VRR: Fahrpreise sollen um 3,9 Prozent steigen

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Formeller Beschluss vor einer Nachfolgeentscheidung zum 9-Euro-Ticket

Der Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) hat mehrheitlich einer Preiserhöhung bei den Tickets um durchschnittlich 3,9 Prozent zum 1. Januar 2023 zugestimmt. Der VRR begründet die höheren Preise mit hohen und stetig steigenden, inflationsbedingten Betriebskosten bei den Verkehrsunternehmen, darunter auch der Hagener Straßenbahn AG. Allein der zusätzliche, jährliche Finanzierungsbedarf zur Sicherung des Leistungsangebots im Verbundraum betrage 500 Millionen Euro. Der VRR betont, dass die für das kommende Jahr geplante Preissteigerung deutlich unter der derzeitigen allgemeinen Inflationsrate liegt.

Die Tarifentscheidung sei als Beitrag zur zukünftigen Aufrechterhaltung des ÖPNV-Angebots trotz der aktuellen Diskussion um ein „Klimaticket“ als Nachfolgeprodukt zum 9-Euro-Ticket notwendig, so der VRR. „Die derzeitige Diskussion um eine weitere bundesweite Tarifinitiative hat der Verbund bei seinen Tarifentscheidungen natürlich im Blick. Solange sich Bund und Länder allerdings noch nicht geeinigt haben, werden wir formelle Beschlüsse fassen“, sagt José Luis Castrillo, Vorstand des VRR. Eine reguläre Tarifumstellung bei allen Verbundunternehmen benötigt in der Regel rund drei Monate.

Vor dem Hintergrund der prekären Finanzsituation im ÖPNV fordern die VRR-Gremien den Bund und das Land NRW erneut auf, sich im Hinblick auf die Energiekosten- und sonstigen Aufwandssteigerungen kurzfristig über zusätzliche Finanzmittel für den Nahverkehr zu einigen.

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