Riepe lässt auf Baugrundstück 22 Bäume fällen

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Die Firma Riepe, die ihr Sanitätshaus an der Knippschildstraße erweitern will, hat vorbereitende Maßnahmen für die Errichtung der Baustelle geschaffen. Konkret: Riepe hat 22 Bäume fällen lassen. (…)

Die Anwohner der benachbarten Busch- und Baurothstraße, die sich schon vor Monaten massiv gegen die Erweiterungspläne der Firma Riepe ausgesprochen und sich anwaltlichen Beistand geholt haben, sind über das Vorgehen entsetzt. (…)

Stadtsprecherin Clara Treude: „Im Rahmen der positive beschiedenen Bauvoranfrage der Riepe-Erweiterung hat die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hagen eine Ausnahmegenehmigung zu Fällung der Bäume auf dem Gelände nach § 7 Ausnahmen und Befreiungen der Baumpflegesatzung erteilt.“ (…)

Der Riepe-Geschäftsführer (…): „Es handelt sich um ein Grundstück, das sich in unserem Firmenbesitz befindet, daher können wir – natürlich immer im gesetzlichen Rahmen – damit machen, was wir wollen.“ (…)

Quelle: wp.de (Bezahlschranke)

Anmerkung: Riepe-Geschäftsführer Lars-Gunnar Stockmann behauptet laut Bericht: „Es geht hier nicht um ein kleines Wäldchen, das wir haben abholzen lassen, sondern um spontan entstandenen Aufwuchs.“ Zur Einschätzung dieser Behauptung hilft vielleicht ein Luftbild (Foto: RVR):

Obwohl noch nicht einmal eine Baugenehmigung vorliegt, sondern nur eine (allerdings positiv beschiedene) Bauvoranfrage, macht die Verwaltung bereits den Weg für Abholzungen frei. Das deutet darauf hin, dass das Ergebnis des sowieso schon „vereinfachten“ Bebauungsplanverfahrens von Anfang an feststand und das Verfahren selbst nur pro forma durchgeführt wird.

Die sogenannte „Baumpflegesatzung“ erweist sich als das, was Kritiker von Anfang an bemängelt hatten: Sie ist nur ein Papiertiger, mit dem die beteiligten Konsenspolitfreunde hausieren gehen können. Vorneweg der „grüne“ Hans-Georg Panzer, (noch) Vorsitzender des Umweltausschusses. Man betrachte nur diese ikonografische Darstellung des vereinten politischen Biedermeiertums bei der offiziellen Präsentation der „Baumpflegesatzung“:

In der Mitte im Tarnfleck der olivgrüne Panzer, an seiner Seite v.l..n.r. die Vertreter der UnLinken, der Hohenlimburger Separatisten, Hagen Aktiv (oder Passiv ?) und des sich christlich gebärdenen Vereins CDU. Foto: Stadt Hagen.

Siehe dazu auch nochmal:

Bäume in Hagen brauchen keine Feinde mehr
Die grünen „Freunde“ reichen schon

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