Nachlässig recherchiert oder gewollt unrichtig?

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René Röspel kritisiert Berichterstattung der WPWR

Einmal mehr recherchiere die WPWR beim Thema „Digitalisierung in den Schulen“ nachlässig, oder sie wolle es nicht richtig darstellen, kritisiert der Hagener Bundestagsabgeordnete René Röspel (SPD) die Berichterstattung des Blattes.

In einem Artikel unter der Überschrift „Viele i-Pads in Hagener Schulen bislang kaum genutzt“ hatte Autor Hubertus Heuel geschrieben: „Durchaus überraschend hatte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kurz vor den Sommerferien 2020 angesichts der Corona-Situation das Füllhorn des Landes über den Städten des Landes ausgeschüttet und Hagen 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.“

Diese Darstellung weist Röspel zurück: Es sei eben durchaus nicht die NRW-Schulministerin Gebauer, die das „Füllhorn des Landes“ ausgeschüttet habe, sondern zum ganz überwiegenden Teil der Bund.

„Im Zuge der Corona-Pandemie hat die SPD im Koalitionsausschuss durchgesetzt, den so genannten Digitalpakt zwischen Bundesländern und Bundesregierung um 500 Millionen vom Bund aufzustocken, um die Länder dabei zu unterstützen, Schulen mit digitalen Endgeräten auszustatten. Davon entfallen auf NRW rund 105 Millionen Euro. Allein für Hagen stehen 3,3 Millionen Euro zur Verfügung, wodurch fast 10.000 Tablets für Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte angeschafft werden können“, korrigiert Röspel den WPWR-Bericht.

Im Übrigen hätte Ministerin Gebauer auch kein besonderes Interesse daran, Schülerinnen und Schüler aus finanzschwachen Familien zu unterstützen, sonst hätte sie den SPD-Vorschlag unterstützt, das Bundesgeld nicht nach Regionalproporz und Einwohnerzahl auf die Bundesländer zu verteilen („Königsteiner Schlüssel“), sondern nach sozialen Kriterien wie Bedürftigkeit der Familien usw., so Röspel.

Auch in diesem Punkt hatte das Funke-Blatt die Sachlage anders dargestellt und es als „Idee“ der nicht erst seit Ausbruch der Corona-Pandemie weitgehend als Fehlbesetzung kritisierten Ministerin verkauft, „auch Kinder aus weniger finanzkräftigen Haushalten“ für den digitalen Unterricht „adäquat“ auszustatten.

Röspel macht darüberhinaus deutlich, dass auch mit den zusätzlichen Bundesmitteln leider ein grundsätzliches Problem der NRW-Schulpolitik nicht zu lösen sei: Die Schülerinnen und Schüler und vor allem auch die Lehrkräfte müssten natürlich Unterstützung bei der Entwicklung ihrer digitalen Kompetenzen bekommen. Das sei aber nicht Bundesangelegenheit, sondern Aufgabe der Länder.

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