Erik Olaf Schulz bleibt Oberbürgermeister

13. September 2020 by

Keine Stichwahl notwendig

Erik O. Schulz ist mit 51,06 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen als Hagener Oberbürgermeister bestätigt worden. Der SPD-Herausforderer Wolfgang Jörg musste sich mit 25,54 Prozent begnügen. Die Wahlbeteiligung lag nur bei beschämenden 42,1 Prozent.

Vorläufige Sitzverteilung Rat Hagen

13. September 2020 by

Da das IT-System der Stadt Hagen seit einigen Stunden zusammengebrochen ist, hier der Zwischenstand nach der Auszählung von 128 von 156 Bezirken um 22:22 Uhr:

Zwischenstand der OB-Wahl Hagen

13. September 2020 by

Da das IT-System der Stadt Hagen seit einigen Stunden zusammengebrochen ist, hier der Zwischenstand nach der Auszählung von 145 von 156 Bezirken um 21:39 Uhr:

Zwischenstand der Stadtratswahl Hagen

13. September 2020 by

Da das IT-System der Stadt Hagen seit einigen Stunden zusammengebrochen ist, hier der Zwischenstand nach der Auszählung von 113 von 156 Bezirken um 21:27 Uhr:

Corona in Hagen – Stand: 13.09.

13. September 2020 by

Grafik: Stadt Hagen

Wahl-Livestream aus dem Hagener Rathaus

13. September 2020 by

Vorberichte, aktuelle Hochrechnungen, vorläufige Endergebnisse sowie Live-Interviews. Heute ab 18.30 Uhr.

René Röspel: „Meine Geduld ist am Ende!“

13. September 2020 by

Situation in Moria – SPD-Abgeordnete fordern Kanzlerin zum Handeln auf

„Meine Geduld ist am Ende!“, stellt der Hagener Bundestagsabgeordnete René Röspel (SPD) nach den jüngsten dramatischen Ereignissen in Moria auf der griechischen Insel Lesbos klar.

Seit Monaten warte man auf die in Aussicht gestellte konstruktive, aber vor allem humanitäre Lösung für die Menschen auf den griechischen Inseln, doch „von Bundesinnenminister Seehofer ist da nichts zu erwarten!“ Dass er nun nach den Bränden und fast 13.000 obdachlos gewordenen Menschen, die Aufnahme von bis zu 150 unbegleiteten Minderjährigen in Aussicht stellt, könne nur noch als zynisch bezeichnet werden, so Röspel.

Bereits im April hatte René Röspel in einem von ihm mitinitiierten Positionspapier der Parlamentarischen Linken in der SPD-Bundestagsfraktion zur Situation auf den griechischen Inseln die sofortige Evakuierung der Asylsuchenden in akzeptable Aufnahmezentren und eine Verteilung der Schutzsuchenden auf andere europäische Länder gefordert – dies auch im Hinblick auf die durch die Corona-Pandemie weiterhin verschärfte Lage.

Die damaligen Beschlüsse zu Kontingenten könnten nur ein Anfang sein, stellte die Parlamentarische Linke im Positionspapier klar. „Leider stoßen wir bei unserem Koalitionspartner auf taube Ohren.“, stellt Röspel fest. Vor allem Seehofer und sein Innenministerium blockierten und ignorierten, dass es zahlreiche Kommunen und Länder gebe, die ihre Aufnahmebereitschaft signalisiert hätten. „Seehofers politisches Kalkül gefährdet Menschenleben.“, ärgert sich René Röspel.

Gemeinsam mit zahlreichen Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion richtet sich René Röspel deswegen als Reaktion auf die weitere Zuspitzung der Lage in Moria mit einem Offenen Brief an die Bundeskanzlerin. Man erwarte, dass Deutschland umgehend in der Größenordnung Geflüchtete aufnimmt, wie bereits Zusagen aus den Ländern vorliegen.

Die Zusagen aus Deutschland für humanitäre Hilfe,die Entsendung des THW und die Unterstützung beim Aufbau provisorischer Unterkünfte würden begrüßt, „aber wir können nicht eine prekäre Situation mit der nächsten ersetzen. Angela Merkel kann und muss ihre Richtlinienkompetenz als Kanzlerin nun nutzen und dafür sorgen, dass wir den Menschen sofort helfen“, fordert Röspel.

Gleichzeitig bleibe natürlich die dringliche Aufgabe, endlich die lange überfällige europäische Lösung für ein gemeinsames Asylsystem zu finden.

Kunstwerke am Wegesrand

13. September 2020 by

Zu Kunstwerken und Denkmälern am Wegesrand führt ein Spaziergang mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff und der Volkshochschule Hagen (VHS) am Dienstag, 15. September, von 17 bis 18.30 Uhr. Treffpunkt ist am Emilienplatz/Ecke Badstraße.

Wer genau hinschaut, sieht etliche Denkmäler und zahlreiche Kunstwerke im Stadtbild, an denen viele häufig nur achtlos vorbeigehen. Dabei ist eine Menge schmucker Wandbilder aus den 1950er Jahren zu entdecken, die zahlreiche Fassaden auch in der Innenstadt zieren. Insgesamt gibt es in Hagen weit über 250 derartige Schmuckstücke, die eine Betrachtung wert sind. Ein Teil von ihnen rückt bei dem Rundgang im Quartier zwischen Ricarda-Huch-Schule, Finanzamt und Marktbrücke in den Mittelpunkt.

Die Teilnahme an dem Stadtspaziergang kostet 6 Euro. Interessierte können sich mit der Kursnummer 1075 beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder über die Internetseite www.vhs-hagen.de anmelden.

Theater und Konzerte wieder mit Gastronomie

13. September 2020 by

Ein Vorstellungsbesuch ohne ein Gläschen Sekt oder ein Durst löschendes Wasser? Das ist nun auch im Theater Hagen wieder möglich. Ab sofort wird eine Gastronomie vor Veranstaltungsbeginn und in der Pause an mehreren Theken (Foyer 1, Foyer 2 und Theatercafé) angeboten.

Es wird darum gebeten, die Getränke ausschließlich an den bereitgestellten Tischen zu sich zu nehmen. Bis zum Erreichen dieser Tische ist bitte ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ein Tisch kann von mehreren Personen belegt werden, die aus einem oder befreundeten Haushalt stammen.

In der Stadthalle findet vor dem Konzertbeginn an Tresen im Erdgeschoss ein Getränkeausschank statt.

Abgetaucht

12. September 2020 by

DGB ist in der Hagener Zivilgesellschaft nicht mehr präsent

Ein Männlein steht im Walde
Ganz still und stumm
Kinderlied (Hoffmann von Fallersleben)

Seit mehr als dreieinhalb Jahren ist Stefan Marx Chef des Hagener Stadtverbands des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Marx? Nie gehört? Kein Wunder – der Mann mit dem etwas ganz anderes versprechenden Nachnamen zieht das Vegetieren in der Versenkung vor.

Während sein Vorgänger, der 2016 verstorbene Jochen Marquardt, mit viel Engagement zu den vielfältigen Problemen der Kommune Stellung bezog und Bündnisse mit anderen gesellschaftlichen Akteuren schmiedete, überlässt sein Nachfolger den Lobbyorganisationen der Wirtschaft großflächig das Feld. Die Folge: Der DGB ist in der Wahrnehmung der Hagener Öffentlichkeit inzwischen vollständig von der Bildfläche verschwunden.

Jetzt, kurz vor der anstehenden Kommunalwahl, hat bei Marx offenbar der Wecker geklingelt, und er ließ aufrufen: „Wählen gehen!“ In diesen Wahlen werde darüber entschieden, welche Politik in den kommenden Jahren in den Städten, Gemeinden und Kreisen gemacht wird. Welche Erkenntnis!

„Es ist wichtig, bei der Kommunalwahl am 13. September demokratische Kräfte zu stärken, denn die AfD hat kein Angebot, den Strukturwandel zu gestalten, keine Alternativen zu den drängenden Fragen unserer Zeit. Sie versucht konsequent, möglichst jede Frage auf ihr einziges zugkräftiges Thema zurückzuführen: Migration. Ob der Wohnungsmarkt oder das Corona-Virus – entweder unterstellt die AfD eine Verschwörung gegen sich, oder es sind schlicht „die Ausländer“ schuld“, vermeldete der plötzlich Erwachte und startete eine Aktion.

Der Aufruf scheint aber nur für Bochum zu gelten, wo Marx als Regionsgeschäftsführer des DGB ebenfalls ein Büro unterhält: „Wir haben die Kampagne „Rathaus nazifrei – keine Stimme für AfD und NPD!“ in Bochum gestartet, die mit über 70 unterstützenden Organisationen mittlerweile weit über unsere Region hinaus verankert ist.“

Von einer Verankerung „weit über unsere Region hinaus“ kann keine Rede sein, wenn man sich die Liste der Unterstützer zu Gemüte führt. Während Bochum und die unmittelbare Umgebung (Herne, Hattingen) gut vertreten ist, sind aus Hagen nur die SPD und ihre Jugendorganisation gelistet.

Die haben wohl nur aus alter Verbundenheit unterzeichnet, denn selbst sie haben vor Ort in Hagen den im Kern richtigen Aufruf nicht weiter thematisiert. Auch die Hagener Sektionen der Einzelgewerkschaften sind in der Liste der Unterzeichner nicht vertreten. Das spricht schon Bände.

Der Totalausfall Stefan Marx wurde 2016 vom DGB-Landesvorstand in Hagen installiert. Der Landesvorsitzende des Gewerkschaftsbundes hieß seinerzeit Andreas Meyer-Lauber – auch aus Hagen. Eine weitere Kommentierung erübrigt sich damit.

Krisenstab lobt Hygienekonzept von Phoenix Hagen

12. September 2020 by

Spiele mit mehr als 300 Zuschauern wird es bei Phoenix Hagen zunächst nicht geben. Allerdings hob der Krisenstab der Stadt Hagen in seiner heutigen Sitzung hervor, dass das vom Basketball-Zweitligist vorgelegte Hygienekonzept sehr engagiert und vorbildlich ausgearbeitet sei.

Aufgrund der aktuell geltenden Coronaschutzverordnung des Landes muss dennoch eine Obergrenze von 300 Zuschauern eingehalten werden. Betont wurde vom Krisenstab aber zugleich, dass bei entsprechenden Lockerungen des Landes das vorgelegte Konzept eine gute Basis bietet, um mehr Zuschauer bei Heimspielen zuzulassen.

Dazu passend:

Corona-Absage bei Leverkusen gegen Hagen

Das Testspiel der Bayer Giants gegen Phoenix Hagen wurde kurzfristig wegen einer Corona-Infektion abgesagt. Die Spieler beider Teams waren in Hagen bereits auf dem Spielfeld, als die Nachricht aus Leverkusen eintraf. (…)

Quelle: Basketball NRW

Waldmeister Hagen

12. September 2020 by

Ich glaub‘, ich steh‘ im Wald: Windmühle im Freilichtmuseum Hagen. Foto: RVR 2019, dl-de/by-2-0.

Hagen ist weiterhin die mit Abstand waldreichste kreisfreie Stadt in Nordrhein-Westfalen. Das ergibt sich aus den jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamt it.nrw mit Stand zum Jahresende 2019.

Mit 68,51 Quadratkilometern sind 42,7 Prozent des Stadtgebiets als Waldfläche ausgewiesen. Der größte Teil davon (66,7 Prozent) besteht aus Mischwald, gefolgt von Laubholzbeständen (26,3 Prozent) und Nadelwald (7,0 Prozent).

Insgesamt ist die Waldfläche NRWs mehr als doppelt so groß wie die Insel Mallorca. Dramatisch angestiegen ist der Anteil von Schadholz (6,2 Mill. m3) am Nadelholzeinschlag. Der lag 2019 NRW-weit mit 95,2 Prozent auf Rekordniveau. Damit wurde das bisherige Spitzenergebnis aus dem Jahr 2018 (2,7 Mill. m3; 78,1 Prozent) nochmals übertroffen. In den Jahren von 2011 bis 2017 hatte der Schadholzanteil durchgängig bei unter 20 Prozent gelegen.

„Stunde der Kritik“ zum Opern-Doppelabend

12. September 2020 by

Aus der Oper „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars: Angela Davis und Kenneth Mattice. Foto: Klaus Lefebvre.

Die erste Veranstaltung in dieser Spielzeit innerhalb der Reihe „Die Stunde der Kritik“ findet zum Opern-Doppelabend mit den Werken „Die einsame Insel“ von Joseph Haydn und „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars am Sonntag, 13. September 2020 im Anschluss an die Vorstellung um ca. 20.30 Uhr im Theater Hagen (Theatercafé) statt. Der Eintritt ist frei.

Beim Besuch dieser Veranstaltung hat das Publikum die Möglichkeit, seine Eindrücke, seine Meinung, ob positiv oder negativ, über diese Neuproduktion zu äußern und Fragen zu stellen. So kann im Gespräch mit Theaterleuten ein reger Austausch entstehen.

Für ein Eingangsstatement sowie als Diskussionspartnerin konnte für diese „Stunde der Kritik“ die Rezensentin Regine Müller gewonnen werden, die für mehrere Fachzeitschriften (u.a. „Die Deutsche Bühne“) und Tageszeitungen tätig ist.

Aus den Produktionsteams sind die Regisseurin Magdalena Fuchsberger, der Regisseur Holger Potocki, Intendant und Dramaturg Francis Hüsers und Dramaturgin Rebecca Graitl mit dabei.

Kommunalwahl 2020 – Die Hagener Ergebnisse

11. September 2020 by

Die vorläufigen Wahlergebnisse sind am Sonntag, 13. September, nach Schließung der Wahllokale ab 18 Uhr zu erwarten. Aufrufbar sind auch die einzelnen Stadtbezirke, Wahlbezirke und Stimmbezirke. Zum Vergleich finden sich hier ebenfalls die Ergebnisse der letzten Kommunalwahlen.

Oberbürgermeisterwahl

Stadtratswahl

Wahl der Bezirksvertretungen

Wahl des Ruhrparlaments

Integrationsratswahl

Corona in Hagen – Stand: 11.09.

11. September 2020 by

Grafik: Stadt Hagen

Kampfzone Emst

11. September 2020 by

Marktplatz soll noch Stimmen bringen

Der Hagener Kommunalwahlkampf ist weitgehend blut- und inhaltsleer verlaufen. Kurz vor Toresschluss haben einige Parteien noch ein Feld zur Profilierung entdeckt: den Emster Marktplatz und die angrenzend geplante Bebauung.

„Wir werden die offene Siedlungsstruktur der Gartenstadt Emst am Lohe- und am Emster Marktplatz erhalten“, so der Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion, Dr. Stephan Ramrath. Nur: Weiß Ramrath, was sich hinter dem Begriff „Gartenstadt“ verbirgt? Offenbar nicht.

Für den CDU-Spitzenkandidaten Jörg Klepper „ist alles, was an dieser Stelle über zwei Vollgeschosse hinausgeht, kritisch. Derart große Gebäude würden den naturnahen Charakter der bisherigen Bebauung deutlich überragen und dominieren.“

Ramrath, der in Haspe wohnt, und Klepper (Boelerheide) erwecken den nicht so leicht von der Hand zu weisenden Eindruck, als sei ihnen der Hagener Stadtteil Emst völlig unbekannt. Sonst wüssten sie, dass sich im unmittelbaren Umfeld der geplanten Neubebauung nicht nur eine Reihe vier- und mehrgeschossiger Häuser befindet, sondern auch ein veritables Hochhaus. Aber vielleicht entspricht genau das der Vorstellung Ramraths von einer „Gartenstadt“ und der Kleppers vom „naturnahen Charakter“ einer Bebauung.

Die CDUler, die der Einleitung des entsprechenden Bebauungsplanverfahrens immerhin zugestimmt haben, versuchen wenige Tage vor der Kommunalwahl am Sonntag noch den Unmut einiger Emster, die um ihre angestammten Parkplätze fürchten, in Stimmen umzumünzen: „Die kritischen Hinweise der Anwohnerinnen und Anwohner im weiterhin gestaltungsoffenen Bebauungsplanverfahren nehmen wir sehr ernst.“

Auch Mitglieder der grünen Ratsfraktion wollen sich am Freitag auf Einladung der Anwohnerschaft persönlich ein Bild der Planungen für ein Neubaugebiet am Loheplatz machen. „Das Gebiet „Im langen Lohe“ haben wir zunächst positiv begleitet“, räumen die Grünen ihre ursprüngliche Zustimmung zu den Plänen ein. Aber im Wahlkampf versuchen halt alle noch Punkte gutzumachen.

Früher einmal war Emst eine Hochburg der CDU. Seit der Kommunalwahl 2009 hat sich die Lage allerdings geändert; seitdem hat die SPD durchgehend das Direktmandat erobert. Das könnte sich diesmal auf Grund der Schwäche der SPD und dem bundesweiten Höhenflug von CDU und Grünen wieder ändern. Trotzdem (oder gerade deshalb) ist der Kampf um den Emster Marktplatz reines Wahlkampfgetöse.

Im April 2019 wurde die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens einstimmig vom Rat beschlossen. Dazu gehörte eine genaue Abgrenzung des Plangebiets, das „durch die Bebauung Mallnitzer Straße, die Straße Im Langen Lohe und die Lohestraße begrenzt“ ist. Der Emster Marktplatz gehört ausdrücklich nicht dazu.

Die neuerdings davon abweichenden Überlegungen des Keune-Dezernats mit Gebietsausweitungen könnten also mit einem Satz und Hinweis auf die Beschlusslage in der Tonne versenkt werde. Aber noch ist ja Wahlkampf und die Kontrahenten sind für jedes von außen herein getragene Thema dankbar.

Virtueller Rundgang durch Haus Harkorten

11. September 2020 by

Zum Tag des offenen Denkmals

Virtuell das Haus Harkorten erkunden – diese Gelegenheit gibt es am Sonntag, 13. September, dem Tag des offenen Denkmals. Dieser findet wegen der Corona-Pandemie bundesweit zum ersten Mal ausschließlich digital statt. Der Rundgang durch das Haus Harkorten lässt sich online über die Internetseite www.tag-des-offenen-denkmals.de/veranstaltungen/haus-harkorten-virtuell-entdecken kostenlos erreichen (Foto: Bernd Zöllner).

Da für das Gebäude bereits eine digitale Vermessung und umfangreiche fotografische Aufnahmen vorliegen, hat sich der „Verein zur Förderung des Erhalts und der Entwicklung von Haus Harkorten e.V.“ entschieden, mit Unterstützung des städtischen Denkmalschutzes am offenen Denkmaltag online teilzunehmen.

Die virtuelle Führung dazu beginnt in der Eingangshalle. Von dort kann sich jeder über die runden Kreise auf dem Boden durch das Haus navigieren. Vom Keller bis zum Dachfirst – alle Ecken und Räume des Gebäudes lassen sich digital entdecken. Dabei sind auch eine Reihe von interaktiven Informationspunkten zu finden, die zu kleinen Filmen mit persönlichen Erläuterungen führen.

Haus Harkorten, das Herzstück der denkmalgeschützten Gutsanlage in Haspe, wird derzeit mit gebündelten Mitteln der Stadt Hagen, des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des eigenen Fördervereins saniert. Denn das Gebäude ist in seiner historischen und architektonischen Bedeutung für die Region und bundesweit ein einmaliges Baudenkmal.

In vielen Untersuchungen vor Ort wurden architekturhistorische Baudetails, die innovative Wasserwirtschaft des Gutes und die vielen Materialschichten an der Fassade sowie der Raumoberflächen genau analysiert. Damit lässt sich die Geschichte des Herrenhauses mit seinem fast 300-jährigen Bestand nun präziser nachvollziehen.

Nach dem Abschluss der intensiven Untersuchungsphase gibt der Förderverein von Haus Harkorten erste umfangreiche Sicherungsmaßnahmen in Auftrag. Neben einer neuen Schieferdeckung des Daches gilt es, gebrochene Deckenbalken in den Räumen vorsichtig zu reparieren.

Als langfristiges Erhaltungsziel wird derzeit die Präsentation dieses seltenen, authentisch erhaltenen Wohnhauses aus dem 18. Jahrhundert angestrebt. Für die behutsame Restaurierung sind einige Jahre notwendig.

Stimmen im Kopf

11. September 2020 by

„Woyzeck“ – Eine LiveMusikKlassikerShow nach Georg Büchner

Aus der Produktion (vlnr): Basil Weis, Kristina Günther, Aischa-Lina Löbbert, Benedict Dörpinghaus. Foto: Klaus Lefebvre.

Die zweite Wiederaufnahme im Lutz Hagen findet am Samstag, 12. September 2020, mit Beginn um 19.30 Uhr statt. Auf dem Programm steht „Woyzeck“ – Eine LiveMusikKlassikerShow nach dem Drama von Georg Büchner in einer Fassung von Anja Schöne (ab 14 Jahren – Schulvorstellungen besonders empfohlen für die Klassen 9-13).

Ein Radiomoderator hat jahrelang Anrufe von Menschen entgegengenommen, die seinen Rat suchten. Nun feiert er seine letzte Sendung und will seinen Abschied stimmungsvoll mit einer Live Band begehen. Doch da ruft ein gewisser Woyzeck an und stammelt, er habe seine Freundin Marie ermordet. Wegen des Tambourmajors, der Erbsen und der Stimmen in seinem Kopf. Statt der Feier beginnt eine musikalische Untersuchung, die die Geschehnisse rund um den Mord aufrollt.

Büchners radikales Fragment über Macht und Ohnmacht, Willensfreiheit und Fremdbestimmung und das gewalttätige Potential derer, die sich ausgeschlossen und ausgenutzt fühlen, verwandelt sich auf der Lutz Bühne in das entlarvende Porträt einer unmenschlichen Gesellschaft, nah an Büchner und doch ganz im Heute.

In der mit Musik von Basil Weis gestalteten Inszenierung von Anja Schöne, dem Bühnenbild von Jeremias H. Vondrlik und den Kostümen von Sabine Kreiter wirken auf der Bühne Benedict Dörpinghaus, Kristina Günther, Aischa-Lina Löbbert, Björn Lukas und Basil Weis.

Diese Produktion gehört zum Projekt „Jeder Schüler ins Theater Hagen“ des Theaterfördervereins Hagen e.V.

Weitere Vorstellungen: 14.9. (12.00 Uhr), 15.9.2020 (12.00 Uhr), 12.1. (12.00 und 19.30 Uhr), 13.1. (12.00 Uhr), 3.3. (12.00 Uhr), 4.3. (12.00 Uhr), 5.3. (19.30 Uhr), 21.4. (12.00 Uhr), 22.4.2021 (12.00 Uhr)

Karten an der Theaterkasse (dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn) und unter Tel: 02331 / 207-3218 und Email: theaterkasse@stadt-hagen.de

Corona in Hagen – Stand: 10.09.

10. September 2020 by

Grafik: Stadt Hagen

Schon wieder: Ordnungsamt traktiert Rentner

10. September 2020 by

Verursacher der Müllproblematik werden verschont

Dauerzustand seit Jahren: Bis zum Anschlag gefüllte Container. An der Leerung wird „gespart“, stattdessen werden Bürger von städtischen Möchtegern-Strafverfolgern belästigt. Foto: DW.

In einem Beitrag vom gestrigen Mittwoch berichtet das Hagener Einheitsblatt von einem Hohenlimburger Rentner, der vom Hagener Ordnungsamt behelligt wird, weil er angeblich sein Altpapier neben einem dafür vorgesehenen Container abgelegt haben soll (nicht online). Erst gestern war der Fall einer 86-jährigen Rollstuhlfahrerin aus Boele publik geworden, der die gleiche Schandtat vorgeworfen worde. Ähnliches im Dezember 2019: Seniorin in Hagen soll 128,50 Euro Strafe zahlen.

„Ende August flatterte einem Wesselbach-Anwohner ein Anhörungsbogen in einem Bußgeldverfahren ins Haus“, berichtet das Blatt. „Er habe, so der Vorwurf der Bußgeldstelle der Stadt Hagen, sein Altpapier nicht vorschriftsmäßig entsorgt und Kartons außerhalb des an der Wesselbachstraße aufgestellten Containers abgelegt.“

Beweise für die vermeintliche Freveltat des Rentner hat das städtische Vollzugsamt offenbar keine. Dem Rentner wurde von der Bürokratie allerdings angeboten, „bei einsichtigem Verhalten“ könne die angedrohte Strafzahlung von 128 Euro auf 55 Euro reduziert werden.

Der Hohenlimburger bestreitet nach Angaben der WPWR die gegenüber ihm erhobenen Vorwürfe: „Ich habe am Freitag, 28. August, nachmittags den Karton plattgetreten und dann von der Rückseite in den Container geschoben.“

Leider hat sich der Rentner vom Ordnungsamt einschüchtern lassen und will den „Gnadensatz“ in Höhe von 55 Euro zahlen, obwohl es anscheinend keine Beweise für seine angebliche Missetat gibt. Menschen, die in eine vergleichbare Situation geraten, kann man nur empfehlen, sich nicht von der städtischen Vollzugsabteilung und auch nicht von einer angedrohten Weitergabe an die Staatsanwaltschaft einschüchtern zu lassen.

Die Nutzerin eines Hagener Online-Forums hat gestern beschrieben, wie man mit den Möchtegern-Vollstreckern im Hagener Rathaus umgehen muss: „Telefoniert mit Bußgeldstelle – dann kam der Anhörungsbogen, dann kam der Bußgeldbescheid und die Drohung mit der Staatsanwaltschaft… Dann die späte Einsicht huch, hier ist was gewaltig falsch gelaufen, jetzt war jemand anderes beschuldigt. Auch die Dame zahlte nicht, weil sie unter Zeugen u.a. von einer städtischen Angestellten ordnungsgemäß entsorgt hatte. Zack, jetzt bekam man neben Bußgeldbescheid 1 noch einen weiteren mit unsachgemäß entsorgtem Müll ( einfach mal 2 Wochen später)… Jetzt wurde es langsam teuer. Nun gut, ein Rechtsanwalt schrieb einen „Dreizeiler“ und beides war sofort vom Tisch! Übrigens als simple Email….“

Während sich Rat und Verwaltung mit ihrem Projekt „Waste Watcher“ den örtlichen Populisten aus Politik und Presse anzudienen versuchen, bleiben die eigentlichen Verursacher der Container-Probleme außen vor: die Verantwortlichen des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB).

Der HEB ist seit Jahren nicht gewillt oder dazu in der Lage, die Papier-Container mit der notwendigen Frequenz zu entleeren. Alle Parteien im Stadtrat interessiert das nicht, weder die Platzhirsche von SPD und CDU, noch das restliche Spektrum aus Grünen und FDP bis hin zum Familenbetrieb der UnLinken oder der sich immer als „Ordnungsmacht“ präsentierenden Rechtaußentruppe AfD (die auch sonst in der ablaufenden Wahlperiode nichts zustande gebracht hat).

Der HEB ist eines der für die Bürger teuersten Entsorgungsunternehmen unter allen kreisfreien Städten des Ruhrgebiets und des Bergischen Landes. Er leistet sich gleich zwei Geschäftsführer, die gemeinsam ein jährliches Einkommen von mehr als 400.000 Euro beziehen. Für eine ausreichende Leerung der Altpapier-Container reicht es trotzdem nicht. Stattdessen werden harmlose Rentner traktiert.

Krise gefährdet kommunale Investitionen

10. September 2020 by

Kommunen brauchen verlässliche Unterstützung über 2020 hinaus

Die Corona-Pandemie verschlechtert dramatisch die Finanzlage der Kommunen in Deutschland und bedroht ihre Investitionsfähigkeit. Auch über 2020 hinaus brauchen die Kommunen Zusagen von Bund und Ländern für weitere Unterstützung in Milliardenhöhe. Nur dann können sie auch erfolgreich zur Stabilisierung der Konjunktur beitragen.

Ohne weitere Hilfen wird es hingegen vielen Kommunen unmöglich sein, notwendige Investitionen zu tätigen und den bestehenden Investitionsstau weiter abzubauen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine gemeinsame Studie des ZEW Mannheim und des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) im Auftrag des Deutschen Städtetages.

Weitere wesentliche Ergebnisse der Studie:

  • In Folge der Corona-Pandemie und des daraus resultierenden wirtschaftlichen Abschwungs drohen mehr Firmeninsolvenzen. Die besonders gefährdeten Wirtschaftszweige prägen das städtische Leben stark. Hierzu zählen etwa Gastronomie, Einzelhandel, Unterhaltung und Kultur. Hinzu kommen Umsatzeinbrüche in einzelnen Branchen des verarbeitenden Gewerbes.
  • Die wirtschaftlichen Folgen sorgen für erhebliche Einnahmenrückgänge der Kommunen im Jahr 2020 und in den Folgejahren. Gleichzeitig werden die Sozialausgaben der Kommunen steigen. Die wirtschaftlichen Folgen und deren Auswirkungen auf die Kommunen sind regional sehr unterschiedlich.
  • Die Krisenbetroffenheit der Kommunen variiert regional sehr stark. Das hängt davon ab, inwieweit Krisenbranchen wie Gastronomie, Unterhaltung, Tourismus und Einzelhandel am Ort beheimatet sind. Hier sind vor allem Kommunen in Bayern, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und im Saarland betroffen.
  • Das Potenzial der Kommunen, den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu begegnen, ist sehr unterschiedlich. Wo Verschuldungsgrad, strukturelle Arbeitslosigkeit und das Zahlungsausfallrisiko ansässiger Unternehmen hoch sind, sinkt die Widerstandsfähigkeit. Das gilt vor allem für Kommunen in Nordrhein-Westfalen, aber auch vereinzelt in Rheinland-Pfalz, Hessen und Brandenburg.
  • Kommunen, die bereits vor der Corona-Pandemie ökonomisch wenig widerstandsfähig waren und nun eine hohe Krisenanfälligkeit aufweisen, werden es laut Studie besonders schwer haben, die Krisenfolgen zu bewältigen und notwendige Investitionen zu tätigen.
  • Durch die aktuelle Unsicherheit über den Umfang von Einnahmenverlusten und entsprechenden Kompensationen  durch Bund und Länder in den Jahren 2021 und 2022 steigt die Wahrscheinlichkeit für drastische Kürzungen in den kommunalen Haushalten.
  • Ohne weitere, gezielte Hilfsmaßnahmen wird es gerade besonders krisenanfälligen Kommunen schwerfallen, notwendige und auch konjunkturpolitisch sinnvolle Investitionen zu tätigen. Bestehende regionale Ungleichheiten werden sich mittelfristig weiter verschärfen.
  • Weil die Kommunen regional unterschiedlich betroffen und unterschiedlich widerstandsfähig sind, werden regional wirkende Begleitmaßnahmen erforderlich sein, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise möglichst passgenau zu dämpfen.

„Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Abschwung treffen die Kommunen besonders hart. Bund und Länder müssen sicherstellen, dass der von den Kommunen gerade begonnene Abbau des Investitionsstaus nicht zum Erliegen kommt“, ordnet ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach, Ph.D., die Ergebnisse ein.

„Ohne weitere, gezielte Hilfsmaßnahmen wird es gerade besonders krisenanfälligen Kommunen schwerfallen, notwendige Investitionen zu tätigen. Das Konjunkturprogramm muss zu einem Wachstumsprogramm werden und den Kommunen die notwendige Planungssicherheit über das Jahr 2020 hinaus verschaffen. Dafür braucht es flankierende Maßnahmen“, kommentiert Prof. Dr. Sebastian Siegloch vom ZEW Mannheim.

„Die erheblichen Einnahmenrückgänge im Jahr 2020 und in den Folgejahren sind gerade für die Kommunen ein großes Problem. Denn der ohnehin schon große Investitionsrückstand von rund 147 Milliarden Euro wird weiter steigen, da geplante kommunale Investitionen nicht mehr getätigt werden können. Eine Lösung sollte gefunden werden, damit gerade auch finanzschwache Kommunen nicht nur Investitionsmittel, sondern auch Ressourcen für das eigene Personal erhalten“, ergänzt Difu-Direktor Prof. Dr. Carsten Kühl.

„Bund und Länder müssen nach der neuen Steuerschätzung kommende Woche schnell die Frage beantworten, was die Kommunen mittelfristig stabilisiert. Der Bund übernimmt zwar für 2020 die Gewerbesteuerausfälle und will sich dauerhaft stärker an den Kosten der Unterkunft bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende beteiligen. Beides ist gut. Doch damit allein lässt sich ein Einbruch der kommunalen Investitionen in den kommenden Jahren nicht verhindern. Nötig sind Zusagen von Bund und Ländern für eine Unterstützung über 2020 hinaus. Und wir brauchen ein Begleitprogramm für besonders krisengefährdete Kommunen, damit nicht gerade in den Städten die Investitionen besonders stark wegbrechen, wo sie am nötigsten sind“, so Städtetags-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy abschließend.

Zur Studie (pdf)

Kommunalwahlen: Letzte Chance zur Briefwahl

10. September 2020 by

In wenigen Tagen ist es soweit: Bis Sonntag, 13. September, können die Hagenerinnen und Hagener ihre Stimme abgeben und einen Oberbürgermeister, die Vertreter des Gemeinderats in den 26 Kommunalwahlbezirken, die Vertretungen der fünf Stadtbezirke und erstmalig die Mitglieder des Ruhrparlaments des Regionalverbands Ruhr wählen.

Wer noch keine Briefwahl beantragt hat, hat jetzt noch die Möglichkeit, den Antrag per Online-Wahlscheinantrag, per E-Mail an wahlen@stadt-hagen.de, per Brief an Stadt Hagen, Briefwahlbüro, Postfach 4249, 58042 Hagen, oder per Fax an 02331/207-2424 zu stellen. Bei allen Antragsarten müssen Vorname, Nachname, Adresse der Hauptwohnung und Geburtsdatum des Antragstellers angegeben sowie vermerkt werden, ob die Wahlunterlagen an die Wohnadresse oder an eine andere Adresse versandt werden sollen.

Personen, die jetzt noch den Antrag zur Briefwahl stellen, sollten beachten, dass die Postwege Zeit in Anspruch nehmen. Daher empfiehlt es sich, den ausgefüllten Stimmzettel persönlich bis zum Wahltag, 13. September, um 16 Uhr in die Briefkästen der Bezirksverwaltungsstellen oder an den Rathausstandorten einzuwerfen. Alternativ können Interessierte bis Freitag, 11. September, um 18 Uhr in den Bürgerämtern der Stadt Hagen nach Terminabsprache ihre Stimme abgeben.

Trotz der Corona-Pandemie können die Bürgerinnen und Bürger auch im Wahllokal wählen.

Wahl-ABC zur Direktwahl des Ruhrparlaments

10. September 2020 by

Von A wie Ausschuss bis Z wie Zwei-Komma-Fünf-Prozent-Klausel: Das Wahl-ABC des Regionalverbandes Ruhr (RVR) erklärt alle wichtigen Punkte rund um die erste Direktwahl der RVR-Verbandsversammlung, auch bekannt als Ruhrparlament, am 13. September.

Außerdem werden kurz und knapp Funktion und Aufgaben des Verbandes und seiner Organe vorgestellt. Im Glossar finden sich z. B. Erläuterungen zu H wie Haushalt, R wie Regionaldirektorin und T wie Tochtergesellschaften.

Bei den letzten Kommunalwahlen 2014 gingen in der Metropole Ruhr nur 47 Prozent der über vier Millionen Wahlberechtigten an die Urnen. Laut RVR-Statistikteam sank trotz des steigenden Anteils der Wahlberechtigten bei den letzten Kommunalwahlen der Anteil der Wählerinnen und Wähler in der Metropole Ruhr.

Infos: www.ruhrwahl.de

Corona: Zwei neue Fälle an Kaufmannsschule

10. September 2020 by

Die Testergebnisse der Reihentestungen in der Grundschule Im Kley, Teilstandort Reh, der Realschule Hohenlimburg und der Geschwister-Scholl-Schule sind negativ. Allerdings gibt es zwei weitere bestätigte Coronafälle an der Kaufmannsschule I.

Die betroffene Klasse wird unter Quarantäne gesetzt. Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen steht mit den betroffenen Personen im Austausch, ermittelt weitere Kontaktpersonen und entscheidet das weitere Vorgehen dann im Rahmen des Infektionsschutzes.

Auf den Spuren der Gebrüder Ludwigs

10. September 2020 by

Zu den Häusern des Architekturbüros Gebrüder Ludwigs in Hagen geht es bei einem Rundgang der Volkshochschule Hagen (VHS) mit Dr. Elisabeth May am Mittwoch, 16. September, von 16 bis 17 Uhr. Der Treffpunkt ist an der Haßleyer Straße 14.

Zwischen 1909 und 1938 realisierte das Architekturbüro Gebrüder Ludwigs eine ganze Reihe unterschiedlicher Bauten im Hagener Stadtraum. Neben so prägnanten Gebäuden wie dem der heutigen Spedition Schenker in Kückelhausen entstanden im Dunstkreis des Stirnbandes, wo Karl Ernst Osthaus eine Villenkolonie begründete, acht Gebäude in verschiedenen Stilen mit Einflüssen aus dem Appenzeller Land. Die Architektur spiegelt den Zeitgeist von drei Jahrzehnten wider. Einflüsse des Jugendstils und des Modernen Bauens bis in die 1930er Jahre sind dort zu entdecken.

Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro und ist vor Ort bar zu bezahlen. Das Serviceteam der VHS bittet um eine rechtzeitige Anmeldung mit der Kursnummer 1082 unter Telefon 02331/207-3622 oder unter www.vhs-hagen.de.

Corona in Hagen – Stand: 09.09.

9. September 2020 by

Grafik: Stadt Hagen

Nur noch hinterher abnicken

9. September 2020 by

Block 1: „Bürgerbeteiligung“ als Beruhigungspille

Vor dem Abriss: Gründerzeitblock zwischen Minerva- und Lange Straße. Foto: RVR 2019, dl-de/by-2-0.

Am 12. August fand ein Gespräch statt, das der Initiativkreis Wehringhausen mit der Schuldezernentin Kaufmann und dem Fachbereichsleiter Becker bezüglich des Neubaus einer Grundschule in Wehringhausen geführt hat. Der frühere Baudezernent Johann Dieckmann, der sich in dem Initiativkreis engagiert, beurteilte den Gesprächsverlauf und die Äußerungen der Dezernentin als „deprimierend“.

Im Zusammenhang mit dem Abriss eines kompletten Gründerzeitblocks („Block 1“) im Hagener Stadtteil Wehringhausen wehrte sich die Ratsallianz des Grauens (CDU, Grüne, FDP) von Anfang an vehement gegen die Einleitung eines ordentlichen Bebauungsplanverfahrens.

Den Bürgern wurde suggeriert, auch ohne ein solches Verfahren würden sie in die Planung mit einbezogen. Inzwischen kristallisiert sich das heraus, was kritische Beobachter von Beginn an befürchteten: Es wurden nur Nebelkerzen geworfen.

So behauptete CDU-Fraktionschef Ramrath in der Ratssitzung vom 21.02.2019 laut Protokoll, dass eine Bürgerbeteiligung nicht ausschließlich durch ein Bebauungsplanverfahren realisiert werden könne. Bei der vorgeschlagenen Bürgerbeteiligung könnten die Bürger in einem konstruktiven Dialog ihre Wünsche und Ideen einbringen.

Offensichtlich Unfug: Denn am 12.12.2019 beschloss der Rat mit den Stimmen der Allianz, die Verwaltung zu beauftragen, „die Entwürfe zur Planung einer städtischen Grundschule (…) der Bevölkerung in einer Bürgerversammlung detailliert vorzustellen“. Allerdings erst, nachdem bereits alles in trockene Tücher verpackt ist.

Nachzulesen in einer – natürlich wieder einmal nichtöffentlichen – Beschlussvorlage der Verwaltung für Schulausschuss und Rat vom Juni dieses Jahres (Drucksachennummer: 0494/2020): „Hierfür würden dann mehrere Gestaltungsvorschläge zwischen der GWG und der Stadt erarbeitet, die dann der Bürgerschaft vorgestellt werden. Dieser Prozess kann aber erst starten, wenn es den grundsätzlichen politischen Beschluss zur Anmietung sowohl der Kita als auch der Schule gibt.“

In dem jetzt stattgefundenen Gespräch mit Dezernentin Kaufmann und Fachbereichsleiter Becker stellt sich nach Angaben des Initiativkreises Wehringhausen heraus: Eine Weiterentwicklung des vorgelegten Entwurfes der GWG ist nicht möglich.

Da die Schule aber im Gebiet der Sozialen Stadt gebaut wird und eine öffentliche Institution ist, wäre es nach demokratischem Verständnis zwingend notwendig, dies der Bevölkerung oder zumindest dem Lenkungskreis Soziale Stadt vorzustellen.

Eine Miete soll später aus der Schulpauschale, die die Stadt erhält, bezahlt werden. Hier werden u.U. bestehende Schulen in der Stadt benachteiligt, weil genaue Mietkosten sicher erst nach Fertigstellung bekannt sind.

Der Initiativkreis insistiert darauf, dass der vorliegende Plan in keiner Weise den aktuellen pädagogischen Vorgaben für einen Schulneubau entspreche und den sozialen Bedarfen im Stadtteil nicht gerecht werde. Erfahrungen aus anderen Städten seien nach Auffassung von Frau Kaufmann und Herrn Becker aufgrund des fortgeschrittenen Planungsprozesses und der Vereinbarungen mit der GWG nicht mehr möglich.

Der Zug ist also abgefahren und die groß angekündigten „Mitwirkungsmöglichkeiten“ der Bürger nur ein Märchen aus den Kreisen der CDU-Grünen-FDP-Allianz.

Dabei gäbe es eine Alternative: das ehemalige Schulzentrum Wehringhausen. Das ist an die FESH-Privatschule vermietet, nach Medienberichten für 5 Euro pro Quadratmeter. Für die geplante GWG-Schule werden 14,89 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete veranschlagt. Der Mietvertrag mit der FESH läuft 2021 aus, das Schulgebäude stände also kurzfristig zur Verfügung und könnte sowohl eine Grundschule als auch eine Kita aufnehmen.

Die Ratsallianz ist aber mehr daran interessiert, einer Privatschule quasi als Immobilienmakler bei der Suche nach einer neuen Unterkunft und der GWG geschäftlich behilflich zu sein, als zeitnah und kostengünstiger Kita- und Grundschulplätze zur Verfügung zu stellen. Trotz eines Einbruchs bei den Gewerbesteuereinnahmen im zweiten Quartal 2020 um mehr als 70 Prozent scheint für die Ratsallianz des Grauens noch genug Geld in der Stadtkasse zu sein, um ihre Favoriten zu bedienen.

Die Hagener Wähler, und speziell die in Wehringhausen, dürften diese wiederholte Mauschelei bei ihrer Wahlentscheidung am Sonntag mitbedenken.

Wie fahrradfreundlich ist Hagen?

9. September 2020 by

Jetzt abstimmen beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020

Ab sofort läuft die Umfrage zum ADFC-Fahrradklima-Test 2020. Der Fahrradclub ADFC ruft gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wieder hunderttausende Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Förderung des Radverkehrs zu erkennen.

Der ADFC bittet die Bürgerinnen und Bürger um zahlreiche Teilnahme: „Fahrradfreundlichkeit ist ein echter Standortfaktor und ein Synonym für Lebensqualität geworden. Hat es in letzter Zeit Verbesserungen gegeben und kommen diese auch bei den Bürgerinnen und Bürgern an? Was läuft schon gut – was nicht? Wir bitten alle Hagener, sich ein paar Minuten für die Befragung auf www.fahrradklima-test.adfc.de zu nehmen. Es lohnt sich!“

Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob die Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren insgesamt sicher anfühlt.

170.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich bundesweit 2018 an der Umfrage beteiligt – 40 Prozent mehr als 2016. Sie haben 683 Städte und Gemeinden bewertet (2016: 539).

Hagen schloss beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test deutschlandweit mit dem vorletzten Platz ab. Schlechter war nur Remscheid. In den Jahren zuvor lag Hagen mehrfach auf dem letzten Platz als fahrradunfreundlichste Großstadt Deutschlands.

Opern-Doppelabend im Theater Hagen

9. September 2020 by

Aus der Oper „Die einsame Insel“: Maria Markina und Anton Kuzenok. Foto: Klaus Lefebvre.

Am Samstag, 12. September 2020 (19.30 Uhr, Großes Haus) präsentiert das Theater Hagen seine erste Opernpremiere in der Spielzeit 2020/21. Auf dem Programm stehen „Die einsame Insel“ („L’isola disabitata“) von Joseph Haydn und „Marilyn Forever“ von Gavin Bryars.

Mit seiner 1779 uraufgeführten Kurzoper „Die einsame Insel“ schuf Joseph Haydn ein musikalisches Kleinod, das den Schicksalen von vier Personen auf einer Insel nachspürt.

Ein Unwetter zwingt Gernando und seine Frau Constanza, ihre Schiffsreise auf einer unbewohnten Insel zu unterbrechen. Doch dann verschwindet Gernando spurlos und Constanza wartet jahrelang vergeblich auf seine Rückkehr. Nur ihre jüngere Schwester Silvia lebt mit ihr auf der Insel. Constanza ist überzeugt, das Gernando sie absichtlich allein gelassen hat, dabei wurde er von Piraten entführt. Wird er jemals auf diese Insel zurückkehren?

Dieses Werk, dessen Realisierung vom Theaterförderverein Hagen e.V. unterstützt wurde, ist in der dramaturgisch von Francis Hüsers begleiteten Inszenierung von Magdalena Fuchsberger, dem Bühnen- und Kostümbild von Monika Biegler und der Lichtgestaltung von Martin Gehrke zu erleben. Es singen und spielen die neuen Ensemblemitglieder Penny Sofroniadou, Anton Kuzenok und Insu Hwang, zu denen sich als Gast Maria Markina gesellt.

Der britische Komponist Gavin Bryars verwebt in seiner 2013 verfassten Kammeroper „Marilyn Forever“ assoziativ Szenen und Themen aus dem Leben der berühmten Schauspielerin Marilyn Monroe und orientiert sich dabei musikalisch an der Musik aus deren Lebzeiten – von Jazzmusik bis hin zur Minimal Music. Marilyn Monroe – wer kennt sie nicht. Bis heute geht, auch 60 Jahre nach ihrem Tod, immer noch eine überwältigende Faszination von dieser ambivalenten Persönlichkeit aus.

In der Inszenierung von Holger Potocki versucht eine Darstellerin sich dem Phänomen Monroe zu nähern, indem sie nicht nur ihr Äußeres nachahmt, sondern ihre Gefühle und Motivationen nachvollziehen möchte. Dieser Aufgabe nimmt sich Angela Davis an gemeinsam mit Kenneth Mattice, der mehrere Männerrollen verkörpert.

Zudem wirken gesanglich Mitglieder des Opernchors – Sebastian Joest, Wolfgang Niggel, Matthew Overmeyer und Bernd Stahlschmidt-Drescher – mit. Zum Produktionsteam gehören: Bernhard Niechotz (Ausstattung), Noemi Emanuela Martone (Choreographie), Hans-Joachim Köster (Licht, Video), Wolfgang Müller-Salow (Chor) sowie Rebecca Graitl (Dramaturgie).

Beide Opern, deren Verbindung vor allem das Thema „Einsamkeit“ darstellt, werden vom Philharmonischen Orchester Hagen begleitet, die musikalische Gesamtleitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Joseph Trafton.

Dieser Opern-Doppelabend hat eine Aufführungsdauer von ca. 2 ½ Stunden inklusive einer Pause. Dazu wird eine Einführung angeboten, die 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Zuschauerraum stattfindet.

Weitere Vorstellungen: 13.9. (18.00 Uhr), 26.9. (19.30 Uhr), 27.9. (18.00 Uhr), 13.11. (19.30 Uhr), 14.11.2020 (19.30 Uhr)

Die Stunde der Kritik: Sonntag, 13.9.2020, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé – Eintritt frei – Zu Gast: Regine Müller (Die Deutsche Bühne u.a.)

Eintrittskarten sind an der Theaterkasse erhältlich, die dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet ist. Reservierungen sind möglich per Telefon (02331 / 207-3218) oder per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de).

VHS zeigt alte Filmschätze

9. September 2020 by

Alte Schulfilme aus der ehemaligen Stadtbildstelle Hagen gibt es am Freitag, 11. September, von 18 bis 20 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße 38, zu sehen. Christian Bönisch hat die Aufnahmen gesichert und daraus ein abwechslungsreiches Programm für den Filmeabend zusammengestellt.

Gezeigt werden „Karius und Baktus“ (1968), „Ein Zug fährt ab – Abfahrt: Elf Uhr zwanzig“ (1966), „Berufe für dich: Mädchen im Büro, am Zeichentisch und im Verkauf“ (1966), „Flirt“ (1969) und „Der Teufelsfahrer“ (1950). Die Filme werden wie früher mit einem 16mm Filmprojektor vorgeführt.

Der Eintritt kostet 5 Euro. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen ist eine Anmeldung unter Kursnummer 1230 auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622 notwendig.

Corona in Hagen – Stand: 08.09.

8. September 2020 by

Grafik: Stadt Hagen

Stadt Hagen setzt alter Dame (86) wegen Müllentsorgung zu

8. September 2020 by

Das Ordnungsamt der Stadt Hagen hat ein Bußgeldverfahren gegen eine 86-jährige Dame aus Boele eröffnet, weil sie ihren Müll neben den Containern auf dem Boeler Marktplatz abgelegt haben soll.

Als die städtischen Beamten erfahren, dass die Frau im Rollstuhl sitzt und gar nicht dazu in der Lage ist, ihren Abfall selbst zu entsorgen, verlangen sie, dass sie „einen Verursacher mit ladungsfähiger Anschrift“ benennen soll. (…)

Der diensthabende Mitarbeiter im Rathaus (…) schrieb der Seniorin, sie selbst sei für die ordnungsgemäße Entsorgung ihrer Abfälle verantwortlich und könne nicht entlastet werden: „Ich gebe ihnen hiermit letztmalig Gelegenheit, mir bis zum 31. August den Verursacher zu nennen. Andernfalls wird der Bußgeldbescheid gegen Sie erlassen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Erst gestern hatte DOPPELWACHOLDER.DE geschildert, wie es sich im umgekehrten Fall verhält , wenn Journalisten im Rahmen einer Presseanfrage eine Frist setzen und auf rechtliche Rahmenbedingungen hinweisen: Die Teppichetage im Rathaus empfindet so etwas als Anmaßung. Rechtsmittelbelehrungen und Fristen, so der DW-Bericht, seien aber genau das, was zum Standardrepertoire behördlicher Schreiben gehöre, die dem gemeinen Bürger zugestellt werden.

Diese Erkenntnis wurde jetzt schneller bittere Realität, als man noch vor 24 Stunden ahnen konnte. Ein kleiner Bürokrat, der Staatsanwalt und Richter in einer Person spielen darf, weil die Oberen (die selber nicht behelligt werden wollen) ihm die Macht dazu verliehen haben, tobt sich an einer betagten Rollstuhlfahrerin aus – das ist Hagen 2020.

Massiver Einbruch der Gewerbesteuern

8. September 2020 by

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind in Hagen im zweiten Quartal 2020 massiv eingebrochen.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lagen sie nur noch bei knapp 9,3 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang gegenüber dem zweiten Vierteljahr des Vorjahres um 70,3 Prozent oder 21,9 Millionen Euro. In II/2019 betrugen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer noch 31,2 Millionen Euro.

Für das gesamte Jahr 2020 rechnet die Kämmerei mit einem Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 46,6 Millionen Euro (Stand: 19.08.2020).

Corona: Positive Fälle an Schule und im Fußball

8. September 2020 by

Es gibt einen weiteren bestätigten Coronafall in einer anderen Klasse an der Kaufmannsschule I. Außerdem ist ein Fußballspieler von „Hagen 11“ positiv auf COVID-19 getestet worden.

Das Gesundheitsamt der Stadt Hagen steht mit den betroffenen Personen der Schule und des Vereins im Austausch, ermittelt die direkten Kontaktpersonen und führt in den kommenden Tagen Tests durch. Die Abstriche finden bewusst mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung statt, da das Virus sich in der Regel nicht unmittelbar nach Ansteckung nachweisen lässt.

Alle Betroffenen müssen bis zum Vorliegen der Testergebnisse zunächst in Quarantäne bleiben. Über das weitere Vorgehen entscheidet das Gesundheitsamt im Rahmen des Infektionsschutzes, sobald die Testergebnisse vorliegen.

FernUni Vorreiterin in der digitalen Lehre

8. September 2020 by

Kenntnisse könnten auf Schulunterricht übertragen werden

Als die Corona-Krise Deutschland mit voller Wucht traf, konnte die FernUniversität in Hagen ihre Lehrinhalte ohne große Umstellungen weiter zu ihren Studierenden hinbringen. Auf der Grundlage ihrer vielfältigen und langen Erfahrungen beim Einsatz der digitalen Lehre hat das Institut für wissenschaftliche Weiterbildung der FernUniversität (FeUW) ein Programm für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt, das digitale Kompetenzen und mediendidaktische Fähigkeiten stärken soll. Die Kenntnisse aus der Hochschullehre sollen damit auf den Schulunterricht übertragen werden.

Gut und gern kann man sagen, dass die FernUniversität in Hagen eine Vorreiterin in der digitalen Lehre ist. Über 40 Jahre Erfahrung mit Lernen auf Distanz und Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert im Digitalrat der Bundesregierung sprechen dafür. Davon machte sich jetzt der Vorsitzende des Ausschusses für Digitalisierung und Innovation im Düsseldorfer Landtag Thorsten Schick (CDU) an der FernUniversität ein Bild.

Die Corona-Krise kam für jeden überraschend. Der Schlag traf aber nicht alle gleich stark: „Für die FernUniversität war es eigentlich keine große Umstellung“, sagte Ada Pellert. Ganz anders sah es da bei den Schulen aus. Die Voraussetzungen für digitales Lernen variieren sehr stark zwischen einzelnen Schulen.

Nicht nur deshalb entwickelte das FeUW ein Programm für Lehrerinnen und Lehrer, das digitale Kompetenzen und mediendidaktische Fähigkeiten stärken soll. Das Ziel ist es, die Kenntnisse aus der Hochschullehre auf den Schulunterricht zu übertragen, was in einem ersten Durchlauf der Weiterbildung im Sommer bereits gelungen ist. Ab dem 5. Oktober geht der Kurs in die zweite Runde.

Corona in Hagen – Stand: 07.09.

7. September 2020 by

Grafik: Stadt Hagen.

Ein kleines Stück Kopenhagen in Hagen

7. September 2020 by

Hagener Forum für Fuß- und Radverkehr lädt alle Radfahrer und Radfahrerinnen zur Pop-Up-Radspur-Demo ein

Samstag, 12.09.2020 von 14:00 bis 15:00 Uhr

Hagen, Graf-von-Galen-Ring – eine exklusive Radspur in Fahrtrichtung Körnerstraße zwischen Elberfelder Str. und Martin-Luther Straße

Normalerweise ist der Graf-von-Galen-Ring für Radfahrende äußerst abschreckend. Für eine Stunde am Samstag ist es anders. Über eine geschützte Fahrradspur fährt man entspannt auf dem Ring.

Bei der Planung des Bahnhofbereichs vor einigen Jahren hat man den Radverkehr einfach „vergessen“. Es gibt weder Radwege in Längsrichtung des Ringes, noch ein Überweg für Radfahrende vom Bahnhof in Richtung City zur Bahnhofstraße.

Im März wurde die neue Bahnhofshinterfahrung eröffnet. Ziel des Mammutprojektes war, so wurde immer wieder beteuert, den Graf-von-Galen-Ring deutlich vom Verkehr zu entlasten und ihn zu beruhigen. Nach Meinung des Forums ist es darum notwendig, die Spuren von zwei auf eine je Fahrtrichtung zu reduzieren. Dadurch würde auch Platz für eine Fahrradspur entstehen, die im weiteren Verlauf an die Umweltspur Körnerstraße andocken könnte.

Ebenso hält das Forum, gerade wegen des starken Fußgängerverkehrs in diesem Bereich, eine Absenkung auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h geboten.

Weitere Infos und Regeln zur Teilnahme findet man unter:
www.adfc-nrw.de/hagen und https://nrw.vcd.org/der-vcd-in-nrw/hagen-maerkischer-kreis/

Chopin in der Musikschule

7. September 2020 by

Vortrag und Konzert

Die großen Komponisten vom 18. bis 20. Jahrhundert präsentiert die Volkshochschule Hagen (VHS) ab Freitag, 11. September, um 19 Uhr in einer neuen Veranstaltungsreihe in der Max-Reger-Musikschule, Dödterstraße 10. Den Anfang der Reihe macht der Komponist Frédéric Chopin.

In der Veranstaltungsreihe erwartet die Teilnehmer zunächst ein Vortrag zu Leben und Werk, des jeweiligem Künstlers. Unterstützt wird der Vortrag durch anschauliche Bilder sowie Audio- und Videobeispiele. Nach dem etwa einstündigen Vortrag folgt das Konzert, in dem verschiedene Klavierwerke des Komponisten aufgeführt werden.

Referent und Solist ist Dr. Roman Salyutov, Konzertpianist, Dirigent und Musikwissenschaftler aus Bergisch Gladbach (Foto: Stadt Hagen). Er ist mit Konzerten weltweit unterwegs, leitet selbst mehrere Orchester, tritt mit Gastseminaren an verschiedenen Universitäten auf und ist Organisator von Kulturprojekten.

Die Kombination eines musikgeschichtlichen Vortrags mit einer lebendigen Klavierpräsentation lässt jeden Abend zu einem umfangreichen Musikerlebnis werden. Dabei richtet sich die Veranstaltungsreihe an alle Musikinteressierten, unabhängig vom Kenntnisstand im Bereich der klassischen Musik.

Der Veranstaltungsort ist die Max-Reger-Musikschule, die ein entsprechendes Hygienekonzept entwickelt hat. Dazu gehört, dass die Besucherzahl auf maximal 30 Menschen begrenzt wird. Eine Voranmeldung zum Kurs 9030 bei dem Team der VHS unter Telefon 02331/207-3622 oder per E-Mail unter vhs@stadt-hagen.de wird dringend empfohlen.

Fundsache: His Master’s Voice

7. September 2020 by

Gemeinsam mit Fridays for Future hat die Recherche-Plattform Correctiv eine breit angelegte Datenerhebung gestartet: Ziel ist es, Transparenz über die Kohlebeteiligungen der NRW-Kommunen zu schaffen. Denn dieses Wissen ist Voraussetzung, dass sich Bürgerinnen und Bürger politisch einbringen können.

„Kommunen sind verpflichtet, der Presse gegenüber wahrheitsgetreue Angaben zu machen“, schreibt Correctiv. Oft seien die Antworten überraschend schmallippig gewesen, zuweilen arrogant. So wie die Antwort aus Hagen. Dort verbat sich Michael Kaub, Pressesprecher des Oberbürgermeisters und damit auftragsgemäß die Stimme seines Herrn (Foto: Holger Ellgaard, CC BY-SA 3.0), höflich aber bestimmt erst einmal „Rechtsmittelbelehrungen und Fristen“. Also genau das, was zum Standardrepertoire behördlicher Schreiben gehört, die dem gemeinen Bürger zugestellt werden.

Für sich selbst nehmen die Herren in den oberen Etagen allerdings in Anspruch, mit derartigem Zeug nicht behelligt zu werden. Dabei ist es durchaus notwendig, schon vorsorglich beispielsweise auf das Landespressegesetz hinzuweisen. Denn allzu häufig mussten Journalisten – solange sie nicht den örtlichen Dunstkreisen willfähriger Lokalschreiber angehören – in der Vergangenheit ihr Recht auf juristischem Wege durchsetzen.

So weit wollte es Kaub (im Vorfeld der Kommunalwahlen?) dann doch nicht kommen lassen und beantwortete nach seinem Oberlehrerspruch noch brav die gestellten Fragen.

Corona in Hagen – Stand: 06.09.

6. September 2020 by

Grafik: Stadt Hagen.


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