Termine für die jeweiligen Zweitimpfungen werden dort ebenfalls vermerkt und liegen drei bis vier Wochen nach der Erstimpfung. Geimpft wird an diesen Tagen ausschließlich mit so genannten mRNA-Impfstoffen von Moderna oder Biontech.

An den Terminen für Zweitimpfungen ab Montag, 26. Juli, ist das Impfzentrum ebenfalls geöffnet. Bei Zweitimpfungen ist zu beachten, dass man diese dort bekommt, wo man auch die Erstimpfung bekommen hat.

Mitzubringen für die Impfung sind ein Personalausweis oder ein anderes gültiges Ausweisdokument, eine Krankenkassenkarte und ein Impfpass, sofern dieser vorhanden ist. Je nach Andrang kann es zu Wartezeiten kommen.

Corona in Hagen – Stand: 08.07., 0:00 Uhr

8. Juli 2021 by

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Das Lied von den Schlaglöchern

8. Juli 2021 by

Timo Schisanowski entdeckt die Politik

In nicht einmal zweieinhalb Monaten ist Bundestagswahl. Tatsächlich? In Hagen ist davon noch nicht viel zu merken. Dabei geht es um eine Weichenstellung, die auch für die Weiterentwicklung – oder eben die Stagnation – dieser Stadt von entscheidender Bedeutung sein dürfte.

Geht es weiter mit einer Berliner Politik, die die Monstranz der „schwarzen Null“ hochhält und die Lasten auf die notleidenden Kommunen abwälzt, wie es seit vielen Jahren gängige Praxis ist? Oder wird es eine Regierung geben, die der Umverteilung von unten nach oben ein verdientes Ende setzt?

Von den Hagener Direktkandidaten für den Bundestag werden nur drei eine realistische Chance haben. Der schon auf einem Waldweg ins Schwitzen geratene Rechtsausleger von der AfD, Andreas Geitz, dürfte nicht dazugehören, auch nicht der Patron der Unlinken, Ingo Hentschel. Und die Schutzheilige der Suizidaffinen, FDP-Kandidatin Katrin Helling-Plahr, kann nur über die Landesliste ihrer Partei wieder in den Bundestag einziehen – vorausgesetzt, dass genügend Wähler sich dazu hinreißen lassen, bei der Lindner-Truppe ihr Kreuzchen machen.

Bleiben noch der Kandidat der CDU, der von der Reservebank eingewechselte Christian Nienhaus, der phänotypisch der Zwillingsbruder des ARD-Wettermoderators Sven Plöger sein könnte, der Mediziner Dr. Janosch Dahmen, der für die Grünen antritt und über Fernsehauftritte im Zusammenhang mit der Coronapandemie über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügt, sowie Timo Schisanowski, der sich nur über eine äußerst knappe Mehrheit von einer Stimme gegen den langjährigrn Mandatsinhaber René Röspel die Kandidatur für die SPD sichern konnte.

Während sich Nienhaus und Dahmen bislang in Schweigen hüllen, wagt sich Schisanowski inzwischen aus der Deckung. Nach reichlich Sport-, Gastronomie- und Heimatgedusel, also Dingen, die mit einer Position als Abgeordneter des Bundestags wenig zu tun haben, entdeckt der auf ein gut gepolstertes Plätzchen im Reichstag hoffende Kandidat plötzlich und unerwartet eine der zentralen Problemzonen der Stadt: die permanente Unterfinanzierung.

„Unsere Städte dürfen nicht länger alleine gelassen werden!“, fordert plötzlich Schisanowski und beruft sich auf seinen „Standpunkt aus langjähriger kommunalpolitischer Erfahrung“. So weit her ist es damit nicht unbedingt. Zwar ist Schisanowski seit 2012 Parteichef der Hagener SPD, durch politische Stellungnahmen ist er in der gesamten Zeit allerdings so gut wie nicht aufgefallen. Immer hing ihm der Ruch des Karrieristen an. Und eine kommunalpolitische Funktion hat er erst seit der letzten Wahl, seitdem ist er Mitglied des Stadtrats. Aber auch dort ist er noch nicht nennenswert in Erscheinung getreten.

Der Wahlkämpfer hat entdeckt: „Die bisherigen Finanzstrukturen für die kommunale Ebene werfen grundsätzliche kritische Fragen auf und gehören neu organisiert. Denn eines ist sicher: Alleine werden sich Städte und Gemeinden mit einer solch immens hohen Verschuldung nicht aus ihrer Altschuldenlast befreien können. Es kann zudem nicht die Lösung sein, immer weiter Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger zusammenzustreichen und zukunftswichtige Infrastrukturinvestitionen aufzuschieben.“

Das ist allerdings alles nichts neues und seit Langem bekannt. Nur bei Schisanowski scheint der Groschen erst jetzt gefallen zu sein. Dabei hat die Kämmerei bereits im Mai 2017 die auf die Stadt Hagen abgewälzten Lasten detailliert beschrieben (Siehe: „Der große Raubzug“).

Schisanowski war zum damaligen Zeitpunkt bereits fünf Jahre Parteivorsitzender der Hagener SPD. Mitbekommen von der Misere der Kommune hat er offensichtlich nichts – oder es hat ihn nicht interessiert. Jetzt jammert er davon, „jede Bürgerin und jeder Bürger können ein Lied singen von Schlaglöchern in den Straßen“.

Von Schisanowski war all die Jahre von solchen Sorgen nichts zu hören. Jetzt, wo das lukrative Abgeordnetenmandat lockt, packt er den Kümmerer aus. Schisanowski hat plötzlich die Politik entdeckt.

Eröffnung mit „Godzilla trifft Frankenstein“

8. Juli 2021 by

Abwechslungsreicher Konzertspielplan des Philharmonischen Orchesters Hagen

Joseph Trafton_Leszek Januszewski

Generalmusikdirektor Joseph Trafton: „Nach mehreren Videokonzerten und Streamings in der Pandemiezeit sehnen wir uns danach, wieder live vor Publikum zu spielen, um zusammen mit ihm berührende musikalische Momente zu erleben.“

Dafür wurde ein abwechslungsreicher Konzertspielplan erstellt. In zehn Sinfoniekonzerten in der Stadthalle Hagen werden präsentiert:

Sinfonische Werke u.a. von Dvořák (Nr. 9.), Mahler (Nr. 4), Beethoven (Nr. 9), Instrumentalkonzerte u.a. von Nigel Westlake (Oboenkonzert), Stefan Heucke (Concerto grosso für Tubaquartett), Saint-Saëns (Klavierkonzert Nr. 5), Rachmaninow (Klavierkonzert Nr. 2), Prokofjew (Violinkonzert Nr. 1) sowie populäre und weniger bekannte Kompositionen der Konzertliteratur wie „Haydn-Variationen“ von Brahms, „Scheherazade“ von Rimski-Korsakow, Sonate für Arpeggione (Fassung für Violoncello und Orchester) von Schubert, Konzert für Orchester von Bartók, „Romeo und Julia“-Suite von Prokofjew, „Lobgesang“ von Mendelssohn Bartholdy, „Rückert-Lieder“ von Mahler und „Midnight Sun Variations“ der Finnin Outi Tarkiainen.

Als herausragende Gastsolisten wurden das Melton Tubaquartett, Roger Muraro (Klavier), David Geringas (Violoncello), Daniel Kharitonov (Klavier), der Sohn des Dirigenten Daniel Barenboim Michael Barenboim (Violine) und Sergey Malov (Violine, Violoncello da spalla) verpflichtet, ergänzt von der Solo-Oboistin Fanny Kloevekorn aus dem Philharmonischen Orchester Hagen, sowie als Gastdirigenten David Geringas und Sergey Malov.

Joseph Trafton (Foto: Leszek Januszewski) wird fünf Sinfoniekonzerte leiten, zwei Sinfoniekonzerte dirigiert der stellvertretende Generalmusikdirektor Rodrigo Tomillo. Zudem kehrt der Dirigent und Komponist Steve Hackman für die Uraufführung eines Auftragswerkes zurück nach Hagen: „Bohemian Rhapsody in Blue“. Hier werden Werke von George Gershwin und der Band Queen miteinander verwoben.

Die Reihe der Sonderkonzerte wird gleich zu Beginn der Spielzeit eröffnet mit „Godzilla trifft Frankenstein“, ein Abend mit der Präsentation von HK Grubers Werk „Frankenstein!!“ sowie von Filmmusiken, u.a. aus „Psycho“ und „Godzilla“ (27.8.).

Wenig später gastieren der Dirigent Werner Ehrhardt und der Blockflötist Stefan Temmingh im Theater Hagen und bringen unter dem Titel „Panorama des Barock“ gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Hagen Kompositionen von J.S. Bach, Vivaldi, G.P. Telemann, J. Chr. Bach, Sammartini und Stamitz zur Aufführung (12.9.).

Selbstverständlich stehen u.a. auch wieder das Advents- und Neujahrskonzert sowie „Scratch“ auf dem Spielplan.
Neun Kammerkonzerte, vier Familienkonzerte und Krabbelkonzerte sowie Einführungsveranstaltungen (darunter auch das Kulturcafé), Probenbesuche und theaterpädagogische Angebote runden das facettenreiche Programm ab.

Reservierungen an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10-19 Uhr, samstags von 10-15 Uhr), unter der Telefonnummer 02331/207-3218, per Email unter theaterkasse@stadt-hagen.de oder online unter www.theaterhagen.de. Während der Spielzeitpause bleibt die Theaterkasse vom 5.7. bis einschließlich 9.8.2021 geschlossen.

Sobald wieder Abonnements angeboten werden können, wird dies dementsprechend publik gemacht.

Das ausführliche Programm als pdf-Datei

Corona in Hagen – Stand: 07.07., 0:00 Uhr

7. Juli 2021 by

Lokale Parteispenden weitgehend im Dunkeln

7. Juli 2021 by

Auch in Hagen regiert überwiegend das Schweigegelübde

Die Recherche-Plattform CORRECTIV hat sich mit Parteispenden im kommunalen Bereich beschäftigt. Auszug:

Wer Oberbürgermeisterin werden möchte, in den Landtag oder in den Bundestag einziehen will, braucht Geld. Die Partei kann helfen. Die finanzielle Unterstützung ist aber gerade bei Kommunalwahlkämpfen begrenzt. Wer mehr möchte, muss aus der eigenen Tasche zahlen oder Spenden eintreiben.

Aber gerade auf dieser lokalen Ebene erfährt die Öffentlichkeit kaum, woher das Geld kommt und an welche Verbände es geht. Die Parteispenden werden nur gebündelt aufgeführt, wenn sie mit zwei Jahren Verspätung auf der Seite des Bundestages veröffentlicht werden. Es ist damit für die Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar, in welche Parteiverbände besonders viel gespendet wird und welche Personen davon besonders profitieren.

Erstmals sind nun Parteispenden auf kommunaler Ebene transparenter geworden. CORRECTIV.Lokal hat zusammen mit seinem Netzwerk aus Lokaljournalistinnen und -journalisten in den vergangenen Monaten alle Parteien angefragt, ihre Parteispenden kommunal aufzuschlüsseln. Rund 850 Kreisverbände haben daraufhin erstmals offengelegt, wie viele Parteispenden in den Jahren 2016 bis 2019 flossen. Allein für das Jahr 2019 lassen sich dadurch 7,6 Million Euro zuordnen. Und wir sehen, welche Kreisverbände und Parteien lieber schweigen.

Besonders transparent sind die Linken und die Grünen. Die Grünen haben als einzige Partei für alle ihre Kreisverbände offengelegt, wie viele Spenden sie in den Jahren 2016 bis 2019 bekommen haben. 14 der 16 Landesverbände der Linken haben ebenfalls die Spendeneinnahmen ihrer Kreisverbände transparent gemacht. Die SPD hat immerhin für rund 120 Kreisverbände mitgeteilt, wie viel Geld sie aus Spenden erhalten haben. Die restlichen Parteien schwiegen in den meisten Fällen. (…)

Quelle: Miriam Lenz et al. via CORRECTIV

Dazu aus der CORRECTIV-Datenbank:

Erfahren, wie viel die Parteien in Hagen erhalten haben. Und wer dazu schweigt:

Parteispenden Hagen

Quelle: CORRECTIV

7063 Euro Erlös bei Benefiz-Veranstaltung

7. Juli 2021 by

Am 3. Juli 2021 fand als Benefiz-Vorstellung die zweite „Regenbogengala“ im Theater Hagen vor ausverkauftem Haus statt.

Das Publikum zeigte sich begeistert von der glanzvollen und facettenreichen, spartenübergreifenden Veranstaltung, welche vom Ballett Hagen, von Gesangssolisten des Theaters Hagen und vom Philharmonischen Orchester Hagen unter der künstlerischen Leitung von Ballettdirektorin Marguerite Donlon, Generalmusikdirektor Joseph Trafton, vom 1. Kapellmeister Rodrigo Tomillo und von Intendant Francis Hüsers gestaltet wurde.

Da aufgrund der bestehenden Corona-Verordnungen das Platzangebot im Großen Haus verringert war, ist diese Gala auch durch einen Live-Stream zu erleben gewesen.

Der gesamte Erlös (Ticket-Einnahmen und Spenden) von insgesamt 7063.- Euro geht zu gleichen Teilen an die AIDS-Hilfe Hagen e.V. sowie an Luthers Waschsalon. Das Theater Hagen mit allen seinen Mitarbeitern freut sich sehr, damit erneut die größtenteils durch Ehrenamtliche getragene und so wichtige Arbeit dieser beiden Hagener Einrichtungen unterstützen zu können.

Corona in Hagen – Stand: 06.07., 0:00 Uhr

6. Juli 2021 by

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Enervie wieder satisfaktionsfähig

6. Juli 2021 by

Banken liefern 170 Millionen Euro frisches Geld

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Enervie-Palast an der vom Hagener Rat eigens aufgehübschten Adresse „Platz der Impulse“. Foto: Enervie.

Über Jahre musste der Hagener Energieverteiler Enervie mit Krediten seiner hauptsächlich kommunalen Anteilseigner über Wasser gehalten werden. Jetzt hat das Unternehmen rund zwei Jahre früher als geplant seine Konzernfinanzierung neu aufgesetzt: Ein strukturiertes Finanzierungskonzept, das wirtschaftliche Vorteile bietet, ersetzt dabei die bisherige Konsortialfinanzierung.

Die Basis für die Verhandlungen mit den insgesamt sechs Kreditinstituten lieferte nach Enervie-Angaben ein neu im Unternehmen entwickeltes „Finanzmodell 2040“. Neben den vier „Kernbanken“ Norddeutsche Landesbank (Nord/LB), Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), UniCredit Bank AG (UniCredit) und Bayrische Landesbank (BayernLB) wurden auch die beiden örtlichen Sparkassen HagenHerdecke sowie Lüdenscheid in das neue Finanzierungskonzept mit einbezogen.

Vorstandssprecher Erik Höhne freut sich über den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen mit den Banken: „Die vorgezogene Refinanzierung und das erneut große Vertrauen und Interesse der Finanzinstitute zeigt uns, dass die Entwicklung der Enervie anerkannt und die Ausrichtung auf die Zukunft geschätzt wird.“

Mit der Refinanzierungstransaktion über insgesamt 170 Millionen Euro, bestehend aus einem Konsortialkredit unter Federführung der Nord/LB, Schuldscheindarlehen, bilateralen Krediten und Förderdarlehen, löste die Enervie die bestehende Konsortialfinanzierung aus dem Jahre 2017 vollständig ab.

2014 stand Enervie vor der Pleite, die Presse berichtete von 600 Millionen Euro Schulden und die Banken stellten keine neuen Geldspritzen zur Verfügung. Es war eine Folge unternehmerischen Größenwahns bei gleichzeitigem Versagen der von Vertretern der Hagener Politik dominierten Aufsichtsgremien („Käffchen und Schnittchen„). Vorsitzender des Aufsichtsrats war und ist traditionell der Hagener Oberbürgermeister als Vertreter des mit fast 43 Prozent größten Anteilseigners.

Einen Großteil der Zeche durften mehrere Hundert Beschäftigte zahlen, deren Stellen infolge der Fastpleite gestrichen wurden. Der Hauptverantwortliche für die Misswirtschaft, Vorstand Ivo Grünhagen, erfreute sich nach seinem unrühmlichen, mit einem „goldenen Handschlag“ ausgestatteten Abgang an einer Stelle dennoch weiter großer Beliebtheit: im Hagener Pressehaus („Ziemlich beste Freunde„).

VHS-Führung: St. Petrus Canisius-Kirche Eckesey

6. Juli 2021 by

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Das Una-Sancta-Fenster in der St. Petrus Canisius-Kirche beeindruckt durch seine leuchtenden Farben. Foto: VHS/ Dieter Faßdorf.

Im Rahmen des Urlaubskorb-Programms der Volkshochschule Hagen (VHS) können Interessierte am Donnerstag, 8. Juli, um 17 Uhr an einer Führung mit dem Ehepaar Annegret und Joachim Schmidt durch die St. Petrus Canisius-Kirche in Eckesey teilnehmen.

Im Jahre 1957 erhielt die katholische St. Petrus Canisius Gemeinde in dem von Industrie und Verkehr geprägten Hagener Stadtteil Eckesey ein neues, nach den Plänen des Architekten Otto Weicken konzipiertes Gotteshaus. Die Kirche wurde in der Phase der „Ersten Nachkriegsmoderne“ gebaut, die unter anderem von der so genannten Rasterfassade bestimmt war.

Viele Kunstwerke in der Kirche geben Zeugnis vom Lebenswerk des Pfarrpatrons, des heiligen Petrus Canisius, dessen Leben durch den Leitgedanken „Führe zusammen, was getrennt ist!“ geprägt war. Besonders beeindruckend durch seine Darstellungsweise, Leuchtkraft sowie die Harmonie der Farben ist das 15 Meter lange und drei Meter hohe Una-Sancta-Fenster der Benediktinerin Erentrud Trost.

Von 1997 bis 1998 wurde der Altarraum der St. Petrus Canisius-Kirche aufwändig renoviert und neugestaltet, im Jahr 2020 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.

Für die Führung hat die VHS keinen Eintrittspreis festgelegt. Sie steht unter dem Motto „Zahlen Sie, so viel Sie wollen“ („Pay what you want“). Eine Anmeldung ist erforderlich.

Der Treffpunkt ist an der Kirche in der Schillerstraße 16. In der Kirche ist das Tragen eine Maske notwendig, der Mindestabstand muss eingehalten werden. Eine Anreise zu der Kirche ist mit den Buslinien 515, 518, 519, 541, 594 (Haltestelle: Fuhrparkstraße) sowie den Linien 515, 524 (Haltestelle: HEB) möglich.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung mit der Kursnummer 1066 sowie zur Anmeldung erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder auf der Internetseite www.vhs-hagen.de.


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