Thieser tauscht mit Wisotzki

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Die Weichen für die Konstituierung des Rates sind gestellt: Die Politik hat sich über das künftige Miteinander verständigt – auch in Haspe. (…)

Obwohl dort die Sozialdemokraten mit dem größten Vorsprung aller Bezirksvertretungen im September vorne lagen, witterte die Allianz – vor allem getrieben von Hagen-Aktiv-Vertreter Michael Gronwald – die Chance, mit ihrer Mehrheit (CDU 3 Sitze, Grüne 2, Hagen Aktiv 2) die fünf SPD-Mandatsträger zu überstimmen und somit eine Verlängerung der Genossen-Dominanz und einen keineswegs allseits geschätzten Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser (SPD) zu verhindern. (…)

Statt Dietmar Thieser soll in Haspe Ex-Bürgermeister Horst Wisotzki (SPD) die Bezirksbürgermeister-Rolle übernehmen und somit in die Fußstapfen seines Vaters treten. Der bisherige Amtsinhaber würde im Gegenzug – quasi ein Rollentausch – in Hagen an der Seite von Hans-Dieter Fischer (CDU) und einer künftigen Grünen-Bürgermeisterin Nicole Pfefferer den SPD-Bürgermeisterposten für Gesamt-Hagen übernehmen. (…)

Vor allem Kriminalhauptkommissar Michael Gronwald, der in der Fahndungsabteilung der Hagener Polizei als Beamter sein Geld verdient und zurzeit die Demontage Thiesers als sein vornehmstes politisches Ziel auslebt, dürfte es schwer fallen, seinen ungeliebten politischen Rivalen künftig mit „Herr Bürgermeister“ ansprechen zu müssen. (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Größter Vorsprung? Die Hasper Thieser-SPD hat mit einem Minus von 10,0 Prozentpunkten vor allem die höchsten Verluste aller Bezirksvertretungen eingefahren. Ihr mit 32,9 Prozent bestes Ergebnis erzielten die Sozialdemokraten in der BV Eilpe/Dahl, wo sie nur ein Minus von 3,3 Prozentpunkten hinnehmen mussten.

Seit Einführung der Bezirksvertretungen in den kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens 1975 hat die SPD in Haspe viele Jahre lang konstant Stimmenanteile von weit über 50 Prozent erreicht. Diese Erfolgsgeschichte endete abrupt, als der abgewählte Oberbürgermeister Dietmar Thieser Haspe als neue Spielfläche für sich entdeckte. Schon bei der ersten Thieser-Wahl 2009 musste der große Zampano und spätere Eselaufsteller einen Verlust von mehr als 13 Prozentpunkten für seine Partei verbuchen. Profiteure waren vor allem Hagen-Aktiv und die Grünen, die ihren Stimmenanteil verdreifachen bzw. mehr als verdoppeln konnten.

4 Antworten to “Thieser tauscht mit Wisotzki”

  1. Klaus Rosenberg Says:

    Wenn man weis, was Michael Gronwald und andere Mitglieder der BV Haspe unter einem oft kollerischen D.Thieser aushalten mussten ist die Bestrebung ihn loszuwerden nur allzu verständlich. Was die Person H.Wisotzki betrifft, ist es schon bemerkenswert, dass hier jemand auf`s Schild gehoben wird, der bei Unkorrektheiten und strafbaren Handlungen mal eben wegguckt oder diese als nicht so schlimm darstellt. So geschehen z.B. in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender beim HEB. So sollen zahlreiche Verfehlungen in seiner Zeit nicht bearbeitet oder verfolgt worden sein. Zuletzt das traurige Spiel einiger HEB-Mitarbeiter anlässlich der Wahl von Arbeitnehmervertreter in den Auisichtsrat. Vor der Wahl fand eine massive Wahlmanipulation mit teils strafrechtlich zu verfolgenden Taten statt. Auch hierüber wurde Wisotzki unterrichtet. Unternommen hat er allerdings nichts. Und somit sitzen unter Umständen heute Mitarbeiter im Aufsichtsrat, die an der Manipulation mitgewirkt haben. Eine Aufklärung fand nicht statt. Und solche Typen sind sog. Volksvertreter ! Ein Rücktritt von allen Ämtern wäre angebracht, aber dazu fehlt der Mut, die Erkenntnis etwas falsch gemacht zu haben und ein Rückgrad.

  2. Jürgen Dute Says:

    Klaus Rosenberg, mehr ist zu diesem Thema nicht zu sagen. Aber auch ein Wisotzki ist daran gebunnden, dass er gewählt wird. da scheint ein Deal im Hintergrund zu sein. Denn ansonsten wäre auch die Wahl von Wisotzki undenkbar. Aber so scheint Politik kzu funktionieren. Meine Tasche, deine Tasche. Mein Pöstchen, dein Pöstchen. Kein Wunder, dass es immer mehr Nichtwähler gibt.

  3. Stueckradt Hannelore Says:

    Leserbrief

    Der Vorstand der SPD nominiert Timo Schisanowski mit der Begruendung: „Wir brauchen neue Köpfe, welche die Erneuerung glaubhaft verkörpern.“ Mir ist nicht aufgefallen, dass Schisanowski jemals etwas glaubhaft verkörpert hat. Er steht für Stimmen- und Mitgliederverluste in der SPD, eine krachend verlorene Kommunahlwahl. Rene Röspel hat bei allen Wahlen mehr Prozentpunkte geholt, als die Partei. Ihn jetzt durch einen Kandidaten ersetzen zu wollen, der bisher nicht durch Inhalte oder Lebensleistung aufgefallen ist, sondern eher für Intrigen und Strippenzieherei steht, sieht für mich eher nach einem Versorgungsposten für Schisanowski aus.

    Das Gleiche passiert jetzt mit der Bezirksvertretung in Haspe. Dort haben die Sozialdemokraten und die dafür stehenden loKandidaten Thieser und Schisanowski 10% der Waehlerstimmen verloren. Wie man der Presse entnehmen kann, wollen die anderen Parteien scheinbar Dietmar Thieser als Bezirksbürgermeister nicht mehr wählen. Mit dem Trick, dass Thieser nun in die zweite Reihe tritt und Horst Wisotzki als Bezirksbürgermeister antritt, der somit in die Schuhe seines Vater treten soll, die ihm allerdings meiner Meinung nach um Nummern zu groß sind, kann man die anderen Parteien doch vielleicht locken den SPD Kandidaten zu wählen und die Strippen werden dann weiter aus der 2. Reihe gezogen. Als Bonbon bekommen die Grünen noch ein zusätzliches Bürgermeisteramt und Dietmar Thieser den SPD Bürgermeister.
    Mit solchen Postenschachereien und in Zeiten der mehr als knappen Kassen der Stadt, ein zusätzliches Bürgermeisteramt für Frau Pfefferer von den Grünen zu schaffen, macht man keine Politik im Interesse der Bürger, sondern fördert die Politik-und Wahlverdrossenheit.
    Diese SPD war auch mal meine Partei, aber mit diesen handelnden Personen ist sie für mich noch nicht einmal mehr wählbar. Meine Hochachtung gilt Herrn Gronwald von Hagen Aktiv, der offensichlich als Einziger in der Hasper BV Rückrat zeigt.

    Hannelore Stückradt

    • KranichMuss Says:

      Die triviale Wahrheit ist nur, daß es denen – egal welcher Partei – herzlich egal ist, wenn für die Stadt Mehrkosten anfallen, da es fast immer in erster Linie um persönliche Vorteile verschiedenster Art geht.
      Es ist auch der Grund, daß ich beim gern bemühten Modewort Lebensleistung nur schmunzeln kann.

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