Bewegung nach Vorne

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„ZART“ – Ballettpremiere im Theater Hagen

Die erste Ballettpremiere in der Spielzeit 2020/21 im Theater Hagen findet am 3. Oktober 2020 mit Beginn um 19.30 Uhr im Großen Haus statt. Präsentiert wird ein zweiteiliger Ballettabend mit neuen Choreographien von Francesco Vecchione („Jurema“) und Marguerite Donlon („Fragile“) mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, Frantz Casséus, Miguel Resende Bastos, Johann Sebastian Bach und Michio Woirgardt.

Beide Choreographen bewegt die aktuelle weltumspannende Situation, die sie auf unterschiedliche Art künstlerisch umsetzen. Dabei ist es augenfällig, dass ihr räumlich tänzerisches Bild, ein Vorwärts, die Bewegung nach Vorne ist – und das sowohl im Tanz wie auch im metaphorischen Sinn: Die Hoffnung als Motor!

Francesco Vecchione beschreibt die Grundideen für sein Stück „Jurema“ mit den Worten: „Die Welt, in der wir leben, ist nichts weniger als ein Spiegel dessen, was wir in unserem Inneren geworden sind. Wir leben in einer heiklen Zeit des Wandels … Es liegt an uns, zu entscheiden. Das Schöne daran ist, dass es eine Wahl gibt und wir sie treffen können. Wir müssen die Veränderungen annehmen, um vorwärts zu kommen und zu wachsen.“ Im Probenprozess haben die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Hagen ihre persönlichen Geschichten, ihre Meinungen, Ängste und Hoffnungen ausgetauscht. Was gibt es Schöneres, als diese Geschichten im Tanz zu erleben?

In ihrer neuen Kreation „Fragile“ begibt sich Ballettdirektorin Marguerite Donlon gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern auf einen Weg ins Ungewisse – nichts scheint mehr fest, der Boden unsicher. „Eine Welt aus gebrochenem Glas … wie auf Eierschalen gehen, gefangen … zusammen … und allein“ (Donlon).

Auf ihren choreographischen Passagen vom Bühnenhintergrund nach vorne reflektieren die Tänzerinnen und Tänzer Momente des Innehaltens, sie trauern und feiern. Jedes Leben wirkt aufeinander. Mit dem Blick in die Ferne erkennen sie ihre Sehnsucht nach Liebe, ihren Hunger nach Berührung. Mit der Hoffnung als Anker und geprägt von Erinnerungen möchten sie vorankommen, allein, zusammen, zerbrechlich.

Für die Umsetzung dieser Choreographien zeichnen verantwortlich: Francesco Vecchione (Konzept, Choreographie, Ausstattung), Marguerite Donlon (Konzept, Choreographie, Bühne), Soojin Oh (Bühnenrealisierung, Kostüme „Fragile“), Ernst Schießl (Licht).

Tanz und Co-Choreographie: Filipa Amorim, Gennaro Chianese, Alexandre Démont, Ciro Iorio, Jeong Min Kim, Noemi Emanuela Martone, Federica Mento, Bojan Micev*, Antonio Moio, Amber Neumann, Sara Peña, Dario Rigaglia, Ambre Twardowski (Foto: Oliver Look), Suzanne Vis* (*Eleven des Balletts Hagen in der Spielzeit 2020/21).

Mit freundlicher Unterstützung der Ballettfreunde Hagen e.V.

Weitere Vorstellungen: 11.10. (15.00 Uhr), 29.11.2020 (18.00 Uhr), 3.1. (15.00 Uhr), 10.1. (15.00 Uhr), 21.1. (19.30. Uhr), 20.2. (19.30 Uhr), 6.3. (19.30 Uhr), 14.4. (19.30 Uhr), 14.5.2021 (19.30 Uhr)

DIE STUNDE DER KRITIK: Sonntag, 29.11.2020, im Anschluss an die Vorstellung, Theatercafé (Eintritt frei).

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331-207-3218, per Email (theaterkasse@stadt-hagen.de) oder unter www.theaterhagen.de

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