Hinterher trauern, statt vorher verändern

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Interview mit Armin Laschet zur Flutkatastrophe in der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“

Ab Min. 18:00 erste kritische Anmerkungen zur Katastrophen- und Klimapolitik, danach ab Min. 20:20 Interview mit dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidaten der CDU Armin Laschet.

Das Interview führt die 52-jährige Moderatorin Susanne Wieseler, die von Laschet im Laufe des Gesprächs auch schon mal herablassend als „junge Frau“ tituliert wird (Min 24:17). Nachdem die eigentlich kreuzbrave Wieseler die erste kritische Nachfrage formuliert hat, unterstellt Laschet der Moderatorin, sie wolle „einen parteipolitischen Streit beginnen“.

Diesen Vorwurf wiederholt er im weiteren Verlauf des Gesprächs zunehmend gereizt wirkend noch mehrmals in abgewandelter Form. Ungeachtet der Tatsache, dass er es mit einer Journalistin und nicht mit einer Vertreterin aus den Reihen der Oppositionsparteien zu tun hat.

Eine Änderung seiner Politik angesichts der aktuellen Ereignisse lehnt Laschet hingegen weiterhin ab. Es sei „nicht die Zeit, politische Forderungen zu stellen, sondern an die Menschen zu denken“. Die „wichtige Frage“ ist für den CDU-Kanzlerkandidaten die der individuellen Schicksale und nicht die Veränderung einer Politik, die solche Schicksale überhaupt erst ermöglicht.

3 Antworten to “Hinterher trauern, statt vorher verändern”

  1. Josef Hartmann Says:

    Hallo,
    wenn nicht jetzt, wann dann??

    Die halbe Republik geht in Wassermassen unter, in anderen Erdteilen herrschen Temperaturen, die ein organisches Leben nicht mehr möglich machen.
    Und dann taucht der Laschet auf und erklärt, er habe alles getan, um das Klima zu schützen.
    Dazu gehört:
    1. Die Verhinderung der Windkraftanlagen (Abgeschriebene Anlagen dürfen nicht einfach ersetzt werden, sondern müssen neu beantragt werden. Dann gelten die neuen Abstandsregelungen zu bebauten Gebieten. In Summe ergibt dies einen Abbau der Windenergie.)
    2. Das Verprügeln von Demonstrant:innen und Waldbesetzer:innen durch die Polizei, die hier ein weiteres Mal von ihren Dienstherren missbraucht wird. (Für meine radikalen Freund:innen, ja, so manche*r bei der Polizei macht das auch gerne…)
    3. Beibehaltung von „Freie Fahrt für freie Bürger:innen“; einer der letzten Gegner eines Tempolimits mit seinen Freunden Herr Scheuer und Mitarbeiter:innen der BILD. Ach ja, Freund Scheuer baut auch gerne weitere Autobahnen, Gegner:innen werden … (siehe oben)
    4. Klimaschutz nur mit „Marktwirtschaftlichen Methoden“. Letzteres äußerte er mehrfach bei Interviews, stehend vor den Trümmern, erzeugt durch Marktwirtschaft und Gier.
    5. Die Liste könnt ihr selbst fortsetzen, beispielsweise mit dem neuen Versammlungsgesetz.
    Die Toten in Deutschland, USA, Kanada, Australien klagen uns an, denn wir haben zu wenig oder das Falsche getan, um solche Figuren wie Laschet und Co. zu verhindern. Mit Empörung wurde die Aussage eines Grünen Politikers kommentiert, der Laschet in Verantwortung nahm für die tödlichen Folgen unter anderem seiner Politik. Der Grüne hatte Recht, diese klimazerstörende Politik tötet Menschen. Andere Menschen, zum Teil sicher jede*r von uns, tragen dafür die Verantwortung!!!
    Dieser Laschet darf nicht Kanzler werden!!!
    Das sind wir uns und unseren Nachkommen schuldig.
    Daher besucht jeden Wahlkampfauftritt von Laschet; Trillerpfeifen und laute Stimmen müssen ihn unhörbar machen. Lasst uns Kampagnen starten, die Laschet verhindern und einen Politikwechsel fordern. Hier gleich mal ein Link:

    https://campact.org/klima-pledge-um

    Fragt mich bitte nicht nach möglichen Alternativen, fragt mich bitte nicht, ob ich mit meiner Polemik nicht direkt die Grünen unterstütze. Diese Frage müsst ihr euch selber beantworten, aber ein Laschet geht gar nicht.
    Und dann noch, was ich nicht von Laschet wusste:

    https://www.fr.de/meinung/kolumnen/armin-laschet-bundestagswahl-2021-union-opus-dei-wahlkampf-cdu-laschetluegt-soeder-90862489.html

    Grüße aus Hagen

  2. Umleitung: Naturkatastrophen, katastrophaler Kanzlerkandidat, rechte Chatgruppe bei Berliner Polizisten, Coronavirus-Impfpflicht, der richtige Moment in der Fotografie und die Selbsterlösung ins Ungewisse. | zoom Says:

    […] Hinterher trauern, statt vorher verändern: Interview mit Armin Laschet zur Flutkatastrophe in der WDR-Sendung „Aktuelle Stunde“ … doppelwacholder […]

  3. Allan Qutermain Says:

    Über 100 Tote, zig immer noch Vermiste, ein Milliarden Euro Schaden.

    So wie Plünderungen, Hochwassertouristen die ihre Filmchen sofort in das Netz hinein stellen.

    Der MP Laschet stellt sich in einer Halle der Feuerwehr hin und quaselt nur Stuss in der Armada von Journalisten, die in seinen Tross mit angereist war.

    Die Politik hat dafür gesorgt, dass die Warnämter aufgelöst wurden und viele Kommunen die Sirenen auf den Dächern abgebaut haben.

    Ebenso bewegt der Katastrophenschutz, die Freiw Feuerwehr und die San.Dienste in vielen Orten PKW und LKW, die sind älter wie die Lenker hinter dem Steuerrad.

    So wurden viele Betroffene Personen förmlich im Schlaf von den Fluten überrascht.

    Das Handynetz ist überlastet und auch das Festnetz gibt in vielen Ortsnetz keinen Muks von sich.

    Früher gab es im Katastrophenschutz eine Einheit Fernmeldedienst.
    Man ahnt es schon,
    die wurden Ersatzlos gestrichen.

    Mich erinnert das Ganze an Tornadoschäden in den USA,
    oder an Überschwemmungen
    im Fernen Haiti.

    Habe ich Ferne geschrieben?
    Die Ferne nennt sich Hagen mit seinen Betroffenen Ortsteile, Leverkusen, Wuppertal, die Eifel, Altenahr
    und noch viele andere Orte.

    Ein Bild habe ich noch Erinnerung,
    Ein Padler in seinen Gummiboot,
    der auf der Langestr. in Höhe der Vereinsgastätte padelt.

    Es ist kurz vor Zwölf, wie so vieles seitens der Politik Hausgemacht ist.
    Hier will man die Industrie schonen,
    denn Diese Drohen mit Arbeitsplatz Abbau, Verlagerung ins Ausland und noch so manches mehr.

    Ob Laschet Kanzler kann, muss ich leider mit NEIN beantworten.
    Aber auch der Frau mit ihren tagtäglichen neuen Lebenslauf kann ich nicht mein Kreuzchen geben.

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