Hochwasser verschärft Parknot in der Hagener Innenstadt

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„Die Parksituation im Innenstadtbereich hat sich in den letzten Monaten drastisch verschärft“, resümiert­ Ralf Quardt. Der Bezirksbürgermeister Mitte spielt damit auf die Folgen des Hochwassers, das Hagen Mitte Juli getroffen hat, an.

„Durch die Überflutung sind über 1200 Parkplätze weggefallen. Die Parkhäuser beider Einkaufspassagen – Volme-Galerie und Rathaus-Galerie – sind durch die durch das Hochwasser entstandenen Schäden ja noch immer nicht ansteuerbar.“ Viele Besucher der City oder jene, die in der Innenstadt arbeiten, würden durch die Straßen kreuzen und verzweifelt einen Parkplatz suchen, sagt Quardt. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Das grundsätzliche Problem liegt nicht in einer temporären Beeinträchtigung durch Flutschäden, sondern ganz woanders, wie der Bezirksvorsteher in dem Artikel auch einräumt: „Viele Familien besitzen mehrere Autos, und die meisten wollen aufs eigene Auto auch nicht verzichten.“

Dazu komme, so Quardt: „Zahlreiche Garagen und Stellplätze werden zweckentfremdet und ich habe das Gefühl, dass die Zahl jener, die ihre Garage als Abstellraum nutzt, immer größer wird.“

Aus einer Beschlussvorlage für BV Mitte, HFA und Rat vom 21.04.2021 (also aus Vorflutzeiten) ließ sich bereits ersehen, dass das Thema steinalt ist: „Um die Attraktivität dieser innenstadtnahen Wohngebiete zu stabilisieren und nicht zuletzt wegen einiger Beschwerden wurde bereits 2015 angedacht, in den Randgebieten der Innenstadt Parkbevorrechtigungen für Bewohner bei gleichzeitiger Bewirtschaftung des gebietsfremden Parkverkehrs einzuführen.“

Außer „Andenken“ ist offenbar wieder einmal nichts passiert. Stattdessen sind der Phantasie der Bedenkenträger keine Grenzen gesetzt, wie sich an der möglichen Einrichtung einer „Ergänzungszone“, also einer Ausweitung der Parkbewirtschaftung zeigt:

„Besonders zur Abgrenzung der Ergänzungszone wurden schon im Vorfeld die unterschiedlichsten Ansätze und Möglichkeiten in den verschiedenen verwaltungsinternen Arbeitskreisen diskutiert. Hierbei wurde schnell klar, dass sich die Festlegung der Grenzen der Ergänzungszone schwierig gestalten wird, da sich in einigen Wohnvierteln diese Grenze städtebaulich, verkehrlich oder topographisch schwer erklären ließe.“

Noch schwerer lässt sich erklären, warum Dinge, die anderenorts umgesetzt werden, in Hagen nicht zu realisieren sind.

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