SPD: Wir machen den Weg frei – für die CDU

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Timo Schisanowski ist der Kandidat für die Bundestagswahl

Mit einem äußerst knappen Ergebnis von 27 zu 26 Stimmen hat die Delegiertenkonferenz der SPD aus Hagen und dem südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis am Freitagnachmittag im Haus Ennepetal den Vorsitzenden des Unterbezirks Hagen, Timo Schisanowski, zu ihrem Kandidaten für das Direktmandat bei der Bundestagswahl 2021 gewählt.

Die Zeit des langjährigen Vertreters des Wahlkreises Hagen/Ennepe-Ruhr I im Deutschen Bundestag, René Röspel, geht damit – zumindest als Mitglied der SPD – im nächsten Jahr dem Ende entgegen. Röspel hatte bei den vorausgegangenen Wahlen immer mit Abstand bessere Erststimmenergebnisse eingefahren als seine Partei bei den Zweitstimmen erreichen konnte.

Selbst altgedienten Genossen fällt zu der Frage, wofür der nun auf den Schild gehobene Schisanowski eigentlich inhaltlich steht, wenig ein. Ein früherer Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Hagen, Dr. Jürgen Brand, drückte es erst kürzlich unter Verweis auf seine mehr als 50-jährige Parteimitgliedschaft so aus: „Wenn ich die politischen Positionen des Unterbezirksvorsitzenden charakterisieren sollte, wäre ich überfordert. Ich habe hierzu von ihm in den letzten Jahren wenig bis nichts gehört.“

Mit dem Wahlausgang der Aufstellungsversammlung steht die SPD gespaltener denn je da und liefert mit ihrer Entscheidung für Schisanowski der CDU eine Steilvorlage. Ob die Christdemokraten diese aber umsetzen können, steht auf einem ganz anderen Blatt. Dazu müssten sie lernen, strategisch zu denken und ihrerseits einen Kandidaten aus dem Hut zaubern, der auch für jene SPD-Wähler akzeptabel wäre, die zwar ihrer eigenen Partei die Stimme geben würden, nicht aber einem als Karrieristen verschrienen Direktkandidaten Schisanowski.

Da aber auch in der heimischen CDU Rivalitäten zwischen verschiedenen Wichtigtuern nicht ungewöhnlich sind und immer wieder ein Grundton diverser Tümeleien mitschwingt, ist – wenigstens im Moment – noch alles offen.

Die SPD hat jedenfalls schon mal geliefert.

7 Antworten to “SPD: Wir machen den Weg frei – für die CDU”

  1. Hannelore Stueckradt Says:

    Es hat sich in der SPD seit 2013 nichts geändert. Hinterzimmerkungelei und Strippenzieherei ist scheinbar immer noch die Methode. Mit dieser Personalentscheidung hat die SPD die Möglichkeit auf ein Direktmandat verspielt. Statt einen auch ueber Parteigrenzen hinweg, beliebten, buergernahen und qualifizierten Kandidaten aufzustellen, hat man sich fuer die Versorgung des Kandidaten entschieden, der in seinem Leben beruflich noch nicht viel auf die Reihe bekommen hat. Damit hat sich die Partei fuer viele Buerger unwaehlbar gemacht.

  2. Der blonde Hans Says:

    Wenn ich Renate wäre, würde ich aus der SPD austreten und mich als unabhängiger Kandidat aufstellen lassen und Renate würde wieder unser Bundestagsabgeordneter werden. Das wäre mal ein richtiger Paukenschlag für Schikanowski’s Schikanen und Strippenzieherei….. Meine Stimme hast Du sicher Renè…… Wenn ich diesen Bengel sehe, bekomme ich das kotzen, noch nichts aber garnichts im Leben erreicht….

  3. Alexander-Peter Popescu Says:

    Stimmen Frau Stückradt uneingeschränkt und unbedingt zu, die SPD Hagen ist für einige spätestens jetzt, für die meisten jedoch schon viel früher, unwählbar, unfrequentierbar und für ehrliche offene kritische unabhängige andersdenkende Wähler und Bürger politikunfähig geworden und es muss im öffentlichen gesellschaftlichen Interesse Hagens ein Bundestagsabgeordneter Schisanowski auf jeden Fall verhindert werden.
    Gespannt sein darf man, wen die CDU als Gegenkandidaten zur Verhinderung von Schisanowski ins Rennen schickt.
    Einen wählbaren Unterschied zu Schisanowski sehen wir auch dort zwar nicht, aber Dr. Peter Krauss-Hoffmann wäre trotz aller persönlichen, menschlichen und charakterlichen sowie moralisch ethischen Defizite und Schwächen von seiner fachlichen, beruflichen und akademischen Qualifikation her einem Emporkömmling und Karrieristen wie Schisanowski mindestens ebenso überlegen wie Röspel.
    Jedoch wird sich die CDU unsere Zustimmung ganz schwer erarbeiten und verdienen müssen um gewählt zu werden

    • KannsteDirNichtAusdenken Says:

      „aller persönlichen, menschlichen und charakterlichen sowie moralisch ethischen Defizite“

      Was schreiben Sie eigentlich für einen Müll? Kennen Sie die Menschen über die Sie urteilen persönlich gut genug um psychologische Einschätzungen abzugeben? Sie sollten sich denke ich selbst mal in Behandlung begeben.

      Oder geht es darum, dass die CDU sie nicht aufnehmen wollte, weil man dort erkannt hat, dass Sie nicht ganz knusper sind?

  4. Alexander-Peter Popescu Says:

    Die Idee, Röspel als parteiloser unabhängiger Kandidat für Hagen und die Hagener Wähler und Bürger antreten und wählen zu lassen, ist genial und hätte trotz aller negativen Erfahrungen und Enttäuschungen mit Röspel unsere Unterstützung und Zustimmung, um einen Schisanowski zu vermeiden und nicht CDU wählen zu müssen

  5. Alexander-Peter Popescu Says:

    Die CDU hat mich 2018 und 2020 nicht wieder aufgenommen, weil ich 2001 wegen Jürgen Rüttgers „Kinder statt Inder“ und „den faulen Rumänen“ aus Protest gegen Populismus und Rassismus aus der CDU Hagen, RCDS und der Jungen Union ausgetreten bin und 2018 kritische Vorbehalte gegen Gioussouf Islamistenanbiederung entwickelte und 2020 prüfte, wie offen, tolerant, selbstkritisch, haftungsverantwortlich und Mitte nun die CDU Hagen ist, da habe ich jedoch im Stil, Methoden, Umgang, Intrigen und in dem Unwillen und der Unfähigkeit der CDU Hagen mit Bewerbern zu kommunizieren gar keinen Unterschied zur SPD Hagen gesehen, weswegen ich nach 2 Monaten und 7 Tage Verarschung selbst entschieden habe der CDU Hagen, dem KPV, dem OMV und der CDA jede Unterstützung zu entziehen.
    Wenn jemand zu Wahlkampfzeiten schriftlich und mündlich verspricht sich zu melden und es 2 Monate und 7 Tage trotz mehrfacher Kontaktversuche es nicht tut, und anderes wichtiger ist, dann wird jeder normale Mensch, insbesondere wenn er Wähler und Bürger ist, sich von der betreffenden Person, auch wenn diese Dr. Peter Krauss-Hoffmann heißt, distanzieren und von der Unterstützung der CDU zurücktreten.

    • Micha None Says:

      Also bist du kein Parteimitglied, weil du dich enttäuscht fühlst, dass dir keiner den Hof macht. Tut mir leid dich zu enttäuschen, das wird niemals geschehen.

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