Verkehr: Richtungswechsel nicht zu erkennen

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von Heidi Wenke, VCD Hagen/MK

Natürlich freuen sich die wenig verwöhnten Hagener Radelnden über Investitionen in die Rad-Infrastruktur und jegliche Verbesserungen. Allerdings sind die angesprochenen Maßnahmen, mit Ausnahme des Umbaus der Augustastraße, im Wesentlichen geeignet, den Freizeitverkehr zu fördern, wie die zitierten Politiker (Klepper, Purps, Diegel) ja auch herausstellen. Dass damit aber die „Verkehrswende sinnvoll“ gestaltet werden soll, wie Herr Purps äußert, ist nicht nachvollziehbar, da für diese die Voraussetzungen für den Alltagsverkehr verbessert werden müssten.

Eine Wende benötigt zuerst einmal ein Bremsmanöver, d.h. das Fahren in die eingeschlagene Richtung wird verlangsamt, um dann die Richtung zu wechseln. Von diesem Bremsvorgang mit anschließendem Richtungswechsel im Verkehr ist in Hagen bisher so gut wie nichts zu erkennen.

Eine solche Wende in Richtung mehr Radverkehr würde voraussetzen, dass man die Vorwärtsrichtung beim MIV (motorisierter Individualverkehr) ausbremst, indem die Verkehrsflächen in Teilen dem Radverkehr zugeschlagen werden. Aber leider wird genau da gebremst. Das macht die Hasper CDU-Frau Bremser („Nomen est omen.“) klar, wenn sie vom „fehlgeschlagenen Radweg-Versuch an der B7“ spricht.

Hagen mangelt es an der Bereitschaft, den ausufernden MIV, sei er rollend oder stehend, auch nur ein wenig einzuschränken, obwohl diese Maßnahmen den Radverkehr preiswert und zügig fördern würden. Das zeigt z.B. die kombinierte Bus-/Radspur auf der Körnerstraße, die 3 Jahre auf sich warten ließ und auch nur für Radler freigegeben wurde, weil das Gesetz es vorschreibt. Ein anderer Konflikt, der zum Wohl des MIV entschieden wurde, ist der verhinderte Radweg in Hohenlimburg. Fazit: Warum preiswert mit eigenen Mitteln Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs ergreifen, wenn „Millionen“ von anderen „fließen“?

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