Hagen schafft 27 Corona-Luftfilter für Schulen an

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Die Stadt Hagen hat 27 Luftreinigungsgeräte für Klassenzimmer und Schulräume angeschafft, um schädliche Aerosole aus der Luft zu neutralisieren und die Gefahr einer Corona-Infektion zu verringern. Die mobilen Luftfilter werden ausschließlich in Räumen aufgestellt, die nur schlecht oder gar nicht gelüftet werden können. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Bereits im Jahr 2020 hatte das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung ein Förderprogramm zur Beschaffung von Raumluftfiltern unter anderem für Schulen und Sporthallen aufgelegt, das durch die Stadt Hagen nicht genutzt wurde.

Für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 06.05.2021 hatten die Fraktionen CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Hagen Aktiv und die FDP-Ratsgruppe einen Antrag zur Prüfung der Beschaffung solcher Luftfilter für Schulräume gestellt für den Fall, dass das Landesprogramm neu aufgelegt werde. Die Verwaltung versuchte abzuwiegeln: Problematisch sei vor allem die Thematik der richtigen Nutzung und der entsprechenden Wartung. Im Extremfall könne bei falscher Nutzung das Gegenteil des angestrebten positiven Effekts eintreten. Daher würde und werde in Hagen weiterhin die Linie „Lüften statt Lüfter“ verfolgt und „es wurden und werden somit keine Lüftungsgeräte beschafft“.

Es trat der seltene Fall ein, dass sich der Rat geschlossen gegen die apodiktische Position der Verwaltung stellte und den Antrag der Fraktionen billigte – nur der Oberbürgermeister stimmte einsam dagegen.

Das Land führte die Förderung dann tatsächlich fort, und aufgrund des Ratsbeschlusses konnte sich die Verwaltung nicht mehr grundsätzlich verweigern. Die geringe Anzahl von nur 27 Geräten ist natürlich trotzdem ein Witz.

Eine Antwort to “Hagen schafft 27 Corona-Luftfilter für Schulen an”

  1. KranichMuss Says:

    Ähnlich wie bei den meisten Corona-Maßnahmen, die jeweils mit teils erheblicher Vezögerung einsetzten, ist es auch hier.
    Die Geräte waren bereits im letzten Winter, wo Unterricht teilw. bei Arschkälte stattfand, da permanent gelüftet werden mußte und Erkältungskrankheiten ( ebenfalls mit Folgen ) bekannt wurden, fällig. Natürlich hätten die Geräte helfen können, Probleme so und so zum. zu reduzieren.
    Sattdessen hatte ( und hat ) der Verwaltungsvorstand wieder einmal einen griffigen Satz wie “ Lüften statt Lüfter “ parat. Da es ein Förderprogramm NRW gab, bleibt, daß man es sich vor allem erneut einfach und möglichst keine Arbeit machen wollte. Weil (re)präsentieren ( was und wen eigentlich ? ) und Sprüche viel wichtiger sind als hier Infektionsgeschehen und ( Corona – ) Krankheiten..

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