Abellio droht die Pleite

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Auch Hagen wäre betroffen

Am Mittwochabend teilte das Bahnunternehmen Abellio mit, dass es ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg beantragt habe. So wird ein Verfahren im Rahmen des Insolvenzrechts genannt, bei dem das Management an Bord bleibt und durch gerichtlich bestellte Sanierungsspezialisten unterstützt wird. Die Bundesagentur für Arbeit zahlt für drei Monate die Löhne und Gehälter. Danach soll die Firma dies selbst wieder übernehmen.

Abellio-NRW hat seinen Sitz in Hagen und unterhält in Eckesey auch eine Betriebswerkstatt. Das Tochterunternehmen der Niederländischen Staatsbahn Nederlandse Spoorwegen betreibt u. a. die Hagen tangierenden Linien RE 16 (Essen – Hagen – Iserlohn/Siegen), RB 40 (Hagen – Essen), RB 91 (Hagen – Iserlohn/Siegen) und die S-Bahn-Linie S 9 (Hagen – Wuppertal – Recklinghausen/Haltern am See).

Das Unternehmen begründet die angespannte finanzielle Situation mit „massiven Kostenentwicklungen, die nicht ausreichend von den einzelnen Verkehrsverträgen gedeckt sind“. Das scheint aber nur ein Teil der Wahrheit zu sein.

Beteiligte werfen auch die Frage auf, welchen Anteil Abellio selbst an der Misere hat, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Denn in der Vergangenheit sei bei der Vergabe mit sehr spitzem Bleistift gerechnet worden, um überhaupt an Aufträge für den Betrieb von Nahverkehrslinien zu kommen. Das gestehe ein Insider ein.

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