Hohenlimburg soll an die Lenne rücken

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Bezirksvertretung Hohenlimburg beschließt Entwicklungskonzept

Einstimmig hat die Bezirksvertretung Hohenlimburg den Startschuss für das Integrierte Stadtteil-Entwicklungskonzept INSEK für den Bereich des Hohenlimburger Zentrums einschließlich des Lenne-Parks gegeben. Endgültig muss aber der Hagener Stadtrat entscheiden.

Als eines von vier Hagener Nebenzentren ist die Altstadt von Hohenlimburg das historische Zentrum des Stadtbezirks. Seit geraumer Zeit zeichnen sich dort negative Entwicklungstendenzen ab. Als zentrale Problemlage gilt die defizitäre Angebotssituation im Einzelhandel, die eine unzureichende Bindung der Bewohner an das Zentrum zur Folge hat.

Aufgrund fehlender Kundenfrequenzen und mangelnder Betriebsumsätze haben sich leer stehende Einzelhandelslokale im Innenstadtbild von Hohenlimburg etabliert. Es zeichnet sich ein starker Funktionsverlust im Einzelhandel ab, der durch die zahlreichen leer stehenden Ladenlokale ein alarmierendes Ausmaß angenommen hat.

Zudem zeigen sich weitere funktionale und gestalterische Handlungsbedarfe. Dazu zählen die mangelnde Aufenthaltsqualität der Fußgängerzone und einiger Plätze, städtebaulich unattraktive Eingangssituationen und defizitäre Wegeverknüpfungen, die mangelnde Barrierefreiheit, die fehlende Zugänglichkeit zur Lenne sowie fehlende Gastronomie- und Freizeitangebote, die eine Belebung der Innenstadt bedeuten könnten.

Der Handlungsdruck in der Hohenlimburger Innen­stadt ist also so groß, dass ohne finanzielle wie auch personelle Unterstützung eine Ver­besserung dieser Situation in absehbarer Zeit nicht zu erreichen sein wird. Dies wurde auch im Rahmen des gesamtstädtischen integrierten Stadtentwicklungskon­zeptes (kurz: ISEK) „HAGENplant 2035“ bestätigt.

Es lassen sich jedoch auch Potenziale in der Hohenlimburger Innenstadt ausmachen, die bislang wenig ausgeschöpft werden. Ein großes Potenzial ist die historisch gewachsene und kleinteilige Struktur, die ein besonderes Altstadtflair hervorruft. Kurze Distanzen, die Funktionsmischung, die gründerzeitlich oder durch Fachwerk geprägte Architektur vieler Gebäude sowie die Nähe zur Lenne tragen zur Attraktivität der Innenstadt als Einkaufs- und Wohnstandort bei.

Zugleich sind einige Flächenpotenziale vorhanden, die sich für eine städtebauliche Entwicklung anbieten, wie etwa das Rathaus, der Rathausplatz oder das brach liegende Gelände am Langenkamp östlich der Fußgängerzone.

Trotz des Potenzials der Innenstadt und der Aktivitäten der Einzelhändler, der Bürger und der Stadt konnte die negative Entwicklung in den vergangenen Jahren nicht gebremst werden.

In einer Prioritätenliste des beauftragten Dortmunder Planungsbüros plan-lokal steht, neben dem Einrichten eines Citymanagements inkl. Leerstandsmanagements und eines Hof- und Fassadenprogramms, die Verknüpfung des Hohenlimburger Zentrums mit der Lenne ganz oben auf der Agenda.

Das Potenzial der Lenne im Bereich der Hohenlimburger Innenstadt sei bislang wenig ausgeschöpft, da nahezu der gesamte Flusslauf entlang des Zentrums durch die vorhandene Bebauung und den Hochwasserschutz von der Innenstadt abgeschirmt werde, so die Planer in ihrem Gutachten. Es fehle an Zugängen und Aufenthaltsmöglichkeiten. Die Erlebbarkeit der Lenne sei dadurch im gesamten Innenstadtbereich, sogar im Bereich der Kanu-Slalom-Strecke stark eingeschränkt.

Wenig attraktiv, so die Planer weiter, sei auch das benachbarte Rathausumfeld. Die Plätze vor und hinter dem Rathaus seien fast vollständig als Parkfläche ausgebaut und besäßen keinerlei Aufenthaltsqualität. Die Potentiale zur Schaffung eines attraktiven Eingangs in die Fußgängerzone seien ungenutzt.

Die öffentlichen Flächen im Rathausumfeld, insbesondere der Rathausvorplatz sollten eine Steigerung der Aufenthaltsqualität erfahren und als zentraler Bezugs- und Treffpunkt im Stadtgefüge entwickelt werden. Der Eingang in die Fußgängerzone sei gestalterisch aufzuwerten und zu attraktivieren.

Mit Hilfe eines modernen Designs und einer zeitgemäßen Ausstattung sowie Möblierung soll im Rathausbereich die Schaffung eines lebendigen Innenstadtraumes, welcher der stadtstrukturellen und repräsentativen Bedeutung dieses Ortes entspricht und ein positives Image verbreitet, realisiert werden.

Eine Antwort to “Hohenlimburg soll an die Lenne rücken”

  1. Fischer, Angelika Says:

    Alles gut und schön immer wieder was Neues zu planen. Wichtig wäre mal, das bereits Bestehende zu pflegen. Zum Beispiel könnte man sich da die eigentlich schöne, aber munter vor sich hin gammelnde „Brunnenanlage“ am Eingang der Fußgängerzone mal vornehmen. Wenn die nicht so verdreckt und vernachlässigt wäre, genau wie viele andere bereits bestehende, ungepflegte Objekte in der Stadt, dann wäre das schon mal ein Anfang.
    Für Neues scheint das Geld zu sprudeln und danach ist kein Geld und keine manpower mehr da, um da Geschaffene zu pflegen und instand zu halten.
    Ein weiteres Beispiel ist das Sitzrondell und dessen unschöne Unkrautbepflanzung Ecke Freiheit- / Herrenstr.
    Weitere Beispiele ließen sich problemlos finden.

    Wenigstens hat jetzt ein sehr schönes Geschäft in der Freiheitstr. 42 eröffnet. Ein Lichtblick in dem ganzen Elend.

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