Corona zwingt Hunderte Hagener Firmen in die Kurzarbeit

26. März 2020 by

Die Corona-Krise lässt zahlreiche Unternehmen in Hagen um ihre Existenz bangen. Aufträge brechen weg, Produktionen stehen still, Mitarbeiter bleiben fern. Hunderte Unternehmen haben bereits bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit angezeigt. (…)

Darunter große Unternehmen wie C.D. Wälzholz (Kaltwalzer), Wippermann (Industrieketten), Schöneweiss (Schmiede), Kabel Pulp and Paper (Papierwerk) oder Bilstein (Kaltband). (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Stadtbücherei bietet kostenlosen Zugang zu digitalen Angeboten

26. März 2020 by

Die Stadtbücherei auf der Springe bietet für die Dauer ihrer Schließzeit allen Interessierten ab sofort die Möglichkeit, sich kostenlos zu den digitalen Angeboten „Onleihe“ und „Freegal Music“ anzumelden.

Um die Angebote zu nutzen, müssen Interessierte sich per E-Mail mit dem Betreff „Anmeldung Digitale Angebote“ und folgenden Angaben unter stadtbuecherei@stadt-hagen.de anmelden: Vor- und Familienname, Adresse, Postleitzahl und Wohnort, Geschlecht, Geburtsdatum, Telefonnummer sowie eine E-Mail-Adresse, falls diese von der Absenderadresse abweicht. Kinder unter 14 Jahren müssen zusätzlich den Vor- und Familiennamen eines Erziehungsberechtigten angeben. Im Anschluss erhalten die Besucherinnen und Besucher ihre Zugangsdaten per E-Mail und können dann die „Onleihe“ und „Freegal Music“ bis zum 30. April nutzen.

Ausführliche Anleitungen zu den Angeboten gibt es auf der Internetseite der Stadtbücherei. Für weitere Fragen steht das Team der Bücherei montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr unter Telefon 02331/207-5720 zur Verfügung.

Erweiterte Anrufzeiten für Corona-Fragen

26. März 2020 by

Corona-Zahlen für Hagen am 24.03. Grafik: Stadt Hagen

In Zeiten von Corona besteht auch bei den Hagenerinnen und Hagenern ein erhöhter Informationsbedarf. Daher ist ab sofort auch „Hagen Direkt“, die Telefonhotline der Stadt Hagen, unter 02331/207-5000 montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Die Kolleginnen und Kollegen von „Hagen direkt“ nehmen alle allgemeinen Fragen rund um das Thema Coronavirus entgegen und leiten die Anrufer bei Bedarf an die jeweiligen Fachämter weiter. Die bekannte Hotline des Gesundheitsamtes 02331/207-3934 sollten Anrufer nur bei medizinischen Fragen – zum Beispiel wenn sie befürchten, am Coronavirus erkrankt zu sein – wählen. Auch das Gesundheitsamt ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr telefonisch erreichbar.

FH: Studienberatung weiter erreichbar

26. März 2020 by

Die Fachhochschule Südwestfalen befindet sich seit der letzten Woche im Notbetrieb. Die Gebäude sind geschlossen, gearbeitet wird vom Homeoffice aus.

Die Studienberatung der Hochschule ist aber weiterhin erreichbar. Zwar nicht mehr im direkten Kontakt, aber per Telefon, Mail oder Videokonferenz. Mit der Beratung über eine Videokonferenz geht die Studienberatung neue Wege. „Wir legen sehr viel Wert auf eine individuelle Beratung. Dabei spielt auch der persönliche Faktor eine große Rolle. Mit der Videoberatung möchten wir den persönlichen Kontakt auch in diesen Zeiten aufrechterhalten“, sagt Sabine Knipps, Leiterin der Studienberatung.

Rat reißt in Krisenzeiten alle Entscheidungen an sich

25. März 2020 by

Damit die Stadt in Corona-Zeiten politisch handlungsfähig bleibt, wird der Rat am Donnerstag alle Entscheidungsrechte an sich ziehen. (…)

Mindestens bis zum Ende der Osterferien sind sämtliche Sitzungen der Fachausschüsse sowie der Bezirksvertretungen abgesagt worden, um das Ansteckungsrisiko mit Covid-19 so gering wie möglich zu halten. Lediglich am kommenden Donnerstag, 26. März, kommt der Hagener Rat noch einmal zu einer Sitzung in der Hagener Stadthalle zusammen. (…)

Oberbürgermeister Erik O. Schulz hat eine absolute Schmalspur-Tagesordnung angesetzt, auf der ausschließlich terminrelevante Themen auftauchen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: „Schmalspur-Tagesordnung“, auf der „ausschließlich terminrelevante Themen“ auftauchen? Ein Blick auf die Tagesordnung zeigt, dass von „Schmalspur“ keine Rede sein kann:

  • TOP 4.1: Ausschussumbesetzungen
  • TOP 5.3: Einkünfte aus Nebentätigkeiten des Herrn Oberbürgermeisters
  • TOP 5.4: Gebühren zweite Leichenschau
  • TOP 5.5: Sonntagsöffnungen Stadtmitte
  • TOP 5.6: Sonntagsöffnungen Hohenlimburg
  • TOP 5.9: Bestellung der ersten und zweiten stellvertretenden Schriftführung für den Rat der Stadt Hagen
  • TOP 5.16: Bau des Kunstrasenplatzes Alexanderstraße

Das sind nur Beispiele, die Liste ist nicht vollständig. Aber alles äußerst „terminrelevante“ Themen.

Dazu:

Ratssitzungen finden in Verl vorerst nur virtuell statt

Per Videokonferenz haben am Mittwoch Bürgermeister Michael Esken, die beiden Beigeordneten Heribert Schönauer und Thorsten Herbst sowie die Vorsitzenden der fünf Ratsfraktionen in der so genannten interfraktionellen Runde beschlossen, wie die Ratsarbeit in den kommenden Wochen organisiert werden soll.

Wegen der Corona-Pandemie sind zunächst alle Sitzungen von Rat und Ausschüssen abgesetzt worden. Der nächste Termin, der im Sitzungskalender des Ratsinformationssystem ausgewiesen wird, ist eine Ratssitzung am 5. Mai. Vorerst ist sie nur als virtuelle Ratssitzung geplant. (…)

Quelle: Neue Westfälische

Couch-Theater

25. März 2020 by

Online-Programm des Theaters Hagen

Aus der Produktion „Zar und Zimmermann“. Foto: Klaus Lefebvre.

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen! Francis Hüsers, Intendant des Theaters Hagen, das vorerst und mindestens bis 18. April 2020 keine Vorstellungen anbietet: „Wir wollen uns an die vorgegebenen Distanz-Regeln halten, aber wir wollen nicht zulassen, dass Kunst, Musik, Theater, Literatur und der Austausch darüber in Quarantäne gehen. Die heutigen Medien geben uns eine Chance, dass wir weiterhin für unser Publikum präsent sind.“

Das Theater Hagen hat mit all seinen Sparten ein umfang- und facettenreiches Online-Programm erarbeitet, welches ab sofort angeboten wird und in seiner Gänze auf der Webseite des Theaters (www.theaterhagen.de) einsehbar ist.

Das Online-Programm umfasst: „Neues von der Hinterbühne“ (Blick hinter die Kulissen), „Kulturcafés“ (Kulturstreifzüge mit Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Konzertdramaturg Fabian Bell), „Who’s afraid of opera“ (Podcasts mit Francis Hüsers), „Tanzen zwischen Stuhllehne und Küchentisch“ (Training für zu Hause), „Unter der Lupe: TransformMates“ (Lutz-Doku ab 11 Jahren), „Hausmusik“ (Philharmonisches Orchester Hagen online), „Das Lutz fürs Kinderzimmer“ (Bastel-, Hör- und Spielaktionen zu Lutz-Produktionen), „SCRATCH@home“ (Singen zu Hause) sowie die Wiedergabe von Generalproben der Produktionen „Zar und Zimmermann“, „Ein Sommernachtstraum“ und „Der Graf von Luxemburg“.

Mit diesem Angebot möchte das Theater Hagen auch in dieser spielfreien Zeit mit seinem Publikum und den Kulturinteressierten in Kontakt bleiben, hofft aber natürlich, sobald wie möglich wieder seine Türen öffnen zu können.

Auszubildende schützen, alle Maßnahmen nutzen und Ausbildungsziele nicht gefährden

25. März 2020 by

DGB-Jugend Ruhr-Mark appelliert an Arbeitgeber

Einige Unternehmen und Betriebe können ihre Auszubildenden in der schwierigen, wirtschaftliche Situation, die wir durch die Corona-Pandemie erfahren, nicht mehr beschäftigen.

Philipp Siewert, DGB-Jugendbildungsreferent weist darauf hin, dass ein Ausbildungsverhältnis ein Lernverhältnis ist und eine besondere Schutzwürdigkeit der Auszubildenden vorliegt.

„Auszubildende sind keine Beschäftigten oder Angestellte; sondern befinden sich in einem besonders schutzbedürftigen Lernverhältnis im Unternehmen oder Betrieb. Alle ausbildenden Unternehmen sollten überprüfen, welche Möglichkeiten im Sinne der Azubis genutzt werden können. Wir empfehlen Unternehmen und Betrieben, die derzeit eine adäquate Ausbildung nicht durchführen können, sich bei der Bundesagentur für Arbeit oder den Kammern als zuständige Stellen für die Berufsausbildung zu melden und alle Schritte im Sinne der Auszubildenden – und damit zukünftigen Fachkräfte – abzustimmen‘‘, so Siewert.

Der DGB weist auf die rechtliche Situation hin und bittet die Unternehmen alle Mittel auszuschöpfen, die zur Verfügung stehen:

1. Umstellung des Lehrplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte.
2. Versetzung des Azubis in eine andere Abteilung.
3. Rückversetzung in Lehrwerkstätten.
4. Durchführung besonderer Lehrveranstaltungen.

„Eine Beendigung eines Ausbildungsverhältnisses darf niemals eine Option sein, da hier die Zukunft des jungen Menschen und auch die Fachkräftesicherung für den eigenen Betrieb verspielt wird. Die Idee, Auszubildende in den Bezug des Kurzarbeitergeldes zu übernehmen, darf nur die allerletzte Alternative sein und in diesen Fällen muss das Kurzarbeitergeld zumindest auf dem Niveau der derzeitigen Ausbildungsvergütung liegen, um nicht die Existenz der Auszubildenden zu gefährden“, so Siewert abschließend.

Maikundgebung abgesagt

24. März 2020 by

DGB Hagen: Solidarisch ist man nicht alleine

Stellungnahme von Stefan Marx, Vorsitzender DGB Stadtverband Hagen:

„Im Moment gibt es nur noch ein Thema: Corona. Das ist verständlich, ist die Situation doch für uns alle neu und wirkt zunehmend bedrohlicher. Jetzt gilt es aber, nicht in Panik zu verfallen. Die Stärke der Gewerkschaften war immer, auch in schwierigen Situationen klug, besonnen und flexibel zu reagieren.

Die Corona-Pandemie bedeutet ein Leben im Ausnahmezustand: Viele Menschen können nicht zum Arbeitsplatz, unsere Kinder nicht in die Schulen und Kitas, wir sehen unsere Verwandten nicht mehr, unsere Freundinnen und Freunde, unsere Kolleginnen und Kollegen. Viele sorgen sich um ihre Existenz.

Was wir jetzt brauchen ist Vertrauen, Geduld und vor allem: Solidarität und Verantwortungsbewusstsein. Wir müssen uns bewusst machen, dass es nicht nur um uns selber geht, sondern wir alle unseren Beitrag leisten müssen, um das Gesundheitssystem zu entlasten und unsere Mitmenschen zu schützen.

Auch wir Gewerkschaften sehen uns aktuell mit einer neuen Situation konfrontiert, die uns alle extrem fordert. Wir wissen aber auch, wieviel Solidarität bewirken kann. Die Gewerkschaften haben ihre Kraft und Durchsetzungsfähigkeit schon immer aus dem Füreinander-Einstehen der Vielen bezogen. So haben sie für mehr Gerechtigkeit gesorgt und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erkämpft. Darum geht es auch heute wieder: Auch jetzt können und müssen wir solidarisch Leben retten. Wir können Verantwortung übernehmen. Für uns, und für alle anderen.

Heute aber gilt es erst einmal jenen zutiefst zu danken, die uns tagtäglich – mit hohem Risiko für die eigene Gesundheit – vor dem Virus schützen, unsere Versorgung gewährleisten und die öffentliche Sicherheit aufrechterhalten. Wir müssen sie unterstützen, wo immer möglich! Ob Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, die Kassiererinnen und Kassierer im Supermarkt, die Einsatzkräfte bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, die Beschäftigten bei Ver- und Entsorgungsdiensten, LKW- und Bus-Fahrerinnen und -Fahrer oder das Zugpersonal – sie alle verdienen unseren Respekt und unsere Solidarität. Wir alle müssen uns jetzt dafür einsetzen, dass ihre Arbeit angemessen gewürdigt wird und sie anständige Arbeitsbedingungen haben – und das auch nach dem Ende der Pandemie.

Die Solidarität, die die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus uns allen abverlangt, zwingt uns auch zu einer historisch einmaligen Entscheidung. Schweren Herzens müssen wir die 1. Mai Kundgebungen und Demonstrationen dieses Jahres leider absagen. Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten!

Wir werden den „Tag der Arbeit“ in diesem Jahr zwar nicht auf der Straße und im Volkspark in Hagen und vielen anderen Städten begehen können, aber wir arbeiten mit Hochdruck daran Möglichkeiten zu finden, wie wir unsere Themen, Anliegen und Interessen in die Öffentlichkeit tragen können. Gerade in diesen Tagen wird mehr als deutlich, dass wir wieder über den Wert von Arbeit und Solidarität diskutieren müssen.“

Erster Coronainfizierter in Hagen verstorben

24. März 2020 by

In der Nacht auf Dienstag (24. März) ist erstmalig ein mit dem Coronavirus infizierter Hagener gestorben. Der 81-jährige Patient wurde vergangenen Mittwoch (18. März) positiv auf das Virus getestet. Aufgrund einer Vorerkrankung verlief die Krankheit bei ihm schwerwiegend. Zuletzt war er im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) auf der Intensivstation untergebracht und wurde beamtet.

In Hagen befinden sich zurzeit drei am Virus erkrankte Personen auf der Intensivstation im AKH, zwei davon werden beatmet. Darüber hinaus sind vier weitere Personen stationär im Krankenhaus auf der Isolierstation untergebracht. In den meisten Fällen weisen Patienten auch in Hagen nur leichte oder mittlere Symptome auf und können sich ohne Schwierigkeiten zu Hause auskurieren. Aufgrund der wenigen stationären Fälle weisen die Hagener Krankenhäuser nach wie vor gute Kapazitäten auf.

Insgesamt sind inzwischen 46 Hagenerinnen und Hagener am Coronavirus erkrankt, es gibt drei Gesunde und 235 Verdachtsfälle. Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen ist für wichtige Fragen unter der Hotline 02331/207-3934 montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Die Stadt Hagen bittet ihre Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich darum, die Hotline nur in dingenden Fällen anrufen, um eine Überlastung zu vermeiden.

„Möglichst vertagen“

24. März 2020 by

Kommunalministerium NRW veröffentlicht Hinweise zu Gremiensitzungen

Können, sollen, müssen unter den Bedingungen der Coronakrise noch Ratssitzungen stattfinden, so wie es in Hagen für Donnerstag geplant ist? Auf der Tagesordnung stehen u.a. eher belanglose Themen wie Kunstrasenplätze und sonntägliche Ladenöffnungen bei Bespaßungen, die unter den aktuellen Bedingungen sowieso entfallen werden (Siehe: Corona-Party in der Stadthalle? und Weiterhin keine Absage der Ratssitzung). Ist sowas wirklich wichtig und dringend?

Zu diesen Fragen hat das Kommunalministerium NRW eine Handreichung herausgegeben. In der Zusammenfassung lautet die Antwort: Wenn möglich, nicht und nein.

Sitzungen der politischen Gremien als solche fallen zwar nicht unter die durch Erlasse des Gesundheitsministeriums NRW und den darauf aufbauenden Allgemeinverfügungen der Kommunen zu untersagenden Veranstaltungen oder Versammlungen. Aber:

Es wird dennoch empfohlen, „die Rats- und Ausschusssitzungen (oder vergleichbare Gremien) in den nächsten Wochen auf das absolut notwendige Mindestmaß zu reduzieren und die Behandlung nicht eilbedürftiger oder nicht fristgebundener Tagesordnungspunkte möglichst zu vertagen.“

Bei unverändertem Fortbestehen bzw. Verschärfung der aktuellen Risikoeinschätzung bestünden keine Bedenken, wenn die von der Gemeindeordnung vorgegebenen Sitzungsabstände überschritten werden.

„Angesichts der für alle Verantwortungsträgerinnen und -träger gleich geltenden besonderen Herausforderungen in dieser Zeit“, geht das Ministerium davon aus, „dass vor Ort zur Beibehaltung der kommunalen Selbstverwaltung verbindliche und zielorientierte Lösungen gefunden werden“.

Als Handlungsoptionen sieht das Ministerium u.a.:

  • Übertragung von Entscheidungen auf Hauptverwaltungsbeamte oder Ausschüsse gem. § 41 GO NRW
  • Herbeiführen von Dringlichkeitsbeschlüssen gem. § 60 GO NRW

Und – ganz wichtig: Ratsmitglieder mit Krankheitssymptomen oder solche, die Rückkehrende aus Risikogebieten sind, haben den Sitzungen fernzubleiben. Sinnvoller wäre es allerdings erst einmal alle zu testen.

Entwicklung der Corona-Fälle in Hagen

24. März 2020 by

Das Gesundheitsamt der Stadt hat eine Übersicht erstellt, aus der sich die Entwicklung der Corona-Fälle in Hagen seit Ausbruch der Seuche ablesen lässt.

In den letzten Tagen ist die Kurve leicht abgeflacht. Ob das als erstes Anzeichen für einen etwas optimistischeren Blick in die Zukunft gedeutet werden kann, bleibt allerdings abzuwarten.

Nachgewiesene Infizierungen und Verdachtsfälle. Grafik: Stadt Hagen

Notbetreuung in Kitas und Schulen

24. März 2020 by

Jetzt auch am Wochenende und in den Ferien

Für Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufsgruppen hat die Stadt Hagen in den jeweiligen Kitas oder Tagespflegestellen eine Notbetreuung in kleinen Gruppen organisiert. Ein entsprechendes Betreuungsangebot wird auch an den Schulen für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 sichergestellt. Diese Notbetreuung ist jetzt vom Land NRW auf das Wochenende sowie die Osterferien 2020 ausgeweitet worden.

Darüber hinaus können Eltern, auch Alleinerziehende, die nachweislich in Berufen im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig sind, künftig unabhängig von der beruflichen Situation des Partners oder des anderen Elternteils die Notbetreuung nutzen, sofern eine eigene Betreuung nicht gewährleistet werden kann.

Die Betreuung können auch jene Eltern in Anspruch nehmen, die bislang keinen Kita- oder OGS-Platz für ihr Kind hatten. Diese Eltern müssen sich, wenn sie die Notbetreuung in Anspruch nehmen möchten, bis Mittwoch, 25. März, unter Telefon 02331/207-4441 (Kita) oder bei der jeweiligen Schule melden.

Alle Eltern müssen grundsätzlich eine Bestätigung des Arbeitgebers vorlegen, dass sie einer systemrelevanten Berufsgruppe angehören. Für die Betreuung am Wochenende ist ein zusätzlicher Nachweis des Arbeitgebers nötig, dass die Betreuung notwendig ist.

Rechtsverordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen

24. März 2020 by

Seit gestern (23. März) gilt in Nordrhein-Westfalen eine Rechtsverordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen, welche das Land NRW – nach einer Telefonkonferenz zwischen der Bundesregierung und den Landesregierungen – erlassen hat. Die dortigen Regelungen sind größtenteils identisch mit jenen, welche der städtische Krisenstab am Sonntag beschlossen hat.

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaSchVO) vom 22. März 2020

Coronavirus: Neue Regelungen bei Trauungen

23. März 2020 by

Das Standesamt der Stadt Hagen nimmt bis auf weiteres keine neuen Termine für Trauungen an. Bereits vereinbarte Termine werden zwar noch durchgeführt, aber zugelassen sind neben dem Brautpaar nur noch die Trauzeugen.

Weiterhin keine Absage der Ratssitzung

23. März 2020 by

SPD Hohenlimburg fordert Verschiebung

Inzwischen sind in Hagen 42 Corona-Infizierte belegt, dazu kommen 163 Verdachtsfälle. Die Sitzungen der meisten politischen Gremien wie Ausschüsse und Bezirksvertretungen sind deshalb bereits abgesagt – der Rat soll aber nach den Vorstellungen von Oberbürgermeister und Ältestenrat am Donnerstag zusammentreten. Trotz Seuche.

Dagegen hatten sich bereits drei Ratsmitglieder gewandt (siehe hier), die jetzt Unterstützung vom SPD-Ortsverein Hohenlimburg bekommen. Der erklärt in einer Mitteilung:

Die SPD Hohenlimburg unterstützt die Forderungen der drei Ratsvertreter (Nadine Brandstätter, Nesrin Öcal und Mark Krippner), die Hagener Ratssitzung am 26.3.2020 (aufgrund des Corona Pandemie) zu verschieben.

Wir fordern den Oberbürgermeister der Stadt Hagen auf, die Sitzung mit über 100 Teilnehmern abzusagen.

Wir fordern das Innenministerium in NRW auf, eine klare Regelung für diesen Bereich zu treffen.

Als enttäuschend und der Situation nicht angemessen empfindet der SPD OV Hohenlimburg die Tatsache, dass der SPD Ratsfraktionsvorsitzende Claus Rudel nicht auf die Mail der beiden Hohenlimburger Ratsvertreter, Nesrin Öcal und Mark Krippner, sowie der Berchumer Ratsvertreterin Nadine Brandstätter antwortet.

Während Hagen (wieder einmal) den Schuss nicht so richtig gehört hat, ist eine Stadt wie Essen schon weiter. Die entschied bereits vor einer Woche:

Eine wichtige Maßnahme zur Bewältigung der Corona-Krise ist die Vermeidung von nicht zwingend notwendigen Veranstaltungen und Versammlungen jeglicher Art. Daher wurde entschieden, dass sämtliche Sitzungen der Ausschüsse, Bezirksvertretungen, Fraktionen, Beiräte und sonstigen Gremien, die bis zum Ende der Osterferien am 19. April terminiert sind, abgesagt werden.

Die nächste Ratssitzung am Mittwoch, dem 25. März, werde ebenfalls nicht stattfinden. Ersatzweise soll der Hauptausschuss zusammentreten. Die Sitzung werde, wie auch die Ratssitzungen, live im Internet übertragen.

So könnte sogar die von der Gemeindeordnung vorgegebene Öffentlichkeit sichergestellt werden. Rats-TV ist aber in Hagen bekanntlich ein Tabu – zu viele scheuen das Licht.

300 Platzverweise am Samstag

22. März 2020 by

Ordnungsamt kontrolliert hinsichtlich neuer Allgemeinverfügung

Seit vergangener Woche gelten im Hagener Stadtgebiet aufgrund der Coronapandemie besondere Regelungen zur Schließung von Einzelhandel und Restaurants. Das Hagener Ordnungsamt hat mit verstärkten Einsatzkräften zahlreiche Betriebe am Wochenende bezüglich der Einhaltung der Regeln kontrolliert.

Rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im gesamten Hagener Stadtgebiet unterwegs: Allein am Samstag wurden 300 Platzverweise erteilt, 50 Gewerbeobjekte wie Nagelstudios, Massagestudios oder Geschäfte für Hochzeitsmode mussten geschlossen und teilweise versiegelt werden. In zehn Fällen kam es zur Anzeige einer Ordnungswidrigkeit.

Der Inhaber einer Imbissbude in Altenhagen musste tief in die Tasche greifen: Da er sich trotz wiederholter Aufforderung nicht an die beschränkten Öffnungszeiten gehalten hatte, erhob das Ordnungsamt ein Bußgeld von 500 Euro gegen ihn. Auch in den nächsten Tagen hält das Ordnungsamt der Stadt Hagen den Kontrolldruck aufrecht – besonders mit Inkrafttreten der neuen Allgemeinverfügung.

Hagen: Zahl der Coronafälle steigt auf 42

22. März 2020 by

Krisenstab tagt – neue Ausgangs- und Ansammlungsregeln

Die Zahl der Coronafälle in Hagen hat sich auf mittlerweile 42 erhöht. In seiner Sitzung am heutigen Nachmittag hat der Krisenstab der Stadt Hagen unabhängig von den Abstimmungen zwischen Bund und Ländern, die für heute Abend angesetzt sind, nachfolgende Regelungen für Hagen beraten, die mittels Allgemeinverfügung ab Montag, 23. März, in Kraft gesetzt werden.

Ausgangs- und Ansammlungsregeln

Ansammlungen von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel sind in Hagen untersagt – ausgenommen sind Personen, die sich in häuslicher Gemeinschaft befinden wie Familien oder dauerhafte Wohngemeinschaften. Das Verbot gilt ausdrücklich sowohl für den öffentlichen, als auch für den privaten Raum – beispielweise auf Campingplätzen, Kleingärten oder vergleichbaren Anlagen. Eine Ausnahme stellt die unvermeidbare Zusammenkunft bei der Erledigung von Besorgungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (z.B. Warteschlange) oder die Zusammenkunft aus zwingenden beruflichen Gründen dar.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben und das Haus nur aus triftigem Grund zu verlassen. Triftige Gründe sind der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe sowie Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfedienstleistungen für Andere, Besuch der/des Lebenspartners/in sowie Sport und Bewegung alleine oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt.

Speisegaststätten und Friseure müssen schließen

Entgegen der bisherigen Regelung, dass Speisegaststätten zwischen 6 und 15 Uhr geöffnet sein dürfen, müssen auch die Speisegaststätten schließen. Die Stadt Hagen empfiehlt allen Restaurants und Speisegaststätten, Lieferdienste einzurichten. Die HAGEN.Agentur bündelt alle Lieferangebote auf http://www.hagenliefert.de. Restaurants können sich hier unkompliziert eintragen.

Abholdienste sind nur zulässig, wenn das Essen nach vorheriger telefonischer Bestellung abgeholt wird, um Menschenansammlungen vor oder in den Lokalitäten zu vermeiden. Hierbei müssen feste Abholzeiten vereinbart werden, um Menschenansammlungen auszuschließen. Die Betriebe sind geschlossen zu halten und dürfen nur kurz zur Warenausgabe geöffnet werden. Auch Imbissbetriebe, in denen Speisen zum Sofort-Verzehr angeboten werden (Pommes-, Bratwurst- oder Dönerläden), müssen sich an diese Regelung für Abholdienste halten. Hiervon ausgenommen sind Drive-In-Betriebe oder Mischbetriebe (beispielsweise „Wurst-König“ oder „Nordsee“), sofern diese Produkte verkaufen, die nicht sofort verzehrfähig sind. Letztere werden als Lebensmittelbetriebe verstanden.

Außerdem müssen alle Friseurbetriebe schließen.

Heimleitung darf Alten- und Pflegeheime schließen

Die Stadt Hagen weist ausdrücklich darauf hin, dass die vorab verfügte Besuchsregelung von maximal einer Person pro Bewohner am Tag für Alten- und Pflegeheime eine Maximalbestimmung beschreibt. Die Heimleitung darf in eigener Verantwortung ein vollständiges Besuchsverbot aussprechen.

Freier Zugang zu rund 100 Westfalen-Filmen

22. März 2020 by

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) möchte allen Menschen in Westfalen in dieser Zeit ein Stück westfälischer Kultur nach Hause liefern. Darum stellt das LWL-Medienzentrum ab heute sämtliche Filme im Download-Bereich seines Westfalen-Medien-Shops frei zur Verfügung.

Das Angebot umfasst rund 100 Dokumentationen, Kurzfilme und Reportagen zur Region und Geschichte Westfalens. Damit reagiert der LWL darauf, dass das Corona-Virus auch in der Region Westfalen das öffentliche und private Leben einschränkt. Museen und Kinos werden geschlossen, Theateraufführungen und Konzerte abgesagt. Weite Teile des kulturellen Lebens kommen erst einmal zum Erliegen.

Interessierte finden hier das gesamte Filmangebot: http://westfalen-medien-shop.lwl.org/download-medien/

Beispiele:

Das Folkwang-Projekt. Der Hagener Museumsgründer Karl Ernst Osthaus.

Weimar im Westen. Politische Neuanfänge, soziale Fortschritte und kultureller Aufbruch gehen mit sozialen Konflikten und extremer Gewalt einher. Wie kann man sich diese turbulente Zeit vorstellen? Wie verlief sie in Westfalen und im Rheinland?

Schule unterm Hakenkreuz. Zeitgenössische Filmaufnahmen aus der Martin-Luther-Schule Plettenberg.

Die Ruhr. Ein Film von Fritz Dubbert 1936/37.

Auf ins Ruhrgebiet! Jugendliche Arbeitsmigranten in den 1950er Jahren.

Busangebot wird weiter eingeschränkt

22. März 2020 by

Auch in Hagen ist das öffentliche Leben aufgrund der Coronakrise erheblich eingeschränkt. Dies hat auch Auswirkungen auf die Hagener Straßenbahn, die ihr Busangebot weiter reduziert.

Die Anpassungen ab Montag, 23. März 2020, im Einzelnen:

Am Montag verkehren die Busse wie bislang noch nach dem Samstagsfahrplan. Zusätzlich fahren die NachtExpress-Busse lediglich um 22:32 Uhr von der Haltestelle Stadtmitte in die einzelnen Stadtteile. Alle weiteren Fahrten entfallen.

Die Fahrten der Linie 512 enden bereits in Bathey und nicht wie bislang an der Haltestelle Dortmund-Syburg.

Die Anpassungen ab Dienstag, 24. März 2020, im Einzelnen:

Ab kommenden Dienstag fahren die Busse der Hagener Straßenbahn von montags bis samstags nach einem erweiterten Sonntagsfahrplan, bei dem der sonst erst um 11 Uhr einsetzende dichtere Takt bereits vormittags um 5 Uhr beginnt. Damit können die Fahrgäste nahezu aus allen Stadtteilen die Hagener Innenstadt bis um 6 Uhr erreichen.

Auf den Hauptachsen wird darüber hinaus in der Regel mindestens ein 30-Minuten-Takt – auf einigen Linien auch ein 15-Minuten-Takt sichergestellt. Lediglich in den Randlagen wird abschnittsweise nur ein Stundentakt aufrechterhalten.

Für einige Linien wird der Takt verdichtet. Die Linien 539 auf dem Abschnitt Hohenlimburg Bahnhof bis zur Regenbogenschule und die Linie 530 fahren dann stündlich. Die Linie 542 nur noch in einem 30-Minuten-Takt.

Zusätzlich fahren auch die Linie 535 und der SB 71, die ansonsten an Sonntagen nicht fahren, im Stundentakt. Die beiden Einsatzbusse EW1 und EW2 verkehren 30 Minuten später als an Werktagen üblich.

Gegen 19:00 Uhr wird wieder nach dem normalen Sonntagsfahrplan gefahren.

An Sonntagen bleibt der Fahrplan nahezu unverändert. Die Linie 542 verkehrt ganztägig im 30 Minuten Takt, der 15-Minuten-Takt tagsüber entfällt somit.

Die genauen Abfahrtszeiten der Busse finden sie in der elektronischen Fahrplanauskunft.

Neue Coronafälle in Hagen

21. März 2020 by

In Hagen sind weitere Personen an Corona erkrankt. Nach Angaben der Verwaltung sind inzwischen 36 Menschen betroffen.

Corona-Party in der Stadthalle?

21. März 2020 by

Ratsmitglieder fordern Absetzung der Ratssitzung am Donnerstag

Obwohl bereits alle anderen Gremiensitzungen aufgrund der Corona-Krise abgesagt wurden, hat sich der Ältestenrat der Stadt Hagen unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Erik O. Schulz dazu entschieden, am 26. März eine Ratssitzung in der Stadthalle durchzuführen. Zu Zeiten, in denen sich die Infektionen mit dem Virus alle drei Tage verdoppeln, gleicht ein solches Ansinnen der Einladung zu einer „Corona-Party“.

Dabei gestattet es die nordrhein-westfälische Gemeindeordnung, dass dringliche Entscheidungen zur Not auch vom Oberbürgermeister gemeinsam mit einem Ratsmitglied beschlossen werden dürfen. Diese müssen allerdings bei der folgenden Sitzung des Stadtrats bestätigt werden – oder eben auch nicht.

Von diesem Recht hatte der Oberbürgermeister bereits einmal, im November 2014, Gebrauch gemacht. Der damalige „Notstand“ bestand aber nicht in einer Pandemie, sondern im dringenden Wunsch des OB, zum Vorsitzenden der Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) gewählt zu werden. Die Mehrheit des Stadtrats nickte diese Posse im Nachhinein trotzdem ab.

In der jetzigen besorgniserregenden Situation soll nach Stand der Dinge aber unbedingt eine Ratssitzung stattfinden, auf der wahrlich „dringende“ Themen erörtert werden sollen, wie der Tagesordnung zu entnehmen ist. Darunter die Veröffentlichung der „Einkünfte aus Nebentätigkeiten des Herrn Oberbürgermeisters Erik O. Schulz im Jahr 2019“, „verkaufsoffene Sonntage“ (die sich eh erledigt haben) oder die „Bestellung der ersten und zweiten stellvertretenden Schriftführung für den Rat der Stadt Hagen“.

Angesichts solcher Absurditäten haben mehrere Mitglieder der SPD-Fraktion im Rat ihren Vorsitzenden Claus Rudel aufgefordert, auf die Absage der Sitzung zu drängen:

„Unsere verantwortliche Forderung als SPD-Fraktion sollte sein: Keine Ratssitzung um jeden Preis!

Die Bundeskanzlerin machte in einer beispiellosen Ansprache an die Nation unmissverständlich klar, worum es in der jetzigen, sehr ernsten Situation existenziell geht, nämlich um die Verlangsamung des Virus auf seinem Weg durch Deutschland. Ebenso unmissverständlich machte die Bundeskanzlerin dabei klar, was dazu zwingend notwendig ist, nämlich, das öffentliche Leben soweit es geht herunterzufahren.

Weiter führte die Bundeskanzlerin unmissverständlich aus, dass wir jetzt „alles, was Menschen gefährden könnte, alles, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft schaden könnte“, reduzieren müssen. „Wir müssen das Risiko, dass der eine den anderen ansteckt, so begrenzen, wie wir nur können.“ Der Ministerpräsident unseres Bundeslandes fordert uns dementsprechend alle dazu auf Zuhause zu bleiben und bringt den Ernst der Lage mit den Worten auf den Punkt: „Es geht um Leben und Tod.“

Zum Schutz der Bevölkerung und zur Verhinderung des drohenden Zusammenbruchs unseres Gesundheitssystems greifen Regierungen zu immer drastischen Maßnahmen: Sogar (landesweite) Ausgangsperren (Bayern, Freiburg, Heinsberg) wurden bereits verhängt und stehen bundesweit unmittelbar bevor.

Wir als gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Hagener Bevölkerung sollten die angesprochenen Appelle und dringenden Aufforderungen umsetzen und in dieser Situation als Vorbilder dienen. Sofern tatsächlich unaufschiebbare Entscheidungen getroffenen werden müssen, so sollten andere – vorhandene – Möglichkeiten ergriffen werden, wie z.B. die Herbeiführung von Dringlichkeitsbeschlüssen. An solchen Entscheidungen sollten alle Vorsitzenden der im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen beteiligt werden.

Zudem sollte auch die Machbarkeit von Video- und Telefonkonferenzen für die Durchführung von Sitzungen geprüft werden. Zahlreiche Unternehmen (auch städtische), Gremien und Regierungen machen uns schon jetzt vor, dass das geht. Entgegenstehende Geschäftsordnungen wären dahingehend änderbar.“

Who’s afraid of opera

21. März 2020 by

Theater Hagen startet Podcast

Das Theater Hagen reagiert auf die Corona-Krise mit einem Online-Spielplan. Zu diesem gehört auch ein Podcast, der jeweils in der Nacht von Sonntag ins Netz gestellt wird. Die erste Folge erscheint am Montag, dem 23. März.

„Who’s afraid of opera“ heißt der Podcast des Theaters, den Intendant Francis Hüsers selbst gestaltet und der sowohl auf der Plattform Spotify als auch auf der Webseite des Theaters Hagen zu hören ist. Mit dem Projekt erfüllt sich Hüsers einen lang gehegten Wunsch. Die Idee einer Theater-Radiosendung habe er schon gehabt, als er vor zweieinhalb Jahren nach Hagen gekommen sei. Ein Hinweis darauf findet sich sogar in seinem ersten „Datenheft“, dem Spielzeitheft des Theaters für die Spielzeit 2018/19, in Form einer Zeichnung mit der Bildunterschrift „radiomusiktheaterhagen“ .

In „Who’s afraid of opera“ spricht Hüsers über die Geschichten, die Musik und die Hintergründe ausgewählter Opern, die zum Teil auch im Programm des Theaters Hagen waren oder noch kommen sollen. Anhand von Audio-Ausschnitten der Opern in hochwertigen Aufnahmen, die kommentiert und erläutert werden, stellt er sowohl bekannte Werke im neuen Zusammenhang vor, als auch für manche neu zu entdeckende Werke, immer aber immer in je eigener Weise: Infotainment vom Feinsten für Neugierige wie für Kenner!

In der ersten Folge geht es vor allem um bekannte und beliebte Opern des 19. Jahrhunderts aus der Epoche der Romantik, z. B. also von Verdi oder Wagner, deren Melodien oft einem viel größeren Kreis von Menschen bekannt als ihnen selbst bewusst ist – also um genau die Opern, die hierzulande als erstes mit „Oper“ assoziiert werden. Und so bekannt sie auch sind – gerade hier gibt es viel Neues zu erfahren.

Tatkräftige Unterstützung bekommt Hüsers bei dem Projekt von Rolf Köppermann, dem Leiter der Tontechnik. Kurzerhand hat dieser für die Aufnahmen das Intendantenbüro in ein Tonstudio verwandelt. „Das ist mein Job“, schmunzelt der langjährige Mitarbeiter des Theaters. Eine eigene vom Theater herausgegebene Radiosendung habe es in den dreißig Jahren, die er am Haus arbeitet, jedoch noch nie gegeben. Die neue Aufgabe habe Spaß gemacht, er selbst sei von der Sendung begeistert – und habe vorher gar nicht gewusst, dass der Intendant eine so tolle Radiostimme habe.

Neben dem Podcast werden auch verschiedene Video-Formate, das Online-Verfügbarmachen von Noten und sogar ein Theater-Bastel-Tutorial für Kinder auf dem Online-Spielplan stehen. Eine detaillierte Übersicht veröffentlich das Theater Anfang der kommenden Woche.

Zulassungsstelle reduziert Dienstleistungen weiter

21. März 2020 by

Die Zulassungsstelle der Stadt Hagen passt ab kommenden Montag, 23. März, ihre Dienstleistungen weiter den Gegebenheiten aufgrund Bewältigung der Corona-Pandemie an und beschränkt ihr Angebot auf nachfolgende Vorgänge.

Für Privatpersonen sind weiterhin nur nach vorheriger telefonischer Terminabsprache folgende Dienstleistungen möglich:

• Hagener Außerbetriebsetzungen

• Zulassungen von LKW, Krankenfahrzeugen, Feuerwehrfahrzeugen, etc.

Für Händler findet eine Abgabe der Vorgänge zwischen 8 und 9 Uhr statt. Nicht bearbeitet werden externe Außerbetriebsetzungen, Leerbriefe und Tageszulassungen.

Zulassungen sind ausschließlich mit schriftlicher Begründung über die Dringlichkeit oder Unabweisbarkeit der Zulassung (zum Beispiel für den Arbeitsweg mit Bestätigung des Arbeitgebers, zur Pflege von Angehörigen, Notwendigkeit für die Erledigung der Grundvorsorge) möglich. Es besteht kein Anspruch auf Zulassung am gleichen Tag.

„Planet Hagen“ auf September verschoben

21. März 2020 by

Der Hagener Tag der offenen Ateliers und kreativen Orte, „Planet Hagen“, des Kulturbüros der Stadt Hagen findet nicht wie ursprünglich geplant am Samstag, 18. April, und Sonntag, 19. April, statt. Die Veranstaltung verschiebt sich auf September 2020, ein neuer Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

83 Künstlerinnen und Künstler hatten sich zum diesjährigen „Planet Hagen“ angemeldet, um in den eigenen Ateliers, Werkstätten, Ausstellungsräumen und Privatwohnungen einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen Hagens zu zeigen. Das Besondere an der Veranstaltung: Das Publikum kann direkt vor den Werken mit den Kunstschaffenden ins Gespräch kommen.

Aufgrund dieser Nähe und des direkten Austausches vor Ort hat sich das städtische Kulturbüro hinsichtlich der aktuellen Lage rund um das Coronavirus dazu entschlossen, das Programm zu verschieben.

„HAGENplant2035“: keine Abschlusskonferenz

21. März 2020 by

Die finale Veranstaltung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts „HAGENplant2035“ (ISEK), die HagenKonferenz, findet Ende März nicht statt.

Diese öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung bildet den Abschluss des zweieinhalbjährigen Aufstellungsverfahrens, an dem viele Bürgerinnen und Bürger, Fachleute und die Politik in mehr als 19 Veranstaltungen mitwirkten. Ein Alternativtermin steht derzeit noch nicht fest, eine entsprechende Mitteilung wird dann erfolgen.

Die im Rahmen der HagenKonferenz vorzustellende Kurzfassung des ISEK wird am 25. März auf der Internetseite des Fachbereichs Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung der Stadt Hagen und auf der Projektseite www.plan-portal.de/hagen zum Herunterladen bereitgestellt.

Bahnverkehr wird eingeschränkt

20. März 2020 by

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie kommt es zur Aufrechterhaltung eines Grundangebots im Schienenpersonennahverkehr zu umfangreichen Einschränkungen auf den meisten Linien in NRW. Ab Samstag, 21. März, wird schrittweise ein Sonderfahrplan umgesetzt.

Ziel ist es, den Fahrgästen auch bei erhöhten Abwesenheitsquoten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Eisenbahnunternehmen durch Krankmeldungen oder Quarantänemaßnahmen noch ein zwar reduziertes aber planbares Angebot zur Verfügung zu stellen und kurzfristige, unplanbare Zugausfälle zu vermeiden.

Insgesamt werden die Leistungen etwa um die Hälfte reduziert. Zugleich wird gewährleistet, dass ausreichend Fahrzeuge zum Einsatz kommen, um die Infektionsgefahr für die Fahrgäste möglichst gering zu halten.

Im Raum Hagen sind folgende Änderungen geplant (Stand: 20.3., 20:00 Uhr):

RE 4 (Dortmund – Aachen): Linie fällt aus, Ersatz durch RB 33 (Aachen – Mönchengladbach), RE 13 (Mönchengladbach – Wuppertal), RE 7 (Wuppertal – Hagen) sowie S 5 und RB 52 (Hagen – Dortmund), gültig ab: 21.03.20

RE 7 (Rheine – Krefeld): Verkehrt auf Teilabschnitt Münster Hbf – Krefeld Hbf mit außerplanmäßigem Umstieg in Wuppertal-Oberbarmen, zwischen Wuppertal-Oberbarmen – Köln Hbf halten die Züge zusätzlich an allen Stationen der Linie RB 48, gültig ab 22.03.20

RE 13 (Venlo – Hamm): Ausfall auf Teilabschnitt Hamm – Hagen – Wuppertal-Oberbarmen, Ersatz durch RE 7 (Hamm – Hagen) sowie RE 7 und S 8 (Hagen – Wuppertal-Oberbarmen), gültig ab 21.03.20

RE 16 (Essen – Siegen): Linie fällt aus, Ersatz durch RB 40 (Essen – Hagen) und RB 91 (Hagen – Iserlohn/Siegen), gültig ab: 23.03.20

RE 17 (Hagen – Kassel): keine Einschränkungen

RB 40 (Essen – Hagen): keine Einschränkungen

RB 52 (Dortmund – Lüdenscheid): keine Einschränkungen

RB 91 (Hagen – Siegen/Iserlohn): keine Einschränkungen

S 5 (Dortmund – Hagen): Ausdünnung auf 60-Minuten-Takt zwischen Witten und Dortmund, gültig ab: 21.03.20

S 8 (Hagen – Mönchengladbach): Ausdünnung auf 60-Minuten-Takt, gültig ab: 21.03.20

Corona: Stadt erhöht Präsenz und verhängt Bußgelder

20. März 2020 by

Geschäftsinhaber und Bürger widersetzen sich wiederholt den aktuellen Allgemeinverfügungen der Stadt Hagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Daher erhöht das Ordnungsamt seine Präsenz deutlich – auch am kommenden Wochenende.

Gruppen, die sich offensichtlich für eine Zusammenkunft zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen oder in Parks verabredet haben, werden aufgelöst und ein Bußgeld von mindestens 150 Euro verhängt. Die Stadt weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass seit 13. März alle Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet untersagt sind.

Inzwischen sind einige Geschäftsinhaber mehrfach dadurch aufgefallen, dass sie sich nicht an die angeordnete Schließung halten. Ab sofort werden bei der Feststellung eines Verstoßes Bußgelder bis zu einem vierstelligen Betrag verhängt. Zudem droht bei wiederholten Verstößen die Versiegelung der Räume.

Theater Hagen hofft auf den 19. April

20. März 2020 by

Spielbetrieb soll in einem Monat wieder aufgenommen werden

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ Diese Worte Friedrich Hölderlins, dessen Geburtstag sich heute zum 250. Mal jährt, mögen das Theater Hagen dazu bewogen haben, pünktlich zum Frühlingsbeginn (der ebenfalls auf den heutigen Tag fällt) einen Spielplan ab dem 19. April zu veröffentlichen.

Mindestens bis zum 18. April sind bekanntlich auch alle kulturellen Aktivitäten wegen der Coronakrise stillgelegt. Das Theater Hagen hofft aber, danach den Vorstellungsbetrieb wiederaufnehmen zu können. Für die Zeit ab diesem Datum würde dann der folgende, veränderte Spielplan gelten:

GROSSES HAUS:

Hoffmanns Erzählungen“ (zum letzten Mal: 19.4., 15 Uhr, Abo N)

Zar und Zimmermann“ (22.4., 19.30 Uhr, Abo B; 2.5., 19.30 Uhr, Abo Z; zum letzten Mal: 5.6., 19.30 Uhr, Abo F)

Wenn die Nacht am tiefsten … ist der Tag am nächsten“ (Premiere: 24.4., 19.30 Uhr, Abo C / P; 6.5., 19.30 Uhr, Abo B; 15.5., 19.30 Uhr, Abo F; 20.5., 19.30 Uhr, Abo L / VB B; 14.6., 18 Uhr, Abo Z; zum letzten Mal in dieser Spielzeit: 28.6., 18 Uhr, Abo ThR)

Casa Azul – Inspired by Frida Kahlo“ (25.4., 19.30 Uhr, Abo G / WE 2; zum letzten Mal in dieser Spielzeit: 31.5., 18 Uhr, Abo ThR)

Orpheus und Eurydike“ (26.4., 18 Uhr, Abo ThR; 16.5., 19.30 Uhr, Abo MT / VB A; 21.5., 18 Uhr, Abo D; zum letzten Mal in dieser Spielzeit: 21.6., 15 Uhr, Abo N)

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Coronavirus: Reduzierung der Kundenströme

19. März 2020 by

Bei allen geöffneten Geschäften im Sinne der Allgemeinverfügung der Stadt Hagen wird entgegen der dortigen Vorschrift unter Ziffer 11 eine Registrierung der Kunden nicht mehr gefordert. So soll eine Ansteckungsgefahr in Warteschlangen vermieden werden. Vielmehr sollten die Ladenbetreiber darauf achten, dass pro 250 Quadratmeter Verkaufsfläche nicht mehr als 20 Kunden Einlass finden.

Der Zugang zu Einkaufszentren ist nur gestattet, wenn sich dort Geschäfte befinden, die geöffnet bleiben dürfen. Weitergehende Aufenthalte in den Zentren, als diese Geschäfte aufzusuchen, sind untersagt.

Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten, Apotheken sowie Geschäften des Großhandels ist bis auf weiteres auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr gestattet; dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag.

Coronavirus: Zahl der Erkrankten steigt auf 28

19. März 2020 by

Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen in Hagen ist am Donnerstag auf 28 Fälle angestiegen.

Bei den meisten Betroffenen handelt es sich um Rückkehrer aus Risikogebieten – oftmals Österreich –, deren Testergebnisse im Laufe des Tages eingegangen sind. Die Patienten weisen nur leichte oder mittlere Krankheitssymptome auf. Das Gesundheitsamt ermittelt alle Kontaktpersonen und leitet weitere Maßnahmen wie häusliche Isolation ein.

Alle Hagenerinnen und Hagener sind dringend dazu aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte zu vermeiden, damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird und die Hagener Krankenhäuser handlungsfähig bleiben.

Theater Hagen stellt Atemschutzmasken her

19. März 2020 by

Die Kostümabteilung des Theaters Hagen stellt derzeit 1.000 Atemschutzmasken für das Krankhaus in Schwerte her (Foto: Theater). Der Kontakt ist über den Sohn einer der Schneiderinnen zustande gekommen, der in der Klinik arbeitet.

Die Mundschutze sind aus Baumwolle, wasch- bzw. kochbar und damit zum mehrfachen Gebrauch bestimmt. Diese Arbeit führt ein Teil der Schneiderinnen in Heimarbeit aus, wodurch für die Arbeitssituation in der Schneiderei vor Ort gewährleistet wurde, dass die dort Nähenden die Masken mit viel Abstand zueinander erstellen können. „So fühlt sich jeder sicher, wir können helfen und es geht irgendwie weiter, bis wir wieder an den Kostümen für unsere Produktionen mit allen dafür notwendigen Beteiligten arbeiten können“, berichtet die Leiterin der Kostümabteilung, Christiane Lutz.

FernUniversität schränkt Betrieb ein

19. März 2020 by

Studienbetrieb läuft aber weiter

Die Corona-Krise zwingt auch die FernUniversität in Hagen zu bisher einmaligen Maßnahmen, um Beschäftigte, Studierende und Besucherinnen und Besucher zu schützen: Am Mittwoch, 18. März, hat sie zunächst bis einschließlich 19. April die Anwesenheit ihrer Beschäftigten aus Wissenschaft, Technik und Verwaltung auf ein Minimum eingeschränkt. Die meisten Beschäftigten arbeiten dann im Homeoffice. Nur Mitarbeitende, deren Anwesenheit für die Aufrechterhaltung von Sicherheit, Versorgung und Infrastruktur notwendig ist, dürfen ihre Arbeitsplätze aufsuchen.

Personen, die keine FernUni-Beschäftigten sind, dürfen seit dem 17. März die Gebäude der FernUniversität nicht mehr betreten. Ebenfalls seit dem 17. März ist die Mensa geschlossen, die Universitätsbibliothek bereits seit dem 16. März. Bis einschließlich 19. April sind auch alle öffentlichen Präsenzveranstaltungen abgesagt, ebenso alle Präsenzveranstaltungen für Studierende und Prüfungen.

Die FernUniversität stellt die Studienmaterialien ab dem Bearbeitungsbeginn auf den üblichen Wegen digital zur Verfügung, so dass die rund 76.000 Studierenden weiterstudieren können, wenn auch mit gewissen Einschränkungen. So sind alle öffentlichen wie studienbezogenen Präsenzveranstaltungen, ebenso alle Klausuren und Prüfungen, die eine Anwesenheit vor Ort – in Hagen, in Regional- und Studienzentren oder an sonstigen Prüfungsorten – erfordern, abgesagt.

4,4 Millionen Euro für das Lennebad

19. März 2020 by

Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm des Landes

Das Richard-Römer-Lennebad erhält 4,4 Millionen Euro Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen zur energetischen und barrierefreien Sanierung des Gebäudes.

Mit dem Städtebauförderprogramm NRW, bestehend aus den drei neuen Regelprogrammen („Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“) und dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ für das Jahr 2020, werden insgesamt 295 Projekte mit 396,6 Millionen Euro gefördert.

Das Richard-Römer-Lennebad erhält die höchste Einzelfördersumme im gesamten Programm.

Gelder aus dem Landesprogramm hätten bereits im letzten Jahr fließen können, aber die politischen Entscheidungsträger hatten es (wieder einmal) versemmelt. Siehe: Wieder nur Brosamen.

Kulanzregelung im VRR für die nächsten Wochen

19. März 2020 by

Die Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, also beispielsweise auch die Hagener Straßenbahn AG, reagieren auf die zunehmenden Einschränkungen im Alltags- und Arbeitsleben im Zusammenhang mit dem Coronavirus und bieten ihren Kunden eine einfache Kulanzregelung an.

Abonnements können ab sofort bis auf Weiteres „pausieren“. Langjährige Kunden mit einer Zeitkarte wenden sich für die Pausenregelung bitte direkt an ihr Verkehrsunternehmen.

Für Kunden, die ihr Ticket-Abo noch kein Jahr haben, gibt es ein neues und nur in der aktuellen Phase geltendes Sonderkündigungsrecht, ohne finanzielle Nachteile. Für alle weiteren Abonnenten gilt die bestehende Kündigungsregelung weiter, insoweit entstehen Ihnen ebenfalls keine finanziellen Nachteile.

Käufer von Tickets des Bartarifs, wie beispielsweise Einzel, 4er- und 10er-Tickets, 24- und 48-StundenTickets, Tages- oder ZusatzTickets behalten, soweit sie noch nicht entwertet sind, bis zum 31. März 2021 ihre Gültigkeit.

Corona: Zahl der Erkrankten steigt auf 21

18. März 2020 by

Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen in Hagen ist am Mittwochabend auf 21 Fälle angestiegen. Bei den meisten Betroffenen handelt es sich um Rückkehrer aus Risikogebieten – oftmals Österreich –, deren Testergebnisse heute Abend eingegangen sind. Nur in ganz wenigen Fällen haben sich Personen untereinander angesteckt.

Ein Großteil der Patienten weist nur leichte oder mittlere Krankheitssymptome auf. Zwei schwererkrankte Personen sind stationär auf der Isolierstation im Agaplesion Allgemeines Krankenhaus (AKH) untergebracht. Das Gesundheitsamt ermittelt alle Kontaktpersonen und leitet weitere Maßnahmen wie häusliche Isolation ein.

Alle Hagenerinnen und Hagener sind dringend dazu aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte zu vermeiden, damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird und die Hagener Krankenhäuser handlungsfähig bleiben.

Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen ist für wichtige Fragen unter der Hotline 02331/207-3934 montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Die Stadt Hagen bittet ihre Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich darum, die Hotline nur in dingenden Fällen anrufen, um eine Überlastung zu vermeiden. Die Leitung ist zwischenzeitlich so ausgelastet, dass Anrufer nicht durchkommen.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Hagen gibt es auf der städtischen Internetseite und auf den offiziellen Social Media-Kanälen der Stadt Hagen. Informationen zum Virus allgemein gibt es auf der Homepage des Robert Koch-Institutes www.rki.de/faq-ncov und auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.infektionsschutz.de.

Stadt Hagen setzt alle Elternbeiträge im April aus

18. März 2020 by

Die Stadt Hagen setzt alle Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, Großtagespflegestellen und die Offene Ganztagsschule (OGS) für den Monat April aus.

Bei bestehenden Einzugsermächtigungen wird die Abbuchung seitens der Stadt für den Monat April nicht durchgeführt. Eltern, die selbst die Beiträge überweisen, werden gebeten, diese im April auszusetzen. Diese Regelung gilt ausdrücklich auch für Eltern, die in den Bereichen der kritischen Infrastruktur arbeiten und die Angebote der Notbetreuung nutzen.

Eine abschließende Regelung wird getroffen, wenn die Dauer der Schließung absehbar ist. Hierzu wird dem Rat der Stadt eine Änderung der Beitragssatzung vorgelegt.

Die Stadt bittet um Verständnis, dass derzeit die Organisation zum Beispiel der Notbetreuung in den 105 Kindertageseinrichtungen mit Vorrang bearbeitet werden muss. Vor diesem Hintergrund wird die Erarbeitung der Satzungsänderung zügig, aber nachrangig erfolgen.

Die Finanzierung der Kindertageseinrichtungen, der Kindertagespflege, der Großtagespflegestellen und der OGS wird auch während der Schließungszeit durch die gesetzlichen und vertraglichen Grundlagen durch die Stadt und das Land sichergestellt.

Mann im Rathaus aufgewacht

18. März 2020 by

Die meisten Geschäfte müssen ab heute (18. März) geschlossen bleiben – dafür Sonntagsöffnung für Lebensmittel

Die Stadt Hagen setzt ab heute (18. März) einen Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW um, nach dem die überwiegende Mehrzahl der Einzelhandelsgeschäfte geschlossen bleiben muss.

Die Landesregierung hatte bereits am Sonntag, den 15. März mit umittelbarer Wirkung am Montag, den 16. März per Erlass angeordnet, dass der Zutritt zu „Shopping-Malls“ nur zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sei. In Hagen lief der Betrieb aber uneingeschränkt weiter. Jetzt, nachdem der Erlass noch einmal verschärft wurde, hat auch im Rathaus der Wecker geklingelt.

Für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet bleiben der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf sowie Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel. Der Zugang zu Einkaufszentren ist nur gestattet, wenn sich dort nicht zu schließende Geschäfte befinden. Weitergehende Aufenthalte in den Zentren, als diese Geschäfte aufzusuchen, sind untersagt.

Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten, Apotheken sowie Geschäften des Großhandels ist bis auf weiteres auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr gestattet; dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag.

Missachtung der Sportstättenschließung

18. März 2020 by

Das Servicezentrum Sport der Stadt Hagen weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass mit dem Ziel, die Ausbreitung des Coronavirus so weit wie eben möglich einzudämmen, weiterhin sämtliche (städtischen) Sportstätten gesperrt sind. Dies gilt nicht nur für den vereinsgebundenen Sport, sondern auch für alle Freizeitsportler und ihre Aktivitäten.

Leider widersetzen sich insbesondere Jugendliche wiederholt dieser Anordnung, klettern teilweise über die Zäune der Sportanlagen, um dort Ballspielen oder ähnlichem nachzugehen. Dies ist zwingend zu unterlassen. Gleichzeitig sind alle Vereine noch einmal aufgefordert, dies ihren Mitgliedern entsprechend zu kommunizieren.

Corona: Geschäft geht vor Gesundheit

18. März 2020 by

Der merkwürdige Umgang des Hagener Oberbürgermeisters mit den Weisungen der Landesregierung

„Es geht um Leben und Tod. So einfach ist. Und auch so schlimm.“ So charakterisierte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gestern auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf die Ausbreitung des Corona-Virus‘. Und er fügte hinzu: „Wir sehen auch, dass viele noch nicht die Botschaft verstanden haben.“

Damit könnte er u.a. den Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz gemeint haben. Dessen Umsetzung von Erlassen der Landesregierung auf örtlicher Ebene nährt den Verdacht, dass ihm das Hemd der Interessenvertretung bestimmter Geschäftsleute näher sitzt als der Rock des Gesundheitsschutzes der Hagener Bevölkerung.

So läuft der Betrieb der innerstädtischen Einkaufspaläste bislang ungebremst weiter, obwohl die Landesregierung bereits am Sonntag, den 15. März mit umittelbarer Wirkung am Montag, den 16. März per Erlass angeordnet hatte, dass der Zutritt zu Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, „Shopping-Malls“ oder „Factory-out-lets“ nur zur Deckung des dringenden Bedarfs unter strengen Auflagen erlaubt sei.

Hagen ist hier offensichtlich ein rechtsfreier Raum: In den Verfügungen und sonstigen Veröffentlichungen der Stadt finden sich keinerlei entsprechende Anordnungen. Auch auf den Internet-Präsenzen von Volme- und Rathaus-Galerie werden weiterhin die regulären Öffnungszeiten ohne jegliche Einschränkung beworben.

Als weiterer Wirtschaftsbereich genießt auch die Hotelerie eine Sonderstellung seitens der Stadtverwaltung. Während die Landesregierung unmissverständlich angeordnet hat: „Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sind zu untersagen“, gibt die Stadt lediglich eine Pressemitteilung heraus, die zart daraufhinweist, dass der Zugang zu Hotels „für die Bewirtung von Übernachtungsgästen“ beschränkt werde, was sich eindeutig nur auf die Restaurantbereiche in den Übernachtungsbetrieben bezieht.

Ebenfalls fehlt die Anweisung an „sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes, (…) dass die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen zu treffen sind“, wie es der Erlass des Landes vorgegeben hat.

Alles Zufall? Wohl eher nicht. Der Ministererlass wurde sehr wohl gelesen und auch verstanden, wie sich an einem Beispiel zeigt. Die Einschränkungen bezüglich der „Shopping-Malls“ wurden u.a. deshalb von der Landesregierung verfügt, um zu vermeiden, dass sich Schülerinnen und Schüler nach den Schulschließungen seit Montag hier in größeren Gruppen versammeln.

Genau dieses Argument führt jetzt die Schulz-Verwaltung an, um die Schließung von Schulhöfen zu rechtfertigen. Eine Maßnahme, die die Landesregierung gar nicht angeordnet hat.

Krisenstab schließt Spielplätze und Schulhöfe

18. März 2020 by

Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor einer Infektion mit dem Coronavirus hat der Krisenstab der Stadt Hagen ab Mittwoch, 18. März, die Schließung aller Spiel- und Bolzplätze sowie der Schulhöfe für die Öffentlichkeit in Hagen beschlossen. Vor dem Hintergrund der geschlossenen Schulen und Kindergärten sollen so neue Treffpunkte für Kinder und Jugendliche verhindert werden.

Die Stadt Hagen weist alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich darauf hin, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, um Infektionsketten zu unterbrechen und eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.


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