Stadt reagiert auf Aussage von Feuerwehrleuten

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Die Stadt Hagen hat noch einmal auf die Aussage von zwei Feuerwehrleuten vor dem Hochwasser-Untersuchungsausschuss reagiert. (…)

Die von den beiden geäußerte Kritik an der Landesregierung will der zuständige Ordnungsdezernent Sebastian Arlt nicht weiter inhaltlich kommentieren, allerdings unterstreicht er: „Es wird auch der Eindruck erweckt, als sei der Krisenstab der Stadt Hagen überfordert gewesen. Das war ganz klar nicht der Fall.“ (…)

Grundsätzlich irritiert zeigt sich Arlt darüber, wie der Untersuchungsausschuss vorgehe. „Wenn es doch darum geht, die Abläufe bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe aufzuarbeiten, dann hätte man doch mit Ralf Blumenthal denjenigen einladen können, der den gesamten Einsatz geleitet hat“, so Arlt mit Blick auf den Stellvertreter von Veit Lenke. (…)

Quelle: wp.de

Dazu auch:

Welche Lehren die Feuerwehr aus der Flut zieht

Welche Lehren aus der Flutkatastrophe zu ziehen sind, darüber gehen die Meinungen bei der Feuerwehr auseinander. Von der Kritik von zwei Hagener Feuerwehrleuten vor dem Untersuchungsausschuss des Landtages vergangene Woche distanzierte sich Hagens Feuerwehrchef Veit Lenke und verwies auf die Aufarbeitung des Hochwassers mit den Experten Kai Riepe und Michael Funke.

Die beiden Beamten der Berufsfeuerwehr beschäftigen sich seit Jahren mit der Frage, wie Hagen auf Hochwasser und Extrem-Unwetterlagen besser vorbereitet werden kann und haben in der Zeit verschiedene Maßnahmen angestoßen. Was die Feuerwehrmänner aus der Flut für den Hochwasserschutz gelernt haben und warum sie die Kritik ihrer Kameraden nicht teilen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Es verfestigt sich der Eindruck, dass die involvierten Spitzenkräfte (Dezernent, Feuerwehrchef und dessen Stellvertreter) beleidigt sind, weil nicht sie vom Untersuchungsausschuss geladen wurden, sondern der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes und sein Stellvertreter. Um die Aussagen der beiden Hagener Feuerwehrleute herunterzuspielen, hat man sich offensichtlich auf die Sprachregelung „Privatpersonen“ geeinigt, wie auch in diesem Interview:

„Wir haben bei der Feuerwehr Hagen über tausend Einsatzkräfte und da ist nicht jeder derselben Meinung. Die beiden haben sich als Privatpersonen vor dem Ausschuss geäußert und wir sind da anderer Meinung.“

Mehr ist dort zur Ankündigung „warum sie die Kritik ihrer Kameraden nicht teilen“ nicht zu lesen. Die Vorladung zur Vernehmung vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss richtete sich nicht an „Privatpersonen“, sondern ausdrücklich an Christian Sommer und Alexander Zimmer als „Sachverständige Zeugen“, als Vertreter des Feuerwehrverbandes Hagen und – als „Praktiker“ (siehe hier).

2 Antworten to “Stadt reagiert auf Aussage von Feuerwehrleuten”

  1. Allan Qutermain Says:

    Das ganze erinnert ein Wenig an die Schnarchnasen des ÖR in Gestalt des WDR.

    Auch dort fand das Hochwasser im Ahrtal 2 Tage nicht statt.

    Nach dem immer mehr Vermiste und Tote aus Rheinland-Pfalz gemeldet wurden,
    bequemte man sich in Köln zu einem Brennpunkt von 15 Minuten Dauer.

    Was in den ersten Tagen zu wenig von dort berichtet wurde, versucht man jetzt mit viel Laberei zu übertünchen.

    Ob in Hagen die Sirenen ausgelöst wurden, bin ich überfragt.
    Da am besagten Tag nicht in Hagen.
    Aber auch die NINA Warnung für Hagen blieb stumm.

    Was Kachelmann Wetter von den Verbeamteten Wetterfrösche des DWD hält, hat er in einen Ausschuß verkündet. Nichts.

    2 Tage vorher kamen schon die Meldungen aus Großbritannien zum DWD,
    das mit Starkregen in besagte Gebiete
    zu rechnen sei.

    2 Tage, oder 48 Stunden, hatte man Zeit die Bürger vor zu warnen.

    Jedenfalls ein politisches Bauermopfer hat man schnell gefunden.
    Damit der Herr Landrat nicht so Hart fällt, wurde er im Ruhestand versetzt.

    Und dieser Landrat soll für knapp 200 Tote , zig Milliarden Euro Schaden, einen schlechten Katastrophenschutz in den ersten Tagen, eine schlechte Koordinierung der Helfer, usw. etc. sein?

    Da kann er vom Glück sprechen ,
    dass seine Pension nicht angetastet wird.

    Was ist mit den Minister aus beiden Länder?

    Den Ministerpräsidenten, Innenminister und Landes-Verkehrminister?

    Auch von dort hätten Köpfe rollen müssen.

    Dafür läßt man sich abbilden mit einer Kanzlerin, die in 3 Monate danach
    Geschichte sein wird.

  2. KranichMuss Says:

    Die Feuerwehrleute waren in der Tat nicht nur als Vertreter des Feuerwehrverbandes nicht privat unterwegs, weil sie in das Katastrophengeschehen involviert und dort ihre Erfahrungen mit Schlußfolgerungen hieraus gemacht haben.
    Ich glaube, es wäre Stadt und Feuerwehr lieber gewesen, wenn Keiner vom Untersuchungsausschuß geladen worden wäre, denn lt. WP hieß es ja vom Leiter der Feuerwehr “ wir arbeiten die Katastrophe selbst intern auf „.
    Es sieht so aus, als ob der Fachdezernent und dann die beiden Hochwasser-Experten vorgeschoben werden bzw. in vorauseilendem Gehorsam im Eigeninteresse vorgeprescht sind.
    Hauptverantwortlich und -Bindeglied zur Regierung ist dennoch das Gemeindeorgan OB ( s.auch DW “ Lennebadvorkämpfer “ ), nicht reduzierbar auf Sprechorgan.
    Das Organ war es ja auch, das in der Katastrophe vorzeitig aus dem Urlaub zum Hagener Laschet-Besuch gebeten wurde und gleichzeitg froh war, sich diesem nun endlich mal leibhafig vorstellen zu können. Und dieser Organ-Eigenschaft war es dann auch geschuldet, daß “ Er “ sich kurz darauf in der Markus Lanz – Talkshow vom Monitor ( á la Söder ) mit einem fröhlichen “ hallo aus Hagen in die Runde “ einreihen durfte.
    Die Katastrophe auch intern aufzuarbeiten, ist sicher keine schlechte Sache, mit dem einbringen in einen Untersuchungsausschuß schließt es sich nicht aus.
    Dann kommt jedoch noch ein Feuerwehrmann der freiwilligen Feuerwehr und des Verbandes und erarbeitet tatsächlich ein eigenes Verbesserungs-Konzept. Wo bleibt denn da Obrigkeits- u. Hierarchie-Denken ( im 21. Jh. ) ..

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